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Thema:

Kolumbien: Bedarfsbelege mit Scadta Marken

filunski Am: 03.07.2023 23:11:05 Gelesen: 4320 # 1
Hallo zusammen, schon vor einiger Zeit hatten wir zwei Handrollstempel mit Werbung aus Kolumbien für die Luftpost. Die Werbung im Entwerter einmal in englischer und einmal in deutscher Sprache. Diesen Stempel gab es natürlich auch mit der Werbung auf Spanisch und dazu konnte ich kürzlich einen sehr schönen Bedarfsbeleg erstehen: * SERVICIO DE TRANSPORTES AEREOS * / BARRANQUILLA, Handrollstempel mit Werbung vom 7.3.1928, Werbetext "Colombia tiene / un servicio aereo completo. / Aprovechelo." Auf Geschäftsbrief der Banco Aleman-Antioqueno in Barranquilla an die Filiale in Medellin. Das ganze Stück einfach nur eine reine Augenweide! ;-) Viele Grüße, Peter [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Handrollstempel, ungewöhnliche und seltene Beispiele"]
22028 Am: 04.07.2023 09:18:51 Gelesen: 4271 # 2
@ filunski [#1] Da fehlt noch die Portoerklärung. Der Brief ist vom 3 März 1928. Es sind „verklebt” 52 Centavos der Kolumbianischen Post was einem Brief der 13. Portostufe 240-259 Gramm) entspricht. Dazu 360 Centavos (3 Pesos 60 Centavos) SCADTA Inner-Kolumbianisches Luftpostporto (Flussaufwärts) was dem Porto der 12 Gewichtsstufe (240-259 Gramm) nach der Portoreduzierung von 1927 entspricht. Genaues Datum wann das Porto reduziert wurde ist nicht bekannt.
filunski Am: 04.07.2023 13:44:23 Gelesen: 4238 # 3
@ 22028 [#2] Vielen Dank für die Portoaufschlüsselung. ;-) Der Brief ist aber nicht vom 3. sondern vom 7.März. Hier besser als auf dem Beleg zu sehen, 7.III.1928. Hat wahrscheinlich auf die Portoberechnung keinen Einfluß. Viele Grüße, Peter
22028 Am: 04.07.2023 14:03:21 Gelesen: 4236 # 4
@ filunski [#3] Danke, das war bei mir ein Tippfehler, und ja, auf die Berechnung hatte es keinen Einfluss, die nächste Portoänderung war glaube ich erst im Oktober 1928.
Dulfen1 Am: 09.10.2023 22:09:45 Gelesen: 3862 # 5
Hier mein einziger SCADTA Brief von der Norddeutsche Bank in Hamburg nach Medellin (gleiche Adresse). Der Brief wurde am 24.11.1927 ab Hamburg per Schiff zur Hafenstadt Barranquilla geleitet und von dort aus mit dem Flugzeug am 13.12.1927 mit der Fluglinie Barranquilla-Neiva wahrscheinlich bis Puerto Berrrio befördert. Von dort aus gab es eine Bahnlinie nach Medellin. (Quelle Handbuch SCADTA).
Regis Am: 12.11.2023 17:00:48 Gelesen: 3221 # 6
Ich habe hier einen SCADTA-Brief in die USA, der, da der Empfänger verzogen war, nicht zustellbar zurück ging. Der Stempeltext unten ADVEN... ist nicht lesbar. Hat jemand so einen Stempel lesbar, so bitte ich um Aufklärung. [Redaktionell verschoben aus dem Thema "USA Belege"] [Sollte die Frage nicht beantwortet werden, wird der Beitrag in das Thema USA: Stempel bestimmen kopiert]
22028 Am: 13.11.2023 08:29:08 Gelesen: 3191 # 7
@ Regis [#6] Das ist zwar ein SCADTA Brief, die Frage bezieht sich aber aufd den New York "ADVEN..." Stempel den ich auch nicht kenne. Es dürfte daher besser sein den ihn die "USA: Stempel bestimmen" Diskussion zu kopieren.
22028 Am: 02.10.2024 18:22:22 Gelesen: 2540 # 8
Dieser Beleg bereitet mir Kopfzerbrechen. Es scheint zwar eine echte Verwendung eines SCADTA-Briefes von Bogota über Bucaramanga nach Cucuta zu sein. Seltsam ist, dass die Briefmarke des Correo Rapido del Norte de Santander mit dem Stempel von Bogota (SCADTA) 22.IX.192(6)? entwertet ist, aber der Stempel geht nicht auf den Brief über und es scheint, dass unter der Marke ein anderer Stempel ist. Dieselbe Marke scheint jedoch korrekt mit dem rechteckigen Stempel der Correo Rapido del Norte de Santander / Cucuta vom 30.IX.1926 abgestempelt zu sein. Was könnte der Grund dafür sein? Rückseitig Transitstempel von Bucaramanga (SCADTA), 27.IX.1926. Mir ist nicht bekannt, dass Briefmarken des Correo Rapido del Norte de Santander in Bogota erhältlich waren, es sei denn, eine Privatperson hatte eine solche Marke, die er mitgebracht oder geschenkt bekommen hatte um damit seine Post nach Cucuta direkt mit den Express Marken zu frankieren was ja Sinn machen würde. Jedenfalls ist kein weiterer Brief aus keinem Ort außer denen der Provinz Norte de Santander mit diesen Marken frankiert bekannt. Prinzipiell ist es ein Brief der 2. Gewichtsklasse bis 40 Gramm (SCADTA Frankatur 30+20 Centavos, Kolumbianische Staatspost 4+4 Centavos. Bur das Porto der Expresspost von 4 Centavos passt nicht. So sieht der Brief heute aus! Eine genauere Untersuchung brachte nun die Vermutung, dass offensichtlich die Briefmarke(n) der Expresspost auf dem Weg von Bogota nach Cucuta abgefallen ist, zumindest eine Marke in Cucuta aufgefunden wurde und, allerdings nicht in der Original Position, wieder angebracht und dann mit dem Rechteckstempel der Expresspost gestempelt wurde. Der verfärbte Fleck unter dem Cucuta Stempel lässt vermuten, dass da vorher auch mal eine Expresspost Marke war die aber nicht mehr aufgefunden wurde. Und so wie die Marke vermutlich vorher angebracht war… Als weiteres Schmankerl, die Rückseite des Briefes mit Medizin-Motiv [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Kolumbien Private Postdienste, die so-genannten Private Carriers"]
22028 Am: 02.02.2025 15:43:23 Gelesen: 2375 # 9
@ JanClauss [#8] Nachdem Du mich heute per Email gefragt hast. Es muss jeder für sich selbst entscheiden was ihm die Sachen wert sind, unabhängig davon was die „kenntnisreichen“ Briten (die haben die Weisheit auch nicht mit 7 Löffeln gegessen), sagen. Aber, hast Du schon mal einen SCADTA Brief aus Pasto / Kolumbien (Briefe aus Pasto sind kaum bekannt) nach Baghdad gesehen ? So ein Brief war dabei, auch 2 SCADTA Briefe nach Rodi Dodecanseo (Rhodos), nicht zu vergessen ein Brief mit einem bisher unbekannten Aufkleber der Kolumbianischen Privatpost RIBON und und und.
Reini46 Am: 14.07.2025 17:47:08 Gelesen: 1802 # 10
Hallo, ein Scadta Brief vom 13.9.1925 von Bogota nach Manchester. Der Name des Empfängers wurde fein säuberlich ausgeschnitten. Rückseitig der rote Durchgangsstempel von Baranquilla vom 16.9.1925. Der Kastenstempel auf der Rückseite weist auf den Verkäufer der Scadta Marken in Liverpool hin. Briefgebühr 10 Centavos Scadta Gebühr 30 Centavos. Reini46
22028 Am: 15.07.2025 10:26:17 Gelesen: 1755 # 11
@ Reini46 [#10] Die verstecken Verkaufsangebote mag Richard nicht, deswegen wurde das vermutlich auch gleich gelöscht, andererseits, ohne offenen Kontaktdaten ist eine Kontaktaufnahme eh schwierig. [Redaktionell ergänzt: Reini wurde im gleichen Moment schriftlich informiert]
Reini46 Am: 15.07.2025 17:41:46 Gelesen: 1719 # 12
Hallo, Scadta Brief vom 11.10.1926 von Medellin nach Manchester. Rückseitig ein Stempel mit den Abflugzeiten ? der Fluggesellschaft. Briefgebühr 16 Centavos Scadta Gebühr 50 Centavos. Reini46 Ich bin noch lernfähig.
22028 Am: 05.11.2025 09:57:24 Gelesen: 1310 # 13
@ Reini46 [#12] Rückseitig ein Stempel mit den Abflugzeiten ? der Fluggesellschaft. Das ist ein Stempel mit den Flugzeiten (Abflug (Salidas) und Ankunft (Llegadas) von Medellin aus Richtung Küste bzw. ins Ausland. Siehe hier einige Bilder der Routen und Flugpläne der SCADTA aus derem Servicehandbuch von 1925.
Reini46 Am: 27.12.2025 15:34:14 Gelesen: 1108 # 14
Hallo, Diesen Scadta Brief habe ich bei der letzten Auktion von Peter Harlos ersteigert. Er war wie folgt beschrieben (Los 991): Gemäß Verordnung B.M.Z. 9222 vom 13.Mai 1929 konnten US Marken für die Entrichtung des amerikanischen Flugzuschlages in Österreich verwendet werden, diese durften aber nicht entwertet werden. Ich glaube nicht, daß die US Marken nicht gültig waren. Der Flugzuschlag von 20 Cent von NY nach Baranquilla erscheint mir auch plausibel. Die österreichische Frankatur ist klar - Brief 40 g Einschreiben 60 g Flugpost bis Paris 30 g. Die Einschreibegebühr von 30 Centavos ist auch klar, wofür aber die 4 Centavos Marke ? Stimmt die Scadta Gebühr von 25 Centavos ? Vielleicht könnt Ihr mir helfen. Grüße Reini46
22028 Am: 27.12.2025 16:26:14 Gelesen: 1093 # 15
@ Reini46 [#14] Bei Jose (Josef) Sonntag Briefen enthalte ich mich. Von denen gibt es Unmengen in allen Formen, Farben und Größen. Was die Briefe gemeinsam haben ist dass sie eine Unzahl an verschiedensten Briefmarken und -kombinationen tragen, nötig waren die Briefmarken zum Großteil nicht. Was mich auch immer wieder stört ist der Stempel von Cali, der war prinzipiell nicht notwendig war und die betreffenden Briefmarken hätten eigentlich beim Eintreffen in Kolumbien und der Übergabe an die SCADTA, Anfangs in Barranquilla, gestempelt werden müssen. Leider ist kein SCADTA Sammler, auch nicht in Kolumbien, bereit das mal genauer zu studieren, man schwelgt lieber in der Vergangenheit der schönen bunten Briefe ohne die Geschichte dahinter, sprich der von Sonntag, zu erforschen. Und, Bedarf im, echten Sinne, ist an dem Brief NICHTS, reine Sammlerspielerei, so sehr ich Harlos mag, aber bei der Beschreibung ist er über das Ziel hinausgeschossen.
Reini46 Am: 27.12.2025 16:47:12 Gelesen: 1087 # 16
Hallo 22028, Danke für die rasche Information. Da habe ich wieder einmal ordentlich Lehrgeld bezahlt. Grüße Reini46