Briefmarken Atteste

Thema:

Werbung mittels Beigabe von Briefmarken Tütchen

zonen-andy Am: 11.08.2014 11:49:44 Gelesen: 10957 # 1
Hallo Experten, habe in einem Schweiz-Album, was ich auf dem Trödelmarkt gekauft habe, dieses Kärtchen vorgefunden. Ich hätte gern eine Auskunft, was das ist? Vielen Dank im voraus. Mit freundlichen Grüßen Andreas
hajo22 Am: 11.08.2014 12:25:06 Gelesen: 10950 # 2
@ zonen-andy [#1] Hallo, steht doch alles drauf. Viele Grüße Jochen
Pepe Am: 11.08.2014 20:25:50 Gelesen: 10896 # 3
@ zonen-andy [#1] Ist mir gerade in meinem Sammelsurium aufgefallen. Das ist schlichte Zigarettenwerbung. Und dennoch sind auch hier Unterschiede erkennbar. Wer kennt die genaue Bezeichnung für solche Kärtchen? 46,5 x 62 mm groß, wahrscheinlich Ende der 30iger, hier mit Württemberg Dienstmarke Mi 263. Deine ist später erschienen. Ob nun selten oder Masse - kann ich nichts zu sagen. Nette Grüße Pepe
ziffer-freak Am: 11.08.2014 21:50:52 Gelesen: 10865 # 4
@ Pepe [#3] Hallo Pepe, SO schlicht ist es aber nun auch wieder nicht! ;-) Hier werden gleich 3 Fliegen mit einer Klappe geschlagen: 1. Zigarettenwerbung 2. Werbung fürs Briefmarkensammeln 3. Politische Propaganda Also eine zwar schlichte, aber enorm gehaltvolle Werbe-Aktion! Wer bringt so etwas heutzutage noch zustande? Lieber Gruss Andy
hajo22 Am: 13.08.2014 12:23:56 Gelesen: 10752 # 5
@ ziffer-freak [#4] Zu Fliege 2 Deiner "3 Fliegen": Das machen heutzutage z.B. die Versandstellen für Briefmarken in Europa (hier ein Faltblatt der Schweizer Versandstelle). Man nennt das "Kartonphilatelie". Die Zigaretten-Werbung jedoch (z.B. früher: als Sammelbildchen für Zeppelin-Alben, usw.) ist heute mega-out (Gesundheitsrisiken). Wem`s gefällt, der kann ganze Sammlungen damit aufbauen. Trennen von der Kartonphilatelie muß man das sogenannte "Notgeld in ungebrauchten Briefmarken" aus Kleingeldmangel. Da kann ich gar nichts zeigen. Gab es z.B. in Deutschland nach dem 1. Weltkrieg. Diese Sachen sind selten und werden von Spezialisten gesucht. Und später in Ländern mit chronischem Kleingeldmangel, z.B. in Italien. Ich bekam z.B. im Urlaub am Gardasee in den 70iger Jahren in einem kleinen Geschäft 50 Lire Wechselgeld als Briefmarke heraus. Viele Grüße in die Schweiz. Jochen
Silesia-Archiv Am: 13.08.2014 14:44:22 Gelesen: 10711 # 6
Liebe Sammler, das ist die eine Variante der Werbung für das Sammeln von Briefmarken. Die andere war, dass man ungefähr gegen Ende der sechziger-Jahre (mein Vater hatte gerade den Führerschein gemacht) beim Tanken ein kleines Tütchen mit Briefmarken aus aller Welt, vielleicht im Wert von 20 - 50 Pfennige bekam. Dieses Tütchen hatte meistens eine bunte Flaggenumrandung, wenn ich zu Hause mal suche, finde ich sicher noch die eine oder andere und würde sie dann hier zeigen. Viele Spaß beim weiter stöbern und Erfolg beim sammeln Beste Grüße Michael
Richard Am: 14.08.2014 09:25:10 Gelesen: 10651 # 7
@ hajo22 [#5] Trennen von der Kartonphilatelie muß man das sogenannte "Notgeld in ungebrauchten Briefmarken" aus Kleingeldmangel. Da kann ich gar nichts zeigen. Gab es z.B. in Deutschland nach dem 1. Weltkrieg. Diese Sachen sind selten und werden von Spezialisten gesucht. Zu Notgeld aller Art ist mehr zu finden im Forumteil -> Münzen -> Münzforum http://www.philaseiten.de/cgi-bin/muenzf.pl und dort unter Eingabe des Suchbegriffs Notgeld. Schöne Grüsse, Richard
Briefmarkenfreunde Donaueschingen Am: 14.08.2014 10:48:48 Gelesen: 10620 # 8
Liebe Forumler, ich kann mich daran erinnern, dass es in den 70er Jahren Tütchen mit Briefmarken auch in der Apotheke gab. Inhalt meistens exotische Länder. Mann sollte doch alles aufheben. Gruß Dieter
filunski Am: 14.08.2014 10:53:47 Gelesen: 10617 # 9
@ Silesia-Archiv [#6] Hallo MIchael und alle anderen hieran Interessierten, an diese Tütchen kann ich mich auch noch sehr gut erinnern. Zu jener Zeit, muss so in den 60er bis frühen 70er Jahren gewesen sein, brachte auch mir mein Vater, der sehr viel mit dem Auto unterwegs war, vom Tanken diese Tütchen mit. Schätze befanden sich darin natürlich nicht, aber für einen Briefmarken sammelnden Schüler jener Tage war diese bunte Mischung immer ein ganz reizvoller Gruß aus der "großen weiten Welt". :-) Die von ESSO sahen so aus: Mit nostalgischen Grüßen, Peter
Silesia-Archiv Am: 14.08.2014 14:50:16 Gelesen: 10578 # 10
@ Briefmarkenfreunde Donaueschingen [#8] Dass es die Tütchen auch in der Apotheke gab, ist mir nicht bekannt. Vielleicht weiß wer wo sonst noch? @ filunski [#9] Wie ich schon schrieb, ich hatte mal solche Tütchen von der Tanke mit bunter Flaggenumrandung, habe erst im letzten Jahr noch welche entsorgt, in denen ich Markenheftchen aufgehoben hatte. Aber ich müsste irgendwo noch welche haben - bitte nur Geduld - im Moment ist keine Zeit zum suchen. Danke und viele Grüße Michael
fogerty Am: 24.10.2022 19:12:56 Gelesen: 5530 # 11
@ Silesia-Archiv [#10] Ich wusste es doch, irgendwo findet sich so etwas noch bei mir!! Grüße Ivo
iholymoses Am: 19.03.2025 17:59:46 Gelesen: 3762 # 12
Habe heute ein kleines Briefmarken-Lot (von ebay) in diesem Tütchen bekommen: Die Adresse der Apotheke ist ein Aufkleber. Freude und Überraschung wünscht Reinhard
epem7081 Am: 17.04.2025 15:03:50 Gelesen: 3486 # 13
@ Silesia-Archiv [#10] @ Briefmarkenfreunde Donaueschingen [#8] Hallo Dieter, hallo Michael, Dass es die Tütchen auch in der Apotheke gab, ist mir nicht bekannt. in den unergründlichen Tiefen meiner Kistchen und Schachteln habe ich noch ein ganzes Dutzend dieser Apothekentütchen mit Briefmarken aufgespürt. Die Klarsicht-Plastiktütchen haben die Abmessung von 8 cm x 11,5 cm. Der stets darin liegende Werbezettel in meiner Sammlung von "Dr. Ausbüttel & Co., GmbH 5810 Witten-Annen" etwas kleiner 5,4 cm x 10,5 cm. Die inliegenden Marken stammten vielfach aus den Ostblock-Ländern oder manchmal aus außereuropäischen Ländern. Meine Mutter brachte diese keinen Präsente - wenn ich mich recht erinnere - von Ende der 1960-er bis Mitte der 1980-er Jahre aus einer Apotheke in Rheine/Westf. mit. Beispielhaft bringe ich hier die drei mir vorliegenden Werbezettelvarianten mit dem jeweiligen Inhalt zur Kenntnis. Wünsche Frohe Ostern mit dem einen oder anderen Überaschungsei und verbleibe einstweilen mit freundlichen Grüßen Edwin
DL8AAM Am: 17.04.2025 15:25:54 Gelesen: 3468 # 14
@ epem7081 [#13] Vielen Dank, dass Du das Thema wieder hochgeholt hast. Ich wollte das auch schon befüttern, nur leider geriet es vollkommen in Vergessenheit bzw. 'aus den Augen, aus dem Sinn'. Also antworte ich wohl besser jetzt gleich, sonst, also sorry, dass ich Deinen Beitrag deshalb gleich wieder einen nach hinten schiebe. @ Silesia-Archiv [#10] Dass es die Tütchen auch in der Apotheke gab, ist mir nicht bekannt. Ich kenne bzw. kannte diese nur von Apotheken. ;-) Ein kleiner Briefmarkengruß aus der großen weiten Welt ... von Deinem Apotheker Briefmarken knüpfen weltweite Kontake. - Weltweite Forschung entwickelt moderne Medikamente. - Dein Apotheker hält sie bereit. ... und so schließt sich auch der Sinnkreis von der Briefmarke zur Apotheke ;-) @ Briefmarkenfreunde Donaueschingen [#8] Mann sollte doch alles aufheben. Und auch dem ist wenig hinzufügen ;-) Zumindest wenn ich mir die Dutzenden von Umzugskartons mit Philamaterial aus den letzten 70 Jahren, die ich kürzlich aus meinen Elterhaus ausgeräumt (und bei uns eingelagert) habe, anschaue, inklusive einem kleinen Kistchen voller Apothekenbriefmarkentütchen aus den 1970-ern. ;-) Beste Grüße und nochmals Sorry Edwin Thomas
epem7081 Am: 23.04.2025 09:26:26 Gelesen: 3319 # 15
@ DL8AAM [#14] Hallo Thomas und alle Spürnasen, jetzt ist noch eine weitere Variante der Briefmarkentütchen aus der Apotheke bei mir aufgetaucht. Interessant in diesen Fällen, dass der freundliche Apotheker auf diese Weise auch eine gezielte Produktwerbung an den Sammler bringen konnte. Mit freundlichen Sammlergrüßen Edwin
DL8AAM Am: 25.04.2025 21:36:28 Gelesen: 3181 # 16
@ DL8AAM [#14] Dann gab es noch die folgende Form von Briefmarkentütchen 'aus der Apotheke': Von Deiner Apotheke / schon wieder andere . . . / AUS ALLER WELT Tütchen aus dieser Serie bzw. aus dieser 'Periode' gab es seinerzeit in vielen verschiedenen Farben und Farbnuancen. Da diese leider zu durchscheinend für meinen Scanner sind, versuche ich diese hier stattdessen per Foto abzubilden. Leider kann ich wenig zu den Zeitraum machen. Ich tippe auf die 1970-er, plusminus eine Dekade ;-) Beste Grüße Thomas
epem7081 Am: 26.04.2025 15:23:58 Gelesen: 3137 # 17
@ DL8AAM [#16] Hallo Thomas und alle Spürnasen, nach Apotheken, Tankstellen und Zigarettenfirmen habe ich nun eine weitere freigiebige Quelle für Briefmarkentütchen ausgemacht. "Sammle die schönsten Briefmarkenmotive mit Quench" Dazu wird noch verkündet: "Jetzt gibt es auf jeder Quench 500g-Dose eine Serie mit 5 echten Briefmarken. So macht das Sammeln richtig Spaß: die schönsten Motive aus aller Welt -von Quench zusammengestellt". Die bemerkenswerte Systematik mit der hier vorgegangen wurde, wird zudem im aufgezeigten Programm mit "Blumen, Sport, Vögel, Technik und Tiere deutlich. Pro Motiv gibt es 5 Serien. Jede Serie enthält 5 verschiedene, wunderschöne Briefmarken" Die Tütchen haben die Abmessung 63 mm x 63 mm. Damit beim Einscannen nicht die andere Seite bei der Klarsichthülle durchscheint, habe ich einfach Papierstreifen eingeschoben. Wann und wie die beiden bei mir entdeckten, allerdings leeren Tütchen in eine meiner Überraschungskistchen gelangten ist mir ebenso rätselhaft, wie zunächst der Briefmarkenspender "Quench". Beim Googeln erschließt sich dann: Quench war der in Deutschland gebräuchliche Markenname für ein in den 1980-ern erhältliches Brausegetränk.[1] Mit freundlichen Grüßen zu einem erfrischenden Wochenende Edwin [1] https://www.achtziger-forum.de/viewtopic.php?t=1488
epem7081 Am: 10.12.2025 21:44:35 Gelesen: 1935 # 18
Hallo zusammen Jetzt ist eine weitere Variante der Briefmarken-Tütchen mit Werbung für DRACO-MED / Fersenstücke aufgetaucht. Zur Erinnerung: Die Klarsicht-Plastiktütchen haben die Abmessung von 8 cm x 11,5 cm. Der stets darin liegende Werbezettel in meiner Sammlung von "Dr. Ausbüttel & Co., GmbH 5810 Witten-Annen" etwas kleiner 5,4 cm x 10,5 cm. Der ursprüngliche Inhalt ist sicher schon vor Jahrzehnten in einem meiner entsprechenden Alben gelandet. Mit freundlichen Grüßen zum vorweihnachtlichen Endspurt Edwin
Bernstein26 Am: 08.03.2026 20:53:05 Gelesen: 1159 # 19
Schönen guten Abend in die Runde, Heute bin ich in einer alten Kiste über das abgebildete kleine Pergamin-Tütchen mit Werbeaufdruck gestoßen. Der Unternehmer Ludovicus Romualdus Hubertus (Louis) Dobbelmann, geboren am 14.07.1837 in Nijmegen, ging als junger Mann zunächst in die USA, kämpfte dort im Bürgerkrieg auf der Seite der Nordstaaten und kehrte im Anschluß wieder in die Niederlande zurück. Dort gründete er 1868 in Rotterdam die "Stoom-Tabaks- en Sigarenfabriek voorheen Louis Dobbelmann N.V.", eine Fabrik für Kautabak und Zigarren. Neben dem Stammhaus in Rotterdam mit dem Fabrikgebäude in Waddinxveen wurden weitere Filialen in Amsterdan, London, Baltimore und eben Rees am Niederrhein (nicht weit von seinem Geburtsort Nijmegen) gegründet. Das Logo der Firma Louis Dobbelmann, das auch auf dem Pergamin-Tütchen abgebildet ist, zeigt zwei Pfeife rauchende Eingeborene mit Kopfschmuck vor einem Faß, der rechte hält ein Bündel Tabaksblätter in der Hand, über beiden schwebt eine Krone. Das abgebildete Tütchen dürfte etwa aus der Zeit um 1950 stammen. Viele Tabakunternehmen versuchten damals, die Pfeife und Pfeifentabak populärer zu machen, denn prinzipiell galt Pfeife gegenüber der Zigarette und insbesondere Zigarre als minderwertig und billig. Solche Briefmarken-Tütchen wurden oft beim Kauf einer Tabaksdose mit Pfeifentabak als Give-away mitgegeben. Das Tütchen barg auch noch den Original-Inhalt, eine österreichische Portomarke von 1949 in bester postfrischer Erhaltung. Leider hat diese Form der Werbung die Firma Louis Dobbelmann nicht gerettet, sie ging Anfang der 1960er Jahre pleite. Ich wünsche allen einen schönen Sonntag-Abend, beste Grüße von der Nordsee, Bernhard