Briefmarken Atteste

Thema:

Luxemburg Belege echt gelaufen 1900-1945

10Parale Am: 28.09.2023 20:43:11 Gelesen: 3985 # 1
Hallo Forum, wir haben beim Thema Luxemburg bislang Einteilungen, die Briefe zwischen den Jahren 1900 und 1945 kaum berücksichtigen. Ich zeige hier ein Einschreiben, welches am 17. April 1931 durch Flugpost von Luxemburg Ville IV nach Prag gelaufen ist mit dem Leitvermerk via Strasbourg. Freigemacht wurde das Einschreiben mit der kompletten Flugpostausgabe Michel Nr. 234 - 237 vom 10. April 31. Sie zeigt den Breguet-Doppeldecker über der Stadt Luxemburg und die Brücke über dem Alzette-Tal. Interessant ist, dass der Beleg in Strasbourg zusätzlich mit einer 1 Fr. Marke frankiert wurde. Das Ganze ist zwar meiner Ansicht nach zu philatelistischen Zwecken initiiert worden, hat aber dennoch seinen Reiz. Rückseitig ein Transitstempel von Strasbourg vom 18.4.1931 und Ankunftsstempel von PRAG vom 18.4.1931. Auch vorderseitig ein Ankunftsstempel des Flughafens in Prag. Liebe Grüße und schönen Abend wünscht 10Parale
Detlev0405 Am: 02.10.2023 15:10:26 Gelesen: 3922 # 2
@ 10Parale [#12] Hallo, ich teile Deine Meinung nicht, ohne jedoch das notwendige Fachwissen zu haben. Ich habe verschiedene solcher Briefe gesehen mit verschiedenen Absendern. Noch dazu mit Marken aus Frankreich und Belgien. Und immer ordnungsgemäss gestempelt im jeweiligen Land. Ich hege eher den Verdacht, das es in Luxemburg entsprechende postalische Vorschriften gab, je nach dem, auf welchem Weg der Brief der Luftpost zugeleitet wurde. Gruß Detlev
Lars Boettger Am: 02.10.2023 16:39:44 Gelesen: 3918 # 3
@ 10Parale [#12] Das Ganze ist zwar meiner Ansicht nach zu philatelistischen Zwecken initiiert worden, hat aber dennoch seinen Reiz. Ich kann das von Detlev0405 [#2] gesagte nur bestätigen. Je nach Nationalität der genutzten Fluglinie wurden Marken des jeweiligen Landes verklebt. M.W. wurden die Marken in Luxemburg bei der Post verkauft (wenn ich mich jetzt nicht total irre, gab es die Marken beim Postamt Luxemburg-Bahnhof). Grundsätzlich hast Du recht, der Brief ist philatelistisch inspiriert und überfrankiert, entspricht aber den Vorschriften. Beste Grüsse! Lars P.S. Der Brief nach Wien ist nicht in meiner Sammlung, ich habe mir das Bild von einer Händler-Webseite gesichert.
saintex Am: 02.10.2023 19:57:47 Gelesen: 3890 # 4
@ 10Parale [#12]
@ Lars Boettger [#3]

Das Thema hatten wir vor einigen Jahren bereits einmal hier im Forum abgehandelt. Guckst du hier[1] und hier[2]

[1]https://www.philaseiten.de/beitrag/71119
[2]https://www.philaseiten.de/beitrag/71177

saintex
Lars Boettger Am: 27.12.2023 19:32:37 Gelesen: 3687 # 5
Anbei ein Brief aus Luxemburg via Schweiz (Lausanne), von Lausanne weitergeleitet nach Frankreich / Paris. Deutsche Zensur in Trier, die Franzosen haben den Brief eröffnet. Beste Grüsse! Lars [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Frankreich Zensurpost während des 1.Weltkriegs" (wird ev. umbenannt)]
Ulli D. Am: 28.12.2023 15:00:42 Gelesen: 3648 # 6
Liebe Sammlerfreunde, hier habe ich noch einen Flugpostbrief, der mir ein wenig ungewöhnlich erscheint und der ein paar Fragen aufwirft. Zum einen ist der Brief - ohne Vermerk zum Leitweg - offenbar Richtung Norden durch die belgischen Ostkantone (Herbesthal liegt in der Nähe von Eupen) nach Köln und von dort mit dem Flieger nach Wien transportiert worden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies der normale Postweg war, jedenfalls habe ich bisher noch keinen Brief gesehen, der denselben Weg genommen hat. Tatsächlich hat der Brief aber auch so lediglich 3 Tage bis zum Empfänger benötigt. Ungewöhnlich finde ich auch, dass die luxemburgische Postverwaltung für ihre Korrespondenz Zuschlagsmarken verwendet hat oder verfügte ein Privatmann über Dienstumschläge der Postverwaltung? Schöne Grüße Ulli
Ulli D. Am: 29.12.2023 14:53:17 Gelesen: 3614 # 7
Liebe Sammlerfreunde, anbei ein offizieller Umschlag der luxemburgischen Abgeordnetenkammer vom 15. Februar 1928, frankiert mit 2 Werten zu 10 und 50 Centimes der "Charlotte-Freimarkenausgabe" aus 1926. 60 Centimes betrug das Inlandsbriefporto vom 15.12.1927 - 30.06.1930. Schöne Grüße Ulli
Meisterbetriebsmeister Am: 29.12.2023 16:19:10 Gelesen: 3600 # 8
@ Ulli D. [#6] Ich hätte jetzt zuerst an einen Brief der Briefmarkenversandstelle gedacht. Nun kommt dazu, das die Bahnstrecke vom Norden Luxemburgs nach Aachen durch die belgische Staatsbahn betrieben wurde und auch auf deutschem Gebiet (Monschau, Roetgen) belgisches Hoheitsgebiet ist- inklusive Bahnhöfen. Der Brief dürfte daher bis Herbesthal oder Aachen mit der Vennbahn gelaufen und dort in den Zug nach Köln gekommen sein. Ich hatte auch schon unbenutzte Blanko-Dienstumschläge der luxemburgischen Post aus den 1920/1930-er Jahren. Es könnte eine philatelistische Beeinflussung sein - aber es war nicht mein Sammelgebiet. Die Karte von Lars zeigt ja, das es Luftpost auch direkt gab - ohne Umweg mit einem Tag bis nach Wien. [#3] Viele Grüße
Ulli D. Am: 29.12.2023 19:03:55 Gelesen: 3586 # 9
@ meisterbetriebsmeister Danke für die Anmerkungen. Der von Lars gezeigte Brief ist nicht direkt nach Wien gelaufen, zu der Zeit verfügte Luxemburg noch nicht über Flughäfen, sondern hat für besondere Veranstaltungen provisorisch Start- und Landepisten hergerichtet. So ist der Brief zunächst nach Straßburg und von dort nach Wien befördert worden. Schaut man auf die Karte, so ist Straßburg ein naheliegender Zielort für die Eisenbahn von Luxemburg zum anschließenden Weitertransport. Ein ebenso naheliegender Leitweg zum einem "nahegelegenen" Flughafen ist übrigens Luxemburg - Trier - Frankfurt, aber Köln? Was wäre die Philatelie doch langweilig ohne Rätsel ... Schöne Grüße Ulli
Ulli D. Am: 30.12.2023 18:18:44 Gelesen: 3574 # 10
Liebe Sammlerfreunde, hier ein Nachnahmebeleg aus Luxemburg und zwar eine Nachnahmekarte vom 1. Oktober 1930 von Vianden nach Audenarde/Belgien. Sie beläuft sich über einen Nachnahmebetrag von 1.804,50 Francs. Das Porto der Karte in Höhe von 13,40 Francs setzt sich wie folgt zusammen: Postkartengebühr 0,40 F, Einschreibgebühr 1,75 F, Nachnahme-Grundgebühr 2 F, Nachnahmegebühr 9,25 F (37 x 0,25 F pro angefangene 50 Franken Nachnahme). Übrigens zur Einordnung: Wenn ich das richtig im Internet ermittelt habe, entsprachen 1.800 Luxemburgische Francs einem Betrag von 208 Reichsmark, wobei das durchschnittliche Monatseinkommen im Jahr 1930 bei 170 Reichsmark lag. Schöne Grüße Ulli [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Nachnahmebelege"]
Ulli D. Am: 19.12.2024 15:07:44 Gelesen: 3198 # 11
Ich könnte noch einen 5er-Streifen der luxemburgischen Mi.-Nr. 87 auf einem Auslandsbrief in die Schweiz anbieten, für den 1915 ein Porto von 25 Centimes zu entrichten war. Entwertet sind die Marken am 17. April 1915 mit dem Brücken-Balkenstempel von RODANGE, daneben finden wir noch den Zensurstempl "Auslandsstelle Trier / Freigegeben". Der Brief erreichte ausweislich des rückseitigen Ankunftstempels Genf am 25. April 1915. Herzliche Grüße Ulli [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Fünferstreifen Alle Welt (ohne Deutschland) "]
Ulli D. Am: 03.09.2025 09:43:21 Gelesen: 2716 # 12
Die nachstehend abgebildete Ansichtskarte wurde am 14. Februar 1901 in Luxemburg mit dem Eisenbahnstempel NOERDANGE - MARTELANGE F.C. entwertet und trat dann die Reise nach Neuseeland an, wo sie am 29. März 1901 den Adressaten erreichte. Nach der Ankunft in Neuseeland musste sie sich zunächst auf einen Irrweg begeben, der durch die maßgebliche Hilfe von Sammlerfreund filunski entschlüsselt worden ist und sich wie folgt darstellt: 27.03.1901 Ankunft in DUNEDIN (Stempel NZ / R.P.O. DN-5 = Railway Post Office Dunedin) 28.03.1901 Ankunft in PALMERSTON (Stempel NZ / PALMERSTON ) Dort stellte man fest, dass der Adressat sich nicht auf der Südinsel, sondern im auf der Nordinsel gelegene Palmerston (North) befand und ergänzte den Ort in der Adresse um ein handschriftliches N. Danach ging es am gleichen Tag zur Südspitze der Insel zum Postamt von INVERCARGILL, welches für die Post nach der Nordinsel zuständig war und von wo ein Bahnverbindung nach Picton bestand. 29.03.1901 nach Übersetzen mit der Fähre Ankunft auf der Nordinsel in WELLINGTON (schwacher Stempel auf der Vorderseite) 29.03.1901 endgültiger Zielort Palmerston North (Stempel PALMERSTON Nth) Und hier die neuseeländische "Rundreise" noch einmal auf der KArte: Viele Grüße Ulli [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Neuseeland Eingehende Belege (Incoming Mail)]
Ulli D. Am: 28.10.2025 13:53:19 Gelesen: 2490 # 13
Und mal wieder etwas aus dem Lande Absurdistan : Die nachstehed abgebildete Ganzsache des Deutschen Reichs Michel Nr. P 50 (mit grünem Germania-/Reichspost-Wertstempel zu 5 Reichspfennig) ist am 5. September 1901 mit einer dazu geklebten gleichfarbigen 5 Centimes-Marke der Großherzog Adolf-Freimarkenserie aus dem Jahr 1895 im Hauptpostamt Luxembourg-gare aufgegeben und mit dem großen Zweikreisstempel Typ 32 versehen worden. Die Karte war adressiert an einen Herrn Paul b. Herrn Königl. Förster Scholz, Forstamt Marburg Süd; und traf dort am 6. September ein. Offenbar konnte Herr Paul dort nicht angetroffen werden, so dass die Karte nach Erfurtshausen, Post Schweinsberg, Weiler 7/9, weitergeleitet wurde und dort am 7. September 1901 eintraf (Ankunftstempel Schweinsberg). Vom 1. April 1879 bis zum 30. September 1902 betrug der Postkartentarif nach Deutschland 10 Centimes. Da die Karte nicht mit Nachporto versehen wurde, ist der Germania-Wertstempel offenbar als Portobestandteil unbeanstandet anerkannt worden. Entsprechende postvertragliche Bestimmungen sind mir allerdings nicht bekannt. Was ist also passiert? Eigentlich gibt es nur die Möglichkeit, dass die Karte gefälligkeitshalber akzeptiert wurde oder aber im Postbetrieb durchgeschlüpft ist. Der rückseitige Text („Sind glücklich hier angekommen …“) lässt vermuten, dass der Absender keinen Postbeamten so gut gekannt haben dürfte, dass dieser die Karte als Gefälligkeit unbeanstandet gelassen und seine Postverschriften missachtet hätte. Andererseits war das Hauptpostamt Luxembourg-gare das Postamt mit dem mit weitem Abstand größten Auslandspostverkehr. Ist ein unerkanntes Durchschlüpfen der Karte im Massenbetrieb des Postamtes also wahrscheinlicher? Vermutlich wird das die naheliegendste Erklärung sein, obgleich angesichts der damaligen akkuraten Bearbeitung von Postsendungen und der punktgenauen Beachtung der geltenden Postvorschriften Restzweifel angebracht sein dürften. Schöne Grüße Ulli
Briefuhu Am: 23.01.2026 13:16:03 Gelesen: 2182 # 14
Brief vom 03.04.1917 von Luxemburg Gare (Bahnhof) nach Berlin, frankiert mit Michel Nr. 114, 17,5 C. Zensurstempel Überwachungsstelle VIII. Armee. Der Brief ging von der Firma Wilhelm Bruch, Berchem an die Niederlassung der Firma in Berlin. Hinten unten rechts ein Stempel Funkenweh, vermutlich ein Prüfer. Über diesen Prüfer habe ich nichts gefunden.



Schönen Gruß
Sepp
Lars Boettger Am: 23.01.2026 14:23:16 Gelesen: 2171 # 15
@ Briefuhu [#14] Hinten unten rechts ein Stempel Funkenweh, vermutlich ein Prüfer. Das ist mit hoher Sicherheit der Stempel eines Briefmarkensammlers und kein Prüfstempel. Den Zensurstempel wurde in Trier abgeschlagen. Das Porto von 17 1/2 Centimes wurde am 1. August 1916 angepasst (Anhebung um 5 Centimes von 12 1/2 Centimes). Den Inflationssammlern sollte dieses Datum etwas sagen. Beste Grüße! Lars
Briefuhu Am: 23.01.2026 15:34:55 Gelesen: 2160 # 16
@ Lars Boettger [#15] Hallo Lars, vielen Dank für Deinen Hinweis und Deine Erläuterungen. Schönen Gruß Sepp
HWS-NRW Am: 10.08.2026 11:52:54 Gelesen: 1378 # 17
Hallo in die Runde. Als Ergänzung für mein kommendes Buch habe ich diesen Luftpostbrief, versandt im Oktober 1940 von Luxemburg-Ville aus nach Hamburg, erstanden. Interessant war für mich die Mischfrankatur zwischen Luxemburg-Freimarke und Überdruck-Marke der Reichspost.
Lars Boettger Am: 10.08.2026 13:21:04 Gelesen: 1354 # 18
@ HWS-NRW [#17] Diese Briefe, vor allem an den Briefmarkenhändler Karl Hennig, wurde damals zu tausenden produziert. Der Brief wurde wahrscheinlich am 30. September 1940 abends in einen Briefkasten geworfen. Die 1,25 Franc bezahlten den Brieftarif bis 20 Gramm, gültig ab dem 1. Januar 1935. Der Luftpostzuschlag hätte 0,50 Franc betragen bzw. ab dem 1. Oktober 1940 10 Pfennig. Die 4 Pfennig-Briefmarken aus der Hindenburg-Überdruckserie sind hier nur Dekoration. Beste Grüße! Lars
angim Am: 10.08.2026 15:42:32 Gelesen: 1336 # 19
@ HWS-NRW [#17] @ Lars Boettger [#18] Am 1. und 2. Oktober 1940 konnten die alten Luxemburg-Marken aufgebraucht werden. Mischfrankaturen waren möglich. Vorliegendes Exemplar ist ein Henning-Brief. Diese Firma hatte sich auf Frankatur- und Stempelbesonderheiten spezialisiert. Viele Grüße Thomas
HWS-NRW Am: 10.08.2026 17:28:48 Gelesen: 1311 # 20
@ angim [#19] Hallo Lars, halle Thomas, danke für Eure Info, hatte ich mir auch schon so ähnlich gedacht, da ich auch weitere "Hennig"-Belege gesehen habe. mit Sammlergruß Werner
Ulli D. Am: 10.08.2026 17:43:13 Gelesen: 1307 # 21
Auch außerhalb der Henning-Briefe habe ich in (zumindest in den letzten 40 Jahren) noch keine Bedarfs-Mischfrankatur gesehen. Ich habe in meiner Ganzsachensammlung zwar eine nicht von Henning "gemachte" Mischfrankatur, aber auch die ist philatelistisch beeinflusst, wenn auch portogerecht frankiert. Mischfrankatur vom 1. Oktober 1940 mit Aufgabestempel MONDORF-LES-BAINS A nach Trier; für das Inlandsporto von 6 Reichspfennig (RPf.) und einem Umrechnungskurs lux. Franc / Reichsmark von 1:10 war eine Zusatzfrankatur von 3 Rpf. erforderlich. Viele Grüße Ulli
saintex Am: 10.08.2026 21:47:21 Gelesen: 1285 # 22
@ Ulli D. [#21] Dann schau mal in meinen Beitrag [#4] und die von mir im Thema Air Mail gezeigten Luftpostbriefe aus meiner Sammlung "Par Avion France -Amérique du Sud 1918-1940". Diese beiden Luftpostbriefe mit luxemburgisch/französischer Mischfrankatur sind reiner Bedarf. MfG Wolfgang
Lars Boettger Am: 10.08.2026 22:53:13 Gelesen: 1273 # 23
@ saintex [#22] Hallo Wolfgang, diese Mischfrankaturen waren auf Luftpostbriefen vorgeschrieben. Sonst wurden die Briefe nicht per Luftpost befördert. Zeppelinbriefe sind mit der Ausnahme von der Saarfahrt immer Mischfrankaturen. @ Ulli D. [#21] hat recht. Mir ist auch noch kein Brief aus den zwei ersten Oktobertagen aus dem Bedarf begegnet. Beste Grüsse! Lars
User #357456033 Am: 12.08.2026 18:45:50 Gelesen: 1141 # 24
Luxemburg befand sich beim Aufgabe­datum der gezeigten Briefe (Mai bzw. September 1941) bereits seit einem Jahr unter deutscher Besatzung. Nach dem Einmarsch am 10. Mai 1940 wurde das Großherzogtum als CdZ‑Gebiet Luxemburg der deutschen Zivilverwaltung unterstellt und einer intensiven Germanisierungspolitik unterworfen; die Besatzung dauerte bis zur Befreiung durch US‑Truppen im September 1944. Geschäftspost‑Brief Luxemburg‑Stadt → Frankfurt am Main, 29.05.1941, Rückseite leer. Frankiert mit der Hindenburg‑Freimarke MiNr. 7 (12 Pf) mit Aufdruck „Luxemburg“ - portogerechte 12-Pf-EF für den Fernbrief. Geschäftspost-Brief Esch/Alzette → Frankfurt am Main, 03.09.1941, Rückseite leer. Frankiert mit einem senkrechten Paar der Hindenburg-Freimarke MiNr. 4 (6 Pf) mit Aufdruck „Luxemburg“ - portogerechte 12-Pf-MEF für den Fernbrief.
Ulli D. Am: 12.08.2026 19:26:29 Gelesen: 1129 # 25
Hallo Post-Bote. Du hast Recht und der Hinweis ist aus meiner Sicht auch deswegen wichtig, weil in einer Sammlung der Deutschen Besetzung auch die Zeit zwischen dem 10.Mai und dem 1. Oktober 1940 dargestellt werden sollte. Ein Beispiel kann ich hier zeigen: Zweitauflage aus 1939 der 35 Centimes-Inlandspostkarte mit Wertstempel "Großherzogin Charlotte in vergrößerter Abbildung" in dunkelblau; Verwendung während der Besetzungszeit am 3. August 1940 innerhalb der Stadt Luxemburg. Viele Grüße Ulli
Lars Boettger Am: 13.08.2026 07:52:06 Gelesen: 1106 # 26
@ Post-Bote [#24] Aber was passierte, wenn man in Luxemburg nach dem 1. Oktober 1940 deutsche Marken verwendete? Sie wurden erst einmal nicht als Porto anerkannt! Die Marken wurden umrandet und ein typisch luxemburgischer "T"-Stempel abgeschlagen. Wie es dann weiterging, bleibt erst einmal unklar. Normalerweise hätten 24 Pfennig für die Beförderung verlangt werden müssen. Aber der Brief hat keinen entsprechenden Vermerk. Ging er an den Absender zurück oder wurde von einem höheren Beamten entschieden, das Porto anzuerkennen und ihn doch zu befördern? Es gab einen Fall, wo Marken aus dem Deutschen Reich in Luxemburg ab dem 1. Oktober 1940 akzeptiert wurden: Beste Grüsse! Lars
Ulli D. Am: 13.08.2026 09:57:12 Gelesen: 1094 # 27
Hallo Lars, Du meinst bestimmt den Hindenburg-Wert zu 1 Rpf., der ja nicht überdruckt erschien, oder? Herzliche Grüße Ulli
User #357456033 Am: 13.08.2026 10:30:47 Gelesen: 1089 # 28
@ Ulli D. [#25] Vielen Dank für das schöne Beispiel aus der Zeit direkt nach dem Einmarsch. Die Phase zwischen dem 10. Mai und dem 1. Oktober 1940 gehört in einer Besatzungssammlung unbedingt dazu, gerade weil in dieser Übergangszeit noch die luxemburgischen Ausgaben (wie deine Postkarte „Großherzogin Charlotte“) verwendet wurden. @ Ulli D. [#27] Dein neuer Verweis auf den nicht überdruckten 1‑Rpf‑Hindenburg‑Wert als besonderen Ausnahmefall ist für mich ebenfalls sehr interessant - dein Hinweis zeigt sehr schön, wie unterschiedlich einzelne Werte in dieser Übergangsphase gehandhabt wurden. Ein toller Beleg! @ Lars Boettger [#26] Vielen Dank für deinen spannenden Hinweis und den gezeigten Beleg - der Fall mit den umrandeten deutschen Marken und dem „T“-Stempel ist wirklich bemerkenswert und zeigt sehr anschaulich, wie streng die luxemburgische Postverwaltung nach dem 1. Oktober 1940 zunächst auf die Nichtanerkennung deutscher Marken reagiert hat. Diese Form der Beanstandung kannte ich bislang nicht. Ein außergewöhnlicher Beleg, den man wohl nicht alle Tage sieht! Dass der Brief trotz Beanstandung offenbar ohne Nachporto‑Vermerk befördert wurde, macht die Sache besonders interessant. Wie du schreibst, liegt hier wohl genau einer dieser Ausnahmefälle vor, in denen deutsche Marken nach dem 1. Oktober 1940 doch akzeptiert wurden - möglicherweise aufgrund einer Einzelentscheidung im Rahmen der Umstellung der Vorschriften- was sich auch gut mit dem von Ulli gezeigten 1‑Rpf‑Beleg verbindet. Für mich sind das schöne Beispiele dafür, wie kompliziert die Umstellung der Postvorschriften und der Frankaturpraxis im CdZ‑Gebiet Luxemburg in den Monaten um den 1. Oktober 1940 gewesen sein muss. Ein weiterer Bedarfs Beleg: Geschäftspost‑Brief Esch/Alzig → Frankfurt am Main, 22.02.1941, Rückseite leer. Frankiert mit einem senkrechten Paar der Aufdruckausgabe MiNr. 20 (6 Rpf) „Luxemburg / Deutsches Reich“ - portogerechte 12‑Rpf‑MEF für den Fernbrief. Beste Grüße Post-Bote
Ulli D. Am: 13.08.2026 16:14:19 Gelesen: 1057 # 29
Da wir gerade beim Thema "Deutsche Besetzung" sind....(als Ganzsachen-Sammler kann ich nur über die reden). Das Gebiet Ganzsachen weist einige Besonderheiten und Herausforderungen auf und um vorne anzufangen: Am 1.10.1940 gabe es nur Postkarten zu 5 und 6 RPf für den Ortsverkehr und das Inland. Schon die 5 Pf.-Ganzsachen muss man suchen, weil sie eigentlich nur in Luxemburg-Stadt und Esch-sur-Alzette vorkommen. Interessant ist aber vielmehr, dass eine 15 Rpf.-Karte für den Auslandsverkehr erst am 8.Februar 1941 (in einer Auflage von 1.000 Exemplaren) erschien und bis dahin Behelfslösungen wie die nachfolgende notwendig waren: Inlandskarte vom 1. Oktober 1940 mit 10 RPf. Zusatzfrankatur für das Auslandsporto von 15 RPf (1 Rpf. überfrankiert).; Aufgabestempel Typ 33 LAROCHETTE vom 12. November 1940 und schwarzer Zensurstempel Geprüft – Oberkommando der Wehrmacht , in die Schweiz gelaufen. Übrigens suche ich noch eine Karte mit dem 10 RPf.-Sonderporto nach Ungarn (Karte zu 5 oder 6 RPf., auffrankiert mit 4 oder 5 RPf.) seit 40 Jahren vergeblich. Viele Grüße Ulli
Lars Boettger Am: 13.08.2026 22:58:44 Gelesen: 1029 # 30
@ Ulli D. [#29] Hallo Ulli, Deine Karte ist noch mit dem "luxemburgischen" Stempel von LAROCHETTE entwertet (FSPL Typ 33), registriert vom 15. Februar 1906 bis zum 12. November 1940. Der Abschlag zeigt also das letzte bisher registrierte Spätdatum. Ein sehr schönes Stück! Der Stempel wurde dann vom FSPL-Typ 41 mit der eingedeutschten Bezeichnung "FELS" abgelöst. Und ja, ich meine die 1-Pfennig-Hindenburg-Marke. @ Post-Bote [#28] Sehr schöner Brief mit der Überdruckausgabe von Luxemburg! In der Anlage ein Brief, der am Abend vor dem deutschen Überfall abgestempelt wurde. Der Brief wurde links oben mit einem Maschinenstempel am 9. Mai 1940 entwertet. Der Versand wurde nicht mehr durchgeführt und der Brief erhielt einen "RETOUR - ZURÜCK"-Hinweisstempel, in deutscher und französischer Sprache. Er ging dann am 16. Mai 1940 an den Absender zurück, der am 21. Mai 1940 seinen französischen Eingangsstempel durch einen deutschen ersetzt hatte. Wenn ich das Stück schon anderweitig gezeigt habe, dann tut es mir leid! Beste Grüsse! Lars
User #357456033 Am: 14.08.2026 18:51:10 Gelesen: 934 # 31
@ Ulli D. [#29] „Übrigens suche ich noch eine Karte mit dem 10 RPf.-Sonderporto nach Ungarn (Karte zu 5 oder 6 RPf., auffrankiert mit 4 oder 5 RPf.) seit 40 Jahren vergeblich.“ Ich habe daraufhin alle meine Postkarten durchgesehen - leider ist in meinem Bestand kein entsprechendes Exemplar dabei. Das Sonderporto nach Ungarn scheint wirklich extrem selten zu sein. Tatsächlich habe ich überhaupt keine Ganzsachen von oder nach Ungarn in meiner Sammlung. Ich drücke dir gerne die Daumen, dass dir irgendwann doch noch ein Stück begegnet. @ Lars Boettger [#30] Vielen Dank für den gezeigten „Retour“-Brief - ein wirklich spannendes Stück aus den bewegten Maitagen 1940, nur wenige Tage nach der Walpurgisnacht und unmittelbar im zeitlichen Umfeld des deutschen Überfalls auf Luxemburg. Im Anschluss möchte ich noch einen weiteren Beleg aus der Besatzungszeit zeigen: Satzbrief- Winterhilfswerk - Einschreiben Luxemburg → Hamburg‑Lokstedt Aufgabe Luxemburg 5.3.41, Ankunft Hamburg‑Lokstedt 7.3.41, R‑Zettel „Luxemburg 1 Nr. 333“. Beste Grüße Post‑Bote
Ulli D. Am: 15.08.2026 11:28:26 Gelesen: 888 # 32
@ Post-Bote [#31] Mit dem überfrankierten Satzbrief hast Du einen der wunden Punkte der Besatzungszeit angesprochen. Bei dem Versuch, portogerechte Briefe mit der WHF zu ergattern, kann man schnell graue Haare bekommen. Das gilt insbesondere für portogerechte Einzelfrankaturen. Während man mit viel Geduld noch Chancen hat, so die 3, 5, 6 oder 12 RPf.-Marken zu finden, sind die anderen Werte echte Herausforderungen. Jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, in den letzten Jahren hier etwas gesehen zu haben. Und die 40 Rpf.-Marke als Einzelfrankatur dürfte wohl einer der größten Raritäten dieser Periode darstellen. Als portogerechte Frankatur fällt mir da nur ein Brief zwischen 250 - 500 g ein. Wer hat wohl so etwas aufgehoben? Viele Grüße Ulli
User #357456033 Am: 15.08.2026 12:13:25 Gelesen: 874 # 33
@ Ulli D. [#32] Vielen Dank für deine interessante Ergänzung zu den WHW-Ausgaben. Dass gerade die portogerechten Verwendungen - und insbesondere die Einzelfrankaturen der höheren Werte - so schwierig zu finden sind, zeigt sehr schön, wie selten echte Bedarfsverwendungen dieser Serie tatsächlich sind. Dein Hinweis auf die 40-Rpf-Marke als besondere Rarität dieser Periode macht deutlich, dass nicht der komplette Satz als solcher, sondern gerade die tarifgerechte Verwendung den besonderen Reiz ausmacht. Ein Brief mit einer 40-Rpf-Einzelfrankatur wäre in der Tat ein außergewöhnlicher Fund. Im Anschluss möchte ich einen weiteren Beleg aus der frühen Besatzungszeit zeigen: Geschäftspost-Brief Esch/Alzette → Frankfurt am Main, Rückseite leer. Aufgabestempel: ESCH SUR ALZETTE 12.10.40 8-9S. Frankiert mit der Hindenburg-Freimarke mit Aufdruck „Luxemburg“: MiNr. 2 (4 Pf) + MiNr. 5 (8 Pf) - portogerechte 12-Pf-Mischfrankatur für den Fernbrief. Schönes Wochenende und viele Grüße Post-Bote
Ulli D. Am: 15.08.2026 13:14:01 Gelesen: 856 # 34
Was man auch nicht allzu häufig sieht, sind Mischfrankaturen zwischen der Hindenburg-Überdruckausgabe und den Postwertzeichen des Deutschen Reichs. Die Erklärung liegt auf der Hand: Die Marken des Deutschen Reichs konnten ab dem 1.4.1941 verwendet werden und die Hindenburg-Ausgabe blieb bis zum 31.12.1941 gültig, also waren Mischfrankaturen nur 9 Monate möglich. Zeigen kann ich einen Postauftragsumschlag zu 62 RPf. (12 RPF. Briefporto, 30 RPf. Einschreibgebühr und 20 RPf. Nachnahmegebühr), der innerhalb des Besetzungsgebiets am 3. August 1941 von ETTELBRÜCK nach SCHIEREN gelaufen ist. Viele Grüße Ulli
Reini46 Am: 15.08.2026 14:49:09 Gelesen: 842 # 35
Hallo, Noch ein Brief mit einer Mischfrankatur. Düdelingen 23.3.33 Trier ? in Wien wurde am 24.3.33-18 umgeladen Ankunft in Budapest 25.3.33. Den Stempel von Trier kann ich nicht lesen. Links am Brief ist handschriftlich vermerkt via allemagne Grüße Reini46
Lars Boettger Am: 15.08.2026 14:53:58 Gelesen: 838 # 36
@ Reini46 [#35]

"BAHNPOST TRIER-DIEDENHOFEN"

Sehr schöner Sammlerbrief!

Beste Grüsse!

Lars
Reini46 Am: 15.08.2026 15:02:39 Gelesen: 833 # 37
@ Lars Boettger [#36]

Danke für die Information.

beste Grüße

Reinhard
Lars Boettger Am: 15.08.2026 15:42:12 Gelesen: 829 # 38
Die unten gezeigte Postkarte ist eines meiner Lieblingsstücke aus der Kriegszeit: Versand aus Magdeburg am 27. September 1940 als "Feldpostkarte" an eine luxemburgische Adresse in Colmar Berg. Die luxemburgische Post hat den Feldpostvermerk nicht akzeptiert bzw. nur bis zur luxemburgischen Grenze als gültig angesehen. Was macht die luxemburgische Postverwaltung? Analog zum 1. Weltkrieg wird nur das Inlandsporto vom Empfänger eingezogen.

Ein deutsche T-Stempel ist nirgends zu sehen. Auch ein luxemburgischer T-Stempel wurde nicht abgeschlagen. Das Nachporto wurde mit einer 35 Centimes-Nachportomarke erhoben. Besonders macht diesen Beleg, dass er am letzten Tag vor der Einführung der Überdruckmarken von der luxemburgischen Post behandelt wurde: 30. September 1940.

Beste Grüsse!

Lars

Lars Boettger Am: 15.08.2026 15:43:03 Gelesen: 828 # 39
Anbei ein Formular zum Bezug von Sondermarken von 1943. Das Formular wurde 1944 in Esch-Alzig entwertet. Diese Formulare sind nicht häufig anzutreffen, aber man kann sie noch finden. Beste Grüsse! Lars

User #357456033 Am: 15.08.2026 19:11:18 Gelesen: 801 # 40
@ in die Runde

Tolle Belege, die ihr hier zusammengetragen habt - einer spannender als der andere. Nicht, dass ich neidisch wäre … aber mein Jagdtrieb ist jetzt definitiv wieder aktiviert. Verdammt.

Vielen Dank fürs Zeigen und für die interessanten Erläuterungen!

Beste Grüße zurück Post-Bote
Lars Boettger Am: 15.08.2026 23:32:24 Gelesen: 772 # 41
@ Post-Bote [#40] Die relevanten Daten im Hinterkopf, immer die Augen auf und alles, was sich einer sofortigen Erklärung entzieht, mitnehmen. Noch ein anderer, interessanter Beleg mit der Hindenburg-Überdruckausgabe. Es gab m.W. eine kurze Zeit vor dem Oktober 1940, wo die Marken bereits erhältlich waren. Der Brief wurde in Esch-sur-Alzette am 4. September 1940 abgestempelt. Er wurde ebenfalls von der Deutschen Dienstpost entwertet. Beste Grüsse! Lars
Jürgen Zalaszewski Am: 16.08.2026 02:05:29 Gelesen: 754 # 42
Hallo zusammen, da sich hier das geballte Wissen zur Postgeschichte und Geschichte zu Luxemburg versammelt hat, möchte ich zwei Belege zeigen und bitte um Einschätzung durch die Sammlerfreunde. Eines meiner Sammelgebiete sind die Stempel der "Schaefers Märchenstadt / Liliput", ein Ensemble bestehend aus Liliputanern, die in den 30 und 40ern Jahren in Deutschland und in den besetzten Gebieten tourten. Dabei gab es auch einen Aufenthalt in Luxemburg auf der Schobermesse, nach meinen Informationen in der Zeit vom 19.8. bis 6.9.41. Mir liegen zwei Ansichtskarten der Märchenstadt vor, die mehr schlecht als recht in Luxemburg abgestempelt worden sind (Auffällig für Luxemburg ist, dass auf allen mir bekannten Belegen die Ortsangabe sehr schwer zu erkennen ist). Die erste Karte ist abgestempelt am 3.9.41 und ist frankiert mit einer 6 Rpf-Marke aus der Dauerserie "Hitler" und geht nach Neu-Merl. Neu-Merl ist ein Stadtteil von Luxemburg Stadt und heißt heute Belair (sagt Google). Die 6 Rpf.-Frankatur war das normale Porto für Postkarten. Die zweite Karte stammt auch aus Luxemburg, hat den bekannten Schaefers Märchenstadt-Stempel mit unleserlicher Ortsangabe und ist frankiert mit einer 3 Rpf-Marke aus der Hindenburg-Serie mit Überdruck sowie einer 6 Rpf. Marke aus der Hitler-Dauerserie. Hier wollte wohl jemand sicher gehen und hat zur Vorsicht eine Briefmarke aus der Überdruckserie verklebt und eine normale Reichs-Briefmarke für das vorgeschriebenen Porto. Eigentlich war die Hindenlburgmarke völlig überflüssig oder gibt es etwas, was ich nicht bedacht habe? Auch würde mich interessieren, ob andere Sammler die schlechte Qualität dieser Stempelabschläge bestätigen können. Für Interessierte möchte ich noch anfügen, dass es sich bei diesem Stempel um einen Wanderstempel gehandelt hat, er wurde von Ort zu geschickt oder mitgenommen, der obere Teil mit der Ortsbezeichnung konnte ausgewechselt werden. Wer so einen Beleg mit lesbaren Stempel hat und ihn nicht mehr will, ja da könnte ich demjenigen helfen. ;-) Viele Grüße Jürgen
preussen362 Am: 16.08.2026 08:25:55 Gelesen: 694 # 43
@ Lars Boettger [#36], @ Reini46 [#35] Ganz kleine Korrektur/Ergänzung: Der Bahnpoststempel weist als Streckenangabe "Gießen-Trier-Diedenhofen" aus, nicht nur "Trier-Diedenhofen". Schönen Sonntag, Andreas
Ulli D. Am: 16.08.2026 10:43:18 Gelesen: 668 # 44
@ Jürgen Zalaszewski [#42] Hallo Jürgen, ich kann Dir zwar nicht mit einem Beleg weiterhelfen, Dir aber zumindest die Abbildung des etwas saubereren Stempels aus dem F.S.P.L.-Handbuch - Sonderstempel - zeigen. Viele Grüße Ulli
Lars Boettger Am: 16.08.2026 10:48:07 Gelesen: 667 # 45
@ Jürgen Zalaszewski [#42] Hallo Jürgen, den LILIPUT-Stempel habe ich mit ein paar leserlichen Exemplaren in meiner Registratur. Ich meine, die zweite Karte ging nach Bensheim an der Bergstrasse und sie ist überfrankiert. Ich hatte mir auch schon überlegt, den LILIPUT-Stempel zu zeigen, da er nicht häufig vorkommt. Aus meiner Registratur: Ortsbrief mit einer 8-Pfennig-Frankatur, entwertet mit einem recht guten Abschlag aus der LILIPUT-Märchenstadt. Interessanterweise ging der Brief an den (infamen) "Chef der Zivilverwaltung", Gustav Simon. Der zweite Beleg ist mit 14 Pfennig ebenfalls überfrankiert. Hier hätten 6 Pfennig ausgereicht. Der dritte Beleg scheint ebenfalls überfrankiert. Für einen Ortsbrief reichten die 8 Pfennig aus. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser kleine Umschlag in der zweiten Gewichtsstufe lag. Zumindest sind alle Brief leserlich gestempelt. Wir können mit den gezeigten Belegen die Daten von 19.8. - 5.9.1941 belegen. Das ist schon nicht ganz schlecht. @ preussen362 [#43] Vielen Dank für die Korrektur! Beste Grüsse! Lars
Jürgen Zalaszewski Am: 17.08.2026 00:25:57 Gelesen: 625 # 46
@ Ulli D. [#44] Hallo Ulli, vielen Dank für die gezeigte Abbildung aus dem Katalog. Ja, so sollte ein guter Stempelabschlag aussehen. Vielen Dank dafür. @ Lars Boettger [#45] Hallo Lars, ja, da kann ich ja lange nach einem brauchbaren Abschlag suchen, die guten sind ja bei dir. (Scherz) Danke für die gezeigten Belege, wirklich gute Abschläge. Und die Bestätigung der bislang bekannten Einsatzdaten ist ein schöner Nebeneffekt, damit wandern sie in meine Registratur. Stutzig macht mich nur eine Sache, wieso waren die Leute nicht in der Lage, die Poststücke richtig zu frankieren? Es ist schon erstaunlich, dass es so viele Überfrankierungen gibt. Nach meinem bisherigen Wissenstand wurden diese Belege nicht in der Schäferstadt abgestempelt, sondern auf dem örtlichen Postamt. Die Besucher, die sich z. B. eine der bekannten Ansichtskarten in der Schäferstadt gekauft haben - und wohl auch die Briefmarken - konnten die Post über einen aufgestellten Briefkasten verschicken. Der Briefkasten wurde täglich oder alle zwei Tage von der Post geleert und die Poststücke wurden dann dem normalen Postgang zugeführt. Den Stempel auf "normaler" Post zu finden ist schon eine kleine Sensation, zu 90 % findet sie man auf den Ansichtskarten der Schaefers Märchenstadt. Vielen Dank für die Informationen und Abbildungen. Viele Grüße Jürgen
Lars Boettger Am: 17.08.2026 19:42:37 Gelesen: 534 # 47
@ Ulli D. [#32] Eine EF mit der 15 Pfenning WHW kann ich zeigen. Ist aber nicht meine. Beste Grüsse! Lars
Ulli D. Am: 18.08.2026 19:40:44 Gelesen: 417 # 48
@ Lars Boettger [#47] Galt denn für Böhmen und Mähren das Auslandsporto? Es war doch seit dem 16. März 1939 bereits Reichsprotektorat, da hätte ich eher ein Porto von 6 RPf. vermutet. LG Ulli
angim Am: 18.08.2026 19:53:18 Gelesen: 413 # 49
@ Lars Boettger [#47] @ Ulli D. [#48] Laut Michel galten die Postgebühren des Deutschen Reiches - also 6 Pfennig auch nach Böhmen und Mähren. Die Karte ist übrigens am letzten Tag der Gültigkeit gestempelt. Viele Grüße Thomas
johanneshoffner Am: 18.08.2026 22:34:51 Gelesen: 389 # 50
Ich zeige hier einen ungewöhnlichen Beleg, den zu entschlüsseln einiges an Recherche benötigt hat: Der Beleg ging am 21.6.1919 portofrei von Luxembug nach Liège (Belgien). Rechts oben ist SM angeschrieben, das war das Zeichen für Portofreiheit für Angehörige der Belgischen Armee und bedeutet Service Militaire. Der Beleg wurde zensuriert und der Stempel Censure Militaire wurde abgeschlagen. Der Absender gibt an CEI, was für Commission economique Interalliee oder auch Luxemburg commission steht. Sie wurde 1918 eingerichtet und hatte ihren Sitz in Luxemburg. Sie war für die Versorgung deutscher Fabriken mit Rohstoffen zuständig. Mitglieder der verschiedenen Kommissionen genossen Portofreiheit. Näheres findet sich in dem Buch UNITED STATES ARMY IN THE WORLD WAR 1917-1919 des historical divison Department of the Army washington DC 1948. Ein pdf kann ich gerne abgeben.
Lars Boettger Am: 19.08.2026 07:41:20 Gelesen: 359 # 51
@ johanneshoffner [#50] Hallo Johannes, ein kleines Kontingent belgischer Soldaten war in Luxemburg als Teil der alliierten Kommissionen. Sie genossen Portofreiheit. Ich habe bisher nur zwei Belege von belgischen Soldaten registriert, Deinen und Meinen. @ Ulli D. [#48] Du hast recht - ich habe das Porto nicht überprüft. Beste Grüsse! Lars