Thema:
Vorphilatelie: Briefe bestimmen
@ Morenga [#67]
Hallo Elisabeth,
der Brief ist gerichtet an das Königliche Gowgericht zu Achim.
Zu Gowgericht siehe [1].
Geschrieben wurde er am 10. März 1878 in Vegesack (unten im Text).
Der Stempel ist aus Burg (Bez. Bremen).
Viele Grüße
Volkmar
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Gogericht
@ Morenga [#67]
Hallo Elisabeth,
der Brief ist von 1818, das hast du richtig gelesen. Ein Brief von 1878 sähe innen und außen ganz anders aus.
Liebe Grüsse,
Ralph
Mein lieber Herr Gesangverein. Das ist ja formidabel! Vielen Dank für die schnellen Antworten. Problem gelöst!
Dank ihr beiden.
beste Grüße und bleibt gesund,
Elisabeth
Vorphilabrief entschlüsseln 1676 ?
Hallo Sammlerfreunde/in
Ich habe hier einen Vorphilabrief aus dem Jahre 1676. Ob das stimmt bin ich mir nicht so sicher.



Leider kann ich die Adresse und den Inhalt nicht lesen - außer 78 und Gotha und Erfurt. Das Siegel ist gut zu erkennen aber für mich nicht zu identifizieren. Kann evtl.jemand helfen?

Ich bedanke mich schon mal für die Mühe!
Mit freundlichen grüßen
philapit
@ philapit [#67]
Hallo Pit,
dein Brief datiert vom 23. September (daher die "7" für "septem" lateinisch für 7) 1655.
Die Adresse kann ich einigermaßen lesen, den Rest schafft sicher ein anderer:
Dem Edlen Ehrnvesten Herrn Johann
Breithausen fürstlich sächsischen
Land Rentmeistern auch Amtß ver-
wesern (heute: Amtsverwalter)
zu Gotha, Meinem vielge-
ehrtn Herrn vndt (früher wurde das "u" oft als "v" geschrieben, aber wie u gesprochen) werthen freundten
Gotha
Die Jahreszahl 1676 ist Käse und sollte dringend ausradiert werden.
Liebe Grüsse,
Ralph
@ philapit [#67]
Hallo Pit,
Es wäre hilfreich, wenn Du das Siegel abbilden könntest.
mfG
Nigel
Hallo Sammlerfreund
Wie konnte ich den vergessen.

Ich hoffe die Spezis erkennen etwas.
Vielen Dank
Philapit
@ philapit [#70]
Hallo Pit,
das dürfte das Siegel von Veit Ludwig von Seckendorff sein.
Liebe Grüße,
harald
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Veit_Ludwig_von_Seckendorff
Vielen Dank.
Würde ja auch mit dem Briefdatum etwa übereinstimmen. Doch ein interessanter Brief.
Hoffentlich bleiben die "Philaseiten" bestehen.
Mit freundlichem Gruß
Philapit
@ dikoe [#11]
Schwierig zu lesen, was der Herr Pfarrer reformiert Pistor da zugeschickt bekam.
Ich denke, es hieß unten links expedirt = zugestellt am 14. Decembris 1752, dem Tag, an dem der Brief auch verfasst wurde.
Eine Einschaltung der Post war gar nicht möglich, da es keine Lokalbriefe damals gab und als Bote fungierte sicher ein Angestellter und dazu noch kostenlos.
Beim Inhalt müssen andere helfen, leider.
Liebe Grüsse,
Ralph
67259/He%C3%9Fheim/@49.5511845,8.3041051,15z/data=!3m1!4b1!4m14!4m13!1m5!1m1!1s0x47962d92112a7ecd:0x422d4d510db3fc0!2m2!1d8.3216727!2d49.5592339!1m5!1m1!1s0x47963211e5192be9:0xfca9b69eca2b6e08!2m2!1d8.3072868!2d49.5448843!3e2" target="_blank">https://www.google.de/maps/dir/Beindersheim,+
67259/He%C3%9Fheim/@49.5511845,8.3041051,15z/data=!3m1!4b1!4m14!4m13!1m5!1m1!1s0x47962d92112a7ecd:0x422d4d510db3fc0!2m2!1d8.3216727!2d49.5592339!1m5!1m1!1s0x47963211e5192be9:0xfca9b69eca2b6e08!2m2!1d8.3072868!2d49.5448843!3e2
@ Briefuhu [#13]
Hallo Sepp,
der Brief geht an den Gemeindevorstand zu Wersdorf (Postbez. Apolda).
Der Brief fängt wie folgt an:
??? am 14. März 1867
Mir Rückbezug auf das zwischen den
Gemeinden Wersdorf, Zottelstedt und
Mattstedt bereits unterm 4 Oktober 1862
getroffenen Abkommen und meine Ver-
ordnung vom 10. Juni 1864 wird der
Gemeindevorstand zu Wersdorf hierdurch
angewiesen, die noch rückständige Her-
stellung einer Chaussierung der Straße
von Wersdorf bis zur Zottelstedter Flur-
grenze binnen 3 Monaten ausführen
zu lassen, mir wie dies geschehen an-
zuzeigen und mich weiterer mißlieb-
iger Verfügungen in dieser Jahre-
lang hingezogenen Angelegenheit zu
überheben.
Auch im weiteren Text geht es um den Straßenbau.
oben auf der zweiten Seite:
Weimar, den 9 Mai 1867
Großherzogl. Director des II Kammer Bez.
Der Name könnte Wilh. Bock sein
Der Rest wurde in Wersdorf am 7. Juni 1867 geschrieben (Gemeindevorsteher Meißner).
Dieser Teil ist schwerer zu lesen und ich habe ihn mir nicht angesehen. Er dürfte sich aber auf den erste Teil beziehen.
Viele Grüße
Volkmar
@ volkimal [#14]
Hallo Volkmar,
wieder einmal hast Du mir mir sehr geholfen, vielen Dank dafür. Irritiert hat mich auch der Stempel vom 13.05. (vermutlich Weimar), da der Brief anscheinend doch am 14.05.1867 geschrieben wurde oder wurde die 4 mit einer 1 überschrieben?
Schönen Gruß
Sepp
@ Briefuhu [#15]
Hallo Sepp,
der Brief wurde am 9 Mai 1867 geschrieben (zweite Seite oben). Der Stempel aus Weimar ist vom 13.5.1867
Jetzt ist mir auch die erste Zeile auf der ersten Seite klar. Sie stammt aus Wersdorf, denn dort steht:
Eing. am 14. Mai 1867
Damit ist es der Eingangsvermerk aus Wersdorf.
Viele Grüße
Volkmar
@ volkimal [#16]
Hallo Volkmar,
super, jetzt sind die Unklarheiten mit dem Datum beseitigt, vielen Dank. Sogar meine Frau habe ich jetzt damit begeistert alte Schriften zu entziffern und wenn wir nicht mehr weiter wissen, wird ja hier geholfen.
Schönen Gruß
Sepp
@ Briefuhu [#18]
Hallo Sepp,
ich lese Leon den 29. September 1796. Verfasst wurde er in Amsterdam an eben diesem Datum.
An Porto sehe ich eine 20 und eine 27 (sollten Sols sein).
Liebe Grüsse,
Ralph
@ bayern klassisch [#19]
Hallo Ralph,
vielen Dank für die Hilfe, da habe ich wieder was gesehen, dass gar nicht da war, jetzt nach deinen Angaben sehe ich es auch.
Schönen Gruß
Sepp
@ dikoe [#11]
Hallo dikoe,
Pfarrer Pistor hatte eine Beschwerde eingereicht, die übergeordnete Behörde verlangte nun Originalbelege, sowie persönliches Erscheinen.
Ein Satz hätte auch gereicht, lesenswert. Auch damals galt schon - leg dich nicht mit einer Behörde an.
beweilen H. pfarrer pistor ver-
-schiedene gravamina der reformierten
gemeind zu Beindersheim vorstellig ge-
-macht, welche dann wie auch die Sach selbsten
besonders auch wie es und die pfarr-besoldung
eigent.[lich] beschaffen seye, noch erhaltenen ?(geltenden)
befehl würck[lich] untersuchet werden sollen, und
dann wie man bereits unter anderen hir-
-selbsten vernohmen, dießerthalben einige
beweisthümer schrift.[lich] bey einer pfarrey
zu Heßheim vorfindlich und deßen Kirchen
ältesten abgeleßen worden seyn sollen, ?[lich]e
Zwarn was die 3. erste angeführte gravami
-na betreffen thut, wie nicht weniger ein an-
-gebliches documentum daß in a[nn]o 1700 hir-
-selbsten der erste catholische pfarrer introdaci-
-ret worden seyn solle. So ist erforderlich und
unpaarth[lich]e Justiz mit hinläng[lich]en Grund er
theilen zu können, daß man auch sothane
sich darob äußerende documenta allerdings
nothwendig in originalibus dato vorgezeiget
haben. Solche mithin einsehen, und allenfalßt zu
weitere Verfügung copias authenticas unter
seine subcription ad acta haben mögte, wo
-nächst sothane originalia ihm ange
-sichtlich zu retradiren versichert. zu solchem
Ende also des H. pfarrers persönliche exhibirung
daselbsten gewärtigt wird, und dießer
Zwarn und so ehemöglicher, alß die
untersuchung sich bey nächst zu schließen
anscheinet, und man bedacht ist, ohne Kost
spieligkeit selbsten dießes geschäft immer
möglichst zu beschleunigen und überflüssige
Kosten bedächtlicht vorzubeugen. Sig[niert]
Beindersheim d. 14.ten Xbr. 1752
von com[m]issions wegen
@ Briefuhu [#22]
Hallo Sepp,
alles richtig - Taxe war 19 Decimes.
Liebe Grüsse,
Ralph
@ bayern klassisch [#23]
Hallo Ralph,
vielen Dank für die Bestätigung. Bin stolz auf mich. ;-)) Du hast mir aber auch immer viel geholfen.
Schönen Gruß
Sepp
@ Briefuhu [#25]
Hallo Sepp,
ja, 4 Kreuzer war das Porto für Zumstein. Wenn du mal da bist - es gibt ein Zumstein-Haus und auch ein Museum, in dem 2 Briefe aus meiner Sammlung ausgestellt sind, die 30-35 originale Seidenmuster noch beinhalten und die mir der Museumsleiter abgekauft hat. Schlecht für mich, gut für Kempten.
Liebe Grüsse,
Ralph
@ bayern klassisch [#26]
Hallo Ralph,
danke für den Hinweis. Sollte ich mal wieder nach Kempten kommen werde ich mir Deine Briefe ansehen.
Schönen Gruß
Sepp
@ Briefuhu [#25]
Hat der Name auch etwas mit der Familie zu tun, die den Zumstein Katalog (Schweiz) etwas später aus der Wiege heben sollte?
@ bayern klassisch
Ist dein an das Museum verkaufter (spendierter) Brief nicht auf Wikipedia [1] zu sehen?
Liebe Grüße
10Parale
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Zumstein_(Kaufmannsfamilie)
@ 10Parale [#28]
Nein, das ist nicht mein Brief, meine sind tausendmal schöner, jedenfalls von innen.
Zumstein (Delapierre, Zum Stein usw.) waren Marketänder und Händler aus Savoyen, die andere Familien aus den savoyischen Tälern nachzogen, teils bis in die Rheinpfalz. Aber ich bin kein Genealoge. Dr. Petz in Kempten weiß dagegen alles und er hat auch die/meine Briefe.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
@ 10Parale [#28]
Ich glaube nicht, dass die Kaufmannsfamilie aus Kempten etwas mit dem Herausgeber des Zumsteinkatalogs zu tun hat. Aber sicher bin ich mir nicht.
Schönen Gruß
Sepp
Brief vom 07.08.1840 vom Stadtgericht Wusterhausen an das Kirchen Collegium der Garnisonskirche in Berlin. Zunächst ging ich davon aus, dass es sich um eine portofreie Vormundschaftssache handelte, doch auf der Rückseite ist neben dem Ankunftsstempel vom 08.08.1840 das Porto von 8 Kreuzer? vermerkt, also nicht portofrei sondern portopflichtig.


Schönen Grüße
Sepp
Hallo,
kann hier jemand erkennen, von wo dieser Brief kam?


Er ging wohl im August 1813 nach Wien, leider ohne Stempel - nur mit Portovermerken.
Vielen Dank für Eure Hilfe!
Schönen Samstag, Reinhard
@ iholymoses [#32]
Hallo Reinhard,
Lippstadt, 1. August. Der Absender zahlte 3 Gutegroschen für Thurn und Taxis und 3 Gutegroschen für Bayern bis zur Grenze Österreichs (Grenzfrankozwang damals). Daher der Vermerk "frey Passau".
Der Empfänger zahlte ab dort bis Wien 14 Kreuzer Conventionsmünze.
Der Brief wog bis 1/2 Münchener bzw. Wiener Loth (8,75g).
Liebe Grüsse,
Ralph
@ bayern klassisch [#33]
Ja, Wahnsinn - vielen Dank für diese ausführliche Erklärung, sogar mit Porto- und Gewichtserläuterung!
Sonnige Grüße,
Reinhard
@ Briefuhu [#35]
Hallo Sepp,
ja, dein Briefe wurde 2 mal verschickt - einmal frankiert mit 2 Kreuzer hinten notiert und einmal unfrankiert für 2 Kreuzer vom Empfänger vorne.
Liebe Grüsse,
Ralph
@ bayern klassisch [#36]
Hallo Ralph,
vielen Dank.
Schönen Gruß
Sepp
Beleg, aufgegeben heute vor 200 Jahren:
Heute möchte ich einen Beleg aus meinem Fundus zeigen, der ganz und gar nicht in meine Sammlungsgebiete fällt. Obwohl ich mich mit vorphilatelistischen Belegen nicht auskenne und auch die verwendeten Schriften kaum deuten kann, möchte ich Euch diesen Brief nicht vorenthalten. Was mir auffällt, ist das sehr saubere Schriftbild, welches sogar von mir einige Worte entziffern lässt.


Der Brief wurde am 25. September (1824) von Delitsch nach Berlin gesendet. Beim Abgangsort DELITSCH vermute ich eine andere Schreibweise der Stadt Delitzsch (Sachsen). Das Jahr 1824 konnte ich aus dem Text ermitteln. Auch vermute ich, dass dieser Brief ursprünglich aus mehreren Seiten bestand, vorhanden ist aber nur der gefaltete Adressteil mit dessen Rückseite.
Vielleicht kann ein Leser dieses Beitrages etwas Licht ins Dunkel bringen!
Grüsse aus der Schweiz
Jacques
@ Briefuhu [#39]
Hallo Sepp,
meine laienhafte Beschreibung wäre die:
USA-Brief unfrankiert über GB nach Francomont in Belgien.
USA-Seeporto-GB-Porto 1 Shilling 4 Pence, s. Stempel. Das waren 20 Pence.
Diese wurden in Belgien in 20 Decimes reduziert und mit dem belgischen Porto von 4 Decimes zu 24 Decimes addiert.
Der 1. rote Stempel wurde in London am 20.2.1849 abgeschlagen. Die anderen Stempel sind selbsterklärend, bzw. ich kann sie nicht lesen.
LG,
Ralph
@ bayern klassisch [#40]
Hallo Ralph,
vielen Dank für Deine Hilfe.
Schönen Gruß
Sepp
@ Briefuhu [#39]
Der Brief ging an einen Jean Nicolas David in Franchimont bei Verriers in Belgien.
Hallo Sepp,
auf die Schnelle und ohne Literatur zur Hand: "Verviers" in Belgien.
"America Liverpool" - Der Brief lief mit dem Cunard-Dampfer "Canada" m.W. in der sog. "Restored Rate Period" (letzte Überfahrt) nach Liverpool und kam dort am 19. Februar 1849 an. Er wurde dann mit der Bahn nach London verbracht und erhielt einen Tag später einen Durchgangsstempel. Von London wurde er über Dover nach Ostende geleitet (ANGLETERRE PAR OSTENDE). Ankunftsstempel von Verviers am 22. Februar 1849.
Es war ein Portobrief: 1/8d = 20 Décimes englisches Porto, + 4 Décimes belgischer Inlandanteil = 24 Décimes. Rückseitig ist nur der Abklatsch einer Portonotierung zu sehen.
Beste Grüße!
Lars
Hallo Lars,
recht herzlichen Dank für Deine Hilfe und Deine Erläuterungen, die so zu meinem Beleg kommen.
Schönen Gruß
Sepp
@ Briefuhu [#44]
Hallo Sepp,
wie wäre es mit BEAUVOISIN?
Hinten lese ich 9.10. Das könnte auch die Summe der Taxen von weiteren Portobriefen sein, die man dem Empfänger als Halter eines Postfachs angerechnet hatte, aber sicher bin ich mir da nicht.
Vorne stehen 18 Decimi als Porto dieses einen Briefes.
Liebe Grüsse,
Ralph
@ Briefuhu [#44]
Hallo Sepp,
"VIA DI PT. BEAUVOISIN" - die Gemeinde heisst "le Pont-de-Beauvoisin" und liegt an der Grenze zu Savoien.
Beste Grüsse!
Lars
@ bayern klassisch [#45]
@ Lars Boettger [#46]
Hallo ihr Beiden,
vielen Dank, ihr habt mir wiedermal weitergeholfen.
Schönen Gruß
Sepp
Hallo an alle,
ich habe dieser Tage einen Vorphilabrief nach Eschborn erworben, ich kann aber die Schrift nicht entziffern - er soll aus dem Jahr 1853 stammen und von Bad Soden nach Eschborn geschickt worden sein, war scheinbar nicht zustellbar und wurde irgendwie weitergeschickt ?

Wer kann hier teilweise oder komplett weiterhelfen, damit ich den Brief richtig beschreiben kann - später benötige ich noch die Hilfe der Schriftexperten bezüglich des Inhalts - danke.
Viele Grüße Jürgen
@ Journalist [#48]
Hallo Jürgen,
kannst Du bitte den Inhalt zeigen. Dann kann der Brief besser erklärt werden. Im Moment kann ich nicht sagen wo er aufgegenben wurde. Es ist nur zu sehen, dass die Orte Sulzbach und Soden beide durchgestrichen wurden - die Reihenfolge ist nicht sicher. Das Ziel war am Ende Eschborn.
Das Datum des Stempels ist auch nicht richtig lesbar.
Viele Grüße
Volkmar
@ Journalist [#48]
Hallo Journalist,
An
die Herrn Schulinspection (vorstandsdireczenten gestrichen)
in Soden, Soden gestrichen und nach Sulzbach, Sulzbach gestrichen und nach Heddernheim, Heddernheim gestrichen und nach Eschborn.
Vermute der Brief wurde von einem Schulamt zum nächsten weitergeschickt.
grüsse Christof
@ volkimal [#49]
@ chris63 [#50]
Hallo Volkmar und Christof,
zuerst einmal danke für die ersten Infos und Teilergebnisse, hier wie gewünscht auch noch der Inhalt des Briefes, den ich auch nicht lesen kann - daher sammle ich normalerweise auch eher moderne Sachen, da mir die Deutung zu schwierig ist.

und Teil 2, da nicht alles auf einen Scan ging

Schon jetzt danke für weitere Analysen und Inhaltsangaben - viele Grüße Jürgen
@ Journalist [#51]
Hallo Jürgen,
Christof schreibt " Vermute der Brief wurde von einem Schulamt zum nächsten weitergeschickt". Damit liegt er vollkommen richtig.
Hier sind der Anfang und das Ende des Briefes:
Erste Seite:
Der Schulinspector Stahl in Eschborn
die Herrn ???raten der Schulvorstände zu Soden, Sulzbach,
Oberliederbach,
Okriftel,
Heddenheim,
Zurück
Den Bericht über die ???
prüfung der Elementarschulen
???
Zweite Seite:
Eschborn 1. Dezbr. 1854
Eingesehen d. 8.Dec.54 Wilhelm
darunter folgen die Daten der weiteren Einsichten mit den jeweiligen Namen/Unterschriften:
12. Dec., 14. Dec., 20. Dec. und 21. Dec.
Für den Hauptteil des Briefes habe ich im Moment keine Zeit.
Viele Grüße
Volkmar
@ Journalist [#51]
Hallo Jürgen,
Der schwache L2-Stempel links oben verm. Soden 11 DEC 1854
Vor Eschborn der Vermerk H.n könnte Herrschaftssachen, Herzogliche Angelegenheiten oder auch nichts bedeuten?
Unten auf dem Brief haben die Schuldirigenten mit Datum den Empfang/Kenntnisnahme bestätigt.
8.12.1854 Wilhelmi, Soden - nächster Vermerk 12.12.1854 wahrscheinlich Sulzbach. Somit vermute ich einmal von Soden nach Sulzbach postalisch gelaufen, ansonsten durch eigene Boten.
Text 1.Teil
Der Schulinspector Stahl in Eschborn
die Herrn Dirigenten der Schulvorstände zu Soden, Sulzbach,
Oberliederbach,
Kriftel, Heddernheim
zurück
Der Bericht über die Herbst-
prüfung der Elementarschulen
betr.
Auf dem Grund des Rescripts herzoglicher Landes-
Regierung von 23. Nov. a.c.
grüsse Christof
P.S. habe gerade ausprobiert, bis auf ein paar kleine Fehler übersetzt Transkribus korrekt.
P.P.S. Hallo Volkmar, irgendwann müssen wir uns mal absprechen um nicht alles doppelt zu machen.
@ volkimal [#52]
@ chris63 [#53]
Hallo Volkmar und Christof,
vielen Dank für die sehr schnelle Antwort. Das hilft mir viel weiter für die Heimatsammlung Eschborn.
Ich wünsche euch noch eine schöne Weihnacht, viele Grüße Jürgen 🙂
Hallo Sepp,
der Empfänger war, An ein königlich Preußisches hochlöbliches Land Gericht zu Kreuznacht.
Wenn ich es richtig lese war der Absender der Schmied Friedrich Seidel aus Drobnin, heute Polen.
Gruß Rainer
@ Briefuhu [#55]
Hallo Sepp,
ich lese Fraustadt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kreis_Fraustadt
LG,
Ralph
@ Briefuhu [#55]
Hallo Sepp,
der Brief ging an das Landgericht Fraustadt, Posen. Sowie nach den Aktennotizen an den Schmidt Friedrich Seidel aus Drobnin und an das Friedensgericht in Gostyn.
Inhaltlich ging es um die Eintragung eines Grundstückskaufes, mit dem Grundstück verbunden waren uralte (Deutscher Orden) Sonderrechte bekannt als Cöllmer oder Freibauer Stahrung, und jetzt muss ich mich erstmal schlau machen.
gruß Christof
@ bayern klassisch [#57]
@ chris63 [#58]
Vielen Dank für die Hilfe.
Schönen Gruß
Sepp
@ Gernesammler [#56]
Auch dir herzlichen Dank.
Schönen Gruß
Sepp
@ Briefuhu [#55]
Zu Deinem Brief nach Fraustadt, mit dem beabsichtigtem Grundstückskauf beim Dorfe Feuerstein leider nichts weiter erfahren.
Als Datum lese ich eher 1818, auch war das Friedensgericht Gostyn nur von 1815-1835 dem Landgericht Fraustadt unterstellt.
gruß Christof
@ chris63 [#61]
Hallo Christof,
vielen Dank für Deine Bemühungen und die Berichtigung des Datums. Ich lese jetzt auch 1818.
Schönen Gruß
Sepp
Liebe Sammlerfreunde,
nach sehr viel längerer Zeit habe ich meine Heimatsammlung mit den Erwerbungen der letzten Jahre mal wieder versucht auf den neuesten Stand zu bringen und ein Faltbrief von 1791 nach Beaune ist mir besonders aufgefallen.
Er zeigt einem mir bis dato nicht bekannten Leitstempel (?), den ich nicht entziffern kann.
Hier das Bild des ganzen Faltbriefs :

und hier der "fragliche Stempel"

Alle anderen Briefe von Bamberg nach Frankreich haben dann den "D'ALLEMAGNE" Stempel, bzw die noch späteren die "ALLEMAGNE /PAR ..." oder "BAVIERE / PAR ..."
Für jede Information wäre ich sehr dankbar.
Grüße
Michael
@ z4road [#63]
Das ist doch ein D´ALLEMAGNE - Stempel. Daneben schwach Bamberg?
Ist das nur eine Briefvorderseite?
Die Besonderheit vorne hast du gesehen?
LG,
Ralph
Hallo Ralph,
danke, ja da muss man wirklich genau hinsehen, der ist über einem schwarzen BAMBERG Stempel (Feuser 177-3).
Nein, das ist ein kompletter Faltbrief mit Inhalt, der Empfänger war ein Weinhändler.
Und nein, welche Besonderheit ist mir entgangen ? Bitte um Aufklärung.
Nach längerem Suchen habe ich nicht nur diesen Faltbrief gefunden, sondern einen zweiten.
Aber hier zuerst mal das Schreiben vom 1791 Brief:

Und hier der zweite von 1788 mit einem besseren D'ALLEMAGNE, aber keinen BAMBERG Stempel:

Und der Absender ist wahrscheinlich allen bekannt "Schenk von Stauffenberg", sein Schreiben:

So - für heute "habe fertig"
Danke für jede Hilfe.
Grüße
Michael
@ z4road [#65]
Hallo Michael,
bitte die Rückseite deines Briefes #1 zeigen. Jeder Brief benötigt zur vollständigen Interpretation die:
a) Frontseite,
b) Rückseite und wenn vorhanden
c) den Inhalt.
Bund und Berlin braucht man rückseitig eher weniger zur Interpretation - bei Belegen des 18. und 19. Jahrhunderts braucht man sie aber immer, selbst wenn nichts hinten zu sehen sein sollte, so wäre die Aussage: Hinten kein Stempel und keine Taxe immer wichtig.
Die Besonderheit erkläre ich dir nach Ansicht der Rückseite.
LG,
Ralph
Hallo Ralph,
danke für die Anweisungen für kommende Fragen.
Die Rückseite von [#63]:

Da ist außer dem Siegel eine Taxe 8 vorhanden.
Danke und Grüße
Michael
@ z4road [#67]
Hallo Michael,
jetzt ist die Vorstellung des Briefes [#63] leider etwas zerfleddert.
Danke für das Zeigen der Siegelseite. Man erkennt, dass der Absender der Reichspost 8 Kreuzer zu zahlen hatte (sog. Teilfrankobrief bis zum Rhein).
Die Besonderheit, die ich angesprochen hatte, war der Vermerk des Absenders "halb frey". Die Post ließ diesen nicht stehen, strich "frey" und fügte "Rhs" für Rheinhausen hinzu. Rheinhausen war der Übergangsort am Rhein von Post, Waren und Menschen und nur bis dahin reichten auch die kassierten 8 Kreuzer.
Frankreich übernahm den Brief somit ohne Portobelastung und notierte 24 Sols für den Empfänger in Beaune.
LG,
Ralph
Hallo Ralph,
danke für die ausführliche Erklärung.
Grüße
Michael
@ z4road [#65]
Hallo Andreas,
zu deinem 2. Brief aus 1788:
Kein Bamberg-Stempel, aber das war für die kaiserliche Reichspost auch nicht notwendig. Hinten erkennen wir 2 parallel Stiche, die zusammen genommen wie eine "11" aussehen - das war früher das internationale Zeichen der aktiven Postportofreiheit. Will sagen, dass der Absender in dem Personenregister der Aufgabepost mit Namen, Stand, Wohnort und Siegel bekannt war und die aktive Postportofreiheit im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation genoß.
Das galt aber nur bei Briefen nach Frankreich für den deutschen Teil - Frankreich erkannte dergleichen Portofreiheiten nicht an und taxierte den Brief mit 24 Sols für die Strecke vom Rhein bis nach Beaune.
Unten links lesen wir von der Hand des Absenders: "per Strasbourg", also über das elsässische Strasbourg. Die Post in Bamberg, oder ein Postbediensteter im Rahmen der Leitung des Briefes dahin, notierte darunter "Frontjere" (richtig: Frontière), was Grenze bedeutete. Dies tat er, weil man sonst hätte glauben können, dass der Brief bis Strasbourg selbst frankiert bzw. portofrei zu befördern gewesen wäre. Das wäre aber nicht richtig gewesen, denn es gab auch eine Gebühr für Briefe nach Strasbourg auf französischer Seite - es war also nicht bis Strasbourg bezahlt worden, sondern nur bis zum Rhein auf deutscher Seite.
LG,
Ralph
@ Briefuhu [#71]
Der Schreibschriftstempel dürfte
Duitschland / over Maastricht
sein.
@ Briefuhu [#71]
Hallo Sepp,
kannst Du bitte die schwarze "6" auf der Rückseite genauer beschreiben? Ich sehe nichts.
Vorderseitig erkenne ich eine schwarze "40" (Cents - niederländische Währung). Daneben eine rote "2 1/2", das müsste der preußische Anteil sein.
Der Brief wurde m.E. privat nach Köln befördert und dort bei der Post abgegeben.
Den Grenzübergangsstempel hat @ Gauss [#72] schon genannt.
Beste Grüße!
Lars
@ Briefuhu [#71]
Hallo Sepp,
der Absender schickte den Portobrief aus Ersparnisgründen (Postbetrug) in Köln ab. Die preussische Post notierte ihr Porto in Höhe von 2 1/2 Silbergroschen bis zur Grenze.
In den Niederlanden wurden diese 2 1/2 Sgr. mit dem niederländischen Porto zu 40 Cents zusammen gefasst. Gucks dir nochmal genau an, dann kannst du die Zahlen sicher besser lesen.
LG,
Ralph
@ Gauss [#72]
Danke für die Entschlüsselung des Stempels
@ Lars Boettger [#73]
Hallo Lars, danke für deine Erklärung, über den roten Stempel von Brüssel, den Kringel sah ich als 6, war wohl nix.
@ bayern klassisch [#74]
Hallo Ralph, immer das gleich, wenn Du die Sachen erklärst, sehe ich sie danach auch, danke.
Die Erklärungen kommen so zu meinem Beleg in die Sammlung.
Schönen Gruß
Sepp