[1] https://www.bernaba25.ch/deutsch/
Thema:
Bernaba 2025 vom 14. bis 17.05.2025 in Bern
[1] https://www.bernaba25.ch/deutsch/
Gestern haben sich die Multilateralen Verbände in Haarlem zur jährlichen Sitzung getroffen. Zusammen mit Konrad Krämer habe ich den BDPh vertreten. Herr Jürgen Roth, verantwortlich in der Schweiz für das Ausstellungswesen hat die BERNABA 25 vorgestellt. Die Schweizer Kollegen haben ein beeindruckendes Beiprogramm zusammen gestellt:
- Postkutschenfahrten (hat die Deutschen Post AG überhaupt noch eine Postkutsche in Betrieb oder wurden die alle vernichtet?)
- Historische Postläufer, dem man Briefe mitgeben kann - Briefbeförderung von 500 Jahren
- Seminar "historische Schriften" (könnte für die diejenigen interessant sein, welche die Deutsche Kurrent-Schrift noch nicht lesen können)
- Seminar "Lithographie" (wie funktioniert Steindruck?)
- Seminar Papier und Papierschöfpen
Ich bitte um Entschuldigung, wenn ich mir von gestern nicht alles merken konnte. Unsere Schweizer Kollegen organisieren die Ausstellung auf jeden Fall sehr professionell und mit viel Engagement und Herzblut!
Die Schweizer Freunde haben jetzt nach meinem Kenntnisstand ebenfalls die 16er-Rahmen bestellt. Wer sein Exponat einmal testen will, ob es auch bei einer internationalen Jury gut ankommt, sollte das in Bern einmal testen. Ausserdem ist Bern eine schöne und sehenswerte Stadt, die von Deutschland nicht weit weg ist.
Beste Grüsse!
Lars
Barbara Scherrer
Bach: Gibt es auch Angebote für nicht Philatelisten?
Scherrer: Ja, es wird Workshops geben, in denen Besucher selbst aktiv werden können, etwa beim Papierschöpfen, in der Lithografie oder Kalligrafie. Vor dem Messegelände bieten wir zudem tägliche Kutschenfahrten mit einer historischen Postkutsche an. Ausserdem gibt es überall in der Ausstellung QR-Codes, über die Besucher Audioinformationen zu verschiedenen Themen abrufen können.
Bach: Wie steht es mit der Literatur?
Scherrer: Zum Jubiläum wird Dr. Andreas Disteli ein Buch zu den Durheim-Ausgaben veröffentlichen, begleitet von deinem Buch über Karl Durheim. Zusätzlich erscheinen weitere Werke, die in einer bewachten Literaturecke der Ausstellung verfügbar sind, wo Besucher die neuen und im Wettbewerb stehenden Bücher durchblättern können.
Bach: Werden auch langfristige Ziele verfolgt?
Scherrer: Ja, mit den Workshops und Sonderausstellungen erhoffen wir uns das Verständnis und Interesse von Nichtphilatelisten zu erwecken. Unser Ziel der Ausstellung ist es diese für ein breites Publikum interessant zu gestalten.
Bach: Was sind heute die grössten Herausforderungen bei der Organisation einer so grossen Ausstellung?
Scherrer: Die grösste Herausforderung ist, ein motiviertes Team für das Organisationskomitee zusammenzustellen. Die Ausstellung erfordert viel Aufwand, und es braucht engagierte Freiwillige. Auch die Finanzierung ist ein Thema, da ambitionierte Projekte oft zusätzliche Sponsoren erfordern. Schliesslich ist es eine grosse Aufgabe, nicht nur traditionelle Philatelisten, sondern auch ein breites Publikum anzusprechen.
Bach: Wir wünschen dir und dem ganzen Organisationskomitee für Glück und Erfolg
Vielen Dank
http://www.bernaba25.ch
Kontakt: Barbara.scherrer@fors.ch
- Jean-Marc Seydoux- Titel: Our father the Sun (Exponat über die Sonne beginnend mit den Sonnenmarken Argentiniens) - Susanne Steinbach- Titel: Stars on Ice - a historical Scroll through figure skating (mit Katharina Witt!) - Franz Zehenter - Titel: Die sieben Todsünden
Es gab viele Highlights, seien es die vielen Basler Tauben, die Schweizer Kantonalmarken, die Hotel-Marken-Ausstellung, die Vorstellung der Pariser Drucke der ersten Hermes-Köpfe von Griechenland, die vielen Schweizer Heimat-Exponate und natürlich die ersten Briefmarken und Briefe aus dem Vereinigten Königreich. Auch Prag stand im Fokus mit einer schönen Altbriefe-Sammlung.
Überhaupt hat Bern mir sehr gefallen. Von meinem absolut ruhigen und historischen Hotel-Zimmer im Konsulatsviertel ging ein schöner Weg zur EXPO, vorbei an einem Reitplatz, wo von früh morgens bis spät abends sportliche Rösser und Reiter*innen zu bestaunen waren. Die Gastronomie in Bern lässt nichts zu wünschen übrig und ehrlich gesagt, meine Nachbarstadt Basel ist preislich viel teurer als Bern.
Diesen Kleinbogen habe ich mir am Postschalter gekauft. Er ist sehr farbenfroh und historisch.
Liebe Grüße
10Parale
Der Alphornbläser konnte sich voll entfalten auf der kleinen Bühne. Dem Fahnenschwinger haben sie alle Zähne gezogen, weil der Raum bloss knapp 3m hoch war, da lassen sich die Fahnen nicht in die Luft werfen. Ausserdem hat der Beleuchter einen Scheinwerfer direkt auf sein Gesicht gerichtet, da hatte er ab und zu Mühe, die Fahne im Auge zu behalten. :-)
Bern mit seinen Arkaden ist sicher eine der besten Schweizer Städte um zu flanieren, da ist Basel eher steril.
Heinz

von den neuen Ausgaben ist der Band Joseph Hackmey - "Schweiz" für mich schon fast "Pflicht". Das Buch zeigt im Wesentlichen seine Schweiz Sammlung, die in Lugano 2023 den Grand Prix gewann.
"Baden" ist in meiner Sammlung schon prominent vertreten: Band V der Edition d'Or zeigte die Sammlung von Heinz Jäger
Die Palmares-Abende waren für mich auch lange Zeit nicht auf dem Programm. Aber heute treffe ich dort so viele gute Freunde und Philatelisten, dass ich doch immer wieder zusage. Auch 2025 war es ein Höhepunkt der Veranstaltungswoche. Mit Freund und Top-Philatelist Anders Thorell war ich schon in Stockholm und in London, da "durfte" Bern nicht fehlen!
Liebe Grüsse
Heinz
Grüße,
Ron
Dass diese Ausstellung professionell geplant war zeigte bereits der 164 Seiten starke Katalog im A4-Format, der bereits vier Wochen vor Beginn vorlag und von Jean-Paul Bach, dem bekannten Basler Berufsphilatelisten, ausgezeichnet realisiert worden war. Ebenso durchdacht und ansprechend war die Konzeption des Miteinanders von Ausstellungsrahmen, 29 Händler-, 7 Post-, 16 Vereins- und ArGe-Ständen. In der Mitte die Philatelie und rundherum das Angebot der Firmen, wobei auch hier einmal mehr der „Platzhirsch“ Corinphila mit einem Design-Stand die Blicke der Besucher auf sich lenkte, wohl letztlich vielleicht auch der südafrikanische Wein, der an allen Tagen dort zu verkosten war.
Besucher zog die bewachte Schatzkammer an – zuweilen gab es dort kleine Schlagen! –, in der ein Auszug der Briefmarkensammlung des britischen Königs Charles III. zu bewundern war. Literaturinteressierte fanden in einem aufwändig und stylisch möblierten Lesebereich die nötige Ruhe zum Genießen der reichlich präsentierten Literatur und Fachfragen konnten jederzeit an dem dort vor dem Eingang platzierten Stand der AIJP, dem Weltverband der Autoren und Journalisten in der Philatelie, geklärt werden. Man hatte aus den (sicherlich nicht beabsichtigten) Versäumnissen der HELVETIA 2022 in Lugano gelernt.
Das „Rahmenprogramm“ war reichlich, wobei optisch im Herzen der Veranstaltung acht sog. „Workshop-Posten“ die Blicke vieler auf sich zogen. Sei es beim Papierschöpfern oder der Lithographie-Praxis, bei Kalligrafie oder Ahnenforschung, der Rayon-Plattierung oder Briefmarkengestaltung und so manch anderen mehr. Acht Sonderausstellungen bereicherten die üppigen Facetten der Philatelie, die sich rund um das Jubiläum der Durheim-Ausgaben rankten und täglich gab es ein reichhaltiges Präsentations- und Vortragsprogramm. Hier stimmte nahezu alles, auch wenn es galt, so manchen Vortragsraum erst einmal zu finden. Letztlich gelang auch dies und nahezu alles andere auch. Selbst das Palmarès lag schon mehr als einen Tag vor dem Festabend aus und war wie der Katalog für alle Besucher kostenlos! Man stellte man sich schon die Frage, wann es das jemals gegeben hat.
Jean-Paul Bach daraufhin vom Verfasser befragt, meinte, danke einem großzügigen Förderungsbeitrag der Schweizer Stiftung für Philatelie – es war von einer halben Million Franken die Rede! – war auch dies möglich und der Präsident des Organisationskomitees, Jean-Pierre Senn (seine Familie arbeitete auch mit, Tochter Kimberley Senn hatte die BerNaba-Marken entworfen, Sohn Colin war für die Sonderausstellungen verantwortlich), hatte es gut verstanden, die besten der Besten mit im Team zu haben, u.a. den erfahrenen Kommissar Giovanni Balimann, den Jurypräsidenten Damian Läge, Jürg Roth, den Vertreter des Schweizer Verbandes und Barbara Scherrer, die für das Sekretariat und die PR-/Pressearbeit mitverantwortlich war. Überlassen wir das letzte Wort noch einmal dem Präsidenten des Schweizerischen Pfadfinder-Philatelistenvereins, der meinte:
Für die Organisation solcher Ausstellungen sollten wir unbedingt auf die Expertise von Werbe- oder Marketingfachleuten sowie pädagogisch ausgebildeten Personen aus unseren eigenen Sammlervereinen zurückgreifen. Diese Fachleute bringen das notwendige Know-how mit und nicht nur die Sicht der Philatelievereine, um das Hobby für ein breiteres Publikum – insbesondere für junge Menschen oder angehende SammlerInnen – zugänglich und attraktiv zu machen. Nur so können wir die Ernte einer solchen Ausstellung nachhaltig sichern und die Begeisterung für die Philatelie auf eine breite Basis stellen. Die BERNABA'25 hat eindrucksvoll bewiesen, dass die Philatelie weit mehr ist als ein Nischenhobby. Sie ist ein lebendiges Stück Kulturgeschichte, das Menschen aller Altersgruppen verbindet und inspiriert. Mit den richtigen Weichenstellungen kann die Welt der Briefmarken auch in Zukunft ein Ort der Begegnung, des Lernens und der Begeisterung bleiben.
Fotos: Wolfgang Maassen