Litauen erlangte am 11.3.1990 die Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Belege aus dem modernen Litauen sollen hier gezeigt werden.
Ich eröffne mit einem aktuellen Brief aus Šiauliai vom 15.5.2018 nach Bargteheide. Die Freimachung beläuft sich auf 0,81 Euro für diesen Brief im A5-Format und über 50g Gewicht.

Marken und Stempel noch einmal vergrößert:

Viele Grüße
Michael
Hier aus meiner Kakteen-Motivsammlung eine Sowjet-Ganzsache vom 19.1.1992 mit Gitterstempel über Wertaufdruck. Frankiert mit 3 x 50er. Gelaufen von Vilnius nach Toronto, Kanada.

Viele Grüße
Joachim
Einschreiben von Vilnius nach Rovno/Ukraine.
Freigemacht wurde der Brief mit der Ausgabe Mi.Nr. 465-469, 19. Januar 1991. Die Motive der Ausgabe: Litauischer Reiter, Hügel der 1000 Kreuze und Freiheitsglocke. Die Frankatur wurde unter dem 30.05.1992 in Vilnius entwertet.
Rückseite Ankunftstempel Rovno Postamt 05.06.1992, alter Stempel der Sowjetunion.

Dieter
Alte Sowjet-Ganzsache vom 8.8.2013 nach Deutschland.

Viele Grüße
Joachim
Hallo,
von mir ein Sammlerbrief aus Šiauliai (deutsch Schaulen) nach München vom 7.7.1995 mit 6 x Mi. 573 P. Dovydaitis zu 10 ct und 5 x Mi. 563 Wappen von Punia zu 10 ct.
Meine Adresse habe ich gelöscht; auf der Rückseite ist nur der Adress-Aufkleber des Absenders.
Schönes Wochenende! Heinrich
Hallo,
hier noch ein Brief an ein Philaseiten-Mitglied, von dem ich den Beleg erworben habe. Seine München-Adresse ist gelöscht.
Einschreibe-Brief vom 4.8.1992 aus Klaipéda/Memel, frankiert mit diversen Marken aus der Zeit 1990-1992. Sammler-Bedarfs-Post. Die Rückseite ist leer.
Heinrich


Dieser eingeschriebene Brief ging am 24.6.1993 von Ukmerge (deutsch Wilkomir) nach Warschau. Frankiert ist er vorderseitig mit 4 x Mi. 482, rückseitig mit 25+1 x Mi. 522 und 3 x Mi. 506. 4 Tage später wurde die neue Währung Litas eingeführt.
Portogerecht oder Aufbrauch für Sammlerfreund?
Heinrich
Hallo,
ich habe gerade in einer Wühlkiste Briefe aus dem Jahr 1990 von Litauen nach Deutschland gefunden, frankiert mit russischen Marken. Bei der Netzrecherche bin ich auf Sie gestossen.
Gibt es Informationen darüber, wie lange nach der Unabhängigkeit Litauens russische Marken verwendet wurden ? Gab es Mischfrankaturen Litauen/Russland ? Vielleicht haben Sie da Erkenntnisse und würden mir diese mitteilen wollen ? Vielen Dank für ihr Interesse !
Mit freundlichem Gruß !
Ihr
Thomas Emde
Brief innerhalb von Litauen vom März 1991

Viele Grüsse
Joachim
Ein aktueller Beleg aus
Druskininkai

Ich wünsche allen einen schönen Abend
Günther
Hallo,
hier ein netter Beleg vom 08.08.1994 abgestempelt in Kaunas, R-Brief mit 4 x Michel Nr. 479. Erscheint im Scan leider etwas fleckig.

Schönen Gruß
Sepp
Und noch ein R-Brief aus Kaunas. Leider ist der Stempel nicht lesbar , ich tippe aber auf 1994.
Bei den Marken handelt sich 2 x um Mi. 460, 4 x 459 und einmal 474.

Schönen Gruß
Und jetzt der letzte Beleg aus Litauen für heute.
R-Brief aus Joniskis aus dem Jahre 1995, genaues Datum nicht lesbar. U.a. mehrfach Michel Nr. 421.

Schönen Gruß
@ spielzeugtom [#8]
Sowjetische Marken galten (laut Briefmarkenkatalog) in Litauen bis 31. Dezember 1991. Russische Marken gab es erst wieder ab Januar 1992, die können also mit Sicherheit nicht auf Briefen von 1990 geklebt haben. Das muss man auseinanderhalten, auch wenn Russisch in der Sowjetunion die Verkehrssprache war und man gerne "pars pro toto" von Russland sprach, wenn die SU gemeint war.
-jmh
Noch mehr Belege und vor allem Hintergrundinformationen gibt es im Web der ArGe Baltikum [1] unter Sammelgebiete —> Unabhängiges Litauen seit 1990.
Gruss
Friedhelm
[1]
http://www.arge-baltikum.de
Aus der Hauspost. 2021 - Brücke von Palanga [1]

Stempel aus Galgiai
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Br%C3%BCcke_Palanga
Hier ein Brief von der MS Columbus, abgestempelt am 25.05.2006 in Klaipeda, nach Haan. Mehrfachfankatur mit 2 x 1 Litas.

Schönen Gruß
Sepp
Brief aus Litauen in die Republik Komi (Russland)
21.11.1991 Mi. Nr. 489 Vögel Black Stork (Ciconia nigra) - Schwarzstorch -
15.03.2003 Mi. Nr. 814 Lighthouses of Pervolka 1900 - Leuchtturm -
Der 14 m hohe Leuchturm wurde 1900 eröffnet ist auch unter dem Namen Pferdehaken bekannt.

VG Klaus Peter
Brief aus Litauen vom 23.09.2011 nach Deutschland
05.01.2008 Mi. Nr. 954I Kirche von Antazave 1794
05.03.2011 Mi. Nr. 1059 Stasys Šalkauskis
Stasys Šalkauskis lebte von 1886 bis 1941. Er war ein litauischer Philosoph, Pädagoge und Rektor der Vytautas Magnus Universität.

VG Klaus Peter
@ [#10]
Und so sieht ein Beleg von heutzutage aus.

Ich wünsche allen Leser*innen ein schönes Osterfest
Günther
R-Brief vom 26.08.1993 von Vilnius nach Mainz. Mischfrankatur von 75 Kopeken, dabei geschnittene Ausgaben im Dreierstreifen und ein Eckrandstück.


Schönen Gruß
Sepp
R-Brief von Agluona nach Köln. Frankiert wurde mit fünf Marken zu je 50 Kopeken. Somit portogerecht für Brief bis 100 g = 130 K und Einschreiben 120 K.
Allerdings macht mir der Absendeort Agluona Kopfzerbrechen. Liegt eigentlich in Lettland an der litauischen Grenze. Kann es sein, dass Litauen dort ein Postamt hat?

Schönen Gruß
Sepp
@ Briefuhu [#22]
Hallo Sepp,
wiki meint dazu folgendes:
Agluonėnai liegt im Westen Litauens, im ehemaligen Memelland, an der Agluona (dt. Aglohne), einem linken Nebenfluss der Minija, etwa 18 Kilometer südöstlich des Gemeindesitzes Klaipėda. Sechs Kilometer südwestlich von Agluonėnai liegt die Stadt Priekulė.
MphG
Gerhard
@ Gerhard [#23]
Hallo Gerhard,
vielen Dank für deine Hilfe. Habe anscheinend im R-Stemple das "i" nicht gelesen und habe mich nur auf die Schreibweise des Absenders verlassen und bin dann in Lettland gelandet. Aber für solche Probleme gibt es ja das Forum (hoffentlich noch recht lange).
Schönen Gruß
Sepp
@ #23 und #24
Der Ort Agluonėnai (früher/deutsch Aglohnen,
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutscher_Bezeichnungen_litauischer_Orte ) ist aber nicht der Absendeort des Briefes. Agluonėnai liegt nämlich im Rajon Klaipėda (
https://lt.wikipedia.org/wiki/Agluonėnai ).
Der Absender hat aber den Ort im Rajon Akmenė genannt, der sich litauisch Agluonai schreibt (
https://lt.wikipedia.org/wiki/Agluonai ) (vgl. auch den R-Stempel) und einige Kilometer entfernt ebenfalls am namensgebenden Fluss Agluona liegt.
Die nicht normkonformen Schreibungen sowohl des Orts- als auch des Rajon-Namens beim Absender sind mißverständlich, korrespondieren aber miteinander.
Bei kleineren Orten hilft manchmal eine Suche außerhalb der deutschsprachigen Wikipedia, z.B. über Suchmaschinen oder in der Wikipedia des betreffenden Landes. Zur Übersetzung hilft dann DeepL.
Ob das Forum in Bezug auf das Baltikum zukünftig noch hilft, wenn wir alle für Beiträge bezahlen müssen (und sei es nur für Antworten), ist fraglich.
Gruss
Friedhelm
@ ArGe Baltikum [#25]
Ob das Forum in Bezug auf das Baltikum zukünftig noch hilft, wenn wir alle für Beiträge bezahlen müssen (und sei es nur für Antworten), ist fraglich.
Hallo Friedhelm,
was hat dieser Satz mit dem Thema Litauen: Belege seit der Unabhängigkeit 1990 zu tun ?
Aber ich antworte gerne in Kurzform:
- Es muss niemand Beiträge zahlen
- Es wird um eine freiwillige Kostenbeteiligung gebeten (17 cent pro Tag)
- im Gegensatz dazu dürfte, wenn ich richtig informiert bin, die Arge Baltikum einen Zwangsbeitrag für Mitglieder erheben.
Du darfst in diesem Thema auch gerne "Belege seit der Unabhängigkeit 1990" zeigen, statt es bisher nur zur Eigenwerbung der Arge [#15] zu nutzen.
Schöne Grüsse, Richard
@ [#26]
Du darfst in diesem Thema auch gerne "Belege seit der Unabhängigkeit 1990" zeigen, statt es bisher nur zur Eigenwerbung der Arge [#15] zu nutzen.
Die Thematik ist zu umfangreich, um sie hier komplett abzubilden. Wenn jemand auf einen Katalog oder eine Monografie verweist, wird das auch nicht als Eigenwerbung abqualifiziert (falls der Hinweisende zufällig der Autor dieser Veröffentlichungen ist). Wer einzelne Belege zeigen möchte, kann das ja jederzeit tun, aber die ArGe Baltikum hat für sich entschieden, dass sie beispielhafte Belegabbildungen in den historischen und postgeschichtlichen Kontext stellt und die Sammelgebiete in regionalen und zeitlichen Bereichen in der Form der Sammelgebietsdarstellung auf dem Web der ArGe präsentiert. Wenn man darauf nicht hinweisen darf, sagt das wohl eher was über den Alleinstellungsanspruch der Philaseiten als über das selbstlose Teilen von Wissen in der Philatelie.
Im Übrigen erhebt jede ArGe, die ich kenne, einen Mitgliedsbeitrag zur Deckung der Kosten, aber der Begriff "Zwangsabgabe" dafür ist m.E. nicht sachgerecht, weil ja niemand gezwungen wird, ArGe-Mitglied zu werden, um beispielsweise die Mitteilungsblätter in gedruckter Form zu erhalten. Im Übrigen veröffentlichen wir alle erarbeiteten Informationen (z.B. Mitteilungsblätter, Arbeitshilfen usw.) kostenfrei auf unserem Web und beantworten auch viele Fragen von Menschen, die nicht Mitglied der ArGe Baltikum sind. Es kann auch jede/r Interessierte an unseren monatlichen Videochats teilnehmen und Fragen stellen, die meist sofort beantwortet werden. Man muss also nicht ArGe-Mitglied sein (und auch nichts bezahlen), um Nutzen aus der Existenz der ArGe und dem Engagement ihrer Mitglieder zu ziehen.
Ich bitte deshalb, die Information über eine interne faktische Diskussion (wollen wir aktives Mitglied auf den Philaseiten bleiben oder nicht), deren Ergebnis auch Auswirkungen auf die Beantwortung von Fragen zum Baltikum auf den Philaseiten hat, nicht als solche abfällig zu behandeln, sondern zu respektieren, genauso wie die ArGe respektiert, dass sich die Finanzierungsbasis der Philaseiten ab 2023 ändert - mit allen daraus folgenden Konsequenzen.
Gruß
Friedhelm
@ ArGe Baltikum [#27]
Es geht hier nicht um "tiefgründige" Ausarbeitungen, so etwas ist vielleicht wirklich besser in speziellen "Fachorganen" zu besprechen, sondern es wäre einfach mal "nett", beispielhaft hier typische, aktuelle Belege - mit entsprechenden Rahmeninformationen - zu sehen, gerne z.B. auch mal Freistempel, Labelfrankaturen, Maschinenstempel, Tintenstrahler, Postkodierung, Entgeltbezahlt, Paketlabel oder Privatpost.
Und vielleicht findet dann jemand, der hier dann mal durch Zufall über das Thema stolpert, Interesse findet und dann "für mehr" den Kontakt zu Euch sucht. Oder ein "Normalsammler" findet durch Zufall einen mal einen Beleg, der wird nicht für den Einzelbeleg (außerhalb des eigenen Sammelgebiets) Kontakt zu den Sachvereinigungen aufnehmen, der wird das hier "allgemein" ansprechen und hoffen, dass hier dann ein paar Fachleute antworten. Das ist die Natur dieser allgemeinen "allround" Themen.
Beste Grüße
Thomas
Hallo,
hier ein schöner Brief, der gestern bei mir im Briefkasten landete.
Versendet wurde er am 08.08.23 in Šakiai und brauchte somit neun Tage bis nach Potsdam.
Beste Grüße, Stefan
Priority Brief vom 01.04.2022 von Svencionys nach Berlin, frankiert mit Michel 1263 und 1359, gesamt 1,20 Euro

Schönen Gruß
Sepp
Hallo,
diesen Brief habe ich als Beifang bekommen. Die Rückseite ist nicht beschriftet.
Grüße
Andreas
Hallo zusammen,
ich kann hier vom 3.12.2002 ein Einschreiben aus Panevėžys einbringen. Frankiert mit einem Doppel MiNr 209 (Staatswappen Litauischer Reiter) und dazu aus Museen MiNr 771 (Wohnhaus aus dem Dorf Darbenai) und 802 (Museumsgebäude in Kaunas). Vor Ort wurde mit einem blauen Handstempel die handschriftliche Einlieferungsnummer angegeben.


Mit freundlichen Grüßen
Edwin
Hallo zusammen,
Ich möchte einen Beleg mit Euch teilen, den ich philatelistisch ganz interessant finde.
Der Brief ging in Šeštokai, einem kleinen Ort im litauischen Suwalki-Korridor nahe der polnischen Grenze, am 06.12.1990 auf die Reise nach Deutschland. Der Beleg besteht aus einer sowjetischen Ganzsache von 1988, zusätzlich ist die erste Marke des neuen unabhängigen Litauens von 1990 aufgeklebt. Außerdem findet sich ein Stempel "Lietuvos Respublikos PASTAS".
Litauen ernannte sich am 11.03.1990 als erste Unionsrepublik der Sowjetunion zum souveränen Staat. Im Januar 1991 versuchten pro-sowjetische Kräfte, durch Panzer Litauen wieder unter Kontrolle zu bringen, dabei starben 14 jugendliche Demonstranten. Im Februar 1991 fand dann ein Unabhängigkeitsreferendum in Litauen statt, bei dem mehr als 90% der Abstimmenden für die Unabhängigkeit stimmten. Am 06.09.1991 wurde die Unabhängigkeit Litauens schließlich von der Sowjetunion anerkannt.
Euch allen einen schönen Sonntag,
Bernhard
