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Thema:

Absenderfreistempel: Vorführmaschinen und Vorführstempel

Cantus Am: 12.12.2017 03:36:44 Gelesen: 17662 # 1
Ich habe bei mir einen Blankobeleg gefunden, der einen Absenderfreistempel mit der Inschrift "Vorführstempel" trägt. Da mir so eine Stempelart bisher unbekannt war, habe ich dazu mehrere Fragen. Zu welchen Anlässen wurden solche Stempel hergestellt? Gibt oder gab es sie nur im Bereich der AFS oder auch bei anderen Stempelarten? Wem sollten solche Stempel vorgeführt werden? Wer kann weitere Beispiele in der Art zeigen? Viele Grüße Ingo
mausbach1 (RIP) Am: 12.12.2017 08:38:48 Gelesen: 17645 # 2
Hallo Ingo, davon gibt es jede Menge. Auf Messen etc. wurden sie gezeigt und an Sammler abgegeben. Beste Grüße Claus
Baber Am: 12.12.2017 11:06:41 Gelesen: 17618 # 3
Hallo Ingo, Klaus (#2) hat schon ganz treffend geantwortet, dass solche Stempel auf Fachmessen für Stempelgeräte abgegeben wurden. Ich erinnere mich noch an die Zeiten, als die CeBIT Teil der Hannover Messe war und in einer Halle konzentriert war. Wir hatten im Verein ein leider schon verstorbenen Sammler für Postautomation. Da ich jedes Jahr auf der Messe war, hatte ich immer den Auftrag, von allen Herstellern von Stempelgeräten (damals gab es noch viele davon) die neuesten Stempelabdrücke mitzubringen, die auf der Messe den ganzen Tag aus den Maschinen liefen. Behalten habe ich davon keine, da es nicht mein Sammelgebiet war. So kann ich auch keine zeigen. Gruß Bernd
Christoph 1 Am: 12.12.2017 11:56:30 Gelesen: 17607 # 4
@ Cantus [#33] Hallo Ingo, in unserer Stempeldatenbank sind bereits zahlreiche ähnliche AFS aufgenommen. Ein gutes Stichwort ist hier die Abkürzung VFM für Vorführmaschine. Ich habe mal alle 33 Datensätze, die ich zu diesem Thema gefunden habe (aus den 1950er Jahren bis in die ganz aktuelle Zeit hinein), in einem Ergebnislink zusammengefasst: http://www.philastempel.de/stempel/suchen/ablage/970 Viele Grüße Christoph
Journalist Am: 06.04.2020 10:20:01 Gelesen: 16291 # 5
Hallo an alle, beim Sortieren ist mir der folgende VFM unter die Finger gekommen, den ich hier nun als Scan zeigen möchte: Es handelt sich dabei um eine DM 400 - 1000 von Pittney Bowes aus dem Jahr 2007 Viele Grüße Jürgen
Journalist Am: 12.04.2020 22:42:25 Gelesen: 16235 # 6
Hallo an alle, hier ein weiterer Vorführstempel (Adrema Vorführstempel) aus dem Jahr 1971 von der Adrema Pitney-Bowes GMBH: Viele Grüße Jürgen
Stefan Am: 13.04.2020 16:40:41 Gelesen: 16207 # 7
@ Journalist [#38] hier ein weiterer Vorführstempel (Adrema Vorführstempel) aus dem Jahr 1971 von der Adrema Pitney-Bowes GMBH: Ein interessantes Stück, vor allem der Wertrahmen. Leider hat man sich damals bei dem Musterexemplar in der Empfängerandresse vertan, womit bei diesem Beleg Werbung gamcht werden soll. Es heißt (auch heute noch) "Jülicher Str." und nicht "Jüli scher Str.", benannt nach der Stadt "Jülich" [1] (PLZ 52428, ca. 30 km von Aachen entfernt). Gruß Pete [1] https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BClich
DL8AAM Am: 16.08.2020 14:33:59 Gelesen: 15897 # 8
Bei diesem Abschlag bin ich ins Schleudern gekommen. Auch "unser" Dachverband, die Meter Stamp Society, kann bisher nicht weiterhelfen. Vielleicht weiss hier jemand mehr: DK3555503 : EY - Ernst & Young P/S, 5100 Odense (Dänemark) Tagestempel mit dem Einsatz von PITNEY BOWES atatt einer Ortsangabe (auch ohne Postleitzahl). Der Gerätetypen-Präfix DK35 wird in den einschlägigen Katalogen aber für Francotyp-Postalia (unter DB8) gelistet [1]. Auch das Layout ist abweichend. In den bekannten Katalogabbildungen [1] findet bei DK35ern zwischen der Wertangabe und der unteren Begrenzungslinie ein größerer Abstand, der hier aber fehlt - wie bei den bekannten Pitney Bowes-Formen (DB3 bis DB5), wo die Wertzeile mittig zwischen der oberen und unteren Begrenzung angeordnet ist. Die gelisteten Pitney Bowes-Formen tragen alle (noch) einen PB-Präfix. Das heisst, gemäß der Optik entspricht der eher der bisherigen Pitney Bowes-Grundform, wobei die Gerätenummer DK35 für ein Francotyp-Postalia-Gerät spricht. Die neue DK-Kennung (von Danmark) wird zwar inzwischen neben FP auch von Neopost und Frama genutzt (wobei die beiden folgenden Zahlen den Gerätetyp bzw. den Gerätehersteller identifizieren), nur sind bisher noch keine DKs von Pitney Bowes (katalogtechnisch) bekannt. Das Problem ist aber auch, wenn in den jeweiligen Ländern keine "Spezialisten" für AFS das Thema bearbeiten, die ihre Erkenntnisse international kommunizieren, dass eben die entsprechenden internationalen Kataloge nicht aktuell sind. Vielleicht handelt es sich also um ein neues Gerät von Pitney Bowes, das hier als Test- oder auch "Vorführgerät" genutzt wurde (siehe Ortsstempel) und deshalb womöglich noch eine "falsche" bzw. temporäte Kennung verwendet wird (bis eine allgemeine Zulassung erteilt wird). Haben wir hier Mitglieder, die tiefer in der dänischen Freistempelszene stecken? Beste Grüße Thomas [1] https://en.wikibooks.org/wiki/International_Postage_Meter_Stamp_Catalog/Denmark#Sub-group_DB:_frame_line_at_right_and_bottom_with_rounded_corner,_M#_below
bedaposablu Am: 25.08.2020 18:48:27 Gelesen: 15811 # 9
Ist das hier ein Vorführstempel von Francotyp-Postalia? Was bedeutet F191: Vohrführmaschinen-Nummer Ultimail 125: Gerätetyp? Viele Grüße! Klaus-Peter
Stefan Am: 30.08.2020 21:42:19 Gelesen: 15738 # 10
@ bedaposablu [#9] Ultimail 125: Gerätetyp? Ja. Ich würde allerdings nicht zwingend davon ausgehen, dass es sich bei dem Gerät mit der Nummer 3D0900021F um ein Vorführgerät handelt, auszuschließen ist dies allerdings nicht. Gruß Pete
10Parale Am: 13.11.2020 13:47:21 Gelesen: 15438 # 11
@ Cantus [#33] Wer kann weitere Beispiele in der Art zeigen? Hier ein Vorführstempel des Bankhauses M.M.Warburg in Hamburg. Liebe Grüße 10Parale
Ichschonwieder Am: 15.11.2020 18:39:17 Gelesen: 15385 # 12
Ich habe eben diese 3 Stempel in die Datenbank gestellt. VG Klaus Peter
Angelika Am: 21.11.2020 10:37:48 Gelesen: 15296 # 13
@ 10Parale [#11] Bei dieser Art von Belegen mit deutscher Bundespost Berlin handelt es sich um eine Mustermaschine, die in der Firma Francotyp-Postalia steht, um dem Kunden zu zeigen, wie sein Klischee aussehen wird. Wenn der Kunde damit zufrieden ist wird das Klischee ausgeliefert. LG Angelika
Journalist Am: 25.11.2020 16:04:53 Gelesen: 15228 # 14
Hallo an alle, anbei von mir ein dieser Tage beim Sortieren gefundenen weiteren Beleg aus dem Jahr 2007 Es handelt sich hier um eine Neopost IJ 25 mit der Kennung C910570 Viele Grüße Jürgen
T1000er Am: 25.11.2020 23:31:45 Gelesen: 15200 # 15
@ 10Parale [#11] @ Angelika2603 [#13] Hallo, das Thema mit dieser ehemals Berliner Frankiermaschine hatten wir bereits im Thema: Post- und Absenderfreistempel: Maschinentypen [1]. Schöne Grüße, Thomas [1] http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?F=1&ST=1318&CP=0&page=14 - Siehe dazu die Beiträge #200 und folgende.
bedaposablu Am: 30.11.2020 19:41:18 Gelesen: 15119 # 16
@ Journalist [#14] Hier zur Ergänzung von mir: Neopost IJ 65 mit der Kennung C970098 vom 09.06.2008. Habe diesen AFS noch mit Datum 12.06.2008. Viele Grüße aus Magdeburg! Klaus-Peter
bedaposablu Am: 06.12.2020 18:22:58 Gelesen: 15045 # 17
@ Ichschonwieder [#12] Hallo, ergänzend noch ein AFS aus Birkenwerder: Francotyp-Postalia T1000 mit der Kennung F772109 mit Datum 31.05.2011 Einen schönen Abend aus Magdeburg! Klaus-Peter
Ichschonwieder Am: 27.03.2021 10:16:03 Gelesen: 14497 # 18
Vorführmaschine von PitneyBowes - DM400 - 1000 mit Maschinenkennung E721467 VG Klaus Peter
Ichschonwieder Am: 01.04.2021 09:30:08 Gelesen: 14423 # 19
Vorführmaschine von PitneyBowes, Standort Heppenheim, DM400 - 1000 mit Kennung E721718 Vorführmaschine von Francotyp-Postalia Birkenwerder JetMail mit Kennung F 363290 VG Klaus Peter
Ichschonwieder Am: 09.05.2021 14:38:13 Gelesen: 14044 # 20
Vorführmaschinen von Telefrank wurden hier noch nicht vorgestelt. In einem Beitrag ohne Datum habe ichn gelesen, dass über 205.000 Geräte im Einsatz sind. In der Stempeldatenbank habe ich 49 gefunden, werde diese hier anschließend einstellen. 2 Frankiermaschinen am Stammsitz in 63150 Heusenstamm und 1 FM bei einem Kunden zur Erprobung. Wenn er sich für den Kauf entscheidet bekommt er sicher auch sein Werbeklischee. VG Klaus Peter
Stefan Am: 13.05.2021 11:13:31 Gelesen: 13988 # 21
@ Ichschonwieder [#20] 2 Frankiermaschinen am Stammsitz in 63150 Heusenstamm und 1 FM bei einem Kunden zur Erprobung. Wenn er sich für den Kauf entscheidet bekommt er sicher auch sein Werbeklischee. Aufgrund des Stempeldatums (2014) vom dritten Frankiergerät (Köln) gehe ich eher von einem Gerät aus, welches dem eigentlichen Absender leihweise überlassen wurde (da bspw. sich das Frankiergerät vom eigentlichen Absender zur Reparatur befand). Man müsste nun etwas tiefer in den Unterlagen wühlen. Klar ist allerdings, dass derartige Freistempler wie die drei in Beitrag [#20] gezeigten Exemplare seit Einführung der Frankit (April 2004) von den in Deutschland zugelassenen Herstellern nicht mehr als neue Frankiergeräte produziert werden sollten. Stattdessen sollte die Produktion und Vertrieb der Freistempelmodelle im Frankit-Design vorangetrieben werden. Ein Verkauf von Restbeständen sowie gebrauchter Frankiergeräte war nach 2004 wenige Jahre zulässig. Irgendwann (abhängig vom Frankiergerätemodell) durften derartige Geräte bei der Deutschen Post AG nicht mehr umgemeldet werden sondern waren außer Betrieb zu nehmen - im Fall des Modells Telefrank S war eine Ummeldung von Kunde (Absender) A auf Kunde (Absender) B seit spätestens Mai 2011 unzulässig [1]. Seit dem 01.07.2020 ist die Frankierung mit diesen alten Schätzchen mit Fernwertvorgabe postseitig nicht mehr zugelassen [2]. Damit zog die Deutsche Post AG endgültig einen Schlussstrich mit Absenderfreistempeln aus der Vor-Frankit-Zeit. Im (absoluten) Einzelfall konnten derartige Freistempelgeräte im täglichen Gebrauch auch 50 Jahre und länger durchhalten. Gruß Pete [1] https://web.archive.org/web/20140407004656/http://www.deutschepost.de/de/f/absenderfreistemplung/entwicklung_der_frankiermaschinen/uebersicht_der_in_frankit_hinterlegten_produkte_und_produktcodes.html [2] https://www.deutschepost.de/de/f/frankiermaschine.html
epem7081 Am: 16.05.2021 23:26:28 Gelesen: 13922 # 22
Hallo zusammen, aus jüngstem Zuwachs kann ich hier einen Vorführstempel von Pitney Bowes einbringen, der wohl auf der CeBIT 2000 in Hannover am 26.2.1996 mit Stempelkennung E842624 erzeugt wurde. Mit freundlichen Grüßen Edwin
Nordluchs Am: 12.08.2021 19:24:55 Gelesen: 13416 # 23
@ epem7081 [#22] Hallo zusammen, hallo Edwin, ich habe mir mal diese Rubrik angeschaut. Da es ja auch den Thread [1] Interim gibt, kamen Zweifel auf, ob der sichtbare Interim, hier F 112, als solche zu sehen sind. Das scheint wohl der Fall zu sein. Ein interessantes Beispiel, sogar mit der Angabe des Vertreters in Schiffweiler. Durch eine Tastatur kann der Benutzer ebenfalls eingegeben werden. Birkenwerder VFM / F 112 / G. Holzer GmbH / Parkstraße 100 /66578 Schiffweiler / Ultimail 60 / KREISVERWALTUNG COCHEM-ZELL, ENDERTPLATZ 2, 56812 COCHEM Aus Info-Blättern der Deutschen Post geht zum Thema VFM (Vorführmaschine) unter Punkt 3 folgende Info hervor: „Auf den Hersteller zugelassene AFM (NEU) [Absender Freistempel Maschinen] folgendes hervor. Daraus eine Kurzversion: „Die Hersteller von AFM können je bis 200 AFM auf ihren Namen zulassen. Die entsprechenden Vereinbarungen werden den zuständigen NL PF übersandt. Bei diesen AFM handelt es sich ausschließlich um Fernwertvorgabemaschinen, die für ein besonderes Stempelbild festgelegt ist. Die Gestaltung ist gemäß einer Anlage auszuführen. Diese Firmen können den Kunden von der jeweiligen Herstellerfirma zur Verfügung gestellt werden. • Bei vorübergehender (längerfristiger) Außerbetriebnahme der vorhandenen AFM. • zu Testzwecken. Die Herstellerfirma teilt dazu Kundenanschrift, Beginn des Einsatzes, wahrscheinliche Einsatzzeit, Fabriknummer, Kennung und Modellnummer der Niederlassung Briefpost mit. „Bei der Einlieferung von Sendungen ist somit zweifelsfrei erkennbar, dass es sich um eine „Leihmaschine“ der Herstellerfirma handelt. Auf der Sendung ist die Absenderangabe des Kunden zwingend erforderlich.“ Abschließend schlage ich vor, diese modernen Interim hier an dieser Stelle zur besseren Übersicht zu belassen. Eine Mischung aus alten und modernen ist wohl nicht hilfreich. Viele Grüße Hajo [1] https://www.philaseiten.de/thema/15825
volkimal Am: 08.03.2022 20:24:37 Gelesen: 12621 # 24
Hallo zusammen, die neueste Anschaffung für meine Heimatsammlung Bork/Selm: Ein Vorführstempel mit dem Werbeklischee von der Volksbank Bork vom 13.10.1993. Ich weiß nicht, ob dieses Werbeklischee mit Borker Ortsstempel auch tatsächlich bei der Volksbank im Einsatz war. Auf die Schnelle habe ich keinen Beleg/Stempel dazu gefunden. Bernd schreibt im Beitrag [#35]: Ich erinnere mich noch an die Zeiten, als die CeBIT Teil der Hannover Messe war und in einer Halle konzentriert war. Wir hatten im Verein ein leider schon verstorbenen Sammler für Postautomation. Da ich jedes Jahr auf der Messe war, hatte ich immer den Auftrag, von allen Herstellern von Stempelgeräten (damals gab es noch viele davon) die neuesten Stempelabdrücke mitzubringen, die auf der Messe den ganzen Tag aus den Maschinen liefen. Behalten habe ich davon keine, da es nicht mein Sammelgebiet war. So kann ich auch keine zeigen. Ist auf den Messen das Werbeklischee bei einem Hersteller mehrmals gewechselt worden oder war die ganze Zeit dasselbe Klischee in der Maschine? Viele Grüße Volkmar
Araneus Am: 11.03.2022 15:34:24 Gelesen: 12588 # 25
@ volkimal [#24] Hallo Volkmar, ich kann mich nicht entsinnen, beispielsweise auf der CeBIT den Wechsel eines Klischees beobachtet zu haben. Bei den mechanischen Geräten wäre das vermutlich auch aufwändig gewesen. Es ging ja vorrangig darum, potenziellen Kunden die Funktionen der Maschinen zu demonstrieren. Zum Einsatz kamen meistens Werbeeinsätze mit firmeneigener Werbung, oft mit einem Hinweis auf die jeweilige Messe (vgl. Bild in Beitrag [#33]). In den 1990er Jahren änderte sich das mit Einführung der vollelektronischen Freistempelmaschinen. Diese waren in der Lage, verschiedene Werbeeinsätze zu speichern und auf Knopfdruck zu wechseln. Dazu kamen die neuen Druckverfahren wie Tintenstrahl- und Thermotransferdruck. Anfang der 2000er Jahre konnte man sich auf der CeBIT am Stand er Firma Neopost sogar fotografieren lassen und das eigene Foto als Werbeeinsatz in einer Vorführmaschine drucken lassen. Die Karte, die du zeigst, stammt meiner Vermutung nach nicht vom Stand einer Messe. Von diesen Karten werden zurzeit viele bei Ebay usw. angeboten. Diese Karten zeigen unterschiedliche Werbeklischees und weisen verschiedene Daten über einen längeren Zeitraum auf, was meines Erachtens gegen einen (in der Regel kurzzeitigen) Messeeinsatz spricht. Ich denke, dass es sich eher um Archivkarten handelt oder um Karten, die (potenziellen) Kunden als Beispiele vorgelegt wurden. Bei den mechanischen Maschinen bestand der Werbeeinsatz noch aus einer Metallplatte, die eigens angefertigt und deshalb gut geplant werden musste. Schöne Grüße Franz-Josef
Stefan Am: 11.03.2022 19:45:29 Gelesen: 12574 # 26
Ergänzend zu Beitrag [#25] Bei den mechanischen Maschinen bestand der Werbeeinsatz noch aus einer Metallplatte, die eigens angefertigt und deshalb gut geplant werden musste. Solch ein Stahlklischee stellte jeweils eine individuelle Anfertigung für jeden Absender dar und kostete nach dem Jahrtausendwechsel ca. 200-250 Euro je Klischee, zu zahlen vom Besitzer (späteren Absender der Sendungen) der Frankiermaschine. Diese Preislage kenne ich zumindest noch für die seinerzeit häufig in Gebrauch befindlich gewesen Mailmaster vom Hersteller Hasler (bzw. das Pendant für Frankiermaschinen von Postmitbewerbern, welche für eigene Kunden = Absender entsprechend frankierten und kundeneigene Werbeinsätze in die Frankieranlage einlegten). Diese Klischees waren nicht ganz billig gewesen und mussten vorab gut geplant werden. Gruß Stefan
volkimal Am: 11.03.2022 19:51:32 Gelesen: 12571 # 27
@ Araneus [#25] @ Stefan [#26] Hallo ihr Beiden, herzlichen Dank für eure Erklärungen. Wieder etwas dazugelernt. Viele Grüße Volkmar
Nordluchs Am: 12.03.2022 10:20:35 Gelesen: 12558 # 28
@ volkimal [#27] @ Araneus [#25] @ Stefan [#26] Hallo zusammen, hallo Volkmar, die Frage ist ganz einfach zu beantworten. Hier in diesem Thread wird eine ähnliche braune Karte gezeigt [1]. Ich habe diesen Beleg kopiert, um zu zeigen was es damit auf sich hat. Nun diesmal mit Deutsche Bundespost Berlin! Wurde öfters gefragt warum wie hier z. B. ein Klischee aus Hamburg aber mit Berliner Maschine zu sehen sei. Wer stellt wohl die Klischees her ? Nun es war Francotyp-Postalia in Berlin. Diese Karten wurden mit einer im Werk stehenden Maschine erzeugt. Dem Maschinenbesitzer wird somit das Klischee zur Genehmigung vorgelegt. Evtl. auch eine für die Ablage beim Vertreter. Im Fall Borken verhält sich das ebenso, nur ist Deutsche Bundespost zu dem Zeitpunkt gängig. Also nur das Klischee in dieser Angelegenheit betrachten. Abschließenden Bemerkung: Der Kunde konnte seine Klischees selbst einsetzen und wechseln! Nur alte Maschinen ohne Einrichtung der Klischeewechsel mussten den Kundendienst holen. Viele Grüße Hajo [1] https://www.philaseiten.de/beitrag/249484
Nordluchs Am: 06.06.2022 09:47:54 Gelesen: 11867 # 29
@ Nordluchs [#23] Hallo zusammen, endlich habe ich das schlummernde Teil wieder gefunden. In einem Beitrag in dieser Rubrik bin ich neben anderen Teilnehmern auf die modernen Vorführmaschinen eingegangen [1]. Nun fand ich praktisch einen Vorläufer. Denn den sah man seinerzeit nicht häufig. Mit der Kennung A 205278 (Modell EPS) / 49610 Quakenbrück / Dies ist ein Leihgerät der Firma / Postbearbeitungssysteme / Köhne / mit freundlicher Unterstützung / der FRAMA GmbH. Als Benutzer des Gerätes ist die Samtgemeinde Zeven ersichtlich. Viele Grüße Hajo [1] https://www.philaseiten.de/beitrag/273776
Heinrich3 Am: 31.03.2023 17:40:18 Gelesen: 9514 # 30
Hallo, dieser hübsche Vorführstempel von FRAMA wurde noch nicht gezeigt. Mir liegt nur der gescannte Ausschnitt vor. Mir fällt zuerst auf, daß statt der Nullen oder der Abkürzung VFM im Stempelkopf unten FRAMA "vorgeführt" wird. Und das Datum 8.4.84 erinnert an Schnapszahlen. Maschinenkennung korrekt A044820. Heinrich grüßt
Peter Blum Am: 25.06.2023 15:54:56 Gelesen: 8680 # 31
Hallo, jahreszeitlich aktuell nicht ganz passend, aber hier mal ein Stempel aus Waltrop mit Weihnachtsmann. Dieser war auch alle Jahre wieder im Einsatz: Aber im Jahr 2009 kommt der Stempel plötzlich aus Gelsenkirchen mit "VFM", während im Absenderteil weiterhin die Waltoper Anschrift angegeben ist: Es handelt sich wohl um eine Interimslösung, wie in [#23] erläutert. Beste Grüße Peter Blum
volkimal Am: 28.12.2023 16:26:36 Gelesen: 6878 # 32
Hallo zusammen, auf der Rückseite einer Karte mit Gelegenheitsstempeln der DDR fand ich diesen Vorführstempel von Postalia: Auffällig ist der schön gestaltete Wertrahmen, den ich hier im Forum bisher nicht finden konnte. Der Stempelsammler Karl Grießhammer muss häufiger DDR-Stempel angefordert haben. In seinem Stempel auf der Adressseite ist die in der DDR vorgeschriebene "0" für Westdeutschland fest eingearbeitet. Viele Grüße Volkmar
Peter Blum Am: 04.08.2024 11:32:35 Gelesen: 6078 # 33
Absenderfreistempel - Vorführstempel "Planungsbüro Merkmann" Hallo, ich habe eine Fragestellung zu den Vorführstempeln von Francotyp-Postalia. Anfang der 1990-er Jahre gab es recht viele Vorführstempel, in denen offensichtlich "irgendein" gerade vorliegendes Werbeklischee verwendet wurde. Ein Beispiel für die Firma WTS aus Lügde: Mir ist auch nicht bekannt, wem da eigentlich etwas "vorgeführt" wurde - dem Auftraggeber des Werbeklischees oder potentiellen Neukunden. Jedenfalls gibt es von diesen Stempeln relativ viele unterschiedliche. Ein wenig herausstechen aber die Vorführstempel des "Planungsbüro Merkmann" aus Offenbach. So gibt es gleich mehrere (mindestens drei) Vorführstempel von diesem Planungsbüro, was ich sonst noch bei keiner anderen Firma beobachtet habe. Unter der angegebenen Anschrift "Bergstraße 17, Offenbach" findet sich laut Google-Streetview ein normales Wohnhaus, was natürlich auch mal ein 'Planungsbüro' beherbergt haben könnte ... aber auch in dem ältesten greifbaren Telefonbuch von 1995 war dort kein entsprechender Eintrag. Zusammen mit der Tatsache, dass Offenbach der Standort von Postalia war, ist der Verdacht, dass dieses Planungsbüro nur eine "Erfindung" von Francotyp-Postalia war. Deswegen die Frage in die Runde: Weiß jemand Genaueres, ob das "Planungsbüro Merkmann" tatsächlich existiert hat oder nur von Francotyp zur Vorführstempelung ausgedacht wurde? Beste Grüße und schönen Sonntag Peter Blum
Nordluchs Am: 05.08.2024 11:34:21 Gelesen: 5999 # 34
@ Peter Blum [#33] Hallo Peter Blum, in einem Beitrag bin ich schon auf diese Unmengen brauner Karten eingegangen. Das Einzige, was hier stimmt ist das Klischee. Nach der Herstellung wurden bei Francotyp bzw. Francotyp-Postalia in Berlin etliche gebrauchte Maschinen benutzt, die im Ankauf gegen ein neues Gerät in Zahlung genommen wurden. Siehe dazu auch den Beitrag [1]. Also ging es nur um den Abdruck des hergestellten Klischees. Im nächsten Fall hier meine Einschätzung. Ich meine auf einem Werbeprospekt von Francotyp-Postalia für die T 1000 oder als Streifen zum Aufkleben habe ich dieses Stempelbild schon mal gesehen. Vermutlich auf der CeBIT bzw. Hannover Messe abgegeben und von Sammlern eingesteckt. Daher handelt es sich vermutlich um eine fiktive Adresse. Denn ich glaube ohne Einwilligung einer existierenden Firma geht das als Muster nicht. Ist wohl auch nicht erlaubt. Viele Grüße Hajo [1] https://www.philaseiten.de/beitrag/290361
T1000er Am: 06.08.2024 16:04:33 Gelesen: 5932 # 35
Hallo zusammen, das Werbeprospekt (4-seitig) das Hajo erwähnt, möchte ich hier mal kurz zeigen. (Seite 1) (Seite 2) Seite 3) (Seite 4) Auf Seite 3 sind hier die beiden Werbeklischees des "Planungsbüro Merkmann" zu finden. Allerdings mit einer Maschinenkennung (B 00 3202) die nicht zur T 1000 gehört. Wer sich dieses Werbeprospekt aber genauer ansieht wird feststellen das es wohl noch ein drittes Werbeklischee aus dieser fiktiven "Planungsbüro Merkmann"-Reihe gibt. Auf dem Gehäusedeckel der T 1000 ist mittig(Markierung grüner Pfeil) noch ein Werbeklischee mit Palme zu sehen. Der Text deutet wohl auf die Betriebsferien des Unternehmen hin. Diesen "Betriebsferien-Stempel" habe ich bis heute noch nirgends im Original sehen bzw. finden können. Schöne Grüße Thomas
Araneus Am: 06.08.2024 16:36:40 Gelesen: 5922 # 36
@ Nordluchs [#34]

"Vermutlich auf der CeBIT bzw. Hannover Messe abgegeben und von Sammlern eingesteckt."

Die CeBIT ’91 fand vom 13. bis 20. März 1991 in Hannover statt. Das passt genau zu den gezeigte Belegen.

Schöne Grüße
Franz-Josef
Nordluchs Am: 07.08.2024 17:26:26 Gelesen: 5873 # 37
@ T1000er [#35] @ Araneus [#36] Hallo zusammen, vielen Dank an die beiden mir bekannten Sammler wegen den ergänzenden Abbildungen. Nach Durchsicht einiger Dateien endlich ein Ergebnis erzielt. Nachfolgend einige Beispiele wie das in der Folge aussieht. Es sind noch mehr gemeldet worden! F837655, Vorführstempel In der Datenbank bei Philaseiten sind unter der Kennung auch welche zu finden. Also abschließend der Hinweis, dass die Abdrucke nur der Ansicht des Klischees im Werk dienen. Sollten also derartige Dinge angeboten werden, gehört das in die runde Ablage. Viele Grüße Hajo
Peter Blum Am: 07.08.2024 19:26:38 Gelesen: 5852 # 38
Hallo, vielen lieben Dank für die Rückmeldungen und Informationen. Zusammenfassend scheint es sich bei dem "Planungsbüro Merkmann" also tatsächlich um einen fiktiven - von Francotyp erdachten - Absender zu handeln. Eigentlich finde ich es ja ein wenig eigenartig, dass man ohne Not dafür eine real existierende Anschrift nimmt, wo auch Personen wohnen, aber offenbar ist es tatsächlich so. Beste Grüße Peter Blum
Winni451 Am: 07.08.2024 21:14:34 Gelesen: 5835 # 39
@ Nordluchs [#37] Zitat: "...gehört das in die runde Ablage." Wie so oft, trennen sich hier die Meinungen. Ich habe vor nicht allzu langer Zeit einen französischen Test-AFS für den doppelten Preis gekauft, wie den Beleg mit dem später real eingesetzten. Wenn jemandem ein AFS, sei es ein Test oder ein echter Gebrauch, unterkommt, der mein Sammelgebiet vorweist, dann bin ich daran interessiert die Rundablage zu spielen (bei vollem Portoersatz). Grüße Winfried [Beiträge [#33] bis [#39] in das passende Thema verschoben. Danke an Thomas (t1000er)]
Nordluchs Am: 08.08.2024 17:59:37 Gelesen: 5772 # 40
@ Winni451 [#39] Hallo Winfried, wen Dich der Ausdruck mit der runden Ablage stört, ist das für mich kein Problem. Bitte die Karten im Beitrag genau ansehen. [#37] Auch den Text lesen. Ich könnte noch eine große Menge davon zeigen. Derartige Karten sind in Unmengen aufgetaucht. Meist sind Motivsammler darauf reingefallen und haben diese Karten erworben. Bei Anfragen von Sammlern der letzten Jahre musste ich die meisten enttäuschen. Also hier nochmal die Warnung! Abschließend der Hinweis, dass die Abdrucke nur der Ansicht des Klischees im Werk oder Gebietsvertreter dienen. Viele Grüße Hajo
DL8AAM Am: 08.08.2024 19:50:59 Gelesen: 5755 # 41
@ Nordluchs [#40] Hallo Hajo, Masse trifft aber keine Aussage zu Rundablage ja oder nein, sondern sagt nur was zum Handelswert aus. Und bei modernen AFS spechen wir in aller Regel sowieso nicht von einem wirklichen "Wert", oder? ;-) Und zum Thema "Abdrucke zur (internen oder externen) Ansicht", d.h. Vorlagedrucke oder auch Andrucke bzw. Probedrucke, hat mir mal ein Aussteller gesagt, je nach dem Thema Deiner Sammlung, ist "sowas" sogar elementar wichtig, um die vollen Punkte zu bekommen. Allein zur Dokumentation des Klischees bzw. zur Sukezession von AFS oder Klischees eines Anwenders sind diese Dinge absolut "wertvoll". Oder als Referenzmuster. Und falls die Geräteserie mein Thema wäre, wäre ich mehr als glücklich, solche Ansichtsexemplare komplett von allen möglichen Klischees mein Eigen nennen zu können. Und was spricht dagegen, wenn Motivsammler so etwas aufnehmen? Es muss nicht immer eine echte gelaufene Bedarfssendung sein, zumal das Klischee ja sogar für den späteren postalischen Gebrauch gedacht waren. Man darf. Einzwei Vorlagekarten zwischen "seitenweise" Bedarfsbelegen lockert jede Motiv-Ausstellungssammlung auf. Philatelistisch "wertvoll" bzw. erhaltenswert sind sie aber auf jeden Fall. Aber absolut nichts für die Rundablage. Es ist lediglich nur eine Frage des Handelswertes, ein voller Karton mit verschiedenen Vorlagekarten für'n Zehner oder eine Handvoll am örtlichen Tauschtag für'n Groschen wäre wohl ganz fair. Der Markt entscheidet über den Wert. Obwohl überteuerte, aber eigentlich wertlose (oder absehbar wertlos werdende) Dinge, zu verkaufen, ist (nicht nur) unserem Hobbysektor ja nicht wirklich wesensfremd. Ich sach' nur Ersttagsblätter der DBP oder hauchhauchdünnste Goldfolienkursmünzen aus dem Tschad ... wem's Spass macht ;-) Beste Grüße Thomas
lueckel2010 Am: 18.08.2024 21:58:55 Gelesen: 5532 # 42
Kürzlich zufällig in meinem "Krempel" gefunden: 1993: Vorführstempel (Absenderfreistempel) der Firma Francotyp Postalia Moin aus Ostfriesland, Gerd Lückert
volkimal Am: 17.10.2025 09:52:01 Gelesen: 2690 # 43
Hallo zusammen, zwei Vorführstempel vom 29.12.1994 der Firma Francotyp mit den typischen Postalia-Ziffern im Wertrahmen: Der Stempel hat den Versandvermerk "Päckchen" wurde aber auf einen normalen Brief aufgebracht. Damit man sieht, wie es bei einem Päckchen wirklich geht wurde der zweite Stempel auf einen Francotyp-Postalia-Klebestreifen aufgebracht: Bei diesem Stempel ist sogar der Wert von 550 Pfg. eingestellt. Beide Stempel haben die Kennung B665051. Viele Grüße Volkmar
HWS-NRW Am: 15.06.2026 17:31:36 Gelesen: 972 # 44
Hallo am Abend. auf der Regionalen Briefmarken-Ausstellung in Löhne (Westf) wurden neue Archiv(-Stamm)karten angeboten. Die Firma Albert Hirth aus BERLIN-NEUKÖLLN 1 erwarb wohl im Jahr 1943 eine Francotyp C-Maschine, ob seinerzeit auch sofort ein Werbeklischee eingebaut wurde, kann durch den später aufgeklebten Abdruck vom September 1944 nicht bestätig werden, im November 1946 wurde die Maschine weiterverkauft und bis in die 50er-Jahre von der Firma Röchlingstahl G.m.b.H. genutzt, auf der Karte wurden jeweils die geänderten Werbeklischees dokumentiert. mit Sammlergruß Werner