Eine gut besuchte Consiliums-Veranstaltung in Bonn. Foto: Wolfgang Maassen
Günther Korn, der ehemalige Geschäftsführer des BDPh (links), war als Referent zu Gast. Foto: W. Maassen
Neues vom Consilium Philatelicum
Eine gut besuchte Consiliums-Veranstaltung in Bonn. Foto: Wolfgang Maassen
Günther Korn, der ehemalige Geschäftsführer des BDPh (links), war als Referent zu Gast. Foto: W. Maassen
Foto: privat
[1] http://www.consilium-philatelicum.de
[2] https://www.bdph.de/index.php?id=9
[3] korng@gmx.de
[4] fkl50@gmx.de
Seine eigenen philatelistischen Interessen galten den Ganzsachen, der Vorphilatelie der Schweiz, Alt-Österreich, Württemberg und Baden, aber auch einer Motivsammlung Schafe und der Postgeschichte von Bad Teinach. Ab 1988 war er Beisitzer im BDPh-Vorstand, den er dann noch von 1991–1997 als Vizepräsident repräsentierte. Bereits 1956 gründete er mit anderen den Philatelistenclub Markgröningen, dem er fortan in verschiedenen Funktionen angehörte. Seine verdienstvolle Arbeit für Vereine und Verbände wurde bereits früher anerkannt, so mit der Ehrennadel Gold des LV Südwest, der Verdienstnadel des BDPh in Gold 2005 und 2012 mit der Großen Goldenen Ehrennadel des LV Südwest.
Von vergleichbarem „Kaliber“ ist der ebenfalls neu berufene Berliner Peter Süss, nicht nur was das Alter angeht (*12.12.1938). Bereits zu DDR-Zeiten engagierte sich der diplomierte Chemiker im dortigen Philatelistenverband, wurde 1978 Juror der Leistungsklasse 3 und danach im Rang 2. 1989 nahm er als Rang-1-Juror bei der Nationalen Ausstellung in Magdeburg teil. Weitere Juroreneinsätze folgten bei Nationalen Ausstellungen in Stuttgart (1997), Hannover (2005) und Essen (2009). Seine eigenen philatelistischen Interessen sind breit gestreut. Neben DDR; Berlin; BRD; Schweiz; Österreich; Liechtenstein; Zensurpost Belgien 1914–1918 (inkl. Etappe West, Schwerpunkt: Zensurstempel) finden sich darunter auch altindische Feudalstaaten (speziell Jammu-Kaschmir); Mexico bis 1920 (speziell Ganzsachen, Revenues, Adler-Ausgabe); Afghanistan bis UPU-Eintritt und Feldpost 1. Weltkrieg von allen Kriegsgebieten.
Verbandlich engagierte er sich in den letzten Jahrzehnten besonders stark in Berlin, dessen damaligen Landesverband er von 1995–1999 leitete, dann diesem vier Jahre noch als Schriftführer und von 2008–2010 als stellv. Vorsitzender und Schriftführer angehörte. Vergleichbar führende Positionen nahm er auch viele Jahre in seinem Heimatverein BSV Köpenick wahr.
Aussteller ist Süss seit 1977. An Exponate ist zu nennen: Die Postkarten Mexikos (zuletzt 2013 bei der BRASILIANA: Groß-Vermeil); Die Ganzsachen der mexikanischen Expressgesellschaften (zuletzt in Neu-Dehli 2011: Gold); Jammu-Kaschmir: 2017 in Tampere Gold, 2021 bei der NOTOS in Athen: Groß-Vermeil.
Mit der Ehrenmedaille ‚40 Jahre Kulturbund‘ wurde er 1989 gewürdigt, mit der Verdienstnadel des LV Brandenburg in Silber 1999, die Vermeil-Verdienstnadel des BDPh erhielt er 2009. 2015 wurde er Ehrenmitglied des Philatelistenverbandes Nord-Ost.
Eine Anmerkung sei dem Chronisten an dieser Stelle aber auch erlaubt: Muss man im BDPh erst mehr als 80 Jahre alt werden, um ins Consilium Philatelicum berufen zu werden? Marchart wie Süss hatten es sicherlich schon seit vielen Jahren verdient – das steht außer Frage –, aber wenn das Consilium Philatelicum auch künftig seine Schaffens- und Leistungskraft der letzten Jahrzehnte erhalten will, bedarf es auch der Neuberufung jüngerer verdienter Philatelisten.
Günther Korn führte in seinem Rechenschaftsbericht in Bautzen wörtlich aus: „Mit der Mitgliederversammlung 2023 endet nun meine erste vollständige Legislaturperiode als Vorsitzender des Consilium Philatelicum. Insgesamt habe ich dieses für mich hohe Amt aber schon seit dem 1.1.2018 inne, also 5 Jahre.
Wir haben uns ein neues Statut gegeben, eine Homepage aufgebaut, wir haben uns bei Veranstaltungen des BDPh mit Vorträgen und Manpower eingebracht, das Verhältnis zum Bundesvorstand ist vertrauensvoll.
Was ich unserem Consilium wünschen möchte sind Berufungen von auch noch Jüngeren verdienten Philatelistinnen und Philatelisten in unseren Kreis, damit wir nach innen und außen wirkungsfähig bleiben und uns die Chance gegeben ist, uns zu Veranstaltungen persönlich zu treffen und die Philatelie noch mit zu gestalten, wo es gewünscht wird und wie es uns möglich ist.
Zugleich wollen wir die Tradition fortsetzen und als Consilium ein Kreis verdienter Funktionsträger sein, deren Berufung Dank und Anerkennung für die philatelistische Lebensleistung ausdrückt.
Mit dem Blick und mit Hoffnung darauf bin ich gerne bereit, erneut für das Amt des 1. Vorsitzenden zu kandidieren, wobei ich mir dabei Franz-Karl Lindner und Dieter Michelson weiterhin an meiner Seite wünsche.“
Die Mitgliederversammlung entsprach Korns Wunsch und in einem schnellen Wahlgang – geleitet von Stiftungsgeschäftsführer Rüdiger Krenkel – wurde in cumulo der gesamte Vorstand für eine weitere Amtszeit einstimmig bestätigt.
[1] http://www.consilium-philatelicum.de
V.l.n.r.: BDPh-Präsident Alfred Schmidt, Peter Süss, Walter Marchart, Günther Korn und Franz-Karl Lindner. Foto: Wolfgang Maassen
An der diesjährigen Mitgliederversammlung des von ihm geschätzten Consiliums am 8. November in Wiesbaden konnte van Loo wegen einer großen Familienfeier in Aachen nicht teilnehmen. Aber der Ehrenvorsitzende des Consilium Philatelicum, Wolfgang Maassen, ein alter Freund und Weggefährte, überbrachte die Glückwünsche der in Wiesbaden versammelten Mitglieder sowie ein Geburtstagsgeschenk, das zu einem derart erfolgreichen Fotografen gut passen dürfte: ein Chronikbuch zum Geburtsjahr des Jubilares, der 1934 zur Welt kam. Es dürfte ihn daran erinnern, wie Fotos bis heute die Welt in einzigartiger Weise festhalten und damit unsere Erinnerungen konservieren können. Van Loos Fotos finden sich in zahllosen Ausgaben von Zeitschriften und Büchern. Er hat wie kein anderer der deutschen Philatelie ein sehenswertes Gesicht gegeben!
Günther Korn (Foto: rechts) überreichte gemeinsam mit BDPh-Präsident Alfred Schmidt (2.v.r.), mit dem Ehrenvorsitzenden des Consilium Philatelicum Wolfgang Maassen (links) sowie mit dem Stellvertretenden Vorsitzenden des Consiliums, Dieter Michelson (2.v.l.), Kraus die Berufungsurkunde mit herzlichen Glückwünschen.
Foto: Claudia Maassen