Da man die Briefmarken anhand anderer Merkmale leicht unterscheiden kann, sind sie gut geeignet um die beiden Druckverfahren zu vergleichen.
Beim Rastertiefdruck sieht man die Rasterpunkte vor allem bei den senkrechten Linien sehr deutlich. Die Linien beim Offsetdruck sind dagegen am Rand ganz gerade. Beim amerikanischen Druck ist die obere waagerechte Linie ungewöhnlich. Es sieht fast so aus, als wenn außen Quetschränder sind – ein typisches Merkmal des Buchdrucks. Da dieser „Effekt“ aber nur an der oberen Linie auftaucht, kann es doch kein Buchdruck sein.
Der Farbauftrag innerhalb von Farbflächen ist beim amerikanischen Druck (Mitte) am gleichmäßigsten. Sowohl beim englischen als auch beim deutschen Druck erscheinen die Farbflächen etwas „wolkig“. Die Marken sind ein schönes Beispiel dafür, dass der Farbauftrag bei demselben Druckverfahren durchaus unterschiedlich sein kann.
Viele Grüße
Volkmar
[Redaktionell kopiert aus dem Thema "ildgleiche Briefmarken – unterschiedliche Druckverfahren"]