Weiter geht es mit Flug 52 Maschine: American-Clipper
Lissabon - Horta 1.11.1939; Horta - Bermuda 1. / 2.11.; Bermuda - Port Washington, N.Y. 2.11; Pt.W. - Baltimore 2.11.39
Postaufkommen: Lissabon ca. 700 kg; Horta ca 1 kg; Bermuda ca 1 kg
Zuleitung aus dem Protektorat Böhmen und Mähren

Brief 5 Gramm Aufgabe Prag 7 - 23.Oktober 1939 Devisenkontrolle Prag 7 am 25.10. Gebühr: UPU-Brief 2,50 Kronen; LP-Zuschlag 5,50 Kronen / 5ramm; Frankatur: CSR-Marke 3 KC + BuM 5 KC. Flug mit DLH nach Rom und mit LATI nach Lissabon.
[Redaktionell kopiert aus dem Thema "USA Luftpost über den Atlantik"]
@ Regis
Hallo Regis,
genau dieser Typ von Zuleitungspost aus Böhmen und Mähren ist es, der mir Bauchschmerzen bereitet. Für mich ist der letzte nachgewiesene postalische Bearbeitungsort Prag 7, die Devisenkontrolle. Aus rein logischer Sichtweise ergeben sich für mich folgende Fragen:
- Wie wahrscheinlich ist es, das die unter deutscher Kontrolle stehende tschechoslowakische Post einen Brief über Rom ableitet, wenn wie du im Flug 58 selber zeigst, Deutschland vertraglich geregelte Beziehungen zum Pan Am Flug hat ? Und das nur einen Monat später. Eher unwahrscheinlich, wenn auch nicht unmöglich.
- Dein Brief zeigt auf der Rückseite sicher weder von Rom oder Lissabon einen Durchgangsstempel, noch einen Ankunftsstempel in New York.
Aus Luftpost philatelistischer Sicht kam dieser Brief also nie über Prag hinaus. Das bedeutet nicht, das der Brief nicht doch den vorgezeichneten Weg gegangen ist, allein der Nachweis fehlt.
Zum Porto sagt der Horka aus, das im Zeitraum 01.06.1937 - 31.05.1941 für den Brief 2,50 Kc zu zahlen waren, die Luftpostgebühr 2,50 Kc je 10 g betrug. Somit wäre der Brief bis 20 g schwer und um 50 Heller über frankiert.[1]
Gruß
Detlev
[1] Katalog Tschechoslowakische Luftpost 1918 - 1939, Filatelie Trojan, Praha 1997, MUDr. Petr Horka, Seite 213, Tabelle 51
@ Detlev0405 [#2]
Durch die Kriegserklärung Frankreichs war das Deutsche Reich vom Flugverkehr über Frankreich nach Lissabon abgeschnitten. Die einzige Linie führte über Rom.
Zum LP-Zuschlag: Dazu hat jede Postverwaltung einen gesonderten Vertrag abschließen müssen, da der Tarif hoch war und vorher ja keine Flugverbindung existierte. Die 2,50 KR / 10 Gramm beziehen sich vielleicht auf früher gültige Luftpost ab New York in das US-Luftpostnetz.
Erstaunlich ist, dass ab Böhmen und Mähren immer bis Mitte 1941 5,50 KR / 5 Gramm frankiert wurden, danach 4 KR - wie in Deutschland 40 Pf. / 5 Gramm.
Meine Annahme: Die CSR-Post hat Anfang 1939 mit der US-Post einen Vertrag gemacht, in dessen Ergebnis dieser Tarif festgelegt und danach einfach angewendet wurde. Ich habe noch etliche BuM-Belege leider nur einen ? Einschreibbrief mit Übergags- und Ankunftsstempeln. Da ich die Chronologie beizuhalten versuche, tauchen diese erst später auf.
Mein Brief aus 29 ist, da ohne Rückweisungsvermerk, zum Ziel befördert worden.
Gruß Dietrich
@ Regis [#3]
Hallo Dietrich,
o.k. das nehme ich so zur Kenntnis bin ja kein Böhmen und Mähren Spezialist. Und gleichzeitig froh das ich diese Zeit nicht mehr bearbeite.
Viel Spass noch mit diesem Brief.
Gruß
Detlev
[Beiträge [#2] bis [#4] redaktionell kopiert aus dem inzwischen umbenannten Thema "USA: Pan Am Transatlantikflüge bis 1945"]
Flug 210 Maschine: Atlantic-Clipper
Lissabon - Horta 1.10.1940; Horta - Brmuda 2.10. (Sturm vor den Bermudas); Bermuda - NorthBeach, N.Y. 2.10.40
Postaufkommen: Lissabon ca. 523 kg; Horta ca. 2 kg; Bermuda ca. 2 kg;
Zuleitung Böhmen u. Mähren

Brief Gebühr: 2,50 KR. + 5,50 KR / 5 Gramm = 8 KR Aufgabe: Prag 34 am 26.9.40 Postkontrolle
e Frankfurt / Main
[Redaktionell kopiert aus dem Thema "USA: Pan Am Transatlantikflüge bis 1945 "]
Postkarte von Prag an das Dorotheum, Briefmarkenversteigerungsabteilung, in Wien, vom 04.04.1941, frankiert mit Michel Nr. 21 und 26 v. 03.09.1940, gesamt 60 Heller.


Schönen Gruß
Sepp
Flug 264 Maschine: Yankee-Clipper
Lissabon - Bolama 11.2.41; 24 Stunden Unterbrechung durch Reparatur; Bolama - Port of Spain 13.-14.2.;
Port of Spain - San Juan, Puerto Rico 15.2.; San Juan - North Beach, N.Y. 16.2.41;
Postaufkommen: Lissabon ca.1.232 kg; Bolama ca. 1 kg; Port of Spain ca. 870 kg;
Zuleitung Böhmen und Mähren

Brief Aufgabe: Prag 7 am 11. Februar 1941; Gebühr: Brief 2,50 KR; LP-Zuschlag 5,50 KR.;
Postüberwachung e Frankfurt / Main
[Redaktionel kopiert aus dem Thema: "USA: Pan Am Transatlantikflüge bis 1945"]
Flug 336 Maschine: Atlantic-Clipper
Lissabon - Horta 16.6.41; Horta - Bermuda 17.6.; Bermuda - North Beach, N.Y. 18.6.41;
2 Briefe Zuleitung aus Böhmen und Mähren; Hier galt ab ? 1.6.1941 der LP-Zuschlag 4 KR = 40 Pfennig / 5 Gramm

Brief 5 KR + 1,50 KR Aufgabe Olmütz 3 / 3. Juni 1941; deutsche Postkontrolle e Frankfurt / Main

Brief 5 KR + 1,50 KR Aufgabe: Prag, Haupttelegrafenamt 6. Juni 1941; Deutsche Postkontrolle e Frankfurt / Main
Bermuda-Zensur 5175 PC 90
[Redaktionell kopiert aus dem Thema "USA: Pan Am Transatlantikflüge bis 1945"]
Flug 392 Maschine: Dixie-Clipper
Lissabon - Horta 18.8.41; Horta - Bermuda 18.8.; Bermuda - North Beach, N .Y. 19.8.41;
Zuleitung Böhmen und Mähren

Brief bis 10 Gramm; Gebühr: Brief 2,50 KR; LP-Zuschlag 2 x 4 KR; Aufgabe: Olmütz 3 am 2.August 1941;
Postkontrolle e Frankfurt / Main; Ankunft New York, Grand Central Annex 20. August 1941;
[Redaktionell kopiert aus dem Thema "USA: Pan Am Transatlantikflüge bis 1945"]
Hallo,
aus Prag ein Fenster-Kuvert frankiert mit einer 1,20 Kronen Marke, entwertet mit einem Maschinen-Werbestempel vom 26.03.1940. Versandt wurde es von der Fa. Dohrmann.

Gruß
Manne
Der Brief wird gerade bei Burda Auktion in Perag angeboten.
@ 22028 [#11]
Leider liegt er wieder ausserhalb der Zeit der 1. Republik der Tschechoslowakei. Wir befinden uns bereits in der Ära von Böhmen und Mähren.
Vielen Dank für den Hinweis.
Gruß
Detlev
[Beiträge [#11] und [#12] redaktionell verschoben aufgrund dieses Hinweises aus dem Thema "Tschechoslowakei Luftpost 1919 bis 1938"]
@ Detlev0405 [#12]
Danke für die Korrektur. Waren die 5 K Porto dann 2,5 K Porto und 2,5 K Luftpost Zuschlag?
Wie hoch war den die Einschreibegebühr in der Zeit?
@ 22028
Die Auslandsgebühr betrug immer 2,50 KR; Mehrgewicht 1,50 KR
Einschreiben bis 30.9.40 2,50 KR; ab 1.10.40 3 KR
Alles Gute Dietrich
@ Regis [#14]
Danke, dann stimmt das Porto hier ja.

@ Regis [#5]
Interessant, das man ermitteln kann, mit welchem Flug so ein Brief aus dem Protektorat Böhmen und Mähren in die USA geflogen ist.
Heute ist mir auch so ein Beleg in die Hände gefallen. Meine Recherche geht dann immer in eine ganz andere Richtung, aber wie heißt es so schön, wir tun das alles zu philatelistischen Zwecken, um unser Wissen über die Geschichte, die nun einmal stattgefunden hat, zu vertiefen.
Dieser wohl portogerecht frankierte Brief (womöglich um 50 H. über frankiert siehe #1/#2) ging von
Pollerskirchen (Usobi) mit einem zweisprachigen Stempel abgeschlagen, am 19.IV.41, lief mit der üblichen Zensur) über den großen Teich in die USA.
Pollerskichen nennt sich heute Usobi, dessen Name sich auf die lateinische Namensgebung AUSOBIUM bei der Gründung im 14. Jahrhundert rückführen lässt. Die Gemeinde hatte offensichtlich bis ca. 1920 eine Synagoge, die aber wohl meiner Vermutung nach mangels Gläubigen "profanisiert" wurde. Anscheinend steht das Haus heute noch, was dann irgendwo auch ein kleines Wunder ist.
Ob der Brief dann wirklich in den USA landete, kann ich so nicht sagen. Spannend finde ich bei vielen Belegen das rückseitig ausgeschriebene Wort PROTECTORAT (in [#8] auch via Schreibmaschine verfasst). Die Absenderin des hier gezeigten Briefes war wohl Tschechin und nutzte auch den tschechischen Ortsnamen.
Liebe Grüße
10Parale

@ 10Parale [#16]
Gebühr bis Mitte 1941 Brief 2,50 KR. Luftpost 5,50 KR / 5 Gramm = 8 KR. sind korrekt.
Flug mit DLH Stuttgart - Lissabon.
PanAm-Flug 282 Lissabon 25.3.; Bolama, Port. Guinea 26.3.; B elem, Brasilien 27.3.;
Port of Spain und Puerto Rico 27. / 28.3.; North Beach, N.Y. 29.3.1941;
Maschine: Boeing B 314 Yankee-Clipper
Damit kann man das Ganze ergänzen. Alles Gute Regis
Luxemburg war während der Besatzungszeit von Böhmen und Mähren eine nicht sehr häufige Destination (habe ich mir sagen lassen).
Beste Grüsse!
Lars
Hallo am Abend.

Von mir ein Fernbrief in der ersten Gewichtsstufe, abgeschickt im Oktober 1941 von PRAG 1 aus, das Porto von 120 KR (entsprach 12 Rpf) entrichtet auf einer AFS-Maschine.
mit Sammlergruß
Werner
@ Lars Boettger [#18]
@ HWS-NRW (#19)
Es sind ja interessante Belege hier zu sehen. OSRAM (1906 gegründet) setzt sich ja zusammen aus den beiden Elementen-Namen (OS)MIUM und WOLF(RAM).
Ostrava war auf Grund seiner Rohstoffvorkommen schon immer ein begehrtes Ziel seit Beginn der Industrialisierung. Ob man nun Schwerter brauchte oder Pflugscharen (Eisenbahnschienen), sei mal dahingestellt. Dieser Beleg lief am 26.XI.41, freigemacht mit 4K 20H von Ostrava nach Berlin, wo er nur einen Tag später rückseitig mit einem Ankunftsstempel versehen wurde.
Liebe Grüße
10Parale

Brief vom 12.10.1939 von Prag nach v Rokycanech (vermutlich ist hier das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift Rokycany (tschechisch Augustiniánsky klášter v Rokycanech) in Rokycany gemeint). Frankiert wurde mit Mitläufer Böhmen und Mähren Michel Nr. A1 bzw Tschechoslowakei Nr. 406 1 Krone Tomáš Garrigue Masaryk.


Schönen Gruß
Sepp
Hallo,
ein Brief frankiert mit einer 1,20 Kronen Marke, Mi. 96, entwertet mit einem schlecht abgeschlagenem Tagesstempel aus Pardubice vom 02.07.194?. Versandt wurde es von der Fa. Rudolf Worch Metallwarenfabrik aus Sesemitz bei Pardubitz.
Empfänger war die Fa. Schmid-Schlenker, damals noch in Schwenningen.

Gruß
Manne
Guten Morgen,

Mehrfachfrankatur der Nr. 91 auf einem Brief der Redaktion der Zeitschrift Tschechischer Philatelisten.
Gruß,
Horst
Hi,
anbei eine Zeitungsdrucksache / Reko-Nachnahme.
Mit Michel 22, 26, 28.
Wobei ich zu Michel 28 eine Frage hätte:
Da steht handschriftlich am linken Rand oben 'IIb' sowie unten '1A'.
Im Michel sind zu dieser Marke aber keine Varianten vermerkt und ich kann auch keine Unterschiede erkennen.

Hallo,
hier ein Einschreibbrief vom 04.03.1943 von Prag nach Radeberg.
Frankiert mit dem Satz Michel Nummer 114, 115 und 116.
Rückseitig Eingangsstempel Radeberg 06.03.1943.
Stempelabschlag bei allen 3 Marken schön zentriert.


Wünsche allerseits einen schönen Tag