
Und eine Ansichtskarte des werbenden Café Wien in Köln:
Postwurfsendungen

Und eine Ansichtskarte des werbenden Café Wien in Köln:

...und ein Originalblatt Toilettenpapier der Sorte "Die dicke Rosita"
Der Mann war einfallsreich und hat aus seiner Drucksache mit rückseitigem Werbeaufdruck für einen Möbelkatalog eine Postwurfsendung gestaltet, um für zwei weitere Kataloge zu werben. Dafür hat er 4 Stempel verwendet und fertig war die Postwurfsendung.
Beste Grüße
Karsten
Hier nun das wichtigste Stück dieser Abhandlung.
Gängig waren Portostufen 1 u. 2 Rpf. (bis 20 g und bis 50 g).
Mit der Verfügung Nr. 71/1936 wurde die Gebühr pro Wurfsendung (20 g) auf 1 ½ erhöht. Diese Wurfsendung wurde mit 1 Rpf. durch AFS Stempel freigemacht und mit folgendem Druckvermerk versehen:
EINEN HALBEN PF. RESTGEBÜHR BAR NACHGEZAHLT
Emmerich 1 / Gimborol / Die weisse Schnellklebe / Pasta klebt ausgezeichnet
(Sammlung Jochen Greulich)
Es gab zwar Maschinen von Francotyp die einen ½ Pfennig verarbeiten konnten. Diese wurden aber überwiegend in den Niederlanden benutzt.
Die Gebührenerhöhung galt bis 31.10.1939.
Dieser seltene Beleg ist auf jeden Fall eine große Rarität. Eine Umfrage unter bekannten Mitgliedern ergaben bisher 7 erhaltene Belege!
Viele Grüße
Hajo
gerade rein gekommen ein neuer Beleg für mein geplantes 1-Rahmen-Exponat.
mit Sammlergruß
Werner
[Redaktionell verschoben aus dem Thema "Motiv Bienen und Honig auf Briefmarken und Belegen"]
Diese Wurfsendung (so auf der Rückseite vermerkt) wurde von einem politisch tätigen Herrn Dr. Gerhard Frey ausgesandt, er war meines Wissens einer rechten Partei (Deutschen Volksunion (DVU)] sehr zugetan, ob die Aussendung ihm die erhofften Stimmen gebracht hat, ist nicht zu belegen.
mit Sammlergruß
Werner
Vom dem ersten Aussender habe ich noch zwei weitere Belege, mal in den von "bovi11" [#2] in einem Beitrag von 2019 bereits erwähnten Form mit mehreren Blättern, jetzt halt als dreiteilige Faltkarte, dazu kam noch ein weiterer Brief-Beleg, habe die schönen Teile auch schon in meinem geplanten Exponat (es soll in Hamburg präsentiert werden) eingebaut.
mit Sammlergruß
Werner
Auch wenn man im Jahr 1966 wohl eher spärlicher mit den Postwurfsendungen umgegangen ist, so ist dieser Beleg schon recht ungewöhnlich, denn dass man im "atheistischen" Staat DDR doch zuließ, das ein "Unternehmer" für seine Produkte (Kerzen und mehr) werben durfte, ist schon erstaunlich.
Aber so ist für mich ein schöner Beleg erhalten geblieben, den man erst einmal "entdecken" muss.
mit Wünschen zum 2. Advent (und denkt an neue Kerzen)
Werner

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Eine Sendung, die Gebühr (001 Pf) unklar, mit einer eingelegten Rasier-Klinge. Hersteller war wohl die Firma Fr. Peter "Altenbach & Söhne".
Interessant auch der Text vorne "Nichts für Sie" (war das seinerzeit schon "frauenfeindlich" oder nur nett gemeint), innen dann aber eine Original-verpackte "Pompadour"-Rasierklinge, logischerweise für den Herrn !
Ob die Sendung aus den mittleren 1920er-Jahren stammt, kann ich "Jungspund" nicht bestätigen, ich habe auch immer nur den "Braun" gekannt und genutzt.
mit Sammlergruß
Werner
Zwickau (Sachsen) 1, Joseph Gabor, Schraubensortimente
Viele Grüße
Hajo
Ob hier wirklich eine entsprechende Anzahl von Postwurfsendungen (4 Stück) aufgegeben wurden, läßt sich so einfach nicht ermitteln. Kennt einer aus dem User-Kreis ähnliche Belege ?
Ich bin der Meinung, so einen Beleg in einer Auktion gesehen zu haben.
mit Dank für Eure Hilfe und
mit Sammlergruß
Werner
Aufkleber auf Musterkuvert einer Postwurfsendung
„An alle Rechtsanwälte und Notare“
Mit dem Aufkleber wurden die Gebühren für 27 Postwurfsendungen nach Minden verrechnet
Der rote Poststempel „GÜTERSLOH – GEBÜHR BEZAHLT 06.12.49“ wurde 3fach abgeschlagen
Mit diesem Beleg wurde die Aufgabe von 3 PWS bestätigt am 15.1.1969, die Gebühren bar entrichtet und dazu kam der Einzeiler: "Gebühr verrechnet" und ein Tagesstempel des Postamtes Karl-Marx-Stadt.
mit Sammlergruß
Werner
In dieser Form konnte ich bisher noch nichts vergleichbares finden, der Anbieter bei Ebay wusste sicherlich nicht, was er hier für "kleines Geld" angeboten hat, ich jedenfalls freue mich riesig über den tollen Beleg, inzwischen ist aus dem Ein-Rahmen-Exponat ein Exponat mit drei Bundesrahmen (je 16 Blatt) geworden.
mit sonnigem Sammlergruß
Werner
Bei einem Kontakt mit HaJo Förster hatte ich erfahren, dass es "ganz spezielle" Belege gegeben hat, bei den man auf dem Umschlag selber einen zusätzlichen Text aufgedruckt hatte (siehe linker Beleg). Die Reichspost hatte da ein Angebot mit einem halben Pfennig Zuschlag erwogen und da man die AFS-Maschinen nicht so kurzfristig abändern konnte, sich diese Möglichkeit ausgedacht.
Mein Beleg ist von 1937, HaJo präsentierte mir seinen Beleg von 1938, beide sind jetzt in meinem geplanten Buch vereint und wer mag, kann meinen Beleg im Juni in Haldensleben in meinem Exponat sehen. Bisher sind erst diesen beiden Belege aufgetaucht !
mit Sammlergruß
Werner
Erstmals kann ich auch eine Postwurfsendung im A5-Format aus den 1950-er Jahren präsentieren.
Wie bei fast jeder ereignisreichen Geschichte steht am Anfang unserer Historie eine ehrgeizige und mutige Persönlichkeit, die es wagt, etwas Neues zu erschaffen.
In unserem Fall heißt dieser mutige Mann Johann Friedrich Dick, Sohn eines bescheidenen Büchsenmachers, der im Jahre 1778 den Schritt in die Selbstständigkeit wagt.
Damit legt er den Grundstein für die Erfolgsgeschichte der Firma Friedr. Dick. Wie bei vielen Familienunternehmen ist also ein Handwerksbetrieb der Ursprung des heutigen Traditionsunternehmens. Alles begann mit der Herstellung von Feilen, später kamen Wetzstähle, Messer und Maschinen hinzu.
Ein weiteres dunkles Kapitel der Geschichte ging auch an Friedr. Dick nicht spurlos vorüber. Im April 1945 wurde das Fabrikgelände bei Bombenangriffen schwer beschädigt und die Produktion wurde aufgrund von Kohlemangel eingestellt. Erst Anfang 1946 konnte die Arbeit wieder aufgenommen werden und mit dem kommenden Aufschwung der Wirtschaft ging es auch für Friedrich Dick wieder bergauf.
mit Sammlergruß
Werner
Ich hatte bereits ein Exemplar der Sendung, vom 21.3.1953, in meinem Exponat, nun fand ich einen weiteren Beleg (mit anhängender Antwortkarte), der aber schon am 4.3.1953 von der Firma Hans Fiebelkorn, Hersteller für Rasierklingen, aus Köln-Ostheim verschickt wurde.
mit Sammlergruß
Werner
Inzwischen kann auch eine PWS vorgestellt werden, bei der ein aptierter Absenderfreistempel zum Einsatz kam. Die Firma Richard Ferner ließ bei ihrer Maschine im Wertstempel E-5 den Reichsadler sowie das Wort „Reichs“ entfernen (neue Nummer E-13 Y) und nutzte sie bis zum Einbau eines neuen Wertrahmens weiter.
Und letztlich noch der erste gesichtete Beleg mit einem AFS (Typ E-20) aus der Zeit der DDR, er wurde von der „Zentralen Versandbuchhandlung der DDR“, die von LEIPZIG aus arbeitete, versandt, weitere Postwurfsendungen sind mir bisher nur ohne Absenderfreistempel bekannt.
mit Sammlergruß
Werner

Postwurfsendung (Karte) von Februar 1933: die Vordeseite aufgemacht ähnlich einer Bandstempelmaschine der Hersteller Sylbe bzw. Krag, "Stempeldatum HAMBURG, 10.02.1933, Postamt 10; rückseitig wird für eine Unfallversicherung geworben.
Gruß
Stefan
Die Firma J.G. Strothoff & Sohn, Großrösterei und Kaffee-Versandhaus in BREMEN 1, nutzte bis mindestens Anfang des Jahres 1938 immer wieder die Möglichkeit, mit einer Sendung auf ihre Produkte aufmerksam zu machen, ferner legte sie in Briefen auch schon mit Porto zu 1 Rpf versehene Antwortkarten bei, die von den Empfängern auch gerne genutzt wurden, da das Strafporto vom Empfänger gezahlt wurde.

Diesen Beleg habe ich hier noch nicht vorgestellt. Es ist meines Wissens nach die erste verschickte Postwurfsendung vom Februar 1943 nach der Veröffentlichung der Reichspost zum 1. 12. 1933 zur Zulassung dieser Versendungsart.
mit Sammlergruß
Werner