

Italien - Bedarfspost bis 1945 - interessante Belege


Diese Seite ist recht unspektakulär, aber dafür die Rückseite:
Am 19. September 1938 erhielt der Brief im Postamt von Forte dei Marmi den gewöhnlichen Abgangstempel, dann ging es wohl zum Bahnhof, dort wurde der Brief das erste Mal "behandelt" und in den Bahnpostwagen von Rom nach Genua geladen. Von Genua ging es dann gleich weiter nach Mailand, dieses Mal stempelte der "Chefbahnpostbeamte" (Stempeltext "MESS") den Brief. In Mailand eine kurze Pause im Bahnhofspostamt (Milano-Ferrovia), bevor der Brief am Abend in Chiasso an der italienisch-schweizerischen Grenz abgefertigt wurde. Leider kann ich den Stempel nicht komplett lesen, aber es war die Schicht F, also vermutlich die Nachtschicht im Zollamt. Am nächsten Morgen, 20. September 1938, um 7 Uhr erhielt er den letzten Stempel aufgesetzt, dieses Mal in Lugano in der Schweiz
Sechs verschiedene Stempel auf einem Brief hat man auch nicht jeden Tag vor sich liegen.
Ich wünsche noch einen schönen Abend
Olaf
Die Birreria "Zum Kater Hiddigeigei". Wer kennt die schon, ich zumindest kannte sie nicht, es war aber wohl damals, zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine ganz bekannte "Kneipe" auf Capri [1].
Diese Karte der damaligen Kneipenbesucher wurde nach Frankfurt am Main adressiert, doch der Adressat wohnte in Eschersheim. Die damalige Reichspost fand das auch ganz schnell raus und korrigierte die Adresse!
Viele Grüße,
Peter
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Zum_Kater_Hiddigeigei
Viele Grüße
Olaf
Und hier die rückseitigen Wappen des Absenders, Provincia di Genova:
Viele Grüße
Olaf
Grüße
Ivo

Ungewöhnlich im Tagesstempel ist der untere Bogen mit dem Punkt in der Mitte. Bin mir da nicht sicher, ob das so gewollt war/ist, oder ob dort eigentlich nur ein Zierstern geplant war?
Viele Grüße
Olaf
Kann einer der Mitglieder feststellen, ob die Karte portogrecht frankiert ist?
Nach meiner Zählung ist sie mit insgesamt 4,25 Lire frankiert.
Gruß
Baber
Grüße
Ivo
Ferr. = Ferrovia = Eisenbahn
Corrisp. = Corrispondenze = Korrespondenz (Briefverkehr)
Rep. = Reparto = Abteilung
Racc. = Raccomandate = Einschreiben
Turno 7 = Schicht 7
So, vielleicht liege ich auch völlig falsch - ist nur ein Gedanke.
viele Grüße
Olaf

Der Botanische Garten in Berlin-Dahlem wurde von dem Botanischen Institut der Universität Turin um mutmaßlich Samen von 11 Pflanzen angefragt. Offenbar konnten 10 der 11 Wünsche erfüllt werden (11 - 1 = 10).
Gruß Ulrich
1949 wurde für Parfüm mit Orchideenduft auf einem Maschinenstempel aus San Remo geworben.
Beste Grüße Olaf


LG, Meinhard

Grüße
Ivo

Grüße
Ivo
Der Versuch einer kleinen Erklärung. Aufgegeben wurde der Brief in Loreto nahe Ancona. da der Brief wohl etwas größer und schwerer war, kostete er 45 centisimi Porto und zusätzlich 25 Centimismi für Einschreiben. Auffällig der improvisierte Einschreib-Zettel, der aus einem Stempel mit den Buchstaben "R" und "№" bestand, der blaue Rahmen und die Einschreib-Nummer wurden händisch hinzugefügt.
Rückseitig erhielt er noch einen Ankunftsstempel aus Oettingen, - den ich hier zeige - bevor er dann in Hochaltingen zugestellt wurde.
Also mir gefällt das Stück.
Beste Grüße Olaf
Abgesehen davon, daß KEIN Stempel sauber abgeschlagen worden ist, fange ich mal mit dem ersten an.
MESS. CHIASSO - MILANO / * 11.7.26
Über die Bedeutung des Kürzels MESS. bin ich mir nicht mehr im Klaren, ich hatte es so verstanden, daß es sich um den Stempel des "Oberpostbeamten" im Bahnpostwagen handelt, vielleicht ist aber auch ein "(Post)-Bote" der in normalen Zügen mitfuhr und dort Post bearbeitete. Aber vielleicht bin auch einfach nur verwirrt.
Hier wurde die ankommende Post mit einem Flier-Maschinen-Ankunftsstempel ohne Wellen oder Werbung versehen.
Vor der endgültigen Zustellung verewigte sich der Briefträger noch. Stempel mit dem Text "Quartiere Postale" gehen auf eine Initiative, die während der Königreichsperiode eingeführt wurde, um die Verteilung der Korrespondenz in Großstädten zu erleichtern. Es wurde erwartet, dass die Absender beim Schreiben der Adresse des Empfängers die Nummer des Bezirks zur Angabe der Stadt hinzufügen würden.
Der Dienst hatte nicht den erhofften Erfolg, auch wenn die Richtlinien bis zur Zeit der Republik in Kraft blieben. Postboten in den am Dienst beteiligten Städten (Rom, Mailand, Neapel, Turin, Palermo, Bologna, Genua, Florenz und Venedig) erhielten eine Ziffernmarke, auf der auch der Postbezirk angegeben war.
Beste Grüße Olaf

Grüße
Ivo

Grüße
Ivo

Jedenfalls ist der mit 20 Centesimi (ca. 6 Kreuzer) frankierte Brief schon am Folgetag in Turin angekommen und lief sicher nicht zurück.
Weiß jemand, ob der Post-Sonderdienst poste restante (in Italien eigentlich "ferma in posta" genannt) kostenlos, oder kostenpflichtig war?
Liebe Grüsse von bayern klassisch

Schönen Gruß
Sepp


Schönen Gruß
Sepp

Viele Grüße
Ingo

Rolf- Dieter
Rolf- Dieter

Schönen Gruß
Sepp


MfG
Klaus

MfG
Klaus

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Altdeutschland Bayern Pfennigzeit (1876-1920) eingehende Post"]

Schönen Gruß
Sepp

Grüße
Ivo

Wertbrief vom 20.4.1923 aus Cantu nach Wien, mit einem Inhalt von 10 Lire. Der Brief wurde in Cantu geöffnet (das schwarze Siegel ist von der Post in Cantu) dann über Mailand, Udine 21.4. Tarvis 22.4. nach Wien 25.4. geleitet.
Frankiert ist der Brief mit insgesamt 3 Lire - eine hohe Frankatur.
Grüße Reini46

zwei Karten mit ital. Marken und Städte mit einer wechselhaften Geschichte. Zadar kam im Vertrag von Rapallo zu Italien, und wurde nach dem 2. Weltkrieg Jugoslawien zugeteilt.
Split kam nach dem 1. Weltkrieg zu Jugoslawien, wurde im 2. Weltkrieg von den Italienern annektiert und kam nach dem Krieg wieder zu Jugoslawien.
Grüße
Reini46
Grüße
Ivo

Die Paketmarken Mi 24 - 35 wurden mit dem Aufdruck Rep.Soc.Italiana versehen und konnten ab April 1944 füe die Frankatur von Briefen verwendet werden. Aber ohne Aufdruck ? Der Brief erweckt den Eindruck als ob alles echt wäre. Der reko Zettel, die Zensur in München, die Absenderangabe mit Identitätsnachweis. Der Ankunftstempel Linz 4.11.1944 zeigt allerdings eine lange Beförderungszeit.
Da ich kein Italiensammler bin, kann ich auch zum Porto keine Ausage treffen, denke aber, dass es nicht stimmt.
Es waren noch weitere Briefe dieser Art in dem Los enthalten.
Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen ?
Grüße
reini46
Gruss
Martin
Schönen Gruß
Sepp



Eingeschriebener Brief vom 17.2.34 aus Corleone bei Palermo nach Wien.
Rückseitig der Stempel von Palermo sowie die Bahnpoststempel Rom-Bologna und Bologna-Tarvis.
Vielen wird die Ortschaft Corleone aus dem Film Der Pate bekannt sein.
Grüße
Reini46
Ausstellungsvignette und Ankunft: PLETTENBERG / 13. 7.06.9-10V / B