Hier zwei echte Signaturen "Georg Bühler", zum Vergleich. Sie befinden sich auf einem Sachsendreier und einer Braunschweig-Marke. Dies nur im Schnellen vorab.
Beste Grüße
Markus
Berlin: Briefmarken mit Prüfzeichenfälschung "Georg Bühler"
Hier zwei echte Signaturen "Georg Bühler", zum Vergleich. Sie befinden sich auf einem Sachsendreier und einer Braunschweig-Marke. Dies nur im Schnellen vorab.
Beste Grüße
Markus
Ein am 28.Oktober.2018 verkauftes ebay-Angebot. Kompletter Satz MiNr. 35 bis 41, angeblich postfrisch und geprüft "Georg Bühler".
Die Marken sind duchgängig mit Neugummi versehen und leider werden selbst dieses aufgeschmierten Prüfzeichenfälschungen als echte Signaturen angesehen. Der Satz erzielte bei einem angeblichem Michelwert von Euro 900.- den Verkaufspreis von Euro 77,10. Der Käufer hat selbstverständlich eine positive Bewertung abgegeben.
Der Michelwert von Euro 900.- gilt selbstverständlich nur für postfrische Briefmarken, aber nicht für nachgummierte (= Gummi falsch). Hauptsache so etwas wie ein Prüfzeichen wurde hinten auf die Marken draufgeschmiert, dann gilt die Sache für manchen Sammler als echt und einwandfrei. Ein Wahnsinn.
Beste Grüße
Markus
Nach Ausscheiden aus dem BPP war Herr Bühler dann als freier Prüfer aktiv. Seine Atteste erstrecken sich bis hin zu unverausgabten Marken Deutsches Reich MiNr. X und XI auf Vorlagekarton. 1978 veröffentlichte er sein legendäres Handbuch "SACHSEN 3 PFENNIG ROT", in einer durchnummerierten Auflage von nur 500 Stück. Spätere Atteste bzw. die dort niedergeschriebenen Sachverhalte, so ab ca. dem Jahre 1990, treffen dann nicht mehr immer genau ins Schwarze. Ob diese späten Atteste dann auch immer selbst von Ihm ausgestellt wurden, steht dann auch noch auf einem anderen Blatt. Peter Feuser umschreibt in seinem Auktionskatalog zur 89. Auktion, bzgl. Herrn Bühler, diverse Verwicklungen in kriminielle Aktivitäten.
Auszug: Auktionskatalog 89. Peter Feuser Auktion
Leider geriet dann, nachdem Herr Bühler 1999 verstorben war, mindestens einer seiner Signaturstempel "Georg Bühler" in die Hände Dritter und vermutlich wird damit auch heute noch gestempelt. Bei den bisher hier im Thema aus diversen Angeboten gezeigten angeblichen Prüfersignaturen "Georg Bühler", handelt es sich jedoch nicht um Abdrucke von einem echten sondern von einem imitierten, sprich falschen Prüferstempel.
Morgen gibt es weitere Angebote, mit Berliner Marken und falscher Prüfersignatur "Georg Bühler", zu sehen. Aber das vorstehende, wollte ich hier auch vermerken.
Beste Grüße
Markus
In der Artikelbeschreibung werden die Marken als "ungebraucht" bezeichnet.
Sollten sich aber Marken darunter befinden, die keine originale sondern eine falsche Gummierung aufweisen, dann können die Michelwerte für solche nicht mehr angesetzt werden.
Aus einem weiteren, im Angebot dargestellten Artikelbild, habe ich die signierten Marken bzw. deren Rückseiten ausgeschnitten und vergrößert. Wir sehen angebliche Signaturen "Georg Bühler", "GRABOWSKI PP" und "ZIERER BPP"
Der helle Wahnsinn! Eine Ansammlung von Prüfzeichenfälschungen! Schiefe Abdrucke von Gummistempeln, wie ich sie schon öfters, auch auf besseren Bildern, beobachten konnte. Nebenbei vermerkt, Herr Zierer war zu keiner Zeit BPP-Prüfer für das Sammelgebiet Berlin. Wir werden im Laufe der Zeit gleichartige Prüfzeichenfälschungen wiedersehen, durchaus in verschiedenen Sammelgebieten.
Nach einer Korrektur von diversen Helligkeitswerten, kann ich vielleicht der MiNr. 59 unterstellen, dass sie eine originale Gummierung hat, aber bei den anderen sechs Marken setze ich einmal ein ganz kräftiges Fragezeichen. Bei MiNr. 57, 58 und 60 kann ich keine typischen Merkmale des Stichtiefdrucks erkennen und den im Offsetdruck hergestellten Goethe-Marken fehlt ganz einfach die etwas gelbliche Tönung einer originalen Gummierung. Das ist wahrscheinlich nur ein dicker Kleister und es wurde in diesen dann so etwas wie eine Riffelung eingebracht (das geht mit einer kleinen Walze).
Eine grausame Sache.
Der Artikel wurde soeben an den Watchdog gemeldet.
Beste Grüße
Markus
ebay-Artikel-Nr. 254021016156, Anbieter separate-15
Wer die Angebotsbilder genau vergleicht, der wird bemerken, dass in beiden Angeboten selbige Marken abgebildet sind, nur etwas anders auf die identische Einsteckkarte aufgesteckt.
Am 18.12.2018 hinterfragte der Käufer des zweiten Artikels, mit dem nachstehendem, im Format kleinerem Bild (vielleicht ein Screenshot, des Bildes aus dem Angebot?) die Echtheit der Aufdrucke und wies daraufhin, dass die Marken angeblich von Georg Bühler signiert sein sollen. Aus dem Angebot selbst ergeht diese Information nicht, dort stand in der Artikelüberschrift, als auch in der Angebotsbeschreibung, nur geschrieben: "Berlin: Ausgabe mit Rotem -Aufdruck Mi. Nr. 21-34 ** geprüft" Vermutlich hat der Käufer diese Information, dass sie von Georg Bühler signiert sind, vom Anbieter vor Angebotsende per Anfrage erhalten.
In die dortige Diskussion klinkte ich mich ein und wies u.a. daraufhin, dass Herr Bühler zu keiner Zeit Briefmarken von Berlin signiert hat und es sich dementsprechend um eine Prüfzeichenfälschung handeln wird, an solchen Marken in der Regel immer etwas faul ist. Ferner wies ich daraufhin, dass ein solch kleines und niedrig aufgelöstes Bild, wie vom Käufer gezeigt und daher vermutlich aus dem Angebot stammend, gerade noch dazu tauglich ist um abzugleichen, ob die angebotenen Marken geliefert wurden.
Der Käufer hatte viele Fragen dazu, wie man echte und falsche Aufdrucke unterscheiden kann und so erklärte ich Ihm im Detail, mit entsprechendem Bildmaterial, wie das zu bewerkstelligen ist. Beiträge hierzu, hatte ich hier im Forum bereits im August 2018 verfasst. Nach vielen Beiträgen meinerseits bedankte sich der Fragesteller für meine Erklärungen.
Heute kamen die Marken beim Käufer an und er zeigte von sich erstellte Scans, u.a. diese:
Wir sehen einen angeblichen Prüferstempel "Georg Bühler". Es handelt sich schlichtweg um eine Prüfzeichenfälschung, abweichend zu allen mir bekannten nachweislich echten Prüfzeichen von Georg Bühler, welche vom Anbieter vermutlich massenhaft vertrieben wird.
Wer die beiden Marken mit dem Scan aus dem Angebot abgleicht, der wird feststellen, dass es sich nicht um die angebotenen Marken handelt die geliefert wurden.
Der Käufer hatte in der Diskussion auch eine in seinem Besitz befindliche echt gestempelte MiNr. 33 gezeigt, welche geprüft Schlegel ist, wie er geschrieben hat. Im Prinzip braucht er nur die gestempelte und die heute erhaltene Marke MiNr. 33 zusammen unter UV zu legen, um zu überprüfen, ob es sich bei der heute gelieferten um eine echte MiNr. 33 handelt oder nicht. Wenigstens ein gutes UV-Foto schießen, damit es andere beurteilen können. Wenn die Druckfarbe der Marke, das Papier und die Aufdruckfarbe der gekauften Marke nicht so unter UV (Wellenlänge 366 nm) reagiert, wie die bereits vorhandene echte Marke, dann ist es ein Fälschung bzw. Aufdruckfälschung. Voraussetzung ist natürlich, dass die zum Vergleich herangezogene Marke eine echte ist, deren UV-Reaktion auch brauchbar, die UV-Quelle für einen solchen Vergleich ausreichend und bei einem Foto die Qualität der Aufnahme gut ist.
Fakt ist aber auch, dass ein postfrischer Satz angeboten wurde und danach sieht es gemäß den Bildern nicht unbedingt aus, wenn auch schwer beurteilbar. Aber in jedem Fall bleibt die Frage nach der Echtheit noch offen. Durchaus kann man die Frage aufwerfen, ob es sich gemäß den Scans des Käufers um einen echten Aufdruck handelt? Echte Aufdrucke haben nicht nur eine bestimmte orangefarbene UV-Reaktion sondern prägen auch auf der Rückseite durch. Im Vergleich zu einer von mir eingescannten echten Marke, sehe ich Unterschiede. Es finden sich zwar bei der hinterfragten Marke ein paar rote Stellen auf der Rückseite, aber es sieht eher danach aus, dass der Aufdruck als solcher nicht flächig durchprägt sondern an den entsprechenden Stellen das Papier auf der Rückseite Vertiefungen statt Erhebungen aufzeigt. Nur eine optische Täuschung oder ein raffinierter falscher Aufdruck?
Persönlich gefällt mir am Scan auch nicht der vorderseitige Farbauftrag des Aufdrucks. Wenn der Scan, von der gestempelten Marke, zu dem Scan der angeblich postfrischen Marke vergleichbar sein sollte, so weichen zwischen beiden Marken die Druckfarbe der Marke und des Aufdrucks bei Messungen im HSV-Farbraum ab. Bin gespannt, ob wir noch ein beurteilbares UV-Bild zu sehen bekommen? Bei der MiNr. 34 wird es mir gemäß Scan nicht wohler.
Zwischenzeitlich wird dem Käufer in dem anderen Forum empfohlen, dem Verkäufer einen postfrischen Satz abzuverlangen, sich auf Erfüllung zu berufen, da die Bilder bzw. die Marken gewisse Hinweise von Entfalzungen aufzeigen. Zuvor wurde auch über Rückgabe oder einer Teilerstattung des Kaufpreises diskutiert. Eins dürfte klar sein, der Satz ist faul und nichts anderes war zu erwarten, als es hieß, die Marken haben eine Signatur "Georg Bühler" (im Falle Berlin-Marken immer mit Prüfzeichenfälschung verbunden). Es macht nach meiner Erfahrung überhaupt keinen Sinn, einen postfrischen Satz ohne eine bereits beiliegende Fotoexpertise von einem der drei Herren Schlegel zu kaufen. Alles andere ist in der Regel nur mit Enttäuschungen verbunden, wenn es dann auch wirklich der Käufer hinterfragt.
Leider hinterfragen zu wenige Käufer, bei ebay oder delcampe gekaufte Briefmarken und dieser gewisse Anbieter hätte dann wahrscheinlich so viele negative wie heute positive Bewertungen. Bei diesem Anbieter gibt es keine postfrischen Briefmarken zu kaufen sondern nur nachgummierte, entfalzte und anderweitig verfälschte Briefmarken.
Noch ist der Käufer im Glauben, einen echten ungebrauchten Satz gekauft zu haben. Ich habe starke Zweifel. Leider kann ich in dem anderen Forum nicht mehr antworten, weil mich der dortige Forenbetreiber, Jürgen Kraft, in seiner maßlosen Selbstüberschätzung schon wieder einmal auf Gast gesetzt hat und ich kann dort keine weitere Aufklärung mehr im Sinne der Sammler betreiben.
Beste Grüße
Markus
Verkaufte Artikel vom 09.10.2018 und 17.10.2018
Verkaufte Artikel vom 30.10.2018 und 05.11.2018
Verkaufter Artikel vom 12.11.2018
Wenn alle Käufer einen Satz erhalten haben und heute noch haben sollten, dann bezweifle ich stark, dass es sich immer um echte Aufdrucke gehandelt hat.
Beste Grüße
Markus
Persönlich glaube ich nicht, dass der gefoppte Käufer eine Teilrückerstattung des Kaufpreises oder gar bei Rücksendung den gesamten Kaufpreis vom Anbieter erstattet bekommt. Notfalls wird der Anbieter behaupten, es seien ja gar nicht die abgebildeten und gelieferten Marken usw. usf.
Den heute nicht mehr aktiven Account "unterlage", der auch diesem Anbieter zuzuordnen ist und als ein gewerblicher Verkäufer auf ebay angemeldet war, hatte der APHV im Jahre 2013 versucht abzumahnen. Dieses Bestreben war erfolglos, weil der Brief als nicht zustellbar zurück kam. Kann mich noch gut erinnern.
Beste Grüße
Markus
Massenweise SAMMLERPOSTEN ... zu Schnäppchen-Preisen
Berlin (West) 21-34 (kompl.Ausg.) geprüft gestempelt 1949 Rotaufdruck
Artikel-Nr.: 121/428B11908 21,22,23,24,25,26,27,28,29,30,31,32,33,34
gestempelt
Der Preis enthält die gesetzliche MwSt.
Es handelt sich bei dieser Abbildung um ein repräsentatives Musterbild, das original gelieferte kann unwesentlich davon abweichen.
Beschreibung:
Briefmarken Berlin (West) 21-34 (kompl.Ausg.) geprüft gestempelt 1949 Rotaufdruck
Produkt: Briefmarken
Gebiet: Berlin (West)
Ausgabeanlass: 1949 Rotaufdruck
Titel: 21-34 (kompl.Ausg.) geprüft
Katalognummern: 21,22,23,24,25,26,27,28,29,30,31,32,33,34
Ausgabejahr: 1949
Erhaltung: gestempelt
Qualität
Sammlerstücke aus unserem Programm genügen auch höchsten Qualitätsansprüchen.
Wir wollen uns und unseren Kunden Ärger mit zweifelhaften Produkten ersparen.
Jede Reklamation kostet uns Arbeit, Geld und letztlich unsere Kunden.
Daher können Sie sich auf unser Qualitätsversprechen auch verlassen!!!
Sollten Sie trotzdem unerwartet Anlass zu Beanstandungen haben, werden Sie uns bei der Bearbeitung des Problems als äußerst entgegenkommenden Geschäftspartner kennenlernen.
[ebay]142906916144[/ebay]
Für 700 € wird ein postfrischer Satz angeboten, der als gestempelt beschrieben wird und geprüft. Weder der Prüfer wird benannt noch die Rückseite der Marken gezeigt. Aber Festpreis verlangt. Auch kann der geschickte Satz "unwesentlich" vom gezeigten Original im Angebot abweichen. Bei mir schrillen da alle Alarmglocken, egal ob der Satz seriös ist oder nicht. Das haben sie auch getan. als ich einen lange gesuchten Luftpost Beleg Warschau - Prag vor 1945 erstehen konnte. Auch dort war eine Fälschung des Prüferstempels von Herrn JungJohann vorhanden (vgl. https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=11159&CP=1&F=1 Beitrag #18).
Wenn ich bei der Herstellung eines einzigen Satzes eventuell einen Profit von 500% erzielen kann und dementsprechend im Netz (hier bei Ebay) agiere, muss ich mir auch gefallen lassen, das sich dagegen Protest erhebt. Wenn dann möglicherweise (und diesen Konjunktiv bitte sehr genau lesen da er meine Meinungsfreiheit bekräftigt und eine Tatsachenbehauptung ausschließt,, somit strafrechtlich nicht relevant ist) sich noch irgendein Forum findet, das fragwürdige Aufdrucke bzw. Prüfstempel befördert in der Öffentlichkeit, kann man dem nur mit der Öffentlichkeit entgegnen. Insofern ist aus einer auf den ersten Blick "privaten" Auseinandersetzung eine öffentlich notwendige Auseinandersetzung geworden.
Ich bin von Richard auch einmal privat auf einen Fehler aufmerksam gemacht worden und habe ihn dann hier im Forum korrigiert. Niemals hat er mir angedroht, mich aus dem Forum zu werfen. Wer so etwas tut, hat etwas zu verbergen.
Gruß
Detlev
[Bild und Beschreibung redaktionell ergänzt]
MiNr. 21-34 ungebraucht, gemäß Losbeschreibung aktueller Fotobefund Schlegel BPP. Zuschlag Euro 85.- (zzgl. Aufgeld). Gezeigt ist nur die 1 Mark, was sich ganz wahrscheinlich darin begründet, dass diese Marke im Auktionskatalog abgebildet ist und es ganz einfach kein zweites Bild gibt, mit welchem der gesamte Satz Online dargestellt werden kann.
MiNr. 21-34 postfrisch, gemäß Losbeschreibung neustes Fotoattest Schlegel BPP. Zuschlag Euro 216.- (zzgl. Aufgeld). Ausruf war dann wahrscheinlich Euro 240.- und mit 10% Untergebot zugeschlagen. Vielleicht war der Satz eine Auktion vorher mit Euro 300.- ausgerufen und in der Folgeauktion um 20% im Ausruf reduziert? Erklärung Abbildung, wie vorher.
MiNr. 21-34 postfrisch, einheitlich vom linken Bogenrand, Marken signiert Lippschütz BPP, Fotoattest Hans-Dieter Schlegel BPP. Zuschlag Euro 300.- (zzgl. Aufgeld)
Beste Grüße
Markus