





Bangladesh Überdrucke auf Marken aus Pakistan






Poststempel TEMPORARY P.O. DA-586
Man beachte die unterschiedlichen Handstempel: Zweizeilig Bengali und Englisch auf dem Ganzsachenumschlag, einzeilig in Bengali auf der Marke.
Gruß
Christian
Aerogramm mit Zusatzfrankatur aus Mymensingh 11.1.1972 nach London.
Derartige Bele können nur anhand des Datums und des Poststempels erkannt werden, aber hier hat der Absender auch den neuen Landesnamen rückseitig angegeben.
Gruß
Christian
Für die Interessenten an den Bangladesh-Überdrucken auf Pakistan möchte ich ein paar Literaturhinweise geben:
Eine erste Katalogisierung von bekannten Überdrucken wurde noch in den 1970er Jahren von Wolfgang Tornow [1] erstellt.
In der India Post (India Study Circle) erschien eine Artikelserie von Max Smith "Head Offices of Bangladesh" [2].
Hieraus hatte ich den Beitrag zu den Fälschungen für den Indien-Report (Forschungsgemeinschaft Indien und Südasien) übersetzt [3].
Die aktuellste Aufstellung der Überdrucke stammt von Werner Gras und wurde im Indien-Report veröffentlicht. [4]
Ich kann Interessenten nur empfehlen, sich die Artikel zu besorgen.
Primär interessant sind Briefe und gebrauchte Ganzsachen, Briefstücke und gebrauchte Marken mit lesbaren Stempeln. Der Entwertungsstempel muss über dem Überdruck abgeschlagen sein, ansonsten ist von einer nachträglichen Verfälschung auszugehen.
Hierzu möchte ich auf den Artikel von Max Smith verweisen: Die Briefmarkenhändler haben damals die Papierkorb-Inhalte der Poststellen großer Firmen in Dacca und anderer Hauptorte aufgekauft und in Verkehr gebracht (und damit der philatelistischen Nachwelt überhaupt erhalten!). Belege mit Marken ohne Bangladesh-Überdruck wurden für schlecht verkäuflich gehalten und bedurften oftmals der "Verbesserung", indem sie nachträglich mi einem "Bangladesh"-Handstempel überdruckt wurden...
Hilfreich zur Zuordnung von Poststempeln sind zeitgenössiche Aufstellungen der Postämter, die in den Bibliotheken der genannten Vereine verfügbar sind.
Neben der Problematik der Verfälschungen hat die kaum überschaubare Anzahl der unterschiedlichen Handstempel, die lokal zu beschaffen waren, auf Dauer der Popularität des Gebietes geschadet. Vielleicht könnte man sich darauf beschränken, exemplarische und ausgefallene Belege unterschiedlicher Postorte zusammenzutragen.
Soviel mal als Anregung zu einem total vernachlässigten Gebiet.
Gruß
Christian
[1] Wolfgang Tornow: Bangla Desh. Eine philatelistische Studie.
[2] Max Smith: Head Offices of Bangladesh. Artikelserie in India Post ab Nr. 99 (1989)
[3] Max Smith: Gefälschte „Bangladesh“-Handstempel. Indien-Report 72 und 73 (1994)
[4] Werner Gras: Handstempel-Aufdrucke Bangladesh. Indien-Report ab Nr. 106 (2012)
Marke zu 20 Paisa mit einzeiligem Überdruck in Englisch schwarz
Stempel Bogra vom April 1973
Rückseitig Ankunftstempel Dacca G.P.O. Dely (Delivery) 10.4.1973
Einschreiben mit zwei Marken zu 40 Paisa mit einzeiligem Überdruck in Bengali schwarz
Stempel Santahar 29.12.1972
Rahmenstempel des Postamts SANTAHAR, BOGRA DISTRICT. Rechts darunter Einschreibenummer und Datum handschriftlich.
Rückseitig Ankunftstempel Dacca G.P.O REG (Registration) 30.12.1972
Briefporto 20 Paisa, Einschreiben 60 Paisa
Grüße
Christian