
Bela Szekula, Händler, Auktionator, Verleger und Fälscher

Dieser Brief aus der Zeit des 1. Weltkrieges (1916) ergibt eine 50 Rappen Frankatur für einen R-Brief Ausland (vgl. auch Beitrag "Schweiz: Tellknabe"). Interessant ist auch die Werbung, die Szekula für sich macht und ihn ausweist als Verlagshaus der philatelistischen Zeitung "Schweizerischer Briefmarkensammler" (offenbar dreisprachig, gut schweizerisch).
Freundliche Grüsse
Heinz
Auch dieser Mann brachte die Frankatur gelegentlich auf der Rückseite des Briefes an, wie Bela Szekula. Und auch die Frankatur mit Einheiten aus Kehrdruckbogen (mit Kehrdrucken/Zusammenhängenden) ist ähnlich!
Der abgebildete Brief ist aus einem Angebot bei einem Auktionator kopiert, gehört mir also nicht.
Freundlicher Gruss
Heinz
[Beiträge [#3] und [#4] redaktionell kopiert aus dem Thema "Belege bekannter Sammler, Händler, Prüfer und Auktionatoren"]
[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Schweiz Ganzsachen Streifbänder" / Zeitschift Szekula Briefmarken Verkehr des Händlers Bela Szekula, erschienen 1901-1908]
Weitere Beiträge zu Szekula und den unten diesem Thema genannten sowie weiteren Fälschern wie Sperati, Willi Kleine, Foure, Krippner, Peter Winter und weiteren bekannten Personen in den anderen oder neuen Themen sind gerne willkommen !
Ich vermute aber, dass auch der Absender Carl W. May, Stuttgart mit Briefmarken handelte. Er wohnte an der Dornhaldenstrasse 19 I, (oder hatte er dort sein Geschäft?).
In diesem R-Brief sandte May dem Händler in Luzern Briefmarken und Bargeld, wie am linken Rand vermerkt wurde. Der Brief wurde 1916 versandt. Wegen dem Kriegszustand wurde der Brief zensiert, wie der Rechteckstempel nachweist.
Heinz
[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Belege bekannter Sammler, Händler, Prüfer und Auktionatoren"]
Sammler sollten diese Kataloge beachten, sie liefern uns viele Informationen.
Und die Gebrüder Szekula haben unzählige interessante philatelistische Belege geschaffen, die zwar philatelistisch inspiriert sind, aber natürlich trotzdem sehr interessant sind (bzw. sein können). Die meisten Szekula-Belege sind meines Wissens echt.
Heinz

Der Brief wird gerade zum Festpreis von 300 Euro angeboten [1]
[1] [ebay]192761942499[/ebay]
Der Adressat ist mal wieder einer der berühmt-berüchtigten Szekula Brüder. Hier Eugen Szekula, damals (1924) wohnhaft in der Villa Hemmerli in Luzern. Absender war ein Lajos Böhm aus Budapest.
So, nun aber noch die eigentlich interessantere Rückseite:
Die Frankatur entwertet mit einem Gelegenheitsstempel/Werbesonderstempel zur Budapester Mustermesse im Jahre 1924. Dieser Stempel ist ein Handrollstempel! Mehr dazu später im Thema zu den Handrollstempeln. ;-)
Viele Grüße,
Peter
[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Belege bekannter Sammler, Händler, Prüfer und Auktionatoren"]
Aufgegeben beim Postamt Luzern 6 Zürichstrasse, als Einschreiben nach Regina in der kanadischen Provinz Saskatchewan, am 22.4.1930. Der Umschlag, ein vorgedrucktes Geschäftskuvert, mit dem Vermerk " Frankiert Rückseite". Sekula wollte seine Kunden oft mit ungewöhnlichen Frankaturen erfreuen und gewogen halten und dafür bot die ansonsten leere Briefrückseite mehr Platz.
Diese sehen wir jetzt hier:
Die durchaus nicht uninteressante Frankatur (Schweiz-Spezialisten können dazu sicher mehr sagen ;-)) von insgesamt 90 Rappen wurde mit einem ebenso ungewöhnlichen und seltenen, frühen Handrollstempel aus deutscher Produktion (KLüssendorf) des Aufgabepostamts ebenfalls am 22.4.1930 entwertet. Nach 10 Tagen kam der Brief in Kanada an, belegt durch die Transit- und Ankunftstempel von Winnipeg am 2.5.1930 und dann noch am selben Tag aus Regina.
Vor Kurzem fand dieser Beleg seinen Weg zurück aus Kanada ins alte Europa zu mir nach Hause. Da er mit so einem "schrecklichen" Handrollstempel "verunziert" ist ;-), war er auch gar nicht mal teuer. Wie schön, dass es diese "schrecklichen Handroller" gibt!
Viele Grüße,
Peter
[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Belege bekannter Sammler, Händler, Prüfer und Auktionatoren"]
Die offenbar benötigten 90 Rappen wurden u.a. frankiert mit einem ganzen Markenheftchen-Blatt "Tellknabe". Um den Nominalbetrag des Markenheftchens zu verändern, wurden gewisse Wertstufen ersetzt durch andere. So finden wir mehrere Heftchen, bei denen nicht 6 x 5 Rappen (Tellknabe) produziert wurden, sondern der Betrag wurde um 5 Rappen erhöht, indem die letzte Marke ein 10-Rappen-Wert war (Tell-Brustbild).
Solche ganzen Markenheftchen-Blätter sind meist ziemlich rar, um darum dürfte sich der Empfänger des Briefes über die philatelistische Frankatur gefreut haben. Leider wurden aber viele der Sekula-Briefe nicht gerade schön gestempelt, sondern durch die Maschinen-Wellenstempel entwertet. Schade.
Dennoch ein interessanter Beleg
Heinz
[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Briefmarkenhändler und Briefmarkensammler früherer Zeiten"]








Liebe Grüße,
harald

Sekula schrieb, dass es seine grösste Auktion bisher sei, und wir finden tatsächlich nicht weniger als 10110 Lose im Angebot! Der Auktionskatalog umfasste 272 Seiten; erfreulich war der Fototeil mit nicht weniger als 160 Fototafeln. So erhält man doch einen sehr guten Eindruck über das Angebot.
Es war beeindruckend! Sammler folgender Länder fanden hochwertige Angebote vor:
Argentinien - Belgien - British Guiana - Buenos Aires - Cape of Good Hope - Ceylon - Deutsche Kolonien - Finnland - Franz. Kolonien - Griechenland - Grossbritannien - Altital. Staaten - Kolumbien mit Staaten - Mauritius - Mexico - New South Wales - New Zealand - Oldenburg - Rumänien - Sachsen - St. Vincent - Schweiz - Spanien - USA - Uruguay - Victoria - Wenden
27 Gebiete habe ich gefunden; und der Massstab ist nicht anspruchslos.
Viele Sammler dieser Gebiete würden sich heute wohl freuen, wenn sie sähen, dass ihre Raritäten bereits 1929 in der Schweiz verkauft wurden. Heute reden alle von der Wichtigkeit von Provenienzen. Dazu sind solche Auktionskataloge wahre Goldgruben.
Heinz
[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Vom Nutzen philatelistischer Literatur"]
Es scheint also so, dass an 17 (!) Auktionstagen (16.9.-5.10.) nicht weniger als 18.003 Lose angeboten wurden:
12. Auktion: 6'893 Lose
13. Auktion: 10'110 Lose - Summe: 18'003.
Die 12. Auktion bot auch einige interessante Einzellose an (Mittwoch 18.9. = "bessere Einzelwerte"), aber sonst galt bei vielen Losen wohl eher die Devise: "Masse statt Klasse". Unglaubliche Mengen wurden damals in Luzern angeboten! Viele Sammlungen wurden trotzdem recht detailliert beschrieben, wie ein Beispiel zeigen mag. Die Vorbereitungen für die Auktion müssen gewaltig gewesen sein!
Heinz

Die Karte wurde am 30. August 1924 in Luzern nach Friedrichshafen aufgegeben und dort von der Deutschen Post am 9. September mit der Gebühr für die Zeppelinfahrt nach Amerika mit deutschem Wertzeichen versehen. Der mehrmals verschobene Start des Z.R.3 erfolgte endgültig am 11. Oktober 1924 und erreichte New York am 15. Oktober 1924 (Ankunftsstempel).
Absender war der bekannten Briefmarkenhändler Eugen Sekula aus Luzern, Empfänger sein Bruder Frank Sekula in New York. Das bewegte Leben dieser aus Ungarn stammenden Briefmarkenhändler-Familie lohnt es sich einmal hier nachzulesen! [2]
Die Amerika-Fahrt des Z.R.3 von 1924 wird im Schweizerischen Luftpost-Handbuch (SLH) unter Fahrt Nr. 2/I.a gelistet (Sieger Nr. 20).
Frankatur gemäss Gebührenverordnung vom 01.01.1922 – 30.09.1924 (Postkartengebühr) und Luftpostzuschlag für Z.R.3-Fahrt gemäss SLH:
Postkarten-Gebühr im Grenzverkehr bis 30 KM = 15 Rappen
Die Gebühr für die Amerika-Fahrt des Z.R.3 von 1924 betrug gemäss SLH für eine Karte 50 Pfennig.
Frankatur: Schweiz Mi Nr. 179x (15 Rappen) und Dt. Reich Mi Nr. 347 (50 Pf)
Grüsse aus der Schweiz
Jacques
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/LZ_126
[2] http://www.szekula.org/index.php?lang=de&selection=Frank%20Sekula
[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Briefmarkenhändler und Briefmarkensammler früherer Zeiten"]