
Gruß Ulrich
Deutsche Abstimmungsgebiete Schleswig Belege

Gruß Ulrich
Die Ansichtskarte vom 07.06.1920 zeigt die Villa Christianie in Nebel (Amrum). Nebel ist neben Wittdün auf Amrum und Norddorf auf Amrum eine der drei Gemeinden auf der nordfriesischen Nordseeinsel Amrum. Absenderin war Ida Christine Matzen, von der ich im Netz ein Buch und ein Lied gefunden habe. Die Postkarte geht an Pastor Tielking im Nordseebad Borkum.
Die Postkarte ist mit zwei Marken des Abstimmungsgebietes Schleswig frankiert. Am 14. März fand die Volksabstimmung in Zone II (Mittelschleswig) mit Flensburg, Niebüll, Föhr, Amrum und Sylt statt. Über 80 % der Bevölkerung stimmten für Deutschland.
Viele Grüße
Volkmar

Grüße
philast
Schönen Gruß
Sepp
Sendung vom 04.04.1920 aus Tondern ca. 170 km weiter nach Glückstadt in der PP 4, Porto zu 15 Pfennig für eine Karte im Fernverkehr
Die Ganzsache zu 10 Pfennig Germania weist eine daneben geklebte Germania zu 5 Pf. auf (Mi-Nr. 85). Die Frankatur wurde mittels Bahnpoststempel vom 04.04.1920 entwertet. Daneben wurde ein Tagesstempel mit identischem Datum aus Tondern abgeschlagen.
Im April 1920 lag Tondern in der ersten Zone des Abstimmungsgebietes Schleswig und wurde wenige Wochen später an Dänemark abgetreten, die eigentliche Volksabstimmung war bereits erfolgt. Heute liegt der Ort als Tønder kurz hinter der deutsch-dänischen Grenze. Die Briefmarken des Deutschen Reiches waren im Abstimmungsgebiet Schleswig zu dieser Zeit nicht gültig. Die Portostufen der Reichspost wurden allerdings in der Abstimmungszeit beibehalten (PP4 und PP5).
Was war geschehen? Hatte die Absenderin die vorfrankierte Karte in Tondern in den Briefkasten geworfen, wo die ungültige Frankatur erkannt, der Tagesstempel aus Tondern daneben gesetzt, allerdings die Frankatur mittels Blaustift nicht umrandet und auch kein Nachporto erhoben wurde?
Zur Entwertung der Frankatur wurde der Bahnpoststempel der Bahnstrecke Hamburg-Tondern verwendet. Daneben wurde der Handstempel TONDERN **b abgeschlagen:
Viele Grüße
Michael
Die zweite Karte vom 3.4.1920 mit einer Zusatzfrankatur einer Mi.Nr.3 zu 7 1/2 Pfennig, diese 15 Pfennig waren die Gebühr für die Postkarte im Fernverkehr in der Portoperiode 4 ab 1.10.1919-5.5.1920.
Gestempelt mit Einkreisstegstempel von Flensburg *1i.
Die dritte Karte vom 12.3.1920 hatte als Zusatzfrankatur 3x die Mi.Nr.1 zu 2 1/2 Pfennig, gestempelt wurde hier mit Einkreisstegstempel von Flensburg *1g.
Gruß Rainer
[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Altdeutschland Bayern Pfennigzeit (1876-1920) eingehende Post"]