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Deutsches Reich Germania Farben bestimmen

germaniafreund Am: 25.01.2009 17:15:10 Gelesen: 11149 # 1
Deutsches Reich Germania: Farben der MiNr. 78 Auf Grund einer Anfrage durch Concordia CA möchte ich hier mal die Farbunterschiede der 78 vorstellen. Von links nach rechts 78Aa, 78Ab, 78B. Die 78Aa in der Farbe dunkelkarminrot UV Licht gelblichrot leuchtend, Zähnung 26x17. Die 78Ab in der Farbe karminrot nicht leuchtend, Zähnung 26x17. Die 78 B in der Farbe karminrot nicht leuchtend, Zähnung 25x16. Ich denke man sieht den Farbunterschied zwischen der 78Aa und der 78Ab sehr deutlich. liebe Grüße Klaus
Jürgen Witkowski Am: 26.01.2009 11:30:38 Gelesen: 11114 # 2
@ germaniafreund [#6] Vielen Dank für das Vergleichsbild der 3 Typen. Ich beginne zu erahnen, wo die Farbunterschiede liegen. Wenn jetzt noch jemand einen Tipp hätte, ob es eine andere Marke in der Germania-Serie gibt, die unter UV-Licht ebenfalls gelblichrot leuchtet, würde es mir gewaltig weiterhelfen. Mit besten Sammlergrüßen Jürgen
germaniafreund Am: 26.01.2009 13:08:28 Gelesen: 11106 # 3
@ Concordia CA [#18] Hallo Jürgen, jetzt gehe ich mal (fremd). Versuch es mal mit einer 41Ia. liebe Grüße Klaus
Jürgen Witkowski Am: 26.01.2009 18:39:27 Gelesen: 11078 # 4
@ germaniafreund [#19] Vielen Dank für Deine Hilfe zum Rückwärtsblättern. Manchmal hat man Scheuklappen an den Augen und freut sich, wenn man so geduldig Hilfestellung bekommt, mit der man das Mengendefizit an Vergleichstücken der Germania-Markwerte auf einfache Weise kompensieren kann. Beste Sammlergrüße von einem, ob der Vielzahl der unter UV-Licht erscheinenden Farbtöne der MiNr. 41 erstaunten Jürgen
germaniafreund Am: 26.01.2009 18:54:44 Gelesen: 11072 # 5
@ Concordia CA [#4] Hallo Jürgen, wir haben hier einen Spezialisten im Forum für die Michel 41. Sprich mal mit Sammelfreak - Martin. liebe Grüße Klaus
xlarge Am: 22.07.2025 16:12:56 Gelesen: 2303 # 6
Germania 1920, 40 Pf. DR 145 a I, a II und b II ? Hallo, Ich hoffe auf Hilfe bei der Bestimmung der Farbe/Katalognummer. 145 b II soll lillakarmin sein und einen porösen Druck haben. Ich hoffe, mein 1200-ppt-Bild reicht als Ausgangspunkt zur Klärung der Frage aus. Einige der Marken sind rotkarmin als die normale Marke 145 a II und 2-3 deutlich lillakarmin. Siehe auch 10 Pf zum Vergleich. Mit freundlichen Grüßen Leif
xlarge Am: 24.07.2025 11:20:53 Gelesen: 2185 # 7
Hallo, vielleicht nicht einfach. Ich werde einige davon an einen Prüfer schicken, hoffe aber, die nicht relevanten zu überprüfen. Nur 145 b II ist interessant, da ich 145 a I, nicht sehe. Mit freundlichen Grüßen
Richard Am: 24.07.2025 11:45:52 Gelesen: 2179 # 8
@ xlarge [#7] Hallo Leif, die Farbbestimmung ohne Originalbeleg oder Originalmarken ist nicht nur schwierig, sondern oft unmöglich. Jeder Prüfer lehnt eine Bestimmung von Marken ab, die nur auf einem anderen Monitor im Internet zu sehen sind, da die Farben, die Du siehst, nicht mit der auf anderen Monitoren übereinstimmen. Zudem handelt es sich um gebrauchte Marken, die beim ablösen vom Papier unterschiedliche Zeit im Wasser schwammen und sich in den über 100 Jahren danach durch den Einfluss der UV-Strahlung (Sonnenschein) verblassen. Die Zähnung, die Zentrierung oder das Wasserzeichen zu bestimmen ist im Gegensatz zur Farbbestimmung noch recht einfach. Vielleicht kann ein anderer Sammler oder Prüfer dazu noch etwas mehr oder genaueres schreiben. Grüsse aus dem Allgäu, Richard
xlarge Am: 24.07.2025 12:52:35 Gelesen: 2159 # 9
@ Richard Hallo Richard, Vielen Dank für Ihre informative Beschreibung, wie und was zur Identifizierung dieser Briefmarken erforderlich ist. Aufgrund Ihres Kommentars werde ich die Briefmarken, denen ich am meisten zustimme, nun direkt an den Prüfer senden und hoffe auf eine positive Antwort. Mit freundlichen Grüßen, Leif
angim Am: 24.07.2025 13:18:18 Gelesen: 2147 # 10
@ xlarge [#9] Lieber Leif, bei vielen Marken des Deutschen Reiches, die es in verschiedenen Farben gibt, handelt es sich auch oft um Gruppen von Farben (Farbspektrum, "Farbtöpfe"). Das kann bedeuten, daß es auch starke Farbschwankungen innerhalb einer Farbe gibt. Das ist mir vor vielen Jahren auch mal passiert, daß ich dachte ich hätte gute Farben, aber es waren nur verschiedene Farbtöne der billigen Farbe. Bei den gezeigten Marken konnte ich keine Platte I erkennen. Dafür ist da vier mal ein interessanter Rahmenstempel von Iserlohn zu sehen. Viele Grüße Thomas
erron Am: 24.07.2025 16:43:59 Gelesen: 2120 # 11
@ xlarge [#7] Bei deinen eingestellten 40 Pfg Germanias brauchst du keine zu Prüfer zu schicken. Sind alle "a" Farben und keine einzigen hat eine "b" Farbe mit dem porösen Druck. Habe dir mal eine aktuell geprüfte lilakarmine "b" Farbe über deine Germanias gelegt. Noch ein kleiner Tip zu der "b" Farbe. Wenn du 40 Pfg-Marken mit oberen oder unteren etwas verkürzten Zähnungsreihen hast, sind es "b"Farben, da diese Farbvariante aus Markenheftchenbögen stammen und nur in Markenheftchen verwendet wurden. Deshalb auch die relative Seltenheit dieser Farbvariante. mfg erron
Reini46 Am: 24.07.2025 17:21:48 Gelesen: 2108 # 12
Hallo, Die beiden linken Marken sind geprüft als II - ist das jetzt die b Farbe ? Diese Marke wurde im Plattendruck und im Walzendruck gefertigt. Grüße Reini46
xlarge Am: 25.07.2025 13:01:16 Gelesen: 2047 # 13
@ erron Vielen dank, Wenn du 40 Pfg-Marken mit oberen oder unteren etwas verkürzten Zähnungsreihen hast, sind es "b"Farben, da diese Farbvariante aus Markenheftchenbögen stammen und nur in Markenheftchen verwendet wurden. Können Sie mir sagen, welche Details darauf hinweisen, dass die Perforationslinie verkürzt ist? Liegt es daran, dass das Ecketikett eine etwas kleinere Kerbe hat? Für mich sieht es aus wie der Fall in der linken Markierung auf dem Bild von Reini46. Mit freundlichen Grüßen
erron Am: 25.07.2025 13:01:19 Gelesen: 2047 # 14
@ Reini46 [#12] Nein, sind die billigen Typen 145 a II. Die Platten/Walzenbögen in Type II wurde bekanntlich mit einer neuen Platte zuerst gedruckt. Kreuz auf der Krone deutlich sichtbar. Mittelstück genau zentrisch. "Deutsches Reich" mit kleineren Buchstaben. Michel Nr 145 "a II". Zwischenzeitlich wurden die Marken für die Markenheftchenbögen gedruckt. Bei diesem Druckvorgang wurde die Farbe von den Druckplatten nicht richtig aufgenommen, eventuell eine mangelhafte Sorgfalt beim Druckvorgang. So entstand der poröse Druck und die stumpfrote Farbe der Nr 145 "b II". Nachdem die einzelnen OPD einen Mangel an den 40 Pfennigmarken gemeldet hatten, wurden zusätzlich die alten zweifarbigen Platten aus der früheren Germaniaserie wieder verwendet. Kreuz auf der Krone kaum sichtbar, Mittelstück verschoben. "Deutsches Reich" leicht nach unten verschoben. Type I. Michel Nr 145 "a I". Dasselbige gilt auch für die Markenausgabe zu 30 Pfennig, 50 Pfennig, 75 Pfennig und 80 Pfennig. Zuerst wurden der Type II mit einer Platte hergestellt, danach erst der Type I mit den zwei Platten. mfg erron
xlarge Am: 25.07.2025 13:16:03 Gelesen: 2036 # 15
@ angim Hallo Thomas, [#10]: Dafür ist da vier mal ein interessanter Rahmenstempel von Iserlohn zu sehen. Da ich mehrere solcher briefmarken besitze, ist mir Ihr Kommentar wichtig. Können Sie mehr über solche Briefmarken und insbesondere über diese hier sagen? Ist sie ein Mehrwert? Mit freundlichen Grüßen Leif
xlarge Am: 25.07.2025 13:26:10 Gelesen: 2032 # 16
@ erron Vielen Dank für die ausführliche Anleitung und Erklärung. Ich habe viel gelernt. Dann werde ich keine Zeit mehr mit diesem Stempel verschwenden. Ich habe noch viele andere, die ich gerade untersuche. Und danke, dass Sie mich nicht mit der Prüfung dieser Stempel belasten. Mit freundlichen Grüßen Leif
tornado Am: 17.06.2026 15:32:00 Gelesen: 782 # 17
Deutsches Reich Germania N° 69 Hallo zusammen, kann es sein, dass 2 farblich unterschiedliche Germanias (in diesem Beispiel die Nr 69) das gleiche Prüfergebnis (hier die Farbe "a") erhalten? Bild 1: Vorderseite Bild 2: Rückseite mit Prüfzeichen Bin mal gespannt auf Eure Meinung(en). Viele sonnige Grüsse aus der Schweiz tornado
spain01 Am: 17.06.2026 19:13:46 Gelesen: 722 # 18
Was mich hier noch mehr verblüfft ist, dass das Prüfzeichen von Herrn Duntsch auf der rückseitig linken unteren Ecke steht, die "Farbeinordnung" jedoch rechts unten, wo auch der Name stehen sollte. Grundsätzlich gibt es ja Farbschwankungen, die sich in einem Toleranzbereich befinden. Wenn wir nicht von einer "Sichtprüfung", sondern von einer Farbprüfung mittels Spektrometer oder ähnlichem ausgehen, erscheint ja eine Farbkurve, die - nicht nur einem Prüfer - die Einordnung zu einer definierten Farbe ermöglicht. Vielleicht wäre es auch sinnvoll, mal beide Prüfer anzuschreiben und um eine Stellungnahme zu ihrer Prüfung zu bitten. Gruß Michael
erron Am: 17.06.2026 20:01:54 Gelesen: 705 # 19
@ spain01 Vielleicht wäre es auch sinnvoll, mal beide Prüfer anzuschreiben und um eine Stellungnahme zu ihrer Prüfung zu bitten. Es ist nur ein Prüfer, der die beiden Marken signiert hat. Und dieser ist seit dem Jahre 2004 verstorben. @ tornado Der verstorbene Infla-Berlin Prüfer Dr. Gerhard Düntsch prüfte hin und wieder auch Vorinflationsmarken auf ihre Stempelechheit. Das Signum "GDüntsch" bei der linken Marke mit dem Stempelabschlag von Stuttgart 25 März 04 verwendete er bis zum Jahre 1973. Er prüfte aber Farben erst ab dem Jahre 1984. Also kann er theoretisch dieses " a" nicht angebracht haben. Diese Marke ???? könnte ??? die Variante " b" sein. Z.Zt. das bekannteste Frühdatum der Farbvariante " b" ist der 24.6.1904. Bei der rechten Marke mit dem Stempelabschlag von ....eld hat er wohl sein Prüfzeichen "Düntsch BPP", das er ab dem Jahre 1973 verwendete, versehentlich auf der falschen Seite abgeschlagen. Diese Marke hat die billige Farbvariante " a" mfg erron
tornado Am: 18.06.2026 18:47:59 Gelesen: 626 # 20
Vielen Dank für Eure Einschätzungen! Erstaunlich finde ich auch das fundierte Wissen über die Prüfer ! Vielen Dank nochmals. tornado