Thema:
Österreich Versandschleifen nach Datum und Destination - DuÖAV, DÖAV, Alpenverein
Versandschleifen des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins DuÖAV, DÖAV
Ich sammle seit längerer Zeit die Versandschleifen (nach Datum und Destination geordnet) des Deutschen und Österreichischen Alpenvereines.
Nicht nur jene mit den Vorausentwertungen mit normalem Poststempel von 1903 bis ca. Anfang 1910 sondern insbesondere auch jene mit den Vorausabdrucken ab 1910 mit dem Klischee, z.b. "Mitte März 1913"- "Ende August 1915", etc., hier erfasse ich aktuell um die 300 Varianten.
Es gibt aber sicher noch mehrere, mir bislang unbekannte oder nicht vorhandene Daten. Eben diese Daten erfasse ich in meiner vorliegenden Abhandlung die auf diese Weise (eben dieser Forumseintrag) ergänzt und komplettiert werden soll, soweit wie halt möglich Belegnachweise möglich sind.
Sammleranregungen, Tauschmöglichkeiten, etc. sind mir gerne willkommen.
Zu meinen wesentlichen noch offenen Fragen zählen speziell die Verwendungen zwischen 1920-1938, hier ist leider kaum Material mit den Ganzsachen- Eindrucken (z.b. Wappen hoch, Wappen breit, Merkur) vorhanden, ich habe den Verdacht dass eventuell zu dieser Zeit gar kein Versand der "Mitteilungen des DuÖAV, 1070 Wien, Kandlgasse" durchgeführt wurde oder, falls doch, in welcher Form bzw. welche Belegstücke gibt es dazu überhaupt?
Auch suche ich Schleifen mit Zusatzfrankaturen. Und natürlich auch die achteckigen Eier !

Grüße aus A- 2410 Hainburg an der Donau, Michael Frank
Hallo Michael,
ich sammle diese Streifbänder schon seit mindestens 20 Jahren und habe eine recht große Sammlung in der Zwischenzeit zusammengetragen. Ich habe mit einem Sammlerfreund aus den Niederlanden eine Aufstellung gemacht welche Daten es bei Streifbänder mit der Buchdruckentwertung gibt. Ich werde Dir diese einmal per E-Mail zusenden.
Auch von den Streifbändern die mit dem Tagesstempel, bzw. Maschinenstempel etwertet sind habe ich eine Aufstellung welche verschiedene Tagesstempel verwendet worden sind.
Kennst Du auch die Streifbänder mit Buchdruck der aussieht wie eine Postfreistempel? (Siehe Abb.)

viele Grüße
Heinz
Hallo Heinz,
wir standen bereits im Juni in Kontakt und haben dann auch miteinander telefoniert. Die Liste die Du mir geschickt hast ist eine tolle Ausgangsbasis und -Ergänzung gewesen, ich habe zusätzlich noch viele weitere Daten und Hintergründe eruieren können.
Als kleines Dankeschön übersende ich Dir dann das Buch sobald es fertiggestellt ist. Was ich noch benötige, wären Abbildungen der 45 Heller Merkur und alle verfügbaren Schleifen zwischen 1928 und 1938, da fehlt es mir an Bewertungsgrundlagen.
Ein Holländer bietet gerade im Internet eine an um 50 Euro, das erscheint mir zu teuer. Wir können gerne hier übers Forum schreiben, ich habe diesbezüglich keine Geheimnisse und bin für jede Art der Transparenz offen. Oder wir telefonieren nochmals.
Grüße Michael Frank aus Hainburg
Anbei ein Muster-Wertstempel.
Hallo Michael,
Was ich noch benötige, wären Abbildungen der 45 Heller Merkur
Die Existenz eines DÖAV-Streifbandes mit der 45 Heller Merkur ist mir gänzlich unbekannt. Über welche Quelle verfügst du da - eine Abbildung würde mich auch brennend interessieren.
Hier eine Aufstellung über die mir bisher bekannten Ausgaben:

Hier noch Zeitungsschleife vom Juni 1931.

Abschließend noch eine weitere Bitte: Verfügst du über eine DÖAV-Zeitungsschleife der Ausgabe ab April 1936 = 10 Groschen? Ein Nachweis wäre mir eine große Hilfe bei meinen Recherchen.
Vielen Dank und herzliche Sammlergrüße
Wachauer (Gerhard)
Danke für Dein Interesse und den Beitrag. Die 10 Groschenschleife ist, ebenso wie die 5- und 6- Groschenschleife literaturbekannt aber mehr auch nicht. Solltest Du derartige Ausgaben als scan haben dann bitte hier posten, ich möchte sie mit Deinem Einverständnis dann gerne auch im Buch abbilden. Weisst Du etwas über Wertansätze zu den roten Buchdruckschleifen des Döav?
Eine Abbildung der 45 Heller döav Schleife findest du unter philasearch.de Suchbegriff Alpenverein unter den abgelaufenen Auktionen. Da ich nicht weiss ob ich diese Schleife hier abbilden darf, lasse ich es lieber bleiben. Die Schleife existiert jedenfalls vom döav, sie ist ohne Vorausentwertungsstempel verwendet.
Grüße Michael Frank
Noch etwas, hinsichtlich der noch verfügbaren Streifbandbelege (weil ich danach gefragt wurde):
Meine persönliche Schätzung beläuft sich auf maximal noch 5 Prozent aller Schleifen existieren noch. Gibt es andere Schätzungen oder Vergleichswerte?
@ oldhainburg [#7]
Hallo,
auch ich habe zu dem Thema eine recht umfangreiche Sammlung sowie auch allerlei Dubletten. Wenn du an etwas einen besonderen Bedarf hast, schreibe mir, vielleicht kann ich helfen. Nur die letzten drei Streifbänder, Schneiderbauer 22 bis 24, die man, wenn man gro0es Glück hat, irgendwo bei einem Auktionshaus für einen höheren Betrag finden kann, die habe ich leider nicht. Bei der Nummer 21 habe ich drei verschiedene Datumsaufdrucke im Stempel. Wenn ich diese drei Ausgaben hier zeigen soll, dann schreibe das bitte.
Viele Grüße
Ingo
Hallo Michael,
ich denke das ich Dir fast alles schicken kann was Du suchst. Alerdings habe ich momentan etwas Probleme mit meinem Scanner. Ich werde aber versuchen in den Nächsten Tage alles einzuscannen.
Gruß Heinz
Danke derweil an Heinz und Cantus; bin gerade unterwegs, werde aber übers Wochenende jene Schleifen der Nr 21 hier posten die in meinem Besitz sind. Die Nrn. 22- 24 habe ich nicht, auch nicht als Abbildung.
Im Buch welches um die 150-180 Seiten haben wird und wohl doch erst kurz vor Ostern 2025 herauskommen wird (Weihnachten ist nicht zu schaffen, da fehlt noch zuviel) kommen Abbildungen der Wertstempel hinein (keine Adressfelder!, auch aus Platzgründen).
Daher suche ich eben diverse Abbildungen die Ihr bitte hier postet oder mir per Mail zuschickt, Details folgen an dieser Stelle in Kürze.
Nachfrage, sonst gibts niemanden unter den Sammlern die sich in diesem Forumsbereich beteiligen möchten- beispielsweise Danzig- Sammler ? Anbei ein Danzigbeleg aus der Deutschen Zeit.
Eine (für mich jedenfalls) Neuentdeckung, DÖAV- Schleifen mit Vorausentwertung aber ohne Datum ! Wer weiß Näheres darüber, kann es sein dass diese Schleifen ohne Datumseindruck als "Joker" dienten falls beim Verlag kurzfristig keine Schleifen verfügbar sind?
Oder weiß jemand wann derartige Schleifen verwendet wurden ?
@ oldhainburg [#11]
Oder weiß jemand wann derartige Schleifen verwendet wurden ?
Im Standard-Werk für österreichische Ganzssachen "Ganzsachen Österreich /Spezialkatalog und Handbuch" von Ing. Schneiderbauer dazu:
... Verschiedene Schwierigkeiten in der Zeit unmittelbar vor dem Ende des Ersten Weltkrieges und auch nachher bewirken Unregelmäßigkeiten in der Erscheinungsweise des DÖAV-Mitteilungen, sodass man sich entschlossen hat, aus dem bisherigen Stempel das Datum wegzulassen. Dieser Entwertungsaufdruck war von 1919 bis 1921 in Verwendung. Nach 1921 ist die Vorausentwertung mit gleichzeitigem Wertaufdruck wegen der Inflation aufgegeben worden, um erst 1928 in neuer Form wieder in Erscheinung zu treten. Zwischen 1922 und 1928 ist beim Versand der DÖAV-Mitteilungen die Barfreimachung angewendet worden. ...

Herzliche Sammlergrüße
Gerhard
Danke, aber die Schneiderbauer- Info hatte ich schon. Die von mir abgebildeten Ausgaben stammen vom Wertstempel her nicht zum Wende des 1. Weltkrieges sondern ca. 1908-1911, diese Ausgaben stehen nicht im Schneiderbauer.
@ oldhainburg [#13]
Aber gleich eine weitere Frage: Bei den Streifbändern sind die Adresszettel in weisser, rosa, gelber und grüner Farbe. Hat das irgendeine Bedeutung ?
@ oldhainburg [#14]
Die Schleifen ohne Datum dürften in der Regel aus der Infationszeit stammen.
Natürlich die 2, 3 und 5 Heller auch aus der Zeit davor. Warum diese nicht mit dem Datum versehen wurden kann ich nicht sagen.
Das es Anschriftenlabel in verschiedenen Farben gibt dürfte daraus entstanden sein, das Papier verwendet wurde was gerade vorhanden war.
Gruß Heinz
Hallo zusammen,
diese drei Schleifen konnte ich auf die Schnelle finden:

Tagesstempel 7/1 WIEN 60 / * a *. Bisher sind nur Abstempelungen vom Postamt 15/1 Wien 101 gezeigt worden. Kommt das Postamt 7/1 WIEN 60 häufiger vor?

Tagesstempel 15/1 Wien 101. Das Datum ist nicht zu erkennen.

Vorausentwertung vom Postamt 15/1 Wien 101 mit dem Klischee "Mitte April" aus dem Jahr 1911.
Viele Grüße
Volkmar
Wie kommt es zustande dass in Zeiten des Massenversands handschriftlich (ohne Adresschleife) beschriftet und freigemacht wurde?
Weitgehend unbekannt ist die Tatsache dass der Versand der Mitteilungen vollständig ausgelagert ist und zwar an die Firma Holzhausen. Der Alpenverein übermittelt die Kundenadressen an Holzhausen welche die komplette Adressenverwaltung und auch den Vertrieb übernimmt. Man würde diese Vorgehensweise heute als outsourcing bezeichnen jedoch übernimmt der Alpenverein 1939 die Adressierungsvorrichtung mitsamt Kundendaten von Holzhausen wobei die näheren Umstände nicht eindeutig bekannt sind. Wesentlich im Zusammenhang des Spezialsammelns ist dass Vertrieb, Verpackung, Versand der Schleifen auf dem Logistiksystem der Firma Holzhausen beruht.
Hat Holzhausen handschriftlich adressiert? Schön sind sie ja, die wenigen Exemplare die mir vorliegen !
Hallo zusammen,
es ist zwar schlecht erhalten, aber ich habe gerade noch ein Exemplar gefunden:

3 Heller violett, Ende November 1916
Viele Grüße
Volkmar
Es gibt übrigens auch Schleifen des DÖAV vor dem Jahr 1903, jedoch erfasse ich im Buch tabellarisch aufgelistet nur jene Ausgaben die mit Streifband- Ganzsacheneindruck erschienen sind.
DÖAV- Versandschleifen mit Briefmarken- bzw. Zeitungsmarkenfrankaturen kommen zwischen 1903 und 1938 sehr selten aber doch vor und werden in meiner Ausarbeitung in Form verschiedener Abbildungen und Textkapitel erwähnt.
Auch die hier gezeigte Schleife ist eine Alpenvereins- Verwendung aus 1890 - zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine Zeitungsschleifen mit Ganzsacheneindruck.
Hat jemand ähnliche Schleifen vor dem Jahr 1903 dann bitte diese hier abzubilden.
Grüße aus A- 2410 Hainburg an der Donau, Michael Frank
@ oldhainburg [#11]
Hallo,
ich habe auch nicht tiefer gesucht, aber immerhin eine Schleife ohne Monatsangabe in meiner alphabetischen Liste gefunden. Hilft es Dir weiter?

Beste Grüße
Uwe
Danke fürs Posting, im Zusammenhang mit "Schleifen vor 1903" hilfts nicht weiter denn die abgebildete Schleife 20 H hellgrün Wappen schmal ist für Auslandsversand zum Inlandstarif nach Deutschland, Ungarn, Bosnien (Infla- Portoperiode 3, Schneiderbauer 15B) vorgesehen.
Verwendungszeitraum 15.4.1920- 31.1.1921.

Hallo,
das reicht wohl auch nur zum Schauen, nicht zum Forschen. Dazu kommt der Makel, dass der Adressaufkleber fehlt.
Beste Grüße
Uwe

Nun habe ich den wohl letzten Beleg rausgesucht, der in meiner Sammlung rumschwirrt. Sehe ich mir die Auflistung an, es es auch kein besonders seltenes Stück, das der Bahnvorsteher da bekam.
Gruß
Uwe
Hallo,
bei weiteren Recherchen in der Pressesammlung stieß ich auf diesem Beleg mit Tagesstempel nach Tuttlingen.
Beste Grüße
Uwe
Meine früheste Versandschleife stammt vom 15. Juni 1905, wurde im Postamt Wien 7/1 abgestempelt und lief nach Deutschland. Freigemacht war sie mit dem Wertstempel Türbogen (blaugrün) zu 5 Heller.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
@ Jürgen Witkowski [#25]
Da ergibt sich für mich als Nicht-Experte die Porto-Frage: Warum ist oder war zwei Jahre früher 2 Heller teurer? Ging doch jeweils von Wien nach Deutschland.
Beste Sammlergrüße
Uwe
@ Altmerker [#26]
Es könnte sich um eine höhere Gewichtsstufe handeln.
Mein nächstes Exemplar vom 2. November 1906 zeigt den üblichen braunen Wertstempel zu drei Heller. Dafür hat sich der Stempel im Postamt Wien 7/1 vom Einkreisstempel zum Zweikreisstegstempel geändert. Zudem ist auf der Rückseite ein Ankunftstempel vom Postamt München 31 vom 3. November 1906 und ein für München typischer Briefträgerstempel zu sehen.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Während das Streifband vom 15. Mai 1908, abgestempelt im Postamt 15/1 Wien 101, noch den braunen Wertstempel Türbogen zu drei Heller aufweist, kann ich für den 14. Oktober 1908 erstmals den Wertstempel Jubiläumsausgabe zu drei Heller rotlila nachweisen. Das Streifband wurde ebenfalls abgestempelt im Postamt 15/1 Wien 101.


Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Vom 19. November 1909 stammt das Streifband nach Zürich in der Schweiz. Der Wertstempel Jubiläumsausgabe zu 5 Heller grün erhielt denr Tagesstempel vom Postamt 15/1 Wien 101.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
@ Altmerker [#23]
Die Verschiebung des Vorausentwertungs- Stempels ist allemal markant wenngleich deshalb noch nicht besonders wertvoll. Darf ich die Schleife in meinem gerade fertigzustellenden Buch über die Schleifen des DÖAVs abbilden ?
@ oldhainburg [#31]
Bei Sichtung meiner Belege fiel mir das Streifband aus März 1918 auf, bei dem der Datumseindruck nicht zentral sitzt, sondern nach links verschoben ist.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
@ Altmerker [#23]
Nochmals meine Anfrage die von "Altmerker" offenbar ungelesen geblieben ist.
Die Verschiebung des Vorausentwertungs- Stempels ist allemal markant wenngleich deshalb noch nicht besonders wertvoll. Darf ich die Schleife in meinem gerade fertigzustellenden Buch über die Schleifen des DÖAVs abbilden?
Und an ALLE:
Habt Ihr aussergewöhnliche Streifbandbelege des DÖAVs die ich im neuen Buch zum Thema aufnehmen kann? "Redaktionsschluss" ist kommende Woche Mittwoch, dann geht leider nichts mehr und es wäre schade wenn "Deine Rarität" für die Nachwelt im Geheimen verloren ginge.
Verschiebungen, Abklatsche, etc., bitte alles mitteilen, Danke
Allerhand ! Vielen Dank, das sind fürwahr großartige Belege. Die ich teils schon habe aber nur deshalb weil Du mir ein paar schon zuvor geschickt hast. Das mit C und der Namensnennung wie wir bereits besprochen haben kommt natürlich ins Buch.
Da sind diesmal die einzigen mir bekannten Streifbänder nach Italien (Genua) und Schweden (Upsala) dabei !
Zum scheinbar unscheinbaren Streifband Kindhäuser-Streifband (Polizeikomissär Mainz) eine Frage: Die Abstempelung- das ist kein Vorausentwertungsstempel sondern ein Poststempel für Handstempel- Einzelaufgabe. Richtig ?
Aber Danke jedenfalls !
@ oldhainburg [#39]
ja das ist ein Handstempel. ob dies eine Einzelversendung ist kann ich nicht sagen ist aber wahrscheinlich.
Das Streifband vom August 2014 hat einen Schreibfehler im Monatsnamen.
Die Abb. schicke ich Dir noch Heute.
@ Heinz 1 [#40]
Ja, bitte darum, hochauflösend auf meine Mailadresse. Ich hoffe jedoch auf den August 1914 statt 2014. Ich nehme an Du meinst den Fehldruck „AUGSTU“. Den dürfte es nur in einer geringen Kleinauflage geben, kannst Du einen "in Etwa- Wert" nennen?
Danke vorab, mfg Michael Frank
Betr. der DÖAV- Ausarbeitung folgender Hinweis. Keine Ganzsachen im Sinne dieser Registrierung sind Ausgaben vor 1903. Der Alpenverein versendet seine „Mitteilungen“- Aussendungen ab 1875 an seine Mitglieder. Aus zwei Gründen macht eine Bearbeitung der Ausgaben zwischen 1875-1903 in diesem Buch wenig Sinn. Es handelt sich um keine Ganzsachen sondern um Streifbänder mit Briefmarkenfrankaturen. Ich bearbeite im Buch das Thema Ganzsachen und Vorausentwertung, die DÖAV- Ganzsachenstreifbänder gibt es aber erst ab 1903.
Abgesehen davon ist von den zuvor verwendeten DÖAV- Streifbändern (vor 1903) nur wenig Belegmaterial verfügbar, hinzu kommen mangelhafter Zustand der meisten Streifbänder. Es sind die Stempelungen fast immer unleserlich. Dennoch, ich halte die Thematik attraktiv zu ergründen und eventuell in Kauf zu nehmen dass ich die früheren Versanddaten der "Mitteilungen" in Form eines Ergänzungsblattes oder in Neuauflage dieses Kataloges in einfacher Form aufliste.
Was ich benötige sind Scans, Scans, Scans mit lesbaren Daten um eine nur halbwegs durchgehende Auflistung zu ermöglichen.
Sollten Sie als Sammler oder Sonstwie- Sachverständiger daran mitarbeiten wollen das spannende Gebiet mit mir in Angriff zu nehmen bin ich gerne dazu bereit. Ich würde übrigens auch interessantes Material ankaufen.
Kaiserkrone 5 Heller von Ende September 1919 nach Ebersbach a. Fils in Württemberg.

Schönen Gruß
Sepp
@ oldhainburg [#41]
Hallo Michael,
ich denke der Wert sollte unter Sammlern um die 50 € liegen.
Gruß Heinz
So, das Buch/ Katalog ist fertig !

Stellvertretend für mehrere Sammler die nach Buchherausgabe mit mir in Kontakt getreten sind poste ich hier einige neue Erkenntnisse in der Angelegenheit Erfassung der DÖAV- Streifbänder.
Ihre Briefsendung habe ich Anfangs der Woche erhalten, komme aus Zeitgründen erst heute dazu ausführlich zu antworten und vor allem EIN HERZLICHES DANKESCHÖN zu sagen !
Wie es halt so ist erkennt ein Buchautor oft erst im Nachhinein, aufgrund der Reaktionen der Leser, was alles fehlt, woran es mangelt und was in meiner Ausarbeitung des Buchs der Streifbandganzsachen des DÖAVs hätte anders oder besser hätte sein können. Ich bin jedoch derart neuen Erkenntnisse stets aufgeschlossen und schreibe auch im Buch selbst dass der geneigte Leser oder postgeschichtlich tiefer interessierte Leser mir bitte derartige Informationen zukommen lassen möchte was in Ihrem Falle auch geschehen ist. Danke nochmals dafür, ich denke aufgrund neuer Informationen die von unterschiedlichen Sammlern bei mir eingelangt sind auch ernsthaft über eine Zweitauflage des Buchs nach. Die Erstauflage ist ohnedies fast ausverkauft was für mich auch die Frage aufwirft warum die meisten Käufer/ Interessenten ausgerechnet aus den Niederlanden kommen…. Träumten die Flächländer (nicht herablassend gemeint...) vor 100 Jahren von den hohen Bergen Österreichs, Deutschlands und Südtirols ?
Anderes Thema in unserem Zusammenhang. Nur allzu gerne hätte ich das Los bei der letzten Gärtner-Auktion (Text siehe untenstehend) ersteigert, es war wohl die „Königssammlung“ der Streifbänder des Alpenvereins bei der ich leider überboten wurde- Auktionsergebnis waren dann letztendlich 3.600 Euro plus Aufgeld!
Da der Auktionator keine Angaben über den Käufer machen kann oder darf schreibe ich mein Anliegen auch ins Briefmarkenforum unter meinem Username „oldhainburg“. Ich hätte nämlich gerne Scans, speziell auch vom Probedruck der DÖAV- Ausgabe den ich zwar in meinem Buch erwähnt habe jedoch wegen dem mir unbekannten Eigentümer nicht abdrucken konnte, selbst die Existenz war mir bis vor kurzem ungewiss. Und dann kommt genau jenes besagte Streifband auf den Markt welches offenbar tatsächlich existiert. Sollte daher jemand den neuen Eigentümer der versteigerten Sammlung kennen dann ersuche ich dringend um Kontaktvermittlung mit ihm. Ob es sich bei dieser Sammlung um die „legendäre Crandendonk-Ausarbeitung“ handelte ist mir nicht bekannt.
Untenstehend der Beschreibungstext bei Gärtner Los 9746 vom 13-17. Oktober 2025:
1890-1938, Die ZEITUNGSSTREIFBÄNDER des "DEUTSCHEN und ÖSTERREICHISCHEN ALPEN-VEREINS": 6-bändige FORSCHUNGS- und SPEZIALSAMMLUNG gemäß Ferchenbauer-Katalog Band III S. 91ff: PRIVATE DRUCKSACHENSCHLEIFEN mit verschiedenen Wertzeicheneindrucken und insbesondere die ab 1910 erfolgten AUFGEDRUCKTEN VORAUS-ENTWERTUNGEN. Mit großem Engagement erforscht, beschrieben (in niederländischer Sprache) und in epischer Breite dargestellt ab VERSUCHSDRUCK aus Jänner 1910 (UNIKAT!). Postgeschichtlich besonders interessant aufgrund des gigantischen Empfängerspektrums WELTWEIT (Adressen in Europa und Übersee, vielfach in Kolonialgebieten). Enthält auch eine Auswahl an FEHLDRUCKEN und weiteren Besonderheiten, beispielsweise Spezialabteilung "Leit-Zettel", sowie Wiener Bar-Franco-Stempel und Beispiele der im Zuge des erzwungenen "Anschlusses" an das Deutsche Reich 1938 auf "REICHSPOST / (Reichspfennig)" umgearbeiteten Wiener BAR-FRANCO-STEMPELS. Durchweg instruktiv beschrieben und zudem mit umfangreicher Literaturkopien-Zugabe. Außerdem gewaltiger Bestand an DUBLETTEN in 5 großen, prall gefüllten Schachteln, unzweifelhaft noch Fundgrube für neue Entdeckungen - und weitere Schachtel mit übrigen D.u.Ö.A.V.-Korrespondenz (auch Privatganzsachen). Äußerst empfehlenswert! (K3)
Alles Gute, viele Grüße ! Michael Frank