Diese Aufforderung zur Zusendung von Gelegenheitsmarken wurde von Sammlern als Vignette auf ihre Post an Unternehmen und Ausstellern geklebt.
Thema:
Vignetten: Gelegenheitsmarken - ein eigenes Sammlergebiet
Diese Aufforderung zur Zusendung von Gelegenheitsmarken wurde von Sammlern als Vignette auf ihre Post an Unternehmen und Ausstellern geklebt.

Jahr: 1961, Dezember
Anlass: Eine Aktion der Westberliner im Dezember 1961 und des Kuratorium „Unteilbares Deutschland“
Gestaltung: Darstellung der frühen Berliner Mauer mit Stacheldraht
Referenz: -
Inschrift:
Die Inschrift in drei Zeilen:
Licht | an die | Mauer!
Varianten: -
Seit dem Bau der innerdeutschen Grenze durch die SED Diktatur der DDR am 13. August 1961 war es den Menschen in Deutschland unmögliche geworden sich gegenseitig zu besuchen. Besonders schmerzlich wurde dies zu Weihnachten empfunden.
Fast 1000 Weihnachtsbäume mit elektrischer Beleuchtung wurden u.a. mit Hilfe des THW (Technischen Hilfswerk) seit Anfang Dezember 1961 entlang der Berliner Mauer aufgestellt. Am Nachmittag des 17. Dezembers wurden die Kerzen der Bäume entzündet. In den folgenden Tagen bewarfen die Grenzer der DDR die Bäume mit Steinen. Die gesamte Aktion wurde durch Politik und Gesellschaft in West-Berlin unterstützt.
Das Kuratorium „Unteilbares Deutschland“ imitierte eine Aktion „Licht an die Mauer“ und forderte die Menschen dazu auf zu Weihnachten brennende Kerzen in die Fenster zu stellen. Das Kuratorium war ein überparteilicher Zusammenschluss der sich für die Einheit Deutschland einsetzte. Die Lichteraktionen sollten die Verbundenheit West-Berlins mit den Menschen in der DDR zeigen.
Postkarte „Wiedervereinigung“ der Pommerschen Landsmanschaft und des Bund für deutsche Wiedervereinigung vom 22.12.1961 mit aufgeklebter Gelegenheitsmarke „Licht an die Mauer“
Zeitungsartikel aus „Dem Tag in Berlin“, ca. Dezember 1961
Gelegenheitsmarke des Reichsverband für Deutsches Halbblut.
Darstellung eines Reitoffiziers auf einem Turnierpferd, darüber das Brandzeichen für deutsche Qualitätszuchten in Form einer offenen Reichskrone mit flatternden Bändern. (Siehe O. v. Funcke, Deutsche Gestütsbrände in Wort und Bild, 1921, Seite 3).
Neben der Angabe "Landwirtschaftliche Februar-Woche" fehlt die Nennung einer Jahreszahl.
Das erste Turnier für ausschließlich deutsche Warmblutpferde wurde vom „Reichsverband für deutsches Halbblut“ im Jahr 1910 ausgerichtet, letztmalig vor Ausbruch des 1. Weltkrieges. Der Begriff Halbblut diente hierbei zur Abgrenzung von der englischen Vollblutzucht und wurde hauptsächlich in Militärkreisen genutzt. Nach dem 1. Weltkrieg setzte sich die Bezeichnung Warmblut für die deutschen Zuchten durch. Der Bezeichnung Warmblut bezieht sich auf das Temperament der deutschen Zuchtpferde und grenzt sich somit vom Kaltblut ab, welches z.B. als ruhiges Zugpferd eingesetzt wird.
Der Mannheimer Maimarkt fand bereits seit dem Barock als Markt für Krämer und Viehhändler statt. Nach dem 2. Weltkrieg fing man 1949 wieder als Verbrauchermesse mit Attraktionen an. Im Jahr 1951 noch mit beworbenen 60.000 Quadratmetern Ausstellungsgelände, findet die Veranstaltung heute auf einem eigenen, 210.000 m² umfassenden Maimarktgelände statt.
Die Gestaltung des Markensymbols mit den drei aufeinandergestellten M erinnert mich an die erst später in der DDR stattfindende „MESSE DER MEISTER VON MORGEN“. Mein Opa hatte so ein Männchen mit einem Doppel „M“ auf dem Hut im Wohnzimmerschrank. Als kleiner Junge durfte ich mit dem Männchen spielen.

Jahr: 1933
Anlass: Zehnjähriges Bestehen der WERBUSIEG
Gestaltung:
Variante 1) Brieftaube im Sturzflug, im Schnabel ein Umschlag mit der Zahl 10.
Variante 2) Drachen auf Podest mit den Jahreszahlen 1923-1933, in der linken Klaue eine Briefmarke „10 Jahre“
Referenz: -
Inschrift:
Variante 1) in drei Zeilen: 10 Jahre | WERBUSIEG | Klagenfurt 1923/33
Variante 2) in 2 Zeilen: WERBUSIEG | Klagenfurt
Varianten:
Variante 1) dunkelgrau, gelb, grün, hellgrau, hellrot, pink
Variante 2) gelb-grau, rot, grau, gelb, pink, grau-grün
Die Zeitschrift „WERBUSIEG: Monatsblatt für das gesamte Privatmarkenwesen“ erschien 1923 erstmalig und nannte sich ab 1925 bis 1933 „Die Gelegenheitsmarke“. Der Name WERBUSIEG blieb als Verlagsname erhalten.
Herausgegeben wurde die Zeitschrift von der Gesellschaft zur Förderung des Privatmarkensammelns in Klagenfurt und der Deutschen Gesellschaft für Staats- und Privatmarkenkunde e.V. Berlin und des Deutschen Schatzmarkenvereines e.V. Kassel.
Das wohl heute noch bekannteste Werk des Verlages stammt von Ferenéncz Kölbig „Die Kriegsmarken der Zentralmächte“. Ein ausführlicher Katalog von Gedenk-, Gelegenheits- und Wohlfahrtsmarken des 1. Weltkrieges. Der Neuseeländer Alan Jackson bearbeitete das Werk von Kölbig umfassend und veröffentlichte diesen unter den Namen „For God, Kaiser & Fatherland“ (1993 / 2001 – ISBN 0-473-02251-6).
Jahr: 1873
Anlass: 12. Norddeutsche Wanderwettschießen in Neumünster
Referenz: Vereinsnachrichten Erinnophilie International, Nr. 135, 2002, Seite 2879
Beschreibung:
Siegelmarke, rund, geprägt;
im Zentrum der Marke die Darstellung eines „Tellschuss“;
Landschaft mit Felsen und Bäumen, darin linkerhand ein Schütze mit angelegter Armbrust, rechterhand an einem Baum stehende Frau, auf dem Kopf ein Apfel
Inschrift:
XII NORDDEUTSCHE WANDERWETTSCHIESSEN
Varianten: -
Bildquelle: S/W-Druck aus Vereinsnachrichten Erinnophilie International, Nr. 135, 2002, Seite 2879

Jahr: 1922
Anlass: 1000 Jahrfeier Goslar
Gestaltung:
A) runde Marke im Stil einer Siegelmarke; mittig Posaunenspieler, im Hintergrund Stadtsilhouette; zu Füßen der Figur eine Reichskrone in Anspielung auf die Reichspfalz, im Rahmen Stadtwappen; innen Jahreszahl, außen Umschrift
Signatur: Katharina Stecher
B) runde Marke im Stil einer Siegelmarke; mittig Stadtansicht mit Wehrtürmen, im Hintergrund Berge mit aufgehender Sonne; am Rand Figuren: links Bergmann mit Laterne, rechts Stadtwache mit Spieß und Stadtwappen; oben und unten Inschrift
Inschrift:
Variante A) Umschrift: Goslar | zum 1000. Jahr; innen: 922 - 1922
Variante B) GOSLAR | 922 - 1922
Varianten: beide Marken in verschiedenen Farbtönungen
Gruß
Manne
Gruß
Manne
Gruß
Manne
Gruß
Manne
Gruß
Manne
Jahr: 1995
Anlass: Interboot, Messe für Wassersport
Gestaltung:
hochrechteckige Marke mit glatten Rand im Flachdruck; das Logo der Messe im oberen linken Viertel, mittig Sportboote: ein großes Segelboot, zwei Drittel der Gestaltung einnehmend, von rechts nach links ins Bild fahrend, davon leicht versetzt eine Motorboot von links in Bild fahrend
Inschrift: unter der Gestaltung die Inschrift in 3 Zeilen
34. Int. Wassersport-Ausstellung | Friedrichshafen/ Bodensee | 16.-24. Sept. 95
Varianten: -
Gruß
Manne
Gruß
Manne
Gruß
Manne
Gelegenheitsmarke auf die SÜWEGA in Landau.
Die Südwestdeutsche Gartenbau Ausstellung fand vom 16. Juli bis 15. Oktober 1949 statt.
Sie war eine der ersten Gartenbauausstellungen nach dem zweiten Weltkrieg und für die Landauer Bürger ein wichtiges Ereignis vier Jahre nach Kriegsende.
Auf der Homepage der Stadt Landau findet man einen Aufsatz zu dem Thema. Hier ein paar Auszüge daraus:
„Die beiden Weltkriege sowie unzählige deutsche und französische Soldaten in der Stadt blieben nicht ohne Einfluss auf den Zustand der Grünanlagen. Besonders gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurden ohne Rücksicht Bäume gefällt, Panzergräben ausgehoben und Munition vergraben. Nach einem letzten Bombenangriff am 16. März 1945 sind etwa 40 Prozent der Stadt zerstört. Am 22. März ist der Krieg beendet. Landau wurde von den Franzosen besetzt, sie übernahmen die ihnen bereits seit dem Ende des Ersten Weltkrieges bekannten Kasernen.
Der garten- und kunstfreudige französische Oberst de Gouvello, ein Nachfahre des Festungsbaumeisters Vauban, veranlasste in den Parkanlagen die Beseitigung der schlimmsten Kriegsschäden. Der aus der Gefangenschaft zurückgekehrte Leiter der Stadtgärtnerei, Walter Rieger, setzte die Arbeiten fort. In einer großartigen Gemeinschaftsleistung schafften es die Landauerinnen und Landauer bis 1948, den größten Teil der Trümmer zu beseitigen.
In dieser Zeit der Aufbruchsstimmung kam Stadtgarteninspektor Walter Rieger mit der Idee, eine Gartenbauausstellung in Landau zu veranstalten. Am 15. April 1948 hatte der städtische Hauptausschuss den Gedanken aufgegriffen. Die Währungsreform vom 20. Juni 1948 schuf die wirtschaftlichen Voraussetzungen. Die Mitbewerber zur Ausrichtung der Gartenschau, Karlsruhe und Neustadt, zogen ihre Bewerbungen zurück. Landau hatte den großen Vorteil vorhandener, zusammenhängender und einigermaßen intakter Grünanlagen. Am 15. Oktober 1948 konstituierte sich ein vorbereitender Ausschuss der süddeutschen Gartenbauverbände. Diese beschlossen die Durchführung und den Namen der Gartenschau, konnten aber mangels finanzieller Mittel die Stadt bei der Finanzierung des Projekts nicht unterstützen.“ [1]
[1] https://landau.de/Start/Erinnerungen-an-die-SÜWEGA-1949.php?object=tx,2644.5&ModID=7&FID=2644.4166.1
Diese Gelegenheitsmarke auf eine österreichische Markenausstellung in Graz des Jahres 1950 kann ich leider nicht in besserer Qualität vorzeigen. Die Marke ist zwischen zwei Albumblätter geklebt und fest eingebunden.
Interessant ist der Sponsor der Ausstellung mit gleichzeitigem 30-jährigen Jubiläum, das Briefmarken-Hössl in Salzburg.
Jahr: 1898
Anlass: Volksfest mit Ausstellung auf der Theresienwiese (Oktoberfest)
Referenz: Michel Bonneau: Les vignettes „L’ENFANT de MUNICH“, 1984, Seite 14
Gestaltung: Das Münchener Kindl im runden Mittelfeld; außen angeordnet im Quadrat die Umschrift, in den Ecken Blumenornamente
Inschrift:
Oben, zweizeilig: MUENCHEN 1898. VOLKSFEST
Unten, zweizeilig: AUSSTELLUNG | THERESIENWIESE
Links: RAUCHREQUISITEN etc
Rechts: NAHRUNGSMITTEL etc.
Varianten: schwarz auf a) blau b) grau c) gelb d) rosa e) lachsfarbig f) blassgrün g) lila
Form/Maße: Siegelmarke, rund, geprägt Beschreibung: Mittig Reichsadler, außen am Rand Inschrift Inschrift: AUSTRALISCHE WELTAUSSTELLUNGEN 1879/80. | *REICHS-KOMMISSAR* Varianten: Rot
Vorkommen im Handel als klassische Siegelmarke mit Zähnung und als ausgeschnittene Kouvertsiegel.
1879 wurde beim Parlament von Victoria in Melbourne ein offizieller Antrag für eine Weltausstellung in Melbourne eingereicht. Sydney, als älteste Stadt Australiens und Hauptstadt von New South Wales, fühlte sich übergangen und organisierte in Rekordzeit eine eigene Weltausstellung: Innerhalb von 8 Monaten wurde als Ausstellungsgebäude der Garden Palace errichtet. Am Bau wurde Tag und Nacht gearbeitet. Aus England wurde dafür extra eine Anlage für elektrisches Licht importiert. Das Gebäude war 244 Meter lang und verfügte über eine 66 Meter hohe und 30 Meter breite Kuppel. Die Sydney International Exhibition wurde im September 1879 eröffnet. Die Ausstellung legte den Fokus auf Landwirtschaft und Viehzucht. Sie blieb im historischen Rückblick eine eher unbedeutende Weltausstellung und erfüllte die Kriterien für eine BIE-Anerkennung nicht. Die Ausstellung erreichte die Zahl von über 1 Million Besuchern und verzeichnete einen Verlust von 100.000 Pfund. Melbourne entschied sich dafür, ihre Weltausstellung kurz nach der Ausstellung in Sydney durchzuführen, damit ausländische Aussteller die weite Reise nach Australien nicht zweimal antreten mussten.
Man beachte, dass die Umschrift der Siegelmarken sich bewusst auf die zwei "Weltausstellungen" in Australien bezieht.
Siegelmarke (Bildquelle: Veikkos Archiv)
Kouvertsiegel, ausgeschnitten

Schönen Gruß
Sepp

Die najubria, 10. Nationale Briefmarkenausstellung der Jugend mit internationalen Beteiligung, fand vom 25.09. bis 28.09.1986 auf dem Messegelände in Villingen-Schwenningen statt.
Nachfolgend weitere Infos zur najubria.
Gruß
Manne
Gruß
Manne

Gruß
Manne


Jahr: 1936
Anlass: Internationale Messe / Budapesti Nemzetközi Vásár / Fair of Budapest
Referenz: -
Gestaltung: Im Vordergrund eine weibliche Version der griechischen Gottheit Hermes mit Flügelhelm und Caduceus (Stab mit zwei Flügeln der von zwei Schlangen umschlungen wird). Im Hintergrund die Stadtsilhouette Budapests, davor die Donau. Am Rand der Marke die Signatur des Herstellers „Posner Budapest“.
Inschrift:
Oben in zwei Zeilen: BUDAPESTER | MESSE
Unten: 8-18 MAI 1936
Varianten: Varianten in verschiedenen Sprachen und Farben, jeweils mit derselben Gestaltung.
1914 - Gelegenheitsmarke auf den „Internationalen Kaufmanns-Tag“ mit „Warenmuster-Ausstellung | I. Wiener Messe“
1927 – Wiener Frühjahrsmesse
1928 – Wiener Frühjahrsmesse
1931 – Wiener Frühjahrsmesse
Ohne Jahr: wahrscheinlich 1930er Jahre
Ohne Jahr: wahrscheinlich 1930er Jahre
1950 – Wiener Herbstmesse
1953 – Wiener Herbstmesse
1958 – Wiener Herbstmesse
1959 – Wiener Frühjahrsmesse
1966 – Wiener Herbstmesse
1967 – Wiener Frühjahrsmesse

Es wurden auch spezielle Bestellkarten hergestellt, mit denen Spendenmarken zu 2 Pfennig, 1 und 20 Mark geordert werden konnten.
Aus verschiedenen Gründen - unter anderem auch infolge Ausbruchs des Ersten Weltkriegs – verunmöglichten die Durchführung der Expedition. Damit wurde auch auf den Verkauf dieser Spendenmarken verzichtet.

An der 32. Hardersbeck-Auktion vom April 2005 wurde unter Los 5539 eine Zusammenstellung dieser Vignettenmarken mit allen Motiven (jedoch ohne die 2 Pfennig in grün) für 5‘700 € + Aufgeld verkauft.
Grüsse aus der Schweiz
Jacques
[1] http://www.traditionsverband.de/download/pdf/luftschiff_expedition.pdf
Leider fehlt mit jegliche weitere Info zu dieser Veranstaltung. Weiß hier jemand mehr?
Gruß
Manne
Gruß
Manne

Rückseitig die Werbemarke:
50 Jahre J. Jauch-Gula 1902-1952.
Von der Fa. Elektro-Waldmann ein Brief vom 22.09.1953, gelaufen nach Schramberg.

Rückseitig die Werbemarke:
25 Jahre Elektro-Waldmann 1928-1953
Gruß
Manne

Gruß
Manne

Der Maschinenwerbestempel aus Düsseldorf datiert vom 31.7.64.
Herzliche Grüße
Gunther
der Leipziger Verlag R.Voigtländer stellte die folgenden Vignetten her. Sie zeigen Bilder zur Herstellung von Kunst und Gebrauchsgrafik sowie deren Verwendung. Ich schätze die Entstehungszeit auf die Zeit 1913/ 1914. Die Serie von sechs Vignetten wurde zweimal je Bogen gedruckt.
Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.
Das diese 1913 im Rahmen der damaligen umfangreichen Bewerbung des Films gedruckt und vertrieben wurde, sei es durch die Studios Karl Werner in Köln selbst oder durch sonst jemanden, der den Film beworben hat, möglicherweise auch in Österreich, wo der Film ab 1914 umfangreich beworben wurde, ist wahrscheinlich.
Die Frage ist:
- kennt jemand mehr Details, eine Webseite oder Sekundärliteratur, die entsprechende Vignetten benennt bzw. Details dazu gibt?
- Gibt es zu dieser Verfilmung noch weitere Vignetten? Ich erfahre gerade, die gleiche Vignette gibt es auch in graublau.
Danke
Vernian