Thema:
Österreich: Aufgabs-, Abgabsrecepissen, Aufgabescheine
Hallo,
ich denke, die Vielfalt der Formulare und Stempel hat ein eigenes Thema verdient. Dabei reizen mich Scheine von der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts ebenso wie solche, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts ausgefertigt worden sind. Zum Start zeige ich zwei Beispiele.
Ich beginne mit eine Aufgabs-Rezepisze vom 25.1.1841 aus Budwitz. Budwitz, auch Mährisch Budwitz, war damals eine Kleinstadt in Mähren und meines Wissens Teil des Kaiserreichs Österreich-Ungarn.

Als Zweites zeige ich eine Aufgabs-Recepisse vom 16.3.1872 auf zweisprachigem Formular, vorne in deutsch, rückseitig in slovenischer Sprache. Hier wurde die deutsche Seite vom K.K.Postamt in Gross Sonntag verwendet.
Velika Nedelja (deutsch: Großsonntag; auch Groß Sonntag) ist ein Dorf, das heute zur Gemeinde Ormož in Slovenien gehört [1].

Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Velika_Nedelja
Hallo Cantus,
danke für die Eröffnung des schönen Themas!
Kleine Berichtigung: Vor dem sogenannten Ausgleich von 1867 spricht man vom Kaisertum Österreich, danach von der österreichisch-ungarischen Monarchie. Kürzel und Begriffe wie "k.k.", "k.u.k." sowie "trans- und cisleithanisch" sind für uns Deutsche etwas verwirrend, aber die Beschäftigung damit lohnt sich, auch in posthistorischer Hinsicht. Niemand hat die damit verbundenen bürokratischen Auswüchse literarisch liebenswerter aufs Korn genommen als Fritz von Herzmanovsky-Orlando, der unbedingt lesenswert ist. Aber das führt schon zu weit. Als Philatelist sollte man wahrscheinlich eher die Vorphilafibel von Hubert Jungwirth [1] lesen ...
Ich freue mich auf weitere Scheine und kann später ein oder zwei Beispielbriefe beitragen.
Viele Grüße aus Erding!
[1]
http://www.bdph.de/index.php?id=1254&no_cache=1&tx_bdphliteraratur_pi1[detail]=34906
@ Erdinger [#2]
Hallo Erdinger,
an Material mangelt es nicht. Ich habe bisher allerdings erst die Hälfte meines Bestandes eingescannt, denn die Bearbeitung dieser doch recht dünnen und oft unregelmäßig geschnittenen Papiere ist nicht immer ganz einfach. Es freut mich aber, dass du dich zu Wort gemeldet hast.
Heute zunächst zwei Aufgabe-Scheine aus Bludenz. Ich denke, die Stadt ist groß genug, dass ich auf eine nähere Beschreibung verzichten kann. Leider sind die Schriften auf solchen Scheinen meist so hingeschmiert, dass man nur wenig entziffern kann. Hier ist zu erkennen, dass der erste Schein, ausgefertigt am 2.5.1882, und der zweite Aufgabeschein, ausgefertigt am 7.1.1888, je einen Brief an Privatadressen betreffen.

Als zweites Beispiel habe ich noch eine Aufgabs-Recepisse, die am 28.1.1850 in Bärn, einer Stadt in Mähren, ausgefertigt worden ist. Im Gegensatz zu meinem Beispiel vom 12.4.2016 sind hier beide Seiten des Vordruckes in deutscher Sprache abgefasst; dabei bildet die Vorderseite das Formular, die Rückseite die Hinweise dazu.
Moravský Beroun (dt.
Bärn) ist heute eine Stadt mit 3.118 Einwohnern (Stand 1. Jan. 2014) in Tschechien. Sie liegt auf 525 m Höhe über NN im Niederen Gesenke in Mähren und gehört dem Okres Olomouc an. Die Stadt liegt in einem Talkessel an der Einmündung des Čabová (Sommeraubach) in den Důlní potok (Stollenbach) [1]. Diese Aufgabs-Recepisse bestätigt die Aufgabe eines Briefes an eine militärische Adresse.

Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Moravsk%C3%BD_Beroun
Hallo Ingo,
ein schönes und interessantes Thema.
So wie du dieses Thema genannt hast und zugefügt hast, dass dir die aus 19. Jahrhundert gefallen, vermute ich, dass du ausschließlich diese Scheine sammelst. Es erschließt sich noch nicht ganz bei mir, ob du dich nur mit den Orten diese Scheine beschäftigen möchtest oder näher?
Orte:
Wie dir schon Erdinger geschrieben hat, kann es auch für einen Sammler sehr interessant sein und es zahlt sich aus, wenn man sich ein wenig mit der Historie damaligen Geschehens beschäftigt.
Siehe hier – war vor paar Wochen bei mir auch der Fall:
http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=7763
Papier/art und Schrift:
Es gibt Sammler, welche sich auch mit der Größe (Folioformat) beschäftigen, auch Sammler, welche interessiert von welchen Postamt sie geliefert als Vordruck waren usw.
Bei dünnen Papier tust dich leichter bei scannen, wenn du ein schwarzes Papierblatt drauf legst oder ein Buch als Gewicht.
Nur wenn wir uns bemühen, die Schrift zum entziffern, können wir die Scheine näher beschreiben. Es sind viele Sammler hier, welche dir sicher helfen.
Sammlung sortieren:
Weil es an Material bei dir nicht mangelt, würde ich es an deine Stelle tun. Wie – es ist natürlich dir überlassen, hängt von Interessen wie du deine Sammlung aufbauen möchtest.
Ich sammle keine Postscheine, hier gibt dir sicherlich erfahrene Sammler mit einem guten Vorschlag, vielleicht wenn es nur um die Orte geht, wäre das einfachste nach Ländern zu welchen sie heute gehören. Ich persönlich würde sie nach Briefpost und Fahrpost sortieren, du hast schon hier eine Vielfalt gezeigt.
Es scheint dir jetzt eventuell viel, was ich dazu jetzt erwähne, aber was du dir daraus entnimmst bestimmst du. Wenn du uns die Scheine einzeln vorstellst, eventuell deine Fragen da zu hin fügst, können wir gern was da zu schreiben und über eine oder andere Detail diskutieren falls einer andere Meinung ist usw.
Beispiel Nr. 1
Aufgabs Rezepisse von Budwitz/ 25.1.1841
Budwitz
https://de.wikipedia.org/wiki/Moravsk%C3%A9_Bud%C4%9Bjovice
Historische Post Ortsname: 1750 Budwitz, 1831 auch Mährisch Budwitz
Fahrpost Afgabs – Rezepisse
ausgestellt für einen beschwerten Brief mit 10 f (Gulden) BN (Bank Noten) welcher für Herr Karl Seitzer(?) nach Prag bestimmt war.
Gebühren
Das schwierigste Teil, ohne Literatur kommt man nicht weiter, weil wir hier Tarife benötigen. Vergleiche sind auch zu empfehlen, einiges kannst du aus diesen Scheinen aber gleich raus lesen (Die Post haftet ein einen Verlust in Inland 3, Ausland 6 Monate. Rezepisse Gebühr 3 kr (Kreuzer)).
Bei Fahrpost Scheinen war die Rezepisse Gebühr 3x, nur Wien hatte 4x. Zum Vergleich - bei Briefpost hat man 2x verlangt.
Insgesamt zahlte der Absender 15x Franko,
3x Recepiss Gebühr
12x – hier ist Tarif für einen Wertbrief ab 1.4.1820 gültig bei welchen sich die Taxe von Briefpostgebühr und Wertporto zusammen setzt.
Ich bin hier kein Kenner und auch kein Sammler(in), also nur kleine Vorschläge wie ich vorgehen würde.
LG A
@ Filigrana [#4]
Hallo Filigrana,
vielen Dank für deine ausführlichen Bemerkungen und Hinweise, sie werden aber wohl leider anderen Sammlern dieser Materie mehr weiterhelfen als mir. Wie du richtig erkannt hast, habe ich solche Scheine nach rein geografischen Gesichtspunkten zusammengetragen. Meine Sammlung ist auch nicht sehr groß, vielleicht so etwa zweihundert Scheine. Mir geht es dabei - neben den unterschiedlichen Formularen und Vordrucken - ausschließlich um die Aufgabeorte und die zugehörenden Stempel. Anders als in Österreich gesammelt wird, mache ich bei der Sortierung keinen Unterschied zwischen den einzelnen Kronländern oder Landesteilen. Darüber hinaus bin ich kein Postgeschichtler und habe also auch kein Interesse daran, mich mit Gebühren und Portostufen zu befassen und/oder diese hier im Forum zu erläutern; das können gerne Andere für mich erledigen.
Ich bin und bleibe vor allem anderen ein Ganzsachensammler und habe als dieser sicherlich auch einen ganz anderen Blick auf Belege jeder Art als Briefmarkensammler oder Postgeschichtler. Hinzu kommt, dass ich auch noch andere Sammlungen nach rein geografischen Gesichtspunkten führe (so wie auch meine Frau), dazu gehören auch Landkarten, Atlanten und eine eigene Geografieabteilung in meiner Bibliothek.
Ich pflege meine philatelistischen Hauptsammelgebiete Privatganzsachen von Österreich, Fracht- und Paketpost im Österreich des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, österreichische Ganzsachenpostkarten mit privaten Zudrucken, überwiegend gelaufene Bildpostkarten von Österreich, Frankreich und der Schweiz, Publibelkarten von Belgien sowie die Sammelgebiete mit Ortsrundstempeln des Deutschen Reiches und die deutschen Poststellenstempel aller Zeiten außerordentlich zeit- und auch kostenintensiv, da bleibt einfach kein Raum mehr, um mich nun auch noch mit Portostufen und spezieller Postgeschichte in Österreich zu befassen. Auch mein Zeitmanagement als Rentner lässt sich nicht unendlich dehnen und schließlich gibt es auch noch andere Dinge im Leben als nur die Philatelie.
Du kannst dich aber gerne mit Erläuterungen zu meinen Bildbeiträgen versuchen. Hier aber nun zwei weitere Bildbeispiele. Zunächst eine Recepisse vom 2.10.1831 (?) aus Wittingau, einem Ort in Böhmen [1] für ein Schreiben nach Scheibs.

Zum Zweiten ein Aufgabe-Schein vom 17.12.1899 aus Egg. Da es bereits im heutigen Österreich insgesamt 21 verschiedene Orte oder Ortsteile mit diesem Namen gibt, vermag ich nicht zu definieren, zu welchem Egg mein Beleg gehört. Der zugehörige Brief ist als Ortspost (= loco) in Egg gelaufen.

Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/T%C5%99ebo%C5%88
@ Cantus [#5]
Hallo Ingo,
dem Namen Sutterlütty nach zu schließen, kann es sich nur um EGG im Bregenzer Wald/Vorarlberg handeln, denn dort ist der Name Sutterlütty verbreitet.
Gruß
Bernd
@ Cantus [#5]
Hallo Ingo,
2. November 1831 ist das Datum der Ausfertigung deines schönen Scheins.
Ein Ortswertbrief innerhalb des kleinen vorarlbergischen Ortes Egg - wow, hätte nicht gedacht, dass es so etwas gab, weil man es hätte noch selbst vorbei tragen können bei der Größe.
Liebe Grüsse,
Ralph
Hallo Ingo,
danke für deine Antwort. Nachdem du dein Interesse hier geschildert hast, werde mich drauf beschränken, was dich tatsächlich interessiert.
Hier kleine Hilfevorschläge zur deinen Fragen:
1 Frage/Datierung
Dieses Link kannst du gut in Zukunft nutzen falls die Monatsnamen auf Latein vorkommen: 9 Monat/ November
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=2&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwiJx_yrsI7MAhUJESwKHT7TCwsQFggrMAE&url=http%3A%2F%2Fhttp://www.kalenderlexikon.de%2Fanzeigen.php%3FEintrag%3DMonatsnamen&usg=AFQjCNE2IsqoUda1ha2C1vjhQ07QuToIkA
2 Frage/Stempel – Ort
Nutze die Möglichkeit in Stempeldatenbanken suchen, man kommt schnell voran.
LG A
@ bayern klassisch [#7]
Hallo Ralph,
ich glaube, Du hast die beiden Scheine von Ingo in [#5] verwechselt, der Ort EGG bezieht sich auf die Postanweisung mit 15 Gulden vom 17.12.1899.
Gruß
Bernd
@ Baber [#9]
Hallo Bernd,
ja, habe ich in der Eile verwechselt - aber auch eine Postanweisung am Ort ist mir so gut wie unbekannt. Das Geld hätte man auch selbst vorbei bringen können, wäre günstiger gewesen.
Liebe Grüsse,
Ralph
Heute habe ich eine Aufgabs-Recepisse aus Göcse, einem Ort und einer Region ganz im Westen der ungarischen Reichshälfte. Heute trägt der Ort den Namen Göcsej [1].
Die Aufgabs-Recepisse wurde am 23.6.1861 für einen Brief nach Sürgöny ausgefertigt.

Viele Grüße
Ingo
[1]
https://en.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6csej
Hallo Ingo,
diese Recepisse wurde ausgestellt für einen beschwerten Brief, welcher an Surgony - Zeitung in Pest ging.
LG A
@ Filigrana [#12]
Hallo,
vielen Dank für deine Korrektur. Heute wieder ein Exemplar, bei dem ich nicht alles entziffern kann. Diese Aufgabsrecepisse wurde von der Privaten K.K. Gränz-Postwagens-Expedition am 29.Oktober 1934 für einen Brief nach Hof ausgefertigt; leider kann ich den Aufgabeort nicht entziffern.

Viele Grüße
Ingo
@ Cantus [#13]
Hallo Ingo,
das ging an die Bäckerzunft im bayerischen Hof.
Jgdf oder Igdf lese ich da. -df sollte für dorf stehen. Jg oder Ig - da müsstest du mal schauen, ob es ein deutschsprachiges Örtchen gab, das J(un)gendorf, Jägerdorf, Ingendorf oder so heißt.
Liebe Grüsse,
Ralph
@ bayern klassisch [#14]
Hallo Ralph,
ja gibt es: Krnov (Jägerndorf) bei Opava (Troppau) [2]
Lg, harald
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Krnov
[2]
https://de.wikipedia.org/wiki/Opava
@ bignell [#15]
Hallo Harald,
wegen der Gebührenhöhe kann ich mangels Wissens keine Konstellation herstellen, aber Jägerndorf klingt für mich sehr plausibel, wenn es vom Franko her passt. Es wird auch kein allzu kleines Amt gewesen sein, weil man sonst nicht so elegant diese Ligatur zustande gebracht hätte. Das spricht für Übung und Übung bekommt man nur, wenn man relativ viele Scheine in kurzer Zeit hat ausfertigen müssen.
Liebe Grüsse,
Ralph
@ bayern klassisch [#14]
Hallo Ralph,
da ist mir Harald schon zuvorgekommen, denn ich hätte auch auf Krnov verwiesen. Jägerndorf war - und ist vermutlich auch heute noch - ein bedeutender Handels-, Wirtschafts- und Siedlungsplatz. Zum Vergleich zeige ich nachstehend eine andere Aufgabsrecepisse, die etwa achtzehn Jahre später am 14.6.1852 in Jägerndorf ausgefertigt wurde. Warum dort allerdings der Ortsname mit rotem Stempel eingetragen wurde, weiß ich nicht, denn noch spätere Aufgabsrecepissen aus Jägerndorf tragen Ortsstempel in schwarzer Farbe. Möglicherweise sollte damit die Aufgabe eines Einschreibens deutlich gemacht werden, vielleicht ist es aber such nur ein besonderes Sortiermerkmal, denn die Sendung war an ein ..... Regimentskommando in Krakau gerichtet.

Sonnige Grüße (endlich scheint hier die Sonne einmal wieder)
Ingo
Heute zwei Beispiele aus Bregenz. Zunächst eine Aufgabs-Recepisse vom 24.9.1846 für ein Paket nach Wien.

Rund 50 Jahre später wird in Bregenz am 10.5.1899 die Aufgabe einer Postanweisung bescheinigt.

Viele Grüße
Ingo
Zu
Grisignana findet sich im Internet eine interessante Beschreibung [1] und ein Blick auf die Ortschaft im äußersten Nordwesten von Istrien im heutigen Kroatien vermittelt ein südländisches Flair. Ich denke, die Ortschaft hat sich baulich kaum verändert, seit am 25.11.1890 dort von der Post ein deutsch-italienischer Aufgabeschein über eine Postanweisung ausgefertigt worden war.

Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C5%BEnjan#/media/File:Groznjan_Istria.jpg
In Horn, heute eine Bezirkshauptstadt im gleichnamigen Bezirk Horn im östlichen Waldviertel in Niederösterreich, wurde 70 Jahre früher am 8.5.1820 die Aufgabe eines Schreibens mit ganz anderem Vordruck bescheinigt.

Viele Grüße
Ingo
Heute ein Aufgabeschein vom 9.3.1864 aus
Beneschau. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Beneschau, das sich 1802 aus der Untertänigkeit freikaufte, zu einem Zentrum der nationalen Wiedergeburt. 1850 wurde es Sitz eines Bezirksgerichts (Gerichtsbezirk Beneschau). 1871 erhielt Beneschau Eisenbahnanschluss, der 1895 zu einem Verkehrsknotenpunkt ausgebaut wurde.
Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges war Beneschau Garnisonsstadt der k.u.k. Monarchie. Es lagen hier das II. Bataillon des Böhmischen Infanterie-Regiments Nr. 102 und das II. Bataillon des k.k. Landwehr-Infanterie-Regiments Nr. 28.
Im heutigen Tschechien ist Benešov (deutsch: Beneschau) eine Stadt in der Mittelböhmischen Region, 37 km südöstlich von Prag. Sie ist auch Hauptstadt des gleichnamigen Okres Benešov und ein wichtiges Zentrum der Verwaltung, der Bildung, des Verkehrs und des Handels [1].

Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Bene%C5%A1ov
Mautern an der Donau ist eine Stadtgemeinde mit 3588 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016) am südlichen Donauufer in Niederösterreich gegenüber von Krems/Stein [1]. Der Aufgabeschein wurde dort in der Gegend erworben, deshalb schließe ich eine Zuodnung zu Mautern in der Steiermrk aus.

Ausstellung am 20.12.1858
Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Mautern_an_der_Donau
Heute zeige ich euch einen Aufgabeschein, der am 11.12.1895 in Großschönau in Niederösterreich als Beleg für eine recommandierte Sendung ausgefertigt wurde, die an Stanislaus Kraus in Zwettl gerichtet war.

Viele Grüße
Ingo
Spišská Nová Ves (deutsch (Zipser) Neu(en)dorf,
ungarisch Igló) ist eine der größten Städte in der Ostslowakei, südöstlich der Hohen Tatra und liegt in der traditionellen Region Zips (Spiš) [1]. Als die Stadt zu Österreich gehörte, wurde am 6.7.1864 in Iglo eine Aufgabsrecepesse für einen Wertbrief nach Buda (später Budapest) ausgehändigt.

Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Spi%C5%A1sk%C3%A1_Nov%C3%A1_Ves
Heute eine Aufgabbs-Recepisse vom 7.8.1850 aus Woitz, auch bekannt als Woitz O.S. oder als Eichenau (Oberschlesien).

Viele Grüße
Ingo
Hier ein Aufgabe-Schein in deutsch-italienischer Sprache, ausgestellt am 2.10.1889 in Avio, einer Gemeinde mit etwa 4100 Einwohnern im Süden der autonomen Provinz Trient (Trentino), damals Teil der österreichisch-ungarischen Monarchie.

Viele Grüße
Ingo
Heute ein Aufgabeschein vom 9.2.1869 aus Karlovitz, wobei ich nicht eindeutig feststellen konnte, welches Karlovitz (auch Karlowitz oder Karlovice) hier gemeint ist.

Viele Grüße
Ingo
@ Cantus [#27]
Hallo Ingo,
Karlovci in Vojvodina [1]
Müller 391b
Lg, harald
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Sremski_Karlovci
Heute ein Schein vom 27.1.1843 aus Schönau in Niederösterreich.

Viele Grüße
Ingo
Zur Abwechslung heute eine Aufgabs-Recepisse aus Süd-Tirol, ausgestellt am 22.7.1872 in Meran.

Viele Grüße
Ingo
Horažďovice (deutsch Horaschdowitz, früher Horažďowitz bzw. Horaždiowitz) ist eine Kleinstadt in Tschechien. Sie liegt 17 Kilometer nordwestlich von Strakonice und gehört zum Okres Klatovy [1].
Auf dieser zweisprachigen Ausgabsrecepisse von 7.1.1870 wurde die böhmische Variante gewählt, um die Aufgabe eines Briefes in Horazdowic mit Ziel in Graz zu bescheinigen.


Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Hora%C5%BE%C4%8Fovice
Heute ein Aufgabeschein über einen Wertbrief vom 24.2.1888 aus Götzis, einer Marktgemeinde mit heute rund 11.500 Einwohnern im Bundesland Vorarlberg im Bezirk Feldkirch, also ganz im Westen von Österreich.

Viele Grüße
Ingo
Beneschau (heute tschechisch Benešov) ist eine Stadt in der Mittelböhmischen Region, 37 km südöstlich von Prag. Sie ist auch Hauptstadt des gleichnamigen Okres Benešov und ein wichtiges Zentrum der Verwaltung, der Bildung, des Verkehrs und des Handels.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Beneschau, das sich 1802 aus der Untertänigkeit freikaufte, zu einem Zentrum der nationalen Wiedergeburt. 1850 wurde es Sitz eines Bezirksgerichts (Gerichtsbezirk Beneschau).
1871 erhielt Beneschau Eisenbahnanschluss, der 1895 zu einem Verkehrsknotenpunkt ausgebaut wurde.
Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges war Beneschau Garnisonsstadt der k.u.k. Monarchie. Es lagen hier das II. Bataillon des Böhmischen Infanterie-Regiments Nr. 102 und das II. Bataillon des k.k. Landwehr-Infanterie-Regiments Nr. 28. Wegen der Befürchtung möglicher politischer Unruhen wurde 1916 das 2. Regiment der Tiroler Kaiserjäger mit seinem Ersatztruppenteil von Bozen nach Beneschau verlegt [1].
Heute zeige ich einen Aufgabeschein vom 9.3.1864 mit schönem Einzeiler von Beneschau.

Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Bene%C5%A1ov
Der BRIEFMARKEN- und MÜNZENSAMMLERVEREIN GMUNDEN [1] richtet jedes Jahr Philatelietage mit Börse und Messe aus, die sich durchaus mit Veranstaltungen in München oder Wien messen können. Für Philatelisten in Österreich ist Gmunden also durchaus ein Begriff, aber auch Österreichsammler wie ich kennen selbstverständlich die dortigen Veranstaltungen, findet man dort doch besonders umfangreiches Material für jede Form einer Österreichsammlung.
Gmunden ist eine Stadt im oberösterreichischen Salzkammergut. Die Stadt liegt am Nordufer des Traunsees und hat etwa 13.000 Einwohner. Gmunden ist Sitz der Bezirkshauptmannschaft des Bezirks Gmunden. Als Zentrum des Gerichtsbezirks Gmunden beherbergt es das Bezirksgericht. Die Stadt ist bekannt als Herkunftsort der Gmundner Keramik mit ihrem charakteristischen weiß-grün geflammten Dekor. Während der k. u. k. Monarchie galt Gmunden als renommierte Sommerfrische, wovon heute noch die zahlreichen Villen künden [2].
Ich zeige euch heute zwei Aufgabescheine aus Gmunden, deren Verwendung nur etwa fünf Jahre auseinander liegt, dazwischen hatte aber ein Wechsel des Ortsstempels stattgefunden. Die Vordrucke sind identisch, auch wenn die Rückseiten bei gleicher Vergrößeruung etwas unterschiedlich wirken.
Der erste Aufgabeschein datiert vom 12.März 1869. Der aufgegebene Brief war an eine Adresse in Wien Neubau gerichtet.


Der zweite Aufgabeschein wurde am 31.7.1874 für einen Brief nach Wien VII audsgefertigt.


Viele Grüße
Ingo
[1]
http://www.bmsv-gmunden.at/philatelie/gmunden-2017/
[2]
https://de.wikipedia.org/wiki/Gmunden
Guten Abend,
hier eine Aufgabs-Recepisse / Podací lístek von 1876
Doppelseitig deutsch / tschechisch
Stempel "PRAG KLEINSEITE" (heute: PRAHA MALÁ STRANA)
als Einzeiler auf deutscher Seite.
Handschriftlich ausgefüllt ist aber die tschechische Seite.


Bei Interesse: ebay Auktion läuft - Artikelnummer: 372369921522
Viele Grüße,
Reinhard
@ marc123 [#37]
Hallo Marc,
du bist im falschen Thema gelandet, denn hier ist ausdrücklich nur von Aufgabescheinen und Abgabsrecepissen die Rede, nicht aber von Retourrecepissen, also von Schreiben, die nicht etwa die Aufgabe, sondern den Rücklauf eines Poststückes betreffen, das aber wäre ein ganz eigenes Thema. Ein passendes Thema gibt es unter der Überschrift "Österreich - Formulare der Post des 19. Jahrhunderts". Von jemandem, der angibt, sich mit österreichischer Klassik zu beschäftigen, hätte ich doch erwartet, dass er den Unterschied zwischen Postaufgabe und Postrücklauf kennt.
Von mir heute ein Aufgabeschein über eine Postanweisung vom 10.12.1890, ausgefertigt in Katharinenberg, einer Stadt mit damals etwa 1.500 Einwohnern im nördlichen Böhmen.

Viele Grüße
Ingo
Ervěnice (deutsch
Seestadtl, früher auch Ruenice, Erwenicz), war eine Stadt im Okres Most in Tschechien, die bis 1960 dem Okres Chomutov zugehörig war. Die Stadt lag in Nordböhmen an einer sanft ansteigenden Anhöhe am rechten Ufer des Flusses Biela, gegenüber der Einmündung des Altbachs.
In den Jahren 1959 bis 1960 fiel die Ortschaft dem fortschreitenden Tagebau zum Opfer und wurde aufgelassen. Das Katastralgebiet wurde der Ortschaft Komořany u Mostu zugeschlagen, die ihrerseits 1988 nach Most eingemeindet wurde. Die Statuen des Hl. Johann von Nepomuk aus dem Jahr 1730 und des Hl. Florian (1717) wurden nach Malé Březno (Kleinpriesen) gebracht [1].
Ich zeige dazu heute einen Aufgabeschein vom 18.3.1876, als Böhmen noch Teil des Kaiserreiches Österreich-Ungarn war.

Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Erv%C4%9Bnice
Götzis ist eine Marktgemeinde mit 11.709 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bundesland Vorarlberg im Bezirk Feldkirch und in der Kummenberg-Region an der Grenze vom Oberen zum Unteren Vorarlberger Rheintal [1].
Dazu ein Aufgabeschein über einen Brief vom 24.2.1888, der an eine Adresse in Mezzolombsardo gerichtet war.

Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tzis
Hallo Ingo,
wurde das Retourrecipis an den Absender übergeben, war das Aufgabsrecipis einzufordern und wurde später zusammen mit dem Abgabsrecipis vernichtet, also können zwei Recipis zum selben Brief nicht mehr existieren, sofern die Vorschriften befolgt wurden. Das war hier glücklicherweise nicht der Fall:


19.2.1854 Aufgabs- und Retourrecipis von Nikolsburg (Mikulov) nach Ungarisch Ostrau (Uherský Ostroh) über Lundenburg (Breclav) mit Nummer 127. Während das Jahr am Aufgabsrecipis schon mit 185. vorgedruckt war, kam beim Retourrecipis noch ein 184.-Vordruck zur Anwendung.
Jetzt müsste nur noch irgendwo das Abgabsrecipis Nummer 127 auftauchen, dann wäre das Trio komplett.
Lg, harald
@ bignell [#42]
Hallo Harald,
vielen Dank für's Zeigen, so zusammen habe ich derartige Belege noch nie gesehen.
Viele Grüße
Ingo
Kolín (deutsch Kolin, älter auch Köln, Cölln, Neu-Kolin bzw.
Collin) ist eine Stadt in der mittelböhmischen Region, knapp 60 km östlich von Prag. Die Stadt liegt an der Elbe sowie an einem wichtigen Eisenbahnknoten. Bis 1995 endete hier die Elbschifffahrt [1].
Hier ist ein Aufgabeschein aus Collin, eingedeutscht nach Kollin, ausgefertigt am 23.6.1854. Weitere Anhgaben sind für mich nicht entzifferbar.

Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Kol%C3%ADn
@ Cantus [#44]
Hallo Ingo,
ich würde als Empfänger "Karl Hrvatil in Prag" lesen.
Liebe Grüße, harald
@ bignell [#45]
Hallo Harald,
vielen Dank für deinen Übersetzungsversuch. Es ist wirklich grauslich, wie manche Leute Formulare vollschmieren, ohne Rücksicht darauf, ob Andere das dann auch lesen können.
Viele Grüße
Ingo
@ Cantus [#46]
Hallo Ingo,
man sollte nie vergessen, dass es sich dabei um Gebrauchsgegenstände handelt, und da nimmt man sich nun mal nicht die Zeit schön zu schreiben. Vergleich es mal mit einem Einkaufszettel, der ist für andere Leute oft auch unleserlich.
Liebe Grüße, harald
Heute ein Schein vom 24.1.1864 aus Littau, früher in Böhmen gelegen, heute ein Ort in Tschechien mit dem Namen Litovel [1]. Es ist schon bemerkenswert, dass jemand, der offensichtlich Blut an der Hand hatte, den Schein für so wichtig hielt, dass er ihn aufbewahrte. Leider kann ich auch bei diesem Schein die Handschrift nicht entziffern.


Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Litovel
@ Cantus [#48]
Lieber Ingo,
Inhalt war ein Wechsel über 40 Gulden.
Das ist kein Blut, sondern der Schein war, wie die meisten vor und nach ihm, in Akten rot eingesiegelt worden und dann in späterer Zeit für Sammler wie uns dort wieder entnommen worden, die Reste sieht man.
Liebe Grüsse,
Ralph
@ bayern klassisch [#49]
Hallo Ralph,
vielen Dank für die Korrektur, das war mir bisher nicht bekannt.
Heute ein Aufgabeschein vom 11.12.1895 aus Groß Schönau (heute Velký Šenov in Tschechien) im äußersten Norden Böhmens.

Viele Grüße
Ingo
Chrast liegt mitten in Tschechien [1], zur Zeit des Kaiserreiches Österreich-Ungarn war die Stadt aber ein Teil Böhmens. Dazu zeige ich einen Aufgabeschein vom 29.10.1877 über die Aufgabe eines Briefes mit Ziel in Prag.

Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Chrast
Znaim (Tschechisch Znojmo) ist eine Stadt in der Südmährischen Region in Tschechien mit 33.805 Einwohnern 2014. Sie liegt auf einer Felszunge am linken, steil abfallenden Ufer der Thaya (Dyje), 55 Kilometer südwestlich von Brünn und 75 Kilometer nordwestlich von Wien, unweit der Grenze zu Niederösterreich. In der Zeit des österreichisch-ungarischen Kaiserreiches gehörte die gesamte Region bis 1918 zu Böhmen und damit zu Österreich, wurde dann tschechisch, bis die Deutschen das Gebiet okkupierten, um nach Kriegsende Teil der Tschechoslowakei und seit dem 1.1.1993 Teil des neugegründeten Tschechiens zu werden [1].
Ich zeige einen Aufgabeschein aus Znaim vom 27.10.1867 für einen Brief, der nach Wien laufen sollte.

Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Znojmo#cite_note-12
Liebe Freunde,
mir liegt ein Teil der Abgabsrecepissen der Grazer Fahrpost von 1868 vor, und ich möchte hier einige Besonderheiten zeigen.
Abgabsrecepissen verblieben beim Postamt und wurden nach einiger Zeit vernichtet, jedoch wurde diese Bestimmung nicht immer eingehalten, und so sind noch welche erhalten geblieben. Abgabsrecepissen mit anhängender Aufgabsrecepisse sind jedoch selten.
Recepisse 3205 vom 5.12.1868:


Recepisse 1379 vom 4.7.1868 - da diese nicht gefaltet ist, habe ich auf einen Scan der Aufgabsrecepisse verzichtet:

Weitere Recepissen folgen.
Liebe Grüße, harald
Liebe Freunde,
die beiden Recepissen mit den höchsten Werten:

Recepisse 1865 vom 3.9.1868 über ein Paket, 70 österreichische Pfund (ca 39,2 kg) schwer

Recepisse 3231 vom 8.12.1868 über eine Sendung im Wert von 15 000 Gulden
Liebe Grüße, harald
@ bignell [#54]
Hallo Harald,
ist vielleicht eines der beiden AVISOS zu erwerben? Mir geht es um das Formular: "Aviso und Abgabsrecepisse" nicht um einen hohen Wert!
Ganz lieben Sammlergruß,
Peter
@ mrno55 [#55]
Hallo Peter,
schick mir eine Email, meine Email-Adresse ist im Profil hinterlegt (klick auf meinen Nickname).
Lg, harald
@ Cantus [#48]
Übersetzung dazu:
Ueber 1BF (Brief) worin sich angeblich befinden WECHSEL im Werthe …… ???? ……….unter der Adresse : Herrn Valentin Zimmermann in Drozdein…
Drozdein wurde geschrieben, früher hat man es nicht so genau genommen! Droždín = deutsch Droschdein
Lieben Gruß Peter
@ mrno55 [#57]
im Werthe von 40 Gulden
Liebe Grüsse von bayern klassisch
@ bayern klassisch [#58]
Danke, ich habe es vermutet, war aber nicht sicher!
besten Gruß aus Gumpi (Gumpoldskirchen, wo der gute Wein zu Hause ist).
Römerstadt, heute in Tschechien gelegen mit dem Namen Rýmařov, ist eine Stadt im Nordosten von Mähren, damals Teil von Böhmen im Kaiserreich Österreich-Ungarn. Dazu habe ich eine Aufgabs-Recepisse für einen Wertbrief, aufgegeben am 18.12.1862; den Zielort kann ich leider nicht entziffern.

Viele Grüße
Ingo
@ Cantus [#60]
Lieber Ingo,
Bezirksamt Sternberg lese ich.
Liebe Grüsse,
Ralph
Freistadt (tschechisch Cáhlov) ist eine oberösterreichische Stadtgemeinde mit 7981 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2020) im Unteren Mühlviertel und seit 1849 Sitz der Bezirkshauptmannschaft des Bezirkes Freistadt. Die Stadt liegt rund 38 Kilometer nordöstlich der Landeshauptstadt Linz und rund 17 Kilometer südlich der Staatsgrenze zu Tschechien [1].
Dazu zeige ich eine Aufgabs=Recepisse vom 11.9.1866.

Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Freistadt
Liebe Freunde,
in [#42] habe ich bereits ein Pärchen gezeigt, das es so nicht geben sollte.
Auch diese beiden sollten so nicht existieren, da der Interimsschein vulgo Aufgabsrecepisse gegen die Retourrecepisse auszutauschen war, sobald diese als Bestätigung dem Absender ausgefolgt wurde.


Retourrecepisse und Interimsschein über eine Sendung an einen Herrn Anton Pokorny in Elbogen, gesendet aus Budweis am 22.3.1833, am 24.3.1833 an den Herrn Pokorny übergeben, was er mit "Richtig erhalten Anton Pokorny" auf der Retourrecepisse bestätigt hat.
Während auf der Retourrecepisse "Bezahlt nichts." vermerkt ist, was bedeutet dass dem Empfänger nichts abzuverlangen war, weist der Interimsschein die Gebührenaufstellung auf (20 Kreuzer Franco, 18 Kreuzer Recommand + Recepissen-Gebühr), die der Absender entrichtet hat.
Am linken Rand der Retourrecepisse steht noch folgende Anmerkung:

"Mademoiselle Ner??ky" - was auch immer der Verweis auf die Dame bedeuten mag.
Besonders gut gefällt mir die Anweisung unten auf der Retourrecepisse: "Dieses vom Empfänger eigenhändig unterschriebene Recepisse wolle mit erstem Posttage nach Budweis zurück gesendet werden."
Liebe Grüße, harald
@ bignell [#64]
Lieber Harald,
Stransky hieß die Mademoiselle.
Warum das notiert wurde? Da gäbe es viele mögliche Gründe.
Liebe Grüsse,
Ralph
@ bayern klassisch [#65]
Hallo Ralph,
natürlich, da haben wieder die Scheuklappen zugeschlagen, für mich waren die ersten beiden Zeichen zusammen ein N, und das r danach hat mir schon Kopfzerbrechen verursacht.
Danke, harald
Von mir heute ein Aufgabeschein über eine Postanweisung, gestempelt in Hittisau, einer kleinen Gemeinde im Vorarlberger Bezirk Bregenz, an einem 5. August. Wenn ich das auf dem Schein richtig lese, handelt es sich dabei um das Jahr 1882.

Viele Grüße
Ingo
Heute ein Schein vom 31.3.1868, ausgestellt in Horic, einem Ort im damaligen Böhmen, heute in Tschechien gelegen. Da es eine ganze Reihe von Orten mit diesem Namen in Tschechien gibt, kann ich den exakten Ort nicht näher bestimmen.

Viele Grüße
Ingo
Liebe Freunde,
hier ein Pärchen, das für mich Fragen aufwirft. Die Beschreibung des Dorotheum dazu: "Aufgabs- und Retourrezepisse (mit 6 Kr-Marke) zu einem in Haitzendorf aufgegebenen Rekobrief aus 1854"



Die Aufgabsrecepisse ist datiert 12.12.1854, trägt aber den Stempel 21.12., der Empfänger "Tobias ??" ist für mich unleserlich, aber vielleicht kann das ja jemand entziffern?
Die Retourrecepisse ist datiert 27.12.1854 mit passendem Stempeldatum, es scheint sich um denselben Empfänger zu handeln.
Aus meiner Sicht beziehen sich die Recepissen auf verschiedene Briefe, aber zwei rekommandierte Schreiben an den selben Empfänger innerhalb weniger Tage aus demselben kleinen Ort wäre ungewöhnlich. Bei der Aufgabsrecepisse ist entweder die handschriftliche Tagesangabe falsch oder der Stempel falsch eingestellt, also scheint es der Postbeamte nicht so genau genommen zu haben, er hat auch die Nummer auf beiden Recepissen nicht ausgefüllt, das hätte es mir leichter gemacht.
Bitte um Eure Meinung dazu.
Vielen Dank,
harald
@ bignell [#69]
Lieber Harald,
Tobias Scheyrer bzw. Tobias Scheurer (phonetisch passt das schon).
Liebe Grüsse,
Ralph
@ bignell [#69]
Hallo Harald,
ich vermute, dass beide Daten bei dem Aufgabeschein korrekt sind. Du musst dabei wissen, dass der Tagesstempel der Post ähnlich wie Dienstsiegel zu behandeln waren, was bedeutet, dass nicht jeder befugt war, den Tagesstempel zu benutzen, sondern nur einzelne Personen, die dazu speziell berufen worden waren.
Heutzutage wird man sogar - wenn die Verwaltung korrekt arbeitet - mit schriftlicher Urkunde zum Dienstsiegelführer berufen und hat sorgsam darauf zu achten, dass niemand sonst Zugriff auf das Dienstsiegel hat.
Wenn die damals zuständige Person nun den Tagesstempel der Post ebenso sorgsam verwahrte, also z.B. einschloss und dann krank wurde, musste das Stempeln der Belege eben ein paar Tage warten, wen hätte das schon stören sollen. Darüber hinaus gab es vermutlich bei großen Orten amtlich bestellte Vertreter derer, die stempeln durften, bei einem kleinen Ort wie Haitzendorf mit aktuell 380 Einwohnern jedoch mit Sicherheit nicht.
Viele Grüße
Ingo
Hallo Ralph, hallo Ingo,
danke für Eure Hilfen, also eigentlich passt dann eh alles einigermaßen zusammen. Jetzt müsste man nur noch den Brief an den Herrn Scheurer finden, aber da ist die Wahrscheinlichkeit eines Lottosechser wohl höher. ;)
Liebe Grüße,
harald
@ bignell [#72]
Hallo Harald,
Aufgabsrecepissen sammeln ist das Eine (ich habe hier rund 200 Stück), aber Briefumschläge sammeln etwas ganz Anderes und viel weiter verbreitet. Ich glaube nicht, dass es Sinn macht, nach dem Brief von damals auch nur ansatzweise Ausschau zu halten.
Viele Grüße
Ingo
@ Cantus [#73]
Hallo Ingo,
wie gesagt einen Lottosechser halte ich für wahrscheinlicher, aber ich werde mir jeden Brief aus Haitzendorf in Zukunft genau ansehen und den Empfänger vergleichen - so viele Briefe aus dem kleinen Ort werden nicht erhalten geblieben sein.
Liebe Grüße,
harald
Bärn (heute tschechisch Moravský Beroun) liegt in den Sudeten auf 525 m Höhe über NN im Niederen Gesenke in Mähren in einem Talkessel an der Einmündung des Čabová (Sommeraubach) in den Důlní potok (Stollenbach), etwa 28 Kilometer nordöstlich von Olmütz.
Zu der Zeit, als der nachfolgende Aufgabeschein ausgestellt wurde, gehörte die Stadt jedoch zu Böhmen im Kaiserreich Österreich-Ungarn. Wenn ich das richtig entziffert habe, lautet das Datum der Ausstellung auf den 26.1.1858.

Viele Grüße
Ingo
@ Cantus [#75]
Lieber Ingo,
das Datum ist richtig und gerichtet war dem Schein zugrunde liegende Beleg an den Löblichem Gemeinderath in Sternberg.
Liebe Grüsse,
Ralph
Heute ein Aufgabeschein aus Freistadt in Oberösterreich, etwa 17 km südlich der tschechischen Grenze. Mit dem Schein wurde am 11.9.1866 (?) die Aufgabe eines Einschreibens bescheinigt. Als Zielort lese ich Troggen, einen Ort mit diesem Namen scheint es aber nicht zu geben.

Viele Grüße
Ingo
@ Cantus [#77]
Hallo Ingo,
ich glaube es handelt sich um Troppau. [1]
Liebe Grüße,
harald
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Opava
@ Cantus [#77]
Lieber Ingo,
beim Datum hast du Recht, beim Ort Harald.
Liebe Grüsse,
Ralph
Liebe Freunde,
wie bereits erwähnt sind Abgabsrecepissen selten, weil sie nur für den internen Gebrauch bestimmt waren und nach einigen Monaten vernichtet wurden. Deswegen freut es mich besonders, dass dieses Fahrpost-Abgabsrecepisse von Prag nach Vaduz / Liechtenstein erhalten geblieben ist:


"Ueber Empfang einer, von Prag mit der Fahrpost Feldkirch ddo. 16ten März 1856 unter Nr. 3 eingelangten Sendung, bestehend in 1 P(aket) mit D? im Werthe von 6 fl. 36 kr., gewogen 1 Pfund 28 Loth"
Inzwischen hatte man dazugelernt, dieses Aufgabsrecepisse nach Wilfersdorf wurde noch nicht so sorgfältig ausgefüllt:


Tag 17, Monat leer, Jahr nicht ausgefüllt, deshalb vermutlich späte 1840er Jahre (das Postwesen in Liechtenstein wurde bis 1.2.1921 durch die österreichische Post betrieben, das k.k.Postamt Vaduz wurde 1845 eröffnet. Drucksorte 420 - das obige Abgabsrecepisse hat Drucksorte 422, also sollte das Aufgabsrecepisse deutlich vor 1856 verwendet worden sein).
Liebe Grüße,
harald
@ bignell [#80]
Hallo Harald,
meine Gratulation zu dieser seltenen Abgabs-Recepisse.
Liebe Grüße
Franz
@ bignell [#80]
Hallo Harald,
du schreibst bestehend in 1 P(aket) mit D? im Werthe von .
Da steht aber nicht D, sondern Dv. Ich denke, dass das die Abkürzung für "Diverses" ist.
Viele Grüße
Ingo
@ Cantus [#82]
Hallo Ingo,
ja deshalb hab ich das Fragezeichen geschrieben, war mir mit dem v nicht sicher, weil mir keine Erklärung für Dv eingefallen ist, aber Diverses klingt gut.
Danke,
harald
[Redaktion: Die Bedeutung der Abkürzung, getrennt nach Klein- und Grosschreibungen, ist hier zu finden:
https://abkuerzungen.woxikon.de/abkuerzung/dv.php ]
@ bignell [#80]
Liebe Freunde,
ich denke es war ein Paket mit Dukaten (Goldmünzen), die teils besondere Posttarife nach sich zogen.
Liebe Grüsse,
Ralph
Heute ein Aufgabeschein für eine Postanweisung, ausgefertigt am 17.10.1887 in Gmünd [1].

Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Gmünd_(Niederösterreich)
@ Cantus [#85]
Hallo Ingo,
schöner Schein, und gut erhalten. Ich lese "Glasfabr. Verwaltung i. Schinnswald" - wobei ich mit Schinnswald nichts anfangen kann.
Liebe Grüße,
harald
@ bignell [#86]
Hallo Harald,
ich denke es ist Sofienwald / Sophienwald in Österreich dort war Glasmanufaktur ansässig.
Gruß Rainer
@ Gernesammler [#87]
Hallo Rainer,
Sofienwald passt, vielen Dank für den Hinweis. Da mein kleiner Beitrag zwei Kommentare ausgelöst hat, zeige ich gleich noch einen zweiten Aufgabeschein für eine Postanweisung, diesmal in deutsch-böhmischer Sprache im Vordruck, im Text dagegen findet man mit Praze das tschechische Wort für Prag. Ausfertigt wurde dieser Schein am 30.3.1882 in Polna (heute tschechisch Polná) [1].

Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Polná
Heute eine Aufgabsrecepisse vom 31.12.1887 über ein Einschreiben von Dölsach nach Wien. Dölsach ist eine Gemeinde im Bezirk Lienz in Tirol mit 2311 Einwohnern [1].

Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Dölsach
@ Cantus [#1]
ein sehr schönes Thema (vor allem der Beleg von 1841!) und nun kann ich auch mit 2 Belegen punkten.
Es dürfte sich sogar um den selbigen Empfänger in Stuttgart handeln. Obwohl beide Recepissen praktisch identisch sind und nur 2 Monate im Jahr 1848 auseinanderliegen, gibt es einen kleinen Unterschied auf Vorder- und Rückseite.
Die Aufgabs-Recepisse vom MAI 1848 hat rückseitig eine Art Formularnummer links oben (Nr. 230).
Liebe Grüße
10Parale

Am 22.7.1872 wurde bei der Post in Meran, damals Teil des Kaiserreichs Österreich-Ungarn, ein 14 Pfund schwerer Koffer aufgegeben. Als Empfänger der Sendung war Otto Bielitz in Pontresina angegeben. Die Sendung kostete insgesamt 75 Kreuzer, die sich in 35 Kreuzer für die Francogebühr (= Transport- und Zustellkosten) sowie 40 Kreuzer für die Retourrecepisse (= Rückschein, Nachweis über die Behandlung der Sendung am Zielort) aufgliedert.

Viele Grüße
Ingo
Heute eine Aufgabsrecepisse vom 9.7.1862 aus Leoben für einen Brief, der Bargeld enthielt. Da auf der Post der Betrag nicht kontrolliert wurde, erhielt die Recepisse den Zusatzstempel "NACH ANGABE".

Viele Grüße
Ingo
Heute ein Aufgabeschein vom 23.1.1862 aus Nieder-Wallsee, heute ein Ortsteil von Wallsee-Sindelburg [1][2]. Mit der Recepisse wurde die Entgegennahme eines Briefes mit Obligationen im Wert von 3.372 Gulden bescheinigt.

Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Niederwallsee
[2]
https://de.wikipedia.org/wiki/Wallsee-Sindelburg#
Liebe Freunde,
Abgabs-Recepisse sind selten, da es sich hierbei um postinterne Dokumente handelt.

1839 von Klattau an "die Löbl. Herrnschaft zu Chedenitz"
Liebe Grüße,
harald
@ bignell [#95]
Lieber Harald,
das mit "postintern" glaube ich eher weniger - das war doch praktisch ein Rückschein, der, nachdem alles korrekt erledigt worden war, dem Absender ausgehändigt wurde.
Liebe Grüsse,
Ralph
@ bayern klassisch [#96]
Lieber Ralph,
nein, siehe Beiträge [#42] oder [#80], da hab ich geschrieben "wurde das Retourrecipis an den Absender übergeben, war das Aufgabsrecipis einzufordern und wurde später zusammen mit dem Abgabsrecipis vernichtet" - man darf das Abgabsrecepis nicht mit dem Aufgabsrecepis verwechseln.
Liebe Grüße,
harald
@ bignell [#97]
Lieber Harald,
das mit der Rückgabe des Aufgabescheins gegen Erhalt des Rückscheins kann ich noch nachvollziehen - aber für wen war das Abgabesrecepis vorgesehen? Nur für die Abgabepost als Beleg dafür, dass man einen redommandirten Brief zugetellt hatte?
Liebe Grüsse,
Ralph
@ bayern klassisch [#98]
Lieber Ralph,
ja, für spätere Nachforschungen. Wurde ein Retourrecepis gefordert (für eine Gebühr von 3 Kreuzern CM Lokalbrief, 6 Kr CM Fernbrief, später 5 bzw. 10 Neukreuzern), hatte der Absender ja dann die Bestätigung.
Ohne Retourrecepis behielt der Absender das Aufgabsrecepis und konnte eben innerhalb von drei Monaten eine Nachforschung einleiten, wenn der Empfänger behauptet hat die Sendung nicht empfangen zu haben. Dann hatte das Aufgabepostamt - hoffentlich - das Abgabsrecepis und konnte die Nachforschung beantworten.
Liebe Grüße,
harald
@ bignell [#99]
Lieber Harald,
hab vielen Dank für deine Ausführungen, die sich von denen bei Bayern doch unterscheiden.
Ich werde, wenn ich das gute Stück gefunden haben werde, mal ein Nachfragschreiben Österreichs für eine nicht eingeschriebene Sendung nach Bayern zeigen, die mit 10 Nkr. frankiert wurde und deine Ausführungen dazu in meine Beschreibung übernehmen, damit ich wieder etwas mehr über Alt-Österreich verstehe, denn es ist ja nicht ohne Grund eines meiner Lieblingsgebiete europäischer Postgeschichte im 19. Jahrhundert.
Aber jetzt geht es erst einmal zum Griechen im Nachbarort.
Liebe Grüsse,
Ralph
Hallo!
Hier ein
Fahrpostaviso über ein Paket im Gewicht von 23 Pfund, das am 20.3.1832 aus München mit dem Postwagen im Wiener Abgabsamt eingetroffen ist und zum Abholen bereit liegt.
Ein
Aviso wurde von einem Briefträger zugestellt, um den Empfänger zu benachrichtigen, dass an seinem Postamt eine Sendung abzuholen sei, die vom Briefträger nicht zugestellt werden kann, weil sie z.B. mehr als 3 Pfund wiegt.

Gewichtsporto München - Wien 3 Gulden 6 Kreuzer, Div. Abgaben 8 Gulden 12 Kreuzer, weiters 4 Kreuzer für die Aufgabsrezepisse, 2 Kreuzer Briefträgergebühr für die Zustellung des Avisos, sowie 2 Gulden 36 Kreuzer Maut. Dies ergibt einen Gesamtbetrag für die Sendung von 14 Gulden.
Liebe Grüße
Harald
@ BANANA60 [#101]
Hallo Harald,
unten links lese ich noch Emballage und Mauth, also Verpackung und Zoll; das 3. Wort kann ich leider nicht entziffern.
Aus der bekannten Sina-Korrespondenz, aus der es auch viele Briefe mit 9 Kr. grün von Bayern gibt.
Danke fürs Zeigen und liebe Grüsse,
Ralph
@ BANANA60 [#101]
Hallo Namensvetter,
Gratulation, so frühe Fahrpostaviso sieht man nur selten, dann auch noch Auslandsbezug und hervorragend erhalten.
Liebe Grüße,
harald
@ bayern klassisch [#100]
Liebe Freunde, lieber Harald,


vor gut 35 Jahren sah ich einst ein "Nachfrageschreiben" Österreichs frankiert nach Bayern, wußte jedoch nicht so recht, worum es sich dabei handelte und bei dem damals geforderten Ausruf ließ auch mein Interesse am Erwerb desselben bald nach. Dann kam lange nichts mehr.
Aber es tauchte wieder auf und nun war ich auf sein Aufschlagen vorbereitet und ließ es mir nicht entgehen.


Was war ein Nachfrageschreiben?
Nun, heute würden wir einen Nachforschungsauftrag stellen, wenn eine Sendung nicht beim Empfänger angekommen zu sein scheint. Aber das gab es eigentlich nur für "qualifizierte Sendungen", also Einschreiben, Expressbriefe, Wertbriefe usw. und in genau diesen Fällen wäre ein Laufzettel (von der Aufgabepost) abzuspedieren gewesen.
Aber die österreichische Post kannte auch die Sendungsverfolgung nicht qualifizierter Sendungen (den Terminus "unqualifizierte Sendung" möchte ich an dieser Stelle vermeiden) und dafür gab es Nachfrageschreiben, die zwar genauso den Postweg wie die weitaus bekannteren und häufigeren Laufzettel nachzuvollziehen hatten, aber schon von ihrer Natur her weniger Chancen auf Befriedigung der Informationsbedürfnisse der Absender haben mussten.
Hier zeige ich ein Nachfrageschreiben aus Unzmarkt über eine Sendung vom 07.11.1859 aufgegebene Sendung im Wert von 24 Kreuzern, welche über Leoben und Salzburg via Rosenheim nach München gelaufen war.
Wie man anhand der textlichen Ausführen erkennen kann, war die Sendung korrekt beim Empfänger angekommen und das Nachfrageschreiben lief so wieder zur Aufgabepost zurück.
Die verklebten 10 Nkr. entsprachen der Gebühr für dergleichen Nachforschungen.
Der guten Ordnung halber stelle ich das gute Stück auch im Thread Postverhältnisse Bayern und Österreich ein.
Liebe Grüsse,
Ralph
Heute ein Aufgabeschein in deutsch-böhmischer Sprache, bei dem nur das böhmische Formular ausgefüllt wurde, da die Sendung innerhalb Böhmens lief. Wenn ich das richtig interpretiere, handelte es sich um eine schwere Sendung (1 K 200), wenn auch nicht um ein Paket, denn dafür wäre eine Post-Begleitadresse erforderlich gewesen. Der Schein wurde in Pecka (deutsch = Oertka) abgestempelt [1], möglicherweise sogar auf der Burg, wie unten auf dem Schein vermerkt ist, ich habe das aber nicht geprüft. Die Sendung wurde am 10.5.1899 aufgegeben, wie der Schraffenstempel belegt; den Empfängerort kann ich leider nicht entziffern.

Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Pecka
Trnava; deutsch Tyrnau,
ungarisch Nagyszombat, lateinisch Tyrnavia) ist eine Stadt mit 62.806 Einwohnern im Westen der Slowakei nordöstlich der Hauptstadt Bratislava.
Die Stadt ist seit 1978 Sitz eines Erzbistums, mit dessen Errichtung die Slowakei zum ersten Mal zu einer von Ungarn unabhängigen Kirchenprovinz wurde [1].
Von dort eine Aufgabsrecepisse vom 25.8.1870, den Zielort jedoch kann ich beim besten Willen nicht entziffern.

Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Trnava
@ Cantus [#107]
Lieber Ingo,
ich lese als Zielort Wien.
Liebe Grüße,
harald
@ Cantus [#107]
Hallo Ingo,
"Wiener Zeitung, Wien" lese ich.
Liebe Grüsse,
Ralph
@ bayern klassisch [#109]
Hallo Ralph,
Wiener Zeitung kann stimmen. Es ist schon erstaunlich, wie gleichgültig damals oftmals Daten in Postformularen hingeschmiert wurden.
Ich grüße dich zurück.
Ingo
@ Cantus [#106]
Hallo Ingo,
soweit ich kann für Dich die Übersetzung des Lieferscheines:
Es handelt sich um ein Paket mit der Nummer 90, an Ludmila Hartman(ova), den Ort kann ich nicht entziffern, Wert ist nur für Wertbriefe vorgesehen, Waage 1 kg 200g und bezahlt wurde 15 ( ich vermute Kreuzer, bin kein Spezialist für die Zeit ).
Ich hoffe, damit ein wenig weiter geholfen zu haben.
Gruß
Detlev
@ Detlev0405 [#112]
Hallo Detlev,
vielen Dank für deine Ergänzungen. Ich habe vor etwa 12 Jahren alles an Aufgabsrecepissen aufgekauft, was ich bekommen konnte, da meine Frau und ich kurz vor der Rente standen und wir uns auf ein deutlich kleineres Einkommen vorbereiten mussten. Daraus ist eine schöne Sammlung entstanden, die ich versuche hier so nach und nach vorzustellen. Leider kann ich meistens kaum etwas von der Schrift entziffern, da sind helfende Beiträge wie von dir sehr hilfreich.
Heute zeige ich eine Aufgabsrecepisse vom 24.1.1864 (es kann auch ein anderer Monat sein), die in Littau [1], heute östliches Tschechien, damals Böhmen, für eine Sendung nach Brünn (?) ausgestellt wurde.

Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Litovel
@ Cantus [#113]
Hallo Ingo,
der Schein wurde am 24.12.1864 ausgestellt für einen Brief in dem sich ein Wechsel im Wert von 40 Gulden befunden haben soll. Empfänger war Herr Valentin Zimmermann in Drozdein. Bezahlt hatte der Absender nichts, also war es wohl ein "Weihnachtsgeschenk", das den Empfänger 17 Kreuzer kostete.
Liebe Grüsse,
Ralph
@ bayern klassisch [#114]
Lieber Ralph,
du hast wie immer gezaubert und da allerlei gelesen, wo ich fast nichts erkennen konnte. Da könntest du bei meinen heutigen Beispielen gleich weitermachen. Ich wundere mich immer wieder, wie sehr die Postbediensteten damals die Daten in die Vordrucke hineingeschmiert hatten, während ich mich i8m Laufe meiner Dienstzeit stets bemüht habe, alles gut leserlich zu gestalten.
Die heutigen Aufgabs-Recepissen wurden beide ion Müglitz ausgefertigt. Ich vermute darunter die heutige tschechische kleinstadt Mohelnice [1], auch wenn es noch andere Orte mit dem Namen Müglitz gibt bzw. gab.

Müglitz, 27.4.1874, Aufgabs-Recepisse für ein Paket (?)

Müglizu, 22.9.18974 Aufgabs-Recepisse für einen Brief (?)
Viele Grüße
Ingp
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Mohelnice
@ Cantus [#115]
Lieber Ingo,
manchmal gelingt mir halt auch mal etwas, wenn ich viel Glück habe.
1. Schein für ein Paket im Wert von 10 Gulden keine Kreuzer, gewogen mit 2 Pfund und 7/10 Loth (falsch in den Schein eingetragen) an die Herren Strobl & Mader in Olmütz. Vlt. findest du im Netz etwas zu dieser Firma?
2. Schein für einen Brief an denselben Empfänger. Oben notiert "Nach Abgang der Post" im Wert von 40 Gulden mit einem Gewicht von 1 5/10 Loth.
Liebe Grüsse,
Ralph
@ bayern klassisch [#116]
Lieber Ralph,
ein später Dank für dein Entziffern; leider haben die früher bei der Post, wenn es um Aufgabescheine ging, offenbar immer besonders geschmiert; das lässt sich bei einer Vielzahl von Abgabsrecepissen beobachten.
Heute ein Schein aus Weyer, ausgefertigt am 2.6.1874 für ein recommandiertes Schreiben. Ich kann wieder einmal weder Empfänger noch Zielort entziffern, dafür gefällt mir diese Stempelform besonders gut.
Weyer ist eine Marktgemeinde mit 4028 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2024) in Oberösterreich im Bezirk Steyr-Land im Traunviertel. Der 1897 von Weyer-Markt abgespaltene ländliche Teil Weyer-Land wurde per 1. Jänner 2007 wieder mit Weyer-Markt zu einer einzigen Gemeinde vereint [1].

Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Weyer_(Oberösterreich)
@ Cantus [#117]
Lieber Ingo,
besser spät, als nie. :-)
K.K. Bezirksgericht Haag lese ich als Empfänger. So, jetzt bist du dran.
Ich mag diese Fingerhutstempel mit Zierstücken auch sehr - gab es nämlich auch in meinem geliebten Bayern!
Liebe Grüsse,
Ralph
@ bayern klassisch [#118]
Lieber Ralph,
ich wundere mich immer wieder, wie du aus einer Abfolge fast identischer Strichkombinationen etwas Sinnvolles herauslesen kannst, das dann bei der Nachschau logisch erscheint, sich mir selber vorher aber nicht offenbart hat. Vielen Dank dafür, alles Andere kann jeder selber aus dem Formular herauslesen.
Ich habe noch reichlich eingescannte Aufgabescheine im PC, aber leider kann man bei den kleinen Abbildungen nicht die Form der Poststempel erkennen. Da die österreichischen Abgabsrecepissen bei mir leider bisher noch unsortiert sind, aber mehrere Briefalben füllen, ist mir im Einzelfall die Suche nach bestimmten Stempelformen zeitlich zu aufwändig, also ist es auch für mich jedes Mal eine Überraschung, wie da wohl bei der Post gestempelt worden ist.
Heute eine Aufgabs=Recepisse, die am 30.1.1852 in Hollabrunn für ein Paket im Wert von 12 Gulden ausgefertigt worden ist. Auch im Poststempel von Hollabrunn ist im unteren Teil eine Art Verzierung zu sehen, angesichts der länglichen und gleichzeitig ovalen Form des Ortsstempels sieht das aber reichlich gequetscht aus.
Hollabrunn ist die Bezirkshauptstadt des politischen Bezirkes Hollabrunn im westlichen Weinviertel in Niederösterreich.


Viele Grüße
Ingo
@ Cantus [#119]
Lieber Ingo,
wieder ein schönes Stück von dir - der Stempel ist für die damalige Zeit ganz "normal" und besonders fein abgeschlagen.
Das zugrunde liegende Paket hatte tatsächlich einen Wert von 12 Gulden bei einem Gewicht von 3 Pfund und 24 Loth. Es lief an Herrn Ernest Spohn in Hermannstadt. Wie sich das Franko aufgliedert bei 1 Gulden 10 Kreuzern weiß ich allerdings nicht.
Liebe Grüsse,
Ralph
@ bayern klassisch [#120]
Lieber Ralph,
da muss ich auch passen, aber vielleicht meldet sich hier einmal ein österreichischer Postgeschichtler zu Wort.
Heute von mir eine Aufgabsrecepisse über einen Brief, der am 29.4.1863 von Leoben an die Landeshauptstadt der Steiermark geschickt worden ist. Hier ist wieder eine ganz andere Stempelform eingesetzt worden. Dieser Brief war angeblich 11 Gulden und 40 Kreuzer wert, der Inhalt ist für mich aber unlesbar.

Viele Grüße
Ingo
@ Cantus [#121]
Lieber Ingo,
an Herrn Novaks Sohn in Gratz ging er. Es war nur Geld darinnen.
Liebe Grüsse,
Ralph
Heute zwei Aufgabescheine in deutsch-poönischer Sprache aus Myslenice [1], heute eine Stadt in der Woiwodschaft Kleinpolen in Polen.
Der erste Schein vom 10.7.1895 diente der Aufgabe eines Wertbriefes

Mit dem zweiten Aufgabeschein wurde am 17.8.1895 die Aufgabe einer Postanweisung bescheinigt.

Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Myślenice
Petronell-Carnuntum ist eine Marktgemeinde mit 1260 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im niederösterreichischen Bezirk Bruck an der Leitha. Seit 1966 führt die Gemeinde offiziell den Namen Petronell-Carnuntum.
Die wesentlichste Sehenswürdigkeit des Ortes sind die Reste der römischen Stadt Carnuntum. Besonders sehenswert scheinen das Römisches Stadtviertel: Standort der Römerstadt Carnuntum, ein im südwestlichen Teil der ehemaligen römischen Zivilstadt gelegenes Viertel zu sein, das mit den Mitteln der experimentellen Archäologie weltweit einzigartig am Originalstandort rekonstruiert wurde. In den voll funktionsfähigen Häusern – Große römische Therme, Villa urbana (römisches Stadtpalais), Haus des Lucius, Haus des Ölhändlers – finden die Besucher die römischen Häuser exakt wie von 1.700 Jahren vor. [1].
Kurz bevor der Doppelname offiziell wurde, gab jemand i Jahr 1877 in Petronell ein Paket auf. Leider kann ich weder den Aufgabemonat noch den Zielort entziffern.

Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Petronell-Carnuntum
Heute eine Aufgabs-Recepisse aus Mautern an der Donau, ausgefertigt am 20.12.1858 für einen Brief nach Wien. Die Recepisse ist zwar arg beschnitten, aber ich habe kein anderes Exemplar aus Mautern.
Mautern an der Donau ist eine Stadtgemeinde mit 3375 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) am südlichen Donauufer in Niederösterreich gegenüber von Krems/Stein [1].

Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Mautern_an_der_Donau
Hallo,


Links sehen wir eine Aufgabs-Recepisse der Briefpost vom 3.11.1834 von Jungbunzlau nach Olmütz. Für dieses Einschreiben waren 18 Kreuzer zu bezahlen, die Aufgliederung ist auf der Recepisse zu sehen.
Die rechte Retour: Recepisse betrifft einen Wertbrief der Fahrpost der am 19.1.1846 von Sitzendorf nach Aigen bei Salzburg geschickt wurde.
Pakete und Wertbriefe wurden mit der Fahrpost befördert.
Grüße
Reini46
Hallo,
wie zuvor erwähnt waren Abgabsrecepissen (nicht zu verwechseln mit Aufgabescheinen/-recepissen) nur für den internen Postgebrauch gedacht und wurden nicht extern abgegeben, aber in manchen Fällen wurde gegen die Vorschrift verstossen und deshalb ist auch diese erhalten geblieben:


Nicht nur das, es sind auch das zugehörige Poststück, eine Postkarte zu 2 Kreuzer von 1888 von Radnitz nach Prag und retour, und auch die Erklärung der Rücksendung erhalten geblieben:



Da ich kein Tschechisch verstehe, würde ich mit der Erklärung nichts anfangen, aber da hat der Vorbesitzer vorgesorgt:

Lt. Google-Übersetzer:
Der Stadtrat bat den Empfänger, mitzuteilen, ob sein Sohn Karel noch am Leben sei und welchen Beruf er ausübe. Der Empfänger war jedoch in Prag nicht zu erreichen. Die Postkarte wurde mehrmals weitergeleitet (Mala Strana, Zizkov), anschließend wurden der Postkarte zwei Briefe beigefügt: „Bitte um Empfang“ + Bestätigung der Rücksendung des Pakets, und die Post schickte die Postkarte an das Rathaus zurück.
Liebe Grüße,
harald
Es gibt, wie so oft, Probleme bei der Bestimmung des Ortes, wo mein heutiger Aufgabeschein ausgefertigt worden war. Bei Wikipedia werden bei der Suche nach Karlovitz zwei Orte angezeigt.
Da gibt es ein
Karłowice Wielkie (deutsch Groß Carlowitz, 1936–1945 Groß Karlshöh) ist ein Dorf der Landgemeinde Kamiennik im Powiat Nyski in der Woiwodschaft Opole in Polen [1]. Da dieser Ort nur 600 Einwohner hat, wird es wohl das große Karlovitz in Serbien sein; Zu diesem Karlovitz findet sich Folgendes:
Sremski Karlovci (serbisch-kyrillisch Сремски Карловци, kroatisch Srijemski Karlovci, ungarisch Karlóca, veraltet deutsch (Syrmisch-)Karlowitz) ist eine Stadt in der autonomen Provinz Vojvodina in Serbien. Sie befindet sich in der historischen Region Syrmien, ist aber dem Okrug Južna Bačka zugeordnet. Die Stadt liegt an der Donau und am Fuße des Nationalparks Fruška Gora nur wenige Kilometer südöstlich der Provinzhauptstadt Novi Sad.
1745 wurde die Stadt der Militärgrenze angegliedert. Am 13. Mai 1848 war Sremski Karlovci der Austragungsort der so genannten Maiversammlung, in der die Serben des Habsburgerreichs erstmals die Vojvodina ausriefen. 1872 wurde die Militärgrenze im Rahmen der Neuordnung Österreich-Ungarns aufgelöst und ganz Syrmien mit Karlowitz Kroatien-Slawonien angegliedert [2].
Dazu eine Aufgabs-Recepisse vom 9.2.1969 aus Karlovitz über einen Brief nach ?

Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Kar%C5%82owice_Wielkie
[2]
https://de.wikipedia.org/wiki/Sremski_Karlovci
Neusiedl am See (
ungarisch Nezsider, kroatisch Niuzalj)[1] ist mit 8885 Einwohnern (Stand: 1. Jänner 2025) die zweitgrößte Stadt im österreichischen Burgenland. Die Einkaufs- und Schulstadt Neusiedl am See ist zugleich Bezirksvorort (burgenländische Bezeichnung für Bezirkshauptstadt) des Bezirks Neusiedl am See [1].
Der folgende Aufgabeschein ist das erste mit bekannte Exemplar, bei dem auf einer zweisprachigen Aufgabsrecepisse (deutsch / ungarisch( auf der deutschsprachigen Seite ein ungarischer Stempel als Aufgabestempel verwendet worden war, Falls andere Sammler ähnliche Kombinationen besitzen würde ich mich freuen, wenn sie sie hier als Ergänzung zeigen würden.

Der rückseitig schwach zu erkennende Stempel ist nur ein schwacher Durchschlag von vorne.
Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Neusiedl_am_See
Scheibbs ist eine Stadtgemeinde und Sitz der Bezirkshauptmannschaft mit 4198 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im gleichnamigen Bezirk Scheibbs in der niederösterreichischen Eisenwurzen im Mostviertel [1].
In Scheibbs wurde am 8.5.1878 ein Schreiben mit Ziel in Mank [2] aufgegeben.

Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Scheibbs
[2]
https://de.wikipedia.org/wiki/Mank
Heute ein Aufgabeschein aus dem nördlichen Böhmen, heute Tschechien.
Žatec (deutsch
Saaz) ist eine Stadt im Okres Louny (Bezirk Laun) im Ústecký kraj (Aussiger Region) im Nordwesten Tschechiens [1]. In Saaz wurde am 25.7.1838 eom recpmmasndiertes Schreiben aufgegeben.

Viele Grüße
Ingo
[2]
https://de.wikipedia.org/wiki/%C5%BDatec
Ich bin heute wieder in Böhmen, denn viele der Aufgabsrecepissen, die ich habe, stammen aus diesem ehemaligen Teil Österreichs.
Hradec Králové (deutsch Königgrätz) ist eine Stadt am Oberlauf der Elbe im Vorland des Riesengebirges in Tschechien. Sie ist das Verwaltungszentrum der Königgrätzer Region, Universitätsstadt und Bischofssitz. In der Nähe der Stadt fand 1866 die Schlacht bei Königgrätz zwischen Preußen und Österreich statt [1].
Von dort eine Aufgabs=Recepisse vom 20.1.1963 für ein Paket im Wert von 10 Gulden, nur leider kann ich den Zielort nicht entziffern.

Viele Grüße
Ingo
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Hradec_Kr%C3%A1lov%C3%A9
Hallo,


Laut Text des Auktionshauses eine lithographierte Recepisse aus Haag in Niederösterreich vom 2.4.97. Rückseitig eine 10 Kreuzermarke und der Schraffenstempel von Strengberg 4.4.97.

Eine Recepisse aus Neustadt ? Iglauer Kreis vom 28.Jänner ? 1814. Hier geht es um kein Schriftstück, es wird der Empfang von 90 Metzen Hafer bestätigt.
Grüße
Reini46
@ Reini46 [#135]
Hallo,
ein interessanter und mit Sicherheit sehr seltener Beleg, nur meiner Meinung nach leider im falschen Thema gelandet. Hier in diesem Thema geht es nur um Abgabsrecepissen oder Aufgabescheine, also Formulare, mit denen ausschließlich die Postaufgabe eines zu befördernden Gegenstandes zu bescheinigen war, wozu auch Geld und Wertsachen gehörten, während Retourrecepissen, also Formulare, mit denen der Empfang einer Postsendung bescheinigt wurde, hier im Forum im Thema
Österreich - Formulare der Post des 19. Jahrhunderts [1]
gezeigt werden. Ich gebe zu, dass das irritierend sein kann, aber dieser Titel wurde nicht von mir in die Welt gesetzt; etwas mehr Genauigkeit bei der Themengründung wäre nicht schlecht gewesen.
Viele Grüße
Ingo
[1]
https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=7212&CP=0&F=1