Briefmarken Atteste

Thema:

Vorphilatelie: Briefe bestimmen

Morenga Am: 29.11.2020 18:41:43 Gelesen: 10334 # 1
Alter Brief von wo nach wo ? Guten Abend an Alle, könnte mir jemand bitte bei einem alten Brief helfen. Er ist augenscheinlich ohne Briefmarke versendet worden. Also kein Datumsstempel, aber im Text steht 18.3.1818. Ich kann die Schrift nicht lesen. Vielleicht ist jemand hier der es lesen kann? Frage: Wann wurde der Brief von wo nach wo gesendet bzw. vom wem an wen, wenn man das da irgendwo lesen kann? Vielen Dank im voraus sowie beste Grüße und ein gutes Immunsystem, Elisabeth
volkimal Am: 29.11.2020 19:25:41 Gelesen: 10310 # 2
@ Morenga [#67] Hallo Elisabeth, der Brief ist gerichtet an das Königliche Gowgericht zu Achim. Zu Gowgericht siehe [1]. Geschrieben wurde er am 10. März 1878 in Vegesack (unten im Text). Der Stempel ist aus Burg (Bez. Bremen). Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Gogericht
bayern klassisch Am: 29.11.2020 20:22:30 Gelesen: 10282 # 3
@ Morenga [#67] Hallo Elisabeth, der Brief ist von 1818, das hast du richtig gelesen. Ein Brief von 1878 sähe innen und außen ganz anders aus. Liebe Grüsse, Ralph
Morenga Am: 29.11.2020 22:42:59 Gelesen: 10247 # 4
Mein lieber Herr Gesangverein. Das ist ja formidabel! Vielen Dank für die schnellen Antworten. Problem gelöst! Dank ihr beiden. beste Grüße und bleibt gesund, Elisabeth
philapit Am: 13.09.2022 09:40:48 Gelesen: 9916 # 5
Vorphilabrief entschlüsseln 1676 ? Hallo Sammlerfreunde/in Ich habe hier einen Vorphilabrief aus dem Jahre 1676. Ob das stimmt bin ich mir nicht so sicher. Leider kann ich die Adresse und den Inhalt nicht lesen - außer 78 und Gotha und Erfurt. Das Siegel ist gut zu erkennen aber für mich nicht zu identifizieren. Kann evtl.jemand helfen? Ich bedanke mich schon mal für die Mühe! Mit freundlichen grüßen philapit
bayern klassisch Am: 13.09.2022 09:58:32 Gelesen: 9904 # 6
@ philapit [#67] Hallo Pit, dein Brief datiert vom 23. September (daher die "7" für "septem" lateinisch für 7) 1655. Die Adresse kann ich einigermaßen lesen, den Rest schafft sicher ein anderer: Dem Edlen Ehrnvesten Herrn Johann Breithausen fürstlich sächsischen Land Rentmeistern auch Amtß ver- wesern (heute: Amtsverwalter) zu Gotha, Meinem vielge- ehrtn Herrn vndt (früher wurde das "u" oft als "v" geschrieben, aber wie u gesprochen) werthen freundten Gotha Die Jahreszahl 1676 ist Käse und sollte dringend ausradiert werden. Liebe Grüsse, Ralph
doktorstamp Am: 13.09.2022 11:11:41 Gelesen: 9872 # 7
@ philapit [#67] Hallo Pit, Es wäre hilfreich, wenn Du das Siegel abbilden könntest. mfG Nigel
philapit Am: 13.09.2022 15:38:46 Gelesen: 9830 # 8
Hallo Sammlerfreund Wie konnte ich den vergessen. Ich hoffe die Spezis erkennen etwas. Vielen Dank Philapit
bignell Am: 13.09.2022 16:08:13 Gelesen: 9826 # 9
@ philapit [#70] Hallo Pit, das dürfte das Siegel von Veit Ludwig von Seckendorff sein. Liebe Grüße, harald [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Veit_Ludwig_von_Seckendorff
philapit Am: 14.09.2022 09:46:28 Gelesen: 9765 # 10
Vielen Dank. Würde ja auch mit dem Briefdatum etwa übereinstimmen. Doch ein interessanter Brief. Hoffentlich bleiben die "Philaseiten" bestehen. Mit freundlichem Gruß Philapit
dikoe Am: 14.01.2023 12:36:51 Gelesen: 9444 # 11
Botenbrief vom 14. Dezember 1752 Beindersheim - Heßheim ? Brief vom 14. Dezember 1752, in Beindersheim geschrieben (siehe Inhalt) und abgesandt an den reformierten Pfarrer in Heßheim. Wohl auf dienstlichem Wege durch einen Boten der Kirche nach Heßheim an den dortigen Pfarrer überbracht. Postalische Vermerke können somit nicht vorhanden sein. Der Vermerk vom gleichen Tag auf der Vorderseite links unten müsste meines Erachtens ein Aushändigungsvermerk sein. Ist diese Annahme richtig? Wie lautet der (wohl lateinische) Vermerk "Exbit (?)" genau und was bedeutet er? Wenn jemand den Brieftext ohne größere Anstrengung lesen kann, wäre ich um nähere Erläuterung dankbar. Schöne Grüße - insbesondere an Ralph
bayern klassisch Am: 14.01.2023 12:46:12 Gelesen: 9439 # 12
@ dikoe [#11] Schwierig zu lesen, was der Herr Pfarrer reformiert Pistor da zugeschickt bekam. Ich denke, es hieß unten links expedirt = zugestellt am 14. Decembris 1752, dem Tag, an dem der Brief auch verfasst wurde. Eine Einschaltung der Post war gar nicht möglich, da es keine Lokalbriefe damals gab und als Bote fungierte sicher ein Angestellter und dazu noch kostenlos. Beim Inhalt müssen andere helfen, leider. Liebe Grüsse, Ralph 67259/He%C3%9Fheim/@49.5511845,8.3041051,15z/data=!3m1!4b1!4m14!4m13!1m5!1m1!1s0x47962d92112a7ecd:0x422d4d510db3fc0!2m2!1d8.3216727!2d49.5592339!1m5!1m1!1s0x47963211e5192be9:0xfca9b69eca2b6e08!2m2!1d8.3072868!2d49.5448843!3e2" target="_blank">https://www.google.de/maps/dir/Beindersheim,+67259/He%C3%9Fheim/@49.5511845,8.3041051,15z/data=!3m1!4b1!4m14!4m13!1m5!1m1!1s0x47962d92112a7ecd:0x422d4d510db3fc0!2m2!1d8.3216727!2d49.5592339!1m5!1m1!1s0x47963211e5192be9:0xfca9b69eca2b6e08!2m2!1d8.3072868!2d49.5448843!3e2
Briefuhu Am: 21.01.2023 10:22:45 Gelesen: 9385 # 13
Hab hier einen Brief vom 11. oder 14. Mai 1867 mit einem Stempel vom 13.05.1867 und einem Behördenstempel von einem Bezirksdirektor o.ä. Der Brief geht an einen Gemeindevorstand zu ... und dann ist es für mich und meine Frau vorbei. Wir können nicht mehr entziffern. Wichtig wäre für mich der Absender und der Empfänger und vielleicht noch kurz der Inhalt. Vielen Dank im Voraus. Schönen Gruß Sepp
volkimal Am: 21.01.2023 11:26:22 Gelesen: 9372 # 14
@ Briefuhu [#13] Hallo Sepp, der Brief geht an den Gemeindevorstand zu Wersdorf (Postbez. Apolda). Der Brief fängt wie folgt an: ??? am 14. März 1867 Mir Rückbezug auf das zwischen den Gemeinden Wersdorf, Zottelstedt und Mattstedt bereits unterm 4 Oktober 1862 getroffenen Abkommen und meine Ver- ordnung vom 10. Juni 1864 wird der Gemeindevorstand zu Wersdorf hierdurch angewiesen, die noch rückständige Her- stellung einer Chaussierung der Straße von Wersdorf bis zur Zottelstedter Flur- grenze binnen 3 Monaten ausführen zu lassen, mir wie dies geschehen an- zuzeigen und mich weiterer mißlieb- iger Verfügungen in dieser Jahre- lang hingezogenen Angelegenheit zu überheben. Auch im weiteren Text geht es um den Straßenbau. oben auf der zweiten Seite: Weimar, den 9 Mai 1867 Großherzogl. Director des II Kammer Bez. Der Name könnte Wilh. Bock sein Der Rest wurde in Wersdorf am 7. Juni 1867 geschrieben (Gemeindevorsteher Meißner). Dieser Teil ist schwerer zu lesen und ich habe ihn mir nicht angesehen. Er dürfte sich aber auf den erste Teil beziehen. Viele Grüße Volkmar
Briefuhu Am: 21.01.2023 11:41:13 Gelesen: 9366 # 15
@ volkimal [#14] Hallo Volkmar, wieder einmal hast Du mir mir sehr geholfen, vielen Dank dafür. Irritiert hat mich auch der Stempel vom 13.05. (vermutlich Weimar), da der Brief anscheinend doch am 14.05.1867 geschrieben wurde oder wurde die 4 mit einer 1 überschrieben? Schönen Gruß Sepp
volkimal Am: 21.01.2023 11:50:32 Gelesen: 9359 # 16
@ Briefuhu [#15] Hallo Sepp, der Brief wurde am 9 Mai 1867 geschrieben (zweite Seite oben). Der Stempel aus Weimar ist vom 13.5.1867 Jetzt ist mir auch die erste Zeile auf der ersten Seite klar. Sie stammt aus Wersdorf, denn dort steht: Eing. am 14. Mai 1867 Damit ist es der Eingangsvermerk aus Wersdorf. Viele Grüße Volkmar
Briefuhu Am: 21.01.2023 12:01:44 Gelesen: 9355 # 17
@ volkimal [#16] Hallo Volkmar, super, jetzt sind die Unklarheiten mit dem Datum beseitigt, vielen Dank. Sogar meine Frau habe ich jetzt damit begeistert alte Schriften zu entziffern und wenn wir nicht mehr weiter wissen, wird ja hier geholfen. Schönen Gruß Sepp
Briefuhu Am: 30.01.2024 09:30:06 Gelesen: 8351 # 18
Brief vom 29.04.1796 von Amsterdam nach Bordeaux mit Stempel D`HOLLANDE. Mich irritiert der senkrechte Vermerk oben links, ich lese Bern 29. April 1796, liege ich da richtig? Und dann gibt es noch die "Kringel" oder Zahlen die ich nicht lesen kann, die evtl. das Porto darstellen könnten. Hab mal den ganzen Brief eingescannt. Schönen Gruß Sepp
bayern klassisch Am: 30.01.2024 09:35:16 Gelesen: 8345 # 19
@ Briefuhu [#18] Hallo Sepp, ich lese Leon den 29. September 1796. Verfasst wurde er in Amsterdam an eben diesem Datum. An Porto sehe ich eine 20 und eine 27 (sollten Sols sein). Liebe Grüsse, Ralph
Briefuhu Am: 30.01.2024 09:45:41 Gelesen: 8343 # 20
@ bayern klassisch [#19] Hallo Ralph, vielen Dank für die Hilfe, da habe ich wieder was gesehen, dass gar nicht da war, jetzt nach deinen Angaben sehe ich es auch. Schönen Gruß Sepp
chris63 Am: 30.01.2024 21:20:52 Gelesen: 8291 # 21
@ dikoe [#11] Hallo dikoe, Pfarrer Pistor hatte eine Beschwerde eingereicht, die übergeordnete Behörde verlangte nun Originalbelege, sowie persönliches Erscheinen. Ein Satz hätte auch gereicht, lesenswert. Auch damals galt schon - leg dich nicht mit einer Behörde an. beweilen H. pfarrer pistor ver- -schiedene gravamina der reformierten gemeind zu Beindersheim vorstellig ge- -macht, welche dann wie auch die Sach selbsten besonders auch wie es und die pfarr-besoldung eigent.[lich] beschaffen seye, noch erhaltenen ?(geltenden) befehl würck[lich] untersuchet werden sollen, und dann wie man bereits unter anderen hir- -selbsten vernohmen, dießerthalben einige beweisthümer schrift.[lich] bey einer pfarrey zu Heßheim vorfindlich und deßen Kirchen ältesten abgeleßen worden seyn sollen, ?[lich]e Zwarn was die 3. erste angeführte gravami -na betreffen thut, wie nicht weniger ein an- -gebliches documentum daß in a[nn]o 1700 hir- -selbsten der erste catholische pfarrer introdaci- -ret worden seyn solle. So ist erforderlich und unpaarth[lich]e Justiz mit hinläng[lich]en Grund er theilen zu können, daß man auch sothane sich darob äußerende documenta allerdings nothwendig in originalibus dato vorgezeiget haben. Solche mithin einsehen, und allenfalßt zu weitere Verfügung copias authenticas unter seine subcription ad acta haben mögte, wo -nächst sothane originalia ihm ange -sichtlich zu retradiren versichert. zu solchem Ende also des H. pfarrers persönliche exhibirung daselbsten gewärtigt wird, und dießer Zwarn und so ehemöglicher, alß die untersuchung sich bey nächst zu schließen anscheinet, und man bedacht ist, ohne Kost spieligkeit selbsten dießes geschäft immer möglichst zu beschleunigen und überflüssige Kosten bedächtlicht vorzubeugen. Sig[niert] Beindersheim d. 14.ten Xbr. 1752 von com[m]issions wegen
Briefuhu Am: 11.02.2024 19:10:22 Gelesen: 8184 # 22
Brief vom 12.04.1804 (zumindest lese ich das Datum so) von Lübeck nach Bordeaux. Unten links lese ich etwas wie frei Hamburg und Vermerke recue(erhalten) 26. idem (gleiches Monat) und reponsue(beantwortet) 3. Mai. Als Porto sehe ich 12 oder 19 außerdem ein Stempel R.4.LÜBEK, den ich als 4. Rayon interpretiere. ich hoffe zumindest einiges habe ich richtig gesehen. Schönen Gruß Sepp
bayern klassisch Am: 11.02.2024 19:40:02 Gelesen: 8181 # 23
@ Briefuhu [#22] Hallo Sepp, alles richtig - Taxe war 19 Decimes. Liebe Grüsse, Ralph
Briefuhu Am: 11.02.2024 21:53:38 Gelesen: 8162 # 24
@ bayern klassisch [#23] Hallo Ralph, vielen Dank für die Bestätigung. Bin stolz auf mich. ;-)) Du hast mir aber auch immer viel geholfen. Schönen Gruß Sepp
Briefuhu Am: 23.02.2024 10:00:14 Gelesen: 8102 # 25
Brief vom 22.01.1796 von Augsburg nach Kempten. Empfänger waren die Herren Zumstein und Vincent. Die Familie Zumstein war eine bedeutende Kaufmannsfamilie und hatte Ihre Bankverbindung in Augsburg. Die 4 war vermutlich bzw. sicher das Porto. Schönen Gruß Sepp
bayern klassisch Am: 23.02.2024 10:05:28 Gelesen: 8096 # 26
@ Briefuhu [#25] Hallo Sepp, ja, 4 Kreuzer war das Porto für Zumstein. Wenn du mal da bist - es gibt ein Zumstein-Haus und auch ein Museum, in dem 2 Briefe aus meiner Sammlung ausgestellt sind, die 30-35 originale Seidenmuster noch beinhalten und die mir der Museumsleiter abgekauft hat. Schlecht für mich, gut für Kempten. Liebe Grüsse, Ralph
Briefuhu Am: 23.02.2024 10:23:25 Gelesen: 8089 # 27
@ bayern klassisch [#26] Hallo Ralph, danke für den Hinweis. Sollte ich mal wieder nach Kempten kommen werde ich mir Deine Briefe ansehen. Schönen Gruß Sepp
10Parale Am: 23.02.2024 10:29:31 Gelesen: 8086 # 28
@ Briefuhu [#25] Hat der Name auch etwas mit der Familie zu tun, die den Zumstein Katalog (Schweiz) etwas später aus der Wiege heben sollte? @ bayern klassisch Ist dein an das Museum verkaufter (spendierter) Brief nicht auf Wikipedia [1] zu sehen? Liebe Grüße 10Parale [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Zumstein_(Kaufmannsfamilie)
bayern klassisch Am: 23.02.2024 11:04:39 Gelesen: 8078 # 29
@ 10Parale [#28] Nein, das ist nicht mein Brief, meine sind tausendmal schöner, jedenfalls von innen. Zumstein (Delapierre, Zum Stein usw.) waren Marketänder und Händler aus Savoyen, die andere Familien aus den savoyischen Tälern nachzogen, teils bis in die Rheinpfalz. Aber ich bin kein Genealoge. Dr. Petz in Kempten weiß dagegen alles und er hat auch die/meine Briefe. Liebe Grüsse von bayern klassisch
Briefuhu Am: 23.02.2024 11:35:49 Gelesen: 8070 # 30
@ 10Parale [#28] Ich glaube nicht, dass die Kaufmannsfamilie aus Kempten etwas mit dem Herausgeber des Zumsteinkatalogs zu tun hat. Aber sicher bin ich mir nicht. Schönen Gruß Sepp
Briefuhu Am: 18.03.2024 11:31:11 Gelesen: 7929 # 31
Brief vom 07.08.1840 vom Stadtgericht Wusterhausen an das Kirchen Collegium der Garnisonskirche in Berlin. Zunächst ging ich davon aus, dass es sich um eine portofreie Vormundschaftssache handelte, doch auf der Rückseite ist neben dem Ankunftsstempel vom 08.08.1840 das Porto von 8 Kreuzer? vermerkt, also nicht portofrei sondern portopflichtig. Schönen Grüße Sepp
iholymoses Am: 06.04.2024 12:35:11 Gelesen: 7766 # 32
Hallo, kann hier jemand erkennen, von wo dieser Brief kam? Er ging wohl im August 1813 nach Wien, leider ohne Stempel - nur mit Portovermerken. Vielen Dank für Eure Hilfe! Schönen Samstag, Reinhard
bayern klassisch Am: 06.04.2024 12:45:47 Gelesen: 7762 # 33
@ iholymoses [#32] Hallo Reinhard, Lippstadt, 1. August. Der Absender zahlte 3 Gutegroschen für Thurn und Taxis und 3 Gutegroschen für Bayern bis zur Grenze Österreichs (Grenzfrankozwang damals). Daher der Vermerk "frey Passau". Der Empfänger zahlte ab dort bis Wien 14 Kreuzer Conventionsmünze. Der Brief wog bis 1/2 Münchener bzw. Wiener Loth (8,75g). Liebe Grüsse, Ralph
iholymoses Am: 06.04.2024 13:00:01 Gelesen: 7757 # 34
@ bayern klassisch [#33] Ja, Wahnsinn - vielen Dank für diese ausführliche Erklärung, sogar mit Porto- und Gewichtserläuterung! Sonnige Grüße, Reinhard
Briefuhu Am: 21.04.2024 09:28:47 Gelesen: 7591 # 35
Habe hier einen Brief vom Schultheissenamt Pfedelbach an das Amts Notariat Steinbach bei Hall. Auf der Rückseite Wachssiegel von Pfedelbach. Der Brief wurde zweimal in Öhringen abgestempelt, einmal am 20. Oktober 1835 und einmal am 8 Dezember 1835, weiter ist auch zweimal Porto mit je 2 Rötel vermerkt. Ich gehe deshalb davon aus, dass der Brief zweimal gelaufen ist. Schönen Gruß Sepp
bayern klassisch Am: 21.04.2024 09:45:10 Gelesen: 7586 # 36
@ Briefuhu [#35] Hallo Sepp, ja, dein Briefe wurde 2 mal verschickt - einmal frankiert mit 2 Kreuzer hinten notiert und einmal unfrankiert für 2 Kreuzer vom Empfänger vorne. Liebe Grüsse, Ralph
Briefuhu Am: 21.04.2024 09:47:46 Gelesen: 7583 # 37
@ bayern klassisch [#36] Hallo Ralph, vielen Dank. Schönen Gruß Sepp
merkuria Am: 25.09.2024 09:03:15 Gelesen: 6734 # 38
Beleg, aufgegeben heute vor 200 Jahren: Heute möchte ich einen Beleg aus meinem Fundus zeigen, der ganz und gar nicht in meine Sammlungsgebiete fällt. Obwohl ich mich mit vorphilatelistischen Belegen nicht auskenne und auch die verwendeten Schriften kaum deuten kann, möchte ich Euch diesen Brief nicht vorenthalten. Was mir auffällt, ist das sehr saubere Schriftbild, welches sogar von mir einige Worte entziffern lässt. Der Brief wurde am 25. September (1824) von Delitsch nach Berlin gesendet. Beim Abgangsort DELITSCH vermute ich eine andere Schreibweise der Stadt Delitzsch (Sachsen). Das Jahr 1824 konnte ich aus dem Text ermitteln. Auch vermute ich, dass dieser Brief ursprünglich aus mehreren Seiten bestand, vorhanden ist aber nur der gefaltete Adressteil mit dessen Rückseite. Vielleicht kann ein Leser dieses Beitrages etwas Licht ins Dunkel bringen! Grüsse aus der Schweiz Jacques
Briefuhu Am: 19.06.2025 16:37:38 Gelesen: 5347 # 39
Hab hier einen Brief aus 1849, den ich zuerst entsorgen wollte, dann aber machten mich die Stempel neugierig. Jetzt komme ich aber nicht mehr weiter. Der Brief ging an einen Jean Nicolas David in Franchimont bei Verriers in Belgien. Oben rechts handschriftlich etwas was ich nicht lesen kann, daneben ein Stempel bei dem das Franco bzw. Porto bestimmt wurde. Es wurde versucht die Anschrift unleserlich zu machen. Nun die interessante Rückseite, Stempel vom 19. Fe (Februar) 1849 von America Liverpool, wobei der Monat auf dem Kopf steht, dann ein Stempel OJ 20 FE (Februar) 1849 den ich nicht zuordnen kann, weiterer Stempel 21. Nov?? Ostende sowie ein Stempel 22. ??? von Valls evtl Spanien. Vorne eine blaue 20 (evtl) und eine schwarze 18, dürfte das Porto sein und hinten eine 11 ? evtl Franco. Innen ein Vermerk den ich als 6. Februar 1849 New York lese. Also ich sehe nur eine Brief der evtl. 1849 von Amerika nach Belgien liefe, ansonsten bin ich überfordert. Schönen Gruß Sepp
bayern klassisch Am: 19.06.2025 16:48:10 Gelesen: 5343 # 40
@ Briefuhu [#39]

Hallo Sepp,

meine laienhafte Beschreibung wäre die:

USA-Brief unfrankiert über GB nach Francomont in Belgien.

USA-Seeporto-GB-Porto 1 Shilling 4 Pence, s. Stempel. Das waren 20 Pence.

Diese wurden in Belgien in 20 Decimes reduziert und mit dem belgischen Porto von 4 Decimes zu 24 Decimes addiert.

Der 1. rote Stempel wurde in London am 20.2.1849 abgeschlagen. Die anderen Stempel sind selbsterklärend, bzw. ich kann sie nicht lesen.

LG,
Ralph
Briefuhu Am: 19.06.2025 17:15:09 Gelesen: 5337 # 41
@ bayern klassisch [#40]

Hallo Ralph,

vielen Dank für Deine Hilfe.

Schönen Gruß
Sepp
Lars Boettger Am: 19.06.2025 17:38:36 Gelesen: 5332 # 42
@ Briefuhu [#39]

Der Brief ging an einen Jean Nicolas David in Franchimont bei Verriers in Belgien.

Hallo Sepp,

auf die Schnelle und ohne Literatur zur Hand: "Verviers" in Belgien.

"America Liverpool" - Der Brief lief mit dem Cunard-Dampfer "Canada" m.W. in der sog. "Restored Rate Period" (letzte Überfahrt) nach Liverpool und kam dort am 19. Februar 1849 an. Er wurde dann mit der Bahn nach London verbracht und erhielt einen Tag später einen Durchgangsstempel. Von London wurde er über Dover nach Ostende geleitet (ANGLETERRE PAR OSTENDE). Ankunftsstempel von Verviers am 22. Februar 1849.

Es war ein Portobrief: 1/8d = 20 Décimes englisches Porto, + 4 Décimes belgischer Inlandanteil = 24 Décimes. Rückseitig ist nur der Abklatsch einer Portonotierung zu sehen.

Beste Grüße!

Lars
Briefuhu Am: 19.06.2025 17:57:44 Gelesen: 5323 # 43
Hallo Lars,

recht herzlichen Dank für Deine Hilfe und Deine Erläuterungen, die so zu meinem Beleg kommen.

Schönen Gruß
Sepp
Briefuhu Am: 24.06.2025 18:54:13 Gelesen: 5074 # 44
Brief vom 28.11.1841 von Lyon nach Genova (Genua) dort Ankunft am 01.12.1841 (1.XBRE). Vorne oben rechts ein Stempelfragment, das ich als Via St. Beauzire interpretiere und eine 18 das das Porto sein dürfte. Auf der Rückseite ein roter Stempel 1.XBRE, das ich nach längerer Recherche als Datum, 1. Dezember erkannte und ein weiterer Porto- bzw. Francovermerk, den ich nicht entziffern kann. Schönen Gruß Sepp
bayern klassisch Am: 24.06.2025 19:05:30 Gelesen: 5068 # 45
@ Briefuhu [#44] Hallo Sepp, wie wäre es mit BEAUVOISIN? Hinten lese ich 9.10. Das könnte auch die Summe der Taxen von weiteren Portobriefen sein, die man dem Empfänger als Halter eines Postfachs angerechnet hatte, aber sicher bin ich mir da nicht. Vorne stehen 18 Decimi als Porto dieses einen Briefes. Liebe Grüsse, Ralph
Lars Boettger Am: 24.06.2025 19:13:40 Gelesen: 5066 # 46
@ Briefuhu [#44] Hallo Sepp, "VIA DI PT. BEAUVOISIN" - die Gemeinde heisst "le Pont-de-Beauvoisin" und liegt an der Grenze zu Savoien. Beste Grüsse! Lars
Briefuhu Am: 24.06.2025 19:20:38 Gelesen: 5064 # 47
@ bayern klassisch [#45] @ Lars Boettger [#46] Hallo ihr Beiden, vielen Dank, ihr habt mir wiedermal weitergeholfen. Schönen Gruß Sepp
Journalist Am: 19.12.2025 16:55:08 Gelesen: 3941 # 48
Hallo an alle, ich habe dieser Tage einen Vorphilabrief nach Eschborn erworben, ich kann aber die Schrift nicht entziffern - er soll aus dem Jahr 1853 stammen und von Bad Soden nach Eschborn geschickt worden sein, war scheinbar nicht zustellbar und wurde irgendwie weitergeschickt ? Wer kann hier teilweise oder komplett weiterhelfen, damit ich den Brief richtig beschreiben kann - später benötige ich noch die Hilfe der Schriftexperten bezüglich des Inhalts - danke. Viele Grüße Jürgen
volkimal Am: 19.12.2025 18:01:20 Gelesen: 3927 # 49
@ Journalist [#48] Hallo Jürgen, kannst Du bitte den Inhalt zeigen. Dann kann der Brief besser erklärt werden. Im Moment kann ich nicht sagen wo er aufgegenben wurde. Es ist nur zu sehen, dass die Orte Sulzbach und Soden beide durchgestrichen wurden - die Reihenfolge ist nicht sicher. Das Ziel war am Ende Eschborn. Das Datum des Stempels ist auch nicht richtig lesbar. Viele Grüße Volkmar
chris63 Am: 19.12.2025 18:14:59 Gelesen: 3919 # 50
@ Journalist [#48] Hallo Journalist, An die Herrn Schulinspection (vorstandsdireczenten gestrichen) in Soden, Soden gestrichen und nach Sulzbach, Sulzbach gestrichen und nach Heddernheim, Heddernheim gestrichen und nach Eschborn. Vermute der Brief wurde von einem Schulamt zum nächsten weitergeschickt. grüsse Christof
Journalist Am: 19.12.2025 19:35:19 Gelesen: 3893 # 51
@ volkimal [#49] @ chris63 [#50] Hallo Volkmar und Christof, zuerst einmal danke für die ersten Infos und Teilergebnisse, hier wie gewünscht auch noch der Inhalt des Briefes, den ich auch nicht lesen kann - daher sammle ich normalerweise auch eher moderne Sachen, da mir die Deutung zu schwierig ist. und Teil 2, da nicht alles auf einen Scan ging Schon jetzt danke für weitere Analysen und Inhaltsangaben - viele Grüße Jürgen
volkimal Am: 19.12.2025 21:14:15 Gelesen: 3861 # 52
@ Journalist [#51] Hallo Jürgen, Christof schreibt " Vermute der Brief wurde von einem Schulamt zum nächsten weitergeschickt". Damit liegt er vollkommen richtig. Hier sind der Anfang und das Ende des Briefes: Erste Seite: Der Schulinspector Stahl in Eschborn die Herrn ???raten der Schulvorstände zu Soden, Sulzbach, Oberliederbach, Okriftel, Heddenheim, Zurück Den Bericht über die ??? prüfung der Elementarschulen ??? Zweite Seite: Eschborn 1. Dezbr. 1854 Eingesehen d. 8.Dec.54 Wilhelm darunter folgen die Daten der weiteren Einsichten mit den jeweiligen Namen/Unterschriften: 12. Dec., 14. Dec., 20. Dec. und 21. Dec. Für den Hauptteil des Briefes habe ich im Moment keine Zeit. Viele Grüße Volkmar
chris63 Am: 19.12.2025 21:30:20 Gelesen: 3855 # 53
@ Journalist [#51] Hallo Jürgen, Der schwache L2-Stempel links oben verm. Soden 11 DEC 1854 Vor Eschborn der Vermerk H.n könnte Herrschaftssachen, Herzogliche Angelegenheiten oder auch nichts bedeuten? Unten auf dem Brief haben die Schuldirigenten mit Datum den Empfang/Kenntnisnahme bestätigt. 8.12.1854 Wilhelmi, Soden - nächster Vermerk 12.12.1854 wahrscheinlich Sulzbach. Somit vermute ich einmal von Soden nach Sulzbach postalisch gelaufen, ansonsten durch eigene Boten. Text 1.Teil Der Schulinspector Stahl in Eschborn die Herrn Dirigenten der Schulvorstände zu Soden, Sulzbach, Oberliederbach, Kriftel, Heddernheim zurück Der Bericht über die Herbst- prüfung der Elementarschulen betr. Auf dem Grund des Rescripts herzoglicher Landes- Regierung von 23. Nov. a.c. grüsse Christof P.S. habe gerade ausprobiert, bis auf ein paar kleine Fehler übersetzt Transkribus korrekt. P.P.S. Hallo Volkmar, irgendwann müssen wir uns mal absprechen um nicht alles doppelt zu machen.
Journalist Am: 20.12.2025 11:16:17 Gelesen: 3770 # 54
@ volkimal [#52] @ chris63 [#53] Hallo Volkmar und Christof, vielen Dank für die sehr schnelle Antwort. Das hilft mir viel weiter für die Heimatsammlung Eschborn. Ich wünsche euch noch eine schöne Weihnacht, viele Grüße Jürgen 🙂
Briefuhu Am: 03.03.2026 16:08:14 Gelesen: 3023 # 55
Brief vom 25.04.1848 (laut Briefinhalt) auf Stempelpapier mit Wertstempel 2 G. (Gute) Groschen. Der Brief ginbg an das Königl. Preußische Hochlöbliche Land Gericht zu ???. Leider konnte ich weder den Empfänger noch den Absender entziffern. Beides müsste aber aus dem Inhalt ersichtlich sein. Schönen Gruß Sepp
Gernesammler Am: 03.03.2026 16:49:24 Gelesen: 3009 # 56
Hallo Sepp, der Empfänger war, An ein königlich Preußisches hochlöbliches Land Gericht zu Kreuznacht. Wenn ich es richtig lese war der Absender der Schmied Friedrich Seidel aus Drobnin, heute Polen. Gruß Rainer
bayern klassisch Am: 03.03.2026 17:09:01 Gelesen: 2999 # 57
@ Briefuhu [#55] Hallo Sepp, ich lese Fraustadt: https://de.wikipedia.org/wiki/Kreis_Fraustadt LG, Ralph
chris63 Am: 03.03.2026 17:17:27 Gelesen: 2996 # 58
@ Briefuhu [#55] Hallo Sepp, der Brief ging an das Landgericht Fraustadt, Posen. Sowie nach den Aktennotizen an den Schmidt Friedrich Seidel aus Drobnin und an das Friedensgericht in Gostyn. Inhaltlich ging es um die Eintragung eines Grundstückskaufes, mit dem Grundstück verbunden waren uralte (Deutscher Orden) Sonderrechte bekannt als Cöllmer oder Freibauer Stahrung, und jetzt muss ich mich erstmal schlau machen. gruß Christof
Briefuhu Am: 03.03.2026 18:09:36 Gelesen: 2984 # 59
@ bayern klassisch [#57] @ chris63 [#58] Vielen Dank für die Hilfe. Schönen Gruß Sepp
Briefuhu Am: 03.03.2026 18:13:26 Gelesen: 2982 # 60
@ Gernesammler [#56] Auch dir herzlichen Dank. Schönen Gruß Sepp
chris63 Am: 11.03.2026 22:59:57 Gelesen: 2787 # 61
@ Briefuhu [#55] Zu Deinem Brief nach Fraustadt, mit dem beabsichtigtem Grundstückskauf beim Dorfe Feuerstein leider nichts weiter erfahren. Als Datum lese ich eher 1818, auch war das Friedensgericht Gostyn nur von 1815-1835 dem Landgericht Fraustadt unterstellt. gruß Christof
Briefuhu Am: 12.03.2026 08:59:48 Gelesen: 2747 # 62
@ chris63 [#61] Hallo Christof, vielen Dank für Deine Bemühungen und die Berichtigung des Datums. Ich lese jetzt auch 1818. Schönen Gruß Sepp
z4road Am: 29.03.2026 14:17:57 Gelesen: 2133 # 63
Liebe Sammlerfreunde, nach sehr viel längerer Zeit habe ich meine Heimatsammlung mit den Erwerbungen der letzten Jahre mal wieder versucht auf den neuesten Stand zu bringen und ein Faltbrief von 1791 nach Beaune ist mir besonders aufgefallen. Er zeigt einem mir bis dato nicht bekannten Leitstempel (?), den ich nicht entziffern kann. Hier das Bild des ganzen Faltbriefs : und hier der "fragliche Stempel" Alle anderen Briefe von Bamberg nach Frankreich haben dann den "D'ALLEMAGNE" Stempel, bzw die noch späteren die "ALLEMAGNE /PAR ..." oder "BAVIERE / PAR ..." Für jede Information wäre ich sehr dankbar. Grüße Michael
bayern klassisch Am: 29.03.2026 15:06:35 Gelesen: 2121 # 64
@ z4road [#63] Das ist doch ein D´ALLEMAGNE - Stempel. Daneben schwach Bamberg? Ist das nur eine Briefvorderseite? Die Besonderheit vorne hast du gesehen? LG, Ralph
z4road Am: 29.03.2026 17:22:17 Gelesen: 2095 # 65
Hallo Ralph, danke, ja da muss man wirklich genau hinsehen, der ist über einem schwarzen BAMBERG Stempel (Feuser 177-3). Nein, das ist ein kompletter Faltbrief mit Inhalt, der Empfänger war ein Weinhändler. Und nein, welche Besonderheit ist mir entgangen ? Bitte um Aufklärung. Nach längerem Suchen habe ich nicht nur diesen Faltbrief gefunden, sondern einen zweiten. Aber hier zuerst mal das Schreiben vom 1791 Brief: Und hier der zweite von 1788 mit einem besseren D'ALLEMAGNE, aber keinen BAMBERG Stempel: Und der Absender ist wahrscheinlich allen bekannt "Schenk von Stauffenberg", sein Schreiben: So - für heute "habe fertig" Danke für jede Hilfe. Grüße Michael
bayern klassisch Am: 29.03.2026 18:42:11 Gelesen: 2078 # 66
@ z4road [#65] Hallo Michael, bitte die Rückseite deines Briefes #1 zeigen. Jeder Brief benötigt zur vollständigen Interpretation die: a) Frontseite, b) Rückseite und wenn vorhanden c) den Inhalt. Bund und Berlin braucht man rückseitig eher weniger zur Interpretation - bei Belegen des 18. und 19. Jahrhunderts braucht man sie aber immer, selbst wenn nichts hinten zu sehen sein sollte, so wäre die Aussage: Hinten kein Stempel und keine Taxe immer wichtig. Die Besonderheit erkläre ich dir nach Ansicht der Rückseite. LG, Ralph
z4road Am: 31.03.2026 16:26:08 Gelesen: 2001 # 67
Hallo Ralph, danke für die Anweisungen für kommende Fragen. Die Rückseite von [#63]: Da ist außer dem Siegel eine Taxe 8 vorhanden. Danke und Grüße Michael
bayern klassisch Am: 31.03.2026 17:47:46 Gelesen: 1984 # 68
@ z4road [#67] Hallo Michael, jetzt ist die Vorstellung des Briefes [#63] leider etwas zerfleddert. Danke für das Zeigen der Siegelseite. Man erkennt, dass der Absender der Reichspost 8 Kreuzer zu zahlen hatte (sog. Teilfrankobrief bis zum Rhein). Die Besonderheit, die ich angesprochen hatte, war der Vermerk des Absenders "halb frey". Die Post ließ diesen nicht stehen, strich "frey" und fügte "Rhs" für Rheinhausen hinzu. Rheinhausen war der Übergangsort am Rhein von Post, Waren und Menschen und nur bis dahin reichten auch die kassierten 8 Kreuzer. Frankreich übernahm den Brief somit ohne Portobelastung und notierte 24 Sols für den Empfänger in Beaune. LG, Ralph
z4road Am: 01.04.2026 17:56:38 Gelesen: 1936 # 69
Hallo Ralph, danke für die ausführliche Erklärung. Grüße Michael
bayern klassisch Am: 01.04.2026 18:17:13 Gelesen: 1930 # 70
@ z4road [#65] Hallo Andreas, zu deinem 2. Brief aus 1788: Kein Bamberg-Stempel, aber das war für die kaiserliche Reichspost auch nicht notwendig. Hinten erkennen wir 2 parallel Stiche, die zusammen genommen wie eine "11" aussehen - das war früher das internationale Zeichen der aktiven Postportofreiheit. Will sagen, dass der Absender in dem Personenregister der Aufgabepost mit Namen, Stand, Wohnort und Siegel bekannt war und die aktive Postportofreiheit im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation genoß. Das galt aber nur bei Briefen nach Frankreich für den deutschen Teil - Frankreich erkannte dergleichen Portofreiheiten nicht an und taxierte den Brief mit 24 Sols für die Strecke vom Rhein bis nach Beaune. Unten links lesen wir von der Hand des Absenders: "per Strasbourg", also über das elsässische Strasbourg. Die Post in Bamberg, oder ein Postbediensteter im Rahmen der Leitung des Briefes dahin, notierte darunter "Frontjere" (richtig: Frontière), was Grenze bedeutete. Dies tat er, weil man sonst hätte glauben können, dass der Brief bis Strasbourg selbst frankiert bzw. portofrei zu befördern gewesen wäre. Das wäre aber nicht richtig gewesen, denn es gab auch eine Gebühr für Briefe nach Strasbourg auf französischer Seite - es war also nicht bis Strasbourg bezahlt worden, sondern nur bis zum Rhein auf deutscher Seite. LG, Ralph
Briefuhu Am: 02.04.2026 13:09:46 Gelesen: 2307 # 71
Brief geschrieben am 01.07.1830 in Kitzingen, gestempelt am 08.07.1830 In Cöln (Köln) nach Brüssel dort Ankunft am 10.07.1830. Auf der Vorderseite Taxvermerk T 10 in schwarz und 2 in rot. Auf der Rückseite eine 6 in schwarz und Fragmente einer schwarzen Schrift Duitsland ... etc., sowie klein Kitzingen, E. Probst, der Absender des Briefes. Schönen Gruß Sepp
Gauss Am: 02.04.2026 13:48:52 Gelesen: 2300 # 72
@ Briefuhu [#71] Der Schreibschriftstempel dürfte Duitschland / over Maastricht sein.
Lars Boettger Am: 02.04.2026 14:00:05 Gelesen: 2293 # 73
@ Briefuhu [#71]

Hallo Sepp,

kannst Du bitte die schwarze "6" auf der Rückseite genauer beschreiben? Ich sehe nichts.

Vorderseitig erkenne ich eine schwarze "40" (Cents - niederländische Währung). Daneben eine rote "2 1/2", das müsste der preußische Anteil sein.

Der Brief wurde m.E. privat nach Köln befördert und dort bei der Post abgegeben.

Den Grenzübergangsstempel hat @ Gauss [#72] schon genannt.

Beste Grüße!

Lars
bayern klassisch Am: 02.04.2026 14:02:07 Gelesen: 2293 # 74
@ Briefuhu [#71]

Hallo Sepp,

der Absender schickte den Portobrief aus Ersparnisgründen (Postbetrug) in Köln ab. Die preussische Post notierte ihr Porto in Höhe von 2 1/2 Silbergroschen bis zur Grenze.

In den Niederlanden wurden diese 2 1/2 Sgr. mit dem niederländischen Porto zu 40 Cents zusammen gefasst. Gucks dir nochmal genau an, dann kannst du die Zahlen sicher besser lesen.

LG,
Ralph
Briefuhu Am: 02.04.2026 14:30:51 Gelesen: 2286 # 75
@ Gauss [#72] Danke für die Entschlüsselung des Stempels @ Lars Boettger [#73] Hallo Lars, danke für deine Erklärung, über den roten Stempel von Brüssel, den Kringel sah ich als 6, war wohl nix. @ bayern klassisch [#74] Hallo Ralph, immer das gleich, wenn Du die Sachen erklärst, sehe ich sie danach auch, danke. Die Erklärungen kommen so zu meinem Beleg in die Sammlung. Schönen Gruß Sepp