Thema:
Warnung vor den Prüfern der Professional Stamp Experts
@ Swender [#7]
Die meistens der Marken hätte ich auch preislos verschenken können. Wenn zufälliger weise eine seltene Variante dabei ist (6 Richtige im Lotto ist leichter ca. 1 : 14000000), sind es sonst alles geringwertige Marken. Grosse Sammlungen haben meist auch mit einfacheren Marken angefangen. Früher hätte ich mich auch über manche dieser Marken gefreut. Warum gerade die 2cent-Rollenmarke (2. Bild) interessant ist, weiss ich nicht. Zum Beispiel von der 10c gelb (Monroe) aus der gleichen Reihe gibt es neben der normalen massenhaften Zähnung auch sehr seltene Zähnungsvarianten, die 1997 mit lächerlichen 1500 DM im Michel bewertet wurden.
Gruss
Martin
@ Swender [#7]
Hallo Gerhard,
die Auflagen der US-amerikanischen Marken von 1930 - 1990 gehen in die Millionen, Sondermarken bekommt man für den sprichwörtlichen Appel und Ei. Natürlich gibt es bessere Zähnungen, Unterschiede beim Druck oder unterschiedliche Wasserzeichen, die zum Teil viel Geld bringen, weil sie extrem selten sind. Aber wie Martin es schon sagt, Lottospielen ist vielversprechender.
Beste Grüße!
Lars
@ Swender [#7]
Danke Martin!
Danke Lars!
Anbei noch die GELBE MONROE.
Welche Zähnezahl müsste diese denn aufweisen, um einen evtl. Gegenwert, wie von Martin beschrieben, aufzuweisen?
Wie ihr euch denken könnt, ich bin absoluter Laie auf diesem Gebiet.
M.f.g.
Gerhard
Guten Morgen,
die "normale" (Mi.-Nr. 273P -Plattendruck, Bildgröße 22 x 19 mm- A) ist L 11 gezähnt.
Daneben sind zwei "Wertvolle" katalogisiert:
Mi.-Nr. 272P K: Mischzähnung L 10:11:11:11 bzw. Mi.-Nr. 272P L: Mischzähnung L 11:11:10:11.
Einfach mal mit den bekannten Hilfsmitteln (Zähnungsschlüssel, Perfotronic o. ä.) messen, vielleicht ist Ihre Marke ja wie ein "Sechser im Lotto". Halte ich aber eher für äußerst unwahrschenlich!
Moin aus Ostfriesland, "lueckel2010"
USA Briefmarken 1 cent Franklin / 2 cent s washington etc
Hi,
falls mir jemand Infos über die 1 cents und 2 cents Marken geben kann, wäre ich sehr dankbar. Ist es auszuschliessen, dass es sich höherwertige Marken handelt, oder sollte man einen Prüfer einschalten?

Auszuschließen ist das nicht, das es sich um die teuren Varianten handelt. Beim Lotto ist es auch nicht auszuschließen, dass man den Jackpott knackt! Sehr wahrscheinlich ist beides nicht!
Solche Massenware an einen Prüfer zusenden lohnt sich nicht. Da muss man sich schon selbst das Fachwissen aneignen und dann im Falle eines Falles, sich die selbstgemachten Funde attestieren lassen.
Das ist doch mal ne Aussage!
Merci.
@ DomiNuß [#7]
Es gibt jede Menge Webseiten, die sich mit der Identifikation der Washington-Franklin-Serie beschäftigen. Ich muss saeckingen [#8] beipflichten, wenn Du einer Prüforganisation die Sortierarbeit überträgst, dann kostet das - vollkommen zurecht - richtig Geld.
An anderer Stelle wurde schon mehrfach darüber geschrieben, Du brauchst Wasserzeichensucher, gute Kenntnisse in den Druckarten, Farbkenntnisse, die richtigen Zähnungsmessgeräte, Fachliteratur, Größenmessgeräte. Im Internet werden gerne "seltene W-F-Marken" vorgestellt. Aber ohne ein Attest einer Prüforganisation sind sie nur billige Marken, die einer teuren Variante ähnlich sehen. Und m.E. müssten Deine Englisch-Kenntnisse gut sein, da die meisten Seiten im Internet in Englisch sind.
Beste Grüße!
Lars
http://www.jamesdire.net/W-F.html
http://www.stampsmarter.com/learning/ID_1908_1923WashFrankDesigns.html
https://www.kenmorestamp.com/1908-1922-washington-franklin-identifier
Herzlichen Dank für die links
Wertschätzung USA US 1 Cent Benjamin Franklin
Einen schönen guten Tag,
ich Bitte um Wertschätzung folgender USA US 1 Cent Benjamin Franklin Briefmarken. Habe ich aus einem Nachlass erhalten, bin mir aber nicht sicher ob diese etwas wert sind.
Vielen Dank! Dirk!

Willkommen im Forum!
Grundsätzlich: Aus Scans kann man nur selten feststellen, um welche Variante einer Marke es sich handelt. Am besten, du machst dich selbst mit Katalog, Lupe, Zähnungsschlüssel und Wasserzeichensucher an die Arbeit. Sei darauf vorbereitet, dass Wasserzeichen bei US-Marken oft schwach und nur in Teilen sichtbar sind. Und sei nicht enttäuscht, wenn sich die Marken als billigste Variante erweisen, das ist halt statistisch am wahrscheinlichsten.
-jmh
Vielen lieben Dank für die Auskunft!
@ DONZUCKI [#12]
Die Marke ist beschädigt (verfärbt, Einrisse, Ecke oben rechts verkürzt). Damit sinkt der vermutlich geringe Wert auf -0- Euro. Wenn Du Dich mit Briefmarken sehr gut auskennst, dann kannst Du Dich an die Bestimmung machen, wie jmh67 [#13] es schon beschrieben hat. Das macht riesig Spass!
Wenn Dich Deine Frage nach dem Wert nur aufgrund einer ziemlich frustrierenden Internetrecherche ins Forum geführt hat, dann versuche trotzdem, die Marke selbst zu bestimmen. Wenn Dir das keinen Spass macht, dann schmeiss sie weg. Das Risiko, dass Du damit etwas falsch machst, ist etwa so hoch, wie die Chance, einen Lottschein mit fünf Richtigen zu finden. =D
Beste Grüße!
Lars
@ DONZUCKI [#14]
Du hast leider bei Deinen Daten nicht eingetragen, ob Du über Kataloge verfügst (z.B. Michel USA Spezial 2014 oder Michel Übersee Band 1 Nordamerika, etwas weniger spezialisiert).
Falls nicht, kannst Du bei den Berliner Biblotheken nachfragen, ob sie diese Kataloge innerhalb einer philatelistischen Abteilung vorrätig haben oder besorgen können.
Du kannst sie "neu" im Buchhandel erwerben oder gebraucht auf ebay und anderen Handelsplattformen.
Bei den Berliner Vereinen [1] wird Dir auch gerne geholfen, bitte aber unbedingt vorher anrufen, ob zu einer Versammlung kommen kannst und an die sehr hohen Corona Zahlen denken.
Schöne Grüsse und bleib gesund, Richard
[1]
https://www.bdph.de/index.php?id=5&tx_vereine_bdphvereine%5Baction%5D=search&tx_vereine_bdphvereine%5Bcontroller%5D=Vereine&cHash=30782028d42992b28d7965f3f475bc08
@ ngxmanu [#17]
Da sind keine Raritäten dabei. Viele Marken sind nicht gut erhalten (Büge, Zähne fehlen) - mit etwas Glück erhält man für so einen Posten 2-3 Euro im Internet.
Beste Grüße!
Lars
Vielen Dank Lars für die schnelle Antwort.
Hier habe ich noch einige interessante.
Wie erkenne ich evtl eine 432c oder Raritäten?
Wie siehts mit Marken aus Kolonien aus?
Hier noch einige:
@ ngxmanu [#17]
Auf den ersten Blick hast du da wirklich nur Massenware, und da haben sich noch ein paar "Fremdlinge" eingeschlichen. Die Marken mit Ortsnamen zwischen waagerechten Linien tragen sogenannte Vorausentwertungen, da gibt es vielleicht Interessenten, aber dann auch eher für kleinere Orte. Chicago z. B. gehört da nicht so richtig dazu. ;-)
Wenn du Katalognummern angibst, musst du auch dazusagen, aus welchem Katalog sie sind. Die Amerikaner benutzen meistens den Scott, die Deutschen den Michel, die Franzosen den Yvert-Tellier usw., und die Nummernsysteme sind recht unterschiedlich. Ich nehme mal an, du meinst die Scott 423C. Dann sagt eine schnelle Websuche, dass es eine blaue 5-Cent-Marke von 1914 mit den Bild von Franklin nach links und der gemischten Zähnung 12:10 ist, die überdies nur in geringer Anzahl erschienen ist.
Am besten, du besorgst dir die einschlägigen Kataloge aus einer Bibliothek, wenn du viele Briefmarken zu bestimmen hast, lohnt sich auch ein Kauf derselben. Um von einem Nummernsystem ins andere zu konvertieren, kannst du z.B. bei colnect.com nachsehen. Viel Vergnügen dabei! Auch billige Marken zu sortieren kann Spaß machen.
-jmh
1 Cent Franklin mit Stempel 1937
Kann mir jemand Auskunft darüber erteilen, ob diese Marke einen Verkaufswert hat ?
@ llibbysmilk [#21]
Es tut mir sehr leid, aber Antwort auf die Frage nach einem Handelswert ist Null. Die Marke hat einen Katalogwert von 20 US-Cents. Der Handelswert des Ausschnittes dürfte nahe -0- Euro liegen. Die Marke hatte eine Auflage von mehreren 100 Millionen (oder mehreren Milliarden?).
Beste Grüße!
Lars
USA Briefmarken
Hallo,
könnte mir jemand helfen, ob diese Marken was wert sind? Habe keine Ahnung.

Dankeschön
@ Brackmann07 [#23]
Die Marken sind vielfach nicht gut erhalten, die Stempel oft nicht lesbar, die Auflage der Marken ging teilweise in die Milliarden. Die drei italienischen Marken gehören in die gleiche Kategorie. Du hättest viel Glück, wenn Dir einer für die Marken einen Euro bewilligt.
Aber die USA sind ein sehr spannendes - und leider teilweise auch sehr teures - Sammelgebiet. Besorge Dir einen Katalog und fange das Sammeln an!
Beste Grüße!
Lars
USA - Marken
Hier noch eine weitere Marke.
Sie ist sehr alt und in einem sehr guten Zustand. Welcher Wert ist anzusetzen?
@ Ernst A [#25]
Die Marke hat ein paar Zahnfehler und keinen identifizierbaren Stempelabschlag. Die Auflage liegt bei mehreren 100.000.000 bzw. Milliarden Marken.
Der Handelswert ist leider -0- Euro.
Beste Grüße!
Lars
Dankeschön für die Auskunft.
Hilfe bei Schätzung USA
Hallo!
Ich habe einige Briefmarken geerbt und habe leider überhaupt keine Ahnung von dem Wert. Nun habe ich gelesen, dass es doch einige wertvolle gibt, es aber natürlich unwahrscheinlich ist, so eine zu besitzen.
Man weiß ja nie, daher suche ich eure Hilfe:
@ Laura28 [#29]
Du kannst die bisherigen Beiträge des Themas lesen. Das hilft.
Gruß, Klemens
[Beiträge wurden alle ins Hauptthema verschoben um 14:20 Uhr]
@ Laura28 [#31]
Der Wert aller Deiner bisher gezeigten USA-Marken liegt im niedrigen einstelligen Eurobereich. Ja, es gibt tatsächlich seltene USA-Marken, aber das liegt daran, dass davon nur wenige Stücke bekannt sind, die Standard-Marken an sich aber z.T. in Milliarden-Auflagen gedruckt wurden.
Bitte nutze nicht Ebay oder das Internet als Anhaltspunkt für einen Preisvergleich. Unwissenden Verkäufer stellen für ihre Billig-Marken Fantasiepreise ein. Und wundern sich, wenn Ebay diese Angebote dann irgendwann löscht.
Beste Grüße!
Lars
[Beiträge [#29] bis [#32] redaktionell in das passende Thema verschoben]
Hallo zusammen,
da ich auf dem amerikanischen Sammelgebiet auch nicht wirklich so die Ahnung habe, mich aber gerade mit den ausländischen Briefmarken beschäftige, würde ich auch gerne eure Meinung zu diesen Marken hören.


Vielen Dank im voraus, ich freue mich auf eure Antworten.
Bitte etwas besser sortieren und Scans statt Fotos einstellen. So kann man nicht viel sagen. Die Trümmer der braunen Marke wirf gleich 'raus.
Hilfe zur Selbsthilfe: Am besten, du guckst mal bei colnect.com 'rein, das ist ein Online-Katalog, und da gewinnst du schon mal einen Überblick. Oder du schaust mal, ob die örtliche Bibliothek einen Katalog hat oder beschaffen kann. Links oben sind übrigens ein paar alte Australier dabei aus der Zeit vor dem Australischen Bund, die findest du nicht im Amerika-Katalog. Ansonsten haben sich ein paar Steuermarken eingeschlichen, damit kennen sich andere besser aus.
-jmh
Super vielen Dank, das war schon mal sehr hilfreich.
Welche Marken meinen Sie würden sich zum Einscannen lohnen?
@ Mason [#35]
Deine US-Sammlung sieht von den Marken auf den ersten Blick werthaltiger aus, als die meisten der bisherigen Anfragen. Ein zweiter Blick lässt dann wenig gutes erahnen, viele der Marken sind schlecht erhalten und haben teils gravierende Mängel (fehlende Zähne, Büge, Einrisse usw.).
Was willst Du mit der Sammlung anstellen? Verkaufen - ein paar gute Bilder der Marken und ab 1 Euro oder 1 USD auf einer Internetplattform einstellen und sich über alles > 20 Euro freuen.
Wenn Du selbst sammeln willst, dann würde ich die Marken erst einmal durchsortieren und reinigen. Und mir einen alten Michel- bzw. Scott-Katalog besorgen. Mit den Marken hast Du einen netten Grundstock.
Beste Grüße!
Lars Böttger
Vielen lieben Dank für deine Rückmeldung. :)
Ich habe gerade erst angefangen die ausländischen Briefmarken zu sortieren und bin erst an der Oberfläche am kratzen. Es kamen schon einige mehr Marken aus den frühen USA dazu.
Ich denke, ich stelle erst einmal alles zusammen und schaue dann, was ich mit der Sammlung mache. Allerdings wird das bei den Unmengen ausländischer Briefmarken noch dauern.
Ich müsste noch mal die Spezialisten um Rat fragen.
Ich habe hier eine Briefmarke von Franklin, wo die linke Seite und unten geschnitten ist.
Ist das auch Massenware ?
Ich freue mich auf eure Rückmeldungen, vielen Dank im voraus.
@ Mason [#38]
Ja, das ist Massenware. Die Bögen der US-Marken waren an den Außenrändern nicht gezähnt. Solche Marken sind bei US-Sammlern nicht sonderlich populär. Man hat diese Marken gerne mit einer falschen Zähnung versehen.
Beste Grüße!
Lars
Hallo Lars,
vielen Dank, das war sehr hilfreich.
Mittlerweile habe ich einige Franklin und Washington Marken, auch in verschiedenen Varianten.
Weiß noch nicht wie ich da rausfiltern soll um welche Sorte Marken es sich handelt.
Liebe Grüße
@ Mason [#40]
Mein Rat ist, alle WF-Marken für ein paar Jahre zur Seite zu legen. In der Zwischenzeit solltest Du alle verfügbaren Quellen (Bücher + US-Webseiten) zu dem Thema lesen und versuchen, Dir das notwendige Fachwissen für die Markenbestimmung anzueignen (Drucktechnik, Größe, Papierunterschiede) und die notwendigen Geräte beschaffen (Lupen, Zähnungsschlüssel, Auflichtmikroskope, usw.). Wenn es Dein Budget zulässt, dann würde ich geprüfte Marken erwerben, um Vergleichsmaterial zu haben. Die Mitgliedschaft in der American Philatelic Society ist kein Fehler, da im "American Philatelist" häufig diese Serie behandelt wird.
Beste Grüße!
Lars
Super, vielen lieben Dank Lars.
Viele Grüße
@ Mason [#38]
Die US-Marken wurden oft in großen Bogen gedruckt, die dann in vier Schalterbogen auseinandergeschnitten und gezähnt wurden, daher kommen solche teilgezähnten Stücke. Für mich sind das sammelnswerte Varianten, schließlich gab es bei dieser Markengröße nur eine zweiseitig und 18 dreiseitig gezähnte Marken in einem Bogen zu 100 Stück.
Mögen die Leute auf der anderen Seite vom Teich doch davon halten, was sie wollen, wie war das noch mal mit der Uhl und der Nachtigall? ;-)
-jmh
Hallo -jmh,
vielen Dank für deine Antwort.
Ich glaube ich werde den Stücken die auf 3 Seiten geschnitten sind auch einen extra Platz in der Sammlung geben.
Liebe Grüße und einen schönen Abend
Mason
@ Mason [#44]
Verwechselst du da etwas? Es gibt einige wenige dreiseitig geschnittene Marken, die kommen aus Markenheftchen und sind das Ende des eingehefteten Markenstreifens, und die gibt's ohnehin nur so. Du meinst wahrscheinlich die dreiseitig gezähnten.
-jmh
@-jmh
Du hast natürlich vollkommen recht, ich meinte die an zwei Seiten, an den Ecken geschnittenen Briefmarken (siehe letztes Bild).
Habe mich da verschieben.
Liebe Grüße
Mason
USA Washington 2 cents rot
Guten Tag,
ich habe Anfang der 2000er von meinem Opa Briefmarken bekommen. Überwiegend viele lose Marken, die noch nicht abgelöst waren und jede Menge, die er in seiner Sammlung noch nicht einsortiert hat. Dazu noch 3 angefangene Auswahl-Alben.
Vor Kurzem hab ich mal durchgeschaut und einige interessante Stücke gefunden, zu denen mir aber das nötige Fachwissen fehlt.
Vielleicht kann jemand was zu der roten Washington-Marke sagen?
@ carloni [#47]
Hallo,
ja, es gibt seltene "rote 2 c Washingtons", die aber wiederum so selten sind, dass ihr Fund in etwa mit einem Sechser im Lotto gleichzusetzen wäre. Über Einzelheiten, die eine Seltenheit implizieren könnten, habe bereits an anderer Stelle in diesem Thema berichtet und dabei auch erwähnt, dass zunächst einmal eigene Untersuchungen vorgenommen werden sollten.
Ergibt sich dabei ein Verdachtsfall, müsste auf jeden Fall kompetent geprüft werden!
Eine Festlegung Ihrer roten auf eine bestimmte Katalognummer ist anhand des gezeigten Scans unmöglich! Festgestellt werden konnte lediglich, dass die gezeigte Marke einen sehr starken Querbug (von links oben nach rechts unten) hat. Sofern die Marke normal ist, wovon ich aufgrund der von mir geschilderten Umstände zunächst einmal ausgehe, ist sie lediglich ein Fall für die Tonne!
@ carloni [#47]
Nur so'n bißchen Hintergrund:
Die rote Zweier stammt vermutlich vom Bogenrand, die ungezähnte Seite kommt daher, dass man oft Marken in 20x20-Bogen gedruckt hat, die dann in vier 10x10-Bogen auseinandergeschnitten wurden. Nichts Besonderes, aber halt ein interessantes Faktum. Schade, dass die Marke so geknickt ist.
Von dem 5c-Washington links unten gibt es eine "gut rasierte" und eine "schlecht rasierte" Variante, das fällt deutlich auf, wenn man sie nebeneinander hält. Beide sind Massenware, aber ganz lustig anzuschauen, finde ich.
Schöne Stempel in unserem Sinne findet man auf US-Marken übrigens nicht oft, das liegt an den dortigen Vorschriften und Stempelgeräten. Normalerweise gehört dort Ort und Datum neben die Marke, damit man's lesen kann, und die Marken müssen deutlich entwertet sein.
-jmh
Vielen Dank für die Infos.
Ich werde mal schauen, was noch so in der Sammlung zu finden ist.
@ jmh67 [#49]
@ carloni [#50]
Von dem 5c-Washington links unten gibt es eine "gut rasierte" und eine "schlecht rasierte" Variante, ...
Das ist eine Formulierung, die ich so noch nicht gehört habe. ;-)
Zum sachlichen Hintergrund:
Es handelt sich um eine Nachgravur im linken Halsbereich (also auf der Marke rechts).
Wenn schon, denn schon.
Um weitere Nachfragen und eventuelle Begehrlichkeiten (wegen möglicher Werte) zu vermeiden, nachfolgend der Unterschied zwischen den Mi.-Nr. 895 und A 937:
a. Mi.-Nr. 895 (der "unrasierte Schorsch"), kam bei der US-Bevölkerung nicht besonders gut an!

1. A x, normales Papier, 2. A yb, tagged (Papier mit Phosphoraufdruck), 3. C x V, Bureau-Vorausentwertungen.
Weiterhin gibt es noch die Mi.-Nr. 895 A V und die 895 C yb u.
b. Mi.-Nr. A 937 (der -gut ein Jahr später- nun "glatt rasierte Schorsch"), von einer überarbeiteten Druckplatte.

1. A yb u, 2. A yb z, 3. A u x V, Bureau-Vorausentwertungen
Weiterhin gibt es noch die Rollenmarke, Mi.-Nr. C yb z.
Alle gezeigten und erwähnten Marken sind sowohl ** als auch o keine Seltenheiten!
Moin aus Ostfriesland, Gerd Lückert
Vielleicht kann man Zweifel an einer der besten Prüfanstalten nur mit Humor entgegnen.
Allerdings ist die Waffeleinprägung der amerikanischen Post alles andere als lächerlich und tatsächlich von großer Bedeutung was die klassische USA Philatelie angeht.
Dieser Schutz vor Wiederverwendung der Marken hat uns einige der bedeutendsten Raritäten beschert.
Wenn man so etwas sammeln und suchen will, dann muss man sich zuerst mit der Literatur und dann mal mit möglichst günstigen und tatsächlich vorkommenden Varianten intensiv beschäftigen und kann danach mit recht guter Sicherheit auch die Varianten unterscheiden.
Herr Tomalak hat mich vor gut zwei Jahren besucht und ich habe ihm damals sofort sagen müssen, dass die Foundation seine Marken niemals mit Grill attestieren würde, dass sind einfach keine.
Fatal war damals schon für mich, dass er durchaus echte Z Grill's von der 2c Marke hatte, was an sich schon eine Sensation ist.
Eine extrem stark beschädigte hatte er mir damals auch überlassen. Nun haben wir den Fall, dass jemand sogar ein perfektes Vergleichstück hat, aber so besessen von seinen Funden ist, dass er alle Kriterien Eingens auslegt.
Viele Sammler neigen gerade bei Verschönerungen dazu dem Satz "to good to be true" nicht zu beachten. Man neigt dazu sich selbst zu betrügen. Aber so ein Steigerung ins äußerst Unwahrscheinliche (er hat ja nicht eine, sondern gleiche alle 3 Topstücke entdeckt haben wollen) ist schon sehr speziell. Mir hat er schlicht und ergreifend vorgeworfen, dass ich es einem Ossi einfach nicht gönnen wollte. Es wurde sehr unschön.
Für den Bildartikel hatte ich seinerzeit schon keine Verständnis, da er vom Wesen unseres Hobbies wegführt.
Ich denke die meisten seriösen Sammler haben wirklich Seltenheiten und Stücke entdecken dürfen, die ein oberflächlicher Sammler leicht übersieht. Es sollte immer um das Forschen und Zusammentragen gehen, niemals um den Verkaufserlös, der eben nur durch die Jahrzehntelange Literatur zum Thema entstanden ist.
Abschließend darf ich mal einen echten Z Grill vorstellen. So als Probedruck ist er erschwinglich und so perfekt ausgeprägt, dass nun eigentlich jeder die Eigenschaften erkennen kann.

Klar achtet man bei jeder Marke, die man rumdreht auf solche Eigenschaften, aber die Chance die zu erwischen....
Oft wurden mehrere Bögen übereinander gelegt und zusammen geprägt, dabei kamen dann sehr unscharfe und kaum zu identifizierende Stücke heraus.
Die Grundregel beim Sammeln lautet aber nun einmal, das nur unzweifelhafte und eindeutig bestimmbare Stücke auch den Mehrpreis für die Variante verdienen. Alles was zu unscharf, mit Zweifeln behaftet ist ist vor allem eins, im grunde für eine Spezialsammlung wertlos und damit niemals für ein Attest geeignet.
@ Holzinger [#51]
"Unrasiert" und "rasiert" ist gängiger Wortlaut in den Staaten.