Thema:
DDR Druckzufälligkeiten und Besonderheiten auf Bogenrändern
Hallo Philapit,
die 1886 ist bereits auf der Ränder-CD erfasst, Bogen-SST ist neuer Erhaltungsgrad.
Die 575 habe ich registriert.
787 ist etwas zu klein.Das ''ck'' hat man oft so geschrieben.
Du hast hier aber einen DV mit Beschriftung ''papler'' statt ''papier''. Hier wurde also das ''l'' statt dem ''i'' verwendet. Es gibt Dvs wo von Hand dann ein I-Punkt nachgraviert wurde. Bei staatlichen Unternehmen wie die Wertpapier-Druckerei hat man solche Fehler natürlich ausgebessert, wenn sie entdeckt wurden. ;)
Der Prüfstempel wurde wahrscheinlich auf Sammlerwunsch vorgenommen. Es gibt solche Prüfstempel hin und wieder auch für Normalmarken mit geringen Michelwert .Ob das sinnvoll ist, ist eine andere Frage.
Rein theoretisch könnte man jetzt hingehen und behaupten, dass hier ein DV-Fehldruck vorliegt, der sogar geprüft ist. ;)
Gruß Thomas
Besonderheit beim Druckereizeichen (VEB Wertpapier/druckerei der DDR) der Michel Nr. 1843, Typ Ia,
druekerei statt druckerei.

Dieter
@ Fips002 [#4]
Hallo Dieter,
sehr schönes Stück! Gravierungen gibt es ja bei der DS Aufbau sehr oft. Würde den Scan gerne fürs Forschungsportal unter schaumalherein.de mit speichern/veröffentlichen.
Schöne Grüße aus Leipzig-Gohlis
Holger Rahn
@ HPK-Shop [#5]
Hallo Holger,
den Scan kannst Du gerne für das Forschungsportal speichern und veröffentlichen.
Beste Grüße aus der Oberlausitz
Dieter
Hallo Dieter
finde ich auch toll, diese Besonderheit. Habe ich registriert.
Im MICHEL steht bei der 1843, dass Setzfehler im DV vorkommen. Ich wäre ja dafür wenn so etwas auch im MICHEL aufgenommen würde, wie schon der DV-Setzfehler bei MI-Nr. 960.
Interessant und spannend wäre nun jetzt ob hier eine Retusche vorgenommen wurde.
Sollten wir einige solcher Setzfehler zusammenbekommen, könnte ich darüber einen Beitrag unserer Forschungsgemeinschaft DDR Plattenfehler in der BM-Revue verfassen.
Gruß Thomas
Besonderheit beim Druckereizeichen VEB Wertpapier-druckerei der DDR, Michel Nr. 1843, Typ 1b, vergrößertes "e" bei Druckerei.
Dieses größere "e" konnte ich nur bei allen mir vorliegenden Bögen mit Formnummer 4 der Markenanordnung L-Kammzähnung 14 (Marken stehen mit der linken Bildseite senkrecht zum Oberrand), zehn senkrechte Reihen zu je fünf Marken, feststellen. Diese Bögen haben eine gelbliche Gummierung.
Diese Besonderheit kann ich nicht auf meinen Bögen mit den Formnummern 1, 2 und 3 feststellen.

Dieter
DDR Dienstmarke 9, Randleiste
Servus und kurz in die Runde:
Diesen "Versatz" am Rand hatte ich noch nicht gesehen. Interessant oder kommt das häufiger vor? Mir erschliesst sich auch nicht der Grund.
Gruss
[I]@ Mimo [#9]
Habe jetzt nichts im Dienstmarkenhandbuch Biebaß /Schönherr der ArGE DDR-Spezial über diese Randleisten finden können, glaube aber dass bei dieser Offsetdruckausgabe MICHEL Nr. 9 die Randleisten neben der Summenzahl normal sind (evtl sind das Schutzlinien gegen Missbrauch). Normal müssten sie durchgehend sein, hier sind aber zwei Leistenelemente ungleich aneinander gefügt, was den Versatz erklärt. Insofern kann man es als Besonderheit auffassen.
Am besten mal bei der Fachgruppe Dienstpost bei der DDR Arge Spezial nachfragen [1].
Gruß Thomas
[1]
http://www.ddr-spezial.de
@ tomato [#10]
Habe mich geirrt. Steht doch etwas im Handbuch über die Linien, nämlich auf S. 14.
Vermuten hier auch Schutzlinien.
Gruß Thomas
Strich unter Wertzähler 10,00 M.

Dieter
@ Fips002 [#12]
Hallo Dieter,
bei der von Dir gezeigten Marke mit Eckrändern wird es zart angedeutet - hier springt es ins Auge:

DDR, Mi.-Nr. 304 EOL: Nationales Aufbauprogramm, Berlin, Rohbau
Die Tönung des Papiers (an den Markenrändern sichtbar) geht im Oberrand nicht einmal zur Hälfte auf den Rand über. Am Seitenrand ist das komplett der Fall. Dieses Phänomen ist bei vielen älteren Ausgaben zu beobachten, jedoch nicht bei allen:

DDR, Mi.-Nr. 289 OR: Weltfestspiele der Jugend und Studenten, Berlin, Jugendlicher hisst / Festspielflagge vor Brandenburger Tor, Berlin
Kann jemand weitere Beispiele zeigen oder ist sogar eine mir nicht erschlossene Systematik bekannt?
Beste Grüße
Stephan
@ philapit [#1]
Dr. Zempel hat diese Papiere in seiner Arbeit von 1960 als Papier m klassifiziert. Der komplette Artikel ist auf meiner Homepage [1] Anfang der 2000-er Jahre habe ich mit Paul zusammen an der Systematik weitergearbeitet.
Es handelt sich um ein für einen unbekannten Zweck nachträglich getöntes Papier, was auf genügend breiten Seitenrändern an 2—3 mm breiten Streifen ungetönt gebliebenen Papiers ersichtlich ist. Bei der Köpfeserie wurde es nur auf 6-Pf-Bögen bemerkt, auf Sondermarken neben der Sorte k auch auf dem 12-Pf-Wert von Oberhof II mit gleichen ungetönt gebliebenen Streifen am Seitenrand, dazu auf 24 +6-Pf-Marken des Nationalen Aufbauprogramms. Getöntes Papier, allerdings in anderen Farben, wurde bekanntlich bereits für die III. Weltfestspiele der Jugend benutzt.: 213, 298 II. Aufl., 304
Getöntes Papier, allerdings in anderen Farben, wurde bekanntlich bereits für die III. Weltfestspiele der Jugend benutzt. 289-292, 303, 305-306, 307, 311-314
MiNr. 213 mit diesem Papier ist bis heute nicht aufgetaucht. In einem ersten Katalogisierungsvorschlag ca. 2009 hatte der Vorschlag gestanden, die Papiersorte als Abart mit einigen Tausend Michel-Euro aufzunehmen, was aber nicht verwirklicht wurde.
In späteren Ausgaben ist dieses Verfahren sehr häufig angewandt worden und immer als markentypisch anzusehen. Es gibt aber auch Sondermarken, wo der farbige Unterdruck fehlt und als Abart katalogisiert ist.
Viele Grüße
Carsten
@ Carsten Burkhardt [#14]
Hallo!
Ich ordne die Antwort als Erläuterung auf meine in [#13] gestellten Fragen ein und sage Dankeschön. Gerne würde ich mich weiter einlesen - leider fehlt der Link zur Homepage - bitte nachtragen.
Beste Grüße
Stephan Sanetra
@ Carsten Burkhardt [#16]
Vielen Dank!
@ Carsten Burkhardt [#14]
Es handelt sich um ein für einen unbekannten Zweck nachträglich getöntes Papier, was auf genügend breiten Seitenrändern an 2—3 mm breiten Streifen ungetönt gebliebenen Papiers ersichtlich ist. ... wo der farbige Unterdruck fehlt
Hallo Carsten,
ich möchte gern nochmal nachfragen, um was es sich hier handelt. Ist die Herkunft bekannt?
Liegt hier ein "farbiger Unterdruck" im Sinne eines Farbauftrages mit einer Druckmaschine vor oder wurde das Papier bei der Herstellung mit einem Strich versehen, der farbig daherkommt, bzw. dessen Komponenten sich über die Zeit verändern?
Viele Grüße
Ben.
@ Stephan Sanetra [#13]
@ Ben 11 [#18]
Es ist doppelt geleimtes Papier (bei einem Teil der Ausgabe) zum Druck verwendet worden.
Herkunft: Papierfabrik Weißenborn
Viele Grüße aus Leipzig
Holger
Hallo,
hier zwei gebrochene Zahlen in den Reihenwertzählern auf DDR MiNr. 2883.


Grüße Stefan
@ BeNeLuxFux [#20]
Hallo Stefan,
ich kann deinen Randfehler auf der Forschungs-CD bestätigen. Da es sich bei deinem Bogen um Bogen 2, vielleicht findet du den Fehler auf Feld 14 wieder.
Gruß Thomas

Hallo Thomas,
habe hier noch eine 299 von f21 mit verdickter 2 im Bogenrand.
Schöne Grüße,
Dirk
@ dirk351 [#22]
Hallo Dirk,
danke für die Neuvorstellung. Nehme ich neu für die Rand-Forschungs-Cd mit deinem Namen auf.
Gruß Thomas
Hallo miteinander!
Habe hier eine Bogenrand Druckzufälligkeit, weiß aber nicht ob diese schon hier irgendwo aufgeführt ist.
Falls ja, dann bitte um Verständnis, da ich momentan leider nicht alles machen kann, was ich eigentlich möchte:



Bei der 15 PF-Eckrandmarke mit Bogenrand vom VII. Parteitag der SED (Michel Nr. 1270) scheint die die "O" bei "MDN 4,50" etwas unten rechts "angefressen" zu sein!
Viele Grüße fürs neue Jahr aus Magdeburg!
Klaus-Peter
@ bedaposablu [#24]
Hallo Klaus Peter,
Danke fürs Zeigen. Die kleine Kerbe kommt nach unserem Bogenarchiv auf Bogen 3 und 4 vor.
Es dürfte damit ein kleiner Rand-PF vorliegen, wäre aber jetzt zu wenig augenfällig für eine Aufnahme auf CD oder für eine Katalogisierung.
Auch von mir viele Grüße fürs neue Jahr aus Wiesbaden.
Thomas
Hallo Experten,
bei der Mi.Nr.1033 am rechten Oberrand ist eine blaue Farbleiste in dem das Wort "Blau" spiegelverkehrt steht. Ist das normal oder eine Besonderheit. Für eine Antwort wäre ich dankbar.

Grüße
Andreas
@ zonen-andy [#26]
Der betreffende Bogen I liegt uns genau so im Bogenarchiv vor.
Es gibt Sammler die Bogenränder und auch Farbrandstreifen sammeln. Als Besonderheit würde ich es nicht ansehen, da diese spiegelschriftlichen Bogenrandzudrucke auch bei anderen Sondermarken vorkommen und diese Bogenrandzudrucke für die Druckkontrolle bewusst angebracht wurden.
Interessant wäre es sicherlich, wenn es auflagenbedingt Exemplare gäbe, mit normaler Beschriftung des Farbrandstreifens (also beide Formen). Habe ich aber noch nie gesehen, sodass ich davon ausgehe dass jeder Bogen I so aussieht.
Gruß Thomas
@ tomato [#27]
Hallo Thomas,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich werde mir die 1. Bogenränder-Sondermarken-CD bestellen, wenn noch verfügbar.
Grüße
Andreas
@ zonen-andy [#26]
@ tomato [#27]
Als Besonderheit würde ich es nicht ansehen, da diese spiegelschriftlichen Bogenrandzudrucke auch bei anderen Sondermarken vorkommen ...
Da hat wohl ein Mitarbeiter aus der Druckformherstellung nach dem Ätzen des Tiefdruckzylinders mit einem Stift (?) die Näpfchen wieder zugeschmiert, damit die Drucker an der Maschine die Druckform auch ins richtige Druckwerk einbauen?
Naja, bei so einen einzelnen Ring kann die Verwechslungsgefahr groß sein. ;)
Oder welchen Zweck hatte die Beschriftung?
neugierig fragt
Ben.
@ spain01 [#30]
Die beiden Fehler liegen uns im Bogenarchiv auch so vor. Nehme ich gerne mit dem Namen des Entdeckers in die Forschungs-CD Dauerserien auf.
Handgravierte Punkte statt Komma kommt häufig vor, nehme ich auch auf um darauf aufmerksam zu machen.
Auch Punkte die zu Kommas nachgraviert wurden kommen vor.
Den DV-Fehler ''Druckerer'' statt ''Druckerei'' würde ich sogar für eine MICHEL-Katalogaufnahme vorschlagen - siehe den im Michel bereits aufgenommene Fehler 960 DV I und II.
Vielleicht findet jemand weitere Satzfehler - laut MICHEl kommen solche ja vor. Wenn wir ein paar noch finden könnte ich in der Briefmarken-Revue einen Bericht darüber verfassen.
Gruß Thomas


277 RWZ F5 "2" von "DM 2.00" nachgraviert? Zusätzlich ist die erste "0" oben gebrochen


295 SZ F1 "2" von "1.20" unten eingekerbt


296 DV F21 blauer Punkt oben rechts am "A" von "WERTPAPIER"

300 DV F41 blauer Strich über "EU" von "DEUTSCHE"
@ STUPS1 [#35]
295 den Summenzahl-Fehler nehme ich neu für die Randfehler-Forschungs-CD auf. Im Bogenarchiv nachweisbar.
Gruß Thomas

347 DV F40, F50 - "e" in "Werks.... und "p" in "Leipzig"

396 SZ F1 - Komma bei "1,20" kurz

424 SZ F31 - "0" von "0,24" links abgeschrägt
@ STUPS1 [#40]
Nehme ich alles auf, da im Bogenarchiv nachweisbar. Bei 384 nur f5.
Gruß Thomas


430 RWZ F2 - "M" oben rechts gebrochen


472 SZ F41 - "0" von ",10" rechts oben abgeschrägt


478 SZ F6 - "0" groß, schräg - nachgraviert?

478 SZ F11 - "0" am rechten Rand ausgebuchtet
@ STUPS1 [#43]
478 größere ;;0'' ist schon auf der Forschungs-CD Ränder.
472 nehme ich neu auf.
Danke Thomas, 478 SZ F6 hatte ich übersehen...


485A SZ F31 - erste "0" von "0,10" links unten abgeschrägt

520A BR F46 - Druckerzeichen am linken Rand

528 SZ F6 - "0" von ",90" rechts abgeschrägt

541 SZ F41 - "0" von ",20" unten abgeschrägt

n e u : 563 SZ F41 - Komma von "0,40" kurz
auf CD ist hier der 2. Fehler auf SZ F46


574 SZ F1 - erste "0" von "0.50" oben gebrochen


608 RWZ F1 - "D" von "DM" unten mit blauem Strich
@ STUPS1 [#52]
Bei den Rändern muss man schauen dass nur ins Auge fallende Fehler aufgenommen werden, da es viele kleineAbweichungen gibt. Für Forschungs-CD Ränder nehme ich auf: 520 , 528, 541 und 574.
Bemerkung, 520 enthält auch den Katalog-PF Feld 46 = heller Fleck über '6' von '1956'.
Diese Dreiecke und Quadrate bei 520 die bei überbreitem Bogenrand erscheinen, sind keine Druckerzeichen. Es gibt sie mehrfach an den Bogenseitenrändern auch bei anderen Ausgaben wie z. B. 497, 538 usw. Auch in Kombination mit Bogenrandleisten. Sehr wahrscheinlich dienten sie dazu Wasserzeichenpapiermissbrauch zu verhindern.
Ich nehme diese Randbedruckung für die Rand-Forschungs-CD auf, für den Ordner 'allgemeine Infos zu den Bogenränder'.

660 BR F50 - rechter Rand zwei grüne Punkte


693 RWZ F1 - "D" von "DM" unten abgeschrägt


693 RWZ F8 - "D" von "DM" unten abgeschrägt

741 BR F50 - zwei blaue Punkte am rechten Rand


744 BR F42 - "I" von "DRUCKEREI" fett und schräg / nachgraviert?


768 DV F21 - "I" von "DRUCKEREI" fett und schräg / nachgraviert?

776 BR F50 - blauer Punkt am rechten Rand


787 DV F46,47 - Schrift stark beschädigt
@ STUPS1 [#62]
Nehme alles auf bis auf 744 und 768. 787 ist schon auf der Forschungs-CD.
Die zwei Punkte im Bogenrand bei 660, 741 und 776 rechts unten ist eine bewusste Kennzeichnung von Offsetdruck-Sondermarken-Sperrwertbögen der 1950er und 60er Jahre. Vielleicht weiß jemand, warum genau die angebracht wurden? Vielleicht für das Postamt oder die Druckerei zur Info, aber warum? Vielleicht gibt es darüber auch eine amtliche Verfügung?
Bei der 741 ist der obere Balken der "5" verdünnt. Den nehme ich auch neu auf.
Gruß Thomas


2613 RWZ F1 - "M" der RWZ "M 0,75" mittig gebrochen (wie RWZ F2 und F3)
@ STUPS1 [#64]
Nehme ich neu für die Rand-Forschungs-CD auf. Liegt mir auch schon in Bogen-SST vor.
Gruß Thomas