Gruß
Christian
[1] Indien-Report 89, (Juni 2003), Seite 45-48, http://www.fg-indien.de
Pakistan: Verwendung indischer Ganzsachen mit Aufdruck Pakistan
Gruß
Christian
[1] Indien-Report 89, (Juni 2003), Seite 45-48, http://www.fg-indien.de
Dieses Aerogramm mit dem fehlerhaften Handstempel "PAKSITAN" statt "PAKISTAN" aus Karachi wurde am 30. Juli 1948 abgestempelt. Es stammt aus einer Korrespondenz einer Bank mit dem Empfänger aus der Schweiz.
Es sind einzelne weitere gebrauchte Stücke mit diesem Handstempel bekannt. Hierzu habe ich einen Artikel geschrieben, der im nächsten Indien-Report der FG Indien & Südasien erscheinen soll [1].
Gruß
Christian
[1] http://www.fg-indien.de
Schönen Gruß
Sepp
Aufgabestempel Karachi City 13.10.1949, Zusatzfrankatur Mi. 35, Porto 14 Annas
Gelaufen in die Schweiz, rückseitig keine Vermerke.
Im Vergleich zum Aerogramm im Beitrag [#2] wundert man sich vielleicht über die Zusatzfrankatur: Diese ist allerdings völlig korrekt. Einen Aerogrammtarif in die Schweiz gab es 1949 noch nicht. Daher musste die Sendung korrekterweise wie ein Luftpostbrief zu 14 Annas frankiert werden. Dem Absender des Aerogramms im Beitrag [#2] war dieser Sachverhalt offenbar unbekannt. Es wurde allerdings unbeanstandet befördert.
Gruß
Christian
Der Brieftext datiert vom 31.10.49.
Aufgabestempel rückseitig: Karachi City 1.11.49. Dort wurde das Aerogramm als unfrankiert erkannt. Der Luftpostvermerk wurde mit dem Rahmenstempel "Karachi Cancelled" ungültig gemacht. Ebenfalls aus Karachi der Nachportostempel Karachi City Due Annas (nicht ausgefüllt) und der Taxververmerk in roter Tinte "T 57 c".
Das Porto für einen Auslandsbrief auf dem See- und Landweg hätte 4 Annas betragen. Für die Umrechnung in Goldcentimes wurde ein Faktor von 14,25 Centimes je Anna Fehlbetrag angewandt.
Rückseitiger achteckiger Ankunftstempel Rangoon Unpaid 29.11.49. Dort wurde vorderseitig der Nachgebührenstempel Rangoon Due angebracht und die Nachgebühr zu 7 Annas festgesetzt. Ebenfalls wurde der Wertstempel als ungültig markiert und der Wohnort des Empfängers abgekürzt ergänzt: "M Cant". Diese drei Einträge scheinen von einer Hand zu sein, weil die rote Tinte etwas heller als bei dem Nachgebührenvermerk aus Karachi ist.
Endlich konnte das Aerogramm am 30.11.1949 in Mingladon Cantonment zugestellt werden.
Auf unbeanstandete Spätverwendungen dieser Ganzsachen gehe ich demnächst ein. Die gezeigte Beanstandung ist eher ungewöhnlich.
Gruß
Christian
[1] Doubleday, Isani: PAKISTAN Overprints on Indian Stamps and Postal Stationery 1947-1949
Einschreibe-Ganzsachenumschlag mit großem Überdruck der Regierungsdruckerei Nasik
Luftpost-Einschreiben
von Rawalpindi REG 28.7.1950
nach Behringersdorf 2.8.1950
Die Inschrift des Wertstempels der Ganzsache lautet: REGISTRATION THREE ANNAS - POSTAGE ONE AND A HALF ANNA, entspricht also 4 1/2 Annas. Frankatur insgesamt 18 Annas.
Luftpostbrief nach Deutschland: 14 Annas
Einschreiben: 4 Annas (die Gebühr war zwischenzeitlich erhöht worden)
Als nette Dreingaben finden sich auf dem Umschlag:
- eine Vignette zur Pakistan International Industries Fair 1950
- eine deutsche JEIA-Zulassungsmarke als Luftpostaufkleber
Die JEIA-Zulassungsmarke war vom 1.5.1948 bis zum 19.10.1948 für geschäftliche Luftpostbriefe aus der Bizone erforderlich. Durchsucht man das Forum, findet man (auch) ein paar Sammlerbriefe aus Deutschland, wo die Marken Anfang der 1950'er Jahre als Luftpostaufkleber verwendet wurden. Wie die nicht mehr benötigte Zulassungsmarke nach Pakistan gelangt ist, weiß ich allerdings nicht.
Gruß
Christian
In Karachi wurde erkannt, dass die Postkarte als unfrankiert zu behandeln war und daher der Stempel "Karachi Cancelled" angebracht, der den Luftpostvermerk entwerten sollte. Ebenfalls der sechseckige Taxvermerk. Nach längerer Überlegung identifiziere ich die Zahl als 28. Die Postkarte auf dem Land- und Seeweg würde 2 Annas kosten, entsprechend 14 Goldcentimes je Anna Fehlbetrag.
In London wurden 3 1/2 d Nachporto vom Empfänger erhoben.
Grüße
Christian
Gelaufen von Mall Lahore 27.08.1948 in die USA.
Das Porto für die Luftpostkarte in die USA betrug 8 Annas. Die Zusatzfrankatur weist einen fotografisch reproduzierten Überdruck aus Peshawar auf.
Bemerkenswerterweise war das Porto der Luftpostkarte in die USA genauso hoch wie für ein Aerogramm.
Grüße
Christian
Bei der hier gezeigten geduldeten Spätverwendung nach Ablauf der Gültigkeit wurde die Frankatur in Höhe von 4 Annas anerkannt.
Poststempel Karachi GPO 10.02.1950
Das Porto nach Deutschland betrug allerdings 5 Annas [1], die britisch-indischen Portostufen galten weiter.
Taxvermerk in Karachi 14 Goldcentimes (entsprechend 1 Anna Fehlbetrag).
Gemäß Amtsblatt des Vereinigten Wirtschaftsgebietes 94 Vf. 599 vom 09.12.1949 [2] war der Betrag in Goldcentimes auf einer Sendung aus dem Ausland mit dem Faktor 1,5 zu multiplizieren.
So ergibt sich die deutsche Nachgebühr in Höhe von 21 Pf.
Der rückseitige Hinweis auf eine Preisangabe in einem Katalog der Firma Sanabria ist allerdings sehr historisch.
Gruß
Christian
[1] Jeffrey Brown: Indian Airmail Postage Rates until 1956
[2] Wener Steven: Postbuch 1945-1992, S. 317
Doubleday & Isani PH3
Dies ist zeitgenössische Handelsware. Es gibt die Stücke mit und ohne rückseitige Vermerke des britischen Luftposthändlers Field, der wohl größere Mengen aus Pakistan bezogen hat. So hat es die Karte auch in die alten Ganzsachenkataloge geschafft (z.B. Higgins & Gage F1a).
Gruß
Christian
[1] Doubleday, Isani: PAKISTAN Overprints on Indian Stamps and Postal Stationery 1947-1949
Doubleday & Isani P3
Der Ganzsachenumschlag und die rückseitigen Marken zu 9 Ps wurden in Nasik überdruckt. Die Frankatur beträgt insgesamt 3 Annas, ausreichend für den Luftpostversand nach Indien.
Der Paquebot-Stempel ist aus Karachi [1, S. 202, Fig. 2983].
Rückseitig ein passender Stempel Karachi Foreign Mail Deptt. 9.7.48 und der Ankunftstempel Bambay-1 Dely. 13.7.1948.
Gruß
Christian
[1] Dovey & Morris: Paquebot Cancellations of the World and more... 4th edition, 2010
Dies ist aktuell die späteste Verwendung, bei der die Frankatur anerkannt worden ist.
Luftpost-Einschreiben
von Dabbi Bazar REG 3.7.1951
nach Großbritannien
Frankatur 28 Annas
Porto 2 * 12 As Luftpost je 1/2 oz nach GB
Einschreiben 4 Annas
Die hochwertige Marke zu 1 Rupie wurde zusätzlich zum Stempel mit dem Andreaskreuz entwertet.
Grüße
Christian
Die Postkarte zu 1/2 Annas habe ich noch nicht gezeigt. Aufgrund der Portoerhöhung 1948 mit Zusatzfrankatur 3 Pies.
Gelaufen am 11.5.1950 von Kohat nach Peshawar (12.5.1950).
Grüße
Christian
Ergänzend zu meinen früheren Beiträgen hier eine weitere Luftpostkarte, aufgegeben am 10.2.1950 Karachi A... in die USA.
Frankatur nicht anerkannt, vgl. Beitrag [#9]. Gleicher Rahmenstempel KARACHI CANCELLED und gleicher sechseckiger Taxvermerk. Inzwischen neige ich aber dazu, bei beiden Karten die handschriftliche Angabe als 38 Goldcentimes zu interpretieren.
Das Porto für die Auslandskarte auf dem Land- und Seeweg war bereits 1949 auf 2 1/2 Annas erhöht worden [1].
Entsprechend der Taxierung wurde die Nachgebühr in New York mit Portomarken zu 13 Cents erhoben. Die Umrechnung betrug 3 Goldcentimes je 1 Cent ab dem 1.7.1948 [2, S. 256].
Leider rückseitig ohne Text, aber gelaufen und zur Dokumentation interessant.
Abschließend noch ein Hinweis auf die Karte im Beitrag [#11], beide mit unterschiedlichen Aufgabestempeln aus Karachi vom 10.2.1950, von verschiedenen Beamten bearbeitet und einmal anerkannt und einmal beanstandet.
Grüße
Christian
[1] Michael Furfie: International Postage Rates 1890s - 1957.
[2] Wawrukiewicz, Beecher: U.S. International Postal Rates, 1872-1996, 1. Auflage
In Ergänzung zu meinem Beitrag [#6] zeige ich hier ein Aerogramm (Überdruck Nasik), für das in der Schweiz Nachporto erhoben wurde, weil es noch keinen Aerogramm-Dienst aus Pakistan in die Schweiz gab.
Aufgabestempel Karachi Sadar 23.2.1949
Kein Taxstempel aus Pakistan
Nachgebühren mit Portomarken 1,85 sFr, Stempel Zürich 1 Briefausgabe 27.2.1949
Berechnung der Nachgebühr:
Fehlbetrag 8 Annas
UPU-Rate Schweiz 40 Rp
UPU-Rate Pakistan 3,5 Annas
8 * 40 * 2 / 3,5 = 185
Dass die pakistanische Auslandsbriefgebühr bereits auf 4 Annas angehoben war, war in der Schweiz nicht bekannt, man rechnete weiterhin mit 3 1/2 Annas.
Der damalige Empfänger scheint den Beleg wohl durchaus gewürdigt zu haben. Im Text geht es um Briefmarkenhandel, und der Empfänger hat vermerkt, dass er einen Satz Pro Juventute seiner Antwort als Geschenk beigefügt habe.
Grüße
Christian