Briefmarken Atteste

Thema:

Österreich - Marken und Belege Dezember 1918 bis 1938

Cantus Am: 18.04.2017 00:07:39 Gelesen: 23454 # 1
Am 12. November 1918 brach das Kaiserreich Österreich zusammen und löste sich in die Republik Deutschösterreich, die Tschechoslowakei, Ungarn, die Westukraine, den südlichen Teil Polens, die italienischen Besetzungsgebiete Trentino und Venezia Giulia, den Landesteil Slowenien, Jugoslawien und das rumänische Besetzungsgebiet Bukowina auf. Der Zusammenschluss mit dem Deutschen Reich (Weimarer Republik) wurde von den alliierten Siegermächten 1919 im Staatsvertrag von Saint-Germain-en-Laye ausgeschlossen, indem in Art. 88 ein förmliches Unabhängigkeitsgebot für Österreich bestimmt wurde. In Österreich und Deutschland wurde der Artikel als Anschlussverbot bezeichnet. Gemäß dem Vertrag wurde auch der Staatsname „ Republik Österreich“ festgelegt. Am 21. Oktober 1919, mit der Ratifizierung des Staatsvertrages durch die Konstituierende Nationalversammlung, wurde dieser Name verbindlich [1]. In der Zeit von 1934 bis zum Anschluss an das Deutsche Reich im Jahr 1938 gab es Bürgerkriege und politische Umwälzungen in Österreich, die am besten hier [2] nachzulesen sind. Infolge der Reparationsforderungen der Siegermächte des I.Weltkrieges in Verbindung mit weltweiter Regression kam es in Österreich ab 1918 zu einer immer stärkeren Geldentwertung und im Gegensatz zu Deutschland dauerte diese Inflation bis zum 30.6.1925. In der Philatelie werden dabei folgende Portoperioden (PP) unterschieden: PP 1 = 12.11.1918 - 14.01.1920 PP 2 = 15.01.1920 - 14.04.1920 PP 3 = 15.04.1920 - 31.01.1921 PP 4 = 01.02.1921 - 31.07.1921 PP 5 = 01.08.1921 - 30.11.1921 PP 6 = 01.12.1211 - 30.04.1922 PP 7 = 01.06.1922 - 20.08.1922 PP 8 = 21.08.1922 - 17.09.1922 PP 9 = 18.09.1922 - 31.10.1922 PP 10 = 01.11.1922 - 31.07.1923 PP 11 = 01.08.1923 - 30.11.1923 PP 12 = 01.12.1923 - 30.11.1924 PP 13 = 01.12.1924 - 30.06.1925 Die Währungsreform der Ersten Republik löste die seit 1919 mit Deutschösterreich abgestempelten Banknoten der Kronenwährung aus der österreichisch-ungarischen Monarchie ab. Die österreichische Krone, die durch die Inflation nach dem Ersten Weltkrieg sehr stark an Wert verlor, wurde nach dem Währungsumstellungsgesetz vom 20. Dezember 1924 mit Wirkung vom 1. März 1925 durch den Schilling zu 100 Groschen ersetzt. 10.000 österreichische Kronen waren in einen Schilling umzutauschen. Heute einen ersten Brief, gelaufen per Einschreiben von Wien nach Berlin mit einer Gesamtfrankatur von 3.200 Kronen, leider mit unlesbarem Stempel. Der Brief trägt rückseitig sechs Vignetten der Wiener Freiwilligen Rettungsgesellschaft zu je 20 Kronen. Mi. 383, 406 Viele Grüße Ingo [1] http://www.geschichte-oesterreich.com/1918-1938/ [2] https://de.wikipedia.org/wiki/St%C3%A4ndestaat_(%C3%96sterreich)
henrique Am: 27.04.2017 19:27:26 Gelesen: 23379 # 2
Deutsch-Österreich Marken-Ausgabe von 1918 / 1919 (Hellerwerte) Mi Nr 228 - 242 Schräger Aufdruck "Deutschösterreich" auf den Marken Mi Nr 185-199 von 1916 Kaiserkrone / Kaiser Franz Josef / Wappen Marken in postfrischer Qualität aus meiner Sammlung Henrique aus Österreich
Gaius_Caligula Am: 28.04.2017 07:40:05 Gelesen: 23353 # 3
@ henrique [#2] Kaiserkrone / Kaiser Franz Josef / Wappen Einspruch, Euer Ehren! Wenn ich mich nicht ganz täusche, zeigt das Portrait auf den Marken der mittleren Reihe den Nachfolger von Kaiser Franz Josef, den guten Karl :-) Beste Sammlergrüße Gaius_Caligula
henrique Am: 28.04.2017 10:01:33 Gelesen: 23335 # 4
@ Gaius_Caligula [#3] Hallo, du hast natürlich Recht. Schade, dass man das nicht ausbessern kann. Oder gibt es eine Möglichkeit? Beste Grüße Henrique
Cantus Am: 28.04.2017 17:18:47 Gelesen: 23316 # 5
@ henrique [#4] Hallo Henrique, die Möglichkeit gibt es zwar grundsätzlich schon, aber leider nur innerhalb von 24 Stunden oder nur so lange, wie dir nooh keiner geantwortet hat. Gibt es also einen Folgebeitrag, kann man den vorausgehenden nicht mehr ändern. Hier in dem Fall ist das aber unproblematisch, weil die Korrektur direkt dahinter erfolgt ist. Schau mal hier: http://www.philaseiten.de/s/hilfe.html#Forum_5 (Beitrag bearbeiten). Viele Grüße Ingo
henrique Am: 09.05.2017 10:33:05 Gelesen: 23277 # 6
Deutsch-Österreich Marken-Ausgabe von 1919 (Hellerwerte) Mi Nr 243 Großformat / Schräger Aufdruck "Deutschösterreich" Farbvarianten Henrique
henrique Am: 13.05.2017 08:28:56 Gelesen: 23219 # 7
Deutsch-Österreich Marken-Ausgabe von 1919 (Kronenwerte) Mi Nr 244, 245, 246 zur Ergänzung der Serie Großformat / Schräger Aufdruck "Deutschösterreich" Henrique
Meinhard Am: 13.05.2017 11:02:11 Gelesen: 23207 # 8
@ henrique [#6] Die alte Bezeichnung (schon länger her) war: (von links nach rechts) 243 Aa - grünlichblau, gez. 121/2 243 Ab - dunkelblau, gez. 121/2 243 Ac - trübblau, gez. 121/2 Einen neueren Michel habe ich nicht, vielleicht kannst Du mir diese mit den aktuellen Michel Nummern zuteilen. LG, Meinhard
Cantus Am: 13.05.2017 12:13:59 Gelesen: 23197 # 9
@ Meinhard [#8] Hallo, Michel unterscheidet diese Marken zu 2 Kreuzer (Maße 26 x 29 mm) heute wie folgt: Zähnungsunterschiede: A = gez. L 12 ½ B = gez. L 11 ½ (Markenfarbe preußischblau, extrem selten) Die gezeigten Marken gehören danach vermutlich zu folgenden Katalogbezeichnungen: 243 II A a = preußischblau 243 II A b = dunkelgrünlichblau 243 II A c = dunkelblau Die Zähnungsvariante L 11 ½ gibt es nur als 243 II B a. Viele Grüße Ingo
Meinhard Am: 13.05.2017 15:11:50 Gelesen: 23185 # 10
@ Cantus [#9] Zähnungsunterschiede A = gez. L 12 ½ B = gez. L 11 ½ (Markenfarbe preußischblau, extrem selten) Beide Zähnungen mit aktueller Michel Nummer: 243II Aa = Lz 121/2, preußischblau 243II Ba = Lz 111/2, Preußischblau Noch den Kurzbefund - Nummer stimmt nicht mehr ! Gruß, Meinhard
henrique Am: 06.02.2019 17:13:23 Gelesen: 20909 # 11
Hallo, anbei einige Belege aus dem Zeitraum 1922-1924 Freimarken der "Republik Österreich" (2 Markenbilder) 500 Kronen / Ausgabe September 1922 700 Kronen / Ausgabe Dezember 1924 Kornähre / Symbol für die Landwirtschaft 1000 Kronen / Ausgabe August 1923 1200 Kronen / Ausgabe August 1923 Hammer und Zange / Symbol für Gewerbe und Industrie Henrique
henrique Am: 12.05.2019 11:32:10 Gelesen: 20631 # 12
Hallo, nun eine Postkarte (Ganzsache mit 25 Heller Werteindruck) von 1920 Deutsch-Österreich mit Zusatzfrankatur 25 Heller geschnitten Auasgabe 1920 Aufgabestempel WIEN 21.VIII.20 Henrique
henrique Am: 12.05.2019 11:44:29 Gelesen: 20629 # 13
@ Cantus [#1] Hallo Ingo, sollte dieses Thema nicht geteilt werden in 1.) Österreich: Marken und Belege "DEUTSCH-ÖSTERREICH 1918-1921" 2.) Österreich: Marken und Belege "Republik Österreich ab 1922" Beste Grüße Henrique
abrixas Am: 12.05.2019 11:58:57 Gelesen: 20623 # 14
Die Bahnpost-Kursstempel aus der K.B. Bahnpostzeit Nach Übergang auf die Reichspost wurden die Bahnpoststempel weiter verwendet Postkarte Mi.Nr.251 mit "Werteindruck Wappenadler quadratisch, Wertangabe im Dreieck", 200 Kronen hellrosa. Die Karte ist portorichtig am Letzttag (!) der 11. Infla-Portoperiode (1.8.1923 - 30.11.1923) gelaufen; Porto für Postkarte 300 Kronen. Die für die 10. Portoperiode vorgesehene Karte (Postkartenporto 200 K.) weist daher die Zusatzfrankatur von 100 K. auf, abgedeckt mit 2 x 50 K. - "Landschaft, Gewerbe, Industrie" MiNr. 374; braunorange) Interessant ist in diesem Zusammenhang der wieder gestrichene Taxvermerk: Die beiden aufgeklebten Marken waren speziell als Zusatzfrankatur auf Ganzsachen länger frankaturgültig und zwar bis zum 31. Dezember 1923. Dieser Sonderregelung wurde offenbar anfänglich keine Beachtung geschenkt, und erst nach dem Bemerken des Irrtums wurde das „T“ mit Blaustift wieder gestrichen.
mausbach1 (RIP) Am: 08.12.2019 09:24:49 Gelesen: 20071 # 15
MiNr. 557 vom 06.06.1933 - Wien mit u.a. Stephanskirche (1683) MiNr. 610 vom 16.08.1935 - Flugzeug über und Auto auf der Großglockner-Straße Glückauf! Claus
henrique Am: 24.07.2020 17:00:08 Gelesen: 19334 # 16
Republik Deutsch-Österreich Ein Beleg mit Misch-Frankatur Freimarken von 1919 (20 Heller und 50 Heller / Bildnis "Allegorie") Freimarken von 1920/21 ( 3 Kronen und 4 Kronen / "Wappenzeichnung" Neues Format) Henrique
Cantus Am: 24.07.2020 23:41:53 Gelesen: 19304 # 17
Von mir ein Brief aus Traun, gerichtet an den Architekten Jaro Merinsky in Wien. Die Frankatur von 10 Kronen wird durch einen Viererblock der Marke zu 2 1/2 Kronen in braun, ANK 363, abgedeckt. Der Poststempel ist leider nur teilweise lesbar, zu sehen sind der 21. und das Jahr 1922. Viele Grüße Ingo
becker04 Am: 25.07.2020 20:01:09 Gelesen: 19244 # 18
Habe hier einen Brief aus Wels nach Brunn bei Pöchlarn vom 20.10.1932. Viele Grüße Klaus
fogerty Am: 19.04.2021 19:18:05 Gelesen: 17680 # 19
Dieser Brief ging am 5.2.1938 von Wittenberge nach Potsdam. Grüße Ivo
Altmerker Am: 19.04.2021 20:57:13 Gelesen: 17666 # 20
@ fogerty [#19] Hallo, es ging von Wien nach Wittenberge in der Prignitz, das gehört heute wieder zum Brandenburg, früher halt zu Potsdam und zwischen-DDR-zeitlich zum Bezirk Schwerin mit Kreisstadt Perleberg. Das Central-Hotel gab es nach dem Krieg nicht mehr. Gruß Uwe
fogerty Am: 19.04.2021 21:08:12 Gelesen: 17663 # 21
@ Altmerker [#20]

Ups, da war ich ein wenig zu schnell, klar, Wien war der Absender!

Danke
Ivo
22028 Am: 10.05.2021 20:07:22 Gelesen: 17393 # 22
Wien / Österreich, 9. Dezember 1929 per Luftpost nach Bagdad. Normalerweise interessiere ich mich nicht für Luftpostbelege, aber an DLO-Belegen bin ich immer interessiert. Interessant auch der ungewöhnliche DLO-Aufkleber, eine Type den, soweit ich mich erinnern kann, 1noch nie gesehen habe. Das führt mich zu meiner Frage, die ich schon lange habe, gibt es einen Sammler, der systematisch irakische Stempel, Cachets und Etiketten auflistet? Die Rückseite des Umschlags wird ein Zeitvertreib für den nächsten Winter sein, um alle Stempel und Daten zu entziffern. Eine schnelle Überprüfung der Rückseitigen Stempel ergab dass der Brief am 16. Januar 1930 von Baghdad wieder abging und dann am 21. Januar 1930 in Damaskus durchgangsgestempelt wurde, von dort ging der dann weiter nach Istanbul wo er im Januar angekommen ist, der Tag ist leider nicht lesbar. Das würde heißen dass der Brief zwar als Luftpost NACH Baghdad ging, aber mit der Overland Mail zurück ging. Zu dem Zeitpunkt gab es noch keine Luftpost Baghdad-Damaskus! Dann passt der Brief ja sogar in meine Overland Mail Sammlung! Kann mir jemand die Österreichische Portostufe erklären?
Cantus Am: 11.09.2021 02:19:09 Gelesen: 16614 # 23
@ 22028 [#22] Hallo Rainer, ab 1.11.1929 betrug das Porto für einen Luftpostbrief in den Irak = 80 Groschen. Für das Einschreiben wurden zusätzlich 60 Groschen fällig. Danach ist dein Brief mit 5 Groschen unterfrankiert, aber vielleicht nahm man es bei ganz offensichtlicher Sammlerpost damals nicht immer so ganz genau, denn, so sehe ich das, der Brief sollte schön aussehen, vielleicht war aber auch ganz einfach eine 5-Groschen-Marke nicht vorrätig oder nicht verfügbar, so dass der Brief auch mit Unterfrankatur und ohne Nachportoforderung befördert werden konnte. Damals gab es reichlich Briefmarkensammler und auch Postbeamte gehörten dazu, warum also konnte da nicht der Eine dem Anderen einen Gefallen tun? Viele Grüße Ingo
Gernesammler Am: 24.09.2021 09:59:36 Gelesen: 16530 # 24
Hallo Sammlerfreunde, Brief als Einschreiben vom 31.11.1922 aus Wien von Franz Hoffner per Luftpost spediert nach Paris, für das Franko in das Ausland waren 1500 Kronen in Marken zu verkleben für die Reco-Gebühr ebenfalls, ich denke der Rest von 2400 Kronen war die Luftpostgebühr. Verklebt für das Franko wurden Marken der Flugpostausgabe "Kreß Flug" ANK.Nr.425 zu 300 Kronen Nr.427 zu 600 Kronen Nr.428 zu 900 Kronen Nr.429 zu 1200 Kronen und Nr.430 zu 2400 Kronen. Gestempelt wurde mit Kreisstegstempel von Wien 11 *j* und Einkreisstegstempel Wien 1 Luftpost auf der Rückseite ist der Absender und eine 12 vermerkt. Gruß Rainer
Briefuhu Am: 08.11.2022 19:30:52 Gelesen: 14377 # 25
Drucksache vom 20.10.1926 von Kufstein nach Braunschweig. Der Brief ist philatelistisch inspiriert, Absender ist Blumen Aurich in Chemnitz, unten links ein grüner Stempel "Bitte nicht fortwerfen. Dieser Umschlag bedeutet später einen Wert für Sammler". Portorichtig frankiert mit Michel Nr. 447, 448 und 449, schöne Dreifarbenfrankatur mit Ziffernfolge 1 - 2 - 3. Schönen Gruß Sepp
Briefuhu Am: 28.12.2022 13:39:25 Gelesen: 13984 # 26
R-Brief vom 10.01.1930 von Wien nach Frankfurt, frankiert mit Michel 503 und 506 gesamt 50 Groschen. Ankunftstempel auf der Rückseite vom 11.01.1930. Schönen Gruß Sepp
Martin de Matin Am: 28.05.2023 19:16:12 Gelesen: 12717 # 27
Heute mein letzter Beleg aus Österreich. Eine Postkarte aus Wien mit Expressaufkleber vom 2.10.23 nach Magdeburg. Dort mit dem Stempel Magdeburg Telegraphenamt am 4.10.23 gestempelt. Auf der Karte befindet sich einen 1000 K-Marke (MiNr.391) und eine 1600 K-Marke (MiNr.394) Gruss Martin
Stefan Am: 01.11.2023 12:58:43 Gelesen: 11032 # 28
Messen wie in Ulm sind eine Reise wert und es laufen dem suchenden Sammler alle möglichen Dinge (Themen) Belege über den Weg, wenn man überhaupt nicht damit rechnet. Im nachfolgenden Beispiel ist die gezeigte Frankatur der Ansichtskarte mit einer Dauermarke zu 12 Groschen ganz profan gehalten und eigentlich Massenware. Sendung (Ansichtskarte) vom 15.03.1938 aus Neukirchen bei Lambach nach München Bei der Durchsicht einer Österreich-Belegekiste fiel der Empfänger - Reichsleitung der NSDAP in München - auf. Der Absender, ein Gefreiter und scheinbar Mitarbeiter in der Personalabteilung des Empfängers, beschreibt die Reaktion der örtlichen Bevölkerung auf die Ankunft der deutschen Truppen in Österreich. Am 13.03.1938 wurde der "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich vollzogen [1]. Der Begriff "Anschluss" für die Eingliederung Österreichs war der nachfolgenden Ansichtskarte nach bereits am 13.03.1938 sprachlich in Gebrauch, hier noch ohne Gänsefüßchen: Sendung (Ansichtskarte) vom 16.03.1938 aus Wien nach Hannover Auch in diesem Fall berichtet der Schreiber sehr überschwenglich von Jubel der örtlichen Bevölkerung über den Einmarsch der deutschen Truppen, hier in Wien. Aus heutiger Sicht handelt es sich um einen der schwärzesten Tage der jüngeren österreichischen Geschichte. Beide Belege waren am Stand von Harlos auf der diesjährigen Briefmarkenmesse in Ulm in den Belegekisten zu 2,00 Euro/Stück zu finden (unabhängig von der früheren Preisauszeichnung). Gruß Stefan [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Anschluss_%C3%96sterreichs
Briefuhu Am: 29.11.2024 08:34:54 Gelesen: 9103 # 29
R-Brief mit Luftpost vom 30.08.1928 von Wien nach Tirana/Albanien dort Ankunft am 02.09.1928. Frankiert wurde mit Michel Nr. 2x477 und 481, gesamt 130 Groschen. 30 Groschen Luftpost, Einschreiben 60 und Brief 40 Groschen. Schönen Gruß Sepp
Cantus Am: 04.01.2025 03:20:19 Gelesen: 8882 # 30
Von mir eine Karte, die am 27.6.1919 von Wien nach Helsingfors gelaufen ist. Als Frankatur wurden zwei Marken der Überdruckserie von 1918 verwendet, Mi. 229 und 230. Für den Normalsammler sicherlich eine häufige Frankaturart, für den Spezialisten aber sicherlich eine spannende Sache, denn von der grünen 5 Heller-Marke unterscheidet der Michel-Österreich-Spezial 32 Varianten, von der rotorangenen 6 Heller-Marke immerhin noch 30 Varianten. Solche Feinheiten erspare ich euch aber. Viele Grüße Ingo
Schradin Am: 04.01.2025 16:09:48 Gelesen: 8864 # 31
Nicht so ganz mein Spezialgebiet, habe aber einen ANK Spezialkatalog Österreich zuhause. Demnach fällt dieses Auslandseinschreiben von Wien, 12. Oktober 1921, nach Rabenstein im Bayerischen Wald in die PP 5 und dürfte mit 9 Kronen Frankatur eigentlich drastisch unterfrankiert gewesen sein (die Portotabelle weist dafür eigentlich 10 Kronen Porto + weitere 10 Kronen Einschreibegebühr = 20 Kronen) aus [und dafür hatten die Rabensteiner Postboten nach Ankunft des Briefs in Zwiesel (Rabenstein) vom 19.-22. Oktober auch noch 4 erfolglose Zustellungsversuche hinter sich zu bringen]. Oder kann mir jemand die Portozusammenstellung erklären?
BANANA60 Am: 04.01.2025 16:33:59 Gelesen: 8861 # 32
@ Schradin [#31] Hallo! Das ist ein Rekobrief nach Deutschland der 5. Periode (1.8.1921 - 30.11.1921) portogerecht frankiert mit 9 Kronen. Für Deutschland galt in Österreich bis nach dem 3. Reich der Inlandstarif. Liebe Grüße Harald
Schradin Am: 04.01.2025 17:03:16 Gelesen: 8856 # 33
@ BANANA60 [#32] Super, besten Dank für die Info! Und wenn ich, wie jetzt nachträglich, auch alle Anmerkungen zu der Portotabelle in meinen ANK lese, steht das da auch genau so drin.
becker04 Am: 06.01.2025 07:43:47 Gelesen: 8759 # 34
Guten Morgen, von mir heute eine Ganzsache mit Zusatzfrankatur aus Wien 8 nach Barmen in Deutschland vom 23.1.1922 und eine Drucksache aus Wien 1 nach Baden bei Wien vom 4.4.1922. Entwertet wurden beide durch eine Bandstempelmaschine mit 2 unterschiedlichen (deutsch und englisch) Entwertern für die amerikanische Kinderhilfsaktion. MfG Klaus
Briefuhu Am: 14.07.2025 18:55:46 Gelesen: 6863 # 35
Express(Eil)-Brief vom 28.01.1937 von Wien nach Nürnberg dort Ankunft am 29.01.1937, frankiert mit Michel Nr. 575 und 577, 24 Pfennig für Brief und 30 Pfennig für Eilzustellung. Außerdem Briefträgerstempel Nr. 36. Schönen Gruß Sepp
Briefuhu Am: 30.12.2025 18:51:06 Gelesen: 5552 # 36
Brief vom 16.02.1938 von Pernitz nach Dresden, frankiert mit Michel Nr. 647, 25 Groschen, 100 Jahre Eisenbahn, gestempel mit Bahnhofbriefkastenstempel Pernitz. Schönen Gruß Sepp
Reini46 Am: 31.12.2025 10:52:55 Gelesen: 5513 # 37
Hallo, Drucksache bis 50 Gramm vom 5.2.30 von Innsbruck nach Weimar ? Absenderin ist eine holländische Blumen ,- und Samenhandlung, die die niedrigen österreichischen Postgebühren für Drucksachen benützt hat, um massenhaft Werbesendungen in die Länder Deutschland,Schweiz und sogar nach Holland zu senden. Auch deutsche Firmen haben das Postgefälle benutzt und Werbesendungen aus Österreich nach Deutschland verschickt. In seinem Beitrag vom 8.11.22 zeigt uns Briefuhu ein derartiges Beispiel. Der deutschen Post hat das aber nicht gefallen und sie hat - wie aus dem gezeigten Erlass zu sehen ist - dieser Vorgangsweise einen Riegel vorgeschoben. Grüße Reini46
Reini46 Am: 02.02.2026 17:49:41 Gelesen: 4999 # 38
Hallo, Ein netter Reko Expressbrief der Firma Daimler in Wien vom 16.10.1920 in die Schweiz. Gebühren in der 2. Periode - Brief 1 Krone Einschreiben 1 Krone Expressgebühr 1,20 Kronen Grüße Reini46
Reini46 Am: 01.04.2026 17:17:15 Gelesen: 4097 # 39
Hallo, Diese Antwortkarte aus Stuttgart nach Graz wurde am 7.12.21 gestempelt. Sie ist richtig frankiert mit 5 Kronen, das war das Postkartenporto in der 6. Periode vom 1.12.21 bis zum 30.4.1922. Verwendet wurde die 10 Heller Postkarte Mi P 232, die schon am 31.10.1920 ungültig wurde, nur als Formular. Zu dieser Zeit gab es keine 5 Kronen Postkarte F&A - diese erschien erst im Jahr 1922. Grüße Reini46
Reini46 Am: 17.04.2026 10:17:53 Gelesen: 3604 # 40
Hallo, Brief vom 9.10.22 ( Periode 9 vom 18.9.22 - 31.10.22 ) von Wien nach München. Dort wurde der Brief von der Devisenzensur überprüft. Die Marken sind gelocht, es handelt sich jedoch um keinen Geschäftsbrief. Der Brief ist frankiert mit 12x der 50 Kronenmarke der Frauen Ausgabe, Kroiss bewertet dies als Massenfrankatur mit € 100,- sehr hoch. Brief 200 Kronen Express 400 Kronen Grüße Reini46
Reini46 Am: 19.04.2026 14:37:58 Gelesen: 3452 # 41
Hallo, Wertbrief vom x.11.1919 von Innsbruck nach Nürnberg. Verwendet wurde ein alter Briefumschlag der K.K.priv. Mercur Bank. Vorderseitig die handschriftliche Notiz Inliegend Tauschmarken Eigentum des Herrn Tripp in Nürnberg, welche zurückgesendet werden. In der Mitte unten ein Stempel der Postüberwachungsstelle xxxxxxx rückseitig noch ein Klebezettel Auf Grund der Verordnung vom 15. November 1918 ( Reichsgesetzblatt xxx ) geöffnet. Brief der 5. Gewichtsstufe 40 Heller Wertgebühr je 300 Kronen 10 Heller Einschreiben 25 Heller zusammen 85 Heller Grüße Reini46
Reini46 Am: 23.04.2026 15:07:09 Gelesen: 3302 # 42
Hallo, Reko Expressbrief vom 9.4.19 in die Schweiz. In der 1. Periode der österreichischen Inflation haben wir die paradoxe Situation, daß die Expressgebühr für das Inland ( und Deutschland sowie die Nachfolgestaaten der Monarchie ) 60 Heller betrug und für das sonstige Ausland nur 30 Heller. Brief 25 Heller Einschreiben 25 Heller Express 30 Heller Grüße Reini46
Reini46 Am: 01.05.2026 11:46:42 Gelesen: 3044 # 43
Hallo, Brief vom 6.4.1934 von Salzburg nach Schweden. Die Einzelfrankatuer der 2 Schilling große Landschaft ist nicht häufig. Brief 40-60 Gramm 130 Groschen Einschreiben 70 Groschen Grüße Reini46
Reini46 Am: 02.05.2026 12:27:41 Gelesen: 2884 # 44
Hallo, Diesen Brief vom 15.12.35 aus Radstadt nach Württemberg habe ich wegen der MF der 4 Groschen erworben. Zu meinem Erstaunen habe ich links unten den schwach abgeschlagenen Stempel GENDARMERIEKOMMANDO gefunden. In den Jahren 1934 und 1935 gab es im Zusammenhang mit der Ermordung von Bundeskanzler Dollfuss Zensuren wegen illegaler Tätigkeit für die Nazis. Hauptsächlich betraf das Briefe aus und nach Deutschland. Über dem Stempel befindet sich ein Zensurvermerk ? die Zahl B 27/35 sowie die kleinen Stempel 0190 und 1935 dürften ebenfalls Zensurvermerke sein. Zensuren aus diesem Zeitraum sind selten. Grüße Reini46
Reini46 Am: 26.05.2026 13:34:03 Gelesen: 2403 # 45
Hallo, Reko Brief vom 23.4.20 von Wien nach Zürich. Rückseitig das Woltätigkeitssiegel des Zentralrates der österreichischen Witwen und Waisen. Kriegsbeschädigten Brief 2 Kronen Einschreiben 2 Kronen. Diese Frankatur ist nicht selten. Grüße Reini46
Reini46 Am: 31.05.2026 10:48:37 Gelesen: 2284 # 46
Hallo, Briefe mit der 10 Schilling Dollfuss - diese Marke gilt als Höchstwert der Trachtenausgabe - sind nicht häufig. Meist findet man die in Form von Flugpostbriefen nach Übersee. So auch dieser Brief nach Argentinien vom 12.2.37. Brief der 2. Gewichtsstufe 95 g Flugpostzuschlag je 5 Gramm 350 Groschen x 5= 1750 Groschen zusammen 1845 Groschen. Selten ist die Verwendung auf Briefen ausserhalb der Luftpost. Brief vom 22.2.38 von Wien nach London, dort nicht zustellbar und retour. Brief mit 780 Gramm 1390 Groschen Einschreiben 70 Groschen. Die Beförderungsspuren sind durch die Größe des Briefes verursacht. Der Beleg besteht nur aus der Vorderseite. Grüße Reini46
Reini46 Am: 16.06.2026 19:14:52 Gelesen: 1878 # 47
Hallo, in vielen Artikeln - auch von namhaften Philatelisten - liest man, daß Mischfrankaturen zwischen Kronen und der Schillingwährung nur bis 30.6.1925 möglich waren. Dies deshalb, weil die Gültigkeit der Kronenmarken mit 30.6.25 endete. Da ist jedoch nur bedingt richtig. Als Zusatzfrankatur auf amtlichen Ganzsachen endete die Gültigkeit der Kronen Marken erst am 30.9.25. Man kann es auf der gezeigten Postkarte vom 16,7,1925 sehen - eine Mischfrankatur Kronen - Groschen nach dem 30.6.1925. Karten dieser Art sind sehr selten. Grüße Reini46
Reini46 Am: 22.06.2026 18:42:47 Gelesen: 1631 # 48
Hallo, Expressbrief vom 26.8.31 von Wien nach Linz - Rohrpostbeförderung zum Westbahnhof ( 101 ) Frankiert wurde mit der Michel 498 - 10 Groschen große Landschaft dunkelocker. Da hat der Michel Österreich Spezial die Ausgabedaten vertauscht - diese Marke erschien erst im September 1930. Die schwarz gelblich orange hingegen kam am 4.11.29 an die Schalter. Als Beispiel eine orange 10 Groschen auf Postanweisung vom 16.4.30. Brief 20 Groschen Zustellung durch Eilboten 30 Groschen. Grüße Reini46
Reini46 Am: 19.07.2026 11:48:06 Gelesen: 1249 # 49
Hallo, Karte vom 22.12.21 von Wien nach Berlin mit einer nicht häufigen MF der 1 Kronenmarke der Wappenausgabe. Der Absender aus Pressburg ersucht beim Postscheckamt in Berlin um Übermittlung einer Beitritterklärung (zum Postscheckverkehr ?). Den Stempel des Absenders kann ich leider nicht lesen. Die Aufgabe der Karte in Österreich war sicher wesentlich billiger als in der CSR. Postkarte Inland 1.12.21 bis 30.4.22 5 Kronen. Grüße Reini46
Reini46 Am: 27.07.2026 16:15:31 Gelesen: 1087 # 50
Hallo, Expressbrief vom 28.12.36 von Innsbruck nach Zürich, Ankunftsstempel Zürich 29.12.36-6 Stempel der Eilzustellung Zürich 29.12.36-7 darüber handschriftlicher Vermerk Natz 8.05 Ist das die Uhrzeit der Zustellung ? Brief 60 g Eilzustellung 120g nicht häufige MF der 60 g Grüße Reini46
Reini46 Am: 01.08.2026 19:44:58 Gelesen: 915 # 51
Karte vom 2.6.1919 von Wien nach Abbazia frankiert mit 15 Heller D.Ö. Die Karte wurde in Wien nicht entwertet, erst in Mailand wurde sie zensuriert - MILANO POSTA ESTERA. Die Karte ist um 5 Heller überfrankiert, die rechte Marke ist gelocht StS. Erst im Vertrag von Rapallo kam das Küstenland endgültig zu Italien. Grüße Reini46
Reini46 Am: 02.08.2026 11:46:41 Gelesen: 884 # 52
Hallo, Reko Rückschein Express Brief vom 6.1.21 von Wien nach Zagreb. Bis zum 31.1.21 galt in den SHS Staat der Inlandstarif. Der Briefumschlag ist ein Eigenfabrikat aus Formularen der K.u.K. Zeit. Brief 80 H Einschreiben 120 H Express 120 H Rückschein 120 H zusammen 4 Kronen 40 Heller Grüße Reini46
Reini46 Am: 08.08.2026 12:24:37 Gelesen: 621 # 53
Hallo, ein dekorativer Firmenbrief aus Salzburg vom 9.12.1926 nach Frankreich. Brief 40 g Einschreiben 60 g Grüße Reini46
Reini46 Am: 14.08.2026 18:04:35 Gelesen: 371 # 54
Hallo, Eingeschriebene Nachnahmekarte über 21,38 Schilling aus Wien vom 20.9.30 nach Zagreb. Die Karte wurde nicht angenommen und ging zurück, sie hat leider eine Aktenlochung. Karte 24 g Einschreiben 60 g NN fest 60 g NN variabel 5 g je 10 Schilling NN ergibt 15 g, zusammen 159 g. Nachnahmekarten ins Ausland sind selten. Grüße Reini46
Reini46 Am: 17.08.2026 19:26:42 Gelesen: 228 # 55
Hallo, Jeder dieser Belege ist mit 2mal der 1 Kronen Wappen frankiert. Einschreibebrief Inland 3. Periode ( Brief 80 H Reko 120 H ) Brief Inland 4. Periode 2 K Brief im Grenzverkehr 4. Periode 2 K Drucksache Inland 6. Periode 2 K Grüße Reini46