
(?) (18-19) Postgut mit EDV-Frankatur

Hier mit alter Postleitzahl 7264 WERMSDORF, Paket (Postgut) aus 8900 AUGSBURG 1 vom 11.11.1992, 2 (kg) 4,20 DM
Mit neuer Postleitzahl 04779 WERMSDORF, Paket aus 86513 AUGSBURG vom 21.10.1993, 5 (kg) 4,90 DM
mit Sammlergruß,
Claus
mit Sammlergruß,
Claus
Absender: MDM, Theordor-Heuss-Straße 7, 38090 Braunschweig; leider kann ich das Versanddatum/Jahr nicht erkennen.
Beste Grüße
Thomas
Der hier gezeigte Beleg hat zwar auf dem Umschlag auch den „Postgut-Klein“-Vermerk, trägt allerdings einen Adressaufkleber mit normaler DV-Freimachung. Da hier aber keine Sendungsart angegeben ist, liegt hier ein Brief vor. Ein Großbrief kostete 1998 3,00 DM. Man hat hier also „Postgut-Klein“-Umschläge für normale Briefpost verwendet, eventuell aufgebraucht.
Ab 1998 trugen die DV-Freimachungsvordrucke nicht mehr den Firmennamen MDM links vom dreiteiligen Rechteck. Ich vermute deshalb, dass dein Beleg aus der Zeit 1997/1998 stammt.
Schöne Grüße
Franz-Josef
Der Aufdruck entspricht dem einer DV-Freimachung, allerdings fehlt hier die Entgeltangabe. Auch in dem in Beitrag 6 gezeigten „Postgut klein“-Beleg fehlte diese Angabe. Anders als in dem dort gezeigten Beleg enthält der hier gezeigte Beleg eine Datumsangabe: (29.)02.08. Anscheinend hat es diese Versandform noch im Jahr 2008 gegeben. In den beiden Ausgaben der Post-Preisliste „Leistungen und Preise“ des Jahres 2008 findet man das Stichwort „Postgut“ aber nicht. Das verstärkt meine bereits früher gemachte Vermutung, dass dieses Produkt nur individuell zwischen der Deutschen Post und dem (Geschäfts-)Kunden vereinbart werden konnte.
Der Beleg enthält unter anderem auch einen Leitcode (unten links). Interessant sind hierbei die Ziffern an drittletzter und vorletzter Stelle („41“). An dieser Stelle befindet sich der jeweilige Produktcode der Sendung. Leider konnte ich zu diesem Produktcode nichts in Erfahrung bringen. In der einzigen mir bekannten Liste der Produktcodes, veröffentlicht im Rundbrief der ArGe Briefpostautomation, Heft 2/2019, findet man zum Produktcode 41 lediglich den Hinweis: „ Wegfall zum 01.11.2013“.
Zu den Produkten „Postgut klein“ und „Postgut leicht“ habe ich im Internet keinerlei Beschreibungen oder Dokumente gefunden. Sollte ein Leser über entsprechende Informationen verfügen, wäre es für die weitere Forschung förderlich, wenn diese hier vorgestellt würden.
Schöne Grüße
Franz-Josef
Ist dieser auch eine EDV Frankatur? Sieht auf den ersten Blick mal so aus, wurde aber auch Handschriftlich ausgefüllt.
Leider konnte ich nicht herausfinden, wann dies verwendet wurde, ich vermute rund um 1990.
Fünf Minuten im Internet ergaben keine Suchtreffer auf den Verlag oder die Zeitschrift, so dass ich vermute, dass diese nicht mehr existieren.
Einen schönen Abend
Winfried
Sendung zu 0,37 kg per EDV-Freimachung zu 5,60 DM frankiert. Dreiteiliges Rechteck, (individueller) Zudruck der Ortsangabe 2390 Flensburg 1 im Kopfteil, Datumseindruck im Format MM.JJ und Portobetrag mit Dezimalkomma: 01.92 5,60 (ohne das Vorzeichen "Posthorn"). Das genaue Versanddatum 09.01.1992 ergibt sich aus der Abrechnungsnummer 09/00101/001 0,37 unter dem Rechteck.
Im Rechnungsordner befand sich zusätzlich noch ein abgehefteter Blanko-(Paket-)Versandzettel (für "Selbstbucher"), dass ich hier trotzdem - nur der Vollständigkeit, nur zur Dokumentation des Formulars - zeige möchte. ;-) Vermutlich war es ursprünglich ein Teil einer größeren, (entsprechend der jeweiligen Versandart) auftrennbaren Einheit, zu der auch das oben gezeigte Formular gehörte?
Beste Grüße
Thomas
Bei Nachnahme-Paketen musste auch die Paketkarte die Freimachung ausweisen. Nachnahme-Paketkarten begleiteten die entsprechenden Pakete bis zum Zustellpostamt. Alle Versandpapiere wurden wohl in einem Druckvorgang gedruckt, vermutlich von einer Endlos-Formularrolle. Unbenutzte Teile wurden häufig an die Kunden mitgeschickt, z.B. als Anhängsel an die Rechnung oder verblieben nach hinten gefaltet hinter dem Aufschriftzettel.
Bemerkenswert an den gezeigten Formularen ist, dass hier keine absenderspezifischen Angaben vorgedruckt sind. Sogar die Postfachangabe und das Einlieferungspostamt wurden hier mittels Computerdrucker eingefügt und waren dementsprechend variabel. Möglicherweise wurden dieselben Formulare bzw. dasselbe Versandsystem auch von anderen (Schwester-)Firmen (mit anderer Postfachangabe) benutzt und/oder es konnten Sendungen bei verschiedenen Postämtern eingeliefert werden.
Schöne Grüße
Franz-Josef
https://en.wikibooks.org/wiki/International_Postage_Meter_Stamp_Catalog/Germany,_Part_3
Nochmals Danke und Gruß
Thomas
Aufschriftzettel für eine Postgut-Sendung zu 0,626 kg vom Absender Versandhaus Wenz aus Pforzheim. Freigemacht per EDV-Frankatur, dargestellt mit Hilfe eines dreiteiliges Rechtecks in schwarz, Ortsangabe 7530 Pforzheim 1, mittig kompletter Datumseindruck im Format TT.MM.JJ und Portobetrag mit Dezimalkomma: 28.01.93 4,20 (ohne das Vorzeichen "Posthorn"), unten mit offenem Posthorn. Darüber, da als Postgut versendet, ein ausge'X'tes Rechteck für eine Paketnummer 99____.
Und damit der Beitrag etwas mehr zeigt, hier im direkten Vergleich zwei 'identische' (Basis-) Aufschriftzettel, ebenfalls freigemacht per EDV-Frankatur, nun aber für Warensendungen (Gebühr geprüft "GEB. GEPR."):
Links aus dem Jahr 1992 mit alten 4stelligen Postleitzahlen, 7530 Pforzheim 1: 0,412 kg zu DM 2,40; Angabe des Versandmonts 01.92, vom 15.01.1992
Rechts aus dem Jahr 1993, nun bereits mit 5stelligen Postleitzahlen, 75165 Pforzheim: 0,231 kg zu DM 3,00; komplette Angabe des Versandtages 09.11.93.
Anmerkung: Bei der Zahlenangabe (oben mitte) 8257446/8 handelt es sich um die Kundennummer (des Versandhauskunden), links daneben findet sich der Versandtag [15 bzw. 09] und eine 4stellige 'laufende' Nummer, vermutlich aus der Postabrechnungsnummer, die sich ansonsten nicht in einem Stück in der 'üblichen' Kombination auf dem Aufschriftenzettel befindet.
Beste Grüße
Thomas
Zwei Jahre später (ab 1995) wurde der Entgeltbetrag bei Frachtpostsendungen (Pakete, Postgut) nicht mehr auf der Sendung auswiesen, der DV-Freimachungsvermerk wurde durch den neu eingeführten Strichcode ersetzt. Bei Briefpost-Sendungen (z.B. Warensendung) änderte sich zunächst nichts.
Der Aufschriftzettel einer Postgut-Sendung des Versandhauses WENZ sah ab dann so aus:
Auffällig hierbei ist, dass die Datumsangabe und die vierstellige Zahl auch hierbei noch mit gedruckt wurde (oben links auf dem Aufschriftzettel: 03 0521).
Schöne Grüße
Franz-Josef
