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Thema:

Alliierte Besetzung SBZ Westsachsen 121 X Bogenfragen

Holzwuermlein Am: 21.12.2024 17:58:44 Gelesen: 2614 # 1
SBZ Westsachsen Mi.Nr. 121 X Hallo, ich komme hier wiedermal nicht weiter. Das ist doch ein Teil des Grossbogens, aus dem auch das HZ 7 entstammt, oder irre ich? Würde aber bedeuten, dass an der unteren Bogenkante auch Zwischenstege sein sollten. Danach müsste unten der Bogen mit 123X kommen. Warum ist die obere Bogenkante wie eine Leerfeldreihe ausgearbeitet? Hat zufällig jemand ein Bild vom Grossbogen? Würde mich freuen, wenn jemand helfen könnte. LG Jens
Holzwuermlein Am: 23.12.2024 21:24:56 Gelesen: 2521 # 2
Hat keiner eine Idee?
Richard Am: 26.12.2024 18:50:09 Gelesen: 2427 # 3
@ Holzwuermlein [#2] Hallo Jens, da Du mich auch per Mail gefragt hast: Mir ist der Hintergrund nicht bekannt. Falls Du aber für dieses Gebiet früher bereits einen Prüfer beauftragt hast (den ich nicht kenne), wäre es eine Alternative, ihm eine Mail mit Abbildung des Bogens und nochmals Abbildung der oberen Markenreihe und dem Oberrand zu mailen und ihn zu fragen. Ob das kostenpflichtig ist, hängt von ihm ab. Schöne Grüsse, Richard
Holzwuermlein Am: 26.12.2024 23:18:34 Gelesen: 2389 # 4
Danke für die Antwort. Ich dachte, dass meine Frage an die Gruppe ging. LG Jens
Frankenjogger Am: 27.12.2024 08:43:09 Gelesen: 2356 # 5
@ Holzwuermlein [#1] Die Frage ging an die Gruppe, nur gibt es wohl nicht so viele Spezialisten, wie immer vermutet wird. Ich bin auch kein Spezialist für Marken der SBZ im Nachkriegsdeutschland, aber ich habe mal meine Gehirnwindungen gebootet. Meine Vermutung, nach einiger Überlegung war, dass auch Großbogen gedruckt wurden, die nur den Wert zu 6 Pf hatten. Dann hatte ich mal im Michel-Spezial genauer gelesen und folgende Textstelle gefunden: "MiNr. 116-119 wurden in Großbogen gedruckt, die in der Regel aus je einem Bogen der vier Werte bestehen. Die Bogen zu je 100 Marken sind durch waagrechte und senkrechte Zwischenstege getrennt. Um für die meistgebrauchten Wertstufen höhere Auflagen zu erreichen, wurde während des Drucks wiederholt der Druckstock der 5- oder 8-Pfennig-Marke durch den des 6- oder 12-Pfennig-Wertes ersetzt." Die wichtigen Textstellen habe ich mal fett hervorgehoben. Das sollte deine Frage beantworten. Viele Grüße, Klemens
Holzwuermlein Am: 28.12.2024 09:41:51 Gelesen: 2264 # 6
Moin, vielen Dank für die Antwort. Es ging ja um die 121 X. Ich glaube zu meinen,dass da die Ausgangssituation eine andere war. LG Jens
Frankenjogger Am: 28.12.2024 10:46:43 Gelesen: 2252 # 7
Hallo Jens, wie gesagt, nicht mein Gebiet. Aber weshalb sollte hier eine andere Ausgangssituation gewesen sein? Es waren doch, so steht es im Katalog: "MiNr. 116-119 mit amtlicher (Versuchs-)Zähnung", also dieselben Großbogen, die dann gezähnt wurden. Viele Grüße, Klemens
bernhard Am: 28.12.2024 16:57:49 Gelesen: 2203 # 8
@ Holzwuermlein [#1] Wie Klemens schon sagte steht alles im Michel Deutschland Spezial-Katalog. Somit wurde die Mi. 121 in 4 verschiedenen Großbogen-Kombinationen gedruckt (GB 4 I - IV). Daraus konnte man 4 verschiedene Herzstücke gewinnen (HZ6 - 8). Siehe nachfolgendem Auszug aus dem digitalen Michel Spezial 2015. Bei der Abbildung des Herzstückes der Mi. 120-123 wird auf die Notiz bei Mi. 116-119 verwiesen. Diese siehe Abb. Diese Großbogen wurden in Schalterbögen geteilt. Nur ein Teil dieser Großbogen mit Wz. X ging unzerteilt in Sammlerhände. Beim Zähnen und beim Zuschneiden in die Schalterbögen gibt es immer gewisse Unregelmäßigkeiten. Bei deinem Bogen gibt es einen Verschnitt zum oberen Großbogen. Viele Grüße Bernhard
Holzwuermlein Am: 29.12.2024 15:32:18 Gelesen: 2144 # 9
Hallo, danke für die Antworten. Ich denke ihr habt Recht. Da es ja der obere, linke Bogen ist, irritiert mich noch die waagerechte Zähnung über dem Reihenwertzähler. Ist das verschnitten? Vielen Dank nochmal
Frankenjogger Am: 29.12.2024 15:35:37 Gelesen: 2142 # 10
@ Holzwuermlein [#9] Ich würde ja sagen, es ist der untere, linke Bogen. Viele Grüße, Klemens
Elite_Sammler Am: 29.12.2024 23:14:30 Gelesen: 2091 # 11
Da es die MiNr. 121X im Großbogen unten links angeordnet nicht gab, tippe ich auch auf einen Bogen der linken oberen Anordnung des Hz.7 Großbogens. Was die waagerechte Zähnungslinie über dem Reihenwertzähler angeht, tippe ich eher auf eine doppelte Zähnungsreihe (Verzähnung) der manuellen Linienzähnung statt auf einen Verschnitt, da der Großbogen vom Format her einem Druckbogen entsprochen hat, daher kann es kein Verschnitt zu einem anderen Großbogen sein. So oder so ein interessanter Bogen, herzlichen Glückwunsch dazu.
Holzwuermlein Am: 30.12.2024 18:35:13 Gelesen: 2002 # 12
@ alle Das was Elite Sammler schreibt, klingt am plausibelsten. Mal gucken, was mein Lieblingsprüfer sagt. Guten Rutsch für alle.