Briefmarken Atteste

Thema:

Deutsches Reich Dauerserie Brustschild Belege

Markus Pichl Am: 30.04.2017 13:12:35 Gelesen: 26592 # 1
Hallo, zum Themenstart möchte ich ein schönes "Briefpaar" zeigen. Beide Briefe sind von Berlin nach Wiesbaden an selbigen Empfänger gerichtet. Inlandsbrief mit 1 Groschen großer Brustschild und Stempel "BERLIN * P.A.46. 10/2 73" nach Wiesbaden. Der Brief ist vollständig erhalten und wiegt ca. 7,5 g, er ist somit portorichtig freigemacht. Recommandirter (eingeschriebener) Inlandsbrief mit 1 u. 2 Groschen großer Brustschild und Stempel "BERLIN P.A.46. * 28/1 73" nach Wiesbaden. Auch dieser Brief ist vollständig erhalten und er wiegt ebenfalls ca. 7,5 g (in die I. Gewichtsstufe fielen alle Briefe, mit einem Gewicht von bis zu 15 g). Die Reco-Gebühr kostete zu dieser Zeit 2 Groschen. Neben die Frankatur ist der Aufgabestempel nochmals nebengesetzt sowie der einzeilige Zackenrahmenstempel "Recomandirt." und die handschriftlich gesetzte Einschreiben-Nummer "154". Bei den beiden Briefen handelt es sich um zwei verschiedene Berlin-Stempel der Post-Expedition 46 (bzw. Post-Amt 46). In dem einen Stempel sitzt der Stern links neben "P.A.46.", in dem anderen rechts von der Postamtsziffer. Sie sind im KBHW-Handbuch unter Nr. 648 und 649 gelistet. "KBHW" steht für die vier Autoren Kuphal, Büttner, Hoffmann und Wenzel. Das Handbuch wurde im Jahre 1991 aufgelegt. MfG Markus
Lars Boettger Am: 30.04.2017 16:52:27 Gelesen: 26561 # 2
Michel Nr. 19, großer Brustschild, 1 Groschen von Merzig nach Luxemburg. Der Brief lief über den Bahnhof in Luxemburg nach Redange. Weil damals Rambrouch noch kein eigenes Postamt hatte, ist kein Ankunftsstempel abgeschlagen. Briefe aus der Brustschildzeit nach Luxemburg sind nicht so selten, aber man muss schon etwas suchen, um einen zu finden. Beste Grüße! Lars
Markus Pichl Am: 30.04.2017 21:21:11 Gelesen: 26521 # 3
Hallo Lars, ja, Postsendungen nach Luxemburg sind immer eine feine Sache. Schöner Beleg, den Du uns zeigst. Nachstehend eine Postkarte von "WIESBADEN 29 11 73" nach Bad Homburg v.d.H., portorichtig mit einer 1/2 Groschen großer Brustschild frei gemacht. Bis einschließlich dem 30.06.1872 betrug das Porto für eine Postkarte 1 Groschen (bzw. 3 Kreuzer), ab dem 01.07.1872 nur noch 1/2 Groschen (bzw. 2 Kreuzer). Auf der Rückseite wurde noch am selbigen Tag der Ankunftsstempel in Bad Homburg abgeschlagen, hierzu wurde der alte Taxis-Stempel verwendet. Die Zustellung erfolgte am nächsten Tag und dies wird durch den Distributionsstempel (Briefträgerstempel) "D 1 30/11" belegt. Die Distributionsstempel, welche in verschiedenen Orten des ehemaligen Thurn und Taxischen Postgebiet verwendet wurden, stammen ebenfalls aus der Taxiszeit. MfG Markus
Lars Boettger Am: 30.04.2017 23:42:10 Gelesen: 26490 # 4
@ Markus Pichl [#3] Hallo Markus, schon deutlich seltener ist diese Drucksache aus Köln nach Luxemburg, frankiert mit einer Michel Nr. 2, kleiner Brustschild. Die Marke hat eine recht "raue" Zähnung. Beste Grüße! Lars
JohannesM Am: 01.05.2017 21:37:57 Gelesen: 26452 # 5
Leider nur eine Briefvorderseite mit einem Paar der Mi-Nr. 18 von Delitzsch nach Brehna: Beste Grüße Eckhard
Totalo-Flauti Am: 01.05.2017 22:53:34 Gelesen: 26440 # 6
Liebe Sammlerfreunde, ich kann Euch einen recommandirten Brief über 15 g bis 250 g von Leipzig nach Wurzen zeigen. Um das notwendige Franco von 4 Groschen (2 Groschen für den Brief über 15 g und 2 Groschen für die Recommandation) abzubilden wurden 2 Marken der Mi. 5 verwendet. Der Brief wurde am 25. Juni 1872 nachmittags auf der Leipziger Hauptpost aufgegeben. Die Marken wurden mit einem Zweikreisstempel entwertet. Der verwendete K2 in dieser Type ist mir erst ab dem Kaiserreich bekannt. Auf der Rückseite ist ein Wurzener Ausgabe-Stempel am 26.6. abgeschlagen worden. Mit lieben Sammlergrüßen Totalo-Flauti.
stampmix Am: 20.05.2017 08:31:05 Gelesen: 26314 # 7
Hallo zusammen, ein Brief nach den USA wurde am 25.6.1872 in Leipzig aufgegeben und tarifgerecht mit den 1/2- und 2 Groschen-Marken Kleiner Brustschild frankiert. besten Gruß stampmix
Lars Boettger Am: 20.05.2017 09:19:05 Gelesen: 26304 # 8
@ stampmix [#7] Der Dampfer "Mosel" des Norddeutschen Lloyds lief am 26.6.1875 in Bremen aus. Am 29.6. machte sie einen Zwischenstopp in Southampton und kam am 10.7.1875 in New York an. Der Hapag-Dampfer lief erst am 30.6.1875 aus, das ist m.E. etwas zu spät. Normalerweise hat die Zulieferung von Leipzig nach Bremen innerhalb eines Tages geklappt. Kannst Du den Leitweg durch einen Ankunftsstempel auf der Rückseite belegen? Beste Grüße! Lars
stampmix Am: 21.05.2017 09:24:54 Gelesen: 26251 # 9
@ Lars Boettger [#21] Hallo Lars, leider ist die Rückseite des gezeigten Briefes blanco. Zeigen möchte ich hier einen weiteren Brief nach Amerika, 3 Jahre später und leider in ramponiertem Zustand. Am 28.2.1875 in Berlin aufgegeben und mit den nachverwendeten 1/2 und 2 Groschen Großer Brustschild frankiert, wurde er als "Unzureichend frankirt" behandelt. Rückseitig AKS New York vom 14.5.1875. Leider kann ich nicht erkennen, warum dieser Brief nicht ausreichend frankiert gewesen sein soll. mit bestem Gruß stampmix
stampmix Am: 24.05.2017 14:34:25 Gelesen: 26202 # 10
Hallo zusammen, am 5.11.1874 wurde dieser Brief in Hamburg aufgegeben und nach Genua gesandt. Tarifgerecht mit 2,5 Groschen frankiert und sauber gestempelt erreichte er Genua am 8.11.1874. besten Gruß stampmix
frankobollo Am: 28.05.2017 11:12:09 Gelesen: 26120 # 11
@ Lars Boettger [#21] Hallo Lars und alle anderen Brustschildinteressenten, dieser mit insgesamt 10 Kr (Mi.-Nr. 9 + 10, beide kleiner Brustschild) portorichtig frankierte Brief nach New York wurde am 28.3.1872 in Frankfurt aufgegeben und erreichte sein Ziel nach 13 Tagen am 10.04.1872. Zwar ist der rote NEW YORK PAID ALL-Stempel kaum zu entziffern, aber der rückseitige Ankunftstempel ist etwas aussagekräftiger. Der zweite Brief mit den großen Brustschildmarken Mi.-Nr. 25 +26 wurde gut zwei Jahre später, am 09.04.1874 ebenfalls von Frankfurt nach New York versandt. Die Beförderung dauerte diesmal insgesamt 16 Tage. Kannst Du oder auch ein anderer Forumsteilnehmer hier die genauen Schiffswege benennen? Und wo oder von wem wurde der PAID ALL-Stempel üblicherweise verwendet? Außerdem wüßte ich gerne, was der Stempelabdruck rechts neben dem Ankunftstempel des zweiten Briefs zu bedeuten hat. Schon jetzt: danke für die Hinweise. Grüße von Frank
hajo22 Am: 09.07.2017 15:17:56 Gelesen: 25982 # 12
Wertbrief zu 700 RM (Gewicht 25 gr) aus Prostken vom 24.12.1875 nach Königsberg in Preußen, Ankunft 25.12. Es wurde auch an Weihnachten bei der Post gearbeitet. Frankiert mit 2x2 1/2 Gr. Brustschild (Nr. 29) und 5 Pfge. (Nr. 32). Mangels Unterlagen kann ich das Porto leider nicht aufdröseln. hajo22
Markus Pichl Am: 09.07.2017 16:18:01 Gelesen: 25968 # 13
Hallo hajo22, ein ganz wunderbarer Brief, den Du uns hier zeigst. Gemäß ab 01.01.1875 geltenden Postgebühren setzt sich das Porto wie folgt zusammen. Wertbriefe bis 250 g Gewicht und über 10 Meilen Entfernung kosteten 40 Pfge Porto, hinzu kommt die Versicherungsgebühr von 5 Pfg je angefangene 300 Mark (mindestens jedoch 10 Pfge). Soll heißen, die Entfernung von Prostken nach Königsberg ist über 10 Meilen (= 40 Pfge) und der Wertbetrag ist mit 700 Mk ausgewiesen (3 x 5 Pfge = 15 Pfge). Dies ergibt ein Gesamtporto von 55 Pfge Die 2 1/2 a. 2 1/2 Gr.-Marke (MiNr. 29) konnte bis einschließlich dem 31.12.1875 als 25 Pfge-Marke aufgebraucht werden. Zwei Stück sind verklebt, dies sind dann 50 Pfge plus die Marke zu 5 Pfge macht zusammen 55 Pfge. Belege, mit Mischfrankaturen zwischen Freimarken der Ausgaben Brustschild und Pfennige, sind beliebt und es gibt hierzu das im Jahre 1998 von Herrn Wiegand veröffentlichte Handbuch. Darin sind alle bis dahin bekannt gewordenen Mischfrankaturen gelistet, hierzu gehört Dein schöner Wertbrief nicht. Somit ein frischer, bisher nicht gelisteter Beleg. Hinzu kommt, dass die Frankaturkombination MiNr. 29 + 29 + 32 dort auch nicht zu finden ist (dafür zahlreiche andere Belege, mit anderen Kombinationen zwischen MiNr. 29 + 32). Ein weiteres i-Tüpfelchen stellt dar, dass der dort gelistete, am spätesten verwendete ganze Beleg auf den 22.12.1875 datiert (nur ein Briefteil mit MiNr. 19 + 33 datiert noch später, auf den 28.12.75). Dein wunderbarer Beleg hat bestimmt für viele Sammler einen hohen "Schlabberlechzhabenwillfaktor". Wenn ich vor Hitze nicht schon dahinschmelzen würde, dann würde ich es wegen Deinem Beleg. MfG Markus
hajo22 Am: 15.07.2017 10:55:37 Gelesen: 25925 # 14
@ Markus Pichl [#13] Danke für die Info zum Wertbrief. Da Dir offensichtlich diese Mischfrankaturen gefallen, hier noch ein Exemplar: Faltbriefchen frankiert mit 2 Gr. (Nr.20) und 10 Pfe. (Nr.33) = 30 Pf. für einen Brief nach Frankreich (bis 10 gr.). Die Marken entwertet mit Hufeisenstempel Strassburg im Elsaß vom 6.4.1875, die Adresse gerichtet in eine Ortschaft (Ortsname kann ich nicht entziffern) im Département Côte d'Or. Grenzübergangsstempel "Allemagne Avric. Paris 7.4.75" und "PD"-Stempel (bezahlt bis zum Adressaten). hajo22
Magdeburger Am: 08.09.2017 17:12:54 Gelesen: 25686 # 15
Hallo Zusammen, hier mal ein Paketbegleitbrief, nicht ganz vollständig: Höchstwahrscheinlich am 02.02.1872 wurde 2 Loth 30 Gramm schweres Paket vom Amtsgericht Grönenberg, zugehörig zu Melle, nach Magdeburg gesendet. Die Entfernung beträgt 30 Meilen und damit Progressionsstufe 6. Frankiert ist dieser Beleg mit 4 Groschen, wie notiert. Eine Marke ist fast halbiert worden. Meines Wissens wären jedoch 5 Groschen als Mindestfahrposttarif fällig gewesen. Mir geht es hier jedoch noch um die Paketausgabe, welche im Postamt erfolgte, was mit dem Rahmenstempel A + Posthorn mit Jahresangabe, bestätigt wurde. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
bayern klassisch Am: 08.09.2017 17:32:07 Gelesen: 25681 # 16
@ Magdeburger [#15] Lieber Magdeburger, Traumbrief mit tollem Stempel - genau so, wie du ihn suchst. Briefe mit 4 normalen Marken hat doch jeder - da finde ich diese "Halbierung" umso besser. Das mit dem Franko von 5 Sgr. ist aber doch etwas sonderbar, weil nicht nachtaxiert. Liebe Grüsse von bayern klassisch
Heinz 7 Am: 08.09.2017 18:31:27 Gelesen: 25668 # 17
@ Magdeburger [#15] Hallo Ulf, ich nehme aber an, dass der Absender 4 "volle" Marken verkleben wollte (4 Groschen), nicht nur 3.5. Seine zweite Marke war "einfach" etwas gar schlecht behandelt worden, und der Absender rechnete mit der Grosszügigkeit des Postbeamten (dass dieser diese defekte Marke dennoch voll akzeptiert). Dass dabei ein Groschen (dennoch) fehlte, das wusste ich gar nicht! Reichten vier Groschen nicht aus? Heinz
Magdeburger Am: 09.09.2017 12:21:17 Gelesen: 25617 # 18
@ Heinz 7 [#17] Hallo Heinz, m.E. ist der Brief vom Postbeamten selbst mit Marken beklebt wurden. Dies erklärt auch besser, dass die "halbe" Marke anerkannt wurde. Es gab keinen Grund, dies in Magdeburg anzuzweifeln. @ bayern klassisch [#16] So weit mir bekannt, galten die Gebühren des Norddeutschen Bundes auch noch zu dieser Zeit. Warum nicht nachgerechnet wurde, bleibt ein Rätsel. Die Siegelseite ist nicht vollständig, wäre jedoch ungewöhnlich wenn dort eine Nachtaxe notiert worden wäre. Dann hätte das Paket auch mit zugestellt werden können. Hallo Zusammen, dazu dann noch dieser Beleg: Dieser Paketbegleitbrief aus Althaldensleben, welcher am 20.02.1872 dort aufgegeben wurde, kam noch am gleichen Tag in MD an. Es lag praktisch um die Ecke, auch ist bekannt, dass es einen regelrechten Postaustausch zwischen beiden Orten statt fand. Hier reichte der Mindestfahrposttarif von 2 Groschen natürlich aus. Der Domkreuzgang liegt gegenüber des Postamtes und so wurde sogar 2 x das Paket zugestellt, dass erst einmal erfolglos am gleichen Tage und am Folgetag klappte es. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
briefmarkenwirbler24 Am: 23.01.2019 17:46:38 Gelesen: 22392 # 19
Guten Abend allerseits, aufgegeben wurde der Brief am 29.11.1872 in "Leipzig Postamt N°2" und adressiert nach Thalwil bei Zürich. Siegelseitig finden wir einen Transitstempel von Zürich (30.11.) und den Ankunftsstempel von Thalwil vom 01.12.1872. Zur Frankatur verwendete man 2x Mi.Nr.19, 1 Groschen "Adler mit großem Brustschild", also insgesamt frankogerecht 2 Groschen laut dem Postvertrag vom 01.09.1868 bis zum 30.06.1875 zwischen dem Norddeutschen Bund und der Schweiz. Ich habe mal spaßeshalber etwas über den Schreiber und den Empfänger des Briefes recherchiert und konnte folgendes finden: Leon Rosenzweig wurde am 29.07.1840 in Czernowitz (Ukraine) als Sohn eines jüdischen Kaufmanns geboren. Er arbeitete zunächst einige Zeit selbst als Kaufmann in Bukarest, bevor er 1871 nach Czernowitz zurückkehrte und dort eine Bank eröffnete. Während seiner Zeit als Kaufmann machte er viele Geschäftsreisen nach Deutschland, England und Frankreich und Italien. Neben seiner Tätigkeit als Kaufmann verfasste Rosenzweig zudem Lustspiele und "Dramatische Sprichwörter" 1864 sowie 1865 in Leipzig über den Verlag Fritsch und Theile. Später ergänzte er seine Werke um Novellen und Humoresken. Einerseits war Leon Rosenzweig ein typisches Beispiel für die Schicht emanzipierter bildungsbürgerlicher Juden und andererseits produzierte er als einer der frühesten jüdischen Autoren deutschsprachige Kleinepik und dramatische Literatur, die wiederum beispielhaft für die Nachahmung zeitgenössischer deutscher Trivialliteratur in der Bukowina (Buchenland) ist. Der Empfänger war kein geringerer als das Unternehmen "Schwarzenbach & Landis". Die Robert Schwarzenbach & Co AG wurde 1829 in Thalwil (Kanton Zürich) gegründet und stellte Seidenstoffe her. 1928 war Schwarzenbach mit 28'000 Angestellten und einem Umsatz von 267 Millionen Schweizer Franken das grösste Textilunternehmen der Welt, wobei ein Grossteil des Umsatzes in den USA erzielt wurde. 1829 machte sich Johannes Schwarzenbach-Landis (1804–1861) als Seidenfabrikant selbständig. 1832 gründete er zusammen mit seinem Vater Joseph Schwarzenbach-Kölliker und seinem Schwager Jakob Näf-Schwarzenbach die Seidenweberei Näf & Schwarzenbach mit Geschäftssitz im Ägertli, Gemeinde Thalwil. Der neue Geschäftssitz in zwei Wohnhäusern (Ferggstube) an der Seestrasse wurde 1846 mit einer Seidenwinderei und -zwirnerei erweitert. 1874 wurden 633'240 Laufmeter Seidenstoffen im Verkaufswert von 2,2 Millionen Franken produziert und verkauft. Eigene Verkaufsbüros wurden ab 1877 in London, Lyon, Berlin, New York, Como und Mailand gegründet. Auf dem linken Bild sieht man Robert Schwarzenbach und rechts die Seidenweberei Schwarzenbach um 1920. Wer Interesse an diesem Thema hat, einfach den untenstehenden Links folgen. https://books.google.de/books?id=T6KFN40miHoC&pg=PA55&lpg=PA55&dq=leon+rosenzweig+leipzig&source=bl&ots=AqHkSWv5kK&sig=ACfU3U2mbMym-v98XDf05l-OwRLzU4HqxA&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwiBke_8o4TgAhURLFAKHWFCAKAQ6AEwAHoECAgQAQ#v=onepage&q=leon%20rosenzweig%20leipzig&f=false https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Schwarzenbach_%26_Co Liebe Grüße Kevin
Fips002 Am: 04.09.2019 20:13:26 Gelesen: 21576 # 20
Brief aus Leipzig 16.5.1872 nach Chicago. Ab 01.01.1872 Einführung der Gewichtsangaben in Gramm, Progression 15 Gramm. 5 Groschen-Frankatur (Kleiner Schild 3 (2), 4 (2), 5) der 2. Gewichtsstufe (blaue "2" links oben, über 15 bis 30 Gramm) via Bremen und New York nach Chicago mit rotem Eingangsstempel CHICAGO ILL PAID ALL JUN 3 und grauschwarzen L1 FRANCO von Bremen. Befördert wurde der Brief mit dem Dampfer "Hermann" des Norddeutschen Lloyd. Dass der Brief nicht wie gewöhnlich bei der Ankunft mit dem New Yorker PAID ALL Einkreisstempel, sondern erst in Chicago gestempelt wurde, lässt den Schluss zu, dass in Bremen schon eine Vorsortierung nach verschiedenen US-Staaten erfolgt war. Das Dampfschiff "Hermann" verließ Bremen am 18.5.1872 (Sonnabend) und kam am 01. Juni 1872 in New York an, Ankunft in Chicago am 03. Juni 1872. Die Postdampfschiffe des Norddeutschen Lloyd verkehrten von Bremen einmal wöchentlich und zwar jeden Samstagvormittag via Southampton nach New York. Die auf diesen Weg beförderten Briefe sind an den grauschwarzen und blauen Einzeilern FRANCO zu erkennen. Dampfschiff "Hermann", Jungfernreise am 17.12.1865. Im Nordatlantik-Dienst bis 1892, 1893 an England verkauft und 1896 verschrottet. Dieter [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Schiffspost und Schiffspoststempel"]
dr31157 Am: 08.12.2020 18:08:36 Gelesen: 19885 # 21
Hallo, ich habe hier einen Hamburger Stempel. Kann mir bitte jemand erklären für was im Stempel P. V. 12 steht? Gruß Detlef [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Deutsches Reich Brustschild"]
Totalo-Flauti Am: 12.09.2021 10:53:28 Gelesen: 18260 # 22
@ dr31157 [#21] Lieber Detlef falls noch keine Antwort kam. Es handelt sich um das Hamburger Postamt 12. Im Leipziger Adressbuch von 1874 werden vier Leipziger Postämter mit "P"ost-"V"erwaltung bezeichnet. Liebe Sammlerfreunde, ein Brief aus Leipzig vom 5.8.1873 nach Amsterdam. Leider entpuppt sich das vermeintliche Pärchen aus der Nähe als zwei eng zueinander geklebte Einzelmarken. Mit lieben Sammlergrüßen Totalo-Flauti.
10Parale Am: 27.02.2022 18:35:41 Gelesen: 17419 # 23
Ich zeige hier 2 Belege mit Brustschilden und schönen Abstempelungen. - LOEWENBERG IN SCHLESIEN 17 5 72 in eine kleine Ortschaft im Böhmerwald (Aussergefild - heute KVILDA). - BRESLAU 28 4 72 nach Klingenthal Liebe Grüße 10Parale
Frankenjogger Am: 26.09.2022 17:35:43 Gelesen: 16138 # 24
Hallo, heute mal eine Frage zu einem Bereich, der überhaupt nicht mein Sammelgebiet ist. Ein Freund aus den USA hat mir zwei Scans mit vielen Fragen geschickt, die ich hier mal einstelle. Zuerst die beiden Scans: Es ist ein Brief nach Montevideo in Uruquay - sicher keine alltägliche Destination. P.D., so habe ich schon recherchiert, bedeutet, bis zum Empfänger bezahlt. Was aber bedeuten all die anderen Vermerke bzw. Stempel auf dem Beleg? Stempel: Aus dem Briefkasten (durchgestrichen?) und 10 CENT MOS handschriftlich im unteren linken Eck, vom Absender hd? und die rote 80 über P.D.? ist der kleine Kreisstempel TyH? postalisch, oder ein Händler- bzw. Besitzerzeichen? Wie ist der Stempel unter der 5 Groschen-Marke zu deuten? Fragen über Fragen. Wer kann helfen? Viele Grüße, Klemens
Totalo-Flauti Am: 17.11.2023 00:00:28 Gelesen: 13154 # 25
Liebe Sammlerfreunde, am 13.10.1874 wurde die Postkarte aus Leipzig nach Greiz gesandt. Es handelt sich um eine Bestätigung des Empfangs einer "Baarsendung" über 13 Thaler und 15 Neugroschen für Kleidung, die sich das Fräulein Constanze kaufte. Bei der Firma Gustav Steckner handelt es sich um einen Modewarenhändler mit einem Geschäft in der Petersstrasse. Eine Postkarte war seit 01.07.1872 mit einem 1/2 Groschen zu frankieren. Mit lieben Sammlergrüßen Totalo-Flauti.
bayern klassisch Am: 17.11.2023 12:12:25 Gelesen: 13123 # 26
Liebe Freunde, eine gewöhnliche Postkarte aus Herborn (ganz in der Nähe meiner Grundausbildungszeit bei der BW) wurde am 05.10.1872 adressiert an die Herren Gebrüder Reubold im Weilbacher-Eisenwerk bei Miltenberg, wo sie am Folgetag ankam und den blauen Miltenberger Halbkreisstempel erhielt - allerdings oben links vorne, wo die Reichspost selbst keinen Abschlag von Ankunftsstempeln vorsah, die bayer. Postkarten allerdings schon. Liebe Grüsse von bayern klassisch [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Altdeutschland Bayern Eingehende Briefe"]
Totalo-Flauti Am: 25.11.2023 21:12:01 Gelesen: 12973 # 27
Liebe Sammlerfreunde, ein einfacher Brief vom 23.12.1874 von Leipzig nach Johanngeorgenstadt. Der Brief wurde mit einem senkrechten Paar MiNr. 18 frei gemacht. Mit lieben Sammlergrüßen Totalo-Flauti.
Latzi Am: 26.11.2023 12:40:14 Gelesen: 12937 # 28
@ Frankenjogger [#24] Hallo, ich versuche es mal (Auslandsbriefe sind nicht mein Spezialgebiet). Der Briefe wurde unfrankiert in den Kasten geworfen und erhielt den Stempel unter der Marke und "aus dem Briefkasten", weil etwas nicht in Ordnung war. Der Absenderstempel wurde umkringelt und der Brief ging zurück an die Firma. Vorher kam der Hamburger Ankunftsstempel rückseitig drauf. Der Brief wurde ordnungsgemäß frankiert (vielleicht waren die "80" vorher schon notiert). Mit der richtigen Frankatur von 80 Pfennig (entrichtet mit 8 Groschen als späte Verwendung) kam der Brief zum Postamt am Venloer Bahnhof und erhielt auch das "PD", weil das Porto jetzt stimmte. Da der Brief über Bordeaux reisen sollte, wurde er über Paris geleitet und erhielt den blauen französischen Stempel. Bei den 10 Centimos vermute ich ein Bestellgeld in Uruguay. TyH dürfte ein Händlerzeichen gewesen sein. Kompetentere Auskünfte gibt es bestimmt bei der ARGE Brustschild. Grüße Lars
bayern klassisch Am: 26.11.2023 13:23:40 Gelesen: 12927 # 29
@ Frankenjogger [#24] Den Hergang sehe ich ähnlich wie Lars. Vermutlich bestand Frankierungszwang bis zur Küste dort und man hat 80 Pfg. als korrektes Franko notiert. Der Absender klebte nun 8 Groschen auf den Brief, die 80 Pfg. entsprachen. Weil der Brief nach Rückgabe an den Absender frankiert worden war, musste jetzt der Briefkastenstempel annulliert und ein P.D.-Stempel aufgesetzt werden. Die Inlandsgebühr von 10 Ctvs. wurde für den Empfänger gestempelt. Liebe Grüsse, Ralph
Frankenjogger Am: 26.11.2023 15:12:19 Gelesen: 12911 # 30
@ Latzi [#28] @ bayern klassisch [#29] Vielen Dank für eure Informationen. Diese konnte ich vor einem Jahr bereits über weitere/andere Kanäle gewinnen und meinem amerikanischen Freund mitteilen. Ich hätte dies wohl hier nachreichen sollen. Schönen Sonntag, Klemens
reichswolf Am: 15.06.2024 09:20:05 Gelesen: 11626 # 31
Heute zeige ich einen Brief mit einem waagerechten Paar der MiNr. 19 des Deutschen Reiches, aufgegeben am 07.02.1874 in Aachen, wo die Marken mit einem von drei 1873 - 1875 parallel genutzten Einkreisstempeln ohne Postamtsnummer und UB bzw. Sternen entwertet wurden. Unterscheidbar sind diese Stempel vor allem an der Größe der Inschrift. Einen Tag später erreichte der Brief Burgdorf im Kanton Bern, und am 09.02. am Zielort Biglen (ebenfalls im Kanton Bern), wie die rückseitigen Stempel zeigen. LG, Christoph
bayern klassisch Am: 15.06.2024 09:51:16 Gelesen: 11619 # 32
@ reichswolf [#31] Hallo Christoph, das Franko wurde zwischen dem Reich und der Schweiz im Verhältnis 60 zu 40 geteilt. Liebe Grüsse, Ralph [Beiträge [#31] bis [#32] redaktionell kopiert aus dem Thema "Belege aus meiner Heimatsammlung Aachen"]
Totalo-Flauti Am: 30.06.2024 10:41:11 Gelesen: 11330 # 33
Liebe Sammlerfreunde, ein einfacher Brief von Leipzig nach Schkauditz bei Droyßig. Frankiert wurde mit 2x Deutsches Reich MiNr.3. Der Zweikreisstempel stammt noch aus der Sachsenzeit. Die Marken haben unterschiedliche Farbnuancen. Dabei scheint aber insbesondere die rechte Marke oxidiert zu sein. Mit lieben Sammlergrüßen Totalo-Flauti.
Dulfen1 Am: 02.09.2024 21:27:39 Gelesen: 10840 # 34
Moin Michael, lieben Dank für die Info. Von mir noch ein Ganzsachenauschnitt auf Faltbriefhülle. Aus U 1 II (kleiner Brustschild, hohe 1). Gelaufen von Neuwied nach Niederlahnstein am 14.05.1872. Das Porto für Inlandsbriefe bis 15 Gramm betrug 1 Groschen. Gruß Ulf [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Ganzsachenausschnitte auf Belegen" - Achtung, keine Briefmarke !]
Dulfen1 Am: 03.09.2024 22:07:54 Gelesen: 10772 # 35
Dann möchte ich doch noch eine Faltbriefhülle mit "richtigen" Brustschildmarken nachlegen: Sehr später Brief mit Mi.Nr. 20 als Pärchen auf Einschreibebrief vom 13.11.1875 von Kattowitz nach Oppeln. Rote handgeschriebene 40 für das Pfennigeporto für diesen E-Brief über 15 Gramm. Gruß Ulf
Dulfen1 Am: 11.10.2024 21:49:11 Gelesen: 10442 # 36
Stempel "Portopflichtige Dienstsache" auf eben Solche vom 08.02.1873 von Elberfeld nach Hückeswagen. Frankiert mit Mi.Nr.:19, nahezu zentral aufgesetzter Zweikreisstempel Elberfeld Bhf., rückseitig Ankunftstempel Hückeswagen vom 09.02.1873. Gruß Ulf [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Portopflichtige Dienstsache"]
Dulfen1 Am: 28.10.2024 21:51:30 Gelesen: 10286 # 37
Nr. 16 und 18 auf Auslandsdrucksache von Hamburg nach Bridgewater, gestempelt Hamburg P.V.2 6.9.73 Nr. 18 beschädigt, Nr. 16 wohl vom Unterrand. Sehr dünnes Papier, dadurch ist der Druck stark durchscheinend. Rückseitig Ankunftstempel Bridg.....er 8.9.73 Gruß Ulf
Gernesammler Am: 25.01.2025 16:58:18 Gelesen: 9767 # 38
Hallo Sammlerfreunde, Postkarte vom 2.1.1873 aus Wiesbaden mit Neujahrsgrüßen, spediert an Herrn Kämmerer in Neustadt an der Haardt, einen Ankunftsstempel gibt es nicht. Für das Franko nahm man eine Mi.Nr.14 zu 1/2 Groschen, Brustschild mit kleinem Adler, gestempelt mit Einkreisstempel von Wiesbaden. Gruß Rainer [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Altdeutschland Bayern Eingehende Briefe"]
Gernesammler Am: 20.03.2025 19:35:51 Gelesen: 9384 # 39
Hallo Sammlerfreunde, Postkarte vom 14.8.1872 von Herrn Rinke aus Ronsdorf, spediert an Herrn Joh.Kämmerer in Neustadt an der Haardt, hier kam die Karte am Folgetag zur Ausgabe. Der Tag der Ankunft der Karte war ein Donnerstag, somit hatte Herr Kämmerer Gelegenheit sich auf seine Waren vorzubereiten, die als Eilgut am Samstag angekündigt wurden. Für das Franko nahm man eine Mi.Nr.18 zu 1/2 Groschen, gestempelt wurde mit R2 Rahmenstempel von Ronsdorf (Feuser, nachverwendete Altdeutschland Stempel 2800) sowie zur Ausgabe mit dem Halbkreisstempel von Neustadt a./H. (Winkler 14) in violett, verwendet 1868-76. Die Postkarte hatte ich vom Trödelmarkt, dieser war auch noch ein altes Attest von 1981 beigefügt. Gruß Rainer [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Altdeutschland Bayern Eingehende Briefe"]
Totalo-Flauti Am: 21.03.2025 19:37:06 Gelesen: 9261 # 40
Liebe Sammlerfreunde, eine unscheinbare Postkarte, frankiert mit 1/2 Groschen MiNr.17 wurde am 09.05.1874 aus Leipzig zur Festung Königstein versandt. Auf der Rückseite eine Frage: "Wann kommst Du?". Der Adressat der Karte ist ein A. Bebel. Ist hier eventuell August Bebel der Empfänger der Karte?. Er saß im Ergebnis des 1872 stattgefundenen Leipziger Hochverratsprozesses zwei Jahre auf der Festung Königstein in Haft. Mit lieben Sammlergrüßen Totalo-Flauti.
LK Am: 21.03.2025 21:31:29 Gelesen: 9247 # 41
@ Totalo-Flauti [#40] Es rühmen sich zwei Orte wo Bebel seine Festungshaft verbüßt hat. Schloß Hubertusburg bei Wermsdorf an der sogar eine Gedenktafel bezüglich der Haft angebracht ist. Dieses Schloß wurde zeitweilig als Landesgefängnis genutzt [1]. Und die Festung Königstein [2]. Zu Finden unter Gefangene. Da Bebel zu Festungshaft verurteilt wurde, gehe ich eher davon aus, dass er auch auf dem Königstein war. Tolles Stück aus der Geschichte des 19. Jahrhunderts. Beste Grüße LK [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Leipziger_Hochverratsprozess#:~:text=Der%20Prozess,-Da%20der%20Krieg&text=Am%2011.,und%20sp%C3%A4tere%20Landtagsabgeordnete%20Otto%20Freytag [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Festung_K%C3%B6nigstein
Dieter 66 Am: 15.04.2025 23:08:32 Gelesen: 8752 # 42
Hallo, hier eine Brief aus Soldin / Westpreußen nach Wittlage Kreis Osnabrück. Portopflichtige Postsache. An die königliche xxxxxxxxxxxmannschaft. Hätte einmal eine Frage zu dem Aufkleber, der mir nicht bekannt ist „aus Soldin 805“. Dann fiel mir bei der Bestimmung der Freimarke „1 Kreuzer Michel Nr. 19“ ein Farbfleck auf dem Adler auf. Dieser hat bei näherer Betrachtung allerdings ein eindeutiges Druckprofil. Ist das ein Plattenfehler oder Abart. Schönen Gruß Dieter.
bayern klassisch Am: 16.04.2025 07:25:52 Gelesen: 8729 # 43
@ Dieter 66 [#42] Hallo Dieter, "Amtshauptmannschaft" steht da und es ist eine 1 Groschenmarke. Liebe Grüsse, Ralph
Gauss Am: 16.04.2025 09:21:23 Gelesen: 8706 # 44
@ Dieter 66 [#42] Es ist eine portopflichtige Dienstsache. Der Aufkleber ist ein Paketaufkleber, der Brief ein Paketbegleitbrief („anbei ein Paket mit Adresse“). Bei dem Farbfleck handelt es sich um einen Schraubkopfabdruck.
Totalo-Flauti Am: 17.04.2025 09:06:37 Gelesen: 8606 # 45
Liebe Sammlerfreunde, ich habe hier einen einfachen Brief vom 24.04.1874 aus Leipzig nach Altenburg. Der Brief wurde mit einer MiNr.19 (1 Groschen) frei gemacht. Meine Frage ist, ob es sich um den Plattenfehler 19 V "gebrochenes N" in Groschen handelt? Leider geht ein Knick durch Beleg und Marke. Vielen Dank für Eure Hilfe. Mit lieben Sammlergrüßen Totalo-Flauti.
Gauss Am: 17.04.2025 11:29:17 Gelesen: 8594 # 46
@ Totalo-Flauti [#45] Da müsste der linke Fuß des N fehlen, also eher nein.
Totalo-Flauti Am: 16.05.2025 22:53:50 Gelesen: 8062 # 47
Danke für die Einschätzung @ Gauss [#46] Liebe Sammlerfreunde, eine Drucksache im Ortszustellbereich vom 02.11.1872. Der Hut-Fabrikant Gustav Pinsdorf gibt seine Geschäftseröffnung ergebenst an. Frankiert wurde die Drucksache mit 1/4 Groschen MiNr. 16. Für Drucksachen und Warenproben, welche den reglementarischen Vorschriften entsprechen, sind im Frankierungsfalle, die von einem und demselben Absender in Partieen von mehr als 60 Stück frankiert am Annahmefenster aufgeliefert wurden, pro Stück mit 1/4 Groschen zu frankieren [1]. Mit lieben Sammlergrüßen Tortalo-Flauti. [1] digital.slub-dresden.de, Leipziger Adressbuch 1872
Latzi Am: 17.05.2025 14:18:46 Gelesen: 8001 # 48
@ Totalo-Flauti [#45] Hier der Plattenfehler V: Grüße Lars
Jürgen Witkowski Am: 25.11.2025 15:25:13 Gelesen: 5411 # 49
In Hamburg gab es eine Vielzahl von Hufeisenstempeln. Mein Exemplar mit der Spalink-Nr. 17-2, Hamburg I.A. stammt vom 27. Decbr. (18)73 und befindet sich auf einem mit einer Brustschildmarke zu 2 Groschen mit Großem Schild freigemachten Brief nach Burgdorf bei Celle. Der rückseitige Ankuftstempel stammt vom 29.12.(18)73. Mit besten Sammlergrüßen Jürgen [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Deutsches Reich Hufeisenstempel"]
Jürgen Witkowski Am: 27.11.2025 10:42:43 Gelesen: 5321 # 50
Der Hufeisenstempel Mühlhausen i. Els. Bhf., Spalink-Nr. 26-6, auf Brief nach Neuchatel in der Schweiz, freigemacht mit einer Brustschildmarke mit großem Schild zu 2 Groschen, wurde am 30. Jan (18)74 verwendet. Der rückseitige Ankuftstempel dokumentiert die Ankunft noch im alten Jahr. Mit besten Sammlergrüßen Jürgen
Jürgen Witkowski Am: 29.11.2025 16:56:15 Gelesen: 5273 # 51
Ein Ortsbrief freigemacht mit einer Brustschildmarke mit kleinem Schild zu 1/2 Groschen wurde am 5 Decbr. (18)72 in Mühlhausen i. Els. mit einem Hufeisenstempel versehen, Spalink-Nr. 26-4. Mit besten Sammlergrüßen Jürgen [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Deutsches Reich Hufeisenstempel"]
Dieter 66 Am: 27.01.2026 23:44:47 Gelesen: 4270 # 52
Hallo, ich wollte nochmal auf meinem Beitrag [#42] zurückkommen. Bei der Michel Nr. 19, großes Brustschild ist mir die Struktur im Prägefeld aufgefallen. Michel schreibt dazu (besonders mit waffelähnlicher Struktur im Prägefeld) Liege ich da richtig? Schönen Gruß Dieter. https://philaseiten.wavecdn.net/up/262148557/8/0/81a5baf9_l.png
Lars Boettger Am: 28.01.2026 07:49:30 Gelesen: 4248 # 53
@ Fips002 [#20]

Hallo Dieter,

der CHICAGO-Stempel auf Deinem Brief gefällt mir überhaupt nicht. Entweder wurde er nachgezeichnet (und zwar nicht sonderlich gut) oder er ist komplett gefälscht worden. Und ja, Chicago war Auswechselpostamt für Briefe über den Nordatlantik. Die Stempel sind m.W. nicht sehr häufig anzutreffen.

Beste Grüsse!

Lars
Dieter 66 Am: 28.01.2026 16:57:13 Gelesen: 4179 # 54
@ Lars Boettger [#53] Hallo Lars, danke für deine Antwort Habe ich mit Chicago etwas übersehen. Oder hast du dich im Thema vertan. Schönen Gruß Dieter
Gauss Am: 28.01.2026 17:40:53 Gelesen: 4165 # 55
@ Dieter 66 [#54] Es geht um den Beitrag [#20] vom 4.9.2019. Der war von einem anderen Dieter gleichen Namens.
Reini46 Am: 28.07.2026 13:50:33 Gelesen: 845 # 56
Hallo, Drucksache vom 6.1.73 aus Geestemünde nach Baden frankiert mit Mi 17a? grosser Brustschild. Es wird die Ankunft von diversen Segelschiffen mit Baumwolle aus den USA angekündigt. Grüße Reini46
Gauss Am: 28.07.2026 22:10:37 Gelesen: 798 # 57
@ Reini46 [#56] Der Absender war mit Zell/Baden etwas unpräzise, auch wenn man bei Koechlin ja wissen sollte, wo. Zunächst hat die Post aber mit Blaustift a.H? ergänzt, das (am Harmersbach) war aber das falsche. Der zweite Versuch Wiesenthl war dann ein Treffer.
bayern klassisch Am: 29.07.2026 07:39:31 Gelesen: 724 # 58
@ Gauss [#57] Könnte auch sein, dass "a/H" "an der Haardt" heißen sollte, wie Neustadt an der Weinstraße in der bayer. Pfalz damals genannt wurde. LG, Ralph
Gauss Am: 29.07.2026 07:49:45 Gelesen: 720 # 59
@ bayern klassisch [#58] Gibt's da auch ein Zell? Da in der Anschrift aber Zell/Baden steht, wird schon eins der beiden badischen gemeint gewesen sein. Zell am Harmersbach, ehemals kleinste Reichsstadt im Heiligen Römischen Reich.
bayern klassisch Am: 29.07.2026 07:59:53 Gelesen: 713 # 60
@ Gauss [#59] Keine Ahnung - aber wenn hinter "Neustadt" "a. H." steht, dürfte das i. d. R. das pfälzsische Neustadt gemeint sein - habe ich so auf Hunderten von Briefen gesehen. Aber es ist nicht wichtig. LG
Reini46 Am: 29.07.2026 16:52:14 Gelesen: 671 # 61
Hallo, Dieser Brief aus Mannheim vom 21.9.72 nach Zell ist sicher Massenware. Beeindruckend aber das Innere des Faltbriefes. Grüße reini46