Die Karte ist mit 7 Lei portorichtig für den Auslandsverkehr nach England frankiert.
Stempel CLUJ-NAPOCA / 16059116
Rumänien: Echt gelaufene Postkarten
Die Karte ist mit 7 Lei portorichtig für den Auslandsverkehr nach England frankiert.
Stempel CLUJ-NAPOCA / 16059116
Versendet wurde die Karte am 3.11.1992 nach England. Damit fällt sie in die Frühphase der Inflationszeit, nämlich in die Portoperiode 2 für Auslandsbriefe (10.3.1992 - 30.11.1992). Die Frankatur zu 30 Lei ist portorichtig.
Stempel 2900 ARAD 1 / OF. / 03.11.92 16 / J
Ab dem 9.11.1968 erhöhte sich das Porto für diese Versendungsart auf 1,50 Lei. Hier ist eine Postkarte vom selben Ort nach Teplice in der CSSR, mit Stempel vom 7.9.1969.
Ab 1971/72 galt nun der günstige Tarif für die Post in die Tschechoslowakei. Das genaue Datum ist im Marinescu Bd.2, S. 121 nicht angegeben.
Die Karte zeigt abermals ein Motiv aus Mamaia, doch ist der Stempel ein anderer und leider schwer lesbar. Zum 11.7.1972 betrug das Porto nur noch 40 Bani. Die Karte ging ebenfalls nach Teplice.
Ab 1.4.1982 begann eine neue Portoperiode. Das Porto für Ansichtskarten in die CSSR betrug nun 2 Lei. Hier habe ich eine Karte aus dem Badeort Saturn am Schwarzen Meer, ca. 40 km südlich von Constanta. Sie trägt einen Stempel 8727 MANGALIA vom 6.9.1984 und ging erneut nach Teplice.
Die letzte Portoperiode für diesen Postverkehr dauerte vom 1.4.1991 bis 9.10.1991. Das Porto für eine Ansichtskarte betrug in dieser Zeit 4,50 Lei. Dafür kann ich noch keinen Beleg zeigen.
Während im Inlandsverkehr Fernschachkarten als eigene Versendungsart galten, war dies im Auslandsverkehr nicht der Fall, allerdings enthält die Karte fest eingedruckt IMPRIMAT, galt also offensichtlich als Drucksache, wodurch sie mit 80 Bani portorichtig frankiert ist. Als Postkarte hätte das Porto 1 Leu betragen.

2. Postkarte mit Weihnachtsmotiv aus Baia Mare im äußersten Nordwesten des Landes nach Retford, England vom 14.12.1994. Diese Karte fällt in die Portoperiode 7 und ist mit 350 Lei korrekt frei gemacht.
3. Postkarte mit Weihnachtsmotiv aus Gheorghem nach Doncaster, England vom 18.12.1995. Diese Karte fällt in die Portoperiode 9 und ist mit 675 Lei korrekt frei gemacht.
4. Postkarte mit Urlaubsmotiv aus Neptun nach Richmond, England vom 17.7.1996. Diese Karte fällt in die Portoperiode 10 und ist mit 1000 Lei korrekt frei gemacht.
Für alle, die sich über den Sommer in Deutschland beklagen: Die 38°C, von denen auf der Karte geschrieben wurde, wären auch nichts für mich Nordlicht.
Viele Grüße
Michael

5 Bani mit wertgleicher Zusatzfrankatur. Gelaufen ist sie von Bukarest nach Wien, dort wurde der Wertstempel nachentwertet, da in Bukarest nur die Marke entwertet wurde.
Lg, harald
Viele Grüße
Michael
Gruß Dieter

Die anbei gezeigte ANSICHTSKARTE von Turnu Severin ist ein anderes Beispiel solcher Karten. Da sie nach Wien gesandt wurde, benötigte sie eine Frankatur von 10 Bani.
Wir erkennen am Ankunftsstempel, dass die Ansichtskarte wie geplant verwendet wurde.
Wir sehen, dass die Frankatur nicht auf der "Carta Postala" vor-eingedruckt war, sondern mittels Briefmarke freigemacht werden musste. Gemäss philatelistischer Definition handelt es sich darum (trotz Eindruck "Carta postala") nicht um eine Postkarte (als Teil der Ganzsachen), sondern um eine Ansichtskarte.
Vgl. dazu Beitrag 14
Heinz

Dem handschriftlichen Datum nach 10 Tage später in Hamburg angekommen.
Schönen Sonntag,
Reinhard
Diese Postkarte (ohne Wertzeicheneindruck) wurde frankiert mit den zwei Briefmarken Michel Nr. 491+498 das ergibt eine Bezahlung von 7 Lei.
Aus dem Werk von Calin Marinescu (1993) "Evolutia tarifelor postale...", Tabelle 23, entnehme ich folgenden Tarif:
"CP simple" seit dem Datum "1 noe. 1938" = 7 Lei.
Die Postkarte wurde versandt am 14.3.1939, der Tarif "passt" also. Wobei ich mir doch nicht ganz sicher bin. Ich dachte, die Tabelle zeige die Tarife für Inland-Postkarten. Diese Karte wurde aber nach Holland versandt.
Vielleicht ist für das Inland die Tabelle 24 anzuwenden? Da sehen wir einen Tarif von 5 Lei für "CP simple" nach dem 1.Nov. 1938. - Oder gilt vielleicht Tabelle 25, wo z.T. dieselben Tarife genannt werden?
Das ist (mir) alles nicht so klar (wie man sieht).
Heinz

Ansichtskarte mit der Hauptallee vom Badeort Neptun am Schwarzen Meer. Mit 2 Lei wohl portogerecht in die Bundesrepublik nach Neuss geschickt. Abgestempelt am 26.5.1974 um 14 Uhr in Mangalia mit einer russischen Briefstempelmaschine. Tragisch für die Urlauber, dass zum Vatertag schon das Bier ausgegangen war.
Interessante Details zu dieser Stempelmaschine finden sich insbesondere im Forum beim Thema: Einsatz sowjetischer Briefstempelmaschinen in der DDR.
Mit freundlichem Gruß
Edwin
Dieter
[Auf Mitgliederwunsch redaktionell verschoben aus dem Thema "Rumänien: Belege nach 1945"]