Altdeutschland Braunschweig Mi. 9 a - Wertschätzung - echt oder falsch ?
Ich habe vor kurzem den Dreierstreifen Braunschweig MiNr. 9a erworben. Im Michel Spezial Katalog ist diese Marke nicht bewertet. Kann mir da jemand weiterhelfen denn ich kenne mich da nicht so aus.

@ Haumiblau [#1]
Die Katalogpreis für MiNr. 9 bezieht sich auf eine Marke, die aus 4 mal 1/4 besteht. Ein Dreierstreifen für eine MiNr. 9 besteht also aus insgesamt 12 mal 1/4.
1985 hat der Michel noch einen Preis für eine 1/4-Marke angegeben. Der Preis dafür war ein Fünftel des Preises für eine Vollständige (4 mal 1/4) Nr.9. Der Preis für deinen Streifen müsste also ca.3/5 des Preises einer Nr.9 sein.
Gruss
Martin
Hallo Martin,
vielen Dank für deine Erklärung die mir ein Stück weiterhilft. Vorausgesetzt die Marke ist auch echt bzw. auch der Stempel.
Gruß Haumiblau
@ Haumiblau [#3]
Sofern die Marke Teile des Wasserzeichens hat, kann man davon ausgehen das sie echt ist. Mein erster Eindruck, ohne sie mit einer zweifelsfrei echten Marke zu vergleichen, sieht nach einer echten Marke aus. Der Stempel wird wahrscheinlich nicht sicher hundertprozentig prüfbar sein (keine Nummer direkt erkennbar), sieht aber wie echt verwendet aus. Solche schwächeren Stempelabdrucke kommen bei Braunschweig öfters vor. Die ungebrauchte Marke ist eigentlich seltener als gebraucht, was sich aber nicht im Katalogpreis zeigt, und es sind auch genügend gebrauchte Marken vorhanden, womit sich eigentlich ein Falschstempel nicht lohnt.
Anders sieht es zum Beispiel bei der 1/2 Gr. schwarz auf grün aus, die ungebraucht billig und sehr häufig ist, aber gebraucht zehnfach teurer ist, und somit auch lohnenswert ist für einen falschen Stempel anzubringen.
Gruss
Martin
Hallo Martin de Matin,
ich habe den Dreierstreifen mal gegen eine starke Lichtquelle rückseitig gehalten, da kann man das Wz.1 ganz deutlich erkennen. Also gehe ich mal davon aus, dass die Marke keine Fälschung ist.
Gruss Haumiblau
@ Lars Boettger
Ich habe heute die Braunschweiger Marken von den Briefstücken abgelöst. Ich habe das nur deshalb gemacht, weil die Briefstücke sehr eng ausgeschnitten waren und ich somit keine Stempel verliere. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Statt gefalzter Briefstücke habe ich jetzt gebrauchte Marken mit tollen Wasserzeichen.
Bei einer Marke stellte ich nach der Prozedur ein ungewöhnlich dickes Papier fest, das kein WZ trug. Es wird zu prüfen sein, ob es eine alte Fälschung ist, denn der Provenienz nach befand sich das Briefstück seit den 1920er Jahren in einer mir bekannten Sammlung.

@ Holger Haehle [#6]
Es wird zu prüfen sein, ob es eine alte Fälschung ist, denn der Provenienz nach befand sich das Briefstück seit den 1920er Jahren in einer mir bekannten Sammlung.
Hallo Holger,
dann ist es schon keine moderne Fälschung. Die ersten Fälschungen gab es seit ca. 1865, bis 1920 gab es reichlich Zeit, Sammler über das Ohr zu hauen.
Beste Grüsse!
Lars
[Beiträge [#6] und [#7] redaktionell verschoben aus dem Thema "Briefmarken ablösen oder nicht ?"]