Thema:
Österreich: Stempelmarken
Hallo,
kann mir jemand sagen was dies für Marken sind?
Die Briefmarken sind auf Pergamentpapier, und scheinen (wenn man sie vor sich hat sieht man das rautenförmige Relief besser) auf der Rückseiten Spargummi zu haben.
Harald
@ robweiss [#17]
Danke für Deine Antwort. Was gibt es für einen Katalog und wie hoch werden diese Marken bewertet?
Harald
Hallo,
einen Katalog in üblicher Form gibt es für die Stempelmarken von Österreich nicht. Man sammelt diese Marken üblicherweise auch nicht lose, sondern auf dem Schriftstück, für das sie benötigt wurden. Ein solches Beispiel zeige ich nachstehend.
Meines Wissens gibt es in Deutschland eine ARGE, die sich mit Fiskalmarken (und Stempelmarken gehören dazu) beschäftigt. Wenn du da nicht weiterkommst, empfehle ich dir die Kontaktaufnahme zur ARGE Österreich, die ebenfalls in Deutschland beheimatet ist.
Beste Grüße
Cantus
@ Cantus [#40]
Nicht ganz richtig. Es gibt einige Kataloge, wie zum Beispiel:
L.Hanus, Stempelsignetten-Katalog von Österreich-Ungarn
L.Hanus, Stempelmarken von Österreich-Ungarn
Ignaz Mayr-Runde, Katalog der Stempelmarken und Gebührenmarken von Österreich
Berefoot, Austria Revenues and many more.
Einzelmarken sind sehr gesucht, wenn Du einige finden willst, bitte schau die
http://www.austrianstampstore.com an.
Freundliche Grüsse aus Florida
@ robweiss [#5]
Hallo Rob,
vielen Dank für den Tipp.
Viele Grüsse aus dem Elsass (Frankreich),
Harald
@ Cantus [#7]
Hallo Cantus,
und manchmal wurden sie von der Post anstandslos als Frankatur geduldet:

Beste Grüße
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
mit Frachtpost in Deutschland habe ich mich bisher noch nicht beschäftigt, dafür reicht die Zeit einfach nicht.
Beste Grüße
Ingo
Einen haben wir noch.
Auch für diesen Topic "Österreichische Fiskalmarken" konnte ich ein moderneres Exemplar finden.

2 Schilling "Verwaltungsabgabemarke". Leider habe ich hier keine weiteren Details, ausser dass wenn ich mich recht entsinne diese Marke von einem ausgehängten Plakat stammt, die ich als ganz kleines Kind vor vielen Jahren bei einem Familienurlaub in den Alpen abgepuhlt habe, früh übt sich wer später Sammler werden will. Das waren noch Zeiten, in denen man bei einem kleinen Stadtbummel mal schnell nebenbei auch noch eine Fiskalmarkensammlung aufbauen konnte. ;-)
Scheinbar musste man damals für jedes Plakat, dass man aufhängen wollte eine spezielle Plakatsteuer in Form einer Fiskalmarke bezahlen.
Hat jemand weitere Infos ?
Gruß
Thomas
@ DL8AAM [#35]
Schöne Sachen zeigst Du da. Klasse!
Viele Grüße,
Harald
@ DL8AAM [#35]
Wunderbar - das ist herrlicher Jugendstil.
LG
Stefan
Hallo Sammlerfreunde!
Wer kann zu dieser spanischen Vignette etwas sagen und handelt es sich bei der Österreichischen um eine Gebührenmarke oder?
Vielen Dank schon mal für eventuelle Antworten.
philapit

@ philapit [#14]
Hallo Philapit,
korrekt, die österreichische ist eine Stempelmarke (Stempelgebühr).
Lg, harald
Hallo Briefmarkenfreunde,
habe vor einigen Wwochen Marken gesehen, wovon ich keine Ahnung habe. Leider konnte ich die nicht kaufen, aber möchte gerne wissen, was für Marken das sind, und was der Wert dieser Marke sein könnte. Also wer hat Kenntnisse, die zur Lösung des Rätsel beitragen?
Recht vielen Dank im voraus.
Grüsse von Max aus der Niederlande.
@ markand53 [#16]
Hallo Max,
es handelt sich hier um österreichische Steuermarken.
Angaben zum Wert kann dir sicher ein Sammler dieses Gebietes machen.
Viele Grüße
Sven
Hallo Sven,
Danke für diese Info. So lernt man immer wieder neues.
Viele Grüsse
Max
@ markand53 [#16]
Hallo Max,
Stempelmarken der gezeigten Art werden bei Ebay für wenige Euro gehandelt, stellen also keinen besonderen Wert dar. Deine Marken sehen aber leider sehr verwaschen aus, gerade so, als hätten sie zu lange im Wasser gelegen, so etwas mindert natürlich noch den Wert. Am besten ist es aber auch hier, solche Marken stets in Verbindung mit einem zugehörigen Schriftstück zu sammeln.
Wenn du dir die Marken näher betrachtest, wirst du feststellen, dass sie im unteren Bereich eine Jahreszahl tragen, nach der man diese Marken zeitlich zuordnen kann. Im Laufe der Jahre haben sich Form und Abbildungen der Steuermarken gewandelt, aber stets war auf den Marken eine Jahreszahl zu sehen.
Ich bilde dir heute einmal eine ähnliche Steuermarke über 2 Kronen aus dem Jahr 1910 ab, verwendet zur Abgeltung der Ausfertigung einer Rechnung im August 1920.

Vorder- und Rückseite der Rechnung

Viele Grüße
Ingo
Heute ein "Verzeichnis", das mir so etwas wie ein Kontoauszug zu sein scheint, der N.Ö. Escompte-Gesellschaft vom 11.7.1871; die Ausfertigungsgebühr wurde mit einer Marke zu 5 Kreuzer abgegolten.

Für die Ausfertigung einer Medicamentenrechnung am 10.5.1872 waren ebenfalls 5 Kreuzer erforderlich; hierfür wurden Gebührenmarken zu 2 und 3 Kreuzer der Ausgabe von 1870 verwendet.

Viele Grüße
Ingo
Hallo,
die ersten österreichischen Stempelmarken erschienen 1854 mit Wertstufen von 1 Kreuzer bis 20 Gulden (Wertbezeichnung fl = Florin).
Hier eine Quittung über 400 Gulden, vergebührt mit 1 Gulden (entspricht 60 Kreuzer).

Die erste Serie trägt unter der Wertbezeichnung die Buchstaben C.M. (Conventions-Münze), alle späteren Ausgaben hatten diese Inschrift nicht mehr.
Lg, harald
@ Kirsten Mohi [#22]
Hallo Kirsten,
gar nicht. Auf den österreichischen Stempelmarken glaube ich "Standesamt Seefeld" (in Tirol) zu lesen, wird wohl bei einer Trauung in Österreich vergebührt worden sein.
Lg, harald
@ bignell [#23]
Hallo Harald
und vielen vielen Dank für die Antwort.
schöne Grüße
Kirsten
Hallo zusammen,
ein Sammlerfreund, der sich für Paketbegleitbriefe interessiert, kommt mit der Österreichischen Stempelmarke nicht klar. Daher zeige ich den Brief mal in der Hoffnung das jemand ihm helfen kann.
Ich zitiere mal seine Frage:
Paketbegleitbrief von Kreibitz (15.4.1863) nach Berlin (Ankunft 16.4. steuerliche Bearbeitung am 17.4.)
Österreichische Stempelmarken waren meines Wissens nur bis 1857 geduldet. Warum klebt die 5 Kr. Marke drauf?

Besten Dank im voraus
Dieter
@ kauli [#25]
Hallo Dieter,
Stempelmarken waren in der Monarchie auf Briefen nicht erlaubt, nur sind manche durchgelassen worden. Hingegen mussten Paketbegleitbriefe mit Stempelmarken freigemacht werden, das ist also ganz normal.
Lg, harald
@ bignell [#26]
Hallo Harald,
besten Dank, ich habe Deine Antwort weitergeleitet. Dann ist ja alles im grünen Bereich.
Viele Grüße
Dieter
@ bignell [#26]
Hallo Harald,
Ich nochmal. Mein Sammlerfreund hat noch eine Frage zu der 5 Kr Marke.
Ist das die Gebühr für das Porto nach Deutschland ? Oder hat das etwas mit dem Paketbegleitbrief zu tun ?
Viele Grüße
Dieter
@ kauli [#28]
Hallo Dieter,
habe gesucht, aber dazu nichts gefunden. Da es sich um Stempelmarken handelt, wurde damit irgendeine Gebühr abgegolten, vielleicht Zoll, nicht Porto nehme ich an.
Lg, harald
@ forum [#29]
Hier 2 Stempelmarken von Österreich 1955, die ich hier im Forum noch nicht gesehen haben, ungebraucht sozusagen. Den Adler sieht man erst auf der Rückseite.
2 Schilling und 10 Schilling
Schönen Abend
10Parale
Auch auf moderne Briefen sind Stempelmarken als Briefmarken durchgelaufen. Hier an Brief von 1990, ²portogrecht² mit 5 S frankiert.

Gruß
Baber
Heute eine Rechnung für die Lieferung von drei Strohsäcken, ausgestellt am 28.7.1921 in Drosendorf.

Viele Grüße
Ingo
@ Cantus [#32]
Ich liebe solche alten Belege und Rechnungen, wie du sie hier wieder zeigst.
Auf einem alten Albumblatt habe ich diese Stempelmarke gefunden. Müsste für Dokumente in der österreichischen Levante gemacht sein, denn neben der Aufschrift
5 kr sehen wir auch die Bezeichnung
CINQUE SOLDI. Auch interessant der Kastenstempel mit der Ortsbezeichnung "BONIFAC" ?
Liebe Grüße
10Parale
@ 10Parale [#33]
Hallo 10Parale,
Ausgabe für Lombardei und Venetien.
Stempel San Bonifacio (Venezien).
Lg, harald
Hallo,
kann auch 4 Stück zeigen die ich in einem Album als Beifang hatte.

Grüße Andreas
@ zonen-andy [#35]
Hallo Andreas,
deine Marken sind alle interessant (ich sammle so etwas auch), aber mit Lombardei-Venetien haben sie alle vier nichts zu tun. Dafür existiert das Thema "Österreich: Stempelmarken", in dem du schon allerlei andere Beiträge zu dem Thema finden kannst.
Viele Grüße
Ingo
[Beiträge [#35] und [#36] redaktionell verschoben aus dem Thema "Österreich Lombardei und Venetien: Stempelmarken bestimmen"]
Bestimmung einer Briefmarke
Hallo,
ich bin neues Mitglied dieses Forums.
Wer kann helfen die beigefügte Marke zu bestimmen: Land? Michel-Nr.? Wert?
@ Tom28 [#37]
Hallo Tom,
Stempelmarke Österreich, vermutlich zweite Ausgabe, da Zähnung abgeschnitten wertlos.
Lg, harald
Hallo Tom 28,
ich bin kein Fachmann für solche Marken, habe aber etwas ähnliches unter dem Thema "Stempelmarken Österreich " gefunden. Gehe im Forum auf suchen und gib den Begriff ein.
MfG
Uwe
@ Tom28 [#37]
Hallo,
bignell hat recht. Das ist keine Briefmarke (zur Postbeförderung), sondern eine Stempelmarke von Österreich, bei der an allen Seiten die ursprüngliche Zähnung mehr oder weniger breit abgeschnitten worden ist. Mit solchen Stempelmarken wurden Steuern erhoben, sie waren auf allen Dokumenten vorgeschrieben. Man findet sie zum Beispiel auf Kaufverträgen, Taufscheinen, Zeugnissen, Gerichtsentscheidungen und Anderem mehr.
Es gibt auch dafür Nachschlagewerke, mit Michel haben die aber nichts zu tun. Die Beschäftigung mit solchen Steuer- oder Stempelmarken fällt unter den Oberbegriff Fiskalphilatelie.
Viele Grüße
Ingo
Heute ein noch unbenutzter Scheck der K.K.privaten Bank & Wechselstuben-Actien-Gesellschaft "Mercur". Die Stempelmarke ist auf der ansonsten leeren Rückseite des Schecks aufgedruckt.

Viele Grüße
Ingo
Nach langer Zeit möchte ich das Thema wiederbeleben. Meine Bestände sind inzwischen deutlich gewachsen, da es sich aber nicht um Briefmarken und auch nicht um Postbeförderung handelt, gibt es leider nur ein kleines Häuflein Interessenten, die sich mit dem Thema beschäftigen. Das soll mich aber nicht davon abhalten, euch immer einmal wieder Belege zu zeigen, die man als Österreichsammler nebenbei auch noch aufheben kann.
Beim folgenden Formular, ausgestellt am 20.Mai 1876 und vergebührt mit einer Stempelmarke des Jahres 1870 zu 1 Kreuzer, handelt es sich um eine Ansichts-Factura, heute würde man sagen, um eine Auswahlsendung, denn der Empfänger soll das zugesandte Gut nicht nur betrachten, sondern bei Gefallen auch kaufen und bezahlen.
Eine Gebühr von (nur) einem Kreuzer hört sich zunächst wenig an, wenn man aber bedenkt, dass für jedes ausgefertigte Schriftstück eine solche Papiersteuer in unterschiedlicher Höhe erhoben wurde, dann dürfte im Laufe eines Jahres das Kaiserreich Österreich-Ungarn alleine aus dieser Quelle höhere Einnahmen erzielt haben.

Viele Grüße
Ingo
Da bisher nur ein fragmentarischer Überblick über die Stempelmarken von Österreich hier besteht, werde ich hier ein mal einen Überblick über die Kreuzerzeit machen, ohne dabei besondere Ausgaben wie Ankündigungsstempel-, Effekten-Umsatzsteuer-Marken usw. zu berücksichtigen.
Meine Angaben aus diesem und den folgenden Beiträgen beruhen auf dem "Preiskatalog der Stempelmarken von Österreich-Ungarn" von Ig.Mayr Wien und L.Hanus Prag aus dem Jahr 1923, mit den Preisangaben in französischen Franc.
Die Nutzung der ersten Stempelmarken von Österreich wurden gemäß Verfügung vom 23.3.1854 zum 1.11.1854 eingeführt.
Das Papier der Marken war bis Juni 1858 ein Handpapier, das in verschiedenen Stärken existiert. Danach wurde ein Maschinenpapier verwendet. Das Papier wurde bis September 1856 von der Papierfabrik Reichle und danach von der Papierfabrik Schlöglmühle geliefert. Bei beiden Firmen gibt es zwei unterschiedliche Firmenwasserzeichen im Papier.
Die Zähnung kommt in vielen verschiedenen Varianten aus dem Bereich 13 1/2 bis 17 vor, wobei es auch Mischzähnungen geben soll.
Die Marken wurden im zweifarbigen Druck hergestellt. Das grüne Rahmenmotiv wurde im Buchdruck hergestellt und der Wertangabenbereich im schwarzen Kupferdruck, mit den Ausnahmen der 1Kreuzer (orange) und der 2Kr.(rot). Von den Kreuzerwerten wurden von jeder Wertstufe mindestens 500 000 Stück hergestellt.
Von den Kreuzerwerten gibt es die Wertstufen: 1, 2, 3, 6, 10, 15, 30, 45
Einige davon zeige ich unten mit teilweise unterschiedlichen Entwertungen.

Gruss
Martin
Fortsetzung mit den Guldenwerten und Anmerkungen folgen
Der Anteil der Guldenwerte übertrifft die Kreuzerwerte deutlich.
Folgende Guldenwerte sind ausgegeben worden: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20.
Von den Werten 1 bis 4 Gulden wurden jeweils mehr als 450.000 Stück hergestellt.
Die 5G. wurde 276000 und die 6G. 222.000 mal gedruckt.
Die 8 und 10G. liegen im 80.000-Bereich.
Die Werte 12 bis 18G. haben die geringste Auflage jeweils zwischen 26.000 und 28.000 Stück.
Vom der 20 Gulden sind 72.000 hergestellt worden.
Die am höchsten bewerteten Marken waren die 12 bis 18 Gulden mit jeweils 7,50 Franc. Die folgende Werte liegen zwischen 1 bis 3 Franc: 1Kr, 2Kr, 6G, 8G, 10G und 20 Gulden.
Als Vergleich dazu die in den heutige Briefmarkenatalogen aufgeführte rote 4Kr Zeitungsstempelmarke von Lombardei und Venetien war damals mit 600 Franc bewertet. Bei dieser und bei den nachfolgenden Ausgabe sind in der Regel der niedrigste Wert und die Werte um die 12G höher bewertet, wobei die 12 Gulden fast immer die beste Marke ist. Der höchste Werte, die 20G, ist meistens nicht hoch bewertet.

Als Besonderheiten sind die Werte 6 Kr und 5 G, die es mit rückseitig aufgedruckter Wertangabe geben soll und die 15 Kr mit rückseitigen Gründruck.
Die Werte 1 Kr bis 15 Kr kommen auch postalisch verwendet vor. Die 3 Kr und 6 Kr auf Brief werden gelegentlich auf Auktionen angeboten; die anderen Werte sind alle grosse Seltenheiten.
Gruss
Martin
Durch die Einführung einer neuen Währung (100 Kreuzer = 1 Gulden statt vorher 60 Kreuzer = 1 Gulden) wurde auch eine neue Ausgabe Stempelmarken zum 1.11.1858 notwendig. Die Marken wurden auf Maschinenpapier ohne Wasserzeichen gedruckt. Die Zähnung ist aus dem Bereich 13 1/2 bis 16 1/2 und auch gemischt. Die Rahmenfarbe wurde in ein helles braun geändert. Das Mittelstück mit Wertangabe ist weiterhin in schwarz gedruckt worden. Die alten Mittelstücke wurden weiter verwendet in dem man "C. M." entfernte und die Wertangabe teilweise veränderte.
Ich beginne wieder mit den Kreuzerwerten.
Bei den Werten 2, 4, 5, 12, 25, und 60 Kreuzer wurde das Mittelstück auch im Buchdruck gedruckt. Bei der Abbildung unten ist links der Buchdruck und rechts der Kupferdruck. Beim Buchdruck sieht man deutlich Quetschränder bei der Wertziffer. Die Form der Ziffer 2 weicht von der des Kupferdrucks ab. Zu den anderen Werten im Buchdruck kann ich nichts bezüglich der Form der Wertangabe sagen.

Mit der Kupferdruckwertangabe gibt es folgende Werte: 2, 4, 5, 6, 10, 12, 15, 25, 30, 50, 60 und 75 Kreuzer.

Gruss
Martin
Fortsetzung mit den Guldenwerten folgt.
Hallo,
anbei mein Beitrag zum Thema
KAIS*KÖN*ÖSTERR*STEMPEL*MARKE
1875

1877

Grüße aus Österreich
KAIS*KÖN*ÖSTERR*STEMPEL*MARKE
Ausgabe von 1883

Grüße aus Österreich
Anbei noch
1 Gulden und 10 Gulden (1888)

Grüße
Henrique
@ henrique [#46]
Lieber Henrique,
wie viel sind die von dir dargestellten Stempelmarken Kais.Kön.Oesterr.vom Jahr 1877 wert?
Danke für deine geschätzte Antwort.
LG Monika64
@ Monika64 [#49]
@ henrique [#46]
In dem "Preiskatalog der Stempelmarken von Österreich-Ungarn" von Ig. Mayr Wien und L. Hanus Prag aus dem Jahr 1923 werden die Marken dort in französischen Franc bewertet. Die Preise der einzelnen Marken bewegen sich zwischen 0,02 Frs und 10,00 Frs. Alle Marken mit Preisen unter 1 Frs kann man als mehr oder weniger als Massenware bezeichnen. Keine der abgebildeten Marken war höher als 0,20 Frs bewertet.
Zu den etwas besseren Marken mit Preisen zwischen 1 und 3 Frs sind die Wertstufen 1/2 Kreuzer, 6 Gulden, 7 Gulden und 15 Gulden.
Die Marke die alle anderen deutlich übersteigt ist die 12 Gulden mit einer Bewertung von 10 Frs. 12 Guldenmarken aller Ausgaben ab 1875 sind immer bei weiten die deutlich am höchsten bewerteten Stücke der einzelnen Ausgaben.
Bei der Ausgabe 1877 gibt es verschiedene Zähnungen, wobei die Zähnungen 9 und 9 1/2 doppelte Preise verdienen.
Als Vergleich zu heutigen Preisen kann man die österreichische Zeitungsstempelmarke 2Kreuzer grün Michelnummer 1 dienen, die damals mit 10 Frs bewertert wurde und heute einen Katalogpreis von 70 Euro hat.
Gruss
Martin
Vielen Dank Martin für deine ausführliche Antwort.
@ Martin de Matin [#50]
Auch meinerseits Dank für deine detaillierten Angaben.
Grüße
Henrique
@ Martin de Matin [#45]
Lieber Martin,
auf der Suche nach einer Übersicht der österreichischen Fiskalmarken zwischen 1854 und 1893 bin erst seit heute auf Deinen Artikel zu den österreichischen Fiskalmarken von 1858 (12 Werte zwischen 2 und 75 Kreuzer) gestoßen. Ich besitze aber von der Ausgabe 1858 19 Werte zwischen 1/2 und 90 Kreuzer.
Wo könnte ich herausfinden was Sache ist? Mit größtem Interesse würde ich auch Deinen angekündigten Artikel über die Gulden-Werte von 1858 lesen, habe ihn aber (noch) nicht entdeckt. Da habe ich nur 9 Werte zwischen 1 und 20 Gulden.
Gruß
Julius
@ schustj4 [#53]
Ich versuche dieses oder nächstes Wochenende mit den nächsten Werten fortzufahren.
Als kleine Vorabinformation 1859 erschienen noch zwei Kreuzerwerte (1/2 Kr und 7 Kr) die aber nicht besonders hoch bewertet sind. Danach kamen Marken auf blauen Papier ohne Wasserzeichen heraus. Diesen folgten blaues und grau-weisses Papier mit Bogenwasserzeichen. Diese letzte Ausgabe hatte aber eine gröbere Zähnung (12 1/2, 12) und noch weitere Wertstufen.
Ich hatte mit den Beiträgen pausiert, da ich meine eigenen Marken noch zuordnen muss. Die österreichischen Stempelmarken sind nur ein Randgebiet meiner Sammlung.
Gruss
Martin
@ schustj4 [#53]
Hallo,
besuche doch einmal die Homepage der Fiskal-Philatelisten [1], der Vorsitzende, Ralph Ebner sowie sein Stellvertreter Carsten Mintert haben darüber hervorragende Sammlungen aufgebaut.
Die Sammlerkollegen sind derzeit aber in Rumänien auf der Weltausstellung.
mit Sammlergruß
Werner.
[1]
http://www.fiskalphilatelie.de
Lieber Martin, lieber Werner,
danke für die Hinweise. Ich sehe ich kann (hoffentlich weiterhin mit eurer Unterstützung) noch viel lernen.
Gruß Julius
@ Martin de Matin [#45]
Bevor ich zu den Guldenwerten der Ausgabe 1858 komme noch eine Information. Für Lombardei und Venetien gab es auch Stempelmarken in diesem Motiv. Die österreichischen haben einen hellen braunen Hintergrund; dagegen haben die Stempelmarken von Lombardei und Venetien einen hellen rosafarbenen Hintergrund.

Jetzt zu den Guldenwerten der Ausgabe von 1858.
Es gibt folgende Wertstufen: 1G, 2G, 3G, 4G, 5G, 6G, 8G, 10G, 12G, 14G, 16G, 18G und 20G.
Besser bewertet sind die 8 G und 12 G mit 2 Franc, die 14 G mit 5 Franc und die 16 G und 18 G mit 7,50 Franc.
Ich kann nur eine 1 Gulden-Marke zeigen.

Je nachdem wie die feuchten Bögen aufgehangen wurden kann es Grössenunterschieden (gemessen am Unterdruck) von bis zu 1 mm bei den Guldenwerten kommen.
Als nächstes kommt dieses Motiv auf blauen Papier von 1859.
Gruss
Martin
Hallo,
hier zeige ich ein Zeugnis von der Firma G.A. Bareuther aus Haslau bei Eger vom 30.August 1873 mit einer 15 Kreuzer Stempelmarke. Mehr kann ich leider nicht lesen.
Hazlov (deutsch Haslau) ist eine Gemeinde im Karlovarský kraj in Tschechien. Der Ort ist Teil des böhmischen Vogtlandes.

Grüße
Andreas
Von mir heute eine Waffenbesitzkarte, ausgestellt am 1.1.1936 in Wien. Die Stempelgebühr betrug 2 Schillinge.

Viele Grüße
Ingo