Briefmarken Atteste

Thema:

Bund Dauerserie Heuss Medaillon Belege

Michael Mallien Am: 11.02.2019 19:19:29 Gelesen: 18545 # 1
Einige Marken und Belege der Dauerserie Heuss Medaillon wurden im Thema Bund Dauerserie Heuss [1] gezeigt. Das Thema ist mittlerweile sehr umfangreich und auf fast 800 Beiträge angewachsen. Die Beiträge zu dem Medaillon-Marken gehen darin unter und ich meine, das jede bundesdeutsche Dauerserie in einem separaten Thema behandelt werden sollte. Aus diesem Grund habe ich dieses Thema hier eröffnet.

Wenn das okay ist, gehe ich gerne das andere Heuss-Thema durch und suche alle Beträge heraus, die dann hierher verschoben werden könnten. Wenn nicht, dann kann mein heutiger Beitrag auch gerne in das andere Thema verschoben werden.

Ich eröffne mit einem Beleg aus der Spätphase der Dauerserie, nämlich, als gerade die Nachfolgeserie Bedeutende Deutsche erschienen war. Ausgaben beider Serien befinden sich auf diesem Brief vom 6.7.1961 aus Kiel nach Buchs in der Schweiz.

Portorichtige Auslandsfrankatur zu 40 Pfennig.



Viele Grüße
Michael

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=949&CP=0&F=1
fogerty Am: 11.02.2019 22:23:03 Gelesen: 18524 # 2
Drucksache auf dem Weg von Olpe nach Meran am 16.2.1960. Grüße Ivo
fogerty Am: 11.02.2019 22:30:41 Gelesen: 18521 # 3
Würde mir bei diesem Beleg allzu gerne den Unterschied zwischen einer Drucksache und einem Belegexemplar erklären lassen! Grüße Ivo
Rainer HH Am: 12.02.2019 16:42:03 Gelesen: 18470 # 4
@ fogerty [#3] "Belegexemplar" ist keine postalische Bezeichnung. Der Vermerk "Drucksache" muss nicht zwingend auf dem Umschlag angegeben sein. Lediglich der Inhalt muss stimmen und der Umschlag darf nicht verschlossen sein. Der Verlag hatte wohl den Inhalt der Sendung mit Belegexemplar markiert und im selben Zug dann auch den Umschlag damit gestempelt. Gruß Rainer
remstal Am: 13.02.2019 18:27:08 Gelesen: 18417 # 5
Hier nun eine Auslandsbrief, der im Gegensatz zum Beleg in Beitrag Nr.1 nur mit 20 Pfennigen freigemacht ist, trotzdem aber portogerecht: Es liegt ein Brief im Grenzrayon vor, der von 1948 bis 1963 ein Porto von 20 Pf. erforderte. mfg remstal
Frankenjogger Am: 14.02.2019 07:31:11 Gelesen: 18388 # 6
Hallo remstal, ein sehr schönes Stück. Sowas muss man erst mal sehen. Glückwunsch dazu. Ich habe sowas noch nicht in meiner Sammlung. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich beim Durchschauen von Briefkisten zu schnell bin. ;-) Viele Grüße, Klemens
remstal Am: 14.02.2019 08:38:43 Gelesen: 18378 # 7
Hallo Klemens, es ist schon so, dass einfachst (aussehende) Frankaturen kleine Raritäten darstellen können, man muss sie kennen. herzlichen Gruß Anton
fogerty Am: 14.02.2019 09:14:40 Gelesen: 18373 # 8
Von Reichenschwand per Eilpost nach Meran im Jahre 1960, ich nehme mal an, portogerecht! Grüße Ivo
Manne Am: 14.02.2019 09:30:43 Gelesen: 18368 # 9
Hallo, ein Brief aus Friedrichstadt nach Stuttgart-Obertürkheim vom 14.01.1960. Gruß Manne
volkimal Am: 14.02.2019 09:48:13 Gelesen: 18360 # 10
Hallo zusammen, ein Ortsbrief vom 08.02.1961 aus Selm an meinen Vater: Die Gebühr für einen Ortsbrief betrug während der gesamten Gültigkeitsdauer der Dauerserie Heuss Medaillon 10 Pfennig. Hier etwas ungewöhnlich durch die umgeschlagene aber abgestempelte Ecke der Briefmarke. Viele Grüße Volkmar
Michael Mallien Am: 26.02.2019 20:43:51 Gelesen: 18248 # 11
Einschreiben vom 10.3.1961 im A5-Format, frei gemacht mit 90 Pf. Die Gemeinde Kreipke, Kreis Holzminden hat laut Wikipedia 41 Einwohner [1]. Aufgegeben wurde das Einschreiben in Bodenwerder. Am 1. Januar 1973 wurde Kreipke in die Gemeinde Halle eingegliedert. Viele Grüße Michael [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Kreipke
fogerty Am: 27.02.2019 08:33:08 Gelesen: 18214 # 12
Drucksache von Neuwied nach Meran. Hausbriefkastenanlage, ein ganz neuer Begriff für mich! Grüße Ivo
Michael Mallien Am: 19.03.2019 20:22:35 Gelesen: 18102 # 13
Die Marken der Dauerserie Heuss Medaillon waren gültig bis zum 31.12.1964. Bei diesem Brief vom 1.7.1964 von Lauenburg nach Ratzeburg fand der 7-Pfennig-Wert noch Verwendung als Auffrankatur eines Standardbriefes. Der Brief ist allerdings um 2 Pfennig überfrankiert. Viele Grüße Michael
Manne Am: 20.03.2019 10:43:56 Gelesen: 18073 # 14
Hallo, hier eine Karte die mit Nachgebühr ausgeliefert wurde, weil die Marken nicht mehr gültig waren. Tagesstempel vom 13.04.1965. Gruß Manne
GSFreak Am: 13.08.2019 19:28:40 Gelesen: 17862 # 15
Hier ist der "Vorgängerstempel" von Deinem gezeigten: Maschinenstempel (20b) BRAUNLAGE (HARZ), UB m, vom 11.02.1960, sehr ähnlicher Werbeeinsatz: statt "m ü.M." steht hier aber noch "m üb.d.Meer" Gruß Ulrich [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Motiv Harz Ansichtskarten, Belege, Stempel"]
Nordluchs Am: 02.06.2020 19:42:51 Gelesen: 17224 # 16
Hallo Walter und alle anderen, zwischendurch ein Fund eines Ausschnitts einer Päckchensendung. Schön, dass so etwas eigentlich Hässliches erhalten blieb. Die Aktenlochung könnte ein Hinweis auf bezahlte und abgeheftete Gebühren sein. Hoher „Heizwert“ hat mir gegenüber mal ein Juror zu meinen Stücken gesagt. Vor einem Monat rief mich der Mann an und fragte, ob ich nicht einen Vortrag über Freistempel halten könne. Meine Reaktion brauche ich wohl nicht wiedergeben. (22c) AACHEN 5 / pn Päckchen vom 08.03.1961 Viele Grüße vom Altpapiersammler Hajo [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Handrollstempel, ungewöhnliche und seltene Beispiele"]
hubtheissen Am: 22.02.2021 20:37:49 Gelesen: 16536 # 17
Hallo, ich will diesen Thread mal wieder beleben. Ich zeige einen LP-Brief in die USA vom 19.06.1959. Das Porto von 1,60 setzte sich zusammen aus 60 Pfg. für einen Brief der 2. Gewichtsstufe und 1,00 DM LP-Gebühr für 25. Verklebt wurde 8 * 20 Pfg. Mi. 304. Gruß Hubert
hubtheissen Am: 23.02.2021 18:53:37 Gelesen: 16480 # 18
Hallo, ich zeige eine EF der 70 Pfg. Heuss Medaillon auf einer Postanweisung vom 14.12.1961. In der zugehörigen Tarifperiode musste für eine Inland-Anweisung zwischen 200 und 500 DM 70 Pfg. bezahlt werden. Gruß Hubert
hubtheissen Am: 24.02.2021 19:54:51 Gelesen: 16427 # 19
Hallo, die EF der 70 Pfg.-Marke war auch für eine Auslandsanweisung für 40 - 60 DM möglich. Gruß Hubert
hubtheissen Am: 25.02.2021 20:36:35 Gelesen: 16392 # 20
Hallo, heute zeige ich einen eingeschriebenen Postauftrag von Reinfeld nach Bonn vom 06.04.1961. Die Gebühr für den Postauftrag kostete 0,40 DM, die Einschreibgebühr 0,50 DM und das Briefporto für einen Fernbrief der 1. Gewichtsstufe 0,20 DM. Die erforderlichen 1,10 DM wurden durch 11 * Mi. 303 aufgebracht. Gruß Hubert
Frankenjogger Am: 25.02.2021 20:55:31 Gelesen: 16390 # 21
Hallo Hubert, mit wenigen Worten, einfach schön! Gruß, Klemens
hubtheissen Am: 26.02.2021 19:57:59 Gelesen: 16341 # 22
Hallo Klemens, danke für die Blumen. :-) Heute zeige ich eine Zustellurkunde in der Ortszustellung vom 15.06.1960. Das kostete 50 Pfg. Gebühr für die förmliche Zustellung und 20 Pfg. für einen Brief in der 2. Gewichtsstufe im Ortsverkehr. Das Besondere ist die Verwendung von Bund-Marken innerhalb von Westberlin auf einem Behördenbrief. Ich frage mich, warum das Bezirksamt Tiergarten Bund-Marken verwendet hat. Ich kann mir nicht denken, dass es einen Mangel an Berliner Marken gab. Gruß Hubert
hubtheissen Am: 27.02.2021 17:25:28 Gelesen: 16305 # 23
Hallo, ich zeige eine Anschriftenprüfung vom 03.02.1961. Die Gebühr betrug 10 Pfg. Gruß Hubert
hubtheissen Am: 02.03.2021 20:15:15 Gelesen: 16200 # 24
Hallo, heute eine einfache Zeitungsdrucksache zu ermäßigter Gebühr (aka Streifband). Gruß Hubert
Briefuhu Am: 06.01.2022 12:26:06 Gelesen: 14893 # 25
Hier ein Eilbrief vom 30.03.1961 von Baumholder an das Finanzamt Birkenfeld. Frankiert mit fünfmal 20 Pfennige. Laut Fragmente des Absenders interpretiere ich das ein Soldat auf Manöver in Baumholder war und eigentlich am Fliegerhorst Erding stationiert war und seine Steuererklärung am letzten Tag an sein Heimatfinanzamt sandte. Schönen Gruß Sepp
Briefuhu Am: 06.01.2022 12:35:11 Gelesen: 14888 # 26
Hier ein Brief vom 19.08.1961 von Rod (Weil) nach Trier frankiert mit einem Pärchen der 10 Pfennige. Schönen Gruß Sepp
opti53 Am: 06.01.2022 14:04:20 Gelesen: 14868 # 27
Hallo, ich stelle gerade fest, dass hier noch keine 40er Einzelfrankatur gezeigt wurde. Das möchte ich jetzt nachholen: Tatsächlich handelt es sich nur um eine Briefvorderseite. Der Brief hatte wohl normales Briefformat. Er müsste infolgedessen mehr als 20 gr gewogen haben. Viele Grüße Thomas
hubtheissen Am: 05.06.2022 15:58:02 Gelesen: 14081 # 28
Hallo, ein Eil-Einschreiben der Japanischen Botschaft von Bonn nach Stuttgart vom 30.10.1961. Für den Brief waren 20 Pfg. Porto fällig, das Einschreiben kostete 50 Pfg. und die Eilgebühr 60 Pfg. = 1,30 DM Gruß Hubert [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Botschaftspost, Diplomatenpost, Konsulatspost - echt gelaufene Belege", damit der 'kleine Heuss' auf Bedarfspost wieder einmal zu sehen ist]
hubtheissen Am: 05.06.2022 21:52:17 Gelesen: 14056 # 29
Hallo, da wohl der 'kleine Heuss' so selten zu sehen ist. Ich zeige dann eine zweite EF der 40 Pfg.-Marke, diesmal auf einem portorichtigen Auslandsbrief von Mönchengladbach in die Schweiz. Und dann noch eine Mehrfachfrankatur der 70 Pfg. auf einer Auslandspostanweisung über 190 DM vom 04.08.1962 nach Italien. Die Gebühr betrug 50 Pfg. für die ersten 20 DM und dann 10 Pfg. für jede weitere 20 DM also 9 x 10 Pfg, insgesamt 1,40 DM. Gruß Hubert
becker04 Am: 06.06.2022 07:47:02 Gelesen: 14026 # 30
Hallo, ist mir gerade wieder zwischen die Finger geraten, Einzelfrankatur der 70er mit Oberrand aus Littfeld - ist nicht so häufig - vom 17.12.1962, Ankunft einen Tag später in Leonberg. Viele Grüße Klaus
hubtheissen Am: 13.06.2022 19:34:27 Gelesen: 13907 # 31
Hallo, heute zeige ich einen portorichtigen Eilbrief von München-Allach nach Berlin vom 07.10.1963. Der Brief mit 2 Fünferstreifen der 7 Pfg. Heuss-Medaillon und der 30 Pfg. Kant aus der Dauerserie Bedeutende Deutsche frankiert. Ein Brief bis 20 g kostete 20 Pfg, der Eilzuschlag betrug 80 Pfg. Gruß Hubert
Frankenjogger Am: 26.06.2022 09:07:42 Gelesen: 13743 # 32
Hallo, ich zeige heute meinen letzten Beleg-Neuzugang der Serie Heuss Medaillon. Es ist eine Einzelfrankatur des Wertes zu 70 Pf, aber schon eine Besondere. Es handelt sich um eine Luftpost-Übersee-Postkarte nach Neuguinea, was schon eine exotische Destination darstellt. Postkarten ins Ausland kosteten 20 Pf, Neuguinea war in der Luftpostzone 4, die eine Pl-Gebühr von 50 Pf je 5 g erforderte. Einen schönen Sonntag wünscht Klemens
Frankenjogger Am: 07.07.2022 21:33:15 Gelesen: 13583 # 33
Hallo, einen weiteren Beleg aus dieser Serie habe ich mir Anfang des Jahres gegönnt, den ich euch nicht vorenthalten möchte. Es ist eine Einschreiben-Postkarte mit eigenhändiger Übergabe. Eine typische Schulkarte, wenn der Nachwuchs nicht spurte, und die Eltern benachrichtigt werden mussten. Fernpostkarte 10 Pf, R-Gebühr 50 Pf, Eigenhändig noch 20 Pf = 80 Pf. Aus Berlin habe ich ein paar solcher Belege als Brief, als Postkarte hatte ich eine R-Postkarte mit Eigenhändig-Übergabe bis dato noch nicht gesehen. Viele Grüße, Klemens
Briefuhu Am: 23.01.2023 10:13:01 Gelesen: 12158 # 34
Brief der Terranova-Industrie von Frankfurt nach Weilerswist vom 20.10.1959, frankiert mit einem Pärchen der Michel Nr. 303 vom Oberrand gestempelt mit Werbeeinsatz zur Internationalen Messe Frankfurt. Schönen Gruß Sepp
epem7081 Am: 03.06.2024 17:54:31 Gelesen: 8450 # 35
Hallo zusammen, auf einem stempeltechnisch gut bestücktem Eilbrief von Nördlingen nach Stuttgart findet sich 2x das Heuss Medaillon mit 40 Pf (MiNr 305). Am 16.7.1960 mit Tagesstempel "(13b) NÖRDLINGEN / m" gestartet sorgte die Bahn "AALEN / STUTTGART / BAHNPOST / Z.1440" für den Fortgang bis in Stuttgart mit dem Ankunft- / Bestellstempel (Hand) "(14a) STUTTGART FA 1 / e" letztlich mit dem Eilbotenstempel "12" der Brief sein Ziel erreichte. Die portogerechte Frankierung setzte sich aus 20 Pf für den Brief bis 20 g und dem Zuschlag für die Eilzustellung mit 60 Pf zusammen. Ob da der Nebenstempel "DURCH EILBOTEN / BOTE BEZAHLT" nur zusätzliche Dekoration darstellte? Mit freundlichen Grüßen Edwin
fogerty Am: 22.06.2024 16:47:49 Gelesen: 8219 # 36
Das Bemühen, den Absender zu ermitteln, war da, das konnte man der Postverwaltung wirklich nicht absprechen! Grüße Ivo [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Zurück und nachgeschickt"]
Michael Mallien Am: 15.01.2025 16:47:32 Gelesen: 7467 # 37
Auslandsbrief vom 29.9.1961 von Mainz nach Brescia, Italien, frei gemacht mit einem 4er-Block der 10-Pfennig-Marke. Rückseitig ein Ankunftsstempel vom 30.9.1961 aus Brescia. Viele Grüße Michael
volkimal Am: 21.03.2025 16:27:10 Gelesen: 7077 # 38
Hallo zusammen, heute erreichte mich dieser Brief, über den ich mich sehr gefreut habe. Seit vielen Jahren trage ich meine kleine Heimatsammlung Selm, Bork und Cappenberg zusammen. Diesen Stempel mit dem Unterscheidungsbuchstaben "a" vom Postamt Selm 2 = Selm Beifang hatte ich aber bisher noch nicht. Der einzige Beleg von dem Postamt Beifang mit der Postleitgebietszahl (21a) den ich bisher hatte, war dieser. Dort ist der Unterscheidungsbuchstabe kaum zu erkennen. Ich gehe aber von einem "b" aus. Der Stempel "SELM / Kr. Lüdinghausen 2" ist schwer zu finden, da noch im April 1959 der alte Kreisstegstempel mit Bogen oben und unten im Einsatz war. 1963 hatte man den Stempel dann schon aptiert und die Postleitgebietszahl entfernt. Viele Grüße Volkmar
Briefuhu Am: 16.04.2025 08:34:39 Gelesen: 6601 # 39
Wersabe über Bremerhaven auf Brief vom 10.10.1961 von der Spar- und Darlehenskasse nach Stade, frankiert mit Heuss Medaillon 20 Pfennig. Wersabe (niederdeutsch Weersbe) ist eine Ortschaft mit 230 Einwohner in der Einheitsgemeinde Hagen im Bremischen im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven. (Wikipedia). Schönen Gruß Sepp [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Landpoststempel Niedersachsen auf kompletten Belegen"]
iholymoses Am: 07.05.2025 18:33:18 Gelesen: 6236 # 40
Dornumersiel ist ein kleines Örtchen an der Nordseeküste [1]. Da wurde der Eingang eienr Nachnahme-Karte 1961 quittiert: Schöen Grüße, Reinhard [1]https://de.wikipedia.org/wiki/Dornumersiel [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Landpoststempel Niedersachsen auf kompletten Belegen"]
volkimal Am: 22.06.2025 10:06:14 Gelesen: 5474 # 41
Hallo zusammen, in Cappenberg gab es im Deutschen Reich einen Einkreisstempel. Dieser ist bisher von 1886 bis 1928 nachgewiesen. Danach war bisher nur bekannt, dass Cappenberg postalisch zu Lünen gehörte und dementsprechend mit einem Stempel aus Lünen entwertet wurde. Zu unserem großen Erstaunen tauchte jetzt dieser Brief auf: Es gibt zwei aktive Heimatsammler und wir beobachten den Ort schon seit Jahren. Dazu kommt, dass Cappenberg ein beliebtes Ausflugsziel ist und es viele Ansichtskarten von dort gibt. Dennoch ist dieser Stempel und sogar die Poststelle bisher unbekannt. Wer kann etwas zu der Poststelle "Cappenberg über Lünen" sagen? Ich habe leider keine entsprechende Literatur dazu. Viele Grüße Volkmar [Redaktionell kopiert aus dem Thema " Landpoststempel / Poststellenstempel "]
mumpipuck Am: 24.06.2025 03:26:00 Gelesen: 5361 # 42
@ volkimal [#41] Hallo Volkmar, so etwas lässt mir ja keine Ruhe und interessiert mich als Heimatsammler. Zu den Fakten: Laut Wikipedia ist Cappenberg ein "Altortsteil" von Bork. Seit wann habe ich nicht herausgefunden. Zum 01.01.1975 wurden beide nach Selm eingemeindet. Im Ortsverzeichnis Post 1944 gibt es keine Post in Cappenberg und ein Postamt in Bork. In den amtlichen Druckwerken zur Einführung der neuen Postleitzahlen 1961 wird "4628 Cappenberg" neben Lünen, aber mit derselben Postleitzahl aufgeführt (zu 462 Castrop-Rauxel; Lünen mit der "8" hinten vermutlich ein nachgeordnetes Leitpostamt. Gab es in meinem Heimatsammelgebiet genauso). Bork hat interessanterweise die Postleitzahl 4711 und gehört damit zu 471 Lüdinghausen). Es muss also eine eigenständige Gemeinde gewesen sein, die über eine Poststelle I oder ein Zweigpostamt von Lünen verfügt hat, was Dein Beleg beweist. R-Zettel und Tagestempel hatten Poststellen II zu dieser Zeit nicht. Im Ortsverzeichnis 1987 steht Bork als Postamt "4714 Selm 2" und Cappenberg als Poststelle I "4714 Selm 4". Cappenberg gehört nun also auch zum Postamt 471 Lüdinghausen. Ob das erst mit der Eingemeindung oder schon vorher erfolgte ist offen. Beleg- und Datenbankforschung zeigen bis Ende der 1950er Stempel von Lünen, vereinzelt von Bork auf Ansichtskarten Cappenberg. Unzweifelhaft gab es in Cappenberg 1961 eine Poststelle I oder ein Zweigpostamt. Möglicherweise wurden die Briefkästen direkt von Lünen geleert, so dass der Poststempel nur auf am Schalter aufgegebenen Sendungen vorkommt und daher selten ist. Diese Konstellation gab es. Der Stempel zeigt die Postgebietsleitzahl 21b, die ich erstmals 1946 gefunden habe (Aufteilung der 21). Dieses Poststelle I muss also nach dem Krieg eingerichtet worden sein und hat eventuell nur kurz mit der 21b bestanden. Interessant ist, dass sich auch kein Stempel "4628 Cappenberg" finden lässt, obwohl es den nach den Verzeichnissen gegeben haben müsste. Bei stampsx finden sich Tagesstempel von 4628 Lünen 1 - 5 aus 1972. Es könnte sein, dass sich hinter einer davon Cappenberg verbirgt. Der Anhang eines Ortsverzeichnisses bis 1974 könnte hier über die Adressen Aufklärung geben. Ein Hinweis könnte auch der Absender sein: Dort ist von "Post" Lünen die Rede. Das war m.E. üblich, wenn es keine Posteinrichtung gab. Sonst hätte dort "über" Lünen gestanden. Auch das deutet auf eine recht späte Einrichtung der Poststelle eher kurz vor 1962 hin, was die Seltenheit des Stempels erklären würde. Eventuell erfolgte dann auch schnell die Umbenennung in "Lünen n". M.E. sollte man die Ortsverzeichnisse 1946 - 1961 durchforsten. Ich würde hinten anfangen :-). Die haben bestimmt Sammlerfreunde hier, die mal nachsehen können, oder ? Alternativ die Amtlichen Anzeiger. Ich würde als Heimatsammler sonst mal zu der Gutsverwaltung gehen, falls es die noch gibt. Vielleicht haben die noch alte Unterlagen, z.B. ein Einlieferungsbuch. Oder man findet Zeitzeugen im Ort (oder jemanden mit einem alten Postsparbuch). Da bin ich bei kleineren Orten recht erfolgreich. Irgendeiner muss ja die Poststelle geführt haben. Das weiß man vielleicht auch bei der Gutsverwaltung. Good luck! Burkhard
Briefuhu Am: 25.07.2025 18:30:39 Gelesen: 4824 # 43
Luftpostbrief vom 24.04.1961 von Wasserburg /Bodensee nach Alexandria, Virginia, USA, frankiert mit einem senkrechten Dreierstreifen 40 Pfennig, Michel Nr. 305. und dazu noch einen R-Brief mit 70 Pfennig, Michel Nr. 306, vom 16.02.1961 von Waiblingen nach Murrhardt. Schönen Gruß Sepp
volkimal Am: 25.07.2025 18:38:42 Gelesen: 4820 # 44
@ mumpipuck [#42] Hallo Burkhard, habe deinen Beitrag gerade erst gesehen. Werde mich noch einmal in Ruhe mit Cappenberg befassen. Der erste Kontakt zum Heimatverein ist schon aufgenommen. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 28.07.2025 16:25:12 Gelesen: 4740 # 45
@ mumpipuck [#42] Hallo Burkhard, ich hatte den Brief auch beim Thema Landpoststempel vorgestellt. Schau einmal diesen und die folgenden Beiträge [1]. Dort ist u.a. im Beitrag #1735 gezeigt, dass die Einrichtung der Poststelle zum 1.7.1948 angekündigt wird. Einiges weiß ich also schon, es bleiben aber noch viele Fragen offen. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=369067#M1729
mumpipuck Am: 29.07.2025 01:48:09 Gelesen: 4676 # 46
@ volkimal [#45] Aber damit bist Du ja schon einen großen Schritt weiter. Das bedeutet, dass der besagte Stempel auf dem Beleg bereits ab 1948 und wohl bis 1962 oder 1963 verwendet wurde. Die Seltenheit trotz der langen Verwendungsdauer und die Tatsache, dass der einzige Beleg ein Einschreiben ist, könnten meine Hypothese, dass dort nur die am Schalter aufgegebenen Sendungen gestempelt wurden, belegen. Burkhard
Briefuhu Am: 25.10.2025 11:20:57 Gelesen: 3636 # 47
Auslandsbrief vom 02.03.1960 von München nach Trollhättan in Schweden, frankiert mit 40 Pfennig Michel Nr. 305



Schönen Gruß
Sepp
rolfB Am: 25.10.2025 14:34:01 Gelesen: 3612 # 48
Moin Volkmar 21b Cappenberg über Lünen (OPD Dortmund) ist in den Ortsverzeichnissen I der Deutschen Bundespost von 1949 bis 1960 durchgängig als PSt I gelistet. Ab 1952 bis 1960 als Poststelle I ohne Zustellung, die Zustellung erfolgte vom PA Lünen 1. Nach 1960 liegen mir keine OV vor. Wenn gewünscht kann ich noch in den Vorkriegs Ortsverzeichnissen nachsehen, leider fehlt mir heute die Zeit. Viele Grüße Rolf
rolfB Am: 25.10.2025 15:58:10 Gelesen: 3605 # 49
Moin Volkmar Nachtrag zu Cappenberg über Lünen: Bezirksblatt OPD Dortmund Nr. 22 aus 1948: 236. Einrichtung einer Amtsstelle In den zum Landzustellbereich des PA Lünen gehörigen Ort Cappenberg wird vom 01. Juli 1948 an eine PST (I) unter der Bezeichnung Cappenberg über Lünen eingerichtet. Sie erhält das Paketgebührenfeld des PA und verrichtet zunächst nur Annahmedienst. Die Zustellung wird weiterhin durch den Landzusteller des PA ausgeführt. Dagegen ist die Rentenzahlung der PSt zu übertragen. Soweit zur PSt Cappenberg, Belege habe ich keine, ist auch weit weg von meinem Sammelgebiet OPD Trier. Viele Grüße Rolf