Briefmarken Atteste

Thema:

Indien: Indische Staaten Hyderabad

volkimal Am: 04.12.2019 18:28:50 Gelesen: 9345 # 1
Hallo zusammen, die heutige Karte zu 4 Pies kommt aus dem indischen Füstenstaat Hyderabad: In dem Fall kann ich das Datum nach dem islamischen Kalender nicht eindeutig zuordnen, da ich mir beim Monat nicht sicher bin. Links stehen die beiden letzten Ziffern der Jahreszahl ۵۵ = 55. Somit kommt die Karte aus dem Jahr 1355 AH = 1936/37 AD. Viele Grüße Volkmar
ChristianSperber Am: 13.01.2020 22:47:31 Gelesen: 9218 # 2
@ volkimal [#7] Laut Higgins & Gage Katalog erschien die abgebildete Karte HG 18 im Jahr 1937. Christian
volkimal Am: 14.01.2020 12:14:53 Gelesen: 9190 # 3
@ ChristianSperber [#8] Hallo Christian, danke für die Info. Dann kann die Karte nur in den letzten drei Monaten des Jahres 1355 AD herausgegeben worden sein. Vielleicht kann ich den Schriftzug des Monats damit irgendwann identifizieren. Viele Grüße Volkmar
Franz88 Am: 01.10.2021 11:55:27 Gelesen: 8213 # 4
Hallo Sammlerfreunde, ein Ganzsachenumschlag zu 1/2 Anna. Laut Ascher (Ganzsachenkatalog) wurde der Umschlag 1891 ausgegeben. Leider kann ich weder den Aufgabe-, noch den Bestimmungsort lesen. Liebe Grüße Franz
volkimal Am: 01.10.2021 14:28:51 Gelesen: 8194 # 5
@ Franz88 [#4] Hallo Franz, zu den Orten kann ich nichts sagen, aber zu dem Stempeldatum. Die Post Hyderabads führte 1870 Datumsstempel ein und datierte zunächst nach dem islamischen Kalender. Im Jahre 1316 AH = 1898/99 AD stellte man dann auf den Fasli-Kalender um. Beide Stempel sind nicht ganz klar und die Auflösung des Scans könnte besser sein. Beim Stempel auf der Rückseite fehlt zwar die erste Ziffer der Jahreszahl. Der Rest des Datums ist aber ganz gut zu erkennen. Ich lese: ۲۶ = 26, شوال = Schawwal, ۱۳۱۰ = 1310. Insgesamt ergibt sich 26 Schawwal 1310 AH = 26.10.1310 AH = 13.05.1893 AD. Ein Tag Abweichung ist bei den Umrechnern im Internet durchaus üblich. Viele Grüße Volkmar
Franz88 Am: 01.10.2021 14:47:00 Gelesen: 8189 # 6
Hallo Volkmar, vielen herzlichen Dank. Jetzt habe ich ein Datum ! Super ! Ich habe die zwei Stempel mit einer höheren Auflösung gescannt. Liebe Grüße Franz
10Parale Am: 03.01.2022 20:11:59 Gelesen: 7926 # 7
Marken bestimmen: Indische Vertrags- und Feudalstaaten Hallo zusammen, ich denke es besteht Bedarf für solch ein Thema. Ich zeige ein altes Vordruckblatt mit Marken von Haidarabad, Hauptgebiet und Untergebiet Dienstmarken. Bei den Dienstmarken rechts gibt es verschiedene Aufdrucktypen? Typ I und Typ II. Ich denke bei den grünen Dienstmarken ½ Anna verschiedene Aufdrucktypen zu erkennen, bin aber nicht schlüssig. Dieses Gebiet hat einige Nussknacker übrig und ich werde noch mit anderen Marken aufwarten und wie mir bereits leider auch schon mitgeteilt wurde, leider mit Fälschungen. Liebe Grüße 10Parale
Martin de Matin Am: 03.01.2022 23:20:15 Gelesen: 7903 # 8
@ 10Parale [#7] Im untenstehenden Bild habe ich die MiNr. vermerkt. - MiNr. 4 kann ich nicht genau die Farbe bestimmen, es ist aber weder rotbraun noch der Fehldruck in rotlila - Dienstm. Nr. 22 ist möglicherweise die Platte I, also MiNr. 23I (Bildhöhe eher 20,5 mm als die im Michel von 2003 angegebenen 20,75 mm). Typisch für die erste Platte sind die deutlich hervortretenden Eckornamente, die sich nur auf schwachen Hintergrundlinien befinden (siehe zum Vergleich deine Nr. 15b die von der Platte II gedruckt wurde). Die Platte I ist vermutlich wesentlich seltener als der Katalogpreis aussagt (von Platte I habe ich eine und von Platte II habe ich mehr als zehn Stück). Bei der Dienstmarke 23II (Platte II) kann ma auch deutlich den Unterschied zur Platte I der Dienstmarke 15 sehen. - Bei den teilweise abgedeckten Marken kann ich die Nummer nicht genau sagen, da der entscheidende Teil der Inschrift oben abgedeckt ist. - Die jeweils erste Nummer bezieht sich darauf, dass die Inschrift "POSTAGE" lautet. - Die zweite Nummer bezieht sich darauf, dass die Inschrift "POST&RECEIPT" lautet. Schwierig wird es nur beim Bestimmen der Dienstmarken MiNr. 1 - 10, da es von dem Aufdruck mehrere Aufdrucktypen gibt als die eine Abbildung im Michel, und von diesen Aufdruckmarken gibt es auch Neudrucke. Hier stosse ich auch an meine Grenzen der Bestimmung, da ich noch zu wenig Vergleichsmaterial habe. Gruss Martin
10Parale Am: 04.01.2022 18:57:23 Gelesen: 7850 # 9
@ Martin de Matin [#8] Vielen Dank für diese Meisterleistung. Mit dieser Hilfestellung konnte ich die folgende linke Marke im SCAN als die Michel Nr. 20 der Dienstmarken von Hyderabad ausmachen, 8 Pies, Typ II. Die rechte Marke aus COCHIN jedoch bereitet mir neues Kopfzerbrechen. Sie ist nicht wie die Nr. 1 und 5 (½ Puttan gelb bzw. orange) gezähnt, sondern breitrandig geschnitten. Ein Wasserzeichen konnte ich nicht feststellen. Liebe Grüße 10 Parale
Martin de Matin Am: 04.01.2022 19:26:17 Gelesen: 7842 # 10
@ 10Parale [#9] Deine 8 Pies ist nicht Dienstmarke MiNr.20, da Nr.20 eine 8 Anna- Marke ist und das gleiche Motiv wie die Dienstmarke Nr.15 die ich im Beitrag 8 beschrieben habe, auch der Aufdruck ist bei Nr.20 grösser. Deine 8 P-Marke ist die Dienstmarke MiNr.35. Eine ähnliche Dienstmarke ist die MiNr.43 bei der aber im Mitteloval um die Inschrift keine dünnen Zierlinien vorhanden sind. Die Nr.43 sieht auch viel heller aus. Das gleiche gilt auch für die 4 P-Marke MiNr.42 im Vergleich zu MiNr.34. Gruss Martin
M.P.D. Am: 15.02.2022 19:50:57 Gelesen: 7564 # 11
Hallo, ich bin mir wieder mal nicht sicher ob ich hier richtig bin mit meiner Frage und bitte vorsorglich um Verschiebung des Beitrags an den richtigen Ort, falls nicht. Beim Durchsehendes Nachlasses bin ich auf einen Stapel dieser gelaufenen Umschläge gestoßen und nach längerer Recherche stand fest, das muss Hyderabad sein um 1880 (wie ich vermute, da die anderen Exponate alle aus der Zeit stammen). Nun bin ich selbst kein Sammler und habe die Karten einem Händler, auf den ich über Ebay gestolpert bin, angeboten. Laut ihm haben diese Ganzsachen einen geringen (0,50 €) bis gar keinen Wert und trotzdem finde ich Sie immer wieder mal bei Ebay, etc. für um die 25,00 € und mehr. Da ich eine ganze Menge davon habe (ca. 30 Stück), befürchte ich zu günstig zu verkaufen und habe die Hoffnung, dass mir hier evtl. jemand etwas zum tatsächlichen Handelswert sagen, oder mir einen Tipp geben kann wo/ wie ich das vernünftig recherchieren könnte? Vielen Dank im voraus. Gruß Mike
Koban Am: 15.02.2022 20:07:33 Gelesen: 7553 # 12
@ M.P.D. [#11] Hallo Mike, unter Hyderabad, "verkaufte Artikel", findest Du bei ebay reihenweise davon. Gruß, Koban
M.P.D. Am: 15.02.2022 21:43:36 Gelesen: 7534 # 13
Danke, dass war ein guter Tipp. Schönen Abend und Gruß Mike
volkimal Am: 11.01.2026 18:37:38 Gelesen: 2083 # 14
@ volkimal [#1] Hallo zusammen, heute möchte ich eine Korrektur zu den ersten drei Beiträgen bei diesem Thema bringen. Diese Karte war meine erste in meiner Kalendersammlung aus dem Fürstenstaat Hyderabad. Damals wusste ich noch nicht, dass die Post in Hyderabad neben dem islamischen Kalender auch noch den Fasli-Kalender benutzt. Auch hatte ich nicht bemerkt, dass im Wertstempel eine Jahreszahl steht. Da die Jahreszahl im Wertstempel der Karte vom Stempel verdeckt ist, zeige ich hier die Marke von einer anderen Postkarte. Im Werstempel steht die Jahreszahl = = 1348 Fasli + 590/591 = 1338/1339 AD Der Stempel ist vom Fasli 1355 Asphandiar 14 = 14.04.1355 Fasli = 16.01.1946 AD. Viele Grüße Volkmar Ergänzung siehe Beitrag [#17]. Die Redaktion
volkimal Am: 06.02.2026 21:46:57 Gelesen: 1853 # 15
Hallo zusammen, eine weitere Postkarte aus Hyderabad: Entsprechend des Vermerkes unten links ist es der Frageteil einer Postkarte mit Antwortkarte. Wer kann mir sagen, in welchem Jahr diese Postkarte erschienen ist? Viele Grüße Volkmar
ChristianSperber Am: 06.02.2026 23:06:24 Gelesen: 1841 # 16
@ volkimal [#15] Hallo Volkmar, nach dem Katalog von Higgins & Gage handelt es sich um die Karte HG 13. Bereits 1915 [1] waren ähnliche Karten mit der Inschrift "H.H. The Nizam's Government" erschienen. Georg V verlieh dem Nizam von Hyderabad den Titel "His Exalted Highness". Daher erschienen 1918 die Karten mit der geänderten Inschrift "H.E.H. the Nizam's Government" [1]. Grüße Christian [1] Deschl: India States Postal Stationery Listing, 1994
volkimal Am: 08.02.2026 20:54:04 Gelesen: 1727 # 17
@ ChristianSperber [#16] Hallo Christian, vielen Dank! Schön, dass du auch die Karten von 1915 erwähnst. Der Wertstempel hat sich dann bei der Ausgabe von 1918 nicht geändert. Im Wertstempel steht nämlich die Jahreszahl nach dem islamischen Kalender: ١٣٣٣ = 1333 AH = 1914/1915 AD Gleichzeitig muss ich noch einen Fehler aus dem Beitrag [#14] korrigieren. Ich hatte es damals wohl eilig und habe die Jahreszahl beim Wertstempel falsch angegeben. Das verrückte bei der Post in Hyderabad ist ja, dass bei den Briefmarken und bei den Wertstempeln der Ganzsachen die Jahreszahlen nach dem islamischen Kalender angegeben sind. Bei den Stempeln hat man dagegen seit 1898 den Fasli-Kalender benutzt. Im Wertstempel vom Beitrag [#14] steht die Jahreszahl = = 1348 AH = 1929/1930 AD. Passt das zum Ausgabedatum der dort abgebildeten Karte? Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 08.02.2026 21:29:17 Gelesen: 1721 # 18
Hallo zusammen, am letzten Dienstag sind wir von einer 14-tägigen Indien-Rundfahrt zurückgekommen. Leider kamen wir nicht ins Gebiet von Hyderabad, denn ich hatte einige Stempelkopien mitgenommen um die Stempelorte in Urdu zu bestimmen. Da wir aber in Cochin waren, konnte mir unser Busfahrer fast alle Fragen bei den Ortsangaben in Malayalam beantworten. Diese Karte habe ich zuerst unter einem falschen Datum abgespeichert: Die Karte sieht oben abgerissen aus. Zusätzlich steht unten links „reply“ = „Antwort“. Ich gehe also davon aus, dass es der Antwortteil einer Postkarte mit Antwortkarte ist. Auf der Vorderseite der Karte sah ich diese Datumsangabe: Ich ging also vom Datum 23.12.1949 AD aus. Erst als ich genauer auf den Stempel sah, entdeckte ich, dass das falsch ist. Bei beiden Stempeln ist die Monatsangabe آبان = Ava zu erkennen. Außerdem kann man beim Ankunftsstempel den Tag als Urdu-Ziffern sehen: = 24 (ein Tag nachdem die Karte geschrieben wurde). Von der Jahreszahl ist leider nur die letzte Ziffer, eine ٩ = 9 zu erkennen. Damit steht fest, dass die handschriftliche Datumsangabe nach dem Fasli-Kalender ist. Der 12. Monat Ava beginnt am 06.09. => 23.12. Fasli = 28.09. AD. Zur Fasli-Jahreszahl muss man ab dem 4. Monat 591 Jahre addieren. Damit ist die Karte vom 23.12.1349 Fasli = 28.09.1940 AD. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 21.02.2026 22:46:08 Gelesen: 1418 # 19
Hallo zusammen, eigentlich wollte ich beim Thema "Die unterschiedlichen Kalender" die Kalender aus Hyderabad mit dem letzten Beitrag abschließen. Jetzt konnte ich aber gerade diesen Brief für meine Kalendersammlung erwerben. Daher gehe ich noch einmal in der Zeit zurück und zwar in die Zeit, in der in den Stempeln aus Hyderabad noch der islamische Kalender benutzt wurde (bis 1898/99). Insgesamt findet ihr die unterschiedlichen Kalender aus Hyderabad in den Beiträgen 295 bis 306. https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=378776#M295 Er gefiel mir dadurch, dass er auf der Vorderseite einen Nummernstempel trägt, was ich aus dem Fürstenstaat Hyderabad bisher nicht hatte. Vor allem aber gefielen mir die drei Stempel auf der Rückseite, die den Übergang von einem auf den anderen Monat zeigen. Mir gefällt die Form der Nummernstempel aus dem Fürstenstaat Hyderabad. Sie haben eine Kreisform bestehend aus mehreren Karos und der Nummer in der Mitte. Rechts eine Zeichnung, bei der man die Form besser erkennt. Mein Stempel müsste die Nummer ١٣٢ = 132 haben. Der erste der drei Tagesstempel dürfte aus نلگنڈہ = Nalgonda kommen. Ich kann es nicht nachprüfen, aber vielleicht ist das Ort, der zum Nummernstempel 132 gehört. In der Regel haben die Halbmondstempel unten einen Stern. Dieser Stern fehlt bei diesem Stempel. Der Stempel aus Nalgonda ist vom = 30. Radschab 13(07) = 30.07.1307 AH = 22.03.1890 AD. Beim zweiten Stempel ist der Ort leider nicht zu erkennen. Das Datum ist der = 1. Schaʿbān 1307 = 01.08.1307 AH = 23.03.1890 AD. Der Ankunftsstempel aus حیدر آباد = Hyderabad ist vom = 2. Schaʿbān 1307 = 02.08.1307 AH = 24.03.1890 AD. Die Ziffer des Tages ist nicht ganz klar abgeschlagen. Eventuell kann es auch eine ٣ = 3 sein. Viele Grüße Volkmar