Briefmarken Atteste

Thema:

Adelspost

Cantus Am: 05.11.2011 13:16:40 Gelesen: 43432 # 1
Mir ist da eine Karte in die Finger geraten, deren Art von Postbeförderung mir bisher unbekannt war. Danach gab es früher neben der amtlichen Postbeförderung auch noch solch eine, die speziell für Adelspost eingerichtet war. Die Freimachung der Karte, die am 4.1.1892 von Ballenstedt am Harz nach Berlin erfolgte, wurde nicht mit einer Briefmarke, sondern mit einem herzoglichen Aufkleber vorgenommen und auch noch handschriftlich so auf der Karte vermerkt. Obwohl auf diesem besonderen Postwege befördert, wurde die Karte doch in Berllin mit dem üblichen Zustellstempel versehen. Der Aufkleber trägt den folgenden Text: DIENST I. HOHEIT DER HERZOGIN ZU ANHALT BERNBURG Viele Grüße Ingo
Lars Boettger Am: 05.11.2011 14:20:26 Gelesen: 43422 # 2
Hallo Ingo,

diese Postkarte durchlief ganz normal die Post. Als Überbleibsel aus der Altbriefzeit (und drastisch durch H. v. Stephan zurückgeschraubt) gab es im Deutschen Reich für die Herrscherhäuser noch Portoprivilegien. Entsprechende Briefe oder Postkarten erhielten Siegel und handschriftliche Hinweise. Ich meine, dass die Poststempelgilde dazu veröffentlicht hat.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
Pommes Am: 05.11.2011 15:36:34 Gelesen: 43407 # 3
@ Cantus

Hallo Ingo,

kannst Du auch mal die Rückseite zeigen? M. E. handelt es sich beim Empfänger um diesen Levin: http://www.ostdeutsche-biographie.de/levimo99.htm.

Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
Cantus Am: 06.11.2011 01:34:35 Gelesen: 43367 # 4
Hallo Thomas,

hier ist die Rückseite:



Viele Grüße
Ingo
TreSkilling1 Am: 24.01.2012 15:11:32 Gelesen: 43247 # 5
Frankreich: Ist das Adelspost ? Hallo liebe Sammler-Kollegen, habe aus einem Nachlaß einige ältere Briefe aus Frankreich bekommen (nicht mein Sammelgebiet). Kann mir jemand sagen ob es sich bei den gezeigten Belegen um sogenannte Adelspost handelt und vielleicht auch eine Wertschätzung abgeben? Vielen Dank im voraus.
Lars Boettger Am: 26.05.2012 09:09:14 Gelesen: 42825 # 6
@ Tre Skilling [#5] Was verstehst Du unter "Adelspost"? Ich kenne die fälschlicherweise so bezeichneten "adeligen Stempel" (de Treves o.ä.), die auf das "von" im Stempel anspielen, ich kenne auch Portofreiheiten für Herrscherhäuser bzw. von Adeligen geschriebene normale Briefe. Die von Dir gezeigten Belege haben aber m.E. damit nichts zu tun. Der Tauschwert dürfte wegen dem AR-Brief bei ein paar Euro liegen. Beste Sammlergrüsse! Lars
TreSkilling1 Am: 28.05.2012 10:33:46 Gelesen: 42775 # 7
Tag zusammen, meine Vermutung auf Adelspost bezieht sich allein auf den Empfänger - in diesem Fall "Prinz von Lippe" nach Detmold. Portobefreiung käme in diesem Fall nicht in Frage. Ich habe die Briefe mittlerweile weitergegeben. Trotzdem euch vielen Dank und Gruß aus Köln.
Lars Boettger Am: 29.05.2012 11:53:37 Gelesen: 42740 # 8
@ Tre Skilling [#7] Wie gesagt, ich kann mit dem Begriff "Adelspost" nichts anfangen. Es gibt bestimmt Sammler, die Post von und an Adelige oder Herrschergeschlechter suchen. Ob die aber in jedem Fall tiefer in die Tasche greifen, ist die große Frage. Beste Sammlergrüsse! Lars
Richard Am: 12.07.2012 08:26:09 Gelesen: 42546 # 9
@ Lars Boettger [#43] Der Tauschwert dürfte wegen dem AR-Brief bei ein paar Euro liegen. Hallo Lars, was ist ein AR-Brief ? Der Ausdruck ist mir unbekannt. Schöne Grüsse, Richard
mausbach1 (RIP) Am: 12.07.2012 08:34:34 Gelesen: 42542 # 10
@ Richard [#59] Brief mit Rückschein.
Henry Am: 12.07.2012 10:40:51 Gelesen: 42535 # 11
@ Richard [#59] Die Antwort von mausbach1 möchte ich etwas konkretisieren. Das AR ist groß auf den Rückscheinen angebracht, die auf Briefen ins Ausland angebracht werden. Da die Rückscheine auf der Rückseite des Briefes angebracht werden, ist es ratsam, auf der Vorderseite das orangenfarbene Label "Rückschein" aufzukleben, da die Rückscheinanforderung sonst leicht übersehen werden kann. Mit philatelistischem Gruß Henry
mausbach1 (RIP) Am: 12.07.2012 11:12:57 Gelesen: 42531 # 12
Konkret: AR = Avisio de Recipio
Germaniafan Am: 08.07.2013 09:52:27 Gelesen: 41740 # 13
Hallo ins Forum. Bei portofrei gelaufenen Belegen sollte man immer wachsam sein, wie dieser Beleg zeigt den ich vor kurzem günstig erwerben konnte. Portofreie Ansichtskarte von Erzherzog Eugen von Österreich-Teschen von Gossensass an Oberst Baron Henniger nach Wien vom 28.1.1900 Die Karte wurde wie üblich für Angehörige des Kaiserhauses portofrei befördert. Statt der Briefmarke genügte der handschriftliche Vermerk "Hof". Die Karte zeigt zudem einen blauen Haller Bestellstempel von Wien 1/1. Bildseitig Unterschrift von Erzherzog Eugen von Österreich vom 27.1.1900. Mehr zu Erzherzog Eugen http://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_von_%C3%96sterreich-Teschen Schöne Grüße Guido
bignell Am: 08.07.2013 19:37:33 Gelesen: 41712 # 14
Bei Adelspost unterscheidet man: Post von Adligen und Post an Adlige. Wobei Post an Adlige - wie auch Post an Stars - den normalen Briefwert kaum übersteigt. Post von Adligen ist vor allem dann interessant, wenn der Adlige selbst unterschrieben hat (wurde oft durch den Sekretär erledigt). Dann ergibt sich der Wert des Poststücks eher über den Wert des Autographs (der Unterschrift), kann aber auch aufgrund des Inhalts geschichtlich interessant sein, vor allem bei hohen Adligen. Hier ein Brief von Wilhelm IV von Bayern (1522): "Von Gottes Gnaden Wir Wilhelm" - eine übliche Floskel bei Herrschern. Eine Unterschrift vom Willi kann ich nicht erkennen, somit dürfte das gesamte Schriftstück von seinem Sekretär verfasst sein.
bayern klassisch Am: 08.07.2013 19:46:23 Gelesen: 41707 # 15
@ bignell [#14] Ein sehr schöner Brief, alle Achtung. Aber mit der Post hatte er wohl nichts zu tun, denn diese Briefe wurden regelmässig von eigenen Kurierdiensten befördert und diese standen nicht der Öffentlichkeit zur Verfügung. Oft findet man bei ähnlichen Stücken den Vermerk "ad mantadum domini" - im Auftrag meines Herrn, bzw. ein "mpp" für manu propria = eigenhändig. Die meisten Briefe hat der Regent aber erst gar nicht gesehen, das hat die Cantzley gemacht und so schön das Schriftbild auch oft ist, die Herrscher hatten meistens eine üble Klaue, auch daran kann man es oft leicht festmachen. Danke fürs zeigen und liebe Grüsse von bayern klassisch
bignell Am: 08.07.2013 20:05:27 Gelesen: 41698 # 16
@ bayern klassisch [#15] Zu der Zeit gab es fast keine Postbeförderung für die Öffentlichkeit, aber man hatte ja auch keine Tante auf Mallorca. ;) Die Rückseite ist fast komplett unleserlich, nur das N.B. (wohl nota bene) sticht hervor. Und zur Klaue der Herrscher: Stimmt in vielen Fällen, aber Kaiser Franz Josef hat sogar leserlich geschrieben: "Ich bitte das Dejeuner in Schönbrunn am 27. für 1 Uhr zu bestellen" (genau genommen kein Brief, obwohl auch ein Umschlag existiert)
bayern klassisch Am: 08.07.2013 20:41:19 Gelesen: 41683 # 17
@ bignell [#16] Ui, von der Führung der K. und K. Monarchie höchstselbst eingeladen zu werden, wurde nicht jedem zuteil. Danke fürs zeigen und liebe Grüsse von bayern klassisch
bignell Am: 08.07.2013 21:14:12 Gelesen: 41672 # 18
@ bayern klassisch [#17] War eher eine Notiz an seinen Sekretär, wann er das Essen organisieren soll und keine Einladung. ;)
bayern klassisch Am: 08.07.2013 21:16:54 Gelesen: 41671 # 19
@ bignell [#18] Trotzdem, immerhin von eigener Hand. Auf der anderen Seite war das ein Workaholic, der wohl 16 Stunden am Tag hinterm Schreibtisch saß, weswegen ihm die Sissy auch weggelaufen ist. Liebe Grüsse von bayern klassisch
zockerpeppi Am: 08.07.2013 22:08:27 Gelesen: 41649 # 20
Unter diesem Thema kann ich dann auch folgenden Bankenbrief zeigen: Vermögensverwaltung I.K.H der Grossherzogin von Luxemburg an das Bankhaus Bass und Herz in Frankfurt. Der Service de la Grande Duchesse war fürs Inlandporto freigestellt nicht aber für Briefe ins Ausland. Somit frankiert mit einer Dienstmarke officiel 1 1/4 Portostufe vom 1.7.1930. Abgestempelt Luxembourg-Ville III am 8.1.1934. Das Jüdische Bankhaus B&H wurde 1863 gegründet und 1974 geschlossen. Hier einige Artikel zum Konkurs: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41651513.html http://www.zeit.de/1974/34/angst-vor-den-leichen-im-keller Und ein Link zu unserem Herrscherhaus: http://www.luxembourg.public.lu/catalogue/monarchie/livre-famille-gdl/livre-fam-gdl-2001-DE.pdf schöne Grüße Lulu
Mondorff Am: 09.07.2013 10:44:59 Gelesen: 41619 # 21
@ Lars Boettger [#8] Briefe von Adligen an Adlige = Adelspost, wie's im Thema steht oder wie der hier gezeigte Beleg beweist: Handschriftlich von Großherzogin Charlotte von Luxemburg adressierter Umschlag vom 25.8.1929 nach München. Die Umschläge trugen schon den (für den Inlandsdienst notwendigen) Zeilenstempel Service de la Grande Duchesse - für's Ausland musste jedoch frankiert werden. Abgangsstempel COLMAR-BERG , dem Standort des großherzoglichen Schlosses. Freundlichen Gruß DiDi
Richard Am: 29.07.2013 08:45:30 Gelesen: 41522 # 22
Adelsbrief mit Stempel L1 DeLeutkirch [1] aus Leutkirch nach Aulendorf [2], rund 40 km entfernung. Schöne Grüsse, Richard [1] http://www.philastempel.de/stempel/suchen/kombi [2] http://de.wikipedia.org/wiki/Aulendorf
Martinus Am: 29.07.2013 18:14:23 Gelesen: 41500 # 23
Post aus den USA Im Juli 1898 befand sich jemand im Auftrag des Kaisers in New York. Leider habe ich noch nicht herausgefunden wer. Aufgabe Stempel vom 16. Juli 12 PM auf der Vorderseite der Ganzsache, dazu auf der Rückseite oben links der Stempel vom 17 Juli 1898. Vermute mal, da ging die Post auf das Schiff. Die Adresse: Mr. Dr. Leuthold Generalarzt Leibarzt seiner Majestät des deutschen Kaisers. Die Anschrift wurde gestrichen und die Post zum Kabinetspostamt überstellt. Auch hier die Stempel auf der Rückseite und der Ankunftstempel im selbigen vom 27.07.1898 rechter Stempel (lt. dem Buch von F. Steinwasser, Berliner Post sind derartige Belege sehr selten!) mit Sammlergruß Martinus
bignell Am: 10.12.2014 20:07:22 Gelesen: 40310 # 24
Nachdem ich ja meist österreichische Adelige etc einstelle, hier mal was deutsches: Augusta von Preussen, 1811-1890, erste deutsche Kaiserin und Königin von Preussen, Ehefrau Wilhelms des Ersten. [1] Brief an die Fürstin zu Sayn-Wittgenstein aus 1867, Berlin - Laasphe. Zugehöriger Paketbegleitbrief: Lg, harald [1] http://de.wikipedia.org/wiki/Augusta_von_Sachsen-Weimar-Eisenach
bignell Am: 06.03.2015 23:20:57 Gelesen: 40089 # 25
Und hier eine weitere Ehefrau des Kaisers Wilhelm: Hermine (Prinzessin Reuß ältere Linie, 1887-1947), verwitwete Prinzessin von Schoenaich-Carolath und zweite Ehefrau Wilhelms II. [1] Zitat: "Am 5. November 1922 heiratete die Witwe Hermine den ebenfalls verwitweten früheren Deutschen Kaiser Wilhelm II. (1859–1941). Wilhelm II. war gegenüber Hermine ehrfürchtiger und liebenswürdiger, als er es bei seiner ersten Frau Auguste Viktoria gewesen war. Hermine führte ein strenges Regiment im niederländischen Exilort Haus Doorn und kümmerte sich auch um die Verwaltung des Hauses." Brieftelegramm 1933 aus dem Exil in Haus Doorn [2] Lg, Harald [1] http://de.wikipedia.org/wiki/Hermine_Reu%C3%9F_%C3%A4ltere_Linie [2] http://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Doorn
bignell Am: 02.06.2015 23:45:06 Gelesen: 39829 # 26
Hallo, hier ein Brief von 1858 frankiert mit 9 Kreuzer Wien - Venedig an Graf Victor Wimpffen [1] mit falscher Anrede Linienschiffsfähnrich statt Fregattenleutnant Die Adresse zu entziffern ging mir recht leicht von der Hand, aber die Vermerke auf der Rückseite: unten steht (irgendwas) Venedig, 26/1 1858, rechts oben lautet das vierte Wort auch Venedig, aber die anderen Worte kann ich leider nicht lesen, hier wäre ich für jeden Hinweis dankbar. Lg, harald [1] http://www.wimpffen.hu/index.php?option=com_content&view=article&id=11:viktor-graf-von-wimpffen&catid=3:biographien&Itemid=3
bayern klassisch Am: 03.06.2015 06:37:49 Gelesen: 39823 # 27
@ bignell [#26] Hallo Harald, unten hinten lese ich: beantwortet, (Name) 26.1.1858. hinten rechts: ??? mit antheilen, Venedig (Datum). Zu mehr reicht es leider auch nach einer Viertelstunde nicht. :-( Liebe Grüsse, Ralph
roteratte48 Am: 03.06.2015 07:55:23 Gelesen: 39808 # 28
@ bignell [#26] Mit aller Vorsicht: Erbetenes mitgetheilt, Venedig". Gruß - Rolf
bignell Am: 03.06.2015 18:04:47 Gelesen: 39776 # 29
@ bayern klassisch [#27] @ roteratte48 [#45] Hallo Ralph und Rolf, vielen Dank für Eure Mühe, in jedem Fall scheinen es somit private Vermerke zu sein und keine postalischen. Danke, harald
SH-Sammler Am: 05.09.2015 17:34:12 Gelesen: 39244 # 30
@ bignell [#26] @ alle Adelspost aus der Schweiz gibt es sozusagen nicht. Vornehme Leute gab / gibt es, aber richtige Adlige nicht. So ist es beinahe Glücksache, wenn man einen Brief an einen ausländischen Adligen findet und hier vorstellen kann. Eingeschriebener Brief von Stein am Rhein (Kanton Schaffhausen) nach Hasseldorf (Prov. Schleswig - Holstein vom 5.09.1880. Posttarif nach Deutschland (UPU-Tarif) = 25 Rappen, Einschreiben zusätzliche 25 Rappen, zusammen 50 Rappen. Die Briefrückseite trägt ein kleines Siegel mit Familienwappen und Krone. Freundliche Grüsse SH-Sammler Hanspeter
bignell Am: 05.09.2015 17:55:45 Gelesen: 39240 # 31
@ SH-Sammler [#30] Hallo Hanspeter, und dabei steht das Stammhaus der Habsburger im Kanton Aargau [1] Gratuliere, das ist ein sehr schönes Briefchen an den Dichterprinz aus der Haseldorfer Marsch [2]. Ist der Inhalt auch noch erhalten geblieben? Lg, harald [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Habsburg [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Emil_von_Schoenaich-Carolath
SH-Sammler Am: 05.09.2015 21:23:34 Gelesen: 39206 # 32
@ bignell [#54] Guten Abend Harald, leider ist zu diesem Briefchen kein Inhalt vorhanden, wäre sicher interessant gewesen. Zu Punkt 1, Habsburger ... Die wollten "wir" ja nicht, wir haben sie schon ab 1315 aus der Zentralschweiz vertrieben. Spass beiseite. Die Habsburger, ursprünglich aus dem Elsass stammend, haben im Kanton Aargau nach wie vor eine feste Verwurzelung. Die Herzen der Habsburger wurden bis in die Neuzeit im Kloster Muri beigesetzt. Freundliche Grüsse Hanspeter
10Parale Am: 06.06.2016 20:51:48 Gelesen: 36500 # 33
@ Cantus [#34] Ein mit 9 Kreuzer freigemachter Brief an eine Adlige (A Son Excellence) Madame La Baronne Louise Bedeus de Scharberg, née de Schwind von Wien nach Hermannstadt, rückseitiger schwarzes Siegel und Ankunftsstempel von Hermannstadt. Die Dame war die Ehefrau von Josef Freiherr Bedeus von Scharberg (*1783 - 1858), ein wichtiger siebenbürgischer Politiker und Schriftsteller. Auf Grund des Todesdatum ihres Gatten (6.4.1858) bin ich überzeugt, dass der Brief am 18.5.1858 von Wien nach Hermannstadt lief und eine Art Kondolenszenzschreiben an die Witwe war (schwarzes Siegel). Liebe Grüße 10Parale
zackenfreak56 Am: 23.08.2017 14:28:48 Gelesen: 32806 # 34
Toller Adelsbrief aus Brasilien Hallo, hier ein toller Brief aus Brasilien von 1908 mit rückseitigen Stempel "BERLIN C- KABINETTSPOSTAMT" geschrieben mit "tt". Kann jemand den Adressaten genau lesen? Irgendwas von Oberzeremonienmeister seiner Majestät des Kaisers und Königs...... Dann: Grafen zu Eulenburg-Ritter des großen Ordens ????..... weiter kann ich es nicht entziffern. Der Brief ging ans Königliche Schloß. Wie selten ist dieser Stempel ? Der rote Strich kommt von einem eingetrockneten Gummiring, müsste sich wohl entfernen lassen ? Gruß zackenfreak56
zackenfreak56 Am: 23.08.2017 14:44:08 Gelesen: 32797 # 35
Konnte hier auf Wikipedia einiges zum Adressaten August-Graf zu Eulenburg finden. Er war Oberhof- und Hasumarschall sowie Oberzeremonienmeister. https://de.wikipedia.org/wiki/August_zu_Eulenburg
LK Am: 23.08.2017 15:02:15 Gelesen: 32790 # 36
@ zackenfreak56 [#34] Hallo, das dürfte einer letzten Briefe mit dieser Anschrift im Schloß handeln. Siehe:https://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_zu_Eulenburg#Eulenburg-Aff.C3.A4re_1906.E2.88.921908 Zur Anschrift: Vermutlich Ritter des großen Ordens vom schwarzen Adler (Bruststern) höchster preußischer Orden, 1341 mal verliehen. Der Stempel ist nicht selten. Beste Grüße LK
zackenfreak56 Am: 23.08.2017 15:22:38 Gelesen: 32783 # 37
Danke Dir LK. Gruß zackenfreak
10Parale Am: 28.02.2018 16:01:42 Gelesen: 30342 # 38
@ 10Parale [#33] Ein Baron de Quinto aus Paris weilt in Bukarest und macht eine schriftliche Bestellung auf einer alten Ganzsache aus Rumänien. Wunderschöne Abstempelungen von Bukarest (BUCURESCI No. 5, INDEPENDANCE ROUMANIE) vom 20. Juli 1904. Quinto hört sich portugiesisch an, habe aber sonst nichts über dieses Adelsgeschlecht gefunden. Liebe Grüße 10Parale
bignell Am: 28.02.2018 18:37:58 Gelesen: 30318 # 39
@ 10Parale [#38] Hallo 10Parale, de quinto = der Fünfte. Vielleicht als Pseudonym oder Spitzname (der fünfte Baron, so wie der Rote Baron)? Lg, harald
Koban Am: 02.08.2018 00:17:47 Gelesen: 28594 # 40
Potsdam - 1000 bislang unbekannte Privatbriefe der letzten deutschen Kaiserin sind im Neuen Palais in Potsdam zufällig gefunden worden. Mitarbeiter der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) haben die Briefe bei Aufbauarbeiten für die aktuelle Ausstellung „Kaiserdämmerung“ entdeckt, wie die Stiftung am Mittwoch mitteilte. Die Briefe wurden laut SPSG zwischen 1883 und 1886 an die damalige Kronprinzessin Auguste Victoria (1858-1921) geschrieben. Hier der komplette Artikel: http://www.pnn.de/potsdam/1307310/ Gruß, Koban
briefmarkenwirbler24 Am: 19.08.2018 21:45:17 Gelesen: 28680 # 41
Guten Abend zusammen, zur späten Stunde möchte ich euch noch gerne eine hübsche Buntfrankatur nach Kiel (bis dato noch zum NDP gehörig) vorstellen. Aufgegeben wurde der Brief am 30.07.1871 um 4 Uhr vom Absender "Hôtel des Alpes" in Interlaken und adressiert an "Frau Dr. Valentiner, geb. von Wardenburg" nach Kiel. Der Brief trägt leider nur noch den Transitstempel von Bern, dürfte aber einen Tag später in Kiel angekommen sein. Nun zur Frankatur: Der Norddeutsche Bund bestand bekanntlich vom 01.01.1868 bis zum 31.12.1871, in den ersten 8 Monaten (also bis zum 31.08.1868) wurden die Frankaturen der Briefe noch nach Taxrayons berechnet (20, 30, 40 oder 50 Rappen bzw. 6, 9, 12 oder 15 Kreuzer waren möglich, in wenigen Fällen auch 4 oder 5 Silbergroschen). Die Briefe, die in diese Zeit fallen, werden natürlich von Sammlern sehr gesucht, insbesondere die Briefe, welche mit Silbergroschen-Marken frankiert worden sind. Mein Brief fällt leider in die Periode, in der bereits die Einheitstaxe eingeführt worden ist (25 Rappen, 7 Kreuzer oder 2 Silbergroschen), also ab dem 01.09.1868 bis zum Ende. Wirft man noch einen Blick auf die Adressatin, lässt sich sagen, dass es sich hierbei um eine offenbar recht früh verwitwete Adelige, welche im Dienste der Herzogin Friederike von Schleswig-Holstein-Sonderburg (später Herzogin von Anhalt-Bernburg) gestanden hat, handelt. https://www.geni.com/people/Sophie-Wilhelmine-Valentiner/6000000018290226020 https://www.geni.com/people/Johann-Heinrich-Valentiner/6000000018290244001 https://de.wikipedia.org/wiki/Friederike_von_Schleswig-Holstein-Sonderburg-Gl%C3%BCcksburg Liebe Grüße Kevin [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Schweiz Dauerserie Sitzende Helvetia "]
inflamicha Am: 24.11.2021 21:17:41 Gelesen: 20224 # 42
Guten Abend, mein heutiger Brief ist an einen echten Prinzen adressiert: Der Brief an Seine Hoheit den Prinzen Moritz von Sachsen-Altenburg, zur Zeit auf Schloss Hummelshain zeigt den KOS LAUTERBERG (HARZ) 15/8.87 11-12 V., rückseitig wurde der sächsische Doppelkreisstempel "HUMMELSHAIN" als Ankunftsstempel nachverwendet. Das heutige Bad Lauterberg ist eine Stadt im Landkreis Göttingen im Süden von Niedersachsen. Gruß Michael [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Kreisobersegmentstempel auf Belegen - Kreisstempel mit Segment oben"]
Briefuhu Am: 09.02.2022 18:20:39 Gelesen: 15308 # 43
Hier eine Postkarte vom 14.04.1924 von Pleszew nach Schweinsberg Bezirk Kassel. Empfänger ist der Freiherr Walther Schenck in Schweinsberg. Schenck zu Schweinsberg ist der Name eines zum hessischen Uradel zählenden Geschlechts, das noch heute zur Althessischen Ritterschaft gehört. Frankiert wurde mit 390 Tausend polnischen Mark. Außerdem ein Vermerk "Nachsenden nach Marburg" Schönen Gruß Sepp [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Polen Belege"]
bignell Am: 18.02.2023 21:37:37 Gelesen: 15732 # 44
Liebe Freunde, habe wieder zwei Belege von einem Forumskollegen bekommen (nochmals danke, Ralph!), und einer passt sowohl hierher als auch in meine Sammlung mit Adelsbriefen: 1856 mit 9 Kreuzer frankiert von Wien nach Győr [1] an "An den kk Herrn Rittmeister des 3ten König Sachsen Curassier Regiments Emil Heinrich Grafen Wimpffen etc etc zu Raab Hungarn poste restante" [2] und weitergeleitet nach Mór [3]. Unterzeichnet wurde der Brief mit "Dein Franz", und auch das Siegel mit 9-zackiger Grafenkrone lässt leider nicht auf den Absender schliessen. Liebe Grüße, harald [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Gy%C5%91r [2] https://www.geni.com/people/Heinrich-Emil-von-Wimpffen/6000000002802731913 [3] https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B3r [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Zurück und nachgeschickt"]
Briefuhu Am: 21.10.2023 13:37:42 Gelesen: 13387 # 45
Brief vom 05.01.1864 von Schleiz nach Würzburg (laut Stempeln) dort am 06.01.1864 angekommen. Bei der Anschrift habe ich so meine Probleme, ich lese Markt Einersheim und Possenheim, bin mir aber da nicht sicher. Ober der Kringel unten links eine Sechs sein soll und das Porto bedeutet kann ich auch nicht sagen. Schönen Gruß Sepp
bayern klassisch Am: 21.10.2023 14:21:53 Gelesen: 13371 # 46
@ Briefuhu [#45] Hallo Sepp, da kein Frankovermerk zu sehen ist und kein Porto für den Empfänger notiert wurde, war der Brief gemäß der Portofreiheitsparaphe unten links vorne portobefreit. Der Absender war wohl ein hoher Adliger aus Schleitz, vermutlich einer der Fürsten von Reuss jüngerer Linie. Ich tippe dem Schriftduktus und Orthographie nach auf Heinrich den LXVII (den 67.), der von 1789 bis 1867 lebte. Das konveniert auch gut zur Portofreiheit, denn als regierender Fürst war er im DÖPV portofrei gestellt. https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_LXVII._(Reu%C3%9F_j%C3%BCngere_Linie) Die Anschrift lautet: Seiner Wohlgebohren dem Graf von Rechteren [1] in Markt-Einersheim bey Possenheim. Interessant: Ein Brief seiner Erlaucht, des Herrn Grafen von Rechteren, an den Fürsten wäre portopflichtig gewesen. Vlt. findest du mal einen solchen und hättest eine prima Seite. Liebe Grüsse, Ralph [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Rechteren-Limpurg [Beiträge [#45] und [#46] redaktionell kopiert aus dem Thema "Vorphilatelie 19. Jahrhundert: Belege vorgestellt"]
Dieter 66 Am: 02.11.2023 10:31:48 Gelesen: 13136 # 47
Hallo, ich glaube das könnte hier auch gut passen. Ein Einschreiben an „Seine Exzellenz General von Ludendorff“ vom 15.09.22 in Coburg. Mit Michel Nr. 153 und 172. Leider kein Absender. Auf der Rückseite befinden sich noch 2 Stempel „München“ Wer weiß welche geheimen Dokumente übermittelt wurden, da Ludendorff maßgeblich am Hitler Putsch 1923 beteiligt war. Gruß Dieter
merkuria Am: 05.05.2024 08:08:47 Gelesen: 11856 # 48
Einschreibe-Express-Brief von Luzern nach Wien/Österreich, Aufgabe am 12. Dezember 1962. Frankatur gemäss Gebührenverordnung vom 01.04.1959 – 30.06.1971 (Briefgebühr), 01.04.1959 - 31.12.1965 (Einschreibegebühr) und 01.03.1948 - 31.12.1965 (Expressgebühr): Brief Ausland bis 20g …….. = 50 Rappen Einschreibegebühr Ausland = 50 Rappen Expressgebühr Ausland …..= 80 Rappen, ergibt = 180 Rappen Portogerechte Frankatur mit Schweiz 2x Mi Nr. 758, 759, 762 und 1x Mi Nr. 760, 761 (180 Rappen) Grüsse aus der Schweiz Jacques [Redaktionell kopiert azs dem Thema "Schweiz: Pro Juventute Marken auf gelaufenen Belegen"]
hubtheissen Am: 01.06.2024 19:30:45 Gelesen: 11547 # 49
Hallo, ich habe heute einen netten Beifang aus einer Sendung gefischt. Es ist eine Paketkarte für ein Eilpaket an die Fürstin Bismarck in Friedrichsruh vom 12.09.1940. Die Zahlung der Beförderungsgebühr wurde mit einem "Gebühr bezahlt" Stempel quittiert. Der Absender war ein alteingesessenes (seit 1853) Spielwarengeschäft in Berlin. Gruß Hubert
evwezel Am: 23.06.2024 10:54:16 Gelesen: 11256 # 50
Guten Morgen, ich zeige Euch hier einen Brief vom 23. Juni 1948 von Affolterbach (über Fürth) nach Bensheim. Empfänger ist Ruth Freifrau von Dungern, geb. Pagenstecher. Absender Abs. Pagenstecher Affolterbach [1] Post Fürth Anschrift Ruth Freifrau v. Dungern Bensheim [2] Auerbach a/der Burgstraße Burgstraße Postaufgabestempel Stempel 1: 23.6.48. 10 (ODENW) [3] Stempel 2: Affolterbach Über Fürth (Odenw) Viele Grüße, Emiel [1] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Affolterbach [2] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Bensheim [3] Odenwald
Shinokuma Am: 23.06.2024 23:55:43 Gelesen: 11225 # 51
Liebe Freunde von Adelsbriefen! nachstehenden Brief hatte ich schon einmal im Thread "Zurück und nachgeschickt" am 17.11.22 gezeigt. Hier noch einmal mein Beitrag für all diejenigen, die ihn damals dort nicht gelesen haben: Abgeschickt wurde der Brief von Freiin von der Goltz aus der Villa Heimfried in Falkenstein im Taunus, die immerhin ihren rückseitig angebrachten Absenderstempel mit der damals neuen 4-stelligen PLZ 4249 korrigierte. Der vorderseitige Poststempel hingegen ist noch ein altes Exemplar, bei dem lediglich die PGLZ aptiert wurde. Falkenstein war damals noch eine eigenständige Gemeinde. Daher heißt es im Stempel vom 25.10.1962 "über Königstein (Taunus)". Die Eingemeindung fand erst zum 1.8.1972 statt. Empfängerin war Gräfin von Bylandt, die sich womöglich auf den Spuren des letzten Deutschen Kaisers in dessen Exilort Doorn in den Niederlanden befand. Offensichtlich war ihr Aufenthalt dort nur von kurzer Dauer. Denn der Brief kam zwar schon nach einem Tag in Doorn an - wie der rückseitige Stempel vom 26.10.62 beweist -, musste ihr dann aber ins Hotel Excelsior nach Velden am Wörthersee in Österreich nachgeschickt werden. Das geschah laut rückseitigem Abgangsstempel aus Wolfheze im Gelderland am 29.10.62. Der Ankunftstempel aus Velden datiert am 31.10.62. Leider war auch das zu spät, da Frau Gräfin laut ebenfalls rückseitigem, handschriftlichen Vermerk schon wieder abgereist war, sodass nunmehr die vorderseitige Adresse durchgestrichen wurde und mit dem Hinweis "retour" versehen wurde. Ein entsprechender Stempel war auf dem Postamt in dem kleinen Örtchen Velden damals wohl nicht zur Hand. Wann der Brief letztendlich die Absenderin wieder erreichte, ist auf dem Umschlag jedenfalls nicht dokumentiert. Mit herzlichen Grüßen Gunther
evwezel Am: 26.06.2024 14:44:29 Gelesen: 11155 # 52
Liebe Sammelfreunde, ich zeige Euch hier eine Postkarte vom 28. Juni 1910 von Rotterdam nach Amsterdam. Empfänger ist Baron Albert van Haersolte (1879-1956), der damals in Amsterdam tätig war als Anwalt und Prokurist. Adliche Anredeformen in den Niederlanden Der Adelstitel bezeichnet die Stellung in der Hierarchie der Gesellschaft. Wie die Rangfolge des niederländischen Adels genau aussieht, habe ich hier aufgelistet, in absteigender Reihenfolge: - koning/koningin (König/Königin) - prins/prinses (Prinz/Prinzessin) - graaf/gravin (Graf/Gräfin) - baron/barones (Baron/Baronin) - ridder (Ritter) Nur der König, die Königin und Mitglieder der königlichen Familie können den Adelstitel “prins” (Prinz) oder “prinses” (Prinzessin) führen. Diesen Adelstiteln sind verschiedene Prädikatstitel zugeordnet (siehe die Spalten “Anrede auf dem Briefumschlag” und “Anrede im Brief” in der Tabelle). Die Anredeformen habe ich übersetzt, aber nicht lokalisiert. Zum Beispiel, in Deutschland werden Grafen und Barone offiziell ohne das übliche "Herr" angesprochen (siehe auch https://www.adscopum.com/wp-content/uploads/Anreden.pdf). Die meisten Adeligen sind übrigens die sogenannten “Untitulierten” aus dem Niederadel. Sie können nur das Prädikat "jonkheer" (Abkürzung “jhr”) oder "jonkvrouw" (Abkürzung “jkvr”) führen. Der aufmerksame Leser wird bereits bemerkt haben, dass etwas nicht stimmt wenn mann diese Information mit meiner Postkarte vergleicht: “Den [1] WelEd. Gestr.[2] Heer Mr. A. Baron van HAERSOLTE” Die richtige Anrede wäre doch: “De hoogwelgeboren heer A. baron van Haersolte” ? Die Lösung ist einfach. Auf dieser Postkarte wird Baron van Haersolte nämlich an erster Stelle nicht als Baron angesprochen, sondern als “Meister des Rechts” (Mr.) und dazu gehört eine andere Anrede. [1] Alte schreibweise von “de” (der / die) [2] WelEd. Gestr. = Weledelgestrenge. Dieses Wort lässt sich leider nicht gut in Deutsch übersetzen. Es bedeutet so etwas wie “Sehr verehrt”. Viele Grüße, Emiel
bignell Am: 27.07.2024 01:22:24 Gelesen: 10938 # 53
Liebe Freunde, ein Adelsbrief verdient auch einen adeligen Stempel, V.ERLANG (Erlangen) von 1760 an Christoph Ludwig von Seckendorff-Aberdar [1]: A Son Excellence, Monsieur le Baron de Seckendorff, Seigneur d'Obernzenn, Empel, Chevalier de l'Ordre de St. Jean, Conseiller intime actuel de leurs Majestés Imperiales et Apostolique Royale, et Chef de la Noblesse immediate en Franconie du Canton Altmuhl à Leider hat es der Vorbesitzer für nötig erachtet, die Seitenklappen mit Klebeband zu fixieren, weil er offenbar nicht verstanden hat, wie ein Faltbrief gefaltet wird. Das rückseitige Siegel zeigt ebenso das Seckendorff-Wappen [2]. Streng genommen handelt es sich hierbei um einen Auslandsbrief, denn " Im Jahre 1752 erhielt Christoph Ludwig von Seckendorff-Aberdar von beiden Markgrafen die Hochgerichtsbarkeit über Obernzenn, urphertshofen, den Wessach- und den Straßenhof. Es entstand ein souveräner Kleinstaat von 40 Quadratkilometern. Er endete mit Napoleon, unter dem Obernzenn 1806 bayerisch wurde." [3] Liebe Grüße, harald [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Christoph_Ludwig_von_Seckendorff-Aberdar [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Seckendorff_(Adelsgeschlecht), https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Seckendorff,_Adelsfamilie [3] http://zenntal.de/zenntalgemeinden/obernzenn/geschichte-obernzenn/ [An Seine Exzellenz, Herr Baron von Seckendorff, Herr von Obernzenn, Empel, Ritter des Ordens des Hl. Johannes, derzeitiger enger Berater Ihrer Kaiserlichen und Apostolischen Königlichen Majestäten, und Oberhaupt des Adels in Franken. des Kantons Altmühl à Obernzenn (Übersetzung DeepL) [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Altdeutschland Bayern: Schöne Belege"]
Briefuhu Am: 25.09.2024 08:43:20 Gelesen: 10364 # 54
Luftpostbrief vom 06.12.1990 von Windhoek nach Münster. Frankiert wurde mit 45 Cent Michel Nr. 673. Absender war A. Gräfin zu Bentheim. Schönen Gruß Sepp [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Namibia: Echt gelaufene Belege"]
evwezel Am: 27.06.2025 19:33:19 Gelesen: 7652 # 55
Liebe Sammelfreunde, ich zeige Euch hier eine Postkarte, verschickt am 24. Januar 1894. Empfängerin war Frau von Tettenborn (geb. Von Seydewitz). Ich habe leider noch nicht herausfinden können, mit wem sie verheiratet war. Ich lese: Mittwoch d. 24.1. Abends. Gnädige Frau, Herzlichen Dank für Ihre freundlichen Zeilen. Ich war heut(e) zu einer Beer- digung und will morgen natürlich bei der von Frau Prediger Wasmansdorff[1] zuge- gen sein. Dann kommt hoffentlich ein Ruhetag und so wird es mir möglich sein, dann frisch und munter, Sonnabend d. 27. ?en 3 Uhr bei Ihnen gnädige Frau, zu erscheinen. Ich habe natürlich erst Erkun- digungen einziehen müssen an welchem Ende der Welt denn die Colonnenstraße[3] sei. Auf Wiedersehen also, gnädige Frau Hochachtungsvoll A. Combret Absender A. Combret Anschrift Frau von Tettenborn geb. von Seydewitz Hier. N. Chauhseestraße[2] 27 II Tagesstempel BERLIN N 24. 25/1 * 94 c 8-9V. Postaufgabestempel Bestellt vom Postamt(e?) 4(?) 25/1.94 10 3/4 – 12V. [1] Laut Adressbuch Berlin (1894) war R. Wasmansdorff ein emeritierter Pfarrer, wohnhaft unter der Adresse Winterfeldstraße 24 I. [2] Chausseestraße. Laut Adressbuch Berlin (1894) wohnte “Hauptmann Von Tetterborn” unter der Adresse Chausseestraße 27. [3] Kolonnenstraße
volkimal Am: 27.06.2025 19:44:03 Gelesen: 7642 # 56
@ evwezel [#55] Hallo Emiel, wie wäre es mit Albert von Tettenborn und Wolff (1818–1889). Bei seinem Sohn werden zum Glück die Eltern angegeben [1]. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_von_Tettenborn
phornung Am: 27.06.2025 20:06:39 Gelesen: 7627 # 57
Ich nehme an, dass es sich um Cäcilie von Seydewitz (1831–1917) handelt, die Ehefrau von Albert von Tettenborn und Wolff (1818–1889). „Die von Tettenborn sind ein altritterliches, thüringisches, später freiherrliches Uradelsgeschlecht aus der Grafschaft Hohenstein mit gleichnamigem Stammsitz Tettenborn bei Nordhausen.“ https://de.m.wikipedia.org/wiki/Tettenborn_(Adelsgeschlecht) https://de.m.wikipedia.org/wiki/Leopold_von_Tettenborn PS: Ich war etwas zu langsam mit dem Absenden, sehe ich gerade. ;-) Übrigens lassen sich solche Suchen effektiver durchführen, wenn beide Begriffe/Namen separat in Anführungszeichen googelt. Damit findet man präziser Seiten, auf denen beide Namen stehen (in diesem Fall „von Seydewitz“ und „von Tettenborn“.
evwezel Am: 27.06.2025 20:12:43 Gelesen: 7625 # 58
@ volkimal [#56] @ phornung [#57] Hallo Volkmar und Peter, vielen Dank für Eure Hilfe! Einen schönen Abend wünscht Euch Emiel
Briefuhu Am: 21.10.2025 18:25:45 Gelesen: 5718 # 59
Ganzsachenpostkarte P 37 mit grünem Wertstempel 50 Heller, gelaufen am 21.08.1939 von der Pfarrei St. Bartholomäus in Turnov (Turnau) an die Gräfin Alexandra Dyhrn in Breslau, dort unter der angegebenen Anschrift nicht bekannt, mehrere handschriftliche Vermerke über Zustellungsversuche und Stempel. Alexandra von Dyhrn (1873–1945), Universitätsprofessorin, Historikerin, Publizistin und Genealogin. Besitzungen in Schlesien bzw. Preußen (Wikipedia) Schönen Gruß Sepp [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Tschechoslowakei Ganzsachen Postkarten"]
Briefuhu Am: 21.10.2025 18:34:22 Gelesen: 5730 # 60
Ganzsachenpostkarte P 78 mit Wertstempel 30 Gr., gelaufen am 25.01.1939 von Poznau an die Baronin Wanda von Waldow in Breslau. Schönen Gruß Sepp [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Polen Ganzsachen Postkarten"]
Briefuhu Am: 07.11.2025 17:22:38 Gelesen: 5460 # 61
Brief vom 06.12.2019 vom Arenenberg-Napoleonmuseum Ermatingen/Schweiz an S.D. (Seine Durchlaucht) Herzog von Leuchtenberg und Frau Carla Michel in St. Augustin. Frankiert mit Michel Nr. 2058 und 2338. Schönen Gruß Sepp
evwezel Am: 15.07.2026 20:20:57 Gelesen: 1069 # 62
Liebe Sammlerfreunde, ich zeige Euch diesmal eine Postkarte, die am 1. Juli 1897 von Thiede nach Kirchbrak verschickt wurde. Weiß jemand vielleicht, was hier mit Blaustift geschrieben wurde (15 ???)? Viele Grüße Emiel Ich lese: Stift Steterburg[1], d. 1sten Juli Geehrter Herr Baron, Mit vielem Dank emp- fing ich Ihre Karte , u. die 175 Mrk, über welche letz- tern ich Ihnen später die beiden Quittungen zusenden werde. Es hat uns sehr leid gethan, das wir Ihre Frau Mutter jetzt nicht sehen werden - hoffentlich später. Frl. v. Gr. geht es gut. - Auch Aug(ust). ist bedeutend besser. - Zum 6ten soll ein kurzes Telegramm an Frau v. Stutterheim nach Kirchbrag[2] kommen. Mit den besten Empfeh- lungen Ch. Branen(?) Anschrift An Herrn Baron von Grone Hochwohlgeboren auf Rittergut Kirchbrak[3] bei Eschershausen [4] Ankunftsstempel * KIRCHBRAK * [5] 2 7 97 11-12V Aufgabestempel THIEDE[6] -1.7.97. 4-5N * * * [1] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Stift_Steterburg [2] Vermutlich ist „Kirchbrak” gemeint. [3] Siehe https://www.kirchbrak.de/sehenswert/rittergut-westerbrak [4] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Eschershausen [5] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchbrak [6] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Thiede_(Salzgitter)
evwezel Am: 19.07.2026 21:09:25 Gelesen: 978 # 63
Liebe Sammlerfreunde, meine Frage in [1] ist leider noch unbeantwortet beantwortet geblieben. Hat jemand eine Lösung? Viele Grüße Emiel [1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=393105
mumpipuck Am: 20.07.2026 02:40:46 Gelesen: 938 # 64
@ evwezel [#63] Ich denke es heißt "15 Juli" und ist ein Vermerk des Herrn Baron. Vielleicht Datum seiner Antwort. Die Karte ist ja am 01.07. geschrieben. Oder - da doch recht lange danach - vielleicht auch ein Buchhaltungsvermerk bezüglich des Eingangs der Quittungen über die 175 Mark. An einen postalischen Vermerk glaube ich nicht. Der wäre auf der Vorderseite. Wüßte auch nicht, was ein Datum zwei Wochen nach Absendung dort bedeuten sollte. Ist ja nicht postlagernd addressiert. Burkhard
evwezel Am: 20.07.2026 06:27:59 Gelesen: 929 # 65
@ mumpipuck [#64] Guten Morgen Burkhard, das klingt logisch. Vielen lieben Dank für deinen Lösungsvorschlag! Viele Grüße Emiel
Reini46 Am: 20.07.2026 13:32:50 Gelesen: 896 # 66
Hallo,



Brief vom 1.9.24 an die Gräfin Kinsky geb. Wilcek in Wien I Herrengasse 5.

Grüße

Reini46
Reini46 Am: 23.07.2026 16:34:22 Gelesen: 805 # 67
Hallo, Brief vom 11.May 1834 von M.Teresiopel nach ? Ich habe leider nur den Inhalt des Briefes, der an die gnädigste Gräfin geht. Beeindruckend für mich ist die Zeichnung einer Kutsche auf dem ersten Blatt des Briefes. Welch Mühe gab man sich damals ! Grüße Reini46
evwezel Am: 23.07.2026 16:58:30 Gelesen: 796 # 68
@ Reini46 [#67] Hallo Reini, Du zeigst hier einen interessanten Brief. Da nicht jeder die alte Schrift lesen kann, würde mich interessieren, ob es einen Grund gibt, warum du ihn nicht transkribiert hast. Hierunter findest du meine Lesung. Leider konnte ich nicht alle Lücken schließen, und es haben sich bestimmt noch einige Lesefehler eingeschlichen. Ich hoffe trotzdem, dass diese Transkription das Lesen erleichtert. Viele Grüße Emiel Seite 1 M. Teresiopol [1] 11. Mai 854(?) Meine gnädigste Gräfin! In der Voraussetzung daß Sie zur Stunde von all den Festen u Nachfesten jeh(?) erholt haben werden, wage ich es wiedereinmal mich in Ihre und in’s Gedächtniß Ihrer Gfin [2] Mutter u Schwestern zurückzudrängen. Vor allem kann ich meine grenzenlose Freude u Dankbarkeit über u für Ihre so freundlichen u interessanten Zeilen nicht genug wiederholen. Es waren bisher die einzigen, die ersten die mir von daher kamen wo ich als meine gute Laune zu- rückließ u nur die Sehnsucht mitbracht wieder einmal dahin zurückzukehren wo ich in der Seite 2 Nähe meines Chefs v u. seines innigstverehrte Hauses existi(e)ren könnte. Gar lange darf’s aber nicht aufgeschoben werden, sonst würde ich - wenn auch ein “heiterer Preis„ - kaum mehr im Stande dazu den Pflichten eines ewiges cavalcadons[3] nach- zukommen. Indessen gönnt mir ein guter Zufall auch hier mich jener Pflicht zu widmen, indem ich einen von Straß genommen jungen recht hübschen Schimmel mit schwarzen Mähnen als (Damen?)pferd zureite. In der Nacht von meinen Abreise vom Wien wurde nemlich ein Transport jedes Pferdhändlers kaum aus dem Bahnhofe zu ihm gebracht als ich mir bei Lampenscheine zwei Pferde aussuchte wovon der hübsche Schimmel Seite 3 sich so durch und durch als Damenpferd macht wie es kaum besser möglich ist. Auch habe mich in der Absicht einer ganz verläßlichen Dressur(?), mit einer hirsigen Dame ersten Ranges, deren Spazierfahr- ten die vignette zeigt, bekannt gemacht die vor ein Paar Jahren geritten sein soll. Wenn sie recht schwach reidet, woran ich nicht zweifle, und der Schimmel dennoch ruhig und sicher geht so hat er die sicherste Probe bestanden. Ist mir dann das schick- sal wieder hold und ich komme wieder zu meinen lieben verehrten Chef Eduard zurück dann werden Sie meine gnädigste Gräfin vielleicht den Schimmel reiten oder von ihm das unglaublichste hören u mir à point d’or abkaufen? Dabei fällt mir jetzt wieder das carousel ein. Wie gut hätt’ ich es mitmachen können ohne hier auch nur das geringste zu versäu- men denn von (…) überschreiten der Grenze ist nicht nur keine (…) sondern wird weder uns nächstens einige Meilen weiter zurückziehe um die Truppen aus den ärgsten Fiebergegende an den (…) in gesündere - den heißen Sonne über - zu verlegen. Seite 4 Ihr gütiger und lieber Brief meine gnädigste Gräfin enthält eine Stelle die zu illustri- ren ich nicht wiederstehen konnte, mither Die Skizze mit der unterthänigsten Bitte hinterschließe selbe gelegentheitlich die Gfin Clotilde zu geben. Für Gfin Alexandrine hab’ ich vor einigen Tagen in Belgrad das ziemlich pitoreske Haus des alten Milosch Obrenovics in der Vermuthung abgezeichnet daß es Ihr einen Spaß machen wird es die Gfin Julie zu zeigen oder zu schenken, wie Sie will. Diese Zeichnung hab’ ich deshalb nicht schon fertig weil ich meine Lust, ein Paar (Schwindler?) als Staf(f)age auf dem Rasen zu zeichnen noch nicht ganz niedergekämpft habe. Wenn Sie wüßten meine gnädigste Gräfin welchs freudige Unterbrechung in meinem hiesigen Leben Ihr so gütiger Brief, den mir Nachrichten von Allen Ihres hochverehrte Hauses gab, (brachte?) (würde?) dieser erste gewiß nicht der letzte gewesen seyn(=sein). Der Himmel schütze Sie u. Ihre Lieben, u. bewahre mir Ihre freundliche Erinnerung. Horvath [1] M.Theresiopel = Maria-Theresiopel, siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Subotica [2] Gräfin [3] Zug von Reitenden
volkimal Am: 24.07.2026 12:02:58 Gelesen: 727 # 69
@ evwezel [#68] Hallo zusammen, Emiel bat mich, noch ein paar Lücken zu schließen. Das mache ich nach der guten Vorarbeit natürlich gerne. Ich lese: M. Teresiopol 11. Mai 854(?) Meine gnädigste Gräfin! In der Voraussetzung daß Sie zur Stunde von all den Festen u Nachfesten sich erholt haben werden, wage ich es wiedereinmal mich in Ihr und in’s Gedächtniß Ihrer Gfin Mutter u Schwestern zurückzudrängen. Vor allem kann ich meine grenzenlose Freude u Dankbarkeit über u für Ihre so freundlichen u interessanten Zeilen v 14t v. M. [1] nicht genug wiederholen. Es waren bisher die einzigen, die ersten die mir von daher kamen wo ich all meine gute Laune zu- rückließ u nur die Sehnsucht mitbracht wieder einmal dahin zurückzukehren wo ich in der Seite 2 Nähe meines Chefs u seines innigverehrte(n) Hauses existi(e)ren könnte. Gar lange darf’s aber nicht aufgeschoben werden, sonst würde ich - wenn auch ein “heiterer Greis„ - kaum mehr im Stande dazu den Pflichten eines ecuyer cavalcadons [2] nach- zukommen. Indessen gönnt mir ein guter Zufall auch hier mich jener Pflicht zu widmen, indem ich einen von Straß genommen jungen recht hübschen Schimmel mit schwarzen Mähnen als Damenpferd zureite. In der Nacht vor meinen Abreise vom Wien wurde nemlich ein Transport jedes Pferdhändlers kaum aus dem Bahnhofe zu ihm gebracht als ich mir bei Lampenscheine zwei Pferde aussuchte wovon der hübsche Schimmel Seite 3 sich so durch und durch als Damenpferd macht wie es kaum besser möglich ist. Auch habe mich in der Absicht einer ganz verläßlichen Dressur, mit einer hiesigen Dame ersten Ranges (?), deren Spazierfahr- ten die vignette zeigt, bekannt gemacht die vor einpaar Jahren auch geritten sein soll. Wenn sie recht schwach reitet, woran ich nicht zweifle, und dabeÿ der Schimmel dennoch ruhig und sicher geht so hat er die sicherste Probe bestanden. Ist mir dann das Schick- sal wieder hold und ich komme wieder zu meinem lieben verehrten Chef Eduard zurück dann werden Sie meine gnädigste Gräfin vielleicht den Schimmel reiten oder von ihm das unglaublichste hören u ihn mir à point d’or abkaufen? Dabei fällt mir jetzt wieder das carousel ein. Wie gut hätt’ ich es mitmachen können ohne hier auch nur das geringste zu versäu- men denn von einem nahen Überschreiten der Grenze ist nicht nur keine Idee sondern wird weder uns nächstens einige Meilen weiter zurückziehe(n) um die Truppen aus den ärgsten Fiebergegenden an der Theis [3] in gesündere - den heißen Sommer über - zu verlegen. Seite 4 Ihr gütiger und lieber Brief meine gnädigste Gräfin enthält eine Stelle die zu illustri- ren ich nicht wiederstehen konnte, mithin Die Skizze mit der unterthänigsten Bitte hinterschließe selbe gelegenheitlich der Gfin Clotilde zu geben. Für Gfin Alexandrine hab’ ich vor einigen Tagen in Belgrad das ziemlich pitoreske Haus des alten Milosch Obrenovics in der Vermuthung abgezeichnet daß es Ihr einen Spaß machen wird es der Gfin Julie zu zeigen oder zu schenken, wie Sie will. Diese Zeichnung hab’ ich deshalb nicht schon fertig weil ich meine Lust, einpaar Schweindle [4] als Staf(f)age auf dem Rasen zu zeichnen noch nicht ganz niedergekämpft habe. Wenn Sie wüßten meine gnädigste Gräfin welchs freudige Unterbrechung in meinem hiesigen Leben Ihr so gütiger Brief, der mir Nachrichten von allen Ihres hochverehrten Hauses gab, brachte würde dieser erste gewiß nicht der letzte gewesen seyn(=sein). Der Himmel schütze Sie u. Ihre Lieben, u. bewahre mir Ihre freundliche Erinnerung. Horvath [1] v 14t v. M. = vom 14ten vorigen Monats [2] Reitbegleiter bei einem Ausritt [3] Theiß = Fluss ca. 30 km östlich von Maria-Theresiopel = Subotica https://de.wikipedia.org/wiki/Thei%C3%9F [4] „Schweindle“ ist eine süddeutsch--alemannische und fränkische Koseform oder Verkleinerungsform für ein Schwein
Reini46 Am: 24.07.2026 12:24:54 Gelesen: 720 # 70
@ evwezel [#68] Hallo Emiel, der Grund daß ich diesen Brief nicht transskribiert habe liegt in meiner mangelnden Fähigkeit. Ich kann nur bruchstückhaft lesen und da lass ich es lieber sein. Herzlichen Dank an Dich und an Volkimal für die Transkription. viele Grüße Reini46
evwezel Am: 24.07.2026 12:57:26 Gelesen: 712 # 71
@ volkimal [#69] Hallo Volkmar, vielen lieben Dank für all die Mühe, die Du Dir gemacht hast! Diese Transkription macht diesen Beitrag meiner Meinung nach viel wertvoller. @ reini46 [#70] Das kann ich natürlich sehr gut verstehen. Trotzdem würde ich einfach einmal versuchen, einen Text selbst zu entziffern – auch wenn Du ihn nur teilweise lesen kannst. Auf diese Weise wird der Beitrag für die Leserschaft viel interessanter. Wenn man bei der Transkription an einigen Stellen scheitert, sind wir im Thema „Sütterlin – wer kann das lesen?“ jederzeit bereit zu helfen. Und ich garantiere: Je mehr man liest, desto einfacher wird es. Und wie Du siehst, mache ich auch immer noch Fehler (Deutsch ist nicht meine Muttersprache) – das ist wirklich kein Problem. Wir alle lernen davon. Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 25.07.2026 11:56:01 Gelesen: 657 # 72
@ Reini46 [#70] Hallo Reinhard, du schreibst: "Ich kann nur bruchstückhaft lesen und da lass ich es lieber sein". Schau dir einmal an, wie Emiel vor 6 1/2 Jahren mit Sütterlin angefangen hat [1]. Damals waren bei ihm auch noch viele Lücken im Text. Und was ist daraus geworden? Heute liest Emiel Sütterlin bzw. die alte deutsche Kurrentschrift super gut. Trau dich einfach und stelle ruhig das ein, was Du entziffern kannst - selbst wenn es noch viel weniger ist als damals bei Emiel. Wenn man es möchte, kann durchaus lernen, die alte Schreibschrift zu lesen. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=224309