Briefmarken Atteste

Thema:

Deutsches Reich: Dienstbelege - Frei durch Ablösung Reich

HEFO58 Am: 03.01.2009 23:02:39 Gelesen: 95366 # 1
Hallo Ich habe da einen Beleg Deutsches Reich vom 14.11.23 gefunden mit dem Vermerk "Frei durch Ablösung Reich", den ein Vorbesitzer hat prüfen lassen. Er trägt auf der Rückseite den Stempel "Einwandfrei Infla Berlin". Da ich keine Ahnung von derlei Belegen habe, ist meine Frage, was da so besonderes dran ist, dass eine Prüfung gemacht wurde. Gruß Helmut
Stefan Am: 04.01.2009 09:15:34 Gelesen: 95357 # 2
@ HEFO58 Ich tippe einmal darauf, dass es sich bei deinem Beleg um einen Brief von einer Behörde handelt. Normalerweise hätte dieser mit Dienstmarken frankiert werden müssen. Da dem Absender am 14.11.1923 während der Hochinflation keine Marken mehr zur Verfügung standen, wurde darauf verzichtet und mittels Siegelstempel nachgewiesen, um wen es sich bei dem Absender handelt. Die Behörden konnten Dienstbriefmarken immer reichlich bestellen, in der Dienststelle lagern und bei Bedarf verbrauchen. Die Bezahlung dieser Dienstmarken erfolgte erst nach dem Verbrauch (wenn der Nennwert der Marken inflationsbedingt weiter gesunken war). Dadurch vermute ich bei dem Beleg, dass seitens der Absenderbehörde oder des Einlieferungspostamtes das Porto des Briefes zur nachträglichen Verrechnung notiert wurde. Die Reichspost setzte noch den Tagesstempel als Einlieferungsdatum auf den Umschlag. Gruß Pete
reichswolf Am: 08.01.2009 21:55:29 Gelesen: 95152 # 3
@ HEFO58 Hallo Helmut, bei deinem Beleg hat der Absender am Ablöseverfahren teilgenommen, d.h. daß die Reichsbehörde, von der der Brief stammt, Sendungen eben nicht einzeln frankieren mußte, sondern pauschale Beträge für einen festgelegten Zeitraum bezahlte. Dazu wurde zunächst das durchschnittliche Postaufkommen der betreffenden Behörde ermittelt und dann der zu zahlende Betrag festgesetzt. Sendungen dieser Behörden mußten den Stempel Frei durch Ablösung Reich tragen, außerdem zeigen sie oft einen Siegelstempel der Behörde, wie auch dein Brief. Dieses Ablöseverfahren wurde erst am 01.10.1923 wirksam. Mit Markenmangel hat das ganze also nichts zu tun. Die Prüfung wäre wohl nicht nötig gewesen, soweit ich weiß, werden solche Beleg eher nicht gefälscht. Wikipedia weiß auch was dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Gebührenablösung Beste Grüße, Christoph
Stefan Am: 08.01.2009 22:30:37 Gelesen: 95146 # 4
@ reichswolf Wurden die Ablöseverträge nicht 1920 abgeschafft und aus dem Grund zum 01.04.1920 die Dienstmarken des Deutschen Reiches eingeführt? Zuerst betraf es Preußen (siehe Ablösungsziffer Nr. 21 auf D1-7 und separat die anderen Ablöseverträge mit den Dienstmarken D23-27 und D29-30). Wenn ich mich recht entsinne, war der Grund für die Einführung der Marken, dass der Reichspost seinerzeit durch die Ablöseverträge zu viel Geld entging, sprich die entsprechenden Behörden lediglich eine vorab festgelegte Pauschale an Porto zahlen brauchten. Gruß Pete
reichswolf Am: 08.01.2009 23:08:52 Gelesen: 95142 # 5
@ Pete Alles richtig, aber nur die halbe Wahrheit. Auch im Michel steht eine kurze Notiz, die auf den Neustart des Ablöseverfahrens für Reichsbehöreden am 01.10.1923 hinweist (unter Dienstmarken, vor MiNr. 16). Damit es nicht zu textlastig wird, zeige ich noch drei weitere Beispiele, natürlich aus Aachen. Der beim ersten Beleg durch den Siegelstempel ausgewiesene Absender ist die Deutsche Reichsbahn + Güterabfertigung Aachen +. Dazu kommen der obligatorische Stempel Frei durch Ablösung Reich sowie der Tagesstempel der Reichspost AACHEN 5 f vom 20.06.1939. Der zweite Beleg ist vom Finanzamt Aachen-Stadt. Bei ihm wurden Siegel und Ablösevermerk nicht mittels Stempel aufgebracht, sondern auf den Umschlag gedruckt. Diese Variante ist auch sehr häufig zu finden. Der Tagesstempel lautet hier AACHEN 1 a und ist vom 20.05.1936. Zu guter letzt noch eine spätere Variante eines Finanzamt-Belegs mit anderem Siegel. Der Tagestempel vom 27.01.1942 lautet AACHEN 1 b. Beste Grüße, Christoph
HEFO58 Am: 09.01.2009 19:47:50 Gelesen: 95112 # 6
@ Pete @ reichswolf Danke für Eure Ausführungen und schon wieder ein Stück schlauer. Gruß Helmut
duphil Am: 28.06.2009 18:49:56 Gelesen: 94785 # 7
Hallo zusammen! Heute morgen habe ich ein Bündel Briefe erworben, in dem sich dieser Dienstbrief befand. Leider habe ich vor Ort keinerlei Literatur. Vielleicht kann mir jemand aus der "Corona" weiterhelfen. Interessieren würde mich auch der Wert des Belegs. Die Briefhülle ist leer, in der Mitte senkrecht geknickt und auf der Rückseite hat jemand versucht, mit einem Klebestreifen einen Riss zu flicken. Leider ist der Kleber vorne durchgeschlagen. Mit freundlichen Gruß Peter
Postgeschichte Am: 28.06.2009 20:19:35 Gelesen: 94769 # 8
@ duphil [#82] Hallo Peter, "Frei laut Avers" ist die Kennzeichnung von Belegen, die auf Grund von Portoablösungsverträgen von Landesregierungen oder einzelner Dienststellen damit portofrei versandt werden konnten (ab 1870). Die zugelassenen Dienststellen erhielten fortlaufende Nummern. Dabei erhielt das Fürstentum Schaumburg-Lippe ab 1.7.1871 die Nr. 8. Andere Dienststellen, Landesregierungen, Freie Städte usw. durften keine Avers- und Ablösevermerke anbringen, sondern konnten den Stempel "Portopflichtige Dienstsache" verwenden. Im Michel Briefe-Katalog Deutschland 2008/2009 sind die bisher bekannten Avers-Zettel, die von 1870 bis 31. März 1920 verwendet werden konnten, mit Informationen auch zu anderen Zetteln auf Seite 303 aufgeführt. Preise werden nur für ebenfalls portofrei beförderte Fürstenbriefe mit 25 bis 50 Euro angegeben. Gruß Manfred
duphil Am: 28.06.2009 21:02:22 Gelesen: 94761 # 9
@ Postgeschichte [#83] Hallo Manfred! Vielen Dank für die Informationen. Da kann ich zu Hause erst mal weiter nachlesen. Mit freundlichen Gruß Peter PS. Beim nächsten Besuch bei Verwandten nehme ich einen Rucksack Kataloge mit statt Zeitschriften und Romane. "grins"
Pommes Am: 28.06.2009 21:15:28 Gelesen: 94758 # 10
Hier eine Steuererhebung per Nachnahme durch das Finanzamt mit dem zum Thema gehörenden Ablösevermerk rechts oben unter dem Tagesstempel vom 18.9.41 über 2,76 Reichsmark (inkl. Mahn- und Zahlkartengebühr). Grüße THOMAS
BD Am: 28.06.2009 21:29:37 Gelesen: 94749 # 11
@ duphil [#82] Hallo, dieser Averszettel des Vertrages Nr. 8 war von 1871 bis ca. 1885 im Gebrauch (ab 1885 stand unten Landesregierung) wird im Handbuch der Postgebührenablösung mit 30 Euro bewertet, was der Bewertung der meisten Zettel entspricht. Mit besten Grüßen BD
sabine179 Am: 22.07.2012 14:45:11 Gelesen: 31281 # 12
Hallo zusammen! Mein Freund und ich haben durch die Haushaltsauflösung seiner Großeltern eine Sammelmappe mit den verschiedensten Briefmarken bekommen. Nachdem ich jetzt stundenlang im Internet recherchiert habe, scheint es so, als wären tatsächlich ein paar Marken dabei, die einen gewissen Sammlerwert haben. Zu der im Titel genannten Marke habe ich allerdings bisher nur widersprüchliche Angaben gefunden. Da ich mich mit dem Thema auch überhaupt nicht auskenne, hoffe ich hier auf fachkundige Hilfe. Es geht um eine Briefmarke mit der Aufschrift: "Frei durch Ablösung Nr. 16". Am unteren Rand steht "Deutsches Reich" und der Betrag ist 20 Pfennig. Die Marke ist blau und hat keinen Poststempel. Wie ich bisher herausgefunden habe, soll "unsere" Marke die Michel-Nr. 13 haben, wenn ich dies jedoch genau so bei Google eingebe, kommen immer nur andere Marken heraus. Nun habe ich in einer Online-Auktion eine ähnliche Marke gefunden, allerdings mit dem Wert 2 Pfennig, die dort bei ca. 300 Euro lag. Während meiner Recherche habe ich irgendwo gelesen, dass die Marke mit 20 Pfennig ebenfalls in diesem Bereich liegen soll, doch auf einer anderen Seite hieß es, dass der Wert nur bei ca. 5 Euro liegt. Was ist denn nun richtig? Und wo könnten wir diese Marke am besten verkaufen, falls es sich überhaupt lohnt? Vielen lieben Dank schon mal im Voraus! Gruß Sabine
westfale1953 Am: 22.07.2012 16:04:12 Gelesen: 31264 # 13
Hallo Sabine, willkommen im Forum! Nach deinen Angaben handelt es sich um die Dienstmarke Mi.-Nr. 13, der Katalogwert lt. meinem alten Michel-Spezial aus 2005 beträgt 13,-- € für eine postfrische Marke (mit vollem Original-Gummi). Es ist richtig, dass die 2 Pfg.- Marke aus diesem Satz erheblich teurer ist (750,-- €). Für deine 20-Pfg-Marke würde ich als Handelswert ca. 2 - 3 € ansetzen, wenn der Zustand einwandfrei ist. Viele Grüße Bernhard
sabine179 Am: 22.07.2012 16:42:23 Gelesen: 31254 # 14
Hallo Bernhard,

vielen Dank für deine hilfreiche Auskunft!

Gruß
Sabine
erron Am: 22.07.2012 19:39:15 Gelesen: 31220 # 15
@ sabine179 [#87]

Und hier ist deine Marke zu sehen.

http://www.philadb.com/?site=list&catid=1&catuid=479&id=907

mfg

erron
Sachsendreier53 Am: 25.10.2012 11:21:10 Gelesen: 86909 # 16
Frei durch Ablösung Reich. Dieser Gerichtsbrief aus Wurzen (i.Sachsen), versehen mit dem Tagesstempel 31.5.37, wurde nach Frankfurt/Oder versandt. Neben den klaren Briefstempel des Amtsgericht Wurzen, trägt das Kuvert den roten Ovalstempel ZU (Zustellungsurkunde). Leider ist der Brief ohne Inhalt. mit Sammlergruß, Claus
JohannesM Am: 26.10.2012 19:34:57 Gelesen: 86851 # 17
Ob das rechtens war, dass auch Einschreiben kostenlos versandt wurden? Brief vom Versorgungsamt Halberstadt wohl von 1925. Leider hatte der Postler ein Alkoholproblem. Gruß Eckhard
zockerpeppi Am: 31.10.2012 19:59:56 Gelesen: 86756 # 18
Zur Abwechslung ein Beleg aus Luxemburg: Reichsfinanzverwaltung - Devisenstelle Luxemburg. Da es sich um einen Fensterumschlag handelt, ist nicht ersichtlich an wenn der Brief adressiert war.
heku49 Am: 31.10.2012 21:25:26 Gelesen: 86738 # 19
Dann zeige ich auch einen der innerhalb von Luxemburg gelaufen ist. Frei durch Ablösung mit Handstempel aufgedruckt. Gruß Helmut
heku49 Am: 31.10.2012 21:30:08 Gelesen: 86735 # 20
Hier noch ein zweiter mit rotem Handstempel auch innerhalb von Luxemburg gelaufen. Gruß Helmut
Cantus Am: 01.11.2012 02:30:41 Gelesen: 86715 # 21
Von mir ein Briefumschlag des Amtsgerichtes in Gransee, gelaufen am 14.12.1944 an eine Adresse in Sellnow, Kreis Arnswalde, wegen Unzustellbarkeit am 22.12.1944 zurückgesandt. Viele Grüße Ingo
Richard Am: 01.11.2012 08:25:49 Gelesen: 86710 # 22
@ JohannesM [#103] Leider hatte der Postler ein Alkoholproblem. Hallo Eckhard, wie muss ich das verstehen ? Schöne Grüsse, Richard
zockerpeppi Am: 01.11.2012 16:27:20 Gelesen: 86677 # 23
@ heku49 [#20] Danke, Helmut fürs zeigen. Bis Dato kannte ich den Kommissar noch nicht. Dank Google weiß ich jetzt, was der so 'getrieben' hat. Eine komische Bezeichnung. bis bald
Stephan Sanetra Am: 01.11.2012 19:56:22 Gelesen: 86656 # 24
@ Richard [#22] Hallo Richard, vielleicht ist der "verwaschene" ("zittrige") Stempelabdruck gemeint? Einen schönen Abend wünscht Roedsand
Cantus Am: 17.11.2012 16:38:08 Gelesen: 86433 # 25
Von mir eine Nachnahmekarte des Finanzamtes Bad Freienwalde (Oder), gelaufen am 25.7.1938 von Bad Freienwalde nach Wuschewier, Post Wriezen Land. Viele Grüße Ingo
KarlS Am: 21.11.2013 16:25:52 Gelesen: 83931 # 26
Hallo an alle, hier zum Thema "Frei durch Ablösung Reich" ein Beispiel aus einer Wühlkiste. So recht kann ich mir die 3 Pfennige nicht erklären. Sieht aus wie Nachporto. Irgendwer hat dann gemerkt, dass das nicht richtig ist, oben per Hand Porto -Frei hingeschrieben und dies dann der Abrechnungsliste zum Verrechnen/Rückgabe der 3 Pfennig beigefügt? Oder? Ich kann mir auch vorstellen, dass zu Beginn der Rentenmark-Zeit noch keine Nachportomarken vorhanden waren. Postämter hatten für normale Frankaturmarken ja auch manchmal die Genehmigung, Marken selbst zu fertigen. Vielleicht liest das noch jemand und kann mir antworten? Gruss Karl
Cantus Am: 22.11.2013 00:20:25 Gelesen: 83861 # 27
Hallo Karl, ich bin gewiss kein Fachmann für dieses Thema. Beim Betrachten deines Beleges fällt mir auf, dass das vermutlich ein Ausschnitt aus einem vorgedruckten Streifband ist. Der Adressat wurde per Klebezettel nachträglich auf dem Streifband angebracht, irgendwann später dann die "3 Pfennig" übergehend von Klebezettel auf Streifband aufgedruckt. Der Poststempel schließlich wurde über diesem 3-Pfennig-Aufdruck aufgebracht. Daraus schließe ich, dass deine erste Vermutung richtig ist, also nur versehentlich der 3-Pfennig-Aufdruck angebracht wurde, den dann eine aufmerksame Fachkraft durch den obigen handschriftlichen Eintrag widerrufen hat. Mit Nachportomarken oder Ähnlichem hat das nichts zu tun, denn der Reichszentrale für Heimatdienst, ähnlich der heutigen Bundeszentrale für politische Bildung, stand der Postverkehr mit "Frei durch Ablösung Reich" zu. Weiteres findest du u.a. hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Reichszentrale_f%C3%BCr_Heimatdienst Viele Grüße Ingo
Cantus Am: 20.01.2014 01:16:18 Gelesen: 83540 # 28
Von mir eine Karte des königlichen Hochbauamtes in Bromberg, gelaufen am 6.9.1913 an die Firma Sachse & Co. in Halle. Viele Grüße Ingo
roman Am: 27.05.2014 10:06:26 Gelesen: 82855 # 29
Frei durch Ablösung Reich Stempel - Vorgänger der Zähldienstmarke ? Hallo, habe einen Beleg aus Beutelsbach, Württenberg. Bezirks-Notariat, also Dienstpost, Datum nicht identifizierbar. Hat nur den Stempel "Frei durch Ablösung Reich". Bin ich richtig in der Annahme, dass dieser Beleg vor 1903 gelaufen ist, oder haben einige Behörden auch danach diesen Stempel benutzt oder liege ich ganz falsch?
inflamicha Am: 27.05.2014 10:50:44 Gelesen: 82839 # 30
@ roman [#29] Das Dienstsiegel ist ohne "K." für Königlich ..., also stammt der Beleg von nach 1918, laut Optik würde ich Mitte der 20er/ Anfang der 30er Jahre sagen. Frei durch Ablösung Reich gab es mindestens bis 1945. Leider ist der Beleg nicht postalisch befördert worden, laut Notiz wahrscheinlich persönlich durch den Notar übergeben. Ist denn innen kein Datum erkenntlich? Gruß Michael
roman Am: 27.05.2014 10:54:56 Gelesen: 82836 # 31
Leider nicht, habe ich aus einer Flohmarktkiste für 50 Cent ergattert. Also wurde er "Frankiert" aber persönlich abgegeben. Oder? Ist so etwas besonders oder Massenware?
wuerttemberger Am: 27.05.2014 15:02:24 Gelesen: 82777 # 32
@ roman [#29] Schau mal in den Umschlag hinein und berichte, was Du siehst. Gruß wuerttemberger
roman Am: 27.05.2014 15:26:06 Gelesen: 82769 # 33
Einfaches Papier, nicht doppelt oder ähnliches. Der Briefumschlag ist zusammengeklebt in der Reihenfolge, links, rechts, unten, wenn man von vorne schaut, ungefähr 1 cm Überlappung. Adresse Herrn Johann Jakob Schneider -alt Löwenwirt, Aichelberg über Esslingen. In lila Stift das Wort Notar, dann den Stempel.
inflamicha Am: 27.05.2014 16:13:18 Gelesen: 82753 # 34
@ roman [#33] Das ist das was vorne drauf steht. Innen steht auch was, wahrscheinlich handelt es sich um einen gewendeten und nochmals verwendeten Umschlag. Die Schrift scheint deutlich durch. Also sei mal so gut. :-) Gruß Michael
rostigeschiene (RIP) Am: 27.05.2014 17:37:23 Gelesen: 82734 # 35
Ursprünglich wurde der Umschlag von der Gewerbebank Schorndorf verwendet. Gruß Werner
roman Am: 27.05.2014 17:44:44 Gelesen: 82728 # 36
Sorry, das war ein anderer Brief, der dort drinnen war beim Scannen. Ich habe ein Haufen alte Dokumente bekommen. Hier der Brief. Ob der original da hinein gehört, weiß ich nicht.
Cantus Am: 15.08.2014 22:55:48 Gelesen: 81954 # 37
Hier eine Postkarte vom Katasteramt in Görlitz, gelaufen am 1.3.1899 an das Postamt in Kunnersdorf. Viele Grüße Ingo
Cantus Am: 17.10.2014 01:21:47 Gelesen: 81464 # 38
Heute eine Karte von der Königlichen Fachschule in Schmalkalden, gelaufen am 15.1.1914 nach Halle an der Saale. Viele Grüße Ingo
Marcel Am: 29.10.2015 16:03:57 Gelesen: 78357 # 39
Hallo! Hier ein Umsatzsteuerbescheid für 1937 vom Finanzamt Jena vom 25.05.1938 nach Laasdorf. schöne Grüße Marcel
volkimal Am: 16.09.2016 16:49:29 Gelesen: 73805 # 40
Hallo zusammen, ein Brief vom Amtsgericht in Dresden mit dem Maschinenserienstempel "Zu Festen u. Feiern Schmuckblatt-Telegramme" aus Dresden. Viele Grüße Volkmar
Fips002 Am: 12.03.2017 21:24:04 Gelesen: 71502 # 41
Einschreibbrief vom Finanzamt Wolfenbüttel 22.1.1927 nach Thiede über ein Einkommensteuerbescheid. Inhalt 3 Seiten über Steuerfestsetzung, Abschlusszahlung, künftige Vorauszahlungen, Folgen verspäteter Zahlung, Erläuterung zur Steuerfestsetzung, Rechtsmittelbelehrung und Zahlungsart. Gruß Dieter
Hatten Am: 16.03.2017 15:55:55 Gelesen: 71415 # 42
Hallo, ein Brief vom Amtsgericht Freiburg nach Adelsheim vom 11.12.1888. Mit gefallen die schönen Stempel und das Anschreiben sehr gut. Viele Grüße Horst
Hatten Am: 16.03.2017 16:05:53 Gelesen: 71410 # 43
@ Hatten [#42] Hallo, im Ankunftsstempel von Adelheim ist der Tag falsch eingestellt. Richtig ist der 12.12.1888. Kopfsteher! Viele Grüße Horst
Stefan Am: 03.10.2017 15:42:50 Gelesen: 67707 # 44
Der nachfolgende Beleg ist etwas arg gerupft. Dennoch sollten die wesentlichen Angaben sichtbar sein: Sendung des Oberkommando des Heeres in Berlin (Tirpitzufer 72-75) nach Frankfurt/Main vom 31.01.1942 Die Sendung wurde als Feldpost deklariert (?) und trägt einen Briefstempel des Absenders. Gruß Pete
Baber Am: 02.08.2019 15:18:45 Gelesen: 56241 # 45
Das letzte Aufgebot. Der Einberufene war schon fast 60 Jahre alt. Gruß Bernd
johanneshoffner Am: 02.08.2019 18:12:25 Gelesen: 56216 # 46
Ich empfehle das Buch von Lothar und Jan Theime Postgebührenablösung Band 171 Neue Schriftenreihe der Poststempelgilde http://www.poststempelgilde.de/shop.html Dort ist dieses Thema excellent bearbeitet. Viele Grüsse, Johannes
Magdeburger Am: 10.08.2019 14:48:47 Gelesen: 56041 # 47
Liebe Sammlefreunde, ich mag Belege mit den Zählmarken recht gern, so wie diesen: Ortsbrief der KÖNIGL.KREIS-BAU-INSPEKTION * MAGDEBURG I gesendet An Den Gemeinde-Kirchenrat zu St. Gertrauden, M(agdeburg)=Buckau (in der) Pfarrstr. vom 05.03.1903. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Cantus Am: 10.08.2019 23:38:48 Gelesen: 56018 # 48
Ich zeige euch einen Brief des Amtsgerichtes Zehdenick, gerichtet an Rechtsanwalt Wienicke, ebenfalls in Zehdenick ansässig, aber mit Poststempel von Templin vom 24.2.1945. Das hatte mich zunächst irritiert, denn beide Orte sind Kleinstädte, aber Templin ist doch um einiges größer als Zehdenick. Außerdem ist Zehdenick der westliche Nachbarort von Templin, dazwischen gibt es nur ein wenig Wald. Ich nehme daher an, dass es entweder kriegsbedingt in Zehdenick kein Postamt mehr gab oder aber dass die Post ganz allgemein nur in Templin gestempelt worden war. Viele Grüße Ingo
10Parale Am: 07.01.2020 17:45:58 Gelesen: 53981 # 49
@ Cantus [#48] Ja mir wäre der Stempel "FREI DURCH A U F L Ö S U N G REICH" lieber gewesen. Aber das passierte ja bekanntlich erst ein paar Jahre später. Nun gut, auch ich habe in einer Wunderkiste diesen Beleg ausfindig machen können vom Amtsgericht Verden (Aller), der am 20.7.38 nach Blumenthal lief. Rückseitig auch so ein roter Drachenstempel wie in [#48]. Man verzeihe mir meinen dunklen Humor. Nur gehört das auch zu unserer Geschichte, aber echte Begeisterung will da nicht aufflammen. Liebe Grüße 10Parale
AFJMW Am: 12.03.2020 18:07:26 Gelesen: 52937 # 50
Dienstpost 1947 "Frei durch Ablösung Reich" Hallo liebes Forum! Ich bin relativ "neu" hier im Forum, habe ca. 50 Jahre nicht richtig gesammelt und fange nun im Rentenalter neu an und sichte alles, was ich habe und das ist nicht ganz wenig. Ich bin begeistert von diesem Forum - die Beiträge fesseln mich und machen Lust auf´s Sammeln und Erforschen. Ich habe folgenden Beleg bei meinen "Schätzen" gefunden und war erstaunt "Frei durch Ablösung Reich" auf diesem Brief aus dem Jahr 1947 zu finden. Vielleicht findet ja jemand kurz Zeit mich mal aufzuklären. Danke und liebe Grüße an Alle. Alfred
AFJMW Am: 12.03.2020 18:11:05 Gelesen: 52933 # 51
Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Ich muß wohl dauerhaft die Brille tragen - der Beleg ist ja von 1924. Verzeihung bitte. Gruß Alfred
Totalo-Flauti Am: 21.06.2020 12:13:40 Gelesen: 51587 # 52
Liebe Sammlerfreunde, das Amtsgericht Neustadt an der Orla (Thüringen) benötigte für ein "gewöhnliches" Schreiben an den Leipziger Privatmann Robert Fath als Nachweis der Zustellung eine Post-Zustellungsurkunde. Die Zustellung erfolgte am 16. Juni 1907 beim erwachsenen Dienstmädchen Anna Kotzschmar. Die Zustellungsurkunde ging postwendend am selben Tag an das Amtsgericht in Neustadt zurück. Die Sendung des Amtsgerichts war frei lt. dem Avers Nr.15. Mit lieben Sammlergrüßen Totalo-Flauti.
schwimmer Am: 08.03.2021 17:47:32 Gelesen: 47926 # 53
Guten Abend, Versorgungsamt Köln an einen Herrn Zimmermann ebenfalls in Köln. Datum 19.2.1929. Auch ein Einschreiben der besonderen Art ? L G Hans
Saxendreier Am: 26.05.2021 22:43:20 Gelesen: 46142 # 54
Frei lt. Avers. No. 21. Ich hoffe die Frage gehört hier her. Ich besitze einen Beleg der 36 cm breit und 12 cm hoch ist (siehe Fotos) Er ist vom Königlichen Preussischen Amtsgericht Heringen a.H. Freigemacht lt. Avers. No. 21. Meine Frage – in der Erläuterung zu dieser Art Portofreiheit steht, dass das durch Zettel / Aufkleber / Stempel / Handschrift erfolgt. Auf meinem Brief ist das Avers. No. 21. Bereits im Kuvert eingedruckt. Ist das eine Besonderheit – sind diese vorgedruckten Kuverts registriert? Danke für Eure Antworten Avers-Nummern ab 1870 Landesregierungen und einzelne Dienststellen schlossen von 1870 bis 31. März 1920 Portoablösungsverträge mit der Reichspost ab, die eine laufende Nummer erhielten, zum Beispiel: ‚Nr. 21‘ = Preußen. Um in den Genuss der Portofreiheit zu gelangen, mussten die Sendungen mit Avers-Zetteln (Aversum = Abfindung, Ablösung) oder gleichartigen Vermerken (durch Stempel oder handschriftlich) versehen werden, dazu kam das Dienstsiegel, das vielfach fortgelassen wurde.
johanneshoffner Am: 26.05.2021 23:29:29 Gelesen: 46128 # 55
Es handelt sich um einen überformatigen Aktenbrief, der aber interessanterweise nicht abgestempelt ist. Im Ablöseverfahren wurde vom Königreich Preussen an die Reichspost eine Ablösesumme (als Pauschalbetrag) für die Postbeförderung bezahlt. Es habe genaue Listen, welche Postleistungen inbegriffen waren z.B. - Beförderung von Briefen, Karten, Drucksachen, Paketen ... - Sonderleistungen wie Einschreiben, Rückscheine, Postzustellungsurkunden ... und welche nicht inbegriffen waren - Eilsendungen - Sendungen ins Ausland - Ortssendungen -- hier gab es Listen welche Orte in die Vereinbarung eingeschlossen bzw. ausgeschlossen waren. -- Faustregel grosse Orte waren inbegriffen, kleine Orte waren nicht inbegriffen, da war es billiger der Bürobote trug den Brief aus Das ist des Rätsels Lösung: Heringen war so klein, dass Ortssendungen nicht unter das Ablöseverfahren fielen und ein Bote den Brief austrug. Der Umschlag wurde also nicht postalisch befördert. Es gab in Preussen ca. 21000 ablöseberechtigte Behörden, Ämter und Gerichte. In den fast 26 Jahren, während derer das Ablöseverfahren gültig war gab es daher eine unüberschaubare Anzahl von Umschlägen, Stempeln..., um auf "Frei laut Avers 21" hinzuweisen. Literatur: Thieme Postgebührenablösung Neue Schriftenreihe Poststempelgilde Band 171
Saxendreier Am: 27.05.2021 09:15:51 Gelesen: 46090 # 56
Vielen Dank für die ausführlichen Erklärungen. Zwei Dinge würden mich zu diesem überdimmensionalen Aktenbrief noch interessieren. Aus welcher Zeit ist der Brief? In Preussen waren ja die "Zettel" ab 1.4.1894 zu verwenden. Und wie ist dieser Brief zu Bewerten? Im Michel werden ja die "Gebührenzettel für Dienstpostsendungen" mit 400,- M€ ausgewiesen. In der Anlage noch das Siegel von der Rückseite vom Brief: Nochmals vielen Dank
johanneshoffner Am: 27.05.2021 09:44:39 Gelesen: 46079 # 57
Im Michel steht überhaupt nichts über Preise für Avers Belege, sondern nur für die Belege mit Gebührenzetteln für Dienstbriefe der Eisenbahngesellschaften, das ist etwas komplett anderes. Es gibt nur wenige spezialisierte Sammler für Aversbelege. Briefe aus Preussen ohne Besonderheiten kosten vielleicht 1 - 5 Euro. Dieser Brief liegt wohl auch so in dieser Spanne. Ich empfehle nochmals dieses Buch: Literatur: Thieme Postgebührenablösung Neue Schriftenreihe Poststempelgilde Band 171
Saxendreier Am: 27.05.2021 13:01:07 Gelesen: 46056 # 58
Ich danke die nochmals für Deine Antwort und die Buch Empfehlung. Habe Dir mal die Seite zu den Avers Zetteln aus meinem Michel kopiert. Da steht das die Landesbehörden z.B. königliche Ministerien, Gerichte etc. Avers Zettel anbringen mussten. Das Wort Eisenbahn ist hier nicht zu lesen. Erst auf den nächsten Seite im Michel werden die Gebührenzettel der Eisenbahngesellschaft abgehandelt. Ich werde mir das Heft von Herrn Thieme besorgen.
Saxendreier Am: 27.05.2021 14:50:20 Gelesen: 46034 # 59
Hier die Seite:
Briefuhu Am: 06.06.2021 16:48:24 Gelesen: 45720 # 60
Hier eine für mich interessante Postkarte vom 04.07.1941. Der Landrat des Landkreises Brüx (Der deutsche Landkreis Brüx bestand in der Zeit zwischen 1938 und 1945) schickt eine Postkarte an das katholische Pfarramt in Brüx. Abgestempelt mit "Frei durch Ablösung Reich". Bei der Postkarte handelt es sich um einen Vordruck in dem mitgeteilt wurde, das die Eheleute aus der katholischen Kirche ausgetreten sind und in die Religionsgmeinschaft "Gottgläubigkeit" eingetreten sind. Zu Gottgläubigkeit sagt Wikipedia: Gottgläubig diente zur Bezeichnung einer „Religionszugehörigkeit“ in der Zeit des Nationalsozialismus. Diese war durch Erlass des Reichsinnenministeriums vom 26. November 1936 auf den Melde- und Personalbögen der Einwohnermeldeämter sowie bei Personalpapieren für aus einer Kirche ausgetretene Personen anstelle der Bezeichnungen „Dissident“ und „konfessionslos“ eingeführt worden. Schönen Gruß Sepp
karrottil Am: 07.06.2021 22:36:37 Gelesen: 45700 # 61
Hallo zusammen, von mir ein "Blauer Brief", vom Finanzamt Syke, abgestempelt am 29.8.38 und gelaufen nach Graue (Post Asendorf). Der Brief hat ohne Straßennamen und Haus-Nr. den Adressaten erreicht! Grüße Karsten
Briefuhu Am: 27.08.2021 14:12:20 Gelesen: 44067 # 62
Hier eine Postkarte vom 02.11.1943 vom Amtsgericht Bischofswerda nach Neuschmölln. Frei durch Ablösung. Vorladung zu einer Befragung.



Schönen Gruß
Sepp
volkimal Am: 02.10.2021 14:02:42 Gelesen: 43408 # 63
Hallo zusammen, ein Brief vom 13. März 1873 aus Bosenheim (Post Sprendlingen) nach Dromersheim (Post Gensingen). Frei Lt. Avers No. 5 = Großherzogtum Hessen An Großherzogliche Bürgermeisterei Dromersheim Post Gensingen Frei lt. Avers No. 5 Geamtet(?) El. Schlag Kann jemand von euch sagen, ob "Geamtet" unter dem Avers-Vermerk richtig ist? Bosenheim den 13. März 1873 An Gr. Bürgermeisterei Dromersheim Da eine Verständigung zwischen Gemeinde Drmersheim und Georg Hensel II bezüglich der Abtheilung in der ??? kaute nicht zu Stande zu kommen scheint; so bin ich angewiesen nach Vorschrift des § 39 der Jnstruction vom 30. Juni 1824 (Rgblatt No. 37) zu handeln und ist bereits der Flächeninhalt des Ganzen mit 7144 □ Meter berechnet. Bitte von dieser Notiz auch dem ? Hensel gefällig Kenntnis zu geben. In der 3? Gewonn(?) ersuche ich Sie ergebenst, die Ausstei- ung, sobald es die Witterung erlaubt, entweder nach der neuen Eintheilung oder nach dem seitherigen Besitz ausführen zu lassen. Werden Anstände erhoben; so habe ich mich streng an den $ 38 der genannten Jnstruction zu halten, namentlich sämmtliche Besitzstandsgrenzen mit punktierten Linien (als streitig) zu zeichnen. Eine weitere Verzögerung kann nicht mehr bestehen. Selbstverständlich fallen die Nachtheile den Besitzern zur Last. Den gewünschten Meßbrief für Herrn Heynun(?) in d. Gemk. Grolsheim kann ich nur dann fertigen wenn Sie mir den Grundbuchs- auszug (mit den Resultaten der nun Vermessung versehen) zusenden oder nachdem ich selbst den Auszug aus dem Kataster in Bingen hehalt habe. Schlag An ein paar Stellen bin ich mir nicht sicher. Was meint ihr? Viele Grüße Volkmar
Regis Am: 03.10.2021 18:17:29 Gelesen: 43316 # 64
Der private Missbrauch der Gebührenfreiheit Zum 50. Geburtstag von Hermann Göring hat der erzgebirgische "Heimatdichter" und Reimeschmied Arthur Schramm ein poetisches Werk (zum Glück nie bekannt geworden), diesem zugesandt. Das Dankschreiben wurde als Drucksache Frei durch Ablösung Reich zum Versand gebracht. Also auch Reiche und Mächtige können sparsam sein. Gruß Regis
skribent Am: 03.03.2022 16:03:20 Gelesen: 40565 # 65
Guten Tag, als Absender reichte der Stempel der "HAUPTKASSE DER REICHSBAHNDIREKTION DRESDEN" auf dem neutralen Briefumschlag. Für die Portobefreiung reichte auch ein Einzeiler, so wurde der Brief nach Neukirch/Lausitz auf dem Postamt Dresden-Altstadt am 2.4.28 aufgeliefert. MfG >Franz<
skribent Am: 06.03.2022 18:45:34 Gelesen: 40465 # 66
Guten Abend! Aus einer größeren Anzahl von Belegen aus der Zuordnung "Frei durch Ablösung Reich" habe ich den ältesten herausgesucht. Und bemerkenswert an diesem Beleg ist, dass die Verrechnungsart noch handschriftlich auf der Vorderseite dem Brief zugefügt wurde. Aufgeliefert am 20.3.24 6-7N. im Postamt BERLIN SW 11. Absender war das "BETRIEBSWAGENWERK BERLIN-ANH.BF. - DEUTSCHE REICHSBAHN - DIREKTIONSBEZIRK BERLIN MfG >Franz<
skribent Am: 05.05.2022 19:28:24 Gelesen: 39010 # 67
Guten Abend, hier ein Umschlag der Deutschen Reichsbahn, der der Beförderung als EISENBAHN-DIENST-SACHE mit Zug vorbehalten war. Vorgedruckter Umschlag mit Absenderangaben und dem Vermerk "Frei durch Ablösung Reich" sowie einem Teil der Empfängeradresse. Das Reichsbahn-Emblem und auch der Anschriftenteil wurden unkenntlich gemacht und der Brief ging an das Versicherungsbüro der "Bahn" in München. Wohin sonst bei der spartanischen Anschrift? Warum in München der Rundstempel "Nachträglich entwertet" aufgesetzt wurde, ist mir nicht ganz klar. MfG >Franz<
volkimal Am: 24.06.2022 10:34:24 Gelesen: 37587 # 68
Hallo zusammen, ich überarbeite in meiner Familiensammlung gerade das Kapitel über meine Urgroßeltern. Dabei fiel mir dieser Brief "Frei durch Ablösung Reich" an meine Urgroßmutter vom 5.5.1936 auf: Meine Urgroßmutter war damals 72 Jahre alt und verwitwete Pfarrersfrau. Ich frage mich, worum es in diesem Brief gehen konnte - habe aber keinerlei Vorstellung. Welche Aufgaben hatte die Reichskanzlei, so dass man ihr diesen Brief geschickt hat? Viele Grüße Volkmar
Manne Am: 24.05.2023 10:54:41 Gelesen: 30451 # 69
Hallo, eine Postkarte aus Schwenningen vom 13.10.1938 nach Deißlingen bei Rottweil. Auf der Rückseite der Karte ist ein Vordruck. Hier wird vermerkt, dass diese Berta durch Eheschließung einen Reisepass erworben hat. Der Datumstempel auf der Rückseite zeigt den 17.10.1938. Ist beim Tagesstempel die 8 vielleicht beschädigt, oder nur falsch eingestellt ? Gruß Manne
evwezel Am: 22.10.2023 13:09:13 Gelesen: 26706 # 70
Liebe Sammelfreunde, Ich bin neu zu diesem Thema und gar keine Experte. Der Absender meines Briefes hat „ am Ablöseverfahren teilgenommen, d.h. daß die Reichsbehörde, von der der Brief stammt, Sendungen eben nicht einzeln frankieren mußte, sondern pauschale Beträge für einen festgelegten Zeitraum bezahlte. Dazu wurde zunächst das durchschnittliche Postaufkommen der betreffenden Behörde ermittelt und dann der zu zahlende Betrag festgesetzt. Sendungen dieser Behörden mußten den Stempel Frei durch Ablösung Reich tragen, außerdem zeigen sie oft einen Siegelstempel der Behörde” (siehe Beitrag #3). In meinem Fall ist die Behörde natürlich das “Finanzamt Villach”. Der Brief wurde am 17. Oktober 1948 verschickt von Villach (Österreich) nach Klagenfurt. Österreich war nach dem Zweiten Weltkrieg von 1945 bis 1955 von Streitkräften der Alliierten besetzt. Im Westen Österreichs waren französische Truppen, im Süden britische Soldaten stationiert. Als am 08. Mai 1945 britische Panzerspitzen in Villach einfuhren, wurden sie mit Erleichterung empfangen, da die Bevölkerung, durch die Schrecken der Kriegsjahre erschöpft und zermürbt war. Die britische Besatzung und die Stadtvertreter standen vor der schweren Aufgabe, die Bevölkerung mit Lebensmitteln und der notwendigsten Infrastruktur zu versorgen. [1] Mein Brief ist von einer britischen Prüfungsstelle geprüft worden (* BRITISCHE PRÜFUNGSSTELLE * ÖSTERREICH). Insofern ist alles deutlich. Es befremdet mich aber, dass dieses Briefpapier drei Jahre nach dem Untergang des Dritten Reiches noch immer benutzt worden ist. Gab es zu dieser Zeit vielleicht ein Papiermangel? Und hat jemand vielleicht eine Liste der Prüfungsstellen? Mit herzlichem Sammlergruß, Emiel [1] Siehe https://www.erinnern.at/bundeslaender/kaernten/termine/stadtfuehrung-in-villach-zwischen-krieg-und-frieden-1
inflamicha Am: 22.10.2023 15:01:35 Gelesen: 26681 # 71
@ evwezel [#70] Hallo Emiel, Dein Brief ist eindeutig von 1945, nicht von 1948 (hat- leider- auch schon jemand oben mit Schreibmaschine nachträglich hinzugefügt). Die alten Umschläge des III. Reiches wurden aus Papiermangel noch lange aufgebraucht, meist dann aber mit unkenntlich gemachten oder ausgeschnittenen Hoheitszeichen. Gruß Michael
evwezel Am: 22.10.2023 15:19:24 Gelesen: 26674 # 72
@ inflamicha [#71]

Hallo Michael,

vielen Dank für Deine Erklärung! Es war mir auch schon aufgefallen, dass jemand den Text oben hinzugefügt hat.

Mit herzlichem Gruß aus den Niederlanden,

Emiel
philast Am: 22.08.2024 16:38:01 Gelesen: 22117 # 73
Hallo, anbei ein Einschreibebrief von Altenburg 19.05.1903 nach Eisenberg freigemacht mit Germania 30Pf oWZ und Rahmenstempel "Frei lt. Avers 25 / Herzogl. Sächs. Ministerium" gestrichen und Vermerk "Frei". Kann jemand diese Konstellation (Frankatur trotz gültigem Aversionalvertrag und Absender) erklären? Meines Wissens nach sind in diesen Aversionalverträgen i.d.R. Briefe/Postkarten/Drucksachen/Einschreiben/Zustellungsurkunden eingeschlossen, Gebühren für Rückscheine oder Eilsendungen meistens nicht und diese Gebühren mussten dann frankiert werden. Auch der Absender (Siegeloblate) deutet auf einen für den Aversionalvertrag zugelassenen Absender und Ort hin. Grüße philast
szabo Am: 22.08.2024 17:47:20 Gelesen: 22100 # 74
@ Postgeschichte [#83] "Portofrei" ist nicht ganz richtig. Es war lediglich keine Frankatur zu verwenden, das Porto wurde jedoch sehr wohl bezahlt, jedoch pauschal gemäß Portoablösungsvertrag. mfG Hans
johanneshoffner Am: 22.08.2024 23:15:58 Gelesen: 22053 # 75
@ philast Dieser Beleg ist wirklich besonders. Die einzelnen Bundesländer konnten für ihre Dienstsendungen pauschal das Porto bei der Reichspost bezahlen. Damit war die Arbeit für die Behörden und die Reichspost viel einfacher. Inbegriffen waren normalerweise: Briefe, Postkarten, Drucksachen, Pakete, Streifbänder, Einschreiben, Rückschein ... nicht aber Eilboten, Bestellgeld ... Solche frankierten Briefe mit "Frei laut Avers" sind recht selten. Dein Brief fällt aber nicht unter die frankierten Belege, die ich oben angeführt habe. Der Stempel "Frei laut Avers" ist durchgestrichten. Das heisst das gilt hier nicht. Beim Brief ging es wohl um eine Angelegenheit im Sinne des Empfängers, daher wurde der Brief normal frankiert und dem Empfänger wurde das Porto irgendwie belastet. Der Absender ist das Schiedsgericht der Arbeitnehmerversicherung. Das würde passen. Das Porto von 30 Pf ist korrekt: 10 Pf Fernbrief und 20 Pf Einschreibegebühr. Dieser Brief würde in meiner Sammlung zu diesem Thema einen Ehrenplatz bekommen. Literatur zu diesem Thema ist spärlich. Empfehlen kann ich Jan Thieme, Lothar Thieme Postgebührenablösung Neue Schriftenreihe der Poststempelgilde Band 171 http://www.poststempelgilde.de/rezension_band_171.html
johanneshoffner Am: 24.08.2024 16:07:38 Gelesen: 21376 # 76
Immer wieder werden interessante Belege mit der Kennzeichnung "Frei laut Avers" bei Philaseiten gezeigt. Ein eigenes Thema dafür fehlt. Diese Belege sind sind selten und oft unscheinbar, es gibt aber auch postgeschichtliche Raritäten und tolle Stücke für Heimatsammler. Literatur zu diesem Thema ist spärlich. Empfehlen kann ich Jan Thieme, Lothar Thieme Postgebührenablösung Neue Schriftenreihe der Poststempelgilde Band 171 http://www.poststempelgilde.de/rezension_band_171.html In Kürze eine postgeschichtliche Einordnung: zum 1.1.1870 wurden in Norddeutschen Bund die meisten Portofreiheiten abgeschafft. Die Behörden der einzelnen Bundesglieder mussten von nun an ihre Dienstpost frankieren. Dazu wurden von der Post des NDP (Norddeutschen Postbezirks) Dienstmarken eingeführt. Es gab aber auch die Möglichkeit für Behörden ihre Post pauschal zu frankieren, dazu mussten sie sogenannte Ablöseverträge mit der Post des NDP und später der Reichspost abschliessen. Damit die Postsendungen dann unfrankiert aufgegeben werden konnten, brauchte es einen Verweis auf diese Verträge. Die Verträge waren von 1 - 34 durchnummeriert; zudem gab es einige weitere Verträge ohne Nummer. In diesen Verträgen wurde festgehalten, welche Sendungen pauschal frankiert waren und welche nicht. Briefe, Postkarten, Drucksachen, Streifbänder, eingeschriebene Sendungen ... waren in der Pauschsumme eingeschlossen. Eilbotengebühr war nicht eingeschlossen. Da die Verträge nicht alle gleich waren, gibt es viele Besonderheiten.
Vertrag Nummer	Vertragspartner der Bundespost (1870 - 1871) bzw. Reichpost (1872 -)	von 	        bis	         Bemerkungen
1	Herzogtum Sachsen-Meiningen	                                                1.1.1870	31.03.1920	
2	Potsdamsches großes Militär-Waisenhaus in Berlin	                        1.1.1870	???	         RR
3	Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin	                                        1.1.1870	31.03.1920	
4	Großherzogtum Meckenburg-Strelitz	                                        1.1.1870	31.03.1920	
5	Großherzogtum Hessen nur südlicher Bereich 	                                1.4.1870	31.12.1875	Hier wurde keine Pauschalsumme bezahlt
	ganzes Gebiet                                          	                        1.10.1902	30.06.1910	
6	Fürstentum Lippe	                                                        1.8.1872	31.03.1920	
7	Herzoglich Lauenburgisches Ministerium in Berlin	                        1.4.1870	30.06.1876	Vertragsnummer wurde wieder frei, RRR
7	Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt	                                        1.7.1878	31.03.1920	
8	Fürstentum Schaumburg-Lippe	                                                1.1.1871	31.03.1911	war für zwei Jahre unterbrochen
		                                                                        1.4.1913	31.03.1920	
9	Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha	                                                1.7.1872	31.03.1920	
10	Fürstentümer Waldeck und Pyrmont 	                                        1.1.1872	31.03.1920	
11	Fürstentum Reuß (Gera)	                                                        1.7.1873	31.03.1920	
12	Herzogtum Anhalt 	                                                        1.1.1874	31.03.1920	
13	Thüringischer Zoll- und Steuerverein Erfurt 	                                1.1.1874	31.03.1920	R
14	Fürstentum Reuß (Greiz)	                                                        1.1.1882	31.03.1920	
15	Großherzogtum Sachsen-Weimar	                                                1.1.1885	31.03.1920	
16	Großherzogtum Baden	                                                        1.6.1885	31.03.1920	
17	Thüringisches Oberlandesgericht Jena (Gericht)	                                1.1.1887	31.03.1920	R
18	Thüringisches Oberlandesgericht Jena (Staatsanwaltschaft) 	                1.1.1887	31.03.1920	R
19	Elsaß-Lothringen 	                                                        1.4.1887	11.11.1918	
20	Universität Jena	                                                        1.7.1887	31.03.1920	R
21	Königreich Preußen	                                                        1.4.1894	31.03.1920	
22	Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen 	                                        1.1.1896	31.03.1920	
23	Fürstentum Birkenfeld	                                                        1.1.1896	31.03.1920	R
24	Stadt Bremen	                                                                1.7.1899	31.03.1920	
25	Herzogtum Sachsen-Altenburg 	                                                1.1.1900	31.03.1920	
26	Herzogtum Braunschweig	                                                        1.9.1901	31.03.1911	
27	Reichsgericht und Reichsanwaltschaft	                                        1.10.1910	30.06.1920	Reichsbehörde, RRR
28	Freie und Hansestadt Lübeck	                                                1.7.1911	31.03.1920	
29	Reichsschuldenverwaltung	                                                11.2.1917	30.06.1920	Reichsbehörde, RR
30	Kontrollstelle für freigegebenes Leder	                                        1.1.1918	31.05.1920	RR
31	Gutacherkommission für Schuhwarenpreise	                                        1.2.1918	31.10.1919	RRR
32	Universität Frankfurt	                                                        1.11.1917	31.03.1920	RR
33	Reichsstelle für Schuhversorgung	                                        27.4.1918	31.05.1920	RRR
34	Verwertungsstelle der Branntweinmonopolverwaltung	                        1.10.1919	30.06.1920	R
und einige weitere Verträge ohne Nummer			R - RRR 
 

Nun ein paar Belege: Ein pauschal frankierter Dienstbrief der Universität Jena. Der Stempel "Frei durch Ablösung" und das Dienstsiegel kennzeichnen diesen Brief als pauschalfrankiert. Das Preussiche Kriegsministerium schloss mit der Reichspost einen besonderen Ablösevertrag für Ortssendungen der Metallenteignungsstellen ab. Diese Karte ist von der Kriegsrohstoffabteilung: sie handelt von einem Widerspruch gegen Enteignung: der Hausbesitzer wollte seinen historischen Türgriff behalten und keine Kanonen daraus herstellen lassen. Der Denkmalschützer sollte nun darüber entscheiden. Dieser Brief aus Metz (Lothringen) nach Stuttgart wurde mit 25 Pfg frankiert, da die Eilbotengebühr -im Gegensatz zur Einschreibegebühr- nicht durch die Ablösungsverfahren abgedeckt waren. Solche Briefe aus dem Reichsland Elsass-Lothringen sind Raritäten ersten Ranges.Das Porto für eine Privatperson hätte betragen 70 Pfg: (25 Pfg Brief > 20 g, 20 Pfg Einschreiben, 25 Pfg Eilbote) In loser Folge werde ich Belege vorstellen und würde mich über eine lebhafte Diskussion freuen. Einen Beleg Avers 7 "Herzoglich Lauenburgisches Ministerium in Berlin" habe ich noch nie gesehen. Vielleicht gibt es ja welche?

bovi11 Am: 24.08.2024 16:43:17 Gelesen: 21355 # 77
Hallo Johannes, Da kann ich auch einige Belege beisteuern: Dienstbriefe des Großherzoglich Sächsischen Amtsgerichts Auma Aversionalvertrag Nr. 13 vom 1. Januar 1885 mit dem Großherzogtum Sachsen - Weimar - Eisenach
bovi11 Am: 24.08.2024 16:49:42 Gelesen: 21350 # 78
25. November 1878 Dienstbrief Aversionalvertrag Nr. 9 vom 1. Juli 1872 mit dem Herzogtum Sachsen - Coburg - Gotha
bovi11 Am: 24.08.2024 16:55:57 Gelesen: 21346 # 79
25. März 1901 - Dienstbrief des Amtsgerichts Bremen Rückseite: Dienstsiegel des Grundbuchamtes Aversionalvertrag Nr. 24 vom 1. Juli 1899 mit der Freien Hansestadt Bremen
bovi11 Am: 24.08.2024 17:01:41 Gelesen: 21339 # 80
30. August 1909 - Dienstbrief des Amtsgerichts Rudolstadt Aversionalvertrag Nr. 7 vom 1. Juni 1878 mit dem Fürstentum Schwarzburg Rudolstadt
bovi11 Am: 24.08.2024 17:08:19 Gelesen: 21336 # 81
26.9.1917 - Dienstbrief des Großherzoglich Badischen Notars Aversionalvertrag Nr. 16 vom 1. Juni 1885 mit dem Großherzogtum Baden Interessant die Nachfrankatur in Österreich
bovi11 Am: 24.08.2024 17:14:29 Gelesen: 21332 # 82
28. Dezember 1899 - Dienstbrief des Fürstlich Schaumburg - Lippischen Ministeriums mit Aversionszettel und Dienstsiegel Rückseite: Kastenstempel Hagenburg in Schaumburg - Lippe 29 99 7-8 V Aversionalvertrag Nr. 8 vom 1. Juni 1871 mit dem Fürstentum Schaumburg - Lippe
bovi11 Am: 24.08.2024 17:18:19 Gelesen: 21329 # 83
19. März 1872 - Dienstbrief aus Darmstadt Aversionalvertrag Nr. 5 vom 1. April 1870 mit dem Großherzogtum Hessen
bovi11 Am: 24.08.2024 17:24:43 Gelesen: 21322 # 84
24. April 1908 - Reichsdienstsache des deutschen Konsulats in St. Paul, Minnesota Aufgabestempel Berlin C 2 Rückseite: Ankunftsstempel Trier 1 g 25.4.08 11-12 V und Siegelmarke des Konsulats
philast Am: 24.08.2024 18:28:05 Gelesen: 21295 # 85
Hallo johanneshoffner, https://www.philaseiten.de/beitrag/348250 danke für die Ausführungen. Bzgl. frankierten Aversbelegen müsste der folgende Beleg passen aus Bad Gandersheim vom 3.8.1903 11-12V nach Greene 3.8.1903 4-5N mit Aversstempel "Frei durch Avers 26 / Herzgl. Kreiskasse". Bei diesem Wertbrief über 170 Mk ist nur die Versicherungsgebühr in Höhe von 5 Pf freigemacht. Grüße philast
johanneshoffner Am: 24.08.2024 18:41:52 Gelesen: 21290 # 86
@ philast Könnte es auch sein, dass das Bestellgeld frankiert ist? Es steht ja in der Mitte "Bestellgeld frei", also der Empfänger musste es nicht bezahlen. Ich kenne einige Paketkarten, bei der das Bestellgeld frankiert wurde, genau wie die Eilbotenfrankatur. Auf jeden Fall ist das ein "Hammer-Beleg"
Hansi Am: 24.08.2024 20:24:21 Gelesen: 21260 # 87
@ johanneshoffner [#86] es handelt sich bei den frankierten 5 Pfennig um die Gebühr des Bestellgeldes. Die Versicherungsgebühr betrug zwar je 300 Mark 5 Pfennig, jedoch gab es eine Mindestgebühr, die betrug 10 Pfennig! Toller Beleg Grüße
philast Am: 24.08.2024 20:40:24 Gelesen: 21241 # 88
@ johanneshoffner [#86] @ Hansi [#87] Hallo, danke für die Richtigstellung. Grüße philast
spain01 Am: 25.08.2024 01:00:54 Gelesen: 21200 # 89
Ist zwar überhaupt nicht mein Sammelgebiet, aber die gezeigten Belege sind erster Klasse !!!
johanneshoffner Am: 25.08.2024 16:47:36 Gelesen: 21111 # 90
Hier noch ein Beleg vom letzten Tag, an dem die Pauschalbezahlung von Dienstbriefen der Länderbehörden möglich war, dem 31.3.1920. Dieser Beleg ist vom 31.3.1920 aus dem Fürstentum Schwarzburg-Sonderhausen. Dieses Fürstentum war das kleinste Bundesglied, entsprechend selten sind Belege. Ab dem 1.4.1920 war für Dienstsendungen die Freimachung mit Dienstmarken vorgeschrieben. Ursprünglich wollte die Reichspost für jeden Vertrag eigene Dienstmarken herausgeben, mit kleinen Nummern in den Ecken. Aber es gab eine Serie für Preussen mit der Nr 21, eine Serie ohne Nummern für alle anderen Länder, die Dienstmarken Bayern und Württemberg. Ab dem 1.7.1920 waren ausser den Württemberger Dienstmarken die Dienstmarken im ganzen Reich gültig. Hier ein Ersttagsbrief der Dienstmarke zu 15 Pfg mit der kleinen Zahl 21 in den oberen Ecken. Diese Marken waren für Preussen bestimmt. Aus der Beschreibung in der Sammlung: Dienstbrief vom 1.4.1920 vom Amtsgericht Charlottenburg an eine Firma, die sich in Liquidation befand. Der Brief ist mit 15 Pf korrekt für den Ortsverkehr frei gemacht. Der Stempel "Frei latu Avers" war nicht mehr nötig.
Dieter 66 Am: 14.09.2024 22:38:43 Gelesen: 21609 # 91
Hallo, Ist nicht mein Gebiet, habe den bei mir unter Sonstiges liegen. Wollte den Beleg unter das Thema „Frei laut Avers“ posten, allerdings wird dieser derzeit von Richard bearbeitet und ist für Beiträge gesperrt. „Seelow 22.6.1900“ vom Kgl. Pr. Amtsgericht. Empfänger ……..Wiesemann in Alt Langsow. Rückseitig, Ankunftstempel „Werbig 22.6.1900“ Stempel: „Frei laut Avers No. 21 Kgl. Pr. Amtsgericht“ Vertrag v. 1.4.1894 Königreich Preußen Etwas eigenartig ist der Postweg. Habe mal eine Karte mit angefügt. Der Postweg ist nach Werbig viel länger als nach Alt Langsow. Evtl. hat einer eine Idee. Schönen Gruß Dieter.
chris63 Am: 14.09.2024 23:50:50 Gelesen: 21595 # 92
@ Dieter 66 [#91] Hallo Dieter, Seelow hat einen Ortsteil Werbig, von diesem OT ist der Stempel. grüsse Christof
Dieter 66 Am: 15.09.2024 12:56:44 Gelesen: 21538 # 93
@ chris63 [#92] Hallo Chris, danke, habe ich jetzt tatsächlich auch gefunden. 2003 eingemeindet. Dann ist das auch stimmig. Schönen Gruß Dieter.
Dulfen1 Am: 28.09.2024 21:46:10 Gelesen: 21284 # 94
Zähldienstmarke Nr. 1,2,3, je 2-fach auf großem Brief von Goslar nach Wolfshagen (Harz) vom 21.10.1903 Gruß Ulf [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Deutsches Reich Dienstmarkenbelege"]
skribent Am: 29.09.2024 10:39:55 Gelesen: 21241 # 95
Guten Tag, aus meiner Heimatsammlung "Wennigsen" ein DIN-A5-Briefumschlag vom Amtsgericht Wennigsen. Der Umschlag war leer, also habe ich keine Ahnung vom Grund dieses Briefes. Interessant für mich war, dass der Umschlag vom Beamten des Wennigser Postamts mit einem Sonderstempel versehen worden war. MfG! >Franz<
philast Am: 01.11.2024 13:21:11 Gelesen: 20837 # 96
Hallo, anbei ein paar Reichsdienstsachen und Heeressachen aus dem Zeitraum 01.04.1920 bis 01.07.1920, verbunden mit der Frage wann bei diesen Stücken eine Frankatur mit Dienstmarken/Freimarken erfolgen musste und wann nicht. Aufhänger dieses Beitrags ist der Vermerk in den Briefmarkenkatalogen, dass ab 1.4.1920 die Ablösungsverträge endeten und die Landesbehörden Dienstmarken zu verwenden hatten und die Reichsbehörden die Dienstmarken ab dem 1.7.1920. Hier zunächst ein paar frankierte Briefe mit Zustellungsurkunde 1. Halle a.S 24.06.1920 --> Dresden --> Bautzen, freigemacht mit 50 Pf Germania, Sollfrankierung 1,30 Mk (1.Gew.stufe) oder 1,50 Mk (2.Gew.stufe), die fehlende Freimachung erfolgte wahrscheinlich auf dem Urkundenblatt. 2. Berlin C2 17.06.1920 --> Berlin N20, freigemacht mit 3*50 Pf Germania also der Sollfrankierung von 1,50 Mk (2.Gew.stufe). Beide Sendungen sind als Reichsdienstsache ausgewiesen,beide vom Finanzamt (Staatssteueramt) und frankiert, obwohl doch eigentlich dies nicht nötig war. Hier ein paar Reichsdienstsachen ohne Frankatur (so würde ich alle mit dem Vermerk Reichsdienstsache erwarten in diesem Zeitraum): 3. Reichsdienstsache der Regierung Düsseldorf 24.6.1920 4. Reichsdienstsache des Reichsfinanzministerium Berlin 30.06.1920 5. Reichsdienstsache vom Hauptsteueramt Säckingen (Grunderwerbsteuer) 03.04.1920 mit Zustellungsurkunde 6. Reichsdienstsache von Charlottenburg vom 15.04.1920 Die gleiche Frage stellt sich mir auch bei Heeressachen 7. Frankierte Heeressache von Hildesheim nach Braunschreig 12.04.1920 freigemacht mit 5 und 10 Pf Dienst 8. unfrankierte Heeressache von Freiburg 01.06.1920 nach Äule am Schluchsee Zum Abschluss noch zwei frankierte Reichsdienstsachen Belege aus Bayern, hier war die Verwendung von Dienstmarken wohl auch für Reichsdienstsachen üblich (?), obwohl die bayerische Postverwaltung an die Reichspostverwaltung am 1.4.1920 übergegangen ist und daher eigentlich auch die Regeln hinsichtlich Reichsdienssachen entsprechend den Regelungen der Reichspostverwaltung umzusetzen waren. Oder liege ich da falsch? 9. Von München 29.06.1920 nach Coburg (ab 01.07.1920 zu Bayern gehörig, davor Sachsen-Coburg) frankiert mit Abschiedsausgabe 40 Pf mit Aufdruck Deutsches Reich. 10. Von Passau nach Grafenwöhr 01.07.1920 mit (ungültiger) 40 Pf Dienst Bayernabschied. Bei diesem Beleg bin ich hinsichtlich der Handschrift (ev. die Schrift von "Landgraf") etwas skeptisch, der könnte "gemacht sein". Wer kann die unterschiedlichen Handhabungen bzgl. Frankatur ja/nein in diesem Zeitraum 01.4.1920-30.06.1920 erklären? Das Buch "Jan Thieme, Lothar Thieme Postgebührenablösung Neue Schriftenreihe der Poststempelgilde Band 171" gibt zu dieser Fragestellung keine ausreichenden Antworten. http://www.poststempelgilde.de/rezension_band_171.html Grüße philast
chris63 Am: 01.11.2024 14:49:24 Gelesen: 20824 # 97
@ philast [#96] Hallo Philast, die Einführung der Dienstmarken galt ab 1.4.1920 zuerst nur für die Landesbehörden, die Reichsbehörden mussten erst ab dem 1.7.1920 Dienstmarken verwenden. grüsse Christof
chris63 Am: 01.11.2024 15:17:42 Gelesen: 20817 # 98
@ volkimal [#63] Hallo Volkmar, falls die Frage nach 3 Jahren noch offen sein sollte, meine Einschätzung. Frei lt. Avers No. 5 Geomt. i.A. Schlag (Geometer im Auftrag Schlag) Da eine Verständigung zwischen Gemeinde Dromersheim und Georg Hensel II bezüglich der Abtheilung in der Lehm kaute nicht zu Stande zu kommen scheint; so bin ich Lehm steht da zwar nicht, aber Lehmkaute ist der einzige passende Flurname in der Gemarkung Dromersheim. In der 3/4 Gewann ersuche ich Sie ergebenst, die Ausstei- den Flurnamen 3/4 Gewann gibt es in Dromersheim, sind 3/4 morgen grüsse Christof
johanneshoffner Am: 01.11.2024 15:42:43 Gelesen: 20808 # 99
@ philast [#96] Der Beleg vom 30.6.1920 ist ein Letztagsbeleg für pauschalfrankierte Dienstsendungen. Dieser Beleg kann einen besonderen Platz in der Sammlung einnehmen. Zwischen dem 1.7.1920 und Oktober 1923 mussten Reichsdienstsachen frankiert werden.
philast Am: 01.11.2024 16:48:19 Gelesen: 20792 # 100
Hallo, @ johanneshoffner [#99] @ chris63 [#97] Ja, wie in ersten Zeilen meines Beitrag [#96] beschrieben geht es mir um die Beantwortung der Frage, wann / warum als Reichsdienstsachen und Heeressachen bezeichnete Belege aus dem Zeitraum 01.04.1920 bis 30.06.1920, mal mit einer Frankatur mit Dienstmarken/Freimarken zu versehen sind und wann nicht. Und gab es in Bayern eine andere Handhabung von Reichsdienstsachen in diesem Zeitraum als im Reichsgebiet, obwohl Bayern ab dem 1.4.20 zum Reichspostgebiet gehört. Grüße philast
chris63 Am: 01.11.2024 18:10:14 Gelesen: 20773 # 101
@ philast [#100] Sorry, die ersten Zeilen habe ich überlesen oder schlimmer noch am Ende schon wieder vergessen. Die Gliedstaaten des Deutschen Reichs, hier speziell Bayern und Preußen, haben ihre Kompetenzen in einigen Bereichen gar nicht oder schleppend abgegeben. Die Landesbehörden blieben für einige Bereiche alleine zuständig. Erst mit dem Übergang zur Weimarer Republik wurden aus den Reichsbehörden dann Reichsministerien mit einheitlicher Gesetzgebung und Regeln, dies dauerte noch bis mindestens 1923. Der Stempel Reichsdienstsache sagt meiner Meinung nichts darüber aus ob eine Reichs- oder Landesbehörde dahinter steckt. grüsse Christof
philast Am: 02.11.2024 16:47:04 Gelesen: 20597 # 102
Hallo, anbei ein Beleg der Universität Jena mit Inhalt, für den nicht der Aversionalvertrag Nr. 20 in Anspruch genommen wurde. Grüße philast
philast Am: 02.11.2024 17:00:26 Gelesen: 20588 # 103
Hallo, anbei ein Eilboten Beleg mit "Frei durch Ablösung 16" von Karlsruhe 11.7.1919 nach Berlin NW 40 13.7.1919 (Sonntag). Die Eilbotengebühr, hier wurden 25 Pf frankiert, musste mit Freimarken frankiert werden, da Eilbotengebühren nicht im Aversionalvertrag enthalten waren. Interessant ist, dass zum 10.7.1919 die Eilgebühr auf 50 Pf verteuert wurde, die somit fehlenden 25 Pf wurden bei diesem Beleg nicht beanstandet. Grüße philast
Manne Am: 02.11.2024 17:31:47 Gelesen: 20681 # 104
Hallo, aus meiner Schwenninger Sammlung ein Nachnahme-Brief von Schwenningen nach Villingen vom 30.10.1942. Gruß Manne REDAKTIONELLER HINWEIS: Am 06.11.2024 wurden 17 Beiträge, die zwischen dem 24.08. und 02.11.2024 geschrieben wurden, aus dem Thema "Frei laut Avers" in das seit dem 03.01.2009 bestehende Thema "Deutsches Reich: Dienstbelege - Frei durch Ablösung Reich" verschoben. Avers und Ablösung meint das Gleiche (Aversum = Abfindung, Ablösung). Zu Erklärungen siehe auch Beitrag [#76] vom 24.08.2024 von Johannes Hoffner.
Briefuhu Am: 15.12.2024 20:02:10 Gelesen: 19628 # 105
Weiterer Nachnahme Brief vom 14.05.1936 über 3,81 Reichsmark vom Obergerichtsvollzieher beim Amtsgericht Lübbenau nach Grünberg in Schlesien. Schönen Gruß Sepp
Briefuhu Am: 03.01.2025 09:17:23 Gelesen: 19241 # 106
Brief von der Königlich Preussischen Generalkommission Merseburg an den Gemeindevorsteher in Kleinengersen bei Calbe an der Milde vom 02.07.1909. Auf der Rückseite Papiersiegel der Generalkommission. Schönen Gruß Sepp
Briefuhu Am: 25.01.2025 09:50:30 Gelesen: 18902 # 107
Brief vom 21.02.1939 von Fürth nach Behringersdorf.Absender Fliegerhorstkompanie Fürth, Briefstempel und Tagesstempel Fürth (Bay) Fliegerhorst. Schönen Gruß Sepp
Briefuhu Am: 30.05.2025 08:29:30 Gelesen: 14974 # 108
Ortsbrief vom 07.05.1913 vom Amtsgericht Buer mit rotem Stempel Frei lt. Avers, Nr. 21 Kgl. Pr. Amtsgericht. Diesen Stempel in rot hatte ich bis jetzt noch nicht festgestellt. Auf der Rückseite blaues Papiersiegel. Inhalt eine Grundbucheintragung. Schönen Gruß Sepp
Totalo-Flauti Am: 12.10.2025 09:44:07 Gelesen: 11293 # 109
Liebe Sammlerfreunde, ein Brief des Amtsgericht's Schleiz (Reuss jüngere Linie mit Ablösevertrag Nr.11 1873 bis 1920) nach Leipzig-Reudnitz vom 30.09.1908 konnte dort nicht zugestellt werden. Die Adressatin Frau Kosa verehelichte Zweiniger, geborene Zirrgiebel konnte in Leipzig nicht ermittelt werden. Die Nachforschungen der Leipziger Post dauerten 2 Tage (siehe die beiden handschriftlichen Datumsangaben mit entsprechenden Nebenstempel auf der Rückseite). Der Brief ging am 03.10.1908 zurück an's Amtsgericht in Schleiz. Mit lieben Sammlergrüßen Totalo-Flauti.
Reini46 Am: 12.10.2025 12:11:46 Gelesen: 11265 # 110
Hallo, Brief des Reichsarbeitsdienstes f.d. weibl. Jugend Aufbaustab Österreich vom 31.5.38. Für die geforderte Expressbeförderung wurde die benötigte Frankatur von 30 Groschen (der österreichische Tarif war noch gültig) verklebt. Wie damals üblich wurde der Brief per Rohrpost zum Westbahnhof befördert und kam am 1.6.38 in Frankenmarkt an und wurde dort mit dem Eilboten zugestellt. Der Bug des Briefes wurde durch die Rohrpostbeförderung verursacht und ist nicht wertmindernd. Handschriftlich die Vermerke Eilbrief (rot umrandet) und Frei durch Ablösung Reich. Ob es in dieser Art einen weiteren Beleg gibt - ich weiss es nicht. Reini46
zonen-andy Am: 11.12.2025 10:57:11 Gelesen: 9735 # 111
Hallo, ein Brief vom Reichsarbeitsdienst für die weibliche Jugend Lager Gnewin mit Poststellenstempel "Gnewin/a/ über Lauenburg/Pommern" vom 13.12.1938 an den Reichsarbeitsdienst f.d.weibl. Jugend Lager 10/70 in Schneeberg-Neustädte/Erzgebirge. Gnewin: Gniewino (deutsch Gnewin) ist ein Dorf mit Sitz der gleichnamigen Landgemeinde in der polnischen Woiwodschaft Pommern und gehört zum Powiat Wejherowski. Lauenburg: Lębork (deutsch Lauenburg) abgekürzt amtlich Lauenburg i. Pom. ist eine Stadt in der polnischen Woiwodschaft Powiat Lęborski. Gruß Andreas
Briefuhu Am: 26.12.2025 10:44:16 Gelesen: 9248 # 112
Postkarte vom 21.11.1935 vom Amtsgericht Beerfelden an das Hochbauamt Dieburg in Erbach. Schönen Gruß Sepp
Briefuhu Am: 20.07.2026 08:09:35 Gelesen: 1558 # 113
Brief vom 27.07.1908 von der Großherzoglichen Hessischen Bezirkskasse Lampertheim an das Großherzogliche Hochbauamt Bensheim, dort Ankunft am 28.07.1908. Stempel "Frei Lt. Avers No 5 Gr. Bezirkskasse und Dienststempel der Bezirkskasse. Schönen Gruß Sepp
Briefuhu Am: 09.08.2026 10:32:05 Gelesen: 707 # 114
Ortsbrief München vom 12.10.1926 vom Finanzamt München III. Aufdruck Dienstsiegel und Frei durch Ablösung. Gestempelt mit Maschinenstempel "In Briefaufschriften genau angeben Zustellpostamt Straße und Hausnummer oder Brieffach" Schönen Gruß Sepp
Briefuhu Am: 15.08.2026 13:17:37 Gelesen: 408 # 115
Brief vom 15.08.1938 vom I. Luftgau-Nachrichten-Regiment 7 in Augsburg Pfersee an die Staatsanwaltschaft Tübingen. Dienstsiegel Luftnachrichten Ersatz Abteilung II 15. Die Abteilung wurde in der Vorkriegszeit im Rahmen des Aufbaus der Luftwaffe zur Ausbildung von personellem Nachwuchs der Luftnachrichtentruppe aufgestellt. Schönen Gruß Sepp