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(?) (8) Tschechoslowakei Ganzsachen Postkarten

Briefuhu Am: 07.07.2023 17:03:18 Gelesen: 2485 # 1
Tschechoslowakei Ganzsachenpostkarte P107 mit rotem Wertstempel Gottwald 3 Kronen vom 17.03.1949, gelaufen am 11.11.1950 von Teplice nach Düsseldorf mit rotem Zensurstempel. Schönen Gruß Sepp [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Zensurpostbelege"]
Briefuhu Am: 21.02.2024 16:46:59 Gelesen: 2009 # 2
Ganzsachenpostkarte Michel P 31a mit grünem Wertstempel 50 Heller vom 01.02.1937, gelaufen am 07.07.1928 von Trutnov, deutsch Trautenau, nach Cottbus. Zusatzfrankatur 30 und 40 Heller. Schönen Gruß Sepp
Briefuhu Am: 08.09.2025 18:59:27 Gelesen: 1455 # 3
Ganzsachenpostkarte P 7 mit rotem Wertstempel Hradschin 10 Heller, gelaufen am 23.07.1919 von Olmütz an den Baron von Bock in Breslau. Schönen Gruß Sepp
volkimal Am: 08.09.2025 21:04:07 Gelesen: 1444 # 4
Hallo zusammen, eine sehr frühe Tschechoslowakische Ganzsache mit Zusatzfrankatur vom 13.11.1918. In meinem Michel Ganzsachen-Katalog Europa Ost (Ausgabe 1994/95) ist diese Ganzsache nicht erwähnt. Kann einer sagen, ob sie in den späteren Ausgaben des Katalogs vorkommt? Den Aufdruck findet man allerdings im normalen Michel-Katalog Europa Ost. Es handelt es sich um die IV. (Budweis-)Ausgabe auf Österreich-Marken. Dazu steht: Diese Überdruckausgabe auf den österreichischen Marken war vom Revolutionskomitee in Prag vorbereitet, wurden aber teilweise von der Zentralpostverwaltung in Prag nicht anerkannt. Sie werden aber von Spezialsammlern gesucht, da einwandfrei gelaufene Poststücke vorkommen. In diesem Fall ist der Aufdruck auf der österreichischen Ganzsache P 233 und den Marken MiNr. 222 (links) und MiNr. 194 (mitte). Die Karte trägt einen zweisprachigen Stempel vom Postamt Prag 1 mit den Unterscheidungszeichen „a2“. Ob die Karte wirklich befördert wurde kann ich nicht sagen. Die Karte wurde vom Bundesprüfer Max Mahr geprüft und als echt signiert. Der tschechische Text auf der Rückseite lautet: "Prijdu ve stredu odpoledne a privezu vám zádané“. Die Übersetzung durch DeepL ergibt: „Ich komme am Mittwochnachmittag und bringe Ihnen die Bestellung.“ Viele Grüße Volkmar
Detlev0405 Am: 13.09.2025 18:53:56 Gelesen: 1342 # 5
@ volkimal [#4] Hallo Volkmar, wie Du schon richtig bemerkt hast, sind die Provisorien vor den Hradschin Ausgaben umstritten und amtlich nicht anerkannt in den meisten Fällen. Im Hauptwerk sind nur die Ganzsachen mit dem verschlungenen Monogramm CSR und drunter - 10 - registriert. [1] Ganzsachen, die Deiner ähnlich kommen, sind lokale Ausgaben von Hluboka und Budweis. Allerdings mit einem gravierenden Unterschied, die Inschrift lautet CESKO-SLOVENSKY STAT. Im Kapitel 4.18 unter CSV 1 + 2 verzeichnet. [2] Dein Aufdruck SLOVENSKY STAT deutet aber eher auf einen Ursprung in der Slowakei hin. Macht aber logisch keinen Sinn, wenn in Prag frankiert werden soll. Also wende ich mich dem Stempel zu. Und hier werde ich fündig. Unter der Nummer 12 finde ich den Stempel, allerdings gibt es ihn nur mit dem Kennbuchstaben 2a. Zu dieser Zeit gibt es als Kennbuchstaben nur Buchstaben oder Ziffel + Buchstabe. Bleibt also noch die Nachschau wegen des Prüfstempels. Ich habe ein Muster aus dem Prüfer Register gezogen - möge sich jeder seine eigene Meinung bilden. Ich hoffe, Du kannst jetzt den Beleg besser für dich einordnen. Gruß Detlev [1] Spezialkatalog für Sammler tschechoslowakischer Briefmarken und Ganzsachen, Prag 1988, Seite 397 - 399 [2] ebenda , Seite 514 [3] Monografie der tschechoslowakischen Marken, Tschechoslowakei Poststempel 1918 - 1920 , Band 16, Teil I, Seite 420
volkimal Am: 13.09.2025 19:07:41 Gelesen: 1338 # 6
@ Detlev0405 [#5] Hallo Detlev, danke für deine Ergänzung. Ich habe die Karte persönlich an Herrn Mahr geschickt. Der Prüferstempel ist also auf jeden Fall echt. Wie kommt es, dass er die Karte als echt signiert wenn der Stempel nicht bekannt ist? Viele Grüße Volkmar
Detlev0405 Am: 14.09.2025 04:37:10 Gelesen: 1314 # 7
@ volkimal [#6] Hallo Volkmar, das ist ja genau mein Problem Deine Fragestellung - ich bin gespannt ob Herr Mahr den Prüfstempel bestätigt. Du siehst ja an meiner Wortwahl, das ich mit einer definitiven Beurteilung sehr zurückhaltend war. Seine Darlegungen zur Luftpost der Tschechoslowakei bis 1939 gehören zur Basis meiner Arbeit. Die von mir zitierte Monografie ist seit 1982 die "Stempelbibel" hier in Tschechien. Stellt sich die Frage, ob der Beleg davor oder danach geprüft wurde. Immerhin ist Herr Mahr schon seit 1976 Prüfer des BPP. Ich drücke Dir die Daumen, das Du von Herrn Mahr eine weitergehende Antwort bekommst. Viele Grüße Detlev
Reini46 Am: 20.10.2025 10:42:47 Gelesen: 1139 # 8
Hallo, Zwei Bildpostkarten aus dem Jahr 1948 - Mi P 101 - zu den Winterspielen in der Hohen Tatra. Nur: diese Postkarten ( und andere ) wurden vom Auktionator als Versteifungsmaterial für ein von mir erworbenes Los verwendet. Haben diese Karten überhaupt keinen Wert mehr ? Grüße Reini46
Briefuhu Am: 21.10.2025 18:25:45 Gelesen: 1106 # 9
Ganzsachenpostkarte P 37 mit grünem Wertstempel 50 Heller, gelaufen am 21.08.1939 von der Pfarrei St. Bartholomäus in Turnov (Turnau) an die Gräfin Alexandra Dyhrn in Breslau, dort unter der angegebenen Anschrift nicht bekannt, mehrere handschriftliche Vermerke über Zustellungsversuche und Stempel. Alexandra von Dyhrn (1873–1945), Universitätsprofessorin, Historikerin, Publizistin und Genealogin. Besitzungen in Schlesien bzw. Preußen (Wikipedia) Schönen Gruß Sepp
Richard Am: 24.10.2025 15:41:58 Gelesen: 1052 # 10
@ Reini46 [#8] Haben diese Karten überhaupt keinen Wert mehr ? Hallo Reinhard, mache einfach den Versuch und stelle eine oder mehrere Postkarten (die Dich als Verpackungsmaterial nichts gekostet haben) jeweils als ein Los in den entferntesten Termin der PPA vom 24.11.2025 ein (oder einer anderen Handelsplattform). 1 Euro Mindestpreis einstellen plus Porto. Am 25.11.2025 weisst Du was dafür geboten und bezahlt wurde. Bei anderen Gebieten, wie dem Deutschen Reich bis 1945 und den deutschen Nebengebieten werden in der PPA (für mich) erstaunlich hohe Preise von 30 bis 50 Euro bezahlt - nur sollte es sich um gelaufene Belege mit Hintergrund handeln. Das können Karten mit echter Familiengeschichte sein, solche von der Front und natürlich auch Karten mit NS-Propaganda (die nicht überpinselt oder gelocht werden müssen!). Postkarten und Ansichtskarten aller Art sind seit diesem Jahr in der PPA Auktion gerne gesehen, ungebraucht, gestempelt oder echt gelaufen, einfach testen. Grüsse aus dem Schneeglöckchenweg, Richard