Briefmarken Atteste

Thema:

USA Belege bestimmen

Saguarojo Am: 11.07.2021 10:10:27 Gelesen: 46627 # 1
Hallo, kann mir bitte jemand sagen, warum der Stempel auf diesem Gouverneursbrief kein Datum hat? Viele Grüße Joachim
Lars Boettger Am: 11.07.2021 10:50:08 Gelesen: 46619 # 2
Hallo Joachim, das war eine (Werbe-)Drucksache (1 1/2 Cents Porto anstatt 3 Cents) und fiel damit unter "Third Class Mail". Für "Third Class Mail" war es m.W. vorgeschrieben, dass kein Datumseinsatz verwendet wurde. Der Gouverner hat wahrscheinlich für seine Wiederwahl geworben. Beste Grüße! Lars
Saguarojo Am: 11.07.2021 11:11:47 Gelesen: 46610 # 3
@ Lars Boettger [#5] Ganz herzlichen Dank. Wieder was dazu gelernt. Viele Grüße Joachim
10Parale Am: 26.06.2023 21:14:23 Gelesen: 5880 # 4
Hallo Forum, das Porto für einen einfachen Brief USA - Schweiz kostete in den Jahren zwischen 1965 - 67 wohl 15 Cents (siehe Scan mit Brief aus DOVER 3 x 5 Cents vom 21. Mai 1965 - Scott Nr. 1229 - senkrecht gezähnt 10). Nun fand ich einen weiteren Brief aus der selbigen Korrespondenz, freigemacht am 21 Dezember 1967 in Montain View (Kalifornien) mit insgesamt 15 Cent und einer weiteren Scott Nr. 1304, Washington, 5 Cents blue. Das ganze wäre unspektakulär, wenn da nicht noch ein vierzeiliger Text in roter Farbe abgestempelt wurde, der einen Hinweis gibt, der sich aber inhaltlich nicht voll erschließt: "Returned for ......additional postage. Wi......,cross out this notice.....stamps over it." Frage: kennt jemand den vollständigen Hinweistext dieses Stempels Ich spekuliere mal, dass die obere linke Marke nicht akzeptiert wurde, weil sie schon defekt im waagrechten Dreierstreifen aufgeklebt wurde. Das erkennt man daran, dass der Stempel in den fehlenden Teilen der Marke sichtbar ist. Der Brief wurde zurückgeschickt um eine ordentliche Marke zu ergänzen. Erst dann ging der Brief seines Weges. Liebe Grüße 10Parale
Regis Am: 26.06.2023 21:58:38 Gelesen: 5875 # 5
@ 10Parale [#13] Die US-Post ließ schon seit den 60er Jahren keine unzureichend frankierten Auslandssendungen zu. Man hätte Porto taxieren und über die UPU-Verrechnung einziehen müssen. Solche Sendungen wurden dem Absender zurück gegeben mit dem Aufforderungsstempel, den Fehlbetrag nachzufrankieren. Solche Belege sind nicht übertrieben häufig - kommen vermehrt nach Gebührenerhöhungen vor. Im Inlandsdienst wird bei unzureichender Frankierung Porto erhoben und zwar in doppelter Höhe. Alles Gute Regis
ChristianSperber Am: 26.06.2023 23:00:35 Gelesen: 5861 # 6
@ 10Parale [#13] Hallo 10Parale, zum 1.1.1967 wurde das Porto nach Europa auf 20 c je 1/2 Unze erhöht [1], S. 108 Der erste Satz des Beanstandungstextes lautet "Returned for 5c additional postage", wobei der Fehlbetrag handschriftlich eingetragen wurde. Beim Rest kann ich nur raten (ich habe keine passende Abbildung gefunden). Die Handhabung hat Regis erklärt: Da eine Absenderangabe vorhanden war, wurde der Brief zur Ergänzung der Frankatur zurückgegeben. Grüße Christian [1] Wawrukiewicz, Beecher: U.S. International Postal Rates, 1872-1996 (1. Auflage)
Regis Am: 27.06.2023 15:47:15 Gelesen: 5821 # 7
Der Stempeltext lautet: RETURNED FOR Betrag CENTS / ADDITIONAL POSTAGE. Zum Termin hatte ich mich geirrt, mein ältester Beleg ist von 1954. Hier wurden zur 2. Gewichtsstufe 12 CENTS nachgefordert und mit Viererblock der am 7.5.54 erschienenen Nebraska nachfrankiert.
drkohler Am: 27.06.2023 15:56:24 Gelesen: 5816 # 8
Es gibt über ein dutzend dieser Stempelart. Dieser hier sagt: Returned for ... additional postage. When remailing, cross out this notice and place stamps over it.
10Parale Am: 27.06.2023 21:53:08 Gelesen: 5791 # 9
@ Regis [#16] @ drkohler @ ChristianSperber Vielen herzlichen Dank für die Beantwortung meiner Frage. Hier noch ein Beleg aus Madison in die Schweiz. 30 Cents Freimachungslabel war dann wohl dem Gewicht geschuldet. Liebe Grüße 10Parale
10Parale Am: 11.07.2023 20:37:03 Gelesen: 5610 # 10
Ich habe hier 3 alte Belege aus den USA erhalten, die ich irgendwie erhaltungswürdig finde. Keine FANCY CANCELS wie bei ERIVAN HAUB (wäre zu schön), aber Farbunterschiede und natürlich altersbedingte Mängel. Leider kein Jahr erkennbar, aber die Orte NORRISTOWN in Pennsylvania und HAMMONDSPORT - Steuben County, ein sehr kleiner Ort. Für diesen Wert zu 3 Cents gibt es ja mindestens 12 SCOTT-Nummern (56, 64-66, 74, 79, 83, 85, 85C, 88, 94, 104) und wenn es Marken mit Grills gibt, sollte man dann ablösen? Liebe Grüße 10Parale
Lars Boettger Am: 12.07.2023 07:38:58 Gelesen: 5576 # 11
@ 10Parale [#10] ...wenn es Marken mit Grills gibt, sollte man dann ablösen? Ist der Inhalt noch vorhanden? Wenn ja, dann kann man daran eventuell eine Jahreszahl festmachen. Aber bitte nie Marken mit "Grills" ablösen. Das haben frühere Sammler und Prüfer oft getan, um Grills zu bestimmen. Aber das ist m.E. nicht notwendig und wird heute bei potentiellen Käufern nicht gerne gesehen. Außerdem kann durch Pressen der Eindruck des Grills flachgepresst werden und damit verschwinden. 1. Brief: "P.M. please forward" -> "Postmeister, bitte weiterleiten", dem Wunsch wurde entsprochen und der Brief nach Mc Kenna oder M Kenna weitergeleitet 2. Brief: Briefmarke mit "Straight Edge" -> vom linken Seitenrand des Bogens, dazu noch der Vermerk "Box 494", der Empfänger bekam den Brief in sein Postfach gelegt Beste Grüße! Lars
10Parale Am: 12.07.2023 09:44:36 Gelesen: 5563 # 12
@ Lars Boettger [#11] vielen Dank erneut für diese hervorragenden Zusatzerläuterungen. Dass es in den 1870-er Jahren schon Postfächer gab (individuelle) finde ich interessant. Demnach muss dazu ja auch ein hohes individuelles Korrespondenzaufkommen geben, also eventuell Geschäftsleute etc - leider kein Inhalt! Heute zeige ich einen weiteren kleinen Brief, der uns bezüglich der Monats- und Jahreszahl doch mehr Auskunft gibt. Zudem verließ er amerikanisches Festland und lief sogar bis Frankreich. Freigemacht mit 15 Cents (Lincoln) lief er am 23. Februar 1869 von NIAGARA FALLS nach Paris. Ein roter Stempel von NEW YORK beschreibt wohl seinen Weg zum Abgangshafen, ein tiefblauer PD Rahmenstempel bezeugt die vollständige Bezahlung bis zum Empfangsort. Links dann noch ein überraschend guter blauer Stempel vom 9. März (Mars) 1869, worauf ich lesen kann SERV.AM.CALAIS. Der recht kleine Brief wurde linksseitig hastig geöffnet und befindet sich deshalb auch nicht ganz im besten Zustand, aber die postalischen Elemente sind gut erhalten. Für mich ein Kleinod, dass ich irgendwie so lange wie möglich in meiner Sammlung behalten will. Betr. der dezentrierten Marke gibt es auch hier wieder verschiedene Möglichkeiten, doch ich lass den alten Lincoln, der vier Jahre zuvor (April 1865) in einem Theater von einem verrückten Südstaaten-Sympathisanten erschossen wurde, mal streng in die heutige Zeit blicken. Na ja, ein bißchen Güte ist auch im Blick. Da kommt mir der Gedanke zum Aufbau einer Sammlung "Ermordete Persönlichkeiten auf Belegen aller Welt" in den Sinn. Liebe Grüße 10Parale
sammler70 Am: 01.02.2025 17:16:19 Gelesen: 4849 # 13
Brief USS Davidson Kann mir jemand sagen, was es mit diesem Brief auf sich hat? Kann dieser Brief echt sein oder ist das ein Fake? Der Wellenstempel stammt wohl von einem amerikanischen Schiff und ist vom 16. April 1974. Die Briefmarken sind allerdings deutsch und der Stempel aus München ist vom 7.7.1974. Der Brief hat im Original noch eine Navy Prägung, die aber schlecht zu entziffern ist. Sie stammt aber auch von der Davidson. Gruß Franz
drkohler Am: 02.02.2025 00:01:13 Gelesen: 4797 # 14
Der Navystempel ist vom 16. April 1975, fast ein Jahr nach dem München-Stempel. Die USS Davidson war ein Begleit-Zerstörer (DE = Destroyer, Serienr 1045) und war zwischen 1965 und 1988 in Pearl Harbour stationiert. Nur wenige Wochen später, Ende Juni, wurde der Zerstörer in eine Fregatte "umgetauft" und bekam einen neuen Stempel. Der Brief macht keinen Sinn. Möglicher Weise hat jemand, in Erwartung der "Umtaufe", einen bedruckten Brief genommen für den Stempel, der bald nicht mehr benutzt werden konnte. Nettes Souvenir für den Macher, kein philatelistischer Wert.
sammler70 Am: 02.02.2025 10:28:12 Gelesen: 4754 # 15
@ drkohler [#14] Vielen Dank für Deine Informationen. Mir kam er einfach komisch vor und ich hab davon keine Ahnung. LG Franz
Richard Am: 02.02.2025 12:26:58 Gelesen: 4739 # 16
@ sammler70 [#15] Es handelt sich vermutlich um einen Sonderstempelabschlag auf einem Blankoumschlag. Die Anschrift ist später eingefügt worden, erkenntlich auch daran, dass die Stelle mit dem unteren Stempel normalerweise für die Anschrift verwendet wird. Auf Blankoumschlägen war es Pflicht den zweiten Stempel hinzuzufügen. Und dann kam der USS Stempel im nächsten Jahr dazu, der nicht zu erklären ist. Ein Beleg völlig ohne Sinn und Verstand. Schöne Grüsse, Richard [Beiträge [#13] bis [#16] redaktionell ins passende Hauptthema verschoben]
Regis Am: 20.02.2025 16:15:28 Gelesen: 4583 # 17
Die Kontrollausgaben für Kansas und Nebraska sind gemäß Katalogisierung am 1. Mai 1929 ausgegeben worden. Hier habe ich einen Luftpostbrief Gebühr 5 Cents mit 2x 1 1/2 Cent + 2 Cents Stempel ELDORADO, KANSAS vom 26. April 1929 Wie ist das zu deuten ? Vielleicht hat jemand eine Idee. Alles Gute Regis
pritt Am: 20.02.2025 16:54:00 Gelesen: 4574 # 18
Hallo Regis Aus dem USA Spezial Katalog // Kans Aufdruck // Hoffe deine anfrage Beantwortet zu haben Gruß pritt
lueckel2010 Am: 20.02.2025 16:54:06 Gelesen: 4573 # 19
@ Regis [#17] Guten Abend, Herr Intelmann, im Michel USA Spezial steht in einer Fußnote zu diesen Serien der Hinweis, dass "alle Marken mit Abstempelungen vor dem amtlichen Erstverwendungstag bekannt sind". Da mir schon mehrere Belege mit Spempeldaten vom dem 1. Mai 1929 untergekommen sind, gehe ich davon aus, dass diese Marken schon einige Tage vorher bei den Postämtern in den Staaten Kansas und Nebraska vorlagen und auch an die Kunden verkauft worden sind. Am Sammlerschalter (Versandstelle?) in Washington D: C. wurden sie offiziell ab dem 1. 5. 1929 verkauft. Vermutlich deshalb haben die Katalogherausgeber diesen Tag als den Erstverkauftag festgelegt. Moin aus Ostfriesland, Gerd Lückert
Lars Boettger Am: 20.02.2025 17:06:12 Gelesen: 4565 # 20
@ Regis [#17]

Frühestes bekanntes Verwendungsdatum für den Kansas- / Nebraska-Aufdruck: 15. April 1929 (Scott-Spezial Katalog 2006).

Beste Grüsse!

Lars
drkohler Am: 20.02.2025 17:07:57 Gelesen: 4565 # 21
In den 1920ern wurden ländliche Postämter in Kansas und Nebraska Daueropfer von Überfällen. Man dachte deshalb, dass gestohlene Marken mit den Aufdrucken ausserhalb der beiden Staaten wesentlich schwieriger zu vertickern wären. Geplant waren Überdrucke in allen 48 Staaten. Hat nicht wirklich funktioniert letzten Endes. Die Marken mit den Overprints wurden beginnend 13. April 1929 (einige Quellen schreiben 15. April, aber das wäre für die bekannten Briefe mit 15. April zeitlich wohl unmöglich gewesen) an ländliche Postämter in den beiden Staaten verschickt. Das konnte schon mal ein paar Tage dauern bis das hinterste Nest ein paar Marken geliefert bekam. Gerade die ländlichen Postämter waren aber öfter mal dafür bekannt, zugeschickte neue Marken einfach zu verkaufen ohne den Hinweis auf der Packung zu beachten ("Not for sale before xx/xx/xxxx"). Deshalb klebten diese Kans/Nebr Marken schon ein paar Tage früher auf Briefen als vorgesehen.
Regis Am: 03.03.2025 15:03:22 Gelesen: 4432 # 22
@ pritt [#18] @ lueckel2010 [#19] @ Lars Boettger [#20] @ drkohler [#21] Vielen Dank für die Hinweise - nun zum nächsten Problem: Ein versicherter Brief, Frankatur: 16 1/2 Cent - d.h. 1 1/2 Cent (Drucksache?) 10 Cents Einschreiben. Der Brief war verschlossen. Rückseitig leer. Ich kann den Text des Nebenstempel nicht komplett lesen und deuten. Hier erbitte ich Unterstützung. Danke, Regis
drkohler Am: 03.03.2025 16:37:12 Gelesen: 4421 # 23
@ Regis [#22] Sender claims nothing fragile or perishable enclosed Was genau das heisst: Der Sender gibt an, dass sich nichts Zerbrechliches oder Zersetzendes (i.A. irgend welches organisches Material) im Brief/Paket befindet. Das ist nicht ein 10 c Einschreiben, der Überschuss an Marken deckt die Versicherungsgebühr. Die 16.5 c sind also Postgebühr + Versicherungsgebühr je nach Wert des Inhalts. Literatur: Kein Buch vorhanden - Anthony S. Wawrukiewicz "U.S. Domestic Postal Rates" ist das Standardwerk.
Regis Am: 04.03.2025 12:18:33 Gelesen: 4391 # 24
@ drkohler [#23] Danke, da finde ich auf den richtigen Weg zurück. Regis
Regis Am: 17.03.2025 16:08:07 Gelesen: 4247 # 25
Heute wieder ein Beleg mit Erklärungsbedarf: Ein Einschreiben aus Wien 27 Gebühr korrekt 25 Heller + 25 Heller Einschreiben Aufgabe: 30. November 1914 Postzensur: ÜBERPRÜFT Ankunft New York 24. Dezember 1914 Verklebt wurden 2 R-Zettel von New York, die seit 1910 / 11 außer Gebrauch sind. Und dann was soll der Stempel Receiver Unsealed / N.Y.P.O. Reg. Div. ? Bitte lasst Euch etwas einfallen. Regis
drkohler Am: 17.03.2025 17:44:39 Gelesen: 4230 # 26
Der Brief war nicht verschlossen, als er in NY ankam. Als Einschreiben wurde er innerhalb der USA auch als Einschreiben weiterbefördert und in der Exchange Office (Ovalstempel New York, NY Reg'y Div) registriert. Der "Ueberprüft" Stempel stammt natürlich von der Österreichischen Zensurstelle. Die haben wohl vergessen, den Brief wieder zu verschliessen. Also das Postamt hatte zwei Dinge zu tun: 1. Den Brief schliessen. Dazu hat man zwei R-Zettel genommen, die lagen wohl gerade noch rum in der Schublade und erfüllten den Zweck. An sich gab es auch "Officially Sealed" Labels aber die lagen wohl weiter unten in der Schublade. :-) . 2. Eine Registriernummer erteilen für die Bürokratie. Dazu wurde, wie du richtig sagt, nicht mehr der R-Zettel benutzt, sondern ein Stempel REGISTERED und die Nummer, hier 15101. Die R-Zettel wurden in Bögen von 50 gedruckt und verteilt. Nach dem Ende der "Zettelphase" wurde der Rest wohl vernichtet oder kreativ aufgebraucht. Es gibt auch um die 33 (glaub' alle von NY) (z.T. fast) vollständige Bögen die wohl von findigen Sammlern irgend wie erworben wurden. War ja Nichts was "Wert hatte", sondern einfach nur Zettel, also hat sich der eine oder andere Postbeamte wohl erweichen lassen. So ein Bogen kostet jetzt mehrere Hunnies.
drkohler Am: 17.03.2025 21:54:59 Gelesen: 4196 # 27
Hier noch ein Bild eines ganzen Bogens: Und ein Brief mit grosszügig gebrauchten Zetteln aller Art:
DL8AAM Am: 21.03.2025 04:58:53 Gelesen: 4038 # 28
Hier bin ich mit meinem Latein am Ende, falls die Angabe auf dem Umschlag kein Fake sein sollte. Brief aus den USA nach Norwegen, frankiert mit 95 Cent, mit rotem Zusatz-Handstempel SPECIAL 4thCL.RATE, der wurde vorder- und rückseitig jeweils 2x angebracht; entwertet per (Pitney Bowes-) Maschinenstempel NORTH TEXAS MPC 750 im Briefzentrum North Texas in Coppell, TX am 04.12.1991. Ich kenne Fourth Class Mail bei der US Post aktuell nur bei Medienerzeugnissen und Paketen, wie Library Mail, Bound Printed Mail, Media Mail, Parcel Select und Parcel Post [1]. Ich finde keinerlei Verweise auf 4th Class Mails im Bezug auf normale 'private', internationale Briefe. Ansonsten finde ich nur einen Vermerk, dass 1996 die (alte) "Special Fourth Class Mail" aus dem Bereich "Bulk postal rates" (Massenversandtarife) in "Special Standard Mail" umbeannt wurde, d.h. auch kein Bezug auf private, individuelle Auslandspost. Eine spezielle 4th Class Rate nach Übersee scheint es 1991 also nicht gegeben haben? Sollte dieser Stempel fehlverwendet worden sein? Sollte dieser vielleicht nur kennzeichnen, dass die Sendung nach Norwegen nicht per Luftpost, sondern nur per Land- bzw. Schiffspost transportiert werden sollte? Beste Grüße Thomas [1] https://www.postgrid.com/what-is-fourth-class-mail/
Regis Am: 07.06.2026 22:15:03 Gelesen: 809 # 29
Ein Brief für den mir die Erklärung fehlt. 1915 von Chicago nach Chemnitz-Siegmar an eine Handschuhfabrik, landete der Brief in Kopenhagen. Post nach Deutschland wurde neutralen Schiffen mitgegeben, um die englischen Kontrollen zu vermeiden. Der Chicago-Stempel, mit einem doppelt aufgetragenen Maschinenstempel von Kopenhagen unkenntlich gemacht. Nachfrankiert wurde eine 20 ÖRE-Marke, wer hat diese bezahlt ? Entwertet Kopenhagen am 26. 8. 1915. Danach ohne Zensurierung zum Empfänger. Was ist das für eine kuriose Variante ? Wer hilft da weiter ? Ich bitte um Hilfe. Danke Regis
drkohler Am: 07.06.2026 23:36:22 Gelesen: 792 # 30
Ich sehe gar keine US Stempel auf der Vorderseite (und wenn, dann Detroit, nicht Chicago). Ich sehe 4 Stempel von Kopenhagen + die gestempelte Ore Marke. Meine naive Deutung des Briefes: Auf einem Dänischen/Nordischen Schiff nach Kopenhagen verschifft (alles Andere wäre abgefangen worden) und dann die normale dänische UPU-Rate von 20 Ore für Briefe nach Deutschland bezahlt. Es war Krieg, kurz nach der Luisitania, also da herrschte wahrscheinlich das totale Chaos im Postversand. Der Bezahler ist imme der Letzte im Glied, also der Empfänger.