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Thema:

Schweiz: Portobestimmung von Belegen

mohler Am: 21.05.2019 20:54:48 Gelesen: 4703 # 1
Guten Abend, Nachporto der Schweiz ist mein Thema. Hier liegt mir vor eine Ansichtskarte, die aus Italien nach Horw in der Schweiz gegangen ist. Tagesstempel ist 26.12.1905. Die Karte ist 5 Cts frankiert und mit 10 Rp. Nachporto bestraft. Was war der Tarif für diese Karte? Grüsse aus Dänemark Arne Möhler
DERMZ Am: 21.05.2019 22:15:18 Gelesen: 4698 # 2
@ mohler [#1] Guten Abend Arne, nach meinen Unterlagen betrug das Inlandsporto 1906 für eine Ansichtskarte 5 centisimi. Eine Postkarte mit Text hätte 10 centisimi gekostet. Für Auslandspostkarten galt seit 1879 der Tarif von 10 Centisimi, egal ob Text oder Bildpostkarte. Ich hoffe, diese Information hilft Dir weiter. Beste Grüße aus dem südlichen Süddeutschland Olaf
mohler Am: 22.05.2019 11:20:00 Gelesen: 4664 # 3
@ DERMZ [#2] Hallo Olaf, danke schön für Deine Antwort. Eine Zusatzfrage: War die Tarif ein Auslandsbrief 15-20 g = 25 Cts.? VG Arne
DERMZ Am: 22.05.2019 20:19:03 Gelesen: 4640 # 4
@ mohler [#3] Hallo Arne, ja, das ist der Tarif den ich auch in meinen Unterlagen finde. Beste Grüße Olaf
mohler Am: 22.05.2019 22:34:45 Gelesen: 4632 # 5
@ DERMZ [#4] Hallo Olaf, nochmal vielen Dank. Du hast die Berechnung des Nachportos dieser Karte bestätigt. Beste Grüsse Arne
bayern klassisch Am: 27.09.2020 14:47:28 Gelesen: 4187 # 6
Liebe Freunde, von einem lieben Sammlerfreund wurde mir der Scan zugesandt, der ein extrem seltenes, frankiertes Formular "Empfangschein für Fahrpoststücke" zeigt, der mit einer 5 Rappen Marke ordnungsgemäß frankiert wurde. Dergleichen habe ich nie zuvor gesehen (aber so viel habe ich auch noch nicht von der Altschweiz gesehen). Die Entwertung soll aus St. Gallen stammen, wie man mir glaubhaft versichert. Liebe Grüsse von bayern klassisch
10Parale Am: 08.01.2026 15:26:07 Gelesen: 1140 # 7
@ bayern klassisch [#6] Manche Stücke sind so selten! Wunderbar anzuschauen. Sicher ein teures Stück. Mein Beleg hat auch etwas mit St. Gallen zu tun und dazu hätte ich 2 Fragen. Es handelt sich um eine Mondscheinkarte, die am 20.V.98 von Kreuzlingen nach St. Gallen lief und mit insgesamt 8 Rappen frankiert wurde. Benutzt wurden 4 Marken Ziffernmuster (Zumstein 58B / Michel 50Y). Nun dünkt mich 8 Rappen zu wenig, eine Nachtaxierung wurde nicht vorgenommen (10 Rappen Karte). Oben rechts sieht man dann noch den Vermerk "Letztes Porto !" Frage 1: Wurde hier ein Auge zugedrückt? Frage 2: Empfänger ist ein Fräulein mit Berufsbezeichnung, ich lese: Büffetdame & ?...schleckerin. Welches ist die 2.te Berufsbezeichnung ? Liebe Grüße 10Parale
bayern klassisch Am: 08.01.2026 16:56:19 Gelesen: 1120 # 8
@ 10Parale [#7] Leider keine Ahnung! Vlt. wissen Andere hier mehr? LG von bayern klassisch
Lars Boettger Am: 08.01.2026 18:03:02 Gelesen: 1104 # 9
@ 10Parale [#7] Die Postkarte ist doch um 3 Rappen überfrankiert? Für Inlandspostkarten wurden m.W. 5 Rappen verlangt. "Tintenschleckerin" - wäre zumindest meine Interpretation. Beste Grüsse! Lars
Baber Am: 08.01.2026 18:17:30 Gelesen: 1092 # 10
@ 10Parale [#7] Buffetdame und Tintenschleckerin? Man müßte die Textseite der Karte lesen um zu sehen, ob es sich um eine sehr persönliche oder um eine offizielle Nachricht handelt. Gruß Bernd
chris63 Am: 08.01.2026 18:18:48 Gelesen: 1091 # 11
@ 10Parale [#7] Bin auch bei 5 Rappen für Inlandspostkarten. Fintenschlecherin, ein T steht unten bei z. Trischli Finten sind Fische, schlechern ich rate mal Räuchern. gruß Christof
Lars Boettger Am: 08.01.2026 18:54:00 Gelesen: 1073 # 12
@ chris63 [#11]

Fintenschlecherin, ein T steht unten bei z. Trischli

Hallo Christof,

das klingt deutlich logischer!

Beste Grüsse!

Lars
10Parale Am: 08.01.2026 21:14:27 Gelesen: 1048 # 13
@ Lars Boettger [#12] Allen meinen herzlichen Dank für die Enträtselungen der Fragen. Ich habe als Synonym für das Wort RÄUCHERN = SELCHEN gefunden und sehe eine sprachliche Verwandtschaft mit der von Christof gefundenen alten Berufsbezeichnung. Finten können sowohl Süßwasser- als auch Salzwasserfische sein. Im Laggio Maggiore kommen sie ebenso vor wie im Comer See, warum damals vielleicht auch nicht im Bodensee? (Kreuzlingen ist ja nicht weit weg davon). Das Porto war 5 Rappen, davon haben mich Lars und Christoph ebenfalls überzeugt. Ob der rückseitige Bleistifttext weiteren Aufschluss gibt, kann ich nicht sagen, weil ich nur einzelne Worte herauslesen kann. Auf jeden Fall scheint mir der Absender "Wolf" den Vermerk "Letztes Porto" angebracht zu haben (beidseitig Bleistift). Zu Trischli müsste man einen St. Gallener fragen, noch heute gibt es dort einen CLUB, der Klassik und Moderne vereint. Ich zeige mal die Mondscheinkarte mit dem bekannten Motiv Post und Bahnhof in Konstanz. Liebe Grüße 10Parale