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Thema:

Palästina unter Britischem Mandat Belege

Ichschonwieder Am: 15.11.2020 20:59:00 Gelesen: 8662 # 1
Hallo, ich habe kein Thema gefunden wo ich diese Karte einstellen konnte. Mein Beitrag kann gerne verschoben werden oder das Thema geändert werden. Vom 19. bis zum 20. April 1920 fand in San Remo (Italien) eine internationale Konferenz statt, bei der die Siegermächte des Ersten Weltkriegs ihre Interessensphären auf dem Gebiet des ehemaligen Osmanischen Reiches absteckten. Damit war Palästina offiziell zu britischem Mandatsgebiet geworden. 1922 wurde dieses Mandat durch den Völkerbund bestätigt. Meine Karte wurde am 30.03.1936 aus Jerusalem nach Württemberg gesendet . 04.08.1927 Mi. Nr. GB-PS 62 zum Thema Religion. Die Ausgabe war von 1927 bis 1945 als Dauerserie gültig VG Klaus Peter
Briefuhu Am: 08.05.2021 21:40:54 Gelesen: 8296 # 2
Hier dazu ein Luftpostbrief vom 20.09.1934 aus Haifa nach Duisburg. Schönen Gruß Sepp
10Parale Am: 01.12.2021 19:26:09 Gelesen: 7946 # 3
@ Briefuhu [#2] Mit 13 M (Michel Nr. 63) portogerecht freigemachter Brief von Tel-Aviv nach Deutschland. Gelaufen am 17. Februar 1931. Der Absender war ein jüdischer Rechtsanwalt, rechts Zeilen in hebräischer Schrift. Liebe Grüße 10Parale
Briefuhu Am: 07.12.2021 11:53:36 Gelesen: 7906 # 4
Hier ein R-Brief vom 20.10.1947 von Tel Aviv nach Prag. Dort am 23.10.1947 angekommen.



Schönen Gruß
Sepp
Briefuhu Am: 03.04.2022 19:33:38 Gelesen: 7605 # 5
Wollte kein neues Thema für Ganzsachen beginnen, deshalb hier eine Ganzsache als Postkarte vom 18.12.1929 von Jerusalem nach Verden mit rotem Wertstempel 7 M. Schönen Gruß Sepp
Jürgen Witkowski Am: 29.04.2023 23:05:22 Gelesen: 6488 # 6
Mein Beleg stammt aus dem Britischen Mandatsgebiet Palästina und wurde in Haifa aufgegeben. Als Frankatur wurde MiNr. 65 zu 15 Mils verwendet. In Essen/Ruhr erhielt der Geschäftsbrief am 17.10.1936 eine nachträgliche Entwertung mit dem Stempel Essen 1 a / Nachträglich / entwertet Mit besten Sammlergrüßen Jürgen [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Stempel "Nachträglich entwertet" auf ausländischen Briefmarken / Michel Übersee 2023 Band 10.1]
10Parale Am: 11.11.2023 11:46:55 Gelesen: 5846 # 7
@ Jürgen Witkowski [#6] Heute zeige ich eine Drucksache, die etwas undeutlich in TEL AVIV (damals Palästina) abgestempelt und nach Langenthal in die Schweiz lief. Rückseitiger Ankunftsstempel vom 27.VI.45. Interessant der Stempelabschlag rechts unten, der meiner Ansicht nach signalisiert, dass der Inhalt des Schreibens den Regularien einer Drucksache entspricht. Liebe Grüße 10Parale
22028 Am: 11.11.2023 12:10:27 Gelesen: 5843 # 8
@ 10Parale [#7] Das ist der Stempel gemäß Sacher [1] "Permits for Bulk Mail" (Genehmigungen für Massenversand). Sacher Nr. Q32a, Bekannt vom 11 Januar 1940 - 15 Februar 1945. Dein Brief wäre gemäß Sacher eine neue späteste bekannte Verwendung, andererseits wurde das Sacher Buch bereits 1995 herausgegeben, da gibt es sicher eine aktuellere Liste. [1] Michael Sacher FRSPL, The Postal Markings of Mandate Palestine 1719 -1948
10Parale Am: 27.01.2024 21:36:06 Gelesen: 5599 # 9
@ Ichschonwieder [#1] Ein wiederkehrendes Motiv auch aus der Zeit des Britisches Mandats ist die Klagemauer in Jerusalem. Als Maria, die auf deiner Ansichtskarte abgebildet ist, lebte, stand der Tempel ja noch in seiner ganzen Größe in Jerusalem. Nach der Zerstörung des Tempels 70 n.Chr. durch die Römer blieb nur noch die Westmauer übrig. Die islamischen Herrscher zuvor und auch die Briten erlaubten den Juden das Gebet (die Klage?) an dieser Mauer. Als der Ostteil Jerusalem 1948 an Jordanien abgetreten wurde, war selbst der Besuch der Klagemauer bis 1967 für Juden verboten. Doch das ist ein anderes Thema. La Muraille de la lamentation (französisch für Klagemauer) wurde hier am 5. Februar 1927 von Jerusalem auf den Weg nach Italien gebracht und mit einer typischen Marke aus der Mandatszeit frankiert (3 Milliemes grünblau) Liebe Grüße 10Parale
Briefuhu Am: 25.04.2024 09:40:56 Gelesen: 5445 # 10
Brief vom 14.03.1922 von Jaffa nach Rottenburg in Württemberg, frankiert mit Michel Nr. 15/I(2x), 16/I, 18/I und 19/I. Schönen Gruß Sepp
epem7081 Am: 27.05.2025 20:13:43 Gelesen: 4111 # 11
Hallo zusammen, ein Luftpostbrief vom 19.2.1948 aus Jerusalem nach Bad Boll über Göppingen in Württemberg. Frankiert mit 2x MiNr 66 (Zitadelle von Jerusalem mit Davidsturm 16.-14. Jh. v. Chr.). von Palästina. Der Landesname steht hier noch für das britische Mandatsgebiet im Auftrage des Völkerbunds. Bald darauf, zum 14. Mai 1948 endete dieses Mandat. Heute mehr denn je eine problematische Region [1] Mit nachdenklichen Grüßen Edwin [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Völkerbundsmandat_für_Palästina
Regis Am: 09.06.2025 13:17:23 Gelesen: 3954 # 12
Ein Luftpostbrief von Tel Aviv nach San Diego, Californien; Komplettgebühr / 5 Gramm 125 Mills. Frankatur: 100 Mills + 15 Mills + 10 Mills; Aufgabe: Tel Aviv 14. August 1941; Britische Palästina-Zensurbanderole P.C. 22 OPENED BY / CENSOR / 70/5833 auf dem Landweg Tel Aviv - Cairo. mit BOAC Horse Shoe Route Durban - Sydney Flug NE 111 Maschine Ceres 20. -23. 8. Caro - Karachi; mit Maschine Coorong 22. August Karachi - Calcutta - Rangoon; 23.8.41 Rangoon - Singapore; mit Pan Am F.A.M. 14 California-Clipper NC 18602 9.9.41 Singapore - Manila; wetterbedingte Unterbrechung - 15.9. Manila - Guam; 16. 9. Guam - Wake Island; 17.9. Wake Island - Midway Islands; 18.9. Midway Islands - Honolulu; 20.9.41 Honolulu - San Francisco
Regis Am: 13.06.2025 15:57:08 Gelesen: 3816 # 13
Ein Luftpostbrief mit Einschreiben von Hafa über Afrika in die USA; Gebühr: mit Luftpost komplett 105 Mills / 5 Gramm ; Einschreiben 15 Mills; Aufgabe: HAIFA 4. März 1942; R-Nr. 1699; brit. Mandatszensur: P.C. 22 / OPENED BY CENSOR / 71/5833; Zensurstempel: PALESTINE / PASSED BY / CENSOR / M H 40; Ankunft: NEW HAVEN, CONNECTICUT; 27. März 1942; auf der Horse Shoe Route Beförderung landwärts nach Cairo; mit BOAC Cairo - Khartoum; mit Pan Am Flug 6006 von Mahe, Seychellen kommend 22.3. Khartoum - Leopoldville; 23.3. Leopoldville - Lagos; 24.3. Lagos - Natal - Belem; 25.3. Belem - Port of Spain - San Juan; 26.3.1942 San Juan - Miami;
sentawau Am: 23.06.2025 17:30:57 Gelesen: 3662 # 14
[#13] Zu dieser Flugverbindung über Afrika nach USA habe ich unter dem Thema "Libanon Flugverbindungen" Briefe vorgestellt. Gruß Sentawau
sentawau Am: 24.06.2025 18:04:48 Gelesen: 3612 # 15
Haifa 1941 Der abgebildete Umschlag wurde am 30. September 1941 als eingeschriebener Luftpostbrief von Haifa in Palästina nach Modesto in Kalifornien befördert. Absender war ein Dr. Georg Seissmann, Empfänger ein Dr. Julius Frankenstein. Die Namen lassen vermuten, dass beide Emigranten aus Nazi-Deutschland waren. Palästina war damals ein Völkerbundmandat Englands, das einerseits von dem arabischen, anderseits von dem jüdischen Bevölkerungsanteil beansprucht wurde. Beide konnten sich auf Versprechungen der Siegermächte des 1. Weltkrieges berufen. Die religiös fundierten Gegensätze waren unüberbrückbar. Bewaffnete arabische und jüdische Banden ermordeten Bauern, britische Verwaltungsbeamte und Soldaten. Palästina war praktisch unregierbar. Der 2. Weltkrieg verschärfte die Gegensätze zusätzlich, weil England die Araber umwarb, von denen viele mit den Nazis sympathisierten. 1947 legte Großbritannien das Mandat nieder. Vor diesem Hintergrund ist der Brief zu interpretieren. Zunächst wurde er von den Engländern zensiert. Dann reiste er nicht nach Westen, sondern nach Osten und erhielt in Honolulu/Hawai am 11. November einen violetten Durchgangsstempel. Dieses Datum kann aber nicht stimmen und meint vermutlich den 1. November, denn bereits am 5. November war er in San Francisco angekommen und erreichte den Zielort am 6. November. Was das mit Bleistift auf der Rückseite notierte Wort „Rumania“ bedeutet, weiß ich nicht. Lit.: Wikipedia
sentawau Am: 09.08.2025 16:45:44 Gelesen: 3138 # 16
@ sentawau [#15] Ein Brief 1937 von den USA nach Palästina. Dort neu frankiert und in die Schweiz nachgesandt. Rückseite ohne postalische Stempel oder Vermerke.
10Parale Am: 10.08.2025 21:49:51 Gelesen: 3092 # 17
@ sentawau [#16] ein Hammerbrief. Der Stadttei Rechabiah (benannt nach dem Enkelsohn von MOSES) beherbergte eine der größten privaten deutsch-israelischen Bibliotheken des Mäzens, Journalisten und Warenhausbesitzers Salman Schocken (1), war und ist Wohnort vieler Politiker (David Ben-Gurion, Golda Meir) und vieler Gelehrter der Hebräischen Universität Jerusalem. Wäre sicher interessant herauszufinden, welches Schiff den Beleg über den großen Teich transportierte. Von den gleichartigen JERUSALEM Stempeln, die wir in Beiträgen [#1],[#11],[#16] sehen, habe ich nun einen sehr klaren ausfindig machen können. Abgestempelt ging die Ansichtskarte am 22. Mai MY von Jersusalem nach Adelboden in die Schweiz. Wir sehen eine Totalansicht der Stadt Jerusalem, dunkle, regnerische Wolken. (1) https://de.wikipedia.org/wiki/Salman_Schocken#Leben Liebe Grüße 10Parale
Briefuhu Am: 05.01.2026 06:03:21 Gelesen: 2189 # 18
R-Brief mit Luftpost vom 21.06.1935 von Tel Aviv nach Alsfeld, dort Ankunft am 26.06.1936. Benutzt wurde ein brauner Wertstempel Felsendom, zusätzlich Michel Nr. 65, 52, 61 und 62. Schönen Gruß Sepp
User #336253058 Am: 13.01.2026 11:09:24 Gelesen: 2058 # 19
Brief nach Jerusalem August 1923 Diesen sehr frühen eingeschriebenen Brief vom August 1923 fand ich unter meinen US-Luftpostbriefen. Bessie, durch Computerverschulden einst Sentawau und wauwau.
Briefuhu Am: 05.05.2026 10:54:38 Gelesen: 1143 # 20
Ganzsachenpostkarte mit rotem Wertstempel 8 Mils, gelaufen am 24.12.1933 evtl. von Jaffa (Stempel unleserlich) nach Frankfurt am Main. Schönen Gruß Sepp
volkimal Am: 21.06.2026 11:09:36 Gelesen: 631 # 21
Hallo zusammen, ein Absenderfreistempel wurde bisher nicht gezeigt. Hier ist einer: Absenderfreistempel vom 05.02.1930 aus Jaffa (heute ein Teil von Tel Aviv-Jaffa). Die eingestellte Wertstufe beträgt 13 Mils. Laut Internationalem Postage Meter Stamp Catalog ist es eine von fünf Maschinen des Typs Universal "Midget". Im Werbeklischee steht der Absender in Hebräisch und Englisch: כערבון מוגבל / אנגליא-פלשתינה / הברת = THE / ANGLO-PALESTINE / COMPANY LIMITED. Am 27. Februar 1902 gründete Theodor Herzl zusammen mit anderen Mitgliedern der zionistischen Bewegung in London die „Anglo Palestine Company“ (APC). Am 26. Juli 1903 eröffnete das Institut seine erste Niederlassung in Jaffa. Bis 1914 wurden gegen den Widerstand des Osmanischen Reiches zahlreiche weitere Filialen in Jerusalem, Beirut, Haifa, Hebron, Tiberias und Gaza gegründet. Die APC ermöglichte die Expansion der ersten jüdischen Städte und Siedlungen in Palästina. 1951 übernahm die „Bank Leumi Le'Israel“ alle Aktiva und Verpflichtungen der APC [1]. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Bank_Leumi
TTMarke Am: 14.08.2026 13:03:22 Gelesen: 181 # 22
Anbei ein Zensurbrief von 1939 Die KI hat folgendes Ergebnis geliefert: Dieser Beleg ist ein historisch hochinteressanter und außergewöhnlich gut dokumentierter Zensurbrief aus der britischen Mandatszeit in Palästina vom November 1939. Die philatelistischen Daten-Absende-Ort: Tel Aviv (Einschreibe-Nummer 2619). Datum des Stempels: 17. November 1939 (lesbar auf dem unteren Abschlag: 17 NO 39). Zielort: Luzern, Schweiz (Suisse). Frankatur: Britische Mandatsmarken zu 50 Mils (Zwei-Brüder-Grabmal in Hebron / Tombs of the Patriarchs) und 15 Mils (Felsendom in Jerusalem), womit die hohen Sondergebühren für die Versandformen abgedeckt wurden. Versandformen: Eine seltene und teure Kombination aus Luftpost (By Air Mail), Einschreiben (Registered) und Express (Post Office Express / rotes Eilboten-Label). Die historischen Besonderheiten (Zensur). Da der Brief kurz nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs (September 1939) verschickt wurde, unterlag er der strengen britischen Kriegszensur: Zensurbandbezeichnung: Links befindet sich der rote Verschlussstreifen der britischen Militärzensur mit dem Vermerk „T. No. 8“ und dem Zensurstempel „PC 22“. Sprachlicher Kontrollvermerk: Der getippte Hinweis „WRITTEN IN GERMAN!“ diente der Zensurbehörde als direkter Hinweis, dass der Briefinhalt auf Deutsch verfasst wurde, damit er dem entsprechenden Sprachprüfer der Zensurstelle zugeteilt werden konnte. Wertschätzung: Für Postgeschichtssammler (Kriegszensur, Palästina-Mandat und Destination Schweiz) ist dieser Brief ein Prachtstück. Der Handelswert liegt auf Auktionen oder spezialisierten Verkaufsplattformen im Bereich von 50 bis 80 Euro, da die Kombination aus Express, Einschreiben, früher Weltkriegszensur und dem klaren Stempelabschlag in dieser Qualität sehr gesucht ist. Das ist die perfekte Fortsetzung und die Rückseite des zuvor gezeigten Express-Einschreibens. Sie dokumentiert lückenlos den gesamten Laufweg und die postgeschichtliche Odyssee dieses Briefes im Winter 1939: Zensur-Verschlussstreifen: Hier sieht man die vollständige rote Banderole der britischen Militärzensur mit der Aufschrift „OPENED BY CENSOR.“. Die kleine rote Nummer am Rand (31278–250000–13.9.39) zeigt das Druckdatum des Zensurbandes (13. September 1939) – also unmittelbar nach Kriegsbeginn gedruckt. Die Stempelchronologie (Der Laufweg) Der Brief brauchte fast einen Monat von Palästina in die Schweiz, da der Postverkehr wegen des Kriegsausbruchs und der Zensurkontrollen stark verzögert war: Abgang Tel Aviv (Mitte): Zwei Abschläge „TEL AVIV 17 NO 39“ (17. November 1939), passend zur Vorderseite. Transit/Zensurstelle Jerusalem (unten): Ein seltener, runder Zensurstempel „RECHAVIA 19.11.39“ (Jerusalem). Dort saß die Hauptzensurstelle, die den Brief öffnete, las und wieder verschloss. Ankunft Luzern (oben): Gleich drei Schweizer Ankunftsstempel vom 15. Dezember 1939 (15.XII.39-7), aufgeteilt auf:„LUZERN 2 FIL.- & TEL.ZUSTELLUNG“ (Zuständig für die Express-Auslieferung). Ein weiterer Luzerner Filialstempel auf der rechten Seite. Ein ovaler „REGISTERED“-Stempel (oben links) für die Erfassung des Einschreibens. Fazit & Wertbestätigung Die Rückseite erhöht den Gesamtwert des Briefes deutlich. Die lückenlose Stempelabfolge von Tel Aviv über die Zensurstelle Rechavia (Jerusalem) bis zur Eilboten-Zustellung in Luzern macht das Objekt zu einem erstklassigen, musealen Ausstellungsstück für die Philatelie des Zweiten Weltkriegs. Der geschätzte Wert von 50 bis 80 Euro für den kompletten Beleg wird dadurch absolut untermauert. Viele Grüße Thomas