Thema:
Österreichische Post auf Kreta: Bestimmung und Wertschätzung
Hallo liebe Sammlerfreunde,
wie schon gesagt, habe ich mir vorgestern eine riesige Sammlung Österreichische Gebiete gekauft. Im folgenden zeige ich euch einen kleinen Ausschnitt von Kreta.
Ich habe die Marken nur nach Michel geordnet und wäre euch dankbar, wenn ihr mir sagen könntet was im Spezial über dieses Gebiet steht.
Meine erste Marke ist Mnr.8A gestempelt:

Leider nur ein schwacher Eckstempel.
Meine nächste und gleichzeitig letzte Marke aus diesem Satz ist Mnr.9 in postfrisch. Was haltet ihr von dem waagerechtem Paar? Im Michel steht die Marke nur im ungebraucht Preis schon mit 40€.
Wie wertet dieses Paar in postfrisch und sollte ich es zusammenlassen?
Ich fahre mit dem nächsten Satz fort.
Mnr.13 postfrisch wieder im Paar. Erneut die Frage nach Aufschlag für postfrische Marken.

Mnr.13 gestempelt
Mnr. 14 postfrisch und gestempelt:

Mnr. 15 ungebraucht:

So das war´s hinsichtlich der Marken von Franz Joseph im Kleinformat. Ich denke interessant ist Mnr.9 postfrisch im Paar und Mnr.13 gestempelt.
Als nächstes kommt der Satz 17-22:
Mnr.17 postfrisch im Viererblock:

gestempelt:

Mnr.18 ungebraucht:

gestempelt:

Mnr.19 postfrisch:

gestempelt:
Als nächstes zur 25C, wo ich mir ziemlich unsicher bin.
M.E. handelt es sich hierbei um 20y in postfrisch und gestempelt:

So nun kommen wir zur letzten Ausgabe von Kreta.
Im folgenden zeige ich euch Mnr.23 gestempelt, da ich aber weiß, dass diese Marke 2.900 € wert ist, bin ich mir sehr unsicher. Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Die Marke ist vorderseitig und rückseitig rosa gefärbt.
Mnr.24 ungebraucht:

Bei Mnr. 24 gestempelt bin mir ebenfalls unsicher, auch hier ein Katalogwert von 230 €.


So nun habe ich euch alle Marken von diesem Gebiet gezeigt und bin auf eure Antworten und Anregungen sehr gespannt! Also was steht im Spezialkatalog über dieses Gebiet? Handelt es sich bei den teuren Marken um diese?
MfG
Kevin
@ briefmarkenwirbler24 [#6]
Hallo Kevin,
Du hast Post. :)
Bei der Nr 23 und 24 gilt, die Preise gelten nur für geprüfte Stücke. Diese Marken werden oft (ver-)fälscht.
Lg, harald
@ bignell [#7]
Was hältst du denn von den Stempeln?
Lohnt sich eine Prüfung, habe ja nicht so ein großes Kapital.
MfG
Kevin
@ briefmarkenwirbler24 [#8]
Hallo Kevin,
z.B. die 25 Centimes, alle Stempel Constantinopel (somit Levante), alle denselben Stempel - ich würde da nicht drauf wetten, dass die echt sind, sorry. Der Dreierstreifen 15C dürfte echt gestempelt sein.
Lg, harald
Ich zeige eine Karte mit 10 Centimes Österreichische Post aus Candia/Kreta (heute: Iraklio), gestempelt Candia 13.6.(19)06 nach Schwäbisch Hall. Die Ansichtsseite gibt einen Blick auf das Inselchen Spinalonga (Vordrucktext unten: "Während der französischen Besetzung 1899").


Viele Grüße.
Jochen
@ hajo22
Ich möchte nur ungern korrigieren, dies zur Info: Das frühere Candia heißt heute Chania und war früher die Hauptstadt von Kreta. Iraklion ist eine eigene Stadt, die jetzige Hauptstadt der Insel Kreta.
Die Karte zeigt die frühere Festung Spinalonga aus venizianischer Zeit. Von 1903 bis 1957 war sie eine Lepra-Kolonie und wurde endgültig als solche 1962 geräumt. Sie liegt im Nordosten der Insel, in der Nähe der Lassithi-Hochebene, im Golf von Elounda, das Gebiet von Kalydon. Die nächstgrößere Ortschaft ist Agios Nikolaus (touristisch sehr erschlossen).
Spinalonga liegt nicht in der Nähe von Chania, größere Hafenstadt im Westen der Insel.
Gruß von
valgrande
@ valgrande [#11]
Alles völlig (?) richtig. Der Schreiber, der die Karte 1906 in Candia aufgab, verwendete eine Ansicht von Spinalonga. Anscheinend hatte er keine andere Karte zur Hand. Ich habe nicht geschrieben und auch nicht behauptet, daß sich die Insel vor C(h)an(d)ia befindet. Bitte siehe doch mal bei Wikipedia nach. Dort steht, daß das einstige Candia heute Iraklio heißt. Ich bin nicht klüger als Wikipedia (Datei: "Belagerung von Candia - Wikipedia"). Vielleicht kannst Du es bei Wikipedia ändern?
Viele Grüße.
Jochen
@ hajo22 [#10]
Hallo Jochen,
ich hatte erst jetzt Gelegenheit, mir die Karte genauer anzuschauen. Ich habe oben die Marken der Österreichischen Post auf Kreta vorgestellt und freue mich nun Bedarfspost aus diesem Gebiet einmal zu sehen. :)
Ich finde die Karte ist ein sehr schönes Stück und in äußerst guter Erhaltung. Ich habe auch mal in Wikipedia geschaut und dort steht das Candia der venezianische Name für Iraklion ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Candia
MfG
Kevin
@ Austrophil [#14]
Hallo Peter,
echt, allerdings Ferchenbauer Nummer 18 und 20, siehe Ferchenbauer IV/Seite 689: "Die beiden Marken auf durchgefärbtem Papier - sind nicht nur daran zu erkennen, dass die Rückseite denselben Farbton aufweist wie die Vorderseite, sondern auch daran, dass es sich um ein gewöhnliches Papier - also nicht um Kreidepapier mit glänzender Oberfläche handelt." Bei beiden Marken ist die Kreide zu erkennen, bei der 10 Centimes im oberen Bereich nur mehr schwach, die dürfte oft gewaschen worden sein, das wäscht die Kreide aus.
Liebe Grüße,
harald
Hallo Harald.
danke für den schnellen Befund.
Natürlich hatte ich auch bei 23 selbst Zweifel, daher frage ich ja.
Zunächst hat der Stempel kein Datum. Ich habe natürlich Ferchenbauer für die Kreta-Marken herangezogen und auch a.a.O. gelesen.
Auch wenn ich etwas Glanz erkennen kann, ist doch das Papier eindeutig durchgefärbt - ganz anders als 18 und 20. Insofern wüßte ich nicht, wie man aus 18 und 20 jeweils 23 und 24 - durchgefäbt - machen kann. Häufige 'Waschungen' reichen mir da nicht?
Ich habe natürlich 18 und 20 in postfrisch und gestempelt und kann den Unterschied zu 23/24 deutlich erkennen.
Darf ich Dich nochmal um vertieftes Nachdenken bemühen?
Herzlichen Dank!
Peter
@ Austrophil [#16]
Hallo Peter,
die Stempel sehen gut aus, die halte ich für echt. Aber sämisch durchgefärbtes Papier zu erzeugen ist recht einfach, das habe ich - unabsichtlich - in den Anfangsjahren öfters geschafft, beim Ablösen einen Ausschnitt aus einem orangen Umschlag mit ins warme Wasser geben, und schon sind alle Marken verfärbt. Bei der blauen reicht etwas Tinte, denke ich. Deshalb gelten die Katalogpreise nur für geprüfte Stücke. Auch ist die Zähnung bei Deinen beiden Stücken zu regelmässig, Dr Ferchenbauer schreibt "Zähnung meist etwas mangelhaft" - sieh Dir die Abbildung der Nr 23 in seinem Handbuch an (fünf Zahnfehler). Stelle Scans der Marken (inkl. Rückseite) ein, dann lässt es sich vielleicht besser beurteilen.
Liebe Grüße,
harald
@ Austrophil [#16]
Ich habe natürlich 18 und 20 in postfrisch und gestempelt und kann den Unterschied zu 23/24 deutlich erkennen
Kannst Du mal von diesen Marken die Bild- und auch die Gummiseite hier einstellen ?
LG, Meinhard
@ Austrophil [#14]
Damit jeder sehen kann wie der Unterschiede zwischen Nr.18 / 23 und 20 / 24 sind, zeige ich unten im Bild die Marken nebeneinander vorder- und rückseitig.

Die 10c-Marken sind eigentlich relativ leicht an der Druckfarbe zu erkennen. Die Nr.18 hat einen Rotton der eher ins oranage geht und im Gegensatz dazu Nr.23 hat einen Rotton der eher Rosaanteile hat.
Deine 10 Centime-Marke halte ich schon für eine Nr. 23, aber beim Stempel habe ich sehr grosse Zweifel was die Echtheit angeht. Ich halte den Stempel für zweifelhaft, da er sehr dünn ausgeführt worden ist und dazu noch mehrfach als Teilstempel auf der Marke ist. Die Stempelausführung sieht auch so aus wie bei zwei Stücken die ich besitze und als falsch betrachte aber von zwei anderen Orten sind und beide sind signiert Krüger. Meine beiden stammten aus dem dem gleichen alten Vordruckalben. Man könnte mal deinen Stempel, von vermutlich Jerusalem, mit Angeboten auf Philasearch vergleichen. Eigentlich sind die Levantestempel zu dieser Zeit dicker in ihren Linien.
Auch dicker ausgerührte Stempel können falsch sein, ich habe zwei Marken mit Stempel von Adrianopel, die der Vorbesitzer schon als falsch eingeordnet hat, die 5c hat sehr dünne Linien im Stempel und die 1 Fr. dagegen deutlich dickere.
Gruss
Martin
Hallo Martin und Meinhard,
hier eine eingescannte Version mit Reihenfolge von rechts nach links
oben jeweils die Nr. 18 und 20
unten jeweils die Nr. 23 und 24
einmal Vorderansicht und einmal Rückseite.
Vielleicht wird es dadurch klarer.
Herzlichen Gruß
Peter

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Hallo Meinhard,
danke für die sauberen Referenz-Fotos.
Ich habe jetzt meine Kreta-Sammlung noch einmal überprüft, geordnet und Dubletten aussortiert.
Guten Start ins Jahr wünscht
Peter