Thema:
Kolumbien Private Postdienste, die so-genannten Private Carriers
Eines meiner Sammelgebiete, über die ich hier noch nicht viel geschrieben habe, außer in einen allgemeinen Diskussionen wie Eisenbahn oder Omnibusse, sind die Privaten Postdienste von Kolumbien die von etwa 1868-1960 in Betrieb waren.
Dazu konnte ich nun einen weiteren Dienst entdecken der bisher nicht bekannt war. Es ist die "Empresa de Automovilies - Rápido Expreso"
Zu der Firma ist eigentlich kaum was bekannt, einige Bekannte in Kolumbien, die keine Sammler sind, konnten aber etwas in den Online-Archiven finden.
Zitat (übersetzt aus dem Spanischen):
In der ersten Etage des Gebäudes (Hernandez) befindet sich das Büro des Transportunternehmens Rápido Expreso, das seit 1918 hier ansässig war und hauptsächlich Autos in das Departement Boyacá schickte. Im Jahr 1919 erschien in der Rubrik "Echos" der Zeitung El Tiempo die Reiseroute der Transporte mit den Namen der Passagiere, die in Gemeinden in Boyacá wie Villa Pinzón, Tunja, Duitama und Sogamoso fuhren: "Die Autofirma Rápido Expreso hat gestern von ihrem Büro im Hernández-Gebäude aus die Buick-Maschinen Nummer 183 und 233 nach Boyacá geschickt [...] Die Maschinen dieser Firma befördern die Post".
Im Jahr 1920 erschienen sie auch in einer Anzeige in El Tiempo, in der sie für ihre Buick-Maschinen und Taxis in der Stadt warben: "Diese Firma schickt täglich die besten Buick-Maschinen nach Boyacá. Wenn Sie eine sichere und schnelle Reise machen wollen, kaufen Sie Ihr Ticket in diesem Büro. Für den Stadtverkehr verfügt es über die elegantesten und luxuriösesten Fahrzeuge. Im Jahr 1921 warben sie sogar mit kostenlosen Reisen: "Para viajar gratis a Boyacá, infórmese en el Rápido Expreso- Segunda calle de Florián- Edificio Hernández, número 1.
Zitat Ende

Das Gebäüde HERNANDEZ war sehr bekannt, es hatte für die damalige Zeit eine bahnbrechnede Architektur.
Hier nun der (bisher) einzige bekannte Beleg zu dieser Firma, nichts spektakulär aussehendes, aber für mich ist wie Weihnachten.
https://fuchs-online.com/colombia/

Der Brief trägt noch den ovalen Firmenstempel sowie den Einzeiler "PORTO PAGADO" (Porto bezahlt).
Nachdem der Brief eingetroffen ist, habe ich mal ein Albumblatt mit der Neuerwerbung/Neuentdeckung erstellt.

Siehe auch:
https://fuchs-online.com/colombia
Heute Nacht gehts nach 3 1/2 Wochen Kolumbien wieder heim und just heute konnte ich diesen tollen Brief von MALAGA (JAN 1934) nach CUCUTA hier erwerben.
Busexpreso Alfredo Perilla
Im Jahr 1932 wurde diese Firma von Alfredo Perilla gegründet, die Zentrale war in Bogota und sie transportierte Passagiere und Post in die Departements Cudinamarca, Boyaca, Santander sowie in die nördlichen Teile von Tolima. Während der ersten 2 Jahre verwendete die Firma kolumbianische Briefmarken in der Wertstufe von 5 Centavos und berechnete für ihre Transportdienste eine Gebühr von 5 Centavos welche mittels Handstempel auf den Briefen verrechnet wurde.
Im Jahre 1933 schloss die Busexpreso Alfredo Perilla eine Kooperation mit der „Compania de Transportes Terrestres“ was durch den Zusatz „C. DE. T.T.“ in den Poststempeln gekennzeichnet wurde.
Mir sind nur 4 Briefe dieser Firma bekannt.
Heute wurde bei Grosvenor in England die Sammlung an Privatpost und Cinderellas der ganzen Welt des verstorbenen Sammer Don Avery aus den USA versteigert. Dabei auch tolle Stücke von Kolumbien (das ich ja sammle) die ich mir in London während der London 2022 am Stand des Auktionshauses ansah da die Abbildungen und Beschreibungen zu Teil unterirdisch waren.
Tolle Stücke konnte ich zum Teil günstig ergattern.
Hier ist ein solches Stück..., ein Brief der Compania Terrestres, auf der Rückseite insgesamt 28 (wenn ich mich nicht verzählt habe) Briefmarken der großen gelben Marken, von denen weniger als eine Handvoll bekannt waren. Ich frage mich, warum dieser Umschlag eine so große Menge dieser Marke trägt. Unnötig zu sagen, dass dieses Stück NICHT im Katalog oder im Internet abgebildet war.
Entschuldigung für das schlechte Bild..., die Lichtverhältnisse auf der Ausstellung waren nicht optimal.

Oder hier...
Hier ist ein solches Stück. Die einzige Marke der Expreso Caribe..., nur 3 Stück plus eine defekte dieser Marke sind bekannt.

Und hier..., 2 Briefe der Garage Hudson, dabei der einzige bekannte Brief mit der schwarzen Marke, von dieser ist nur noch eine einzelne Marke bekannt..., von der roten Marke habe ich schon 3 Marken sowie 3 Briefe, nun 4!

Alles in allem kann man sagen dass die Zuschläge der Einzellose die ja alle abgebildet waren teilweise extrem hoch waren. "Meine" Sachen waren meist als Samellose angeboten mit nur sehr wengen Bildern. Gut für mich!!!
Hier ist noch was nettes:
Dieser Dienst wurde von der Zeitung La Vanguardia Liberal aus Bucuramanga eingerichtet, um vor allem die schnelle Zustellung von Exemplaren der Zeitung nach Cucuta zu gewährleisten. Der Dienst wurde 1934 aufgenommen und im folgenden Jahr eingestellt.
Es wurde nur eine Briefmarke herausgegeben.
Es sind nur zwei Belege bekannt, dies ist der in der zeitgenössischen Literatur abgebildete Beleg.
Hier einige weitere schöne Stücke.
3 Belege (plus ein paar Briefmarken der "Transportadora Colombia". In der Literatur sind 3 Belege abgebildet, darunter der Beleg auf dem ersten Bild, die 2 weiteren Belege waren bisher noch nicht erfasst. Don schreibt zwar, dass nur 3 Belege bekannt sind. In Wirklichkeit sind es jetzt 5.
Auf der Internet Seite von Grosvenor wurde nur das erste Albumblatt abgebildet.
Hier wieder was "nettes" aus meinen London Ersteigerungen.
La Colombiana / La Movilizadora / Expreso Colombiano (Ribon)
Im Jahre 1906 hatte Julio G. Ribon seine ersten Privaten Transportdienste die “La Colombiana” in Bogota und die „La Movilizadora“ in Girdaot, hauptsächlich für den Transport von Gepäck und Paketen, gegründet. Es gibt jedoch Hinweise dass diese Firmen damals bereits Briefe beförderten.
Hier das früheste bekannte Stück (und Belegstück in der Literatur) der Aktivitäten von Ribon unter den Firmennamen "La Colombiana" und „La Movilizadora“ als Werbeaufdruck auf einer Eisenbahnpost Ganzsache (Front) (Servicio Postal Ferreo), abgestempelt mit einem stummen Mehrkreis-Agenturstempel, dazu Poststempel von Tocaima (2 Juni 1914 und 8. Juni 1914) nach Bogota, dazu runder "No Reclama" (Nicht abgeholt) Stempel.
Von der „Compania de Transportes Terrestres“ habe ich hier ja schon einen "netten Brief gezeigt, hier was für das erste Exponatsblatt dieser Firma.
Die „Compania de Transportes Terrestres“ wurde im Jahr 1925 von Antonio Puerto und anderen Mitgründern mit dem Ziel, die Postverbindungen zwischen Bogota und Santander zu verbessern, gegründet. Die Dienste der bereits 1922 von Antonio Puerto gegründete „Autobuses de Boyaca“ wurde mit der neu gegründeten Firma zusammengelegt, beide Firmen behielten allerdings Ihre eigene Identität was aus den vorhandenen Briefen hervorgeht.
Noch vor der Ausgabe eigener Briefmarken hatte die Firma bereits Post befördert, auch in Zusammenarbeit mit der SCADTA und der kurz vorher übernommenen Firma „Autobuses de Boyaca“.

Briefvorderseite eines Briefes von Barranquilla (19 Oktober 1925) über Bogota nach Bucaramanga. Das Briefstück Brief ist frankiert mit 2 Marken der Kolumbianischen Staatspost zu je 1 Centavo sowie insgesamt 70 Centavos SCADTA Luftpostfrankatur innerhalb Kolumbiens. Da weder die Frankatur der Kolumbianischen Staatspost noch die SCADTA Frankatur einer Portostufe entspricht, ist davon auszugehen dass das Briefstück entsprechend zugeschnitten wurde.
Der Brief wurde somit in Barranquilla aufgegeben, von dort mit der SCADTA nach Bogota per Luftpost innerhalb Kolumbiens nach Bogota transportiert, dort der Privatpost „Autobuses de Boyaca / Compañía de Transportes Terrestres“ (Übergabestempel in rot) der "Autobuses de Boyaca / Agencia de Bogota" übergeben welchen ihn dann nach Bucaramanga (27 Oktober 1925), (Ankunftsstempel der "Compañía de Transportes Terrestres / Agencia de Bucaramanga“) sowie rechteckiger Werbestempel der "Compañía de Transportes Terrestres“ welche hier sogar angibt dass sich die Agentur in der "Farmacia Central" in Bucaramanga befindet. Bucaramanga wurde erst am 14 Januar 1926 an das Flugpostnetz der SCADTA (Flugstrecke Bucaramanga - Barranquilla) angeschlossen.
Ein sehr früher Beleg der "Compañía de Transportes Terrestres" in Zusammenarbeit mit der erst kurz vorher übernommenen "Autobuses de Boyaca" und der SCADTA.
Hier wieder was von den Kolumbianischen Privaten Postfirmen.
Einschreibebrief von Cucuta nach Bremen über Maracaibo und New York, frankiert mit 40 Centavos, der Portostufe für einen Einschreibebrief der 6. Gewichtsstufe bis 90 Gramm (Briefporto 30 Centavos plus 10 Centavos Einschreibegebühr) mit Briefmarken der Kolumbianischen Staatspost, gestempelt mit dem Poststempel der Type D in violett. Einschreibezettel der Correo del Comercio in braunroter Farbe, zusätzlich Einschreibstempel von Maracaibo (Venezuela) sowie Transit-Einschreibzettel von New York.
Die Rückseite des Briefes hat die Ankunfts- und Abgangsstempel von New York / N.Y. RECD / (3) REGY 14 November 1905 und New York / N.Y. U.S.A Foreign 14 November 1905 sowie Ankunftsstempel von Bremen vom 25. November 1905.
Es sind nur 6 Einschreibebriefe dieser Firma bekannt, und die 6 verteilen sich auch noch auf die R-Zettel in den 3 verschiedenen Farben. Ich kann sie in meiner Sammlung alle belegen.

Und weiter geht es.
Von den Losen die ich bei der Grosvenor-Auktion gewonnen habe konnte ich eine Briefmarke (plus etwas zusätzliches Geld) eintauschen und diesen seltenen Brief von der Compania Urbana de Transportes Sucesores Pachuribe erhalten.
Ein sehr, sehr seltener Brief, der am 9. August 1928 von Cali nach Tulua geschickt wurde. Es sind nur 3 Belege mit den violetten Pachuribe-Marken bekannt.
Hier zwei weitere seltene Firmen auf einem Exponatsblatt (Entwurf)..

Zur Expreso Caribe habe ich, wie so oft, eine andere Meinung zu dem was in der Literatur steht.
Im Handbuch "The Private Mail Carriers of Colombia" von Dieter Bortfeldt wird über dieses Unternehmen geschrieben, dass es 1931 tätig war und wahrscheinlich Post zwischen BARRANQUILLA und CARTAGENA, aber auch nach FUSAGASUGA und CAMBAO befördert hat. Es werden jedoch keine Referenzen aus erster Hand erwähnt.
Wenn ich aber FUSAGASUGA (und Cambao, auch wenn in dem Zeitungsausschnitt nur von der Cambao-Straße die Rede ist) sehe, bin ich der festen Überzeugung, dass diese Gesellschaft trotz ihres Namens "Expreso Caribe" keineswegs im karibischen Teil Kolumbiens tätig war.
FUSAGASUGA (und Cambao) liegen in der Nähe von Bogota und eine Reise an die Karibikküste BARRANQUILLA und CARTAGENA hätte damals mehrere Tage gedauert. Selbst heute (siehe Karte), mit besseren Straßen, beträgt die Entfernung 1400 km.
Hier ein anderes Blatt einer bisher unbekannten Privaten Posttransportfirma, der Expreso Santander, zeigen. Diese Firma wurde von mir entdeckt.
Das Blatt zeigt alle Marken und Abstempelungen die bisher bekannt sind, mir ist nicht bekannt dass in anderen Sammlungen solche Stücke sind.
Hinweis, die Landkarte ist im Original auf dem Blatt in grauer Farbe der seltsame sepia-ähnliche Farbton kommt seltsamerweise beim umwandeln des Blattes von PDF zustande.
"Size Matters" könnte man bei diesem großen Werbestempel der kolumbianischen Privatpost "EL EXPRESO TOBON" sagen.
Der Stempel ist immerhin 145 x 28 mm groß und wurde in der Agentur Bogota auf einem Brief in die USA verwendet.
Mir ist aktuell kein weiterer Abschlag dieses Stempels bekannt.
So kann der Tag beginnen, gerade war FedEx hier und hat mir etwas nettes gebracht. Kolumbien, "Correo Semanal El Dorado", dazu einiges hinweise.

Im Juli 2019 war ich in Kolumbien / Guatavita und habe mir den See angesehen, die Gegend dort ist Nationalheiligtum.

Es wurde stets angenommen dass es sich bei dem Siecha See im Guasca Distrikt, einer schwierig zu erreichenden Lagune in einer Höhe von über 3000 Meter, um den Bergsee von Guatavita handelt. Nach einer alten Indianerlegende entstand der kraterförmige See, nachdem ein gewaltiger Stein (Meteor) vom Himmel stürzte und sich durch die Erde bohrte.
Im Jahr 1866 hatten Enrique Urdaneta, welcher die Wichtigkeit des Bergsees für die Muiscas kannte und sein Partner, der englische Ingenieur George Crowther, Anteile an dem See erworben in der Absicht, ihn trocken zu legen und darin den sagenhaften Goldschatz zu finden. Wann genau mit der Austrocknung begonnen wurde, ist nicht bekannt, jedoch wurden im Zuge dessen einige wichtige goldene Objekte der Muiscas gefunden. Die Fundstücke wurden damals von dem deutschstämmigen kolumbianischen Industriellen Alfred Koppel gekauft und nach Deutschland gesandt, wo sie jedoch durch ein Feuer zerstört wurden, so dass nur noch Photos davon verfügbar sind.
Die Stelle wo man den Berg teilweise abtrug ist links zu sehen, man hatte auch versucht einen Tunnel zu graben um das Wasser abzulassen, das misslang aber, es gab dabei sogar einen Unfall wobei George Crowther und 12 Arbeiter starben, danach wurde das Projekt eingestellt, der sagenhaften Goldschatz „El Dorado“ wurde außer den schon genannten Stücken, aber nicht gefunden.
Und um zur Philatelie bzw. zu einem meiner Sammelgebiete zu kommen:
Da die Kommunikation zwischen den beiden Partnern von der Lagune nach Bogota schwierig war, wurde ein Privater Postdienst eingerichtet, die „Correo Semanal El Dorado“.
https://fuchs-online.com/colombia/companies/12.htm
Hallo,
eine tolle und sehr interessante Geschichte. Und Kolumbien ist ein schönes Land.
Diese Marke ist mir auch schon eubmal begegnet. Anscheinend bestand für die Marke ein echter Bedarf und sie wurde nicht für Sammler produziert, darum sieht sie wohl auch so unscheinbar aus.
Nebenbei: Bicht wenige Ausgaben der deutschen Privatpostmarken vor 1900 waren ja leider hauptsächlich für Sammler hergestellt und hatten sonst keinen eigentlichen Zweck, gab es das auch bei den kolumbianischen Privatpostmarken?
Viele Grüße
Jensen
@ Jensen [#16]
Die Kolumbianischen Privatpostmarken sind eigentlich frei von Philatelistischen Ausgaben. Es gibt eine Ausgabe (Octavio Mora) welche etwas umstritten ist, einige andere Marken, insbesondere von Tobon und Ribon gibt es auch auf Sammlerpost, meist von und an Josef Sonntag der schon bei SCADTA recht bekannt ist.
Und ja, Kolumbien ist ein schönes Land, leider werden meist nur die negativen Schlagzeilen genannt.
Octavio Mora [1]
Als Hinweis, auf ZDF Info ist noch bis einschießlich 14.05.2022 ein schöner Film zu El Dorado zu sehen. Ich habe ihn mir mal auf den Rechner geladen [2}.
[1]
https://fuchs-online.com/colombia/companies/39.htm
[2]
https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/aufgedeckt-raetsel-der-geschichte-mythos-el-dorado-102.html
@22028
Vielen Dank! Die Doku sehe ich mir an.
Ich finde der Octavio Mora sieht man schon an, dass sie philatelistisch inspiriert wurde, wie auch vielen alten deutschen Privatpostmarken.)
Viele Grüße
Jensen
@ Jensen [#18]
Ich finde der Octavio Mora sieht man schon an, dass sie philatelistisch inspiriert wurde (wie auch vielen alten deutschen Privatpostmarken).
Korrekt, nur, wie soll man es beweisen?
Hier ein Blatt der Kolumbianischen Privatpost "Expreso Trejos Rep. Ltda". Auch diese Firma hatte keine eigenen Marken ausgegeben sondern verwendete die Marken der Kolumbianischen Staatspost, nur erkennbar an der Poststempeln der Privatpost. Das Blatt ist eigentlich ein Typisch Postgeschichtliches Blatt, das Exponat an sich ist aber, da es auch viele Firmen zeigt welche eigenen Briefmarken hatten, ein traditionelles Exponat.
Das Blatt zeigt die Streckenkarte sowie Beispielhaft einige Verwendungen, ich habe dieses Layout gewählt da das zeigen nur von Marken und Briefstücken etwas langwellig wirkte.
Zu einem Exponat gehört ja nicht nur philatelistisches Material sondern auch ein Titel/Einleitungsblatt. Da habe ich lange daran gearbeitet, ist nicht so einfach zu erstellen wie sich mancher evtl. vorstellt, an den Text muss ich sicher noch etwas Feinschliff anlegen.
@ 22028 [#21]
Im Absatz zwei steht Grenadische Konföderation. Muss es nicht Granadische Konföderation heissen?
Gruss
Martin
@ Martin de Matin [#22]
Scharfe Augen, typischer Autokorrektur Fehler, oder auch Granada-Konföderation. [1] Danke.
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Granada-Konf%C3%B6deration
Heute im Tausch gegen einige andere Sachen bekommen, eintreffen muss die Marke, genauer gesagt das Briefstück, noch bei mir.
Empresa de Autobuses Antonio Puerto (1922-1925)
Diese Firma wurde im Jahr 1922 von Antonio Puerto gegründet, operierte unter dem Namen EMPRESA DE AUTOBUSES und wurde im Jahr 1925 in AUTOBUSES DE BOYACA umbenannt. Zu Beginn verband sie die Stadt DUITAMA mit BOGOTA, erweiterte die Routen später aber bis nach BUCARAMANGA, CUCUTA und HONDA. Anfangs wurden weder Briefmarken der Kolumbianischen Staatspost noch Poststempel (Gebühr bezahlt) noch sonstige Portoangaben verwendet was im Gegensatz zu den Postgesetzen und -vorschriften stand.
Es gibt jedoch auch eine Markenausgabe die SEHR selten ist und nur auf 2 Briefen von 1923 bekannt ist, dazu 2 Briefstücke, eines davon, das gezeigte, ist nun meines.
Alle bekannten Marken haben eine Art von Sicherheitslochung, der Grund dafür ist nicht bekannt.
@ 22028
Herzlichen Glückwunsch. Eines von zwei, Wahnsinn. Das Sammeln von wenig bekannten Raritäten aus einem sehr speziellen Gebiet -so wie hier- finde ich sehr interessant.
Problem ist: Selbst wenn es nur 20 Interessenten für diese Marke auf der Welt gibt, übersteigen sie das Angebot schon um das zehnfache.
Viele Grüße
Jensen
@ Jensen [#25]
Danke.
Das Problem mit Wert gegenüber Interessenten und Angebot gibt es ja bei vielen Gebieten, da muss man durch und Stehvermögen / Geduld haben.
Es sind zumindest keine "Scheinraritäten" wie der Posthornsatz".
Hier noch ein "nettes" Blatt aus dem Exponat:
Mein Exponat so wie ich es bei der REMSMA 2022 in Ulm zeigen werde habe ich bei Exponate Online [1] eingestellt. Bei Rahmen 4 gibt es noch einen Fehler als dass ein Blatt zu viel gezeigt ist und bei Rahmen 7 fehlt ein Blatt, das wird aber bald berichtigt.
[1]
https://www.exponate-online.de/e_exponat.asp?a=1&e=232
Gestern bei ebay geschossen, Expreso Colombiano (Ribon), Quittung für ein Paket von Bogota nach Cali. Das erste und bisher einzige bekannte Exemplar.
Für die Ausstellung in Ulm wird es wohl nicht mehr rechtzeitig eintreffen, aber es kommen ja sicher weitere Ausstellungen.
Kolumbien Private Carrier RIBON, Einschreiben
Es ist bekannt dass der Private Carrier Expreso Ribon auch einen Einschreibedienst hatte, allerdings sind bisher keine Gebühren dafür bekannt. Alles, was mir (und anderen Sammlern) bekannt ist, sind ein paar Briefstücke und Belege mit dem Handstempel RECOMENDADO.
Der gezeigte Brief von Manizales nach Cali der ich diese Woche ersteigern konnte ist datiert auf den 13. August 1932, frankiert mit insgesamt 38 Centavos Porto der Kolumbianischen Staatspost frankiert die möglicherweise damit in Verbindung stehen:
6 x 4 Centavos Porto (4 Centavos pro 20 Gramm oder Bruchteil)
8 Centavos Einschreibe-Gebühr
2 Centavos überfrankatur.
dazu: 36 Centavos (6 x 6 Centavos) Porto von Ribon (6 Centavos pro 20 Gramm).
Das würde mit dem handschriftlichen Vermerk 115 Grams auf dem Umschlag übereinstimmen. Aber es gibt weder eine Einschreibenummer auf dem Umschlag noch einen Stempel der kolumbianischen Staatspost, auch nicht auf der Rückseite des Umschlags, die hier nicht abgebildet ist. Sehr mysteriös.
Puh, das war knapp, von der Correo Departamental de Caldas habe ich schon sehr lange nichts mehr passendes gesehen, heute bei ebay geschossen. Start war bei $39.99 der Zuschlag "geringfügig" höher.
Die Marke hat den Stempel der Correo Departamental de Caldas, Armenia, en Ort von dem bekannt ist dass diese Forms dort eine Agentur hatte. Nichtsdestotrotz, die bis heute erste Marke mit dem Stempel von dem Ort. Von den anderen Orten ist auch kaum etwas bekannt.
Nun muss ich das Albumblatt halt ändern sobald die Marke hier ist.

Manchmal kommt es einem vor als wenn Weihnachten früher kommt. Gestern Abend schrieb mich ein Sammlerfreud aus den USA an und bat mich um Klassifizierung zweier Kolumbien Briefe der "Private Carrier". Einer war nichts besonderes, der andere aber der gefiel mir.
Es ist ein Brief der Compania Interdepartamental de Autobuses "SPA".
Die Literatur schreibt dass diese Gesellschaft 1927 zwischen TUNJA und BOGOTA tätig war. Die Ähnlichkeit des Namens und den verwendeten Stempeln deutet darauf hin, dass das Unternehmen seinen Namen 1928 in SOCIEDAD DE AUTOBUSES - COLOMBIA änderte.
Es wurden keine Briefmarken herausgegeben - nur Handstempel kennzeichnen die von dieser Gesellschaft beförderte Post.
Auf Grund der kurzen "Lebensdauer" dieser Firma sind Brief davon extrem selten. Der neue Brief ist datiert 16 Februar 1928 ist belegt dass die Firma auch noch 1928 tätig war. Schön auch der "postalische" Aufkleber auf der Rückseite des Briefes.
Nach Erhalt des Briefes muss ich wohl erst mal den Radiergummi bemühen, das ist aber nebensächlich.

Dieses Los habe ich gekauft auch wenn ich nur eine einzige Marke daraus brauche. Es ist die Marke rechts oben, mit Manziales Stempel. Diese Marke als Einzellos wurde 2015 schon bei ebay verkauft, damals für knapp $ 400 und ich war nur der Unterbieter, das Los war zwar teurer, dafür habe ich nun einiges an Beifang.

Wenn Eriwan seltene Stücke hatte kann ich auch mithalten, nur nicht im Wert.
Garage Hudson, der einzige bekannte Brief mit der schwarzblauen Marke. Es soll noch eine lose Marke in schwarz geben, da habe ich aber bisher nur was in alter Literatur gelesen, gesehen habe ich die Marke nicht.

Von der roten Marke gibt es immerhin (sind bekannt) 5 Briefe:

@ 22028 [#24]
Im verlinken Beitrag habe ich eine Marke gezeigt welche die Adresse der Empresa de Autobuses Antonio Puerto (1922-1925) zeigt die im Jahr 1922 von Antonio Puerto gegründet wurde und unter dem Namen EMPRESA DE AUTOBUSES operierte. Diese wurde im Jahr 1925 in AUTOBUSES DE BOYACA umbenannt.
Nun konnte ich diesen Brief erwerben der im Briefkopf den Namen und Adresse dieser Firma zeigt, noch nie vorher gesehen.

Hier nochmal der Einfachheit halber die Briefmarke.
@ 22028 [#35]
Immer wieder spannend über die Entwicklung Deiner Sammlung zu lesen und sehen; hat Sen. Don Antonio Puerto den Dienst von den USA aus gemanagt und der Fa. in Kolumbien seinen Namen gegeben oder schreibt er an sich selbst, was ich nicht glauben will.
MphG
Gerhard
@ Gerhard [#36]
Gut möglich, dass es da ein Familienmitglied gleichen Namens gab der in den USA lebte.
Muss mal sehen, ob/dass ich was über die Firmengeschichte und Verwandtschaft herausfinden kann.
Es gibt diese Internetseite [1], ob das aber der gleiche Antonio Puerto ist kann ich nicht sagen.
Bei meiner nächsten Reise nach Kolumbien mal dort vorbeischauen.
[1]
http://www.fundacionantoniopuerto.org/history.html
@ Gerhard [#36]
Ich habe die Fundacion Antonio Puerto mal angeschrieben, einige Bilder mit Briefen etc. angehängt und nachgefragt ob man die Stiftung mal besuchen kann.
Wir werden ja in Kürze wieder nach Kolumbien reisen… und nur mit den Schwiegereltern und Schwager/Schwägerin rumhängen ist nicht meines.
[1]
http://www.fundacionantoniopuerto.org/history.html
Heute habe ich mal den einzigen verbliebenen (selbst früher gab es nicht viele) Briefmarkenladen von Bogota aufgesucht. Habe einiges gekauft und wegen meiner guten Spanisch Kenntnisse wurde ich nicht übers Ohr gezogen. Der Händler hatte nicht viel für mich, einige Briefe der Privaten Postanstalten von Kolumbien fand ich aber, dazu einige lose Marken mit den entsprechenden Stempeln.
Der lächelnde junge Mann war nur der Sohn der keine Ahnung von Philatelie hatte, wegen jedem Stück musste er seinen Vater anrufen.


Und damit noch was philatelistisches hinzukommt, hier die Ausbeute...
@ 22028 [#40]
Während des Treffens mit den anderen Sammlern hier in Bogota bemerkte "Anfänger" von uns dreien lapidar, dass die letzte Ausgabe der Expreso Ribon-Briefmarken von 1933, welche nicht mehr verwendet wurden, gedruckt von der Druckerei des Deutschen Reiches in Berlin, auf jeder Briefmarke des Bogens von jedem Nennwert den ständigen Fehler "COLOBIANO statt COLOMBIANO" aufweist.
Braucht es einen Anfänger, um diesen Fehler nach fast 90 Jahren zu entdecken? Was für eine Schande für uns erfahrene Sammler!
Ich zeige den Fehler auf der 10 Peso Marke und einen kompletten Bogen davon.


Aber, dadurch kam bei mir eine neue Theorie auf. Vielleicht war der Druckfehler der Grund dafür, dass die Briefmarken nicht mehr verwendet wurden, weil sie zurückgewiesen wurden und das kolumbianische Gesetz, das den privaten Postfirmen die Verwendung ihrer eigenen Briefmarken verbot, zu diesem Zeitpunkt bereits strikt durchgesetzt war?
Leider sind die meisten, wenn nicht alle Archive der Reichsdruckerei in Berlin während des Zweiten Weltkriegs verloren gegangen.
@ 22028 [#41]
gedruckt von der Druckerei des Deutschen Reiches in Berlin
Sicher das die Marken bei der Reichsdruckerei hergestellt wurden? Irgendwie sieht mir der Bogen nicht danach aus. Auch war Linienzähnung nicht gerade die übliche Version der Reichsdruckerei.
Grüße
Harald
@ saeckingen [#42]
Danke für die Hinweise. Die Literatur sagt ja, dass die Marken in Berlin in der Reichsdruckerei gedruckt wurden. Dazu fehlt mir aber auch noch ein Beweis, die Zähnung spricht z.B. dagegen. Aber das ist ja das was das Interessante ist. Neues entdecken, alte Fehler der Literatur korrigieren etc.
Wenn ich Zuhause bin werde ich mal meinen Bogensatz (es sind nur 3 Bogensätze bekannt) nach Wasserzeichen untersuchen.
Ich gestehe, ich habe mich dieser Ausgabe bzgl. bisher zu sehr auf die Literatur verlassen. Andere Sachen in der Literatur konnte ich schon widerlegen bzw. korrigieren. Ist halt wie beim Knödelessen, einer nach dem anderen.
Hallo Rainer,
schöne Informationen von deiner Recherche/Kontaktpflege vor Ort. Das macht Philatelie lebendig.
Viele Grüße nach Kolumbien, solltest du noch dort sein,
Klemens
Gefühlt 20 Jahre habe ich nach einem Brief mit der Stempel Type A (CUCUTA in kursiven Buchstaben) der Correo del Comercio gesucht. Selbst im Handbuch ist keiner abgebildet, ich wusste aber dass es solche Belege gibt. Mir ist ein Sammler aus Medellin bekannt der nach seiner Aussage 4 solcher Belege besitzt, aber keinen abgibt da er den nicht ersetzen kann.
Nun war es soweit.
Hinweis, die 10 in der rechten unteren Ecke war evtl. mal der Preis für den Brief vor 100 Jahren, selbst Briefe mit den häufigen Stempeln (Type B-D) werden viel höher bezahlt.
Hier ein weiteres Sahnestückchen, Compania de Transportes Terrestres, die erste Ausgabe, hier in der Wertstufe zu (vermutlich) 10 Centavos. Die erste Ausgabe von 1927 bestand aus 2 großen Briefmarken ohne Wertstufe. Basierend auf wenigen vorhandenen Briefen wurde festgestellt, dass die gelbe Marke eine Wertstufe von 5 Centavos hat.
Siehe dazu den Beitrag [1] mit meinem Exponatsblatt mit 2 gebrauchten Marken und einem Brief mit 28 ! Stück der gelben Marken.
Bei der blauen Marke wird eine Wertstufe von 10 Centavos angenommen.
Von der 10 Centavos Marke/Ganzsache ist nur das hier gezeigte Stück bekannt und wurde vermutlich als Ganzsache verwendet. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, zierte dieses Stück viele Jahre lang die Home Page des Briefmarkenvereins von Bogota und das Stück ist auch im Handbuch abgebildet. Nun hat das Stück eine neue Heimat.

[1]
https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=302106
Hier ein kleiner Appetitanreger aus den Neuerwerbungen:
Compania de Transportes Terrestres, 7 Exemplare der Briefmarken der vierten Ausgabe auf Briefstück eines vermutlich schweren Briefes aus Bucaramanga (31. Juli 1928).
Rechteckiger Poststempel der Compania de Transportes Terrestres / Correos Extra Rapidos / 31. Juli 1928 / Agencia BUCARAMANGA.
Die einzigen bekannten gestempelten Briefmarken dieser Ausgabe.
@ saeckingen [#42]
Kam gestern Abend wieder zuhause an und habe heute die betreffenden Bogen auf Wasserzeichen untersucht.
Wie auf dem Foto ersichtlich müsste es sich um das Wasserzeichen „Waffeln“ handeln, das wurde im Deutschen Reich bereits von der damaligen Reichsdruckerei verwendet.
Kann jemand meine Aussage bestätigen oder berichtigen?
Nachtrag!
Wie aus dem Katalogauszug ersichtlich müsste es sich um das Wasserzeichen „Waben“ von Danzig (WZ 2 gemäß Michel Katalog) handeln.
Danke an das Whatsbriefmarken Forum bei Facebook für die Info.
Ich kämpfe zwar noch mit dem Jetlag (und mit Arbeit im Garten wo doch einiges liegenblieb), 2 feine (über Schönheit kann man streiten) möchte ich aber doch zeigen.
Wieder die schon öfters genannte Compania de Transportes Terrestres, die 8. Ausgabe, ein Provisorium das kaum existent ist. Ich habe viele viele Jahre gebraucht bis ich eine einzelne Marke davon bekam, nun bekam ich in Bogota die 2 Briefe.
In meinem alten Exponatsblatt schrieb ich noch:
[/i]Achte Ausgabe - 1932
Die achte Ausgabe wurde aus Marken der 7 Ausgabe, überdruckt mit 8 Centavos in roter Farbe, hergestellt. Die Marken sind sehr selten und keine Belege damit sind bekannt so dass man von einer extrem kleinen und Auflage ausgehen kann.[/i]
Im Handbuch sind auch keine Briefe abgebildet.
Die beiden Briefe tragen jeweils eine mit einer 8 überdruckten (überstempelten) Marke wobei der Aufdruck auf der Marke des unteren Briefes Kopfstehend ist.

Heute mit einem weiteren Stück der Compania de Transportes Terrestres weitermachen. In Beitrag [#48] hatte ich ja schon ein Hammerteil der 4. Ausgabe gezeigt, nun geht es etwas zurück zur 2. Ausgabe die ein komplette neues Design hatte.
Zweite Ausgabe - 1927 - Aufschrift EXTRA-RAPIDOS
Die zweite Ausgabe bestand nur aus einem Wert, diesmal 6 Centavos, der in verschiedenen Zähnungen bekannt ist. Die Zähnung befand sich nur zwischen den Marken, nicht aber an den Rändern des Bogens. Die Inschrift zeigt das Wort "EXTRA-RAPIDOS" mit Bindestrich getrennt.

Vergrößerter Scan, der die Details der Aufschrift zeigt.
Für diese Ausgabe wurden auch Probedrucke hergestellt, allerdings ungezähnt, in anderen Farben und in einer anderen Bogengröße als die später ausgegebene Marke.

Kompletter Proof-Bogen mit 15 Briefmarken der 6-Centavos-Nominale in grüner Farbe, ungezähnt. Die Briefmarken selbst wurden nicht in dieser Farbe und Bogengröße gedruckt.
Der einzige dokumentierte Probedruck in dieser Farbe.
Nachdem die Ausstellung in Koper beendet ist und das Ergebnis für das Exponat recht ansprechend war mach ich nun weiter damit das Exponat für die nächste Ausstellung (FIP Klasse) vorzubereiten. Da ich da auch wiederum nur 5 Rahmen (80 Blatt) bekommen werde wird es nicht einfach, das schon vorhanden 80 Blatt Exponat mit zumindest einem Teil der neuen Stücke zu verbessern, dazu müssen aber einige Blätter von einigen Firmen aus dem aktuellen Exponat raus und werden durch komplett neue Blätter ersetzt. Die Geschichte an sich muss aber erhalten bleiben. Des Weiteren übersetze ich das Exponat nun in Englisch.
Wir machen dann hier mal weiter mit der Compañía de Transportes Terrestres, der Siebten Ausgabe von 1931.
Diese Ausgabe besteht aus der Wertstufe zu 5 Centavos welche in mehreren verschiedenen Farbnuancen von violett-blau über braun bis hin zu dunkelbraun gedruckt wurden.
Die Briefmarke wurde in Bögen zu 30 Marken gedruckt, wobei die Druckplatte aus 15 Marken (5 x 3) bestand und die ersten 15 Marken auf der Oberseite des Papiers gedruckt wurden, nach diesem Druck wurde das Papier gewendet und die anderen 15 Marken wurden auf der Unterseite des Papiers gedruckt, was zu Tete-Beche-Paaren in den mittleren Reihen führte.
Der EINZIGE erhaltene vollständige Bogen, der die Druck- und Wendemethode zeigt, mit dem Ergebnis, dass TETE-BECHE-Positionen in den mittleren Reihen des Bogens.
@ 22028 [#52]
Hallo Rainer,
ich muss zugeben, irgendwie bewundere ich Dich und Deinen Elan und die Zuversicht.
Ich werde nach dem Ergebnis in Trier nicht mehr ausstellen, aber das soll Andere nicht davon abhalten, gerade so interessante Themen, wie Du sie zusammen trägst, auch auszustellen.
Auch wenn man im Geheimen weiß, dass der Großteil gerade der internationalen Preisrichter es nicht entsprechend bewerten kann.
Also weiter so und beste Grüße.
Werner
@ HWS-NRW [#53]
ich muss zugeben, irgendwie bewundere ich Dich und Deinen Elan und die Zuversicht.
Hoffnung ist das letzte das stirbt, und außerdem macht es mir Spass. Bisher habe ich eigentlich recht gute Erfahrungen, Andererseits, wenn ich für dieses Gebiet das hier besprochen und meines Wissens nach noch nie International (FIP Klasse) gezeigt wurde keine Werbung mache dann wird es dafür in Zukunft schlecht.
In Vorbereitung auf die erste Internationale Ausstellung wo ich mein Kolumbien Exponat zeigen möchte (EFIRO 2024 in Bukarest) habe ich das Titelblatt nun auf Englisch übersetzt und habe da Titelblatt und Struktur auf einer Seite untergebracht.
Das Layout ist so wie es International heute erwartet wird, der Vorteil der Zusammenfügung von Titel und Layout auf einem Blatt ist, dass ich ein weiteres Blatt für philatelistisches Material habe da 5 Rahmen (80 Blatt) schon knapp sind.
In der aktuellen Philatelie ist ein Artikel aus meiner Feder über eine der Kolumbianischen Privatpostfirmen, der Expreso Ribon, auf den Seiten 48-51 zu finden.
Einen Teil meines Exponates der Kolumbianischen Privatpost zeige ich am 6. Mai 2024 beim Treffen des Münchner Briefmarken Club von 1905 (MBC 1905), Gäste sind da immer willkommen. Evtl. trifft man den einen oder anderen von hier ?
Mal wieder etwas Neues für meine Kolumbien Privatpost Sammlung.
Correo Expreso Trans-Ocampo, die recht häufige 5 Centavos Marke, aber mit Stempel vom 11 Februar 1954. Bisher war bekannt, dass diese Firma im Jahr 1952-1953 in Betrieb war, das kann nun korrigiert werden.
Wie in der EFIRO 2024 Diskussion ja schon geschrieben hatte ich auch mein Kolumbien Exponat erstmalig mit 5 Rahmen bei einer FIP Ausstellung gezeigt und auf Anhieb Gold mit 90 Punkten erreicht.
Bemerkenswerter als dass das das erste Mal, war wo dieses Gebiet überhaupt jemals bei FIP gezeigt wurde.
Die Juroren (ein Kanadier und ein Peruaner) waren zwar der Meinung, dass das Exponat mehr in Postgeschichte als in Traditionell gezeigt werden sollte, dem widersprach ich aber und andere Juroren die ich befragte waren da auch meiner Meinung.
Wie schon geschrieben hat dieses Exponat 90 Punkte und Gold erreicht, allerdings, das trübt meine Freunde aber nicht, haben die beiden Juroren aus Kanada und Peru das Exponat von Traditionell in Postgeschichte versetzt und bewertet.
Auch wenn das eine Tatsachenentscheidung ist, bin ich damit eigentlich nicht einverstanden da es, wie mir einige andere Juroren Vor-Ort bestätigten, dass das Exponat, da es ja Briefmarkenbogen, Probedrucke etc hat, somit klar traditionell ist, auch wenn, was die beiden Juroren mir sagten, viele Belege hat.
Nun, was soll man machen, wenn es von dem Gebiet kaum komplette Bogen und selbst kaum Einheiten gibt ?
Heute kam unter anderem dieser nette Achterblock der 5. Ausgabe der Compania de Transportes Terrestres an. Der Unterschied zu den Marken der 2. Ausgabe ist dass hier der Bindestrich zwischen EXTRA-RAPIDOS fehlt und statt dessen da EXTRARRAPIDOS gedruckt wurde.
Warum ?
In [#51] ist ein Probedruck der 2. Ausgabe gezeigt.
Von dieser 5. Ausgabe sind keine kompletten Bögen bekannt, dieser Achterblock ist, wenn ich das richtig sehe, eine der oder gar die größte bekannte Einheit dieser Marke.
@ 22028 [#62]
Werbetechnische Gründe?
Aus einem zusammengesetzten Wort entsteht ein Wort (Begriff).
Das wäre eine Möglichkeit, die ich vermuten würde.
Viele Grüße
Thomas
@ angim [#63]
Aus einem zusammengesetzten Wort entsteht ein Wort (Begriff).
Netter Versuch, aber das zusammengesetzte Wort ergibt keinen Sinn.
Die Marken kamen noch rechtzeitig bei mir an um die Albumblätter dafür zu erstellen, morgen gehts nach Haldensleben zum Aufbau.

Im Handbuch der Privatpost von Kolumbien ist auch diese ungezähnte Marke von Ribon abgebildet, beschrieben mit (übersetzt) Ein ungezähnter Probedruck ohne Wertangabe.
Habe mir das heute genauer und vergrößert angesehen, mir kommt es vor als wenn es die 10 Centavos Wertstufe ist, die 1 ist nur vom Rahmen verdeckt. Man erkennt noch gut, dass der teilweise gerundete Rahmen da wo die Wertziffer ist an den Stellen gerade ist und man kann auch mit etwas genauen Hinsehen die „1“ erkennen.
@ 22028 [#67]
Rainer, ja, auf beiden Seiten kann ich eine blaue Wertziffer 1 erkennen. Die Nummer 10 ist also verstellt.
Hier ist ein sehr schöner und seltener Brief der kolumbianischen Privatpost Correo Rapido de Santander frankiert mit einem Streifen von 6 der 2 Centavos Briefmarken des Correo Rapido de Santander für einen Brief der 3. Gewichtsklasse von San Andres / Santander (1. Oktober 1927) über Bucaramanga (3. Oktober 1927) nach Bogota. Dazu 90 Centavos Frankatur der SCADTA für Luftpost von Bucaramanga nach Bogota und 12 Centavos Kolumbianische Nationalpost.
Was mir noch nicht klar ist, ist, ob es sich um einen Einschreibebrief handelt. Die Markierung unten links mit der Registriernummer 1 deutet darauf hin, aber es gibt kein Einschreibeporto, oder waren die Ministerien vom Einschreibeporto befreit?
Hat ein Mitglied eine Idee dazu?

Hier ein weiteres Stück für mein Exponat der Kolumbien Private Carriers:
Zuerst aber die Unterschiede von 3 der 4 sich auf dem Brief befindlichen Privatpost Marken. Das Bild ist ein Screenshot des Exponatsblattes, die Gitternetzlinien sind auf dem späteren Blatt nicht zu sehen.

Vorderseite eines Briefes der 4. Gewichtsstufe 61-80 Gramm) von CUCUTA (1. Januar 1927), der auf dem Landweg nach Bucaramanga (5. Januar 1927) befördert wurde, wo er an die SCADTA übergeben wurde, um mit der innerkolumbianischen Luftpost nach Barranquilla befördert zu werden.
Waagrechter Viererstreifen von der linken Seite des Bogens (linke Marke links ungezähnt) da die Marken nur zwischen den Marken und am oberen und unteren Bogenrand, nicht aber in den senkrechten Bogenrändern gezähnt wurden) der 4 Centavos-Marken der 1. Ausgabe des Correo Rapido de Norte de Santander (Positionen 7 - 8 - 9 - 10 im Bogen) für einen Brief der 4. Gewichtsstufe. Dazu 120 Centavos (1 Peso 20 Centavos) Frankatur der SCADTA für Luftpost von Bucaramanga über Puerto Wilches nach Barranquilla und 16 Centavos Porto der Kolumbianischen Staatspost.
Entwertet mit rechteckigem Poststempel des Correo Rapido de Norte de Santander / Cucuta (1. Januar 1927) und Transitstempel der SCADTA Bucaramanga (5. Januar 1927).

Die höchste bekannte Frankatur eines von der Correo Rapido de Norte de Santander beförderten Briefes. Abgebildet im Handbuch von Dieter Bortfeldt (Private Mail Carriers of Colombia), Seite 87.
Das habe ich hier noch nicht gezeigt.
Wiederum Correo Rapido del Norte de Santander, die erste Ausgabe, Viererblock, eine Marke mit einem sehr schönen Plattenfehler.
Viererblock vom linken, die Marke rechts unten mit Variante unten links Stempel (Position 7) Rahmenelement gedreht, Bogenfelder 1 - 2 / 7 – 8


Und wie üblich, auch ein Brief dazu.

4 Centavos-Marke der 1. Ausgabe des Correo Rápido del Norte de Santander, eine Marke mit gedrehtem Rahmenelement, auf Brief von Pamplona (29. September 1928) über Bucaramanga (1. Oktober 1928) und Barranquilla (3. Oktober 1928), rückseitig Transitstempel, nach Berlin / Deutschland. Zusatzfrankatur von SCADTA 30 Centavos für Luftpost von Bucaramanga nach Barranquilla und obligatorische 8 Centavos der Kolumbianischem Post.
Am 1. Oktober 1928 wurde das SCADTA Porto von 30 Centavos auf 20 Centavos reduziert. Dieser Brief vom 30 September 1928 von Pamplona nach New York ist vom letzten Tag der alten Gebührenstufe. Hätte der Absender den Brief am Folgetag versandt hätte er 10 Centavos gespart.
Die Marke der Correo Rapido de Norte de Santander zeigt den Plattenfehler "kleines "T" anstelle "r" in Norte"

Hallo,
endlich kann auch ich einen für mich tollen Beleg präsentieren:

Auslandsbrief vom Januar 1927 einer in Valparaíso und in Chile tätigen Firma in HAMBURG mit einem AFS-Type 1, die 30 Centavos-Marke (MiNr LA 17) ist ein sog. Länderaufdruck für "A" Alemania, sie war auch für Post aus Österreich und der Tschechoslowakei nach Kolumbien gültig.
Für den Luftpostversand innerhalb Kolumbiens, in dem Fall von Barranquilla nach Medellín, war die Marke notwendig.
Das Porto von 30 Centavos war das Porto der ersten Gebührenstufe bis 20 Gramm und gültig für „Flussaufwärts und Flussabwärts“. Erst ab der 2. Gewichtsstufe (21-40 Gramm) war es unterschiedlich.
mit Sammlergruß
Werner
@ HWS-NRW [#74]
Sehr schöner Brief, auch wenn die SCADTA eine Privatpostgesellschaft (und Fluglinie) wird sie nicht direkt zum Sammelgebiet der Privaten Postgesellschaften von Kolumbien gezählt.
Eigentlich seltsam, die LANSA z.b. wird dazu gezählt, die Avianca z.B. wird auch nicht dazu gezählt.
Bis auf die provisorischen Einschreibmarken der SCADTA (dazu habe ich eine separate Diskussion) sammle ich SCADTA auch nicht, das Gebiet ist zu umfangreich um es komplett zu sammeln.
https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?&ST=13596&full=1
Es hat einige Zeit gedauert bis ich etwas Neues für meine Sammlung gefunden habe.
Hier ein Dreierstreifen vom unteren Bogenrand der 9. Ausgabe der Compania de Transportes Terrestres mit einem recht markanten senkrechten Zähnungsausfall zwischen der 1-2 und 2-3 Marke. Ob die Marken im Streifen links und rechts komplett ungezähnt waren kann ich leide nicht sagen. Gestempelt sind die Marken mit dem Rahmenstempel von Honda.
Dieser Beleg bereitet mir Kopfzerbrechen.
Es scheint zwar eine echte Verwendung eines SCADTA-Briefes von Bogota über Bucaramanga nach Cucuta zu sein. Seltsam ist, dass die Briefmarke des Correo Rapido del Norte de Santander mit dem Stempel von Bogota (SCADTA) 22.IX.192(6)? entwertet ist, aber der Stempel geht nicht auf den Brief über und es scheint, dass unter der Marke ein anderer Stempel ist.
Dieselbe Marke scheint jedoch korrekt mit dem rechteckigen Stempel der Correo Rapido del Norte de Santander / Cucuta vom 30.IX.1926 abgestempelt zu sein. Was könnte der Grund dafür sein?
Rückseitig Transitstempel von Bucaramanga (SCADTA), 27.IX.1926.
Mir ist nicht bekannt, dass Briefmarken des Correo Rapido del Norte de Santander in Bogota erhältlich waren, es sei denn, eine Privatperson hatte eine solche Marke, die er mitgebracht oder geschenkt bekommen hatte um damit seine Post nach Cucuta direkt mit den Express Marken zu frankieren was ja Sinn machen würde. Jedenfalls ist kein weiterer Brief aus keinem Ort außer denen der Provinz Norte de Santander mit diesen Marken frankiert bekannt.
Prinzipiell ist es ein Brief der 2. Gewichtsklasse bis 40 Gramm (SCADTA Frankatur 30+20 Centavos, Kolumbianische Staatspost 4+4 Centavos. Bur das Porto der Expresspost von 4 Centavos passt nicht.
So sieht der Brief heute aus!

Eine genauere Untersuchung brachte nun die Vermutung, dass offensichtlich die Briefmarke(n) der Expresspost auf dem Weg von Bogota nach Cucuta abgefallen ist, zumindest eine Marke in Cucuta aufgefunden wurde und, allerdings nicht in der Original Position, wieder angebracht und dann mit dem Rechteckstempel der Expresspost gestempelt wurde. Der verfärbte Fleck unter dem Cucuta Stempel lässt vermuten, dass da vorher auch mal eine Expresspost Marke war die aber nicht mehr aufgefunden wurde.
Und so wie die Marke vermutlich vorher angebracht war…

Als weiteres Schmankerl, die Rückseite des Briefes mit Medizin-Motiv
Gestern gab es wieder etwas von einer der seltenen, kleinen Privatpost Firmen von Kolumbien und zwar von der Compania Urbana de Transportes - Sucesores de "PACHURIBE".
Der Nachfolger von Francisco Uribe (PACHURIBE) gründete diese Firma im Jahr 1927 mit dem Ziel, Post innerhalb des El Valle Distrikts, mit dem Sitz der Firma in Cali, zu befördern. Bis wann die Firma in Betrieb war ist nicht bekannt die die verwendeten Stempel keinerlei Datumsangabe trugen und auch sonst keinerlei Aufzeichnungen bekannt sind.
Die Firma verausgabte zwei Briefmarkenausgaben wobei bis heute nicht sichergestellt ist welche zuerst ausgegeben wurde. Die Auflistung folgt daher der allgemein gültigen Aufstellung.
Erste Ausgabe, gedruckt von Carvajal bestehend aus 2 Marken in roten Farbschattierungen ohne Wertstufe, Zähnung 11,5. eine in einer kleinen Größe von 20 x 28 mm und eine größere von 28 x 48 mm. Die Bogen wurden nur zwischen den Marken, nicht an den äußeren Bogenrändern gezähnt.
Hier nun die kleinere Marke der 1. Ausgabe, gestempelt in CERRITO, Es sind keine kompletten Briefe mit dieser Marke bekannt, selbst lose Marken sind defacto schon Weltraritäten, Der Aufgabeort CERRITO war bisher auch nicht in der Literatur vermerkt.
Oftmals sind es nicht die großen Raritäten die Freude machen, manchmal ist auch nur die Schönheit eines Beleges.
Gestern hatte ich hier in Bogota (Bin seit Sonntagabend hier) einen mir bekannten Sammler besucht und er hat sich doch erweicht mir einige seiner Stücke gegen “Kleingeld“ zu überlassen.
Hier ein Brief auf einem, Schmuckumschlag eines Juweliers / Uhrmachers, versandt am 11. Februar 1933 von Armenia (Provinz Caldas) nach Cali, frankiert mit zwei halbierten Marken zu 2 Centavos sowie 8 Centavos was das korrekte Porto von 5 Centavos ergibt. Normalerweise hätte noch eine 5 Centavos Marke der Privatpost mit verklebt werden müssen, keine Ahnung warum das hier nicht der Fall war.
Warum der Brief keine Marke der Privatpost trägt ist mir noch unklar, die
Privatpostmarken wurden erst ab September 1933 verboten.
Rückseitig Ankunftsstempel Cali wiederum 11. Februar 1933 sowie Verschlussetikette des Juweliers / Uhrmachers. Heute würde so ein Brief eine längere Laufzeit haben.

Expreso Colombiano Ribon, Einlieferungsschein für ein Paket/Drucksache von Bogota nach Chaparral (im Departamento Tolima) mit einem Gewicht von 1 ½ KG, Inhalt warfen gemäß Angabe „Pläne“.
Gesamtgebühr waren 80 Centavos, davon 70 Centavos Porto und 10 Centavos „Steuern“, in der Quittung mit „Estampilla“, vermutlich Gebühren, bezeichnet. Welche Art von Gebühren dafür damals fällig waren entzieht sich noch meiner Kenntnis.
Mir ist kein weiteres Exemplar so eines Einlieferungsscheins bekannt.

Zur 8. Ausgabe der Compania de Transportes Terrestres hatte ich vor einem Jahr ja schon einiges gezeigt.
https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=324437
Hier nun ein Brief der 2. Gewichtsstufe von Honda vom 4 Mai 1933 nach Bogota, frankiert mit einem Paar der SEHR seltenen mit 8 Centavos auf 5 Centavos überdruckten Marke.
Das ist der einzige bekannte Brief der 2. Gewichtsstufe mit diesen Marken frankiert, insgesamt sind mir nur 3 Briefe mit diesen Marken bekannt. Diese Briefe sind so selten, dass in der wenigen Literatur zu diesem Gebiet ist kein einziger abgebildet ist.
Einer geht noch:
Im Handbuch zu Privaten Postanstalten ist bei der Compania de Transportes Terrestres ein Provisorium als 3. Ausgabe aufgeführt. Siehe Auszug aus dem Handbuch.

Von dieser Marke ist nur ein einziges Stück bekannt, im Handbuch nur als schwarz/weiß Abbildung zu finden.
Hier nun das Farbbild, etwas verzogen, da mit dem Smartphone fotografiert.
Das (Sammler)leben kann hart und grausam sein.
Brief der Correo del Comercio von Cucuta / Kolumbien nach Maracaibo/Venezuela, frankiert mit einer halbierten 2 Centavos marke was einem Porto von 1 Centavos entspricht. Gestempelt mit dem bis vor kurzem nicht bekannten Stempel der Type E. Bisher hatte ich nur ein Briefstück mit dem Stempel, nun den einzig bekannten Brief mit dem Stempel, siehe Ausschnitt aus meinem bisherigen Exponatsblatt das ich nun ändern muss.
Das Porto dürfte, was ich vermute, das Drucksachenporto von 1 Centavos ja 50 Gramm sein. Diese Portostufe war zwar gemäß Verordnung der Kolumbianischen Post, Kapitel XVII, von 1892 das inner-Kolumbianische Porto für Drucksachen, die Post von Cúcuta nach Maracaibo wurde aber durch die Privatpost selbst befördert so dass das Drucksachenporto auch da angewandt wurde.

Auch wenn mein Exponat der Kolumbianischen Privaten Express Postanstalten viele Postgeschichtliche Aspekte hat so ist es doch ein traditionelles Exponat mit dem Hauptaugenmerk auf die Briefmarken in all seinen Facetten, auch die enthaltenen Briefe sind nach den Richtlinien für traditionelle Exponate beschrieben, so freut es mich dieses Bogenteil mit 30 Marken mit Bogenrand links, rechts und oben, der Expreso Colombiano del Pacifico (Ribon) der 5. Ausgabe, 18 Centavos Wertstufe, bekommen zu haben. Größere Einheiten, so es ungebraucht oder gebraucht sind extrem selten und dieses Bogenteil von einem vermutlich 50-er Bogen (Es ist kein kompletter Bogen bekannt), ist die größte bekannte Einheit.
Bisher hatte ich nur die ebenfalls größten bekannten gebrauchten Einheiten auf Briefstück (12-er Block, 10-er Block und unregelmäßiger 6-er Block.
Ich überarbeite mein Exponat beginnend von der ältesten hin den jüngsten Firmen (Rahmen 1, die ältesten bis 8 Rahmen die jüngsten) da bei A3 Blättern man aufpassen muss dass A3 Blätter nicht links oder rechts über den Rahmen gehen und sie die existierenden Blätter entsprechend verschieben, nicht einfach das ganze…
Dieser 30-er Block kommt zusammen mit den anderen 2 größten bekannten Einheiten auf ein A3 Blatt, dann muss ich die Blätter mal auslegen und sehen ob / dass es vom Rahmenlayout passt, ansonsten muss ggfls. ein A4 Blatt raus oder rein, je nachdem.
@ 22028 [#87]
9 ?? 193?
Hallo Rainer,
nur hierzu: Ich lese dort - 9 OCT. 1934, wobei ich mir bei der 4 nicht wirklich sicher bin (es bleibt aber eigentlich keine andere Zahl mehr übrig), im Gegensatz zu OCT (mit "ausgeprägten Auf- und Abstrichen an den Enden der Buchstaben-Linien" wie im 'Wild West' Style, siehe JUL).
Als passender Ort für GUATE... fällt mir da die Kleinstadt Guateque (Boyacá) ein, aber da hast Du sicherlich sehr viel mehr Wissen, ob das überhaupt Sinn machen kann/würde.
Beste Grüße
Thomas
@ DL8AAM [#88]
Stimmt, ist Guateque.
Stempeldatum, da werde ich den Stempel mal etwas bearbeiten.
Die Firmenbriefumschläge der Privaten Postanstalten von Kolumbien hatten mich bisher, da ich ja eine hauptsächlich traditionelle Sammlung pflege, nur nebensächlich interessiert, andererseits sind sie recht schwer zu finden.
Im schon genannten UPA Los waren aber einige drin die ich hier zeige.
Zuerst die ja recht große und bekannte Expreso Colombiano Ribon von der ich hier schon einiges zeigte.
Hier nun 2 Firmenbriefumschläge in geringfügig unterschiedlichen Größen.
Der erste, gelaufen mit der Luftpost von SCADTA am 18 Juni 1932 von Bogota nach Barranquilla, rückseitig, was ich vermute (den Stempel habe ich noch nie gesehen) Dienstbriefstempel „Exendio Official Expreso Colombiano / Bogota vom 18. Juni 1832 in grüner Farbe. Links unten vorderseitig die vermutliche Typennummer 2329.


Der zweite, ebenfalls gelaufen mit der Luftpost von SCADTA, nun aber am 23. Juli 1932 von Bogota nach Barranquilla, rückseitig Ankunftsstempel vom 24 Juli 1932, dazu seltener Werbeaufkleber der Expreso Colombiano Ribon. Links unten vorderseitig auch die vermutliche Typennummer 2329, auch wenn das Format des Briefes etwas unterschiedlich ist.

Heute habe ich mich etwas mit der Correo Rapido de Santander vom den Privaten Postanstalten von Kolumbien beschäftigt.
Im Jahr 1928 wurde deren letzte (zweite) Ausgabe herausgegeben, wobei die 4-Centavos-Marke dem Porto für einen Brief der ersten Gewichtsstufe bis 20 Gramm und die zu dieser Ausgabe gehörige (wird später noch separat gezeigt) 20-Centavos-Marke der Einschreibegebühr entsprach.
Hier die größte bekannte Einheit der 4 Centavos Marke, kein kompletter Bogen ist bekannt, auf dem dazugehörigen Exponatsblatt.
Heute mich mit der 1. Ausgabe der Correo Rapido de Santander beschäftigt, das war eine der wenigen Privaten Postanstalten von Kolumbien wo es auch Probedrucke gibt.
Am Layout des Blattes muss ich noch etwas arbeiten.
Weiter mit der Correo Rapido Del Norte de Santander…, eine Firma wo es fast mehr Briefe als ungebrauchte Marken gibt, von kompletten Bögen gar nicht zu reden.
Hier der 2 Centavos Wert der 4. Ausgabe, die bestand aus nur 2 Wertstufen (2 und 4 Centavos), gedruckt auf extrem dünnen Seidenpapier, da schlugen hier 2 Klebestellen die wohl von Falzen kommen, durch. Was will man machen, gemäß Literatur sind nur 2 solcher Bögen bekannt. Wer den anderen hat, keine Ahnung.
Evtl. werde ich den Bogen mal zum Restaurator senden ob er die Flecken etwas wegbekommt.

Als Kontrast dazu, hier der 4 Centavos Bogen der gleichen Ausgabe, gemäß Literatur ist das der einzige bekannte komplette Bogen.
Ein weiteres Mitbringsel aus Bogota ist dieser Viererblock des 30-Centavo-Wertes der Tourismusserie von 1948 und zeigt einen hufeisenförmigen Stempel mit einem Pfeil am unteren Rand. Auf der Innenseite des Hufeisens ist der Name des Unternehmens „Transportes Pereira“ angegeben, und auf der unteren Wölbung steht „Sucursal Riosucio“ (Filiale / Niederlassung Riosucio).
Es war bisher nicht bekannt, dass diese Firma Post beförderte, der Viererblock deutet aber darauf hin.
Das Unternehmen existiert noch immer, aber Nachfragen bei der Firma nutzt nichts, kann man sich sparen.
Eine der kleineren Private Postdienste in Kolumbien war die Transportes Economicas Ignacio Rojas C. & Cia. Diese Firma begann erst ab 1933 (das genaue Datum ist unbekannt), Postdienstleistungen anzubieten und gab eine Briefmarke zu 5 Centavos aus, gedruckt im Bogen zu 8 Marken, jeweils 2 Viererblocks in Tete-Beche Anordnung.
Kurz nachdem diese Firma begann hatte die Kolumbianische Regierungen die Ausgabe und Verwendung von Briefmarken der Privaten Postdienste verboten, dies ist vermutlich der Grund warum diese Briefmarken und Briefe damit so selten sind.
Briefmarken sieht man ab und zu, komplette Bogen sind laut Literatur nur einer bekannt, hier der literaturbekannte Bogen, mir ist aber noch ein weiterer Bogen davon bekannt.
@ 22028 [#95]
Hat der andere Bogen auch Kehrdrucke; und ist es somit der Normalzustand ?
Gruss
Martin
@ Martin de Matin [#96]
Ja, der andere Bogen ist genauso.
Und damit man hier auch einen Brief mit den Marken der Transportes Economicas Ignacio Rojas C. & Cia. Sieht, hier ist einer, auch dieser ist in der bekannten Literatur abgebildet, dort beschrieben mit „derzeit der einzige bekannte“, mir ist aber noch ein weiter Brief bekannt, auch in der Sammlung wo auch der andere Bogen ist.
Interessanterweise ist der Stempel mit welchem die Marken der Kolumbianischen Staatspost entwertet wurden auch ein Stempel der Transportes Economicas Ignacio Rojas C. & Cia., dieser ist aber nicht im Handbuch abgebildet.

Nun gehört er mir, den Brief habe ich hier schon in der Kolumbien Briefe Diskussion gezeigt, da hatte ich aber eine Frage zum Adressaten.
Der Brief kommt in mein Exponat, er hat einen der sehr seltenen Einschreibezettel der Correo Del Comercio. Den R-Zettel gibt es in 3 Farben (Blau, braun, schwarz, insgesamt waren nur 10 E-Briefe verteilt auf die Zettel in 3 Farben bekannt, das ist nun der 11, leider ist mir der aktuelle Besitzer von 7 der 10 Briefen nicht bekannt, ich habe so eine Vermutung, dass die in Medellín in einer Sammlung sitzen, die anderen 3 bekannten Briefe sind bei mir.
Zum Porto, es ist ein Brief der 2. Gewichtsstufe je 15 Gramm.
20+15 Porto der Kolumbianischen Post / Correo Del Comercio, 20 Centavos Einschreiben

@ 22028 [#66]
Zu der im zitierten Beitrag gezeigten Firma / Marken habe ich nun was Tolles geschossen.
Eine Marke der Expreso Colombiano Ribon, die letzte nicht mehr verwendete Ausgabe die im Deutschen Reich, vermutlich in Danzig, gedruckt wurde. Hier der vermutlich 1 Peso Wert, rechts ungezähmt und ohne Wertstufe. Muss die Marke mal nach Eintreffen mit meinem Bogensatz den ich besitze mal farblich vergleichen. Es könnte auch der 3 Pesos Wert sein.
Ich habe diesen Brief der Correo del Comercio gekauft, er ist nicht schön, dafür war er nicht teuer und Briefe mit dem Stempel der Type B sind nicht häufig.
Was ich nicht verstehen sind die Stempel auf der Rückseite.
Zum einen der Firmenstempel des Absenders „SOTO & BENÖHR / SAN JOSE DE CUCUTA, Diciembre 27, 1889, dazu der Ankunftsstempel von Hamburg/Alemania, 30 Januar 1891.
War der Brief für über einem Jahr irgendwo festgehangen oder war entweder der Firmenstempel oder der Hamburg Stempel mit dem falschen Jahr eingestellt? Die Laufzeit vom 27. Dezember bis 30 Januar (ohne Berücksichtigung der Jahre, könnte passen.

Eine der sehr kleinen und kurzlebigen Privaten Postdienst von Kolumbien war die „Compania Colombo Venezolana de Transportes - Correos Rapidos COLVEN Cucuta“.
Keinerlei weiteren Details zu dieser Privatpost-Gesellschaft sind bisher bekannt, außer dass sie in gemäß Markeninschrift in Cúcuta, der Grenzstadt von Kolumbien und Venezuela, ihren Sitz hatte und gemäß den Stempeln auf den Marken 1929 in Betrieb war.
Von dieser Privatpostanstalt ist nur eine Markenausgabe bekannt, davon waren gemäß Literatur zwei Exemplare bekannt, von einer der beiden war nur einen schwarz/weiß Abbildung bekannt, die andere ist in meiner Sammlung. Nun tauchte ein 3. Exemplar auf und das zeigt, dass die Rahmenornamente in den Ecken unterschiedliche Anordnungen haben.
Hier die beiden Briefmarken:


Und so wird das dann im Exponat aussehen, die angedeuteten Rahmen sind nur in der Entwurfsversion sichtbar, auf dem Exponatsblatt nicht.
@ 22028 [#102]
Ich glaube Du hast die Zudordung der Marken und der Vergrößerungen verwechselt.
Grüße
Harald
@ saeckingen [#103]
Anscheinend hast Du es selbst schon gemerkt und korrigiert.
Grüße
Harald
@ saeckingen [#104]
Ich dachte es ich htte den Beitrag editiert noch bevor Deine Antwort(en) kam...
Ich war schneller als Du! ;-)
@ 22028 [#105]
Und nur auf die Schnelle:
Im Entwurf steht "Only one stamp from this private is known carrier ....", dass
sollte aber wohl "Only one stamp from this private carrier is known ...." heissen?
Passiert mir aber auch oft, "Copy and paste" und dann meint man immer ganz schnell etwas zu lesen, was man sich dabei dachte und nicht, dass was dort dann steht ;-)
Ansonsten GLÜCKWUNSCH! Von so etwas träumt jeder.
LG
Thomas
@ DL8AAM [#107]
Danke und auch für die Korrekturmeldung das heist aber dass die Beiträge auch gelesen werden. Habe es bei mir korrigiert.
Ich glaube, da ist noch ein weiterer kleiner Schreibfehler in der Zeile ziemlich in der Mitte des Textes.
Es soll sicherlich
„The stamps have been perforated but only between the stamps and not on the margins of the sheet“
statt
„The stamps have been perforated but only between the stamps on not on the margins of the sheet“
heißen.
Ist ja nur eine Kleinigkeit. Dafür ist die ganze Sammlung und jedes neues Detail verdammt interessant!!
@ Ilves2020 [#109]
Auch Dir vielen Dank, da sieht man mal, dass man selbst kein proof reading machen sollte, das Hirn ignoriert die Fehler.
Ist schon toll, was nach gut 100 Jahren noch so auftaucht. Von der Expreso Ribon, der letzten verausgabten Serie, habe ich hier schon einiges gezeigt, nun tauchte dieses schöne Stück der 10 Peso Marke vom oberen Bogenrand, oben ungezähnt, auf. Mal sehen, wie ich das auf den doch schon recht gut gefüllten Exponatsblättern unterbringe.
Hier ein weiteres kleines Sahnestückchen das ich heute bei einem Bekannten im Album fand und wir auch die Modalitäten schnell und einfach regeln konnten.
Die 3. Ausgabe der Correo Rapido de Norte de Santander, die 4 Centavos Wertstufe als ungezähmtes Paar. So in der Literatur nicht bekannt. Nun muss ich noch einen Platz dafür auf meinem Exponatsblatt finden.
@ 22028 [#112 + 113]
Hallo Rainer,
einfach nur herrlich und sensationell zugleich !
Es macht einfach immer wieder Freude, auf "Deine" Seite zu gehen.
mit Sammlergruß
Werner
@ HWS-NRW [#114]
Danke, mich wundert immer was hier in Kolumbien in den Alben schlummert wo die Sammler zwar wissen was sie haben, und auch konkrete Wert- und Preisvorstellungen haben, aber die Relevanz der Stücke doch nicht erkennen oder es sie nicht interessiert.
@ 22028 [#5]
In verlinkten Beitrag habe ich einen der beiden bekannten Briefe der Kolumbianischen Privatpost „La Vanguardia Liberal“ gezeigt.
Nun bekam ich auch den zweiten bekannten Brief dieser Firma der schöner ist als der ist welchen ich schon hatte.
Undatierter Brief von Bucaramanga nach Cúcuta, Briefmarke mit zweizeiligem Handstempel "Suscribase Ud. a La Vanguardia Liberal" (Abonniere die (Zeitung) La Vanguardia Liberal) entwertet. Dazu die Leitwegangabe „CORREO RÁPIDO DE LA VANGUARDIA LIBERAL“
Hier ein weiterer schöner Brief, den ich hier in Bogotá erwerben konnte.
Expreso Caribe:
Einem zeitgenössischen Zeitungsausschnitt aus der kolumbianischen Tageszeitung „El Tiempo“ vom 4. Mai 1931 zufolge hatte das Unternehmen einen Vertreter in Bogotá und bot Verbindungen nach Fusagasugá sowie über Cambao und andere Strecken an.
Der einzige bekannte Brief, der mit einem Poststempel von EXPRESO CARIBE abgestempelt wurde.
Sowohl der Absenderort als auch der Empfängerort bestätigen, dass dieser Briefumschlag, wie im Zeitungsausschnitt angegeben, von EXPRESO CARIBE befördert wurde.
Briefumschlag von Armero (9. Juli 1934) nach Bogotá. Briefmarke der kolumbianischen Staatspost, entwertet mit einem einzeiligen Stempel von EXPRESO CARIBE. Briefmarken privater Expressunternehmen waren zum Zeitpunkt der Aufgabe nicht mehr zulässig.

Es sind etwa 5 rote Dreiecksmarken mit dem Namen EXPRESO CARIBE bekannt, aber ich kann nicht bestätigen, dass diese Marken ebenfalls mit diesem Unternehmen in Verbindung stehen.
Siehe auch hier:
https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=293739
Die Absenderstadt ARMERO ist bekannt, allerdings ist dies eine traurige, ja eher traurige Geschichte. Für diejenigen, die die Tragödie von Armero nicht kennen, siehe hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Armero#Die_Trag%C3%B6die_von_Armero
Briefe der Correo del Comercio sind nicht häufig, diese mit dem Stempel der Type A sind ausgesprochene Raritäten und ich schätze da sind nur 5-8 Stück bekannt. Ich habe den frühesten bekannten in meinem Exponat.
Den hier gezeigten Brief mit Stempel der Type A brauche ich eigentlich nicht, er ist aber sehr klein und nach Sachsen adressiert, da konnte ich in Bogota nicht widerstehen. Ach ja, seit gestern Abend von ich wieder zuhause.
Der Brief lief von Cúcuta über Maracaibo (Venezuela), New York nach Oelsnitz in Sachsen, damals, im Jahr 1890, genügte offensichtlich noch Sachsen als Zielland…
Evtl. kann @Altsax was zu dem Empfänger (Herrn Theodor Patz???) sagen?