Briefmarken Atteste

Thema:

Österreich: Belege bestimmen

loksche Am: 29.04.2018 20:33:20 Gelesen: 5786 # 1
Hallo Zusammen, bei Aufräumarbeiten des Dachbodens fiel mir dieser Briefumschlag + AK von Hilde Krahl, ist auch von der selbigen beschrieben wurden, in die Hände. Der Stempel ist von dem Wiener Filmstudio, konnte ich recherchieren, hatten diese eine eigene Poststellen? Da keine Briefmarke vorhanden ist, hat dieser Brief einen Wert und kann mir jemand über diesen Brief etwas mehr aussagen. Leider ist es nicht möglich hier weitere Bilder in den Beitrag zu laden. Es sind durchweg die Wellenstempel und links wie rechts gestempelt. Danke im voraus.
Franz88 Am: 09.10.2020 17:41:54 Gelesen: 4940 # 2
Österreich: Irrläufer Hallo Sammlerfreunde, wo ist Herr König? Ein schon etwas ramponierter, aber sehr interessanter Brief. Der von Frau König in Wien aufgegebene Reko Brief kam am 14.10.1908 in Herisau (Schweiz) an, von dort ging es weiter nach Paris ,wo Herr König auch nicht anzutreffen war. Von Paris aus ging es ins dänische Kopenhagen (19.10.).In Kopenhagen wurde der Brief schlussendlich an den Absender zurückgeschickt. Auf den Brief sind Nachporto-Marken von drei verschiedenen Nationen aufgeklebt. Unklar ist für mich, wie (weshalb) die ungarische Nachporto Marke auf den Brief kam. Alles in allem - ein in seiner Art seltener Brief, egal ob philatelistisch beeinflusst oder aus echtem Bedarf. Liebe Grüße Franz
Lars Boettger Am: 09.10.2020 23:35:46 Gelesen: 4890 # 3
@ Franz88 [#2] Auf den Brief sind Nachporto-Marken von drei verschiedenen Nationen aufgeklebt. Hallo Franz, sehr schöner Brief! So etwas habe ich auch noch nie gesehen. Ich habe aber selbst ein paar ähnliche Postkarten (Bild unten), die über mehrere Station wieder an den Empfänger retour gingen. Das war damals nicht unüblich. Es gab viele Sammlervereine (nicht nur Briefmarkensammler), die so etwas mit ihren mehreren tausend Mitgliedern auf allen Kontinenten organisieren konnten. Eine Frage: Ich sehe nur eine Portomarke von Ungarn. Wo sind die anderen Portomarken? Beste Grüße! Lars
hajo22 Am: 10.10.2020 09:03:11 Gelesen: 4861 # 4
@ Lars Boettger [#3] Gemeint sind wohl die "Nachsendemarken" von Dänemark und Frankreich. hajo22
Franz88 Am: 10.10.2020 10:06:08 Gelesen: 4846 # 5
@ Lars Boettger [#3] Hallo Lars, vielen Dank. Du hast recht, ich habe mich geirrt (die dänischen und französischen Marken sind Freimarken). Liebe Grüße Franz
Lars Boettger Am: 10.10.2020 10:16:14 Gelesen: 4844 # 6
@ Franz88 [#5] und @ hajo22 [#4]: Vielen Dank für Eure Erklärungen! Das macht Sinn. Ich weiss, dass ich als Erbsenzähler rüberkomme... Anbei noch eine Postkarte mit (unter anderem) einer Frankatur aus Luxemburg, die ebenfalls mit Briefmarken mehrere Nationen versehen ist. Ich hatte sie ursprünglich mal für meine Retour- und Weiterleitungspost mit Bezug zu Luxemburg gekauft. Beste Grüße! Lars
Franz88 Am: 10.10.2020 14:33:06 Gelesen: 4814 # 7
@ Lars Boettger [#6] Hallo Lars, ich freue mich, wenn meine Fehler korrigiert werden, denn dadurch lerne ich. Liebe Grüße Franz
DERMZ Am: 29.01.2021 09:24:49 Gelesen: 4452 # 8
Guten Morgen, Ein Brief - eine Frage (oder ein paar mehr) Ein nicht unbedingt attraktiver Beleg aus Marburg/Drau nach Zürich, der mich mit mehr Fragen als Antworten zurücklässt. Ich gehe mal davon aus, daß der Brief überfrankiert ist, kenne aber die Tarife nicht bzw. ich habe auch nicht danach gesucht. Genutzt wurden die 1915 verausgabten Marken für die Kriegswitwen und -waisen, diese waren bis Ende September 1916 gültig, zum Versanddatum am 9. Oktober 1916 nicht mehr. Daher wurden sie wohl blau eingerahmt und nicht gestempelt. Der Brief durchlief noch die Zensurstelle in Feldkirch und wurde dann am 21. Oktober 1916 in Zürich zugestellt. Mit stellt sich die Frage, warum die Marken in Zürich abgestempelt wurden und warum der Nachgebührvermerk gestrichen wurde? Kann da jemand Licht in mein Dunkel bringen? Hier noch Abbildungen der benutzten Stempel: Mit besten Grüßen und bestem Dank Olaf
22028 Am: 01.06.2025 08:51:02 Gelesen: 1690 # 9
Ich hoffe dieser Brief passt hier her. Kann mir jemand die Frankatur dieses Briefes erklären? Er wurde am 13 Juni 1938 von Wien nach Bogota Kolumbien versandt und hat neben der Österreich Frankatur auch eine Deutsches Reich Frankatur, dazu einen Tax Vermerk aber ohne Nachportovermerk in blau. Diese Art von Frankatur war nach dem Anschluss erlaubt, aber wie hoch war das damalige Porto nach Kolumbien und wie setzt sich das Porto auf dem Brief zusammen?
Martin de Matin Am: 01.06.2025 11:32:34 Gelesen: 1664 # 10
@ 22028 [#9] Genaues über die Gebühren kann ich nicht sagen. Im Michel Spezial von Österreich steht, das die Marken von Österreich bis zum 31.10.1938 gültig waren; und ab dem 4.4.1938 auch die Marken des Deutschen Reichs gültig waren. Es galt der Tarif des Deutschen Reichspost. Die österreichischen Marken wurden im Verhältnis 1,50 Schilling = 1RM angerechnet. Dies bedeutet, das der Brief mit 15 Pf und 60 Pf (österreichische Marken), zusammen also 75 Pf frankiert war. Es ist auch kein Luftpostaufkleber zu sehen. Gruss Martin
BANANA60 Am: 01.06.2025 13:48:25 Gelesen: 1639 # 11
@ 22028 [#9] Eine spannende Portoperiode: Das Porto sollte sich wie folgt zusammensetzten: 25 RPf für den Auslandsbrief und 2*35 Groschen/5g (= 47 RPf) Flugpostgebühr. Macht 25+47= 72 RPf. Die Gebühr für die Beförderung mittels Rohrpost zum Bahnhof ist mit der Flugpostgebühr abgegolten. Somit wäre die Sendung um 3 RPf überfrankiert. Worauf sich die „T“ Taxierung bezieht kann ich nicht sagen. Liebe Grüße Harald
evwezel Am: 19.04.2026 11:16:41 Gelesen: 659 # 12
Liebe Sammelfreunde, dieser Brief wurde den 7. November 1899 von Wien nach Krems an der Donau verschickt: Anschrift Sr. Hochwo(h)lgeboren Herrn Emil Tennhardt Oberlieutenant des K.u.K. Inft. Rgmnts No. 84, Herzog von Coburg [1] in Krems a/Donau [2] N.O. Frage 1: Könnte jemand bestätigen, ob “N.O.” die Abkürzung für “Nieder-Österreich” ist? Postaufgabestempel WIEN VI/I [3] 56 7.11 99 10-11V Frage 2: Wien VI ist der 6. Wiener Bezirk. Aber was bedeutet hier “/I”? Der Brief wurde mit einer Briefmarke von 15 Kreuzer frankiert. Frage 3: War das Porto 5 Kreuzer für einen “normalen” Brief und 10 Kreuzer fürs Einschreiben? Auf der Rückseite finden wir die Adresse des Absenders und einen Ankunftsstempel: VI/I Gumpendorferstrasse 51 ?.13. Frage 4: Könnte mir jemand sagen, was die Abkürzung zwischen 51 und 13 bedeutet? Ankunftsstempel KREMS A.D. DONAU 7 11 ?? 99 Frage 5: Weiß jemand vielleicht, welche Information hier in der dritten Zeile steht? Die Rückseite des Briefumschlags wurde mit einem Wachs-Siegel versehen. Der Text auf diesem Siegel lautet “Dr. Tennhardt”: Christian August Tennhardt, der Vater von Emil, war als Geburtsarzt tätig (Adressbuch Wien, 1899). Am 29.September 1955 meldete die „Salzburger Nachrichten” folgendes: [1] K.u.K. Infanterie-Regiment „Alfred Herzog zu Sachsen-Coburg und Gotha” Nr, 84. Das historische IR 84 war von 1895 bis 1914 in Krems stationiert und mit über 110.000 gemusterten Mann das größte Regiment der Monarchie. [2] Krems an der Donau. [3] WIEN VI ist der 6. Wiener Bezirk.
BANANA60 Am: 19.04.2026 11:55:05 Gelesen: 646 # 13
@ evwezel [#12] N.O. ist die Abkürzung für Niederösterreich. 6/1 ist die Nummer des Postbezirks. Die Nummer 56 ist Nummer des Aufgabepostamts - Mariahilf. Porto: Brief 5kr + 10 kr Reco-Gebühr. Beim Absender dürfte es: Gunpendorferstrasse 51 - Tür 13 heißen. Die 3. Zeile im Stempel ist die Expositur (Uhrzeit). Kann ich leider nicht entziffern. Liebe Grüße Harald
evwezel Am: 19.04.2026 12:29:44 Gelesen: 637 # 14
@ BANANA60 [#13] Hallo Harald, vielen Dank für Deine Hilfe! An “Tür” hatte ich nicht gedacht. Der Briefschreiber benutzte hier die Abkürzung “Th.” und “Thür” ist natürlich die alte Schreibweise für “Tür”. Einen schönen Sonntag wünscht Dir Emiel