Briefmarken Atteste

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Altdeutschland Hannover: Marken bestimmen

Jürgen Witkowski Am: 02.01.2009 22:25:49 Gelesen: 34097 # 1
Wieder ist es eine gelbe Marke, die mir Kopfzerbrechen bereitet. Die Hannover MiNr. 16 soll laut Michel eine dunkelrosa bis gelblichrote Gummierung haben. Im Kleingedruckten ist noch zu lesen, dass es von MiNr. 14-16 auch private Neudrucke aus dem Jahr 1891 gibt, mit groberem Druck auf hartem, glattem Papier und heller, glatter Gummierung. Mangels Vergleichsmaterial fällt mir eine Einschätzung schwer. Handelt es sich bei meinem Exemplar um einen solchen Neudruck? Mit besten Sammlergrüßen Jürgen
carolinus Am: 03.01.2009 08:53:31 Gelesen: 34081 # 2
Hallo Jürgen, zu deiner Frage habe ich im Krötzsch: Handbuch der Postfreimarkenkunde, Altdeutsche Staaten ein paar Sätze gefunden. Ich hoffe, dass sie dir weiterhelfen. Krötzsch hatte allerdings zu seiner Zeit noch eine andere Nummerierung. Was er mit Nr. 18 bezeichnet, ist heute die Nr. 16, 3 Groschen gelb, orangegelb. „ 1890 druckte der Buchbinder C. Gerste-Hannover mit dem Originalstempel die Marken Nr. 18 und 21 auf einer kleinen Handpresse neu. Der Druck ist dick und grob. Das Cliché zu den Marken Nr. 18 bez. 21 bez. 27 wurde von David Cohn in Berlin gekauft und seit 1891 zur Herstellung von Neudrucken verwendet. Die erste Auflage dieser Neudrucke hat leicht-rote Gummierung, später stets weisse und es sind diese Neudrucke von den Originalen nur schwer zu unterscheiden;“ Ob und wenn ja worin sie sich unterscheiden, schreibt er leider nicht. Die Gummierung der Originale war aber wohl immer rötlich. Krötzsch nennt als Töne gelbrot, rot, dunkelrosa, blassrosa, orangerot. Da die Preise dieser Neudrucke niedrig sind, die der ungebrauchten Originale aber sehr hoch, ist bestimmt Vorsicht anzuraten. Viele Grüße, carolinus
Phila_Tom Am: 03.01.2009 22:37:37 Gelesen: 34053 # 3
Hallo Jürgen, mit einem Nachdruck von original Clichés hat diese Marke meiner Meinung nach nichts zu tun. Ein Vergleich mit Abbildungen der Nr. 16 bei Auktionshäusern (z.B. Rauhut) zeigt, dass das Markenbild Deiner Marke erheblich abweicht (Eckornamente unsauber, Schrift gröber, gesamte Kopfzeichnung gröber). Es sollte sich also um einen anderen Nachdruck oder eine Ganzfälschung handeln. Gruß Phila_Tom
carolinus Am: 04.01.2009 08:01:53 Gelesen: 34039 # 4
Hallo,

ich zeige zum Vergleich mal ein Original. Die von Phila_Tom beschriebenen Abweichungen sind deutlich erkennbar. Die Eckornamente fallen z.B. sofort auf.



Viele Grüße,
carolinus
Jürgen Witkowski Am: 04.01.2009 12:14:30 Gelesen: 34027 # 5
@ carolinus [#30] Vielen Dank für das Bild der Orginalmarke. Ich habe dieses Bild mit 60 % Transparenz über das von meiner Marke gelegt. Es ist erstaunlich passgenau. Bis auf minimale Verschiebungen im Druck unten links und oben rechts liegen die Bilder deckungsgleich übereinander. Dass der Druck grober ist, wir ja sowohl im Michel und in Deinem Zitat von Krötzsch erwähnt. In meinen Augen kann die hohe Passgenauigkeit kein Zufall sein und deutet auf den Einsatz der Orginalplatten hin. Mit besten Sammlergrüßen Jürgen
Briefmarkenburny62 Am: 06.01.2009 00:10:13 Gelesen: 33997 # 6
Kleine Ergänzung: 1891 druckte David Cohn in 10x5 Bögen die Nr.16 3 Groschen in Gelb. Alle anderen Merkmale wurde hier schon erwähnt. Es ist dieser Neudruck. Im guten alten Grobe steht, das David Cohn die 13,16,19 und 25 als Neudrücke hergestellt hat. Mit freundlichen Sammlergrüßen Briefmarkenburny
Jürgen Witkowski Am: 06.01.2009 00:23:25 Gelesen: 33990 # 7
@ Briefmarkenburny [#32] Herzlich willkommen auf Philaseiten.de. Bei den doch eher anspruchsvollen Sammelgebieten wie Altdeutschland, ist es immer gut, mehrere Meinungen zu bekommen, um sich gemeinsam der Lösung der Fragestellung anzunähern. Ich danke Dir, genau so wie carolinus und Phila_Tom für Eure Beiträge. In solch einem qualifizierten Umfeld macht das Tüfteln an schwierigen Markenausgaben richtig Spaß! Mit besten Sammlergrüßen Jürgen
chuck193 Am: 24.09.2010 01:41:45 Gelesen: 33210 # 8
Hallo die Hannover Sammler, kann jemand von Euch mir etwas über diese Marke sagen? Ich nehme an das es sich um Mi. 19 handelt. Die Marke hat Falz, und die Gummierung scheint senkrecht gestreift zu sein. Vielen Dank, Chuck
Christian Am: 24.09.2010 22:34:35 Gelesen: 33190 # 9
@ chuck193 [#8] Hallo Chuck, nach der Beschreibung des Gummis gehe ich davon aus, dass es sich um eine 19a handelt. Es gibt allerdings auch einen privaten Neudruck von 1891 auf glattem Papier mit heller, glatter Gummierung. Der Neudruck ist in der Ausführung etwas grober. Grüße Christian
chuck193 Am: 25.09.2010 01:20:00 Gelesen: 33181 # 10
@ Christian [#9] Hi Christian, auch hierfür vielen Dank für die Auskunft, da die Gummierung das ist wie ich schrieb, werde ich die jetzt in meinem Katalog als solche Aufnehmen. Vielen Dank, Chuck
heide1 Am: 29.07.2011 18:06:02 Gelesen: 32245 # 11
Moin, Hannover Nr. 2 mit einer markanten Fehlstelle, ist diese jemand bekannt? Gruß Jürgen
eswareinmal Am: 17.04.2015 20:01:19 Gelesen: 27265 # 12
Hallo Sammler, könnt ihr mir bei der Bestimmung helfen ? Nette grüße Mike
LK Am: 17.04.2015 20:27:55 Gelesen: 27251 # 13
@ eswareinmal [#12] Hallo, Gruß LK
eswareinmal Am: 17.04.2015 20:41:45 Gelesen: 27241 # 14
Danke Lk, das war ja superschnell. Vielen Dank. Woran hast du erkannt, dass die grüne Marke falsch ist ? Nette Grüsse Mike
LK Am: 17.04.2015 20:56:33 Gelesen: 27236 # 15
@ eswareinmal [#14] Hallo, jede Menge Merkmale, schau dir nur das obere Schriftband zum Orginal an. Deine Marke ist vermutlich einer Fournier - Fälschung. Bildquelle: Köhler Auktion Gruß LK
eswareinmal Am: 17.04.2015 21:13:52 Gelesen: 27229 # 16
@ LK [#15] Ja das sieht schon anders aus. Danke für die Info zu Fournier. Nette und dankende Grüsse Mike
Kirsten Mohi Am: 29.05.2015 20:17:22 Gelesen: 27045 # 17
Altdeutschland Hannover: Farbe bestimmen Hallo, ich bin bei der Farbe dieser Marke ein bißchen irritiert und bitte um eure Meinungen dazu. Schöne Grüße kirsten
Markus Pichl Am: 20.04.2017 23:48:23 Gelesen: 23967 # 18
@ chuck193 [#8]

Hallo Chuck,

leider handelt es sich nicht um ein Original sondern ganz eindeutig um einen in Masse hergestellten Neudruck.

Hier zwei Originale



und hier zwei weitere Neudrucke.



Wer entdeckt die wesentlichen Unterschiede im Druckbild?

MfG
Markus
Meinhard Am: 21.04.2017 16:48:34 Gelesen: 23915 # 19
@ Markus Pichl [#18] Wer entdeckt die wesentlichen Unterschiede im Druckbild? Hallo Markus, Du darfst es ruhig auflösen, weil AD ist ja nicht umbedingt ein leichtes, gefahrloses Sammelgebiet (Bitte mit Pfeilen). LG, Meinhard
Markus Pichl Am: 21.04.2017 20:48:11 Gelesen: 23892 # 20
Hallo Meinhard, jajaja, kleines stampsteddy liebt Vergleichsbilder mit Pfeilen. (smile) Glücklicherweise habe ich sowohl das Kohl-Handbuch, als auch das im Jahre 2003 aufgelegte Handbuch von Herrn Lechte "Königreich Hannover, Essay - Neudrucke - Nachdrucke der Briefmarkenausgaben". Gemäß geschichtlichen Überlieferungen hat der Buchbinder Gerste, aus Hannover, im Jahre 1890 für 3.- Reichsmark von einem Trödler ein original Klischee der 3 Gr.-Marke, das bereits amtlich, durch Kratzer, zerstört war, gekauft. Mit diesem Klischee fertige er Nachdrucke der gelben Markenausgabe MiNr. 16 und der braunen Markenausgabe MiNr. 19 in sehr schlechter Qualität (von diesen lag Herrn Lechte kein Stück vor. Nunja, mir auch noch nicht). Gerste hat das Klischee wohl für seine Nachdrucke aufgearbeitet, wenn ich die Ausführungen im Kohl-Handbuch richtig verstehe, aber wohl auch vor Aufarbeitung Abdrucke angefertigt. Im Kohl-Handbuch ist ein Abdruck im nicht aufgearbeiteten Zustand abgebildet, siehe nachstehend. Abb. Kohl-Handbuch 11. Auflage 1933 Im Oktober 1890 verkaufte Gerste das Klischee für für 500.- Reichsmark an David Cohn, in Berlin. Dieser ließ das Klischee restaurieren und fertigte mit diesem dann Galvanos an. Diese Galvanos wurden zu einer Druckplatte von 50 Stück zusammengesetzt. Er fertigte aber auch eine Druckplatte zu 20 Stück an. Vollständige Nachdruckbogen, von beiden Platten, existieren von der braunen 3 Gr. Cohn stellte von der braunen unperforierte und durchstochene Nachdrucke her. Von den gelben nur unperforierte. Die gelben Cohn-Nachdrucke werden in zwei Sorten von Lechte eingeteilt: Lechte-Nr. 46 a, gelb 46 b, orangegelb Die braunen Cohn-Nachdrucke werden in vier Sorten von Lechte eingeteilt. Lechte-Nr. 47 a, unperforiert, graubraun 47 b, unperforiert, dunkelbraun 47 c I, durchstochen 13 1/2 (dem originalen Durchstich ähnlich), graubraun 47 d I, durchstochen 12 (linienförmiger Durchstich, dem Original nicht ähnlich), mittelbraun Das Wort "unerperforiert" ist nach meiner bescheidenen Meinung zutreffender als "ungezähnt". Ein gutes, erstes Unterscheidungsmerkmal, zwischen originalen MiNr. 19 und Cohn-Nachdrucken, ist, dass das Druckbild der Cohn-Nachdrucke viel zu fett gegenüber den Originalen wirkt. Es gibt aber noch einige Detailunterschiede: 1) die vier Zierecken im Außenrahmen sind bei den Nachdrucken teilweise stark verschmiert 2) verdickte Augenumrandung bei den Nachdrucken 3) übrig gebliebene "Kratzspuren" von der einstigen amtlichen Zerstörung durch zerkratzen, dass sind z.B. die beiden markierten Unterbrechungen in den Haarlinien 4) rechts eine Verdickung des Kreises um den Perlenkranz 5) unterhalb von 4) eine Verkrümmung dritten senkr. Linie von rechts und Unterbrechung der zweiten Morgen zeige ich dann noch die gelben Nachdrucke im Vergleich zu originalen Marken. MfG Markus
Markus Pichl Am: 22.04.2017 08:10:46 Gelesen: 23865 # 21
Hallo, hier dann noch der versprochene Vergleich, zwischen einer originalen MiNr. 16 a und den Cohn-Nachdrucken zu dieser Ausgabe. Es zeigen sich auch bei diesen Nachdrucken die im Beitrag zuvor beschriebenen Merkmale. Lechte-Nr. 46 a, gelb 46 b, gelborange MfG Markus
Markus Pichl Am: 23.04.2017 09:45:14 Gelesen: 23829 # 22
Hallo, hier noch eine Ergänzung zur MiNr. 19. Neben den Originalen und den Cohn-Nachdrucken gibt es auch noch pure Fälschungen, bei denen keinerlei Materialien des originalen Druckmaterials verwendet wurden. Wobei man auch die Cohn-Nachdrucke ohne weiteres zu den Fälschungen zählen kann, da diese rein privaten Ursprungs sind, ohne amtliche Genehmigung hergestellt und nicht als Nachdrucke gekennzeichnet wurden. Hier dann noch ein Cohn-Nachdruck mit Falschstempel. Fälschungen aller Art, egal wie man sie als solche im Speziellen bezeichnet, sind eine furchtbare Seuche. MfG Markus
10Parale Am: 17.11.2023 19:30:11 Gelesen: 9134 # 23
Ich habe hier 2 Marken wie in [#110 (ohne Fehlstelle, die hier nicht besprochen wurde), also eventuell die Michel Nr. 2 von Hannover, einmal auf Brief, abgeschlagen in Hannover am 19. Juli ??. Im Innenteil kann ich leider die Jahreszahl nicht deuten, heißt es jetzt nun 52, oder gar 51? Wäre es 51, könnte es sogar ein FDC sein, wenn ich den Michel richtig deute. Ich tippe aber eher auf 1852, sonst wäre der Brief nicht in u.a. angeboten worden. Als Vergleichsmarke habe ich noch eine weitere 1 Ggr. Marke mit einem schönen Abschlag von Brunsbüttel (?) vom 23.11.54 hinzugefügt. Beide Marken dürften wohl die Nr. 2 sein. Oben links in der Ecke des Briefes hat mal jemand wohl das Jahr 1851 und die Mi 2 hineingemalt. Der handschriftliche Innenteil gibt aber ziemlich wahrscheinlich Auskunft darüber, dass der Brief 1852, also genau 1 Jahr nach dem Ersttag mit einer Nr. 2 frankiert wurde, die einer der 4 Auflagen entsprach. Liebe Grüße 10Parale
LK Am: 17.11.2023 20:58:41 Gelesen: 9122 # 24
@ 10Parale [#23] 1 Ggr. Marke mit einem schönen Abschlag von Brunsbüttel (?) vom 23.11.54 hinzugefügt. "Ritzebüttel" besserer Stempel Brunsbüttel liegt in Schleswig - Holstein Beste Grüße
10Parale Am: 17.11.2023 21:57:41 Gelesen: 9112 # 25
@ LK [#24] Danke für die Korrektur. Kenne mich rund um das altdeutsche Hannover nicht so gut aus. Meine Augen sind auch nicht mehr die Besten. Das ist keine Entschuldigung. Freue mich über jede Hilfe. Zur Wiedergutmachung zeige ich einen sehr gut lesbaren Stempel von Osnabrück auf einer 1 Groschen Marke mit einer lustigen 4 am Rand. Schönes Wochenende 10Parale
bignell Am: 17.11.2023 23:04:39 Gelesen: 9095 # 26
@ 10Parale [#25] Bei der "lustigen 4" handelt es sich glaube ich um einen Reihen-/Zeilenzähler. Liebe Grüße, harald
xlarge Am: 24.07.2025 12:38:28 Gelesen: 4967 # 27
Hannover 1863. 3 Pf. dunkelolivgrün, Eisenbahn, gestempelt EMDEN – HANNOVER Hallo, mir wurde vor langer Zeit einmal gesagt, dass solche Stempel begehrt seien, aber das ist vielleicht nicht mehr der Fall. Hat das heute noch einen Wert? Die Briefmarke? Mit freundlichen Grüßen
Lars Boettger Am: 24.07.2025 18:05:28 Gelesen: 4924 # 28
@ xlarge [#27] Hallo Leif, die Marke hat ein Grundproblem, sie ist zu eng geschnitten un lässt sich nicht mehr als 1863-geschnittene Ausgabe prüfen. Beste Grüsse! Lars
Sammlerfreund Christian Am: 24.07.2025 20:56:19 Gelesen: 4885 # 29
@ xlarge [#27] Es gibt das folgende recht aktuelle Werk zu Hannover-Stempeln der ARGE Hannover und Braunschweig: "Hannover - Postanstalten und Poststempel". Dort ist der Stempel mit 30 Euro bewertet. Aus dem Vergleich zu anderen Stempeln kann man recht schnell den Schluss ziehen, dass es sich um einen eher häufigen Stempel handelt. Blau ist dabei die normale Farbe. Oben genannter Preis bezieht sich auf vollständige Abschläge. Bei Deiner Marke ist nur ein Teilabschlag zu sehen. Hinzu kommt, wie Lars bereits schreibt, dass die Marke ein Knochen ist. Fazit: als Lückenfüller ok. Ich würde annehmen, dass ein Hannover-Fan Dir für einen derartigen Teilabschlag auf einer normal erhaltenen Marke maximal 3-5 Euro Aufschlag zum Markenpreis geben würde. Da die Marke aber schlecht erhalten ist (und der Stempel keine Rarität), hättest Du schon bei 3-5 Euro insgesamt Glück. Viele Grüße Christian
xlarge Am: 25.07.2025 12:21:49 Gelesen: 4816 # 30
@ Sammlerfreund Christian Vielen Dank, mein Michel hat die Marke von 1200 Euro, aber wie gesagt, das ist ein knappes Stück. Wenn er noch als echte Nr. 20 (von einem Hannoveraner Prüfer) identifiziert werden kann, dürfte er einen gewissen Wert haben. Es gibt wahrscheinlich viele, denen diese Marke in ihrer Sammlung fehlt. Aber ich verstehe, dass sich viele höhere Margen wünschen obwohl 21 1/2 x 24 1/2 mm laut Michel ausreichen sollten. Mit freundlichen Grüßen Leif
Sammlerfreund Christian Am: 25.07.2025 13:33:50 Gelesen: 4797 # 31
@ xlarge [#30] Worauf Lars ja auch schon hingewiesen hatte: Du kannst hier nicht annehmen, dass es sich um eine knapp geschnittene Mi-Nr. 20 handelt. Die Marke ist so knapp geschnitten, dass es viel wahrscheinlicher eine Mi-Nr. 21x ist, bei der man den Durchstich abgeschnitten hat, um eine Mi-Nr. 20 vorzutäuschen. Das kommt sehr oft vor. Deswegen steht im Michel-Spezial explizit: "Vorsicht vor Verfälschungen aus MiNr. 21 durch Abschneiden oder Manipulation des Durchstichs". Für solche Stücke gilt das oben Gesagte. Die Marke ist schlicht so kaputt, dass man noch nicht einmal mehr ihre Michelnummer bestimmen kann. Der Wert einer 21x einwandfrei beträgt Mi-EUR 110. Fehlerhafte Durchstiche führen zu einem Abschlag von 40%. Gar kein Durchstich mehr - wie hier - eigentlich kein ermittelbarer Marktwert mehr. Es tut mir leid, ich würde Dir ja gern eine teure Marke gönnen - aber diese ist es nicht. Viele Grüße Christian
xlarge Am: 25.07.2025 14:21:53 Gelesen: 4780 # 32
@ Sammlerfreund Christian OK, Christian. Viele Grüße Leif
bovi11 Am: 25.07.2025 15:55:11 Gelesen: 4759 # 33
@ xlarge [#30] "Aber ich verstehe, dass sich viele höhere Margen wünschen obwohl 21 1/2 x 24 1/2 mm laut Michel ausreichen sollten." Aus dieser Formulierung könnte man folgern, die gezeigte Marke hätte eine Größe von 21,5 x 24,5 mm. Das ist aber nicht so. Die gezeigte Marke hat nur eine Größe von 19,5 x 22 mm - ich habe gerade bei einer meiner Marken nachgemessen. Das ist deshalb recht einfach, weil die von Dir gezeigte Marke praktisch am Bildrahmen entlang geschnitten ist und so gut wie keinen Rand hat.
Holger Haehle Am: 22.10.2025 15:28:22 Gelesen: 3965 # 34
Diese AD-Marke mit Falz aus dem Königreich Hannover stammt aus der Sammlung meines Großvaters, der, soweit ich weiß, in den 1960ern mit dem Sammeln begann. Auf der Rückseite ist mit feinem Bleistift eine 12 vermerkt worden. Wenn das die MiNr. sein soll, dann mag ich nicht zustimmen, denn MiNr. 8-12 haben ein weitmaschiges Netzwerk aus etwa 4 Sechsecken pro Reihe (siehe Zeichnung im Michel auf Seite 63). Ich zähle hier aber bis zu 8 Sechsecke. Daher scheint mir hier die MiNr. 7 vorzuliegen. Was meint ihr? Und, gibt es eine Chance den Stempel zu identifizieren?
jpvde Am: 23.10.2025 19:03:54 Gelesen: 3905 # 35
Hallo Holger, Es ist ein Original Marke 12. Stempel konnte OSNABRUCK sein. Nummer 7 sieht deutlich anders aus. Anbei ein Beispiel. Grusse, Jean-Paul
Holger Haehle Am: 27.10.2025 03:58:12 Gelesen: 3765 # 36
@ jpvde [#35] Ja, es ist wohl die MiNr. 12. Wie kam es zu der falschen Einschätzung? Es liegt wohl daran, dass ich davon ausgegangen bin, dass die beiden Netzwerke der Michelgrafiken die vollständige Fläche der Marken zeigen. Tatsächlich zeigen sie aber nur einen Ausschnitt. Wenn ich aber fälschlicherweise von der Darstellung der Gesamtfläche ausgehe und die Polygone einer Reihe zähle, komme ich bei meiner Marke auf deutlich mehr als vier Stück, genauso wie bei der Michelzeichnung, die als engmaschig beschrieben wird.