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Thema:

Sütterlin und andere Schriften - wer kann das lesen ?

Blättchensammler Am: 24.02.2011 10:23:07 Gelesen: 1463634 # 1
Ich habe da ein Ansichtskarte im Netz gefunden und wurde gerne wissen wie der Text in deutsch heißt ! Danke schon mal für Ihre Mithilfe. lg Stefan
Postgeschichte Am: 24.02.2011 10:27:35 Gelesen: 1463630 # 2
@ Blättchensammler [#72] Den Ort kann man gut lesen "Gruss aus OLDENBURG", der handschriftlichen Text ist leider zu schwach. Gruß Manfred
Blättchensammler Am: 24.02.2011 10:33:47 Gelesen: 1463628 # 3
@ Postgeschichte [#139] Ich kann es leider nicht besser vorstellen die Karte steht auf Delcampe zum Verkauf Sie ist für mich als Heimalsammler von Ansichtskarten hoch interessant. Würde gerne einen Link von delcampe rüberbringen weiß jedoch nicht wie das geht. Artikelnummer: 118148846. Danke für weitere Hilfe Stefan
ganzsachenphilatelie Am: 24.02.2011 11:32:40 Gelesen: 1463612 # 4
Hallo Stefan, Einen Teil habe ich auf die Schnelle wie folgt entziffern können. "... geliebte Paula. Soeben hier glücklich ange- langt. ... ... ... ... ... ...? Grüße bitte Deine lieben Eltern vielmals von mir und sage nochmals besten Dank für Eure freundliche Aufnahme. ... ... ... sonst? Schreibe doch bitte ... bald. ... bin ich ... heim. Deine Dich liebende ... ..." Das hilft Dir hoffentlich schon mal weiter. Schöne Grüße Hans-Dieter Friedrich
Blättchensammler Am: 24.02.2011 13:05:01 Gelesen: 1463597 # 5
@ ganzsachenphilatelie [#141] Danke Dir das hat mich schon ein wenig geholfen, wesentlich interessanter ist die Rückseite, soweit ich es entziffern kann ging die AK an ein Rittergut in Darrel mir ist hedoch kein Rittergut in Darrel bekannt. Ich hoffe ich ersteigere die AK die dann sicherlich einen Ehrenplatz in meiner Postkarten und Ak Sammlung findet.
ATM_Sammler Am: 03.05.2011 12:02:28 Gelesen: 1463273 # 6
Liebe Philaseiten Mitglieder, ein amerikanischer Bekannter mit deutschen Vorfahren würde gerne wissen, was auf der abgebildeten und in Memmingen abgestempelten Karte steht. Bisher konnte er folgendes entziffern: Liebe Brüderlein! Viele herzliche Grüße von hier aus. Verzeihe mir daß keine _______ Karte dich erreicht hat. Deine _______ Ameli. Wer kann mit den noch zwei fehlenden Worten helfen? Vielen Dank im voraus und viele Grüsse aus Neuengland, karim
ganzsachenphilatelie Am: 03.05.2011 13:29:11 Gelesen: 1463257 # 7
Hallo Karim, Zum Schluß heißt es "Deine tr.(eue) Amelie. Das hilft Dir hoffentlich schon mal weiter. Schöne Grüße Hans-Dieter Friedrich
Pilatus Am: 03.05.2011 18:31:22 Gelesen: 1463217 # 8
Die fehlenden Worte: "daß keine vorherige Karte" Dich erreicht hat." Hoffe, daß es weiterhilft. Pilatus
ganzsachenphilatelie Am: 03.05.2011 19:16:34 Gelesen: 1463197 # 9
Hallo Pilatus, Bist Du sicher? Meiner Meinung nach kann das nicht "vorherige" heißen. Der erste Buchstabe ist kein "v", sondern ein "A". Allerdings kann ich mir auch keinen Reim darauf machen. Schöne Grüße Hans-Dieter Friedrich
Pilatus Am: 03.05.2011 22:46:41 Gelesen: 1463169 # 10
@ ganzsachenphilatelie [#150] Natürlich kann man bei der nicht gerade deutlichen Schrift nie ganz sicher sein. Ein richtiges "V" ist es natürlich nicht, aber als "A" würde ich es auch nicht lesen wollen. Ich bin nur davon ausgegangen, daß ein anderes Wort dort keinen Sinn ergibt. Beste Grüße Pilatus
Peter Foltz Am: 04.05.2011 02:50:40 Gelesen: 1463160 # 11
Wie wär's mit: "keine andere Karte erreicht hat." ? Gruß Peter
T-M 123 Am: 04.05.2011 08:46:50 Gelesen: 1463148 # 12
@ DocP [#152] Ich fürchte, ein d wie in "andere" kann ich in dem Wort nicht erkennen. Der lange Buchstabe könnte vielleicht ein s sein? Danach kommt wohl ein e: ...se. Der erste Buchstabe könnte ein großes A sein, aber das A von Amelie hat nicht diese Schleife. Und auch für A..se. fiele mir kein Sinn ein. Es bleibt ein Rätsel. Gruß T-M
bayern klassisch Am: 04.05.2011 12:24:40 Gelesen: 1463120 # 13
Hallo, der Text der Karte lautet: Liebe Brüderlein! Viele herzliche Grüße von hier aus. Verzeihe mir daß keine Rooser Karte dich erreicht hat. Deine Ta(nte) Ameli Liebe Grüsse von bayern klassisch
ATM_Sammler Am: 04.05.2011 21:27:07 Gelesen: 1463085 # 14
Habt herzlichen Dank für das Entziffern ! Eine zwangsläufige Frage ergbit sich jetzt aber noch, und ich bin mir fast sicher, dass bayern klassisch eine Antwort parat hat. Was hat die gute Ameli denn mit Rooser Karte gemeint? Eine Karte aus Roos? Gibt's/gab's denn so einen Ort? Google sagt ja, aber nur in England. Na vielleicht gibt es ja noch eine andere Deutung. Liebe Grüsse aus Providence, karim
lonerayder Am: 04.05.2011 21:43:04 Gelesen: 1463082 # 15
@ ATM_Sammler [#14] Hallo, meiner Meinung nach steht dort "Mooser"-Karte. Der Ort Mooser liegt in der Nähe von Taufkirchen. Gruss Andreas
chuck193 Am: 05.05.2011 04:00:34 Gelesen: 1463062 # 16
@ ATM_Sammler [#147] Hi ATM Sammler, da ich viele Abschriften von Kirchenbüchern lesen musste, wegen Genealogie, da muss man gezwungener weise manchmal andere Worte vergleichen, nach meiner Meinung, könnte es sich um das Wort Ostern handeln. Obwohl ich die alte Schreibweise mal in der, ich glaube, zweiten Klasse mal gelernt habe, dass ist jetzt aber 69 Jahre zurück, wenn mein Wort falsch ist, bitte ich um Verzeihung. Viele Grüsse, Chuck
bayern klassisch Am: 05.05.2011 06:38:47 Gelesen: 1463057 # 17
Hallo ATM_Sammler, den einzigen Buchstaben, den ich nicht sicher lesen kann, ist das ?ooser Karte. Ostern scheidet leider aus. Liebe Grüsse von bayern klassisch
chuck193 Am: 05.05.2011 17:43:32 Gelesen: 1463005 # 18
Hallo, vielleicht hilft diese Seite. http://www.sütterlinschrift.de/Lese/Sutterlinl.htm Schöne Grüsse Chuck
ATM_Sammler Am: 08.05.2011 15:47:00 Gelesen: 1462923 # 19
Nochmals vielen Dank für Eure Mithilfe bei der Entzifferung ! Liebe Grüsse aus Providence, karim
JoshSGD Am: 13.11.2012 11:13:02 Gelesen: 1460122 # 20
Hallo an alle, ich hoffe, das ist der richtige Thread dafür. Kann jemand den Empfänger dieser Postkarte entziffern? Ich weiß, dass dieser doch etwas überstempelt ist und es dadurch noch schwieriger wird. Für eure Antworten schon mal ein großes "Danke". Gruß Josh
volkimal Am: 13.11.2012 15:33:43 Gelesen: 1460090 # 21
@ JoshSGD [#20] Hallo Josh, in der ersten Zeile steht zunächst das Wort "Grudekoks". Ich vermute es geht weiter mit "vertreiber". Den Namen bzw. die Adresse in der zweiten Zeile kann ich nicht eindeutig entziffern. Die Karte geht auf jeden Fall nach "Halle (Saale)". Unter Grudekoks versteht man Koks, der entsteht, wenn man Rohbraunkohle verkokt. Viele Grüße Volkmar
JoshSGD Am: 13.11.2012 16:34:33 Gelesen: 1460071 # 22
@ volkimal [#21] Hallo Volkmar, vielen Dank. Damit lässt sich der Rest einfach herausfinden. Der Grudekoksvertrieb gehörte zu den A.Riebeck'schen Montanwerken in Halle/Saale. Das kann man dann, mit etwas SEHR scharfem Hinsehen, auch in der zweiten Zeile erkennen. Aber nur wenn man es weiß. :-) Diese befanden sich auf der Königsstraße 80, heißt heute Rudolf-Breitscheid-Straße und lässt leider nichts mehr davon erahnen. Die Straße trug damals ihren Namen zurecht. Nun kann ich die Karte auch verorten! Vielen Dank, Josh
JohannesM Am: 19.11.2012 22:49:59 Gelesen: 1459925 # 23
Hallo an die Kryptographen, bei dem Werbetext unter dem Haus kann ich nur "Kaufhaus" als letztes Wort entziffern, es handelt sich übrigens um ein Modehaus. Danke, Eckhard
JFK Am: 20.11.2012 00:28:01 Gelesen: 1459915 # 24
@ JohannesM [#23] Hallo Eckhard, der Text dürfte heissen "das leistungsfähige Kaufhaus". Lieben Gruß Jürgen (JFK)
JohannesM Am: 20.11.2012 17:39:41 Gelesen: 1459874 # 25
@ JFK [#24] Vielen Dank, Jürgen.
DerLu Am: 04.07.2013 20:40:27 Gelesen: 1459121 # 26
Hallo, normalerweise kann ich die Sütterlin-Schrift ja mit viel Zeitaufwand entziffern, aber an diesem Brief beiße ich mir die Zähne aus: Bisher kann ich dies lesen : ???????is durch Rohrpost zu befördern Ni??? Eilboten bestellen Boten bezahlt An Herrn Weidmann in ???????lehme / R??is Jeltow Görlitzer Bahn. Kann mir jemand den Rest entziffern ? Vielleicht als dienlicher Hinweis: Der Ankunftsstempel ist Wildau/Kr. Treltow. Schon mal einen Herzlichen Dank! Gruß DerLu
bignell Am: 04.07.2013 20:51:32 Gelesen: 1459112 # 27
Kann das rechts unten "Kreis Teltow" heissen?
Mondorff Am: 04.07.2013 21:16:34 Gelesen: 1459095 # 28
@ DerLu [#26] Streckenweis durch Rohrpost zu befördern Durch Eilboten zu bestellen Bote bezahlt Herrn Weidmann in ......leben Kreis Teltow Görlitzer Bahn Freundlichen Gruß DiDi
bayern klassisch Am: 04.07.2013 21:18:43 Gelesen: 1459093 # 29
@ DerLu [#26] Streckenweis durch Rohrpost zu befördern Durch Eilboten bestellen Bote bezahlt An Herrn Weidmann in ?? Kreis Teltow Görlitzer Bahn. Liebe Grüsse von bayern klassisch
kreuzer Am: 04.07.2013 21:51:02 Gelesen: 1459076 # 30
Hallo zusammen! Der gesuchte Ortsteil von Wildau dürfte wohl Hoherlehme sein. Viele Grüße kreuzer
DerLu Am: 05.07.2013 06:39:42 Gelesen: 1459040 # 31
Super, das ging ja schnell, allen nochmals herzlichen Dank ! Gruß DerLu
JoshSGD Am: 25.07.2013 12:10:40 Gelesen: 1458839 # 32
Hallo Sammlerfreunde, ich komme bei den drei folgenden Belegen nicht weiter und bräuchte eure Hilfe. Ich zeige unten drei Ausschnitte und würde gerne wissen, welche Städte dies sind. Danke! Gruß Josh
christel Am: 25.07.2013 12:24:56 Gelesen: 1458836 # 33
1) Westerhausen (Harz) - Moorteich Christel
el-mue Am: 25.07.2013 12:53:20 Gelesen: 1458824 # 34
@ JoshSGD [#32] Der 2. Ort könnte Gleesberg bei Sch???berg (Schönberg?) sein, darunter steht Erholungsheim Der 3. Ort lautet Bradefeld bei Taucha, darunter Villa 16 Beste Sammlergrüße El Mü
Wolffi Am: 25.07.2013 13:02:54 Gelesen: 1458819 # 35
Wahrscheinlich Schneeberg. Bis denne Wolfgang
JoshSGD Am: 25.07.2013 13:03:56 Gelesen: 1458817 # 36
@christel [#33] @el-mue [#34] Vielen Dank. Irgendwie habe ich da keinen Zugang gefunden, ansonsten übe ich fleißig, so dass ich es vielleicht IRGENDWANN mal einfacher und schneller lesen kann! Gruß Josh
Sachsendreier53 Am: 25.07.2013 13:53:20 Gelesen: 1458802 # 37
@ JoshSGD [#32] Hallo Josh, Der dritte Ort ist Cradefeld bei Taucha, 1.5 km nördlich von Taucha, Landkreis Nordsachsen. Der Kartenschreiber hat das K statt C benutzt, früher üblich. mit Sammlergruß, Claus
JoshSGD Am: 27.09.2013 16:12:08 Gelesen: 1458411 # 38
Liebe Sammlerfreunde, ich habe mit dem nachfolgenden Beleg erhebliche Probleme. Dass dieser nach Halle ging, das hab ich bis jetzt hinbekommen. Aber wer kann mir mit dem Rest helfen? Danke und Gruß Josh
bayern klassisch Am: 27.09.2013 16:47:29 Gelesen: 1458404 # 39
Hallo Josh, "Gerichtsschreiberei des Amtsgerichts in Halle an der Saale" Liebe Grüsse von bayern klassisch
juni-1848 Am: 27.09.2013 16:51:52 Gelesen: 1458404 # 40
@ JoshSGD [#38] Moin Josh, hier der Text: Abt{ei}l{ung}.15a Geschäftsnummer 15a Xa..... Gerichtsschreiberei des Amtsgerichtes in Halle a d Saale Sammlergruß, Werner
JoshSGD Am: 27.09.2013 17:09:50 Gelesen: 1458396 # 41
@ bayern klassisch [#39] @ juni-1848 [#40] Vielen Dank!
jmh67 Am: 29.09.2013 11:26:36 Gelesen: 1458332 # 42
Nur mal zur Begriffsklärung: Nicht alle deutschen Schreibschriften sind Sütterlin! Das ist nur der "Trivialname" einer der vielen Varianten derselben, die übrigens erst 1911 entwickelt wurde und im 1. Weltkrieg in Gebrauch kam. Nur die Kaufhausreklame im Stempel oben ist eine Art Sütterlinschrift, alles andere sind ältere Varianten. Zur Karte [#147]: Ameli hat zwar schwungvoll geschrieben, aber sie scheint manchmal ihre Buchstaben nicht ausreichend deutlich unterschieden zu haben. Ich lese für der strittigen Satz "Verzeihe nur, daß keine Aacher Karte dich erreicht hat." Aach ist u. a. ein Ort im Allgäu und hatte mal eine eigene Postanstalt, das könnte passen. Jan-Martin
volkimal Am: 13.03.2014 17:00:00 Gelesen: 1457369 # 43
Hallo zusammen, diesmal habe ich auch ein Problem. Auf der Karte meines Großvaters geht es um seine Prüfung zum Theologen. Beim Prüfungsthema sind mir zwei Worte nicht klar. Rechts ist der entsprechende Ausschnitt. Großvater schreibt: schwieriges Thema bekommen: Der kirchl. Vorschungsglaube, wie er sich in den Liedern der lutherischen Kirche spiegelt, ist im Gegensatz zu der ????? Lehre in seiner christl. Begründung u. seiner Bedeutung für die christl. ????? zu entwickeln. Predigt: Römer 5, 3-5. Wer kann die beiden fehlenden Worte entziffern? Falls bei dem von mir angegebenen Text ein Fehler ist, meldet es bitte auch. Viele Grüße Volkmar
bayern klassisch Am: 13.03.2014 17:45:53 Gelesen: 1457347 # 44
@ volkimal [#43] "poischen" "Sittlichkeit". Liebe Grüsse von bayern klassisch
volkimal Am: 13.03.2014 18:38:16 Gelesen: 1457333 # 45
Hallo Bayern klassisch, die "Sittlichkeit" passt gut, aber was soll poisch sein? Außerdem sieht das "p" im Wort "spiegelt" ganz anders aus. Ich denke, dass dieses Wort noch nicht entziffert ist. Viele Grüße, mit Dank Volkmar
bayern klassisch Am: 13.03.2014 18:53:35 Gelesen: 1457320 # 46
@ volkimal [#45] Hast Recht - "stoisch" heißt es. Man soll im Dunkeln hat nicht tippen. Liebe Grüsse von bayern klassisch
volkimal Am: 13.03.2014 19:03:54 Gelesen: 1457315 # 47
Super - vielen Dank! Volkmar
volkimal Am: 12.05.2014 15:38:09 Gelesen: 1457036 # 48
Hallo zusammen, gestern bekam ich eine Karte mit einer ungewöhnlichen Adresse geschenkt: Den ersten Teil habe ich entziffert. Beim zweiten Teil sind mir einige Worte noch unklar. Wer kann mir helfen, sie zu lesen. Der erste Teil lautet - wenn ich mich nicht irre: " Liebe Deutsche Reichspost befördere diese Postkarte an meinen alten Freund Herrn Bureau Chef Morschewsky Jena" Viele Grüße Volkmar
bayern klassisch Am: 12.05.2014 16:15:50 Gelesen: 1457017 # 49
@ volkimal [#48] Ich lese: "Der alten guten Bierstand wohnhaft bei seiner liebenswürdigen Hausfrau". Liebe Grüsse von bayern klassisch
volkimal Am: 12.05.2014 17:18:34 Gelesen: 1456983 # 50
@ bayern klassisch [#49] Hallo Bayern klassisch, das hat mir weitergeholfen, denn z.B. an "Bier" hatte ich nicht gedacht. Allerdings glaube ich, dass es nicht "Bierstand" sondern "Bierstadt" heißt. Insgesamt lautet die Anschrift also: " Liebe Deutsche Reichspost befördere diese Postkarte an meinen alten Freund Herrn Bureau Chef Morschewsky Jena, der alten guten Bierstadt, wohnhaft bei seiner liebenswürdigen Hausfrau." Vielen Dank Volkmar
bayern klassisch Am: 12.05.2014 17:29:17 Gelesen: 1456978 # 51
@ volkimal [#50] Ja, du hast Recht - so heißt es. Schönes und außergewöhnliches Kärtchen, so noch nicht gesehen. Liebe Grüsse von bayern klassisch
Marcel Am: 20.05.2014 21:54:07 Gelesen: 1456798 # 52
@ volkimal [#48] Hallo Volkmar! Was sehen meine müden Augen - eine Karte nach Jena. Der Name ist in Jena nicht geläufig, daher denke ich das es sich um diesen hier handelt. Adolf Morschewsky wohnhaft in der 1891 Johannisstr.16 damals gegenüber vom Eichsplatz heute Fielmann-Filiale, Büro(Bureau)vorsteher 1893 wohnhaft in Lutherstraße 25 heute städt. Ferienwohnung, Büro(Bureau)vorsteher 1895 wohnhaft in Lutherstraße 45 heute Wohnhaus, Büro(Bureau)vorsteher 1897 Komptorist wohnhaft Quergasse 10 heute Pizza-Gaststätte Wie Du siehst ist er oft umgezogen, aber nur im näheren Umkreis. Als Bürgermeister taucht er 1933 in der kleinen Stadt Camburg an der Saale auf, Bahnhofstr.19. Mehr ist mir nicht bekannt. Hier mal ein erst kürzlich erschienenen Artikel der OTZ, als die Stadt Jena noch Geld mit Bier verdiente. Artikel 4.5.14 http://jena.otz.de/web/lokal/leben/detail/-/specific/Als-die-Stadt-Jena-noch-Geld-mit-Bier-verdiente-142474403 schöne Grüße Marcel
volkimal Am: 25.05.2014 09:02:57 Gelesen: 1456719 # 53
Hallo Marcel, eine interessante Ergänzung zu der Postkarte. Vielen Dank! Volkmar
volkimal Am: 01.06.2014 07:40:02 Gelesen: 1456626 # 54
Hallo zusammen, ich bin dabei, die Geschichte von meinem Großvater im Ersten Weltkrieg auszuarbeiten. Dabei lese ich alle Belege. Großvater war nach seiner Verwundung zunächst im Vereinslazarett Laasphe, danach im Reservelazarett Berlin Schöneberg und kam von dort ins Genesungsheim des Gardekorps in Biesenthal. Diese Karte stammt aus dem Reservelazarett in Schöneberg und ist nach Biesenthal adressiert. Es heißt auf der Karte: Lieber Werdermann. In Erinnerung an unsere gemütliche Korbflecht ??? senden wir Ihnen die herzlichsten Grüße. Vielen Dank für Ihren Brief, dessen ??? ???. Was ist die Endung auf Korbflecht? Beim letzten Satz sind mir mehrere Worte unklar. Viele Grüße Volkmar
JFK Am: 01.06.2014 10:23:40 Gelesen: 1456598 # 55
@ volkimal [#54] Moin Volkmar, ich lese da nach bestem Wissen und ohne Gewähr: --> Korbflechterei --> ... Beantwortung nun bald vor sich gehen soll --> Schwester Doris ?...F. Klockenhoff-Röhm --> Albert Fix? --> schönen Gruß A. Kofahl --> Herzlichsten Gruß von W. Reichert Anmerkung: meine Sütterlin-Kenntnisse sind allerdings nur sehr rudimentär, stammen sie doch nur aus Schreibübungen in der 1. Klasse (1960) und aus den wenigen Briefen, Karten, die ich von meinem Vater erhielt. Lieben Gruß Jürgen (JFK)
bignell Am: 01.06.2014 11:03:53 Gelesen: 1456588 # 56
@ volkimal [#54] dessen Beantwort. ?nun? bald vor sich gehen soll Aber Sütterlin habe ich nie gelernt. Lg, harald
volkimal Am: 01.06.2014 11:27:16 Gelesen: 1456578 # 57
@ JFK [#55] @ bignell [#56] Hallo Jürgen und Harald, herzlichen Dank. Der zweite Satz passt - das habe ich vorher nicht ganz richtig gelesen. Bei der "Korbflechterei" habe aber noch Zweifel. Vielleicht hat noch noch jemand andere Lösung. Viele Grüße Volkmar
stampmix Am: 01.06.2014 12:24:49 Gelesen: 1456558 # 58
@ volkimal [#57] "Bei der "Korbflechterei" habe aber noch Zweifel." Hallo Volkimal, hier hilft eine eingehendere Betrachtung der Bildseite weiter. Grüsse stampmix
volkimal Am: 01.06.2014 12:30:20 Gelesen: 1456547 # 59
@ stampmix [#58] Hallo stampmix, das Bild habe ich natürlich angesehen. Die Zweifel bestehen dadurch, dass der nächste Buchstabe nach "Korbflechter" eine Oberlänge hat und mehr wie ein "t" aussieht. Viele Grüße Volkmar
blaujacke Am: 05.06.2014 14:04:38 Gelesen: 1456446 # 60
Wer kann die Zeile über dem Beamtenstempel "Seegel" lesen? Von der Sache her könnte es eine "Portofreie Gerichts Sache" sein. Ich bin mir da aber nicht sicher.
bayern klassisch Am: 05.06.2014 14:17:39 Gelesen: 1456443 # 61
@ blaujacke [#60] Hallo, portofreie Just(iz) Sache steht da. Liebe Grüsse von bayern klassisch
blaujacke Am: 05.06.2014 14:36:23 Gelesen: 1456437 # 62
@ bayern klassisch [#61] Toll, wie das hier "flutscht"! "Justiz" paßt besser! Herzlichen Dank und Gruß von Uwe
Thorn Am: 02.01.2015 13:55:59 Gelesen: 1455156 # 63
Hallo, Erst einmal wünsche ich allen Sammlern ein Gutes 2015 ! Ich habe einmal vor Jahren ein Karte der Privatpost Frankfurt gekauft, die von "Oppenheimer-Rothschild" unterzeichnet wurde. Nun würd mich der Inhalt interessieren, ich denke es gut um geschäftliches. Ich kann am Ende nur "Achtungsvoll" lesen. die Karte stammt vom 2.12.1886. Danke für die Hilfe ! VG thorn
Marcel Am: 02.01.2015 16:58:45 Gelesen: 1455108 # 64
@ Thorn [#63] Ich bin nicht perfekt darin, aber ein wenig Licht ins dunkle könnte ich bringen. Herrn Heinr. Henle Nachf. Hier. Frankfurt/M. 21/2 86. Auf Ihr wg. Memor. n. 27/2 die ergb. Antwort: Habe keine Forderung mehr an Sonnekalb, Camburg a.S., auch kein Recht, das ???? anzurechnen. Verfahren Sie sofern ganz (auf) rechtlichem Wege Achtungsvoll ... Bei ???? bin ich überfragt. Ein Wort was ich nur mutmaßen kann und deshalb jemand anderes sich versuchen sollte. Es sollte sich um Camburg an der Saale handeln, quasi nicht weit von mir entfernt. Der Name Sonnekalb kommt bei uns häufiger vor. schöne Grüße Marcel
volkimal Am: 02.01.2015 17:14:46 Gelesen: 1455095 # 65
@ Thorn [#63] @ Marcel [#64] Hallo Marcel, ich lese folgendes anders: Auf Ihr wg. Memor. n. 27/2 die ergb. Antwort: Habe keine Forderung mehr an Sonnekalb, Camburg a.S., auch kein Recht, das Paquet anzu nehmen. Verfahren Sie daher ganz nach (?) rechtlichem Wege Viele Grüße Volkmar
Marcel Am: 02.01.2015 17:30:24 Gelesen: 1455082 # 66
@ volkimal [#65] Hallo Volkmar! Wie gesagt ich bin nicht perfekt im lesen der Sütterlin-Schrift, aber was ist Paquet? Steht das für ein Paket oder Päckchen? schöne Grüße Marcel
Thorn Am: 02.01.2015 17:34:18 Gelesen: 1455078 # 67
Marcel, Volkimal, schon einmal herzlichen Dank soweit. Großartig, dass Ihr euch die Zeit genommen habt und den Text wesentlich entschlüsseln konntet. Super ! VG Thorn
volkimal Am: 02.01.2015 18:20:41 Gelesen: 1455055 # 68
@ Marcel [#66] Hallo Marcel, richtig, Paquet ist das französische Wort für Paket. Diese Schreibweise wurde früher öfter verwendet. Hier ein Beispiel: Der folgende Text sieht so aus, wie wenn er aufgedruckt ist: "Herrschl. Steuer S. C III Hierbei ein Paquet sig:" Die Nummer "1533" und die Signatur "S.A.S." wurde mit einer anderen Tinte hinzugefügt. Wer kann mir etwas zu den Rechteckstempeln auf der Rückseite sagen? Viele Grüße Volkmar
juni-1848 Am: 02.01.2015 18:45:18 Gelesen: 1455043 # 69
@ volkimal [#68] Hallo Volkmar, die Zeile " sig: L.A.S." steht für signiert (oder hier adressiert an) Landraths- Amt Siegburg. Die Rechteck-Rahmenstempel mit den Nummern "1." und "3" könnten Stempel mit dem Tagesangabe sein. Eingang war der 31., also würden der 1. und der 3. zeitlich passen - z.B. für die Abholung? des Pakets. Ob es zu der Zeit schon Boten-Nummern-Stempel gab, entzieht sich meiner Kenntnis. Wünsche ein postfrisches Neues Werner
Michael D Am: 02.01.2015 18:54:31 Gelesen: 1455036 # 70
@ volkimal [#68] Hallo Volkmar, die rückseitigen Rechteckstempel stammen von den Packkammern. Sie dienten dort zur Sortierung der Pakete nach Postkursen o.ä. Aufgaben. Mit der Paketausgabe haben sie nichts zu tun. Gruß Michael
volkimal Am: 02.01.2015 19:27:56 Gelesen: 1455024 # 71
@ juni-1848 [#69] @ Michael D [#70] Hallo Werner und Michael, danke für die Informationen. Habe schon wieder etwas dazugelernt. Viele Grüße Volkmar
Saguarojo Am: 25.01.2015 10:51:22 Gelesen: 1454910 # 72
Das ist ein Vermerk auf einem Brief von 1859 von einer Forstbehörde. Leider kann ich den Text nicht lesen. Vielleicht ist hier jemand, der mir das übertragen kann. Ich habe 2 Scans gemacht, weil der Brief länger als DIN A 4 ist. Es handelt sich hier um Kurrent-Schrift, nicht um Sütterlin. Ich danke für die Hilfe. Mit freundlichen Grüßen Joachim
Saguarojo Am: 26.01.2015 16:40:13 Gelesen: 1454806 # 73
Ist keiner im Forum, der mir mit diesem Text helfen kann?
Henry Am: 26.01.2015 18:50:16 Gelesen: 1454764 # 74
@ Saguarojo [#72] Hallo Joachim, bitte etwas Geduld. Ich versuche mich mit der "Übersetzung". Aber ich tue mich etwas schwer und muss die "Buchstabenhandhabung" erst richtig herausfinden. Es sind da wohl auch Fachbegriffe dabei, die nicht so geläufig sind und daher bei bruchstückhaftem Entziffern für Irritationen sorgen. Ich bleibe jedenfalls dran, falls nicht ein besserer "Leser" sich äußert. Mit philatelistischem Gruß Henry
Saguarojo Am: 26.01.2015 19:38:16 Gelesen: 1454741 # 75
@ Henry [#74] Hallo Henry, es wäre schön, wenn du das entziffern könntest. Es handelt sich um eine Notiz von einer Forstbehörde auf der Rückseite eines Briefes von einem Pfarrer, der Holz haben möchte. Viele Grüße Joachim
Soliver Am: 26.01.2015 19:48:29 Gelesen: 1454738 # 76
Hallo, ich versuche mich momentan im entziffern meiner Briefe aus meiner Heimatsammlung, leider fehlt mir hierbei noch die Übung und hoffe, dass ihr mir helfen könnt. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir hier auch einige Tipps geben könntet, damit ich das erlernen kann. Als erstes hätte ich eine Quittung aus meinem Ort. Text: Quittung über eine Mark ..... ..... ..... Graben den 19. September 1885 ...... Mehr kann ich leider noch nicht entziffern. Mit freundlichen Sammlergrüßen Oliver
Georgius Am: 26.01.2015 22:14:11 Gelesen: 1454708 # 77
@ Soliver [#76] Hallo Oliver, Ich habe mich daran versucht: "Quittung über eine Mark .......faktionsgebühr (,) welche Gemeinde Ruschheim an Ofr. Bahnexpedition entrichtet hat. Graben, den 19.September 1885 Ofr. ..................." Viele Grüße Georgius
volkimal Am: 26.01.2015 22:14:48 Gelesen: 1454708 # 78
@ Soliver [#76] Hallo Oliver, etwas weiter komme ich, kann aber auch nicht alles entziffern: Quittung über Eine Mark Ze???f?ktions gebühr welche? Gemeinde ??? an Ofr. Bahnexpedition entrichtet hat. Garben den 19. September 1875 Ofr. Bahnexpedition ???? Viele Grüße Volkmar
Paluka Am: 27.01.2015 08:14:48 Gelesen: 1454680 # 79
"Desinfektionsgebühr" :-) Gruß http://www.zeno.org/Roell-1912/A/Desinfektionsgeb%C3%BChren
guy69 Am: 27.01.2015 08:21:12 Gelesen: 1454676 # 80
Quittung über Eine Mark Desinfektions gebühr welche Gemeinde Russheim an Ofr. Bahnexpedition entrichtet hat. Graben den 19. September 1875 Ofr. Bahnexpedition Grammel
Soliver Am: 27.01.2015 12:53:48 Gelesen: 1454623 # 81
Super, herzlichen Dank an alle. Ich hätte hierzu noch ein paar Fragen. 1. Was bedeutet die Abkürzung "Ofr." 2. Könnte der Name auch Kammerer oder Gamer heisen? Mir ist der Name Grammel in Graben-Neudorf unbekannt. Gruß Oliver
guy69 Am: 27.01.2015 13:00:37 Gelesen: 1454620 # 82
Ich würde das eher als Gr. lesen. Bei dem Namen bin ich auch unsicher.
PeKaR Am: 27.01.2015 15:12:22 Gelesen: 1454592 # 83
@ guy69 [#82] Ich denke auch, dass das Gr. heißt und die Abkürzung für Gr(oßherzogliche) Bahnexpedition ist. Man vergleiche den Anfangsbuchstaben von Graben mit dem darunter stehe Gr. Gruß Peter
Saguarojo Am: 02.02.2015 17:43:15 Gelesen: 1454457 # 84
Ein Brief in Kurrent-Schrift, den ich auf Grund der sehr ausgeschriebenen Handschrift kaum lesen kann. Ich bitte um Hilfe, vielleicht ist jemand hier, der das lesen kann. Viele Grüße Joachim
Henry Am: 02.02.2015 18:30:10 Gelesen: 1454433 # 85
@ Saguarojo [#75] Hallo Joachim, leider komme ich nicht weiter. Auch die Nachfrage bei älteren Sammlerfreunden, die von sich behauptet haben, Sütterlin lesen zu können, kam nicht mehr heraus, als das, was ich entziffern konnte. Aber meine Bruchstücke ergeben keinen Sinn. Ich versuche es zwar weiterhin, aber vielleicht finden sich doch noch kundige Mitleser, die zur Auflösung beitragen können. Mit philatelistischem Gruß Henry
Saguarojo Am: 02.02.2015 19:38:10 Gelesen: 1454416 # 86
@ Henry [#85] Ganz herzlichen Dank für die große Mühe. Ich habe jemanden gefunden, der mir weiter geholfen hat. Einen Teil konnte ich selber übertragen. Leider ist diese Person nicht bereit, mir weiterhin zu helfen - zu viel Stress. Bei diesem Text, den ich heute eingestellt habe, versage ich leider wieder kläglich.
Henry Am: 02.02.2015 19:51:44 Gelesen: 1454409 # 87
@ Saguarojo [#86] Vielleicht kannst du mir bitte die Übersetzung per Mail zukommen lassen (Adresse ist hinterlegt). Dann kann ich mal vergleichen, was ich herausbekommen oder vermutet habe bzw. was ich hätte finden können. Wäre für Lernzwecke vielleicht nicht schlecht. Gruß Henry
briefefan (RIP) Am: 02.02.2015 23:17:58 Gelesen: 1454384 # 88
@ Saguarojo [#84] Hallo Joachim, hier ist meine Übersetzung. Der Sinn ist mir zum Teil unklar. Vielleicht weil ich manche Worte nicht lesen kann oder falsch lese: expressen Boten nach D. mit diesem Briefe, damit Du ihn Morgen haben kannst u. recht bald bei Deiner Sofie sein! - Ach wie schön wird es sein sagte Deine Mutter ja, denn wegen Deines ja bin ich ja sicher, ... ... daß meine Herzenssofie ... freut. mich? wieder - zu sehen!! - Es grüßt und küßt Dich ... solch? vergnügt auf baldiges Wiedersehen hoffend Deine treue Sofie! - d. 21.3.62.- Ist es denn noch Mode an den Kleidern Rosetten zu tragen? Ich möchte wohl an mein schwarzes welche haben. Sind sie nicht zu theuer, so Posementenarbeit meine ich dann bringe doch 18 an die Ärmel mit u send? vorn herunter nach welche Mode auch dazu welche mit ich weiß nicht wie viel man von oben herunter braucht.
Saguarojo Am: 03.02.2015 08:56:48 Gelesen: 1454356 # 89
@ briefefan [#88] Ganz herzlichen Dank, Du hast mir sehr geholfen! Viele Grüße Joachim
juni-1848 Am: 12.02.2015 01:50:07 Gelesen: 1454156 # 90
Moin zusammen, auf diesem Couvert finden wir eine ausgeprägte weibliche Handschrift: Von der Empfängeranschrift kann ich lesen: Feldpost Gefr. Georg Richter Grenadier-Ersatzbat. 472 (8) Lüben i/Schls. Rekrutenkompanie B ?????????? Bei der letzten Zeile verlassen sie mich... Und hier der rücksseitige Absender: Abs. Inge Scholz z. Zt. Sch ????führer Unternehmen ???gold III Abschnitt VII ♂ Breslau 2 Mädchensa ???. 47 Lagergruppe 1 Wer kann die ??? entziffern? Unabhängig davon der Versuch einer Beschreibung: Der Feldpostbrief an einen Gefreiten mit offener Anschrift trägt einen bis auf den Datumsteg "20.9.44.13- 3" vollaptierten Tarnstempel. Darunter ein Barzahlungsvermerk "Gebühr \ bezahlt.", jedoch ohne Angabe der Gebührenhöhe und ohne Signatur eines (Feld)Postbediensteten. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Feldpost-Briefsendung mit einem Gewicht > 20 g, die ab dem 18.4.1944 nicht mehr gebührenfrei war. Die Absenderin war Insassin eines Lagers in Breslau 2, dessen genaue Bezeichnung und Funktion mir unbekannt ist. War kann die Beschreibung ergänzen oder korrigieren? Mit Sammlergruß Werner
volkimal Am: 12.02.2015 06:02:07 Gelesen: 1454150 # 91
@ juni-1848 [#90] Hallo Werner, ganz unten in der Anschrift steht "Bredow Kaserne". Siehe http://www.lueben-damals.de/kaserne.html unten lese ich Inge Scholz ??? Sch ????führer Unternehmen ??? hold III Abschnitt VII ♂ Breslau 2 Mä delein???. 47 Hinter dem Namen Inge Scholz steht etwas es ist für mich aber nicht "z. Zt." Dahinter das Wort sieht für mich so ähnlich aus wie "Schafsführer" - was aber keinen Sinn macht. Viele Grüße Volkmar
DerLu Am: 12.02.2015 07:27:00 Gelesen: 1454135 # 92
@ volkimal [#91] Könnte es beim Absender "Unternehmen Barthold" heißen ? Siehe Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmen_Barthold Gruß DerLu
volkimal Am: 12.02.2015 11:41:21 Gelesen: 1454102 # 93
@ DerLu [#92] @ juni-1848 [#90] Hallo DerLu und Werner, die "Übersetzung" von DerLu dürfte stimmen! Durch den Hinweis auf Wikipedia hat er mich auf eine Idee zur ersten Zeile gebracht. Vermutlich steht dort mit einem Rechtschreibefehler: Abs. Inge Scholz J. M. Schahrführer Unternehmen Barthold III Abschnitt VII ♂ Breslau 2 Mädelein???. 47 Lagergruppe 1 Zum Scharführer bei den Jungmädels siehe http://www.jugend1918-1945.de/thema.aspx?s=5387&m=3448 Es fehlt jetzt nur noch die Entzifferung der Buchstaben hinter "Mädelein". Viele Grüße Volkmar
Saguarojo Am: 12.02.2015 17:10:05 Gelesen: 1454060 # 94
@ volkimal [#93] Hinter Mädelein... könnte ein verunglücktes "f" stehen, dann könnte es "Mädeleinfehl" heißen, was ich aber nicht so ganz glaube. Es ist schon ziemlich schwierig. Gruß Joachim
Marcel Am: 12.02.2015 17:45:11 Gelesen: 1454045 # 95
@ volkimal [#93] Hallo Volkmar und die Anderen! Das fehlende Wort ist m.E. "Mädelringsl." für Mädelringslager oder auch BDM-Lager genannt. Ein Mädelring bestand aus ca. 500 Mädchen und war nochmal gegliedert in Gruppen, Scharen und Schaften. schöne Grüße Marcel
volkimal Am: 12.02.2015 18:15:37 Gelesen: 1454034 # 96
@ Marcel [#95] Hallo Marcel, da bin ich nicht Deiner Meinung. Vergleiche bitte einmal das "r" in Breslau oder in anderen Worten mit dem "r" Mädel ringslager. Das stimmt absolut nicht überein. Ich denke weiterhin, dass es "Mädelein ???" heißen muss. Die fehlenden Buchstaben könnten z.B. sein "Mädelein P? Gl" aber damit kann ich nichts anfangen. Viele Grüße Volkmar
juni-1848 Am: 12.02.2015 23:24:22 Gelesen: 1453993 # 97
@ juni-1848 [#90] @ volkimal [#91] @ volkimal [#93] @ Saguarojo [#94] @ Marcel [#95] usw. Jungs, ihr seid Klasse! Mit Hilfe eurer Versuche und Quellen-Hinweise habe ich den mehrseitigen Inhalt des Couverts überflogen und fand etliche Rechtschreibschwächen, bzw. damals "regional" gebräuchlicher Vokal-Dehnungen usw.! Der aktuelle Stand ist: Feldpost Gefr. Georg Richter Grenadier-Ersatzbat. 472 (8) Lüben i/Schls. Rekrutenkompanie Bredow Kaserne* *[http://www.lueben-damals.de/kaserne.html] Und rücksseitig: Abs. Inge Scholz J.M.Schahrführer.** Unternehmen Barthold III *** Abschnitt VII ♂ Breslau 2 Mädchelein sahl. 47 **** Lagergruppe 1 ** Jung.Mädel.Scharführer [http://www.jugend1918-1945.de/thema.aspx?s=5387&m=3448] *** [http://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmen_Barthold] **** Die Unterbringung erfolgte in Gemeinschaftsräumen/"Sälen" mit bis zu 50/60 Schlafplätzen (3 bis 4 "Mädelschaften"). Jetzt passt alles zusammen. Nochmals vielen Dank! Werner
briefefan (RIP) Am: 13.02.2015 23:04:31 Gelesen: 1453928 # 98
@ juni-1848 [#97] Hallo Werner, ich lese J.M.Schaftsführer. Nach dem t ist ein Schluss-s oder "Ringel-s" wie in dem Wort Breslau. briefefan.
deCoppet Am: 14.02.2015 23:01:36 Gelesen: 1453879 # 99
@ briefefan [#98]

I collect Refused Mail of Switzerland and would like to add this to my exhibit.

http://rogerheath.com/~thernsp2/roger/refuse2014b/frame1.html

Of special interest is the writing bottom front of this letter "refusirt. . . . . . . . . . . .

Why was this letter refused, and why do you think the refusal was crossed out?



The reverse of the letter has two notes, which probably refer to the the reason the letter was refused, then changed.

Any other information about this letter would be very helpful to me.

Thanks, Roger

doktorstamp Am: 14.02.2015 23:48:40 Gelesen: 1453867 # 100
@ deCoppet [#99] Hi Roger You make no mention of the fact this is a C.O.D. item (Nachnahme) top left Below this is Postgebühr = Postage. The recipient was expected to pay 2,30 Fr. On the face I read "refusiert weil unrichtig adressiert" = refused because incorrectly addressed. Unforetunately the writing on the reverse is beyond my ability, so hopefully another will be able to decipher and transcribe it. regards Nigel
deCoppet Am: 15.02.2015 00:18:46 Gelesen: 1453864 # 101
@ doktorstamp [#100] Hi Nigel, Thanks for your translation of the ""refusiert weil unrichtig adressiert" = refused because incorrectly addressed." That makes sense. I welcome any other comments about the notes on the back of the letter. Those probably explain where the addressee was located and why the letter was refused. );>) I failed to describe the Nachnahme because so many of the items I have are to collect money. This is different because of the reason for refusing the letter and the multi-notations.
juni-1848 Am: 15.02.2015 18:17:03 Gelesen: 1453816 # 102
@ deCoppet [#99] Hi Roger, here are some readers helps. Mosimann / Gemeindeschreiber = Name des Gemeindeschreibers = Municipal Secretary Secretary of the community, named Mosimann Bürgersekelmeister = Leiter des Bürgersäckels = Head of the Civil coffers Means: Der Bürgersäckel ist eine Stiftung wohlhabender Bürger für verarmte Bürgerfamilien. = The citizen's coffers is a foundation of wealthy citizens for impoverished middle-class families. Notharmenbeitrag für = Armenbeitrag für = contribution for the poor Marie Müller = Name einer Begünstigten = Name of beneficiary refusiert, weil unrichtig adressiert, dem Notharmen Cassierer = weil unrichtig adressiert, zurück an den Kassierer des Bürgersäckels = Because incorrectly addressed, back to the cashier of the Citizens' coffers Sonderbar! = Weird! Denn denjenigen refüsiert wegen unrichtiger Adresse, an den just adressiert wurde! = Denn wegen unrichtiger Anschrift zurück an denjenigen, an den das Schreiben gerichtet war. = Because of inaccurate address back to those to whom the letter was addressed. Noch sonderbarer,??? = Even stranger,??? ?????gutsleitung????? Notharmen,????? Best regards Werner
volkimal Am: 15.02.2015 19:20:50 Gelesen: 1453791 # 103
@ juni-1848 [#102] Hallo Werner, ein paar Wörter kann ich im letzten Teil erkennen. Noch sonderbarer, kann man den ???gutsbeitrag von dem Notharmen Cassen(?) fordert(?) Es ergibt noch keinen vollständigen Sinn, aber vielleicht erkennt jemand noch mehr. Viele Grüße Volkmar
deCoppet Am: 15.02.2015 20:45:23 Gelesen: 1453777 # 104
@ juni-1848 [#102] Hello Werner - thank you. That is a the information that makes postal history very interesting. I am glad some people still can read writing from the 19th century. ); >)
briefefan (RIP) Am: 16.02.2015 00:03:29 Gelesen: 1453762 # 105
@ deCoppet [#104] @ volkimal [#103] Hi Roger, Hi Volkmar, Ich lese auf der Rückseite Sonderbar! Wenn derjenige refusirt wegen unrichtiger Adresse, an den just adressiert wurde! Noch sonderbarer wenn man den Enagen?? gutsbeitrag von dem Notharmen Cassier fordert. Enagen... macht mir keinen Sinn. Aber vielleicht kann jemand daraus das richtige Wort finden. Auf der Vorderseite rechts oben unter dem Tagesstempel ist eine rote Schrift. Ich kann sie nicht lesen und weiß nicht, ob sie eine Bedeutung hätte. briefefan.
briefefan (RIP) Am: 16.02.2015 11:21:11 Gelesen: 1453727 # 106
Ergänzung zu [#105] Das unklare Wort könnte heißen Erungengutsbeitrag (mit einem r statt richtig zwei r) Errungengut hat (hatte?) etwas mit dem schweizerischen ehelichen Güterrecht zu tun. Heißt heute evtl. Errungenschaft. https://books.google.de/books?id=ZQdTAAAAcAAJ&pg=PA194&lpg=PA194&dq=Errungengut&source=bl&ots=_0SOcdV5Vm&sig=nLqMLFYa4gOQGFIXEMBA7ZUv7WE&hl=de&sa=X&ei=lsHhVMEuwrVRl6-B8AQ&ved=0CCsQ6AEwAQ#v=onepage&q=Errungengut&f=false
bignell Am: 16.02.2015 22:52:32 Gelesen: 1453666 # 107
Hallo, bitte wieder einmal um Eure Hilfe: Was bedeutet das dritte Wort? Ich lese "Kaltenstainerische Wein ?ö?nung De A(d) 678" Danke, harald
deCoppet Am: 19.02.2015 19:40:17 Gelesen: 1453568 # 108
@ juni-1848 [#102] Hello Werner, Here is another challenge for you. This is marked "refusé le port" on the front. An unfranked letter from Bern to Summiswald. The red "2" is crossed out with red ink. The explanation for refusing the letter must be here on the back.
briefefan (RIP) Am: 19.02.2015 21:42:34 Gelesen: 1453546 # 109
@ deCoppet [#108] Hallo, ich lese: Wenn ich nicht irre, so wurde dem Hess? vor 8 oder 14 Tagen durch die Commission Will= =fahrt, Wollen Sie der Sache gütigst auf der Gemeind= =schreiberei nachforschen, und die Angelegenheit zu fördern suchen. Ihr Ergebener Dubi, Präst? briefefan
juni-1848 Am: 21.02.2015 01:32:26 Gelesen: 1453472 # 110
@ briefefan [#98] @ briefefan [#106] Vielen Dank für die Ergänzungen. Der Sozialrechtsbegriff Errungengut/Errungenschaft war mir bis dato gänzlich unbekannt. @ deCoppet [#108] Eine versuchte Übersetzung der Entzifferung von (translation of) @ briefefan [#109]: Wenn ich nicht irre, so wurde dem Hess? vor 8 oder 14 Tagen durch die Commission Will=fahrt, If I'm not mistaken, it was the Hess? (=name of a Person) 8 or 14 days ago by the Commission Willfahrt, Wollen Sie der Sache gütigst auf der Gemeind=schreiberei nachforschen, und die Angelegenheit zu fördern suchen. please investigate the matter with the secretary of the community and seek to promote the matter. Ihr Ergebener Dubi, Präst? Yours faithfully Dubi, Praest?* * Perhaps Praest? will mean an ecclesiastical ladder? Obviously, the folded letter was opened and sent back to knowledge of the content. Best regards Werner
Saguarojo Am: 21.02.2015 10:20:43 Gelesen: 1453448 # 111
@ bignell [#107] Hallo, ich würde Dir gerne helfen, doch ist es sehr schwierig. Alle Kombinationen, die ich ausprobiert habe, ergeben keinen Zusammenhang. Der erste Buchstabe könnte ein G aber auch ein P sein. Es ist eine Frakturschrift, die mir mit diesen zu entschlüsselnden Buchstaben nicht geläufig ist. Die einzige Möglichkeit ist, wenn es in Deiner Stadt ein Stadtarchiv gibt, den dortigen Stadtarchivar um Hilfe bitten. Gruß Joachim
bignell Am: 21.02.2015 11:37:04 Gelesen: 1453436 # 112
@ Saguarojo [#111] Hallo Joachim, danke für Deine Hilfe. Ich stelle hier noch die drei Seiten des Dokuments ein, falls es irgendwie durch den Zusammenhang helfen kann. Ich hatte gehofft das jemand ein altes Wort wie "Weinkörnung" oder so kennt, das hier passen könnte. Danke, harald
briefefan (RIP) Am: 21.02.2015 21:54:17 Gelesen: 1453400 # 113
@ juni-1848 [#110] @ deCoppet [#108] Das Wort "Willfahrt", das ich nicht kenne, hängt wahrscheinlich mit willfahren, willfährig zusammen. Der Satz könnte also bedeuten, dass dem Wunsch des Hess vor 8 oder 14 Tagen entsprochen wurde. Könnte Präst eine Abkürzung für Präsident sein? Grüße von briefefan.
juni-1848 Am: 21.02.2015 22:36:46 Gelesen: 1453388 # 114
@ deCoppet [#108] @ briefefan [#113] Gute Idee. Damit ist auch das scheinbar fehlende Verbum dieses Satzes ergänzt, zumal eine Ortsbezeichnung "Willfahrt" oder Ähnliches nicht zu finden war. Je älter derlei Belege, desto ungewohnter auch die Sprache und die Schreibweisen. Lautverschiebungen, fremdländische Einflüße, Rechtschreibreformen, mundartliche oder regionale Bezeichnungen, Fachausdrücke heute nicht mehr ausgeübter Gewerke u.v.m. lassen uns Sammler rätseln und nicht selten auch kapitulieren... Ich korrigiere also: [I]Wenn ich nicht irre, so wurde dem Hess? vor 8 oder 14 Tagen durch die Commission will=fahrt[,/I] (willfahren = jemandes Bitte nachkommen / entsprechen) If I'm not mistaken, 8 or 14 days ago the Commission met the concerns of Mr. Hess (=name of a Person) Und Präst? Wohl die Abkürzung für irgendeine Amtsbezeichnung aus jener Zeit. Grüße von juni-1848
deCoppet Am: 22.02.2015 06:43:37 Gelesen: 1453375 # 115
@ juni-1848 [#114] @ briefefan Thank you both for your excellent work. Your translation makes sense for dealing with the letter's content. What puzzles me now is why the red "2" is crossed out and the letter marked "refusé le post". I didn't know the addressee could read a letter then refuse to pay the postage. Maybe the organization deducted the postage from the person's account? The address is not crossed out and there is no date stamp for the return to Bern.
doktorstamp Am: 22.02.2015 11:22:02 Gelesen: 1453346 # 116
@ juni-1848 [#114] @briefefan [#113] Präst; doch eventuell eine Abkurzung für Präsident. Präsident Klassifizierung: 352.2 Verwaltungsorganisation, Praeses, Vorsitzer, Vorsteher, das Haupt oder der Director eines Kollegiums, welcher die Geschäfte anordnet und vertheilet, und in manchen Fällen auch entscheidet; Kanzelleypräsident, Kammerpräsident, Kammergerichtspräsident etc. wovon man das weitere in den besonderen Artikeln findet. Willfahren ist im Krünitz nicht aufrufbar, da nicht vorhanden, ich vermute aber sehr das zu jener Zeit willfahren dem heutigen Woll (Wohl)fahren in etwa entspricht. Der u.a. Link ist sehr zu empfehlen, vor allem wenn man auf ältere und veraltete Wörter stoßt. mfG Nigel [1]http://www.kruenitz1.uni-trier.de/xxx/a/ka02445.htm
Georgius Am: 22.02.2015 13:39:49 Gelesen: 1453331 # 117
@ bignell [#107] Hallo bignell, erst heute stieß ich auf Deine Frage. Vor dem 3. Wort sehe ich einen durchgestrichenen Buchstaben. Das Wort heißt dann "Öxnung". Da in der Weinproduktion die Maßeinheit "Öxle"eine Rolle spielt, ist das durchaus plausibel. Die Jahreszahl könnte durchaus 1678 heißen. Viele Grüße Georgius
bignell Am: 22.02.2015 14:20:16 Gelesen: 1453322 # 118
@ Georgius [#117] Hallo Georgius, danke für Deine Antwort, den Zusammenhang mit den Öchsle-Graden hab ich nicht bedacht. Die Jahreszahl lautet sicher (1)678, dafür spricht die Papierstruktur, was am Scan aber nicht erkennbar ist. Danke, harald
juni-1848 Am: 23.02.2015 18:39:32 Gelesen: 1453268 # 119
@ bignell [#107] und [#118] Moin zusammen, lang genug gerätselt: Kaltenstainerische Wein Hörnung De Ao 678 1. Kaltenstain war eine Winzerfamilie im Unstruttal (Merseburg). Am Unterlauf der Unstrut liegt das Weinbaugebiet Saale-Unstrut {}. Begünstigt wird der Weinbau durch sich an der Nordseite des Flusses hinziehende Muschelkalkberge.* 2. Was wie ein x ausschaut, ist tatsächlich ein r. 3. Hornung (in früheren Zeiten Hörnung) war der "Rebmonat" (Februar). Die Lese war in den Fässern und die "Listen" für die "Abgaben /Steuern" mussten erstellt werden - um eine solche handelt es sich hier. 4. Ao steht für "Anno" und der Strich über 678 für "1000". Die erste urkundliche Erwähnung findet er {der Weinbau} 998 in einer Urkunde Ottos III. Die Blütezeit der thüringisch-sächsischen Winzerei lag im 16. Jahrhundert; Weinhandelsplätze waren damals Jena, Naumburg und Leipzig. In der Folgezeit ging der Anbau zurück. [1] 5. Da das Dokument aus dem Jahre 1678, keinerlei Zusammenhang mit Oechsle: Christian Ferdinand Oechsle (* 26. Dezember 1774 in Buhlbach bei Baiersbronn; † 17. März 1852 in Pforzheim) war ein deutscher Mechaniker, Goldschmied und Erfinder. {} 1836 erschien seine Arbeit Über den Gebrauch der Most- und Weinwaage in der er seine Methode zur Bestimmung der spezifischen Dichte im frisch gepressten Traubensaft beschrieb. Mit der Erfindung seiner Mostwaage, die er zusammen mit seinem Sohn Christian Ludwig entwickelt hatte, wird noch heute das Mostgewicht in °Oechsle gemessen. [2] Wir können das Deckblatt dieses Dokuments also wie folgt "übersetzen": Der Kaltenstainerische Wein Februar des Jahres 1678 Darunter höchstwahrsheinlich ein Verteilungsschlüssel. Im Thema "Motiv Wein: Stempel, Belege und Anderes" werde ich ein ähnliches "lesbareres" Dokument zeigen, sobald ich meine "Reste-/Motiv - Kiste" mal wieder zur Hand nehme. Sammlergruss Werner [1] [http://de.wikipedia.org/wiki/Unstrut#Weinbau] [2] [http://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_Oechsle]
bignell Am: 23.02.2015 19:51:18 Gelesen: 1453255 # 120
@ juni-1848 [#3674] Hallo Werner, vielen Dank für Deine Ausführungen, an Hornung hatte ich kurz gedacht, aber als Wintermonat gleich wieder verworfen, hätte eher einen Herbstmonat vermutet - Dein Argument mit den Steuern überzeugt völlig. Danke, harald
Magdeburger Am: 03.03.2015 13:21:02 Gelesen: 1453083 # 121
Liebe Sammelfreunde vielleicht könnte ihr mir helfen? Wer kann dies lesen und eventuell korrigieren? Lieber Schwager! Im Auftrage deines Bruders Ernst mache ich Dir hiermit die Todes-Anzeige deines alten Vaters, der am vorigen Freitag, den 3ten d(es) Monats: Morgens 8 Uhr seine irdische Laufbahn beschlossen hat, und morgen den 6ten des Monats ins Grab gesenkt werden soll. Acht Tage ist der alte Mann bettlägerig gewesen, doch hat ihn das Essen bis des Abends war seinem T....tage gesch.....t, und obwohl er in den letzten 3 Tagen mitunter phantasirte, so hatte er doch seinen Verstand bis an sein Ende. Zu wünschen wäre es freilich gewesen, daß sein Lebens= tage sich bis auf 100 Jahr nach ............... hätten, was sich auch nun seiner guten Notar erwarten läßt; allein, der liebe Gott weis alles am besten, und hat ihn eher zu sich ge= nommen, bevor die Zeit kam, daß er hätte müßen mit Deinem Bruder vom Amte fortziehen. .... zieht dein Bruder ab, und sein Sohn Ernst wird Sch...fmeister auf dem Amte Bei dieser Gelegenheit gebe ich dir zugleich Nachricht, daß Fincke erst unterm 18. Januar die 100Rt # Kapital und 12 Rt 12 sg Cour(ant) Zinsen bezahlt hat. Joachim Deike hat dasselbe aber nicht mehr haben wollen, und da es Fincke in Courant mit Agio bezahlt hat, so wollte ich es erst wieder auf Gold umsetzen und es dir ................................ Mit der Weile habe ich mich müßen aber aus einer Verlegenheit helfen, da es mir meine auf dem Amte an Geld mangelte und so habe ich seit der Zeit immer noch kein Gold in Buche gekriegt, um es Dir zu schicken und in diesem Augenblicke weiß ich auch nichts anzuschaffen. Ich werde es dir aber nächstens übersenden.- So wie mir mein Sohn Heinrich schreibt, hält er fleißigen? Brief........... mit Euch, auch hätten ihn Eure Würste sehr gut geschmeckt, was ich recht gern glaube und Euch ... der Geschenk an einem hungrigen Soldaten danke. Wir sind gottlob noch munter und wünschen, daß Ihr ...... auch noch seid. Eure Angehörigen Ruken, Deicken u.s.w. lasten Euch ein.... grüßen; Ernestine bestellt insbesondere einen schönen Gruß an Sophie und bittet, daß diese bald mal wieder zu Besuche komme. Zuletzt grüßt auch meine Freu- de. Dein Schwager ??????? ????????????? Hoetensleben d. 5ten März 1843. Ich habe es soweit ich es lesen konnte (bzw. denke gelesen zu haben) zeilenweise mit angefügt. Ich danke für die Hilfsbereitschaft. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
blaujacke Am: 03.03.2015 14:26:54 Gelesen: 1453062 # 122
@ Magdeburger [#121] Ich versuche es mal: 1) ... doch hat ihm das Essen bis des Abends vor seinem Todestage geschmeckt... 2) ... daß seine Lebenstage sich noch bis auf 100 Jahre verlängert hätten ... 3) Die Passage mit dem Notar gefällt mir nicht! Vielleicht: ...was sich auch von seinem guten Notar erwarten ließ... 4) ... Ostern zieht Dein Bruder ab ... 5) ... es Dir sodann schicke ... 6) ... fleißigen Briefkontakt mit Euch ... 7) ... und Euch für das Geschenk an einen hungrigen... 8) ... daß Ihr solches auch noch seid. ... 9) ... lassen Euch vielmals grüßen ... 10) ... Zuletzt grüßt auch meine Frau und Dein Schwager (die Unterschrift kann ich nicht deuten) Es grüßt blaujacke
WUArtist Am: 03.03.2015 16:46:40 Gelesen: 1453037 # 123
@ blaujacke [#122] von seinem guten Notar Ich sehe " ... von seiner guten Natur ..." Gruß Joachim
Magdeburger Am: 03.03.2015 17:18:21 Gelesen: 1453026 # 124
@ blaujacke [#122] @ WUArtist [#123] Hallo Ihr Beiden, es hilft super weiter. Jetzt fehlt nur noch das Wort auf Seite 1, von unten, Zeile 4. Ich kann beim besten Willen nichts sinnvolles ergänzen. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
blaujacke Am: 03.03.2015 19:44:36 Gelesen: 1453004 # 125
@ Magdeburger [#124] Das einzig sinnvolle Wort wäre für mich "Schanzmeister", aber ich kann das "z" nicht erkennen.
Holzinger Am: 03.03.2015 20:34:51 Gelesen: 1452989 # 126
@ Magdeburger [#121] [#124] So richtig bin ich mit meiner Aussage auch nicht zufrieden. Aber es gab früher den (juristischen) Begriff "Schaumeister", der auf dem Amt die Arbeiten der anderen Meister "beschauen" durfte und auch Preise nach der "Schauordnung" festlegte. Wir sagen heute evtl. "Obermeister der Innung" dazu. Da ist mir aber ein Buchstabe (f) zuviel im Wort. Hieß das Amt evtl. dort so (Schaufmeister)? War der für die "Qualitätskontrolle" :-) beauftragte von "höherem Stande", hieß er übrigens "Schauherr".
briefefan (RIP) Am: 03.03.2015 23:37:43 Gelesen: 1452965 # 127
@ Magdeburger [#124] @ Holzinger [#126] Ich lese das Wort als Schaafmeister. Schafmeister war ein Beruf, siehe http://www.amf-verein.de/leistungen/c7-7_lange.html Außerdem habe ich noch Vorschläge zu zwei anderen Textstellen: ... noch kein Geld in Casse gekriegt... ...fleißigen Briefewechsel mit Euch... Grüße von briefefan.
Holzinger Am: 04.03.2015 10:21:19 Gelesen: 1452925 # 128
@ briefefan [#127] Der "Scha(a)fmeister" klingt gut, zumal die zitierte Stelle sich auf den sächsischen Raum bezieht. "Hoe(heute "ö")tensleben" liegt in Sachsen-Anhalt, paßt also auch räumlich. Mein Begriff stammt auch von viel früher. Bekannt so ab 15xx und später.
Magdeburger Am: 04.03.2015 16:31:49 Gelesen: 1452885 # 129
@ briefefan [#127] @ Holzinger [#128] Hallo ihr beiden, Schaafmeister hatte ich eigentlich auch gelesen, jedoch ergab es für mich keinen Sinn. Durch die weiterführenden Informationen ist es jetzt plausibler. @ briefefan [#127] Danke für die Korrekturen. Sieht sehr gut aus! Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
deCoppet Am: 11.03.2015 00:01:33 Gelesen: 1452758 # 130
Hello - another puzzle for me on this Nachnahme card 9.XI.1877. It would be helpful to know what the writing says at the bottom of the card. Thanks in advance. Roger
JH Am: 11.03.2015 00:38:51 Gelesen: 1452754 # 131
@ deCoppet [#130] Ich lese: "Habe d. Betrag für 66 schon bezahlt + bin aus dem Verein ausgetreten."
deCoppet Am: 11.03.2015 00:48:33 Gelesen: 1452753 # 132
@ JH [#131] Thank you. That is a good reason to refuse the card.
Magdeburger Am: 13.04.2015 15:18:39 Gelesen: 1452058 # 133
Hallo Ihr Lieben, mir wurde ja schon einmal super geholfen: Der nachfolgende Briefinhalt bezieht sich auf die Planungen der Magdeburg-Wittenberger Eisenbahn. Eine vollständige Transkiption wäre einfach super. Eigentlich fehlt nicht mehr viel, aber es könnten natürlich auch von mir noch Fehlinterpretationen vorliegen. Nachfolgend 3 Seiten jeweils, soweit ich es bisher lesen konnte. Ein wenig Hilfe war schon dabei, aber es bleiben Fragen. Bei Auszahlung der Entschädigungen für die zu unse- rer Eisenbahn zu ziehenden Grundsücke müssen, in Gewiß- heit des §15 des Gesetzes über die Eisenbahn "Unterneh= ungen vom 3. November 1838, die für den Gaussenbau hierüber bestehenden gesetzlichen Bestimmungen, wie solche in der Allerhöchsten Verordnung vom 8. August 1832 /Gesetzessammlung Nov. 1832/ enthalten sind, von uns befolgt werden. Wir sind demnach genötigt, uns in jedem einzelnen Falle von den Realen Schuldverhältnissen der an unsere Gesellschaft abzutretenden Grundstücke zu unterrichten, und uns zu diesem Behufe Hypotheken- Extracte von denjenigen Hauptgrundstücken zu ver- schaffen, von welchen wir Parzellen für unsern Zweck in Anspruch nehmen. Es ist uns wünschenswerth, in den Besitz dieser Hypotheken Extracte bald zu kommen, um auf Grund der, nach der nächstens zu erwartenden Allerhöchsten Bestätigung deS Statuts unsere Gesellschaft einzuleitenden Expropriation die Auszahlung resp: Deposition der Kaufgelder ohne Aufenthalt bewirken, und das zur Bahn erforderliche Terrain in Besitz nehmen zu können. Von unserer Eisenbahn werden nun folgende zum Gerichtsbezirke Einer Königlich Wohllöblichen Land und Stadt Gericht gehörende Felderarten berührt: Barleben Elbey Wolmirstedt Farsleben, Zielitz Loitsche Rogaetz und Angern. Wir übersenden deshalb wohldemselben, unter der Vorbemerkung daß in den Feldmarken Loitsche und Zielitz die Linie unserer Eisenbahn noch nicht speziell aufgemessen ist und demnach die einzelnen Grund- interessenten noch nicht verzeichnet sind, anliegend die Nachweisungen derjenigen Personen, welche in den Feldmarken Barleben, Elbey, Wolmirstedt, Fars- leben, Rogaetz und Angern zur Anlage der Eisen- bahn Land hergeben müssen, und die zugehörenden Zeichnungen der Ackerparzellen,aus welchen deren Lage gegen einander genau ersichtlich wird, ersuchen ganz ergebenst, einen mit den Hypothekenverhält- nissen vorzugweise vertrauten Beamten mit Anfertigung der Extracte uns den Hypotheken- büchern der genannten Feldmarken beauftra- gen zu wollen, worauf sich dem nächst ersehen lässt, ob und welche Lasten und Schulden in .. .. II und III auf den abzutretenden Grund- stücken haften und fügen zur Bescheunigung der Arbeit zu den Extracten, so wie wir sie wünschen, Formulare hier bei, von welchen wir den Bedürfniß entsprechend auch nach- senden auf Erfordern nicht verfehlen werden. Zudem wir noch ganz ergebenst bemerken, daß wir gern bereit sind, den mit der Anfertigung der Extracte zu beauftragenden Beamten für diese Arbeit zu honorieren, bitten wir noch um möglichste Bescheinigung und successive Zusendung der fertig gewordenen Extracte und geneigte Wiederbeifü-. gung der Zeichnungen. Magdeburg, den 28. November 1846 Directorium der Magdeburg - Wittenbergeschem Eisenbahn Gesellschaft Hartung Ich danke für die Unterstützung Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
blaujacke Am: 13.04.2015 16:44:47 Gelesen: 1452037 # 134
@ Magdeburger [#133] Hier meine Version von Seite 1: Bei Auszahlung der Entschädigungen für die zu unse- rer Eisenbahn zu ziehenden Grundsücke müssen, in Gewiß- heit des §15 des Gesetzes über die Eisenbahn-Unterneh= ungen vom 3. November 1838, die für den Chausseebau hierüber bestehenden gesetzlichen Bestimmungen, wie solche in der Allerhöchsten Verordnung vom 8. August 1832 /Gesetzsamml. Nov. 1832/ enthalten sind, von uns befolgt werden. Wir sind demnach genöthigt, uns in jedem einzelnen Falle von den Real-Schuldverhältnissen der an unsere Gesellschaft abzutretenden Grundstücke zu unterrichten, und uns zu diesem Behufe Hypotheken- Extracte von denjenigen Hauptgrundstücken zu ver- schaffen, von welchen wir Parzellen für unsern Zweck in Anspruch nehmen. Es ist uns wünschenswerth, in den Besitz dieser Hypotheken Extracte bald zu kommen, um auf Grund der, nach der nächstens zu erwartenden Allerhöchsten Bestätigung des Statuts unsrer Gesellschaft einzuleitenden Expropriation die Auszahlung resp: Deposition der Kaufgelder ohne Aufenthalt bewirken, und das zur Bahn erforderliche Terrain in Besitz nehmen zu können. Von unserer Eisenbahn werden nun folgende zum Gerichtsbezirke Eines Königlich Wohllöblichen Land- und Stadt-Gerichts gehörende Felderarten berührt: Barleben Elbey Wolmirstedt Farsleben, Viele Grüße Uwe
briefefan (RIP) Am: 13.04.2015 23:24:59 Gelesen: 1451971 # 135
@ blaujacke [#134] @ Magdeburger [#133] Hallo, ich lese auf der Seite 1 in der Zeile 2: Gemäß- (heit), nicht Gewiß- (heit), in der fünftletzten Zeile: Feldmarken, nicht Felderarten. Grüße von briefefan.
briefefan (RIP) Am: 13.04.2015 23:46:29 Gelesen: 1451966 # 136
@ Magdeburger [#133] Hallo, auf Seite 2 lese ich vor "II und III": Rubrica, die viertletzte Zeile: wir dem Bedürfniß entsprechend auch nachzu- (senden) Grüße von briefefan
Magdeburger Am: 15.04.2015 15:26:20 Gelesen: 1451886 # 137
@ blaujacke [#134] @ briefefan [#136] Hallo ihr Beiden, recht herzlichen Dank für die Ergänzungen und Korrekturen. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
eswareinmal Am: 26.04.2015 09:33:03 Gelesen: 1451715 # 138
Vorphila 1787 Text entziffern Hallo Sammler, wer kann mir bei diesem Brief weiterhelfen ? Bis auf Braunschweig kann ich nicht viel lesen. Vielen Dank. Gruss Mike
Saguarojo Am: 26.04.2015 10:00:15 Gelesen: 1451704 # 139
@ eswareinmal [#138] Ich will es mal versuchen, obwohl der Scan unscharf ist. Denen Ehr auch Würdigen Hoch= und Wohlgelauten(?), Un(m)fran(?) günsti= gen guten Freunden, zum christ= lichen Gericht der Stadt Braun= schweig Verordneten samt und sonders Braunschweig ex Officio Vielleicht ist hier noch jemand, der das besser übertragen kann. Viele Grüße Joachim
bayern klassisch Am: 26.04.2015 13:42:54 Gelesen: 1451667 # 140
@ eswareinmal [#138] Denen Ehr auch Würdigen Hoch= und Wohlgelarten, Unsern günsti= gen guten Freunden, zum geist= lichen Gericht der Stadt Braun= schweig Verordneten samt und sonders Braunschweig ex Officio Liebe Grüsse, Ralph
eswareinmal Am: 26.04.2015 16:19:04 Gelesen: 1451644 # 141
@ Saguarojo [#139] @ bayern klassisch [#140] Hallo Joachim und Ralph, vielen Dank für die Entzifferung. Das nenne ich mal eine Anrede. Nette Grüsse Mike
Eric Scherer Am: 20.05.2015 14:59:16 Gelesen: 1451335 # 142
Entschlüsselung Anschrift Altbrief 1753 Hallo, kann mir jemand bei der schlüssigen Entschlüsselung der Anschrift dieses Briefes helfen? Er wurde 1753 in Pondichery / Französisch Indien geschrieben. Jeder Hinweis ist willkommen. :)
doktorstamp Am: 20.05.2015 19:25:16 Gelesen: 1451300 # 143
@ 8049home [#142] Das Bild ist offensichtlich nicht mit einem Scanner abgelichtet. Einiges kann man dennoch der Schrift entnehmen. Monsieur Boumaire ???????? sur le ???? Felix En Rade Da aber Rade auf Deutsch Reede heisst, wäre es interessant zu wissen, was noch unterm Strich zu lesen ist. Bitte das Bild nochmals machen und passend zurichten mit einem Bildbearbeitungsprogramm. mfG Nigel
User #13269799 Am: 20.05.2015 20:56:38 Gelesen: 1451286 # 144
Ich lese Monsieur Bonnaire Ecrivain sur la ??? felix (ecrivain heißt Schriftsteller, die letzten beiden Worte sind vermutlich ein Schiffsname) En Rade
Koban Am: 21.05.2015 01:26:27 Gelesen: 1451256 # 145
Schreiber auf der Vile Felix (Schiffsname), Gruß, Koban
SH-Sammler Am: 21.05.2015 04:24:50 Gelesen: 1451252 # 146
@ 8049home Hallo, die Adresse lautet:
Honneur         (Ehrenwerter)
Monsieur        (Herr)
Bonnaire        (Name)
Ecrivian        (Schreiber, Schriftsteller)
sur             (auf)
la vile Felix   (Name eines "Schiffes")
en              (in)
Bade            (französisch für BADEN)
 

Die Handschrift des Briefschreibers ist halt nicht besonders gut, aber meine ist auch nicht besser, tja. Viele Grüsse SH-Sammler (Hanspeter)

Baber Am: 21.05.2015 09:11:22 Gelesen: 1451223 # 147
@ SH-Sammler [#146] Hallo Hanspeter, wie kommst Du auf die Übersetzung, dass "la vile Felix" ein Schiff ist. Bisher habe ich "vil(e)" nur als Eigeschaftswort für niederträchtig, häßlich gefunden, oder vermutest Du dass der Name des Schiffes "La vile Felix" (die häßliche Felix) ist? Könnte das auch ein anderer Ort als ein Schiff sein? Gruß Baber
volkimal Am: 21.05.2015 09:56:57 Gelesen: 1451208 # 148
Hallo zusammen, wenn der Brief 1753 in Pondichery (Französisch Indien) geschrieben wurde hat er mit Sicherheit nichts mit dem deutschen Baden zu tun. Außerdem sieht der erst Buchstabe in den Worten Bonnaire bzw. Bade sehr unterschiedlich aus. Ich könnte mir vorstellen, dass es genausogut "Rade" heißt. 8049home, Du zeigst nur die Briefhülle, gibst aber an, wo der Brief geschrieben wurde. Es wäre schön, wenn Du den Text zeigen könntest. Dann kann man die Schrift vielleicht besser lesen. Gab es eigentlich in Frankreich so ein "d" wie im Sütterlin? Viele Grüße Volkmar
Eric Scherer Am: 21.05.2015 23:12:59 Gelesen: 1451155 # 149
Vielen Dank! Werde den Brief am So nochmals scannen - auch den Inhalt.
Eric Scherer Am: 24.05.2015 18:16:40 Gelesen: 1451083 # 150
So - hier endlich ein Scan der Anschrift sowie des Briefes. Wahrscheinlich wurde der Brief in 1753 von Jean Law de Lauriston geschrieben - zu diesem Zeitpunkt Gouverneur von Französisch Indien (http://fr.wikipedia.org/wiki/Jean_Law_de_Lauriston).
Baber Am: 25.05.2015 09:08:55 Gelesen: 1451040 # 151
@ 8049home [#150] Nach dem Text des Briefes zu schließen, heißt die Anschrift nun sicher "En Rade" "auf Reede", da der Schreiber bittet, an Bord zu bleiben bis ????. Gruß Baber
Eric Scherer Am: 25.05.2015 13:17:21 Gelesen: 1451017 # 152
Danke!
JoshSGD Am: 06.06.2015 21:55:32 Gelesen: 1450733 # 153
Guten Abend, ich hoffe, mir kann jemand Fachkundiges helfen. Ich suche für die nachfolgenden zwei Belege jeweils die Destination. Beim Beleg mit der 152 kann ich zumindest "Post Ernsgaden" entziffern. Beim zweiten Beleg leider nichts. Ich danke im Voraus. Gruß Josh
inflamicha Am: 06.06.2015 22:06:35 Gelesen: 1450729 # 154
@ JoshSGD [#153] Hallo Josh, Dir kann geholfen werden: Westenhausen, Post Ernsgaden (nicht Emsgaden) Gr.(ube) Ilsede Und immer schön die Rückseiten mit einstellen, wenn diese Informationen liefern können. Gruß Michael
drmoeller_neuss Am: 06.06.2015 22:09:53 Gelesen: 1450727 # 155
@ JoshSGD [#153] Der erste Brief ging nach Westenhausen, Post Ernsgaden bei Geisenfeld. Der zweite Brief ging nach Groß Ilsede.
JoshSGD Am: 06.06.2015 22:17:25 Gelesen: 1450724 # 156
@ drmoeller_neuss [#155] Vielen Dank!
doktorstamp Am: 10.06.2015 20:01:25 Gelesen: 1450621 # 157
Wer kann den Grund der Vorladung zur Vernehmung entziffern? Bedanke mich im voraus. mfG Nigel, der sich schwer tut mit dieser Schrift.
bayern klassisch Am: 10.06.2015 20:05:17 Gelesen: 1450619 # 158
@ doktorstamp [#157] Lieber Nigel, "wegen Ihrer Wiederverheiratung" steht da. Liebe Grüsse, Ralph
doktorstamp Am: 10.06.2015 21:03:22 Gelesen: 1450609 # 159
@ bayern klassisch [#158] Nochmals habe ich mich bei Dir zu bedanken Ralph. Alles bestens. mfG Nigel Ob er schon geschieden oder verwitwet war ehe er die zweite Ehe antrat?
bayern klassisch Am: 10.06.2015 22:12:46 Gelesen: 1450593 # 160
@ doktorstamp [#159] Lieber Nigel, Scheidung war sehr selten und wenn er noch verheiratet gewesen wäre, wäre er Bigamist geworden, das können wir ausschließen. Er wird also wohl Witwer gewesen sein, dem noch einmal das Glück der Liebe entgegen lachte. Liebe Grüsse, Ralph
bignell Am: 04.07.2015 22:22:27 Gelesen: 1450039 # 161
Brief Narni 1530 - Hilfe erbeten Liebe Freunde des Altpapiers, bitte die Lateiner unter Euch um Info über den Inhalt dieses Briefs: Der Brief ist aus Narni, gerade 5 Jahre nachdem die Stadt von Karl V niedergebrannt wurde [1], und ich würde gerne wissen, ob das in dem Brief irgendwie erwähnt wird. Danke, harald [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Narni
DerLu Am: 15.08.2015 08:28:51 Gelesen: 1449147 # 162
Hallo, kann mir jemand bei der Entzifferung dieses Textes helfen? Zum Kontext: Er befindet sich auf einer Postkarte, die 1900 vom Berliner Postamt PA 24 nicht zugestellt werden konnte und dann nach Grund (i. Harz) weitergeleitet wurde. Sicherlich hat hier der Zustellbote den Grund für die Nachsendung notiert: Ich kann bisher nur vermuten: " Nach wiederholten Klingeln nichd (!) geöffnet Brief-Kasten oder Einschni..... nichd vorhanden ... Bole Pa 24" (schreibt er wirklich nichd statt nicht ?) Allen die sich daran versuchen, jetzt schon mal einen herzlichen Dank! Gruß DerLu
Saguarojo Am: 15.08.2015 08:47:00 Gelesen: 1449141 # 163
@ DerLu [#162] Hallo, das ist wirklich schwer. Ich versuche es trotzdem. Nach wiederholtem ...... gebe nicht geöffnet Brief= Kasten oder Einsch... nicht vorhanden (Unterschrift) Vielleicht ist jemand hier, der das besser übertragen kann. Viele Grüße Joachim
merkuria Am: 15.08.2015 09:42:15 Gelesen: 1449128 # 164
@ bignell [#161] Guten Morgen Harald, bist Du sicher, dass dies Lateinisch ist? Ich meine es ist (Alt)Italienisch. Das erleichtert die Übersetzung aber wohl kaum. Grüsse aus der Schweiz Jacques
Magdeburger Am: 15.08.2015 09:48:13 Gelesen: 1449123 # 165
@ DerLu [#162] Der Text ist schon richtig, wie du schreibst, allerdings steht dort wirklich auch "nicht" und nicht "nichd". Das Wort mit ? könnte Einschnitt sein. Sicher bin ich mir da jedoch auch nicht. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
bignell Am: 15.08.2015 10:23:18 Gelesen: 1449115 # 166
@ merkuria [#164]

Hallo Jacques,

da kannst Du durchaus recht haben, im Kirchenstaat wurde beides gesprochen, im schlimmsten Fall ist es eine Mischung aus beiden.

Grüsse aus Österreich, harald
DERMZ Am: 15.08.2015 10:31:08 Gelesen: 1449110 # 167
@ DerLu [#162] Hallo DerLu, ich habe eine kleine Idee, aber bin mir nicht sicher - kannst Du eventuell einen Scan der ganzen Karte anbieten? Danke und Gruss Olaf
DerLu Am: 15.08.2015 11:05:35 Gelesen: 1449097 # 168
@ DERMZ [#167] Hallo Olaf, bitte schön: In blau steht noch "12/7 nachs.(enden)" und die neue Adresse. Auf dem angeklebten Zettel steht "Nach Grund i./Harz (Name) PA24". Gruss DerLu
DERMZ Am: 15.08.2015 11:27:33 Gelesen: 1449083 # 169
@ DerLu [#168]

Danke DerLu,

meine Idee ist im Nichts verraucht, so bin ich doch nicht weitergekommen - das ist mein Vorschlag:

Nach wiederholten Klin=
geln nicht geöffnet Brief=
Kasten oder Einschick nicht
vorhanden.
Melchenheim
Bole Pa 24

Aber ob das stimmt, keine Garantie.

viele Grüße Olaf
Max78 Am: 15.08.2015 12:28:28 Gelesen: 1449073 # 170
Jetzt mische ich mich auch noch ein: Olaf hat den größten Teil bestimmt richtig umgesetzt und es gibt nur noch einen kleinen Hinweis von mir: Ich hatte zuerst auch "Einschick" gelesen, kann gut sein, dass damit das Fehlen der Absenderadresse gemeint ist (wenn nicht rückseitig auf Beleg). Es könnte aber auch, so wie es Ulf gedeutet hat "Einschnitt" heissen. Der Schreiber setzt bei dem kleinen "h" keinen Bauch an und keine Querstriche beim kleinen "t". Somit heisst "Bole" natürlich "Bote". Ob "Einschick" (eventuell noch auszuschliessen durch rückseitige Adresse) oder "Einschnitt" dürfte rein historisch oder postalisch gesehen wirklich nicht bedeutend sein. Bei der Unterschrift kann ich nur wage vermuten: Waldenheim (Maldenheim). mit Grüßen Max
DerLu Am: 16.08.2015 07:32:45 Gelesen: 1448995 # 171
@ Max78 [#170] @ DERMZ [#169] @ Magdeburger [#165] @ Saguarojo [#163] Hallo zusammen, Max; die Karte wurde von der "Redaktion der Berliner Neuen Nachrichten" geschrieben. Euch allen vielen Dank für die Mithilfe und einen schönen Sonntag! Gruss DerLu
dr.vision Am: 16.08.2015 16:30:24 Gelesen: 1448935 # 172
Moin zusammen, ich habe eine Frage an die Schriftspezialisten. Wer bitte kann mir sagen, welcher Monat hier gemeint ist? Der Stempel der Karte ist leider gerade im Monatsbereich äußerst unleserlich. Eventuell lese ich eine 10 oder 11, bin mir aber nicht sicher. Danke für eine Antwort und beste Grüße von der heißen Ostsse Ralf
bayern klassisch Am: 16.08.2015 16:50:33 Gelesen: 1448925 # 173
@ dr.vision [#172] Hallo Ralf, November. Liebe Grüsse, Ralph
dr.vision Am: 16.08.2015 17:03:11 Gelesen: 1448919 # 174
@ bayern klassisch [#173] Moin Namensvetter, danke für die schnelle Hilfe. Steht da NOVBER als Kürzel für November? Beste Grüße Ralf
Magdeburger Am: 16.08.2015 17:19:16 Gelesen: 1448912 # 175
@ dr.vision [#174] Hallo dr.vision ich bin zwar nicht Bayern Klassisch, ja, es steht tatsächlich so da. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
bayern klassisch Am: 16.08.2015 18:06:00 Gelesen: 1448899 # 176
@ dr.vision [#174] Hallo Namensvetter, so ist es - Novber. Zuvor hat man November auch 9er oder 9ember abgekürzt, weil es im Lateinischen der 9. Monat war. Liebe Grüsse, Ralph
WUArtist Am: 21.08.2015 14:02:42 Gelesen: 1448645 # 177
Hallo Freunde und Spezialisten, ich kann zwar einiges, aber nicht alles lesen. Für eine „Komplettübersetzung“ wäre ich dankbar. Und kann jemand Auskunft oder Hinweise zu der hier angeschriebenen Frau Gesell geben? Wie sich das anhört, war sie wohl keine Unbekannte in der Manufaktur. Danke in Voraus Joachim
bayern klassisch Am: 21.08.2015 14:15:43 Gelesen: 1448640 # 178
@ WUArtist [#177] Hallo Joachim, was ich lesen kann: Hochwohlgeboren Herrn Försterschüler Fr. Gesell Meißen a. d. E. Kgl. Porzellan - Manufaktur Herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel, und zur "beschlossenen" Jahrhundertswende sendet dir dein Theodor Klemm Liebe Grüsse, Ralph
WUArtist Am: 21.08.2015 14:44:47 Gelesen: 1448633 # 179
@ bayern klassisch [#178] Herzlichen Dank! Also keine Frau. Aber was macht ein hochwohlgeborener Försterschüler(?) in der Porzellanmanufaktur? Joachim
stampmix Am: 21.08.2015 14:56:13 Gelesen: 1448629 # 180
@ WUArtist [#179] Hallo zusammen, wie wäre es mit dem Hochwohlgeboren Herrn Fürstenschüler? Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstensch%C3%BCler-Stiftung mit bestem Gruß stampmix
bayern klassisch Am: 21.08.2015 15:10:02 Gelesen: 1448620 # 181
@ stampmix [#180] Hallo stampmix, ja, Fürstenschüler ist richtig - diesen Terminus habe ich noch nie gehört. Liebe Grüsse von bayern klassisch
WUArtist Am: 21.08.2015 16:48:03 Gelesen: 1448599 # 182
@ stampmix [#180] @ bayern klassisch [#181] Hallo liebe Sammlerfreunde, nunmehr neugierig geworden, habe ich mich über die Fürstenschüler-Stiftung in Grimma informiert und sie angeschrieben. Falls ich Näheres zu meiner gezeigten P43 und den "hochwohlgeborenen Schüler Fr. Gesell" erfahren sollte, teile ich das hier mit. Nochmals besten Dank für die Mitarbeit, Joachim
stampmix Am: 21.08.2015 20:23:21 Gelesen: 1448567 # 183
@ WUArtist [#182] Hallo WUArtist, da dich der Adressat nicht ruhen lässt: Es handelt sich wohl um einen Abkömmling des Kommerzienrat Paul Gesell, der seinerzeit Kaufmännischer Direktor der Meissener Porzellan-Manufaktur war. mit bestem Gruß stampmix
WUArtist Am: 21.08.2015 20:45:27 Gelesen: 1448557 # 184
@ stampmix [#183] Hallo stampmix, deine Hinweise klingen plausibel. Dann kann ich es dabei auch bewenden sein lassen. Ein Elefant im Porzellanladen scheint er jedenfalls nicht gewesen zu sein, der junge Herr Hochwohlgeboren. Nochmals danke, Joachim
sentawau Am: 22.08.2015 12:06:46 Gelesen: 1448458 # 185
Ich bin gerade auf eine Veröffentlichung der Bayerischen Archivverwaltung aufmerksam geworden, die eine Hilfe beim "Lesen lernen" ist. Sie ist sowohl digital als auch in Buchform erhältlich. Zu finden bei Google unter "Digitale Schriftkunde"! Viel Spaß beim Üben!
bayern klassisch Am: 22.08.2015 12:10:16 Gelesen: 1448456 # 186
@ sentawau [#185] Mit einem Link ist das Leben einfach einfacher: http://www.gda.bayern.de/DigitaleSchriftkunde/ Liebe Grüsse von bayern klassisch
WUArtist Am: 03.09.2015 19:20:00 Gelesen: 1448102 # 187
@ WUArtist [#182] Hallo Sütterlin-, P43- sowie Fürstenschülerfreunde, heute erhielt ich folgende Auskunft vom Archiv der Fürstenschüler-Stiftung, wofür ich mich auf diesem Wege nochmals herzlich bedanken möchte. Sehr geehrter Herr Fischer, im Schülerverzeichnis von St. Afra (Kirche Meißen) haben wir folgende Angaben gefunden: Friedrich Paul Gesell geboren 11.1.1883 in Meißen – gestorben 29.5. 1918 Er war Schüler von 1897-1903. Außerdem fand sich im Afranischen Ecce von 1918 ein Nachruf seines Vaters, Paul Gesell. Weiteres Material existiert bei uns nicht. Mit freundlichen Grüßen Martina Bloi ( Mitarbeiterin im Archiv ) Nachruf von Paul Gesell für seinen Sohn Friedrich Beste Grüße Joachim
bignell Am: 05.09.2015 18:06:23 Gelesen: 1447996 # 188
Liebe Freunde schwerleserlicher Schriften, ich bitte um Eure Hilfe. Das ist ein Brief aus der Bundesfestung Mainz 1832, vom 49. österreichischen Infanterieregiment, nur komme ich mit der Schrift nicht klar. Zweimal löbliche Herrschaft kann ich noch entziffern, aber nicht viel mehr. Das k.k. Linien Inf.-Rgt Nr 49 Baron von Langenau war von 1824-1837 in Mainz stationiert [1] Danke, harald [1] Philatelie und Postgeschichte 13. Jg Nr 48 Die Bundesfestungen 1815-1866, Hans-Jürgen Kuschke Seite XXII
bayern klassisch Am: 05.09.2015 20:41:33 Gelesen: 1447967 # 189
@ bignell [#188] Hallo Harald, Adresse: Freiherr von Langenau 49. Inft. Regiments Commando An die löbliche Herrschaft zu Siegharts Text: Auf die schätzbare Note vom 7. vorigen Monats hat man die Ehre, Einer löblichen Herrschaft ergebenst zu eröffnen, daß Georg Hofbauer Gemeiner (?) der 15. Kompagnie am 28. April 1832 dahier mit Tod abgegangen ist. Mainz, den 16. Juny 1832. Liebe Grüsse, Ralph
bignell Am: 06.09.2015 00:23:10 Gelesen: 1447944 # 190
@ bayern klassisch [#189] Hallo Ralph, vielen Dank für die Transkription. Ist das Sütterlin? Bei der "normalen" Fraktur kann ich meist etwas entziffern, aber hier war ich chancenlos. Danke, harald
bayern klassisch Am: 06.09.2015 07:47:40 Gelesen: 1447926 # 191
@ bignell [#190] Hallo Harald, nein, Sütterlin gab es erst 1915 in Preußen, später im ganzen Reich. Das hier ist die deutsche Currentschrift, die es von kurz nach 1500 bis kurz vor 1920 gab, natürlich in gewaltigen Variationen. Liebe Grüsse, Ralph
bignell Am: 05.10.2015 23:00:45 Gelesen: 1447343 # 192
Liebe Sammlerfreunde, bitte wieder mal um Eure Hilfe. Lese ich das richtig? NB (nota bene) ist nur dieses einzige Original vorhanden Wie könnte diese Unterschrift lauten? Fürstenberg [1] kann ich entziffern, aber die ersten beiden Worte nicht. Das Dokument stammt übrigens aus dem Jahr 1748, es handelt sich um ein Post- und Botenpatent für die öst. Erblande. Hier die erste und letzte Seite: Danke, harald [1] https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstenberg_(westf%C3%A4lisches_Adelsgeschlecht)
bayern klassisch Am: 06.10.2015 06:31:57 Gelesen: 1447307 # 193
@ bignell [#192] Hallo Harald, deine Transkription ist m. E. richtig. Als Unterschrift lese ich: Michael Benedict Finsterwald. Liebe Grüsse, Ralph
bignell Am: 06.10.2015 18:35:53 Gelesen: 1447231 # 194
@ bayern klassisch [#193] Hallo Ralph, vielen Dank, es handelt sich um Mathias Benedict (Edler von) Finsterwald, Hofsekretär. Da wäre ich nicht draufgekommen, hatte mich schon zu sehr in "Fürstenberg" verbissen. Danke, harald
siegfried spiegel Am: 08.10.2015 15:40:14 Gelesen: 1447057 # 195
Hallo Schriftexperten, kann das jemand entziffern?
stampmix Am: 08.10.2015 15:49:13 Gelesen: 1447051 # 196
@ siegfried spiegel [#195] Obere Zeile: Salzbrunn in Schlesien erstmal besten Gruß stampmix
bayern klassisch Am: 08.10.2015 15:52:53 Gelesen: 1447047 # 197
@ siegfried spiegel [#195] Hallo Siegfried, ich darf noch ergänzen: Im Sächsischen Hof. Liebe Grüsse, Ralph
DERMZ Am: 08.10.2015 17:23:16 Gelesen: 1447024 # 198
@ bayern klassisch [#197] Hallo Ralph, ich bin noch sehr am Üben mit Sütterlin, ich brauche noch ein paar Lehrstunden - daher lese ich hier immer recht gerne und freue mich, wenn ich das dann auch so lesen kann. Darf ich jetzt mal doof fragen: Ich würde dort lesen, "Im Sächsichen Hofe". Ich weiss, es ist nur der Buchstabe "e" am Ende, aber ich will es doch auch nur lernen. Zum Glück haben wir in der Grundschule 1976 noch Lehrer gehabt, die uns ein wenig Sütterlin beigebracht haben, aber es ist doch verdammt lange her. Also Danke, wenn mir jemand ein wenig weiterhilft. Gruss Olaf
bayern klassisch Am: 08.10.2015 18:34:38 Gelesen: 1447008 # 199
@ DERMZ [#198] Hallo Olaf, ich muss dich leider enttäuschen - es ist keine Sütterlin - Schrift, sondern die (alt-) deutsche Kurrentschrift (auch Currentschrift genannt). Sütterlin kam erst 1915 an die ersten Schulen in Preußen, ehe es von Adolf Hitler 1941 verboten wurde. Es steht da "Hof", nicht "Hofe". Oft hat man am Ende eines Wortes den Endzug ornamentiert, also schwungvoll gestaltet. Aber ein kleines "e" ist dort nicht zu finden. Liebe Grüsse, Ralph
siegfried spiegel Am: 08.10.2015 18:52:54 Gelesen: 1446996 # 200
Hallo, vielen Dank für die Übersetzung. Ich hatte so etwas schon vermutet, war mir aber nicht sicher. Jetzt kommt der Hammer: die Rückseite der Karte. Wenn ihr das das auch noch schafft, dann bin ich echt begeistert und zeige noch die komplette Vorderseite der Postkarte. Gruss, Siegfried
bayern klassisch Am: 08.10.2015 19:01:49 Gelesen: 1446987 # 201
@ siegfried spiegel [#200] Hallo Siegfried, Nach überstandener heftiger Seekrankheit sind wir glücklich hier angelangt und befinden uns in bester Stimmung. Nunmehr Insulaner schicken wir Ihnen 1000 herzliche Grüße mit der Bitte, solche auch an meine Schwester Mathilde zu bestellen. In unserer Gesellschaft befindet sich Anna Prausnitz. In treuer ... (Textverlust) ... Ihr Sohn Ludwig. Liebe Grüsse, Ralph
siegfried spiegel Am: 08.10.2015 19:10:38 Gelesen: 1446982 # 202
@ bayern klassisch [#201] Hallo Ralph, ich bin begeistert, vielen Dank. Die Karte mit dieser Destination ist sehr selten. Allerdings bin ich der Meinung eine 3/4 Schilling - Frankatur hätte gereicht, zumindest innerhalb Deutschlands und der Weltpostvereinsstaaten. Gruss, Siegfried
bayern klassisch Am: 08.10.2015 19:30:36 Gelesen: 1446973 # 203
@ siegfried spiegel [#202] Hallo Siegfried, zur Postgeschichte kann ich wenig beitragen, da müssen andere ran. Liebe Grüsse, Ralph
DERMZ Am: 09.10.2015 14:17:00 Gelesen: 1446888 # 204
@ bayern klassisch [#199] Hallo Ralph, danke, dass ist der Beweis, ich habe schon 1976 in der Schule nicht aufgepasst - ich war bis eben der Meinung, dass es Sütterlin sei - jetzt weiss ich, dass es sich um die deutsche Kurrentschrift handelt. Ich bitte, meine Unwissenheit zu entschuldigen. Aber auch die Kurrentschrift hat so ihre Tücken, mal sehen, ob ich es schaffe, sie irgendwann mal richtig lesen zu können. Lieber Ralph, vielen Dank für die Hinweise, sie sind wirklich sehr hilfreich und ich ziehe meinen Hut vor all denen, die Kurrentschrift und Sütterlin noch lesen können. Da hilft wohl auch der Computer nicht wirklich weiter, da ist Hand- und Augenmerk gefragt. Darf ich in Zukunft immer mal wieder so komische Fragen stellen? Vielen Dank und viele Grüsse Olaf
bayern klassisch Am: 09.10.2015 15:19:17 Gelesen: 1446868 # 205
@ DERMZ [#204] Hallo Olaf, gerne darfst du alte Schriften hier zeigen - es gibt auch bessere als mich hier, von daher kann (fast) jedem geholfen werden. Nur 10 Seiten eng beschrieben sind halt nicht so günstig, eher in Etappen. Liebe Grüsse, Ralph P.S. Schule? Da war doch was ... :-)
dr.vision Am: 14.10.2015 18:36:48 Gelesen: 1446697 # 206
Moin zusammen, kann mir bitte jemand die Adresse "übersetzen"? Ganz herzlichen Dank im Voraus und beste Grüße von der regnerischen Ostsee, Ralf
stampmix Am: 14.10.2015 18:58:22 Gelesen: 1446687 # 207
@ dr.vision [#206] Ich lese: Se... d(er) Reserve Paul Gulke M(aschinen-) Gew(ehr) Komp(anie) I. Marine Inf(an)t(erie) Reg(iment) Belgien mit bestem Gruß stampmix
dr.vision Am: 14.10.2015 19:12:07 Gelesen: 1446673 # 208
@ stampmix [#207] Moin, danke für Deine schnelle Antwort. Auf Belgien wäre ich nicht gekommen. Beste Grüße Ralf
bayern klassisch Am: 14.10.2015 19:58:11 Gelesen: 1446650 # 209
@ dr.vision [#206] Hallo Ralf, der Empfänger hieß Paul Galke. Liebe Grüsse vom Namensvetter mit "ph"
briefefan (RIP) Am: 14.10.2015 22:43:09 Gelesen: 1446594 # 210
@ dr.vision [#206] @ stampmix [#207] Das erste Wort in der 3. Zeile ist m. E. kein M. Wie der Absender das schreibt, sieht man in der 4. Zeile im Wort "Marine". Das erste Wort in der 3. Zeile heißt vielleicht "At(teliert) = angespannt (mit Pferdegeschirr). Was Pferde in der Marine tun, weiß ich allerdings nicht. Das erste Wort in der 1. Zeile heißt Sees(chiffer?) Grüße von briefefan
volkimal Am: 14.10.2015 23:36:29 Gelesen: 1446585 # 211
@ briefefan [#210] @ dr.vision [#206] Hallo zusammen, mit "Sees" liegt briefefan vermutlich richtig. Ich denke, dass es die Abkürzung von Seesoldat ist. Bei "At" dagegen nicht. In Sütterlin sieht ein "A" ganz anders aus. Hier dürfte Stampmix recht haben. Früher wurden beide Schriften oft im Wechsel benutzt. Zum Beispiel Namen oder Ortsnamen in Latein der Rest in Sütterlin. Weshalb hier ein lateinisches "M" dazwischen geraten ist, weiß ich auch nicht, aber die Maschinengewehrkompanie passt am besten. Viele Grüße Volkmar
Eilean Am: 15.10.2015 00:20:54 Gelesen: 1446576 # 212
@ volkimal [#211] Ich lese hier immer mal still mit und versuche so meine eigene Deutung der kryptischen Texte. Es ist mir immer noch unbegreiflich, wie Ihr diese Briefe in wenigen Minuten lesen könnt. Hut ab. Oben z.B. bekam ich nur Anna Prausnitz zu fassen, sonst nix. Herzliche Grüße, aber wer an wen? Also echt. Ein Punkt, der mich vom Sammeln dieser schönen Briefe mit Geschichte abhält. Werde morgen mal einen Brief von mir zeigen, bei dem es mir so geht, dass ich gerade noch den Empfängerort lesen kann. Gruß Andreas
dr.vision Am: 15.10.2015 11:57:05 Gelesen: 1446514 # 213
@ bayern klassisch [#209] @ briefefan [#210] @ volkimal [#211] Moin zusammen, herzlichen Dank für eure Hilfe. Beste Grüße Ralf
JoshSGD Am: 24.10.2015 22:28:09 Gelesen: 1446098 # 214
Guten Abend, heute wieder eine Anfrage von mir: Wer kann den Familiennamen entziffern und eventuell auch die Straße? Vielen Dank im Voraus! Gruß Josh
bayern klassisch Am: 24.10.2015 22:35:57 Gelesen: 1446096 # 215
@ JoshSGD [#214] Hallo Josh, Familie Trabhardt lese ich und Absender Trabhard, Bäkerstr. 8. Liebe Grüsse, Ralph
JoshSGD Am: 24.10.2015 22:50:57 Gelesen: 1446089 # 216
@ bayern klassisch [#215] Danke, Ralf! Das passt auch mit den Einträgen im Archiv zusammen! Danke!
JPC Am: 25.10.2015 09:54:22 Gelesen: 1446050 # 217
Kann hier vielleicht auch jemand helfen? Danke schon mal! VG, JPC
briefefan (RIP) Am: 25.10.2015 15:34:18 Gelesen: 1446021 # 218
@ JPC [#217] Frau Ilse Dinkelaker Esslingen-Neckar Olgastr.2 Gruß von Briefefan
JPC Am: 26.10.2015 12:58:07 Gelesen: 1445969 # 219
Danke briefefan ! Mag sich auch jemand an der linken Seite versuchen?
dr.vision Am: 01.11.2015 14:33:15 Gelesen: 1445457 # 220
Moin zusammen, ich kann mal wieder den Ort nicht lesen. Kann mir bitte jemand helfen? Danke im Voraus und beste Grüße von der sonnigen Ostsee. Ralf
inflamicha Am: 01.11.2015 14:51:38 Gelesen: 1445444 # 221
@ dr.vision [#220] Hallo Ralf, der Ort ist einfach: Dresden A 5. Aber der Name des ...-Ufers 7 macht mir Probleme, das scheint es heute auch nicht mehr zu geben. Gruß Michael
Marcel Am: 01.11.2015 14:57:41 Gelesen: 1445440 # 222
@ dr.vision [#220] @ inflamicha [#221] Hallo Ihr Zwei, es ist die Straße "Ostra-Ufer". schöne Grüße Marcel http://www.meinestadt.de/dresden/stadtplan/strasse/ostra-ufer
dr.vision Am: 01.11.2015 15:37:15 Gelesen: 1445430 # 223
@ inflamicha [#221] @ Marcel [#222] Moin ihr 2. Ganz herzlichen Dank für die schnelle Hilfe. Beste Grüße Ralf
Magdeburger Am: 04.11.2015 19:32:27 Gelesen: 1445250 # 224
Liebe Sammelfreunde, irgendwie habe ich ein Problem alles zu lesen: Wir machen Ihnen hiermit bekannt, daß wir Sie zum Pfarrar in Kakerbeck mit den Filialen Winkelstedt und Wustrewe nebst eingef?rrtem Gute Jemmeritz ernannt und bestätigt und demgemäß heute wegen Ihrer Intradeation, welche jedoch erst nach Ablauf des Monats Juni d.(es) J(ahre)s wird erfolgen können, das Erforderliche an den Herrn Superintendaten Wehmeyer zu Clötze verfügt haben. Wer kann weiterhelfen? Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Saguarojo Am: 04.11.2015 19:46:50 Gelesen: 1445238 # 225
Hallo Ulf, das Wort in der 3. Zeile heißt "eingefarrtem". Also der Pfarrei zugehörig gemacht worden. Gruß Joachim
Magdeburger Am: 04.11.2015 19:52:30 Gelesen: 1445233 # 226
@ Saguarojo [#225] Hallo Joachim Danke! Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Eilean Am: 05.11.2015 00:28:25 Gelesen: 1445203 # 227
Nun habe ich eine Karte mit einem Bild meiner seinerzeitigen Schule entdeckt und kann ausser einem: "Werter Herr Auburger!..." "Mit freundlichem Gruß" nichts dieser Postkarte entziffern. Kann hier jemand helfen? Gruß Andreas
bayern klassisch Am: 05.11.2015 01:46:51 Gelesen: 1445200 # 228
@ Eilean [#227] Hallo Andreas, Werter Herr Auburger! Möchte Sie freundlichst ersuchen, ob Sie nicht bis nächste Woche mein Kostüm zum probieren herrichten möchten indem ich die ersten Tage wahrscheinlich Dienstag nach München komme. Wär mir lieb, wenn Sie es mir mitteilen würden. Mit freundlichem Gruß, Anton Danner Liebe Grüsse, Ralph
Eilean Am: 05.11.2015 10:44:07 Gelesen: 1445160 # 229
@ bayern klassisch [#228] Vielen Dank! Das hilft weiter für die Heimatsammlung. Gruß Andreas
DERMZ Am: 05.11.2015 15:49:59 Gelesen: 1445130 # 230
Grüzi, ich hoffe, ich darf eine Karte aus Italien zum Besten geben, immerhin ist sie ja nach Deutschland gelaufen. Das meiste kann ich lesen, ich fange mal an Firma Paul Müller Dürerestrasse 110 (Germania) Dresden A16 Milano, 12 10-1925 Firma Paul Müller - Dresden Hiermit ersuche ich um Angebot mit äusser- sten Preisen von Ihnen für Fabrikation von Kapseln für Arznei u. Parfüm- fläschchen und für Fabrikation von Kelchen für künstliche Blumen. - In Erwartung ........ Hochachtungsvoll Silvio Antonini Aber ob das alles Richtig ist? Und vielleicht weiss ja durch Zufall jemand etwas über die Firma Paul Müller in Dresden, was wurde dort alles hergestellt? Wenn es jemand weiss, ich bin für jede Antwort dankbar. Wünsche einen sonnigen Nachmittag Olaf
volkimal Am: 05.11.2015 15:57:43 Gelesen: 1445127 # 231
@ DERMZ [#230] Hallo Olaf, es heißt: Milano, 12 10-1925 Firma Paul Müller - Dresden Hiermit ersuche ich um Angebot mit äusser- sten Preisen von Formen für Fabrikation von Kapseln für Arznei u. Parfüm- fläschchen und für Fabrikation von Kelchen für künstliche Blumen. - In Erwartung zeichne Hochachtungsvoll Viele Grüße Volkmar
JoshSGD Am: 05.11.2015 19:09:07 Gelesen: 1445088 # 232
@ dr.vision [#220] Moin Ralf, das Ostra-Ufer gibt es noch. Aber von alter Bebauung ist kaum noch etwas zu sehen, außer das alte Zollhäuschen und die Yenidze (ehemalige Zigarettenfabrik). Ansonsten das Kongresszentrum, das baufällige Steyer-Stadion und der Rest ist Brache. Trotzdem interessant. Gruß Josh
DERMZ Am: 06.11.2015 07:35:39 Gelesen: 1445035 # 233
@ volkimal [#231] Guten Morgen Volkmar, ganz lieben Dank, mit dem Wort "Formen" kommt jetzt auch Sinn in den Text. Und somit ist auch recht klar, was die Firma Müller in Dresden fabriziert hat. Auf dass wir die Form nie verlieren. viele Grüsse Olaf
DERMZ Am: 06.11.2015 09:55:19 Gelesen: 1445014 # 234
Guten Morgen, jetzt kann er schon wieder nix lesen - und wieder eine Karte aus Italien. Aber vielleicht bekomme ich erneut Unterstütung. Ich bedanke mich schon jetzt: Heute lese ich folgendes: Al Egregio Signore Ernesto Helmüller "Dentista" Svizzeria Langenthal Genua 2/12 00 M.L. auch wieder einmal 1 Lebenszeichen aus Genua. Dieses hier ab- gebildete Schiff ist das grösste das bis dato in diesen Hafen gekommen. Habe dasselbe von A-Z besucht. Länge 200m. schneidig was! Habe heute dem Vater ein ..... eingesandt betreff Winter- kleid (Frack). Falls Du ein gutes Wort für mich einlegen willst .... ..... .... .... .... .... .... capito! Frdl. Gruss u. Handschlag an Euch beide ..... Il Frack costa l.105 hier in Italia in svizzeria .... .... .... Vielen Dank für die Hilfe und einen virtuellen Gruss vom "Grossen Kurfürst" Olaf
volkimal Am: 06.11.2015 14:02:51 Gelesen: 1444978 # 235
Hallo Olaf, ich lese: M.L. auch wieder einmal 1 Lebenszeichen aus Genua. Dieses hier ab- gebildete Schiff ist das grösste das bis dato in diesen Hafen gekommen. Habe dasselbe von A-Z besucht. Länge 200m. schneidig was! Habe heute dem Vater ein muster eingesandt betreff Winter- kleid (Frack). Falls Du ein gutes Wort für mich einlegen willst senga dire niente al mio padre capito capito! Frdl. Gruss u. Handschlag an Euch beide nach Google Übersetzter senga dire niente al mio padre capito capito! = Ohne etwas zu sagen, um mein Vater zu verstehen. Hier müsstest Du jemanden finden, der italienisch spricht und den Satz korrekt übersetzen oder die den Text korrigieren kann. Viele Grüße Volkmar
SH-Sammler Am: 06.11.2015 14:07:45 Gelesen: 1444976 # 236
@ volkimal [#235] @ DERMZ Sen za dire niente al mio padre, capito! Ohne meinem Vater etwas zu sagen, verstanden (verstehst Du)! Gruss SH-Sammler
DERMZ Am: 06.11.2015 20:52:18 Gelesen: 1444929 # 237
@ volkimal [#235] @ SH-Sammler [#236] Danke Volkmar und danke SH-Sammler. Wieder eine sehr große Hilfe von Euch Beiden. Mile Grazie! Ich hoffe, ich kann Euch auch irgendwann mal helfen. Viele Grüsse und eine schönes Wochenende Olaf
DERMZ Am: 26.11.2015 14:59:23 Gelesen: 1443678 # 238
Guten Tag zusammen, jetzt bin ich mit meiner Schriftkenntnis wieder am Anschlag und hoffe erneut auf Mitleser, die weiterhelfen können. Heute bedankt sich ein Student aus Marburg bei seinem Großvater in Hamburg, doch erst einmal die Bilder: Hier etwas deutlicher, der kleine Schriftwechsel So, und nun folgt noch das, was ich auf dieser Karte lesen kann Herrn Ingenieur Ernst Foerster Hamburg Altonaerstr. No 49 pt.l E. Foerster stud.phil Marburg i. Hessen Wehrdaerweg 2 III bei Frau Michel Mein lieber Grosspapa! Soeben ist Dein Paket angekommen über das ich mich ganz ausserordentlich gefreut habe, es wimmelte ja nur so von leiblichen und gei- stigen Genüssen, herzlichsten Dank für das grossartige Arrangement der Photographien, das ... Bild gipfelte bis hin- unter zu Lachs und polnischer Wurst, als wie ... das ... wird.Jetzt will ich aber machen, dass die Karte ... damit sie noch heute Abend abgeht. ... Dank und Gruss, Kuss von deinem Ernst. Kann mir jemand bei meiner Jagd nach den richtigen Worten behilflich sein ? Vielen Dank Gruss Olaf
Baber Am: 26.11.2015 15:10:32 Gelesen: 1443676 # 239
Kann es heißen "das intime Bild"? macht aber eigentlich keinen Sinn. Nach Wurst lese ich: "oh wie mir das schmecken wird" Gruß Baber
bayern klassisch Am: 26.11.2015 15:38:39 Gelesen: 1443670 # 240
@ DERMZ [#238] ... oh wie mir das schmecken wird. Der Rest ist für mich nicht leserlich. Liebe Grüsse, Ralph
volkimal Am: 26.11.2015 15:52:46 Gelesen: 1443663 # 241
@ DERMZ [#238] Schönsten Dank und Gruss Viele Grüße Volkmar
Heinrich3 Am: 26.11.2015 16:07:28 Gelesen: 1443654 # 242
... dass die Karte fort kommt Heinrich
DERMZ Am: 26.11.2015 16:37:59 Gelesen: 1443642 # 243
@ Baber [#239] @ bayern klassisch [#240] @ volkimal [#241] @ Heinrich3 [#242] Wow! Eine gute Stunde und das Rätsel ist gelöst! Vielen vielen Dank dafür, ich würde wahrscheinlich in 2 Jahren noch darüber grübeln. Ich laufe dann mal zum Metzger und hole mir auch eine polnische Wurst, dann schaue ich mir die intimen Photographien an - oh wie mir das schmecken wird. Gruss Olaf
brunoh Am: 26.11.2015 21:42:51 Gelesen: 1443595 # 244
Mit intim hat das nix zu tun. Wahrscheinlich heißt es Annie's Bild. Gruß Bruno
DERMZ Am: 26.11.2015 21:57:24 Gelesen: 1443581 # 245
@ brunoh [#244] Danke Bruno, ich habe es mir auch noch einmal angesehen und angesehen und vergrößert - ja ich komme auch zu dem Schluß, das es wohl keine intimen Photographien sind, sondern hier wirklich steht Photographien, das in Annie's Bild gipfelte Nochmals vielen Dank fürs Mitlesen und die hilfreiche Ergänzung. Danke. Gruß Olaf
volkimal Am: 26.11.2015 22:04:29 Gelesen: 1443580 # 246
Hallo zusammen, mein Urgroßvater Oswald Hentschel hatte - wie man so sagt - eine "Sauklaue"! Ich habe immer wieder Probleme seine Karten zu lesen. Bei dieser Karte habe ich zwar fast alles entziffert, aber es ärgert mich, dass mir ein paar Worte fehlen. "Meinem lieben Mädel! Ganz innigen Gruß und Kuß auf einer Karte die auf deutschem Boden von den Azoren geschrieben ist, denn es ist das Flagschiff des Admirals der Deutschen hier(?) ??? ??? Flotte ??? habe ich ??? vom Admiral geschenkt bekommen als ich bei ihm zu ??? war. Gruß und Kuß Väterchen" Das ist es, was ich bisher herausbekommen habe. Ein Problem ist, dass Urgroßvater gelegentlich zwischen der Deutschen und der Lateinischen Schrift gewechselt hat. Zum Beispiel stimmt das Wort "hier" nur, wenn er dort das lateinische "h" benutzt hat. Weitere Informationen zu Urgroßvater findet ihr beim Thema "Belege aus der eigenen Familiengeschichte": http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=2750&CP=0&F=1 ab Beitrag 107. Dort habe ich die obige Frage auch schon gestellt, aber bisher hat keiner geantwortet. Viele Grüße Volkmar
Max78 Am: 26.11.2015 23:20:42 Gelesen: 1443566 # 247
"Meinem lieben Mädel! Ganz innigen Gruß und Kuß auf einer Karte die auf deutschem Boden IN den Azoren geschrieben ist, denn es ist das Flagschiff des Admirals der Deutschen hier. VERLADEN Flotte, ??? habe ich HOLZ (DOLCH??) vom Admiral geschenkt bekommen als ich bei ihm zu TISCH war. Gruß und Kuß Väterlichen" Nur Vermutung! mit Grüßen Max
DERMZ Am: 27.11.2015 18:35:49 Gelesen: 1443470 # 248
Guten Abend in die Runde, Marburg lässt mich nicht los. Was in dieser Stadt so alles passiert ist. Letztens kam ein "Fresspaket", heute sucht Maria ihr Tuch und ich suche die passenden Worte. Wie beim letzten Mal auch, erst einmal die Bilder: Die im Text gesetzten Fragezeichen, sind meine Interpretation des Geschriebenen, kommen mir aber nicht unbedingt sinnvoll vor - es darf auch gelacht werden - , die Adresse von Dora Geibel in Hanau ist eindeutig. Danke für die Mithilfe. Marburg, d. 9.6.11. Liebe Dora! Gestern Abend ver- misste ich mein weisses Tuch von Gitta (?) (i.d. Kommode im Zimmer), u. da die Gelegenheit so günstig ist, bitte ich Dich herzlichst, es Inge aufzu- hängen (?), wenn sie noch in ihrem Koffer Platz hat. Sie reist wohl am Montag. Wenn Du, armes Häschen, keine Zeit hast, besorgt das vielleicht Fritz Philipp (?) . Kann Mutter den schönen Blechkasten von Herrn Hirschberg entbehren? Du wär mir auch hochwillkommen. - Was sagt Ihr denn zu Tante Erna? Ich hoffe, es ist Mutter recht, da ich nicht tägl. Stunde habe, macht Schlachtensee (?) wohl nicht viel aus; Onkel Max muss ja auch zur Schule. Viel Vergnügen aus d. Tennisbetrieben (?). Dir u. Mutter herzl. Gruss v. Deiner Maria Vielen Dank aus dem Süden Olaf
volkimal Am: 27.11.2015 20:08:25 Gelesen: 1443450 # 249
@ DERMZ [#1148] Hallo Olaf, Marburg, d. 9.6.11. Liebe Dora! Gestern Abend ver- misste ich mein weisses Tuch von Etta (i.d. Kommode im Zimmer), u. da die Gelegenheit so günstig ist, bitte ich Dich herzlichst, es Inge aufzu- hängen, wenn sie noch in ihrem Koffer Platz hat. Sie reist wohl am Montag. Wenn Du, armes Häschen, keine Zeit hast, besorgt das vielleicht Fritz Klipp . Kann Mutter den schönen Blechkasten von Herrn Hirschberg entbehren? Der wär mir auch hochwillkommen. - Was sagt Ihr denn zu Tante Erna? Ich hoffe, es ist Mutter recht. Da ich nicht tägl. Stunde habe, macht Schlachtensee wohl nicht viel aus; Onkel Max muss ja auch zur Schule. Viel Vergnügen an d. Tennisbetrieben. Dir u. Mutter herzl. Gruss v. Deiner Maria Vielen Dank aus dem Süden Olaf Die Worte "aufzuhängen" und "Schlachtensee" dürften stimmen.
volkimal Am: 27.11.2015 20:22:27 Gelesen: 1443445 # 250
@ Max78 [#247] Hallo Max, ein Wort hast Du auf jeden Fall richtig gelesen: Es heißt "Tisch". Bei dem Satz "auf deutschem Boden in den Azoren" glaube ich eher an ein verstümmeltes "auf deutschem Boden vor den Azoren". Mein ursprüngliches Wort "von" dürfte auf jeden Fall falsch sein. Verladen bzw. Holz oder Dolch ergibt für mich keinen Sinn. Im Text geht Urgroßvater auf zei Dinge ein: 1) Die SMS Wittelsbach - "das Flagschiff des Admirals der Deutschen ..." ist auf den Azoren 2) Urgroßvater hat etwas vom Admiral geschenkt bekommen. Ich denke es war die Ansichtskarte. Noch einmal der gesamte Text, diesmal mit ein paar anderen Worten, die so oder ähnlich auch in Frage kommen: "Meinem lieben Mädel! Ganz innigen Gruß und Kuß auf einer Karte die auf deutschem Boden von den Azoren geschrieben ist, denn es ist das Flagschiff des Admirals der Deutschen hier(?) ??? beiden Flotten ??? ??? ich selbst vom Admiral geschenkt bekommen als ich bei ihm zu Tisch war. Gruß und Kuß Väterchen" Ich bin gespannt, ob diese Karte entziffert werden kann. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 28.11.2015 11:20:05 Gelesen: 1443370 # 251
@ volkimal [#249] Erneut vielen Dank Volkmar, Du bist mir eine sehr große Hilfe. Gruss aus dem Süden Olaf
DERMZ Am: 28.11.2015 11:25:44 Gelesen: 1443369 # 252
Und weiter geht es ... Guten Samstag zusammen, heute hat der Förster [#238] mal wieder Post bekommen. Es fehlen mal wieder ein paar kleine Worte - bekomme ich wieder so nette Hilfe? Wie vorher auch, hier erst einmal die Bilder: Und jetzt meine Interpretation des Ganzen, wie heisst die Dame am Anfang und was wollen sie in die nötige Richtigkeit stellen? Ja, und wie wird das Wetter im Dezember 1914? Mein lieber, guter Grosspapa! Aller herzlichsten Dank für Deine schöne Sendung für La- vinra (?) und mich, ich habe mich ausserordentlich darüber gefreut. Trotzdem ich gerade gestern Abend erst einen Brief sandte, will ich heute Abend schon wieder schreiben, es krazt mich meiner “Wertung der Worte” zu geben. Dann kommen wir auch endlich wieder mit unseren ... ... in die nötige Richtigkeit Hoffent- lich antwortest Du dann auch recht schnell, besonders wie es Dir jetzt wie- der geht, das Wetter scheint ja etwas .... besser zu werden. Ansonsten Gruss uns Kuss von deinem stets dankbaren Ernst
stampmix Am: 28.11.2015 12:06:18 Gelesen: 1443358 # 253
@ DERMZ [#252] ich probiere es mal mit: Mein lieber, guter Grosspapa! Aller herzlichsten Dank für Deine schöne Sendung für Sa- vinda und mich, ich habe mich ausserordentlich darüber gefreut. Trotzdem ich gerade gestern Abend erst einen Brief sandte, will ich heute Abend schon wieder schreiben, es drängt mich meiner “Wertung der Werte” zu geben. Dann kommen wir auch endlich wieder mit unserer Correspondenz in die nötige Richtigkeit. Hoffent- lich antwortest Du dann auch recht schnell, besonders wie es Dir jetzt wie- der geht, das Wetter scheint ja etwas wieder besser zu werden. Ansonsten Gruss uns Kuss von deinem stets dankbaren Ernst besten Gruß stampmix
DERMZ Am: 28.11.2015 12:21:06 Gelesen: 1443354 # 254
@ stampmix [#253] Vielen Dank Stampmix, das macht Sinn - und jetzt kann ich es auch lesen. Immer wieder unglaublich. Danke und Gruss Olaf
DERMZ Am: 28.11.2015 12:55:18 Gelesen: 1443342 # 255
Guten Samstag, das Wetter ist bescheiden, es kann sich nicht entscheiden, will es nur kalt sein, oder Regen dazu, oder vielleicht doch ein wenig Schnee - man jagt keinen Hund vor die Tür. Also wird gelesen - wenn ich doch nur alles lesen könnte... Hier wieder die Bilder zu Beginn und das lese ich: Herrn Frtiz von ... Giessen Bleichstr. 32 III. Marburg, Friedrichs-Platz 1. Samstag M.l. Fritz! Ich habe mich sehr gefreut von dir zu hören u. hoffe, dich bald mal wiederzusehen. Sehr gern würde ich nach .... kommen, könnte aber sehr gut verstehen, daß es dort nicht paßt; sonst treffen wir uns in G. oder hier. bitte schreibe mir ganz offen darüber. An sich würde mir Sonntag (morgen) in 8 Tagen gut passen. Ich arbeite sehr viel. Alles Weitere mündl. herzl. Grüße an d. Mutter u. .... Dein ... Und zuletzt die Frage, welchem Adel entspringt der Fritz? Vielen Dank für die stetige Hilfe Olaf
Max78 Am: 28.11.2015 14:55:18 Gelesen: 1443321 # 256
Fritz von Leonhardi, hessisches Adelsgeschlecht, definitiv. mfg Max
Max78 Am: 28.11.2015 15:18:53 Gelesen: 1443309 # 257
@ volkimal [#250] Nochmal zurück zu Deiner Karte, lieber Volkmar, ja, wirklich nicht einfach zu lesen, vor allem das Wort zwischen "Flotte" und "habe" ist der Knackpunkt. Übrigens haben viele Personen der damaligen Zeit Buchstaben (je nach Folgebuchstaben) unterschiedlich geschrieben. Wenn die Postkarte dann noch im Zug, auf dem Schiff, im Stehen verfasst wurde, dann kommt es zu solch tollen Rätseln. hier mein letzter Vorschlag, den ich Dir machen kann: ... des Admirals der Deutschen hier. Von beiden FLOTTENCREWS habe ich PHOTOS (ggf. auch selbst/jetzt) vom Admiral geschenkt bekommen, als ich bei ihm zu Tisch war... Vielleicht gibt es diese Photos ja noch in seinen Unterlagen ? liebe Grüße Max
DERMZ Am: 28.11.2015 18:14:00 Gelesen: 1443281 # 258
@ volkimal [#250] @ Max78 [#257] Hallo Volkmar, hallo Max, ich habe noch einen Vorschlag (kommt von meinem Papi): Meiner lieben Maus! Ganz innigen Gruß und Kuß auf einer Karte die auf deutschem Boden von den Azoren geschrieben ist, denn es ist das Flagschiff des Admirals der Deutschen hier weilenden Flotte, und habe ich solche vom Admiral geschenkt bekommen als ich mit ihm zu Tisch war. Gruß und Kuß Väterchen Was haltet ihr davon? Viele Grüsse aus dem Süden Olaf
Max78 Am: 28.11.2015 19:07:16 Gelesen: 1443272 # 259
Super, überzeugt mich absolut! Gerade das "weilende" wird stimmen, da ich auch einen Bindestrich sehe. Ebenfalls das Wort "und" und "solche". So macht das alles einen Sinn. mit Grüßen Max
volkimal Am: 29.11.2015 09:07:41 Gelesen: 1443218 # 260
@ DERMZ [#258] Hallo Olaf, super - vielen Dank an Dich und an Deinen Vater. Er hat es geschafft. Wie man an den ersten drei Worten sieht war ich selbst aber auch blind. Urgroßvater hat fast immer geschrieben "Meiner lieben Ilse", ab und zu habe ich gelesen "Meinem lieben Mädel" oder "Mein liebes Mädel". Die Anrede "Meiner lieben Maus" habe ich deshalb einfach nicht bemerkt. Ich habe deshalb seine Karten angesehen und nach "Meiner lieben Maus" gesucht und bin noch einmal fündig geworden. Hier die drei Anreden: Wenn man die Karte von der SMS Wittelsbach und die Karte aus Lissabon vergleicht, sieht man am Wort "Maus" deutlich, wie Urgroßvater zwischen der deutschen und der lateinischen Schrift wechselt. Bei der Karte von der Wittelsbach benutzt er das Endungs-s der deutschen Schrift, bei der Karte aus Lissabon des lateinische "s". Viele Grüße und nochmals vielen Dank Volkmar
DERMZ Am: 29.11.2015 09:49:54 Gelesen: 1443207 # 261
@ volkimal [#3109] Hallo Volkmar, das freut mich sehr, dass Deine Rätselkarte enträtselt worden ist. Immer wieder spannend, was Du so aus dem Familienarchiv herausfindest. Viele Grüße Olaf
Max78 Am: 29.11.2015 12:09:56 Gelesen: 1443188 # 262
Auch ein Bitteschön von mir an Volkmar und Olaf, MfG
DERMZ Am: 29.11.2015 13:41:13 Gelesen: 1443171 # 263
Einen schönen 1. Advent an alle Freunde der alten Schrift! Heute geht es weiter, es fehlt dieses Mal nur ein ganz kleiner Teil im Text: Und hier wieder der Text, den ich bisher gelesen habe: Fräulein Elly Fischer Homberg Bez/Cassel Engelapotheke Liebes Ellychen! Zu deinem heutigen Geburtstag gra- tuliere ich dir recht herzlich, hoffentlich verlebst du ihn recht vergnügt. Zu Sch.... ...... seinem Geburtstag bin ich auch in Homberg. Auf Wieder- sehen. Herzliche Grüße an Mama & Papa dein tr. Onkel Ludwig Doch zu welchem Geburtstag will Ludwig nach Homberg reisen? Vielen Dank für Eure Hilfe. Gruß Olaf
volkimal Am: 29.11.2015 14:23:54 Gelesen: 1443162 # 264
@ DERMZ [#263] Hallo OLaf, ich lese dort "Schwanenflügel" Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 29.11.2015 14:27:22 Gelesen: 1443161 # 265
@ volkimal [#264] Danke Volkmar, das habe ich auch gelesen, habe mich aber nicht getraut es zu schreiben, wollte keine falsche Fährte legen - aber dann werde ich den Schwanenflügel übernehmen. Jetzt wäre es natürlich noch spannend, wenn man wüsste, wer diesen Namen getragen hat. Aber auch dieses werden wir wohl nicht mehr erfahren. Dankbare Grüße Olaf
Saguarojo Am: 29.11.2015 16:57:09 Gelesen: 1443141 # 266
An die Experten alter Schriften. Ich habe hier einen Brief Königreich Hannover, bei dem ich mit einigen Begriffen nichts anfangen kann. Auszugsweise folgender Text: Aus einem geehrten Schreiben Königlicher Forstinspection vom II. d. M. ersehe ich, das nur unter der Bestimmung die von mir gewünschten Balkenhölzer verabfolgt wer= = den sollen, wenn ich mir erkläre selbig nach ........ zu bezahlen und zwar den 40er Balken mit 6 gro (?) den 30er Balken mit 5 gro(?) für a ....... welches freilich für mich hon Prei= = se sind ! Und würde bei einer Hoen König= lichen = Forstinspection die Bitte ansprechen im Durchschnitt den ...... mit 5 gro (?) fester Masse zu berechnen, wo ich doch Königlicher Forstkasse im Laufe von 2 Jahren mehr wie 8000 (?) für Bauholz zugewendet habe welches Wie heißen die Wörter wo ich eine punktierte Linie im Text habe? Ich lese oben Bubiugehalt (macht keinen Sinn). Was ist mit 6 gro gemeint? Zweite punktierte Linie lese ich Bufß (macht keinen Sinn). Bei 8000, könnte das Thaler heißen? Unterer Teil: Was könnte das Zeichen vor dem Wort Balken bedeuten? Kann jemand diese Unterschrift entziffern? Ich weiß, dass das "viel Holz" an Fragen ist, und bitte im voraus um Entschuldigung. Vielleicht ist hier jemand, der mir diese Fragen beantworten kann. Vielen herzlichen Dank. Joachim
AhdenAirport Am: 29.11.2015 17:50:02 Gelesen: 1443120 # 267
@ DERMZ [#258] @ volkimal [#3109] Ganz knapp dran. ;) Es heisst wohl "Meine liebe Maus!" J.
volkimal Am: 29.11.2015 18:26:14 Gelesen: 1443103 # 268
@ joey [#267] Hallo joey, stimmt - vielen Dank! Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 29.11.2015 19:55:51 Gelesen: 1443090 # 269
@ Saguarojo [#266] Hallo Joachim, im ersten Teil habe ich etwas entziffern können: Aus einem geehrten Schreiben Königlicher Forstinspection vom II. d. M. ersehe ich, das nur unter der Bestimmung die von mir gewünschten Balkenhölzer verabfolgt wer= = den sollen, wenn ich mir erkläre selbige nach Cubicgehalte zu bezahlen und zwar den 40er Balken mit 6 gro den 30er Balken mit 5 gro für a ....... welches freilich für mich hoe Prei= = se sind ! Und würde bei einer Hoen König= lichen = Forstinspection die Bitte ansprechen im Durchschnitt den ...... mit 5 gro fester Masse zu berechnen, wo ich doch Königlicher Forstkasse im Laufe von 2 Jahren mehr wie 8000 (?) für Bauholz zugewendet habe welches Bei der gepunkteten Linie fehlt beidemal dasselbe Wort. Evtl. ist es ein altes Volumenmaß. Ich habe aber nichts passendes gefunden. Unter der Unterschrift iat als Ort Nesselröden (= Ortsteil von Duderstadt) angegeben. Damit gehört der Brief zum Königreich Hannover. 1862 war dort die Währung 1 Thaler = 30 (neue) Groschen = 300 (neue) Pfennige. Das "gro" bedeutet vermutlich Groschen, die 8000 könnten also auch Thaler sein. Viele Grüße Volkmar
Saguarojo Am: 30.11.2015 10:55:50 Gelesen: 1443025 # 270
Hallo Volkmar, ganz herzlichen Dank. Jetzt fehlt mir noch das "Rätsel" der Unterschrift. Ich lese da nur Rump Zim.... Liebe Grüße Joachim
volkimal Am: 30.11.2015 11:33:55 Gelesen: 1443019 # 271
@ Saguarojo [#270] Hallo Joachim, ich habe das noch nicht identifizierte Wört und die Unterschrift noch einmal auf einem Bild zusammengefasst: Beim Vergleich von gesuchten Wort mit dem Wort Cubicgehalte ist mir aufgefallen, dass über dem zweiten Buchstaben die identischen "Häkchen" sind. Deshalb bin ich mir sehr sicher, dass die ersten beiden Buchstaben "Cu" sind. Das obere Häkchen gehört zum "C", das untere zum "u". Wenn Du die Häkchen beim "u" in den Worten "Laufe" bzw. "Bauholz" ansiehst, so stimmen sie sehr genau mit dem Häkchen beim gesuchten Wort überein. Es müsste also "Cufß" sein. Es gab früher das Maß "Kubikfuß" - ich vermute, dass es eine Abkürzung dieser Volumeneinheit ist. Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Kubikfu%C3%9F. Beim Namen sehe ich zunächst zwei verschnörkelte Großbuchstaben. Ich lese "H Rump Zimrty". Das "r" im zweiten Wort passt zum "r" im Wort Dezember. Das "y" ist eine Vermutung. Der Name Zimrty ist bei Google aber nicht zu finden. Viele Grüße Volkmar
Saguarojo Am: 30.11.2015 16:40:25 Gelesen: 1442990 # 272
@ volkimal [#271] Hallo Volkmar, Du hast Dich ja richtig in den Text "reingekniet", ich danke Dir ganz herzlich dafür. Deine Meinung über "Cu" sehe ich jetzt genau so. Das macht auch Sinn im Zusammenhang des Textes. Bei der Unterschrift hatte ich auch H Rump gelesen. Das Wort Zimrty aber macht mir noch einige Kopfschmerzen. Ich werde mal ins hiesige Stadtarchiv gehen, vielleicht kann mir dort jemand helfen. Ganz liebe Grüße Joachim
Max78 Am: 30.11.2015 16:41:58 Gelesen: 1442988 # 273
Probier es mal mit Zeimetz oder Zimatz, mfg Max Da ihr beide davon ausgeht, dass es eventuell Rump heisst, dann sollte nach Eurer Beschreibung ein Strich (Bogen) über dem "u" sein, ist es aber nicht.
Saguarojo Am: 30.11.2015 17:30:25 Gelesen: 1442966 # 274
@ Max78 [#273] Bei dem Wort Rump sind es lateinische Buchstaben, da wird dann kein Strich über dem u gesetzt. Zeimetz oder Zimatz ist auch eine Möglichkeit. Bin aber noch nicht zufrieden damit. Herzlichen Dank und viele Grüße Joachim
Max78 Am: 30.11.2015 18:13:44 Gelesen: 1442955 # 275
@ Saguarojo [#274] aha... Ich hab mir jetzt nochmal die Endung des letzten Namen angeschaut und bin zur Erkenntnis gekommen, dass es auch ein "...berg" sein könnte. In diesem Zusammenhang habe ich noch einmal den Großbuchstaben geprüft und es könnte sich nicht nur um ein Z handeln, auch ein E kommt in Frage. Nachdem ich gegoogelt habe, bin ich auf eine interessante Quelle gestoßen, und zwar auf die Familie um Johannes EISENBERG. hier der link: http://www.dietmar-obermeyer.de/BK6/Nachkommen/Eisenberg.html das davor stehende Wort kann ich immer noch nicht deuten (eventuell auch kein Namen). Geboren wurde Johannes Eisenberg im Jahre 1823 (Mutter Demuth, Vater Eisenberg). Er war als Tischlermeister tätig und starb am 03.01.1894 in Nesselröden (siehe Volkimars Entschlüsselung des Ortes Nesselröden). Einerseits könnte es sich sehr gut um Johannes Eisenberg handeln, andererseits sind damals auch schon viele Handwerker nach Amerika ausgewandert und Quellen sind schwer zu finden. mit Grüßen Max
volkimal Am: 05.12.2015 10:50:59 Gelesen: 1442632 # 276
Hallo zusammen, bei dieser Ansichtskarte der R.M.S. Augustine kann ich wieder einmal eine Stelle nicht entziffern: Auf Höhe von Cap Ortegal, d. 10/4 1905 Meine liebe Ilse! Heut bin ich auf der Höhe von Frankreich und Spanien auf See sich/sieh(?) die ????. Gestern führ ich mit dem Dampfer Augustine von Lissabon fort wir segelten die ganze Küste, an Oporto (= Porto), Vigo, C. Teneriffa, Coruna vorbei, geht es jetzt nach St. Nazaire, aber hoffentlich sehe ich Euch bald wieder. Gruß Dein Väterchen Wer kann den fett markierten Text entziffern? Viele Grüße Volkmar
Max78 Am: 05.12.2015 11:01:36 Gelesen: 1442630 # 277
Hallo Volkmar, "Heute bin ich nun? auf der Höhe, wo Frankreich und Spanien auf See sich die Hand reichen... mit lieben Grüßen Max
volkimal Am: 05.12.2015 11:14:17 Gelesen: 1442628 # 278
@ Max78 [#277] Hallo Max, vielen Dank - das war ja super schnell! Ich habe vorhin so einige Zeit darüber gegrübelt aber bin einfach nicht auf "Hand reichen" gekommen. Viele GRüße Volkmar
Max78 Am: 05.12.2015 11:31:17 Gelesen: 1442626 # 279
Ja, es ist manchmal nicht einfach. Wir hatten ja schon einmal das Problem, wenn man ein einziges Wort nicht erkennen kann, dass man nicht "auf den Hund kommt". Wenn Du z. B. das Wort: "... bin auf der Höhe von Frankreich..." im Satz so umgesetzt hast, dann würde es vom Satzbau ja schon gar nicht passen können, dass es mit "...auf See sich die Hand reichen..." weitergeht, fehlende Satzzeichen wie Kommas machen das ganze dann noch komplizierter. So ähnlich ging es mir bei Deiner vorgestellten Karte bei Beitrag [#3109], bei der das nicht zu lesende Wörtchen "und" mich zum Verzweifeln brachte. mfg Max
kdoe Am: 07.12.2015 14:53:20 Gelesen: 1442558 # 280
Hallo bei diesem Brief von 1868 bin ich völlig überfragt - bitte um Übersetzungshilfe: Gruß Klaus
Silesia-Archiv Am: 07.12.2015 15:59:55 Gelesen: 1442541 # 281
@ kdoe [#280] Hallo, ich bin zwar in dieser Schrift kein Profi, aber versuche mal den Anfang: Frau Inge Singke, Freiberg: "Ich bin bereit Ihnen die mit Ihnen ausgesuchten........13 Gläser zu liefern, wenn Sie dazu...." usw. Vielleicht bekomme ich mehr heraus, wenn ich das Original sehen würde. Weiterhin viel Erfolg. Beste Sammlergrüße Michael
Max78 Am: 07.12.2015 17:08:25 Gelesen: 1442529 # 282
@ kdoe [#280] Herrn Fr. Aug. Lingke, Freiberg (siehe Internetrecherche August Friedrich Lingke in Freiberg, hier ein link: http://www.sextant.at/freiberger.htm "Ich bin bereit Ihnen die mit Ihrem Geehrsten (Schreiben) v 13 mts (vom 13. des Monats) gewünschten Gläser zu liefern, wenn Sie mir den dazu erforderlichen eisernen Form (?) stellen; den ihren hier auf (?) Rechnung machen zu lassen, geht bei dem mir in Aussicht gestellten Umsatz von nur 300 St. Gläser pro anno nicht an. Jedem ich mich noch auf meine Postsendung v. 13 mts beziehe, empfehle mich Ihnen Achtungsvoll und ergebenst für Unterschrift siehe geprägte Adresse im Schriftstück An ein paar Stellen bin ich mir nicht sicher, vor allem ...den ihren hier auf Rechnung... , mit Grüßen Max
kdoe Am: 09.12.2015 13:31:56 Gelesen: 1442458 # 283
Vielen Dank euch beiden - das hilft schon weiter! gruß Klaus
Magdeburger Am: 09.12.2015 17:27:05 Gelesen: 1442438 # 284
Liebe Sammelfreunde, ich bitte bei nachfolgenden Schriftstück mal wieder zm Hilfe: Soweit ich es lesen konnte: An den Herrn Stifts und Regierungsrath Richter Wohlgeboren in Dessau Magdeburg den 31. Oktober 1843 Auf meine früherer ergebener Gesuch um Reduction der Zinsen meiner dem adligem Fräuleinstifte zu Mosigkau schuldigen 15000 Rt Gold erlangte ich Wohlgeboren keinen Erfolg und ich wollte es auch, ehe ich zur Kündigung schritt erst nach etwas mit ansehen und mich vergewissern, daß Hypotheken ferner auf billige Zinsen vorzubereite Auf... machen dürfen. Darin habe ich mich nicht geirrt und da es bei meiner obrigen Hypothek ein Gegen- stand von Bedeutung ist, die Zinsen nur 1/2% heruntergesetzt zu bekommen, so frage ich hierdurch bei Seiner? Wohlgeboren ganz gehorsamst an: ob mir der adlige Fräuleinstift die Zinsen von den 15000 Rt Gold vom nächsten Zinstermin an, von 4 auf 3 1/2% heruntersetzen will. Sollte das nicht ...niren, so erlaube ich mir hiermit, dieses Capital in der Art zu kündigen, daß ich es in 3 Monaten zurückzahlen kann. Ihrer gefälligen Antwort sehe ich hierüber von Ihrer Güte .... möglich umgehend entgegen, um meine weitere Einrichtungen darnach treffen zu können. In der Kündigungsfrist kann ich mich vielleicht irren, indem ich glaube, daß ein Theil der 15000 Rt 6 Monat Kündigung hat. Mir würden 3 Monat jetzt lieber sein, dennoch füge ich mich auch hierin in Ihre Änderung, wann Sie es bei der 3 und 6monatlichen Kündigung belassen wollen und ich bitte mir nun geneigst wissen zu lassen, welche Summe 3 und welche 6 monatliche Kündigung hat. Mit besonderer Hochachtung ..... Seiner Wohlgeboren ganz ergebener Diener ????? Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Max78 Am: 09.12.2015 18:48:18 Gelesen: 1442420 # 285
Hallo Ulf, ich versuch mal die minimalen Lücken noch vollends zu stopfen, so gut es geht: 1. ... vorzugsweise Anspruch ... 2. ... convenieren ... = (nicht konvenieren, nicht zusagen, nicht genehm sein, etc.) 3. ... wo ... Die Unterschrift ist sehr schwer, auf den ersten Blick dachte ich an Brückner, lediglich eine Intuition. Es gab damals eine Gesellschaft Brückner & Comp. zu Magdeburg, die noch bei anderen Stellen Geld angelegt/ geliehen hat, so zumindest aus Infos der deutschen digitalen Bibliothek - aber das ist wirklich sehr vage. Steht noch etwas rückseitig auf dem Blatt? mit Grüßen Max
Magdeburger Am: 10.12.2015 09:38:15 Gelesen: 1442372 # 286
@ Max78 [#285] Hallo Max, erst einmal recht herzlichen Dank! Leider gibt es weiter nichts mehr. Auch das Siegel ist nicht mehr vorhanden. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Saguarojo Am: 18.12.2015 10:08:34 Gelesen: 1441880 # 287
Liebe Sammlerfreunde, hier habe ich mal wieder einen Text, wo ich an Grenzen stoße. Ein Brief von 1862 An Königliche Harz Forstinspection! Wegen Benötigung von tannen Holz erlaube ich mir bei Königlicher Harz = Forstinspection anzufragen ob nicht geringe Hölzer circa 30-40 Stamm 16 ...... u 20 ........ zu bekommen wären Bei der Anmerkung des Empfängers habe ich große Schwierigkeiten. linke Seite: An den Herrn .....Otto zu Duderstadt rechte Seite Unterschrift: Otto Z...... Auf die Anfrage vom 26 = d M ..... ..... .......... daß die Holz = ........ der geringsten(?) Materie(?) in ........ ...................... ......................... Ich bitte um Hilfe. Liebe Grüße Joachim
DERMZ Am: 18.12.2015 12:35:23 Gelesen: 1441851 # 288
Hallo Joachim, bin nicht gut im Lesen, aber ich versuche mal ein wenig weiter: ... anzufragen ob nicht geringe Hölzer circa 30-40 Stamm 16 zehner u. 20 Stamm .... zu bekommen wären... Der untere Teil stellt mich vor unlösbare Rätsel, aber vielleicht hilft es ein wenig Auf die Anfrage vom 26= d M .... daß die Holz=... der geringsten Materie in geringer Menge ergehen. ...... Vielleicht hilft es ja ein wenig. Gruss Olaf
Saguarojo Am: 18.12.2015 16:44:22 Gelesen: 1441817 # 289
@ DERMZ [#288] Hallo Olaf, es ist sehr schwierig, diese Klaue entziffern zu können. Doch auch ein kleiner Schritt hilft mir weiter. Vielen Dank und viele Grüße Joachim
briefefan (RIP) Am: 18.12.2015 21:05:28 Gelesen: 1441789 # 290
@ Saguarojo [#287] und [#289] Hallo Joachim, ich versuche mal einige Lücken zu füllen. ... den 27.März 1862 Duderstadt 26/3 62 ... ob nicht geringe Hölzer circa 30-40 Stamm 16zehner u 20 Stamm doppelt? zu bekommen wären. Bitte unterthänigst Königliche Forstinspektion beim Vorhandensein derselbe die Assignation (= Anweisung, Zuteilung) baldigst zu übersenden. Otto Zimmermstr (= Zimmermeister; Otto war der Familienname) An Herrn Zimstr? (=Zimmermeister?) Otto zu Duderstadt Herzberg den 29: März 1962 qu? ... dient zur Erlaubnis? daß die Holz-Auction das gewünschte Material in ... Menge ergehe. K Gr Htzt? ...
Saguarojo Am: 19.12.2015 09:27:49 Gelesen: 1441755 # 291
@ briefefan [#290] Ganz herzlichen Dank, das hat mir sehr geholfen. Liebe Grüße Joachim
Latzi Am: 03.01.2016 15:17:02 Gelesen: 1440866 # 292
Hallo, schwierige Schrift und dann noch abgekürzt - das ist zuviel für mich: Anbei eine Zust. Urku. ????? Zust(ellung) kann jemand die Fragezeichen entziffern? Weiterhin die Frage, ob das Porto lediglich einen Brief der zweiten Gewichtsstufe abdeckt oder einfache Gewichtsstufe und eine Zusatzleistung? Vielen Dank Lars
Magdeburger Am: 03.01.2016 15:19:42 Gelesen: 1440864 # 293
@ Latzi [#292] Hallo Lars, da steht Vereinf(achte) Zustellung. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Latzi Am: 03.01.2016 18:16:58 Gelesen: 1440816 # 294
@ Magdeburger [#293] Danke Dir!
DerLu Am: 03.01.2016 18:37:51 Gelesen: 1440809 # 295
@ Latzi [#292] Hallo Lars, kleine Korrektur: für mich heißt es "Hierbei eine Zust. Urk." nicht "Anbei ..." Gruß DerLu
Magdeburger Am: 11.01.2016 11:42:14 Gelesen: 1440373 # 296
Liebe Sammelfreunde, ich sitze gerade über eine kleine Ausarbeitung und brauche mal wieder eure Hilfe: der Ausfertigung der ? Oblig. der Aufg. Schulzeschen Eheleute hier vom 6. Novbr. über 450 Rt ?????? Ober-Amtsmann Heyne Die oben bezeichnete ???? (den Rest kann ich lesen) Fol: 58 bis Fol 64 act. incl. betreffend die Feststellung des Thatbe= standes einer im Jahre 1855 in der Elbe vor hiesiger ? zu Grunde ge= gangenen und mit Bohlen beladenen böhmische Zille. Diese Versandung sind hier auf Grund der Verfügung vom 15. November 1858 an(t)= (t)heftet und zu den Unters=Acten weder dem Müllermeister August Puhlmann NO 21 ??? de 1858 gebracht worden. ? nachrichtlich A. 15/11 58 Ich danke für die Hilfe Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Bayern-Nerv Am: 11.01.2016 12:29:24 Gelesen: 1440357 # 297
Hallo Ulf, das Wort zu dem 2. Ausschnitt ist: Obligation. Schöne Grüße Bayern-Nerv Volker
briefefan (RIP) Am: 11.01.2016 15:49:53 Gelesen: 1440311 # 298
@ Magdeburger [#296] Noch einige Versuche: Die Obligation ist (da ich den Adressaten) nicht (persönlich angetroffen) an deßen Ehefrau Angart? geb. ...arn ... Verhandlung (nicht Versandung) sind? hier auf Grund der Verfügung vom 15. November ent-? heftet? und zu den Unters.(chungs?Acten wider (= gegen) den (Müllermeister) ... No. 21 Repert.(orium) de?1858 (Unterschrift:) Schmid?
bayern klassisch Am: 11.01.2016 16:23:53 Gelesen: 1440302 # 299
@ Magdeburger [#296] Lieber Magdeburger, "der Ausfertigung der Curreal - Oblig. (vom lateinische currere = laufen, umlaufen) der Aufg. Schulzeschen Eheleute hier vom 6. Novbr. über 450 Rt / Groschen / Pfenninge (also gemeint keine Groschen und keine Pfenninge) Ober-Amtmann Heyne" "Die oben bezeichnete Obligation ist ..." "Fol: 58 bis Fol 64 act. incl. betreffend die Feststellung des Thatbe= standes einer im Jahre 1855 in der Elbe vor hiesiger Stadt zu Grunde ge= gangenen und mit Kohlen beladenen böhmischen Zille. Diese Verhandlung sind hier auf Grund der Verfügung vom 15. November 1858 entheftet und zu den Unters=Acten wider den Müllermeister August Puhlmann NO 21 Repertitum de 1858 gebracht worden. So nachrichtlich A. 15/11 58" Wenn Akten gebunden und unveränderbar angestempelt wurden, konnte es sein, dass später zu diesem Konvolut weitere Akten kamen, oder man aus ihm Akten heraus nehmen musste. Dann war es notwendig, die angestempelten Akten zu öffnen, die benötigten Teile zu entnehmen und diesen Vorgang am Ende der Akte selbst in Worte zu fassen. Danach wurde die Akte neu versiegelt, angestempelt und archiviert. Als beurkundender Beamter habe ich das ein paar Jahre lang auch machen dürfen ... :-) Liebe Grüsse von bayern klassisch
Magdeburger Am: 11.01.2016 16:24:27 Gelesen: 1440302 # 300
@ Bayern-Nerv [#297] @ briefefan [#298] Hallo Ihr Beiden, erst einmal recht herzlichen Dank! Die Ehefrau ist eine geborene Garn (steht später nochmal sauber darauf) Auf dem Dritten Scan hatte ich überlegt, ob hinter hiesiger "Stadt" steht - es würde zumindest passen. Das "entheftet" könnte für entnommen stehen. Könnte "Carrnal" das erste Fragezeichen Scan 1 sein? Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Magdeburger Am: 11.01.2016 16:26:06 Gelesen: 1440301 # 301
@ bayern klassisch [#299] Lieber Bayern Klassisch, Danke - Da warst schneller und besser als ich. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
juni-1848 Am: 22.01.2016 23:58:47 Gelesen: 1439402 # 302
Ein dahingekritzeltes Dokument jagt das andere. Da macht ausgerechnet ein Trauergedicht Freude: Eine ausgeprägte, ansprechende Handschrift, deren Schwünge und Rundungen eines Vollweibes würdig sind: Verlassen Was ist Glück u. Reichthum auf dieser Welt? Wenn das Herz verdorrt und darben muß, Was nützt Flietertand und Überfluß? Wenn kein Strahl der Liebe, in die Seele fällt. Nur die Liebe die die Brust durchglüht, Nur die reine Flamme, giebt uns werth Wer nur Freude und Genuß begehrt Kennt die Blume nicht die duftend blüht. Sucht dich Freude, grüße sie Sie schmückt das Erdenleben, Und wenn dich Leid u. Müh' ereilt, Mußt sie geduldig tragen Und hoffe daß die Stunde heilt, Die Hand, die sie geschlagen. Doch schwanden Hoffnungen dir u Träume So sag' der schönen Welt adé! Zum Waldesschatten, unter Bäume, - krieg' dann dein stilles Herzensweh! Halt von Menschen Strenge dich verschlossen - Doch nur der siegt und blüht im Hain Wird dir im Leide zum Genossen Wird dir im Gram ein „Trost“ dir sein. Mi ????? Da sowohl der Absender als auch die Marke samt Stempel großzügig ausgerissen sind, gibt das Couvert keinerlei Aufschluß über die Zeit (geschätzt 1880 - 1900), geschweige denn über den Namen der einsam leidenden Poetin. Unklar nur die beiden fetten Textteile. Gibt es irgendwo im www eine "bebilderte" Autographen-Datenbank, um der Poetin einen Namen zu geben? Sammlergruß, Werner
bignell Am: 23.01.2016 00:09:52 Gelesen: 1439399 # 303
Hallo Werner, Flietertand stimmt schon, gemeint ist Flittertand (= Flitterwerk, Flitterkram). Lg, harald
JoshSGD Am: 28.02.2016 14:24:56 Gelesen: 1436337 # 304
Hallo in die Runde, ich habe bei folgendem Beleg mit dem Empfänger und der Straße einige Schwierigkeiten. Der Beleg lief nach Halle, die Straße entziffere ich als "Friedrichstraße". Wer kann helfen? Vielen Dank im Voraus. Gruß Josh
Max78 Am: 28.02.2016 14:28:54 Gelesen: 1436335 # 305
Hallo Josh, heißt: An den deutschen Föderalistenbund, bei der Straße liegst du richtig, mfg Max
JoshSGD Am: 28.02.2016 16:40:19 Gelesen: 1436303 # 306
@ Max78 [#305] Max, vielen Dank. Was mir allerdings zu denken gibt, in den Archiven ist dieser Bund unter der genannten Adresse nicht aufzufinden. Ich werde weiter recherchieren. Gruß Josh
Max78 Am: 28.02.2016 16:55:39 Gelesen: 1436298 # 307
@ JoshSGD [#306] Servus Josh, kein Problem. Weil es so viel Spass macht hier 2 Verweise, mit denen Du die Adresse festmachen kannst, einerseits einen Vermerk in einem Buch über Prof. Karl Heldmann, Vorsitzender des DFB im Jahre 1920: Mit diesem Wink gehts jetzt zu den historischen Adressbüchern, die online für jedermann verfügbar sind. Hier das aus dem Jahre 1920: plus link: http://digital.bibliothek.uni-halle.de/hd/periodical/zoom/1306523 mfg Max
Max78 Am: 28.02.2016 17:40:36 Gelesen: 1436284 # 308
Habe gefunden und meinen letzten Beitrag dementsprechend geändert, schönen Sonntag noch.
JoshSGD Am: 28.02.2016 17:48:43 Gelesen: 1436279 # 309
@ Max78 [#307] Moin Max, nun bin ich aber von den Socken. Danke! Ich verwende die untenstehende Quelle auch - zumindest sieht sie genauso aus. Aber auf den Herrn Professor wäre ich nicht gekommen. Danke Josh
DERMZ Am: 05.04.2016 17:32:09 Gelesen: 1433319 # 310
Guten Abend liebe Lese- und Zigarrenfreunde, da hat der Osterhase doch glatt dem Herrn Herzog seine Zigarren weggeraucht, und nun gibt es keinen Nachschub. Ich habe wieder eine Karte, die ich nur in Teilen lesen kann, darf ich wieder um Eure unbezahlbare Hilfe bitten? Hier die Bilder der Karte: Dazu der Text, den ich lesen kann: An Herrn André ... Herzog Cassel Ich bedaure Ihnen keine Clippper abgeben zu können da ich nur noch eine Kiste vorrätig habe. Zu dieser fehlt ... der ... Zahnkranz No 70 u. bitte um .... ... Zu... als folgent Achtungsvoll ...... .... Marbburg, 22 Juni 1874 Bitte noch 1 Paket kurze + 1 Paket lange .... zum ..... das Messer der Clipper ..... zu senden d. 23/6 74 Vielen lieben Dank Olaf
Magdeburger Am: 05.04.2016 17:49:09 Gelesen: 1433307 # 311
@ DERMZ [#310] Hallo Olaf, hier schon einmal der erste Teil: An Herrn André & Herzog Cassel Ich bedaure Ihnen keine Clippper abgeben zu können da ich nur noch ein Stück vorrätig habe. Zu dieser fehlt nun der fragl. Zahnkranz No 70 & bitte umge- hende Zusendung als folgent Achtungsvoll Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
DERMZ Am: 05.04.2016 19:01:01 Gelesen: 1433288 # 312
@ Magdeburger [#311] Danke Ulf, das hilft schon ein ganzes Stück weiter. Bist Du auch der Meinung, das "Clipper" Zigarren sind, und wenn ja, was sind dann Zahnkränze? Hast Du eine Ahnung? Gruss Olaf
Magdeburger Am: 05.04.2016 19:04:25 Gelesen: 1433287 # 313
@ DERMZ [#312] Hallo Olaf, ich meine unten das Wort Nähmaschine in der letzten Zeile zu lesen, nach Clipper. Bin mir jedoch nicht sicher. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
bayern klassisch Am: 05.04.2016 19:18:59 Gelesen: 1433278 # 314
@ DERMZ [#310]

Hallo Olaf,

An Herrn
André & Herzog
Cassel

Ich bedaure Ihnen keine Clippper abgeben
zu können da ich nur noch ein Stück
vorrätig habe. Zu dieser fehlt nun
der fragliche Zahnkranz No 70 & bitte um
umgehende Zusendung als Eilgut
Achtungsvoll
...... ....

Marburg, 22 Juni 1874
Bitte noch 1 Paket kurze & 1 Paket lange Stücke zum
Annieten das Messer der Clipper Mähmaschine zu senden
d. 23/6 74.

Liebe Grüsse,
Ralph
briefefan (RIP) Am: 05.04.2016 22:01:59 Gelesen: 1433235 # 315
@ DERMZ [#310] ... 1 Packet kurze und 1 Packet lange Niete zum Annieten der Messer der Clipper Mähmaschine ... Grüße von briefefan.
DERMZ Am: 05.04.2016 23:22:49 Gelesen: 1433215 # 316
@ Magdeburger [#313] @ bayern klassisch [#314] @ briefefan [#315] Au weia, da habe ich mit den Zigarren ja komplett daneben gelegen - da werde ich wohl noch eine ganze Weile üben müssen, bis die Altdeutsche Schrift sitzt. Vielen vielen Dank an Euch - mal sehen, welchen Streich mir die Phantasie das nächste Mal spielt. Gute Nacht Olaf
DERMZ Am: 06.04.2016 09:21:06 Gelesen: 1433152 # 317
Guten Morgen, nach Zigarren, die sich als Mähmaschine entpuppten, bewege ich mich heute mal auf den Spuren der Studenten in Marburg. Und da die Schrift doch ein wenig blass ist, hier ein wenig vergrößert: Folgendes habe ich gelesen - viel ist es jedenfalls nicht: Frl. Elli Fischer Homberg Bz Cassel ... senden Euch vom Marktfrühschoppen ... besten Grüße. Hoffentlich seid .... Elli recht artig! Auf ... uns einmal ..... Für jedes Stückchen Hilfe bin ich wie immer sehr sehr dankbar. Olaf
briefefan (RIP) Am: 06.04.2016 18:13:29 Gelesen: 1433070 # 318
@ DERMZ [#317] ... Hoffentlich seid ihr Alle recht artig! Schreibt uns einmal hierher? Eure Euch liebende? Mutter u Vater Gruß Jacobine Onkel ... Gruß briefefan.
DERMZ Am: 06.04.2016 19:54:10 Gelesen: 1433046 # 319
@ briefefan [#318] Vielen Dank Briefefan, hat wieder ein Stück weitergeholfen. Eine weitere Karte aus Marburg, es ist ein einzelnes Wort an dem ich scheitere, wer kann helfen Und hier die Problemstelle: Marburg 20.X.06 Bin hier gut ange- kommen u. habe mich auch wieder gut eingelebt. So auch Müko danke noch- mals für Begleitung an die Bahn u. grüße herzl. .... Grüße an das ganze Haus Ich lese Müko, das macht aber keinen Sinn, es muss also das Richtige Wort daher. Wer hilft mir dieses Mal? Tausend DANK sagt Olaf
Baber Am: 21.05.2016 01:47:37 Gelesen: 1429137 # 320
Wer kann das lesen, was 1901 an die hochwohlgeborene Frau Professorgattin in Sarajewo geschrieben wurde. Gruß Baber
DERMZ Am: 21.05.2016 02:44:24 Gelesen: 1429128 # 321
@ Baber [#320] Guten Morgen Bernd, ich versuche mich mal: Hochwohlgeboren Frau Irma Protics Professorgattin …. Sarajevo N= 2. Liebe Irma! Soeeben als ich Viktor an Bahnhof begleitete, hörten wir dort von einem klausenburger Collegen, daß Viktors Rückversetzung nach dort, auch Post schon eingetroffen ist; in einigen Tagen dürfte dieselben also auch hier sein. Gestern brachte Viktor Deinen l. Brief und werde ich alles noch besorgen. Ich bin recht froh für Viktor, daß er von hier erlöst wird. Küßt Euch Alle, Alle Flora Wo genau in Sarajevo Frau Professorgattin Irma lebte, daß kann ich leider nicht entziffern, aber vielleicht gibt es ja noch Hilfe von anderer Seite. Viele Grüße Olaf
Baber Am: 21.05.2016 09:56:30 Gelesen: 1429065 # 322
@ DERMZ [#321] Hallo Olaf, vielen Dank für die Entzifferung. Wo die Adresse in Sarajewo war, ist nicht so wichtig. Viel interessanter ist, dass Viktor (Beruf Lehrer?) in dem ungarischen Ort SEGESVAR, heute rumänisch Sighisoara, anscheinend mit der Arbeit nicht glücklich war und nach Klausenburg, heute rumänisch cluj, zurückversetzt wurde. Gruß Baber
Saguarojo Am: 21.05.2016 10:00:13 Gelesen: 1429062 # 323
@ Baber [#320] Ich lese Gormir Hirnetta N 2, kann damit aber auch falsch liegen. Viele Grüße Joachim
DERMZ Am: 23.05.2016 21:44:55 Gelesen: 1428831 # 324
@ DERMZ [#255] Guten Abend noch einmal ins Forum, Liebe Schriftexperten! Ich muss noch einmal eine alte Karte herauskramen und nochmals um Hilfe bitten, es fehlt jetzt noch ein "wichtiges" Wort, dann wäre der Text ok. Wer kann helfen? Der Ort in der 5. Zeile will mir nicht gelingen, könnte es Gelnhausen sein? Hilfe ! Herrn Frtiz von Leonhardi Giessen Bleichstr. 32 III. Marburg, Friedrichs-Platz 1. Samstag M.l. Fritz! Ich habe mich sehr gefreut von dir zu hören u. hoffe, dich bald mal wiederzusehen. Sehr gern würde ich nach .... kommen, könnte aber sehr gut verstehen, daß es dort nicht paßt; sonst treffen wir uns in G. oder hier. bitte schreibe mir ganz offen darüber. Vielen Dank und schöne Grüße Olaf
Heinrich3 Am: 24.05.2016 08:28:29 Gelesen: 1428765 # 325
Hallo, wie wäre es mit Heldenbergen - gehört jetzt zu Nidda? Gruß Heinrich
DERMZ Am: 24.05.2016 09:18:06 Gelesen: 1428755 # 326
@ Heinrich3 [#325] Danke Heinrich, genau, das ist es! Danke Danke Danke. Viele Grüße aus dem eisigen Süden der Republik Olaf
DERMZ Am: 24.05.2016 09:25:53 Gelesen: 1428751 # 327
Guten Morgen, auch in der Nacht wird die Lesbarkeit der alten Schrift nicht einfacher, wieder fehlen einzelne Worte - werde ich wieder geholfen? Hier erst einmal die Karte und dann der Text der mir erscheint: Herrn St. Rat Dr. A. Stöckle Wildbad Herrenhilfe Württ 26.Aug.1924 Lieber Freund! Es freut mich, daß Euer Gedicht aus .... dich erreicht hat und dich zu einer ebenbürdigen .... begeisterte , die ich zu meiner großen Freude hier erhalten habe. Zu deiner Sammlg - .... Nächte sende ich dir diesen Beitrag , den du wohl noch nicht hast. Es ist hier sehr nett, trotz des schlechten Wetters, die Stadt gefällt mir außerordentlich. Lieder ist die schöne Zeit bald um und das alte ... be- ginnt weider. Am Montag fahre ich heim, am Dienstg. .... wieder los. Dir u. deiner l. Frau herzliche Grüße u. auf gute Erholung. Grüße an .... Ernst Aber ob das alles so stimmt? Viele Grüße aus dem Süden Olaf
Max78 Am: 24.05.2016 11:11:17 Gelesen: 1428723 # 328
Moin Olaf, hier mal eine Version meinerseits: 26.Aug.1924 Lieber Freund! Es freut mich, daß unser Gedicht aus St. Grainau (?) dich erreicht hat und dich zu einer ebenbürtigen poetischen Leistung begeisterte , die ich zu meiner großen Freude hier erhalten habe. Zu deiner Sammlung (abgekürzt) deutscher Städte sende ich dir diesen Beitrag , den du wohl noch nicht hast. Es ist hier sehr nett, trotz des schlechten Wetters, die Stadt gefällt mir außerordentlich. Lieder ist die schöne Zeit bald um und das alte Elend be- ginnt weider. Am Montag fahre ich heim, am Dienstg. gehts dann wieder los. Dir u. deiner l. Frau herzliche Grüße u. noch gute Erholung. Grüße an Enßlies (?), tippe auf den Nachnamen Enßle (Koseform). Ernsti War doch alles soweit ok von Dir. Noch einen kleinen Tipp bei Wörtern, bei denen ein gerader Strich drüber ist, da Du das unterstrichene Wort "dann" nicht lesen konntest. Es war damals üblich bei Doppel-M oder Doppel-N einen Strich drüberzusetzen und nur einen Buchstaben auszuschreiben. liebe Grüße Max
DERMZ Am: 24.05.2016 13:14:59 Gelesen: 1428702 # 329
@ Max78 [#328] Danke Max, die Geschichte mit Doppel-M und Doppel-N ist mir geläufig, doch das Hirn meint ab und an, dass es ja auch ein "u" sein könnte, da war/ist ja auch immer gerne ein Strich drüber. Und wenn ich dann beim "u" bin, dann komme ich nicht weiter. Aber ich versuche mal, die Wahrnehmung noch auf die doppelten Buchstaben zu schärfen. Vielen DANK für Deine wertvolle Hilfe. Gruss aus dem südlicheren Süden in den nördlicheren Süden Olaf
DERMZ Am: 31.05.2016 16:56:30 Gelesen: 1428027 # 330
Guten Nachmittag, der Chef von Habich-Farben hat(te) Geburtstag 1901 und erhielt die folgenden Glückwünsche: Jetzt hat der Text ganze 10 ( in Worten: zehn ) Wörter und ich kann wieder nicht alles lesen, ich könnte - na das lasse ich lieber. Hier mein Text Herrn Hermann Habich Veckerhagen bei Hann.Münden a.d. Weser Marburg, d. 10/2/1901 Lieber Hermann zu deinem ...den Geburtstag senden die herzlichsten Glückwünsche Ferd. Habich und Familie Was hat Hermann für einen Geburtstag gehabt (die extra herauskopierte Zeile), kann mir bitte wieder jemand helfen? Tausend Dank und viele Grüsse Olaf
Magdeburger Am: 31.05.2016 17:00:56 Gelesen: 1428024 # 331
@ DERMZ [#330] Hallo Olfaf ich lese "morgenden" Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Saguarojo Am: 31.05.2016 18:00:55 Gelesen: 1428003 # 332
@ DERMZ [#330] Ich lese auch "morgenden", merkwürdiges Deutsch. Viele Grüße Joachim
DERMZ Am: 31.05.2016 19:03:40 Gelesen: 1427986 # 333
@ Magdeburger [#331] @ Saguarojo [#332] Lieber Ulf, lieber Joachim, ich hatte es auch so gelesen, aber es kam mir auch sehr merkwürdig vor. Aber jetzt habt ihr mich bestätigt und dafür danke ich Euch ganz ganz herzlich. Schönen Abend noch Gruss Olaf
wajdz Am: 31.05.2016 19:45:28 Gelesen: 1427965 # 334
@ Saguarojo [#332] Nicht merkwürdig, sondern für uns heute veraltet. Gefunden im Portal für Rechtschreibung „Korrekturen“ MfG Jürgen -wajdz-
DERMZ Am: 01.06.2016 09:26:25 Gelesen: 1427871 # 335
Guten Morgen liebes Forum, üben, üben, üben .... ich übe weiterhin die Altdeutsche Schrift und kämpfe immer noch, es will mir noch nicht ganz gelingen, daher erneut die Bitte um Mitleser - ich hoffe, ich nerve damit niemanden. Wie immer, erst die Bilder, dann mein Textvorschlag Herrn Wilh. Hartwig Zarrentin Mecklbg. Marburg, Frankfurterstr. 44 Lieber Wilh. Deine Karte mit dem lieben Bild deines Kindes macht mir grosse Freude. Vielen Dank dafür. Deine fermutl. (?) Einladung nehme ich sehr gern an u. Freue mich jetzt schon auf Euch Alle. Würde ... Lübeck .... ich .... kommen, wenn .... und ... von Scharbeutz zurück sind. Mit dem Bild deiner Kinder würdest du auch Elly eine grosse Freude machen. Ihre Adresse ist i. Schwester Elisabeth H. Norderney, ... Grüße deine liebe Hermine herzlich von mir, ebenso deine süßen Gören, Mit herzl Grruß Deine alte Tante Philine Ja, die gute Tante Philine will irgendwie zwischen Marburg, Lübeck und Scharbeutz reisen, aber was genau hat sie vor. Wer weiß es? Vielen Dank und viele Grüße Olaf
Max78 Am: 01.06.2016 10:30:31 Gelesen: 1427857 # 336
Moin Olaf, hätte folgenden Vorschlag: Marburg, Frankfurterstr. 44 Lieber Wilh. Deine Karte mit dem lieben Bild deines Kindes macht mir grosse Freude. Vielen Dank dafür. Deine fermutl. (?) Einladung nehme ich sehr gern an u. Freue mich jetzt schon auf Euch Alle Vier. Nach Lübeck werde ich wohl kommen, wenn Tante und Onkel von Scharbeutz zurück sind. Mit dem Bild deiner Kinder würdest du auch Elly eine grosse Freude machen. Ihre Adresse ist : Schwester Elisabeth H. Norderney, Seehospiz - Grüße deine liebe Hermine herzlich von mir, ebenso deine süßen Gören, Mit herzl Gruß Deine alte Tante Philine
DERMZ Am: 01.06.2016 12:25:11 Gelesen: 1427832 # 337
@ Max78 [#336] Danke Max, wieder sehr hilfreich - ich hoffe, es klappt irgendwann auch mal ohne grosse Hilfe. Viele Grüsse Olaf
brunoh Am: 01.06.2016 14:43:35 Gelesen: 1427810 # 338
@ Max78 [#336] Hallo Schriftexperten, das fermutl. heißt freundl.(iche) Grüße aus Nürnberg Bruno
DERMZ Am: 01.06.2016 23:20:06 Gelesen: 1427743 # 339
@ brunoh [#338] Danke Bruno, vielen lieben Dank für die gute Unterstützung. Gruß Olaf
DERMZ Am: 01.06.2016 23:30:39 Gelesen: 1427740 # 340
Guten Abend ins Forum, jetzt kennt Ihr ja schon einige Winkel aus Marburg, der Blick auf die Universität ist allerdings meist der Gleiche (allerdings wunderschöne), aber die "Schrifthelden" sind doch immer wieder Andere. Wenn ich es recht lese, geht es im nächsten Text um Zeugnisse, stellt mir bitte keines aus für meine Lesekünste, das braucht noch ein wenig. Ich lese folgendes: Fräulein Elsbeth Krüger Bei Herrn Hofbesitzer Frichte Haarstorf bei Ebstorf Marb. D. 5.10.16 Lb. Elsb. Dank dir für die Karte. Heute haben meine Ferien ange- fangen. Siehst du, da ... an sich nichts gewesen . Sonnabend fahre ich mit Grete für 5-6 Tg. nach Dillenburg, das mit ...berg hat sich zerschlagen. – Nun bin ich schon 8 Tg. hier – es waren aber ... ziemlich …. Dieses bittersten Zeugnisse u.s.w. Bald Brief! Herzl. Gruß dir u. deiner ... Ich freue mich schon auf Antworten - tausend DANK vorab. Viele Grüße Olaf
volkimal Am: 02.06.2016 09:29:22 Gelesen: 1427683 # 341
@ DERMZ [#340] Hallo Olaf, ich lese: Marb. D. 5.10.16 Lb. Elsb. Dank dir für die Karte. Heute haben meine Ferien ange- fangen. Siehst du, da wär’s bzgl(?) an sich nichts gewesen . Sonnabend fahre ich mit Grete für 5-6 Tg. nach Dillenburg, das mit Langenberg hat sich zerschlagen. – Nun bin ich schon 8 Tg. hier – es waren aber noch ziemlich unruhige durchs Einrichten, Zeugnisse u.s.w. Bald Brief! Herzl. Gruß dir u. deiner ... Viele Grüße Volkmar
brunoh Am: 02.06.2016 13:30:30 Gelesen: 1427639 # 342
Hallo Olaf, bin mit der Übersetzung von Volkmar soweit gleich. Der dritte Satz ergibt für mich zwar keinen Sinn, lautet meiner Meinung nach aber: Siehst du, da wär´s wohl an sich nichts gewesen. Das letzte Wort im Abschiedsgruß könnte evtl. die Abkürzung für "Familie" sein. Grüße aus Nürnberg Bruno
DERMZ Am: 02.06.2016 22:28:55 Gelesen: 1427584 # 343
@ volkimal [#341] @ brunoh [#342] Tausend Dank Volkmar und Bruno, ich bin Euch sooooooooooo dankbar für diese viele Hilfe. Wünsche Euch einen schönen Abend. Gruss Olaf
DERMZ Am: 04.06.2016 10:24:44 Gelesen: 1427544 # 344
Guten Morgen, Marburg, Marburg, immer nur Marburg. Es wird mich noch einige Zeit beschäftigen, und die lieben Mitleser auch. Heute scheitere ich an einer Karte aus dem Jahr 1920, der Anfang scheint mir noch klar zu sein, aber am Ende geht dann gar nichts mehr und damit man es ein wenig besser lesen kann, was an Herrn Pastor Schützer geschrieben wurde: Ich lese folgendes: Herrn Pastor W. Schützer Groß=Schneen b/ Göttingen Marburg/L., Weidenhäuser Str. 104 b/Lauer den 1.5.1920 Lieber Vater! früh morgens um ¾10 Uhr bin ich bei strahlendem Maienwetter in M. angelangt, das Alfons bisher gesehen an Natur= u.Stadtschönheit in ein mehr ver= schmolzen über....- Über den anstrengenden, aber glück= lichen Verlauf der 600km=Reise durch ... schreibe ich demnächst, wie überall .... Recht herzl. Grüße ... Bitte korrigiert und ergänzt doch mein Geschreibsel, ich fürchte ich habe mehr Fehler als Richtiges. Schönes Wochenende Olaf
Max78 Am: 04.06.2016 12:25:30 Gelesen: 1427528 # 345
Nachdem Du mir so nett weiter geholfen hast, im folgenden mein Vorschlag: Bei dem ? zu Gretchen Br. könnte es auch Geschwister heißen. Und noch eine Verbesserung meines Texts: das "Geschehene" heißt: das "Gesehene". mit Grüßen Max
DERMZ Am: 04.06.2016 16:19:56 Gelesen: 1427505 # 346
@ Max78 [#345] Danke Max, ich helfe Dir auch gerne, wenn ich etwas weiß. Viele Grüße Olaf
DERMZ Am: 15.06.2016 20:46:08 Gelesen: 1426715 # 347
@ DERMZ [#346] Guten Abend, es ist Zeit, auch mal die Reise in das zweite Marburg anzutreten, dieses Mal kommt die Karte aus Marburg an der Drau, heute besser bekannt als Maribor. Hier eine Ansicht aus desm Stadtpark: Und Konrad hat seiner innig geliebten Herzensdame folgende Botschaft geschrieben: Olaf liest da jetzt folgendes: Fräulein Emmy Horvath Laibach b/ I.C. Meyr B.C. In einiger Zeit wirst Du, liebe Emmy, einen Brief em- pfangen, in dem ich dir vor- .... mittheilen möchte. Bist Du bereit? Sende dir 1000 Grüße, 1000000 Busserl und wünsche italieni- sche Antwort. Dein d.i.l. Konrad Sch.... Was möchte Konrad mittheilen? Ich weiß es nicht... und was meint er mit einer "italienischen Antwort"? Danke für die Hilfe und schönen Gruß Olaf
inflamicha Am: 15.06.2016 20:51:38 Gelesen: 1426712 # 348
@ DERMZ [#347] Hallo Olaf, Konrad will seiner innig Geliebten "Verschiedenes" mitteilen- wir sind also so schlau als wie zuvor. Von einer italienischen Antwort habe ich auch noch nie gehört. Vielleicht eine Antwort in italienischer Sprache ? Gruß Michael
bayern klassisch Am: 15.06.2016 20:52:37 Gelesen: 1426710 # 349
@ DERMZ [#347] Hallo Olaf, "in dem ich dir verschiedenes mittheilen möchte". Italienische Antwort sagt mir leider nichts. Liebe Grüsse, Ralph
DERMZ Am: 15.06.2016 21:43:06 Gelesen: 1426693 # 350
@ bayern klassisch [#349] @ inflamicha [#348] Guten Abend Michael und Ralph, ich habe da jetzt wirklich mehrere Tag gesessen und ich wollte es unbedingt herausbekommen. Es ist mir nicht gelungen. Jetzt, wo Ihr es mir schreibt, da fällt es wie Schuppen von den Haaren - es sieht jetzt so einfach aus. Die italienische Antwort ist wahrscheinlich "Amore", wer weiß, wer weiß ... - wir werden es wohl nie erfahren. Vielen Dank für die Hilfe und viele Grüße Olaf
DERMZ Am: 16.06.2016 07:29:25 Gelesen: 1426657 # 351
Guten Morgen, wir frühstücken heute wieder in Marburg an der Lahn, dort besuchen wir die Frankfurter Straße ... ja Marburg hat mehr als nur Schloß und Universität. Die Adresse ist mir klar: Fräulein Luise Feuring In Richstein Bei Arfeld Kreis Wittgenstein Doch der Platz auf der Karte war sehr "begrenzt" für die Menge an Mitteilungen an das liebe Fräulein in der "Unterschrift" lese ich folgenden Lückentext: Liebe Freundin Wie Du vielleicht von ... und ... erfahren hast suchen wir ein Mädchen bis zum 15. ..... und ich hätte sehr gravieren- de Sie v. .... nicht. Bis zum 15. Ist doch auch die meiste Arbeit getan. Es geht nun so schön dann kommen wir 2 schon zusammen. wir habens jetzt so gut hier. Die eine bessere Stelle gibt .... nicht. Und .... du sie als ... du.... wärst. … an deiner Mutter bis …. Wenn ich mal komme bringe ich ihr auch ein Pfund Kaffee mit. Viele Grüsse Klara In der "Überschrift" komme ich zu folgendem: Aber ungedingt bis Mittwoch schreiben, aber hoffe u. Bis .... das es mir ... nicht ab- schreiben . Viele Grüsse An Alle Freundlichen Grüsse Heinz .... Das reichte noch nicht, der Hut musste auch noch drauf, der steht auf der Vorderseite Dann kannst Du doch schon deinen Hut auftun Hast ihn doch gerade Noch nicht mal aufgehabt Ob wohl ein Hut, ähnlich dem der Mädels auf der Straße gemeint ist? Ich habe jetzt kreuz und quer gelesen, aber es sind - wie so oft - noch Lücken aufgetaucht. Wer kann die Lücken füllen? Viele Grüße Olaf
volkimal Am: 16.06.2016 10:13:55 Gelesen: 1426641 # 352
@ DERMZ [#351] Hallo Olaf, ich bin noch nicht fertig, habe aber momentan keine Zeit mehr. Bisher lese ich folgendes: Liebe Freundin Wie Du vielleicht von Johanna Sch. erfahren hast suchen wir ein Mädchen bis zum 15. ..... und ich hätte sehr gern einen die hierher kämmst Bis zum 15. Ist doch auch die meiste Arbeit getan. Es geht nun so schön dann kommen wir 2 schon zusammen. wir habens jetzt so gut hier. Den eine bessere Stelle gibt’s gar nicht. Und kochen lernst du sie als wenn du in Pension wärst. Halte an deiner Mutter bis …. Wenn ich mal komme bringe ich ihr auch ein Pfund Kaffee mit. Viele Grüsse Klara An einigen Stellen bin ich mir noch nicht ganz sicher. Ein Problem ist, dass Klara zum Teil im Deutschen nicht ganz sicher war. Da die Grammatik nicht stimmt, ist einiges schwer zu lesen. Viele Grüße Volkmar
Max78 Am: 16.06.2016 12:30:21 Gelesen: 1426623 # 353
Servus Olaf, hier noch mein Vorschlag, der fast identisch zu Volkmar's ist: Liebe Freundin! Wie Du vielleicht von Johanna Sch. erfahren hast suchen wir ein Mädchen bis zum 15. Okt. B. B. und ich hätte sehr gern wenn Du hier her kommest. Bis zum 15. Ist doch auch die meiste Arbeit getan. Es paßt nun so schön (schon), dann kommen wir 2 schön (schon) zusammen. Wir haben’s jetzt so gut hier. Denn eine bessere Stelle gibt’s gar nicht. Und kochen lernst Du hier als, wenn Du in Pension wärst. Halte an deiner Mutter bisschen an. Wenn ich mal komme bring ich ihr auch ein Pfund Kaffee mit, viele Grüße Klara. Aber unbedingt bis Mittwoch schreiben, aber hoffentlich wirst Du es mir nicht abschreiben, Viele Grüße an alle, freundlichen Gruß Heinr. Knecht (?)
DERMZ Am: 16.06.2016 20:41:20 Gelesen: 1426582 # 354
@ volkimal [#352] @ Max78 [#353] Meine Helden! vielen vielen Dank, es klappt ja schon ein wenig besser mit dem Lesen der Alten Schrift, aber ich bin immer noch verloren, wenn ich nicht solche perfekte Hilfe bekäme! Vielen Dank Volkmar und Max Alles Gute Olaf
DERMZ Am: 19.06.2016 07:04:53 Gelesen: 1426467 # 355
Guten Sonntag Morgen, heute will die Altdeutsche Schrift wieder mal gar nicht, ich bin fast am Verzweifeln, wo es doch hinterher immer so einfach aussieht. Bekomme ich wieder Assistenz? Also 1924 schreibt der Fritz an Kurgast Irene Braun in Dangast: Ich habe bisher folgendes gelesen: Frau Irene Braun zr. Zt. Dangast b. Varel i. Oldenburg Kurhaus L. Angehörige! Brief erhalten. Warum schreibt mir Irmgard nicht einmal? Sie soll auch mal nach S...berg u. Briefkarten schicken. 40 .. sind mit Kuvert gut. Wahrschein- lich komme ich am Freitag, so dass ich Franz Merg bei Euch an- treffe. Wie schon ----- u. .... Viele Grüße und Küsse Fritz Marburg 2.Aug 24 Bestimmt habe ich wieder ganz viel Phantasie in einzelne Wörter gesteckt, bitte korrigiert mich. Danke. Viele Grüße und schönen Sonntag Olaf
Max78 Am: 19.06.2016 12:09:42 Gelesen: 1426441 # 356
Mal wieder ein Versuch von mir, ist ja immer eine gute Übung und Du hast ja alles soweit schon fast perfekt umgeschrieben: Frau Irene Braun zr. Zt. Dangast b. Varel i. Oldenburg Kurhaus L. Angehörige! Brief erhalten. Warum schreibt mir Irmgard nicht einmal? Sie soll auch mal nach Seulberg u. bei noch (?, eventuell beinah) Karten schicken. Ich wohne hier mit Reuß.. (?, Eigenname) zus. Wahrschein- lich komme ich am Freitag, so dass ich Freit. Morg. (?) bei Euch ein- treffe. Wir fahren wahrsch. einmal n. Norderney. Viele Grüße und Küsse Fritz Marburg 2.Aug 24 mit Grüßen Max
DERMZ Am: 20.06.2016 05:47:11 Gelesen: 1426391 # 357
@ Max78 [#356] Vielen Dank Max, ich muss doch noch viel lesen, bis es richtig von der Hand geht. Grüße aus dem südlichen Süden Olaf
Magdeburger Am: 21.06.2016 13:10:26 Gelesen: 1426320 # 358
Liebe Sammelfreunde, ich bräuchte mal wieder Hilfe (ein paar Worte konnte ich lesen, bei einigen bin ich mir auch nicht sicher): Wohlgeborner Hochgeehrter Herr Stiftsrath. Ich bin Eure Wohlgeboren sehr verbunden, für die Mitheilung der Rechnungen und Akten, welche beym Paquket am 8 ten Janunar in dem beyzu .... meine fatale Gicht mich verhinderten - versandet worden sind. Dieselben erhalten sämtliche Aktenstücke, nebst meiner Unterschriften, wo diese erforder- lich waren, anbey zurück. Die Rechnungen sind wie gewöhnlich sehr richtig, auch habe ich sonst nichts zu bemerken gefunden. Sehr schätzbar und ungenehm wird es mir jederzeit seyn, Eurer Wohlgeboren in meinem Hause antworten zu können, nur bedaure ich daß die jetztige Jahreszeit nur solche Reise nicht angenehm machen wird. Der Verkauf des Gutes Mosigkau interessiert mich sehr, weil ich überzeugt bin, daß irren der Kaufpreiß nicht zu hoch ist, die ....... von mehreren Grundstücken für das Stift sehr vortheilhaft seyn wird. So viel ich weiß, wird der Todestag der Stifterin in Mosigkau durch eine Predigt am 2ten Aprill gefeiert, ich werde mich, wenn es meine Gesundheit erlaubt an diesen Tage in Mosigkau einfinden, vor 9 Uhr geht doch erst der Gottesdienst nicht an ? Bloß in dem Falle, daß ich mich in der Sache oder dem Tage irren sollte, bitte ich um einige Belehrung. Mit meiner Gesundheit geht es zwar viel besßer, doch habe ich bis heute Heck- lingen nach nicht verlasßen dürfen, sondern mache .................. Mit vollkommener Hochachtung von Herrn Eure Wohlgeborener ergebens von Trotha Hecklingen d. 12ten Februar 1832 Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Michael D Am: 21.06.2016 13:30:59 Gelesen: 1426316 # 359
@ Magdeburger [#358] Mit meiner Gesundheit geht es zwar viel besßer, doch habe ich bis heute Heck- lingen nach nicht verlasßen dürfen, sondern mache bloß kleine Spatzierfahrten Gruß Michael
volkimal Am: 21.06.2016 13:52:56 Gelesen: 1426311 # 360
@ Magdeburger [#358] Hallo Ulf, ich lese: Ich bin Eure Wohlgeboren sehr verbunden, für die Mitheilung der Rechnungen und Akten, welche beym Kapitel am 8 ten Janunar in dem beyzu wohnen meine fatale Gicht mich verhinderten - versandet worden sind. Kaufpreiß nicht zu hoch ist, die Äquisition von mehreren Grundstücken für das Stift sehr vortheilhaft seyn wird. Viele Grüße Volkmar
Magdeburger Am: 21.06.2016 15:47:50 Gelesen: 1426291 # 361
@ Michael D [#359] @ volkimal [#360] Hallo ihr Beiden, das ging ja schnell! Recht herzlichen Dank! Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Soliver Am: 22.06.2016 12:25:03 Gelesen: 1426241 # 362
Liebe Sammlerfreunde, könntet ihr mit bitte helfen, diese Quittung zu lesen? Herzlichen Dank im Voraus Oliver
DERMZ Am: 22.06.2016 13:19:58 Gelesen: 1426232 # 363
@ Soliver [#362] Hallo Oliver, ein wenig kann ich lesen, es geht um Kuh und Kalb, aber ein paar Lücken sind noch da: Bescheinigung Die Taxe für Beförderung von 1 .... 1 Kuh u. 1 Kalb von hier nach Karlsruhe beträgt 7M 60 Pfg. Für Reinigung des .... beträgt die Desinfektionsgebühr 1 Mark Graben-N., den 27. Septbr 1886 Gr. ...inspektion .... Ich hoffe, es hilft schon mal ein kleines Stück. Gruss Olaf
Soliver Am: 22.06.2016 16:17:04 Gelesen: 1426213 # 364
Hallo Olaf, danke für deine schnelle Antwort. Durch deine Vorarbeit konnte ich den Rest erahnen. Das müsste so jetzt passen. Die Taxe für Beförderung von 1 Karren 1 Kuh u. 1 Kalb von hier nach Karlsruhe beträgt 7M 60 Pfg. Für Reinigung des Wagons beträgt die Desinfektionsgebühr 1 Mark. Graben-N., den 27. Septbr 1886 Gr. Bahninspektion Gruß Oliver
Saguarojo Am: 22.06.2016 16:34:24 Gelesen: 1426209 # 365
"Die Taxe für Beförderung von 1 Farren". Ein Farren ist ein junges, aber schon ausgewachsenes männliches Rindvieh. Viele Grüße Joachim
Soliver Am: 22.06.2016 17:11:47 Gelesen: 1426201 # 366
Danke. Den Begriff hatte ich bis jetzt noch nicht gehört. Gruß Oliver
briefefan (RIP) Am: 22.06.2016 22:26:39 Gelesen: 1426176 # 367
@ Magdeburger [#358] @ volkimal [#360] Ich lese noch Folgendes: ...verhinderte - verhandelt worden sind... ... in meinem Hause aufwarten zu können... ... ich überzeugt bin, daß wenn der Kaufpreiß nicht... ... Hecklingen noch nicht verlassen dürfen... Grüße von briefefan
volkimal Am: 23.06.2016 10:11:34 Gelesen: 1426141 # 368
@ briefefan [#367] Hallo briefefan, natürlich hast Du recht. Beim letzten Mal hatte ich nicht viel Zeit und ich habe nicht den ganzen Text gelesen. Ich habe nur versucht, die Lücken zu schließen. Viele Grüße Volkmar
Magdeburger Am: 23.06.2016 16:53:34 Gelesen: 1426115 # 369
@ briefefan [#367] Hallo briefefan, danke für die Hilfe. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
DERMZ Am: 25.06.2016 16:30:49 Gelesen: 1425862 # 370
Ihr Lieben Leut, wenn schon das Wetter nicht so lieblich ist, so "brennt" die nächste Karte noch von Liebe, auch wenn sie am verlöschen ist, wer weiß? Heute blicken wir - zusammen mit Reginchen - wieder mal auf die Universität: Reginchen hat wohl in letzter Zeit die Liebe nicht erwidert, darum wurde folgende Karte geschrieben: Ich lese folgendes: Fräulein Reginchen Ackermann Hiltrup b/Münster (Westf.) Mein liebes, süßes Reginchen, Ich habe dich geliebt und liebe Dich noch Und ...... zusammen aus Ihnen .... noch .... meiner Liebe Flammen Hast du W .... hierfür? Erhielt von Carl S. B-t-t auf K.... Es ist so ein kurzer Text, doch die Kenntnisse reichen noch immer nicht. Ganz lieben Dank für Eure liebe Hilfe. Olaf
volkimal Am: 25.06.2016 17:28:50 Gelesen: 1425848 # 371
@ DERMZ [#370] Hallo Olaf, das ist einmal ein interessanter Text: Mein liebes, süßes Reginchen, Ich habe dich geliebt und liebe Dich noch Und schlüge die Welt zusammen aus Ihren Trümmern stiege noch empor meiner Liebe Flammen Hast du Verwendung hierfür? Erhielt von Carl S. B-t-t auch Karten(?) Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 25.06.2016 19:30:20 Gelesen: 1425828 # 372
@ volkimal [#371] Danke Volkmar, ja, das ist wirklich mal ein anderer Text, meist sind es ja nur Grüße und es geht den Menschen gut. Vielleicht hat sich Reginchen ja noch umstimmen lassen? Viele Grüße und vielen Dank Olaf
DERMZ Am: 26.06.2016 09:08:14 Gelesen: 1425793 # 373
Guten Morgen, nach Reginchen, kommen wir heute zu einem weiteren Marburger, dieser hat im Oktober 1907 nicht Lebewohl gesagt, aber seht selbst: Hieß der Freund jetzt Paul Dressler oder Paul Tressler, ich bin mir nicht sicher - bei der Anschrift lese ich Tressler, bei der Anrede Dressler. Herrn stud. rer. nat. Paul Tressler Jena Mägdestr. 24/10 Langensalza Mbg. Am Grün 40. 22. X. 07. M.l. Dressler! Leider konnte ich dir nicht mehr Lebewohl sagen. Letzten Sonnabend war ich in .... , aber niemand sonst war da. So bin ich Mo. nach hier abgedampft, wo es ... zu werden .... . Fast genau so wie Jena, kleinere Ver- hältnisse, bloß wunder... Universität, schön bergige ...... Umgebung. Grüße bitte auch die anderen .... und zu Schluß herzlich gegrüßt von Deinem W. Fünemann z.Zt. Sarnau/Lahn ....... Ich danke mal wieder für die Wochenendliche Hilfe. Olaf
DerLu Am: 26.06.2016 10:04:52 Gelesen: 1425781 # 374
@ DERMZ [#373] Hallo Olaf, ich lese "Letzten Sonnabend war ich im Mohren, aber ... wo es recht schön zu werden verspricht." Gruß DerLu
volkimal Am: 26.06.2016 10:46:47 Gelesen: 1425766 # 375
@ DERMZ [#373] Hallo Olaf, z.Zt. Sarnau/Lahn Handschuhfabrik Das Wort vor Umgebung ist mir nicht klar. Viele Grüße Volkmar
Max78 Am: 26.06.2016 13:19:00 Gelesen: 1425733 # 376
Um die Runde noch komplett zu machen im Verein der Sütterlin-Liebhaber und Rätselfans: ... bergige waldige Umgebung ... bitte auch die anderen Herrn ... Einen schönen Sonntag und viel Spaß heute Abend um 6, Max
DERMZ Am: 26.06.2016 13:34:00 Gelesen: 1425727 # 377
@ DerLu [#374] @ volkimal [#375] @ Max78 [#376] Da kann ich Derlu, Volkmar und Max wieder einmal nur danke sagen, ich werde es noch vor 6 in meiner Sammlung einfügen. Vielen vielen Dank und hoffen wir auf ein schönes spannendes Spiel heute Abend. Gruss Olaf
briefefan (RIP) Am: 28.06.2016 00:01:33 Gelesen: 1425627 # 378
@ DERMZ [#373] @ volkimal [#375] Ich lese noch Dressler, also mit D bloß wunderbare Universität und sei selbst herzlich gegrüßt von Deinem W. Junemann? z.Zt. Langensalza Handschuhfabrik Grüße von briefefan.
DERMZ Am: 28.06.2016 08:59:13 Gelesen: 1425518 # 379
@ briefefan [#378] Guten Morgen briefefan, vielen Dank für Deine Ergänzungen, diese kleinen Stücke haben noch gefehlt. ABER Langensalza wirft einen neuen Aspekt ein, ich vermute immer noch, dass es sich um Sarnau / Lahn handelt. Sarnau ist etwa 10 km von Marburg entfernt und hat eine direkte Bahnverbindung über Cölbe, es war/ist die Bahnstrecke von Marburg nach Biedenkopf/Laasphe bzw. Marburg-Frankenberg-Volkmarsen, die Strecke teilt sich in Sarnau. Jetzt muss ich aber in die Forschung gehen, ob es überhaupt jemals eine Handschuhfabrik in Sarnau gegeben hat? Da kommen mir jetzt so erste Zweifel. Vielleicht doch eher in Langensalza. Wenn ich etwas erfahre, werde ich es mitteilen. Nochmals Danke und viele Grüsse Olaf
volkimal Am: 28.06.2016 11:41:15 Gelesen: 1425466 # 380
@ DERMZ [#379] Hallo Olaf, briefefan hat recht. Oben steht eindeutig Langensalza. Es ist ja ein Nachsendendehinweis und er passt genau zur Angabe unten: "24/10 Langensalza". Ich habe aus Zeitgründen mal wieder nur auf die Lücken geschaut. Viele Grüß Volkmar
DERMZ Am: 28.06.2016 18:55:38 Gelesen: 1425412 # 381
@ volkimal [#380] @ briefefan [#378] Hallo briefefan, hallo Volkmar, ja, jetzt habe ich es auch gesehen - die Sache mit der Brille ... briefefan hat natürlich Recht, es ist Langensalza. Und eine Handschuhfabrik gab es auch, 2014 wurde ein Denkmalschutzpreis für die Erhaltung gewonnen [1]. Vielen Dank für die Hilfe und Berichtigung. Gruss Olaf [1] http://www.thueringen.de/th1/tsk/kultur/foerderung/denkmalschutzpreis/2014/index.aspx
DERMZ Am: 02.07.2016 14:50:57 Gelesen: 1425055 # 382
Guten Samstag neuer Regen bringt neuen Lesestoff. Ich bin - wie schon fast üblich - mit meiner Schriftdeutung am Ende, und das, obwohl es so ein sauberes Schriftbild ist, also - los geht's: und hier wieder der Text: Ich lese heute folgendes: Frau Pfarrer Schütz Neukirch Ober.... 7.4.1913 S.L.! Gestern wollte ich dir einene Gruß von meinem Ausflug schicken; aber ich kam nicht dazu, wil ich überall nur kurzen Aufenthalt hatte. Gestern war ich ganz frei und machte darum bei dem schönne Wetter eine Tour nach Fredershausen. Die L... dort freuten sich recht über deas Wiedersehen und gaben mir noch 1 Stunde lang das .... auf den Rückweg. Es war ein recht hübscher Tag. Heute Nachmittag will Spiess kommen. Gleich wird's wieder eine Fragetour (?) geben. Herzl. Grüße vielen Dank für deine Briefkarte! von deiner Ehr. Wer hat eine Idee, in welchem Neukirch die Frau Schütz 1913 daheim war, Auswahl gibt es genug. Vielen Dank für die Unterstützung und Sonnenschein ist jederzeit willkommen Ein Gruß aus dem Süden Olaf
Max78 Am: 02.07.2016 16:48:51 Gelesen: 1425039 # 383
Ja, ich kann's nicht lassen, beim Rätselraten mitzumachen. ;-) Also, bei Neukirch tippe ich auf die Gemeinde Stein-Neukirch im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz, da das Wort unterhalb Oberwesterwald heißt. Zu den noch wenig übrig gebliebenen Textlücken: ... eine Tour nach FREBERSHAUSEN. Die Bekannten ... das Geleit auf den Rückweg... eine Prozedur geben... mit Grüßen Max
DERMZ Am: 02.07.2016 17:52:36 Gelesen: 1425025 # 384
@ Max78 [#383] Danke Max, wenn man den Oberwesterwald nicht lesen kann, dann ist es mit der Zuordnung auch wirklich nicht leicht. Und auch wieder tausend Dank für die Textbausteine, wie immer sehr sehr hilfreich - ohne Hilfe komme ich da einfach noch nicht weiter. Viele Grüße und schönes Wochenende Olaf
Max78 Am: 02.07.2016 19:08:44 Gelesen: 1425004 # 385
Das wird schon mit der Zeit! Ich habe mir angewöhnt, gar nicht mehr von Wort zu Wort zu springen, sondern den kompletten Satz ins Auge zu nehmen. So kommt man manchmal sogar ohne "Buchstabenlesen" auf das richtige Wort. Natürlich bringen einem Eigennamen, Städtenamen und all das Zeug manchmal zum Verzweifeln. Da ist es oft vorteilhaft, wenn man auf mehrere Dokumente zurückgreifen kann. Einen schönen Abend Dir heute beim Spiel, wenn Dich Fußball interessiert!
DERMZ Am: 03.07.2016 10:36:32 Gelesen: 1424930 # 386
Guten Sonntag, wo bin ich denn heute? In Marburg an der Lahn, nein eher in Marburg an der Drau - aber auch dort nicht, heute ist es eine Ortspostkarte aus Dresden, die mich scheitern lässt. Und hier der kleine Text: Für mich klingen die "Busch"trommeln wie folgt: An Herrn Georg Busch in Dresden Altstadt 28. Saalhauserstraße 14 j. Schnell auf dieser Karte nen Gruß! darf nicht viel an Zeit verlieren. Bald ich Antwort habe ... Und erst wie zu sch... sendet deine Schwester Gertrud Busch. Vielen Dank und schönen sonnigen Sonntag wünscht Olaf
volkimal Am: 03.07.2016 15:30:20 Gelesen: 1424893 # 387
@ DERMZ [#386] Hallo Olaf, das eine Wort glaube ich zu erkennen: "schnabulieren". Das erste Wort ist mir noch nicht klar. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 03.07.2016 18:22:37 Gelesen: 1424862 # 388
@ DERMZ [#386] Hallo Olaf, ich habe mir den Text noch einmal angesehen. Evtl. heißt es: "Bald ich Antwort haben werd J." Es ist aber nicht sicher. Viele Grüße Volkmar
Max78 Am: 03.07.2016 20:29:26 Gelesen: 1424845 # 389
Zu guter Letzt mein Vorschlag: ... Antwort haben muß. ... Einen schönen Sonntag Abend mit Grüßen Max
volkimal Am: 03.07.2016 20:48:27 Gelesen: 1424840 # 390
@ Max78 [#389] Hallo Max, das ist es! Das lange "s" mit dem anhängenden "z" habe ich nicht erkannt. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 03.07.2016 21:42:57 Gelesen: 1424828 # 391
@ volkimal [#390] @ Max78 [#389] Danke Volkmar, danke Max! Das ist einfach wunderbar mit der Hilfe hier im Forum. Danke DANKE Danke! Gruß Olaf
DERMZ Am: 03.07.2016 22:19:37 Gelesen: 1424821 # 392
Guten Abend, nachdem das Runde jetzt schon fünf mal im Eckigen ist, kann ich doch noch schnell die Suche nach dem letzten Wort starten ... am Bahnhof habe ich es leider nicht gefunden. Ich lese jetzt folgendes: Herrn Joseph Hannappel Gymnasiast in Fulda Himmelsberg, den 16.Nov.1910. Lieber Petter! Deine schöne Karte erhalten, besten Dank. Wir haben in der letzten Zeit ziemlich geschossen. Am Mon- tag abend habe ich 2 Rehe geschossen. Wir warten nur noch auf dieses sch... Dir herzl. Grüße Dein Ludwig .... was fehlt, worauf wird gewartet? Ich warte und hoffe, daß ich mal einen ganzen Text lesen kann In erwartungsvoller Stille grüßt Olaf
Max78 Am: 03.07.2016 22:20:42 Gelesen: 1424820 # 393
@ volkimal [#390] Ja, das war ein wenig schwerer zu sehen, da das obere große Z von Zeit mit in das Wort reinlief. Ich hab einfach den Lauf des Stiftes verfolgt, dann ging es dann. Da ich es auch liebe, mit Gimp herumzuspielen, hier eine kleine Bastelprobe: so kleinlich kann man manchmal sein ;-) mit Grüßen Max --- Hallo Olaf, zu Deiner letzten Karte: versuch nochmal den letzten Satz zu lesen: das Wort "dieses" heißt anders. Bei "dieses" hättest Du nochmal ein S in der Mitte, das nach unten gezogen wäre (auch läßt sich dort ein T-Strich finden). Wenn Du das Wort rausgefunden hast, dann wird Dir das letzte Wort auch gleich klar. Hier noch als weitere Hilfe dasselbe Wort eines anderen Schreiberlings im Vergleich:
DERMZ Am: 04.07.2016 00:01:08 Gelesen: 1424776 # 394
@ Max78 [#393] Hallo Max, gleich ist es Schnee von gestern, ja, ich muß noch viele viele Handschriften lesen, bis ich es kann. Ja, so komme ich zu der Lösung. Wir warten noch auf etwas Schnee ... Wer denkt den auch im Hochsommer an Schnee? Ich gehe mich dann mal auf die Wintersaison vorbereiten. DANKE Max, wieder sehr lehr- und hilfreich. Gute Nacht Olaf
FG.32.VII Am: 04.07.2016 01:49:36 Gelesen: 1424767 # 395
Hallo Gemeinde, wer Sütterlin/Courent lernen möchte, der "Bund für Deutsche Schrift & Sprache" hat da ein paar sehr gute Lernunterlagen: http://www.bfds.de/bfds.php?s=netzladen&kat=lernmittel Diese habe ich auch für mein "Schriftstudium" im Rahmen meiner Sammlung genutzt. Grüsse aus dem Rheinland FG.32.VII / Rainer
DERMZ Am: 04.07.2016 10:05:27 Gelesen: 1424721 # 396
@ FG.32.VII [#395] Danke Rainer, ich habe mir mal zwei Bücher bestellt - mal sehen, ob ich danach einfacher lesen kann. Man wird es an der Menge der Beiträge sicherlich merken werden. Schöne Woche wünscht Olaf
FG.32.VII Am: 04.07.2016 20:40:04 Gelesen: 1424640 # 397
@ DERMZ [#396] Ich bin gespannt; mir hat es durchaus geholfen. ;o)
DERMZ Am: 04.07.2016 23:05:20 Gelesen: 1424607 # 398
Guten Abend, heute ist es wieder Ernst! Wie schon in Beitrag [#238] und [#252] schreibt Ernst wieder an seinen Großpapa in Hamburg, inzwischen ist es Advent im Jahre 1906. Ein wenig habe ich mich schon an die Schrift gewöhnt, aber leider habe ich immer noch zwei Lücken, die geschlossen werden dürfen. Meiner Ansicht nach schreibt Ernst folgendes: Herrn Ingenieur E. Foerster Hamburg 6 Agathenstr. 2 II Mein lieber Großpapa! Nun habe ich doch wieder darauf vergessen, mich für die hübschen “Schattenbilder” zu bedanken; am besten gefällt mir entschieden Lavinia, sie ist merkwürdiger Weise sehr gut getroffen, uns hat das Bildchen solches Vergnügen ge- macht, dass ich darüber Lavinia’s Bild im Ballkleid gestellt habe. Du wurdest gut getrof- fen, aber der Bart ist meiner Ansicht zu lang geschnitten, und Lora ist entschieden von allen Leistungen am Künst- lerischsten, wenn hier noch die Por- trätähnlichkeit wohl nicht .... nach zu machen. Lavinia schreibt mir so eben einen langen Brief, sie ist überglücklich über die Bildchen und alle die anderen Ge- burtstagsgeschenke und bittet mich dringend dir zu sagen, dass sie dir tausend Mal dan- ken läßt. Sie sei ganz erstaunt und weiß gar nicht wie sie so viel Liebe verdient! Das gute, liebe Mädel! ... und einen herzlichen Gruß u. Kuss d.d.l. Ernst Ich danke den vielen vielen Helfern - und ich hoffe, es wird nicht langweilig. Viele Grüße Olaf
Max78 Am: 06.07.2016 18:20:45 Gelesen: 1424388 # 399
Servus Olaf, das ist wirklich ein bisschen gekraxelt. Aber ich kann mir vorstellen das die erste Lücke heisst: ... wohl nicht genau nachzuweisen... Ich hab mal die Buchstaben rot gefärbt, das kleine g sieht aus wie ein kleines h, das ist auf den ersten Blick ein wenig verwirrend. Dann das kleine a. Gegen Ende der Karte wird die Schrift ja oft ein wenig schlimmer, aber der Strich unter "die" kann eigentlich nur ein U-Strich sein, daher das Wort "genau". Bin mir allerdings auch nicht 100 pro sicher: Das letzte Wort heißt lebewohl, der Standard-Abschiedsgruß zu dieser Zeit. Gratuliere, da hast Du ja schon ein ziemlich kniffliges Ding gelöst. ;-) mit Grüßen Max
DERMZ Am: 06.07.2016 23:23:22 Gelesen: 1424334 # 400
@ Max78 [#399] Guten Abend Max, wenn Du es mir "vormalst", dann ist es auf einmal ganz ganz einfach! Ja, ich spüre schon leichte Fortschritte, aber ab und an kann ich doch in die Tischplatte beißen. Ich sage jedenfalls nochmals tausend DANK für die Hilfe @ alle Und da wir ja immer knobeln und rätseln, was heißt was, was bedeutet welches Wort - so will ich heute mal ein wenig das Thema auflösen und will Euch heute eine Karte zeigen, wo mich einfach diese Akkuranz und Deutlichkeit fasziniert - wenn ja jeder so eine Handschrift hätte. Heute darf jeder, der mag, selber lesen, für alle Anderen hier die "Übersetzung", die es eigentlich gar nicht braucht: Mr. Karl Henckell écrivain allemand ( Anmerkung: deutscher Schriftsteller ) Paris Quai Bourbon 53. MARBURG, den 15.Oktober 1907. Lieber Karl, ich schreibe Dir noch nach Paris, da ich nicht weiß, für wann Du die Heimkehr nach Charlottenburg planst. Also Paris hat es Dir an- getan? Für Jemand, der nicht ausgesprochen Historiker ist, eigentlich wunderbar. Selbst vor Berlin, das ich bekannt- lich nicht liebe, hat es eigentlich nur den älteren Kulturboden voraus und die, allerdings unvergleichliche, Frau von Milo. In die Ge- sellschaft der führenden Geister, die anre- gender sein wird, als man sie in Berlin von heute findet, und die jedenfalls den Hauptvorzug von Paris ausmacht, ist es für den Passanten so gut wie unmöglich Eingang zu finden. Als dauernder Wohnsitz wäre Paris für einen gut Eingeführten nicht zu verachten und selbst London vorzuziehen. Ich hoffe, Du schreibst mir von Charlottenburg aus mehr von Deinen Eindrük- ken. Ich bin für jede Gelegenheit umzulernen ehrlich dankbar. Besten Gruß Dein F. K. Einen entspannten Abend wünscht Euch Olaf
DERMZ Am: 09.07.2016 09:58:23 Gelesen: 1424142 # 401
Guten Morgen, nach drei Zeilen und drei Tagen, gebe ich auf - ich bekomme keinen Sinn in die letzte Zeile. Ob mir heute wieder so nett geholfen wird? Ich sage schon mal danke. ich lese folgendes: Herrn Einjährig-Freiwilligen Otto Hoyer Babenhausen fr. b/ Darmstadt Lieber Leibbursch! Glücklich bin ich wieder in unserem alten feucht- fröhlichen Marburg angelangt. Herzlichen Gruß sendet und einen ????? Ganzen ist dein Spec. so kommt dir Dein tr. Leibf. H. Linning ???? Schliesse mich meinem Leibburschen in jeder Beziehung an ..... Aber was schickt Leibfreund Linnig wirklich zwischen meinen ????, ich weiß es nicht, hier noch mal etwas größer: Danke für Hilfe und schönes Wochenende Olaf
volkimal Am: 09.07.2016 10:54:48 Gelesen: 1424130 # 402
@ DERMZ [#401] Hallo Olaf, ich lese: Lieber Leibbursch! Glücklich bin ich wieder in unserem alten feucht- fröhlichen Marburg angelangt. Herzlichen Gruß sendet und einen Ganzen auf dein Spec. so kommt dir Dein tr. Leibf. H. Linning ??Name?? Stempel Es ist eine Karte, die von drei Burschenschaftlern unterschrieben wurde. Den zweiten Namen kann ich nicht lesen. Hinter den Namen ist jeweils ein Zeichen (Zirkel) der Burschenschaft. Gib einmal "Burschenschaft Marburg Zirkel" bei der Bilder-Suche bei Google ein. Dann bekommst Du eine ganze Reihe solcher Zirkel. Der Zirkel auf deiner Karte stammt von der Landsmannschaft Hasso-Borussia Marburg. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Landsmannschaft_Hasso-Borussia_Marburg Im Text heißt es " und einen Ganzen auf dein Spec.". Da ich nicht in einer Burschenschaft war, kann ich nicht sagen, was ein "Ganzer" ist. Vielleicht kann das ein anderes Forumsmitglied erklären. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 09.07.2016 12:47:23 Gelesen: 1424110 # 403
@ volkimal [#402] Danke Volkmar, dann habe ich ja doch nicht ganz daneben geleben, mit dem Wort "auf" ergibt sich ja auch eine Art Sinn. Auch mir fehlt das Verbindungswissen, aber ich vermute "ein Ganzer" ist ein Glas Bier, bei "Spec." könnte ich mir eine Verwundung/Narbe vorstellen, da die Landsmannschaft Hasso-Borussia Marburg eine schlagende Verbindung ist - und die Studenten sind ja immer ein wenig Stolz auf ihren "Schmiss", den sie bei der Mensur davon getragen haben. Die "Zirkel" finde ich immer wieder auf den Karten aus Marburg, war und ist Marburg doch eine große Universitätsstadt mit recht vielen studentischen Verbindungen und Burschenschaften. Die einzelnen auseinanderzuhalten empfinde ich als mühsam, da sie sich doch alle sehr sehr ähnlich sehen (für mich als Laien jedenfalls). Danke danke danke vielmals Gruß Olaf
DERMZ Am: 11.07.2016 17:42:58 Gelesen: 1423944 # 404
Guten Nachmittag, ich schon wieder, die Schriftnervensäge, die nix lesen kann (oder Teile davon). Ich bin mit meinem Wissen schon wieder am Ende, bekomme ich noch einmal Hilfe? Die "heutige" Karte ist von Marburg nach Graz gelaufen, und das im September 1905. Warum nur kann ich es nicht ganz lesen? Ich lese folgendes: Frau Anna von Kallina pA. von Pekuhna Graz Geidorfplatz I Steiermark Marburg, d. 10. Sept 1905, herzlichen Gruß l. Anna um schnell zu sagen, dass die Hochzeit froh mit Sonnenschein stattfand. Allerherzlichst alle ... u. schöne alle Grüße. Bald mehr. Ihre l. Marie hier noch mal die Schrift: ... und besondere Schwierigkeiten habe ich mit diesem einen Wort, letzte Zeile erstes Wort( ich vermute eine Höflichkeitsformulierung ) Will gar nicht wissen, was ich sonst noch falsch gelesen habe ... Ich sage, wie schon so viele Male, DANKE DANKE DANKE Euer Olaf
Max78 Am: 11.07.2016 19:29:09 Gelesen: 1423924 # 405
Du kramst Du ja wieder Gekraxel raus ;-). Also ich lese ... Sonnenschein stattfand. Alle beglückt, alles gelungen und schön ... Auf einen schönen Feierabend mit Grüßen Max
Max78 Am: 11.07.2016 20:20:41 Gelesen: 1423905 # 406
Und nur noch ne Winzigkeit zur Adresse: Es heisst nicht pA, sondern geb., das sieht man bei Adelsfamilien und auch anderen oft. Der Geburtsname half ausserordentlich bei der Zuordnung, früher gab es ja auch schon massig Mode-Vornamen. Mfg Max
DERMZ Am: 12.07.2016 08:15:55 Gelesen: 1423863 # 407
@ Max78 [#406] Guten Morgen Max, dann habe ich wieder einmal verschlimmbessert, hatte ich doch in meinem ersten Entwurf das "geb" geschrieben, es dann aber verworfen, weil ich dachte, es kann einfach nicht sein - also nicht denken. Habe ich schon in der Ausbildung gelernt: Denken heißt nicht wissen. Ich sage erneut danke danke danke, wieder ist eine Lücke geschlossen. Wenn ich darf und es nicht langweilig wird, komme ich bald schon mit der nächsten Handschrift. Schönen Dienstag wünscht Olaf
Magdeburger Am: 12.07.2016 10:17:49 Gelesen: 1423848 # 408
Liebe Sammelfreunde, hier habe ich eine Bittschrift des Briefträgers Johann Friedrich Wilhelm Kunze aus Dessau, welche mir einige Kopfschmerzen bereitet. die Seite 1 oben / unten die Seite 2 oben / unten die Seite 3 Soweit ich es (glaube) lesen konnte: Unterthänigste Bitte des Briefträgers Kunze beim Postamte zu Dessau. Aus dem hohen Bericht Eines hochgreislichen (???) General Postamts, ....... dem Herrn Postmeister Major von Koseritz*1 zugesandt worden ist, habe ich erfahren, daß Ein hochgreisliches General Postamt für einen Wagenmeister Gehülfem beim hiesigen Postamte jährlich 70 Rt Gehalt festgestellt hat. Über diesen Punkt wolle ein hochgreisliches General Postamt geruhen meiner unterthänigste Bitte gnädigst anzuhören. Sechszehn Jahre habe ich, meine Frau u Tochter den Dienst als Briefträger redlich u treu vorgestanden, so daß weder mir??? Vorgesetzte noch Publikum haben Klage äußern können. Durch die Güte des ??? verstorbenen H(erzoglichen) Postmeister Reich??? ein ich unwissend u vom selbigen freundlicher weise zum Wagenmeister gestempelt, bin mir darüber verpflichtet noch auf irgendeiner Art darüber informiert worden, bis ich jetzt erst aus den Acten bin belehrt worden, daß ich als Briefträger u Wagenmeister aufgeführt bin. Mus in dieser Hinsicht die Verkürzung meines Hehalts seit 1824 anbelangt, schmerzt auch zu sehr, nun solches noch in Erwähnung zu bringen ich habe blos noch die Großmuth des herzoglichen Postmeister Reich in Erinnerung zu bringen daß ich von demselbben für alle treu geleistete Dienste Monatlich einen Thaler aus seinen Tasche erhalten habe, u dafür die ganze Last des Wagemeister die???? getragen, ohne weiters einen Groschen von dem Wagemeister Einkommen zu genießen. Der herzogliche Post Meister hielt zwar noch einen Gehülfen, aber nur den Namen nach. Da ich nun ??? meine Frau in den Jahren bin, wo man nicht mehr vorwärts sondern rückwärts schreitet, so ist meine einzig unterthänigste Bitte, mich von den Wagenmeister Dienst gänzlich zu entbinden, da ????? ???? voll???? zu thun haben um den Briefträgerdienst ordnungsmäßig zu verrichten, was auch Ein Hochgreisliches General Postamt recht gut wird beurtheilen können. Den wer Dessau kennt (gestrichen) mit seiner nächsten Umgebung kennt, weitläufig gebauet, zwischen 11 bsi 12000 Einwohner, mit stark ?????????????, u den noch 40 Dörfer, wo so mancher saure Weg vorfällt den ich selbst verrichten muß, da läßt es sich wohl nicht ?????, daß ich den Wagenmeister Dienst nicht vorstehen kann. Da sich nun aus der Verhandlung u dem Berichte welcher der H Postmeister Major von Kosewitz erhalten, ergibt da0 ich den Wagenmeister dienst nicht entbunden wurde, so bitte ich ??????? u unterthänigst, da er sowohl nicht mehr in meinen Kräften steht, als als auch meine wieder zur Unordnung in meinen Dienst führen führen würde, mich gnägst aus den Wagenmeister Dienst zu entbinden. 16 Jahr habe ich ???? u geduldet u würde ich würde sonst in der nämlich ????? ???? wo ich so viel gelitten ud geduldet habe. In der Erwartung einer gnädigsten Erhörung meiner unterthänigste Bitte ver??? ich mit tiefster Hochachtung ???????????????? unterthanige Diener F. Kunze Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
volkimal Am: 12.07.2016 11:00:22 Gelesen: 1423835 # 409
@ Magdeburger [#408] Hallo Ulf, ein paar Lücken konnte ich schließen. Jetzt muss ich aber erst einmal etwas anderes erledigen. Hier das Ergebnis: Aus dem hohen Bericht Eines hochgreislichen (???) General Postamts, welcher dem Herrn Postmeister Major von Koseritz*1 zugesandt worden ist, habe ich erfahren, daß Ein hochgreisliches General Postamt für einen Wagenmeister Gehülfem beim hiesigen Postamte jährlich 70 Rt Gehalt festgestellt hat. Über diesen Punkt wolle ein hochgreisliches General Postamt geruhen meiner unterthänigste Bitte gnädigst anzuhören. Sechszehn Jahre habe ich, meine Frau u Tochter den Dienst als Briefträger redlich u treu vorgestanden, so daß weder mein Vorgesetzte noch Publikum haben Klage äußern können. Durch die Güte des ??? verstorbenen H(erzoglichen) Postmeister Risch bin ein ich unwissend u vom selbigen freundlicher weise zum Wagenmeister gestempelt, bin mir darüber verpflichtet noch auf irgendeiner Art darüber informiert worden, bis ich jetzt erst aus den Acten bin belehrt worden, daß ich als Briefträger u Wagenmeister aufgeführt bin. Was in dieser Hinsicht die Verkürzung meines Gehalts seit 1824 anbelangt, schmerzt auch zu sehr, nun solches noch in Erwähnung zu bringen ich habe blos noch die Großmuth des herzoglichen Postmeister Risch in Erinnerung zu bringen daß ich von demselbben für alle treu geleistete Dienste Monatlich einen Thaler aus seinen Tasche erhalten habe, u dafür die ganze Last des Wagemeister die???? getragen, ohne weiters einen Groschen von dem Wagemeister Einkommen zu genießen. Der herzogliche Post Meister hielt zwar noch einen Gehülfen, aber nur den Namen nach. Da ich nun nebst meiner Frau in den Jahren bin, wo man nicht mehr vorwärts sondern rückwärts schreitet, so ist meine einzig unterthänigste Bitte, mich von den Wagenmeister Dienst gänzlich zu entbinden, da wir ???? vollauf zu thun haben um den Briefträgerdienst ordnungsmäßig zu verrichten, was auch Ein Hochgreisliches General Postamt recht gut wird beurtheilen können. Den wer Dessau kennt (gestrichen) mit seiner nächsten Umgebung kennt, weitläufig gebauet, zwischen 11 bis 12000 Einwohner, mit stark korrespondierender Judenszahl, u den noch 40 Dörfer, wo so mancher saure Weg vorfällt den ich selbst verrichten muß, da läßt es sich wohl nicht ?????, daß ich den Wagenmeister Dienst nicht vorstehen kann. Da sich nun aus der Verhandlung u dem Berichte welcher der H Postmeister Major von Kosewitz erhalten, ergibt daß ich den Wagenmeister dienst nicht entbunden wurde, so bitte ich ??????? u unterthänigst, da er sowohl nicht mehr in meinen Kräften steht, als als auch meine wieder zur Unordnung in meinen Dienst führen führen würde, mich gnägst aus den Wagenmeister Dienst zu entbinden. 16 Jahr habe ich gelitten u geduldet u würde ich würde sonst in der nämlich ????? ???? wo ich so viel gelitten ud geduldet habe. In der Erwartung einer gnädigsten Erhörung meiner unterthänigste Bitte ver??? ich mit tiefster Hochachtung ???????????????? unterthanige Diener Viele Grüße Volkmar
Saguarojo Am: 12.07.2016 14:04:51 Gelesen: 1423805 # 410
Seite 1, Zeile 1 lese ich auch "hochgreislichen" Seite 2 Zeile 9 des Wagemeisters Dienstes getragen, ohne Seite 2 Zeile 18 da wir alle drei vollauf zu thun haben Seite 3 Zeile 1 läßt es sich wohl nicht begreifen, daß ich den viertletzte Zeile meiner untertänigste Bitte verharre Bei den weiteren Texten muss ich erst einmal passen. Viele Grüße Joachim
Max78 Am: 12.07.2016 14:23:02 Gelesen: 1423800 # 411
Hier noch mein Senf als Lückenfüller: 1. ... eines hochpreislichen General-Postamts... 2. ... weder mir, Vorgesetze nach (noch) Publickum haben... 3. ... des Wagenmeister Dienste getragen, ohne ... 4. ... da wir alle drei vollauf zu thun ... 5. ... läßt es sich wohl nicht bezweifeln, daß ich ... 6. ... so bitte ich flehentlichst und unterthänigst ... 7. ... Euer hochpreislicher General...? unterthänigst Diener ... mit Grüßen Max
Magdeburger Am: 12.07.2016 18:44:37 Gelesen: 1423760 # 412
@ volkimal [#409] @ Saguarojo [#410] @ Max78 [#411] Hallo ihr Drei, recht herzlichen Dank. Das Dokument scheint nun fast vollständig. Zum Briefträger Kunze ist bisher nur die Jahreszahl 1838 gesichert. Der Postmeister Major Karl-Friedrich von Koseritz hat 1832 das damalige Posthaus gekauft. Dessau hatte 1840 12040 Einwohner und damit dürfte das Dokument höchstwahrscheinlich auch um die gesicherte Zeit von 1838 des Briefträgers entstanden sein. Jedenfalls ist es ein interessantes Dokument aus der damaligen Zeit. Zum Namen des Postmeisters Risch konnte ich nichts finden. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
volkimal Am: 13.07.2016 08:08:35 Gelesen: 1423694 # 413
@ Magdeburger [#412] Hallo Ulf, du schreibst "Zum Namen des Postmeisters Risch konnte ich nichts finden". Vielleicht kann ich da etwas weiterhelfen: Heinrich Christian Ehrenfried Risch * 13.5.1769 Magdeburg † 16.11.1817 Oranienburg (Selbstentleibung, er erschoss sich mit einer Pistole) ∞ vor 1801 Gommern, Ehefrau: Auguste Christ. Sophie Lichtenheld Postsekretär in Magdeburg (1801) später königl. Postmeister in Oranienburg Vielleicht hilft Dir das etwas weiter. Und woher kommen die Daten? Emilie Bischoff, die Enkeltochter von Ehrenfried Risch heiratete den Bauern Gottfried Werdermann. Ehrenfried Risch ist mein ur-ur-ur-ur-Gro0vater. Viele Grüße Volkmar
Magdeburger Am: 13.07.2016 16:16:01 Gelesen: 1423653 # 414
@ volkimal [#413] Hallo Volkmar, einiges habe ich noch gefunden (Quelle: Die Dessauer Chronik Aus Dessaus Postgeschichte - Sonderheft Sommer 2006): 1814 übernahm das Generalpostamt in Berlin die Verwaltung in Anhalt. Im Dezember 1816 kam es zum Postvertrag zwischen Preussen und Anhalt Dessau. Das Postamt war in der Zerbster Strasse 40 - der Verwalter war der Postmeister Heinrich Risch, war früher schon dort Postkommisar, zwischen 1805 bis 1812 verwaltete er das Postamt in Coswig. Er verlegte das Posthaus in die Schloßstrasse 10. Allerdings heißt es weiter, dass es bis zu seinem Tode 1828 dort verblieb. Dies erscheint mir doch ein wenig im Widerspruch zu stehen. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
volkimal Am: 13.07.2016 17:16:30 Gelesen: 1423636 # 415
@ Magdeburger [#414] Hallo Ulf, wenn die Daten in meiner Ahnentafel und die in deinem Buch stimmen, dann gab es mindestens zwei Postler namens Risch. Bei Heinrich Christian Ehrenfried Risch aus meiner Ahnantafel ist der Vorname Ehrenfried unterstrichen. Das war der Rufname. Sein Vater hieß Johann Heinrich Risch. Vielleicht hatte ein weiterer Sohn den Rufnamen Heinrich oder es war sonst ein Verwandter. Es lässt sich nicht so einfach klären. Ich schicke Dir einmal den entsprechenden Ausschnitt aus der Ahnentafel zu. Viele Grüße Volkmar
Soliver Am: 14.07.2016 16:57:19 Gelesen: 1423557 # 416
Hallo, ich bräuchte mal wieder eure Hilfe. Bitte kontrolliert mal, was ich entziffern konnte und ergänzt die fehlenden Wörter. Conrad Herold Auswanderungs-Unternehmer Mannheim 07. August 1891 Hernn just Berger Schwarzach In Folge Ihres Schreibens vom 5. dieses Jahres ist Götz /.........-Kind-Zögling für Dampfer Pennland den 26. August über Antwerpen und Philadelphia eingeschrieben. Abreise Nach Mannheim Sonntag den 23. August mit dem Zug morgens 7 Uhr 58 Min von Bühl. Allenfalls ist großer Koffer, Kiste u.f.m. können unter dem als Passagiergut mit nach Mannheim gebracht werden aber zur ............ am 19. August als Frachtgut mit ....... Fracht.... am 4. August als .......... mit Fracht.... in meinem ....... aus Mannheim ...... ...... Mit aller ..... Conrad Herold Herzlichen Dank im Voraus Oliver
Saguarojo Am: 14.07.2016 17:49:36 Gelesen: 1423546 # 417
Von oben nach unten die ...... betreffend: Erwachsene Frachtersparniß weißem Frachtbrief als Eilgut mit rotem Frachtbrief mit meiner Adresse nach Mannheim gesendet werden. Ich hoffe, dass das alles so richtig ist und ich etwas geholfen haben kann. Viele Grüße Joachim
Soliver Am: 14.07.2016 17:59:54 Gelesen: 1423542 # 418
Super - Danke für die schnelle Antwort. Gruß Oliver
DERMZ Am: 14.07.2016 18:19:13 Gelesen: 1423538 # 419
@ Soliver [#416] @ Saguarojo [#417] Guten Abend Oliver, guten Abend Joachim ich lese in den letzten Zeilen an meine Adresse nach Mannheim gesendet werden. Mit aller Achtung Hoffe, es ist richtig gelesen, bin ja nun noch nicht der Experte. Viele Grüße Olaf
volkimal Am: 17.07.2016 12:40:01 Gelesen: 1423361 # 420
Hallo zusammen, heute habe ich mal wieder ein Problem: Diese Karte habe ich gerade beim Thema "Belege aus der eigenen Familiengeschichte" eingestellt. Dort findet Ihr noch ein paar zusätzliche Informationen: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=130980 Der Absender schreibt: "Herzlichen Glückwunsch. Ich bin noch bis 1.2.1907 in Siedlinghausen ????? in Cassel. Ihr ergeb. H. Koch". Zum Text dazwischen habe ich eine Vermutung, bin mir aber absolut nicht sicher. Was lest ihr? Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 17.07.2016 13:38:24 Gelesen: 1423354 # 421
@ volkimal [#420] Hallo Volkmar, mein erster nicht qualifizerter Vorschlag, bedenke meinen Amateurstatus ... in Siedlinghausen an der Bahnstrecke von Cassel .... aber ich befürchte das ist wirklich unqualifiziert und stümperhaft - aber ich denke mal weiter darüber nach. Viele Grüße Olaf
Max78 Am: 17.07.2016 19:53:13 Gelesen: 1423299 # 422
Moin Volkimal, ich konnte nur eins erkennen nach dem Wort Siedlinghausen: in Siedlinghausen von der .... der K.E.D. (Königlichen Eisenbahn-Direktion) in Kassel eventuell findest Du durch diese Hilfe noch das letzte Wort vor KED raus, einen schönen Sonntag Abend mit Grüßen Max
volkimal Am: 17.07.2016 22:03:51 Gelesen: 1423263 # 423
@ Max78 [#422] Hallo Max, das passt auch in etwa zu dem, was ich gelesen habe, es hat mir aber auf jeden Fall weiter geholfen. Der aktuelle Stand ist: "von der bzw.(?) ??? RED" (Reichs Eisenbahn Direktion). Die königliche gab es 1906 nicht mehr. Viele Grüße und vielen Dank Volkmar
Max78 Am: 17.07.2016 22:41:21 Gelesen: 1423256 # 424
Hallo Volkimal, hier noch mit Lesehilfe: meiner Ansicht nach definitiv K.E.D.: Zudem dürfte die Karte 1906 gelaufen sein, soweit ich das dem Stempelabschlag entnehmen kann, aber vielleicht siehst Du das mit der Lupe besser. Der Herr spricht ja auch von seiner Zukunft. mit Grüßen Max
volkimal Am: 18.07.2016 08:17:03 Gelesen: 1423185 # 425
@ Max78 [#424] Hallo Max, entschuldige - natürlich hast Du recht! Es heißt "von der bzw.(?) ??? KED" (Königlich Preußischen Eisenbahn Direktion). Ich war gestern Abend nicht mehr fit und hatte mich vorher mit späteren Belegen von Otto Pfeiffer bzw. seiner Frau beschäftigt. Dort war er halt Reichsbahnoberrat. Bei Wikipedia findet man unter dem Stichwort "Reichsbahndirektion Kassel" https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsbahndirektion_Kassel eine alte Karte der Bahnstrecken der Kgl. Eisenbahn-Direktion Cassel. Die Strecke, an der Siedlinghausen liegt fehlt allerdings noch. Etwa in der Mitte zwischen Meschede und Brilon liegt Nuttlar. Dort zweigt die Bahnstrecke Nuttlar - Siedlinghausen - Frankenberg ab. Viele Grüße und danke, dass Du mich korrigiert hast Volkmar
Max78 Am: 18.07.2016 10:03:18 Gelesen: 1423160 # 426
Moin Volkimal, folgendes habe ich noch gefunden: 1. hier ist Otto Pfeiffer der K.E.D. in Kattowitz zur Beschäftigung überwiesen: 2. Ein Link zu den digitalisierten Beamtenlisten des Bauwesens von Preussen, dank der zlb für jeden online zur Verfügung gestellt. Eventuell triffst Du dort auf anderes. Man kann alle Jahresausgaben begutachten: http://digital.zlb.de/viewer/toc/15239363/9/ Bei wikipedia bin ich mittlerweile ein bisschen vorsichtig geworden. Nicht alles ist dort richtig aufgeführt, mit Grüßen Max
volkimal Am: 18.07.2016 16:57:59 Gelesen: 1423100 # 427
@ Max78 [#426] Hallo Max, ein interessanter Link! Vielen Dank, Volkmar
Baber Am: 05.08.2016 10:37:39 Gelesen: 1421350 # 428
Ich habe hier ein Protokoll von 1906 von einer studentischen Ehrenangelegenheit. Soweit ich konnte, habe ich es entziffert und wäre dankbar, wenn jemand die fehlenden Passagen noch entziffern könnte. Gruß Baber Abschrift, Original im Ergänzungsbezirkskommando Innsbruck, 30.11.06, 8h30‘ früh Protokoll Aufgenommen in der Ehrenangelegenheit des Herrn cand med. Pfretzschner und des Herrn ….Luis Dollus. Die beiderseitigen Vertreter erschienen zur festgesetzten Stunde und brachten die Vertreter des ….. Luis Dollus ………………………….in nachfolgender Weise zum Abschluss. Wir, Vertreter des Herrn Luis Dollus erklären in dessen Namen, dass wir auf Grund des ……….dem Herrn Gegenvertreter übergebenen Bescheides von Seite des offiziersehrenrätlichen Ausschuss des K und K 1. Regiments der Tiroler Kaiserjäger gegenüber dem Herrn Kand. med. Siegfried Pfitschner die Forderung einer ritterlichen Genugtuung vollkommenj fallen lassen. Nach Verlesung des Protokolls und ……………durch die beiden …… Vertreter wurde dasselbe gefertigt. Vertreter des Herrn med Siegfried Pfitscher Med Josef Loidinger Phil. Adolf Helbock Vertreter des Herrn Luis Dollus Haindl Oberleutnant ……. Oberleutnant
Max78 Am: 05.08.2016 11:30:33 Gelesen: 1421342 # 429
Hallo Baber, 1. hier meine Vorschläge: Res. Kadet (und Cadet) = Reserve-Kadett 2. ... des Res. Kadet Louis Dollus, die schwebende Ehrenaffäre in nachstehender Weise ... 3. ... des unter einem den Herren Gegenvertretern übergebenen Bescheides von Seite des ehrenrätlichen Ausschuß ... 4. ... und Kenntnisnahme durch die beiderseitigen (Wort nicht klar, weil abgeschnitten) Vertreter ... mit Grüßen Max
Baber Am: 05.08.2016 13:56:15 Gelesen: 1421314 # 430
@ Max78 [#429] Vielen Dank, das macht Sinn. Gruß Baber
Baber Am: 05.08.2016 15:04:45 Gelesen: 1421302 # 431
@ Max78 [#429] Hallo Max78, da es so schnell ging, habe ich aus dieser Angelegenheit noch ein Dokument, das mit dem ersten zusammenhängt. Folgendes habe ich bisher entziffert: Innsbruck, am 30. Nov. 06 An ….Wohlgeborenen …Herrn … Reservekadett und ………..Luis Dollus in Innsbruck Nach ……… ……mit den gegnerischen Vertretern Herren Med Josef Loidinger und Phil Adolf Hellböck wurde Ihre ……. Von Ihren gefertigten Vertetern zur Begutachtung der Satisfaktionsfähigkeit Ihres Gegners Herr Med Sigfr. Pfretzschner dem ehrenrätlichen …….. des K und K 1 . K.J.R. übergeben und erhielten von letzterem nachfolgenden Bescheid: Auf Grund …… Berichtes wurde Ihre Ehrendangelegenheit contra Pfretzschner …..zur offiziersmäßigen ………..gebrachjt, dass Ihre gefertigten Vertreter die Forderung einer ritterlichen Genugtuung vollkommen fallen ließen , da die da die Satisfaktionsfähigkeit des Herrn Pfretzschner vollkommen außer Frage steht. Fortner Oberleutnant E. Haindl ….oberleutnant Danke für die Hilfe Baber
Max78 Am: 05.08.2016 15:35:27 Gelesen: 1421293 # 432
Na denn mal schauen: 1. An Sr (eventuell Kürzel für Senior oder Seiner) Wohlgeboren den Herrn kuk (k.u.k.) Reservekadett und Rechthörer (Rechtshörer)... 2. ... nach gepflogenen Verhandlungen mit ... wurde Ihre schwebende Ehrenaffäre von ... 3. ... dem ehrenrätlichen Ausschnitt des K.u K. 1. 7. R.J.R. ... 4. ... Auf Grund vorstehenden Bescheides ... 5. ... contra Pfretschner dadurch zur offiziersmäßigen Austragung gebracht ... 6. kuk Oberleutnant mit Grüßen Max noch ne Kleinigkeit zu den Namen: 1. Oberleutnant Tarter und E. Zaindl 2. med Josef Friedinger und Adolf Zellböck ...... hilft eventuell beim googeln .-)
Baber Am: 05.08.2016 16:02:23 Gelesen: 1421282 # 433
@ Max78 [#432] Nochmals vielen Dank für die schnelle Hilfe. Ich habe die Schrift zwar noch in der Schule gelernt, aber Handschriften sind oft schwer zu entziffern. Gruß Baber
briefefan (RIP) Am: 05.08.2016 23:07:16 Gelesen: 1421252 # 434
@ Baber [#431] Letzte Zeile: da die Satisfaktions unfähigkeit des Herrn Pfretzschner völlig außer Frage steht. Gruß von briefefan.
Baber Am: 06.08.2016 15:40:59 Gelesen: 1421228 # 435
@ briefefan [#434] Danke für den Hinweis. Ich habe noch einige Dokumente aus dieser Zeit, wo ich nur einige Passagen nicht lesen kann und wäre dankbar für die Hilfe bei der Entzifferung: Herr Pembauer fühlte sich durch die Nichtbeantwortung seines Briefe an Herrn Brummer beleidigt. Herr Brummer sieht in dieser Unhöflichkeit keine Beleidigung und überbringt wegen unbegründeten ……………………………………(sic!) seinerseits eine Forderung. Ort und Zeit………………………………………………………………………………………vereinbart Die Vertreter des Herrn Brummer: M. Holzknecht Aberger Die Vertreter des Herrn Pembauer: Iur Koller iur Hans Moser Danke Baber
volkimal Am: 06.08.2016 16:51:55 Gelesen: 1421219 # 436
@ Baber [#435] Hallo Baber, ich lese: Herr Pembauer fühlte sich durch die Nichtbeantwortung seines Briefes an Herrn Brummer beleidigt. Herr Brummer sieht in dieser Unhöflichkeit keine Beleidigung und überbringt wegen unbegründeter Kontrahasche (sic!) seinerseits eine Forderung. Die Vertreter des Herrn Pembauer erklären in Ort und Zeit wird nach Erle- digung des gegen Herrn Pem- bauer anhängigen Ehrengerichtes vereinbart Die Vertreter des Herrn Brummer: M. Holzknecht Aberger Die Vertreter des Herrn Pembauer: jur. Koller iur. Hans Moser Das Wort "Kontrahasche" entziffere ich entweder falsch, kenne es nicht oder es ist ein Schreibfehler und soll eigentlich "Kontrasache" heißen. Viele Grüße Volkmar
Max78 Am: 06.08.2016 17:15:31 Gelesen: 1421215 # 437
Hallo Volkmar, stimmt meiner Meinung nach genau so, wie Du es umgesetzt hast: Kontrahasche und das sic., was nicht anderes heisst als: genau so hat es der liebe Herr Brummer selbst formuliert oder geschrieben. eventuell im Sinne haschen = ergreifen (also die Situation dazu nutzen das Kontra zu ergreifen (wegen nichts)). mit Grüßen Max
Baber Am: 06.08.2016 17:52:33 Gelesen: 1421200 # 438
@ Max78 [#437] @ volkimal [#436] Vielen Dank für die Mühe. Ihr habt beide Recht, es ist die Cotrahage, die studentische Fechtmensur. Scheinbar hat man das 1910 so geschrieben. Gruß Baber
Baber Am: 07.08.2016 15:28:49 Gelesen: 1421146 # 439
Ich möchte die fleißigen Helfer nicht überbeanspruchen, aber ich habe noch einige Dukumente, wo ich einige Passagen nicht lesen kann und wäre wieder für die Hilfe dankbar. Die Namen der dort Unterzeichneten kann man wohl nur raten. Genugtuung auf Waffen unter folgenden Bedingungen: Französischer Säbel 7-Klinge, leichtes Hemd , …… Kettelhandschuh, Genitalschutz, Halt bei …………………………. und Desarmierung Ort der Austragung: Grauer Bär Mittwoch 2. Marz, 2h nachmittags Geschlossen und gefertigt in Vertretung des Herrn Kirchlechner: In Vertretung des Herrn Ecker: Franz v. Kundritsch xxxx Xxxx xxx
volkimal Am: 07.08.2016 16:19:40 Gelesen: 1421136 # 440
@ Baber [#439] Hallo Baber, der Säbel hat keine 7 Klingen sondern er ist 7linig - was immer das bedeutet. Dann fehlen noch dir Worte Seidenbinden und Desinfizierung. Viele Grüße Volkmar
Baber Am: 10.08.2016 15:06:59 Gelesen: 1421040 # 441
@ volkimal [#440] Hallo Volkimal, ich habe noch drei solche Protokolle aus den Anfangsjahren des 20. Jhdt. und wäre dankbar, wenn ich die auch noch entziffert bekommen könnte. Hier das erste. Da es alles kleine Blätter sind, habe nur die unklaren Passagen gescannt um nicht zu viel Datenmüll zu erzeugen. Soweit bin ich gekommen: Die Unterzeichneten machen Ihnen hierdurch die Mitteilung, daß die Herren Z.W. From??? und W. Pembaur ….. die Gefertigten als deren Vertreter aus dem Verbande des Akademischen Gesangsvereines ausgetreten sind und das seit November vergangenen Jahres schwebende Ehrengericht in der Angelegenheit gegen Herrn Dr. med Siegfried Pfretschner zu einem endgültigen Abschluss zu bringen. Die damals bereits festgesetzte Ehrengerichtssitzung wurde jedoch durch die bekannten Vorgänge vom 6. 11. verhindert. Wir stellen nun an den I.D.C. das Ersuchen, zwei Herren als Ehrenrichter in dieser Angelegenheit umgehend nominieren zu wollen und baldmöglichst Tag und Stunde der ersten Sitzung bekannt zu machen. Unsere beiden ……… werden in dem Ehrengerichte durch zwei Herren des Akademischen Alpenclubs vertreten sein. In Vertretung der Herren Z.W. From??? und W. Pembaur Iur Ritterlich iur Koller Anschrift: Universität In einem von Herrn Lugner kürzlich abgesandten Brief wurde … Angelegenheit neuerdings …… ………für die Herren From und Pembaur …………………………….. Danke Baber
zackigerPitter Am: 10.08.2016 18:09:16 Gelesen: 1421011 # 442
@ Baber [#441] 1. Es fehlen Stücke "Die Unterzeichneten machen Ihnen hiedurch die Mitteilung, daß die Herrem Z.v.Srom und W. Pembaur sowie die Gefertigten als deren Vertreter aus dem Verbande des akademischen Gesangvereines ausgetreten sind, um das seit November vergangenen Jahres --- verhindert. Wir stellen nun an den ehrenhaften I.D.C. Das Ersuchen, zwei Herren als Ehrenrichter in dieser Sache Angelegenheit umgehend nominieren zu wollen und baldmöglichst Tag und Kunde der ersten Sitzung bekannt zu machen. Unsern beiden Klienten --- In einem von Herrn Lu_ner! kürzlich abgesandten Brief wurde ___ Angelegenheit neuerdings berührt, möglichst für die Herren Z. v. Srom u. W. Pembaur die Veranlassung ---" 2. Ich lese Z. v. Srom 3. Es fehlen zeitliche und örtliche Angaben, so daß man prüfen könnte, ob es sich um Walther Pembaur handelt. 4. "Akademischer Gesangsverein" impliziert eben eine Studentische Verbindung, teilweise liegen die Namen der Studenten ja vor, ggf. auch das Kürzel von Herrn "Lu_ner!"
volkimal Am: 10.08.2016 18:27:22 Gelesen: 1421006 # 443
@ Baber [#441] Hallo Baber, der Name ist eindeutig kein From sondern sieht wirklich wie Srom aus. Ich lese: Die Unterzeichneten machen Ihnen hierdurch die Mitteilung, daß die Herren Z.v. Srom und W. Pembaur sowie die Gefertigten als deren Vertreter aus dem Verbande des Akademischen Gesangsvereines ausgetreten sind um das seit November vergangenen Jahres schwebende Ehrengericht in der Angelegenheit gegen Herrn Dr. med Siegfried Pfretschner zu einem endgültigen Abschluss zu bringen. Die damals bereits festgesetzte Ehrengerichtssitzung wurde jedoch durch die bekannten Vorgänge vom 6. 11. verhindert. Wir stellen nun an den I.D.C. das Ersuchen, zwei Herren als Ehrenrichter in dieser Angelegenheit umgehend nominieren zu wollen und baldmöglichst Tag und Stunde der ersten Sitzung bekannt zu machen. Unsere beiden Klienten werden in dem Ehrengerichte durch zwei Herren des Akademischen Alpenclubs vertreten sein. In Vertretung der Herren Z.v. Srom und W. Pembaur Iur Ritterlich iur Koller Anschrift: Universität In einem von Herrn Luchner kürzlich abgesandten Brief wurde dieß ? Angelegenheit neuerdings berührt wodurch für die Herren Z.v. Srom und W. Pembaur Viele Grüße Volkmar
Max78 Am: 10.08.2016 18:48:18 Gelesen: 1421000 # 444
@ zackigerPitter [#442] Das Zeichen hinter dem Namen ist ein Zirkel: hier die Liste der Zirkel von deutschen Burschenschaften: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Zirkel_von_Studentenverbindungen Das habe ich von Volkmar aus einem anderen Beitrag gelernt. :-) Ich lese ebenfalls Strom und Luchner. mit Grüßen Max
zackigerPitter Am: 10.08.2016 19:19:41 Gelesen: 1420993 # 445
@ Max78 [#444] Ich dachte immer, daß es ein eigenes Zeichen war. Aber wenn, dann wird es sowas sein wie "Sängerschaft Brossia ...", was die Liste aber nicht hergibt. Ich müßte in meinen Büchern zum Thema mal nachsehen - bin nicht zuhause. @ volkimal [#443] Mir fehlen Texte, die Du wohl gefunden hast, ich nicht sehe. Bei "Luchner" (Lupner, ...) bin ich mich nicht sicher, wie bei "dieß" resp. "die _". Es gab damals einige Kürzel, die auch regional bedingt waren. Ich will hier auch keine Diskussion bzgl. des "sz" anfangen, was regional auch ganz andere Bedeutung hat, teilweise nur so aussieht, aber kein "sz" ist/"sein soll". Insbesondere in den südlichen, deutschsprachigen Räumen, kenne ich mich als "Preuße" nicht aus. Ich habe mir einmal sagen lassen, daß es dort als ss gesehen wird - also langes s und s. Pitter
Max78 Am: 10.08.2016 19:49:52 Gelesen: 1420987 # 446
@ zackigerPitter [#445] Diskussionen sind doch schön. ;-) Wie wäre es mit einem dritten Vorschlag? Es heißt nicht dieß, diess oder dies, sondern die ... Angelegenheit und inmitten ein Degen/Florett/schlag mich tot ... in dieser Form: Ja ja, diese Schlingel. mit Grüßen Max
zackigerPitter Am: 11.08.2016 09:07:31 Gelesen: 1420948 # 447
@ Max78 [#446] Ich habe das schon mehrfach gesehen, daß Handschriften um 1900 herum mit Stenographie durchsetzt war, es als Modeerscheinung anzusehen war. In der Stenographie sieht es ab einem gewissen Status so aus, daß eigene Kürzel verwendet werden. Wie oben beschrieben, so kann es vorkommen, daß diese eben regional bedingt sind. Für die Entwicklung der Ansichtskarten/Postkarten - mit begrenzter Schreibfläche - hatte die Möglichkeit der Stenographie einen gewissen Vorteil. Ich denke hier an ein gebundenes (dieselbige) oder einzelnd stehendes ("die obige", "die oben stehende") Kürzel; kann sich auch ab weitere Angelegenheiten beziehen, also "diese und weitere (zum Thema)". Bzgl. "dieß" sehe ich dann auch eine regionale Anwendung, die ich eben nicht verstehe. Die Interpretation von Buchstaben/Lettern ist auch so eine Sache; nicht nur beim "sz", welches übrigens als Lingual (sz, ss, ...) und einzelnd stehen kann. Ein anderes Problem sind (die) Umlaute.
Baber Am: 11.08.2016 09:40:17 Gelesen: 1420939 # 448
@ volkimal [#443] Hallo Volkimal und Max78 und zackigerPitter, wieder vielen Dank für die Hilfe bei Entzifferung der alten Schriften. Die Vermutung, dass Kurzschrift verwendet wurde, trifft nicht zu, es sind in der Tat studentische Zirkel. Diese das letzte Dukuemtn können wir abhaken, man versteht den Sinn. Hier ein weiteres, bei dem ich bisher folgendes entziffert habe: Beilage 35 Innsbruck 20.4.1910 Geehrter Herr, wie ich Ihnen bereits mitteilte, fand (gestern) eine B.C. Sitzung der örtlichen Burschenschaft statt. Der Beschuss liegt bei. Ich möchte nur für meine Person dazufügen, dass ich seinerzeit Herrn Dr. Ruibel …..ersuchte, dass jede Provokation während dieser …………………………………unterbleibe. Wie mir nun auf unserem Convent mitgeteilt wurde .liegen einge……………………Fälle vor, so dass auf ein gedeihliches Auskommen nach Aufhebung kaum derzeit zu denken ist. Ich habe von meinen Convent die ……….erwirkt, das Ihnen Herr Koller, falls es Sie interessiert, diese Fälle (…..für Mitglieder meiner……………) mitgeteilt werden können und ist Herr Rieglar – der diesbezüglich selbst einige Fälle erlebt hat – bereit, Ihnen Mitteilung zu machen. Bitte mich eventuell davon zu verständigen. M s. Gr F. Luchner c. med. …..strasse 16.
Max78 Am: 11.08.2016 09:57:04 Gelesen: 1420936 # 449
@ Baber [#448] Hallo Baber, da es nun schon das 6(+)te Dokument ist, wollte ich einfach mal fragen, was der Hintergrund ist. Geht es hier um ein privates Interesse oder wird das für andere gemacht? mit Grüßen Max
volkimal Am: 11.08.2016 10:16:19 Gelesen: 1420933 # 450
@ Max78 [#449] Hallo Max und Baber, die Frage von Max habe ich mir auch schon gestellt. Stammen die Briefe von einem Vorfahren bzw. Verwandten von Dir? Das ist aber auch egal, ich helfe gerne. Einigen Namen sehe ich anders z.B. Dr. Kuibel satt Dr. Ruibel, Siglau (ebvtl. auch Siglar mit einem überflüssigen Strich) statt Rieglar, vor Luchner steht mit Sicherheit kein F - was es ist, wiß ich aber nicht. Hier meine Übersetzung: Beilage 35 Innsbruck 20.4.1910 Geehrter Herr, wie ich Ihnen bereits mitteilte, fand (gestern) eine I.C. oder S.C. Sitzung der örtlichen Burschenschaft statt. Der Beschluß liegt bei. Ich möchte nur für meine Person dazufügen, dass ich seinerzeit Herrn Dr. Kuibel einmal ersuchte, dass jede Provokation während dieser Anbahnung der Verhandlungen unterbleibe. Wie mir nun auf unserem Convent mitgeteilt wurde .liegen einge derartige provokatorische Fälle vor, so dass auf ein gedeihliches Auskommen nach Aufhebung kaum derzeit zu denken ist. Ich habe mir von meinen Convent die Ermächtigung erwirkt, das Ihnen Herr Koller, falls es Sie interessiert, diese Fälle (soweit sie Mitglieder meiner Bsch. betreffen) mitgeteilt werden können und ist Herr Siglau – der diesbezüglich selbst einige Fälle erlebt hat – bereit, Ihnen Mitteilungen zu machen. Bitte mich eventuell davon zu verständigen. M d. Gr ?. Luchner c. med. Staatsbahnstrasse 16. Viele Grüße Volkmar
zackigerPitter Am: 11.08.2016 10:27:34 Gelesen: 1420930 # 451
@ Baber [#448] Ich wüßte nicht, was gegen Kürzel sprechen sollte, die ihren Ursprung in der Stenographie haben, 1910 war voll die Zeit. Im übrigen benutze ich in meinen Notizen selbst eigene Kürzel, welche der Stenographie angelehnt sind, insbesondere in meinen Scripten, welche ich in den Vorlesungen geschreiben habe. Um 1910 war Stenographie zu können beinahe so, wie heute ein smartphone zu besitzen (Ich schließe es also weiterhin nicht aus). (1) Innsbruck ist doch mal ein Hinweis, wie die Zeit. (ex) Bzgl. der vorangegangenen Diskussion es heißt "Beschluß" nicht "Beschluss". Das besprochene Kürzel könnte z.B. "seinerzeit" bedeuten; also auf "die vergangene Angelegenheit". (2) Herrn Dr. Ruibel … Hier lese ich "Dr. Ruitel einmal ersuchte, daß jede Provokation während dieser Anbahnung der Verhandlungen unterbleibe. (3) Liegen einge……………………Fälle vor, so dass auf ein gedeihliches Liegen einige derartige provokatorische Fälle vor, so daß an eine gedeihliches (4) Ich habe von meinen Convent die ……….erwirkt, das Ihnen Herr Koller, Ich habe mir von meinem Convent die Ermächtigung erwirkt, daß Ihnen , Herr Koller, falls es Sie interessiert diese Fälle ( soweit sie Mitglieder meiner Bsch. betreffen) mitgeteilt werden können und ist Herr Siglär - der ... Anm.: Ggf. auch ROLLER möglich. (5) Gruß M._.Gr. _. Luchner _. me_. Raatsbahnstraße 16 Die mit _ gekennzeichneten Buchstaben kann ich nicht nachvollziehen. Ad hoc würde ich "M.d.Gr." lesen, aber auch hier könnte auch wieder ein Kürzel (erlauchten, ...) vorliegen, ggf. der Ansatz ein e ist. "_. me_." würde ich in Bezug auf die Bruderschaft sehen. Es gibt da einen Dr. Oskar Friedrich LUCHNER, der war Jurist, kein Mediziner, hatte u.a. auch ein Buch über die Burschenschaft geschrieben. Aber ins Innsbruch kann es zu dieser Zeit viele LUCHNERs. >:-) Es könnte sich um http://www.brixia.at handeln.
Baber Am: 11.08.2016 11:11:29 Gelesen: 1420911 # 452
@ Max78 [#449] @ Volkimal (#450) und andere Danke für die Hilfe. Der Hintergund ist, dass ich mich mit einigen anderen Kollegen daran gemacht habe, das Archiv unserer Sängerschaft Skalden in Innsbruck zu digitalisieren. Die Dokumente sind schon größtenteils als pdf eingescannt, aber den Inhalt kann ja kaum mehr jemand lesen, daher der Versuch, den Text so gut es geht in lesbare Form zu übertragen. Gruß Baber
zackigerPitter Am: 11.08.2016 11:37:58 Gelesen: 1420902 # 453
@ Baber [#452] Super, daß wir für ein Archiv mitwirken können. :-)
Max78 Am: 12.08.2016 08:27:11 Gelesen: 1420849 # 454
@ Baber [#452] Guten Morgen Baber, meine Meinung dazu (und ich hole nicht weit aus): Ich finde es ok, wenn jemand einzelne Stücke aus seiner Sammlung hier vorstellt, weil er Probleme hat, den Text zu entziffern. Anfänglich hatte sich dieses Thema auch eher mit Vermerken von Postbeamtlern beschäftigt, ein philatelistischer Hintergrund stand damit im Vordergrund (zwecks Postweg/portogerecht/usw.). Du scheinst die Schrift ja ganz gut lesen zu können. Auch hierfür gibt es Spezialisten, die man auf Honorar bezahlen kann. Wenn man nun schon fast 90 Prozent der Schrift transkribieren kann, dann müsste man nur wenige Honorarstunden bezahlen. Durch eine Interessengruppe geteilt kommt man dann auf vielleicht 10€ pro Nase. Ich betreibe selbst ein Archiv und glaube nachvollziehen zu können, dass da viel Eigeninitiative drinsteckt. Andererseits halte ich aber auch nicht viel von unserer heutigen Sparmentalität. mit Grüßen Max
Baber Am: 12.08.2016 09:54:24 Gelesen: 1420824 # 455
@ Max78 [#454] Hallo Max, ich dachte, alle machen in diesem Forum ihre Beiträge freiwillig und aus Spass an der Sache. Es wird von doch von niemandem eine Antwort oder ein Beitrag gefordert oder erwartet. Gruß Baber
zackigerPitter Am: 12.08.2016 10:05:06 Gelesen: 1420821 # 456
@ Max78 [#454] In einem anderen Forum habe ich philatelistische Belege beschrieben, dies dann identisch im eBay zu finden waren; dazu habe ich natürlich kein Bock, also kostenlos für den Gewinn anderer zu sorgen. Ich übertrage für meine (Sammler-)Kollegen ständig alte philatelistische Belege, wir die (Text-)Inhalte als wesentlich für die Bewertung sehen. Insbesondere bei der Firmenpost, welche über die Firma Auskunft gibt und z.B. bei den Lochungen, AFS, ... von Bedeutung sein kann. Auf der anderen Seite hätte ich z.B. gerne eine Beleg von Freifrau von Plotho aus BENRATH. 8-) Da würde mir das Wasser im Mund zusammenlaufen, ich das ok finde, wenn man die Vermutung hat, aber die Handschrift nicht lesen kann, mal einen kostenlosen Dienst in Anspruch zu nehmen. :-) Auf der anderen Seite kann es dann ganz schön spannend sein, die Belege zu verfolgen, wenn der Schreiber dies täglich mehrfach getan hat; nahezu eine Pokemon-Spur gelegt hat. Jede neue Information hilft dann weitere Belege zu finden/interpretieren. Für mich beleibt eine Ansammlung von DÜSSELDORF-Abschlägen, welche (somit) teilweise tagesgenau dokumentiert sind. :-) Persönlich sehe ich das als Übung, wobei ich das seit über 50 Jahre machen und noch nie was bekommen hatte. Wenn da jemand schon was vorbereitet hat, dann finden ich das super. Im Gegensatz stößt mich das bei den Lochungen manchmal auf, wo ich des öfteren die Vorarbeit vermisse. Texte in meiner Datenbank helfen dann Belege zu verknüpfen, Spekulationen zu Tatsachen zu machen. Pitter
Max78 Am: 12.08.2016 10:11:58 Gelesen: 1420820 # 457
Ja, Baber, auch da gebe ich Dir recht. Aber wenn sich nach einer Frage zu einem speziellen Symbol 5-6 Antworten sammeln, die meines Erachtens die Sache eher verkomplizieren, als vereinfachen, dann sollte man sich doch überlegen, diese spezielle Thematik einem Historiker vorzulegen, der sich damit schon genauer auseinandergesetzt hat. Als Archiv sollte man ja auch fundierte Thesen aufstellen oder Grundlagen schaffen. Da aus Deinen Unterlagen der Sinn soweit hervorgeht, halte ich die letzten Dinge, also den Feinschliff, hier für unangebracht. Es dient auf diesem Wege nicht mehr der Sache. Ich möchte mich hier nicht für andere aussprechen und mein letzter Beitrag sollte eher als Ratschlag verstanden werden. mit Grüßen Max Um einen Vergleich zu bringen: eine Dame mittleren Alters plagt sich seit geraumer Zeit mit Halsschmerzen. Immer, wenn sie etwas säuerliches zu sich nimmt, hat sie Probleme beim Schlucken. In einem Forum, dass sich mit der Thematik auseinandersetzt, wirft Sie die Frage in die Runde. Anhand der Antworten gibt es nun 30 verschiedene Heilungsansätze. Nach ca 3 Monaten erfolgloser Therapien geht Sie zum Hausarzt, aber der kann Ihr auch nicht weiterhelfen und überweist Sie an einen HNO-Arzt. Aber auch der kann sich die Symptome nicht erklären. Also übermittelt er die Dame an einen Spezialisten. Dort wird herausgefunden, dass Sie zu einer Gruppe von Patienten gehört, die eine seltene Form von Speichelsteinen produziert. 1 von 10 Millionen Menschen neigen zu dieser Veranlagung. Nach der Verabreichung eines speziellen Medikamentes verschwinden die Beschwerden nach 48 Stunden. Was hätte nun den Heilungsprozess beschleunigt? (bitte nicht mit zu viel Ernst aufnehmen :-)
Cantus Am: 17.08.2016 21:50:05 Gelesen: 1420495 # 458
Ich muss auch einmal um eine Übersetzung bitten. Im folgenden Bild kann ich nur in der untersten Zeile das Wort "ledig" entziffern. Der Ort in der oberen Zeile muss irgendwo in Niederösterreich liegen. Vielen Dank und viele Grüße Ingo
zackigerPitter Am: 18.08.2016 07:19:58 Gelesen: 1420461 # 459
@ Cantus [#458] Das Lesen hängt von der Prägung bereits gelesener Silben ab, also daß der Leser die bereits verinnerlicht hat, was bei Namen oft sehr schwierig ist. Oft kommt es da auch zu Fehlinterpretationen, so daß daß hier die Gemeinde durch bekannte Worte wie "Innsbruck", "Augsburg", ... ersetzt wird. Als Gemeinde lese ich "Iwesburg", was wahrscheinlich falsch sein wird. Als Vorname lese ich sowas wie "Bezol", was wahrscheinlich falsch sein wird. Mir fehlt die Gemeinde und der Vorname, ich habe anzubieten: ... ... Zotten Taglöhner 29 Jahr alt ledig Im Hintergrund ist "HEIMATSCHEIN" zu lesen.
Max78 Am: 18.08.2016 07:28:59 Gelesen: 1420454 # 460
@ Cantus [#458] auf die Schnelle, weils heute in den Urlaub geht: ...sburg (eve. Bernsburg) ... Zotten (? Namen, Vorname mit z, eve ausländisch)) taglöhnend (Tagelöhnend) 29 Jahre alt ledig mit Grüßen Max und noch schöne Sommertage
bayern klassisch Am: 18.08.2016 08:07:37 Gelesen: 1420439 # 461
@ Cantus [#458] Hallo Ingo, das ist ein Mini - Scan. Mit deutlicher Mehrgröße könnte man sicher leicht etwas lesen, ohne raten zu müssen. Liebe Grüsse, Ralph
zackigerPitter Am: 18.08.2016 08:18:55 Gelesen: 1420435 # 462
@ bayern klassisch [#461] Ich denke, daß ich bei z.B. Tiroler Vornamen als Preuße raten werde, wenn ich es buchstabenweise nicht hinbekomme. Allerdings glaube ich, daß ggf. das ganze Dokument helfen würden, wie wenn der Amtsstempel den Ortsnamen enthalten würde. Bzgl. eines philatelistischen Beleges ... wäre ich ohnehin daran interessiert alles Wesentliche zu sehen.
Cantus Am: 18.08.2016 15:41:45 Gelesen: 1420384 # 463
Hallo, ich wollte den kompletten Beleg eigentlich bei den Heimatscheinen zeigen, nun also doch hier. Den mich interessierenden Teil stelle ich nochmals vergrößert daneben. Der Stempel der Gemeinde ist auf dem Gesamtdokument aber leider nicht zu lesen. Vielen Dank für eure Hilfe Ingo
bayern klassisch Am: 18.08.2016 16:02:09 Gelesen: 1420377 # 464
@ Cantus [#463] Hallo Ingo, danke - geht doch ... Fransburg Leopold Zotter Taglöhner 29 Jahr Alt. Liebe Grüsse, Ralph
Max78 Am: 18.08.2016 16:59:14 Gelesen: 1420370 # 465
@ bayern klassisch [#464] Alles richtig, außer: taglöhnend, wie bereits erwähnt, siehe "verschlucktes" d bei Leopold (nach dem nach unten geschwungen h (ohne Bauch bei Sütterlin) folgt das n e n und d). mfgmax
volkimal Am: 18.08.2016 17:12:04 Gelesen: 1420363 # 466
@ bayern klassisch [#464] Hallo zusammen, schaut euch einmal den Stempel an: Ober steht Gemeinde, unten ist der dritte Buchastbe ein "O". Daher würde ich Fronsburg lesen. Das passt auch besser zu den Suchergebnissen. Fransburg finde ich nicht beim googeln. Im Ritter - Geograhisch statistisches Lexikon von 1905 steht: "Fronsburg, Gemeinde in Niederösterreich, Bezirkshauptmannschaft Horn, Gerichtsbezirk Geras, 260 Einwohner" Viele Grüße Volkmar
zackigerPitter Am: 18.08.2016 17:12:33 Gelesen: 1420361 # 467
@ Max78 [#465] Sieht aber aus wie Fronsburg, siehe Stempel im Oval (GEMEINDE FRONSBURG). Das ist es, was ich meinte, daß im kompletten Beleg die Infos stecken. Sonst wäre ja schon die Information "Land Nieder-Österreich" eine Eingrenzung gewesen, wie im Stempel links "Bez. Wien". Siehe auch Wiki "Schloss Fronsburg" im Bez. Horn; das liegt nordwestlich von Wien.
Max78 Am: 18.08.2016 17:14:49 Gelesen: 1420361 # 468
@ Max78 [#465] Stimmt nicht, was ich behauptet habe, Ralph hat recht: Taglöhner.
sammler-ralph Am: 24.09.2016 21:28:10 Gelesen: 1417948 # 469
Hallo, ich bräuchte Hilfe bei der Entzifferung der folgenden Briefvorderseite, insbesondere des Vermerkes unten links: Ist die folgende Beschreibung korrekt? Brief von Oldesloe nach Schleswig, Aufgabestempel OLDESLOE 5/4 (in blau), rückseitig Durchgangsstempel Schleswigsches Post Speditions Bureau T1 6.4 (Bahnpoststempel) sowie Ankunftstempel SCHLESWIG …1862. Die Sendung wurde mit der Reit- oder Fahrpost von Oldesloe über Segeberg nach Neumünster transportiert, von dort erfolgte der Weitertransport per Bahnpost. Hier noch die Rückseite des Briefes: Herzlichen Dank und einen schönen Sonntag Ralph
volkimal Am: 24.09.2016 21:38:02 Gelesen: 1417943 # 470
@ sammler-ralph [#469] Hallo Ralph, wichtig ist auch die Anschrift. Ich lese "An die verehrliche Direktion der Irrenanstalt bei Schleswig". Der Vermerk unten links lautet "K? S" dann folgt ein Namenskürzel. Der mittlere Buchstabe muss irgendetwas mit der Anschrift zu tun haben. Im Moment fällt mir aber nicht ein, was es sein könnte. Viele Grüße Volkmar
Max78 Am: 24.09.2016 21:42:16 Gelesen: 1417942 # 471
@ sammler-ralph [#469] Hallo Ralph, unterer Vermerk: K.D.S (königliche Dienstsache), spricht für eine portofreie Sendung. Dann eventuell darunter Amt (oder Kürzel des Schreibers), mit Grüßen Max Sorry Volkmar, ich hatte Deinen Beitrag vorher nicht gesehen.
sammler-ralph Am: 25.09.2016 08:52:17 Gelesen: 1417893 # 472
Hallo Max, hallo Volkmar, vielen Dank für Eure Hilfe. In Abwandlung des Kindesliedes "Wer nicht fragt, bleibt dumm", gilt: Wer hier im Forum Fragen stellt, wird klüger.
sammler-ralph Am: 25.09.2016 09:54:02 Gelesen: 1417883 # 473
Hallo, wieder einmal möchte ich mein noch bruchstückhaftes Wissen erweitern. 1. Ist folgende Beschreibung richtig? In den Postverträgen zwischen Dänemark und den Deutschen Staaten wurde der preußische Silbergroschen (Sgr) als Währungsgrundlage vereinbart. Die Sendungen aus Oldesloe liefen über Hamburg. Das Porto setzt sich aus 2 Anteilen zusammen: 1 Sgr (umgerechnet 4 Dänische Skillinge) bis Hamburg und einen entfernungsabhängigen Teil für den Transport von Hamburg zum Bestimmungsort. Auslandsbrief von Oldesloe nach Wismar (Mecklenburg-Schwerin), Aufgabestempel OLDESLOE 19 11 59, rückseitig Durchgangsstempel HAMBURG 20/11, ?, ?. Wismar lag im ersten deutschen Rayon. Die Sendung kostete insgesamt 2 Silbergroschen (8 Dänische Skillinge): 1 Sgr. bis Hamburg und 1 Sgr. von Hamburg nach Wismar, hiervon wurden bei Aufgabe 2 Skillinge bar bezahlt, die restlichen 6 Skillinge dann vom Empfänger eingezogen. 2. Wie lautet die Anschrift? An den xxx Magistrat der Stadt Wismar 3. Was bedeutet der Vermerk oben? xxx 21 November 1859 4. Wer kann die Stempel auf der Rückseite entziffern? Vorderseite: Rückseite: Vielen Dank. Ralph
volkimal Am: 25.09.2016 10:41:36 Gelesen: 1417870 # 474
@ sammler-ralph [#473] Hallo Ralph, das erste Wort kam auch beim letzten Brief vor: "An den verehrlichen Magistrat der Stadt Wismar" Oben steht "Von der Post den 21 November 1859". Viele Grüße Volkmar
sammler-ralph Am: 27.09.2016 08:33:27 Gelesen: 1417720 # 475
@ volkimal [#474] Vielen Dank. Hat noch jemand eine Identifikation der beiden Stempel links auf der Rückseite. Ich glaube, es handelt sich um einen Bahnpoststempel. Viele Grüße Ralph
volkimal Am: 27.09.2016 08:58:41 Gelesen: 1417714 # 476
@ sammler-ralph [#475] Hallo Ralph, den linken Stempel kenne ich nicht. Direkt rechts daneben ist der Ausgabestempel. Er sieht so wie dieses Exemplar aus: http://www.philastempel.de/stempel/zeigen/105694 Bei Deinem Exemplar ist es allerdings die zweite Zustellung an dem Tag der Ankunft "N 2". Viele Grüße Volkmar
kdoe Am: 29.09.2016 19:24:34 Gelesen: 1417532 # 477
Hallo heute möchte ich auch mal ein Schreiben zur Diskussion stellen, das ich nicht ganz übersetzen kann: Mit Hilfe eines kundigen Sammlerfreundes ist das Meiste klar: Herrn J.G. Boltze in Salzmünde Stützerbach den 15.Mai 1864 Ich bekenne mich zum Empfang Ihres _________ vom 1. April mit Rechn(?) über Porzellan(?) welche ich Ihnen _________. Zur gef. Ausgleichung meines Kontos überlasse ich Ihnen ________ 2 Kinesen(?) a 49.29 / 11 100 rthlr Desgleichen zahlte an die Post ein 8 rthlr 20 sgr 108 rthlr 20 sgr und bitte freundlichst mir wieder 1 Lowry 100 ctr ______ Dietendorf zur Abholung durch mein Geschirr zukommen zu lassen. Sie werden mir entschuldigen, wenn ich mir noch erlaube Sie mit einer Bitte zu belästigen. Unter meinen Pferden habe ich 2, welche Spathansatz(?) be- kommen. Mir ist aus Zeitungsausschnitten noch erinner- lich daß in Halle ein Tierarzt derg. kurieren will, sollte ihnen, die sie doch auch viel Pferde haben, etwas davon bekannt sein und Sie wollen die Freundlichkeit haben, mir Auskunft zu geben, so würden Sie mich sehr verpflichten. Ich begrüße Sie Hochachtungsvoll Friedr. Carl Müller Die ______ stehen für Begriffe, wo wir uns gar nicht zusammenreimen können, die ? für unklare Stellen. Gruß Klaus
Barnimer Am: 29.09.2016 20:11:17 Gelesen: 1417517 # 478
... zum Empfang Ihres Geehrten ... ... welches ich Ihnen gutschreibe. Spat ist eine Krankheit am Fussgelenk des Pferdes. Damalige Schreibweise mit Dehnungs-h
Max78 Am: 29.09.2016 20:31:30 Gelesen: 1417507 # 479
Servus Klaus, damit Du weißt (oder vielleicht weißt Du es schon), um wen es geht hier ein Link: https://www.deutsche-biographie.de/gnd130285897.html#ndbcontent Bei wikipedia findet sich auch etwas, aber eher weniger.Die Einheiten/Abkürzungen und Warennamen hast Du ja schon super umgesetzt. Herrn J. G. Boltze in Salzmünde Stützerbach den 15. Mai 1864 Ich bekenne mich zum Empfang Ihres Geehrten von 1. April mit Recht über Porzellanerde, welche ich Ihnen gutbrachte (=gutbringen, gutschreiben). Zur gefl. (? Abkürzung) Ausgleichung meines Conto überlasse ich Ihnen indem 2 Kännchen a 49.29/11... 100 ... Desgl. zahlte an die Post ein 8... 20 = 108... 20 bitte freundlichst mir wieder: 1 Lowry (?) 100 Ctr. Rest Dielendorf (?? Eine Ware mit Namen des Herstellers) zur Abholung durch mein Geschirr zukommen zu lassen. Sie werden mir entschuldigen, wenn ich mir noch erlaube Sie mit einer Bitte zu belästigen. Unter meinen Pferden habe ich 2, welche Spathensatz bekommen; mir ist aus Zeitungsannoncen nach erinnerlich, daß in Halle ein Thierarzt dergl. kurieren will; sollte Ihnen, da Sie doch auch viel Pferde haben, etwas daran bekannt sein, Sie wollten die Freundlichkeit haben, mir eine Auskunft darüber zu geben, so würden Sie mich sehr verpflichten. Ich begrüße Sie hochachtungsvoll Friedrich Carl Müller mit Grüßen Max
kdoe Am: 29.09.2016 20:52:03 Gelesen: 1417500 # 480
Hallo Barnimer, hallo Max Danke erstmal bis hierher! ... zum Empfang Ihres Geehrten ... - Zustimmung ... welches ich Ihnen gutbrachte ... - Zustimmung ... mit Recht ... - gibt mMn keinen Sinn ... Porzellanerde ... - Zustimmung (Absender war Porzellanfabrik) ... 2 Kännchen ... - lese ich so immer noch nicht, wäre aber möglich (obwohl - wären wohl recht teure Kännchen) ... Rest ... - gibt mMn keinen Sinn Das von mir geschriebene "Dietendorf" müßte stimmen - ist die damals nächstliegende Bahnstation (43 km!) Die Pferdekrankheit hatte ich mittlerweile auch schon gegoogelt und zum Empfänger auch - er war wohl auch noch preußischer Abgeordneter. Gruß Klaus
Max78 Am: 30.09.2016 14:43:40 Gelesen: 1417387 # 481
@ kdoe [#480] Hallo Klaus, ganz kurz nochmal zu Deinem Brief, bei dem Du ja soweit alles gut recherchiert und transkribiert hast. Ich verstehe nicht, warum "mit Recht" für Dich keinen Sinn macht. Mir kam das einleuchtend vor. Es handelt sich hier ja nicht um eine gewöhnliche Rechnung über die ansonsten verhandelte Ware. Viel eher geht es um eine Stellungnahme, Ausgleichszahlung zu einem Schreiben (Geehrten), einer Beschwerde seitens Herrn Boltze, in dem er wahrscheinlich auf "sein Recht" bestand. Eventuell war für seinen Geschmack bei der letzten Warensendung etwas falsch abgerechnet oder gewogen worden. Mit den 2 Kännchen (?) und den Postgebühren kam ihm Herr Müller entgegen, um alles "auf Null zu setzen". Wenn Du noch andere Schreiben hast, würde ich mal das große K und R vergleichen, eventuell lassen sich dann die Begriffe "Kännchen" und "Recht" noch besser ausgrenzen. Bei einem doppelten "n" wurde oft nur eines ausgeschrieben, allerdings dann ein Strich drüber gesetzt. Den Preis kann ich mir vorstellen, denn eventuell hat Herr Müller ganz bestimmte Mischungen angesetzt (Porzellanerde), sozusagen beschäftigt in der "Entwicklung" für ein teures Luxusprodukt, "das weisse Gold". Mit dem Wort "rest" gebe ich Dir absolut recht, das ergibt keinen Sinn. Es könnte dem Sinne eher heissen: nebst oder next (nächst). Na ja, auf jeden Fall ein interessantes Brieflein. Als ich bei wikipedia noch ein bissl über Stützerbach (teils preussisch, teils sächsisch) gelesen habe, fand ich's recht interessant. Viel Erfolg noch bei der Ermittlung der genauen Maßeinheiten. mit Grüßen Max
SH-Sammler Am: 30.09.2016 15:36:39 Gelesen: 1417378 # 482
@ alle Hallo, ich sehe, dass in diesem Beitrag ganze Briefe "entschlüsselt" werden. Und ich habe Mühe mit 2 Worten in alter, deutscher Schrift auf einem Speditionsschein von 1802 für Ware nach SOLOTHURN. Kann mir jemand sagen, was genau hier nach Solothurn verschickt wurde? Ich freue mich auf eine Antwort und danke schon mal bestens. SH-Sammler
kdoe Am: 30.09.2016 17:18:20 Gelesen: 1417356 # 483
Könnte das zweite Wort "1 Luidor", das war ja eine alte französische Münze, heißen? Gruß Klaus
SH-Sammler Am: 30.09.2016 19:06:36 Gelesen: 1417327 # 484
@ kdö [#483] Hallo Klaus, erst mal herzlichen Dank für die Mithilfe. Es könnte Luidor heissen. Es wäre dann die Wertangabe der versandten Ware. Wirklich Sinn macht es erst, wenn wir wissen, was denn soviel Wert war. Mit meinen Vorlagen zur deutschen Schrift kann ich es aber beim besten Willen nicht entziffern. Mal abwarten, was von dritter Seite eventuell noch vorgeschlagen wird Gruss Hanspeter (SH-Sammler)
kdoe Am: 30.09.2016 19:55:53 Gelesen: 1417310 # 485
@ Max78 [#481] Und auch noch eine Antwort an Max. Woraus schlußfolgest du, dass das sozusagen die Anerkennung einer Reklamation ist? Das ist für mich so nicht erkennbar ... für mich sieht der Ablauf so aus: Boltze hat Porzellanerde geliefert und dazu eine Rechnung geschickt - und diese wird mit dem Brief anerkannt. Andere Briefe aus der Korrespondenz habe ich leider nicht. "next" hätte ich auch gelesen - macht aber auch nicht wirklich Sinn. Gruß Klaus
Max78 Am: 30.09.2016 20:49:31 Gelesen: 1417293 # 486
@ kdoe [#485] Hallo Klaus, Du hast recht. Nachdem ich es nochmal durchgelesen habe, stimme ich Dir zu. Wie gesagt, wenn man nur wüßte, wie der Schreiberling das große K oder R geschrieben hat. "Recht" könnte auch "Kauf" heissen, "Kännchen" eventuell auch "Kinofen" (Kienofen). Ich komme da leider auch nicht weiter, herzliche Grüße Max
kdoe Am: 06.10.2016 09:32:35 Gelesen: 1416622 # 487
Hallo, ein weiterer "Lesekundiger" hat die beiden noch unklaren Worte gedeutet: - das, was hier als "Kännchen" gedeutet wurde als "Rimesse" - eine Art Wechsel, der im Zahlungsverkehr eingesetzt wurde - das Wort vor Dietendorf als "rest" als Abkürzung für restante = lagernd Beides ergibt inhaltlich mMn Sinn. Gruß Klaus
DERMZ Am: 06.11.2016 14:26:35 Gelesen: 1412655 # 488
Guten Tag zusammen, nun habe ich zu diesem Thema eine Weile gesschwiegen, aber es bleiben doch immer noch rätselhafte Schriftzeichen übrig, bekomme ich wieder so wunderbare Hilfe ? Heute schreibt Frau Heisse an Frau Hummel in Frankfurt, da sich die beiden Damen verpasst haben. Hier die Bilder: Zum Abschluss noch meine "Übersetzung": Frau Adele Hummel Frankfurt a/Main ??? durch gefällige Besorgung Marburg d. 27.5.34. Liebe Frau Hummel! Ich war ganz geknickt, als mir mein junger Theologe sagte, dass Sie mich hatten besuchen wollen, schon so lange hatte ich auf jemand von den Geschwistern gewartet und nun war ich nicht einmal zu Hause! Haben Sie schönen Dank fürs gute Briefpapier, ich habe das aber doch gar nicht ver- dient, dass Sie so aufmerksam gegen mich sind. - Sie und Ihren l. Gatten grüße ich herzlich, hoffentlich passt es .... aber mal besser mit einem Wiedersehen Ihre alle Berta Heisse Letzendlich fehlt wieder nur eine kleine Ecke, hier noch einmal im Detail: Herzlichen Dank sagt Olaf
briefefan (RIP) Am: 07.11.2016 21:23:52 Gelesen: 1412499 # 489
@ DERMZ [#488] Hallo Olaf, den Text unmittelbar vor "Ihre alle..." lese ich passt es später aber mal besser mit dem Wiedersehen Gruß von briefefan.
lolli Am: 08.11.2016 15:45:50 Gelesen: 1412398 # 490
Hallo allen Forumsteilnehmern, ich komme hier mit der Sütterlin-Adresse nicht weiter und hoffe jemand kann mit den Ort und Strasse entziffen. Schon mal vielen Dank im Voraus Stefan
DERMZ Am: 08.11.2016 16:37:04 Gelesen: 1412379 # 491
@ lolli [#490] Guten Tag Stefan, der Brief ging an: Herrn Otto Ackermann 10 Hettstedt Hadeborn Nr. 27 Viele Grüße Olaf
DERMZ Am: 08.11.2016 16:42:04 Gelesen: 1412376 # 492
@ briefefan [#489] Danke Briefefan, das hat wieder ein Stück weitergeholfen. Danke. Gruss aus dem Süden Olaf
lolli Am: 08.11.2016 16:44:30 Gelesen: 1412374 # 493
@ DERMZ [#491] Hallo Olaf, vielen Dank für die Hilfestellung. Stefan
briefefan (RIP) Am: 09.11.2016 00:03:28 Gelesen: 1412318 # 494
@ DERMZ [#491] @ lolli [#493] Hallo Olaf und Stefan, nur eine Kleinigkeit: ich lese Str., nicht Nr. Gruß von briefefan.
DERMZ Am: 09.11.2016 07:51:01 Gelesen: 1412282 # 495
@ briefefan [#494] Guten Morgen Briefefan, natürlich hast Du recht, es ist Str. und nicht Nr. -- die Nr. war nur so schön einfach und schnell, manchmal sollte man (ich) die Augen aufmachen. Viele Grüsse Olaf
evwezel Am: 10.11.2016 10:01:48 Gelesen: 1412123 # 496
Guten Morgen zusammen, Einige Wochen vorher habe ich eine Postkarte gekauft des Königreichs Bayern. Ein kleines Problem: Die Handschrift ist kaum zu lesen. Diese Postkarte wurde in Buchenau verschickt am 8 Mai 1897. Es erreichte den Empfänger in Amsterdam schon am 9 Mai, zwischen 10 und 12 nachmittags. Eine schnelle Besorgung! Auf die Rückseite hat der Direktor von den Poschinger Glaswaaren-Fabriken, Ferdinand von Poschinger, eine Antwort geschrieben. Ich habe es versucht, aber es ist schwer zu lesen: 1. Buchenau, den 7 Mai 1897 2. Herrn. Ferd. Kade, Amsterdam Staalstraat 3. Zufolge Postkarte von 4 (...) unverlaßt 4. Ihnen mitzuteilnen, dass ich dir nur gut (...) 5. (...) 3 bis 4 Wochen lieferen 6. kann, denn ich habe gegenwürtig so viel (...) 7. (...) das ich beim 8. besten Willen(...) früher (...) 9. bin! Ich bitte Sie durfen sich (...) 10. zu Geduldnen (?) 11. (...) 12. Ferd. v. Poschinger Kann jemand mir vielleicht helfen um diesen Text zu entziffern? Vielen Dank, Emiel van Wezel Die Niederlande
Magdeburger Am: 10.11.2016 10:43:47 Gelesen: 1412115 # 497
@ evwezel [#496] Hallo Emiel van Wezel, Zufolge Postkarte vom 4 etc habe ich mich veranlaßt Ihnen mitzutheilen, dass ich die mir gut beorderten Waaren erst im Verlaufe von 3 bis 4 Wochen liefern kann, denn ich habe gegenwärtig so viel Anders vor- liegen die viel älteren Datums sind, dass ich beim besten Willen nicht früher zu liefern im Stande bin! Ich bitte Sie daher sich bis dahin ???? zu gedulden zeichen Ein Wort will mir nicht gelingen. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
briefefan (RIP) Am: 10.11.2016 11:12:04 Gelesen: 1412110 # 498
@ Magdeburger [#497] @ evwezel [#496] bis dahin gefäll.(igst) zu gedulden & zeichne hochachtend! Grüße von briefefan.
volkimal Am: 10.11.2016 11:26:28 Gelesen: 1412108 # 499
@ evwezel [#496] Hallo Emiel, ein Wort lese ich anders als Ulf ansonsten kann ich Ulf und briefefan nur zustimmen. Anstelle von "Anders" heißt es "Orders" (Bestellungen) Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 10.11.2016 16:57:38 Gelesen: 1412036 # 500
Guten Abend Ulf und natürlich auch Volkmar und "Briefefan", Ich finde es großartig, das es Ihnen gelungen ist diesen alten Text so schnell zu übersetzen - herzlichen Dank dafür! Mit herzlichen Grüßen, Emiel
Baber Am: 13.11.2016 11:21:03 Gelesen: 1411776 # 501
Wer kann die vollständige Anschrift an den Direktor Schulz in Stendal lesen? Danke Baber
volkimal Am: 13.11.2016 13:53:55 Gelesen: 1411754 # 502
@ Baber [#501] Hallo Baber, ich lese: Dem Wohlgeborenen und Hochgelehrten Unserem(?) Landgräutz Commisarien auch liebe getreue Cammer Director Freyh(?) von Gayl und ???? Gerichts Director Schulz HS Stendal Das Wort Landgräutz kenne ich nicht, kann es auch nicht googeln. HS = Herrschaftliche Sache Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 13.11.2016 14:16:59 Gelesen: 1411748 # 503
Hallo Baber, vermutlich geht der Brief an Kasimir Wilhelm Ernst Freiherr von Gayl. Seine Söhne lassen sich googeln: Friedrich bzw. Leopold von Gayl. Ihn selbst kann ich mit den eingeschränkten Möglichkeiten eines Smartphones nicht googeln. Viele Grüße Volkmar
bayern klassisch Am: 13.11.2016 14:17:40 Gelesen: 1411747 # 504
@ Baber [#501] Landgräntz Commissarien = Landgrenzkommissar Liebe Grüsse, Ralph
Baber Am: 13.11.2016 14:35:56 Gelesen: 1411743 # 505
@ volkimal [#502] Hallo Volkmar und Ralph, vielen Dank für die Hilfe. Da der Brief von 1776 stammt, passt das zum Ergebnis von Google, wo ausgesagt wird, dass es zu dieser Zeit einen Stammbaum der Familie von Gayl in Stendal gibt. Gruß Baber
Magdeburger Am: 16.11.2016 15:24:00 Gelesen: 1411436 # 506
Liebe Sammelfreunde, hier habe ich mal eine Auswanderungserlaubnis aus dem Jahre 1840 und alles kann ich leider nicht lesen: Oranier(n)baum d. 3. März 1840 ???? von Amtest????? hierselbst der Brau......meister Friedrich Müller aus Wörlitz legt vorstehendes Aufnahme= Attest für seinen Sohn Christian Ephraim Wilhelm Müller d.d. Berlin, 8.Februar ds., war, und bittet, auf den Grund derselben ihn für seinen ge= nannten Sohn einen Aus= wanderungsschein zu erthei= len. Hiesigen herzogl. Justizamts wegen ertheilt ???? dem nach, wir ???? nachdem diesseitigen Militär=Aushebungsgesetze befugt ist, dem Christian Ephraim Wilhelm Müller aus Wörlitz hierdurch und Kraft diesses die Erlaubniß Erlaubniß aus seinem Vaterlande, Anhalt-Dessau, nach dem Preußischen und namentlich nach Berlin, auszuwandern, dergestalt, daß er aus dem hiesigen Unterthreuen= Verbande gänzlich entlassen wird. Der Erschienene bittet um beglaublte Abschrift dieses Protokolls für seinen Sohn zu dessen Ausreise. V. g. v. F. Müller G. w, ?. ???Schroeter. Kauf. Vorstehende Abschrift stimmt mit dem Original= Protokolle genau überein, was unter Amts= ???? und Siegel hierdurch bezeugt wird. Oranienbaum, d. 3. März 1840 Herzogl. Anhaltn. Justiz Amt daselbst ???? Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Max78 Am: 16.11.2016 16:10:02 Gelesen: 1411424 # 507
Servus Ulf, habe ein paar Lücken gefüllt (alles was kursiv ist), mit Grüßen Max: Oranienbaum d. 3. März 1840 Erscheint an Amtsstelle hierselbst der Strumpfwirkermeister Friedrich Müller aus Wörlitz. legt vorstehendes Aufnahme= Attest für seinen Sohn Christian Ephraim Wilhelm Müller d.d. Berlin, 8.Februar ds., vor, und bittet, auf den Grund desselben ihm für seinen ge= nannten Sohn einen Aus= wanderungsschein zu erthei= len. Hiesigen herzogl. Justizamts wegen ertheilt man denn (dem?) auch, wie man nach dem diesseitigen Militär=Aushebungsgesetze befugt ist, dem Christian Ephraim Wilhelm Müller aus Wörlitz hierdurch und Kraft diesses die Erlaubniß Erlaubniß aus seinem Vaterlande, Anhalt-Dessau, nach dem Preußischen und namentlich nach Berlin, auszuwandern, dergestalt, daß er aus dem hiesigen Unterthanen= Verbande gänzlich entlassen wird. Der Erschienene bittet um beglaubte Abschrift dieses Protokolls für seinen Sohn zu dessen Ausweise. V. g. v. F. Müller G. w, ?. H. A. Schroeter. ??? Vorstehende Abschrift stimmt mit dem Original= Protokolle genau überein, was unter Amts= hand und Siegel hierdurch bezeugt wird. Oranienbaum, d. 3. März 1840 Herzogl. Anhaltn. Justiz Amt daselbst ????
briefefan (RIP) Am: 16.11.2016 20:40:06 Gelesen: 1411359 # 508
@ Max78 [#507] @ Magdeburger [#506] Hallo Max, hallo Ulf, noch ein paar Kleinigkeiten: Erscheint ein Antragsteller hierselbst ... Aufname= Attest... auf Grund desselben ... kraft dieses die Erlaub= Grüße von briefefan.
Max78 Am: 16.11.2016 22:02:38 Gelesen: 1411337 # 509
@ briefefan [#508] Servus Briefefan, beim Part "an Amtsstelle" bin ich mir ziemlich sicher. 2 zusammengeschriebene S (von 2 Wörten, hier "Amts und Stelle") in Kombination mit einem folgenden T sehen meist dementsprechend aus. Aber das wird dem Inhaltlichen nicht weh tun. Und wie immer: bei diesem Thema gibt es meistens mehr als nur 5 Meinungen. herzliche Grüsse
bignell Am: 16.11.2016 23:00:14 Gelesen: 1411317 # 510
Hallo, dieser Brief ging von Wien (20.12.1860) an den Herrn von Wattenwyl-Tillier, Gerechtigkeitsgasse No 117 Bern. Die Hausnummer existiert lt. Google Maps nicht mehr, die Gasse schon noch. Durchgangsstempel E(isen).B(ahn). 22. Dez. Curs V.II. Ankunftsstempel Bern 23. Dez 60 Distrib(ution) Vorm(ittag) Besonders interessant finde ich den Vermerk rechts oben, hier werden offenbar noch die alten Monatsnamen verwendet Den 23.ten B???? 60. er???ten Den 2. Hornung 61. beantwortet. Was können die fehlenden Worte bedeuten? Vielen Dank, harald
Max78 Am: 17.11.2016 00:06:14 Gelesen: 1411304 # 511
@ bignell [#510] Servus Harald, beim ersten Wort habe ich genau wie Du ein grosses B gelesen. Da der 2. Buchstabe jedoch ein h ist, macht das kaum Sinn. Grosses C und B ähneln sich ja und eventuell hat der Schreiberling die Angewohnheit gehabt das C in Verbindung mit h so zu schreiben. Dem Satz (und dem Stempeldatum) zufolge kann ich mir nur vorstellen, dass es sich um die Abkürzung für Christmond oder Christmonat (abgekürzt Christm. oder Christmt.) = Dezember handelt. zweites Wort: ... erhalten... mit Grüssen Max
bignell Am: 19.11.2016 11:08:34 Gelesen: 1411145 # 512
@ Max78 [#511] Hallo Max, am Anfang hatte ich noch Zweifel, aber inzwischen denke ich, mit Christmond (der Empfänger hat halt ein hartes T statt dem D geschrieben, die Rechtschreibung war damals ja noch nicht so standardisiert) und "erhalten" liegst Du genau richtig. Vielen Dank für die Hilfe, harald
Baber Am: 19.11.2016 12:01:58 Gelesen: 1411136 # 513
Nachdem der Schreiber die altgermanischen Monatsnamen verwendet (Hornung), müßte mann annehmen, dass er auch das Datum, wann er den Brief 1860 erhalten hat, so geschrieben hat. Aber keiner der 12 germanischen Monatsnamen passt, denn meiner Ansicht endet das Wort auf .... tent. GruB Bernd
bayern klassisch Am: 19.11.2016 12:33:41 Gelesen: 1411130 # 514
@ bignell [#512] Hallo Harald, auch nach einer Viertelstunde bin ich so schlau als wie zuvor. http://www.daniel-stieger.ch/daten.htm#a Da leider auch nichts gefunden, was passen würde. Liebe Grüsse, Ralph
Heinrich3 Am: 19.11.2016 13:09:10 Gelesen: 1411118 # 515
Hallo, also ich sehe das so: Hinter dem 23. die unterstrichenen Buchstaben sind ten (zusammen mit 23. = dreiundzwanzigsten), dann kommt Christm und ein unterpunktiertes t = Abkürzung für Christmonat. Die 2. Zeile ist ja schon klar. Gruß Heinrich
Magdeburger Am: 08.12.2016 18:15:22 Gelesen: 1409481 # 516
Liebe Sammelfreunde, heute habe ich einen netten dreiseitig beschriebenen Brief bekommen, nur was steht da drinnen: Hier soweit ich es gelesen habe (seitenweise und je Seite auch Zeilenweise): Wörlitz den 18ten Mai, 1812. Theuerste Freundin, Unvermuthet und angenehm überraschend empfing ich gestern Abend, den ersten Pfingsttag, Ihren mir sehr lieben Brief, den ich oben auf meiner Stube in der stillen Einsamkeit, wol dreimal überlaß und durchdachte, und mir dabei die süßen Scenen unsrer ersten jugendlichen reinen Liebe wieder ins Gedächtniß zurück rief. - Diese Rückerinnerung war aber, mehr als sonst mit einer innere Unhmuth vermischt und getrübt; weil Sie mir durch diesen Brief, fast alle Hoffnung des Wiedersehens geraubt haben. Schon hatte ich mir einige mal die süße Hoffnung erträumt, Sie vielleicht diese Pfingsten hier zusehen, und mit Ihnen die angeneh= men Gefilde um Wörlitz zu durchwandeln und - nun wurde die= ser süße Traum auf einmal zertrümmert. Was sind doch alle mensch- liche Hoffnungen? - Nichts als Traum! - Und doch sind auch die= se süßen Träume Wohlthat, sie sind der Nectar und Ambrosin für uns Sterbliche auf Erden. - Schade nur daß uns in der Wirklichkeit so oft Enzian und Wermuth zur Speise, und Essig mit Mürthen zum Getränk dargereicht wird, oder vielmehr, daß wir uns durch unsre Neigungen und L(B?)eidungsschaften selbst solche Gallengerichte zubereiten. Dann sind wir - um uns zu rechtfertigen, nur gar zu sehr geneigt, die Schuld unsrer Versehen und Übereilungen, auch die gütige Versuchung zu werden, weil diese geduldiger ist, als wir in manchen Fällen sind. - Lasßen Sie es uns nur offenherzig und derWahr= heit gemäß gestehen: daß wir beide selbst Schuld an unsrer Ernenung sind. - Die gütige Vorsicht führte uns an einem Ort zusammen, wo wir uns kennen und lieben lernten. Was konnte diese nun mehr thum, wenn sie uns als als freie und vernünpftige Geschöpfe wollte handeln und frei - zu unseren Glück wählen lasßen.- Müßten wir uns nun nicht noch einander fü= gen? - Müßten wir nicht ganz für einander - ohne Neckerei - zu le- ben suchen? - Mein Entschluß, in der ersten glüclichen Periode unsrer reinen zärtlichenLiebe, war gefaßt: Sie und keine andre einst und vielleicht spät mach meiner Mutter Tode zu ehelichen.- Aber der schon gedachte fatale Spaziergang mit Sageln und Ihr damaliger Trotz zertrümmerte auf einmal meinen Entschluß. - War nun die gütige Vorsicht hieran wol Schuld? - Ich glaube nein! - wir selbst. - Doch genug hiervon! - Lehren Sie aber Ihre Kinder, wie ich die meinigen, auf die Wege der gütigen Vorsicht zu merken, und ein die Schuld unsrer Ver= gefungen auf sie zu werfen; weil dies aus Büsterung derselben ist. - Ich folge Ihrem gütigen Rath, und suche mir mein Schicksal nach Möglichkeit erträglich zumachen und mich - an meine ehel. Beleidigerin durch Wohlthun zu rächen, und sie dadurch vielleicht auf besßere Gedanken zu leiten. In dieser Absicht habe ich vor einem Jahre, als unser Herzog den größten Theil seiner eignen, sonst in Pacht uns gegebenen Wiesen, meistbietend verkaufen ließ, für meine Frau und Kinder 4 Morgen gutes Wiesenwachs für 480 Rt. eigne ge= kauft; damit sie nach meinem Tode jährl. wenigstens für 30 bis 40 Rt. Heu= futter davon ärnten und verkaufen können; überdies bekommt sie dann noch jährlich 30 Rt. aus der Witwenkasse und vielleicht noch ebenso viel an anderen Einkünften, so daß sie dann nicht Noth leiden darf, wenn sie fleißig und sparsam ist. - Nicht mehr, so handle ich recht? - Ach, es ist so süß, sich durch Wohlthun zu rächen! - Ich suche nur meiner Pflicht zu haben, und so viel als möglich das Wohl meiner Familie zu gründen. - Schade daß meine 3te Tochter Leopoldine, nicht hat zu Ihnen kommen können! Ich gab ihr einen recht herzlichen Kuß für Sie, meine Theuerste, mit auf die Reise, der sie Ihnen, wo möglich, recht warm zu überbringen versprach. Den 4tenMAi, früh um um 3 Uhr, reiseten Hl. von Mattlichens mit meiner Tochter, von Wörlitz ab. Ach, daß war ein wehmuthsvoller Abschied! -"- ICh hätte herzlich gewünscht, daß Sie das gute Mädchen kennen gelernt hätten; Sie würden sich gewiß über sie gefreut haben: denn Leopoldine hat die meiste Ähn= lichkeit mit mir. Gott sei ihr Geleiter und Beschützer ihrer Unschuld; denn rein und keusch ist sie meinen Händen entreiset. Unsere verewigte Herzogin Louise, ruhet, nach ihrem Willen, auf dem großen neuen Gottesacker in Dessau, unter ihren Landeskindern - E...iger Lohn für gute Thaten, wird gewiß ihr seliges Loß in der Ewigkeit seyn. Möchte nie eine unheilige Hand, die Ruhe ihrer Asche stören! - Nun wird ihr hiesiges Haus ausgeräumt, und die Möbels werden nach Großkühnau auf das Prinz= liche Schloß gebracht, weil der Erbprinz dasselbe von dem Sohn den Prinzen (Heidek) gekauft hat. Unser Erbprinz macht in Kühnau ähnliche Gartenanlagen, wie der Herzog in Wörlitz. - Sie würden jetzt die Gegend um Kühnau kaum noch kennen - aber doch einige Plätze -"- 'Nun, meine Threuste, muß ich schließen; Ihnen aber doch noch kürzl. sagen, daß der Förster Sikert in Groß= kühnau vor Ostern gestorben ist (alt 72 Jahr). Auch meiner Zukunft in Weißenfels werden Sie nicht hoffen dürfen; weil mein Amt eine solche Reise nicht verstattet. Kann ich aber, bei Gelegenheit, noch eine Condition für Ihren Sohn aus= mitteln, so werde ich solches mit Freuden thun. Der Oberamtmann Schoch in Reschen ist tödtlich krank und vielleicht jetzt schon verblichen; er führt ein etwas wüstes Leben. -"- Suchen Sie durch Geduld, Sanftmuth, Nachgiebigkeit, und Freundlichkeit Ihre Lage zu verbessern und durch Achtung das Herz Ihres Gatten an sich zuziehen. Wir Männer mögen gern von den Weibern geachtet seyn, - Besonders hüten Sie sich vor unzeitigen und unbehutsamen Widerspruch. - Grüßen und Küssen Sie Ihren Mann und Kinder recht herzlich im Namen Ihres unaufhörlich treuen Freundes L.F.B. S_ r. NB. In Wörlitz lebt eine Frau, Names Müllerin, die Ihnen so ähnlich sieht, wie eine Schwester der anderen nicht sehen kann; bei dieser erinnere ich mich Ihrer manchmal sehr lebhaft; sie kann auch etwa Ihr Alter haben. Ist das nicht sonderbar? Ich sage jetzt schon einmal Danke! Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Saguarojo Am: 09.12.2016 09:34:37 Gelesen: 1409417 # 517
@ Magdeburger [#516] Hallo Ulf, habe leider nur wenig Zeit, darum erst einmal das erste Blatt: Zeile 16 Neigung und Leidenschaft. Drittletzte Zeile nicht Ernennung sondern Trennung Gruß Joachim
Saguarojo Am: 09.12.2016 10:51:07 Gelesen: 1409397 # 518
Also mal weiter: Seite 2 Zeile 6 nach meiner Mutter Tod Zeile 11/12 ..Schuld unserer Ver= gehungen auf sie zu werfen; weil dies aus Lästerung derselben ist.- Seite 3 Zeile 8 Landeskindern Ewiger Lohn Das ist schon ein "irrer" Text. Heute würde man das nicht in 3 Seiten sondern in 3 Sätzen sagen. Ich hoffe, Dir etwas gehölfen zu haben. Viele Grüße Joachim
Magdeburger Am: 09.12.2016 16:05:06 Gelesen: 1409354 # 519
@ Saguarojo [#518] Hallo Joachim, recht herzlichen Dank! Mit der Herzogin Luise ist Luise von Brandenburg-Schwedt geb. 24.09.1750 in Stolzenberg gest. 21.12.1811 in Dessau, mit Heidek ist der uneheliche Sohn von Albert Friedrich von Anhalt-Dessau geb. 22.04.1750 gest. 31.10.1811 in Dessau Gustav Adolf Heideck geb. 25.04.1787 gest. 23.01.1856 Dessau gemeint. Über den Förster versuche ich noch etwas herauszufinden. Eventuell läßt sich sogar der Briefschreiber ermitteln, mal sehen. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
bignell Am: 11.12.2016 14:08:15 Gelesen: 1409207 # 520
Schrift entziffern Liebe Freunde, Könnt Ihr hier irgendetwas entziffern? Ich tu mir da echt schwer. Vorderseite: Continnatio Pro??? Rückseitig ist das Datum klar, 22.4.1664 (22 Aprili Anno 1664), sieht für mich irgendwie aus wie "Dr Tubby @ Toughby", könnte somit englisch sein. Bin für jede Hilfe dankbar. Lg, harald
briefefan (RIP) Am: 11.12.2016 22:59:07 Gelesen: 1409159 # 521
@ bignell [#520] Hallo Harald, einige Wörter: linkes Blatt erste Wörter: Continuatio (= Fortsetzung?) Protocole rechts Blatt drittletzte Zeile: Exceptung (richtig eigentlich Excepting?), klingt nach Englisch. Die Schrift ist schwierig. Gruß von briefefan.
Richard Am: 12.12.2016 09:21:40 Gelesen: 1409123 # 522
Im Namen des Königs - fast 200 Jahre alte Schreiben Liebe Mitglieder und Freunde der Alten Schrift, für einen Heimatsammler in meinem Wohnort Leutkirch habe ich die beiden nachfolgend abgebildeten Schreiben erworben, kann aber den Text auch nicht ansatzweise lesen. Ich würde mich über eine Hilfe freuen, den Inhalt bestimmen zu können. Schreiben 1 vom 30.6.1819: Schreiben 2 vom 25.6.1819: Schöne Grüsse, Richard
Saguarojo Am: 12.12.2016 10:59:02 Gelesen: 1409095 # 523
Hallo Richard, an der ersten Seite will ich mich Versuchen. Mehr Zeit ist gerade nicht. Auf den Bericht vom 19. d. über das Guthaben der Stiftungen des dortigen Bezirkes, deren Nachweisung dem Stiftungs Administrator Zöschinger in Kempten obliegt, wird der K. Stiftungs Verwaltung er= öffnen, das man unterm heutigen den Hof-Kom= missär, Regierungs Rath Remmelin Augsburg veranlaßt habe, bei dem K. Bairischen Bevoll= mächtigten ehnverzüglich(?) die Einleitung zu treffen, daß der quieszirte(?) Stiftungs-Administrator Zöschinger zu der geeigneten Nachweisung streng angehalten, und das, was sich aus diesen als zum Besten der Kemptener Stiftungen verwendet, ergeben würde, von diesen mit den verfallenen Zinsen ersetzt, was aber dem Administrator Zöschinger zur Last bleibt, aus dessen Vermögen bezahlt werde. Dem K. Stiftungs Verwalter wird dabei Stiftungsverwaltung Leutkirchen Weiter am Nachmittag Gruß Joachim
volkimal Am: 12.12.2016 13:37:28 Gelesen: 1409064 # 524
@ Saguarojo [#523] Hallo Joachim, sehr gut übersetzt! Zu den beiden Fragezeichen: Das erste Wort ist ohnverzüglich (=unverzüglich) quieszirt = der Dienstfunktion enthoben (Nachzulesen in Google Books: Grundlage des jetzigen Staatsrechts des Kurfürstenthums Hessen, Band 2) Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 12.12.2016 13:56:17 Gelesen: 1409059 # 525
@ Richard [#522] Hallo Richard, hier ist der zweite Teil des ersten Schreibens: Aufgegeben ungesäumt auf privativem Wege Notizen über den Vermögens Zustand des Zöschinger und seines Sohnes einzuziehen, und längstens in 14 Tagen Anzeige darüber zu machen, und in dieser sich darüber zu äussern, wie der Sohn des vormaligen Stiftungs- Administrators mit diesen Stiftungen in Berührung(?) komme, so zwar, daß er für sich ca. 16,513 ? 55 ?? Aktiv Ausstände nachweisen solle. Ulm, den 30ten Juni 1819 ???? ???? Viele Grüße Volkmar
Saguarojo Am: 12.12.2016 15:19:50 Gelesen: 1409036 # 526
Der zweite Brief, erste Seite: Nach dem von mehreren Stiftungs = Verwaltun= gen vorliegenden Anzeigen sind von den Stiftungen der durch den Staats = Vertrag von 1810 von Baiern an die Krone Würtemberg abgetrete= nen Landes = Parzellen Beiträge zu den Königl= Bairischen Land- Anlehen gelistet worden. Um nun die Summe dieser Beiträge in dem Donau Kreise näher zu kommen, hat die Stiftungs = Verwal= tung über folgende Gegenstände umfänglichen und dokumentirten Bericht zu erstatten. a./ Wie viele Beiträge jede einzelner Stiftung ihres Bezirks zu dem K. Bairischen Land An= lehen geleistet haben. b./ Ob von diesen Beiträgen die Zinße bisher richtig eingegangen, und nach welchem Zins = Fuße. c./ Ob die einzelnen Stiftungen in dem Besitze der Land = Anlehen Obligationen sich befinden, und wenn dies der Fall nicht seyn sollte, in wel= chen Händen diese sind, und welche Dokumen= te die Stiftungen zum Beweise der geleisteten Land = Anlehen = Beiträge besitzen. Diesen Bericht erwartet noch(?) immer (?) Wahen(?) Der Rest folgt bald. Gruß Joachim
Saguarojo Am: 12.12.2016 15:32:00 Gelesen: 1409029 # 527
Der Rest: und die Stiftungs - Verwaltung wird dem= selben die vorhandenen Anschreiben und sonstigen, zur Herstellung des Bairisches gehörigen Dokumente in Abschrift beilegen. Ulm den 25ten July 1879 (Unterschrift)? ? Schlechtes Deutsch. Habe es aber so übertragen, wie es dort steht. Ich hoffe, etwas geholfen zu haben. Viele Grüße Joachim
Max78 Am: 12.12.2016 17:33:49 Gelesen: 1409014 # 528
Und noch zur Vervollständigung: ... Diesen Bericht erwartet man inner 4 Wochen und die Stiftungs-Verwaltung wird demselben die vorhandenen Ausschreiben und sonstigen, zur Herstellung des Beweises gehörigen Dokumente in Abschrift beilegen. Grammatikalisch 1 a, schön kompliziert, typisch Amtsmann. ;-) Unterschrift ganz unten: Schlotterbeck Unterschrift mittig: eventuell Schengber oder Schengberg, die zweite ? mit Grüßen Max
Magdeburger Am: 12.12.2016 17:44:23 Gelesen: 1409003 # 529
Die Währungen hinter den Zahlen ca. 16,513 f(lorin) 55 xr = Kreuzer Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Saguarojo Am: 12.12.2016 17:44:53 Gelesen: 1409003 # 530
@ Max78 [#528] Ja, stimmt, "inner 4 Wochen" Meine Augen taten mit schon etwas weh. Gruß Joachim
Max78 Am: 12.12.2016 17:47:22 Gelesen: 1409000 # 531
@ Saguarojo [#530] Da hast Du ja auch EINIGES umgesetzt! Gute Leistung!
bignell Am: 18.12.2016 14:54:53 Gelesen: 1408476 # 532
Hallo, hierbei handelt es sich um einen Briefbogen, München, Quittung über 12500 Gulden an Prinzessin Gisela von Bayern [1] unterschreiben Max du Jarrys Freiherr von La Roche. Somit bekam die Tochter des österreichischen Kaisers 50000 Gulden im Jahr, mehr als nur ein Taschengeld für den Sprössling. Leider sind mir zwei Worte nicht klar, bitte um Eure Hilfe. Das Hofmarschallamt Seiner königlichen Hoheit des PRINZEN LEOPOLD von Bayern bescheinigt hiermit mittelst Anweisung an die bayerische Vereinsbank in München: 12,500 fl.öster. Zwölftausend fünfhundert Gulden öster: Währung als Einlage zur Bestreitung des Haushaltes von den ??? Ihrer Kaiserlichen Königlichen Hoheit der durchlauchtigsten Frau Prinzessin Gisela von Bayern für die Zeit vom 1ten April bis Ende Juni 1885 aus der Allerhöchsten ???kassa Seiner Apostolischen Majestät des Kaisers Franz Joseph I. von Österreich erhalten zu haben. München, den 2ten April 1885 unterschrieben Max du Jarrys Freiherr von La Roche, Oberst, Hofmarschall und Adjutant des Prinzen Leopold Danke, harald [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Gisela_von_%C3%96sterreich
Magdeburger Am: 18.12.2016 15:11:30 Gelesen: 1408469 # 533
Hallo Harald, das 2. Wort ist Privatkasse Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
bayern klassisch Am: 18.12.2016 15:25:23 Gelesen: 1408465 # 534
@ bignell [#532] ... von den Interessen ... Interessen waren Zinsen. Liebe Grüsse, Ralph
bignell Am: 18.12.2016 15:48:45 Gelesen: 1408458 # 535
@ Magdeburger [#533] @ bayern klassisch [#534] Hallo Ulf, hallo Ralph, vielen Dank, das passt genau. Liebe Grüsse, harald
Richard Am: 20.12.2016 09:57:06 Gelesen: 1408316 # 536
@ Saguarojo [#523] @ volkimal [#524] @ Max78 [#528] @ Magdeburger [#529] Herzlichen Dank euch allen für die Übersetzung. Dem Heimatsammler, der sich riesig gefreut hat, konnte ich die beiden Schriftstücke inzwischen übergeben und auf die Übersetzung im Forum hinweisen. Schöne Grüsse, Richard
Max78 Am: 10.01.2017 19:03:24 Gelesen: 1406739 # 537
Hallo zusammen, jetzt brauche ich eine Hilfe. Und zwar habe ich bei einem anderen Thema folgenden Brief vorgestellt: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=135634#M8 Es ist ein Brief von Leer Ostfriesland 1848 nach Bordeaux. Am Textanfang heisst es: Beim letzten Mal übersetzte ich: ... und sandte Ihnen Holz 2400 in drei Stücken zu bester Verwaffelung ..., was völliger Blödsinn ist. Das letzte Wort heisst wahrscheinlich Verwechselung und dürfte so viel wie Ummünzung bedeuten. Ich habe einfach noch ein Problem mit dem Wort oder besser gesagt der Abkürzung vor der Zahl 2400. Sind das eventuell holländische Gulden (abgekürzt hol. fl. (florin) ??? Würde mich über eine hilfreiche Antwort sehr freuen, mit Grüßen Max
bayern klassisch Am: 10.01.2017 19:38:30 Gelesen: 1406723 # 538
@ Max78 [#537] Lieber Max, ich habe den Brief vorher nicht gesehen und will versuchen, die Stelle zu transkribieren: Leer d(en) 8. August 1848 "Am 29. Juli schrieb ich zuletzt und sandte Ihnen hol(ländische) f(lorin) in drei Stücken zu bester Verwechselung." Er hatte das Geld = 2.400 holländische Gulden bekommen und wollte es zu gutem Kurs ("Wechselkurs") wieder gegen heimische Münze eintauschen. Liebe Grüsse, Ralph
Max78 Am: 10.01.2017 20:25:32 Gelesen: 1406713 # 539
@ bayern klassisch [#538] Vielen Dank, Ralph, für Deine Umsetzung! Wenn man sich lange mit diesen alten Schreibereien beschäftigt hat, fallen einem die Masseinheiten/ Währungen usw. bestimmt ein wenig leichter. Aber es ist ja auch ein Wahnsinn, was es damals nicht alles gab durch die regionalen Unterschiede. Es ist eine Wissenschaft für sich. Eventuell könntest Du hierzu noch mit Deiner Erfahrung beitragen (ebenfalls ein Schreiben an einen Weinhändler in Bordeaux, Pasewalk 1832): Es geht mir hauptsächlich um die Maßeinheiten. Also bei Weizen, Roggen, Gerste und Hafer dürfte es sich um Zentner handeln. Dann kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Hohlmaß für die Tauschware Wein, eventuell so etwas ähnliches wie Oxhoft ?, und schließlich noch die Berliner (Preussischen) Scheffel. Hoffe ich liege da nicht allzu weit entfernt :-), mit Grüßen Max
bayern klassisch Am: 10.01.2017 20:52:26 Gelesen: 1406704 # 540
@ Max78 [#539] Lieber Max, zu viel der Ehre - ich lese: Weizen 54 bis 60 x per Wispel von 25 Berliner Scheffel Roggen 40 bis 44 x per Wispel von 25 Berliner Scheffel Gerste 30 bis 32 x per Wispel von 25 Berliner Scheffel Hafer 20 bis 22 x per Wispel von 26 Berliner Scheffel. 1 Wispel waren i. d. R. 24 Scheffel. 1 Scheffel war 40 Stof; 1 Stof war 1,145 Liter Volumen. Das "x" habe ich gesetzt, weil ich das Kürzel nicht kenne. Man kann halt nicht alles wissen. Liebe Grüsse, Ralph
becker04 Am: 12.01.2017 15:10:57 Gelesen: 1406604 # 541
Hallo zusammen, es wäre schön wenn jemand den Empfangsort entziffern könnte. Vielen Dank im voraus. Klaus
bayern klassisch Am: 12.01.2017 15:47:22 Gelesen: 1406596 # 542
@ becker04 [#541] Hallo Klaus, Kleinspiegel. http://gemeinde.klein-spiegel.kreis-saatzig.de/ Liebe Grüsse, Ralph
becker04 Am: 12.01.2017 16:23:21 Gelesen: 1406588 # 543
@ bayern klassisch [#542] Danke nochmals.
Heinrich3 Am: 12.01.2017 18:34:32 Gelesen: 1406564 # 544
@ Max78 [#539] Hallo, ich bin mir nicht sicher, ob ich das Zeichen, das Ralph mit x kennzeichnet, als Pfennigzeichen erkenne. Bitte den gesamten Text daraufhin überdenken. Hier ein Link dazu: http://www.duensser.com/pc_pfennig_de.htm Gruß Heinrich
bayern klassisch Am: 12.01.2017 18:41:27 Gelesen: 1406563 # 545
@ Heinrich3 [#544] Hallo Heinrich, auf Grund der Mengen, um die es hier ging, können keine Pfennige gemeint sein, weil das viel zu günstig wäre. Liebe Grüsse, Ralph
Marcel Am: 12.01.2017 22:08:07 Gelesen: 1406533 # 546
@ bayern klassisch [#545] @ Max78 [#539] Hallo Ralph! Es geht hier scheinbar nicht um Pfennige als Währung, sondern als Gewichtseinheit. So versteht man das Gewicht von 1000 Körnern, das sogenannte Tausendkorngewicht (heute: Tausendkornmasse). Ein preussischer Pfennig hatte nach dem Berliner Handelsgewicht von 1816 bis zur Einführung des Zollgewichts 1840 genau 0,91511 gramm. Ich denke schon das Heinrich recht hat. schöne Grüße Marcel https://de.wikipedia.org/wiki/Tausendkornmasse
Max78 Am: 13.01.2017 15:20:16 Gelesen: 1406480 # 547
Servus Marcel, dass es sich um ein spezifisches Gewicht der einzelnen Getreidearten handelt, ist vorstellbar. Auch die heutige Maßeinheit kg/hl zeichnet für Hafer/Gerste/Roggen/Weizen ähnliche Werte ab. Jedoch glaube ich nicht im entferntesten Sinne daran, dass das von Ralph richtigerweise als x = ? markierte Zeichen irgendetwas mit Pfennigen zu tun hat. Das Kürzel zeichnet sich durch eine "Schlaufe nach oben" aus, schließlich steht es für das "d = denarius". Da bei unserem Beispiel die Schlaufe nach unten geht, könnte es sich höchstens noch um Groschen handeln, was aber hinsichtlich der Menge ebenfalls sehr fragwürdig ist. Um einen Vergleich zu geben, einmal ein Beispiel mit klar erkennbaren Kürzeln von 17 Reichstalern (Rthlr.)/ 2 Groschen/ 6 Pfennigen: Zudem, seit wann wird mit dem TKG gerechnet? Wirklich schon im Jahre 1832? Hier noch ein Schnipsel vom Kornpreis 1839: Hier stehen Silbergroschen pr. Scheffel, im oberen Beispiel stehen "pr. Wispel von 25 Berl. Scheffel". Das bedeutet nicht "1 Wispel weggenommen von 25 Scheffel", sondern dass "1 Wispel gleich 25 Scheffel entsprechen", 4 Wispel waren 1 Last (somit bei Weizen 100 Scheffel, bei Hafer 104). Aber die beiden Tabellen wird man nicht miteinander vergleichen können. Zuerst einmal muss mir klar werden, was der Händler aus Pasewalk dem Händler in Bordeaux damit aufzeigen möchte. Ist es die Güte des Korns (und das aktuell gehandelte Gewicht) oder der Preis, und wenn zweiteres, wo steht die Währung? Allgemein war die Exportware Getreide zu diesem Zeitpunkt sehr gefragt. In Frankreich gab es die Jahre zuvor große Ernteeinbußen. Aus dem Schreiben geht hervor, dass der Händler aus Pasewalk gerne "200 Liter besten feinsten dortigen Savoy" beziehen möchte. Ich gehe davon aus, dass er lecker war. ;-) mit Grüßen Max
Marcel Am: 27.01.2017 23:34:43 Gelesen: 1405953 # 548
@ Max78 [#547] Hallo Max, seit wann die TKG angewendet wurde kann ich Dir nicht sagen. Dazu schweigt das Internet, aber ich habe für Dich eine Preisaufstellung von 1832 gefunden. So sind die Angaben auf Deinen Brief vermutlich doch dem Preis zuzuordnen, und zwar in Silbergroschen pro preußischer Scheffel. Die Angabe per Wispel pro Berliner Scheffel wird wohl den Gesamtumfang betragen. Schau mal! schöne Grüße Marcel
evwezel Am: 25.02.2017 16:06:17 Gelesen: 1403878 # 549
Liebe Sammlerfreunde, Ich habe einen Feldpostbrief aus dem zweiten Weltkrieg, aber ich kann nicht alles entziffern. Kann jemand mir helfen? Seite 1n Fräulein Gloria Gaida - ? Hamburg - Altona ? 33 Seite 2n Absender: Hptm. (Hauptmann?) Oberholthaus L54134 ? Schöne Grüße, Emiel van Wezel
Saguarojo Am: 25.02.2017 16:17:07 Gelesen: 1403876 # 550
@ evwezel [#549] Seite 1 Gloria Gaida-Jahn Hamburg - Altona Hohenzollernring 33 Seite 2 Hptm. (Hauptmann) Oberholthaus L-54134 Wien Viele Grüße Joachim
evwezel Am: 25.02.2017 16:26:54 Gelesen: 1403872 # 551
@ Saguarojo [#550] Vielen Dank, Joachim. Das war sehr schnell! Mit herzlichen Grüßen, Emiel
Magdeburger Am: 06.03.2017 17:06:28 Gelesen: 1403171 # 552
Liebe Sammelfreunde, hier bräuchte ich doch mal wieder etwas Hilfe: In der Untersuchungs-Sache gegen die unverehel(ichte) Schulze hat der Nachtwächter zu Atzendorf, welcher angeblich unlängst von Aacken dahin gezogen ist und welcher am 29.November eine unverehelichte Schulze von dort nach Todtendorf transportirt hat, eine Kiste mit Wäsche abgenommen und durch seine Frau auf einen Boden setzen lassen. Der Herr Schulze von Atzendorf wird aufgefor- dert schleunigst die Liste? mit aller darin be- findlichen Sachen, als gestohlenes Guth den Nachwächter abfordern und an uns abliefern zulassen. Magdeburg den 1. Decbr 1838 Königlicher Jaquisitariat ???? die Sachen übersendet den 10t(en) Dec. 1838 Haberhautter Ich sag schon einmal Danke! Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
volkimal Am: 06.03.2017 17:34:13 Gelesen: 1403162 # 553
@ Magdeburger [#552] Hallo Ulf, als Name unter dem Brief lese ich Borggreve. Im Text schreibst Du "hat, eine Kiste mit Wäsche abgenommen" und "schleunigst die Liste? mit aller darin". Ich denke dort steht zweimal dasselbe Wort. Ich lese "eine Käpe mit Wäsche abgenommen" und "schleunigst die Käpe mit aller darin". Ob Käpe richtig ist weiß ich nicht, ich kann das Wort zumindest nicht googeln. Vielleicht ist es eine mundartliches Wort für "Kiepe". Viele Grüße Volkmar
Saguarojo Am: 06.03.2017 17:36:14 Gelesen: 1403158 # 554
@ Magdeburger [#552] Hallo Ulf, das ist schon recht schwierig. Zeile 6, wo du Kiste geschrieben hast, ist identisch mit dem Wort in Zeile 9. Ich lese nichts anderes als Küpe bei beiden Wörter. Vielleicht ist das ein regionaler Begriff für Kiepe. Was anders macht keinen Sinn. Denn eine Kiepe ist ein aus Weiden geflochtener großer Tragekorb, was in dem Zusammenhang des Briefinhaltes zutreffen könnte. Die Unterschrift kann ich nur zur Hälfte lesen. Das Gekritzele über dem Datum ist eine Herausforderung. Vielleicht: die Sachen ubersandt (ich kann mich aber auch sehr irren). Vielleicht kann das jemand besser lesen. Viele Sammlergrüße Joachim
Max78 Am: 06.03.2017 18:30:37 Gelesen: 1403142 # 555
Servus zusammen, zu guter letzt noch die "Berichtigung" in das königliche Inquisitoriat (Kriminaluntersuchungsbehörde). zusammen mit Volkimals top Info zum Namen Borggreve (wäre ich nie draufgekommen) und dem Begriff "Kriminal-Aktuarius", eine der möglichen Berufsbezeichnung in einem Inquisitoriat, bin ich auf diese Quelle von 1826 gestossen, in der ein gewisser Borggreve als Kriminalrichter zu Magdeburg aufgeführt wird: https://books.google.de/books?id=Wg8DAAAAcAAJ&pg=PR1&dq=Aktuarius-Borggreve&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwji-72cssLSAhXFkSwKHeTwBFQQ6AEIGjAA#v=onepage&q=Aktuarius-Borggreve&f=false 1. der zweite Name lautet Haberhauffe 2. mit Kiepe hat Joachim völlig recht, hier lese ich Kütze (Küze), was im Endeffekt das gleiche ist: https://books.google.de/books?id=d29Da2DwtV0C&pg=PA36&dq=Kütze&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjRyJn0tcLSAhXCyRQKHSoRDrIQ6AEIKTAD#v=onepage&q=Kütze&f=false mit Grüßen Max
Magdeburger Am: 18.03.2017 18:00:51 Gelesen: 1402237 # 556
Liebe Sammelfreunde, recht herzlichen Dank. Heute von mir eine Postkarte, wo ich echt verzweifle - lese eigentlich immer wieder was anderes. Gekauft habe ich sie nur, weil sie in Kochstedt geschrieben wurde. Ich danke für die Hilfe! Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
volkimal Am: 18.03.2017 20:25:03 Gelesen: 1402212 # 557
@ Magdeburger [#556] Hallo Ulf, den größten Teil habe ich schon: Liebe Else! In dem auf dieser Karte angefange- nen Gedicht sagt Heine weiter: „Wenn du eine Rose schaust, Sag, ich laß sie grüßen;“ Dasselbe rufe auch ich dieser Karte zu, indem ich Dich einer ??? ??? ??? . Doch soll ich diesen be- gonnenen Vergleich weiter durch- führen? Dazu ist der Reim zu be- schränkt. (Du wirst Dich über den Inhalt der heutigen Karte wun- dern, es kommt daher, daß Ich in einer ??? ??? gehobenen Stimmung bin! Wahrscheinlich ??? durch das ??? + stehende Fest. Den Rest versuche ich später zu entziffern. Viele Grüße Volkmar
briefefan (RIP) Am: 18.03.2017 22:04:35 Gelesen: 1402194 # 558
@ Magdeburger [#556] @ volkimal [#557] Ich lese Folgendes: ... "Wenn du eine Rose siehst, Sag', ich laß ihr grüßen; Dasselbe rufe auch ich dieser Karte zu, indem ich dich einer Rose gleich setze. ... ... durch- führen? Dazu ist der Raum zu be- schränkt. ... ... wun- dern, er kommt daher, daß ich in einer kolossal gehobenen Stimmmung bin, wahrscheinlich hervorgerufen durch das bevor- + stehende Fest. Also liebsten Gruß Dein T?
Saguarojo Am: 29.03.2017 16:32:33 Gelesen: 1400883 # 559
Hallo, ich bitte um Hilfe beim Entziffern von zwei Zeilen. Das ist ein Briefinhalt von 1868. GEWICHTS-NOTA. über eine Ballen (Tabaksblätter u Tabak) ...... Fracht..f..a..d 12. Juli v. Jahres ein B. Tabaksblätter ein B. hern...... Prima Tabak Da wo die Punkte sind komme ich nicht weiter. Viele Grüße Joachim
volkimal Am: 29.03.2017 17:40:29 Gelesen: 1400859 # 560
@ Saguarojo [#559] Hallo Joachim, auf die Schnelle lese ich: Laut (?) Frachtbrief vom 12. Juli v. Jahres ein B. ferment. Prima Tabak Viele Grüße Volkmar
Saguarojo Am: 29.03.2017 19:43:16 Gelesen: 1400831 # 561
@ volkimal [#560] Hallo Volkmar, ganz herzlichen Dank für die schnelle Antwort. Viele Grüße Joachim
briefefan (RIP) Am: 30.03.2017 23:52:38 Gelesen: 1400680 # 562
@ Saguarojo [#559] Hallo Joachim, die Überschrift könnte auch lauten über vier Ballen... Würde zum Inhalt passen. Grüße von briefefan.
Saguarojo Am: 31.03.2017 09:06:31 Gelesen: 1400617 # 563
@ briefefan [#562] Du hast sicherlich Recht. Danke! Viele Grüße Joachim
chuck193 Am: 12.04.2017 18:49:02 Gelesen: 1398374 # 564
Alte Schrift - wer kann das lesen ? Hallo die gute Sammlerschaft, eine Dame gab mir diese Karte zum Übersetzen, kann jemand von Euch das Lesen? Für Eure Hilfe wär ich dankbar. Schöne Grüsse, Chuck
Saguarojo Am: 12.04.2017 19:29:25 Gelesen: 1398361 # 565
Hallo, das ist wirklich eine Herausforderung. Trotzdem will ich es mit dem ersten Teil versuchen. Ich habe sehr viel geraten. Auch sind einige Rechtschreibfehler enthalten, wenn ich es richtig gedeutet habe. Ich dachte hin Ich dachte her was eure sele sch....s wer das fil ein kleines schpruch mir ein, Ihr möchtet .....ig glücklich sein Samuel Fröhlich Da wo ich Punkte gesetzt habe bin ich total überfordert. Vielleicht liest das noch jemand, der die Schrift besser beherrscht. Bei dem unteren Teil versuche ich es später. Viele Grüße Joachim
Saguarojo Am: 12.04.2017 19:40:57 Gelesen: 1398356 # 566
Im zweiten Teil steht: auch ist auf diesem Photigraf dem Gustaf sein mitelster Sohn zu sehen Viele Grüße in des wunderschöne Kanada, das ich vor ein paar Jahren bereist habe. Joachim
chuck193 Am: 12.04.2017 20:34:13 Gelesen: 1398334 # 567
@ Saguarojo [#565] Hi Saguarojo, vielen Dank für das Lesen dieser Karte, ich gebe zu, dass die Schrift und Aussprache nicht gerade gut sind, aber immerhin habe ich das, was wir haben, ins englische übersetzt für die Dame. Schöne Grüsse, Chuck
DERMZ Am: 16.04.2017 14:22:21 Gelesen: 1396831 # 568
Guten Ostersonntag, jetzt habe ich mal wieder eine alte Karte aus Marburg vor mir, vor fast 100 jahren schrieb der Soldat Jens an seine Eltern - aber was genau? Kann mir freundlichst wieder geholfen werden? Herr Wilhm Göschel Vluyn b/Mörs Feldpost Liebe Eltern! Die herzlichen Grüße an Sie sendet Euer Jens. Es geht, Koblenz Trier W/Ge... Gipfel 5 Gut Rat zu Und an dieser Stelle verliessen sie mich wieder? Ganz herzlichen Dank für die Hilfe Olaf
volkimal Am: 16.04.2017 20:09:16 Gelesen: 1396740 # 569
@ DERMZ [#568] Hallo Olaf, ich versuche es ein zweites Mal. Die Autokorrektur des Tablets bringt mich zur Verzweiflung. Die Schrift ist wirklich sehr schwer zu entziffern, einiges habe ich aber herausbekommen. Liebe Eltern! Die herzlichen Grüße von Hier sendet Euer Hans. Abs. Grenadier Goschel 5 Grd.(?) Rgt. zu Fuß Ersatz Batalon ??? Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 16.04.2017 20:12:36 Gelesen: 1396738 # 570
@ volkimal [#569] Danke Volkmar, das macht mehr Sinn als meine Stümperei. Vielen Vielen Dank, Olaf
kdoe Am: 08.05.2017 20:27:39 Gelesen: 1394553 # 571
Hallo, ich hätte auch mal wieder eine Anfrage, eine Adresse betreffend - ich kann die Bezeichnung nach dem Namen nicht lesen: An den Pfarrer Herrn Grebner xxx in Stützerbach bei Schmiedefeld Vermerk links heißt wohl: Diensts. Kirche(?) Der Brief lief 1858 - da wurde Grebner Pfarrer in Stützerbach, 1859 oder 1860 - 1861 hatte Stützerbach eine eigene Post - dieser Brief hat rückseitig aber noch den Bearbeitungsstempel von Schmiedefeld. Gruß Klaus
Max78 Am: 08.05.2017 20:48:18 Gelesen: 1394548 # 572
@ kdoe [#571] Servus Klaus, Hochehrwürden = schriftliche Anrede für die evangelischen Geistlichen und Pfarrer. Die Auflösung des Scans ist zu gering, um es 100-prozentig zu sagen, mfg Max
kdoe Am: 08.05.2017 20:58:36 Gelesen: 1394542 # 573
Hallo Max, das könnte passen - ich kannte bisher nur Hochwürden oder Ehrwürden. Gruß Klaus
Max78 Am: 08.05.2017 21:01:26 Gelesen: 1394541 # 574
@ kdoe [#573] Noch eine kleine Ergänzung: der Postvermerk = Herrsch. KirchS. (H. K. S. = Herrschaftliche Kirchensache). mit Grüßen
Freiberg Am: 06.06.2017 10:57:13 Gelesen: 1390919 # 575
Altbrief vom 15.Dezember 1769 Liebe Sammlerfreunde, hier mein ältester Beleg meiner Heimatsammlung. Ich suche jemanden, der mir die Vorderseite des Briefes bestimmen kann und eventuell den Inhalt mir übersetzt. Gibt es einen, der diese Fähigkeit besitzt und sein Wissen zur Verfügung stellt? Unterzeichnet ist er mit Alvensleben. Hat das etwas damit zu tun? Findet sich dazu im Brief eine Bestätigung? Mit besten Sammlergrüßen Karsten Reinhardt
Magdeburger Am: 06.06.2017 13:39:59 Gelesen: 1390878 # 576
@ trubel60 [#575] Hallo Reinhard, leider habe ich jetzt nicht mehr soviel Zeit, deshalb kurz: Die Unterschrift Alvensleben stammt von Johann Friedrich v. Alvensleben (1712-1783), der seit 1763 Regierungspräsident in Magdeburg war. Er stammte aus Zichtau (Altmark), wo er auch begraben ist. Weiterhin kann ich dir sagen, dass es ein Postvorschuß-Brief nach Altenplato (Altenplathow heute Stadtteil von Genthin) ist. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Max78 Am: 06.06.2017 14:27:13 Gelesen: 1390860 # 577
Von meiner Seite: Von Gottes Gnaden, Friedrich König in Preussen, dem Marggraff zu Brandenburg, des Heiligen Römischen Reichs Ertz Cammerer und Churfürsten zu Magdeburg Hertzog. (Abk.) Unsern gnädigen Gruß zuvor, lieber Getreuer. Wir ertheilen Euch auf dem in Sachen der Gemeine vom Wiehl (?), wieder dem Küster Hilner erstatteten Bericht hierdurch zur Resolution: daß Ihr den Johann Wegener so lange mit Arrest zu belegen, bis derselbe den Concipienten der (follst.?) Vorstellung nahmhafft gemacht, sodann aber demselben wegen seiner Begünstigung, daß er den Concipienten fälschlich und contra judicata instruiret, mit 8 Tage Gefängnis zu bestrafen. Sind Euch in Gnaden gewogen. Magdeburg den 15ten Dec. 1769, Alvensleben Die Fragezeichen lassen sich bestimmt auch noch lösen, der Inhalt soweit klar, mit Grüßen Max
Freiberg Am: 06.06.2017 16:07:25 Gelesen: 1390804 # 578
Kaufmannsbrief vom 1. Febr.1807 Liebe Sammlerfreunde, aus meinem Fundus ein Kaufmannsbrief aus dem Jahre 1807, Besetzung Magdeburgs durch Napoleon. Wer ist der Empfänger des Briefes? Was bedeuten die Gebührenvermerke? Was bedeutet das Zeichen in der rechten oberen Ecke? Wer kann mir Einzelheiten zum Inhalt des Briefes sagen? Mit besten Sammlergrüßen Karsten Reinhardt
Freiberg Am: 06.06.2017 16:17:03 Gelesen: 1390821 # 579
Liebe Sammlerfreunde, vielen Dank an Max78 und Magdeburger. Beide kompetente Philatelisten, die ihr Wissen gerne weitergeben. Mit besten Sammlergrüßen Karsten Reinhardt
bayern klassisch Am: 06.06.2017 16:28:57 Gelesen: 1390795 # 580
@ trubel60 [#586] Hallo Karsten, ich lese Justiz Commissarius Friedrich Bohn Wohlgeboren Londershausen. Zu den Taxen, da nicht bayerisch, kann ich wenig sagen. Liebe Grüsse, Ralph
Freiberg Am: 06.06.2017 16:31:51 Gelesen: 1390794 # 581
Hallo Ralph, Danke für Deine Hilfe. Es ist ein Anfang in der "Entschlüsselung". Mit besten Sammlergrüßen Karsten
Magdeburger Am: 06.06.2017 17:03:25 Gelesen: 1390778 # 582
@ trubel60 [#581] Hallo Reinhard, der Brief lief nach Sondershausen, allerdings würde ich auch als Londerhausen wie Bayern Klassisch es gelesen hat sehen. Die 15 vorderseitig und auch die 6 siegelseitig sind Kartierungsnummern. Der Brief ist ursprünglich mit 3 Ggr. taxtiert (so kenne ich es meist) - gestrichen neu 4 1/2 Ggr. für Preussen und weitere 1 1/2 Ggr. (sächsisch?) = 6 Ggr. gesamt. Jedenfalls deutet alles auf ein doppelt schweren Brief hin, allerdings fehlt eine Gewichtsnotierung. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Freiberg Am: 06.06.2017 17:15:31 Gelesen: 1390774 # 583
Danke Ulf, super von Dir. Gruß Karsten
Max78 Am: 06.06.2017 17:16:08 Gelesen: 1390781 # 584
@ trubel60 [#579] Danke für das Kompliment. Den Begriff "kompetente Philatelisten" gebe ich gerne an andere Mitglieder in diesem Forum weiter, ich bin da noch zu grün hinter den Ohren. ;-) mit Grüssen Max
Freiberg Am: 06.06.2017 17:23:53 Gelesen: 1390775 # 585
Hallo Max, mir Wurscht, ob du dich als grün hinter den Ohren fühlst. Mir hast du einiges voraus. Du kannst die altdeutsche Schrift lesen. Ich nicht. Das macht dich für mich kompetent! Gruß Karsten
Freiberg Am: 06.06.2017 20:08:36 Gelesen: 1390759 # 586
Liebe Sammlerfreunde, hier der Inhalt eines Briefes aus napoleonischer Zeit: Wer kann das mir übersetzen? Beste Grüße Karsten
skribent Am: 15.06.2017 08:33:31 Gelesen: 1389840 # 587
Guten Morgen Zusammen, bei der Entzifferung eines Vornamens benötige ich Eure Hilfe. Wie heißt Frau oder Herr Meyer mit Vornamen? Ein Vereinskollege meint, es könne auch eine Berufsbezeichnung sein. Wer kann mir helfen? MfG >Franz<
Max78 Am: 15.06.2017 09:08:20 Gelesen: 1389825 # 588
Secretär, mit Grüssen Max
skribent Am: 15.06.2017 09:13:47 Gelesen: 1389809 # 589
@ Max78 [#588] Hallo Max, vielen Dank, Du hast mir weitergeholfen. Einer meiner Kollegen hatte folgenden Beruf "erlesen" - Soutier! Nun ist alles klar! MfG >Franz<
Max78 Am: 15.06.2017 11:13:54 Gelesen: 1389791 # 590
Hallo Franz, genau genommen schreibt er Secretair, wäre es Soutier, würde sich über dem u ein Bogen befinden (siehe Sendung oder Butter). Wer nach Info's zu diesen alten Schriften im Netz sucht, der wird auch fündig unter dem Suchbegriff "deutsche Kurrentschrift". Sütterlin war erst später dran. mfg Max
dr.vision Am: 30.06.2017 16:18:23 Gelesen: 1388544 # 591
Moin zusammen, ich hätte da mal einige Fragen zu der Beschriftung der folgenden Ganzsache. Die ursprüngliche Adresse kann ich noch lesen: Mademoiselle ????? a la clinique du Docteur Schade Rue de la Madeleine (Es existiert in Hamburg Pöseldorf eine Magdalenenstraße) Hamburg Der erste Zustellversuch unterhalb des Absenderstempels: ????? bei Dr Schade Frauenthal? 15? ????? Weiterleitung nach Heringsdorf. Den Rest kann ich leider nicht entziffern. Danke im Voraus für eure Hilfe Beste Grüße von der völlig verregneten Ostsee Ralf
volkimal Am: 30.06.2017 16:31:23 Gelesen: 1388540 # 592
@ dr.vision [#591] Hallo Ralf, unterhalb des Absenderstempels steht: Adressatin bei Dr. Schade Frauenthal nicht bekannt. Hammerüh (?) Brftr. Links steht: Nachges. Heringsdorf v Pogh (???) Brftr. Oben in der Mitte: Nachges. 7./9. Viele Grüße Volkmar
dr.vision Am: 30.06.2017 16:47:49 Gelesen: 1388531 # 593
@ volkimal [#592] Moin Volkmar, danke für die schnelle Hilfe. Beste Grüße Ralf
Saguarojo Am: 20.07.2017 14:47:57 Gelesen: 1386485 # 594
Liebe Sammler, hier ein Text in Kurrentschrift von 1852, bei dem ich einige Probleme habe. Vielleicht kann mir jemand bitte behilflich sein. Ich lese folgendes: Mit dem innigsten Danke bezeugen wir dem wohllöbl Magistrate den Empfang des ....... ge.... O.... v. 15/19 d.M. übersandten, von einer Sammlung für die hies. Abgebranten ein= gegangenen milden Gaben im Betrag von 7 rt 8 gm, .... wir dem Hülfs Comité zu wei= terer gewissenhafter Verwendung überreicht haben. Wir .... die im gedachten Schreiben genannten Gründe für die Ung....stigkeit einer allgemeinen Sammlung vollkommen .. w.. wir e..kennen, daß ein Unglück, welches die Bewohnerschaft eines Orts trifft, auch die nicht gerade zu Betroffenen des Orts zu .......... macht u sie am Wesentlichste bean spruchen läßt, da mußten wir den übersandten Ertrag immer für einen reichen ......... bitten gehorsamst den Gebern Namens unseren speciell danken zu wollen. Was in Punkte gesetzt ist, kann ich nicht lesen. Viele Grüße Joachim
briefefan (RIP) Am: 20.07.2017 17:48:39 Gelesen: 1386451 # 595
@ Saguarojo [#594] Hallo Joachim, Zeile 8: wir theilen Zeile 9: für die Unzulässigkeit & wenn Grüße von briefefan.
Max78 Am: 20.07.2017 18:11:22 Gelesen: 1386448 # 596
@ Saguarojo [#594] Mit dem innigsten Danke bezeugen wir dem wohllöbl Magistrate den Empfang des mittelst geeehrten Schreiben v. 15/19 d.M. übersandten, aus einer Sammlung für die hies. Abgebrannten ein= gegangenen milden Gaben im Betrag von 7 rt 8 gm, welchen wir dem Hülfs Comité zu wei= terer gewissenhafter Verwendung überwiesen haben. Wir theilen (siehe Briefefan) die im gedachten Schreiben genannten Gründe für die Unzulässigkeit (siehe Briefefan) einer allgemeinen Sammlung vollkommen und wenn (siehe Briefefan ;-) wir e rkennen, daß ein Unglück, welches die Bewohnerschaft eines Orts trifft, auch die nicht gerade zu Betroffenen des Orts zu Theilnehmern macht u sie am Wesentlichsten bean spruchen läßt, so mußten wir den übersandten Ertrag immer für einen reichen (veichen) halten ??? und bitten gehorsamst den Gebern Namens unseren speciell danken zu wollen. Bei der letzten Stelle kann ich nicht weiterhelfen. Stammt das Schriftstück aus Bayern? mit Grüßen Max
Saguarojo Am: 20.07.2017 18:25:34 Gelesen: 1386441 # 597
@ Max78 [#596] Hallo Max, ganz herzlichen Dank. Du hast mir sehr geholfen. Das Schriftstück stammt aus Duderstadt, Südniedersachsen, damals Königreich Hannover. Liebe Grüße Joachim
Max78 Am: 20.07.2017 18:26:41 Gelesen: 1386439 # 598
@ Saguarojo [#597] Nicht nur ich, auch briefefan ! Bezüglich der Herkunft geht es um das fragliche Wort "reichen". Es könnte vorne auch ein "v" stehen (vergleiche Wort "von"). Der letzte Satz wird so wahrscheinlich nicht ganz stimmen, aber na ja, der Sinn und Zweck ist deutlich genug. ;-) mit Grüssen Max und einen schönen Abend
briefefan (RIP) Am: 20.07.2017 18:30:47 Gelesen: 1386436 # 599
@ Saguarojo [#594] @ Max78 [#596] Fünftletzte Zeile: am Wesentlichsten drittletzte Zeile: Betrag immer für einen reichen halten u(nd) Letzteres scheint zu bedeuten: Was ihr gespendet habt, war reichlich. Grüße von briefefan.
Max78 Am: 20.07.2017 18:33:32 Gelesen: 1386435 # 600
@ briefefan [#599] Sage (und schrieb) ich doch. Einstimmigkeit ist etwas Schönes, es gibt einem Sicherheit. ;-)
Infla007 Am: 22.07.2017 21:19:20 Gelesen: 1386228 # 601
Liebe Sammlerfreunde, wer kann mir helfen die Karte zu entziffern? Das ist eine Karte des Stadtpfarramt St. Bonifaz an das Pfarramt St. Margret, beide in München! Ich hänge schon am ersten Wort. Für Eure Hilfe wäre ich sehr dankbar. Mit freundlichen Grüßen Rolf
Max78 Am: 22.07.2017 21:52:04 Gelesen: 1386213 # 602
Servus Rolf, ... Vollzugsanzeige ... ... in München das am ... uns von dortiger Pfarrei zugewiesene Brautpaar Landespolizei Rottenf(?). (ggf. Rottenführer) Martin Gruber, hier, m(it) Köchin Maria Forstner, bde (beide) hier wohnhaft, durch H. H. (Hochwürdigen Herrn) Polizeipfarrer Schneider kirchlich getraut. Noch ein link zur Bayrischen Landespolizei in Zeiten der Weimarer Republik (den Begriff Rottenführer gab es nicht erst seit der SS): https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Bayerische_Landespolizei,_1920-1935 mit Grüßen Max
Infla007 Am: 22.07.2017 22:37:21 Gelesen: 1386201 # 603
Hallo Max, vielen Dank für die Hilfe! Das ging ja super schnell! "Vollzugsanzeige"! Ja jetzt sehe ich es auch. Muss wohl noch etwas üben. Noch einen schönen Abend. Grüße Rolf
Saguarojo Am: 24.07.2017 10:39:59 Gelesen: 1386062 # 604
Liebe Sammler, kann mir bitte jemand einige Wörter aus diesem Text von 1864 übertragen. Ich lese folgendes: Auf desfallsigen Antrag ..... .... bezeugt daß der hiesige Arbeiter Gottlieb Teitzel arm und nicht im Stande ist für seinen in Göttingen in der Lehre ........ Sohn Heinrich Teitzel Realschulgeld zu zahlen. Duderstadt 5 Aug 1864 Ich danke im Voraus. Gruß Joachim
bayern klassisch Am: 24.07.2017 11:17:48 Gelesen: 1386053 # 605
@ Saguarojo [#604] Hallo Joachim, Auf desfallsigen Antrag wird damit bezeugt daß der hiesige Arbeiter Gottlieb Teitzel arm und nicht im Stande ist für seinen in Göttingen in der Lehre stehenden Sohn Heinrich Teitzel Realschulgeld zu zahlen. Duderstadt 5 Aug 1864. Liebe Grüsse, Ralph
Saguarojo Am: 24.07.2017 13:54:09 Gelesen: 1386016 # 606
@ bayern klassisch [#605] Hallo Ralph, ganz herzlichen Dank. Ja, jetzt sehe ich das auch. Besonders am Wort "stehenden" bin ich verzweifelt. Liebe Grüße Joachim
Mondorff Am: 04.08.2017 18:14:14 Gelesen: 1384447 # 607
Schriften gibt es wohl viele. Einige kommen vertraut daher. Diese Karte, die ich im Netz fand, gibt Rätsel auf. So etwas habe ich noch nie gesehen. Wer weiß mehr? Mit vorauseilendem Dank für den "Rätsellöser" DiDi
bayern klassisch Am: 04.08.2017 18:21:39 Gelesen: 1384444 # 608
@ Mondorff [#607] Hallo Didi, das wird eine Kurzschrift sein - Gabelsberger? Ich weiß, dass es da mehrere gab, aber welche genau? Liebe Grüsse, Ralph
bignell Am: 04.08.2017 18:40:42 Gelesen: 1384435 # 609
@ Mondorff [#607] Hallo DiDi, ich vermute mal das ist eine Rätselkarte, keine Schrift im klassischen Sinne. War wohl ein Club der sich mit Rätseln beschäftigt hat, und ein Mitglied hat ihnen damit eine Aufgabe gestellt, die Chiffre zu finden. Lg, harald
Heinrich3 Am: 04.08.2017 18:50:52 Gelesen: 1384426 # 610
@ Mondorff [#607] Hallo, ich tippe auf eine Kurzschrift (Stenografie) aus Frankreich. Dort gibt es 2 gängige konkurrierende Methoden. Leider habe ich bei der weiteren Suche ein Problem (Virus ?) gehabt, so daß ich abbrechen mußte. Schönes Wochenende und eine gekonnte Dechiffrierung wünscht Heinrich, der nun erst einmal den evtl. Schaden ermessen muß.
Max78 Am: 04.08.2017 19:10:56 Gelesen: 1384418 # 611
Hallo zusammen, es könnte eine Kurzschrift von Isaac Pitman, Samuel Taylor oder Émile Duployé sein, siehe Pitman/ Taylor/ Duployan shorthand (oder etwas Weiterentwickeltes). Nichts für's Wochenende. Man bräuchte etwas mehr Zeit für das Verstehen dieser Kurzschriften, die durchaus komplex sind. ;-) mit Grüßen Max
Baber Am: 06.08.2017 10:18:48 Gelesen: 1384110 # 612
Diese Ansichtskarte wurde am 24.6.1919 in Götzis nach Stuttgart aufgegeben. Wer kann den Inhalt lesen? Danke Baber
Max78 Am: 06.08.2017 21:35:28 Gelesen: 1384012 # 613
@ Baber [#612] Servus, dachte ich lasse mal einem anderen den Vortritt, da sich aber keiner gemeldet hat, hier kurz und knapp: Die Karte ist an Melanie Floericke (geb. Reiß), Stuttgart, Obere Bir kenwaldstr. 217, gerichtet. Sie war die Ehefrau des Schriftstellers Curt Floericke, siehe http://www.floericke-online.de Der Inhalt ist belanglos, ein kurzer Gruss Ihrer Schwester, Mutter, oder sonst wem (inklusive Rechtschreibfehler): Abs. Maria Reiß, ??? (ggf. Abk. der Pension, Familie oder Post ...) Götzis / Wohlgeboren. Liebe Melanie! Von meinem seid Jahren ersten Ausflug sende ich Dir herzliche Grüße. Bin mit Agathe bei Ihren Eltern. Warte auf Deine Antwort. Es küßt Dich Deine Marry, Götzis 24/6/1919 mit Grüßen Max
Baber Am: 07.08.2017 16:14:54 Gelesen: 1383872 # 614
@ Max78 [#613] Hallo Max, vielen Dank für die Entzifferung der Postkarte. Ich wußte nicht, dass sie so eine geschichtsträchtige Adresse trägt. Ich hatte die Karte wegen der Bildseite erworben, denn in meiner Jugend stand dieses Erholungsheim noch oberhalb von Götzis. Jetzt ist es schon lange verschwunden und durch gesichtslose Neubauten ersetzt. Gruß Bernd
Max78 Am: 07.08.2017 16:35:41 Gelesen: 1383864 # 615
@ Baber [#614] Hallo Bernd, Deine Ansicht teile ich. Diese Bauwerke der Jahrhundertwende sind einfach schön: die hohen Räume, die Fassaden, die oft mit Pflanzen bedeckt sind und eher an die Umgebung anpasst sind als das, was man heute sieht. Ich denke z. B. an die schönen Gartenhäuser in Berlin, die alten Villen am Stuttgarter Hang, und vieles mehr. Es war halt leider nur den Reichen in der Nachkriegszeit vorbehalten, Ihre Kinder in die Schweiz, Österreich und später Skandinavien zu "versenden", zur Erholung von der luftverschmutzten Stadtluft. Schönes Bild, mit Grüßen Max
DERMZ Am: 25.09.2017 15:23:01 Gelesen: 1376415 # 616
Guten Montag, in der letzten Zeit habe ich mehr gestempelt, als gelesen. Doch seit dem Wochenende narrt mich diese Karte aus Pfeiffers Weinstuben in Marburg - zugegeben ich habe auch ein Gläschen Wein dazu getrunken, das hat aber die Sache nicht besser gemacht. Ich lese folgendes bis ich mit den Saufkumpanen unter dem Tisch lag: Fräulein Rose Gall Bad Pyrmont Friedrichstr. 6 13.X.31. bei Pfeiffers Ein treuer Gast im alten Haus bei Pfeiffer sitze ich hier bei einer Fla- sche Wohl ( Merziger ?? : Kennst du ihn noch?) + trinke m. selbige + bin kurz Studentenzeit unter den Tisch. ... Seitlich steht noch : Stiller Suff is nämlich e. Katastrophe oh je!!! Auf der zweiten Seite fehlt mir der Anfang: ... Traurig?? .... ich trinke auf die Rose. Marburg, Altes Marburg Ali Der alte .... läuft noch einen ... ! _ Prost !!!!!!! Alles Andere bringe ich nicht zusammen, oder sollte ich mal auf härtere Getränke umsteigen? Wer bewahrt mich vor geplantem Kopfweh? Vielen Dank und viele Grüße sagt Olaf
volkimal Am: 25.09.2017 16:38:29 Gelesen: 1376374 # 617
Hallo Olaf, egal ob weinseelig oder nicht, die Karte ist sehr schwer zu lesen. Im ersten Teil lese ich drei Stellen anders: 13.X.31. bei Pfeiffers Einsamer Gast im alten Haus bei Pfeiffer sitze ich hier bei einer Fla- sche Mosel ( Merziger ?? : Kennst du ihn noch?) + trinke m. seelige + ??? Studentenzeit unter den Tisch. ... … … von unserem Vor "Studentenzeit" muss etwas anderes stehen. "bin kurz" passt nicht. Das zweite Wort fängt mit einem "h" an. Der Buchstabe "k" hat keinen Unterstrich. Jetzt muss ich mich erst einmal um etwas anderes kümmern. Ich versuche später den Text weiter zu entziffern. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 25.09.2017 18:09:01 Gelesen: 1376345 # 618
@ volkimal [#617] Danke Volkmar, das macht alles schon ein wenig mehr Sinn, als meine Interpretation. jetzt lese ich vielleicht folgendes: + trinke m. seelige + frühere Studentenzeit unter den Tisch ... könnte das passen? Viele Grüße Olaf
volkimal Am: 25.09.2017 21:00:08 Gelesen: 1376310 # 619
@ DERMZ [#618] Hallo Olaf, "frührere" könnte sein - richtig überzeugt bin ich aber nicht. Hinter Mosel steht der Name des Weines. An Merziger glaube ich nicht. Die Saar (und damit auch Merzig) gehörte 1931 zwar zum Weinanbaugenbiet Mosel. Zum einen gab es aber laut Internet 1931 in Merzig kaum noch Weinanbau, zum anderen hat der Anfangsbuchstabe einen Streich weniger als das "M" in Mosel. Es könnte also Nerziger oder Narziger heißen - den Ort oder Wein finde ich aber nicht. Unten auf der ersten Seite komme ich noch nicht weiter. Auf der zweiten Seite könne stehen: Hanni, Sigi, ??? ??? traurig!? Prost(?) ich trinke auf die Rose. Marburg, Altes Marburg Ali Der alte Bismarck säuft noch einen ... ! _ Prost ! In der ersten Zeile und die beiden letzten Worte auf der ersten Seite (evtl. Rose, Wild) sind vermutlich Namen. Deshalb wird dort wie üblich anstelle von Sütterlin die lateinische Schrift verwendet - in diesem Fall geht es aber zum Teil durcheinander. Vergleiche einmal das Wort Rose in der Anschrift (alles Latein) und unten auf der ersten Seite. Dort ist das "s" wieder in Sütterlin. Soweit bin ich bisher gekommen. Mal sehen ob noch mehr entziffert wird. Viele Grüße Volkmar
Max78 Am: 25.09.2017 21:51:12 Gelesen: 1376294 # 620
@ volkimal [#619] Servus Olaf und Volkmar, mit Nerziger gebe ich Volkmar absolut recht, es ist der Name der Weinsorte (ggf. Nerziger Schweigtag?), hier ein Etikett: Ich habe den Text folgendermaßen umgesetzt: 13.X.31. bei Pfeiffer / Einsamer Gast im alten Haus beim Pfeiffer, sitze ich hier bei einer Flasche Mosel (Nerziger Schwe...?: Kennst Du ihn noch?) + trinke meine seelige + brausende Studentenzeit unter den Tisch. Lese in den Gästebüchern von unseren verschiedensten Festen hier mit Rose, Wild, Hanni, Sigi, Tyrell ... Aus! Traurig! Große, ich trinke auf die Rose. Marburg, altes Marburg! Namensürzel Tli.? Der alte Bismarck hängt noch immer an der Wand + d(ie) Uhr tickt! - Prost ! Stiller Suff is nämlich e. Katastrophe, oh je! mit Grüßen Max, dem diese Zeiten "gottlob" nicht mehr so sehr fehlen. ;-)
volkimal Am: 25.09.2017 22:04:41 Gelesen: 1376282 # 621
@ Max78 [#620] Hallo Max, Super! Volkmar
Max78 Am: 25.09.2017 22:13:12 Gelesen: 1376279 # 622
@ volkimal [#621] Hallo Volkmar, vieles auch vermutet, ist halt bei dem Zustand, den der Schreiberling wahrscheinlich gehabt hat, nicht so einfach. Fast zu vergleichen mit Karten geschrieben im Zug (oder an der Front), am besten mit Bleistift. einen schönen Abend, Max
DERMZ Am: 26.09.2017 07:49:50 Gelesen: 1376205 # 623
@ volkimal [#619] @ Max78 [#620] Guten Morgen Volkmar und Max, Ihr seid mir eine Hilfe! Unglaublich, jetzt kommen auch noch die Weinetiketten hinzu! Das hätte ich wohl auch mit noch mehr Wein nicht herausgelesen, ob die gute Rose es einfacher hatte? Sie hat wohl eher ein Likörchen dazu getrunken, die Adresse in Bad Pyrmont lässt doch eher auf ein gutes Haus schliessen, heute ist dort das Parkhotel untergebracht https://www.parkhotel-pyrmont.de/ Vielen Dank und viele Grüsse - und hoffentlich mal auf ein Glas Wein Olaf
fogerty Am: 01.10.2017 11:30:31 Gelesen: 1375614 # 624
Ich konnte zwar so einiges entziffern, würde mich aber freuen, wenn sich jemand eingehender damit befassen würde! Grüße Ivo
volkimal Am: 01.10.2017 15:16:12 Gelesen: 1375576 # 625
@ fogerty [#624] Hallo Ivo, ich lese: An das ev. Luth. Pfarramt zu Crottendorf bei Scheibenberg frei Entlaßschein für den Schaukelbesitzer Gustaf Adolf Petzhold Geburts- Ort: Crottendorf Jahr: 1852 Tag: 1. August Religion: ev. Luth. Unterstützungswohnsitz: Crottendorf bei Scheibenberg Größe: 166 cm Gestalt: mittel Gesichtsform: voll Gesichtsfarbe: gesund Haare: dunkelblond Bart: rasiert Augenbrauen: dunkelblond Augen: blau Stirn: frei Nase: groß Mund: volllippig Zähne: ??? Kinn: ??? Eingeliefert am 8. März 1887 von der Kgl. Staatsanwaltschaft Chemnitz wegen Forstdiebstahls und Widerstands gegen Forstbeamte zur Verbüßung einer Gefängnisstrafe in der Dauer von 1 Jahr 2 Mon. vom 16. Februar 1887 an gerechnet welche zuerkannt war von dem Königl. Schwurgericht in Chemnitz Entlassen am 15. April 1888 nach erfolgter Strafverbüßung Landesanstalt Hoheneck, am 15. April 1888 Die Königliche Anstalts-Direction Kürzel u. Unterschrift Gewählter Aufenthaltsort: Crottendorf bei Scheibenberg 4 M 12 Pf ausgehändigt erhalten zu haben bekennt Crottendorf am 16. April 1888 Adolf Petzold Viele Grüße Volkmar
Saguarojo Am: 01.10.2017 17:03:41 Gelesen: 1375558 # 626
@ volkimal [#625] Bei Kinn steht oval. Bei Zähne lese ich etwas, das keinen Sinn macht. Gruß Joachim
volkimal Am: 01.10.2017 18:00:56 Gelesen: 1375546 # 627
@ Saguarojo [#626] Hallo Joachim, klar, jetzt sehe ich es auch. Das Wort bei den Zähnen habe ich jetzt gerade auch noch erkannt. Zähne: defect Viele Grüße Volkmar
Saguarojo Am: 01.10.2017 18:51:21 Gelesen: 1375538 # 628
@ volkimal [#627] Ja, richtig, defect. Ich habe das c immer als i gelesen. Wenn man gemeinsam so etwas schaffen kann, ist doch wunderbar. Viele Grüße Joachim
briefefan (RIP) Am: 01.10.2017 21:39:40 Gelesen: 1375508 # 629
@ fogerty [#624] @ volkimal [#625] Bei Gesichtsform lese ich oval. Siehe dasselbe Wort bei Kinn. Grüße von briefefan.
fogerty Am: 01.10.2017 21:48:43 Gelesen: 1375502 # 630
Danke euch Beiden für die Bemühungen, jetzt ist mir einiges klarer. Kenne zufällig diese Ecke! Grüße Ivo
DERMZ Am: 04.10.2017 20:05:11 Gelesen: 1375207 # 631
Guten Abend, ich fange langsam an und schäme mich, diese Handschriften sind manchmal unleserlich - und ich bettel jedesmal hier im Forum um Hilfe - wohl wissend, daß auch diese Karte zeitgeschichtlich von NULL Interesse ist. Aber vielleicht erfahre ich wieder einmal Unterstützung, für die ich sehr dankbar bin. Viele werden es schon vermuten, ich kämpfe wieder mit einer Handschrift aus Marburg. Die Karte wurde 1925 nach Braunschweig an Fräulein Elly Ledderboge geschickt. Was ich lese und was wirklich auf der Karte steht, da können große Unterschiede sein, aber ich versuche es mal: Frl Elly Ledderboge Braunschweig Pawelstrasse 9b Liebe Elly es läßt sich soweit in Marburg ganz gut leben. Von unserem richtig netten Jahresfest im Garten. Wir senden der lieben Kleinen die herzlichsten Grüße Dein .... ..unterschrift.. Aber das stimmt bestimmt nicht. Hilfe ! Vielen Dank und viele Grüße Olaf
volkimal Am: 04.10.2017 20:29:31 Gelesen: 1375196 # 632
@ DERMZ [#631] Hallo Olaf, ein paar Stellen lese ich anders: Liebe Elly es läßt sich ??? in Marburg ganz gut leben. Von unserem richtig netten Gartenfest im Garten Dir und den lieben Kleinen die herzlichsten Grüße Dein .... ..unterschrift.. An der Stelle mit ??? passt dein Vorschlag "soweit" nach meiner Meinung einfach nicht. Im Moment weiß ich aber noch nicht was dort stehen könnte. Viele Grüße Volkmar
Max78 Am: 04.10.2017 21:33:45 Gelesen: 1375174 # 633
@ DERMZ [#631] Moin zusammen, ich vermute folgendes: 1. von unserem riesig netten Gartenfest im Garten ist zwar doppeltgehoppelt, aber müsste dementsprechend lauten. 2. es läßt sich auch in Marburg ganz gut leben ... 3. ... Dir und den Deinen die herzlichsten Grüße, Dein getr.(reuer) Walther Blume Unterschrift muss nicht stimmen (es gab einen Apotheker aus Braunschweig mit diesem Namen). Zur schlampigen Schrift würde der Beruf passen. ;-) mit Grüßen Max
briefefan (RIP) Am: 04.10.2017 21:51:08 Gelesen: 1375158 # 634
@ DERMZ [#631] Die zwei Stellen könnten lauten ... es läßt sich mich in Marburg ... Dir und den lieben Deinen ... Gruß von briefefan.
DERMZ Am: 06.10.2017 09:18:17 Gelesen: 1374972 # 635
@ volkimal [#632] @ briefefan [#634] Guten Morgen zusammen, gestern hat mein Terminkalender NEIN gesagt, ich habe mich nicht für Eure Hilfe bedanken können, darum DANKE ich euch ganz herzlich am Freitag Morgen! Danke Danke Danke. @ Max78 [#633] Das mit dem Apotherker Blume aus Braunschweig halte ich für durchaus möglich, wird doch in Marburg an der Universität seit ca. 1841 Pharmazie gelehrt. (Quelle Wilhelm Kessler: Geschichte der Universitätsstadt Marbung in Daten und Stichworten) Die besten Grüße aus dem südlichen Süden Olaf
volkimal Am: 06.10.2017 15:42:37 Gelesen: 1374912 # 636
Hallo zusammen, diesmal brauche ich wieder einmal Hilfe. Allerdings nicht bei Sütterlin sondern ich denke, dass es zwei lateinische Wörter sind: Es ist eine Karte aus der Studentenzeit von Otto Pfeiffer. Ihr könnt einiges über ihn lesen bei: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=132012#M150 Ich lese auf der Karte: An den ersten Minister seiner aus und inwendigen Angelegenheiten Herrn stud. chem. Pfeiffer Hier, Goethestraße 20 II L. Pf! Thransaftenleerungskanalisationsoberaufsichtsrat! Schmierseifenextraktspillentransportaktiengesellschaftsteilhaber. Meine Magenangelegenheiten erlauben mir nächsten Freitag ins Theater zu gehen jedoch nur ??? ??? alsdann werde ich Freitag Ab 5 Uhr c.t. auf deiner Bude eintreffen und hoffe ich dich dortselbsten antreffen zu können Guten Zahn! Namenskürzel Wer kann die beiden Worte übersetzen? Viele Grüße Volkmar
zackigerPitter Am: 06.10.2017 16:09:57 Gelesen: 1374904 # 637
@ volkimal [#636] adsummum mortem = Dachkammern Tod, was auch immer damit gemeint ist.
volkimal Am: 06.10.2017 16:20:12 Gelesen: 1374897 # 638
@ zackigerPitter [#637] Hallo, vielen Dank - ob ein Sinn dahintersteckt ist bei dieser Karte sowieso fraglich. Viele Grüße Volkmar
Max78 Am: 06.10.2017 16:24:52 Gelesen: 1374893 # 639
@ volkimal [#638] Moin, ich lese ad summum montem = zum Gipfel des Berges ob wirklich nur davor steht, kann ich nicht sagen. Mein Latein ist nicht das Beste, mit einer glatten 5 das kleine Latinum versemmelt. ;-) mit Grüßen Max
DERMZ Am: 06.10.2017 16:26:07 Gelesen: 1374891 # 640
@ zackigerPitter [#637] @ volkimal [#636] Guten Tag zusammen, vor vielen Jahren hat man vergeblich versucht, mir die lateinische Sprache beizubringen - es ist nicht gelungen. Aber ich lese dort drei Worte -- ad summum mortem --, diese mit google translator-hilfe als folgendes übersetzt: der höchste Tod. Macht zwar auch nicht viel mehr Sinn, aber ich glaube die ganze Karte war mehr oder minder sinnfrei - eine wunderschöne Spaßkarte. viele Grüße Olaf
zackigerPitter Am: 06.10.2017 16:33:40 Gelesen: 1374884 # 641
@ DERMZ [#640] Volkimal hat Recht; nicht mortem, sondern montem. Dachkammer ist num mal ganz oben - das Theater kann sich auf einer Anhöhe befunden haben ODER er meint die Situation seiner Anstrengung oder die Belastung, welche sich durch das Stück ergibt. Mortem hatte ich auf seinen gesundheitlichen zustand bezogen, also ursprüchlich mit dem Gedanken, daß er die Krise überstanden hat, in diesem Sinne daß er über den Berg ist - das könnte passen.
Max78 Am: 06.10.2017 16:39:22 Gelesen: 1374881 # 642
@ zackigerPitter [#641] Mein Gedanke ist, dass man es dementsprechend verstehen kann: Doch nun zum Höhepunkt. Also Theater ist ja schön und gut, aber die Party danach auf der Bude, da geht's erst richtig ab. ;-) mit Grüßen Max, dem die Karte ebenfalls gefällt!
zackigerPitter Am: 06.10.2017 16:42:11 Gelesen: 1374878 # 643
@ Max78 [#642] Ich lese da "Jedoch nur ...", nicht "nun"!?
Max78 Am: 06.10.2017 16:54:59 Gelesen: 1374871 # 644
@ zackigerPitter [#643] Servus Pitter, schön, dass Du Dich hier auch mal wieder blicken lässt. ;-) Wie schon gesagt bezweifle ich, dass es nur heisst, da der Schreiber auf der Rückseite konsequent den üblichen Kringel/ Strich über das u gesetzt hat. Ich kann mich hier nicht festlegen, dazu fehlt mir die Kenntnis. mit Grüßen Max
zackigerPitter Am: 06.10.2017 19:36:49 Gelesen: 1374813 # 645
@ Max78 [#644] Ich vermisse die Konsequenz, insbesondere - beim "u"-Überstrich im folgenden "ad summum"; ich hatte das "r" mit den anderen verglichen. "Otto Pf." gibt es viele, aber es könnte der Maler sein. Und dann tauche ich hier wieder auf, wegen einem CUSTOS-Beleg, den ich mir einmal notiert hatte UND ich die letzten Tage damit verbracht hatte, eine Aufstellung der DÜSSELDORFer Belege mit CUSTOS-Stempel zu erstellen, eben alles aufgegriffen hatte, was notiert wurde. Ich freue mich, daß ich immer wieder Hilfe von den Argen und anderen Philatelisten bekomme; morgen ist wieder Treffen in Oberhausen und übermorgen in Moers und Rheinhausen. :-) Bzgl. "Sütterlin und andere Schriften" hatten wir letztens das Thema Stenographie, es in DÜSSELDORF einen Sonderstempel zu einem Stenographentag gab, den ich dokumentiert hatte, ich dann eben etwas Chonologie zur Stenographie zusammengetragen hatte UND natürlich auch Belege. Ich habe auch diverse Übungshefte zur Stenographie, wobei in der Philatelie das Problem besteht, daß viele Belege in unterschiedlichen Steno-Schriften vorliegen, also die Vereinheitlichung noch nicht stattgefunden hatte, die alten nun nichts mit dem Steno zu tun haben, was ich Ende der 70er gelernt hatte. Aktuell hatte ich heute angefangen die Briefe des Vaters meiner Mutter zu lesen, welche er ab 1940 von der Westfront geschickt hatte; ein DIN-A4-Ordner voll, wobei ich die Schrift ja schon seit 1963 kenne, wo ich die Briefe zum ersten Mal gelesen hatte. Ich erhoffe mir hier ein paar historische Hinweise. Das Thema Schriften in der Philatelie ist bei mir tägliches Thema, eben bei der Dokumentation der täglichen Funde im eBay, Delcampe & Co; für mich und die Sammler-Kollegen. Mit Gruß aus Duisburg vom ollen Pitter
Max78 Am: 06.10.2017 21:14:44 Gelesen: 1374795 # 646
@ zackigerPitter [#645] Servus Pitter, die fehlenden "u"-Striche/ Kringel bei den Wörtern in lateinischer Schrift sind üblich, die meisten wechselten auch die Schrift mit der Sprache. Was Du über die Stenographie schreibst ist interessant. Ich sitze seit 2 Monaten jeden Abend für eine Stunde am Tisch und lerne DEK. Meines Wissens beherrschen die Mitglieder Holzinger und Briefefan diese Schrift und ich würde mich freuen, wenn es Beispiele hier im Forum zum Üben gibt. Karten findet man ja leider nicht so einfach. Das Thema hast Du dafür ja schon kreiert und Interesse wird es bei mir immer wecken, einen herzlichen Gruß nach Duisburg, Max
zackigerPitter Am: 07.10.2017 09:58:20 Gelesen: 1374704 # 647
@ Max78 [#646] Ich gehe in einigen Minuten zu meiner Wohnung, wo ich mal nachsehen kann, ob und was ich da finde. In meiner Doku steht, daß die DEK 1924-09-20 eingeführt wurde, wobei die auch mehrere Reformen hinter sich hat. Die meisten Belege sind bei mir vor diesem Datum, so daß es sich z.B. um die Gabelsberger Stenographie handelt; ich meine auch hier Hefte zu haben UND kann die aufführen, ggf. auch scannen und auf meinem Server ablegen. Scannen kann ich ggf. Montag/Dienstag, je nach dem was benötigt wird, wobei man erst einmal klären muß, was rechtlich gestattet ist. Die DEK habe ich ca. 1975-1978 gelernt, aber beruflich nur ein Stenogramm aufgenommen, im Studium die ersten Wochen die Vorlesungen in Steno mitgeschrieben und dann gänzlich eingestellt.
volkimal Am: 07.10.2017 10:27:56 Gelesen: 1374694 # 648
Hallo zusammen, herzlichen Dank an alle, die sich an der Diskussion beteiligt haben. Ich finde, dass "ad summum montem" = "zum Gipfel des Berges" am besten Zur Schrift auf der Karte passt. Pitter, der Maler Otto Pfeiffer kann es nicht sein, da die Karte aus dem Nachlass von Kurt Busacker bzw. von der Familie der Mühlenbesitzer Pfeiffer aus Diez an der Lahn stammt. Der Otto Pfeiffer, von dem ich sprach, war übrigens Regierungsbaumeister bzw. Reichsbahnoberrat. Allerdings habe ich inzwischen festgestellt, dass ich mich selbst mit Otto Pfeiffer vertan habe. Die Karte war falsch einsortiert. Regierungsbaumeister Otto Pfeiffer war 1894 noch zu jung zum Studium. Es muss ein anderer aus seiner Familie gewesen sein. Siehe http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=130980#M150 Viele Grüße Volkmar
zackigerPitter Am: 07.10.2017 12:46:28 Gelesen: 1374665 # 649
@ Max78 [#646] Ein Beispiel aus meiner Sammlung phila Düsseldorf-Derendorf - Ganzsache MiF G: DRP044 ZuF: DR054 Stempel: DÜSSELDORF- G10 *DERENDORFa 22.4.01. 6-7N. Absender: Lehrer J. Friedgen, Düsseldorf-Derendorf * Vorliegende Hefte zur Stenographie Titel: Deutsche Einheitskurzschrift, 1. Teil: Verkehrsschrift Autor: Günther Gothe / Horst Fisch Verlag/Auflage/Jahr: Heckners Verlag, Wolfenbüttel; 7.; 1975 Seiten: 42 Titel: Deutsche Kurzschrift, 1. Teil: Verkehrsschrift Autor: Heinrich Kauws Verlag/Auflage/Jahr: Winklers Verlag, Gebrüder Grimm, Darmstadt; 18.; ca. 1950 Seiten: 40 Anm.: Entspricht der DEK Titel: Reichs-Kurzschrift (Einheits-System) Autor: A. Wolter Verlag/Auflage/Jahr: August Schultze's VErlag, Berlin W.; 10.; 1928 Seiten: 64 Anm.: Seite 41f stark beschädigt. Entspricht weitgehenst der DEK. Titel: Leitfaden zur Erlernung der Vereinfachten deutschen Stenographie SubTitel: Einigungs-System Stolze-Schrey Autor: C. Kümpel, als Vorsitzender des Werbeausschusses Verlag/Auflage/Jahr: Verlag von C. Kümpel; 11.; 1911 Seiten: 32 Anm.: Entspricht nicht der DEK.
Max78 Am: 07.10.2017 20:48:15 Gelesen: 1374601 # 650
@ zackigerPitter [#649] Servus Pitter, ja, diese ganzen Systeme sind nicht einfach auseinanderzuhalten, gerade wenn man wie ich Neuling ist und schon mit der Deutschen Einheitskurzschrift zu kämpfen hat. ;-) Da die Art des Aufbaus jedoch relativ ähnlich ist, kann man je nach Zeitraum das passende System finden. Bei Deiner Karte dürfte es wahrscheinlich Stolze-Schrey sein (Zusammenschluss 1897), siehe folgendes PDF: http://www.steno.ch/0/images/systemuebersicht.pdf So wie Du es schon einmal beschrieben hast, sind die Vokale nicht gleich der DEK, so z. B. bei "o" ein kurze Verbindung statt lang, bei "e" eine lange Verbindung statt kurz. Auch die einzelnen Buchstaben haben andere Zeichen (wie z.B. das r oder d). Auf Stolze-Schrey tippe ich, da oben ja Düsseldorf-Derendorf stehen müsste: Mein ältestes Heft ist das "Lehrbuch der Deutschen Reichskurzschrift, H. Apitz (Bochum)" aus dem Jahre 1925. Auch da wurden schon die vereinheitlichten Zeichen verwendet. Bin öfter mal auf der Suche nach einem Lehrheft um 1900, finde aber leider nichts aus dieser Zeit. Mich würde z. B. der Inhalt Deines letztgenannten Heftes von 1911 sehr interessieren. Da ich nicht weiss, ob auch andere in diesem Forum an diesem Thema Interesse haben, kannst Du mich gerne auch über die hinterlegten Daten kontaktieren, mit Grüßen Max Nach einer Weile Basteln würde ich folgenden Text (mit Wortlücken ;-) herauslesen: Düsseldorf-Derendorf, 22.4.1901 / Sehr geehrter Herr Schriftgenosse! Soeben erfahre ich von Herrn Ströhmer in Burgsteinfurt, dass sich in Ahaus ein Stenographen-Verein nach Stolze-Schrey gebildet hat, dessen Schriftführer Sie sind. Meine ergebene Bitte an Sie geht dahin, mir gefälligst (?, Kürzel) umgehend mitteilen zu wollen ... (?) den Namen des Vereins, dann die Zahl der Mitglieder und schließlich die Adressen der Vorstandsmitglieder. Ihrer gefälligen (?, siehe oben) Zuschrift entgegensehend, bin ich mit bestem schriftgenossenschaftlichem Gruße Ihr J. Friedgen, Geschäftsführer des rheinischen (???) Westfälischen Stenografenverbands Stolze-Schrey
zackigerPitter Am: 08.10.2017 09:20:30 Gelesen: 1374497 # 651
@ Max78 [#650] "Zunächst den Namen des Vereins, ..." ... ich würde (einfach sagen ) "... rhein westfälischen ..." Rest dann via mail
DERMZ Am: 14.10.2017 17:55:09 Gelesen: 1373600 # 652
Guten Nachmittag liebe Freunde gepflegter Handschriften! Das Sommerbadewetter ist schon lange vorbei, doch hier ein kleiner Ausschnitt aus der Karte, in den 30er Jahren badete man noch recht häufig direkt in der Lahn Aber das lenkt nur ab, ich habe wieder eine Handschrift aus 1933 vor mir liegen, die wunderbar akkurat ist, aber dennoch will sie mir in Teilen keinen Sinn geben Also ich lese folgendes, strauchel aber schon bei Adresse und Begrüßung: Frln Ta. Voigt Steinheid (Thür) Liebe Schw. Voigt! O was haben Sie uns doch wieder durch Ihr net- tes Gedicht so überaus erfreut u. erquickt. Wahrlich, liebe Schw. Voigt, für mich wurde es gleichsam zu einem Gna- dengeschenk - und ge- wiß noch viele andere wo in unserem Leser- kreise. Nächst Ihre lassen Sie mich auch Ihnen dafür innigst danken. Auch noch für dar- greichte Gabe recht herz- lichsten Dank! Später ausführlich mehr! In tr. Gedenken recht innige Grüße. Ihr .......... u. Familie Aber eine interessante Geschichte ist es am Ende doch geworden. Wer hilft mir bitte weiter. Ich sage schon jetzt: D A N K E Viele Grüße Olaf
Max78 Am: 14.10.2017 21:02:49 Gelesen: 1373561 # 653
@ DERMZ [#652] Moin Olaf, ist doch alles soweit super. Nur eine Winzigkeit: ... noch viele andere in unserm Leserkreise. Nächst ihm lassen ... letzte Zeile lese ich ... Ihr treuverb.(undener) O. Noack und Familie. Nach Adressbuch gab's diesen Herrn auch, siehe: http://wiki-de.genealogy.net/w/index.php?title=Datei:Magdeburg-AB-1932.djvu&page=254 Der Vorname des Fräuleins leitet sich ggf. von Anastasia ab, ich interpretiere Tass., also Tassia (Anastasia), bin da aber nicht sicher. ein schönes Wochenende Dir, mit Grüßen Max
DERMZ Am: 15.10.2017 06:44:54 Gelesen: 1373497 # 654
@ Max78 [#653] Vielen Dank Max, Du hast mir wieder sehr geholfen, der Vorname hat mir die größten Kopfschmerzen bereitet, aber Anastasia macht durchaus Sinn - ich denke, das kann man so stehen lassen. Familie Noack macht auch Sinn, der Name ist (mir) in Marburg durchaus bekannt, nur mit Deinem Link komme ich noch nicht klar, warum ist dort Magdeburg erwähnt? Viele Grüße aus dem südlichen Süden Olaf
Max78 Am: 15.10.2017 08:58:34 Gelesen: 1373473 # 655
@ DERMZ [#654] Entschuldige, Olaf, da ist mir doch ein Fehler unterlaufen. Man sollte sich auch den Stempel genauer anschauen. ;-) Intuitiv habe ich den Maschinenstempel mit Magdeburg assoziiert, da bei all den Karten, die ich bislang aus Marburg in der Hand hatte, größtenteils Handstempel verwendet wurden. Bei Unterschriften und Namen suche ich immer nach Quellen im Netz, da sie meist nur ansatzweise zu lesen sind und ein Aussieben von 3-4 Namen, die man mit dem Geschriebenen meist in Verbindung setzen kann, dadurch möglich wird. Die Nutzung der digitalen Adressbücher, die zumindest für größere Städte zur Verfügung stehen, kann ich immer wieder empfehlen (auch zur Portobestimmung oder Suche nach Postämtern, usw.). Innerhalb von wenigen Minuten kannst Du dann die Namen (hier waren es z. B. Noack, Maack und Haack) duchklappern. So hätte man in Marburg (nach Adressbuch Datenerfassung Feb 1934) einen Oskar Maack, was dann eher passen dürfte: http://wiki-de.genealogy.net/w/index.php?title=Datei:Marburg-AB-1934-35.djvu&page=324 Angesichts der Tatsache, dass es sich um eine Postkarte handelt und Marburg als Universitätsstadt bestimmt ein beliebtes Urlaubsziel war und ist (nicht zu vergessen die Studierenden und Gastprofessoren), muss der Schreiberling natürlich nicht unbedingt von dort stammen. Inklusive der Erwähnung der Familie und dem Monat November gehe ich trotzdem von 'nem Marburger aus. 100 Prozent belegen kann man's natürlich nicht. Jetzt geht's ab zum Flohmark. Ja, Du hörst richtig, Sonntags Flohmarkt, das gibt's nur zu Tagen der Herbstmesse. Ansonsten herrschen in Freiburg ja immer noch die badischen Gesetze, nach denen Sonntags gebetet wird. ;-) Hoffentlich befinden sich auch ein paar Franzosen aus dem Elsass unter den Verkäufern. Genieß den schönen Tag, mit Grüßen Max
DERMZ Am: 17.10.2017 06:25:21 Gelesen: 1373216 # 656
Guten Morgen liebes Forum, die altdeutsche Schrift lässt mich nicht schlafen, die ganze Nacht überlege ich, was Friedrich an die Edith aus Marburg schreiben will, es fehlen wieder ein paar Kleinigkeiten. Ich hoffe, daß ich erneut so gute Hilfe bekommen - schon jetzt vielen Dank! Ich lese folgendes: Fräulein Edith Peikernelle Wanzleben Reg. Bez. Magdeburg Röntgenabteilung 6.X.40. Liebe Edith! Die Ereignisse der letzten Tage haben mich “derart in Anspruch genommen”, daß ich Ihren Geburtstag schein- bar vergessen habe. Ent- schuldige bitte! Recht herz- liche Glückwünsche! Ich bin zur ... nach Marburg einberufen. Mög- lichst schon gestern! Heute bin ich nun glücklich in Marburg gelandet. Nun bin ich ja gespannt, was wird. Zunächst bin ich gut in einem Hotel untergebracht. Marburg ist ganz nett, da werd’ ich’s schon aus- halten. Recht viele Grüße Friedrich Heim Wie lautet der Nachname von Edith wirklich? Ich finde gar nichts zu dem von mir erdachten Nachnamen im Netz. Zu welcher Veranstaltung wurde Friedrich nach Marburg einberufen, ich denke, es könnte sich um die Einberufung handeln, aber... Und zu guter letzt, heißt Friedrich mit Nachnamen Heim, Hein, Heine oder was ganz anderes? Vielen Dank für die Hilfe sagt Olaf
volkimal Am: 17.10.2017 11:20:00 Gelesen: 1373151 # 657
@ DERMZ [#656] Hallo Olaf, der Name ist Edith Pinkernelle. Den Namen gibt es auch heute noch in Wanzleben. Beim Absender lese ich Friedrich Heim. Weshalb er in Marburg ist, weiß ich noch nicht. Viele Grüße Volkmar
roteratte48 Am: 18.10.2017 08:59:04 Gelesen: 1372973 # 658
@ DERMZ [#656] Hallo Olaf, Friedrich hatte wohl damit gerechnet, in eine andere Stadt einberufen zu werden; ich lese "zur Verwunderung". Gruß - Rolf
mausbach1 (RIP) Am: 18.10.2017 09:01:52 Gelesen: 1372968 # 659
Auch ich lese "zur Verwunderung".
DERMZ Am: 18.10.2017 10:39:15 Gelesen: 1372937 # 660
@ volkimal [#657] @ roteratte48 [#658] @ mausbach1 [#659] Guten Morgen Volkmar, Rolf und Claus! Wenn ich mir die Karte jetzt noch 100mal angesehen hätte, ohne Eure Hilfe würde ich es immer noch nicht lesen können - DANKE DANKE DANKE - aber jetzt ist es klar, klarer geht es nicht. Wunderbar. Danke. Viele Grüße aus dem südlichen Nebel Olaf
DERMZ Am: 24.10.2017 14:55:49 Gelesen: 1370989 # 661
Guten Tag zusammen, ich weiß, ich bin fürchterlich - nix kann der Mann fertig lesen - immer braucht er Hilfe! Ja, leider ist es heute wieder so weit - Seit Sonntag will mir nichts neues zu der Karte einfallen - vielleicht und hoffentlich bekomme ich wieder großartige Hilfe - Danke. Ich lese folgendes: Frau von Dassel Geb. von Borcke Naumburg a/Saale Liebe Else, 1000 Dank für deinen freundlichen, lieben Brief! Am 25. werde ich wahrscheinlich erst Abends ankommen, da in Berlin viel zu tun ist. Komme dieses Jahr gern am 27. Abends zu Euch, am liebsten allein; man hat doch so allerhand “Familie” zu reden. Vielleicht kommt Hinkel doch am 26. in’s Casino, auch könnte ich Sonntag Vormittg. mit ihm zusammen sein; ich werde wohl erst Sonntag nach 1 Uhr munter. Viele Grüße an Johannes. Gibt es in Naumburg ein .... was für mich .... .... nur für den Fall ........... Fr. küßt Dir Dein Handchen Dein ..... Alfons ..... Vielleicht wird die quer geschriebene Zeile auf der ersten Anschriften-Seite mit diesem Bild deutlicher? Vielen Dank sagt Olaf
volkimal Am: 24.10.2017 15:17:02 Gelesen: 1370980 # 662
@ DERMZ [#661]

Hallo Olaf,
dann versuche ich mich wieder einmal. Ein paar Wörter konnte ich neu entziffern und an einigen Stellen lese ich den Text etwas andes:

Liebe Else, 1000 Dank für deinen
freundlichen, lieben Brief! Am
25. werde ich wahrscheinlich erst Abends
ankommen, da in Berlin viel zu tun
ist. Komme daher sehr gern am
27. Abends zu Euch, am liebsten
allein; man hat doch so allerhand
“Familie” zu reden. Vielleicht kommt
Hinkel doch am 26. in’s Casino, auch
könnte ich Sonntag Vormittg. mit
ihm zusammen sein; ich reise wohl erst
Sonntag nach 1 Uhr weiter. Viele
Grüße an Johannes. Gibt es in Naumburg
ein Pferd was für mich passen würde
??? nicht suchen, nur für den Fall
zufällig ????

tr. küßt Dir Dein Händchen Dein
??? nette Alters???

Viele Grüße
Volkmar
DERMZ Am: 24.10.2017 15:57:55 Gelesen: 1370972 # 663
@ volkimal [#662] Danke Volkmar, vielleicht werden die verbliebenen Fragehaken auch noch gegen Buchstaben getauscht. Danke, Danke, Danke Olaf
Max78 Am: 24.10.2017 20:00:52 Gelesen: 1370920 # 664
@ DERMZ [#663] Moin Olaf, am Schluss lese, oder besser gesagt vermute ich: ... Lasse nicht suchen, nur für den Fall, zufällig Joh(annes) ein(e)s weiß. am Ende wie man es vom Adel erwartet . .. Dein gehorsamer Neffe Alfred ...ritz (witz?) Johannes von Dassel war kein Unbedeutender, wie die meisten adeligen Herren hatte auch er sich der Militärkarriere verpflichtet, siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_von_Dassel Vielleicht hilft das bei der Suche nach dem Neffen (wobei nicht immer Neffe = Neffe sein muss, kann auch 2. Grades sein), freu' mich auf bald, mit Grüßen Max
siegfried spiegel Am: 31.10.2017 11:00:02 Gelesen: 1368125 # 665
Wer kann das entziffern? Ich kann leider nur Bruchteile davon lesen.
zackigerPitter Am: 31.10.2017 13:16:11 Gelesen: 1368086 # 666
@ siegfried spiegel [#665] In Sache des koengl. Pfarrers Groh zu Autenhausen gegen Nikolaus Lohnertz von Kreisdorf Forderungsbetr. wird unter Mittheilung des Duplikates eines weiteren Antrags des Herrrn Klägers an den Beklagten eröffnet, daß nach Rapport des Gerichtsdieners bei dem Beklagten auhs den exekutivreifen Forderungsbetrag zu 87 Gulden 14 1/2 Kreuzer ein Wagen mit [...] Ebern am 15. July 1862 koengl. Landgericht (Unterschrift)
DERMZ Am: 31.10.2017 14:51:48 Gelesen: 1368059 # 667
@ siegfried spiegel [#665] Hallo Siegfried, ich mache mal weiter, so weit mich meine Schriftkenntnisse tragen ... zu 76 Gulden 14 1/2 Kreuzer ein Wagen mit .... .... gerunthet auf 80 Gulden .... und ... heutigen Gemeindevorsteher von Kreis.... ....den ... vorschriftsgemäss zu ... aus dem Erlöse den ... Kläger zu befriedigen, und dass dass geschehen Jedenfalls aber das Resultat des ... ... binnen 14Tagen ... anzu- zeigen. ... nicht viel, aber vielleicht hilft es weiter. Viele Grüsse Olaf
Markenhamster Am: 01.11.2017 13:21:16 Gelesen: 1367841 # 668
Ergänzung: ...Wagen mit eiserner Axe ... auf 80 fl. abgepfändet, und unterm Heutigen Gemeindevorsteher von Kreisdorf angewiesen worden, solchen vorschriftsgemäß zu versteigern aus dem Erlöse den Hrn. Kläger zu befriedigen, und daß dieß geschehen, jedenfalls aber das Resultat des Ver- streichs binnen 14 Tagen hierorts anzu- zeigen. Ebern am 25. July 1862 Koenigl. Landgericht Cheerio, der Markenhamster.
DERMZ Am: 02.11.2017 05:42:55 Gelesen: 1367687 # 669
Guten Morgen, heute habe ich mal ganz "leichte" Kost, aber ich verzweifle schon an wenigen Worten, es ist zum ... , aber wie sollte es anders sein, wieder ein Poststück aus Marburg Im Januar 1873 gabe Eisenwarenhändler Wilhelm Arcularius aus der Barfüßerstraße eine Bestellung in Erndtebrück auf, doch was hat er bestellt? Das wenige, was ich lese, lautet wie folgt: Herren Soest & Wecke Erndtebrück Preussen Marburg, den 16 Jan 1873 Memorandum für Herren Soest & Wecke Erndtebrück Senden Sie mir .... 3 Qtr in 12 .... a ¼ Qtr ... ... Pulver wie gehabt Achthungsvoll Wilh Arcularius Unglaublich, dass man/ich an einem so kurzen Text so wenig lesen kann - und davon ist wahrscheinlich auch noch die Hälfte falsch. Hilfe Hilfe Hilfe vielen Dank Olaf
DerLu Am: 02.11.2017 06:40:16 Gelesen: 1367674 # 670
@ DERMZ [#669] Alles kann ich auch nicht lesen, aber ich meine, bestellt wurden: ... 12 fäschen ... (bestes ?) Spreng Pulver. Gruß DerLu
roteratte48 Am: 02.11.2017 08:02:52 Gelesen: 1367657 # 671
@ DERMZ [#669] Guten Morgen! DerLu sieht das alles richtig - nur noch ergänzend: "..Senden Sir mit gefl.(issentlich) 3 Centner in 12 Fäßchen à 1/4 Centner bestes Sprengpulver wie gehabt.. etc.." Gruß ins Forum - Rolf
volkimal Am: 02.11.2017 08:17:36 Gelesen: 1367647 # 672
@ DERMZ [#669] Hallo Olaf, die Karte geht an die Pulverfabrikanten "Soest & Wente" in Erndtebrück. Auf dieser Seite findest einen Brief von der Firma: http://www.altpostgeschichte.com/index.php?page=Thread&threadID=588&pageNo=3&highlight=schlacht+k%C3%B6niggr%C3%A4tz Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 02.11.2017 13:50:50 Gelesen: 1367568 # 673
@ DerLu [#670] @ roteratte48 [#671] @ volkimal [#672] Vielen Vielen Vielen Dank Euch allen. Jetzt kann ich es auch lesen - jetzt ist es sonnenklar - aber Sprengpulver konnte ich mir einfach nicht vorstellen - aber Sinn macht es, gab es doch zu der Zeit noch etliche Steinbrüche, die wahrscheinlich auch bei Herrn Arcularius bestellt haben. Nebenbei bemerkt, später wandelte sich das Geschäft von Wilhelm Arcularius in eine Buchhandlung, heute residiert im Ladengeschäft eine Filiale von zweitausendeins - über dem Eingang ist aber immer noch Wilhelm Arcularius, gegründet 1809 zu lesen. Eine schöne alte Fassade. Viele Grüsse Olaf
DERMZ Am: 03.11.2017 10:08:31 Gelesen: 1367383 # 674
Guten Morgen, ein neuer Tag, eine neue alte Karte aus Marburg. Weider fehlen nur einzelne Worte, wenn ich nicht alles falsch gelesen habe. Doch zuerst die Bilder: Die Karte zeigt einen Blick vom Trojedamm auf die (alte) Universität und das Schloß. Doch nun zum Text - ich lese folgendes: Frau Katharina Haase Magdeburg S Halberstädterstr. 32 M. 20. II. 34 Liebe Kati! Bist du mal mit einem ganz kurzem Gruß zufrieden? Ich komme sehr wenig zum schreiben. Aber die Arbeit macht Spaß, die Jungens sind sehr ... trotzdem aber doch liebe Kerle. Eine Wonne ist die kl. Gudrun. Sie strahlt stets, wenn die dran kommt, weint fast nie. - die Reise ging gut von statten .... ... war bei .... mit ... ? Wenn ich komme, steht noch nicht fest. Hoffentlich seid ihr ...! Herzl. Gruß dir u. den deinen Deine Trudi Weißenburgstr. 5. b. Hr. Schulz-Schaeffer Jetzt ist die Frage, was ist mit den Jungens los? Die kleine Gudrun ist dagegen eine Wonne. Ich lasse mich mal gerne überraschen und sage schon an dieser Stelle wieder, tausend DANK fürs mitlesen und die Hilfe. DANKE Viele Grüße Olaf
volkimal Am: 03.11.2017 11:11:01 Gelesen: 1367365 # 675
@ DERMZ [#674] Hallo Olaf, hier der Text, wie ich ihn lese: Liebe Kati! Bist du mal mit einem ganz kurzem Gruß zufrieden? Ich komme sehr wenig zum schreiben. Aber die Arbeit macht Spaß, die Jungens sind sehr wild trotzdem aber doch liebe Kerle. Eine Wonne ist die kl. Gudrun. Sie strahlt stets, wenn die dran kommt, weint fast nie. - die Reise ging gut von statten neulig Wie wars bei Messer? mit Lise ? Wann ich komme, steht noch nicht fest. Hoffentlich seid ihr Gesund! Herzl. Gruß dir u. den deinen Deine Trudi Viele Grüße Volkmar
Markenhamster Am: 03.11.2017 13:19:49 Gelesen: 1367334 # 676
Zu ergänzen habe ich nur neuli"ch", "D"ir und "D"einen. :-)
volkimal Am: 03.11.2017 13:27:29 Gelesen: 1367330 # 677
@ Markenhamster [#676] Hallo Markenhamster, ich hatte bewusst ein "g" bei "neulig" geschrieben. Ein "h" ist normalerweise länger (nach oben) - siehe z.B. das Wort "Schreiben". Jetzt habe ich gerade gesehen, dass das "h" bei hoffentlich auch sehr kurz ist. Es kann also dich "neulich" sein. Viele Grüße Volkmar
Markenhamster Am: 03.11.2017 18:32:33 Gelesen: 1367279 # 678
@ volkimal [#677] Hallo Volkmar, yep, "hoffentlich" war auch mein Bezugspunkt. :-)
DERMZ Am: 04.11.2017 11:51:48 Gelesen: 1367127 # 679
@ volkimal [#675] @ Markenhamster [#676] Guten Morgen Volkmar und Markenhamster, an Euch beide wieder einmal tausend DANK für die Hilfe, es sind meist die kleinen Worte die mir fehlen, um eine Karte zu Ende lesen zu können. Ich muss noch viel viel üben, damit ich bei Euch mithalten kann. Vielen Dank und ich hoffe, Ihr verwendet nicht zu viel Zeit auf meine Lesewünsche. Danke sagt Olaf
Max78 Am: 05.11.2017 14:53:46 Gelesen: 1366943 # 680
Moin Moin, hätte ich meiner Ex solch eine Karte geschrieben, sie hätte sie zerrissen, da bin ich mir sicher. ;-) Des einen Leid ist des Buchhalterinnen Freud, und so hatte Josef über Nacht ein paar Zahlen ins System geschmuggelt. Für die, die Spass und Freude an solchen "rätselhaften Liebesgrüßen" haben - ist nicht zu komplex (und trainiert ähnlich wie Sudoku): einen schönen Sonntag wünscht Max
volkimal Am: 05.11.2017 16:22:20 Gelesen: 1366914 # 681
@ Max78 [#680] Hallo Max, eine nette Sonntagnachmittagsbeschäftigung. Ich kann alles lesen, nur das erste Wort in der siebten Zeile ist mir nicht klar. Evtl. hat er dort 2 Buchstaben vertauscht - dann würde es Sinn ergeben. Ähnlich ist diese Karte. Ich habe sie im Forum schon einmal gezeigt - allerdings bevor Du dabei warst. Viele Grüße Volkmar
Max78 Am: 05.11.2017 16:48:36 Gelesen: 1366903 # 682
@ volkimal [#681] Ich erinnere mich! Du hattest auch eine schöne Tabelle angelegt, die man ausfüllen konnte. Der von Dir angesprochene Fehler wird wohl einer sein, anders kann ich mir das auch nicht erklären. Freut mich, das Du diesbezüglich ebenfalls Interesse und Freude hast. einen schönen Sonntag Abend, mit Grüßen Max
DERMZ Am: 07.11.2017 20:16:40 Gelesen: 1366483 # 683
Guten Abend, nachdem Volkmar und Max zwei tolle Rätselkarten gepostet haben, so ist es heute mal wieder Zeit für Marburg - obwohl eigentlich zeigt nur die Karte eine Ansicht von Marburg - Die Karte wurde in 1915 Frankfurt am Main auf die Reise geschickt. Aber los geht es: ich habe folgendes gelesen: Feldpostkarte An d. Musketier L. Nübel z.Zeit im .... Vereins Lazarett Schlettstadt i. Elßaß Lieber Ludwig. die freundlichsten Grüße von hier sendet dir dein Gritchen. Habe wieder Stellung angenommen. Fahre heute noch mal nach Hause .... dann Dienstag dann ein. Meine Adr. Bükerweg N7 II deine Karten habe ich erhalten danke dir vielmals. Schreibe dir gleich einen Brief. Auf frohes Wiedersehen grüßt u. küßt dich d. Gritchen. Abs: Frl G. Pfuhl, Frankfurt a/M Schäfergasse N 96 Ob es stimmt? Ich hoffe, hier werde ich geholfen. Vielen Dank! Gruß aus dem nassen Süden Olaf
Max78 Am: 07.11.2017 21:22:22 Gelesen: 1366455 # 684
@ DERMZ [#683] Moin Moin, da kann ich durch Erfahrungen mit der eigenen Rechtschreibschwäche weiterhelfen: Gimmnasium = Gymnasium ;-) ... zwischen 1914-19 laut Netz als Lazarett genutzt. dann noch "... trete den Dienstag ..." und "Gustlchen" = Auguste Pfuhl Dafür, dass Du oft Karten "mit Bleistift geschrieben" zeigst, die meist schwerer zu lesen sind, bist Du ja wirklich schon SEHR geübt. Fehlen nur noch minimalste 1,5 Prozent. ;-) herzliche Grüße in den Süden, Max
Boandlgramer Am: 07.11.2017 22:49:06 Gelesen: 1366412 # 685
Schuldbekenntnis 1882 Ich bin eigentlich kein Sammler (mehr ;)) - habe aber eine Menge Zeug aus Kindertagen, die auch schon fast 40 Jahre her sind. Wahrscheinlich habe ich das mit einem Briefmarkenalbum von einer Witwe geschenkt bekommen. Ich war als Kind ungemein überzeugend und habe Leuten Dinge abgeschwatzt, für die ich heute noch einen roten Kopf bekomme. ;) Jetzt bin ich beim Kruschen hierüber gestolpert. Ich muss allerdings beim Inhalt passen - ich kann gerade noch die Überschrift erraten. Und vermutlich steht in der zweiten Zeile Gera. Wäre cool, wenn das hier jemand lesen könnte. Ansonsten viel Spaß beim Betrachten, Boandlgramer
Max78 Am: 08.11.2017 00:32:54 Gelesen: 1366395 # 686
Guten Abend Boandlgramer, da es nur wenige Worte sind, hier das Schuldbekenntnis: Schuldbekenntnis! Hiermit bekenne ich das ich heute von Herrn Wilh. Meÿer aus Gera R. j. L. (Reuss jüngere Linie) 200 Thaler baar und richtig ausgezahlt erhalten habe und verspreche gleichzeitig dem Herrn Darleiher diese genannte Summe nebst den gesetzlichen Zinsen binnen 4 Jahr portofrei zu retu(r)niren. - Dies geschehen Neu-Striesen, Str. 13, No: 10. den 28.7.82 - Martha Drechsler Man könnte jetzt noch anfangen mit "Steuermarke und keine Briefmarke im eigentlichen Sinne", usw. und und sofort, aber da Du zum ersten Mal etwas schreibst und ggf. Interesse am Forum hast, klick Dich doch einfach mal ein wenig durch die Themenbereiche. Vielleicht kommen da dann auch wieder ein paar Erinnerungen an die Sammlerjahre hoch. ;-) Was gibt es Schöneres, als ein Stück weit Kind zu bleiben? mfg Max
DERMZ Am: 08.11.2017 08:54:49 Gelesen: 1366345 # 687
@ Max78 [#684] Phänomenal Max, dass das Vereins-Lazarett in Schlettstadt in einer Schule untergebracht war, hatte ich auch erlesen, aber das Gustlchen eine Schreibschwäche hatte und Gimmnasium schrieb, darauf bin ich nicht gekommen - Danke! Viele Grüsse Olaf
mausbach1 (RIP) Am: 08.11.2017 09:30:51 Gelesen: 1366340 # 688
@ DERMZ [#669] Die Pulvermühle in Erndtebrück steht noch - fabriziert aber kein Pulver mehr.
Boandlgramer Am: 08.11.2017 10:28:06 Gelesen: 1366321 # 689
Danke schön, Max! Das mit der Steuermarke war mir schon klar - ich bin ja hier über die Google-Bildersuche gelandet. Möglicherweise - das finde ich hier sehr verwirrend - habe ich im falschen Forum gepostet und hätte eigentlich in "Fiskalmarken" landen sollen. Aber wie gesagt, so richtig transparent scheint mir die Handhabe diesbezüglich nicht zu sein. Was das mit dem Kindsein angeht - was meinst Du, warum ich eine Umzugskiste voll Alben mit jedem Umzug mit herumgeschleppt habe? Ich habe Hardcore-Messie-Anlagen - und damit meine ich nicht meine fußballerischen Fähigkeiten. Eigentlich freue ich mich jedesmal, wenn ich bestimmte Marken sehe, weil ich damit viele Episoden verbinde. Aber andererseits erstickt man eben auch daran. Was ich wirklich geil finde, ist das posten der Ganzsachen und Marken hier. Ich hab' gestern Abend auch erst einmal einfach nur eine gute Stunde gestöbert. Und da dachte ich, der Schuldschein ist es wert, ich krieg' was raus und hab es mit Leuten geteilt, die Spaß an sowas haben. ;) Ich habe Zweifel, dass ich ein regelmäßiger Gast werde, aber wer weiß ? Grüße, nochmal Danke, Boandlgramer
DERMZ Am: 10.11.2017 21:33:15 Gelesen: 1365887 # 690
Guten Abend, jetzt hatte ich einen run - ich habe drei Karten am Stück entziffern und "übersetzen" können - und zack - schon ist es wieder vorbei - ich brauche wieder Hilfe Auf einer Ortspostkarte wurde im September 1901 folgendes geschrieben - jedonfalls soweit ich es lesen kann: An Fräulein Trine K...ling Marburg Renthof N 21 da wir heute Abend so fröhlich beisammen gesessen, so haben wir auch deinen Geburtstag nicht vergessen und auch Dein ... ..... ge- danken und dieses Späßchen kostet Dich ein Fäßchen Deshalb gratulieren wir dir zu deinem Geburtstag Ernst ... Ja, was war das für ein Späßchen, daß ein Fäßchen kostete - oder war es etwas ganz anderes? Viele Grüße Olaf
Max78 Am: 10.11.2017 23:28:30 Gelesen: 1365862 # 691
@ DERMZ [#690] Moin Olaf, Tipp für bis morgen: es steckt wieder ein Schreibfehler dahinter. ;-) Gut's Nächtle, Max
volkimal Am: 10.11.2017 23:32:32 Gelesen: 1365859 # 692
@ DERMZ [#690] Hallo Olaf, beim Text der Karte lese ich "... vergessen und auf dein Wohl einen halben gedrunken ...". Da ich im Moment am Tablet bin und nicht am PC lass ich die Namen erst einmal sein. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 11.11.2017 21:24:20 Gelesen: 1365714 # 693
@ Max78 [#691] @ volkimal [#692] Danke Max und Volkmar, wunderbar, das hilft wieder weiter - bin doch immer froh, wenn ich die Schrift lesen kann, aber wenn zusätzlich Fehler eingebaut sind, dann hänge ich immer noch. Viele Grüße Olaf
DERMZ Am: 13.11.2017 17:24:08 Gelesen: 1365436 # 694
Guten Abend, ich bin mit meinem Latein am Ende (wie so oft). Die schöen Feldpostkarte aus Marburg birgt wieder ein Geheimnis für mich, wer hilft mir heute? Eigentlich ist mir der Inhalt recht klar, aber heute hänge ich an der Adresse, wobei Absender- und Empfänger die gleiche Adresse habe, aber was ist es für eine Res. Ers. E...? Doch lest was ich bisher herausgefunden habe: Abs: Gefr. Lind Bayer. Res. Ers. E???? Großenhain! Feldpost! An die Kameraden von Stube 26. Res. Ers. E ????? Großenhain i/S. Liebe Kameraden! die herzlichsten Grüße von dieser herrlichen Gegend sendet Euch allen Euer Armin auf Wiedersehen Kamerad Rudolf Gruß fügt bei J. .... Otto Franz Die Namen der Kameraden werde ich wohl noch herauslesen können. Für den Moment erneut TAUSEND Dank frü die Unterstützung. viele Grüße Olaf
volkimal Am: 13.11.2017 18:10:45 Gelesen: 1365417 # 695
@ DERMZ [#694] Hallo Olaf, etwas weiter bin ich gekommen. Zunächst der Text der Karte. Ich habe die Reihenfolge etwas geändert. So macht es nach meiner Meinung mehr Sinn: Liebe Kameraden! die herzlichsten Grüße von dieser herrlichen Gegend sendet Euch allen Euer treuer Kamerad Rudolf auf Wiedersehen Gruß fügt bei Wilhelm Otto Ernst u. Franz Zur Anschrift - Da bin ich mir nicht klar. Oben steht: Abs: Gefr. Rud. Beyer. Res. Ers. Es??? Evtl. soll das letzte "Eskdn" = Eskadron bedeuten. Die gab es in Großenhain. Mal sehen was Max entziffern kann. Viele Grüße Volkmar
Max78 Am: 14.11.2017 12:34:41 Gelesen: 1365308 # 696
@ volkimal [#695] Hallo Ihr Beiden, da kann ich nicht mehr dazu sagen, Volkmar hat das ja schon super vervollständigt. Es könnte sich ggf. hinter dem Kürzel von Escadron noch ein weiteres Kürzel für eine Einheit befinden, dazu müsste man aber spezielleres Wissen oder Lektüre über die "Wehrsprache" haben. Ggf. findet sich da ja noch ein Sammler, der dies besitzt. Es könnte also wie Volkmar schreibt "Eskdr." für Eskadron stehen oder Es. K.d.r (N.d.r.) bedeuten, ggf. aber auch die Zahl 11 mit inbegriffen sein (?): Im Allgemeinen kann ich nochmal den Unterschied zwischen den beiden "s" aufzeigen, wie man sie früher verwendet hat (Volkmar hatte es soweit ich weiss schon einmal erwähnt). In Fremdwörtern, Namen und am Ende von Wörtern wurde das "s" anders geschrieben, was bei diesem Beispiel am Kürzel Escadron zu sehen ist. Als Beispiel ein Brief aus meinem Archiv (ähnliche Zeit): 1. ... hat uns sehr ... und 2. Rentweinsdorf einen schönen Tag wünscht Max
volkimal Am: 14.11.2017 12:54:48 Gelesen: 1365297 # 697
@ Max78 [#696] Hallo Max, Du hast recht. Die verschiedenen Formen des "s" habe ich beim Thema "Stempel mit ungewöhnlichen Buchstaben" erklärt. Hier der Beitrag: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=164439 Es gibt aber auch einige Beispiele, bei denen das falsche "s" benutzt wurde. Hier ein Beispiel bei einer Briefmarke des Deutschen Reiches: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=51115 Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 14.11.2017 17:45:33 Gelesen: 1365263 # 698
@ volkimal [#697] @ Max78 [#696] Guten Nachmittag, ihr seid mir beide eine große Hilfe und das meine ich auch so! Ich wäre so einsam mit meinen Lesekünsten. Tausend Dank. Das Eskadron hatte ich auch gesehen, konnte es mir aber nicht vorstellen - zum einen weil ich keine Ahnung vom Militär habe und zum anderen, weil ich es auch mit der wiki-Erklärung nicht verstanden habe. Aber wenn Ihr mir das so auf dem Silbertablett serviert, dann lege ich meine Bedenken Beiseite. Mit den zwei Schreibweisen für das "s" kämpfe ich auch noch, ich erinnere mich so ganz ganz düster, daß uns dieses 1977 in der Grundschule auch erklärt wurde, aber das war vor 40 Jahren und die Erinnerung ist doch sehr verblasst. Ich versuche darauf vermehrt zu achten. Vielen Dank und viele Grüße aus dem sonnigen ! südlichen Süden Olaf
Markenhamster Am: 15.11.2017 10:37:07 Gelesen: 1365177 # 699
@ volkimal [#697] @ Max78 [#696] @ DERMZ [#698] Moin, die Abkürzung ist definitiv Eskdr. für Eskadron. Liegt auch nahe, da Großenhain Kavalleriestandort war. Cheerio der Markenhamster
Totalo-Flauti Am: 19.11.2017 21:16:11 Gelesen: 1364523 # 700
Liebe Sammlerfreunde, kann mir jemand von Euch bitte helfen und mir den Ort des Adressaten im Rheinland nennen? Meine Versuche stoßen alle in's Leere. Kennt vielleicht auch jemand die Katalogisierung der ca. A5 großen Privatganzsache und kann sie mir bitte nennen? Schon mal vielen Dank für Eure Hilfe. Mit lieben Sammlergrüßen Totalo-Flauti.
Koban Am: 19.11.2017 21:47:23 Gelesen: 1364515 # 701
Velbert. Gruß, Koban
omega_man Am: 19.11.2017 21:50:14 Gelesen: 1364514 # 702
Hallo, ich bin kein Schriftexperte, aber mit einem "V" statt einem spontan angenommenen "Y" am Anfang wird VELBERT draus, oder? Grüße Edit: Zu langsam gewesen.
Saguarojo Am: 20.11.2017 09:19:14 Gelesen: 1364430 # 703
@ Totalo-Flauti [#700] Velbert ist richtig. Viele Grüße Joachim
Totalo-Flauti Am: 21.11.2017 17:45:30 Gelesen: 1364228 # 704
Liebe Sammlerfreunde, vielen Dank noch mal. auf "V" bin ich jetzt überhaupt nicht gekommen. Mit lieben Sammlergrüßen Totalo-Flauti.
marc123 Am: 23.11.2017 14:13:46 Gelesen: 1363809 # 705
Hallo zusammen, den vorliegen Brief habe ich schon seit einem halben Jahr in meiner Sammlung. Der Brief ging von Luxemburg nach Köln, der Empfänger war nicht anzutreffen und kam über Saarbrücken (Rückseite)zurück nach Luxemburg. Eigentlich geht es mir nur um ein Wort, mit dem ich Probleme habe und wo mir bis heute keiner helfen konnte. Was steht vor 15/11 Saarlouis in blau geschrieben? Ich bin sehr gespannt auf Antworten. Vielen Dank Marc
DERMZ Am: 23.11.2017 15:48:16 Gelesen: 1363787 # 706
@ marc123 [#705] Guten Nachmittag Marc, ich kann Dir leider auch nicht viel weiterhelfen, es gibt mir ein wenig Rätsel auf, ich bin mir nicht sicher, wer hat diees geschrieben - war es der Briefträger in Köln oder der in Saarlouis. Ich tippe auf den Herren aus Köln. Der erste Verdacht war: empfg 15/11 Saarlouis Aber ob das bei meinem Laienschriftverständnis hilft? Viele Grüße Olaf
Max78 Am: 23.11.2017 18:35:41 Gelesen: 1363748 # 707
@ DERMZ [#706] Servus Marc und Olaf, ich bin der Meinung, dass es unlesbar ist. Rein logisch gesehen muss der Nachtrag in blauer Schrift von Kölner Seite stammen, anders hätte der Brief ja gar nicht den Weg zurück gefunden. Eine Kleinigkeit kann ich dazu sagen, und zwar dass ich im "Fetzen" Wort und Zahl vermute: So wie ein Slash zwischen 15/11 befindet sich auch im augenscheinlich zusammenhängenden Wort ein Slash, danach vermutlich die Zahl 7 (oder3). Die Wortabkürzung davor kann vieles heissen: nachts 7; ausg./7; Brieftr./7; Eigenname/7; Straßenname, also ...str. 7; usw. usw. Der rückseitig nur teilweise erkennbare Ausgabestempel dürfte ggf. von Saarlouis stammen, da Köln Ankunft 4-5 nachmittags. Er trägt die "No. 1", kann somit eigentlich nur am 16.11. morgens abgeschlagen worden sein. Was das Schöne bei solchen kurzen Vermerken seitens der Post ist: ein Sammler, der Erfahrung mit Belegen aus dieser Zeit hat, kann das ggf. besser deuten, ohne es 100-prozentig lesen zu können/müssen. ;-) Zu denen kann ich mich leider nicht zählen. Immer wieder schön zu sehen, wie schnell die damals unterwegs waren, also nicht die Bahn, sondern die Zusteller und Beamte auf dem Postamt, lg Max
wajdz Am: 23.11.2017 19:08:21 Gelesen: 1363728 # 708
@ marc123 [#705] Der Beleg kommt aus einer Zeit, die noch Wert auf zeitlich genaue Abstempelung gelegt hat. Da der rückwärtige Stempel COELN 15 11 4-5N wohl die Ankunft bestätigt, könnte der fragliche Vermerk verkürzt >vormittags 15/11< bedeuten. Nur eine Vermutung mfG Jürgen -wajdz
Max78 Am: 23.11.2017 19:13:21 Gelesen: 1363721 # 709
@ wajdz [#708] Servus Jürgen, bedeutet das N. im Stempel Köln nicht Nachmittags? Müsste doch eigentlich so sein, bin mir aber nicht sicher, lg Max
wajdz Am: 23.11.2017 21:40:01 Gelesen: 1363673 # 710
Wenn es transpotttechnisch möglich war, ging der Brief vielleicht vormittags auf die Reise und die Ankunft wurde nachmittags mit dem Stempel bestätigt. Entfernung und Möglichkeiten heutzutage hier MfG Jürgen -wajdz-
Max78 Am: 24.11.2017 00:06:20 Gelesen: 1363626 # 711
Servus zusammen, habe auch einmal unter meinen schimmligen Belegen aus der Zeit gesucht und war verwundert, wie viele Beamte eigentlich schon bei ganz simplen Retourbriefen "Hand anlegten". Zwar nicht aus Köln, aber ähnliche Zeit. Von Brieg Regierungsbezirk Breslau nach Rudelsdorf (heute das polnische Dorf Drołtowice) und wieder zurück: Man muss es drehen und wenden. ;-) Der Reihe nach: 1. Brieg 20.10.71: Briefaufgabe Richtung Rudelsdorf 2. morgendlicher Brief-Ausgabe-Stempel Rudelsdorf No. 1 (oder ggf. Syców = Wartenberg) 3. Briefträger Oertel notiert: Adressatin verweigert die Annahme, Absender Mad: Ergmann wohnhaft bei Lehrer Waskuß (?) in Brieg 4. auf Briefvorderseite weiterer Vermerk (nicht vom Briefträger) ret. a 22/10 71 (retour) in blau 5. rückseitig Brief-Ausgabe-Stempel Brieg N 3, also schon etwas später am Tag 6. der Briefträger aus Brieg kann den Absender laut Angaben des Briefträgers aus Rudelsdorf nicht finden. 7. ein weitere Beamter unterstreicht all' das Fragwürdige in lila Farbe 8. selbiger oder schließlich 6. Beamter notiert Postausgabe + Unterschrift Das nenne ich vorbildlich, trotz dass der Brief im Endeffekt von keinem mehr gewollt war. Im Zusammenhang mit Marc's Beispiel könnte man noch überlegen, in wie weit Vermerke seitens der Briefträger auf der Vorderseite gemacht wurden. Wahrscheinlich meist rückseitig, und die vorderseitigen Vermerke (in Farbe) von den Beamten im Gebäude (Ausgabe). Natürlich nur als grobe Einordnung, im Speziellen muss man bestimmt eher differenzieren, Gut's Nächtle Max
marc123 Am: 24.11.2017 16:43:39 Gelesen: 1363460 # 712
@ DERMZ [#706] @ Max78 [#707] @ wajdz [#708] Hallo zusammen, zuerst einmal vielen Dank für diese vielen Interessanten Überlegungen. Auch wenn wir uns (im Moment) nicht festlegen können. Ich frage mich auch ob es wirklich die gleiche Hand ist, die "Saarlouis" und das von mir zur Diskussion gestellten Wort geschrieben hat? Eine weitere Frage die ich mir stelle ist, wieso Saarlouis nicht durchgestrichen ist. Der Brief ging ja nach Luxemburg zurück. Auch deshalb frage ich mich ob das "unleserliche Wort" nicht in Saarlouis auf den Brief kam. Und "Saarlouis" in Köln. Dieser Brief ist schon etwas besonderes, auch wenn er Mängel hat. Er befand sich seit den 30er Jahren in einer Sammlung, die letztes Jahr aufgelöst wurde. Der Sammler hatte auf der Rückseite notiert, von wem er die Stücke abgekauft hatte. Die Marke hatte nur eine Auflage von 24000 Exemplaren. Dies ist einer der 5 bekannten Belege mit dieser Marke, davon sind zwei von diesem Tarif (dritte Zone nach Deutschland) und drei Einschreibebriefe. Liebe Grüße Marc
Max78 Am: 24.11.2017 17:56:57 Gelesen: 1363431 # 713
@ marc123 [#712] Servus Marc, dann wird es wohl der einzige Beleg sein, der aus der dritten Zone Deutschland auch wieder zurückging. Zu deiner Überlegung: Ich bin mir relativ sicher, dass beide Vermerke in blau von einer Person stammen. Warum? 1. weil es mit dem gleichen Stift geschrieben wurde und 2. weil man die Adresse, also Namen und Ort meist nicht in Kurrentschrift schrieb, siehe hierzu auch mein letztes Beispiel, bei dem der Briefträger alles ausser den Namen "Ergmann" in Kurrentschrift verfasste. Es ist somit kein Wunder, dass "Saarlouis" in anderer Schrift verfasst ist, sondern üblich. Meiner Meinung nach ist alles, was in blau zu lesen ist, von einer Person aus Köln verfasst. Der Brief kann eigentlich nicht am 15.11. schon wieder in Saarlouis gewesen sein (wenn man davon ausginge, dass der obere Vermerk von dort stammt). Die Frage bzgl. der Weiterleitung von Saarlouis zurück zum Ursprung habe ich mir auch schon gestellt. Ist schon seltsam, das ausser dem Ankunftsstempel nichts vermerkt ist. Vielleicht ein kleiner Retourvermerk neben dem noch teilweise erkennbaren Ausgabestempel, großes ? mit Grüßen Max
roteratte48 Am: 24.11.2017 18:29:03 Gelesen: 1363414 # 714
@ marc123 [#712] Hallo Marc, es ist nun schon einiges zu Deinem "..unleserlichen Wort" gemutmaßt worden - ich traue mich auch mal vorwärts und gehe davon aus, daß es sich um einen Briefträgervermerk handelt und schlicht "verstorben" heißt. Bei solchen Vermerken nie "Buchstabe für Buchstabe" vorgehen; sie wurden meist auf die Schnelle und im Stehen gekritzelt. Nur Vermutung, ohne Gewähr. ;o( Gruß ins Forum - Rolf
Max78 Am: 24.11.2017 19:31:15 Gelesen: 1363391 # 715
Hallo Marc, da keine Email hinterlegt, nochmals über das Forum meine letzte Einschätzung (da ich wegen meiner ersten Vermutung nicht mehr sicher bin). Am logischsten wäre ein gekürztes "nachgesandt, nachgesendet 15/11". Dass würde zum "Gesamten" am Besten passen. Um eine Schrift lesen zu können/wollen, braucht man halt mehr als nur 3 Wörter. Ich hatte ja schon im ersten Beitrag geschrieben, dass es (für mich) unleserlich ist. Da hilft auch kein "ewiges studieren". Da ich Briefträgerstempel zu Stuttgart sammle und bei deren handschriftlichen Vermerke die Namen im historischen Adressbuch recherchiere, kann ich Dir nur noch einen Rat weitergeben: nach Vergleichsmaterial Ausschau halten. Schönes Wochenende Max
DERMZ Am: 26.11.2017 13:43:31 Gelesen: 1363020 # 716
Guten Sonntagnachmittag! Heute liegt eine alte Postkarte von 1935 von Marburg nach St.Moritz in der Schweiz vor mir - also eigentlich schon länger. Jetzt ist es aus, ich kann nicht mehr, die Handschrift deute ich als Ärztehandschrift, die viel geschrieben hat - aber nicht unbedingt auf allgemeine Leserlichkeit geachtet hat - ich verzweifel Hier das geheimnisvolle Dokument: Und hier die Details: Als großer Falschleser habe ich folgendes herausgefunden: Frau Prof. Siegfried p adr. Stahlwier Skt-Moritz-Bad Fr. akad. Mein Liebes! Wenn ich gerade zu erzählen habe, schnell noch ein Abend- gruß, ---- Nr.3 die ..... ist anzu- tag. Eine gut glatte ... ist da, be- danken .... ist erst am letzten Ende notwendig. So wird die Sache glatt gehen. So mittag um 1 bin ich bei Marichen einge- laden. Dann gehn wir miteinander den Zug um 2 Uhr 16. Du kannst dir also die .... genau vorstellen.Ich wollte, ich konnte da so zeitlich genau ... Ab das geht ja eben nur auf Bahnhöfen bei Nacht und Tag. Deine Züge suche ich dir noch aus. Mit .... und leider ein Mißverständnis: Er hatte mich durch Jan für heut bestellen lassen. Das war falsch ausge- richtet &, es war gestern. Nun sitze ich hier allein. .... bald ....., oder ich über- lege mir: ich gehe zum ...hof und ......... die .... . Ob man für die Reisenden ..... Ich komme ab schon durch & Du mein Mäschen arbeitest gut. Also ... mich ganz ohne Sorge und um dein .... auch!! Es kommt ....., da ... Zeit ..... Nun sei innig gegrüßt. Ich werde heute früh ins Bett gehn. .... wars sehr spät geworden. Len. ... Restaurant ist doch nichts bei .... du kannst dir ruhig .... lassen. Da sind extrem viele Lücken, die es zu füllen gilt - wenn niemand mag, dann verstehe ich das auch. Viele Grüße Olaf
siegfried spiegel Am: 19.12.2017 13:44:13 Gelesen: 1357287 # 717
Hallo, ich benötige mal wieder eure Hilfe. Kann jemand die Rückseite der Postkarte lesen? Das ist insofern interessant für mich, weil ich einen Wertbrief von Helgoland mit vermutlich gleichem Absender und ähnlicher Adresse habe. Den stelle ich nach gelungener Übersetzung vor. :) Gruß, Siegfried
DERMZ Am: 19.12.2017 14:03:42 Gelesen: 1357276 # 718
@ siegfried spiegel [#717]

Hallo Siegfried,

gerne will ich helfen, aber hast Du es schon selbst versucht. Ich habe mit der Schrift auch so meine Sorgen, aber das Forum hilft immer gerne, wenn noch wenige Worte fehlen.

Also los gehts:

Frau
Pauline Schwedler
Halle a/S
Zwingerstr 8

L.M! Habe heute das erste Bad genommen u.
hat es mir ungemein gefallen. Es ist merk-
lich reitzend hier, nur scheint es
heute auf ein Gewitter auszugehen u.
wird es dann wohl Regen geben. Sonntag Mittag
3 Uhr fahren wir nach Norderney. Hast Du
schon eine neue Donna?
1000
herzl. Grüsse
Makater (?)


Viele Grüsse

Olaf
siegfried spiegel Am: 19.12.2017 14:49:37 Gelesen: 1357259 # 719
Hallo Olaf, vielen Dank. Ich habe mich bemüht, aber einiges konnte ich wirklich nicht entziffern. Jetzt kann ich es auch lesen. Bis auf den Makater, der stimmt glaube ich nicht ganz. Gruß Siegfried Hier der überfrankierte Wertbrief.
blaujacke Am: 19.12.2017 18:48:04 Gelesen: 1357206 # 720
Hallo Ihr Spezialisten, um was für eine portofreie "Sache" (unten links)handelte es sich hier? rückseitiges Fragment der Siegelmarke Ich lese "H. Eisb. Sache", bin mir aber nicht sicher. Wofür das "H" und welche Verbindung hat die Siegelmarke mit der Eisenbahn? Gruß Uwe
bayern klassisch Am: 19.12.2017 19:36:19 Gelesen: 1357190 # 721
@ blaujacke [#720] Hallo Uwe, ich lese H. Eisb. Sache. Das steht ja auch so in der Siegeloblate. Die Absenderbehörde hatte ja prinzipiell zur Dokumentation der Portofreiheit immer mit ihrem Siegel die Briefe zu schließen, von daher passt das schon (früher Wachs, späger "Wapperl", wie der Bayern sagte). Schöner Brief! Liebe Grüsse, Ralph
blaujacke Am: 19.12.2017 20:05:26 Gelesen: 1357179 # 722
@ bayern klassisch [#721] Vielen Dank Ralph, aber ich sehe in der Siegeloblate keinen Hinweis auf eine Eisenbahnbehörde! Und wofür steht das "H"? Gruß Uwe
bayern klassisch Am: 19.12.2017 20:25:48 Gelesen: 1357167 # 723
@ blaujacke [#722] Hallo Uwe, im Wapperl steht "Handel" - vlt. bedeutete das dann vorne Handels - Eisenbahn - Sache? Das Ministerium für Handel und Gewerbe war ja eng an die Eisenbahnen gebunden, denn das eine lief kaum ohne das andere, von daher passt das schon. Liebe Grüsse, Ralph
Saguarojo Am: 29.12.2017 14:01:59 Gelesen: 1354249 # 724
Hallo liebe Sammlergemeinde, hier ein Brief von 1862, bei dem ich einiges nicht lesen bzw. nicht deuten kann. Vielleicht ist hier jemand, der mir hilft. Ich lese folgendes: Duderstadt d 15ten Juli 1862 Lieber Bruder Weinrich! Mein gestriges Schreiben ab Heiligenstadt schätze ich in Deinem Besitz und wollte dies hiermit ersuchen folgende Commißion noch mit offerturen(?) zu lassen. - Gastwirth Eggert in Berlingerode b/ Heiligenstadt 1/8 Gm(?) fein Rum(?) (?)6,- ab Heiligenstadt vermittelst Louis Kellner per expreßen Boten in c ..... Fracht senden; Rapps ist sehr viel mith(?) gut angekommen, theils ausgewachsen(?) und theils feucht umgebracht(?); für gute trockene Waren wird dafür besseren Preis gezahlt 120(?) per Wispel; schlechtere .............10 billiges. Wenn Du den Rapps auch nicht verkauft und auf dem Boden liegen hast so wirst Du ihn öfterer wohl mal umstechen lassen müssen falls er auch vielleicht nicht ganz trocken sein sollte, - G..(?) ein Mehreres für(?) ..... begrüste ich dies herzlichst und verbleibe Dein Aufrichtiger Bruder Peter Wenn Trautmann in Lora(?) noch keine ......... gemacht hat so lasse dem Rechts Anwalt Herold in Wiehe schreiben daß er die ......tion gegen Denfellen vollziehen läßt.- (Unterschrift unleserlich) Viele Grüße Joachim
Saguarojo Am: 14.01.2018 16:38:55 Gelesen: 1347870 # 725
Hallo liebe Sammler und Experten alter Schriften, heute habe ich einen Text von dem ich fast nichts lesen kann. Es ist ein Amtsbrief von 1868. "Da die zur Hebamme ......Fuhrbach...." und dann hört es bei mir schon auf. Ich wäre sehr dankbar, wenn mir jemand diesen Text übertragen kann. Viele Grüße Joachim
briefefan (RIP) Am: 15.01.2018 18:49:49 Gelesen: 1346975 # 726
@ siegfried spiegel [#717] und [#719] Frau Schönnagel [#719] wohnte Zwingerstr. 8 I = erstes Stockwerk und Frau Schwedler [#717] 8 II Tr. = zweite Treppe = zweites Stockwerk. Grüße von briefefan.
Max78 Am: 15.01.2018 20:38:05 Gelesen: 1346896 # 727
@ Saguarojo [#725] Nicht zu 100 Prozent (kursiv unklar), aber der Sinn des Schreibens sollte somit klar sein: ", da die zur Hebamme für Fuhrbach erwählte Ehefrau Frauböse, Anna, geb. ... ihren Lehrcursus an der Lehrentbindungs-Anstalt zu Göttingen nunmehr vollendet haben wird, so hat dieselbe sich unter Vorlegung ihres Zeugnißes über ihr bestandenes Examen bezügl. ihrer Pflichtbarmachung als Hebamme, an einem der nächsten Sprechtage - Samstag oder Freitage auf der hiesigen Königlichen Amtsstube einzufinden. / Königl. Preußisches Amt. Unterschrift / Solches der Hebamme behändigt, Fuhrbach, den 19. May 1868, Unterschrift" mit Grüßen Max
Saguarojo Am: 16.01.2018 09:46:05 Gelesen: 1346492 # 728
@ Max78 [#727] Lieber Max, das ist phantastisch, was Du alles lesen kannst. Ich danke Dir ganz herzlich. Viele Grüße Joachim
volkimal Am: 17.01.2018 15:16:09 Gelesen: 1345661 # 729
@ DERMZ [#716] Hallo Olaf, irgendwie hatte ich deine eine Karte übersehen. Die Schrift ist wirklich extrem unleserlich. Ich habe es dennoch einmal versucht - bin mir aber nicht immer ganz sicher: Fr. akad. Mein Liebes! Wenn??? ich gerade zu erzählen habe, schnell noch ein Abend- gruß, im ganzen Nr.3 die ..... ist anzu- tag. Eine gut & glatte ... ist da, Ge- dankenproduktion ist erst am letzten Ende notwendig. So wird die Sache glatt gehen. So mittag um 1 bin ich bei Marichen einge- laden. Dann gehn wir miteinander den Zug um 2 Uhr 16. Du kannst dir also die .... genau vorstellen. Ich wollte, ich konnte da so zeitlich genau auch mit dir Ab das geht ja eben nur auf Bahnhöfen bei Nacht und Tag. Deine Züge suche ich dir noch aus. Mit ....heute Abd war(?) leider ein Mißverständnis: Er hatte mich durch Jan für heut bestellen lassen. Das war falsch ausge- richtet &, es war gestern. Nun sitze ich hier allein. .... bald ....., oder ich über- lege mir: ich gehe zum ...hof und suche dir die Züge . Ob man für die Reisenden ..... Ich komme ab schon drauf & Du mein Mädchen arbeitest gut. Also ... mich ganz ohne Sorge und um dein (oder sein) Fortbleiben auch!! Es kommt ....., da ... Zeit ..... Nun sei innig gegrüßt. Ich werde heute früh ins Bett gehn. Gestern wars sehr spät geworden. Len. ... Restaurant ist doch nichts bei dich du kannst dir ruhig etwas geben lassen. Viele Grüße Volkmar
Schwämmchen² Am: 17.01.2018 15:18:27 Gelesen: 1345653 # 730
Kann mir jemand sagen, worum es hier geht?



Danke!
volkimal Am: 17.01.2018 16:07:48 Gelesen: 1345622 # 731
@ Schwämmchen² [#730] Hallo Schwämmchen, ich lese: Ein wenig ??? wird man, wie Jesus als Sieger schreitet über Land und Meer, aber eben nur ein wenig! Wie köstlich wird es schon werden, wenn überall die Gotteskinder ihre Verantwortlichkeit fühlen und tun, was möglich ist, um Matth. 28,18 zu erfüllen. Unter Gebet zogen wir für Sie beistehendes Losungswort: Ihre Carl + Berta Palnick Viele Grüße Volkmar
Schwämmchen² Am: 17.01.2018 16:30:40 Gelesen: 1345600 # 732
Vielen Dank. :)
LH-Sammler Am: 07.02.2018 18:08:24 Gelesen: 1322670 # 733
Bitte um Hilfe beim Lesen/Übersetzen. Was ich lese: Monsieur, ... d. 6. augh (August) 1770 Monsieur Freisberg Receveur de et (?) (= Empfänger?) wird Herrn maags zu lüdinghausen Davensberg zur Adresse recommandiert auf Kopf: geantwortet d. 9. augh. 1770 Woher kommt der Brief? Geht er nach Lüdinghausen oder Davensberg (liegen ca. 15 km auseinander) ? Vielen Dank Hans-Jürgen
briefefan (RIP) Am: 08.02.2018 00:07:58 Gelesen: 1322556 # 734
@ LH-Sammler [#733] Hallo Hans-Jürgen, ich lese die ersten drei Zeilen so: Monsieur Freusberg Receveur de es? wird Herrn maages? Den übrigen Text lese ich wie du. Der Sinn erschließt sich mir nicht. Davensberg könnte vielleicht zum Wort Adresse gehören. Grüße von briefefan.
LH-Sammler Am: 08.02.2018 18:50:21 Gelesen: 1322359 # 735
@ briefefan [#734] Hallo briefefan, danke für deine Antwort. Vielleicht ergibt sich ja noch ein Sinn dieses "Briefes". Gruß Hans-Jürgen
volkimal Am: 09.02.2018 01:53:05 Gelesen: 1322285 # 736
@ LH-Sammler [#733] Lieber Hans-Jürgen, es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich die richtige Idee hatte. Jetzt kann ich deine Frage "Geht er nach Lüdinghausen oder Davensberg (liegen ca. 15 km auseinander)?" beantworten. Der Brief ging nacheinander an beide Orte. Eine typische Anschrift aus der Zeit siehst du z.B. im Beitrag http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=151320 Vor dem Ort stand damals ein "a". Die ursprüngliche Anschrift war: Monsieur Monsieur Freusberg Receveur de et a Davensberg Das "a" verschwindet fast unter dem Namen "Maag?" In Davensberg angekommen konnte der Brief nicht zugestellt werden und er bekam den Leitvermerk wird Herrn Maag? zu Lüdinghausen zur Adresse recommandiert Den Namen des Empfängers hat Briefefan übrigens richtig gelesen. Er ist "Freusberg". Vergleiche http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/txt/beitrwff-9551.pdf Ein Mitglied der Familie Freusberg, Gerhard Christoph Freusberg, war 1672/76 sogar Bürgermeister von Lüdinghausen. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 13.02.2018 16:40:15 Gelesen: 1321566 # 737
Guten Tag, in den letzten Tagen flog mich eine "Soldatenkarte" aus Marburg an, die Freunde waren auf knappem Raum sehr Mitteilungsbedürfig, welches natürlich auch eine große Schwierigkeit für den Nachleser bedeutet. Ich kann wieder einmal nur Teile lesen... Als Nachleser komme ich zu folgendem Schluß: Herrn Karl Hahn Kriftel b/Höchst a/M Hofheimerstraße N2 ? L. Freund. Deine Karte erhalten. was mich sehr freute. Noch 32 Taglein u. ich fahre dann in Urlaub, ich freue mich Euch wieder einemal zusehen. Wie ihr schreibt ist Euer Konzert gut ver- laufen. Wie lange habt ihr angehalten. Schade, dass ich nicht mitmachen konnte. Hier ist recht viel los. Viele Grüße von .... an alle Bekannten. Sie erzählt immer noch von der schönen Fest... L. Freund eine ... ..... aus du für .. brauchst Du nicht einzurücken. L. Freund es ist nicht alles Gold was glänzt. Heute haben wir scharf geschossen. Ich habe 10.12.11 geschossen u bin der beste unserer 9. Inspektion. Ein alter Mann ist schon 2 Tage .... so hat .... Ich will schiessen. Viele Grüße sendet Dein Freund . Viele Grüße an Anna, Joseph, Otto, Karl u. ............... Da ja alles ein wenig kreuz und quer geschrieben ist, versuche ich mal die beiden großen Passagen noch einmal ins rechte Licht zu rücken: Vielen Dank, wenn Ihr mir wieder helfen könntet. Mit besten Grüßen Olaf
Franz88 Am: 13.02.2018 20:22:14 Gelesen: 1321524 # 738
Hallo liebe Sammlerfreunde, ich habe einen Brief aus meiner Heimatgemeinde Trofaiach, den ich nicht lesen kann. Der Brief stammt aus den Jahre 1842. Kann mir bitte jemand helfen, damit ich den Inhalt des Briefes kenne. Vielen Dank und schöne Grüße Franz
Max78 Am: 13.02.2018 20:47:30 Gelesen: 1321512 # 739
@ Franz88 [#738] An die Schuldistrictsaufsicht zu Trofajach! Der Schuldistrictsaufsicht wird hiermit der gefälligen Intervenirung wegen erinnert, daß am 11. d. Mts. April um 9 Uhr Vormittags das vom Magistrate Vordernberg vorgelegte neue Schulshausbauproject mit Beyziehung der gesetzlichen Konkurrenz geprüft werden wird. K.k. Kreisamt Bruck am 3ten April 1842 / Grabmayer mit Grüßen vom Max aus dem ehemaligen Vorderösterreich oder Vorlande ;-)
Franz88 Am: 13.02.2018 20:59:42 Gelesen: 1321501 # 740
Hallo Max, Super,ein großes Dankeschön. Schöne Grüße aus Österreich Franz
volkimal Am: 13.02.2018 21:00:00 Gelesen: 1321501 # 741
@ DERMZ [#737] Hallo Olaf, ein paar kleine Ergänzungen: Herrn Karl Hahn Kriftel b/Höchst a/M Hofheimerstraße No ? L. Freund. Deine Karte erhalten. was mich sehr freute. Noch 32 Taglein (?) u. ich fahre dann in Urlaub, ich freue mich Euch wieder einmal zusehen. Wie ihr schreibt ist Euer Konzert gut ver- laufen. Wie lange habt ihr angehalten. Schade, dass ich nicht mitmachen konnte. Hier ist nicht viel los. Viele Grüße von Johanna an alle Bekannten. Sie erzählt immer noch von der schönen Fastnacht L. Freund wie sieht es mit dem Militär aus ??? ??? brauchst Du nicht einzurücken. L. Freund es ist nicht alles Gold was glänzt. Heute haben wir scharf geschossen. Ich habe 10.12.11 geschossen u bin der beste in der 9. Inspektion. Ein alter Mann ist schon 2 Tage verschwunden er hat Unterschlagungen bewirkt(?) Ich will schliessen. Viele Grüße sendet Dein Freund . Viele Grüße an Anna, Joseph, Otto, Karl u. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 13.02.2018 21:14:22 Gelesen: 1321494 # 742
@ volkimal [#741] Tausend Dank Volkmar, nur die Fastnacht machte mich etwas stutzig, dachte dort eher an Karneval - ABER: Hesse lacht zur Fassenacht. Viele Grüße und Narri Narro Olaf
Franz88 Am: 14.02.2018 22:52:55 Gelesen: 1321174 # 743
Hallo Sammlerfreunde, ich habe selbst versucht einen Brief aus meiner Heimatsammlung zu übersetzen. Nach drei Stunden habe ich einige Zeilen geschafft. Vielleicht sind sie sogar richtig übersetzt. An die löbliche Radmeister Communität in Vordernberg. Das hohe k.k. Ministerium für Landescultur und Bergwesen hat ????????? der Abhandlung des Bergrathes und Akademikers Herrn Doppler über einer bisher unbenutzten ???? Danach kam ich nicht mehr weiter. Bitte um eure Hilfe bei der weiteren Übersetzung. Schöne Grüße aus Österreich Franz
Magdeburger Am: 15.02.2018 10:27:40 Gelesen: 1321044 # 744
@ Franz88 [#743] Hallo Franz, leider habe ich nicht alles lesen können und muß auch gleich los. Eventuell kann noch jemand ergänzen: An die löbliche Radmeister Communität in Vordernberg. Das hohe k.k. Ministerium für Landescultur und Bergwesen hat Exemplare der Abhandlung des k. k. Bergrathes und Akademikers Herrn Doppler über eine bisher unbenutzte G....... magnetischer Declinations Be- obachtungen und der von der kaiserlichen Academie der Wissenschaften auch Grundlage dieser Abhandlung ent- worfenen Instruction a.... mitgetheilt, und zur Bethei- ligung an den damit angeregten Forschungen au.....- ....., da dieselben sowohl der Wissenschaft und der Pra- xis eine reiche Ausbeute ......, als auch wichtige Aufschlüsse über die technische und administrative Ge- schichte des vaterländlichen Bergbaus auch Licht brin- gen dürften. Sollte die Gewerkschaft im Besitze älterer Mark- schmidt Documente seyn, und für diese Forschungen im Interesse legen, so können ihr auch ihren Wunsch Exemplar obiger Abhandlung und Instruction im Wege dieses k.k. Oberbergamtes zugemittelt werden. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Franz88 Am: 15.02.2018 11:20:17 Gelesen: 1321027 # 745
Hallo Ulf, vielen Dank für Deine Übersetzung. Du hast mir sehr weitergeholfen. Es könnte vielleicht heißen "bisher unbenutzte Quelle magnetischer Declinations Beobachtungen". Schöne Grüße Franz
volkimal Am: 15.02.2018 15:31:54 Gelesen: 1320964 # 746
@ Franz88 [#745] Hallo Franz, ich habe mir einmal die Lücken vorgenommen: An die löbliche Radmeister Communität in Vordernberg. Das hohe k.k. Ministerium für Landescultur und Bergwesen hat Exemplare der Abhandlung des k. k. Bergrathes und A cademikers Herrn Doppler über eine bisher unbenutzte Quelle magnetischer Declinations Be- obachtungen und der von der kaiserlichen Academie der Wissenschaften auch Grundlage dieser Abhandlung ent- worfenen Instruction anher mitgetheilt, und zur Bethei- ligung an den damit angeregten Forschungen aufgefor- dert, da dieselben sowohl der Wissenschaft und der Pra- xis eine reiche Ausbeute tersprechen (Fehler statt versprechen), als auch wichtige Aufschlüsse über die technische und administrative Ge- schichte des vaterländlichen Bergbaus auch Licht brin- gen dürften. Sollte die Gewerkschaft im Besitze älterer Mark- schmidt Documente seyn, und für diese Forschungen im Interesse legen, so können ihr auch ihren Wunsch Exemplar obiger Abhandlung und Instruction im Wege dieses k.k. Oberbergamtes zugemittelt werden. Viele Grüße Volkmar
Franz88 Am: 15.02.2018 15:48:04 Gelesen: 1320955 # 747
Hallo Volkmar, vielen Dank. Ihr seid hier wirklich ein tolles Team. Schöne Grüße aus der Steiermark Franz
Franz88 Am: 17.02.2018 18:05:28 Gelesen: 1320547 # 748
Hallo Sammlerfreunde, heute habe ich an meiner Heimatsammlung weitergearbeitet. Dabei bin ich auf einen weiteren Brief gestoßen den ich nicht lesen kann. Ich bitte euch wieder um Unterstützung bei der Übersetzung. Schöne Grüße aus der Alpenrepublik Franz
volkimal Am: 17.02.2018 18:28:16 Gelesen: 1320533 # 749
@ Franz88 [#748] Hallo Franz, das meiste habe ich entziffert: Wird höflichst ersucht, nachstehende Ver- lautbarung Morgen als am 20 d. Mts. öffentlich kundmachen lassen zu wollen. Kundmachung mit hoher Bewilligung des löblich. Kk. Be- zirksamtes Leoben vom 14. Juli 1856 ? 7341 werden am 25. D. Mts. beim Leopold Leim- weber ??? Meister in der ??? verschie- denen brauchbaren ??? und Hausge- räthschaften im Wege der öffentlichen Versteigerung gegen gleich bare Bezahlung hintangegeben werden. Kauflustige wer- den hinzu höflichst eingeladen. 10 ??? als Verlautbarungsgebühr angeschl?? Gemeinde-Verwaltung Hafning am 18 Juli 856 Zum Auftrage ???? Gem. Bmtr. Verlautbart am 20. Juli 856 Die Gebühr ??? richtig erhalten. Vordernberg am 20 Juli 856 Viele Grüße Volkmar
Magdeburger Am: 17.02.2018 19:11:33 Gelesen: 1320519 # 750
@ Franz88 [#748] Hallo Franz, Volker hat super vorgelegt! Bei der Zeile: 10 ??? als Verlautbarungsgebühr steht 10 xr (Kreuzer)cmze (Conventionsmünze), was auch die Gebühr unten ist. Jedoch ist nur da ein x hinter der Währung angegeben, jedoch in der Bedeutung identisch. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Franz88 Am: 17.02.2018 20:24:32 Gelesen: 1320495 # 751
Hallo Volkmar und Ulf, eine großen herzlichen DANK euch beiden. Damit komme ich bei der Dokumentation meiner Heimatsammlung einen großen Schritt weiter. Kann das Wort nach Leopold Leimweber " vulgo" bedeuten? Vulgo = Die Bewohner eines Anwesens, Bauernhofes werden dort umgangssprachlich nicht mit ihrem Familiennamen bezeichnet, sondern mit ihrem Hausnamen, der dem Vornamen jeweils vorangestellt wird. In Österreich wird das in amtlicher Form als Vulgoname (abgekürzt vlg.) bezeichnet. Das Wort nach Meister in der " Rötz"? Die "Rötz" ist ein Ortsteil von Vordernberg. Das würde bedeuten Der "Leopold Leimweber" hat auf einen Bauernhof (Meisterhof) in der Rötz gewohnt Schöne Grüße Franz
volkimal Am: 17.02.2018 20:58:51 Gelesen: 1320475 # 752
@ Franz88 [#751] Hallo Franz, vulgo (in lateinischer Schrift) passt gut. Solche Wörter wie vulgo oder Rötz kann man nur schlecht erkennen, wenn man sie nicht kennt. Viele Grüße Volkmar
briefefan (RIP) Am: 17.02.2018 21:17:15 Gelesen: 1320470 # 753
@ Franz88 [#751] Hallo Franz, ich lese noch (1856) Z. ? (7341), (= Ziffer?) (vulgo) Winser (in der Lötz), (brauchbare) Sachenissen? , (Verlautbarungsgebühr) angeschloss: (= beigefügt), Im (Auftrage) Gruß von briefefan
Franz88 Am: 17.02.2018 22:09:21 Gelesen: 1320449 # 754
Hallo Volkmar, ja das stimmt die "Rötz" ist ein kleines Gebiet (Rötzgraben), der eher nur bei den Einheimischen bekannt ist. Schöne Grüße Franz
Franz88 Am: 17.02.2018 22:15:20 Gelesen: 1320446 # 755
@ briefefan [#753] Hallo briefefan, Sachenissen habe ich auch gelesen, aber das Wort ergibt für mich keinen Sinn. Ich kenne das Wort nicht. Schöne Grüße Franz
Max78 Am: 17.02.2018 23:53:59 Gelesen: 1320417 # 756
@ Franz88 [#755] Moin moin, 1. Es müßte denke ich B]Fahrnissen[/B] heissen, siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrnis 2. Glaube ich nicht an das Wort vulgo, ich sehe den Anfangsbuchstaben "a" und vermute eine Abkürzung oder etwas dialektisches dahinter (ggf. allge, allze, allzo ?). Ich sehe das Wort zweimal im Text (von 2 unterschiedlichen Schreiberlingen): mit Grüßen Max
Franz88 Am: 18.02.2018 00:38:11 Gelesen: 1320400 # 757
@ Max78 [#756] Hallo Max, " Fahrnissen" finde ich stimmt. Super. Bei " vulgo" bin ich mir jetzt nicht mehr sicher. Schöne Grüße Franz
volkimal Am: 18.02.2018 10:37:51 Gelesen: 1320298 # 758
@ Franz88 [#757] Hallo Franz, ich denke weiterhin, dass es "vulgo" heißt. Während man normalen Text in der alten deutschen Schreibschrift schrieb (Sütterlin gibt es erst seit 1911), wurde bei Namen "Leopold Leimweber vulgo" die lateinische Schrift benutzt. Ich habe einmal das Wort "vulgo" geschrieben und dann den ersten Buchstaben am PC zusammengeschoben. Jetzt ähnelt es einem alten deutschen "a". Da es nach meiner Meinung aber die lateinische Schrift ist, passt es nicht. Viele Grüße Volkmar
Franz88 Am: 18.02.2018 13:58:10 Gelesen: 1320257 # 759
@ volkimal [#758] Hallo Volkmar, es wäre die logischste Erklärung. In Österreich werden auch heute noch viele Bauernhöfe nach ihren ursprünglichen Namen (Vulgonamen) benannt. Leopold Leimweber vulgo Meister Schöne Grüße Franz
Max78 Am: 18.02.2018 22:53:49 Gelesen: 1320136 # 760
@ Franz88 [#759] Moin moin, ich habe jetzt noch einmal nachgeschaut, vulgo würde doch am ehesten passen. Mir war dieses Wort nicht bekannt. Was Volkmar zur lateinischen Form geschrieben hat, wurde ja wiederholt in diesem Thema angesprochen. Allerdings ist dann lediglich der Nachname "Leimweber" + "vulgo" in lateinischer Schriftform, der Vorname Leopold + Rest in deutscher Kurrentschrift. Dank Volkmar's Blick dafür ergibt nun auch das Wort hinter "vulgo" einen Sinn, was sicherlich nicht Meister heisst. Viel eher lese ich den Nachnamen "Wieser", was dem Ganzen dann laut wikipedia-Artikel (bezüglich des Wortes vulgo) einen Sinn verpasst. Was man von Österreichern nicht alles lernen kann. ;-) mfg
volkimal Am: 18.02.2018 23:48:06 Gelesen: 1320109 # 761
@ Max78 [#760] Hallo Max, da kann ich dir nur zustimmen. Den Meister habe ich falsch gelesen. Wieser dürfte stimmen. Auch hatte ich nicht noch einmal nachgesehen und den Vornamen fälschlicherweise zur lateinischen Schrift zugeordnet. Gut aufgepasst! Viele Grüße Volkmar
Franz88 Am: 19.02.2018 00:11:59 Gelesen: 1320102 # 762
@ Max78 [#760] Hallo Max, ich denke das ist des Rätsel Lösung. "Wieser" ist ein Name der bei uns sehr oft vorkommt. Das würde gut passen. Ich bedanke mich bei allen, die dazu beigetragen haben diesen Text zu übersetzen. Ihr seid ein tolles Team. DANKE. Herzliche Grüße aus der Steiermark Franz
Franz88 Am: 20.02.2018 10:51:08 Gelesen: 1319751 # 763
Hallo Sammlerfreunde, heute habe ich mit den nächsten Brief meiner Heimatsammlung begonnen. Ich kann inzwischen schon mehrere Wörter lesen. Nur ganze Sätze lesen und inhaltlich auch verstehen davon bin ich noch weit entfernt. Darum bitte ich euch wieder mal um eure geschätzte Hilfe. Herzliche Grüße aus der Steiermark Franz
Franz88 Am: 21.02.2018 14:18:21 Gelesen: 1319500 # 764
Hallo Sammlerfreunde, die ersten Sätze sehen bei mir so aus :...... ........ der schätzbaren Zeitschrift.......224.......man sich zu berichten, das bei Herrn Melchier Heiland,......König wirklich als ....... bedienstet ist, über mündlich mit Herr Heiland geschlagener...... Danach kann ich nur mehr einzelne Wörter lesen. Bitte um eure Hilfe. Schöne Grüße Franz
Markenhamster Am: 21.02.2018 16:03:39 Gelesen: 1319471 # 765
Der Tragödie erster Teil: In Folge der schätzbaren Zuschrift dd (= de dato) 5. Dmbrs (= Decembris) B 224 (= wahrsch. Aktenzeichen) beehrt man sich zu berichten, daß bei Herrn Melchior Heiland, Simon König wirklich als Köhler bedienstet ist, über mündlich mit Hrn. Heiland gepflogene Rücksprache bedauerte derselbe, grade erst am Faschingsdienstage seinen Köhler gänzlich ausbezahlt zu haben, gab jedoch die Zusicherung, daß er ihm die 5 f welche derselbe für den gestohlenen Rehbock zu zahlen verurtheilt ist, bei der nächsten Verrechnung in Abzug bringen, und der löbl. Gemeinde-Verwaltung Vordernberg (?) persönlich einhändigen werde. Simon König bekommt für ein Kohlwerk 4 f gezahlt, und beendet ein solches, ge- wöhnlich in 3 Wochen, hat am Aschermit- woche gerade ein Neues angefeuert, und so dürfte in 4 Wochen, der fragliche Geldbetrag von ihm ins Verdienen ge- bracht worden sein. Von der Gemeinde-Verwaltung Tr? Am 7. März 1862 Dr. Ehrlich Nota Löbl. Gemeinde Verwaltung In Tr? Im Nachhange zum ?amtl. Schreiben vom
volkimal Am: 21.02.2018 16:56:32 Gelesen: 1319448 # 766
Hallo zusammen, ich glaube, dass in der ersten Zeile ganz rechts steht "5 dMts" = "5. des Monats". Viele Grüße Volkmar
Franz88 Am: 21.02.2018 18:01:38 Gelesen: 1319428 # 767
@ Markenhamster [#765] Hallo Markenhamster, Vorerst einmal herzlichen Dank für Deine Hilfe. Da bin ich mit meiner Übersetzung doch ein wenig daneben gelegen. Bei der Gemeinde Verwaltung ist Trofaiach gemeint. Es ist meiner Meinung nach schon eine harte Strafe, für einen gestohlenen Rehbock, einen ganzen Monatslohn bezahlen zu müssen. Diese Strafe dürfte für den Köhler tatsächlich eine Tragödie gewesen sein. Die Arbeit eines Köhlers ist bestimmt nicht leicht gewesen. Er musste das Kohlwerk Tag und Nacht überwachen. Es durfte auf keinen Fall vorzeitig abbrennen. Schöne Grüße Franz
Franz88 Am: 21.02.2018 18:15:53 Gelesen: 1319417 # 768
@ volkimal [#766] Hallo Volkmar, ich lese ein 5 dM den Rest kann ich nicht lesen. Schöne Grüße Franz
briefefan (RIP) Am: 22.02.2018 01:00:07 Gelesen: 1319353 # 769
@ Markenhamster [#765] Die nächste Seite lese ich so: Nota. Zu 251 Löbl. Gemeindeverwaltung in Trofaiach Im Nachhange zum hieramtl Schreiben vom ./. 2. M. d.h. (=dahier?) Z.224 und mit Bezug auf das? dortige geschätze Nota vom 7. März d.J. Z.180 berhet (=beehrt?) man sich Vereinshöflich mitzu- theilen, daß Herr Melchior Heiland den Ent- schädigungsbetrag zu 5f. welchen er seinem Köhler Simon König für das gestohlene Reh vom Verdienste abzuziehende und ans Hieramts abzugeben vorsprach? bisher noch nicht hieramts erlegt hat. Demgemäß sieht man sich veranlaßt das höfl. Suchen zu stellen vom H. Heiland den zugesicherten fragliche Betrag per 5f. abverlangen lassen und sonach anher gütigst senden zu wollen. Die erzogen? obwaltenden Umstände wollen freundlichst mitgeteilt werden, damit wir Weiteres hiernach veranlassen können. Gde? Vorßenberg? am 13. Mai 862
Markenhamster Am: 22.02.2018 11:09:07 Gelesen: 1319274 # 770
@ Franz88 Wildfrevel / Jagdwilderei / Wildbretdiebstahl wurde streng bestraft, weil das Jagdrecht ein landesherrliches Regal war. Der Köhler konnte froh sein, nicht im Jahrhundert zuvor gelebt zu haben. Dazu: Besonders hart und grausam waren die Strafen für Wilddiebe, für die hohe Leibes- und Freiheitsstrafen und sogar Todesstrafen ausgesprochen wurden. In der Pfalz-Zweibrückenschen Forstordnung von 1785 heißt es: Wer Nachricht hat, dass Jemand mit Wilddieben umgeht und keine Anzeige thut, dessen Vermögen soll confiscirt und er mit empfindlicher Strafe belegt werden. Der Angeber eines Wilddiebes soll bei Verschweigung seines Namens 25 Reichsthaler erhalten und wenn der Wilddieb daraufhin handfest gemacht wird, sollen dem Anzeiger 50 fl. und zweijährige Abgabenfreiheit bewilligt werden. Wenn ein Wilddieb bei Betretung auf den Zuruf sich nicht ergab, durfte Feuer gegeben werden. Wer einen solchen Wilddieb todt einlieferte, sollte 10 Reichsthaler erhalten, bei lebendiger Einlieferung 20 Thlr. Die Wildpretsdiebe sollen mit schweren Leibes- und nach Beschaffenheit des Verbrechens sogar mit Lebensstrafe beahndet werden.
Markenhamster Am: 22.02.2018 11:23:17 Gelesen: 1319268 # 771
@ Briefefan S. 2: 2. März d.J. (= diesen Jahres) Z.224 und mit Bezug auf die dortige geschäzte Note vom 7. März d.J. Z.180 beehrt man sich diensthöflichst mitzu- theilen, daß Herr Melchior Heiland den Ent- schädigungsbetrag zu 5 f welchen er seinem Köhler Simon König für das gestohlene Reh vom Verdienste abzuziehen und hieramts abzugeben versprach, bisher noch nicht hieramts erlegt hat. Demgemäß sieht man sich veranlaßt das höfl. Ersuchen zu stellen, vom H. Heiland den zugesicherten fragliche Betrag zu 5 f abverlangen lassen und sonach anher gütigst senden zu wollen. Die dagegen obwaltenden Umstände wollen freundlichst mitgetheilt werden, damit man das Weitere hernach veranlaßen könne. Gde Vorßenberg am 13. Mai 1862
Franz88 Am: 22.02.2018 13:21:23 Gelesen: 1319248 # 772
@ Markenhamster [#770] Hallo Markenhamster, die Strafen sind damals wirklich heftig gewesen. Es stellt sich für mich aber auch die Frage, ob der Köhler nicht aus einer Notlage heraus gewildert hat. In früherer Zeit war die erste Antriebskraft fürs Wildern oft die bittere Not, der quälende Hunger. Ich bedanke mich recht herzlich für Deine tolle Hilfe. Nun verstehe ich den Brieftext und kann ihn gut dokumentieren. Schöne Grüße Franz
Franz88 Am: 22.02.2018 13:27:02 Gelesen: 1319246 # 773
@ briefefan [#769] Hallo briefefan, Vielen dank für Deine Auslegung des Textes. Die letzte Zeile dürfte lauten: Gemeinde Vordernberg am 13. Mai 1862 Schöne Grüße Franz
DERMZ Am: 25.02.2018 13:13:36 Gelesen: 1318663 # 774
Guten Sonntag, hier ist es recht frostig, aber sehr sonnig - aber das macht den Aufenthalt an der Frischen Luft nicht viel wärmer. Daher noch eine Karte gelesen, aber - ich werdet es Euch denken - mir fehlen wieder die Worte, ich bin sprachlos. Wer kann mir dieses Mal weiterhelfen? Paul Bocho will Ware nach Lüdenscheid schicken, doch diese ist nicht lieferbar, aber was ist es genau? Ich lese folgendes Herrn Dr jur. Schmalenbach Lüdenscheid Hochstr. 76 Gontershausen den 5/11 39 Herrn Dr. Schmalenbach Lüdenscheid Ich danke Ihnen für Ihre Bestellung leider kann ich Ihnen zur Zeit noch keine feste Zusage machen. Ich werde meine Kundschaft bis 1. Dezember Bescheid zugehen laßen ob ich die .... liefern kann oder nicht. Selbstverständlich wird meine ... Kundschaft zuerst beliefert, und habe Ihnen in der Kundenliste vorgemerkt. Heil Hitler P. Bacho Tausend Dank für die werte Hilfe sagt Olaf
volkimal Am: 25.02.2018 13:36:23 Gelesen: 1318654 # 775
@ DERMZ [#774] Hallo Olaf, ich glaube, dass er Gänse liefern will und seine alte Kundschaft zuerst beliefert. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 25.02.2018 14:11:09 Gelesen: 1318647 # 776
@ volkimal [#775] Danke Volkmar, macht im November ja auch Sinn, nur an die Gänse wollte ich nicht denken. Tausend DANK Olaf
DERMZ Am: 26.02.2018 12:31:47 Gelesen: 1318494 # 777
Guten Montag, starten wir doch mal mit einer Hellen in die Woche, zwei Frage dazu: Welche Titel hat Herr Max von Pönnies und war es in Marburg urgemütlich warm? Ich lese folgendes: Herrn Max von Plonnies ... Gr. Dr. C. Hochwohlgeb. Darmstadt Heidelberger Str 66 I Gruss aus Marburg senden Ihnen, gutes Mäxchen, bei einem guten, eiskalten Hellen urgemütlich (?) warm Kries Stimmt das? Viele Grüße und herlichsten Dank für eine Auflösung Olaf
Franz88 Am: 26.02.2018 12:53:36 Gelesen: 1318489 # 778
Hallo Sammlerfreunde, ich habe heute Morgen begonnen einen weiteren Brief zu übersetzen. Auf die wohlgeschätzte Zuschrift vom 3Mai lJ: No. 70 gibt man sich die ... zu erwidern Der Aufenthalt der Magdalena Rothleitner be? ihren Bruder den Zimmerer Wildling ein ...... ...... ....... unterliegt ..... .... ..... auserstande als ..... diese .......... ......... klaglos .......... und sich ....... ......, und ........ fortbringt ... wird das dienstfreundliche Ansuchen gestellt ... gefälligst ..... .......... ... ... ... .... gefälligst ...... ..... ....... unser ..... ....... G: .. Trofaiach am 3 Juni 1853 Den löbl. Gemeinde Vorstand zu Trofaiach In Huldigung der geschätzten Zuschrift von 3.6 ...... .......................... Prüfling Magdalena Rothleitner der Aufenthalt in der löbl Gemeinde bei ihren Bruder Anton Wilding gestattet wird, und ... ..... ..... ..... ..... ...... .... .... Bezirkshauptmannschaft Leoben ....28. Mai d.J...... unter ... ..... zu....... ........ und .............. Seite 2 Magdalena Rothleitner zu folge ..... ... 857..... an die .. Bezirkshauptmannschaft Leoben ..... .... legt wurde, aber... dem ... bisher zurück gelangt ist. wird daher.. Abschrift an .... an die Bezirkshauptmannschaft Leoben.... 28 Jänner d.J. 9699 an für Magdalena Roth Leitner ausgefertigten Aufenthalt ...... Gemeinde Verwaltung Vordernberg Ein wenig konnte ich übersetzen. Ich bitte um eure Hilfe bei der weiteren Übersetzung.
volkimal Am: 26.02.2018 15:08:24 Gelesen: 1318452 # 779
@ Franz88 [#778] Hallo Franz, ich hatte gerade ein paar Minuten Zeit. Das lese ich im ersten Teil: Auf die wohlgeschätzte Zuschrift vom 31 Mai lJ: (= laufenden Jahres) No. 70 gibt man sich die Ehre zu erwidern Der Aufenthalt der Magdalena Rothleitner bey ihren Bruder den Zimmerer Wildling im Schlosse Stibich- hofen unterliegt so lange keinem Anstande(?) als sich diese Weibsperson vorschriftsmäßig klaglos benimmt und sich ordentlich ernährt und redlich fortbringt Nun wird das dienstunfreundliche Ansuchen gestellt hierher gefälligst anzuzeigen, ob sie unter Poli- zey Aufsicht zu stehen hat oder ob sie ??? ist. Auch wol- le gefälligst daro Heymathschein unser gesendet werden. Das Datum ganz oben könnte auch der 31. Mai sein. Das fehlende Wort könnte evtl. "ferey" sein. Viele Grüße Volkmar
Franz88 Am: 26.02.2018 19:10:03 Gelesen: 1318386 # 780
@ volkimal [#779] Hallo Volkmar, herzlichen Dank für Deine Hilfe. Ich denke das "ferey" für frei steht. Im Schloss Stibichhofen ist heute ein Jugendfreizeitheim und die Evangelische Pfarrkirche untergebracht. Schöne Grüsse Franz
volkimal Am: 26.02.2018 20:59:01 Gelesen: 1318362 # 781
@ Franz88 [#780] Hallo Franz, es geht weiter. Diesmal fehlen aber noch einige Wörter: An Den löbl. Gemeinde Vorstand zu Trofaiach In Erledigung der geschätzten Zuschrift von 3.6 dM(?) ?? 362 laut welchen den entlaßenen Strüfling Magdalena Rothleitner der Aufenthalt in der löbl Gemeinde bey ihren Brudern Anton Wildling gestattet wird, wird ??? daß Magdalena Roth- leitner ??? Erlaß der K. Bezirkshauptmannschaft Leoben vom 28. Mai d.J. ? 4757unter Polizey=aufsicht zu stehen hat. Zugleich wird ??? daß der Heimatschein für Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 27.02.2018 10:00:06 Gelesen: 1318276 # 782
Hallo Franz, die letzte Seite ist zum Teil sehr schwer zu lesen. Im Moment habe ich keine Zeit mehr. Daher das bisherige Ergebnis: Magdalena Rothleitner zu folge folgt(?) vom(?) 1t(?) ??? 857..... an die K.(?) Bezirkshauptmannschaft Leoben mit freiamtlichen Bericht kam(?) des ??lichen ??? ??? legt wurde, aber seit dem nicht mehr früher zurück gelangt ist. Es wird daher nach Vorschrift der(?) Currende der K. Bezirkshauptmannschaft Leoben vom 28 Jänner d.J. 9699 der für Magdalena Roth Leitner ausgefertigte Aufenthalt schein zur gütigen Behändigung an dieselbe in der ???anlage angeschloßen? Gemeinde Verwaltung Vordernberg am 6. Juny 1853 Viele Grüße Volkmar
Franz88 Am: 27.02.2018 11:02:03 Gelesen: 1318249 # 783
@ volkimal [#782] Hallo Volkmar, vielen Dank für Deine bisherige Unterstützung. Durch Deine Hilfe kann ich den Textsinn verstehen. Vielleicht gelingt es mir dadurch noch einige Wörter zu entziffern. Schöne Grüße Franz
Franz88 Am: 02.03.2018 11:54:25 Gelesen: 1317786 # 784
Hallo Sammlerfreunde, heute der nächster Brief aus meiner Heimatsammlung: An die löbliche Gemeinde Verwaltung Vordernberg Der Dienstbube Johann Neuhold ist um ....28 ........ zur seinen dienste dem... .........................................forstman zu Hafning entwichen und seither nicht mehr zurückgekehrt Er wird deshalb ...... ......... ..... bei jemand ........ Neuhold........ ......,........................ ........... sein soll, sich aufhält so wird die löbliche Gemeindeverwaltung diensthöflichst ersucht, diesen Joh... Neuhold gefälligst aufzugreifen und an .....stellen, oder fanden ......stunde bekanngeben zu wollen Gemeindevorstehung zu Hafning am 20 Juli 1859 Bitte um eure Unterstützung bei der Übersetzung des Schreiben Herzliche Grüße Franz
volkimal Am: 02.03.2018 13:36:07 Gelesen: 1317770 # 785
@ Franz88 [#784] Hallo Franz, ich lese: An die löbliche Gemeinde Verwaltung Vordernberg Der Dienstbube Johann Neuhold ist un= ter 28 VM(?) aus seinen Dienste dem Bau= er Peter Sorgar(?) insgemein Forstner zu Hafning entwichen und seither nicht mehr zurückgekehrt Da nun derselbe sicherem Vernehmen nach bei seinem Vater Neuhold am Pre= bühl(?) welcher ein Höhrer(?) des Friedau Schu= stergewerkes(?) sein soll, sich aufhält so wird die löbliche Gemeindeverwal= tung diensthöflichst ersucht, diesen Joh. Neuhold gefälligst aufzugreifen und an herstellen, oder die dagegen obwal= tenden Umstände bekanntgeben zu wollen Gemeindevorstehung zu Hafning am 20 Juli 1859 Der Gemeindevorstand VM könnte Vorigen Monats bedeuten. Viele Grüße Volkmar
Franz88 Am: 02.03.2018 22:07:55 Gelesen: 1317742 # 786
@ volkimal [#785] Hallo Volkmar, herzlichen Dank für Deine Hilfe. Super, du hast mir wieder sehr weitergeholfen. Prebühl = Präbichl ist ein Ortsteil von Vordernberg. Herzliche Grüße Franz
Magdeburger Am: 03.03.2018 16:51:46 Gelesen: 1317712 # 787
Liebe Sammelfreunde, seit fast 6 Wochen liegt der Inhalt eines Briefes bei mir und ich komme einfach nicht auf den Inhalt: Prs. d. 16. Nov 36 Glth? Seiner Wohlgeboren, .......... ich nicht, muß das geehrte Schreiben vom 13ten J. zu erwiedern, daß der Herr Kammerherr und Forstmeister von Trotha, nach Mittheilung Ihrer Briefes vom 11ten v. M. erklärt hat, sich auf das herzgl.? D.de...geschäft nicht weiter einlassen zu können, sofern die Auswirkung? der .......lichen Con..........., von welchem unter den vorliegenden besonderen Umständen abstrahirt werden können, zur unabwendlichen Be- dingung gemacht wurde. Ein Beweggrund i... ihn außer ........., weil die von 6 zu ? Jah. von er.....ondeliche Erneuerung des ....herrlichen Con................. mit un.....lichen Kosten ve........- deen mit Ausnahmen? de s ............... als? wird für mein? Con- ...........-....................... in Einfügen ...... ebenso liquidiert ..................... neuen ....................... Ich ber........... bei dieser Gele- genheit die Versicherung vor- züglichster Hochachtung, mit der ich bin ..... Wohlgeboren ergebenster S. Allert Bernburg, d. 15then Novbr 36. Wer kann helfen die Lücken zu schliessen? Danke. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
volkimal Am: 03.03.2018 17:39:47 Gelesen: 1317705 # 788
@ Magdeburger [#787] Hallo Ulf, etwas weiter bin ich gekommen. Vor allem der Anfang dieses Wortes ist mir noch nicht klar: Ich denke, dass es so beginnt "C?h?s". Ich kenne nur kein Wort, das dazu passt. Als Ort könnte es "Erf." heißen - also evtl. Erfurt? Hier mein bisheriges Ergebnis: Erf. d. 16. Nov 36 Glth? Eur. Wohlgeboren, säume ich nicht, auf das geehrte Schreiben vom 13ten J. zu erwiedern, daß der Herr Kammerherr und Forstmeister von Trotha, nach Mittheilung Ihres Briefes vom 11ten v. M. erklärt hat, sich auf das herzgl. Dadehesgeschäft(?) nicht weiter einlassen zu können, sofern die Auswirkung? der C?h?slichen Consenses, von welchem unter den vorliegenden besonderen Umständen abstrahirt werden können, zur unabwendlichen Be- dingung gemacht wurde. Ein Beweggrund ist für ihn außer Anderem, weil die von 6 zu ? Jah. von ersonderliche Erneuerung des C?h?sherrlichen Consenses mit ansehnlichen Kosten ve???- denn mit Ausnahme des ............... als? wird für eine Con- sens-Prolongation in hiesiger Canzlei ebenso liquidiert ??? ??? neuen Consensen Ich beraume bei dieser Gele- genheit die Versicherung vor- züglichster Hochachtung, mit der ich bin ..... Wohlgeboren ergebenster S. Allert Viele Grüße Volkmar
Magdeburger Am: 03.03.2018 17:49:44 Gelesen: 1317703 # 789
Hallo Volker erst einmal recht herzlichen Dank. Bei dem Wort, hatte ich erst gelesen, dass dort "lehnsherrlichen" steht, aber dann doch verworfen. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
volkimal Am: 03.03.2018 17:57:05 Gelesen: 1317702 # 790
@ Magdeburger [#789] Hallo Ulf, "lehnsherrlich" könnte gut sein. Darauf habe ich nicht gekommen. Das passt auch zum "l" in "liquidiert" auf der dritten Seite. Ich habe gerade auch noch gesehen, dass mein "C" am Anfang nicht stimmen kann. Beim "C" ist oben rechts noch ein zusätzlicher Bogen. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 04.03.2018 14:46:32 Gelesen: 1317656 # 791
@ DERMZ [#777] Hallo Olaf, irgendwie hatte ich Deine Karte übersehen. Hier meine Lösung: Der Name ist Max von Plönnies (mit "ö"). Beim Titel lese ich "Prlt.". Everntuell heißt es "Prälat". Etwas anderes fällt mir zu dieser Abkürzung nicht ein. Insgesamt lese ich: Herrn Max von Plönnies Prlt. Gr. Dr. C. Hochwohlgeb. Darmstadt Heidelberger Str 66 I Gruss aus Marburg senden Ihnen, gutes Mäxchen, bei einer guten, eiskalten Pulle urgemütlich vereint Kries Wie Du siehst gehe ich eher von einer Pulle aus - vielleicht enthielt sie ja ein Helles. Bei Marburg kann es natürlich auch ein leckerer Wein sein. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 04.03.2018 15:34:09 Gelesen: 1317649 # 792
@ volkimal [#791] Guten Sonntag Volkmar, Du brauchst Dich nicht zu entschuldigen, ich danke Dir sehr für die Übersetzung. Das ist wirklich sehr hilfreich. An die Pulle habe ich gar keinen Gedanken verschwendet, aber der macht durchaus Sinn. Helles gab/gibt es ja eher in Bayern. An Wein glaube ich eher nicht, auch wenn es damals wohl schon eine Weinstube gab, aber die geselligen Runden spielten sich in der Studentenschaft wohl eher mit einem Bier ab. Und wer trinkt Wein schon eiskalt? Den Prälaten kann ich mir auch vorstellen, wird in Marburg doch Theologie im Studium angeboten, da ist das nicht so weit entfernt. Allerdings kann ich im Netz nichts über einen Prälaten Tönnies finden. Ich lasse es mal so im Raume stehen. Tausend Dank Volkmar und die besten Grüsse Olaf
Magdeburger Am: 04.03.2018 16:37:52 Gelesen: 1317639 # 793
@ volkimal [#790] Hallo Volker, ich soll dir im Namen des Sammlers des Briefes für die Transkription recht herzlichen danken. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
DERMZ Am: 05.03.2018 16:47:34 Gelesen: 1317600 # 794
Guten Tag liebe Freunde der alten Schrift, ich weiß gar nicht, ob der Fundus je ein Ende findet, aber meine Fragen hören noch lange nicht auf. Erneut kann ich nur Teile lesen, vielleicht finde ich wieder so wertvolle Hilfe. Heute ist es wieder einmal feucht-fröhlich, adressiert ist die Karte an den Bierbrauer Johannes Peters in Monheim. Unter dem Namen Peters wird dort auch heute noch Kölsch gebraut. Aber hier erst einmal die Bilder: Ich lese folgendes mit einer großen Lücke: Herrn Johannes Peters Monheim a/Rhein Bierbrauerei “Peters” den 23. Juni 1900. Lieber Johannes! Wie im vergangenen Jaeculum ?, so übersende ich dir auch im neuen zu deinem Namenfeste die herzlichsten Glück- und Segenswünsche. Möge das neue Jahrhundert dir der Sache ? ........... Wünsche erfüllen und dir der heutige Tag bei freier ? ... .... ... ... ......... ............. ....... Nit den besten Grüßen an den lieben Kamerad u. verbleibe dein Freund Peter Barfüsserstrasse No 23. Vielen Dank für die Hilfe und beste Grüße Olaf
volkimal Am: 06.03.2018 09:56:54 Gelesen: 1317565 # 795
@ DERMZ [#794] Hallo Olaf, einen Teil konnte ich entziffern. Jetzt muss ich aber erst einmal weg. Hier das Ergebnis: den 23. Juni 1900. Lieber Johannes! Wie im vergangenen Saeculum (= Jahrhundert), so übersende ich dir auch im neuen zu deinem Namenfeste die herzlichsten Glück- und Segenswünsche. Möge das neue Jahrhundert dir der Seele verborgenste Wünsche erfüllen und dir der heutige Tag bei seiner ... .... ... ... ......... ............. ....... Mit den besten Grüßen an den lieben Kamerad u. verbleibe dein Freund Peter Barfüsserstrasse No 23. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 06.03.2018 15:40:09 Gelesen: 1317541 # 796
Hallo Olaf, ich glaube, dass ich jetzt auch den Rest herausgefunden habe. Bei der "Sauklaue" bin ich mir aber nicht ganz sicher. Hier das Ergebnis: den 23. Juni 1900. Lieber Johannes! Wie im vergangenen Saeculum (= Jahrhundert), so übersende ich dir auch im neuen zu deinem Namenfeste die herzlichsten Glück- und Segenswünsche. Möge das neue Jahrhundert dir der Seele verborgenste Wünsche erfüllen und dir der heutige Tag bei seiner Wiederkehr alsbald in sonnigeren Glanze erscheinen. Mit den besten Grüßen an den lieben Kamerad u. verbleibe dein Freund Peter Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 06.03.2018 20:03:31 Gelesen: 1317513 # 797
@ volkimal [#796] Vielen Dank für Deine Hilfe, Volkmar. Beste Grüße Olaf
DERMZ Am: 09.03.2018 10:23:59 Gelesen: 1317307 # 798
Guten Morgen, 1941 weilte der österreichische Kunsthistoriker und Jurist Richard Kurt Donin in Marburg. Er schrieb ein Karte an seinen Freund Dr Josef Harasser in Wien und ihr werdet es ahnen, ich stehe wieder vor einem "Buchstabensalat". Hier nun die Bilder: Ich lese folgendes: Donin, zZ Marburg a. d. Lahn, Kunstinstitut Herrn Dr Josef Harasser Wien V Nikolsdorferstr. 3 Lieber Freund! Nun bin ich wieder in Marburg, wo ich mich schon wohl fühle. Florenz dürfte im Herbst sich machen lassen. Wie geht es mit unserer Gesellschaft? Klappt alles? Hat Ginhart den Vortrag für den ab.... Zykon ? gehalten. Ende Mai bin ich wieder in Wien, schon aus dem traurigen Anlaß meines 60. Geburts- tages zu feiern. Mit herzlichen Grüssen an Dich .... Kuss an Deine Frau Dein alter Donin 29.IV.41 Bitte schreib mir, ob Girhart bereits als Jurist- leiter beschäftigt ist Besonders hänge ich an einem Wort: Wer kann mir heute Licht ins Dunkel bringen? Viele Grüße und besten Dank Olaf
japa Am: 09.03.2018 11:36:57 Gelesen: 1317277 # 799
Hallo, zumindest die Verabschiedung bekomme ich hin: "Mit herzlichen Grüssen an Dich und Handkuss an Deine Frau" Viele Grüße Jan
volkimal Am: 09.03.2018 11:48:03 Gelesen: 1317274 # 800
@ DERMZ [#798] Hallo Olaf, das eine Wort war kein Problem - ich hänge vielmehr am Ende und den Grüßen. Der Name dürfte übrigens Zykan mit "a" sein. Zunächst meine Version: Lieber Freund! Nun bin ich wieder in Marburg, wo ich mich schon wohl fühle. Florenz dürfte im Herbst sich machen lassen. Wie geht es mit unserer Gesellschaft? Klappt alles? Hat Ginhart den Vortrag für den absagenden Zykan gehalten. Ende Mai bin ich wieder in Wien, schon aus dem traurigen Anlaß meines 60. Geburts- tages zu feiern. Mit herzlichen Grüssen an Dich aus(?) ??? ??? an Deine Frau(?) Dein alter Donin 29.IV.41 Bitte schreib mir, ob Girhart bereits als Jurist(?)- leiter beschäftigt ist Wenn Du den ersten Teil ansiehst, so erkennst Du, dass Herr Donin beim Buchstaben "u" nicht nur einen Bogen sondern einen Kringel darübersetzt. Daher bin ich mir beim Wort "aus" nicht sicher. Vor allem aber das Wort "Frau" stimmt vermutlich nicht. 1) ein großes "F" sieht anders aus. 2) der Kringel über dem "u" fehlt. Mir fällt aber auch nichts passendes ein. Auch der "Jurist" dürfte daher nicht stimmen. Viele Grüße Volkmar
Baber Am: 09.03.2018 11:53:57 Gelesen: 1317271 # 801
Ich lese schon Frau mit herzlichen Grüßen an Dich und Handkuss an Deine Frau. Dein alter .... Gruß Baber
DERMZ Am: 09.03.2018 13:04:25 Gelesen: 1317259 # 802
@ japa [#799] @ volkimal [#800] @ Baber [#801] Guten Tag, jetzt lese ich auch den Handkuß - das ist ja fantastisch! Vielen lieben Dank. Der "absagende Zykan" macht auch Sinn, gab es doch den Kunsthistoriker und Denkmalplfelger Josef Zykan, ebenfalls aus Wien stammend. Das würde gut zu dem Personenkreis Donin und Harasser (ebenfalls alle Wien) passen. https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Zykan https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Kurt_Donin Vielen Dank und natürlich mit Handkuß Olaf
kk2308 Am: 01.04.2018 10:48:00 Gelesen: 1313026 # 803
Deutsche Schrift Als Däne ist es nicht immer so einfach die alte Deutsche Schrift zu lesen. Gibt es einen Deutschen, der die Anschrift "übersetzen" kann? Die Name und die Stadt ist für mich interessant! Ich freue mich auf eine Antwort! :-)
Jensen Am: 01.04.2018 11:04:53 Gelesen: 1313016 # 804
Hallo, Angabe ohne Gewähr: "Herrn Justizrath Paul über Lübeck Trenthorst" (???). Viele Grüße Jensen
volkimal Am: 01.04.2018 11:18:07 Gelesen: 1313006 # 805
@ Jensen [#804] Hallo Jensen, das stimmt alles nur ein Wort fehlt und ich würde die Reihenfolge ändern angeben: "Herrn Justizrath Paul aus Trenthorst" mit dem Leitvermerk "über Lübeck". Viele Grüße Volkmar
kk2308 Am: 01.04.2018 11:29:42 Gelesen: 1312999 # 806
Schönen Dank und "Happy Easter"! MvG Kjeld Kluge
Heinrich3 Am: 01.04.2018 13:23:05 Gelesen: 1312979 # 807
@ volkimal [#805] Hallo, bitte verzeiht mir, wenn ich hier wegen 1 Buchstabens nachtarocke: Es muß "au f" und nicht "aus" heißen. Heinrich
bovi11 Am: 29.05.2018 07:50:34 Gelesen: 1300730 # 808
Gerade bin ich auf diese Nachricht gestoßen: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Transkribus-entziffert-Uromas-Handschrift-4056211.html Grüße Dieter
Saguarojo Am: 31.05.2018 14:50:48 Gelesen: 1297701 # 809
Liebe Sammlerfreunde, hier habe ich einen Brief, der mir große Probleme macht. Vielleicht ist hier jemand, der ihn gut lesen kann und ihn mir in Druckschrift überträgt. Dafür wäre ich sehr dankbar. Viele Grüße Joachim
Saguarojo Am: 01.06.2018 18:07:50 Gelesen: 1295810 # 810
Liebe Sammlerfreunde, ich möchte noch einmal anfragen, ob dies jemand lesen kann. Bei der ersten Seite wurde mir schon geholfen. die zweite Seite bereitet mir große Probleme. Viele Grüße Joachim
volkimal Am: 01.06.2018 21:22:04 Gelesen: 1295758 # 811
@ Saguarojo [#810] Hallo Joachim, wenn ich wieder zu Hause bin kann ich dir gerne helfen. Am Smartphone ist das zu ungünstig. Wenn dir schon jemand bei der ersten Seite geholfen hat, wäre es hilfreich, wenn du den Teil des Textes hier einstellst, den du schon kennst. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 01.06.2018 21:29:33 Gelesen: 1295751 # 812
@ volkimal [#811] Hallo Volkmar, ich habe mich gestern daran versucht und Joachim einen ersten Entwurf zukommen lassen. Ich wollte nur erst einmal hören, ob ich auf den richtigen Weg bin - und das sieht nicht zu schlecht aus. Werde später noch meine Ergüsse einstellen. Viele Grüße Olaf
DERMZ Am: 01.06.2018 22:23:51 Gelesen: 1295733 # 813
@ Saguarojo [#809] Guten Abend Joachim hier mein Übersetzungsversuch, manches Wort erkenne ich noch nicht, aber vielleicht hilft der Ansatz ein wenig weiter: Döttingen 27.1256 Meine Lieben! Zum Jahreswechsel sollte schon ein Brieflein das Haus … erreichen. Wie geht es Euch? Hoffentlich ist alles munter u. kann jeden Tag aufstehen auch die …. B....? Habt ihr wohl ausge....? 8 Tag vor Weih- nachten ergings einer Familie wie Euch b. Band. Sie hatten aufgewaschen u. saßen am Mittagstisch u. auf einmal brennt die erst voriges Jahr erbaute Scheune u. Stall wieder. Seit mir vorsichting b. Dreschen ich glaub ja kaum, daß ihr fertig seit, aber es ist nicht sehr schön b. dieser Kälte. Bei euch ist noch kälter als bei uns. Habt ihr wohl Weihnachten gefeiert, Christus hat euch alles geschenkt habts ihr auch angenommen. Was bleibt nach Weihnachten b. den meisten Menschen nichts. Christus muß man an Weihnachten neu erleben dann bleibt das …. einem. -2- Hans (?) Kinder werden herübergekommen sein Seit nur gut miteinander u. nicht jeden Streit den du … kein Segen. Liebe …. du wirst auch auch etwas Süßig- keit gebacken haben – wenn ihr näher da gewesen wärst dann hättet ihr die Meinigen alle bekommen. Bist zur Zeit gesund u. kannst jeden Tag arbeiten. Und die liebe … o die aller.... im Hause. Seid nur recht lieb zu ihr u. laßt ihr etwas mehr Freiheit. Und die beiden Buben sie müssen ein .. sein b. so einem Stall voll Vieh. Der Zucker wird auch dagewesen sein. Jetzt sind die schönen Tage wieder dahin - Mir selber geht es auch gut habe jeden Tag Arbeit … gibts einer jetzt muß man alles laufen b. dem Schnee. Mit herzlichen Grüßen u. ein ge- segnetes neues Jahr verbleibe ich Eure Schw. ….. Viele Grüße Olaf
Saguarojo Am: 02.06.2018 07:48:07 Gelesen: 1295603 # 814
@ DERMZ [#813] Lieber Olaf, ganz herzlichen Dank. Ich freue mich. Du hast mir sehr geholfen. Viele Grüße aus der Mitte von Deutschland Joachim
volkimal Am: 02.06.2018 10:14:46 Gelesen: 1295553 # 815
@ DERMZ [#813] Hallo Olaf, fast Perfekt - ein paar Worte lese ich aber anders: Döttingen 27.1256 (27.12.56) Meine Lieben! Zum Jahreswechsel sollte schon ein  Brieflein das Haus Reichle(?) erreichen. Wie geht es Euch? Hoffentlich ist alles munter u. kann jeden Tag aufstehen auch du liebe Bruder(?) Habt ihr wohl ausgetroschen 8 Tag vor Weih- nachten ergings einer Familie wie Euch b. Band. Sie hatten auch gedroschen u. saßen am Mittagstisch u. auf einmal brannte die erst voriges Jahr erbaute Scheune u. Stall nieder. Seit mir vorsichting b. Dreschen ich glaub ja kaum, daß ihr fertig seit, aber es ist nicht mehr schön b. dieser Kälte. Bei euch ist noch  kälter als bei uns. Habt ihr wohl Weihnachten gefeiert, Christus hat euch alles geschenkt habts ihr auch  angenommen. Was bleibt nach Weihnachten b. den meisten Menschen nichts. Christus muß man an Weihnachten neu erleben dann bleibt das Leben einem. So weit auf's Erste. Jetzt will ich erst einmal unserer Tochter im Garten helfen. Viele Grüße Volkmar
Saguarojo Am: 02.06.2018 10:47:29 Gelesen: 1295543 # 816
@ volkimal [#815] Hallo Volkmar, ganz herzlichen Dank und viel Spass bei der Gartenarbeit. Viele Grüße Joachim
DERMZ Am: 02.06.2018 14:14:47 Gelesen: 1295497 # 817
Guten Nachmittag, heute brauche ich Hilfe (bevorzugt aus der Gegend von Bad Wildungen). Ich habe folgende Karte versucht zu übersetzen, aber - wie meist - es fehlen wieder die Kleinigkeiten: Frau Lehrer Backhaus Wohlgeb. Michelbach Post Marburg i. Hessen Heute morgen Euren Brief erhalten! u. daraus erfahren, daß ..., wenn die Reise gut von statten geht, nächsten Mittwoch hier ankommen wird. ... Vormittag war ich an d. ... quelle u. nachmittags an d. Königsquelle z. baden. Am Freitag waren d Schulkinder in Wasenberg mit 2 Schwestern Am Sonntag (gestern) waren wir in Reinhardshausen d. Tante ging es etwas besser, lassen alle grüßen. Hoffentlich geht es Euch allen gut Herzliche Grüße Eure E. Quer geschrieben steht noch: Bad Wildung 27.7.08 Vielen Dank für ein wenig Hilfe. sagt Olaf
Saguarojo Am: 02.06.2018 16:05:17 Gelesen: 1295467 # 818
@ DERMZ [#817] Zeile drei müsste Papa heißen. Zeile sieben: Heute Vormittag war ich an der Nahe-quelle (?) Viele Grüße Joachim
DERMZ Am: 02.06.2018 18:43:40 Gelesen: 1295428 # 819
@ Saguarojo [#818] Danke Joachim, der Papa wollte mir nicht aus der Feder kommen, aber jetzt ist er klar. Vielen Dank. Aber die Nahe-Quelle wird es nicht gewesen sein, Bad Wildungen wird von der "Wilde" und der "Urff" durchflossen. Da bleibt mir noch der Fragehaken erhalten, vielleicht findet sich ja jemand mit Ortskenntnis. Wikipedia hilft mir leider bei dem Quelltext auch nicht weiter. Vielen Dank und viele Grüße Olaf
Saguarojo Am: 02.06.2018 18:51:01 Gelesen: 1295423 # 820
@ DERMZ [#819] Hallo Olaf, DIE Nahequelle kann es wirklich nicht gewesen sein, das war mir schon klar. Doch nur das konnte ich mit meinem laienhaften Wissen herauslesen, darum habe ich (?) dahinter gesetzt. Vielleicht ist hier jemand der das lesen kann. Ich finde es immer wieder schön, dass man sich hier gegenseitig helfen kann. Das schätze ich an diesem Forum und seinen Mitgliedern. Viele Grüße Joachim
volkimal Am: 02.06.2018 21:51:48 Gelesen: 1295374 # 821
@ DERMZ [#819] Hallo Olaf, ich habe "Stahlquelle" [1] gelesen und dann danach gegoogelt. Es gibt tatsächlich eine Stahlquelle in Bad Wildungen. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Heilquellen_in_Bad_Wildungen
volkimal Am: 02.06.2018 22:14:38 Gelesen: 1295366 # 822
@ volkimal [#815] Hallo zusammen, die Gartenarbeit um 21.30 Uhr beendet. So jetzt bin ich auch mit der zweiten Seite durch. Ich lese: Hans Kinder werden herübergekommen sein Seit nur gut miteinander u. meidet jeden Streit denn da liegt kein Segen. Liebe …. du wirst auch auch etwas Süßig- keit gebacken haben – wenn ihr näher da gewesen wärst dann hättet ihr die Meinigen alle bekommen. Bist zur Zeit gesund u. kannst jeden Tag arbeiten. Und die liebe Babette o die allertreueste im Hause. Seid nur recht lieb zu ihr u. laßt ihr etwas mehr Freiheit. Und die beiden Buben sie müssen immer da sein b. so einem Stall voll Vieh. Der Zucker wird auch dagewesen sein. Jetzt sind die schönen Tage wieder dahin -  Mir selber geht es auch gut habe jeden Tag Arbeit Kranke gibts immer jetzt muß man alles laufen b. dem Schnee. Mit herzlichen Grüßen u. ein ge- segnetes neues Jahr verbleibe ich Eure Schw. ….. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 02.06.2018 22:21:50 Gelesen: 1295359 # 823
@ Saguarojo [#820] Hallo Joachim, vielen Dank nochmals, ich hatte Deinen Fragehaken schon gesehen und gemerkt, daß es Dir auch nicht schlüssig war. Ja, und du hast vollkommen RECHT, dieses Forum ist wunderbar, man bekommt sehr viel kompetente Unterstüzung und Hilfe. Einfach super. @ volkimal [#821] Hallo Volkmar, ich habe mir die Liste auch mehrfach angesehen, nur das "St" von Stahl habe ich nicht erkannt, ich habe nach "N", "M" oder "W" gesucht. Aber die Stahlquelle wird es gewesen sein. Auch Dir tausend Dank für die Hilfe. viele Grüße Olaf
Saguarojo Am: 02.06.2018 22:44:11 Gelesen: 1295349 # 824
@ volkimal [#822] Ganz herzlichen Dank, jetzt ist das perfekt. Viele Grüße Joachim
DERMZ Am: 03.06.2018 10:51:19 Gelesen: 1295218 # 825
Guten Tag die Schrift, die Schrift! Würde mich mal interessieren, was in 100 Jahren zu unseren Handschriften gesagt würde. Hier mein nächster Fall der Nichtidentifizierung: Heute lese ich folgendes: Herrn Lehrer Kornmann Michelbach Post Marburg a/L. Deutschland Wehrmann Georg Michel Landsturm 93 Marburg 4 Etappen.... z.Z ... Flandern (Belgien) 30.IV. 1915 Sehr geehrter Herr Lehrer! Für Ihre Karte vom 24.4. bestens dankend, möchte ich Ihnen gleichfalls meine herzl. Grüße entbinden. Ich habe mich sehr gefreut etwas von den Ihnen zu hören und möchte ich bitten zu verzeihen daß ich muß öfter von mir hören lasse. Eine Karte welche ich Ihnen zum Jahreswechsel sandte, werden Sie wohl erhalten haben. Sonst geht es mir noch gut, hoffe auch Ihnen & Familie. Mit vielen Grüßen bis auf Wiedersehen Sch. M. Also eigentlich fehlt es nur am Absender, vielleicht hilft der Kompanie-Stempel noch ein wenig weiter: Vielen Dank und viele Grüße Olaf
inflamicha Am: 03.06.2018 11:00:34 Gelesen: 1295217 # 826
Hallo Olaf, eindeutig Etappeninspektion der 4. Armee. Den Ort kann ich allerdings auch nicht verifizieren, vielleicht eine Abkürzung? Gruß Michael
Saguarojo Am: 03.06.2018 12:38:37 Gelesen: 1295178 # 827
@ inflamicha [#826] Auf dem Stempel lese ich den Ort Marburg. Viele Grüße Joachim
inflamicha Am: 03.06.2018 12:51:13 Gelesen: 1295171 # 828
@ Saguarojo [#827] So weit war Olaf auch schon. Der Ort vor Flandern ist gefragt. Gruß Michael
volkimal Am: 03.06.2018 14:04:26 Gelesen: 1295149 # 829
@ DERMZ [#825] Hallo Olaf, vergleiche einmal das Ende vom Wort "Post" mit dem Ende vom Wort vor Flandern. Ich vermute, dass es einfach "West" heißt. Im Text heißt es übrigens "Meine Karte" und nicht " Eine Karte". Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 03.06.2018 14:08:18 Gelesen: 1295147 # 830
@ inflamicha [#826] @ Saguarojo [#827] @ volkimal [#829] Vielen Dank, das Rätsel wäre dann jetzt auch gelöst, West-Flandern macht Sinn, die Marburger Einheit war in der Nähe von Brügge stationiert. Das passt. Nochmals vielen vielen Dank an alle Mitleser sagt Olaf
KaraBenNemsi Am: 03.06.2018 16:35:49 Gelesen: 1295110 # 831
@ DERMZ [#830] Hallo Olaf, noch ein Korrektürchen: "herzl. Grüße entbi eten" (nicht: entbi nden) Viele Grüße Carsten
DERMZ Am: 03.06.2018 16:59:54 Gelesen: 1295096 # 832
@ KaraBenNemsi [#831] Danke Carsten, es sind meist die kleinen Worte, die mich scheitern lassen. Danke für das (Korrek-)türchen. Viele Grüße Olaf
DERMZ Am: 04.06.2018 10:32:19 Gelesen: 1294903 # 833
Guten Morgen liebe Leser, heute habe ich eine Karte vor mir, wo ich hoffe, daß mir die Übersetzung gelungen ist, allerdings bin ich mir bei den kursiven Stellen unsicher. Wer ist so nett, und liest noch einmal Korrektur. Feldpost An Herrn Kornmann / Lehrer in Michelbach KreisMarburg a/Lahn Im Felde d. 2.2.1918 Geehrter Herr Kornmann!!! Teile Ihnen mit, dass ich bis jetzt noch gesund und munther bin, welches ich auch von Ihnen und Ihrer ganzen Familie hoffe. Dieses Bild sind die Uoffiz der Komp. Für heute die besten Grüße an Sie und Ihre ganze Familie sendet Ihr Freund Unteroffizier Merte Untoffz. Merte, I.Land Bat. Inf. Reg. 55 Vielen herzlichen Dank und beste Grüße Olaf
volkimal Am: 04.06.2018 10:49:29 Gelesen: 1294897 # 834
@ DERMZ [#833] Hallo Olaf, der Absender benutzt öfter ein Doppel-t obwohl es grammatikalisch falsch ist. Feldpost An Herrn Kornmann / Lehrer in Michelbach Kreis Marburg a/Lahn Im Felde d. 2.2.1918 Geehrter Herr Lehrer!!! Theile Ihnen mit, dass ich bis jetzt noch gesund und muntter bin, welches ich auch von Ihnen und Ihrer ganzen Familie hoffe. Dieses Bild sind die Uoffiz der Comp. Für heutte die besten Grüße an Sie und Ihre ganze Familie sendet Ihr Freund Unteroffizier Merte Untoffz. Merte, I.Batt. II Comp. Res. Inf. Reg. 55 Bei "Uoffz" ist zwar das "o" nicht zu erkennen, das Wort dürfte aber stimmen. Viele Grüße Volkmar
marc123 Am: 04.06.2018 17:46:24 Gelesen: 1294814 # 835
Hallo zusammen, kann mir jemand hier helfen, diese Zeilen in niederländischer Schrift zu entziffern ? Übersetzt vermute ich in etwa, die Adresse wurde von Prinz Heinrich von Oranien geschrieben. Dies würde mir in einem anderen Thema weiterhelfen. https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=11678&CP=0&F=1#newmsg (Beitrag 7) Vielen Dank und liebe Grüße Marc
bignell Am: 04.06.2018 20:49:52 Gelesen: 1294768 # 836
Hallo, folgende Doppel-Postkarte lief 1893 von Karlsbad nach Freiberg i. Sa. (vermute mal Sachsen): Der vorgedruckte Vermerk "Die angebogene Karte ist für die Antwort bestimmt." wurde teilweise gestrichen und überschrieben: Ich lese: ungetrennt zur Sammlung zu nehmen. Ist das korrekt, oder wie lautet der Vermerk? Vielen Dank, harald
Saguarojo Am: 04.06.2018 21:13:41 Gelesen: 1294756 # 837
@ bignell [#836] "ungetrennt zur Sammlung zu nehmen" ist korrekt. Viele Grüße Joachim
bignell Am: 04.06.2018 21:54:23 Gelesen: 1294746 # 838
Hallo Joachim, vielen Dank für die Bestätigung. Lg, harald
DERMZ Am: 05.06.2018 06:58:43 Gelesen: 1294663 # 839
@ volkimal [#834] Guten Morgen Volkmar, vielen lieben Dank, ich muß doch noch viel viel lernen. Beste Grüße aus dem durchfeuchteten Süden Olaf
DERMZ Am: 06.06.2018 05:34:56 Gelesen: 1294536 # 840
Guten Morgen, wenn man schon nicht schlafen kann, dann kann man vielleicht eine alte Karte entziffern, ich habe mir mal wieder eine Karte vorgeholt, die ich schon lange vor mir liegen habe, aber - Erfolg, ich habe heute 5 Wörter enträtseln können - es fehlt immer noch der kleine Rest. Darum bitte ich erneut um Hilfe: Hier noch einmal etwas größer und der kopfstehende Teil geradegerückt: Gelesen habe ich folgendes: Frau Hanna Stieger Kassel - Brasselsberg An den Vogelwiesen 2 Liebe Hanna! Diesen Ausblick auf Marburg sehen wir von weiter Ferne über eine herrliche Landschaft hinweg. Wir sind in einem Gasthaus auf dem Burgberg sehr gut unter- gebracht. .... aus 1ter Hand. Von hier aus möchte ich Dir, liebe Hanna viele, viele Male für alle Liebe danken, die Du Hedwig u. Ruth und damit auch mir erwiesen hast. Grüss’ alle! Dein Kurt Liebe Hanna! Hoffentlich ist dein ganzes ... und von ge- sund. ... Erkältung ist trotz ... Luft weg Ich danke dir für alles. Deine G. Aber ob das wieder alles stimmt, oder die Phantasie wieder mit mir durchgegangen ist, helft mir bitte. Tausend Dank sagt Olaf
Saguarojo Am: 06.06.2018 07:58:39 Gelesen: 1294517 # 841
@ DERMZ [#840] Guten Morgen, Zeile 11 lese ich: dein ganzes Haus und du ge- sund ... Zeile 13 trotz scharfer Luft ansonsten kann ich leider nicht helfen. Viele Grüße Joachim
volkimal Am: 06.06.2018 10:22:52 Gelesen: 1294490 # 842
@ DERMZ [#840] Hallo Olaf, Du liest die Texte doch inzwischen sehr gut und Deine Phantasie muss nicht mit Dir durchgehen. Joachim hat schon einige Stellen richtig ergänzt. Von mir noch etwas dazu: Liebe Hanna! Diesen Ausblick auf Marburg sehen wir von weiter Ferne über eine herrliche Landschaft hinweg. Wir sind in einem Gasthaus auf dem Burgberg sehr gut unter- gebracht. Stürme sind aus 1ter Hand. Von hier aus möchte ich Dir, liebe Hanna viele, viele Male für alle Liebe danken, die Du Hedwig u. Ruth und damit auch mir erwiesen hast. Grüss’ alle! Dein Kurt Liebe Hanna! Hoffentlich ist dein ganzes Haus und du ge- sund. Kitts Erkältung ist trotz scharfer Luft weg Ich danke dir für alles. Deine G. In der drittletzten Zeile steht ein Name - ich lese "Kitts". Jetzt fehlt nur noch die Stelle, die etwas verschwommen ist. Da bin ich mir nicht sicher, ob ich es richtig lese. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 07.06.2018 10:00:22 Gelesen: 1294327 # 843
@ Saguarojo [#841] @ volkimal [#842] Guten Morgen Joachim und Volkmar, ganz herzlichen Dank für Eure Hilfen, wie immer alles sehr sehr hilfreich. Die verklecksten "Stürme" hatte ich knapp auch gelesen, konnte sie aber nicht einordnen und bin dankbar, dass auch Du Volkmar es so gelesen hast. Oben am Schlossberg kann es recht windig sein, da zieht der Wind direkt durchs Tal. Nochmals vielen Dank und beste Grüsse Olaf
DERMZ Am: 07.06.2018 15:45:46 Gelesen: 1294283 # 844
@ marc123 [#835] Hallo Marc, in Ermangelung von sprachlichen Fachkenntnissen, kann ich nur vermuten, was dort steht: ouwvestann adres is geschrieven von Prins Hendrik von Oranje Ob das erste Wort stimmt, das weiß ich nicht, aber zumindest bei dem "staan" bin ich mir sicher. Vielleicht hilft es. viele Grüße Olaf
Herman Am: 07.06.2018 20:09:10 Gelesen: 1294248 # 845
@ marc 123 ( # 835) overstaand adres is geschreven door Prins Hendrik van Oranje In Deutsch: Gegenüberliegende Adresse wird geschrieben von Prins Hendrik von Oranje Groeten uit Nederland Herman
Herman Am: 07.06.2018 20:20:45 Gelesen: 1294245 # 846
@ marc 123 ( #835) Falsch gelesen. falsch : overstaand gut : ommmestaand Die Bedeutung ist dieselbe wie oben geschrieben.
DERMZ Am: 08.06.2018 07:39:04 Gelesen: 1294155 # 847
Guten Morgen, heute geht die Reise nach Oberfranken nach Coburg. Es fehlt nicht viel, eigentlich nur ein Wort und die Absenderangabe, wer mir hilft bekommt ein dickes Dankeschön. ich habe folgendes gelesen: Feldpost! Herrn Heinrich Kornmann in Michelbach Kr.Marburg Bez Cassel Coburg, den 18.5.18. Lieber Heinrich! Gestern Nacht bin ich nach mehr- tägiger Fahrt endlich hier angelangt. Es ist eine sehr schöne Gegend hier, was du dir vielleicht denken kannst. Vor- aussichtlich werden wir hier nur 8 Tage bleiben und dann weiter geschoben werden nach Schlesien über Posen. .... ich dir recht herzliche Pfingsten wünschen grüßt dich herzl. fr Heinrich Abs: Untffz Michel, Res. Laz Abt. Garnisonlazarett Coburg Vielen Dank und beste Grüße Olaf
roteratte48 Am: 08.06.2018 07:55:13 Gelesen: 1294150 # 848
@ DERMZ [#847] Hallo Olaf, das fehlende Wort ist "Indem". Was fehlt Dir an der Absenderangabe? Gruß - Rolf
DERMZ Am: 08.06.2018 08:03:42 Gelesen: 1294148 # 849
@ roteratte48 [#848] Guten Morgen Rolf, das ging ja superschnell - hier ein dickes DANKESCHÖN Bei der Absenderangabe war ich mir nicht ganz sicher, aber ich denke das sollte so stimmen. viele Grüße aus dem südlichen Süden Olaf
marc123 Am: 08.06.2018 17:11:39 Gelesen: 1294088 # 850
@ DERMZ [#843] @ Herman [#845] @ Herman [#846] Lieber Olaf, lieber Herman, vielen Dank, das hilft mir sehr weiter. Schade dass ich nicht weiß wer das geschrieben hat und ob es sich wirklich um die Schrift von Prinz Heinrich handelt. Für möglich halte ich es aber. Ob er es war, der die Marke wiederverwendet hat? Beste Grüße Marc
Magdeburger Am: 09.06.2018 15:16:35 Gelesen: 1293801 # 851
Liebe Sammelfreunde, heute bitte ich mal wieder um Hilfe. Eigentlich fehlt mir nur ein Wort und die beiden Namen. Eure Hochwohlgbl. Wünsche befriedigte ich sehr gern; allein die Lage der ........ Angelegenheiten ist von der beschaftenheit, daß ich Ihren von keine Hofnung zu Geldzahlung machen kan, der Familienrath hat alle Zahlungen untersagt und den Kriminalrath Notaridis authori- sirt, die vormundschaftlichen Angelegenheiten zu ordnen. Hierdrch wird alles verwikkelt, weil Niemand eine bestimte Direktion über Einnahmen und Ausgabe hat. Wenden Sie Sich daher, wie Notaridis in Magdeburg und verschonen Sie mich mit Zuschriften, weil ich mich um die ganze Sache nicht weiter bekümmern und durch die Briefe unnütze Auslagen verursacht werden. Ich beklage Sie und versichere meine Hochach- tung und Ergebenheit Bernburg den 7ten Jan. 1812 Blindermann Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
volkimal Am: 09.06.2018 16:26:48 Gelesen: 1293761 # 852
@ Magdeburger [#851] Hallo Uli, in der dritten Zeile heißt es: "daß ich Ihnen gar keine Hofnung ..." Die zweite Zeile ist mir auch nicht klar. Es beginnt mit "gans..." das ist eindeutig. Nur wie geht es weiter? Der 5-te Buchstabe ist nicht eindeutig klar. Der 6-te und 7-te ist ein "ug". Also könnte es sein "gansaug?" Ich sehe nur kein Wort das dort Sinn macht. Viele Grüße Volkmar
Saguarojo Am: 09.06.2018 16:39:26 Gelesen: 1293750 # 853
@ volkimal [#852] Hallo, ich bin auch am Rätseln. Hinter gansau sehe ich noch ein e und ein p, dahinter einen Punkt. also gansaugep.. Es könnte eine Abkürzung sein, die mir aber total schleierhaft ist. Viele Grüße Joachim
Magdeburger Am: 09.06.2018 16:52:18 Gelesen: 1293743 # 854
@ volkimal [#852] @ Saguarojo [#853] Hallo Volkmar und Joachim, das Wort ist m.E. auch eine Abkürzung. Möglicherweise endet es mich lich(e). Soweit scheint dort "gansaugeliche" zu stehen. Mit freundlichen Sammlergruss Ulf
Magdeburger Am: 10.06.2018 13:02:12 Gelesen: 1293292 # 855
@ volkimal [#852] @ Saguarojo [#853] Hallo ihr beiden, obwohl es hier nicht hinein passt, die Briefvorderseite: Der Brief ist adressiert An die Frau Rittmeisterin von Treskow in Berlin Leipziger Strasse N. 11. So hatte ich gestern die Familie von Treskow angeschrieben und in sehr kurzer Zeit eine Antwort erhalten. Aus der Antwort nun folgende Informationen: Die Empfängerin dürfte Charlotte Amalie Wilhelmine von Treskow, geb. Gräfin Henckel von Donnersmarck, deren Ehemann Karl August Wilhelm seit 1811 Rittmeister im ostpreussischen Kürassierregiment war. Scheinbar geht es um eine Erbschaftsangelegenheit des 1812 verstorbenen Kanonikus (in Magdeburg) von Gansauge auf Groß-Mühlingen bei Bernburg. Die Familien Henckel von Donnersmarck und von Gansauge waren eng verwandt und so wird das erste Wort in der zweiten Zeile "gansaugenschen" lauten. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
volkimal Am: 10.06.2018 14:08:11 Gelesen: 1293270 # 856
@ Magdeburger [#855] Hallo Uli, schön, dass du damit alles klären könntest. Es ist natürlich kein Wunder, dass es Probleme macht so ein Wort zu lesen. Den Namen Gansauge hatte ich noch nie gehört. Viele Grüße Volkmar
Richard Am: 11.06.2018 09:51:34 Gelesen: 1293101 # 857
@ marc123 [#835] Könnte bei dem kurzen Beitrag [#835] geholfen werden ? Schöne Grüsse, Richad
DERMZ Am: 12.06.2018 16:24:43 Gelesen: 1292819 # 858
Guten Nachmittag, wer kennt das Wort der Worte? Ich bin wieder am verzweiflen, alles ist gut zu lesen, nur der "Briefstempel" macht mir einen Strich durch die Rechnung. Hier erst einmal die Karte aus Helsa in Hessen: Ich lese folgendes: An Familie Herrn Lehrer Kornmann Wohlgeboren Michelbach Kreis Marburg (Lahn) Feldpost Geschrieben den 17.11.18. Viele Grüße sendet Kanonier Beiter. .... Batterie Feld Artl. Reg. 11. Staffel z. Zt. auf Kommando Doch was versteckt sich unter dem Briefstempel? Vielen Dank für die Hilfe sagt Olaf
volkimal Am: 12.06.2018 18:37:41 Gelesen: 1292785 # 859
@ DERMZ [#858]

Hallo Olaf,

ich denke, dass es die "1 fahr. Batterie Feld Artl. Reg. 11. Cassel" ist.
Bei der "1" bin ich mir nicht sicher, habe aber im Moment keine Zeit zu googeln.
Es kann übrigens nicht Staffel heißen, da das "t" fehlt.

Viele Grüße
Volkmar
Christoph 1 Am: 14.06.2018 00:04:42 Gelesen: 1292661 # 860
Hallo zusammen, mit der Sütterlin-Schrift tue ich mich sehr schwer. Kann mir jemand den Text im nachstehenden Stempel übersetzen? Danke vorab und viele Grüße Christoph
volkimal Am: 14.06.2018 00:15:13 Gelesen: 1292656 # 861
@ Christoph 1 [#860] Hallo Christoph, im Stempel heißt es "Der Bürgermeister der Landeshauptstadt Detmold / Besucht die wunderschöne Stadt im Teutoburger Walde". Viele Grüße Volkmar
Christoph 1 Am: 14.06.2018 00:42:34 Gelesen: 1292655 # 862
@ volkimal [#861] Vielen Dank, Volkmar und gute Nacht! Christoph
Saguarojo Am: 14.06.2018 12:32:57 Gelesen: 1292574 # 863
@ Christoph 1 [#860] Was mich wundert, ist, dass der Maschinenstempel zu dieser Zeit (2.3.1942) noch benutzt worden ist. Denn die Nazis haben die Sütterlinschrift 1941 verboten. Viele Grüße Joachim
volkimal Am: 14.06.2018 16:11:32 Gelesen: 1292540 # 864
@ Saguarojo [#863] Hallo Joachim, im Internet fand ich: Durch Martin Bormanns Erlass vom 3. Januar 1941 wurden zunächst nur die gebrochenen Druckschriften verboten. Mit einem zweiten Rundschreiben vom 1. September 1941 wurde auch die Verwendung der deutschen Schreibschriften untersagt. Damit war auch die bis dahin übliche deutsche Kurrentschrift sowie die erst in den 1920er Jahren eingeführte deutsche Sütterlinschrift verboten. Seit Beginn des Schuljahres 1941/42 durfte an den deutschen Schulen nur noch die sogenannte „deutsche Normalschrift“ verwendet und gelehrt werden (die ebenfalls auf einen Entwurf von Ludwig Sütterlin zurückgeht), während bis dahin die „lateinische Schrift“ zusätzlich zur Sütterlinschrift unterrichtet worden war. [1] Demnach war die Sütterlinschrift in den Schulen nicht mehr gestattet. Ob es auch einen entsprechenden Erlass für Post- oder Absenderfreistempel gab, bezweifele ich. Dafür gibt es viel zu viele Stempel, die weiterverwendet wurden. Die Stempel mit Sütterlinschrift wurden sogar bis zum Ende des Krieges weiterverwendet [2]. Vermutlich wurden aber nach dem Erlass keine neuen Stempel mit Sütterlin angeschafft. Ich habe das aber noch nie überprüft. Kennt jemand von Euch einen Stempel mit Sütterlin, der erst nach dem 1.9.1941 eingeführt wurde? Viele Grüße Volkmar [1] https://suetterlinstube.de/erlass.php [2] https://www.philastempel.de/stempel/suchen/ablage/1012
Martin de Matin Am: 18.07.2018 18:38:29 Gelesen: 1281800 # 865
Hallo, kann mir jemand helfen beim Lesen des Textes dieser Karte des deutschen Offiziers Graf Roedern. Die einzigen Stellen die ich lesen kann sind C. v. d. (Colmar von der) Goltz und Oberst von Leipzig. Vielen Dank im Voraus. Martin
volkimal Am: 18.07.2018 19:46:36 Gelesen: 1281772 # 866
@ Martin de Matin [#865] Hallo Martin, ich lese: Brüssel, den 22.1.1915 Danke Ihnen sehr für Ihre Karte. Em- pfehlen Sie mich s. E. v. d. Goltz. Gra- tulieren Sie Ihrem Herrn Bruder zur Vermählung, bitte grüßen Sie auch Oberst v. Leipzig. Seien Sie selbst bestens gegrüßt von Ihrem ??? ??? Roedern Es heißt nach meiner Meinung "s. E. v. d. Goltz" also "seiner Eminenz von der Goltz". Bei der Unterschrift glaube ich nicht, dass dort "Graf" steht. Ich weiß aber nicht, was es sonst heißen könnte. Viele Grüße Volkmar
Martin de Matin Am: 18.07.2018 21:07:42 Gelesen: 1281752 # 867
@ volkimal [#866] Vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich ging von Graf Roedern aus, da auf der Vorderseite der Karte der Absenderstempel Generalletnant Graf Roedern kaiserlicher Militärgouverneur der Provint Brabant befindet. Nach meinen Recherchen war Generalfeldmarschall Colmar von der Golz von August bis November 1914 Generalgouverneur von Belgien und ab Dezember Berater des Osmanischen Sultans. Von der Goltz und Oberst Erich von Leipig sind beide während des 1. Weltkriegs in Constantinopel beigesetzt. Über den Empfänger Rittmeister Ali Nouri konnte ich nichts herausfinden. Martin
volkimal Am: 18.07.2018 21:55:46 Gelesen: 1281736 # 868
@ Martin de Matin [#867] Hallo Martin, darf ich vorstellen: Ein Foto von Ali Nouri Bey [1]. Ansonsten google doch einmal den Begriff "Ali Nouri Bey" (einschließlich Anführungszeichen). Es gibt Texte über ihn und unter Bildern findest Du weitere Belege an ihn. Viele Grüße Volkmar [1] http://runeberg.org/hvar8dag/3/0112.html
wajdz Am: 23.07.2018 21:16:05 Gelesen: 1280095 # 869
Google feiert heute mit einem Doodle den 153. Geburtstag von Ludwig Sütterlin, des Erfinders der nach ihm benannten Schreibschrift – in der das „e“ aussieht wie ein „n“. Wer kann den Text der Werbestempel noch mühelos lesen ? Deutsches Reich MiNr 482 MfG Jürgen -wajdz- https://www.welt.de/geschichte/article170776193/Ludwig-Suetterlin-Darum-mussten-alle-Schueler-seine-Schrift-lernen.html
bayern klassisch Am: 23.07.2018 21:34:28 Gelesen: 1280085 # 870
@ wajdz [#869] Ich! Liebe Grüsse, Ralph
DERMZ Am: 24.07.2018 12:07:22 Gelesen: 1279938 # 871
@ wajdz [#869] Hallo Jürgen, ich versuche auch die Muttersprache in Ehren zu halten, und gelegentlich kämpfe ich gegen den Verderb. Gruss Olaf
DERMZ Am: 10.08.2018 19:00:16 Gelesen: 1275278 # 872
Guten Abend, ich stehe wieder vor einem Rätsel, wieder eine Karte aus Marburg, in Gießen in den Kasten geworfen. Leserlich ist eigentlich nur die Adresse, der Mitteilungsteil ist in Kurzschrift gehalten - das tue ich mir und keinem Anderen an. Die Karte sollte Herrn Regierungsassessor Dr Ludwig Burger in Regensburg erreichen, zwischenzeitlich war er wohl in Neumarkt Oberpfalz zu finden. Zwei Dinge geben mir Rätsel auf - zum einen was steht über dem durchgestrichenen Regensburg? und zum Anderen was wurde in der untersten Adresszeile durchgestrichen. Ich habe bei beiden KEINE Ahnung. Wer kann helfen? Unendlichen Dank sagt Olaf
bayern klassisch Am: 10.08.2018 19:02:38 Gelesen: 1275276 # 873
@ DERMZ [#872] Hallo Olaf, oben steht "Bezirksamte" und unten wurde gestrichen "Regierung". Liebe Grüsse, Ralph
DERMZ Am: 10.08.2018 19:24:12 Gelesen: 1275265 # 874
Tausend Dank Ralph, jetzt kann ich es auch entziffern, vorher war ich chancenlos. Vielen lieben Dank sagt Olaf
Angelika Am: 11.08.2018 17:48:56 Gelesen: 1275078 # 875
Guten Abend, ich habe eine Karte aus meinem Heimatort und wüsste gerne was da drauf steht. Wer kann das lesen? Auf der Vorderseite ist ein Teil des Ortes mit Blick auf die St. Laurentius Kirche Viele Grüße Angelika
DERMZ Am: 11.08.2018 18:03:05 Gelesen: 1275068 # 876
@ Angelika2603 [#875] Hallo Angelika, es steht geschrieben: An Familie Josef ... Aichach Obb Untergriesbacherweg ? Senden Euch allen aus mittel- fränkischen Landen viele Grüße Sch... Auf der Karte gut ersichtlich ist eine nordbayrische Eigenart in der Bauweise, der fränkische Fachwerkbau! Auf Wiedersehen! Nur mit den Namen tue ich mich schwer, die kann ich nicht deuten. Viele Grüße Olaf
bayern klassisch Am: 11.08.2018 18:09:09 Gelesen: 1275058 # 877
@ DERMZ [#876] Sch... steht für "Schorschl" Den Nachnamen kann ich nicht sicher lesen. Liebe Grüsse von bayern klassisch
Angelika Am: 11.08.2018 18:32:40 Gelesen: 1275048 # 878
Vielen herzlichen Dank euch beiden. Darf ich noch eine Karte zeigen und um Lösung bitten ? Dieses Mal eine Luftaufnahme von Roßtal - in der Mitte die St. Laurentiuskirche: Liebe Grüße Angelika
volkimal Am: 11.08.2018 21:14:13 Gelesen: 1275011 # 879
@ Angelika2603 [#878] Hallo Angelika, hier meine "Übersetzung": Abs. G. Kroll, Nürnberg Beim Grönacker 38 Liebe Erna, bin wieder gut und ohne Umstände hier angekommen. Habe mir Leipzig noch an- gesehen. War aber sehr müde am anderen Tage. Besten Dank für die Aufnahme. Heute sind wir in Rosstal. Wir Wünschen frohe Pfingsten auch an Treptow(?) u. Frau ??? beste Grüße. Sonst geht es noch gut u. hoffen von Dir dasselbe. Herzliche Grüße Georg Frieda Christel x umseitig ??? Hoffentlich habe ich bzw. die Autokorrektur nicht zu viele Fehler gemacht. Habe im Moment nur das Tablet. Kannst du die Anschrift lesen? Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 11.08.2018 21:53:06 Gelesen: 1275005 # 880
@ Angelika2603 [#878] @ volkimal [#879] Guten Abend, die Adresse sollte lauten: Frau Erna Ribback 7901 Gerbisbach Kreis Jessen (Elster) Post Falkenburg Viele Grüße Olaf
Angelika Am: 12.08.2018 07:04:50 Gelesen: 1274941 # 881
Guten Morgen, vielen Dank. Lieben Gruß Angelika
DERMZ Am: 13.08.2018 14:40:47 Gelesen: 1274710 # 882
Guten Tag, heute geht es um Apotheker Huhn in Siegburg. Ich zeige nur ein Fragment der Karte, da auch der Rest nicht sonderlich schön ist, aber halt doch in die Sammlung gehört. Die kurze Frage dazu, wo befand sich Apotheker Huhn in der Wilhelmstraße? Ich lese Rhein. Buchforth Werke, aber ob das stimmen kann? Vielen Dank und beste Grüsse Olaf
volkimal Am: 13.08.2018 17:43:06 Gelesen: 1274681 # 883
@ DERMZ [#882] Hallo Olaf, ohne deinen Text zu sehen, habe ich ebenfalls “Fa. Rhein. Buchforthwerke“ gelesen. Bei Google finde ich allerdings nichts dazu. Viele Grüße Volkmar
ginonadgolm Am: 13.08.2018 20:51:40 Gelesen: 1274651 # 884
@ DERMZ [#882] @ volkimal [#883] Hallo Olaf, hallo Volkmar, da steht vermutlich: Rheinische Rückforth-Werke AG Cöln. Beste Grüße von Ingo aus dem Norden
DERMZ Am: 14.08.2018 11:03:20 Gelesen: 1274550 # 885
@ volkimal [#883] @ ginonadgolm [#884] Vielen Dank Volkmar und Ingo, wieder einmal sehr hilfreich, dann gibt es auch Sinn, denn google schreibt auch: "In Siegburg wurde ein Likörfabrik betrieben". Beste Grüsse Olaf
DERMZ Am: 16.08.2018 16:36:59 Gelesen: 1274178 # 886
Guten Nachmittag, heute ist wieder der Fachrat der Schriftenkenner gefragt, dieses Mal eine Karte aus dem Jahr 1933, die mich in Teilen verweifeln lässt Ich lese folgendes: Frau Kathi Haase Magdeburg S. Halberstädterstr. 32 M. den 2.8.33. Liebe Kathi! Heute hat es sich entschieden, dass ich bis Freitag oder Sonnabend nächs- ter Woche noch hier bleibe Hier ist es recht ... ein frohes ... ... der 1. dieses Jahr doch kaum. Ich hoffe, es geht Euch allen gut? Viele herzliche Grüße sendet dir u. deinen Lieben deine Trudi Was wollte Trudi der Kathi mitteilen? Wer hilft mir? Eine kleine Nebensache, hier noch die Bildseite: Wie gut zu erkennen ist, nicht nur Pisa hat einen schiefen Turm, auch in Marburg gibt es ihn - es ist der schiefe Turm der Lutherischen Pfarrkirche. Nach meinem Wissensstand sollte der Turm eigentlich einen steinernen Turm erhalten, doch es wurde ein Provisorium aus Holz erstellt. Da sich das Holz des Turms durch anhaltende Sonneneinstrahlung verzogen hat, ist der Turmhelm schief und so steht das Provisorium noch heute da und ist ein kleines Wahrzeichen geworden. Aber das nur am Rande. Viele Grüße Olaf
volkimal Am: 16.08.2018 17:07:21 Gelesen: 1274166 # 887
@ DERMZ [#885] Hallo Olaf, ich lese: “Mir ist es recht, denn ein froher Tag würde der 8. dieses Jahr doch kaum.“ Vergleichen einmal das “M.“ für Magdeburg ganz oben mit dem “M“ in “Mir“. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 16.08.2018 18:30:29 Gelesen: 1274150 # 888
@ volkimal [#887] Danke Volkmar, ich habe das M mit Magdeburg verglichen und nicht mit M(arburg). Jetzt ist alles klar. Viele Grüße Olaf
DERMZ Am: 17.08.2018 05:54:01 Gelesen: 1274080 # 889
Guten Morgen, die gute alte Schrift bringt mich um den Schlaf, könnte man meinen. Erneut kann ich wieder ein paar Kleinigkeiten nicht lesen, seht selbst was der Kurt an Hannchen geschrieben hat: Ich lese folgendes: Frau Hannchen Ottiger Leipzig - W 33. Churelinstr. 66. III. Marburg, 19. III. 29. M.l.H. bei herrlichem Wetter und prachtvollem Sonnenschein auf der Weiterfahrt von M - Wetzlar. Mein Mantel ist mir zur Last geworden. Ob es denn bis Ostern noch bleiben wird? Hoffentlich! Ich wünsche meine Gute geh recht viel spazieren, und besuche meine Eltern mal mit!! Denk aber da- bei auch an deinen Kurt! Recht herzl. Grüsse u. Küsse von deinem tr. Kurt Sieht doch gar nicht so schlecht aus, ABER in welcher Straße wohnt Hannchen in Leipzig und wie lautet die Anrede im Mitteilungsteil ? Für jede Hilfe bin ich sehr sehr dankbar Viele Grüße Olaf
jahlert Am: 17.08.2018 06:49:02 Gelesen: 1274069 # 890
@ DERMZ [#888] Moin Olaf, a) eher 'lien' b) Steno? Bis bald, Jürgen
volkimal Am: 17.08.2018 09:00:59 Gelesen: 1274049 # 891
@ DERMZ [#889] Hallo Olaf, bei dem Straßennamen habe ich auch eine Weile herumgerätselt. Erst nachdem ich beim ersten Buchstaben das Alphabet durchgegangen bin und nach und nach alles ausgeschlossen habe, habe ich den Namen vermutlich gefunden. Es dürfte die Aurelienstraße gewesen sein. Der gute Kurt hat das "A" allerdings sehr schwungvoll geschrieben. Mit Steno könnte Jürgen recht haben. Vielleicht versuchst du es einmal bei dem entsprechenden Thema. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 17.08.2018 09:35:01 Gelesen: 1274039 # 892
@ jahlert [#890] @ volkimal [#891] Danke Jürgen und Volkmar, ja, hier werden sie geholfen. Fantastisch, ja es ist die Aurelienstraße. Aber einmal auf dem "C" begonnen, kam ich nicht mehr zu dem "A" geschwungen. Die Anrede wird wohl Steno sein. Besten Dank sagt Olaf
Magdeburger Am: 19.08.2018 10:02:11 Gelesen: 1273657 # 893
Liebe Sammelfreunde, ich habe mal wieder Probleme beim Entziffern: Copia deoreti in der Grunow & Bruoknerschen Hype(o)thekensuche ----------------------------------- Die zweite Hälfte von der, im Hypothekenbuche der Stadt Calbe sub No 374c verzeichneten, vor dem Muhlthern ????????????? ?????? ??????- ????? "T........" und ?????????? "???????" und Papier-Mühle und sonstigen Zubefürungen hat der Kaufmann B???? Friedrich? Grunow zufolge Vertrags vom 4 Januar 1839 an den Kauf- mann Johann ??????? Bruokner zu Mag- deburg verkauft, welches Ihnen als einge- tragener Gläubiger hierdurch bekannt gemacht wird. Calbe a/S den 3 September 1839 Königl. Land und Stadt Gericht Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
volkimal Am: 19.08.2018 10:28:30 Gelesen: 1273647 # 894
@ Magdeburger [#893] Hallo Ulf, etwas weiter bin ich gekommen. Hier der aktuelle Stand: Copia deoreti in der Grunow & Bruoknerschen Hype(o)thekensache ----------------------------------- Die zweite Hälfte von der, im Hypothekenbuche der Stadt Calbe sub No 374c verzeichneten, vor dem Mühlthore gelegenen ??? Mahl- Oehl- Tuchwalk- und ???walk "???????" und Papier-Mühle und sonstigen Zubefürungen hat der Kaufmann Carl Friedrich? Grunow zufolge Vertrags vom 4 Januar 1839 an den Kauf- mann Johann Christian Bruokner zu Mag- deburg verkauft, welches Ihnen als einge- tragener Gläubiger hierdurch bekannt gemacht wird. Calbe a/S den 3 September 1839 Königl. Land und Stadt Gericht Ich schicke Dir per Mail ein paar Links zu diesem Thema. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 19.08.2018 13:36:53 Gelesen: 1273618 # 895
@ Magdeburger [#893] Hallo Ulf, jetzt hatte ich wieder etwas Zeit für Deinen Brief. Bis auf ein Wort ist glaube ich alles geklärt: Copia deoreti in der Grunow & Bruoknerschen Hypothekensache ----------------------------------- Die zweite Hälfte von der, im Hypothekenbuche der Stadt Calbe sub No 374c verzeichneten, vor dem Mühlthore gelegenen Erbpacht Mahl- Oehl- Tuchwalk- und Fainswalk(?)- Graupen- und Papier-Mühle und sonstigen Zubefürungen hat der Kaufmann Carl Friedrich Grunow zufolge Vertrags vom 4 Januar 1839 an den Kauf- mann Johann Christian Brückner zu Mag- deburg verkauft, welches Ihnen als einge- tragener Gläubiger hierdurch bekannt gemacht wird. Calbe a/S den 3 September 1839 Königl. Land und Stadt Gericht In der dritten Zeile steht wohl "Hypothekensache". Vergleiche einmal z.B. das "o" bzw "a" mit demselben Buchstaben an anderer Stelle. Unklar ist mir noch das Wort "Fainswalk". Das "F" stimmt mit dem Anfang Friedrich überein. Danach sieht es ganz aus wie ein "a". Das Wort "Feinwalk" gibt es. Wieso es hier mit "a" geschrieben wird ist mir nicht klar. Auch der zweite Name ist jetzt eindeutig geklärt. Es ist "Johann Christian Brückner". Nachdem ich den Namen gegoogelt habe, fand ich diese Seite [1] Damit wurden gleichzeitig die "Graupen" bestätigt. Viele Grüße Volkmar --- Meldung Magedeburger am 30.11.2020 - Neuer Link: [1] https://www.patifakte.de/artefakte_calbe.htm
Magdeburger Am: 19.08.2018 19:06:43 Gelesen: 1273555 # 896
@ volkimal [#894] @ volkimal [#895] Hallo Volkmar, ich danke dir recht herzlich! Wie schon per Mail mitgeteilt, werde ich hoffentlich im Mosigkau-Thema mehr dazu schreiben können. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
DERMZ Am: 22.08.2018 07:26:29 Gelesen: 1273136 # 897
Guten Morgen, wer kennt sich aus in Berlin? Wieder einmal fehlt nur ein Wort, nicht entscheidend, aber ich würde es doch gerne wissen: Fräulein Elisabeth Rübeling Marburg a/Lahn Wilhelmstr. 1 II Berlin, 2.III.1936. Mein herzlichstes Lischen! Ich kann Dir die erfreuliche Mitteilung machen, daß ich alle, also auch die Aufnahmeprüfung, bestanden habe. Alles weitere später! Wohne: Berlin ... str. 11 II b Jäger. Lass bald was hören. Für heute sei aller- herzlichst gegrüßt & geküßt Dein Otto Jetzt die Frage, wo residierte Otto in Berlin? Ist der erste Buchstabe ein X ein H ein M, ich finde nix was für mich Sinn ergibt. Hier noch einmal der Ausschnitt Vielen Dank für die Hilfe sagt Olaf
volkimal Am: 22.08.2018 08:01:00 Gelesen: 1273125 # 898
@ DERMZ [#897] Hallo Olaf, er wohnte in der Woyrschstraße (heute: Genthiner Straße). Vergleiche einmal das "W" im Straßennamen mit dem "W" in "Wohne". Ansonsten noch zwei kleine Korrekturen: Berlin, 2.III.1936. Mein herzlichstes Lischen! Ich kann Dir die erfreuliche Mitteilung machen, daß wir alle, also auch die Aufnahmeprüfung, bestanden habe. Alles nähere später! Wohne: Berlin Woyrschstr. 11 II b Jäger. Lass bald was hören. Für heute sei aller- herzlichst gegrüßt & geküßt Dein Otto Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 22.08.2018 10:54:25 Gelesen: 1273086 # 899
@ volkimal [#898] Vielen lieben Dank Volkmar! Beste Grüße Olaf
briefefan (RIP) Am: 22.08.2018 13:38:37 Gelesen: 1273061 # 900
@ DERMZ [#897] Noch zwei kleine Korrekturen: Mein herzliebstes... bestanden haben Grüße von briefefan.
DERMZ Am: 22.08.2018 15:14:02 Gelesen: 1273039 # 901
@ briefefan [#900] Danke briefefan, das habe ich überlesen bzw. falsch gelesen. Beste Grüße Olaf
DERMZ Am: 04.09.2018 07:44:30 Gelesen: 1269371 # 902
Guten Morgen, heute kann ich nur teile einer Karte von Marburg nach Leipzig an Privatmann Senff lesen, ich hoffe auf Hilfe aus dem Forum, damit die unklaren letzten Wörter auch noch einen Namen bekommmen. Das ganze aus dem Jahr 1889: Ich lese folgendes: Herrn Privatmann C.W. Senff. Leipzig Kl. Funkenburgst. I. Marburg, d. 8.XI.89 Liebe Eltern! Verzeiht, daß ich erst heute schreibe die ganze Woche habe ich es mir schon vorgenommen, ohne indeß dazu zu kommen. Der Wechsel ist richtig hier angekommen, & ich danke Euch recht herzlich da- für. Wie ist Euer ...iges Befinden? Mir geht es recht gut..Wie sollte es auch anders? Die Saison hat begonnen. Mittwoch fand der Fackelzug für den abgegangenen Rektor (?) statt. Wann hat es bei Euch statt- gefunden? Museumskonzert mit darauffolgendem Ball war gestern ..... Weise. Heute Abend sind wir im Saalbaukonzert. Wetter ziemlich mangelhaft. In letzten Tagen wenigstens etwas kälter & dehalb auch glücklich nicht mehr solcher Schmutz. Mit herzlichen Grüßen an Euch alle & Berthe / bis wann ist sie bei uns? Euer Euch herzl. liebender Sohn K.S. War es wirklich der Rektor, dem zu Ehren ein Konzert gegeben wurde? Wer füllt mir die letzten Lücken mit Sinn? Besten Dank sagt Olaf
volkimal Am: 04.09.2018 09:09:38 Gelesen: 1269346 # 903
@ DERMZ [#902] Hallo Olaf, zwei Stellen sind klar: Marburg, d. 8.XI.89 Liebe Eltern! Verzeiht, daß ich erst heute schreibe die ganze Woche habe ich es mir schon vorgenommen, ohne indeß dazu zu kommen. Der Wechsel ist richtig hier angekommen, & ich danke Euch recht herzlich da- für. Wie ist Euer seitheriges Befinden? Mir geht es recht gut..Wie sollte es auch anders? Die Saison hat begonnen. Mittwoch fand der Fackelzug für den abgegangenen Rektor (?) statt. Wann hat es bei Euch statt- gefunden? Museumskonzert mit darauffolgendem Ball war gestern in sehr fideler Weise. Heute Abend sind wir im Saalbaukonzert. Wetter ziemlich mangelhaft. In letzten Tagen wenigstens etwas kälter & dehalb auch glücklich nicht mehr solcher Schmutz. Mit herzlichen Grüßen an Euch alle & Bertha / bis wann ist sie bei uns? Euer Euch herzl. liebender Sohn K.S. Ich lese auch "Rektor". Aber warum soll sowohl in Marburg als auch in Leipzig deshalb ein Fackelzug stattgefunden haben? Ich denke, dass der Name N'Bertha ist (lateinische Schrift, keine deutsche Schrift) - ist aber unwichtig. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 04.09.2018 10:25:09 Gelesen: 1269330 # 904
@ volkimal [#903] Danke Volkmar, ja das mit dem Rektor ist mir auch schleierhaft, warum ein Fackelzug in Marburg und Leipzig stattgefunden haben sollte, aber ich versuche mich mal in der Lokal-Literatur aus Marburg, vielleicht werde ich dort fündig. Besten Dank und viele Grüsse Olaf
roteratte48 Am: 04.09.2018 10:51:42 Gelesen: 1269320 # 905
@ DERMZ [#904] Hallo Olaf, kein Grund, an dem Wort "Rektor" zu zweifeln; es ist bis heute durchaus üblich, die Einführung (oder Verabschiedung) eines neugewählten/ausscheidenden Rektors und/oder Kanzlers durch einen nächtlichen Fackelzug zu feiern; habe ich selbst in meiner Studentenzeit einmal mitmachen dürfen. Gruß ins Forum Rolf
volkimal Am: 04.09.2018 12:49:08 Gelesen: 1269283 # 906
@ roteratte48 [#905] Hallo Rolf, dass für einen Rektor ein Fackelzug veranstaltet wurde, war natürlich möglich. Auf der Karte heißt es aber: Mittwoch fand der Fackelzug für den abgegangenen Rektor statt. Wann hat er bei Euch stattgefunden? (er statt es!) Das klingt so, als ob für dieselbe abgegangene Person sowohl in Marburg als auch in Leipzig ein Fackelzug stattgefunden hat. Deshalb habe ich noch Zweifel am Begriff "Rektor". Oder verstehe ich die Karte falsch? Viele Grüße Volkmar
ligneN Am: 04.09.2018 14:03:45 Gelesen: 1269269 # 907
@ volkimal [#906] Es geht um den Rektor einer Universität. Nicht irgendeiner Schule.
roteratte48 Am: 04.09.2018 14:28:45 Gelesen: 1269258 # 908
@ volkimal [#906] Hallo Volkmar, ich glaube nicht, dass es in der Frage um den selben Rektor (Uni Marburg) geht, sondern dass auch die Uni Leipzig zu Semesterbeginn einen neuen Rektor bekam. Die Amtszeit eines Rektors kann frei festgelegt werden, damals betrug sie häufig nur ein Jahr, heute sind es zumeist sechs. Ein Zufall, dass beide Universitäten zugleich ein neues Rektorat erhielten? Vielleicht - aber auch nicht allzu unwahrscheinlich. Eventuell mal die Liste der Rektoren beider Universitäten checken; es genügt aber auch die der Uni Leipzig, da ja ein Datum vorgegeben ist. Und siehe da - gewählt für ein Jahr an der Uni Leipzig 1889/90 Wilhelm Max Wundt. Liebe Grüße - Rolf
volkimal Am: 04.09.2018 14:33:54 Gelesen: 1269250 # 909
@ roteratte48 [#908] Hallo Rolf, dass die Rektoren an der Uni nur so kurze Zeit im Amt waren - damit habe ich nicht gerechnet. Es erklärt aber alles. Vielen Dank! Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 04.09.2018 15:15:23 Gelesen: 1269233 # 910
@ roteratte48 [#905] @ volkimal [#906] @ ligneN [#907] Vielen Dank liebe Mitleiser, wieder sehr spannend und interessant, das Internet gibt mir leider nur die Rektoren in Marburg ab ca 1910 bekannt, auch die andere Lokal-Literatur aus Marburg lässt mich noch keinen Namen wissen. aber die Erklärungen waren gut und aufschlußreich. Besten Dank dafür sagt Olaf
DERMZ Am: 05.09.2018 20:48:22 Gelesen: 1268908 # 911
Guten Abend, nach drei Tagen Lesen und korrigieren, komme ich nicht mehr weiter im Text, heute eine undatierte Karte - ich vermute aus dem Jahr 1931 oder 1936 - und auch da wohl nur ein Teil einer langen Briefpost. Noch sind die weiteren Teile verschollen, aber vielleicht tauchen sie noch auf. Zu sehen ist ein Blick von der Elisabethkirche auf das Haus Elisabethstraße 4 (damals war dort eine Kunsttöpferei beherbergt) und weiter auf die Augustenruhe. Mit vielen Lücken lese ich folgendes: 6. ich ging die Barfüßergasse lang nach Reichs (?) um mich m(it) S. Meteg (?) zu verabschieden. S..... ich mit wir holten E im Ki..g, wo ich verabschiedete mich v(on) S.... . Maria u(nd) wir fuhren mit d(er) Elektr(ischen) bis z(um) Bahnhof, dann gingen wir die Treppe hoch, die über die Geleise führt u(nd) zum Ortenberg, wo wir die Aus- stellung der ...fertigkeiten. Examensarbeit der Kinderg... - besichtigten. Es war sehenswert was hier zu besichtigen u(nd) zu bewundern war. Dann sprach ich mit T.... . Maria ... wegen einer Ver- ...ung mit d(em) M..., dem Leiter d(er) Kinderabt(eilung) Hei- mes. Am anderen Morgen zwischen 8 + 9 Uhr sollte ich im Mutterhaus in Wehrda sein. Els(?) u(nd) ich gingen dann nach Hause, es war dunkel geworden. Am anderen Morgen Donnerstag d(en) 19. März beglei- tete mich Els ein gutes Stück nach Wehrda. Es war ungefähr ¾9 als ichim Mutterhaus ankam. Eine ganze Anzahl Schwestern sah ich beim .... in dem ... Hausflur, dann wurde ich in ein sehr hübsches Zimmer geführt. Bald kam Herr M... Nach bestem Wissen und Gewissen habe ich mit ihm über ... .... Glauben u(nd) Nichtglauben im Seminar gesprochen. Mehr konnte ich nicht tun. Wir bedauern Carl u(nd) ich, dass das Seminar Ob mir hier jemand helfen kann? Aber wahrscheinlich verlange ich jetzt doch zu viel. Beste Grüße sendet Olaf
volkimal Am: 05.09.2018 21:40:47 Gelesen: 1268899 # 912
@ DERMZ [#911] Hallo Olaf, das meiste habe ich vermutlich herausbekommen. Ich lese: 6. ich ging die Barfüßergasse lang nach Reichs(?) um mich v(on) E. Metrog(?) zu verabschieden. S?? nahm ich mit wir holten E im Kinderg(arten) ab ich verabschiedete mich v(on) Schw.(ester) Maria u(nd) wir fuhren mit d(er) Elektr(ischen) bis z(um) Bahnhof, dann gingen wir die Treppe hoch, die über die Geleise führt u(nd) zum Ortenberg, wo wir die Aus- stellung der Handfertigkeiten. Examensarbeit der Kinderg(ärtner/innen) - besichtigten. Es war sehenswert was hier zu besichtigen u(nd) zu bewundern war. Dann sprach ich mit Schw. Maria Dieter(?) wegen einer Un- terredung mit H(errn) Moak(?), dem Leiter d(es) Kindergart(en) Semi- nars. Am anderen Morgen zwischen 8 + 9 Uhr sollte ich im Mutterhaus in Wehrda sein. Els u(nd) ich gingen dann nach Hause, es war dunkel geworden. Am anderen Morgen Donnerstag d(en) 19. März beglei- tete mich Els ein gutes Stück nach Wehrda. Es war ungefähr ¾9 als ichim Mutterhaus ankam. Eine ganze Anzahl Schwestern sah ich beim Hereintreten in den gr.(oßen) Hausflur, dann wurde ich in ein sehr hübsches Zimmer geführt. Bald kam Herr Moak(?) Nach bestem Wissen und Gewissen habe ich mit ihm über Els?? weiteres Bleiben und Nichtbleiben im Seminar gesprochen. Mehr konnte ich nicht tun. Wie bedauern Carl u(nd) ich, dass das Seminar Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 06.09.2018 06:46:16 Gelesen: 1268692 # 913
@ volkimal [#912] Sensationell Volkmar! Tausend DANK! Beste Grüße aus dem Süden Olaf
DERMZ Am: 08.09.2018 10:45:32 Gelesen: 1267896 # 914
Guten Morgen! Berlin! Berlin! Wir schreiben nach Berlin! Doch welche Nachricht hat Frau Pfarrer Rieß in Tegel erhalten? Mir fehlen wieder einmal die Worte. Bekomme ich noch einmal Hilfe? Bis jetzt habe ich folgendes lesen können: Frau Pfarrer Rieß Berlin-Tegel Marzahnstr. 23 III Meine liebe Frau Rieß! Aus Marburg meiner ... ... jetziger Heimat sen- de ich Ihnen, Ihrer lieben Mutter und Kindern herzliche Grüße und zugleich tausend Dank für Ihre freundlichen Glückwün- sche zum 31.8 und die ent- zückenden Rosen. Wenn ich zurück bin schaue ich einmal nach der kleinen Patientin, hoffentlich ist sie bis dahin schon über den Berg. Hier ist es wunderschön, wir genießen die Tage das ,,, .... nach ..... ..... Ich bin mit Bekannten im Auto hergefahren, Ende der Woche bin ich wieder zu Haus. Ihre Marg. Hennicke Vielen Dank für die Hilfe sagt Olaf
volkimal Am: 08.09.2018 12:52:17 Gelesen: 1267873 # 915
@ DERMZ [#914] Hallo Olaf, etwas könnte ich erkennen, komme aber im Moment nicht weiter: Meine liebe Frau Rieß! Aus Marburg meines Jun- gen jetziger Heimat sen- de ich Ihnen, Ihrer lieben Mutter und Kindern herzliche Grüße und zugleich tausend Dank für Ihre freundlichen Glückwün- sche zum 31.8 und die ent- zückenden Rosen. Wenn ich zurück bin schaue ich einmal nach der kleinen Patientin, hoffentlich ist sie bis dahin schon über den Berg. Hier ist es wunderschön, wir  genießen die Tage das Bei- sammensein nach ..... ..... Ich bin mit Bekannten im Auto hergefahren, Ende der Woche bin ich wieder zu Haus. Ihre Marg. Hennicke Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 08.09.2018 13:34:36 Gelesen: 1267865 # 916
@ volkimal [#915] Hallo Olaf, jetzt eine kurze Meldung vom Smartphone. Das fehlende Wort ist "Herzenslust". Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 08.09.2018 14:44:18 Gelesen: 1267844 # 917
@ volkimal [#916] Danke Volkmar, Du bist immer eine GROSSE Hilfe Beste Grüsse Olaf
hajo22 Am: 08.09.2018 16:52:13 Gelesen: 1267806 # 918
Wer kann das lesen? Auf einer unfrankierten Postkarte aus den deutschen Kolonien 1913. Für eine "Lese"-Hilfe bin ich dankbar. hajo22
volkimal Am: 08.09.2018 20:59:38 Gelesen: 1267754 # 919
@ hajo22 [#918] Hallo hajo22, könntest du bitte die komplette Karte zeigen. So kann man zum Beispiel sehen, ob der Vermerk vom Absender oder evtl. postalischen Ursprungs ist. Hat der Absender den Vermerk geschrieben, so kann man einzelne Buchstaben durch vergleichen eindeutig bestimmen. Das Wort "Herzenslust" auf der Karte im Beitrag [#914] hätte ich ohne den Rest der Karte vermutlich überhaupt nicht herausbekommen. Evtl. heißt es auf deiner Karte "Die Marken sind momentan geräumt". Dabei bin ich mir aber absolut nicht sicher. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 08.09.2018 21:07:14 Gelesen: 1267748 # 920
@ volkimal [#919] @ hajo22 [#918] Guten Abend, ich hatte mich bisher zurückgehalten, da ich das letzte Wort nicht entziffern konnte. "Die Marken sind momentan" hatte ich auch gelesen. Nur das eine zweite Meinung da ist. Schönen Abend wünscht Olaf
hajo22 Am: 08.09.2018 21:11:21 Gelesen: 1267747 # 921
@ volkimal [#919] @ DERMZ [#920] Hier die Scans. Eine kürzlich von mir erworbene Ansichtskarte aus den deutschen Kolonien. Vielleicht helfen die Scans von Vorder- und Ansichtsseite. Vielen Dank für die Hilfe, hajo22
volkimal Am: 08.09.2018 21:52:07 Gelesen: 1267729 # 922
@ hajo22 [#921] Hallo, in diesem Fall hilft die Karte nicht weiter. Von der Tinte her scheint der Absender den Vermerk notiert zu haben. Leider ist der Rest der Karte in lateinischer Schrift und nicht in der Deutschen Schrift geschrieben. So kann man nichts vergleichen. Ich vermute, dass dem Absender die Briefmarken ausgegangen waren. Der Vermerk wäre dann eine Erklärung dazu, wieso er keine Briefmarke aufgeklebt hat. Der Stempel ist übrigens vom Samstag, 1.11.1913 (Allerheiligen). Wer weiß, ob der Absender am Feiertag überhaupt eine Briefmarke kaufen könnte. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 09.09.2018 09:22:29 Gelesen: 1267646 # 923
Guten Morgen, heute gehen wir in die 90er Jahre, allerdings vorletztes Jahrhundert. Der Königliche Förster Andreas aus Poppenhausen erhielt Glückwünsche zur Geburt seines Sohnes, so lese ich es jedenfalls: den Königl. Förster Herrn Ernst Andreas Poppenhausen Kreis Hersfeld Und herzlichste Gratulation zum kleinen Jungen, Gott sei dank, daßs alles wohl ist. Brief folgt in diesen Tagen, bei uns ist noch alles wohl. .... gehts auch noch beim Alten. G. Kell nebst Familie Mal sehen, ob es ein wenig stimmt? Einen schönen sonnigen Sonntag wünscht Olaf
volkimal Am: 09.09.2018 09:57:04 Gelesen: 1267635 # 924
@ DERMZ [#923] Hallo Olaf, ich denke, das passt alles. Der fehlende Name könnte Mihne oder Mihna sein. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 16.09.2018 12:07:19 Gelesen: 1266335 # 925
Guten Sonntag, das halbe Dorf ist heute morgen in der Kirche, mich hat es zu den Postkarten gezogen. Wieder einmal stehe ich wie der Ochs vor dem Berg, doch erst einmal die Karte: Ich lese folgendes: Herrn Adolf Purgold ... der II. Classe Idstein i. Taunus bei Herrn Lückel Obere Gasse. Marburg, den 7.11.97. Lieber Adolf! Von einem herrlichen Tanz vergnügen der ... Chores senden wir dir herzl. Grüße. Prost! Georg! (S’ war doch schön) L. Schwager! Von dem schönen Ball des gemischten Haus sendet dir beste Grüße Wilhelm Deine Anna Besten Gruß Coester, Carl Coester Die W.... Künste, die .... ..... Wie zu sehen, große Lücken, der Nachname ist verifiziert durch eine weitere Karte aus dem Jahr 1902 Im Ortsbuch von Hanau aus dem Jahr 1903 ist ein Adolf Purgold, Buchhandelsgehülfe, gelistet. Die Marburger Museumsgesellschaft war eine studentische Verbindung in Marburg, die heute nicht mehr existiert. Doch was steht in den weiteren Lücken? Vielen Dank für die Hilfe 121 Jahre nach dem der Text verfasst wurde. Beste Grüsse Olaf
volkimal Am: 16.09.2018 15:08:57 Gelesen: 1266294 # 926
@ DERMZ [#925] Hallo Olaf, das ist wirklich eine schwere Nuss. Was ich bisher herausbekommen habe: Herrn Adolf Purgold Bauschüler der II. Classe Idstein i. Taunus bei Herrn Lückel Obere Gasse. Marburg, den 7.11.97. Lieber Adolf! Von einem herrlichen Tanz vergnügen des gemischten Chores senden wir dir herzl. Grüße. Prost! Georg! (S’ war doch schön ?) L. Schwager! Von dem schönen Ball des gemischten Chores sendet dir beste Grüße Wilhelm Deine Anna Besten Gruß Coester, Carl Coester Bei dem Rest habe ich noch Probleme. Links lese ich "Die Weihnachts ...". Ich glaube nicht, dass das Wort dahinter "Künste" heißt. Der erste Buchstabe sieht eher wie ein "P" aus. Es folgt vermutlich ein "i". Auch an anderer Stelle gibt es auffällige senkrechte i-Striche. Der Querstrich an der dritten Stelle wäre üblicherweise die Verdopplung eines Buchstabens - also hier ein "mm". Insgesamt ergibt sich " Die Weihnachts Pimmste(?)". Damit kann ich absolut nichts anfangen. Gibt es jemanden unter euch, der sich in Studentischen Burschenschaften auskennt und weiß, was dort stehen kann? Bei der oberen Zeile komme ich derzeit überhaupt nicht weiter. Viele Grüße Volkmar
SH-Sammler Am: 19.09.2018 08:50:37 Gelesen: 1265646 # 927
Hallo an alle Lesekünstler, ich möchte in einem Exponat einen Brief mit einer heute fast nicht mehr lesbaren Adresse zeigen. Dabei will ich sicherstellen, dass wenigstens ich die Adresse mehr oder weniger deuten und erklären kann. Nun bitte ich um Mithilfe aus dem Leserkreis, mich allenfalls zu korrigieren. Ich lese: Herrn Herrn Heinrich Benjamin Sauerländer. ???? älter???? In der Buchhandlung In Dwann Canton Bern Wie heisst das Wort vor der roten 4? Ich bin der Ansicht, dass es nicht zur Adresse gehört. Ist Benjamin korrekt? Herzlichen Dank allen, die sich die Mühe nehmen und mir weiterhelfen. SH-Sammler Hanspeter
DERMZ Am: 19.09.2018 11:00:53 Gelesen: 1265630 # 928
@ SH-Sammler [#927] Hallo Hanspeter, ich lese Herrn Hans Peter We...is Sauerländer Lölter in der Buchhandlung$ in Lamm. Kanton Bern Also beim Hans bin ich mir sicher, und sicher ist es kein Benjamin, irgendwas mit "W". Das Wort vor der roten 4 gehört m.E. zur Adresse, und sollte mit einem "L" beginnen, ebenso wie der Ort im Kanton Bern. Sicherlich nicht hilfreich, aber mehr finde ich auch nicht raus. Beste Grüsse aus der Nähe vom Rheinfall Olaf
volkimal Am: 19.09.2018 11:31:31 Gelesen: 1265622 # 929
@ SH-Sammler [#927] Hallo Hanspeter, ich denke, dass ich fast alles erkannt habe. Zunächst der Vorname: Benjamin muss falsch sein. Das große "B" am Anfang kann nicht stimmen, da der Buchstabe in "Buchhandlung" bzw. "Bern" ganz anders aussieht. Welcher Großbuchstabe am Anfang steht habe ich aber zunächst auch nicht gewusst, da die Großbuchstaben doch sehr ungewöhnlich aussehen. Rechts im Vornamen siehst du einen "i-Punkt" und daneben einen Bogen, der üblicherweise über einem "u" steht. Der gleiche Bogen steht im Wort Buchhandlung. Insgesamt habe ich so herausgefunden "?egenius". Google lieferte auf die Eingabe "Heinrich Regenius Sauerländer" den Namen "Heinrich Remigius Sauerländer". Heinrich Remigius Sauerländer (* 13. Dezember 1776 in Frankfurt am Main; † 2. Juni 1847 in Aarau) war ein deutsch-schweizerischer Verleger (Gründer des Verlages Sauerländer). Ich glaube, dass es sich um den Empfänger des Briefes handelt, auch wenn der Vorname etwas anders ist (Wikipedia). Etwas mehr zu ihm findest Du hier: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D29538.php Vergleiche einmal den Anfangsbuchstaben dieser beiden Worte. Es ist derselbe Buchstabe, nur einmal mit Strichen oben. Insofern muss es ein A,O uder U bzw. Ä, Ö oder Ü sein. Am Ende siehst Du wieder den Bogen über einem "u". Insgesamt passt es sehr gut zu Heinrich Remigius Sauerländer, der 1843 in Aarau gelebt hat. Ich denke also, dass der Brief nach Aarau geht. Wieso dahinter Canton Bern" steht, habe ich nicht herausgefunden. Jetzt zum letzten (unterstrichenen) Wort. Es muss mit "Ä" anfangen. Vermutlich heißt es "Älter(e)". Falls Heinrich Remigius Sauerländer einen Sohn gleichen Namens hatte, war er 1843 der Ältere. Insgesamt ergibt sich für mich: Herrn Herrn Heinrich Regenius Sauerländer Älter(e) in der Buchhandlung in Aarau Canton Bern Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 19.09.2018 11:32:46 Gelesen: 1265622 # 930
@ volkimal [#926]

Hallo Volkmar,

nochmals vielen Dank für Deine Übersetzung.

Weihnachten könnt Sinn machen, vielleicht :

Die Weihnacht kimmste, (von kommen)
die Schau... hue geschie ...

Aber auch danach verlassen sie mich schon wieder,

Beste Grüße

Olaf
volkimal Am: 19.09.2018 11:45:36 Gelesen: 1265620 # 931
@ DERMZ [#930] Hallo Olaf, an dem Text habe ich schon einige Zeit gesessen ohne ihn richtig lesen zu können. Mit "kimmste" wirst Du richtig liegen. Der Rest ist wahrscheinlich als Dialekt geschrieben und deshalb für micht nicht richtig lesbar. Es könnte in etwa sein: Die Weihnacht kimmste, (von kommen) die Schauwe hun geschriewen se ?iltes Beschie bahaale Vielleicht kommt jemand weiter, der den Dialekt versteht. Viele Grüße Volkmar
SH-Sammler Am: 19.09.2018 14:50:06 Gelesen: 1265595 # 932
@ volkimal [#929] @ DERMZ [#928] Hallo Volkmar, hallo Olaf recht herzlichen Dank für Eure Mithilfe. Das nenne ich Detektivarbeit vom Feinsten. Wir haben den Inhalt dieses Briefes zu zweit schon teilweise übersetzen können. Diese Schrift ist wirklich "ungewöhnlich". Aber wir haben Stunden, ja Abende, daran gesessen! Nachstehend das Blatt, so wie ich es in einem Exponat zeigen will. Es soll das Thema "Philatelie" etwas aufheitern. Sollen sich andere Betrachter mit dieser Schrift ebenso auseinandersetzen, knobeln und sich hintersinnen... Viele Grüsse SH-Sammler Hanspeter
volkimal Am: 19.09.2018 20:00:25 Gelesen: 1265565 # 933
@ SH-Sammler [#932] Hallo Hans-Peter, schön, dass man einmal sieht, wie die Briefe später vorgestellt werden. Du schreibst [I]Wir haben den Inhalt dieses Briefes zu zweit schon teilweise übersetzen können./I] Meinst du wirklich den Inhalt oder meinst du die Anschrift? Falls der Brief wirklich mit Inhalt ist, wäre es hilfreich, wenn du diesen auch zeigst. Ich habe beschrieben, wie ich die Anschrift herausbekommen habe. Zum Teil geht es wirklich nur Buchstabe für Buchstabe. Je mehr Text zur Verfügung steht, desto leichter ist es Buchstaben oder Wörter zu vergleichen. Viele Grüße Volkmar
roteratte48 Am: 20.09.2018 19:38:38 Gelesen: 1265461 # 934
@ SH-Sammler [#932] Hallo Hans-Peter, schön, daß Du Dein Blatt hier vorstellst. Aufgefallen ist mir allerdings der "Lehrer Meister" - da hat jemand sich verlesen; es ist ein Bäckermeister! Liebe Grüße - Rolf
SH-Sammler Am: 21.09.2018 08:01:05 Gelesen: 1265406 # 935
@ roteratte48 [#934] Hallo Rolf, danke auch Dir für das Mitlesen meines Beitrages. Wie ich selbst schreibe „Wer lesen kann, ist besser dran“. Das gilt genauso auch für mich. Ich habe dieses Wort doch auch angeschaut, ein B am Anfang des Wortes gesehen. Aber dann kein ck, sondern ein …hrer, auch keine ä Striche wie beim Wort Schwäbisch. So habe ich halt einen Lehrer daraus gemacht. Zum einen müssen wir den Briefeschreibern von anno dazumal auch ein paar Fehler resp. Eigenarten zugestehen. Wahrscheinlich hat die Briefeschreiberin (die Schwester von Georg Schabel) das Wort Becker geschrieben. Und Becker soll es ja heute noch geben, sehr bekannte sogar. Zum andern habe ich kein Problem damit, wenn auch ich (zu meinem Vorteil) korrigiert werde. Für mich heisst das: Lesen, lesen, noch mehr lesen. Und als nächstes das Blatt mit dem „Lehrer“ Meister anpassen. Viele Grüsse SH-Sammler Hanspeter
volkimal Am: 21.09.2018 09:48:21 Gelesen: 1265388 # 936
@ SH-Sammler [#935] Hallo Hanspeter, in deiner "Übersetzung" steckt noch ein kleiner Fehler. Es heißt am Anfang zweimal "Herr en" mit einem zusätzlichen "e". Von dem Wort "Becker" bin ich noch nicht überzeugt. Vergleiche einmal den letzen Buchstaben "r" mit den anderen "r" im Text. Wenn Du zusätzlich das Ende des Wortes mit dem Ende von "Herren" bzw. "Meister" vergleichst, so könnte am Ende auch sehr gut "en" stehen. Für mich sieht es im Moment nach "?e?en" aus. Der mittlere Buchstabe hat eine Oberlänge und keine Unterlänge. In der Deutschen Kurrentschrift gibt es dann die Buchstaben "b, d, k, l und t". Zum Teil hat auch das "v" eine Oberlänge. Die kommen zwar nicht alle in Frage, ich bin aber von dem "ck" auch noch nicht überzeugt. Der Anfangsbuchstabe variiert in der Kurrentschrift sehr stark. Da ist es noch schwerer zu sagen, welcher Buchstabe es ist. Du schreibst "Wahrscheinlich hat die Briefeschreiberin (die Schwester von Georg Schabel)". Demnach müsste der Text des Briefes existieren. Könntest Du den Text einmal zeigen oder mir per Mail zuschicken. Vielleicht kann das Wort dann ja eindeutig geklärt werden. Viele Grüße Volkmar
SH-Sammler Am: 21.09.2018 11:49:09 Gelesen: 1265363 # 937
@ volkimal [#936] Hallo Volkmar, gerne zeige ich den Text. Ich wollte Eure Zeit jedoch nicht über Gebühr in Anspruch nehmen. Ich weiss zwar, wie es ist: Hat man mal etwas begonnen, will man das Ganze zu 100 % auch richtig haben. Ich in der Regel ja auch. Wenn ich nun auf dem Ausstellungsblatt "Wer lesen kann..." schreibe, dürfen auch andere Betrachter ihre Ansichten äussern. Mir macht es Spass, doppelt Spass sogar, weil ich bei philaseiten soviel lernen kann. Zum Wort Becker: Ich denke, das Wort ist ohne den Buchstaben c geschrieben, also wahrscheinlich Beker. Ich bin gespannt auf Deine Erkenntnis und grüsse Hanspeter
volkimal Am: 21.09.2018 12:11:02 Gelesen: 1265349 # 938
@ SH-Sammler [#937] Hallo Hanspeter, in diesem Fall hilft der Text nicht weiter, denn es sieht ganz so aus, als wenn die Anschrift nicht von der Schwester geschrieben worden wäre. Ich habe inzwischen im Internet einmal nach verschiedenen Version der Buchstaben bei der deutschen Kurrentschrift gesucht und bin auch fündig geworden. http://www.villmergerkriege.ch/Chilerodel/Kurrentschrift.htm Wenn ich die fehlenden Buchstaben mit der Liste vergleiche, so heißt es vermutlich doch "Beker". Auf der Seite siehst Du übrigens auch dass "A" wie es beim Brief nach Aarau geschrieben wurde. Eine weitere interessante Seite der Uni Zürich ist https://www.adfontes.uzh.ch/34126.php . Oben rechts steht "07/09". Dort kann man durchwandern und viele Übungen finden. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 21.09.2018 12:50:57 Gelesen: 1265333 # 939
Hallo Hanspeter, jetzt habe ich die Lösung endgültig gefunden. Es ist die Kombination von dem, was ich in den Beiträgen 936 und 938 geschrieben habe. In der Anschrift steht "Beken Meister". Ich habe einfach den Begriff "Bekenmeister" bei Google eingegeben und bin 67-mal fündig geworden. Es war wohl damals im Süden ein gängiger Begriff für Bäckermeister. Quelle: Allgemeine Industrie-Schule der Deutschen, Band 1, Seite 37, Stuttgart 1802 Das Buch findet man bei Google-Books. Viele Grüße Volkmar
SH-Sammler Am: 21.09.2018 15:04:16 Gelesen: 1265285 # 940
@ volkimal [#939] Hallo Volkmar, vielen, vielen Dank für Deine Recherchen. Ich hoffe, Du hast Dich nicht verausgabt. Aber so macht unser Hobby Spass. Ich wünsche Dir alles Gute Hanspeter
volkimal Am: 21.09.2018 15:15:23 Gelesen: 1265280 # 941
@ SH-Sammler [#940] Hallo Hanspeter, mir macht es auch Spaß, so etwas herauszufinden. Dabei kann man sich nicht verausgaben. Wenn Du wieder etwas nicht lesen kannst, stell es ruhig vor. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 27.09.2018 12:23:17 Gelesen: 1263146 # 942
Hallo ins Forum, liebe Schriftenleser, nach den tollen Tipps von Volkmar, geht es fröhlich weiter. Wir steuern auch langsam auf Weihnachten zu, was liegt da näher, als eine Karte aus dem Dezember 1908 näher anzuschauen. Am 2. Dezember 1908 lief die folgende Karte mit einem Blick auf die Elisabeth-Kirche von Marburg nach Bromberg Alles recht sauber und akkurat geschrieben, so lese ich folgendes: Herrn Doctor phil. E. Hertel Bromberg Heynestr. 43 I. Lieber Herr Doctor Hertel! Sehr gerne schreibe ich dieses Kärtchen und danke sehr für die liebe erhaltene Karte mit d. schönen Ansicht. Ich dachte recht viel Ihrer auf dem Kahmanne hof, dass sie so frieren müssen. Auch dieser Brief geht dahin. Nun ist es bald Weihnachten, zieht es sie nicht nach Marburg? Wir haben noch eine ... zu bekommen ( die von Fr. Kingel ) da könnten Sie fein schlafen. Nichte Else hat das Hinterzimmer zum ... ... Zimmer ist “Salon” u. das kl. Esszimmer ge- nau wie früher eingerichtet, nur der liebe Gerd Hertel fehlt. Wir sind ... wohl. ... auch sie gesund ist. Schreiben Sie bitte bald mal wieder! Grüßen Sie bitte “Fräulein Hertel.” Für Sie viele herzliche Grüße von Ihrer ... ... Einen schönen Gruß von Nichte Else Wer hilft mir, die letzten Lücken noch zu füllen? Herzlichen Dank und beste Grüße aus dem südlichen Süden Olaf
volkimal Am: 27.09.2018 13:42:46 Gelesen: 1263139 # 943
@ DERMZ [#942] Hallo Olaf, was hältst Du davon: Lieber Herr Doctor Hertel! Sehr gerne schreibe ich dieses Kärtchen und danke sehr für die liebe erhaltene Karte mit d. schönen Ansicht. Ich dachte recht viel Ihrer auf dem Kasernen- hof, dass sie so frieren müssen. Auch dieser Brief geht dahin. Nun ist es bald Weihnachten, zieht es Sie nicht nach Marburg? Wir haben noch eine Stub zu bekommen (die von Fr. Kingel) da könnten Sie fein schlafen. Nichte Else hat das Hinterzimmer zum Untrichten(?). Ihr Zimmer ist “Salon” u. das kl. Esszimmer ge- nau wie früher eingerichtet, nur der liebe Gerd Hertel fehlt. Wir sind Gottlob wohl. ??? auch sie gesund sd.(?). Schreiben Sie bitte bald mal wieder! Grüßen Sie bitte “Fräulein Hertel.” Für Sie viele herzliche Grüße von Ihrer Auguste Schlotel(?) Jetzt fehlt nur noch ein Wort. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 27.09.2018 15:10:34 Gelesen: 1263130 # 944
@ volkimal [#943] Danke Volkmar, diese Kaserne hat mich fast wahnsinnig gemacht, nur Kaserne wollte mir nicht aus der Feder kommen, jetzt ist es sonnenklar. und die "Stub" kam ich nur zum "St". Zum Schluß habe ich eben noch im Adressbuch von Marbburg aus dem Jahr 1908 die Rentnerin Auguste Schlötel gefunden, wohnhaft in der Biegenstraße. Perfekt. Also weiter üben üben üben üben. Nochmals tausend Dank für Deine Hilfe sagt Olaf
volkimal Am: 27.09.2018 23:28:04 Gelesen: 1263098 # 945
@ DERMZ [#944] Hallo Olaf, ich habe mir gerade das fehlende Wort noch einmal angesehen. Da hat es "klick" gemacht. Auf der Karte heißt es: "Bleiben auch sie gesund u. schreiben Sie bitte bald mal wieder!" Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 28.09.2018 06:20:05 Gelesen: 1263087 # 946
@ volkimal [#945] Danke Volkmar, bei mir hätte der "Klick" wohl noch Jahre gebraucht. Olaf
DERMZ Am: 28.09.2018 07:47:23 Gelesen: 1263081 # 947
Guten Morgen, neuer Morgen, neue "Sorgen", die Frage heute, was hat der gute Schreiber dem Militärdienst gesagt? ich lese folgendes: Herrn Adolf Purgold Hanau a. M. Kirchstrasse 23 I Lieber Adolf! Habe gestern den Militärstand ... gesagt u. heute wieder in Frankf. a. M. in Stellung. Werde also hoffentlich Gelegenheit finden dich in Hanau aufzusuchen u. gebe dir genaue Adresse noch schriftlich an. Mit herzl. Gruss Gottlieb Aus dem Museumstunnel senden dir herzl. Grüße & Schlucke
                                              Gax
Freundl. Gruss    Besten Gruss        Otto Mecke
      Rex            Ihr W. Musch
 

... ich habe die oberste Zeile noch einmal seperat beleuchtet, aber eine Lösung habe ich nicht: Vielen Dank für die erneute Hilfe sagt Olaf

volkimal Am: 28.09.2018 09:02:19 Gelesen: 1263075 # 948
@ DERMZ [#947] Hallo Olaf, das ist mal wieder sehr schwierig. Der Absender gibt wahrscheinlich an, dass er mit dem Militärdienst aufhört. Der Anfangsbuchstabe des fehlenden Wortes dürfte ein "S" sein. Vergleiche den Buchstaben einmal mit dem "S" in "Stellung". Das Wort "Salut" = "Auf Wiedersehen" würde gut passen, es fehlt nur der Bogen über dem "u". Vom Sinn her vermute ich folgendes: "Lieber Adolf! Habe gestern dem Militärstand Salut(?) gesagt u. gehe(?) wieder in Frankf. a. M. in Stellung." Für das zweite unklare Wort habe ich einmal vom Sinn her "gehe" eingesetzt. Das stimmt aber genausowenig wie dein "heute". "heute" kann es nicht sein, denn das "h" hatte noch einen Bogen nach unten (wie z.B. bei "hoffentlich"). Ich werde mir den Text nachher noch einmal ansehen. Vielleicht komme ich dann weiter als jetzt. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 28.09.2018 12:02:14 Gelesen: 1263062 # 949
@ volkimal [#948] Danke Volkmar, was denkst Du von "u. leite wieder in F...."? In dem Sinn, daß er wieder an seiner alten/vorherigen Stellung die Arbeit aufnimmt? Mit dem Salut stimme ich Dir zu, ich las immer ein "P" und so war ich auf der falschen Fährte. Mit bestem Gruss Olaf
JH Am: 28.09.2018 15:37:59 Gelesen: 1263048 # 950
@ DERMZ [#947] Er hat dem Militärdienst "Valet" (lat.: leb wohl) gesagt. Gruß Jürgen
volkimal Am: 28.09.2018 15:52:59 Gelesen: 1263044 # 951
@ JH [#950] Hallo Jürgen, gut, wenn man Latein kann. "Valet" passt natürlich super. @ DERMZ [#949] Hallo Olaf, an "leite" hatte ich auch schon gedacht. Es fehlt allerdings der "i-Punkt". Außerdem passt der Satz dann nicht richtig "und leite ... in Stellung". Deshalb hatte ich das "leite" verworfen. Etwas Besseres fällt mir aber noch nicht ein. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 28.09.2018 16:08:59 Gelesen: 1263038 # 952
@ JH [#950] @ volkimal [#951] Vielen lieben Dank. Olaf
bignell Am: 30.09.2018 08:46:24 Gelesen: 1262953 # 953
Liebe Freunde, ich bitte bei nachstehendem Schriftstück um Kontrolle und Korrektur, ob ich alles korrekt gelesen habe. Wie ist das Zeichen beim Datum letzte Seite links zu interpretieren? Vielen Dank, harald Vordruck: Allerunterthänigster Vortrag des treugehorsamsten Ersten Obersthofmeisters, Feldmarschall-Lieutenants Constantin Fürsten zu Hohenlohe Schillingsfürst. handschriftlich Kaiser Franz Josef: Anschrift: Seiner Durchlaucht dem ersten Obersthofmeister Fürsten Hohenlohe Da ich in der nächsten Zeit nicht nach Wien komme, so ist das Militär Seelenamt an einem der hier bezeichneten Tagen, ohne meine Intervention abzuhalten. Ofen den 30 Oktober 1877. handschriftlich Fürst Hohenlohe Schillingsfürst: Das Anniversarium Militare, welches gewöhnlich in der Allerseelenoctav (um 10 Uhr) abgehalten wird, könnte hier an einem der folgenden Tage angeordnet werden: Samstag den 3t Novbr Montag " 5" " Dienstag " 6" " Mitwoch " 7" " Donnerstag " 8" " Freitag " 9" " Ich bitte um die allergnädigsten Weisungen ob Eure Majestät demselben beiwohnen werden, ob es an einem dieser Tage abgehalten oder verschoben werden solle. Hofkapellmeister Herbeck (Johann Ritter von Herbeck) ist gestern gestorben. Wegen Neubesetzung seiner Stelle werde ich mir demnächst erlauben, Eure Majestät einen allunterthänigsten Antrag zu stellen. Hohenlohe Wien 29 ? Oktober 1877
volkimal Am: 30.09.2018 09:45:59 Gelesen: 1262940 # 954
@ bignell [#953] Hallo Harald, fast perfekt. Ich habe nur zwei kleine Fehler gefunden: 1) ... an einem der hier bezeichneten Tage, ... 2) ... könnte heuer an einem der folgenden Tage angeordnet werden. An einer anderen Stelle bin ich mir nicht ganz sicher. Heißt es "Euer" oder heißt es "Eure"? Beim zweiten Mal denke ich es ist: 3) ... Euer Majestät einen allunterthänigsten Antrag zu stellen. Vielleicht könne man es eindeutig erkennen, wenn die Auflösung des Scans höher wäre. Viele Grüße Volkmar
bignell Am: 30.09.2018 10:05:00 Gelesen: 1262933 # 955
@ volkimal [#954] Hallo Volkmar, vielen Dank für Deine Korrekturen. Bzgl. Eure/Euer: interessanter Gedanke, ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass hier "Euer" eher umgangssprachlich ist und in Schriftform "Eure" verwendet wird. Hier die beiden Ausschnitte in groß: Persönlich finde ich die Schrift vom Kaiser recht einfach zu lesen, die vom Fürsten hat mich vor viel mehr Probleme gestellt, bei einigen Worten musste ich lange überlegen (Oktav, beiwohnen) bis ich zu einem einigermaßen sinnvollen Ergebnis gelangt bin. Welche Schrift findest Du lesbarer? Lg, harald
volkimal Am: 30.09.2018 10:55:32 Gelesen: 1262925 # 956
@ bignell [#955] Hallo Harald, mit den besseren Scans kann man einen kleinen Unterschied besser erkennen. Da wo die grüne Markierung ist, ist das untere Ende etwas runder, bei der roten Markierung dagegen etwas spitzer. Ich gehe also weiter davon aus, dass es einmal "Euer" und einmal "Eure" ist. Nur kann ich immer noch nicht sicher sagen, welcher Scan welches Wort zeigt. Geh doch einmal im Text alle Wörter mir "er" durch und vergleiche, wo das Spitze und das runde Ende sind. Also schau dir einmal folgende Worte an: d er, All erseelenoctav, hi er, d er, w erden usw. Oft ist so eine Frage nur im Vergleich eindeutig zu erkennen (und manchmal gar nicht). Dafür müsste aber auch der restliche Scan eine hohe Auflösung haben. Von den Schriften her kann ich beide recht gut lesen. Vielleicht den Kaiser etwas besser. Viele Grüße Volkmar
bignell Am: 30.09.2018 11:13:07 Gelesen: 1262921 # 957
@ volkimal [#956] Hallo Volkmar, ich habe das nochmal verglichen, und Du dürftest recht haben, das erste heisst Euer, das zweite Eure - obwohl das nicht wirklich in den Satz passt ("Eure Majestät einen allunterthänigsten Antrag zu stellen") - aber vielleicht war der Fürst ja in Eile und hat da nicht so genau aufgepasst. Vielen Dank, harald
Parachana Am: 30.09.2018 17:40:46 Gelesen: 1262850 # 958
Guten Abend, habe einen Brief ersteigert der als Adresse Münster in Westfalen hat. Dazu zwei Fragen: Wer kann mir den Text "übersetzen". Kann einzelne Worte erkennen, doch nicht den ganzen Text. Dann noch die Frage, die hier nicht hingehört: Was bedeutet die blaue 1606? Recht herzlichen Dank im Voraus.
bayern klassisch Am: 30.09.2018 17:55:39 Gelesen: 1262838 # 959
@ Parachana [#958] Hallo, die Adresse lautet: An den Regierungs Assessor und Lieutnant der Reserve Herrn Freiherrn von Honwald Hoch und wohlgeboren Münster in Westfalen Victoria Str. 9 Die blaue Nummer 1606 war die Reco-Nummer der Abgabepost (Münster), als dort der Brief eingeschrieben ankam, wurde ihm diese Manualnummer zugeteilt für die spätere, potentielle Sendungsverfolgung. Liebe Grüsse von bayern klassisch
DERMZ Am: 30.09.2018 17:56:56 Gelesen: 1262837 # 960
Hallo Uwe alles schaffe ich auch nicht, aber vielleicht hilft es ein wenig: Einschreiben frei! An den Regierungs ... und Leutnant der Reserve Herrn Freiherr von Hanwald (oder Honwald) Hoch und Wohlgeboren Münser in Westfalen Victoriastr. 9 Viele Grüße Olaf
volkimal Am: 30.09.2018 17:58:22 Gelesen: 1262835 # 961
@ Parachana [#958] Hallo Parachana, ich lese: An Den Regierungs Aßeßor und Lieutnant der Reserve Herrn Freiherrn von Houwald (erst hatte ich Honwald gelesen, es gibt aber statt dessen die Freiherren von Houwald) Hoch und Wohlgeboren Münster in Westfalen Victoria Str. 9 Viele Grüße Volkmar
Parachana Am: 30.09.2018 18:01:21 Gelesen: 1262832 # 962
@ DERMZ [#960] Danke, das ist schon ein sehr guter Anfang. Da ich gebürtig aus Münster komme, bin ich angefangen mich für Post nach Münster zu interessieren. MfG Uwe
Parachana Am: 30.09.2018 18:03:13 Gelesen: 1262830 # 963
@ bayern klassisch [#959] Danke, das klärt ja alles. Hatte deinen Beitrag nicht sofort gelesen. Vielen Dank
DERMZ Am: 03.10.2018 19:42:43 Gelesen: 1262335 # 964
Guten Abend, ich kehre etwa in das Jahr 1910 nach Marburg. Ein Kätchen schreibt ihren Eltern, daß sie gut in Marburg angekommen ist und sich niemand Sorgen um sie machen solle. Hier die Karte: Ich lese folgendes: Herrn Wilhelm Weber Briefträger in Mosbach Baden. Liebe Eltern! Um 6 Uhr sind wir glück- lich in Marburg angekommen. Soeben habe ich gerade mei- ne Sachen ausgepackt ich muß immer an Euch u. die lb. Hei- mat denken, dass wir es ja so Gott will bald anders wer- den macht Euch nur keine un- nötigen Sorgen um mich. Wir sind ganz allein im Haus, kommt einem doppelt einsam vor. Grüßt bitte die lb. Marie recht herzlich von mir ich laß ihr noch bestens danken, dsß sie mit mir an die Bahn ist. Adolf habe ich in Heidelberg getroffen, er war ganz lustig wird ihm wohl heut Abend auch anders uns ... ... Scheinbar kommt er nach Mannheim ... nicht mit ihre .... Gruß Kätchen Hebe die Karte auf. Besonders die Endzeilen und der Umlauf bereiten mir große Schwierigkeiten, daher noch einmal im Detail: Wer hilft mir bei der Lösung der letzten Worte? Herzlichen Dank sagt Olaf
volkimal Am: 03.10.2018 20:57:22 Gelesen: 1262319 # 965
@ DERMZ [#964] Hallo Olaf, da helfe ich doch gerne. Im Text ist "liebe" übrigens nur mit "l." und nicht als "lb." abgekürzt, Liebe Eltern! Um 6 Uhr sind wir glück- lich in Marburg angekommen. Soeben habe ich gerade mei- ne Sachen ausgepackt ich muß immer an Euch u. die l. Hei- mat denken, dass wir es ja so Gott will bald anders wer- den macht Euch nur keine un- nötigen Sorgen um mich. Wir sind ganz allein im Haus, kommt einem doppelt einsam vor. Grüßt bitte die l. Marie recht herzlich von mir ich laß ihr noch bestens danken, daß sie mit mir an die Bahn ist. Adolf habe ich in Heidelberg getroffen, es war ganz lustig wird ihm wohl heut Abend auch anders ums Herz sein Scheinbar kommt er nach Mannheim konnte nicht mit ihm sprechen Gruß Kätchen Hebe die Karte auf. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 04.10.2018 04:40:30 Gelesen: 1262302 # 966
@ volkimal [#965] Vielen Dank Volkmar, die Sache mit dem l. hatte ich auch bemerkt, war mir aber sehr sehr unsicher, ich danke Dir für die Klarstellung. Die weitere "Übersetzung" war erneut sehr hilfreich. Besten Dank sagt Olaf
dr.vision Am: 05.10.2018 11:06:43 Gelesen: 1262249 # 967
Moin zusammen, ich habe hier einen Wertbrief aus dem Jahre 1834, mit dem drei Friedrich d’Or Goldstücke zu einer bevorstehenden Hochzeit verschickt wurden. So weit, so gut. Auf der Vorderseite kann ich erst ab „Gottlob" lesen: Gottlob Gottfried ??? berühmter Zimmer Meister abzugeben bei ???: Mezger Meister ??? in der Wilhelm Strasse zu Stuttgart 1834. ??? beschwert mit 3. Friedrich d’or in Gold. franco partout Der Inhalt der Textseite erschließt sich mir, aber eine komplette Übersetzung wäre natürlich schöner. Ist Neven ein Vorname oder eine veraltete Form des Wortes Neffe? Ich würde mich sehr über eure Hilfe freuen. Danke im Voraus. Beste Grüße von der Ostsee Ralf
volkimal Am: 05.10.2018 14:36:07 Gelesen: 1262225 # 968
@ dr.vision [#967] Hallo Ralf, zunächst einmal der Umschlag. "dH:" dürfte "den Herrn" bedeuten. Benndorf ist der Ort, in dem der Brief aufgegeben bzw. geschrieben wurde. Im Text wird der Ort allerdings nur mit ei8nem "n" geschrieben. Auf der Anschriftseite ist es ein "n mit Strich" also ein "nn". Und(?) Caroline Schweitzer geb. Kurtz An dH: Gottlob Gottfried Schweitzer berühmter Zimmer Meistern abzugeben bei dH:: Mezger Meister Gärtner in der Wilhelm Straße zu Stuttgart 1834. Benndorf beschwert mit 3. Friedrich d’or in Golde. franco partout Für den Text habe ich im Moment keine Zeit. Falls ich nachher damit anfange, werde ich es vorher hier ankündigen. So ein Text dauert eine ganze Weile und es ist überflüssig, wenn zwei von uns gleichzeitig dasselbe machen. Daher die Bitte: Falls sich einer von Euch die Mühe macht, den Text zu "übersetzten" teilt es vorher hier mit. Viele Grüße Volkmar
dr.vision Am: 05.10.2018 14:56:02 Gelesen: 1262218 # 969
@ volkimal [#968] Moin Volkmar, schon mal ein herzliches Dankeschön für Deine Bemühungen. Beste Grüße von der Ostsee Ralf
Magdeburger Am: 05.10.2018 15:21:45 Gelesen: 1262211 # 970
@ dr.vision [#967] @ volkimal [#968] Hallo Ralf, hallo Volkmar, An Volkmar: Ich hatte den Text schon vor mir und beim letzten Drittel angekommen und machte so ohne weiteres weiter An Ralf: Wenige Lücken sind noch da: Bendorf am 23. September 1834 Lieber Neven! Dein Schreiben vom 11. Currentir habe ich wohl erhalten, und mit be- sonderem Vergnügen daraus ersehen, daß du dich nächstens mit einer wekern? bürgens-Tochter verehelichen wirst: ich habe dir bisher das Pathengeschenk aufgespart, und lege diesen meiner Antwort in Golde = 3 Friedrichs_d'or nach Frankfurter und Preußischer Währung, oder nach dem Conventions_Fuß genommen = 30 fl (Florin) 36 x (Kreuzer) bei; und hoffe, daß deine werthesten Schwiegereltern ihr Jungfer Tochter wohl ver- sorgt wissen werden: Mir ehrint es, daß du wohl gewählt habest, ohnehin es dein Hl: SchwiegerVatter in seinem Fach ein ge.... und wohl.... Mann seyn mag: Mein Bester! Deinen und der lieben deinigen Wunsch zu erfüllen, an.... deine künftige liebe Gattin und ihre werthesten Angehörigen persönlich kennen zu lernen, ist mir und meiner Frau unmöglich: Wie solten wir unsere Wohnung und dem darinnen befindlichen den SchwiegerVatter _ einer alten Schwester Frau überlassen, welche in jeder Rüksicht sowohl bei Tage als bei Nachten jemand bei sich haben müßte; da man in hiesiger ....ungsMühe, so oft mit Einquartierungen belästiget wird, und wenn sonsten eine Ge- fahr /: wofür Gott seye /: der Art beträfe, der Hauseigenthümer allzeit als die nöthigste Person auf der Stelle seyn muß: _ Wir wollen den 12. Oktober - als deinen Ehrentag hier in der Stille feiern; und Gott bitten, daß Er das junge Ehepaar fürtehin in seinen väter- lichen Schos nehemen möge. ---------- Grüße von unserer Seite, deine künftige Gattin samt der wertesten Angehörigen; gleicherweise deine gute Mutter samt deinen Geschwistern- und anderen Verwandten aufs verbind- lichste: der Himmel erhalte Dir sämtlich noch lange Jahre - bei einer dauerhaften Gesundheit! Dies wünscht von Herzen - dein aufrichtiger Oheim G. Schweitzer Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
dr.vision Am: 05.10.2018 15:48:59 Gelesen: 1262200 # 971
@ Magdeburger [#970] Moin Ulf, was soll ich außer "herzlichen Dank" sagen? Toll, dass Du das lesen kannst. Einge Worte sind auch für mich erkennbar, aber mir fehlt halt die Übung. Ein ganz großes Lob und Dank an alle Transcriptionisten, die hier den Unbedarften Hilfestellung leisten. Ich bin -mal wieder- beeindruckt! Beste Grüße von der sonnigen Ostsee Ralf
volkimal Am: 05.10.2018 16:06:54 Gelesen: 1262196 # 972
Hallo Ulf und Ralf, super, dass Ulf so gut vorgearbeitet hat. Ich bin noch einiges weiter gekommen. Hier meine "Übersetzung": Bendorf am 23. September 1834 Lieber Neven! Dein Schreiben vom 11. Currentir habe ich wohl erhalten, und mit be- sonderem Vergnügen daraus ersehen, daß du dich nächstens mit einer wakern Bürgers-Tochter verehelichen wirst: ich habe dir bisher das Pathengeschenk aufgespart, und lege diesen meiner Antwort in Golde = 3 Friedrichs_d'or nach Frankfurter und Preußischer Währung, oder nach dem Conventions_Fuß genommen = 30 fl (Florin) 36 x (Kreuzer) bei; und hoffe, daß deine werthesten Schwiegereltern ihre Jungfer Tochter wohl ver- sorgt wissen werden: Mir scheint es, daß du wohl gewählt habest, ohnehin es dein H: SchwiegerVatter in seinem Fach ein geschikter und wohlstehender Mann seyn mag: Mein Bester! Deinen und der lieben deinigen Wunsch zu erfüllen, anjegt deine künftige liebe Gattin und ihre werthesten Angehörigen persönlich kennen zu lernen, ist mir und meiner Frau unmöglich: Wie solten wir unsere Wohnung und dem darinnen befindlichen der SchwiegerMutter _ einer alten schwachen Frau überlassen, welche in jeder Rüksicht sowohl bei Tage als bei Nachte jemand bei sich haben müßte; da man in hiesiger VestungsNähe, so oft mit Einquartierungen belästiget wird, und wenn sonsten eine Ge- fahr /: wofür Gott seye /: den Ort beträfe, der Hauseigenthümer allezeit als die nöthigste Person auf der Stelle seyn muß: _ Wir wollen den 12. Oktober - als deinen Ehrentag hier in der Stille feiern; und Gott bitten, daß Er das junge Ehepaar fürtehin in seinen väter- lichen Schuz nehmen möge. ---------- Grüße von unserer Seite, deine künftige Gattin samt den werthesten Angehörigen; gleicherweise deine gute Mutter samt deinen Geschwistern- und anderen Verwandten aufs verbind- lichste: der Himmel erhalte Sie sämtlich noch lange Jahre - bei einer dauerhaften Gesundheit! Dies wünscht von Herzen - dein aufrichtiger Oheim G. Schweitzer Bei den beiden fett angezeigten Worten bin ich mir nicht sicher. Hier die Worte als Ausschnitte: Der Neffe heißt wahrscheinlich wirklich Neven. Das Wort ist in lateinischer Schrift geschrieben. Neffe hätte man eher in der deutschen Schreibschrift geschrieben. 11. Currentir bedeutet der 11. des laufenden Monats. Das Paar Gottlob Gottfried Schweitzer und Caroline Pauline Regine Schweitzer geb. Kurtz hatten übrigens 9 Kinder. Du findest Informationen zum Sohn Wilhelm Ludwig Schweitzer hier: https://www.myheritage.de/names/wilhelm_schweitzer Ich bin bei MyHeritage nicht angemeldet, kann die Seite also nicht weiter ansehen. Viele Grüße Volkmar
Jahnnusch Am: 05.10.2018 16:15:26 Gelesen: 1262191 # 973
Gott segne, das N steht oben drüber.
dr.vision Am: 05.10.2018 16:17:25 Gelesen: 1262190 # 974
@ volkimal [#972] Wow, ich bin begeistert von euch! Herzlichsten Dank! Eine kleine Frage habe ich noch. Heißt es hier in der Anrede wirklich: (An) "den Kibutzjuden Matthias Goldschmidt"? War eine solche Anrede gebräuchlich? Nochmals Danke und ein ruhiges Wochenende. Beste Grüße von der Ostsee Ralf
Magdeburger Am: 05.10.2018 16:37:44 Gelesen: 1262187 # 975
@ dr.vision [#974] Es ist an "den Schutzjuden". Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
DERMZ Am: 05.10.2018 18:36:42 Gelesen: 1262172 # 976
@ dr.vision [#974] Guten Abend, nach so einer schönen Geschichte, kann ich "nur" zwei Schwäne beisteuern, die Ihre Hälse fast zu einem Herz vereinen. Die Karte stammt aus Maribor (Marburg an der Drau) und zeigt eine Ansicht aus dem Park. Ich habe noch versucht am Kontrast zu arbeiten, vielleicht ist es so etwas deutlicher. Wie Ihr Euch sicherlich denken könnt, kann ich wieder nur einen Teil lesen, vielleicht bekomme ich ja wieder den richtigen Stoff dazu, also ich lese folgendes Frau Dr. med. W. Becker Wernigerode - Harz Unter den Zindeln 2 Liebe Schwester! Sende Dir von hier die besten Grüße. Hier kann man noch die besten Stoffe kaufen, die man sich wünschen kann, englische Ware, wenn Du Interesse hast darfst Du mir Geld senden, sonst am .... herzl. Grüße Dein Bruder A... Vielen Dank und beste Grüße schickt Olaf
dr.vision Am: 05.10.2018 19:19:13 Gelesen: 1262160 # 977
@ Magdeburger [#975] Moin Ulf und alle Mitleser, den Begriff Schutzjude habe dann auch noch klären können. Zitat aus wissen.de [1]: vom Ausgang des Mittelalters bis ins 18. Jahrhundert ein Jude, der gegen Leistung besonderer Abgaben dem Schutz eines Fürsten oder einer städtischen Obrigkeit unterstellt war und gegenüber der Mehrheit der Juden bestimmte Privilegien genoss. Beste Grüße von der Ostsee Ralf [1]https://www.wissen.de/lexikon/schutzjude
volkimal Am: 05.10.2018 21:40:01 Gelesen: 1262141 # 978
@ DERMZ [#976] Hallo Olaf, ich lese: Liebe Schwester! Sende Dir von hier die besten Grüße. Hier kann man  noch die besten Stoffe kaufen, die man sich denken kann, englische Ware, wenn Du Interesse hast darfst Du mir Geld senden, sonst nichts neues herzl. Grüße Dein Bruder A... Der Name des Bruders ist mir nicht klar. Evtl. "Abrah" als Abkürzung von Abraham. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 13.10.2018 14:33:43 Gelesen: 1259923 # 979
Guten sonnigen Nachmittag, ich bin wieder in Marburg an Drau angelangt, wieder fehlt ein Wort. Könnt Ihr mir wieder helfen? ich lese folgendes: Frau L. Luß. Plauen i/Vogtld. N. d. Taubenberg 12 Liebe Fr. Luß! Martel schrieb mir von dem großen Leid das über Ihre Fam gekom- men ist. Wie wird es der armen Mutter u. Großmutter zu Mute sein. Bethen? kann man da nicht gut. Lassen Sei auch mal was von sich hören. herzl. Grüße tr. Paul Suche ich das Worth "Bethen" oder ist es doch etwas anderes? viele Grüße Olaf
volkimal Am: 13.10.2018 14:47:57 Gelesen: 1259918 # 980
@ DERMZ [#979] Hallo Olaf, die Empfängerin der Karte heißt Laß und nicht Luß. Bei Luß müsste wieder ein Strich bzw. Bogen über dem "u" sein. Vergleiche z.B. den Buchstaben "u" in Großmutter oder gut. Ansonsten heißt es "Trösten kann man da nicht gut." Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 13.10.2018 18:12:38 Gelesen: 1259877 # 981
@ volkimal [#980] Tausend Dank Volkmar, ich kam von dem "B" nicht mehr weg, Du hast wieder sehr geholfen. Danke, Danke, Danke. Darf ich wohl noch eine Karte nachschieben, es geht irgendwie um Briefmarken, aber was genau, erschliesst sich mir wieder einmal nicht Ich lese folgendes: Marburg an der Lahn 4. November 1905 Herrn R. Lillinger per. Ad. Frl. Dienstbach Usingen im Taunus Schulhofstraße N.137 Danke dir vielmals für deine l. Karten. Es freut mich daß du mal was von dir hören läßt. Es freute mich sehr dich mal wie- der zu sehn. F Die Briefmarken.... von Philips Schul... habe ich leider nicht mehr. Verstehe also nicht deine Fragen. Hoffentlich höre ich recht bald mal wieder was von dir. Meine Mutter läßt dich grüßen, besonders grüßt dich vielmals Gretel Ernst F nah, hoffent- lich nächstes Jahr. So, jetzt noch mal die Stelle mit den Briefmarken und das kopfstehende Teilstück Vielen Dank für jedes bisschen Hilfe sagt Olaf
volkimal Am: 13.10.2018 19:16:28 Gelesen: 1259865 # 982
@ DERMZ [#981] Hallo Olaf, der Empfänger könnte auch Sillinger heißen. Die lateinischen Großbuchstaben S und L ähneln sich bei der Schreibschrift manchmal sehr. Der Text ist Danke dir vielmals für deine l. Karten. Es freut mich daß du mal was von dir hören läßt. Es freute mich sehr dich mal wie- der zu sehn. F Die Briefmarkensprache von Phili pp Schaleri??? habe ich leider nicht mehr. Verstehe also nicht deine Fragen. Hoffentlich höre ich recht bald mal wieder was von dir. Meine Mutter läßt dich grüßen, besonders grüßt dich vielmals Gretel Ernst F noch, hoffent- lich nächstes Jahr. Beim Hausnamen vom Philipp bin ich absolut nicht sicher. Ich kann keinen passenden Namen googeln. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 13.10.2018 20:23:30 Gelesen: 1259846 # 983
@ volkimal [#982] Vielen vielen Dank Volkmar. Beste Grüße aus dem Süden, Olaf
JohannesM Am: 14.10.2018 20:24:50 Gelesen: 1259547 # 984
Ich könnte die Hilfe der Sütterlin-Kundigen für diesen Brief gebrauchen. Einige Worte kann ich lesen, er ging wohl von einem Halberstädter Uhrmacher an einen selben in Magdeburg am 24.8.1823. Außerdem lese ich "frei", aber von Portofreiheit für Uhrmacher habe ich noch nichts gehört. Beste Grüße Eckhard
DERMZ Am: 14.10.2018 20:51:54 Gelesen: 1259538 # 985
@ JohannesM [#984] Hallo Eckhard, ich fange mal mit einem kleinen Teil an und habe noch ganz viele Lücken, aber vielleicht hilft es schon ein wenig weiter, Sinngemäß handelt es sich um eine Bewerbung. Ich habe bis jetzt folgendes gelesen: Entschuldigen gütigst daß ich so frey bin und Ihnen mit einigen … belästige. Ich habe genug Jahre bey Herrn Tieman in Magdeburg Condioioniert und habe …. … … Geist nicht sein Gut... die Stelle als Klein.... versehen wie … … ….. finde … so nicht als ich dachte und …. gern wieder in …. W.... zu Condioionieren. Ich wollte Ihnen daher ersuchen ob vielleicht nicht bei Ihnen eine Stelle für mich offen wäre. In der Arbeit so wie die Auff.... …. Sie sich auch mich so ein …. aus … …. Zeug verstanden und bitte meine Dreistigkeit nicht übel zu nehmen ersuche Sie schließlich um baldige und … günstigen Antwort …. em bin ich Ergebenst E. Baacke Per Adresse Uhrmacher Leifer breite Weg Aber es ist ja noch ein wenig Zeit und ich knobel noch ein wenig weiter. Beste Grüße Olaf
bayern klassisch Am: 14.10.2018 20:55:15 Gelesen: 1259534 # 986
@ JohannesM [#984] Hallo Eckhard, dein Brief hat mit Sütterlin so viel zu tun, wie ich mit dem 1. Weltkrieg. Bitte nicht Sütterlin (20. Jahrhundert) verwechseln mit der deutschen Kurrentschrift. Der Brief ist frankiert worden vom Absender - links unten steht der Frankovermerk und daneben ist eine Rötel, die diesen bezeichnete; leider ist sie verwittert und für mich nicht mehr lesbar. Liebe Grüsse, Ralph
JohannesM Am: 14.10.2018 21:13:50 Gelesen: 1259518 # 987
@ DERMZ [#985] Hallo Olaf, vielen Dank für deine Mühe, kannst du lesen was in der Adresse steht- ich lese vor Magdeburg etwas wie "Tischler..."? Ich stelle den Text nochmal größer ein. @ bayern klassisch [#986] Hallo Ralph, ja, mit den Schriften kenne ich mich nicht so aus. Was ich für "frei" hielt ist also der Frankovermerk, der Rötel sieht wie eine "2" aus. Beste Grüße Eckhard
bayern klassisch Am: 14.10.2018 21:28:26 Gelesen: 1259508 # 988
@ JohannesM [#987] Hallo Eckhard, frei ist ein Frankovermerk, das passt schon mal. Wenn es eine 2 ist, dann zahlte der Absender 2 Gutegroschen. Vlt. kann einer der Preussen nachrechnen, ob das bei der Entfernung passt - ich kann es leider nicht. Liebe Grüsse, Ralph
volkimal Am: 15.10.2018 09:47:12 Gelesen: 1259282 # 989
@ JohannesM [#987] Hallo Eckhard, das meiste konnte ich entziffern. Die Anschrift lautet: Herrn Boré Uhrmacher in Magdeburg Frey Tischlerbrücke Die Tischlerbrücke war eine Straße in Magdeburg. Boré & Berger waren Uhrmacher in Magdeburg. Siehe http://magdeburg-kompakt.de/index.php/zeitgeschehen-56/zeitreise-breiter-weg-62-63.html https://www.dieschatzkisteimnetz.de/viewtopic.php?t=4835 Zum Text des Briefes. Dort fehlen noch ein paar Wörter bzw. ich bin mir nicht sicher. Ich zeige sie am Ende. Wertgeschätzer Herr Boré Entschuldigen gütigst daß ich so frey bin und Ihnen mit einigen Zeilen belästige. Ich habe zwey Jahre bey Herrn Tieman in Magdeburg Condicioniert und habe während dieser Zeit mit seiner Zufriedenheit die Stelle als Kleinuhrmacher versehen war jedoch seither ??? finde es so nicht als ich dachte und wünschte gern wieder in meiner Vaterstadt zu Condicionieren. Ich wollte Ihnen daher ersuchen ob vielleicht nicht bei Ihnen eine Stelle für mich offen wäre. In der Arbeit so wie die Ausführung könen Sie sich auf mich so wie auf mein Atestat ausspreche(?) ganz verlassen(?) und bitte meine Dreistigkeit nicht übel zu nehmen ersuche Sie schließlich um baldige und mir günstige Antwort bestens(?) Empfelend bin ich Ergebenst E. Baacke NS (= evtl. Nachsatz) Mit Werkzeug bin ich so ziemlich versehen Per Adresse Uhrmacher Leifer breite Weg Conditionieren = in Stelle/in Dienst stehen Das erste ??? ist diese Stelle: Hat es vielleicht etwas mit der Wanderschaft zu tun? ausspreche(?) ganz verlassen(?) sind diese 3 Worte: Viele Grüße Volkmar
rockyrehbein Am: 15.10.2018 14:00:58 Gelesen: 1259192 # 990
Hallo zusammen, beim Sortieren bin ich auf dieses - für mich sehr schöne Stück Geschichte - an meinem Uropa gefunden und frage nun die Sütterlin-Versteher, ob mir das jemand übersetzen kann? Danke und Gruß Jana aus Schwerin
volkimal Am: 15.10.2018 17:34:42 Gelesen: 1259142 # 991
@ rockyrehbein [#990] Hallo Jana, ich kann fast alles lesen. Hier das Ergebnis: Absender: Franz Breuer Laufen a. Salzach Altersheim Schloss Ober-??? Lieber Freund! Zwei Jahre her ist es, daß ich Dir geschrieben hatte, aber keine Antwort mehr, u. warum? Mann hört doch auch gerne was, wie es bei Euch ist. Was machen deine Leute noch, und wie geht es dir? Bei uns ist es beim alten noch, immer etwas lebhaft, jeder hat eine andere Ansicht unter soviel Menschen, wie es halt in einem solchen Hause ist. Wenn mann halt alleine wohnen kann ist es halt schöner. Wir haben uns schon Mühe gegeben, wenn die Tochter könnte näher kommen dort oben an der Ostsee ist keine Arbeitsmöglichkeit, als Handlanger. Rudi(?) Ihr Sohn ist bei der Polizei, und macht in Torgau einen 8 monatlichen höhere Schule mit, dann bekommt er eine Stelle, aber wo. Bei uns ist immer abwechslung einen Autobußausflug nach Berchtigs- kaden u. Konigsee, dann waren wir in Österreich, konnten für 50 p hinüber, Jetzt war ein RiesenCirkus hier, ohne Pferden, aber echt klasse. eigne(?)Va ???, 1 Vorstellung fürs Altersheim 30 p. Gehen wir bald zu ??? ? Viele herzliche Grüße an Dich, Frau Luz(?) u. Emmil Franz u. Frau Breuer(?) Viele Grüße Volkmar
JohannesM Am: 15.10.2018 18:53:34 Gelesen: 1259117 # 992
@ volkimal [#989] Hallo Volkmar, vielen Dank, das reicht mir vollkommen - die fraglichen Stellen sind ja nicht entscheidend für den Sinn des Textes. Vielleicht hat sich Herr Baacke auch unglücklich und damit für uns unverständlich ausgedrückt. Ein Uhrmacher ist ja kein Schriftsteller. Beste Grüße Eckhard
rockyrehbein Am: 16.10.2018 06:54:22 Gelesen: 1258957 # 993
@ volkimal [#991] Lieber Volkmar, du kannst dir gar nicht vorstellen, welche Freude du mir damit gemacht hast. Ich danke dir recht herzlich für deine Zeit und deine Bemühungen. Dir einen schönen Tag! VG Jana
volkimal Am: 16.10.2018 09:22:39 Gelesen: 1258902 # 994
@ rockyrehbein [#993] Liebe Jana, gern geschehen. Schau einmal ins Thema "Belege aus der eigenen Familiengeschichte". Du wirst sehen, dass ich selbst auch sehr viel philatelistisches und sonstiges Material von meiner Familie habe. Mein ältester Beleg geht an meinen Urururgroßvater [1]. Ich weiß daher genau wie viel Spaß es macht, sich mit den Briefen und Karten aus der eigenen Familie zu befassen. Es ist übrigens auch der Grund, weshalb ich so viel Übung mit dem Lesen von Sütterlin bzw. der deutschen Schreibschrift habe. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=41284
SH-Sammler Am: 18.10.2018 11:11:37 Gelesen: 1257909 # 995
@ volkimal [#994] Hallo Volkmar, Du hast mir schon mal mit einer schwierigen Schrift resp. Handschrift geholfen. Ich bin so frei und präsentiere Dir ein weiteres Muster von Kurrentschrift, die sich mir einfach nicht erschliessen will. Ich kann nicht mal die ganze Adresse lesen. , Ich lese: An Herren Herren x x xxx zu xxxx xxx Ob.amt Duttlingen (Tuttlingen). Ich bin auch erstaunt darüber, dass in beiden HERREN jeweils zwei unterschiedliche R geschrieben sind. Bei uns sagt man: Wer so schreibt, muss ein Doktor gewesen sein. Deren Rezepte sind, zum Leidwesen der Apotheker, doch oft auch nicht lesbar. Kannst Du mir bitte die Adresse entziffern? Ich bedanke mich für Deine Mühe und grüsse SH-Sammler Hanspeter
volkimal Am: 18.10.2018 11:38:41 Gelesen: 1257900 # 996
@ SH-Sammler [#995] Hallo Hanspeter, das ist wirklich extrem schwer zu lesen. Den Ort erkenne ich aber vermutlich, den Namen noch nicht. Ich vermute: An Herren Herren Schutzhof(?) ??? zu Ob.flach Ob.amt Duttlingen Oberflach Damit geht der Brief nach Oberflach im Oberamt Tuttlingen (heute Seitingen-Oberflacht mit "t" am Ende). Der Name des Empfängers taucht zweimal auf. Hier beide im Vergleich: Weiter komme ich mit dem Namen zur Zeit nicht Viele Grüße Volkmar
SH-Sammler Am: 19.10.2018 07:01:22 Gelesen: 1257741 # 997
@ volkimal [#996] Hallo Volkmar, erst einmal vielen Dank für das Entziffern des Ortsnamens Ob.flach. Für die Beschreibung des Briefes ist mir bei diesem Brief der Ort wichtiger als der Name des Empfängers. Den Namen des Empfängers lese ich zwar mit viel Fantasie als Spuzzig - Hug, oder so ähnlich. Aber wie gesagt, nicht so wichtig. Daher brauchst Du Dir nicht den Kopf "madig" machen und viel Zeit dazu aufzubringen. Wie früher schon mal geschrieben, gilt auch für mich: Wer lesen kann, ist besser dran. Ich probiere es auch immer wieder, jedoch mit unterschiedlichen Resultaten. Liebe Grüsse Hanspeter
volkimal Am: 19.10.2018 10:50:56 Gelesen: 1257709 # 998
@ SH-Sammler [#997] Hallo Hanspeter, es macht mir ja Spaß, solche Anschriften zu entziffern. Diese ist aber echt eine harte Nuss. Der Brief wurde übrigens in Diesenhofen (= Diessenhofen) geschrieben. Ich nehme aber an, dass du das lesen konntest. Jetzt noch einmal zur Anschrift: Vorne sind eindeutig ein "S" und ein "h". Evtl. soll es ein "Sch" sein. Dahinter ist ein kleiner "Haken" (Pfeil) der mir nicht klar ist. Das folgende "utz" ist ziemlich eindeutig. Der zweite Teil fängt mit einem "H" an (vergleiche "Herren"). Der folgende Buchstabe ist unklar. Am Ende ist ein Buchstabe mit Über- und Unterlänge. Da kommen nur "f" oder "h" in Frage. Das letzte Wort fängt wohl mit einem Kleinbuchstaben an. Der Schreiber hat es damit nicht so genau genommen. Es gib nur "f, h, s" die das erfüllen. Ich vermute, dass es ein "f" ist. In einer Tabeller zur Deutschen Schrift sehe ich gerade, dass auch ein großes "F" manchmal so geschrieben wird. Es folgen "ug". Am Ende ist vermutlich ein Endungs-"s". Insgesamt könnte es "SchutzHof Fugs" heißen. Das ist aber absolut nicht klar. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 24.10.2018 11:48:54 Gelesen: 1256346 # 999
Guten Tag, heute wird es etwas "moderner", wir schreiten in das Jahr 1943. Ich verzweifle an der Adresse, eigentlich sollte ich den Ort finden, aber ich versage - wer hilft mir aus dem Tal der Ahnungslosen heraus? Ich lese folgendes, die Adresse lasse ich zum Teil weg, es ist mir zu peinlich.. ... Heinz ... ... Abtlg. 3/132 ... / Altmark Post ... Lieber Heinz! Aus dem schönen Mar- burg sende ich Dir die besten Grüße. Ich bin am 29.5 nach hier gekommen. Onkel Otto ist auch schon 1/2 Jahr fort. Wo er ist, weißt Du ja. Hat Dir Erich schon geschrieben? Ob ich Pfingsten wieder in M. bin, weiß ich noch nciht. Vater und Mutter besuchen Dich nach Pfingsten. Sollte ich Dir vorher nicht nochmal schreiben, so wünsche ich Dir gesunde frohe Festtage. Viele Grüße von Tante Toni und Hilde. Und sei vielmals herzlich gegrüßt von Deiner Anna Wer kann mir bitte weiterhelfen? Besten Dank sagt Olaf
GR Am: 24.10.2018 13:16:10 Gelesen: 1256282 # 1000
Der Ort dürfte Jahrstedt sein. Gruss Gerhard https://de.wikipedia.org/wiki/Jahrstedt
volkimal Am: 24.10.2018 13:51:41 Gelesen: 1256260 # 1001
@ GR [#1000] Hallo zusammen, stimmt genau, Jahrstedt Altmark Post Kunrau.R.A.D. Abtlg. = Reichs Arbeits Dienst Den Rest schaue ich mir später an. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 24.10.2018 21:03:13 Gelesen: 1256064 # 1002
@ DERMZ [#999] Hallo Olaf, jetzt habe ich (glaube ich) das erste Wort in der Anrede erkannt: “Arbm.“ = Arbeitsmann. Der Hausname ist zu stark verdeckt. Den kann ich nicht lesen. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 25.10.2018 07:50:19 Gelesen: 1255933 # 1003
@ GR [#1000] @ volkimal [#1002] Vielen Dank Gerhard und Volkmar, ich sehe wieder Licht, ich gebe noch schnell meine Peinlickkeit preis, ich war in Jöhstadt im Erzgebirge angekommen, und das ist nun wirklich nicht die Altmark - und in der Altmark habe ich keine Stadt mit der Endung "stadt" gefunden. Darum noch einmal tausend DANK an Euch. beste Grüße Olaf
GR Am: 26.10.2018 00:47:52 Gelesen: 1255739 # 1004
Immer gerne. :-) Gruss Gerhard
jmh67 Am: 26.10.2018 08:42:48 Gelesen: 1255670 # 1005
@ volkimal [#998] Mal eine Vermutung ins Blaue: Könnte das eine etwas eigenwillige Schreibung von "Schulzen-Vogt" sein? Also eine Amtsbezeichnung? Damals hießen doch die Dorfbürgermeister "Schulzen", und ein Vogt war eine Art Aufsichtsbeamter. -jmh
DERMZ Am: 26.10.2018 09:34:04 Gelesen: 1255656 # 1006
Guten Morgen, die Nacht ist vorbei, aber eine Lösung habe ich für die nächste Karte noch nicht. Viele Augen lesen mehr als meine zwei. Das folgende Wenige habe ich gelesen - wobei ich den Straßennamen ungewöhlich, dafür sehr originell, finde Herrn Professor Dr Sieveking Othmarschen / Altona Zickzackweg 18 Lieber Hans?, hier fand ich deine Karte aus Sch..., daß sie mich hier besonders erfreute, be... sich. Nach der sehr schönen aber etwas .... Auto- tour ist hier eine Pause (2-3 Tge), dann geht’s über die ... nach .... ... ist leider verreist. Ich bin ganz be- .... den alten .... ..... hab ich auf den Donnerstag und ... .. dich den .... Grüß alle dein .... Mb 27/8 32 herzlichen Gruß Georg Reith Ich danke schon jetzt wieder für die unbezahlbare Hilfe - DANKE Olaf
volkimal Am: 26.10.2018 15:06:07 Gelesen: 1255608 # 1007
@ jmh67 [#1005] Hallo jmh67, ich glaube nicht, dass du mit deiner Vermutung richtig liegst. Im Moment bin ich unterwegs. Zu Hause werde ich mir den Text noch einmal diesbezüglich ansehen. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 26.10.2018 23:59:16 Gelesen: 1255470 # 1008
@ DERMZ [#1006] Hallo Olaf, einiges könnte ich entziffern aber noch nicht alles. Ich hoffe, dass es mit Hilfe von Smartphone und Tablet alles richtig zu schreiben ist ohne dass die Autokorrektur alles durcheinanderbringt. Zunächst der Empfänger: Es dürfte Prof. Dr. Heinrich Wiedeking sein. Er hat von 1903 bis 1907 als Extraordinarius in Marburg gearbeitet. Siehe [1]. Hast du übrigens bemerkt, dass Georg Reith, der auch auf der Karte unterschrieben hat, der Gastwirt von der Ansichtskarte ist? Den Zickzackweg gibt es heute noch in Hamburg. Jetzt zum Text der Karte. Ich lese: Lieber Heinr., hier fand ich deine Karte aus Schweden, daß sie mich hier besonders erfreute, versteht sich. Nach der sehr schönen aber etwas ??? Auto- tour ist hier eine Pause (2-3 Tge), dann geht’s über die Weser nach ??? ??? ist leider verreist. Ich bin ganz be- geistert von den alten Erinnerungen Hier war ich auf dem Dannenberg und ging durch(?) den ???weg/berg(?) Grüß alle dein .... Mb 27/8 32 herzlichen Gruß Georg Reith Das Problem ist, dass der Absender der Karte unterwegs war. Daher müssen die Ortsangaben nicht unbedingt im Bereich Marburg sein. Zum Beispieĺ glaube ich, dass "Weser" richtig ist. Vergleiche einmal das "w" in "Schweden" und in "etwas". Welcher Ort liegt aber an der Weser? Die alten Erinnerungen beziehen sich vielleicht auf Marburg. Evtl. hat der Absender dort mit Herrn Sieveking zusammengearbeitet. Weißt du, ob es in Marburg oder in der Nähe einen Dannenberg (oder so ähnlich) gibt? Viele Grüße Volkmar [1] https://de.m.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Sieveking
DERMZ Am: 27.10.2018 05:47:28 Gelesen: 1255401 # 1009
@ volkimal [#1008] Volkmar! Tausend Dank! Wieder ein großes Stück weiter gekommen. Auf die Idee nach Sieveking in/und Marburg im Netz zu suchen bin ich nicht gekommen. Das macht Sinn. Über Georg Reith habe ich mir auch so meine Gedanken gemacht, ob er eventuell jeder Karte eines Gastes einen Gruß daruntergesetzt hat, wahrscheinlich waren aber der Schreiber und Sieveking dort wohlbekannte Gäste - dafür spricht ja, daß Sieveking dem Absender eine Karte zu Reith geschickt hat. In Marburg gibt es zum einen den Tannenberg, der scheidet aber sicher aus, das ist ein ehemaliges Kasernengelände weit oberhalb und "außerhalb" der Stadt, zum anderen gibt es den Dammelsberg, mit 318 m über Normalhöhennull eine der kleineren Erhebungen im Marburger Rücken. Damit dürfte der - noch unbekannte - Weg der "Marbacherweg" sein (... und ging auf dem Marbacherweg). Jetzt suchen wir noch nach der Autotour und dem Ziel selbiger, mal sehen - vielleicht kommt am Wochenende ja die Erleuchtung. Beste Grüße und besten Dank sagt Olaf
volkimal Am: 27.10.2018 08:10:08 Gelesen: 1255379 # 1010
@ DERMZ [#1009] Hallo Olaf, eins habe ich gestern vergessen. Der letzte Buchstabe bei der Anrede ist nicht ganz eindeutig. Ich habe erst einmal ein "r." angegeben. Es könnte aber auch "Heini" ohne den i-Punkt sein. Bisher suchte ich ein Ziel an der Weser. Das könnte aber auch nur ein Zwischenziel sein. Vom Wort her passt Travemünde aber ganz gut. Vielleicht ist das das Endziel. Zur Autofahrt fällt mir immer noch kein passendes Wort ein. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 27.10.2018 16:12:40 Gelesen: 1255256 # 1011
@ DERMZ [#1009] Hallo Olaf, gerade ist mir ein Wort eingefallen, dass in Frage kommt und auch Sinn macht. Wie wäre es mit "der sehr schönen aber etwas reichlichen Autotour"? Der Absender hat ja nicht sehr sauber geschrieben und ab und zu sind Buchstaben nur in Ansätzen vorhanden. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 27.10.2018 17:16:01 Gelesen: 1255237 # 1012
@ volkimal [#1011] Das klingt reichlich gut Volkmar, ich war zwischenzeitlich bei "wackelig", aber das passte so gar nicht. Wie immer, den besten Dank an Dich von Olaf
DERMZ Am: 03.11.2018 08:17:41 Gelesen: 1253432 # 1013
Guten Morgen! ich halte mich wieder an Belanglosigkeiten auf, mir fehlen wieder einmal zwei Worte, wenn denn dann der Rest richtig wäre... Ich habe folgendes gelesen, wobei ich mir bei dem fettgedruckten Wort sehr unsicher bin: An Frl. Lori Schierling Haus Achim Villenkolonie Darmstadter ...heim Land Liebe Lori! Nun sollen Sie endlich einen Gruß aus Marburg haben. Ich bin so froh, daßs ich Achim hinter mir habe, aber an Sie denke ich oft u. gern zurück. Wie geht es Ihnen? Mir geht es gut, ich kann jetzt mal richtig ausschlafen, ich wünschte Sie könnten mich mal besuchen. Seien Sie nun recht herzlich gegrüßt von Ihrer M. Linkel. Diese beiden Worte stellen mich noch vor ein Rätsel, kann mir jemand helfen? Tausend DANK! Beste Grüsse Olaf
volkimal Am: 03.11.2018 10:17:44 Gelesen: 1253351 # 1014
@ DERMZ [#1013] Hallo Olaf, es heißt "Haus Elim Villenkolonie Darmstadt Trautheim Land". Haus Elim ist heute eine Wohneinrichtung für psychisch kranke Erwachsene von der Caritas. Ich nehme an, dass es damals eine ähnliche Funktion hatte. Dann passt der Satz "Ich bin so froh, daß ich Elim hinter mir habe" auch vom Sinn her sehr gut. Im Moment habe ich Moment keine Zeit mehr um weiter zu suchen, aber google einmal nach Bildern. Es gibt z.B. Ansichtskarten vom Erholungsheim Elim". Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 03.11.2018 10:32:44 Gelesen: 1253336 # 1015
@ volkimal [#1014] Danke Volkmar, genau das ist das Haus, wenn ich es richtig verstehe, war die Funktion um 1910 ein Schwestern-Erholungsheim. Die weitere Geschichte habe ich noch nicht gefunden. Herzlichen Dank für Deine Hilfe. Beste Grüße Olaf
DERMZ Am: 03.11.2018 13:50:10 Gelesen: 1253232 # 1016
Guten Nachmittag, da ist mir doch eben noch ein weiterer bunter Falter vor die Augen gefallen Ganz schwach ist das Stempeljahr 1907 erkennbar. Ich lese folgendes: Herrn Ernst Hempel Hotel Kronprinz Vordamm Ostbahn Mein lieber Ernst! Warum läßt du denn gar nichts mehr von dir hören, hast du meine Karte nicht erhalten? Bin jetzt hier in Marburg in Stellung. Denke dir zufällig traf ich in Cassel H..., der- selbe ist jetzt in Frankfurt Reisen- der. Werde ihn von hier aus aufsuchen., & dann wird mal so'n kleiner Schlag gemacht. Hoffentlich läßt du bald etwas hören. Mit herzl. Gruß d. tr. Fr. Carl Paul M. scheint auch eine ....stadt zu sein, wie K. Abs: C.P. Marburg, Hessen Barüßerstr. 33 Ist Marburg vielleicht eine Stimmungsstadt, aber das passt nicht,und der Kollege heisst der mit Namen irgendwas mit S...bier? Mit besten Grüssen Olaf
volkimal Am: 03.11.2018 14:16:53 Gelesen: 1253216 # 1017
@ DERMZ [#1016] Hallo Olaf, den Namen weiß ich noch nicht. Ansonsten lese ich “M. scheint auch eine Sumpfstadt zu sein, wie K.“ Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 05.11.2018 13:35:38 Gelesen: 1251951 # 1018
@ volkimal [#1017] Guten Tag Volkmar, liebes Forum, wen auch immer Carl Paul in Kassel getroffen haben mag, es ist nur ein Name und für den Sinn der Karte nicht von großer Bedeutung. Ich lasse den Namen mal offen. Eine neue Karte 1909 schrieb Lilly an ihren Bruder. Gleichwohl durften sich auch viele ihrer Freundinnen auf der Karte verewigen, was die Sache nicht unbedingt leichter machte. Die Vorderseite ist zum Glück recht einfach lesbar, aber auf der "wichtigen" Seite habe ich wieder Lücken, einen Teil kann ich gar nicht lesen ( wohl auch von einer Freundin)... gelesen habe ich folgendes: Herrn Adolf Usener Hamburg 22 Finkenau 11 I Einziger Bruder! Auch meine Freude ist zu groß daß du wirklich kommst. Hast du frei? .. der um Erlaubnis gebeten, dich abzuholen. M.. ter u. ... können ja dann drunter schreiben, dann erlaubt sie’s eher!!! Schickt mir alles mit, um das ich gebeten habe! Lest daraufhin noch mal die letzten Briefe nochmal durch. Von Gertrud bekam ich heute morgen ei- nen Brief. Sie könnte meine Handlungsweise wohl ständig verstehen, mit dem innigen Wunsch alles zu vergessen. Ach, es wird wohl auch das Beste sein!!!! Gestern waren wir auf Spiegelslust. Es war herrlich. Einige Philologen waren oben, ( ich glaube alte Ger... die dann mit den vielen Mädchen ... ... trieben. Kannten mich ganz genau! Also auf Wiedersehen. Tausend Grüße auch an d.l. Eltern vom Lillykind und zum Schluss noch das unleserliche: Wer kann hier die Fehlstellen korrigieren? Herzlichsten Dank sagt Olaf
volkimal Am: 05.11.2018 15:53:31 Gelesen: 1251910 # 1019
@ DERMZ [#1018]

Hallo Olaf,

was bedeutet eigentlich "M. scheint auch eine Sumpfstadt zu sein, wie K.“? Bzw. was ist eine Sumpfstadt?

Bei der Karte an Adolf Usener lese ich:

Einziger Bruder! Ach meine Freude ist zu groß
daß du wirklich kommst. Hast du Frau Pf??-
der um Erlaubnis gebeten, dich abzuholen. Mut
ter u. Papa können ja dann drunter schreiben, dann
erlaubt sie’s eher!!! Schickt mir alles mit, um das
ich gebeten habe! Lest daraufhin noch mal die letzten Briefe
nochmal durch. Von Gertrud bekam ich heut morgen ei-
nen Brief. Sie könnte meine Handlungsweise voll-
ständig verstehen, mit dem innigen Wunsch alles zu
vergessen. Ach, es wird wohl auch das Beste sein!!!!
Gestern waren wir auf Spiegelslust. Es war herrlich.
Einige Philologen waren oben, (ich glaube alte Herren ??
die dann mit den vielen Mädchen manchen Schas??
trieben. Kannten mich ganz genau! Also auf
Wiedersehen. Tausend Grüße auch an d.l. Eltern
vom Lillykind

Das Unleserliche fängt mit „Bin entzückt sie wieder zu ???“ an.

Viele Grüße
Volkmar
DERMZ Am: 05.11.2018 17:53:09 Gelesen: 1251881 # 1020
@ volkimal [#1019] Danke Volkmar, das ist ja wieder mal spannend, was ich mir da für einen Unsinn gelesen habe. Danke für Deine Korrekturen. Die Sumpfstadt, ich muss gestehen ich habe keine Ahnung, doch gibt es in Marburg heute einen Treppenaufstieg von der Unterstadt (Pilgrimstein)in die Oberstadt und weiterführend zum Schloss. Es ist die "Enge Gasse", früher war sie jedoch als "Dreckloch" bekannt, da durch diese Gasse die Abwasser von Schloss und Oberstadt in Richtung Mühlgraben und Lahn geleitet wurden. Ab der Kreuzung mit der Wettergasse heißt das ganze heute "Schlosssteig" und klingt somit gar nicht mehr nach seinen Ursprüngen. Auch wenn man in alten Karten liest, durch die Studenten war immer Leben in der Stadt, also die Bürgersteige wurden nicht unbedingt hochgeklappt. Oft wird in diesen Karten Marburg als Musenstadt oder als urfidel beschrieben. Aber es gibt auch gegenteilige Stimmen zu Marburg - grottenlangweilig, abstossend usw. Diese sind jedoch deutlich seltener anzutreffen. So vermute ich, daß Carl Paul auch nicht zu den Menschen gehörte, die von Marburg begeistert waren und den es eher in größere Städte wie Kassel oder Frankfurt zog und so Marburg als Sumpfstadt bezeichnete. Welchen Ort er allerdings mit K. meinte, erschließt sich mir auch nicht. Beste Grüße und besten Dank sagt Olaf
DERMZ Am: 07.11.2018 10:09:12 Gelesen: 1251450 # 1021
Guten Morgen, Ernst schreibt Weihnachten 1901 an seine Friede eine Ortspostkarte, es fehlt erneut ein oder zwei Worte. Ich lese folgendes: Fräul. Friede Kunzling Marburg Renthof 21 1.St. die herzlichsten Grüße von der Reise Nachts 3 Uhr sendet Ernst .... , und hoffe dass du auch bald kommst. Ich hole dich ab. Vielen Dank und beste Grüße Olaf
volkimal Am: 07.11.2018 12:46:34 Gelesen: 1251424 # 1022
@ DERMZ [#1021] Hallo Olaf, ich denke, dass die Karte an Fräul. Trinche Kreyling geht. Die Grüße kommen von Ernst Henkel. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 07.11.2018 16:15:36 Gelesen: 1251388 # 1023
@ volkimal [#1022] Volkmar, Du hast Recht, das ist Tochter Kreyling, und der Verehrer natürlich der Ernst Henkel. Was bin ich wieder blind gewesen. Tausend DANK und beste Grüsse Olaf
Heinrich3 Am: 08.11.2018 09:28:22 Gelesen: 1251216 # 1024
Hallo, in diesem Stempel ist es keine Schrift, sondern der Druck, den ich nur teilweise lesen kann. Deshalb bitte ich um Ergänzung meiner entzifferten Wörter. Ich lese: Weintorkel von 1772 im steinischen Weingut und dann rechts: St. Andreas ? ? Danke im voraus Heinrich
DERMZ Am: 08.11.2018 12:10:39 Gelesen: 1251186 # 1025
@ Heinrich3 [#1024] Hallo Heinrich, ich habe auch etwas Mühe links : Rebgut - nicht Weingut rechts: St. Andreas / Hospital / Fond nur das Wort vor dem Rebgut ist mir nicht klar. Beste Grüsse Olaf
volkimal Am: 09.11.2018 20:53:32 Gelesen: 1250977 # 1026
@ Heinrich3 [#1024] Hallo Heinrich, Olaf hat recht. Ich hatte mich nur gewundert, dass man im Netz nichts dazu findet. Jetzt bin ich doch noch fündig geworden: Unter Ansichtskarten findest du derzeit bei Ebay: Offenburg - Alte Weintorkel - St.-Andreas-Hospitalfonds. Viele Grüße Volkmar https://www.ebay.at/itm/Offenburg-Alte-Weintorkel-St-Andreas-Hospitalfonds-um-1955-K-12-8/311596917715?hash=item488c9fa3d3:g:xnUAAOSw1S9WcUQP
DERMZ Am: 09.11.2018 21:21:01 Gelesen: 1250965 # 1027
@ volkimal [#1026] Hallo Volkmar, kannst Du denn das Wort vor dem "Rebgut" identifizieren? Ich habe immer noch keine Idee, oder ist das wirklich "steinische"? Viele Grüße Olaf
volkimal Am: 09.11.2018 21:43:46 Gelesen: 1250959 # 1028
@ DERMZ [#1027] Hallo Olaf, der Begriff Rebgut ist wohl ein anderer Begriff für Weingut. Er stimmt auf jeden Fall. Auch das St.-Andreas-Rebgut [1] ist bei Ebay zu finden. Das Wort "steinisch" könnte ich in diesem Zusammenhang zwar nicht finden, ich habe das Wort aber auch so gelesen. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.offenburg.de/html/st_andreas_hospital.html
Heinrich3 Am: 09.11.2018 22:39:34 Gelesen: 1250948 # 1029
@ DERMZ [#1025] usw. @ volkimal [#1026] usw. Ganz herzlichen Dank Euch beiden! Ich hatte auch schon das Problem, daß im Internet zu dieser "Antiquität" nichts zu finden war. Vielleicht ist das "steinisch" vom Stifter des Gutes an das St. Andreas Hospital abgeleitet, ich denke an den Namen Stein. Nun lade ich das gelesene in die Stempeldatei und hoffe auf den der Redakteur bei der Freigabe. Schönes Wochenende wünscht Heinrich
DERMZ Am: 10.11.2018 06:58:50 Gelesen: 1250869 # 1030
Guten Morgen, heute zeige ich eine schöne Lihto aus Marburg, es fehlt mittig nur ein Wort, alles andere habe ich - hoffentlich - richtig lesen können. dennoch würde ich mich freuen, wenn jemand den Text Korrektur liest, 100% sicher bin ich mir nicht Gelesen habe ich das folgende: Herrn Gerichtsassessor Harff Oberaula b/Hersfeld Rebz. Cassel. L.W. besten Dank für d. l. Karten von Viesb. hast dir doch Anzüge best. das ist notwendig auch Abs. des .. kann die Karte die könntest zu Erhart u. Martin schicken, er war neulich bei uns Haspelstr.6 Hat Molly geschr.? am Sonntag waren wir in Waldeck. Herzl. Gr. W. Muth Ein herzliches Dankeschön sagt Olaf
Saguarojo Am: 10.11.2018 08:56:58 Gelesen: 1250857 # 1031
Liebe Sammlerfreunde, ich zeige hier den Ausschnitt eines Briefes von 1847, in dem es u.a. um ein Problem mit einer Hebamme geht. Eine Passage in Latein kann ich nicht lesen und entziffern. Ich bitte daher um Hilfe. Es steht dort: Letztere ist bereits wegen unbefugten operativen Eingreifens bey ania pl...... ...... ..... in Criminal Untersuchung. Viele Grüße Joachim
volkimal Am: 10.11.2018 09:32:45 Gelesen: 1250850 # 1032
@ Saguarojo [#1031] Hallo Joachim, es heißt “bey einer placenta adhaerens“ Viele Grüße Volkmar
Saguarojo Am: 10.11.2018 13:01:18 Gelesen: 1250808 # 1033
@ volkimal [#1032] Hallo Volkmar, ganz herzlichen Dank und ein schönes Wochenende. Liebe Grüße Joachim
volkimal Am: 10.11.2018 16:21:48 Gelesen: 1250759 # 1034
@ DERMZ [#1030] Hallo Olaf, so, jetzt bin ich aus Ringelstein zurück und habe nicht nur das Smartphone zur Verfügung. Ich lese: L.W. besten Dank für d. l. Karten von Viesb. Hast dir doch Anzüge best. das ist notwendig nach Abs. (evtl. Absprache) 15 ??? kam die Karte, du könntest Hrn. Erhart e. Karte schicken, er war neulich bei uns Haspelstr.6 Hat Molly geschr.? am Sontag warn wir in N??deck. Herzl. Gr.  W. Muth Gar nicht so einfach. Einiges lese ich anders als du. Das fehlende Wort in der Mitte könnte die Abkürzung eines Monats sein - welcher??? Der Ort, in dem sie am Sonntag waren, müsste nach meiner Meinung mit "N" anfangen und er enthält kein "l". Gibt es irgendetwas passendes in der Nähe von Naumburg? Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 10.11.2018 17:49:34 Gelesen: 1250732 # 1035
@ volkimal [#1034] Danke Volkmar, wenn es ein Monatsname ist, kann es eigentlich nur der April sein, die Karte selbst wurde am 4. Mai gestempelt. Als Ort hatte ich auf Waldeck getippt, das liegt doch recht nah an Marburg und wurde viel besucht, wenngleich es den Edersee damals noch nicht gab. Alternativ macht wahrscheinlich Nordeck bei Allendorf mehr Sinn. Danke, ich habe mal wieder etwas dazu gelernt. Beste Grüsse Olaf
volkimal Am: 10.11.2018 18:06:36 Gelesen: 1250729 # 1036
@ DERMZ [#1035] Hallo Olaf, Nordeck passt vom Wort her sehr gut. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 11.11.2018 10:39:10 Gelesen: 1250596 # 1037
Guten Morgen, ich lasse mich vom Wetter anstecken und fische im Trüben. Erneut fehlen die Richtigen Worte des Textes. Bisher habe ich folgende Reisepläne gelesen: Familie Friedrich Marwinkel Altona (Elbe) Eimsbüttelerstr 48 III Liebe Eltern u. Geschwister! Tausend Dank für das so freigiebig bemes- sene Reisegeld und l. Mäuschen für deinen l. Brief. Eben saßen wir beide unter der Gas.... und .... mit dem ... an. Jetzt wird Abschied genommen und morgen früh gehts los. Das werden fröhliche Pfingsten werden. Die nächsten Pfingstgrüße sende ich Euch vom Rhein. Seid herz- lich gegrüßt von Eurem ... Programm: Morgen: Wetzlar, Limburg, Ems Sonntag: Coblenz, Andernach, Maria Laach Montag: Marxburg, Stolzenfels Dienst: Rheinfahrt nach Bingen Mittw: Nahetal Donn: Niederwald, Rüdesheim M. Wilfried Quentin Vielen Dank für die wertvolle Hilfe sagt Olaf
Eric Scherer Am: 11.11.2018 12:58:58 Gelesen: 1250596 # 1038
Anschrift entschlüsseln Hallo, kann mir jemand beim Entschlüsseln dieser Anschrift helfen?
bignell Am: 11.11.2018 13:05:34 Gelesen: 1250593 # 1039
@ 8049home [#1038] Hallo, An das Wollöbliches Bezürcks. Ambt in ?? ebda Lg, harald
volkimal Am: 11.11.2018 13:09:23 Gelesen: 1250591 # 1040
@ 8049home [#1038] Hallo, ich lese es ein wenig anders: An das Wollebliches Bezürchs Ambt in Staußen alda Mit der Ortsangabe Staußen kann ich aber leider nichts anfangen. Vielleicht könntest Du den Text einstellen. Manchmal hilft der weiter. Viele Grüße Volkmar
Eric Scherer Am: 11.11.2018 13:47:51 Gelesen: 1250572 # 1041
Super - Danke. Ort ist "Stauffen" im Badischen.
buzones Am: 11.11.2018 13:48:40 Gelesen: 1250569 # 1042
Also ich lese da: An das Wollebliches Bezürchs-Ambt in Staufen alda. Hätte der Schreiber bessere Orthographie- und Grammatikkenntnisse gehabt, hätte er wohl An ein Wohllöbliches Bezirksamt in Staufen allda adressiert. :) Sonntägliche Nachmittagsgrüße Ralf
buzones Am: 11.11.2018 13:51:14 Gelesen: 1250567 # 1043
@ 8049 Du kannst doch nicht einfach posten, während ich noch schreibe! *tststs* :D Grüße Ralf
Eric Scherer Am: 11.11.2018 13:54:59 Gelesen: 1250565 # 1044
Sorry, hier noch das schönste an dem Stück - es handelt sich um einen Taxzettel-Brief. Korrekt mit rosa farbigem Taxzettel an eine Amtstelle.
volkimal Am: 12.11.2018 13:11:13 Gelesen: 1250381 # 1045
@ DERMZ [#1037] Hallo Olaf, ein Wort fehlt mir. Sonst ist alles klar. Der Empfänger dürfte Herr Marwedel sein. Den Namen gibt es in Hamburg häufiger, Marwinkel gibt es dort nicht. Die Namen (Unterschriften) sind nicht zu erkennen. Familie Friedrich Marwedel Altona (Elbe) Eimsbüttelerstr 48 III Liebe Eltern u. Geschwister! Tausend Dank für das so freigiebig bemes- sene Reisegeld und l. Marichen für deinen l. Brief. Eben saßen wir beide unter der ??? und spielten mit dem Kindern. Jetzt wird Abschied genommen und morgen früh gehts los. Das werden fröhliche Pfingsten werden. Die nächsten Pfingstgrüße sende ich Euch vom Rhein. Seid herz- lich gegrüßt von Eurem ... Programm: Morgen: Wetzlar, Limburg, Ems (= Bad Ems) Sonntag: Coblenz, Andernach, Maria Laach Montag: Marxburg, Stolzenfels Dienst: Rheinfahrt nach Bingen Mittw: Nahetal Donn: Niederwald, Rüdesheim M. Wilfried Quentin Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 12.11.2018 14:36:22 Gelesen: 1250319 # 1046
@ volkimal [#1045] Danke Volkmar, das fehlende Wort, könnte es eine ....brücke sein? Wenn ja, dann schaue ich mal, welche Brücken in Frage kommen könnten - es dürfte ja eine mit "G" am Anfang sein, oder die Bahnhofsbrücke? Sind nur Ideen. Viele Grüsse Olaf
volkimal Am: 12.11.2018 14:56:22 Gelesen: 1250313 # 1047
@ DERMZ [#1046] Hallo Olaf, ...brücke könnte sein - es ist aber nicht endeutig zu erkennen. Bahnhofsbrücke ist es - glaube ich - nicht. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 12.11.2018 19:32:50 Gelesen: 1250251 # 1048
@ volkimal [#1047] Hallo Volkmar, ich habe ein wenig geschmökert und in alten Stadtplänen mal geschaut. Ich könnte mir fast die "Gaswerkbrücke" vorstellen, die würde wahrscheinlich Sinn machen. Auch kam mir beim ersten Lesen das Wort "Gaslaterne" in den Sinn, aber die ist natürlich völliger Unsinn. Also, was denkst Du, könnte es die Gaswerkbrücke sein? Hier noch ein kleiner Kartenausschnitt aus einem alten Stadtplan von etwa 1910, leider enthält er keine Brückennamen, aber eine Brücke zum Gaswerk ist eingezeichnet: Viele Grüße Olaf
volkimal Am: 12.11.2018 20:13:17 Gelesen: 1250237 # 1049
@ DERMZ [#1048] Hallo Olaf, hier mal das Wort der Karte und in Sütterlin zum Vergleich: Das "G" im Wort Geschwister ist leider zu verschmiert um es eindeutig zu vergleichen. Der nächste Buchstabe der auffällt ist das "s" von "Gas". Eigentlich gehört dort das runde Endungs-s hin. Vielleicht hat sich der Schreiber aber auch vertan und das lange "s" verwendet. Dann ist noch ein langer "Strich" nach dem ersten "k". Wenn dann wäre es Gaswerk sbrücke - also mit "s". Aber auch dort müsste eigentlich das runde "s" sein. Leider ist im Text sonst kein "s" am Ende einer Silbe um zu erkennen, ob der Absender das runde "s" nur am Wortende benutzt hat. Gerade der mittlere Teil ist so unklar, dass es anstelle von Gaswerksbrücke auch Gasanstaltsbrücke sein könnte. Zusammengefasst kann man sagen, dass das Wort auf der Karte einfach zu verschmiert ist, um die Frage eindeutig zu beantworten. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 12.11.2018 20:36:14 Gelesen: 1250228 # 1050
@ volkimal [#1049] Danke Volkmar, in Marburg gab es "nur" die "Gaswerksbrücke" , der Name "Gasanstaltsbrücke taucht nirgendwo in der Literatur auf. Ich nehme es jetzt mal als Gaswerksbrücke in meine Sammlung auf. Damit bin ich sehr zufrieden. Dir nochmals vielen lieben Dank und beste Grüsse aus dem südlichen Süden, Olaf
JohannesM Am: 13.11.2018 14:47:01 Gelesen: 1249949 # 1051
Ich schäme mich jetzt schon, dass ich dieses Pamphlet einstelle und bin auch nicht böse, wenn sich niemand daran vergreift. Aber vielleicht hat doch jemand Lust? Beste Grüße Eckhard
DERMZ Am: 13.11.2018 14:57:32 Gelesen: 1249939 # 1052
@ JohannesM [#1051] Hallo Eckhard gerne versuche ich, Dir zu helfen, habe Dir eine kurze mail geschickt. Viele Grüsse Olaf
blitz Am: 23.11.2018 10:50:59 Gelesen: 1247409 # 1053
Ballon Abwurfkarte Habe Probleme diese Karte zu lesen!
Shinokuma Am: 24.11.2018 13:00:20 Gelesen: 1247363 # 1054
Alles ist nicht zu lesen, aber folgendes lässt sich entziffern: Abs. H. Thormeyer Ballon Lilienthal Aufstieg: Bitterfeld In Erinnerung an die schönen Tage in ..... sendet freundliche Grüße aus dem Luftballon gefunden am: von: Ballon-Postkarte Herrn J. Haas ... Stallmann Versandbuchhandlung Der Name der Straße sieht aus wie Harnstr. Beste Grüße Gunther
DERMZ Am: 24.11.2018 13:09:12 Gelesen: 1247360 # 1055
@ Shinokuma [#1054] Hallo Gunther, hallo blitz, es heisst: In Erinnerung an die schönen Tage in Zingst sendet ... viele Grüße Olaf
volkimal Am: 24.11.2018 13:36:07 Gelesen: 1247354 # 1056
@ Shinokuma [#1054] Hallo Gunther, in der Anschrift heißt es Ballon-Postkarte Herrn J. Haas gen. Stallmann Versandbuchhandlung Hornstraße 15 "gen." bedeutet "genannt". Das kam z.B. vor, wenn die Versandbuchhandlung den Besitzer gewechselt hatte und der alte Name Stallmann beibehalten werden sollte. Ich denke, dass die Karte in die Hornstraße geht. Die gibt es immer noch. Eine Harnstraße ist im Internet nicht zu finden. Viele Grüße Volkmar
Peter aus Oststeinbek Am: 25.11.2018 11:40:24 Gelesen: 1247147 # 1057
@ DERMZ [#1050] Hallo Volkmar und Olaf, Euer Beitrag hat mich neugierig gemacht und so habe ich auch eine Deutung versucht. Wer Postkarten schreibt setzt sich nicht unter eine –unbekannte- Brücke sondern in ein Cafe oder Restaurant o.ä. Es müsste sich schon um einen markanten Punkt handeln, sonst ist die Erwähnung für den Empfänger nutzlos. Ich denke bei dem ersten Buchstaben handelt es sich nicht um ein G, sondern H. Die ersten Buchstaben könnten „H o f“ lauten. Das Wort kann mit Hofstadt anfangen, es gibt einen Ortsteil Hofstatt, der im 13. Jahrhundert einer der Mittelpunkte der Stadt Marburg war. Aber ob es nun unter einer Birke (wie ich herauslese) oder etwas anderes war, kann wohl nur ein Marburger mit Sicherheit sagen. Weiterhin viel Spaß! Peter
DERMZ Am: 25.11.2018 13:46:46 Gelesen: 1247103 # 1058
@ Peter aus Oststeinbek [#1057] Guten Sonntag Peter, das ist ein sehr guter Hinweis, der mich zum Nachdenken anregt. Leider bin ich von Marburg ein paar Autostunden entfernt, kann also nicht vor Ort schauen. Aber die Hofstatt könnte auch viel Sinn machen. Die Hofstatt ist ein recht markanter Punkt in der Marburger Oberstadt, nicht weit vom Marktplatz entfernt. Ich habe auf historischen Fotos geschaut, dort gab es einen Baum und auch etliche Bänke und viel Platz zum Spielen. Auf einem alten Photo sah der Baum so aus, aber ist das eine Birke? Danke für den Tip sagt Olaf
Peter aus Oststeinbek Am: 25.11.2018 15:57:49 Gelesen: 1247051 # 1059
@ DERMZ [#1058] Hallo Olaf, mit der Birke war ich ja nicht sicher, in den Ortsmitten sind eher Linden oder Eichen zu finden. Ich habe mich hier an b und k der "brücke" orientiert. Aber Linde könnte auch passen. Vielleicht kann die Touristinformation helfen? Schönen Abend, Peter
DERMZ Am: 26.11.2018 13:05:32 Gelesen: 1246764 # 1060
@ Peter aus Oststeinbek [#1059] Guten Morgen Peter, es ist bestätigt, es ist eine Linde, die auf der Hofstatt gepflanzt war und ist - information der tourist-info Marburg. Damit wird aus der Gaswerkbrücke dann die Hofstattlinde. Besten Dank für Deine Hilfe sagt Olaf
DERMZ Am: 28.11.2018 05:20:18 Gelesen: 1246277 # 1061
Guten Morgen wir bewegen uns in Marburg auf den Marktplatz, es wird 1912 von einer Autoausfahrt berichtet - heute ist es normal, so ändern sich die Zeiten. Ich lese heute folgendes: Familie Ernst Rück jr. Elberfeld Stuttbergstr. 55 Liebe Eltern u. Geschwister! Wenn man Glück hat, kommt es immer zu- sammen. Heute morgen kam der Geldbriefträger, und heute Nachmittag kam ganz plötzlich ohne Anmeldung Onkel Fritz hereinspaziert. Es ist doch gut, wenn man einen solchen Onkel hat. Erstens habe ich jetzt einen vergnügten bil- ligen Nachmittag, dann ge... auch noch einer sehr schönen Autofahrt gelangten wir gegen 6 Uhr an. Herl. Grüße an Alle Friten Herzlich Gruß E. Rathe Becker eine kleine ... ... ... .... dass mir Onkel Fritz 10 .... in die ..... Rechte drückte. Also alles war ... Herzl. Gruß Karl Was hat Onkel Fritz dem Karl in die Hand gedrückt, ich komme nicht dahinter. Wer kann helfen, jetzt schon einmal vielen Dank. Beste Grüße Olaf
volkimal Am: 28.11.2018 08:38:56 Gelesen: 1246246 # 1062
@ DERMZ [#1061] Hallo Olaf, der Onkel drückte ihm 10 Emmchen in die treue(?) rechte Hand. Da ich damit auch nichts anfangen konnte, habe ich gegoogelt. Emmchen n.: der Buchstabe M mit angehängter Verkleinerungssilbe als Abkürzung für die Geldeinheit Mark, umgspr., Emmche [Rockhs]. Dornseiff 481 Emm; Küpper I3 153. Quelle: woerterbuchnetz.de Den Rest später. Ich muss gleich los. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 28.11.2018 16:33:25 Gelesen: 1246125 # 1063
@ DERMZ [#1061] Hallo Olaf, so jetzt bin ich etwas weiter gekommen. Du hast die Texte etwas falsch sortiert. Die komplette Textseite hat Karl geschrieben (auch den Text unter dem Vordruck). Der Text auf der Bildseite ist dagegen von dem Onkel Fritz. Ich denke, dass die Karte an Familie Ernst Küch geht (nicht Rück). Hier der momentane Stand. Bei den fett markierten Teilen bin ich mir nicht sicher bzw. sie sind noch nicht klar. Liebe Eltern u. Geschwister! Wenn man Glück hat, kommt es immer zu- sammen. Heute morgen kam der Geldbriefträger, und heute Nachmittag kam ganz plötzlich ohne Anmeldung Onkel Fritz hereinspaziert. Es ist doch gut, wenn man einen solchen Onkel hat. Erstens habe ich jetzt einen vergnügten bil- ligen Nachmittag, dann gings ??? auch eine kleine Anzap- fung von mir. Daß mir Onkel Fritz 10 Emmchen in die treue Rechte drückte. Also alles im Eis Herzl. Gruß Karl Nach einer sehr schönen Autofahrt gelangten hier gegen 6 Uhr an. Herzl. Grüße an alle Fritz Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 29.11.2018 07:01:50 Gelesen: 1245933 # 1064
@ Peter aus Oststeinbek [#1059] Guten Morgen Peter, mir ist da noch eine weitere Ansichtskarte der Hofstatt mit der Hofstadtlinde untergekommen, auch aus dem Jahr 1912. Hier ist der Platz und die Linde gut zu erkennen @ volkimal [#1063] Guten Morgen Volkmar, ups, da habe ich die Texte wirklich falsch sortiert. Danke Dir für die Richtigstellung. Auf das Emmchen wäre ich auch nie gekommen, Du bist einfach unglaublich. Vielen vielen Dank für Deine große Hilfe. Mit besten Grüßen Olaf
DERMZ Am: 29.11.2018 21:15:20 Gelesen: 1245766 # 1065
Guten Abend hier noch eine kleine Feldpostkarte von 1915, das Ende fehlt mir, was zeigen die Soldaten für eine Freude? Gelesen habe ich folgendes: Feldpost Familie Köth Zotzenheim b. Sprendlingen Rheinhessen Wir Soldaten lieben die Verände- rung. Dieses Mal sollen wir eine größere Reise unternehmen u. zwar nach der anderen Front. Leider sind wir nicht bei Ihnen vorbei gefahren. Aber die Freude sollten Sie bei uns sehen, wieder einmal unter.... zu ... en. Es grüßt Sie herzlichst Ihr .... Ich würde mich über Hilfe wieder einmal sehr freuen. Beste Grüße Olaf
volkimal Am: 29.11.2018 21:43:49 Gelesen: 1245755 # 1066
@ DERMZ [#1065] Hallo Olaf, es heißt "wieder einmal unser Deutschland zu schauen". Der Absender war entweder auf dem Weg von der Ostfront zur Westfront oder umgekehrt. Dazwischen lag natürlich Deutschland. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 30.11.2018 05:38:31 Gelesen: 1245666 # 1067
@ volkimal [#1066] Danke Volkmar! Wiedermal bist Du mir eine GROSSE Hilfe. Danke! Beste Grüße Olaf
DERMZ Am: 30.11.2018 11:02:34 Gelesen: 1245609 # 1068
Guten Tag wer kennt die Marsdorfer Straße? Ich finde sie in Köln und in Dresden, aber die Feldpostkarte geht wo ganz anders hin, oder? Feldpost Herrn J. ???? Drescher ???? Marsdorferstr 8 Die besten Glückwünsche von Bruno ich befinde mich auf der Fahrt mir gehts gut auf ein gesundes Wiedersehen Vielen Dank für die Hilfe mit Nachname und Wohnort. Beste Grüße Olaf
volkimal Am: 30.11.2018 13:43:21 Gelesen: 1245574 # 1069
@ DERMZ [#1068] Hallo Olaf, mit Dresden liegst du richtig. Die Anschrift lautet: Herrn J. Raschig Dresden Trachau Marsdorferstr 8 Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 01.12.2018 06:15:52 Gelesen: 1245364 # 1070
@ volkimal [#1069] Vielen Dank Volkmar, ich staune jedesmal, daß Du offensichtlich jede Schrift entziffern kannst. Wunderbar. Heute gehen wir "Zurück in die Zukunft" oder so ähnlich, 1927 schrieb ein Prähistoriker wohl dem Anderen: Ich habe folgendes gelesen: Herrn cand. praefrst. H. Lendel Breslau I. Haus für Kunst u. Gewerbe Georgenstr. 1.4. 7.XII.29. Sehr geehrter Herr Lendel! Ich möchte Ihnen doch einmal für Ihre ...ung danken und hoffe, daß Ihnen die Be- fundung des ... nicht zu- viele Umstände gemacht hat. In umstehendem Bau ist auch die Prä... untergebracht. Mit bestem Gruß Ihr R. v. ... Was stimmt, was fehlt? Tausend Dank für jede Hilfe sagt Olaf
volkimal Am: 01.12.2018 09:07:26 Gelesen: 1245323 # 1071
@ DERMZ [#1070] Hallo Olaf, gehe ich recht in der Annahme, dass es im Marburger Kunstinstitut eine prähistorische Abteilung gab oder gibt? Ich lese: Herrn cand. praehist. H. Lendel Breslau I. Haus für Kunst u. Gewerbe Georgenstr. 1.4. 7.XII.29. Sehr geehrter Herr Lendel! Ich möchte Ihnen doch einmal für Ihre ???tung danken und hoffe, daß Ihnen die Zu- sendung des Buches nicht zu- viele Umstände gemacht hat. In umstehendem Bau ist auch die Prähistorie untergebracht. Mit bestem Gruß Ihr R. v. ... Dein Satz "ich staune jedesmal, daß Du offensichtlich jede Schrift entziffern kannst." stimmt nicht ganz. Mit dem noch fehlenden Wort habe ich noch Probleme: Es fängt vermutlich mit "St" an, kann aber auch ein "N" oder ein "M" sein. Der Rest ist mir noch nicht klar. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 01.12.2018 11:06:31 Gelesen: 1245294 # 1072
@ volkimal [#1071] Danke Volkmar, mal sehen ob wir das fehlende Wort auch noch entziffern können. Ja, und im Jubiläumsbau waren auch die Prähistoriker untergebracht, im Kellergeschoß war ein menschliches Skelett ausgestellt - da sind wir als Kinder immer zum Gruseln hingegangen - und in den oberen Stockwerken hing u.a. ein Picasso. Heute ist das Skelett in den Wilhelmsbau auf dem Schloss umgezogen, und seit mehreren Jahren ist die Abteilung wegen Umbau geschlossen, und kann somit nicht besichtigt werden. Schade. Beste Grüße Olaf
JH Am: 01.12.2018 13:56:08 Gelesen: 1245259 # 1073
@ volkimal [#1071] Er bedankt sich für die "Mühewaltung". Gruß Jürgen
DERMZ Am: 01.12.2018 14:43:53 Gelesen: 1245233 # 1074
@ JH [#1073] Vielen Dank Jürgen, ich habe mal im Duden geschaut, da mir das Wort nicht geläufig war, wobei der Sinn ja klar ist. Der Duden schreibt: Mühe; freundliches Entgegenkommen (meist als Grußformel im Brief) Damit ist auch diese Lücke gefüllt. Beste Grüße Olaf
DERMZ Am: 04.12.2018 06:07:39 Gelesen: 1244716 # 1075
Guten Morgen, In Marburg war eine Tagung, von dieser wurden Grüße verschickt, doch was steht vor Marburg geschrieben, ich habe keine Idee, vielleicht irgendetwas mit "Alt...", seht selbst: Fräulein Frida Lützner Ulm a/D Frauenstraße 56 Marburg, 22.9.29 Von unserer Tagung im ... Marburg sendet Ihnen herzl. Grüße Ihre Lisa Thürle Viele Grüße und besten Dank sagt Olaf
volkimal Am: 04.12.2018 09:37:59 Gelesen: 1244700 # 1076
@ DERMZ [#1075] Hallo Olaf, es könnte gut "ueberraschenden" heißen. Das "c" fehlt allerdings. Die Absenderin war "Li na ???". Ich glaube nicht, dass der Nachnahme mit "T" anfängt. Es könnte ein großes "S" sein. Normalerweise werden die Namen aber in lateinischer Schrift geschrieben. Da passt überhaupt kein Buchstabe. Viele Grüße Volkmar
Saguarojo Am: 04.12.2018 09:42:38 Gelesen: 1244699 # 1077
@ volkimal [#1076] Hallo, ich lese "im interessanten Marburg". Viele Grüße Joachim
DERMZ Am: 04.12.2018 10:19:23 Gelesen: 1244690 # 1078
@ volkimal [#1076] @ Saguarojo [#1077] Vielen Dank Joachim und Volkmar, ich vermute den Nachnamen als Führle. Beste Grüße sagt Olaf
volkimal Am: 04.12.2018 11:33:29 Gelesen: 1244681 # 1079
@ Saguarojo [#1077] @ DERMZ [#1078] Hallo zusammen, ihr habt natürlich recht. Man soll auch nicht antworten wenn man in Eile ist. Und wenn man dann auch noch den i-Punkt ignoriert - selber schuld. Den Namen Führle gibt es auch heute noch in Ulm. Viele Grüße Volkmar
Saguarojo Am: 04.12.2018 14:53:43 Gelesen: 1244666 # 1080
@ volkimal [#1079] Hallo Volkmar, Du bist hier der Experte im Lesen alter Schriften. Ich dagegen als "blindes Huhn" finde auch mal "ein Korn". Viele liebe Grüße Joachim
DERMZ Am: 07.12.2018 06:39:11 Gelesen: 1244445 # 1081
Guten Morgen, mit großen Schritten nähern wir und der Sonnenwende, schön, wenn es bald wieder ein wenig länger hell ist - doch das löst meinen Knoten mit der altdeutschen Schrift leider nicht auf. Hier meine Sorgenkarte: Ich habe folgendes gelesen: Herrn Ingenieur E. Foerster Hamburg 6 Altonaerstr. 49 pt.l. Mein lieber Großpapa! Besten Dank für deinen lieben, langen Brief. Dienstag Nachmittag od. Mittwoch früh gedachte ich zu fahren und zwar direkt u. so schnell wie möglich, da ich mich so freue wieder einmal liebe Menschen um mich zu sehen, ... hier die Wartburg (.. nur als Junger ...) nicht ..., dann wäre ich ... ... geworden. - - Du bist doch ein süßer Großi daß du dem ... ... . .... ... schenken willst. Ja bitte sende du alles ab, denn du verstehst die ... besser ... als ich. Amiachen oder richtiger Lawinchen war ganz gerührt über dein Geburtstagsgeschenk, Sie schreibt, sie kann sich gar nicht erklären, warum Du nur so freundlich zu ihr bist.” Es klingt übrigens zu herzig auf ihrer Karte: “Du bist so gut”, aber ... ... ... sir mir noch auch daß sie nicht “du” sagen darf, daruüber muß ich ihr einmal eine philologische Abhandlung senden. - Lieber Großpapa, was wünscht Du dir denn zu Weihnachten? bittte schreib mir doch darüber. - Besten Dank für das mir zu Weihnachten zugedachte Brief und schönste Grüße und Küsse von deinem sehr dankbaren Ernst Natürlich gibt es auch die entsprechenden Detailfotos Wie immer, bin ich dankbar für jede Hilfe und Unterstützung. beste Grüße Olaf
Max78 Am: 07.12.2018 08:28:42 Gelesen: 1244435 # 1082
@ DERMZ [#1081] Moin Olaf, mal die kleinen Teile, wo Du Probleme hattest: Menschen um mich zu sehen, wenn hier die Wartburg (... nur als Ganzes betrachtet) nicht wäre, dann wäre ich vollendeter Einsiedler geworden. Du bist doch ein süßer Großi, daß du dem lieben Annielein so etwas Schönes schenken willst. Ja bitte sende Du Alles ab, denn Du verstehst die Brosche besser wegzupacken, als ich. ... "Du bist so gut", aber wirklich Du verwöhnst sie nur noch - auch daß sie nicht "Du" sagen darf ... ob's wortwörtlich stimmt = ?, aber sollte zumindest dem Sinn entsprechen. Auf diesem Wege wünsche ich Dir eine schöne und möglichst stressfreie (Vor-)Weihnachtszeit, bin hier und in anderen Themenbereichen öfter mal am lesen - weiter so! lg Max
volkimal Am: 07.12.2018 09:18:58 Gelesen: 1244423 # 1083
@ Max78 [#1082] Hallo Max, da warst Du schneller als ich. Während ich den Text "übersetzt" habe, war dein Beitrag schon im Forum. Du schreibst "ob's wortwörtlich stimmt = ?," Natürlich stimmt es wortwörtlich. Bei Deinem Text kann ich nur das fehlende Wort ergänzen. Ansonsten lese ich nur ein einziges Wort anders. Das ist mir noch aufgefallen: ( eh nur als Ganzes betrachtet) A nniechen oder richtiger Lawinchen du verwöhnst sie mir noch Ansonsten habe ich bei Olaf nur noch zwei kleine Rechtschreibefehler in den Worten "darüber" und "bitte" gesehen. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 08.12.2018 10:23:11 Gelesen: 1244374 # 1084
@ Max78 [#1082] Guten Morgen Max! Schön, mal wieder von Dir zu lesen. Vielen Dank für die Hilfe... ich habe es hundert Mal versucht, und es kam nix bei heraus, alle Buchstaben verschwammen und nun, wo ich weiß, was ich hätte lesen sollen, ist es auf einmal ganz einfach - da hilf mir nur, weiter kräftig üben, üben, üben! @ volkimal [#1083] Guten Morgen Volkmar! Auch bei Dir freue ich mich immer, wenn ich etwas von Dir lese! Danke für die Ergänzungen und Korrekturen. Wie immer sehr hilfreich! @ alle Stutzig macht mich die Textpassage: wenn hier die Wartburg (eh nur als Ganzes betrachtet) nicht wäre, dann wäre ich vollendeter Einsiedler geworden. Marburg ist zwar durch die Heilige Elisabeth sehr stark mit der Wartburg verbandelt, aber dennoch liegen zwischen Marburg und Eisenach doch fast 150km Distanz. Was der Schreiber wohl damit gemeint hat? Beste Grüße Olaf
DERMZ Am: 08.12.2018 14:12:53 Gelesen: 1244358 # 1085
Guten Samstag, ich erlaube mir heute gleich zwei Karten vorzustellen, beide sind Marken- und eigentlich auch fast Datumslos - der ersten Karte wurde die Marke gewaltsam eintfernt, der zweiten Karte erst gar keine aufgeklebt, da Feldpost. Jedoch wurde die Karte ordentich und vermeintlich dauerhaft ins Album geklebt, sie hat etwas gelitten... Hier las ich folgdende Neujahrsgrüsse: Herrn Dr Adolf Ackermann St. Johann (Saarbrücken) Kaiserstraße (Augenklinik) 31. Dezember 96. Lieber Adolf! Sende dir zum Jahres- wechsel herzliche Glück- und Segenswünsche und hoffe, dass ihr ... ein recht glückliches u. segensreiches für dich sein möge. Mit dem Wunsche , dass du auch neuen Jahr gesund und munter ... innigst grüßt dich herzlich dein Bruder Rudolf Die zweite Karte aus dem Jahr 1917: Hier habe ich die folgende Nachricht an die Eltern gelesen Feld-Post An Familie Adolf Prinz Korkenfabrik Cottbus Burgstr. 10 d. 24.69.17 Sende Euch liebe Eltern noch wo ich meine ... im Hessischen Hof mich erlaubt hatte, beste Grüße Euer Sohn Erich Inf. Reg. Marburg/Lahn Vielleicht noch einmal zwei kleine Details: Erneut vielen Dank für jede Hilfe und jede Ergänzung bzw. Korrektur Viele Grüße Olaf
volkimal Am: 08.12.2018 15:36:06 Gelesen: 1244344 # 1086
@ DERMZ [#1085] Hallo Olaf, bei der ersten Karte gehe ich von einem anderen Nachnamen des Empfängers aus. Das "A" in Adolf sieht anders aus. Evtl. heißt es "Adolf Scheuermann". Beim Text der Karte lese ich: 31. Dezember 96. Lieber Adolf! Sende dir zum Jahres- wechsel herzliche Glück- und Segenswünsche und hoffe, dass das(?) kommende Jahr ein recht glückliches u. segensreiches für dich sein möge. Mit dem Wunsche , dass du das neuen Jahr gesund und munter ??? Innigst grüßt dich herzlich dein Bruder Rudolf Eben kommen unsere Enkel. Daher von der zweiten Karte nur das was ich bisher gelesen habe bzw. was ich vermute: d. 24.69.17 Sende Euch liebe Eltern nach dem ich meine ??? ??? im Hessischen Hof mich erlaubt hatte, beste Grüße Euer Sohn Erich Viele Grüße Volkmar
Max78 Am: 08.12.2018 21:38:01 Gelesen: 1244318 # 1087
@ DERMZ [#1084] Stutzig macht mich die Textpassage: wenn hier die Wartburg (eh nur als Ganzes betrachtet) nicht wäre, dann wäre ich vollendeter Einsiedler geworden. Hallo Olaf, vielleicht darf man das nicht ganz so wörtlich nehmen und es handelt sich um einen "Insider". Das "nicht" hat der Schreiberling bei seinem SEHR schmeichelnden Text noch angehängt, ihm war da wohl selbst nicht klar wie er's genau formulieren soll. lg max
briefefan (RIP) Am: 08.12.2018 21:56:17 Gelesen: 1244315 # 1088
@ DERMZ [#1085]

Hallo Olaf,

vielleicht so:

... Euch liebe Eltern
nach dem ich einen kühlen
Trunk im Hessischen Hof
mir erlaubt hatte, beste Grüße
Euer Sohn
Erich

Grüße von briefefan.
DERMZ Am: 08.12.2018 22:10:28 Gelesen: 1244313 # 1089
@ Max78 [#1087] Hallo Max, vielen Dank, es machte nur stutzig. Wenn der "Gross-Städter" in die Marburger Provinz kommt - da kommt man schon auf Gedanken. Und bestimmt nicht jede Karte, die man selbst geschrieben hat, war nur mit Sinnvollem Text gefüllt. @ briefefan [#1088] Danke Briefefan, auf den kühlen Trunk wäre ich beim Besten Willen ohne Deine Hilfe NIE gekommen. @ volkimal [#1086] Danke Volkmar, sehr gut. Ich gehe dann jetzt weiter üben, üben, üben. Schönen Sonntag wünscht Olaf
DERMZ Am: 16.12.2018 15:59:42 Gelesen: 1242070 # 1090
Guten 3. Advent! Im Mai 1909 erhielt Agnes in Berlin eine Karte aus Marburg, nun - sicherlich geht es um die Abholung vom Vater, aber das ganze drumherum erschliesst sich mir nicht ganz, wahrscheinlich habe ich wieder Blödsinn hinein interpretiert, der gar nicht auf der Karte steht. ich habe das folgende gedichtet: Frl. Kiesewetter b. Schneider Berlin Schivelbeiner St. No. 40 Meine liebe Agnes Sende Grüße von hier bin auf der Fahrt um Vater abholen der heute wie du aus der tus nach Frankfurt gefahren um ich von gessen ab hier machen Wir Kaffe Pause um es noch .... Gruß u. Kuss Dein .... Grüße Tante von mir komme um 1h nach Berlin Und da es so schön ist, bedankte sich Herr Martin 1906 bei Herrn Dr. Brand in Berlin, hier fehlt mir nur ein Wort... hier erlaube ich mir folgendes zu lesen: An Herrn Dr. Brand Nürnberg Nebengasse 19. Sehr verehrter Herr Kgf! Herzlichen Dank für Ihre liebenswürdige Unterstützung unserer Überlegungen. Hoffent- lich er.. auch für uns das Ge- lingen unseres Plans. Herzl. Gruß! Ihr Martin Wer hilft mir bitte heute weiter?? Besten DANK sagt Olaf
volkimal Am: 16.12.2018 20:26:29 Gelesen: 1242045 # 1091
@ DERMZ [#1090] Hallo Olaf, bei der ersten Karte hast Du in der 4-ten bzw. 5-ten Zeile ein paar Wörter ausgelassen. Weil einige Buchstaben wie das lange "s", "f" und sogar das "t" kaum zu unterscheiden sind ist der Text nur schlecht zu entziffern. Außerdem hast du automatisch einige Rechtschreibefehler korrigiert. Zum steht dort zum Beispiel "Fahrt" statt "fahr", "Kus" statt "Kuss" usw. Auch heute von mir nur ein erster Ansatz. Jetzt muss ich erst einmal überlegen, was ich morgen im Unterricht machen will.: Meine liebe Agnes Sende Grüße von hier bin auf der fahr um Vater abholn der heute wie du aus der ??? von erschen tus nach Frankfurt gefahren um ich von geffen ab hier machen Vir Kaffe Pause uns geht es noch giffen Gruß u. Kus Dein ... Ich habe erst einmal "geffen" bzw. ""giffen" geschrieben. Es könnte aber genausogut "gessen" und "gissen" oder sogar "gesten" und "gisten" heißen. Alle Wörter gibt es nicht und ich denke beide sind falsch geschrieben. Aufgrund der schlechten Rechtschreibung muss man überlegen, was dort stehen könnte. Das gilt natürlich auch für den Rest des Textes. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 16.12.2018 22:06:40 Gelesen: 1242033 # 1092
Hallo Olaf, eben habe ich noch zwei Fehler bei meinem Text gefunden. Ich schreibe hier nich einmal den aktuellen Stand auf: Meine liebe Agnes Sende Grüße von hier bin auf der fahr um Vater abholn der heute wie du aus der ??? von erschen tus nach Frankfurt gefahren und ich von gessen ab hier machen Vir Kaffe Pause und geht es nach gissen Gruß u. Kus Dein ... Jetzt einmal ein Versuch einer Übersetzung mit korrigierter Rechtschreibung: Meine liebe Agnes Sende Grüße von hier. Bin auf der Fahrt um Vater abzuholen der heute wie du aus der Hauptstadt(?) von erschen(?) aus nach Frankfurt gefahren (ist) und ich von Giessen ab. Hier machen wir Kaffeepause und (dann) geht es nach Giessen. Gruß u. Kus Dein .... Wenn ich betrachte, dass der/die Schreiber/in mehrfach Buchstaben wegläßt könnte mit geffen und giffen wirklich beidemal die Stadt Gießen gemeint sein. Da ist allerdings viel Platz für andere Auslegungen. Es ist auch so, dass der Inhalt wenig Sinn macht. Wieso soll jemand eine Karte an die Agnes schreiben, wenn diese von Berlin abgereist ist und sich beide sowieso in Gießen treffen würden. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 17.12.2018 07:08:09 Gelesen: 1242002 # 1093
@ volkimal [#1092] Guten Morgen Volkmar, vielen Dank für die Hilfe, wieder ein Beispiel wie man aus einer Kleinigkeit durch unsachgemässe Anwendung der Rechtschreibung ein grosses Puzzle machen kann. Danke Dir für das Zusammenfügen. Viele Grüße Olaf
becker04 Am: 23.12.2018 15:51:21 Gelesen: 1241008 # 1094
Hallo zusammen, kann vielleicht jemand den Bestimmungsort lesen? Viele Grüße Klaus
DERMZ Am: 23.12.2018 16:09:29 Gelesen: 1241001 # 1095
@ becker04 [#1094] Hallo Klaus, nach meinem Dafürhalten ging der Brief von Buckow an Herrn Major v. Brake Naumburg Vorpommern Beste Grüße Olaf
becker04 Am: 23.12.2018 16:43:42 Gelesen: 1240994 # 1096
@ DERMZ [#1095] Hallo Olaf, vielen Dank von Klaus
volkimal Am: 23.12.2018 18:56:35 Gelesen: 1240973 # 1097
@ becker04 [#1094] Hallo Olaf, es ist natürlich verständlich, wenn du gerne den Namen Naumburg siehst. Aber seit wann hat das "g" in Naumburg eine Oberlänge? Ich denke, dass der Brief nach Neuendorf in Vorpommern geht. Im Moment habe ich aber keine Zeit um die Zeile unter Neuendorf zu entziffern. Das versuche ich wenn ich wieder am PC bin. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 23.12.2018 20:11:48 Gelesen: 1240962 # 1098
Hallo zusammen, jetzt habe ich diese Nuss geknackt. Der Brief geht an Herrn Major von Borcke Neuendorf Borckenfriede Vorpommern Heute hat der Ort den Namen "Neuendorf A" und gehört zu 17398 Ducherow. Ein Bild des Rittergutes der Familien der Familien von Schwerin und von Borcke findet ihr hier: https://www.gutshaeuser.de/de/guts_herrenhaeuser/gutshaeuser_n/gutshaus_neuendorf_a Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 23.12.2018 21:32:18 Gelesen: 1240947 # 1099
@ JohannesM [#1051] Guten Abend, es hat eine Weile gedauert, aber hier ist ein Lösungsansatz für Deien langen Brief: Liebes Minchen! Halberstadt, 26.VIII.40 Gestern den ganzen Tag in Bewegung mit Körper und Geist komme ich mir heute sehr einsam vor. Einsam und verlassen bin ich aber nie, wenn ich mit Dir, mein Molly, zusammen bin. So will ich Dir auch heute gleich schreiben, was ich eigentlich erst morgen tun wollte. Deinen lieben Brief habe ich heute Morgen erhalten. Ich danke Dir herzl. Molly. Was macht den Gudrun? Geht es ihr wieder gut und hat sie einen Sohn bekommen oder was ist oder war die Ursache? Gern, zu gern hätte ich Dich mit in Berlin gehabt, Molly, Du kannst Dir vorstellen, dass ich mir sehr verlassen und zunächst etwas ratlos vorkam, als ich am Bahnhof Potsdamer Platz ankam und nichts in Berlin kannte ausser etwas dunklen Erinnerungen aus dem Jahre 1915, glaube ich, wo ich mit Mutter dort war. Ich habe immer gedacht, wie schön es wäre, wenn ich mein Minchen bei mir hätte, denn du wirst doch allerlei in Berlin kennen. Ich habe noch in Berlin am Bahnhof Ausschau gehalten in dem Gedanken, dass Du doch noch nachgekommen seist. Ich bin dann also allein losge...., d.h. mit Der Strassenbahn nach der .. Strasse gefahren. um dort im Heeres-Veterinär-Untersuchungs- amt meine Fleischproben zur Untersuchung abzu- geben. Wir sind übrigens durch den bei den uns herrschen- den ?-Typhus für ein richtiges Pferdelazarett geworden, bekommen scheinbar , weil wir nun die Sache sehr ener- gisch und für militärische Begriffe recht gut erfassen, höchste Belobigungen. Nachdem ich die Proben abgegeben hatte habe ich mir eine Nachtunterkunft gesucht, immmer gedacht, wenn doch meine Molly hier wäre, die würde schon schnell etwas anerkannt Gutes finden. Ich bin dann In einer Pension am Wilhelmsdamm, gegenüber Vom Bahnhof-Friedrichstrasse, sehr günstig gelegen, gelandet. Die Pension war mir vom Oberfeldveterinär empfohlen. Ich bin auch zufrieden gewesen. 4.50Mk das Zimmer, ruhige und sehr günstige Lage. Dann wollte ich möglichst viel in den 1.5 Tagen von unserer Reichshauptstadt sehen. Wenn ich nun aufzähle, was ich alles durchstreift habe, wirst Du, meine Molly, vielleicht an deine Waden fassen und o meine Zehen sagen. Ich muss nachträg- lich feststellen, dass ich wirklich sehr viel gesehen habe. Am ersten Abend war ich im Wintergarten (*), das ging gleich gut an, wirst du sagen. Ja, ich hatte vorher von meinem Fenster aus sogar noch etwas anderes Interessantes erlebt. Eine schwere Kompanie • Wintergarten = Variete Theater war angetreten. Im strömenden Regen kam eine Autokolonne vorgefahren. Graf Teleki, der un- garische Minister wurde von Ribbentrop und Funk am Bahnhof Friedrich Strasse in den Zug begleitet. In dem Wintergarten war ich gestern, weil alle Kinos überfüllt, alle Theater geschlossen und sonst am Abend für mich nichts anderes anzustellen vor. Ich habe mir etwas mehr unter dem Namen Winter- Garten vorgestellt. Beinahe kitschig wirkt der künst- liche Sternenhimmel über dem Raum. Das Programm war sehr gut. Ich erzähle Dir später Interessantes daraus. An dem Abend musste ich dann möglichst eilig wieder nach Haus. Nu, wie denkst du, was? Ja, ich hatte ein Zimmer bekommen, was keine weitere Bezeichnung trug. Nahm an von wie etwa gleiches. In der Hast war mir nicht genau mehr im Kopf geblie- ben, welches Zimmer ich eigentlich haben sollte. Im nicht mir zugeteilten schlief ein Ehepaar. Ich sagte mir: auf keien Fall so spät kommen, dass die anderen schon da sind; denn es sähe wohl dumm aus, wenn man in solch kleiner Pension sein Zimmer verwechselt mit einem anderen. Noch dazu war es fürchterlich dunkel in Berlin und man fand kaum einen jemand, der einem den Weg zeigte. Sonnabend-Sonn- tag trifft man ja bekanntlich am wenigsten Berliner auf der Strasse. Also ging ich auch nach Hause, fand Strasse und Haus ohne zu fragen wieder. Mein Zimmer jedoch war nicht das vermutete, sondern das in dem ich das Ehepaar vermutete. Zum Glück war das noch nicht zu Hause. Also mein Plan hatte Recht und war siegreich verlaufen ohne Blamage. Am anderen Tag habe ich dann der Reihe nach besichtigt, d.h. nicht nur von aussen: Zunächst noch einmal zum Heeres Vet. Unters. Amt. Dann daneben gelegen die tierärztl. Fakultät der Universi- tät und die medizinischen Lehrinstitute. ...sche Hochschule ist bedeutend besser angelegt. Dann kam ich an der Charite vorbei, bin durch die Anlage gewandert, und habe in ihr und ihrer Nähe die Denkmäler der grossen ärztl. und tierärztl. Forscher besichtigt. Charite ist sehr gut angelegt und macht einen lebensfrischen Eindruck durch die vielen Grünanlagen, nur stört an einem ... die Bahn ziemlich. Die Mittel.. ... aber fast störungsfrei. Dann bin ich zum Reichstagsgebäude am Spreeufer entlang gegangen: Gegenüber die Krolloper, in der der Reichstag in letzter Zeit tagte. Von dort ging ich zum Ehrenmal unter den Linden, wo gerade die Wache aufzog. Ein imposant- es Schauspiel und sehr Sehenswert. In das Ehrenmal ging ich dann entblösten Hauptes, wie alle dort dann hineinströmenden Leute. Kränze lagen dort von Angehörigen im Dasein der im Weltkrieg Gefallenen Soldaten und von den Staaten Jugoslawiens, Bulgariens, Rumänien und Ungarn. Es war dies da die Kränze frisch waren wohl ein Zeichen, dass mit dem Balkan z.Z. den Ländern Jugos., Bulg., Rum. und Ungarn diplomatisch verhandelt würde, und sie alle nicht ganz unfreundlich zu uns standen und stehen. Ich bin dann in das Zeughaus mit der sehr schönen Ruhmes- halle gegangen, nahm an einer Führung teil. Viel schönes und Sehenswertes. Dann langte ich nach einigem Umherirren an bedeutenden Bauten vorbei zum Alexanderplatz, der unter dem Namen „Alex“ bekannt ist und den ich auch einmal sehen wollte. Verkehr war am Sonntag nicht sehr viel dort. Ich habe dort in einem Lokal gegessen. Vom Pots- damer Platz, wo ich ich mich erst genau nach meinem Zug erkundigt hatte, fuhr ich dann amTiergarten, Prunkstrassen, Ausstellungsgebiet vorbei zum Reichs- sportfeld. Dort bestieg ich den grossen Glockenturm mit der Olympiaglocke und dem herrlich-weitem und schönem Ausblick auf das Sportgelände, Berlin und den Grune- wald. Gegen Abend bin ich dann noch zum Schloss, Friedrich-Museum, Pergamon-Museum, aber was ich natürlich alles nur von aussen besichtigte und einige andere Punkte von Bedeutung gesehen und ge- gangen. Auf dem Wege zur Bahn fand ich zufällig die die durch Wilh. Raabes „Chronik der Sperlingsgasse“ bekannt gewordene Sperlingsgasse und das Losungsschild an dem Hause in dem Wilh. Raabe wohnte, das neue Finanzministerium lag nicht weit da- von. Am Bahnhof ging ich zum Schluss noch in das Cafe Vaterland mit den vielen Attraktionen. Im völlig verdunkelten Zug ging es dann wieder nach Halberstadt, wo uns Fliegeralarm * erwartete. Das von meiner 2. Fahrt in meinem Leben nach Berlin. Gewaltig das ... und die Fläche. Über die sich Berlin erstreckt. Trutzig-muhtig die ... betriebsbauten, erfreulich die Neuorientierung Berlins durch die Ost-West-Achse und dgl., schöne Linien- führung neue Bauten, die sonst äussert sachlich und z.Z. nüchtern erscheinen, gebrochen, gehemm- te Harmonie in den Brücken und Anlagen im Vergleich zu schönen Brücken in Wien und auch z.Z. in München. Wohl politisch bedingt und durch etwas Mangel im Harmoniegefühl. Liebes Mollilein, hoffentlich können wir nun bald wieder gemeinsam solche Fahrten machen. Regelrecht zehrende Sehnsucht hat man danach. Aber diese Zeit wird auch sicher bald wieder kommen. Hast Du Mutters Geburtstag auch nicht vergessen? Ich schreibe jetzt noch eine Karte und werde vielleicht eine Kleinigkeit schicken. Was machen deine Gladiolen, Molly? Jetzt ist doch Bald Schluss mit dem Einmachen, was? Sonst können wir ja gar nicht alles aufessen, fleissiges Minchen. Nun, auf ein recht baldiges Wiedersehen in ?????, gemeinsam in Halberstadt In treuer Liebe Dein Walter Schreiben von Herrn Kolleg. ????? lege ich bei. Viel bringt die Angelegenheit nicht ein. Die Wegegebühren braucht er nicht zu teilen. Ich habe außerdem noch an das Kreisfürsorgeamt geschrieben. Garagenmiete, ?????? und Arzneimittelrechnungen. An beide schreibe ich nächste Tage. Hast Du von ?????? ????? gehört? Ist alles gut verheilt? • Erster Angriff auf Berlin in der Nacht zum 26August 1940 durch die Royal Air Force mit 50 Flugzeugen. Beste Grüsse Olaf
becker04 Am: 23.12.2018 22:26:14 Gelesen: 1240939 # 1100
Hallo Volkmar, auch an Dich vielen Dank. Mit Naumburg und Vorpommern hatte ich auch einige Probleme. Viele Grüße Klaus
Angelika Am: 14.01.2019 18:57:41 Gelesen: 1237534 # 1101
Guten Abend, viel ist es ja nicht, ich wüsste trotzdem gerne was da steht. Sieht aus wie Steno. Wer kann helfen? Viele Grüße Angelika
briefefan (RIP) Am: 14.01.2019 23:04:20 Gelesen: 1237452 # 1102
@ Angelika2603 [#1101] Hallo Angelika, das ist Stenographie. Ich kann die Deutsche Einheitskurzschrift lesen. Aber deine paar Wörter leider nicht. Es muss eine ältere Steno sein. Es gibt jetzt hier bei Philaseiten ein Thema Kurzschrift (oder Steno ?). Vielleicht versuchst du es da mal. Viele Grüße von Briefefan.
Max78 Am: 14.01.2019 23:25:26 Gelesen: 1237443 # 1103
@ Angelika2603 [#1101] Hallo Angelika, zeig doch mal die komplette Karte, wenn möglich. Kann bei 'ner "Kraxelschrift" auch einfach nur “26.3.1916 sechs, Ab.(ends)“ bedeuten, lg Max
Angelika Am: 15.01.2019 05:58:40 Gelesen: 1237371 # 1104
@ Max78 [#1103] Die ganze Rückseite. LG Angelika
Max78 Am: 15.01.2019 07:08:58 Gelesen: 1237348 # 1105
@ Angelika2603 [#1104] OK, dachte, da ist noch was geschrieben. Mit meinen vorhandenen Kenntnissen zu Steno lässt sich da leider nichts vernünftiges ableiten.
Angelika Am: 24.01.2019 10:24:40 Gelesen: 1235680 # 1106
Hallo, bei der Karte an Edmund und Britta geht es um eine Wanderung und die Rostbratwurst. Was steht sonst noch dort? Viele Grüße Angelika
Paluka Am: 24.01.2019 12:36:03 Gelesen: 1235642 # 1107
Hallo Angelika, ich habe mich mal an den ersten Teil gemacht. Die Auflösung ist übrigens nicht so gut, manches lässt sich kaum lesbar vergrößern. Lieber Edmund & Britta Nach einer Wanderung von 6 Std hier gelandet. Es ist unbeschreiblich schön. Sitz gerade bei einem 1/2 Lt und einer Rostbratwurst. Laß es mir sehr gut schmecken und kann keinen xxx? auch wenn das Dirndl 10 xxx? (zuweit?). Mit unserer Wohnung haben wir es sehr gut getroffen, haben Balkon, (bayerischen?) Garten ... **************** Gruß
volkimal Am: 24.01.2019 12:51:33 Gelesen: 1235634 # 1108
@ Paluka [#1107] @ Angelika2603 [#1106] Hallo zusammen, da war Paluka schneller. Hier ist der Text der ganzen Karte: Lieber Edmund u. Gritta, Nach einer Wanderung von 6 Std. hier gelandet. Es ist unbeschreiblich schön. Sitz gerade bei einem ½ Lt. u. einer Rostbratwurst Laß es mir sehr gut schmecken u. kann keinen Halt, auch wenn das Dirndl. 10 ? zunimmt. Mit unserer Wohnung haben wir es sehr gut getroffen haben Balkon, Liegewiese, Garten, Bad u. Küchenbenutzung alles pro Tag je 1,10. Seid nun herzlichst gegrüßt von Tante Marosel(?) u. Richard Adr. Lautet bei Rich. Streit, Leutenberg i. Th. Wurzbacherstr. 43 Viele Grüße Volkmar
Peter aus Oststeinbek Am: 24.01.2019 14:56:38 Gelesen: 1235601 # 1109
@ volkimal [#1108] Hallo zusammen, ich lese einiges anders: kenne keinen Halt, auch wenn das Dirndl 10 (Pfund) zunimmt.... Das alte deutsche Zeichen für Pfund lässt sich hier leider nicht wiedergeben. Bei der Tante muss ich auch passen (Murosel?) Wohl ein interner Spitzname. Schönen Gruß, Peter
Angelika Am: 24.01.2019 14:58:46 Gelesen: 1235597 # 1110
Hallo zusammen, vielen Dank für die Übersetzung. Peter war schneller, ich kenne diese Zeichen auch noch als Pfund. LG Angelika [Redaktioneller Tipp: https://www.fontblog.de/pfundiges-zeichen/ - dort in der Mitte der Diskussion als Bild]
Franz88 Am: 20.02.2019 17:25:46 Gelesen: 1229687 # 1111
Deutsches Reich Telegramm Hallo Sammlerfreunde, ein Telegramm des Deutschen Kaisers Wilhelm II. an seinen Reichskanzler. Geschrieben am 21.3.1905. Den Text kann ich leider nur teilweise lesen. Vielleicht kann mir jemand etwas zu den Telegrammtext sagen. Liebe Grüße Franz
Max78 Am: 26.02.2019 23:19:51 Gelesen: 1229228 # 1112
Hallo Franz, hier der Text, der u. a. auch in Büchern zitiert wird (siehe google Suchoption "Bücher"): S. E. Reichskanzler Ersehe aus Wolff und Wedekind daß deutsche Colonie und Marokkaner Vorbereitungen machen um meinen Besuch auszuschlachten, und Briten ihn gegen Gallier ausspielen. Es ist sofort nach Tanger zu telegraphieren, daß es höchst zweifelhaft ist ob ich Lande und daß ich incog: als Tourist nur Reise; also keine Audienzen, keine Empfänge Wilhelm Ich kann mir kaum vorstellen, dass solch ein Dokument in privater Hand ist, zweifle auch bei Schrift und Signatur ein wenig an der Echtheit. Aber ich stecke ja nicht dahinter ;-) lg Max
Franz88 Am: 28.02.2019 17:13:17 Gelesen: 1228892 # 1113
@ Max78 [#1112] Hallo Max, vielen Dank für Deine Antwort. Das Papier hat eine leicht gelbliche Farbe. Die Schrift lässt sich nicht ausradieren. Das Telegramm hat einen etwas muffigen Geruch und sieht und fühlt sich alt an. Da ich auf den Gebiet aber ein absoluter Laie bin, kann ich bezüglich der Echtheit dieses Telegramms nur Vermutungen anstellen. Wenn ich wieder auf einen Tauschtag komme, werde ich das Telegramm einen Fachmann zeigen, mal sehen was der dann dazu sagt. Falls sich Deine Zweifel bezüglich der Echtheit bestätigen, werde ich das Telegramm entsorgen. Liebe Grüße Franz
DERMZ Am: 25.03.2019 15:45:17 Gelesen: 1225051 # 1114
Guten Tag, heute stolpere ich über eine kleine Grußkarte, die auf der Rückseite unbeschrieben ist Liebes= Gretchen! Sitzend an des Wirtes Tische, will ich an dich schreiben, denn mich zwingt “die Arbeitsfrische” doch zu bleiben Endlos= =strömt der Regen= =nieder Und du siehst mich= =wohl bald wieder zeichnet Georg. Mich verwirren links vom Ährenkranz die zwei Worte: "denn" und das Wort darunter, welches mir gar keinen Sinn ergeben will. Gehören diese Worte zum Teil mit dem Wirtstisch oder beziehen sie sich auf den strömenden Regen? Kann mir jemand helfen? Besten Dank und Gruss sagt Olaf
volkimal Am: 25.03.2019 16:21:17 Gelesen: 1225036 # 1115
@ DERMZ [#1114] Hallo Olaf, ich denke, dass es so zu lesen ist: Liebes= Gretchen! Sitzend an des Wirtes Tische, will ich an dich schreiben, mich zwingt “die Arbeitsfrische” doch zu bleiben Denn Unter Endlos= =strömt der Regen= =nieder Und du siehst mich= =wohl bald wieder zeichnet Georg. Das "Denn Unter Endlos" ist zwar etwas seltsam, aber ich denke dennoch, dass es so richtig ist. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 30.03.2019 12:44:21 Gelesen: 1224681 # 1116
@ volkimal [#1115] Vielen Dank Volkmar, das hat viel weiter geholfen. Beste sonnige Grüße schickt Olaf
Peter aus Oststeinbek Am: 11.04.2019 14:48:30 Gelesen: 1223508 # 1117
@ DERMZ [#1116] Hallo Olaf, Ich glaube ich hab's: Liebes Gretchen! Sitzend an des Wirtes Tische, will ich an dich schreiben, denn mich zwingt “die Arbeitsfrische” Unter Dach zu bleiben Endlos strömt der Regen nieder Und du siehst mich wohl bald wieder zeichnet Georg. Das Dach macht auch Sinn bei Regen. Schönen Gruß, Peter
DERMZ Am: 11.04.2019 14:51:57 Gelesen: 1223507 # 1118
@ Peter aus Oststeinbek [#1117] Danke Peter, jetzt stimmt es! Beste Grüße aus dem südlichen Süden Olaf
DERMZ Am: 20.04.2019 16:10:28 Gelesen: 1222704 # 1119
Guten Tag auch wenn die Sonne scheint, mich hat sich bei dieser Karte noch nicht erhellt Ich lese folgendes: Herrn Eduard Wenz, hochwohlg. Chemiker Uerdingen a. Niederrhein Rheingauße via Cöln Marb. 21. VII 02 hab heut diesen Ausflug gemacht Hoffent- lich Besten Gruß Ich wohne hier bei Kreisphysiker Dr. Schroeder, Ludwigstraße 1 Doch was schreibt man sich nach dem Ausflug, es ist die rechte Seite, die mir unerschlossen bleibt Vielen Dank für jede Hilfe und beste Grüße zu Ostern Olaf
volkimal Am: 21.04.2019 12:32:46 Gelesen: 1222567 # 1120
@ DERMZ [#1119] Hallo Olaf, da komme ich auch nicht weiter. Zwei Wörter lese ich allerdings anders als du. Es ist ein Kreisphysikus und kein Kreisphysiker. Du schreibst "hab heute diesen Ausflug gemacht ..." Das Wort "diesen" passt nicht. Der Buchstabe "d" hat keine Unterlänge. Das dritte Wort fängt mit einem der Buchstaben mit Ober- und Unterlänge anfangen. Wenn es ein Kleinbuchstabe ist kommen nur f,h und s in Frage. Der vierte(?) Buchstabe sieht genauso aus. Irgendwie muss dort etwas wie "heihe" stehen. Ich weiß aber absolut nicht, was es sein könnte. Weiter komme ich im Moment auch nicht. Viele Grüße Volkmar
Heinrich3 Am: 21.04.2019 13:38:29 Gelesen: 1222556 # 1121
@ DERMZ [#1119] Hallo Olaf, das Wort vor Ausflug lese ich als "hierher". Grüße aus München von Heinrich
skribent Am: 02.05.2019 07:08:06 Gelesen: 1221528 # 1122
Guten Morgen Zusammen, gleich am frühen Morgen eine große Bitte: Wer kann mir den Dienstgrad des Herrn Meineke nennen? Und was könnte sich hinter der Feldpostnummer 05661 verbergen? Ich weiß, dass es ein anderer Thread ist, der das letzte Thema beinhaltet, aber vielleicht ! MfG >Franz<
Magdeburger Am: 02.05.2019 07:20:48 Gelesen: 1221527 # 1123
@ skribent [#1122] Hallo Franz, der Dienstgrad lautet Stabswachtmeister. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
skribent Am: 02.05.2019 17:00:26 Gelesen: 1221402 # 1124
@ Magdeburger [#1123] Hallo Ulf, recht herzlichen Dank! MfG >Franz<
Baber Am: 13.05.2019 14:54:24 Gelesen: 1220340 # 1125
Wer kann die Unterschrift unter diese Karte lesen, gelaufen 1892 von St. Florian nach Ried im Innkreis? Die Schrift ist scheinbar eingraviert mit einem Metallstift ohne Farbe. Ich habe den Unterteil gesondert mit hoher Auflösung nochmals gescannt. Danke Bernd
volkimal Am: 13.05.2019 16:30:31 Gelesen: 1220319 # 1126
@ Baber [#1125] Hallo Bernd, wenn Du mit Unterschrift den Namen meinst kann ich dir leider nicht helfen. Den Text unter dem Bild kann ich dagegen lesen. Es steht dort: Nach 5 Tagen gehen wir in Urlaub. Es grüßt dich u. deine Frau D.?. ??? Viele Grüße Volkmar
Baber Am: 13.05.2019 17:13:38 Gelesen: 1220311 # 1127
@ volkimal [#1126] Hallo Volkmar, vielen Dank. Jetzt kann ich es auch lesen oder besser gesagt Dir nachlesen. Die Unterschrift ist nicht interessant, es wird wohl ein Bekannter oder Verwandter des Empfängers gewesen sein. Gruß Bernd
skribent Am: 26.05.2019 09:18:51 Gelesen: 1218384 # 1128
Guten Morgen, für meine Heimatsammlung Wennigsen versuche ich mit mittlerweile 45 Postkarten, teils per Bahnpost, teils per gelber Post" versandt, herauszufinden, warum vor mehr als 120 Jahren so viele Wennigser mit dem nötigen Kleingeld ihre "gute Butter" in Ihlienworth gekauft haben. Die Meierei in Ihlienworth lag genau 243,00 Kilometer von Wennigsen entfernt, beim Gut der Knigges gab es eine Molkerei, trotzdem hat der bestimmte Personenkreis seine Butter per Bahnpost nach Wennigsen kommen lassen. Die abgebildete Bestellung hat Frau Gutsbesitzer Havemann am 25.5.1896 aus Agestorf (ein Dorf der Großgemeinde Wennigsen) abgeschickt, aber leider kann ich den Text nicht korrekt lesen. Wer hilft mir? MfG >Franz<
Magdeburger Am: 26.05.2019 09:36:59 Gelesen: 1218375 # 1129
@ skribent [#1128] Hallo Franz zwei Worte fehlen noch: Bitte mir 9 1/2 Pfund Butter franco zu schicken, Tafelbutter von derselben die Herr Dr. Germelmann in Barsinghausen bekommt. Ich werde den Betrag sofort nach Empfang der Butter einsenden. Wenn Sie jedoch das erste Mal Nachnahme zu- nehmen ....., so muß ich .... zu frieden sein; lieber wäre es mir jedoch den Betrag ein zu senden Ergebenste Frau Gutsbesitzer Havemann Argestorf b Wennigsen über Hannover Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Saguarojo Am: 26.05.2019 09:43:19 Gelesen: 1218371 # 1130
@ Magdeburger [#1129] Guten Sonntagmorgen, das erste fehlende Wort kann ich auch nicht lesen. Das zweite Wort müsste "damit" heißen. Viele Sammlergrüße Joachim
Thomas S. Am: 26.05.2019 09:46:34 Gelesen: 1218370 # 1131
@ Magdeburger [#1129] Hallo zusammen, bescheidener Versuch Ergänzung zweite Lücke: damit ? Viele Grüsse Thomas
Thomas S. Am: 26.05.2019 09:47:22 Gelesen: 1218369 # 1132
@ Saguarojo [#1130] Sorry ich war viel zu langsam. :)
skribent Am: 26.05.2019 09:51:08 Gelesen: 1218367 # 1133
@ Magdeburger [#1129] Hallo Ulf, was soll ich sagen außer "Danke"? Damit hast Du mir ein gutes Stück weitergeholfen! Frau Havemann war wohl auch zufrieden, denn bereits am 23.6.1896 hat sie das nächste Postcolli mit 9 1/2 Pfund bestellt. Nochmals vielen Dank! MfG >franz<
Magdeburger Am: 26.05.2019 09:58:21 Gelesen: 1218362 # 1134
@ skribent [#1133] Hallo Franz, gern geschehen. Das erste fehlende Wort könnte "wünschen" sein - dass zweite ist ja mittlerweile entziffert worden. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
volkimal Am: 26.05.2019 10:00:18 Gelesen: 1218361 # 1135
@ skribent [#1133] Hallo Ulf, habe die Karte erst jetzt gesehen. Das erste fehlende Wort dürfte "wünschen" sein. Da fehlt nur ein Ü-punkt. Viele Grüße Volkmar
Olivier Nosbaum Am: 20.06.2019 19:46:05 Gelesen: 1215221 # 1136
Guten Abend, bei dieser "Adresse" habe ich Probleme die Ortschaft zu entziffern respektive zu lokalisieren. "Wohlgeboren Weiler bei ???" Wo liegt diese Ortschaft ? Vermutlich ist die Schrift aus den Jahren 1853 - 1855. Für jede Hilfe bin ich dankbar. beste Grüsse Olivier
volkimal Am: 20.06.2019 20:00:22 Gelesen: 1215215 # 1137
@ Olilux [#1136] Hallo Oliver, kannst du bitte den kompletten Brief zeigen. Vielleicht hilft der Aufgabeort weiter. So kann ich den Ort nicht finden. Viele Grüße Volkmar
Olivier Nosbaum Am: 20.06.2019 20:19:22 Gelesen: 1215209 # 1138
@ volkimal [#1137] Danke für die prompte Antwort, es handelt sich um einen der spektakulärsten Einschreibefrankatur von Luxemburg in den DÖPV (vermutlich). Hier die Abbildung aus dem Burrus Katalog (Willy Balasse 199, 26. Oktober 1963). Aufgegeben wurde er in Luxemburg-Stadt, und laut Abnutzung des 9 Barren Stempels vermutlich zwischen 1853-1855. Es ist auch nur eine Briefvorderseite, und ich weiss leider nicht, wo der Brief sich heute befindet, Grüsse Olivier
volkimal Am: 20.06.2019 22:33:00 Gelesen: 1215188 # 1139
@ Olilux [#1138] Hallo Olivier, im Moment bin ich unterwegs und habe nur ein Smartphone. Damit komme ich nicht weiter. Vielleicht klappt es wenn ich wieder zu Hause bin. Viele Grüße Volkmar
inflamicha Am: 21.06.2019 14:40:33 Gelesen: 1215137 # 1140
@ Olilux [#1136] Es sollte sich um das thüringische Weilar bei Vacha handeln. Gruß Michael
Olivier Nosbaum Am: 21.06.2019 19:43:29 Gelesen: 1215101 # 1141
@ inflamicha [#1140] Besten Dank für den Hinweis, habe Weilar nun auch auf der Karte gefunden, also ist es wohl ein Brief in den DÖPV. beste Grüsse Olivier
briefefan (RIP) Am: 21.06.2019 21:50:36 Gelesen: 1215084 # 1142
@ Olilux [#1136] Hallo, das heißt vermutlich Vacha. Liegt in Thüringen. Gruß von briefefan.
iholymoses Am: 30.06.2019 13:22:50 Gelesen: 1214245 # 1143
Hallo, kann mir jemand bei den fehlenden Worten dieser Briefanschrift helfen? Ich lese: An Daß königl. ??? ??? ??? Amt zu Sangershausen. Danke und Gruß, Reinhard
Magdeburger Am: 30.06.2019 14:06:05 Gelesen: 1214237 # 1144
@ iholymoses [#1143] Hallo Reinhard die erste Zeile ist recht eigenartig, denn das fehlende Wort Scheint Preußschl. zu sein. Unten steht jedenfalls Wohllöbliches Gericht Amt Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
bayern klassisch Am: 30.06.2019 15:55:23 Gelesen: 1214224 # 1145
@ iholymoses [#1143] Das 1. Wort heißt tatsächlich Preußische. Liebe Grüsse von bayern klassisch
iholymoses Am: 30.06.2019 16:29:05 Gelesen: 1214220 # 1146
@ Magdeburger #1144] @ bayern klassisch [#1145] Vielen Dank für die schnellen Antworten. Kann man aus dem "Preußischen" ungefähre Rückschlüsse auf das Alter dieses Beleges ziehen? Sangershausen ist doch in Sachsen-Anhalt, wann ist das preussisch geworden? Sonnige Grüße, Reinhard
bayern klassisch Am: 30.06.2019 16:51:50 Gelesen: 1214215 # 1147
@ iholymoses [#1146] Nun, 1815 wurde es preußisch, dann ab 1871 wurde es Teil des Deutschen Reichs. Vom Duktus der Schrift her würde ich den Brief aus 1830-1840 schätzen. Liebe Grüsse, Ralph
Manne Am: 05.07.2019 21:41:12 Gelesen: 1213917 # 1148
Hallo, habe hier einen Brief aus Lörrach von 1746, etwas zu groß für den Scanner, darum eine Seite in zwei Schritten eingescannt. Wer kann diesen entziffern? Vielen Dank im Voraus. Gruß Manne [Redaktionell verschoben aus dem Thema "Vorphilatelie: Schnörkelbriefe und andere Belege aus der Vorphilazeit"]
Thomas S. Am: 11.07.2019 09:04:07 Gelesen: 1213405 # 1149
Hallo Zusammen, ich habe eine Postkarte an den Briefmarkenhändler Zechmeyer aus dem Jahr 1888 erworben. Leider kann ich in der ersten Zeile des Textes das fünfte Wort nicht lesen. Beim vierten bin ich auch nicht sicher. Bisher habe ich übersetzt: „Erbitte mir freundlichst ?eine? ?????? der gekauften Briefmarken.“ Könnt ihr das lesen? Herzliche Grüsse Thomas
Saguarojo Am: 11.07.2019 09:11:11 Gelesen: 1213404 # 1150
Hallo, ich lese Prospect, also: Erbitte mir freundlichst einen Prospect der gekauften Briefmarken. Viele Grüße Joachim
Thomas S. Am: 11.07.2019 09:24:49 Gelesen: 1213402 # 1151
@ Saguarojo [#1150] Hallo Joachim, das passt wunderbar. Herzlichen Dank für die schnelle Hilfe. Viele Grüsse Thomas
volkimal Am: 06.08.2019 14:58:24 Gelesen: 1210778 # 1152
Hallo zusammen, heute kann ich einmal ein Wort nicht lesen. Brief an die "Verehrl. Oberamtssparkasse Oberndorf a.Neckar" vom 26.06.1883 vom Schultheißenamt Böhringen. Rückseitig als Ankunftsstempel der Hufeisenstempel aus Oberndorf. Im Stempel des Schultheißenamtes ist vermutlich eine „Wolfsangel“ aus dem Wappen des Ortes dargestellt. Das ist ein altes Jagdgerät, das früher zum Fang von Wölfen eingesetzt wurde. [1] Gemeinde Böhringen Oberamt Rottweil Daß das von der Oberamtssparkasse Oberndorf a.N. Dem Viktor Armbruster ??? dahier gemachte Anlehen von 8000 M Achttausend Mark tro 1. März 1883 à 4 ½ pCt., wofür unter dem 8. März 1883 ein gerichtlicher Pfandschein ausgestellt worden, an den zur Erhebung des Geldes beauftragt gewesenen Gemeinderath M. Trommer dahier richtig ausbezahlt, und von diesem die früheren Pfandschulden getilgt … Wer kann lesen, welches Wort zwischen Armbruster und dahier steht? Ich lese in etwa "paradieviriert". Das Wort kenne ich aber nicht und bei Google gibt es keinen Treffer. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfsangel
kdoe Am: 07.08.2019 14:35:19 Gelesen: 1210562 # 1153
Kann das eine Berufsbezeichnung sein? ZB mit ...wirt als letztem Wortteil ? Gruß Klaus
Gauss Am: 07.08.2019 15:10:53 Gelesen: 1210548 # 1154
Paradiswi(ri)rth, der Schreiber hat gestottert.
Saguarojo Am: 07.08.2019 15:58:00 Gelesen: 1210535 # 1155
@ volkimal [#1152] Ich lese "Paradieswirth dahier", weil ich glaube (kann mich aber irren), dass der mittlere Punkt im Wort Paradieswirth kein I-Punkt, sondern eine dunkle Stelle im Papier ist. Denn dieser Punkt ist etwas heller als die anderen beiden I-Punkte. Viele Grüße Joachim
Koban Am: 07.08.2019 16:02:47 Gelesen: 1210534 # 1156
@ volkimal [#1152] Anbei eine alte Karte aus Böhringen mit dem Gasthaus Paradies http://www.ansichtskarten-sammler-shop.de/deutschland/west/plz-7/plz-72/plz-7211/13063/boehringen-loewen-gasthaus-zum-paradies Gruß, Koban
volkimal Am: 08.08.2019 00:48:40 Gelesen: 1210419 # 1157
Hallo zusammen, jetzt kann ich das Wort auch lesen - Paradieswirth! Vielen Dank an alle, die bei der Entzifferung geholfen haben. Viele Grüße Volkmar
blaujacke Am: 15.08.2019 16:31:08 Gelesen: 1209384 # 1158
Wer kann den Vermerk des Boten eindeutig lesen? Die Rohrpostkarte ging am 29.12.1900 von der RPBetrSt BERLIN W 64 zur RPBetrSt N 31 und anschließend zurück. Folgendes kann ich erkennen: "Empfänger Brunnenstr. 108 nicht ... (?bestätigt?)lautet P.1.31 Adrb (Adressbuch) nicht ersichtlich Briefträger unbekannt" Es kann durchaus sein, dass die Zeilen nicht fortlaufend zu lesen sind und der Text aus 2 Abschnitten besteht! Im Voraus vielen Dank für Eure Hilfe. Uwe
DERMZ Am: 15.08.2019 17:08:55 Gelesen: 1209375 # 1159
@ blaujacke [#1158] Hallo Uwe, ich lese folgendes: Empfänger Brunnenstr. 108 nicht ermittelbar bestätigt. Lautet PA. 31 Adrb nicht ersichtlich Briefträger unbekannt. Beste Grüsse Olaf
JohannesM Am: 15.08.2019 21:51:36 Gelesen: 1209331 # 1160
Könnte einer der gelehrten Herren entziffern, wer da abgebildet ist? Vielan Dank Eckhard
epem7081 Am: 15.08.2019 22:09:54 Gelesen: 1209326 # 1161
@ JohannesM [#1160] Hallo Eckhard, bei dem Porträt und der Unterschrift handelt es sich um den Politiker Dr. H(einrich) v(on) Treitschke. Heinrich Gotthard von Treitschke (* 15. September 1834 in Dresden; † 28. April 1896 in Berlin) war ein deutscher Historiker, politischer Publizist und Mitglied des Reichstags von 1871 bis 1884, zunächst als nationalliberaler Abgeordneter, ab 1878 ohne Parteizugehörigkeit. Er war einer der zu seiner Zeit bekanntesten und meistgelesenen Historiker und politischen Publizisten in Deutschland. (Wikipedia) [1] Mit abendlichem Gruß Edwin [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Treitschke
JohannesM Am: 16.08.2019 11:36:19 Gelesen: 1209220 # 1162
@ epem7081 [#1161] Hallo Edwin, vielen Dank, ich hatte die Information die Person hätte einen Bezug zu Halberstadt, was aber wohl nicht der Fall ist. Beste Grüße Eckhard
Thomas S. Am: 20.08.2019 14:18:24 Gelesen: 1208565 # 1163
Hallo Zusammen, leider habe ich bei dieser Karte von Dr. Kloss an G. Zechmeyer sen. aus dem Jahr 1883 ein paar Lücken die ich nicht lesen kann. Hier die Karte: Bisher habe ich folgendes übertragen: Geehrter Herr Zechmeyer! Besten Dank für den gestifteten Katalog. Wegen der Bestellungs- karte [1] habe ich mit ??????? ? ??????? selbst gesprochen. Dieselbe soll abgebildet und aufgenommen werden. Sind Sie nun befriedigt? Gruß Ihr Dr Kloss Kann jemand eventuell die Lücken füllen und/oder gerne auch entdeckte Fehler von mir korrigieren? Vielen Dank. Herzliche Grüße aus Nürnberg Thomas [1] Ein Vereinsfreund las das Wort evtl. als Ausstellungskarte . Ich hatte mich am B des Wortes Besten im ersten Satz orientiert.
epem7081 Am: 20.08.2019 14:44:50 Gelesen: 1208556 # 1164
@ Thomas S. [#1163] Hallo Thomas, in Deiner Karte geht es wohl um den Verlag Grimme & Trömel in Leipzig, der übrigens unter anderem ein Briefmarken Sammelbuch Edition 1880 "Grimme & Trömel" herausgegeben hat, siehe dazu auf philaseiten [1]. Ich neige bei dem längeren Wort auch eher zur Ausstellungskarte. mit freundlichen Grüßen Edwin [1] https://philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=2456&CP=90&F=1
volkimal Am: 20.08.2019 14:47:42 Gelesen: 1208554 # 1165
@ Thomas S. [#1163] Hallo Thomas, es heißt "besten Dank für den gestifteten Katalog. Wegen der Ausstellungs- karte ..." Das "b" in besten sieht aus wie ein Kleinbuchstabe. Das "A" in Ausstellungskarte ist dagegen ein Großbuchstabe. Schau einmal auf die Seite [1] Der Absender ist nicht Dr. Kloss sondern Dr. Klon (siehe den Namen am linken Rand). Den fehlenden Namen kann ich auch nicht eindeutig lesen. Man kann die Buchstaben auch nicht mit dem Rest der Karte vergleichen, da Namen meistens in der lateinischen Schrift, der Rest in der deutschen Schreibschrift geschrieben wurde. Könntest Du einmal die Anschriftseite der Karte zeigen - dort dürfte noch etwas mehr in lateinischer Schrift stehen. Viele Grüße Volkmar [1] http://www.villmergerkriege.ch/Chilerodel/Kurrentschrift.htm
volkimal Am: 20.08.2019 14:58:54 Gelesen: 1208547 # 1166
@ Thomas S. [#1163] Hallo Thomas, ich habe gerade noch etwas entdeckt, das wohl mit der Karte in Zusammenhang steht [1]: Handbuch für Postmarken-Sammler. Für den permanenten Gebrauch bestimmt. Vollständiges Verzeichniss und Beschreibung aller amtlich ausgegebenen Postmarken, sowie sämmtlicher Privatmarken. Mit vielen erläuternden und be- lehrenden Notizen und Erklärungen. Verlag von G. Zechmeyer, Nürnberg, 188I. Druck von Bieling, Nürnberg. 1. Nachtrag hiezu Verlag von G. Zech- meyer, 1881. 2. Nachtrag Verlag desselben, 1882. 3. Nachtrag Verlag desselben, I883. Viele Grüße Volkmar [1] https://archive.org/stream/bub_gb_0o1QAAAAYAAJ/bub_gb_0o1QAAAAYAAJ_djvu.txt und hier das ganze Buch: https://library.si.edu/digital-library/book/handbuchfrpost00meye
Thomas S. Am: 20.08.2019 15:57:11 Gelesen: 1208528 # 1167
@ epem7081 [#1164] Hallo Edwin, vielen Dank für den Hinweis auf den Verlag, das passt perfekt. @ volkimal [#1165] Hallo Volkmar, das ist mit der Tabelle jetzt gut nachvollziehbar. Die Übertragung "Ausstellungskarte" könnte auch durchaus Sinn machen, 1882 fand in Nürnberg die Bayerische Landesausstellung statt zu deren Anlass auch Ganzsachen verausgabt wurden, eventuell ging es um diese Ausstellungskarten.[1] An dieser Stelle wollte ich noch die Vorderseite der Karte einfügen. Leider funktioniert das gerade nicht, philaseiten zeigt mir bei der Vorschau dann zwar die Dateibezeichnung an, aber nicht das Bild. Ich frage bei Richard mal nach und würde das Bild, wenn es dann funktioniert, nachreichen. Mit dem Namen (Dr. Klon) hast Du auch vollkommen Recht. Da hat mich mein Wunschdenken wohl leider in die falsche Richtung gesteuert. Ich hatte sehr gehofft, dass das tatsächlich ein Teil des Schriftwechsels zwischen Zechmeyer und Dr. Kloss ist, bezüglich des von Dir auch genannten Handbuchs für Postmarkensammler. @ volkimal [#1166] Herzlichen Dank Euch beiden für die Unterstützung. Grüße aus Nürnberg Thomas [1] http://www.nuernberginfos.de/nuernberg-mix/landesausstellungen.html
Thomas S. Am: 20.08.2019 16:03:14 Gelesen: 1208523 # 1168
@ volkimal [#1165] Zweiter Versuch wegen der Vorderseite: Jetzt hat es funktioniert.
volkimal Am: 20.08.2019 16:04:12 Gelesen: 1208522 # 1169
@ Thomas S. [#1167] Hallo Thomas, du schreibst: Leider funktioniert das gerade nicht, philaseiten zeigt mir bei der Vorschau dann zwar die Dateibezeichnung an, aber nicht das Bild. Das passiert bei mir häufiger. Wenn Du den Beitrag dann aber für das Forum freigibst, ist mit dem Bild alles in Ordnung. Also einfach noch einmal versuchen. Ich sehe gerade, dass es schon geklappt hat. Beim Buchstaben "G" auf Vorder- und Rückseite hätte die Vorderseite weitergeholfen. Der Buchstabe "B" sieht bei dieser Handschrift wohl immer so aus wie ein kleines "b" - siehe "Briefmarkenhandlung". Viele Grüße Volkmar
Thomas S. Am: 20.08.2019 16:17:53 Gelesen: 1208513 # 1170
@ volkimal [#1169] Hallo Volkmar, wäre dann meine erste Vermutung "Bestellungskarte" dann eventuell doch korrekt? Viele Grüße Thomas
volkimal Am: 20.08.2019 17:10:37 Gelesen: 1208488 # 1171
@ Thomas S. [#1170] Hallo Thomas, eindeutig nein! Zur Verdeutlichung die rechte Abbildung. Bei "A usstellung" sind zwei Buchstaben zwischen "A" und "st". Bei "B estellung" ist nur ein Buchstabe zwischen "B" und "st". Das passt nicht zur Karte. Du hast allerdings richtig erkannt, dass beim Schreiber der Karte die Buchstaben "A" und "B" relativ ähnlich sind. Viele Grüße Volkmar
Thomas S. Am: 20.08.2019 17:38:59 Gelesen: 1208483 # 1172
@ volkimal [#1171] Hallo Volkmar, vielen Dank für die professionelle Gegenüberstellung und Deine Erklärung dazu. Damit lässt sich das sehr gut nachvollziehen. Herzliche Grüsse Thomas
volkimal Am: 28.08.2019 18:02:47 Gelesen: 1207107 # 1173
Hallo zusammen, heute habe ich selbst eine Frage zur Adresse auf dieser Postkarte: Ich kann es zwar lesen, aber kann einer von euch etwas zu der seltsamen Anschrift "Mannheim D i i" sagen? Was verbirgt sich dahinter? Viele Grüße Volkmar
epem7081 Am: 28.08.2019 19:11:57 Gelesen: 1207088 # 1174
@ volkimal [#1173] Hallo Volkmar, diese Karte ging in die "Quadratestadt Mannheim", Die Besonderheit: Die Mannheimer Innenstadt ist so angeordnet, dass nicht, wie üblich, die Straßen Namen haben, sondern die Häuserblocks einen Buchstaben und eine Zahl. Auf meinem AFS-Streifen z.B. eine typische Absenderangabe "S 6 18" aus dem Innenstadtbereich [1]. Mit bestem Gruß Edwin [1] https://rhein-neckar-wiki.de/Mannheimer_Quadrate
volkimal Am: 28.08.2019 19:26:58 Gelesen: 1207082 # 1175
@ epem7081 [#1174] Hallo Edwin, davon hatte ich noch nie gehört. Super, worauf man hier im Forum alles eine Antwort bekommt - vielen Dank. Die auf der Karte angegebene Nummer ist vermutlich "D 1 1". Die Sparkasse Rhein Neckar Nord hat zum Beispiel die Anschrift "D1 1-3, 68159 Mannheim". Viele Grüße Volkmar
London-Dieter Am: 28.08.2019 23:19:45 Gelesen: 1207060 # 1176
@ volkimal [#1173] Hallo Volkimal, als ex-Mannheimer kann ich die Anschrift als D1,1 bestätigen. Wie schon berichtet, ist die Innenstadt in Quadrate aufgeteilt (anstelle von Strassennamen). Wenn man die Buchstaben- und Zahlenkombination hat ist es ein Kinderspiel eine Adresse zu finden. Die Quadrate beginne im Westen beim Schloss und ziehen sich alphabetisch nach Osten zum Neckar hin. (siehe auch Google Stadtplan Mannheim Quadrate) Falls Du einmal in Mannheim verloren gehen solltest, stehe ich gern zur Hilfe bereit.
JohannesM Am: 05.09.2019 19:12:41 Gelesen: 1206217 # 1177
Ich frage mich welcher Künstler diese Radierung signiert hat? Beste Grüße Eckhard
volkimal Am: 06.09.2019 11:48:55 Gelesen: 1206171 # 1178
Hallo zusammen, von mir heute ein Einschreibebrief von Darmstadt nach Mannheim vom 12.07.1812: Der Brief geht an "Seiner Excellens Frey Herrn Ernst von Gemmingen-Hornberg ?? in Mannheim". Ernst von Gemmingen-Hornberg (* 11. Februar 1759 in Celle; † 3. März 1813 in Mannheim) war ein deutscher Komponist, Diplomat und letzter Direktor des Ritterkantons Kraichgau. Er entstammt dem Geschlecht der Herren von Gemmingen. [1] Der Brief wurde "recommandiert" verschickt. Daher der Stempel "CHARGÉ" (links) und das Rötelzeichen rechts. Der Ortsstempel ist "R1 DARMSTADT". Er ist leider nur schlecht abgeschlagen. Kann einer von euch sagen, welcher Ort beim Absender (rechtes Bild) angegeben wurde? Ich lese in etwa "Scheinthaus", kann aber damit nichts anfangen. Hier noch der Inhalt des Briefes: Um mit der Schrift vertraut zu werden habe ich versucht, den ersten Teil zu lesen. Es kam folgendes heraus: Pras. Den 13. July 1812 und Communiart per Expreß den nemlichen Tag. Euer Excellenz Ich habe unterthänigst auf dero Schreiben ??? ??? dieses zu antworten, das gegenwärtig keine Gelder eingegangen sind und ??? viel ein gehet das die Steuer in ??? ??? können bei ??? ??? ??? aber da eine die ??? Erndte ist so wird eingehen weilen das ??? ??? auf die Zeit ist abgegeben worden. Beständer Maaß hat sein Heu??? ??? und wird ??? die Witterung gut bleibt die Woche in ein ??? ???laden werden so wird dasselbe auch abtragen und wir Gelder eingegangen sind werde E?? Excellenz nachricht davon geben bei liegendes sende E?? Excellenz ob Sie vielleicht etwas ??? wissen oder nicht so direct solches zur Nachricht Beständer Maaß hat den ??? ?? selbsten bey Herrn Mavala in ??? gesehen und ??? ich erstrebe mit schuldigtem Respect Euer Excellenz unterthänigst gehorsamer Diener ???? Scheinthaus d. 12. Juli 1812 Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_von_Gemmingen-Hornberg_(Komponist)
JohannesM Am: 06.09.2019 23:59:19 Gelesen: 1206138 # 1179
@ JohannesM [#1177] Hat niemand eine Idee, wer da unterschrieben hat? Beste Grüße Eckhard
Saguarojo Am: 07.09.2019 09:18:04 Gelesen: 1206120 # 1180
@ volkimal [#1178] Das ist ja ganz ganz schwierig. Erste Zeile letztes Wort lese ich "von" "0 Uhr". Zweiter Abschnitt: "Woche in ein Schiff eingeladen werden" Ansonsten muss ich leider passen. Ich hoffe, dass sich noch jemand finden wird, der das entziffern kann. Viele Grüße Joachim
Saguarojo Am: 07.09.2019 14:20:47 Gelesen: 1206102 # 1181
@ volkimal [#1178] Noch einen Versuch wage ich. Ab Zeile 3: "keine Gelder eingegangen sind und eine so viel eingeholt das die Steuer in Folge fehlen können bestriten werden, aber da eine die Roggen Erndte ist, so wird eingehen weil das mehrste folgt auf die Zeit ist abgegeben worden. Beständer Maaß hat sein Heu vor ??? und wird wenn die Witterung gut bleiben die Woche in ein Schiff eingeladen werden" Vor "Excellenz" lese ich "Euer" "Winthar" könnte der Name der Unterschrift sein. Viele Grüße Joachim
opti53 Am: 07.09.2019 18:52:34 Gelesen: 1206087 # 1182
@ volkimal [#1178] Hallo Volkmar, wieso bist Du der Ansicht, dass der Brief aus Darmstadt kommt? Ich kann in dieser Hinsicht nichts entdecken. Der Stempel beginnt mit HA... Darmstadt würde auch wenig Sinn machen. Vermutlich ist der Briefschreiber als Landwirt oder Landverwalter in der Herrschaft Gemmingen tätig. Da der Herr von Gemmingen nun in Mannheim lebt, muss sich der Untertan per Brief an ihn wenden. Vielleicht lässt sich mit dieser Erkenntnis der Ort besser eingrenzen. Abgesehen davon, sieht mir der Buchstabe im Ortsnamen vor dem zweiten H eher wie ein b aus, und nicht wie ein t. Es spricht am Ende auch wenig für ...haus, es könnte auch ...hag heissen. Vielleicht kommt man auf diese Weise der Lösung des Rätsels näher. Viele Grüße Thomas
bayern klassisch Am: 07.09.2019 19:00:01 Gelesen: 1206083 # 1183
@ volkimal [#1178] Wenn der Brief aus der Darmstädter Ecke kommt, könnte der Schreibort Schneppenhausen sein ("Schnebhausen"). Liebe Grüsse, Ralph
volkimal Am: 08.09.2019 10:46:28 Gelesen: 1206033 # 1184
@ opti53 [#1182] Hallo Thomas, auf dem Brief sind zwei Stempel. Links steht CHARGE, das "C" ist allerdings zu weit links und nicht mit abgeschlagen. Rechts steht nach meiner Meinung "R1 DARMSTADT". Ich bin im Moment aber nicht zu Hause und kann den Stempel nicht verändern und die Farbe/Kontrast bearbeiten. Hat einer von euch eine Abbildung des Darmstädter Rayonstempels und kann sie einmal zeigen? An alle anderen erst einmal vielen Dank. Auf Eure Informationen gehe ich ein, wenn ich wieder zu Hause bin. Viele Grüße Volkmar
SH-Sammler Am: 08.09.2019 14:31:32 Gelesen: 1206012 # 1185
@ volkimal [#1184] Vielleicht ist dieses Bild besser lesbar. Gruss SH-Sammler Hanspeter
volkimal Am: 10.09.2019 08:59:55 Gelesen: 1205947 # 1186
@ Saguarojo [#1181] Hallo Joachim, einiges von dem, was Du "übersetzt" hast stimmt. Bei einigen Stellen bin ich mir aber nicht sicher. Ich fasse einmal den aktuellen Stand zusammen und zeige noch einmal den zugehörigen Text. Pras. Den 13. July 1812 und Communiart per Expreß den nemlichen Tag. Euer Excellenz Ich habe unterthänigst auf dero Schreiben von 6 ? dieses zu antworten, das gegenwärtig (Das Zeichen hinter der 6 ist kein "h", denn ein "h" hätte eine Unterlänge. Vermutlich bedeutet es "des Monats") keine Gelder eingegangen sind und euer so viel ein gehet das die Steuer in ??? ??? (Du schreibst "in Folge fehlen". Ich lese "in ? vol?? ?ehlen" - was auch immer dort steht. Ein "f" müsste eine Unterlänge haben") können bestrieten werden, aber da eine die Repps Erndte ist, so wird eingehen weilen (Repps = Reps = Raps) das mehrste holt? auf die Zeit ist abgegeben worden. Beständer Maaß hat sein Heu ver??? und wird wenn die Witterung gut bleibt diese Woche in ein Schiff eingeladen werden so wird dasselbe auch abtragen und wir Gelder eingegangen sind werde Erw. Excellenz nachricht davon geben (Es heißt nicht Euer, siehe erste Zeile. Evtl. "Erw." für "Ehrenwerte") bei liegendes sende Erw. Excellenz ob Sie vielleicht etwas davon wissen oder nicht so direct solches zur Nachricht Beständer Maaß hat den ??? ?? selbsten bey Herrn Mavala in ??? gesehen und ??? ich erstrebe mit schuldigtem Respect Euer Excellenz unterthänigst gehorsamer Diener Winther(?) Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 10.09.2019 09:10:22 Gelesen: 1205945 # 1187
@ SH-Sammler [#1185] @ bayern klassisch [#1183] Hallo Hanspeter und Ulf, vielen Dank! So kann man den Stempel besser erkennen. Ich bin weiterhin der Meinung, dass es sich um Darmstadt handelt. Allerdings wird es etwas anders geschrieben als ich es bisher angegeben habe. Im Stempel steht "R1 DARMSTATT" mit Doppel-T. Leider habe ich bisher keine andere Abbildung des Stempels gefunden. Auffällig ist der Fuß der "1". Ein Stempel, den ich bei Delcampe gesehen habe, hat kleinere Buchstaben: Ulf, mit Schneppenhausen ("Schnebhausen") könntest Du richtig liegen. Das muss man erst einmal herausfinden. Danke! Viele Grüße Volkmar
guy69 Am: 10.09.2019 17:02:08 Gelesen: 1205919 # 1188
Hallo zusammen, das ist definitiv der "R1 DARMSTATT". Angegeben bei Feuser/Münzberg als 663-4 aus 1802. Den Stempel gibt es als Typen. Charakteristisch sind die Füße der "1" sowie die Schreibweise mit Doppel T, die auch nur in diesem Stempel so vorkommt. Alle anderen Stempel zeigen das "DT". Viele Grüße Harald
London-Dieter Am: 10.09.2019 21:51:59 Gelesen: 1205888 # 1189
@ guy69 [#1188] und Volkmar Was mich an dem doppelten T verwundert, ist der Hinweis bei wikipedia zur historischen Schreibweise von Darmstadt. Dort wird erwähnt das ein doppeltes T auf dokumentierten historischen Erwähnungen nur aus dem Jahr 1477 und dann später noch einmal in 1586 vorkommt. Ein Brief mit dem Poststempel Darmstatt aus dem Jahre 1812 erscheint mir eigentlich eher ungewöhnlich. Bei sehr starker Vergrösserung ist jedoch der obere Teil (das Dach des T) gut zu erkennen, rechts daneben befindet sich ins Papier eingedrückt das 2 T, wie ein. Das A ist bei den gezeigten vergleichenden scans abweichend in seiner Form auf der rechten Seite. Das A insgesamt erscheint eher schmal. Die 1 von R1 ist nicht so fett wie im oberen Beispiel, auch hat der untere waagrechte Strich rechts und links nach oben geschwungene Elemente. Leider habe ich keine umfangreiche Stempelsammlung von Darmstadt, um weitere Vergleiche anzustellen, bzw. den Doppel-TT für 1812 zu bestätigen. Kennt vielleicht jemand eine Internetadresse, an der man die Postorte der damaligen Rayons aufgelistet findet? wikipedia hält sich da eher bedeckt.
bayern klassisch Am: 10.09.2019 21:59:36 Gelesen: 1205887 # 1190
@ guy69 [#1188] Liebe Sammlerfreunde, im "Feuser" steht bei Darmstadt S. 245, lfd. Nr. 663-4, dass der Stempel R 1 DARMSTATT ab 1802 in verschiedenen Typen bekannt ist und erst 1820 Stempel mit heutiger Schreibweise nachgeschoben wurden. Viele Städte haben im 19. Jahrhundert mehrere Schreibweisen ihres Namens gekannt und in Folge dessen haben auch die Stempelschneider die Variante gewählt, die ihnen geläufig war. Liebe Grüsse von bayern klassisch
dietbeck Am: 14.09.2019 13:33:37 Gelesen: 1205613 # 1191
Hilfe beim Entziffern - Ort in DDR Hallo, kann mir jemand bei der Entzifferung helfen. Es muss ein Ort in der DDR sein. Danke dietbeck
DERMZ Am: 14.09.2019 13:45:45 Gelesen: 1205605 # 1192
@ dietbeck [#1191] Hallo dietbeck, ich komme schon mal bis Sachsen - kannst Du eventuell den Kontrast noch etwas vom Bild verändern? Gruss Olaf
dietbeck Am: 14.09.2019 13:52:34 Gelesen: 1205601 # 1193
Nochmal mit etwas Veränderung und leichter Vergösserung.
lueckel2010 Am: 14.09.2019 14:06:14 Gelesen: 1205591 # 1194
@ dietbeck [#1193] Hallo, dietbeck, Meerane/ Sachsen Schönes Wochenende und viele Grüße, "lueckel2010"
juju Am: 14.09.2019 14:12:47 Gelesen: 1205588 # 1195
@ lueckel2010 [#1194] Ich würde da auf etwas anderes tippen. Das erste Wort beginnt nach meiner Auffassung mit einem M, endet aber auf -werna, das zweite auf -ffnis oder -ftnis, die Anfangsbuchstaben kann ich leider nicht entziffern. Besten Gruß Justus
volkimal Am: 14.09.2019 14:41:32 Gelesen: 1205571 # 1196
@ dietbeck [#1193] Hallo zusammen, es ist eindeutig "Meerane/Sachsen". Hier einmal in "Schönschrift": Viele Grüße Volkmar
dietbeck Am: 14.09.2019 14:46:00 Gelesen: 1205562 # 1197
@ alle Vielen Dank für Eure Hilfe und Mühen, ich denke Meerane/Sachsen ist klar die Antwort.
DERMZ Am: 03.10.2019 07:28:18 Gelesen: 1203665 # 1198
Guten Morgen, ein Kartenbrief von Professor Dr Albert Thumb bereitet mir Kopfzerbrechen.. Albert Thumb war Professor für Sprachwissenschaften, wohl mit einem Faible für Vergleichende Sprachwissenschaft und neugriechische Sprache. Er schrieb in seiner Marburger Zeit an seinen Kollegen Professor Dr C. Lehmann in Berlin Charlottenburg die folgenden Zeilen: Herrn Professor Dr. C. Lehmann Charlottenburg Kresebeckstrasse 72/73 Sehr geehrter Herr College, Wenn eine Ergänzung von vidor Schwierigkeiten macht, so bleibt nichts übrig, als den unge- wöhnlichen ... von vidor anzuerkennen, dass gerade in der Weglassung des Artikels Be- sonderheiten zu erwarten sind, zeigt z.B. der Gebrauch im Neuen Testam., wurüber Sie etwa Winer’s .... (8. Aufl. von Schmiedel) p.170 f. 185 vergleichen mögen. Eine genaue Parallele ist mir nicht zur Hand, man müsste einmal die zahlreichen Grabinschriften Kleinasiens daraufhin durchblättern. Vielleicht hat Prof. W. Schulze in diese Richtung Material gesam- melt. Der sonderbare ...gebrauch ent- spricht nicht dem zu Erwartenden: auch im Neugr. ist vios (jos) nicht durch das ...tivum ersetzt. Ich werde jedenfalls auf beide Dinge achten, wenn mir kleinasiat. Inschriften wieder durch die Hand gehen, und Sie benachrichtigen, wenn ich etwas finde. - das Zeichen μ erlaubt keine engere Datie- rung als höchstens die Angabe “spät” oder “jung”. Ich bedauere, dass ich Ihnen nichts Bestimmteres geben kann als das Vorstehende. Hoffentlich haben Sie das nächste Mal mehr Glück mit mir! Mit vorzüglicher Hochachtung Marburg 16. VII. 02. Ihr ergebener A. Thumb Wer kennt sich nicht nur in der Schrift, sondern auch ein wenig mit dem griechischen aus, um was für ein "...tivum" handelt es sich? Besten Dank für ein wenig Nachhilfe sagt Olaf
epem7081 Am: 03.10.2019 08:13:28 Gelesen: 1203657 # 1199
@ DERMZ [#1198] Guten Morgen Olaf, bei dem hier angesprochenen Diminutivgebrauch bzw. Diminutivum handelt es sich wohl um die Verkleinerungsform (Diminutiv) j1] eines bestimmten Begriffs. Der Begriff um den es hier geht ist mir aber nicht bekannt. Einen erkenntnisreichen Feiertag wünscht Edwin [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Diminutiv
mausbach1 (RIP) Am: 03.10.2019 08:40:13 Gelesen: 1203650 # 1200
Einen schönen Morgen vom Lande aus dem Jahr 1864. Die Adresse fängt wohl beginn mit Sr. (Seiner) Durchlaucht dem Herren Grafen melde ich ... - dann ist bei nix mehr. Kann ich helfen? Vorab meinen besten Dank! Glückauf! Claus
volkimal Am: 03.10.2019 09:13:13 Gelesen: 1203636 # 1201
@ mausbach1 [#1200] Hallo Claus, die Anschrift lautet: Sr. Durchlaucht dem Herrn Grafen Wilderich Thed. Kessler Hochwohlgeboren auf Thüle bei Salzkotten Für den Inhalt habe ich im Moment nicht die Zeit, kann es aber gerne versuchen. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 03.10.2019 09:23:32 Gelesen: 1203631 # 1202
@ DERMZ [#1198] Hallo Olaf, die zwei oberen Lücken kann ich noch schließen: Wenn eine Ergänzung von vidor Schwierigkeiten macht, so bleibt nichts übrig, als den unge- wöhnlichen Gebrauch von vidor anzuerkennen, dass gerade in der Weglassung des Artikels Be- sonderheiten zu erwarten sind, zeigt z.B. der Gebrauch im Neuen Testam., wurüber Sie etwa Winer’s Gramm. (8. Aufl. von Schmiedel) p.170 f. 185 vergleichen mögen. Siehe diesen Auszug aus dem Buch Bibelstudien von Gustav A. Deissmann (Marburg 1895) [1]: Viele Grüße Volkmar [1] https://books.google.de/books?id=kFjU8-1lF6wC&printsec=frontcover&dq=Bibelstudien&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjLy5mXx__kAhXjsYsKHSfsBPcQ6AEIKTAA#v=onepage&q=Bibelstudien&f=false
mausbach1 (RIP) Am: 03.10.2019 09:35:19 Gelesen: 1203628 # 1203
@ volkimal [#1201] Hallo Volkmar, mit einiges an alten Schriftstücken hatte ich beruflich zu sehen bekommen - doch stehe ich bei diesem alten Brief vollkommen auf dem "Schlauch". Lediglich den Ort Römershagen kann ich lesen - hier ist das Tolle dabei, daß dieser kleine Ort von mir nur ein paar Meter weit weg; direkt an der Grenze zwischen den alten Kreisen Olpe und Siegen. Vorab vieles Glück! Glückauf! Claus
DERMZ Am: 03.10.2019 09:56:39 Gelesen: 1203621 # 1204
@ epem7081 [#1199] @ volkimal [#1202] Vielen vielen Dank Edwin und Volkmar, das war wieder eine enorme Hilfe, besten Dank für die Wertvolle Hilfe sagt Olaf
volkimal Am: 03.10.2019 10:55:39 Gelesen: 1203608 # 1205
@ mausbach1 [#1203] Hallo Claus, jetzt hat es doch noch geklappt. Es sind nur noch zwei Lücken zu schließen. Erw. Hochgeboren Beehre ich mich im Anschluße 11 _ ??? als Beitrag der hiesigen Michalisbruderschaft ??? 1863 mit der ergebenen Bitte ein- zusenden, dieselben weiter befördern zu wollen. Die Beiträge wären schon früher eingesandt worden, allein sie gehen bei den getzigen goldlosen Zeiten nur langsam ein Römershagen 20 Mai 1864 Viele Grüße Volkmar
mausbach1 (RIP) Am: 03.10.2019 11:36:44 Gelesen: 1203596 # 1206
@ volkimal [#1205] Vielen herzlichen Dank! Einen schönen Tag! Claus
DERMZ Am: 03.10.2019 14:10:48 Gelesen: 1203574 # 1207
Guten Nachmittag, Herr Otto Henze war 1918 Pfeifenfabrikant in Hannoversch Münden. Kurz vor Weihnachten kam noch eine Bestellung ins Haus geflattert, doch was wurde als Extralanges Exemplar bestellt, eine Studienpfeife? Herrn Otto Henze Pfeifenfabrik Hannov. Münden Marburg a/d. Lahn, 14/12 1918 Univ. Str 56. Ich erhielt Ihre Preisliste vom 15/9 1918 und bitte Sie mir gegen Nachnahme zu senden: 1 Extralange ???? Nr. 202 braun poliert Mit feinem Aufsatz (N.204), mit 2 Stück künstl. angerauchten Köpfen und 1 Kopf künstl. angeraucht mit Rostanlage. Ein Pfeifenstopfer und Räumer, 3 teilig, metall Versand möglichst vor Weihnachten. Hochachtend Wilhelm Stockicht Danke erneut für die freundlichste Hilfe Olaf
inflamicha Am: 03.10.2019 14:19:19 Gelesen: 1203571 # 1208
Hallo Olaf, es sollte sich um eine Studierpfeife handeln. Gruß Michael
volkimal Am: 03.10.2019 14:30:13 Gelesen: 1203539 # 1209
@ DERMZ [#1207] Hallo Olaf, Michael war schneller. Auf der Karte steht "Studirpfeife" (ohne e). Diese Schreibweise stammt aus Otto Henzes Pfeifen Katalog [1]. Siehe den Link unten. Viele Grüße Volkmar [1] https://picclick.de/Alter-Otto-Henze-Pfeifen-Katalog-30er-Jahre-Rarit%C3%A4t-302002189965.html
DERMZ Am: 04.10.2019 08:09:05 Gelesen: 1203431 # 1210
@ inflamicha [#1208] @ volkimal [#1209] Guten Morgen Michael und Volkmar, in der Tat, ich tue mich schwer, wenn Buchstaben - aus welchen Gründen auch immer - weggelassen wurden. Das macht es mir leider nicht leichter, darum muss ich immer wieder meinen höchsten Respekt ausdrücken für die unendlich kostbare Hilfe. DANKE DANKE DANKE. Beste Grüße Olaf
WolfgangD Am: 04.10.2019 15:40:05 Gelesen: 1203320 # 1211
Hallo zusammen, ich brauche Hilfe. Wer kann mir sagen um was für einen Buchstaben es sich handelt (unten über Charlottenburg)? Danke für die Antwort.
volkimal Am: 04.10.2019 15:49:35 Gelesen: 1203315 # 1212
@ WolfgangD [#1211] Hallo Wolfgang, das ist ein kleines "q". Siehe auch https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/281234 Viele Grüße Volkmar
WolfgangD Am: 04.10.2019 15:55:41 Gelesen: 1203311 # 1213
Danke Volkmar. Wolfgang
DERMZ Am: 06.10.2019 17:35:00 Gelesen: 1202862 # 1214
Guten Nachmittag, heute weckt Freifräulein Else von ??hausen meine Aufmerksamkeit, was wollte ihr Bruder wohl kundtun? Mir ist das Ende der Karte (noch) ein Rätsel Ich habe bisher folgendes lesen können oder wollen: An das Freifräulein Else v. (X)hausen (die Dorturlauberin) p.A. Herrn M. Büttinghausen Godesberg am grünen Rhein Liebe Else! Sende dir von heri aus herzlichen Gruß und Kuss!Nimm vorläufig diese Karte als Osterküßchen. Bin Bruder Ernst Besten Dank sagt Olaf P.S. Sollte noch jemand das (X) identifizieren oder deuten können, das wäre RIESIG!
Koban Am: 06.10.2019 17:55:38 Gelesen: 1202845 # 1215
@ DERMZ [#1214] Das Freifräulein dürfte ebenfalls den Nachnamen Büttinghausen tragen. Sie urlaubt dort nicht, sie sammelt Karten - Kartensamlerin (m mit Oberstrich steht für mm) Gruß, Koban
volkimal Am: 06.10.2019 17:56:40 Gelesen: 1202845 # 1216
@ DERMZ [#1214] Hallo Olaf, anstelle von "Osterküßchen" lese ich "Osterhäschen". Danach lese ich "Bin für dich auf dem Freima???" Das letzte Wort ist schwer zu erkennen. Vielleicht weißt du was für eine Veranstaltung Ostern in Marburg stattfand. Das (X) überfordert mich allerdings auch. Viele Grüße Volkmar
epem7081 Am: 06.10.2019 18:29:03 Gelesen: 1202826 # 1217
@ DERMZ [#1214] Hallo Olaf, das (X) steht eindeutig als Auslassungszeichen für den Namensteil Bütting-. Ernst B., geb. am 8.6.1883, und Else B., geb. 18.7.1885. in Amsterdam. Die Familie wird am 20. 10.1894 in Godesberg registriert, wo Vater Max wie vorher schon in Amsterdam und Utrecht ein Fotoatelier betreibt. Am 25.12.1906 stirbt Fotograf Max B. ohne Testament. Ernst und Else Büttinghausen erwerben 1910 die Rechte zur Fortführung des Geschäfts unter dem Namen 'Max Büttinghausen'. Sie kaufen auch das Inventar, das zum Geschäft gehört. Sie gründeten eine Geschäftspartnerschaft, in der Ernst für die technischen Aspekte und seine Schwester Else für die Verwaltung verantwortlich waren. Dies auszugsweise aus dem sehr ausführlichen Beitrag „Max und Ernst Büttinghausen“ in PhotoLexicon, Band 10, Nr. 20 (Februar 1993) (en). Mit bestem Gruß Edwin
DERMZ Am: 06.10.2019 18:55:39 Gelesen: 1202816 # 1218
@ Koban [#1215] @ epem7081 [#1217] @ epem7081 [#1217] Das ist ja der Wahnsinn, mit den ersten beiden Hinweisen bin ich eben auch auf auf eine holländische internet-Seite gelangt, die Max Büttinghausen als Fotograf in Godesberg listet, weiter bin ich aber noch nicht gekommen, Edwin hat eine deutlich bessere Quelle aufgetan. Vielen Dank dafür. Dass die Dorturlauberin sich nun als Kartensammlerin entpuppt hat, ist mir mehr als peinlich, immer dieses Wunschdenken... - danke Koban Der Osterhase von Volkmar gefällt mir auch viel besser, als die Eigeninterpretation, jetzt suche ich noch die Osterveranstaltung von 1899 in Marburg. In Wilhelm Kesslers Buch zur Geschichte der Stadt Marburg in Daten und Stichworten ist leider nichts verzeichnet, das Jahr ist wohl recht (Gross)Ereignislos verlaufen - ich suche mal in anderen Quellen. Dir, Volkmar auch besten Dank. Beste Grüße Olaf Wilhelm Kessler, Geschichte der Universitätsstadt Marburg in Daten und Stichworten, Marburger Stadtschriften, Band 15, 1984
epem7081 Am: 07.10.2019 09:22:14 Gelesen: 1202721 # 1219
@ DERMZ [#1214] @ Koban [#1215] @ volkimal [#1216] Hallo zusammen, ich würde das fragwürdige Wort als "Freimaurereikonvent" interpretieren. In Marburg hatte das Freimaurerwesen eine lange Tradition. [1]. Ob allerdings der zum Zeitpunkt des Postkartengrusses 16jährige Ernst und insbesondere seine 13jährige Schwester Else an dieser Thematik ein Interesse gehabt haben, erscheint mir nun wiederum fragwürdig. Zum Ernst B. einige Daten dieser Zeit aus dem PhotoLexicon, Band 10, Nr. 20 (Februar 1993) (en). 1892-1899 Ernst Büttinghausen besucht das Evangelische Pädagogium (Realschule und Progymnasium) in Godesberg. Dort wohnt er als Internatsschüler. 1901 Ernst Büttinghausen legt seine Aufnahmeprüfung an der RABK (Rijksakademie van Beeldende Kunsten) in Amsterdam ab und wird angenommen. Ab dem 27. September nimmt er zwei Jahre lang an Zeichen- und Malkursen teil. 1903 Im Oktober studiert Ernst Fotografie an einer Schule in Zürich. Einen guten Start in eine neue Woche wünscht Edwin [1] https://www.freimaurer-marburg.de
Jonny Am: 07.10.2019 13:17:25 Gelesen: 1202678 # 1220
Guten Tag, ich bin neu hier und hoffe etwas Hilfe zu bekommen. Ich habe einen großen Karton voller Briefmarken und ähnliches bekommen und versuche mich da langsam durch zu arbeiten. Ich habe keinerlei Vorkenntnisse in diesem Bereich wodurch es sehr mühsam ist. Kann mir wer etwas zu folgenden Briefen/Karten sagen? Übersetzung, Wert, wohin damit? Vielen Dank im voraus.
DERMZ Am: 07.10.2019 14:04:04 Gelesen: 1202662 # 1221
@ Jonny [#1220] Guten Tag Jonny, herzlich willkommen. in meinen Augen sind das beides "Standardkarten" aus dem Deutschen Reich, die es sehr häufig gibt, also meines Erachtens in einem niedrigen preislichen Niveau rangieren, so bis ca. 1 Euro. Die erste Karte lief von Gotha nach Erfurt, Adresse dort: Herrn Paul Otto, Erfurt, Paulstraße, die zweite Karte ist eine sogenannte "Jahrhundertkarte" die im Ortsverkehr von Mühlhausen (Thüringen) an folgende Adresse lief: Fräulein Frieda Meisner, hier, Maienburgstraße 10. Beste Grüße Olaf
Franz88 Am: 07.10.2019 23:41:05 Gelesen: 1202507 # 1222
Hallo Sammlerfreunde, leider kann ich den Bestimmungsort auf diesem Brief nicht lesen. Ich lese Bucice. Das stimmt aber nicht (Google). Bitte um eure Hilfe. Liebe Grüße Franz
buzones Am: 08.10.2019 00:01:56 Gelesen: 1202498 # 1223
@ Franz88 [#1222] Hallo Franz, es handelt sich um den Ort Dolní Bučice, auf deutsch "Unter-Butschitz", bei Čáslav (dt. Časlau) in Böhmen. Gibt's auch in Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Doln%C3%AD_Bu%C4%8Dice Mit philatelistischen Grüßen Ralf
volkimal Am: 08.10.2019 00:03:38 Gelesen: 1202496 # 1224
@ Franz88 [#1222] Hallo Franz, der Brief geht nach Dolní Bučice in der Nähe von Čáslav. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dolní_Bučice
Franz88 Am: 08.10.2019 10:18:29 Gelesen: 1202426 # 1225
@ buzones [#1223] Hallo Ralf, vielen Dank für Deine Hilfe. Super! Liebe Grüße Franz @ volkimal [#1224] Hallo Volkmar, herzlichen Dank für Deine Hilfe. Liebe Grüße Franz
DERMZ Am: 08.10.2019 11:16:26 Gelesen: 1202416 # 1226
@ epem7081 [#1219] Lieber Edwin, ja, an die Freimaurer habe ich auch gedacht, habe den Gedanken für mich aber verworfen, besonders als ich das Alter von Ernst und Else las, auch die Handschrift sieht in meinen Augen nicht aus, wie die eines 16-jährigen. ABER, nichts ist unmöglich. Folgendes könnte sich ja zugetragen haben: Familie Büttinghausen hat eine Einladung zu dem "Freimaurereikonvent" erhalten, Vater Max wollte zwar hingehen, musste aber eventuell aus beruflichen Gründen passen. Daraufhin fragte er seinen Sohn Ernst, ob dieser ihn dort vertreten könne, wo jener zusagte. Das hat die kleine Schwester Else mitbekommen und wollte auch reisen. Da sie aber noch zu jung war, wurde ihr dieses nicht erlaubt. Als Trostpflaster hat dann Ernst eine Karte an seine Schwester aus Marburg geschickt. Wer weiss, wer weiss - wir werden die Auflösung wohl nie erfahren, aber ein wenig mit den Gedanken können wir ja spekulieren. Beste Grüsse Olaf
volkimal Am: 08.10.2019 12:19:13 Gelesen: 1202394 # 1227
@ DERMZ [#1226] Hallo Olaf, "Freimaurer" kommt für mich nicht in Frage. Schau Dir einmal das "u" in "aus" oder "auf" an. Es hat einen Strich oberhalb des "u". Bei dem gesuchten Wort ist kein Strich vorhanden. Was hältst Du hiervon: Viele Grüße Volkmar
epem7081 Am: 08.10.2019 14:01:36 Gelesen: 1202364 # 1228
@ volkimal [#1227] @ DERMZ [#1226] @ Koban [#1215] Hallo zusammen, Gratulation und Respekt, das Wort Freimarkenhandel scheint mir nun tatsächlich auch der Volltreffer zu sein. Das wäre ohne Frage auch eine naheliegende altersgemäße Aktivität. Beifall spendet deshalb Edwin
wessi1111 Am: 10.10.2019 06:14:58 Gelesen: 1202037 # 1229
Hallo zusammen, ich habe in diesem Pfaden eine Paketkarte als Überroller vorgestellt: https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=941;CP=0#M6 Dazu habe ich folgende Frage: Kann jemand die Empfängerangaben entziffern? Der Name Findeisen kommt darin jedenfalls nicht vor. Gruß Wessi
DERMZ Am: 10.10.2019 07:05:22 Gelesen: 1202029 # 1230
@ wessi1111 [#1229] Guten Morgen Wessi Was spricht für Dich gegen eine Johanna Findeisen, in Leipzig W35, Prießnitzstraße 23, 2. Etage links? Der Absender ist Herbert Findeisen, Bohsdorf über Spremberg, Vormark (?) bei Aug. Hendrichs Im Adressbuch von Leipzig von 1949 ist der Name Findeisen sehr häufig zu finden, der Vorname Johanna taucht zweimal auf, einmal Nordplatz 10 und zum anderen Pohlentzstraße 9. Ob es sich um die gleiche Person handelt, weiß ich allerdings nicht. 1939 war jedenfalls keine Person unter dem Namen Findeisen in der Prießnitzstraße 23 gemeldet. Ob diese Adressen alle echt sind oder nur ausgedacht, das entzieht sich meiner Kenntnis. Beste Grüße Olaf
wessi1111 Am: 10.10.2019 17:24:55 Gelesen: 1201872 # 1231
@ DERMZ [#1230] Hallo Olaf, da habe ich mich wohl nicht präzise ausgedrückt. Ich meinte die handschriftliche Empfangsbestätigung auf der Rückseite (obere Abbildung), die Empfängeradresse kann ich gut lesen. Gruß Wessi
wessi1111 Am: 10.10.2019 21:42:54 Gelesen: 1201823 # 1232
@ DERMZ [#1230] Danke für die Angaben aus dem Adressbuch. Gibt es solche Bücher nur in Papierform oder auch irgendwo im Internet? Das Wort, das du mit Fragezeichen versehen hast, heißt Vorwerk. Gruß Wessi
DERMZ Am: 10.10.2019 22:39:40 Gelesen: 1201816 # 1233
@ wessi1111 [#1232] Hallo Wessi, ich schaue immer hier nach http://wiki-de.genealogy.net/Kategorie:Adressbuch_in_der_DigiBib Dort sind sehr viele Adressbücher abgelegt, vieles findet man - aber doch nicht alles. Beste Grüsse Olaf
wessi1111 Am: 11.10.2019 04:54:36 Gelesen: 1201740 # 1234
@ DERMZ [#1233] Hallo Olaf, danke für den Link, kannte ich noch nicht. Auch die Ortssuche http://gov.genealogy.net/search/index ist sehr hilfreich. Gruß Wessi
DERMZ Am: 12.10.2019 13:28:20 Gelesen: 1201473 # 1235
Guten Tag, Marie ist in Marburg und hat 1911 ein unfrankiertes Eilgut nach Mülheim am Rhein verschickt, der Empfänger wird per Postkarte auf das zu erwartende eingestimmt. Doch es fehlen mir wieder einige Worte, vielleicht kann es jemand lesen? Ich schaffe es leider nicht. und damit niemand einen Drehwurm in den Augen bekommt, hier noch die gedrehten Zeilen: Gelesen habe ich folgendes Herrn Direktor Fr. Schleifenbaum Mülheim a/Rhein Regentenstr. 67 Mein Liebster, wir waren Montag Abend auch etwas müde, trotzdem war es aber ein schöner Tag, die Kis- te kam gestern Mittag an. Ich habe nun den großen Kort heute morgen unfrankiert als Eilgut nach dort abgehen lassen, er kommt jedenfalls schon morgen Nachmittag oder übermorgen an u. muß E. ganz im Haus bleiben, um denselben in Empfang nehmen zu können, dann mußt du nicht eure teuren ... u. habe noch 1 Stunde Aufenthalt ... Marburg ... Und auf der Vorderseite noch das folgende: Bitte komme Samstag nach M. Platz ist da. Mit innigem Gruß u. Kuss deine Marie Wie lange E. auf den Korb hat warten müssen, das werden wir wohl nie erfahren. Besten Dank sagt Olaf
volkimal Am: 13.10.2019 11:02:17 Gelesen: 1201356 # 1236
@ DERMZ [#1235] Hallo Olaf, das ist wirklich sehr schwer zu entziffern. Alles habe ich auch nicht lesen können. Die beiden an den Rand geschriebenen Zeilen hast Du in der Reihenfolge vermutlich vertauscht. Hier mei Ergebnis: Mein Liebster, wir waren Montag Abend auch etwas müde, trotzdem war es aber ein schöner Tag, die Kis- te kam gestern Mittag an. Ich habe nun den großen Korb heute morgen unfrankiert als Eilgut nach dort abgehen lassen, er kommt jedenfalls schon morgen Nachmittag oder übermorgen an u. muß E. ganz im Haus bleiben, um denselben in Empfang nehmen zu können, oder du mußt eure Fuhre ??? ??? Ich hatte(?) eine Marburger ??? ??? u. habe noch 1 Stunde Aufenthalt. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 13.10.2019 11:32:12 Gelesen: 1201336 # 1237
@ volkimal [#1236] Danke Volkmar, jetzt ist mir die "Fuhre" auch klar, nur die Worte dahinter fehlen weiter. und am Ende meine ich jetzt lesen zu können: Ich hatte eine Marburger Karte da u. habe noch 1 Stunde Aufenthalt Das würde m.E. Sinn machen und würde auch bestens zum Bahnpoststempel Cassel-Frankfurt passen. Karte mitgenommen und am Bahnpostwagen abgegeben... Danke vielmals und beste Grüße Olaf
DERMZ Am: 15.10.2019 16:48:33 Gelesen: 1200990 # 1238
Guten Abend, lief der Bahnverkehr 1911 noch ganz normal, so war dem Schreiber der Karte von 1919 dieses Glück leider nicht hold, was war passiert? Hier noch einmal der Kartentext etwas vergrößert, der an Familie Paul Görtz in Gotha gerichtet war: Ich habe das folgende gelesen: Marburg, 26.7.19. Ihr Lieben! Heute Nacht 2 Uhr bin ich glücklich in M. gelandet. den Rest der Nacht habe ich im Wartesaal verbracht u. heute früh nach 4 bin ich zu Kay’s Onkel L u. Leute. E. habe gestern Abend 2 St. an der Bahn warten müssen u. dann haben sie jedes Zügen abgesucht. das Eisen- bahnunglück bei Gunthershausen war an der Verspätung schuld. Vor G. mußten wir heraus u. mit Sack u. Pack unge- fähr 10 Min. weit zum anderen Zug begeben. Erst nach 6 war ich in Cassel, wo ich gar ..., bis jetzt ¾11 morg. ist aber noch nichts gekommen. 8.15 bin ich dann von Cassel abgefahren, in Gun- thershausen wieder dasselbe Theater. Nachher habe ich das versäumte Schlafen nach. Marb. ist reizend, nur das Wetter dürfte anders sein. - das Tuch hat Mutter vergesssen, - einzupacken. Onkel L hackt soeben Holz. Vaters Karte ist heute früh erst gekommen. Was machen die 3 Trabanten? Seid nun alle heerzl. gegrüßt von Euer ... und von Else u. Hedwig Aber was war nun in Gutershausen geschehen, daß es dort so ein Theater gab, dazu habe ich folgende Webseite gefunden: http://www.steamy.de/ereignis/unfall/unfaelle.html Zitat: 25.7.1919, Guntershausen Ein Zugunglück im Bahnhof Guntershausen fordert ein Todesopfer (Quelle: eisenbahn- kurier 7/2009, Chronik für den Monat Juli). Die "Hessische Post" vom 26.7.1919 scheibt dazu: Ein schweres Eisenbahnunglück ereignete sich in der Nacht von Donnerstag auf Freitag auf der Strecke der Main-Weser-Bahn zwischen den Stationen Guntershausen und Rengershausen. An der nördlichen Einfahrt des Bahnhofs Guntershausen fuhr der Güterzug 6611, wie der amtliche Bericht mitteilt, gegen 3 Uhr 30 Minuten dem im Ausfahren begriffenen Güterzug 8749 durch Überfahren des auf Halt stehenden Einfuhrsignals in die Flanke. Dabei wurde ein Bremser getötet, ein Bremser des anderen Zuges leicht verletzt. Das übrige Dienstpersonal kam mit dem Schrecken davon. Etwa 20 Wagen waren entgleist, zwölf davon vollständig zetrümmert. Die dadurch hervorgerufenen Beschädigungen der Geleise machten die Sperrung beider Hauptgeleise erforderlich. Die Schnellzüge wurden umgeleitet, der Personenverkehr konnte durch Umsteigen aufrecht erhalten werden. (...) Das östliche Hauptgleis wird voraussichtlich Freitag abend, das westliche Sonnabend mittag frei sein. Der durch den Zusammenstoß hervorgerufene Materialschaden ist sehr beträchtlich. Wen die Schuld des Zusammenstoßes trifft, wird die eingeleitete Untersuchung ergeben müßen. Am 27.7.1919 wird nachgetragen: Zum Eisenbahnunfall bei Guntershausen ist noch mitzuteilen, daß ein Teil des Casseler Güterzuges infolge des wuchtigen Anpralls mit dem von Frankfurt-Gießen komenden Güterzuges über das Brückengeländer der großen Bauna-Brücke hinweg in den Fluß hinab gestürzt ist. Eine Abordnung der hiesigen Eisenbahndirektion unter Führung des Herrn Ober- Regierungsrates Grabow und des Herrn Oberbaurates Schäfer, des Dezernenten der Main-Weser-Bahn, hat sich am Freitag nachmittag mittels Sonderzuges an die Unfallstelle begeben, um die erforderlichen amtlichen Erhebungen über die Entstehungsursache des Unglücks festzustellen. Die Entstehungsursache ist sehr wahrscheinlich darauf zurückzufühen, daß der aufrennende Casseler Güterzug, welcher mit Casseler Personal besetzt war, das Haltesignal bei der Einfahrt in den Bahnhof Guntershausen überfahren hat. Zitatende. Damit ist die Ursache für das Theater in Guntershausen klar. Beste Grüße Olaf
DERMZ Am: 26.10.2019 08:30:45 Gelesen: 1199908 # 1239
Guten Morgen, diese Karte von 1907 habe ich jetzt gefühlt auch schon zwanzig Mal gelesen, aber das Ergebnis lässt mehr Lücken als Antworten zurück. Ist da hoffentlich wieder Hilfe im Netz? Ich habe folgendes "zusammengereimt": Herrn Pastor Kirchmeyer & Frau Brackwede b Bielefeld Marburg, 7.8.07. Heute Nachmittag hier eingetroffen, bald danach Besuch bei Frau Justiz- rath. Frl. Fr. leider nicht daheim, schon seit einiger Zeit in Gera! Ihr Brackwede auf Gera sei doch ein kleiner Umweg. Zu.... im Frühjahr schon in Gütersloh gewesen. Also ich w... ihr hat nicht sollen sein! Frau F. er... ihr Grüße .... . Fr.Krombach wars herrlich! Viele Leute getroffen! Herzl. Gruß G. Minn... Besten Dank für jede Hilfe sagt Olaf
Max78 Am: 26.10.2019 12:16:20 Gelesen: 1199875 # 1240
@ DERMZ [#1239] Moin Olaf, nach längerer Zeit einmal wieder ein Vorschlag von mir zu dem Geschludere. ;-) Über Brackwede nach Gera sei doch ein kleiner Umweg, zudem im Frühjahr schon in Gütersloh gewesen. Also ist nicht! Es hat wohl nicht sollen sein! Frau I. erwiderte die Grüße herzlichst! - Ja Krombach wars herrlich ... schöne Grüße in den Süden, Max
volkimal Am: 27.10.2019 13:59:24 Gelesen: 1199653 # 1241
@ DERMZ [#1238] Hallo Olaf, bei deinem letzten Beitrag viel mir ein, dass ich noch nicht auf den Beitrag davor geantwortet hatte. Dort habe ich zwei Korrekturen: ... dann haben sie jedes Kupee abgesucht. Nachher hole ich das versäumte Schlafen nach. Jetzt fehlt noch ein Wort: Erst nach 6 war ich in Cassel, wo ich ???? bis jetzt ¾11 morg. ist aber noch nichts gekommen. Ich glaube nicht, dass das Wort (oder die Wörter) mit "gar" anfängt. Hier habe ich einmal ein paar Buchstaben eingetragen. Ob sie richtig sind kann ich nicht sagen. Vielleicht hilft es aber weiter. Viele Grüße Volkmar
Max78 Am: 27.10.2019 20:39:53 Gelesen: 1199552 # 1242
@ volkimal [#1241] Hallo Volkmar, das hilft doch schon sehr gut. Das Verb heißt wahrscheinlich "depeschierte", üblicherweise bedeutet es "eine Eilmeldung senden" oder "etwas beschleunigen". Sie hat ja bis morgens daraufhin nichts bekommen, also vermute ich vor dem "depeschieren" einen Namen wie z.B. "Hug" etc. Ist halt ein schlechtes Schreibgerät ;-) mit Grüßen Max
volkimal Am: 27.10.2019 20:45:11 Gelesen: 1199549 # 1243
@ Max78 [#1242] Hallo Max, super - damit ist die Karte bis auf "Hug" entziffert. Vorhin hatte ich noch die Unterschrift vergessen. Die Karte ist von "Euer Trude und von Else u. Hedwig" Viele GRüße Volkmar
DERMZ Am: 27.10.2019 20:57:52 Gelesen: 1199544 # 1244
@ Max78 [#1242] @ volkimal [#1243] Wahnsinn, tausend Dank Volkmar und Max, das hätte ich nieniemalsnicht entziffern können. Was haltet ihr von "Georg" statt "gar" oder "Hug"? Beste Grüße Olaf
volkimal Am: 27.10.2019 21:03:47 Gelesen: 1199543 # 1245
@ DERMZ [#1244] Hallo Olaf, das kann gut sein. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 02.11.2019 22:37:51 Gelesen: 1198683 # 1246
Guten Abend, als icb vor einiger Zeit in den Besitz der folgenden Karte kam, habe ich gedacht, die ist schön geschrieben, das wird ein leichtes - Pustekuchen, das Gegenteil ist der Fall: Da mir zwischenzeitlich ausreichend Stempelmaterial aus Marburg vorliegt, kann ich die Karte mit ziemlicher Sicherheit auf das Jahr 1913 datieren. Gelesen habe ich bislang folgendes: I.H. Freiherr u. Freifrau Hofer von Loebenstein Schloß Wildensein bei Crailsheim Vielen herzlichen Dank für Ihre liebenswürdigen Grüsse. - Wie freue ich mich wenn Sie wieder zurück sind, es ist in Marburg sehr einsam. - ich ... ... 2 Wochen mit Venenentzümdung sich re... ich wieder ausf... .- mein Mann ist am Bodensee, ... des Wetter wegens mit Rückkehr. - Max sieht brillant aus, ich hoffe er kommt jetzt viel zu uns herüber. - Klaus ist selig, daßs der Max- mal wieder da ist. - - er redet noch immer vom “Vatr” u. “Adele”. Wer kann die Lücken an Freiherrn und Freifrau Hofer von Lobenstein füllen? Ich bin wie immer sehr sehr dankbar. Beste Grüße Olaf
volkimal Am: 02.11.2019 23:11:17 Gelesen: 1198671 # 1247
@ DERMZ [#1246] Hallo Olaf, eine sehr interessante aber auch sehr schwer lesbare Schrift. Etwas weiter bin ich gekommen: Ich Pechvogel lag 2 Wochen mit Venenentzümdung sich(?) ???? ich wieder auszugehen .- mein Mann ist am Bodensee, droht täglich des Wetter wegens mit Rückkehr.  Bei den fehlenden Worten habe ich noch keine passende Idee. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 02.11.2019 23:23:29 Gelesen: 1198664 # 1248
@ DERMZ [#1246] Hallo Olaf, evtl. habe ich es gefunden. Was hältst du von Ich Pechvogel lag 2 Wochen mit Venenentzümdung jetzt versuche ich wieder auszugehen .- mein Mann ist am Bodensee, droht täglich des Wetter wegens mit Rückkehr.  Das "jetzt" stimmt sicher. Schau dir einmal das jetzt 4 Zeilen tiefer an. Wenn man es genau nimmt steht dort allerdings nicht " jetzt" sondern nur " jezt". Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 03.11.2019 06:14:23 Gelesen: 1198630 # 1249
@ volkimal [#1248] Guten Morgen Volkmar, das klingt wirklich bedrohlich, wenn der Gatte wegen des Wetters wieder nach Marburg will. Wenn ich an meine Jugend zurück denke, so sprach der Wetterbericht von Regen in Südhessen, und es regnete in Marburg - sprach er dagegen von Regen in Nordhessen, so wechselte die Stadt umgehend die Seiten und gehörte zu Nordhessen. Also warum vom Bodensee im Regen nach Marburg im Regen flüchten? Danke Volkmar, daß Du mich nicht hast im Regen stehen gelassen und einen schönen Sonntag wünscht Olaf
DERMZ Am: 05.11.2019 14:42:25 Gelesen: 1198260 # 1250
Guten Tag, in Netphen bei Alwine herrscht Dicke Luft, bei mir auch, ich kann wieder mal nicht alles lesen bzw. deuten. Bekomme ich wieder Hilfe? Im Haupttext lese ich folgendes: Fräulein Alwine Demandt Frohnhuasen Post Netphen i/W. 25/VIII. 1900 M. l. Alwinchen. Wie es scheint bist Du mir nicht mehr gut, daß du mir nicht einmal schreibst. Nimm mir P mit meinem letzten Briefe nicht für übel. Ich glaube dir ja zu .... Schreibe mir ob du mich nächsten Sonntag einmal besuchen kommst. Mit herzl Gr. u. fr. dein tr. Und in der Ecke komme ich über ein Hoffentlich nicht hinaus: Kann jemand die Wogen ein wenig glätten? Besten Dank sagt Olaf
bayern klassisch Am: 05.11.2019 16:34:11 Gelesen: 1198239 # 1251
@ DERMZ [#1250] Hallo Olaf, in der Ecke lese ich: Hoffentlich geht es dir noch gut. Es ist ganz weihnachtlich. Liebe Grüsse, Ralph
volkimal Am: 05.11.2019 22:39:41 Gelesen: 1198180 # 1252
@ DERMZ [#1250] Hallo Olaf, auf der Karte lese ich “Ich glaube dir ja zu gerne“. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 06.11.2019 05:07:12 Gelesen: 1198133 # 1253
@ bayern klassisch [#1251] @ volkimal [#1252] Guten Morgen Ralph und Volkmar, besten Dank für die Hilfen. ich bin etwas verwundert, daß es sich Ende August schon weihnachtlich angefühlt hat - nun, warum nicht - auf dem Oktoberfest in München wurde schliesslich vor Jahren schon mal Glühwein ausgeschenkt, weil es schon recht frisch war. Beste Grüße Olaf
volkimal Am: 06.11.2019 07:40:00 Gelesen: 1198118 # 1254
@ DERMZ [#1253] Hallo Olaf, nach deinem Einwand habe ich mir das "winterlich" noch einmal genau angesehen. Du hast recht - es passt nicht. Der vierte Buchstabe ist kein "t". Vermutlich heißt es auf deiner Karte "Es ist ganz einsam hier". Viele Grüße Volkmar
skribent Am: 06.11.2019 09:20:59 Gelesen: 1198100 # 1255
Guten Morgen, ich benötige Hilfe. Im Nachlass meiner kürzlich verstorbenen Schwiegermutter befand sich auch ein Buch mit dem Titel "Flak an Rhein und Ruhr". Im Buch befand sich der abgebildete vergilbte Zettel. Leider kann ich diese Schrift nicht lesen, aber bei Philaseiten gibt es ja einige Experten, die ich um eine Übersetzung bzw. Erklärung bitte. Schon jetzt meinen herzlichsten Dank! MfG >Franz<
volkimal Am: 06.11.2019 10:17:40 Gelesen: 1198083 # 1256
@ skribent [#1255] Hallo Franz, das meiste kann ich lesen: Begründung des Deutschen Reiches Versailles: Verhandlungen zwischen Bismarck u.d. süddeutschen Fürsten, Vertrag mit Baden u. Hessen: Ausdehnung des Norddeutschen Bundes. Bayern u. Württemberg. Reservetrechte(?) (Militär, Steuer(?), Post???) Kaisertitel. Kaiserproklamation in Versailles „Kaiser Wilhelm“ 18.1.1871 Die fett gedruckte Stelle ist noch unklar. Ich habe aber im Moment keine Zeit mehr. Viele Grüße Volkmar
Max78 Am: 06.11.2019 13:06:22 Gelesen: 1198052 # 1257
@ volkimal [#1256] Da ist doch alles schon klar dank Volkmar. Reservatrechte (Militär, Steuer, Postwesen) ... bei der Steuer handelte es sich genau genommen um die Bier- und Branntweinsteuer, die Süddeutschen halt (da machen wir jetzt mal keinen Unterschied zwischen Baden, Württemberg und Bayern ;-) lg Max
skribent Am: 06.11.2019 15:57:27 Gelesen: 1197976 # 1258
@ volkimal [#1256] @ Max78 [#1257] Recht herzlichen Dank an Euch! Der Zettel kann meiner Schwiegermutter allenfalls als Lesezeichen gedient haben. MfG >Franz<
Vernian Am: 07.11.2019 19:57:21 Gelesen: 1197767 # 1259
Hallo, heute möchte ich auch mal die Sütterlin-Kenner um Hilfe bitten! 1. Anschrift: Ich kann wohl entziffern "Herrn Z....meister Weber" . Und der Straßenname (wichtig!) bleibt mir gänzlich schleierhaft. 2. Kartentext: Ich lese Heidelberg Mai 1895 P.P. (???) ... ... Filzhüte - Seidenhüte - Strohhüte höflichst zu ... hier und da mal ein Wort, aber v.a. den Abschluß noch: Kornmarkt 7 - Heinrich Abel - Hutmacher Kann mir jemand den ganzen Text transkribieren? Danke vielmals! Vernian
volkimal Am: 07.11.2019 21:36:50 Gelesen: 1197750 # 1260
@ Vernian [#1259] Hallo Vernian, kein Problem. Hier ist der Text: Herrn Zimmermeister Weber Schlierbacherlandstr. Heidelberg, Mai 1895 P.P. Beehre mich die auf mein Postsortiertes Lager aller Sorten Filzhüte – Seidenhüte – Strohhüte höflichst zu erinnern. Empfehle Ihnen das Geschmackvollste Gediegenste zu billigsten Preisen und lade Sie zu gütigen Besuche ergebenst ein. Auswahlsendungen mache Ihnen auf Wunsch sofort und bereitwilligst. Um gütiges Wohlwollen bittend Zeichne mit Hochachtung Kornmarkt 7 Heinrich Abel Hutmacher Viele Grüße Volkmar
Vernian Am: 07.11.2019 22:22:01 Gelesen: 1197741 # 1261
@ volkimal [#1260] Hallo Volkmar, Ganz herzlichen Dank ! Best Vernian
mausbach1 (RIP) Am: 08.11.2019 08:41:58 Gelesen: 1197631 # 1262
Österreich MiNr. P 18a von Nepomuk nach Linz am 29.9.1872 - links oben ist im Blinddruck der Absender genannt: WENZL KUTTAN Erbitte: 1. Name des Adressanten 2. Text der Rückseite ist mir praktisch nicht zu lesen Alle Bemühungen vielen Dank!
volkimal Am: 08.11.2019 09:23:05 Gelesen: 1197623 # 1263
@ mausbach1 [#1262] Hallo Claus, auf der Karte steht: Herrn A. Bachinger in Linz Nepomuk 28.9.872 Da heute Gus mit 50? höher als das frühere Monath notiert wird, den erlaube mir anzufragen ob zu dem erhöhten Preise Ihre werth. Auf= trage ausführen soll Ihrer güttigen Antwort entgegen sehend Mit Hochachtung Wenz Kuttan Mir ist allerdings nicht klar, was mit "Gus" gemeint ist. Auch eine Suche nach Wenzl Kuttan half nicht weiter. Dabei fand ich im "Adressen-Buch der Handlungs-Gremien und Fabriken des Königreichs Böhmen für das Jahr 1847" (Googl Books): Was ist "Gus" bei einem Geschäft für Spezerei und Gemischte Waren? Es gab zwar die Traditions-Konditorei Bachinger in Linz. Das Unternehmen wurde aber erst 1930 gegründet. Viele Grüße Volkmar
mausbach1 (RIP) Am: 08.11.2019 09:34:58 Gelesen: 1197619 # 1264
@ volkimal [#1263] Hallo Volkmar, besten Dank! In der Nachricht steht "Gus" 50 (evtl. Kreuzer als Geld) für m.E. ein(e) Model (Gußform) für evtl. Spezereien z.B. "Kunstgebäck" (Zucker) für Herrn Kuttan gefertigt. Freundliches Glückauf! Claus
mausbach1 (RIP) Am: 08.11.2019 10:17:37 Gelesen: 1197610 # 1265
Auch diesen Brief, welcher von Nepomuk nach Lukawitz lief, erbitte ich wieder "Übersetzungen" Hilfe. Die Absenderzeile lese ich k.k. Finaz Wache ... 8 Nepomuk Anschrift: An Das löbliche Oberamt in Lukawitz - Exoffo (Zeichen) 200 Entziffern: K K GEFL WACHE UNTERINSPEKT BZK N 8 NEPOMUK - Kaiserliche Königliche ... Unterinspektion Bezirk Nr. 8 Nepomuk Eingangsvermerk? Vorab meinen besten Dank! Claus
volkimal Am: 08.11.2019 10:58:37 Gelesen: 1197604 # 1266
@ mausbach1 [#1265] Hallo Claus, das ist schwer. Oben steht vermutlich "K.K. Finanz Wache Comissioniert Nr. 8 Nepomuk". Das "Comissioniert" ist zwar etwas anders geschrieben, ich denke aber, dass die "Übersetzung" so passt. Unten links könnte es auch Exoffo (Zeichen) 233 heißen. Im Siegel lese ich "K K GEFI WACHE UNTERINSPEKT BZK N 8 NEPOMUK" Das "FI" wird die Abkürzung für "Finanz" sein. Vielleicht bedeutet "GE" abgekürzt "Gemeinde". Ich habe keine Ahnung, ob es eine Gemeinde Finanz-Wache gab. Der Brief ging nach Lukawitz, heute Lukavice. Den Ort Lukawitz gab es aber 6x in Tschechien [1]. Im Eingangsvermerk ist aber ein anderer Ort angegeben. Es könnte "Prach." heißen. Den Rest kann ich nicht lesen. Jetzt müsste man suchen, wo ein "Prach." in der Nähe von Lukawitz lag. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Lukavice
mausbach1 (RIP) Am: 08.11.2019 11:15:44 Gelesen: 1197601 # 1267
@ volkimal [#1266] Hallo Volkmar, ganz herzlichen Dank! Als u.a. Brückenmann liebe ich den Hl. Nepomuk und natürlich interessiert auch sein Heimatdorf. Freundliches Glückauf! Claus
Roda127 Am: 08.11.2019 11:40:09 Gelesen: 1197592 # 1268
@ mausbach1 [#1267] Hallo Claus, das Wort in der obersten Zeile könnte "Comissariat" heißen, nicht Comissioniert. Beste Grüße Roda127 (Matthias)
volkimal Am: 08.11.2019 12:00:16 Gelesen: 1197583 # 1269
@ Roda127 [#1268] Hallo Roda127, du hast recht - das passt besser! Viele Grüße Volkmar
mausbach1 (RIP) Am: 08.11.2019 12:41:09 Gelesen: 1197570 # 1270
@ Roda127 [#1268] @ volkimal [#1269] Herzlichen Dank! Claus
philast Am: 08.11.2019 18:20:25 Gelesen: 1197483 # 1271
Hallo, anbei ein netter Feldpostfaltbrief aus Mainz vom 23.4.1918 nach Wien. Historisch interessant finde ich dabei, dass es sich um einen österreichischen Absender bzw. österreichische Truppendienststelle handelt. Österreichische Soldaten waren eigentlich nur bis zum Deutschen Krieg 1866 in Mainz, dass es eine österreichische Dienststelle in Mainz im ersten Weltkrieg gab, war mir bislang nicht bekannt. Auch im Internet war diesbezüglich nichts zu finden. Auch wenn Deutschland und Österreich Verbündete waren, so finde ich die österreichische Beteiligung in der Nähe der Westfront als zumindest ungewöhnlich. Leider kann ich von dem Briefinhalt nur sehr wenig lesen, das wenige beinhaltet jedoch einige militärische Begriffe und auch Orte, so daß der Brieftext ev. Hintergründe über diese Dienststelle enthalten könnte. Daher meine Bitte ob dies jemand entziffern und den Text hier einstellen kann. Besten Dank im Voraus. Grüsse philast
volkimal Am: 08.11.2019 21:32:39 Gelesen: 1197452 # 1272
@ philast [#1271] Hallo philast, die erste Seite habe ich bis auf wenige Worte entziffert. Hier ist der Text. Vielleicht kann ein anderer die fehlenden Worte ergänzen. Ich habe gerade gesehen, dass Du beim Thema "Deutsches Reich: Ganzsachen Postkarten" einen verschlüsselten Gruß gezeigt hast. Da will ich erst einmal etwas überprüfen. Mainz 22. IV 18 Liebste Eltern! Seid mir nicht ungehalten, daß ich Euch bis jetzt keinen ausführlichen Brief geschrieben habe. Aber ich glaube nicht mehr daran, daß Briefe nach Österreich durchgelassen werden. Wenn ich dennoch schreibe, so will ich eben nur den Versuch ??? machen, obwohl ich kaum eine Nachricht erhalten werde ob ihr den Brief bekommen habt. Denn hierher verirren sich nur ??? selten Nachrichten aus Wien(?) und an mich hat sich bis jetzt noch nichts verirrt. Aber da kann man nichts machen, als warten bis es besser wird. Einmal muß es ja anders werden. Ewig werd ich ja nicht hier bleiben. Meine Lieben, meinetwegen braucht Ihr ganz unbesorgt zu sein, mir geht es hier ganz gut und wird es an der Front wahrscheinlich noch besser gehen. Denn draussen ist die Verpflegung sehr gut. Heute nacht ist ein ???asp. von Batterie III von unserem Rgmt. hier angekommen. Der Fürnkranz der damals wie wir im Dezember hinausgegangen sind nach Russland mein Transportkommandant war. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 10.11.2019 13:53:00 Gelesen: 1197133 # 1273
@ philast [#1271] @ volkimal [#1272] Guten Tag, gerne möchte ich mich an diesem Brief versuchen, nur vor Donnerstag habe ich keine Möglichkeit dazu, ich werde da zuviel unterbrochen. Aber bis dahin kann ich vielleicht noch um ärztliche Hilfe bitten, Herr Köppe aus Marburg ist krank, doch was hat er? Ich habe folgendes gelesen Herrn Staatsanwalt Dr. Foerges Rostock Bismarckstraße Mein lieber Herr Foerges! Mein Schwiegervater kommt erst am 12. Juli zu uns; unser Logiszimmer steht also solange bereit für Sie. Wir selbst wollen auf ärztliches Anraten, wegen unserer G... mit ihm an die Ostsee, am 3ten August, .. ... ... ..... beginnen, wahrscheinlich nach Rügen. Auf die Alpen muß ich also dieses Jahr verzichten. In der Hoffnung auf baldiges Wiedersehen bei uns mit besten Grüßen von Haus zu Haus Ihr herzlichst ergebener H. Köppe Marburg d. 20/6/07 Weißenburgstraße 3 Besten Dank und beste Grüsse Olaf
Magdeburger Am: 10.11.2019 14:02:07 Gelesen: 1197128 # 1274
@ DERMZ [#1273] Hallo Olaf, die erste Lücke dürfte "Gesuch" sein, die zweite Lücke "wo weiteres Fischen" Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
volkimal Am: 10.11.2019 14:24:04 Gelesen: 1197123 # 1275
@ DERMZ [#1273] Hallo Olaf, ich lese es etwas anders: Wir selbst wollen auf ärztliches Anraten, wegen unserer Gisela mit ihr an die Ostsee, am 3ten August, wo meine Ferien beginnen, ... Mit dem Brief von philast halte ich mich dann etwas zurück und warte erst darauf, was bei dir herauskommt. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 10.11.2019 14:37:47 Gelesen: 1197117 # 1276
@ Magdeburger [#1274] @ volkimal [#1275] Danke Ulf und Volkmar, wenn ich mir beide Lösungen ansehe, so war Gisela bei mir am Anfang die Gicht, nur das Fischen wollte und konnte ich mit Gicht nicht in Zusammenhang bringen, geleesen habe ich es auch. Nun hoffe ich, dass Gisela für Familie Köppe keine Krankheit war, sondern eine geliebte Verwandte und denke auch, dass am 3. August 1907 die Ferien begannen, es war immerhin ein Samstag und das macht durchaus Sinn. Vielen Dank und besten Gruß Olaf
philast Am: 10.11.2019 18:38:08 Gelesen: 1197075 # 1277
@ volkimal [#1272] Hallo, schon mal besten Dank für die Übersetzung der ersten Seite. Zur Füllung der ersten '?' -- Denn hierher verirren sich nur ??? selten Nachrichten aus Wien(?) und an mich hat sich bis jetzt noch nichts verirrt. --> Denn hierher verirren sich nur höchst selten Nachrichten aus Wien(?) und an mich hat sich bis jetzt noch nichts verirrt. Zu dem Punkt: -- Heute nacht ist ein ???asp. von Batterie III von unserem Rgmt. hier angekommen. --> Das asp. könnte eine Abkürzung für Aspirant sein, was auf die Ankunft eines Militärbeamten des Kuk Heeres hindeutet. Den Rest kann ich auch weiterhin nicht deuten. Grüße philast
volkimal Am: 10.11.2019 22:25:53 Gelesen: 1197048 # 1278
@ philast [#1277] Hallo philast, an das "asp." als Aspirant hatte ich auch schon gedacht. Evtl. Ist es ein "Rvltasp" also ein "Reserveleutnantaspirant". Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 12.11.2019 02:46:15 Gelesen: 1196777 # 1279
Guten Morgen da in dieser Rubrik ja meist über diverse Handschriften geräteslt wird, z.B. ob jemand akute "Gisela" hat (# 1276) usw. usw. - heute habe ich mal wieder etwas fürs Auge: Eine wunderschöne Handschrift, wo man gut alles lesen kann - heute habe ich keine Frage dazu. Gelesen habe ich folgendes Frau Liesel Geck Winterhof bei Sundwig Kreis Iserlohn Liebe Mutti! Wie bist d angekommen? Hoffentlich gut. Schick mir mein Bilderalbum und den Brief von der Lieselotte Dick- mann. Bestelle Pappa einen schönen Gruß. Herzlichen Gruß und Kuss deine Marianne Um noch ein wenig weiter vom eigentlichen Thema abzuschweifen, auch die Adresse lohnt eine Blick in die Weiten des Netzes, wenngleich es den Winterhof [1] heute nicht mehr gibt, aber es muss eine imposante Einrichtung gewesen sein. Viele Grüße Olaf [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Winterhof_(Hemer) [1] https://www.wp.de/staedte/menden/mit-dem-winterhof-verschwand-ein-ausflugsziel-id10549191.html
DERMZ Am: 13.11.2019 07:50:33 Gelesen: 1196565 # 1280
Guten Morgen, ach, hätten doch alle, so eine schöne Schrift wie Marianne - aber das ist Wunschdenken, heute wieder eine Handschrift, die mich fast zum Verzweifeln bringt: Fräulein Helene Rauschenbach Borkum Strand-Villa Lübben M. 11.9.98. M.l. Schülerin Lene! In der Annahme, daßs du ...geberin von Ansichtskarten bist, lasse dir durch .... eine schöne Ansicht des Marburger Schloßes ... bereiten.... ( wofür du dich nicht zu revanchieren brauchst!) Bei dem schönen Wetter ...., auf Borkum gewiß im ... Mit den frdl. Grüßen auch v. meiner Frau an deine Hochgeb. Herrn, Karl u. dich verbleibe ich dein Lehrer Fr. Th. Ich hoffe auf Hilfe, sonst muss ich am Ende Nachsitzen. Beste Grüße sagt Olaf
epem7081 Am: 13.11.2019 08:54:38 Gelesen: 1196544 # 1281
@ DERMZ [#1280] Guten Morgen Olaf, hier meine Lesung Deines Kartentextes, bis auf eine unklare Stelle. Mit freundlichen Grüßen Edwin M.l. Schülerin Lene! In der Annahme, daß Du Liebhaberin von Ansichtskarten bist, hoffe ich Dir durch Übersendg. einer schönen Ansicht des Marburger Schloßes nebst … eine kleine Freude bereiten zu dürfen ( wofür Du Dich nicht zu revanchieren brauchst!) Bei dem schönen Wetter wird Euer Aufenthalt auf Borkum gewiß ein sehr genußreicher sein, was ich von Herzen wünsche Mit den frdl. Grüßen / auch v. meiner Frau / an deine Hochgesch. Eltern, Karl u. besonders /deine frdl. Karte gestern hier erhalten!) Dich verbleibe ich Dein Lehrer Fr. Th.
DERMZ Am: 13.11.2019 09:37:14 Gelesen: 1196526 # 1282
@ epem7081 [#1281] Vielen Dank Edwin, das ging ja sehr schnell. Könnte es "Schlosses und Umgebg" heissen (für Umgebung), anderes erkenne ich nicht, was markant und Erwähnenswert wäre. Beste Grüsse Olaf
epem7081 Am: 13.11.2019 10:06:42 Gelesen: 1196514 # 1283
@ DERMZ [#1282] Hallo Olaf, ja, das wird die Lösung sein, zumal ja auf der Karte ein Teil der Bebauung unterhalb des Schlosses abgebildet ist. Schönen erfolgreichen Tag. mit freundlichen Grüßen Edwin
Saguarojo Am: 15.11.2019 09:50:43 Gelesen: 1196121 # 1284
Liebe Experten, hier ein Brief von 1858 von Duderstadt (Königreich Hannover) nach Hannover. Einige Kürzel sind mir nicht ganz klar. Darum bitte ich um Hilfe. bei den .... Inspector in Beschäftigung zu sein. (was bedeutet das Kürzel vor Inspector?) Auch werde ich wenige Gesellen diesen Sommer hier behalten da hier der Lohn 10 .... steht und anderswo auf 10(?) .... 1 ... kömmt. Hätte ich den Holzhandel und die Taxation (bedeuten die Kürzel hinter den Ziffern Groschen und Thaler?) Hier der ganze Text. Über eine Klärung würde ich mich sehr freuen. Mit besten Grüssen Joachim
Magdeburger Am: 15.11.2019 10:56:19 Gelesen: 1196108 # 1285
@ Saguarojo [#1284] Hallo Joachim, das Kürzel sollte herrschaftlich bedeuten. Lohn 10 Gute Groschen .... auf 16 ggr. bis 1 Reichsthaler Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Saguarojo Am: 15.11.2019 13:00:54 Gelesen: 1196078 # 1286
@ Magdeburger [#1285] Hallo Ulf, ganz herzlichen Dank, Du hast mir sehr geholfen. Viele Sammlergrüsse und ein schönes Wochenende Joachim
iholymoses Am: 15.11.2019 18:34:20 Gelesen: 1196029 # 1287
Liebe Schriftkundige, wer kann das lesen? Ich kann nur am Ende "...Hoffmann zu Cöslin" dechiffrieren. Vielen Dank vorab, Reinhard
epem7081 Am: 15.11.2019 19:02:35 Gelesen: 1196023 # 1288
Hallo Reinhard, ich lese folgenden Text: Dem Würdigen und Hochgelehrten Unser Lieben Getreuen Consistorial Rath Hoffmann / zu Cöslin Herrsch. Landes Sachen Falls der Brief eine Jahresangabe enthält, wäre zu prüfen, ob es sich hier um den Konsistorialrat Christian Friedrich Hoffmann in Köslin (1764 - 1775) handeln könnte. Mit freundlichen Grüßen Edwin
iholymoses Am: 15.11.2019 20:12:39 Gelesen: 1196010 # 1289
@ epem7081 [#1288] Hallo Edwin, vielen Dank für die schnelle Rückmeldung. Lieder enthält der Brief keine Datumsangabe - es ist nur noch die "Hülle" vorhanden. Hier die Rückseite und das Wasserzeichen - 18. Jahd. wäre denkbar. Schönen Gruß, Reinhard
Magdeburger Am: 18.11.2019 10:23:17 Gelesen: 1195629 # 1290
Liebe Sammelfreunde, ich bitte hier um Hilfe - leider kann ich nicht soviel lesen: Schon die oberen 3 Zeilen bleiben mir rätselhaft! Den Hypothekenschein über für das .......liche Fräuleinstift zu Mosigkau ... dem ............ Mühle in dem Hypothekenbuche eingetragenen 4000 Rt (Reichsthaler) ....... ist nun um gestertigst?, und ... mit dem Schulddocumente .... dem merken. Dem ........ bewirken zu können, ....... wir .... Wohlgebl .........., mit umge....... ...... das ....... Schulddocument über .................... ...........mit ........, um 8. ....... 1879. gest?lligst an und über- ....... zu wollen ......... wir ..... ........... mit Hypothekenschein ... ..... werden Herzberg am 9ten May 1836 Das .............Patrimoniale Gericht über Mowtini, Justitiar Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
volkimal Am: 18.11.2019 14:17:44 Gelesen: 1195582 # 1291
@ Magdeburger [#1290] Hallo Ulf, das meiste konnte ich entziffern. Hier ist der aktuelle stand: Der HypothekenSchein über für das Erforderliche Fräuleinstift zu Mosigkau auf der Postbergaer Mühle in dem Hypothekenbuche eingetragenen 4000 Rt (Reichsthaler) ??? ist nun um ausgefertigt und kann mit dem Schulddocumente verbun- den werden. Um solches bewirken zu können, ersuchen wir Euer Wohlgeb. ergebenst, mit umgehender Post das gedachte Schulddocument oder Consensurkunde ?? ??? mit Postberga, am 8. ??? 1879(?). gefälligst an uns über- senden zu wollen, wogegen wir dann(?) solches mit Hypothekenschein ??? tieren werden Herzberg am 9ten May 1836 Das Sahlandsche Patrimoniale Gericht über Großrösen Mowtini, Justitiar Es geht im Text wohl um die Elstermühle Postberga [1]. Bei Wikipedia heißt es "1822 und 1836 wurden Hypotheken auf die Mühle angemeldet." Außerdem steht dort "Zugehörig zum Amt Schlieben und dem Rittergut Großrössen" Mir kommt die Jahreszahl 1879 seltsam vor. Der Brief ist aus dem Jahr 1836. Lief eine Hypothek über 43 Jahre? Vor der Jahreszahl 1879(?) dürfte eine alte Monatsbezeichnung stehen. Welche kann ich nicht sagen. An die oberen drei Zeilen habe ich mich noch nicht getraut. Im Moment habe ich keine Zeit mehr. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Elsterm%C3%BChle_Postberga
Magdeburger Am: 18.11.2019 14:29:06 Gelesen: 1195576 # 1292
@ volkimal [#1291] Lieber Volkmar, recht herzlichen Dank. Vielleicht kann ich nun noch mehr ermitteln. Werde bei Dessau-Wörlitzer Kulturstiftung nachfragen. Zur Zeit ergibt sich nämlich die Frage: Wieviel Geld hat Anna-Wilhelmine verliehen und wohin? Eventuell mußte sie sich selbst was leihen. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Max78 Am: 18.11.2019 15:04:33 Gelesen: 1195569 # 1293
@ Magdeburger [#1292] Von meiner Seite noch: 1. ... Consensurkunde d. d. Großrösen mit Postberga, am 8ten Octbr. 1829 ... 2. ... eingetragenen 4000 rt Kapital pp ist nun ausgefertiget ... 3. Martini, Justitiar Das Datum ist in den ersten, oberen 3 Zeilen nochmals vermerkt, an welchen ich mich auch nicht üben möchte, da "dahingeschludert". lg max
Magdeburger Am: 18.11.2019 15:25:12 Gelesen: 1195554 # 1294
@ Max78 [#1293] Lieber Max, recht herzlichen Dank! Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
DERMZ Am: 19.11.2019 17:11:48 Gelesen: 1195324 # 1295
@ philast [#1271] Hallol philast jetzt bin ich dazu gekommen, den Text zu lesen und ich hoffe, daß ich nicht total daneben liege mit meiner Interpretation: Mainz 22. IV 18 Liebste Eltern! Seid mir nicht ungehalten, daß ich Euch bis jetzt keinen ausführlichen Brief geschrieben habe. Aber ich glaube nämlich nicht recht daran, daß Briefe nach Österreich durchge- lassen werden. Wenn ich dennoch schreibe, so will ich eben nur den Versuch ??? machen, obwohl ich kaum eine Nachricht erhalten werde ob ihr den Brief bekommen habt. denn hierher verirren sich nur höchst selten Nachrichten aus Wien und an mich hat sich bis jetzt noch nichts verirrt. Aber da kann man nichts machen, als warten bis es besser wird. Einmal muß es ja anders werden. Ewig werd ich ja nicht hier bleiben. - Meine Lieben, meinetwegen braucht Ihr ganz unbesorgt zu sein, mir geht es hier ganz gut und wird es an der Front wahrscheinlich noch besser gehen. Denn draussen ist die Verpflegung sehr gut. - Heute nacht ist ein ???asp. von Batterie III von unserem Rgmt. hier angekommen. Der Fürnkranz der damals, wie wir im Dezember hinausgegangen sind nach Russland -2- mein Transportkommandant war. Ein großer Parka (?) mit einem Pelz. Also der ist mit dem Batt. am Anfang März von Kowel abgeangen nach dem Westen. ... war bei seinem Batt. bis zum Ende März, da hat er nämlich einmal mit einem fremden Gewehr irgendwie ungeschickt hantiert. Kurz un gut, es hat das Gewehr in Fetzen gerissen und ihn in der Gegend des Auges verwundet, da kam er dann ins Spi- tal, und von dort kommt er jetzt hierher. Er erzählt, daß es draußen gar nicht so arg ist, als er es sich vorgestellt hatte. Man gewöhnt sich an Alles. Er hat auch öfter mit Hostalek gesprochen und sagt, er geht im sehr gut. Also steht mir nur Gutes bevor, wenn ich zu meinem Batt. komme. Auch meint er meine Sachen dürften noch ziemlich sicher mitgeführt werden. Wo ich bin neugierig darauf aber muß ich Euch gefaßt machen: Er -3- sagt nämlich, was ich Euch schon ein- mal gesagt: An eine Postverbindung ist kaum zu denken. Er hat seit März keine Nachricht von zu Hause und dürfte auch seine Post nicht nach Haus gekommen sein. Also darauf müßt Ihr Euch schon gefaßt machen. Nicht daß Ihr dann beunruhigt seid, wenn keine Nachricht von mir kommt. Ich werde alles mögliche versuchen, aber wenns nicht geht, kann man eben nichts machen. Und nun meine Lieben, hoffe ich noch, daß zu Hause alles wohlauf ist, Vaters Zustand sich gebessert hat und auch Many Onkel (?) ge- sund ist. Recht viele Grüße an Alle Verwandten und Bekannte und viele Küsse an Euch liebste Eltern verbleibe ich Eucher dankb. Sohn Oskar Ich hoffe, es haben sich nicht zu viele Fehler eingeschlichen und die Fantasie ist auch im Zaume geblieben. Beste Grüße Olaf
philast Am: 19.11.2019 18:51:12 Gelesen: 1195296 # 1296
@ DERMZ [#1295] Hallo, vielen Dank für die Übersetzung. Der Brief enthält durchaus diesen interessanten Aspekt: Also der ist mit dem Batt. am Anfang März von Kowel abgeangen nach dem Westen. .... Kowel liegt heute in Polen ca. 30km nördlich Lublin oder es ist Kowel, Wolhynien, Ukraine (auf halbem Weg zwischen Brest+Kiew gelegen). Nachdem am 3.3.1918 der Krieg mit Russland in Brest Litowsk beendet wurde wurden Truppen von der Ostfront abgezogen und konnten an andere Frontabschnitte transportiert werden. Offensichtlich wurden einige KuK Truppenteile der Westfront zugewiesen, wo ab 21. März die letzte großangelgte deutsche Offensive des 1. WK gestartet wurde. Die meisten der österreichischen Truppenteile wurden eher an die Südfront nach Italien verlegt. Erstaunlich ist auch, dass die Postversorgung eher mies gewesen sein soll, anscheinend gab es bei den großangelgten Truppenverschiebungen Organisationsprobleme, so daß nicht immer klar war wo welcher Truppenteil gerade war. Grüße philast
volkimal Am: 19.11.2019 18:58:50 Gelesen: 1195291 # 1297
@ DERMZ [#1295] Hallo Olaf, da passt so gut wie alles. Das fehlende Wort auf Seite 1 habe ich glaube ich herausgefunden: "Wenn ich dennoch schreibe, so will ich eben nur den Versuch mehrmals machen ..." Den Satz auf Seite 2 oben "Ein großer Parka (?) mit einem Pelz." lese ich als "Ein großer starker mit einem Pelz.". Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 20.11.2019 06:28:15 Gelesen: 1195163 # 1298
@ philast [#1296] @ volkimal [#1297] Guten Morgen, die "Übersetzung" ist gerne geschehen, hat aber einen Moment der Ungestörtheit benötigt. Und auch ein Dank an Volkmar, daß er Geduld hatte, damit ich üben konnte, das war ein guter Übungstext. Dennoch scheitere ich mit einer Karte, die auch ein wenig zu philast Brief passt. Rudolf ist in Marburg an der Drau angekommen, wohl weil er dort zur Armee eingezogen wurde und gibt kurze Meldung nach Südtirol. Hier die Details: Gelesen habe ich das folgende, es fehlt mir nur der Mittelteil: An Wohlgb. Luci Albati Südtirol Neumarkt - Tramin 13/III 1915 Werte Luci Glücklich in Marburg hier an- gekommen. ... ... auf ein nützlichen .... Krieg. Die besten Grüße sendet Dir dein Freund Rudolf Brief folgt Vielen Dank für ein wenig Nachhilfe sagt Olaf
volkimal Am: 20.11.2019 12:00:36 Gelesen: 1195029 # 1299
@ DERMZ [#1298] Hallo Olaf, das ist wirklich eine sehr schwer lesbare Schrift! Der Name dürfte Alberti und nicht Albati sein. Die Karte ist zwar von 1915 dennoch muss es nicht um den Krieg gehen. Ich vermute, dass anstelle des "K" die beiden Buchstaben "dl" stehen. Das "auf" dürfte auch nicht stimmen. Über dem "u" war damals üblicherweise ein Strich oder Bogen. Ich vermute ein "noch". Ich lese den Text wie folgt: 13/III 1915 Werte Luci Glücklich in Marburg hier an- gekommen. ????? noch ein nützliche/n/r ? f e handlung. Die besten Grüße sendet Dir dein Freund Rudolf Brief folgt Bei dem fehlenden Wort kommen folgende Buchstaben in Frage: "M/W/V o/e h a l/b e r". Die zwei oder drei Buchstaben vor "..handlung" sind mir auch nicht klar. Vielleicht hilft es ja weiter. Viele Grüße Volkmar
Kalmimaxiss Am: 20.11.2019 14:33:02 Gelesen: 1195003 # 1300
Kann mir jemand den Text auf dieser Karte entziffern?
DERMZ Am: 20.11.2019 14:41:25 Gelesen: 1194975 # 1301
@ Kalmimaxiss [#1300] Hallo Kalmimaxiss, vielleicht kannst Du beide Seiten der Karte zeigen, eventuell wird es dann ein wenig einfacher, aber ich versuche es mal so wie es ist Aufstieg am 20. August zu Frankfurt zoologischer Garten Grüsse von dort sendet dir dein treuer Freund Karl ?? Beste Grüsse sendet Olaf
volkimal Am: 20.11.2019 18:45:11 Gelesen: 1194870 # 1302
@ DERMZ [#1298] Hallo Olaf, so richtig weiter komme ich nicht weiter. Vielleicht ist der eine Buchstabe ein schlecht geschriebenes "B". Dann könnte es heißen "????? noch in nützlicher Behandlung." Aber was steht bloß davor? Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 20.11.2019 19:27:20 Gelesen: 1194854 # 1303
@ volkimal [#1302] Hallo Volkmar, danke Dir für Deine Bemühungen, es ist doch manchmal zum Mäusemelken, da ist ein Satz von dreien, und der ist nicht entzifferbar. Ich habe auch schon versucht über das Datum zu einer Lösung zu kommen, aber auch vergeblich. Der 13. März 1915 war ein Sonnabend. Ich denke trotzdem, dass es etwas mit dem 1. Weltkrieg zu tun hat, der Absender ist zumindest Teil des Ersatzbatallions in Marburg. Auch könnte er im dortigen Spital sein ( wegen Behandlung ), aber ich vermute, dann hätter er als Absenderangabe eine Spitalsadresse in Marburg angegeben. ich meine, die unbekannte Textzeile ????? noch ein nützliche/n/r fängt mit Noh... an, eher ein N als ein M, wenn ich es mit dem M von Marburg vergleiche. Aber es hilft mir noch nix. Beste Grüsse Olaf
doktorstamp Am: 20.11.2019 22:39:57 Gelesen: 1194822 # 1304
Es ist einerseits gut, dass man hier geholfen wird, wiederum verwunderlich, keinem macht sich anscheinend mit den alten deutschen Schriften vertraut. Schon bei Wiki findet man einiges, was als Einleitung dient, wenn man auf YouTube schaut, findet man noch mehr, sogar eine Lehrgang wird kostenlos angeboten. Bei Amazon.de kann man Bücher erwerben, sie sind gar nicht so teuer, zwei Bücher samt Porto nach England für € 27. Man muss nicht dauerhaft das Buch lesen, aber etwas wie 30 Minuten am Tage reicht aus, um sich allmählich mit den Schriften vertraut zu machen. Aber mit fortschreitendem Alter ändert die Schrift oder Schreibstil des Verfassers, in dem einen Buch wird dies verdeutlicht. Wie ich auch feststelle, hat meine Schrift nach dem Schlaganfall geändert, und ist nicht mehr so sauber wie einst. Ich bin der Meinung so etwas macht sich geltend, warten wir weitere 20 Jahre, wird es kaum wer geben, der sie lesen kann, was dann? Macht Euch dran. mfG Nigel, der jetzt mit den üblichen Ausreden rechnet. Philatelie ist mit weitaus mehr als Druck und Papier gebunden.
Max78 Am: 21.11.2019 15:12:33 Gelesen: 1194588 # 1305
@ DERMZ [#1303] Hallo Olaf, das Gesuchte heisst (meiner Ansicht nach): ... Steh aber noch in ärztlicher Behandlung. Bei dem Wort "ärztlich" könnte man "nützlich" vermuten, ich glaube aber eher an einen Schreibfehler (ärtzlichen), es macht inhaltlich mehr Sinn ... siehe :-) https://www.stern.de/noch-fragen/aertzliche-schweigepflicht-1000825551.html oder Es wird bei dieser Kurrentschrift gerne das "c" von "ch" mit vorangehenden Vokalen bis hin zur Unkenntlichkeit verbunden. Oft zu sehen bei Wörten wie z.B. : nicht, Sicht, etc. wo mancher sogar den I-Punkt nicht setzt. Nigel kann man nur Recht geben mit seiner letzten Aussage. Und so bleibt es Geschmacksache für jeden einzelnen, mit welchem Teil der Philatelie er sich beschäftigen möge. lg Max
DERMZ Am: 21.11.2019 15:38:57 Gelesen: 1194574 # 1306
@ Max78 [#1305] MAX, das ist brilliant, da wäre ich in zwanzig Jahren noch nicht drauf gekommen. Danke Danke Danke Beste Grüsse Olaf
Kalmimaxiss Am: 22.11.2019 07:22:40 Gelesen: 1194405 # 1307
@ DERMZ [#1301] Die Rückseite ist leer bzw. weist nur die Frankatur mit Stempel auf. Aber herzlichen Dank für Deine Übersetzung! So wie es aussieht, ist die Karte tatsächlich mit dem Ballon befördert worden. :-)
DERMZ Am: 23.11.2019 18:10:27 Gelesen: 1194088 # 1308
Guten Abend, heute habe ich eine Karte gelesen und bin mir überhaupt nicht sicher, ob ich das alles richtig gelesen habe, kann mir jemand an entsprechender Stelle eine Korrektur geben, wenn es falsch ist? Hier die Karte Gelesen habe ich folgendes: An Wohlg. Frau Johanna Hübl Mühlgasse N 6 in Baden bei Wien d. 23/6 ~16 Liebe Schwester! Ich theile dir mit das ich in Marburg im Spital bin geht mir sonst ganz gut habe mir Auhg und schleimhaut anfal. nun male ich mein schreiben und Grüße Euch alle dein Bruder Josef Josef Laukel K.u.k. Res. Spital N1 Abt 3 Zimmer 44 in Marburg an der Drau Vielen Dank und beste Grüße Olaf
volkimal Am: 23.11.2019 21:30:03 Gelesen: 1194044 # 1309
@ DERMZ [#1308] Hallo Olaf, ein Wort fehlt mir noch. Es heißt: habe nur ??? und schwindel anfal nun ende ich mein ... Das fehlende Wort könnte "Kofp" also ein falsch geschriebener Kopf sein. Ansonsten kommen für mich folgende Buchstaben in Frage: 1 2 3 4 B a f g K o h p N R Das "u" als zweiter Buchstabe müsste wieder einen Strich oder Bogen darüber haben. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 30.11.2019 20:36:56 Gelesen: 1193017 # 1310
Guten Abend, mir kommen wieder Zweifel, ob ich alles richtig gelesen habe, besonders der "Innendienst" ist meines Erachtens sehr zweifelhaft, aber lest doch bitte selbst einmal, ob Ihr etwas Sinnvolleres herausbekommt: Gelesen habe ich folgendes: Feldpostkarte An Frau Maria Ledwich in Dürrwicknitz Post Räckelwitz By Sasse Liebe gute Frau! Schon wieder eine Karte! Nun wird es etwas lang sammer werden denn nun wird es auch innendienst geben. Es ist noch nichts zu fürchten. In Gottesschutze ergebe ich mich und Euch alle und es ... als gut nur guten Mutes alle Lebt wohl auf wieder sehen. Es grüßt Euch alle herzlich Euer Nikolas. Viele Grüße an Kinder, Vater und Frau. Besten Dank für jede Hilfe sagt Olaf
volkimal Am: 01.12.2019 09:40:06 Gelesen: 1192901 # 1311
@ DERMZ [#1310] Hallo Olaf, da lese ich einige Worte anders. Die Adresse ist: An Frau Maria Ledrich in Dürrwicknitz Post Räckelwitz Kg Sachsen Vermutlich bedeutet Kg = Königreich. Das Königreich Sachsen war bis 1918 Bundesstaat des Deutschen Reiches. Zum Text der Karte: Es kann nicht "innendienst" heißen. Bei "innen" müssten 9 Striche bis nach oben gehen. Bei dem Wort auf der Karte sind es nur 6 (oder 7). Das ist nicht ganz eindeutig zu lesen. Es könnte zum Beispiel "nur Dienst" heißen, wobei das "nur" unsauber geschrieben wäre. Es kommt aber auch jedes andere Wort mit 6 (oder 7) Linien bis nach oben aus den links angegebenen Buchstaben in Frage. Ebenfalls nicht klar ist diese Stelle: Das Wort "Mutes" hat ein Endungs-"s", welches auf der Karte nicht vorhanden ist. Das erste Wort kann entweder "nur" oder "mir" sein. Ich habe beide einmal darübergeschrieben. Es ist bei der Schrift auf der Karte nicht zu unterscheiden. Insgesamt ergibt sich folgendes: Liebe gute Frau! Schon wieder eine Karte! Nun wird es etwas lang sammer werden denn nun wird es auch nur Dienst geben. Es ist noch nichts zu fürchten. In Gottes schutze empfehle ich mich und Euch alle und es wird als gut mir/nur guten/m Muten(?) alle Lebt wohl auf wieder sehen. Es grüßt Euch alle herzlich Euer Nikolas. Viele Grüße an Kinder, Vater und Frau. Was meinst Du, ist es ein Schreibfehler bei "Mutes" und deine Deutung ist eigentlich richtig? Oder fällt Dir jetzt etwas besseres ein? Bei der Rechtschreibung ist der Absender ja nicht ganz Sattelfest z.B. "als" anstelle von "alles". Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 01.12.2019 13:28:08 Gelesen: 1192874 # 1312
@ volkimal [#1311] Hallo Volkmar, vielen Dank für Deine Korrekturen, ich denke auch, daß es ein Schreibfehler bei "Muten" ist, wie noch einige mehr, so z.B. "langsammmer". Auch an meiner "Innendienst"-Interpretation hatte ich schon Zweifel, "nur Dienst" macht mehr Sinn. Es ist ja Feldpost und ich vermute, Nikolas Regiment war in Marburg auf Durchreise oder mehrtägiger Pause, ist die Karte doch in Lollar abgestempelt, dort zweigte damals ein Teilstück der "Kanonenbahn" - Lollar-Wetzlar - von der Main-Weser-Bahn ab, eine viel genutzte Verbindung in Richtung Westen, musste man dann nicht in Gießen die Fahrtrichtung des Zuges wechseln. Beste Grüße aus dem Süden sagt Olaf
Max78 Am: 01.12.2019 20:00:25 Gelesen: 1192774 # 1313
@ DERMZ [#1312] Moin Olaf, der einzeln stehende Satz heisst: nur guten Mut an alle. lg Max
DERMZ Am: 01.12.2019 20:09:52 Gelesen: 1192768 # 1314
@ Max78 [#1313] Aha - danke Max, das sind doch "böhmische Dörfer" für mich. Das spricht alles gegen das, was ich lese oder lesen will - ABER du hast recht, das macht absoluten Sinn. Großartig!! Danke! @ alle Bei der Gelegenheit schicke ich noch eine Karte aus Marburg an der Drau hinterher: Hier habe ich bisher folgendes gelesen: Wohlgeb. Fräulein Anna Fischlhamer Schafwiese No 10 bei Wels Oberösterreich Bis jetzt ohne Nachricht theile ich dir mit das ich jetzt ... dienst habe. bin nämlich Offiziersdiener bei einem sehr guten Leu... gehe erst ins Feld bis diesher geht wenn ist ... es dürfte wie ... die herzlichsten Grüße sendet dein Josef Vielleicht werden die Lücken ja wieder ergänzt - ich sage besten DANK dafür! Viele Grüße Olaf
volkimal Am: 01.12.2019 20:33:44 Gelesen: 1192761 # 1315
@ DERMZ [#1314] Hallo Olaf, "nur guten Mut an alle" passt sehr gut. Da sind eben Mut und an etwas nah aneinander geraten. Zu der heutigen Karte: Eine Anna Fischlhammer ist 2017 im Alter von 95 Jahren in Wels gestorben [1]. Das heißt sie ist 1922 geboren - vielleicht war die Mutter die Empfängerin der Karte. Bis auf ein Wort konnte ich den Text der Karte lesen. Es heißt dort: Bis jetzt ohne Nachricht theile ich dir mit das ich jetzt etwas leichteren dienst habe. bin nämlich Offiziersdiener bei bei einem sehr guten Leutenant gehe erst ins Feld bis diester geht wann ist noch unbekannt es dürfte vielleicht ??? sehr lange dauern die herzlichsten Grüße sendet dein Josef Das fehlende Wort könnte "noch" sein - es ist aber beim besten Willen nicht zu erkennen. Das Wort "diester" kenne ich nicht. Es ist aber klar zu lesen. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.wirtrauern.at/trauerfall/anna-fischlhammer
DERMZ Am: 02.12.2019 06:00:43 Gelesen: 1192640 # 1316
@ volkimal [#1315] Danke Volkmar, was Du noch alles zusätzlich findest, grandios. Besten Dank sagt Olaf
DERMZ Am: 04.12.2019 17:01:12 Gelesen: 1192493 # 1317
Guten Abend, heute scheitere ich wieder an einem Wort im Text - zumindest ein Wort das ich wahrnehme: Gerichtet ist die Karte an Julius Kober in Suhl, Heimatforscher und Schriftsteller (1894-1970), identifiziert habe ich fast alles: S.H. Herrn Jul. Kober Suhl / Thür. Lange Brücke 21 Ockershausen am 22.9.20 Mein lieber Kober, als ich Montag Abend mit meiner Schwester nach hier zurückkehrte fand ich Ihre liebe Karte vor für die ich Ihnen herzlich danke. Ganz so kurz, wie Sie an- nehmen sind wir also doch nicht zu Hause gewesen. Dafür geht es aber jezt mit 5 A..zh.. Meine Frau ist seit 4 Wochen schon wieder in Hagen Von uns beiden herzliche Grüße Ihr H. Gieseler Den Absender habe ich leider auch mit Hilfe der Adressbücher von 1920 und 1921 nicht genau verifizieren können. Vielen Dank für die Hilfe sagt - wieder einmal - Olaf
volkimal Am: 04.12.2019 19:27:09 Gelesen: 1192474 # 1318
@ DERMZ [#1317] Hallo Olaf, erst hatte ich gedacht, dass das fehlende Wort mit "...feiern" endet. Dann ist mir aber aufgefallen, dass der vorletzte Buchstabe kein "r" sein kann. Das "r" schreibt Herr Gieseler ganz anders, nämlich so wie den drittletzten Buchstaben. Ich habe einige Zeit gerätselt, jetzt aber ein Wort gefunden, dass vom Schriftbild her ganz passend aussieht: "Atmosphären". Die Bedeutung des Satzes "Dafür geht es aber jezt mit 5 Atmosphären" ist mir allerdings schleierhaft. Bei dem „jezt“ bin ich mir auch nicht ganz sicher, mir fällt aber nichts besseres dazu ein. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 05.12.2019 06:15:02 Gelesen: 1192443 # 1319
@ volkimal [#1318] Atmosphären können durchaus Sinn machen, Atmosphäre war doch früher eine gebräuchliche Einheit des Drucks, wird aber heute nicht mehr gebraucht. Danke Volkmar, vielleicht meint Gieseler ja, daß er viel aufarbeiten muss, da die Göttergattin ja schon seit 4 Wochen in Hagen weilt und er vermutlich auch beruflich etwas im Rückstand ist. Also will er "Gas geben". Besten Dank sagt Olaf
Franz88 Am: 17.12.2019 17:52:30 Gelesen: 1190973 # 1320
Hallo Sammlerfreunde, eine Postkarte aufgegeben in Wien am 19.3.1938. Leider kann ich die Empfängeradresse nicht lesen. Ich vermute Bad ??????? Bitte um eure Hilfe. Wohin ging die Karte? Liebe Grüße Franz
inflamicha Am: 17.12.2019 17:56:15 Gelesen: 1190970 # 1321
@ Franz88 [#1320] Hallo Franz, ist doch ganz einfach: Bad Kreuznach. ;-) Gruß Michael
Franz88 Am: 17.12.2019 18:06:41 Gelesen: 1190966 # 1322
@ inflamicha [#1321] Hallo Michael, vielen herzlichen Dank. Auf Kreuznach wäre ich nicht gekommen. Liebe Grüße Franz
lolli Am: 19.12.2019 20:50:38 Gelesen: 1190903 # 1323
Hallo Spezialisten, wer kann mir den Bestimmungsort entziffern? Ich komme einfach auf keine Lösung. Familie Otto Landmann ?? .............. über Halle / Saale Vielen Dank Stefan
bayern klassisch Am: 19.12.2019 20:54:31 Gelesen: 1190900 # 1324
@ lolli [#1323] Hallo Stefan, Osmünde [1]. Liebe Grüsse, Ralph [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Osm%C3%BCnde
volkimal Am: 19.12.2019 20:55:15 Gelesen: 1190897 # 1325
@ lolli [#1323] Hallo Ralph, der Brief geht nach Osmünde über Halle / Saale. Viele Grüße Volkmar
lolli Am: 19.12.2019 20:56:44 Gelesen: 1190893 # 1326
Vielen Dank Ralph und Volkmar, das ging schnell. Stefan
mausbach1 (RIP) Am: 30.12.2019 10:00:44 Gelesen: 1188373 # 1327
Stehe komplett auf dem "Schlauch" - wohin geht der R-Brief? Der Beleg auf die Reise am 23 VIII 11 von Bandar-Guez (es gibt auch den Stempel Bender-Guez) über Astarabade (auch Astrabad) 28(9)-8 11 - und dann? Russisch - Bulgarisch? Vorab meinen besten Dank! Glückauf! Claus
Heinrich3 Am: 30.12.2019 12:13:13 Gelesen: 1188357 # 1328
@ mausbach1 [#1327] Hallo, vermutlich liege ich daneben, aber die Angaben rechts in arabisch und russisch sagen mir "Marrakesch". Gruß Heinrich
mausbach1 (RIP) Am: 08.01.2020 10:21:57 Gelesen: 1186990 # 1329
Paketbegleitung 6/3 64 von Freudenberg nach Siegen - sehr unsauber. Packkammerstempel Den Beleg möchte ich ihn richtig beschreiben: Nebst 1 Paquet, gez. B.#10. ?? 1 Pfd. 1 Loth Herrn C. Burkholz ?? Herrn Vorländer Vorab meinen besten Dank für die Hilfe. Glückauf! Claus
mausbach1 (RIP) Am: 08.01.2020 10:49:19 Gelesen: 1186984 # 1330
Und noch ein Stück - sehr unsauber (fast dreckig): Anschrift Sr. Durchlaucht dem Herrn Grafen Wilderich Thed.Kessler Hochwohlgeboren auf Thüle bei Salzkotten Inhalt: 11 ?? Erw. Hochgeboren Beehre ich mich im Anschlusse 11_??? als Beitrag der hiesigen Michaelisbruderschaft ?? 1863 mit der ergebenen Bitte ein- zusenden, diesalben weiter befördern zu wollen. Die Beiträge? wären schon früher eingesandt worden, alleine sie gehen bei den jetzigen goldlosen Zeiten nur langsam ein Römershagen 20 Mai 1864 Auch hier meinen besten Dank! Claus
volkimal Am: 08.01.2020 12:04:04 Gelesen: 1186926 # 1331
@ mausbach1 [#1329] Hallo Claus, in der vierten Zeile heißt es "p. Adresse Herr Vorländer". Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 08.01.2020 16:16:37 Gelesen: 1186875 # 1332
@ mausbach1 [#1330] Hallo Claus, so jetzt habe ich auch für den langen Brief Zeit. Du hast fast alles richtig angegeben. Bei der Anschrift steht nur "Hochgeboren" (ohne "wohl"). Oben links lese ich "1 lth." Also das Gewicht 1 Loth. Beim Inhalt lese ich durch Vergleich der Buchstaben: "11 rs in KasSensch" Nach einigem Nachdenken bin ich auf eine mögliche Lösung gekommen. Es konnte "Kassensch." also "Kassenscheinen" bedeuten. Dann steht hinter der 11 eine Währung. Evtl. könnte es auch "rt" also "Reichstaler" sein. In der zweiten Zeile das Briefes lese ich "11 als. rt als Beitrag ..." oder "11 elf rt als Beitrag ..." Das "rt" ist dasselbe wie auf der Vorderseite. Was für Arten von Reichstalern gab es? Ich kenne mich da nicht aus. Ansonsten heißt es "geldlosen" und nicht "goldlosen". Was vor der Jahreszahl 1863 steht weiß ich nicht. Viele Grüße Volkmar
Peter aus Oststeinbek Am: 08.01.2020 18:50:39 Gelesen: 1186824 # 1333
@ volkimal [#1332] Hallo Claus und Volkmar, ich kann noch etwas ergänzen: Der Empfänger hieß Kettler (korrekt Ketteler) Wilderich Freiherr von Ketteler (* 14. Juni 1809 in Harkotten; † 29. Juli 1873 in Thüle) war ein deutscher Gutsherr und Politiker. Im Jahr 1863 war Ketteler Präsident des 15. deutschen Katholikentages. Nun zum Umschlag: Inhalt: 11 rf, rs (?) (Es ist eine alte Währungsbezeichnung, könnte Reichspfennig oder Reichstaler bedeuten) in Kassensch (Kassenschein? Eine Art Scheck?) Auch im Brieftext wird 11 nochmal in Worten „elf“ mit der Währung geschrieben (rf ???) Es heißt aber nicht „Michaelisbruderschaft“, das a fehlt! Außerdem wurde die erst nach 1920 gegründet. Weiter heißt es: „per 1863“ Dann: „dieselben“ weiterbefördern …, bei den jetzigen geldlosen Zeiten Es muss sich wohl um eine katholische Bruderschaft gehandelt haben, die Einnahmen stammen ja auch von einem Pastor. Ich konnte aber nichts passendes herausfinden. Schönen Gruß und weiterhin viel Spaß Peter
Magdeburger Am: 08.01.2020 19:03:11 Gelesen: 1186815 # 1334
@ mausbach1 [#1330] Hallo Claus, es sind 11 Reichsthaler in Kassenscheinen. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
volkimal Am: 08.01.2020 19:21:18 Gelesen: 1186803 # 1335
@ Peter aus Oststeinbek [#1333] Hallo Peter, manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Klar ist es 11 - elf. Einmal als Zahl und einmal ausgeschrieben. Viele Grüße Volkmar
mausbach1 (RIP) Am: 09.01.2020 07:45:59 Gelesen: 1186217 # 1336
@ volkimal [#1332] @ Peter aus Oststeinbek [#1333] @ Magdeburger [#1334] Euch allen Sammlerkommune vielen Dank! Herzliches Glückauf! Claus
DERMZ Am: 12.01.2020 05:47:39 Gelesen: 1185479 # 1337
Guten Morgen, das eigene Hirn krampft auch im Neuen Jahr wieder mal. Der Gruß aus dem Jahr 1914 - es reimt sich mir das Ende nicht zusammen, doch seht selbst: Gelesen habe ich folgendes: Feldpostkarte An Herrn Lehrer Kornmann in Michelbach Post Marburg a.d. Lahn Eerneghem b Ostende 24.12.14 Mein lieber Herr Lehrer u. Familie! Ich wünsche so gut ichs kann fangt das neue Jahr gut an Geduld u. Hoffnung haltet fest Auf Gottvertrauen ists’ aller best Gottselig u Zufriedenheit All dieses meinen St.... begleid. Unteroffz. Muth Wie lese ich die beiden letzten Worte richtig? Besten Dank für eine Hilfestellung sagt Olaf
epem7081 Am: 12.01.2020 06:02:18 Gelesen: 1185475 # 1338
Hallo Olaf, ich lese hier als letzte Zeile: All dieses meinen Wunsch begleid Einen schönen Sonntag wünscht Edwin
DERMZ Am: 13.01.2020 05:12:28 Gelesen: 1185251 # 1339
@ epem7081 [#1338] Guten Morgen Edwin, das habe ich mir gewünscht, aber nicht gedacht, dass ich so früh und so schnell eine Antwort bekomme. Besten Dank dafür sagt Olaf
Thomas S. Am: 19.01.2020 19:46:31 Gelesen: 1183940 # 1340
@ Thomas S. [#1163] Hallo Zusammen, im August vergangenen Jahres hatte ich ein paar Lücken bei der Transkription einer Karte von Dr. Kloss an Zechmeyer sen. in Nürnberg. Siehe [#1163] Freundlicherweise bekam ich hier im Forum gleich Hilfestellung. Bei der Unterschrift von „Dr. Kloss“ kam es zu einer abweichenden Übersetzung, was natürlich durch fehlenden Unterschriftsvergleich auch schnell passieren kann. Bei der gezeigten Karte war auch zusätzlich der seitliche Namensvermerk besonders irreführend. Damals hatte ich noch keine Vergleichsunterschriften oder alternative Schriftproben zur Hand. Mittlerweile habe ich in der Literatur viele Beispiele der Unterschrift von Dr. Kloss entdeckt.[1] So ist mir auch wieder meine damalige Anfrage hier im Forum und die Karte aus meiner Sammlung eingefallen. Zur Sicherheit habe ich bei Wolfgang Maassen die Karte vorgelegt und die Authentizität der Unterschrift angefragt. Er hat viele Schriftproben vorliegen und hat die Unterschrift auf meiner Karte als die von Dr. Kloss bestätigt. Freundlicherweise hat er mir erlaubt aus seiner Sammlung ein paar Karten mit Unterschrift Dr. Kloss hier abbilden zu dürfen. Diese zeigen die Übereinstimmung sehr schön. Ich bitte die Qualität zu entschuldigen, die Abbildungen lagen mir nur als pdf vor und ich musste diese erst ausdrucken und als .jpg wieder scannen. Viele Grüße aus Nürnberg Thomas S. [1] Abbildungen der Unterschrift sind unter anderem zu sehen in: Maaßen, Wolfgang, Alfred Moschkau Philatlist, Heimatkundler und Museumsgründer, PhilCreativ, 1 Aufl., 2012, S. 237 u. S. 238 alternativ auch Abbildung in Brühl, Carlrichard, Geschichte der Philatelie Band 2, Georg Olms Verlag, 1. Aufl., 1986, S. 1077 [2] Abbildungen 1-3 aus dem Archiv von Wolfgang Maassen, als Pdf per Mail freundlicherweise zur Verfügung gestellt 01-2020
wessi1111 Am: 19.01.2020 22:52:58 Gelesen: 1183905 # 1341
@ Thomas S. [#1340] Hallo Thomas, eine Grafik aus einer PDF-Datei abspeichern geht folgendermaßen (Adobe Acrobat Reader DC in Windows 10): 1. Im Menü "Bearbeiten" den Menüpunkt "Schnappschuss erstellen" anklicken 2. Mit gedrückter linker Maustaste einen Rahmen um das Objekt der Begierde ziehen, es erfolgt eine Meldung, dass der ausgewählte Bereich kopiert wurde 3. Paint öffnen 4. Mit STRG+C oder dem Menüpunkt "Einfügen" den kopierten Bereich aus der PDF einfügen 5. Mit "Speichern unter" als JPG speichern Gruß Wessi
Thomas S. Am: 19.01.2020 23:51:45 Gelesen: 1183896 # 1342
@ wessi1111 [#1341] Hallo Wessi, herzlichen Dank, auch von meinem Drucker, für die Arbeitserleichterung. Viele Grüsse Thomas
volkimal Am: 20.01.2020 13:48:45 Gelesen: 1183776 # 1343
@ Thomas S. [#1342] Hallo Thomas, noch eine kleine Ergänzung zur Vorgehensweise beim Erstellen eines Screenshots. Die Qualität ist davon abhängig, wie groß die Abbildung auf dem Bildschirm ist. Hier einmal im Vergleich: Beim linken Bild habe ich den Screenshot aus einer pdf erstellt, bei der eine ganze DIN A4 Seite auf dem Bildschirm dargestellt war (68,6 %). Bevor ich das rechte Bild erstellt habe, habe ich die pdf am Bildschirm so eingestellt, dass der Beleg möglichst groß am Bildschirm abgebildet war (200 %). Erst dann habe ich den Screenshot erstellt. Schau Dir die beiden Bilder einmal im Vergleich an, indem du auf die Bilder klickst. Viele Grüße Volkmar
Thomas S. Am: 20.01.2020 19:59:03 Gelesen: 1183577 # 1344
@ volkimal [#1343] @ wessi1111 [#1341] Hallo Zusammen, vielen Dank für Eure Mühe mich in meiner Softwarenutzung auf den aktuellen Stand der Möglichkeiten zu bringen. :) Ich habe mit Euren Hinweisen die zweite Karte aus meinem Beitrag in ein jpg umgewandelt: Ich muss noch etwas experementieren wegen Bildschärfe usw., aber es ist wirklich eine riesige Erleichterung in der Handhabung. Viele Grüße Thomas
wessi1111 Am: 21.01.2020 05:35:37 Gelesen: 1183453 # 1345
@ mausbach1 [#1327] Hallo Claus, entziffern kann ich die Anschrift auch nicht wirklich. Was über Google und Co herauszufinden ist: Astrabad heißt heute Gorgan und liegt auch im Iran. Der eingedruckte Absender in kyrillisch bedeutet "Tumanyants Brothers Trading House" und ist auf der Homepage von Baku in Aserbaidschan in der Unternehmensliste zu finden [1], vielleicht gibt es aber auch noch andere Unternehmen mit gleichem Namen. Der nichtarabische Text sieht mir nicht nach kyrillischer Schrift aus, daher sehe ich den Vorschlag von Heinrich3 [#1328] "Marrakesch" nicht. Das erste könnten Zahlen sein, dann "Importe". Weiter komme ich leider auch nicht. Gruß Wessi [1] https://www.ourbaku.com/index.php/Общества,_товарищества,_торговые_дома,_банки,_предприятия,_работавшие_в_Баку_(сводный_список)
Magdeburger Am: 22.01.2020 12:38:14 Gelesen: 1183220 # 1346
Liebe Sammelfreunde, eine Sauklaue, wer kann hier helfen ? Schreib ich jetzt hier kurz? ergebenst mit, daß die StiftsCasße nun auch die letzten 500 Rt. Friedrich d'or zurückzuzahlen, ud damit also das ersparungsliche? Vorlohn mit 15000 Rt F endlich meiner zu erfüllen ist. Ich werde diese Zahlung Postamtlich noch (nach) ??? ??????? mit 357 Rt 15 gr ?????? ????? ud mit 140 Rt --- Friedrich d'or in Quittung über die jetzt am 1. July ??? werdende ?????? ??? =??????????? 14100 Rt Cap. ud 2 Rt 15 gr durch in Quittung über die in Mitte April c ga musten 500 Rt Nachzahlung, über welche Zinsen auf Quittung gleich mit übergeben ?? ud Haupt- Landes Amte ersuchen werde, diese Zahlung ud Quittungen ????? zur Stunde? ??????????????? und ???? St...zahl durch die Hl ???? ud ?????? ???????????? anzunehmen. Auch E...tung dieser Gelder ud Quittung erstete ich Er. ergebenst um ????? Rück- sendung der mit am 31. mit ??? ????? ???? ? 28 (12) April mitg.... Zustand ????????? ????? um mich, der mich mit d. ?????? Hochachtung ????????? Er. ergebenste GlaffeyRichter Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
volkimal Am: 22.01.2020 19:14:57 Gelesen: 1183129 # 1347
@ Magdeburger [#1346] Hallo Ulf, einen Teil konnte ich entziffern. Hier ist der aktuelle Stand: theile ich jetzt hierdurch ergebenst mit, daß die StiftsCasße nun auch die letzten 500 Rt. Friedrich d'or zurückzuzahlen, ud damit also das ursprüngliche Darlehn mit 15000 Rt F endlich wieder zu verfüllen ist. Ich werde diese Zahlung Postamtlich nach Ihren Wünschen mit 357 Rt 15 gr ?????? ????? ud mit 140 Rt --- Friedrich d'or in Quittung über die jetzt am 1. July fellig(?) werdenden Zinsen ??? =??????????? 14100 Rt Cap. ud 2 Rt 15 gr durch in Quittung über die in Mitte April c ge machten 500 Rt Nachzahlung, über welche Zinsen ich Quittung gleich mit übergeben ?? ud Haupt- Landes Amte versuchen werde, diese Zahlung ud Quittungen auch zur ???? Beförderung an ??? ???? durch die Hl ???? ud ?????? gefälligst anzunehmen. Nach Empfang dieser Gelder d Quittung ersuche ich Er. ergebenst um ????? Rück- sendung der mit am 31. mit ??? ????? ???? ? 28 (12) April mitgetheilt ???? ???? ????? an mich, da ich mit d. ?????? Hochachtung ????????? Er. ergebenste GlaffeyRichter Jetzt mache ich erst einmal eine kleine Pause. Viele Grüße Volkmar
mausbach1 (RIP) Am: 23.01.2020 07:48:57 Gelesen: 1183010 # 1348
@ wessi1111 [#1345] Guten Morgen, besten Dank für die Erweiterungen des Beleges! Glückauf! Claus
Magdeburger Am: 23.01.2020 16:05:45 Gelesen: 1182936 # 1349
@ volkimal [#1347] Hallo Volkmar, recht herzlichen Dank - die Schrift ist wirklich erschreckend. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Peter aus Oststeinbek Am: 23.01.2020 18:33:37 Gelesen: 1182853 # 1350
Nun will ich auch mein Glück versuchen, aber einige Worte kann ich aich nicht entziffern: Vorweg einige Bemerkungen Der Friedrich d’or (oder Friedrichsdor), benannt nach Friedrich dem Großen, ist eine preußische Goldmünze im Nominalwert von 5 silbernen preußischen Reichstalern (Pistole), die zwischen 1741 und 1855 geprägt wurde. 1821 wurde ein für ganz Preußen gültiges Kleinmünzensystem eingeführt. Der Taler wurde nun in 30 Silbergroschen unterteilt, der Silbergroschen aber weiter in 12 Pfennige. Im Text sind verschiedene Bezeichnungen angegeben. Das“F“ steht für die links stehende Zeile, die an diese Stelle eingefügt gehört Alle Währungsabkürzungen kenne ich leider nicht, muss also einiges zusammenreimen. Das u steht für und mit u-Strich darüber, durch den Schnörkel sieht es aus wie ud. Theile ich jetzt hierdurch ergebenst mit, daß die Stifts Casse nun auch die letzten 500 Friedr d’or zurückzuzahlen, u damit also das ursprüngliche Darlehn mit 15 000 p F endlich wieder zu ( F= lt Dar. v. 15. May 37) verfüllen ist. Ich werde diese Zahlung … nach Ihren ??? ( Postamtlich lese ich nicht daraus, passt auch nicht. Erster Buchstabe ist kein P, es geht um die gewünschte Verbuchung) Wünschen mit 357 (Taler) 15 gl (Groschen) --- ? Friedr d’o u mit 140 (Taler) ----- Friedr d’or in Quittung über die jetzt am 1. July fellig werdenden Zinsen. Für die bisher 14000 (Taler) Cap. u 2 (Taler) 15 desgl. in Quittung über die in Mitte April ge machten 500 (Taler) Nachzahlung, über welche Zinsen ich Quittung gleich mit übergeben und hiesige Landes Bank ersuchen werde, diese Zahlung u Quittungen welche zur Stunde beförderung u Ein Wegezoll durch die H (?) (vielleicht eine Firma?) gefälligst anzunehmen Nach Empfang dieses Geldes u Quittung ersuche ich fr. (?) ergebenst um ??? Aus sendung der weiteren (?) Rt mit am ??? 28 (12) April mitgetheilten ??? bescheinigen Denn an mich, der ich mit d. vorzügl. Hochachtung ??? grüße Schönen Gruß, Peter
Magdeburger Am: 24.01.2020 11:28:14 Gelesen: 1182687 # 1351
@ Peter aus Oststeinbek [#1350] Hallo Peter, zwischenzeitlich erreichte mich eine weitere Transkription per Mail - auch nicht vollständig. Auch Dank an dich! Das Schriftstück wurde nicht von der Äbtissin Glaffey unterschrieben, sondern vom Stiftrath Georg Carl Richter. Ich habe nun versucht, alles zusammen zu setzen: theile ich jetzt hierdurch ergebenst mit, daß die StiftsCasße nun auch die letzten 500 Rt. Friedrich d'or zurückzuzahlen, ud damit also das ursprüngliche Darlehn mit 15000 Rt F endlich wieder zu (F=lt Dar. v. 15. May 37) erfüllen ist. Ich werde diese Zahlung Postamtlich nach Ihren Wünschen mit 357 Rt 15 gr ??? Friedrich d'or u mit 140 Rt --- Friedrich d'or in Quittung über die jetzt am 1. July fellig(?) werdenden Zinsen für die leihung oder bisher 14100 Rt Cap. ud 2 Rt 15 gr durch in Quittung über die in Mitte April c ge machten 500 Rt Nachzahlung, über welche Zinsen ich Quittung gleich mit übergeben ud hiesiges Landes Amte ersuchen werde, diese Zahlung ud Quittungen anhero zur Bleibe Beförderung an Fw ???? durch die Hl Siegel ud Bandler (Fw ????? könnte auch Er. Name = Empfänger sein gefälligst anzunehmen. Nach Empfang dieser Gelder d Quittung ersuche ich Er. ergebenst um ????? Rück- sendung der uns am 31. mit im ????? ???? ? 28 (12) April mitgetheilt Jahresbescheinigen ????? an mich, der ich mit d. vorzügl. Hochachtung ????????? Er. ergebenster G(eorg)C(arl)Richter Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
volkimal Am: 16.02.2020 15:41:44 Gelesen: 1178180 # 1352
Hallo zusammen, heute brauche ich einmal eure Hilfe. Diese sehr schöne Rohrpostkarte hat meine Urgroßmutter Hedwig Werdermann (geb. Hecker) an ihre Schwester Else geschickt, die gerade bei der dritten Schwester Clara Markgraf zu Besuch war. Ich wüsste gerne, in welcher Straße Clara Markgraf, die Schwester meiner Urgroßmutter in Berlin Britz gewohnt hat. Leider hatte meine Urgroßmutter damals schon Probleme und die Schrift ist schlecht lesbar. Ich denke, dass der Straßenname mit "W" beginnt (siehe das "Wir" in der zweiten Zeile auf der Textseite). Viele Grüße Volkmar
Jensen Am: 16.02.2020 16:27:27 Gelesen: 1178162 # 1353
Hallo, die Straße heißt "Lowise Reuterring 25". Viele Grüße Jens
volkimal Am: 16.02.2020 16:32:24 Gelesen: 1178159 # 1354
@ Jensen [#1353] Hallo Jens, vielen Dank! Jetzt erkenne ich auch was passiert war. Meine Urgroßmutter hatte sich vertan und eine falsche Straße angegeben. Dann hat sie selbst den Fehler korrigiert. Ich war zunächst davon ausgegangen, dass die Karte innerhalb von Britz nachgeschickt wurde. Viele Grüße Volkmar
epem7081 Am: 16.02.2020 17:16:22 Gelesen: 1178151 # 1355
@ volkimal [#1352] Hallo Volkmar, das könnte heute schon fast ein Sonntagsrätsel sein. Abgesehen vom ersten Buchstaben finden sich nach dem Ausbau von Britz im Straßenverzeichnis [1] im Jahre 1928 in der Hufeisensiedlung die Liningstraße und die Miningstraße. Im Hinblick auf den Briefbeginn "Meine liebe Schwester" halte ich hier die Miningstraße für die zutreffende erste Straßenangabe. Ich bin gespannt, ob es noch andere Erkenntnisse gibt. Mit sonntäglichem Gruß Edwin [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Straßen_und_Plätze_in_Berlin-Britz
volkimal Am: 16.02.2020 17:27:03 Gelesen: 1178146 # 1356
@ epem7081 [#1355] Hallo Edwin, du hast recht, es heißt Miningstraße. Vergleiche den ersten Buchstaben einmal mit dem M in Markgraf. Vielen Dank! Entweder ist Clara Markgraf innerhalb von Britz umgezogen und Urgroßmutter hatte ursprünglich die alte Adresse angegeben. Wir hatten aber noch mehr Verwandte in Berlin-Britz. Vielleicht hatte sich Urgroßmutter zunächst einfach nur in der Anschrift vertan. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 16.02.2020 17:27:04 Gelesen: 1178146 # 1357
@ epem7081 [#1355] Hallo Edwin, da Else gerade bei Clara Markgraf zu Besuch war, und in der Adresse auch Pastor Markgraf genannt ist, ist die gesuchte Straße die Miningstraße. Die beiden "M" sehen sich doch sehr sehr ähnlich. Beste Grüße Olaf
evwezel Am: 24.02.2020 10:34:09 Gelesen: 1176220 # 1358
Liebes Forum, seit kurzer Zeit versuche ich selbst Sütterlinschrift zu lesen. Nun habe ich einen Feldpostbeleg und vier Worte im ersten Satz geben mir Kopfschmerzen. “Lieber Franz! Nun will ich dich aber nicht länger warten lassen und ? dir heute einige ? ? in den letzten Tagen ? geworden sind.” Kann jemand die vier fehlenden Worte lesen? Vielen Dank im Voraus! Emiel van Wezel
opti53 Am: 24.02.2020 10:47:00 Gelesen: 1176212 # 1359
Hallo Emiel, der Text heißt: Nun will ich dich aber nicht länger warten lassen und sende dir heutige einige Karten, die in den letzten Tagen fertig geworden sind. Viele Grüße Thomas
evwezel Am: 24.02.2020 13:39:17 Gelesen: 1176176 # 1360
@ opti53 [#1359] Vielen Dank Thomas! Den Buchstaben “K” im Wort “Karten” hätte ich wirklich nicht erkannt (ich glaube ich muss mehr üben). Ich darf es eigentlich nicht fragen, aber können Sie auch den Ortsnamen lesen? Der Ortsname fängt an mit “Unterstand” (wird auch im Lauftext genannt; auf Niederländisch heiβt das “loopgraaf”), aber dann?
volkimal Am: 24.02.2020 15:01:11 Gelesen: 1176147 # 1361
@ evwezel [#1360] Hallo Emiel, hinter dem Wort Unterstand lese ich "Mostytitsche". Dazu kann ich aber bei Google nichts finden. Der rechte Ortsname ist klar: Gorodischtsche. Das hilft aber nur bedingt weiter. Es gibt eine russische Kleinstadt in der Oblast Pensa mit dem Namen Gorodischtsche. Diese liegt knapp 50 km östlich der Gebietshauptstadt Pensa an der Julowka, einem Nebenfluss der Sura. Es gibt aber laut Wikipedia ca. 20 weitere Siedlungen oder Dörfer dieses Namens. [1] Wenn Du lernen willst Sütterlin bzw. die alte deutsche Schrift zu lesen so finde ich die Seite [2] ganz hilfreich. Dort siehst Du verschiedene Versionen der Groß- bzw. Kleinbuchstaben bei der deutschen Kurrentschrift. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Gorodischtsche [2] http://www.villmergerkriege.ch/Chilerodel/Kurrentschrift.htm
evwezel Am: 24.02.2020 15:28:01 Gelesen: 1176139 # 1362
@ volkimal [#1361] Hallo Volkmar, recht herzlichen Dank für deinen Kommentar und Hinweisen. Das alles hilft mir bestimmt weiter! Mit herzlichen Grüβe, Emiel
Peter aus Oststeinbek Am: 24.02.2020 15:38:33 Gelesen: 1176133 # 1363
@ evwezel [#1362] Hallo Emiel und Volkmar, einen Ortsnamen kann ich nicht finden, war auch in Feldpostbriefen nicht erlaubt (Feind liest mit). Nach den "Karten" lese ich: Sie sollen zugleich ein kleines Namenstags geschenk und ein Entgelt für die Liebesgaben sein. Hier im Unterstand habe mich mit meinem Freund St. Richter zwar bescheiden, aber recht gemütlich eingerichtet. Gleich neben uns liegt der Fesselballon u. gleich dabei stehen zwei österreichische 30,5 Geschütze. Natürlich ist das sehr interessant, da wir mit den Fesselballon - Offizieren ... Hoffe es hilft ein bißchen. Schönen Gruß, Peter
volkimal Am: 24.02.2020 15:50:49 Gelesen: 1176130 # 1364
@ Peter aus Oststeinbek [#1363] Hallo Peter, du schreibst: "ein Ortsname war in Feldpostbriefen nicht erlaubt (Feind liest mit)." Mit der Aussage, dass ein Ortsname nicht erlaubt war liegst Du natürlich richtig. Das gilt allerdings nur für die Post aus dem Feld. Soldaten z.B. im Lazarett durften den Ort natürlich angeben. Dier Brief von Emiel kommt entsprechend der Angabe "Unterstand" aus dem Feld. Daher habe ich mich sehr über die Ortsangabe Gorodischtsche gewundert. Wieso du schreibst "einen Ortsnamen kann ich nicht finden" verstehe ich alledings nicht. Was ist denn Gorodischtsche nach deiner Meinung? Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 24.02.2020 19:21:45 Gelesen: 1176089 # 1365
@ volkimal [#1364] Hallo Volkmar & Peter, vielen Dank, das ist ja alles sehr interessant! Was ich aber nicht ganz verstehe: Ein Ortsname war nicht erlaubt (das glaube ich schon) aber eine Mitteilung wie “Gleich neben uns liegt der Fesselballon und gleich dabei stehen zwei österreichische 30,5 Geschütze.” war kein Problem?
volkimal Am: 24.02.2020 19:55:20 Gelesen: 1176083 # 1366
@ evwezel [#1365] Hallo Emiel, ein Ortsname sagte viel mehr aus als ein Fesselballon bzw. ein Geschütz ohne Ortsangabe. Ballons und Geschütze gab es überall an der Front. Nur aus der Angabe Ballon und Geschütz könnte man nicht einmal erkennen, ob es um die Westfront oder ob es um den Osten geht. Viele Grüße Volkmar
Peter aus Oststeinbek Am: 24.02.2020 20:15:56 Gelesen: 1176081 # 1367
@ volkimal [#1366] Hallo Emiel und Volkmar, ich hatte mich nur auf den Text konzentriert (da steht ja auch etwas vom Unterstand) und die obersten Zeilen nicht beachtet. Aber ich habe noch ein altes Ortslexikon in dem auch kleinste Orte aus aller Welt aufgeführt sind, vielleicht hilft das weiter. Sonst müsste man heraussuchen wo die Österreicher sich im I. WK herumgetrieben haben. Ich melde mich wieder. Schönen Abend, Peter
evwezel Am: 25.02.2020 10:54:13 Gelesen: 1175875 # 1368
@ Peter aus Oststeinbek [#1367] Hallo Peter, Pfff. Es is mir jetzt deutlich geworden, dass man in einer Woche keine Sütterlinschrift lernen kann. Aber aufgeben ist keine Option! Auf der Rückseite des Briefes geht es weiter: “(???) zusammen sind (also?) man- (…) (…) (…) Russen (…) (…) An das laute (?) Concert der Öster- Reicher haben (…) und (…) (…) (…) Russen suchen (?) (…) den Batterie. (…) (…) Fessel- Ballon suchen (?) sie mit (..) zu nach zu kommen, (…) sehr schwer, so (…) zu treffen (…) 2 Luftschiffe abgeschossen sind. Hoffentlich haben sie (…) Ich bin sehr (???). Bin von 7-1 Uhr zu (…) (…) und habe mich Kilometers (??? abgehabt?). Herzlichen Grüβ & (??? Küss?) Richard Der Briefschreiber is Leutnant Richard Waters und er schreibt seinem Vater, Franz Waters: Feldpostbrief Herrn Oberlehrer Franz Waters Euskirchen (Rhld) Kölnerstraβe
volkimal Am: 25.02.2020 11:54:32 Gelesen: 1175857 # 1369
@ evwezel [#1368] Hallo Emiel, klar dauert es etwas, bis Du Sütterlin gut lesen kannst. Du bist aber auf dem richtigen Weg. In dem Brief steht: öfter zusammen sind u. so man- ches von den Russen drüben erfahren An das laute Concert der Öster- Reicher haben wir uns schon gewöhnt. Die Russen suchen vergebenst nach der Batterie. Ab u. zu kommen etliche schwere Dinger hier herüber, aber noch immer weit vom Ziele. Auch den Fessel- ballon suchen sie mit Schrappnells zu nahe zu kommen, aber es fällt sehr schwer, so ein Ding zu treffen. Leider lese soeben, daß über Somolon wieder 2 Luftschiffe abgeschossen sind. Hoffentlich haben sie mehr den Brüdern dort ordentlich was auf’s Haupt geworfen. Und nun für heut gute Nacht. Ich bin sehr müde. Bin von 7-1 Uhr zu Pferde gewesen und hab viele Kilometer abgetrabt. Herzlichen Gruβ & Kuß) Richard Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 25.02.2020 12:57:44 Gelesen: 1175837 # 1370
@ volkimal [#1369] Hallo Volkmar, vielen Dank für deine Hilfe! Ist unglaublich spannend, um darüber zu lesen von einem Augenzeuge an der Front. Mit herzlichem Gruβ, Emiel
volkimal Am: 25.02.2020 13:41:13 Gelesen: 1175818 # 1371
@ evwezel [#1370] Hallo Emiel, du hattest im Brief unten Grüß und Küss gelesen. Eine Besonderheit beim Sütterlin ist, dass auch über dem Buchstaben "u" ein Bogen ist. Hier einmal im Vergleich Gruß und Grüße. Eine weitere Besonderheit ist der Verdopplungsstrich über den Buchstaben m oder n. Das obere Wort heißt kommen (mit Doppel-m). Der kommt sogar bei einigen Stempeln vor. Beim Bahnpoststempel Oberhammer Dreibrunnen wird sowohl das "m" als auch das "n" durch den Strich verdoppelt. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 25.02.2020 14:05:50 Gelesen: 1175809 # 1372
@ volkimal [#1371] Hallo Volkmar, Danke vielmals! Du hast volkommen recht, das war dumm von mir. Aus dem gleichen Grund ist es "Russen" und nicht "Rüssen" :-) Einen besonders herzlichen Gruβ, Emiel
evwezel Am: 25.02.2020 14:33:10 Gelesen: 1175793 # 1373
@ volkimal [#1371] Hallo Volkmar, “Sie sollen zugleich ein kleines Namenstags geschenk und ein Entgelt für die Liebesgaben sein.” Ein interessantes Wort, “Liebensgabe”. Ich hätte keine Ahnung das es sich handelte um Geschenkpakete mit Bekleidung und Lebensmittel [1]. Es gibt noch viel zu lernen! Viele Grüße, Emiel [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Liebesgaben
philast Am: 25.02.2020 17:09:28 Gelesen: 1175738 # 1374
Hallo, anbei ein Faltbrief von Mainz 15.5.1840 nach Leipzig 18.5.1840. Absender ist einer der Inhaber des Musikverlags Bernhard Schotts Söhne (wahrscheinlich Johann Josef Schott). Der Empfänger ist der Enkel Franz (Philipp) Schott. Ein wenig kann ich von dem Inhalt lesen, u.a. wird der Tod von Franz Philipp Schott mitgeteilt (obacht, das ist der Bruder des Firmengründers Bernhard Schott, nicht der Enkel, an den der Brief ging), außerdem dass es seinem Vater (Johann Andreas) auch nicht so gut ging (der Vater ist dann im August 1840 gestorben). Im folgenden werden wohl viele geschäftliche Punkte angesprochen, u.a. die Filiale in Brüssel. Der Enkel Franz Philipp Schott hat in Leipzig seine Kontakt Adresse bei der Firma Haertl gehabt, die ebenfalls ein Verlag für Musik war. Im Jahr 1840 eröffnete die Firma Schott eine Filiale in Leipzig. Ev. steht der Brief / Aufenthalt in Leipzig damit im Zusammenhang. Falls jemand den Brief genauer übersetzen kann, würde mich dies freuen, da es ein sehr interessantes Stück Firmen- und Stadtgeschichte von Mainz ist. Die Firma existiert auch heute noch. Der Enkel macht in späteren Jahren, d.h. ab 1865 Karriere als ehrenamtlicher Bürgermeister von Mainz. Siehe auch: https://www.deutsche-biographie.de/sfz79086.html#ndbcontent https://www.deutsche-biographie.de/sfz79083.html#ndbcontent https://de.wikipedia.org/wiki/Schott_Music#Geschichte https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Schott Grüße philast
volkimal Am: 25.02.2020 20:52:28 Gelesen: 1175672 # 1375
@ philast [#1374] Hallo Philast, den ersten Absatz habe ich fertig. Jetzt muss ich die Arbeit aber erst einmal unterbrechen. Hier der Text des Briefes: Mainz 15. Mai 1840 Lieber Franz Vor allem zeige ich Dir den am letzten Samstag Abend erfolgten Tod unseres Ohmes Franz Philipp an. Sein Leiden war kurz und ganz sanft ist er ins Reich der Schatten hinüber gegangen. Friede sei seiner Seele und Ruhe seiner Asche. Dein Vater obgleich immer noch sehr schwach soll sich merklich gebessert haben. Hoffen wir, daß er durch zweckmäßige Diaet bald wider seine Kräfte zurück erhält. Im Geschäfte giebt es wenig Neues, unsere Neuigkeiten müssen zu lange stehen ehe sie abgedruckt werden können. Heute wie der Tremolo ca. 25 ?? fertig. Der Ueberdruck konnte nicht fortgesetzt werden, weil das Rauchsche(?) Papier die Platten ganz zerfressen hat und nun in Zinn gedruckt werden muß. Wir dürften jetzt noch gut 2 Steinpressen welche schnell arbeiten mehr haben. Wenn ich wieder Zeit habe mache ich weiter. Viele Grüße Volkmar
Peter aus Oststeinbek Am: 25.02.2020 21:11:13 Gelesen: 1175662 # 1376
@ volkimal [#1369] Hallo Volkmar und Emiel, meine alten Bücher gaben auch nichts her. Problem ist wohl die schreibweise, der Ort wurde geschrieben wie verstanden, Polen und Russen kennen aber kein SCH, sondern sz oder cz oder auch beides zusammen. Ich habe alle Varianten probiert aber ohne Erfolg. Leider gibt es keine Feldpostnummer des Absenders und mit der Einheit bin ich auch nicht fündig geworden. Immerhin hat der Schreiber den Krieg wohl überlebt da er in den Verlustlisten nicht aufgeführt ist. Hier ein Link zu dem ersten Ort des Briefes, den ich als Mostytitsche lese [1]. Zu Gorodischtsche kann man auch suchen [2]. Der Name muss komplett angegeben werden oder mit * ergänzen. Es werden 18 Orte gelistet, bei denen es sich aber vermutlich oft um denselben Ort in ähnlicher Sschreibweise handelt. Fast alle in der Ukraine. Aber bei keinem sind beide genannten Orte gemeinsam zu finden. Schönen Abend, Peter [1] http://wiki-de.genealogy.net/GOV:MOSCHEKO21JP [2] http://gov.genealogy.net/search/name
evwezel Am: 25.02.2020 23:09:02 Gelesen: 1175636 # 1377
@ Peter aus Oststeinbek [#1376] Hallo Peter, herzlichen Dank für deine Mühe! Ich bin ziemlich sicher das Gorodischtsche ein Ort nördlich von Baranowitschi ist (siehe Karte unten). Der Ortsname Mostytitsche dagegen ist ein Mysterium. Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 26.02.2020 15:29:13 Gelesen: 1175351 # 1378
@ philast [#1374] Hallo Philast, so, hier ist der Rest des Textes. Ein paar kleine Lücken bleiben noch - zum Teil bei Eigennamen. Vielleicht kannst Du sie selbst oder ein anderer aus dem Form schließen. Mit der Klaviermacherei giebt es auch viel zu thau(?), und besonders dadurch daß alles so vernachlässigt ist. Braucht einer dies oder das so ist es nicht vorräthig und einer muß auf den anderen warten. Auch in der Klav.macherei könnten wir noch einen gebrauchen der kleine Arbeiten und dergleichen macht. Hannes hat in einem Briefe an dich der einen Bericht wegen einer Sängerin ent- halt auch gesagt daß er den Geschäftsführer von Lichterthal welcher Brahtel(?) nicht verlassen will, zu überreden suchen wollte daß er hierher käme unsere Fabrick nun ein- zurichten. Ich halte das nicht für gut, denn wenn Neuerungen eingeführt werden, so müßten sie auch durch- Geführt werden können, und dies wird unmög- lich wenn der welcher sie einführt nicht auch auf deren Aufrechthaltung wachen kann; und ganz besonders wenn die Intressen und Eigenliebe der anderen dabei leiden könnte oder auch nur gefährdet wäre. Vorgestern ging durch ??? der Ballen N. 173 ab Btto 270 ℔. Eric in Hamburg verlangt alle Guitare(?) ??? von ??? mit Ausnahme von op 10.37.65 ??. Sende sie ihm von dort wenn du denkst daß er bezahlt. Einliegende Zettelchen zur schnellen Beförderung. Benster(?) ist so eben da und spricht viel gegen einen gewissen Tetrodes(?) und gegen Dony??? in Haag welche untereinander die anderen anschmieren wollten. Er zahlte ? 210. Und versprach den größten Theil des Lagers im Sommer zurück zu senden, und sagt daß mit den Meggendschen(?) Musikalien(?) keine Vermischung vorkommen kann. Gehen schon recht viele Gelder ein, und gibt’s noch viele Renittenden Ohne Mehreres hier heute gings so ??? Bestens Schott Soehne Viele Grüße Volkmar
wessi1111 Am: 26.02.2020 16:20:46 Gelesen: 1175335 # 1379
@ philast [#1374] @ volkimal [#1378] Hallo Philast, hallo Volkmar, Dony??? könnt Dony & Co heißen, das Wort im vorletzten Satz heißt Remittenden (Rückläufer). Gruß Wessi
philast Am: 26.02.2020 21:18:17 Gelesen: 1175256 # 1380
@ volkimal [#1378]+[#1375] @ wessi1111 [#1379] Hallo, besten Dank für die Mühe. Ich habe den Text hier nochmals zusammengefasst, noch etwas recherchiert meine Änderungen/Kommentare sind in Kursivschrift eingefügt. Mainz 15. Mai 1840 Lieber Franz Vor allem zeige ich Dir den am letzten Samstag Abend erfolgten Tod unseres Ohmes (=Onkel?) Franz Philipp an. Sein Leiden war kurz und ganz sanft ist er ins Reich der Schatten hinüber gegangen. Friede sei seiner Seele und Ruhe seiner Asche. Dein Vater obgleich immer noch sehr schwach soll sich merklich gebessert haben. Hoffen wir, daß er durch zweckmäßige Diaet bald wieder seine Kräfte zurück erhält. Im Geschäfte giebt es wenig Neues, unsere Neuigkeiten müssen zu lange stehen ehe sie abgedruckt werden können. Heute wie der Tremolo ca. 25 (= Abkürzung für %?) fertig. Der Ueberdruck konnte nicht fortgesetzt werden, weil das Rauchsche (= Meint wohl Papier der Fa. Rauch Heilbronn) Papier die Platten ganz zerfressen hat und nun in Zinn gedruckt werden muß. Wir dürften jetzt noch gut 2 Steinpressen welche schnell arbeiten mehr haben. Mit der Klaviermacherei giebt es auch viel zu thau (=thun), und besonders dadurch daß alles so vernachlässigt ist. Braucht einer dies oder das so ist es nicht vorräthig und einer muß auf den anderen warten. Auch in der Klav.macherei könnten wir noch einen gebrauchen der kleine Arbeiten und dergleichen macht. Hannes hat in einem Briefe an dich der einen Bericht wegen einer Sängerin ent- halt auch gesagt daß er den Geschäftsführer von Lichterthal welcher Brahtel (=van Lichterthal ? welcher Brüssel ? dort war seit 1839 eine Filiale) nicht verlassen will, zu überreden suchen wollte daß er hierher käme unsere Fabrick nun ein- zurichten. Ich halte das nicht für gut, denn wenn Neuerungen eingeführt werden, so müßten sie auch durch- geführt werden können, und dies wird unmög- lich wenn der welcher sie einführt nicht auch auf deren Aufrechthaltung wachen kann; und ganz besonders wenn die Interessen und Eigenliebe der anderen dabei leiden könnte oder auch nur gefährdet wäre. Vorgestern ging durch (=Kempf) der Ballen N. 173 ab Btto (=Brutto) 270 ℔. Eric in Hamburg verlangt alle Guitare (=Trios von Küffner, Musiker) mit Ausnahme von op 10.37.65 (=.110?). Sende sie ihm von dort wenn du denkst daß er bezahlt. Einliegende Zettelchen zur schnellen Beförderung. Benster(?) ist so eben da und spricht viel gegen einen gewissen Tetrodes(?) und gegen Dony (= Musikverlag F.L.Dony in Den Haag) in Haag welche untereinander die anderen anschmieren wollten. Er zahlte (= f) (= Niederländische Gulden) 210. Und versprach den größten Theil des Lagers im Sommer zurück zu senden, und sagt daß mit den Meggendschen (=Meygand(schen)) Musikalien (= Meygand war ein Verlag in Leipzig) keine Vermischung vorkommen kann. Gehen schon recht viele Gelder ein, und gibt’s noch viele Remittenden Ohne Mehreres hier heute gings so (= heute grüße ich ?) Bestens Schott Soehne Joseph Küffner: Musiker 1776-1856, https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_K%C3%BCffner Beste Grüße philast
volkimal Am: 26.02.2020 22:05:59 Gelesen: 1175247 # 1381
@ philast [#1380] Hallo Philast, sehr gut! Ich habe geahnt, dass Du einige der unklaren Stellen erklären kannst. Bei "thau" und bei "Meggendschen" habe ich den Text falsch gelesen. Dort steht wirklich "thun" bzw. "Meygandschen". Auch mit Brüssel wirst du recht haben - dort steht "Brussel" (ohne ü-Striche). Kempf passt auch sehr gut. Weiterhin steht dort wirklich "alle Guitare Trios von Küffner". Wenn hinter "op 10.37.65" noch die Zahl 110 stehen kann, dann ist das auch richtig. Am Ende steht wohl "für heute grüße Dich bestens". Bitte meine Wörter entfernen und den Text bei dir korrigieren (nicht mehr kursiv). Ich habe mir die Abkürzung hinter "ca. 25" noch einmal angesehen. Ein Zeichen für Prozent kann ich dort nicht erkennen. Es könnte aber "ca. 25 Ex." heißen, also 25 Exemplare. Ich glaube, dass macht auch mehr Sinn. Als Information "270 ℔" ist eine alte Abkürzung für "250 Pfund" (als Gewicht). Viele Grüße Volkmar
philast Am: 28.02.2020 15:45:14 Gelesen: 1174925 # 1382
@ volkimal [#1378] [#1375] [#1381] @ wessi1111 [#1379] Hallo, allen Beteiligten nochmals besten Dank für die Mühe. Hier der finalisierte Text. Mainz 15. Mai 1840 Lieber Franz Vor allem zeige ich Dir den am letzten Samstag Abend erfolgten Tod unseres Ohmes 1 Franz Philipp an. Sein Leiden war kurz und ganz sanft ist er ins Reich der Schatten hinüber gegangen. Friede sei seiner Seele und Ruhe seiner Asche. Dein Vater obgleich immer noch sehr schwach soll sich merklich gebessert haben. Hoffen wir, daß er durch zweckmäßige Diaet bald wieder seine Kräfte zurück erhält. Im Geschäfte giebt es wenig Neues, unsere Neuigkeiten müssen zu lange stehen ehe sie abgedruckt werden können. Heute wie der Tremolo ca. 25 Ex. fertig. Der Ueberdruck konnte nicht fortgesetzt werden, weil das Rauchsche 2 Papier die Platten ganz zerfressen hat und nun in Zinn gedruckt werden muß. Wir dürften jetzt noch gut 2 Steinpressen welche schnell arbeiten mehr haben. Mit der Klaviermacherei giebt es auch viel zu thun, und besonders dadurch daß alles so vernachlässigt ist. Braucht einer dies oder das so ist es nicht vorräthig und einer muß auf den anderen warten. Auch in der Klav.macherei könnten wir noch einen gebrauchen der kleine Arbeiten und dergleichen macht. Hannes hat in einem Briefe an dich der einen Bericht wegen einer Sängerin ent- halt auch gesagt daß er den Geschäftsführer van Lichterthal welcher Brussel 3 nicht verlassen will, zu überreden suchen wollte daß er hierher käme unsere Fabrick nun ein- zurichten. Ich halte das nicht für gut, denn wenn Neuerungen eingeführt werden, so müßten sie auch durch- geführt werden können, und dies wird unmög- lich wenn der welcher sie einführt nicht auch auf deren Aufrechthaltung wachen kann; und ganz besonders wenn die Interessen und Eigenliebe der anderen dabei leiden könnte oder auch nur gefährdet wäre. Vorgestern ging durch Kempf der Ballen N. 173 ab Btto 4 270 ℔. Eric in Hamburg verlangt alle Guitare Trios von Küffner 5 mit Ausnahme von op 10.37.65.110. Sende sie ihm von dort wenn du denkst daß er bezahlt. Einliegende Zettelchen zur schnellen Beförderung. Benster(?) ist so eben da und spricht viel gegen einen gewissen Tetrodes(?) und gegen Dony 6 in Haag welche untereinander die anderen anschmieren wollten. Er zahlte f 210 7. Und versprach den größten Theil des Lagers im Sommer zurück zu senden, und sagt daß mit den Meygandschen Musikalien 8 keine Vermischung vorkommen kann. Gehen schon recht viele Gelder ein, und gibt’s noch viele Remittenden Ohne Mehreres hier heute grüße Dich Bestens Schott Soehne 1 = Onkel 2 = Meint wohl Papier der Fa. Rauch Heilbronn 3 = in Brüssel war seit 1839 eine Filiale der Fa. Schott 4 = Brutto 5 = Joseph Küffner: Musiker 1776-1856, https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_K%C3%BCffner 6 = Musikverlag F.L.Dony in Den Haag 7 = f Währungszeichen für Niederländische Gulden 8 = Meygand war ein Verlag in Leipzig Interessanter geschichtlicher Beleg, passend zum in diesem Jahr stattfindenden 250 jährigen Jubiläum der Firma. Beste Grüße philast
Parachana Am: 03.03.2020 20:07:01 Gelesen: 1174172 # 1383
Hallo, ich habe für meine Münster in Westfalen Sammlung eine Ganzsache aus Ungarn gekauft. Der Empfänger ist die Firma Knubel, die heute ein großes Autohaus in Münster und Umgebung ist. Mich würde interessieren, was in dem Text steht, leider kann ich nicht viel davon lesen. Es geht um Fahrrad Teile, wie auch schon eine Karte aus Russland zeigte. Würde mich über Hilfe freuen. Vielen Dank schon einmal im Voraus Uwe
volkimal Am: 03.03.2020 20:27:35 Gelesen: 1174165 # 1384
@ Parachana [#1383] Hallo Uwe, kein Problem! Hier ist der Text so wie er auf der Karte steht (mit allen Rechtschreibefehlern): Herrn A. Knubel Fabrik für Fahradgriffe Münster in Westfalen Kronstadt / am 15/2 1898 Herrn A. Knubel Münster Bitte mir zu senden 5 Paar Kunst Korkgriffe mit vernikeltem Mettall Nr. 16 5 Paar Filzgriffe Nr. 17 mit Celuloid 5 Paar Kunst Korkgriffe mit zusätzlich geschütztem Kernrohr dan bitte mir noch ihr zuferläßigen Klebstoff zu senden 1 Kg u. auch ihr Holzfätte mir zu senden wen Sie neuheiten haben bitte mir ein par Muster zu senden. Die Griffe sollen alle auf 22 mm Rohr passen Hochachtungsvoll Stempel (Siebenbürgen) Mit der anderen Sendung war ich zufrieden warte aber daß Sie mir einen entsprechenden Rabat gewähren Viele Grüße Volkmar
Magdeburger Am: 05.03.2020 15:42:48 Gelesen: 1174103 # 1385
Liebe Sammelfreunde, hier ein Brief, wo einige wenige Worte fehlen: Aber Luise Was sollen wir alle dann von dir denken? In welcher Beziehung gegen den baldigen Antritt deiner neuen künftigen Stellung steht wohl deine Handlungsweise? Heute am Montag sind es vier volle Wochen, daß du fort bist; seit dem Dienstag der vorigen Woche, an welchem Du noch deinen be- stimmten Zusage, und wir vier auch erwarten dürften, einzutreffen versprachst, bin ich jedesmal nach dem Bahnhof gerannt und vergeblich. Bei der Sorgsam- keit, die ich im Gegentheil noch an dir zu kommen und an- zunehmen glaube, bleibt mir am Ende wohl wider nichts zu deuten übrig, als daß, was Gott versuchen möge, du ?????? geworden ???ist. Und nicht einmal ein Brief, auf den ich nun gestern ganz bestimmt ???? konnte, ist von Dir gekommen. Gib mir daher ent- weder unverzüglich schriftlich Auskunft über deine unerwartete Zögerung, oder schlage alle Rü?????l und Zu????el durch dein persönliches Erscheinen danieder, was dann wohl nun als das Beste übrig bleibt, da nachgerede auch dir Leute sich über dich wundern müßten. Sage daher den guten Erbsteins Dank und Lebewohl und ???, daß du herkommst. Den Mantel wirst du wohl dem besten dort lassen, meine nicht kühle ???????nnug eintritt. --------------------------------------Dich liebender -----------------------------------Dein Vater (Dein Dich liebender Vater) Wenn du mit dem frühzug abfährst, dann kommst du Nachmittig 2 Uhr nach Leipzig, wo du bis 5 Uhr Zeit genug hast, bei Beckers zu bleiben. Bobe und Brende wirst du nicht besuchen können Ich danke für die Hilfe Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
bignell Am: 05.03.2020 19:53:15 Gelesen: 1174074 # 1386
@ Magdeburger [#1385] Hallo Ulf, du krank geworden seist bestimmt rechnen konnte alle ??? und Zweifel durch kühle Witterung Liebe Grüße, Harald
epem7081 Am: 05.03.2020 20:24:59 Gelesen: 1174065 # 1387
@ Magdeburger [#1385] Hallo Ulf, das letzte Rätsel, die drei Fragezeichen, bleiben kein Rätsel, sondern das ist das Wort " Räthsel". Davor aber möchte ich noch korrigieren: was Gott verhüten möge. Schönen Abend. Mit freundlichen Grüßen Edwin
Magdeburger Am: 06.03.2020 09:23:10 Gelesen: 1174008 # 1388
@ bignell [#1386] @ epem7081 [#1387] Hallo ihr beiden - Danke! Nun fehlt nur noch ein Wort - drittletzte Zeile 3. Wort, also nach Lebewohl und ???, daß du herkommst. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
volkimal Am: 06.03.2020 10:42:42 Gelesen: 1174003 # 1389
@ Magdeburger [#1388] Hallo Ulf, das fehlende Wort ist "eile". Viele Grüße Volkmar
Magdeburger Am: 07.03.2020 13:10:17 Gelesen: 1173951 # 1390
@ volkimal [#1389] Hallo Volkmar, danke - nun ist der Brief komplett! Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Arge-Ungarn Am: 09.03.2020 21:08:46 Gelesen: 1173865 # 1391
Guten Abend, eine Bekannte bat mich um Hilfe bei nachfolgendem Briefinhalt: Gesucht wird ein Hinweis über den Versand des Briefes, denn er kommt aus Liverpool ist aber in Hamburg gestempelt. War es ein Brief, der einem Schiff mitgegeben wurde ? Hier die Adress-Seite: Vielen Dank. Martin
volkimal Am: 09.03.2020 22:28:26 Gelesen: 1173845 # 1392
@ Arge-Ungarn [#1391] Hallo Martin, ich bin absolut kein Spezialist dafür, aber es dürfte sich um einen "Forwarded letter" handeln. Hier ein kleiner Abschnitt dazu aus dem Häger: Der im unteren Abschnitt erwähnte Vermerk könnte der Text auf dem rechten Bild sein. Dort sehe ich: Datum und Ort: Liverpool 26. Juli 1841 (entspricht dem Datum des Briefes im Inneren) Name des Absenders: Falk Brothers (entspricht der Unterschrift auf dem Brief) Das nächste Wort könnte "empfangen August 1". Das würde aber nicht zum Hamburger Stempel vom 30. Juli passen. Zum Schluss folgt vermutlich eine vollkommen unleserliche Unterschrift. Um weitere Informationen zu bekommen müsste man einen Spezialisten für Forwarded letter finden. Falls hier keiner etwas dazu sagen kann mach doch ein neues Thema "Forwarded letter" auf. Vielleicht klappt es dann ja. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 13.03.2020 17:35:02 Gelesen: 1173474 # 1393
Liebe Sammelfreunde, Ich hoffe, jeder von euch ist in guter Gesundheit (auch hier in die Niederlande breitet sich das Coronavirus aus)! Ich habe wieder mal einen Feldpostbrief von Richard Waters an seinem Bruder Franz Waters in Euskirchen. Ein Teil davon kann ich lesen, aber es fehlen noch einige Worte. Kann mir jemand helfen? Vielen Dank im Voraus! (...), 11.III.15 Geschrieben, den 11. Marz 1915 Lieber Franz! Herzl. Dank für die 3 Batterien die (...) (...) Seinen (...) in Tätigkeit. Du hast also meinen Brief mit der Vollmacht er- halten. Diese Karte gebe unseren (...) mit, der im Urlaub fährt nach Zieverich bei Bergheim. Vielleicht kannst du ihn (?) mal Dr. Rad(?) besuchen, er bleibt 14 Tage. Sonntag habe mit 10 (...) und Fizewachtmeistern einen sehr interessanten Ferkundigungs(?)(...) Weichsel ent- lang gemacht. Sobald ich Zeit habe, (...) für dich und Gustav(?) einen ausführlichen(?) Bericht(?) darüber schreiben. (...) meinen (...) verlieb. Unser Gefreiter (?) Wolf übermittelte mir (...) seine Frau (...). Herman Kühlhoffer(?) Grüssen. Herr Wolf ist ein sehr (...) Herr (...). Ein (...) Zufall. Warst du auch bei Ferdinand? Herzl. Gr. Richard
Magdeburger Am: 13.03.2020 17:52:29 Gelesen: 1173468 # 1394
@ volkimal [#1392] Hallo Volkmar, da der Brief nach Bremen gesandt wurde, paßt es schon mit dem Empfangendatum vom 01. August. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
volkimal Am: 13.03.2020 22:09:11 Gelesen: 1173435 # 1395
@ evwezel [#1393] Hallo Emiel, schon wieder eine Feldpostkarte mit einer offenen Ortsangabe - sehr seltsam! Ich lese folgendes: Szkarada, 11.III.15 Geschrieben, den 11. Marz 1915 (Szkarada ist ein Dorf in Ostpolen nahe der Weichsel) Lieber Franz! Herzl. Dank für die 3 Batterien die tadellos passen(?). Eine habe schon in Tätigkeit. Du hast also meinen Brief mit der Vollmacht er- halten. Diese Karte gebe unseren Oberveterinär Lemann mit, der im Urlaub fährt nach Zieverich bei Bergheim. Vielleicht kannst du ihn mal per(?) Rad besuchen, er bleibt 14 Tage. Sonntag habe mit 10 Unteroffizieren u. Vizewachtmeistern einen sehr interessanten Erkundigungsritt di Weichsel ent- lang gemacht. Sobald ich Zeit habe, werde ich für dich und Gustav einen ausführlichen Bericht darüber schreiben. vorerst nimm hiermit verlieb. Unser Gefreiter Wolf übermittelte mir durch seine Frau deine u. Herman Mühlhoffs(?) Grüße. Herr Wolf ist ein sehr netter Herr und wird demnächst Unteroffizier u. Berittführer. Ein schöner Zufall. Warst du auch bei Ferdinand? Herzl. Gr. u. K. Richard Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 13.03.2020 23:45:33 Gelesen: 1173422 # 1396
@ volkimal [#1395] Hallo Volkmar, Vielen Dank für deine Hilfe - ich lerne unglaublich viel von dir! Aber was genau ist ein “Erkundigungsritt”? Mit herzlichem Gruß, Emiel
volkimal Am: 14.03.2020 00:31:23 Gelesen: 1173413 # 1397
@ evwezel [#1396] Hallo Emiel, ein Ritt bedeutet, dass man auf einem Pferd unterwegs ist. Das Wort kommt von reiten. Wenn man etwas erkundet, dann versucht man etwas herauszufinden. Heute würde man das Wort etwas anders schreiben. Es wäre ein Erkundungsritt. Bei dem Erkundigungsritt können die Soldaten auf ihren Pferden z.B. das andere Ufer der Weichsel ausgekundschaftet haben (beobachtet haben) um etwas über den Feind auf der anderen Seite der Weichsel zu erfahren. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 14.03.2020 10:07:18 Gelesen: 1173391 # 1398
@ volkimal [#1397] Guten Morgen Volkmar, ich möchte gerne mal Scrabble auf Deutsch spielen: “ausgekundschaftet” (dreifacher Wortwert :-). Aber ganz im Ernst, vielen Dank für deine detaillierte Erläuterung. Mit freundlichem Sammlergruß, Emiel
Arge-Ungarn Am: 14.03.2020 10:12:16 Gelesen: 1173388 # 1399
@ volkimal [#1392] Vielen Dank Volkmar, ich hatte auch an ein Forwarder gedacht und hoffte im Inhalt wäre was zu finden. Schönes Wochende Martin
marc123 Am: 15.03.2020 20:03:19 Gelesen: 1173319 # 1400
Hallo, die Rückseite dieser Karte bereitet mir Kopfzerbrechen, weil ich außer Luxemburg 26 Dezember 1872 überhaupt nichts entziffert bekomme. Wieso ist mir dieser Inhalt so wichtig? Ich kenne 9 Karten dieser Art (identische Frankatur an identischer Stelle angebracht), die am gleichen Tag mit gleicher Schrift an gleiche Adresse nach Iserlohn verschickt wurden. Alle haben den gleichen Text auf der Rückseite. Der unterschied ist nur, dass sie von anderen Personen unterzeichnet wurden. Im Moment gehe ich davon aus, dass eine Person die Karten geschrieben hat und die anderen sie unterzeichnet haben. Ein Grund könnte sein dass es sich um irgendwelche Glückwünsche (zweites Wort?) handelt. Wieso aber dann mindestens neun Karten verschicken und nicht eine von allen unterzeichnen lassen? Um den Grund hierfür besser zu verstehen brauche ich natürlich den Wortlaut der Rückseite. Vielen Dank für Hilfe und liebe Grüße Marc
volkimal Am: 15.03.2020 20:16:05 Gelesen: 1173311 # 1401
@ marc123 [#1400] Hallo Marc, auf der Karte steht: Durch gegenwärtiges ersuche ich Sie mich mit Ihren Mustern zu besuchen Viele Grüße Volkmar
marc123 Am: 15.03.2020 20:36:37 Gelesen: 1173300 # 1402
@ volkimal [#1401] Hallo Volkmar, vielen Dank für die schnelle Antwort. Das hilft mir weiter. Liebe Grüße Marc
evwezel Am: 16.03.2020 21:03:49 Gelesen: 1173263 # 1403
Liebe Sammelfreunde, Ich kann die Sütterlinschrift noch nicht mühelos entziffern, aber es gelingt mir schon besser. Trotzdem brauche ich nochmals eure Hilfe mit diesem Feldpostbrief. Viel Grüße, Emiel Seite 1 Russland, 5. Dec .16 Lieber Franz! "Also auch du mein Sohn Waters!" Nun, das kann ja auch schon wieder(?) ein deutschen(?) Helden sein. Eben (...) (...) sich Heinrich(?) Maassen als neuer Kamerad, aller- dings nun G.V. aber ich meine, auch das ist schon stark(?). Du hast ja nun richtig Dusel gehabt, wenn du schon Soldat werden(?) musst(?) konntest du es nicht besser treffen. Die Fuss- artillerie ist unbedingt die interessantesten, be- liebtesten(?) und verhältnisweissig(?) am wenigsten gefähr- (...) Waffen. Wenn ich noch mal Frontsoldat werden müsste, würde ich mir ganz sicher diesen Kriegs- geschäftes (...) auswählen. Weil Arbeit gibts (...) (...), aber vor allem ist es dort mit dem (...) (...) älteren (...) so wenig geschützt (...) nicht so schlimm. Ich wünsche mich nicht, das man sich zu diesen Waffengattung aus- gemüstert(?) hat. Jeden falls wird im Laufe des Winters sehr viel Fussartillerie neuaufgestelt(?). Wir mussen jetzt schon zu den (...) alle schweren(?) (...) abgeben, fassen(?) also (...) nur noch mit sogenannten(?) kleinen (...), die allerdings vollständig ihren (...) erfüllen. Die (...) Gefolge in Rumänien (...) (...) zu den Annahme dass (...) Westen (...) gegen Italien ein geweltiger(?) (...) gemacht (...) Seitdem Hindenburg das (...) hat, kann man im Sorge sein, wir können unser Hergott nicht(?) genug danken das es solch einen Mann gegeben hat. Seite 2 Über Heinrichs(?) Beförderung habe ich mich sehr gefreut. Ich hatte an seinen Leutnant geschrieben und hoffe, dass die Sache jetzt auch weiter gehen wird. Ein Beförderung zum Offizier ist auch beim (...) möglich, ich sah noch ein in den letzten Beförderungslisten. Vielleicht kannst du auch noch mal als Leutnant (...)- gekönt(?) nach Hause. Ich habe allerdings den heissen Wunsch, dass ein baldiger, glücklicher Frieden(?) diesen Aussichten ein sicher(?) Ende(?) beeilen(?). Wenn du eintraten musst, weisst du wohl noch nicht! Hoffentlich nicht (...) (...) Ich wollte eben der Eintreffen(?) deiner Karten wieder (...) Weihnachtspakete bei dir anklopfen(?), aber (...) (...) jetzt doch zu (...), wo du jeden Augenblick damit rechnen musst, dass du eingezogen wirst. Sollte es bis Weihnachten nicht der Fall sein, so darf(?) ich dir wohl noch einen Weihnachtsliste vortragen. Mir fehlt eine (...) Pfeife (nicht Wutz) zum Rauchen im Ferien, beson- ders im Auslitten(?). Am liebsten (...) Weichselvohr(?) und grossen Holz(...), nicht Meerschaum, der zu teuer und im Feld zu leicht zerbrechlich. Wenn du mir also zu Weihnachten etwas schenken willst, dann bitte so eine (...) Pfeife, aber bitte nicht wenn du (...) (...) schon (...) musst. Mit fotografieren (...) jetzt (...) (...) das Wetter ist zu dunkel und (...). Anbei ein Paar Aufnahmen aus unserer (...)kerzeit in den (...)- (...). Nun heute habe Gott dank wieder guten Nachrichten, Richard scheint wieder ganz besser zu sein. Alles Gute für(?) deinen militärischen Laufbahn! Herzl. Grüssen-Küssen, Richard
volkimal Am: 16.03.2020 22:20:11 Gelesen: 1173247 # 1404
@ evwezel [#1403] Hallo Richard, mit der ersten Seite bin ich fertig. Da fehlt nur noch ein Wort. Jetzt reicht es mir erst einmal. Hier ist der Text: Lieber Franz! "Also auch du mein Sohn Brutus!" Nun, das kann ja auch schön werden im deutschen Heldenhein. Eben erst machte sich Heinrich Maaßen als neuer Kamerad, aller- dings nun G.V. aber ich meine, auch das ist schon stark. Du hast ja nun wirklich Dusel gehabt, wenn du schon Soldat werden mußt konntest du es nicht besser treffen. Die Fuß- artillerie ist unbedingt die interessanteste, be- liebteste u. verhältnismäßig am wenigsten gefähr- liche Waffe. Wenn ich noch mal Frontsoldat werden müßte, würde ich mir ganz sicher diesen Kriegs- geschäftszweig auswählen. Viel Arbeit gibts da zwar, aber vor allem ist es dort mit dem gerade von älteren Semestern so wenig geschätzten Drill nicht so schlimm. Ich wundre mich nicht, das man sich zu diesen Waffengattung aus- gemustert hat. Jeden falls wird im Laufe des Winters sehr viel Fußartillerie neu aufgestellt. Wir müssen jetzt schon zu dem Zwecke alle schweren Pferde abgeben, fahren also demnächst nur noch mit sogenannten kleinen Panjepferden, die allerdings vollständig ihren Zweck erfüllen. Die glänzenden Erfolge in Rumänien berechtigen ??? zu den Annahme daß demnächst im Westen oder gegen Italien ein gewaltiger Hieb gemacht wird. Seitdem Hindenburg das Ganze hat, kann man ohne Sorge sein, wir können unserm Hergott nicht genug danken daß es solch einen Mann gegeben hat. Nach Wikipedia [1]: Das Panjepferd (Panje = Herrchen abgeleitet von pan = Herr) fand vor allem in der Landwirtschaft in Osteuropa Verwendung und zeichnete sich durch Härte und Anspruchslosigkeit aus. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Panjepferd
evwezel Am: 16.03.2020 22:45:19 Gelesen: 1173241 # 1405
@ volkimal [#1404] Hallo Volkmar, herzlichen Dank für deine Hilfe! Es hilft mir auch sehr zu sehen, wo ich einen Fehler gemacht habe. Grüße aus den Niederlanden! Emiel
volkimal Am: 16.03.2020 23:35:13 Gelesen: 1173234 # 1406
@ evwezel [#1405] Hallo Emiel, entschuldige bitte die falsche Anrede beim letzten Beitrag. Ich habe einfach ans Ende geschaut und dort stand Richard. Jetzt habe ich gerade das fehlende Wort erkannt. Es heißt "mich". Vorhin war ich irgendwie blind. Bei deiner Übersetzung hast du ab und zu anstelle eines "u" ein "ü" gesehen. Im Sütterlin war über dem "u" ein Bogen oder Strich. Über dem "ü" waren dagegen Ü-Striche. Viele Grüße Volkmar
epem7081 Am: 17.03.2020 00:22:11 Gelesen: 1173230 # 1407
@ evwezel [#1403] @ volkimal [#1404] Hallo Emiel, hallo Volkmar, Volkmar hat ja schon einen erhebliche Teil Deines Briefes überarbeitet. Ich habe da nur an drei Stellen eine etwas andere Lesart. Darüber hinaus habe ich mal die Seite 2 in Angriff genommen und kann Deinen Text an mehreren Stellen korrigieren. Allerdings sind bei mir auch noch nicht alle Problemfälle gelöst. In gemeinsamer Arbeit wir das aber sicher noch gelingen Rußland, 5. Dec .16 Lieber Franz! "Also auch du mein Sohn Brutus!“ Nun, das kann ja noch schön werden im deutschen Heldenhain. Eben erst machte sich Heinrich Maaßen als neuer Kamerad, aller- dings nur G.V. aber ich meine, auch das ist schon stark. Du hast ja nun wirklich Dusel gehabt, wenn Du schon Soldat werden mußt, konntest Du es nicht besser treffen. Die Fuss- artillerie ist unbedingt die interessanteste, be- liebteste und verhältnismäßig am wenigsten gefähr- dete Waffe. Wenn ich noch mal Frontsoldat werden müßte, würde ich mir ganz sicher diesen Kriegs- geschäfteszweig auswählen. Viel Arbeit gibts da zwar, aber vor allem ist es dort mit dem gerade von älteren Semestern so wenig geschätzten Drill nicht so schlimm. Ich wundere mich nicht, das man Dich zu diesen Waffengattung aus- gemustert hat. Jeden falls wird im Laufe des Winters sehr viel Fußartillerie neu aufgestellt. Wir müssen jetzt schon zu dem Zwecke alle schweren Pferde abgeben, fahren also demnächst nur noch mit sogenannten kleinen Panjepferden, die allerdings vollständig ihren Zweck erfüllen. Die glänzenden Erfolge in Rumänien berechtigen auch zu der Annahme, dass demnächst im Westen oder gegen Italien ein gewaltiger Hieb gemacht wird. Seitdem Hindenburg das Ganze hat, kann man ohne Sorge sein, wir können unserm Herrgott nicht genug danken, daß er uns solch einen Mann gegeben hat. Seite 2 Über Heinrichs Beförderung habe ich mich sehr gefreut. Ich hatte an seinen Leutnant geschrieben u. hoffe, daß die Sache jetzt auch weiter gehen wird. Eine Beförderung zum Offizier ist auch beim (…trupp.) möglich, ich sah noch einen in der letzten Beförderungsliste. Vielleicht kommst Du auch noch mal als Leutnant (...)- gekrönt nach Hause. Ich habe allerdings den heißen Wunsch, daß ein baldiger, glücklicher Frieden diesen Aussichten ein jähes Ende bereite. Wann Du eintreten mußt, weißt du wohl noch nicht! Hoffentlich nicht vor Jahresschluß. Ich wollte eben vor Eintreffen deiner Karte wieder wegen Weihnachtspakete bei dir anklopfen, aber es wäre jetzt doch zu vermessen, wo Du selbst jeden Augenblick damit rechnen mußt, daß Du eingezogen wirst. Sollte es bis Weihnachten nicht der Fall sein, so darf ich dir wohl noch eine Weihnachtsbitte vortragen. Mir fehlt eine kurze Pfeife (nicht Mutz) zum Rauchen im Freien, beson- ders im Schlitten. Am liebsten kurzes Weichselrohr und großer Holzkopf, nicht Meerschaum, da zu teuer u. im Feld zu leicht zerbrechlich. Wenn Du mir also zu Weihnachten etwas schenken willst, dann bitte so eine kurze Pfeife, aber bitte nicht wenn Du voraussichtlich selbst schon bald fort mußt. Mit Fotografieren ist’s jetzt übel bestellt, das Wetter ist zu dunkel u. neblig. Anbei ein Paar Aufnahmen aus unserer (...)kerzeit in den Prip- jetsümpfen. [1] Von Hause habe Gott dank wieder guten Nachrichten, Richard scheint wieder ganz besser zu sein. Alles Gute für deine militärischen Laufbahn! Herzl. Grüße u. -Küße, Richard Erläuterungen: Mutz, Pfeife, auch die Tonpfeife der Weckmänner oder Stutenkerle. [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Prypjatsümpfe Eine gute Nacht wünscht Edwin
evwezel Am: 17.03.2020 10:49:08 Gelesen: 1173201 # 1408
@ epem7081 [#1407] @ volkimal [#1404] Hallo Volkmar und Edwin, nochmals vielen Dank für eure Hilfe! Ist es nicht unglaublich dass wir, 102 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges, aus erster Hand über die Erfahrungen als Frontsoldat lesen können? Das ist doch aufregend oder? Ich habe noch einige Fragen: Richard schreibt hier an seinem Bruder Franz Waters der damals als Oberlehrer in Euskirchen (bei Köln) arbeitete. Habe ich richtig verstanden das Franz auch einen Aufruf zum Militärdienst empfangen hätte? ("wo du selbst jeden Augenblick damit rechnen musst, dass du eingezogen wirst"). Oberleher hätten während den Krieg also keinen Rechtsanspruch auf Freistellung vom militärischen Dienst? Was bedeutet die Abkürzung "G.V."? ("Eben erst machte sich Heinrich Maassen als neuer Kamerad, allerdings nur G.V."). Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 17.03.2020 12:41:58 Gelesen: 1173181 # 1409
@ epem7081 [#1407] @ volkimal [#1404] Hallo Volkmar und Edwin, Das hatte ich noch vergessen; das zweite fehlende Wort auf Seite 2, kann das "ruhm" sein? Vielleicht kommst Du auch noch mal als Leutnant ruhmgekrönt nach Hause. Viele Grüße, Emiel
epem7081 Am: 17.03.2020 14:20:13 Gelesen: 1173163 # 1410
@ evwezel [#1409] Hallo Emiel, Deine Lesung "ruhmgekrönt" könnte gut passen. Ich hatte mehr nach konkreten Ausrüstungsstücken (Orden etc.) gesucht, bin dabei aber nicht weiter gekommen. Zu "G.V." hatte ich die Spürnase schon in Richtung Verwendungsfähigkeit gelenkt, konnte letzte Nacht aber noch keine Erklärung finden. Gerade habe ich die Lösung im Internet [1] gefunden: a. v. arbeitsverwendungsfähig, nicht tauglich für Wehrdienst g. v. garnisonsverwendungsfähig, beschränkt tauglich k. v. kriegsverwendungsfähig, tauglich für jeden Dienst An anderer Stelle wird aus einem Buch zitiert: „Im Hinblick auf die mit den kommenden Einberufungen zu erwartenden Einbußen treten die Betriebe immer wieder mit zwei Anregungen an uns heran: 1. Freigabe derjenigen qualifizierten Fachkräfte durch die Truppe, die sich während ihrer Ausbildungszeit als nicht kriegsverwendungsfähig herausgestellt haben. Trotz der bekannten militärdienstlichen Bedenken können die Betriebe nicht einsehen, dass z.B. leistungsfähige Werkzeugmacher der Jahrgänge 1912 und älter als nur „g.v." (“garnisonsverwendungsfähig”) oder gar „a.v." (“arbeitsverwendungsfähig”) in Heimattruppenteilen festgehalten und mit wenig produktiven Arbeiten beschäftigt werden, während sie an ihrem zivilen Arbeitsplatz zur Beseitigung eines Kriegsengpasses beitragen würden. "[2] Ich bin zuversichtlich, daß wir auch die "...zeit in den Pripjetsümpfen." noch klären werden. Bis dahin mit freundlichen Grüßen Edwin [1] https://www.wer-weiss-was.de/t/k-v-g-v-a-v/679272 [2] https://www.forum-der-wehrmacht.de/index.php?thread/8034-grade-der-verwendungsfähigkeit/
volkimal Am: 17.03.2020 15:06:26 Gelesen: 1173156 # 1411
@ epem7081 [#1410] @ evwezel [#1409] Hallo Edwin und Emiel, super Edwin - ich hatte auch schon nach g.v. gesucht, bin aber nicht fündig geworden. Der fehlende Trupp dürfte ein Schallmeßtrupp gewesen sein. Edwin, du schreibst "Erfolge in Rumänien berechtigen auch zu der Annahme...". Hier liegst Du nach meiner Meinung falsch. Vergleiche einmal mit dem "auch" (erst Seite, erste Zeile". Über dem "u" ist immer ein Bogen. Ich denke weiterhin "Erfolge in Rumänien berechtigen mich zu der Annahme..." passt besser. Bei der fehlenden "...zeit" komme ich nicht richtig weiter. Der erste Buchstabe sieht wie ein "P" aus - ist es aber nicht. Schaut euch einmal das "P" in Pfeife oder Pferd an. Vermulich ist der erste Buchstabe ein großes "F". Das wurde manchmal so geschrieben. Insgesamt sieht es bei Sütterlin so ähnlich aus wie "Finekerzeit" oder "Fimkerzeit". Mit beiden Wörtern kann ich nichts anfangen. Wenn es aber ein Ortsname ist, dann passt das "P" durchaus. Orte wurden in der Regel mit lateinischen Buchstaben geschrieben. Mal sehen, wer es herausfindet. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 17.03.2020 15:35:24 Gelesen: 1173149 # 1412
Hallo zusammen, jetzt habe ich die Lösung. Sie steht bei Wikipedia unter dem Stichwort "Prypjatsümpfe" [1]: Die Prypjatsümpfe, nach dem Fluss Prypjat benannt, auch Polesische Sümpfe (nach der Landschaft Polesien), Pinskische Sümpfe (nach der Stadt Pinsk) oder Rokitnosümpfe (nach der Stadt Rokytne) genannt, sind eine Sumpflandschaft im Süden von Weißrussland und im Nordwesten der Ukraine. Es ist also ein Ort und damit doch ein "P": es heißt "Pinskerzeit". Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Prypjats%C3%BCmpfe
epem7081 Am: 17.03.2020 16:08:59 Gelesen: 1173144 # 1413
@ evwezel [#1409] @ volkimal [#1412] Hallo Emiel, hallo Volkmar, Gratulation, eben bin ich auch auf die wikipediaseite "Prypjatsümpfe" mit der Stadt Pinsk gestossen. Volkmar war der Schnellere: Respekt! Auch Deine Feststellung "Schallmesstrupp" paßt in die Zeit. Dazu Zitat einer Quelle [1] Aufklärende Artillerie Zur Ortung von aus verdeckten Feuerstellungen schießenden Geschützen waren schon im 1. Weltkrieg wirkungsvolle Aufklärungsverfahren entwickelt worden. Diese Methoden kamen fast unverändert auch während des 2. Weltkriegs zur Anwendung, lediglich die notwendigen Fernmeldeverbindungen wurden durch die Weiterentwicklung der Funkgeräte verbessert und vereinfacht. Neben der rein optischen Beobachtung aus Fesselballonen, die immer stark durch feindliche Waffenwirkung gefährdet waren, kamen das Lichtmeß- und das Schallmeßverfahren zum Einsatz. Erst durch die Einführung der Artillerie-Beobachtungs-Radargeräte und der Zielaufklärungs-Drohnen nach dem 2. Weltkrieg haben diese Verfahren an Bedeutung verloren. Bei den Erfolgen in Rumänien zieht das Argument des fehlenden Bogens über dem "auch". Allerdings vermisse ich bei der Lesart "mich" den Punkt auf dem i. Wie wäre es wenn hier die endgültige Lesart wäre: "Erfolge in Rumänien berechtigen wohl zu der Annahme..." Auf weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit mit freundlichen Grüßen Edwin [1] http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Zusatz/Heer/AufklArt.htm
volkimal Am: 17.03.2020 16:32:08 Gelesen: 1173134 # 1414
@ epem7081 [#1413] Hallo Edwin, der fehlende Punkt war mir natürlich auch aufgefallen - auf wohl bin ich aber nicht gekommen. Gratuliere! Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 17.03.2020 17:07:08 Gelesen: 1173124 # 1415
@ volkimal [#1414] @ epem7081[#1413] Hallo Volkmar und Edwin, Super, vielen Dank euch beiden! Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 18.03.2020 12:26:22 Gelesen: 1173075 # 1416
Liebe Sammelfreunde, es ist höchste Zeit für eine neue Aufgabe! Diesmal fehlen es nur 2 Worte. Viele Grüße, Emiel Koszelewo (Russl.) 14.Nov. 1915 Lieber Franz! Nach Überwinnung großer Schwierigkeiten bin nach 5 tägi- ger Reise heute Nacht 3 Uhr im Quar- tier gelandet. Der Abschied zu Hause war mir schwerer als je zuvor. Der Jungen scheint mir fast ein (...) (...) Hier ist scheußlich schlechtes Wetter, die Wegen grundlos. Über meine Reise später mehr. Für heute herzlichen Gruß, Richard
Heinrich3 Am: 18.03.2020 12:39:19 Gelesen: 1173070 # 1417
Hallo Richard,
Der Jungen scheint mir fast ein (...) (...) lese ich als "Das Ganze scheint mir fast ein schöner Traum"

weiterhin vieol Freude am Lesen.
Heinrich
epem7081 Am: 18.03.2020 13:20:51 Gelesen: 1173060 # 1418
@ evwezel [#1416] Hallo Emiel Hier meine Lesart die an einigen Stellen kleine Veränderungen zu Deiner Textvorlage enthält. Mit freundlichen Grüßen Edwin Koszelewo (Russl.) 14.Nov. 1915 Lieber Franz! Nach Überwindung großer Schwierigkeiten bin nach 5 tägi- ger Reise heute Nacht 3 Uhr im Quar- tier gelandet. Der Abschied zu Hause war mir schwerer als je zuvor. Das Ganze scheint mir fast ein schöner Traum. Hier ist scheußlich schlechtes Wetter, die Wege grundlos. Über meine Reise später mehr. Für heute herzlichste Grüße, Richard
evwezel Am: 18.03.2020 14:43:22 Gelesen: 1173044 # 1419
@ epem7081 [#1418] @ Heinrich3 [#1417] Hallo Edwin und Heinrich, schönen Dank für eure Beiträge! Dumm von mir, den Fehler mit "Der Jungen" hätte ich sehen sollen. Nochmals vielen Dank und alles Gute, Emiel
evwezel Am: 18.03.2020 17:02:56 Gelesen: 1173022 # 1420
Liebe Sammelfreunde, ich melde mich mal wieder. Richard schreibt, dass er in der Armee zum Leutnant befördert wurde. Wer kann die Abkürzungen lesen? Mit herzlichem Gruß, Emiel ----- Lowicz Rußland / Geschrieben den 30. Mai 1915 Lieber Franz! Kann dir heute die vertrauliche Nach- richt bringen, daß ich vorgestern mit Patent[1] von 22. März zum Leut- nant I.L.Train(?)[2] 1.(...). befördert wurde. Später mehr. Herzl. Dank fur Tabak u. Cigarren[3] Herzl. Brudergruß - Kuß Richard ----------- [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Offizierspatent [2] https://books.google.nl/books?id=Ri9JAQAAIAAJ&pg=PA107&lpg=PA107&dq=leutnant+l.d.&source=bl&ots=4JIPEzWt5Y&sig=ACfU3U3JLSCl6DJEW-5cpXUXT8aAAxzZqw&hl=nl&sa=X&ved=2ahUKEwiQ9d2wp6ToAhULzKQKHWwnALYQ6AEwBnoECAYQAQ#v=onepage&q=leutnant%20l.d.&f=false [3] https://www.starkezigarren.de/Was-sind-Zigarren - das Wort wurde früher Cigarre geschrieben, entsprechend dem spanischen Cigarro. Woher es stammt, ist immer noch nicht ganz geklärt. Die Meinungen gehen zum einen zu einem Wort der Maya "zicar" für Rauchen oder wegen der länglichen Form zum spanischen Wort "Cigarra" für Zikade. Seit 1902 werden die Cigarren in Deutschland amtlich mit Z geschrieben. Aber auch heute ist die Schreibung mit C noch im Handel und in der Werbung in Gebrauch.
volkimal Am: 18.03.2020 17:18:32 Gelesen: 1173014 # 1421
@ evwezel [#1420] Hallo Emiel, ich lese: Kann dir heute die vertrauliche Nach- richt bringen, daß ich vorgestern mit Patent von 22. März zum Leut- nant d.L. Train 1. Aufg. befördert wurde. Später mehr. d.L. bedeutet "der Landwehr". Siehe [1] Train war in der deutschen und französischen Militärsprache zwischen dem 18. und dem frühen 20. Jahrhundert die Bezeichnung für das militärische Transportwesen [2] Ob "1. Aufg." = "1. Aufgebot" bedeutet, weiß ich nicht. Viele Grüße Volkmar [1] http://wiki-de.genealogy.net/Verlustlisten_Erster_Weltkrieg/Dienstgrad [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Train_(Milit%C3%A4r)
evwezel Am: 18.03.2020 17:38:17 Gelesen: 1173009 # 1422
@ volkimal [#1421] Hallo Volkmar, vielen Dank, du bist genial! Viele Grüße, Emiel
M.P.D. Am: 18.03.2020 19:36:36 Gelesen: 1172988 # 1423
Hallo, ich bin neu hier und hoffe, dass ich meine Frage hier richtig adressiere. Ich habe aus dem Nachlass meines Großvaters einige alte Briefmarken, Schriftstücke/Ganzsachen, Urkunden, etc. aus verschiedenen Zeiten und Ländern erhalten. Bei der Sichtung bin ich auf diese Urkunde gestossen, die ich bis auf die Jahreszahl nicht entziffern kann. Kann mir da evtl. jemand weiterhelfen, was das Schriftstück grob besagt? Vielen Dank schonmal vorab. Gruß Mike
epem7081 Am: 18.03.2020 21:07:25 Gelesen: 1172968 # 1424
@ M.P.D. [#1423] Hallo Mike Hier ein erste schnelle Übersetzung des Textes. Die Namen sind noch intensiver zu recherchieren, aber der Inhalt der Urkunde wird so schon einmal klar. Falls diese Urkunde das familiäre Umfeld betrifft, kannst Du vielleicht selber zur Klärung beitragen Schönen Abend Gruß Edwin Extrakt Aus dem Kirchen Protokoll der geborenen der Stadt Alefeld im Jahr eintausend sieben hundert siebenzig eins (1771) den neunundzwanzigsten July wurde dem hiesigen Herrn Georg Dietrich Bücking, von deßen Ehefrau Anna Catarina, eine gebor: Bünheld (?) aus Marburg ein Söhnlein geboren und den 30ten desslben Monats gertauft 1. Die Pathenstelle vertrat Herr Martin Römheld Stadt ___ und Handelsmann in Marburg 2. Herr Johannes Bücking Fürstl. Collector und Handelsmann dahier, welcher dem Kinde den Namen Joh. Martin bey- legen ließ Alefeld am 7. Aug. 1824 Infidem [1] Vuxor Inspektor [1] Amtssprache. in fidem (lat.) Bedeutung: zur Beglaubigung, beglaubigt (der Unterschrift des Beurkundenden vorangesetzt)
M.P.D. Am: 19.03.2020 02:00:41 Gelesen: 1172941 # 1425
Das ist ja wunderbar! Vielen herzlichen Dank für die Übersetzung und die Mühe. Großartig! Dürfte dann der Großvater meiner Großmutter gewesen sein. Nochmal Danke dafür und eine gute und vor allem gesunde Zeit dir. Gruß Mike
evwezel Am: 19.03.2020 13:36:06 Gelesen: 1172903 # 1426
Liebe Sammelfreunde, ich habe hier eine Feldpostkarte, geschrieben mit Bleistift. Die erste Seite kann ich noch ziemlich einfach lesen: Abs.: Offizier(...) Waters I Mun.Kol. I Bataillon, Res. Fuss. A2 III Res.Corps Laimiki(?), 3.III.15 L.Franz! Erhalte soeben(?) dein am 19 abge- sandes Paketchen mit Delikatessen. recht herzl. Dank. Das Sorti- ment ist wirklich vorzüglich, besonders der Käse hast zum Frühstück tadellos geschmeckt. All diese Sachen machen (...) den schrickliche[1] Krieg u. den russischen Winter viel erträglicher. --- [1] Nicht schreckliche??? Auf der Rückseite wird es jedoch schwieriger. Die individuelle Buchstaben sind hier kaum zu lesen (für mich ebenfalls): Hier (...) seit 8 Tagen fast täglich schweres (...) und was das bei den wunderbaren Wegen hier bedeutet, brauche ich dir kaum mitzuteilen. Wir haben alle grosse Sehnsucht, (..) bald hier(?) fortzukommen, (...) (...) im (...) (...) (...) Hauwetter(?) losgeht, muss es (...) (...) (...). An den anderen Weicher-(...)seite wird noch immer heftig gekämpft, während(?) wir hier in aller Ruhe die weiteren Geschehnisse abwarten. Wir sind (...) (...) (...) und alle (...) mit (...) etc. so schwer (...) dass es keinen Russen mehr gelungen wird, uns (...) fortzutreiben. Meinen Brief wirst du hoffentlich in- zwischen erhalten haben. Mit herzl. Gr. u. Ku. Dein (..) Br. Richard Kann jemand vielleicht Auskunft geben? Viele Grüße, Emiel
Magdeburger Am: 19.03.2020 13:59:55 Gelesen: 1172897 # 1427
@ evwezel [#1426] Hallo Emiel leider habe ich nicht so viel Zeit - hier einige Ergänzungen zur Rückseite: Hier herrscht seit 8 Tagen fast täglich schweres Schnee- treiben und was das bei den wunderbaren Wegen hier bedeutet, brauche ich dir kaum mitzuteilen. Wir haben alle grosse Sehnsucht, sehr bald hier fortzukommen, denn wenn im Frühja(h)r (...) das Tauwetter losgeht, muss es (...) (...) werden. An den anderen Weicher-(...)seite wird noch immer heftig gekämpft, während(?) wir hier in aller Ruhe die weiteren Geschehnisse abwarten. Wir sind so schön eingebuddelt und alle Stellungen sind mit Stacheldraht etc. so schwer (...) dass es keinen Russen mehr gelungen wird, uns (...) fortzutreiben. Meinen Brief wirst du hoffentlich in- zwischen erhalten haben. Mit herzl. Gr. u. Ku. Dein (..) Br. Richard Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
volkimal Am: 19.03.2020 14:09:12 Gelesen: 1172892 # 1428
@ evwezel [#1426] Hallo Emiel, jetzt bin ich fertig: Erhalte soeben dein am 19 abge- sandes Paketchen mit Delikatessen. Recht herzl. Dank. Das Sorti- ment ist wirklich vorzüglich, besonders der Käse hast zum Frühstück tadellos geschmeckt. All diese Sachen machen einem den schrecklichen Krieg u. den russischen Winter viel erträglicher. Hier herrscht seit 8 Tagen fast täglich schweres Schnee- treiben und was das bei den wunderbaren Wegen hier bedeutet, brauche ich dir kaum mitzuteilen. Wir haben alle große Sehnsucht, recht bald hier fortzukommen, denn wenn im Frühjar erst das Tauwetter losgeht, muss es direkt unheimlich werden. An der anderen Weichselseite wird noch immer heftig gekämpft, während wir hier in aller Ruhe die weiteren Geschehnisse abwarten. Wir sind so schön eingebuddelt und alle Stellungen sind mit Stacheldraht etc. so schwer verschanzt dass es keinem Russen mehr gelingen wird, uns hier fortzutreiben. Meinen Brief wirst du hoffentlich in- zwischen erhalten haben. Mit herzl. Gr. u. Ku. Dein tr. Br. Richard Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 19.03.2020 14:25:54 Gelesen: 1172879 # 1429
@ evwezel [#1426] Hallo Emiel, jetzt habe ich auch noch den Ort herausbekommen. Bei anderen Karten war auch schon von der Weichsel die Rede. Ich habe deshalb einmal die Orte Szkarada bzw. Łowicz bei Google Maps eingegeben. Und siehe da, 2,3 km von Szkarada entfernt liegt Sanniki. Dort hat Richard diese Karte geschrieben. Ich wundere mich jedesmal über die offenen Ortsangaben. Das habe ich bisher in diesem Umfang noch nie gesehen. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 19.03.2020 15:43:09 Gelesen: 1172864 # 1430
@ volkimal [#1429] @ Magdeburger [#1427] Hallo Volkmar und Ulf, vielen Dank für eure Hilfe. Volkmar, du hast wirklich Superaugen! Ich bin schon sehr zufrieden dass ich jedenfalls die erste Seite größtenteils lesen konnte. Großartig dass du auch noch den Ortsnamen herausbekommen hast - großer Respekt! Du hast vollkommen Recht, die offenen Ortsangaben sind ganz merkwürdig. Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 21.03.2020 18:52:51 Gelesen: 1172760 # 1431
Liebe Sammelfreunde, jetzt weiß ich endlich, wie Leutnant Richard Waters ausgesehen hat. In einer seiner Briefe, teilt er folgendes mit (zwei Wörter kann ich leider nicht lesen): Lieber Franz! Als Dank für deine letze (...). (...) obenstehend ein kleines Kriegsandenken, aufgenommen vor unserem Winterquartier in Koszelewo. Von links nach rechts: Adjutant Lt. Küller(?), Ritmeister meiner Kolonne Münchmeijer(?), Zahlmeiser Zeiske(?), Stabsveteri- när Lamm (aus Bergheim), Oberarzt Dr. Walther (der mit Christoffel in Gefangenschaft war), Major Schwabe (Führer unserer Staffel) unser Stabsveterinär Borchert und meine Wenigkeit. Weiter interessante Aufhahme meines neuen Kameraden, unseres jüngsten Leutnants Reichsanwalt(?) Dr. Knoblauch(1) folgen erster(?) Tage. Herzlichsten Sonntagsgrüße, Richard Koszelewo (Russl.), 26. März 1916 Kann jemand die fehlende Wörter lesen? Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 21.03.2020 19:01:32 Gelesen: 1172755 # 1432
@ evwezel [#1431] Hallo Emiel, auf die Schnelle, jetzt will ich erst einmal Nachrichten sehen. Lieber Franz! Als Dank für deine letze süß- spende obenstehend ein kleines Kriegsandenken, aufgenommen vor unserem Winterquartier in Koszelewo. Von links nach rechts: Adjutant Lt. Müller, Rittmeister meiner Kolonne Münchmeyer, Zahlmeiser Zeisce, Stabsveteri- när Lamm (aus Bergheim), Oberarzt Dr. Walther (der mit Christoffel in Gefangenschaft war), Major Schwabe (Führer unserer Staffel) unser Stabsveterinär Borchert und meine Wenigkeit. Weiter interessante Aufnahmen meines neuen Kameraden, unseres jüngsten Leutnants Rechtsanwalt Dr. Knoblauch folgen erster Tage. Herzlichste Sonntagsgrüße, Richard Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 21.03.2020 22:32:41 Gelesen: 1172738 # 1433
@ volkimal [#1432] Hallo Volkmar, Vielen Dank! Einige Zeit vorher schriebst du “Über dem "u" ist immer ein Bogen” und das war bisher auch immer der Fall. Trotzdem gibt es über dem “u” im Nachname “Knoblauch” kein Bogen. Ist das eine Ausnahme? Mit herzlichem Gruß, Emiel
volkimal Am: 21.03.2020 22:52:05 Gelesen: 1172729 # 1434
@ evwezel [#1433] Hallo Emiel, Namen wurden nicht in Sütterlin sondern in der lateinischen Schrift geschrieben. Dabei gibt es keinen Strich oder Bogen über dem "u". Vergleiche einmal das lateinische "h" im Namen Borchert oder Münchmeyer mit dem langen Sütterlin "h" im Wort Aufnahmen. Ungewöhnlich ist die lateinische Schrift beim Beruf Zahlmeister - der wurde normalerweise in Sütterlin geschrieben. Rittmeister hat er dagegen wie üblich Sütterlin geschrieben (langes "s"). Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 21.03.2020 23:15:07 Gelesen: 1172723 # 1435
@ volkimal [#1434] Hallo Volkmar, vielen Dank für diese deutliche Erklärung. Das werde ich nie mehr vergessen! Met herzlichem Gruß, Emiel
M.P.D. Am: 24.03.2020 17:56:16 Gelesen: 1172544 # 1436
Hallo, ich habe hier diesen (für mich) interessanten Brief gefunden. Kann mir evtl. jemand sagen, ob das auf Seite 2 eine Chiffre ist, oder ist es (wie ich vermute) aus Platzgründen horizontal über vertikal geschrieben worden? Für eine Antwort, ggf. mit kurzem Transkript bin ich dankbar. Gruß Mike
volkimal Am: 25.03.2020 11:40:08 Gelesen: 1172483 # 1437
@ M.P.D. [#1436] Hallo Mike, der Text wurde aus Platzgründen kreuzweise geschrieben. Ich kenne das auch von Postkarten von meiner Urgroßmutter an meinen Urgroßvater. Zum Beispiel bei dieser: Damit Du ganz genau weißt, was in dem Brief steht hier die "Übersetzung". Ein paar Wörter fehlen zwar noch, der Inhalt ist aber auch so zu verstehen.: Als wir uns ein wenig von der ersten Freude erholt hatten ging es an das Durchstöbern der Zimmer – kein Stück Möbel wurde unberührt gelassen jedes von allen Seiten betrachtet, jede Schublade jeder Schrank auf- geschlossen und der Mann bewunderte den Weißzeugschrank mit einer Liebenswürdigkeit, die wirklich rührend war. Es war gut daß Niemand unter uns wohnte u. wir unseren dienstbaren Geist zur Ruhe geschickt hatten sonst hätten wir auch unserer Aus- gelassenheit sträflich schämen müssen. Ich kann Euch nur sagen, daß ich nie gedacht hätte, daß es so wunderbar schön im eigenen Heim sein könnte. Daß am nächsten Morgen die Prosa(?) sobald an uns herantrat war nicht schön mußte aber schließlich doch gut aufge- nommen werden. Friedrich hatte sich nämlich das Essen auf 3/1 Uhr bestellt u. als meine Pauline u. ich in den Zimmern Ordnung geschafft u. gerade dabei waren für unser erstes Mittagessen zu sorgen kam Friedrich und sagte mir er müsse um ½ 12 essen um um 12 Uhr auf Jagd zu gehen. Nun wurde das ??? nach ??? weggesprengt, denn unser Küchen(?)zettel ???fleisch u. ??? ??? ließ sich nicht 1 ½ Stunde früher richten. Alle acht Seiten soviel wüsste ich Euch noch zu erzählen und schließlich würde alles doch nur auf die Versicherung hinausgehen, daß ich und daß wir beide unbeschreiblich glücklich sind u. meinen so schön wie bei uns könne es nirgend sein. Herzliche Grüße an Alle die nach uns fragen besonders an Papa, Tante Kläre, Erich, Gails(?); Eduard u. euch von meinem Schatz und Eurer Nanny Viele Grüße Volkmar
M.P.D. Am: 25.03.2020 12:28:48 Gelesen: 1172478 # 1438
Hallo Volkmar, vielen Dank für die Mühe, die du dir gemacht hast den Text für mich lesbar zu gestalten. Das ist wirklich super nett und freut mich gerade sehr. Dass hier tatsächlich über Kreuz geschrieben worden ist hatte ich zwar vermutet, bin aber selbst nicht in der Lage die Schrift zu entziffern. Die zwei Seiten waren ein Auszug von insgesamt 8 Seiten und wurden demnach von (vermutl.) meiner Ur-Ur Großmutter (Nanny Gail) an die Familie zuhause in Gießen geschrieben. Das für dich zum Hintergrund. Danke nochmal und einen schönen Tag, sowie gute Gesundheit dir, Gruß Mike
M.P.D. Am: 25.03.2020 20:56:19 Gelesen: 1172440 # 1439
Hallo, ich weiß gerade gar nicht so recht, ob ich hier richtig bin mit meiner Frage. Ich habe diesen Brief gefunden, leider ohne Datum und beim Versuch ihn zu entziffern ist mir ein Wasserzeichen im Papier aufgefallen.Dachte zuerst an einen Äskulapstab, dann an einen Baum, oder ein Zepter, kann mir da keinen Reim drauf machen. Kennt sich damit jemand aus zufällig und kann mir evtl. etwas dazu sagen? Gruß Mike
evwezel Am: 26.03.2020 20:44:33 Gelesen: 1172388 # 1440
Liebes Forum, die Korrespondenz Richard Waters, Leutnant im Ersten Welkrieg, geht weiter an der Ostfront. Ich kann diesen Feldpostbrief teilweise lesen: Lieber Franz! Herzl. Dank für die Ostereier! Sie sind beinahe zu schade zum essen. Hiermit russ. Winteridyll, unsere gute, (...) in Koszelewo, die wir nunmehr verlassen mussten. Zahlmeister Zeisce und ich beim lesen. Unsere ganze Einrichtung haben wir mit ein unser neues Quartier gut(?) Parcewezc (...). (...) (...). 3000 Mergen(?) müssen wir (...), bin heute ganz früh losgeritten u. das ganze Gebiet durchkreist. Auch herzliches zu Ostern. Herzl. Grüsse Richard Parcewezc 31.3.16. Wer kann die fehlenden Wörter lesen? Mit herzlichem Gruß, Emiel
volkimal Am: 26.03.2020 21:07:05 Gelesen: 1172380 # 1441
@ evwezel [#1440] Hallo Emiel, hier ist meine Version: Lieber Franz! Herzl. Dank für die Ostereier! Sie sind beinahe zu schade zum essen. Hiermit russ. Winteridyll, unsere gute, Wohnstub in Koszelewo, die wir nunmehr verlassen mussten. Zahlmeister Zeisce und ich beim lesen. Unsere ganze Einrichtung haben wir mit ein unser neues Quartier Gut Pucewige (?). b/ Nowogrodek genommen. 3000 Morgen müssen wir beackern, bin heute ganz früh losgeritten u. das ganze Gebiet durchstreift. Auf wiedersehn zu Ostern. Herzl. Grüsse Richard Pucewige 31.3.16. Bei Nowogrodék dürfte es sich um Nowogródek in Polen handeln. Das liegt ca. 100 km nordwestlich von Koszelewo an der Weichsel. Es gibt auch ein Nowogrodék in Weißrussland (heute Nawahrudak). Das wäre 500 km entfernt. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 26.03.2020 21:45:17 Gelesen: 1172374 # 1442
@ volkimal [#1441] Hallo Volkmar, vielen Dank! Aber natürlich, ein Morgen ist ein altes Flächenmaß, nicht? [1] Wir kennen das in den Niederlanden auch, aber nicht mehr im 20.n Jahrhundert. Und was bedeutet “Gut” hier eigentlich? Soll ich das lesen wie “ganz Pucewige”? Viele Grüße, Emiel [1] https://de.m.wikipedia.org/wiki/Morgen_(Einheit)
volkimal Am: 26.03.2020 21:54:40 Gelesen: 1172369 # 1443
@ evwezel [#1442] Hallo Emiel, ein Gut ist einfach großer landwirtschaftlicher Betrieb (auch Gutshof genannt). Beim Namen des Gutes "Gut Pucewige" war ich mir nicht sicher. Es könnte auch "Gut Pucewize" heißen. Beides kann ich aber im Internet nicht finden. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 26.03.2020 22:09:33 Gelesen: 1172365 # 1444
Hallo Emiel, vielleicht ist es doch das Nowogródek in Weißrussland (heute Nawahradak). 5 km westlich von Nawahradak liegt Putsevichi. Vielleicht hieß dass in der damaligen Zeit Pucevizi. Kommen noch andere Feldpost-Belege von Richard mit den Ortsangaben Nowogródek oder Pucevizi vor? Vielleicht bekommt man es dann heraus. Beim Ort Nowogródek habe ich den Akzent übrigens an die falsche Stelle gesetzt. Er gehört über das „o“. Viele Grüße Volkmar
Peter aus Oststeinbek Am: 26.03.2020 23:08:01 Gelesen: 1172349 # 1445
@ volkimal [#1361] Hallo Emiel und Volkmar, bei PPA ist ja auch ein Russe vertreten (Alexander Zhuravlev) und ihn habe ich nach den Orten in dem früheren Feldpostbrief gefragt. Hier seine Antwort: Diese Aufgabe erwies sich als einfach. Gorodistche befindet sich in der Republik Belarus, Region Brest, Distrikt Baranavichy. Mostitići liegt 4,4 Kilometer nordwestlich. Der Name Gorodistche ist übrigens in Russland und Weißrussland sehr verbreitet. Übersetzt bedeutet eine umzäunte Siedlung, Festung oder die Überreste einer solchen Siedlung. Manchmal passiert es mit einem Adjektiv. In der Nähe von Tver gibt es zum Beispiel Pogoreloe Gorodistche. Pogoreloe - verbrannt. Mit freundlichen Grüßen, Alexander. Vielleicht lässt sich nun der Einsatzort nachvollziehen. Schönen Gruß, Peter
evwezel Am: 26.03.2020 23:55:23 Gelesen: 1172339 # 1446
@ Peter aus Oststeinbek [#1445] @ Volkimal[#1444] Hallo Peter und Volkmar, Ich habe alle geographische Informationen in folgender Tabelle dargestellt:
(Pol./Russ.)     (Deutsch)                      (Datum Feldpostbrief/karte)

Wisła            Weichsel

Sanniki          Sanniki                        03-03-1915
Szkarada         Szkarada                       11-03-1915           
Sanniki          Sanniki                        17-03-1915
Łowicz           Lowicz                         30-05-1915
Koszelew         Koszelewo                      14-11-1915
Putsevichi?      (Gut) Pucewige                 31-03-1916
Nawahradak       Nowogródek                     31-03-1916
Mostitići        Mostytitsche                   26-09-1916
Gorodistche      Gorodischtsche (Oblast Pensa)  27-09-1916
                 Prypjatsümpfe                  05-12-1916
                 Pinsk                          05-12-1916
 

evwezel Am: 27.03.2020 14:35:07 Gelesen: 1172305 # 1447
Liebes Forum, Ich habe hier einen sehr langen Brief von Leutnant Richard Waters, geschrieben den 17 März 1915. Im Großen und Ganzen kann ich das schon lesen. Ein kleines Teil (Seite 6-10, hier abgebildet) is besonders interessant. Ich habe eigentlich nur eine Frage: was ist der Ortsname auf Seite 6?: Seite 6 Die Merkurir von 28. Feb mit P. Gnackig´uner- gleichlicher (...) ist schon in meinem Besitz; ich ahnte natürlich nicht, dass du der Urhaber warst. Ich wollte auch schon eher den Herrn Peter dafür danken, wusste aber die Adresse nicht. Umso- mehr freut es mich, dass du den Herrn in so schöner Weise danken willst. Und nun noch Einiges über unseren grossen sonntäglichen(?) Streifzug an di Weichsel. Zu 10 Mann bestiegen wir in aller Fruhe un- sern G(...) und in flotten Trabe (?) gings den Walde(?) zu. Wir waren mit guten Gläsern(?) und einen photogr. Apparat ausgerüstet und machten in einer schönen Waldpartie(?) die erste Truppenaufnahmen. Dann gings weiter durch (...), zerschosschen russische dörfer bis Slabice(?), wo die gewaltigen Weichselbefestigungen beginnen. Ein 2 mtr. hohe Stacheldraht- (...) zieht sich 65 kil.lang die ganze (?) Weich- sel entlang etwa 6-8 kilom. vor den Strom. Seite 7 Die Bräste(?) sind teilweise fingerdik(?) und wieder- stehen jeder (...): die (...)fähle der Herten sind durch eben angebrachte Äste und Zweige in Bäumen verwendet, / dass um weiter der Eindruck einer künstlichen (...) vollständig vermischt sind. Etwa 100-200 Meter diesseits zieht sich ein lange Hügelrath, auf welcher ein Schützengraben hinter den anderen tadellos ausgebaut ist. Die Wände des Grabens sind ganz (...) aus Weidengeflecht, können so- mit trotz des Sandbedes(?) nicht einstürzen. Für Maschinengewehre und Minenwerfer sind besondre Unterstände eingebaut, und zwar so, dass man von dort die ganze Gegend be- streichen kann. Hinter den Hügeln sind die Artillerie-stellungen fertig ausgebaut, alles ist auf´s beste vorbereitet. Wehe den armen Russen, die in diese Falle hineingeraten, viel wird nicht dessen übrig bleiben. Was der grossen Hindenburg mit der ganzen, gewaltigen Seite 8 Sache erzweckt, ist uns vorerst ein Rätsel ob man ein zufrieren(?) der Weichsel befürchtet hat und die nötigen Vorsichtsmassregeln traff oder ob sonst einen grossen Sache vorgesehen ist, wer weiss es. Wahrscheinlich hat Hindenburg wie- der irgend etwas grosses ausgehaltet(?), denmann arbeitet dort jetzt noch ununterbrochen weiter, obgleich kaum noch an sehr starken Frost zu denken ist. Doch jetzt weiter zu unseren Weichselritt. Durch ein unendliches Gewirr von geflochtenen Weidenhacken(?), die die Besitzungen der deutschen Ansiedler dort einzäumen, ge- lungten wir zum eigentlichen Weichsel- damm, der auf ein ganz gewinvolle(?) Art und Weise verbarrikadiert ist. Diesseits des Dammes stehen lauter Weidenbäume, die bis auf 1/2 Meter Höhe abgesägt und über den Damme geworfen sind, sodass einem von der Weichsel- seite her(?) Millionen von kahlen Weidenzweigen entgegenstanden, durch die einfach nicht durchzukommen ist. Seite 9 Damit der Feind die Baumkronen nicht zu sich herunterrissen kann, sind sie mit dem stehen geblieben. Stumpf(?) durch starken Drähte(?) verbunden. Das Ganze ist ein sehr einfaches, aber klug(?) ausgedachtes, gewaltiges Hinweiss. An einer schmalen, freien Stelle ritten wir über den Damm den Strom zu, der mächtiges Treibeis führte. Schon wollte ich zum Ufer reiten, als mich ein Posten an- rief und warnte, weiter vorzureiten(?), da wir sonst bestimmt von der anderen Seite Feuer bekämen. Wir stiegen also ab, sall- ten unsere Pferde in einem Baumgarten unter und schlichen zu den am Ufer aus- geworfenen Schützengräber. Von hier aus konnten wir die russisschen Posten auf der anderen Seite lustig auf uns ab patrouillieren sehen. 1500 Meter ist der Strom dort breit, doch schiessen unseren Leute nicht, da sie keine Munition verschwenden und sich den Feinde nicht verraten Seite 10 verraten wollen. Ein Treffer auf so einen Entfernung u. auf einen einzelnen Mann ist doch immer nur Zufallssache. Die Russen da- gegen gefefferen(?) oft ganz toll darüber, da sie gewiss hier viele Truppen vermuten(?), war sich in Wirklichkeit nur einige Kavallerieposten befinden. Sobald sich am Ufer nur was se- hen lässt, geht die Knallerei los. Wir konnten von Glück sagen, dass uns der Posten rechtzeitig gewarnt hatte, den sonst wären wir recht unangenehm empfangen worden. Nachdem wir noch einige Zeit den eintreffen- ten(?) Erzüllungen des Wachtpostens(?), eines echt(?) Berliner Jungen, (...), traten wir den Rückritt ein. Von den (...) machten wir (...) photogr. Aufnahmen, die demnächst zur Entwicklung kommen. Wenn du Osten nach Hause kommst, (...) du sie dort einsehen können. Jetzt muss ich Schluss machen, den heut ist
volkimal Am: 27.03.2020 14:59:17 Gelesen: 1172293 # 1448
@ evwezel [#1446] Hallo Emiel, dann passen die Orte in Weißrussland (Pucewige bzw. Nowogródek) ja ausgezeichnet in die Abfolge. Ich habe einmal die Orte der Reihe nach bei Google-Maps eingegeben. Ich schicke Dir die Karte per Email. Für den langen Brief habe ich im Moment noch keine Zeit. Das später. Falls jemand anders mit dem langen Brief anfängt, kann er es ja hier melden. Dann wird dasselbe nicht doppelt gemacht. Viele Grüße Volkmar
wessi1111 Am: 27.03.2020 15:51:12 Gelesen: 1172281 # 1449
@ evwezel [#1447] Hallo, der Ort heißt bestimmt Slubice. Es ist nicht das Slubice gegenüber von Frankfurt (Oder), an der Weichsel gibt es auch einen gleichnamigen Ort, siehe [1]. Gruß Wessi [1] https://books.google.com.pa/books?id=PNNj-ZjVRXcC&pg=PA150&lpg=PA150&dq=slubice+weichsel&source=bl&ots=D9cmmvAUgi&sig=ACfU3U0amBwUg8VyMpneLm4wUMR9vRLW5w&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwj5n_vN8broAhXlYd8KHeuuB00Q6AEwBXoECAoQAQ
volkimal Am: 27.03.2020 18:06:56 Gelesen: 1172265 # 1450
Hallo zusammen, ich werde mir jetzt den Brief vornehmen. Hier ist das Ergebnis: Seite 6 Die Merkuria* von 28. Feb mit P. Gnaedig´ unver- gleichlicher Grabrede ist schon in meinem Besitz; ich ahnte natürlich nicht, dass du der Urheber warst. Ich wollte auch schon eher dem Herrn Peter dafür danken, wusste aber die Adresse nicht. Umso- mehr freut es mich, dass du den Herrn in so schöner Weise danken willst. Und nun noch Einiges über unseren grossen sonntäglichen Streifzug an die Weichsel. Zu 10 Mann bestiegen wir in aller Frühe un- sere Gäule und in flotten Trabe gings dem Walde zu. Wir waren mit guten Gläsern u. einen photogr. Apparat ausgerüstet und machten in einer schönen Waldpartie die erste Gruppenaufnahmen. Dann gings weiter durch öde, zerschossene russische Dörfer bis Slubice, wo die gewaltigen Weichselbefestigungen beginnen. Ein 2 mtr. hohe Stacheldraht- hecke zieht sich 65 Kil. lang die ganze Weich- sel entlang etwa 6-8 Kilom. vor den Strom. * Merkuria. Blätter für katholische Kaufleute u. Angestellte in Handel u. Industrie. (Zeitschrift für katholische Kaufleute) Beim Wort "unvergleichlicher" (Ende erste Zeile) fehlt das "v". Ich denke, dass es ein Rechtschreibfehler ist. Seite 7 Die Drähte sind teilweise fingerdick und wieder- stehen jeder Schere: die Pfähle der Hecke sind durch oben angebrachte Äste und Zweige in Bäumen verwendelt, sodaß von weitem der Eindruck einer künstlichen Hecke vollständig vermischt wird. Etwa 100-200 Meter diesseits zieht sich ein lange Hügelkette, auf welcher ein Schützengraben hinter den anderen tadellos ausgebaut ist. Die Wände des Grabens sind ganz massiv aus Weidengeflecht, können so- mit trotz des Sandbodens nicht einstürzen. Für Maschinengewehre und Minenwerfer sind besondere Unterstände eingebaut, und zwar so, dass man von dort die ganze Gegend be- streichen kann. Hinter den Hügeln sind die Artillerie-Stellungen fertig ausgebaut, alles ist auf´s beste vorbereitet. Wehe den armen Russen, die in diese Falle hineingeraten, viel wird nicht davon übrig bleiben. Was der große Hindenburg mit der ganzen, gewaltigen Seite 8 Sache bezweckt, ist uns vorerst ein Rätsel ob man ein zufrieren der Weichsel befürchtet hat und die nötigen Vorsichtsmaßregeln traf oder ob sonst einen große Sache vorgesehen ist, wer weiß es. Wahrscheinlich hat Hindenburg wie- der irgend etwas Grpßes ausgeheckt, denn man arbeitet dort jetzt noch ununterbrochen weiter, obgleich kaum noch an sehr starken Frost zu denken ist. Doch jetzt weiter zu unseren Weichselritt. Durch ein unendliches Gewirr von geflochtenen Weidenhacken, die die Besitzungen der deutschen Ansiedler dort einzäunen, ge- langten wir zum eigentlichen Weichsel- damm, der auf ein ganz genievolle Art und Weise verbarrikadiert ist. Diesseits des Dammes stehen lauter Weidenbäume, die bis auf 1/2 Meter Höhe abgesägt und über den Damme geworfen sind, sodass einem von der Weichsel- seite her Millionen von kahlen Weidenzweigen entgegenstarren, durch die einfach nicht durchzukommen ist. Seite 9 Damit der Feind die Baumkronen nicht zu sich herunterreißen kann, sind sie mit dem stehengebliebenen Stumpf durch starke Drähte verbunden. Das Ganze ist ein sehr einfaches, aber klug ausgedachtes, gewaltiges Hinderniß. An einer schmalen, freien Stelle ritten wir über den Damm dem Strome zu, der mächtiges Treibeis führte. Schon wollte ich zum Ufer reiten, als mich ein Posten an- rief und warnte, weiter vorzurücken, da wir sonst bestimmt von der anderen Seite Feuer bekämen. Wir stiegen also ab, stell- ten unsere Pferde in einem Baumgarten unter und schlichen zu den am Ufer aus- geworfenen Schützengräben. Von hier aus konnten wir die russischen Posten auf der anderen Seite lustig auf uns ab patrouillieren sehen. 1500 Meter ist der Strom dort breit, doch schiessen unseren Leute nicht, da sie keine Munition verschwenden und sich den Feinde nicht verraten Seite 10 verraten wollen. Ein Treffer auf so eine Entfernung u. auf einen einzelnen Mann ist doch immer nur Zufallssache. Die Russen da- gegen pfeffern oft ganz toll herüber, da sie gewiß hier viele Truppen vermuten, wo sich in Wirklichkeit nur einige Kavallerieposten befinden. Sobald sich am Ufer nur was se- hen lässt, geht die Knallerei los. Wir konnten von Glück sagen, dass uns der Posten rechtzeitig gewarnt hatte, denn sonst wären wir recht unangenehm empfangen worden. Nachdem wir noch einige Zeit den interessan- ten Erzählungen des Wachtpostens, eines echt Berliner Jungen, gelauscht, traten wir den Rückritt an. Von den Befestigungen machten wir mehrere photogr. Aufnahmen, die demnächst zur Entwicklung kommen. Wenn du Osten nach Hause kommst, mußt du sie dort einsehen können. Jetzt muss ich Schluss machen, denn heut ist Du hast recht! Der Text ist sehr interessant und gibt wirklich einen guten Einblick in die Verteidigungsanlagen. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 27.03.2020 19:48:30 Gelesen: 1172249 # 1451
@ volkimal [#1450] Das ist doch erstaunlich Volkmar! Diese Arbeit kostete mich fast eine Woche Zeit und du machst das in eine halbe Stunde (und besser). Sehr vielen Dank für deine Überarbeitung!
evwezel Am: 27.03.2020 21:03:59 Gelesen: 1172227 # 1452
@ wessi1111 [#1449] Wessi, ich danke dir natürlich auch recht herzlich für deinen Beitrag! Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 27.03.2020 21:29:33 Gelesen: 1172220 # 1453
@ evwezel [#1451] Hallo Emiel, ohne deine Vorarbeit hätte ich auch viel länger daran gesessen. Wenn man nur noch einige Wörter ergänzen bzw. ein paar Fehler korrigieren muss, dann dauert es natürlich nicht so lange. Außerdem denke ich, dass ich viel mehr Übung mit dem Lesen von Sütterlin habe. Ich lese die Belege aus meiner Familie schon seit vielen Jahren (oder besser einigen Jahrzehnten). Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 29.03.2020 09:32:06 Gelesen: 1172159 # 1454
@ M.P.D. [#1439] Hallo Mike, das meiste des Textes kann ich lesen - nur die Namen weiß ich nicht. Das steht im Brief: Liebe Tochter Der Johanes von ???? will uns in 3 bis 4 Wochen besuchen da wörr es uns Recht lieb wen du auch uns besuchen will die Zeit und den Tag wen er komen will schreibe ich dieses der ??? ??? dich auch abholen den der bekombt 4 ? vor seiner Fuhr(?) du must mir aber ??? ??? gleich schreiben Mit Bleistift wurde darüber notiert: "Brief des Vaters unserer Großmutter an diese". Wenn der Brief aus deiner Familie stammt, kannst du die Namen vielleicht zuordnen. Bei der Anschrift ist vieles unklar. Der Brief geht von Marburg nach Gissen (vermutlich Gießen). Zum Wasserzeichen habe ich eine interessante Internetseite gefunden [1]. Wenn man sich bei den Motiven durchklickt, kommst man zum freistehenden Nadelbaum ohne Beizeichen [2]. Das Wasserzeichen bei deinem Brief gehört eindeutig zu dieser Rubrik. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.wasserzeichen-online.de/wzis/struktur.php [2] https://www.wasserzeichen-online.de/wzis/struktur.php?klassi=004001006002001001&anzeigeIDMotif=19748
DERMZ Am: 29.03.2020 16:51:35 Gelesen: 1172129 # 1455
Guten Sonntag, mal bescheiden in die Runde gefragt, sollte es ab heute nicht länger hell sein? Hier ist es schon so duster, daß es nur noch mit elektrischem Licht geht - aber das hat mit dem Thema ja nix zu tun. Kommen wir zu Sache, Ulrich "verzweifelt" 1916 an Rosa, die sich gar nicht mehr bei ihm meldet. Er vermutet eine neue Bekanntschaft. Über die genauen Details werden wir wohl nie etwas erfahren. Ich verzweifle an Ulrichs Handschrift, wohin hat er die Karte geschickt, ich finde schon seit Tagen keine Lösung und auch keinen Ansatz, wer hilft mir? Und aus lauter Verzweiflung habe ich die Adresse noch mal vergrößert: es folgt noch der lesbare Teil der Karte Feldpost Fräulein Rosa Wichler .... Marburg, 14./9.16 Liebe Rosa! Anbei will ich dir eine Ansicht von hier schicken. Kannst du sehen, was Marburg für ein schönes Städtchen ist. Du läßt in der letzten Zeit sehr wenig hören. Hast wohl Bekanntschaft gefunden. Na da gratuliere ich herzlich. Herzl. Grüße Dein tr. Ulrich Vielen lieben Dank für die Hilfe sagt ein verzweifelter Olaf
volkimal Am: 29.03.2020 17:11:54 Gelesen: 1172119 # 1456
@ DERMZ [#1455] Hallo Olaf, die schweigsame Rosa wohnte in Judenbach bei Sonneberg. Beim Text der Karte nur eine Kleinigkeit. Hinter "Hast wohl" steht noch ein Wort - vermutlich " paar". Es heißt " Nu da gratuliere ich". Unten links steht noch "nichts für Ungut". Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 30.03.2020 04:13:48 Gelesen: 1172081 # 1457
@ volkimal [#1456] Volkmar, vielen lieben Dank für die unendliche Hilfe, die Du immer anbietest. Jetzt ist die Verzweiflung gewichen, was mit Ulrich geschehen ist, weiß ich allerdings nicht. Beste Grüße Olaf
dr31157 Am: 02.04.2020 17:12:27 Gelesen: 1171780 # 1458
Wer kann das lesen Hallo, kann mir bitte jemand bei der Entzifferung der Adresse helfen? Herrn Carl Schlohs ..... Dresden gr. .... Straße Vielen Dank. Viele Grüße Detlef
volkimal Am: 02.04.2020 17:30:26 Gelesen: 1171764 # 1459
@ dr31157 [#1458] Hallo Detlef, ich lese: Herrn Carl Schlohr RegisSeur der Oper Dresden gr. Plauensche Straße Der letzte Buchstabe beim Namen ist nicht ganz sicher. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 02.04.2020 18:30:18 Gelesen: 1171739 # 1460
@ volkimal [#1459] Hallo Volkmar, vielen Dank, scheint einer der unbedeutenden Regisseure gewesen zu sein. Gruß Detlef
volkimal Am: 03.04.2020 11:35:30 Gelesen: 1171639 # 1461
Hallo zusammen, die Schrift meines Urgroßvaters ist zum Teil sehr schwer zu entziffern. Hier ein Brief von ihm an meine Großmutter und ihre Schwester. Urgroßvater arbeitete mit Hans Grade, dem ersten deutschen Flieger, zusammen. 1908 war er Direktor der Grade-Werke in Magdeburg. Beim Brief hat er zum Glück das Firmenpapier verwendet. Siehe auch https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=110562#M117 Meine lieben Mädels! Habt viel herzlichen Dank für Euren lieben Brief, ich erhielt ihn gestern als ich nach hier zurück kam. Die Kiste hat Euch aber Großmutter aus Muskau geschickt, ich hatte nur die zwei Deken(?) mit hereingetan. Es freut mich zu hören, daß es Euch gut geht. Ich lege noch 2 Neujahrsgrüße ein und dann ein Verzeichnis der Euch interesse werden(?) könnte. ???deten die ihr wohl in Euer Merkbuch eintragen werdet. Ich habe jetzt sehrviel Arbeit und bin dabei leider nicht wohl sondern recht ??? angegriffen. Obgleich ich mich bei Großmütterchen in Muskau etwas ??? und mir etwas besser war, kann ich noch kaum Arbeit aufnehmen. Ich werde Ende des Monats verm. doch ??? Kur antreten müssen. Herzlichen Gruß und Kuß meine lieben Mädchen. Grüßt mir die Damen viel mals und ich werde ihnen bald schreiben. Wie ihr seht fehlen mir noch einige Wörter. Auch beim Rest bin ich mir an ein paar Stellen nicht hundertprozentig sicher. Wer kann mir helfen? Viele Grüße Volkmar
M.P.D. Am: 03.04.2020 14:29:12 Gelesen: 1171617 # 1462
@ volkimal [#1439] Hallo Volkmar, vielen Dank für deine Hilfe beim Übersetzen und vor allem, dass du das mit dem Wasserzeichen raus finden konntest. Habe mir daran die Zähne ausgebissen. Und du hast recht, bin mir auch sicher, dass die Motivgruppe Nadelbaum stimmig ist. Das hilft mir sehr, zumal ich noch mehr Briefe mit dem gleichen WZ gefunden habe und diese jetzt besser zuordnen kann. Gießen ist i.Ü. richtig und an der Zuordnung der Namen arbeite ich noch. Vielen Dank und einen schönen Tag. Gruß Mike
Peter aus Oststeinbek Am: 03.04.2020 16:13:18 Gelesen: 1171593 # 1463
@ volkimal [#1459] Hallo Volkmar und Detlef, der gute Mann hieß "Schloss", das letzte kleine s hat nur einen schönen Schnörkel. Auch ist der Name nicht in Sütterlin, was aussieht wie ein deutsches h ist ebenfalls ein s. Hier ein schönes Beispiel: Das Kind hieß natürlich Susanna Louise. Ich werde noch versuchen die verbliebenen Fragezeichen zu entziffern. Schönen Gruß, Peter
volkimal Am: 03.04.2020 16:53:30 Gelesen: 1171580 # 1464
@ Peter aus Oststeinbek [#1463] Hallo Peter, du hast schon recht, Namen wurden normal nicht in Sütterlin geschrieben - ich habe das in dem Fall aber nicht erkannt. Ich weiß nur nicht, ob es dann eventuell ein ungewöhnliches "ß" ist - dann wäre der Name "Schloß". Das unterschiedliche "lange s" und das "runde s" gibt es in der lateinischen Schrift eigentlich nicht - auch wenn bei "Luise" ein "langes s" vorhanden ist. Viele Grüße Volkmar
Peter aus Oststeinbek Am: 03.04.2020 23:31:23 Gelesen: 1171493 # 1465
@ volkimal [#1464] Hallo Volkmar, trotz Deiner sehr guten Vorarbeit konnte ich auch die Fragezeichen nicht alle entschlüsseln. Was vom Text her eigentlich passen müsste, kommt nicht hin. Nur eine Zeile könnte so lauten: Ende des Monats eine doch genesende Kur antreten müssen. Wirklich eine Sauklaue. Dieses lange s kommt in alten Schriften in den Namen sehr häufig vor. Schönen Gruß, Peter
axelotto Am: 04.04.2020 09:18:22 Gelesen: 1171443 # 1466
Morgen Volkmar und Peter, vielleicht hilft das Euch weiter. Gruß Axel
volkimal Am: 04.04.2020 09:43:28 Gelesen: 1171437 # 1467
@ axelotto [#1466] Hallo Axel, die Seiten kenne ich auch und benutze sie häufig. Wenn Du direkt auf den Link [1] gehst, kannst Du Dateien herunterladen. Dann ist die Qualität deutlich besser, als bei den Bildern, die Du hier zeigst. Viele Grüße Volkmar [1] http://www.villmergerkriege.ch/Chilerodel/Kurrentschrift.htm
volkimal Am: 04.04.2020 09:55:27 Gelesen: 1171431 # 1468
@ Peter aus Oststeinbek [#1465] Hallo Peter, sehr schön! Darauf muss man erst einmal kommen. Ich sehe, dass du genauso vorgehst wie ich, denn Du schreibst "Was vom Text her eigentlich passen müsste, kommt nicht hin." Wenn ich den größten Teil des Textes kenne, versuche ich auch über den Inhalt weiter zu kommen. Alternativ nehme ich noch die Version "Buchstabe für Buchstabe". Zum Beispiel das erste Wort in der Zeile "???deten die ihr wohl in Euer Merkbuch eintragen werdet." Dort könnte von den Buchstaben her "beendeten" stehen. Das passt natürlich nicht vom Sinn her. Es kann natürlich auch noch sein, dass "beendeten" richtig ist und ich im Rest der Zeile einen Fehler gemacht habe." Viele Grüße Volkmar
axelotto Am: 05.04.2020 09:12:08 Gelesen: 1171239 # 1469
@ volkimal [#1467] Morgen Volkmar, die Seiten habe ich auch, habe den Scanner wahrscheinlich falsch eingestellt. Habe trotz der Seiten meine Schwierigkeiten beim Übersetzen, brauche die Seiten ja nicht so oft. Wenn ich gar nicht weiter kommen sollte, habe ich ja Euch noch. (:-) Gruß Axel
DERMZ Am: 06.04.2020 09:33:19 Gelesen: 1171061 # 1470
Guten Morgen, ich laufe gerade in Gefahr, dem Schreiber auf den Leim zu gehen - aber es ist wohl der Empfänger gewesen. Er hat jedenfalls zwei Papierbahnen aufgeklebt, die kleben und kleben und kleben - also bleiben sie dran. Das Problem ist ein Anderes: Herrn Director A. Körner Frankfurt a. M. Hochstraße 11 Verehrter Herr Director! Herzlichen Dank für den lieben Brief und die er..sante. Gerichtsverhand- lung. Seit Freitag bin ich hier, besuchen konnte ich Sie nicht, da ich einen schlimmen Fuß hatte den ich noch schonen muß. Ich schreibe nächstens eine Brief um ... nur freundl Gruß an Sie alle. S. Gerber Zur Erläuterung, Herr Körner war 1906 Direktor des Frankfurter Pfandhauses. Da ruht wohl auch der Zusammenhang mit der Gerichtsverhandlung, aber lesen kann ich das vorgestellte Wort nicht, ebenso bereitet mir das Ende Schwierigkeiten - hier noch mal die Details etwas größer: Besten Dank für die wertvolle Hilfe sagt Olaf
volkimal Am: 06.04.2020 11:24:31 Gelesen: 1171019 # 1471
@ DERMZ [#1470] Hallo Olaf, es fehlt ein Punkt, und schon kann man das amüsante Wort nicht mehr lesen. Verehrter Herr Director! Herzlichen Dank für den lieben Brief und die amüsante. Gerichtsverhand- lung. Seit Freitag bin ich hier, besuchen konnte ich Sie nicht, da ich einen schlimmen Fuß hatte den ich noch schonen muß. Ich schreibe nächstens eine Brief einstweilen nur freundl Gruß an Sie alle. S. Gerber Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 06.04.2020 11:34:36 Gelesen: 1171017 # 1472
Guten Morgen Volkmar, ach, wenn das Leben doch immer so einfach wäre - ich habe ein Wort mit einem "i" gesucht, also bin ich auch dem Schreiber auf den Leim gegangen. Ich trockne mir jetzt noch meine letzten Tränen der Verzweiflung, dass ich solche Texte nicht gelesen bekomme. Dir, lieber Volkmar, tausend DANK und bleib Gesund Olaf
epem7081 Am: 06.04.2020 12:42:50 Gelesen: 1171010 # 1473
Hallo Olaf, meine Interpretation der beiden Textstellen wäre: 1) omnisante = allgegenwärtige (?) 2) Ich schreibe nächstens einen Brief einstweilen nur freundl Gruß an Sie alle. S. Gerber Mit ebenfalls freundlichen Grüßen und bleib gesund Edwin
epem7081 Am: 06.04.2020 12:49:24 Gelesen: 1171008 # 1474
@ DERMZ [#1470] @ volkimal [#1471] Hallo Olaf und Volkmar, ich hatte eben den Beitrag von Volkmar noch nicht auf meinem Bildschirm. Damit hat sich meine Interpretation natürlich erledigt. Weiterhin frohes Sütterlin-Rätselraten wünscht Edwin
DERMZ Am: 06.04.2020 13:37:37 Gelesen: 1170999 # 1475
@ epem7081 [#1474] Hallo Edwin, omnisante ist auch eine schöne Variante, die mir eigentlich besser gefällt als amüsante, jedoch, so ist zu sagen, es wird wohl die amüsante Variante bleiben. Herzlichen Dank für Deine Interpretation, so macht es doch richtig Spaß zusammen. Bleib gesund und munter, Olaf
evwezel Am: 06.04.2020 21:33:40 Gelesen: 1170915 # 1476
Liebe Sammelfreunde, Ich habe hier einen langen Feldpostbrief von Unteroffizier Waters. Es handelt sich um einen Augenzeugenbericht über den 1. Weltkrieg in Flandern. Heute Teil 1. Wie immer, gibt es einige Wörter der ich nicht lesen kann. Wer kann mir helfen? Viele Grüße und bleibt gesund!, Emiel ————- Lieber Franz, Gunter u. Heinrich! Ich wende mich heute direkt an euch drei, weil dieser Brief auch nur für euch bestimmt ist; jedenfalls sollen Elisabeth u. Mutter nichts davon erfahren, da einige Teile des Inhalt zu grösserer Beunruhigung führen wür- ten, was ich auf jeden Fall vermeiten möchte. Als ich früh am 19.X den längeren(?) Kriegsbericht schickte, glaubte ich nicht, dass wir uns nach 8 Tagen noch im selben sümpftigen(?) Nordseege(...) befinden würden. 4 Gegens hatten wir, 3 zu Lande, Belgier, Franzosen u. Engländer u. ausserdem die von der See feuerenden russischen Kriegsschiffe. 14 Tage u. Nächte lang dauerte ununterbrochen das blu- tige Ringen. Was wir in den Tagen an Granaten haben (...) müssen, spottete jeder Beschreibung. Der ganze Gegend von Transport ist von uns mit Granaten übersät worden und wie eine brodelende(?) Zugge (...) man ständig das Feuer unseres in den feuchten Gräben liegenden Infanterie. Und trotz aller für den Feind günstigen Trainschwierigkeiten drangen wir vor, immer weiter vor. Gewiss hatten wir viele Verluste, besonders viele, sehr viele Verwundete, aber die des Feinds waren mindestens doppelt. Züge von Gefangenen zogen an uns vorbei, was uns immer(?) be- wies dass es weiter verging. In den von Feind verlassenen Schützengräben lagen die Toten haufenweise (...) unsere Sanitäter u. Pio- niere hatten alle Hände voll zu tun, um die tote Feinde zu begraben. Am 23ten war die Schlacht am heissesten. Ich war nachmittags um 5 Uhr in Ostende u sah direkt am Strand 1 Stunde lang den grandiosen blutigen Kriegen zu. An der Stelle, wo wir (mein Freund Jos. Houben u. ich) standen, waren 1.10 Uhr Mittags einige dutzend Granaten eingeschlagen. Die Engländer vermuteten im Hotel Majestic unser Generalkommando und hatten dieses (...) (...). Ein dort dienender Oberstabsarzt wurde auf der Stelle getötet; 4 Hotels haben durch das Bombarde- ment sehr gelitten u. nur durch das (...) einschreiten des Osten- der Bürgermeisters wurde ein weitere Beschiessung der Stadt verhindert. Während wir am Strand standen feuerten in einen Fort 11 englische Kriegs- schiffe von hoher See(?) in unsere Reihen. Ein Blitz löste den anderen ab, die See(?) war stark (...) und als gegen 6 Uhr die Sonne hinter finstern Wolken verschwand, bot sich uns das schönste Bild, das je ein Schlachtmaler gesehen haben kann. (...) schon konnten wir uns von Strand trennen, besonders als um 6 Uhr unseren schweren Krupp(...) Strandgeschütze ihr Lokomobilen(?) herangemälzt(?) wurden, die schon am anderen Morgen die englischen Seeräuber verjagten. Wir mussten aber fort, weil wir in der Nacht noch 5(?).600 Granaten an unsern Batterien heranbringen mussten. Am 28ten rückten unseren Truppen gewaltig vor u. am 29ten erhielte ich
volkimal Am: 07.04.2020 00:57:18 Gelesen: 1170860 # 1477
@ evwezel [#1476] Hallo Emiel, da hast Du ja wieder super vorgearbeitet. Bis auf zwei Stellen ist alles klar: Lieber Franz, Gunter u. Heinrich! Ich wende mich heute direkt an euch drei, weil dieser Brief auch nur für euch bestimmt ist; jedenfalls sollen Elisabeth u. Mutter nichts davon erfahren, da einige Teile des Inhalt zu größerer Beunruhigung führen wür- den, was ich auf jeden Fall vermeiden möchte. Als ich euch am 19.X den längeren Kriegsbericht schickte, glaubte ich nicht, dass wir uns nach 8 Tagen noch im selben sumpfigen Nordseegelände befinden würden. 4 Gegner hatten wir, 3 zu Lande, Belgier, Franzosen u. Engländer u. außerdem die von der See feuerenden englischen Kriegsschiffe. 14 Tage u. Nächte lang dauerte ununterbrochen das blu- tige Ringen. Was wir in den Tagen an Granaten haben herbeischleppen müssen, spottete jeder Beschreibung. Der ganze Gegend von Nieuport ist von uns mit Granaten übersät worden und wie eine brodelnde Suppe vernahm man ständig das Feuer unserer in den feuchten Gräben liegenden Infanterie. Und trotz aller für den Feind günstigen Trainschwierigkeiten drangen wir vor, immer weiter vor. Gewiß hatten wir viele Verluste, besonders viele, sehr viele Verwundete, aber die des Feinds waren mindestens doppelt. Züge von Gefangenen zogen an uns vorbei, was uns immer be- wies dass es weiter vor ging. In den von Feind verlassenen Schützengräben lagen die Toten haufenweise unbeerdigt und unsere Sanitäter u. Pio- niere hatten alle Hände voll zu tun, um die tote Feinde zu begraben. Am 23ten war die Schlacht am heißesten. Ich war nachmittags um 5 Uhr in Ostende u sah direkt am Strand 1 Stunde lang dem grandiosen blutigen Ringen zu. An der Stelle, wo wir (mein Freund Jos. Houben u. ich) standen, waren 1.10 Uhr Mittags einige Dutzend Granaten eingeschlagen. Die Engländer vermuteten im Hotel Majestic unser Generalkommando und hatten dieses aufs Korn genommen. Ein dort dienender Oberstabsarzt wurde auf der Stelle getötet; 4 Hotels haben durch das Bombarde- ment sehr gelitten u. nur durch das enirgische Einschreiten des Osten- der Bürgermeisters wurde ein weitere Beschießung der Stadt verhindert. Während wir am Strand standen feuerten in einen fort 11 englische Kriegs- schiffe von hoher See in unsere Reihen. Ein Blitz löste den anderen ab, die See war stark bewegt und als gegen 6 Uhr die Sonne hinter finstern Wolken verschwand, bot sich uns das schönste Bild, das je ein Schlachtmaler gesehen haben kann. Nur schwer konnten wir uns von Strand trennen, besonders als um 6 Uhr unseren schweren Kruppschen Strandgeschütze ??? Lokomobilen herangewälzt wurden, die schon am anderen Morgen die englischen Seeräuber verjagten. Wir mußten aber fort, weil wir in der Nacht noch ??? 600 Granaten an unsern Batterien heranbringen mußten. Am 28ten rückten unseren Truppen gewaltig vor u. am 29ten erhielt ich Noch ein paar Bemerkungen: Nieuport = Nieuwpoort (Während des Ersten Weltkriegs wurde Nieuwpoort schwer beschädigt) "enirgische" muss natürlich "energische" heißen - es sieht aber nach einem "i" aus. Ob es im Satz "in der Nacht noch ??? 600 Granaten" wirklich um die Zahl 600 geht und noch etwas davor steht weiß ich nicht. Beides zusammen könnte auch ein bisher unbekanntes Wort sein. Im Satz "Züge von Gefangenen zogen an uns vorbei, was uns immer bewies dass es weiter vor ging." und beim "aufs Korn genommen" steht über dem "m" ein Strich. Dieser Strich ist ein Verdopplungsstrich - das heißt es soll ein "mm" sein. Das gab es früher häufiger z.B. auch bei diesem und anderen Stempeln: Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 07.04.2020 09:35:40 Gelesen: 1170810 # 1478
@ volkimal [#1477] Hallo Volkmar! Sehr vielen Dank für deine Mühe um das alles zu überarbeiten! Noch eine Bemerkung über das Zeichen das vor die Zahl “600” steht. Kann das so etwas wie ”ungefähr ” bedeuten? Vergleiche folgende Beispiele: Und dann heute Teil 2 (keine Angst, es besteht insgesamt aus 3 Teilen…) unser Feuilleton: den Befehl, unsere Kolonne mit 648 Schuβ direkt bis an den Kanal in Keij(...) heranzuführen u. 100 Meter hinter den Batterien aufzustellen. Unterwegs schon hatten wir das Vergnügen den Platzen(?) feindlicher Granaten auf 50 - 200 Meter Entfernung zuzusehen und ich wachte(?), ihr könntete mir einmal die Bemerkungen unserer Kölner Jungens hören, wenn so ein Ding in ein Gegend einschlägt wo gerade keiner steht. Die Sache wur- de allerdings so bengelig(?), daβ ich die Chaussee verlassen und mein Kolönchen mitten durch Feld schlaggen(?) muβte. Wir sassen dort im "Pratsch", daβ wir schlittschuhe laufen konnten. Unsere Pferde waren total fertig, als wir bei der Batterie ankamen. Ich habe in den Tagen immer unser arme Infanterie bedau- ert, die durch all diesen Drek durchkr(...)hen muβ, während wir auf stolzen Rossen sitzen. Am 31.X wuβte sich der Feind nur noch durch offnen der Schleusen zu helfen, und nun muβte aller die Gegend räumen. Am Allerseligenmorgen zogen wir in aller Ordnung über Thouront[1] nach Hooglede, wo wir Quar- tier machen. Ich war an den Morgen zum Vizewachtmeister befördert worden und ritt in aller Frühe nach Ghistelles[2] zum Pferdedepôt, wo ich meinen guten trauen Mare, der an sein(?) Hinterfuβ verletzt war, gegen ein neues Schlachtross eintäuschte. Traf dort noch Hilgers Barthel aus Ungerath, mit den ich bei einigen Glas Bier (...) (...) Würste bezaβ. Er hatte gerede einen Brief von Reiner bekommen und wuβte alle Neuigkeiten. Mein neues Ross habe Merkur getauft, es sollte schon schnell die Feuertaufe erhalten. Am 6ten Nov. hatte ich in Staden am Bahnhof 300 Granaten geladen, die ich gewiβ Befehl nach Houthulst führte, wo sie wie den Protzen der im Walde stehende Batterien abgeholt werden sollten. Kaum hatten wir Aufstellung genommen, als auch schon 2 feindliche Flieger über uns furrten, die versuchten, Bomben in unsere Kolonne zu werfen. Eine hinter uns stehende Kolonne, erhielt einen Volltreffer, wobei 5 Leute u. 15 Pferde getötet wurden. Die Bomben, den Aussenhülle aus Alu- minium besteht, haben ein furchtbare Wirkung, sie gletzen(?) direkt beim Auf- schlagen und alles, was im Umkreise von 200 Metern steht, lingt glatt am Boden, so gewaltig ist der Luftdruck. Unsere Ballonabwehrkanone schossen in einen Fort nach den Fliegern und groβe Stücken glatzender (...) flogen andauernd in unsere Reihen. Ein schweres Stück schlug einige Meter hinter mir ein. Ich habe es nachher ausgegraben u. meinen Museum einverleibt. Um 3 Uhr wurde die Sache so (...) daβ ich mit einen Unteroffizier zur Batte- rie vorritt, um diese zu beten, möglichst bald die Munition zu haben. Auf einige hundert Meter waren wir herangekommen, als wir plötzlich über uns das bekannte, unheimliche surren anschnirrender(?) Granaten hörten. Links auf 150 Meter schlug die erste ein; rechts die zweite auf 50 Meter Entfer- nung. Die dritte traf einen Chaussee kaum(?) 10 Meter vor uns. Wo die andere einschlugen habe ich nicht mehr gesehen, unser Gaüle setzten sich ganz von selber in gestreckten Galopp, links ab ging ´s in den schützenden Wald, den wir in wenigen Sekunden erreichten. Hier stiessen wir auf unsere Protzen, die im Eiltempo angeschirrt hatten u. sich schlauwigst(?) in Sicherheit brach- ten. Später hörte wir, dass die Granaten von französische Panzerautomo- bilen geschossen waren, die ganz dicht an die Schützengräben heranfuhren, schlau- wigst 4-6 Schüsse abgeben und dann in rasenden Temp zurückfahren. Eins von der Dingen haben wir glücklich (...)scht, die anderen sind bisher entkommen. Um der Flieger(...) verzubeugen(?), haben wir jetzt Befehl, nur noch starkes Munition zu bringen. Ich habe jetzt schon 5 Mal durch Nacht und Nebel durchgemusst, angenehm ist es sicherlich nicht, im Stockfinster zu reiten, bisher dürften wir nicht brennen(?), aber man schwebt doch nicht ständig so im Gefahr. [1] Torhout [2] Gistel [3] https://de.wikipedia.org/wiki/Protze Pratsch=Schlamm Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 07.04.2020 14:30:11 Gelesen: 1170704 # 1479
@ evwezel [#1478] Hallo Emiel, mit dem zweiten Ausschnitt "ca. 1200 Franzosen" ist es klar, dass es wirklich "ca." heißt. Bei diesem Beispiel sieht man auch, wie das Zeichen vermutich entstanden ist: Es ist ein "c" mit hochgestelltem und unterstrichenen "a". Wenn ich mir den Bericht in dem Brief so ansehe bin ich heilfroh, dass ich bisher keinen Krieg erlebt habe. Hoffentlich bleibt es dabei. Der Schreiber des Briefes benutzt für die Orte immer den französischen Namen. Daher sind sie manchmal nicht sofort zu finden. Hier der Text: den Befehl, unsere Kolonne mit 648 Schuβ direkt bis an den Kanal in Keyem [1] heranzuführen u. 100 Meter hinter den Batterien aufzustellen. Unterwegs schon hatten wir das Vergnügen dem Platzen feindlicher Granaten auf 50 - 200 Meter Entfernung zuzusehen und ich möchte, ihr könntet nur einmal die Bemerkungen unserer Kölner Jungens hören, wenn so ein Ding in ein Gegend einschlägt wo gerade keiner steht. Die Sache wur- de allerdings so brenzelig, daβ ich die Chaussee verlassen und mein Kolönchen mitten durch Feld schleppen muβte. Wir saßen dort im "Pratsch" [2], daβ wir Schlittschuhe laufen konnten. Unsere Pferde waren total fertig, als wir bei der Batterie ankamen. Ich habe in den Tagen immer unsre arme Infanterie bedau- ert, die durch all diesen Dreck durchkriechen muβ, während wir auf stolzen Rossen sitzen. Am 31.X wuβte sich der Feind nur noch durch Öffnen der Schleusen zu helfen [3], und nun muβte alles die Gegend räumen. Am Allerheiligenmorgen zogen wir in aller Ordnung über Thourout [4] nach Hooglede, wo wir Quar- tier machen. Ich war an den Morgen zum Vizewachtmeister befördert worden und ritt in aller Frühe nach Ghistelles [5] zum Pferdedepôt, wo ich meinen guten trauen Max, der an einem Hinterfuβ verletzt war, gegen ein neues Schlachtross eintauschte. Traf dort noch Hilgers Barthel aus Ungerath, mit den ich bei einigen Glas Bier meine neue Würde begoß. Er hatte gerade einen Brief von Reiner bekommen und wuβte alle Neuigkeiten. Mein neues Ross habe Merkur getauft, es sollte schon schnell die Feuertaufe erhalten. Am 6ten Nov. hatte ich in Staden am Bahnhof 300 Granaten geladen, die ich gemäβ Befehl nach Houthulst führte, wo sie von den Protzen [6] der im Walde stehenden Batterien abgeholt werden sollten. Kaum hatten wir Aufstellung genommen, als auch schon 2 feindliche Flieger über uns surrten, die versuchten, Bomben in unsere Kolonne zu werfen. Eine hinter uns stehende Kolonne, erhielt einen Volltreffer, wobei 5 Leute u. 15 Pferde getötet wurden. Die Bomben, deren äußere Hülle aus Alu- minium besteht, haben ein furchtbare Wirkung, sie platzen direkt beim Auf- schlagen und alles, was im Umkreise von 200 Metern steht, liegt glatt am Boden, so gewaltig ist der Luftdruck. Unsere Ballonabwehrkanonen schossen in einen fort nach den Fliegern und groβe Stücken platzender Schrappnells flogen andauernd in unsere Reihen. Ein schweres Stück schlug einige Meter hinter mir ein. Ich habe es nachher ausgegraben u. meinen Museum einverleibt. Um 3 Uhr wurde die Sache so bunt, daβ ich mit einen Unteroffizier zur Batte- rie vorritt, um diese zu biten, möglichst bald die Munition zu holen. Auf einige hundert Meter waren wir herangekommen, als wir plötzlich über uns das bekannte, unheimliche Surren anschwirrender Granaten hörten. Links auf 150 Meter schlug die erste ein; rechts die zweite auf 50 Meter Entfer- nung. Die dritte traf eine Chaussee kaum 10 Meter vor uns. Wo die andere einschlugen habe ich nicht mehr gesehen, unser Gäule setzten sich ganz von selber in gestreckten Galopp, links ab ging ´s in den schützenden Wald, den wir in wenigen Sekunden erreichten. Hier stießen wir auf unsere Protzen, die im Eiltempo angeschirrt hatten u. sich schleunigst in Sicherheit brach- ten. Später hörten wir, daß die Granaten von französische Panzerautomo- bilen geschossen waren, die ganz dicht an die Schützengräben heranfahren, schleu- nigst 4-6 Schüsse abgeben und dann in rasenden Tempo zurückfahren. Eins von den Dingern haben wir glücklich erwischt, die anderen sind bisher entkommen. Um der Fliegerplage vorzubeugen, haben wir jetzt Befehl, nur noch Nachts Munition zu bringen. Ich habe jetzt schon 5 Mal durch Nacht und Nebel durchgemußt, angenehm ist es sicherlich nicht, im Stockfinstren zu reiten. Lichter dürften wir nicht brennen, aber man schwebt doch nicht ständig so im Gefahr. [1] Keyem (franz.) = Keiem (deutsch) - Keiem ist eine kleine Stadt 7 km nördlich von Diksmuide [2] Pratsch = Schlamm [3] In der Ersten Flandernschlacht im Herbst 1914 setzten die belgischen Truppen das Schlachtfeld unter Wasser: Sie öffneten die Seeschleusen von Nieuwpoort bei Flut und schlossen sie bei Ebbe. Die deutschen Angreifer mussten sich daraufhin wieder hinter die Yser zurückziehen. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Nieuwpoort [4] Thourout (franz.) = Torhout (deutsch) [5] Gistelles (franz.) = Gistel (deutsch) [6] https://de.wikipedia.org/wiki/Protze Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 07.04.2020 15:44:39 Gelesen: 1170680 # 1480
@ volkimal [#1479] Hallo Volkmar, vielen, vielen Dank für deine Hilfe! Es ist eine unglaubliche Geschichte und ich bin völlig mit dir einverstanden. Hoffentlich werden wir so etwas nie erfahren! Richard stand bis Kriegsende im Felde. In die Heimat zurückgekehrt erkrankte er und starb schon in Februar 1920. Zum Schluβ, das letzte Teil: Fortsetzung: Seit den 10.XI sind wir in Roulers[1] einquartiert. Gestern kam hier ein Zug von 1600 Gefangenen durch, die am 10. in Dikmude gemacht worden sind. ca.1200 Franzosen, dem(?) Indier, Zuaven(?) und alles mögliche Geserks(?). 64 Offiziere waren dabei. Man muβ unwillekürlich lachen, wann man sieht, was aller man gegen uns losgelassen hat. In Deutschland wird man bald ein grosse Völkerschau zusammen haben. Mein Pferde-bursche befurchtete, es wäre sogar Indianerhäuptlinge dabei gewesen. Schade, daβ das feige Albion nur Sölden und Wilde gegen uns gesandt hat, könnte man den Feiglingen selbst an´s Lader(?) kommen, ich würde mich warhaftig selbst sofort an die Front melden und all mein Kameraden mit mir. Gestern Abend bin ich bei strömenden Regen mit Hauptman Königs(?) zu unseren Major Banke nach T(...)ifwege geritten, um uns über den Stand der Sache zu erkündigen. Es steht für uns sehr günstig, obwohl die Franzosen sehr hartnäckige Gegner und tüchtige Soldaten sind. Heute haben wir Ruhetag. In einem hiesige Geschäft habe für meinen kleinen Richard ein silberen S. Ragulis(?)-Medaille mit Kettchen gekauft, die ich gleich nach Hause schicken wurde. Dort scheint alles wohl ut zu sein. Post kommt sehr schlecht an. Von Euskirchen habe ein Sendung Cigarren er- halten, von Münster 2. Besten Dank! Ihr glaubt nicht, wie gut (...) die deutschen Cigarren hier wurden und über manche schwere Stunde hineingeholfen. Die Zeitungen, Kriegs(...) haben auch erhalten, jedoch noch kein Tageszeitungen, die mir in hohen verwünschtes(?) wären, weil sie mehr Neuigkeiten brengen. Die Kölner Volkszeitung würde sicher am pünktlichsten(?) eintreffen. Aboniert (..) bitte für mich, ich will die Auslagen gerne ersetzen. Heinrichs (...) Karte von 23 Oct. erhielt gestern. Schade, daβ er nicht mitmachen kann. Ich habe allerhand(?) Aussage auf weitere Beförderung, doch darf ich darüber vorerst nichts mitteilen. Nehmt für heute mit diesen Verlieb und seid recht herzlich gegruβt u. gekuβt von euren Bruder Richard der nochmals für alles herzlichst dankt. Roulers (Belgien) 12.XI.14. [1] Roeselare Mit herzlichem Gruβ, Emiel
volkimal Am: 07.04.2020 17:21:13 Gelesen: 1170648 # 1481
@ evwezel [#1480] Hallo Emiel, zwei Wörter sind noch unklar, vielleicht hat ja jemand anderes eine Idee dazu. Im Text habe ich die Wörter fett markiert. Fortsetzung Seit den 10.XI sind wir in Roulers [1] einquartiert. Gestern kam hier ein Zug von 1600 Gefangenen durch, die am 10. in Dixmude [2] gemacht worden sind. ca.1200 Franzosen, dann Indier, Zuaven [3] und alles mögliche Gesocks. 64 Offiziere waren dabei. Man muβ unwillkürlich lachen, wann man sieht, was alles man gegen uns losgelassen hat. In Deutschland wird man bald eine große Völkerschau zusammen haben. Mein Pferde-Bursche behauptete, es wäre sogar Indianerhäuptlinge dabei gewesen. Schade, daβ das feige Albion [4] nur Söldner und Wilde gegen uns gesandt hat, könnte man den Feiglingen selbst an´s Leder kommen, ich würde mich wahrhaftig selbst sofort an die Front melden und all meine Kameraden mit mir. Gestern Abend bin ich bei strömenden Regen mit Hauptman Königs zu unseren Major Banke nach Vijfwegen [5] geritten, um uns über den Stand der Sache zu erkundigen. Es steht für uns sehr günstig, obwohl die Franzosen sehr hartnäckige Gegner und tüchtige Soldaten sind. Heute haben wir Ruhetag. In einem hiesigen Geschäft habe für meinen kleinen Richard eine silberne S. Ragulis(?)-Medaille mit Kettchen gekauft, die ich gleich nach Hause schicken werde. Dort scheint alles wohlauf zu sein. Post kommt sehr schlecht an. Von Euskirchen habe ein Sendung Cigarren er- halten, von Münster 2. Besten Dank! Ihr glaubt nicht, wie gut einem die deutschen Cigarren hier munden und über manche schwere Stunde hinweghelfen. Die Zeitungen, Kriegs??? habe auch erhalten, jedoch noch keine Tageszeitungen, die mir insofern erwünschter wären, weil sie mehr Neuigkeiten bringen. Die Kölner Volkszeitung würde sicher am pünktlichsten eintreffen. Aboniert sie bitte für mich, ich will die Auslagen gerne ersetzen. Heinrichs 1. Karte von 23 Oct. erhielt gestern. Schade, daβ er nicht mitmachen kann. Ich habe allerhand Aussicht auf weitere Beförderung, doch darf ich darüber vorerst nichts mitteilen. Nehmt für heute mit diesem vorlieb und seid recht herzlich gegrüβt u. geküβt von eurem Bruder Richard der nochmals für alles herzlichst dankt. Roulers (Belgien) 12.XI.14. [1] Roulers (franz.) = Roeselare (deutsch) [2] Dixmude (franz.) = Diksmuide (deutsch) [3] Zuaven nannten sich die Angehörigen historischer Infanterieeinheiten. Der Name geht auf den kabylischen Stamm der Zuauas im Distrikt Zuaua (Zuavia) in der algerischen Provinz Constantine zurück, der bereits zu Zeiten des Osmanischen Reiches Söldnertruppen stellte, die für ihre Tapferkeit berühmt waren. https://de.wikipedia.org/wiki/Zuaven [4] Albion ist ein antiker Name für Großbritannien [5] Vijfwegen im Text etwas anders geschrieben. Vermutlich der französische Name. Vijfwegen liegt ca. 12 km von Roeselare entfernt. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 07.04.2020 18:04:51 Gelesen: 1170639 # 1482
@ volkimal [#1481] Hallo Volkmar, nochmals vielen Dank! Ich glaube, das zweite Wort ist Kriegs-Echo [1]. Alles Gute für dich! Emiel [1] https://de.m.wikipedia.org/wiki/Österreichisches_Kriegs-Echo
volkimal Am: 07.04.2020 19:01:59 Gelesen: 1170615 # 1483
@ evwezel [#1482] Hallo Emiel, sehr gut - das ist es! Allerdings wird Richard nicht die österreichische Ausgabe bekommen haben. Die wurde beim Ullstein Verlag in Berlin gedruckt. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Angebote/titel=Kriegs-Echo
DERMZ Am: 11.04.2020 06:19:47 Gelesen: 1170092 # 1484
Guten Morgen, mehrere Versuche haben noch zu keiner fertigen Lösung geführt, diese Karte ist ein Überraschungsei für mich - der Sinn ist klar, aber es fehlen die einzelnen Worte, kann mir dankenswerterweise jemand weiterhelfen? Gelesen habe ich das folgende: Herrn Ingenieur Zeller & Frau Gemahlin frei. Weissenborn, Kr. Worbis - Lüdderode Winnen, d. 30/8/10. Meine Lieben! Es ist nun Zeit, daß ich mich bei Euch bedanke für die Glückwünsche z. meinem Geburtstag und die Bilder, die Ihr mir schicktet. Also herzl. Dank für Alles. Wir waren gestern, Manns ich, Guste und ... auch im Alleehaus z. Ge- burtstagsfeier. Olga brachte uns hin und her. Leider regnete es viel unterwegs. Daß wir die Lollenser (?) als Besuch hatten, ist wohl schon gemeldet. Morgen wird dann Fam. Winkler wahrscheinlich kommen. Übermorgen gehe ich mit Manns nach Marburg u. .... Markt. Euer Korb ist bis jetzt noch nicht angekommen. Wir könnten Euch schon bald mal von den frühen Äpfeln schicken (Himbere, ....), wenn Ihr welche haben wolltet. Albert erbot sich mir noch einige Bilder machen zu wollen. Ich schäme mich den Wunsch selber noch aus- zusprechen. Die 4 Kinder möchten nämlich auch noch gern ihr Album damit zieren. Wollt Ihr ihnen den Spaß machen, so schickt von jeder Aufnahme noch 2 Stück! Sonst Alles noch beim Alten. Wie geht’s bei Euch u. in Göttingen? Herzl. Grüße von Allen an Euch Alle von Eurem W. Mir sind die punktierten Stellen und das Fragezeichen unklar, hier noch die entsprechenden Ausschnitte in Vergrößerung: und das Fragezeichen, meine Vermutung es ist Verwandschaft aus Lollar? In diesem Zusammenhang habe ich noch eine weitere Frage, was war die Bedeutung des Wortes "frei!" in der Adresse? Was sollte damit ausgedrückt werden? Besten Dank und schöne Ostern wünscht Olaf
volkimal Am: 11.04.2020 10:10:29 Gelesen: 1170053 # 1485
@ DERMZ [#1484] Hallo Olaf, alles kann ich nicht entziffern, etwas weiter bin ich aber schon gekommen. Nebenbei habe ich noch ein paar Kleinigkeiten korrigiert. Winnen, d. 30/8/10. Meine Lieben! Es ist nun Zeit, daß ich mich bei Euch bedanke für die Glückwünsche z. meinem Geburtstag und die Bilder, die Ihr mir noch schicktet. Also herzl. Dank für Alles. Wir waren gestern, Manns ich, Gusta und Thekla auch in Ellnhausen z. Ge- burtstagsfeier. Olga brachte uns hin und her. Leider regnete es viel unterwegs. Daß wir die Lellacher(?) als Besuch hatten, ist wohl schon gemeldet. Morgen wird dann Fam. Steinkammß(?) wahrscheinlich kommen. Übermorgen gehe ich mit Manns nach Marburg z. Shw. Markt. Euer Korb ist bis jetzt noch nicht angekommen. Wir könnten Euch schon bald mal von den frühen Äpfel schicken ( Himbeer, Kostot(?)), wenn Ihr solche haben wolltet. Albert erbot sich mir noch einige Bilder machen zu wollen. Ich schäme mich den Wunsch solcher noch aus- zusprechen. Die 4 Kinder möchten nemlich auch noch gern ihr Album damit zieren. Wollt Ihr ihnen den Spaß machen, so schickt von jeder Aufnahme noch 2 Stück! Sonst Alles noch beim Alten. Wie geht’s bei Euch u. in Göttingen? Herzl. Grüße von Allen an Euch Alle von Eurem ??? In der obersten Zeile steht noch auf dem Kopf "11./9. Erntefest". Ellnhausen: In der Nähe von Winnen gibt es mehrere Orte mit ...hausen, u.a. Allertshausen. Vielleicht ist das ja eine lokale Bezeichnung für diesen Ort. Lellacher: Ich vermute Lellacher, die Vokale e,o und a hat er manchmal ähnlich geschrieben. Da sind noch verschiedene Möglichkeiten. Das Ende "...cher" dürfte aber sicher sein. Steinkamm ist ziemlich sicher. Was das "ß" am Ende soll weiß ich nicht. Gab es in Marburg besondere Märkte? "Shw." könnte durchaus sein, aber was steckt hinter der Abkürzung? Evtl. Schweine??? Äpfel schicken: In der Klammer lese ich "Himbeer, Kostot". Mit Himbeer dürfte der Himbeerapfel gemeint sein. Kostot konnte ich als alte Apfelsorte nicht finden. Wie kommst Du auf das "W" bei "Von Eurem W."? Ich lese eher "V.L. Be..." Viele Grüße und schöne Ostern Volkmar
inflamicha Am: 11.04.2020 10:40:02 Gelesen: 1170045 # 1486
@ DERMZ [#1484] In diesem Zusammenhang habe ich noch eine weitere Frage, was war die Bedeutung des Wortes "frei!" in der Adresse? Was sollte damit ausgedrückt werden? Hallo Olaf, die Bemerkung "frei" (gleichbedeutend mit "fr.", "franco" u.ä.) stammt noch aus der Zeit als freigemachte/frankierte und unfrankierte Postsendungen in gößerem Umfang nebeneinander vorkamen. Es war als Hinweis an den Postler gedacht, dass die Sendung voll frankiert ist. Zu Zeiten Deiner Karte war das allerdings schon recht antiquiert und wurde nicht mehr allzu oft hingeschrieben. Auch Dir frohe Ostern. Gruß Michael P.S. Hier ist ein Brief aus der Preußenzeit mit dem selben Hinweis unten links:
SH-Sammler Am: 11.04.2020 11:18:17 Gelesen: 1170029 # 1487
@ volkimal [#1485] Hallo Das Wort Komstot könnte doch KOMPOTT heissen, also Früchtebrei, Mus, auch Apfelmus usw. Zu alten Zeiten gab es halt noch nicht so viele Desserts, welche man im Kaufhaus erstehen konnte. Da hat Mutter alles selbst gemacht. Viele Ostergrüsse SH-Sammler Hanspeter
DERMZ Am: 11.04.2020 12:04:44 Gelesen: 1170019 # 1488
@ volkimal [#1485] Guten Morgen Volkmar, vielen Dank für Deine Hilfe und Anregungen, den Ort meine ich jetzt als Bellnhausen zu identifizieren, das ist etwa 12 km westlich von Winnen, und da sie gefahren worden sind, scheint es mir von der Distanz her machbar gewesen zu sein. Elnhausen bei Marburg halte ich für unwahrscheinlich, da wäre der einfache Weg etwa 23 km gewesen. Auch Dank für die gute Thekla, wäre ich wohl in 100Jahren nicht drauf gekommen. Familie Lellacher und Steinkammß lassen wir mal so stehen, ich wüsste da auch nichts besseres. In Bezug auf den Markt, so vermute ich eher den Begriff "Schwalm" hinter der Abkürzung "Shw", aber ob es so etwas 1910 schon gab, entzieht sich meiner Kenntnis, es kann natürlich genauso gut der "Schweinemarkt" sein, da habe ich keine Informationen in der Hand. Der Himbeerapfel verwundert mich ein wenig, da er eigentlich erst im Oktober pflückreif ist, also noch gute vier Wochen nachreifen müsste, aber warum auch nicht. Die zweite Apfelsorte könnte auch ein Kossuth sein, aber viele Details finde ich nicht im Netz. @ SH-Sammler [#1487] Auch den Kompott schließe ich nicht aus. Vielleicht gibt es ja noch ein paar weitere Ideen. @ inflamicha [#1486] Vielen Dank für die Erklärung von "frei". Oft gelesen, aber ich habe mir nie wirklich Gedanken gemacht. Danke vielmals. Die besten Grüsse und bleibt mir bitte alle Gesund Olaf
volkimal Am: 11.04.2020 13:23:29 Gelesen: 1170004 # 1489
@ DERMZ [#1488] Hallo Olaf, wenn Du bei Wikipedia Himbeerapfel eingibst bekommst du gleich 9 Sorten aufgelistet. Wann diese reif sind kann ich nicht sagen. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 11.04.2020 13:52:31 Gelesen: 1169994 # 1490
@ volkimal [#1489] Danke Volkmar, ich hatte bei meiner ersten Recherche nur eine Sorte Himbeerapfel gefunden, jetzt sehe ich auch die anderen Sorten - leider sind die Pflückdaten nicht genau verzeichnet. Ich nehme mal den Himbeerapfel als gesetzt und das soll der Karte auch genüge sein. mit besten Grüßen Olaf
Magdeburger Am: 12.04.2020 10:38:13 Gelesen: 1169817 # 1491
Liebe Sammelfreunde, hier ein Schreiben - so richtig klar komme ich damit nicht: 11.11.1943 Meine lieben Drei! Für Eure lieben Briefe, die jetzt mit überraschender Regelmäßig- keit eintreffen herzlichen Dank.- Bei Euch scheint zu allerlei los zu sein; Impfen, K...., Betrug, gute "Bekannte!", Mord u. Tot- schlag, nur sehr frisches Leben.- Mir geht es gut, Essen .... Nemlich wie 1 1/2 (Pfund-Zeichen), füralle, die mein Führer mit der Hand in meinem Buch fing, der nicht ..... Wasser hatte, wie die "Buche" bei Euch. - Quartier jetzt Unge- ziefer frei und warum, hate wahnlich! Heute machen. Film: Armlli - sehr schön, so richtig was für Hund .. Artistik - tausend süße Bienchen - ....... - Komik und gut Aus- gang, wenn auch mit Mord - das gute singt auf jeden Fall! Im übrigen freue ich mich auf meinen Urlaub,. hoffentlich kommt nichts dazwischen Ende des Monats. Herzl. Grüße Vati! Danke im voraus und bleibt alle gesund Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
volkimal Am: 12.04.2020 11:17:33 Gelesen: 1169804 # 1492
@ Magdeburger [#1491] Hallo Ulf, ich lese: 11.11.1943 Meine lieben Drei! Für Eure lieben Briefe, die jetzt mit überraschender Regelmäßig- keit eintreffen herzlichen Dank.- Bei Euch scheint zu allerlei los zu sein; Impfen, Kurse, Besuch, gute "Bekannte!", Mord u. Tot- schlag, nur sehr frisches Leben.- Mir geht es gut, Essen tadellos Neulich wie 1 1/2 ℔ (Pfund-Zeichen) Forelle, die mein Fahrer mit der Hand in einem Bach fing, der nicht soviel Wasser hatte, wie der "Bache" bei Euch. - Quartier jetzt Unge- ziefer frei und warm, fast wohnlich! Heute nachm. Film: Tonelli - sehr schön, so richtig was für Landser .. Artistik - tausend süße Bienchen - Sensation-Komik und gut Aus- gang, wenn auch mit Mord - das gute siegt auf jeden Fall! Im übrigen freue ich mich auf meinen Urlaub,. hoffentlich kommt nichts dazwischen Ende des Monats. Herzl. Grüße Vati! Der Absender war übrigens im Film "Tonelli". Tonelli ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahre 1943 von Viktor Tourjansky mit Ferdinand Marian in der Titelrolle und Winnie Markus in der weiblichen Hauptrolle. [1] Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Tonelli_(Film)
Magdeburger Am: 12.04.2020 12:49:40 Gelesen: 1169769 # 1493
@ volkimal [#1492] Hallo Volkmar, recht herzlichen Dank - ich stelle den Beleg gleich komplett ein. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
DERMZ Am: 13.04.2020 10:25:05 Gelesen: 1169537 # 1494
Guten Morgen liebes Forum Biertrinker aufgepasst, gesucht wird heute ein Begriff, der sich meines Erachtens mit einer Biersorte aus dem Raum um Wuppertal beschäftigt, es kann aber auch ein ganz anderes Getränk sein. Hier erst einmal der Beleg: Über die Bildseite machen wir uns keine Gedanken, diese ist komplett beschrieben, erkennt man aber nur, wenn man die Karte gegen das Licht hält, ich kann es nicht lesen. Dafür der Text auf der anderen Seite der Karte: Herrn Dr. Schaub p. Adr. Paul Lang Barmen Alsenstr. 3 Lieber Schorsch! Halbtot vor Freude & Aufregung wirst du wohl inzwischen an- gelangt sein und hoffentlich als Stillung deines Durstes eine Flasche “Malager” mit oder ohne rep...iert (??????????) haben und das ist Sp.. ...? Schinken holen ist gut P... zeiht im Eis jene Flicken raus Phipps Hier noch mal der Kartentext richtig gedreht: und dieses Wort ist mir ein Rätsel, repariert ist es wohl nicht, reponsiert ergibt mir auch keinen Sinn, aber was ist es? Wenn wir eine gute Lösung finden, dann öffne ich heute Abend eine Flasche Iserlohner Bier zur Feier des Tages Mit besten Grüßen Olaf
volkimal Am: 13.04.2020 10:51:01 Gelesen: 1169531 # 1495
@ DERMZ [#1494] Hallo Olaf, die Karte geht an Dr. Schmilz und nicht an Dr. Schaub. Ich lese: Lieber Schorsch! Halbtot vor Freude & Aufregung wirst du wohl inzwischen an- gelangt sein und hoffentlich als Stillung deines Durstes eine Flasche “Malaga” mit oder ohne repassiert haben und das ist Speise Wie? Schinken holen ist gut Prof. Zwirn zieht im Eis seine Flicken raus Phipps, Hewwel Treu Deutsch allerwege Prof. Zwirn Das Getränk ist vermutlich Malaga und damit ein Wein und kein Bier. repassieren = eine Behandlung wiederholen. Das Wort Speise passt von der Schrift her nicht ganz, es fällt mir aber nichts besseres ein. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 13.04.2020 12:50:22 Gelesen: 1169511 # 1496
@ volkimal [#1495] Danke Volkmar, das ist dann doch einen Asbach-Uralt wert, vielen lieben Dank für die schnelle Hilfe, das Wort repassieren war mir bis jetzt völlig unbekannt. Weiterhin frohe Ostern Olaf
volkimal Am: 13.04.2020 13:17:35 Gelesen: 1169504 # 1497
@ DERMZ [#1496] Hallo Olaf, mir war das Wort bis dahin auch unbekannt. Aber Google findet man ja fast alles. Viele Grüße Volkmar
abrixas Am: 13.04.2020 16:11:03 Gelesen: 1169432 # 1498
Ich hatte im Gymnasium (1962) noch zwei Schuljahre lang die deutsche Einheitskurzschrift gelernt. Aber das dürfte nach meiner Einschätzung die "Gabelsberger" sein. Kann das auch noch jemand?
volkimal Am: 13.04.2020 16:34:05 Gelesen: 1169424 # 1499
@ abrixas [#1498] Hallo abrixas, bei Sütterlin wirst Du vermutlich mit der Frage nicht weiterkommen. Es gibt aber ein passenderes Thema: "Stenographie: Kurzschriften wie DEK, Gabelsberger, Stolze-Schrey u Co.". https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=1338&CP=0&F=1 Vielleicht versuchst Du es dort einmal. Viele Grüße Volkmar
abrixas Am: 13.04.2020 17:18:56 Gelesen: 1169415 # 1500
@ volkimal [#1499] Sütterlin ist für mich kein Problem. Das kann ich aus dem effeff. Meine Schwiegermutter (97 Jahre) schreibt alles in Sütterlin. Aber meine Frage bezog sich auf die Nachricht in Stenographie. Denn da komme ich nicht weiter.
DERMZ Am: 15.04.2020 11:34:59 Gelesen: 1169032 # 1501
Guten Tag, ich habe noch eine Rechnung offen, ich weiß nur nicht mehr, wem wurde was geliefert ... Was ich lesen kann ist folgendes: Marburg, den 7. Januar 1910 Lungen.... Limburg Ueberreiche hierher notifizierte Rechnung über die der Hebamme Wenzel gelieferte .....geräte und bitte das ... zeitlichst zu ent.. ... ....voll ergebenst Wilh. Holzhauer ... Die Rechnung wurde in Limburg visiert und für OK befunden und zur Zahlung avisiert. Aber was ist der Rechungnsgegenstand? Ob die Rechnung heute aufgeht, ich bin gespannt und sage herzlichst Danke für jede Hilfe Olaf
inflamicha Am: 15.04.2020 11:45:16 Gelesen: 1169027 # 1502
@ DERMZ [#1501] Hallo Olaf, ist anfangs eigentlich ganz gut zu lesen: Bürgermeisteramt Limburg... ... gelieferten Hebammengeräte.... ... das Versehen gütigst zu entschuldigen... Grußwort wahrscheinlich "Achtungsvoll / Ergebenst" Was unter dem Namen steht erschließt sich mir auch nicht. Gruß Michael
volkimal Am: 15.04.2020 12:16:26 Gelesen: 1169016 # 1503
@ DERMZ [#1501] Hallo Olaf, Michael hat alles richtig gesehen. Hier nochmal der ganze Text: Marburg, den 7. Januar 1910 Lungen.... Bürgermeisteramt Limburg Ueberreiche hierbei rectificierte [1] Rechnung über die der Hebamme Wenzel gelieferten Hebammengeräte und bitte das Versehen gütigst zu entschul- digen. Achtungsvoll ergebenst Wilh. Holzhauer 1) die Rechnung ist entsprechend zu berichtigen und zur Zahlung anzuweisen 2) Zrk(?) [1] rektifizieren (lat.) = berichtigen Was Herr Holzhauer unter seinen Namen geschrieben hat kann ich auch nicht sagen. Es sieht aus wie "Keone" oder "Reom" - was das bedeuten soll weiß ich aber nicht. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 15.04.2020 15:02:22 Gelesen: 1168973 # 1504
@ inflamicha [#1502] @ volkimal [#1503] Guten Nachmittag Michael und Volkmar, was hat mich denn da geritten? Wahrscheinlich habe ich vorher Lack gesoffen, jetzt ist das alles so schön einfach, wenn das Hirn dank Eurer Hilfe wieder gerade gerückt ist. Also die Rechnung geht auf mich. Beste Grüße Olaf
DERMZ Am: 15.04.2020 17:27:31 Gelesen: 1168949 # 1505
@ volkimal [#1485] Hallo Volkmar, ich bin - so glaube ich - fündig geworden. Im Adressbuch der Stadt Marburg von 1902 sind diverse Daten für den Marburger Markt angeführt. Darunter auch für einen "Schweinemarkt", damals war der Schweinemarkt am 10. August, dieses würde mit dem Kartentext aus dem Jahre 1910 gut korrespondieren. Beste Grüße Olaf
DERMZ Am: 18.04.2020 10:32:07 Gelesen: 1168141 # 1506
Guten Morgen, wenn Feldpostkarten aus dem 1. Weltkrieg langsam Patina bekommen, dann wird es für mich deutlich schwieriger den Text zu entziffern, aber eventuell gibt es gewieftere Augen. Hier meine "Sorgenkarte": Gelesen habe ich auf der Vorderseite: Umstehend Ansicht v. .... Die Textseite hat für mich folgenden Inhalt: Feldpostkarte Kriegs ... ??? Fritz Oertel Ersatz-Batt. Inf. Reg Nr.71 1.Comp. 1.Rekrutendepot Lieber Fritz! Schreibe mir doch mal wies bei dir geht. Ich bin gestern aus der Klinkik entlassen in ... mal ... zu sehen aber es ging nciht. Na vielleicht später. Wenn ich ... .... weiß ich nicht. Bist du noch im Park Hotel .... Also schreib mal. ..... Grüßen dein lieber Bruder Paul Bei der Adresse lese ich Kriegs ... lager im ersten Versuch, im zweiten dann Kriegsfreiwilliger, aber sicher bin ich mir ganz und gar nicht. Absender war: Abs. Jäger Oertel 3. Ersatz Comp 11 Marburg Vielen Dank für die wertvolle Hilfe sagt Olaf
volkimal Am: 18.04.2020 11:57:07 Gelesen: 1168120 # 1507
@ DERMZ [#1506]

Hallo Olaf,
bis auf die letzten beiden Zeilen ist alles klar:

Kriegsfreiwilliger
Fritz Oertel
Ersatz-Batt. Inf. Reg Nr.71
1.Comp. 1.Rekrutendepot

Lieber Fritz!
Schreibe mir doch mal
wies bei dir geht.
Ich bin gestern aus der
Klinik entlassen u.
dachte mal heimzufahren
aber es ging nicht. Na
vielleicht später. Wann
ich raus komme weiß
ich nicht. Bist du noch
im Park Hotel einquartiert
Also schreib mal.
??? ??? Grüßen(?) dein
lieber Bruder Paul

Neben dem Foto steht "Umstehend Ansicht v. ???stände"
Der fehlende erste Teil des Wortes sieht aus wie "Prutz" aber was sollen Prutzstände sein?

Hier noch einmal die Unterschrift etwas bearbeitet. Ich weiß aber dennoch nicht, was dort steht.



Viele Grüße
Volkmar
mausbach1 (RIP) Am: 18.04.2020 13:14:48 Gelesen: 1168079 # 1508
@ DERMZ [#1506] @ volkimal [#1507] Unter "Prutze/Protze" bzw. "prutzen/protzen" verstehen im Barrasjargon ein Geschütz bzw. abfeuern. Glückauf! Claus
volkimal Am: 18.04.2020 14:29:33 Gelesen: 1168038 # 1509
@ mausbach1 [#1508] Hallo Claus, vielen Dank für die Erklärung. Dann habe ich das Wort also richtig gelesen. Im Beitrag [#1479] kam das Wort Protze schon vor, ich wusste aber nicht, dass es dasselbe wie Prutze ist. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 18.04.2020 22:21:55 Gelesen: 1167953 # 1510
@ volkimal [#1507[ und [#1509] @ mausbach1 [#1508] Guten Abend, jetzt habe ich auch den Durchblick und den Text verstanden, aber mit einer Prutze konnte ich rein gar nichts anfangen, selbst wenn ich es hätte lesen können. Besten DANK sagt Olaf
volkimal Am: 19.04.2020 10:04:02 Gelesen: 1167864 # 1511
@ DERMZ [#1510] Hallo Olaf, nachdem ich mir das Bild noch ein paarmal angesehen habe, glaube ich, dass es einfach heißt "Mit vielen Grüßen". Es hat mich erst irritiert, dass von oben her die Unterlängen des "s" und des "h" von "schreib" in die Worte "Mit vielen" hineinragen. Ebenfalls "Mit vielen Grüßen" Volkmar
DERMZ Am: 19.04.2020 15:11:57 Gelesen: 1167770 # 1512
@ volkimal [#1511] Hallo Volkmar, jetzt wo Du es schreibst, da lese ich es auch - es ist doch manchmal zum Mäusemelken, so einfach und doch so schwer. besten Dank für Deine stetige Hilfe Olaf
volkimal Am: 20.04.2020 12:07:25 Gelesen: 1167498 # 1513
Hallo zusammen, heute brauche ich einmal eure Hilfe. Ich kann ein Wort bei diesem Brief nicht lesen. Bork d. 16ten April 1846 Herrn Speier in Haltern! Auf Erwiederung Ihres Schreibens vom 14ten dieses, melde ich Ihnen, daß ich meine Parthie Wachs nicht zu diesem Preise ??? kann. Ich komme nachstehende letzt in der Woche hin, dann können wir mündlich darüber sprechen. Es grüßt Sie Meier Rosenberg Das fehlende Wort einmal freigestellt: Was meint der Absender wohl mit "Ich komme nachstehende letzt in der Woche hin"? Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 20.04.2020 12:41:48 Gelesen: 1167490 # 1514
@ volkimal [#1513] Hallo Volkmar, das Wort lesen wir als "argteuren". Einen Sinn macht es aber noch nicht unbedingt, ebenso wie der nachfolgende Satz. Ich würde es wie folgt interpretieren: dem Herrn Meier Rosenberg ist das Wachs zu teuer, er hat noch Vorrat für mindestens eine Woche ... aber ob das so richtig ist? Viele Grüße Olaf + sein Papa
volkimal Am: 20.04.2020 13:45:35 Gelesen: 1167468 # 1515
@ DERMZ [#1514] Hallo Olaf, danke für die Mühe. An ein "u" glaube ich nicht - das müsste einen Bogen darüber haben. Es ist aber nur ein kleiner Punkt vorhanden - das spricht für ein "i". Vielleicht heißt es "anegtieren" (heute "annektieren"). Das ist für mich zwar eher etwas gewaltsam in Besitz nehmen. Vielleicht hatte es früher auch die Bedeutung in Besitz nehmen (ohne Gewalt). Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 22.04.2020 13:21:18 Gelesen: 1167082 # 1516
Hallo zusammen, ich habe gerade einen dreiseitigen Brief vom 16.6.1861 übersetzt. Nur bei den Währungskürzeln bin ich mir nicht sicher (es geht um Preußen). An unnötigen Kosten sind dadurch erwachsen für 9 Pferde im Tag 9 ?? in ?? Verzehr für 3 Fuhrleite am Tag 1 ?? 15 ?? welche ich aus der Gemeinde Casse Sendenhorst mir zu ersetzen bitte. Ferner bin ich augenblicklich mit den Bestellungsarbeiten fertig u. habe Zeit zum Steine fahren; über 14 Tage fangen Feldarbeiten wieder an und ist mir dann die Lieferung unmöglich. Ich bitte daher umgehend um Nachricht ob ich das Chausseegeld unter der Bedingung der Erstattung aus der Ge- meinde Kasse vorlegen soll? Es beträgt für jede Schachtruthe 2 ?? 1 ?? Wenn in der Angelegenheit vorher noch eine Genehmigung königl. Regierung eingeholt werden muß, so verstreicht die günstige Zeit für den Transport. Was sind es nun, Thaler, Silbergroschen oder Pfennige? Die Schachtruthe ist übrigens ein Volumenmaß. 1 Schachtruthe ist 1 Ruthe lang, 1 Ruthe breit und 1 Fuß hoch. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 22.04.2020 15:06:24 Gelesen: 1167054 # 1517
@ volkimal [#1516] Hallo Volkmar, nach Konversation mit Papa, sind wir zu dem Schluß gekommen, daß es An unnötigen Kosten sind dadurch erwachsen für 9 Pferde im Tag 9 sg in ?? Verzehr für 3 Fuhrleite am Tag 1 sg 15 pf welche ich aus der Gemeinde Casse Sendenhorst mir zu ersetzen bitte. Ferner bin ich augenblicklich mit den Bestellungsarbeiten fertig u. habe Zeit zum Steine fahren; über 14 Tage fangen Feldarbeiten wieder an und ist mir dann die Lieferung unmöglich. Ich bitte daher umgehend um Nachricht ob ich das Chausseegeld unter der Bedingung der Erstattung aus der Ge- meinde Kasse vorlegen soll? Es beträgt für jede Schachtruthe 2 sg 1 pf Wenn in der Angelegenheit vorher noch eine Genehmigung königl. Regierung eingeholt werden muß, so verstreicht die günstige Zeit für den Transport. Wobei wir uns nach der Schachtruthe mit dem pf nicht 100% sicher sind. Viele Grüße Olaf
wessi1111 Am: 22.04.2020 16:58:50 Gelesen: 1167033 # 1518
@ volkimal [#1516] @ DERMZ [#1517] Hallo Volkmar, hallo Olaf, es könnte auch sein, dass die 0 und das Pfennigzeichen zusammengezogen sind und es heißt "2 sg 10 Pf". Gruß Wessi
volkimal Am: 22.04.2020 17:27:14 Gelesen: 1167028 # 1519
Hallo zusammen, vielen Dank Olaf und Wessi für die Hilfe. Inzwischen habe ich die dritte Seite fertig übersetzt. Dabei kommen bei mir Zweifel auf, ob es wirklich Silbergroschen und Pfennige sind. Ich glaube aufgrund des Textes, dass es sich eher um Thaler und dann vermutlich um Silbergroschen handeln muss. Ich habe beides vorsichtshalber einmal eingesetzt (als lesbare Abkürzung). Hier der gesamte Text des Briefes (ohne die Randbemerkungen - die habe ich noch nicht gelesen): Wohlgeboren habe ich die Ehre anzuzeigen, daß an den Barieren auf der Straße zwischen Bork, Lünen, Werne, Herbern, Drensteinfurt überall Wiederspruch gegen die Befreiung der Unterhaltungssteuer für eine Gemeinde Chaussee erhoben wird, daß die Forderung gestellt worden, nicht allein das Chausseegeld sondern auch eine Strafe für die freie Pasage bei dem ersten Transport zu zahlen und als sich meine Leute gestern den 14ten nicht gutwillig dieser Maßregel unterwerfen wollten, die Frachtfuhren an der Bariere Fleigenwinkel zwischen Werne und Herbern mit Arest belegt u. zurück gehalten sind. An unnötigen Kosten sind dadurch erwachsen für 9 Pferde ein Tag 9 Thlr. u. der Verzehr für 3 Fuhrleite am Tag 1 Thlr. 15 Sgr. welche ich aus der Gemeinde Casse Sendenhorst mir zu ersetzen bitte. Ferner bin ich augenblicklich mit den Bestellungsarbeiten fertig u. habe Zeit zum Steine fahren; über 14 Tage fangen Feldarbeiten wieder an und ist mir dann die Lieferung unmöglich. Ich bitte daher umgehend um Nachricht ob ich das Chausseegeld unter der Bedingung der Erstattung aus der Ge- meinde Kasse vorlegen soll? Es beträgt für jede Schachtruthe 2 Thlr. 10 Sgr. Wenn in der Angelegenheit vorher noch eine Genehmigung königl. Regierung eingeholt werden muß, so verstreicht die günstige Zeit für den Transport. kann ich dann die Steine vor August nicht mehr liefern um so weniger, da ich nach Ablegung von 5 Thlr. für die Steine auf dem Bruche u. 2 Thlr. Verzehr der Feldleute für 2 Tage nun eine Entschädigung für die Feldkosten einer Schachtruthe, wozu 6 Pferde zwei Tage und drei Pferde einen Tag zum Transport bis an die Chaussee (der Landweg bis Herbern ist nicht zu passieren) gebrauchen, also für 15 Pferde auf 1 Tag zehn Thaler behält mindestens also 5 Thlr. zu wenig bekommen. Indem ich um umgehende Nachricht bitte Grüße ich mit Hochachtung Brüning Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 22.04.2020 18:55:48 Gelesen: 1167008 # 1520
Hallo zusammen, jetzt habe ich auch noch das Geschmiere am Rand "übersetzt". Folgendes kam dabei heraus: ?? 17/6 61 ?: ??? an den Herrn Amtmann Brüning Wohlgeboren, unter bezugnahme auf Euer das am 15t. d Mts. bereits versandte Schreiben des ??? Inspektors Borggreve Sendenhorst 17/6 ??? von Bürgermeister Kreuzhage An den Herrn Director Brüning Wohlgeboren zu Botzlar bei Selm ------- Euer Wohlgeboren erwiedere ich auf das an meinen Stell- Vertreter den Herrn Bürgermeister Kreuzhage gerichtete gefällige Schreiben welches mir so eben zugeht, ergebenst Ergebenst wie ich bereits unterm 15. ?? das in Abschrift beiliegende Gesuch an die königl. Provinzial-Steuer-Direction eingereicht habe. Solange die erbetene Legitimation nicht ertheilt ist, wird nur erübrigen das von den Hebestellen verbringte ??? ???geld ??? Rechnung der Gemeinde Sendenhorst auszulegen. Ich bitte die Quittungen über das vorgeschossene ??? ???geld aufzubewahren und mir dem- nächst mitzutheilen, um die Erstattung bei der K. Provinzial Steuer Direction ??? zu können. Mit der Anfuhr bitte ich aber Aber ununterbrochen fortzufahren Enninger, d. 19. Juni 1861 der Amtmann Brüning ??? und mit der Post abgesandt Insbesondere bekomme ich den Ausdruck auf der Seite 2 nicht heraus. Und das, obwohl er zweimal auf der Seite steht. Hier isz der Ausschnitt, den ich nicht lesen kann: Wer kann mir helfen? Viele Grüße Volkmar
abrixas Am: 23.04.2020 10:17:20 Gelesen: 1166936 # 1521
Schon klar, dass beim Threadthema "Sütterlin und andere Schriften - wer kann das lesen" die anderen Schriften so gut wie niemand mehr kennt. What shalls? Mit meiner Einheitskurzschrift kann ich nichts extrapolieren.
DERMZ Am: 01.05.2020 14:58:51 Gelesen: 1165881 # 1522
Guten Tag, manchmal habe ich das letzte Wort, heute hätte ich es gerne - wer hilft mir? Gelesen habe ich folgendes Herrn Georg Alexander Adr. Herrn Kolbe Wandsbek Wilhelmstr. 32 Liebes kleines Herzekind! Übermorgen reisen Mami u. Papi nach Biedenkopf Hotel z. Krone. Gib uns bald wieder Nachricht. Vielen Dank für Omis Karte. Hast Du auch mal ge..? Papi ist wieder ganz Student so nett ist es. Mami hat nämlich die Mensur gesehen u. dachte dabei an ihren Liebling wenn du erst fichst. Hoffentlich wirst du auch Hessen Preusse. Habe viel zu erzählen. Werde den Eindruck hier nie vergeseen. Papi ist heute zur Kneipe. Deine Mami Wer hat heute netterweise das letzte Wort für mich? Besten Dank sagt Olaf
wessi1111 Am: 01.05.2020 16:58:13 Gelesen: 1165840 # 1523
@ DERMZ [#1522] Hallo Olaf, das gesuchte Wort ist "Sehnsucht". Gruß Wessi
DERMZ Am: 01.05.2020 17:07:21 Gelesen: 1165837 # 1524
@ wessi1111 [#1523] Besten Dank Wessi, ich habe geistig nach einem Verb gesucht. Vielen lieben Dank für die Hilfe. Beste Grüße Olaf
Pepe Am: 01.05.2020 20:12:00 Gelesen: 1165804 # 1525
Diese Karte gibt Rätsel auf und ehe ich ein neues Thema eröffne wäre die Textdeutung vielleicht von Nutzen. Ich kann nur Bruchstücke entziffern. Was Lagerkarte 121 bedeutete kann ich nicht erklären. Rückseitig das Schloss Neuschwanstein. 1911 08 03, von Berlin W 30 nach Berlin O 34 Postamt. Anschrift Lagerkarte 121, Einzelfrankatur Mi 85 Und der Text Nette Grüße zum Start in den Mai Pepe
brunoh Am: 01.05.2020 21:00:49 Gelesen: 1165790 # 1526
@ Pepe [#1525] Hallo Pepe, ich lese L.E. (vermutl. Liebe Eltern) Ihre werte Karte erhalten Herzl.(ichen) Dank. Leider ist mir meiner Gesundheit wegen unmöglich Sonnabend mitzukommen, es wäre unvernünftig von mir die Nacht über aufzubl.(eiben) es geht leider nicht. Ich hoffe Dienstag zu können gebe dann noch Nachricht. Meine Absicht Berlin zu verl.(assen) ist jedenfalls nicht zu ändern. Viele Grüße bis Dienstag Helene. Da der Empfänger das Berliner Postamt 34 ist, nehme ich an, dass Lagerkarten so etwas wie "postlagernd" sind, eine Form von Postfächern. Vielleicht wissen ja die Experten mehr darüber. Viele Grüße aus Nürnberg, ein schönes Wochenende und bleibt gesund Bruno
DERMZ Am: 01.05.2020 21:02:17 Gelesen: 1165787 # 1527
@ Pepe [#1525]

Hallo Pepe,

was eine Lagerkarte ist, kann ich Dir leider nicht beantworten, aber ich versuche mich mal an dem Text:

L.E. Ihre werte Karte erhalten
herzl. Dank. Leider ist mir
meiner Gesundheit wegen
unmöglich Sonnabend
mitzukommen, es wäre
unvernünftig von mir
die Nacht über aufzubl.
es geht leider nicht. Ich
hoffe Dinestag zu kommmen
gebe dann noch Nachricht.
Meine Absicht Berlin zu
verl. ist jedenfalls nicht
zu ändern. Viele Grüße
bis Dienstag
Helene


Vielleicht hiflt Dir das ein Stück weiter.

Beste Grüße Olaf
volkimal Am: 01.05.2020 21:06:24 Gelesen: 1165785 # 1528
@ Pepe [#1525] Hallo Pepe, zur Lagerkarte findest du etwas [1][2]. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Postlagerkarte [2] https://forum.bdph.de/showthread.php?2498-Was-ist-eine-quot-Postlagerkarte-quot
Pepe Am: 01.05.2020 21:37:11 Gelesen: 1165776 # 1529
@ DERMZ [#1527] @ volkimal [#1528] Hallo Olaf und Volkmar, herzlichen Dank für die schnelle Klärung von Text und Hintergrund 'Postlagerkarte'. Wieder etwas dazugelernt. Nette Grüße und ein guten Start in den Mai Pepe
Christoph 1 Am: 02.05.2020 00:18:21 Gelesen: 1165755 # 1530
Guten Abend, für diejenigen, die hier regelmäßig helfen, ist mein "Problem" sicher eine Kleinigkeit. Aber ich komme mit dieser mir gänzlich fremden Schrift leider überhaupt nicht klar. Also: Was steht hier? Vielen Dank für eure Hilfe Christoph
bayern klassisch Am: 02.05.2020 00:19:32 Gelesen: 1165752 # 1531
@ Christoph 1 [#1530] Besucht die historische Conventstadt. Liebe Grüsse, Ralph
Christoph 1 Am: 02.05.2020 00:23:01 Gelesen: 1165750 # 1532
@ bayern klassisch [#1531] Besten Dank! Konvent mit K, nehme ich an. Gute Nacht, Christoph
volkimal Am: 02.05.2020 00:23:35 Gelesen: 1165749 # 1533
@ Christoph 1 [#1530] Hallo Christoph, Ralph hat schon alles gelesen, Konventstadt wird aber mit "K" geschrieben. Viele Grüße Volkmar
bayern klassisch Am: 02.05.2020 00:36:25 Gelesen: 1165746 # 1534
@ Christoph 1 [#1532] Ja, hier mit "K" geschrieben, eigentlich mit "C" - das war der alte Lateiner in mir, sorry. Liebe Grüsse, Ralph
longdoz Am: 02.05.2020 01:39:01 Gelesen: 1165738 # 1535
@ DERMZ [#1514] acceptieren.
mausbach1 (RIP) Am: 02.05.2020 08:59:14 Gelesen: 1165688 # 1536
Liebe Leute, die Ehefrau, von allen die Beste, beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit u.a. Malen, Nähen, Klöppeln, Spinnen, Weben etc., auch etliche Ausstellungen. Von einer Nähen-Freundin erhielt meine Frau das Meisterstück von 1886 eines Zeugnisses. Die Transskription wäre schön und wie heißt die Schreibe - Deutsche Schrift, Sütterlin ...? Vorab meinen herzlichen Dank! Glückauf! Claus
volkimal Am: 02.05.2020 10:15:10 Gelesen: 1165673 # 1537
@ longdoz [#1535] Hallo longdoz, vielen Dank! Auf Doppel-c muss man erst einmal kommen. Meine Frau meinte gleich französisch - aber das kann ich nicht. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 02.05.2020 10:44:09 Gelesen: 1165617 # 1538
@ mausbach1 [#1536] Hallo Claus, es kam ein Anruf dazwischen, so dass ich noch etwas Zeit hatte. Jetzt bin ich fertig. Auf dem Zeugnis steht: Zeugniß für Herrn Emil Göhde aus Dt. Krone. Herr Göhde besuchte vom 1. März bis heut den 11 December 1886 die hiesige Webeschule. Derselbe beschäftigte sich während dieser Zeit mit der Decomposition und Composition von Mustern für die Takt- und Schaftweberei und erwarb sich hierin die Kenntnisse, daß er befähigt ist, Mustern in den verschiedenen Branchen dieser Weberei leicht und richtig auszunehmen und die nöthigen Angaben zur Herstellung derselben zu machen. In der Jacquard-Weberei machte Herr Göhde sich mit den verschiedensten ein- und mehrchörigen Harnischvorrichtungen vertraut und fertigte für dieselben nach gegebenen Mustern oder Scizzen die Patronen. In genetischen Arbeiten richtete Herr Göhde Stühle für Tritt- Schaftmaschinen Und Jacquard-Weberei vor und arbeitete an diesen Stühlen. Mit den zum Weben nöthigen Hilfsarbeiten wie Stühlen, Kartenschlagen Kartenschlagen etc. ist derselbe vollständig vertraut. In der mechanischen Weberei demontierte und montierte Herr Göhde selbstständig Stühle verschiedener Construction und arbeitete daran. Herr Göhde hat während des Schulbesuches sich sehr fleißig und strebsam gezeigt und kann ich denselben für ein Webereigeschäft wohl empfehlen. Einbeck den 11 December 1886 Fr. Koerner Vorstand der Webeschule zu Einbeck Die Schrift ist die deutsche Schreibschrift auch Kurrentschrift genannt [1]. Sütterlin gibt es erst seit 1911. Zum Schreiber des Zeugnisses auch ein Link [2]. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Kurrentschrift [2] https://www.archive.nrw.de/LAV_NRW/jsp/findbuch.jsp?archivNr=1&klassId=499&tektId=887&id=21075&expandId=498 Fr. Koerner, Grundzüge der Einrichtung und des Lehrgangs der Webeschule zu Einbeck (hg. im Auftrag des Gewerbevereins Hannover), 1886
mausbach1 (RIP) Am: 03.05.2020 08:20:10 Gelesen: 1165458 # 1539
@ volkimal [#1538] Guten Morgen Volkmar, herzlichen Dank für die Mühen! Einen schönen Sonntag! Glückauf! Claus
ATM_Sammler Am: 10.05.2020 21:18:11 Gelesen: 1163868 # 1540
Hallo, mein Sammlerfreund Otto aus Ft. Wayne hat eine Frage bezüglich der Adresse auf der abgebildeten Neujahrskarte. Er konnte nur Folgendes entziffern: Familie Strobel Altdorf b. Dbgd. Letzeres macht wenig Sinn. Vielleicht kann ja jemand helfen, das zu entziffern? Um welches Altdorf handelt es sich hier? Der Rest dürfte wohl lauten: "schickt Ihnen Rich. Dittmayer" Vielen herzlichen Dank im Voraus von mir und meinem Bekannten, dessen Vorfahren in Memmingen lebten. Stay safe (wie man hier zu Coronazeiten so schön sagt), karim Vorderseite: Rückseite:
bayern klassisch Am: 10.05.2020 21:22:29 Gelesen: 1163866 # 1541
@ ATM_Sammler [#1540] Hallo Karim, "sendet Ihnen Richard Rittmayer". Liebe Grüsse, Ralph
volkimal Am: 11.05.2020 09:41:17 Gelesen: 1163694 # 1542
@ ATM_Sammler [#1540] Hallo Karim, es gab folgende Orte Namens Adorf: Adorf (Baden) Adorf bei Nürnberg Adorf bei Titting Adorf (Niederbayern) Adorf (Schwaben) Adorf (Oberbayern) usw. Auf deiner Karte ist ein "b." für "bei". Zuerst konnte ich aber keinen der Orte Nürberg bzw. Titting auf der Karte erkennen. Dann habe ich diese Schreibweisen des Buchstaben "N" gesehen. Schau einmal, was man aus dem ersten N machen kann, wenn man schnell schreibt und ihn "zusammenzieht": Ich gehe bei der Karte von der Ortsangabe "Adorf b. Nbg." also "Adorf bei Nürnberg" aus. Viele Grüße Volkmar
ATM_Sammler Am: 11.05.2020 11:19:36 Gelesen: 1163670 # 1543
@ bayern klassisch [#1541] Hallo Ralph, vielen Dank für den korrekten Namen. Da habe ich wohl zuviel an Dittmeyer's Valensina Werbung aus den 90ern gedacht :-) Liebe Grüsse, karim
ATM_Sammler Am: 11.05.2020 11:24:02 Gelesen: 1163669 # 1544
@ volkimal [#1542] Hallo Volkmar, auch Dir herzlichen Dank für Deine Hilfe und die tolle grafischen Erklärung. Ja, das leuchtet sogar mir ein. Liebe Grüsse, karim
DERMZ Am: 11.05.2020 13:03:48 Gelesen: 1163648 # 1545
@ ATM_Sammler [#1544] Guten Tag, wenn ich mich mal mit meinem Amateur-Wissen einbringen darf, ich lese auf der Karte "Altdorf" und nicht Adorf, es müsste sich dann um 90815 Altdorf bei Nürnberg handeln. Beste Grüße Olaf
ATM_Sammler Am: 11.05.2020 13:13:20 Gelesen: 1163643 # 1546
@ DERMZ [#1545] Hallo Olaf, aber gerne doch. Klar ist das Altdorf, da hat sich Volkmar nur vertippt. Liebe Grüsse aus Rhode Island, karim
volkimal Am: 11.05.2020 16:05:33 Gelesen: 1163605 # 1547
@ DERMZ [#1545] Halo Olaf, Karim hat recht! Ich habe mich einmal verschrieben und den falschen Namen dann auch noch kopiert. Alle aufgeführten Orte heißen natürlich Altdorf. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 13.05.2020 18:05:46 Gelesen: 1163182 # 1548
Hallo zusammen, Ich habe wieder einen Feldpostbrief 1. Weltkrieg. Es gibt einige Wörter in diesem Text die ich nicht lesen kann. Wer kann eine helfende Hand reichen? Viele Grüße, Emiel ---- Seite 1 (...) Estaires, 21.4.18 Lieber Franz! Deine Vermutung, dass ich bei Lille mit dabei gewesen, ist nur all- zu wahr. Wir kamen noch gerade zeitig(?), um die Geschichte zu (...). Allerschwerste Tage und Nächte liegen hinter uns. Jetzt ist etwas Ruhe, aber es scheint die Ruhe vor den Sturm zu sein. Wir wünschen alle, dass es bald weiter geht, denn es ist kein Vergnügen, in den alten englischen Stellungen zu laufen (?), die sich bis hierhin erstreckten(?). Estaires ist beinahe ganz zusammen geschossen, doch(?) haben wir vorher noch allerhand schöne Fressalien der --- Seite 2 Engländer (...) können und sind damit etwas seitlich(?) gezo- gen. Trotzdem möchte ich mir (...) glücklich aus diesen Wetterwinkel(?) heraus. Neben meiner scheibenlosen(?) (...) steht eine Fliegerabwehr- Batterie, die höllischen Radau macht. Hier wimmelt´s Tag und Nacht von feindlichen Fliegern. Unsere sind jetzt scharf dahinter, heute Morgen tobte(?) über uns imposanter Luftkampf. Eine Amerikaner habe abstürzen(?) sehen. Es war total zerschmettert, die ganze Um- gegend bietet ein Bild des Grauens. Armes französisches Volk, wenn du dein Heimat wiedersehst. Die Strassen der Stadt liegen voller Leichen, (...) die Häuser, darunter viele Civilisten, besonderes Frauen. Gott Dank, dass das unsere Heimat erspart wurde. Und nun für heute Schluss. Mit herzl. Gruss u Kuss Richard Meine Tabakvorräte habe aus den (...) der Engländer (...).
volkimal Am: 13.05.2020 18:47:39 Gelesen: 1163158 # 1549
@ evwezel [#1548] Hallo Emiel, das meiste konnte ich entziffern: (...) Estaires, 21.4.18 Lieber Franz! Deine Vermutung, dass ich bei Lille mit dabei gewesen, ist nur all- zu wahr. Wir kamen noch gerade zeitig, um die Geschichte zu erwischen(?). Allerschwerste Tage und Nächte liegen hinter uns. Jetzt ist etwas Ruhe, aber es scheint die Ruhe vor den Sturm zu sein. Wir wünschen alle, dass es bald weiter geht, denn es ist kein Vergnügen, in den alten englischen Stellungen zu hausen, die sich bis hierhin erstreckten. Estaires ist beinahe ganz zusammen geschossen, doch haben wir vorher noch allerhand schöne Fressalien der Engländer herausretten können und sind damit etwas seitlich gezo- gen. Trotzdem möchte ich mir(?) meinen(?) glücklich aus diesem Wetterwinkel heraus. Neben meiner scheibenlosen Bude steht eine Fliegerabwehr- Batterie, die höllischen Radau macht. Hier wimmelt´s Tag und Nacht von feindlichen Fliegern. Unsere sind jetzt scharf dahinter, heute Morgen tobte über uns imposanter Luftkampf. Einen Amerikaner habe abstürzen sehen. Er war total zerschmettert, die ganze Um- gegend bietet ein Bild des Grauens. Armes französisches Volk, wenn du dein Heimat wiedersiehst. Die Straßen der Stadt liegen voller Leichen, ebenso die Häuser, darunter viele Civilisten, besonderes Frauen. Gott Dank, dass das unsrer Heimat erspart wurde. Und nun für heute Schluß. Mit herzl. Gruss u Kuss Richard Meine Tabakvorräte habe aus den Beständen der Engländer erneut(?). Am meisten Probleme macht mir das Ende der dritten Zeile auf der zweiten Seite (fett markiert). Wenn das erste Wort wirklich "mir" heißt fehlt der i-Punkt. Das "r" am Ende ist vermutlich richtig. Das zweite Wort könnte auch z.B. "weine" heißen - das macht aber auch keinen Sinn. Vom Sinn her passt z.B. "Trotzdem möchte ich nur wieder glücklich aus diesem Wetterwinkel heraus". Es passt aber nicht zum Schriftbild. Ich weiß es nicht. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 13.05.2020 20:53:15 Gelesen: 1163133 # 1550
@ volkimal [#1549] Hallo Volkmar, Großartig, vielen Dank für deine Hilfe! Ich habe noch versucht das Bild zu bearbeiten, aber der Brief ist mit Bleistift geschrieben und die individuellen Buchstabenformen kann ich leider nicht viel besser sichtbar machen. Das macht aber nichts, die Absicht des Textes ist deutlich genug. Alles Gute, Emiel
mausbach1 (RIP) Am: 14.05.2020 08:46:25 Gelesen: 1163047 # 1551
Liebe Leute, kennt Ihr den Sinn ordentlich da hin? Vorab Euren vielen Dank! hier Feldpostkarte nach Frl. Martha Reimann Oberfriedersdorf/Sa (Bez Dresden??) Wo??? den 13/10 1916 Liebe Martha! Sende Dir die besten Grüße von hier. Sonst geht es mir noch Gott sei Dank noch hoffe es auch von Dir. teile Dir noch mit daß ich heute abend in Stellung gehe, hoffendlich ?? mir ?? ? Es grüßt herzlich Dein Bruno Glückauf! Claus
volkimal Am: 14.05.2020 09:06:08 Gelesen: 1163043 # 1552
@ mausbach1 [#1551] Hallo Claus, hier ist der Text der Karte: Frl. Martha Reimann Oberfriedersdorf/Sa (Bez Dresden) Westen den 13/10 1916 Liebe Martha! Sende Dir die besten Grüße von hier. Sonst geht es mir noch Gott sei Dank noch gut hoffe es auch von Dir. Teile Dir noch mit daß ich heute abend in Stellung gehe, hoffendlich kommen wir gesund zu- rück. Es grüßt herzlich Dein Bruno Viele Grüße Volkmar
mausbach1 (RIP) Am: 14.05.2020 09:32:24 Gelesen: 1163035 # 1553
@ volkimal [#1552] Hallo Volkmar, wie "immer": Herzlichen Dank! Glückauf! Claus
evwezel Am: 14.05.2020 17:09:08 Gelesen: 1162979 # 1554
Guten Abend zusammen, kann jemand lesen was hinter dem Wort Munitions steht? Viele Grüβe, Emiel --------- 11.4.18 Estaires (III Engl. Stellung) Lieber Franz! Kam noch gerade zeitig zur groβen Offension der 6ten Armee. Riesen-Arbeit bei Tag u. Nacht. Habe schon 3 Nächte nicht geschlafen. Durchbruch hat glänzend geklappt. Wir sind Divi- sionsstaffel, ziemlich voran(?) u. haben Munitions-(...) durch die Trichterfelder. Unterkunft= 0,0. Allmäβig ziehen Engländer u. Portugiesen ihre schwere Artillerie heran, auch Flieger belästigen uns sehr. Bisher alles gut ge- gangen, hoffentlich auch weiter. Rgt. 68 u. 28 kämpfen neben uns. Herzlichen Gruβ Gott befohlen Richard
DERMZ Am: 14.05.2020 18:09:53 Gelesen: 1162951 # 1555
@ evwezel [#1554] Hallo Emiel, ich lese: Wir sind Divi- sionsstaffel, ziemlich vorn u. haben Munitions- Nachtfahrt durch die Trichterfelder. Beste Grüße Olaf
volkimal Am: 14.05.2020 18:45:02 Gelesen: 1162943 # 1556
@ DERMZ [#1555] Hallo Olaf und Emiel, die Nachtfahrt passt nicht ganz. Auch sonst habe ich noch ein paar Kleinigkeiten korrigiert. Hier ist der Text der Karte: 11.4.18 Estaires (III Engl. Stellung) Lieber Franz! Kamen noch gerade zeitig zur groβen Offension der 6ten Armee. Riesen-Arbeit bei Tag u. Nacht. Habe schon 3 Nächte nicht geschlafen. Durchbruch hat glänzend geklappt. Wir sind Divi- sions-Staffel, ziemlich vorne u. haben Munitions-Nachschub durch die Trichterfelder. Unterkunft= 0,0. Allmählich ziehen Engländer u. Portugiesen ihre schwere Artillerie heran, auch Flieger belästigen uns sehr. Bisher alles gut ge- gangen, hoffentlich auch weiter. Rgt. 68 u. 28 kämpfen neben uns. Herzlichste Grüβe Gott befohlen Richard Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 14.05.2020 19:53:12 Gelesen: 1162887 # 1557
@ volkimal [#1556] @ DERMZ [#1555] Hallo Volkmar und Olaf, Vielen Dank ihr beiden! Ich muß ehrlich sagen dass ich noch nie von “Nachschub” gehört hatte. “Nachschub bezeichnet beim Militär die Beschaffung und die Versorgung mit den Gütern, die die zu versorgende Truppe zur Aufrechterhaltung der Kampfkraft benötigt. Die Nachschubtruppe war lange Zeit eine eigene Truppengattung im deutschen Heer, ist jetzt aber Teil der Logistiktruppe.” [1] Bis zum nächsten Mal! Emiel [1] https://de.m.wikipedia.org/wiki/Nachschub
merkuria Am: 16.05.2020 11:22:48 Gelesen: 1162587 # 1558
Liebe Freunde, ich zeige hier eine Ortsbezeichnung von einem Inlandbrief aus der Schweiz von 1853. Da ich im Lesen alter Schriften gar nicht bewandert bin, bitte ich Euch um Hilfe! Kann mir da jemand weiterhelfen? Herzlichen Dank im voraus. Grüsse aus der Schweiz Jacques
DERMZ Am: 16.05.2020 11:41:21 Gelesen: 1162580 # 1559
@ merkuria [#1558] Hallo Jacques, ich denke es ist Diessenhofen (TG) , heute PLZ 8253. Beste Grüsse Olaf
merkuria Am: 16.05.2020 13:02:13 Gelesen: 1162555 # 1560
@ DERMZ [#1559] Hallo Olaf, besten Dank für die schnelle Antwort. Jetzt wo ich die Lösung von Dir weiss, erscheint mir der Schriftzug auch plausibel. Beste Grüsse aus der Schweiz Jacques
evwezel Am: 16.05.2020 21:16:46 Gelesen: 1162474 # 1561
Liebe Sammelfreunde, Die Abenteuer von meinem Leutnant Waters im Ersten Weltkrieg gehen weiter. Es fehlt noch ein Wort. Kann jemand Auskunft bieten? Viele Grüße, Emiel ----- Im Felde, 13.VII.18 Lieber Franz! Herzl. Dank für deine u. Gustav´s Karte. Hat der Dusel u. ich sitze wieder unter größten Sch(...). Heute Nacht sind wir glatt aus den Bett geschossen worden. Habe im Nachthemd u. Pelzmantel im Keller gesessen bis die Luft wieder rein(?) war. Rund um unseren Bau(?) lagen die Schüsse. Meine Bude(?) hat nur einen Scheibenbruch, weiter nichts abbekommen. Haarscharf haben sich die Franzmänner auf uns eingeschossen. Leider hat´s die Nacht viel Tote u. Verwundete ge- geben, da die Beschiessung unvermutete kam. Hoffentlich kann bald besser Nachtricht geben. Anbei 1 Oster- andenken. Herz. Gruß-Kuß Richard
epem7081 Am: 16.05.2020 21:34:23 Gelesen: 1162461 # 1562
@ evwezel [#1561] Hat der Dusel u. ich sitze wieder unter größten Sch(...) Hallo Emiel Der fragliche Satz lautet richtig: Hat der Dusel u. ich sitze wieder in der größten Schweinerei. Übrigens: Die mit Fragezeichen versehenen Worte sind in Ordnung. Schönes Wochenende wünscht Edwin
evwezel Am: 16.05.2020 21:42:24 Gelesen: 1162456 # 1563
@ epem7081 [#1562] Edwin, vielen Dank für deine Hilfe und bleib gesund! Mit herzlichem Gruß, Emiel
volkimal Am: 16.05.2020 22:07:20 Gelesen: 1162448 # 1564
@ evwezel [#1561] Hallo Emiel, noch ein paar kleine Korrekturen von meiner Seite. Hier ist der komplette Text. Im Felde, 13.VII.18 Lieber Franz! Herzl. Dank für deine u. Gustav´s Karte. Hat der Dusel u. ich sitze wieder in der größten Schweinerei. Heute Nacht sind wir glatt aus den Bett geschossen worden. Habe im Nachthemd u. Pelzmantel im Keller gesessen bis die Luft wieder rein war. Rund um unseren Bau lagen die Schüsse. Meine Bude hat nur einen Scheibenbruch, weiter nichts abbekommen. Haarscharf haben sich die Franzmänner auf uns eingeschossen. Leider hat´s die Nacht viel Tote u. Verwundete ge- geben, da die Beschießung unvermutet kam. Hoffentlich kann bald bessere Nachricht geben. Anbei 1 Oster- andenken. Herz. Gruß-Kuß Richard Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 16.05.2020 23:40:51 Gelesen: 1162429 # 1565
@ volkimal [#1564] Das ist super, Volkmar! Deine Korrekturen sind sehr lehrsam für mich. Manchmal frage ich mich ab, warum ich damals ins Gymnasium Deutsch als Sprache fallen ließ und ein anderes Fach wählte. Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 17.05.2020 17:25:13 Gelesen: 1162199 # 1566
Guten Mittag zusammen, hallo Volkmar :-), Ein neuer Tag, ein neuer Aufgabe. Wer kann die fehlenden Wörter lesen? Viele Grüße Emiel ----- Seite 1 Im Felde, 25.Okt.18 Lieber Franz! Deinen l. Brief vom 16te habe mit großem Interesse gelesen. Ich erfahre daraus, daß die Stimmung daheim so ziemlich mit der im Felde übereinstimmt. Auch die entsetzliche Grippe scheint dort nun(?) hier ihre(?) Orgien(?) zu feiern. Ich bin in großer Unruhe wegen Eli- sabeth, die mir am 16ten schrieb, daß Sie auch von der Grippe befallen wäre. Seitdem habe keine Nachrichte mehr, die Post arbeitet unregelmäßig. In der ´Westdeutschen´von 19ten, die soeben erhalte, zähle nicht weniger als 16 Sterbefälle an Grippe, und Seite 2 zwar meistens junge Mädchen und Frauen. Da wirst du meine große Sorge verstehen. Gestern erhielt ich von Magdalena die Freudebotschaft über die Geburt ihres Erb(...). Ich habe mich herzlich darüber gefreut, zumal nun auch der glücklichen Eltern Wunsch erfüllt ist. Magdalena scheint es ja nicht gut zu gehen; du wirst nicht (...) bald hinführen u. dich persönlich über- zeugen, item das Kindlein im Augen- schein nehmen. Ich habe augenblicklich Stuben- arrest weegen großen W am kleinen C. Es handelt sich um ein ganz gemeines Geschwär, das sich plötzlich an der kleinen Zehe entwickelt hat u. sehr schmerzhaft ist. Am Dienstag bin ich noch den ganzen Nachmittag bei schönen Wetter ausgeritten, und denn ging die Geschichte los. Man wollte mich erst in Lazarett-Zug nach Gerolstein schicken, mußte aber leider davon absehen, da ich augenblicklich unabkömmlich Seite 3 sein Stellvertreter ist zum Gaskursus nach Berlin, der IIe Stellvertreter, ein 62 Jahre alter Rittmeister Stiller aus Hamburg trift erst heute bei uns ein, und der IIte Ad- jutant ist ersetzt. So läuft die ganze Firma nur auf mir, was jammerschade ist; ich wäre recht gerne mal nach Deutschland gefahren. So sitze ich den ganzen Tag mit meinen hochlingenden Brein(?) am Telefon und dirigiere die Munitions(...). Heute war großer Angriff der Franzosen auf der ganzen Linie zwischen Aisne(?) u. Oise. Wir waren durch Gefangenen-Aussagen darauf vorbereitet u. haben ihn glü- zend abgeschlagen. Die Tanks lagen so unter zusammengefaßten Artilleriefeuer, daß die schlaunigst Rapt machen mußten. Nachts(?) (...) hier (...) die ganze Bude von einem Riesengeschütz, das einen unheimlichen Krach macht. Leider haben wir vorgestern 2 Leute, alte, brave Fa- milienväter durch eine Fliegerbombe ver- loren. Im Tod hatten sie noch die Bügel ihrer Pferde Seite 4 in der Hand, also wirklich brave Kerls. An den Frieden glaube ich immer weniger, es sei denn, daß unsere Feinde einsehen, daß sie nicht mehr als bisher erreichen können. Bis zum Rhein ist noch ein sehr weiter Weg und dazwischen liegen noch Schelde, Antwerpen, Maubeuge, Namur, Luttich, die Maas u. noch vieles andere, alles noch sehr harte Nüsse zum knakken. Trotzdem soll es schon viele Angst(...) im Rheinland geben, die ihr Geld und Gut in Sicherheit bringen. Und dabei liegen wir hier noch so ruhig und gelassen auf französischen Boden, als wann gar nichts weiter los wäre. Für die Grüße der Familie Schclauske herzl. Dank. Grüß bitte dort wieder. Ich habe immer sehr gerne dort verkehrt. Mit Tabak bin jetzt sehr gut vorsehen, wenn du ausge- raucht, schreibe mir nur, ich helfe dir gerne da- mit aus oder kaufe welchen(?) unter der Hand. Mit herzlichen Gruß u. Kuß bin ich dein Bruder Richard Am linkerseite: Höre soeben von (...) Lobbereiter(?), daß Josef Neumann als (...) gefallen ist.
longdoz Am: 17.05.2020 18:46:03 Gelesen: 1162174 # 1567
@ evwezel [#1566] S. 2: Erbprinzen du wirst nicht bald mal hinfahren und dich ...
longdoz Am: 17.05.2020 18:54:29 Gelesen: 1162171 # 1568
@ evwezel [#1566] S. 3: … mit meinem hochliegenden Bein … … Munitionsgespanne … Aisne ok. Die Tanks lagen so unter zusammengefaßtem Artilleriefeuer, daß sie schleunigst Kehrt machen mußten. Nachts wackelt hier fortwährend die ganze Bude …
longdoz Am: 17.05.2020 19:00:51 Gelesen: 1162166 # 1569
@ evwezel [#1566] S. 4: … Lüttich … welchen ok groetjes Mats
evwezel Am: 17.05.2020 21:49:29 Gelesen: 1162120 # 1570
@ longdoz [#1569] Hallo Mats, vielen Dank für deine Hilfe! Nog een fijne avond / Noch einen schönen Abend, Emiel
volkimal Am: 18.05.2020 13:54:04 Gelesen: 1161862 # 1571
Hallo zusammen, eben habe ich Emiel den kompletten Text eimal als Email geschickt. Ich habe nur ein Wort vom Seitenrand nicht herausbekommen: Ich lese: Höre soeben von einem Lobbericher, daß Josef Neumann als Feld ???? gefallen ist. Lobberich ist ein Stadtteil der Stadt Nettetal. Wer kann erkennen, was hinter "Feld steht" Viele Grüße Volkmar
bayern klassisch Am: 18.05.2020 14:14:04 Gelesen: 1161858 # 1572
@ volkimal [#1571] Ich lese "Feldgefreiter". Liebe Grüsse, Ralph
inflamicha Am: 18.05.2020 15:20:48 Gelesen: 1161841 # 1573
@ volkimal [#1571] Hallo Volkmar, Feldgeistlicher ist schlüssiger- von einem Feldgefreiten habe ich nie gehört. Gruß Michael
volkimal Am: 18.05.2020 15:43:21 Gelesen: 1161829 # 1574
@ inflamicha [#1573] Hallo Michael, "Feldgeistlicher" das passt - super! Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 18.05.2020 21:01:11 Gelesen: 1161770 # 1575
@ volkimal [#1574] @ inflamicha [#1573] Hallo Volkmar, Nochmals vielen Dank, dass du alles so gründlich überarbeitet hast. Das war wirklich super nett von dir! Und Michael, danke für deinen Übersetzungsvorschlag. Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 19.05.2020 08:59:23 Gelesen: 1161512 # 1576
Liebe Sammelfreunde, diesmal ein ungewöhnliche Feldpostbrief. Am 9. September 1914, Leutnant Waters befand sich im Felde in der nähe von Brüssel. Er hat gerade die Nachricht erhalten, dass ihm ein Sohn geboren wurde, Richard Jr. Weil die Kanonen donnern, schreibt er folgendes Gedicht: Seite 1 Meinen lieben kleinen Richard im Feldzuge 1914 gewidmet in Ninove bei Brüssel am 9. Sept, wo mir die Nachricht (...) von seiner Geburt am 19.Aug.1914 Lieber kleiner Herzensjunge! Löse mir die Dichterzunge, Daβ (...)reise diese Stunde Wo mir (...) die frohe Kunde Daβ dein liebes Mütterlein Mir im trauten Kämmerlein Hat das herrlichste gegeben, Was es gibt im ird´schen Leben Welche Wonne, welches Glück, Wo sich wendet nun mein Blick Zu dem Körblein in dem Stübchen, Drinn so wonnig(?) ruht mein Lübchen(?), Seite 2 Mütterlein neigt sich vorüber, Singt die schönsten Wiegenlieder, Und bei hellsten Sonnenschein Schläft mein kleines Lüblein(?) ein! Unterdas in Feindesland Mit der Knarre(?) in der Hand, zieht dein Vater (...) und (...), Über Brüssel nach Anvers; Wäre so gern bei seinem Sohne, Doch der Donner der Kanone Und der Wölker heiβes Ringen Reden ihm von andere Dingen. Nimmer darf er daran denken, Schon sein Köβlein heimzulenken(?), Denn das liebe Vaterland Wird bedroht von Feindesland.´ Vaterland, dir will ich nützen, Heimatserd, dich will ich schützen! Seite 3 Vorwärts geht es, ohne Langen(!) Führt der Weg auch über Leichen, Kennen kein zurückr(...)ichen, Bis des Feindes Macht bezwungen Und wir siegereich durchgedrungen. Hat uns Gott der Sieg gegeben, Junge, ja! Da gibt´s ein Leben! Reit´ dann ohne Rast und Ruh´ Immerfort dere Heimat zu. Werd´woll Freude und Entzücken Wärmiglich aus Herz eindrücken Und werd´ immer bei euch sein, Bei dir und dein Mütterlein. Doch jetzt schlaf´, meine Herzensjunge, Schweigen muβ die Dichterzunge; Hier gibt´s keine Wiegelieder, Die Kanonen donnern(?) wieder! Vollendet am 10. Sept. 1914 beim dröhnen der Kanonen 15 km. nordwestlich Brüssel im Felde liegend (...) Richard Waters Es fehlen noch einige Wörter. Hat jemand eine Idee? Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 19.05.2020 09:41:58 Gelesen: 1161490 # 1577
@ evwezel [#1576] Hallo Emiel, der Text ist eigentlich leicht zu lesen, einige Wörter aber sehr ungewöhnlich, da es sich reimen sollte. Erstaunlich, was Richard Waters trotz Kanonendonners verfasst hat. Meinen lieben kleinen Richard im Feldzuge 1914 gewidmet in Ninove bei Brüssel am 9. Sept, wo mir die Nachricht ward von seiner Geburt am 19.Aug.1914 Lieber kleiner Herzensjunge! Löse mir die Dichterzunge, Daβ sie preise diese Stunde Wo mir ward die frohe Kunde Daβ dein liebes Mütterlein Mir im trauten Kämmerlein Hat das herrlichste gegeben, Was es gibt im ird´schen Leben Welche Wonne, welches Glück, Wo sich wendet nun mein Blick Zu dem Körblein in dem Stübchen, Drinn so wonnig ruht mein Bübchen, Seite 2 Mütterlein neigt sich darüber, Singt die schönsten Wiegenlieder, Und bei hellsten Sonnenschein Schläft mein kleines Büblein ein! Unterdes in Feindesland Mit der Knarre in der Hand, zieht dein Vater kreuz und quer, Über Brüssel nach Anvers; Wär‘ so gern bei seinem Sohne, Doch der Donner der Kanone Und der Völker heiβes Ringen Reden ihm von andern Dingen. Nimmer darf er daran denken, Schon sein Röβlein heimzulenken, Denn das liebe Vaterland Wird bedroht von Feindesband.´ Vaterland, dir will ich nützen, Heimatherd, dich will ich schützen! Und ob groß auch mein Verlangen Seite 3 Vorwärts geht es, ohne Bangen Führt der Weg auch über Leichen, Kennen kein zurückeweichen, Bis des Feindes Macht bezwungen Und wir siegreich durchgedrungen. Hat uns Gott der Sieg gegeben, Junge, ja! Da gibt´s ein Leben! Reit´ dann ohne Rast und Ruh´ Immerfort der Heimat zu. Werd´ voll Freude und Entzücken Männiglich ans Herz Euch drücken Und werd´ immer bei euch sein, Bei dir und dem Mütterlein. Doch jetzt schlaf´, mein Herzensjunge, Schweigen muβ die Dichterzunge; Hier gibt´s keine Wiegelieder, Die Kanonen donnern wieder! Vollendet am 10. Sept. 1914 beim dröhnen der Kanonen 15 km. nordwestlich Brüssel im Felde liegend gez. Richard Waters Wenn Du irgendetwas nicht verstehst frag einfach nach. Man kann es dann mit anderen Worten erklären. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 19.05.2020 10:48:17 Gelesen: 1161471 # 1578
@ volkimal [#1577] Volkmar, ich finde es wirklich erstaunlich, dass du diesen Text in wenigen Minuten lesen kannst! Mein Selbstvertrauen ist jetzt in den Keller gesunken. :-) Die meisten Wörter konnte ich in meinem Duden nachschlagen, aber einige Ausdruckungen verstehe ich nicht (ganz): im trauten Kämmerlein Mit der Knarre in der Hand sein Röβlein heimzulenken gez. - gezeichnet?
volkimal Am: 19.05.2020 11:01:23 Gelesen: 1161463 # 1579
@ evwezel [#1578] Hallo Emiel, es ist völlig überflüssig, dass dein Selbstvertrauen in den Keller sinkt. Ich finde es super, wie gut du die Sütterlin-Texte lesen kannst. Ohne deine Hilfe d.h. ohne den Text, den du vorgibst, bräuchte ich auch länger. Ansonsten lese ich Sütterlin schon seit sehr langer Zeit - dadurch habe ich natürlich einen sehr großen Vorteil. traut = Kurzform von vertraut Knarre = anderes Wort für Gewehr Rößlein = kleines Roß (heute Ross) = kleines Pferd (Er wird kein kleines, sondern ein normales Pferd gehabt haben, aber es reimte sich besser.) gez. = gezeichnet. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 19.05.2020 11:17:28 Gelesen: 1161458 # 1580
@ volkimal [#1579] Volkmar, wiederum vielen Dank für deine Hilfe! Die Verabredung mit meinem Mentalcoach habe ich wieder abgesagt. Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 20.05.2020 09:28:50 Gelesen: 1160893 # 1581
Liebe Sammelfreunde, ich zeige euch nochmals einen Feldpostbrief. Die beiden Brüder Richard und Franz haben ihre Ausbildung ins Gymnasium Gaesdonck (zu Goch) bekommen. Nach seinem Arbitur, Franz arbeitete als Gymnasiallehrer. Als Richard in 1917 diesen Brief schreibt, ist Franz gerade zu den Waffen einberufen. Er gibt Franz einige Hinweise zum Leben in der Armee. Mir fehlen noch einige Wörter. Viele Grüβe, Emiel Seite 1 Ruβland, 24. Jan. 1917 Lieber Franz! Mit groβer Spannung las ich heute deinen ersten Kammiβbrief. Ich kann mich noch immer nicht so recht in die Sachlage hinein denken, es kommst mir zu spanisch vor. Jeden falls freut es mich sehr, aus deinem Brief ein unlaugbare Dienstfreudigkeit und Zufriedenheit herauszulesen. Ich glaube bestimmt, daβ die einstmalige Gaes- doncker Zucht und Kasernierung viel dazu beitragen und daβ gerade diese dir das jetzige eiseren "Muβ" viel erträglicher machen. Auch ist es ja von groβen Wert, daβ du so viele Kameraden in gleicher sozialer Mallung hast, das Gegenteil wäre meines erachtens für dich die allerbitterste Pille gewesen. Vor allem aber konntest du kein bessere Truppengattung finden, die auβerdem richtig interessant ist. In der Hauptsache kommt es ja nun zunächst auf die Morgesetzten(?) an u. da geben ich dir den guten Rat: Laβ dir von den Unterorganen nicht zu viel gefallen! Immer wieder erhalten wir Rundschreiben, zuletzt eines unter geheime direkt von Hindenburg, worin die möglichst (...) Behandlung der Leute dringend be- fohlen wird, unter Hinweis darauf, daβ man es nicht mit 20 jährigen Rekruten zu tun hätten, sondern mit Männer, die selbst wüβten, was die den (...) schuldig sind. Solltest du irgendwie (...) haben, dann wende dich an mich. Kammiß=militär Seite 2 Infolge der Urlaubssperre bis 20. Februar muβ ich mich auch noch einige Wochen gedulden. Ich hoffe 4 Wochen heraus zu schrieden(?), in dem ich dich sicherlich zu Hause sehen werde. Auf jeden Fall (...) auf Fahrschein bis Coblenz. Vom 20-22 ds hatte Moll u. H. Klüfer zu Besuch. Die Freude der beiden kannst du dir denken, besonders Moll war im siebten Himmel. Ein mächtiges Faβ Bier, schöne Schlittentouren u. gemütlich Sitzungen schufen uns unvergeβliche Tage. Ich lege dir ein Aufnahme bei von einer Abfahrt zur Schlittentour. Im anderen(?) Schlitten Herr Lemm mit H. Klüfer, hinten Moll u. ich im Einspänner. Denn füge auch ein Weihnachtsaufnahme für dich bei als Andenken. Und nun alles Gute lieber Franz, der Packete kommt. Laβ dir die Sache nicht zu feuer(?) werden, nimme alles von der ersten Seite auf. Mit herzl. Brudergruβ, Kuβ Richard
volkimal Am: 20.05.2020 10:11:37 Gelesen: 1160871 # 1582
@ evwezel [#1581] Hallo Emiel, der übliche Ausdruck für das Militär ist Kommiß (mit "o"). Richard hat aber eindeutig Kammiß geschrieben. Evtl. ist das ein Wort aus dem Kölner Bereich. Beim einen Namen auf Seite 2 hat du geschrieben "H. Klüfer". Das "H" in lateinischer Schrift (es ist ein Name) müsste anders aussehen. Ich vermute, dass es ein "T" ist - bin mir aber nicht sicher. Auf Seite 2 heißt es "20-22 dss". Die Buchstaben sind nacheinander: "d", langes "s" rundes "s". Insgesamt lese ich: Ruβland, 24. Jan. 1917 Lieber Franz! Mit groβer Spannung las ich heute deinen ersten Kammiβbrief. Ich kann mich noch immer nicht so recht in die Sachlage hinein denken, es kommst mir zu spanisch vor. Jeden falls freut es mich sehr, aus deinem Brief ein unleugbare Dienstfreudigkeit und Zufriedenheit herauszulesen. Ich glaube bestimmt, daβ die einstmalige Gaes- doncker Zucht und Kasernierung viel dazu beitragen und daβ gerade diese dir das jetzige eiseren "Muβ" viel erträglicher machen. Auch ist es ja von groβem Wert, daβ du so viele Kameraden in gleicher sozialer Stellung hast, das Gegenteil wäre meines Erachtens für dich die allerbitterste Pille gewesen. Vor allem aber konntest du keine bessere Truppengattung finden, die auβerdem richtig interessant ist. In der Hauptsache kommt es ja nun zunächst auf die Vorgesetzten an u. da geben ich dir den guten Rat: Laβ dir von den Unterorganen nicht zu viel gefallen! Immer wieder erhalten wir Rundschreiben, zuletzt eines unter Geheim direkt von Hindenburg, worin die möglichst anständige Behandlung der Leute dringend be- fohlen wird, unter Hinweis darauf, daβ man es nicht mit 20 jährigen Rekruten zu tun hätte, sondern mit Männer, die selbst wüβten, was sie dem Vaterland schuldig sind. Solltest du irgendwie Beschwerden haben, dann wende dich an mich. Seite 2 Infolge der Urlaubssperre bis 20. Februar muβ ich mich auch noch einige Wochen gedulden. Ich hoffe 4 Wochen heraus zu schinden, in denen ich dich sicherlich zu Hause sehen werde. Auf jeden Fall nehme auch Fahrschein bis Coblenz. Vom 20-22 dss hatte Moll u. T. Klüfer zu Besuch. Die Freude der beiden kannst du dir denken, besonders Moll war im siebten Himmel. Ein mächtiges Faβ Bier, schöne Schlittentouren u. gemütliche Sitzungen schufen uns unvergeβliche Tage. Ich lege dir eine Aufnahme bei von einer Abfahrt zur Schlittentour. Im anderen Schlitten Herr Lemm mit T. Klüfer, hinten Moll u. ich im Einspänner. Denn füge auch ein Weihnachtsaufnahme für dich bei als Andenken. Und nun alles Gute lieber Franz, der Postbote kommt. Laβ dir die Sache nicht zu sauer werden, nimm alles von der besten Seite auf. Mit herzl. Brudergruβ, Kuβ Richard Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 20.05.2020 11:20:36 Gelesen: 1160848 # 1583
@ volkimal [#1582] Hallo Volkmar, Vielen Dank für deine Hilfe! Es ist mir noch nicht ganz klar, warum die "anständige Behandlung der Leute dringend befohlen" wurde. Um was für ein Verbrechen handelt es sich hier? Ich hätte auch zuerst an "anständige" gedacht, aber es gibt nur 1 Punkt über den Buchstabe "a" (und eigentlich ist er positioniert über den Buchstabe "n")... Für das Wort "Kammiß", [1], (s ist tatsächlich ein Wort aus dem Kölner Bereich. Viele Grüße, Emiel [1] https://www.koelsch-woerterbuch.de/kammiss-auf-deutsch-7791.html
volkimal Am: 20.05.2020 11:42:00 Gelesen: 1160841 # 1584
@ evwezel [#1583] Hallo Emiel, es handelt sich nicht um ein Verbrechen. Hindenburg wollte nur Folgendes: Normalerweise hatten es die Ausbilder beim Militär nur mit jungen Männern zu tun. Die wurden wohl von den Ausbildern ganz schön schikaniert. Unter den eingezogenen Soldaten waren aber auch deutlich ältere "Herren" zum Beispiel Familienväter usw.. Mit diesen konnte man nicht genauso umgehen wie mit den jungen Soldaten. Deshalb sollten sie anständig behandelt - und nicht wie gewohnt schikaniert werden. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 20.05.2020 12:05:10 Gelesen: 1160829 # 1585
@ volkimal [#1584] Hallo Volkmar, das erklärt vieles. Franz war nämlich schon 37 Jahre alt, und Richard hatte natürlich Angst, dass seinem Bruder auch "schikaniert" wurde. Zum Schluss, was bedeutet "herausschinden" eigentlich in diesem Zusammenhang? Mit herzlichem Gruß, Emiel
volkimal Am: 20.05.2020 13:32:49 Gelesen: 1160779 # 1586
@ evwezel [#1585] Hallo Emiel, schinden bedeutet, sich sehr anzustrengen bzw. sich zu quälen, um etwas zu erreichen. Vermutlich bekommt man normalerweise keine 4 Wochen Urlaub und es ist nicht leicht, diese zu bekommen. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 20.05.2020 16:09:58 Gelesen: 1160610 # 1587
Wer kann das lesen ? Hallo, ich habe hier eine Postkarte, wo ich gerne gewusst hätte an was für einen ".....schüler" die Karte adressiert ist. Kann das jemnand lesen? ich komme nicht drauf. Gruß Detlef
Altmerker Am: 20.05.2020 16:17:15 Gelesen: 1160607 # 1588
Ich gehe davon aus, es heißt Fürstenschüler. St. Afra, heute Sachsens Elite-Gymnasium, war ja Fürstenschule. Gruß Uwe
dr31157 Am: 20.05.2020 16:31:03 Gelesen: 1160596 # 1589
@ Altmerker [#1588] Hallo Uwe, vielen Dank für die schnelle Info. Gruß Detlef
Flecker Am: 21.05.2020 13:53:43 Gelesen: 1160374 # 1590
Hallo, schon seit Tagen versuche ich aus einem alten Dokument den Strassennamen rauszulesen. Könnte mir jemand helfen? Selbst von GOOGLE die Sütterlinschrift hilft mir nicht weiter, da mir jede Erfahrung fehlt. Vielen Dank im voraus. Rudolf
JH Am: 21.05.2020 14:03:25 Gelesen: 1160370 # 1591
"Adolf Hitlerstraße" Gruß Jürgen
Flecker Am: 21.05.2020 14:05:26 Gelesen: 1160369 # 1592
Hallo JH, vielen Dank, darauf wäre ich nie gekommen. Rudolf
dr31157 Am: 21.05.2020 16:35:41 Gelesen: 1160381 # 1593
Wer kann diese Schrift lesen ? Hallo, diese Schrift ist grausam. Ich würde gern wissen, worum es im Text dieser Karte geht, sowie an wen sie adressiert ist. An dieser Handschrift verzweifele ich. Schreibt hier ein Doktor Federer aus Hinterzarten an seinen Sohn? In der Adresse: Herrn .... Federer? Kann mir das bitte jemand entziffern? Viele Grüße Detlef
dr.vision Am: 21.05.2020 17:35:17 Gelesen: 1160314 # 1594
Moin zusammen, lese ich da richtig? Mir geht es es nur um die Adresse. An Pionier Zisch K. Genesungsheim Spa / Belg. Kurhaus (Galerie) Danke für eure Hilfe. Beste Grüße von der (völlig überlaufenen) Ostsee Ralf
DERMZ Am: 21.05.2020 17:40:05 Gelesen: 1160312 # 1595
@ dr.vision [#1594] Moinsen Ralf, ja das lese ich auch. Viele Grüsse aus dem leeren südlichen Süden (sind alle an der Ostsee ...) Olaf
dr.vision Am: 21.05.2020 17:47:37 Gelesen: 1160306 # 1596
@ DERMZ [#1595] Moin Olaf, prima, danke ! Gruß Ralf
evwezel Am: 21.05.2020 23:26:42 Gelesen: 1160140 # 1597
Liebe Sammelfreunde, In den folgenden Brief fehlen mir zwei Wörter, aber eigentlich kommt mir den ganzen Satz in kursiv merkwürdig vor: Noch ein schönen Abend, Emiel ---- Im Felde, 21.6.17 Lieber Franz! Kann dir heute die Botschaft senden, daβ meine endgültige Ernennung zum Adjutanten des Staffel- stabes 211 am 18. dss durch unseren General Goeden(?) ausgesprochen worden ist. Sitze also jetzt fast hier im Settel, habe bei der dreitägigen Befestigungsreise sehr gut abgeschnitten u. hoffe das Ende des Krieges recht bald in dieser Stellung zu erleben. Erhielte gestern ein langen Brief von Gustav, (...) er mir u.a. euer Vorhaben bezügl. der Cigarren auseinander legte. Na- türlich kann mir die Sache so nur recht sein, ich danke schon jetzt vielmals u. denke(?) mich durch aus(...)liges fotogr. Kartenma- terial erkenntlich zu zeigen suchen. Hätte ich nur mehr Zeit. Leider augenblick- lich unter einer ekligen Zahnfistel, muβte mich heute morgen einer sehr schmerzlichen Operation untergehen, die Sache kann noch einige Wochen dauern. Für heute herzlichste Grüβe, Richard
volkimal Am: 22.05.2020 08:40:06 Gelesen: 1160048 # 1598
@ evwezel [#1597] Guten morgen Emiel, hier der komplette Text mit ein paar kleinen Änderungen: Im Felde, 21.6.17 Lieber Franz! Kann dir heute die Botschaft senden, daβ meine endgültige Ernennung zum Adjutanten des Staffel- stabes 211 am 18. dss durch unseren General Goeden ausgesprochen worden ist. Sitze also jetzt fast hier im Sattel, habe bei der dreitägigen Besichtigungsreise sehr gut abgeschnitten u. hoffe das Ende des Krieges recht bald in dieser Stellung zu erleben. Erhielt gestern ein langen Brief von Gustav, worin er mir u.a. Euer Vorhaben bezügl. der Cigarren auseinander legte. Na- türlich kann mir die Sache so nur recht sein, ich danke schon jetzt vielmals u. werde mich durch ausgiebiges fotogr. Kartenma- terial erkenntlich zu zeigen suchen. Hätte ich nur mehr Zeit. Leide augenblick- lich unter einer ekligen Zahnfistel, muβte mich heute morgen einer sehr schmerzlichen Operation unterziehen, die Sache kann noch einige Wochen dauern. Für heute herzlichste Grüβe, Richard Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 22.05.2020 09:49:37 Gelesen: 1160034 # 1599
@ volkimal [#1598] Super, vielen Dank Volkmar! Richard erzählt in seinen Brief dass er von Leutnant zum Adjutant befördert wurde. Ich habe das mal nachgeschlagen in der Wikipedia [1], aber da wird diesen Dienstgrad überhaupt nicht genannt. [1] https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dienstgrade_des_Deutschen_Heeres_(Deutsches_Kaiserreich)#/search
silent Am: 22.05.2020 10:26:22 Gelesen: 1160019 # 1600
@ evwezel [#1599] Adjutant hatte damals eher folgende bedeutung. Der Adjutant ist ein dem Truppenbefehlshaber zur Unterstützung beigegebener Offizier. Das Wort Adjutant stammt von lateinisch adiuvare‚ helfen, unterstützen‘ ab und bedeutet so viel wie Gehilfe.
evwezel Am: 22.05.2020 12:59:52 Gelesen: 1159985 # 1601
@ volkimal [#1598] @ silent [#1600] Hallo Volkmar (und Silent), Das ist denn eigentlich ein Ehrenamt (Richard bleibt tätig als Leutnant?)? Ich habe gerade gelesen dass Richard selbst etwas hierüber gemeldet hat in einem früheren Brief, geschrieben am 9. Mai 1917 (Sütterlin is süchtigmachend...): ---- Rittergut Bardakowschtschivna(?), 9. Mai 17 Lieber Bruder! Am 2ten Mai durch Telegramm in´s Feld zurückgewurfen, wirke jetzt schon seit 5 Tagen in unseren neuen Posten. Der Adjutant unser Staffel hat sich zu den Fliegern gemeldet u. bis zu seiner Abberu- fung soll ich mich bei ihm einarbeiten, um ihm denn abzulösen. Die Sache zahlt mir wenig, wäre lieber Verpflegungsoffizier geworden. So ist man immer gebunden, hat wenig freie Zeit u. ist man sein eigener Herr. Zwar hat man groβe Machtbefug- niβ, aber man ist auch die besonders am Fernsprecher am meisten (...) (...). Vorläufig ist´s ja ganz nett unter Rittmeister Schön, der den (...) ertritt, wenn aber letzter zurückkehrt, werde ich mir die Sache noch gründig überlegen. Der Quartier ist glänzend, ein altes Schloss mit herrlichem Garten, Park u. (...). Zu fotogra- fieren bin noch nicht gekommen, tue es aber sobald als möglich. Speise u. Tabak liegen auch brach, umso gröβer ist allerdings der Ci- garren-umsatz. Nächstens sollst du auch über meinen Dienst neues erfahren. Für heute herzl. Grüβe Richard. --- Viele Grüβe, Emiel
volkimal Am: 22.05.2020 13:24:54 Gelesen: 1159959 # 1602
@ evwezel [#1601] Hallo Emiel, da hast du recht: "Sütterlin is süchtigmachend...". Vor allem macht es süchtig, wenn man an irgendeinem Wort nicht weiterkommt. Hier ist der Text des Briefes: Rittergut Bardakowschtschivna(?), 9. Mai 17 Lieber Bruder! Am 2ten Mai durch Telegramm in´s Feld zurückgerufen, wirke jetzt schon seit 5 Tagen in meinem neuen Posten. Der Adjutant unser Staffel hat sich zu den Fliegern gemeldet u. bis zu seiner Abberu- fung soll ich mich bei ihm einarbeiten, um ihn denn abzulösen. Die Sache paßt mir wenig, wäre lieber Verpflegungsoffizier geworden. So ist man immer gebunden, hat wenig freie Zeit u. ist nie sein eigener Herr. Zwar hat man groβe Machtbefug- niβ, aber man ist auch die besonders am Fernsprecher am meisten begehrteste Person. Vorläufig ist´s ja ganz nett unter Rittmeister Schön, der den Major vertritt, wenn aber letzter zurückkehrt, werde ich mir die Sache noch gründlich überlegen. Der Quartier ist glänzend, ein altes Schloss mit herrlichem Garten, Park u. Wegen. Zu fotogra- fieren bin noch nicht gekommen, tue es aber sobald als möglich. Pfeife u. Tabak liegen auch brach, umso gröβer ist allerdings der Ci- garren-umsatz. Nächstens sollst du auch über meinen Dienst Nähres(?) erfahren. Für heute herzl. Grüβe Richard. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 22.05.2020 13:49:42 Gelesen: 1159939 # 1603
@ volkimal [#1602] Hallo Volkmar, Vielen Dank für deine Überarbeitung! Ich sehe jetzt dass ich an einigen Stellen nicht aufmerksam genug gelesen habe (“Eile mit Weile”). Ich werde noch versuchen der Name des Rittergutes herauszufinden. Bis zum nächsten Mal! Emiel
opti53 Am: 22.05.2020 14:37:41 Gelesen: 1159905 # 1604
@ dr31157 [#1593] Hallo Detlef, nachdem das Thema hierher verschoben wurde, fehlt immer noch eine Darstellung in besserer Auflösung. Kannst Du das noch machen? Viele Grüße Thomas
dr31157 Am: 22.05.2020 15:37:36 Gelesen: 1159873 # 1605
@ opti53 [#1604] Hallo Thomas, das mache ich doch gerne (600 dpi). Ich finde diese Handschrift in der Tat grausam. Ich würde gern wissen, worum es im Text dieser Karte geht, sowie und an wen sie adressiert ist. Schreibt hier ein Doktor Federer aus Hinterzarten an seinen Sohn? Der Titel in der Adresse: Herrn .... Federer? Viele Grüße Detlef
opti53 Am: 22.05.2020 17:40:12 Gelesen: 1159821 # 1606
@ dr31157 [#1605] Hallo Detlef, irgendwie wird mir die Grafik nicht angezeigt. Das kann am Server liegen. Sobald ich etwas sehen kann, werde ich mal draufschauen. Viele Grüße Thomas
Altmerker Am: 22.05.2020 20:05:08 Gelesen: 1159725 # 1607
@ dr31157 [#1605] Ich sehe hier einen Landgerichtrat als Adressat. Julius? Übrigens wird im Buch "Nachricht von dem Geschlecht und Herkommen der Cunoen: 1672 - 1957" über Dr. Federer und seine Frau 1914 berichtet, die in Hinterzarten den Cunos ein Urlaubsdomizil vermietet haben. Naja, vielleicht löst die kollektive Weisheit oder Schwarmintelligenz auch noch paar andere handschriftliche Zeilen auf. Gruß Uwe
dr31157 Am: 22.05.2020 20:23:30 Gelesen: 1159706 # 1608
@ Altmerker [#1607] Hallo Uwe, vielen Dank für die Info. Viele Grüße Detlef
volkimal Am: 22.05.2020 22:17:47 Gelesen: 1159661 # 1609
@ evwezel [#1603] Hallo Emiel, hast du irgendwelche anderen Ortsangaben von Richard aus der Zeit um den Mai 1917 ? Wenn man in etwa weiß wo er damals war, ist das Rittergut evtl. besser zu finden. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 23.05.2020 08:29:47 Gelesen: 1159539 # 1610
@ volkimal [#1609] Hallo Volkmar, Leider nicht. Am 5ten Juni 1917 schreibt Richard in einen längeren Brief: "Nachrichtig haben wir hier allerdings das schönsten Quartier, ein herrliches Landsitz. Vor mir liegt ein wunderbarer Park, Wald, Wiese und Wasser." Zunächst schreibt er dass am 7ten Juni hohes Besuch erwartet wird von General Gustav von Dickhut-Harrach. Zusammen mit der Angabe "201. Division" kann dass uns vielleicht noch weiterhelfen. Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 23.05.2020 09:18:41 Gelesen: 1159516 # 1611
@ evwezel [#1610] Hallo Emiel, diese Information hilft tatsächlich weiter. Über die 201. Division steht bei Wikipedia "1. Januar bis 11. September – Stellungskämpfe an der oberen Schtschara-Serwetsch". Also bei Maps Schtschara eingegeben und dem Fluss bis zum Oberlauf folgen. Dort gibt es den Ort Tal'kovshchina = Тальковщина. Der hintere Teil des Namens sieht schon so ähnlich aus wie der des Rittergutes. Falls Du Tal'kovshchina bei Maps suchst gib den kyrillischen Namen ein (den Ort gibt es doppelt). Aus der Kombination von Bardakowschtschivna oder Burdukowschtschivna und Tal'kovshchina ergibt sich Burdukovshchina. Wieder bei Google findest Du ein Gemälde des polnischen Komponisten, Pianisten und Malers Napoleon Orda - und was ist dargestellt - "Burdukovshchina (Buynovichi)"[1]. Ich gehe davon aus, dass das Bild das besagte Rittergut zeigt. Es fragt sich nur noch, wo es liegt. Das habe ich noch nicht herausbekommen. Viele Grüße Volkmar [1] https://ikobrin.ru/en/ordarisunki2.php#!prettyPhoto
evwezel Am: 23.05.2020 09:33:07 Gelesen: 1159498 # 1612
@ volkimal [#1611] Hallo Volkmar, das ist super; gute Detektivenarbeit hast du da gemacht! Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 23.05.2020 09:44:05 Gelesen: 1159492 # 1613
@ volkimal [#1611] Hallo Volkmar, Siehe auch https://www.radzima.org/ru/mesto/burdukovshchina.html. Dort steht folgendes: Burdukoŭščyna. Manor of Obuchowicz Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 23.05.2020 10:01:30 Gelesen: 1159484 # 1614
@ evwezel [#1613] Hallo Emiel, wo hast Du das Bild jetzt hergezaubert? Ich hatte es bei Google nicht gefunden. Dort sind auch Koordinaten angegeben. Diese sind ca. 50 km vom Fluss Schtschara und von Tal'kovshchina = Тальковщина entfernt. Allerdings ist unter den angegebenen Koordinaten kein Rittergut mehr zu sehen. Das kann natürlich auch nach über 100 Jahren auch so sein. Unter dem Suchwort Бурдукоўшчына sind noch mehr Bilder zu finden. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 23.05.2020 10:09:51 Gelesen: 1159479 # 1615
Hallo Emiel, das Haus steht auf der Liste der Denkmäler der Geschichte und Architektur von Belarus, die von den Behörden der UdSSR zerstört wurden. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 23.05.2020 18:18:20 Gelesen: 1159398 # 1616
@ volkimal [#1615] Hallo Volkmar, auf der Website [1] (ich habe Google Translate gebraucht um die polnische Texte zu übersetzen) steht auch noch folgendes: "Es ist nicht bekannt, wann das Eigentum zerstört wurde. Anscheinend blieben kurz nach dem Zweiten Weltkrieg Menschen, die zur Vertreibung in die zurückgewonnenen Gebiete hier bestimmt waren. Zufolge andere Quellen wurde das Herrenhaus im zweiten Weltkrieg niedergebrannt." Das bringt uns am Ende der Suche. Viele Grüße, Emiel [1]] https://pl.m.wikipedia.org/wiki/Burdykowszczyzna
evwezel Am: 23.05.2020 18:35:28 Gelesen: 1159383 # 1617
Liebe Sammelfreunde, Sütterlin lesen geht jeden Tag ein bisschen besser. Im folgenden Text fehlt nur noch ein Wort. Vermutlich ein Aha-Erlebnis wenn jemand die Lösung hat. Viele Grüße, Emiel ---- Seite 1 Waldniel, 31 Juli 1916 Lieber Franz! Herzlichen Dank für deine schöne Karte von gestern. Wir alle erwidern deine Grüβe und freuen uns auf ein baldigens Wiedersehen. Mutter wollte dir schon eher schreiben, aber sie ist noch nicht dazu gekommen, da die ganze Woche Betrieb war. Ich habe ganz herrliche Tage er- lebt bei meinen Liebsten, die Kin- derchen kennen mich schon ganz genau, besonders Richard hangt sehr an mir. Diese Woche will einige Tage mit Elisabeth he- (...) fahren, wahrscheinlich nach Coblenz u. Köln - Vermutlich Seite 2 fahren wir Mittwochmorgen nach Coblenz, bleiben dort bis Donnerstag und fahren mit dem Dampfer nach Köln. Ob wir denn eine Nacht noch in Köln bleiben, ist noch unbe- stimmt, da Elisabeth nicht gerne lange von den Kindern geht. Wir erwarten dich am Samstag, denn du willst doch sicher zur General Versammlung hier hin. Also auf frohes Wiedersehen! Herz. Grüβe Küβe an Allen Richard
opti53 Am: 23.05.2020 18:51:52 Gelesen: 1159342 # 1618
@ dr31157 [#1605] Hallo Detlef, ja die Schrift ist gewöhnungsbedürftig. Der Absender ist ja ein Dr. Federer aus Hinterzarten (wie wenigstens sein Stempel zeigt) und wodurch man die Schreibung von Hinterzarten studieren kann. Der Adressat hat ihm wohl einen Brief geschrieben, für den er sich bedankt. Es geht wohl darum, dass in dem Brief gefragt wurde, ob er nicht irgendwelche Beeren geschickt bekommen könne. Ich meine Stachelbeeren gelesen zu haben, bin aber nicht sicher. Es gibt wohl genügend von diesen Beeren und auch noch eine andere Sorte. Ich meine weiter unten etwas von Rucksack gelesen zu haben. Um mehr Details herauszufinden, muss man wohl viel Zeit aufwenden oder noch besser sich mit anderen Schriftstücken des Autors in die Schrift einlesen. Übrfigens kann man schnell feststellen, dass es den Namen Federer noch heute in Hinterzarten gibt. Das ist jetzt noch nicht sehr viel, aber ich hoffe, dass es schon ein wenig hilft oder jemanden anderen auch motiviert, sich damit zu befassen. Viele Grüße Thomas
volkimal Am: 23.05.2020 18:56:42 Gelesen: 1159340 # 1619
@ evwezel [#1617] Hallo Emiel, super! Bald brauchst Du keine Hilfe mehr. Richard "will einige Tage mit Elisabeth heraus fahren." Sonst heißt es "... zur General Versammlung hier sein." und "Herz. Grüβe Küβe an alle" Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 23.05.2020 19:53:09 Gelesen: 1159318 # 1620
@ volkimal [#1619] Hallo Volkmar, das verstehe ich noch nicht ganz gut. Zuerst dachte ich nämlich auch, dass hier "heraus" geschrieben steht, aber es gibt hier doch keinen Strich über dem Buchstaben "u"? Deshalb meinte ich, dass es kein "u" sein konnte. Hat Richard das einfach vergessen? Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 23.05.2020 22:57:16 Gelesen: 1159282 # 1621
@ evwezel [#1620] Hallo Emiel, du hast natürlich recht - der Strich fehlt. Ich denke, dass Richard da etwas geschludert hat. Die Buchstaben passen aber ansonsten sehr genau. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 23.05.2020 23:36:01 Gelesen: 1159264 # 1622
@ opti53 [#1618] Hallo Thomas, die Handschrift ist wirklich schwierig. Wenn man allerdings schon etwas gedeutet bekommen hat, kann mans vielleicht schaffen zu entziffern. Ich habe da leider etwas Schwierigkeiten: Ich bin Brillenträger mit 6,5 Dioptrien und habe den Grünen Star, da gibts mit der Zeit Augenschmerzen. Wenn ich zusammenfasse, handelt es sich um eine Privatkorrespondenz (Urlaubserlebnisse) von einen sich im Urlaub befindlichen Vater an seinen Sohn. Vielen Dank für die Recherchen. Viele Grüße Detlef
evwezel Am: 23.05.2020 23:42:54 Gelesen: 1159260 # 1623
Hallo Volkmar, der letzte Brief für heute Abend. Das zweite Teil der Ortsname fehlt mir, auch nach stundenlanger Sucharbeit. Viele Grüße, Emiel ---- Der Text lautet wie folgt: Ostromeck[1]- (...) (...) Kobryn (Ruβl.) 2/7. 16 Lieber Franz! Endlich nach langen hin und herrwerden(?) sind wir hier in den Pripet Sümpfe[2] bodenständig geworden. Krimpeler habe noch gerade im alten Quartier getroffen. Schon in der folgenden Nacht kam der groβe Aufbruch, den 20 Stund- den Bahnfahrt zur Armee Liessingen(?). Seit 6 Tagen gehören wir wieder zu unseren alten Armee Prinz Leopold v. Bayern u. liegen 9 Kil. nordöstl. der Station Kobryn[3] zwischen Brest- Litowsk u. Pinsk. Seit 8 Tagen habe neue Kommander Oberlt. Lescke, Brillen- fabrikant aus Ratenow[4], mit dem schon lange befreundet u. gut fertig werde. Er ist auch starker Raucher u. wir helfen uns nun gegenseitig aus. Vielen Dank für den Tabak. Krimpeler hat dir wohl so alles in (...) erzählt. Hier bewohnen wir ein schönes russ. Adelsgut u. sind bei der Heuernte(?). Die Gegend ist sehr fruchtbar, doch auch ge- fährlich, wegen der Sümpfe u. der sich darin herumhiebenden(?) Räuberbanden. Für heute muβ schlieβen, nächstes mehr. Herzlichsten Brudergruβ u. Kuβ Richard [1] Ostromichi - Siehe https://geographic.org/geographic_names/name.php?uni=-2717113&fid=745&c=belarus [2] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Prypjats%C3%BCmpfe und https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=226435#M1412 [3] Kobryn - Siehe https://en.wikipedia.org/wiki/Kobryn [4] Rathenow - https://nl.wikipedia.org/wiki/Rathenow
volkimal Am: 24.05.2020 10:45:27 Gelesen: 1159051 # 1624
@ opti53 [#1618] @ dr31157 [#1605] Hallo zusammen, wenn ich es richtig lese, geht es um Preiselbeeren und um Heidelbeeren. Im Moment bin ich unterwegs, ich werde mich vermutlich morgen zum Text melden. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 24.05.2020 12:00:16 Gelesen: 1158966 # 1625
@ volkimal [#1624] Hallo Volkmar, herzlichen Dank für Dein Hilfeangebot diese Handschrift zu deuten. Bin gespannt, was es mit den Preisel- und Heidelbeeren zwischen den beiden Akademikern auf sich hat. Viele Grüße Detlef
Christoph 1 Am: 24.05.2020 12:14:35 Gelesen: 1158961 # 1626
@ dr31157 [#1625] Hallo Detlef, ich kann auch nicht viel lesen, aber die Adresse des Empfängers ist eindeutig Zähringerplatz 16 in Konstanz. Der Zähringerplatz ist das Geschäftszentrum des Konstanzer Stadtteils Petershausen (Vorstadt). Die Hausnummer 16 ergibt sich daraus, dass es eine Hausnummer 76 an dieser Straße nie gegeben hat. Den Namen Federer gibt es nicht nur in Hinterzarten, sondern auch in Konstanz heute noch. Viele Grüße Christoph
evwezel Am: 24.05.2020 13:41:36 Gelesen: 1158921 # 1627
@ evwezel [#1623] Ich habe es endlich gefunden: der Ortsname ist Szlachecki. Siehe auch https://uurl.kbr.be/1010516
volkimal Am: 24.05.2020 14:52:04 Gelesen: 1158893 # 1628
@ evwezel [#1627] Hallo Emiel, gratuliere! Ich hatte den Namen zwar richtig gelesen, habe ihn aber dennoch nicht gefunden. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 25.05.2020 14:18:30 Gelesen: 1158582 # 1629
@ dr31157 [#1605] Hallo Detlef, nach Vorarbeit von Olaf (dermz) konnte ich jetzt fast alles entziffern. Die Namen von verschiedenen Personen habe ich weggelassen, weil sie nicht eindeutig zu lesen waren. Dort steht ???. Hier ist der fast vollständige Text der Karte: Hinterzarten, 24. September 19 Lb. Bruder, Herzl. Dank für deinen Brief, demzufolge wir schauen wollen, ob wir Euch einmal Preiselbeeren schicken können. Es giebt noch viel davon, wie auch Heidelbeeren, nur mit dem Schicken ist so eine Sache, vielleicht geht es jetzt wo Schulferien sind eher. Wenn Du uns mit dem Rucksack noch einmal F?schicken kannst, wären wir sehr dankbar. Bei den seit Aufhebung der ???wirtschaft wahnsinnig ge- stiegenen Preisen ist es nicht verwunderlich, daß der Rucksack für Nikki??? teuerer geworden ist, wir sind dir trotzdem für Besorgung sehr dankbar. Gestern bekam ich von P. ??? einen lb. Brief in dem er mir schreibte er hätte mir dieses Jahr nicht zum Namenstag gratuliert weil er im September nach Freiburg zu kommen hoffe, er solle zum Generalkapitel u. habe den Paß für die Ausreise bereits in der Tasche. Ja das ??? ist eine hocherfreuliche Nachricht ? Leider schreibt er gegen Ende des Briefes, er müsse 6 Wochen wegbleiben u. das wäre bei dem heutigen unruhigen Zeiten für sein Closter zu viel u. so bleibt er eben zu Hause, schade! Es ist damit wie mit meiner Reise n. Untermettingen: ??? hat auf meine Frage, ob u. wann ich kommen dürfe, keine Antwort gegeben u. nach erneutem fragen tue ich ??? ??? nicht. Wie verlief Euer Katholikentag? Der Glanzpunkt am Freibürger war die Rede von Eurer Stadt- pfarrer. ??? ??? Dominik Wer weiß Rat (5. Zeile): Welche „…wirtschaft“ ist ca. 1919 aufgehoben worden? Das Wort vor „wirtschaft“ fängt entweder mit „B“ oder mit „L“ an. Diese beiden Buchstaben sehen bei Herrn Federer fast gleich aus. Der Absender Dr. Federer aus Hinterzarten war Arzt. Der Empfänger der Karte war sein Bruder Jul.(ius) Federer. Dieser war 1919 Landgerichtsrat, später war er Landsgerichtsdirektor in Konstanz. [1] Sein Sohn Julius Federer (* 8. Mai 1911 in Konstanz; † 20. Januar 1984 in Karlsruhe) war aufgrund seiner Wahl durch den Bundestag (sowie einer Wiederwahl am 1. Juli 1959) vom 7. September 1951 bis zum 31. August 1967 Mitglied des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts. Quelle: [2] Viele Grüße Volkmar [1] Google Books: Einstein-Görner: Deutsche Biographische Enzyklopädie [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Federer
dr31157 Am: 25.05.2020 17:16:09 Gelesen: 1158479 # 1630
Hallo Volkmar, vielen Dank für die mühevolle Ausarbeitung. Ich bin beeindruckt. Zu: Wer weiß Rat (5. Zeile): Welche „…wirtschaft“ ist ca. 1919 aufgehoben worden? Das Wort vor „wirtschaft“ fängt entweder mit „B“ oder mit „L“ an. Diese beiden Buchstaben sehen bei Herrn Federer fast gleich aus. Ich bin hier leider auch nicht weitgekommen: Aber könnte es vielleicht "....zwangswirtschaft" lauten. Im Frühjahr 1919 wurde schrittweise die Zwangsernährungswirtschaft abgeschaft. Viele Grüße Detlef
volkimal Am: 25.05.2020 20:53:25 Gelesen: 1158392 # 1631
@ dr31157 [#1630] Hallo Detlef, nach meiner Meinung passt "Zwangsernährungswirtschaft" nicht. 1) Das "Z" sieht ganz anders aus - vergleiche mit "Zeiten" (1. Seite, zweitunterste Zeile) 2) Die Ober- bzw. Unterlängen des Wortes Zwangsernährungswirtschaft passen nicht zu dem Wort auf der Karte. In Sütterlin gibt es dabei folgende Buchstaben:1 (Oberlänge): b, d, k, l, Endungs-s, t 2 (Unterlänge) g, p, q, x, y, z 3 (Ober- und Unterlänge): f, h, langes-s Das Endungs-s gibt es am Wort- und am Silbenende. Das lange "s" gibt es am Wortanfang und innerhalb einer Silbe. Es ist also ein Wort gesucht, dass die passenden Ober- und Unterlängen haben muss. Der erste Buchstabe müsste entsprechend der Schift von Dr. Federer ein "B" oder ein "L" sein. Der 3. Buchstabe mit Oberlänge, verm. der 6. Buchstabe mit Unterlänge usw. Die letzten Buchstaben vor "...wirtschaft" könnten wie bei deinem Vorschlag z.B. "...gswirtschaft" sein. "...ernährungs..." passt aber nicht, da mit Sicherheit kein "h" vorhanden ist. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 25.05.2020 21:30:46 Gelesen: 1158376 # 1632
Hallo Volkmar, Du hast mich jetzt falsch verstanden. Ich habe gelesen, das die Zwangsernährungswirtschaft stufenweise 1919 aufgehoben wurde. "ernährung" wollte ich gar nicht einfügen. Es gibt verschiedenste Sparten in der Zwangsernährungswirtschaft, z. Bsp. für Eier usw. Was Passendes für das Wort das mit "B" oder "L" auf der Karte anfängt konnte ich leider nicht finden. Ich meinte: Die ersten Buchstaben kann ich nicht lesen, aber ich könnte eventuell "zwangs"wirtschaft am Ende erkennen. Mit Deiner wissenschaftlichen Deutung kann ich überhaupt nicht mithalten. Hoffnungslos, Entschuldigung! Viele Grüße Detlef
volkimal Am: 25.05.2020 21:44:51 Gelesen: 1158370 # 1633
@ dr31157 [#1632] Hallo Detlef, zusammen ist man stark. Du scheibst: "Es gibt verschiedenste Sparten in der Zwangsernährungswirtschaft ...". Das war der entscheidende Hinweis. Es geht doch um einen Rucksack - das gesuchte Wort ist Lederzwangswirtschaft. Dazu habe ich bei Google Books gefunden: „Zu Beginn des dritten Jahrzehnts des Jahrhunderts … konnte sich die Lederproduktion erst nach Aufhebung der Lederzwangswirtschaft entfalten“ Quelle: Jürgen Bellers, Markus Porsche-Ludwig: Wirtschaft und Politik: von Geschichte über Aussenwirtschaft bis zu EU-Politik : ein Handbuch, Verlag Münster 2011 Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 25.05.2020 22:01:16 Gelesen: 1158359 # 1634
@ volkimal [#1633] Hallo Volkmar vielen Dank für Deine Mühe und gute Zusammenarbeit. Es gab wohl für fast alles eine Zwangswirtschaft. Ich bin nur auf die Sparte Ernährung gestoßen. Die Lederzwangswirtschaft hatte ich nicht gefunden und wäre auch nicht draufgekommen. Viele Grüße Detlef
evwezel Am: 26.05.2020 12:35:42 Gelesen: 1158230 # 1635
Liebe Sammelfreunde, es ist wirklich erstaunlich, in wieviel Feldpostbriefen "Rauchen" ein wichtiges Thema ist. Einige Wörter fehlen mir noch: Seite 1 - der Ortsname - (...) Tabak. Vielleicht eine Abkürzung für "Pfund"(Pf)? Seite 2 - (...) Wagen. - (...) beifügen. Ich lese hier "wegen", aber dass kann doch nicht richtig sein? Viele Grüβe, Emiel --- Seite 1 Korkiminta(?) (Ruβl. 3/6.16) Lieber Franz! Gestern erhielt dein l. Brief von 28. Mai sowie die IIIte Tabaksendung. Für beides herzl. Dank. Es freut mich, daβ sich die Sache mit den 1/4 Pf(?) Tabak so aufgeklärt hat, die Post ist also unschuldig. Es war ja sehr schleu von dir, dich gründlich mit Tabak zu versorgen, man hört allgemein, daβ er riesig teuer wird. Daher bekommen wir auch wohl kein Offizierszigarren mehr. Der "Sorgen- brecher"[1] findet soviel Beifall, daβ ich ihn ver- stecken muβ, jeder will davon stopfen. Und nun noch besonderen Dank für das schöne Visitbibel von Wilhelm. Es ist wirk- lich ganz famos und einzig naturgetrau. Es wird fortan stets auf meinem Schreib- tisch stehen, ein passendes Rämchen lasse ich mir von Wilna[2] mitbringen. Am 28ten Mai waren meine Gedanken auch stets bei den beiden Wilhelms, bei den groβen im Himmel u. bei den Kleinen in der lieben [1] Sorgenbrecher - Rauchtabak von Heinr. Jos. Du Mont, Köln [2] Wilna - Вильна (Vilna) Seite 2 Ich hoffe bestimmt, im August den versaumten Urlaub nachzuholen. Am 29.Mai habe Kim- peler, den ich zu 20 Tagen Urlaub verholfen habe, (...) Wagen in meine Quartier geholt. Du wirst im Pfingsten zu Hause treffen u. er kann dir denn alles von hier erzählen. Mit was alles man so als hoher Kommandur belästigt wird, mag dir beifolgender Brief zeigen, den der Origina- lität (...) beifügen; du siehst daraus, für was alles man so zu sorgen hat. Soeben schreibt mir Gustav, daβ er 4 Wochen zur Vertretung nach Gaesdonck ginge. Der Bericht Dieninghoff´s über dr. Hartmann´s plötzlichen Tod, u. der mir sehr zu Herzen gegangen ist, hat er mir zugeschickt. So schwindet ein guter Bekannter nach dem anderen. Und nun muβ ich schlieβen, lieber Franz, die Regierungsgeschäft machen mir allerhand Arbeit. Sei herzl. gegrüβt u. geküβt von deinem Bruder Richard Erster Tage erhältst du groβ. Fotografie.
volkimal Am: 26.05.2020 13:50:55 Gelesen: 1158208 # 1636
@ evwezel [#1635]

Hallo Emiel,
deine Übersetzungen von Sütterlin sind inzwischen fast perfekt.
Auf Seite 1, 6-te Zeile heißt es schlau und nicht schleu.
Etwas weiter unten heißt es vermutlich "Visitbild" und nicht "Visitbibel".
Er hat vermutlich das lateinische "d" verwendet.

Mit dem Ortsnamen befasse ich mich später.
Das Zeichen bedeutet wirklich Pfund. Als Zeichen für den PC gibt es dieses: ℔
Handschriftlich sieht es so aus [1]



Unten auf der ersten Seite hat du 3 Zeilen vergessen oder nicht kopiert. Hier sind sie:
Heimat. Es ist doch hart, daß man so we-
nig bei seinen Kinderchen sein kann, be-
sonders wo ich so ein großer Kinderfreund bin.

Seite 2:
Die Abkürzung vor "Wagen" ist nicht klar. Von der Bedeutung her, müsste es "seinen Wagen" heißen.
Das Wort "wegen" hast du richtig gelesen. Die Satzstellung ist etwas seltsam.
Ich hätte gesagt "Wegen der Orginalität füge ich den Originalbrief bei" oder "Ich füge den Originalbrief bei, weil er so originell ist.

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Pfund
evwezel Am: 26.05.2020 14:23:27 Gelesen: 1158187 # 1637
@ volkimal [#1636] Hallo Volkmar, vielen Dank für deine Bemerkungen, das hilft mir wirklich weiter! Ich fand es schon merkwürdig, dass Richard "ein passendes Rämchen" brauchte für seine Bibel. Viele Grüße, Emiel
Flecker Am: 26.05.2020 22:12:29 Gelesen: 1158096 # 1638
Hallo, ich habe schon wieder 2 Probleme. Irgendwie bin ich für diese Schrift zu blöde. Selbst mit einer Tabelle von GOOGLE kann ich das nicht übersetzen. Sorry.
volkimal Am: 26.05.2020 22:39:15 Gelesen: 1158026 # 1639
@ Flecker [#1638] Hallo Rudolf, es heißt: und achtzig zu Klingelbach im Unterlahnkreis wohnhaft in Wohnroth Kreis Simmern Bergmann Karl Heinrich Kohlinger Der letzte Name ist nicht ganz sicher - der Scan ist ziemlich unscharf. Viele Grüße Volkmar
Flecker Am: 27.05.2020 11:11:57 Gelesen: 1157886 # 1640
Hallo Volkmar, vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich glaube, in der Zeit mit der Schrift wäre ich verloren gewesen. Rudolf
evwezel Am: 27.05.2020 14:09:13 Gelesen: 1157842 # 1641
Liebe Sammelfreunde, ich gebe es auf. Hat jemand eine Idee was die letzten Wörter sein könnten? Viele Grüβe, Emiel ----- Ruβl 5.6.16 Lieber Franz! Beifolgend eine hübsche Kriegserinne- rung. Gestern stand Sonntag im Kalender, doch für uns war schwerer Arbeitstag, von morgens 5 bis abends 5 marschiert bei Glutsitze[1] und Staub. Heute wird hier mächtig geschossen, die Russen scheinen Ernst zu machen, der Druck von allen Seiten scheint zu groβ zu werden. Hoffentlich bringt uns der glanzende (...), den wird tüchtig gefeiert, den Ende näher. Machte dieser Tagen bei der Kolonne eine glänzende Entdeckung. Hatte 7 neue Er- satzmannschaften aus der Heimat erhalten. Beim Lähmungsapell(?) lieβ die Leute vertreten u. fragte nach Stand u. Stamme. Ich fragte also, was sind Sie im Civilleben und erhielt die Antworten: Nr. 1 Krankenwärter[2], Herr Leutnant, Nr 2 Drosch(...)utscher[3] H. Lt. Nr. 3 Dichter u. Komponist. Ich besah mir den 40 jähr. Rekruten näher, entdeckte riesige Mauser[4]-Narben in seinem Antlitz u. befallte ihm zu meinem Quartier. Vorläufig putzt er noch Pferde, aber morgen, sobald er Notenpapier hat, fängt er an zu komponieren, natürlich Kriegsgesänge für mich. Mit Richard Strauss, Humper- dinck, Mottle u.s.w. duzt(?)[5] er sich. Mal sehen, was der Jüngling zustande bringt[6]. Fröhliche Pfingsten! Gruβ - Kuβ Richard [1] Glutsitze = ein glühender, wie Glut leuchtender Sitz. [2] Krankenwärter=Krankenpfleger [3] Welches Beruf wird hier genannt? [4] Mauser - eine Pistole, die in Deutschland gefertigt wurde. [5] duzt(?) - ich erwartete hier etwas das "sich beschäftigen" bedeutet... [6] zustande bringen - etwas bewerkstelligen
longdoz Am: 27.05.2020 14:22:16 Gelesen: 1157832 # 1642
@ evwezel [#1641] Hallo Emiel, 1.= Glut hitze > ... bringt uns der glänzende Seesieg, den wir tüchtig gefeiert, dem Ende näher. > Löhnungsapell wahrscheinlich wurden alle zusammengerufen, um den Sold auszuzahlen (=Lohn) > ... die Leute v ortreten ... 2. ok 3. Droschkenkutscher Droschke= Mietwagen mit Pferden zur Beförderung von Personen 4. ok 5. duzen= per du sein mit jdm. 6. = tot stand brengen Proficiat, ge wordt alsmaar beter ! Groetjes Mats
Regis Am: 27.05.2020 14:25:01 Gelesen: 1157830 # 1643
@ evwezel [#1641]

1 heißt Glutshitze - war wohl recht warm
2 stimmt
3 Droschkenkutscher - Droschken waren Pferdebespannte Taxi-Kutschen
4 Hier ist Mensur gemeint. Bei schlagenden Studentenverbindungen hinterlassen die Treffer Schmisse im Gesicht.
5 keine Ahnung
6 stimmt so

Gruß Regis
longdoz Am: 27.05.2020 14:25:04 Gelesen: 1157830 # 1644
@ evwezel [#1641]

nog dit:

niet ... befallte, maar bestellte ich ...
evwezel Am: 27.05.2020 14:27:34 Gelesen: 1157826 # 1645
@ longdoz [#1642]

Hallo Mats,

Top, bedankt voor je hulp!

Emiel
evwezel Am: 27.05.2020 14:33:14 Gelesen: 1157824 # 1646
@ Regis [#1643] Hallo Regis, Vielen Dank für deine Bemerkungen! Viele Grüße, Emiel
dr31157 Am: 27.05.2020 16:42:45 Gelesen: 1157700 # 1647
Wer kann das lesen ? Hallo zusammen, die Karte ist nicht in guter Erhaltung. Trotzdem hätte ich gern gewusst, was hier an den Inspektor Hoffe geschrieben wurde. "Schon vor Ostern stellten sie mir, bei .... d. Gebühr f. die Ausmessung in Rechnung meiner ......."? Die entscheidenden Wörter im weiteren Text kann ich nicht lesen. Kann mir bitte jemand weiterhelfen, damit ich weiß worum es geht? Viele Grüße Detlef
volkimal Am: 27.05.2020 18:10:26 Gelesen: 1157672 # 1648
@ dr31157 [#1647] Hallo Detlef, für solche Fragen haben wir schon das passende Thema: "Sütterlin und andere Schriften - wer kann das lesen?". Stell doch beim nächsten Mal die Frage dort ein. Der Text der Karte ist: Hbg. 21/6 21. Geehrter Herr Hoff! Schon vor Ostern stellten Sie mir bei Zahlung d. Gebühr f. die Aus- messung u. Teilung meines Heidegrdst. ? dessen ???? in Aussicht, daß Sie in den nächsten Tagen so bald es die Witterung erlaubt kommen würden, um die fehlenden Grenzabsteckungen an der Ostseite bey dem Wäldchen vorzunehmen u. uns dann den Plan entsprechend geändert zuzustellen. Trotz der recht schönen Tage kamen Sie aber nicht u. möchte ich Sie jetzt bey schlechtem Wetter an Ihr Versprechen erinnern, damit Sie es bey Besserung der Witterung tatsächlich erledigen. Es spielt ja nun die Jahre u. glaubte ich Ihnen eine Gesinnung durch vorherige Zahlung zu zeigen, ehe ich den Plan mit Maaßen erhalten habe. Nun wäre es mir aber auch lieb, endlich mal Ordnung mit Fr. Eckert vornehmen zu können, das kann ich aber nicht bevor ich nicht den Plan mit richtigem Maaßverhältnissen u. Absteckungen besitzte. Also auf baldige Erledigung gegrüßt Sie hochachtend Georg Fisch Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 27.05.2020 18:25:04 Gelesen: 1157759 # 1649
@ evwezel [#1646] Hallo Emiel, die fehlenden Worte sind alle schon genannt. Ich habe nur noch eine Kleinigkeit gesehen. "Beim Löhnungsapell lieβ die Leute vortreten" und nicht "vertreten". Regis hat natürlich recht - es sind Mensurnarben. Damit siehst Du einmal das gesamte Wort. Viele Grüße Volkmar [Beiträge [#1647] bis [#1649] redktionell in das von Volkmar genannte Thema verschoben]
dr31157 Am: 27.05.2020 18:37:00 Gelesen: 1157662 # 1650
@ volkimal [#1648] Hallo Volkmar, vielen Dank für die schnelle Auflösung. Eigentlich wollte ich den Beitrag auch in dieses Thema einfügen. Sorry. Viele Grüße Detlef
Flecker Am: 27.05.2020 21:24:02 Gelesen: 1157723 # 1651
Hallo, ich hoffe das ich jetzt zum letzten mal Hilfe brauche. Bin mit dem Standesamtregister fast durch die Sütterlin Zeit. Jetzt kommen wieder die schönen Blockbuchstaben. Danke schon mal im voraus. Vor der Zahl 55 steht etwas. Ich dachte schon ein Strassenname, sieht aber komisch aus. Rudolf
volkimal Am: 27.05.2020 21:40:56 Gelesen: 1157721 # 1652
@ Flecker [#1651] Hallo Rudolf, den Ortsnamen kann ich nicht lesen. Aus welchem Ort stammt das Standesamtregister? Der gesuchte Ort könnte ja in der Nähe sein - vielleicht kommt man so weiter. Vor der 55 steht "Hausnummer". Das passt durchaus. Früher wurden die Hausnummern nicht unbedingt auf die Straßen bezogen vergeben. In meinem Geburtsort Selm bekam jedes neu gebaute Haus eine fortlaufende Nummer - egal an welcher Stelle es im Ort stand. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 27.05.2020 22:43:32 Gelesen: 1157708 # 1653
Liebe Sammelfreunde, jetzt geht es mir wirklich auf die Nerven. Ein einziges Wort fehlt mir noch! Vielleicht ein Synonym für "Ankunft"? Viele Grüße, Emiel ---- Im Biwak 4. Gorodischtsche (Ruβl.) 12.7.16 Lieber Franz! In aller Eile teile dir mit, daβ wir seit 8 Tagen im gefährlichen Winkel der Ostfront bei Baranowitschi u. zwar direkt vor Gorodischtsche liegen, wo seit unsere hier- s(...) Tag u. Nacht schwer gekämpft wird. Wir sind sofort Munitionskolonne geworden und fahren nun ununterbrochen schwere Granaten in die Batteriestellungen. Unheimlich viel wird an Munition herumgeschleppt. Fast noch jedes mal sind wir beim Vorbringen beschossen wor- den, bisher hat´s gut gegangen, gebe Gott uns ferner Glück. Eine Kolonne hat schon 2 Mann schwer verwundet. Quartiere gibt´s nicht, nur Biwak in Wäldern. Nachts haben wir teilweise im Wasser geschwommen. Dabei ständiges Trommelfeuer. Viel Jammer u. Elend bekommt man zu sehen. Hoffentlich hört´s bald auf. Herzlichsten Brudergruβ-Kuβ Richard
rumburak Am: 27.05.2020 23:03:34 Gelesen: 1157691 # 1654
@ evwezel [#1653] Hallo evwezel, ... wo seit unserem Hiersein Tag und Stunde schwer ... viele Grüße
evwezel Am: 27.05.2020 23:07:10 Gelesen: 1157689 # 1655
@ rumburak [#1654] Hallo rumburak, Vielen Dank, du hast meine Nachtruhe gerettet! :-) Jedenfalls glaube ich dass Nacht besser passt. Viele Grüße, Emiel
rumburak Am: 27.05.2020 23:15:36 Gelesen: 1157684 # 1656
@ evwezel [#1655] Hallo Emiel, Ja, "Stunde" ist wohl doch nicht richtig: Nacht, wie Du schreibst, ist treffender. Viele Grüße
Flecker Am: 28.05.2020 11:39:46 Gelesen: 1157520 # 1657
@ Volkimal [#1652] Hallo Volkmar, der Ort ist Herbornseelbach im Lahn Dillkreis, mein Geburtsort. Dass dort nur Hausnummer steht, ist schon komisch anzusehen. Wenn ich nicht weiß, in welcher Strasse jemand wohnt, kann ich mit einer Hausnummer wenig anfangen. Aber gut, der Ort ist zimlich klein, hatte damals wohl so 2000 Einwohner, und der Briefträger wird wohl gewußt haben, wer wo wohnt. Auf jeden Fall danke. Rudolf
dr31157 Am: 28.05.2020 20:18:05 Gelesen: 1157376 # 1658
@ volkimal [#1648] Hallo Volkmar, hier habe ich schon wieder eine Postkarte die ich nicht lesen kann. Nur einzelne Worte, die aber mir nicht den Sinn des Schreibens erschließen. Würdest Du mir bitte helfen? Viele Grüße Detlef
volkimal Am: 28.05.2020 20:43:02 Gelesen: 1157359 # 1659
@ dr31157 [#1658] Hallo Detlef, kein Problem. Der Text der Karte ist: Frau von Seynitz Dresden-?? Kurfürstenstr. 12 L. Th. ! Ob Ihr von Bertha Ant- wort erhaltet, weiß ich nicht, so will ich Dir auf alle Fälle schreiben, daß es ihr paßt, mor- gen, Dienstag zu Euch zu kom- men, sie dachte ihrer Mutter auch. Denke Dir, daß gemietete Mäd- chen ist nicht erschienen! Nun hilft das Hertzgerg’sche aus bis ich wieder komme. Herzliche Grüße Euch allen von Deiner Gertrud B. telephonierte eben ihrer Mutter paßt es auch Ich weiß nur nicht, was für ein Teil von Dresden gemeint ist. Die Kurfürstenstraße heißt heute Hoyerswerdaer Straße. Sie liegt in der Neustadt. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 28.05.2020 20:54:26 Gelesen: 1157351 # 1660
@ volkimal [#1659] Hallo Volkmar, vielen Dank für die wie immer superschnelle Bedienung. Viele Grüße Detlef
longdoz Am: 29.05.2020 02:23:38 Gelesen: 1157270 # 1661
@ dr31157 [#1660] Ich lese da ein M. Könnte das für "Mitte" gestanden haben? Ausserdem glaube ich, dass die Dame von Heynitz heisst, und das Mädchen ist das Hertzberg'sche. Gruss Mats
dr31157 Am: 29.05.2020 08:35:19 Gelesen: 1157148 # 1662
@ longdoz Hallo longdoz, vielen Dank für Deine beiden Ergänzungen. Viele Grüße Detlef
evwezel Am: 29.05.2020 16:20:13 Gelesen: 1157050 # 1663
Liebe Sammelfreunde, ich habe mit dem folgenden Brief doch noch einige Schwierigkeiten. Schreiben mit Bleistift sollte verboten werden! Viele Grüße und ein schönes Pfingstwochenende! Emiel ----- Seite 1 Ruβland, 25.October 1916 Lieber Franz! Zum 2ten u. 3ten Male habe heute deinen lieben, langen u. hohentwaffen- ten Reisebrief durchstudiert. Ich nahm dabei eines der blauen Bücher meiner Bücherei u. zwar "Groβe Bürgerbauten deutscher Vergangenheit" des Verlags Langewiesches zur Hand und konnte mich so recht in den Geist deines Brief (...) einleben. Es muβ doch ein ganz besonders Hochgenuβ gewesen sein, gerade in diesen Kriegs- zeiten die herrlichen Denkmaler friedlicher Kunst zu bewundern. Wann mag die Zeit kommen, wo einem sowas wieder blüht? Hier die (...), schreckliche Gegend habe ich nun doch gründ- lich Leid. Wir waren herzlich gerne mit Gere(?) Rumänien gezogen, schon um mal endlich andere Menschen und andere Gegenden zu schauen. Augenblicklich ist auch die schlimmste Zeit, direkt (...) Wetter, nachts Frost u. tagsüber Feisel- regen, die Wegen unbeschreiblich schlecht u. von 4 1/2 Uhr ab Starkfinker. Und dabei habe ich wieder letzten 8 Tagen tagtäglich 40-50 Kilometer reiten müssen, da ein Geheimauftrag mein ständige Anwesenheit (...) verlangte. Abends hier zu reiten ist (...) unheimlich. Ein Schritt von Krüppeldamm(?) u. man steckt bis zum Hals in Sümpf. Ohne Tassenlampe ist einfach nichts zu wollen. Gestern Abend habe mich mit meinen Burschen[1] direkt durch tasten müssen durch Seite 2 die Finsterniß u. die Pferde kilometer mit am Bügel nachziehen müssen. Eine Kunststraße[2] gibt´s in der ganzen Gegend bis auf 100 kilometer überhaupt nicht, Auto-Verkehr ist gänzlich ausgeschlossen, selbst die höchsten Stäbe sind auf´s Reiten angewiesen. Man ist direkt mit dem Gaul verwachsen. Heute kann mal zu Hause bleiben, da mein Chef als Richter zum Kriegsgericht geritten ist. Ich war am Sams- tag dort als Richter tätig. Es ist gerade nicht angenehm, wenn man dort den armen Kerls lange Gefängnißstrafen aufbrummen[3] muß, aber es geht ja leider nicht anders, u. vor allem werden die meisten Strafen erst nach den Kriege angehoben oder vielleicht bei tadelloser Führung auf die (...) erlassen. Am Sonntag habe ich einige sonnige Stunden dazu benutzt der dir gewünschten Karten herzustellen. Ich hoffe damit einigermaßen meinen Dank für die Neu(?)- kartensendung und den duftigen Tabak abstatten zu können. Sobald eine Zeit der Ruhe einsetzt, vielleicht in 3-4 Wochen, hoffe dir von all meinen Aufnahmen Abzüge schicken zu können. Für heute laβ es dir hiermit (...). Auf meine mit so ausgesprochen groβen Regatier(?)talent (...) Ältesten bin ich nicht wenig stolz. Er scheint ein richtigen wasch- echter Kriegsjungen zu sein. Könnte ich ihm nur echtes sehen sammt Mutter u. Bruderchen. Mit herzl. Gruβ-Kuβ Richard [1] Burschen = Jungens [2] Kunststraße - Provincialstraße. Keine Ahnung warum es hier ein Strich über den Buchstabe "n" gibt [3] aufbrummen = auflegen
volkimal Am: 29.05.2020 18:10:16 Gelesen: 1157022 # 1664
@ evwezel [#1663] Hallo Emiel, ja Bleistift ist manchmal nicht ganz so einfach zu lesen. Bei meinem letzten Beitrag hatte ich nicht aufgepasst und zwei Fehler beim Abschreiben gemacht, obwohl ich die Karte eigentlich richtig gelesen hatte. Ich hoffe diesmal ist alles in Ordnung - ich muss weg und habe schon wieder keine Zeit es noch einmal zu kontrollieren. Hier mein Ergebnis: Seite 1 Ruβland, 25.October 1916 Lieber Franz! Zum 2ten u. 3ten Male habe heute deinen lieben, langen u. hohen treffen- ten Reisebrief durchstudiert. Ich nahm dabei eines der blauen Bücher meiner Bücherei u. zwar "Groβe Bürgerbauten deutscher Vergangenheit" des Verlags Langewiesche zur Hand und konnte mich so recht in den Geist deines Briefes einleben. Es muβ doch ein ganz besonderer Hochgenuβ gewesen sein, gerade in diesen Kriegs- zeiten die herrlichen Denkmaler friedlicher Kunst zu bewundern. Wann mag die Zeit kommen, wo einem sowas wieder blüht? Hier die öde, schreckliche Gegend habe ich nun doch gründ- lich leid. Wir waren herzlich gerne mit gen Rumänien gezogen, schon um mal endlich andere Menschen und andere Gegenden zu schauen. Augenblicklich ist auch die schlimmste Zeit, direkt ruppiges Wetter, nachts Frost u. tagsüber Fiesel- regen, die Wege unbeschreiblich schlecht u. von 4 1/2 Uhr ab stockfinster. Und dabei habe ich in den letzten 8 Tagen tagtäglich 40-50 Kilometer reiten müssen, da ein Geheimauftrag mein ständige Anwesenheit vorn verlangte. Abends hier zu reiten ist direkt unheimlich. Ein Schritt von Krüppeldamm u. man steckt bis zum Hals im Sumpf. Ohne Tassenlampe ist einfach nichts zu wollen. Gestern Abend habe mich mit meinen Burschen[1] direkt durch tasten müssen durch Seite 2 die Finsterniß u. die Pferde kilometerweit am Bügel nachziehen müssen. Eine Kunststraße[2] gibt´s in der ganzen Gegend bis auf 100 Kilometer überhaupt nicht, Auto-Verkehr ist gänzlich ausgeschlossen, selbst die höchsten Stäbe sind auf´s Reiten angewiesen. Man ist direkt mit dem Gaul verwachsen. Heute kann mal zu Hause bleiben, da mein Chef als Richter zum Kriegsgericht geritten ist. Ich war am Sams- tag dort als Richter tätig. Es ist gerade nicht angenehm, wenn man dort den armen Kerls lange Gefängnißstrafen aufbrummen[3] muß, aber es geht ja leider nicht anders, u. vor allem werden die meisten Strafen erst nach den Kriege angetreten oder vielleicht bei tadelloser Führung auf d. Gnadenwege erlassen. Am Sonntag habe ich einige sonnige Stunden dazu benutzt der dir gewünschten Karten herzustellen. Ich hoffe damit einigermaßen meinen Dank für die neue Kartensendung und den duftigen Tabak abstatten zu können. Sobald eine Zeit der Ruhe einsetzt, vielleicht in 3-4 Wochen, hoffe dir von all meinen Aufnahmen Abzüge schicken zu können. Für heute laβ es dir hiermit genügen. Auf meinen mit so ausgesprochen groβen Requiriertalent ausgestatteten Ältesten bin ich nicht wenig stolz. Er scheint ein richtiger wasch- echter Kriegsjunge zu sein. Könnte ich ihm nur öfter sehen sammt Mutter u. Brüderchen. Mit herzl. Gruβ-Kuβ Richard [1] Burschen = Jungens [2] Kunststraße - Provincialstraße. Keine Ahnung warum es hier ein Strich über den Buchstabe "n" gibt [3] aufbrummen = auflegen Viele Grüße Volkmar 
evwezel Am: 29.05.2020 19:54:29 Gelesen: 1156993 # 1665
@ volkimal [#1664] Hallo Volkmar, Das hast du wieder unglaublich schnell gemacht. Ich ziehe meinen Hut vor dir! Viele Grüße, Emiel
dr31157 Am: 29.05.2020 20:39:40 Gelesen: 1156940 # 1666
Hallo zusammen, hallo Volkmar, ich habe wieder Probleme einige Passagen des Textes der Karte zu lesen. 1. "Erbitte höflichst die geschätzte "Zeitschrift für ......... Bräute ...... Interesse daran." 2. "..................buchführung" Vielen Dank im Voraus. Viele Grüße Detlef
volkimal Am: 29.05.2020 22:25:10 Gelesen: 1156902 # 1667
@ dr31157 [#1666] Hallo Detlef, du verteilst wohl gerne schwere Aufgaben. Das ist ja wieder einmal eine "Sauklaue". Ich habe aber jetzt fast alles heraus. Nett finde ich, dass du alle Beamte zu Bräuten machst. Ich lese folgendes: Geschätzte Buchdruckerei! Erbitte höflichst die geschätzte Zeitschrift für kirchenmusikalische Beamte ab ihrem Erscheinen zwecks Inte- resse daran. Betrag dafür sende nach Empfang ein. Also sämtliche Nummern bis dato. (wenn tunlich) Hochachtend Hermenn Oswald Zimmer Kirchvor(?) & Kirchenbuchführung Die Zeitschrift gab es wirklich - ich habe bei Google nachgesehen. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 29.05.2020 22:55:39 Gelesen: 1156888 # 1668
@ volkimal [#1667] Hallo Volkmar, eine interessante Zeitschrift. Speziell für Beamte. Vielen Dank. Die leicht lesbaren Aufgaben sind für Dich doch nicht reizvoll, oder? Ich melde mich wieder mit Kniffligem, wo ich selber nicht weiterkomme! Viele Grüße Detlef
dr31157 Am: 30.05.2020 09:05:16 Gelesen: 1156767 # 1669
Hallo zusammen, hallo Volkmar, ich habe wieder eine Postkarte, überfrankiert von einem Schwaben, die ich nicht komplett lesen kann. 1. Vds.: Unter Pensionsregelungsbeförde 44 2. Rds.: die Behörde bitte ich um gütige Mitteilung, wann die entgültigen Pensionssätze .... neue Teuerungszulage zur Auszahlung kommen ... .Vom welchen Termin an diese Beuüge nachgezahlt werden. Ich bitte um Korrektur und Ergänzungen. Viele Grüße Detlef
volkimal Am: 30.05.2020 10:05:29 Gelesen: 1156759 # 1670
@ dr31157 [#1669] Hallo Detlef, ich lese: An Pensionsregelungsbehörde 44 Rotebühlkaserne Stuttgart 24.10.21 ?? Die Behörde bitte ich um gütige Mitteilung, wann die entgültigen Pensionssätzs und die neue Teuerungs- zulage zur Auszahlung kommen w. Von welchem Termin an diese beiden Bezüge nachgezahlt werden. Hochachtungsvoll Maisch Hptm a.d. Marinestr. 37 H.V.A. Regel. Abtlg. 803.10.29 Stuttgart, 27.10.21 Dem Reichsministerium des Innern Pens. Abtlg. F. ehem. akt. Württ. Offiziere im Hause Zuständigkeitshalber übersandt I.A. Zeller Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 30.05.2020 10:38:04 Gelesen: 1156736 # 1671
@ volkimal [#1670] Guten Morgen Volkmar, vielen Dank für den prompten Tag- u. Nachtdienst. Viele Grüße Detlef
evwezel Am: 30.05.2020 14:46:48 Gelesen: 1156638 # 1672
Liebe Sammelfreunde, noch ein kleines Rätsel zu Pfingsten. Viele Grüße, Emiel Seite 1 Im Felde, 5.6.17 Lieber Franz! Zunächst vielen Dank f.d. Karten. In den ersten Tagen erhältst du wenigstens schon einige Abzüge, die Zeit muβ ich mir allerdings dazu stehlen. Ich habe jetzt die Adjutantur fast übernommen und mich entschlossen, den Posten vorerst zu behalten. Ein gutes hat nämlich die Sache, man gewöhnt sich wieder am regelmäβige Arbeit, was im Kolonnenbetriebe nicht der Fall war, u. das ist gerade sehr wichtig ein Gedanken an den kommenden Frieden. Auch kann man, wenigstens auf den Ge- biete der Organisation und -non plus ultra- der Intrig(...)[1] sowie der Einschätzung von Menschen noch furchtbar viel hinzulernen. Du glaubst nicht, was für ein geglanztes Menschenkind so ein Major-Adjutant ist. Alle Bitten u. Wünsche sowohl der Offizieren Seite 2 als auch der Unteroffizieren u. Manschaften werden nimmer vertrauensvoll eröffnet, man wird (...)[2] wie ein kleines Mädchen. Jedem möchte man gefällig sein u. kann doch unmöglich jäden[3] Wunsch erfüllen. 6-6-17 Gestern bin mit den Briefe nicht fertig geworden, da wieder allerhand dazwischen kam. Heute Morgen war ich schon früh im Settel u. zwar galt unser Besuch den hohen Stabsquartier des Führers unserer 201 Division Excellenz von Dickhut-Harrach. Ich wurde so persönlich bekannt mit all den Generalstabs-Onkels, mit denen ich tag- täglich stundenlang am Fernsprecher unter- handele. Es waren meist sehr nette Herren, kaum ein Monokel-Träger war dabei, die scheinen jetzt immer mehr zu verschwinden. Von Sonntag bis Mittwoch wird unser Traingeneral Goeden bei uns wohnen u. hier Besichtigungen abhalten. Natürlich kommt man in den Tagen zu gar nichts. Heute in der Mittagssonne habe endlich einige Abzüge der Ferienbilder machen können, ich schicke dir jetzt schon welche mit Seite 3 weitere sollen folgen, sobald die Zeit es ge- stattet. Damit du mal siehst, worin mein Dienst hauptsächlich besteht, schicke dir heute so eine Bierzeitung mit, wie ich sie Tag für Tag herausgebe. Um 4 Uhr beginnt der Redaktions-betrieb, um 7 reiten die Meldreiter mit 20 Exemplaren los. Es schwengt gewöhnlich zwischen 3 u. 4 Seiten, mann muβ ordentlich den Post zusammennehmen, um noch klug zu werden aus den 1000 Verordnungen. Das sind so die Leiden des Stellungskrieges. Nachweisig(?)[4] haben wir hier allerdings das schönsten Quartier, ein herrliches Landsitz. Vor mir liegt ein wunderbarer Park, Wald, Wiese und Wasser. Auch davon sollst du nächstens Bilder haben. Doch nun Schluβ für heute, der Major ruft schon wieder, es läβt ihn kein Ruhe, er erinnert mich sehr an Onkel Christian. Mit herzl. Gruβ u. Kuβ bin ich dein Bruder Richard [1] "Intrigen" wurde logisch sein, aber das lese ich hier nicht... [2] Ich hätte hier etwas erwartet wie "man wird behandelt wie ein kleines Mädchen". [3] Soll das nicht "jeden" sein??? [4] Ich lese hier eigentlich "nachweitig", aber das ist doch kein normales Wort?!...
Marcello Am: 30.05.2020 15:42:16 Gelesen: 1156616 # 1673
Hallo miteinander, vielleicht kann mir hier jemand helfen ? Ich kann die Adresse leider nicht entziffern. Besten Dank im voraus Grüße Marcel
volkimal Am: 30.05.2020 15:47:54 Gelesen: 1156613 # 1674
@ evwezel [#1672] Hallo Emiel, Richard schreibt manchmal etwas oberflächlich oder schnell und z.B. einige Endungen von Worten scheinen nicht ganz der Rechtschreibung zu entsprechen. Beim "jäden" würde ich trotzdem von "jeden" ausgehen bzw. es als "jeden" angeben. Ich habe noch ein paar kleine Rechtschreibkorrekturen z.B. dem statt den, Kopf statt Post. Hier ist der ganze Text: Im Felde, 5.6.17 Lieber Franz! Zunächst vielen Dank f.d. Karten. In den ersten Tagen erhältst du wenigstens schon einige Abzüge, die Zeit muβ ich mir allerdings dazu stehlen. Ich habe jetzt die Adjutantur fest übernommen und mich entschlossen, den Posten vorerst zu behalten. Ein gutes hat nämlich die Sache, man gewöhnt sich wieder am regelmäβige Arbeit, was im Kolonnenbetrieb nicht der Fall war, u. das ist gerade sehr wichtig ein Gedanken an den kommenden Frieden. Auch kann man, wenigstens auf dem Ge- biete der Organisation und - non plus ultra - der Intrigien sowie der Einschätzung von Menschen noch furchtbar viel hinzulernen. Du glaubst nicht, was für ein geplagtes Menschenkind so ein Major-Adjutant ist. Alle Bitten u. Wünsche sowohl der Offiziere Seite 2 als auch der Unteroffizieren u. Mannschaften werden nimmer vertrauensvoll eröffnet, man wird poussiert wie ein kleines Mädchen. Jedem möchte man gefällig sein u. kann doch unmöglich jeden Wunsch erfüllen. 6-6-17 Gestern bin mit dem Briefe nicht fertig geworden, da wieder allerhand dazwischen kam. Heute Morgen war ich schon früh im Sattel u. zwar galt unser Besuch dem hohen Stabsquartier des Führers unserer 201 Division Excellenz von Dickhut-Harrach. Ich wurde so persönlich bekannt mit all den Generalstabs-Onkels, mit denen ich tag- täglich stundenlang am Fernsprecher unter- handele. Es waren meist sehr nette Herren, kaum ein Monokel-Träger war dabei, die scheinen jetzt immer mehr zu verschwinden. Von Sonntag bis Mittwoch wird unser Train General Goeden bei uns wohnen u. hier Besichtigungen abhalten. Natürlich kommt man in den Tagen zu gar nichts. Heute in der Mittagssonne habe endlich einige Abzüge der Ferienbilder machen können, ich schicke dir jetzt schon welche mit Seite 3 weitere sollen folgen, sobald die Zeit es ge- stattet. Damit du mal siehst, worin mein Dienst hauptsächlich besteht, schicke dir heute so eine Bierzeitung mit, wie ich sie Tag für Tag herausgebe. Um 4 Uhr beginnt der Redaktions-betrieb, um 7 reiten die Meldereiter mit 20 Exemplaren los. Es schwangt gewöhnlich zwischen 3 u. 4 Seiten, man muβ ordentlich den Kopf zusammennehmen, um noch klug zu werden aus den 1000 Verordnungen. Das sind so die Leiden des Stellungskrieges. Unstreitig haben wir hier allerdings das schönsten Quartier, ein herrlicher Landsitz. Vor mir liegt ein wunderbarer Park, Wald, Wiese und Wasser. Auch davon sollst du nächstens Bilder haben. Doch nun Schluβ für heute, der Major ruft schon wieder, es läβt ihn kein Ruhe, er erinnert mich sehr an Onkel Christian. Mit herzl. Gruβ u. Kuβ bin ich dein Bruder Richard Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 30.05.2020 16:05:01 Gelesen: 1156606 # 1675
@ Marcello [#1673] Hallo Marcello, Ich glaube der Ortsname ist “Obersöllbach bei Neuenstein”, aber vielleicht kann jemand das bestätigen. Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 30.05.2020 16:57:43 Gelesen: 1156584 # 1676
@ evwezel [#1675] Hallo Emiel, die Ortsangabe stimmt. Insgesamt lese ich: frei Einschreiben Ihrer Wohlgeboren Frau H.Lehrer ? Mach geb. Feuerlein(?) Obersöllbach bei Neuenstein Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 30.05.2020 22:47:25 Gelesen: 1156497 # 1677
@ volkimal [#1674] Hallo Volkmar, Das ist Spitze, vielen Dank für deine Hilfe! Viele Grüße, Emiel
marc123 Am: 31.05.2020 12:28:55 Gelesen: 1156275 # 1678
Hallo, ich bräuchte wieder einmal etwas Hilfe beim Entziffern. Ich bin dabei mit Olivier (Olilux) einen Artikel über folgenden Brief zu schreiben. Leider tue ich mich sehr schwer mit alten Schriften. Über den Brief vom 13. Juni 1866, an die Militär-Schießschule in Spandau und dessen Inhalt hat bereits Carlrichard Brühl 1985 in seinem Buch über die Bundesfestung Luxemburg einige Sätze geschrieben "Aus dem Inhalt wird ersichtlich, dass die Spedition Settegast den Adressanten darüber informiert, dass das 6. Rheinische Regiment Luxemburg verlassen hat; die Firma bittet um Instruktion, was mit dem bei ihr lagernde Paket zu geschehen habe." Weiter habe ich herausgefunden, dass das 6. Rheinischen Infanterie-Regiment Nr. 68, die Garnison am 13, 14 und 15 Mai 1866 verlassen hat. Neben dem Absender haben noch zwei weitere Personen etwas hinzugefügt, was ich in drei einzelne Scans aufgeteilt habe. Den Namen Settegast, die Wörter Garnison, 6. Rheinischen Infanterie-Regiment und die Nr. 68 sind einfach zu entschlüsseln, weil ich weiß, dass es sich um diese handelt, aber mit dem Rest tue ich mich sehr schwer. Leider ist der Brief auch etwas verkürzt. Der Absender J. C. Settegast, die Schrift der Rückseite drückt leider etwas durch. Über Hilfe wäre ich sehr dankbar, ich hoffe ich verlange nicht Zuviel. Liebe Grüße Marc
volkimal Am: 31.05.2020 14:59:29 Gelesen: 1156213 # 1679
@ marc123 [#1678] Hallo Marc, das meiste konnte ich entziffern. Die beiden Namen der Militärs, die unterschrieben haben, habe ich erst einmal weggelassen. Wenn sie wichtig sind, kann ich versuchen sie herauszubekommen. Die meisten Dinge sind sicher richtig. Da wo ich mir nicht sicher habe ich ??? eingesetzt oder das Wort mit (?) gekennzeichnet. Vielleicht findet einer von euch noch etwas heraus. An die Militär Schiesschule Luxemburg, den 13. Juni ?? Wir bezwecken(?) hiermit Ihnen mitzuthei(len) daß das mit Ihrem Frachtbriefe vom 15ten ?? hier angelangte: IR 68 1 [*] Packet Montierungsstücke M 73 sich bei uns auf Lager befindet, da das 6. Rheinische Regiment Luxemburg verlassen hatte, als fragl. Packet hier angelangte. Wir erbitten demnach ihre baldigste Verfügung dasselbe und zeichnen Achtungsvoll J.C. Settegast ??? An das königliche 6. Rheinische Infanterie Regiment No. 68 zur weiter(en) geneigten(?) Veranlassung abzugeben. Spandau den 16.6.66 Königl. Militair Schiess schule Mit ??? des Regierungs-??? derselben beauftragt ??? Zahlmeister u. ????-Ab?? ??? Herrn Spediteur Settegast Wohlgeboren (Lu)xemburg mit dem Ersuchen ergebenst remittiert, das (zur) Rede stehende Packet dem Ersatz Bataillon des 6ten (Rh)einischen Infanterie Regiments N 68 zu Cöln, mit (die)sem Schreiben übersenden zu wollen ? Oberhermsdorf bei Dresden den 19 Juni 1866 ??? Oberk. U. Regiments Kommandeur [*] Ob der Text "IR 68 1" zum ursprünglichen Brief gehört oder später dort eingefügt wurde weiß ich nicht. Viele Grüße Volkmar
marc123 Am: 31.05.2020 16:21:23 Gelesen: 1156172 # 1680
@ volkimal [#1679] Hallo Volkmar, erst einmal vielen Dank für die schnelle Antwort, Du hast mir sehr viel geholfen. Die Namen der Militärs könnten interessant sein um vielleicht etwas über sie herauszufinden, ist aber nicht so wichtig wie der Inhalt. Allerdings ist bei der dritten Schrift der Brief am Anfang des Namens restauriert, es kann sein, dass die Anfangsbuchstaben des Namens daher nicht korrekt sind. Bei der zweiten Schrift frage ich mich ob das Wort über Zahlmeister auch königlicher sein könnte? Mit ??? des Regierungs-??? derselben beauftragt ??? (Königlicher) Zahlmeister u. ????-Ab?? Liebe Grüße Marc
Baber Am: 31.05.2020 18:12:28 Gelesen: 1156125 # 1681
Der Text einer Karte, die von Stendal nach Sudenburg Stadtteil von Magdeburg ging, ich werde nicht schlau draus. Gruß Bernd
dr31157 Am: 31.05.2020 18:44:17 Gelesen: 1156111 # 1682
@ Baber [#1681] Hallo, "Schlaglot nicht zu schwer fließend" Das ist Messinghartlot. Gruß Detlef
volkimal Am: 31.05.2020 21:39:16 Gelesen: 1156044 # 1683
@ marc123 [#1680] Hallo Marc, im ersten Moment hatte ich beim Betrachten des Briefes auch an "König..." gedacht. Das passt aber auf keinen Fall, denn hinter dem "i" ist garantiert kein "g". Der Name ist vermutlich "Döring". Den Namen im dritten Teil bekomme ich nicht eindeutig heraus. Der erste Buchstabe könnte ein "v" für "von" sein. Der Hausname fängt vermutlich mit "E" an. Der Strich oberhalb des Namens ist vermutlich ein Verdopplungsstrich - den gab es bei "m" und "n". Insgesamt kommt als Namen zum Beispiel folgendes in Frage: "v. Emms" oder "v. Enngs". Wenn der Strich kein Verdopplungsstrich ist gibt es viele weitere Möglichkeiten. Viele Grüße Volkmar
marc123 Am: 01.06.2020 09:43:05 Gelesen: 1155913 # 1684
@ volkimal [#1683] Hallo Volkmar, nochmals vielen Dank für Deine Hilfe und die Ergänzung. Ich bin gestern dank dieser ein gutes Stück weitergekommen und bin immer mehr fasziniert von dem Brief, besonders deshalb, weil der Inhalt des Briefs sich mit Fakten des Deutschen Kriegs überdeckt. Ein Beispiel, für Oberhermsdorf bei Dresden (dritte Schrift. Das 6. Rheinischen Infanterie-Regiment Nr. 68 marschierte am 18. Juni 1866 bis Dresden; Biwak in Kesselsdorf. Am 19. (dem Datum der Schrift) war Ruhetag. Oberhermsdorf und Kesseldorf sind ca. 1 Km voneinander entfernt. Zur zweiten Unterschrift: Da habe ich folgenden Namen gefunden "Regiments-Kommandeur Oberst Oberst Freiherr von Gayl". Ich sehe etwas Ähnlichkeit zur Unterschrift oder liege ich komplett falsch? Vom Rang her und zeitlich würde es passen. http://genwiki.genealogy.net/IR_68/Rangliste_1866_Feldzug_gegen_Österreich Liebe Grüße Marc
dr31157 Am: 01.06.2020 16:51:12 Gelesen: 1155837 # 1685
Hallo Zusammen, hallo Volkmar, hier habe ich mal wieder eine Postkarte, die ich weitgehend nicht lesen kann: Ich bitte mir behilflich zu sein. Viele Grüße Detlef
Baber Am: 01.06.2020 17:34:30 Gelesen: 1155809 # 1686
@ dr31157 [#1682] Danke für die Entzifferung, darüber sind noch 3 Worte: Will der Absender das bestellen? Gruß Bernd
dr31157 Am: 01.06.2020 17:52:11 Gelesen: 1155801 # 1687
@ Baber [#1686] Scheint so, da steht: "Herr Jürgens schicken" Gruß Detlef
dr31157 Am: 01.06.2020 19:42:29 Gelesen: 1155769 # 1688
@ volkimal Hallo Volkmar, hoffentlich überfordere ich deine Geduld nicht. Jetzt stelle ich schon die zweite Karte zum übersetzen ein. Den Text kann ich auch nicht lesen: Viele Grüße Detlef
evwezel Am: 01.06.2020 20:32:12 Gelesen: 1155719 # 1689
@ dr31157 [#1688] Hallo Detlef, Ich kann nur einige Wörter lesen: Linz, 20.V.22 Lieber (...) Vor der Abreise habe ich dich vergebl. gesucht. Mit den (...) will es noch nicht. Heute wäre es mir noch unmöglich offentl.(?) zu sprechen; schon ein (...) fällts(?) schwer. Ich (...) u. hoffe auf Besserung. Sollte es Dienstag noch ebenso (...), denn (...) (...), damit du noch für (...) sorgen kannst. Im andere Falle bin ich Samstag u. (...) Sonntag sicher da. Vielleicht kann jemand anderes weiterhelfen? Viele Grüße, Emiel
Baber Am: 01.06.2020 20:44:26 Gelesen: 1155699 # 1690
Für die damalige Zeit eine ziemlich unhöfliche Bestellung Normal waren doch geschraubte Höflichkeitefloskeln. Gruss Bernd
dr31157 Am: 01.06.2020 20:48:07 Gelesen: 1155697 # 1691
@ evwezel [#1689] Hallo Emiel, vien Dank für deine Bemühungen. Von da komme ich leider auch nicht mehr weiter. Mal sehen vielleicht schaltet sich Volkmar noch ein. Kannst du vielleicht die Postkarte unter [#1685] lesen? Viele Grüße Detlef
evwezel Am: 01.06.2020 20:58:45 Gelesen: 1155692 # 1692
@ dr31157 [#1691] Hallo Detlef, Ich sehe gerade das es "denn telegraphiere ich" sein könnte. Aber viel weiter komme ich nicht mehr. Tut mir leid. Viele Grüße, Emiel
dr31157 Am: 01.06.2020 21:06:22 Gelesen: 1155679 # 1693
@ evwezel [#1692] Hallo Emiel, vielen Dank. Dann hoffe und harre ich noch ein Weilchen. Viele Grüße Detlef
evwezel Am: 01.06.2020 21:37:16 Gelesen: 1155665 # 1694
@ dr31157 [#1693] Hallo Detlef, Linz, 20.V.22 Lieber (...) Vor der Abreise habe ich dich vergebl. gesucht. Mit den (...) will es noch nicht. Heute wäre es mir noch unmöglich offentl.(?) zu sprechen; schon den (...)kehr fällts(?) schwer. Ich übe(?) u. hoffe auf Besserung. Sollte es Dienstag noch ebenso (...), denn telegraphiere ich, damit du noch für Vertretung sorgen kannst. Im andere Falle bin ich Samstag u. spätestens(?) Sonntag sicher da. Mit dieser Geschwindigkeit haben wir den ganzen Text in einem Monat... :-) Viele Grüße, Emiel
dr31157 Am: 02.06.2020 09:28:22 Gelesen: 1155461 # 1695
@ evwezel [#1694] Hallo Emiel, es ist erstaunlich, was du schon herausbekommen hast. Die Karte ging an das Franziskanerkloster. Aus der Adresse und dem Absender kann ist nicht erkennen, ob einer oder beide Pater in einem Kloster waren. Es ist eine Sauklaue. Mit dem S ??? will... . Es scheint mir, als wenn er krank (peinliche Männerkrankheit( gewesen ist. Das "Sitzen" hätte er wohl auschreiben können, das andere passt nicht so zu einem Pater. Dann würde ich lesen: Ich übe, und hoffe.... sollte es am Dienstag noch ebenso sein, dann etegraphiere ich damit Du noch für Vertretung sorgen kannst. Ich bin leider sehr schlecht im Lesen dieser alten Schriftem. Was er tatsächlich tun soll bzw. für welche Tätigkeit er für Vertretung sorgen soll, kann ich aus dem Text nicht erkennen. Viele Grüße Detlef
volkimal Am: 02.06.2020 10:06:02 Gelesen: 1155441 # 1696
@ evwezel [#1694] @ dr31157 [#1688] Hallo Emiel und Detlef, gestern war ich den ganzen Tag unterwegs, daher erst heute mein "Senf" zu der Karte. Emiel, ich finde es toll, wie gut Du Sütterlin inzwischen lesen kannst. Du hast den größten Teil der Karte richtig gelesen. Bei der Anrede half mir die Anschrift weiter. Sowohl der Absender als auch der Empfänger warten beide Franziskaner. Schreiber der Karte war der Franziskaner Frei Pedro Sinzig [1]. Du findest einiges zu ihm im Netz. Was für eine Krankheit Pater Sinzig quälte kann ich nicht sagen. Er war beim Schreiben der Karte 46 Jahre alt - ob er da schon unter einer Männerkrankheit litt? Vielleicht heißt es einfach nur Sprechen oder Singen und er wollte Platz sparen. Das wird wohl immer sein Geheimnis bleiben. Seine Unterschrift auf der Vorderseite habe ich mit "Fr. Petro(?)" angegeben. Das ist aber nicht sicher. Hier ist das Gesamtergebnis - Vorderseite: Hoher P. Guardian Beat??? Franzisk. Kloster Düsseldorf Oststraße F.P. Sinzig Linz/Rhein Textseite: Linz, 20.V.22 Lieber P. Guardian [2] Vor der Abreise habe ich dich vergebl. gesucht. Mit dem ??? will es noch nicht. Heute wäre es mir noch unmöglich öffentl. zu sprechen; schon im Verkehr fällts schwer. Ich übe u. hoffe auf Besserung. Sollte es Dienstag noch ebenso sein, dann telegraphiere ich, damit du noch für Vertretung sorgen kannst. Im andere Falle bin ich Samstag o. spätestens Sonntag sicher da. Mit frdl. Gruß ??? ??? ??? ??? Fr. Petro(?) Jetzt muss ich erst einmal weg. Die andere Karte schaue ich mir nachher an. Viele Grüße Volkmar [1] Frei Pedro Sinzig (* 29. Januar 1876 in Linz am Rhein; † 8. Dezember 1952 in Düsseldorf) war ein brasilianischer Franziskaner, Komponist, Schriftsteller und Journalist deutscher Herkunft. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Pedro_Sinzig [2] Der Guardian (lateinisch guardianus, italienisch guardiano „der Wächter“, „der Hüter“) ist die Bezeichnung für den Oberen eines Konvents im Franziskaner- und Kapuzinerorden. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Guardian_(Titel)
dr31157 Am: 02.06.2020 10:19:40 Gelesen: 1155432 # 1697
@ volkimal [#1696] Hallo Volkmar, toll, dass du das mit Pedro Sinzig herausgefunden hast. Das bringt einen Sinn in den Text der Karte und macht sie interessanter. Vielen Dank und viele Grüße Detlef
evwezel Am: 02.06.2020 10:24:22 Gelesen: 1155431 # 1698
@ volkimal [#1696] Hallo Volkmar und Detlef, ich glaube, “P. Guardian Beat???” soll “P. Guardian Beatus” sein. Klosterlinge werden oft nach einem katholischen Heiligen genannt. Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 02.06.2020 11:12:39 Gelesen: 1155411 # 1699
@ evwezel [#1698] Hallo Emiel, vom Schriftbild her passt Beatus ausgezeichnet. Diesen katholischen Heiligen kannte ich nicht. Als Absender hatte ich abgegeben F.P.Sinzig, vermutlich heißt es aber P.P.Sinzig. Das erste "P" steht dann für "Pater". Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 02.06.2020 12:42:40 Gelesen: 1155365 # 1700
Liebe Sammelfreunde, hallo Volkmar, das Pfingstwochenende habe ich benutzt, um einen längeren Brief von Leutnant Waters zu übersetzen. Ich habe fast den ganzen Text lesen können, mit einigen Ausnahmen. Eine Warnung: Der Brief is nicht geeignet für Leser mit einer zarte Seele. Viele Grüße, Emiel --- Seite 1 Ruβland, 19 November 16 Lieber Franz! Heute ist Sonntag, dazu der 19 November, St.Elisabeth. Du kannst dir denken, wo da heute den ganzen Tag über meine Gedanken weilen. Jetzt schon zum 3ten Male feiere ich den Tag in Feindesland, hoffentlich zum letzten Male. Allerdings is man hier in Sachen "Frieden" sehr pessimistisch; und wie könnte es auch anders sein. Alle schöne Reden nützen nichts, dan kann nur ein Hindenburg helfen, und der wird´s auch hoffentlich machen. Sehr gefällt mir sein Brief an den Reichskanzler. Ob er allerdings da etwas erreichen wird, halte ich für sehr fraglich. Man muβte denn nicht die Dickfälligkeit[1] unserer Agrarier und ihre Unzugänglichkeit kennen, wann es sich um ihr Eigeninteresse und ihren Geldbeutel handelt. Ich möchte nur mal wissen, wieviel diese Patrio- tismuspächter zur Kriegsanleihe[2] beigetragen haben, ich glaube bestimmt, daβ ihr Beitrag so ungefähr im gleichen Verhältniβ wie ihre Steuere zu bewerten ist. Solchen Burschen ist nur mit Prügel beizukommen, das Wort Idealismus ist für sie eine terra incognita. Doch was nützt die Aufregung, es wird ja doch nicht anders. Lieber wollen wir uns über anderes unterhalten. Zunächst meinen herzlichsten Dank für die zwei Pfund Tabak, die gestern ankamen. Du meinst es wirklich zu gut. Ich bin jetzt mindestens bis Weihnachten vollständig genügend vorsehen. Habe jetzt schon mit Oberlt. Lucke Tabak gegen Cigarren ausgetauscht, da letzten mir ausgegangen waren. Ich wundere mich wie du noch an den Tabak kommst, andere Herrn können fast nirgendwo welchen bekommen. [1] Ich lese hier tatsächlich "Dickfälligkeit". Keine Ahnung was es bedeutet... [2] Kriegsanleihe - Siehe https://artsandculture.google.com/exhibit/kriegsfinanzierung-%C3%BCber-kriegsanleihen/QQLu76Rl?hl=de Die Kriegsfinanzierung durch Kriegsanleihen war für Deutschland während des Ersten Weltkriegs die Grundlage für die Aufrechterhaltung der finanziellen Kriegsbereitschaft (siehe dazu mit weiterführenden Hinweisen den Quellenkomplex Kriegsfinanzierung). Neben den eigentlichen Zeichnungsaufrufen bediente sich die Reichsregierung einer ausdifferenzierten Propaganda. Einerseits sollten die finanziellen Vorteile von Kriegsanleihen als sichere und attraktive Geldanlage herausgestellt werden, andererseits appellierte man an patriotische Gefühle und stellte Kriegsanleihen als einen von allen Deutschen zu leistenden Beitrag zum Erreichen eines Sieges dar. Seite 2 Übrigens sind wir alle Beide, was Rauchen anbelangt, gegen meinen Kommandur die reinsten Stümper. Unter 10 Cigarren (schwere Brasil) und 1 (...) Pfeifen den Tag, geht der nicht zu Bett. Dazu priemt[4] er ununterbrochen. Was der Krieg so alles mit sich bringt. Doch kurz. u. gut, also wenn ich bitten darf, schicke nächstens lieber mal 1 Kistchen Cigarren. Ich rauche zwar selbst im Hause fast ausschlieβlich Pfeife, aber drauβen u. wann Besuch kommt, fehlt es mir augenblicklich sehr an Glimmstengeln[5]. Meine fotogr. Tätigkeit muβt während den letzten, groβen Ereignisse fast gänzlich still liegen. Nur einen Film habe ich zu Wege gebracht u. der ist nicht mal bedeutend, da der Film infolge der Nässe gezwollen war und streifig geworden ist. Ich schicke dir heute Abzüge davon mit, hoffe aber in nächster Zeit, wenn klares Winterwetter einsetzt, mit besseren Sachen dienen zu können. Auch gibt´s denn beim Schnee schönere Motive. Wir haben jetzt schon eine dünne Schneeschicht, doch reicht sie nicht zum Schlittenfahren. Es ist ganz eklig kalt. Seit 8 Tagen schwenkt das Thermometer zwischen 5-10 Grad unter Null, heute sind 8 Grad bei starken, scharfen Nordostwind, der uns das noch ständig anhaltende Artillerie-Duell am Skro- bowabach recht deutlich zu Ohren führt. Wo ich dieses schreibe, fällt fast jeden Augenblick ein Schuβ, die Fenster klirren[6] in einem fort. Und nun will ich dazu übergehen, dir unsere groβen Sieg von 9ten dss das näheren zu erschreiben. Ich schicke voraus, daβ ich inzwischen wieder von meineren Stabskommandanten-Posten in Molezads abgelöst wurde, nachdem der dafür bestimmte Rittmeister aus der Heimat eingetroffen. Ich bin also wieder bei der alten Kolonne. [4] priemen = Tabak kauen [5] Glimmstengel = Zigarette [6] klirren = durch Aneinanderstoßen, Zerschellen einen hellen, vibrierenden Ton von sich geben Seite 3 Wie du weiβt, waren die Österreicher anfang Juli dss. Jahres von Skrobowabach zwischen Zivin u. Gorodischtsche von den Russen zurückgedrängt worden. Unsere Division brachte damals die Sache zum Stehen, drängte den Feind im Gegenangriff teilsweise zurück, vermocht aber damals nicht, ihn über den Skrobowabach zurückzuwerfen. Dadurch entstand eine unglückselige Lage. Die Schützengräben lagen ganz dicht zusammen, man konnte bequem mit Handgranaten hin u. herwerfen. So entstand eind ständiger Stahkampf(?), der natürlich beiden Teilen ganz erhebliche, schwere Opfer kosteten, die zudem gänzlich zwecklos waren. Tag u. Nacht flogen Handgranaten und Minen hinüber u. herüber, das ganze Gelände wurde unterminirt, es war eine Nervosität, die nich länger zu ertragen war. Der 9ten Nov. bracht denn auch endlich die Erlösung, die natürlich mit möglichst geringen Verlusten unserseits verkauft werden sollte. Anfang des Monates schon wälzte sich schwere Artillerie in allen Tonarten heran. Von allen Seiten krach sie, bei den trüben Wetter vom Feinde unbe- merkt, heran. Wir nahmen den Bataillons-Stab eines bayerischen 21 Cm. Mörser Batter.(?) bei uns auf, und verlebten recht gemütliche u. interessante Stunden mit diesen prächtigen Naturmenschen, die schon auf allen möglichen Kriegsschauplätzen gewesen waren und recht schön zu erzählen wuβten. Auch brachten sie einen Waggon "Echt Kulmbacher"[7] mit, für uns eine wahre Wollust. Gestern haben wir den Rest verzehrt. Am Abend des 8ten Nov. waren sämmtliche Batterien in Stellung gebracht und jede bekam ihr Schuβfeld zugewiesen. Ein Heer von Minenwerfern hatte sich voran in den Gräben eingebaut. Mehrere Ab- teilungen Flammenwerfer (...) des Angriffs. Wir Kolonnen fuhren fast ausschlieβlich schwere Wurfmeinen. [7] Siehe https://www.kulmbacher-brauerei-ag.de/unternehmen/historie/ Seite 4 Am Frühmorgen des 9ten Nov, begann das Wetter sich aufzuklären. Besser konnte es nicht kommen. Schon um 4 1/2 Uhr schwirrten Dutzende von Fliegern ganz nahe über uns, schreubten sich in Spiralen hoch und gingen zur Beobachtung nach vorne. Um 5 Uhr begann die Artillerie aller Kaliber sich einzuschieβen. Es klappte famos. Jeder Schuβ konnte beobachtet werden. Von 8 1/2 war alles eingeschossen. Punkt 9 Uhr setzte ein Trommelfeuer ein, wie wir alle es noch nie gehört. Die Minenwerfer nahmen die Drahtverhaue und die vordersten Gräben vor. Sie haben mächtige Horizontalwirkung, reiβen aber keine tiefen Löcher, die der Infanterie sonst beim Vorgehen lästig. Die zweiten und dritten Gräben werden von der schweren Artillerie vollständig eingedeckt. Dahinter legt die Feldartillerie Sperrfeuer. Die mittlere Artillerie, vor allen die Haubitzen, zersplitten die Brücken über den Bach und belegen das ganze Hintergelände mit Gasgranaten. Ein Vorbringen von Reserven und Munition wird damit unmöglich gemacht. Schon während das Höllenkonzerts laufen die Russen zu hunderten über, Hände hoch, mit verzerrten Gesichten und Klapperenden Zähnen. Mehrere Male setzt die Artillerie plötzlich aus, die Infanterie brüllt in den Gräben was die Lunge halten kann. Scheinangriff. Die Russen kommen aus ihren Löchern, unsere Maschinen- gewehre rattern und mähen alles fort. Die Brummer setzen wieder ein, 4 Stunden lang dauert die Kanonade. Plötzlich, 12.59 Uhr Pause. Die Flammenwerfer stürtzen vor, 60- 80 Mtr. lange Stichflammen vor sich herwerfend, sie sengen die vordersten Gräben ab und bringen allem Lebenden den sicheren Tod. Der Führer selbst fällt durch Herzschuβ, noch ehe er ganz aus den Graben. Seite 5 Eine Minute später stürmt unsere gesammte Infanterie vor, zunächst geschützt durch den undurchdringlichen Qualm der Stichflammen. Innerhalb 25-30 Minuten sind sammtliche Gräben diesseits des Baches in unserer Hand. Nur ein Panzerwerk mit etwa 500 Mann Besetzung wird erst nach verzweifelten Kampfe wiedergerungen. Ein Teil der freiwilligen Stoβtruppen geht sogar im Übereifer über den Bach, wird aber zurückgeholt, da wir alles erreicht, was wir wollten. Mit den nötigen Reserven wäre es ein Leichtes gewesen, vollständig durch zu stoβen. Die endgültige Beute betrug etwa 3500 Gefangenen, darunter 50 Offizieren, ferner 27 Maschinengewehre, 1 dzd Minenwerfer und sehr viel Munition u. Kriegsgerät. Die Gräben lagen voller Toten u. Verwundeten, während wir ganz fabelhaft geringe Verluβte hatten. Gegen 6 Uhr machten die Russen dem ersten Gegen- angriff, der sich auch in der Nacht nochmals wiederholte. Natürlich ohne Erfolg. Augenblick- lich kämpft fast nur noch die Artillerie und zwar sucht unsere die russ. zum schieβen zu zwingen, um die neuen Stellungen herauszu- knobeln. Jedenfalls hat unsere Infanterie es jetzt bedeutend besser, sie kann sich für den Winter einrichten, ohne immerfort gestört zu werden. Unser Generalissimus von Woijna aber hat einen Sieg errungen, der in jeder Weise glänzend genannt werden kann. Man hört nur eine Stimme: Woijna hat die Kiste(?) famos geworfen. Die 5. R.D. ist zu recht stolz auf ihren General. Seite 6 Und nun lieber Franz für heute schluβ. Ich muβ noch viel erledigen, bin auch mit meiner Post noch sehr im Rückstand. Auch wirst du es begreifen, daβ ich den gröβten Teil des heutigen Tages Elisabeth u. den Kinderchen gewidmet. Richard macht mir viel Sorge, da er in letzter Zeit häufiger krank war. Hoffentlich wird es nicht schlimmer. Es ist für mich sehr hart, daβ ich meine Liebsten erst im Februar wieder sehen soll. Mutter scheint ja wieder etwas unter Zucker zu leiden. Um diese Kriegszeit ist das doppelt schlimm wegen der diätischen Kost. Gestern habe 6 Pfund Butter u. 4 Pfund Wurst, die unser Marketender in Warschau gekauft, nach Hause geschickt. Ich hoffe es öfter zu wiederholen. Es ist zwar teuer, aber man bekommt soviel, als man haben will. Schade, daβ keine Beute aus unserer Gegend bei der Kolonne, ich könnte sonst häufiger einen nach Hause schicken. Was macht deine Verhaltniβ zum kl.(?) Mili- tarissimus? Schreibe bald wieder. Herzl. Gruβ u. Küβe Dein Bruder Richard
volkimal Am: 02.06.2020 14:06:43 Gelesen: 1155284 # 1701
@ marc123 [#1684] Hallo Marc, beschwören würde ich es zwar nicht, aber an den Namen "v. Gayl" glaube ich bei dieser Unterschrift nicht. Der Name hat zwar vermutlich auch vier Buchstaben. Der erste sieht aber nicht nach einem "G" aus. Auch das "l" als letzter Buchstabe passt nach meiner Meinung nicht. Letztliche Klarheit ergäbe erst eine Unterschrift von "Regiments-Kommandeur Oberst Oberst Freiherr von Gayl" oder eine Liste der damaligen Kommandeure. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 02.06.2020 14:44:29 Gelesen: 1155266 # 1702
@ dr31157 [#1685] Hallo Detlef, schon wieder eine schreckliche Handschrift. Ich lese: Frau Hedwig Wolff Leobschütz O/S. (=Oberschlesien) Stephanspl. 4 Liebe Mama, Papis Brief u. Deine Carte erhalten. Habe ihnen zur Sparkasse geschrieben. Gestern war der Jachmann (Trompeter) hier Paulings(?) schicken ihn weg. des Geldes. Natürlich hat er auch unsern Sprößling gesehen. Schicke mir doch bitte umgehend die Bezüge u. wenn es geht, auch ein ??? Vergiß mich nicht! Die ??? Lissi kommt nächste Woche. Ich habe keine Bezüge mehr. Vor Ostern kann ich nicht mehr waschen. Das Paket kam gestern an. Alles heil. Vielen, vielen Dank. Meine Freude war groß. Alles wieder(?) im nächsten Brief. ??? Euch alle herzl. Grüße u. Cüsse Eure ??? Winnichen(?) schläft süß, sie läßt auch grüßen ? _ _ _ _ Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 02.06.2020 14:46:15 Gelesen: 1155265 # 1703
@ evwezel [#1700] Hallo Emiel, ich schaue den Brief gerne an. Nur heute komme ich nicht mehr dazu. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 02.06.2020 15:15:46 Gelesen: 1155249 # 1704
@ volkimal [#1703] Hallo Volkmar, nimm ruhig deine Zeit, es hat keine Eile. Viele Grüße, Emiel
dr31157 Am: 02.06.2020 16:06:33 Gelesen: 1155227 # 1705
@ volkimal [#1702] Hallo Volkmar, vielen Dank für die schnelle Übersetzung. Die offenen Stellen kann ich auch trotz viel Mühe nicht lösen. Ich habe da keine Idee. Viele Grüße Detlef
dr31157 Am: 02.06.2020 20:39:08 Gelesen: 1155141 # 1706
Hallo zusammen,
hallo Volkmar,

der nächste Hilferuf!

Was steht da ".....geschäft"



Gruß
Detlef
volkimal Am: 02.06.2020 20:54:17 Gelesen: 1155137 # 1707
@ dr31157 [#1706] Hallo Detlef, es heißt: "Herrn Albin Spillner, Cigarrengeschäft" Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 02.06.2020 21:05:40 Gelesen: 1155125 # 1708
@ volkimal [#1707] Hallo Volkmar, jetzt wo ich es geschrieben sehe, kann ich es auch lesen. Danke! Bis zum nächsten Mal. Viele Grüße Detlef
marc123 Am: 02.06.2020 21:09:27 Gelesen: 1155123 # 1709
@ volkimal [#1701] Danke Volkmar, dann lasse ich den Namen erstmal weg. Einen anderen plausiblen Namen habe ich bei den Kommandeuren nicht gefunden. Liebe Grüße Marc
dr31157 Am: 02.06.2020 21:37:13 Gelesen: 1155114 # 1710
Hallo Volkmar, und hier ist schon der nächste Problemfall bei dem ich die Empfängerdaten und den rückseitigen Text nicht lesen kann. Wieder eine Sauklaue. Viele Grüße Detlef
volkimal Am: 02.06.2020 21:54:12 Gelesen: 1155101 # 1711
@ evwezel [#1700] Hallo Emiel, ich bin begeistert, wie sich dein Sütterlin im Vergleich zum Anfang verbessert hat. Die Texte, die du vorgibst, sind sehr gut "übersetzt". Kleine Fehler ab und zu habe ich korrigiert. Ich schicke dir den kompletten Text per Mail. Zu Seite 1: [1] "Dickfälligkeit".= ein dickes Fell haben = abgebrüht sein = unsensibel sein (Im Internet unter „dickfällig“ oder nach neuer Rechtschreibung „dickfellig“ suchen) Auf der letzten Seite hast Du das P.S. = Postskriptum vergessen. Hier ist es: P.S. Soeben kommt der Befehl, daß unser General der Mun. Kol. u. Trains Burandt selbst die Ortskommandatur in Molezads übernimmt. Ich hatte also die Ehre sein Vor- gänger zu sein. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 02.06.2020 22:28:59 Gelesen: 1155082 # 1712
@ volkimal [#1711] Hallo Volkmar, ohne deine Hilfe war es mir natürlich nicht gelungen. Du bist einfach ein sehr guter Lehrer! Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 03.06.2020 09:41:50 Gelesen: 1154947 # 1713
@ dr31157 [#1710] Hallo Detlef, die Karte ist sehr schwer zu lesen. Hier das vorläufige Ergebnis: Firma L & Berg Sattlerwaren Nürnberg Breite Gasse ?.?. Sie schrieben vor 8 Tag daß Panel direct abgegangen habe aber noch keine ??? u. keine War(e)n --- bitte Bescheid Ferner bitte 4 Stk. Hirsch mit gerad(?) Besen(?) sofort senden darf auch etwas anderes dabei sein. Was haben Sie in Plüsch u. Drill? ??? ??? ??? Tirschenreuth, 18. Aug. 22 Vuele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 03.06.2020 10:32:48 Gelesen: 1154943 # 1714
@ volkimal [#1713] Hallo Volkmar, vielen Dank, das du dich erneut bemüht hast. Das auch du Probleme hast beruhigt mich etwas. Meine Denkanstöße: 2. Zeile: Panel könnte "Pacet direct ........." heissen? 3. u. 4. Zeile: keine Rauh- und Leinen Waren? 5. u. 6. Zeile: konnten nach damaliger Aussprache Hirschgeweihe mit gleichmäßigen Enden sein? Bin kein Jäger! Was sagt dein geschultes Auge? Viele Grüße Detlef
evwezel Am: 03.06.2020 11:02:28 Gelesen: 1154935 # 1715
Hallo Volkmar, Ich habe einen neuen Feldpostbrief, diesmal hoffentlich tadellos übersetzt. Viele Grüße, Emiel --- Koszelewo (Rußl.) 2. Dez. 1915 Lieber Franz! Herzl. Dank für dein leckeres süßes Paketchen. Es kam mir sehr zu statten.[1] Auf den langen Märschen bei 15-20 Grad Durchschnittskälte tut das sehr gut. Sonntag war so bitter kaltes Wind, daß mir die Kinnbarten ordentlich erfroren sind. Der hohe Schnee verschwindt nicht wieder, alle Tage kommt neuer hinzu. Einer Ort macht das. Schlittenfahren wieder viel Spaß. Da wir an der Haupt- heerstraß wohnen, bekommen wir, besonders Abend´s viel Besuch von Kameraden, die befürchten einzuschneien. Immer müssen wir ein Lager bereit halten. Eine Kiste Wein von Dietz - Prüm, die gestern hier an- kam, war total eingefroren. Dienstlich habe viel Arbeit, da noch immer als einzi- ger Offizier bei der Kolonne. Beifolgend findest du Adressen von Leuten, die von 5-15 Dezember beurlaubt sind u. Weichnachtspackete für die Kolonne mitbringen. Im Voraus besten Dank. Herzl. Grüße u. Küße Richard [1] zustattenkommen - für jemanden, etwas nützlich, hilfreich, von Vorteil sein.
longdoz Am: 03.06.2020 12:25:43 Gelesen: 1154921 # 1716
@ volkimal [#1713] Bei der Unterschrift lese ich: "Hochacht L... Mehlig" Gruss Mats
Marcello Am: 03.06.2020 12:29:39 Gelesen: 1154913 # 1717
@ volkimal [#1676] @ evwezel [#1675] Hallo zusammen, sorry ich habe ganz vergessen mich zu bedanken. Klasse eure Übersetzung, da bin ich ein Stück weiter. Grüße Marcel
dr31157 Am: 03.06.2020 21:43:12 Gelesen: 1154867 # 1718
Hallo Volkmar, ich habe ich schon wieder eine Karte mit einer Sauklaue geschrieben. Adresse und Text kann ich nicht entziffern. Kannst du mir bitte helfen ? Viele Grüße Detlef
volkimal Am: 04.06.2020 10:10:27 Gelesen: 1154827 # 1719
@ dr31157 [#1718] Hallo Detlef, nur auf die Schnelle etwas zum Empfänger. Der Brief geht an den Herrn Privatdozenten Lic. Dr. Th. Siegfried, Jena, Fürstengraben 11. Zum späteren Professor Theodor Siegfried kannst Du hier etwas nachlesen [1], [2] Der Absender war ebenfalls evangelischer Theologe. Es handelt sich um Karl Ludwig Schmidt, der 1922 auf die Professur für Neues Testament der Universität Gießen berufen wurde. [3] Der Text der Karte dauert im Moment zu lange. Es geht u.a. um die "Habilitations???". Das steht in der Klammer in der zweiten Zeile. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.uni-marburg.de/uniarchiv/pkat/gnd?id=117364363 [2] https://www.deutsche-biographie.de/sfz121693.html [3] https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Ludwig_Schmidt
evwezel Am: 04.06.2020 11:10:50 Gelesen: 1154823 # 1720
Liebe Sammelfreunde, hallo Volkmar, ich habe hier wieder einen interessanten Feldpostbrief, leider auch mit Bleistift geschrieben. Trotzdem glaube ich, dass ich den Großteil des Textes gut übersetzt habe. Viele Grüße, Emiel --- Seite 1 Nowogrodek(Rußl.) 12. Oct. 1915 Lieber Franz! Nach langer, langer Zeit endlich ein Lebenszeichen von dir, allerdings auch ein umso schönes, Fasanenbraten und saure Gürkchen, ungewohnte Leckerbissen. Fehlt nur noch das nötige Getränk. Bier seit 3 Monaten nicht mehr gesehen, Wein ein unbekanntes Wort, doch soll´s bald wieder besser werden. Wer allen hoffen in einigen Wochen in Urlaub zu kommen denn ich möchte nicht, daß Elisabeth zum zweiten Mal in schwerer Stunde ohne mich ist. Ich vermute stark, daß es ein kleiner Wilhelm wird, doch bin ich diesmal auch mit einen Töch- terlein zufrieden. Vermutlich wurde ich in den ersten Tagen des Novembers zu Hause eintreffen. Und da werde ich sicher Gele- genheit finden, im gemütlichen Familien- kreise alle Ergebnisse unseres 600 Kilometer Siegeszuges ausführlig zu erzählen. Seite 2 Vorerst haben wir hier um Nowogrodek unsere Winterquartiere bezogen. Zwar ver- suchen die Russen jetzt fast tagtäglich hier durch- zubrechen, aber alle (...) ist vergeblich, wir haben schon zuviel Zeit gehabt, uns vor den Njaner(?) Sümpfen zu verschanzen. Zwar wä- ren wir beinahe noch kurz vor unseren Ziele, bei einem unerwarteten plötzlichen Durchbruch zu nächtlicher Stunde abgefangen worden, aber un- sere wackeren Pioniere griffen noch rechtzeitig ein und schossen endgültig die Lütte. Hier im Lande sieht es wüst und traurig aus. Arme, elende[1] Flüchtlingen die Hab´und Gut verloren, sieht man ständig die ödere, sandigen Straßen ein- herziehen. Klapperigen[2] Pferdchen in den typischen Russen(...) und auf diesen Frauen, Kinder und armseliger Plunder. Dabei ist es hier schon bedenklich kalt. Wir sammeln alle Schlitten, da 5 Monate fast ununterbrochen Schnee liegt. Landschaft ist nicht uninteressant, viel Wald mit allerhand Raubzeug, besonders viele Wölfe. Ich sehe mich schon auf der Wolfsjagd im rasend(?) einherjägen- den Schlitten; immer(?) hätte sich sowas ja im Leben geträumt. Leider herrscht auch [1] elend - kümmerlich, jämmerlich, beklagenswert [2] klapperig - alt, durch längeren Gebrauch abgenutzt und nicht mehr sehr stabil, intakt Seite 3 viel Cholera in hiesiger[3] Gegend, besonders in der Civilbevölkerung. Die strengsten Vor- sichtsmaßnahmen sind schon getroffen. Die schlimmste Seuchengegend[4] war allerdings zwischen der Bzuwa(?) und Warschau, wo wir allein einen Friedhof mit (ungefähr) 5000 an Cholera und Typhus gestorb. russ. Soldaten fanden. Ungeziefer gibt es auch massig hier, doch haben nur jetzt mehr Zeit, unsere Quar- tiere zu säubern. Wir haben uns in einem Gutshofe (ungefähr) 8 Kil. westl. Nowogrodek, direkt an der Landstraße nach Nowojelnia, und zwar in Koszelewo, niedergelassen. Unsere Futterlinie haben wir in Rokot- na ((ungefähr) 23 Kil.) und fahren hin nach Kol- kowitscha, hin und zurück jedesmal 110 Kilometer. Heute bin ich allein mit der Co- lonne in Rokotna, habe mit einständiger Ununterbrechung von heute Morgen 7 bis zum Abend 7 Uhr zu Pferde gesessen und benutzte den Abend in der großen Stube eines rechtrussischen Gutshauses, um noch eine Stündchen mit dir zu plaudern. [3] hiesig - hier befindlich; hier einheimisch, ansässig; von hier stammend [4] seuche - sich schnell ausbreitende, gefährliche Infektionskrankheit Seite 4 Den Hauptinhalt der Stuben bilden hier die ungeheuer mächtigen Kachelöfen. Sie lassen auf einen bitter kalten Winter schließen. Sollte es nicht schon vorher Schluß geben, vorne die große französ. Westoffen- sive zusammenbricht? Gebe Gott, daß es wahr wäre. Ich habe Sehnsucht nach der Heimat und meinen Lieben besonders meinen Jungen wie nie zuvor. Mit Scheudern denke ich an einen zweiten russ. Winter, und doch wenn´s sein muß, denn Gott befohlen. Nicht umsonst soll all´das teure Blut vergossen sein, jetzt heißt es aus- harren.[5] Und nun auf baldiges, frohes Wiedersehen lieber Franz. Grüß deine Frau Hirtien(?) und Frl. Hoster u. alle be- kannte und sei du herzlichst gegrüßt und geküßt Dein Bruder Richard Gebe den Brief Urlauber mit. [5] ausharren - an einem bestimmten Ort [trotz unangenehmer Umstände] bleiben, geduldig weiter, bis zum Ende warten
mausbach1 (RIP) Am: 05.06.2020 10:09:54 Gelesen: 1154745 # 1721
Liebe Sammelfreunde, ich habe hier eine Feldpostkarte, nicht sonderlich gut geschrieben. Wird es leserlich werden? Vorab meinen besten Dank! Feldpostkarte Frau de Vries Bremen Geibelstr. 65 "Krankenhaus Doktor Schutz? Lange Jürgenstr.29 S...?" 17.11.14 Liebe Schwägerin u. Agnes, Schicke hiermit eine Ansicht von Perronne, ich war 8 Tage dort bin jetzt wieder im Schützengra- ben ... die Kugeln über die Köpf fliegen. Heut ist schon Wetter ... hat? viel ganz mit letzte Tage wird kalt. Hoffentlich ist bald. Schluß rs ist t... vorgegangenen ... in die Löhne? Es grüßt Euch vielmal Euer Jan. Die Bonbons? waren sehr gut, ich hatte die letzten Tage? Nun Grüsten?, jetzt ? Besser.
DERMZ Am: 05.06.2020 10:50:49 Gelesen: 1154736 # 1722
@ mausbach1 [#1721] Hallo Claus, Die Bonbons waren sehr gut, ich hatte die letzten Tage star- ken Husten, jetzt ists besser! Weiterhin gute Gesundheit Olaf
DERMZ Am: 05.06.2020 11:01:41 Gelesen: 1154734 # 1723
@ mausbach1 [#1721] Hallo Claus, 17.11.14 Liebe Schwägerin u. Agnes, Schicke hiermit eine Ansicht von Perronne, ich war 8 Tage dort bin jetzt wieder im Schützengra- ben wo die Kugeln über die Köpf fliegen. Heut ist schön Wetter es hat viel geregnet letzte Tage wird kalt. Hoffentlich ist bald. Schluß es ist kein Vergnügen ???? Es grüßt Euch vielmal Euer Jan. Für die Fragezeichen habe ich noch keine Idee, auch die Adresse ist mir noch nicht klar. Viele Grüße Olaf
volkimal Am: 05.06.2020 11:59:19 Gelesen: 1154722 # 1724
@ mausbach1 [#1721] Hallo Claus, als Anschrift lese ich : Feldpostkarte Frau de Vries Bremen Geibelstr. 65 Krankenhaus Doktor Schulz Sangs Jürgenstr. Saal(?) 29 Gemeint ist die die Sankt-Jürgen-Straße. Dort war damals das Städtische Krankenhaus, heute Klinikum Bremen-Mitte. Den Text der Karte hat Olaf bis auf ein Wort richtig angegeben. Bei dem Wort lese ich einfach "Löcher". Vielleicht meint Jan, dass es kein Vergnügen in den Löchern d.h. in den Schützengräben ist. Viele Grüße Volkmar
mausbach1 (RIP) Am: 06.06.2020 08:40:10 Gelesen: 1154663 # 1725
@ DERMZ [#1722] @ volkimal [#1724] Liebe Sammlerkameraden, besten Dank für Euren Einsatz! Glückauf! Claus
dr31157 Am: 07.06.2020 16:18:45 Gelesen: 1154605 # 1726
Hallo zusammen, ich auf dem Brief die Absender- und Adressangaben nicht richtig lesen. Absender: Graf E...???? Empfänger: Herrn Kraft hochwohlgeboren Bankgutschrift?? Kann mir bitte jemand weiterhelfen? Viele Grüße Detlef
DERMZ Am: 07.06.2020 16:23:30 Gelesen: 1154604 # 1727
@ dr31157 [#1726] Hallo Detlef, Absender Graf Eltz (?), Berchtesgaden Untersalberg Einschreiben An Herrn Krafft Hochwohlgeboren Bankgeschäft von Schneider und Munzuing München Viele Grüsse Olaf
dr31157 Am: 07.06.2020 16:43:14 Gelesen: 1154601 # 1728
@ DERMZ [#1727] Hallo Olaf, vielen Dank für die Hilfe. Viele Grüße Detlef
evwezel Am: 07.06.2020 23:35:59 Gelesen: 1154580 # 1729
@ dr31157 [#1728] @ DERMZ [#1727] Hallo Detlef und Olaf, Ich lese "Münzing", nicht "Munzuing". Oder habe ich das falsch gelesen? Und ich glaube, es ist "Eras" und nicht "Graf". Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 07.06.2020 23:49:35 Gelesen: 1154574 # 1730
@ evwezel [#1729] Hallo Emiel, damit hast du natürlich recht. Ich denke, dass sich Olaf verschrieben hat. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 08.06.2020 09:48:12 Gelesen: 1154547 # 1731
@ volkimal [#1730] Hallo Volkmar, kannst Du bitte mal versuchen den Absender für mich zu entziffern. Was steht da nun: Graf Eltz, Eras ..., oder? Vielen Dank im Voraus u. viele Grüße Detlef
mausbach1 (RIP) Am: 08.06.2020 10:31:25 Gelesen: 1154538 # 1732
@ dr31157 [#1731] Meine Wenigkeit liest: Graf Eltz Berchtesgaden Untersalzberg Glückauf! Claus
dr31157 Am: 08.06.2020 11:06:28 Gelesen: 1154530 # 1733
@ mausbach1 [#1732] Hallo Claus, vielen Dank für Deine Mithilfe. Zu dieser Meinung bin ich auch gekommen. Jetzt zweifelte Emiel in seinem Beitrag [#1729] in Verbindung mit [#1730] den "Grafen" wieder an und brachte "Eras" ins Spiel. Für mich ergibt nur Graf Eltz einen Sinn. Allerdings konnte ich ihn in der Adelshierachie zu Berchtesgaden nicht eindeutig zuordnen. Nochmals vielen Dank, und ich hoffe wir haben recht. Viele Grüße Detlef
volkimal Am: 08.06.2020 11:14:37 Gelesen: 1154526 # 1734
@ dr31157 [#1733] Hallo Detlef, ich gehe ebenfalls davon aus, dass es Eltz heißen muss. In der Liste der deutschen Adelsgeschlechter mit dem Anfangsbucstaben "E" kommt sonst nichts in Frage. [1] Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutscher_Adelsgeschlechter/E
evwezel Am: 08.06.2020 11:17:33 Gelesen: 1154525 # 1735
@ dr31157 [#1733] Hallo Detlef, vermutlich hatte Claus recht und habe ich mich geirrt. Ich bin nur ein Neuling in diesem Bereich. Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 08.06.2020 11:50:04 Gelesen: 1154510 # 1736
@ dr31157 [#1733] @ mausbach1 [#1732] Hallo Detlef, hallo Claus, ich zweifelte, weil ich erwartet hätte, dass der Buchstabe "g" mit Unterlänge geschrieben wurde. Das ist offensichtlich nicht der Fall bei einem Anfangsbuchstabe (G). Meine Entschuldigung für die Verwirrung, Emiel
volkimal Am: 10.06.2020 16:45:40 Gelesen: 1154396 # 1737
@ dr31157 [#1718] Hallo Detlef, es fehlt noch die Übersetzung der Karte aus Beitrag [#1718]. Weil es schon einige Zeit her ist, hier noch einmal die Karte: Wie ich schon schrieb, war der Absender Prof. Karl Ludwig Schmidt und der Empfänger Privatdozent und spätere Professor Theodor Siegfried (siehe [#1719]). Der Text der Karte ist wirklich sehr schwer zu lesen. Hier ist das, was ich herausbekommen habe: Lieber Herr Kollege am 17.12.22 Ihre Karte vom 9.12. für die ich Ihnen vielmals danke, ist Ihr Ms [1] (Habilitationsvortrag) noch nicht gefolgt(?) ? Wie ich Ihnen schrieb, hätte ich gerne - nach meinen Berechnungen wird sich’s hoffentlich einrichten lassen – Ihre Sache in unserer Jan.=?? gebracht. Diese Möglichkeit kommt aber nur dann in Betracht, wenn ich Ihr ???(?)fältiges Ms sofort bekomme. Am 20.12. ist Redak- tionsschluß, und zwar für die kleinen Dinge, die wegen ihrer Aktualität nicht ganz zum Schlusse einlaufen können. ??? die Aufsätze bisher im- mer schon vorher gesetzt werden – Inzwischen ist schon Bertrams Berliner Pro- bevorlesung u. vieles andere gesetzt worden – dies alles muß nun dran- kommen. Wenn ich ihr Ms nicht sofort erhalte. Was ich in Zffg mit der Berücksichtigung von Tillich [2] für die Th Bl wünsche, ist ein Aufsatz (kurzer(?) ???aufsatz!) über „Marxismus u. Atheismus“ (oder auch „Sozialismus u. Atheismus“) in dem in erster Linie auf Tillichs „Masse u. Geist“ und das rel. –soz(?) Sonderheft der Tat mit seinem ???, Tillichs Kairos-Aufsatz, ??? genommen(?) ist. Ihre Darstellung einrichten wollen. Radl(?) u. auch mir schwebt vor, daß die ganze Art von Tillich im Anschluß an all seine Veröffentlichungen (Größere u. Kleinere) dargelegt wird also seine Erstlingsschrift über Schalling(?), dann „Theologie der Kultur“ (2. Aufl.), „Masse u. Geist“ [3], ???-Aufsatz in № 3 der Theol. Bl. 1922, Kairos [4] in der Tat, ferner auch kleine Sachen in der Th?Z, Theol.Hl., Bl. für religiösen Sozialis mus. Nun schreibt mir allerdings soeben Tillich, ??? ??? ??? wolle diese Aufgabe für die ??? übernehmen. Ich habe da etwas bedenken. M.E. wäre es im Hin- blick auf die Sache aber auch auf Sie und Tillich besser, wenn Sie die Sache möglichst bald ma- chen wollten. Wenn Sie vor ??? Rede Ihr Ms einreichen, oder auch schriftlich nach ???, dessen Ms allerdings dann noch nicht ??? sein darf, ??? Rede si- cherlich Ihr ??? Sache ??? ??? Geben Sie mir bitte recht bald Nachricht! Herzl. Grüße Ihr Karl Ludwig Schmidt ? sollen Sie noch andere Sachen für die Th Bl zur ??? Die Weihnachtstage verbringe ich mit m. Familie hier, so daß mir uns leider v. ??? nicht sehen werden. [1] Ms = Manuskript [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Tillich [3] Masse und Geist: Studien Zur Philosophie Der Masse (bei Google-Books) [4] https://tillichlexikon.wordpress.com/alle-begriffe/kairos-kairoi/ Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 10.06.2020 17:01:04 Gelesen: 1154392 # 1738
@ volkimal [#1737] Hallo Volkmar, vielen Dank für Deine Mühe. Die Schrift ist wirklich schrecklich. Wenn man länger draufschaut flimmert es. Für meine Zwecke reicht Deine Ausarbeitung aus. Nochmals vielen Dank und viele Grüße Detlef
dr31157 Am: 11.06.2020 17:37:10 Gelesen: 1154357 # 1739
Hallo zusammen,

ich habe wieder einmal eine Postkarte, die ich nicht lesen kann. Ich hätte gern gewußt worum es hier geht. Geht die Karte an das Generalkonsulat in Marseille oder an eine Privatadresse. Die Karte ist auch leider rückseitig nicht optimal erhalten.



Kann mir bitte jemand weiterhelfen?

Viele Grüße
Detlef
volkimal Am: 11.06.2020 18:04:11 Gelesen: 1154352 # 1740
@ dr31157 [#1739] Hallo Detlef, der Text der Karte ist in Dänisch geschrieben. Das kann ich nicht. Die Karte geht an B.A. Bjelke. Zu ihm steht im Internet [1]: Sujet: Consul du Danemark William Carr et consulat du Danemark et de l'Islande en France environ 1930 - Marseille Consul du Danemark William Carr et consulat du Danemark et de l'Islande en France environ 1930 - Marseille Icon_minitimeDim 11 Fév 2018 - 17:56 en 1914 on a une autre adresse le consul était Frisch de Fles, Em (?) armateur, 54 rue Paradis le chancelier B.A. Bjelke Der Google Übersetzer liefert: Betrifft: Konsul von Dänemark William Carr und Konsulat von Dänemark und Island in Frankreich um 1930 - Marseille Konsul von Dänemark William Carr und Konsulat von Dänemark und Island in Frankreich um 1930 - Marseille Icon_minitimeDim 11. Februar 2018 - 17:56 1914 haben wir eine andere Adresse Der Konsul war Frisch de Fles, Em (?) Reeder, 54 rue Paradis Kanzler B. A. Bjelke Viele Grüße Volkmar [1] http://placedelours.superforum.fr/t27712-consul-du-danemark-william-carr-et-consulat-du-danemark-et-de-l-islande-en-france-environ-1930-marseille
dr31157 Am: 11.06.2020 19:16:03 Gelesen: 1154343 # 1741
@ volkimal [#1740] Hallo Volkmar, vielen Dank für die Info. Viele Grüße Detlef
marc123 Am: 14.06.2020 20:45:36 Gelesen: 1154068 # 1742
@ volkimal [#1679] Hallo Volkmar, vielen Dank noch einmal. Der Artikel ist jetzt fertig. Ein Sammlerfreund der ihn Korrektur gelesen hat, hat noch etwas interessantes herausgefunden. Die zweite und dritte Schrift beginnen mit Brm. (Brevi manu)[1], was soviel bedeutet wie: "von kurzer Hand, kurzweg, ohne Umstände". Liebe Grüße Marc [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Brevi_manu
volkimal Am: 17.06.2020 09:08:58 Gelesen: 1153729 # 1743
Hallo zusammen, heute brauche ich einmal eure Hilfe. Was für eine Abkürzung steht vor "Pfarramt"? Die Abkürzung seht ihr in der Anschrift und ganz oben auf der Rückseite. Es könnten die drei Buchstaben "Tdt." sein. Beim "d" in der Mitte bin ich mir aber nicht sicher. Vor allem aber die Frage - was bedeutet diese Abkürzung? Viele Grüße Volkmar
guy69 Am: 17.06.2020 19:30:29 Gelesen: 1153699 # 1744
Hallo Volkmar könnte es vielleicht "Frt." sein. Adelboden gehörte kirchenrechtlich zu Frutigen. Viele Grüße Harald
SH-Sammler Am: 18.06.2020 05:47:20 Gelesen: 1153663 # 1745
@ volkimal [#1743] Hallo Volkmar, was spricht gegen Tit? Das war doch eine häufige "Anredeform" aus jener Zeit. Gruss SH-Sammler Hanspeter
volkimal Am: 18.06.2020 09:06:34 Gelesen: 1153652 # 1746
@ SH-Sammler [#1745] @ guy69 [#1744] Hallo Harald und Hanspeter, vielen Dank euch beiden. Ich denke, dass Hanspeter die richtige Lösung gefunden hat. Obwohl ich schon sehr viele alte Briefe und Karten gelesen habe, ist mir die Anredeform "Tit." noch nicht aufgefallen. Vielleicht war sie in den Gegenden, aus denen meine Familie stammt nicht üblich. Viele Grüße Volkmar
guy69 Am: 18.06.2020 15:34:52 Gelesen: 1153629 # 1747
Hallo nochmals, in der Tat super Lösung. Ehrlich gesagt noch nie etwas davon gehört oder gelesen. Herr Google bestätigt diese Lösung aber sofort. :-) Klasse. Mich würde als Sahnehäubchen noch interessieren, ob man die Titulierung lokal verorten kann.
SH-Sammler Am: 18.06.2020 18:04:08 Gelesen: 1153620 # 1748
@ volkimal [#1746] @ guy69 [#1747] Hallo Volkmar, hallo guy, nachstehend zeige ich Euch einen Brief, wo der Ausdruck Tit. angewendet wurde. Der Brief ist an ein Amt in Zurzach, Schweiz gerichtet. Da der Name des Ansprechpartners nicht bekannt war, hat man anscheinend Tit. geschrieben. Schaffhausen, 22. Aug. 1837, an das Tit. Bezirksamt in Zurzach Liebe Grüsse SH-Sammler Hanspeter
mausbach1 (RIP) Am: 19.06.2020 08:02:22 Gelesen: 1153592 # 1749
Liebe Freunde, das zweite Berufsleben war ich im Öffentlichen Dienst. Aus etlichen Schriftstücken, speziell aus der Preussen- bis in die Kaiserzeit, fand sich immer laufend die Anrede "Titl." Glückauf! Claus
epem7081 Am: 19.06.2020 23:39:56 Gelesen: 1153549 # 1750
@ volkimal [#1743] Hallo Volkmar, auch von meiner Seite aus aktuellem Zulauf ein Beispiel für den "Titl." in der Adresse beim Beleg vom 26.1.1923 aus München. Der violette "Einlauf" Stempel scheint mir hier allerdings mit 1924 "überdreht" Mit freundlichem Sammlergruß Edwin
bignell Am: 21.06.2020 15:34:50 Gelesen: 1153477 # 1751
Liebe Freunde, kann jemand diese Unterschrift entziffern? Rudolf Graf ? Bitte um Eure Hilfe. Vielen Dank, harald
volkimal Am: 21.06.2020 18:01:26 Gelesen: 1153458 # 1752
@ bignell [#1751] Hallo Harald, Namen sind oft schwer zu entziffern. Dieser könnte anfangen mit "Rudolphgroß ???". Sicher ist das aber nicht. Viele Grüße Volkmar
bignell Am: 21.06.2020 19:39:50 Gelesen: 1153446 # 1753
@ volkimal [#1752] Hallo Volkmar, vielen Dank für Deine Meinung. Der Vorbesitzer hat in seiner Transkription geschrieben: Rudolf Graf ... (?) - wobei ich das f von Rudolf nicht wirklich nachvollziehen kann, ph wäre wahrscheinlicher. Und danach Stoh? Aber vielleicht kommt ja noch jemand drauf. Liebe Grüsse, harald
guy69 Am: 21.06.2020 21:00:55 Gelesen: 1153422 # 1754
Wäre es möglich einen grösseren Abschnitt zu zeigen. Ist das ein Postschein?
bignell Am: 21.06.2020 22:17:01 Gelesen: 1153411 # 1755
@ guy69 [#1754] Hallo Guy, es handelt sich um einen Warenpassbrief aus 1753, Format ca A2, deshalb kann ich nur jeweils die einzelnen Hälften der Vorder- und Rückseiten zeigen. Liebe Grüße, harald
dr31157 Am: 22.06.2020 21:58:24 Gelesen: 1153366 # 1756
Hallo zusammen, wer kann mir weiterhelfen und diesen Ort lesen: Ich kann diese Schrift einfach nicht entziffern. Viele Grüße Detlef
volkimal Am: 22.06.2020 22:25:17 Gelesen: 1153363 # 1757
@ dr31157 [#1756] Hallo Detlef, die Karte wurde in Finsterrot geschrieben. Das liegt 6 km westlich von Mainhardt. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 22.06.2020 22:45:12 Gelesen: 1153359 # 1758
@ volkimal [#1757] Hallo Volkmar, vielen Dank für die schnelle Hilfe. Viele Grüße Detlef
dr31157 Am: 24.06.2020 17:00:49 Gelesen: 1153286 # 1759
Hallo zusammen, hier habe ich wieder eine Karte, wo ich weder Absender, Empfänger noch den Text (außer dem Stempel) lesen kann: Wer kann mir bitte weiterhelfen ? Viele Grüße Detlef
wessi1111 Am: 24.06.2020 18:35:01 Gelesen: 1153270 # 1760
@ dr31157 [#1759] Hallo Detlef, auch wenn ich nicht alles herausbekomme, versuche ich mich mal. Firm (eigentlich lese ich Firn) St Willenbrink (das "W" ist falsch geschrieben) Apparatebau Lohne in Oldenburg Dornstetten, den 3.4.30 Firm St Willenbrink Möchte Sie bitten mir Ihre ??? Ihr Fabrikkate zugehen wollen zu lassen da ich mir verschiedenes anschaffen möchte Hochachtungsvoll Fred Rügner Flaschner (auch im Absenderstempel) Dornstetten c/o Freudenstadt Württemberg Gruß Wessi
dr31157 Am: 24.06.2020 19:49:04 Gelesen: 1153254 # 1761
Hallo Wessi, vielen Dank für Deine Übersetzung. Damit ist mir schon ganz gut geholfen. Die Firma Willebrink??? Apparatebau aus Lohne kann ich leider nicht identifizieren. In Lohne soll es eine Maschinenfabrik und eine Spritzgussfabrik um 1930 gegeben haben, aber ob die etwas hiermit zu tun haben bezweifele ich. Es könnte sein, dass er Prospekte für die Fabrikate anforderte. Viele Grüße Detlef
volkimal Am: 24.06.2020 22:14:32 Gelesen: 1153241 # 1762
@ dr31157 [#1761] Hallo Detlef, ich lese ein paar Kleinigkeiten anders: Firma Cl Willenbrink Apparatebau Lohne in Oldenburg Dornstetten, den 3.4.30 Firma Cl Willenbrink Möchte Sie bitten mir Ihre Prospt Ihr Fabrikkate zugehen wollen zu lassen da ich mir verschiedenes anschaffen möchte Hochachtungsvoll Fried Rügner Flaschner (auch im Absenderstempel) Dornstetten c/o Freudenstadt Württemberg Das Wort "Firma" ist sehr geschmiert und es sind nicht alle Buchstaben erkennbar. Ich vermute, dass er ein Prospekt der Firma haben wollte und das Wort etwas ungewühnlich abgekürzt hat. Der Absender dürfte Fried und nicht Fred Rügner sein. Ich gehe davon aus, dass die Karte an die Firma Clemens Willenbrink ging. Das "Cl" passt sehr gut zum Schriftbild. Clemens Willenbrink, geb.1818, wurde Kupferschmied und erbaute 1846 das historische Eisenwarengeschäft mit Schmiede an der Brinkstrasse. [1] Der Firmengründer ist zwar 1925 gestorben, sein Sohn (* 1900) hieß aber ebenfalls Klemens. (Die Schreibweise mit "C" bzw. "K" wechselt). [2] Kupfer war ein sehr gutes Material zum Apparatebau. Viele Grüße Volkmar [1] http://heimatverein-lohne.de/wp-content/uploads/2016/06/Auswanderung-Willenbrink-1850.pdf [2] http://lohner-familien.homepage.t-online.de/Willenbrink.htm
dr31157 Am: 24.06.2020 22:47:06 Gelesen: 1153239 # 1763
@ volkimal [#1762] Hallo Volkmar, vielen Dank für Deine Recherchen. Auf den Seiten war ich auch schon, konnte aber "Cl." Willenbrink und Apparatebau mit dem Eisenwarengeschäft nicht wirklich zusammenbringen. Ich hatte mich da auf die Maschinenfabrik versteift, die aber nicht zur Adresse passte. Du hast da recht, bei dem Schreibstil, sollte man den Apparatebau nicht so wörtlich nehmen. Und Flaschner ist der heutige Klempner, da kann man tatsächlich bei Fabrikate auf Artikel aus einem Eisenwarengeschäft oder eines Kupferschmiedes schliessen. Viele Grüße Detlef
Flecker Am: 27.06.2020 15:39:35 Gelesen: 1153098 # 1764
Hallo. Habe hier eine Sterbeurkunde und kann den Vornamen nicht lesen. Diese Schrift bringt mich noch um. war verheiratet mit ??????? Decker und ????????. Vielen dank im voraus. Rudolf
volkimal Am: 27.06.2020 16:09:42 Gelesen: 1153093 # 1765
@ Flecker [#1764] Hallo Rudolf, ich lese: Mutter: Herta Decker geborene Gabriel Der Verstorbene war verheiratet mit Ella Decker geborene Gans. Es ist nicht ganz sicher, da bei dieser Handschrift das "a" und "e" fast identisch sind. Außerdem wurden die lateinische und die Sütterlin-Schrift durcheinander benutzt. Zum Beispiel beim "Gans" Viele Grüße Volkmar
Flecker Am: 27.06.2020 17:57:24 Gelesen: 1153081 # 1766
@ Volkimal [#1765] Danke schön. Ich bin fast fertig mit dieser Familie. Ich glaube, noch 3 oder 4 Unklarheiten und es ist durch. Schönes Wochenende. Rudolf
Flecker Am: 27.06.2020 18:17:57 Gelesen: 1153077 # 1767
Hallo, hier noch mal schnell 2 nicht zu entziffernde schreiben. Wohnhaft zu ??? und ein Absatz, Vater Mutter ??????? Das wäre es dann für heute. Vielen Dank im voraus. Rudolf
volkimal Am: 27.06.2020 18:27:48 Gelesen: 1153072 # 1768
@ Flecker [#1767] Hallo Rudolf, Wohnhaft zu Sechshelden (Stadtteil der Stadt Haiger) Sohn des Werkmeisters Wilhelm Adolf Karl Decker wohnhaft in Herbornseelbach und seiner (ver)storbenen Ehefrau Alma Ida Laura geborene Loock zuletzt wohnhaft zu Helmstedt zu Herbornseelbach in seiner Wohnung Bei dem Namen Laura und Loock bin ich mir nicht sicher. Das Bild ist einfach zu unscharf. Kannst Du ein besseres Bild einstellen? Viele Grüße Volkmar
Flecker Am: 27.06.2020 19:00:38 Gelesen: 1153068 # 1769
Hallo Volkmar, ich kann mal die ganze Seite einstellen. Wenn es nicht geht, habe ich Pech gehabt. Rudolf
volkimal Am: 27.06.2020 20:20:42 Gelesen: 1153060 # 1770
@ Flecker [#1769] Hallo Rudolf, das Bild hilft nicht weiter. Ich gehe aber davon aus, dass ich beide Namen richtig gelesen habe. Bei Laura ist eigentlich nur das "r" nicht eindeutig. Da kommt aber sonst wohl nichts anderes in Frage. Vom Schriftbild her könnte es noch Lauxa sein, den Vornamen Lauxa gibt es aber nicht. Zumindest habe ich ihn nictt gefunden. Der Name Loock kommt in Helmstedt z.B. 11-mal. Das könnte also durchaus passen. Vioele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 28.06.2020 16:38:06 Gelesen: 1153027 # 1771
Hallo zusammen, hallo Volkmar, hier habe ich wieder mal eine Postkarte. Die akademische Schrift kann ich nur ansatzweise lesen und bekomme wenig Sinn hinein. Kann mir bitte jemand weiterhelfen? Viele Grüße Detlef
volkimal Am: 28.06.2020 18:22:20 Gelesen: 1153007 # 1772
@ dr31157 [#1771] Hallo Detlef, das meiste ist klar. Bei Immer und Hanna hat er den Verdopplungsstrich benutzt. Ich lese: Burglengenfeld Obpf. 11.3.32 P.T. Zum glückl. Ausgang der großen Ent- scheidungsschlacht m. wärmsten Glückwünsche! Nun heißt es weiter: Sempre avante! Immer vorwärts u. aufwärts! Nunca ??? Niemals rückwärts! Auch Hanna hat mir vor einiger Zeit geschrieben über Zukunfts???! Gebe Gott, daß Euere Ideale zur Wirklichkeit werden. Von allen Karten u. Briefen, die gestern zu m. 79 Geburtstage anschwirrten, ist das die erste Antwort. Ore??? pro ???! Lasst uns füreinander beten! Hoch Hindenburg! Mit 2000 Grüßen an alle Euer treuer Eckehard F.B.??? ?? Die fehlenden Wörter sind fast alle Portugiesisch. Eckehard hat aber zum Glück jeweils die Übersetzung mitgeliefert. Google übersetzt aus bzw. ins portugiesische: Semptre avante = Immer vorwärts Niemals rückwärts = Nunca para trás. Daher habe ich als erstes Wort Nunca angegeben. Lasst uns füreinander beten = Vamos orar um pelo outro. Daher gehe ich vorne von "ore" aus. Der Rest des Portugiesischen ist zwar unklar, der Sinn ist aber dennoch klar. Viele Grüße Volkmar
Flecker Am: 28.06.2020 18:38:56 Gelesen: 1153002 # 1773
@ Volkimal [#1770] Hallo, danke schön für die übersetzung. Leider habe ich das Blatt auch nur in Kopie, deshalb kann ich es auch nicht höher einscannen. Aber nicht schlimm, mir reicht es allemal. Rudolf
dr31157 Am: 28.06.2020 18:43:45 Gelesen: 1153000 # 1774
@ volkimal [#1772] Hallo Volkmar, vielen Dank für die schnelle Auflösung des Wirrwarrs zwischen Geburtstag und der Hindenburg-Wahl. Viele Grüße Detlef
mausbach1 (RIP) Am: 29.06.2020 10:46:35 Gelesen: 1152971 # 1775
Liebe Sammlerfreunde, am 18.12.1916 handschriftlich auf der Bildseite - nun beim Latein zu Ende: 1. An welchen Ort/Land ist diese Bildpostkarten (K 24 Katalog Hartmann) gesendet? 2. Was besagt der viereckige Stempel? Vorab meinen besten Dank für Eure Bemühungen. Glückauf! Claus
kakteen Am: 29.06.2020 11:52:55 Gelesen: 1152964 # 1776
Gouvernement Livland https://de.wikipedia.org/wiki/Gouvernement_Livland Inspiziert durch Zensur Baku № 4о yuri
mausbach1 (RIP) Am: 01.07.2020 10:16:00 Gelesen: 1152854 # 1777
@ kakteen [#1776] Hallo yuri, die Zensur Baku verstehe ich - Danke!; doch den Ort in ehem. Livland (später: Lettland) kenne ich nicht. Glückauf! Claus
dr31157 Am: 04.07.2020 17:34:09 Gelesen: 1152531 # 1778
Hallo zusammen, hallo Volkmar, ich habe hier eine Postkarte an den Reichsbund deutscher Verbrauchergenossenschaften in Hamburg, bei der ich die Unterschriftszeile nicht richtig lesen kann. Kann mit bitte jemand weiterhelfen? Viele Grüße Detlef
volkimal Am: 04.07.2020 18:29:23 Gelesen: 1152510 # 1779
@ dr31157 [#1778] Hallo Detlef, erst habe ich gedacht, dass das Wort mit "K" anfängt. Der Buchstabe gleicht sehr dem "K" von "Kontoauszug" in der ersten Zeile. Dann habe ich die Anschrift gesehen. Vergleiche einmal die Anschrift mit dem gesuchten Wort - so bin ich darauf gekommen. Es heißt "Verbrauchergen. Schulpforta". Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 04.07.2020 18:51:18 Gelesen: 1152506 # 1780
@ volkimal [#1779] Hallo Volkmar, vielen Dank für die Detektivarbeit. Hätte ich eigentlich auch draufkommen müssen, wo ich die Adresse schon entziffert hatte. Viele Grüße Detlef
kakteen Am: 05.07.2020 11:19:54 Gelesen: 1152440 # 1781
@ mausbach1 [#1777] Riga [1] yuri [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Riga
dr31157 Am: 05.07.2020 21:27:46 Gelesen: 1152317 # 1782
Hallo zusammen, hallo Volkmar, ich habe wieder ein Leseproblem mit der Adresse: Ist er ein "Meg, Obersekretär"? bei einem Meteorologischen Insttut, oder so? Heißt der Ort Velo oder Oelo in Schlesien? Ich finde nichts Passendes, nur Fahrräder und so. Viele Grüße Detlef
inflamicha Am: 05.07.2020 21:32:18 Gelesen: 1152314 # 1783
@ dr31157 [#1782] Hallo Detlef, der Herr ist Mag.-Obersekretär (wahrscheinlich Magistratsobersekretär bei der Stadtverwaltung) in Oels, Schlesien. Gruß Michael
dr31157 Am: 06.07.2020 08:50:51 Gelesen: 1152251 # 1784
@ inflamicha [#1783] Hallo Michael, prima, vielen Dank für die Info. Gruß Detlef
dr31157 Am: 06.07.2020 16:09:29 Gelesen: 1152184 # 1785
Hallo zusammen, es handelt sich hier um eine Drucksache ohne Absender. Auf der Rückseite steht etwas geschrieben. Scheint Steno zu sein. Kann mir das bitte jemand übersetzen? Gruß Detlef
volkimal Am: 07.07.2020 11:31:56 Gelesen: 1151985 # 1786
@ dr31157 [#1785] Hallo Detlef, vielleicht kannst du die Frage noch einmal beim Thema "Stenographie: Kurzschriften wie DEK, Gabelsberger, Stolze-Schrey u Co." stellen. Richard kann die Frage natürlich auch verschieben. Viele Grüße Volkmar [Redaktion: Frage bitte an der genannten Stelle stellen]
Flecker Am: 12.07.2020 17:58:55 Gelesen: 1151249 # 1787
Hallo, kann mir einer übersetzen was auf diesem Totenschein steht? Vielen dank im voraus. Rudolf
volkimal Am: 12.07.2020 20:57:48 Gelesen: 1151200 # 1788
@ Flecker [#1787] Hallo Rudolf, es heißt: Herbornseelbach, den 27. Dezember 1943. Der Panzerschütze Herbert Decker, männlich, wohnhaft in Herbornseelbach, Marburgerstraße No. 19 ist am 26. September 1941 um 6 Uhr 30 Minuten in Gernawo(?) Rusland, östlicher Kriegsschauplatz verstorben. Der Verstorbene war geboren am 19. September 1921 in Herbornseelbach Standesamt Ballersbach Vater Theodor Decker, Gastwirt Mutter: Elisabeth Decker geborene Decker Der Verstorbene war nicht verheiratet. Den Ort in Russland kann ich im Moment nicht richtig erkennen. Habe im Moment leider nur ein katastrophales WLAN und ein Tablet zur Verfügung. Viele Grüße Volkmar
Max78 Am: 12.07.2020 21:48:47 Gelesen: 1151180 # 1789
@ Flecker [#1787] MoinMoin, Ortsbezeichnung ist wahrscheinlich irgendein Nest bei Roslawl. Ich habe mal Feldpostbriefe aus dieser Zeit aus der Umgebung von Roslawl umgeschrieben. Da waren Ortsnamen dabei, die ich im Netz meist nicht finden konnte. Da wäre eine Karte von annodazumal ganz gut. Ich lese in etwa Gerenewo-Roslawl. zu Beitrag [#1785]: Das ist wenn überhaupt "Übungsgekritzel" in Steno, kein zusammenhängender Satz/Sinn/etc. lg max
Flecker Am: 13.07.2020 13:33:15 Gelesen: 1151084 # 1790
@ Volkimal [#1788] @ Max78 [#1789] Hallo, danke für die Mühe. Rudolf
dr31157 Am: 23.07.2020 17:46:22 Gelesen: 1149151 # 1791
Hallo zusammen, leider kann ich die Feldpostadresse nicht lesen. Obergefreiter.... 18. ...... Wurden mit dem Paket die persönlichen Sachen der gefallenen Soldaten an die Familien verschickt? Kann mir bitte jemand weiterhelfen. Gruß Detlef
volkimal Am: 27.07.2020 20:20:50 Gelesen: 1148423 # 1792
@ dr31157 [#1791] Hallo Detlef, wir waren unterwegs und ich hatte die Karte ganz vergessen. Die Schrift ist sehr schwer zu entziffern. Das fängt schon mit dem Namen an. Vermutlich heißen der Absender und der Empfänger "Gau", es könnte auch "Chau" sein. Der Name Chau ist aber unwahrscheinlicher. Eventuell kann es heißen: Absender: Obergefr. Gr. Gau 18. Lu. Rgt. Ob. D. L. Potsdam ???? Evtl. hat es etwas mit der "Luftnachrichtenabteilung Oberbefehlshaber der Luftwaffe" zu tun. Die war in Postdam-Eiche. Empfänger: Familie Johann Gau Niederleis 138 Niederdonau Ostmark Bei Niederdonau Ostmark bin ich mir recht sicher, Niederleis ist vermutlich richtig. Du kannst aber im Müllers Ortsbuch für die Ostmark 1942 gerne weiterforschen [1]. Viele Grüße Volkmar [1] http://steyr.dahoam.net/wp-flippingbooks/muellers_ortsbuch/ Niederleis findest Du auf Seite 93, es liegt im Reichsgau Niederdonau
dr31157 Am: 27.07.2020 20:32:24 Gelesen: 1148418 # 1793
@ volkimal [#1792] Hallo Volkmar, vielen Dank die Informationen und den Hinweis. Gruß Detlef
dr31157 Am: 30.07.2020 17:32:05 Gelesen: 1147814 # 1794
Hallo, ich habe hier eine Paketkarte. Die Feldpostadresse kann ich nicht richtig lesen. Unteroffzier II Stum Komp. Garn. Er Batt. c/1 Kempten/Allgäu Lehrgang Wer hilft mir weiter? Was ist richtig? Gruß Detlef
volkimal Am: 30.07.2020 19:11:36 Gelesen: 1147783 # 1795
@ dr31157 [#1794] Hallo Detlef, ich lese: Untofz Willi Matzner II Stam Komp. Gren. Er Batt. 91 (13b) Kempten/Allgäu Lehrgang Das ist zwar eine ungewöhnliche Abkürzung für einen Unteroffizier, es dürfte aber richtig sein. Normalerweise ist die Abkürzung für einen Unteroffizier "Uffz". Siehe die Liste militärischer Abkürzungen [1]. Bei "Stam" bin ich mir nicht sicher. Über einem "u" wäre aber wahrscheinlich ein Bogen wie bei Allgäu. In Kempten war das "Grenadier-Ersatz-Bataillon 91". Siehe [2] Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_militärischer_Abkürzungen [2] http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/InfErsBat/InfErsBat91-R.htm
dr31157 Am: 30.07.2020 19:54:24 Gelesen: 1147773 # 1796
@ volkimal [#1795] Hallo Volkmar, vielen Dank für die schnelle Übersetzung. Es soll wohl "Stam(m)" heissen, obwohl es nicht im Abkürzungen-Link steht. Dank für diesen Link. Den kannte ich noch nicht. Gruß Detlef
dr31157 Am: 30.07.2020 20:35:34 Gelesen: 1147755 # 1797
Hallo, hier kann wieder etwas nicht lesen: auf der Rückseite: Schickt .....? auf der Vorderseite Haus ........? Gruß Detlef
volkimal Am: 30.07.2020 21:38:01 Gelesen: 1147730 # 1798
@ dr31157 [#1797] Hallo Detlef, ich lese: Schickt Elmar(?) ein paar Hefte Hautpsächlich Schreibhefte Meine Manschettenknöpfe fehlen Familie OberReg. Rat Gerold Haus ???? Post Münster Das Wort Hauptsächlich ist falsch geschrieben. Den Namen des Hause im Bereich Münster kann ich noch nicht entziffern. Es sieht so ähnlich aus wie "Lawelinklar". Das finde ich aber im Netz nicht. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 30.07.2020 22:14:31 Gelesen: 1147714 # 1799
@ volkimal [#1798] Hallo Volkmar, vielen Dank für Deine Entschlüsselungen. Ich meine ich habe das Rätsel gelöst: Altes Gasthaus Leve Mein Rechner öffnet nicht die Webseite (habe wohl zu hohe Sicherheitseinstellungen) kann aber herauslesen das die Besitzer mal Winkler hiesen. Gruß Detlef
volkimal Am: 30.07.2020 22:38:06 Gelesen: 1147704 # 1800
@ dr31157 [#1799] Hallo Detlef, ich glaube nicht, dass das alte Gasthaus Leve in Münster gemeint ist. Auf der Seite des Hauses heißt es "Nach völliger Kriegszerstörung durch Bomben 1941 ist es in den Jahren 1949 — 1961 wiedererstanden". Die Suche geht also weiter. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 30.07.2020 22:43:29 Gelesen: 1147698 # 1801
@ volkimal [#1800] Hallo Volkmar, schade, das stimmt. Jetzt hatte sich die Webseite auch bei mir geöffnet. Na dann. Gruß Detlef
dr31157 Am: 31.07.2020 22:26:33 Gelesen: 1147440 # 1802
Hallo, ich habe hier einen Brief dessen Adresse ich nicht richtig lesen kann: Rottach-Egern am Tegernsee .......... Bachmeier Ich bitte um Hilfe. Gruß Detlef
Roland Daebel Am: 31.07.2020 22:56:23 Gelesen: 1147433 # 1803
@ dr31157 [#1802] Herrn Joseph Weigert Gefr.[eiter] (13b) Rottach-Egern am Tegernsee Reservelazarett Hotel Bachmeier Schwere Zeiten, damals ... Viel Spaß weiterhin!
dr31157 Am: 31.07.2020 23:04:37 Gelesen: 1147427 # 1804
@ Roland Daebel [#1803] Vielen Dank für die schnelle Übersetzung. Gruß Detlef
Roland Daebel Am: 31.07.2020 23:28:26 Gelesen: 1147420 # 1805
@ dr31157 [#1804] Du hast ja hier eine "Anfangssammlung" mit sehr interessanten Belegen gezeigt. Man weiß nun nicht, wieviel noch kommt. Leider gibt es keine Schulungen für die alte Schrift. Vielleicht solltest Du mal selber anfangen das zu lernen. Das haben die Tutoren hier alle durch. Wir werden auch weiterhin gerne helfen, denn wir möchten weitere Belege sehen. Immer üben, üben, üben - es kann dann spannend werden, auch längere Passagen selbst zu lesen.
dr31157 Am: 01.08.2020 09:06:33 Gelesen: 1147321 # 1806
@ Roland Daebel [#1805] Meine Fähigkeiten reichen für das Allgemeine und lerne ständig dazu! Aber es gibt eben Handschriften, an denen man verzweifeln kann. Über weitere Hilfestellung würde ich mich freuen.
Roland Daebel Am: 01.08.2020 10:39:31 Gelesen: 1147304 # 1807
@ dr31157 [#1806] Ja, auf jeden Fall! War auch nicht böse gemeint!
dr31157 Am: 01.08.2020 17:38:07 Gelesen: 1147175 # 1808
Hallo, ich habe hier eine Postkarte. Auf der Karte unter No. 8 Tangiers - Grand Soko steht etwas in ausländischer Sprache geschrieben. Wahrscheinlich ist eine Urlaubskarte. Ist es nur ein Datumsvermerk "17. Apr..... Ist es eine Urlaubsgruß-Floskel? Kann mir das bitte jemand weiterhelfen? Gruß Detlef
Roland Daebel Am: 01.08.2020 17:59:13 Gelesen: 1147164 # 1809
@ dr31157 [#1808] Wahrscheinlich Datum des Tages der Beschriftung (17. Apr.) und Paraphe des Absenders. Wirklich schlecht geschmiert. Urlaub wird es dort wohl nicht gegeben haben. Siehe 1. und 2. Marokkokriese sowie "Panthersprung nach Agadir", in Wiki. Weiterhin viel Spaß!
dr31157 Am: 01.08.2020 18:07:08 Gelesen: 1147156 # 1810
@ Roland Daebel [#1809] Vielen Dank. Dann sind es wohl Grüße (ohne viele Worte) in die Heimat. Gruß Detlef
Roland Daebel Am: 01.08.2020 18:13:25 Gelesen: 1147152 # 1811
@ dr31157 [#1810] Höchstwahrscheinlich, könnte von einem deutschen Militär oder Beamten sein, an Postkartensammler zuhause. Das gab es damals in den Deutschen Kolonien und Auslands-Gebieten verhältnismäßig oft. R.
dr31157 Am: 01.08.2020 18:29:34 Gelesen: 1147141 # 1812
@ Roland Daebel [#1811] Danke für die Info. Gruß Detlef
doktorstamp Am: 01.08.2020 20:51:40 Gelesen: 1147090 # 1813
Deutsche Schreibschrift. Lehrbuch: Lesen und Schreiben lernen ISBN-10: 3426667533 ISBN-13: 978-3426667538 Das Buch kann ich nur empfehlen. Man wird Schritt für Schritt in die alte Schreibschrift eingeweiht. Hinzu sollte man dieses Büchlein kaufen: Deutsche Schreibschrift. Übungsbuch. ISBN-10: 3426668793 ISBN-13: 978-3426668795 Bei Amazon.co.uk zu kaufen. Der Preis für beide zusammen ist knapp unter £20 zzgl. Porto. MfG Nigel
dr31157 Am: 04.08.2020 16:36:51 Gelesen: 1146412 # 1814
Hallo, ich zeige hier eine Postkarte, die nicht komplett lesen kann. "aus Antwerpen auf der Rückreise von ............................Euer" Kann bitte jemand weiterhelfen? Gruß Detlef
volkimal Am: 04.08.2020 17:00:23 Gelesen: 1146404 # 1815
@ dr31157 [#1814] Hallo Detlef, ich denke es heißt "Aus Antwerpen auf der Rückreise von der Ypernfront Herzliche Grüße Euer Johannes Schuster" Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 04.08.2020 17:33:28 Gelesen: 1146389 # 1816
@ volkimal [#1815] Hallo Volkmar, vielen Dank für die zuverlässige Hilfe, wie immer! Gruß Detlef
philast Am: 04.08.2020 18:52:14 Gelesen: 1146370 # 1817
Hallo, anbei ein Feldpost – Eilbrief vom 13.11.1918 12-1N aus Berlin nach Altenburg in Sachsen, dort angekommen am 13.11.1918 11-12N. Also wenige Tage nach Abdankung von Kaiser Wilhelm und der Ausrufung der (Weimarer) Republik. Freigemacht mit 25 Pf für die Eilgebühr, als Feldpostbrief war er in der ersten Gewichtsstufe portofrei. Geschrieben vom Garde Füsilier W.Schneider aus dem 3. Garde Füsilierregiment 8. Kompagnie an Johanna Storch in Altenburg. Einige Sachen konnte ich entziffern und hoffentlich korrekt widergeben. Bei einigen Sachen im weiteren Verlauf des Textes war dann Schluss. Da benötige ich noch Hilfe oder Korrektur wenn ich Fehler gemacht habe. Seite 1: Berlin 13.11.18 Meine allerbeste Hannel! Anbei sende ich dir die Ausarbeitung des gewünschten Themas. Ich weiß zwar nicht, ob es deinen Anschauungen genügt und ob ich es richtig erfaßt habe. Leider ist es nicht sehr umfang- reich geworden, da ich es etwas zusammen- gedrängt habe. Ich habe mich gleich drüber gemacht, damit die Arbeit zur rechten Zeit eintrifft, um einmal richtig geprüft zu werden, denn ich habe mich mit der ????arbeit nicht erst be- fassen können. Überhaupt habe ich nicht gewußt, welche Arbeiten d. Frau im Kriege zu leisten gehabt hat. Liebe Hannel, hoffentlich hast du meine Briefe erhalten, die dir Aufschluß über die die Berliner Lage geben. Jetzt muß ich dir mit- teilen, daß ich keine Langweile mehr habe. Im Gegenteil, Arbeit von Früh bis Spät abends, da ich von der Kompagnie als Bei- sitzender des Soldatenrates gewählt worden Seite 2: Bin. Anfangs sträubt ich mich mit Händen und Füßen, doch konnte ich auf eine derartige Weise das mit entgegengebrachte Vertrauen nicht herab- setzen. Also ist meine Anwesenheit hier dringend notwendig. Hoffentlich werde ich bald abgelöst. Liebe Hannel, vergib mir, daß ich dir einen derartigen ??? ??? wage. (Ich komme bald auf ??? ???). Auf meine Schrift muß du etwas milder beurteilen, nicht wahr? Es ist ja ??? spät abends! Nun „Gute Nacht“ mein herzensguter Spatz! Es grüßt und küßt dich dein treuer Willy. Seite 3: Frauenarbeit im Kriege. Gedankengang I. Einleitung: Der Krieg, ein Gebiet großer Entfaltung der Frauenarbeit II. Ausführung: A. Leistungen der deutschen Frau auf dem wirtschaftlichen Gebiete 1. Für unser Frontheer 2. Für die Verhältnisse des Innenlandes B. Leistungen auf dem Gebiete der Liebestätigkeit C. Leistungen auf dem Gebiete der Erziehung III. Schluß: Ausblick Seite 4: I. Einleitung: Es gibt eine alte Redensart, die besagt: eine Frau sei umso mehr wert, je weniger von ihr gesprochen würde. Und in der Tat gibt es zum Beispiel in der gesam- ten Weltliteratur ???? ???? ???, die von der ??? einer Frau ??? und die eben ???, Ab hier erschließt sich mir der Sinn nicht mehr so ganz, einzelne Wörter kann ich zwar lesen, aber da sind zu große Lücken drin für eine brauchbare Widergabe. Ist schon in den ersten paar Seiten erstaunlich, mit was sich manche Soldaten auseinandergesetzt haben. Seite 5: Seite 6: Seite 7: Grüße philast
DERMZ Am: 04.08.2020 19:45:14 Gelesen: 1146353 # 1818
@ philast [#1817] Hallo philast, ich fange mit Seite 1 an: damit die Arbeit zur rechten Zeit eintrifft, um einmal richtig geprüft zu werden, denn ich habe mich mit der ????arbeit nicht erst be- fassen können. ????arbeit = Durcharbeit Viele Grüße Olaf
volkimal Am: 05.08.2020 14:09:04 Gelesen: 1146173 # 1819
@ philast [#1817] Hallo philast, du schreibst: "Ab hier erschließt sich mir der Sinn nicht mehr so ganz, einzelne Wörter kann ich zwar lesen, aber da sind zu große Lücken drin für eine brauchbare Widergabe." Trotzdem ist es immer gut, wenn Du das angibst, was du lesen kannst. Es ist dann für mich trotzdem schneller, den Rest hinzuzufügen als alles abzuschreiben. bis zum ersten Absatz auf Seite 5 bin ich gekommen. Jetzt muss ich erst einmal etwas anderes machen. Seite 1: Berlin 13.11.18 Meine allerbeste Hannel! Anbei sende ich dir die Ausarbeitung des gewünschten Themas. Ich weiß zwar nicht, ob es deinen Anschauungen genügt und ob ich es richtig erfaßt habe. Leider ist es nicht sehr umfang- reich geworden, da ich es etwas zusammenge- drängt habe. Ich habe mich gleich drüber gemacht, damit die Arbeit zur rechten Zeit eintrifft, um einmal richtig geprüft zu werden, denn ich habe mich mit der Durcharbeit nicht erst be- fassen können. Überhaupt habe ich nicht gewußt, welche Arbeiten d. Frau im Kriege zu leisten gehabt hat. Liebe Hannel, hoffentlich hast du meine Briefe erhalten, die dir Aufschluß über die Berliner Lage geben. Jetzt muß ich dir mit- teilen, daß ich keine Langweile mehr habe. Im Gegenteil, Arbeit von Früh bis Spät abends, da ich von der Kompagnie als Bei- sitzender des Soldatenrates gewählt worden Seite 2: bin. Anfangs sträubte ich mit Händen und Füßen, doch konnte ich auf eine derartige Weise das mit entgegengebrachte Vertrauen nicht herab- setzen. Also ist meine Anwesenheit hier dringend notwendig. Hoffentlich werde ich bald abgelöst. Liebe Hannel, verzeihe mir, daß ich dir einen derartigen Wisch vorzulegen wage. (Ich komme bald auf Schwarzens Sprünge). Auch meine Schrift muß du etwas milder beurteilen, nicht wahr? Es ist ja schon spät abends! Nun „Gute Nacht“ mein herzensguter Spatz! Es grüßt und küßt dich dein treuer Willy. Seite 3: Frauenarbeit im Kriege. Gedankengang I. Einleitung: Der Krieg, ein Gebiet großer Entfaltung der Frauenarbeit II. Ausführung: A. Leistungen der deutschen Frau auf dem wirtschaftlichen Gebiete 1. Für unser Frontheer 2. Für die Verhältnisse des Innenlandes B. Leistungen auf dem Gebiete der Liebestätigkeit der Frau C. Leistungen auf dem Gebiete der Erziehung III. Schluß: Ausblick Seite 4: I Einleitung: Es gibt eine alte Redensart, die besagt: eine Frau sei umso mehr wert, je weniger von ihr gesprochen würde. Und in der Tat gibt es zum Beispiel in der gesam- ten Weltliteratur verschwindend wenige Dichtungen, die von der Verherrlichung einer Frau berichten und die eben vorhandenen, wie Gudrunlied usw., sind Jahrhunderte, ja Jahrtausende alt. Man könnte aber mit gutem Grunde von dem ebengesagten Satz gerade das Gegenteil behaupten, wenn wir daran denken, welche überzeugende Anschauung die deutsche Frau, die durch den Krieg auch eine Art Vater- verteidiger(in) geworden ist und mit einer Eingebung ohnegleichen ihren oft nicht leichten Posten ausfüllt, ver- dient, daß man ihr Vertrauen schenkt und sie hoch einschätzen muß. Sie muß wahrhaftig viel geleistet haben, daß man jetzt so mit stolz auf sie blickt, darum ist es keine Zeitver- schwendung, wenn im folgenden das Thema „Frauenarbeit im Kriege“ eingehend erörtert wird. II. Ausführung: Die erste Zeit nach der Mobilmachung hat mit ganz besonders harter Hand in die wirtschaftlichen Ver- hältnisse des deutschen Volkes hineingegriffen. Sehr viele Maßnahmen, die voreilig ergriffen worden sind, machten sich später von selbst wieder unnütz und wurden auf- Gehoben. Und bis die neue Regelung erfolgte, geriet vieles ins Stocken und viele Existenzen waren äußerst bedroht. Die Betriebe, die für das Material des Krieges sorgten, nahmen einen ungeheuren Aufschwung, der auch die Tätigkeit der deutschen Frau mit in Anspruch nehmen. Hier waren es namentlich die Arbeiterfrauen. Ehe England daran dachte die Frauen Seite 5: zur Arbeit in den Geschoßfabriken zu bitten, waren in Deutschland schon längst die Frauen zu hunderttausen- den bei der Arbeit. Sie hatten ohne sich, wo ihre körperlichen Kräfte es ermöglichten, an den Platz ge- stellt, den der Mann verlassen hatte um mit dem Gewehr in der Hand sich an den heiligem Kampfe des Vaterlandes zu beteiligen. Viele Grüße Volkmar
longdoz Am: 05.08.2020 14:13:00 Gelesen: 1146169 # 1820
kleine Korrektur: auf Seite 1: ... nicht recht befassen können ... Seite 5 Zeile 3: ... sie hatten eher sich, wo ... Gruss Mats
volkimal Am: 05.08.2020 15:58:42 Gelesen: 1146145 # 1821
Hallo philast, so jetzt folgt der Rest: Auch im Haushalt hat sie sich als rechte deutsche Frau gezeigt. Die gesteigerten Preise für alle Lebensmittel stellten naturgemäß an das wirt- schaftliche Geschick der Frau doppelte Anforderung, da sie vor allem den geringen Einnahmen gegenüberstand. Hier hat die Frau wieder in prachtvoller Weise eingegriffen, indem sie ge- rade über die für die Wohlfahrt des Volkes in Betracht kommenden Punkte durch Vorträge und unentgeltliche Auskunft Ratschläge erteilte, und sie bewahrte durch tatkräftiges Einschreiten den Unmittelten vor Hunger und Elend. Tatsächlich ist der Frau Gelegenheit gegeben, sich jetzt als wahre Künstlerin auf dem Gebiete der Ernährung zu zeigen. Und so lächerlich es auch klingen mag, ist ein Tag auf eben diesem Gebiete genau so wichtig, wie ein Sieg, der durch Blut und Eisen erfochten worden ist. Wenn einmal die Geschichte dieses großen Krieges geschrieben werden sollte, als ein Beweis über die Leistungen unseres Volkes, so wird auch ein Abschnitt von der Liebestätig der Frau mit erörtert werden müssen denn was auf diesem Gebiet von der Frau geleistet worden ist und täglich noch wird, Seite 6: kann fast nicht ausgedacht werden. Das Arbeits- feld auf diesem Gebiete ist ungeheuer umfang- reich. An erster Stelle steht die berufsmäßige und freiwillige Pflegerin der Verwundeten. Fast ebenso bedeutend ist die Frau, die ihr Heim den tapferen Feldgrauen zur Verfügung stellt und die Geberin, die dem Roten Kreuz in großer Opferwilligkeit die Geldmittel zusteuert. Hunderttausende, ja Milli- onen sind dem Roten Kreuz durch die Sammel- tätigkeit d. Frau zur Verfügung gestellt worden. Es ist ja auch natürlich, denn das Empfinden der Frau sehnt sich danach, denen die für das Vaterland kämpften und litten, den Dank des Vaterlandes darzubringen. Denken wir daran, wie die Deutsche Frau in den Augusttagen 1914 Tage und Nächte in den Bahnhöfen standen und mit erschöpften Gesichtern den durchfahrenden hungrigen und durstigen Vater- landsverteidigern Speise und Trank zusteckten, oder denken wir an die unermüdliche Pflege an den schmer- zenslagern der Verwundeten. Müssen wir denn nicht vor ihnen den Hut abnehmen? Schade nur, daß diesen tapferen Frauen nicht durch einen segensreichen Frieden, wie wir ihn alle ersehnt hatten, diese Stunden in denen sie gelitten und gearbeitet haben, gelohnt werden konnte. Eine große, vielleicht die größte Aufgabe, die vor allem der deutschen Mutter zur heiligen Pflicht gewor- den ist und einer Nation zu weiterem Aufstiege zu helfen vermag, ist die rechte deutsche Erziehung der Jugend, die jetzt heranwächst. Sie muss dahin Seite 7: wirken, daß sie ihre Söhne zu einer wahren „Wacht am Rhein“ heranziehe, von der die Welt weiß, daß sie unbesiegbar ist, damit der Friede der Welt unter deutschem Schutze ruhen möge. Lei- der haben die letzten Tage bewiesen, daß unsere deutsche Mutter noch nicht ganz gerade dieser Auf- gabe voll und ganz gewachsen war. Doch sie muß sich weiter mit aller Energie das Ziel setzen, auch noch in Zukunft in dem alten Geiste das Kind zu bilden und zu leiten und sich nicht durch die hereinbrechen Verhältnisse entmutigen zu lassen, denn ihre Söhne haben ja gezeigt, was deutsche Kraft und Tapferkeit geen eine Übermacht vermocht haben. Dann wer- den sich auch viele, die heute zusammengebrochen, auf- raffen, werden mittun voll neuen Mutes und mit- arbeiten am Bau des neuen Deutschlands, dann wer- den sie nicht mehr verbittert und vergrämt beiseite stehen, weil ihre Hoffnungen und Ideen zertrümmert am Boden liegen. Viele Grüße Volkmar
philast Am: 05.08.2020 21:36:50 Gelesen: 1146093 # 1822
Hallo, DERMZ, longdoz und besonders an volkimal, einen herzlichen Dank für die Übersetzung. Das ist ja eine recht pathetische Ausarbeitung, die der Briefschreiber Willy Schneider verfasst hat. Die Ausarbeitung wirkt auf mich eher nach einem Fortbestand des Kaiserreichs und seiner gesellschaftlichen Grundlagen und nicht nach Revolution, obwohl er als Beisitzers eines Soldatenrates gewählt war. Grüsse philast @ Richard Kann ich meinen Beitrag nochmals editieren? Ich würde gerne die Texte ergänzen und zu den Bildern hängen.
Thomas S. Am: 06.08.2020 14:33:59 Gelesen: 1145853 # 1823
@ Roland Daebel [#1805] Hallo Zusammen, hallo Roland, Roland hatte geschrieben " Leider gibt es keine Schulungen für die alte Schrift". Für alle denen Nürnberg nicht zu weit entfernt ist, das Landeskirchliche Archiv in Nürnberg bietet kostenlose Lesekurse für Kurrentschrift an, sowohl Anfänger- als auch Fortgeschrittenenkurse. Aufgrund Corona wurden die diesjährigen Kurse leider abgesagt. Sobald die Kurse wieder angeboten werden können, werden diese auf der Homepage des Archivs veröffentlicht. [1] Ich habe zwei Kurse besucht und werde sicherlich auch wieder teilnehmen. Die Kursleiter freuen sich auch, wenn man schwierige Schriftstücke mitbringt und diese gemeinsam im Kurs transkripiert. Viele Grüße aus Nürnberg Thomas [1] https://www.archiv-elkb.de/aktuelles
mausbach1 (RIP) Am: 06.08.2020 17:42:27 Gelesen: 1145810 # 1824
Auch hier bitte ich um "Auflösung" - m.E. eine schlimme Schludrigkeit Vorab meinen herzlichsten Dank! Claus
volkimal Am: 06.08.2020 20:43:27 Gelesen: 1145768 # 1825
@ mausbach1 [#1824] Hallo Claus, das meiste kann ich lesen: Herrn A. Reiß Frankfurt Freudenberg 5/12 1879 Auf meine Offerte vom 8/11 blieb ohne Ihre geschätzten Ordres Um Sie nun zu einem Auftrage zu veranlassen, will Ihnen daß am 8/11. bemusterte Catim(?) I M 40 ¾ erlassen bei Abnahme von 6 Piepen bei Stückgut- ladung M 41 ¼ franco dort & hoffe Sie erfreuen mich mit Ihrem sehr werthen Bettreffen ev. auf Lieferung bis März. Auf Wunsch sende nochmals Muster Achtungsvoll ??? Bubenzer(?) Das Wort "Catim" ist nicht eindeutig klar und die Bedeutung erst recht nicht. WAs "Piepen" sind weiß ich auch nicht. Evtl. ist es ein Verpackungs- oder Gewichtsmaß. Es muss etwas größere Menge sein, da es um eine Stückgutladung geht. In Freudenberg gibt es die Villa Bubenzer. Der Kokosnußölfabrikant Carl Bubenzer ließ sich 1902-04 in repräsentativer Lage auf dem Bergsporn „Trulich“ eine standesgemäßes Domizil errichten. Vielleicht stammt die Karte ja von seinem Vater. Viele Grüße Volkmar
mausbach1 (RIP) Am: 07.08.2020 08:32:26 Gelesen: 1145631 # 1826
@ volkimal [#1825] Guten Morgen Volkmar, vielen Dank! Bubenzer ist hier bei uns in Freudenberg allseitig bekannt. Seit nach 1945 die Filz- und Ölproduktion (Tierarten und Kokus konnte keine Materialien mehr bezogen werden) mittels verschiedener angetrieben durch Wassermühlen fielen weg. Die Bubenzers ging in Spezialbereiche, u.a. Bremsscheiben in Großgeräte z.B. Bagger der Braunkohle, auch Anlagen der Fördertechnik in der Steinkohle, ebenfalls bei Seilbahnen. Die Villa Bubenzer vor ca. 20 Jahren vom Kulturverein übernommen und wieder instandgesetzt - Lesungen, Kammermusik etc. Herzliches Glückauf! Claus
philast Am: 07.08.2020 15:43:06 Gelesen: 1145563 # 1827
Hallo, anbei Beitrag [#1817] nochmals Bild und Texte zusammengefasst: Nachfolgend ein Feldpost – Eilbrief vom 13.11.1918 12-1N aus Berlin nach Altenburg in Sachsen, dort angekommen am 13.11.1918 11-12N. Also wenige Tage nach Abdankung des Kaiser Wilhelms und der Ausrufung der (Weimarer) Republik. Freigemacht mit 25Pf für die Eilgebühr, als Feldpostbrief war er in der ersten Gewichtsstufe portofrei. Geschrieben vom Garde Füsilier W.Schneider aus dem 3. Garde Füsilierregiment 8. Kompagnie an Johanna Storch in Altenburg. Von den handelnden Personen war im Internet nichts weiteres zu finden.   Seite 1: Berlin 13.11.18 Meine allerbeste Hannel! Anbei sende ich dir die Ausarbeitung des gewünschten Themas. Ich weiß zwar nicht, ob es deinen Anschauungen genügt und ob ich es richtig erfaßt habe. Leider ist es nicht sehr umfang- reich geworden, da ich es etwas zusammen- gedrängt habe. Ich habe mich gleich drüber gemacht, damit die Arbeit zur rechten Zeit eintrifft, um einmal richtig geprüft zu werden, denn ich habe mich mit der Durcharbeit nicht recht be- fassen können. Überhaupt habe ich nicht gewußt, welche Arbeiten d. Frau im Kriege zu leisten gehabt hat. Liebe Hannel, hoffentlich hast du meine Briefe erhalten, die dir Aufschluß über die Berliner Lage geben. Jetzt muß ich dir mit- teilen, daß ich keine Langweile mehr habe. Im Gegenteil, Arbeit von Früh bis Spät abends, da ich von der Kompagnie als Bei- sitzender des Soldatenrates gewählt worden Seite 2: Bin. Anfangs sträubte ich mich mit Händen und Füßen, doch konnte ich auf eine derartige Weise das mit entgegengebrachte Vertrauen nicht herab- setzen. Also ist meine Anwesenheit hier dringend notwendig. Hoffentlich werde ich bald abgelöst. Liebe Hannel, vergib mir, daß ich dir einen derartigen Wisch vorzulegen wage. (Ich komme bald auf Schwarzens Sprünge). Auf meine Schrift muß du etwas milder beurteilen, nicht wahr? Es ist ja schon spät abends! Nun „Gute Nacht“ mein herzensguter Spatz! Es grüßt und küßt dich dein treuer Willy.   Seite 3: Frauenarbeit im Kriege. Gedankengang Einleitung: Der Krieg, ein Gebiet großer Entfaltung der Frauenarbeit Ausführung: A. Leistungen der deutschen Frau auf dem wirtschaftlichen Gebiete 1. Für unser Frontheer 2. Für die Verhältnisse des Innenlandes B. Leistungen auf dem Gebiete der Liebestätigkeit C. Leistungen auf dem Gebiete der Erziehung Schluß: Ausblick   Seite 4: I Einleitung: Es gibt eine alte Redensart, die besagt: eine Frau sei umso mehr wert, je weniger von ihr gesprochen würde. Und in der Tat gibt es zum Beispiel in der gesam- ten Weltliteratur verschwindend wenige Dichtungen, die von der Verherrlichung einer Frau berichten und die eben vorhandenen, wie Gudrunlied usw., sind Jahrhunderte, ja Jahrtausende alt. Man könnte aber mit gutem Grunde von dem ebengesagten Satz gerade das Gegenteil behaupten, wenn wir daran denken, welche überzeugende Anschauung die deutsche Frau, die durch den Krieg auch eine Art Vater- verteidiger(in) geworden ist und mit einer Eingebung ohnegleichen ihren oft nicht leichten Posten ausfüllt, ver- dient, daß man ihr Vertrauen schenkt und sie hoch einschätzen muß. Sie muß wahrhaftig viel geleistet haben, daß man jetzt so mit stolz auf sie blickt, darum ist es keine Zeitver- schwendung, wenn im folgenden das Thema „Frauenarbeit im Kriege“ eingehend erörtert wird. II. Ausführung: Die erste Zeit nach der Mobilmachung hat mit ganz besonders harter Hand in die wirtschaftlichen Ver- hältnisse des deutschen Volkes hineingegriffen. Sehr viele Maßnahmen, die voreilig ergriffen worden sind, machten sich später von selbst wieder unnütz und wurden auf- Gehoben. Und bis die neue Regelung erfolgte, geriet vieles ins Stocken und viele Existenzen waren äußerst bedroht. Die Betriebe, die für das Material des Krieges sorgten, nahmen einen ungeheuren Aufschwung, der auch die Tätigkeit der deutschen Frau mit in Anspruch nehmen. Hier waren es namentlich die Arbeiterfrauen. Ehe England daran dachte die Frauen   Seite 5: zur Arbeit in den Geschoßfabriken zu bitten, waren in Deutschland schon längst die Frauen zu hunderttausen- den bei der Arbeit. Sie hatten ohne sich, wo ihre körperlichen Kräfte es ermöglichten, an den Platz ge- stellt, den der Mann verlassen hatte um mit dem Gewehr in der Hand sich an den heiligem Kampfe des Vaterlandes zu beteiligen. Auch im Haushalt hat sie sich als rechte deutsche Frau gezeigt. Die gesteigerten Preise für alle Lebensmittel stellten naturgemäß an das wirt- schaftliche Geschick der Frau doppelte Anforderung, da sie vor allem den geringen Einnahmen gegenüberstand. Hier hat die Frau wieder in prachtvoller Weise eingegriffen, indem sie ge- rade über die für die Wohlfahrt des Volkes in Betracht kommenden Punkte durch Vorträge und unentgeltliche Auskunft Ratschläge erteilte, und sie bewahrte durch tatkräftiges Einschreiten den Unmittelten vor Hunger und Elend. Tatsächlich ist der Frau Gelegenheit gegeben, sich jetzt als wahre Künstlerin auf dem Gebiete der Ernährung zu zeigen. Und so lächerlich es auch klingen mag, ist ein Tag auf eben diesem Gebiete genau so wichtig, wie ein Sieg, der durch Blut und Eisen erfochten worden ist. Wenn einmal die Geschichte dieses großen Krieges geschrieben werden sollte, als ein Beweis über die Leistungen unseres Volkes, so wird auch ein Abschnitt von der Liebestätig der Frau mit erörtert werden müssen denn was auf diesem Gebiet von der Frau geleistet worden ist und täglich noch wird,   Seite 6: kann fast nicht ausgedacht werden. Das Arbeits- feld auf diesem Gebiete ist ungeheuer umfang- reich. An erster Stelle steht die berufsmäßige und freiwillige Pflegerin der Verwundeten. Fast ebenso bedeutend ist die Frau, die ihr Heim den tapferen Feldgrauen zur Verfügung stellt und die Geberin, die dem Roten Kreuz in großer Opferwilligkeit die Geldmittel zusteuert. Hunderttausende, ja Milli- onen sind dem Roten Kreuz durch die Sammel- tätigkeit d. Frau zur Verfügung gestellt worden. Es ist ja auch natürlich, denn das Empfinden der Frau sehnt sich danach, denen die für das Vaterland kämpften und litten, den Dank des Vaterlandes darzubringen. Denken wir daran, wie die Deutsche Frau in den Augusttagen 1914 Tage und Nächte in den Bahnhöfen standen und mit erschöpften Gesichtern den durchfahrenden hungrigen und durstigen Vater- landsverteidigern Speise und Trank zusteckten, oder denken wir an die unermüdliche Pflege an den schmer- zenslagern der Verwundeten. Müssen wir denn nicht vor ihnen den Hut abnehmen? Schade nur, daß diesen tapferen Frauen nicht durch einen segensreichen Frieden, wie wir ihn alle ersehnt hatten, diese Stunden in denen sie gelitten und gearbeitet haben, gelohnt werden konnte. Eine große, vielleicht die größte Aufgabe, die vor allem der deutschen Mutter zur heiligen Pflicht gewor- den ist und einer Nation zu weiterem Aufstiege zu helfen vermag, ist die rechte deutsche Erziehung der Jugend, die jetzt heranwächst. Sie muss dahin   Seite 7: wirken, daß sie ihre Söhne zu einer wahren „Wacht am Rhein“ heranziehe, von der die Welt weiß, daß sie unbesiegbar ist, damit der Friede der Welt unter deutschem Schutze ruhen möge. Lei- der haben die letzten Tage bewiesen, daß unsere deutsche Mutter noch nicht ganz gerade dieser Auf- gabe voll und ganz gewachsen war. Doch sie muß sich weiter mit aller Energie das Ziel setzen, auch noch in Zukunft in dem alten Geiste das Kind zu bilden und zu leiten und sich nicht durch die hereinbrechen Verhältnisse entmutigen zu lassen, denn ihre Söhne haben ja gezeigt, was deutsche Kraft und Tapferkeit gegen eine Übermacht vermocht haben. Dann wer- den sich auch viele, die heute zusammengebrochen, auf- raffen, werden mittun voll neuen Mutes und mit- arbeiten am Bau des neuen Deutschlands, dann wer- den sie nicht mehr verbittert und vergrämt beiseite stehen, weil ihre Hoffnungen und Ideen zertrümmert am Boden liegen. Ist schon erstaunlich mit was sich manche Soldaten auseinandergesetzt haben. Ein Satz erschliesst sich mit nicht so ganz: Auf Seite 2 heißt es: Liebe Hannel, vergib mir, daß ich dir einen derartigen Wisch vorzulegen wage. (Ich komme bald auf Schwarzens Sprünge). 'Schwarzens Sprünge' sollte dies eine Redewendung sein, dann habe ich noch nie davon gehört und auch im Internet habe ich dazu nichts passendes finden können. Kann jemand etwas mit der Bezeichnung anfangen? Grüße philast
philast Am: 07.08.2020 16:57:30 Gelesen: 1145530 # 1828
Hallo, anbei noch ein weiterer historischer Brief mit Inhalt. Adressat war "Herrn / Anton Gubitz / Wohlgebornen / Kochstrasse No 70 / ????" Aufgegeben in der Briefsammlung 48 (Stralauer Strasse 57) am 18.9.. Geschrieben wurde der Brief in Bromberg am 11.9.1844 (ob ich die Jahreszahl korrekt gelesen habe ist unsicher). Der Brief wurde also erst in Berlin der Post übergeben. Der Vater des Empfängers war keine unbekannte Person [1] und laut Berliner Adressbüchern aus dieser Zeit wohnte dieser auch in der Kochstrasse 70. Der Inhalt des Briefes dürfte recht schwer zu lesen sein, aufgrund des sehr dünnen Papiers bei der die Tinte durchschlägt. Seite 1: Seite 2+3: Seite 4: Aber vielleicht läßt sich vom Inhalt noch etwas ermitteln und wer der Absender war. Grüße philast [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Wilhelm_Gubitz
volkimal Am: 07.08.2020 17:13:53 Gelesen: 1145504 # 1829
@ philast [#1828] Hallo philast, auf die Schnelle nur der fehlende Teil der Anschrift. Es heißt: "Herrn / Anton Gubitz / Wohlgebornen / Kochstrasse No 70 / eine Treppe hoch" Mit "Schwarzens Sprünge" kann ich auch nichts anfangen. Viele GRüße Volkmar
dr31157 Am: 07.08.2020 20:44:01 Gelesen: 1145457 # 1830
Hallo, kann jemand die Adresse dieser Karte lesen? Frau Erna Horn Gr.(oss) Bieland b. Ubing Mit meiner Übersetzung kann ich leider keinen passenden Ort finden. Kann mir bitte jemand weiterhelfen? Gruß Detlef
philast Am: 07.08.2020 20:55:19 Gelesen: 1145449 # 1831
@ dr31157 [#1830] Hallo, Groß Bieland bei Elbing (heute Elblag). Der Ort liegt Noröstlich von Elbing [1] [2]. Grüsse philast [1] http://elbing-land-familienforschung.de/Index.html [2] http://elbing-land-familienforschung.de/seite94.html
dr31157 Am: 07.08.2020 21:04:40 Gelesen: 1145444 # 1832
@ philast [#1831] Vielen Dank für die ausführlichen Informationen. Google hat mir Gr. Bieland nicht gezeigt. Gruß Detlef
volkimal Am: 08.08.2020 17:09:08 Gelesen: 1145256 # 1833
@ philast [#1828] Hallo philast, ich habe einmal versucht, den Brief etwas zu überfliegen - ich schaffe es nicht. Die Schrift ist ausgesprochen schwer zu lesen und ich würde Stunden brauchen nur um den Inhalt in etwa zu erkennen. Gleich am Anfang schaffe ich längst nicht alles: Geehrtester Herr Freund! Meinen ???fachen Dank für Übersendung Ihres eignen(?) Artikels über ???? in der Kölner Zeitung. D?? ??? habe ich ??? steigende Interesse …. Worum es in dem Artikel geht? Es könnte "Moritz von Sachsen" sein - das ist aber absolut nicht sicher. Auch zum Absender (evtl. Kretscher) habe ich nichts interessantes herausfinden können. Da kann ich dir leider nicht weiterhelfen. Viele Grüße Volkmar
philast Am: 09.08.2020 16:03:50 Gelesen: 1145019 # 1834
@ volkimal [#1833] Hallo Volkimal, dennoch danke für die Mühe. Ich muss gestehen, dass ich diesen Brief seit ein paar Jahren in meinem Besitz habe und bislang jeder Versuch gescheitert ist, sich da reinzuwühlen und ihn zu übersetzen. Nach meist kurzer Zeit hatte ich den Eindruck, dass die Schrift einem vor den Augen verschwimmt. Grüße philast
dr31157 Am: 19.08.2020 11:59:39 Gelesen: 1143263 # 1835
Hallo, ich habe hier eine Postkarte, die ich nicht lesen kann. Es ist eine schreckliche Handschrift, wo ich nicht erkennen kann worum es geht. Ob private oder geschäftliche Korrespondenz? Nicht einmal wirklich die Sprache. Norwegisch, schwedisch oder französisch??? Kann mir bitte jemand weiterhelfen. Gruß Detlef
volkimal Am: 19.08.2020 18:12:46 Gelesen: 1143189 # 1836
@ dr31157 [#1835] Hallo Detlef, ich habe die ersten Worte in den Google-Übersetzer eingegeben. Nach etwas Probiererei fand ich: "Det var da for bedramt au du ij ka komma". Der Übersetzer erkennt norwegisch und übersetzt es mit "Es war dann zu peinlich, dass du gekommen bist". Die Sprache steht also fest. Jetzt musst Du nur noch jemanden finden, der Norwegisch kann. Denn kompletten Text durch Google mit vielem Probieren herauszubekommen dürfte kaum gehen. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 19.08.2020 19:46:04 Gelesen: 1143171 # 1837
@ volkimal [#1836] Hallo Volkmar, vielen Dank für die Starthilfe. Ich habe weiter übersetzt und habe dann bei der 4. Zeile aufgegeben. Der Übersetzer arbeitet unzuverlässig, wenn falsch eingegeben Worte erkannt worden sind. Ich hoffe, das mir jemand der die Handschrift lesen und aus dem Norwegischen übersetzen kann, hilft. Gruß Detlef
dr31157 Am: 20.08.2020 17:04:00 Gelesen: 1142982 # 1838
Hallo zusammen, Kann mir bitte jemand sagen wie der norwegische Ort in der Adresse heißt? Gruß Detlef
volkimal Am: 20.08.2020 17:56:58 Gelesen: 1142961 # 1839
@ dr31157 [#1838] Hallo Detlef, die Frage beantwortet der Ritter, geographisch statistisches Lexikon von 1905: Hunder, Ort in Norwegen, Amt Kristiania, Telegraphenstation, Eisenbahnstation der Linie Hamar – Tretten - Otta. Beim norwegischen Wikipedia Wikipedia findest du den Ort unter dem Stichwort Gudbrandsdalsbanen [1]. Der Übersetzer liefert: "Mit Ausnahme des Bahnhofsgebäudes in Dombås bleiben alle Bahnhofsgebäude von Arneberg praktisch unverändert, während die weiter unten im Gebäude gelegenen Gebäude von Due umfangreich renoviert (z. B. Hundorp und Otta) oder abgerissen (Veldre, Hunder und andere) wurden." Noch besser ist die Seite beim Stichwort Dovrebanen [2] und von dort weiter nach [3]. "Die Hunder-Station in Øyer wurde 1894 im Rahmen des Baus der Hamar-Selbanen gegründet. Das Bahnhofsgebäude und das Herrenhaus wurden von Paul Due entworfen und von Strømmen Trævarefabrik gebaut. Laut "Banedata 2004" wurde die Station 1933 auf eine Haltestelle herabgestuft und 1940 erneut auf eine Station umgerüstet, 1966 auf eine unbeaufsichtigte Haltestelle herabgestuft und 1985 endgültig geschlossen. Das Bahnhofsgebäude und das Herrenhaus wurden 1971 im Zusammenhang mit einer Straßenumleitung abgerissen. Heute ist es schwer zu erkennen, wo sich der Bahnhof befand. Hunder Station war 196,82 km von Oslo S." Mit der Kilometerangabe wird klar, dass es sich um das heutige Hunderfossen handelt. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Dovrebanen [2] https://lokalhistoriewiki.no/wiki/Dovrebanen [3] https://lokalhistoriewiki.no/wiki/Hunder_stasjon
dr31157 Am: 20.08.2020 19:23:40 Gelesen: 1142936 # 1840
@ volkimal [#1839] Hallo Volkmar, vielen Dank für die ausführlichen Informationen. Gruß Detlef
dr31157 Am: 26.08.2020 21:03:38 Gelesen: 1141656 # 1841
Hallo zusammen, wer kann mir bei der Entzifferung der Adresse helfen? Herrn ...... von Blum Hochwohlgeboren in Hannover Warmbüchenstr. 4 Gruß Detlef
volkimal Am: 26.08.2020 21:47:37 Gelesen: 1141643 # 1842
@ dr31157 [#1841] Hallo Detlef, ich glaube es heißt: Herrn Kalfatern von Blum Hochwohlgeboren Hannover Warmbüchenstr. 4 Bei Kalfatern bin ich mir nicht ganz sicher, ich weiß aber nicht, was es sonst sein sollte. Viele GRüße Volkmar
dr31157 Am: 26.08.2020 22:43:23 Gelesen: 1141630 # 1843
@ volkimal [#1842] Hallo Volkmar, wie immer vielen Dank. Da hätte ich nie daraus gelesen. Dann wäre er ein Schiffsbauer. Ich habe ihn im Adressbuch gefunden. Da steht als Berufbezeichnung "Part." was immer das bedeuten soll? Gruß Detlef
Franz88 Am: 27.08.2020 10:38:22 Gelesen: 1141420 # 1844
Hallo Sammlerfreunde, um welches mährisches Oberamte handelt es sich hier? Bitte um eure Hilfe. Liebe Grüße Franz
longdoz Am: 27.08.2020 23:47:26 Gelesen: 1141192 # 1845
@ dr31157 [#1843] Part. könnte Partikulier bedeuten. So nennt man im Flussschiffergewerbe die kleinen Schiffer, die auf dem eigenen (einzigen) Boot fahren. Gruss Mats
dr31157 Am: 28.08.2020 08:49:40 Gelesen: 1141043 # 1846
@ longdoz [#1845] Hallo Mats, vielen Dank für die Information. Gruß Detlef
dr31157 Am: 28.08.2020 20:37:33 Gelesen: 1140801 # 1847
Hallo zusammen, ich habe hier wieder eine Postkarte, deren Sinn ich nicht richtig verstehe, weil ich sie kaum lesen kann. "Herrn Lehrer Straub wohlgeboren Wäschenbeuren" "Geehrter Herr! da das Resultat des ersten Wagens No. 12072 zu wieder ausgefallen ist, mit 17,8 % wie sollen Sie gefl. ..... eine 2.te Karte an die landes. Versuchsanstalt nach München senden." "Für Ihre ........ bestens dankend ´, hat sich der ....... vorgefunden" Kann mir bitte die fehlenden und falschen Übersetzungspassagen ergänzen? Gruß Detlef
volkimal Am: 28.08.2020 21:09:52 Gelesen: 1140788 # 1848
@ dr31157 [#1847] Hallo Detlef, ich denke, dass folgendes auf der Karte steht: Geehrter Herr! da das Resultat des ersten Wagens No. 12072 zu nieder ausgefallen ist, mit 17,8 % wie wollen Sie gefl. umgehend eine 2.te Probe an die landes. Versuchsanstalt nach München senden." "Für Ihre Mittheilung bestens dankend, hat sich der Karren vorgefunden" Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 28.08.2020 21:20:52 Gelesen: 1140782 # 1849
@ volkimal [#1848] Hallo Volkmar, vielen Dank für die schnelle Richtigstellung. Kannst Du mir bitte noch mitteilen, ob ich die Adresse richtig mit "Lehrer" übersetzt habe? Gruß Detlef
volkimal Am: 28.08.2020 21:52:38 Gelesen: 1140779 # 1850
@ dr31157 [#1849] Hallo Detlef, Lehrer - genau das habe ich auch gelesen. Viele Grüße Volkmar
mausbach1 (RIP) Am: 29.08.2020 09:09:33 Gelesen: 1140629 # 1851
Quackenbrück Liebe Leute, hier ist ein Beleg von 1846 nach Bordeaux gelaufen, mit etlichen Vermerken (incl. einem roten Stempel), alles in Deutsch - wer kann die Sache aufdröseln? Und dann die Schrift: Vorab meine herzlichen Bemühungen! Glückauf und ein schönes WE! Claus
volkimal Am: 29.08.2020 20:42:04 Gelesen: 1140419 # 1852
@ mausbach1 [#1851] Hallo Claus, das ist fast unleserlich. Hier mein allererstes Ergebnis. Ich habe aber keine Lust weiterzumachen, denn das, was ich gelesen habe, ist oft nicht sicher. Quakenbrück oder Osnabrück(?) 12ter Juny 1846 Herren Schneider & Schyler & ???? in Bordeaux Durch Off W??? in Osnabrück wurde mir von ??? ein ??? zugestellt, ??? ??? auf 215 ??? 8 in ??? 5 % Zinsen ??? den hier zu ??? Geld zu haben ist. Um(?) der ??? ??? zur ??? oder ??? 44 so verzinzlich ??? stellten und ich mich schon so ???lich durch Bestellung ?? vorgesehen hatten so ??? ?? ??? ?? auf wenige Monate mit der Bezahlung schon ??? ??? manchen sonst würde(?) ??? ist so lange damit ??? Viele Grüße Volkmar
mausbach1 (RIP) Am: 30.08.2020 07:30:01 Gelesen: 1140265 # 1853
Guten Morgen Volkmar, es ist viel weiter als ich hinbekam. Durch dieses Schmiererei, man kann wohl nicht mehr als Schreiben bezeichnen, ist wohl mit der Bezahlung des Weines etwas krumm gelaufen ist. Danke! Einen schönen Sonntag! Claus
dr31157 Am: 31.08.2020 19:20:19 Gelesen: 1139865 # 1854
Hallo, diese Schrift kann ich absolut nicht lesen. Kann mir bitte jemand den Text übersetzen? Gruß Detlef
volkimal Am: 31.08.2020 19:36:33 Gelesen: 1139859 # 1855
@ dr31157 [#1854] Hallo Detlef, die Anschrift und die ersten zwei Zeilen dürften stimmen - aber die dritte Zeile ??? Die vierte Zeile könnte passen, muss es aber nicht. Herrn Baron v. Alten Hochwohlgeboren in Dassel Ersuche Euer Hochwohlgeboren ergebenst um Uebersendung der Angabe wie(?) ??? Zettel ?? ich jeden eingeb?? Arzt kommen sollen Ergebenst Dr. Finger Nörten 20/10 Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 31.08.2020 20:32:26 Gelesen: 1139848 # 1856
@ volkimal [#1855] Hallo Volkmar, vielen Dank. Eine "Sauklaue"!. Könnte evtl. "Not Zettel" lauten. Mehr vermag ich leider nicht zu ergänzen. Gruß Detlef
Kieskutscher Am: 02.09.2020 14:34:01 Gelesen: 1139540 # 1857
Wer kann das lesen? Vielen Dank schon im Voraus. W. Weber Fulda
dr31157 Am: 02.09.2020 19:24:41 Gelesen: 1139489 # 1858
Hallo, was hat man hier bestellt? "6 Stück ............ 2 Stück schwarze ............. gehabter Qualität." Kann mir bitte jemand weiterhelfen? Gruß Detlef
volkimal Am: 02.09.2020 19:35:10 Gelesen: 1139485 # 1859
@ Kieskutscher [#1857] Hallo Kieskutscher, ich kann es zwar in etwa lesen, kann aber zu wenig Französisch um es richtig zu erkennen. Vielleicht ist ja ein anderer im Forum der französischen Sprache mächtig und kann es übersetzen. @ dr31157 [#1858] Hallo Detlef, der Absender hatte es nicht so mit der Rechtschreibung. Ich lese: Bitte um gefl. franco Post- sendung 6 stück weise + 2 stück schwarze Gaze wie gehabter Qualität weise = weiße Kannst Du bitte immer auch die Anschrift zeigen. Gelegentlich hilft sie weiter. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 02.09.2020 19:47:57 Gelesen: 1139480 # 1860
@ volkimal [#1859] Hallo Volkmar, nehme die Rüge zur Kenntnis. Vielen Dank für die Info. Deine Übersetzung dürfte stimmen. Adresse lt. Adressbuch: Bonn, David, Weisswaaren, Vorhangstoffe, Frankfurt, Liebfrauenberg 33. Gruß Detlef
DERMZ Am: 08.09.2020 15:23:33 Gelesen: 1138645 # 1861
Guten Tag, heute bin ich bei bestem Sonnenschein in Wetter unterwegs, ist zwar schon 185Jahre her, aber interessant ist es allemal. Ich habe folgendes lesen können: Wohlgeborener Hochverehrter Herr Procurator! Auf Ihr geehrtes Schreiben vom 23ten d. M. worin Sie mich davon benachrichtigen, welche Sachverständige im Rechtsstreit gegen Z.... gewählt worden sind, ... ich mich .. Wohl- gebend zu ....: dass ich Erkundigungen über diese Leute eingezogen habe und das Resultat derselben ... ist, dass ich mit diesem ... zufrieden bin. Auch wollte ich Sie bitten, mich oder den (Konditor??)...meister Klingelhöfer von Ihrer .... ....heit dahier zu be- nachrichtigen, da in einer anderen Sache der ... ... .... und .... eingeholt werden soll, worum ich Sie bitten wollte. Hochachtungsvoll be....t Ihr Wohgeborener ergebenster Döpping Der Vollständigkeit halber noch die Briefvorderseite: Besten Dank für jede Hilfe sagt Olaf
volkimal Am: 08.09.2020 17:00:29 Gelesen: 1138632 # 1862
@ DERMZ [#1861] Hallo Olaf, ich lese: Wohlgeborener Hochgeehrter Herr Procurator! Auf Ihr geehrtes Schreiben vom 23ten d. M. worin Sie mich davon benachrichtigen, welche Sachverständige im Rechtsstreit gegen Zerger gewählt worden sind, beehre ich mich E?? Wohl- geboren zu erwiedern dass ich Erkundigungen über diese Leute eingezogen habe und das Resultat derselben so ist, dass ich mit diesen Schätzern zufrieden bin. Auch wollte ich Sie bitten, mich oder den Kastenmeister Klingelhöfer von Ihrer nächsten Anwesenheit dahier zu be- nachrichtigen, da in einer anderen Sache der Oberpfarrei ein Gutachten eines Anwaltes eingeholt werden soll, worum ich Sie bitten wollte. Hochachtungsvoll beharret E?? Wohgeborener ergebenster Döpping Vor Wohlgeborener steht jeweils ein Kürzel. Von der Bedeutung her könnte es z.B. "Euer" heißen. Ein Kassenmeister ist der Vorsteher einer Gemeindekasse, auch kirchlich (Gotteskasten), häufig ehren- oder nebenamtlich ausgeübt oder ein herrschaftlicher Beamter mit der Aufsicht über Zehntscheuer und Fruchtkasten sowie die Ablieferung der Abgaben Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 09.09.2020 14:24:58 Gelesen: 1138611 # 1863
@ volkimal [#1862] Ganz herzlichen Dank Volkmar, ich war mir eigentlich sicher, daß es kein Konditormeister sein konnte - wer nicht wagt, der nicht gewinnt ... ich kam auf den Konditormeister weil es in Marburg über viele viele Jahre ein Cafe Klingelhöfer gab, ich mir aber nicht sicher war, ob es ein Haus mit langer Tradtion ist/war. Beste Grüße und genieße ein Stück Kuchen. Olaf
dr31157 Am: 10.09.2020 19:40:54 Gelesen: 1138573 # 1864
Hallo, kann jemand den Text dieser Postkarte lesen? Gruß Detlef
volkimal Am: 10.09.2020 20:11:41 Gelesen: 1138569 # 1865
@ dr31157 [#1864] Hallo Detlef, ich lese: Durch eingetretene Betriebsstörungen bedaure ich Ihnen vorläufig den ??? in Auftrag gegebenen Strohdeckel nicht senden zu können. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 10.09.2020 20:27:09 Gelesen: 1138568 # 1866
@ volkimal [#1865] Hallo Volkmar, vielen Dank für die schnelle Übersetzung. Durch eingetretene Betriebsstörungen bedaure ich Ihnen vorläufig den uns in Auftrag gegebenen Strohdeckel nicht senden zu können. Gruß Detlef
dr31157 Am: 12.09.2020 19:24:20 Gelesen: 1138499 # 1867
Hallo, kann jemand den Text dieser Postkarte lesen? Gruß Detlef
volkimal Am: 12.09.2020 23:51:57 Gelesen: 1138482 # 1868
@ dr31157 [#1867] Hallo Detlef, komme gerade nach Hause und sehe diese Karte. Ich kann morgen gerne versuchen, den Text zu lesen. Es wäre aber einfacher, wenn du einen besseren Scan einstellen könntest. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 13.09.2020 08:49:30 Gelesen: 1138457 # 1869
@ volkimal [#1868] Hallo Volkmar, vielen Dank für das Hilfeangebot. Hier ein besserer Scan: Gruß Detlef
volkimal Am: 13.09.2020 10:22:25 Gelesen: 1138444 # 1870
@ dr31157 [#1869] Hallo Detlef, ich will versuchen, den Text der Karte am Tablet einzugeben. Hoffentlich macht die Autokorrektur nicht zu viele Probleme. Ich lese: Herrn Chr. Heimeran Nürnberg Creuzthal, 20./9. 73 Im Besitze Ihres Geehrten vom 18. ds nehmen wir von der damit ge- fäll. beorderten 50 ?tr bl(?) Nadeldrath bestens Vormerkung da wir indeß im Zweifel darüber sind, ob die gewünsch- ten 20 ?tr in N? 6 oder ?? ausgeführt werden sollen, so bitten wir uns darüber gefäll. Mittheilung machen zu wollen indem die Bezeichnung der Nummer undeutlich ist. Im Laufe der nächsten Woche ge- denken wir eine Ladung an Sie zu expedieren. Hochachtungsvoll H.A.& W. Dresler. In welcher Verpackungseinheit der Nadeldraht geliefert werden soll ist mir nicht klar. Zum Absender der Karte siehe [1]. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.m.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Adolf_Dresler
Wilfried Radloff Am: 13.09.2020 11:31:11 Gelesen: 1138429 # 1871
ltr könnten Lachter sein (1 Lachter ca. 2 Meter).
dr31157 Am: 13.09.2020 17:11:23 Gelesen: 1138392 # 1872
@ volkimal [#1870] @ Wilfried Radloff [#1871] Hallo zusammen, vielen Dank für die schnelle Textklärung. Gruß Detlef
dr31157 Am: 16.09.2020 19:25:56 Gelesen: 1137782 # 1873
Hallo. wer kann mir weiterhelfen? Kann jemand den Text der Karte lesen? Die Karte ging wohl von einem Landwirt an die Maschinenfabrik Jaehne & Sohn wegen seiner Dreschmaschine. Aber worum ging es? Gruß Detlef
dr31157 Am: 16.09.2020 20:18:29 Gelesen: 1137773 # 1874
Hallo, ich muss noch einmal nerven. Den Brief mit dieser schrecklichen Schrift kann ich leider auch nicht lesen. Was steht da? Gruß Detlef
volkimal Am: 16.09.2020 20:39:51 Gelesen: 1137767 # 1875
@ dr31157 [#1873] Hallo Detlef, das meiste kann ich lesen. Es bleiben aber noch kleine Lücken: An Fabrikbesitzer Herrn Jaehne & Söhne Landsberg a/W (Landsberg Warthe) Siedleczko 15/8 73. Euer Wohlgeboren Ersuche ich ergebenst mich doch sofort zu benachrichtigen, ??? meine Dreschmaschine fertig ist, da die 4 Wochen schon längst verflossen sind. Evtl. bei ???sendung doch ??? zur Ausstellung Jemand(?) mitzuschicken Hochachtungsvoll ergebenst Otto Pahl Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 16.09.2020 21:05:58 Gelesen: 1137752 # 1876
@ dr31157 [#1874] Hallo Detlef, da ich gleich noch etwas anderes erledigen möchte auf die Schnelle nur der erste Versuch. Da ist aber nicht alles eindeutig sicher. An Verehrliches Bürgermeisteramt Alter Beßheim (ist ein Ankunftsstempel auf der Rückseite?) Die ???? 1886 ??? Sie erhalten hiermit die Nachricht: Durch Geschäftsüberführung kann von Seiten ??? Inspection Heidelberg da ???? an der ??? vorerst nicht vorgenommen werden. Ge(?) Inspection hat mich deshalb beauftragt, mit Ihnem die Strecke zu durchgehen und über die Befundvorlage zu wachen, worüber so dem Ge(?) Inspection des Weitere verfügen wird. Ge(?) Bezirksamt ??? ist von der Vernahme bereits in Kenntnis gesetzt. ?? mein ??? erhalten Sie noch nähere Nachricht. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 16.09.2020 21:12:32 Gelesen: 1137752 # 1877
@ volkimal [#1875] Hallo Volkmar, vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich denke, das die Dreschmaschine repariert werden sollte. Zur Ausstellung erscheint mir unwahrscheinlich. Könnte es vielleicht heissen: Evtl. bei Übersendung doch ??? zur Aufstellung jemand mitzuschicken. Was meinst Du? Hast Du auch eine Idee zum Brief? Gruß Detlef
volkimal Am: 17.09.2020 08:53:32 Gelesen: 1137711 # 1878
@ dr31157 [#1877] Hallo Detlef, die "Aufstellung" hatte ich auch schon gefunden, habe aber vergessen, sie zu ändern. Das "U" ist zwar ungewöhnlich, könnte aber sein. Dann heißt das Wort "Uebersendung". Ich habe noch ein paar ??? ersetzt. Der gesamte Text ist wieder etwas kompletter: Siedleczko 15/8 73. Euer Wohlgeboren Ersuche ich ergebenst mich doch sofort zu benachrichtigen, ob meine Dreschmaschine fertig ist, da die 4 Wochen schon längst verflossen sind. Evtl. bei Uebersendung doch noch(?) zur Aufstellung Jemand(?) mitzuschicken Hochachtungsvoll ergebenst Otto Pahl Anstelle von "Jemand" könnte es auch gut ein Name sein. Das "d" am Ende ist zum Beispiel untypisch - vergleiche mit "sind". Welcher Name es aber sein könnte weiß ich aber nicht. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 17.09.2020 13:20:18 Gelesen: 1137689 # 1879
@ volkimal [#1878] Hallo Volkmar, vielen Dank. Das dürfte wohl die richtige Übersetzung sein. Ich habe noch herausgefunden, das der Absender wohl Pohl heißt und in einem Adressbuch als Gastwirth geführt wird. @ volkimal [#1876] Sorry, die Rückseite hatte ich vergessen. Der Ort heißt Altlussheim. Wäre schön, wenn Du dem Text mit dieser "Sauklaue" noch etwas mehr entlocken könntest. Gruß Detlef
volkimal Am: 17.09.2020 20:25:04 Gelesen: 1137655 # 1880
@ dr31157 [#1879] Hallo Detlef, bis auf Kleinigkeiten habe ich alles herausbekommen. Es geht um eine Bachschau (Bachbegehung) am Kriegbach (früher Kriech). Siehe [1]. Der Kriegbach mündet in der Nähe von Altlußheim in den Rhein. Der Text ist: An Verehrliches Bürgermeisteramt Alte Lußheim Die Bachschau ?? 1886 ??? Sie erhalten hiermit die Nachricht: Durch Geschäftsüberführung kann von Seiten Gr. Inspection Heidelberg die Bachschau an der Kriechbach vorerst nicht vorgenommen werden. Gr. Inspection hat mich deshalb beauftragt, mit Ihnem die Strecke zu durchgehen und über die Befundvorlage zu wachen, worüber so dem Gr. Inspection des Weitere verfügen wird. Gr. Bezirksamt Schwetzingen ist von der Vernahme bereits in Kenntnis gesetzt. Ueber mein eintreffen erhalten Sie noch nähere Nachricht. Bruchsal 12. Juni 1886 Achtungsvoll ??? Die Abkürzung vor z.B. Inspection ist vermutlich Gr., da alle Orte im Großherzogtum Baden liegen. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Kriegbach
dr31157 Am: 17.09.2020 21:25:19 Gelesen: 1137649 # 1881
@ volkimal [#1880] Hallo Volkmar, vielen Dank für die aufwendige exzellente Textübersetzung. Gruß Detlef
volkimal Am: 23.09.2020 20:26:13 Gelesen: 1136947 # 1882
Hallo zusammen, heute brauche ich einmal eure Hilfe. Diese Feldpostkarte aus dem Deutsch-Französischen Krieg wurde am 23.9.1870 - heute vor 150 Jahren geschrieben und aufgegeben: Da die Bleistift-Schrift recht blass ist noch einmal beide Seiten mit verstärktem Kontrast: Was ich bisher lesen kann ist: Herrn ??? Parsow Roebel Mecklenburg Schwerin Choloy, den 23. September 1870. In aller Eile! So- eben rücken wir aus, um die Bedeutung der ??sten ??? zu erfahren, die Toul heute nach einem heftigen Bombardement auf der Kathedrale aufgefaßt(?) Hat! Wir denken, der Kommandant wird den Platz übergeben, da er der 24stündigen eisernen Ration nicht vertragen zu können scheint. Bedingungen ??? ??? noch nicht bekommt! Mir geht es gut! ??? ??? ? Parsow Wer kann die Lücken schließen? Geschrieben wurde die Karte in Choloy, einem Ort ca. 6,5 km westlich von Toul. Zur Belagerung von Toul findet man einiges bei Wikipedia [1]. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Belagerung_von_Toul
wessi1111 Am: 26.09.2020 07:21:21 Gelesen: 1136848 # 1883
@ volkimal [#1882] Hallo Volkmar, da sich kein anderer traut, werde ich mich mal an der (teilweisen) Deutung versuchen. Herrn ??? Parsow Roebel Mecklenburg Schwerin Choloy, den 23. September 1870. In aller Eile! So- eben rücken wir aus, um die Bedeutung der weißen Fahne zu erfahren, die Toul heute nach einem heftigen Bombardement auf der Kathedrale aufgehißt hat! Wir denken, der Kommandant wird den Platz übergeben, da er die 24stündige eiserne Ration nicht vertragen zu können scheint. Bedingungen ??? ??? noch nicht bekannt! Mir geht es gut! ??? ??? ? Parsow Gruß Wessi
volkimal Am: 26.09.2020 08:45:45 Gelesen: 1136840 # 1884
@ wessi1111 [#1883] Hallo Wessi, super! Jetzt wo du es schreibst, sehe ich es auch. Da laut Wikipedia die Festung bombardiert worden ist, hatte ich mich über die Kathedrale in dem Zusammenhang gewundert. An der Kathedrale die weiße Fahne zu hissen, macht aber natürlich Sinn. Vom Text her finde ich die Karte dank deiner Hilfe jetzt sehr interessant. Die Anschrift habe ich gerade eben herausbekommen. "Herrn Praepositus Parsow". Praepositus ist der lateinische Ausdruck für Probst. Jetzt fehlt nur noch ein Satz zur Kapitulation: " Bedingungen ??? ??? noch nicht bekannt!". Hier die beiden Wörter freigestellt: Das erste Wort könnte "???er" sein, das zweite Wort fängt vermutlich mit einem "w???" an. Findet es einer von euch heraus? Viele Grüße Volkmar
guy69 Am: 26.09.2020 14:18:51 Gelesen: 1136820 # 1885
Vielleicht. Bedingungen, Datum wohl noch nicht bekannt!
guy69 Am: 26.09.2020 16:10:09 Gelesen: 1136797 # 1886
Nun wie wir wissen endete die Belagerung am Tag des Datums auf der Postkarte (23.09.1870) mit der Kapitulation.
volkimal Am: 26.09.2020 16:24:08 Gelesen: 1136792 # 1887
@ guy69 [#1885] Hallo, vielen Dank für die Bemühungen. Ich glaube auch nicht, dass das erste fehlende Wort Datum heißt. Über ein "D" am Anfang habe ich auch schon nachgedacht - allerdings eher als Kleinbuchstabe. Der vierte Buchstabe kann aber kein "u" sein, denn über dem "u" ist immer ein deutlicher Bogen - siehe z.B. das Wort "aus" in der zweiten Zeile. Viele Grüße Volkmar
guy69 Am: 26.09.2020 18:11:53 Gelesen: 1136779 # 1888
Stimmt. Aber das Komma nach Bedingungen sehe ich doch richtig?
volkimal Am: 26.09.2020 20:26:06 Gelesen: 1136759 # 1889
@ guy69 [#1888] Hallo, du hast natürlich recht. Das Komma hinter Bedingungen habe ich übersehen. Was hältst Du von "dabei" als erstes unbekanntes Wort. Das "b" in "bekannt" sieht ähnlich aus. Was könnte dann noch folgen? "Bedingungen, dabei(?) w??? noch nicht bekannt!" Viele Grüße Volkmar
Roland Daebel Am: 26.09.2020 20:40:37 Gelesen: 1136754 # 1890
@ volkimal [#1889] "Bedingungen, Vater machs noch nicht bekannt!" Könnte sein. Ist etwas schwierig. Die Karte wurde in Eile unter feldmäßigen Bedingungen geschrieben. Alles Gute Roland
guy69 Am: 26.09.2020 20:48:31 Gelesen: 1136746 # 1891
Und der Sinn ? Da grübel ich noch.
Roland Daebel Am: 26.09.2020 21:17:19 Gelesen: 1136730 # 1892
@ guy69 [#1891] Die Aktion war noch nicht beendet. Großherzog Friedrich Franz II. von Mecklenburg-Schwerin war der Heerführer. Der Vater des Absenders war Probst. Der sollte noch nichts Voreiliges verkünden. Militärische Meldungen wurden von der Heeresadministration herausgegeben. Eine Meldung im Krieg aus der kämpfenden Truppe würde als Insubordination, wenn nicht sogar als Verrat ausgelegt werden. Oder? Roland
Max78 Am: 26.09.2020 21:30:39 Gelesen: 1136725 # 1893
@ volkimal [#1889] Hallo zusammen, ich gehe davon aus, dass der Verfasser "im Sinne" folgendes aussagt: Unter welchen Bedingungen noch nicht bekannt! Durch die Kürze der Karte oder sogar durch bewusste Betonung im Sinne "von wem aus und wie genau" schiebt er es nach, wortwörtlich: Bedingungen, unter welch[en,] noch nicht bekannt! Ein u oder i muss nicht zwangsläufig mit einer deutlichen Schlaufe oder Punkt dargestellt sein. Oft nahm man diese im Schwung mit, siehe u. a. we iße Fahne Das wäre meine Interpretation, teils geschöpft aus dem textlichen Zusammenhang, teils durch Vergleichen der geschriebenen Wörter. Schöne Grüße Max
guy69 Am: 27.09.2020 06:09:12 Gelesen: 1136690 # 1894
@ Max78 [#1893] Genau das vermute ich auch. Deshalb passt "Bedingungen, Vater machs noch nicht bekannt" nicht so recht. Auch stört die Interpunktion und es passt irgendwie nicht zu seinem Stil des vorherigen Textes. Nach wiederholten Studium der beiden Wörter kann es eigentlich nur "Vater machs" bedeuten. Über den Probst Parsow kann ich im Internet so rein gar nichts finden. Habt ihr da mehr Glück?
volkimal Am: 27.09.2020 09:06:49 Gelesen: 1136672 # 1895
@ guy69 [#1885] @ Roland Daebel [#1890] @ Max78 [#1893] Hallo zusammen, erst einmal herzlichen Dank für eure Mithilfe. Es stehen jetzt drei mögliche Lösungen zur Auswahl: "Vater machs", "unter welchen" und "dabei welche". Ich habe einmal alle drei zum Vergleich in Sütterlin geschrieben: Die Idee und Begründung von "Vater machs" fand ich sehr interessant, allerdings scheidet sie für mich beim Vergleich aus. Der dritte Buchstabe des zweiten Wortes hat eindeutig eine Oberlänge und sieht nach einem "l" aus. Das passt einfach nicht zum "machs". Als erstes Wort stehen für mich noch zur Auswahl "unter" und "dabei". Vom Sinn her geht bzgl. einer Kapitulation beides: Bedingungen, unter welchen noch nicht bekannt. Bedingungen, dabei welche noch nicht bekannt. Ich gehe genauso vor wir Max und verleiche die Buchstaben auf der Karte miteinander. Der erste Buchstabe sieht eher wie ein "d" aus, der dritte eher wie ein "t". Die beiden letzten Buchstaben passen sehr gut zum "er" in "der" (letztes Wort in der zweiten Zeile). Insofern gehe ich davon aus, dass Max recht hat und es "unter" heißt. Über den Probst Parsow habe ich im Internet auch nichts gefunden. Nochmals vielen Dank an alle! Ich wünsche euch einen schönen Sonntag Volkmar
Roland Daebel Am: 27.09.2020 11:53:01 Gelesen: 1136652 # 1896
@ volkimal [#1895] Ja, ist einleuchtend. Auch der Sinn passt besser zum vorherigen Text. Das erste "b" in "übergeben" sieht auch schon aus, wie ein "t". Na dann, auf ein neues Texträtsel Roland
volkimal Am: 28.09.2020 11:16:10 Gelesen: 1136617 # 1897
@ Roland Daebel [#1896] Hallo Roland, du hättest gerne ein neues Texträtsel. Hier ist es. Ich habe noch eine zweite Feldpostkarte aus dem Deutsch-Französischen Krieg. Im unteren Bereich ist diese noch schlechter lesbar. Hier die Karte: Bisher habe ich folgendes entziffert. Dabei bin ich mir vor allem im unteren Bereich nicht sicher, ob alles stimmt. Herrn Karl Wenzel Gerbereister Bürgel b/ Jena Sachsen Weimar Abs. Unterofficier Wenzel 94 Regt. II Comp. Saran b/ Orleans, den 6 Decbr. 1870 Liebe Mutter Geschwister & Schwägerin! Am 2. Decbr. Die Schlacht bei Pupri mitgemacht glücklich durchgekommen, furchtbares Granaten und Gewehrfeuer, eine Granate flog dicht hinter mir nieder, der Luftdruck aus der aufge- wühlten Erde schmiß mich in eine Hecke, so daß ich fast besinnungslos war, einen Mann von meiner Companie zerriß dieselbe das Gesäß, Kenheids(?) Fritz tot(?) unser Regiment ungeheure Ver- luste mein Zugführer in die Brust verwundet Erler(?) ??? muß verwundete d. Schlacht ??? vom 2 Decbr. Vormittag 11 Uhr bis den 4 Decbr. Abends ½ 1 Uhr wir waren ??? 2. im Feuer dann in Reserve am 3. eine furchtbare Kanonade ??? ??? ??? Orleans ??? ??? ??? ??? ??? ??? herzliche Grüße von Eurem Ludewig(?) Hier die Karte noch einmal in zwei weiteren Versionen, bei denen ich etwas mit den Farben gespielt habe: Es geht diesmal um die Schlacht bei Pupri = Poupry [1] Die Karte geht an den Lohgerbermeister Carl August Wenzel (1833-1883) [2] Allerdings hat Carl August Wenzel den Angaben nur eine Tochter und erst 1866 geheiratet. Das passt nicht zur Karte. Den Namen Ludwig oder Ludewig Wenzel finde ich nicht in der Familienchronik. Welchen Vornamen seht ihr beim Absender? Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Loigny_und_Poupry [2] http://www.buergel-history.de
volkimal Am: 01.10.2020 13:47:02 Gelesen: 1136187 # 1898
Hallo zusammen, etwas weiter bin ich selbst gekommen. Der aktuelle Stand bei der Übersetzung der Karte [#1897] ist: Saran b/ Orleans, den 6 Decbr. 1870 Liebe Mutter Geschwister & Schwägerin! Am 2. Decbr. Die Schlacht bei Pupri mitgemacht glücklich durchgekommen, furchtbares Granaten und Gewehrfeuer, eine Granate flog dicht hinter mir nieder, der Luftdruck aus der aufge- wühlten Erde schmiß mich in eine Hecke, so daß ich fast besinnungslos war, einen Mann von meiner Companie zerriß dieselbe das Gesäß, Kanholds Fritz tot unser Regiment ungeheure Ver- luste mein Zugführer in die Brust verwundet Erler ??? nicht verwundet. Die Schlacht dauerte vom 2 Decbr. Vormittag 11 Uhr bis den 4 Decbr. Abends ½ 1 Uhr. wir waren den 2. im Feuer dann in Reserve am 3. eine furchtbare Kanonade wir liegen ??? vor Orleans, eine Kiste vom ??? mit Woll??? ??? herzliche Grüße von Eurem H?????? Der gefallene Soldat war Friedrich August Kanold * 3.10.1847 ✠ 2.12.1870 Arteney. Diese Angaben fand ich auf der angegebenen Seite [1]. Auch den Namen Erler gab es in Bürgel. Bei der Unterschrift gehe ich inzwischen davon aus, dass der erste Buchstabe ein "H" ist. Ob es aber z.B. Helmuth oder Heinrich heißt - ich habe keine Ahnung. Inzwischen habe ich den Verfasser der Seite [1], Herrn Rudolf Wolfram angeschrieben. Er antwortet "Sehr interessant, aber auch sehr verwirrend. Auch ich finde bisher keine Lösung für die Familienverhältnisse." Mal sehen ob er noch etwas herausfindet. Viele Grüße Volkmar [1] http://www.buergel-history.de
Flecker Am: 01.10.2020 15:17:43 Gelesen: 1136163 # 1899
Hallo zusammen. Anbei nochmal ein Teil einer Sterbeurkunde. Leider wieder mal für mich schwer bis gar nicht zu lesen mangels Übung. Vielen Dank schon mal im voraus. MfG Rudolf Bohn
volkimal Am: 02.10.2020 09:33:48 Gelesen: 1135924 # 1900
@ Flecker [#1899] Hallo Rudolf, bis auf zwei Worte ist alles klar. Es sind diese beiden: Ort in Russland evtl. Mokowici (siehe weiter unten) Beruf des Vaters. Vermutlich "Aus..." Ich lese insgesamt: Herbornseelbach den 26. Mai 1944 Der „SS“ Panzer Grenadier der Stabskompanie „SS“ Panzer Grenadier- Regiment 23 „Norge“ der Schlosser Erwin Schmitt, evangelisch wohnhaft in Herbornseelbach, Hardt No. 2 ist am 25 Januar 1944 Todesstunde unbekannt nördlich der Bahn Jamburg-Mokowici, Rußland, gefallen Der Verstorbene war geboren am 28. März 1925 in Herbornseelbach Standesamt Ballersbach Vater: Rudolf Karl Schmitt, Aus??? Mutter: Anna Schmitt geborene Benner Jamburg = Kingissepp = Кингисепп ist eine Stadt in der Oblast Leningrad in Russland an der Bahnstrecke St. Petersburg - Tallinn (dt. Reval). Ca. 30 km östlich liegt der Ort Moloskowizy = Moloskovitsy = Молосковицы. Evtl. ist dieser Ort mit Mokowici gemeint. Du kannst aber auf den Landkarten [1] nachsehen, ob Du einen Ort findest, der besser passt. Viele Grüße Volkmar [1] Kingissepp liegt auf der Karte Leningrad links zwischen 80° und 90°. Die Karte Narva schließt westlich an die erste Karte an. Du kannst die einzelnen Bähnhöfe der Bahnstrecke sehen. https://www.landkartenarchiv.de/uvm.php?q=Osteuropa_300K_V60_Leningrad_III_1942 https://www.landkartenarchiv.de/uvm.php?q=Osteuropa_300K_U60_Narwa__Narva__Ausg_2_VIII_1943
Flecker Am: 02.10.2020 11:58:06 Gelesen: 1135889 # 1901
@ Volkimal [#1900] Hallo Volkmar, wieder einmal vielen Dank. Rudolf
wessi1111 Am: 03.10.2020 01:53:32 Gelesen: 1135728 # 1902
@ Flecker [#1899] @ volkimal [#1900] Hallo Rudolf, hallo Volkmar, der Beruf des Vaters war Ausleerer, ein Beruf in Gießereien. Irgendwie müssen die Teile ja aus den Gussformen herauskommen, gibt es heute auch noch. Gruß Wessi
Flecker Am: 03.10.2020 12:49:32 Gelesen: 1135607 # 1903
@ wessi1111 [#1902] Hallo Wessi, vielen Dank. Den Beruf habe ich auch noch nicht gehört. Rudolf
volkimal Am: 03.10.2020 15:17:26 Gelesen: 1135572 # 1904
@ volkimal [#1897] Hallo zusammen, Rudolf Wolfram hat die Verwandtschaftsverhältnisse, die ungewöhnliche Anschrft und Anrede der Feldpostkarte inzwischen geklärt. Huldreich, der erste Vorname des Absenders fehlte auf seiner Internet-Seite. Daher konnte ich den Absender auch nicht zuordnen. Der Landwirt Wilhelm August Wenzel († 1854) und seine Frau Justine, geb. Linse († 1881) hatten sieben Kinder. Darunter waren der Gerbermeister Carl August Wenzel (* 1833, † 1883) und Huldreich August Wenzel (* 1847, wahrscheinlich gefallen 1870/71 Frankreich) Zum Zeitpunkt der Karte 1870 waren also folgende Familienglieder vorhanden: 1. Huldreich August als Schreiber der Karte 2. Carl August, der Gerbermeister, als Bruder und Familienoberhaupt, nachdem der Vater beider bereits 1854 verstorben war. 3. Mutter Justine geb. Linse 4. Die weiteren Geschwister des Schreibers: Auguste Wilhelmine, Bertha Maria, seit 1856 verheiratet und Minna Auguste 5. Die Schwägerin des Schreibers: = Ehefrau des Bruders Carl August: Auguste Wilhelmine Zitzmann Viele Grüße Volkmar
guy69 Am: 04.10.2020 07:27:57 Gelesen: 1135448 # 1905
@ volkimal [#1900] Hallo, In einem anderen Forum wurde als Lösung folgendes aufgezeigt: In der Urkunde ist ja das -Urowizy/Kurowizy, recht deutlich zu lesen. Und bei der Ortsbeschreibung in den russischen Weiten sind 6 oder 7 km bis zur Bahnlinie ein Katzensprung. Der genannte Ort liegt ca. 5km östlich von Wollosov an der Bahnlinie.
dr31157 Am: 05.10.2020 20:11:00 Gelesen: 1135150 # 1906
Hallo zusammen, ich habe hier eine Postkarte dessen Ort ich in der 1. Zeile im Text "Hohe.... d. 15/10.32" nicht lesen kann. Kann mir bitte jemand weiterhelfen? Gruß Detlef
volkimal Am: 05.10.2020 20:41:14 Gelesen: 1135142 # 1907
@ dr31157 [#1906] Hallo Detlef, ich habe einfach Au (Sieg) in Google Maps aufgerufen. Siehe da, ca. 1,2 km westlich liegt Hohegrete. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 05.10.2020 20:54:26 Gelesen: 1135137 # 1908
@ volkimal [#1907] Hallo Volkmar, Perfekt! Vielen Dank. Gruß Detlef
dr31157 Am: 07.10.2020 20:06:56 Gelesen: 1134661 # 1909
Hallo zusammen, ich habe hier eine Postkarte an einen Turmuhrenfabrikanten deren Text ich nicht lesen kann. Ich verstehe die Problematik nicht. Wer hat den Auftrag erteilt? Kann mir bitte jemand den Text übersetzen? Gruß Detlef
volkimal Am: 08.10.2020 14:28:35 Gelesen: 1134435 # 1910
@ dr31157 [#1909] Hallo Detlef, alles kann ich auch nicht entziffern. In etwa steht dort: Geehrter Herr Hahn, Schon seit einiger Zeit schlägt die Uhr falsch. Hausmann läßt sie dann ???schlagen, ??? kommt immer wieder. So ?? vorgestern abend 1/4 10 schlug sie neun u. so die Nacht durch bis es früh Hausmann merkte(?). Das ist unangenehm u. macht ?? Uhr ??? Publikum kein Ansehen. Hochachtungsvoll ??? Wenn die Uhr um "Viertel 10" also um 9.15 Uhr die volle Stunde schlägt, so ist das für den Pfarrer der Gemeinde einfach unangenehm. Die Leute hatten 1906 noch nicht so viele Uhren wie heute und haben sich vielfach auf die Turmuhr an der Kirche verlassen. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 08.10.2020 15:45:09 Gelesen: 1134409 # 1911
@ volkimal [#1910] Hallo Volkmar, vielen Dank für Deine Übersetzung und Erklärungen. Ich habe versucht herauszubekommen, ob es sich um eine Kirchturm- oder Rathausuhr handelt. Leider konnte ich auch die Absenderfloskel lesen. Ich habe jetzt schon 2 Postkarten bezüglich Reparaturen von Rathausuhren, aber noch keine einer Kirchturmuhr. Meinst Du, das es sich hier um einen Pfarrer mit seiner Kirchturmuhr handelt? Gruß Detlef
volkimal Am: 08.10.2020 16:01:13 Gelesen: 1134402 # 1912
@ dr31157 [#1911] Hallo Detlef, ich hatte mir das Bild des Rathauses im Internet angesehen. Zumindest nach vorne hat es keine Uhr. Insofern ging ich von einer Kirchturmuhr aus. Sicher ist es aber nicht. Dazu müsste man z.B. den Namen des Pfarrers von 1906 feststellen. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 08.10.2020 16:15:43 Gelesen: 1134394 # 1913
@ volkimal [#1912] Hallo Volmar, toll, auf die Idee mir ein Foto des Rathauses anzusehen bin ich nicht gekommen. Ich hoffe doch, das man die Uhr frontal sichtbar angebracht hätte. Von der Signatur, neben "Gersdorf" kannst Du nichts entziffern? Nochmals vielen Dank für die Mühe. Gruß Detlef
volkimal Am: 08.10.2020 16:46:05 Gelesen: 1134385 # 1914
@ dr31157 [#1913] Hallo Detlef, es gibt eine ganze Reihe Orte oder Ortsteile mit Namen Gersdorf. Im Ritter von 1905 sind insgesamt 24 aufgelistet. Hinter dem Ort ist dieselbe Angabe wie im Stempel "Bez. Chtz", also Bezirk Chemnitz. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 08.10.2020 17:23:28 Gelesen: 1134373 # 1915
@ volkimal [#1914] Hallo Volkmar, schade, de lässt sich wohl nichts ermitteln. Ich habe in dem Zeitbereich nur einen Paul Heinrich Täschner gefunden. Die Unterschrift scheint mir nicht identisch. Gruß Detlef
Flecker Am: 08.10.2020 20:33:18 Gelesen: 1134316 # 1916
Hallo, ich glaube ich habe die letzte Sterbeurkunde jetzt durch. Noch eine Übersetzung und die Ahnen können ruhen. Vielen Dank im voraus.
guy69 Am: 08.10.2020 20:37:55 Gelesen: 1134308 # 1917
Hallo zusammen. Fundstelle im Internet zur Kirche in Gersdorf: Die jetzige Innengestaltung geht auf einen Umbau zurück, den die Gemeinde 1906 durchführte. Man entfernte das obere Emporengeschoss, baute den Kanzelaltar um und stattete die Kirche mit Bleiverglasungen aus. Die Fenster an der Ostwand wurden freigestellt und mit farbigen Glasmalereien geschmückt. Die Kirche erfuhr also 1906 einen größeren Umbau, vielleicht auch für die Uhr, die wohl dann nicht mehr richtig lief.
volkimal Am: 08.10.2020 22:23:58 Gelesen: 1134267 # 1918
@ Flecker [#1916] Hallo Rudolf, ich lese: Herbornseelbach, den 31. Mai 1943 Der SS Unterscharführer der 2. Kompanie SS Gebirgs Nachrichten Abteilung SS Gebirgsdivision „Nord“ der Installateur Wohnhaft in Herbornseelbach Helmut Becker, gottgläubig ist am 11. Oktober 1942 um 10 Uhr 45 Minuten in Kokkoselmi, russisch Karelien tödlich verunglückt. Der Verstorbene war geboren am 30. Dezember 1920 in Herbornseelbach Standesamt Ballersbach Vater: Ernst Becker Installateur Mutter: Pauline Becker geborene Scherer Wo der Ort Kokkoselmi (oder so ähnlich) liegt weiß ich nicht. Die SS Gebirgsdivision „Nord“ wurde 1943 bei den Stellungskämpfen im karelischen Urwald im Raum Kiestinki eingesetzt. [1] Viele Grüße Volkmar [1] http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/GebirgsdivisionenSS/6GebDSS-R.htm
guy69 Am: 09.10.2020 08:37:55 Gelesen: 1134094 # 1919
Hallo volkimal Wieder einmal perfekte Arbeit. Klasse. Beim Ort ist es sehr schwierig etwas zu finden. Es gibt in der Republik Karelien einen See der Kokko Ozer heisst [1]. Andere Schreibweisen sind: Kokkojaervi Kokkojärvi Ozero Kokko Viele Grüße Harald [1] https://www.seen.de/ozero-kokko/fakten/
volkimal Am: 09.10.2020 09:58:32 Gelesen: 1134070 # 1920
@ guy69 [#1919] Hallo Harald, die Namen des Sees passen nicht richtig zur Schreibweise bei der Stebeurkunde. Vielleicht gibt es dort ja einen passenden Ort. Ich habe momentan keine Zeit und nur ein Tablet. Sonst würde ich nachsehen, ob man eine passende Landkarte findet. Siehe die Links im Beitrag [#1900]. Viele Grüße Volkmar
Flecker Am: 09.10.2020 12:43:20 Gelesen: 1134030 # 1921
@ Volkimal [#1918] @ guy69 [#1919] Hallo, herzlichen Dank für die Übersetzung. Ich glaube, das war alles, was ich gefunden habe. Rudolf
dr31157 Am: 09.10.2020 19:16:21 Gelesen: 1133940 # 1922
Hallo zusammen, ich habe wieder eine Postkarte mit einer Sauklaue geschrieben. Auf der Vorderseite soll das Herrn "Christian Pfeiffer" heissen? Rückseitig kann ich nur lesen: "... bitte morgen - Mittwoch - 4 1/2 Uhr .........." Kann mir bitte jemand weiterhelfen? Gruß Detlef
epem7081 Am: 09.10.2020 20:14:26 Gelesen: 1133892 # 1923
@ dr31157 [#1922] Hallo Detlef, hier meine Interpretation von Vorderseite- und Rückseite der Karte Herrn Architekt Pfeiffer Eisbergen an der Weser Frei! Amt Hausbergen Lieber Herr P. Wenn es Ihnen paßt, bitte morgen - Mittwoch - 4 1/2 Uhr Veltheim mit Apparat. - Minden ist stark vertreten u. wünscht Sie zu begrüßen; auch ich bin da.- Mit frdl Gruß Ihr Gmelius Mit freundlichen Grüßen Edwin
nor 42 Am: 09.10.2020 20:16:15 Gelesen: 1133890 # 1924
Werte Sammlerfreunde, auch ich komme mit einer Bitte, wer kann mir helfen eine alte Schrift zu lesen ? Im Großen verstehe ich, um was es sich handelt, ich würde aber gerne mehr erfahren bzw. wissen wo der dem Schreiben beigelegte zusätzlicher Brief geschickt werden sollte. Mit Dank, nor 42
dr31157 Am: 09.10.2020 20:27:56 Gelesen: 1133878 # 1925
@ epem7081 [#1923] Hallo Edwin, vielen Dank für die schnelle Übersetzung. Gruß Detlef
volkimal Am: 10.10.2020 09:50:39 Gelesen: 1133676 # 1926
@ nor 42 [#1924] Hallo, einen Brief an denselben Empfänger und mit einem ähnlichen Inhalt findest du hier - oder ist es sogar derselbe Brief? [1]. Hier die Beschreibung aus der Auktion: 1783, Inkammerierte Erbländisch – Österreichische Post, Patent Maria Theresias vom 20. September 1751 mit Taxordnung für Auslandsbriefe Gültig vom 1. November 1751 – 31. Dezember 1788, Österreich unter und ob der Enns, Forwarderbrief, Brief der Handelsfirma Pfister aus Cöethen in Sachsen-Anhalt adressiert an Herrn Haggi Constantin Poppo in Hermannstadt (Siebenbürgen) mit der Bitte inliegenden Brief geschwind und sicher weiter zu befördern. Der Brief wurde nicht als Postsendung nach Wien befördert. Auf der rechten Seitenklappe erhielt er die Adresse des Forwarders, Per Adresse Chr. Bartenstein, Wien den 28. Jan. 1783. Vorderseitig tragt der Brief einen gotischen Einzeiler VON WIEN neben dem Halbporto 8 in Rötel (2. Gewichtsstufe im Inland 1/2 - 1 Loth). In Hermannstadt wurde der Inhalt entnommen und an den Empfänger gesandt. Auf der linken Klappe tragt der Brief einen Vermerk, dass am 2. April 1783 die Antwort des endgültigen Briefempfängers ab Hermannstadt zurückgesandt wurde. ex Puschmann, Kabinettstück! Schätzpreis 900€. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.stampcircuit.com/it/stamp-Auction/classicphil-gmbh/9463282/lot-50061-europa-österreich-classicphil-gmbh-6th-classicphil
nor 42 Am: 11.10.2020 13:12:31 Gelesen: 1133264 # 1927
@ volkimal [#1926] Danke für Ihre Nachricht. Der Auktionskatalog ist mir bekannt und auch die Beschreibung des Loses. Ich hoffte, dass jemand mir helfen kann den ganzen Text (nicht nur was in der Losbeschreibung wiedergeben ist) zu lesen. Vielleicht kommt mir doch jemand entgegen. Alles Gute, nor 42
volkimal Am: 11.10.2020 13:16:45 Gelesen: 1133262 # 1928
@ nor 42 [#1927] Hallo, ich kann gerne versuchen, den Text genau zu “übersetzen“. Bin aber gerade unterwegs und habe nur ein Smartphone. Du musst dich also etwas gedulden. Viele Grüße Volkmar
epem7081 Am: 11.10.2020 13:48:50 Gelesen: 1133253 # 1929
@ nor 42 [#1924] Hallo Norbert, hier meine Interpretation des Schreibens Hermannstadt Haggi Const Poppo ./. Cöthen den 16 Jan 1783 Hochgeehrter Herr ! Auf Veranlassung derer Htl Theodor Petrowitsch & Comp. habe die Ehre inliegenden Brief an Sie zu addressieren, mit Ersuchen, solchen auf geschwindeste und sicherste an diese Gemeinde zu befördern, die Bemühung aber geneigt zu excuhiren, ich bin hinwiederum zu dienen bereit und verharre mit aller Consideration [1] Martin Matthias von Pfister Jacob von Pfister Mit freundlichen Grüßen Edwin [1] Consideration: Erwägung, Berücksichtigung
nor 42 Am: 11.10.2020 15:12:40 Gelesen: 1133227 # 1930
@ epem7081 Hallo Edwin, vielmals Dank für die schnelle Hilfe. Schade dass im Text nicht angegeben ist wo der inliegender Brief zu versenden war. Alles Gute, Norbert
dr31157 Am: 11.10.2020 20:57:16 Gelesen: 1133144 # 1931
Hallo zusammen, ich habe hier wieder eine Postkarte, bei der ich bis auf "Freundliche Grüße" absolut nichts lesen kann. Kann mir bitte jemand die Adresse und den Text übersetzen ? Gruß Detlef
wessi1111 Am: 11.10.2020 21:53:32 Gelesen: 1133128 # 1932
@ dr31157 [#1931] Hallo Detlef, dann will ich mich mal versuchen. Vielleicht hätte der Schreiber berücksichtigen sollen, dass Buchstaben auch höher als 1 mm sein können. Herrn Prokurist G. ??? i. Fa. Franing GmbH Dortmund-Schüren Schüruferstr. ??? Ober-Bellmannsdorf, Kreis Lauban / Schlesien, 3.8.31 Sehr geehrter Herr ???, Ich komme am Donnerstag, 6. 8?. abends 20:57 in Dortmund-Süd mit 2 Kindern und Gepäck an und bitte höflich, mich abholen zu lassen. Freundliche Grüße ??? Dr. Berg Gruß Wessi
volkimal Am: 11.10.2020 22:04:02 Gelesen: 1133123 # 1933
@ dr31157 [#1931] Hallo Detlef, ich glaube, dass der Absender angegeben hat "Rittergut Ober-Bellmannsdorf". Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 11.10.2020 22:21:09 Gelesen: 1133116 # 1934
@ wessi1111 [#1932] @ volkimal [#1933] Hallo Wessi u. Volkmar, vielen Dank für Eure schnelle Hilfe. Perfekt. Gruß Detlef
nor 42 Am: 14.10.2020 12:21:21 Gelesen: 1132335 # 1935
@ epem7081 [#1929] Werte Freunde, nochmals zu dem Brief von 1783. Vielleicht hilft mir jemand auch die Notiz auf der linken Klappe zu lesen. Ich meine die ganze Notiz, nicht nur die Kurzbeschreibung aus dem Auktionskatalog wie im [#1926] wiedergeben. Danke und viele Grüße, Norbert
volkimal Am: 15.10.2020 10:34:22 Gelesen: 1131977 # 1936
@ nor 42 [#1935] Hallo Norbert, da kann ich nichts mit anfangen. Es könnte heißen: ??? v. Phister und Alfer/Alser/Ayer??? und Schindler bye??? Waldhutt ??? Anzeiget(?) den 2. April 1783 Wie man bei der Auktionsbeschreibung folgendes daraus erkennen kann weiß ich nicht: Auf der linken Klappe trägt der Brief einen Vermerk, dass am 2. April 1783 die Antwort des endgültigen Briefempfängers ab Hermannstadt zurückgesandt wurde. Viele Grüße Volkmar
Magdeburger Am: 15.10.2020 13:08:48 Gelesen: 1131943 # 1937
Liebe Sammelfreunde, bei diesen beiden Belegen bräuchte ich Hilfe: Soweit ich es lesen kann (links): Vom Gemeindeamte zu Langlamitz“ „..löblich Herzoglich Beaufortsche Güterdirektion in Petschau“ Unten links noch: "Im übertragenen ... Exoffo" Rechter Umschlag: Sr Wohlgeboren Herrn von Pelikan Vorstand der gräflich technischen …kasse (in) Prag Danke im voraus! Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
dr31157 Am: 15.10.2020 20:09:49 Gelesen: 1131820 # 1938
Hallo zusammen, ich habe hier eine Postkarte, die ich leider nicht komplett lesen kann. Bei dem Absender: Vor ".... Hildenbrand" ist das ein Vorname oder ein Titel? Im Text: Nach Neuwied: "Meinst Du nicht das ich einmal an die ...." Den restlichen Text kann ich nicht mehr richtig lesen. Kann mir bitte jemand weiterhelfen? Gruß Detlef
bayern klassisch Am: 15.10.2020 20:46:14 Gelesen: 1131809 # 1939
@ Magdeburger [#1937] Lieber Magdeburger, 1. Brief Vom Gemeindeamte zu Langlamitz“ „An die löbliche Herzoglich Beaufortsche Güterdirektion in Petschau“ Unten links noch: "Im übertragenen Wirkungskreise Exoffo". 2. Brief Sr Wohlgeboren Herrn von Pelikan Vorstand der gräflich Thun-schen Hauptkasse (in) Prag. Liebe Grüsse von bayern klassisch
volkimal Am: 16.10.2020 17:44:42 Gelesen: 1131456 # 1940
@ dr31157 [#1938] Hallo Detlef, ich denke, dass der Absender Oberst Hildenbrand ist. Ich lese: L.A.! Ich bin zu einer Gewerkenversammlung verreist und will Dir nur mitteilen, daß Du dich ganz auf mich verlassen kannst. In einigen Tagen bin ich wieder in Neuwied. Meinst Du nicht, daß ich einmal an die Puppe(?) schreiben soll? Wegen d. Empfangs d. d. (= durch den) Führer werde ich sobald ich die Anschrift d. früheren hessischen Minister bekommen habe auch schreiben Beste Grüße Hildebrand Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 16.10.2020 18:25:10 Gelesen: 1131439 # 1941
@ volkimal [#1940] Hallo Volkmar, vielen Dank für die Übersetzung. Es scheint sich um eine Bergwerksangelegenheit handeln. "Puppe" scheint mir nicht zum Text zu passen. Konnte aber leider auch keinen passenden Begriff im Bergwerkslexikon finden. Schade. Gruß Detlef
dr31157 Am: 20.10.2020 21:32:12 Gelesen: 1130384 # 1942
Hallo zusammen, ich habe hier wieder eine Karte die ich nicht lesen kann. Kann mir bitte jemand den Text mit der schrecklichen Schrift übersetzen? Gruß Detlef
dr31157 Am: 27.10.2020 21:30:43 Gelesen: 1128786 # 1943
Hallo zusammen, ich habe hier ein Streifband, wo ich den Text unter der Adresse nicht lesen kann. Kann mir bitte jemand weiterhelfen. Vielleicht findet sich auch noch jemand der meine unbeantwortete Frage unter [#1942] beantworten kann. Gruß Detlef
volkimal Am: 27.10.2020 22:07:14 Gelesen: 1128772 # 1944
@ dr31157 [#1943] Hallo Detlef, das Streifband geht An den Großherzoglichen Gymnasialdirektor und Professor an der Universität Herrn Dr. Uhlig hochwohlgeboren in Heidelberg [1]. Bei dem Text unten bin ich noch nicht sehr weit gekommen. Ich versuche es morgen noch einmal. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gustav_Uhlig
JH Am: 28.10.2020 14:31:50 Gelesen: 1128578 # 1945
@ dr31157 [#1943] "Abs. ????? z. Z. in Oppeln" Gruß Jürgen
volkimal Am: 28.10.2020 19:21:20 Gelesen: 1128512 # 1946
@ dr31157 [#1943] Hallo Detlef, es könnte heißen "Abs. Schulrath Senft z.Z. in Oppeln". Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 28.10.2020 19:47:45 Gelesen: 1128498 # 1947
@ volkimal [#1946] @ JH [#1945] Hallo Volkmar, vielen Dank für die Übersetzung. Kannst Du mir bitte auch bei meiner Postkarte mit der [#1942] mit der Übersetzung weiterhelfen. Gruß Detlef
volkimal Am: 28.10.2020 20:33:40 Gelesen: 1128482 # 1948
@ dr31157 [#1947] Hallo Detlef, den Beitrag hatte ich übersehen (ich war unterwegs). Ich lese: In höfl. Beantwortung Ihrer gestrigen Karte muß Ihre Preisannahme v. 15 ½ ??? für I Gell.(?) Hering auf einem Irrthum beruhen, diese kosten äußerst 16 ½ ??? zu welchem Preise Ihre werthe Order erbitte Achtungsvoll HA 22.11.1873 Heiner Kalenberg(?) Das Zeichen für die Preisangabe könnte Taler sein. Da bin ich mir aber nicht sicher. Siehe die Abbreviatur für den Reichstaler[1] Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Reichstaler
dr31157 Am: 29.10.2020 19:11:19 Gelesen: 1128178 # 1949
Hallo Volkmar, vielen Dank wie immer. Gruß Detlef
M.P.D. Am: 01.11.2020 01:52:49 Gelesen: 1127683 # 1950
Hallo, ich habe verschiedene Dokumente und Urkunden aus einem Nachlass erhalten und kann leider nicht alles entziffern.Kann mir bitte jemand mitteilen, um was es in diesem Dokument geht? Für eure Mühen bin ich sehr dankbar. Wenn Interesse besteht habe ich noch einige Dokumente mehr die ich hier einstellen kann. Danke schon mal. Gruß Mike
Magdeburger Am: 01.11.2020 06:54:04 Gelesen: 1127620 # 1951
@ M.P.D. [#1950] Hallo Mike, alles habe ich nicht herausbekommen. Hier soweit ich es lesen konnte: Nachdem der Junggesell, Bürger und Handelsmann Hans Martin Bücking in Giessen, aus Alsfeld gebür- tig, des desigen Bürger und Handels- mann George Dietrich Bücking ehe- licher Sohn, und Jungfrau Marie Ins- ring, des hiesigen Bürger und Sch??- färbers ?????? ???? eheliche Tochter, ihre Vorhabende eheliche Verbindung, ordnungsmäßig gerich- tlich angezeigt haben, so können solche ohne Anstand sich ärztlich ..oclamiren lassen. Sigel MArburg am 4ten November 1803. Bürgermeister und Rath daselbst Unterschriften Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Saguarojo Am: 01.11.2020 10:56:32 Gelesen: 1127541 # 1952
Hallo, ich lese von den ausstehenden Wörtern: Schönfärbers Caspar Cersch(?). Der Nachname ist halb geraten. Viele Grüsse Joachim
volkimal Am: 01.11.2020 14:28:25 Gelesen: 1127480 # 1953
Hallo zusammen, ein paar Kleinigkeiten lese ich anders: Nachdem der Junggesell, Bürger und Handelsmann Hans Martin Bücking in Giesen, aus Alsfeld gebür- tig, des dahigen Bürger und Handels- mann George Dietrich Bückings ehe- licher Sohn, und Jungfer Maria Jed(?)- wig, des hiesigen Bürger und Schön- färbers Caspar Bersch eheliche Tochter, ihre Vorhabende eheliche Verbindung, ordnungsmäßig gerich- tlich angezeigt haben, so können solche ohne Anstand sich öffentlich proclamiren lassen. Sigel Marburg am 4ten November 1803. Bürgermeister und Rath daselbst Unterschriften Das wichtigste: Der Name dürfte "Bersch" sein. Siehe das "B" von Bücking. Nicht ärztlich sondern öffentlich. Viele Grüße Volkmar
wessi1111 Am: 01.11.2020 16:18:39 Gelesen: 1127400 # 1954
@ volkimal [#1953] Hallo Volkmar, die ersten Buchstaben von Xücking und Xersch sehen gleich aus, unterscheiden sich aber deutlich von dem B in Bürger. Ich bin der Meinung, es heißt Lücking und Lersch, beides gebräuchliche Nachnamen. Gruß Wessi
volkimal Am: 01.11.2020 16:30:14 Gelesen: 1127393 # 1955
@ wessi1111 [#1954] Hallo Wessi, das kann gut so sein! Mir war auch aufgefallen, dass die Buchstaben unterschiedlich aussehen. Bücking war vorgegeben und für mich so gebräuchlich, dass ich nicht an Lücking gedacht habe. Im Telefonbuch von Marburg kommen alle vier Namen heutzutage gleich häufig vor. Das ist immer interessant für mich als Kontrolle. Viele Grüße Volkmar
M.P.D. Am: 01.11.2020 20:46:49 Gelesen: 1127338 # 1956
@ volkimal [#1955] @ wessi1111 [#1954] @ Magdeburger [#1951] Hallo und erst Mal vielen Dank für euer Interesse und die Transkripte. Zur Aufklärung kann ich sagen, dass Bücking und Bersch richtig ist. Und aus euren Übersetzungen schließe ich, dass es sich wohl um eine Urkunde zur Eheschließung meiner Vorfahren handelt. Vielen Dank für eure Hilfe. MfG Mike
dr31157 Am: 03.11.2020 21:48:57 Gelesen: 1126750 # 1957
Hallo zusammen, ich habe hier eine Postkarte, die wieder nicht richtig lesen kann. Sie stammt aus dem Elsass un ist in französisch geschrieben. Die beteiligten Firmen kann ich nicht finden. Einiges kann ich übersetzen. Vieles wohl nicht korrekt: Aus der Adresse Ch. Weber et Cie., Blanchissage heißt wohl Wäsche und a`.... kann ich nicht übersetzen???? Was ist dies für eine Firma??? Der Ort, wurde das "in" in im geändert. Soll wohl Elace = Elsass heißen???? Im Text: Um was geht es da? Mit der Eisenbahn gelieferte Wasser- oder Zapfhähne??? Kennt jemand die Firma J. Bauer aus dem Elsass??? Kann mir bitte jemand weiterhelfen?
volkimal Am: 03.11.2020 21:55:54 Gelesen: 1126748 # 1958
@ dr31157 [#1957] Hallo Detlef, die Karte geht nach Thann im Elsass. Im Moment habe ich nur das Tablet, da ist es mir zu umständlich den Text zu entziffern. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 03.11.2020 22:04:02 Gelesen: 1126741 # 1959
@ dr31157 [#1957] Hallo Detlef, hier [1] noch etwas zum Empfänger. Viele Grüße Volkmar [1] https://gw.geneanet.org/jfriedel?lang=en&iz=68&p=charles&n=weber
dr31157 Am: 04.11.2020 09:58:56 Gelesen: 1126575 # 1960
@ volkimal [#1959] Hallo Volkmar, vielen Dank für Deine Recherchen. Google übersetzt Blanchissage mit Wäsche. Nach Deinen Recherchen scheint es hier um eine Textilfärberei zu handeln, die bei der Firma Bauer in Niedermorschwiller 5 neue Wasserhähne bestellt hat. Die Firma Bauer ich leider auch nicht identifizieren. Gruß Detlef
volkimal Am: 04.11.2020 10:38:42 Gelesen: 1126567 # 1961
@ dr31157 [#1960] Hallo Detlef, es gab einen Jacques Bauer (1845 - 1894) in Niedermorschwiller. [1] Bei ihm ist als Beruf angegeben "Ouvrier de fabrique puis horloger", nach Google "Fabrikarbeiter dann Uhrmacher". Wasserhähne wären nicht typisch für einen Uhrmacher, aber vielleicht war er es doch, wenn es spezielle Hähne waren. Viele Grüße Volkmar [1] https://gw.geneanet.org/ckaufmann?lang=en&pz=conradus&nz=kaufmann&p=jacques&n=bauer
dr31157 Am: 04.11.2020 10:56:45 Gelesen: 1126554 # 1962
@ volkimal [#1961] Hallo Volkmar, danke für die Antwort. Ich kann kein französisch. Google hatte mir im Text "Wasserhähne" und mal "Zapfhähne" übersetzt. Etwas seltsam für einen Uhrmacher. Gruß Detlef
volkimal Am: 04.11.2020 11:17:35 Gelesen: 1126542 # 1963
@ dr31157 [#1962] Hallo Detlef, ich kann zwar auch kein Französisch, das Wort "robinet" kann aber viele Bedeutungen haben. Google liefert beim einzelnen Wort immer nur eine Übersetzung. Deutlich besser ist da die Seite leo.org Dort kannst du zwar nur einzelne Wörter eingeben, dafür stehen für das Wort "robinet" gleich 56 Übersetzungen zur Auswahl. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 04.11.2020 12:18:45 Gelesen: 1126519 # 1964
@ volkimal [#1963] Hallo Volkmar, vielen Dank für den Hinweis. Gruß Detlef
wessi1111 Am: 04.11.2020 17:22:59 Gelesen: 1126447 # 1965
@ dr31157 [#1957] Hallo Detlef, meistens bringt [1] bessere Ergebnisse als der Google-Übersetzer. Ich habe es mal probiert und bekomme für "Je vous envoie vos 5 robinets ilssout sur la route depues landi le 19 Inillet par le Armin Tegler." Übersetzung: "Seit Dienstag, dem 19. Juli, schicke ich Ihre 5 Zapfhähne durch den Armin Tegler auf die Straße." Zumindest wurde kein Wort als unbekannt angemeckert, ich kann aber nicht sagen, ob ich alles richtig gelesen habe. Gruß Wessi [1] https://www.deepl.com/translator
guy69 Am: 04.11.2020 17:42:15 Gelesen: 1126439 # 1966
@ wessi1111 [#1965] Owei :-))
guy69 Am: 04.11.2020 17:52:17 Gelesen: 1126434 # 1967
@ wessi1111 [#1965] Ich lese je vous envoie vos 5 robinets ils sont sur la route depuis lundi le 19 juillet par le termin deter. Ich schicke Ihnen Ihre 5 Wasserhähne, die seit Montag, dem 19. Juli, seit Tagesende/Abends (am Ende des Tages) unterwegs. Es könnten auch Ventile oder so ähnliches Zeug sein aber wahrscheinlich immer in Verbindung mit Flüssigkeiten.
dr31157 Am: 04.11.2020 17:53:21 Gelesen: 1126432 # 1968
@ wessi1111 [#1965] Hallo Wessi, vielen Dank für Deine Empfehlung. Gruß Detlef
dr31157 Am: 04.11.2020 17:57:41 Gelesen: 1126430 # 1969
Hallo zusammen, auf diesem Kartenbrief kann ich leider den Empfänger (Herrn ......) nicht lesen. Ist es ein Titel? Kann mir bitte jemand weiterhelfen? Gruß Detlef
wessi1111 Am: 04.11.2020 18:15:25 Gelesen: 1126408 # 1970
@ dr31157 [#1969] Hallo Detlef, Architekt XXX und Frau Gemahlin Gruß Wessi
SH-Sammler Am: 04.11.2020 18:17:14 Gelesen: 1126404 # 1971
@ guy69 [#1967] @ dr31157 [#1957] Hallo, par le termin deter.? par le chemin de fer = Eisenbahn Gruss SH-Sammler Hanspeter
dr31157 Am: 04.11.2020 18:23:00 Gelesen: 1126394 # 1972
@ SH-Sammler [#1971] Hallo Hanspeter, vielen Dank für den Hinweis. Das hatte mir Goggle auch so übersetzt. Gruß Detlef
guy69 Am: 04.11.2020 18:23:17 Gelesen: 1126393 # 1973
@ SH-Sammler [#1971] Das macht Sinn. Danke. Wieder etwas gelernt.
dr31157 Am: 04.11.2020 18:25:29 Gelesen: 1126393 # 1974
@ wessi1111 [#1970] Hallo Wessi, nochmals vielen Dank für die Info; jetzt mit der Anschubhilfe lese ich das auch. Gruß Detlef
Flecker Am: 10.11.2020 22:58:07 Gelesen: 1124776 # 1975
Hallo, nochmal etwas kleines aus einer Sterbeurkunde. Ist der Name Elsa oder Ella und heißt es 12 Monate oder Jahre? MfG Rudolf
volkimal Am: 10.11.2020 23:18:30 Gelesen: 1124769 # 1976
@ Flecker [#1975] Hallo Rudolf, das Mädchen hieß Else. Sie wurde 12 Stunde alt. Das "n" von Stunden fehlt. Viele Grüße Volkmar
Flecker Am: 11.11.2020 12:03:17 Gelesen: 1124644 # 1977
@ Volkimal [#1976] Hallo Volkmar, danke schön. Rudolf
dr31157 Am: 14.11.2020 09:10:59 Gelesen: 1123927 # 1978
Hallo zusammen, ich habe hier eine Postkarte mit einer "Sauklaue". Nachdem mir Reinhard mitgeteilte, dass es sich bei Carl Gärthe aus Wetzlar um einen Oberpostdirektor handelte, der Briefmarken, Postkarten u.ä. verkaufte, hätte ich doch gerne gewußt wie der Text der Karte lautet. Leider bekomme ich da keinen Sinn rein. Kann mir bitte jemand weiterhelfen? Gruß Detlef
volkimal Am: 14.11.2020 11:13:05 Gelesen: 1123896 # 1979
@ dr31157 [#1978] Hallo Detlef, mit der Post scheint das nichts zu tun zu haben. Ich lese: Oberrosbach b. Friedberg, d. 13. Febr. 1888 Herrn Carl Gärthe in Wetzlar Durchgestrichen: Sie wollen uns gef. ein kleines Gebinde (Füßchen) dunkles Cylinder ??? Unser gr. Ph. Welker von hier wird in den nächsten Tagen das bewußte holen. Mit freundl. Gruß Schmawalde(?) Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 14.11.2020 12:33:42 Gelesen: 1123870 # 1980
@ volkimal [#1979] Hallo Volkmar, vielen Dank für Deine schnelle Hilfe. Scheint ja alles sehr geheimnisvoll zu sein. Ich konnte mir aus dem schwer lesbaren Text keinen Reim machen. Meine unprofessionelle Google-Recherche ergab, dass es dort wohl ein Sprengstoffdepot gegeben haben soll. Aber keinerlei eindeutige Hinweise. Ich, der Simnple am PC, kann noch nicht einmal einen Link kopieren und einfügen. Vielleicht geht es auch so? Steht unter einem anderen Thema: Thema: (?) (121) Belege bestimmen: Deutsches Reich @ iholymoses [#129] Reinhard hat mir dort diesen Link übermittelt, nach dem der Carl Gärthe ein Kaiserlicher Oberpostdirektor sei: https://opacplus.bsb-muenchen.de/Vta2/bsb11182578/bsb:4105394?queries=g%C3%A4rthe&language=de&c=default Falls Du zu diesem Thema noch etwas beitragen kannst, würde ich mich sehr freuen. Gruß Detlef
wessi1111 Am: 16.11.2020 04:43:18 Gelesen: 1123342 # 1981
Hallo zusammen, heute mal eine einfache Frage, nur nicht für mich. In [1] habe ich folgende Paketkarte gezeigt: Ich habe lange gerätselt, wie wohl der Familienname lautet, kann das jemand deuten? Die zweite Stelle ist der Zustellvermerk: Ich lese: "Selbst d. 2/11" und dann? Das Datum ist sicherlich ein Schreibfehler, da der Ankunftsstempel das Datum -1.12.44 hat. Gruß Wessi [1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=249463
volkimal Am: 16.11.2020 09:10:38 Gelesen: 1123279 # 1982
@ wessi1111 [#1981] Hallo Wessi, es geht um die "Rücksendung von Zivilsachen" des Pioniers K. Dunkel bei der "?A. Bau Pi. Ers. Batl. 1" in Dirschau Westpr. = ?? Bau Pionier Ersatz Bataillon 1. Siehe [1] Der Empfänger ist Karl Dunkel. Den Namen Dunkel gibt es auch heute noch mehrfach im Bereich Spremberg. Hinter dem Datum auf der Rückseite lese ich "Dam.". Es dürfte sich um ein Namenskürzel handeln. Viele Grüße Volkmar [1] http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/PionierErsBtlBau/PiErsBatBau1-R.htm
wessi1111 Am: 16.11.2020 15:05:50 Gelesen: 1123213 # 1983
@ volkimal [#1982] Hallo Volkmar, danke für deine Antwort. Natürlich habe ich auch in Betracht gezogen, dass der Nachname Dunkel lautet, aber ich hatte eben Zweifel, weil das "k" in beiden Nennungen so stark von dem "k" in "Rücksendung abweicht. Daher wollte ich eine unbeeinflusste andere Meinung hören. In anderen Adressen hatte ich dieses Phänomen auch schon und es ist immer eine Herausforderung, sich da sicher zu sein, wenn Schreibweisen von gleichen Buchstaben stark abweichen. Das Namenskürzel des Empfängers ist sicherlich von der "Dam."e des Hauses. ;-) Gruß Wessi
dr31157 Am: 16.11.2020 20:36:13 Gelesen: 1123149 # 1984
Hallo zusammen, wer kann die Anschrift lesen? Wer kann mir bitte weiterhelfen? Gruß Detlef
brunoh Am: 16.11.2020 23:46:06 Gelesen: 1123105 # 1985
@ dr31157 [#1984] Hallo Detlev, slavnime okresinem uradu ve Frydku Protektorat (Böhmen u. Mähren) lt. wörtlicher Google-Übersetzung Berühmtes Bezirksamt in Frydek (Friedeck) Schau auch mal in Wikipedia, recht interessant. Sogar ein ehemaliger 1. FCN-Spieler, Tomas Galasek, ist hier geboren. Gruß aus Nürnberg Bruno
dr31157 Am: 17.11.2020 16:46:25 Gelesen: 1122922 # 1986
@ brunoh [#1985] Hallo Bruno, vielen Dank für die Hilfe. Gruß Detlef
volkimal Am: 17.11.2020 19:26:38 Gelesen: 1122879 # 1987
Hallo zusammen, bei einem Feldpostbrief aus dem 1. Weltkrieg fehlt mir ein Wort/zwei Wörter: Der Satz lautet: Augenblicklich habe viel Arbeit. 30 alte Leute sind zur Heimat entlassen, statt deren haben wir 30 Rekruten bekommen, die ich täglich ???? muß. Welcher Ausdruck passt zu diesem Satz? Viele Grüße Volkmar
wessi1111 Am: 17.11.2020 19:51:48 Gelesen: 1122868 # 1988
@ volkimal [#1987] Hallo Volkmar, mit mehr Text fällt es vielleicht leichter. Es könnte heißen "ein & anweisen" mit einem verunglückten unteren Bogen, wofür auch immer. Gruß Wessi
volkimal Am: 18.11.2020 10:59:00 Gelesen: 1122616 # 1989
@ wessi1111 [#1988] Hallo Wessi, danke für die Hilfe. Der Brief gehört mir nicht, sondern ich habe nur geholfen ihn vom Sütterlin aus zu "übersetzen". Du hast natürlich recht, mit mehr Text geht es besser. Da der Brief vermutlich für eine Veröffentlichung benutzt werden soll, wollte ich aber nicht mehr zeigen. Per Mail bekam ich noch den Vorschlag "einexercieren". Das passt vom Schriftbild her sehr gut. Ich denke, dass das die Lösung ist. Viele Grüße Volkmar
Paul S. Am: 18.11.2020 16:32:50 Gelesen: 1122555 # 1990
Ich ersuche um Hilfe. Leider kann ich den Text des Zensurzettels nur teilweise lesen. Kann ihn jemand "übersetzten"? Güße Paul
epem7081 Am: 18.11.2020 16:53:30 Gelesen: 1122544 # 1991
@ Paul S. [#1990] Hallo Paul, hier meine Lesart zu Deinem Text: Dem Bericht des KK. Polizei Bezirks Kommissariats für die Josefstadt vom 15./7 15 G sg 2I2/15 * zufolge, betreibt Pipes keine Geschäfte und ist nicht als Gewerbetreibender gemeldet. Diesen von Pipes selbst gemachten Protokoll Angaben wider= spricht doch dieser Brief offen kundig. Pipes scheint Groß händler in Allem zu sein KM * es geht hier wohl um Uhrzeit und Aktenzeichen, wie der seitliche Eintrag auf dem Brief vermuten läßt Mit freundlichen Grüßen Edwin
Paul S. Am: 18.11.2020 18:24:47 Gelesen: 1122502 # 1992
Herzlichen Dank ! Grüße Paul
Rottaler Am: 23.11.2020 21:29:54 Gelesen: 1120522 # 1993
Wer kann helfen? Hier geht es um einen Brief 30. Sept.? 1870 vom k. b. Post- und Bahnamt Simbach a. Inn an den Bürgermeister in Simbach nach der Inbetriebnahme der Bahn München - Simbach 1869 und weiter nach Österreich. Ich kann nur die Namen Max Stürmer, Karl Bacher & Michael Ried sowie Kofferträger (Ende nächster Zeile) sicher entziffern. Der deutsch-französische Krieg war schon im Gange! Vielen Dank im Voraus Rottaler
volkimal Am: 23.11.2020 22:27:26 Gelesen: 1120472 # 1994
@ Rottaler [#1993] Hallo Rottaler, es mag noch ein Fehler darin sein, aber das meiste kann ich entziffern. Ich lese: An den Herrn Bürgermeister in Simbach Man ??? hat sich zur gefälligen Kenntniß nahme mitzuteilen, daß die bauerlaubten Militairs Max Stürmer, Karl Bacher & Michael Ried als Wagenschieber & Kofferträger von dem dießseitigen Amte ausgenommen sind & ersuche deshalb den Genannten bezüglich ihres Aufenthaltes daher den gesetzlichen Schutz angedeihen zu laßen. Der königl. Inspector Beim fehlenden Wort ist folgendes klar: "b??h?t". Vermutlich ist vorne und hinten ein "e" dabei. Zum Beispiel könnte es sein "berhet". Mir fällt aber nichts passendes ein. Viele Grüße Volkmar
Koban Am: 23.11.2020 22:36:47 Gelesen: 1120461 # 1995
@ Rottaler [#1993] @ volkimal [#1994] Man beehrt sich zur gefälligen Kenntniß nahme mitzuteilen, daß die beurlaubten Militairs Max Stürmer, Karl Bacher & Michael Ried als Wagenschieber & Kofferträger von dem dießseitigen Amte ausgenommen sind & ersuche deshalb den Genannten bezüglich ihres Aufenthaltes daher den gesetzlichen Schutz angedeihen zu laßen. Der königl. Inspector Gruß, Koban
Rottaler Am: 23.11.2020 23:13:30 Gelesen: 1120432 # 1996
An Volkmar und Koban Besten Dank an euch, dass ihr mir hier weitergeholfen habt. Es handelt sich hier um Bahnangelegenheiten, nicht um die Post. Rottaler
zobbel Am: 24.11.2020 23:47:22 Gelesen: 1119967 # 1997
Sütterlin - Postkarte 1893 - wer hilft beim Entziffern? Vieles konnte ich schon entziffern, aber leider nicht Alles: Djeddah 21. Jänner 1893 Liebster Bruder Gestern nachmittags 2h sind wir hier einge- laufen. - Nichts Neues. Djeddah bietet absolut Nichts Unterhaltendes. Interessant ist, daß die Stadt so orientalisch [XXXXX], nämlich so schmutzig, [XXXXX] man sich überhaupt nichts [Anderes] vorstellen kann. Djeddah ist der Ausgangspunkt für die Mekka- Pilger. Übermorgen laufen wir aus und hoffen am 27. in Suez einzulaufen. In [XXXXX] [vor] Djeddah haben wir den [Leichtkreuzer] "Galatea" begegnet und den Capitän gebeten das Consulat in Port Said zu verständigen, daß unse- re nach Port Said bestimmte Post nach Suez [entsendet] werde, so daß ich hoffe in 5 Tagen [freudige] Nachrichten aus der Heimath zu erfahren. Grüße mir alle Ver- wandten und Deine [Marie]. Lebe wohl. Mit herzlichen Grüßen u. Kuß Dein Dich liebender Bruder Anteo.
zobbel Am: 24.11.2020 23:53:53 Gelesen: 1119966 # 1998
Hier noch die Adreßseite. Djeddah 22.01.1893 Suez 26.01.1893 Alexandrie 27.01.1893 Pola 1.02.1893 Pisino 2.02.1893 Türkische Ganzsache, 20-Para-Postkarte, 1892 (Birken 17a).
DERMZ Am: 25.11.2020 03:59:27 Gelesen: 1119949 # 1999
@ zobbel [#1998] Guten Morgen Tobias Adressseite lautet Wohlgeboren Herrn Paul Hupar kuk Linienschiffsfähnrich Austria Marine Casino Textseitig lese ich folgendes, aber bin mir an einigen Stellen bin ich auch ratlos. Djeddah 21. Jänner 1893 Liebster Bruder Gestern nachmittags 2h sind wir hier einge- laufen. - Nichts Neues. Djeddah bietet absolut Nichts Unterhaltendes. Interessant ist, daß die Stadt so orientalisch aussieht, nämlich so schmutzig, wie man sich überhaupt nichts [Anderes] vorstellen kann. Djeddah ist der Ausgangspunkt für die Mekka- Pilger. Übermorgen laufen wir aus und hoffen am 27. in Suez einzulaufen. In See vor Djeddah haben wir den Lloyddampfer "Galatea" begegnet und den Capitän gebeten das Consulat in Port Said zu verständigen, daß unse- re nach Port Said bestimmte Post nach Suez [entsendet] werde, so daß ich hoffe in 5 Tagen [freudige] Nachrichten aus der Heimath zu erfahren. Grüße mir alle Ver- wandten und Deine Marie. Lebe wohl. Mit herzlichen Grüßen u. Kuß Dein Dich liebender Bruder Anteo. Mit besten Grüßen Olaf
volkimal Am: 25.11.2020 10:56:01 Gelesen: 1119903 # 2000
@ zobbel [#1997] Hallo Tobias, du hast den Text ja schon sehr gut gelesen und Olaf hat noch ein paar kleine Wörter korrigiert. Es bleiben 3 Stellen übrig. Anstelle von „nichts Anderes“ heißt es auf der Karte „nichts Ärgeres“. Das Wort „entsendet“ dürfte stimmen. Damit bleibt nur das Wort „freudige“. Das kann nicht stimmen, ich weiß aber noch nicht was dort steht. Ich habe einmal versucht, das fehlende Wort freizustellen. Das fehlende Wort fängt nicht mit einem „f“ an. Verglicht den ersten Buchstaben einmal mit dem „f“ in „für“ bzw. „hoffe“. Beim „f“ geht der Strich erst nach unten, dann im Bogen nach rechts und gegen den Uhrzeigersinn wieder nach oben. Beim fehlenden Anfangsbuchstaben ist es genau wie beim „J“ anders herum. Der Strich geht erst nach unten, dann im Bogen nach links und im Uhrzeigersinn wieder nach oben. Diese Schreibrichtung haben außer dem „J“ auch die Buchstaben „g“, „h“, „p“ und „z“. Das fehlende Wort enthält auf keinen Fall ein „g“. Beim „g“ ist immer ein ausgeprägter Bogen nach unten vorhanden wie z.B. bei „Pilger“. Der kleine Bogen nach unten sieht so ähnlich aus wie ein „s“. Vergleicht ihn einmal mit den Wörtern „entsendet“ oder „absolut“. Beim fehlenden Wort könnten diese Buchstaben stehen „J ? u ? dis ?“. Dazu fällt mir aber nichts ein. Außerdem können es auch durchaus andere Buchstaben sein. Findet einer von Euch die Lösung? Der Name bei der Anschrift ist vermutlich "Paul Stupar". Er war zunächst im Marine Casino Pola und ist von dort nach Pesino weitergereist. Viele Grüße Volkmar
zobbel Am: 25.11.2020 12:22:21 Gelesen: 1119871 # 2001
Hallo Volkmar und Olaf, vielen Dank für die schnelle und profunde Hilfe! Mittlerweile habe ich auch zu Absender und Empfäger recherchiert: Antheos/Antheo/Anteo Stupar wurde später Nautikprofessor an der k.k. Marinekademie Paul Stupar, *1866 in Pazin, + 1928, Linienschiffsfähnrich, Linienschiffsleutnant, Linienschiffskapitän, 1912 Fregattenkapitän (SMS Aspern, SMS Sankt Georg, SMS Babenberg, SMS Erzherzog Friedrich), 1918 k.k. Konteradmiral, nach dem Krieg kroat. Admiral Hier https://www.altpostgeschichte.de/index.php?thread/1313-gibraltar/&postID=95348&highlight=Stupar#post95348 wird ein Beleg gezeigt: Anteo war Philatelist! Er bittet 1897 seinen Bruder, Postkarten und Briefmarken aufzubewahren. Ich habe sogar ein Photo des jungen Paul gefunden. Mal sehn was ich daraus mache, ein kleiner Artiel im MEPB wird es sicherlich. Liebe Grüße, Tobias
Magdeburger Am: 28.11.2020 10:01:20 Gelesen: 1118959 # 2002
Liebe Sammelfreunde, ich scheitere mal wieder: Hiermit erlaube ich mir die bescheiden wie ergebene Anfrage, ob das Adlige Fräulein Stift in Mosigkau geneigt ist, mir die Zinsen von seinem He..... .....ete der 15000 Gold auf meinen Mühlengrundstücken in Calbe /Saale von 4 auf 3 1/2% herabzusetzen.- Ich hette bei dem allgemein ... sehr gesundenen Zinsfuße schon längst diese Reduction be...ter können; oftern Verwunderungen mit H...... Angelegenheiten aber ...., unter- ließ ich es bis jetzt. Nachdem aber schon manche H......er mit 3% er......, was wenn ein gewöhnlicher Staatspapier ... 3 1/2% Zinsen ... & dies dazu nach bei einen .... als pari Curse, auch ...... ist. & derf ich ...... ...... ....., daß mir mein obige Anfrage & Bitte geneigtst gen... & mir vom nächsten Zinstermine an die Zinsen auf 3 1/2% herabgesetzt werden, da ..... beiden Theilen am Ende damit gedient ist, die ....... in ihrerer ...... Gleiche zu lassen. Einer gütigen baldigen Antwort entgangen ..... ..... sich mit ganz besonderer Hochachtung ... Wohlgeborener gehorsamster Diener Unterschrift Magdeburg d 26 Otbr 1842 Ich danke allen für die Hilfe Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Stephan Sanetra Am: 28.11.2020 11:10:04 Gelesen: 1118933 # 2003
Hallo, in meiner Heimatsammlung "Bremen" findet alles (nahezu) zweidimensional Postalisches Platz. Einige Briefe sind darin enthalten, die ich leider nicht lesen kann. Einen davon, mit einem Stempel von 1809, der leider wohl nicht dem Anspruch der Stempeldatenbank genügt, möchte ich einmal zeigen: Lesen kann ich teilweise die Adresse: Hochwohlgeborenen? Herrn Graf von Meieren in Detmold Die Rückseite bereitet mir allerdings Probleme: Kann jemand helfen? Beste Grüße Stephan
Magdeburger Am: 28.11.2020 12:20:12 Gelesen: 1118909 # 2004
@ Stephan Sanetra [#2003] Hallo Stefan, die Anschrift lautet: S(eine)r Hochwohlgeboren Herrn Ralf (oder Rolf) von Meien in Detmold. Zum Inhalt muss ich erstmal schauen. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Magdeburger Am: 28.11.2020 12:46:38 Gelesen: 1118896 # 2005
@ Stephan Sanetra [#2003] Hier der Inhalt, so weit ich es lesen konnte: Bremen d(en) 12 Aug. 1819 T.F. Herr Dr. Steckt überlaßt Sr. Hochwohlgeboren jeden Gebrauch von seiner bisher nur vorsorglich aus den angegebener Rücksichten ... gemachten Anzeige. Schwerlich wird je(t)zt aus.. sche Sorg, ob der .. .. Dr. durch jene Anzeige des H(errschaftlich) ............. einer Anfanglichkeit es Prügelsch- sten be... wollen. Wie es heißt soll ja auch der... dem Solekten die Strafe durch formliches Trin..- ... zuerkannt seyn aus so hatte ich wie Sr. Ober..- ...... sich jedenfalls be..igen. Meinerseits wußte ich aus nach obriger Anzeige nicht ... zu schön, und überlasse es ..... Hochwohlgeboren allen, falls ein Ganove für die bisheriges .... zu bestimmen. In Betreff .... übrigs Angelegenheit wird Herrn Gloystein, welcher in diesen Tagen nach Detmold kommt wohl die Ehre haben mit Ihnen zu reden. Hochachtungsvoll und gehorsamst Wiganlt? Der Inhalt erschliesst sich so mir auch nicht.. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Flecker Am: 28.11.2020 13:42:39 Gelesen: 1118873 # 2006
Hallo, nochmal ein Strassenname den ich nicht lesen kan. Vielen Dank im voraus. Rudolf
volkimal Am: 28.11.2020 13:45:29 Gelesen: 1118870 # 2007
@ Flecker [#2006] Hallo Rudolf, es ist die Erbacherstraße 25 Viele Grüße Volkmar
Max78 Am: 28.11.2020 15:13:33 Gelesen: 1118830 # 2008
@ Stephan Sanetra [#2003] Hallo Stefan, die Anschrift dürfte ggf. Herrn RATH von Meien lauten. Wahrscheinlich handelt es sich um Christian Theodor von Meien. Dazu müsstest Du einfach ein wenig im Netz recherchieren, Mit freundlichen Grüßen Max
Stephan Sanetra Am: 28.11.2020 17:43:25 Gelesen: 1118780 # 2009
@ Magdeburger [#2005] @ Max78 [#2008] Vielen Dank für Eure Hilfe - einen Teil habt ihr immerhin herausgefunden. Ich werde zu den Hinweisen noch ein bisschen "Tante Google" befragen. Beste Grüße Stephan
volkimal Am: 29.11.2020 15:01:12 Gelesen: 1118372 # 2010
@ Magdeburger [#2002] Hallo Ulf, den größten Teil des Textes habe ich heraus. Es war gar nicht so einfach, aber Knobelaufgaben löse ich gerne. Hiermit erlaube ich mir die bescheiden wie ergebene Anfrage, ob das Adlige fräu? Stift in Mosigkau geneigt ist, mir die Zinsen von seinem Hypothek ungibete der 15000 Gold auf meinen Mühlengrundstücken in Calbe /Saale von 4 auf 3 1/2% herabzusetzen.- Ich hätte bei dem allgemein so sehr gesundenen Zinsfuße schon längst diese Reduction bewirken können; oftern Verwunderungen mit Hypothek Angelegenheiten aber feind unter- ließ ich es bis jetzt. Nachdem aber schon manche Hypotheken mit 3% existiren, was wenn ein gewöhnliches Staatspapier nur 3 1/2% Zinsen giebete & dies dazu nach bei einen höheren als pari Course, auch fetgerecht ist, so darf ich wohl gewis hoffen, daß mir mein obige Anfrage & Bitte geneigtst gewährt & mir vom nächsten Zinstermine an die Zinsen auf 3 1/2% herabgesetzt werden, da wohl beiden Theilen am Ende damit gedient ist, die Hauptsache in ihrem zeitherigen Gleise zu lassen. Einer gütigen baldigen Antwort entgegensehend empfiehlt sich mit ganz besonderer Hochachtung Ew Wohlgeborener gehorsamster Diener Unterschrift Magdeburg d 26 Otb 1842 Drei Wörter habe ich markiert. Sie fangen sehr wahrscheinlich mit demselben Buchstaben an. Das erste kann nicht "Fräulein" heißen. Eindeutig ist "räu" zu erkennen. Ein "lein" ist definitiv nicht vorhanden. Der erste Buchstabe ist vermutlich ein kleines "f". Der letzte Buchstabe ist unklar, er passt zu keinem der Buchstaben mit Unterlänge richtig. Evtl. ist es ein abgekütztes "fräulein", aber wie ??? Das zweite habe ich mit "feind", das letzte mit "fetgerecht" angegeben. Fällt Dir etwas passenderes ein, wenn alle mit demselben Buchstaben beginnen? Ich schicke Dir gleich noch eine Mail dazu. Vielleicht hilft es etwas weiter. Viele Grüße Volkmar
epem7081 Am: 29.11.2020 16:19:55 Gelesen: 1118336 # 2011
@ Magdeburger [#2002] @ volkimal [#2010] Hallo Ulf und Volkmar, nach Euren fast vollendeten Vorarbeiten hier von meiner Seite ein Vorschlag zur Ausdeutung der zweifelhaften Stellen. Hiermit erlaube ich mir die bescheiden wie ergebene Anfrage, ob das Adlige Frauen Stift in Mosigkau [*] geneigt ist, mir die Zinsen von seinem Hypothek Kapitale der 15000 Gold auf meinen Mühlengrundstücken in Calbe a/S von 4 auf 3 1/2 % herabzusetzen.- Ich hätte bei dem allgemein so sehr gesunkenen Zinsfuße schon längst diese Reduction bewirken können; often Veränderungen mit Hypothek Angelegenheiten aber seind (sind), unter- ließ ich es bis jetzt. Nachdem aber schon manche Hypotheken mit 3% existiren, was wenn ein gewöhnliches Staatspapier nur 3 1/2% Zinsen giebt & dies dazu nach bei einen höheren als pari Course, auch festgemacht ist, so darf ich wohl gewis hoffen, daß mir mein obige Anfrage & Bitte geneigtst gewährt & mir vom nächsten Zinstermine an die Zinsen auf 3 1/2 % herabgesetzt werden, da wohl beiden Theilen am Ende damit gedient ist, die Hauptsache in ihrem zeitherigen Gleise zu lassen. Einer gütigen baldigen Antwort entgegensehend empfiehlt sich mit ganz besonderer Hochachtung Ew Wohlgeborener gehorsamster Diener Unterschrift Magdeburg d 26 Otb 1842 [*] Nach dem Tod der Schlossherrin 1780 wurde nach ihrem Willen ein Stift für adlige, unverheiratete Frauen eingerichtet, das bis 1945 bestand. [1] Mit freundlichem Sammlergruß beim ersten Kerzenschein Edwin [1] http://tourismus.dessau-rosslau.de/welterbe/gartenreich-dessau-woerlitz/park-und-schloss-mosigkau/
Magdeburger Am: 29.11.2020 16:30:20 Gelesen: 1118331 # 2012
@ volkimal [#2010] Hallo Volkmar, recht, recht herzlichen Dank. Ich hatte zweimal angefangen und jedesmal bin recht schnell nicht weiter gekommen und so erstmal Stückwerk betrieben bis ich so in etwa wußte, worum es gehen könnte. Der gesuchte Buchstabe wird ein kleines "f" sein. In Mosigkau gab es nur das "Hochadlige Fräulein Stift". Dort wird möglicherweise nur fräu + Krakel stehen. Ich hatte es ausgeschrieben, was nicht richtig war - besser wäre es in Klammern zu setzten. Der Krakel des Wortes könnte ein verunglücktes "ig" sein. Ich frage bei der Dessau-Wörlitzer Kulturstiftung an, aber ob ich eine Antwort bekomme, ist manchmal fraglich. Einen schönen Restadventstag wünscht Ulf
Magdeburger Am: 29.11.2020 16:37:09 Gelesen: 1118326 # 2013
@ epem7081 [#2011] Hallo Erwin auch dir mein Dank! "Frauen" macht Sinn - ich hatte im Hinterkopf nur Fräulein. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
volkimal Am: 29.11.2020 16:52:11 Gelesen: 1118315 # 2014
@ Stephan Sanetra [#2003] @ Magdeburger [#2005] Hallo zusammen, gestern hatte ich nur ein Smartphone zur Hand. Deshalb heute meine Deutung der Texte. Bei Stephans Brief lese ich: Bremen d(en) 12 Aug. 1819 T.F. Herr Dr. Sterckl überlaßt Ew. Hochwohlgeboren jeden Gebrauch von seiner bisher nur vorsorglich aus den angegebenen Rücksichten confidentiell gemachten Anzeige. Schwerlich wird je(t)zt aus??? ??? sage, ob der Ew. H. Dr. durch jene Anzeige des H(errschaftlich) Obristlieutnannt einer Anhenglichkeit es Prügelsch- sten bestuldigen wollen. Wie es heißt soll ja auch derzeit dem Solekten die Strafe durch formliches Trin..- recht zuerkannt seyn und so hoffe ich wird H. Obrist- lieutnannt sich jedenfalls beruhigen. Meinerseits wußte ich nur nach obiger Anzeige nichts dbz. zu sehen, und überlasse es lediglich Hochwohlgeboren allen, falls ein Honorar für die bisherigen ???sigen zu bestimmen. In Betreff unser übrigen Angelegenheit wird Herrn Gloystein, welcher in diesen Tagen nach Detmold kommt wohl die Ehre haben mit Ihnen zu reden. Hochachtungsvoll und gehorsamst Wiganlt? confidentiell = konfidentiell = vertraulich Meine Frau ruft gerade. Daher habe ich keine Zeit mehr für die fehlenden Stellen. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 29.11.2020 18:09:50 Gelesen: 1118292 # 2015
@ epem7081 [#2011] @ Magdeburger [#2013] Hallo zusammen, das ist das schöne an Philaseiten, dass in Zusammenarbeit solch ein Brief entschlüsselt werden kann. Edwin hat den Brief gut weiter entschlüsselt. Bei Kapitale, gesunkenen und Veränderungen liegt er auf jeden Fall richtig. Bei den anderen drei Worten habe ich weiterhin ein Problem: Ich hatte geschrieben " fräu?, feind und fetgerecht". Edwin sieht dort "Frauen, seind und festgemacht". Die drei Anfangsbuchstaben sehen für mich einfach gleich aus. Dass es drei verschiedene sind kann ich nicht glauben. Leider ist kein weiteres großes "F" im Brief vorhanden, um den Buchstaben mit "Frauen" zu vergleichen. Außerdem ist über dem "a" ein Punkt, der dem vom "ä" ähnelt. Das "se" in "seind" sieht ganz anders aus als das "se" in "seinem" oder "Zinsen". Wenn das Wort "festgemacht" heißen soll, fehlt auf jeden Fall das "s" beim "st". Außerdem sind die Bögen des "m" immer sehr gleichmäßig. Der Buchstabe "m" von "festgemacht" sieht genauso aus wie das "r" in "darf" (2 Worte weiter im Text). An diesen drei Stellen weiß ich noch nicht was richtig ist. Hier einmal die Kleinbuchstaben im Vergleich. Sie sind geordnet nach Buchstaben mit Unterlänge, Oberlänge, Unter- und Oberlänge, einfache Buchstaben. Viele Grüße Volkmar
Magdeburger Am: 30.11.2020 10:33:46 Gelesen: 1118085 # 2016
@ volkimal [#2015] Hallo Volkmar, vielleicht kannst du dich noch schwach erinnern, dass wir hier [#895] schon einmal bei der Ölmühle in Calbe waren. Laut einem Reiseschein vom 28.03.1837 der Äbtissin Glaffay ist aufgeführt, dass am 14. und 15. März 15000 Rt Friedrich d'or Stifts-Capital an den Mühlenbesitzer Herrn Grunow in Calbe ausgelegt wurden. Er starb im Jahre 1839. Der obrige Brief sagt ja, dass das Stift somit Miteigner war, nachdem die Mühle verkauft wurde. Der jetztige Brief ist die Anfrage der Kaufmanns Johann Christian Brückner aus Magdeburg, welcher ab 1837 Mitpächter der Mühle war und nach dem Tod des Herrn Grunow dessen Teil übernahm, den Hypothekenzins zu senken, also für die "Schulden" des Herrn Grunow. Soweit mal die Hintergründe. Wie schon einmal weiter oben geschrieben, bin ich auch der Meinung, dass der gesuchte Buchstabe ein "f" ist. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf P.S. der Link in [#895] funktioniert nicht mehr, hier der jetztige: https://www.patifakte.de/artefakte_calbe.htm
Stephan Sanetra Am: 30.11.2020 18:15:50 Gelesen: 1117939 # 2017
@ volkimal [#2014] Danke schön!
Morenga Am: 04.12.2020 12:46:07 Gelesen: 1116829 # 2018
Erbitte Eure Hilfe. Kann jemand lesen was von wo nach wo gesendet wurde? Ich vermute Absendeort Erlangen. 8.Juli 1864? Der Begriff Brief in Brief Posten wurde gestrichen und durch einen handschriftlichen Vermerk ersetzt. Was bedeutet es? Durch was ersetzt? Im voraus vielen Dank und allen weiterhin ein gutes Immunsystem, Elisabeth
volkimal Am: 04.12.2020 14:25:43 Gelesen: 1116816 # 2019
@ Morenga [#2018] Hallo Elisabeth, es ist eine Aufgabequittung für: Eine Rolle an Kreisirrenanstalt in Erlangen 1 Pfund 3 Loth mit ??? ??? ??? ist heute zur Beförderung übergeben… Leutenbach, den 8. Juli 1864 Königl. Bayer. Expedition der Fahr=Posten Bei der Irrenanstalt bin ich mir nicht hundertprozentig sicher, es ist aber wahrscheinlich. An einer Stelle ist ein Bogen zu viel. Bei den fehlenden Wörtern geht es wahrscheinlich um die Verpackung und die Signatur der Rolle. Viele Grüße Volkmar
guy69 Am: 04.12.2020 14:48:15 Gelesen: 1116812 # 2020
Eine Rolle an Kreisirrenanstalt in Erlangen 1 Pfund 3 Loth mit vierzig ??? ??? ist heute zur Beförderung übergeben… Leutenbach, den 8. Juli 1864 Königl. Bayer. Expedition der Fahr=Posten
Magdeburger Am: 04.12.2020 15:24:42 Gelesen: 1116803 # 2021
@ Morenga [#2018] Hallo Elisabeth, nach der Vorarbeit ergänze ich mal: Eine Rolle an Kreisirrenanstalt in Erlangen 1 Pfund 3 Loth mit vierzig sechs Gulden 3 x (Kreuzer) ist heute zur Beförderung übergeben… Es handelt sich somit um eine Aufgabe eines Wertpaketes. Da das Franco von 9 Kreuzer bezahlt wurde, läßt sich dies auch berechnen: Die Entfernung zwischen Leutenbach und Erlangen beträgt ca. 2,5 Meilen und so setzt sich dies aus 7 Kreuzer Mindestfahrposttarif + 2 Kreuzer Assecuranzgebühr zusammen. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
volkimal Am: 04.12.2020 15:32:30 Gelesen: 1116800 # 2022
@ guy69 [#2020] Hallo, Ulf hat alles übersetzt. Da kann ich meinen Text wieder löschen. Richard, vielleicht löschst du diesen Beitrag vollständig. Ich kann ihn nur noch bearbeiten. Viele Grüße Volkmar
Morenga Am: 04.12.2020 19:52:11 Gelesen: 1116767 # 2023
Ganz, ganz herzlichen Dank an Alle. Ich bin mehr als beeindruckt und hoffe meine Frage wirkte nicht fehl am Platze, aber so etwas kann man sich selbst als Laie nicht ergooglen und ich freue mich sehr über Eure umgehende Unterstützung! Beste Grüße und bleibt alle gesund, Elisabeth
Flecker Am: 05.12.2020 15:07:04 Gelesen: 1116738 # 2024
Hallo, kann einer übersetzen welcher Ort und Strasse das ist? Vielen Dank im voraus. Rudolf
volkimal Am: 05.12.2020 15:44:59 Gelesen: 1116731 # 2025
@ Flecker [#2024] Hallo, Sandershausen Auf dem Töpfermarkt. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 05.12.2020 15:46:09 Gelesen: 1116730 # 2026
Hallo, ich habe hier eine Rohrpostkarte, deren Text ich leider nicht lesen kann. Kann mir bitte jemand weiterhelfen? Gruß Detlef
volkimal Am: 05.12.2020 15:47:36 Gelesen: 1116728 # 2027
@ Flecker [#2024] Schreibfehler! Sandershausen Auf dem Töpfenmarkt. Viele Grüße Volkmar
wessi1111 Am: 05.12.2020 17:06:48 Gelesen: 1116707 # 2028
@ dr31157 [#2026] Hallo Detlef, ich lese: Warum senden Sie denn keinen Schiefer, die Mansarde muß vorn noch mit Pappe benagelt werden, ebenso der Thurm mit dem decken der Erlaus. muß sofort begonnen werden, der aber ??? aufgestellt wird. Herr Roesner frägt fortwährend (auf der Seite) nach Schief??? Gruß Wessi
volkimal Am: 05.12.2020 17:46:33 Gelesen: 1116690 # 2029
@ wessi1111 [#2028] Hallo Wessi, gute Vorarbeit! Insgesamt könnte es folgendes sein: Warum senden Sie denn keinen Schiefer, die Mansarde muß vorn noch mit Pappe benagelt werden, ebenso der Thurm mit dem decken der Mans. muß sofort begonnen werden, da oben Gitter(?) aufgestellt werden. Herr Roesner frägt fortwährend (auf der Seite) nach Schieferpl. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 05.12.2020 17:54:01 Gelesen: 1116687 # 2030
@ volkimal [#2029] @ wessi1111 [#2028] Hallo Volkmar und Wessi, vielen Dank für Eure schnelle Hilfe. Gruß Detlef
wessi1111 Am: 06.12.2020 05:19:54 Gelesen: 1116657 # 2031
@ dr31157 [#2030] Hallo Volkmar, hallo Detlef, ich bin immer wieder erstaunt, dass ich manchmal das lese, was ich lesen möchte und dann, wenn ein anderer die Korrektur liefert mich frage, warum ich das nicht auch gesehen habe. Der Halbsatz "da oben Gitter(?)" heißt wahrscheinlich: da oben erst Gitter. Gruß Wessi
volkimal Am: 06.12.2020 09:07:16 Gelesen: 1116647 # 2032
@ wessi1111 [#2031] Hallo Wessi, du hast natürlich recht. Ich habe nur vergessen, das "erst" anzugeben. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 10.12.2020 19:51:16 Gelesen: 1115903 # 2033
Hallo, ich kann nicht sicher die Adresse lesen. Heißt der Ort "Diersdorf" oder "Viersdorf" "bei Steinptroh"? Ich bitte um Hilfe. Gruß Detlef
volkimal Am: 10.12.2020 20:16:47 Gelesen: 1115892 # 2034
@ dr31157 [#2033] Hallo Ulrich, der Ort heißt Diersdorf bei Nimptsch, heute Przerzeczyn-Zdrój bei Niemcza. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 10.12.2020 20:26:35 Gelesen: 1115889 # 2035
Hallo Volkmar, vielen Dank für die schnelle Hilfe. Gruß Detlef
Morenga Am: 16.12.2020 23:03:51 Gelesen: 1114298 # 2036
Guten Abend, könnte mir bitte jemand helfen. Wüsste gerne von wo nach wo versendet wurde. Könnte es Berlin nach Potsdam heissen? Vielen Dank und allen ein gutes Immunsystem, Gruß Elisabeth
bayern klassisch Am: 17.12.2020 00:03:22 Gelesen: 1114288 # 2037
@ Morenga [#2036] Hallo Elisabeth, Gegenstand: 1 Brief 1 Paket Rolle Inhalt: 55 Reichsthaler Conv(entionsmünze) Zeichen und Gewicht: 2 3/4 Loth (das war der Brief) 2 Pfund 22 Loth (das war für das Paket bzw. die Rolle) HJK (das Paket bzw. die Rolle mit Geld wurde mit den Initialen des Absenders versehen) Adressat: Communal Casse Bestimmungs-Ort: Potsdam Bernau (da bin ich mir aber nicht ganz sicher) den 9. December 1837 Unterschrift des Beamten: Piefke (das ist kein Witz von mir). Liebe Grüsse, Ralph
Magdeburger Am: 17.12.2020 11:26:37 Gelesen: 1114252 # 2038
@ Morenga [#2036] Hallo Elisabeth, unser lieber Bayern Klassisch hat dir ja schon die Transkription gegeben. Als Aufgabeort lese ich auch Bernau. Eine kleine Korrektur möchte ich dennoch machen. Hinter 55 Reichsthaler steht Cour(ant). In Preussen unterschied man zwischen Gold (Louis d'or oder Friedrich d'or, Dukaten usw.) und Silbergeld = Courant. Auf den Einlieferungsscheinen mußte zwingend angegeben werden, ob Gold oder Courant. Conv(entionsmünze) ist eine typische Bezeichnung für den Guldenbereich, da hier insbesondere unterschieden werden mußte, wie viele Gulden aus eine Kölner Feinmark geschlagen werden konnte. In Bayern waren es 24,5 und in Österreich nur 20. Damit war der österreichische Gulden wertvoll als der bayrische. Alles ziemlich kompliziert. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
bayern klassisch Am: 17.12.2020 11:48:26 Gelesen: 1114245 # 2039
@ Magdeburger [#2038] Lieber Magdeburger, du hast natürlich Recht - es muss Courant heißen. Da war ich wohl etwas zu müde gestern. Liebe Grüsse von bayern klassisch
Morenga Am: 17.12.2020 12:29:10 Gelesen: 1114238 # 2040
Ganz herzlichen Dank für die Antworten! beste Grüße Elisabeth
Morenga Am: 23.12.2020 13:52:13 Gelesen: 1112925 # 2041
Könnte mir jemand bitte sagen von wo die Karte nach Olzreute versendet wurde? Im Text steht der Ort neben dem Datum, aber ich kann es nicht lesen. Der Poststempel ist auch unleserlich, scheint aber nicht identisch mit dem Ort im Absender Text. Vielen Dank, schöne Weihnachtsgrüße und bleibt gesund, Elisabeth
bayern klassisch Am: 23.12.2020 14:28:29 Gelesen: 1112916 # 2042
@ Morenga [#2041] Ich lese Hohestraße dort Liebe Grüsse von bayern klassisch
volkimal Am: 23.12.2020 15:05:40 Gelesen: 1112908 # 2043
@ Morenga [#2041] Hallo Elisabeth, der Stempel dürfte aus Laupheim stammen. In der Datenbank findest Du vollständige Abschläge [1]. Ich habe deinen Stempel und einen aus der Datenbank am PC übereinandergelegt. Es passt sehr genau. In Laupheim gibt es auch eine Hohe Straße. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.philastempel.de/stempel/suchen/ablage/1214
Morenga Am: 23.12.2020 16:06:22 Gelesen: 1112894 # 2044
Vielen Dank an Beide und Danke auch für den link! Einfach toll Eure Hilfe! Frohe Weihnachten und bleibt gesund, Elisabeth
mario0612 Am: 24.12.2020 22:10:02 Gelesen: 1112905 # 2045
Wer kennt die Schrift ? Hallo, ich habe ein Buch bekommen. Ich kann die Schrift nicht entziffern und weiß daher nicht um was es geht, bzw wofür das Buch gedacht war. Wer kann mir beim Entziffern helfen? Danke und schöne Feiertage.
Max78 Am: 24.12.2020 22:32:13 Gelesen: 1112879 # 2046
Hallo Mario, ist eine Auflistung von (Erb)-Kauf-Verträgen aus der Gegend um Bad Langensalza, also Dörfern wie genannt Flarchheim, Zimmern, Grumbach. Wahrscheinlich Akten der Stadt Langensalza. Man kann es als Zusammenfassung der einzelnen Urkunden (meist Kaufverträge über Landgut) sehen, die auf dieser Seite im Jahre 1798 vonstatten gingen. schöne Tage max
Winni451 Am: 24.12.2020 22:34:41 Gelesen: 1112875 # 2047
Hallo, das scheint mir Deutsch, wenn die Jahreszahl stimmt ist dann weniger das Problem die Schrift selber, sondern die Handschrift. Gruß Winfried
mario0612 Am: 24.12.2020 22:38:23 Gelesen: 1112871 # 2048
Hallo Max, Vielen Dank für deine Erläuterung. Das Buch wurde auf dem Müll gefunden und gerettet. Schöne Feiertage Beste Grüße Mario
Max78 Am: 24.12.2020 22:39:43 Gelesen: 1112868 # 2049
@ Winni451 [#2047] Die Handschrift ist nicht schlechter als andere (meiner Meinung nach sogar im Vergleich zu anderen relativ leicht zu lesen) und absolut typisch für diese Zeit. Mit freundlichen Grüßen Max Hallo Mario, da sieht man mal, welche irren Wege manche Schriftstücke gehen, die vielleicht schon vormals einige Jahre in Archiven gepflegt wurden. Das heute zuständige Archiv würde sich wahrscheinlich freuen darüber. Auch wenn ich überhaupt keine Ahnung von so etwas hätte, würde ich es mit Sicherheit nicht in den Müll werfen. Wahnsinn. lg Max
Peter aus Oststeinbek Am: 25.12.2020 12:52:10 Gelesen: 1112797 # 2050
@ mario0612 [#2045] Hallo Mario, es handelt sich um ein Schuld- und Pfandprotokoll. Verträge über Erb-, Kauf- und Darlehensangelegenheiten sind hier mit kurzen Inhaltsangaben und der Fundstelle aufgelistet, damit sie schnell wieder auffindbar waren (wichtig bei Nachfragen oder Ablösung der Schuld). Wie sehen denn die Titelseiten des Buches aus? Schönen Gruß, Peter
mario0612 Am: 25.12.2020 15:13:15 Gelesen: 1112767 # 2051
@ Peter aus Oststeinbek [#2050] Hallo Peter, leider gibt es keine Titelseite. Ist ein gebundener Rest von 1770 bis etwa 1810. Beste Grüße Mario
Morenga Am: 26.12.2020 15:59:13 Gelesen: 1112662 # 2052
Ist es richtig, dass von Prag ( Tschechien ) nach Mörsburg ( Schweiz ) versendet wurde? Schönen Feiertag noch und beste Grüße, Elisabeth
volkimal Am: 26.12.2020 16:20:30 Gelesen: 1112658 # 2053
@ Morenga [#2052] Hallo Elisabeth, es muss nicht Mörsburg in der Schweiz sein. Sowohl Merseburg (an der Saale in Sachsen-Anhalt) als auch Meersburg (Baden Württemberg) hatte früher den Namen Mörsburg. Welche der Orte 1816 so genannt wurden kann ich nicht sagen. Viele Grüße Volkmar
Morenga Am: 26.12.2020 16:38:45 Gelesen: 1112651 # 2054
@ volkimal [#2053] Vielen Dank. Aber Mörseburg ist richtig gelesen? Auf die Schweiz kam ich nur durch google. Danke für die Info! Habe gerade dabei auch bemerkt, dass Prag wohl nicht Tschechien war zu dieser Zeit, sondern Ungarn oder was bedeutet das k.k.? Viele Grüße Elisabeth
bayern klassisch Am: 26.12.2020 17:12:26 Gelesen: 1112643 # 2055
@ Morenga [#2052] Hallo Elisabeth, dein Schlein lag einem Fahrpostgegenstand (Kiste) über 25 Pfund (1 Pfund 560g) von Prag (Österreich) nach Mörsburg (heute: Meersburg am Bodensee) zugrunde, der einen Wert von 30 Gulden Conventionsmünze (österreichisch) an Herrn Kleiser dort zugrunde. Das Datum war der 21.1.1816. Der Absender hatte zu zahlen: 6 Gulden und 14 Kreuzer CM plus 4 Kreuzer CM für diesen Schein, total also 6 Gulden 18 Kreuzer. Liebe Grüsse, Ralph
volkimal Am: 26.12.2020 17:17:56 Gelesen: 1112643 # 2056
@ Morenga [#2054] Hallo Elisabeth, Prag gehörte 1812 zum Kaisertum Österreich [1]. Der Regent war Kaiser Franz II./I. (Doppelkaiser). Zur Frage nach dem "K.K.". Bei Wikipedia [2] heißt es: Für die Zeit vor 1804 kann sich in den leicht misszuverstehenden Bezeichnungen österreichischer Kaiser und Kaiser [Name] von Österreich die Angabe von Österreich nicht auf den Landesnamen eines Kaisertums beziehen, sondern nur auf die Zugehörigkeit des Monarchen zum Haus Österreich. Evtl. heißt es also "Kaiser und Kaiser". Später war die Bezeichnung "K.u.K." = "Kaiserlich und Königlich". Wenn ich es richtig sehe, war Franz II./I. aber kein König. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Kaisertum_%C3%96sterreich [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiser_von_%C3%96sterreich
bignell Am: 26.12.2020 19:21:23 Gelesen: 1112630 # 2057
@ volkimal [#2056] Hallo Elisabeth und Volkmar, k. & k. heisst kaiserlich und königlich, bezog sich auf die Kaiserkrone von Österreich und die Königskrone von Ungarn ("Doppelmonarchie"). Liebe Grüße, harald
dr31157 Am: 28.12.2020 15:47:45 Gelesen: 1112564 # 2058
Hallo, ich zeige hier ein Streifband, bei dem ich den Absender nicht lesen kann. Kann mir bitte jemand helfen? Gruß Detlef
volkimal Am: 28.12.2020 16:03:50 Gelesen: 1112559 # 2059
@ dr31157 [#2058] Hallo Detlef, An den Großherzoglichen Gymnasialdirektor und Professor an der Universität Herrn Dr. Uhlig Hochwohlgeboren in Heidelberg ?? Schulrath Senft(?) z.Z. in Oppeln Zu Gustav Uhlig siehe [1] Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Uhlig
dr31157 Am: 28.12.2020 18:10:58 Gelesen: 1112537 # 2060
@ volkimal [#2059] Hallo Volkmar, vielen Dank. Gruß Detlef
dr31157 Am: 31.12.2020 18:22:23 Gelesen: 1112150 # 2061
Hallo, ich zeige hier eine Postkarte bei der ich den Absender nicht lesen kann: Fraud Vogeler Nebelngönne bei Liebenauer Reg. Bez. Kassel Kann mir bitte jemand weiterhelfen, ob ich es richtig entziffert habe? Gruß Detlef
Max78 Am: 31.12.2020 18:41:58 Gelesen: 1112144 # 2062
@ dr31157 [#2061] Moin Detlef, Frau Vogeler, Uebelngönne bei Liebenau, Reg. Bez. Kassel schöne grüße max
dr31157 Am: 31.12.2020 18:44:48 Gelesen: 1112141 # 2063
@ Max78 [#2062] Hallo Max, vielen Dank. Gruß Detlef
dr31157 Am: 02.01.2021 18:07:02 Gelesen: 1111522 # 2064
Hallo, ich zeige hier eine Postkarte, wo ich unter "Vielen Dank" das Wort ..... "Klatt" nicht lesen kann. Ist das ein Titel aus der Burschenschaft? Kann mir bitte hier jemand weiterhelfen? Gruß Detlef
wessi1111 Am: 02.01.2021 18:17:58 Gelesen: 1111517 # 2065
@ dr31157 [#2064] Hallo Detlef, ich lese: Viele Grüße Gruß (viele Grüße ;-) Wessi
dr31157 Am: 02.01.2021 18:23:08 Gelesen: 1111513 # 2066
Hallo Wessi, vielen Dank für die schnelle Info. Jetzt wo Du es mir geschrieben hast, lese ich es auch. Gruß Detlef
dr31157 Am: 05.01.2021 19:10:02 Gelesen: 1110548 # 2067
Hallo, ich zeige hier den Text einer Urlaubskarte auf der Schiffsreise der Linie Hamburg - Südamerika über Funchal auf Madeira. Den Text kann ich leider nicht lesen und bekomme wenig Sinn herein. Kann mir bitte jemand weiterhelfen? Gruß Detlef
volkimal Am: 06.01.2021 12:10:00 Gelesen: 1110370 # 2068
@ dr31157 [#2067] Hallo Detlef, das ist wirklich eine "Sauklaue". In etwa steht dort: Lieber Franz u. Rosa Der kühne Seefahrer ??? bietet(?) Euch an Bord seiner l. Paragasse(?) seinen herzlichen Gruß. Dover und ??? in nächster Nähe gesehen, lei- der kein Licht für eine Platte(?). Der ??? von Biscaya fesselte mich 24 St. Ans Bett durch wun- derbaren Seegang - heut geht das Schiff noch so x x, schreiben daher wenig ??? ?? wert. Hoffentlich bei Euch alles Wohlauf und nicht zuviel ??? ???. An ??? Gruß u. sonst hätte ich nichts zu schreiben. Euer Adolf Mit "Platte" ist vermutlich ein Foto gemeint (damals noch mit Glasplatten). Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 06.01.2021 17:06:04 Gelesen: 1110300 # 2069
@ volkimal [#2068] Hallo Volkmar, nunächst wünsche ich ein gutes und gesundes Neues Jahr. Vielen Dank für Deine schnelle Hilfe. Ich vermag nur unwesentliche Lücken Deiner Vorlage zu schließen. Ich kann nur den "Der Meerbusen der Biscaya..." zufügen Bei "Euch an Bord" käme mir nur 1. Passage in den Sinn? Was er neben Dover gesehen hat? Viele Grüße Detlef
dr31157 Am: 11.01.2021 19:48:34 Gelesen: 1108754 # 2070
Hallo, ich zeige hier eine Postkarte deren Text mich interessiert aber leider nicht lesen kann: Es geht irgendwie um die Bezahlung und Erhalt eines Ehrendiploms. Präsident des Bundes der wissen ? Gruß Detlef
volkimal Am: 11.01.2021 20:39:28 Gelesen: 1108730 # 2071
@ dr31157 [#2070] Hallo Detlef, ich lese "Präsident des Bundes der weißen Internationale des reingeistigen ???tismusfreien Verkehrs". Ist das wohl echt oder war der Schreiber etwas verwirrt? Kannst Du bitte auch noch die Anschriftseite zeigen. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 11.01.2021 20:47:02 Gelesen: 1108726 # 2072
@ volkimal [#2071] Hallo Volkmar, anbei die Vorderseite in der Hoffnung, dass sie zur Lösung des Textes beiträgt. Es ist eine "Sauklaue". Gruß Detlef
volkimal Am: 11.01.2021 21:52:23 Gelesen: 1108701 # 2073
@ dr31157 [#2072] Hallo Detlef, zum Empfänger der Karte kann man einiges finden. Es ist Ewald Paul (*11.6.1863 in Halberstadt) wohnhaft in Stra bei Venedig. Diese Informationen entstammen Google Books: "Gesamtverzeichnis des deutschsprachigen Schrifttums (GV) 1700 – 1910, Bearbeitet von Hilmar Schmuck und Willi Gorzny., K.G. Saur Verlag München 1984". Ewald Paul hat verschiedene Bücher herausgegeben z.B. zu Kunst sich zu Verschönen, Magenkrankheiten, Nierenkrankheiten, Onanie und Impotenz. Weiterhin war er Herausgeber der Zeitschrift Vita Sexualis (1896-1896). Ebenfalls bei Google Books: "Geschichte der Sexualwissenschaft von Volkmar Sigusch, Campus Verlag New York 2008 Seite 104/105". Da ich nicht weiß, ob ich Auszüge aus Google Books hier zeigen kann, bekommst Du sie per Email. Mit deiner Frage zum "Präsident des Bundes der weissen..." komme ich aber nicht weiter. Der Absender wohnte oder war gerade in "Striegelmühle b. Zobten am Berge". Als Name hat er angegeben "Prof. Dr. L??ian v. Pusch (oder Purch)". Auch damit komme ich nicht weiter. Vielleicht findest Du noch etwas heraus. Insgesamt kommt mir die ganze Karte etwas seltsam vor. Viele Grüße Volkmar
Altmerker Am: 11.01.2021 22:13:12 Gelesen: 1108693 # 2074
@ dr31157 [#2072] Naja, da lässt sich schon was zusammenstoppeln. Ich denke, der Adressat war Ewald Paul, der einst über alle möglichen Therapien forschte, darunter mit Hochfrequenz. Es geht um ein Ehrendiplom, für das zehn Mark gelöhnt worden war und das von Präsidenten der Weißen Internationale des ****freien Verkehrs (sexuell?) ausgehändigt werden sollte. Der lebte in Eden bei Oranienburg, wo ich mal geforscht habe. Es geht da um Gesundheit und Obstbau, also passend zu Herrn Paul. Als Halberstädter werde ich morgen mal in unser Archiv in der Redaktion schauen. Der Typ ist uns noch nicht untergekommen. Aber vielleicht haben wir da was zu berichten. Ominös ist das Schreiben schon. Gruß Uwe
dr31157 Am: 11.01.2021 23:07:42 Gelesen: 1108675 # 2075
Hallo Volkmar und Uwe, vielen Dank für Eure Mithilfe. Es könnte sich um den "Bund der weißen Internationale des rein geistigen (hypnosefreien) Verkehrs" handeln. Es geht wohl um Kurpfuscherei. Unter google.books gibt es da einen Artikel: "Der Charalatan strebt nicht nach Wahrheit, er verlangt nur ...." Vielleicht hat damit etwas zu tun?
volkimal Am: 11.01.2021 23:47:57 Gelesen: 1108661 # 2076
@ dr31157 [#2075] Hallo Detlef, das könnte sein. Wenn dann heißt es aber hypnotismusfrei und nicht hypnosefrei. Viele Grüße Volkmar
Altmerker Am: 12.01.2021 13:30:37 Gelesen: 1108497 # 2077
Die erste Suche war ernüchternd. Paul muss bald aus Halberstadt weg sein. Der Beruf Hygienologe hört sich doch gut an und passt in die Coroan-Ära. Seine "Vita sexualis" als Zeitschrift wurde später gelegentlich zitiert. Neben dubiosen Therapien ging es ihm stark um die Frage der Homosexualität mit einer gewissen Affinität zur Naturheilkunde. Da ist der Bogen zur (durchaus spannenden) Obstbausiedlung Eden schnell geschlagen. Das Todesjahr ist unklar. Publiziert hat er in Leipzig und Padua da passt die italienische Adresse). Ob der Absender nicht sogar Lenjan von Ruchs o. ä. heißt? Aber auch da kein Treffer. Ich schaue mal weiter. Gruß Uwe
dr31157 Am: 18.01.2021 20:05:47 Gelesen: 1106634 # 2078
Hallo, ich zeige hier eine Postkarte, deren Text ich nicht wirklich lesen kann. "senden sie mir postwendend einen ..." Absender Kölner Konsum-Anstalt Gruß Detlef
wessi1111 Am: 18.01.2021 20:11:16 Gelesen: 1106631 # 2079
@ dr31157 [#2078] Hallo Detlef, ... einen Abdruck der Polizeiverordnung für Aufzüge (§31 Abs. II) Gruß Wessi
volkimal Am: 18.01.2021 20:12:25 Gelesen: 1106630 # 2080
@ dr31157 [#2078] Hallo Detlef, "Senden Sie mir postwendend einen Abdruck der Polizeiverordnung über Aufzüge (§ 31 Abs. II)" Zum Absender kann vielleicht Olaf etwas sagen. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 18.01.2021 20:24:53 Gelesen: 1106619 # 2081
@ wessi1111 [#2079] @ volkimal [#2080] Hallo Wessi und Volkmar, vielen Dank für die schnelle Hilfe. Gruß Detlef
charly999 Am: 18.01.2021 20:42:30 Gelesen: 1106614 # 2082
@ volkimal [#2080] @ dr31157 [#2081] Absender ist die Kölner Konsumanstalt, siehe https://de.wikipedia.org/wiki/stüssgen https://de.wikipedia.org/wiki/Cornelius_Stüssgen
volkimal Am: 18.01.2021 21:38:52 Gelesen: 1106587 # 2083
@ charly999 [#2082] Hallo, Olaf kann bestimmt erklären, was die Kölner Konsumanstalt mit Marburg zu tun hat. Viele Grüße Volkmar
charly999 Am: 18.01.2021 22:32:32 Gelesen: 1106568 # 2084
@ volkimal [#2083] Da bin ich auch gespannt, aber die hs Angabe ist m.E. eindeutig.
volkimal Am: 18.01.2021 22:42:12 Gelesen: 1106561 # 2085
@ charly999 [#2084] Hallo, klar, du hast das richtig gelesen. Ich kann aber auch nichts damit anfangen. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 18.01.2021 22:57:34 Gelesen: 1106553 # 2086
@ dr31157 [#2078] @ volkimal [#2083] @ charly999 [#2084] Guten Abend, auf den ersten Blick habe ich noch keine Ahnung, was es mit Absender und Empfänger und Marburg zu tun hat. Mir fällt da nur der "Konsum-Verein für Marburg und Umgegend" ein, der 1905 vier Verkaufsstellen in Marburg hatte, allerdings ob ein Aufzug in einem der Häuser gebraucht wurde, entzieht sich (noch) meiner Kenntnis. Auch ob ich da den richtigen Zusammenhang zu der Karte herstelle, weiß ich noch nicht - aber die Geschichte interessiert mich und ich werde mal schauen, ob ich da etwas brauchbares herausfinden kann. Für den Moment die besten Grüße Olaf
volkimal Am: 18.01.2021 23:07:37 Gelesen: 1106547 # 2087
@ DERMZ [#2086] Hallo Olaf, ich habe gerade eine Ansichtskarte dazu gefunden [1]. Vielleicht hilft sie dir weiter. Der Name steht vermutlich auf dem weißen Schild am zweiten Haus auf der linken Seite. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.akpool.co.uk/postcards/26133724-postcard-marburg-an-der-lahn-neustadt-strassenansicht-koelner-konsumanstalt-passanten
dr31157 Am: 18.01.2021 23:19:48 Gelesen: 1106545 # 2088
@ DERMZ [#2086] @ volkimal [#2080] Hallo Olaf, vielen Dank, das Du Dich der Angelegenheit annehmen willst und hallo Volkmar, wo hat der Konsumanstalt die Abdrücke angefordert. Wer war der Adressat Kullmann? Habe da was im Internet gefunden, konnte aber trotzdem nicht verorten, wer der Kullmann war oder angestellt war? Gruß Detlef
charly999 Am: 18.01.2021 23:39:46 Gelesen: 1106531 # 2089
@ volkimal [#2087] Du hast richtig vermutet. Wenn man die AK im Firefox vergrößert, ist es klar zu erkennen.
volkimal Am: 18.01.2021 23:43:03 Gelesen: 1106529 # 2090
@ dr31157 [#2088] Hallo Detlef, habe gerade etwas dazu gefunden, kann aber am Tablet keinen Screenshot machen. Versuche es doch einmal mit dem Link unten. Evtl. Musst du noch das Suchwort Kullmann eingeben oder den Rest hinter dem Link mitkopieren. Viele Grüße Volkmar https://books.google.de/books?id=-MLtDwAAQBAJ&pg=PA130&lpg=PA130&dq=aufzüge+bockenheim+kullmann&source=bl&ots=YgNxB38BVE&sig=ACfU3U2TjqDmYacJx7SqsOlXS8eus7VccQ&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwiMoJf3xabuAhXkpYsKHYciDP4Q6AEwAHoECAIQAQ#v=onepage&q=aufzüge bockenheim kullmann&f=false
dr31157 Am: 18.01.2021 23:55:52 Gelesen: 1106522 # 2091
@ volkimal [#2090] Hallo Volkmar, vielen Dank für die schnelle Antwort. Trotzdem komme ich damit nicht klar. Das war die Fundstelle, die auch ich entdeckt hatte. Hatte der Kullmann die Aufzugsfirma oder war er im Ministerium ? Habe da einen Kurzschluß! Erkläre das bitte mal für Dummchen. Gruß Detlef
DERMZ Am: 19.01.2021 09:07:57 Gelesen: 1106258 # 2092
@ dr31157 [#2088] @ charly999 [#2089] @ volkimal [#2087] Guten Morgen, die Geschichte mit dem Aufzug und Herrn Kullmann kann ich nicht klären, aber die Kölner Konsumgesellschaft besaß eine "Filiale" in Marburg, Neustadt 26. Den ersten Eintrag dazu finde ich im Ortsbuch von 1905. Gleichzeitig war unter dieser Adresse der Kaufmann Rudolf Arnemann gemeldet. 1915 bestand das Geschäft noch unter dem Namen "Kölner Konsumgesellschaft", 1920 war es wohl durch den Kaufmann Arnemann übernommen und das Geschäft wurde unter seinem Namen weitergeführt. Ich kann mich noch erinnern, dass ich als kleiner Bub (in den 1980er Jahren) öfters an dem Feinkost-Geschäft Arnemann vorbeigekommen bin und immer gestaunt habe, aber mich nie getraut habe, dort einmal hineinzugehen - die Supermärkte hatten da schon die Kontrolle über die Jugend eingenommen. Viel ist es leider nicht, was ich dazu beitragen kann. Mit besten Grüßen Olaf
volkimal Am: 19.01.2021 09:44:02 Gelesen: 1106222 # 2093
@ dr31157 [#2091] Hallo Detlef, dieser Vermerk steht im Gesamtverzeichnis des deutssprachigen Schrifttums (GV) 1700-1910: Das bedeutet, dass Herr Kullmann diese Polizei-Verordnung irgendwie veröffentlicht hat. Vergleiche einmal, wo die anderen Polizei-Verordnungen (oberhalb und unterhalb der mit dem Namen Kullmann) alles veröffentlicht wurden. Es sieht so aus, wie wenn jede Polizei-Verordnung, die irgendwo veröffentlicht wurde, hier aufgelistet ist. Ich denke, man kann davon ausgehen, dass Herr Kullmann etwas mit Aufzügen zu tun hatte. Ein Mitarbeiter von der Kölner Konsumgesellschaft in Marburg hat die Veröffentlichung gelesen oder davon gehört und um einen Abdruck davon gebeten. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 19.01.2021 10:46:38 Gelesen: 1106166 # 2094
@ DERMZ [#2092] hier noch ein kleine Ergänzung zu Kaufmann Rudolf Arnemann, 1899 residierte er mit seinem Geschäft in der Wettergasse 28, also einmal über die Wasserscheide und dann die Straße hinunter 1902 war Herr Arnemann in den Steinweg 4 gezogen, also dieses Mal die andere Seite hinunter, das Haus Neustadt 26 wurde dann später sein Stammhaus. Mit besten Grüßen Olaf
philatrain Am: 19.01.2021 14:27:59 Gelesen: 1105997 # 2095
Hallo, ich habe hier ein Schriftstück von 1872 mit einer 15 SGR Stempelmarke, abgestempelt "K.Pr.Haupt-Steuer-Amt Magdeburg", also fiskalisch. Ein Auszug ? Dann komme ich leider nicht mehr weiter. Das Siegel bei der Unterschrift kann ich leider nicht lesen. Gruß philatrain
volkimal Am: 19.01.2021 15:14:33 Gelesen: 1105954 # 2096
@ philatrain [#2095] Hallo, ich lese: ??egel reservirt Auszug aus dem St. Marien Kirchenbuche zu Magdeburg. Im Jahre Achtzehnhundert, sechs und fünfzig / 1856 /, den dritten / 3 / November, Morgens neun Uhr, ist an durch Ueberfahren erhaltenen Wunden gestorben und am 6. ??? m. beerdigt Gottfried Staßferth aus Hadnersleben nach Leitzkau gehörig, ???, 37 Jahre alt. Für die Richtigkeit. Magdeburg, 25 Januar 1872 Der Probst Beckmann Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 19.01.2021 16:00:36 Gelesen: 1105906 # 2097
@ volkimal [#2093] Hallo Volkmar, vielen Dank für die umfangreiche Hilfestellung. Gruß Detlef
philatrain Am: 19.01.2021 16:07:38 Gelesen: 1105903 # 2098
@ volkimal [#2096] Hallo Volkmar, vielen Dank für deine schnelle Hilfe ! Gruß philatrain
dr31157 Am: 22.01.2021 16:32:04 Gelesen: 1104675 # 2099
Hallo, zusammen, ich zeige hier eine Postkarte vom 24.09.1905 aus Elberfeld nach Langnau in der Schweiz. Ich hätte gern gewußt, was im Text steht. Ich vermute, dass es sich um irgendwelche Preisverhandlungen mit einer Schweizer Käserei handelt. Aber liege ich da richtig? Gruß Detlef
dr31157 Am: 25.01.2021 19:33:30 Gelesen: 1103729 # 2100
Hallo zusammen, ich zeige hier Antwortkarte, wo ich die Adresse nicht wirklich lesen kann. Frau ... - Consul Rössler Kann mir bitte jemand weiterhelfen? Vielleicht auch noch bei meinen unbeantworteten Beitrag # 2099? Gruß Detlef
wessi1111 Am: 25.01.2021 19:43:46 Gelesen: 1103724 # 2101
@ dr31157 [#2100] Hallo Detlef, ich lese: Frau Vice-Consul Rössler Nassau (Lahn) Curhaus Gruß Wessi
dr31157 Am: 25.01.2021 20:26:49 Gelesen: 1103697 # 2102
Hallo Wessi, vielen Dank für die schnelle Antwort. Kannst Du vielleicht auch den Text der Karte siehe Beitrag # 2099 lesen? Hätte gern gewußt worum es da geht. Gruß Detlef
volkimal Am: 25.01.2021 20:57:58 Gelesen: 1103685 # 2103
@ dr31157 [#2099] Hallo Detlef, auf der Karte geht es um irgendwelche Ordres (Aufträge). Hier ein kleiner Auszug aus der Karte: Mit wahrhaftem Erstaunen muß ich von Ihnen hören, daß Sie mir von Ihrerseits bestätigten Ordres i. ??? 159 nur 2 % vergüten mägten. Die Ordres hätten Sie einfach zurückweisen sollten…. Worum es bei dem Geschäft geht, kann ich dem Text nicht entnehmen. Wie kommst Du auf die schweizer Käserei? Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 25.01.2021 21:34:59 Gelesen: 1103670 # 2104
@ volkimal [#2103] Hallo Volkmar, schön, das Du Dich meldest. Ja, worum es geht, das wollte ich gern aus dem Text erfahren. Der Ort Langnau ist bekannt für Emmentaler Käse. Im Internet habe ich mehrere Möglichkeiten gefunden, aber ich konnte sie nicht eindeutig zuordnen. Reicht von Milchwirtschaft über Maschinenfabriken und bis zur besagten Käsehandel. Mein Gedankenanstoss für die Käserei entsprang einem Artikel aus der schweizer Wochen-Zeitung (anbei der Link) [1] Aber selbstverständlich kann es auch alles andere sein. Leider kann ich den Text überhaupt nicht lesen. Gruß Detlef [1] https://www.wochen-zeitung.ch/d/id/40202/t/Langnau-und-sein-Kaese
volkimal Am: 25.01.2021 21:43:56 Gelesen: 1103667 # 2105
@ dr31157 [#2104] Hallo Detlef, im Text der Karte geht es immer nur um Ordres. Käse wird nicht erwähnt. Es wird überhaupt nicht erwähnt, worum es tatsächlich geht. Ich glaube eher nicht, dass es der Käse ist. Viele Grüße Volkmar
SH-Sammler Am: 26.01.2021 02:30:36 Gelesen: 1103589 # 2106
@ dr31157 [#2104] Hallo Sammlerfreund, im Internet gibt es zur Firma Joost in Langnau sogar Bilder von Modell-Lastwagen. Gib bei Google die Stichworte “Käseexport Langnau” ein. Gruss SH-Sammler Hanspeter
dr31157 Am: 26.01.2021 16:18:41 Gelesen: 1103425 # 2107
@ volkimal [#2105] @ SH-Sammler [#2106] Hallo Volkmar und Hanspeter, vielen Dank für Eure Mithilfe. Schade nur, das weder der Absender, noch der kaum lesbare Text der Korrespondenz einen eindeutigen Hinweis auf Querelen beim Käseimport geben. Gruß Detlef
volkimal Am: 26.01.2021 17:18:21 Gelesen: 1103406 # 2108
@ dr31157 [#2107] Hallo Detlef, hier noch ein kleiner Auszug aus der Karte: 2 % Provisian begnügen während ich auf die Provisian von 3 % auf alle Ihnen überschriebenen Ordres bestehe. Daß wir Ihre Verwandten in vorigem Jahre gewaltig schadeten, brauche ich Ihnen wohl nicht zu sagen. Ihr Herr ??? wird es hier erfahren, welche vergebenen Besuche ich für Sie machte u. wie schwierig hier das Geschäft ?? wohl an 40/50 Agenten ?? dem Artikel beschäftigt war. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 26.01.2021 17:49:05 Gelesen: 1103394 # 2109
@ volkimal [#2108] Hallo Volkmar, vielen Dank, das Du Dir nochmals die Mühe gemacht hast, einen Auszug zu entziffern. Diesen Wortlaut kann ich nicht wirklich mit einer (großen) schweizer Maschinenfabrik oder Milchgenossenschaft in Verbindung bringen. Klingt nach einer Korrespondenz noch kleinerer Betriebe. Verwandte? Könnte doch irgendwie ein aufstrebender bäuerlicher Betrieb gewesen sein? Aber alles bleibt eine reine Spekulation. Gruß Detlef
dr31157 Am: 08.02.2021 17:36:35 Gelesen: 1099028 # 2110
Hallo, ich zeige hier eine Postkarte deren Text ich nicht lesen kann. Kann mir bitte jemand weiterhelfen? Gruß Detlef
epem7081 Am: 08.02.2021 19:48:04 Gelesen: 1098972 # 2111
@ dr31157 [#2110] Hallo Detlef, von mir ein erster Versuch Mit freundlichen Grüßen Edwin Herrn Eugen Veil in Münsingen Gundershofen d. 1.Nov. 1916 Geehrter Herr Veil, In dem der Frank Cich erst später komt möchten Sie so gut sein u. mir wenn Sie nach __(?)__ __(?)__ Cich schicken ich bin ganz ausverkauft u. das ist meine Haupthandelschaft umgehend erwünscht. Hochachtungsvoll Hubert Günter
volkimal Am: 08.02.2021 20:36:14 Gelesen: 1098946 # 2112
@ epem7081 [#2111] Hallo Edwin, das ist doch schon fast perfekt. Beim Wort "komt" ist ein Verdopplungsstrich über dem "m" - es heißt also kommt. Ansonsten lese ich: Gundershofen d. 1.Nov. 1916 Geehrter Herr Veil, In dem der Frank Cich erst später kommt möchten Sie so gut sein u. mir wenn Sie noch __(?) Selig Cich schicken ich bin ganz ausverkauft u. das ist meine Haupthandelschaft umgehend erwünscht. Hochachtungsvoll Hubert Günter Das fehlende Wort sieht so ähnlich aus wie "habtag". Ich weiß aber beim besten Willen nicht, was dort steht. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 09.02.2021 08:45:02 Gelesen: 1098762 # 2113
@ epem7081 [#2111] @ volkimal [#2112] Guten Morgen, vielen Dank für Eure schnelle Übersetzung. Es ist ja eine Sauklaue! Hat mir weitergeholfen. Könnte das fehlende Wort vielleicht "Tabak" heissen? Damals war das Rauchen ja noch sehr angesagt. Gruß aus dem eingeschneiten Sarstedt Detlef
Eric Scherer Am: 12.02.2021 20:16:37 Gelesen: 1096373 # 2114
Kann jemand diese Anmerkung entschlüsseln?
inflamicha Am: 12.02.2021 20:25:59 Gelesen: 1096368 # 2115
@ 8049home [#2114] Adressat ist eventuell auf dem deutschen Konsulat daselbst zu erfragen. Gruß Michael
Eric Scherer Am: 13.02.2021 11:26:43 Gelesen: 1096096 # 2116
@ inflamicha [#2115] Super - vielen Dank!
dr31157 Am: 19.02.2021 20:58:57 Gelesen: 1092435 # 2117
Hallo zusammen, kann jemand diese "Sauklaue" lesen. Ich bekomme keinen Sinn rein. Kann mir bitte jemand weiterhelfen? Gruß Detlef
volkimal Am: 19.02.2021 21:13:13 Gelesen: 1092429 # 2118
@ dr31157 [#2117] Hallo Detlef, es fehlt nur ein Wort: Wermsdorf, den 19. Mai Geehrter Herr! Ihnen zur Nachricht, daß Sie bei mir für die ?? te Zeit Aufname finden. Der Betrag ist pro Nacht auf Morgenkaffee 3 Mk. Hochachtungsvoll M. Jordan Der Empfänger hat wohl für einem bestimmten Zeitraum angefragt, ob er kommen kann. Mir fällt nichts passendes für das fehlende Wort ein. Viele GRüße Volkmar
epem7081 Am: 19.02.2021 21:20:49 Gelesen: 1092422 # 2119
@ dr31157 [#2117] @ volkimal [#2118] Hallo zusammen. ich denke "daß Sie bei mir für die gewünsch- te Zeit Aufname finden." Schönen Abend Gruß Edwin
dr31157 Am: 19.02.2021 21:21:34 Gelesen: 1092421 # 2120
@ volkimal [#2118] Hallo Volkmar, vielen Dank für die schnelle Hilfe. Ich würde das fehlende Wort jetzt als "gewünschte" lesen. Gruß Detlef
volkimal Am: 19.02.2021 21:26:34 Gelesen: 1092416 # 2121
@ dr31157 [#2120] Hallo Detlef, gute Idee, das könnte passen. Viele Grüße Volkmar
lolli Am: 21.02.2021 10:41:51 Gelesen: 1091829 # 2122
Einen schönen Sonntag allen Forumlern, ich bräuchte wieder mal Hilfe beim Entziffern eines Ortsnamens: Fernpostkarte (überfrankiert) mit 97 AX w Aufgabe in Chemnitz nach ???? über Plauen / Vogtland Vielen Dank für Hilfestellungen Stefan
volkimal Am: 21.02.2021 10:52:08 Gelesen: 1091823 # 2123
@ lolli [#2122] Hallo Stefan, die Karte geht nach Ranspach. Viele Grüße Volkar
lolli Am: 21.02.2021 16:54:35 Gelesen: 1091706 # 2124
@ volkimal [#2123] Vielen Dank für die Info. Schönen Sonntag noch Stefan
Lutwinus Am: 22.02.2021 16:49:57 Gelesen: 1091314 # 2125
Hallo liebe Sammlerfreunde, ich tue mich wahnsinnig schwer mit dem lesen der Werbetexte der beiden Saarbrücker MWST. Kann mir wer helfen? Liebe Grüße Jörg
bayern klassisch Am: 22.02.2021 16:55:41 Gelesen: 1091309 # 2126
@ Lutwinus [#2125]

Hallo Jörg,

Kampf dem Verderb

Deine Muttersprache, Deutscher, halt in Ehren.

LG,
Ralph
Lutwinus Am: 22.02.2021 16:58:52 Gelesen: 1091305 # 2127
Danke, Ralph

Liebe Grüße Jörg
Olivier Nosbaum Am: 22.02.2021 21:05:37 Gelesen: 1091213 # 2128
Hallo, diese Karte bekomme ich leider nicht entziffert, nur vereinzelte Wörter, kann mir jemand dabei helfen ? schönen Abend Olivier
volkimal Am: 22.02.2021 21:20:32 Gelesen: 1091205 # 2129
@ Olilux [#2128] Hallo Olivier, auf der Karte steht: Firma I.H. Schorer Ges. m. beschr. Haftung Berlin S.W. Im Besitz Ihrer gef. Karte vom 23.9.05 mache ich Ihnen die ergebene Mitteilung, daß ich , wenn auch das Abonnement auf das „Echo“ nicht p. 1. October erneuert worden ist, doch weiter Ihre Zeitung beziehen werde. Ich hielt es nämlich für richtiger zwecks Sammel- sendung mit anderen literarischen Erzeugnissen, die Bestellung auf Ihr Blatt bei der Firma G.A.v. Aalen in Bremen zu machen, von wo aus die Zusendung bereits seit dem 1. October 1905 geschieht. Um eine unnötige doppelte Zustellung zu verhüten, bitte ich Sie aber, die Weitersendung von dort aus einzustellen. Hochachtend W. Rehtmeyer. Kamerun Hinterland, 28. Januar 1905. Kannst Du einmal die Vorderseite zeigen. Bei den Daten auf der Textseite kann nicht alles stimmen. Ich vermute, dass sie 1906 geschrieben wurde. Viele Grüße Volkmar
Olivier Nosbaum Am: 23.02.2021 12:08:31 Gelesen: 1090962 # 2130
Hallo Volkmar, besten Dank für die schnelle Antwort. Leider kenne ich die Vorderseite auch nicht. Es kann sich da eigentlich nur um Januar 1906 handeln. Beste Grüsse Olivier
JoshSGD Am: 16.03.2021 19:58:57 Gelesen: 1081584 # 2131
Hallo, zu nachfolgender Karte bitte ich um Hilfe bezüglich des Ankunftsortes. Ich bekomme es beim besten Willen nicht raus. Danke! Gruß Josh
Max78 Am: 16.03.2021 20:19:29 Gelesen: 1081580 # 2132
@ JoshSGD [#2131] Moin, müsste Bund(t)horst bei Ascheberg (Holstein) sein., lg max
volkimal Am: 16.03.2021 20:37:09 Gelesen: 1081575 # 2133
@ Max78 [#2132]

Hallo Max,

gratuliere! Ascheberg hatte ich auch gelesen. Nur mit dem Ascheberg im Münsterland bin ich nicht weitergekommen. Dass es auch ein Ascheberg in Holstein gibt, hatte ich noch nicht gewusst.

Viele Grüße
Volkmar
Max78 Am: 16.03.2021 20:53:38 Gelesen: 1081565 # 2134
@ volkimal [#2133] Ich glaube, die Post hatte mit der Schrift auch so ihre Probleme, zumindest wurde ja noch "Preetz" zu Holstein hinzugefügt. Wenn man das alles wüßte, könnte man zu "Wetten Dass" gehen. ;-) Bin jetzt seit genau einem Jahr ein "Schleswig-Holsteiner", aber auf der Insel kommt man nicht so rum. Dann doch besser über "Postgeschichten". ;-) lg Max
DERMZ Am: 16.03.2021 21:01:46 Gelesen: 1081559 # 2135
@ JoshSGD [#2131] Guten Abend Josh, gerne würde ich mehr über diese Karte erfahren, sprich wer hat da was geschrieben. Kannst Du bitte mit mir über philamail Kontakt aufnehmen? Danke und viele Grüße von einem ex-Marburger. Olaf
Flecker Am: 21.03.2021 20:35:49 Gelesen: 1080145 # 2136
Hallo, kann einer die Ortschaft entziffern? Vielen Dank im voraus. Rudolf
bayern klassisch Am: 21.03.2021 20:51:07 Gelesen: 1080141 # 2137
@ Flecker [#2136] Nauholz? [1] Liebe Grüsse, Ralph [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Nauholz
juni-1848 Am: 22.03.2021 17:18:07 Gelesen: 1080077 # 2138
Moin zusammen, die hier gezeigte Handschrift endet mit für Deutsch-Ostafrika. Aber was will der Schreiber damit sagen? Lieber Haas! Soeben erhalte \ ..... Haas ist der Name des Adressaten, seines Zeichens Oberamtstierarzt ich die Bundesconventbeschlüsse 15/I 98. \ Bisher konnte ich es nicht erreichen, \ in Erfahrung zu bringen, wie \ viel ich noch alten Herrnbeitrag \ ..... "Altherrenbeitrag" ist der Mitgliedsbeitrag an eine Korporation. nachträglich bezws. im Ganzen zu \ ..... andere Zeiten, andere Abkürzungen: bezws. = bzw. entrichten habe. Ich bitte um \ umgehenden Bescheid, damit ich \ die Sache erledige kann. Mit \ Couleurbruder......... Handschlag \ ...ß, G...........tsf.......t für Deutsch-Ostafrika Wer kann helfen, die Nachricht zu vervollständigen? Sammlerdank sei Euch gewiss, Werner
bignell Am: 22.03.2021 17:32:52 Gelesen: 1080070 # 2139
@ juni-1848 [#2138] Hallo Werner, ganz kriege ich es nicht raus, aber irgendwas wie "Gener???tstierarzt für Deutsch-Ostafrika". Liebe Grüße, harald
bayern klassisch Am: 22.03.2021 17:35:01 Gelesen: 1080068 # 2140
@ bignell [#2139] Gouvernantstierartz war der gute Mann. Liebe Grüsse, Ralph
epem7081 Am: 22.03.2021 17:36:39 Gelesen: 1080068 # 2141
@ juni-1848 [#2138] Hallo Werner, meine Ergänzung der letzten Zeilen: Couleurbrudergruß & Handschlag \ Huß, Gouvernementstierarzt für Deutsch-Ostafrika K. Huß war vom Sept. 1896 bis 1898 in dieser Funktion vor Ort tätig (Quelle: Das Deutsch-Ostafrika-Archiv: Einleitung; Zentralverwaltung - Seite 76) Mit freundlichen Grüßen Edwin
juni-1848 Am: 22.03.2021 20:06:48 Gelesen: 1080043 # 2142
@ bignell [#2139] @ bayern klassisch [#2140] @ epem7081 [#2141] Keine 20 Minuten später schon die Antworten - und gleich mit historischem Hintergrund! Harald, Ralph, Edwin - Ihr seid unglaublich! 1000 Dank, Werner
Flecker Am: 22.03.2021 21:31:15 Gelesen: 1080021 # 2143
@ bayern klassisch [#2137] Hallo, danke, müsste stimmen. Dachte erst das fängt mit H an so wie das aussah. Rudolf
Morenga Am: 25.03.2021 19:16:38 Gelesen: 1079710 # 2144
Guten Abend, ich habe eine Bitte. Könnte mir jemand bitte das handschriftliche im Dokument "übersetzen" ? Es handelt sich wohl um ein Zeugnis für einen Lehrjungen? Vielen Dank im voraus. Beste Grüße und bleibt gesund, Elisabeth
volkimal Am: 25.03.2021 19:50:02 Gelesen: 1079694 # 2145
@ Morenga [#2144] Hallo Elisabeth, ich mache einmal den Anfang, auch wenn noch nicht alles klar ist: Daß Franz Schreiber Lehrjunge des löbl. Mittels(?) der Fleischhauern in der Lehre bey Herrn wohnhaft allhier Nro. 349 bey dem Christenlehr- und Wiederhoh- kungs-Unterrichte unterbrochen erschienen ist, und bey der vorgenommenen Prüfung einen mittelmäßigen Fortgang gezeiget hat, wird ihm zu dem Ende bescheiniget, daß er frey gesprochen werden könne. ??? unter Stadt am 29ten März 1835 Unterschrift ??? Viele Grüße Volkmar
Morenga Am: 25.03.2021 21:05:01 Gelesen: 1079666 # 2146
Vielen Dank, Volkmar!
epem7081 Am: 25.03.2021 23:06:20 Gelesen: 1079623 # 2147
@ Morenga [#2144] Guten Abend Elisabeth. Diese Bescheinigung wurde in Klosterneuburg untere Stadt am 29ten März 1835 von Isidor Gold Katechet ausgestellt. Mit freundlichen Grüßen Edwin
DERMZ Am: 27.03.2021 18:29:39 Gelesen: 1079007 # 2148
Guten Abend, nach langer Zeit bin auf eine Karte gestoßen, deren Personen mir schon bekannt waren, aber lesen konnte ich die Schrift auch früher nicht. Siehe [#238]). Die Adresse ist klar Herrn Ingenieur E. Foerster Hamburg 6 Altonaerstr. 49 pt.l. Mein lieber Großpapa! Herzlichen Dank für Dei- ne Sendung . Ich möchte Dich aber bitten mir die beiden Hefte für Wendt u. Meyer möglichst bald zu senden, da ich darauf schreiben will: Mein erster klei- ner Versuch im Dienste der Philologie in steter Dank- barkeit g.... ( inzwischen Wendt ..... Meyer), und dazu in einigen Wochen im Brief. Hielst Du dies nicht für richtig, so schreibe mir ... umgehend. dann werde ich die Hefte ohne Kleidung sende. - Ich habe um 8 Exemplare gebeten, sie aber .... Weise nicht erhalten. Verzeihe die flüchti- ge Schrift, aber ich habe gerade in diesen Tagen so sehr viel zu tun. ... ... die schönsten Küsse u. Grüße von deinem sehr dankbaren Ernst. Wenigstens entschuldigt sich Ernst für seine Handschrift, einer Lösung bringt es mich aber nicht näher. Wer korrigiert und ergänzt meinen verzweifelten Versuch, diese Handschrift zu lesen? Besten Dank sagt Olaf
volkimal Am: 27.03.2021 19:51:40 Gelesen: 1078977 # 2149
@ DERMZ [#2148] Hallo Olaf, das meiste habe ich glaube ich entziffert. Das Wort "inzwischen" habe ich gestrichen. Es kann nicht sein, da die Unterlänge des "z" fehlt. Jetzt ist dort die letzte Lücke. Mal sehen, wer sie schließen kann. Hier meine "Übersetzung": Mein lieber Großpapa! Herzlichen Dank für Dei- ne Sendung . Ich möchte Dich aber bitten mir die beiden Heften für Wendt u. Meyer möglichst bald zu senden, da ich darauf schreiben will: Mein erster klei- ner Versuch im Dienste der Philologie in steter Dank- barkeit gewidmet ( ??? Wendt respekt. Meyer), und dazu mir ein paar Worte im Briefe. Hielst Du dies nicht für richtig, so schreibe mir dies umgehend. dann werde ich die Hefte ohne Widmung senden. - Ich habe um 8 Exemplare gebeten, sie aber merkwürdiger Weise nicht erhalten. Verzeihe die flüchti- ge Schrift, aber ich habe gerade in diesen Tagen so sehr viel zu tun. Lebewohl und nimm die schönsten Küsse u. Grüße von deinem stets dankbaren Ernst. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 27.03.2021 22:12:46 Gelesen: 1078932 # 2150
@ volkimal [#2149] Danke Volkmar, oh je, da habe ich ja wieder tief in den Wirrungen meiner Übersetzung gesucht, bis ich das wirklich unpassendste Wort gefunden habe - aber in vorherigen Karten ging es auch immer mal um Bekleidung. Das fehlende Stück - könnte es "je nachdem" lauten? Nochmals besten Dank sagt Olaf
volkimal Am: 27.03.2021 22:20:09 Gelesen: 1078928 # 2151
@ DERMZ [#2150] Hallo Olaf, gratuliere - das dürfte passen. Ich hatte nur das j und das d, bin aber nicht auf "je nachdem" gekommen. Es ist zwar kaum zu lesen, passt aber sehr gut zum Inhalt. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 27.03.2021 22:46:44 Gelesen: 1078918 # 2152
@ volkimal [#2151] Manchmal bekommt der Dickste Bauer auch die dümmsten Kartoffeln, oder so ... Ich habe im Netz nach Synonymen für "respektive" gesucht, da tauchte dann "je nachdem" auf, und das fand ich auch sehr passend - aber aus dem Lesen hätte ich es NIE identifzieren können. Beste Grüße Olaf
Roda127 Am: 28.03.2021 16:21:16 Gelesen: 1078604 # 2153
Hallo Zusammen, kann mir jemand den Vermerk links oben entziffern helfen? Hier noch der Ausschnitt Vielen Dank Matthias
wessi1111 Am: 28.03.2021 16:48:41 Gelesen: 1078588 # 2154
@ Roda127 [#2153] Hallo Matthias, ich weiß nicht, ob das einen Sinn ergibt, aber es könnte heißen: Zweiter Adressat und Unterschrift Gruß Wessi
Roda127 Am: 28.03.2021 18:08:02 Gelesen: 1078559 # 2155
@ wessi1111 [#2154] Vielen Dank. Dies war auch meine Vermutung, brauchte halt eine Bestätigung. Über den Sinn muss ich dann noch spekulieren. Einen schönen Sonntag noch. Gruß Matthias
volkimal Am: 28.03.2021 18:44:03 Gelesen: 1078543 # 2156
@ Roda127 [#2155] Hallo Matthias, die Anschrift lautet: Herrn Rudolph Barthel per Adr. Frau verw. Martin Chemmnitz Sachsen Die zweite Zeile ist rot unterstrichen. Vermutlich ist Frau Martin mit dem "zweiten Adressat" gemeint. Vielleicht sollten die Beamten zunächst versuchen herauszubekommen wo Frau Martin wohnt und sich erst danach um Herrn Barthel kümmern. Ein einfacher Postbeamter benutzte übrigens violette oder blaue Farbe bzw. den Bleistift. Ein Beamter im mittleren Rang durfte rote Farbe benutzen. Von ihm dürften die beiden roten Striche stammen. Ein höherer Beamter durfte grüne Farbe verwenden. Alle drei Farben siehst Du auf meiner Karte im Beitrag [#2475]. Viele Grüße Volkmar
Roda127 Am: 28.03.2021 21:03:54 Gelesen: 1078493 # 2157
Hallo Volkmar, vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Schönen Sonntag noch Matthias
DERMZ Am: 29.03.2021 16:35:21 Gelesen: 1078160 # 2158
Guten Nachmittag, heute wieder eine Karte die ich vor ein paar Jahren schon einmal versucht habe zu lesen ... grundsätzlich ist der Inhalt ja klar, aber es fehlen wieder einzelen Worte Begriffe, besonders die Adresse nervt mich an, ich habe keine Ahnung, was in der untersten Zeit stehen soll. Als Adresse lese ich Herrn Wilhelm Weber Briefträger in Mosbach Baden E..... Lindach. wobei ich Lindach für sehr unwahrscheinlich halte Der Text ist fast leserlich, doch für ein Wort (mindestens) bin ich zu doof... und ob es wirklich eine Bluse war = ??? Liebe Eltern! das Paket habe ich erhalten es ist alles sehr gut angekommen die Bluse ist wunderschön habt vielen Dank für alles um 11 Uhr heute früh ist es gekommen und um 7a konnte ich recht aus gehen das war ....g. Im Brief mehr. Herz. grüßt Euch Euer dankb. L..... Und auch die Bildseite ist mir unklar . Wir haben mal wieder Wasch. Es ist sehr ??? ???. Besten Dank für eine Hilfestellung sagt Olaf
volkimal Am: 29.03.2021 21:52:10 Gelesen: 1078052 # 2159
@ DERMZ [#2158] Hallo Olaf, das war wirklich eine schwere Nuss. Den Text der Karte habe ich - glaube ich - entschlüsselt: Liebe Eltern! das Paket habe ich erhalten es ist alles sehr gut angekommen die Bluse ist wunderschön habt vielen Dank für alles um 11 Uhr heute früh ist es gekommen und um 7 konnte ich erst aus- packen. Das war lang. Im Brief mehr. Herz. grüßt Euch Eure dankb. Käthe Wir haben mal wieder Wasch. Es ist sehr heiß eben Es fehlt die letzte Zeile der Anschrift. Beide fehlenden Wörter sind abgekürzt. Es könnte folgendes heißen: "Evangl. Kindersch." Das "v" hat Ähnlichkeit mit dem "v" in "vielen". Das "K" stimmt sicher - vergleiche mit "Käthe". Das zweite Wort endet auf "sch" - vergliche mit "wunderschön". Was hinter "Evangl. Kindersch." steckt habe ich nicht herausgefunden. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 29.03.2021 22:00:41 Gelesen: 1078046 # 2160
@ volkimal [#2159] Guten Abend Volkmar, so kurz wie lang, ich habe mit jedem Wort gerechnet, aber nicht mit "lang". Besten Dank. Ich hatte vorhin noch Edwin am Telefon, er hat mir auch die Evangel. Kindersch. bestätigt, er meinte, dass dieses die Evangelische Kinderschule sein könnte. Wenn ich es auf den ersten Moment richtig gesehen habe, dann gab es in Mosbach konfessional getrennte Schulen, die aber kurz nach dem Schreiben der Karte zusammengelegt wurden. Beste Grüße - auch an Edwin - und vielen lieben DANK sagt Olaf
volkimal Am: 31.03.2021 14:21:25 Gelesen: 1077373 # 2161
Hallo zusammen, heute habe ich einmal eine Frage, da ich an zwei Stellen auf dieser Antwortposkrte den Sinn nicht herausbekomme. Postkarte Bayern P36 lila auf grau, aufgegeben Bonn am 2.11.1890 4-5 N, angekommen München B.U. am 3.11.1890 8-9 V. Anhand des Zirkels (oben links) erkennt man, dass der Absender Mitglied der "Katholischen Deutsche Studentenverbindung Novesia Bonn" war [1]. Er schreibt an den Herrn stud. math. Otto Lütgenau in München, Zieblandstr. No. 2/I RG. Mein lieber Leibbursch! Besten Dank für Deine frdl. Karte; werde Dir den Ganzen komme(?), wenn auch unschuldiger Weise daß das Bier dort theuer geworden ist, scheint dich sehr anzugreifen, wirst Dich hoffentlich dadurch aber nicht abhalten lassen. Was Dein Klavier angeht, so werde ich das bei nächster Gelegenheit besorgen u. Dir darüber schreiben. Ist es nun nicht gut, daß Du nach München gegangen bist? Walter freut sich doch auch darüber; u. sollte es mich nicht freu- en, daß m. Lbbsch mir so manche Blume herrlichen Stoffes steigen wird?! Wollen das Beste hoffen! Ich habe mich jetzt allmählich hier eingelebt u. bin schon ein rechter Kavikter; vom Verein höre ich bitter we- nig, namentlich von den Konventen; gestern wurde bis ½ 2 Uhr über Cid verhandelt; die Aachener scheinen noch immer zu opponieren; habe sonst nichts gehört. Fuleo(?) ist Sauerlande geworden; leider will deshalb Kortz v Elmar (Germana) aus der Novesia ausspringen. Auf der letzten Kneipe ist ein Fuchs (Theologe) eingesprungen, sonst werden wir wohl nichts mehr bekommen. Traurig, aber wahr. Gruß von Leni u. Gero. Werde hoffentlich was näheres über das Leben dort hören. Springst Du irgendwo ein? Gruß an Walter mit herzlichem Brudergruß Hofer Die beiden fett markierten Stellen verstehe ich nicht oder habe sie falsch gelesen. Wer kann mir sagen, was ein Kavikter ist? Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/KDStV_Novesia_Bonn
epem7081 Am: 31.03.2021 19:11:28 Gelesen: 1077225 # 2162
@ volkimal [#2161] Hallo Volkmar, zu Deinem ersten zweifelhaften Begriff „Ganzen komme(?)“ kann ich nur vermuten, dass es sich hier eventuell um eine studentische Trinksitte / Würdigung handelt. Die höchste Ehrung in Burschenschaften ist z.B. einen „Salamander reiben“ [1] Beim zweiten Begriff handelt es sich offensichtlich um einen „Konviktor“. Insbesondere in theologischen Kreisen war der Konvikt [2] eine Unterbringungsmöglichkeit für auswärtig Studierende. Otto Lütgenau ist wohl studienhalber aus dem Rheinland nach München gekommen. Nahe bei der Zieblandstrasse befand sich die Universität München. Möglicherweise handelt es sich bei Otto Lütgenau um den späteren Geschäftsmann Otto Lütgenau (* 13.11.1871 Hückeswagen,+ 1.10.1938 Dortmund), auf dessen Totenzettel ich hier gerne ergänzend hinweisen kann. Leider ist in der kurzen Vita nicht auf den Studienort eingegangen worden. Die Lebensdaten sind aber nahezu passgenau. Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen zu Ostern Edwin [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Salamander_(Ritual) [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Konvikt [3] https://wgff-tz.de/details.php?id=237363
volkimal Am: 31.03.2021 19:30:19 Gelesen: 1077215 # 2163
@ epem7081 [#2162] Hallo Edwin, bielen Dank für die Recherche! Konviktor kann durchaus passen. Dann hätte er die beiden Buchstaben "on" so nah beinander geschrieben, dass sie wie ein "a" aussehen. Vielleicht kann ja noch jemand anders auf den "Ganzen kommen" und den Begriff erklären. Der Geschäftsmann Otto Lütgenau könnte es natürlich sein. Nachweisen kann ich das aber nicht. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 02.04.2021 19:46:40 Gelesen: 1076271 # 2164
Hallo zusammen, ich zeige hier eine Postkarte bei der ich den Adressaten und im Text das erste Wort "... bittet" nicht lesen kann. Kann mir bitte jemand helfen ? Gruß Detlef
Shinokuma Am: 02.04.2021 19:50:34 Gelesen: 1076269 # 2165
Hallo Detlef, die Karte ging an Herrn Bauinspektor Speidel und beginnt mit Unterzeichneter bittet ... Herzliche Grüße Gunther
dr31157 Am: 02.04.2021 19:55:10 Gelesen: 1076261 # 2166
@ Shinokuma [#2165] Hallo Gunther, vielen Dank für die schnelle Hilfe. Gruß Detlef
bignell Am: 09.04.2021 21:18:29 Gelesen: 1073871 # 2167
Liebe Freunde, bei diesem Kartenbrief fehlen mir einige Worte, bitte um Vervollständigung. 20.3.1888 Kartenbrief 5 KR Wien - Budapest Franz Conrad von Hötzendorf [1] an Carl Fanta [2], meine Transkription nachstehend Danke, harald An Hochwohlgeboren Herrn kk Hauptm. im Generalstabs Corps Carl Fanta in Budapest 4. Corps-??? Lieber Fanta! Besten Dank für deine Zeilen u. die Übersendung der ?Behelfe?, die wie ich glaube complet(t) sind. Über die Prüfung kann ich dir mittheilen, daß deine mündlichen P(rüfungen). die besten waren u. deine Aufgaben alle gut sind, - daß hinsichtlich deines Erfolges daher - wie ja von Haus aus vorauszusehen war - kein Zweifel ?obwaltet?. Gratuliere im Voraus! Schief stehen soll's mit: ?Chulin? - Soldau - Sabljak - Rukawina u. Kövess. Hier nichts Neues! Komm bald wieder her u. bring mir den Dicken mit. Servus! Tausendmal grüßt dich dein alter Freund Conrad H [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Conrad_von_H%C3%B6tzendorf [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Fanta
Morenga Am: 13.04.2021 14:26:23 Gelesen: 1072609 # 2168
Guten Tag, Ich kann auf einer Paketkarte aus dem Jahre 1944 den Adressaten leider nicht lesen und auch nicht ermitteln. Das erste Wort könnte Gasthaus oder Gasthof heißen. Aber welchen Eigennamen hatte dieser (2. Wort)? Es müsste vermutlich auch ein deutscher Name sein, da es an eine Stadt im Deutschen Reich ging. Kann bitte jemand helfen? Vielen Dank im voraus. Beste Grüße und vor allem ein gutes Immunsystem in diesen virigen Zeiten. Elisabeth
DERMZ Am: 13.04.2021 14:31:54 Gelesen: 1072604 # 2169
@ Morenga [#2168] Hallo Elisabeth, kannst Du eventuell bitte den kompletten Beleg noch zeigen. Besten Dank sagt Olaf
Morenga Am: 13.04.2021 18:48:48 Gelesen: 1072541 # 2170
@ DERMZ [#2169] Ja natürlich kann ich auch gerne einmal die ganze Anschrift zeigen. Ich hatte es nur als kleinen Ausschnitt gezeigt, weil ich dachte, dass es dann besser zu sehen ist. Bzw. alles andere kann ich ja lesen, eben nur das mit dem Gasthaus nicht. Hoffe Du kommst damit etwas weiter. Jedenfalls vielen Dank schon mal im voraus. Komplette Adresse ( Name von mir wg. Datenschutz geschwärzt ) Das Konto WHR hat vermutlich nichts mit der Adresse zu tun. Beste Grüße und vor allem ein gutes Immunsystem in diesen durchaus doch recht virigen Zeiten. Elisabeth
DERMZ Am: 14.04.2021 10:05:34 Gelesen: 1072355 # 2171
@ Morenga [#2170] Guten Morgen Elisabeth, ich kann es leider auch nicht entziffern, aber ich bin mir sicher, daß es weder Gasthaus noch Gasthof ist. Wenn ich es richtig interpretiere, dann handelte es sich bei dem Gemeinschaftslager um ein KZ Außenlager des KZ Buchenwald. In diesem Lager wurden Rüstungsgüter produziert. Mehr kann ich leider nicht beitragen. Olaf
volkimal Am: 14.04.2021 10:20:17 Gelesen: 1072348 # 2172
@ Morenga [#2170] Hallo Elisabeth, ich weiß auch nicht, was es heißen soll. Kannst du vielleicht auch die komplette Paketkarte zeigen. Vielleicht gibt der Briefstempel (?) aus Altenburg oben noch weitere Informationen. Viele Grüße Volkmar
Morenga Am: 14.04.2021 15:34:09 Gelesen: 1072279 # 2173
@ volkimal Vielen Dank für den Hinweis. Der Ankunftstempel ist rückseitig angebracht und besagt Altenburg 3. Ich habe versucht damit zu googlen. Dabei zwar viel Interessantes gelernt über Postgeschichte, aber nichts wie ich die Zahl 3 zuordnen kann. Nehme an es war ein Nachbardorf das seinerzeit (1944) eingemeindet war? Dort vermute ich auch das Gasthaus, sodenn es Gasthaus/hof heißt in dem Beleg. Welches zudem, siehe DERMZ, vermutlich auch als Gemeinschaftslager fungierte. Mir kommt gerade eine Idee, vielleicht ist es auch nicht deutsch sondern polnisch, weil das Paket aus Polen kam? @ DERMZ Es handelte sich sicherlich um ein Paket an einen Zwangsarbeiter in einem Zwangsarbeiterlager, im vorliegenden Fall als sog. Gemeinschaftslager, genauer Gemeinschaftslager I, aber meines Erachtens sagt der Beleg nichts darüber aus, dass es sich um eines der Außenlager des KZ Buchenwald handelt. Das bzw. die, gab es in dieser Zeit (1944) in Altenburg, aber de facto gab es auch noch weitere/andere Lager dort. Vermutlich auch Gemeinschaftslager II, hergeleitet aus vorliegender Bezeichnung Gemeinschaftslager I. Woran ersiehst Du bitte, das es Aula Buwa ist? Oder ist Gemeinschaftslager I identisch damit, ein Synonym? Beste Grüße und vor allem ein gutes Immunsystem in diesen durchaus doch recht virigen Zeiten. Elisabeth
volkimal Am: 14.04.2021 16:42:36 Gelesen: 1072244 # 2174
@ Morenga [#2173] Hallo Elisabeth, ich meine allerdings den Stempel auf der Vorderseite: Ich gehe davon aus, dass du nur einen Teil der Karte abgebildet hast. Viele GRüße Volkmar
Morenga Am: 14.04.2021 19:12:30 Gelesen: 1072200 # 2175
@ volkimal [#2174] Ach den hatte ich fast übersehen. Er ist recht schwach, aber auf anderen Belegen sieht man es besser. Er hilft auch nicht weiter, denn da steht nur Zollamt Altenburg (Thüringen) drauf. Das Paket kam ja aus dem Ausland und es musste wohl geprüft werden ob eine Verzollung nötig war. Ich glaube es steht und fällt alles mit den 2 unleserlichen Begriffen - Gasthaus ...?
dr31157 Am: 14.04.2021 19:21:56 Gelesen: 1072192 # 2176
Hallo, ich zeige hier eine Karte deren Adresse ich nicht komplett lesen kann: "Lohne b......." Kann mir bitte jemand helfen? Gruß Detlef
Altmerker Am: 14.04.2021 19:22:14 Gelesen: 1072192 # 2177
Hallo, ich biete mal eine Lösung an: Gasthof Rositz In den Kriegsjahren diente der Gasthof Rositz als Lager für Gefangene. Tausend Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter arbeiteten für die Deutsche Erdöl AG (DEA), für die Rositzer Zuckerraffinerie, bei der Firma K. Eisenrieth, für die Rositzer Kohlenwerke und für die Firma Curt Plützsch. Rositz hatte die Lager I bis VI. Oder gehe ich da fehl in meinen Recherchen? Viele Grüße Uwe
volkimal Am: 14.04.2021 19:31:38 Gelesen: 1072183 # 2178
@ dr31157 [#2176] Hallo Detlef, die Karte geht nach Lohne bei Packebusch, Altmark. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 14.04.2021 19:47:44 Gelesen: 1072171 # 2179
@ volkimal [#2178] Hallo Volkmar, vielen Dank für die schnelle Hilfe. Gruß Detlef
epem7081 Am: 14.04.2021 20:23:21 Gelesen: 1072154 # 2180
@ Morenga [#2170] Hallo Elisabeth, auf Deiner Paketkarte folgt nach der Angabe „Gemeinschaftslager I“ keine Kontonangabe sondern eine „Kontr[ollnummer] W: 5662“. Dabei steht W möglicherweise für „weiblich“. Anschließend müßte es sich hier nach meiner Einschätzung unter Berücksichtigung eines kleinen Schreibfehlers um den „Gasthof Rasephas“ handeln. Die HASAG, als einer der damals bedeutendsten Rüstungsbetriebe soll hier sogar einen eigenen Bahnhof Rasephas bekommen haben [1]. Im Internet lassen sich unter dem Suchbegriff „Paketkarte Altenburg“ zahlreiche derartige Paketkarten finden hinter denen sich eine erschreckendes Schicksal erahnen lässt. Nach dem aktuellen Kenntnisstand, haben sich zahlreiche (Zwangs-)Fremdarbeiterinnen aus der Heimat Wäsche nachschicken lassen, um einigermaßen versorgt zu sein.[2] Nach dem Kriege wird der schon 1722 bezeugte Gasthof Rasephas als Eisenbahnerheim betrieben.[3] [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Rasephas [2] https://www.lzt-thueringen.de/files/wangsarbeit_in_th_ringen.pdf (Seite 115) [3] https://www.zentrum-fuer-bewegung.de/seite/65898/die-geschichte.html Mit nachdenklich bewegten Grüßen Edwin
Morenga Am: 14.04.2021 21:20:15 Gelesen: 1072136 # 2181
@ epem7081 [#2180] Ganz herzlichen Dank. Es könnte tatsächlich sein, dass es sich um den Gasthof in Rasephas handelt. Ich bin Deinen links einmal gefolgt und man findet dort eine Fülle von weiteren Information. Und Du hast Recht, es stimmt nachdenklich. Gruß Elisabeth
DERMZ Am: 22.04.2021 14:19:29 Gelesen: 1069095 # 2182
Guten Nachmittag, eigentlich lassen mich bei den meisten Handschriften nur wenige Fragezeichen zurück (aber immer noch zu viele), diese Karte ist ganz anders, hier gibt es fast nur Fragezeichen und ganz ganz wenige Worte, die ich deuten konnte. Ich benötige also gaaaaanz viel Hilfe. Gelesen habe ich fast nix, aber das wenige welche gebe ich kurz zum Besten - auch wenn ich von allen ausgelacht werde. Frau von Ploennies geb Freiin Schenck zu Schweinsberg Wesel Heubergstraße 626 Lieb I... Bei herrlichstem Wetter sitzen wir hier oben & sehn- ten dir innige Grüße.. .... .... .... .... ... das Schloß besuchen. ... ... .... .... Ch. v. Weid Vielen Dank für Karten? fahre morgen v. Cassel 1000 Grüße Bis b. Ich sage jetzt schon mal gaaaaaaaaanz gaaaaanz lieben Dank für die Hilfe Olaf
volkimal Am: 22.04.2021 15:06:59 Gelesen: 1069051 # 2183
@ DERMZ [#2182] Hallo Olaf, etwas weiter bin ich gekommen, habe aber jetzt keine Zeit mehr. Hier meinZwischenstand: Lieb I... Bei herrlichem Wetter sitzen wir hier oben & schi- cken dir innige Grüße. In ? trafen wir ??? ? nicht da er telegrafisch abgerufen & so wanderten wir hier her(?) das Schloß besahen. At home Alles wohl. Nun geht Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 22.04.2021 17:53:01 Gelesen: 1068996 # 2184
@ DERMZ [#2182] Hallo Olaf, ein paar Lücken kann ich noch schließen, es bleiben aber noch einige offen. In der Zeile die fehlt könnte eine Ortsangabe sein. Vielleicht erkennst Du worum es geht. Hier der Text, wobei ich mir an ein paar Stellen nicht sicher bin.: Frau von Ploennies geb Freiin Schenck zu Schweinsberg Wesel Heubergstraße 626 Lieb ???kind... Bei herrlichem Wetter sitzen wir hier oben & schi- cken dir innige Grüße. In M. trafen wir Prof(?) M. nicht da er telegrafisch abgerufen & so wanderten wir hier he- rauf nachdem wir von(?) ??? ??? & das Schloß besahen. At home Alles wohl. Nun geht mein Brief doch erst Morgen ab heut Abend hab ich keine Lust & Herzli-(?) chste Grüße Dir und ??? Unbekannterweise G? erlaube ich mir einen Gruß zu zuschicken. Ch. v. Weid?? Vielen Dank für Karten? fahre morgen v. Cassel 1000 Grüße Bis b. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 22.04.2021 19:26:07 Gelesen: 1068920 # 2185
Hallo, ich zeige hier eine Postkarte an eine Sattlerei, deren Text ist nicht richtig lesen kann und keinen Sinn herein bekomme. Kann mir bitte jemand helfen? Gruß Detlef
volkimal Am: 22.04.2021 20:12:33 Gelesen: 1068898 # 2186
@ dr31157 [#2185] Hallo Detlef, der Text der Karte ist schwer zu entziffern. Insbesondere die Fachausdrücke bilden ein Problem. Auf der Karte steht in etwa folgendes - aber an vielen Stellen bin ich mir nicht sicher: Sie schreiben vor 8 Tag daß Panel dir. ? ab? gingen habe aber noch keine ??? u. keine Ware --- bitte Bescheid Ferner bitte 4 ?? Hirsch mit gerad(?) Lehen(?) sofort senden darf auch etwas anderes dabei sein. Was haben Sie in Plüsch u. Drill(?) ? ??? Vielleicht kommen wir ja zusammen weiter. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 22.04.2021 20:41:12 Gelesen: 1068883 # 2187
@ volkimal [#2186] Hallo Volkmar, vielen Dank für Deine Übersetzung. Sie hat mir weitergeholfen. Ich habe mich an eine weitere Karte von diesem "Typen" erinnert. Es handelt sich um einem Händler der mit Trödel und Lederwaren handelt. Er sucht Hirschgeweihe (beiderseitig mit der gleichen Anzahl der "Enden") und für Reparaturarbeiten Plüsch, Drill u.ä. Vielen Dank für Deien schnelle Hilfe. Gruß Detlef
DERMZ Am: 23.04.2021 15:04:53 Gelesen: 1068523 # 2188
@ volkimal [#2184] Danke Volkmar, das hilft schon ein sehr großes stück weiter, aber den Ort konnte ich noch nicht identifizieren, ich hatte erst an den Elisabethenschrein gedacht (das hätte fast von der Endung her passen können), aber der Wortanfang ist doch was ganz anderes. Muss noch mal meinen Papi fragen, vielleicht hat der eine Idee, wo sie in Marburg gewesen sein könnten? Mit besten Grüßen Olaf
volkimal Am: 23.04.2021 16:23:48 Gelesen: 1068500 # 2189
@ DERMZ [#2188] Hallo Olaf, nachdem ich nacheinander die einzelnen in Frage kommenden Buchstaben aufgelistet habe, konnte ich das fehlende Wort erkennen. Es ist doch kein Ort sondern heißt wohl: so wanderten wir hier he- rauf nachdem wir im Morgensonnenschein das Schloß besahen. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 23.04.2021 16:39:58 Gelesen: 1068495 # 2190
@ volkimal [#2189] Danke Volkmar, das ist mir immer noch zu hohe Mathematik, da komme ich nicht mit - aber ich danke Dir ganz ganz herzlich für die Entschlüsselung. Ich glaube, ich muss noch viel viel viel viel üben. Beste Grüße Olaf
dr31157 Am: 29.04.2021 20:59:20 Gelesen: 1066198 # 2191
Hallo, ich habe hier einen Brief, dessen Adresse (Ort) ich nicht lesen kann. "Herrn Karl Jozef Fachschullehrer in H....... in Böhmen" Wer kann mir bitte helfen? Gruß Detlef
wessi1111 Am: 29.04.2021 21:22:12 Gelesen: 1066185 # 2192
@ dr31157 [#2191] Hallo Detlef, das könnte Hořice sein, da war der Schreiber mit den Buchstaben sparsam. Gruß Wessi
dr31157 Am: 29.04.2021 21:32:59 Gelesen: 1066178 # 2193
@ wessi1111 [#2192] Hallo Wessi, das passt! Vielen Dank für die schnelle Hilfe. Gruß Detlef
juni-1848 Am: 01.05.2021 13:41:10 Gelesen: 1065419 # 2194
Wenn schon "Böhmen", dann wenigstens "Böhmische Wälder" Wie bei diesem Beleg: 17.3.34, NOVY BYDZOW (12 h) n. PRAHA 14 (17 h), FernPostKarte = 50 Taleru (GaSa) + Eil = 1 Koruna. Grüner Numerator der Rohrpost Prag (16 h), GaSa mit mehreren Rohrpostbügen. Die Karte war nur 5 Stunden auf dem Postweg! Der Adressat ist eine Firma; der Empfänger wohl mangels genauer Anschrift wortreich umschrieben: Firmu \ "Recura" \ f.....? vegetali...? \ chemi...? kosmeti...? \ ?...? \ Ing Richard \ Curda \ Praha \ Swy...? vel...? \ St...? ?...pl. police? Welcher sprachkundige Sammler kann meine Leseversuche korrigieren und ergänzen? Dank vorab und Euch allen einen sonnigen Sammlertag, Werner
Ameise Am: 07.05.2021 21:05:32 Gelesen: 1062267 # 2195
Hallo, da ich nicht gut im entziffern dieser alten Schrift bin, frage ich einmal nach, ob das jemand lesen bzw. bestätigen kann? 1. Ganzsache: Hier interessiert mich nur der Platz-Name ganz unten und ist die Briefträgerzahl: 226 oder 228? 2. Ganzsache Ich lese Passauerstraße, Museumsgebäude 12 - ist das richtig? Hier ist rückseitig die Briefträgerzahl 3 im Kreis Es geht dabei um die jeweiligen Zuordnungen der Straßen-/Platznamen zu den Briefträgern für die Stempeldatenbank. Danke schon einmal an alle und viele Grüße Enrico
epem7081 Am: 07.05.2021 21:27:38 Gelesen: 1062259 # 2196
@ Ameise [#2195] Hallo Enrico, in der oberen Karte ist wohl die Adresse Marienplatz 21, in der unteren Karte allerdings Promenadenstraße, Museumgebäude 12 Mit freundlichen Grüßen Edwin
Ameise Am: 07.05.2021 21:36:00 Gelesen: 1062251 # 2197
Hallo Edwin, vielen Dank für deine Hilfe. Viele Grüße Enrico
DERMZ Am: 08.05.2021 14:54:02 Gelesen: 1061889 # 2198
Guten Sonnabend-Nachmittag, endlich, die Sonne scheint und es wird wieder ein wenig wärmer. Das beflügelt leider nicht unbedingt die Lesbarkeit der alten Handschriften - ich scheitere an Namen und Adressen. Ich lese folgendes: Fräulein Martha Gustke (???) stud. phil. München G..straße (???) 3. Gartenhaus Liebe Schwägerin! Grade habe ich, ein- gedenk meines dir geleisteten Ver- sprechens, unserer lieben Schwiegermut- ter Mitteilung vom nächsten Konzert gemacht, da will ich dir noch danken für den Glückwunsch zu Kages (???) Geburts- tag, der ihm viel Spaß gemacht hat. Wie geht es dir? Wann kommst du wie- der? Ist München jetzt auch so schön, wie wir es hier haben? Sei herzlich gegrüßt von den Eltern und deiner Minna. Brühl, 4. Nov. 1913 Also eigentlich nur drei Fragezeichen, wie hieß Martha mit richtigem Nachnamen, wo wohnte sie im November 1913 und wer hat Geburtstagsgrüße erhalten. Ich weiß es nicht. Besten Dank für ein wenig Nachhilfe sagt Olaf
opti53 Am: 08.05.2021 15:13:53 Gelesen: 1061880 # 2199
@ DERMZ [#2198] Hallo Olaf, den Namen Gustke würde ich auch so lesen. Als Strasse käme für mich die Ohmstrasse in Betracht, die ist kurz hinter dem Siegestor. Sehr schwunghaft geschrieben finde ich übrigens das M von München. Zu Kages Geburtstagsgrüßen fällt mir auch kein anderer Name ein. Eigennamen sind ohne andere Vergleiche und Kenntnisse über die Verhältnisse oft nicht leicht zu entziffern. Viele Grüße Thomas
Shinokuma Am: 08.05.2021 18:07:11 Gelesen: 1061802 # 2200
@ DERMZ [#2198] Hallo Olaf, der Name Gustke scheint mir auch ziemlich eindeutig, die Glückwünsche richten sich an den Papa und die Adresse ist tatsächlich Ohmstr. 3 im Gartenhaus. Der Punkt hinter der 3 irritiert wohl etwas, soll aber gewiss nicht das 3. Gartenhaus heißen. Denn so viele Gartenhäuser standen in München nicht hinter den Häusern. Und das Oh von Ohm sieht bei dieser Schrift wirklich ein wenig wie das nachfolgende G in Gartenhaus aus. Herzliche Grüße und noch ein schönes restliches Wochenende Gunther
epem7081 Am: 08.05.2021 18:21:46 Gelesen: 1061795 # 2201
@ DERMZ [#2198] Hallo Olaf, aus dem Personalstand der Universität von 1915 kann Name und Adresse der Anschrift zweifelsfrei belegt werden. Ich sehe ebenfalls die Glückwünsche zu Papas Geburtstag angesprochen. Ich wünsche eine sonnigen Maiensonntag mit freundlichen Grüßen Edwin
DERMZ Am: 09.05.2021 08:37:43 Gelesen: 1061471 # 2202
@ opti53 [#2199] @ Shinokuma [#2200] @ epem7081 [#2201] Guten Morgen, es wäre wohl dem heutigen Tage angemessenere gewesen, es wären Glückwünsche an Mama gewesen und nicht an Papa - ich danke herzlich für die Übersetzung, Papa hatte bei mir keine Chance - aber jetzt ist es klar. ... und wo man den Personalbestand der Uni München findet, phänomenal und unglaublich. Besten Dank für die vielen vielen Hilfen und Hinweise sagt Olaf
Ameise Am: 09.05.2021 13:29:29 Gelesen: 1061300 # 2203
Hallo, wieder mal eine Schrift die ich nicht richtig lesen kann: Wichtig wäre nur die untere Zeile - ich lese "im statistischen Landesamt"? Ist das richtig? Möchte aber sicher gehen, da es für die Stempeldatenbank wichtig wäre. Es geht wieder einmal um einen Briefträgerstempel. Danke schon einmal dem "Übersetzer". Viele Grüße Enrico
volkimal Am: 09.05.2021 13:34:16 Gelesen: 1061299 # 2204
@ Ameise [#2203] Hallo Enrico, stimmt genau! Viele Grüße Volkmar
Ameise Am: 09.05.2021 17:46:27 Gelesen: 1061182 # 2205
Hallo Volkmar, danke für die schnelle Bestätigung. Da ich gerade dabei bin, die Belege nach Briefträgerstempeln zu durchforsten, kommt anbei gleich noch eine Karte: Hier kann ich leider nur am Schluss "...straße" entziffern. Es wäre schön, wenn mir hier wieder jemand den Straßennamen nennen könnte. Viele Grüße und noch einen schönen Sonntag Abend. Enrico
DERMZ Am: 09.05.2021 17:49:27 Gelesen: 1061179 # 2206
@ Ameise [#2205] Hallo Enrico, es handelt sich um die Sendlinger Straße. Beste Grüße Olaf
Ameise Am: 09.05.2021 18:04:44 Gelesen: 1061163 # 2207
Hallo Olaf, vielen Dank. Viele Grüße Enrico
DERMZ Am: 11.05.2021 13:37:51 Gelesen: 1060202 # 2208
Guten Nachmittag, eine Karte aus Marburg, die im zweiten Weltkrieg bis nach Warschau gekommen ist, bevor sie dort per Feldpost abgeschickt wurde: Wer hat wo einen Gemischtwarenhandel betrieben, ich habe nicht einmal eine Idee, welcher Markt es sein könnte. Und im Mitteilungstext habe ich ebenfalls noch Lücken und ziemlich sicher Fehler - es ist zum Haare raufen. Ich habe folgendes gelesen: Feldpost An Herrn Petter (?) Stookur (?) Gemischtwarenhandlung Post (?) ...markt OD Sagan, am 18.10.43. Sende auch die besten Grüße aus dem .... Osten Franz Hotzinger 8ß9. sind jetzt auf der Fahrt nach Warschau wie lange wir dort stehen bleiben das kann man ja nicht sagen. Seit alle gesund bei fam. was auch bei mir ist. Was gibt es denn neues zu Hause bei euch. Auf recht mal. Mit Gruß F Hotzinger (?) Wie immer bin ich für jede Hilfe mehr als DANKBAR. Mit besten Grüßen Olaf
volkimal Am: 11.05.2021 16:33:42 Gelesen: 1060134 # 2209
@ DERMZ [#2208] Hallo Olaf, den Ort kann ih lesen. Mit dem Namen habe ich aber auch Probleme. Hier ist meine Variante: An Herrn Petter(?) Strockur(?) Gemischtwarenhandlung Post Vöklamarkt OD (= Oberdonau) Sagan, am 18.10.43. Sende auch die besten Grüße aus dem fernen Osten Franz Holzinger. sind jetzt auf der Fahrt nach Warschau wie lange wir dort stehen bleiben das kann man ja nicht sagen. Seit alle gesund bei sam. was auch bei mir ist. Was gibt es denn neues zu Hause bei euch. auch ??? mal. Mit Gruß F Holzinger Viele GRüße Volkmar
DERMZ Am: 11.05.2021 17:52:04 Gelesen: 1060113 # 2210
@ volkimal [#2209] Danke Volkmar, ich nenne den Gemischtwarenladen mal Projekthaft "Petter Struber", da es diesen Namen noch in Vöklamarkt gibt, aber das ist reine Phantasie, ob es wirklich so zu deuten ist. Der letzte Satz liest sich jetzt meiner Meinung nach: Was gibt es denn neues zu Hause bei euch. Auch nicht viel. Mit Gruß ... Der Name Holzinger ist in Vöklamarkt recht häufig vertreten, den übernehme ich ohne Zweifel. Beste Grüße und tausend DANKE Olaf
volkimal Am: 11.05.2021 18:30:22 Gelesen: 1060104 # 2211
@ DERMZ [#2210] Hallo Olaf, Struber ist es mit Sicherheit nicht. Vergleich doch einmal das "k" im Namen und in Vöcklamarkt. Ich habe gerade einen Namen gefunden, der vom Schriftbild passt und den es in Vöcklamarkt auch gibt. Ich denke, dass der Empfänger "Straker" heißt. Es gab sogar einen Peter Straker (*1937). Ob er in Vöcklamarkt gewohnt hat geht allerdings aus dem Artikel nicht hervor [1]. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.pvooe.at/medien/mitgliederzeitschrift/03_2015/hv.pdf
volkimal Am: 12.05.2021 11:25:00 Gelesen: 1059789 # 2212
Hallo zusammen, diesmal kann ich einen Ortsnamen und ein weiteres Wort nicht lesen: ??? den 27 Okt 1921 Ersuche die Sparkasse höflichst mitteilung zu machen wie es mit mein Hiepotehkengeld steht da ich doch schom lange Hiepotehk gestellt habe so bitte ich um Nachricht wie es steht ob ich vielleicht das Geld schon erhalten kann Hochachtend und Ergebenst ??? in ??? H? 289. Bühl(?) Das falsch geschriebene Wort Hypothekengeld zu entziffern ist mir erst im letzten Moment gelungen. Kann einer von Euch die Strecke des Bahnpoststempels entziffern? Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 12.05.2021 14:21:27 Gelesen: 1059728 # 2213
@ volkimal [#2212] Hallo Volkmar, mit dem Lesen ist es nicht ganz einfach, aber welch Glück, Vohenstrauß liegt an der stillgelegten Bahnstrecke Neustadt (Waldnaab)-Eslarn. Somit ist der Startort der Karte schon mal klar mit ESLARN. Ich suche mal weiter, ein Ansatz ist schon mal da. Beste Grüße Olaf
Max78 Am: 12.05.2021 14:59:12 Gelesen: 1059671 # 2214
@ DERMZ [#2213] Moin Ihre Beiden, das von Olaf kann ich nur bestätigen. zuvor lese ich "Mauern" und glaube, dass der Herr Georg Rauch ein Maurer war. Unten ist die Hausnummer, also H № 289 ("OT" Bühl) zu lesen. lg Max
volkimal Am: 12.05.2021 16:02:10 Gelesen: 1059644 # 2215
@ DERMZ [#2213] @ Max78 [#2214] Hallo Olaf und Max, vielen Dank! Jetzt ist Eslarn natürlich klar zu lesen. Mauern passt auch gut. Den Ortsteil Bühl findet man zwar nicht bei Google Maps, dafür aber im Internet. Auf der Seite [1] zur Bahnstrecke Neustadt (Waldnaab)-Eslarn kann man lesen "Im Fahrplan des Sommers 1914 waren fünf tägliche Zugpaare verzeichnet; im Sommer 1927 waren es noch vier, die jedoch nun in Weiden begannen und endeten." Beim Stempel gehe ich also davon aus, dass dort steht "Eslr - Weid". Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Neustadt_(Waldnaab)-Eslarn
DERMZ Am: 12.05.2021 16:18:13 Gelesen: 1059635 # 2216
@ volkimal [#2215] Hallo Volkmar, auf der Gemeinde Eslarn sagte man mir, daß ein "Eslarner" heute noch weiß, wo Bühl im Ort ist, auch wenn es diesen Ortsteil offiziell nicht mehr gibt, dieser Ortsteil befindet sich am Ortsausgang in Richtung Moosach. Beste Grüße Olaf
volkimal Am: 12.05.2021 16:36:49 Gelesen: 1059627 # 2217
@ DERMZ [#2216] Hallo Olaf, ich hätte natürlich auch im Ritter [1] nachsehen können. Dort sind 19 Orte oder Ortsteile namens Bühl verzeichnet. Unter anderem auch dieser: 10) Gemeinde ebendaselbst, Regierungsbezirk Oberpfalz, Bezirksamt und Amtsgericht Vohenstrauss, 320 Einwohner, Post Eslarn. Viele Grüße Volkmar [1] Ritter, Geographisch-statistisches Lexikon, 1905
Ameise Am: 13.05.2021 15:08:17 Gelesen: 1059210 # 2218
Hallo, wieder einmal kann ich ganz unten den geschriebenen Strassennamen nicht lesen: Danke schon einmal fürs "übersetzen". Viele Grüße Enrico
inflamicha Am: 13.05.2021 15:20:33 Gelesen: 1059206 # 2219
Hallo Enrico, es ist die Theresienstraße. Gruß Michael
Ameise Am: 13.05.2021 15:26:05 Gelesen: 1059203 # 2220
Hallo Michael, das ging ja schnell. Danke und viele Grüße Enrico
Heinz 7 Am: 14.05.2021 13:05:07 Gelesen: 1058717 # 2221
Liebe Leser Diesen Brief, fast genau 170 Jahre alt (!), würde ich zu gerne ganz verstehen; leider tue ich mich mit dem Lesen aber schwer... Wer kann helfen? "1 - Herrn Jacob Vollenweider, ??? in 2 - Zwillikon 3 - Tit. 4 - Es hat ... ... 13 - (Ort) d. 12. Mai 1851 - Nötzli (?) 14 - Notar (?)" Das Datum konnte ich verifizieren am Stempel vorderseitig, den Ankunftsort auch (Zwillikon bei Affoltern; durch Durchgangsstempel Affoltern a/A bestätigt). Nach der Auflösung zeige ich auch gerne die Adress-Seite. Sehr gespannt bin ich auf Eure Identifikation des Ortsnamen (Zeile 13); ich habe eine Interpretation, bin aber nicht sicher. Heinz
DERMZ Am: 14.05.2021 14:26:33 Gelesen: 1058665 # 2222
@ Heinz 7 [#2221] Hallo Heinz, mein Versuch "1 - Herrn Jacob Vollenweider, Heinrichs ?? in 2 - Zwillikon 3 - Tit. 4 - Es hat ein Hr. Fürsprech ... zu Zürich 5 - mir den ... Brief, der zu Gunsten Hrn. 6 - Gebr. .... ausgestellt ist, zu gesandt, 7 - um darin die abbezalten 5 ... - zu 8 - löschen, was nun geschehen ist. - 9 - Für Portoauslage & ...bungsgeühren 10- habt Ihr mir nun 5 ... zu bezahlen, die ich 11- ... ... ... beziehe. 12- Achtungsvoll ge... 13 - Lucerne d. 12. Mai 1851 - Nötzli (?) 14 - Notar Beste Grüße Olaf
Heinz 7 Am: 14.05.2021 15:01:24 Gelesen: 1058649 # 2223
@ DERMZ [#2222] Lieber Olaf Sehr schön, vielen Dank! Das macht Sinn! Am Ziel bin ich noch nicht, aber ein schönes Stück weiter. Zeile 1 - Könnte das "Heinrichs Sohn" heissen ? Zeile 4 - Evtl. "Hr. Fürsprech Pfändli in Zürich" (?) - Kommentar: "Fürsprech"; Klasse, daran habe ich mir vergeblich die Zähne ausgebissen! Zeile 5 - Evtl. Kauf-Brief (??) Zeile 7 - Evtl. 580 fl. (??) Zeile 10 - Evtl. 5 btz. (??) - sehr kühne Vermutung; könnte das Abkürzung sein für Batzen ?? - Zeile 11 - ...mit per Nachnahme beziehe Der Ort stimmt mit Sicherheit nicht, ich will die Katze aus dem Sack lassen, es muss / sollte wohl "Knonau" sein, obwohl ich das, offen gesagt, mehr interpretiere als lese. Was meinst Du (Ihr)? Herzlichen Dank! Heinz
Heinz 7 Am: 14.05.2021 15:13:50 Gelesen: 1058642 # 2224
@ Heinz 7 [#2223] anbei der Brief, gefaltet, Adressseite. Der Vorphila-Stempel "KNONAU" ist wunderbar abgeschlagen, er wurde auch 1851 noch verwendet. Der Absender (unten links) müsste dann wohl sein: "Notariat Knonau" ...wobei ich eher Zurzach las, als Knonau... Meine Frage ist nun: Kann/darf man das auch als "Knonau" lesen? Dass es sich um eine "Nachnahme" handelt, wird hier auch klar ersichtlich. Den Betrag lese ich evtl. als "50 Rappen" (?), aber warum der Rötel-Vermerk dann auf "20" zu lauten scheint, ist mir nicht klar. Viele Rätsel in einem Brief, aber schon viele Fragen geklärt! Super! Heinz
SH-Sammler Am: 14.05.2021 15:30:07 Gelesen: 1058637 # 2225
@ Heinz 7 [#2221]

Hallo Heinz
Ein wenig kann ich helfen, aber weiss Gott nicht alles... ich hoffe, ich blamiere mich nicht all zu sehr :-).
Ich denke mal, dass die Entschlüsselung des Ortes das schwierigste sein wird.
Nun dürfen aber auch andere, besser bewanderte Leser dran... ich bin gespannt!

Gruss
Hanspeter


Hrn Jacob Vollenweider, xxxFrinwichsxxx sel., in Zwillikon

Tit.

Es hat mir Hr. Fürsprech xxxSprüdlixxx in Zürich
mir den xxxKaufxxx Brief, der zu Gunsten Hrn.
Gebr. xxxStodrerxxx ausgestellt ist, zugesandt,
um darin die abbezahlten 580 fl(Gulden) zu
löschen, was nun geschehen ist
für Portoauslagen & Abschreibungsgebühr
habt Ihr mir nun 5 Btzn zu bezahlen, die
ich somit xxxperxxx Nachnahme beziehe.
Achtungsvoll zeichnet

XXXnadxxx d. 12. Mai. 1851

Nötzli, Notar
epem7081 Am: 14.05.2021 15:31:08 Gelesen: 1058636 # 2226
@ Heinz 7 [#2221]
@ DERMZ [#2222]

Hallo Heinz und Olaf,

ich versuche mich auch einmal an dem Text und komme mit allen Vorbehalt zu folgender Lesung:

"1 - Herrn Jacob Vollenweider, Heinrichs sel., in
2 - Zwillikon
3 - Tit.
4 - Es hat mir Hr. Fürsprech Pfründli zu Zürich
5 - nur den ... Brief, der zu Gunsten Hrn.
6 - Gebr. .... ausgestellt ist, zu gesandt,
7 - um darin die abbezalten 580 fl - zu
8 - löschen, was nun geschehen ist. -
9 - Für Portoauslagen & Abschreibungsgebühr
10- habt Ihr mir nun 5 btzn. zu bezahlen, die ich
11- anmit per Nachnahme beziehe.
12- Achtungsvoll zeichnet
13 - Lucerne d. 12. Mai 1851 - Nötzli (?)
14 - Nützi
15 - Notar

Zur Währungsangabe ist festzustellen, dass zunächst 1798 von den Franzosen eine einheitliche Frankenwährung (französisch: «franc de Suisse») eingeführt wurde. Ein Franken entsprach 10 bernischen Batzen oder 6,614 Gramm reinem Silber oder 1,4597 französischen Franken. Unterteilt war die Währung in 10 Batzen oder 100 Rappen. Die bisher als Rechnungswährung z. B. in Bern geführte Krone entsprach 25 Batzen. Erst 1850 wurde die einheitliche Franken-Währung festgelegt und eingeführt. [1]

Mit freundlichen Grüßen
Edwin

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer_Franken
SH-Sammler Am: 14.05.2021 15:51:16 Gelesen: 1058624 # 2227
@ Heinz 7 [#2223]
@ DERMZ [#2222]

Hallo Heinz, hallo Olaf

Ich habe wieder mal zu lange geknobelt, den Beitrag offen gehabt. Dadurch wurden die Folge-Beiträge von Euch nicht angezeigt...

Aber, es hat mir gut getan, wieder mal "deutsch" gelesen

Liebe Grüsse

SH-Sammler
Hanspeter
DERMZ Am: 15.05.2021 16:52:19 Gelesen: 1058068 # 2228
Guten Nachmittag, eine Karte aus dem Februar 1929 birgt ein großes Geheimnis für mich, fast das letzte Wort will mir nicht lesbar sein. Bekomme ich wieder Hilfe? Ich habe folgendes gelesen: Frau Henni Riege Bremen Lothringerstraße 23 d. 22.2.29. Mein liebes Mutt! Vielen Dank für deine liebe Karte - wie du inzwischen aus Lottes Brief gesehen haben wirst, sind deine Besorgnisse unbe- gründet. Wir freuen uns auch über Sonne und Wärme am Tage, aber morgens haben wir immer noch -16°. Die d.. .... ist interessant. Viele Grüße dir und Papa von deinem Emil Viele Grüße u. Küsse von deiner Lotte. Könnte es eventuell heissen, "... Die Denk- weise ist interessant..."?? aber da fehlen mir ein paar Buchstaben? Ich komme nicht weiter. Auch der Unterschreiber ist eher eine Vermutung, da es von 1927 bis 1931 nur einen Emil Riege in Marburg gab, sonst ist niemand mit dem Nachnamen "Riege" in Marburg gelistet, er/sie kann aber auch einen ganz anderen Namen getragen haben. Besten Dank sagt Olaf
volkimal Am: 15.05.2021 17:02:17 Gelesen: 1058063 # 2229
@ DERMZ [#2228] Hallo Olaf, als Empfängerin der Karte lese ich "Henni Riehl", der Schreiber dürfte Karl und nicht Emil sein. Die fehlende Stelle könnte "Die Dom- / ansicht ist interessant" heißen. Viele Grüße Volkmar
Magdeburger Am: 15.05.2021 17:43:06 Gelesen: 1058039 # 2230
@ volkimal [#2229] Hallo Volkmar, lese ich alles auch so. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
epem7081 Am: 15.05.2021 18:16:21 Gelesen: 1058007 # 2231
@ DERMZ [#2228] Hallo Olaf, weil ich gerade auf Deine Karte stoße, kann ich Dir Henni Riehl mit historischen Daten belegen: Henriette called Henni Riehl (Henschen). Birthdate: September 18, 1878. Birthplace: Bremen, Germany. Death: November 27, 1950 (72) Lothringer Straße 23, Bremen, Germany [1] Anstelle von „Papa“ könnte ich hier auch „Tony“ lesen. Ihr Vater ist bereits am 1.9.1925 verstorben. Mit freundlichen Grüßen Edwin [1] https://www.geni.com/people/Henriette-Riehl/6000000028221498006
DERMZ Am: 15.05.2021 20:45:34 Gelesen: 1057947 # 2232
@ volkimal [#2229] @ Magdeburger [#2230] @ epem7081 [#2231] Vielen lieben Dank Ihr drei, ich war so glücklich mit Emil Riege, nun ist das der Freude über die ordentliche Korrektur gewichen. Danke auch für die Domansicht, es wäre mir auf ewig ein Rätsel geblieben. Tausend DANK sagt Olaf
DERMZ Am: 16.05.2021 10:01:27 Gelesen: 1057632 # 2233
Guten Morgen 1927 ging es um einen Geschäftserfolg - ich bin, wie so oft, OHNE Erfolg im übersetzen der Zeilen ... sapperlot, das ist so furchtbar ... Ich habe folgendes gelesen: Familien Elsa Erle von Appel Innsbruck Tirol Salurnerstraße 3/3. Es gibt auch in Deutsch- land schöne Stücke u. der Geschäftserfolg hängt mit dem ... Charakter der Stadt zusammen. Gestern Giessen oberfreundl. heute Marburg, mir 10 Mi- nuten de... gl...end ......küsse Ch.k. Danke danke danke - ob mir grundsätzlich zu helfen ist, manchmal habe ich da meine Zweifel Beste Grüße Olaf
Heinz 7 Am: 16.05.2021 14:16:50 Gelesen: 1057555 # 2234
@ Heinz 7 [#2224] @ DERMZ [#2222] @ SH-Sammler [#2225] @ epem7081 [#2226] Gestern war ich gefühlt 25 Stunden unterwegs, kann mich also erst jetzt wieder melden. Herzlichen Dank all meinen mitwirkenden Helfern! Grossartig! Der Brief ist weitgehenst erschlossen. Ich versuche, die Erkenntnisse zusammen zu fassen und die letzten Fragen zu stellen. I. Briefvorserseite Nachnahme 50 Rappen Herrn Jacob Vollenweider Heinrichs sel. (?-1) in Zwillikon bei Affoltern Notariat Knonau (?-2) II. Briefinhalt 1) Hrn Jacob Vollenweider, Heinrichs sel. (?-1 oder Sohn?), in 2) Zwillikon 3) Tit. (= Titel, betrifft) 4) Es hat mir Hr. Fürsprech Pfändli (?-3) in Zürich 5) mir den Kauf (?-4) Brief, der zu Gunsten Hrn. 6) Gebr. Stodrer (?-5) ausgestellt ist, zugesandt, 7) um darin die abbezahlten 580 fl. (Anm. 1) zu 8) löschen, was nun geschehen ist. – 9) für Portoauslagen & Abschreibungsgebühren 10) habt Ihr mir nun 5 btzn. zu bezahlen (Anm. 2), die ich 11) anmit per Nachnahme beziehe. 12) Achtungsvoll zeichnet 13) Knonau (?-2 – Anmerkung 3), d. 12. Mai 1851 (Abstand) Nötzli 14) Notar Anm. 1 – fl. Ist meines Wissens die Abkürzung für Florin (französische Goldmünze) Anm. 2 – btzn. dürfte die Abkürzung sein für Batzen. Der Batzen ist eine historische schweizerische und süddeutsche Münze. Mindestens teilweise galt meines Wissens: 10 Rappen = 1 Batzen, 10 Batzen = 1 Franken, 10 Franken = 1 Louis d’Or. Im Text steht, dem Empfänger müsse 5 Batzen zahlen, auf dem Brief ist der Nachnahme-Betrag von 50 Rappen vermerkt; das passt also! Anm. 3 – Ich lese „Knonau“ nur mit viel Phantasie. Die Briefvorderseite deutet aber auf Knonau hin. Und auf dem Notariat Knonau arbeitete um diese Zeit auch ein Notar Nötzli, wie ich einem anderen Brief von 1854 entnehme! – Ich las ursprünglich „Zurzach“; eventuell wurde der Brief auch „forwarded“ von Zurzach nach Knonau; und dort der Post übergeben (??). Oder darf man den Ort als „Knonau“ lesen? Wenn das eine oder andere Fragezeichen noch mit Hilfe der geschätzten Leserschaft ausgeräumt werden könnte, würde mich dies freuen! Herzliche Grüsse Heinz
SH-Sammler Am: 16.05.2021 17:10:14 Gelesen: 1057479 # 2235
@ Heinz 7 [#2234] Hallo Heinz Erst mal gratuliere ich Dir zu diesem herrlichen Brief. Als erstes habe ich mir die Marke angeschaut. Es ist eine Typ 13 vom Stein A3/RO. Ich denke aber, dass Du zu diesem Brief ohnehin ein Attest mit diesen Angaben hast. Die Bestimmung der Brieftaxe geht folgendermassen: 5 Rappen für Brief bis 7.8 Gramm (halbes Loth) im ersten Briefkreis (bis 48 Km) PLUS 5 Rappen Nachnahmegebühr bei Maximalbetrag von 5 Franken. Die verklebte Frankatur von 10 Rappen würde also für eine Nachnahme von Knonau nach Zwillikon stimmen. Die Marke ist mit P.P. gestempelt, also Brieftaxe voll bezahlt. In der Regel musste die Brieftaxe zusätzlich zum Nachnahmebetrag bezahlt werden. Das ist hier jedoch unterblieben. Der Empfänger hat anscheinend nur den Nachnahmebetrag von 50 Rappen bezahlt. Für was steht denn die mit Rötel geschriebene 20? Es handelt sich dabei um den umgerechneten Betrag von 50 Rappen in die nach wie vor weit verbreitete Kreuzerwährung. Die Währungsumstellung zu Franken und Rappen erfolgte ja erst per 1.1.1852. Eine Excel-Tabelle mit der Kreuzer – Rappen Umrechnung sende ich an Deine mail Adresse heinz7@philaseiten.de 50 Rappen entsprachen bis 31.12.1851 dem Gegenwert von 20 Kreuzern. Also ist auch dieses Rätsel gelöst. Bleibt noch der Ortsname. Nach einem K als erstem Buchstaben sieht dieser Schriftzug nicht aus. Das kleine u am Ende, mit der Schlaufe oben sieht auch eher aus wie ein d. Mit viel Phantasie kann es aber Knonau sein. Falls Du weitere Knonau-Briefe mit P.P. Abstempelung in Deiner Heimatsammlung hast, könnte die Identifizierung über das P.P. erfolgen. Dazu wünsche ich Dir viel Glück Hanspeter
Heinz 7 Am: 16.05.2021 23:41:19 Gelesen: 1057315 # 2236
@ SH-Sammler [#2235] Lieber Hanspeter, einmal mehr bin ich sehr beeindruckt von Deinen genauen Erläuterungen, die Du uns - in diversen Themen/Beiträgen - immer wieder gibst. Grossartig! Nun ist auch der Vermerk "Rötel 20" erklärt - das hätte ich allein nicht geschafft. Gemäss Auktionskatalog ist die Marke ein Stein A2 (nicht A3), Typ 13 RO. Dass die Marke so herrlich vollrandig ist, freut mich natürlich sehr. Ich danke Dir sehr für die Hilfestellung und das e-mail. Ich danke ALLEN, die mir zu diesem Brief geholfen haben! Herzliche Grüsse Heinz
volkimal Am: 17.05.2021 17:58:12 Gelesen: 1056832 # 2237
@ DERMZ [#2233] Hallo Olaf, da ich am Wochenende bei unserer Tochter war, erst heute eine Antwort. Ich lese: Fraulein Elsa Edle von Appel Innsbruck Tirol Salurnerstraße 3/3. Es gibt auch in Deutsch- land schöne Stücke u. der Geschäftserfolg hängt mit dem elsischen Charakter der Stadt zusammen. Gestern Giessen oberfaul heute Marburg, nur 10 Mi- nuten daneben - glänzend Handküsse Ch.k. Zum Wort "elsischen" findest Du einiges, wenn du das Stichwort "Elsischer Junge" googelst. Was es genau bedeutet, habe ich nicht überprüft. Mit dem oberfreundlichen Giessen liegst Du wohl ziemlich daneben. Die Beschreibung von Marburg wird dir dagegen gefallen. Der Name "Edle von Appel" ist auch leicht zu googeln. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 17.05.2021 20:24:26 Gelesen: 1056768 # 2238
@ volkimal [#2237] Danke Volkmar, unglaublich, wie schwer ich es mir manches Mal mit dieser Schrift mache. Mit besten Grüßen Olaf
Anke Am: 20.05.2021 08:51:41 Gelesen: 1055610 # 2239
Ich bitte um Hilfe beim Entziffern der Währung in diesem Beitrag: 4 ... 11 Silberpfennig oder 4 ... 9 Groschen als Courant auf den Veränderungsfall an den Magistrat zu Wettin. Der Rest ist für mich ebenfalls lesbar. Handelt es sich eventuell um Kreuzer? Oder welche Währung stand wertmäßig über den Silberpfennigen und Groschen? Es geht nur um den Text im oberen Bereich zu 1). Lieben Dank.
Anke Am: 20.05.2021 09:09:22 Gelesen: 1055603 # 2240
Es heißt richtig: 4 ... 11 Silbergroschen 3 Pfennig. Aber wie gesagt - mir geht es um die Abkürzung nach der 4 - welche Währung das ist.
buzones Am: 20.05.2021 10:21:36 Gelesen: 1055573 # 2241
@ Anke [#2240] Die Abbreviatur nach der 4 bedeutet "Reichsthaler". Von 1821 bis 1871 (1873) galt in Preußen ein Neuer Reichstaler bzw. Thaler zu 30 Silbergroschen (Sgr.) zu je 12 Kupferpfenni(n)g (₰). Zum Nachlesen [1]. Mit philatelistischen Grüßen Ralf [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Reichstaler
Anke Am: 20.05.2021 10:40:36 Gelesen: 1055567 # 2242
Als Abkürzung für Reichsthaler habe ich das nicht entziffern können - klingt aber wahrscheinlich bzw. logisch. Erstmal herzlichen Dank.
Magdeburger Am: 20.05.2021 12:08:34 Gelesen: 1055532 # 2243
@ Anke [#2242] Hallo Anke wie buzones [#2241] schon schrieb, es sind sicher Reichsthaler. 1 Reichsthaler = 30 Silbergroschen = 24 Gute Groschen - so ist die Reduktion. Der Reichsthaler wurde im sogenannten 14-Thaler-Fuß geschlagen. Die Umstellung in Preussen erfolgte nicht von heute auf morgen, sondern die Münzen, also alles in gute Groschen wurden sukzessive aus dem Verkehr genommen. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Anke Am: 20.05.2021 12:10:06 Gelesen: 1055530 # 2244
Danke, Ulf. ;-)
Flecker Am: 23.05.2021 18:39:42 Gelesen: 1054320 # 2245
Hallo, ich mal wieder. Aus einer Sterbeurkunde. Was heißen die Worte nach: Zu ........... in der Wohnung? Den Rest kann ich lesen, nur die 2 ersten Worte nicht. Vielen dank im voraus. Rudolf
volkimal Am: 23.05.2021 18:57:59 Gelesen: 1054310 # 2246
@ Flecker [#2245] Hallo Flecker, es heißt Herbornseelbach in der Wohnung des Anzeigenden. Viele Grüße Volkmar
Flecker Am: 23.05.2021 19:50:14 Gelesen: 1054283 # 2247
@ Volkimal [#2246] Hallo, da wäre ich nie drauf gekommen. Sieht so seltsam aus. Vielen Dank. Rudolf
Heinz 7 Am: 24.05.2021 12:15:19 Gelesen: 1053991 # 2248
Im Thema "Schweiz Dauerserie Sitzende Helvetia" (Beitrag 656) konnte ich einen interessanten Brief vorstellen und ausführlich besprechen. Zu meiner Freude konnte ich fast alles lesen, was auf den Briefumschlag geschrieben wurde. Es geht um eine nicht bezahlte Armensteuer. Die letzte Frage, die mir verblieben ist, ist die nach dem Vornamen des Briefempfängers. Kann mir jemand weiterhelfen? Vielen Dank und schönen Feiertag wünscht Heinz
volkimal Am: 24.05.2021 15:00:00 Gelesen: 1053894 # 2249
@ Heinz 7 [#2248] Hallo Heinz, dieser Name ist nicht leicht zu entziffern. Der erste Buchstabe hat eine Unterlänge. Damit kommen nur die Buchstaben E, F, H, J, P, Q und Z in Frage. Für mich sieht es am ehesten wie ein "J" aus. Normalerweise hat ein "T" keine Unterlänge. Ansonsten hat der Buchstabe aber große Ähnlichkeit mit einem "T". Nach einem "J" müsste ein Vokal folgen. Da passt aber keiner zum Schriftbild. Am Ende vermute ich die Buchstaben "le". Aber was steht dazwischen? Erschwerend kommt noch dazu, dass Namen oft mit lateinischen Buchstaben geschrieben wurden. Wenn ich davon ausgehe, könnte es zum Beispiel "Thole" heißen. Sicher ist das aber absolut nicht. Vielleicht hat sonst noch jemand eine Idee. Viele GRüße Volkmar
SH-Sammler Am: 24.05.2021 16:40:15 Gelesen: 1053826 # 2250
@ volkimal [#2249] Hallo Volkmar, was spricht beim Vornamen gegen die Abkürzung Jkb = Jakob? Bitte sehe Dir auch noch das Wort Zustgebühr resp. (meine Version) Postgebühr an. Liebe Grüsse SH-Sammler Hanspeter
Heinz 7 Am: 24.05.2021 17:01:23 Gelesen: 1053791 # 2251
@ Heinz 7 [#2248] Herzlichen Dank! Ich war - ganz ehrlich! - auch bei der Vermutung Jkb (Jakob). Volkmar, Deine Interpretation "J" liegt ganz auf meiner Linie! Dass Hanspeter auch auf die "Kurzfrom" Jkb statt Jakob kommt, freut mich! Die "Postgebühr" kann ich auch akzeptieren, statt der von mir gelesenen "Zustgebühr", das ich als Abkürzung las für "Zustellgebühr". Wobei ich meine Version auch für möglich halte. Gibt es weitere Meinungen? Heinz
volkimal Am: 24.05.2021 17:52:10 Gelesen: 1053756 # 2252
@ Heinz 7 [#2251] Hallo zusammen, da kann ich nur zustimmen. Auf Jkb bin ich nicht gekommen, es passt aber sehr gut. Viele Grüße Volkmar
Heinz 7 Am: 24.05.2021 18:58:19 Gelesen: 1053717 # 2253
@ SH-Sammler [#2250] Lieber Hanspeter, Deine Interpretation "Postgebühr" scheint zu stimmen! Ich habe einen sehr ähnlichen Brief zu [#2248], und da sehe ich das "Postgebühr" auch überzeugend. Ansonsten lese ich diesen zweiten Brief wie folgt: "Armensteuer Bonstetten Nachnahme 2 f 50 Ct. Postgebühr - 15 (Summe) 2.65 Herrn Jos. Glättli (Josef oder Joseph) ..??.. Hedingen." Der Brief konnte nicht zugestellt werden, sondern ging zurück mit folgender Bemerkung: "Wohnt schon lange nicht mehr hier Aufenthaltsort unbekan(n)t" (n verdoppelt mit Oberstrich) Es fehlt mir also nur noch die Berufsbezeichnung (?) nach dem Namen. Hilfe sehr willkommen! Heinz
buzones Am: 24.05.2021 19:16:56 Gelesen: 1053710 # 2254
@ Heinz 7 [#2253] Ich lese da "Schneider Hull(ens?)". Mit philatelistischen Grüßen Ralf
volkimal Am: 24.05.2021 20:25:49 Gelesen: 1053692 # 2255
@ Heinz 7 [#2253] Hallo Heinz, es dürfte "Joh. Glättli", also Johann oder Johannes sein. Vergleiche den dritten Buchstaben des Vornamens einmal mit dem "s" bzw. dem "h" in Postgebühr. Viele Grüße Volkmar
fdoell Am: 24.05.2021 21:37:08 Gelesen: 1053648 # 2256
Ich lese "Schneider Hullner"
epem7081 Am: 24.05.2021 23:57:22 Gelesen: 1053545 # 2257
@ Heinz 7 [#2248] Hallo Heinz, aus einem Familienregister Glättli kann ich Dir einen Jakob Glättli, Schriftsetzer, Buchdrucker bestätigen. Maria Aloisia Glättli (geb. Bucher), 1847 - 1927 Maria Aloisia Glättli (geb. Bucher) ist geboren worden am Tag Monat 1847, zu Jakob Bucher und Aloisia Bucher (geb. Suter). Jakob ist geboren worden am 21. Dezember 1812. Maria hat Jacques (Hans Jakob) Glättli geheiratet am Tag Monat 1883, im Alter von 36 in (Hochzeitsort?). Jacques ist geboren worden am 14. Juli 1849. Sein Beruf war Schriftsetzer, Buchdrucker. Sie haben einen Sohn bekommen: Jakob (Johann Jakob) Glättli. [1] Mit freundlichen Grüßen Edwin [1] https://www.myheritage.de/names/maria_glättli
Parachana Am: 25.05.2021 21:23:18 Gelesen: 1053105 # 2258
Guten Abend, könnte mir jemand etwas mehr zu der Adresse sagen? Herrn A. Knubel Münster Westphalen Die drei Worte links unten. Fabrik für ....... Die Firma Knubel ist heute ein großes Autohaus in Münster. Besten Dank Uwe
buzones Am: 25.05.2021 21:43:16 Gelesen: 1053097 # 2259
@ Parachana [#2258] Da steht – orthographisch nicht ganz korrekt –„"Fabrik für Fahradgriffe". Mit philatelistischen Grüßen Ralf
Heinz 7 Am: 25.05.2021 21:58:57 Gelesen: 1053084 # 2260
@ buzones [#2254] Ralf, danke! Mit "Schneider" bin ich natürlich einverstanden, aber "hullens" oder "Hullner" sagt mir nichts. @ volkimal [#2255] Volkmar, danke! Ob es Joh. oder Jos. ist, ist für mich nicht klar; ich habe beide Variante schon (in eindeutigem Zusammenhang) so gesehen. Schwierig. Aber Dein Hinweis ist gut! @ epem7081 [#2257] Edwin, danke! Ich weiss, dass es im XIX. Jahrhundert mehrere Familien Glättli gab in Bonstetten/im Knonauer Amt. Dass der nun gefundene "Jacques" der Empfänger meines Briefes sein könnte, liesse sich vielleicht verifizieren (anhand des Wohnortes). Hans Jakob (=Jacques) wäre zur Zeit des Versandes des Briefes ca. 31 Jahre alt gewesen! Ich hoffe immer noch auf einen "Geistesblitz" betr. "hullens" oder "Hullner". Wer kann helfen? Freundliche Grüsse Heinz
becker04 Am: 26.05.2021 07:30:43 Gelesen: 1052853 # 2261
Hallo, wäre nett wenn mir jemand sagen könnte wo der Weingutsbesitzer zuhause ist. Vielen Dank im voraus Klaus
epem7081 Am: 26.05.2021 08:06:11 Gelesen: 1052839 # 2262
@ becker04 [#2261] Guten Morgen Klaus, der Weingutsbesitzer ist in Neuweier [1], heute Stadtteil von Baden-Baden daheim. Mit freundlichen Grüßen Edwin [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Neuweier
becker04 Am: 26.05.2021 08:10:12 Gelesen: 1052837 # 2263
@ epem7081 [#2262]

Vielen Dank Edwin
dr31157 Am: 26.05.2021 16:58:15 Gelesen: 1052660 # 2264
Hallo, ich zeige hier eine Postkarte, deren Text ist leider nicht lesen kann und keinen Sinn in den Text hinein bekomme: Kann mir bitte jemand weiterhelfen? Gruß Detlef
Parachana Am: 26.05.2021 17:53:29 Gelesen: 1052627 # 2265
@ buzones [#2259] Vielen Dank für die Information. Gedacht hatte ich mir so etwas. Da ich auch eine alte Karte aus Russland habe wo nach Fahrradgriffen gefragt wird. Konnte es aber nicht genau lesen. Hier zur Ergänzung die Rückseite, wovon ich auch nur einen Teil lesen kann. Würde mich über jede Hilfe freuen. VG Uwe
epem7081 Am: 26.05.2021 19:39:38 Gelesen: 1052566 # 2266
@ dr31157 [#2264] Hallo Detlef, hier ein erster Versuch, noch mit etlichen Ungereimtheiten. Mit der Diskussion im Forum kommt man dann der Lösung aber vielleicht näher. Neueng. 11.11.1920 Stempel NEUENGAMME Liebe ___ ! Besten Dank für Ihre lieben Zeilen. Eine eigentliche Beantwortung kann ich Ihnen erst geben, wenn ich auf mein Gesuch in Jena ( Annis Unterbringung p.p.) bestimmte Antwort erhalte und ich danach verfügen kann. Etwas Beu___ kann ich Ihnen deshalb noch nicht sagen. Die Lasten sind für mich jetzt ganz gewaltig, da auch Thekla im Frühjahr in Pension gegeben und soll sie den Besuch der Handelsschule. Hätten wir andere Verhältnisse, so bestünde die absolute Sicherheit, an die ich Ihnen längst gedacht hatte um Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Hoffentlich ist die Zukunft der Mutter nicht zu dunkel. Papier läßt auch nach, hauptsächlich auf Grund der ___, die mit der Zeit nur Bemittelten leisten können. :: Grüßen! Wie weit ist Joseph und wie lange dauert die Sache noch? Ihr getreuer Schönen erkenntnisreichen Abend mit freundlichen Grüßen Edwin
dr31157 Am: 26.05.2021 20:19:07 Gelesen: 1052546 # 2267
@ epem7081 [#2266] Hallo Edwin, vielen Dank für die schnelle Übersetzung. Jetzt ist mir der Textinhalt so ungefähr klar. Ich würde noch ergänzen: "Gesuch in Jena (Amtsunterstützung p.p.)" und " Etwas Bedeutenderes ..." Gruß Detlef
epem7081 Am: 26.05.2021 20:21:15 Gelesen: 1052542 # 2268
@ Parachana [#2265] Hallo Uwe, auch zu Deiner Karte hier meine vorläufige Lesung Kronstadt am 15/2 1898 Herrn A Knubel / Münster Bitte mir zu senden 5 Paar Kunst Korkgriffe mit vernikeltem Mettall Nr 16 5 Paar Filzgriffe Nr 17 mit Celuloid 5 Paar Kunst Korkgrife mit gesetzlich geschütztem Kernrohr dann bitte mir auch ihr zuferläßigen Klebstoff zu senden 1 kg u auch ihr Holzfutter mir zu senden Wenn Sie neuheiten haben bitte mir ein par muster zu senden. Die Griffe sollen alle auf 22 mm Rohr paßen Hochachtungsvoll (Siebenbürger) seitlich: Mit der anderen Sendung war ich zufrieden erwarte aber daß Sie mir einen entsprechenden Rabatt gewähren Schönen erkenntnisreichen Abend mit freundlichen Grüßen Edwin
Parachana Am: 26.05.2021 20:43:13 Gelesen: 1052530 # 2269
@ epem7081 [#2268] Danke Edwin, versuche mich immer wieder an der Schrift, doch klappt es noch lange nicht. VG Uwe
volkimal Am: 26.05.2021 21:08:50 Gelesen: 1052508 # 2270
@ epem7081 [#2266] @ dr31157 [#2264] Hallo zusammen, Edwin hat diese schwierige Schrift sehr gut gelesen. Ein paar kleine Änderungen hätte ich: Neueng. 11.XI.23 (Stempel NEUENGAMME) Lieber___ ! Besten Dank für Ihre lieben Zeilen. Eine eigentliche Beantwortung kann ich Ihnen erst geben, wenn ich auf mein Gesuch in Jena ( Annis Unterbringung p.p.) bestimmte Antwort erhalte und ich danach verfügen kann. Etwas Linderndes(?) kann ich Ihnen deshalb noch nicht sagen. Die Lasten sind für mich jetzt ganz gewaltig, da auch Thekla im Frühjahr in Pension gegeben werden soll für den Besuch der Handelsschule. Hätten wir andere Verhältnisse, so bestünde die absolute Sicherheit, an die ich schon längst gedacht hatte um Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Hoffentlich ist die Zukunft der Mutter nicht zu dunkel. Papier läßt auch nach, hauptsächlich auf Grund der Geldzahlung die mit der Zeit nur Bemittelte leisten können. Nun(?) viele Grüße! Wie weit ist Joseph und wie lange dauert die Sache noch? Ihr getreuer ??? Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 26.05.2021 21:15:32 Gelesen: 1052506 # 2271
@ Parachana [#2265] @ epem7081 [#2268] Hallo zusammen, ich habe genau dasselbe gelesen wie Edwin. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 27.05.2021 08:59:02 Gelesen: 1052131 # 2272
@ volkimal [#2270] Hallo Volkmar, wie immer vielen Dank. auch für Deine Ergänzungen. Gruß Detlef
Anke Am: 27.05.2021 15:28:17 Gelesen: 1051952 # 2273
Ich wäre für Hilfe beim Ergänzen/Übersetzen dankbar. Es geht um den Text, der rechts neben der "1" beginnt: Was ich bisher entziffern konnte: Der Eigentümer des Planes Nr. 2 der Karte von Schlettau ist verpflichtet, den Eigentümern, Nutznießern (?) und ..... der Pläne Nr. 139 ab, 140, 141, 142 der Karte von Löbejün das Überfahrtsrecht von und nach der Straße von Schlettau nach Werdershausen (?) von der auf der Karte I der .... von Löbejün angegebenen Stelle (?) behufs Abfuhr des geschlagenen Heues und des ... Holzes sowie zur Aufbringung von Dünger durch die ...lichen ...lieferungsgrundstücke zu gestatten. Auf Grund des ... zum Separationsrezesse von Löbejün vom 30. Juli 1816 (?) und des ..... der Königlichen ..... in Merseburg vom 20. Juli am 5. November 18225 eingetragen.
volkimal Am: 27.05.2021 20:39:59 Gelesen: 1051774 # 2274
@ Anke [#2273] Hallo Anke, vielleicht hilft das etwas weiter: Der Eigentümer des Planes Nr. 2 der Karte von Schlettau ist verpflichtet, den Eigentümern, Nutznießern(?) und Pächtern(?) der Pläne Nr. 139 ab, 140, 141, 142 der Karte von Löbejün das Überfahrtsrecht von und nach der Straße von Schlettau nach Werdershausen von der auf der Sekt.(?) I der .... von Löbejün angegebenen Stelle behufs Abfuhr des geschlagenen Haues und des daraufstehenden(?) Holzes sowie zur Auf- bringung von Dünger durch die fraglichen ...???grund- stücke zu gestatten. Auf Grund des ... zum Separationsrezesse von Löbejün vom 30. Juli 1819 (?) und der Requisition der Königlichen ???kommision in Merseburg vom 20. Juli am 5. November 18225 eingetragen. Viele Grüße Volkmar
Anke Am: 27.05.2021 20:59:15 Gelesen: 1051761 # 2275
Hallo Volkmar, das erhellt das Ganze schon etwas mehr - vielen Dank. Deine Ergänzungen sind sehr hilfreich, auch wenn es immer noch ein wenig lückenhaft ist. Vielleicht hat noch Jemand eine Idee. Dankeschön und herzliche Grüße, Anke
Anke Am: 27.05.2021 21:03:07 Gelesen: 1051759 # 2276
Königliche Generalkommission?
volkimal Am: 27.05.2021 21:23:42 Gelesen: 1051751 # 2277
@ Anke [#2276] Das kann gut sein! Viele Grüße Volkmar
Göttinger Am: 05.06.2021 11:06:30 Gelesen: 1046498 # 2278
Hallo in die Runde, wir sind gerade dabei die Tagebücher des Großvaters meiner Frau zu entziffern und konnten fast alles lesen, haben aber ein paar Fragen. Vielleicht könnte jemand helfen? Konkret geht es um ein Wort: "...herum und lauschten den Walzer-Marsch-???????? Klängen, die aus dem Röhren-Trichter herausdrangen. Am liebsten..." Kann jemand dieses Wort vielleicht entziffern? Vielen Dank im voraus, Göttinger
DERMZ Am: 05.06.2021 11:55:50 Gelesen: 1046492 # 2279
Guten Tag Göttinger, spontan lese ich das Wort als "Steinway", komme aber mit dem von mir gelesenen "a" im Vergleich zu anderen "a" nicht überein... und ob ein "Steinway"-Flügel bei Marschmusik etwas zu suchen hat, ich habe auch da so meine Zweifel. Viele Grüße Olaf
volkimal Am: 05.06.2021 13:21:36 Gelesen: 1046475 # 2280
@ Göttinger [#2278] Hallo Göttinger, ich bin mir bei Steinway auch nicht sicher. Könntest Du etwas mehr von der Schrift zeigen. Oft hilft ein Vergleich der Buchstaben weiter. Insbesondere wäre ein großes "St" oder "Ste" und ein "y" interessant. Ansonsten hilft irgendein Text, um sich mit der Schrift vertrauter zu machen. Viele Grüße Volkmar
wessi1111 Am: 05.06.2021 14:43:28 Gelesen: 1046465 # 2281
@ Göttinger [#2278] Hallo Göttiger, ich lese "Steinweg", das war ein Klavierbauer. Gruß WEssi
Göttinger Am: 05.06.2021 15:14:46 Gelesen: 1046456 # 2282
Hallo, vielen Dank Ihr 3 für die schnellen Antworten. Ich habe mal eine ganze Seite eingescannt für mehr Text. Auch hier fehlt mir noch ein einziges Wort. Der Text lautet: "Aber selbst miterlebt hatte ich noch kein Rennen. Deswegen war mir diese Einladung doppelt willkommen. Es war ein herrlicher Maientag, als wir drei im Verein über das ????????? am Roßgärter Tor gingen, eine große Menschenmenge und zahlreiche Fuhrwerke und Autos bewegten sich in dieselbe Richtung zum Rennen. Nachdem Heini für uns drei Sesselplätze genommen hatte, betraten wir das Gelände des Rennplatzes. Vorne an standen die großen Holzbauten für die Tribüne. Ein kleiner Pavillon war für die Bläserkapelle erreichtet, die ununterbrochen flotte Mäsche und Ouvertüren spielte. Heini, der gern wetten wollte, begab sich mit und sofort zu dem umzäunten Platz, auf dem die Rennpferde zur Schau herumgeführt wurden... etc" ein "y" ist allerdings nicht dabei... ist ja auch selten verwendet. Falls jemand eine Idee hat was das heissen könnte. Vielen Dank und viele Grüße Göttinger
volkimal Am: 05.06.2021 17:25:54 Gelesen: 1046437 # 2283
@ Göttinger [#2282] Hallo Göttinger, das sind wirklich zwei schwierige Wörter: Der erste Buchstabe der beiden Wörter haben keine Ähnlichkeit mit den Buchstaben, die im Text vorkommen. Hier einmal die Großbuchstaben heraus kopiert. Es fehlen nur die Großbuchstaben C, J, L, Q, X, Y, Z. Es kann gut sein, dass die Vermutung, dass das erste Wort mit "St" beginnt, falsch ist. Der Buchstabe "S" kommt mehrfach vor und sieht ganz anders aus. Er fängt vor allem oben links an. Ich glaube nicht, dass die Kombination "St" so anders aussieht und oben rechts anfängt. Schau doch bitte einmal nach, ob irgendwo in den Texten ein "St" vorkommt und vergleiche wie es aussieht. Der erste Buchstabe des zweiten Wortes kommt im gezeigten Text nicht vor. Es muss mit einem Großbuchstaben anfangen - aber mit welchem? Evtl. ist es ein "C". Das Wort ist mir ebenfalls noch nicht klar. Ich werde mich nachher noch einmal damit befassen. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 05.06.2021 17:30:00 Gelesen: 1046435 # 2284
@ Göttinger [#2282] Hallo Göttinger, noch eine kleine Korrektur. Es heißt: Sattelplätze und nicht Sesselplätze Tribünen (Plural) bei Märsche hast du das "r" vergessen. Viele Grüße Volkmar
Jahnnusch Am: 05.06.2021 18:04:44 Gelesen: 1046427 # 2285
Vielleicht soll es Stimmung heissen.
volkimal Am: 05.06.2021 19:58:21 Gelesen: 1046414 # 2286
Hallo zusammen, ich habe mir dieses Wort noch einmal genau angesehen: Ich glaube inzwischen, dass es "Heimweg" heißt. Vergleicht einmal den Anfang mit "Heini" und das Ende mit "wegen". Das "He" von Heimweg ist dabei ineinander gerutscht. Viele Grüße Volkmar
brunoh Am: 05.06.2021 23:07:54 Gelesen: 1046391 # 2287
Hallo zusammen, ich kann zwar Volkmars Vermutung verstehen, aber was soll Heimweg im Zusammenhang mit Walzer - Marsch - bedeuten? Das ergibt keinen Sinn. Im übrigen kann es auch nicht Röhren-Trichter heißen, ich denke es ist "hölzernen". Viele Grüße Bruno
volkimal Am: 05.06.2021 23:23:56 Gelesen: 1046389 # 2288
@ brunoh [#2287] Hallo Bruno, mit "hölzernen" hast du Recht. Ich denke allerdings, dass es durchaus "Walzer-Marsch-Heimweg Klängen" heißen kann. Für mich ist es einfach nur eine Aufzählung. Viele Grüße Volkmar
Berges Am: 06.06.2021 02:18:45 Gelesen: 1046376 # 2289
[#2714] atmsammler Das Rätsel der Ameli Der große Buchstabe ist ein A. der Satz lautet: verzeih mir daß keine Aroser Karte Dich erreicht hat. Aus Arosa ist also keine Karte angekommen.
Berges Am: 06.06.2021 02:29:20 Gelesen: 1046374 # 2290
Hallo Göttinger, im Tagebuch aus Königsberg heißt es: als wir drei im Verein über das Glacis am Roßgärter Tor gingen. Grüße [1] https://deutsche-schutzgebiete.de/wordpress/projekte/kaiserreich/koenigreich-preussen/provinz-ostpreussen/koenigsberg/
volkimal Am: 06.06.2021 08:58:48 Gelesen: 1046339 # 2291
@ Berges [#2290] Hallo, super, es geht mit Sicherheit um das Glacis. Allerdings wäre ich nie darauf gekommen, denn der Buchstabe "G" sieht sonst vollkommen anders aus. Die einzige Erklärung wäre für mich ein Rechtschreibfehler. Göttinger, weißt Du, ob irgendwo in den Texten ein großes "C" vorkommt und wie dieses aussieht? Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 06.06.2021 15:58:04 Gelesen: 1046303 # 2292
Guten Nachmittag, nach der Denksportaufgabe, wo wenige Worte Kopf zerbrechen bereiten, würde ich gerne wissen, was Paul Hermann 1911 dem Lieschen so alles geschrieben hat. Und wenn der Platz nicht reicht, dann kann man auch noch quer schreiben - also ich zeige mal was ich da so habe: Hier der erste Teil meiner Interpretation: Fräulein Elisabeth Bartholomäi Elberfeld Lärchenstr. 16 I. Mein liebes Lieschen! Muß doch wieder 1x etwas hören lassen, denn du bist ja auch schreib - -. Wie hast du dich vom Sylvesterabend amüsiert? Ich tadel- los. ... Rum geholt , Grog gebraut, 2 Uhr ins Bett gegangen. Am Neujahrstage war ich zum ... ... . War sehr schön. Mon- tag war ich wieder einmal für 40Pf im The- ater. Es wurde ein französiches Stück ge- spielt: Ut de Franzosentied *. War auch ganz schön. Gestern abend war ich von 9-1 Uhr nachts rodeln gegangen. * “Ut de Franzosentid” ist ein Roman des niederdeutschen Schriftstellers Fritz Reuter So weit so gut oder schlecht, jetzt wird es zu wild für mich: dafür tun .... ... einem ---- ---- . Heute ist Ruhetag, Morgen gehts wieder rodeln. Und quer gelesen fiel es mir wieder deutlich leichter: Lebe wohl. Herzliche Grüße an Alle Dein Paul Hermann Vielleicht kann mir ja jemand helfen, wieviel Rum er für den Grog verwendet hat... Die besten Grüße Olaf
volkimal Am: 06.06.2021 16:19:42 Gelesen: 1046299 # 2293
@ DERMZ [#2292] Hallo Olaf, alles kann ich auch nicht erkennen. Hier meine Deutung: Mein liebes Lieschen! Muß doch wieder 1x etwas hören lassen, denn du bist ja auch schreib - -. Wie hast du dich am Sylvesterabend amüsiert? Ich tadel- los. Pulle Rum geholt , Grog gebraut, 2 Uhr ins Bett gegangen. Am Neujahrstage war ich zum lohn ? zerrt(?) . War sehr schön. Mon- tag war ich wieder einmal für 40Pf im The- ater. Es wurde ein französi sches Stück ge- spielt: Ut de Franzosentied *. War auch ganz schön. Gestern abend war ich von 9-1 Uhr nachts rodeln gegangen. dafür tun mir heute(?) einem Hacken(?) ??? weh . Heute ist Ruhetag, Morgen gehts wieder rodeln. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 06.06.2021 16:38:16 Gelesen: 1046292 # 2294
@ volkimal [#2293] Volkmar, das ist ja super und unglaublich ... jetzt sind wir viel viel weiter: ... dafür tim mir heute meine Hackenknochen weh. Heute ist Ruhetag. Morgen gehts wieder rodeln. Der noch fehlende Punkt, bereitet mir noch etwas weh ... ich habe beim zweiten Wortteil auch "zerrt" gelesen, jedoch finde auf der Karte keine weiteres "r" in dieser Schriftform, welches mich irritiert, oder liegt das daran, daß das "r" gedoppelt ist? Vom Zusammenhang würde der Besuch eines Konzerts am Neujahrstag vielleicht Sinn machen, aber das will mir nicht passen... ist nur eine Idee... Besten Dank und viele Grüße Olaf
volkimal Am: 06.06.2021 17:08:14 Gelesen: 1046283 # 2295
@ DERMZ [#2294] Hallo Olaf, der gute Paul Hermann ist etwas zwischen der lateinischen Schrift und Sütterlin hin und hergesprungen. Schau dir mal die erst Zeile an: "doch wieder etwas". Die beiden ersten Wörter sind in lateinischer Schrift und das dritte ist wieder Sütterlin. Es kommen z.B. völlig verschiedene e's vor. Beim "r" von "zerrt" gehe ich vom lateinischen "r" aus, während er sonst Sütterlin benutzt hat. Viele Grüße Volkmar
Berges Am: 07.06.2021 01:37:55 Gelesen: 1046241 # 2296
@ volkimal [#2291] Ich schätze, Glacis ist kein Rechtschreibfehler. Vielmehr war es im 19. Jahrhundert nicht unüblich, Fremdworte durch eine Variation der Schrift hervorzuheben. Speziell in gedruckten Texten (Fraktur) wurde Fremdworte in einer anderen Schriftart gesetzt (Antiqua). Als Beispiel ein Text mit einem lateinischen Zitat. Vielleicht hat der Autor deshalb kein Sütterlin-G für Glacis gewählt?
Göttinger Am: 07.06.2021 12:40:16 Gelesen: 1046178 # 2297
@ Berges [#2290] @ volkimal @ brunoh @ DERMZ Ganz vielen Dank für Euro Hilfe, es war wirklich sehr aufschlußreich. Auch dass ihr sofort rausgefunden habt dass es sich um Königsberg handelt - chapeau! Ich habe in der Zwischenzeit noch mal recherchiert und bin auf den folgenden Text gestoßen: "Empfehlenswerte Saziergänge um den Schloßteich, den Oberteich (die beide reiche Gelegenheit zu Gondelfahrten geben) und durch die weitausgedehnten Grünanlagen der Stadt (auf dem ehemaligen Glacisgelände) zur Villenvorstadt Maraunenhof und der Stadtgärtnerei." [1] Ich hatte mir auch alte Stadtpläne besorgt und weiss, dass die Pferderennbahn in unmittelbarer Nähe zum Oberteich gelegen war, so dass Glacis also absolut Sinn machen würde. Auch herzlichen Dank für die Korrektur der Sattelplätze, den "hölzernen Trichter" hatte ich vorher schon selbst geknackt und leider eine ältere Übersetzungs-Version gepostet - sorry. Mir fehlen von dem ganzen Tagebuch vielleicht noch 10-15 einzelne Worte - wäre es möglich, dies vielleicht direkt über e-mail zu erfragen? Von Berges ist leider keine hinterlegt. Viele Grüße von Göttinger [1] https://www.stefan-winkler.de/html/koenigsberg_fuehrung.php
volkimal Am: 07.06.2021 13:16:25 Gelesen: 1046174 # 2298
@ Göttinger [#2297] Hallo Göttinger, du kannst mir gerne eine Mail schicken. Viele Grüße Volkmar
kauli Am: 07.06.2021 16:53:13 Gelesen: 1046139 # 2299
Hallo zusammen,

Jetzt muß ich doch mal die Gelegenheit nutzen und einen Brief zeigen den ich nicht deuten kann.
Die Anschrift in Berlin, Kaiserin Augusta Str. ist klar, darüber ist unklar. Vielleicht weiß auch jemand was über das Kriegsgefangenenlager
Heidin in China etwas. Das Jahr müsste ab Juli 1916 sein, ab da war die 15 Pfg. Marke zu haben. Der Inhalt ist nicht so wichtig, ist bestimmt eine
Nachricht aus der Heimat.





Vielen Dank
Dieter
DERMZ Am: 07.06.2021 17:18:20 Gelesen: 1046136 # 2300
@ kauli [#2299] Guten Nachmittag Dieter, ich lese folgende Adresse: Herrn August Grethe Heidin China Kriegsgefangener Rechskommisariat Japan Kommission Berlin W10 Königin Auguste Straße 38/42 ----- Absender: Frau M. Grethe, Otterndorf, Unter Elbe ----- Brief Seite 1 Otterndorf / Juli Mein lieber guter August Wenn du diesen Brief erhälst geht es wohl bald nach der Heimat zu du mußt auch sagen endlich ist die Zeit da nach so viel trennungs Jahren geht es wieder nach den Seinen. und wie viel herzelend ist in den Jahren passiert deine Mutter hat vieles mit durchgemacht aber dann denke ich auch August ist nohc da der muß noch sein Elternhaus weider finden und so freue ich mich ja so richtig das du zurück kommst. Hast du Adolf seinen Seite 2 Brief erhalten? Du bist wohl sehr traurig & erschrocken darüber und mein lieber August wenn du jetzt in Deutschland ankommst gebe uns sofort nachricht auch mit welchem Zuge d in Otterndorf ankommst da mit wir dich abholen von Herrn Emil Otto habe ich 2 Briefe bekommen we du bei uns in Otterndorf wird Er uns Besuchen was werden wir uns alles zu erzählen haben alle freuen sich das du weider kommst also eine glückliche Heimkehr und baldiges Wiedersehen. Seite 3 Ich bin augenblicklich bei R. Kamps M...hof ist eine kleine Tochter geboren Also nochmals ein frohes aber auch ein trauriges Wieder sehen. Herzlichen Gruß und in tiefer Trauer deine liebe Mutter Wie der Hof heißt, kann ich leider nicht identifizieren viele Grüße Olaf
wessi1111 Am: 07.06.2021 17:32:02 Gelesen: 1046133 # 2301
@ kauli [#2299] @ DERMZ [#2300] Hallo Dieter, Olaf, ich lese in der Anschrift: Reichsmarineamt Japan Gruß Wessi
DERMZ Am: 07.06.2021 17:38:26 Gelesen: 1046130 # 2302
@ wessi1111 [#2301] Stimmt, ich war zu schnell mit den Fingern und habe nicht mehr Korrektur gelesen. Sollte nicht passieren, aber zum Glück git es Mitleser. Besten Dank Wessi. Viele Grüße Olaf
volkimal Am: 07.06.2021 17:41:27 Gelesen: 1046129 # 2303
@ kauli [#2299] @ DERMZ [#2300] Hallo Olaf, es dürfte der Mühlenhof sein. Was es mit Heidin auf sich hat, weiß ich nicht. Viele Grüße Volkmar
wessi1111 Am: 07.06.2021 17:41:45 Gelesen: 1046128 # 2304
@ kauli [#2299] @ DERMZ [#2300] Hallo Dieter, Olaf, das fehlende Wort im Text heißt Michlenhof. Gruß Wessi
inflamicha Am: 07.06.2021 17:53:36 Gelesen: 1046124 # 2305
@ kauli [#2299] Hallo Dieter, in violetter Farbe (versch. Töne) gab´s die Marke erst ab Mai 1917. Gruß Michael
kauli Am: 07.06.2021 20:06:53 Gelesen: 1046109 # 2306
@ DERMZ [#2300] @ wessi1111 [#2301] @ volkimal [#2303] @ inflamicha [#2305] Bin begeistert von Euren Bemühungen. Mein Japan Sammler kann jetzt mal rauskriegen was es mit dem Reichsmarineamt Japan auf sich hat. Und ob Heidin ein Chinesisches Kriegsgefangenenlager war ist auch noch offen. Vielen Dank noch mal Dieter
epem7081 Am: 07.06.2021 20:48:03 Gelesen: 1046105 # 2307
@ kauli [#2306] Hallo Dieter, zum Reichsmarineamt kann ich folgende Information bzw. ausführlichen Hinweis beisteuern: Mit Allerhöchster Kabinettsorder vom 30.3.1889 wurde das Reichsmarineamt neben dem Marinekabinett und dem Oberkommando der Marine als Nachfolgebehörde der Admiralität geschaffen. Als oberste Reichsbehörde war das Reichsmarineamt verantwortlich für die Organisation, Verwaltung und Weiterentwicklung der Marine. Umfassende Darstellung über das Reichsmarineamt Organisationstruktur, personelle Besetzung und detaillierte Zuständigkeiten finden sich unter Reichsmarineamt (Bestand) [1] Mit freundlichen Grüßen Edwin [1] https://www.archivportal-d.de/item/ZBU76ZYE7H7LAAARHLKDAZDSXX2T5EFE
kauli Am: 08.06.2021 16:02:26 Gelesen: 1045999 # 2308
@ epem7081 [#2307] Hallo Edwin, Besten Dank für den Link. Das hilft schon weiter, viele Informationen. Viele Grüße Dieter
neuenmut Am: 09.06.2021 11:20:10 Gelesen: 1045879 # 2309
@ Göttinger [#2278] Hallo Göttinger, es sind Walzer Marsch Shimmy Klänge denen sie gelauscht haben. Shimmy war ein Modetanz der 1920-er Jahre mit entsprechender Musik.
Göttinger Am: 10.06.2021 09:44:42 Gelesen: 1045818 # 2310
@ neuenmut [#2309] Vielen Dank für den Hinweis. Das kann natürlich die Lösung sein und macht von den vorgeschlagenen Varianten am meisten Sinn. Auch wenn das "h" unorthodox geschrieben ist, aber das kann schon mal vorkommen, hatten wir vereinzelt auch im sonstigen Text. Viele Grüße Göttinger
DERMZ Am: 10.06.2021 12:24:02 Gelesen: 1045801 # 2311
Guten Morgen, Walther hat Schnupfen und einen Kater - ich habe Kopfschmerzen ... Doch wo kommt Walthers Kater her und worüber klagt seine Frau Mama? Wer hat ein Aspirin für mich? Oder die Auflösung der Schrift, beides sollte helfen: Meine Interpretation des Ganzen: Fräulein Wilhelmine Hammann Lübeck Travelmannstr. 30 I Marburg 12.2.26. L. Minchen. Dir einen freundlichen Sonntagsgruß. Habe Schnupfen und dazu ein tüchtiger Kater ( das macht der Besuch bei Cramers....) Heute nachmittag ununterbrochen gearbeitet Post v. meiner Mutter - beklagt sich über .... . Na. Gestern abend - oder heute muß sie Paket od. Post da haben. Herzlichen Gruß Walther. Besten Dank sagt Olaf
volkimal Am: 10.06.2021 13:31:11 Gelesen: 1045798 # 2312
@ DERMZ [#2311] Hallo Olaf, hinter Cramers (ob das stimmt, weiß ich nicht) lese ich "kandidaten". Die Mutter beklagt sich über "Nichtschreiben". Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 10.06.2021 13:43:50 Gelesen: 1045796 # 2313
@ volkimal [#2312] Aspirin fürs Volk - Danke Volkmar, jetzt kann ich das auch lesen.... "Nichtschreiben"... ich suchte nach einer Krankheit, hatte was mit Nierenstein im Sinn und kam vom Doktor nicht mehr weg. Jetzt ist alles klar und eindeutig. besten Dank sagt Olaf
juni-1848 Am: 10.06.2021 19:33:08 Gelesen: 1045766 # 2314
@ DERMZ [#2311] Hallo Olaf, ein typisch studentischer Gruß: ...(das macht der Besuch bei Examenskandidaten)... Sammlergruß, Werner
DERMZ Am: 10.06.2021 19:40:16 Gelesen: 1045763 # 2315
@ juni-1848 [#2314] Danke Werner, ich muß noch viel viel lernen mit dieser Schrift. Ich war so auf Cramer fixiert ... aber so macht es Sinn, meine Version eher nicht. DANKE recht herzlich. Olaf
DERMZ Am: 12.06.2021 09:42:18 Gelesen: 1045702 # 2316
Guten Morgen, Es gibt nur gute Handschriften und bessere Handschriften, heute habe ich mal wieder eine gute Handschrift, die ich nicht lesen kann. Herr Ingeniuer Zeller hat wieder Post aus der Heimat bekommen, doch was kann warten bis nach den Feiertagen, eine Lebensversicherung wird es wohl nicht sein, oder? Herrn Ingenieur Zeller Hallenberg i/W. Beste Grüße. Betr. die ... folgt ... nach den Feiertagen da jetzt keine Zeit hatte. Rainer Hahn kann Ihnen auch diesbezüglihes erzählen. Wünsche vergnügte Feiertage .... Auf der Vorderseite berichtet Wilhelm noch von einer Affenkiste, wenn ich es richtig lese: Deine Affenkiste habe ich abgesandt Mit Gruß u. Schluck dein Wilhelm Mit besten Grüßen und bestem Dank für Hilfe Olaf
volkimal Am: 12.06.2021 11:54:38 Gelesen: 1045692 # 2317
@ DERMZ [#2316] Hallo Olaf, etwas kann ich entschlüsseln aber nicht alles. Ich vermute: Beste Grüße. Betr. die ??? ???sehung folgt Brief nach den Feiertagen da jetzt keine Zeit hatte. Rainer Hahn kann Ihnen auch diesbezüglihes erzählen. Wünsche vergnügte Feiertage Vielleicht kommst du oder ein anderer weiter. Viele Grüße Volkmar
epem7081 Am: 12.06.2021 15:28:05 Gelesen: 1045671 # 2318
@ DERMZ [#2316] Hallo Olaf, nach meiner Lesung geht es hier um eine Lebensversicherung. Mit freundlichen Grüßen Edwin
DERMZ Am: 12.06.2021 17:00:44 Gelesen: 1045662 # 2319
@ volkimal [#2317] @ epem7081 [#2318] Danke Volkmar und Edwin, die Lebensversicherung hatte ich auch gelesen, hatte sie aber wieder verworfen, aber mit dem Wort "Brief", welches ich niemals hätte entziffern können (Danke Volkmar), macht die Sache Sinn. Beste Grüße. Betr. die Lebensversicherung folgt Brief nach den Feiertagen da jetzt keine Zeit hatte. Rainer Hahn kann Ihnen auch diesbezügliches erzählen. Wünsche vergnügte Feiertage Charlotte Besten Dank sagt Olaf
DERMZ Am: 14.06.2021 10:38:42 Gelesen: 1045606 # 2320
Guten Morgen die liebe Else ... hat bei der Entwicklung ihrer Handschrift wohl nie an nachfolgende Generationen gedacht, die diese ohne fremde Hilfe nicht lesen können. Ich bin einer davon. Ich habe folgendes erraten (lesen wäre zu viel gesagt): Familie Prof. Dr. K... Birkach bei Stuttgart Marburg, 29. III. 32. Meine Lieben, ich komme am Donnerstag Abend zurück u. bitte ... bis dahin die ... Wohnung in ein Bett zu richten. Dank für Päckchen. Viele herzl. Grüße Eure Else. Bin neugierig, ob davon überhaupt etwas stimmt. Besten Dank für jede Hilfe sagt Olaf
volkimal Am: 14.06.2021 22:12:51 Gelesen: 1045566 # 2321
@ DERMZ [#2320] Hallo Olaf, da hast aber wieder einmal eine fürchterliche Handschrift ausgegraben. Ich glaube dort steht folgendes: Marburg, 29. III. 32. Meine Lieben, ich komme am Donnerstag Abend zurück u. bitte Lene/Lena(?) bis dahin die härteste Matratze in mein Bett zu richten. Dank für Päckchen. Viele herzl. Grüße Eure Else. Der Teil "in mein Bett zu richten" klingt seltsam - ich weiß aber nicht, was es sonst bedeuten könnte. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 15.06.2021 03:50:34 Gelesen: 1045554 # 2322
@ volkimal [#2321] Besten Dank Volkmar, das klingt doch gut, ist wohl das Beste was man aus dieser Schrift lesen kann und sind wir froh, daß wir keinen Roman von Else lesen mussten - den Familiennamen des Herrn Prof. Dr erkennst Du auch nicht, oder? Nachmals Danke sagt Olaf
wessi1111 Am: 15.06.2021 05:53:15 Gelesen: 1045551 # 2323
@ DERMZ [#2320] Hallo Olaf, der Nachname könnte Klett heißen. Gruß Wessi
volkimal Am: 15.06.2021 09:00:13 Gelesen: 1045540 # 2324
@ DERMZ [#2322] Hallo Olaf, den hatte ich vergessen. Ich vermutete auch Klett, hatte im Internet aber keinen passenden Eintrag gefunden. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 15.06.2021 20:59:16 Gelesen: 1045516 # 2325
Hallo, ich zeige hier eine Postkarte, deren Text ich kaum lesen kann. Auf der Adreßseite: Soll das Frau Pastor ... heissen? Der Text: L. M. mit 3 Frachtkoffern, 8 Handgepäcks, ...u. 3 Frauen glücklich angekommen. Vom Lehrter Bahnhof bis Fdr. Straßein 1 Droschke, dann per ... von ... ich zu Fuß, ..... nach Sachsen. Jetzt imm ... etc. Von Möbeln noch nichts gehört. Morgen früh Besuche. In Hannover ... aufgeladen ..... Apotheker ... hingebracht. ... sehr höflich u. liebeswürdig, bis 7 Uhr. Herzliche Grüßevon uns Allen! ..... Die Fragmente würde ich so lesen. Kann mir bitte jemand bei der Übersetzung des Umzugs- oder Reiseberichtes weiterhelfen? Gruß Detlef
volkimal Am: 15.06.2021 21:39:04 Gelesen: 1045513 # 2326
@ dr31157 [#2325] Hallo Detlef, ich lese: An Frau Pastor Dr. ??? (Eventuell fängt der Nachname mit „Kot“ oder „Rot“ an.) Detmold Gartenstraße Die Gartenstraße ist die Adresse der Ev. Ref. Kirchengemeinde Detmold-Ost. L. M. Mit 3 Frachtkoffern, 8 Handgepäcks, diversen Stöcken, Schirmen u. 3 Frauen glücklich angekommen. Vom Lehrter Bahn- hof bis Fdr. Straße in 1 Droschke, dann per Vorortzug, von da L. u. ich zu Fuß, schickte Wagen nach Sadeva(?). Jetzt im Garten etc. Von Möbeln noch nichts gehört. Morgen früh Besuche. In Hannover L. u. A. aufgeladen waren von Apotheker Thun hingebracht. Gespr. sehr frisch u. liebes- würdig, bis 7 Uhr. Herzliche Grüße von uns Allen! Stets Dir treu S. ?. ?. Cöpenick d. 30.9.96 Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 15.06.2021 21:50:45 Gelesen: 1045511 # 2327
@ volkimal [#2326] Hallo Volkmar, wie immer vielen Dank für die schnelle Hilfe. Gruß Detlef
evwezel Am: 16.06.2021 15:50:16 Gelesen: 1045471 # 2328
Liebe Sammelfreunde, ich zeige hier eine alte Postkarte. Ich lese folgendes, bin aber nicht ganz sicher über die Wörter die “fett” gedruckt sind. Kann jemand Auskunft darüber geben? Viele Grüße, Emiel Rückseite: Aus vergangenen Tagen Grundsteinlegung 15.8.1248 Einweihung 15.10.1880 Chor Bauzeit: 3/4 Jahrhundert W. 1560-1842 O. alter Dom Der Cölner Dom vor 100 Jahren Links (90 Grad nach links gedreht) : südl. Turm (2 Stockwerke) Krahn nördl. Turm (1 Stockwerk) Lieber Bruder, Du wartest wohl noch immer vergeb- lich auf die Radsachen. Das Wetter will ja noch gar nicht günstig werden. Diese Woche kommt Mut- ter noch auf einige Tage nach Schulven. Hoffentlich wird das Wetter diese Woche schön. Nach den Ferien kommen wir nochmal am Sonntag nach Ulzburg. Herzlichen Gruß H. u. Anna W.= Westen O.= Osten Vorseite: An Herrn H Möller Lehrer In Ulzburg Wohnung b(ei) Kaltenkirchen
volkimal Am: 16.06.2021 16:46:30 Gelesen: 1045460 # 2329
@ evwezel [#2328] Hallo Emiel, ich lese: Du wartest wohl noch immer vergeb- lich auf die Radfahrer. Das Wetter will ja noch gar nicht günstig werden. Diese Woche kommt Mut- ter noch auf einige Tage nach Schulau. Hoffentlich wird das Wetter dann noch schön. Der Rest war richtig. Schulau ist ein Ortsteil von Wedel. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 16.06.2021 16:52:59 Gelesen: 1045457 # 2330
@ volkimal [#2329] Hallo Volkmar, du bist wieder mein Retter in der Not! Vielen Dank für deine Hilfe, Emiel
SH-Sammler Am: 18.06.2021 16:36:14 Gelesen: 1045376 # 2331
@ Heinz 7 [#2253] Hallo Heinz, jetzt habe ich mich nochmals mit einem anderen Gedanken an den Hullner gemacht. Huller / Hullner fällt als Geschlechtsname ja weg. Herr Glättli logierte nicht bei einem Schneider Hullner. Also muss es sich doch um eine zusätzliche Berufsbezeichnung zum Schneider handeln. So wie der Metzger / Wurster war es bei den Schneidern anscheinend der “Schneider / Hullner”. Nur findet man im Internet auf die Schnelle nichts zu dieser Berufsbezeichnung. Es gibt aber eine Homepage über alte Berufsbezeichnungen [1]. Dort gibt es einen Ordner “Genealog. Hilfen”, dann “Lateinische und altdeutsche Berufsbezeichnungen”. Dort sind alte Berufe von A bis Z aufgeführt. Unter Kapitel F wirst Du fündig. Dort wird ein Fullo, zu deutsch Tuchwalker aufgeführt. Das wäre mindestens ein mit einem Schneider verwandter Berufszweig. Gib bei Google anschliessend die Bezeichnung “Tuchwalker” und “Wiki” ein und Du findest die lateinische Übersetzung Fullones sowie die Beschreibung dieses Berufes. Interessant in diesem Zusammenhang ist auch die Aussage “Pecunia non olet”. Nur leben wir nicht mehr zur Römerzeit, also wird Fullones verdeutscht zu Fullner. Nun, es ist ein bisschen weit hergeholt… Was, wenn im damaligen Sprachgebrauch ein Fullner (lateinisch Fullo) gemeint wäre, im Dialekt aber Hullner ausgesprochen wurde? Fullner oder Hullner, wer macht beim Schreiben keine Fehler, vor allem, wenn man das Wort nur vom Hörensagen her kennt. Ich denke, man darf da nicht zu kleinlich sein (vor allem, wenn der Fullner = Tuchwalker doch irgendwie passen könnte). So, das wars von meiner Seite. Hat aber Freude gemacht und hinterlässt bei mir ein Schmunzeln auf den Stockzähnen. SH-Sammler Hanspeter [1] http://www.bielski.de/html
Soliver Am: 20.06.2021 11:18:17 Gelesen: 1045306 # 2332
Hallo liebe Sammlergemeinde, ich habe hier 3 Briefe / Dokumente, bei denen ich eure Hilfe benötige. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir weiterhelfen könnt. Herlichen Dank im Voraus Oliver Einschiffungs-Certifikat Die _________ Kaufleute Stecker & Stock CO. ________ hiermit, _________ Martin Kieser und Familie, ___________ _____________________________________ Daisbach im Großherzogtum Baden An Bord des __ Schiffes Sarah G. Hyde Capitain Snow zur Überfahrt nach New ______ Schiffs zu _____ Antwerpen, 10. November 1854 Strecken Stock Text auf französisch Anvers 11. November 1854 Melem (Unterschrift) _______ im Consulat des Gr.Herzogtums Baden zur ____bigung, _________ ________ Antwerpen 13.November 1854 _____ Consul Eduard Weber (Unterschrift) Ergänzung zur Person Weber: Karl Eduard Weber von Treuenfels geb. 01.10.1792 gestorben 12.05.1861 - Vizekonsul von Preußen und Generalkonsul der Stadt Hamburg in Haiti. - Badischer Konsul in Antwerpen
Soliver Am: 20.06.2021 11:36:56 Gelesen: 1045302 # 2333
Agentur Neidenstein Regina Winkler Contr. No. 4431 _____ Elisabeth Verschiffungs-Attest Die Unterzeichnete bescheinigt hiermit, daß sie durch die Herrn Walther & Reinhardt in Mannheim frei hierher befördert und heute in deren Auftrag durch die Herrn J. Barbe u. Monisse mit dem Schiff Avance Captain Lecraw nach New York eingeschifft worden ist, auch mit dem nötigsten ___________ ________________ __________ empfangen Regina Winkler Havre am 8. November 1854
DERMZ Am: 20.06.2021 11:47:26 Gelesen: 1045297 # 2334
@ Soliver [#2332] Hallo Oliver, ich versuche es mal: Einschiffungs-Certifikat Die unterzeichneten Kaufleute Stecker & Stock CO. bescheinigen hiermit, nachstehend genannte Person Martin Kieser und Familie, zusammen fünf Personen, ... aus Daisbach im Großherzogtum Baden An Bord des __ Schiffes Sarah G. Hyde Capitain Snow zur Überfahrt nach New eingeschifft zu haben Antwerpen, 10. November 1854 Strecken Stock Text auf französisch Anvers 11. November 1854 Melem (Unterschrift) ********************************************************* Gesehen im Consulat des Gr.Herzogtums Baden zur Beglaubigung, vorstehender Unterschrift Antwerpen 13.November 1854 .. Badischer Consul Eduard Weber (Unterschrift) ********************************************************* Agentur Heidenstein Regina Winkler Contr. No. 4431 Tochter Elisabeth Verschiffungs-Attest Die Unterzeichnete bescheinigt hiermit, daß sie durch die Herrn Walther & Reinhardt in Mannheim frei hierher befördert und heute in deren Auftrag durch die Herrn J. Barbe u. Monisse mit dem Schiff Avance Captain Lecraw nach New York eingeschifft worden ist, auch mit dem nöthigen Lebensmitteln versehen war empfangen Regina Winkler Havre am 8. November 1854 ********************************************************** Ich hoffe, es hilft ein Stück weiter. Ahoi sagt Olaf
volkimal Am: 20.06.2021 12:00:12 Gelesen: 1045295 # 2335
@ DERMZ [#2334]

Hallo Olaf,
du warst schneller. Ein paar Kleinigkeiten beim ersten Dokument kann ich noch ergänzen:

Einschiffungs-Certifikat
Die unterzeichneten Kaufleute Stecker & Stock be-
scheinigen hiermit, nachstehend genannte Person
Martin Kieser und Familie, zusammen
fünf Personen, sämmtlich aus
Daisbach im Großherzogtum
Baden

an Bord des Ang(?) Schiffes Sarah G. Hyde
Capitaine Snow zur Ueberfahrt nach New
eingeschifft zu haben

Antwerpen, 10. November 1854
Strecker Stock

??? par l'Inspecteur du Service des Emigrants
Anvers 11. November 1854
Melem (Unterschrift)

Nehme mir nachher das zweite vor.

Viele Grüße
Volkmar
Soliver Am: 20.06.2021 12:00:59 Gelesen: 1045294 # 2336



Bei Diesem Brief sind eher die Bayernkenner gefragt, da es sich um Namen aus Bayern handelt.

Der Brief stammt aus Straubing von Hr. Paul Hummel und ist an die Fa. Carl Pokrantz & Co. in Bremen gerichtet. der Brief stammt aus dem Jahr 1853.

Die Abkürzungen vor den Namen wurden vermutlich von der Fa. Pokrantz angebracht und stehen für New York und meines Erachtens Quebec.


NYK -
NYK - Anton
NYK - Lorenz
NYK - Magdalene Völkle
Q - Georg
Q -
Q - Maria
Q - Sebastian
Q -
Q - Franziska
NYK -
NYK - Maria
NYK - Johann
NYK -
NYK - Leopold
Q - Margaretha
Q -
NYK -
Q -
Q - Anna ______ mit Säugling
Frau _____ Vorge mit Säugling
und Kinder Franz 10 J
______ 9 J
Julian 8 J
______ 1 J
NYK - Anna _____ , _____ ist __ Laurer zuzuweißen
Soliver Am: 20.06.2021 12:05:04 Gelesen: 1045288 # 2337
Danke
@ DERMZ und Volkimal

das hilft mir sehr. ich habe noch einige weitere dokumente die ich hier posten werde. möchte mich aber zuerst selber daran versuchen, da ich es lernen will.

Freue mich schon auf eure Hilfe
volkimal Am: 20.06.2021 12:10:07 Gelesen: 1045286 # 2338
@ Soliver [#2333] @ DERMZ [#2334] Hallo zusammen, habe doch noch ein paar Minuten Zeit. Hier ist der Rest: Gesehen im Consulat des Gr.Herzogth Baden zur Beglaubigung, vorstehender Unterschrift Antwerpen d. 13.Nov.ber 1854 H. Badischer Consul Eduard Weber (Unterschrift) Agentur Heidenstein Contr. No. 4431 Regine Winkler Tochter Elisabeth Verschiffungs-Attest Die Unterzeichnete bescheinigt hiermit, daß sie durch die Herrn Walther & Reinhardt in Mannheim frei hierher befördert und heute in deren Auftrag durch die Herrn J. Barbe u. Morisse mit dem Schiff Avance Captain Lecraw nach New York eingeschifft worden ist, auch mit dem nöthigen Lebensmitteln versehen war empfangen Regina Winkler Havre am 8. November 1854 Jetzt muss ich aber erst einmal los. Viele Grüße Volkmar
epem7081 Am: 20.06.2021 12:22:47 Gelesen: 1045282 # 2339
@ Soliver [#2336] Hallo Oliver, hier meine erster Lösungsvorschlag. Der eine oder andere Familienname kann sich eventuell noch ändern Personen welche eintreffen: NYK - Andrä Mieschl NYK - Anton Mieschl NYK - Lorenz Weinberger NYK - Magdalene Völkl Q - Georg Spekmaier Q - Jos. Höpfl Q - Maria Dirscherl Q - Sebastian Feldmaier Q - Walburga Feldmaier Q - Franziska Felbermaier Q - Wolfg. Fischer NYK - Joh. Herrnberger NYK - Maria Schmidbauer NYK - Johann Wittenzellner NYK - Anna Bök NYK - Leopold Iglberger Q - Margaretha Scherzberger Q - Kunigunde Ditto NYK - Joseph Hahn Q - Max Burger Q - Anna Fritsch mit Säugling Frau Theres Vorge mit Säugling und Kinder Franz 10 J Andrä 9 J Julian 8 J Eisabeth 1 J NYK - Anna Vogl, welche ich H. Laurer zugewiesen Mit freundlichen Grüßen Edwin
Soliver Am: 20.06.2021 12:29:08 Gelesen: 1045277 # 2340
Hallo Edwin, danke für deine schnelle Antwort. Die hilft mir sehr weiter, da ich jetzt evtl. mehr über die Personen herausfinden kann. Da mich auch interessiert, woher sie stammen und wo ihr Weg sie in der Neuen Welt hingeführt hat. Gruß Oliver
epem7081 Am: 20.06.2021 13:04:35 Gelesen: 1045272 # 2341
@ Soliver [#2340] Hallo Oliver, die Auswanderer auf Deinem Beleg stammen anscheinend nicht aus Bayerisch Schwaben. Bei einer ersten Durchsicht der veröffentlichten Dissertation von Wolfgang Knabe [1] mit einer Auflistung aller bekannten Auswanderer aus dieser Region (über 8.000 Namen), konnte ich keine Person aus Deiner Liste entdecken. Jedem Interessierten an der Auswanderungsthematik kann ich die beiden Bücher von Wolfgang Knabe sehr empfehlen. Mit freundlichen Grüßen Edwin [1] Knabe, Wolfgang: Aufbruch in die Ferne. Deutsche Auswanderungen nach Amerika, Afrika, Asien und Australien zwischen 1803 und 1914 am Beispiel Bayerisch-Schwaben Westkreuz-Verlag, Berlin/Bonn 199o, 1990 ISBN: 9783922131854 / 3-922131-85-9 Knabe, Wolfgang. Die neue Heimat nimmt sie auf. Deutsche Einwanderungen in Amerika, Afrika, Asien und Australien zwischen 1803 und 1914 am Beispiel "Bayerisch-Schwaben". Westkreuz-Verlag, Berlin/Bonn 1992., 1992 ISBN: 3922131867 / 3-922131-86-7
volkimal Am: 20.06.2021 20:27:08 Gelesen: 1045244 # 2342
@ Soliver [#2340] @ epem7081 [#2339] Hallo zusammen, Edwin hat die Namen super gelesen. Nur bei den beiden ersten lese ich den Hausnamen Nieschl und nicht Mieschl. Viele Grüße Volkmar
Max78 Am: 26.06.2021 13:56:34 Gelesen: 1043776 # 2343
@ volkimal [#2342] Moin Moin, genau genommen heißt erste Person: Andrä Ni rschl zweite Person: Anton Ri eschl siehe: Mit freundlichen Grüßen Max
Briefuhu Am: 29.06.2021 11:45:30 Gelesen: 1043481 # 2344
Hallo, obwohl ich selbst mal die Schrift in der 3, und 4. Klasse geschrieben und gelesen habe, komme ich bei diesem Brief nicht weiter und bitte deshalb um Eure Hilfe. Der Brief vom 16.10.1868 ging vom Hessischen Ober-Appellations- und Kassationsgericht Darmstadt (konnte ich vom rückseitigen Siegel ablesen) nach Zürich und kam dort am 18.10.68 an. Leider kann ich sonst nichts lesen bzw. ergibt das von mir gelesene keinen Sinn. So steht auf der Rückseite "... amt ist in Zürich". Auch kann ich die ursprüngliche und durchgestrichene Anschrift nicht lesen. Vielen Dank für Euere Bemühungen und schönen Gruß Sepp
volkimal Am: 29.06.2021 14:15:26 Gelesen: 1043460 # 2345
@ Briefuhu [#2344] Hallo Sepp, das meiste kann ich lesen: Vorderseite: nicht zu erfragen An den practischen(?) Amts Herrn Dr. Carl Ernst Emil Hoffmann zu Ort ???(durchgestrichen) Zürich Großh. Dienstsache m.d. O. ??? Direction Auf der Rückseite: Dr. Hoffmann ist in Zürich ??? Bfträger Dr. Carl Ernst Emil Hoffmann findest Du übrigens im Internet [1] und [2]. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Hoffmann_(Mediziner) [2] https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/bio/id/2421
DERMZ Am: 29.06.2021 14:29:56 Gelesen: 1043454 # 2346
@ volkimal [#2345] @ Briefuhu [#2344] Hallo Volkmar, Hallo Sepp, es ist ein practischer Arzt desweiteren lese ich Großh. Dienstsache m.d. O. Med. Direction ... aber das sagt nur ein absoluter Amateur, wie ich es einer bin. Beste Grüße Olaf
volkimal Am: 29.06.2021 14:36:12 Gelesen: 1043448 # 2347
@ DERMZ [#2346] Hallo Olaf, sehr gut - da habe ich nicht aufgepasst! Viele Grüße Volkmar
Briefuhu Am: 29.06.2021 14:42:10 Gelesen: 1043447 # 2348
@ volkimal [#2345] @ DERMZ [#2346] Hallo Volkmar und Olaf, recht schönen Dank für Eure Hilfe. Fall fast geklärt, das hessische Gericht schreibt an den Arzt in Zürich. Nur die ursprüngliche Ortsangabe unter Zürich ist noch unbekannt (könnte aber Basel sein?), aber damit kann ich leben. Schöne Grüße Sepp
Franz88 Am: 29.06.2021 14:57:22 Gelesen: 1043443 # 2349
Hallo Sammlerfreunde, diesen Brieftext, aus dem Jahre 1622, kann ich leider nicht entziffern (nur einzelne Wörter). Bitte um Hilfe bei der Übersetzung des Briefes. Liebe Grüße Franz
volkimal Am: 29.06.2021 15:10:47 Gelesen: 1043439 # 2350
@ Briefuhu [#2348] Hallo Sepp, Basel kommt als ursprünglicher Ort nicht in Frage, da der erste Buchstabe eine Unterlänge hat. Vermutlich fängt der Ort mit "G" an. In der Mitte ist ein "st". Vor dem "st" dürfte irgendwo ein "i" sein. Ich lese als Ortsname in etwas "Greisten", "Griesten" oder etwas ähnliches. Leider ist der eine Stempel unklar: Evtl. ist es ein Bahnpoststempel der Strecke Basel-Olten. Der Stempel von Zürich ist auf jeden Fall am selben Tag abgeschlagen worden. Wenn Dir der Ort wichtig ist, kannst Du den Brief ja einmal bei einem Schweizer Thema vorstellen. Viele Grüße Volkmar
Briefuhu Am: 29.06.2021 15:43:07 Gelesen: 1043432 # 2351
@ volkimal [#2350] Hallo Volkmar, mit Basel hast Du recht. das kann es nicht sein. Da werde ich jetzt mal auf der Landkarte sprich Gogglemaps recherieren. Vielleicht werde dich ja doch noch fündig. Es befindet sich ja auch noch ein Stempel von Frankfurt a. Main mit einer Ortsangabe bei der man nur ...heim lesen kann auf dem Beleg. Vielleicht ist ja die ursprüngliche Anschrift in Deutschland. Schönen Gruß Sepp
volkimal Am: 29.06.2021 15:59:48 Gelesen: 1043422 # 2352
@ Briefuhu [#2351] Hallo Sepp, an einen deutschen Ort habe ich auch schon gedacht. Dafür spricht, dass auf dem Brief keine Angabe wie "Schweiz" zu sehen ist. Wenn es ein Schweizer Ort wäre müsste er ohne Landesangabe eigentlich groß und bekannt sein. Vielleicht ist es ja "Gießen". Es wäre zwar kein typisches "ß", aber es wäre durchaus möglich. Viele Grüße Volkmar
Briefuhu Am: 29.06.2021 16:12:57 Gelesen: 1043413 # 2353
@ volkimal [#2352] Hallo Volkmar, ich glaube mit Gießen liegst du gar nicht so verkehrt, das könnte es schon sein. Und das mit den Schreibweisen hat sich ja auch immer verändert. Schönen Gruß Sepp
volkimal Am: 29.06.2021 16:54:28 Gelesen: 1043402 # 2354
@ Franz88 [#2349] Hallo Franz, ich habe erst einmal alles so geschrieben, wie ich es zuerst gelesen habe. Danach habe ich es nicht noch einmal kontrolliert. Hier das Ergebnis: Insonders Ehrender günstiger Herr demselb für Unser früntlich Gruß und Dienst Zuion(?) Daß Herren Schryben und Commicaon Püntt- nerischen accords und Capitulaon artiklen habend wir empfangen. Und ablösend Verstanden, thun Uns auch destalben gegen dem Herren gantz früntlich bedanncken, Und wünschen von dem allmechtigen Gott das er dise gantze Sach, Zu erwünschtem guttem End, frid, und gemeinem euer Stand, mit gnaden verleitenn und ußfüren wolle, Und das sich Unser G. ?.?. Und Punttsgnoßen der dreyen Grauwen Püntten, wyl dir articel für die Comunen kommen, und dieselben sich darüber Exsolnieren sollend, eines(?) heilsamen unnd gutten entschließen thuind, daß wir den erwartten wöllend, Und thun hiermit dem Herren Unsere Verharliche gutte ??ertion lieb und dienst erpitten, Und denselben In protection des allmechtigen Gottes empfolen Datum 26 May 1622 Viele Grüße Volkmar
Franz88 Am: 29.06.2021 18:39:41 Gelesen: 1043386 # 2355
Hallo Volkmar, vielen herzlichen Dank für die Transkription, dieses für mich schwer zu entziffernden Textes. Ich habe es mehrmals versucht, bin aber zu keinem sinnvollen Ergebnis gekommen. Der vom Schultheiss der Stadt Bern unterzeichnete Brief ist nach Zürich gelaufen. Liebe Grüße Franz
SH-Sammler Am: 30.06.2021 04:31:17 Gelesen: 1043364 # 2356
@ Franz88 [#2349] Hallo Franz, ich habe die Übersetzung Deines Briefes mit Interesse gelesen. Der Inhalt bezieht sich auf die Bündner Wirren in den Jahren 1620 / 1622. An vorderster Front mit dabei war bei diesen Wirren auch Jürg Jenatsch, welcher auf einer Marke aus dem Jahr 1940 abgebildet ist (Mi 383). Bei “sich darüber Exsolnieren sollend, eines(?) heilsamen unnd” lese ich fridsammen anstelle von heilsamen. Bei “Verharliche gutte ??ertion lieb und dienst erpitten” lese ich affection. Bei der Abkürzung G:L:B: muss man raten. Eine sichere Übersetzung kann nur im Zusammenhang mit der Redensart der damaligen Zeit erfolgen. Meine Vermutung geht dahin, dass es bei “Und das sich Unser G. ?.?. Und Punttsgnoßen“ um “unser Guten, Lieben Bund und Puntgnossen” handeln könnte. Ähnliche Begrüssungsformeln waren zur Zeit der Helvetik (1798 – 1803) noch gang und gäbe, nur waren es dann die “Freund-, Eid- und Bundesgenossen”. Gruss SH-Sammler Hanspeter
volkimal Am: 30.06.2021 07:37:35 Gelesen: 1043351 # 2357
@ SH-Sammler [#2356] Hallo Hanspeter, eine interessante Ergänzung. Toll, was man hier im Forum alles erfährt. Bei "fridsammen" hast du mit dem doppelten "m" recht. Das "frid" kann aber nicht stimmen. Ein "d" sieht völlig anders aus. Besonders einfach ist es beim Wort "frid" am Anfang der siebten Zeile zu sehen. Ich lese dort eindeutig "heilsammen". Affection sieht passend aus, es ist aber groß geschrieben. Viele Grüße Volkmar
Briefuhu Am: 01.07.2021 15:11:04 Gelesen: 1043086 # 2358
Hallo, jetzt hab ich schon wieder ein Anliegen. Bei diesem Feldpostbrief kann ich fast alles lesen, glaub ich zumindest. Nur das Wort unter dem Namen kann ich nicht entziffern. Ich lese: Feldpost Frau Erika Holzer (?) ??????? Köppling 60 Post St. Johann ob Hohenberg Stmk (für Steiermark) Pikant ist das unter dieser Anschrift jetzt ein "Laufhaus" (Bordell) ist. Schönen Dank im Voraus und viele Grüße Sepp
epem7081 Am: 01.07.2021 15:48:31 Gelesen: 1043071 # 2359
@ Briefuhu [#2358] Hallo Sepp, es handelte sich damals um ein Kaufhaus. Mit freundlichen Grüßen Edwin
volkimal Am: 01.07.2021 15:53:12 Gelesen: 1043070 # 2360
@ Briefuhu [#2358] Hallo Sepp, ich lese: Feldpost Frau Paula Holzer Kaufhaus Köppling 60 Post St. Johann ob Hohenbg. Stmk (für Steiermark) Der Ort heißt richtig "St. Johann ob Hohenburg. Damals war dort also ein Kaufhaus und kein Laufhaus. Viele Grüße Volkmar
Briefuhu Am: 01.07.2021 16:09:07 Gelesen: 1043062 # 2361
@ volkimal [#2360] Hallo Volkmar, vielen Dank für Deine schnelle Hilfe. Du hast Recht mit dem Hohenburg, das hatte ich auch so recheriert und dann im Forum falsch eingegeben. Und wie ich Erika las statt Paula, weiss ich auch nicht, da hatte ich wieder mal Tomaten auf den Augen. Und das ist ja wirklich lustig, damals war es ein Kaufhaus und heute ist es tatsächlich ein Laufhaus also ein Bordell mit Nachtclub. Schönen Gruß und nochmal herzlichen Dank Sepp
Briefuhu Am: 01.07.2021 16:49:19 Gelesen: 1043054 # 2362
@ epem7081 [#2359] Hallo Edwin, danke, war damals tatsächlich ein Kaufhaus und heute ein Laufhaus. Schönen Gruß Sepp
mausbach1 (RIP) Am: 05.07.2021 09:20:19 Gelesen: 1042056 # 2363
Erbitte Hilfe: Was bedeutet vor Brücke... und Ende des Wortes? Wer könnte eine Krone mit Wappen etc.? Im Text 18.12.1835 - gerne Hilfe annehmen. Schöne Grüße Claus
volkimal Am: 05.07.2021 12:53:15 Gelesen: 1042013 # 2364
@ mausbach1 [#2363] Hallo Claus, was unten links auf dem Brief steht ist mir im Moment noch nicht klar. Stell doch einmal den Text ein. Wenn man die Buchstaben vergleicht ist es eventuell leichter zu erkennen. Viele Grüße Volkmar
mausbach1 (RIP) Am: 06.07.2021 08:40:54 Gelesen: 1041757 # 2365
@ volkimal [#2364] Hallo Volkmar, ein Text in der Briefhülle ist nicht vorhanden - lediglich das Datum. Beste Grüße Claus
SH-Sammler Am: 06.07.2021 10:31:18 Gelesen: 1041688 # 2366
@ mausbach1 [#2365] Hallo Claus, Du zeigst einen eingeschriebenen Brief, welcher von Berlin an die königliche Handelskammer zu Duisburg lief. Unten links sind in der Regel Frankovermerke wie “frei”, “fco” oder “franco Grenze” notiert. Vorderseitig sehe ich keine Taxhinweise, die Taxen sind alle hinten notiert. Das weist schon darauf hin, dass Dein Brief bis Duisburg, also über die ganze Distanz vorausbezahlt wurde. Der Schnörkel vor dem Wortteil “Brück…” könnte demzufolge sehr wohl fco, schwungvoll geschrieben, heissen. Wo dieses Brück…(in oder bei Duisburg) liegt, weiss ich nicht. Aber da die Taxe voll vorausbezahlt wurde, kann es sich nicht um einen Ort zwischen Berlin und Duisburg handeln. Hier sind einheimische Sammler gefragt. Grüsse SH-Sammler Hanspeter
mausbach1 (RIP) Am: 06.07.2021 10:47:03 Gelesen: 1041678 # 2367
@ SH-Sammler [#2366] Hallo Hanspeter, vielen Dank! Das gute Stück hatte ich vor Jahrzehnten verkramt - nun wieder da! Besten Grüße! Claus
Magdeburger Am: 06.07.2021 12:24:42 Gelesen: 1041649 # 2368
@ mausbach1 [#2363] Hallo Claus, nachdem hier schon etliche Kommentare abgegeben wurdem, hier mein Senf dazu. Der Brief ist nicht eingeschrieben und lief innerhalb Preussen. Siegelseitig ist der Ausgabestempel von Duisburg und die 29 1/4 Sgr. wären als Porto oder franco viel zu hoch. Für Preussen waren die entsprechenden Vermerke fast immer vorderseitig. Siegelseitig kamen Franco-Beträge vor, wenn diese ins "Ausland" gingen. Eine Gewichtsnotierung ist nicht vorhanden, was für einen einfach schweren Brief spricht. Den Franchisevermerk kann ich auch nicht entziffern. Ich würde den Beginn als Herrschaft lich interpretieren. Ob danach Brückensache steht, wäre geraten, jedoch für eine Handelskammer interessant, da es ja auch Brückengelder gab. Vielleicht wollte man über deren Höhe verhandeln. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Max78 Am: 07.07.2021 22:42:10 Gelesen: 1041293 # 2369
@ Magdeburger [#2368] Moin Moin, ich lese den Franchisevermerk so wie Magdebdeburger, buchstäblich: HE: BrückenbS. also Ligatur Herr(schaft)liche und ausgeschrieben Brückenbausache(n) lg max
mausbach1 (RIP) Am: 08.07.2021 08:15:20 Gelesen: 1041161 # 2370
Liebe Leute, herzlichen Dank für den Brief, der nun ordentlich in meine "Brücken" einbauen! Glückauf! Claus
Morenga Am: 09.07.2021 15:40:30 Gelesen: 1040725 # 2371
Guten Tag an den hier Lesenden, ich wüsste gerne WOHIN die Ansichtskarte versendet wurde. Seltsame Schrift, 1914, aus Lüderitzbucht DSWA nach? Ich lese als Adressaten: Herrn Erich, Nachname ?, Ort ? Polizeistation? Vielen Dank im voraus und beste Grüße, Elisabeth
inflamicha Am: 09.07.2021 15:49:34 Gelesen: 1040722 # 2372
@ Morenga [#2371] Hallo Elisabeth, klingt vielleicht komisch, aber die Karte ist an Herrn Landeck, Polizeistation Wüstenkönig adressiert. Gruß Michael
brunoh Am: 09.07.2021 16:16:04 Gelesen: 1040705 # 2373
@ Morenga [#2371] Hallo Elisabeth, schau mal unter diesem Link nach [1] da findest du einiges über die Station "Wüstenkönig" Gruß Bruno [1] http://www.deutschsuedwester.de › Sperrgebiet, Seite 1 und 5
Morenga Am: 09.07.2021 16:23:03 Gelesen: 1040703 # 2374
Vielen Dank Ihr Beiden! Problem gelöst. Dank auch für den Link. Beste Grüße Elisabeth
Magdeburger Am: 11.07.2021 11:39:49 Gelesen: 1039677 # 2375
Liebe Sammelfreunde hier habe ich einen netten Brief mit privaten Inhalt. Weitesgehend konnte ich ihn lesen, hier und da fehlen ein paar Worte oder ich bin mir nicht 100%ig sicher. Gera den 23. April 1853. Lieber Sohn! Deinen Brief wahrscheinlich vom 5ten dieses, da das Porto fehlt, habe ich richtig empfangen, auch darin ersehen, da Du Dich wie- der Gesund und Wohl befindest, welches uns alle recht sehr erfreuet hat, beklagest Dich indaß über die ärgliche Rech- nung, indaß verschenken die hiesigen Aerzde? auch nichts, wo dieselben auch 8 bis 10 Pfennige für ein Besuch aufsetzen. Ich habe mich indaß gewundert, da0 Du wieder neuerlich so viel Vorschuß an Rt 85- von dortiger Handlung entnommen, und auch noch ohnedem für Schumacher und Schu...rechnung circa Rt 38- - zu bezahlen hast, welches circa Rt 123- - beträgt. Ich würde Dir eher Zahlung gesendet haben, wenn wir nicht noch auf ein Pappier auf Magdeburg gewartet, was noch nicht ein- ging, deshalb sende Dir inliegend 2 Stück, da das eine auf Magdeburg von Rt 50 - - an Schäffer & Co: schon morgen den 24ten D: zahlbar ist, und habe da es sich nicht gut ... wolte noch einer auf Cöln am Rhein von Rt 120 --beygelegt, welches Eure dieses Monats zahlbar ist, mithin zusamm(en) Rt 170- - es bleibt demnach noch obige Angabe Rt 47- - übrig, welches jedoch nicht aufgehen müsten, wenn Du die Oekonomie nicht beyseite setzest, sondern kanst das übrige mitbringen. Das Cölner Pappier wirst Du in Magdeburg leicht umsetzen können. Du schreibst daß dort alles mehr kostet, und viel mehr Gold aufgohet, was wir auch recht gern glauben und zugeben wollen, indas bey einer gut ökonomischer Einrichtung läßt sich doch ersparen, ob Du gleich schreibst daß dort Mo- natlich mit Rt 25-- keine zu große Springe machen könne, indas langt dich auch bey dir noch bey weiten nicht, durch was ich dir bey Deiner Abreise von hier, und bis ietzt baar ge- sendet ohne das heutig Rt 220- beträgt, und wenn Du diese ?? inliegede Rt 170 - - dazu rechnest, ohne dem Solärr, so berechne selbst wie viel Du Monatlich gebrauchst hast, da müssten sich freylich die Herren Officier beym Militär ökonomischer einrichten, ietzt ist beynahe bald daß ganz ....liche Militär hier. Daß Du gekündigst hast machst du uns mit wissend und .... daß Du vielleicht schon die Pfingstfeiertage abreisen könnest, ich würde indaß abwarten bis ein andere an Deine Stelle eingetreten ist. Dann bin ich der Meinung daß Du erst nach Hause kommst, welches in einer Logereise gemacht werden kann, dann läßt sich über Reisepläne und alles andere besser sprechen. Dein Bruder Franz hat auch willens, noch vor unser Inventur mit seiner Frau eine kurze Reise zu machen wo derselbe auch Wagnens in Heidelberg mit besuchen will. Wo möglich wollte auch ich mit der Mutter, jedoch nicht zu gleicher Zeit, sondern vieleicht später dieselben auf ihrer neu erbauten Molker....ranstallt besuchen. Schreibe uns bald möglichst wieder theile wegen Empfang (Eingang) der Pappiere, so auch wann du dort abreißt. Die Mutter war kürzlich auch ein bar Wochen Unpaß, geht aber Gott sey Dank wieder gut, die jetztige veränder- liche Witterung spürt mann ietzt recht am Körper, über- haupt nehmen die Kräfte wenn man alt wird, immer mehr ab. Das übrige wollen bsi auf Mündlich verspre- chen. Nur noch bey Schluß viele herzliche Grüsse von uns allen ins Gesammte, der Herr erhalte Dich Ge- sund und begleiche (de) Dich Gesund und Wohl in unser Mitte welches wünscht Dein Dich liebender Vater C.H. Haeusler Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
volkimal Am: 11.07.2021 12:35:43 Gelesen: 1039654 # 2376
@ Magdeburger [#2375] Hallo Ulf, ein paar Kleinigkeiten habe ich korrigiert und ergänzt: Gera den 23. April 1853. Lieber Sohn! Deinen Brief wahrscheinlich vom 5ten dieses, da der Dato fehlt, habe ich richtig empfangen, auch darin ersehen, da Du Dich wie- der Gesund und Wohl befindest, welches uns alle recht sehr erfreuet hat, beklagest Dich indeß über die ärgliche Rech- nung, indeß verschenken die hiesigen Aerzde auch nichts, wo dieselben auch 8 bis 10 gr [1] für ein Besuch aufsetzen. Ich habe mich indeß gewundert, da0 Du wieder neuerlich so viel Vorschuß an Rt [2] 85- von dortiger Handlung entnommen, und auch noch ohnedem für Schumacher und Schneiderrechnung circa Rt 38- - zu bezahlen hast, welches circa Rt 123- - beträgt. Ich würde Dir eher Zahlung gesendet haben, wenn wir nicht noch auf ein Pappier auf Magdeburg gewartet, was noch nicht ein- ging, deshalb sende Dir inliegend 2 Stück, da das eine auf Magdeburg von Rt 50 - - an Schäffer & Co: schon morgen den 24ten D: zahlbar ist, und habe da es sich nicht gut passen wolte noch eines auf Cöln am Rhein von Rt 120 --beygelegt, welches Eure dieses Monats zahlbar ist, mithin zusamm(en) Rt 170- - es bleibt demnach nach obiger Angabe Rt 47- - übrig, welches jedoch nicht aufgehen müssen, wenn Du die Oekonomie nicht beyseite setzest, sondern kanst das übrige mitbringen. Das Cölner Pappier wirst Du in Magdeburg leicht umsetzen können. Du schreibst daß dort alles mehr kostet, und viel mehr Gold aufgohet, was wir auch recht gern glauben und zugeben wollen, indes bey einer gut ökonomischer Einrichtung läßt sich doch ersparen, ob Du gleich schreibst daß dort Mo- natlich mit Rt 25-- keine zu große Springe machen könne, indes langt diß auch bey dir noch bey weiten nicht, da was ich dir bey Deiner Abreise von hier, und bis ietzt baar ge- sendet ohne das heutig Rt 220- beträgt, und wenn Du diese ?? inliegede Rt 170 - - dazu rechnest, ohne dem Solärr, so berechne selbst wie viel Du Monatlich gebrauchst hast, da müssen sich freylich die Herren Officier beym Militär ökonomischer einrichten, ietzt ist beynahe bald daß ganz Reuschische Militär [3] hier. Daß Du gekündiget hast machst du uns mit wissend und meinst daß Du vielleicht schon die Pfingstfeiertage abreisen könnest, ich würde indeß abwarten bis ein andere an Deine Stelle eingetreten ist. Dann bin ich der Meinung daß Du erst nach Hause kommst, welches in einer Tagereise gemacht werden kann, dann läßt sich über Reiseplähne und alles andere besser sprechen. Dein Bruder Franz hat auch willens, noch vor unser Inventur mit seiner Frau eine kurze Reise zu machen wo derselbe auch Wagners in Heidelberg mit besuchen will. Wo möglich wolte auch ich mit der Mutter, jedoch nicht zu gleicher Zeit, sondern vieleicht späther dieselben auf ihrer neu erbauten Molkenkuhranstallt besuchen. Schreibe uns bald möglichst wieder theile wegen Empfang (Eingang) der Pappiere, so auch wann du dort abreißt. Die Mutter war kürzlich auch ein bar Wochen Unpaß, geht aber Gott sey Dank wieder gut, die jetztige veränder- liche Witterung spürt mann ietzt recht am Körper, über- haupt nehmen die Kräfte wenn man alt wird, immer mehr ab. Das übrige wollen bis auf Mündlich verspa- ren. Nur noch bey Schluß viele herzliche Grüsse von uns allen ins Gesammte, der Herr erhalte Dich Ge- sund und begleide Dich Gesund und Wohl in unser Mitte welches wünscht Dein Dich liebender Vater C.H. Haeusler Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Groschen#/media/Datei:Grotenabk%C3%BCrzung.jpg [2] https://www.altpostgeschichte.de/index.php?thread/3287-alte-w%C3%A4hrung-abk%C3%BCrzungen/ [3] Reuschische Militär von Gera Reuss j.L. (= jüngere Linie)
Magdeburger Am: 11.07.2021 13:14:14 Gelesen: 1039642 # 2377
@ volkimal [#2376]

Hallo Volkmar

ich danke dir recht herzlich.
Jedenfalls ein recht interessanter Beleg.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
dr31157 Am: 15.07.2021 19:38:23 Gelesen: 1037778 # 2378
Hallo, ich zeige hier den Text einer Postkarte. Leider kann ich dieser Schrift schlecht lesen. Kann mir bitte jemand mitteilen, zu was er ernannt und nach Stralsund versetzt wurde? Gruß Detlef
Max78 Am: 15.07.2021 20:44:57 Gelesen: 1037749 # 2379
@ dr31157 [#2378] Moin Detlef, Blödsinn habe ich gerade geschrieben. Es heißt Oberforstmeister, nicht Oberfeldmeister! Daher auch die Freude. ;-) Mit freundlichen Grüßen Max
dr31157 Am: 15.07.2021 21:31:47 Gelesen: 1037711 # 2380
@ Max78 [#2379] Hallo Max, vielen Dank für die Hilfestellung. Gruß Detlef
philast Am: 19.07.2021 16:33:01 Gelesen: 1036067 # 2381
Hallo, anbei ein portofreier Einschreibebrief aus Altenburg vom 24.11.1865 an den Prinzen Moritz von Sachsen Altenburg, Herzog zu Sachsen nach Eisenberg. Das Datum im Ankunftsstempel lässt sich nicht entziffern. In Umrissen kann man das sächsiche Siegel erkennen. Unten Links wurde die Portofreiheit mit '0' notiert/bestätigt. Freundlicherweise hat der Brief auch einen Inhalt, geschrieben auf edlem Wasserzeichenpapier mit dem eingeprägten sächsichen Siegel. Schreiber des Briefes war sein Bruder Ernst, der Herzog von Sachsen Altenburg. Bis auf die Anrede und einige Füllwörter habe ich von dem Inhalt nur sehr wenig lesen können, womit dann auch Rückschlüsse auf Worte anhand des Inhalts nicht möglich waren. Aber vielleicht kann jemand den Inhalt übersetzen. Seite 1 Seite 2+3 Seite 4 Grüße philast Ernst I von Sachsen Altenburg: https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_I._(Sachsen-Altenburg) Moritz_von_Sachsen-Altenburg: https://de.wikipedia.org/wiki/Moritz_von_Sachsen-Altenburg
volkimal Am: 19.07.2021 20:11:24 Gelesen: 1035994 # 2382
@ philast [#2381] Hallo philast, auch wenn du nur sehr wenig lesen konntest, wäre es hilfreich, das anzugeben. Das meiste konnte ich lesen. Jetzt möchte meine Frau aber eine Runde mit dem Rad drehen. Daher kann ich nicht versuchen, die fehlenden Wörter zu entziffern. Das habe ich gelesen: Seiner Hoheit Dem Prinzen Moritz von Sachsen Altenburg Herzog zu Sachsen Eisenberg Altenburg den 24/11 1865 Mein lieber Moritz! Diesen Morgen erhielt ich einen, diesen Mittag den zweiten Deiner briefe und eile ich, dir meinen besten Dank für beide zu senden. Ersteren an- langend, so werde ich deinem Wunsche gemäß ein ??? ??? ??? Rücksprache nehme, ob aber etwas zu effectuiren ist, weiß ich nicht. Ich glaube daß der Titel aus(?) Versehen(?) gegeben wurde, da ich be- stimmt weiß daß selbst in Berlin die Hohenzollern die Durchlaucht haben, sogar der Erbprinz. Du kannst Dir denken, daß ich nicht sehr angenehm durch die erneuten ??? erkrankungen überrascht worde bin. ??? hatte es mir telegraphiert, aber das betreffende Telegramm ist nicht in meine Hände ge- langt. Die neuen Er- krankungen betreffen 5 Leute aus dem ??? Hause die Alle in ein und der- selben Nacht erkrankten nachdem sie noch Tage zuvor die Straßen gekehrt bei dem jetzigen Frühjahres- wetter kann man sich aber noch auf mehr Fälle gefaßt machen. Ich danke herzlich für das Anerbieten Wegen Marie(?). Wir stehen ja alle in Gottes Hand und unsere Tage sind gewiß gezählt, also braucht man sich nicht zu sorgen. In einer Stunde reisen Kellers(?), die gestern kamen wieder ab. Adieu lieber Moritz. Grüße Auguste freundlich von mir.Sollte die Krankheit hier noch andauern, so würde ich Dir rathen nach ??? bis Weihnachten zu gehen. Ewig Dein treuer Bruder Ernst Viele Grüße Volkmar
Franz88 Am: 20.07.2021 12:53:48 Gelesen: 1035711 # 2383
@ SH-Sammler [#2356] Hallo Hanspeter, ich habe deinen Beitrag leider erst jetzt gesehen. Vielen herzlichen Dank für deine interessante Info. Super! Liebe Grüße Franz
philast Am: 21.07.2021 18:59:21 Gelesen: 1034643 # 2384
Hallo, @ volkimal [#2382] schönen Dank für die überwiegende Übersetzung des Briefes. Ersteren an- langend, so werde ich deinem Wunsche gemäß ein ??? --> winkel ??? --> mal??? --> Far?sh (1) Rücksprache nehme, ob aber etwas ---- Ich glaube daß der Titel aus(?) sehe ich auch so Versehen(?) sehe ich auch so gegeben wurde, da ich be- ---- daß ich nicht sehr angenehm durch die erneuten ??? Pfalern erkrankungen überrascht worde bin. ??? --> siehe (1) hatte es mir telegraphiert, aber das ---- Die neuen Er- krankungen betreffen 5 Leute aus dem ??? --> Herzog??? Hause ---- Wegen Marie(?)--> einzige Tochter. Wir stehen ja alle in Gottes Hand ---- In einer Stunde reisen Kellers(?)--> (2), die gestern kamen wieder ab. ---- so würde ich Dir rathen nach ???--> Meiningen ? bis Weihnachten zu gehen. ---- Soweit meine sicherlich noch zu korrigierenden Interpretationen. Grüsse philast (1)= scheint ein Name zu sein, kommt auf der Seite 2 erneut vor. (2): Kellers klingt plausibel. Graf Gustav von Keller (1805–1897), Landrat im Kreis Merseburg, auch königlich preuß. Kammerherr, Vorsitzender der Direktion der Thüringer Eisenbahngesellschaft, (1.) Mathilde von Bassewitz (1813–1847), 4 Kinder; (2.) Mathilde Charlotte von Grolman (1813–1900)
volkimal Am: 22.07.2021 12:42:18 Gelesen: 1033655 # 2385
@ philast [#2384] Hallo philast, ich habe mir die fehlenden Worte noch einmal angesehen. Jetzt ist glaube ich alles richtig. Hier noch einmal der gesamte Text: Seiner Hoheit Dem Prinzen Moritz von Sachsen Altenburg Herzog zu Sachsen Eisenberg Altenburg den 24/11 1865 Mein lieber Moritz! Diesen Morgen erhielt ich einen, diesen Mittag den zweiten Deiner briefe und eile ich, dir meinen besten Dank für beide zu senden. Ersteren an- langend, so werde ich deinem Wunsche gemäß ein Mal mit Larisch Rücksprache Larisch, siehe [1] nehme, ob aber etwas zu effectuiren ist, weiß ich nicht. Ich glaube daß der Titel aus Versehen gegeben wurde, da ich be- stimmt weiß daß selbst in Berlin die Hohenzollern die Durchlaucht haben, sogar der Erbprinz. Du kannst Dir denken, daß ich nicht sehr angenehm durch die erneuten Cholera- erkrankungen überrascht worde bin. Larisch hatte es mir telegraphiert, aber das betreffende Telegramm ist nicht in meine Hände ge- langt. Die neuen Er- krankungen betreffen 5 Leute aus dem Versorgungshause die Alle in ein und der- selben Nacht erkrankten nachdem sie noch Tage zuvor die Straßen gekehrt bei dem jetzigen Frühjahres- wetter kann man sich aber noch auf mehr Fälle gefaßt machen. Ich danke herzlich für das Anerbieten Wegen Marie. Wir stehen ja alle in Gottes Hand und unsere Tage sind gewiß gezählt, also braucht man sich nicht zu sorgen. In einer Stunde reisen Kellers, die gestern kamen wieder ab. Adieu lieber Moritz. Grüße Auguste freundlich von mir.Sollte die Krankheit hier noch andauern, so würde ich Dir rathen nach Meiningen(?) bis Weihnachten zu gehen. Ewig Dein treuer Bruder Ernst Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Larisch_(Adelsgeschlecht)
DERMZ Am: 24.07.2021 18:11:31 Gelesen: 1032797 # 2386
Guten Nachmittag, je später der Tag, so schwieriger die Schrift - so scheint es mir jedenfalls... Ich lese folgendes: Feldpost Frau Tony Kaiser Weimar (Thüringen) Elisabethstraße 1 Abs: U’offz. K. Kaiser, Marburg Gren. Ers. Btl. 116, Stammkomp. 14) den 29.9.43 Mein lb. gutes Muttchen! Heute habe ich Deinen lb. Brief vom Sonntag erhalten u. mich sehr darüber gefreut, daßs Du so treu an mich denkst. Jetzt ist das Wetter wieder schön u. da schmeckt der Dienst besser. Gestern waren wir erstmals beim Schießen. Morgen machen wir einen größeren Reisemarsch. - Neben den Zeitungen hat sich ein Heft der ????? gefunden. Das brauche ich hier nicht, ... ich kann es doch nicht wagen das zu lesen. Sei für heute innigst geküßt von Deinem Karl. Ob das so richtig ist? Besonders dieser Teil will mir nicht ins Reine kommen: Besten Dank für HILFE sagt Olaf
philast Am: 24.07.2021 18:32:44 Gelesen: 1032786 # 2387
@ volkimal [#2385] Hallo, vielen Dank für die finale Übersetzung. Noch eine historische Ergänzung zu diesem Satz: Du kannst Dir denken, daß ich nicht sehr angenehm durch die erneuten Choleraerkrankungen überrascht worden bin. Im Zeitraum 1865/66 gab es eine Cholera Pandemie, die auch Sachsen Altenburg neben zahlreichen anderen Staatsgebieten betroffen hat. Dazu habe ich folgende Bücher entdeckt [1]. Grüße philast [1] https://books.google.de/books?id=YHVUAAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ViewAPI&redir_esc=y#v=onepage&q&f=false [1] https://books.google.de/books?id=JTZBAAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false
volkimal Am: 24.07.2021 19:57:00 Gelesen: 1032747 # 2388
@ DERMZ [#2386] Hallo Olaf, alles kann ich nicht entziffern. Ein paar Dinge lese ich etwas anders: Abs: U’offz. K. Kaiser, Marburg Gren. Ers. Btl. 116, Marschkomp. Neben den Zeitungen hat sich ein Heft der ????? gefunden. Das brauche ich hier nicht, und ich komme auch nicht dazu das zu lesen. Sei für heute innigst geküßt von Deinem Karl. Um was für ein Heft es sich handelt, kann ich auch nicht sagen. Evtl. steht dort: "Heft der Kas?? des Hasen???". Ich kann aber nicht passendes im Internet finden. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 25.07.2021 09:49:47 Gelesen: 1032510 # 2389
@ volkimal [#2388] Guten Morgen Volkmar, vielen herzlichen Dank. Die Marschkompanie lese ich jetzt auch, ich habe mich vom Truppenstempel irritieren lassen, dort steht "2. Stamm-Komp." Das Heft könnte ich jetzt als "Heft der Kartei der Hasenzüchter" lesen, was denkst Du? Beste Grüße Olaf
volkimal Am: 25.07.2021 10:02:42 Gelesen: 1032504 # 2390
@ DERMZ [#2389] Hallo Olaf, "Kartei" könnte passen (muss aber nicht), danach folgt eher ein "des" als ein "der". Beim "r" ist am Ende ein Strich nach oben. Das letzte Wort kann nicht "Züchter" sein - das ist einfach zu lang. Ich hatte an "des Hasenvereins" gedacht, aber auch das wäre zu lang. Wenn dort wirklich "Hasen..." steht folgen nur ca. 4 Buchstaben. Es kann natürlich auch sein, dass es "Ha...vereins" heißt oder ähnliches. Das Wort ist einfach zu unklar. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 27.07.2021 21:47:52 Gelesen: 1030548 # 2391
Hallo, ich kann hier den Absender und den Ankunftsort in der Schweiz nicht lesen. Das kann doch nicht Zollikon heissen? Kann mir bitte jemand helfen? Gruß Detlef
Max78 Am: 27.07.2021 22:17:40 Gelesen: 1030531 # 2392
@ dr31157 [#2391] Moin Detlef, Ankunftsort Pfäffikon (ZH) Absender Fridöri; Distelbeck(..) 24; Wuppertal-Elberfeld Mit freundlichen Grüßen Max
volkimal Am: 27.07.2021 22:20:04 Gelesen: 1030529 # 2393
@ dr31157 [#2391] Hallo Detlef, ich sehe gerade, dass Max schneller war. Distelbeck ist eine Ortslage in Wuppertal. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 27.07.2021 23:21:47 Gelesen: 1030501 # 2394
@ Max78 [#2392] @ volkimal [#2393] Hallo Max und Volkmar, vielen Dank für Eure schnelle Hilfe. Gruß Detlef
DERMZ Am: 28.07.2021 14:28:41 Gelesen: 1030286 # 2395
Guten Nachmittag, persönliche Dramen spielten sich im Juni 1914 in Marburg ab, der Zug fuhr früher als erwartet, aber er war pünktlich. Heute hätte Lilli wahrscheinlich gute Chancen gehabt, daß sie trotz persönlichem Irrtum noch pünktlich gewesen wäre. So ändern sich die Zeiten. Doch nun bitte ich um Hilfe beim Lesen, wie immer ist mir nicht alles klar, wenngleich ich der gefühlten 28.Lesung noch viele Worte entschlüsseln konnte: 21.VI.14. Liebe Hanna Schönen Dank für Deinen heutigen Brief. Mir ist es zu schrecklich, daß ich mich nicht von Mia u. Leni verabschieden konnte, da ich zu spät kam! Ich war der Meinung der Zug ginge 935Uhr und dabei ging er 923Uhr, als ich auf den Perron kam, fuhr der Zug gerade ab! Mein Entsetzen kannst Du Dir überhaupt nicht vorstellen! Das hat mich ent„ setzlich traurig gemacht! Leni war ...! Ich will d. Karte heute fertig schreiben, morgen früh auf d. Polizei gehen, u. Dir dann gleich den Abmeldeschein schicken. Wegen der ... .... ist es aber ein Mißverständnis von Mia! Ich wurde d. Depesche .... Frankfurt, u. da Du mir nicht schreibst ob du die Stellung antreten würdest, mußte ich auch Hamburg absagen! Jetzt ist es zu spät. Der Arzt hat bereits jemand. Ich bleibe bis Mitte August oder 1. Sept. hier, weil beide Mieter langer als bis Semesterschluß bleiben: Frl. N. will arbeiten, Herrr S. ebenfalls u. ... machen. Am. 1. Sept. nehme ich eine Stellung an. - Was beginnst Du am 1. Juli, wenn Du dort fortgehst? Hast Du eine andere Stellung dafür? - Mit dem Rätsel war es wieder nichts! Statt Maitrunk : Erntebier! So albern! - Was gibt es dort für Schatten„ seiten? Sind die Kinder wenigstens nett? Hat dir Mia erzählt, daß wir endlich Herrn Ferchen am Markt sahen? Er grüßte sehr nett! - - Viele Grüße ! Lilli. Was stimmt von meiner Deutung und was fehlt - ich sage schon einmal herzlich DANKE. Beste Grüße Olaf
Max78 Am: 28.07.2021 19:13:41 Gelesen: 1030181 # 2396
@ DERMZ [#2395] Moin Olaf, bin nicht alles durchgegangen, nur die Fehlstellen: 1. wonnig 2. des Telegramms 3. ich meinte die Depesche wegen Frankfurt 4. Touren (?) lg Max
DERMZ Am: 28.07.2021 19:26:28 Gelesen: 1030174 # 2397
@ Max78 [#2396] Danke Max, hätte ich in zehn Jahren nicht herausgefunden. DANKE DANKE DANKE Beste Grüße Olaf
becker04 Am: 30.07.2021 11:28:02 Gelesen: 1029543 # 2398
Hallo zusammen, benötige wieder einmal etwas Hilfe. Wo war der Rittergutsbesitzer damals zuhause? Viele Grüße Klaus
volkimal Am: 30.07.2021 11:45:13 Gelesen: 1029540 # 2399
@ becker04 [#2398] Hallo Klaus, die Karte geht an: Herrn Dr. Laue Rittergutsbesitzer in Werneuchen bei Bernau Es geht vermutlich um das Rittergut Hirschfelde [1]. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Hirschfelde_(Werneuchen)
becker04 Am: 30.07.2021 13:09:42 Gelesen: 1029468 # 2400
@ volkimal [#2399] Hallo Volkmar, vielen herzlichen Dank Klaus
DERMZ Am: 01.08.2021 14:23:03 Gelesen: 1028742 # 2401
Guten Nachmittag, 1914 ging eine Karte mit einer Ansicht der Marburger Universität nach Berlin auf die Reise. Der Schreiber fühlte sich sehr unwohl, hatte wohl auch Probleme mit den Augen. Ich lese folgendes: Frl. Marÿ Kiesewetter Berlin N.W. Kirchstr. 13. Marburg, 6.III.14. Lieber Schatz! Nun bin ich auch krank ge- worden, mein rechtes Auge schwimmt förmlich im Blute, auch habe ich Fieber etc., ... muß ich morgen fahren. Wie geht es Dir? Nun, hoffentlich besser! Sei herzlichst gegrüßt Otto Tja, Otto muß morgen fahren, aber was steht davor? Ich vermute ein Wort mit "tz", aber es will sich mir kein Wort finden. Danke für einen "Schubser" in die richtige Richtung sagt Olaf
volkimal Am: 01.08.2021 18:51:01 Gelesen: 1028680 # 2402
@ DERMZ [#2401] Hallo Olaf, wie wäre es mit "trotz dessen". Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 01.08.2021 20:33:07 Gelesen: 1028616 # 2403
@ volkimal [#2402] Ahhaaahhaaha, kein Wunder wenn man nach einem Wort und nicht nach zweien sucht. Danke Volkmar, das passt wieder genau. Beste Grüße und vielen vielen Dank sagt Olaf
volkimal Am: 01.08.2021 20:45:30 Gelesen: 1028606 # 2404
@ DERMZ [#2403] Hallo Olaf, ich hatte das Wort eigentlich zusammengeschrieben. Da hat wohl die Autokorrektur zugeschlagen. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 02.08.2021 17:40:19 Gelesen: 1028313 # 2405
Hallo, ich zeige hier eine Postkarte, die ich nicht komplett lesen kann. Adresse: "Herrn Dr. ...feld" Text: "Ich bin zu einer .....versammlung verreist und will dir nur mitteilen daß du dich ganz auf mich verlassen kannst. In einigen Tagen bin ich wieder in Neuried. Meinst du nicht daß ich einmal ... die Puppe beschreiben soll? Wegen ......Führer wurde ich sobald ich ........... Aushilfe d. früheren ....... bekommen habe auch schreiben." Das lese ich. Kann mir bitte jemand die Lücken schließen? Gruß Detlef
epem7081 Am: 02.08.2021 20:33:05 Gelesen: 1028274 # 2406
@ dr31157 [#2405] Hallo Detlef, von meiner Seite der Versuch einer Ergänzung, die aber stellenweise noch zweifelhaft ist. Adresse: "Herrn Dr. Alefeld" Text: "Ich bin zu einer Gewerkenversammlung (?) verreist und will dir nur mitteilen daß du dich ganz auf mich verlassen kannst. In einigen Tagen bin ich wieder in Neuwied. Meinst du nicht daß ich einmal an die Truppe (?) schreiben soll? Wegen d. Empfangs d. d. Führer werde ich sobald ich die Anschrift d. früheren hessischen Ministers bekommen habe auch schreiben.“ Beste Grüße Hildenbrand" Leider nur als Schnipsel findet sich bei google im „Archiv für Sippenforschung und alle verwandten Gebiete“ von 1938 ein Hinweis: [ 302 Beuel , Combahnstraße 78 . Dr. 6. Alefeld . Mit freundlichen Grüßen Edwin
epem7081 Am: 02.08.2021 20:46:36 Gelesen: 1028262 # 2407
@ dr31157 [#2405] Hallo Detlef - Spaßvogel ? Eben entdecke ich durch Umwege über google, das Volkmar ja schon am 16.10.2020 im Beitrag [#1940] Deine im Beitrag [#1938] vorgestellt Karte bearbeitet und beantwortet hat. Nichts für ungut Mit freundlichen Grüßen Edwin
dr31157 Am: 02.08.2021 20:54:37 Gelesen: 1028259 # 2408
@ epem7081 [#2406] Sorry Edwin, vielen Dank für die Hinweise und verbesserte Übersetzung. Bin bei einer Überarbeitung, wo ich mit der bisherigen Beschreibung noch nicht zufrieden bin. Den Beitrag von Volkmar habe ich übersehen. Gruß Detlef
philast Am: 03.08.2021 20:34:52 Gelesen: 1027961 # 2409
Hallo, anbei eine handgemalte Postkarte aus Worpswede vom 31.7.1903 nach Bielefeld, Bürgerweg, an Direktor Trop. Dargestellt sind 5 Personen mit Maler(?)-Utensilien, oben rechts der Text 'Die Worpsweder Epigonen'. Unten der Text 'Freundlichen Gruß und fröhliche Ferien'. <Unterschrift> Bislang konnte ich nicht ermitteln wer diese Karte unterschrieben hat und somit höchstwahrscheinlich auch der Maler des Bildes ist. Die Namen von bekannten Worpsweder Künstlern (Fritz Mackensen, Hans am Ende, Otto Modersohn, Fritz Overbeck, Heinrich Vogeler und die mit den Epigonen wohl gemeint sind) aus diesem Zeitraum lassen sich für mich nicht plausibel mit der Unterschrift zur Deckung bringen. Mich würde interessieren wer das Bild gemalt hat. Mit freundlichen Grüßen philast
volkimal Am: 03.08.2021 21:10:58 Gelesen: 1027948 # 2410
@ philast [#2409] Hallo Philast, ich habe spontan "Neuerburg" gelesen. Es gibt einen Maler "Gerhard Neuerburg" (1872 - 1946). Vielleicht stammt die Karte von ihm. Sicher ist der Name Neuerburg aber nicht. Sehr wahrscheinlich sind folgende Buchstaben "*euer*ur*". Auf jeden Fall enthält der Name zweimal den Buchstaben "u". Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 04.08.2021 03:08:21 Gelesen: 1027866 # 2411
Guten Morgen, Im Februar 1911 reiste eine Karte von Marburg nach Cassel, dort wurde sie beschrieben und auf den Weg nach Wien geschickt, und seitdem hat sie sicherlich schon viele weitere Stationen hinter sich. Aber das ist hier nicht die Frage. Ich habe folgendes gelesen: Fräulein Fanni Abl Wien I.Bez. Himmelpfortgasse 19 Cassel, 24/II. 1911. Liebe Schwester! Dank für Deinen Brief, hast Du nicht Herrn Barak gefragt, ob wir mit d. kleinen ... auf den .... bestehen bleiben sollen, oder ob Sie erst erheblich sind? Vom Standpunkte des endlichen Fertigwerdens bin ich für Magister. Bin vom Sonntag/Montag in Berlin, Dienstag oder Mitt- woch in Breslau. Hoffe Dich wohlauf. Herzl. Grüße Dein Paul So einen richtigen Sinn bekomme ich nicht in den Text. Wer kann mir helfen? Beste Grüße Olaf
evwezel Am: 04.08.2021 08:19:59 Gelesen: 1027795 # 2412
@ DERMZ [#2411] Hallo Olaf, Könnte das zweite Wort "Dachfenstern" sein? Das hilft natürlich noch nicht viel weiter. Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 04.08.2021 11:11:41 Gelesen: 1027723 # 2413
@ DERMZ [#2411] Hallo Olaf, an zwei Stellen lese ich die Karte anders. Meine Lesart passt vom Text her besser. Das erste fehlende Wort ist mir noch nicht klar. Evtl. fängt das Wort mit "K" an. Beim zweiten Wort hatte ich entziffert "___h__estern". Ich bin nicht darauf gekommen, aber das "Dachfenstern" von Emiel könnte stimmen. Insgesamt ergibt sich: Cassel, 24/II. 1911. Liebe Schwester! Dank für Deinen Brief, hast Du nicht Herrn Barak gefragt, ob wir mit/auf d. kleinen ... auf den Dachfenstern(?) bestehen bleiben sollen, oder ob sie entbehrlich sind? Vom Standpunkte des endlichen Fertigwerdens bin ich fürs Verzichten. Bin vom Sonntag/Montag in Berlin, Dienstag oder Mitt- woch in Breslau. Hoffe Dich wohlauf. Herzl. Grüße Dein Paul Jetzt mache ich erst einmal eine Pause. Vielleicht macht es nachher "klick". Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 04.08.2021 13:30:45 Gelesen: 1027677 # 2414
@ volkimal [#2413] Hallo Volkmar, Könnte das fehlende Wort "Knäufen" sein (mit d. kleinen Knäufen auf")? Viele Grüße, Emiel
philast Am: 04.08.2021 16:19:48 Gelesen: 1027603 # 2415
@ volkimal [#2410] Hallo, besten Dank für die Übersetzung. Der übersetzte Name ist aber höchstwahrscheinlich nicht der Maler der Postkarte. G. Neuerburg geb. in Trier, hat dann dort als Kirchenmaler gearbeitet, ab 1898 dann in Köln, ab 1909 hat er dann in Düsseldorf studiert. D.h. zeitlich ist das schwer mit diesem dem Bild auf der Postkarte zur Deckung zu bringen. Auch andere Punkte, z.B. hat er auf seinen Bildern seinen Namen mit Neuerburg in lesbaren lateinischen Buchstaben gemalt, auch die Bildmotive die er gemalt hat waren z.B. eher Darstellungen im Ruhrgebiet, d.h. Industrie / Fabrik Zeichnungen oder im ersten Weltkrieg Porträts von Marine Offizieren. In Worpswede waren eher 'Landschaftsmaler' tätig. Man kann zwar nicht ausschliessen, dass da mal ein Besuch/Ausflug stattgefunden haben könnte, aber dann hat es keinerlei Spuren hinterlassen. Auch die Adresse der Postkarte lässt sich nicht in eine Verbindung setzen zu dem Namen. Grüße philast
DERMZ Am: 05.08.2021 03:54:46 Gelesen: 1027386 # 2416
@ volkimal [#2413] @ evwezel [#2414] Guten Morgen, vielen vielen lieben Dank für die Übersetzung, ich war - mal wieder - völlig auf dem falschen Weg. Immer gut, wenn rechtzeitig gebremst wird. Besten Dank sagt Olaf (aus dem Dachfenster den Mond betrachtend)
Anke Am: 06.08.2021 10:27:32 Gelesen: 1026821 # 2417
Auch ich habe heute mal wieder einen Text, der sich mir nicht völlig erschließt. Meine bisherige Übersetzung lautet: Der Besitzer ist verpflichtet, den Brunnen des Gehöfts Nr. 14 (HypB II 88 593) mit dem Besitzer des ... ? gemeinschaftlich zu unterhalten, wogegen ihm an dem selben die Mitbenutzung und der Zugang für sich, seine Familie und seine Mietsleute zusteht. Eingetragen auf Grund der Verfügung vom 27.08.45 "gemäß decret" vom 20.08.46 (gemeint ist 1846). Wie heißt das vorletzte Wort in der 2. Zeile? Habt Ihr eine Idee?
evwezel Am: 06.08.2021 12:35:57 Gelesen: 1026777 # 2418
Hallo Anke, Ist das fehlende Wort nicht einfach “letzere”? Ganz sicher bin ich aber nicht. Viele Grüße, Emiel
Anke Am: 06.08.2021 12:53:04 Gelesen: 1026764 # 2419
Hallo Emiel, das könnte sein, ich bin mir nicht sicher. Vielen Dank Dir und ein schönes Wochenende, Anke
guy69 Am: 10.08.2021 08:42:47 Gelesen: 1025744 # 2420
Hallo Heute habe ich ein kleines Problem zu zeigen. Für welches Vergehen wurde die Pfändungsverfügung ausgestellt und wie heisst der Kläger? Heiser? Vielen Dank im voraus. Harald
guy69 Am: 10.08.2021 08:48:57 Gelesen: 1025738 # 2421
Hier noch einmal. Vielleicht ist auch die ganze Handschrift zu entziffern.
Gauss Am: 10.08.2021 08:50:34 Gelesen: 1025737 # 2422
@ guy69 [#2420] Wegen Forderung? Fordg.
epem7081 Am: 10.08.2021 17:25:05 Gelesen: 1025579 # 2423
@ guy69 [#2421] Hallo Harald nachfolgend meine "Übersetzung" Deines vorgestellten Aktenstückes: in Sachen Heißer Kläger gegen Weilbächer Georg Beklagten wegen Abschrift des am 10 l Mts [laufenden Monats] eingegangenen Antrags des Klägers wird dem Beklagten mitgetheilt und da dieser innerhalb der durch Mandat vom 28ten Januar lJr [laufenden Jahres], insinuirt am 24ten Januar lJr, bestimmten Frist Zahlung nicht geleistet hat, wegen der Forderung des Klägers von 17 fl 5 kr für käufl. gel. Waaren nebst 5 % Zinsen vom 17. Februar 1871 und festgesezter früherer im Betrag von 29 Sgr 6pfg sowie 12 sgr neuer Anwaltskosten die Auspfändung erkannt und deren Vollziehung dem Gerichts-Executor Stahl aufgetragen. Ganz sicher bin ich mir nicht, insbesondere ist auf den ersten Blick irritierend dass hier die Beträge offenbar in zwei verschiedenen Systemen, einmal fl (Gulden) und kr (Kreuzer), zum anderen aber in sgr (Silbergroschen) und pfg (Pfennige) angegeben sind. Möglicherweise hat der rechtsanhängige Warenhandel über Landesgrenzen hinweg stattgefunden. Mit freundlichen Grüßen Edwin
guy69 Am: 11.08.2021 07:22:36 Gelesen: 1025401 # 2424
Hallo Edwin und Gauss, vielen Dank für die Übersetzung. Hochheim rechnete bis 31.12.1867 in Gulden. Vielleicht stammen die Forderungen noch aus dieser Zeit. Das Dokument stammt aus Januar 1871. Am Wochenende recherchiere ich mal genauer nach Namen und Währung. Georg und Fordg. Sehen für mich beide plausibel aus.
dr31157 Am: 18.08.2021 17:48:38 Gelesen: 1023310 # 2425
Hallo, ich zeige hier eine Postkarte, wo ich nicht wirklich lesen kann von welcher Firma die Glaserei ein Angebot und Muster haben will. Kann mir bitte jemand weiterhelfen und die Adresse lesen. Um was für eine Firma (eine Glasfabrik?) handelt es sich? Gruß Detlef
volkimal Am: 18.08.2021 18:29:42 Gelesen: 1023297 # 2426
@ dr31157 [#2425] Hallo Detlef, ich lese “Firma Gerh. ? Holsten Stralsund“. Er möchte ein Angebot und Gratismuster. Von Glas sehe ich nichts. Der Absender hat natürlich eine Glaserei Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 18.08.2021 19:01:06 Gelesen: 1023278 # 2427
@ volkimal [#2426] Hallo Volkmar, vielen Dank für die Hilfe. Gruß Detlef
DERMZ Am: 20.08.2021 10:06:59 Gelesen: 1022706 # 2428
Guten Morgen, eine Karte, ein Wort - das Eine fehlt mir in der Transkription. Kann mir geholfen werden? Ich habe folgendes gelesen: Fräulein Maria Miersch p A Herr Kanzleirath Stiebing Marburg a/L Ockershäuserallee 6 Liebes Mariechen! nochmals besten Dank für die schönen E..en wo du mir gemacht, Ich bin bis über den Kopf in der Arbeit nächstes mal mehr, Elsa hat uns schon 2 mal geschrieben nun ist ja alles wieder in Frieden. Wie geht es dir hoffendlich ordendlich Grüß deine Eltern u. Kinder Wir waren am Sonntag im Zologischen Garten da sind Schwarze. Es grüßt dich herzlich Erich und Rose Besten Dank für Eure Hilfe sagt Olaf
volkimal Am: 20.08.2021 18:59:22 Gelesen: 1022610 # 2429
@ DERMZ [#2428] Hallo Olaf, ich weiß zwar noch nicht, welches Wort dort fehlt. Es muss aber nicht unbedingt mit “E“ anfangen. Es kann genauso gut ein “F“ sein (siehe Frieden). Mir fällt aber nichts passendes ein. Viele Grüße Volkmar
wessi1111 Am: 21.08.2021 03:43:01 Gelesen: 1022503 # 2430
@ DERMZ [#2428] Hallo Olaf, ich bin der Meinung, dass das gesuchte Wort "Ecken" heißt, vergleiche mal "cke" mit dem Vorkommen im Straßennamen. Gruß Wessi
DERMZ Am: 21.08.2021 05:15:08 Gelesen: 1022482 # 2431
@ volkimal [#2429] @ wessi1111 [#2430] Guten Morgen, vielen Dank für die Hilfen, die Sachen mit den Ecken gefällt mir - auf den Vergleich mit der "O ckershäuser" wäre ich nie gekommen, aber das ist sehr ähnlich. Jetzt habe ich überlegt, was "Ecken machen" bedeuten könnte, mir kommen wieder nur Esswaren in den Sinn, warum nur? Ob es vielleicht "Nussecken" waren? Vielen herzlichen Dank sagt Olaf
volkimal Am: 21.08.2021 09:45:35 Gelesen: 1022365 # 2432
@ DERMZ [#2431] Hallo Olaf, wenn ich den Text lese "die schönen Ecken wo du mir gemachst", so könnte man das auch lesen als "die schönen Ecken (Plätze), die du mit mir besucht hast". Was hältst du von dieser Version. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 21.08.2021 10:31:39 Gelesen: 1022319 # 2433
@ volkimal [#2432] Hallo Volkmar, die Version könnte möglich sein, aber ich lese kein "mit mir" und "besuchen" passt auch nicht, ich bleibe mal bei meinen Nussecken - die waren ja haltbar und wohl auch gut verschickbar. Idealer Proviant - auch für Fahrradtouren. Alles Gute Olaf
DERMZ Am: 21.08.2021 13:31:33 Gelesen: 1022276 # 2434
Guten Tag, nochmals auf ein Wort ... Dieses eine Wort will mir einfach nicht aus der Feder kommen, ich bin mal wieder völlig plan- und hilflos. Bitte, bitte noch einmal ein wenig Hilfe. Ich habe folgendes gelesen: An Fräulein Gretchen Gerber p. Adr. Herrn Regierungsrat Ledat Marburg a/d Lahn Wilhelmstr. 1 Gruss aus Fechenheim sendet Dir liebes Gretchen Deine Freundin D. Es gefält mir hier so gut, soll auch garnicht hier fort. H. und Frau Schuch u Mariechen holten mich in Frankfurt am Bahnhof ab Sie haben einen schönen gemütlichen Haushalt wann ich nach D. reisze weiß ich noch nicht. Meiner Schwester geht es noch nicht ganz gut. Darfst daher auf Deinen ... ??? noch nicht warten was giebts neues in M. grüße bitte alle die nach mir fragen. Ich warte auf eine Eingebung, und worauf sollte Gretchen nicht warten? Danke für jede weitere Hilfe sagt Olaf
volkimal Am: 21.08.2021 17:24:26 Gelesen: 1022174 # 2435
@ DERMZ [#2433] Hallo Olaf, bei der letzten Karte habe ich noch keine Idee. Auf der Karte davor steht natürlich nicht “die schönen Ecken (Plätze), die du mit mir besucht hast". Du hast den Text schon richtig gelesen. Der/Die Absender/in schrieb natürlich "die schönen Ecken wo du mir gemacht“. Nach dem Satz zu urteilen, weiß ich aber nicht, ob der Absender Deutsch als Muttersprache hat. Ich meinte das ganze nur sinngemäß. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 21.08.2021 17:30:15 Gelesen: 1022169 # 2436
@ volkimal [#2435] Hallo Volkmar, Die Autoren der "Ecken"-Karten waren von der Muttersprache her Deutsch bzw. mit Frankfurter Platt belegt. Beste Grüße Olaf
wessi1111 Am: 22.08.2021 04:11:04 Gelesen: 1021574 # 2437
@ DERMZ [#2434] Hallo Olaf, das gesuchte Wort könnte Korb heißen. Der letzte Buchstabe ist ja dick verbessert, das kann alles sein. Gruß Wessi
dr31157 Am: 23.08.2021 16:38:16 Gelesen: 1021089 # 2438
Hallo, wie heißt der Empfänger der Drucksache? Kann mir bitte jemand helfen? Gruß Detlef
bayern klassisch Am: 23.08.2021 16:52:34 Gelesen: 1021088 # 2439
@ dr31157 [#2438] Alexander Mett.
dr31157 Am: 23.08.2021 17:36:06 Gelesen: 1021074 # 2440
@ bayern klassisch [#2439] Vielen Dank. Gruß Detlef
Morenga Am: 26.08.2021 22:30:13 Gelesen: 1019806 # 2441
Guten Tag, kann jemand lesen was auf der Briefrückseite handschriftlich vermerkt wurde? Der Brief wurde am 18.10.41 aus Dresden nach Gutenstein in der Ostmark gesendet, von da mit Vermerk auf der Vorderseite: zurück an Absender, wieder am 20.10.41 zurück, angekommen in Dresden wieder am 22.10.1941. Es war ein Reco. Vermutlich steht da warum er zurück gesendet wurde? Vielen Dank und Gruß, Elisabeth
volkimal Am: 26.08.2021 22:40:42 Gelesen: 1019801 # 2442
@ Morenga [#2441] Hallo Elisabeth, es heißt "Zu spät eingelangt Sonderstempel bereits schon am 11.10. Klagenfurt abgeführt ma." Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 29.08.2021 18:04:43 Gelesen: 1017512 # 2443
Hallo, ich zeige hier eine Postkarte vom 05.01.1940, wobei ich den Absender, wahrscheinlich aus einem Ferienlager für Kinder, nicht lesen kann. Ich lese: "Ab. Killig. z. Zt. Nierlsdorf Erbgericht"? Wie heißt der Ort? oder ist gar kein Ort? Kann mir bitte jemand helfen? Gruß Detlef
wessi1111 Am: 29.08.2021 18:36:41 Gelesen: 1017503 # 2444
@ dr31157 [#2443] Hallo Detlef, in der Ortschaft Leupoldishain gibt es auch heute noch einen Campingplatz Nikolsdorfer Berg und eine Aussichtsplatform Nikolsdorfer Nadel, es heißt also sicherlich "Nicolsdorf". Gruß Wessi
dr31157 Am: 29.08.2021 18:45:57 Gelesen: 1017494 # 2445
@ wessi1111 [#2444] Hallo Wessi, vielen Dank für die schnelle Antwort. Du hast recht, jetzt lese ich auch Nicolsdorf. Gruß Detlef
volkimal Am: 29.08.2021 18:49:00 Gelesen: 1017494 # 2446
@ dr31157 [#2443] Hallo Detlef, das Erbgericht in Nicolsdorf war eine Gaststätte. Siehe [1]. Viele Grüße Volkmar [1] https://m.oldthing.de/AK-Ansichtskarte-Nikolsdorf-Koenigstein-Speisesaal-Erbgericht-Kat-Koenigstein-Saechsische-Schweiz-0026547970
dr31157 Am: 29.08.2021 18:59:04 Gelesen: 1017487 # 2447
@ volkimal [#2446] Hallo Volkmar, vielen Dank für Deine Bemühungen und Hilfe. Nachdem mir "Wessi1111" Nicolsdorf nahegebracht hat, habe ich auch den "Gasthof zum Erbgericht" gefunden. Alles Gute und viele Grüße bis zum nächsten Mal Detlef
dr31157 Am: 03.09.2021 16:43:52 Gelesen: 1016166 # 2448
Hallo,

ich zeige hier eine Postkarte, bei der ich die Absenderadresse nicht lesen kann.



Ich lese:Heiter Dietfurt Obpf. z.Z. ...mühl

Kann mir bitte jemand weiterhelfen?

Gruß Detlef
bayern klassisch Am: 03.09.2021 16:51:51 Gelesen: 1016164 # 2449
@ dr31157 [#2448] Bei der Mini - Scan - Größe kann keiner weiterhelfen. LG von bayern klassisch
dr31157 Am: 03.09.2021 17:00:54 Gelesen: 1016159 # 2450
Hallo, ich versuche es noch einmal mit einem besseren Scan. Ich zeige hier eine Postkarte, bei der ich die Absenderadresse nicht lesen kann. Ich lese: Heiter Dietfurt Obpf. z.Z. ...mühl Kann mir bitte jemand weiterhelfen? Gruß Detlef
bayern klassisch Am: 03.09.2021 18:10:29 Gelesen: 1016139 # 2451
@ dr31157 [#2450] Hallo Detlef, ja, der ist besser: Heiter Dietfurt Oberpfalz Zur Zeit Kur.....` LG, Ralph
dr31157 Am: 04.09.2021 08:33:47 Gelesen: 1015976 # 2452
@ bayern klassisch [#2451] Hallo Ralph, vielen Dank für die Info. Gruß Detlef
volkimal Am: 04.09.2021 17:18:00 Gelesen: 1015829 # 2453
@ dr31157 [#2452] Hallo Detlef, den Ort hinter "z. Z." kann ich bisher nicht erkennen. Stell doch bitte einmal die Rückseite ein. Vielleicht kann man dann weitere Buchstaben eindeutig identifizieren. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 04.09.2021 19:26:32 Gelesen: 1015788 # 2454
@ volkimal [#2453] Hallo Voolkmar, schön das Du Dich gemeldet hast. "Kurmühl" klingt komisch. Anbei die Rückseite: Gruß Detlef
volkimal Am: 08.09.2021 11:32:56 Gelesen: 1014387 # 2455
@ dr31157 [#2454] Hallo Detlef, wir sind gestern von einer dreiwöchigen Radtour nach Hause zurückgekommen. Hier habe ich andere Möglichkeiten und kann versuchen, das fehlende Wort im Absender zu identifizieren. Es ist die lateinische Schrift Der erste Buchstabe kann eigentlich nur ein „H“ oder „K“ sein. Das „H“ sieht man eindeutig z.B. in „Hiffenmark“ = Hagebuttenmark. Leider kommt kein „K“ auf der Karte vor. Der zweite Buchstabe muss ein Vokal sein, gefolgt von einem „r“. Allerdings kann es nicht „Kurmühl“ heißen, da hinter dem „r“ noch ein weiterer Buchstabe ist. Für mich kamen zunächst „Kornmühl“ und „Harnmühl“ in Frage. Das „o“ kommt auf der Karte mehrfach vor, es hat aber nie einen Anstrich - damit fällt es für mich raus. Das „a“ ist oben sonst immer geschlossen, der erste Strich ist aber etwas gebogen (beim „u“ ist er immer gerade). Ich habe also nach „Harnmühl“ gegoogelt. Dort fand ich unter [1]: Harnmühl ist also eine andere Bezeichnung für Herrenmühle. Als ich nach „Herrenmühle + Dietfurt“ gesucht habe fand ich die Seite [2]. Die Nothwangmühle in Dietfurt hatte 1809 auch die Bezeichnung „Herrnmühle“. Ob diese Mühle 1940 noch stand, weiß ich nicht. Aber es gibt auch heute noch die Straße „Herrnmühle“ in Dietfurt. Ich gehe bei der Karte also von Harnmühl = Herrnmühle aus. Viele Grüße Volkmar [1] Google Books: Bezirk Hostau: Heimat zwischen Böhmerwald und Egerland (Seite 463) [2] https://www.archivportal-d.de/item/I267C7D64ZCJWJSNBOD25KM4NIW5RIPW
dr31157 Am: 08.09.2021 16:32:18 Gelesen: 1014314 # 2456
@ volkimal [#2455] Hallo Volkmar, herzlichen Dank. Prima wie Du das recherchiert hast. Da wäre ich nie drauf gekommen. Ich wäre beim "K" hängen geblieben, was keinen Sinn ergab. Es muss tatsächlich "Herrnmühle" heißen und handelt sich höchstwahrscheinlich um einen Gasthof. Zumindest wird hier auch heute noch eine Gaststätte geführt. Gruß Detlef
Totalo-Flauti Am: 12.09.2021 10:17:46 Gelesen: 1013515 # 2457
Liebe Sammlerfreunde, ich habe hier einen sogenannten Fuhrmannsbrief aus Leipzig nach Breslau vom 11.01.1822. Absender ist das Leipziger Handels- und Bankhaus Frege. Der Adressat ist ein Obrist-Lieutnant von Groeben. Eventuell könnte es sich um Graf Karl von der Groeben (1788 bis 1876) [1] gehandelt haben. Auf dem Beleg sind 2 sächsische Zollamtsstempel abgeschlagen worden. Der kleinere (2x abgeschlagen) stammt aus Bischofswerda. Das größere Siegel auf der Vorderseite konnte ich bisher nicht identifizieren. Auf der Rückseite verewigte sich der preussische Zoll des Kgl.Pr.Haupt-Grenz-Zollamts zu Reichenbach (Schlesien) mit einem Amtssiegel. Vielleicht könnt Ihr mir helfen, die Fehlstellen zu entschlüsseln? Ich bedanke mich auch recht herzlich im vorraus dafür. Der Adressteil Bild 1 ist klar: "Sr.(Seiner) Hochwohlgebohren dem Herren ObristLieutnant von Groeben Breslau" auf Bild 2 sind Zollgebühren aus Bischofswerda notiert und der Erhalt des Gesamtentgeltes quittiert.: "Vier gute Groschen Zoll.... in Bischofswerda ..... Eilf (elf) ..... & 12 gute groschen 6 Pfennig ...... für Fracht & Spesen .... erhalten ....Whürwitz ....bestätigung" Bild 4 ist dann der eigentliche "Frachtbrief": " Leipzig, den 11.Januar 1822 Wir senden Ihnen hierbei durch Wagner Geschirr im Lohn zu Zwey Thaler 8 gute Groschen GvG 1. Ballen Bücher No1. .......... = 1 3/8 .... Nach richtiger, gut beschaffner und 1 2/14 Tagen auf einer Achse bei Verlust der Fracht geschehner Ablieferung, bezahlen Sie bedungene Fracht und für Spesen Pr.... 7 Thaler 1 guten Groschen Sage Sieben Thaler & 1 guten Groschen Pr..... und verfahren mit dem Gute nach unseren Advis. Frege & Comp." [1] https://www.deutsche-biographie.de/sfz27232.html
Roda127 Am: 12.09.2021 10:37:56 Gelesen: 1013512 # 2458
@ Totalo-Flauti [#2457] Hallo, ich lese bei dem Bild 2: "Vier gute Groschen Zoll entrichtet in Bischofswerda" Ansonsten versuche ich es noch weiter. Viele Grüße Matthias (Roda127)
volkimal Am: 12.09.2021 11:20:11 Gelesen: 1013506 # 2459
@ Totalo-Flauti [#2457] Hallo, unten auf dem Bild 2 lese ich: Eilf (elf) Reichtstaler & 12 Gute Groschen ???? für Fracht & Spesen & Zolle erhalten Ich vermute eher, dass hinter 12 Gute Groschen ein Wort steht und nicht 6 Pfennig. Nur was, das ist mir unklar. Eine kleine Hilfe bei den Abkürzungen der Währungsangaben siehe hier [1]. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.altpostgeschichte.de/index.php?thread/3287-alte-währung-abkürzungen/
Totalo-Flauti Am: 12.09.2021 11:43:05 Gelesen: 1013500 # 2460
@ Roda127 [#2458], volkimal Vielen Dank schon mal. Könnte es "Pr. Courant" statt 6 Pfennig sein? Mit lieben Sammlergrüßen Totalo-Flauti.
volkimal Am: 12.09.2021 15:54:31 Gelesen: 1013479 # 2461
@ Totalo-Flauti [#2460] Hallo, An "Court" = "Courant" hatte ich auch schon gedacht. Mir fehlte nur das "Pr" = "Preußisch". Das sieht für mich ganz passend aus. Ich kenne mich aber mit dem Münzwesen kaum aus. Unsere Enkel sind da, daher habe ich nur ab und zu etwas Zeit. Die vierte Seite sehe ich mir nachher an. Beim ersten Blick fällt aber auf, dass dein Text und das Bild nicht übereinstimmen. Was ist richtig? Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 12.09.2021 17:46:17 Gelesen: 1013465 # 2462
Hallo, ich zeige hier eien Brief deren Adresse ich leider nicht wirklich lesen kann. Kann mir bitte jemand weiterhelfen? Gruß Detlef
Baber Am: 12.09.2021 18:10:53 Gelesen: 1013460 # 2463
@ dr31157 [#2462] Hallo Detlef, ich tippe auf: Herrn und Frau Walter Giegrich Untergruppenbach bei Heilbronn a/N Leider hat die Homepage von Untergruppenbach kein Straßenverzeichnis, die Straße kann ich nicht entziffern. Gruß Bernd
Gernesammler Am: 12.09.2021 18:36:59 Gelesen: 1013451 # 2464
@ Baber [#2463] Hallo Bernd, Hallo Detlef, es könnte sich um die Wienenfeldstr. handeln. Gruß Rainer
dr31157 Am: 12.09.2021 18:39:23 Gelesen: 1013449 # 2465
@ Baber [#2463] Hallo Bernd, vielen Dank für die Hilfe. Du hast richtig übersetzt. Die Straße lautet: Wibrecherstr. Gruß Detlef
epem7081 Am: 12.09.2021 18:49:08 Gelesen: 1013445 # 2466
@ dr31157 [#2462] Hallo Detlef, meine Lesart wäre für den Ort: Neckargartach, heute Stadtteil von Heilbronn am Neckar, bei weiterer Recherche finde ich zu der Zeit einen Ingenieur Wilhelm Giegerich. Im aktuellen Strassenverzeichnis von Neckargartach finde ich allerdings keine Strasse die in etwa Wiberacheidstr. oder ähnlich heißen könnte. Vielleicht werden andere fündig. Viel Glück. Mit freundlichen Grüßen Edwin
dr31157 Am: 12.09.2021 19:07:25 Gelesen: 1013439 # 2467
@ epem7081 [#2466] @ Baber [#2463] @ Gernesammler [#2464] Hallo Edwin, Du hast recht. Der Ort ist tatsächlich Neckargartach. Es gibt auch ein Straßenverzeichnis: Biberacher Str. Vielen Dank! Gruß Detlef https://onlinestreet.de/strassen/in-Heilbronn.Neckargartach.html#liste
Magdeburger Am: 12.09.2021 19:38:28 Gelesen: 1013432 # 2468
@ volkimal [#2461] Hallo Volkmar, es sind PrCourt = Preussisch Courant. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
DERMZ Am: 17.09.2021 06:42:38 Gelesen: 1012876 # 2469
Guten Morgen, was haben zwei nette Damen mit einem Schwein zu tun? Ich weiß es nicht, und ich finde es auch nicht ganz raus - wer kann mir armen Schwein helfen? Und hier noch das Schwein: Ich habe folgendes gelesen: Herrn Georg Miersch nebst Georg Miersch Marburg Metzgergasse. Sehr geehrter Herr, dieses Schwein . wie hier zu Geschenk ...., doch das ... viel zu diene u. dort Bauch eben und u die Beine erst gestellt in ... fällt. Die Textpassagen etwas vergrößert, mir hat es leider nicht geholfen... Die Grüße oben an Elisa sind alle klar. Besten Dank für jede Hilfe sagt Olaf
volkimal Am: 17.09.2021 09:07:29 Gelesen: 1012868 # 2470
@ DERMZ [#2469] Hallo Olaf, die vorletzte Zeile ist mir noch unklar. Ansonsten lese ich: Sehr geehrter Herr, dieses Schwein ei wie fein zu Geschenk zu kriegen, doch das Arme viel zu dünn u. der Bauch eben und u die Beine erst gestellt .. .. .. das fällt. Das erste Wort in der vorletzten Zeile dürfte kein “in“ sein. Dafür hat es einen “Haken“ zuviel. Bei den Namen lese ich Georg Miesch nebst Georg Merch Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 18.09.2021 18:16:33 Gelesen: 1012824 # 2471
@ DERMZ [#2469] Hallo Olaf, ich komme einfach nicht darauf, was in der vorletzten Zeile steht. Es könnte gut sein, dass sie mit "na" anfängt. Also insgesamt dort steht: u die Beine erst gestellt na .. .. das fällt. Mir fällt aber einfach nichts ein, was dazwischen passt. Viele Grüße Volkmar
Berges Am: 19.09.2021 01:58:01 Gelesen: 1012801 # 2472
@ dr31157 [#2325] Karte an Frau Pastor Dr. Kottmeier
DERMZ Am: 20.09.2021 11:05:50 Gelesen: 1012759 # 2473
@ volkimal [#2471] Hallo Volkmar, Sehr geehrter Herr, dieses Schwein ei wie fein zu Geschenk zu kriegen, doch das Arme viel zu dünn u. der Bauch eben und u die Beine erst gestellt na wenn das fällt. Was denkst Du über diese Interpretation? Beste Grüße und vielen DANK für Deine große Hilfe Olaf
volkimal Am: 20.09.2021 13:01:40 Gelesen: 1012749 # 2474
@ DERMZ [#2473] Hallo Olaf, darauf bin ich nicht gekommen. Irgendwie habe ich mich auf zwei Wörter versteift. Deine Version könnte durchaus sei, es könnte aber stattdessen auch "na wem das gefällt" heißen. Viele Grüße Volkmar
M.P.D. Am: 28.09.2021 11:51:43 Gelesen: 1011377 # 2475
kann evtl. jemand helfen ? Hallo, ich habe diesen Brief gefunden und habe Probleme beim Lesen der Handschrift. Der Brief lief 1829 von Momenheim über Mainz nach Gießen, wenn ich das richtig interpretiere. Vielen Dank vorab für Eure Hilfe. Gruß Mike ,
opti53 Am: 28.09.2021 12:09:44 Gelesen: 1011367 # 2476
Hallo Mike, ein wenig mehr Auflösung wäre schön, dann sollte man es lesen können. Ist eigentlich ganz ordentlich geschrieben. Viele Grüße Thomas
volkimal Am: 28.09.2021 12:48:40 Gelesen: 1011348 # 2477
@ M.P.D. [#2475] Hallo Mike, hier die Vorderseite: Sr. Wohlgeboren dem Herrn Carl Bücking Stud. jur. in Giesen Abzugeben bey Madame Bücking Handelsfrau wohnhaft auf’m Kreuz in Giesen frey Geschrieben in Mommenheim, d. 9ten Merz 1829 (Über dem "m" ist ein Verdopplungsstrich) Viele Grüße Volkmar
opti53 Am: 28.09.2021 13:19:06 Gelesen: 1011327 # 2478
Hallo Mike, immerhin gibt es von dem Addressaten Informationen im Internet [1]. Giesen meint also tatsächlich Gießen in Hessen. Der Brief datiert vom 9.Mai 1829 und wurde wohl vom Bruder des Carl Bücking geschrieben. Viele Grüße Thomas [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_B%C3%BCcking
M.P.D. Am: 28.09.2021 13:34:49 Gelesen: 1011318 # 2479
@ volkimal [#2477] @ opti53 [#2478] Vielen Dank für Eure Hilfe. Ich kann das so jetzt ganz gut einordnen. Der Brief gehört, wie viele andere auch, zum Nachlass des o.g. Bücking. Hatte dazu schon das ein oder andere hier dazu gepostet. Danke nochmal, Gruß Mike
bignell Am: 01.10.2021 15:18:25 Gelesen: 1010848 # 2480
Liebe Freunde, bei diesem Rekreditivschreiben [1] habe ich wieder das Problem einige Worte nicht entziffern zu können: Die Anschrift funktioniert ja noch ganz gut: Dem Ehrwürdigen Fürsten Johann Philipp Bischoffen zu Würzburg, und Herzogen zu Francken, unßerm lieben andächtigen Absender war Eleonore Magdalena Therese von Pfalz-Neuburg [2], Empfänger Freiherr Johann Philipp von Greiffenclau zu Vollraths [3] Den Text selbst lese ich so: recreditiv von I Kayserin Eleonore 29 9br 1702 Ehrwürdiger Fürst, Lieber Andächtiger: Mir hat Eüer ??=anherge? gehaimber Rath, und Ober Cammerer Christoph Ernst Freyherr Fuchs von Bimbach und Dornheim, waß von derselben er in commissis gehabt, beyder gnadigst erthailten audienz gehorsambst eröffnet, ambey ?? ihre mitgegebene Creditiv gebührendt überandtwortet ?? um von demselben ?? zurückhrayß vorge= nommen worden, habe ich ihm ?? und anders, waß Er in andtworth mündlich referiren solle, gnadigst anvertrauet, denn Euer ?? völligen Glauben beymessen Inhaber derselben mit kays(erlicher): gnade und allen ?? Zuförderniss wolbeygethan ver= bleiben wollen. Datum Wien, den 29t. 9bris, 1702. Eleonora Magdalena Theresia Bin für alle Korrekturen und Klarstellungen dankbar. Der Brief hat es mir auch deshalb angetan, weil das Siegel so gut erhalten ist: Liebe Grüße, harald [1] Rekreditivschreiben: Schreiben, das ein abschiednehmender Gesandter von dem Hof, bei dem er akkreditiert war, zur Vorlage bei seinem Hof erhält https://drw-http://www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?index=lemmata&term=rekreditivschreiben#Rekreditivschreiben [2] Eleonore Magdalene Therese von Pfalz-Neuburg (* 6. Januar 1655 in Düsseldorf; † 19. Januar 1720 in Wien) war eine Pfalzgräfin von Neuburg und durch Heirat Kaiserin des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation und auf dem Reichstag von Augsburg 1690 selbst zur Kaiserin gekrönt. https://de.wikipedia.org/wiki/Eleonore_Magdalene_von_Pfalz-Neuburg [3] Freiherr Johann Philipp von Greiffenclau zu Vollraths, auch Greiffenclau-Vollraths oder Greiffenclau-Vollrads (* 13. Februar 1652 in Amorbach, Unterfranken; † 3. August 1719 in Würzburg) war vom 9. Februar 1699 bis zu seinem Tod als Johann Philipp II. Fürstbischof von Würzburg und damit auch Herzog in Franken. https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Philipp_von_Greiffenclau_zu_Vollraths
volkimal Am: 01.10.2021 17:06:46 Gelesen: 1010767 # 2481
@ bignell [#2480] Hallo Harald, ein paar Buchstaben oder Wörter habe ich anders gelesen. Hier meine Version: Dem Ehrwürdigen Fürsten Johann Philipp Bischoffen zu Würzburg, und Herzogen zu Franckhen, unßerm lieben Andächtigen recreditiv von I Kayserin Eleonore 29 9br 1702 Ehrwürdiger Fürst, Lieber Andächtiger: Mir hat Eüer Und= anher geschickhte gehaimber Rath, und Ober Cammerer Christoph Ernst Freyherr Fuchs von Bimbach und Dornheim, waß von derselben Er in commihsis gehabt, beyder gnedigst erthailten audienz gehorsambst eröffnet, anbey d? ihme mitgegebene Creditiv gebührendt überandtwortet ???ilen nun von demselben di(?) zurückhrayß vorge= nommen worden, habe ich ihmo ein und anders, waß Er in andtworth mündlich referieren solle, gnedigst anvertrauet, denn Eüer Und völligen glauben beymessen Ich aber deroselben mit kays(erlichen): gnaden und allen guetten Zuförderist wolbeygethan ver= bleiben wollen. Datum Wien, den 29t. 9bris, 1702. Eleonora Magdalena Theresia Zum Datum: 9br = 9 bris = novembris, siehe [1] Zu einzelnen Buchstaben z.B. dem "U" in "Und" siehe [2]. Es passt zwar nicht ganz dazu, ich denke aber es ist ein "U". Viele Grüße Volkmar [1] http://genwiki.genealogy.net/Lesen_von_Kirchenbuchdaten [2] http://www.villmergerkriege.ch/Chilerodel/Kurrentschrift.htm
bignell Am: 01.10.2021 17:34:21 Gelesen: 1010745 # 2482
@ volkimal [#2481] Hallo Volkmar, vielen lieben Dank für Deine Korrekturen, sieht nun viel besser aus. Bei manchen Worten bin ich fast verzweifelt, besonders beim Wort nach Johann Philipp in der Anschrift, ich hab das für einen Namensteil gehalten, aber konnte es nicht mit "Johann Philipp von Greiffenclau" in Deckung bringen, bis ich endlich begriffen habe dass es nicht der Nachname sondern der Bischofstitel ist, naja Scheuklappen halt. Die Datumsschreibung 9br = Novembris war mir schon klar, aber gut dass Du es erwähnst, ist vielleicht nicht jedem bekannt. Liebe Grüße, harald
volkimal Am: 03.10.2021 09:59:02 Gelesen: 1010204 # 2483
Hallo zusammen, eine leider miserabel erhaltene Postkarte P1 mit einem Hannover-Stempel aus Bentheim: Der Empfänger war die mechanische Baumwoll-Weberei Povel & Grüter in Nordhorn [1]. Was mir aber völlig rätselhaft ist, sind die angebotenen Artikel. Kann einer von Euch etwas dazu sagen? Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Povel_(Textil)
dr31157 Am: 03.10.2021 19:22:52 Gelesen: 1010049 # 2484
Hallo, ich zeige hier eine Postkarte, die ich fragmentweise lesen kann. Ich bekomme keinen Sinn rein. Es fängt schon bei der Adresse an: Herrn Herrm. Vorm......., Colmar i. Els., Reichs..... ? Auch beim Text kann in nur einzelne Wortpassagen lesen. Kann mir bitte jemand helfen? Gruß Detlef
Berges Am: 04.10.2021 14:39:06 Gelesen: 1009750 # 2485
@ volkimal [#2483] Hallo, so ein bisschen liegt es auf der Hand. Die angebotete Ware ist Baumwolle. Erkennbar ist es an den Zahlenangaben: 26/30 oder 16/24 oder 20/24 usw. Die Zahl ist die Faserlänge in mm. 26/30 ist also eine Qualitätsbezeichnung (es gilt: längere Faser = höhere Qualität). Die Zahl rechts sind dann wohl die Preisangaben. Bei den Namen (Howard, Dean Hill, Walmsley, Healey) vermute ich Baumwollspinnereien aus England, deren Garne Herr Hellendoorn importiert und der Weberei in Nordhorn anbietet. MfG Ludger
volkimal Am: 04.10.2021 15:11:21 Gelesen: 1009736 # 2486
@ Berges [#2485] Hallo Ludger, herzlichen Dank. Ohne deine Hilfe wäre ich nie darauf gekommen. Man muss diese Qualitätsbezeichnung schon kennen, um sie als solche zu identifizieren. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 04.10.2021 20:36:34 Gelesen: 1009636 # 2487
@ dr31157 [#2484] Hallo Detlef, ich lese: Herrn Herm. Herrn Herm. Vormelcher Colmar i. Els. Reichsbanck(?) Opp. 15/6.10. W.H.V! Herr Buffhaus(?) hat am 25. ?? dort Hochzeit. Ich weiß nicht wo und auch nicht mehr den Vater-Namen seiner zukünftigen Frau. Ich möchte Sie bitten, wenigstens diesen in Erfahrung zu bringen und ihn mir mitzuteilen, damit ich einen telegraph. Glückwunsch senden kann. Ich bin ab 22. ?? in Gera. Ich danke Ihnen noch für Ihren Brf. V. 14. D. M. u. für die mir damit über- sandten Glückwünsche. Ich bin soeben aus dem Urlaub zurückg. Habe dabei einen herrlichen Abschied von dem verrufenen Osten gefeiert ( Beskiden u. Tatra!) u. mir bei Beuthen auch ein großes Eisenwalzwerk u. Hochöfen angesehen. Unsere Kinder haben uns in letzter Zeit viel Not gemacht. Leider Masern und beide Bauchhusten hinterher! Werner bellt noch wie ein ??? Fleischerhund. Grüßen Sie die Ihrigen bestens von mir. Ihr ??? Colmar i. Els. Reichsbanck(?) Opp. 15/6.10. W.H.V! Herr Buffhaus(?) hat am 25. ?? dort Hochzeit. Ich weiß nicht wo und auch nicht mehr den Vater-Namen seiner zukünftigen Frau. Ich möchte Sie bitten, wenigstens diesen in Erfahrung zu bringen und ihn mir mitzuteilen, damit ich einen telegraph. Glückwunsch senden kann. Ich bin ab 22. ?? in Gera. Ich danke Ihnen noch für Ihren Brf. V. 14. D. M. u. für die mir damit über- sandten Glückwünsche. Ich bin soeben aus dem Urlaub zurückg. Habe dabei einen herrlichen Abschied von dem verrufenen Osten gefeiert ( Beskiden u. Tatra!) u. mir bei Beuthen auch ein großes Eisenwalzwerk u. Hochöfen angesehen. Unsere Kinder haben uns in letzter Zeit viel Not gemacht. Leider Masern und beide Bauchhusten hinterher! Werner bellt noch wie ein ??? Fleischerhund. Grüßen Sie die Ihrigen bestens von mir. Ihr ??? Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 04.10.2021 21:15:31 Gelesen: 1009620 # 2488
@ volkimal [#2487] Hallo Volkmar, vielen Dank für Deine Übersetzung dieser schwierigen Handschrift. "Reichsban(c)k" als Wohnort hätte ich nicht gedacht. Beim "Bauchhusten" würde ich jetzt Keuchhusten lesen. So macht alles einen Sinn. Vielen Dank. Gruß Detlef
volkimal Am: 05.10.2021 23:06:34 Gelesen: 1009012 # 2489
@ dr31157 [#2488] Hallo Detlef, mit Keuchhusten hast du natürlich recht. Ich habe einfach geschrieben, was ich im ersten Moment gelesen habe und nicht nachgedacht. Viele Grüße Volkmar
JohannesM Am: 08.10.2021 12:09:10 Gelesen: 1008393 # 2490
Ich habe hier einen Brief vom Halberstädter Oberdomprediger Augustin an Farina, leider kann ich den Inhalt nicht lesen. Kann mir bitte jemand helfen? Vielen Dank Eckhard
volkimal Am: 11.10.2021 16:42:30 Gelesen: 1007391 # 2491
@ JohannesM [#2490] Hallo Eckhard, der Brief geht an: Herrn Jean Marie Farina in Cöln am Jülichesplatz Hierbei ein Kästchen mit einer Probe Spiritus gez. N#52 fr (=frei) links steht: 1839 Halberstadt d. 15. May Augustin ?? 20. Do 4 Jung Im Text preist der Absender (Augustin) seinen Spiritus an und nennt Preise dazu. Der Brief beginnt mit: Der in meiner Destillation gereinigte Sprit hat überall die beste Auf- nahme gefunden nur da ich bei der Zweckmäßigkeit des Verfahrens des ??? ??? und der Güte des aus den besten Brennerei- en entnommenen rechen(?) Spiritus hoffen drauf, daß unser Fabrikat sich jedem ??? zur Seite stellt und sich zur Bereitung des Kölnisch Wassers eignet, so erlaube ich mir Ihnen eine Probe zu über- senden. … Im Moment habe ich keine Zeit, ihn weiter zu übersetzen. Viele Grüße Volkmar
JohannesM Am: 11.10.2021 16:53:18 Gelesen: 1007387 # 2492
Hallo Volkmar, besten Dank für deine Mühe. Es wäre schön solltest du noch etwas über den Absender herausbekommen, im Adressbuch 1841 gibt es 3 Augustins: den Oberdomprediger Dr. Bernhard A., den Oberlandesgerichts-Rath Lutter A. und den Dr. med. Bruno Augustin. Ich denke es kommt nur letzterer infrage, obwohl mir auch das nicht einleuchtend ist. Beste Grüße Eckhard
volkimal Am: 11.10.2021 18:48:36 Gelesen: 1007354 # 2493
@ JohannesM [#2492] Hallo Eckhard, aus dem Brief ist nichts weiter zu dem Herrn Augustin angegeben - also auch keine Vornamen oder Kürzel. Der von dir erwähnte Oberlandesgerichtsrath Lutter A. war zusätzlich "Eisenbahndirektor, Bleizuckerfabrikant und Gärtnereibetreiber" [1]. Evtl. kommt er auch in Frage. Dr. med Bruno Augustin war "Pract. Arzt, Wundarzt u. Geburtshelfer" [2]. Ob er etwas mit Spiritus zu tun hat ???? Vielleicht könnte man nach Begriffen aus dem Brief googeln. Folgendes ist mir unklar. In der dritten Zeile: Weiterhin taucht ein Wort mehrmals auf, ohne dass ich weiß, was es bedeutet. Zum Beispiel in der drittuntersten Zeile (erste Seite): 180 Berliner ????. Im Vergleich würde ich sagen, dass es mit "Gu" anfängt. Siehe Güte (dritte Zeile) oder Gewicht (2. Seite, 2. Zeile). Auf der zweiten Seite ist nach dem gesuchten Wort noch "...zahl". Kann einer von euch ewtwas davon erkennen? Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Friedrich_Bernhard_Augustin [2] https://collections.nlm.nih.gov/catalog/nlm:nlmuid-101409533-img
JohannesM Am: 11.10.2021 20:59:39 Gelesen: 1007312 # 2494
@ volkimal [#2493] Danke Volkmar, ich werde den Brief in das Stadtarchiv mitnehmen, vielleicht bekommen die etwas heraus, eventuell haben die auch Schriftproben von den Augustins. Beste Grüße Eckhard
kauli Am: 19.10.2021 16:39:27 Gelesen: 1005215 # 2495
Hallo zusammen, Ich bräuchte wieder mal die Hilfe der Sütterlin Spezis. Der Brief ging an die Königliche Regierung in Minden. Mit der Schnell .... Alles andere ist mir unklar. Vielleicht bringt es Hinweise auf den Zweck des Briefes. Kann auch ein Paketbegleitbrief sein. Besten Dank schon mal. Viele Grüße Dieter
Magdeburger Am: 19.10.2021 16:46:22 Gelesen: 1005213 # 2496
@ kauli [#2495] Hallo Dieter, es war die Schnellpost. Unten links steht: Königliche Dienstsache Hierbei 1 Paquet in Wachsleinwand signiert K.R. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
kauli Am: 19.10.2021 20:12:12 Gelesen: 1005152 # 2497
@ Magdeburger [#2496] Hallo Ulf, also doch Schnellpost, kannte ich noch nicht. Besten Dank nochmal. Viele Grüße Dieter
chris63 Am: 19.10.2021 23:16:23 Gelesen: 1005086 # 2498
@ volkimal [#2493] Müßte Berliner Quart sein, altes Hohlraummaß. grüsse Christof [Redaktionell ergänzt: https://dewiki.de/Lexikon/Quart_(Einheit) ]
volkimal Am: 20.10.2021 18:55:59 Gelesen: 1004828 # 2499
@ chris63 [#2498] Hallo Christof, super - darauf bin ich nicht gekommen. Ich hatte das große "Q" einfach nicht auf dem Schirm - und wenn man das Maß "Quart" nicht kennt, so findet man es nicht. Dabei wäre es eigentlich klar gewesen. Das große Sütterlin-Q endet unten mit einem Strich. Beim großen Sütterlin-G wird die Linie von unten wieder nach oben gezogen. Genauso war es im Brief. Viele Grüße Volkmar
Ameise Am: 24.10.2021 15:36:39 Gelesen: 1003510 # 2500
Hallo, ich habe hier eine interessante zusammenhängende Frage-/Antwortkarte (Mi P112) wo ich leider den Text so gut wie nicht lesen kann. Da es sich um das Thema "Philatelie" handelt, wüßte ich zu gern, um was es da genau gegangen ist. Ich lese nur heraus, das ein Sammler (Wilhelm Voelcker aus Mannheim-Waldhof) an das Kaiserliche Briefpostamt in Berlin etwas über Marken aus Rumänien (?) wissen wollte. Könnte hier bitte jemand diesen Text "übersetzen"? Vielen Dank schon einmal dafür. Fragetext: Antworttext: Viele Grüße Enrico
epem7081 Am: 24.10.2021 17:36:08 Gelesen: 1003477 # 2501
@ Ameise [#2500] Hallo Enrico, hier von mir ein erster Anlauf zur Übersetzung der ersten Karte. Ich bitte mir auf anhängender Karte gefälligst mitteilen zu wollen, ob auf dortigem Amte noch von der ersten Ausgabe Marken für Rumänien mit dem Kastenaufdruck [MViR] noch zu beziehen sind, wenn ja welche Sorten. Sind von der (gleichen?) Stelle auch Marken für das französische Etappengebiet zu beziehen. Bitte die Karte nicht abzutrennen, sondern mit der Antwortkarte zurückgehen zu lassen. Da solche als Doppelkartensammler für mich hoch (???) Mannheim-Waldhof Wilh. Voelcker 31.12.17 Die letze Zeile vor dem Absender ist mir noch ein Rätsel. Vielleicht sind hier anders Forumsteilnehmer findiger? Mit freundlichen Grüßen Edwin
inflamicha Am: 24.10.2021 17:50:20 Gelesen: 1003466 # 2502
@ epem7081 [#2501] Die letze Zeile vor dem Absender ist mir noch ein Rätsel. Meinst Du das "Hochachtend"? Das andere heißt "als Doppelkarte Sammelwert für mich hat". Über dem "m" von Sammelwert ist der sog. Faulheitsstrich, der den Buchstaben verdoppelt. Gruß Michael
epem7081 Am: 24.10.2021 17:57:52 Gelesen: 1003456 # 2503
@ inflamicha [#2502] @ Ameise [#2500] Hallo Michael, Gratulation zur vollständigen Klärung. Enrico kann ich hier auch gleich meine Lesung der zweiten Karte übermitteln: Berlin C 2 2. Januar 1918 Von den Marken aus Rumänien sind nur noch 15 Pf-Marken mit Kastenaufdruck verkäuflich. Von diesen werden nur bis zu einer Höchstzahl von 30 Stück abgegeben. Marken aus dem westlichen Etappengebiet sind hier Marken vorhanden s(iehe) anl(iegende) Liste Einen schönen Sonntagabend wünscht mit freundlichen Sammlergrüßen Edwin
inflamicha Am: 24.10.2021 17:58:10 Gelesen: 1003455 # 2504
@ Ameise [#2500] Text der 2. Karte: Von den Marken aus Rumänien sind nur noch 15 Pf.-Marken mit Kastenaufdruck verkäuflich. Von diesen werden noch bis zu einer Höchstzahl von 30 Stück abgegeben. Marken aus dem westlichen Etappengebiet sind hier ??? vorhanden. Danach eventuell S.(iehe) anh.(ängende) Liste. Gruß Michael
inflamicha Am: 24.10.2021 17:59:57 Gelesen: 1003453 # 2505
@ Ameise [#2500] @ epem7081 [#2503] Na passt doch soweit. ;-) Auch von mir noch einen schönen Sonntag Gruß Michael
Ameise Am: 24.10.2021 18:01:45 Gelesen: 1003452 # 2506
Hallo, vielen Dank an euch beide und "Hut ab" vor solch einer Leistung, diese Schreibweise zu entziffern. Ich staune immer wieder, wie Ihr hier alle, die so etwas immer übersetzen, solche Schriften lesen könnt. Noch mal danke und viele Grüße Enrico
JohannesM Am: 11.11.2021 20:13:04 Gelesen: 998466 # 2507
Ich brauche Hilfe für das Einstellen dieses Poststellenstempels in die Datenbank. Soviel konnte ich entziffern: Fehlt's im Garten / Bodenstein's Ratgeber / hilft ! / ..../ Fritz Bodenstein & Co. / GROSSGÄRTNEREI SEIT 1886 Vielen Dank Eckhard
DERMZ Am: 11.11.2021 20:36:18 Gelesen: 998458 # 2508
@ JohannesM [#2507] Hallo Eckhard, Zusendung kostenlos Beste Grüße Olaf
epem7081 Am: 11.11.2021 20:36:24 Gelesen: 998458 # 2509
@ JohannesM [#2507] Hallo Eckhard, hier der ergänzte Text: Fehlt's im Garten / Bodenstein's Ratgeber / hilft ! / Zusendung kostenlos / Mit freundlichen Grüßen Edwin
JohannesM Am: 11.11.2021 20:43:16 Gelesen: 998453 # 2510
@ DERMZ [#2508] @ epem7081 [#2509] Danke euch beiden.
DERMZ Am: 20.11.2021 12:08:11 Gelesen: 995139 # 2511
Guten Tag, ein kurzer Gruss aus Marburg bringt mich zum Verzweifeln. Ich lese bis zu meiner Verzweiflung folgendes: Fräul. Maria Stephan Adr. herrn Chr. Stephan Rhena / Waldeck ... dann geht es unten auf der Karte weiter: Herzl Gruß aus dem schönen Marburg sendet Euch F. Stephan Entschuldige bitte, daß ich dir ... und oben verlassen sie mich dann, nur der Arthur Peschel in schwarzer Schrift ist erlesbar... ich habe nicht mal Ansatzweise eine Idee? Wer kann mir armen Kropf ein wenig auf die Sprünge helfen? Besten DANK Olaf
chris63 Am: 20.11.2021 12:50:24 Gelesen: 995125 # 2512
Hallo Olaf, stell die Karte mal auf den Kopf, so kann ich nur "nachfolgende Karte" lesen. Meine IT-Kenntnisse reichen nicht aus, um das Bild zu drehen. grüsse Christof
DERMZ Am: 20.11.2021 13:21:00 Gelesen: 995116 # 2513
@ chris63 [#2512] Lieber Christoph eine grandiose Idee! Das ist die Lösung, die ich gar nicht in Betracht gezogen habe - und ganz komisch, der Text macht auf einmal wieder Sinn. Herzl Gruß aus dem schönen Marburg sendet Euch F. Stephan Entschuldige bitte, daß ich dir ... die versprochene Karte erst jetzt sende. Nur das letzte Wort bleibt mir ein Rätsel und das darf auch so bleiben. Die besten Grüßen von einem tiefrot vor Scham angelaufenen Olaf
volkimal Am: 20.11.2021 14:11:46 Gelesen: 995100 # 2514
@ DERMZ [#2513] Hallo Olaf, eine kleine Korrektur: Herzl Gruß aus dem schönen Marburg sendet Dir d. F. Stephan Entschuldige bitte, daß ich dir ... die versprochene Karte erst jetzt sende. Die beiden letzten Wörter sind in der gleichen Richtung zu lesen wie der Text unten auf der Karte. Das Wort links oben in der Ecke dürfte ein Name sein. Ich lese "W...mann". Daneben steht etwas in die Richtung " ..tter". Vielleicht auch ein Name. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 20.11.2021 14:46:40 Gelesen: 995085 # 2515
@ volkimal [#2514] Danke Volkmar für Deine wertvolle Korrektur. Im Ortsbuch der Stadt Marburg gibt es 1905 folgende Namen, mit W....mann Wedermann, Weitmann, Weißmann, Wissemann, Wiskemann und Wortmann Ich würde zu Wiskemann neigen, aber sicher bin ich nicht. Der Name in Schwarz sollte Arthur Peschel sein, dieser war 1905 als Handelsvertreter in Marburg gemeldet. Beste Grüße Olaf
Stefan Am: 22.11.2021 21:11:40 Gelesen: 994553 # 2516
Eine Sammlerkollegin (Internet vorhanden, aber kein Scanner, daher Fotos vom Handy) fragt an, ob sich die Unterschriften einiger bzw. der Teilnehmer des 13. Bundesparteitages der CDU (und vermutlich mit Teilnehmer(n) der CSU) vom 28.03.-31.03.1965 in Düsseldorf identifizieren lassen: Links oben (in grün) lässt sich der Name mit "F. J. Strauß" (vermutlich Franz Josef Strauß, CSU) identifizieren. Der Name in der vierten Zeile (links außen) liest sich wie "Adenauer" (vermutlich Konrad Adenauer, CDU). Danke vorab. :-) Gruß Stefan
volkimal Am: 22.11.2021 21:29:35 Gelesen: 994545 # 2517
@ Stefan [#2516] Hallo Stefan, hier ist die Niederschrift der Sitzung [1]. Dort dürfte man vermutlich alle Namen finden. Der vierte von oben links ist z.B. Adenauer. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.kas.de/c/document_library/get_file?uuid=43e736ce-e749-d2e6-6844-8adf410c8d74&groupId=252038
epem7081 Am: 23.11.2021 00:25:44 Gelesen: 994497 # 2518
@ Stefan [#2516] Hallo Stefan, zu einigen Unterschriften kann ich eine Zuordnung geben, als da sind: auf der linken Reihe von oben nach unten : Franz Josef Strauß, Rainer Barzel, ungeklärt, Konrad Adenauer, Gerhard Schröder, Kurt Georg Kiesinger; oben mittig: Hans-Joachim von Merkatz; rechte Reihe: Hans Christoph Seebohm, ungeklärt, Ludwig Erhard, ungeklärt, Eugen Gerstenmaier, Theodor Blank, seitlich: Kurt Schmücker. Auf die Funktion der jeweiligen CDU / CSU-Granden will ich hier aus Zeitgründen nicht weiter recherchieren, das müßte sich aber relativ leicht googeln lassen. Mit freundlichen Grüßen zur guten Nacht Edwin
Stefan Am: 23.11.2021 18:12:31 Gelesen: 994249 # 2519
@ volkimal [#2517] Danke für den Hinweis zur Veranstaltung (offizielle Niederschrift zum Bundesparteitag)! @ epem7081 [#2518] Danke für deine Mühen, die Signaturen (Unterschriften) zu entziffern! :-) Damit ergibt sich wie folgt:
Franz Josef Strauß                               Hans-Christoph Seebohm
Rainer Barzel        Hans-Joachim von Merkatz    Artur Weber
ungeklärt                                        Ludwig Erhard
Konrad Adenauer                                  ungeklärt
                                                 Eugen Gerstenmaier
Gerhard Schröder                                 Theodor Blank
                 Kurt Georg Kiesinger

seitlich (rechts außen): Kurt Schmücker
 

Den Namen "Artur Weber" hatte ich in [1] gefunden, dito auch dort den Vornamen von Herrn von Merkatz. Damit reduziert sich die Anzahl der noch nicht identifizierbaren Autogramme auf zwei Teilnehmer. Mit "Gerhard Schröder" ist nicht der spätere Bundeskanzler (SPD) gemeint, sondern ein älterer Namensvetter von der CDU [2]. Gruß Stefan [1] https://www.kas.de/c/document_library/get_file?uuid=43e736ce-e749-d2e6-6844-8adf410c8d74&groupId=252038 (Achtung, umfasst 771 Seiten) [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Schr%C3%B6der_(Politiker,_1910)

DERMZ Am: 24.11.2021 10:59:07 Gelesen: 993967 # 2520
Guten Morgen, Feldpost aus dem 1. WK bringt mich oft an meine Grenzen, so auch heute. Die Karte ist nicht mehr in bester Verfassung, das Schriftfeld teilweise dreckig, die Handschrift (vielleicht durch eine unpassende Unterlage bedingt) nicht die Beste und meine Schriftkenntnisse sind immer noch recht dürftig, aber ein Hilferuf geht noch. Der Jäger Bahr berichtet seinen Eltern von einer falsch zugestellten Karte, so lese ich es. Abs. Jäger F. Bahr Ers. Komp 4. Inspektion Jäger Bat. Marburg Feld-Post An Herrn Johs. Bahr Landwirt Leimsfeld Krs. Ziegenh. Bis dahin war ich recht zuversichtlich, auch den restlichen Text lesen zu können, aber leider dann doch nicht. Marburg, d. 22.11.16 Liebe Eltern! Habe das Paket erhalten - besten Dank, den Brief hatte der andere deshalb wißt Ihr das Warum . dabei schreibt ... nämlich nach ein Bahr in der ... ... Sonntag. .... hoffentlich hatte heute ..... Viele Grüße sendet ... Also mehr Lücken als Wissen, wer bringt mir bitte Licht ins Dunkel? Besten Dank sagt Olaf
volkimal Am: 24.11.2021 12:00:22 Gelesen: 993945 # 2521
@ DERMZ [#2520] Hallo Olaf, das meiste konnte ich entziffern. Mir ist nur der Vorname des Absenders nicht klar. Oben sieht es so aus, als ob der Vorname mit "F" anfängt, bei der Unterschrift lese ich eher ein "K". (beide Bilder kontrastverstärkt). Ich lese: Abs. Jäger F. Bahr Ers. Komp 4. Inspektion Jäger Bat. Nr. 11 Marburg Feld-Post An Herrn Johs. Bahr Landwirt Leimsfeld Krs. Ziegenh. Marburg, d. 22.11.16 Liebe Eltern! Habe das Paket erhalten - besten Dank, den Brief hatte ein andrer. Deshalb müßt Ihr dem Virnam. dabei (Virnam = Vornamen) schreiben. Es ist nämlich noch ein Bahr in der Komp. Näch- sten Sonntag komme hoffentlich hatte heute Kirchgang ??? Viele Grüße Euer K??? Das Jäger Bat. Nr. 11 war das Kurhessische Jäger-Bataillon Nr. 11. Es war von 1866 bis 1919 ein Verband der Preußischen Armee. Der letzte Friedensstandort des Bataillons war Marburg. [1] Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Kurhessisches_J%C3%A4ger-Bataillon_Nr._11
DERMZ Am: 24.11.2021 12:27:10 Gelesen: 993936 # 2522
@ volkimal [#2521]

Danke Volkmar,

das hilft doch wieder sehr weiter, das Kurhessische Jäger Bataillon hätte ich wissen müssen, ich lese es immer wieder - aber da war "aus den Augen aus dem Sinn".

Besten DANK sagt Olaf
DERMZ Am: 25.11.2021 07:23:29 Gelesen: 993635 # 2523
Guten Morgen vor über 120 Jahren wurde ein Gruß von Spiegelslust (Kaiser-Wilhelm-Turm) verschickt, doch was steht geschrieben? Nach meiner Interpretation wurde folgendes geschrieben: Frau von Ploennies geb. Freiin Schenck zu Schweinsberg Wesel Heubergstraße 626 Lieb Herzkind Bei herrlichem Wetter sitzen wir hier oben & schi- cken Dir innige Grüße. In M. trafen wir Prof M. nicht da er telegrafisch abgerufen & so wanderten wir hier he- rauf nachdem wir von(?) ??? ??? & das Schloß besahen. At home Alles wohl. Nun geht mein Brief doch erst Morgen ab heut Abend hab ich keine Lust & Herzli-(?) chste Grüße Dir und ??? Quer geschrieben lese ich folgendes: Unbekannterweise G? erlaube ich mir einen Gruß zu zuschicken. Ch. v. Weid?? Wer weiß, wer weiß, was Olaf da wieder gelesen hat? Beste Grüße Olaf
volkimal Am: 25.11.2021 11:58:46 Gelesen: 993560 # 2524
@ DERMZ [#2523] Hallo Olaf, das ist wirklich eine harte Nuss! Meine Version ist: Frau von Ploennies geb. Freiin Schenck zu Schweinsberg Wesel Heubergstraße 626 Lieb Treykind Bei herrlichem Wetter sitzen wir hier oben & schi- cken Dir innige Grüße. In M. trafen wir Prof M. nicht da er telegrafisch abgerufen & so wanderten wir hier he- rauf nachdem wir den Morgen Sonnenscheine & das Schloß besahen. At home Alles wohl. Nun geht mein Brief doch erst Morgen ab heut Abend hab ich keine Lust & ??? Tsd. Grüße Dir und ??? Unbekannterweise G? erlaube ich mir einen Gruß hin- zu zuzusenden. Ch. v. Weid?? Quer geschrieben lese ich folgendes: Vielen Dank für Carte fahren morgen n. Cassel 1000 Grüße Risli Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 26.11.2021 06:58:16 Gelesen: 993301 # 2525
@ volkimal [#2524] Guten Morgen Volkmar, vielen Dank für die Übersetzung. Mit dem Begriff Treykind kann ich nichts anfangen, das bedeutet aber nichts - einzig die Überlegung ob es nicht vielleicht auch "Torykind" heissen könnte, vielleicht gab es ja eine Verbindung nach England. Du hast jedenfalls wieder sehr geholfen. Beste Grüsse und happy day, Olaf
volkimal Am: 26.11.2021 08:17:37 Gelesen: 993288 # 2526
@ DERMZ [#2525] Hallo Olaf, mit dem Begriff Treykind bin ich auch nicht ganz glücklich. Das T und das y sind ziemlich eindeutig. Die beiden anderen Buchstaben habe ich durch Vergleich mit dem Rest des Textes gewählt. Ich habe es eher als "treues Kind" gesehen. Vielleicht kommt der Begriff aus einem Dialekt. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 27.11.2021 08:26:54 Gelesen: 992901 # 2527
Guten Morgen, hast Du Worte? Mir fehlen zwei davon. Wer kann bitte den Kartentext vervollständigen Ich habe folgendes gelesen: Fräulein Minna Sauer Hersfeld. Hessen Neumarkt 58. d. 4.II.03. Liebe Minna! Zu Deinem morgenden Geburtstage empfange auch von mir viele herzliche Glückwün- sche. Möge Dir und auch uns das neue Lebensjahr nur Gutes bringen. Mamas Brief habe ich erhalten und danke ich. Ich werde in den ersten Tagen antworten. Habe mich hier mal nach einem Kostüm erkun- digt. Fräulein Boitz kann den Anzug glaube ich nicht ohne mich machen. H... ich schreibe bald ausführlich. - Habe mich tadellos amüsiert. Am Montag bis ½6 Uhr getanzt, u. gestern dauer... bis fast 11 Uhr. Man kann gar nicht beschreiben, wie schön es war. - Heute ist leider immer noch nicht ganz wohl. Hoffentlich wird es bald besser. Ein kleines Geburtstags geschenk bekommst du, wenn ich zurück komme. Herzliche Grüße sowie Glückwünsche an Euch Alle deine Else auch von Carl Helmis Hier noch die beiden quer-Texte zur besseren Lesbarkeit Ich sage schon einmal besten DANK - Olaf
volkimal Am: 27.11.2021 09:34:54 Gelesen: 992882 # 2528
@ DERMZ [#2527] Hallo Olaf, Du musst mit dem "H" vorsichtig sein. Das "Heute" ist eine "Tante". Das "H... ich" fängt sehr wahrscheinlich mit "N" an. Das "ich" sehe ich an dieser Stelle überhaupt nicht - Kopierfehler?. Das "auch von Carl Helmis" habe ich einmal an die Stelle verschoben, wo es nach meiner Meinung vermutlich hingehört. Hier meine Version: d. 4.II.03. Liebe Minna! Zu Deinem morgenden Geburtstage empfange auch von mir viele herzliche Glückwün- sche. Möge Dir und auch uns das neue Lebensjahr nur Gutes bringen. Mamas Brief habe ich erhalten und danke ich. Ich werde in den ersten Tagen antworten. Habe mich hier mal nach einem Kostüm erkun- digt. Fräulein Boitz kann den Anzug glaube ich nicht ohne mich machen. N?on schreibe bald ausführlich. - Habe mich tadellos amüsiert. Am Montag bis ½ 6 Uhr getanzt, u. gestern dann in(?) Kneipe bis fast 11 Uhr. Man kann gar nicht beschreiben, wie schön es war. - Tante ist leider immer noch nicht ganz wohl. Hoffentlich wird es bald besser. Ein kleines Geburtstags geschenk bekommst du, wenn ich zurück komme auch von / Carl Helmis Herzliche Grüße sowie Glückwünsche an Euch Alle deine Else Viele Grüße Volkmar
bignell Am: 11.12.2021 11:12:18 Gelesen: 988809 # 2529
Liebe Freunde, manche Schriften kann ich gar nicht entziffern, da lasse ich's dann auch gut sein. Aber wenn die Schrift so gerade an der Grenze liegt zwischen - für mich - entzifferbar und unentzifferbar, dann kann das richtig Zeit kosten. So ist es mir bei der Anschrift dieses Briefes ergangen: Der Brief ist aus dem Jahr 1706, und lt Auktionshaus handelt es sich um Vorhaltungen, die einem Pfleger gemacht wurden, und seine Antwort darauf im selben Brief. Nun das was ich von der Anschrift entziffern ausgemacht hätte - bitte um Korrekturen und Ergänzungen: Prd: 8. Febr. 706 Dem Wohlbohrn und I(?G?)estrengen Herrn Franz Anthon ?Von Öttl?, dero löbl. Stifts und Kloster ?egen?en wolbestalten Pflegern, und Lehen Probsten des Herrn ??, den Voggt bey Stremberg Meinem J?p?? hochgesche??sten Herrn Nachbahrn. Herr??then. Mich würde auch interessieren wo der Brief verfasst wurde (Scan 2 links unten, Schloss Nidern Wa??) bzw die Antwort (Scan 3 links unten, Schloss ??). Es gibt oben noch einen Vermerk, vermutlich vom Pfleger: Die Anthwort ist hierinnen mit??h?rn ??? dato 9. Febr. 706 Würde mich über Ergänzungen und Korrekturen freuen. Vielen Dank, harald
volkimal Am: 11.12.2021 16:01:29 Gelesen: 988766 # 2530
@ bignell [#2529] Hallo Harald, der Brief ist wirklich nur sehr schwer zu entziffern. Teilweise lese ich die Worte ein klein wenig anders. Hier ist meine Version: Prd: 8. Febr. 706 Dem WohlEdlen und I(?G?)estrengen Herrn Franz Anthon ?Von Öttl?, deß Löbl. Stüfts und Kloster ?egen?en wolbestelten Pflegeren, und Lehen Probsten des Herrn ??? Ach???, und Voggt bey Stremberg Meinem J?p?? hochgesche??sten Herrn Nachbahrn. Herr??then. Die Anthwort ist hierinnen mit mehrern ??? ??? ??? dato 9. Febr. 706 Jetzt muss ich erst einmal eine kleine Pause machen. Zum Ort bin ich auch nicht weitergekommen. Viele Grüße Volkmar
bignell Am: 11.12.2021 16:58:49 Gelesen: 988755 # 2531
@ volkimal [#2530] Hallo Volkmar, danke für Deine Korrekturen, machen Sinn (nur das zusätzliche E bei "Pflegeren" lese ich nicht). Ich glaube ich habe noch ein Wort herausbekommen, das J?p?? in der 6. Zeile ist "besonders". Liebe Grüße, harald
volkimal Am: 11.12.2021 17:25:17 Gelesen: 988747 # 2532
@ bignell [#2531] Hallo Harald, das "b" ist zwar sehr ungewöhnlich, könnte aber durchaus passen. Dadurch ist mir auch das folgende Wort klar geworden. Es heißt hochgeehrtesten. Viele Grüße Volkmar
bignell Am: 11.12.2021 18:24:12 Gelesen: 988734 # 2533
@ volkimal [#2532] Hallo Volkmar, richtig, ich habe am Anfang da auch zwei E hintereinander gelesen, aber mir gedacht, das macht doch keinen Sinn. Jetzt wo Du es rausgefunden hast, sieht es für mich auch ganz eindeutig so aus. So puzzelt man sich durch. :) Danke, harald
volkimal Am: 11.12.2021 20:07:58 Gelesen: 988719 # 2534
@ bignell [#2533] Hallo Harald, ich glaube, dass ich wieder etwas herausgefunden habe. Was hältst du davon: Prd: 8. Febr. 706 Dem WohlEdlen und Gestrengen Herrn Franz Anthon von Öttl, deß Löbl. Stüfts und Closter Tegernsee wolbestelten Pflegern, und Lehen Probsten des Herrn ??? Ach???, und Voggt bey Stremberg Meinem besonders hochgeehrtesten Herrn Nachbahrn. Herr??then. Viele Grüße Volkmar
bignell Am: 11.12.2021 20:29:30 Gelesen: 988714 # 2535
@ volkimal [#2534] Hallo Volkmar, da könnte wirklich Tegensee stehen, und vielleicht ist damit Tegernsee gemeint. Passt allerdings nicht zu Stremberg - ich nehm mal an hier ist Spremberg im Brandenburgischen gemeint, und das ist weit weg von Bayern. Kannst Du bei den beiden Orten (Schlössern) im Briefinneren irgendwas ausrichten? Dann könnte man das geographisch besser eingrenzen. Danke, harald
bayern klassisch Am: 11.12.2021 20:40:07 Gelesen: 988711 # 2536
@ bignell [#2529] Prd: 8. Febr. 706 Dem WohlEdlen vnnd Gestrengen Herren Franz Anthoni von Öttl, deß Löbl. Stüffts vnd Closter Tegensee Wolbestelten Pflegern, vnnd Lehen Probsten der Herr- schafft Achleutten vnd Voggthey bey Stramberg p. (für usw.) Meinen Insonders hochgeehrtesten Herrn Nachbahrn. Herrschafft Achleuthen. Liebe Grüsse, Ralph
bignell Am: 11.12.2021 21:05:07 Gelesen: 988703 # 2537
@ bayern klassisch [#2536] Hallo Ralph, vielen Dank, schön langsam wird ein Schuh draus. Es geht also um Schloss Achleiten [1] in Oberösterreich. "Das Gebiet, auf dem sich Schloss Achleiten befindet, gehörte ursprünglich zur Herrschaft Tegernsee." Dann wird der zweite Name auch klar, Strengberg (Niederösterreich) [2]. Und das im Inneren erwähnte Schloss kann Weyer sein. Liebe Grüße, harald [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Achleiten_(Kematen_an_der_Krems) [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Strengberg [3] https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Weyer_(Kematen_an_der_Krems)
bayern klassisch Am: 11.12.2021 21:58:26 Gelesen: 988696 # 2538
@ bignell [#2537] Hallo Harald, so wird ein Schuh draus. Liebe Grüsse, Ralph
Magdeburger Am: 23.12.2021 16:27:42 Gelesen: 984991 # 2539
Liebe Sammelfreunde hier habe ich einen 3-seitigen Brief, welcher sich eigentlich ganz gut lesen läßt, jedoch hier und da bin ich halt nicht sicher oder einfach zu "blind". Soweit ich es lesen konnte - Bildstriche trennen die Seiten. Liebe Mutter Dank dir liebe Mütter für Deinen Brief vom 6 Spt den ich mit der Vollmacht welche ich gleich an August weiter schickte damit er sie an Rettich zurück ergehen läßt, gleichzeitig erhielt. Hoffentlich hat sich das Wetter in Zimmern nun doch geändert, denn nach Deinem Brief und dem des Rettich sind wir sehr zu bedauern, denn das ist ja ein fürchterliches Jahr. ----- Unendlich erfreut bin ich das Dir der Aufenthalt in Heidelberg so nach Wunsch ausfiel, wenn das Wetter sich nicht günstiger gestaltet so wirst Du doch wohl kaum die Freude haben Freybergs bei Dir zu sehen. Hat Freyberg das Gut bei Augsburg schon gekauft? Bitte sag dem Herrn von Rachnitz viele Empfehlungen und ich lasse ihm vielmahls Danken für die türkischen Pistolen welche er so gut war uns zu überbringen; mich freut dies nicht nur in meinem Interesse sondern auch weil es wirklich ein Triumpf für Dich ist sie heraus bekommen zu haben, danke vielmahls. Wie geht es denn dem Herrn von Racknitz. Grüsse mir auch die Lebstädter mich freut sehr sein Wunsch in Erfüllung gegangen ist. Der Onkel Louis ist also wieder zu Hause, er schrieb mir bevor er von Ischl weg ging, so gerne er nach Wien gekommen - wäre der gute Onkel kam doch nicht dazu, mich hätte es sehr gefreut, seinen Briefen nach ist er höchst entzückt von unserm Kaiser und dem ganzen Hof. Hier ist es recht langweilig der Winter naht mit Riesen- schritten, es ergraut fortwährend in dem Monate ist noch kein Tag vielmehr keine Nacht ohne Regen ver- gangen; aber wir waren doch 3 Tage im Lager und der Kaiser mit uns, es ergaben sich einige schöne Momente in den 3 Tagen, das letzte Manöver kommandirte der Kaiser selbst, die Abende brachten wir immer fast sämmtliche Cavallerie Offiziers beisammen bei einem Standart frist? das Wach Feuer zu trotz Regen und hälte, da wurde ????? gemacht; einmahl brachten wir auch unsern Generäls mit uns jeder mit einem Glas in der Hand Seiner Majestät ein Vivat bei seinem Zelt, worauf der Kaiser heraus kam und in einigen recht freundliche Worten seinen Offiziers dankte. Trotz der nähe Wiens war das Lager sehr solid und gar nicht kostspielig es war rein nicht Gelegenheit Geld auszugeben wir hatten kaum etwas zu hoffen und was da war, war ganz erbärmlich schlecht; ich glaube es hat sich jedes Regiment darauf verlassen das es in der nähe von Wien gar nicht an Markedentern fehlen kann. Unsere Uniformen haben einigen Schaden gelitten. Jetzt sollten wir noch zu Hause in größeren ????? exzerzieren aber bei dem schlechten Wetter ist es beinahe zum Versinken auf den Exzerzierplätze ich warte nun noch mit Sehnsucht auf helle Momente zu erwischen um noch ein paar Reit Partien zu machen in (Grüße mir Freybergs und Reinhardt vierlmahls) - der schöne Umgebung von Wien die ich eigentlich viel zu wenig genossen habe, der Dienst mehrt sich von Tag zu Tag die Zeit vergeht uns allen schnell, aber mir wünschten doch recht shr von hier weg zu kommen, aber vor der Hand haben mir noch wenig Aussicht darauf, hier wird es auch mit einer Urlaubsbewilligung einige Schwie- richkeiten haben, aber ich hoffe im Januar oder Februar dann im Frühjahr wäre es mir auch am Liebsten, um einen Urlaub ersuchen zu können. Leider noch lange keine Aussicht zum Rittmeister, die Großen versprechen leicht geben Hoffnung machen aim das Herz schwer und vergessen aber auch eben so schnell auf ihr Aussprechen, und trotz dem das ich jetzt in Wien in der Nähe von den Herrn sitze hab ich nicht das Glück wie Andere mich den Herrn mehr Nähern und gewisser Maßen aufdringen zu können. Das versteht der Edelsheim?, aber ich bin ga(...) aber vielmals zu wenig Politisch ihn da um seinen Brief? zu bitten. Karl Sturmfeder hat sich letzhin zufällig ... einen Moment, er befindet sich wohl; aber hat sich so gerändert das ich ihn nicht mehr erkannte er mich aber schon gar nicht. Onkel Dalberg ist von Ischl schon wieder zu Hause aber hat seinen Rückweg nicht über hier genommen. August ist wohl wenn das Wetter anständig wäre würde ich ihn nächster Tage einmahl besuchen den er ist jetzt in der 2ten Eisenbahn Station von hier in Wagram - also nicht weit aber es regnete fort, das wäre mir aber Alles eins wenn nur in Zimmern gut Wetter würde. Wien liebe Mutter Gott erhalte Dich recht wohl und gesund, Dein Dich herzlich liebender Sohn Fritz Wien den 20ten September 851 Danke für die Hilfe. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
volkimal Am: 24.12.2021 20:27:16 Gelesen: 984945 # 2540
@ Magdeburger [#2539] Hallo Ulf, ich habe mir auf die Schnelle nur die beiden fehlenden Wörter auf der zweiten Seite angesehen. Etwa in der Mitte: "da wurde Klüwein gemacht" (durch die falsche Rechtschreibung habe ich es zuerst auch nicht erkennt). Unten vermutlich: "in größeren Körpern exerzieren". Viele Grüße und schöne Weihnachtstage Volkmar
Magdeburger Am: 25.12.2021 09:22:15 Gelesen: 984930 # 2541
@ volkimal [#2540] Hallo Volkmar, recht herzlichen Dank - den Brief werde ich noch einmal vollständig zeigen, da ich glaube zu wissen, wer ihn geschrieben hat. Ich möchte dazu noch eine gesendete Mail abwarten, wo ich hoffe, dass sie beantwortet wird. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
volkimal Am: 25.12.2021 19:03:39 Gelesen: 984887 # 2542
@ Magdeburger [#2539] Hallo Ulf, so, jetzt habe ich den ganzen Brief einmal durchgelesen. An ein paar Stellen habe ich kleine Korrekturen vorgenommen. Hier ist meine Version. Ich schicke ihn dir per Email mit den markierten Änderungen. Liebe Mutter Dank dir liebe Mutter für Deinen Brief vom 6 Spt den ich mit der Vollmacht welche ich gleich an August weiter schickte damit er sie an Rettich zurück ergehen läßt, gleichzeitig erhielt. Hoffentlich hat sich das Wetter in Zimmern nun doch geändert, denn nach Deinem Brief und dem des Rettich sind wir sehr zu bedauern, denn das ist ja ein fürchterliches Jahr. ----- Unendlich erfreut bin ich das Dir der Aufenthalt in Heidelberg so nach Wunsch ausfiel, wenn das Wetter sich nicht günstiger gestaltet so wirst Du doch wohl kaum die Freude haben Freybergs bei Dir zu sehen. Hat Freyberg das Gut bei Augsburg schon gekauft? Bitte sag dem Herrn von Racknitz viele Empfehlungen und ich lasse ihm vielmahls Danken für die türkischen Pistolen welche er so gut war uns zu überbringen; mich freut dies nicht nur in meinem Interesse sondern auch weil es wirklich ein Triumpf für Dich ist sie heraus bekommen zu haben, danke vielmahls. Wie geht es denn dem Herrn von Racknitz. Grüße mir auch die Babstädter mich freut sehr sein Wunsch in Erfüllung gegangen ist. Der Onkel Louis ist also wieder zu Hause, er schrieb mir bevor er von Ischl weg ging, so gerne er nach Wien gekommen wäre der gute Onkel kam doch nicht dazu, mich hätte es sehr gefreut, seinen Briefen nach ist er höchst entzückt von unserm Kaiser und dem ganzen Hof. Hier ist es recht langweilig der Winter naht mit Riesen- schritten, es regnet fortwährend in dem Monate ist noch kein Tag vielmehr keine Nacht ohne Regen ver- gangen; aber wir waren doch 3 Tage im Lager und der Kaiser mit uns, es ergaben sich einige schöne Momente in den 3 Tagen, das letzte Manöver kommandirte der Kaiser selbst, die Abende brachten wir immer fast sämmtliche Cavallerie Offiziers beisammen bei einem Standant(?) frißt das Wach Feuer zu trotz Regen und Kälte, da wurde Klüwein gemacht; einmahl brachten wir auch unsern Generäls mit uns jeder mit einem Glas in der Hand Seiner Majestät ein Vivat bei seinem Zelt, worauf der Kaiser heraus kam und in einigen recht freundliche Worten seinen Offiziers dankte. Trotz der nähe Wiens war das Lager sehr solid und gar nicht kostspielig es war rein nicht Gelegenheit Geld auszugeben wir hatten kaum etwas zu Essen und was da war, war ganz erbärmlich schlecht; ich glaube es hat sich jedes Regiment darauf verlassen das es in der nähe von Wien gar nicht an Markedentern fehlen kann. Unsere Uniformen haben einigen Schaden gelitten. Jetzt sollten wir noch zu Hause in größtern Körpern Exzerzieren aber bei dem schlechten Wetter ist es beinahe zum Versinken auf den Exzerzierplätze ich warte nun noch mit Sehnsucht auf helle Momente zu erwischen um noch ein paar Reit Partien zu machen in (Grüße mir Freybergs und Reinhardt vielmahls) der schöne Umgebung von Wien die ich eigentlich viel zu wenig genossen habe, der Dienst mehrt sich von Tag zu Tag die Zeit vergeht uns allen schnell, aber wir wünschten doch recht shr von hier weg zu kommen, aber vor der Hand haben mir noch wenig Aussicht darauf, hier wird es auch mit einer Urlaubsbewilligung einige Schwie- richkeiten haben, aber ich hoffe im Januar oder Februar denn im Frühjahr wäre es mir auch am Liebsten, um einen Urlaub ansuchen zu können. Leider noch lange keine Aussicht zum Rittmeister, die Großen versprechen leicht gaben Hoffnung machen eim das Herz schwer und vergessen aber auch eben so schnell auf ihr Versprechen, und trotz dem das ich jetzt in Wien in der Nähe von den Herrn sitze hab ich nicht das Glück wie Andere mich den Herrn mehr Nähern und gewisser Maßen aufdringen zu können. Das versteht der Edelsheim aber ich bin z(...) oder vieleicht zu wenig Politisch ihn da um seinen Be(…) zu bitten. Karl Sturmfeder sah ich letzhin zufällig ... einen Moment, er befindet sich wohl; aber hat sich so verändert das ich ihn nicht mehr erkannte er mich aber schon gar nicht. Onkel Dalberg ist von Ischl schon wieder zu Hause aber hat seinen Rückweg nicht über hier genommen. August ist wohl wenn das Wetter anständig wäre würde ich ihn nächster Tage einmahl besuchen den er ist jetzt in der 2ten Eisenbahn Station von hier in Wagram - also nicht weit aber es regnet … fort, das wäre mir aber Alles eins wenn nur in Zimmern gut Wetter würde. Adieu liebe Mutter Gott erhalte Dich recht wohl und gesund, Dein Dich herzlich liebender Sohn Fritz Wien den 20ten September 851 Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 30.12.2021 20:48:23 Gelesen: 982021 # 2543
Hallo zusammen, ich zeige eine Postkarte, wo ich gern wüsste, wo der Briefträger die Post abgeliefert hat. Ich habe keine wirkliche Idee welcher Ort bei Weilburg an der Lahn gemeint ist. Wilnsdorf, Windhof, Windbach ? Kann mir bitte jemand helfen? Gruß Detlef
bayern klassisch Am: 30.12.2021 20:50:14 Gelesen: 982020 # 2544
@ dr31157 [#2543] Hallo Detlef, ich lese Windhof. Liebe Grüsse, Ralph
Gernesammler Am: 30.12.2021 21:07:06 Gelesen: 982007 # 2545
@ dr31157 [#2543] Hallo Detlef, So wie Ralph schon sagte es heißt Windhof. "Mit Windhof wird das zu Anfang des 18. Jahrhunderts erbaute Jagd- und Lustschloss bezeichnet, das auf Veranlassung von Graf Johann Ernst östlich des Schlosses auf der Taunushöhe errichtet wurde. Der Name Windhof taucht erstmals 1671 auf und ab Anfang des 18. Jahrhunderts findet sich nur noch diese Bezeichnung. Die erstmalige Erwähnung erfolgt mit der Bezeichnung "Winthusen" im Jahr 1327, spätere Benennungen waren u. a. "Winthusen", "Windhusen", "Wymtusin" und "Winthausen". Es gibt auch eine schöne Seite zu Windhof bei Weilburg im Internet lohnt sich. Gruß Rainer
dr31157 Am: 30.12.2021 21:19:46 Gelesen: 982006 # 2546
@ bayern klassisch [#2544] Hallo Ralph, vielen Dank für die Antwort. Windhof hatte ich ja auch schon gefunden. Allerdings kann ich mit der Abkürzung: "Abf." vor Windhof nichts anfangen. Windhof bei Weilburg war lt. Wikipedia ein Schloss später bewirtschaftet als Hof. Ich bin verunsischert, ob das als Adresse richtig ist. Gruß Detlef
dr31157 Am: 30.12.2021 21:33:18 Gelesen: 982000 # 2547
@ Gernesammler [#2545] @ bayern klassisch [#2544] Hallo Rainer, vielen Dank für Deine Antwort. Wie ich bereits Ralph geantwortet hatte, habe ich die Fundstelle schon erwähnt. Allerdings bleibt mir die Abkürzung: "Abf." vor Windhof unklar. Das Schloss wurde später wohl als Gutshof bewirtschaftet. Entweder war Frl. Emilus hier in Urlaub oder arbeitete dort. Gruß Detlef
bayern klassisch Am: 30.12.2021 21:52:51 Gelesen: 981971 # 2548
@ dr31157 [#2547] Hallo Detlef, es heißt Obf - aber ich weiß auch nicht, wofür diese Abkürzung steht. Liebe Grüsse und guten Rutsch, Ralph
guy69 Am: 31.12.2021 06:57:55 Gelesen: 981932 # 2549
Ich glaube die Oberförsterei hatte lange Jahre ihren Sitz auf dem Windhof.
dr31157 Am: 31.12.2021 11:54:39 Gelesen: 981904 # 2550
@ guy69 [#2549] @ bayern klassisch [#2548] Hallo guy99, hallo Ralph, vielen Dank für Eure Hinweise. Die Oberförsterei muss es sein, passt auch gut zum Gutshof. Ich wünsche einen guten Rutsch. Gruß Detlef
dr31157 Am: 01.01.2022 21:28:02 Gelesen: 981471 # 2551
Hallo, ich zeige eine Postkarte deren Adresse nicht wirklich lesen kann: Ich lese: ..... Christliche Vormelde ..... ? Melsungen Kann mir bitte jemand helfen? Gruß Detlef
volkimal Am: 01.01.2022 22:01:42 Gelesen: 981459 # 2552
@ dr31157 [#2551] Hallo Detlef, es hat nichts mit Christlich zu tun sondern es ist ein Name: Fräulein Christinchen Vormeld??? Melsungen Kasselerstr. 304 oder 30 4. (Etage?) Leider kann ich den Hausnamen und das Wort vor dem Vornamen nicht vollständig entziffern. Der Inhalt der Karte ist besser lesbar, gibt aber keine weiteren Informationen. Dort fängt es auch an mt "Liebes Christinchen". Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 01.01.2022 22:53:30 Gelesen: 981438 # 2553
@ volkimal [#2552] Hallo Volkmar, vielen Dank für die Auflösung. Gruß Detlef
evwezel Am: 09.01.2022 12:46:57 Gelesen: 979479 # 2554
Liebe Sammelfreunde, Ich kann diesen Feldpostbbrief ziemlich gut lesen, mit der Ausnahme von einem Wort. Hat jemand eine Ahnung, was das fehlende Wort sein könnte? Viele Sammelgrüße, Emiel — L. Franz! - Obschon meine Korrespondenz einen riesigen Umfang angenommen hat, muß ich doch auch ein paar Zeilen an dich richten. Zuerst muß ich dir, wenn auch etwas sehr verspätet, mein Beileid anläßlich des Verlustes deines Bruders Wilh. aussprechen. Es ist mir nie etwas mehr zu Herzen gegangen wie gerade dieser Fall. Stolz kann u. wird die ganze Familie auf diesen Helden sein. Von Richard erhielt ich kurzlich wieder einen Brief aus Rußland. Es geht ihm ja noch recht gut. Der wird später was erzählen können. Bei uns ist wenig los. Wir sprechen nie vom „Krieg” sondern nur vom „?”. Vor Kurzem hat man uns aber Schanzzeug ange- hängt. Jeder hat einen Spaten u. eine Säge, Beil oder Drahtscheere am Säbelkoppel. Diese Instrumente verraten noch lange nicht eine baldige Heimkehr, schadet aber auch nichts. Wir machen recht gerne alles mit, um zu einem endgültigen Siege zu kommen. Der „Teufel” soll die Kerls holen. - Für diesen Monat war ich jeden Sonntag beurlaubt. Mußte meine Außenstände einziehen, habe aber leider viel Ausfälle. Zu Hause ist alles recht wohl. Ein sonderbarer Zufall, daß ich während dieses Weltkrieges so schön in der Nähe meiner Familie sitzen kann, hätte ebensogut nach Rußland kommen können. - Lasse wiedermal was hören. Wie gehts noch? Fritz u. Will gehts auch noch gut, wie immer. Mit herzl. Grüßen Dein Vetter Franz Arlon d. 25.III.15. —-
DERMZ Am: 09.01.2022 12:54:20 Gelesen: 979471 # 2555
@ evwezel [#2554] Hallo Emiel, ich lese "Manöver". Beste Grüße Olaf
evwezel Am: 09.01.2022 13:00:50 Gelesen: 979467 # 2556
@ DERMZ [#2555] Hallo Olaf, Du hast recht, das paßt sehr gut! Vielen Dank für deine Hilfe, Emiel
Soliver Am: 15.01.2022 17:06:29 Gelesen: 977790 # 2557
Hallo liebe Sammlerfreunde, ich bräuchte mal wieder euer geballtes Wissen beim lesen eines Briefes, den ich für meine Sammlung erworben habe. Ich freue mich schon sehr auf eure hilfreichen Antworten. Herzlichen Dank im Voraus Oliver
evwezel Am: 15.01.2022 18:58:43 Gelesen: 977750 # 2558
@ Soliver [#2557] Hallo Oliver, Der Brief wurde geschickt an Herrn Carl Pokrantz & Co in Bremen [1]. Meine erste sehr schnelle Lesung (ich bin keine Experte; vielleicht kann jemand die fehlenden Worter ergänzen und meine Fehler korrigieren): mir sofort nach Empfang meines heutigen zu telegraphieren. Die Entschliessung betreff. den Comiession(?) wird kaum vor ca. 14 Tagen zu erwarten sein, da die Eingabe wiederholt an den Magistrat wegen anzustellende (...) eingesandt, von diesem eben(?) auf’s Neue begutachtet(?) an’s Ministerium zurückging; ich habe eben auch nochmals meine Schritte privatim gethan. Teilen Sie mir gef. noch mit, ob die Parragione(?) nun nicht mehr in Carrol(?) übernachten müssen, & nehmen Sie gutigst(?) von beiliegenden Engagement(?) (...) 560 nötig(?). Mit bekannten freundschaftlichen Hochachtung & Ergebenheit Viele Grüße, Emiel [1] https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10060263?page=5 “
volkimal Am: 15.01.2022 21:49:14 Gelesen: 977699 # 2559
@ Soliver [#2557] Hallo Oliver, das meiste konnte ich lkesen. Hier das Ergebnis: Mir sofort nach Empfang meines heutigen zu telegraphieren. Die Entschließung betreff der Comession wird kaum vor Ca. 14 Tagen zu erwarten sein, da die Eingabe wiederholt an den Magistrat wegen anzufallende ???? eingesandt, wie diesem aber auf’s Neue begutachtet an‘s Ministerium zurück ging, ich habe aber auch nochmals meine Schritte privatim gethan. Theilen Sie mein gef. nach mit ob die Parragione(?) nun nicht mehr in Cassel übernachten müssen & nehmen Sie gütigst von beiliegenden Engagement ?? 560 ??? Mit ??? freundschaftlicher Hochachtung & Ergebenheit ppse(?) F. I. Weber ://. Paul J. Weber Außen auf der Hülle lese ich: 1861 Bamberg, d. 8. Novbr. F. J. Weber ??? Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 16.01.2022 11:35:43 Gelesen: 977316 # 2560
Guten Tag, eine Karte aus dem Jahr 1914 gibt mir noch ein kleines Rätsel auf ... Ich lese folgendes: Witwe Karl Fenner per A Herr Karl Derher Gleimenhain Kreis Alsfeld Marburg den 27.8.14 Meine Lieben! Vor allem sende ich den besten Gruß von Marburg. Ich bin noch in Marburg geht mir noch ganz gut. Heinrich ist wohl auf Hoffentlich ... Geschichte nicht so .... Seit nochmal alle gegrüßt von Eurem Conrad Rinnert Mein Bruder Karl ist schon oben an der Grenze. Meine Ad. Wehrman Rinnert Ersatz Komp Jäger Batt No. 11 Marburg Lahn Diese Punkte hätte ich doch gerne durch Worte ersetzt, nur welche? Kann mir geholfen werden? Ich sage herzlichen Dank für jede Hilfe. Beste Grüße Olaf
evwezel Am: 16.01.2022 12:35:51 Gelesen: 977297 # 2561
@DERMZ [#2560] Hallo Olaf, Ich lese auch “Geschichte nicht”, aber das letzte Wort in diesem Satz, so meine ich, kann nicht “so” sein. Oder ist es ein Strich, der am Wort “so” festhängt?. Vielleicht hat unseren Zauberer Volkmar noch eine gute Idee.😃 Zunächst lese ich folgendes: Vor allem sende ich Euch den besten Gruß von Marburg. Ich bin noch in Marburg geht mir noch ganz gut. Heinrich ist wohl auch (...) Hoffentlich d(..) Geschichte nicht so(?) (...). Viele Grüße, Emiel
Soliver Am: 16.01.2022 19:44:39 Gelesen: 977210 # 2562
@evwezel @volkimal Herzlichen Dank für die schnelle Antwort. Ich hab im Vorfeld ebenfalls versucht alles zu entziffern. Das ich aber noch nicht so gut bin hatte ich nur ca 40% geschafft. Bei der Stadt hatte ich ebenfalls Carrol gelesen, welche ja in den USA liegt. Allerding vom Gesamttext her, müsste Cassel passen. Beim Wort Parragione lese ich Passagiere. Was ich vermute auch passt, da es in dem Brief um Auswanderer geht. Gruß Oliver
volkimal Am: 18.01.2022 18:29:57 Gelesen: 976757 # 2563
@ Soliver [#2562] Hallo Oliver, mit Passagiere hast Du natürlich recht! Ich hatte nicht an Cassel gedacht. Dort ist dasselbe Doppel-s vorhanden. Cassel wird als Ort in lateinischer Schrift geschrieben. In lateinischer Schrift sind leider nur wenige Wörter vorhanden. Cassel und Passagiere haben mir aber gereicht, so dass ich ein weiteres fehlendes Wort erkennen konnte. in der 6. Zeile heißt es: "wegen anzustellende Recherchen eingesandt" Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 18.01.2022 18:46:56 Gelesen: 976745 # 2564
@ DERMZ [#2560] Hallo Olaf, da ich zwei Tage unterwegs war, komme ich erst jetzt dazu, die Karte zu entziffern. Es könnte folgendes dort stehen: Witwe Karl Fenner per A Herr Karl Decher Gleimenhain Kreis Alsfeld Marburg den 27.8.14 Meine Lieben! Vor allem sende ich den besten Gruß von Marburg. Ich bin noch in Marburg geht mir noch ganz gut. Heinrich ist wohl auch fort Hoffentlich dauert Geschichte nicht so lange Seit nochmal alle gegrüßt von Euerm Conrad Rinnert Mein Bruder Karl ist schon oben an der Grenze. Meine Ad. Wehrman Rinnert Ersatz Komp Jäger Batt No. 11 Marburg Lahn Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 18.01.2022 20:02:28 Gelesen: 976726 # 2565
@ volkimal [#2564] @ DERMZ [#2560] Hallo Volkmar und Olaf, Noch eine kleine Korrektur (siehe auch meine ursprüngliche Antwort): Vor allem sende ich Euch den besten Gruß Viele Grüße, Emiel
DERMZ Am: 19.01.2022 06:35:54 Gelesen: 976574 # 2566
@ volkimal [#2564] @ evwezel [#2565] Lieber Emiel und Volkmar, besten DANK für Eure Hilfen. Sie haben mich wieder ein großes Stück weiter gebracht. Wünsche Euch ALLES Gute, Olaf
evwezel Am: 22.01.2022 13:07:14 Gelesen: 975491 # 2567
Liebe Sammelfreunde, Gerade als ich dachte, ein bisschen Sütterlin lesen zu können, kam den folgenden furchtbaren Text entlang. Kann jemand mir vielleicht weiterhelfen? Viele Grüße, Emiel —- Lieber Franz! Herzlichen Gruß u. Dank für deine Karte der hoffentlich bald der Brief folgt. Neben stehender Ersuch(?) von der Loggia des alten halbzerfallenes Klosters San Saba[1] auf dem kleinen Aventin[2], unseres Donnerstags-Villa! Nicht zu strenge Kritik! Der Berg ist der Monte Mario[3] von wo aus die Deutschen des Mittelalt.[4] zum ersten Male die Vogesen(?) erblickten. Auf der Loggia von S. Saba Ich bin hinaufgestiegen zum alten Aventin Halb Kloster, halb Ruinen da setzte ich mich hin Da lag die Stadt der Städte, das einzig einige Rom Da blickt des Tibers Bette[5] Da thront St. Petersdom Da läste, Klösterfrauen(?)[6] von längst entschwundener Zeit Zypressen haben die Mauer(?) zum Friedhof eingeweiht(?) Den Sonnenschein darüber ein warmes Früh(lings)(...) Das sich in tausend Farben In Laub u. Ruinen bricht Und nordwärts von die Höhen Da glänzt’s ein Sonnenstrahl: Sah bunte(?) (...) wehen Und blitzen (...) u. Stahl Dann sah ich Scharen(?) kommen Mit Hut und Pilgerstab Alle(?) steigen froh entnommen(?) Zur Stadt ins Thal hinab Und von der Färne[7] schweifet[8] (...) Blick zu mir zurück Und ringsum wo es zweifelt(?) (...) hei(..)es Frühlingsglück Es (...)(...) Still wie in festem Traum Duft, Sang u. Lichtesfülle (...) Gruß auch an die deinen zu Hause! dein Arnold 10(f?).IV.02 —- 1) Basilica San Saba = Siehe https://de.m.wikipedia.org/wiki/San_Saba_(Rom) 2) kleine Aventin = piccolo Aventino 3) Monte Mario = siehe https://de.m.wikipedia.org/wiki/Monte_Mario 4) Mittelalt. = Mittelalter 5) Kurzform für Flussbett 6) Klösterfrauen = “In the tenth century, the church and monastery were granted to the Benedictines of Monte Cassino. “. Siehe https://corvinus.nl/2017/01/25/rome-san-saba/ 7) Färne = Ferne? 8) schweifen = ziellos [durch die Gegend] ziehen, wandern, streifen
volkimal Am: 22.01.2022 17:41:56 Gelesen: 975431 # 2568
@ evwezel [#2567] Hallo Emiel, der Satz "Gerade als ich dachte, ein bisschen Sütterlin lesen zu können" ist aber heftig untertrieben. Du kannst Sütterlin schon sehr gut lesen! Ich habe zwar nicht alles herausbekommen, aber das meiste. Oberhalb den unklaren Stellen (fett) habe ich jeweils den entsprechenden Ausschnitt eingefügt. Hier ist meine Version: Lieber Franz! Herzlichen Gruß u. Dank für deine Karte der hoffentlich bald der Brief folgt. Nebenstehender Erguß von der Loggia des alten halbzerfallenen Klosters San Saba[1] auf dem kleinen Aventin[2], unseres Donnerstags-Villa! Nicht zu strenge Kritik! Der Berg ist der Monte Mario[3] von wo aus die Deutschen des Mittelalt.[4] zum ersten Male die ewige Stadt erblickten. Auf der Loggia von S. Saba Ich bin hinaufgestiegen Zum alten Aventin Halb Kloster, halb Ruinen Da setzte ich mich hin Da lag die Stadt der Städte, Das einzig einz‘ge Rom Da blickt des Tibers Bette[5] Da thront St. Peters Dom Da läste(?), Klöster trauern Von längst entschwundener Zeit Zypressen haben die Mauern Zum Friedhof eingeweiht Den Sonnenschein darüber Ein warmes Frühlingslicht Das sich in tausend Farben In Laub u. Ruinen bricht Und nordwärts von die Höhen Da glänzt’s ein Sonnenstrahl: Sah bunte Fähnchen wehen Und blitzen ???? u. Stahl Dann sah ich Scharen kommen Mit Hut und Pilgerstab Absteigen froh entglommen Zur Stadt ins Thal hinab Und von der Ferne schweifet[8] Manch(?) Blick zu mir zurück Und ringsum wo es streifet Ist heitres Frühlingsglück Es steht des Losterstille(?) Still wie in festem Traum Duft, Sang u. Lichtesfülle Umfluten Stein u. Baum Gruß auch an die Deinen zu Hause! Dein Arnold 10(f?).IV.02
evwezel Am: 22.01.2022 18:21:31 Gelesen: 975416 # 2569
@ volkimal [#2568] Hallo Volkmar, Es ist wirklich erstaunlich, was du insgesamt noch herausbekommen hast. Vielen Dank für deine Hilfe, das hätte ich allein bestimmt nicht geschafft! Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 22.01.2022 19:42:03 Gelesen: 975401 # 2570
@ evwezel [#2569] Hallo Emiel, das erste fehlende Wort könnte "Paläste" sein. Das zweite sieht so ähnlich aus wie "Bäume" - das macht aber vom Inhalt her keinen Sinn. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 22.01.2022 21:07:53 Gelesen: 975380 # 2571
@ volkimal [#2570] Hallo Volkmar, “Paläste” könnte stimmen. Beim zweiten Fall hätte ich etwas erwartet wie “Banner”. Vielleicht wird das für immer ein Mysterium bleiben. Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 22.01.2022 21:34:08 Gelesen: 975371 # 2572
@ evwezel [#2571] Hallo Emiel, das könnte vielleicht sein. Dann sind die vermeintlichen ü-Striche nur ein Fleck. Sicher bin ich mir aber nicht, ob dort "Banner" steht. Viele Grüße Volkmar
epem7081 Am: 22.01.2022 23:53:18 Gelesen: 975330 # 2573
@ evwezel [#2567] @ volkimal [#2568] Hallo Emiel, hallo Volkmar, nach den herausragenden Vorarbeiten habe ich beim Gedicht zu einigen Stellen Änderungen und Ergänzungen vorzuschlagen: Auf der Loggia von S. Saba Ich bin hinaufgestiegen Zum alten Aventin Halb Kloster, halb Ruinen Da setzte ich mich hin. Da lag die Stadt der Städte, Das ewig einzige Rom Da blinkt des Tibers Bette Da thront St. Peters Dom Paläste, Klöster trauern Von längst entschwundener Zeit Zypressen haben die Mauern zum Friedhof eingeweiht. Und Sonnenschein darüber ein warmes Frühlingslicht Das sich in tausend Farben In Laub u. Steinen bricht Und nordwärts von den Höhen Da glänzt’s ein Sonnenstrahl: Sah bunte Fähnchen wehen Und blitzen Brünn u. Stahl Dann sah ich Scharen kommen Mit Hut und Pilgerstab Alle steigen froh entglommen Zur Stadt ins Thal hinab Und von der Ferne schweifet Manch Blick zu mir zurück Und ringsum wo er streifet Ist heitres Frühlingsglück Es wacht der Lorberstille Still wie in süßem Traum Duft, Sang u. Lichtesfülle Umfluten Stein u. Baum Mit freundlichen Grüßen Edwin
volkimal Am: 23.01.2022 08:32:10 Gelesen: 975231 # 2574
@ epem7081 [#2573] Hallo Edwin, Super! Das meiste ist eindeutig zu lesen. Da habe ich mich gestern wohl zu sehr auf die Lücken konzentriert. Mit "Brünn" (von Brünne) habe ich gleich ein mir unbekanntes Wort kennengelernt. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.m.wikipedia.org/wiki/Br%C3%BCnne
evwezel Am: 23.01.2022 09:33:37 Gelesen: 975215 # 2575
@ epem7081 [#2573] @ volkimal [#2574] Hallo Edwin und Volkmar, vielen Dank für eure Superarbeit! Es ist mir klar geworden, dass ich noch viel mehr üben soll. Aber was genau bedeutet “Lorberstille”? Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 27.01.2022 21:50:24 Gelesen: 973748 # 2576
Hallo zusammen, die Schrift meines Urgroßvaters ist oft sehr unleserlich Bei dieser Karte fehlt mir ein Wort: Wevelinghoven, den 22.12.1905 Meiner lieben Herzensilse Einen innigen Gruß und Kuß zum heiligen Christabend. Väterchen muß denselben hier in der Fabrik verleben, aber wenn er zu Euch kommt, dann bringt er zu dem Kaiser Friedrich stück einen schönen ??? mit, und das wird hoffentlich Ende Januar oder Anfang Februar der Fall sein. Vielen Dank für Eure lieben Zeilen, die ich auch Mutter gab. Dein Väterchen Wer kann sagen, was er meiner Großmutter mitbringen wollte? Viele Grüße Volkmar
guy69 Am: 27.01.2022 22:19:45 Gelesen: 973737 # 2577
Stollen vielleicht.
DERMZ Am: 27.01.2022 22:53:20 Gelesen: 973688 # 2578
@ volkimal [#2576] Hallo Volkmar, ich lese: ...zu dem Kaiser Friedrich Park eine schöne Nelke mit ... Was denkst Du? Beste Grüsse Olaf
evwezel Am: 28.01.2022 10:39:15 Gelesen: 973533 # 2579
@ volkimal [#2576] Hallo Volkmar, Schwer zu sagen, weil er ziemlich schmierig schrieb. Wie alt war deine Großmutter damals? Ich habe den Eindruck, sie war noch ein sehr kleines Kind. Genau wie Olaf, lese ich auch "zu dem Kaiser Friedrich Park eine schöne (...) mit". Könnte es "Milka" sein? Laut https://de.wikipedia.org/wiki/Milka_(Marke) wurde der Markenname "Milka" in 1901 registriert. Ganz sicher bin ich aber bestimmt nicht. Es wäre deshalb interessant sein zu wissen, wie dein Urgroßvater in einem anderen Brief den Buchstaben "M" oder "N" am Anfang eines Wort schrieb. Viele Grüße, Emiel
hajo22 Am: 28.01.2022 12:06:49 Gelesen: 973511 # 2580
Unsere Altvorderen haben nicht immer Sütterlin in Schönschrift geschrieben. Manches kann man wirdklich nicht lesen. hajo22
kauli Am: 28.01.2022 14:33:09 Gelesen: 973423 # 2581
Hallo zusammen, Hier geht es wohl um eine Auszeichnung für Nürnberger Lebkuchen. Auszeichnungen kann ich ja noch lesen, aber das war`s dann auch. Ich bin sicher das mir da geholfen wird. Viele Grüße Dieter
epem7081 Am: 28.01.2022 15:52:36 Gelesen: 973398 # 2582
@ kauli [#2581] Hallo Dieter, nachfolgend meine "Übersetzung". Allerdings macht mir die letzte Zeile noch Kopfzerbrechen. Vielleicht finden weitere Forumsteilnehmer die richtige Lösung. Mit freundlichen Grüßen Edwin Auszeichnungen welche meinen geliebten und allverehrten Herrn Schwiegersohn, Se Excellenz Reg. Präsidenten Ritter von Lermann am Tage der Einweihung des großen Brunnen-denkmals, daß zu Ehren Se K Hoheit des Prinz Regenten Luitpold an dessen hohen Geburtsfeste 12 März 1903 in Augsburg enthüllt worden ist Ritter von Lermann: https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_von_Lermann https://de.wikipedia.org/wiki/Prinzregentenbrunnen https://de.wikipedia.org/wiki/Luitpold_von_Bayern
kauli Am: 28.01.2022 18:24:35 Gelesen: 973328 # 2583
@ epem7081 [#2582] Hallo Edwin, Respekt dass Du das entziffert hast. Ich dachte es hat etwas mit dem Nürnberger Lebkuchen zu tun. Besten Dank Dieter
volkimal Am: 28.01.2022 21:33:00 Gelesen: 973208 # 2584
Hallo zusammen, danke für eure rege Beteiligung beim Entziffern des fehlenden Wortes. Ich habe mir heute einmal die Mühe gemacht und alle Großbuchstaben herausgesucht, die ich bisher eindeutig identifiziert habe. Nur beim "C" bin ich mir nicht sicher. Zum Teil hat Urgroßvater zwischendurch lateinische Buchstaben verwendet. Hier ist die Tabelle: Emiel, ein "M" ist es definitiv nicht. Damit scheidet "Milka" aus. Olaf, ich habe bisher viermal das "P" gefunden. Die drei deutschen "P" haben zwar Ähnlichkeit mit dem Wort hinter "Kaiser Friedrich", sie haben aber am Anfang immer einen kurzen Anstrich der von oben kommt. Dieser fehlt aber hinter "Kaiser Friedrich". Daher glaube ich nicht, dass es Park heißt. Außerdem gab es in Gramzow, wo Großmutter im Pensionat war keinen Kaiser Wilhelm Park. Auch die Nelke halte ich nicht für wahrscheinlich. Weshalb soll ein Vater seiner 14-jährigen Tochter eine Nelke mitbringen, wenn er sie nach mehreren Monaten wiedersieht. Urgroßvater lebte beruflich in Spanien bzw. Portugal. Zusätzlich kommt dazu, dass das einzige "N" völlig anders aussieht. guy69, den Vorschlag "Stollen" finde ich interessant. Ich habe allerdings bisher kein "St" gefunden. Eine Liste der Kleinbuchstaben will ich auch noch erstellen. Ich habe von Urgroßvater viele Karten, die ich bisher noch nicht gelesen habe. Hier eine andere Karte, an der ich mich gestern versucht habe: Bisher habe ich folgendes gelesen: Köslin, d. 8/7 1905 Mein liebes Mädel Habe heut noch wenige Sachen an Dich gesandt und wirst Du Dich hoffent- lich darüber freuen. Der Sprung- schirm(?) ist für Cläre. Das ??? ist für Euch Lieben(?) Herzlichen Gruß und Kuß meine lieben Mädchen und viele Grüße den Tanten Väterchen Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 28.01.2022 22:41:08 Gelesen: 973152 # 2585
@ volkimal [#2584] Hallo Volkmar, Ich kann mich natürlich irren, aber ich lese:: (...). Das Baupaket ist für Euch Lieben?. Könnte es auch “Beiden” sein statt “Lieben”? Viele Grüße, Emiel
epem7081 Am: 28.01.2022 23:52:06 Gelesen: 973130 # 2586
@ volkimal [#2584] @ evwezel [#2585] Hallo Volkmar und Emiel, wie wäre es denn mit Konfekt für die Lieben ? Mit freundlichen Grüßen Edwin
evwezel Am: 29.01.2022 10:46:13 Gelesen: 972910 # 2587
@ epem7081 [#2586] Hallo Edwin, da könntest du bestimmt Recht haben! Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 29.01.2022 10:49:16 Gelesen: 972906 # 2588
Liebe Sammelfreunde, Ich habe diesmal (hoffentlich) eine einfache Frage. An einer Stelle im folgenden Text bin ich nicht ganz sicher (fettgedruckt). Ich lese “Wir führen ein recht beschauliches Dasein.” Habe ich das richtig gelesen? Und was bedeutet diese Aussage? Viele Grüße, Emiel —- Lieber Franz! Soeben trifft deine l. Karte vom 4/12 hier ein. Uns allen geht es recht gut. Hier war 3 Tage belgische Einquartierung, wir hatten jedes Mal einen Offizier mit Burschen, alles ging ruhig und friedlich zu. Feste Be= setzung ist hier noch nicht u. scheint auch nicht zu kommen. Mutter geht’s bedeutend besser, doch bleibt sie vorläufig noch im Krankenhaus. Die Fabrik[1] geht weiter, da für Kohlen und Gare genügend gesorgt. Wir führen ein recht beschauliches Dasein. In Gladbach merkt man auch wenig von der Besetzung, die Elektrische[2] geht wie früher. Herzlichste Grüße u. Küsse von uns allen. Auf Wiedersehen Richard [1] Es handelt sich um ein Leinenweberei [2] Tram von Viersen nach Gladbach
epem7081 Am: 29.01.2022 11:46:23 Gelesen: 972885 # 2589
@ evwezel [#2588] Hallo Emiel, ein beschauliches Dasein - in den unruhigen Zeiten nach dem Kriege - zeigt, dass das tägliche Leben offenkundig in ruhigen Bahnen verlief. Der Trubel der Welt wirkte in das Familienleben nicht hinein. Da außerdem Kohlen und Garn zur Verfügung standen, konnte wohl die Leinenweberei betrieben werden; der Lebensunterhalt somit wohl gesichert war, was in der Nachkriegszeit keineswegs selbstverständlich war. Ein schönes geruhsames Wochenende wünscht mit freundlichen Grüßen Edwin
guy69 Am: 29.01.2022 11:48:59 Gelesen: 972883 # 2590
@ volkimal [#2584] Knnte mir auch eine Srung- schnur vorstellen. Wobei dann der Artikel nicht mehr recht passt.
inflamicha Am: 29.01.2022 12:03:12 Gelesen: 972873 # 2591
Hallo, versucht es doch einmal mit Sprungschnur bzw. Springschnur- eine andere Bezeichnung für das heute gebräuchlichere Springseil. ;-) Gruß Michael
evwezel Am: 29.01.2022 13:25:35 Gelesen: 972841 # 2592
@ epem7081 [#2589] Hallo Edwin, Vielen Dank für deine Erläuterung. Es hat mir sehr geholfen diesen Text richtig verstehen zu können! Viele Grüße, Emiel
DERMZ Am: 30.01.2022 17:24:03 Gelesen: 972437 # 2593
Guten Tag heute bin ich mit meinem Latein wieder am Ende, ich hoffe auf Hilfe. Ich habe folgendes gelesen, die Adresse ist klar und eindeutig: 22.1.17 Werte Familie Kornmann Erlaube mir Euch ein Päckchen zu senden. Hoffentlich geht es Euch noch alle recht gut, was ich von mir auch gerichten kann werden in den ersten Tagen wieder ... klein ....fahrt machen, denn sie lieben die Veränderung. Mit herzl. Gruß Auf Wiedersehen Walther Dissel Bei der fettgeschriebenen Passage bin ich mir sehr sehr unsicher, vermutlich habe ich wieder Blödsinn gelesen. Hier noch die Originalzeilen Vielleicht ist noch erwähnenswert, daß das 1. Elsässisches Pionier-Bataillon Nr. 15 war der 30. Infanterire Division unterstellt. Die 30.Infanterie Division war in der Zeit vom 30.11.1916 - 25.01.1917 in Stellungskämpfe vor Verdun involviert. Mit besten Grüßen Olaf
volkimal Am: 30.01.2022 17:34:44 Gelesen: 972433 # 2594
@ DERMZ [#2593] Hallo Olaf, um was für eine Fahrt es sich handelt kann ich auch nicht erkennen. Ansonsten ist dieses meine Version: 22.1.17 Werte Familie Kornmann Erlaube mir Euch ein Päckchen zu senden. Hoffentlich geht es Euch noch alle recht gut, was ich von mir auch berichten kann werden in den ersten Tagen wieder sone(?) klein ....fahrt machen, denn wir lieben die Veränderung. Mit herzl. Gruß Auf Wiedersehen Walther Dissel Viele Grüße Volkmar
guy69 Am: 30.01.2022 18:35:27 Gelesen: 972413 # 2595
Spähfahrt
DERMZ Am: 30.01.2022 20:05:18 Gelesen: 972381 # 2596
@ volkimal [#2594] @ guy69 [#2595] Tausend Tausend Dank Ihr zwei, eine Spähfahrt hätte ich nie entziffert, nun ist es aber doch recht klar. Beste Grüße Olaf
guy69 Am: 31.01.2022 08:16:39 Gelesen: 972213 # 2597
22.1.17 Werte Familie Kornmann Erlaube mir Euch ein Päckchen zu senden. Hoffentlich geht es Euch noch alle recht gut, was ich von mir auch berichten kann werden in den nächsten Tagen wieder sone(?) klein e Spähfahrt machen, denn wir lieben die Veränderung. Mit herzl. Gruß Auf Wiedersehen Walther Dissel mit dem "sone" bin ich auch nicht recht zufrieden. Vielleicht könnte hinter dem Wort auch ein Trennstrich sein. Tappe da wirklich im Dunkeln.
milo2021 Am: 31.01.2022 10:22:59 Gelesen: 972170 # 2598
Ich habe jetzt nicht alles Posts durchgelesen- und bitte es mir nachzusehen, falls es hier schon erwähnt wurde. Es gibt für den Bereich der Ahnenforschung einen "Leseschlüssel zu unserer alten Schrift" - Erstauflage 1935 - Reprint 1984 im C.A. Starke Verlag Limburg/Lahn und umfasst unter anderem Schriftproben vom 14.-19. Jahrhundert. U.a. gotische Kurrentschrift, Humanisten-Schrift Für Sütterlin vielleicht eine Hilfe [1] [1] https://www.sütterlinstube.de/lesenundschreiben/literatur.html
volkimal Am: 31.01.2022 14:19:14 Gelesen: 972051 # 2599
@ epem7081 [#2586] @ guy69 [#2590] @ evwezel [#2587] Hallo zusammen, vielen Dank für Eure Hilfe. Konfekt ist auf jeden Fall richtig und die Springschnur halte ich auch für sehr wahrscheinlich. Der Artikel stimmt doch - es ist ein "die". Inzwischen habe ich auch eine Liste der Kleinbuchstaben zusammengestellt und kann sie gut vergleichen. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 02.02.2022 15:22:13 Gelesen: 970783 # 2600
Guten Tag, eine Karte - vermutlich von der Ostfront - bringt mich ein wenig zum Verzweifeln, ich kann (fast) alles lesen, nur verorten kann ich sie nicht - vielleicht erfahre ich ja wieder große Hilfe aus dem Forum: Ich las folgendes: Feld-Post An Herrn Kornmann Lehrer Michelbach Kreis Marburg Lahn Bagutzyin, 16/2. 1915. Geehrter Herr Lehrer die herzlichsten Grüße sendet Ihnen und Ihrer Familie Untffz. Bieker I./II. Sendet Herr Lehrer keine Sonntags boten mehr. Habe lange keine bekommen. Nochmals Gruß Bieker Russen In den Laufgräben Hier auf dem Bilde können Sie sich eine ungefähre Vor- stellung machen wie die Russen aussehen Wie gesagt, ich kann den gelesenen Ort nicht verorten, wahrscheinlich bin ich zu doof dazu. Besten Dank sagt Olaf
volkimal Am: 02.02.2022 15:38:00 Gelesen: 970778 # 2601
@ DERMZ [#2600] Hallo Olaf, es dürfte sich um Boguszyn (deutsch Friedrichswartha) handeln. Nur das hintere "i" ist zuviel. Es ist ein Dorf im Powiat Kłodzki in der Wojewodschaft Niederschlesien in Polen. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 02.02.2022 20:34:18 Gelesen: 970699 # 2602
Liebe Sammelfreunde, Ich möchte euch auch noch einmal um Hilfe fragen. Das meiste konnte ich lesen, doch an einigen Stellen sind die Buchstaben kaum noch lesbar. Viele Grüße, Emiel ——- Ripont, d. 20.12.1914 Sehr geehrter Herr, Ich habe ihre Karte und den schöne Paketchen erhalten, wo= für ich Sie herzlich danke. Sie schreiben mir von tap= fere Taten, aber das ist vorbei, denn wir liegen jetzt schon über 3 Monate hier bei Ripont im Schützen(=) graben, aber das ist auch nichts wenn(?) man(?) so ruhig(?) liegt(?) aber wir wollen hoffen das wir bald Frieden haben, damit wir alle in Ruhe kommen. Ich wünsche Sie und alle zu Hause ein fröhliches Weih= nachtsfest. Es grüßt auch(?) ihr (...) Günther Mühler
volkimal Am: 02.02.2022 20:45:03 Gelesen: 970693 # 2603
@ evwezel [#2602] Hallo Emiel, perfekt "übersetzt". Ich habe genau dasselbe herausbekommen. Der einzige Unterschied: das "sie" in der dritten Zeile ist klein geschrieben. Das fehlende Wort ganz unten kann ich auch nicht erkennen. Ripont, d. 20.12.1914 Sehr geehrter Herr, Ich habe ihre Karte und den schöne Paketchen erhalten, wo= für ich sie herzlich danke. Sie schreiben mir von tap= fere Taten, aber das ist vorbei, denn wir liegen jetzt schon über 3 Monate hier bei Ripont im Schützen(=) graben, aber das ist auch nichts wenn man so ruhig liegt aber wir wollen hoffen das wir bald Frieden haben, damit wir alle in Ruhe kommen. Ich wünsche Sie und alle zu Hause ein fröhliches Weih= nachtsfest. Es grüßt auch ihr (...) Günther Mühler Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 02.02.2022 20:50:40 Gelesen: 970689 # 2604
@ volkimal [#2603] Hallo Volkmar, könnte das letzte Wort “dankbarer” sein? Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 02.02.2022 21:02:04 Gelesen: 970682 # 2605
@ evwezel [#2604] Hallo Emiel, das passt - darauf bin ich nicht gekommen! Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 02.02.2022 21:05:02 Gelesen: 970681 # 2606
@ volkimal [#2605] Hallo Volkmar, super, vielen Dank für deine Hilfe!! Viele Grüße, Emiel
DERMZ Am: 03.02.2022 03:18:35 Gelesen: 970597 # 2607
@ volkimal [#2601] Danke Volkmar, wieder etwas gelernt. Beste Grüße sagt Olaf
DERMZ Am: 05.02.2022 15:19:50 Gelesen: 969825 # 2608
Guten Samstag Apotheker Eduard Ruppersberg aus Marburg hat - für mich jedenfalls - eine typische Ärzte- oder Apothekerhandschrift, nicht unbedingt lesefreundlich. Ich habe folgendes gelesen: Herrn H. Salzmann jun. Friedberg Grossherzth. Hessen via Giessen Mb, d. 24 V. 92 Antworth: (?). habe Ihnen einige Paare gute ... ... aus... .... imd ge... pr. Paar 1M. und in Anbetracht der Jahreszeit nicht zu viel ist. Soll ich Ihnen 2-3 Paar hiervon besorgen, so bitte um gef. Nachricht, offeriere Ihnen außer- dem auch meine schöne große Kopf- haube gut zu der .... .... passend; da deshalb ein... zu dem billigen Preise von 2,50. Könnte Ihnen bald Alles zukommen lassen, da die Tauben in der Hand .... sowieso ang... sind. Außerdem müßten wir noch 1M, von der vorigen Sendung zu.... kommen, sind von ...., Achtungsvoll E. Ruppersberg Herrn Salzmann kann ich leider nicht mehr fragen, was ihm angeboten worden ist, aber vieleicht vieleicht verrät es mir ja jemand. Besten Dank sagt Olaf
volkimal Am: 05.02.2022 19:38:00 Gelesen: 969771 # 2609
@ DERMZ [#2608] Hallo Olaf, der Absendestempel des Apothekers verwirrt etwas, denn die Karte hat nichts mit der Apotheke zu tun. Ich lese: Mb, d. 24 V. 92 Antwort:. habe Ihnen einige Paare gute Feldtauben ausgemacht und zwar pr. Paar 1 M. was in Anbetracht der Jahreszeit nicht zu viel ist. Soll ich Ihnen 2-3 Paar hiervon besorgen, so bitte um gef. Nachricht, offeriere Ihnen außer- dem auch meine schöne große Kropf- taube gut zu der empfangenen Täubine passend; da derselbe einzeln zu dem billigen Preise von 2,50. Könnte Ihnen bald Alles zusammen senden, da die Tauben in der hand eines meiner Nachbarn sind. Außerdem würden wir noch 1M, von der vorigen Sendung zu Gute kommen, …. verehren(?) Achtungsvoll E. Ruppersberg Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 05.02.2022 21:19:02 Gelesen: 969748 # 2610
@ volkimal [#2609] Danke Volkmar, an Tauben hatte ich gar keinen wirklichen Gedanken verschwendet, ich war eher auf Handarbeiten aus. Obwohl die Apotheke heute noch existiert, wird es dort wohl kaum noch Tauben zu erwerben geben. Beste Grüße Olaf
DERMZ Am: 06.02.2022 04:14:49 Gelesen: 969650 # 2611
Guten Morgen

Mamas Handschrift ist deutlich besser zu lesen als die des Herrn Apothekers - nur die letzten Worte wollen nicht zusammen kommen.



Mama Schmidtmann schrieb an Sohnemann Carl das folgende:

Herrn Postassistent Schmidtmann
Eisleben

M.l. Carl. Da Du mich bis jetzt vergebens auf den versproch-
enen Brief hast warten lassen, muß ich Dich einmal daran erinnern
und Dir zugleich mittheilen, daß es mir noch gut geht.
Nach Fulda reise ich aber Weihnachten nicht, weil Eduard u. Thea
zu mir kommen. Ich muß schon Mitte Januar in Mainz
sein. In M...... hagen (?) geht es noch immer gut, von
Adolf bekomme ich recht oft Briefe. Von ... habe
ich noch nichts gehört, ich will mich auch einmal in
Erinnerung bringen, daß Doctor Farber so plötz-
lich gestorben ist, hast Du gewiß aus der Morgenzeitung
gesehen, das ist ein recht trauriger Todesfall. Hoffentlich
schreibst Du mir bald bis dahin sei herzlich gegrüßt von
Deiner Mutter


Besten Dank für die weitere Hilfe sagt Olaf
volkimal Am: 06.02.2022 08:47:30 Gelesen: 969538 # 2612
@ DERMZ [#2611] Hallo Olaf, wir wollen gleich weg. Den ersten Ort weiß ich noch nicht. Als ich den Text las, fiel mir sofort Meinerzhagen ein, das passt aber nicht zum Schriftbild. Der zweite ist Ort ist Eschwege. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 06.02.2022 15:45:19 Gelesen: 969416 # 2613
Liebe Sammelfreunde, Ich bitte bei nachfolgenden Brief mal wieder um Hilfe. Wer kann den fett markierten Text entziffern / erklären? Viele Grüße, Emiel ——- Soldin[1], den 28.10.17 Lieber Franz! Vielen Dank für Deinen l. Brief vom 14 dss. Ich erhielt denselben erst vor einigen Tagen bei meiner Rückkehr aus dem Lazarett. Meinen Brief ab Lüstein[2] vom 14 dss wirst Du inzwischen auch wohl erhalten haben und sage ich Dir nochmals recht herzlichen Dank für dein so überaus wert= volles Paket. Die Freude war unbeschreiblich als ich die schöne Butter sah und muß ich deine Überwindung wirklich anstaunen[3] denn Du hättest dieselbe doch in jetziger Zeit doch auch sehr dringend brauchen können. Nun ich werde Dir diesen Liebesdienst nicht vergessen. Ich wünsche nur daß Du vor weiterem Soldatenland bewahrt bleibest denn mir ist es eine reine Hölle bei m. Gesundheitszustand. Von Lüstein wurde ich da ich doch nicht heilbar sei entlassen. Da Schutum(?)-Untersuchungen das fehlen von Tuberkel ergaben mußte ich, da ich nicht an= sterkungsfähig bin, wieder zur Truppe und be= kam ich als Trost zu hören, daß die Armierungs= soldaten ja alle krank seien. Ich würde vom Lazarettarzt sogar verwendungsfähig für die Etappe geschrieben und kanns mir blühen[5] daß ich in einigen Wochen eine Gasmaske [1] Soldin = Myślibórz (Siehe https://de.m.wikipedia.org/wiki/Myślibórz) [2] Lüstein??? [3] anstaunen = mit Staunen/Verwunderung ansehen [4] Tuberkel, der = knötchenförmige Geschwulst, besonders bei Tuberkulose [5] Was bedeutet “Es kann mir blühen”? Seite 2 umgehängt bekomme und ins Feld muß, denn alle Armierungssoldaten auch die nur für Etappe geschriebenen erhalten hier beim Ausmarsch ihre Gasmaske und kommen in sehr gefährdete Gebiete. Ich bin nun zwar vorläufig wieder hier auf der Schreibstube und will nun ver= suchen ob ich mich hier nicht so unentbehrlich machen kann, daß ich nicht mit abgeschoben werde. Es fält[6] allerdings schwer weil eine Verordnung besteht wonach alle Feld und Etappe Leute von den Schreibstuben abzulösen sind. Wenn man aber so hinter die Kulissen schaut wie ich hier, so ist’s empörend[7] diese Schiebungen[8] und Machenschaften[9] alle zu sehen die vorgenommen werden um diese Verordnung illusorisch zu machen. Sollte ich nun trotzdem ins Feld kommen so werde ich dort, da ich diese Strapatzen wohl kaum eine Woche aushalte, hoffentlich wieder schnell ins Lazarett kommen ehe mein bischen Gesund= heit gänzlich und endgültig untergraben ist. Ja ich kann Dir sagen, daß es für mich die reinste Hölle bedeutet Soldat sein. Aber wenn ich all die Krüpfel u. Kranke sehe die hier herumwanken(?) so harkt immer das Mitleid u. Grauen.[10] Trotzdem werden die armen Menschen rücksichtlos ins Feld abgeschoben. [6] Heinrich hat sich hier vertan. Es fällt schwer... [7] empörend = unerhört, skandalös [8] Schiebung, die = ungerechtfertigte Bevorzugung, Begünstigung [9] Machenschaft, die = sich im Verborgenen abspielende, unlautere Handlung, Unternehmung, mit der sich jemand einen Vorteil zu verschaffen oder einem anderen zu schaden sucht [10] Grauen, das = Furcht, Entsetzen vor etwas Unheimlichem
guy69 Am: 06.02.2022 18:23:04 Gelesen: 969357 # 2614
Schutum = Sputum kanns mir blühen = kanns mir passieren. Bei uns in Hessen recht geläufiger Ausdruck. herumwanken = herumlaufen. Etwas abwertend, ähnlich wie herumtorkeln.
brunoh Am: 06.02.2022 18:47:50 Gelesen: 969331 # 2615
@ evwezel [#2613] Aber wenn ich all die Krüppel und Kranken sehe die hier herumwanken(?) so packt einen das Mitleid u. Grauen.[10] herumwanken = unkontrollierter, schwankender Gang
brunoh Am: 06.02.2022 19:02:25 Gelesen: 969318 # 2616
D@ evwezel [#2613] Das ist nicht Lüstein sondern Cüstrin. bis 1928 mit "C" geschrieben, dann Küstrin. Es liegt heute in Polen und heißt "Kostrzyn nad Odrą" (Küstrin an der Oder).
volkimal Am: 06.02.2022 20:25:50 Gelesen: 969271 # 2617
@ DERMZ [#2611] Hallo Olaf, jetzt habe ich den Ort vermutlich gefunden: Wilhelmshausen (heute Ortsteil der Gemeinde Fuldatal im nordhessischen Landkreis Kassel) Mir war zuerst aufgefallen, dass es hinten vermutlich nicht "hagen" heißt. Das "g" sieht sonst anders aus. Zusätzlich sieht der Anfangsbuchstabe anders aus als das "M" in Mainz. Die Ortssuche bei StampsX [1] ist sehr nützlich, wenn man nur Fragmente des Ortsnamens kennt. Ich glaube, dass man dabei aber angemeldet sein muss. Ich habe es einmal mit "M hausen" versucht und dabei wird sowohl bei der "phonetischen Suche" als auch bei der "Fragmentsuche" Wilhelmshausen angezeigt. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.stampsx.com/ratgeber/ort-suchen.php
evwezel Am: 06.02.2022 20:51:29 Gelesen: 969259 # 2618
@ brunoh [#2616] @ guy69 [#2614] Hallo Harald und Bruno, Ich habe heute wieder etwas gelernt - sehr vielen Dank für eure Hilfe ! Viele Grüße, Emiel
DERMZ Am: 08.02.2022 16:17:03 Gelesen: 968522 # 2619
@ volkimal [#2617] Besten Dank Volkmar, weder Eschwege noch Wilhelmshausen wäre mir je in den Sinn gekommen. Du bist IMMER eine große Hilfe. DANKE sagt Olaf
M.P.D. Am: 18.02.2022 02:22:37 Gelesen: 965887 # 2620
Hallo an alle, ich habe hier diesen Brief, den ich nur teilweise entziffern kann. Er stammt aus dem Nachlass meines Verwandten und soll wie die anderen Exponate an ein Museum gehen. Verfasser ist Friedrich von Lindelof [1] welcher vermutlich einer der Professoren meines Verwandten war. Da der Brief u.a. genau in die Zeit zwischen Professur und politischer Laufbahn Lindelofs fällt interessiert mich brennend der Inhalt und ich habe die Hoffnung, dass mir hier jemand weiterhelfen kann. Für Eure Mühe danke ich im voraus! Gruß Mike [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_von_Lindelof
epem7081 Am: 18.02.2022 08:19:39 Gelesen: 965799 # 2621
@ M.P.D. [#2620] Hallo Mike anhängend meine Lesung des Briefes Mit freundlichen Grüßen Edwin Sr. Wohlgeboren Herr Landrichter Bücking D.S. Lindelof Laubach Wohlgeborener Hochgeehrter Herr Landrichter! Für den Fall daß die Landrichter Stelle in Butzbach vakant werden sollte, würde es Ew. Wohlgeboren vielleicht erwünscht seyn, diese im Etat mit 1500 fl vorgesehene Stelle zu erhalten; und so gereicht es mir zum besondern Vergnügen, die Frage convidentiell an Sie zu richten, ob Sie wünschen, Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzoge eintretenden Falls für jene Stelle Stelle in Vorschlag gebracht zu werden Überzugskosten könnten freilich nicht ersetzt werden, da die Besoldung zu Butzbach höher als die zu Laubach. Indem ich Sie um baldige Beantwortung meiner Anfrage bitte, verharre ich mit vollkommenster Hochachtung Ew Wohlgeboren Darmstadt, den 22. Oct. ergebenster 1857 Lindelof
M.P.D. Am: 18.02.2022 15:03:37 Gelesen: 965638 # 2622
[#2621] Hallo Edwin, vielen Dank für deine Mühe, das bringt mich sehr viel weiter und ist tatsächlich sehr erhellend. Ein schönes Wochenende wünsche ich! Gruß Mike
DERMZ Am: 19.02.2022 23:14:00 Gelesen: 965140 # 2623
Guten Abend, wir erlauben uns einen Blick auf das Jubiläums-Kunst-Institut der Universität Marburg, erbaut zum 400-jährigen Jubiläum der Universität Marburg. Ich habe folgendes gelesen: Herrn Regierungs u. Baurat H. Leyn Hannover-Waldhausen Heuerstraße 2 Marburg a/Lahn 29.9.30 Sehr verehrter Herr u. Frau Baurat! Glücklich, wohlbehalten und pünktlich bin ich am Sonnabend Abend hier einge- troffen und von Frau Rücklich ??? herzlich in Empfang genommen worden. Ich will nochmals Gelegenheit nehmen Ihnen allen für die herzliche Aufnahme die mir in Ihrem Hause zu teil geworden ist herzlichst zu danken. Mit herzlichem Gruß an Alle Ihr alter M. .... Sehr geehrter Herr u. Frau Baurat Recht vielen Dank für all das Übersandte, aber am meisten habe ich mich über die .... M... gefreut. Vielen Dank u. Gruße sendet L. Picklich Ich komme mit dem Namen des/der Schreibenden nichts zusammen, und auch die gute Dame, die ihn/sie aufgenommen hat, ist mir nicht klar. Ich habe das Adressbuch von Marburg bemüht, aber beide von mir - wohl falschen - gedachten Namen kann ich nicht finden. Vielleicht hat ja jemand eine passende Idee. Zur besseren Lesbarkeit habe ich die Karte noch einmal gedreht. Besten Dank und beste Grüße sagt Olaf
volkimal Am: 19.02.2022 23:49:50 Gelesen: 965118 # 2624
@ DERMZ [#2623] Hallo Olaf, habe im Moment nur das Tablet, daher nur eingeschränkte Möglichkeiten. Der erste Name könnte Frau Paulitz, der Schreiber evtl M. G(?)oldmann sein. Weiter unten geht es um eine ??? Mütz(e). Das Wort davor fehlt mir noch. Ich sehe mir die Karte morgen noch einmal an. Viele Grüße Volkmar
guy69 Am: 20.02.2022 06:43:11 Gelesen: 964925 # 2625
praktische Mütze
DERMZ Am: 20.02.2022 16:01:58 Gelesen: 964644 # 2626
@ volkimal [#2624] @ guy69 [#2625] Guten Sonntag Ihr zwei, was würde ich ohne Euch machen? Ich würde im Nirwana verschwinden und dort verzweifeln. Vielen Dank für Eure Hilfen, besonders für die praktische Mütze. Die Namen von Volkmar machen Sinn, auch wenn ich sie nicht im Adressbuch von Marburg finden kann, aber es sagt ja niemand, dass die Dame und der Herr auch mitten in Marburg gewohnt haben und im Adressbuch verzeichnet sein müssen. Ich nehme die Namen mal als gegeben hin und arbeite damit. Besten Dank nochmals sagt Olaf
guy69 Am: 20.02.2022 18:38:32 Gelesen: 964583 # 2627
@ DERMZ [#2626] Ich gebe das Kompliment mal schnell weiter an Volker. Er macht die Arbeit zu 99%. Die wenigen restlichen Worte sind dann recht einfach zu finden.
DERMZ Am: 20.02.2022 22:36:42 Gelesen: 964524 # 2628
@ volkimal [#2624] Hallo Volkmar, ich habe den Schreiber identifizieren können, juhu! Es war Max Moldenhauer, wohnhaft in der Weißenburger Straße 6, von Beruf war er Bausekretär a.D. Es hat mir einfach keine Ruhe gelassen, ich suche noch nach Frau P, ich finde in der unmittelbaren Nachbarschaft noch niemanden, wo der Name passen könnte. Beste Grüße Olaf
brunoh Am: 21.02.2022 10:39:10 Gelesen: 964312 # 2629
@ DERMZ [#2628] Hallo Olaf, bei Frau P. hast Du schon mal unter Puttlich oder Puttlitz gesucht, wären vlt. Möglichkeiten. Eine schöne Woche wünscht Bruno
volkimal Am: 21.02.2022 11:01:14 Gelesen: 964302 # 2630
@ DERMZ [#2628] Hallo Olaf, Max Moldenhauer passt vom Beruf und einigermaßen vom Schriftbild. Mich irritieren nur die beiden völlig unterschidlichen "M" am Anfang. Außerdem fehlt mir das "h" in Moldenhauer - es sei denn es ist völlig verstümmelt. Für mich sieht es eher wie Moldenauer aus. Noch eine zweite Idee. Sind die Personen im Adressbuch eigentlich nach Namen oder nach Adressen aufgelistet. Die Namen der Frau, die ihn herzlich in Empfang genommen hat und der Name der Frau, die unterschrieben hat haben viele Gemeinsamkeiten. Kann es sich evtl. um dieselbe Person handeln? Wenn dann wäre der Name vermutlich Puttlitz. Der U-Strich wäre dann etwas weit rechts - aber das kommt häufig vor. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 21.02.2022 13:26:19 Gelesen: 964209 # 2631
@ brunoh [#2629] @ volkimal [#2630] Hallo Brunoh und Volkmar, ich habe den Namen Moldenhauer aus dem Marburger Adressbuch entnommen. Die Dame habe ich bisher vergeblich gesucht, weder unter den vorgegebenen Namen noch in den Straßen in unmittelbarer Nachbarschaft. Die Unbekannte kann natürlich auch irgendwo auf dem Weg zwischen Bahnhof und Südstadt gewohnt haben, aber das sind mir dann doch deutlich zu viele Straßen zum Suchen (ich habe im Adress-Buch von 1930 und 1934 gesucht). Da Max von einer freundlichen Aufnahme spricht, vermute ich, daß er die Karte in Anwesenheit der uns Unbekannten geschrieben hat und unsere Unbekannte auch ein paar Worte an den Empfänger gesendet hat. Also beide Damen sind in meinen Augen die gleiche Person. Beste Grüße und nochmals tausend DANK sagt Olaf
DERMZ Am: 24.02.2022 12:35:25 Gelesen: 963296 # 2632
Guten Tag, es hilft nichts, nur das Forum - ich komme nicht weiter, bitte bitte um Hilfe bei folgender Karte: Ich habe gelesen - aber beim besten Willen stimmt das wahrscheinlich nicht: Fräulein Hedwig Löchter Barmen - Rott Klippestr. 93 L. O. Du mußt nicht böse sein u. heut kann ich beim besten Willen nicht schreiben (u. bitten). heutmorgen Semester (?) dann hab ich mich so- fort um die Repar- atur v. meiner Uhr ge- ... ... ist’s ½ 9 Uhr . Aber un sigen d’amour, anders kann ich es doch nicht gelt (?). Dein Br. bette(?) mich geht aber mit der Abend geht & morgen schreib ich mehr. Aber er ... es. ... D. LQ. Mit vielen ??? bleibt Olaf zurück. Beste Grüße Olaf
volkimal Am: 24.02.2022 15:01:59 Gelesen: 963252 # 2633
@ DERMZ [#2632] Hallo Olaf, gar nicht so einfach zu lesen. Hier ist meine Version: Fräulein Hedwig Löchter Barmen – Ritt. Klipperstr. 93 Ritt. = Rittershausen Klipperstr. = heute: Klippe Siehe https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f8/Rittershausen~1900.png L.S. Du mußt nicht böse sein u. heut konnt ich beim besten Willen nicht schreiben (u. bitten). Heut morgen Semester dann hab ich mich so- fort um die Ausar- beitung meiner Über..- ??? gesucht. Jetzt ist’s ½ 9 Uhr Aber un signe d’amour, anders kann ich es doch nicht gelt. Dein Br. bekam ich geht aber mit der Abendpost & morgen schreib ich mehr. Ade ?? ?? herziges habe wohl d. L. L.S. = evtl. Lieber Schatz Br. = Brief Ob es wirklich bitten heißt? - Ich weiß es nicht. Außerdem habe ich noch keine Idee um was für eine Ausarbeitung es sich handeln kann. Vielleicht kommt ein anderer darauf. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 24.02.2022 15:25:35 Gelesen: 963248 # 2634
@ volkimal [#2633]

Danke Volkmar,

das hilft wieder ein großes Stück weiter, ich interpretiere die Fehlstlle wie folgt

... Heut morgen Semester
dann hab ich mich so-
fort um die Ausar-
beitung meiner Übungs-
aufgabe gesezt.
Jetzt
ist’s ½ 9 Uhr . Aber ...


... aber OHNE DEINE Hilfe, wäre ich NIE darauf gekommen.

Besten Dank sagt Olaf
volkimal Am: 24.02.2022 15:44:53 Gelesen: 963239 # 2635
@ DERMZ [#2634]

Hallo Olaf,

das ist es - Übungsaufgabe!

Viele Grüße
Volkmar
guy69 Am: 24.02.2022 16:11:18 Gelesen: 963227 # 2636
ich mehr. adieu ei herziges Lebe wohl d. L.
guy69 Am: 24.02.2022 16:57:46 Gelesen: 963199 # 2637
Bei bitten könnte ich mir auch das französische "lettre" vorstellen mit irgendetwas davor und in Klammern gesetzt. Auch das "geht" würde ich durch ein "jetzt" ersetzen. Das ist bestimmt eine in Eile geschriebene Karte. ;-))
volkimal Am: 24.02.2022 19:34:46 Gelesen: 963105 # 2638
Hallo, zusammen sind wir stark! Ich finde toll, dass auch solche "Sauklauen" gemeinsam entziffert werden können. Ich fasse noch einmal zusammen, was ich für die wahrscheinlichste Formulierung halte: Fräulein Hedwig Löchter Barmen – Ritt. Klipperstr. 93 L.S. Du mußt nicht böse sein u. heut konnt ich beim besten Willen nicht schreiben (u. lettre). Heut morgen Semester dann hab‘ ich mich so- fort an die Ausar- beitung meiner Übungs- aufgabe gesetzt. Jetzt ist’s ½ 9 Uhr Aber un signe d’amour, anders kann ich es doch nicht gelt. Dein Br. bekam ich geht aber mit der Abendpost & morgen schreib ich mehr. Adieu u. herziges Lebewohl d. L. Viele Grüße Volkmar
guy69 Am: 24.02.2022 19:41:29 Gelesen: 963102 # 2639
un signe d’amour, anders kann ich es doch nicht gelt. Dein Br. bekam ich jetzt aber mit der Abendpost & morgen schreib ich mehr. adieu u. herziges Lebewohl d. L.
guy69 Am: 24.02.2022 19:49:57 Gelesen: 963096 # 2640
Das "gelt" kommt bei uns in Hessen manchmal vor ähnlich wie gell oder gelle am Ende eines Satzes. In der der Bedeutung ...., nicht wahr?
DERMZ Am: 25.02.2022 07:24:49 Gelesen: 962941 # 2641
@ volkimal [#2638] @ guy69 [#2640] Guten Morgen Ihr zwei, ich habe ein schlechtes Gewissen, wieviel Zeit ich Euch immer stehle, gell? Ich sage herzlichst Danke für die unendlich wertvollen Hilfen. DANKE DANKE DANKE. Beste Grüße Olaf
guy69 Am: 25.02.2022 08:13:09 Gelesen: 962929 # 2642
Für was Danke? Wenn ich Zeit habe macht es mir richtig Spaß zu knobeln. Schöner Zeitvertreib.
volkimal Am: 25.02.2022 08:59:05 Gelesen: 962919 # 2643
@ guy69 [#2642] Sehe ich genauso!
DERMZ Am: 27.02.2022 15:03:29 Gelesen: 962139 # 2644
Guten Morgen, schwer lesbare Handschriften (für meine Wenigkeit jedenfalls), da geht mir das Material (noch) nicht aus. Heute klemmt es bei einer Handschrift aus dem Jahr 1927. Ich habe folgendes lesen wollen: Fräulein Ellen Rieck. Berlin - Steglitz Albrechtstr. 28a Liebe „Gute“, die ... Anbindungszeichen sol- len keinen Zweifel an der Richtigkeit des Bei- namens, sondern an meiner Berechtigung, des- sen be...., ausdrük- ken. Wollen Sie am 5. XI. Abends mit mir im Niko lasee bei der akad. Ruder- gesellschaft tanzen? ... werde ich ein Telephon mir Bescheid holen. Herzl. Gruss H. Richars Hier noch die beiden Kopfsteher bzw. Schrägschriften: Vielleicht kann mir jemand den Rudersport näher bringen. Besten Dank sagt Olaf
volkimal Am: 27.02.2022 17:52:35 Gelesen: 962078 # 2645
@ DERMZ [#2644] Hallo Olaf, ich lese folgendes: Fräulein Ellen Rieck. Berlin - Steglitz Albrechtstr. 28a Liebe „Gute“, die Anführungszeichen sol- len keinen Zweifel an der Richtigkeit des Bei- namens, sondern an meiner Berechtigung, ihn- zu benutzen ausdrük- ken. Wollen Sie am 5. XI. Abends mit mir im Niko lasee bei der akad. Ruder- gesellschaft tanzen? Donners- tag werde ich am Telephon mir Bescheid holen. Herzl. Gruss H. Richars Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 27.02.2022 22:48:35 Gelesen: 962019 # 2646
@ volkimal [#2645] Hallo Volkmar, ich ignoriere mal Eure Bitte vom letzten Mal - auch wenn nicht erwartet, aber ein DANKE gehört dazu. Wenn die Anbindungszeichen sich als Anführungszeichen entpuppen, dann bekommt der ganze Text auch einen Sinn, und wenn man die kopfstehenden Text nicht als solche erkennt, ist es ebenfalls schwierig. Daher ein DANKE, daß Du meine Gehirnknoten hast lösen können. Beste Grüße Olaf
DERMZ Am: 02.03.2022 13:06:16 Gelesen: 961189 # 2647
Guten Tag, heute ein neuer Fall von mir unerklärlichen Schriftzeichen... Meine lausigen Deutungsversuche wie folgt: Familie Dr. F. Linnemann Hann. Münden Schöne Aussicht 1 d. 19.6.35. Ihr Lieben 3! Habt ihr d. Besuchstouren überstanden, u. ich habe ... ... u. ... meine Sy..... ver- bracht. Alle waren nett! - Ich bin nun froh, daß ich mich --- --- u. in 8 Tagen, ... ... kann. Heute habe ich “inoffi- ziel” erfahren (vom ... Laborm.) daß unter meiner Arbeit sehr gut stand. Durchfallen kann ich wohl nicht mehr! 1000 Grüße! Euer K. Und quer sieht es wie folgt aus: Und Olaf las folgendes: Seid Ihr nicht sehr stolz auf die frühzeitige ... ? Recht schöne Grüße! .... für ... Viel ... für d. .... ! Heute habe ich wieder wie ein Anfänger gelesen, furchtbar ... Danke für jede Hilfe sagt Olaf
volkimal Am: 02.03.2022 14:18:11 Gelesen: 961175 # 2648
@ DERMZ [#2647] Hallo Olaf, alles kann ich zwar nicht entziffern, aber etwas weiter bin ich schon gekommen. Ich lese: Familie Dr. F. Linnemann Hann. Münden Schöne Aussicht 1 d. 19.6.35. Ihr Lieben 3! Habt(?) ihr d. Besuchstournee überstanden, u. ich habe beim Heol.(?) u. Geol.(?) meine Spazierwünsche vorge- bracht. Alle waren nett! - Ich bin nun froh, daß ich mich her begab u. in 8 Tagen, ??? schreien kann. Heute habe ich “inoffi- ziel” erfahren (vom geol. Laborm.) daß unter meiner Arbeit sehr gut stand. Durchfallen kann ich wohl nicht mehr! 1000 Grüße! Euer K. Seid Ihr nicht sehr stolz auf die frühzeitige Tochter? Recht schöne Grüße! Grade für ??? Viel Dank für d. Paket ! An das erste "Habt" glaube ich eigentlich nicht, dabei stört hinten die Unterlänge. Mir fällt aber nichts sinnvolles ein. Heol. u. Geol. gefällt mir auch nicht! Gibt es irgend etwas, was man als Student schreit, wenn eine Arbeit fertig ist? Ich weiß nicht was. Viele Grüße Volkmar
guy69 Am: 02.03.2022 14:35:41 Gelesen: 961168 # 2649
Ihr Lieben 3! Jetzt ist d. Besuchstournee überstanden, u. ich habe beim Heol.(?) u. Geol.(?) meine Spezialwünsche vorge- bracht. Alle waren nett! - Ich bin nun froh, daß ich mich her begab u. in 8 Tagen, Hurra schreien kann. Heute habe ich “inoffi- ziel” erfahren (vom geol. Laborm.) daß unter meiner Arbeit sehr gut stand. Durchfallen kann ich wohl nicht mehr! 1000 Grüße! Euer K.
DERMZ Am: 02.03.2022 15:02:40 Gelesen: 961154 # 2650
@ volkimal [#2648] @ guy69 [#2649] Guten Nachmittag, das hilft doch schon ganz ganz viel weiter. zuerst muss ich mich entschuldigen, dass ich den Haupttext quer geladen habe, das war nicht die Absicht. Zu "Heol" vermute ich eher "theol." = theologisch und "Geol." ) geologisch. Beides Fachrichtungen, die man in Marburg studieren konnte und immer noch kann. Dann ist ja wieder eine Karte "erledigt", es gibt allerdings noch weitere. Vielen DANK an Euch beide Olaf [Bild redaktionell gedreht]
Baber Am: 02.03.2022 16:36:44 Gelesen: 961121 # 2651
Das ist nur ein Umschlag ohne Inhalt. Jemand hat 1797 als Jahreszahl notiert. Ich kann nur Director Schulz und Stendal entziffern. Gruß Bernd
volkimal Am: 02.03.2022 17:10:14 Gelesen: 961099 # 2652
@ Baber [#2651] Hallo Bernd, auf die Schnelle: Dem wohlgeborenen und Hochgelehrten ??? Landgräntz Commisarien auch liebe Getreue Cammer Director Freyh. v Gayl und Ober gerichts Director Schulz H.S. (=Herrschaftliche Sache) Stendal Über den Kammerdirektor Casimir Wilhelm Freiherr von Gayl (1745-1821) findest Du einiges auf Seite 296 im "Biographischen Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740-1806/15" [1] Viele Grüße Volkmar [1] https://books.google.de/books?id=dwQ5XqLMxzMC&dq=OberGerichtsdirektor+Schulz+Stendal&hl=de&source=gbs_navlinks_s Dort bei der Suche "Gayl" eingeben.
Baber Am: 02.03.2022 19:37:00 Gelesen: 961039 # 2653
@ volkimal [#2652] Hallo Volkmar, vielen Dank für die "Übersetzung". In dem Handbuch kommt auch ein A.C. von Bismarck vor, gegen den er als Landrat kandidierte. Nachdem Otto von Bismarck auch aus der Gegend stammt, könnte das ein Verwandter sein? Gruß Bernd
volkimal Am: 03.03.2022 10:42:17 Gelesen: 960836 # 2654
@ Baber [#2653] Hallo Bernd, das wäre dann wohl Zufall. Da müsste man die Adelsforscher fragen. Viele Grüße Volkmar
Berges Am: 16.03.2022 22:03:10 Gelesen: 957233 # 2655
@ DERMZ [#2650] Heol und Geol Ich lese da Zool. und Geol., also Zoologie und Geologie. Das erscheint mir, weil beides Naturwissenschaften, auch plausibler als die Kombination mit theol.
DERMZ Am: 17.03.2022 07:34:10 Gelesen: 957206 # 2656
@ Berges [#2655] Guten Morgen Ludger, danke für Deine Idee, aber Theologie kann/konnte man in Marburg studieren, Zoologie aktuell nicht, und ich meine, daß man es auch früher nicht in Marburg studieren konnte. Auch wenn die Kombination Geologie/Zoologie fachlich "näher" beinander sind, halte ich es in diesem Fall für unwahrscheinlich. Beste Grüße Olaf
JoshSGD Am: 23.03.2022 11:25:32 Gelesen: 956252 # 2657
Hallo, kann mir jemand bei der Entzifferung des Straßennamens behilflich sein? Ich komme leider nicht weiter. Auch im von mir immer benutzten Archiv ist nichts zu finden. Vielen Dank im Voraus. Gruß Josh Tante Edith meldet: Rathausstraße 17 - ich bin jetzt fündig geworden!
volkimal Am: 23.03.2022 12:32:59 Gelesen: 956239 # 2658
@ JoshSGD [#2657] Hallo Josh, Halle, Rathausstraße 17 Viele Grüße Volkmar
Morenga Am: 31.03.2022 22:09:31 Gelesen: 953859 # 2659
Heilbronn nach ? Guten Abend, ich bitte um Hilfe, weil ich den Adressaten bzw. den Ort nicht nicht lesen kann wo der Brief hingegangen ist. Ich nehme an der Absenderort war Heilbronn. Kann jemand helfen. Vielen Dank. beste Grüße Elisabeth
bayern klassisch Am: 31.03.2022 22:10:21 Gelesen: 953857 # 2660
@ Morenga [#2659] Hallo Elisabeth, Jagsthausen war der Zielort. Den Rest kannst du lesen? Liebe Grüsse, Ralph
Morenga Am: 31.03.2022 22:14:32 Gelesen: 953851 # 2661
Danke bayern klassisch! Das ging ja schneller wie der Blitz. Vielen Dank. Sorry an Alle, sehe leider jetzt erst, dass ich gar nicht bei Sütterlin gelandet bin sondern versehentlich ein neues Tema aufgemacht habe. Gruß und weiterhin ein gutes Immunsystem, Elisabeth
bayern klassisch Am: 31.03.2022 23:07:41 Gelesen: 953837 # 2662
@ Morenga [#2661] Hallo Elisabeth, mit Sütterlin (ab 1914) hat die Schrift auf deinem Brief auch wenig zu tun, weil dieser die deutsche Kurrentschrift zeigt (seit ca. 1500 belegt). Liebe Grüsse, Ralph [Beiträge [#2659] bis [#262] redaktionell integriert]
Stewe Am: 03.04.2022 10:35:23 Gelesen: 953562 # 2663
Altdeutschland Bayern Schrift "übersetzen" Hallo zusammen, ich habe mich bisher noch nie mit alten Briefen beschäftigt. Kann mir jemand bei der "Übersetzung" des Inhalts behilflich sein? Herzlichen Dank! Stewe
bayern klassisch Am: 03.04.2022 16:06:00 Gelesen: 953507 # 2664
@ Stewe [#2663] Hallo Stewe, zeige doch einmal den Inhalt, ich sehe nur die Anschriftseite. Für den Fall, dass du die Anschrift nicht lesen können solltest: Praesentirt den 21. Marty (März) 1719 Unsern vesten, Unsern lieben gethreuen Cammern, und Rhate, Unserer Statt Kelhamb (Kelheim) Kelhamb (Kelheim) Numero 88 Den Herrn Baron v(on) Rothoff (heute eher Baron von Rotthoff in caa (in causa = in Sachen) Juris pasiendi (?) ? Meine Tätigkeit nennt sich transkribieren und die Schrift heißt "Deutsche Kurrentschrift" (oder Currentschrift), die es ab ca. 1500 bis 1910 gab. Liebe Grüsse, Ralph
Stewe Am: 03.04.2022 17:47:19 Gelesen: 953491 # 2665
@ Ralph Herzlichen Dank! Hier der Inhalt:
bayern klassisch Am: 03.04.2022 19:39:57 Gelesen: 953465 # 2666
@ Stewe [#2665] Danke - aber ich hatte gehofft, dass diese Sauklaue im Inneren des Briefes besser wird - Fehler vom Amt, die Schrift ist noch schlechter geworden. Mal sehen, wer sich an DEN Inhalt hier traut. Liebe Grüsse, Ralph
Anke Am: 04.04.2022 08:55:27 Gelesen: 953256 # 2667
Guten Morgen, ich bräuchte mal wieder eure Hilfe zu anliegendem Text. Eigenständig haben wir folgendes "übersetzt": Der Besitzer ist verpflichtet 1) zu gestatten, dass a) der östlich des Dorfes Schlettau zwischen seinem Plan oberhalb des Löbejüner Weges und den Dorfgärten befindliche Weg in einer Breite von 1/2 Rute von den Besitzern der dort befindlichen Dorfgärten von Nr. 2 bis 7 als Fußsteig ganz unbeschränkt, sodann von sämtlichen Mitgliedern der Gemeinde Schlettau und zu allen polizeilichen Zwecken genutzt werden, b) den in seinem Plan Nr. 285 Sekt. II der Karte, im Schöllenfeld aus.....Weg von dem...136 sub 2 genannten .....zu ...eylitz......von August Horn (oder Sturm?) in Hochedlau als Wirtschaftsweg und Trift genutzt werden 2) mit seinem Unterplan Nr. 1 Sekt. II der Karte 0,3 bis 0,4 ruten weit von der Mitte des Gartenzaunes des ... entfernt zu beliben, 3) die hinter seinem Garten weggehende Flut nicht zu ...... 4) die Fuhne längs seiner daran stoßenden Pläne zu räumen. Eingetragen laut Rezess vom 2. Februar und Verfügung vom 10. August 1847
Christoph 1 Am: 07.04.2022 22:46:26 Gelesen: 952171 # 2668
Guten abend, ich bitte um Hilfe beim Lesen des Textes in Sütterlin-Schrift: Danke und Gruß Christoph
volkimal Am: 07.04.2022 23:03:07 Gelesen: 952164 # 2669
@ Christoph 1 [#2668] Hallo Christoph, Krankheiten verhüten ist besser als Krankheiten heilen Viele Grüße Volkmar
Christoph 1 Am: 07.04.2022 23:06:36 Gelesen: 952161 # 2670
@ volkimal [#2669] vielen Dank Volkmar, diese Schrift ist immer wieder erstaunlich! Viele Grüße Christoph
evwezel Am: 08.04.2022 12:06:52 Gelesen: 951968 # 2671
Liebe Sammelfreunde, Ich bitte mal wieder um Hilfe. In dieser Urkunde fehlen mir einige Wörter oder bin ich nicht ganz sicher. Viele Grüße, Emiel --- Nr. 635 M.Gladbach-Mitte am 24. September 1926 Die Versteherin[1] des katholischen Kran= kenhauses "Maria Hilf" hierselbst(?) zeigte an, daβ die Maria Josephina Paula Wel- ters, geborene Hoster, Ehefrau von Bierverleger[2] Johann Matthias Welters, Witwe I Ehe von Kaufmann Wilhelm Waters, 37 Jahren alt, wohnhaft in Niederkrϋchten, Hahn(?)straβe 123[3], geboren zu M. Gladbach, am 9. Juni 1889, zu M. Gladbach im katholischen Krankenhause, am vierundzwanzigsten September des Jahren tausend neunhundert sechs und zwanzig vormittags um zwei ein viertel Uhr verstorben sei. Verstehend 16 (...)worte[4] gestrichen. [1] Versteherin = jemanden, der für eine Sache oder Person besonders viel Verständnis hat [2] Bierverleger, der = Unternehmer, der [Zwischen]handel mit Bier betreibt [3] Ins Adressbuch von Niederkrüchten (1936) wird ein Brauerei Welters vermeldet (siehe Adressbuch https://genwiki.genealogy.net/w/index.php?title=Datei%3AGeilenkirchen-Heinsberg-u-Erkelenz-AB-1935.djvu&page=471), aber es gibt dort nur den Eintrag "123", ohne Straßennamen. [4] Es sind in dieser Urkunde tatsächlich 16 Worte gestrichen (warum eigentlich???)
DERMZ Am: 08.04.2022 12:22:13 Gelesen: 951958 # 2672
@ evwezel [#2671] Hallo Emiel, ich lese auch die Versteherin, denke aber es könnte auch "Vorsteherin" bedeuten, die Straße meine ich eher als "Hohestraße 123" zu lesen, heute gibt es in Niederkrüchten eine "Hochstraße", ich vermute, dass es sich um die gleiche Straße handelt. Vorstehend 16 Druckworte gestrichen. Der Standesbeamte In Vertretung Kuhn Ich hoffe, das passt so.
evwezel Am: 08.04.2022 12:31:48 Gelesen: 951953 # 2673
@ DERMZ [#2672] Hallo Olaf, Natϋrlich, "Druckworte"! Wie konnte ich das ϋbersehen?! Un ich glaube du hast auch Recht mit "Hohestraße". Vielen Dank fϋr deine Hilfe! Emiel
marc123 Am: 21.04.2022 15:46:38 Gelesen: 948166 # 2674
Hallo, ich bräuchte Hilfe beim Entschlüsseln von diesem italienischen Namen. Liebe Grüße Marc
epem7081 Am: 21.04.2022 16:39:12 Gelesen: 948135 # 2675
@ marc123 [#2674] Hallo Marc, ich lese hier: Chiono Deplio Sebastiano. Mit freundlichen Grüßen Edwin
marc123 Am: 25.04.2022 09:41:29 Gelesen: 947052 # 2676
@ epem7081 [#2675] Danke Edwin, mit Deplio bin ich mir am unsichersten, weil ich den Namen nirgends finden kann. Liebe Grüße Marc
guy69 Am: 18.05.2022 14:52:25 Gelesen: 939033 # 2677
Hallo zusammen, heute könnte ich eure Hilfe gebrauchen bei einem heimatgeschichtlichen Brief aus 1867 von August Schlemmer. Ich bedanke mich einmal im voraus für die Unterstützung.
volkimal Am: 18.05.2022 15:34:38 Gelesen: 939002 # 2678
@ guy69 [#2677] Hallo, ich lese folgendes: Lieber Carl! Hochheim a/m 2 Septber 1867 Vorigen Freitag habe ich Dich in Mainz nicht treffen können bezwecke daher mit diesem Dich zu ersuchen, dieser Tage den ganzen Betrag, vor Allem die Hefe Rechnung für July nur den Saldo des Brautweins, welchen Du so(?) Zt. mit Prinz empfängst zu recht zu machen. Ich schreibe Dir dies privatim, damit Du Dich danach richten kannst denn bez. der Hefe ist es Grundsatz geworden bei der Schwierigkeit des Geschäftes, daß der 3 te Monat nicht angefangen ehe der 3t letzte gedeckt ist sogar bei den meisten Kunden schon zur Hälfte des folgenden Monats. In meiner gegenwärtigen Stellung vis a vis der Steuer nur des Geschäfts liefere ich nur an meine besten Abnehmer und pünktliche Bezahler und da ich es überall so mache darf ich bei Dir meinem ehren Raab gegenüber keinen Vorzug zeigen. Bis Mittwoch wird jemand bei Dir seyn. Wo bleibt der Kaffee? ??? Gruß Aug. ? Schlemmer Viele Grüße Volkmar
guy69 Am: 18.05.2022 16:00:16 Gelesen: 938972 # 2679
Hallo Volkmar, vielen lieben Dank. August Schlemmer war Malzfabrikant in Hochheim. Es gibt kaum Unterlagen oder Quellen über ihn. Ebenso über den weiteren Werdegang der Fabrik. Ziemlich viel liegt hier im Verborgenen. Ich selbst konnte noch den "eigenartigen" Geruch als Kind in den 70er Jahren kennenlernen, bevor die Fabrik dann komplett abgerissen wurde und wohl auch aller Unterlagen. Viele Grüße Harald
guy69 Am: 19.05.2022 13:56:31 Gelesen: 938312 # 2680
@ volkimal [#2678] Wo bleibt der Kaffee? ??? Gruß Aug. v. Schlemmer
Franz88 Am: 25.05.2022 14:16:06 Gelesen: 935136 # 2681
Hallo Sammlerfreunde, bei folgender Briefseite bekomme ich leider keine sinnvolle Textübersetzung zusammen. Was steht auf dieser Seite? Bitte um eure Hilfe. Der Briefkopf und der erste Satz konnte, mit Hilfe von lieben Freunden, bereits übersetzt werden. Insgesamt besteht der Brief aus sieben Seiten. Von Gottes Gnaden Maximilian-Joseph in Ober- und Niedern Bayern auch der Obern Pfaltz Hörtzog Pfaltz-Graf bey Rhein des heylig Roemischen Reichs Ertz-Truchsess und Churfürst, Land Graf zu Leuchtenberg p.p. Vnsren Gruß zuvor Wohlgeborner Lieber Getreuer Liebe Grüße Franz
Morenga Am: 26.05.2022 11:27:16 Gelesen: 934693 # 2682
Guten Tag an Alle, Kann mir jemand helfen bitte? Kann es nicht genau lesen bzw. gar nicht. Es handelt sich wohl um einen Einlieferungsschein. Aber für was? Zielort Wittenberg? Abgesendet 5.1.1853? Aber von wo? Vielen Dank im voraus und beste Grüße, Elisabeth
inflamicha Am: 26.05.2022 11:55:15 Gelesen: 934681 # 2683
Hallo Elisabeth, teilweise kann ich Dir helfen: Es handelt sich um einen Brief "Chargé", als per Einschreiben, welcher am 5. Januar 1853 nach Wittenberg aufgegeben wurde. Unten ist Post-"Expedition" ergänzt, als Empfänger lese ich Herrn v. Jagow. Für den Rest muss ein anderer einspringen. Gruß Michael
bignell Am: 26.05.2022 12:05:39 Gelesen: 934678 # 2684
Als Gewicht ist "4 Loth" angegeben. Liebe Grüße, harald
Morenga Am: 26.05.2022 16:34:07 Gelesen: 934600 # 2685
Vielen Dank zuerst einmal an inflamicha und bignell. Das ging ja flott. Jetzt fehlt nur der Ort von wo es abgesendet wurde. inflamicha, also ist ein Chargé ein Einschreiben? Gruß Elisabeth
guy69 Am: 26.05.2022 17:15:40 Gelesen: 934572 # 2686
Der Aufgabeort sollte in Preußen liegen. Vielleicht KRATZOW.
inflamicha Am: 26.05.2022 20:18:25 Gelesen: 934501 # 2687
@ Morenga [#2685] Jawoll - Chargé = Einschreiben. Gruß Michael
volkimal Am: 28.05.2022 09:19:12 Gelesen: 933715 # 2688
@ Morenga [#2682] Hallo Elisabeth, an Kratzow glaube ich nicht. Einen Ort mit diesem Namen finde ich nicht. Es gab wohl den Ort Kartzow, der kommt aber nicht in Frage. Der Bogen des Anfangsbuchstabens kommt bei den Buchstaben M, N, R, S und W vor. Ich würde am ehesten ein "S" oder ein "St" am Anfang sehen. Es folgt sehr wahrscheinlich ein "r" (vergleiche Herrn). Dann müsste ein Vokal kommen - vermutlich "e" oder "a". Dem wiederum folgt wahrscheinlich ein "tz". Insgesamt sehe ich also am Anfang des Ortsnamens irgendetwas wie Stratz..., Stretz..., Sratz..., Sretz... Ich finde allerdings keinen Ort, der dazu passt. Ich komme im Moment nicht weiter. Vielleicht hat einer von euch eine Idee. Zum Vergleich der Buchstaben finde ich die Seite [1] gut. Viele Grüße Volkmar [1] http://www.villmergerkriege.ch/Chilerodel/Kurrentschrift.htm
Morenga Am: 28.05.2022 11:47:48 Gelesen: 933677 # 2689
Danke volkimal und insbesondere auch für den link! Beste Grüße und ein schönes Wochenende, Elisabeth
dr31157 Am: 01.07.2022 17:33:07 Gelesen: 917848 # 2690
Hallo, ich zeige hier einen Stempel auf einem Brief aus Schlieffenwalde. Leider kann ich den Stempel nicht wirklich lesen: Schlieffenwalde I. ....... (Wartheland). Kann mir bitte jemand mit dem mir fehlenden Stempeltext weiterhelfen? Viele Grüße Detlef
charly999 Am: 01.07.2022 19:42:37 Gelesen: 917831 # 2691
@ dr31157 [#2690] Hallo Detlef, der Stempeltext lautet: Schlieffenwalde ü Neutomischel (Wartheland). Ein typischer Poststelle II-Stempel. Da Wartheland, bestimmt nicht häufig. Schöner Beleg! charly999
dr31157 Am: 01.07.2022 19:50:19 Gelesen: 917829 # 2692
@ charly999 [#2691] Hallo charly999, vielen Dank für schnelle und prima Antwort. Viele Grüße Detlef
evwezel Am: 01.07.2022 23:45:50 Gelesen: 917810 # 2693
@ volkimal [#2688] @ Morenga [#2682] Hallo Volkmar und Elisabeth, der Aufgabeort, so meine ich, soll “Stretzin” sein. Siehe auch [1] und [2]. Viele Grüße, Emiel [1] https://www.meyersgaz.org/place/20898047 [2] https://gov.genealogy.net/item/show/STRZINJO83ON.
bignell Am: 03.07.2022 17:48:11 Gelesen: 917709 # 2694
Liebe Freunde, ich kann den Absendeort rechts oben leider nicht entziffern, worum mag es sich handeln? "An das hochlöbliche Direktorium des unmittelbaren Reichsritterschaftlichen Kantons Kreichgau (=Kraichgau) in Schwaben in Heilbronn", Leitvermerk Augsburg, Bleistiftnotiz 1804 (weiss nicht woher der Vorbesitzer das wusste, vielleicht war der Inhalt damals noch erhalten, vom Papier her dürfte das aber ganz gut passen). Vielen Dank, harald
bayern klassisch Am: 03.07.2022 18:04:05 Gelesen: 917700 # 2695
@ bignell [#2694] Lieber Harald, "von Wien" steht da, fast zusammengeschrieben. Liebe Grüsse, Ralph
bignell Am: 03.07.2022 18:09:17 Gelesen: 917697 # 2696
@ bayern klassisch [#2695] Danke, Ralph, da hatte ich echt die Scheuklappen auf. :)
bayern klassisch Am: 03.07.2022 18:37:57 Gelesen: 917690 # 2697
@ bignell [#2696] Die kannst du mir dann zurück geben, wenn wir uns mal in Ulm treffen sollten. :-) Liebe Grüsse, Ralph
mumpipuck Am: 06.07.2022 16:25:45 Gelesen: 915674 # 2698
Ich versuche herauszufinden, in welchem Jahr dieser Postschein aussgestellt wurde 1881 oder 1887. Das ist insofern interessant, dass 1887 ein neues Spätdatum für die Verwendung des vorphilatelistischen Stempels als Formularstempel wäre. Ich habe leider aus beiden Jahren keine Postscheine von Ratzeburg zum Vergleichen. Ab 1888 liegen mir von dort nur Postscheine mit Ortseindruck vor. 1) Kennt sich jemand von Euch eventuell mit dem Formular aus ? Wenn es eine nach 1881 erschienene Version ist, ist die Sache klar. 2) Hat jemand einen Postschein von Ratzeburg aus dem Zeitraum 1881-1887, den er zeigen kann ? Herzliche Grüße Burkhard
bayern klassisch Am: 06.07.2022 17:19:20 Gelesen: 915545 # 2699
@ mumpipuck [#2698] Hallo, der 1. Schein ist aus 1884, der 2. Schein aus 1888, dem Dreikaiserjahr. Liebe Grüsse von bayern klassisch
mumpipuck Am: 06.07.2022 17:50:57 Gelesen: 915527 # 2700
@ bayern klassisch [#2699] Hallo bayern klassisch, herzlichen Dank! Das ging ja schnell! Stammt die für mich unerwartet Aussage "1884" aus Deiner Erfahrung mit der damaligen Schreibweise oder gibt es einen weiteren Anhaltspunkt ? Denn auch das wäre ein neues Spätdatum für den Stempel! Liebe Grüße Burkhard
bayern klassisch Am: 06.07.2022 18:10:52 Gelesen: 915516 # 2701
@ mumpipuck [#2700] Hallo Burghard, es war ja noch die Zeit der deutschen Kurrentschrift, noch nicht die schlimme Sütterlin-Schrift, die viel später kam, daher bin ich mir zu 99% sicher, dass es 1884 ist (man achte auf die schwungvolle Schreibe bei der "2"). Liebe Grüsse, Ralph
Briefbote123 Am: 06.07.2022 20:43:22 Gelesen: 915381 # 2702
Könnte mir bitte jemand diese Karte entziffern. Intressanterweise gibt es einen Portohinweis, der geschichtlich sehr interessant ist. Nur leider kann ich nicht alles lesen. Vielen Dank.
bayern klassisch Am: 06.07.2022 20:50:13 Gelesen: 915375 # 2703
@ Briefbote123 [#2702] Ersuche gefl(issentlich) um 2 gros Eken wie gehabt, wenn möglich bis morgen Mittwoch. Rechnen Sie aber blos 10 Pf Porto. Das letzte mal rechneten Sie 20 Pf. Achtungsvoll Hans Röhs Liebe Grüsse von bayern klassisch
Briefbote123 Am: 06.07.2022 20:59:54 Gelesen: 915370 # 2704
Vielen Dank. Kann man das blaue Gekritzel auch entziffern? Was sind Eken bitte?
bignell Am: 06.07.2022 21:20:10 Gelesen: 915363 # 2705
@ Briefbote123 [#2704] Ich würde sagen das blaue heisst "erledigt". Eken werden Ecken sein - welche da müsste man den Empfänger kennen. Liebe Grüße, harald
Briefbote123 Am: 06.07.2022 21:34:59 Gelesen: 915356 # 2706
Vielen Dank. Für die, die es interessiert. Dies ist eine Karte der Privatpost Spedition zu 2 Pf. Also günstiger als die Reichspost. Eine Expresssendung bei dieser Postanstalt kostete 10 Pf bis 50 g und 20 pf bis 250 g und wurde innerhalb einer Stunde zugestellt. Das hätte zeitlich gepasst. Ob die geforderten 20 Pf Irrtum oder böse Absicht waren, bleibt wohl ein Geheimnis. Zumindest war der Sender gut informiert, was die Tarife angeht. Für mich ein historisch sehr interessanter Beleg.
mumpipuck Am: 07.07.2022 15:04:27 Gelesen: 914961 # 2707
@ bayern klassisch [#2701] Hallo Ralph, das ist wohl richtig. Danke! Ich habe auch noch weitere Informationen erhalten, die alle auf 1884 hindeuten. Unter anderem auch Hinweis auf einen Postschein mit dem Einzeiler vom 27.12.1884. Das wäre dann das neue Spätdatum noch ein halbes Jahr nach meinem Postschein. Ich soll eine Kopie bekommen. Viele Grüße Burkhard
Flecker Am: 07.07.2022 15:57:37 Gelesen: 914943 # 2708
Wer kann es lesen? Hallo Freunde, Sütterlin und ich werden in diesem Leben keine Freunde mehr. Hier ein Ausschnitt aus dem Heiratsregister. Ich würde gerne wissen was das erste Wort, der Beruf des Mannes, und das letzte Wort, der Nachname, auf Deutsch heißen. Vielen Dank im voraus. Rudolf
bayern klassisch Am: 07.07.2022 16:07:55 Gelesen: 914926 # 2709
@ Flecker [#2708] Hallo Rudolf, "Der Emailierer Gustav Heinrich Sielhof" Liebe Grüsse, Ralph
bayern klassisch Am: 07.07.2022 16:08:55 Gelesen: 914937 # 2710
@ mumpipuck [#2707] Na prima, dann ist doch alles klar. Liebe Grüsse, Ralph
lueckel2010 Am: 07.07.2022 16:10:34 Gelesen: 914926 # 2711
@ Flecker [#2708] Dürfte "Emilie und (?) Gustav Heinrich Sielhof" sein. Eine Berufsbezeichnung ist nicht angegeben. Moin aus Ostfriesland, Gerd Lückert
lueckel2010 Am: 07.07.2022 16:17:45 Gelesen: 914920 # 2712
@ lueckel2010 [#2711] "bayern-klassisch" hat natürlich Recht: Emailierer ist korrekt! Der Name der Braut dürfte unter 2. genannt sein.
bayern klassisch Am: 07.07.2022 16:22:32 Gelesen: 914915 # 2713
@ Flecker [#2708] Es könnte auch "Seelhof" heißen. Liebe Grüsse, Ralph
Flecker Am: 07.07.2022 16:22:55 Gelesen: 914915 # 2714
Vielen dank an alle. Ich glaube, wenn ich zu der Zeit gelebt hätte und müsste diese Schrift immer benutzen, wäre ich ausgewandert.
spain01 Am: 07.07.2022 18:25:48 Gelesen: 914880 # 2715
@ Flecker [#2714] Warum? Dann wärst du doch mit dieser Schrift aufgewachsen. :D
bayern klassisch Am: 07.07.2022 18:28:52 Gelesen: 914877 # 2716
@ Flecker [#2714] Wenn das der Grund für eine Auswanderung ist, dürftest du heute schon lange gar nicht mehr hier sein. Liebe Grüsse, Ralph
Flecker Am: 07.07.2022 18:28:54 Gelesen: 914877 # 2717
Ich glaube nicht das ich das je gelernt hätte.
evwezel Am: 08.07.2022 09:51:31 Gelesen: 914554 # 2718
@ Flecker [#2717] Jeder kann Sütterlin lesen lernen. Wenn du bereit bist ein bisschen Zeit zu investieren, wirst du auch bemerken dass es sehr süchtigmachend ist, Sütterlinschrift entziffern zu können. Eine neue, spannende Welt wird sich für dich öffnen, wenn du einmal diese Schrift selbst lesen kannst!
mumpipuck Am: 09.07.2022 20:06:17 Gelesen: 913891 # 2719
@ mumpipuck [#2707] Hier zum Abschluss der avisierte Postschein mit dem neuen Spätdatum 27.12.1884 für diesen L1 von Ratzeburg. Danke nochmal für Eure Mithilfe. Viele Grüße Burkhard
zobbel Am: 10.07.2022 17:44:08 Gelesen: 913448 # 2720
Feldpost Konstantinopel-Hambung 1917. Anbei Vorderseite und Ausschnitt der Rückseite. 2. Zeile: Flak- [Schule?] Kstple Schule entspräche dem Cachet auf der Vorderseite, Kstple = Konstantinopel 3. Zeile: durch Berlin C II [Stelle? Halle?] 13 Liebe Grüße schon im Vorraus!
dr31157 Am: 01.08.2022 20:19:20 Gelesen: 904626 # 2721
Hallo zusammen, ich zeige hier eine Ansichtskarte von Altötting aus Südbayern nach Großhöhund ? Post Dintersburg ? Kann mir bitte jemand bei der Entzifferung der Adresse helfen ? Ebenso bei dem Bahnpoststempel "B. BAHNPOST - b M - C 2". Ich nehme an, das es ein Bayerischer Bahnpoststempel ist. Auf welcher Bahnstrecke wurde dieser Stempel geführt? (Ansichtskarte - vorderseitig kein Text) Viele Grüße Detlef
volkimal Am: 01.08.2022 23:46:44 Gelesen: 904556 # 2722
@ dr31157 [#2721] Hallo Detlef, im Moment habe ich nur das Smartphone, deshalb sind meine Möglichkeiten nur eingeschränkt. Es heißt "Post Dietersburg". Der eigentliche Ort ist mir noch nicht klar. Dietersburg hat 135 Gemeindeteile aber nichts mit "Groß". Es gibt den Gemeindeteil "Höllnöd", ihn finde ich aber nicht bei Maps. Ist es evtl. Höllnöd nur mit einem l geschrieben? Der letzte Buchstabe sieht zumindest wie ein "d" aus. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 02.08.2022 06:04:22 Gelesen: 904444 # 2723
@ volkimal [#2722] @ dr31157 [#2721] Guten Morgen, es gibt zwei Höfe, die zu Dietersberg gehören - Höllnöd 1 und Höllnöd 2. Diese findet man nicht auf maps, aber im Bayern-Atlas [1]. Ob es sich bei der Adresse um einen der beiden Höfe handelt, mag ich nicht beurteilen. Ich könnte mir jedoch vorstellen, daß Anton Kirchner im größeren der beiden Höfe beheimatet war - daher der Name Groß-Höllnöd. Beste Grüße Olaf [1] https://geoportal.bayern.de/bayernatlas/?lang=de&topic=ba&bgLayer=atkis&catalogNodes=11
dr31157 Am: 02.08.2022 17:30:32 Gelesen: 903983 # 2724
@ DERMZ [#2723] @ volkimal [#2722] Hallo Volkmar und Olaf, vielen Dank für Eure ausführliche Hilfe. Viele Grüße Detlef
dr31157 Am: 12.08.2022 18:01:01 Gelesen: 899769 # 2725
Hallo zusammen, ich zeige hier eine Postkarte aus Lauchhammer. Leider kann ich den Zustellungsvermerk unter Riesa nicht lesen. Kann mir bitte jemand helfen? Viele Grüße Detlef
evwezel Am: 13.08.2022 20:53:25 Gelesen: 899260 # 2726
@ dr31157 [#2725] Hallo Detlef, Das ist schwer mit Sicherheit zu sagen (für mich jedenfalls). Den Nachnamen “Hadrich” konnte ich auch nicht finden im “Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Stadt Riesa” [1] Die Rückseite der Postkarte gibt leider auch keine weitere Information: Geehrter Herr Hadrich! Ihre beiden Karten, wofür ich Ihnen meinen besten Dank sage, erhielt ich. Da Sie jedoch auch heute noch nicht eintraten werde ich, wenn Sie nicht anders bestimmen, Ihre Sendungen bis zu Ihre Ankunft lagern lassen. Mit bestem Gruß, ??? Tut mir Leid dass ich dir nicht weiterhelfen kann. Mit herzlichem Gruß, Emiel [1] https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/86796/77
guy69 Am: 13.08.2022 22:00:49 Gelesen: 899234 # 2727
Ich lese A FLADRICH, da findet man einiges im Web.
evwezel Am: 13.08.2022 22:14:40 Gelesen: 899225 # 2728
@ guy69 [#2727] Du hast Recht, da habe ich mich vertan. Übrigens wird der Nachname “Fladrich” auch nicht im Adressbuch von Riesa erwähnt (1900/1901). Viele Grüße, Emiel
dr31157 Am: 14.08.2022 11:55:12 Gelesen: 898969 # 2729
@ evwezel [#2726] @ guy69 [#2727] Hallo zusammen, vielen Dank für Eure Unterstützung, Übersetzung, hilfreichen Anregungen und Hinnweise. Ich meine, das ich etwas damit anfangen konnte. Ich habe herausgefunden, das es in Riesa ein Stellwerk, bzw. Spannwerk gab. "Spannwerke" sollte das letzte Wort in der Adresse sein, das ich suchte. Der in der Adresse genannte Ing. Hadrich oder Fladrich muss ja nicht aus Riesa sein. Er könnte dort temporär irgendwelche Arbeiten durchgeführt haben. Ich hoffe, ich liege da richtig? Viele Grüße Detlef
evwezel Am: 14.08.2022 12:17:58 Gelesen: 898958 # 2730
@ dr31157 [#2729] Hallo Detlef, “Spannwerke” paßt gut und deine Theorie klingt sehr plausibel. Viele Grüße, Emiel
dr31157 Am: 14.08.2022 12:43:46 Gelesen: 898944 # 2731
@ evwezel [#2730] Hallo Emiel, danke und vielen Dank für Deine gute Hilfe. Viele Grüße Detlef
dr31157 Am: 14.08.2022 19:47:51 Gelesen: 898799 # 2732
Hallo zusammen, ich zeige hier eine Postkarte vom 30.03.1906 befördert auf der Bahnstrecke Hamburg - Vamdrup nach Kiel. Leider kann ich den rückseitig vermerkte Ortsangabe in der Vamdruper Gegend nicht lesen. Eventuell: Vejers ? Kann mir bitte jemand weiterhelfen. Viele Grüße Detlef
bayern klassisch Am: 14.08.2022 20:08:50 Gelesen: 898790 # 2733
@ dr31157 [#2732] Ich lese Woyens. Liebe Grüsse von bayern klassisch
Gernesammler Am: 14.08.2022 20:20:32 Gelesen: 898784 # 2734
@ dr31157 [#2732] Hallo Detlef, Es sollten Vojens sein, denn der Bahnstempel zeigt Hamburg Vampdrup welches in Dänemark liegt genau wie Vojens. Gruß Rainer
bayern klassisch Am: 14.08.2022 21:18:49 Gelesen: 898753 # 2735
Beide Schreibweisen waren üblich: https://de.wikipedia.org/wiki/Vojens
evwezel Am: 15.08.2022 11:12:43 Gelesen: 898376 # 2736
Liebe Sammelfreunde, ich habe diesmal eine schöne Herausforderung. Ich zeige hier eine Postkarte vom 4. Mai 1902, verschickt von Emmendingen (im Schwarzwald) nach Burgwaldniel (heutzutage Waldniel). Die Abmessungen der Seiten sind wie üblich für eine Postkarte. Das heißt, ich habe nicht den Eindruck, dass die Seiten abgeschnitten sind. Wenn ich aber versuche den Text auf der Rückseite zu lesen, macht der Satz keinen Sinn: --- Liebe Mama u. liebe Brϋder! gewesen(?), da Ihr inzwischen meinen Brief erhalten habt. Heute Nachmittag enfernten Waldkirch gemacht, das mitten(?) in einem Seitenthal des Schwarzwald(s) (…)unken u. sind dann 28 nach Freiburg zurückgefahren. Das Bergsteigen von(?) Eurer Franz Schlossberg (454m) Roßkopf (739m) Dreisamthal (zum Höllenthal) ---- Schlossberg – siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Schlossberg_(Freiburg_im_Breisgau) Roßkopf (Breisgau) – siehe https://en.wikipedia.org/wiki/Ro%C3%9Fkopf_(Breisgau) Dreisamtal – siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Dreisamtal Kann jemand mir sagen, ob ich hier etwas falsch gelesen habe? Viele Grüße, Emiel
dr31157 Am: 15.08.2022 11:24:38 Gelesen: 898371 # 2737
@ bayern klassisch [#2733] @ Gernesammler [#2734] Hallo zusammen, vielen Dank für Eure schnelle und präzise Auskunft. Ich habe da noch eine Frage, die hier leider nicht am richtigen Ort einsortiert ist. Ich kenne mich auf dem Gebiet des Auslandsverkehr nicht so gut aus. Vojens oder Woyens ist ein dänischer Ort im Grenzgebiet. Der Grenzverkehr zwischen Dänemark und dem Deutschen Reich erscheint mir etwas kompliziert. Beim Schiffsverkehr kenne ich es so, dass auf dem Schiff das Auslandsporto frankiert musste. Hier hat der dänische Kaufmann pert Bahnpost seinen Käse auf der Bahnstrecke von Vamdrup - Hamburg nach Kiel mit einer deutschen Inlandspostkarte nach Kiel bestellt. Gab es in dem Zug wahlweise ein "deutsches und ein dänisches Postamt"? Oder wie lief der Postweg ab? Sorry, für Kenner sicherlich eine dumme Frage, aber kann mir bitte jemand die Zusammenhänge erklären? Viele Grüße Detlef
DERMZ Am: 15.08.2022 11:36:10 Gelesen: 898364 # 2738
@ evwezel [#2736] Hallo Emiel, wissen tue ich es nicht, aber ich vermute, es handelt sich um eine Doppelkarte von der die linke Hälfte in Deinem Besitz ist, die rechte Hälfte ist irgendwo im Nirgendwo..., daher fehlt ein wenig der Zusammenhang, wenn er über beide Karten geschrieben hat. Bestärkt wird meine Vermutung durch die erhobene Nachgebühr - nach meinem Wissen, mussten Doppel-Karten mit Briefporto frankiert werden, ich mag mich aber auch irren. Beste Grüsse Olaf
evwezel Am: 15.08.2022 11:54:37 Gelesen: 898352 # 2739
@ DERMZ [#2738] Hallo Olaf, an einer Doppelkarte hätte ich gar nicht gedacht, aber da könntest Du bestimmt Recht haben. Vielleicht eine dumme Frage, aber wie hast Du so schnell gesehen dass es sich hier um eine erhobene Nachgebühr handelt? Meinst Du diese blaue Stiftmarkierung? Viele Grüße, Emiel
DERMZ Am: 15.08.2022 12:06:00 Gelesen: 898341 # 2740
@ evwezel [#2739] Hallo Emiel, ja ich meine die blaue Stiftmarkierung. Und ich habe eine Doppel-Karte aus Marburg, die ein ähnliches Schicksal erlitten hat, nur ist sie nie verschickt worden - also zumindest die Hälfte, die bei mir ist. Beste Grüsse Olaf
evwezel Am: 15.08.2022 12:25:08 Gelesen: 898336 # 2741
@ DERMZ [#2740] Hallo Olaf, vielen Dank für Deine sehr schnelle Rückmeldung! Wieder etwas gelernt. Stimmt es dass die Nachgebühr in diesem Fall "15" Pfennig war? Es ist übrigens eine hoffnungsvolle Gedanke dass irgendwo in Deutschland(?) jemand die zweite Hälfte von diesem Text hat. Mit herzlichem Gruß, Emiel
dr31157 Am: 15.08.2022 17:22:12 Gelesen: 898260 # 2742
Hallo zusammen, ich habe schon wieder ein Problem mit dem Lesen des rückseitigen Wohnortes. Wahrscheinlich wieder ein dänischer Ort in der Nähe von Flensburg, aber ich kann ihn nicht in den Listen finden. Ich lese Hausmark, Hansmark oder Stausmark, Stansmark? Kann mir bitte jemand weiterhelfen? Viele Grüße Detlef
epem7081 Am: 15.08.2022 18:45:39 Gelesen: 898217 # 2743
@ dr31157 [#2742] Hallo Detlef die Ortsangabe lautet "Stausmark". Auf diese Spur führt der Stempel der Postkarte. Die Karte wurde mit der Bahn zwischen Flensburg und Kappeln befördert. An dieser Strecke von 49,5 km Länge findet man beim km 32,3 den Haltepunkt Stausmark.[1] Mit freundlichen Grüßen Edwin [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Flensburger_Kreisbahn
dr31157 Am: 15.08.2022 19:09:23 Gelesen: 898205 # 2744
@ epem7081 [#2743] Hallo Edwin, vielen Dank für den Hinweis. Einfach Top. Viele Grüße Detlef
Quincy Am: 21.08.2022 17:20:58 Gelesen: 895653 # 2745
Ich habe hier eine Postkarte wohl von 1914 an Frau Luise Schmid in Bamberg mit einem handschriftlichen Text, den ich nur teilweise entziffern/vermuten kann: Meine liebe Luise, Paket am 1. ???tag erhalten, besten Dank. Brief von mir nicht erhalten haben bitte teile mir mit, ob mein ??? und mein ??? Brief folgt. Zum Gruß M??? Kann mir jemand helfen? Vielen Dank im Voraus und viele Grüße Hans-Jürgen
volkimal Am: 21.08.2022 18:09:37 Gelesen: 895638 # 2746
@ Quincy [#2745] Hallo Hans-Jürgen, zum Teil sehr schwer zu lesen. Ich habe folgendes entziffert: Meine liebe Luise Paket am 1. Sontag erhalten besten Dank Brief von mir wirst erhalten haben bitte teile mir mit ob keine(?) Ausicht und eine Magd(?) hast Brief folgt ??? Gruß ??? Mit Zeichensetzung und richtiger Rechtschreibung hat es der/die Absender/in nicht gehabt. Viele Grüße Volkmar
Quincy Am: 21.08.2022 18:49:33 Gelesen: 895624 # 2747
@ volkimal [#2746] Hallo Volkmar, vielen Dank für deine Hilfe. Sie hilft mir schon ein Stück weiter. Die Karte ist übrigens nicht die einzige Karte dieses Schreibers, und ich bin seinen - freundlich gesagt - 'Telegrammstil' inzwischen gewohnt. Man muss wissen, dass Deutsch nicht seine Muttersprache war. Er lebte als Sohn von deutsch/irischen Auswanderern in den USA und war während des 1. Weltkrieges einige Zeit in Deutschland. Warum genau, versuchen wir derzeit anhand seiner Korrespondenz herauszubekommen. Viele Grüße Hans-Jürgen
evwezel Am: 22.08.2022 10:17:50 Gelesen: 895298 # 2748
Liebe Sammelfreunde, Ich zeige hier eine Postkarte, geschrieben am 5. Oktober 1912. An einigen Stellen bin ich noch nicht ganz sicher. Kann jemand mir bitte weiterhelfen (das zweite Bild ist das Original) ? "L. Franz! Gestern hat alles glatt gegangen, so daß die Sache jetzt endgültig erledigt ist. Nun noch eins! Höre und staune! Ich werde bauen und zwar(?) in Ungerath, dem Park gegenüber. Alles ist schon in Ordnung. Ein Dusseldorfer Architekt der für Wefers bei(?) Köln baut, entwirft schon Pläne. Nun wäre es mir lieb, wenn du mit den Archi- tekt mal den Außenausstattung besprächst. Schreibe mir bitte ob du Samstag den 12er nachmittags hier sein könntest. Den Glückwunschen von Mutter etc. schicke ich auch an. Herzl. Gruß Wilhelm" Viele Grüße, Emiel
brunoh Am: 22.08.2022 10:59:48 Gelesen: 895237 # 2749
@ evwezel [#2748] Hallo Emiel, hier meine Version, Änderungen sind unterstrichen. "L. Franz! Gestern hat alles glatt gegangen, so daß die Sache jetzt endgültig erledigt ist. Nun noch eins! Höre und staune! Ich werde bauen und zwar in Ungerath, dem Park gegenüber. Alles ist schon in Ordnung. Ein D üsseldorfer Architekt der für Wefers bei in? Köln baut, entwirft schon Pläne. Nun wäre es mir lieb, wenn du mit de m Archi- tekt mal die Außenausstattung besprächst. Schreibe mir bitte ob du Samstag den 12e n nachmittags hier sein könntest. Den Glückw ünschen von? Mutter etc. schließe ich mich an. Herzl. Gruß Wilhelm" Viele Grüße Bruno
evwezel Am: 22.08.2022 11:25:05 Gelesen: 895222 # 2750
@ brunoh [#2749] Hallo Bruno, Das ist super, vielen Dank für deine Korrekturen! Natürlich, die Präposition "mit" erfordert den Dativus, also wird es "mit de m Architekt". Ein dumme Grammatikfehler (für mich ist das Unterschied zwischen "m" und "n" in einem Brief manchmal schwer zu sehen). Das Zeichen zwischen "Wefers" und "Köln" kommt sehr häufig vor. Es bedeutet tatsächlich "bei" oder "in (der Nähe von)", aber wie repräsentiert man dieses Zeichen in einer Transkription? Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 22.08.2022 16:54:57 Gelesen: 895106 # 2751
Liebe Sammelfreunde, Ich brauche heute noch einmal eure Hilfe. Die folgende Postkarte wurde geschrieben am 21. Juli 1911. Der Text lautet: "Lieber Franz! In Eile teile ich dir mit, daß ich nach langen Verhandlungen doch endlich den beiden Stücke zu 9000.00(?) verkauft habe u. zwar an die Elmpter. Das ist also 3,000.00(?) (…) (…). Hierzu müssen wir uns gratulieren. Wahrscheinlich mußt du am Samstag den 29.?. zur Akttätigung hier sein. Ich schreibe noch näheres. Herzl. Gruß Wilhelm" 1. Warum wird hier für "3,000.00" ein Komma benutzt als Tausendertrennzeichen? 2. Was ist eine "Akttätigung"? Mußte vielleicht etwas bei einem Notar festgelegt worden? 3. Könnte das zweite fehlende Wort “Morgen” sein [1] ? Viele Grüße, Emiel [1] https://de.m.wikipedia.org/wiki/Morgen_(Einheit)
volkimal Am: 22.08.2022 21:33:19 Gelesen: 895022 # 2752
@ evwezel [#2751] Hallo Emiel, wenn es sich um Grundstücke gehandelt hat, war das Flächenmaß "Morgen" früher ganz normal. Siehe [1]. Der Begriff Akttätigung war mir bisher auch nicht geläufig. Es muss sich aber um eine notarielle Eintragung handeln. Im Internet findest du ihn mehrfach aber nicht oft. Wieso Wilhelm das Komma in der 3,000 gesetzt hat, weiß ich auch nicht. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.m.wikipedia.org/wiki/Morgen_(Einheit)
evwezel Am: 22.08.2022 21:59:42 Gelesen: 895017 # 2753
@ volkimal [#2752] Hallo Volkmar, Vielen Dank für deine Hilfe! Viele Grüße, Emiel
skribent Am: 29.08.2022 19:31:46 Gelesen: 892615 # 2754
Guten Abend! Ganz dringend benötige ich Hilfe! In NRW habe ich in der Schule 2 Jahre lang die Sütterlin-Schrift in bescheidenen Anfängen gelernt, dann wurde 1955 dieses Fach vom Kultusministerium abgeschafft. Darum hat der Inhalt der Karte mir keine großen Probleme bereitet. Aber der Kartenbeschreiber hatte eine "fürchterliche Klaue", darum kann ich beim besten Bemühen auf der Rückseite die letzten 3 Worte nicht lesen. Wer kann mir helfen ? MfG >Franz<
volkimal Am: 29.08.2022 21:07:03 Gelesen: 892592 # 2755
@ skribent [#2754] Hallo Franz, das könnte es sein - dort steht wahrscheinlich "Hochachtungsvoll ??Name?? Gerichtsvolzieher" (mit einem l geschrieben). Vielleicht kannst du über den Beruf den Namen ermitteln. Viele Grüße Volkmar
skribent Am: 31.08.2022 09:07:48 Gelesen: 891858 # 2756
@ volkimal [#2755] Guten Morgen Volkmar, vielen Dank für Deine Bemühung und den Tipp "Gerichtsvollzieher". Unser Amtsgericht befindet sich "umme Ecke", da fahre ich gleich hin - oder besser am Nachmittag, wenn die 3 Gerichtsvollzieher ihren Schreibkram erledigen. MfG >Franz<
saeckingen Am: 06.09.2022 22:32:23 Gelesen: 888219 # 2757
Wer kann mir helfen die Inhaltsangabe auf diesem "Muster ohne Wert" von 1891 zu entziffern? Vielen Dank! Grüße Harald
bignell Am: 06.09.2022 23:03:21 Gelesen: 888197 # 2758
@ saeckingen [#2757] Hallo Harald, Enthält: 2 Zapfen??, 1 Knaster, 1 Spiralfaden Liebe Grüße, harald
chris63 Am: 06.09.2022 23:06:06 Gelesen: 888196 # 2759
Guten Abend meine Vermutung. Enthält: 2 Taschenuhren 1 ???? 1 Spiralfeder Grüße Christof
chris63 Am: 06.09.2022 23:23:35 Gelesen: 888192 # 2760
Guten Abend ziemlich sicher. Enthält: 2 Taschenuhren 1 Kneifer 1 Spiralfeder Grüße Christof
saeckingen Am: 07.09.2022 07:19:30 Gelesen: 887894 # 2761
Ich bedanke mich recht herzlich für die Hilfe! Nicht mal jetzt, wo ich den Inhalt kenne, kann ich Ihn lesen! Was man 1891 nicht so alles als "Muster ohne Wert" von Afrika nach Deutschland verschickt hat! Grüße Harald
Stewe Am: 22.10.2022 18:40:41 Gelesen: 862409 # 2762
Hallo zusammen, kann mir bitte jemand bei der Entzifferung dieses Texts helfen? Herzlichen Dank! Stewe
volkimal Am: 22.10.2022 19:45:14 Gelesen: 862364 # 2763
@ Stewe [#2762] Hallo Stewe, ich lese folgendes: Auf eines muß ich E.G. aufmerksam machen und nicht wen im Unglück heraus kommen, die Schuld auf mich fehlen sollte. Baumeister hat den Wind alle hereingefahren, und hat ihn in alten Keller(?) oben bei den Eingang der Wirthsschenkstube aufrichten lasen , Es ist kein Wunder wen auch nicht vorsätzlich ein brennendes Cigarre von sich wirft, ohne zu wißen wohin, und den ganzen Keller(?) in Feuer setzt: Gott wird es behüten. Maryen wird wohl eine Antwort wegen die Ziegelstein kaufen kommen. Mit Hochachtung entpfielt sich E.G. gehorsamster Diener ??? Viele Grüße Volkmar
Stewe Am: 23.10.2022 13:05:18 Gelesen: 861937 # 2764
Hallo Volkmar, herzlichen Dank! Kann es sein dass jemand Wied an der falschen Stelle aufgerichtet hat und er Angst hat, dass deswegen alles wegen einer weggeworfenen Cigarre abbrennt? Grüsse Stewe
volkimal Am: 05.11.2022 10:17:21 Gelesen: 852415 # 2765
Hallo zusammen, heute brauche ich einmal eure Hilfe. Hier eine Postkarte aus dem Ort Putziger-Heisternest nach Leipzig vom 4.3.1879: Die Postkarte geht an die Lederhandlung von D. Kölner in Leipzig, Brühl 64. Auf der Karte heißt es: Bezugnehmend auf eine Annonce im ??? ??? zeige hiermit ergebenst an, daß hier auf der Halbinsel Hela, in diesem Jahre zwar nicht so viele als sonst, Seehundfelle, 130 – 160 centimeter lang, zu haben sind, die bis dahin stets an Zwischen- händler verkauft worden. Offerten nimmt entgegen Gołębiewski Pfarrer Putziger Heisternest West / Preussen Wer kann mir sagen, wo die Annonce veröffentlicht wurde. Viele Grüße Volkmar Weiteres siehe https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=305347
Koban Am: 05.11.2022 11:10:44 Gelesen: 852396 # 2766
@ volkimal [#2765] Hallo Volkmar, die Annonce dürfte in der Zeitschrift Przyjaciel ludu (Der Volksfreund) erschienen sein. Gruß, Koban
volkimal Am: 05.11.2022 12:14:31 Gelesen: 852376 # 2767
@ Koban [#2766] Hallo Koban, vielen Dank! Da wäre ich nie drauf gekommen. Viele Grüße Volkmar
JoshSGD Am: 09.11.2022 09:33:17 Gelesen: 850316 # 2768
Hallo, ich bräuchte mal wieder Hilfe, ich komme hier nicht weiter. Hier erkenne ich nur die Kaiserstraße 4-6 ich tippe auf "Bretten" ? Danke im Voraus. Gruß Josh
volkimal Am: 09.11.2022 09:54:45 Gelesen: 850300 # 2769
@ JoshSGD [#2768] Hallo Josh, die Kaiserstr. ist in Dresden, Neustadt. Der andere Ort ist Stetten, Württb. Viele Grüße Volkmar
JoshSGD Am: 09.11.2022 10:02:50 Gelesen: 850296 # 2770
@ volkimal [#2769] Hallo Volkmar, vielen Dank! Viel3e Grüße Josh
Briefuhu Am: 13.11.2022 19:55:57 Gelesen: 847352 # 2771
Hab hier eine Ansichtskarte von Oberstdorf vom 09.01.1929 nach Berlin. Durch die Bleistiftnotiz vom Vorbesitzer habe ich versucht die Karte zu entziffern. Das Ergebnis könnte sein, daß der Reichskanzler Heinrich Brüning an den Hofredakteur Paul Zobel der im Preußischen Landtag saß Neujahrsgrüße übermittelt. Konnte leider nur Bruchstücke lesen, vor allem das was in den Anführungszeichen steht und die Straße kann ich nicht lesen. Schönen Gruß Sepp
volkimal Am: 13.11.2022 20:06:22 Gelesen: 847347 # 2772
@ Briefuhu [#2771] Hallo Sepp, ich sehe keine Anführungszeichen. Auf der Karte steht: Oberstdorf 5. Januar Lieber Zobel! Ihnen und Ihrer Gattin herzl. Dank für die frdl. Neujahrswünsche, die ich von ganzem Herzen erwiedere. Wir haben hier herrliches Wetter. Ihr H. Brüning Viele Grüße Volkmar
Briefuhu Am: 13.11.2022 20:15:56 Gelesen: 847342 # 2773
Hallo Volkmar, vielen Dank für Deine Hilfe. Die Anführungszeichen die ich meine sind in der Anschrift über Berlin. Vielleicht kann Du ja noch mal darüber schauen. Schönen Gruß Sepp
chris63 Am: 13.11.2022 21:20:11 Gelesen: 847330 # 2774
@ Briefuhu [#2773] Hallo Sepp, Zwischen den Anführungszeichen steht - der deutsche Strasse ist - Johannistisch Ob hier Brüning vom Zentrum und Zobel KPD freundschaftliche Grüße ausgetauscht haben ? grüsse Christof
Briefuhu Am: 13.11.2022 21:50:54 Gelesen: 847323 # 2775
@ chris63 [#2774] Hallo Christof, vielen Dank für Deine Hilfe. Jetzt sehe ich es auch. Schönen Gruß Sepp
ligneN Am: 13.11.2022 23:05:26 Gelesen: 847311 # 2776
@ dr31157 [#2737] Wojens (dänisch Vojens) westlich von Hadersleben (Haderslev) [1] gehörte bis 1920 zum Deutschen Reich. Mit instruktiver Landkarte von 1902. Auch wenn es hier um den Haderslebener Rundkurzs (Ostwest) geht, sieht man hier die N-S Verbindung mit Wojens. Vamdrup (nicht Varn..) wurde 1864 Grenzbahnhof nach Süden und blühte auf. 1920 war es damit vorbei, der Grenzbahnhof wurde nach Padborg verlegt. Auf der wiki-Landkarte sieht man Vamdrup ganz im Norden. [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Haderslev_Amts_Jernbaner
prefico74 Am: 16.11.2022 18:05:05 Gelesen: 846877 # 2777
Hallo, nun habe auch ich mal ein Problem mit einem Schriftzug, der in altdeutsch geschrieben wurde. Es muss ein Nachname sein. Toll, wenn es ein hier aktiver Spezialist übersetzen könnte. Beste Grüße
juni-1848 Am: 16.11.2022 18:54:51 Gelesen: 846864 # 2778
@ prefico74 [#2777] Hallo "Namenloser", bei den meist dahin gewehten Unterschriften hilft meist nur "gängiges" Schriftmaterial zum Vergleich - in diesem Falle Fotos des vollständigen Dokuments. Sammlergruß, Werner
Fledermaus Am: 19.11.2022 17:00:25 Gelesen: 846419 # 2779
Es wäre mir sehr hilfreich und würde mich sehr freuen, wenn jemand den Satz entziffern könnte, den Hugo ? an die Herrn Gebrüder Senf in Leipzig da 1891 schrieb. Danke vielmals schon im voraus. Gruß Fritz
DERMZ Am: 19.11.2022 17:34:50 Gelesen: 846408 # 2780
@ Fledermaus [#2779] Hallo Fritz, es steht geschrieben: Monrovia 22/9. 1891 Herren Gebrüder Senf Leipzig Heute sende eineen Eingeschrie- benen Brief an Ihre ... Firma ab. Hochachtend Hugo ... Ich hoffe, es hilft ein wenig. Beste Grüße Olaf
Fledermaus Am: 19.11.2022 17:59:11 Gelesen: 846401 # 2781
@ DERMZ [#2780] Besten Dank Olaf!
SH-Sammler Am: 20.11.2022 04:56:11 Gelesen: 846364 # 2782
@ Fledermaus [#2779] Hallo “Fritz” Ich lese nur HUG, ein üblicher Familienname. Warum soll ein Kunde der Firma Senf einen Brief mit seinem Vornamen Hugo unterschreiben? Gruss SH-Sammler Hanspeter
Fledermaus Am: 20.11.2022 11:10:16 Gelesen: 846323 # 2783
@ SH-Sammler [#2782] Hallo Hanspeter, wie ich es sehe heißt der Absender Hugo Grabo. Beste Grüße, Fritz
Flecker Am: 24.11.2022 21:36:21 Gelesen: 845122 # 2784
Hallo, wer kann den Vornamen lesen von der Frau? Vielen Dank schon mal im voraus. Rudolf
epem7081 Am: 24.11.2022 21:40:09 Gelesen: 845120 # 2785
@ Flecker [#2784] Hallo Rudolf, ich lese hier "Ida Bohn ohne Beruf". Mit freundlichen Grüßen Edwin
Flecker Am: 24.11.2022 21:41:57 Gelesen: 845117 # 2786
@ epem7081 [#2785] Hallo, vielen dank Edwin. Rudolf
evwezel Am: 06.12.2022 17:30:17 Gelesen: 838831 # 2787
Liebe Sammelfreunde, Diesmal habe ich eine richtige „Bleistiftherausforderung“. Ich hoffe, jemand kann mir weiterhelfen. Viele Grüße, Emiel ---- 8/II. 17 Lieber Franz! Noch einmal möchte ich Dir herzl. danken für Deine freundl. tatkräftige Teilnahme bei meiner Abreise nach hier. Wir liegen hier im Waldlager vor Freiwillig(…) ((…) Verdun) prächtigen Winterlandschaft. Es geht mir verhält(nis?)mäßig(?) noch gut, leider stark erkältet. Heute oder morgen rücken(?) wir aber wieder von hier & (…) (…) (…) zur (…) (…) (…) Ich hoffe & wünsche, daß es Dir recht gut geht & die Front(?) noch lange ferne bleibst(?): ich grüße Dich herzlich und sage: Auf Wiedersehen! Dein Vetter Paul
Koban Am: 06.12.2022 19:08:32 Gelesen: 838815 # 2788
8/II. 17 Lieber Franz! Noch einmal möchte ich Dir herzl. danken für Deine freundl. tatkräftige Teilnahme bei meiner Abreise nach hier. Wir liegen hier im Waldlager vor Gremilly (…) Verdun prächtigen Winterlandschaft. Es geht mir verhält(nis?)mäßig(?) noch gut, leider stark erkältet. Heute oder morgen rücken wir aber wieder von hier(…) wahrscheinlich zur Champagne. Ich hoffe & wünsche, daß es Dir recht gut geht & die Front(?) noch lange ferne bleibst(?): ich grüße Dich herzlich und sage: Auf Wiedersehen! Dein Vetter Paul Gruß, Koban
volkimal Am: 06.12.2022 19:55:16 Gelesen: 838801 # 2789
@ Koban [#2788] Hallo Emiel und Koban, ihr habt gute Vorarbeit geleistet! Ich lese: 8/II. 17 Lieber Franz! Noch einmal möchte ich Dir herzl. danken für Deine freundl. tatkräftige Teilnahme bei meiner Abreise nach hier. Wir liegen hier im Waldlager vor Gremilly (…) Verdun prächtigen Winterlandschaft. Es geht mir verhältnismäßig noch gut, leider stark erkältet. Heute oder morgen rücken wir aber wieder von hier ab wahr- scheinlich zur Champagne. Ich hoffe & wünsche, daß es Dir recht gut geht & der Front noch lange ferne bleibst. Ich grüße Dich herzlich und sage: Auf Wiedersehen! Dein Vetter Paul Das fehlende Wort zwischen Gremilly und Verdun ist nicht zu erkennen. Vielleicht geht es um die Lage. Gremilly liegt ca. 18 km nordlich von Verdun. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 06.12.2022 20:22:57 Gelesen: 838791 # 2790
@ volkimal [#2789] @ Koban [#2788] Hallo Koban und Volkmar, es ist wirklich super, was man mit vereinten Kräften erreichen kann. Ich bin übrigens ziemlich sicher, das fehlende Wort ist einfach “vor”, also “vor Gremilly (vor Verdun) (...)”. Es fehlt nur noch ein Wort hinter “Verdun)” , aber das ist wirklich nicht zu erkennen. Vielen Dank für eure Hilfe! Emiel
guy69 Am: 07.12.2022 12:00:45 Gelesen: 838734 # 2791
In Gremilly (vor Verdun).
evwezel Am: 07.12.2022 20:46:29 Gelesen: 838701 # 2792
@ guy69 [#2791] Hallo Harald, herzlichen Dank für deine Korrektur! Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 07.12.2022 21:03:14 Gelesen: 838696 # 2793
Liebe Sammelfreunde, Ich zeige hier eine Feldpostkarte, die sehr gut lesbar ist. An einer Stelle bin ich aber nicht sicher. Ist das fettgedruckte Wort “Campag.”, “Compag.”, oder...? Viele Grüße, Emiel —— M. Gladbach, den 11. März 1917. Lieber Franz! Deine Photographie habe ich er- halten, vielen Dank, sie ist sehr gut und macht mir Freude. Noch mehr deine Carriere, das nen- ne ich Glück. Immerhin sind es keine verlore- nen Wochen gewesen, dienen sie doch zur Bereicherung deiner militärischen Kentnisse u. bergen sicher manch lustige Erinnerung für später. Könnte ich Paul nur helfen, er tut ja nichts für sich. Dein Brief wird ihn freuen, er war mir aus der Seele gesprochen und habe ihn gleich abgeschickt. Er war bis zum 3.3 in der Compag. jetzt vor Verdun Fußartl. Batl. 76. 2. Munit. Kolonne Feldpoststation 253. Herzl. Gr. auf Wiedersehen d.l. Magdalena Fußartl. Batl.= Fußartillerie-Bataillon Munit. Kolonne = Munitions-Kolonne d.l. = dichliebende .
volkimal Am: 07.12.2022 21:12:48 Gelesen: 838689 # 2794
@ evwezel [#2793] Hallo Emiel, wenn ich die Buchstaben vergleiche, lese ich eher "Campagn." Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 07.12.2022 21:22:46 Gelesen: 838686 # 2795
@ volkimal [#2794] Hallo Volkmar, Ich glaube, du hast Recht. War es damals üblich, um “Campagne” statt “Kampagne” (= Feldzug) zu schreiben? Viele Grüße, Emiel
Altmerker Am: 07.12.2022 21:45:53 Gelesen: 838682 # 2796
@ evwezel [#2795] Ich sehe da eher ein O und die die Bezeichnung Compagnie für eine militärische Einheit. Gruß Uwe
evwezel Am: 07.12.2022 23:04:08 Gelesen: 838674 # 2797
@ Altmerker [#2796] Hallo Uwe, Vielen Dank für deine Bemerkung. Das war auch mein erster Gedanke, aber ich bin völlig mit Volkmar einverstanden, dass der Buchstabe “o” hier eigentlich nicht im Schriftbild passt. Vergleicht es mal mit den Buchstaben “o” in “Photographie” oder “Kolonne”. Viele Grüße, Emiel
dr31157 Am: 09.12.2022 17:07:05 Gelesen: 838605 # 2798
Hallo zusammen, ich zeige hier eine Postkarte nach Nürnberg. Leider kann ich den Straßennamen nicht lesen, bzw. finden. Und in welchem Stadtteil befand sich diese Straße ? Kann mir bitte jemand weiterhelfen? Gruß Detlef
guy69 Am: 09.12.2022 17:24:15 Gelesen: 838597 # 2799
Vielleicht Schoppershofstr. 50.
dr31157 Am: 09.12.2022 17:37:38 Gelesen: 838589 # 2800
@ guy69 [#2799] Vielen Dank! Stimmt.
dr31157 Am: 14.12.2022 17:23:28 Gelesen: 837223 # 2801
Hallo zusammen, kann mir bitte jemand weiterhelfen und die Adresse unter Leipzig lesen? Gruß Detlef
bayern klassisch Am: 14.12.2022 17:27:14 Gelesen: 837219 # 2802
@ dr31157 [#2801] Ich lese Brückle 23. Liebe Grüsse von bayern klassisch
inflamicha Am: 14.12.2022 18:15:18 Gelesen: 837202 # 2803
@ dr31157 [#2801] Es ist Brühl 23. @ bayern klassisch [#2802] Brückle wäre es wohl eher in Hessen. ;-) Gruß Michael
bayern klassisch Am: 14.12.2022 18:39:37 Gelesen: 837193 # 2804
@ inflamicha [#2803] Sorry, da muss ich noch üben.
dr31157 Am: 14.12.2022 18:57:56 Gelesen: 837184 # 2805
@ inflamicha [#2803] @ bayern klassisch [#2802] Hallo Michael und auch bayern klassisch, vielen Dank für die schnelle Hilfe. Gruß Detlef
Paris Am: 16.12.2022 22:06:22 Gelesen: 836975 # 2806
Hallo, kann mir jemand bei der Entzifferung weiterhelfen? Bisher lese ich: “I see your letter from […]“. Ich vermute, dass es sich um einen Ort in den USA handeln könnte. (Übrigens stammt der Inhalt aus einem Faltbrief, welcher sich auf 1838 datieren lässt.) Gruß Paris
bayern klassisch Am: 16.12.2022 22:25:12 Gelesen: 836970 # 2807
@ Morpheus [#2806] ... I received your letter from ... den Ort (oder die Zeit) kann ich leider nicht lesen. Liebe Grüsse von bayern klassisch
volkimal Am: 17.12.2022 10:55:40 Gelesen: 836932 # 2808
@ Morpheus [#2806] Hallo Paris, den Ortsnamen kann ich so auch nicht lesen. Falls im Brief ein Text vorhanden ist, wäre es durch Vergleich der Buchstaben evtl. möglich, den Ortsnamen zu erkennen. Viele Grüße Volkmar
Paris Am: 18.12.2022 11:45:59 Gelesen: 836882 # 2809
@ bayern klassisch @ volkimal Danke für eure Antworten. Anbei ein Scan des Briefinhalts. Bisher kam ich soweit: "Washington June 8th 1838 Dear Martha I received your Letter from […] which gave me considerable alarm on account of David; from what you write I was almost indund to go home, but I should never see him again; but I was glad to find your fear were unfounded and that he is now in good health going to school as usual – My health has been restored so as to enable me to atten to my public duties. I had a and very serious indisposition, being confound to my room for about three months; I am perfectly tired of this place and with my time was expired, I would then bid formal to Political life, which to me is not at all agreeable – I know not when we will adjoin, but offset it about the 4th of July – I enclose you five Dollar to by a frack for the Babe - I have had Letter from Andrew, they appears satisfied with their new home - My respects to M. Ragan - your dear J.Buchanan" Viele Grüße Paris
evwezel Am: 18.12.2022 19:52:47 Gelesen: 836848 # 2810
@ Morpheus [#2809] Hallo Paris, an einigen Stellen lese ich etwas anderes: I received your Letter from […] which gave me considerable alarm on account of David; from what you wrote I was almost induced to go home, but I should never see him again; but I was glad to find your fears were unfounded and that he is now in good health going to school as usual – My health has been restored so as to enable me to attend to my public duties. I had a long and very serious indispo- sition, being confined to my room for about three months; I am perfectly tired of this place and wish my time was expired, I would then bid farewel to Political life, which to me is not at all agreeable – I know not when we will adjourn, but expect it about the 4th of July – I enclose you five Dollar to buy a frock for the Babe - I have had letters from Andrew, they appear satisfied with their new home - My respects to M. Ragan - your dear J.Buchanan" Viele Grüße, Emiel
Paris Am: 18.12.2022 21:52:04 Gelesen: 836825 # 2811
@ evwezel [#2810] Hallo Emiel, vielen Dank für die Verbesserungen (sind alle einleuchtend). Viele Grüße Paris
guy69 Am: 18.12.2022 23:50:00 Gelesen: 836808 # 2812
Könnte der Ort WAYNESBURGH sein? https://de.m.wikipedia.org/wiki/Waynesburg_(Pennsylvania)
Koban Am: 19.12.2022 02:30:52 Gelesen: 836797 # 2813
@ Morpheus [#2809] @ alle Es mag sich um Zufälle handeln, der Name Buchanan ist ja nicht gerade selten, dennoch möchte ich Euch einen Hinweis auf den möglichen Verfasser nicht vorenthalten. Stutzig machten mich die Formulierungen von "öffentlichen Aufgaben" to enable me to attend to my public duties und "Abschied vom politischen Leben" I am perfectly tired of this place and wish my time was expired, I would then bid farewel to Political life. Ein Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (der 15.) hiess James Buchanan. Seine Amtszeit war von 1857 bis 1861. Er stammte aus Pennsylvania und hielt sich, laut Wikipedia, im Jahr 1838 als Senator in Washington auf. Signaturen des Präsidenten, die ich auf die Schnelle gefunden habe, stammen zumeist aus seiner Amtszeit. Vom B einmal abgesehen, ist doch eine gewisse Ähnlichkeit vorhanden. Der rückwärts, nach unten gerichtete Kringel, am Ende des Nachnamens des Briefverfassers, findet sich identisch bei den späteren Unterschriften des Präsidenten. Gruß, Koban
volkimal Am: 19.12.2022 10:05:47 Gelesen: 836758 # 2814
@ guy69 [#2812] Hallo zusammen, gestern hatte ich keine Zeit und so war guy69 schneller. sehr gut! Waynesburgh (mit h am Ende) passt beim Schriftvergleich ausgezeichnet. Heute wird der Ort zwar ohne "h" geschrieben, aber das hat nichts zu bedeuten. Viele Grüße Volkmar
Paris Am: 21.12.2022 10:14:46 Gelesen: 836688 # 2815
@ guy69 [#2812] @ volkimal [#2814] Waynesburg passt hervorragend, auch inhaltlich, denn nach meinem aktuellen Kenntnisstand wohnte die Familie Ragan in der Gegend. Vielen Dank für die Hilfe beim Entziffern. @ Koban [#2813] Den selben Verdacht hatte ich auch, doch handelt es sich bei dem Verfasser nicht um den Präsidenten Buchanan, sondern vielmehr um dessen Cousin: James Madison Buchanan, welcher ebenfalls Politiker war. Besonders interessant ist, dass jener auch Postmeister war. Deswegen gleicht sich auch dessen Handschrift / Unterschrift im Brief mit der bekannten Unterschrift auf Postmeistermarken von Baltimore. Gruß Paris
guy69 Am: 21.12.2022 15:13:25 Gelesen: 836651 # 2816
Das könnte Martha Buchanan Ragan gewesen sein [1]. Würde von der Zeit her passen. [1] https://de.findagrave.com/memorial/7480998/martha-ragan
Max78 Am: 29.12.2022 19:20:38 Gelesen: 830212 # 2817
@ Morpheus [#2809] Moin Morpheus, also ich lese bei der Unterschrift ein klares "A", nicht "J": siehe [1] Dann würde Waynesburgh gut passen. Der angesprochene "Andrew" ggf. Andrew Jackson oder Andrew Stewart? mit Grüßen, Max [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Andrew_Buchanan_(Politiker)
bayern klassisch Am: 29.12.2022 19:42:20 Gelesen: 830203 # 2818
@ Max78 [#2817] Ich lese Andrew Benz und unten A. Buchanan. Liebe Grüsse von bayern klassisch
Max78 Am: 29.12.2022 19:46:07 Gelesen: 830202 # 2819
@ bayern klassisch [#2818] Moin Ralf, ist ja ein "," hinter "Andrew" und über den Satzbau dürfte "they" schon passen, lg Max
Stephan Sanetra Am: 02.01.2023 13:55:00 Gelesen: 829157 # 2820
Nach einigen Aufenthalten in Krankenhäusern erhole ich mich gerne beim Anschauen meiner Briefmarken- und Heimatsammlungen. Dabei fiel mir ein Beleg von Bremen nach Paris auf: Handelt es sich bei dem Adressaten um das bekannte Bankhaus? Leider kann ich den Text nicht entziffern - kann jemand helfen? Beste Grüße Stephan Sanetra
opti53 Am: 02.01.2023 17:42:09 Gelesen: 829133 # 2821
Hallo Stephan, ich lese hier: Herren Gebr. Röthschild, Paris (ist eigentlich far kerine Currentschrift, außer dem Wort Herren). Viele Grüße Thomas
Stephan Sanetra Am: 02.01.2023 18:51:50 Gelesen: 829120 # 2822
@ opti53 [#2821] Vielen Dank Thomas - gibt`s noch eine Idee zur Rückseite, die ich rechts daneben abgebildte habe? Beste Grüße Stephan Sanetra
bayern klassisch Am: 02.01.2023 19:06:38 Gelesen: 829116 # 2823
@ Stephan Sanetra [#2822] Lesen kann ich den Inhalt leider auch nicht, aber die Besonderheit liegt in der Tatsache begründet, dass man in Paris einen Poste - Restante - Stempel hinten abschlug, weil sich das Bankhaus Rothschild, ja, das bekannte, seine Post aus Sicherheitsgründen nicht zustellen lassen wollte, sondern durch sichere, eigene Boten auf der Post abholte. Liebe Grüsse, Ralph
Stephan Sanetra Am: 03.01.2023 10:40:22 Gelesen: 829069 # 2824
@ bayern klassisch [#2823] Vielen Dank für die Info. Beste Grüße Stephan Sanetra
volkimal Am: 03.01.2023 12:32:24 Gelesen: 829038 # 2825
@ Stephan Sanetra [#2824] Hallo Stephan, ich kann zwar nicht alles lesen, aber so einiges. Hier meine erste Version: Herren Gebr. von Rothschild. Paris Bremen 2 Aug. 1880 Ihrem geehrten vom gestrigen entnehmen wir eine ??? von M 564.40 15. Sept G. Maass die wir Ihnen ??? zurückgeben Die acceptiertet(?) Prima ???halten wir zur Verfügung aus Ersterem. ??? ??? bitten wir uns M 30. zu er??? und zeichnen Hochachtungsvoll St. Lürmann??? Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 03.01.2023 13:39:23 Gelesen: 829019 # 2826
Liebe Sammelfreunde, diesmal zeige ich Euch einen englischen Faltbrief, geschrieben am 22. Juli 1846. Der Brief ist ziemlich einfach zu lesen, aber trotzdem fehlen mir zwei Wörter. Hat jemand eine Idee? Viele Grüße, Emiel ------ Richard Watt Squire [1] Bishop Burton Beverley 28 Hanover Street Liverpool, July 22, 1846 My dear Sir; I beg to acknowledge the receipt yesterday of a letter from W Sample. The (…) for stores(?) generally come home early. But whether or not I beg to say that none shall be sent or shipped without your special direction, nor any step taken that may thwart your views as to the future management of Georges Plain[2]. In a letter I have just had from Mr. Hislop dated June 20 he says “I am glad to say that we have “had some showers of rain at “Georges Plain and the change in the “cane fields after so long a drought “has been like magic.” I am in hopes therefore, that the (…) crop will not fall off, but be equal to this year, which is a very good one. Yours, dear Sir, Very truly, (…) Rawson [1] Ich vermute, es handelt sich hier um Richard Watt III (1786 – 1855), ein Plantagenbesitzer (siehe https://www.ucl.ac.uk/lbs/person/view/13160 ). Er wohnte sein ganzes Leben auf seinem Landsitz High Hall in Bishop Burton (Yorkshire, England). Siehe https://yorkshiregardenstrust.org.uk/research/sites/bishop-burton-high-hall-parkland. Er hatte sowohl den Landsitz als auch die Zuckerrohrplantage von seinem Onkel, Richard Watt I, geerbt. 1952 wurde das Landhaus (High Hall) in Bishop Burton abgerissen. [2] George’s Plain auf Jamaika. Siehe https://www.ucl.ac.uk/lbs/estate/view/1670 und https://www.ucl.ac.uk/lbs/person/view/2146635641
evwezel Am: 03.01.2023 13:51:59 Gelesen: 829013 # 2827
@ volkimal [#2825] Hallo Volkmar, Könnte es "die wir Ihnen einl.(einliegend) zurückgeben" sein? Zunächst lese ich "Die accepti[e]rte Prima herhalten wir zur" Viele Grüße, Emiel
chris63 Am: 03.01.2023 15:17:16 Gelesen: 828975 # 2828
@ Stephan Sanetra [#2820] @ volkimal [#2825] Im Rothschild Brief heißt es oben Secunda und unten Prima. Nota muß man sich dazudenken. Geht um die Reihenfolge von Buchungen. Letzter Satz: zu creditieren und zeichnen Was Herr Lürmann genau wollte, erschließt mir aber noch nicht? Frohes Neues Allen, Christof
Stephan Sanetra Am: 03.01.2023 19:09:20 Gelesen: 828930 # 2829
@ volkimal [#2825] @ chris63 [#2828] Da bin ich doch schon mal ein bisschen schlauer. Vielen Dank dafür! Beste Grüße Stephan Sanetra
volkimal Am: 04.01.2023 14:41:23 Gelesen: 828860 # 2830
@ evwezel [#2826] Hallo Emiel, schön, dass du das "einl." erkannt hast. Für das erste Wort in deinem Brief habe ich keine Idee. Unten geht es wahrscheinlich um "the next crop". Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 04.01.2023 16:05:43 Gelesen: 828843 # 2831
@ volkimal [#2830] Hallo Volkmar, Super, Du hast Recht! “next” paßt sehr gut im Schriftbild. Und plötzlich hat es bei mir auch Klick gemacht. Das erste Wort (oder eigentlich zwei Wörter) muss “tests from” sein. Der komplette Satz wird jetzt “The tests from stores generally come home early. “ Ich vermute, Herr Rawson hatte ein bisschen zu viel getrunken wenn er den Brief schrieb... Vielen Dank für deine Hilfe! Emiel
dikoe Am: 14.01.2023 12:48:01 Gelesen: 819522 # 2832
Brief vom 14.Dezember 1752, in Beindersheim geschrieben (siehe Inhalt) und abgesandt an den reformierten Pfarrer in Heßheim. Wohl auf dienstlichem Wege durch einen Boten der Kirche nach Heßheim an den dortigen Pfarrer überbracht. Postalische Vermerke können somit nicht vorhanden sein. Der Vermerk vom gleichen Tag auf der Vorderseite links unten müsste meines Erachtens ein Aushändigungsvermerk sein. Ist diese Annahme richtig? Wie lautet der (wohl lateinische) Vermerk "Exbit (?)" genau und was bedeutet er? Wenn jemand den Brieftext ohne größere Anstrengung lesen kann, wäre ich um nähere Erläuterung dankbar. Schöne Grüße - insbesondere an Ralph
Journalist Am: 24.01.2023 10:26:40 Gelesen: 818738 # 2833
Hallo an alle Schriftexperten, mich interessiert hier der Inhalt des gezeigten Telegramms, den ich nur teilweise entziffern kann, wer kann: Es handelt sich hier, wenn ich das richtig verstehe, um ein Telegramm aus Petersburg (Russland) nach Berlin an die Gebrüder Meyer Berlin in dem scheinbar ein Bestellung von 5300 Pfund (Livres) ..... in 2 Sendungen ... erfolgen sollte Wer kann hier den Inhalt besser entschlüsseln, als ich - schon jetzt danke für entsprechende Antworten - viele Grüße Jürgen
chris63 Am: 24.01.2023 10:51:00 Gelesen: 818734 # 2834
@ Journalist [#2833] Schicket mir 5300 Livres Sterling türkische Anleihe in 2 Sendungen Deckung bringt persönlich mein ? grüsse Christof
Heinrich3 Am: 24.01.2023 11:10:44 Gelesen: 818723 # 2835
@ Journalist [#2833] Schicket mir 5300 Livres Sterling türkische Anleihe in 2 Sendungen Deckung bringt persönlich mein Commis Commis = Bürodiener, Laufbote usw.
volkimal Am: 24.01.2023 11:11:37 Gelesen: 818722 # 2836
@ chris63 [#2834] Hallo Jürgen und Christof, in der dritten Zeile passt das Wort Quittung nach meiner Meinung nicht. Der zweite Buchstabe ist eindeutig ein "e". Ich denke, dass dort ein Name steht. Der erste Buchstabe ist mir aber nicht klar. Beim fehlenden Wort in der vierten Zeile kann ich den zweiten Buchstaben nicht lesen. Aufgrund des Bogens darüber könnte es ein "u" sein. Insgesamt lese ich: Gebrüder Meyer Berlin. Schicket mir 5300 Livres Sterling türkische Anleihe in 2 Sendungen ?ertung bringt persönlich mein lu(?)mmy Mit lummy kann ich allerdings auch nichts anfangen. Viele Grüße Volkmar
Gauss Am: 24.01.2023 11:22:07 Gelesen: 818716 # 2837
@ volkimal [#2836] Der lummy ist ein Commis. Sehe gerade, dass Heinrich3 [#2835] das schon geschrieben hat.
Journalist Am: 24.01.2023 16:52:25 Gelesen: 818681 # 2838
@ Journalist [#2833] @ chris63 [#2834] @ Heinrich3 [#2835] @ volkimal [#2836] @ Gauss [#2837] Hallo Christof, Heinrich3, Volkmar und Gauss danke für eure Hilfe beim Deuten bzw. Lesen des Inhalts des Telegramms Wenn ich eure Aussagen richtig zusammen setze, müsste der Text demnach lauten: Gebrüder Meyer Berlin Schickt mir 5300 Pfund Sterling türkische Anleihe in 2 Sendungen Deckung bringt persönlich mein Commis (Bürodiener bzw. Laufbote ec) (dabei habe ich Livres mit Pfund übersetzt bzw. gedeutet - soll zwar eine Gewichtsangabe sein, würde hier aber sinngemäß passen als Ersatz für eine Währungsangabe (5300 Pfund Sterling ?) Es handelt sich hier also inhaltlich um ein Geldgeschäft oder ? War denn damals das Pfund Sterling eine Währung oder interpretiere ich das falsch ? Soweit eine ergänzende Nachfrage - schon jetzt danke für entsprechende Teilantworten oder Antworten. Viele Grüße Jürgen
Gauss Am: 24.01.2023 17:26:14 Gelesen: 818669 # 2839
@ Journalist [#2838] https://de.wikipedia.org/wiki/Pfund_Sterling
Briefuhu Am: 28.01.2023 10:10:52 Gelesen: 817940 # 2840
Habe hier einen Brief der Staatsanwaltschaft Bayreuth nach Kronach. Seit Tagen versuche ich zusammen mit meiner Frau die genaue Anschrift zu entziffern. Der Brief ging an einen Herrn Gefängnisverwalter .... dann wissen wir nicht mehr weiter. Es könnte etwas mit Aushilfs... ...gefängnis o.ä sein. Schönen Gruß Sepp
inflamicha Am: 28.01.2023 10:15:02 Gelesen: 817939 # 2841
@ Briefuhu [#2840] Hallo Sepp, ich lese an "Herrn Gefängnisverwalter des landger.(ichtlichen) Aushilfsgefängnisses Kronach". Gruß Michael
Briefuhu Am: 28.01.2023 10:48:38 Gelesen: 817927 # 2842
@ inflamicha [#2841] Hallo Michael, vielen Dank für Deine Hilfe. So was ähnliches haben wir auch gelesen, konnten aber mit dem Begriff "Aushilfsgefängnisses" nichts anfangen. Nochmals schönen Dank und viele Grüße Sepp
Briefuhu Am: 29.01.2023 14:18:40 Gelesen: 817858 # 2843
Und schon wieder bitte ich um Hilfe. Habe hier einen Brief aus der Kreuzerzeit in Bayern von Passau nach Neuötting am Inn. Leider kann ich den Empfänger nicht lesen. Es könnte sich um eine Firma Gebr. (Gebrüder) o.ä. handeln. Schönen Gruß Sepp
Gauss Am: 29.01.2023 16:19:12 Gelesen: 817837 # 2844
@ Briefuhu [#2843] Herren Gebr. Wisflecker & Bittl, Neuötting
Briefuhu Am: 29.01.2023 16:22:55 Gelesen: 817836 # 2845
@ Gauss [#2844] Das ging ja wieder superschnell. Vielen Dank. Schönen Gruß Sepp
Briefuhu Am: 15.02.2023 12:23:54 Gelesen: 812935 # 2846
Und schon wieder bitte ich um Hilfe. Vorderseite eines (Geld)Briefes vom 13.04.1877 von Dresden nach Freiberg mit Aufdruck Inliegend Mark.. hier 220. Frankiert mit Michel Nr. 33 und 34 gesamt 30 Pfennige. Leider kann ich die Anschrift in Kurrentschrift nicht lesen. Evtl. Direktorium ... und Kreis ... Vielleicht kann auch jemand was zur Frankatur und dem Vermerk mit Rotstift "30" schreiben. Schönen Gruß Sepp
bayern klassisch Am: 15.02.2023 12:35:48 Gelesen: 812930 # 2847
@ Briefuhu [#2846] Hallo Sepp, An das Directorium des landwirthschaftlichen Kreisvereins Dresden zu Händen des Herrn Kreissecretair Münzner in Freiberg. Liebe Grüsse, Ralph
Briefuhu Am: 15.02.2023 13:21:43 Gelesen: 812923 # 2848
@ bayern klassisch [#2847] Hallo Ralph, vielen Dank für Deine Hilfe. Schönen Gruß Sepp
bernhard01 Am: 06.03.2023 16:11:27 Gelesen: 809032 # 2849
Hallo an die Spezialisten, habe hier ein vermutliches Empfehlungsschreiben für einen Bildhauer, das ich jedoch kaum lesen kann. Es ist zwar m.E. recht ordentlich geschrieben, aber ich kann es trotzdem nicht einwandfrei lesen. Kann mir jemand helfen? Gruß bernhard01
DERMZ Am: 06.03.2023 16:34:07 Gelesen: 809025 # 2850
@ bernhard01 [#2849] Hallo Bernhard, ich lese folgendes: Euer Wohlgeboren! Die gefertigte Sodalität (Bruderschaft oder Kongretion) fühlte sich in besonderer Weise verpflichtet, Ihnen den besten Dank dafür auszusprechen, daß Sie es sich unter so vielen Mühen und Schwierigkeiten in so treffender und wohlgelungener Weise haben ange.... sein lassen eine Buste unseres allerersten Hr. Hof. P. Abel anzufertigen und der Kongregation zu ü- bergeben. Es ist uns ein besonders freudiges Be...- sein eine so wohlgelungene Büste Wiener (?) Mäner- apostels zu besitzern und die ... mit Freude und Stolz unsern Mitgliedern und Gäasten zeigen könnnen welch herrlich Geschick und Kunst und Liebe eines begnadeten Künstlers unter so schwierigen Umständen & Verhätnissen und .... Jedermann dem wir die büste zeigten aüßerte vollbefriedigt Anerkennung und den dir erwähnten unter ... Unständen und nacdh .... Vorlagen dieses Kunstwerk geschaffen, gab man unter... Erstaunen über diese gute Lebensähnlichkeit Ausdruck, - im ..., daß wir uns dieses Schatzes herzlich freuen könnnen. ./. Wir erlauben uns dennoch, Ihnen für diese prächtige Schaffung unseren herzlichsten Dank, inbesondere auch für die engegenkommende Überlassung zum Aus- druck zu bringen. Ge...., Euer Wohlgeboren den Ausdrruck unserer besonderen Hochachtung für den Auch wenn noch ein paar Lücken übrig sind, so ist es doch ein kleiner Anfang Beste Grüße Olaf
volkimal Am: 06.03.2023 16:56:17 Gelesen: 809021 # 2851
@ DERMZ [#2850] Hallo Olaf, da warst Du aber sehr schnell! Gut, dass ich durch ein Telefonat aufgehalten worden bin. Ich habe ein paar Kleinigkeiten korrigiert bzw. ergänzt. Euer Wohlgeboren! Die gefertigte Sodalität (Bruderschaft oder Kongretion) fühlt sich in besonderer Weise verpflichtet, Ihnen den besten Dank dafür auszusprechen, daß Sie es sich unter so vielen Mühen und Schwierigkeiten in so treffender und wohlgelungener Weise haben angelegen sein lassen eine Büste unseres allerersten Hr. Hof. P. (verm. Prediger) Abel [1] anzufertigen und der Kongregation zu ü- bergeben. Es ist uns ein besonders freudiges Bewußt- sein eine so wohlgelungene Büste des Wiener Männer- apostels zu besitzen und wir werden mit Freude und Stolz, unsern Mitgliedern und Gästen zeigen können welch herrlich Geschenk uns Kunst und Liebe eines begnadeten Künstlers unter so schwierigen Umständen & Verhätnissen uns schuf. Jedermann dem wir die Büste zeigten aüßerste vollbefriedigte Anerkennung und wen wir erwähnten unter welchen Umständen und nach welchen Vorlagen dieses Kunstwerk geschaffen, gab man unverhohlenem Erstaunen über diese gute Lebensähnlichkeit Ausdruck, - ein Beweis, daß wir uns dieses Schatzes herzlich freuen könnnen. Wir erlauben uns demnach, Ihnen für diese prächtige Schaffung unseren herzlichsten Dank, inbesonders auch für die entgegenkommende Überlassung zum Aus- druck zu bringen. Genehmigen, Euer Wohlgeboren den Ausdruck unserer besonderen Hochachtung für den Es geht um eine Büste von Heinrich Josef Maria Abel [1] Viele Grüße Volkmar [1] https://oecv.at/Biolex/Detail/10909086 oder https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Heinrich_Abel
bernhard01 Am: 06.03.2023 17:10:44 Gelesen: 809014 # 2852
Hallo Volkmar, hallo Olaf, habt beide herzlichen Dank für diese unwahrscheinlich schnelle Übersetzung, auch für die beiden weiter führenden Links. Beides hat mir sehr geholfen, denn nun kann ich auch den Bildhauer besser einordnen! Habe einige Karten und Briefe an ihn, konnte aber bisher kein Werk von ihm finden. Viele Grüße Bernhard
evwezel Am: 14.03.2023 22:36:36 Gelesen: 808387 # 2853
Liebe Sammelfreunde, Ich zeige euch eine Feldpostkarte vom ersten Weltkrieg. Meine Frage ist: was hat der Briefschreiber gemeint mit "Die lateinische Arbeit habe ich ggd.+,"? Viele Grüße, Emiel ---- Euskirchen 2.II.17. Lieber Herr Oberlehrer! Hoffentlich trifft Sie diese Karte beim besten Wohlbefinden an, und fällt Ihnen das Militärleben nicht allzu schwer. In der Schule geht es mir noch gut. Morgen haben wir infolge Kohlenmangels schulfrei. Die lateinische Arbeit habe ich ggd.+, die französische und mathematische gut ge- macht. Hier ist es tüchtig kalt. Mein Vater ist glücklicherweise noch hier in der Kaserne. In der Hoffnung, daß es Ihnen noch weiter gut geht, und Sie wieder gesund zu uns zurückkehren, sendet Ihnen die besten Grüße, Ihr dankba- rer Schüler M. Quaedvlieg ---
bovi11 Am: 14.03.2023 22:44:53 Gelesen: 808378 # 2854
@ evwezel [#2853] "Die lateinische Arbeit habe ich ggd.+" heißt: "Die lateinische Arbeit habe ich genügend +" Genügend war eine Schulnote, die dem heutigen befriedigend entspricht.
evwezel Am: 14.03.2023 22:48:39 Gelesen: 808374 # 2855
@ bovi11 [#2854] Super, vielen Dank für die sehr schnelle Hilfe! Wieder etwas gelernt.
bovi11 Am: 14.03.2023 22:50:53 Gelesen: 808372 # 2856
@ evwezel [#2855] Historische Notensysteme Das erste in Deutschland nachweisbare Zensursystem wurde in der sächsischen Schulordnung von 1530 definiert. Die Schüler sollten sich zweimal im Jahr in Gegenwart von Pfarrer und Bürgermeister einer Prüfung unterziehen. Gute Leistungen wurden mit Semmeln oder ähnlichem belohnt.[1] Um 1850 waren in preußischen Schulen drei Notenstufen üblich, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf vier Prädikate (1. sehr gut; 2. gut; 3. genügend; 4. ungenügend), später auf fünf erweitert wurden. Auch in der DDR war ein fünfstufiges System üblich. Das heute in Deutschland übliche sechsstufige Zensursystem wurde 1938 eingeführt. [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Schulnote
evwezel Am: 15.03.2023 12:27:36 Gelesen: 808336 # 2857
Liebe Sammelfreunde,

Ich zeige euch nochmal eine Feldpostkarte, geschrieben am 26. Januar 1917. Könnte jemand bestätigen, ob ich das fettgedruckte Wort richtig gelesen habe?

Viele Grüße,

Emiel

---
Euskirchen, den 26.I.17

Sehr geehrter Herr Oberlehrer,

Nach Ihrer Garnison(?) will ich Ihnen, Herr
Oberlehrer, einige Zeilen zukommen
lassen. Wir haben jetzt an Ihrer Stelle
einen neuen Herrn, Herr Dr. Arnolds.
Bis jetzt haben wir schon 2 Hausarbei-
ten gemacht und in den nächsten
Tagen werden wir eine lat.[1] Klassen-
arbeit machen. Für heute haben wir
einen deutschen Aufsatz auf. Herr Prf.
Mürkens[2] mußte gestern zur Mus-
terung nach Bonn. Wie dieselbe ausge-
fallen ist, weiß ich nicht. Hier ist es
sehr kalt, am Rhein ist wohl einige
grad wärmer.
In der Hoffnung, daß Sie
bald wieder kommen verbleibt
Ihr dankbarer Schüler
Anton Auerbach
Quarta[3]


[1] lateinische
[2] Professor Dr. Gerhard Mürkens, Kaiserin Auguste Viktoria Gymnasium in Euskirchen
[3] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Jahrgangsstufe. Die historischen lateinischen Jahrgangsbezeichnungen der mittleren und höheren Schulen begannen in der heutigen 5. Stufe (etwa 10. Lebensjahr) mit der Prima und gingen weiter mit der Sekunda, Tertia, Quarta, Quinta, Sexta, Septima bis zur Oktava mit der Matura. Ich nehme an, Anton war damals ungefähr 13 Jahre alt.


volkimal Am: 15.03.2023 13:36:03 Gelesen: 808317 # 2858
@ evwezel [#2857] Hallo Emiel, Es könnte "Garnison" sein, wobei das "a" fehlt. Könntest Du bitte einmal die Anschriftseite zeigen. Wohin wurde die Karte gesendet? Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 15.03.2023 14:08:31 Gelesen: 808309 # 2859
@ volkimal [#2858]

Hallo Volkmar,

Franz wurde Anfang 1917 zu den Waffen gerufen und nach die Festung Rheinecke (Ehrenbreitstein) geschickt (die Festung war damals ein Armee-Ausbildungszentrum). Deshalb dachte ich, es könnte "Garnison" sein.

Viele Grüße,

Emiel
---
Name Ant. Auerbach
Wohnung in Euskirchen
Ehrenbreitstein
Mü(-Eifeler-Straße[1] Nr. 37


An den Kanonier Waters
2. Ersatz-Bataillon
Fußart.-Regiment Nr. 9

Fort Reinek
b. Ehrenbreitstein

[1] Vermutlich Münstereifeler-Straße. In der Münstereifeler Strasse lebten die Euskirchener mit gehobenem Sozialstatus

volkimal Am: 15.03.2023 14:36:55 Gelesen: 808299 # 2860
@ evwezel [#2859] Hallo Emiel, ich denke, dass es wirklich "Garnison" heißen soll, obwohl dort "Grnison" steht. Hier noch einmal der ganze Text: Euskirchen, den 26.I.17 Sehr geehrter Herr Oberlehrer, Nach Ihrer Grnison will ich Ihnen, Herr Oberlehrer, einige Zeilen zukommen laßen. Wir haben jetzt an Ihrer Stelle einen neuen Herrn, Herr Dr. Arnolds. Bis jetzt haben wir schon 2 Hausarbei- ten gemacht und in den nachsten Tagen werden wir eine lat.[1] Klassen- arbeit machen. Für heute haben wir einen deutschen Aufsatz auf. Herr Prf. Mürkens[2] mußte gestern zur Mus- terung nach Bonn. Wie dieselbe ausge- fallen ist, weiß ich nicht. Hier ist es sehr kalt, am Rhein ist wohl einige Grad wärmer. In der Hoffnung, daß Sie bald wieder kommen verbleibt Ihr dankbarer Schüler Anton Auerbach Quarta[3] Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 15.03.2023 15:22:49 Gelesen: 808294 # 2861
@ volkimal [#2860] Hallo Volkmar, Vielen Dank für deine Hilfe! Emiel
Gauss Am: 15.03.2023 16:16:13 Gelesen: 808284 # 2862
@ evwezel [#2857] Für die Textentzifferung ist es natürlich irrelevant, aber die Schulklassen wurden andersrum bezeichnet. Die Abgangsklasse war die Prima, die Eingangsklasse (ins sechsjährige Gymnasium) die Sexta. Für das neunjährige sind die ersten (also Prima bis Tertia) mit Ober- und Unter- verdoppelt. Es ist somit Sexta die 5., Quinta die 6., und der Schreiber als Quartaner ist in der 7.
evwezel Am: 15.03.2023 17:56:15 Gelesen: 808273 # 2863
@ Gauss [#2862] Vielen Dank für diese Erklärung. Habe ich das so richtig verstanden?:
Gauss Am: 15.03.2023 18:15:17 Gelesen: 808268 # 2864
@ evwezel [#2863] Perfekt.
evwezel Am: 15.03.2023 23:39:03 Gelesen: 808243 # 2865
Liebe Sammelfreunde. Mit dieser Feldpostkarte hatte ich kein Glück. Hat jemand eine Ahnung, welche Wörter hier fehlen? Viele Grüße, Emiel --- Euskirchen, 22.2.17. Lieber Kollege! Von unserem Chef sind uns Ihre Grüße übermittelt; wir danken (…)- (…) u. erwidern sie herzlichst. Mitterweile wartet Koll. Mürk.[1] täglich auf seine Einberufung, an Ihre Stelle ist Herr Arnolds, geburtiger (…) getreten. Haben Sie meine vorige Karte nicht erhal- ten? Ich fragte an, was ich mit Ihren Kunze?[2] -Ka- lender machen sollte. – Können Sie vielleicht der (…) dann(?) schreiben, mir die Programme(?) zurückzuschicken oder wollen Sie mir die Adresse derselben angeben. Mit herzl Gruß Ihr Vieth. [1] Kollege Gerhard Mürkens [2] Vermutlich Karl Kunze. Kalender für das höhere Schulwesen Preussens und einiger anderer deutscher Staaten. Trewendt, 1917
DERMZ Am: 16.03.2023 03:03:00 Gelesen: 808229 # 2866
Guten Morgen Emiel, hier mein Versuch: Euskirchen, 22.2.17. Lieber Kollege! Von unserem Chef sind uns Ihre Grüße übermittelt; wir danken be- stens u. erwidern sie herzlichst. Mitterweile wartet Koll. Mürk. täglich auf seine Einberufung, an Ihre Stelle ist Herr Arnolds, geb ürtiger ??haus getreten. Haben Sie meine vorige Karte nicht erhal- ten? Ich fragte an, was ich mit Ihren Kunze-Ka- lender machen sollte. – Können Sie vielleicht der betr. dann schreiben, mir die Vergessenen zurückzuschicken oder wollen Sie mir die Adresse derselben angeben. Mit herzl Gruß Ihr Vieth. Anmerkung: Karl Peter Lebrecht Kunze (* 1. Februar 1840 in Cosel in Oberschlesien; † 26. April 1895 in Lissa) war ein deutscher Philologe und erster Herausgeber von „Kunzes Kalender“. So 100% sicher bin ich mir auch nicht überall, aber so würde ich den Text lesen. Beste Grüße Olaf
evwezel Am: 16.03.2023 07:48:46 Gelesen: 808214 # 2867
@ DERMZ [#2866] Olaf, vielen Dank für deine Hilfe! "Vergessenen" kann leider nicht richtig sein - ich lese kein "s" in diesem Wort. Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 16.03.2023 08:22:38 Gelesen: 808207 # 2868
@ evwezel [#2867] Hallo Emiel, Herr Arnolds ist gebürtiger Euskirchener. Ich lese ebenfalls Programme. Viele Grüße Volkmar
epem7081 Am: 16.03.2023 08:28:05 Gelesen: 808207 # 2869
@ evwezel [#2865] Hallo Emiel, nachfolgend meine Deutung des Textes: Lieber Kollege! Von unserem Chef sind uns Ihre Grüße übermittelt; wir danken be- stens u. erwidern sie herzlichst. Mittlerweile wartet Koll. Mürk. täglich auf seine Einberufung, an Ihre Stelle ist Herr Arnolds, gebürtiger Euskirchener getreten. Haben Sie meine vorige Karte nicht erhal- ten? Ich fragte an, was ich mit Ihren Kunze-Ka- lender machen sollte. – Können Sie vielleicht der betr. dann schreiben, mir die Programme zurückzuschicken oder wollen Sie mir die Adresse derselben angeben. Mit herzl Gruß Ihr Vieth. Mit freundlichen Grüßen Edwin
evwezel Am: 16.03.2023 09:07:02 Gelesen: 808205 # 2870
@ epem7081 [#2869] @ DERMZ [#2866] @ Volkmar[#2868] "Euskirchen", natürlich! Alexander Solschenizyn hatte einmal gesagt: „Die Lösung ist immer einfach, man muss sie nur finden"... Ich bedanke mich ganz herzlich für Eure Hilfe! Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 16.03.2023 11:43:11 Gelesen: 808194 # 2871
Liebe Sammelfreunde, ich zeige Euch nochmal eine Feldpostkarte. Diesmal hatte ich keine Schwierigkeiten mit der Textentzifferung, aber ich möchte Euch gerne die folgenden Fragen vorlegen zu diesem Text: 1) Ich vermute, dass Lehrer in den ersten Jahren des Krieges freigestellt wurden von Militärarbeit. Könnte jemand das bestätigen? Und wenn hat diese Situation sich geändert? 2) Der Briefschreiber heißt "Heinrich Slausberg" oder "Heinrich Slansberg", da bin ich mir nicht ganz sicher. Weißt jemand ob es irgendwo ein digitales Adressbuch von Euskirchen gibt aus dem Jahr 1916 oder 1917? Viele Grüße, Emiel ----- Euskirchen den 14.2.1916.[1] Sehr geehrter Herr Oberlehrer! Wir haben Ihre geschätzten Karten erhalten und werden immer bestrebt sein[2], Ihre noch zuletzt gegebenen Ermahnungen zu befolgen. Wir können es immer noch nicht fassen, daß auch Sie den so hochzuschätzenden Zivildienst mit dem Militärdienst vertauschen mußten und als weiteres Glied in der Kette der Streiter um Deutschlands Macht und Erhaltung mitwirken sollen. Wir wünschen Ihnen von herzen bestes Wohlergehen im Dienste für unser gelieb- tes Vaterland. Doch hoffen wir alle, daß der Friede bald wiederkehrt und damit auch Sie wieder bald bei uns sind. Es grüßt Ihr untergebener Schüler Heinrich Slausberg. [1] Hier hat Heinrich sich vertan. Das Datum muß natürlich 14.2.1917 sein. [2] bestrebt sein = sich bemühen, etwas zu tun ----
evwezel Am: 16.03.2023 15:17:17 Gelesen: 808163 # 2872
Liebe Sammelfreunde, Es ist eigentlich beschämend, dass ich die Handschrift von einem 13-jährigen Schüler nicht völlig lesen kann. Mir fehlt noch ein Wort auf Seite 2 ("knapp" wäre hier logisch gewesen sein)… Hat jemand eine Lösung? Viele Grüße, Emiel ----- Seite 1 Euskirchen, den 19. Februar 1917. Sehr geehrter H. Oberlehrer! Erhielt heute Morgen Ihre lb. Karte, wofür ich bestens danke. Meine Freude können Sie sich leicht vorstellen. Als ich heute Morgen aus dem Hoch- amt kam, hörte ich, daß wir bis zum 26. diesen Monats noch frei haben sollten. Nun ja; desto bes- ser! Denn die Tage kommen einen sehr gut. Denn wir denken: „Je länger, je lieber!“. Das ist freilich falsch gedacht. Aber da ist nichts zu machen. Mein Bru- der ist noch immer in Gent in der Genesungs-Abteilung. Es wäre ja zu wünschen, wenn er noch etwas da bleibe. Aber das liegt in Gotteshand. Ist bereits schon über 1 Monat von Hause Seite 2 weg. Die Zeit geht doch schnell herum. Rosenbaums Karl[1] ist auch schon vor einigen Tagen gestorben. Sie sind noch immer gut aufgehoben. Hoffentlich wird es Ihnen nicht zu Teil, bald ins Feld zu kommen. Jetzt einiges über die Klasse. Im allge- meinen alles beim Alten. Unser neuer Lehrer ist ein sehr guter Mann. Er gibt sich viele Mühe. Haben seit Weihnachten erst einen Aufsatz gemacht. Das Thema war: „Das Grab im Busento“[2] Hier sind die Lebensmittel sehr (…). Aber ich bin noch immer satt geworden. Hoffentlich wird mich bald wieder ein Lebenszeichen von Ihnen erfreuen. In der Hoffnung daß Sie meine Bitte erfüllen, grüßt Sie herzlich Ihr dankbarer Schüler Willi Meier Auch die Eltern lassen Sie herz- lich grüßen. [1] Gefallen am 17.02.1917, siehe http://www.denkmalprojekt.org/2020/euskirchen-frhf_kreis-euskirchen_70-71_wk1_nrw.html [2] Siehe https://www.deutschland-lese.de/streifzuege/balladen/das-grab-im-busento/
volkimal Am: 16.03.2023 18:15:09 Gelesen: 808126 # 2873
@ evwezel [#2871] Hallo Emiel, den Namen Slausberg oder Slansberg findet Google in Euskirchen nicht. Der Name Stausberg kommt dagegen häufiger in Euskirchen vor. Ich denke, dass das der Nachname von Heinrich ist. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 16.03.2023 18:23:25 Gelesen: 808123 # 2874
@ evwezel [#2872] Hallo Emiel, das fehlende Wort habe ich als "kagg" gelesen. Das macht keinen Sinn. Leider ist kein "p" in einem anderen Wort um es mit dem "g" zu vergleichen. Wenn es ein p ist würde ich das Wort knapp (mit fehlendem n) vermuten. Das macht für mich vom Inhalt her den meisten Sinn. Hast du noch weitere Briefe von Willi Meier? Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 16.03.2023 18:50:50 Gelesen: 808115 # 2875
@ volkimal [#2874] Hallo Volkmar, in einem anderen Brief schrieb Willi das Wort "doppelt". Zum Vergleich: Das fehlende Wort lese ich jetzt als “kagp”, aber das macht natürlich auch keinen Sinn... Viele Grüße, Emiel
Briefuhu Am: 17.03.2023 12:10:59 Gelesen: 808066 # 2876
Bin mal wieder "blind" und bitte um Hilfe. Habe hier eine Ganzsache Dienstumschlag DU 7 aus Württemberg. Der Brief ging am 26.10.1901 von der Ortsbehörde Balingen an die Kartenregistratur der Versicherungs Anstalt Württemberg in Stuttgart. Das erste Wort in der Anschrift vor Kartenregistratur kann ich nicht entziffern. Schönen Gruß Sepp
volkimal Am: 17.03.2023 12:24:04 Gelesen: 808060 # 2877
@ Briefuhu [#2876] Hallo Sepp, ich lese "Verehrl". Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 17.03.2023 12:25:54 Gelesen: 808059 # 2878
@ evwezel [#2875] Hallo Emiel, diesmal bin ich ratlos. "kagp" macht überhaupt keinen Sinn. Viele Grüße Volkmar
Briefuhu Am: 17.03.2023 12:35:25 Gelesen: 808056 # 2879
@ volkimal [#2877] Hallo Volkmar, vielen Dank für deine prompte Antwort und Hilfe. Jetzt lese ich auch Verehrl., was immer das heissen soll. Hab einen zweiten Beleg mit der gleichen Anschrift und dem gleichen Wort mit einem Punkt dahinter, vermutlich also eine Abkürzung, die eine gebräuchliche Anrede bzw. Floskel sein dürfte. Schönen Gruß Sepp
evwezel Am: 17.03.2023 12:46:56 Gelesen: 808054 # 2880
@ volkimal [#2878] Hallo Volkmar, Vermutlich hatte Willi sich einfach vertan and wollte er eigentlich "knapp" schreiben. Ich habe in diesem Fall auch keine andere Lösung. Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 17.03.2023 13:04:42 Gelesen: 808052 # 2881
Liebe Sammelfreunde, Ich habe nochmal einige Fragen zu einer Feldpostkarte: 1. Was bedeutet K.V. hier? 2. Hat jemand eine Ahnung, was das fehlende Wort sein könnte? Viele Grüße, Emiel --- Seite A Abs. J. Heinrich , Oberl. Euskirchen Kanonier Waters Niederberg 18 b / Ehrenbreitstein bisschen ausführlicher, wenn Sie Zeit da- zu haben. Grüßen Sie bitte den Tokermann(?) von uns. Halten Sie sich wohl u. kommen Sie mal herüber. Mit vielen herzlichen Grüßen Schicke auch mit den herzlichsten Grüßen an. Mei- ne Frau läßt auch herzl. grüßen J. Heinrich[1] Vielleicht auf Wiedersehen im Felde! Mürkens.   Seite B Euskirchen, den 9. Febr. 17. Lieber Waters! Die ganze Zeit über wollten wir Ihnen schon einmal schreiben, doch nun haben wir schon seit einigen Tagen Eis- ferien, dann wird wieder nichts draus. Da wir aber wissen, das Soldaten gerne Briefe bekommen, senden Koll. Mürkens und ich Ihnen recht herzliche Grüße! Koll.[2] Mürkens ist, wie Sie vielleicht schon wissen, K.V. geschrieben. Ihr Nachfolger ist Herr Arnolds von hier aus dem Ku(…)ädchen(?). Wie geht es Ihnen bei dieser schrecklichen Kälte? Da werden Sie manches auszustehen haben. Schon oft haben wir mit Bedauern an Sie gedacht. Schreiben Sie uns mal ein [1] Johan Heinrich, Oberlehrer Kaiserin Auguste Viktoria Gymnasium [2] Koll. = Kollege
DERMZ Am: 17.03.2023 13:28:00 Gelesen: 808036 # 2882
@ evwezel [#2881] Hallo Emiel ... Grüßen Sie bitte den Ackermann ... K.V. ist meiner Meinung nach " kriegsdienstverwendungsfähig" ... hier aus dem Kuhgäßchen. Bei dem Strassennamen bin ich mir nicht 100% sicher. Beste Grüsse Olaf
evwezel Am: 17.03.2023 13:37:35 Gelesen: 808032 # 2883
Hallo Olaf, Super gefunden! Die "Kuhgasse" in Euskirchen existiert tatsächlich. "kriegsdienstverwendungsfähig" klingt auch logisch. Vielen Dank für deine Hilfe! Mit herzlichem Gruß, Emiel
Briefuhu Am: 28.04.2023 08:35:34 Gelesen: 793026 # 2884
Habe hier einen Damenbrief leider ohne Stempel mit "adeligem" Langstempel "DE CRUHE" bei dem ich die Anschrift leider nur teilweise lesen kann. "Ihro Hochwohlgeboren Herrn Kammerherrn und Ritter und ??? Freiherrn von Gemmingen in Bornfeld ? bei ??feld. 6 Rötel und auf der Rückseite ein schwarzes Siegel. Schönen Gruß Sepp
Gauss Am: 28.04.2023 08:40:40 Gelesen: 793021 # 2885
Ritter-Rath Bon(n)feld bei Fürfeld
Briefuhu Am: 28.04.2023 08:55:28 Gelesen: 793015 # 2886
@ Gauss [#2885] Vielen herzlichen Dank für die Hilfe. Bei Bonfeld und Fürfeld handelte es sich um Schlösser der Freiherren von Gemmingen in Bad Rappenau. Schönen Gruß Sepp
dr31157 Am: 07.05.2023 18:16:57 Gelesen: 790803 # 2887
Hallo zusammen, kann jemand den Absender lesen? Ich finde diese Straße "....ringstr." in Leipzig S 3 nicht. Viele Grüße Detlef
Gauss Am: 07.05.2023 18:30:50 Gelesen: 790799 # 2888
@ dr31157 [#2887] Kronprinz
Shinokuma Am: 07.05.2023 18:30:56 Gelesen: 790799 # 2889
Hallo Detlef, da es sich nicht um eine ...ringstraße handelt, konntest Du die auch nicht finden. Es handelt sich nämlich um die Kronprinzstraße. Alles andere kannst Du wohl lesen, oder? Mit herzlichen Grüßen Gunther
dr31157 Am: 07.05.2023 18:39:32 Gelesen: 790791 # 2890
@ Shinokuma [#2889] Hallo Gunther, vielen Dank für die schnelle Hilfe. Viele Grüße Detlef
HWS-NRW Am: 05.06.2023 16:26:30 Gelesen: 780448 # 2891
Hallo und einen guten Tag, anbei ein Einlieferungsschein mit Gebühr und der Frage: Was steht da als Kundenwunsch: Briefmarken ? mit Dank und Sammlergruß Werner
bayern klassisch Am: 05.06.2023 16:57:49 Gelesen: 780431 # 2892
@ HWS-NRW [#2891] Hallo Werner, 18 Reichsmark 60 Reichspfennig. Liebe Grüsse, Ralph
inflamicha Am: 05.06.2023 16:58:29 Gelesen: 780430 # 2893
@ HWS-NRW [#2891] Hallo Werner, genau - Briefmarken. Unten steht noch Achtzehn RM = Markwert in Buchstaben. Gruß Michael
HWS-NRW Am: 05.06.2023 18:02:17 Gelesen: 780400 # 2894
@ inflamicha [#2893] Hallo Ralph und Michael, herzlichen Dank, jetzt kann ich den Beleg gut im aktualisierten Buch einordnen. mit Sammlergruß Werner
evwezel Am: 06.06.2023 18:24:10 Gelesen: 780012 # 2895
Liebe Sammelfreunde, ich zeige euch mal wieder eine Feldpostkarte vom ersten Weltkrieg. Leider fehlen mir noch drei Wörter. Hat jemand eine Lösung? Viele Grüße, Emiel --- Balkan, geschrieben den 2. Oktober 1917. Lieber Herr Oberlehrer! Vor ungefähr einem Monat schrieb ich Ihnen einen ausführlichen Brief, dessen Empfang Sie mir noch nicht bestätigt haben. Es wäre schade, wenn er verloren gegangen sein (…). Ich war inzwischen 14 Tage auf Beobachtung, bin jetzt einen Monat zur Fernsprechzentrale unseres Gefechtsabschnittes ab- kommandiert. Allerhand Betrieb, das können Sie nur glauben, anders als in Ehrenbreitstein auf dem „Westwall“(?) oder nach (…). Schreiben Sie mir bitte wieder und seien Sie herzlichst gegrüßt von Ihrem treuen Walter Ackermann ---
DERMZ Am: 06.06.2023 18:52:00 Gelesen: 780002 # 2896
Hallo Emiel, ich hoffe, ich kann helfen - nur das letzte Wort kann ich auch nicht deuten - tut mir leid. Balkan, geschrieben den 2. Oktober 1917. Lieber Herr Oberlehrer! Vor ungefähr einem Monat schrieb ich Ihnen einen ausführlichen Brief, dessen Empfang Sie mir noch nicht bestätigt haben. Es wäre schade, wenn er verloren gegangen sein sollte. Ich war inzwischen 14 Tage auf Beobachtung, bin jetzt einen Monat zur Fernsprechzentrale unseres Gefechtsabschnittes ab- kommandiert. Allerhand Betrieb, das können Sie nur glauben, anders als in Ehrenbreitstein auf dem „Westwall“ oder nach (…). Schreiben Sie mir bitte wieder und seien Sie herzlichst gegrüßt von Ihrem treuen Walter Ackermann Beste Grüße Olaf
evwezel Am: 06.06.2023 20:14:33 Gelesen: 779974 # 2897
@ DERMZ [#2896] Hallo Olaf, vielen Dank für deine schnelle Hilfe! Ich hatte das zweite fehlende Wort auch als „Westwall” gelesen, aber ich war nicht ganz sicher. Deine Bestätigung hat mich überzeugt, dass diese Lesung richtig ist! Der „Westwall” in Rheinland Pfalz ist mir eigentlich nur vom zweiten Weltkrieg bekannt. Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 07.06.2023 10:01:44 Gelesen: 779714 # 2898
Liebe Sammelfreunde, ich möchte euch noch einmal langweilen mit einem Feldpostbrief vom Ersten Weltkrieg. Diesmal handelt es sich um ein Gedicht. Leider fehlen mir noch einige Wörter. Hoffentlich kann jemand mir weiterhelfen. Viele Grüße, Emiel --- Seite 1 Die Moschee Wenn die Sonne sich nach Westen senkte Und die Himmel purpurrot erglühte, Wenn des Tages Lärm sich mählich legte, Frieden bei den Menschen Eingang suchte, Dann erschallte wohl in früh’ren Zeiten Durch die klare Luft des heißen Südens Des Muezzins(?) Stimm‘ vom Minarette, Der die Glaub’gen ans Gebet ermahnte . „Allah“ rief er; und die (…) trugen Leichtbeschwingt die Stimme (…) (…). Und die Glaub’gen beugten sich nach Mekka, Ihre Lippen riefen gleichfalls „Allah“.- Jetzt wandle ich durch all die Straßen; Von den Häusern steh‘n noch Mauer, Trümmer Weit verstreut liegt ringsum Schutt und Asche, In den Gärten wuchert‘s wild und üppig Seite 2 Die Moschee allein ist unverletzt. Wie ein Finger nach dem Himmel weisend Zeigt das schlanke Minarett nach oben Als ein mahnend Zeichen aus den Trümmern. Doch kein „Allah“ schallt mehr durch die Lüfte Kein Munde ruft mehr zum Gebete, Und kein Glaub’ge wendet sich nach Mekka - Die Moschee liegt stumm gleich die Umgebung. Und so träumt sie, wenn die Sonne sie (…), Wenn die Mittagshitze alles senget, Wenn der Abend naht mit seiner Kühle, Träumt von Allah und von besseren Zeiten… Gedichtet im Feldlazarett Rabrowo[1]. 7.8.1917 [1] Vermutlich https://en.wikipedia.org/wiki/Rabrovo,_Valandovo ---
DERMZ Am: 07.06.2023 10:38:01 Gelesen: 779699 # 2899
Hallo Emiel warum langweilig? Ich versuche mich mal wieder, bin mir aber auch nicht sicher. Seite 1 Die Moschee Wenn die Sonne sich nach Westen senkte Und die Himmel purpurrot erglühte, Wenn des Tages Lärm sich mählich legte, Frieden bei den Menschen Eingang suchte, Dann erschallte wohl in früh’ren Zeiten Durch die klare Luft des heißen Südens Des Muezzins Stimm‘ vom Minarette, Der die Gläub’gen ans Gebet ermahnte . „Allah“ rief er; und die Leute trugen Leichtbeschwingt der Stimme Hauch vernommen (???). Und die Gläub’gen beugten sich nach Mekka, Ihre Lippen riefen gleichfalls „Allah“.- Jetzo wandle ich durch all die Straßen; Von den Häusern steh‘n noch Mauer, Trümmer Weit verstreut liegt ringsum Schutt und Asche, In den Gärten wuchert‘s wild und üppig Seite 2 Die Moschee allein ist unverletzt. Wie ein Finger nach dem Himmel weisend Zeigt das schlanke Minarett nach oben Als ein mahnend Zeichen aus den Trümmern. Doch kein „Allah“ schallt mehr durch die Lüfte Kein Munde ruft mehr zum Gebete, Und kein Gläub’ge wendet sich nach Mekka - Die Moschee liegt stumm gleich die Umgebung. Und so träumt sie, wenn die Sonn' sie gerötet (???), Wenn die Mittagshitze alles senget, Wenn der Abend naht mit seiner Kühle, Träumt von Allah und von bessren Zeiten… Gedichtet im Feldlazarett Rabrowo[1]. 7.8.1917 Viele Grüße Olaf
volkimal Am: 07.06.2023 11:04:17 Gelesen: 779684 # 2900
@ DERMZ [#2899] @ evwezel [#2898] Hallo Emiel und Olaf, danke für die Vorarbeit. Ein paar Stellen lese ich anders. Hier meine Version: Die Moschee Wenn die Sonne sich nach Westen senkte und der Himmel purpurrot erglühte, Wenn des Tages Lärm sich mählich legte, Frieden bei den Menschen Eingang suchte, Dann erschallte wohl in früh’ren Zeiten Durch die klare Luft des heißen Südens Des Mueddins Stimm‘ vom Minarette, Der die Gläub’gen ans Gebet ermahnte . „Allah“ rief er; und die Stunde trugen Leichtbeschwingt der Stimme Hauch (???). Und die Gläub’gen beugten sich nach Mekka, Ihre Lippen riefen gleichfalls „Allah“.- Jetzo wandle ich durch all die Straßen; Von den Häusern steh‘n noch Mauer, Trümmer Weit verstreut liegt ringsum Schutt und Asche, In den Gärten wuchert‘s wild und üppig Die Moschee allein ist unverletzt. Wie ein Finger nach dem Himmel weisend Zeigt das schlanke Minarett nach oben Als ein mahnend Zeichen aus den Trümmern. Doch kein „Allah“ schallt mehr durch die Lüfte Kein Mueddin ruft mehr zum Gebete, Und kein Gläub’ ger wendet sich nach Mekka - Die Moschee liegt stumm gleich die Umgebung. Und so träumt sie, wenn die Sonn' sie grüßet, Wenn die Mittagshitze alles senget, Wenn der Abend naht mit seiner Kühle, Träumt von Allah und von bessren Zeiten… Gedichtet im Feldlazarett Rabrowo[1]. 7.8.1917 Beim fehlenden Wort auf der ersten Seite passt "vernommen" zwar vom Inhalt, nicht aber vom Schriftbild. Das fehlende Wort enthält entwerder ein "d" oder ein "rl" wie in "unverletzt". Bisher habe ich noch keine Lösung gefunden. Das Wort "Mueddin" kommt aus dem Englischen. Schau einmal ins Internet. Viele Grüße Volkmar
Gauss Am: 07.06.2023 11:24:50 Gelesen: 779677 # 2901
und die Winde trugen ... vondannen.
evwezel Am: 07.06.2023 11:29:02 Gelesen: 779676 # 2902
@ DERMZ [#2899] @ Volkimal [#2900] Hallo Olaf und Volkmar, vielen Dank für die Überarbeitung! Nein, langweilig ist es bestimmt nicht. Es macht mir unglaublich viel Spaß den Text mit eurer Hilfe lesen zu können! Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 07.06.2023 14:37:53 Gelesen: 779617 # 2903
@ Gauss [#2901] Hallo Gauss, Das ist super! Vielen Dank für Deine Hilfe, das hätte ich niemals herausbekommen. Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 07.06.2023 22:44:55 Gelesen: 779461 # 2904
Liebe Sammelfreunde, ich brauche noch einmal eure Hilfe. Es handelt sich wieder um ein Feldpostbrief von Walter Ackermann. Er ist verzweifelt, weil er schon wochenlang vergebens auf Antwort auf seinen Brief wartet. Den Text konnte ich ziemlich gut lesen, aber an einigen Stellen bin ich nicht ganz sicher. Viele Grüße, Emiel ----- Seite 1 Balkan, Villa Schäfer den 22.10.17. Sehr geehrter Herr Oberlehrer! Lieber Kamerad! Vergebens harre[1] und hoffe ich auf ein Zeichen des Gedenkens. Sie werden mich doch ganz vergessen haben? Oder, ich will einmal naiv schreiben, hat mich irgend einer bei Ihnen an- geschwärzt[2]? Ich sehne[3] mich (…)lich nach einen Brief von Ihnen. Denn an den langweiligen Tagen der Regenzeit, die nun begonnen hat, denke ich so oft an die Zeit, in der Sie noch mit mir [1] harren = mit bestimmter innerer Erwartung über eine gewisse Zeit hin auf ein Ereignis oder eine Person warten [2] anschwärzen = jemand schwarz machen [3] sehnen = innig, schmerzlich, sehnsüchtig nach jemandem, etwas verlangen Seite 2 zusammen das Kaisers Rock tru- gen. Wie ich Ihnen vor etwa 2 Wo- chen schrieb, bin ich zur Trupp ab- kommandiert. Die ersten 14 Tage war ich auf den Gefechtsstand, jetzt bin ich auf der Villa. Das ist ebenfalls eine Zentrale. Die liegt auf einem hohen steilen Felsen[4], dem Kala Tepe[5], noch vor der Feuerstellung unserer Batterie. Das ist gerade nicht angewesen, beson- ders in den letzten Tagen und Nächten, in denen der Feind Trommelfeuer[6] unterhält. Da befindet man sich zwi- schen eigenen und feindlichen Feuer. Aber: Wir Deutsche fürchten Gott, sonst [4] Fels = Hügel [5] Kala Tepe – Siehe https://www.frontorient14-18.org/en-us/Visit-the-Macedonian-Front/WW1-Sites/ArtMID/826/ArticleID/9/Kala-Tepe-Dojran [6] Trommelfeuer - anhaltendes, starkes Artilleriefeuer [zur Vorbereitung eines Angriffs] Seite 3 nichts auf der Welt! Die Haupt- sache ist ja, wenn unsern Leitungen nicht geschossen werden. Und bis jetzt haben wir ziemlich Glück gehabt. Es ist nämlich allerhand Sport, wenn man nachts losgeht in tiefe (…) Finsternis hinein. Dabei gießt es vom Himmel hinab, man läuft durch den Kabelgraben(?), der halb voll Wasser steht, rutsche die Schlüchte[7] hinab und turnt so weiter. Bei diesem ewigen Regen- wetter sitzt man, wenn nichts zu tun ist, zumütig im „(Gulden?)keller“ zu- sammen, erzählt, singt, schreibt und (…). Meistens aber wird bei solchem [7] Schlucht - enges, tiefes Tal; enger, tiefer, steilwandiger Einschnitt im Gelände Seite 4 gepennt. Das ist die beste Beschäftigung, und dabei geht auch die Zeit vorüber. Komme ich von der Villa am 1. herab, werde ich wohl wieder für 3 Wochen zu Beobachtung oder in Feuerstellung wandern. Hurra, eben kommt ein Kamerad, der mir Post mitbringt. Recht herzlichen Dank für Ihre Karte vom 16. Auf Ihrem Brief freue ich mich. Mit den herzlichsten Grüßen bleibe ich Ihr treuen Walter Ackermann ---
volkimal Am: 07.06.2023 23:30:46 Gelesen: 779439 # 2905
@ evwezel [#2904] Hallo Emiel, auf die Schnelle habe ich nur die fehlenden Worte angesehen. Seite 1: Ich sehne mich förmlich Seite 3: in tiefe ägyptische Finsternis man läuft durch den Kabelgraben gemütlichig im „Heldenkeller“ schreibt und quälent(?) Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 07.06.2023 23:39:55 Gelesen: 779433 # 2906
@ volkimal [#2905] Hallo Volkmar, vielen Dank für Deine schnelle Hilfe. Das hilft mir schon sehr viel weiter! Viele Grüße, Emiel
DERMZ Am: 08.06.2023 06:57:26 Gelesen: 779327 # 2907
Guten Morgen Emiel

hier mein Versuch:

Seite 1

Balkan, Villa Schäfer den 22.10.17.

Sehr geehrter Herr Oberlehrer!
Lieber Kamerad!

Vergebens harre[1] und hoffe ich auf
ein Zeichen des Gedenkens. Sie werden
mich doch nicht ganz vergessen haben?
Oder, ich will einmal naiv schreiben,
hat mich irgend einer bei Ihnen an-
geschwärzt[2]? Ich sehne[3] mich förmlich nach
einen Brief von Ihnen. Denn an den
langweiligen Tagen der Regenzeit, die
nun begonnen hat, denke ich so oft an
die Zeit, in der Sie noch mit mir

Seite 2
zusammen das Kaisers Rock tru-
gen.
Wie ich Ihnen vor etwa 2 Wo-
chen schrieb, bin ich zur Truppe ab-
kommandiert. Die ersten 14 Tage war ich
auf den Gefechtsstand, jetzt bin ich
auf der Villa. Das ist ebenfalls eine
Zentrale. Die liegt auf einem hohen
steilen Felsen[4], dem Kala Tepe[5], noch
vor der Feuerstellung unserer Batterie.
Das ist gerade nicht angenehm, beson-
ders in den letzten Tagen und Nächten,
in denen der Feind Trommelfeuer[6]
unterhält. Da befindet man sich zwi-
schen eigenem und feindlichem Feuer.
Aber: Wir Deutsche fürchten Gott, sonst

Seite 3
nichts auf der Welt! Die Haupt-
sache ist ja, wenn unsern Leitungen
nicht geschossen werden. Und bis jetzt
haben wir ziemlich Glück gehabt. Es
ist nämlich allerhand Sport, wenn
man nachts losgeht in tiefe ägyptische
Finsternis hinein. Dabei gießt es vom
Himmel herab, man läuft durch den
Kabelgraben, der halb voll Wasser steht,
rutsche die Schlüchte[7] hinab und turnt
so weiter. Bei diesem ewigen Regen-
wetter sitzt man, wenn nichts zu
tun ist, zumütig im „Heldenkeller“ zu-
sammen, erzählt, singt, schreibt und
quälent. Meistens aber wird bei solchem



Seite 4

gepennt. Das ist die beste
Beschäftigung, und dabei geht auch die
Zeit vorüber.
Komme ich von der Villa
am 1. herab, werde ich wohl wieder
für 3 Wochen zu Beobachtung oder in
Feuerstellung wandern.
Hurra, eben kommt ein
Kamerad, der mir Post mitbringt. Recht
herzlichen Dank für Ihre Karte vom 16.
Auf Ihrem Brief freue ich mich.
Mit den herzlichsten Grüßen
bleibe ich Ihr
treuen
Walter Ackermann



Viele Grüße Olaf
Angelika Am: 08.06.2023 07:07:55 Gelesen: 779318 # 2908
@ evwezel [#2904] guten Morgen nur eine kleine Anmerkung anschwärzen würde ich in dem Brief mit "jemanden schlecht machen" übersetzen. Viele Grüße Angelika
evwezel Am: 08.06.2023 07:31:12 Gelesen: 779205 # 2909
@ DERMZ [#2907] @ Angelika2603 [#2908] Guten Morgen, Olaf, vielen Dank für Deine großartige Überarbeitung! Angelika, Deine Anmerkung werde ich in einer Fußnote setzen. Viele Grüße, Emiel
chris63 Am: 08.06.2023 08:37:23 Gelesen: 779182 # 2910
@ evwezel [#2904] Für die Nichtraucher, 3 Seite unten gemütlich im Heldenkeller zusammen, erzählt, singt, schreibt und qualmt. grüsse Christof
philast Am: 08.06.2023 13:03:27 Gelesen: 779117 # 2911
Hallo, anbei ein etwas älterer Briefinhalt vom 14. Februar 1827 geschrieben von Graf Pappenheim an den Grafen von Seyßsel d‘ Aix. Inhaltlich scheint es um um das liebe Geld für die Truppe zu gehen. Einiges konnte ich übersetzen, bei einigen Sachen sind mir die Begrifflichkeiten und Schreibweisen ziemlich unbekannt. Anbei das gescannte Originaldokument und daneben das was ich bereits übersetzen konnte. Übersetzung: Diese Überlagerung, bei der man das Dokument Wort für Wort übersetzen kann habe ich so erzeugt: Im MS Word die Bilddatei als 'Wasserzeichen' auf eine Seite skalieren, 2 Spalten mit Zeilennummern festlegen Im Menüpunkt Seitenlayout den Abstand Zeile für Zeile festlegen, sodass die Übersetzung in die Zeilenzwischenräume passt. Grüße philast Graf Pappenheim: https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Theodor_von_Pappenheim Grafen von Seyßsel d‘ Aix: https://de.wikipedia.org/wiki/Maximilian_Seyssel_d%E2%80%99Aix
chris63 Am: 08.06.2023 15:10:02 Gelesen: 779075 # 2912
@ philast [#2911] ein paar Vorschläge: Zeilennr. übernommen 9 General Auditoriat 12 Annehmbarkeit 14 Geräths Kautions Instrument ... per rogi(a)tar 16 Ewiggeldbriefe 17 1825 auf die Behausung des hiesigen Privatlehens 18 Franz Xaver Retter in der Müllerstraße 19 lauten, zwar keinem Anstande unterliegen, da aber 20 in den erwähnten und hier ...folgenden sieben 21 Monatsobligationen, die normalmäßige Ver...ltung 22 der Geräths Kautions Eigenschaft vermißt wurde, grüsse Christof
evwezel Am: 08.06.2023 15:28:53 Gelesen: 779062 # 2913
@ chris63 [#2910] Hallo Christof, es ist unvergeblich, dass ich "rauchen" als wichtigste Aktivität völlig übersehen hatte. :-) Vielen Dank für Deine Hilfe! Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 08.06.2023 21:07:05 Gelesen: 778924 # 2914
@ philast [#2911] Hallo Philast, wir haben heute eine Fahrrad-Tagestour gemacht. Daher sehe ich Deinen Beitrag erst jetzt. Es wäre günstig, wenn Du den Brief noch einmal mit einer höheren Auflösung scannst und einstellst. So wie bisher ist das Bild doch sehr unscharf und nicht gut zu lesen. Ich selbst scanne alles mit 600 dpi. 300 dpi würden vermutlich an dieser Stelle auch reichen. Bei Deiner Methode, das Bild in ein Wasserzeichen zu verwandeln wird natürlich die Farbe des Briefes schwächer. Wenn Du die Farbe unverändert habe willst, solltest Du die Grafik in Seitengröße in das Word-Dokument einfügen und dann den Textumbruch bei der Grafik auf "Hinter den Text" einstellen. Danach kannst Du genauso wie beim Wasserzeichen den Text einfügen. Hier ein Bild der oberen Ecke, dass ich auf diese Weise erzeugt habe: Ich persönlich ziehe es aber vor, wenn sowohl der Text als auch die Grafik bei Philaseiten eingestellt sind. Ich kopiere den Text dann nach Word, füge die Grafik ein und wähle bei Textumbruch "Vor der Text". Anschließend kann ich die Grafik so schieben, dass einige Zeilen des Textes zu sehen sind. Wenn ich mit der Kontrolle fertig bin schneide ich die Grafik weiter zu und schiebe sie wieder passend. Das sieht dann so aus: Dieselbe Methode wende ich übrigens auch an, wenn ich z.B. einen kompletten Sütterlin-Text abschreiben will. So habe ich immer das Bild der Zeile, die ich gerade abschreibe direkt unter dem Text. Viele Grüße Volkmar
philast Am: 08.06.2023 21:53:40 Gelesen: 778903 # 2915
@ evwezel [#2913] @ volkimal [#2914] Hallo, ich habe die Textvorschläge eingearbeitet und nachfolgend nochmals dargestellt. Die Originalseite habe ich nochmals mit 400 dpi eingestellt. Die komplette Übersetzung rückt näher, aber ich muss gestehen, dass die inhaltliche Bedeutung des Schreibens sich mir nicht erschliesst. Grüße philast
chris63 Am: 08.06.2023 22:53:23 Gelesen: 778860 # 2916
@ philast [#2915] Danke, deutlich besser zu erkennen, Geräths Kautions stimmt nicht, die Monats Schuld sind Staatsschuldurkunden, aus Ver...ltung wird Vormerkung. Vorletzter Satz: Der Herr General werden demnach die angeregte Vor- merkung auf den fraglichen Obligationen machen lassen, und selbe alsbald wieder in Vorlage bringen grüsse Christof
volkimal Am: 09.06.2023 10:13:20 Gelesen: 778712 # 2917
@ philast [#2915] Hallo Philast, leider ist die Qualität des Scans immer noch nicht so gut, wie sie sein könnte. Wenn Du die Datei mit 400 dpi gescannt hast müsste sie eigentlich deutlich klarer sein. Kann es sein, dass Du die Qualität beim Speichern wieder herabgesetzt hast? Mich hat der Brief gereizt, deshalb habe ich ihn einmal abgeschrieben ohne auf den vorhandenen Text zu sehen. Das Ergebnis ist an einigen Stellen etwas anders: An Den kgl. Herrn Generalmajor und Brigadier der Cavalerie Grafen von Seyßel d’Aix München den 14 Februar 1827 In folge k. General Auditoriats Entschließung vom 13 ??? ??? wird dem k. Herrn Generalmajor und Brigadier Grafen von Seyßel d’Aix eröffnet, daß die Annehmbarkeit der von dem Herrn General für das ihm unter dem 22 Dezber v.J. extradierte Heuraths Kautions Instrument pr 13000 s? für rogietor sieben Staats Schuld Urkunden im Gesamtbetrage zu 9000 s? und zweyen Ewiggeldbriefe vom 3 Jänner 1825 auf die Behausung des hießigen Privatlehrers Franz Xaver Retter in der Müllerstraße ?? 4000 s? lautend zwar keinen Anstande unterliege, da aber in den erwähnten und hier rückfolgenden Sieben Staatsobligationen die normalmäßige Vormerkung der Heuraths Kautions Eigenschaft vermißt werde, die Ergänzung dieses Abganges bey der heistigen Staats Schulden Tilgungs Spezial Kassa zu veranlassen wäre. Der Herr General werden demnach die angeregte Vor- merkung auf den fraglichen Obligationen machen laßen und selbe alsbald wieder in Vorlage bringen. Die beiden Ewiggeld Briefe jeder pr 2000 ? wurden in das Konservatorium des k. General Auditoriats eingelegt. Das Kgl. 1. Armee Divisions Commando Carl Pappenheim Es geht nicht um eine Geräthskaution sondern um eine Heyrathskaution (Heiratskaution). Das Wort findest beim googeln. Die fehlenden Worte am Anfang der Zeile 0 könnte eine lateinische Datumsangabe sein. Die Währungsangabe hinter den Ziffern fängt mit "s" an. Evtl. sind es Silbergroschen. Vielleicht kann bayern klassisch etwas dazu sagen. Hier die beiden Ausschnitte in Vergrößerung: Viele Grüße Volkmar
philast Am: 09.06.2023 13:41:24 Gelesen: 778644 # 2918
@ volkimal [#2917] Hallo, besten Dank für die Übersetzung. Jetzt wird die Sache klarer. Die beim bayerischen Militär hinterlegte Heiratskaution für den Grafen bzw. seine Frau und Kinder fehlt bei einigen Staatsobligationen die "Heiratskautionseigenschaft", diese solle der Graf sich beschaffen. Geheiratet hatte der Herr Graf ja bereits am 24. April 1823. Da diese Kaution beim bay. Militär hinterlegt wurde, war in diesem Zusammenhang auch das General Auditoriat dafür zuständig und kein ziviles Gericht. Die im Brief genannten Geldbeträge müssten eigentlich alle auf Gulden also abgekürzt fl lauten. Hier noch ein paar Informationen zu General Auditoriat [1] Zu dem Punkt: Hallo Philast, leider ist die Qualität des Scans immer noch nicht so gut, wie sie sein könnte. Wenn Du die Datei mit 400 dpi gescannt hast müsste sie eigentlich deutlich klarer sein. Kann es sein, dass Du die Qualität beim Speichern wieder herabgesetzt hast? Ich habe eher den Eindruck dass die Forumssoftware die Bilddateien nach dem Upload komprimiert. Meine 400 dpi jpg Datei gestern hatte eine Größe von rund 2,5 MByte. Wenn ich mir das Bild im Forum anzeigen lasse und abspeichere werden nur noch 0,26 MByte abgespeichert und aus den 400 dpi wurden 96 dpi. Macht meistens auch Sinn, da die Ablage hochauflösender Bilddateien auch viel Ressourcen benötigt, obwohl es meist gar nicht nötig ist für den gewünschten Zweck. Mag sein, dass hier mal wieder eine Ausnahme von der Regel nötig gewesen wäre. Grüsse philast
evwezel Am: 09.06.2023 13:54:01 Gelesen: 778633 # 2919
Liebe Sammelfreunde, ich zeige Euch nochmals einen Feldpostbrief von Gefreiter Ackermann. Er befand sich zur Zeit des Schreibens in Nordmazedonien. Könnte mir jemand sagen, ob ich irgendwo noch eine dumme Fehler gemacht habe? Viele Grüße, Emiel --- Seite 1 Mazedonien, In Feuerstellung 10.I.18 Lieber Kamerad! Welche Freude mir Ihr Brief vom 20.12 gemacht hat, können Sie sich gar nicht vor= stellen. Hatte ich doch schon lange, leider vergeblich, auf ein Zeichen des Gedenkens gehofft. Aber nun herrsche eitel[1] Freude. Die Gefühle, die uns hier fern vom Vaterland beschlichen[2], als die Nachricht der Friedensaussichten mit Rußland durch Telephon kam, sind gar nicht zu beschreiben. Da sah man doch so deutlich, was den Menschen „Frieden“ bedeutet und wir hier an der Heimat und den geordneten Zuständen hängen. Und wenn einige Feldgraue zusammen sind, sprechen sie doch meistens von ihren Lieben daheim und von den vergangenen schönen Zeiten. [1] eitel = lauter [2] beschleichen = (von Gefühlen, Gemütsbewegungen u. Ä.) langsam und unmerklich erfassen, überkommen Seite 2 Sie haben recht, wenn Sie mir schreiben, daß mir der Tod meines Freundes Carl sehr zu Herzen gegangen ist. Trat doch da das Wort: Media vita in morte sumus[3] so recht in den Vordergrund und man eracht erst einmal die Gefahr, in der man ständich schwebt. Als mich die Nachricht erreichte, war ich gerade auf Beobachtung, und Carl hat seine Verwundungen auf Beobachtung erhalten. Für Ihr Beileid danke ich Ihnen herzlich. Ich bin inzwischen ja Gefreiter geworden. Wenn Sie mal den Grund dafür wissen wollen, dann lassen Sie sich bitte einmal einen Brief an Frl. L. vom 13.-21.ii datiert vorlesen. Ich habe sie übrigens auch selbst schon gebeten, Ihnen den Brief vorzulesen, weil es eine Schilderung des Lebens als Artl.= verbindung[4] im verdeckten bulgarischen Schützen= graben enthält. Verzeihen Sie, wenn ich Ihnen nicht auch so einen Brief geschrieben habe aber so ein Dokument verfaßt man nur [3] Latein. Der Text lässt sich etwa mit „Mitten im Leben sind wir im Tod“ übersetzen [4] Artillerieverbindung Seite 3 einmal. Mit Ihrer Ver= mutung, daß ich mich am vielgenannten Doiransee[5] befinde, haben Sie das Richtige getroffen. Wenn ich auf dem vor der Stellung liegenden Berg steige, liegt der See keine 2 km von mir ab. Wenn ich übrigens nochmal gelegentlich nach Cerniste[6] komme, werde ich Ihnen einige maze= donische Ansichten schicken womit Sie sicher= lich einverstanden sind. Besonders ist es ja freilich nicht, aber immerhin etwas. Wie ich Ihnen schon schrieb, nehme ich, nach= dem ich den Luftsignalkursus hinter mir habe, nochmals an einem Offz. = Asp.= Kursus[7] teil, auf Befehl des Oberleutnants. In Ehrenbreitstein der, seligen Angeden= kens, war also nicht genug und hatte gar keinen Zweck. Ferner erhalte ich Reit= unterricht. Das macht spaß, wenn man in Reithose und = Stiefel[8] auf dem Pferde durch die wildzerrissen Gegend traben Linke Seite Neulich hatten wir -8°, dann Sonnenschein, jetzt Regen. Das ist eine Abwechslung, bei der die Wege grundlos werden. [5] Doiransee / Dojran lake. Siehe auch https://en.wikipedia.org/wiki/Battle_of_Doiran_(1917) [6] Černište / Crnichani in Nordmazedonien [7] Offiziers-Aspiranten-Kursus [8] Reitstiefel - von Reitenden getragener Stiefel mit langem Schaft Seite 4 kann. Wie Sie wissen, bin ich ja Fernsprecher. Da der Apparat, auch während der Nacht, stets besetzt bleiben muß, so hat man in den 4 Stunden Wacht Zeit zum Lesen und Schreiben. Ich habe mir schon von meinen Eltern mei= nen geliebten Homer in deutscher Ausgabe schicken lassen. Da wäre ich Ihnen nun wirk= lich herzlich danken, wenn Sie mich mit geistiger Nahrung etwas versehen wollten. Denn die vermißt man so manchmal. Mit dem Dichten ist es eine Sache. Obwohl ich Zeit und Anregung genug hätte hat das Wort, das Sie mir schrieben, doch in etwa Recht: Inter arma silent musae[9]. Es ist zuviel, was man er= lebt. Bis jetzt habe ich erste zwei Gedichte zu stande gebraucht, von denen das erste noch sehr die Feile bedarf. Ich schreibe sie anbei. Und nun seien Sie vielmals gegrüßt von Ihrem treuen Walter Ackermann Linke Seite Übrigens hat unser Batln. die Nummer geändert und ist vom Landwehr zu einem aktiven Batln. gemacht worden. Genaue Adr. Gefr.[10] W.A. 1. Batt. Fußartl. Batln. 118 d. Feldpost 239[11]. [9] Latein. „Unter Waffen schweigen die Musen“ [10] Gefr. = Gefreiter [11] 1. Batterie? Fußartillerie. Bataillon 118 deutsche Feldpost 239.
volkimal Am: 09.06.2023 15:19:56 Gelesen: 778603 # 2920
@ evwezel [#2919] Hallo Emiel, für die beiden ersten Seiten hatte ich gerade noch Zeit. Wie üblich - fast perfekt. Jetzt muss ich nach nebenan in der Nachbarschaft helfen. Mazedonien, In Feuerstellung 10.I.18 Lieber Kamerad! Welche Freude mir Ihr Brief vom 20.12 gemacht hat, können Sie sich gar nicht vor= stellen. Hatte ich doch schon lange, leider vergeblich, auf ein Zeichen des Gedenkens gehofft. Aber nun herrscht eitel[1] Freude. Die Gefühle, die uns hier fern vom Vaterland beschlichen[2], als die Nachricht der Friedensaussichten mit Rußland durch Telephon kam, sind gar nicht zu beschreiben. Da sah man doch so deutlich, was den Menschen „Frieden“ bedeutet und wir sie an der Heimat und den geordneten Zuständen hängen. Und wenn einige Feldgraue zusammen sind, sprechen sie doch meistens von ihren Lieben daheim und von den vergangenen schönen Zeiten. [1] eitel = lauter [2] beschleichen = (von Gefühlen, Gemütsbewegungen u. Ä.) langsam und unmerklich erfassen, überkommen Seite 2 Sie haben recht, wenn Sie mir schreiben, daß mir der Tod meines Freundes Carl sehr zu Herzen gegangen ist. Trat doch da das Wort: Media vita in morte sumus[3] so recht in den Vordergrund und man eracht erst einmal die Gefahr, in der man stündlich schwebt. Als mich die Nachricht erreichte, war ich gerade auf Beobachtung, und Carl hat seine Verwundungen auf Beobachtung erhalten. Für Ihr Beileid danke ich Ihnen herzlich. Ich bin inzwischen ja Gefreiter geworden. Wenn Sie mal den Grund dafür wissen wollen, dann lassen Sie sich bitte einmal einen Brief an Frl. L. vom 13.-21.ii datiert vorlesen. Ich habe sie übrigens auch selbst schon gebeten, Ihnen den Brief vorzulesen, weil es eine Schilderung des Lebens als Artl.= verbindung[4] im vordersten bulgarischen Schützen= graben enthält. Verzeihen Sie, wenn ich Ihnen nicht auch so einen Brief geschrieben habe aber so ein Dokument verfaßt man nur Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 09.06.2023 16:06:26 Gelesen: 778590 # 2921
@ volkimal [#2920] Hallo Volkmar, Super, vielen Dank für Deine schnelle Hilfe! Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 09.06.2023 17:06:50 Gelesen: 778562 # 2922
@ evwezel [#2921] Hallo Emiel, hier ist der Rest: Seite 3 einmal. Mit Ihrer Ver= mutung, daß ich mich am vielgenannten Doiransee[5] befinde, haben Sie das Richtige getroffen. Wenn ich auf dem vor der Stellung liegenden Berg steige, liegt der See keine 2 km von mir ab. Wenn ich übrigens nochmal gelegentlich nach Cerniste[6] komme, werde ich Ihnen einige maze= donische Ansichten schicken womit Sie sicher= lich einverstanden sind. Besonders ist es ja freilich nicht, aber immerhin etwas. Wie ich Ihnen schon schrieb, nehme ich, nach= dem ich den Luftsignalkursus hinter mir habe, nochmals an einem Offz. = Asp.= Kursus[7] teil, auf Befehl des Oberleutnants. In Ehrenbreitstein der, seligen Angeden= kens, war also nicht genug und hatte gar keinen Zweck. Ferner erhalte ich Reit= unterricht. Das macht Spaß, wenn man in Reithose und = stiefel[8] auf dem Pferde durch die wildzerrissen Gegend traben Linke Seite Neulich hatten wir -8°, dann Sonnenschein, jetzt Regen. Das ist eine Abwechslung, bei der die Wege grundlos werden. [5] Doiransee / Dojran lake. Siehe auch https://en.wikipedia.org/wiki/Battle_of_Doiran_(1917) [6] Černište / Crnichani in Nordmazedonien [7] Offiziers-Aspiranten-Kursus [8] Reitstiefel - von Reitenden getragener Stiefel mit langem Schaft Seite 4 kann. Wie Sie wissen, bin ich ja Fernsprecher. Da der Apparat, auch während der Nacht, stets besetzt bleiben muß, so hat man in den 4 Stunden Wache Zeit zum Lesen und Schreiben. Ich habe mir schon von meinen Eltern mei= nen geliebten Homer in deutscher Ausgabe schicken lassen. Da wäre ich Ihnen nun wirk= lich herzlich dankbar, wenn Sie mich mit geistiger Nahrung etwas versehen wollten. Denn die vermißt man so manchmal. Mit dem Dichten ist es eine Sache. Obwohl ich Zeit und Anregung genug hätte hat das Wort, das Sie mir schrieben, doch in etwa Recht: Inter arma silent musae[9]. Es ist zuviel, was man er= lebt. Bis jetzt habe ich erste zwei Gedichte zu stande gebraucht, von denen das erste noch sehr der Feile bedarf. Ich schreibe sie anbei. Und nun seien Sie vielmals gegrüßt von Ihrem treuen Walter Ackermann Linke Seite Übrigens hat unser Batln. die Nummer geändert und ist vom Landwehr zu einem aktiven Batln. gemacht worden. Genaue Adr. Gefr.[10] W.A. 1. Batt. Fußartl. Batln. 118 D. Feldpost 239[11]. [9] Latein. „Unter Waffen schweigen die Musen“ [10] Gefr. = Gefreiter [11] 1. Batterie Fußartillerie-Bataillon 118 Deutsche Feldpost 239. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 09.06.2023 17:25:13 Gelesen: 778549 # 2923
@ volkimal [#2922]
Hallo Volkmar,

Das ist wirklich großartig, vielen Dank für Deine Überarbeitung! Ich habe wieder viel davon gelernt.

Viele Grüße,

Emiel
evwezel Am: 10.06.2023 10:15:38 Gelesen: 778263 # 2924
Liebe Mitglieder, Könnte mir jemand sagen, was die Abkürzung "t.v." in diesem Brief bedeutet? Viele Grüße, Emiel --- 13.6.17 Lieber Herr Oberlehrer! Ihre Karte habe ich erhalten. Zwei Neuigkeiten kann ich Ihnen ver= kündigen. Von den 20 Offz. Asp. haben ungefähr 13 die Prüfung bestanden, unter denen auch ich mich befinde. Alle, die an der Prüfung teilgenommen haben, sind heute Morgen auf Tropendienst= fähigkeit untersucht worden. Ich bin hier für t.v. befunden worden. Mit der Einkleidung hat es noch Zeit, da wir noch nicht eingeteilt sind. Man wollte such nur sichern. Mit herzlichem Gruß Ihr treuer W. Ackermann ---
volkimal Am: 10.06.2023 14:38:24 Gelesen: 778123 # 2925
@ evwezel [#2924] Hallo Emiel, ich kann die Abkürzung zwar im Internet nicht finden (es gibt zu viele Seiten mit TV = Fernsehen), ich könnte mir aber vorstellen, dass es "Tropen-Verwendungsfähig" bedeutet. In der drittletzten Zeile heißt es natürlich "Man wollte sich nur sichern" Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 10.06.2023 14:48:38 Gelesen: 778116 # 2926
@ volkimal [#2925] Hallo Volkmar, Vielen Dank! An dieser Möglichkeit hatte ich nicht gedacht, aber Du hast recht, vom Inhalt her macht das am meisten Sinn. Mit “such” statt “sich” habe ich mich natürlich vertan... Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 13.06.2023 10:56:30 Gelesen: 776865 # 2927
Liebe Sammelfreunde, Ich zeige Euch mal wieder eine Feldpostkarte. Leider geschrieben mit Bleistift und deshalb nicht einfach zu entziffern. Hat jemand einige Ahnung was die fehlenden Wörter sein könnten? Viele Grüße, Emiel --- 14.5.17 Lieber Herr Oberlehrer! O wie schön – Soldat zu sein. Seit gestern Abend 7 Uhr habe ich für 24 Stunden die (…)wache übernommen. „Lieb Vaterland, magst ruhig sein!“[1] In der Batterie ist heute Morgen der Dienst ausgefallen, wegen Leutemangel. Als Wachstube ist uns die leere(?) Stube 3 (…) (…) angewiesen. Erwartet das bei Ihnen nicht selige Er- innerungen? In Dankbarkeit Ihr Kanonier Walter Ackermann [1] Refrain von „Die Wacht am Rhein“, das deutsche Volks- und Soldatenlied des Jahres 1870.
Gauss Am: 13.06.2023 11:40:15 Gelesen: 776846 # 2928
Die Lücken kann ich leider nicht füllen. Am Ende heißt es wohl " Erweckt das ...Erinnerungen?".
evwezel Am: 13.06.2023 11:53:21 Gelesen: 776841 # 2929
@ Gauss [#2928] Hallo Gauss, Du hast recht, das klingt logisch and paßt auch besser im Schriftbild: 14.5.17 Lieber Herr Oberlehrer! O wie schön – Soldat zu sein. Seit gestern Abend 7 Uhr habe ich für 24 Stunden die (…)wache übernommen. „Lieb Vaterland, magst ruhig sein!“[1] In der Batterie ist heute Morgen der Dienst ausgefallen, wegen Leutemangel. Als Wachstube ist uns die leere(?) Stube 3 (…) (…) angewiesen. Erweckt das bei Ihnen nicht selige Er- innerungen? In Dankbarkeit Ihr Kanonier Walter Ackermann [1] Refrain von „Die Wacht am Rhein“, das deutsche Volks- und Soldatenlied des Jahres 1870. Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 16.06.2023 16:25:28 Gelesen: 775677 # 2930
@ evwezel [#2929] Hallo Emiel, wir waren bei unserer Tochter und den Enkeln, da habe ich deinen Brief übersehen. Ich lese: Lieber Herr Oberlehrer! O wie schön – Soldat zu sein. Seit gestern Abend 7 Uhr habe ich für 24 Stunden die E??ingwache(?) übernommen. „Lieb Vaterland, magst ruhig sein!“[1] In der Batterie ist heute Morgen der Dienst ausgefallen, wegen Leutemangel. Als Wachstube ist uns die leere Stube 3 im Rheineck(?) angewiesen. Erweckt das bei Ihnen nicht selige Er- innerungen? In Dankbarkeit Ihr Kanonier Walter Ackermann Das Wort in der dritten Zeile fängt mit sehr großer Wahrscheinlichkeit mit "E" an. Auch "ing" kommt vermutlich vor. Mir fällt aber nichts passendes ein. Weißt Du, wo Walter Ackermann im Mai 1917 war? Ich lese Rheineck, kann mich aber auch vertun. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 16.06.2023 16:36:13 Gelesen: 775671 # 2931
@ volkimal [#2930] Hallo Volkmar, Volltreffer! Walter Ackermann war zu dieser Zeit tätig als Kanonier bei der Festung Ehrenbreitstein. Es handelt sich demnach um Fort Rheineck. Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 16.06.2023 22:11:47 Gelesen: 775582 # 2932
Liebe Sammelfreunde, es ist höchste Zeit für ein neues Sütterlin-Rätsel. Es handelt sich wieder um eine Feldpostkarte und mir fehlt noch immer ein Wort. Hat irgend jemand eine Idee? Leider gibt es nicht viel Kontext. Viele Grüße, Emiel --- Coblenz, den 19.11.16. Sehr geehrter Herr Oberlehrer! Als Stubenältesten der Stube 98 von 28 Mann (darunter 3 Seminaristen(?) [3] aus Eusk.[1] und ein Rheinbacher Gymnasiast[2]) erlaubt sich Ihnen viele Grüße zu senden Ihr dankbarer Walter Ackermann [1] Euskirchen [2] Siehe https://www.sg-rheinbach.de/unsere-schule/schulgeschichte
volkimal Am: 17.06.2023 00:25:13 Gelesen: 775533 # 2933
@ evwezel [#2932] Hallo Emiel, ich denke, dass du mit Seminarist richtig liegst. In Euskirchen gab es ein Lehrerseminar. Was war Walter Ackermann von Beruf? In der ersten Zeile heißt es übrigens "Als Stubenältester der Stube 98 ..." Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 17.06.2023 11:12:17 Gelesen: 775315 # 2934
@ volkimal [#2933] Hallo Volkmar, Walter Ackermann war gerade 18 Jahre alt wenn er diese Feldpostkarte schrieb. Er war einer der ehemaligen Schüler von Franz und machte sein Abitur nach dem Krieg in 1919. Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 17.06.2023 11:38:39 Gelesen: 775301 # 2935
@ evwezel [#2934] Hallo Emiel, der Empfänger des Briefes war Lehrer. Der kannte das Lehrerseminar in Euskirchen [1] mit sehr großer Wahrscheinlichkeit bzw. hat es vielleicht besucht. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.hans-dieter-arntz.de/jetzt_sind_die_tage.html
Angelika Am: 17.06.2023 16:04:14 Gelesen: 775226 # 2936
Hallo ich habe gerade eine etwas ältere Postkarte aus meine Heimatort bekommen. Wer kann lesen was da geschrieben steht? Viele Grüße Angelika
DERMZ Am: 17.06.2023 16:53:39 Gelesen: 775214 # 2937
Hallo Angelika ich versuche es mal... Guss aus Rossstall, den 28. April 1898 Liebe Doris! Entschuldige, daß ich dich schon wieder belästige, das ... Futter hast du doch erhalten? Es wird dich gerade nicht wundern, daß ich so ... wegen dem Kreuz (?) an, die es ... Zt ja, ... ihr mehr ... ich mich der es warte. Sei mir darum nicht böse u sei so freundlich u. sorge dafür daß ich Ihn bald bekomme. Nächste ... soll ich nach Nürnberg u. da möchte ich ihn doch haben. Schicken kannst du ihn per ... ... ihm herzl. Dank für deine Mühe u. innige Grüße v. S. Ab. Herzl Gruß Marie ... ...tag ... Marg. die läßt dich herzl Grüßen. Mir ist es jetzt schon leid um Sie. So, ein paar Lücken sind noch da, ich hoffe Du kannst die Texte den entsprechenden Stellen auf der Karte zuordnen. Ich vermute es geht um ein neues Kleidungsstück, daß ein neues Innenfutter erhalten soll und bald gebraucht wird. Beste Grüße Olaf
chris63 Am: 17.06.2023 18:35:37 Gelesen: 775178 # 2938
@ DERMZ [#2937] Vorschlag für die Lücken ..... belästige. daß blaue Futter hast du doch erhalten? es wird dich gerade nicht wundern, daß ich so dräng wegen dem Kragen, du weißt ja, wie ichs mache, wen(n) ich auf etwas warte. Sei mir darum nicht böse u. sei so freundlich u. sorge dafür daß ich Ihn bald bekom(m)e. Nächste Woche soll ich nach Nürnberg u. da möchte ich Ihn doch haben. Schicken kannst du Ihn per Nachnahme. Einstweilen herzl. Dank für deine Mühe u. innige Grüße v. d. ta. Marie herzl. grüße an ??? am Sonntag scheidet Marg. sie läßt ... grüsse Christof
volkimal Am: 18.06.2023 07:21:45 Gelesen: 775001 # 2939
@ Angelika2603 [#2936] Hallo Angelika, dank der guten Vorarbeit von Olaf und Christof war es leicht, die fehlenden Worte zu entziffern. Es ist nur nicht klar, wer Grüße bestellt hat. Gruss aus Rossstall, den 28. April 1898 Liebe Doris! Entschuldige, daß ich dich schon wieder belästige. Das blaue Futter hast du doch erhalten? es wird dich gerade nicht wundern, daß ich so dräng wegen dem Kragen, du weißt ja, wie ichs mache, wenn ich auf etwas warte. Sei mir darum nicht böse u. sei so freundlich u. sorge dafür daß ich Ihn bald bekomme. Nächste Woche soll ich nach Nürnberg u. da möchte ich Ihn doch haben. Schicken kannst du Ihn per Nachnahme. Einstweilen herzl. Dank für Deine Mühe innige Grüße v. d. tr. (von deiner treuen) Marie Herzl. grüßen ??? am Sonntag scheidet Marg. sie läßt Dich herzl Grüßen. Mir ist es jetzt schon leid um Sie. Christof, du hast "bekom(m)e." geschrieben. Die Klammer kannst Du ruhig weglassen, denn oberhalb des "m" ist ein Verdopplungsstrich. Es soll also wirklich ein "mm" sein. Als Beispiel dazu ein Stempel aus Sommerfeld. Viele Grüße Volkmar
Angelika Am: 18.06.2023 07:25:23 Gelesen: 774999 # 2940
Guten Morgen, vielen herzlichen Dank euch allen, ihr seid einfach genial ! Viele Grüße Angelika
Angelika Am: 20.06.2023 19:03:09 Gelesen: 773491 # 2941
Guten Abend die Herren weiter geht's - wieder eine Karte aus Roßtal. Ein bisschen was haben wir schon Adressiert an .... Josef Beck Zur Zeit im Lazarett ..... ..... Lieber Josef! Vorhin haben wir deine Karte erhalten und daraus ........ dass du dein Päckchen welches wir dir am 12 des Monats geschickt haben noch nicht erhalten hast. Hoffentlich wird es ...... .... wir haben 4 Bratwürste .... Butterzeug hinein. Sonst ..... hoffentlich werden wir uns bald in der ........ Seitlich steht denke ich: Wir wünschen Dir gesunde Feiertage. Viele Grüße Angelika
volkimal Am: 20.06.2023 19:08:03 Gelesen: 773486 # 2942
@ Angelika2603 [#2941] Hallo Angelika, auf der Karte steht: Anschrift: Reser. Joseph Beck Zur Zeit im Lazaret Niederlahnstein St. Josephshaus Textseite: Roßtal den 22 Dez. 15 Lieber Joseph! Soeben haben wir deine Karte erhalten und darauß ersehen das du dein Paketchen welches wir dir am 12 des Monats geschickt haben noch nicht erhalten hast, hoffentlich wirsts doch noch erhalten wir haben 4 Bratwürstl ein Stückchen Presak u. etwas Butterzeug hinein. Sonst nichts neues hoffentlich werden wir uns bald in der Heimat(?) sehen Wir wünschen dir gesunde Feiertage Mit Presak ist wohl Presssack gemeint, eine fränkische Wurstspezialität. Viele Grüße Volkmar
Angelika Am: 20.06.2023 19:28:27 Gelesen: 773473 # 2943
Vielen herzlichen Dank Volkmar, es ist einfach toll wie schnell man hier Hilfe bekommt! Viele Grüße Angelika
Heinz 1 Am: 21.06.2023 18:41:04 Gelesen: 770812 # 2944
Hallo zusammen, kann mir jemand den Text auf der Privatposrkarte von Aachen Übersetzenberichtigen bzw ergänzen? Herrn Alfr. Flamm Wohlgeboren Hier Theresienstr. 15 Eu.(Euer) Wohlgeboren wird hierdurch ergebenst ......, Heute Abend 9 Uhr ....wichtiger Angelegenheiten zur Versammlung im Karlshaus zu erscheinen. Der Vorstand der ....... Im Voraus für Eure Bemühungen vilen Dank Heinz
volkimal Am: 21.06.2023 18:53:11 Gelesen: 770808 # 2945
@ Heinz 1 [#2944] Hallo Heinz, ich lese: Herrn Alfr. Flamm Wohlgeboren Hier Theresienstr. 15 Eu.(Euer) Wohlgeboren wird hierdurch ergebenst ersucht, heute Abend 9 Uhr behufs Besprechung wichtiger Angelegenheiten zur Versammlung im Karlshaus zu erscheinen. Der Vorstand des aachener Briefmverein Beim letzten Wort sind "Brief" und "verein" klar. Dazwischen ist kaum Platz. Ich vermute, dass es eine Abkürzung von Briefmarkenverein ist. Gab es den damals? Leider ist das Datum nicht zu erkennen. Viele Grüße Volkmar
Heinz 1 Am: 21.06.2023 20:09:49 Gelesen: 770775 # 2946
@ volkimal [#2945] Hallo Volkmar, herzlichen Dank für die Ergänzungen. Der Aachener Briefmarkenverein besteht schon seit Anfang 1890. 1893 befand sich das Vereinslokal im Hotel Karlshaus. Da der Stempel vom 13. XII 94 ist, stimmt auch dieses. Ab 1890 war Herr Wilhelm Plötzke Vorstandsvorsitzender. Schade das der Absender nicht benannt ist. Ich gehe davon aus, dass er diese Karte über die Aachener Privatpost verschickt hat. Der Name des bRiefmarkenverein war zu dieser Zeit "Aachener Briefmarkensammler-Verein" Ein schönes Dokument für die Geschichte der Briefmarkenfreunde Aachen 1890 e.V. Mit besten Grüßen Heinz
Gauss Am: 22.06.2023 20:49:06 Gelesen: 770027 # 2947
@ volkimal [#2945] Wenn eine ganz penible Anmerkung gestattet ist: Es heißt wohl Ew. Wohlgeboren, was die korrekte Abkürzung für Euer Wohlgeboren war.
evwezel Am: 30.06.2023 14:38:10 Gelesen: 766816 # 2948
Liebe Sammelfreunde, ich melde mich mal wieder mit einer Feldpostkarte: Meine Übersetzung lautet wie folgt: Seite A Lt. d. R. Gilles I.R. 53 II. Batt. 8 Comp. 50 I.D. Feldpostkarte Fräulein Jeanne Bergmans 183 Kanal Dyck [1] St. Pieter Maastricht Holland Seite B In der Champagne, (?)[2]. 25.IV.15. Liebe Jeanne! Bin damals nicht von meinen Kommando abgelöst wor- den, sondern sogar für 4 Wochen zu der Div.[3] für den Materialtransport zu den Baustellen abkommandiert worden. Es geht mir gut. Mit Ausnah- me einer Beschießung mit Grana- ten noch nicht in meiner Arbeit gestört worden. Deine Karte mit An- sicht von St. Pieter[4] habe ich erhalten. Besten Dank. Heute geht gerade die Text auf der rechten Seite Nachricht über einen großen Sieg über die Text auf der linken Seite Engländer nördl[5] Ypern ein.[6] Es grüßt herzlichst Josef [1] Kanaaldijk [2] Ich hätte hier etwas wie "den" oder "d." erwartet, aber das lese ich ich hier nicht... [3] Div. = Division [4] Das Stadtviertel St. Pieter in Maastricht war vor 1920 ein selbständiges Dorf. [5] nördl = nördlich [6] Siehe https://www.dhm.de/lemo/kapitel/erster-weltkrieg/kriegsverlauf/ypern-1915.html Hat jemand eine Lösung für [2] ? Viele Grüße, Emiel
Angelika Am: 30.06.2023 15:10:53 Gelesen: 766795 # 2949
Hallo gerade habe ich wieder eine etwas ältere Karte aus meinem Heimatort erhalten. Wer kann das lesen? Ich komme nicht weit. Roßtal den 29.6.40 Lieber Vater, hiermit ...., daß es mir gut geht Viele Grüße Angelika
bayern klassisch Am: 30.06.2023 15:13:58 Gelesen: 766793 # 2950
@ Angelika2603 [#2949] ... hiermit schreibe ich dir, daß es mir gut geht ... Liebe Grüsse, Ralph
Gauss Am: 30.06.2023 15:38:55 Gelesen: 766779 # 2951
@ evwezel [#2948] So[nntag]
evwezel Am: 30.06.2023 15:54:05 Gelesen: 766770 # 2952
@ Gauss [#2951] Aber natürlich, wie dumm von mir. Vielen Dank für deine Hilfe! Emiel
Gauss Am: 30.06.2023 15:56:26 Gelesen: 766767 # 2953
@ evwezel [#2952] Ich habe es vorsichtshalber auch vorher nachgeprüft, der 25. April war tatsächlich ein Sonntag.
Koban Am: 30.06.2023 15:57:56 Gelesen: 766766 # 2954
@ Angelika2603 [#2949] Ich mache mal weiter: (...) Bin sehr braun im Gesicht geworden, mein Zucker ist bald alle. Wenn ich welchen brauche schreibe ich Dir. (...) Gruß, Koban
evwezel Am: 30.06.2023 16:04:23 Gelesen: 766763 # 2955
@ Angelika2603 [#2949] Hallo Angelika, Der Briefschreiber schreibt unglaublich schmierig: Lieber Vater! Hiermit schreibe ich Dir, das es mir gut geht. Bin sehr braun im Gesicht geworden, mein Zücker ist bald alle. Wenn ich welchen brauche schreibe ich Dir. Wir alle mal(?) (sind?) in Rosstal (Wochen?) hier. Ist eine Abwechselung(?) mal(?). Bleibe gesund und halte Dich. Es grüßt Dir dein Sohn Karl Gözner Herrn (…) Gözner Wittgensdorf Bez. Chemnitz Hoffentlich kann jemand die fehlenden Wörter lesen. Viele Grüße, Emiel
DERMZ Am: 30.06.2023 16:21:21 Gelesen: 766753 # 2956
@ evwezel [#2955] @ Angelika2603 [#2949] Lieber Vater! Hiermit schreibe ich Dir, das es mir gut geht. Bin sehr braun im Gesicht geworden mein Zucker ist bald alle. Wenn ich welchen brauche schreibe ich Dir. Wir alle mal sind Wochen hier in Rosstal. Ist eine Abwechselung mal. Bleibe gesund und halte Dich. Es grüßt Dich Dein Sohn Karl Gözner Herrn Paul Gözner Wittgensdorf Bez. Chemnitz So würde ich den Text auf der Karte lesen. Beste Grüsse Olaf
evwezel Am: 30.06.2023 16:23:25 Gelesen: 766750 # 2957
@ Gauss [#2953] Du bist Spitze! Viele Grüße, Emiel
Angelika Am: 30.06.2023 16:38:24 Gelesen: 766741 # 2958
Vielen herzlichen Dank, das ging ja wieder fix Viele Grüße Angelika
volkimal Am: 30.06.2023 21:07:36 Gelesen: 766535 # 2959
@ Angelika2603 [#2958] Hallo Angelika, noch eine kleine Ergänzung. Der Name ist nicht Gözner sondern Höppner. Das H am Anfang sieht man auch im Wort Herrn. In der Mitte sind zwei Buchstaben mit Unterlänge. Beim p war ich mir am Anfang nicht sicher, aber der Name Höppner ist im Ort auch heute noch geläufig. Im Kartentext irritiert mich nur die Zeile "Wir alle mal sind". Das letzte Wort "sind" fängt mit dem langen s an und das sieht ganz anders aus (so wie in sehr). Für mich sieht das Wort eher wie Lino aus - das ergibt aber keinen Sinn. Viele Grüße Volkmar
chris63 Am: 30.06.2023 22:43:00 Gelesen: 766502 # 2960
@ volkimal [#2959] Der obere Kringel nach rechts spricht eher für Kino statt Lino, so auch bei Karl geschrieben. grüsse Christof
volkimal Am: 30.06.2023 23:36:13 Gelesen: 766472 # 2961
@ chris63 [#2960] Hallo Christof, sehr gut, das wird es sein. Jetzt macht der Text Sinn, denn das Wort Wochen ist auch nicht richtig. Ich denke es heißt: Wir alle mal Kino Wohne hier in Rosstal. Ist eine Abwechselung mal. Etwas anders geschrieben meint Karl wohl: Wir alle mal Kino in Rosstal. Ist eine Abwechselung mal. Wohne hier. (in Rosstal) Viele Grüße Volkmar
Angelika Am: 01.07.2023 13:34:19 Gelesen: 766224 # 2962
Hallo Volkmar, vielen Dank für die Ergänzung. Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass du, bzw ihr das alles so lesen kannst. Ich habe die Karte in unserer Gruppe in Roßtal gezeigt und kurz danach hat sich einer gemeldet, dass das sein Haus wäre und hat gleich noch ein aktuelles Foto gepostet Viele Grüße Angelika
evwezel Am: 01.07.2023 14:00:29 Gelesen: 766204 # 2963
@ volkimal [#2961] @ chris63 [#2960] Hallo Volkmar und Chris, ihr habt völlig recht. Mit dem Wort “Wochen” und den Nachnamen “Gözner” habe ich mich vertan. Der Satz macht jetzt viel mehr Sinn. Der Text lässt sich fast lesen wie eine Telegrammnachricht. Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 01.07.2023 21:15:00 Gelesen: 766120 # 2964
Liebe Sammelfreunde, ich zeige Euch wieder eine Feldpostkarte vom Ersten Weltkrieg. Diesmal habe ich nur eine Frage (na ja, eigentlich zwei. Siehe auch [5]): ist "Junni" ein Kosename oder habe ich den Namen nicht richtig gelesen? Viele Grüße, Emiel --- Transkription: Mein lieber Bub[1], Hier schick(e) ich Dir ein Kärtchen mit den sieben tapferen Schwaben[2], die vor einem kleinen Häschen fort- laufen, das ist doch zum Totlachen, da wäre mein Junni(?)[3] nicht vor ausgerissen[4]. Gestern war hier schö- nes Wetter, ich konnte aber nicht fort, habe gearbeitet, heute regnet es. Hoffentlich ist es dorthin(?) besser. Habt Ihr geflaggt?[5] Viele Grüße u. Küsse. Dein Vater 28-1 Abs. W. M. Heussner, 10/II B.D. Feldpost Herrn. Carlheinz Heussner in Cassel Frankf. Str. 82 [6] Briefstempel Kaiserl. Marine 10. Kompagnie II. Bau-Division [1] Bub, der = Junge, Knabe [2] Siehe https://www.sagen.at/texte/maerchen/maerchen_deutschland/allgemein/vondensiebenschwaben.html [3] Ist "Junni" ein Kosename? [4] ausreißen = die Flucht ergreifen [5] Hat die Familie vielleicht geflaggt wegen den Geburtstag des Kaisers am 27. Januar? [6] Frankfurterstraße 82. Siehe Adressbuch Kassel (1916) in https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1916/645/. Herr Wilhelm Heussner war tätig als Kupferschiedemeister.
volkimal Am: 01.07.2023 21:40:33 Gelesen: 766108 # 2965
@ evwezel [#2964] Hallo Emiel, den Namen Junni habe ich ebenfalls noch nie gehört. Es dürfte ein Kosename oder ein Spitzname sein. Ich kann mir gut vorstellen, dass wegen des Geburtstag des Kaisers geflaggt wurde. Zwei kleine Korrekturen. Das "hier" in der ersten Zeile ist kleingeschrieben. In der 8. Zeile heißt es "hab gearbeitet". Das "e" von "hab(e)" fehlt. In der 9. Zeile heißt es nicht dorthin. Das h ist nicht vorhanden und der i-Punkt fehlt. Ich weiß aber auch nicht, was dort steht. Für mich sieht es ähnlich aus wie "Hoffentlich ist es d?s?? besser". Auch vom Inhalt her finde ich kein passendes Wort. Zum Beispiel daheim wäre passend, so heißt es aber nicht. Viele Grüße Volkmar
Gauss Am: 01.07.2023 22:16:55 Gelesen: 766093 # 2966
dorten?
evwezel Am: 02.07.2023 12:04:41 Gelesen: 765867 # 2967
@ volkimal [#2965] @ gauss [#2966] Hallo Volkmar und Gauss, vielen Dank für Eure Hilfe! Mit herzlichem Sammlergruß, Emiel
Flecker Am: 03.07.2023 15:19:33 Gelesen: 764892 # 2968
Hallo, wer kann den Ortsnamen lesen? Vielen Dank im voraus. Rudolf
evwezel Am: 03.07.2023 15:24:46 Gelesen: 764884 # 2969
@ Flecker [#2968] Hausholz?
Flecker Am: 03.07.2023 15:30:35 Gelesen: 764878 # 2970
@evwezel 2969 Hallo, einen Ort Namens Hausholz gibt es nicht laut GOOGLE. Es muss ein Ort sein irgendwo bei Wilnsdorf Wilgersdorf. Aber Danke. Rudolf
DERMZ Am: 03.07.2023 15:56:49 Gelesen: 764856 # 2971
@ Flecker [#2970]

Hallo Flecker,

ich würde Heuholz lesen, aber davon gibt es zwei, eines in der Steiermark und eines in Baden-Württemberg. Welches nun gemeint ist, kann ich so nicht beurteilen.

Beste Grüsse Olaf
chris63 Am: 03.07.2023 17:50:12 Gelesen: 764766 # 2972
@ Flecker [#2968] Nauholz, NRW, LK Siegen grüsse Christof
Flecker Am: 03.07.2023 18:01:12 Gelesen: 764749 # 2973
@chris63(2972)

Danke Chris, Nauholz kommt hin, obwohl der erste Buchstabe im Sütterlin ganz anders aussieht als das N. Wir hatten dort Verwandschaft. Heute gibt es den Ort nicht mehr, ist damals beim Bau der Talsperre untergegangen. Rudolf
evwezel Am: 03.07.2023 18:33:05 Gelesen: 764719 # 2974
@ Flecker [#2973] Hallo Flecker, Adolf Bohn(?) war tätig als Gießerei-Arbeiter. Gab es eine Gießerei in Nauholz? Viele Grüße, Emiel
chris63 Am: 03.07.2023 19:12:31 Gelesen: 764686 # 2975
@ Flecker [#2973] Sehe ich genau anders, mit einem H in Kurrent/Sütterlin hat der 1. Buchstabe keine Ähnlichkeit, nur mit einem H in Latein. Die Schlaufe im Anstrich etwas größer und einen Haken oben im Abstrich, dann entsteht ein perfektes N in Kurrent. Sütterlin halte auch für den falschen Ansatz, wurde flächendeckend nur von 1920-1940 an den Schulen gelehrt. In reinem Sütterlin wurde hier noch keine Karte vorgestellt, alles vor 1930 ist sicher Kurrentschrift und danach immer noch die Masse. In der Nähe von Nauholz gab es ein Erzbergwerk, und Walzen Irle in Netphen gibt es heute noch in der Hüttenstrasse. grüsse Christof
evwezel Am: 03.07.2023 19:52:30 Gelesen: 764668 # 2976
@ chris63 [#2975] Hallo Christof, Ich dachte eigentlich, dass (Orts)namen immer mit lateinischen Buchstaben geschrieben wurden. Das stimmt also nicht? Vielen Dank auch für die Information über das Erzbergwerk. Wieder etwas Neues gelernt! Viele Grüße, Emiel
chris63 Am: 03.07.2023 20:19:19 Gelesen: 764655 # 2977
@ evwezel [#2976] Hallo Emiel, die Adresse mit lateinischen Buchstaben war Vorschrift, nur haben sich nicht alle daran gehalten. grüsse Christof
DERMZ Am: 05.07.2023 06:07:25 Gelesen: 764022 # 2978
@ roteratte48 [#908] Guten Morgen, Im Adressbuch von Marburg aus dem Jahr 1889 wird Prof. Dr. Greeff genannt. Es handelt sich um den Zoologen Richard Greeff (1828-1892), der für das akademische Jahr 1888/1889 zum Rektor der Philipps-Universität Marburg gewählt worden war. [1] Mit besten Grüssen Olaf [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Greeff_(Zoologe) und https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/digitalisatViewer.action?detailid=v7773653&selectId=74863680
DERMZ Am: 08.07.2023 16:38:53 Gelesen: 762100 # 2979
Guten Nachmittag, nachdem es heute bis zum Mittag geregnet hat, war auch ein wenig Zeit um sich an der Neuen Post zu versuchen - eine kleine Karte mit wenig Text aber großen Fragezeichen: Professor Dr F. Braun frug am 17.Juni 1879 die Firma A.Schultze in Halle/Saale nach dem Preis für eine bestimmte Sorte Öl. Doch welche, ist mir schleierhaft. Die Firma August Theodor Schultze war 1879 eine Maschinen- und Wagenfettfabrik, sowie Fabrik für Harz-Destillation in der Pfännerhöhe 4 in Halle. Ich las folgendes: Herrn A. Schultze u. Co Halle a/S. Sehr geehrter Herr! Ich bitte Sie um gef. Übersendung Ihrer Preis- .... ... über ..öle. .... Prof. Dr. F. Braun Marburg, 17.VI.79 Reg.Bez. Cassel In Blau steht unten geschrieben: Anfrage seitlich lese ich: am 18.6. geschr. Wer kann mir wohl bei den vielen Punkten weiterhelfen? Besten Dank sagt Olaf
Gauss Am: 08.07.2023 17:27:05 Gelesen: 762083 # 2980
Ihres Preiscourantes über Heizöle. Hochachtungsvolst
opti53 Am: 08.07.2023 20:44:22 Gelesen: 762028 # 2981
Hallo, "Heizöle" kann ich mir nicht so recht vorstellen. Dass es 1879 schon einen Ölofen gegeben hat, konnte ich trotzt intensiver Recherche noch nicht herausfinden. Und selbst wenn er schon erfunden war, kam der Begriff Heizöl bestimmt erst später auf. Prof. Karl Ferdinand Braun war zwar Physiker und erfand die Braunsche Röhre, aber mit Ölheizungen hat er sich eher nicht beschäftigt. Viele Grüße Thomas
epem7081 Am: 08.07.2023 21:40:06 Gelesen: 762023 # 2982
@ DERMZ [#2979] Hallo Olaf, es dürfte sich hier um Harzöle handeln. In einem Addressbuch und Warenverzeichnis von 1888 findet sich folgender Eintrag: Ich wünsche noch einen schönen Sonntag. Mit freundlichen Grüßen Edwin
Gauss Am: 08.07.2023 22:48:55 Gelesen: 762005 # 2983
Harzöle. Wieder was gelernt.
DERMZ Am: 09.07.2023 02:28:51 Gelesen: 761957 # 2984
@ Gauss [#2980] @ opti53 [#2981] @ epem7081 [#2982] Guten Morgen, DANKE - jetzt ist diese kleine Karte aber ganz groß geworden - ich habe doch gar keinen Gedanken an Professor Ferdinand Braun mit seiner Braunschen Röhre verschwendet. Vielen Dank für den Hinweis und ebenfalls einen riesigen Dank für die "Harzöle", das hätte ich nie "gelesen", macht aber absolut Sinn. Einen schönen Sonntag wünscht Olaf
DERMZ Am: 09.07.2023 16:34:42 Gelesen: 761772 # 2985
Guten Nachmittag, die nächste Marburger Prominenz, diesmal hat Herr Professor Wilhlem Feußner Post aus Cappel (bei Marburg) bekommen. Wilhelm Feußner war Nachfolger von Ferdinand Braun als Professor für Theoretische Physik. Ich habe folgendes gelesen, bei den Namen Tayu und Idal bin ich mir absolut unsicher: Herrn Prof.W.Feußner Adr. Herrn Prof.K.Feußner Charlottenburg Berlinerstr.80 v.r. III Lieber Tayu! Herzlichen Dank für Deine Kar- te. Du hast in der kurzen Zeit ja wirklich furchtbar viel gesehen! Wir sind hier sehr behaglich und vergnügt. Heute ist Idal zum ersten Mal wieder in der Schule gewesen. Mama und ich sind die Frauenberg- Chaussee gegangen bis zur Kreuzung, dann einen ebenen Waldweg bis zu einer prachtvollen Lichtung wo wir frühstückten und beschlossen, daß Du sie auch mal sehen müßtest. Man sitzt am Waldrand, hat vor sich eine Lichtung auf der einzelne hohe Kiefern stehen, dann kommen ein paar waldige Bergrücken, schon etwas im Dunst ein Stück Marburg mit Schloß, dahinter hoch die Kirchspitze links im Nebel ein paar Berge des Hinterlands, rechts guckt der Spiegelslustturm und der Lichteküppel rüber. Prachtvoll ist es. Wir gingen dann noch Weiter bis zum Frauenberg und dann steilen Fußweg hinunter. Mama kann jetzt schon besser laufen, es geht ihr überhaupt sehr gut. Heute hatten wir um Kaffee schon Apfelkuchen, der prachtvoll schmeckte. hochkant geschrieben: Bitte grüße alle Feußners sehr sehr vielmals. Hoffentlich geht es Otto besser. Von Lena bekam ein feines Bild von M... …, … u. Schloß. kopfstehend Franz schrieb eine Karte Aus Kreuznach. Es grüßte Dich herzlich Deine Pau... Und auf der Anschriftenseite steht links L.S! D… hab ich ein Briefchen nach Biss geschrieben um Dir auch herzlichsten Gruß und Dank für Deine liebe Karte vom 14. Lena schrieb Auch wie viel Du fertig bruchtest. Heute haben wir besseres Wetter, können wie- der draußen sitzen, was gestern nicht möglich war. Irmgard Ist eben zum 2.mal nach Mbg. um ihr Tennis zu spielen. Gestern Nachm. waren beide K. in Mbg. I., weil sie noch an Ihrer Schul-Handarb. auf der Masch. nähen mußte, F., um ihren Ge... endlich zuzubinden. Sie hilft eben Frl. Lina …..... ab- nehmen. Wenn Du zu Wer- neckes gehst, grüße bitte von uns. Viele Grüße an Euch Alle sehr an Dich l.S. Von Deiner E. Mbg. = Marburg Wer kann das Fehlende identifizieren? Olaf sagt jetzt schon einmal herzlich DANKE für die Hilfe
volkimal Am: 09.07.2023 17:16:19 Gelesen: 761762 # 2986
@ DERMZ [#2985] Hallo Olaf, namen, vor allem Kose- oder Spitznamen sind oft sehr schwer zu lesen. Ich habe einem den untersten Text angesehen und zwei fehlende Wörter entziffert: L.S! Derweil hab ich ein Briefchen nach Biss(?) geschrieben um Dir auch herzlichsten Gruß und Dank für Deine liebe Karte vom 14. Lena schrieb Auch wie viel Du fertig brächtest. Beim Wort "Biss" bezweifel ich etwas, dass es wirklich ein B am Anfang ist. Ich kenne aber keinen Ort, der aus ?iss endet (auch Biss nicht). Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 09.07.2023 17:38:27 Gelesen: 761755 # 2987
@ DERMZ [#2985] Hallo Olaf, kennst Du die Namen der Kinder von Prof. W. Feußner? Ich glaube, dass es nicht Tayu sondern "Papa" heißt. Leider ist sonst nur ein großes P unten auf der Karte in Prachtvoll. Das ist aber leider durch das Wort darüber nicht gut zu erkennen. Das kleine "p" kommt mehrmals vor und passt sehr gut zu Papa. Dann liest Du "Von Lena bekam ein feines Bild von M... …, … u. Schloß". Es könnte das Muskauer Schloss sein. Das Wort dazwischen kann ich aber nicht erkennen. Bei der Unterschrift heißt es "Es grüßte Dich herzlich Dein" (ohne e). Ob der Name wirklich mit P anfängt - da bin ich nicht sicher. Er endet meiner Meinung nach mit "...chen". Eventuel heiß es Emmachen. Viele Grüße Volkmar
chris63 Am: 09.07.2023 22:20:42 Gelesen: 761684 # 2988
@ DERMZ [#2985] Hallo Olaf, Anschriftenseite von der Ehefrau geschrieben .......... ihrer Schul-Handarb. auf der Masch. nähen mußte. E. (für Emma), um ihren Gelben? endlich zuzubinden. Em[m] hilft eben Frl. Lina Früh-Aepfel ab nehmen. Rückseite Tochter Emma an ihren Papa Idel wird der Kosename für ihre Schwester Irmgard sein, ansonsten vermute ich, Mama läuft nicht besser sondern famos. Was auf dem Bild von Muskauen neben dem Schloß zu sehen sein soll?? grüße Christof das m in eckigen Klammern kennzeichnet einen Reduplikationsstrich
DERMZ Am: 11.07.2023 08:13:35 Gelesen: 760892 # 2989
@ volkimal [#2986] @ chris63 [#2988] Guten Morgen, komme leider erst heute zum DANKE sagen. Ich habe die Tage nach mehr Informationen zu Familie Feußner - insbesondere der Kinder - gesucht, bin aber nicht fündig geworden. Aber es macht schon Sinn, daß Gattin und Tochter die Karte geschrieben haben. Im Adressbuch von Marburg aus dem Jahr 1908 ist die Familie Wilhelm Feußner in der Wörthstraße 9 (heute Liebigstraße) verzeichnet. Ich schaue dann mal nach dem Muskauer Schloss, vielleicht finde ich noch das fehlende Wort. Besten Dank sagt Olaf
Quincy Am: 11.07.2023 09:38:49 Gelesen: 760862 # 2990
Auf der Textseite einer Feldpostkarte vom 14.11.14 von Hamminkeln nach Leverkusen ist fast alles gut lesbar. Es fehlt mir nur der Satz im roten Rechteck. Kann jemand helfen? Vielen Dank im Voraus Hans-Jürgen
volkimal Am: 11.07.2023 09:53:08 Gelesen: 760856 # 2991
@ Quincy [#2990] Hallo Hans-Jürgen, ich denke es heißt "Es ist überhaupt reizend". Einzelne Buchstaben im Vergleich: „r“ wie in „rieb“, „z“ wie in "beziehe". Das "d" sieht in der Regel anders aus, aber es passt zum Sütterlin-d. Viele Grüße Volkmar
Quincy Am: 11.07.2023 13:00:06 Gelesen: 760806 # 2992
@ volkimal [#2991] Hallo Volkmar, vielen Dank! Das passt. Eigentlich hätte ich auch selbst darauf kommen können, bin aber am Sütterlin-d gescheitert. Viele Grüße Hans-Jürgen
DERMZ Am: 15.07.2023 08:47:34 Gelesen: 758435 # 2993
Guten Morgen, zum Frühstück gab es Käse - warum nur? Ganz einfach, die folgende Karte hat Lust darauf wachsen lassen: Otto Kratz aus Marburg bestellte bei Jacob Steiner Emmentaler Käse, ich las folgendes: Herrn Jacob Steiner Landshut a/d. Emme Canton Bern Schweiz Marburg den 15. April 88. Herrn Jacob Steiner Landshut Hiermit ersuche ich Sie um gefl. sofortige Zusendung per Frachtgut .. … Bhf. von zwei Laiben feinsten Emmenthaler Kaese in saftiger W..., möglichst großlöchrig. Ich rechne bestimmt auf umgehende …. Hochachtend! Otto Kratz In Utzenstorf gibt es einen Jakob-Steiner-Weg, dieser ist allerdings dem Mathematiker Jakob-Steiner-Weg gewidmet, dieser hat mit "meinem" Käse nichts zu tun. Beste Grüße Olaf
volkimal Am: 15.07.2023 09:15:02 Gelesen: 758423 # 2994
@ DERMZ [#2993] Hallo Olaf, du zeigst eine falsche Textseite der Karte. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 15.07.2023 09:52:46 Gelesen: 758407 # 2995
@ volkimal [#2994] Mea maxima culpa - hier die korrekte Seite. Beste Grüße Olaf
evwezel Am: 15.07.2023 10:11:59 Gelesen: 758389 # 2996
@ DERMZ [#2995] Hallo Olaf, Ich glaube, das letzte fehlende Wort ist "Effectuierung": auf umgehende Effectuierung Außerdem lese ich “in festiger Waare”. Bei Waare handelt es sich um eine veraltete Schreibweise von Ware. Viele Grüße, Emiel
DERMZ Am: 15.07.2023 11:39:46 Gelesen: 758340 # 2997
@ evwezel [#2996] Besten Dank Emiel, Effectuierung kannte ich bis jetzt nicht - wieder etwas gelernt. Und dass das saftige etwas festes ist, macht deutlich mehr Sinn, ich blamiere mich halt manchmal ganz ungeniert. Beste Grüße Olaf
Paris Am: 19.07.2023 14:01:02 Gelesen: 756284 # 2998
Hallo allerseits, es wäre erfreulich, wenn mir beim Entziffern geholfen werden könnte. „Ihre Excellenz Frau Gräfin v. Spaur aus Roggenburg gegenwärtig wohnhaft in München Wie es Ihnen bekannt ist, so habe ich stets noch Seit 3. & 4. Jahren eine Schuldforderung von [..] 47.21. an dero Herrn Gemahl zu machen, und kann Trotz allen Aufforderungen und höflichen Vor- Stellungen zu meinem Guthaben nicht gelangen. Ich kann mein Geld nicht so lange entbehren gebrauche dasselbe in meinem Geschäft, und sehe keinen anderen Ausweg vor mir, als daß ich höchst dem Herrn Gemahl vor Gericht be- lange, oder dero vermöglichen Herrn Grafen von Spaur in öffentlichen Blättern auffordere mich zu bezahlen. Ungern würde ich mich zu einem solchen Schritte entschließen, und wende mich daher mit der recht höflichen Bitte an Sie, Hochgeschätzte Frau Gräfin sich nun doch endlich meiner anzunehmen, und höchst dero Herrn Gemahl zu bewegen, daß Er mich augenblicklich für meine Forderung befriedigt Indem ich mir schmeichle, daß sie die Gnade haben werden, meinen gewiß billigen und rechtlichen Wunsche zu erfüllen, sehe ich dero gütiger Antwort entgegen, und zeichne mit gebührender Hochachtung als Ihro Excellenz bereitwilliger Heinrich Nübling Kunsthändler Ulm d. 1. April 1842 [1]9.April 1842 […]“ Gruß und vielen Dank Paris
evwezel Am: 21.07.2023 09:09:52 Gelesen: 755218 # 2999
@ Morpheus [#2998] Guten Morgen Paris, ich glaube, Du hast fast alles schon sehr gut gelesen. Das erste fehlende Wort ist die Abkürzung “f” (f = florin oder Bayerische Gulden). Siehe auch https://en.m.wikipedia.org/wiki/Bavarian_gulden (Englisch) und https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Währung_(bis_1800)#:~:text=Rechnerisch%20zerfiel%20ein%20Gulden%20(fl,als%20Rechenweise%20bis%20ins%2019: Für die Verankerung der süddeutschen Guldenwährung war insbesondere der süddeutsche Münzvertrag von 1535 verantwortlich gewesen, an dem das Haus Österreich, das Herzogtum Bayern und weitere süddeutsche Münzstände beteiligt waren. Rechnerisch zerfiel ein Gulden (fl) in 60 Kreuzer (k, kr) zu je 4 Pfennigen (dn); auf einen Pfennig gingen zwei Heller (hl). Weitere wichtige Nominale waren der Batzen zu 4 Kreuzern, der Groschen zu 3 Kreuzern und der Halbbatzen zu 2 Kreuzern. Dieses System blieb in Bayern als Rechenweise bis ins 19. Jahrhundert verbindlich. Viele Grüße, Emiel
DERMZ Am: 21.07.2023 16:09:14 Gelesen: 755089 # 3000
Guten Nachmittag, frei nach Erich Kästner - Emil und die Detektive - ich brauche wieder das Gespür für ein fehlendes Wort in einem Kartentext: Beim Empfänger dachte ich - nach erster Recherche - an den Juristen Hermann Eckels in Göttingen, doch wenn der Bruder Oskar die Karte schrieb, warum schreibt er den Namen falsch? Oskar Eckel war 1904 cand.jur. in Marburg. Das war also eine erste Fehldenke. Hier der von mir gelesene Text: Mbg, d. 3.Dezember 1904. L.H! Deine Karte mir viel Freude bereitet, ich danke dafür. Hoffentlich wirst Du wenige Tage vor Weihnachten heim kommen und auch über Neujahr dableiben. Ich werde voraus- sichtlich am 21/XII. von hier abreisen und bleibe bis zum 8.I. Über den richtigen Punkt in Bezug auf Dein 3.Jahr bei B. müssen wir nochmal ordentlich sprechen. Vorläufig entscheide Du noch nichts. Mir geht’s noch ganz gut & Hoffentlich Dir auch. Wenn Du kommst, schreib mir …. Mit herzlichem Gruß und Kuß Dein Bruder Oskar Das fehlende Wort könnte eventuell "vorher" sein, da bin ich mir jedoch sehr unsicher. Mit den besten Grüßen und dem besten Dank in die Niederlande Olaf
volkimal Am: 21.07.2023 21:48:57 Gelesen: 754947 # 3001
@ DERMZ [#3000] Hallo Olaf, das fehlende Wort kann sehr gut Vorher sein. Ganz sicher ist es aber nicht, da es zu verschmiert ist. Dennoch würde ich von "vorher" ausgehen. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 22.07.2023 01:49:07 Gelesen: 754834 # 3002
@ volkimal [#3001] Danke Volkmar, dann werde ich es so aufnehmen. Beste Grüße Olaf
evwezel Am: 22.07.2023 16:31:00 Gelesen: 754433 # 3003
Liebe Sammelfreunde, Diesmal zeige ich Euch einen spannenden Augenzeugebericht vom Ersten Weltkrieg. Es ist leider eine richtige Sauklaue und ich möchte Euch gerne um Hilfe bitten. Also, fahren wir los: Seite 1 Fransart[1], 16.2.15. Liebe Cousinen! Heute erst kann ich meinen Brief von vorgestern fortsetzen. Ihr werde in den jetzigen gelesen haben, daß sich auf der mittleren westl. Kampfesfront nur Artilleriekämpfe abspielen. Diese Kämpfe haben etwa vor 14 Tagen ihren Anfang genommen. Daß wir in unserem Schußbereich[2] großen Anteil daran haben, könnt Ihr leicht denken. Unsere Batterie, die in einer durchaus selbständigen Feuerstellung liegt, losgelöst von den anderen Batterien des Bataillons, besteht einteilungsgemäß aus 4 schweren Feldhaubitzen [3] (15mm Steilfeuergeschütze [4]). Montag vor 14 Tagen, also gerade an dem Sonntag, als ich nach Anay(?) zum Munitionsempfang mußte, bekamen wir 2-15m (Kurz?)kanonen hinzu. Dazu kam schließlich noch ein 12 cm Geschütz, aber für diese 3 Geschütze mußte eine neue Stellung hergerichtet [6] werden. Ihr dürft Euch nicht vorstellen, daß man die Geschütze einfach auf einen x-(…) Platz hinstellt oder dann schießt, sondern jedes einzelne muß eine sorgfältig ausgearbeitete Einbettung erhalten. Die Einbettungsarbeiten der neue Geschütze erforderten 6 Tage angestrengter Arbeit. Es muß immens viel gegraben werden. Nur das Geschützrohr darf über die Erde herauswagen(?). Die aufgeworfenen Erdhügel müssen wieder mit K(…) und Gestrüpp bedeckt werden. Damit nicht die frische Erdprobe dem feindlichen Flieger sofort in die Augen springt. Kaum waren diese Arbeiten beendet, da begann auch schon die allgemeine Schießerei. Diese 15cm Kanonen kochen(?) un- menschlich. Sie haben dabei aber lange nicht die Wirkung unserer 15cm Haubitzen. Combinieren wir dagegen die beiden Feuer, dann können wir den Franzosen schon die Hölle ziemlich heiß machen [7]. Sie schicken dann schwarmweise [8] ihre Flieger herüber. Sobald ein Flieger (feindl.) über uns kreise, verhalten wir uns mäuschenstill. Die Geschützrohre werden schnell mit Tannenästen gedeckt, die (…)mannschaft kriecht in ihre Unterstände. Warum schießt Ihr denn nicht auf die feindl.[9] Flieger? werdet Ihr wohl fragen. Das geschieht deshalbe nicht, weil ein Volltreffer auf einen Flieger bis jetzt doch immer nur ein [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Fransart [2] Schußbereich = Schussfeld [3] Artilleriegeschütz zum indirekten sowie direkten Beschuss auf große Entfernung [4] Steilfeuergeschütze = Geschütze, die in erster Linie dafür ausgelegt sind, Ziele mittels indirektem Feuer mit Erhöhung über 45° (und unter 90°) zu bekämpfen. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Steilfeuergesch%C3%BCtz [6] herrichten = etwas durch vorbereitende Maßnahmen in einen solchen Zustand bringen, dass es benutzt werden kann [7] Jemanden die Hölle heißmachen = Jemandem drohen; einer Person heftig zusetzen. [8] schwarmweise = in Schwärmen [9] feindliche Seite 2 Zufallstreffer bleibt und die Stellung leicht durch das Wiederungsfeuer(?) verraten wird. Zur Beschießung der Flieger ist ein kurz(?) leichter Geschütze noch zieml. weit hinter uns aufgestellt. Diese vertreiben allzu vorwitzige [10] Gesellen (…) Ort. Dass unser Feuer drüben zur Wirkung(?) haben muß, beweist uns das Schießen der Franzosen. Sie wissen natürlich ungefähr unsere Richtung und bestreuen daher unser Gegend weitens(?) mit Schrapnell und Granaten. Vorvorgestern (…) (…) (…) (…) (…) von uns ein. Etwa 100 m (seit?)wärts. Wir beobachteten aus den Unterständen jedem einzelnen Schuß genau. Einmal jagten sie 10 hintereinander auf ein und denselben Punkt. Eine Sonder- beschäftigung von mir ist es, die Geschäften der Leute zu beobachten. Die Kerls lachen laut auf, wenn die (…) (…) (…) (…) krepieren. Was soll das Lachen? Ist es ein Verlegenheitslachen, ein Vertragen(?) der inneren Unruhe, oder sind die Kerls aus Gewohnheit gegen die (…)lische Wirkung des Feuers abgestumpft, sodaß sie eben aus Stumpfsinn [11] lachen? Es ist mir noch nicht klar geworden, trotzdem ich selbst mitlachen muß. Gestern hatten wir zum Abwechselung eine Nachtschießerei, hervorgerufen durch eine Patrouillenknallerei vor uns in den Schützengräben. Vor uns brennende Häuser, hinter uns auch, unser eigenes Schußfeuer, dass bei jedem Schuß hell aus dem Verschluß [12] emporloderte [13] und die Gestalten an den Geschützen und die ganze Umgebung prall [14] erleuchtete, dazu der (…)- (…), wirklich malerisch das Ganze! – Was ich Euch jetzt mitteile ist etwas ganz persönliches, bleibt unter uns. Meinen Eltern sollen auch nichts davon wissen, damit sie sich nicht unnötig beunruhigen. Ich mußte gestern zu ärztlichen Untersuchung nach Nesle [15] (Feldlazarett I). Die Untersuchung ergab kurz: Eiterungs- herd [16] in der Kieferhöhle [17] (unter der Stirnhöhle [18]) und dadurch bedingte Nasenwucherungen [19]. Entstanden ist das Ganze durch verschleppte [20] Erkältungen. Wahrscheinlich muß ich in den nächsten Tagen auch in Nesle eine Operation unterziehen, durch die aber nur die Wucherungen entfernt worden können. Viel Zweck hat die Geschichte nicht da sie wieder nachwachsen. Der Eiterungsherd muß durch eine (…) Operation die nicht im Feld gemacht worden kann beseitigt [21]werden. Mein Hauptmann will mich nach Hause schicken. Ich soll auch dort operieren lassen und 4-5 Wochen erholen. Ich persönlich möchte damit warten, bis ich Offizier bin, was vielleicht Kopfüber noch 2-3 Monate dauert. Seid mit den (…) herzlichst gegrüßt von Euren Arnold [10] vorwitzig = neugierig [11] Stumpfsinn, der = Teilnahmslosigkeit, Dumpfheit und geistige Trägheit [12] Vorrichtung, Gegenstand zum Verschließen, Zumachen von etwas [13] emporlodern = in die Höhe lodern / aufbrennen [14] prall = direkt auftreffend, ungehindert [scheinend] [15] Nesle – siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Nesle. [16] Eiterherd, der = einer eitrigen Entzündung / Abszess [17] Kieferhöhle, die = im Bogen des Oberkiefers gelegene, in die Nase mündende Nebenhöhle [18] Stirnhöhle, die = im Innern des Stirnbeins gelegene, in den mittleren Nasengang mündende Nebenhöhle [19] Wucherung, die = krankhaft vermehrte Bildung von Gewebe im, am menschlichen, tierischen oder pflanzlichen Körper [20] verschleppen = (eine Krankheit) nicht rechtzeitig behandeln und so verschlimmern [21] beseitigen = entfernen, aus dem Weg räumen
volkimal Am: 22.07.2023 18:34:06 Gelesen: 754352 # 3004
@ evwezel [#3003] Hallo Emiel, die erste Seite habe ich durch. Diesmal waren einige Änderungen dabei: Liebe Cousinen! Heute erst kann ich meinen Brief von vorgestern fortsetzen. Ihr werdet in den Zeitungen gelesen haben, daß sich auf der mittleren westl. Kampfesfront nur Artilleriekämpfe abspielen. Diese Kämpfe haben etwa vor 14 Tagen ihren Anfang genommen. Daß wir in unserem Schießbereich[2] großen Anteil daran haben, könnt Ihr leicht denken. Unsere Batterie, die in einer durchaus selbständigen Feuerstellung liegt, losgelöst von den anderen Batterien des Bataillons, besteht einteilungsgemäß aus 4 schweren Feldhaubitzen [3] (15mm Steilfeuergeschütze [4]). Sonntag vor 14 Tagen, also gerade an dem Sonntag, als ich nach Anay(?) zum Munitionsempfang mußte, bekamen wir 2-15 cm Ringkanonen [5] hinzu. Dazu kam schließlich noch ein 12 cm Geschütz, aber für diese 3 Geschütze mußte eine neue Stellung hergerichtet [6] werden. Ihr dürft Euch nicht vorstellen, daß man die Geschütze einfach auf einen x-beliebigen Platz hinstellt und dann schießt, sondern jedes einzelne muß eine sorgfältig ausgearbeitete Einbettung erhalten. Die Einbettungsarbeiten für die neuen Geschütze erforderten 6 Tage angestrengter Arbeit. Es muß immens viel gegraben werden. Nur das Geschützrohr darf über die Erde herausragen. Die aufgeworfenen Erdhügel müssen wieder mit ??? und Gestrüpp bedeckt werden. Damit nicht die frische Erdfarbe dem feindlichen Flieger sofort in die Augen springt. Kaum waren diese Arbeiten beendet, da begann auch schon die allgemeine Schießerei. Diese 15cm Kanonen krachen un- menschlich. Sie haben dabei aber lange nicht die Wirkung unserer 15cm Haubitzen. Kombinieren wir dagegen die beiden Feuer, dann können wir den Franzosen schon die Hölle ziemlich heiß machen [7]. Sie schicken dann schwarmweise [8] ihre Flieger herüber. Sobald ein Flieger (feindl.) über uns kreist, verhalten wir uns mäuschenstill. Die Geschützrohre werden schnell mit Tannenästen gedeckt, die Bedienungsmannschaft kriecht in ihre Unterstände. Warum schießt Ihr denn nicht auf die feindl.[9] Flieger? werdet Ihr wohl fragen. Das geschieht deshalb nicht, weil ein Volltreffer auf einen Flieger bis jetzt doch immer nur ein [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Fransart [2] Schießbereich = Schussfeld [3] Artilleriegeschütz zum indirekten sowie direkten Beschuss auf große Entfernung [4] Steilfeuergeschütze = Geschütze, die in erster Linie dafür ausgelegt sind, Ziele mittels indirektem Feuer mit Erhöhung über 45° (und unter 90°) zu bekämpfen. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Steilfeuergesch%C3%BCtz [5] Ringkanone = Mehrlagenrohr https://de.wikipedia.org/wiki/Mehrlagenrohr [6] herrichten = etwas durch vorbereitende Maßnahmen in einen solchen Zustand bringen, dass es benutzt werden kann [7] Jemanden die Hölle heißmachen = Jemandem drohen; einer Person heftig zusetzen. [8] schwarmweise = in Schwärmen [9] feindliche Jetzt muss ich erst einmal einen Kuchen verzieren - unser Enkel hat morgen Geburtstag (8 Jahre). Er wünscht sich einen Kuchen in Form eines Treckers. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 22.07.2023 20:21:52 Gelesen: 754290 # 3005
@ volkimal [#3004] Hallo Volkmar, alles Gute zum Geburtstag deiner Enkel! Ich bin sicher, der Kuchen wird ein Riesenerfolg sein. Es ist wirklich erstaunlich, dass Du die erste Seite in weniger als einer Stunde überprüfen konntest. Ich war fast den ganzen Tag mit der Transkription beschäftigt. Vielen Dank für Deine Korrekturen! Viele Grüße, Emiel
chris63 Am: 22.07.2023 21:39:43 Gelesen: 754254 # 3006
@ evwezel [#3003] Fett markiert meine Vorschläge, der Teil auf der Papierfalte (Zeile 8) ist etwas geraten Seite 2 Zufallstreffer bleibt und die Stellung leicht durch das Mündungsfeuer verraten wird. Zur Beschießung der Flieger ist ein Netz leichter Geschütze erst zieml. weit hinter uns aufgestellt. Diese vertreiben allzu vorwitzige [10] Gesellen recht gut Dass unser Feuer drüben gute Wirkung(?) haben muß, beweist uns das Schießen der Franzosen. Sie wissen natürlich ungefähr unsere Richtung und bestreichen daher unser Gegend wütend mit Schrapnell und Granaten. Vorvorgestern schlugen die dinger (be....lich) nahe von uns ein. Etwa 100 m (seit?)wärts. Wir beobachteten aus den Unterständen jedem einzelnen Schuß genau. Einmal jagten sie 10 hintereinander auf ein und denselben Punkt. Eine Sonder- beschäftigung von mir ist es, dabei die Gesichter der Leute zu beobachten. Die Kerls lachen laut auf, wenn die biester herangesaust kommen und krepieren. Was soll das Lachen? Ist es ein Verlegenheitslachen, ein Verbergen der inneren Unruhe, oder sind die Kerls aus Gewohnheit gegen die moralische Wirkung des Feuers abgestumpft, sodaß sie eben aus Stumpfsinn [11] lachen? Es ist mir noch nicht klar geworden, trotzdem ich selbst mitlachen muß. Gestern hatten wir zum Abwechselung eine Nachtschießerei, hervorgerufen durch eine Patrouillenknallerei vor uns in den Schützengräben. Vor uns brennende Häuser, hinter uns auch, unser eigenes Schußfeuer, dass bei jedem Schuß hell aus dem Verschluß [12] emporloderte [13] und die Gestalten an den Geschützen und die ganze Umgebung grell [14] erleuchtete, dazu der höllenlärm grüsse PS: fehlende Wort Seite 1 dürfte Rasen sein
volkimal Am: 22.07.2023 22:06:02 Gelesen: 754239 # 3007
@ chris63 [#3006] Hallo Chris, gute Vorarbeit. Inzwischen war ich auch soweit, aber Du bist mir zuvorgekommen. Ein paar Worte lese ich anders als du: Zufallstreffer bleibt und die Stellung leicht durch das Mündungsfeuer verraten wird. Zur Beschießung der Flieger ist ein Netz leichter Geschütze noch zieml. weit hinter uns aufgestellt. Diese vertreiben allzu vorwitzige [10] Gesellen recht gut(?). Dass unser Feuer drüben gute Wirkung haben muß, beweist uns das Schießen der Franzosen. Sie wissen natürlich ungefähr unsere Richtung und bestreichen daher unser Gegend wütend mit Schrapnell und Granaten. Vorvorgestern schlugen die Dinger bedenklich nahe von uns ein. Etwa 100 m seitwärts. Wir beobachteten aus den Unterständen jeden einzelnen Schuß genau. Einmal jagten sie 10 hintereinander auf ein und denselben Punkt. Eine Sonder- beschäftigung von mir ist es dabei, die Gesichter der Leute zu beobachten. Die Kerls lachen laut auf, wenn die Biester herangesaust kommen und krepieren. Was soll das Lachen? Ist es ein Verlegenheitslachen, ein Verbergen der inneren Unruhe, oder sind die Kerls aus Gewohnheit gegen die moralische Wirkung des Feuers abgestumpft, sodaß sie eben aus Stumpfsinn [11] lachen? Es ist mir noch nicht klar geworden, trotzdem ich selbst mitlachen muß. Gestern hatten wir zum Abwechselung eine Nachtschießerei, hervorgerufen durch eine Patrouillenknallerei vor uns in den Schützengräben. Vor uns brennende Häuser, hinter uns auch, unser eigenes Schießfeuer, dass bei jedem Schuß hell aus dem Verschluß [12] emporloderte [13] und die Gestalten an den Geschützen und die ganze Umgebung grell [14] beleuchtete, dazu der Höllenlärm- Kinder, wirklich malerisch das Ganze! – Was ich Euch jetzt mitteile ist etwas ganz persönliches, bleibt unter uns. Meinen Eltern sollen noch nichts davon wissen, damit sie sich nicht unnötig beunruhigen. Ich mußte gestern zu ärztlichen Untersuchung nach Nesle [15] (Feldlazarett I). Die Untersuchung ergab kurz: Eiterungs- herd [16] in der Kieferhöhle [17] (unter der Stirnhöhle [18]) und dadurch bedingte Nasenwucherungen [19]. Entstanden ist das Ganze durch verschleppte [20] Erkältungen. Wahrscheinlich muß ich in den nächsten Tagen auch in Nesle eine Operation unterziehen, durch die aber nur die Wucherungen entfernt worden können. Viel Zweck hat die Geschichte nicht da sie wieder nachwachsen. Der Eiterungsherd muß durch eine spätere Operation die nicht im Feld gemacht worden kann beseitigt [21] werden. Mein Hauptmann will mich nach Hause schicken. Ich soll mich dort operieren lassen und 4-5 Wochen erholen. Ich persönlich möchte damit warten, bis ich Offizier bin, was vielleicht Kopfüber noch 2-3 Monate dauert. Seid mit den lb. Eurigen herzlichst gegrüßt von Eurem Vetter Arnold Ich hoffe, dass ich alle Stellen markiert habe. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 22.07.2023 23:04:33 Gelesen: 754216 # 3008
@ chris [#3006] @ volkimal [#3007] Hallo Chris und Volkmar, Hut ab für Euch beiden! Alles fällt jetzt an seinen Platz. Vielen, vielen Dank für Eure Hilfe! Viele Grüße, Emiel
DERMZ Am: 23.07.2023 12:20:28 Gelesen: 753873 # 3009
Guten Morgen, eine weitere Karte aus Marburg gibt mir Rätsel auf, es sind wieder ein paar Worte, denen ich keine "Übersetzung" zuordnen kann... ich habe folgendes gelesen: 31.4.07. L.H.S. Was … die Einkreisungs- Politik von König Eduard? Die A... Einkreisungspolitik zeigt jedenfalls schon an, die ver...chten Wirkungen zu zeigen, auch in meinem Gehirn. Hoffentlich gehts Ihnen besser. Gehen Sie heute Abend zur Maikneipe? Ich muß, soll nämlich morgen englische Klausur schreiben. My poor little girl! Dear, dear! Was muß Sch… … …? Und, wann kommen Sie wieder? Heil! Ihr H. Böttger Hier noch ein Bild der aufgeklebten Spendenmarke Besten Dank für jede Hilfe sagt Olaf
volkimal Am: 23.07.2023 14:37:13 Gelesen: 753796 # 3010
@ DERMZ [#3009] Hallo Olaf, ganz schön schwer! Hier nur ein Teil des ersten Teils: Was macht die Einkreisungs- Politik von König Eduard? Die A... Einkreisungspolitik fängt jedenfalls schon an, ??? Viele Grüße Volkmar
chris63 Am: 23.07.2023 16:11:57 Gelesen: 753746 # 3011
@ DERMZ [#3009] Hallo Olaf, Alysche macht wenig Sinn, vielleicht abgeleitet von Albion 31.4.07. L.H.S. Was macht die Einkreisungs- Politik von König Eduard? Die Alysche Einkreisungspolitik fängt jedenfalls schon an, die verheerendsten Wirkungen zu zeigen, auch in meinem Gehirn. Hoffentlich gehts Ihnen besser. Gehen Sie heute Abend zur Maikneipe? Ich nicht, soll nämlich morgen englische Klausur schreiben. My poor little girl! Dear, dear! Was macht Schweikers feines Pfarrhaus? Und, wann kommen Sie wieder? Heil! Ihr H. Böttger grüsse christof
DERMZ Am: 23.07.2023 16:39:13 Gelesen: 753731 # 3012
@ volkimal [#3010] @ chris63 [#3011] Danke Volkmar und Chris, da würde ich wohl am Sankt Nimmerleinstag mich noch versuchen - Besten Dank für die unbezahlbare Hilfe - vielleicht finde ich noch etwas Sinnvolles für "Alysche", die Einkreisungspolitik war recht einfach zu finden. Der Tag hat ja noch eine Weile. Alles Gute wünscht Olaf
chris63 Am: 23.07.2023 17:35:49 Gelesen: 753698 # 3013
@ DERMZ [#3012] Hallo Olaf, bitte meine Vorschläge nicht überbewerten, z.B.: Schweikers feines Pfarrhaus, könnte auch Schweikers heinis Pfarrhaus heißen und das P von Pfarrhaus kann auch ein T sein usw. Sobald ich einen Sinn erkenne höre ich auf zu transkribieren, um jeden Buchstaben sicher zuordnen zu können bräuchte ich einen Schriftwechsel. Bei den Briefen meiner Vorfahren weiß ich worum es geht und ob am Schreibtisch oder auf den Knien im Zug geschrieben, da lässt sich genau arbeiten, bei einer einzelnen Karte ohne Kontext eher nicht. Siehe oben die Notiz auf dem Brief von Morpheus. Da bin ich nicht einmal sicher, ob in Deutsch geschrieben? grüsse christof
Gauss Am: 23.07.2023 17:39:43 Gelesen: 753697 # 3014
Gottfried Friedrich Aly [1] Direktor am Gymnasium Marburg. Eigentlich Altphilologe, vielleicht hat er auch Englisch unterrichtet. [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Friedrich_Aly
Paris Am: 23.07.2023 18:30:17 Gelesen: 753665 # 3015
@ Morpheus [#2998] @ evwezel [#2999] Danke Emiel für den Hinweis zur Währung. Interessant wäre es mehr Details über das Schuldverhältnis zu erfahren, doch den Fall anhand eines Briefes zu rekonstruieren gestaltet sich schwierig. @ chris63 [#3013] Hallo Christof, die Notiz ist ziemlich sicher in Deutsch geschrieben, aber in einer äußerst eigenwilligen Handschrift. Folgend mein Versuch, bei dem ich für jedes potentielle Wort "[...]" verwendet und meine bisherigen Deutungen in runden Klammern geschrieben habe: "d. (den) 9. April 1842 . I (Ich) hab d (die) St[...] [...] [...] [...] er [...]d [...] [...] [...] . Juli a St[...] [...] [...] [...] [...] [...] [...] [...] [...] [...] [...] [...] [...]= [...] [...] [...] [...] Ulm [...]" Lieben Gruß Paris
chris63 Am: 23.07.2023 19:53:07 Gelesen: 753614 # 3016
@ Morpheus [#3015] Hallo Paris, deine Idee mit den Verkürzungen mal durchgespielt z.B.: Zeile 4 könnte bedeuten un I im Juni n/ Roggbg kom und ich im Juni nach Roggenburg komme entspringt aber wohl meiner Phantasie, das R von Roggenburg halte ich eher für St, wie in der 1. Zeile von Dir vermutet, und Roggenburg wird ja im Brief erwähnt und somit schon im Hinterkopf. Sorry, selbst mit Kontext könnte ich das nicht enträtseln. grüsse christof
DERMZ Am: 25.07.2023 03:21:14 Gelesen: 752896 # 3017
@ chris63 [#3013] @ Gauss [#3014] Guten Morgen Christof und Gauss, das ist ja phänomenal, auf Herrn Aly wäre ich nie gekommen. Und das Pfarrhaus macht durchaus Sinn, wir nehmen es mal als richtig an. Ein Schriftwechsel existiert bei mir leider nicht, es ist eine einzelne Karte. Beste Grüße Olaf
DERMZ Am: 31.07.2023 13:28:24 Gelesen: 748836 # 3018
Guten Morgen, der "Golege Henkel" schreibt an seinen "Golegen" Ferdinand Schmidt 1907 eine Karte: Ich bin mir beim Absender nicht sicher, ob es Justus Henkel ist, oder ob er einen anderen Nachnamen trug - im Adressbuch von 1907 finde ich zumindest keinen Eintrag im Hause Markt 22, der auf ihn passen könnte. Gelesen habe ich folgendes: An Herrn Ferdinand Schmidt in Lüdenscheit Südstraße No 31 (Westfalen) Werter Koleg Schmidt Da ich die Zeit hier in Marburg gearbeitet habe, und weil hier die Arbeit so sch.. geht möchte ich Dich mal fragen, wie es Dir auch ist ich hätte wieder Lust nach dort zu kommen es ist ja hier noch paar Wochen Arbeit aber nachher dann ist es so eine Sache jetzt ist es Wohl noch Zeit von der Arbeit Da ist kaum zur St... mit Ich müßte Dich bitten um Antwort Gruß Golege Henkel Justus Henkel in Marburg a/Lahn Markt 22 Eingang Rittergaße Es sind wieder ein paar Fragezeichen offen geblieben, kann bitte jemand die Lücken schließen? Besten Dank sagt Olaf
volkimal Am: 31.07.2023 15:07:55 Gelesen: 748799 # 3019
@ DERMZ [#3018] Hallo Olaf, du hast die falsche Rechtschreibung des Kollegen Henkel in der Regel korrigiert. Hier ist der Text so wie ich ihn lese (mit allen Fehlern): An Herrn Ferdinand Schmidt in Lüden sheit Südstraße No 31 (West fahlen) Werter Goleg Schmidt Da ich die Zeit hir in Marburg gearbeitet habe, und weil hir die Arbeit so schag geht möcht ich Dich mal fragen, wie es bei euch ist ich hätte wieder lust nach dort zu kommen es ist ja hier noch par Wochen Arbeit aber nachher dann ist es so ein Sache jetzt ist es wohl noch Zeit wenn Arbeit da ist komme ??? zur ??? mit Ich müßte Dich bitten um Antwort Gruß Golege Henkel Justus Henkel in Marburg a/L. Markt 22 Eingang Rittergaße Das Wort "schag" kenne ich auch nicht. Aber wenn ich das Wort "Golege" statt Kollege sehe, kann das evtl. aus irgendeinem Dialekt stammen. Das fehlende Wort links von der Kirche könnte auch mit "M" anfangen. Ich habe das "St" daher entfernt. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 01.08.2023 11:21:21 Gelesen: 748520 # 3020
@ volkimal [#3019] Besten Dank Volkmar, was werden die Generationen nach uns nur sagen, wenn sie eine Handschrift von mir entziffern dürfen, behaftet mit vielen Fehlern, in der Jugend hatte Rechtschreibung ja nur zweite oder dritte Priorität. Ja, ich tue mich schwer, wenn jemand altdeutsche Schrift schreibt und dann auch noch fehlerhaft - da bin ich dann ganz schnell am Anschlag. Aber hier wird einem ja zum Glück geholfen. Die Worte, die von der Elisabethkirche verdeckt werden, werden wohl noch eine Weile geheim bleiben - damit kann ich leben. Besten Dank nochmals sagt Olaf
evwezel Am: 10.08.2023 11:53:30 Gelesen: 744944 # 3021
Liebe Sammelfreunde, ich melde mich mal wieder mit einem Feldpostbrief. An zwei Stellen bin ich nicht sicher: 1) Was war den Dienstgrad von Herrn Neudel? Könnte es "Unt." (=Unteroffizier) sein? 2) Ich lese "und unserer Mulde", aber das macht doch keinen Sinn? Viele Grüße, Emiel --- 29.5.16. Sehr geehrter Herr Major! Meine herzlichsten Glück- wünsche zur Beförderung. Wir al- le im Lager freuten uns auf- richtig, als die Kunde von der Beförderung zu uns drang. Mit dem Wunsche, daß Herr Major sich recht gut erholen und uns und unserer (…) trotz der Beförderung treu bleiben möge, zeichnet ergebenst Fr Neudel (…). d. R.[1] Vielen Dank für den frdl.[2] Karten- gruß aus Bad Kissingen. [1] der Reserve [2] freundlichen --
volkimal Am: 10.08.2023 12:10:47 Gelesen: 744929 # 3022
@ evwezel [#3021] Hallo Emiel, ich lese: 29.5.16. Sehr geehrter Herr Major! Meine herzlichsten Glück- wünsche zur Beförderung. Wir al- le im Lager freuten uns auf- richtig, als die Kunde von der Beförderung zu uns drang. Mit dem Wunsche, daß Herr Major sich recht gut erholen und uns und unserer Mulde trotz der Beförderung treu bleiben möge, zeichnet ergebenst Dr. Neudel Vet. d. R.[1] Vielen Dank für den frdl.[2] Karten- gruß aus Bad Kissingen. [1] Veterinär der Reserve [2] freundlichen Mit Mulde kann der Fluss Mulde gemeint sein, wahrscheinlicher geht es aber um eine Mulde, also eine Absenkung irgendwo im Gelände. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 10.08.2023 12:19:42 Gelesen: 744920 # 3023
@ volkimal [#3022] Hallo Volkmar, Vielen Dank! Ich habe diese Bedeutung von "Mulde" auch in Duden gelesen, aber wie kann man einen Fluss oder eine "Absenkung im Gelände" treu bleiben?! "Mit dem Wunsche, daß Herr Major (...) uns und unserer Mulde (...) treu bleiben möge" Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 10.08.2023 13:10:18 Gelesen: 744894 # 3024
@ evwezel [#3023] Hallo Emiel, ich könnte mir vorstellen, dass in besagter Mulde z.B. ein Unterstand war und die Soldaten dort lagen. Damit sollte der Majoran der Mulde, also z.B. der Abteilung von Dr. Neudel treu bleiben. Viele Grüße Volkmar
Flecker Am: 10.08.2023 13:28:20 Gelesen: 744886 # 3025
Hallo, ich mal wieder. Diese Schrift bringt mich um. Alles kann ich lesen nur diese 2 Namen nicht. Vielen Dank im voraus. Rudolf
opti53 Am: 10.08.2023 13:57:19 Gelesen: 744868 # 3026
@ Flecker [#3025] Hallo, dabei ist das doch so sauber geschrieben. Der erste Name ist Therese, und der Verlobte is der Bergmann Wilhelm Neiner. Viele Grüße Thomas
evwezel Am: 10.08.2023 14:26:23 Gelesen: 744851 # 3027
@ volkimal [#3024] Hallo Volkmar, Du hast recht, das klingt eigentlich ganz logisch. Viele Grüße, Emiel
Heinz 7 Am: 11.08.2023 10:59:22 Gelesen: 744287 # 3028
Seit fast 6 Jahren wurde dieses tolle Thema nicht mehr aufgerufen, wir haben "irgendwo" ein ähnliches, aber ich finde es auf Anhieb nicht... Darf ich meine Frage zu einem Brief aus der Schweiz hier ebenfalls stellen? Ich sehe anhand der Reaktionen, dass viele Leser die Themen rund um die Philatelie "Schweiz" nicht lesen, aber mir geht es nun um eine allgemeine Frage, die Deutschland-Leser genau so gut beantworten können. Der beigelegte Vordruck-Brief der Notariatskanzlei Knonau aus dem Jahr 1857 wurde handschriftlich ergänzt und so, sehr speditiv erstellt, an den Empfänger gesandt. Ich habe den Brief noch nicht lesen können, aber ich denke, er fängt an mit... (Vordruck): "Sie besitzen einen Schuldbrief von" (handschriftlich): "Fr. 600 (...) Zürich (...) Frau Anna Huber" ... und wurde wohl unterschrieben von (Vordruck): "die Notartiatskanzlei" (handschriftlich): "Nötzli, Landschrbr" (abgekürzt für Landschreiber) Wer kann den Text ergänzen? Auch nur einzelne Abschnitte wären willkommen. Danke im Voraus! Anbei noch der Brief, wie er gefaltet zum Versand gebracht wurde Heinz
wuerttemberger Am: 11.08.2023 11:20:58 Gelesen: 744278 # 3029
@ Heinz 7 [#3028] Es gibt wohl nur sehr wenige, die alle threads in diesem Forum lesen. Ich würde Dir empfehlen Dein Anliegen im thread "Sütterlin und andere Schriften - wer kann das lesen?" zu veröffentlichen. Da wird Dir bestimmt geholfen. Der Scan des Briefinhalts dürfte auch ruhig etwas größer sein. Gruß wuerttemberger [vorhergehender Beitrag im alten Thema und im bereits nach hier verschobenen Thema jeweils entfernt, da vom Mitglied in folgenden Beiträgen nochmals eingestellt]
Heinz 7 Am: 11.08.2023 11:41:24 Gelesen: 744467 # 3030
Darf ich meine Frage zu einem Brief aus der Schweiz hier ebenfalls stellen? Der beigelegte Vordruck-Brief der Notariatskanzlei Knonau aus dem Jahr 1857 wurde handschriftlich ergänzt und so, sehr speditiv erstellt, an den Empfänger gesandt. Ich habe den Brief noch nicht lesen können, aber ich denke, er fängt an mit... (Vordruck): "Sie besitzen einen Schuldbrief von" (handschriftlich): "Fr. 600 (...) Zürich (...) Frau Anna Huber" ... und wurde wohl unterschrieben von (Vordruck): "die Notartiatskanzlei" (handschriftlich): "Nötzli, Landschrbr" (abgekürzt für Landschreiber) Wer kann den Text ergänzen? Auch nur einzelne Abschnitte wären willkommen. Danke im Voraus! Anbei noch der Brief, wie er gefaltet zum Versand gebracht wurde @ Württemberger Danke. Ja, dieses Thema habe ich gesucht, aber auf Anhieb nicht gefunden. Heinz
volkimal Am: 11.08.2023 13:17:52 Gelesen: 744431 # 3031
@ Heinz 7 [#3030] Hallo Heinz, erst einmal der Umschlag: Herrn Bez. Rath Heß in Zürich Not. Kanzlei Knonau Den Text des Briefes könnte ich erheblich leichter lesen, wenn die Auflösung des Scans besser ist. Kannst Du bitte einen Scan in einer höheren Auflösung einstellen. Viele Grüße Volkmar
Flecker Am: 11.08.2023 15:27:41 Gelesen: 744361 # 3032
@ Opti53 3026 @ evwezel 3027 Danke für die Übersetzung. Schön geschrieben ist es ja aber wenn man es nicht lesen kann ist das trotzdem schlecht. Bei Therese ist es der erste Buschstabe und beim Nachnamen vom Wilhelm kam ich mit dem ganzen Namen nicht zurecht. Rudolf
Heinz 7 Am: 11.08.2023 21:41:03 Gelesen: 744220 # 3033
@ Heinz 7 [#3030] @ volkimal [#3031] Lieber Volkmar, danke für die Hilfe. Anbei ist der Briefinhalt, besser gescannt. Herzliche Grüsse
volkimal Am: 12.08.2023 07:16:13 Gelesen: 744046 # 3034
@ Heinz 7 [#3033] Hallo Heinz, ein paar Lücken sind noch und an ein paar Stellen bin ich mir nicht ganz sicher. Hier ist der Text: ??? Herrn Bez. Rath Heß nam. Hr. Hofmeister v Jeminger Sie besitzen einen Schuldbrief von Fr. 600 in Zürich d. d. 2?. Apl 1853 erfg. Auf Frau Anna Heber geb. Bönk in Wenge zu ??? Hr. Hofmeister v Jeminger in Zürich welcher Ihnen bisher von benannter Frau Heber ver??? worden In Folge stattgefundenen Verkaufes ist nun dieß Capital dem Großsohne Salomon Heber, ??? sohn dato in der ???matt b. Haesen überbunden worden, wovon Ihnen anmit Anzeige gemacht wird. Gemäß § 816 des privatrechtlichen Gesetzbuches steht Ihnen nun frei, entweder sich zunächst noch an den bisherigen Schulden zu hal- ten oder den neuen anzuerkennen, in der Meinung jedoch, daß wenn Sie sich noch ferner an den frühern Schuldner halten wollen, Sie Ihre ganze Forderung binnen zwei Jahren von dem ersten offenen Termine an einzuziehen haben, wiedrigenfalls der frühern Schuldner frei wird und Sie sich nun noch an den neuen halten können. Hnonau, den 25 Febr. 1857 Die Notariatskanzlei Notgh. ??? Pr.Sc. Die Creditorschaft wird anmit ersucht das beiliegende Doppel dieser Anzeige unterschrieben zurückzusenden an die Notariatskanzlei Knonau Viele GRüße Volkmar
DERMZ Am: 12.08.2023 14:24:12 Gelesen: 743944 # 3035
@ volkimal [#3034] @ Heinz 7 [#3033] Hallo zusammen, ich nutze mal Volkmars Vorarbeit und versuche noch weitere Lücken zu füllen: Ich Herrn Bez. Rath Heß nam. Hr. Hofmeister v Jeminger Sie besitzen einen Schuldbrief von Fr. 600 in Zürich d. d. 27. Apl 1853 erfg. Auf Frau Anna Heber geb. Bönk in Wenge zu gute Hr. Hofmeister v Jeminger in Zürich welcher Ihnen bisher von benannter Frau Heber ver??? worden In Folge stattgefundenen Verkaufes ist nun dieß Capital dem Großsohne Salomon Heber, ebenfalls Sohn dato in der Riedtmatt b. Haesen überbunden worden, wovon Ihnen anmit Anzeige gemacht wird. Gemäß § 816 des privatrechtlichen Gesetzbuches steht Ihnen nun frei, entweder sich zunächst noch an den bisherigen Schulden zu hal- ten oder den neuen anzuerkennen, in der Meinung jedoch, daß wenn Sie sich noch ferner an den frühern Schuldner halten wollen, Sie Ihre ganze Forderung binnen zwei Jahren von dem ersten offenen Termine an einzuziehen haben, wiedrigenfalls der frühern Schuldner frei wird und Sie sich nun noch an den neuen halten können. Hnonau, den 25 Febr. 1857 Die Notariatskanzlei Notgh. Land??? Pr.Sc. Die Creditorschaft wird anmit ersucht das beiliegende Doppel dieser Anzeige unterschrieben zurückzusenden an die Notariatskanzlei Knonau Ich hoffe, es passt, was ich lese. Beste Grüße Olaf
volkimal Am: 12.08.2023 15:19:26 Gelesen: 743928 # 3036
@ DERMZ [#3035] Hallo Olaf, mit Riedtmatt liegst Du richtig. Heute heißt es Riedmatt (8153 Rümlang), ca. 11 km nördlich von Zürich. Haesen habe ich zwar nicht gefunden, aber direkt neben Riedmatt liegen Oberhasli und Niederhasli. Vielleicht hieß es früher Haesen. In der dritten Zeile schreibst Du beim letzten Wort "gute". Das kann nicht stimmen. Für mich sieht es eher aus wie "Gueste". Dabei ist das "ue" nicht sicher. Aufgrund der Unterlänge muss es aber "st" sein. Viele Grüße Volkmar
chris63 Am: 12.08.2023 20:57:42 Gelesen: 743828 # 3037
@ Heinz 7 [#3033] Hallo Heinz, biete Dir noch eine Drittmeinung: Tit. (verkürzte Anrede) ... Hofmeister v Irminger in Zürich ... Fr. 600 d.d. (de dato) 2% apl(?) 1853 (könnte auch 27. April sein) ... Anna Huber gb Fönk in Wenge(n), zu Gunst(en) (von Hr. Irminger) ... ben[n]anter Frau Huber verzinset ... Salamon Huber grüsse Christof
DERMZ Am: 13.08.2023 10:50:45 Gelesen: 743538 # 3038
Guten Morgen und einen schönen Sonntag, zum Glück habe ich keinen Problembären im Garten, sondern nur eine "Problemkarte" auf meinenm Schreibtisch: Ich habe folgendes gelesen: Herrn Eckhardt, Erstem Secretaer beim Kaiserlich Deutschen Consulat Mailand Via Milazzo 12 Mbg 23/9 88 L. Fr [1]. Vorgestern endlich ist Malchen [2] mit den Kindern und dem Dienstmäcdchen hierher gekommen. Wenn auch noch nicht völlig wiederhergestellt sieht sie doch ganz wohl aus und ist auch eine Stunde Ihre Spatziergänge zu machen. Gestern Nachm. waren wir …lich im Turnergarten. [3] Sie wird ca. 14 Tage hier bleiben, während welcher Zeit die Kinder Ferien haben, wir sorgen der …. und der Unterhaltung, sehr ...lich ist. Walther hat gestern sein zur Zufriedenheit ausgefallenes Zeugnis erhalten. Fleiß und Betragen recht gut, in Übungen fast durchgängig gut. Er hat leider in diesem Quartal viele Versäumnisse gehabt, sonst wäre das Zeugnis noch besser gewesen. Er ist sehr glücklich, den Karl hier zu haben, die beiden können sich gut vertragen. Wenn Ihr keine …. heit zur Dienstreise finden könnt, so laßte Euch das nicht leid sein, er ist hier gut aufgehoben und wir behalten ihn sehr gern. Die Mutter denkt, jeden Morgen mit einer gewißen Angst daran, daß ein Ab- berufungsschreiben kommen könnte. - Das Wetter ist seit etwa 14 Tagen so schön, wie man es nur wünschen kann, und bietet somit Ersatz für den verregneten Sommer. Albert, der in Langeoog ist, schreibt auch daßselbe und hatte somit auch gute Erholung. Malchen läßt Luischen für das Briefchen, welches hierher geschickt und von uns weiter be- fördert worden war, sehr danken. Wir wünschen …, daß das Wetter dort auch so schön sein und Du Dich in den Ferien 3 Wochen recht erholen mögest. Luischen wird sich … während dieser Zeit mehr als sonst mit den Kindern in Ferien … …, sollte es wenigstens möglich zu machen … Wenn man auch nicht gleich die Wirkung davon spürt, so ist sie doch da. - Onkel Gideon [4] war nur 2 Tage hier, bei Lothar, Gideon jun. ist mit seiner Braut auf 3 Wochen hier. Sonst alles beim Alten …. Lebe wohl und seid mit den lieben Kindern von den Großen und Kleinen herzlichst Gegrüßt. W. Hat einen Brief angefangen, kommt aber jetzt nicht zum Schreiben. Dein treuer Vater [5] und auf der Vorderseite steht noch quer folgendes: Mittwoch recht gute Nachricht? Aber es …. nicht ….lassen. Ein wenig Recherche hat noch ein paar Dinge ans Tageslicht gebracht: [1] Friedrich Eckhardt (1850-1909), Konsulatssekretär in Mailand [2] Amalie Marie Elisabeth Klingender geb. Eckhardt (1851-1935), verheiratet mit Albert Klingender , Pfarrer in Kassel [3] Turnergarten, Sporthalle die 1903 an der Sybelstraße 8 neu erbaut wurde – hier ist der Vorgänger gemeint [4] Wilhelm Gideon Eckhardt (1871-1934), Rechtsanwalt und Notar in Witzenhausen [5] Georg Adolph Ferdinand Eckhardt (1816-1903), Kanzleirat, Ritterstraße 15 Besten Dank für jede Hilfe sagt Olaf
Heinz 7 Am: 13.08.2023 18:34:43 Gelesen: 743300 # 3039
@ Heinz 7 [#3033] @ volkimal [#3034] @ DERMZ [#3035] @ volkimal [#3036] @ chris63 [#3037] Liebe Freunde (darf ich Euch so anschreiben?) Herzlichen Dank für die prompte Hilfe! Sie ist wertvoll und kompetent. Wenige Anmerkungen möchte ich gerne anbringen. 1. Zeile: heisst meines Erachtens: "Tit!" (= Titel, bzw. Ansprache) 3. Zeile: heisst wohl "Apl" = Abkürzung für April 4. Zeile: Frau Anna Huber (nicht Heber) siehe u-Überstrich verschoben nach rechts 10. Zeile: ich vermute: Riedtmatt bei Hausen (Hausen liegt in der Nähe von Knonau) 13. Zeile: "Schuldner" 17. Zeile: "der frühere Schuldner" 19. Zeile: "Knonau" 21./22. Zeile: ich denke: Nötzli, Landschrbr (abgekürzt für: "Landschreiber") 4. Zeile: erfg. (?) könnte abgekürzt stehen für "erfolgt", aber da bin ich mir nicht sicher... Dennoch: mehr als 95 % des Textes ist wohl zuverlässig entschlüsselt! Das ist nicht einfach, besonders, wenn der Schreiber einzelne Wörter nicht ausschreibt! Ganz herzlichen Dank, Euch! Heinz
chris63 Am: 13.08.2023 18:47:03 Gelesen: 743288 # 3040
@ DERMZ [#3038] Hallo Olaf, Respekt, diese zittrige Schrift ist echt zäh. Einige Vorschläge kann ich machen, kursiv sehr unsicher. Mbg 23/9 88 L. Fr. Vorgestern endlich ist Malchen mit den Kindern und dem Dienstmädchen hierher gekommen. Wenn auch noch nicht völlig wiederhergestellt sieht sie doch ganz wohl aus und ist auch im Stande Ihre Spaziergänge zu machen. Gestern Nachm. waren wir sämtlich im Turnergarten. Sie wird ca. 14 Tage hier bleiben, während welcher Zeit die Kinder Ferien haben, was wegen der Beaufsichtigung und der Unterhaltung, sehr wesentlich ist. Walther hat gestern sein zur Zufriedenheit ausgefallenes Zeugnis erhalten. Fleiß und Betragen recht gut, im Übrigen fast durchgängig gut. Er hat leider in diesem Quartal viele Versäumnisse gehabt, sonst wäre das Zeugnis noch besser gewesen. Er ist sehr glücklich, den Karl hier zu haben, die beiden können sich gut vertragen. Wenn Ihr keine Gelegenheit zur Mitreise finden könnt, so laßt Euch das nicht leid sein, er ist hier gut aufgehoben und wir behalten ihn sehr gern. Die Mutter denkt, jeden Morgen mit einer gewißen Angst daran, daß ein Ab- berufungsschreiben kommen könnte. - Das Wetter ist seit etwa 14 Tagen so schön, wie man es nur wünschen kann, und bietet somit Ersatz für den verregneten Sommer. Albert, der in Langeoog ist, schreibt auch daßselbe und hofft somit auch gute Erholung. Malchen läßt Luischen für das Briefchen, welches hierher geschickt und von uns weiter be- fördert worden war, sehr danken. Wir wünschen Alle, daß das Wetter dort auch so schön sein und Du Dich in den freien 3 Wochen wohl erholen mögest. Luischen wird sich wohl auch während dieser Zeit mehr als sonst mit den Kindern im Freien bewegen können, sollte es wenigstens möglich zu machen suchen. Wenn man auch nicht gleich die Wirkung davon spürt, so ist sie doch da. - Onkel Gideon [4] war nur 2 Tage hier, bei Kothens, Gideon jun. ist mit seiner Braut auf 3 Wochen hier. Sonst alles beim Alten. Lebe wohl und seid mit den lieben Kindern von den Großen und Kleinen herzlichst Gegrüßt. W. Hat einen Brief angefangen, kommt aber jetzt nicht zum Schreiben. Dein treuer Vater [5] Auf der Vorderseite Notiz vom Empfänger? Mich f..., recht gute Nachricht? Aber`s Waltherchen nicht dortlassen. grüsse Christof
DERMZ Am: 14.08.2023 00:57:10 Gelesen: 743114 # 3041
@ chris63 [#3040] Guten Morgen Christof, Deine Übersetzung bringt mich wieder ein großes Stück weiter, habe ich doch vom gleichen Autor noch drei weitere Karten zu lesen - diese sind jedoch an weitere Verwandschaft gerichtet und haben leider keinen konkreten Zusammenhang mit dieser "ersten". Besten Dank für Deine wertvolle Hilfe sagt Olaf
volkimal Am: 14.08.2023 09:47:33 Gelesen: 742870 # 3042
@ DERMZ [#3041] Hallo Olaf, ein paar Kleinigkeiten habe ich noch gefunden: Mbg 23/9 88 L. Fr. Vorgestern endlich ist Malchen mit den Kindern und dem Dienstmädchen hierher gekommen. Wenn auch noch nicht völlig wiederhergestellt sieht sie doch ganz wohl aus und ist auch im Stande kleine Spaziergänge zu machen. Gestern Nachm. waren wir sämmtlich im Turnergarten. Sie wird ca. 14 Tage hier bleiben, während welcher Zeit die Kinder Ferien haben, was wegen der Beaufsichtigung und der Unterhaltung, sehr wesentlich ist. Walther hat gestern sein zur Zufriedenheit ausgefallenes Zeugnis erhalten. Fleiß und Betragen recht gut, im Übrigen fast durchgängig gut. Er hat leider in diesem Quartal viele Versäumnisse gehabt, sonst wäre das Zeugnis noch besser gewesen. Er ist sehr glücklich, den Karl hier zu haben, die beiden können sich gut vertragen. Wenn Ihr keine Gelegenheit zur Rückreise finden könnt, so laßt Euch das nicht leid sein, er ist hier gut aufgehoben und wir behalten ihn sehr gern. Die Mutter denkt, jeden Morgen mit einer gewißen Angst daran, daß ein Ab- berufungsschreiben ankommen könnte. - Das Wetter ist seit etwa 14 Tagen so schön, wie man es nur wünschen kann, und bietet somit Ersatz für den verregneten Sommer. Albert, der in Langeoog ist, schreibt auch daßselbe und hofft somit auf gute Erholung. Malchen läßt Luischen für das Briefchen, welches hierher geschickt und von uns weiter be- fördert worden war, sehr danken. Wir wünschen Alle, daß das Wetter dort auch so schön sein und Du Dich in den freien 3 Wochen recht erholen mögest. Luischen wird sich wohl auch während dieser Zeit mehr als sonst mit den Kindern im Freien bewegen können, sollte es wenigstens möglich zu machen suchen. Wenn man auch nicht gleich die Wirkung davon spürt, so ist sie doch da. - Onkel Gideon [4] war nur 2 Tage hier, bei Kothens, Gideon jun. ist mit seiner Braut auf 3 Wochen hier. Sonst Alles beim Alten. Lebe wohl und seid mit den lieben Kindern von den Großen und Kleinen herzlichst gegrüßt. W. Hat einen Brief angefangen, kommt aber jetzt nicht zum Schreiben. Dein treuer Vater [5] Nichtwahr, recht gute Nachricht? Aber`s Waltherchen nicht dortlassen. Viele Grüße Volkmar
TTMarke Am: 19.08.2023 11:51:30 Gelesen: 740453 # 3043
Hallo, nachfolgend eine Postkarte aus Würzburg mit dem sog. Exbummel. Nach meiner Recherche ist das wohl ein Brauch des Wingolfbundes wonach zur Feier des Stiftungsfestes ein Bummel unternommen wird. War das evtl. eine Einladung an ein Mitglied dieses Bundes? Ich kann das handgeschriebene leider nicht entziffern. Viele Grüße Thomas [Redaktionell verschoben aus dem Thema "Deutsches Reich: Fragen zu Postkarten"]
DERMZ Am: 19.08.2023 22:11:10 Gelesen: 740318 # 3044
@ TTMarke [#3043] Guten Abend Thomas, eine wunderschöne Karte, die gefällt mir gut, ich könnte fast neidisch werden. Aber darum geht es ja gar nicht. Herrn Ernst Kuch Cand. pharm. Hier (also Würzburg) Wölfelstrasse 24.III.06 Lieber Ernst! Ich habe leider erfahren müssen, daß Du mich besuchen wolltest, aber ich war nicht anwesend. Da ich Dich vor meiner, jedenfalls am nächsten Sonntag erfolgenden Abreise noch einmal sprechen möchte, so bitte ich Dich, mich am Montag abends 1/2 9 h zu besuchen; alle anderen Tage sind bereits vergeben. Ich habe auch noch ein Buch von Dir, werde es an jenem Abend retourgeben. - Einstweilen freundlichen Gruß, auch an Deine Frau Mama, besonder and Dich von Deinem treuen Freund XY Den Absender kann ich leider nicht lesen. es lädt höchst wahrscheinlich ein Student den anderen ein um sich zu verabschieden. Beste Grüße Olaf
evwezel Am: 20.08.2023 11:27:56 Gelesen: 740083 # 3045
Liebe Sammelfreunde, ich habe mal wieder eine richtige Herausforderung für Euch. Die Handschrift von Laborant Franz Boetzkes ist normalerweise sehr gut lesbar, aber in diesem Fall wurde die Feldpostkarte geschrieben mit Bleistift. Diese Schrift verbleicht im Laufe der Zeit immer mehr. Ich kann den Text teilweise noch lesen, aber nicht alles. Könnte mir jemand vielleicht noch weiterhelfen? Viele Grüße, Emiel --- L. Franz! – Deinen l. Brief v. 9. (…) habe ich dankend erhalten u. mich sehr gefreut. Wegen einer leichten Erkältung, die namentl. meine l. Ohr im Mitleidenschaft zog, bin ich hier in Behandlung. (Stabarzt Prof. Dr. Joerner(?) Berlin (Ohrenspezialist). Meine Krankheit ist weiter nichts, nur ein Mittelohrkatarrh, der leider schon allzu rasch wieder endgültig geheilt sein soll. Schmerzen habe ich nicht, höre mit dem betreffenden Ohr nur nicht so ganz klar. Das Essen ist hier gut u. in Fülle vorhanden. Bier fehlt auch nicht. Bin hier tadellos aufgehoben. Gestern fuhr ich mal mit der Elektrischen hinaus zum Fort Loncin[1] um die Wirkung der 42.er[2] zu sehen. War sehr befriedigt. Die Spannung bei der Explosion möchte ich in Atm.(?) ausgedruckt wissen. Wie sind die schweren Betonblöcke weggeflogen! – Bin froh über Wilhs. Ende jetzt ausführliches zu wissen(?) u. festgestellt zu haben, daß er doch wenigstens einen schmerzlosen Tod gehabt hat. Bitte um (…) (…) gelegentlich(?).. Angekundetes Buch erwarte ich sehnsüchtig. Anscheinend hast Du ja einen vorzügl. Wahl getroffen. Dieser Tage muß ich Richard auch mal schreiben. (…) (…) viele herzl. Grüße Dein Vetter Franz [1] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Fort_Loncin [2] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Dicke_Bertha ---
Gauss Am: 20.08.2023 12:57:23 Gelesen: 740025 # 3046
@ evwezel [#3045] Viel kann ich nicht beitragen, aber atm (Atmosphäre) ist eine nicht mehr zulässige Einheit des Drucks oder der mechanischen Spannung.
TTMarke Am: 20.08.2023 13:03:57 Gelesen: 740019 # 3047
@ DERMZ [#3044] Hallo Olaf, vielen lieben Dank für die Entschlüsselung des Textes. Mir gefällt die Karte auch sehr gut und ich war überrascht als ich erfahren habe, was es mit dem Exbummel auf sich hat. Viele Grüße aus dem sehr warmen Ingelheim am Rhein
DERMZ Am: 20.08.2023 13:04:56 Gelesen: 740019 # 3048
@ evwezel [#3045]

Hallo Emiel,

ich versuche mich einmal:

L. Franz! – Deinen l. Brief
v. 9. (…) habe ich dankend erhalten u.
mich sehr gefreut. Wegen einer leichten
Erkältung, die namentl. mein l. Ohr im
Mitleidenschaft zog, bin ich hier in Behandlung.
Stabsarzt Prof. Dr. Joerner Berlin (Ohrenspezialist).
Meine Krankheit ist weiter nichts, nur
ein Mittelohrkatarrh, der leider schon allzu rasch
wieder endgültig geheilt sein soll. Schmerzen
habe ich nicht, höre mit dem betreffenden
Ohr nur nicht so ganz klar. Das Essen ist
hier gut u. in Fülle vorhanden. Bier fehlt
auch nicht. Bin hier tadellos aufgehoben. Gestern
fuhr ich mal mit der Elektrischen hinaus
zum Fort Loncin[1] um die Wirkung
der 42.er[2] zu sehen. War sehr befriedigt. Die
Spannung bei der Explosion möchte ich im Atm.(1)
ausgedruckt wissen. Wie sind die schweren
Betonblöcke weggeflogen! – Bin froh über
Wilhs. Ende jetzt ausführliches zu wissen u. festgestellt
zu haben, daß er doch wenigstens einen schmerzlosen
Tod gehabt hat. Bitte um (…) (…) gelegentlich(?)..
Angekundetes Buch erwarte ich sehnsüchtig. Anscheinend
hast Du ja einen vorzügl. Wahl getroffen.
Dieser Tage muß ich Richard auch mal schreiben.
(…) (…) vielen herzl. (…) Dein Vetter Franz


[B](1)[/B] Atm. = Atmosphäre, physikalische Einheit des Drucks, seit 1.1.1978 in Deutschland nicht mehr gebräuchlich, 1 atm = 1,01325 bar

An den weiteren Stellen scheitere ich ebenfalls, sorry.

Beste Grüße Olaf
evwezel Am: 20.08.2023 13:09:03 Gelesen: 740016 # 3049
@ Gauss [#3046] Vielen Dank für Deine Bemerkung! Ich habe noch etwas entziffern können: “Bitte um Heinr. Adr. gelegentlich” = Bitte um Heinrichs Adresse gelegentlich. Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 20.08.2023 13:40:49 Gelesen: 739998 # 3050
@ DERMZ [#3048] Hallo Olaf, vielen Dank für die Korrekturen. Dann gibt es eigentlich nur noch eine Lücke (meiner Meinung nach kann es leider nicht “dss” sein): L. Franz! – Deinen l. Brief v. 9. (…) habe ich dankend erhalten u. mich sehr gefreut. Wegen einer leichten Erkältung, die namentl. mein l. Ohr im Mitleidenschaft zog, bin ich hier in Behandlung. Stabsarzt Prof. Dr. Joerner Berlin (Ohrenspezialist). Meine Krankheit ist weiter nichts, nur ein Mittelohrkatarrh, der leider schon allzu rasch wieder endgültig geheilt sein soll. Schmerzen habe ich nicht, höre mit dem betreffenden Ohr nur nicht so ganz klar. Das Essen ist hier gut u. in Fülle vorhanden. Bier fehlt auch nicht. Bin hier tadellos aufgehoben. Gestern fuhr ich mal mit der Elektrischen hinaus zum Fort Loncin[1] um die Wirkung der 42.er[2] zu sehen. War sehr befriedigt. Die Spannung bei der Explosion möchte ich im Atm.(1) ausgedruckt wissen. Wie sind die schweren Betonblöcke weggeflogen! – Bin froh über Wilhs. Ende jetzt ausführliches zu wissen u. festgestellt zu haben, daß er doch wenigstens einen schmerzlosen Tod gehabt hat. Bitte um Heinr. Adr. gelegentlich. Angekundetes Buch erwarte ich sehnsüchtig. Anscheinend hast Du ja einen vorzügl. Wahl getroffen. Dieser Tage muß ich Richard auch mal schreiben. Für heute viele herzl. Grüße Dein Vetter Franz ———- Viele Grüße, Emiel
DERMZ Am: 21.08.2023 14:46:58 Gelesen: 739520 # 3051
Guten Nachmittag, ich habe mich in die "Kühle" des Hauses verzogen (28 Grad vs. 36 Grad draußen). Ich komme, wie so oft, mit der alten Schrift nicht weiter, ich hoffe es kommt wieder wertvollste Hilfe Ich habe folgendes gelesen: Abs. Gefr H. Jaerger. 1.Rekr. Depot. Kurhess. Jägerbatl. 11. Marburg. Feldpost Familie L: Frohnhäuser [1] Rheinberg Rheinland Marburg, 14,/11/15. Bin seit 1. November in Deutschland, Um an einem Kursus teilzu- Nehmen. Da es erst kommende Nacht ins Munsterlager Geht, haben wir uns nochmals Hier versammelt. Viele Grüße Ihr Hans Jaeger L.L. Mit diesem … haben Wir von … Kursus... u. Op...tion. Hoffentlich ist in- Zwischen gänzliche Genesung ein- Getreten – Brief folgt … Herzlt. Grüße von Cousin E. Jaeger Herzlichen Gruß H. Jaeger ]1] Empfänger ist ermutlich familie Ludwig Frohnhäuser, Direktor Solvay-Werke Ossenberg (bis 1926) Besten Dank für jede Hilfe sagt wieder einmal Olaf
evwezel Am: 21.08.2023 15:47:28 Gelesen: 739478 # 3052
@ DERMZ [#3051] Hallo Olaf, ich versuche es mal: L.L. Mit tiefem Bedauern hörten wir von deiner Krankheit u. Operation. Hoffentlich ist in- zwischen gänzliche Genesung ein- getreten – Brief folgt ehestens(?) Hrzl. Grüße von Cousin E. Jaeger Herzlichen Gruß H. Jaeger -- Viele Grüße, Emiel
DERMZ Am: 21.08.2023 15:56:50 Gelesen: 739461 # 3053
@ evwezel [#3052] Hallo Emiel, jetzt macht der Text Sinn, Krankheit und Operation waren mir absolut nicht in den Sinn gekommen. Vielen lieben DANK dafür, die nächste Karte ist schon in Arbeit. Beste Grüße sendet Olaf
volkimal Am: 21.08.2023 16:10:00 Gelesen: 739444 # 3054
@ DERMZ [#3051] Hallo Olaf, Emiel ist mir zuvorgekommen und hat alles richtig gelesen. Ein kleiner Tipp noch. Im ersten Teil hat die Autokorrektur die ersten Wörter jeder Zeile großgeschrieben, obwohl sie oft klein sein müssten: Marburg, 14,/11/15. Bin seit 1. November in Deutschland, um an einem Kursus teilzu- nehmen. Da es erst kommende Nacht ins Munsterlager geht, haben wir uns nochmals hier versammelt. Viele Grüße Ihr Hans Jaeger Wenn Du anstelle der Entertaste "Stift" + "Enter" drückst passiert das nicht. Hier einmal dieser Text mit sichtbaren Steuerzeichen: Normalerweise würde ich überall den eifachen Zeilenumbruch verwenden ("Stift" + "Enter" ), hier habe ich aber in der ersten und den beiden letzten Zeilen den Absatzwechsel (nur "Enter") benutzt, um die unterschiedlichen Steuerzeichen zu zeigen. Du kannst das ganze auch bei Wikipedia nachlesen, Stichwort "Zeilenumbruch" [1]. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Zeilenumbruch
DERMZ Am: 22.08.2023 14:15:45 Gelesen: 738633 # 3055
@ volkimal [#3054]

Danke Volkmar,

ich habe einfach schlampig gearbeitet und die Fehler nicht im Vorfeld korrigiert. Dein Hinweis ist dennoch sehr hilfreich und vermeidet mir diese Fehler hoffentlich in Zukunft.

Besten DANK sagt Olaf
DERMZ Am: 22.08.2023 14:21:27 Gelesen: 738628 # 3056
Guten Nachmittag,

die Temperaturen gegenüber gestern sind nahezu gleich, es ist heiß... ganz deutliches Merkmal ist, daß es im Badi nur noch EINE Sorte Eis zu kaufen gibt, alles andere ist "geplündet" - Sorgen die man 1905 sicherlich gerne gehabt hätte...

Meine nächste Karte Knacktus - die ich wieder nur in Teilen entziffern kann, selbst die Post hatte Mühe mit der Schrift:



gelesen habe ich folgendes:

An
Frau Hermann Klein
in Herzhausen.
Post Netphen i/W.

28/IV. 1905. Lieber Artur.
der zweiten Zug der Übung ist nun
Fahrt dahin. Wir sind nun soeben
eingeteilt. Lt. Von Ruckersfeld
ging von Siegen aus, wieder nach Hause.
Gern hätte ich Euch gleich geschrieben, mußte aber

jetzt folgt der Kopfstehende Text:



mit
Reisen … … . Das Leben
hier kann mir doch nicht mehr gefallen.
Die Zeit ist ja bald dahin. Brief folgt.
Grüße an Euch Alle, Dein Dich liebender

Hermann.


Wer kann meine Unsicherheiten und Lücken korrigieren bzw. ergänzen. Ich danke herzlich

Olaf
evwezel Am: 22.08.2023 16:07:29 Gelesen: 738549 # 3057
@ DERMZ [#3056] Hallo Olaf, ganz sicher bin ich nicht, aber ich lese folgendes: 28/IV. 1905. Lieber Artur. der zweiten Tag der Übung ist nun fast dahin. Wir sind nun soeben eingeteilt. Lt. Von Ruckersfeld ging von Siegen aus, wieder nach Hause. Gerne hätte ich Euch gleich geschrieben, mußte aber noch prive zu meiner Adresse. Das Leben hier kann mir doch nicht mehr gefallen. Die Zeit ist ja bald dahin. Brief folgt. Grüße an Euch Alle, Dein Dich liebender Hermann. --- Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 22.08.2023 16:38:44 Gelesen: 738511 # 3058
@ DERMZ [#3056]

Hallo Olaf,
noch ein paar kleine Änderungen:

28/IV. 1905. Lieber Artur.
der zweite Tag der Übung ist nun
fast dahin. Wir sind nun soeben
eingeteilt. Lt. von Ruckersfeld
ging von Siegen aus, wieder nach Hause.
Gerne hätte ich Euch gleich geschrieben, wußte aber

noch
keine genaue Adresse. Das Leben
hier kann mir doch nicht mehr gefallen.
Die Zeit ist ja bald dahin. Brief folgt.
Grüße an Euch Alle, Dein Dich liebender

Hermann.

Viele Grüße
Volkmar
evwezel Am: 22.08.2023 19:08:35 Gelesen: 738379 # 3059
@ volkimal [#3058] Hallo Volkmar, was würden wir ohne Dich machen! Viele Grüße, Emiel
DERMZ Am: 23.08.2023 07:54:22 Gelesen: 738051 # 3060
@ evwezel [#3057] @ volkimal [#3058] @ evwezel [#3059] Guten Morgen Volkmar und Emiel, was würde ich nur OHNE Euch beiden machen, vermutlich verzweifeln. Besten Dank an Euch beide und natürlich auch an die vielen Anderen, die auch immer wieder hilfreich zur Seite stehen, wenn ich etwas nicht lesen kann. DANKE DANKE DANKE Olaf
DERMZ Am: 23.08.2023 09:43:29 Gelesen: 737993 # 3061
Guten Morgen, es ist ein Wort - meines Erachtens fehlt nur ein Wort - aber was ich lesen will, macht im Juni keinen Sinn. Also erneut die Frage an die Mitleserschaft Ich lese folgendes von Walther an Henriette: Frau Henriette Kleinschmid *** Kassel Philosophenweg 24 Liebe Henriette! Habe Dein Paket erhalten + danke Dir recht dafür. Schick mir bitte noch wollenes Hemd + ein paar Unterhosen, wenn es geht noch morgen. Am 5. Juli werde ich entlassen. Wie geht es denn Dir? Du mußt mir auch einmal schreiben. Bitte schick den Militärpaß mit. Ich freue mich, daß die Hälfte der Übung herum ist + ich bald wieder bei Dir bin. Dein Walther *** laut Adressbuch von Kassel von 1910 sollte der Familienname Kleinschmidt sein, ich erkenne aber "dt" nicht im Schriftbild und jetzt der vertikale Text: Den ganzen Tag … es + ist die Übung auch sonst sehr Unangenehm. So, ich sollte es lieber verschweigen, aber ich lese "den ganzen Tag schneit es" und das macht im Juni sicherlich gar keinen Sinn. Doch wenn es nicht schneit, was macht es dann? Besten Dank sagt Olaf
volkimal Am: 23.08.2023 13:19:56 Gelesen: 737928 # 3062
@ DERMZ [#3061] Hallo Olaf, in der zweiten Zeile fehlt das Wort "ein" vor wollenes. Könnte das fehlende Wort ein geschmiertes "schauert" sein? Das würde von der Jahreszeit her besser passen als "schneit". Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 23.08.2023 13:29:53 Gelesen: 737922 # 3063
@ volkimal [#3062]

Danke Volkmar,

jetzt wird ein Schuh draus - ja, Regenwetter ist nichts Ungewöhnliches für Marburg... ich erinnere mich gut, daß Marburg zu Südhessen gehörte, wann immer es in Südhessen regnete - und sollte es in Nordhessen Regen haben, so wurden die Grenzen rasch verschoben. Ja, so war das damals ...

Beste Grüße aus dem sonnigen Süden

Olaf
Pit Am: 23.08.2023 18:30:10 Gelesen: 737763 # 3064
Hallo, vielleicht kann jemand den Rest nach fünfzehn Ze?? entziffern. Der Müller aus Zell führt von hier nach Krotzingen auf einem Wagen mit Pferden bespannt fünfzehn Ze??? Der Wagenführer nimmt den Weg über die Orte Schliengen. Dieser Schein ist nur ein Tag gültig.
evwezel Am: 25.08.2023 16:00:34 Gelesen: 736690 # 3065
@ Pit [#3064] Tut mir Leid, da bin ich leider überfordert. Mit herzlichem Gruß, Emiel
evwezel Am: 25.08.2023 16:12:14 Gelesen: 736686 # 3066
Liebe Sammelfreunde, ich melde mich mal wieder mit einer Feldpostkarte. Welchen Beruf hat Herr Langschartner? Ich bin ganz sicher, dass "Baumeister" richtig ist aber höchstwahrscheinlich habe ich "Kanonier" falsch gelesen. Könnte jemand meine Wissenslücke schließen? Viele Grüße, Emiel ---- Den 21./IX.16. Lieber Bruder und Schwägerin! Hab heute Euer 2 Pakete vom 12. dss. erhalten. Herzlichen Dank dafür, hoffentlich habt Ihr meinen vorhergehenden Brief erhalten den ich auf die letzten Pakete geschrieben, ich hab sie schon erhalten, gewöhnlich brauchen sie 8 Tag. Ich bin bis jetzt noch gesund aber leider geht der Schlamm schon wieder los und hier ist es sehr sumpfig. Sind bereits 9 Tag in Stellung und müssen noch 3 Tag wachen bis wir abgelöst werden. Da kommt man zum Schlafen nicht mehr. Seit recht herzlich gegrüßt von Eurem dankbaren Bruder und Schwager Otto. Abs. Otto Langschartner bay. Res. Inft.-Regt. Nr. 15. 9. Kompagnie III. Bataillon An Martin Langschartner Kanonier(?) Baumeister in Eglfing b. München
DERMZ Am: 25.08.2023 18:04:09 Gelesen: 736633 # 3067
@ evwezel [#3066] Hab heute Eu re 2 Pakete vom 12. dss. erhalten. Herzlichen Dank dafür, hoffentlich habt Ihr meinen vorhergehenden Brief erhalten den ich auf die letzten Pakete geschrieben, ich hab sie schon erhalten, gewöhnlich brauchen sie 8 Tag. Ich bin bis jetzt noch gesund aber leider geht der Schlamm schon wieder los und hier ist es sehr sumpfig. Sind bereits 9 Tag in Stellung und müssen noch 3 Tag wachen bis wir abgelöst werden. Da kommt man zum Schlafen nicht mehr. Seit recht herzlich gegrüßt von Eurem dankbaren Bruder und Schwager Otto. Hallo Emiel, ich vermute auch den Kanonier, trotzdem bin ich unsicher. Der Baumeister stimmt auf alle Fälle, ich habe im Netz noch zwei weitere Karten an den Baumeister Langschartner gesehen, die allerdings keinerlei Hinweis auf Kanonier oder etwa anbieten. Ich habe im Text noch am Anfang eine kleine Änderung vorgenommen, alles andere ist stimmig. Alles Gute wünscht Olaf
volkimal Am: 25.08.2023 18:35:21 Gelesen: 736622 # 3068
@ DERMZ [#3067] Hallo zusammen, ich vermute, dass es ein Okonomie Baumeister ist. Die Ö-Striche fehlen, aber den Ökonomie-Baumeister gab es wirklich. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 25.08.2023 19:00:44 Gelesen: 736607 # 3069
@ DERMZ [#3067] @ Volkimal [#3068] Hallo Olaf und Volkmar, vielen Dank für Eure Hilfe! „Okonomie” („Ökonomie”) klingt viel logischer und passt auch besser im Schriftbild. Es ist großartig, was man mit vereinten Kräften erreichen kann! Emiel
TTMarke Am: 26.08.2023 14:09:25 Gelesen: 736281 # 3070
Vielen Dank an alle Helfer hier auf dieser Seite! Grüße Thomas
evwezel Am: 27.08.2023 20:47:17 Gelesen: 735617 # 3071
Liebe Sammelfreunde, ich zeige Euch eine Feldpostkarte, geschrieben am 14. März 1916. Ich habe zwei Fragen über den Text: 1. Welches Wort / welche Abkürzung steht neben 11-12? 2. Hat irgend jemand hier schon mal gehört von "Nukelade"? Viele Grüße, Emiel --- Feuerst[1]. 14.III. 1916 L. Br! Heute Abend kam Dein Paket vom 11.III. 11-12 (…) mit Kuchen u. Nukelade“ an, beides hoch- willkommen, der Kuchen traf es gerade gut, da es als Abend- trunk Schokolade gab. Recht vielen Dank! Hier ist alles unverän- dert wohl, Zeit noch immer sehr knapp, trotz des schönen Fliegerwetters. Herzliche Grüße Dir u Fam. H. Heinrich An Herrn Oberlehrer Waters Euskirchen Rheinland [1] Feuerstellung _---
volkimal Am: 27.08.2023 21:34:51 Gelesen: 735567 # 3072
@ evwezel [#3071] Hallo Emiel, ich denke, dass das Paket un 11-12 vorm. (vormittags) abgeschickt wurde. Das Wort Nukelade kannte ich bisher auch nicht. Es gibt aber ein paar Treffer bei Google und es ist wohl ein Kinderwort für Schokolade. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 28.08.2023 08:12:11 Gelesen: 735259 # 3073
@ volkimal [#3072] Guten Morgen Volkmar, vielen Dank, "vorm." passt sehr gut! Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 29.08.2023 15:51:02 Gelesen: 734799 # 3074
Liebe Sammelfreunde, diesmal zeige ich Euch keine Feldpostkarte mit Pulverdampf, aber eine friedliche Ansichtskarte aus Oberlahnstein geschrieben am 20. November 1907. Der Brief wurde schließlich nach Oberlahnstein zurückgeschickt weil Herr Hübner nicht (mehr) am pharmazeutischen Institut in Breslau tätig war. Könnte jemand vielleicht die fehlenden Wörter ergänzen? Viele Grüße, Emiel --- Seite 1 (Textseite) Nicht im pharma-Institut Lieber Max! Besten Dank für Deine Bierkarte, sie traf mich schon nicht mehr zu Hause da ich seit 1. Oct. hier in Oberlahn- stein a / Rh. im Colleg. Carolinum[1] als Strohdrescher(?) in Stellung bin. Habe täglich den Schülern von IIIb - Ib im lat. U. griech. 4 Stunden Nachschulunterricht zu erteilen, dazu ab u. zu, bes. Sonntags, Aufsicht. Wie Du siehst, wenig Arbeit und viel freie Zeit, aber leider fast nur morgens. Mit den Jungens werde ich recht gut fertig, obgleich es meistens rechte Bengel sind. Ob es hier auch Engel gibt, weiß ich Text auf der rechten Seite Studenten (…)gruß nicht aufgeführt Zummer Empfänger nicht ermittelt Breslau P.A. Max Hübner stud. phar. Breslau Adresse an der Universität z.(…) [1] Collegium Carolinum in Oberlahnstein Seite 2 (Bildseite) noch nicht, doch sind die Bierverhältnisse(?) deutlich gute. Was treibst Du denn nach? Noch immer fidel und verliebt? Was haben wir Dir in Waldniel nachgetreuert. Junge, Du hättest noch so gut die (…) mitmachen können. Laß mal bald von Dir hören. Mit br. u. h. dein alter Franz Waters O.L., Hochstraße 6a. ---
Gauss Am: 29.08.2023 17:39:45 Gelesen: 734764 # 3075
@ evwezel [#3074] Guten Abend! Auf der ersten Seite könnte es eher "Nachhülfeunterricht" heißen, auf der zweiten die Lücke "die Kirmes mitmachen …". Adresse an der Universität z(u) erf(ahren/fragen)?
chris63 Am: 29.08.2023 19:18:25 Gelesen: 734720 # 3076
@ evwezel [#3074] Text rechts: Studenten Verzeichniß nicht aufgeführt
evwezel Am: 29.08.2023 19:47:32 Gelesen: 734707 # 3077
@ Gauss [#3075] @ Chris63 [#3076] Vielen Dank für Eure schnelle Hilfe! An „Nachhülfeunterricht” hatte ich nicht gedacht, aber es passt viel besser zum Schriftbild. „Kirmes” klingt auch logisch. Zum Schluss habe ich noch drei Fragen zum Text: 1) Was bedeutet die Abkürzung “P.A.” im Briefstempel “Breslau P.A.”? 2) Was könnte Franz gemeint haben mit “Br. u. H.”? 3) Könnte das Stammlokal "zum Einhorn" in Oberlahnstein sein? Laut Illustrirte Zeitung (Seite 630) war Weller’s Hotel Einhorn gegenüber dem Bahnhof situiert. Mit herzlichem Gruß aus den Niederlanden, Emiel
Heinrich3 Am: 06.09.2023 20:26:33 Gelesen: 731061 # 3078
Hallo Alt-Leser, Wer kann die Unterschrift in diesem Absender-Freistempel lesen? Auch Informationen zur Firma sind willkommen. Danke!
volkimal Am: 06.09.2023 21:54:19 Gelesen: 731000 # 3079
@ Heinrich3 [#3078] Hallo Heinrich, lesen konnte ich es nicht, aber dennoch über Google finden. Ich habe einfach eingegeben: Hamburg Assekuranzmakler "seit 1857" Auf der Seite [1] fand ich "G. & J. E. Pinckernelle Versicherungs-Makler seit 1857". Die Buchstaben "G. & J. E. P" sind gut zu erkennen. Auf den Rest wäre ich nie gekommen. Über die Firma kannst Du einiges im Internet lesen [2]. Viele Grüße Volkmar [1] https://docplayer.org/19400636-Vdvm-maklerliste-vdvm-unabhaengiger-sachverstand-auf-ihrer-seite.html [2] https://pinckernelle-hamburg.de/
Heinrich3 Am: 07.09.2023 09:08:52 Gelesen: 730889 # 3080
@ volkimal [#3079] Hallo Volkmar, ganz herzlichen Dank! Auch ich habe bei Google gesucht, aber da ist die Abneigung wohl gegenseitig? Oder vielleicht doch mein Unwissen. Heinrich3
volkimal Am: 07.09.2023 09:25:18 Gelesen: 730877 # 3081
@ Heinrich3 [#3080] Hallo Heinrich, das Problem bei Google ist es, die passenden Suchbegriffe einzugeben. Ich habe es nur deshalb gefunden, dass ich "seit 1857" in Anführungsstriche gesetzt habe. Das heißt, es wurden nicht die beiden einzelnen Wörter gesucht, sondern der Artikel misste den zusammenhängenden Begriff "seit 1857" enthalten. Mit Anführungsstrichen waren es 44 Treffer, ohne Anführungsstriche dagegen 22.300 Treffer. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 10.09.2023 14:13:14 Gelesen: 728527 # 3082
Guten Nachmittag, das Abbaden im örtlichen Badi liegt hinter mir, die fehlenden Wort dieser Feldpostkarte vor mir: Ich habe folgendes gelesen: Frau Emma Karius Gotha Karl Schwarzstr. 2a Schütze Armin Karius 2.Schtz Ers.Komp. 116 Marburg/L. Tannen- Berg Kaserne Marburg 25.2.42 Liebe Mutter u. Imgard! Herzlichen Dank für Euren Brief. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Sonst geht es mir gesundheitlich soweit ganz gut, was ich auch von Euch hoffe. Nun bin ich schon die 3.Woche hier. Ich hätte jedoch nun einen Wunsch, wenn der Krieg bald zu Ende wäre u. man wieder nach Haue könnte. Am 1. März ist nur Finanz- amt zu bezahlen. Sonst ist doch alles forerst in Ordnung. Heute (26.2.) sind wir vereidigt worden, die Kaserne wo wir hier sind, liegt eine Stunde von Marburg entfernt. Am Sonntag sind wir das erste Mal ausgeführt worden. So geht nun ein Tag von der … hin, man wird ganz anständig gedrillt. Nun hätte ich einen Wunsch Ich brauche Strümpfe. Wir haben hier nur ein Paar bekommen. ... z. Hause sind schon so gestopft. Könntet Ihr mir nicht vielleicht 2 Paar von den grünen gestrickten Strüm- pfen schicken? Ich werde sonst nicht fertig mit den … … . In der Erwartung Daß es Euch gut geht, grüßt Euch herzlichst Euer Armin Besten Dank wenn die Lücken gefüllt werden können sagt Olaf
chris63 Am: 10.09.2023 15:10:48 Gelesen: 728501 # 3083
@ DERMZ [#3082] Marburg 25.2.42 Liebe Mutter u. Imgard! Herzlichen Dank für Euren Brief. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Sonst geht es mir gesundheitlich soweit ganz gut, was ich auch von Euch hoffe. Nun bin ich schon die 3.Woche hier. Ich hätte jedoch nun einen Wunsch, wenn der Krieg bald zu Ende wäre u. man wieder nach Haue könnte. Am 1. März ist nur Finanz- amt zu bezahlen. Sonst ist doch alles soweit in Ordnung. Heute (26.2.) sind wir vereidigt worden, die Kaserne wo wir hier sind, liegt eine Stunde von Marburg entfernt. Am Sonntag sind wir das erste Mal ausgeführt worden. So geht nun ein Tag wie der Andere hin, man wird ganz anständig gedrillt. Nun hätte ich einen Wunsch Ich brauche Strümpfe. Wir haben hier nur ein Paar bekommen. Meine z. Hause sind schon so gestopft. Könntet Ihr mir nicht vielleicht 2 Paar von den grünen gestrickten Strüm- pfen schicken? Ich werde sonst nicht fertig mit dem ewigen Stopfen. In der Erwartung Daß es Euch gut geht, grüßt Euch herzlichst Euer Armin grüsse Christof
DERMZ Am: 11.09.2023 06:30:31 Gelesen: 728019 # 3084
@ chris63 [#3083] Guten Morgen Christof, danke, daß Du meine Lücken gestopft hast - ich bin voll von den Socken. Ganz lieben Dank sagt Olaf
evwezel Am: 11.09.2023 06:33:24 Gelesen: 728017 # 3085
@ chris63 [#3083] @ DERMZ [#3082] Hallo Olaf und Christof, ich habe noch eine kleine Änderung: wieder nach Hau se könnte. Viele Grüße, Emiel
DERMZ Am: 14.09.2023 10:41:11 Gelesen: 726525 # 3086
@ evwezel [#3085] Danke Emiel, ja den Buchstaben habe ich vergessen, ein neues Wort ist entstanden, das aus Sinn gleich Unsinn macht. Vielen Dank für die Korrektur. Beste Grüße Olaf
DERMZ Am: 14.09.2023 10:45:13 Gelesen: 726523 # 3087
Guten Tag, heute eine kleiner Text in Professoren-Schrift, ich bin am verzweifeln. Professor der Chemie Theodor Zincke (1875-1928) beglückwünscht seinen Kollegen zu was? Ich habe keinen Schimmer und keine Ahnung, Herzlichen Glückwunsch zum Ein.. ... des Kriegs .... Ihr Th. Zincke Besten Dank, wenn das Rätsel gelöst werden kann, sagt Olaf
volkimal Am: 14.09.2023 13:12:44 Gelesen: 726485 # 3088
@ DERMZ [#3087] Hallo Olaf, ich lese: Herzlichen Glückwunsch zum Eintref fen des Kriegs tochterh???s Ihr Th. Zincke Der fehlende Teil in der fünften Zeile könnte ...heims oder ...heers sein. Bei ...heims fehlt allerdings der i-Punkt. Töchterheime hat es aber gegeben. tochterheers macht keinen Sinn. Vielleicht hast Du noch eine andere Idee. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 14.09.2023 14:08:04 Gelesen: 726467 # 3089
@ volkimal [#3088] Hallo Volkmar, das klingt doch nach einer kurzen und knappen Gratulation zur Geburt der Tochter - hier "Kriegstöchterchen" - würde in meinen Augen jedenfalls Sinn machen. Beste Grüße und DANKE Olaf
volkimal Am: 14.09.2023 14:26:22 Gelesen: 726460 # 3090
@ DERMZ [#3089] Hallo Olaf, das passt! (Natürlich mit s am Ende) Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 16.09.2023 13:55:18 Gelesen: 725415 # 3091
Guten Tag, meist sind es gute Nachrichten, die ich auf alten Karten lesen darf - diese Karte, obwohl zu Weihnachten verschickt, lässt nichts Gutes ahnen. Die Karte geht an: Die Gräfin Friedrich zur Lippe Burg Schwalenberg Lippe Liebe Marie Dr. H. Ing. Wir umarmen Dich für Deine lieben Worte. Mut müssen wir jetzt viel ha- ben, denn es geht sehr schlecht. Vorgestern besonders. Es wurde daraufhin eine Punktation gemacht gestern früh um zu prüfen ob sich Eiter über der Lunge gebildet hätte, es kam viel. Nun wurde sie auf ärztlichen Wunsch noch gestern Mittag in die Deutschhaus Klink gebracht, weil das Fieber nicht weichen will. u. dort ist noch viel Eiter heraus geronnen u. Eine … inspektion gemacht worden. Dabei stellte auch fest daß **************** auch auf der anderen Seite Eiter entstan- den ist u. der muß noch in diesem Ta- gen entfernt wer- den. - dieser Zustand sehr ernst aber nicht Hoffnungslos! Diese Nacht hindurch Oft große Sch... anfälle. Nun bin ich kein Medizinier und habe mit der Lunge zum Glück auch noch nie ein Problem gehabt, wer kann weiterhelfen. Beste Grüße und viel Gesundheit wünscht Olaf
evwezel Am: 16.09.2023 16:26:37 Gelesen: 725298 # 3092
@ DERMZ [#3091] Hallo Olaf, das letzte fehlende Wort könnte “Schwäche-anfälle” sein. Noch eine kleine Korrektur: “Klink” muss natürlich “Klinik” sein. Viele Grüße, Emiel
chris63 Am: 16.09.2023 16:56:24 Gelesen: 725285 # 3093
@ DERMZ [#3091] Liebe Marie 24 dezb. eine Rippenresektion gemacht worden. Dabei grüsse Christof
DERMZ Am: 16.09.2023 20:40:07 Gelesen: 725153 # 3094
@ evwezel [#3092] @ chris63 [#3093] Guten Abend Emiel und Christof, vielen Danke für Eure Hilfe. und wie blöd muss ich gewesen sein, wenn ich ein Datum als Namen lese .... peinlich peinlich. Beste Grüße sagt Olaf
DERMZ Am: 19.09.2023 10:32:22 Gelesen: 723577 # 3095
Guten Tag, heute wage ich mich ein wenig auf "fremdes" Terrain, eine Karte aus Pforzheim macht mir bei zwei Worten "Sorge": Ich habe folgendes gelesen: Familie Wilhelm Metzler Marburg/Lahn Kugelgasse 13. Abs. Fr. Steib, Westl, 255 Pforzheim Liebes Lenchen, lieber Wilhelm, einen herzlichen Gruß von uns Allen 4. Die Freude hättet Ihr se- hen müssen als mein Kind an meinem Herzen lag. Sie fühlt sich hier recht wohl, eben weil sie fühlt man ist ihr gut. Ihre Unar- ten wird sie bald ablegen,. Und ich bin glücklich ich schüre nichts wie Güte und liebe Fürsorge und mehr will der Mensch … nichts. Wir, unser O.., mein l. Mann Illerchen und ich, grüßen Euch aufs herzlichste, vergeßt nicht ganz Eure Friedel Diese beiden Lücken kann ich nicht sinnvoll schließen. Danke für jede Hilfe sagt Olaf
jahlert Am: 19.09.2023 11:17:02 Gelesen: 723530 # 3096
@ DERMZ [#3095] moin Olaf, ich vermute: 'Wir (4), unser Opa, mein (lieber) Mann, Illerchen (Ilse?) und ich ...' Vielleicht stimmt das eine oder das andere. Beste Grüße, Jürgen
volkimal Am: 19.09.2023 11:34:15 Gelesen: 723520 # 3097
@ DERMZ [#3095] Hallo Olaf, der Name des Absenderin ist vermutlich Staib (mit a). Hinter "ablegen" ist nur ein Komma oder Punkt - nicht beides. Eigentlich ist es grammatikalisch nicht ganz richtig, aber ich lese "... mehr will der Mensch doch nichts." Auf den Opa bin ich nicht gekommen, er könnte aber passen. Leider ist sonst kein "p" im Text und kein weiteres "a" am Ende des Wortes. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 19.09.2023 14:34:02 Gelesen: 723422 # 3098
@ jahlert [#3096] @ volkimal [#3097] Danke Jürgen und Volkmar, ja, jetzt macht es auch für mich Sinn. Besten Dank für Eure Hilfe sagt Olaf
Gauss Am: 19.09.2023 17:35:21 Gelesen: 723313 # 3099
@ DERMZ [#3095] Mit dem p vom Opa vielleicht auch "ich spüre nichts wie Güte ..."?
Leo11 Am: 21.09.2023 12:43:18 Gelesen: 722010 # 3100
@ DERMZ [#3095] Liebe Sammerfreunde: Ich fand vor einiger Zeit eine Hilfe im Internet, Briefe oder Postkarte scannen und sofort verfügbar, kommt auch mit anderen Sprachen zurecht [1].Und ist kostenlos.Ich habe selbst schon mehrmals probiert.Handschriftlich schwache/kaum lesbare Buchstaben die nicht erkannt werden, audrucken und mit Bleistift nachzeichnen. Viele Grüsse [1] https://readcoop.eu/transkribus/
stempel Am: 26.09.2023 15:48:41 Gelesen: 720149 # 3101
Hallo zusammen, ich habe da einen Beleg, bei dem mich interressiert, was unter Inhalt steht. Kann mir jemand helfen? Grüße Dieter
volkimal Am: 26.09.2023 15:58:46 Gelesen: 720147 # 3102
@ stempel [#3101] Hallo Dieter, es sind Kirschen. Viele Grüße Volkmar
stempel Am: 26.09.2023 16:10:34 Gelesen: 720132 # 3103
Hallo Volkmar, ich danke Dir recht herzlich für diese schnelle und für mich wichtige Antwort. Ich muss mich jetzt ein wenig wundern, dass jemand Kirschen aus der DDR in die Bundesrepublik geschickt hat. Hoffentlich sind die unterwegs nicht schlecht geworden. Beim Versand von Paketsendungen aus der DDR in die Bundesrepublik oder West Berlin musste der Absender eine Bestätigung beilegen, in der angegeben wurde, dass der Inhalt der Sendung keine Handelsware war. Na, vielleicht war doch etwas anderes im Paket. Der Beleg ist übrigens in meinem Besitz. Er ist im Buch "Gebührenverrechnung auf Formularen" von Hans-Werner Salzmann abgebildet. Grüße Dieter
DERMZ Am: 29.09.2023 17:52:08 Gelesen: 718162 # 3104
@ Gauss [#3099] Lieber Christoph, ich habe noch gar nicht DANKE gesagt, daß sei hiermit bitte nachgeholt - "spüren" macht sicherlich mehr Sinn als "schüren". Ich habe das ganze von "Angst schüren" abgeleitet, wenn man Angst schüren kann, warum dann nicht auch Freude... @ Leo11 [#3100] Danke Leo, dieses kannte ich noch nicht, werde es mir merken - auch wenn der erste Versuch nicht unbedingt zufriedenstellend war, aber man muss ja nicht nach dem ersten Versuch die Flinte ins Korn werfen, hier mal mein Beispiel: Das kam bei der Transkription heraus: Kiecher Etdertatt Ainkefltern, Biesen Der Mutters Brief und Vaters Drücksache (Darrther u. ds Rechnbeschreibung 2. Teil, wr ist der 1. Teil 17 das Prrct ich kann es zwar auch nicht ganz entziffern, aber mein Text lautet: Liebe Eltern, tausend Dank für Mutters Brief und Vaters Drucksache (…. es. d. .. Reisebeschreibung 2.Teil, wo ist der 1.Teil) und das Paket. Die ganze Karte mit "meinen" Zipperlein stelle ich gleich noch vor. Beste Grüße Olaf
volkimal Am: 29.09.2023 18:00:19 Gelesen: 718152 # 3105
@ DERMZ [#3104] Hallo Olaf, ich lese: Liebe Eltern, tausend Dank für Mutters Brief und Vaters Drucksache (Dorothea u.d 6 Reisebeschreibung 2. Teil, wo ist der 1. Teil ?) und das Paket Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 29.09.2023 18:03:13 Gelesen: 718149 # 3106
Guten Abend, eventuell hat der ein oder andere schon einmal etwas von Hermine Kettler (Pseudonym Lüning), sie war eine deutsche Lyrikerin und Schriftstellerin. Ich durfte heute versuchen, eine Handschrift von Ihr zu entziffern, bin jedoch an einigen Stellen gescheitert: Schon bei der Adresse bin ich mir unsicher, ob unter Hannover wirklich das steht, was ich meine dort zu lesen:
Herrn Prof. Dr. Kettler 
           Hannover I
            Briefausgabe
 

Professor Dr Julius Kettler war deutscher Statistiker, Geograph, Heimatforscher und Direktor des Statistischen Amtes in Hannover Hier bedankt sich seine Tochter Her mine bei den Eltern, ich vermute sie hat zu dieser Zeit in Marburg studiert. Liebe Eltern, tausend Dank für Mutters Brief und Vaters Drucksache (…. es. d. .. Reisebeschreibung 2.Teil, wo ist der 1.Teil) und das Paket. Die G... gefallen mir sehr. Hier ist seit gestern Winter. 4 Grad … Kälte am Margen. Viele Grüße Euch allen Mine Besten Dank für jede Hilfe sagt Olaf

volkimal Am: 29.09.2023 18:30:18 Gelesen: 718108 # 3107
@ DERMZ [#3106] Hallo Olaf, die Anschrift habe ich genauso gelesen. Die Karte soll vermutlich postlagernd sein. Ansonsten lese ich: Liebe Eltern, tausend Dank für Mutters Brief und Vaters Drucksache (Dorothea u. d ? Reisebeschreibung 2. Teil, wo ist der 1. Teil ?) und das Paket Die Handschuhe gefallen mir sehr. Hier ist seit gestern Winter. 4 Grad Celsius Kälte am Morgen. Viele Grüße Euch allen! Mine Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 29.09.2023 19:37:41 Gelesen: 718011 # 3108
@ volkimal [#3107] Danke Volkmar, das ging wieder sehr sehr schnell. Schönen Abend wünscht Olaf
Gunther Mader Am: 09.10.2023 15:32:53 Gelesen: 709364 # 3109
Hallo zusammen! Mein erster Beitrag im Forum. :-) Ich habe hier einen Schnörkelbrief der Habsburger Kaiserin Eleonore Magdalena (Frau Kaiser Leopolds I.) an den Statthalter des Herzogstums Mailand (gehörte damals zum Habsburger Reich) vom 1. Nov. 1719. Ich würde mich freuen, wenn ihn jemand entziffern könnte. Das kann ich nur rudimentär und kann vor allem die Umstände für diesen Brief nicht erkennen. Der Adressat Hieronymus Colloredo wurde im gleichen Jahr (1719) neuer Statthalter von Mailand. Die Bilder zeigen die Adressseite, den Brief, und den Unterrand des Briefes. Mich würde auch noch interessieren, wie so ein kaiserlicher Brief üblicherweise befördert wurde. Durch einen extra kaiserlichen Boten oder doch durch die kaiserliche Post? Ich finde nichts, was auf einen Beförderungsvermerk hindeuten könnte. Gibt es vielleicht sonst noch etwas zu diesem Brief anzumerken? Beste Grüße
Richard Am: 09.10.2023 17:26:48 Gelesen: 709335 # 3110
@ Gunther Mader [#3109] Hallo Günter, willkommen im Forum und Gratulation zu diesem Schreiben. Dir wird gerne geholfen. Es ist aber durchaus gewünscht, dass das, was Du bereits übersetzen kannst, von Dir hier geschrieben wird. Das hilft auch den helfenden Übersetzern. Möglicherweise hast Du Dich damit bereits auseinandergesetzt. Schöne Grüsse, Richard
Gunther Mader Am: 09.10.2023 18:31:29 Gelesen: 709283 # 3111
Hallo Richard, ich versuche mal, das wenige, was ich lesen kann (oder denke lesen zu können) zu gliedern: 1. Zeile: Lieber Graf von Colloredo ........ bekandt 2. Zeile: ...... meines Hern Schwiger Sohns des Königs in 3. Zeile: Portugal ....... mayländischen ....... 4. Zeile: meister ... überkommen.............. 5. Zeile: gleichfalls von meines ..... glibten... Sohns 6. Zeile: ..... und Lon..... describirt 7. Zeile: ......... , ob von ......... Zimmer- 8. Zeile: und Werckleuthen .................... 9. Zeile: .... zulängliche Zeit oder für immer .......... 10. Zeile: ..... vorbei gebracht... oder disponirt..... 11. Zeile: könten ................... meinung..... 12. Zeile: zugleich aber dieses ............ möglich ist 13. Zeile: .... zubefördern und ...... zumachen, gnädigst 14. Zeile: und .......... recommandiren wollen ......... 15. Zeile: im vorigen ......................... Berichts 16. Zeile: mit ....... beständig wohl... ........ 17. Zeile: Wienn, den 1. 9bris (= November) 1719 18. Zeile: (Unterschrift) Eleonora Magdalena Theresia (Theresia ist ihr dritter Name, bin aber nicht sicher, ob das so heißen soll) Vermerk am Unterrand: An den .... Mayland .... Colloredo Sehr viele meiner Entzifferungen sind nur Vermutungen. Es wäre toll, wenn sich jemand die Mühe machen will mir zu helfen. Viele Grüße Gunther
volkimal Am: 09.10.2023 21:11:55 Gelesen: 709190 # 3112
@ Gunther Mader [#3111] Hallo Gunther, du hast gute Vorarbeit geleistet. Einige Lücken konnte ich schließen. Ich lese: 1. Zeile: Lieber Graf von Colloredo Es ist ??? vorhin bekandt 2. Zeile: ???gestalten meines Hern Schwiger Sohns des Königs in 3. Zeile: Porttugal ??? ??? dem mayländischen einige ??? und ?reck= 4. Zeile: meister zuüberkommen sich beworben lassen zu welchem ende(?) dann 5. Zeile: gleichfalls von meines ??? glibten Herrn Sohns ??? und 6. Zeile: katholische ??? und Lon an ??? describirt worden ist ??? 7. Zeile: Ich nun gernewissen mögte , ob von solchem Bau= Maur= Zimmer= 8. Zeile: und Werckleuthen sich einige gefunden welche entweder auf 9. Zeile: einige zulängliche Zeit oder für immerdar Sich dahin zubr= 10. Zeile: geben bereits herbey gebracht worden oder disponirt werde 11. Zeile: könten; also habe Ich disfalls eurer meinung vernehmen 12. Zeile: zugleich aber ??? dieses geschäftzuviel Ihre= oder möglich ist 13. Zeile: eyfrigst zubefördern und ???stellig zumachen, gnädigst 14. Zeile: und ???ligst recommandiren wollen Und verbleibe 15. Zeile: im übrigen eüch in erwarttung ??? Berichts 16. Zeile: mit ??? gnaden beständig wohl??? ??? 17. Zeile: Wienn, den 1. 9bris (= November) 1719 18. Zeile: (Unterschrift) Eleonora Magdalena Theresia (Theresia ist ihr dritter Name, bin aber nicht sicher, ob das so heißen soll) Vermerk am Unterrand: An den .... Mayland .... Colloredo Es ist übrigens nicht nötig, die Zeilen anzugeben. Du kannst den Text mit den entsprechenden Zeilenmbrüchen einfach durchschreiben. Viele Grüße Volkmar
chris63 Am: 09.10.2023 21:54:28 Gelesen: 709162 # 3113
@ Gunther Mader [#3111] Hallo Gunther, die ??? lese ich als Bde, vermutlich eine Abkürzung? Gute Handwerker waren wohl damals auch schon knapp. Lieber Graf von Colloredo Es ist euch vorhin bekandt wasgestalten meines Hern Schwiger Sohns des Königs in Porttugal auser ??? den mayländischen einige Bau und Werck- meister zueberkommen sich bewerben lassen zu welchem ende dann gleichfalls von meines freundl.(ich) gelibten Herrn Sohns kay(ser)l.(ich) und katholische mayl.(ändische) und ??? an euch Rescribirt worden, Weilen Ich nun gerne wissen mögte , ob von solchem Bau- Maur- Zimmer- und Werckleuthen sich einige gefunden welche entweder auf einige zulängliche Zeit oder für immerdar Sich dahin zube- geben bereits herbey gebracht worden oder disponirt werd(en) könten; also habe Ich disfalls euere meinung vernehmen zugleich aber euch dises geshyckt, soviel thun - oder möglichist eyfrigst zubefördern und werckstellig zumachen, gnädigst und nachdrückligst recommandiren wollen Und verbleibe im übrigen euch in erwarttung fördersandten berichts mit kay(ser)l.(ichen) gnaden beständig wohlbeygethan. Geben(Geschrieben) Wienn, den 1. 9bris (= November) 1719 grüsse Christof
Gunther Mader Am: 09.10.2023 22:45:11 Gelesen: 709137 # 3114
Hallo Volkmar und Christof, recht vielen Dank für eure Ergänzungen - freut mich sehr! Vielleicht lassen sich die noch fraglichen Stellen auch noch auflösen. Schade ist, dass sich (bisher) nicht herausfinden lässt um welches Projekt es eigentlich geht - naja, der Brief wurde ja auch nicht für die Nachwelt geschrieben ;-) Ein möglicher Bezug könnte zu den gewaltigen Großbauten von Portugals König Johann V. (also der Schwiegersohn der Kaiserin) bestehen. Vielleicht sogar zum Nationalpalast in Mafra, der hauptsächlich von 1717 bis 1730 erbaut wurde. Eleonore Magdalena ist übrigens relativ kurze Zeit nach diesem Brief gestorben, nämlich am 19. Jan. 1720 nach einem Schlaganfall, den sie zwei Wochen zuvor erlitten hatte. Viele Grüße Gunther
volkimal Am: 10.10.2023 15:53:01 Gelesen: 708609 # 3115
@ Gunther Mader [#3114] Hallo Gunther, im Prinzip fehlt nur noch ein einziges Wort, denn an beidem Lücken steht dasselbe: Vielleicht hat ja einer von euch eine Idee, was es heißen kann. Hier der Text mit den beiden unklaren Stellen: Es ist euch vorhin bekandt wasgestalten meines Hern Schwiger Sohns des Königs in Porttugal ??? auser den mayländischen einige Bau und Werck- meister zueberkommen sich bewerben lassen zu welchem ende dann gleichfalls von meines freundl.(ich) gelibten Herrn Sohns kay(ser)l.(ich) und katholische mayl.(ändische) und ??? an euch Rescribirt worden Das fehlende Wort steht übrigens direkt hinter Porttugal. Es war bei Christof etwas verrutscht. Mir fällt aber einfach nicht passendes ein. Viele Grüße Volkmar
StephanN Am: 10.10.2023 18:32:30 Gelesen: 708501 # 3116
@ volkimal [#3115] Ich bin beileibe kein Sütterlin-Spezialist, aber ich lese die Buchstabenkombination als Ldn. Da die Schreiberin im ganzen Brief mit Abkürzungen operiert, könnte Ldn evtl für Landen = Land, Länder stehen. Viele Grüße Stephan
Gunther Mader Am: 11.10.2023 15:12:27 Gelesen: 707893 # 3117
@ volkimal [#3115] Hallo Volkmar, habe nun in der Anschrift (3. Scan) ein weiteres "Lon" (so wie man es heute lesen würde) entdeckt. Auch hier kann ich es nicht auflösen (was im Zusammenhang doch irgendwie mal möglich sein sollte). Auffällig ist, dass ein weiteres Mal ein "und" vorgesetzt ist. Also einmal "Porttugal", zweimal "und". Spannend. Viele Grüße Gunther
chris63 Am: 11.10.2023 18:52:26 Gelesen: 707812 # 3118
@ Gunther Mader [#3117] Hallo Gunther, vielleicht kann ja jemand mit der Anrede was anfangen? Solche Briefe liegen sonst in Staatsarchiven als Teil eines Schriftwechsels, dort erschließt sich dann vieles aus dem Zusammenhang. Kenne nur Siebenhirten als Stadtteil von Wien. cammerern vermutlich Finanzminister, gubernatorn (als Fremdwort in latein geschrieben) Steuermann Dem Hoch und wohlgebohrenem, Vnserm Lieben getreuen Hieroymo grafen Von, und auf Colloredo herrn auf oppotschen, Floskow, drachkow, Perterwitz, mlito- witz, Staats, Siebenhirrten und feling. Vnsers freund.(lich) gliebt(en) herrn Sohns kay.(serlich) und könig.(lich) katho.(lisch) mayl.(ländisch) und ??? würckhlich geheimen Rath, cammerern und guber- natorn des herzogthumbs maylandt Meylandt grüsse Christof
Gunther Mader Am: 11.10.2023 22:11:30 Gelesen: 707746 # 3119
@ chris63 [#3118] Recht vielen Dank für die Übertragung der Anrede! Nachdem das gesuchte Wort (bzw. Abkürzung) in allen Fällen direkt nach der Erwähnung des portugiesischen Königs bzw. des Habsburger Kaisers (das war 1719 Karl VI.) steht, bin ich nun relativ sicher, dass es so etwas wie ein Kürzel für die weiteren Territorialbesitzungen dieser Reiche sein könnte (im Sinne, wie es Stephan gemeint hat). Bin gespannt, ob sich das noch aufklären lässt. Herzlichen Dank an alle, die zur Übertragung des Briefes beigetragen haben! Viele Grüße Gunther
evwezel Am: 12.10.2023 22:47:07 Gelesen: 707400 # 3120
Liebe Sammelfreunde, ich habe wieder versucht den Text einer Feldpostkarte zu entziffern, geschrieben am 26. April 1917. Ich lese folgendes, aber leider bin ich an einigen Stellen gescheitert: Seite 1 Lieber Herr Leutnant! Zu unserem großen Bedauern erfahren wir soeben von Ihrer Ver- wundung. Wir haben nur den einzigen Wunsch, Sie recht bald gesund wiederzusehen. Hoffent- lich gelingt es der Kunst der Ärzte, diesen Wunsch recht bald in Erfüllung gehen zu lassen. Bas dahin heißt es für Sie – wie auf dem Schlacht- feld – so auch im Krankenbett tapfer auszuhalten. Wir würden Ihnen dankbar sein, wenn Sie uns über den Verlauf Ihrer Wiederher- stellung öfteres unterrichten würden. Mit dieser Bitte verbleibe ich Ihr stets ergebener ???, ??? Seite 2 Metz, den 26.4.17 Lieber Onkel! Eben erhielt ich die Hiobsbotschaft[1] von Deiner schweren Verwundung. Armer Onkel, was für Schmer- zen mußt Du ausstehen. Es tut uns allen so schrecklich Leid um Dich, gerade zuletzt hast Du noch was abbekommen müssen. Wie steht es mit dem Transportieren, könntest Du nicht am Ende nach Metz ins Lazarett kom- men, oder Du läßt Dich wohl sicher nach L. über- führen. Ich schreibe Dir heut nur diese Karte, da ich nicht weiß, ob Du noch im Feldlazarett liegst. Bitte laß uns recht bald Nachricht zu- kommen, wie es Dir geht, aber bitte strenge Dich nicht zuviel damit an, wenn es Dir schä- den sollte. Leb wohl und alles Gute von ganzem Herzen wünschend bin ich Deine ??? Mit einem herzlichen Gruß wünscht Ihnen baldige Gesundheit und alles Gute für die Zukunft. Ihr ??? Adresse I.H.[2] Herrn Leutnt d. Res. u. Komp. Führer [3] ??? Hess. Garde. Inf. Regt. Nr. 6 [4] 12. Komp. z. Z. Feldlazarett 134 Deutsche Feldpost Nr. 746 [1] die Hiobsbotschaft = die Unglücksbotschaft (niederländisch: Jobstijding). Nach der Gestalt des Hiob im Alten Testament, der Schweres zu erdulden hatte; Hiob 1, 14–19 [2] Ihre Hochwohlgeboren [3] Leutnant der Reserve und Kompagnie-Führer [4] ??? Hessische Garde Infanterie Regiment Nr. 6 --- Viele Grüße, Emiel
Totalo-Flauti Am: 16.10.2023 11:51:14 Gelesen: 702339 # 3121
Liebe Sammlerfreunde, ich habe einen Portobrief aus Sachsen. Er lief ca. 1855 per Bahnpost Leipzig-Hof nach Leipzig. Leider kann ich den handschriftlichen Vermerk in Blau der Postübernahme (Ortsangabe) überhaupt nicht entziffern. Wenn der letzte Kringel nicht wäre (d oder s oder gar nichts?), würde ich ja Werdau sagen. Der Ort liegt ja auch an der Strecke. Das Porto (roter Strich) entspricht der Freimachung für einem einfachen Brief innerhalb des sächsischen Postbezirks (seit 1850) über 5 Meilen bis 15 Meilen. Könnt Ihr mir helfen? Wenn ja, bedanke ich mich schon mal recht herzlich dafür. Mit lieben Sammlergrüßen Totalo-Faluti.
bayern klassisch Am: 16.10.2023 12:05:45 Gelesen: 702333 # 3122
@ Totalo-Flauti [#3121] Hallo, Werdau ist richtig - über dem "u" ist der übliche Bogen, um es von einem "n" zu unterscheiden. Freigemacht wurde hier nichts - der Empfänger zahlte 1 Neugroschen Porto. Liebe Grüsse, Ralph
evwezel Am: 17.10.2023 11:58:10 Gelesen: 701520 # 3123
Liebe Sammelfreunde, siehe meine Frage im Beitrag [#3120]. Ich kann mir vorstellen, dass die Namen auf meiner Feldpostkarte kaum zu entziffern sind und das ist auch nicht besonders wichtig für mich. Es würde mich aber freuen, wenn jemand das fehlende Wort / die Abkürzung in "(...) Hessische Garde Infanterie Regiment Nr. 6 lesen könnte. Hat jemand eine Idee? Viele Grüße, Emiel
DERMZ Am: 17.10.2023 13:32:14 Gelesen: 701464 # 3124
@ evwezel [#3123] Hallo Emiel, ich kann es auch nicht genau sagen, aber ich vermute es soll "Ers" für "Ersatz" bedeuten. Beste Grüße Olaf
volkimal Am: 17.10.2023 13:53:34 Gelesen: 701452 # 3125
@ evwezel [#3123] Hallo Emiel, mit den Namen ist es immer ein großes Problem. Ich glauge, dass ich einen herausgefunden habe. Die anderen weiß ich auch micht. Ansonsten noch ein paar Kleinigkeiten: Lieber Herr Leutnant! Zu unserem größten Bedauern erfahren wir soeben von Ihrer Ver- wundung. Wir haben nur den einzigen Wunsch, Sie recht bald gesund wieder zu sehen. Hoffent- lich gelingt es der Kunst der Ärzte, diesen Wunsch recht bald in Erfüllung gehen zu lassen. Bas dahin heißt es für Sie – wie auf dem Schlacht- feld – so auch im Krankenbett tapfer auszuhalten. Wir würden Ihnen dankbar sein, wenn Sie uns über den Verlauf Ihrer Wiederher- stellung öfters unterrichten würden. Mit dieser Bitte verbleibe ich Ihr stets ergebener ???, ??? Metz, den 26.4.17 Lieber Onkel! Eben erhielt ich die Hiobsbotschaft[1] von Deiner schweren Verwundung. Armer Onkel, was für Schmer- zen mußt Du ausstehen. Es tut uns allen so schrecklich leid um Dich, gerade zuletzt hast Du noch was abbekommen müssen. Wie steht es mit dem Transportieren, könntest Du nicht am Ende nach Metz ins Lazarett kom- men, oder Du läßt Dich wohl sicher nach L. über- führen. Ich schreibe Dir heut nur diese Karte, da ich nicht weiß, ob Du noch im Feldlazarett liegst. Bitte laß uns recht bald Nachricht zu- kommen, wie es Dir geht, aber bitte strenge Dich nicht zuviel damit an, wenn es Dir scha- den sollte. Leb wohl und alles Gute von ganzem Herzen wünschend bin ich Deine Alice Mit einem herzlichen Gruß wünscht Ihnen baldige Gesundheit und alles Gute für die Zukunft. Ihre ??? Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 17.10.2023 14:22:04 Gelesen: 701436 # 3126
@ volkimal [#3125] @ DERMZ [#3124] Hallo Volkmar und Olaf, ich bedanke mich wieder ganz herzlich für Eure Hilfe! Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 18.10.2023 15:07:02 Gelesen: 700587 # 3127
Liebe Sammelfreunde, Ein Tag ohne Feldpost ist ein verlorener Tag! Deshalb zeige ich Euch mal wieder eine interessante Feldpostkarte, geschrieben am 27. Juni des Jahres ??? (das Jahr wird nicht erwähnt). Einige Wörter sind mir nicht ganz deutlich. Könnte mir jemand weiterhelfen? Viele Grüße, Emiel ---- Textseite Sehr geehrter Herr Gneuß! Habe Sie recht herzlichen Dank für Ihre frdl.[1] Sendung. Es ist recht gut, daß das Vereinsleben rege bleibt! Für Ihre Mitteilung betr. die Krankenkasse haben Sie herzlichen Dank! Umstehendes Bild ist in unserem kleinen Dörfchen angefertigt, hinter mir einen von den immer Wasser gebenden Brun- nen (une fontaine). Im Vordergr. der Rest der berühmten M.--- Haufen, die Gottlob jetzt verschwun- den sind. Im Hintergrunde fernen einige der kl. Dorfhäusel(?)[3], die in geschlosse- ner Bauweise gebaut werden – nicht wie bei uns mit Gärten umgeben.- Grüßen Sie bitte Herrn Dir(?) die(?) – alle Damen u. Herren von Ihrem getr.[4] Oskar Bach Adresse Herrn Lehrer O.Gneuß [5] Dresden-16 Stephanienstraße 78 II Feldpoststempel K.D. FELDPOSTEXPEDITION XIX. ERSATZ DIVISION * 27 6 * Briefstempel Soldatenbriefstempel 1. Königl. Sächsisches Armierungs-Bataillon Nr. 21 [1] frdl. = freundliche [2] Vordergr. = Vordergrund [3] kl. Dorfhäusel = kleine Dorfhäuser? [4] getr. = getreuen [5] Otto Gneuß war tätig als Bezirksschullehrer an einer Volksschule in Dresden. Siehe https://digital.slub-dresden.de/werkansicht?id=5363&tx_dlf%5Bid%5D=72501&tx_dlf%5Bpage%5D=346 ---
DERMZ Am: 18.10.2023 22:31:43 Gelesen: 700323 # 3128
@ evwezel [#3127] Guten Abend Emiel, eine kleine Korrektur zu Beginn Sehr geehrter Herr Gneuß! Habe n Sie recht herzlichen Dank für Ihre frdl.[1] Sendung. ... angefertigt, hinter mir einen von den neuen Wasser gebenden Brun- nen ... der Rest der berühmten M.--- siehe Anmerkung 1 ... den sind. Im Hintergrunde ferne r ... Anmerkung 1: ich denke es ist der Misthaufen gemeint Das ist das, was ich lese. Die besten Grüße von Olaf
evwezel Am: 18.10.2023 23:10:23 Gelesen: 700247 # 3129
@ DERMZ [#3128] Hallo Olaf, du hast natürlich recht, mit ”habe Sie” habe ich mich vertan (meine Wangen glühen jetzt vor Scham...). Du hast zunächst “neuen” statt “immer” gelesen und diese Lesung passt viel besser im Schriftbild. Auf “Misthaufen” wäre ich nie gekommen! Vielen Dank für Deine Hilfe! Mit herzlichem Gruß, Emiel
volkimal Am: 19.10.2023 09:32:12 Gelesen: 699824 # 3130
@ evwezel [#3129] Hallo Emiel, noch ein paar Kleinigkeiten: Haben Sie recht herzlichen Dank für Ihre frdl. Sendg. angefertigt, hinter mir einer von den immer Wasser gebenden Brun- nen (une fontaine). Im Vordergr. der Rest der berühmten M.--- haufen, die Gottlob jetzt verschwun- In der Anschrift steht Gneuss und nicht Gneuß Ich denke, dass du recht hattest und es ein immer Wasser gebender Brunnen ist. Auch auf dem Bild läuft das Wasser, obwohl niemand am Brunnen ist. Außerdem ist über dem Buchstaben "u" immer ein deutlicher Bogen zu sehen (z.B. bei gut und unserem). Ich habe auch sofort an Misthaufen gedacht. Das Wort Dorfhäusel stimmt. Vergleiche [1]. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.duden.de/rechtschreibung/Haeusel
evwezel Am: 19.10.2023 11:08:57 Gelesen: 699770 # 3131
@ volkimal [#3130] Guten Morgen Volkmar, vielen Dank für Deine sorgfältige Korrekturarbeit. Mit vereinten Kräften haben wir wieder eine Stimme aus der Vergangenheit zum Leben wecken können! Es ist mir aber noch immer nicht ganz klar, warum Oskar die Wörter " berühmten Misthaufen" benutzt hat. Hat er das ironisch gemeint? Sicherlich gab es in Deutschland auch Misthaufen ? Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 19.10.2023 16:55:28 Gelesen: 699601 # 3132
Liebe Sammelfreunde, ich zeige Euch mal wieder eine Feldpostkarte, geschrieben am 24. März 1915. Ich habe folgendes gelesen, bin mir aber an einigen Stellen nicht ganz sicher (fettgedruckt): Textseite Neerpelt[1] 24. III 15. Liebe Eltern, Um ein Lebenszeichen von mir zu geben sende ich Euch die herz- lichsten Grüße. Heute haben wir ein Radtour von 57 km gemacht, es war tatenlos. Heute nachmittag um 5 Uhr und die Nacht um 2 Uhr muß ich Patrn.[2] auf den be- zeichneten Wege fahren. Nochmals viele Grüße von Eueren Sohn Fritz Text Bildseite Holländischer Grenzsoldat[3] auf einsame(?) Wege fahren wir Patrol. Absender Abs. Kriegsfrw.[4] Friedrich Mittendorf Ers. Radfahr Komp. Jäger 10 3 (…).-Div. Post Neerpelt in Belgien Adresse Herrn Fritz Mittendorf Goslar a/Harz Hokenstr. Nr. 17 II Tagesstempel NEERPELT 17-18 25 III 15 Briefstempel Radfahr-Komp. Hannoverscher Jäger Div. Nr. 10 * [5] Feldpostvermerk Feldpostkarte [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Neerpelt [2] Patrn = Patrouillen? [3] Möglicherweise hat Fritz sich hier geirrt. Der Mann in Uniform steht in Neerpelt auf einer Drehbrücke über das Bocholt-Herentals-Kanal. Drehbrücke Nr. 7 befand sich am Ende der Jaak Tassetstraße, damals „Kanaalstraat" (Kanalstraße) genannt. Wenn man genauer hinschaut auf dem Haus an der linken Seite, sieht man deutlich einen Rettungsring an der Fassade hängen. In diesem Haus wohnte der Brückendreher. [4] Kriegsfreiwilliger [5] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Radfahrtruppen und https://de.wikipedia.org/wiki/Hannoversches_J%C3%A4ger-Bataillon_Nr._10#Ersatz-Radfahr-Kompanie/J%C3%A4ger_10
volkimal Am: 19.10.2023 20:17:49 Gelesen: 699430 # 3133
@ evwezel [#3132] Hallo Emiel, ein paar Kleinigkeiten: es war tatellos [1]. Heute nachmittag um 5 Uhr und die Nacht um 2 Uhr muß ich Patro? [2]. auf dem be- Text Bildseite: auf diesem Wege fahren wir Patrol.[2] Absender: 3 Resv.-Dis. [3] Post Neerpelt in Belgien [1] eigentlich "tadellos" geschrieben [2] Die beiden Stellen müssen dasselbe bedeuten. Ich gehe auf jeden Fall von Patrouille aus. [3] Anstelle vin "Div." lese ich "Dis." Division würde passen, was "Dis." bedeuten soll weiß ich nicht. Vielleicht ist es aber wieder ein Schreibfehler. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 19.10.2023 20:58:03 Gelesen: 699404 # 3134
@ volkimal [#3133] Guten Abend Volkmar, Du hast meine Übersetzung wieder tadellos überprüft! Viele Grüße, Emiel
chris63 Am: 19.10.2023 21:44:54 Gelesen: 699356 # 3135
@ evwezel [#3132] Hallo Emiel, die Radtour war 51 km lang (Punkt über der 1) Absender 3 Kav.(allerie)-Div. Post Neerpelt in Belgien Briefstempel Radfahr-Komp. Hannoverscher Jäger Bat. Nr. 10 grüsse Christof
volkimal Am: 19.10.2023 21:45:16 Gelesen: 699356 # 3136
@ evwezel [#3131] Hallo Emiel, vielleicht ist das eine Anspielung auf den gallischen Hahn. Der Hahn gilt unter anderem als Nationalsymbol von Frankreich. Der Hahn steht ja bekanntlich besonders gern auf einem Misthaufen und kräht. Vielleicht gab es damals in Frankreich noch sehr viele Misthaufen in den Orten. Und die Orte waren einfach für die vielen Misthaufen bekannt. Damals gab es in den Orten viele Kleinbauern, die einen Misthaufen vor der Tür hatten. Ich denke aber, dass es in Deutschland ähnlich war. Viele Grüße Volkmar
udokorte Am: 19.10.2023 21:56:28 Gelesen: 699337 # 3137
Auf der Marke könnten auch Abkürzungen zum Einsatz gekommen sein - in meiner FB Gruppe wurde geraten das am ende "Bhf" und davor "Pinbrg" für Pinneberg stehen könnte - wer sieht mehr und vor allem was ?
evwezel Am: 19.10.2023 22:35:46 Gelesen: 699182 # 3138
@ chris63 [#3135] Hallo Christof, vielen Dank für Deine Korrektur! Den Punkt über der “1” habe ich völlig übersehen. Mit herzlichem Sammlergruß, Emiel
evwezel Am: 19.10.2023 22:43:18 Gelesen: 699170 # 3139
@ volkimal [#3136] Hallo Volkmar, vielen Dank für Deine Erklärung. Ich hatte noch nicht an diese Möglichkeit gedacht, aber es klingt logisch. Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 22.10.2023 15:50:38 Gelesen: 695921 # 3140
Liebe Sammelfreunde, Gestern habe ich die Postex-Messe in Barneveld (in den Niederlanden) besucht und dort fand ich einen interessanten Feldpostbrief. Der Briefschreiber hatte offensichtlich ein hitziges Temperament... Der Brief läßt sich ziemlich gut lesen, aber ich bin mir an einigen Stellen nicht ganz sicher (=fettgedruckt). Viele Grüße, Emiel --- Seite 1 Nr. 11 Görlitz [1] 6.5.1917 Meine lieben, guten Eltern! Meine liebe Marta! Die Bahnhofswache hätte ich glücklich hinter mir. Es ging fast ununterbrochen die ganze Nacht durch mit den Transporten. Gestern abend zwischen 10h und 11h bin ich bei der Absper- rung in eine solenne Keilerei[2] mit Ci- vilisten, besonders Weibern, verwickelt worden, die sich darüber aufregten, daß ich ge- mäß meine Inspektion einen Jungen, der die Posten belästigte und die Postenkette durchbrach, auf die Wache bringen[3] wollte, und die schließlich handgreiflich wurden. Es sam- melten sich immer mehr Leute an, so daß ich allein nichts mehr ausrichten konnte (1 Posten war gerade noch bei mir). Der Junge wurde mir aus den Händen entrissen, und der Helm von hinten weggenommen, als ich denn blank zog[4], wich die Bande aber doch zurück. Wenn mir noch mal so etwas passiert, schlage ich alles kurz und   Seite 2 klein, was mir unter die Finger kommt. Die Absperrungsbestimmungen sind aller- dings kolossal streng; so dürfen 3. l.[5] Verwandte von denen, die beim Transporte sind, nicht mit ihren Sohnen, Brüdern, Väter etc. sprechen. Da zwischen 10h heute vorm.[6] und 6h nachm.[7] kein Zug mehr durchkam, wurden wir um ¼ 11 vorm. schon entlassen, während wir sonst erst um 3 45 nachm. abgelöst worden wären. Nach Hause gekommen bekam ich gleich Kompagniedienst bis morgen mittag. So konnte ich wenigstens nachm. ausschlafen, und es war ein billiger Sonntag. Zu Mittag gab es: Suppe, Schmorbraten mit Schöten und Karotten, Kartoffeln, Citronen- speise. Nachher haben wir Jünke(?) noch Caffée ge- trunken und Kuchen gegessen, und dann fing mein Dienst an. Empfanget die innigsten Grüße und Küsse von Euren Euch innigst liebenden und stets dankbaren Walter Absender Fähnrich Hammer. I.K. 19 Ers. Batl . Görlitz. 3.Komp Adresse Familie Bankier Oskar Hammer Berlin Lichterfelde-Ost Goethestr. 7 dpt(?) Tagesstempel GÖRLITZ -7.5.17.6-7V. * 1 b [1] https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6rlitz [2] heftige Schlägerei [3] Auf die Wache bringen = verhaften / festhalten [4] blankziehen = eine Waffe aus der Scheide ziehen [5] l.= liebe [6] vorm. = vormittag [7] nachm. = nachmittag
chris63 Am: 22.10.2023 17:19:05 Gelesen: 695828 # 3141
@ evwezel [#3140] Hallo Emiel, Schoten und Karotten, Kartoffeln, Citronen- speise. Nachher haben wir Junker (hier Offiziersanwärter) noch Caffée ge- Oskar Hammer Berlin Lichterfelde-Ost Goethestr. 7 hpt (hochparterre) grüsse Christof
evwezel Am: 22.10.2023 17:42:44 Gelesen: 695784 # 3142
@ chris63 [#3141] Guten Mittag Christof, das ist wirklich super! "hpt" hätte ich nie erraten. Vielen Dank für Deine Hilfe, Emiel
evwezel Am: 22.10.2023 18:08:59 Gelesen: 695746 # 3143
Liebe Sammelfreunde, ich habe heute noch eine zweite Aufgabe für Euch. Es handelt sich (natürlich) wieder um eine Feldpostkarte. Ich hoffe, Ihr wird beim Lesen nicht ohnmächtig werden... Viele Grüße, Emiel --- Textseite Am Ufern(?), den 4/4/16 Lieber Onkel – Tante! Teile Euch kurz mit, daß ich nicht auf den Heuberg komme. Es ist mir nämlich ein Unglück in Schliengen passiert. Es ist mir ein Messer in den Fuß gefallen durch den Schuh. Ich habe etwa einen 1 Litter [1] Blut verloren. Es ist gerade auf eine Ader gestoßen. Das Blut war einen Meter weit gespritzt. Ich wurde gleich in das (???) gebracht. Es grüßt Euch herzlichst Ihrer (...) Absender Musk. Joh ?isk XIV Armeekorps I E Bataillon 2. Kompagnie Inf. Regt. Nr. 142 (…) Kolonne Adresse An August ?isk Stetten-Lörrach[2] Baslerstraße Nr. 181. Tagesstempel MÜLLHEIM -4.4.16.1-2N * (BADEN) B Briefstempel Geprüft Lörrach * XIV ARMEEKORPS * OBERWACHUNGSSTELLE Feldpostvermerk Feldpostkarte [1] Muss natürlich Liter sein [2] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%B6rrach
volkimal Am: 22.10.2023 21:47:52 Gelesen: 695538 # 3144
@ evwezel [#3143] Hallo Emiel, der Absender und der Empfänger scheinen denselben Familiennamen zu haben. Nur ich leider nicht sagen, welcher Name es ist. Hier einmal die drei entsprechenden Stellen im Vergleich: Der Name ist sehr kurz, fängt vermutlich mit "S" an. Beim zweiten Buchstaben kommen für mich das "i" und das "ö" in Frage. Danach könnte wieder ein "s" folgen - das ist aber sehr unsicher. Am Ende könnte z.B. ein "k" oder ein "te" stehen. Ich habe einmal auf dasoertliche.de nach den heutigen Namen in Lörrach und Umgebung gesucht, konnte aber nichts passendes finden. Zu Vornamen: Als Absender ist Joh. = Johannes angegeben. Bei der Unterschrift gehe ich deshalb von "Hans" als Kurzform bzw. Rufname aus. Zum Kartentext: Die Orstangabe kann ich nicht lesen. Ostern als Zeitangabe passt auch nicht, da Ostern 1916 am 23./24.April war. Mit Heuberg liegst du richtig. Hier einmal ein Auszug aus dem Ritter (Geographisch-Statitisches Lexikon von 1905): Zusätzlich zu den Angaben im Ritter gab es den Namen Heuberg auch in Basel, 8 km von Stetten entfernt. Da es heißt "daß ich nicht auf den Heuberg komme" scheint es sich um eine Erhebung oder einen Berg zu handeln. Welche jetzt gemeint ist, kann man nicht sagen. Der Absender hat es mit der Grammatik nicht so genau genommen. Auf der Karte heißt es "pasiert" anstellen von "passiert" und "nähmlich" anstellen von "nämlich". In der Schule gab es bei uns früher den Spruch "Wer nähmlich mit h schreibt ist dämlich". Bei der Anschrift hast Du das "Herrn" in der zweiten Zeile vergessen. Der August steht dafür in der dritten Zeile. Es ist diesmal kein Briefstempel sondern ein Zensurstempel. Oben steht " Überwachungsstelle". Leider habe ich dem Riemer leider verlegt und kann den Stempel nicht nachschlagen. Soweit meine Anmerkungen. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 23.10.2023 06:52:16 Gelesen: 695211 # 3145
@ volkimal [#3144] Guten Morgen Volkmar, vielen Dank für Deine Anmerkungen! Vermutlich kann ich den Nachnamen noch herausfinden. Dazu werde ich mir in Verbindung setzen mit dem Stadtarchiv in Lörrach. Der Ortsname ist schwieriger. Könnte es auch der Name eines Krankenhauses sein? Der Briefschreiber war ziemlich schwerverletzt und vermutlich befand er sich zur Zeit noch immer ins Krankenhaus (oder Lazarett). Viele Grüße, Emiel
chris63 Am: 23.10.2023 10:04:55 Gelesen: 695021 # 3146
@ evwezel [#3145] Hallo Emiel, mein Vorschlag, der Schreiber lässt gerne Lücken. Mü llheim, den 4/4/16 Lie ber On kel – Tante! grüsse Christof
evwezel Am: 23.10.2023 10:27:40 Gelesen: 695009 # 3147
@ chris63 [#3146] Guten Morgen Christof, Du hast vollkommen recht - alles fällt jetzt an seinen Platz! Wie konnte ich das übersehen ? Das hast Du sehr gut gesehen, Christof! Viele Grüße, Emiel
DERMZ Am: 31.10.2023 08:41:18 Gelesen: 689691 # 3148
Guten Morgen, machen wir einen Ausflug in den Harz, es ist die Karte aus Marburg, die einmal im Harz weilte. Ich bilde mir ein, daß ich ein gutes Stück habe lesen können, doch bei einigen Passagen habe ich noch nicht mal den Ansatz einer Ahnung. Ich bitte freundlichst um Hilfe. Frau Jenni Riehl Haus Stadel Schierke i. Harz Marburg, d. 25.5.28 Mein liebes Mutt! Wir freuen uns schon sehr mit den …! den Zug schreibst Du uns wohl noch. Adela bekommst Du auch noch zu sehen. Sie bleibt Mittwoch vormittag drei Stunden bei uns auf der Durchfahrt nach … Sie muß am 2. Juni sich leider schon in … ...- Bring uns gutes Wetter mit, damit wir viel draußen sein können, u. Du auch unsere Veranda genießen kannst. Wir wollen recht vergnügt miteinander sein u. viel lachen! Hast Du auch Ohropax mitgenommen? Das ist jetzt im Semesterbetrieb nötig. - Eine … stellung u. ein … … … Dir Marburg auch an. Herzinnige Pfingstgrüße von Deinen Kindern. Hier noch einmal das Bild der linken Schriftseite Besten Dank sagt Olaf
evwezel Am: 31.10.2023 08:55:53 Gelesen: 689679 # 3149
@ DERMZ [#3148] Hallo Olaf, auf die Schnelle: Frau Jenni Riehl Haus Stadel Schierke i. Harz Marburg, d. 25.5.28 Mein liebes Mutt! Wir freuen uns schon sehr auf den Dienstag! den Zug schreibst Du uns wohl noch. Adele bekommst Du auch noch zu sehen. Sie bleibt Mittwoch vormittag drei Stunden bei uns auf der Durchfahrt nach Bremen(?) Sie muß am 2. Juni sich leider schon einschiffen - Bring uns gutes Wetter mit, damit wir viel draußen sein können, u. Du auch unsere Veranda genießen kannst. Wir wollen recht vergnügt miteinander sein u. viel lachen! Hast Du auch Ohropax mitgenommen? Das ist jetzt im Semesterbetrieb nötig. - eine Kunstausstellung u. ein Festspiel(?) bietet Dir Marburg auch an. Herzinnige Pfingstgrüße von Deinen Kindern. Viele Grüße, Emiel
DERMZ Am: 31.10.2023 09:11:44 Gelesen: 689665 # 3150
@ evwezel [#3149] Guten Morgen Emiel so stolz ich auf das Ohropax bin, so muss ich mich für den nicht erkannten Dienstag und das Festspiel "grämen", vor allem wo das auch im Stempel steht. Bremen als Zielort macht Sinn, ich war auf der Suche nach einem Ort mit Anfangsbuchstaben "C". Jetzt bleibt nur noch die Frage, was Adele am 2.Juni dort machen will/muss/tut, kann es sein, daß sie sich einschifft? Aus gleicher Quelle erhielt ich eine zweite Karte, die weder vom Schriftbild, noch von den Namen zusammenpasst, allerdings Ende Juni nach New York adressiert war und Grüße aus der alten Heimat überbrachte. Da könnte gut ein Zusammenhang bestehen, oder konstruiere ich da etwas. Besten Dank sagt Olaf
evwezel Am: 31.10.2023 09:15:38 Gelesen: 689661 # 3151
@ DERMZ [#3150] Guten Morgen Olaf, stimmt, Adele musste sich am 2. Juni wieder einschiffen. "Ohropax" hast Du tatsächlich sehr gut entziffert! Ich wusste überhaupt nicht, dass es damals schon Ohropax gab: "Die Ohropax GmbH ist ein deutsches Unternehmen, das zunächst durch Ohrenstöpsel aus Wachs bekannt wurde. Später kamen Modelle aus Schaumstoff, Silikon und Kunststoff hinzu. Der Name „Ohropax“ ist zusammengesetzt aus dem deutschen Wort Ohr und dem lateinischen Wort pax „Frieden/Ruhe“." (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Ohropax ) Emiel
volkimal Am: 31.10.2023 10:22:49 Gelesen: 689621 # 3152
@ evwezel [#3149] Hallo Emiel und Olaf, Bremen und Festspiel sind richtig. Die Anfangsbuchstaben passen zu Frau und Bring. Außerdem fuhren in Bremen viele Schiffe ab. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 02.11.2023 20:06:10 Gelesen: 688236 # 3153
Liebe Sammelfreunde, es ist mir ein Vergnügen, dass ich Euch wieder einen Feldpostbrief mit einer schrecklichen Handschrift zeigen kann. „Geteilter Schmerz ist halber Schmerz“, nicht wahr? Wer könnte die fehlenden Wörter entziffern? Viele Grüße, Emiel --- Seite 1 Cöln. 16.11.16. Sehr geehrter Herr Oberlehrer! Nun bin ich schon einige Wochen Sol- dat. Da hörte ich dieser Tage zufällig, Sie seien auch zur Inf. Art.[1] ange- schrieben worden. Meine spaßhafte Be- merkung von damals möchte ich Ihnen nun wohlgemeint raten. Melden Sie sich am Bezirkskommando und bitten, zum Inf. Art. 7. nach Cöln eingezogen zu werden. Kommen Sie dann hierhin (vor(?) Zugwegka- serne[2]), so bitten Sie nach Port 8 gelegt zu werden, nicht nach Arnolds Leute(?) zu den Fahrern. Dort ist der Arbeit so schwer wie in Coblenz (…). Der Depotführer von Fort 8 ist in Civil Schulrat. Besonders günstig für Sie. Die Herrn werden hier am Mastfern- rohr, das beim Stabe bleibt, aus- gebildet und haben sehr gemütlichen Dienst. Morgens nur von 8-11 Uhr und nachmittags von 3-5 Uhr. Außer- dem dürfen Sie hier nach 1 Woche schon   Seite 2 in der Stadt wohnen. Es sind verschiedene Philologen hier. Augenblicklich sitzt ein Professor aus Crefeld neben mir. Diese An- nehmlichkeiten[3] finden Sie in keiner anderen Garnison. Es könnte Sie vielleicht stören, mich als Ihrer früheren Schüler zu wissen. Ich hoffe, Sie werden meiner Versicherung ver- trauen, dass ich selbstverständlich auch als Kamerad wissen werde, dass Sie mein Lehrer waren, den ich für seine Mühe Dank schuldig bin, und mich danach richten werde. Ich habe im Vertrauen gesagt: Protektier(…) nur(?), die (…) Ihnen (…)klich sein können. Vielleicht werden Sie so freundlich sein, Herrn Dr. Hermes- dorf[4] auch über die hiesigen Zu- stände zu unterrichten. Er könnte sich gegebenenfalls auch(?) danach(?) richten. Ich habe nämlich zu wenig Zeit, um ihm noch einmal alles   Seite 3 eingehend zu beschreiben. Meine Ernennung zum Offiziers(…)- ten steht bevor und da muß ich riesig arbeiten. Mit freundliche Grüßen an die übrigen Herren besonders Ihnen selbst verbleibe ich Ihr dankbarer Carl Meller-Rombey Absender Kanonier Meller-Rombey[5] Fuß. Art. Reg. 7. ?.?.? (…)rath Cöln / Rodenkirchen Hombergstr. 1 Adresse Herrn. Oberlehrer Waters Euskirchen (…)thstr. Tagesstempel RODENKIRCHEN 16.11.16.5-6n * (RHEIN) a [1] Infanterie-Artillerie [2] Siehe https://altes-koeln.de/wiki/Kasernen_im_preu%C3%9Fischen_K%C3%B6ln [3] Annehmlichkeit = Bequemlichkeit, Vorteil [4] Peter Hermesdorf (siehe Festschrift Gymnasium Euskirchen 100 Jahre, Seite 6). [5] Karl Joseph Gerhard Antonius Meller-Rombey, gestorben am 24. November 1917 im Lazarett Hannover (Festschrift Gymnasium Euskirchen 100 Jahre, Seite 2
chris63 Am: 02.11.2023 21:25:49 Gelesen: 688213 # 3154
@ evwezel [#3153] Hallo Emiel, Seite 1 ... Sie sich am Bezirkskommando und bitten, zum Fuß. Art. 7. nach Cöln (verm. Westfälisches Fußartillerieregiment 7) eingezogen zu werden. Kommen Sie dann hierhin ( zur Zugwegka- serne[2]), so bitten Sie nach Port 8 gelegt zu werden, nicht nach Arnolds- höhe zu den Fahrern. Dort ist der Arbeit so schwer wie in Coblenz auch. Der Mastfernrohr lese ich auch, sollte wohl Messfernrohr heißen Seite 2 .... und mich danach richten werde. Ich habe im Vertrauen gesagt: Protektieren wir, die auch Ihnen nützlich sein können. Vielleicht werden Sie so Seite 3 eingehend zu beschreiben. Meine Ernennung zum Offiziers aspiran- ten steht bevor und da muß ich Weiter oben Nr. 3149 lese ich als Adresse: Henni Riehl Haus Wedel (gibt es heute noch) grüsse Christof
volkimal Am: 02.11.2023 21:48:19 Gelesen: 688199 # 3155
@ evwezel [#3153] Hallo Emiel, Christof war schneller. Noch ein paar Kleinigkeiten: Seite 1: Nun bin ich schon einige Wochen Sol- dat. Da hörte ich dieser Tage zufällig, Sie seien auch zur Fuß. Art.[1] ange- Sie dann hierhin (zur Zugwegka- serne[2]), so bitten Sie nach Fort 8 gelegt zu werden, nicht nach Arnolds Seite 2: anderen Garnison. Es könnte Sie vielleicht stören, mich als Ihren früheren Schüler hier zu wissen. Ich hoffe, Sie werden meiner Versicherung ver- trauen, dass ich selbstverständlich auch als Kamerad wissen werde, daß Sie mein Lehrer waren, dem ich für seine Mühe Dank schuldig bin, und mich danach richten werde. Ich habe im Vertrauen gesagt Protektionen hier, die auch Ihnen nützlich sein können. Vielleicht werden Sie so Absender Kanonier Meller-Rombey[5] Fuß. Art. Reg. 7. ?.?.? Paffrath Cöln / Rodenkirchen Hamburgstr. 1 Adresse Herrn. Oberlehrer Waters Euskirchen Feybathstr. (Vielleicht meint er die Veybachstraße, die gibt es in Euskirchen.) Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 03.11.2023 08:02:31 Gelesen: 687999 # 3156
@ chris63 [#3154] @ volkimal [#3155] Guten Morgen Christof und Volkmar, ich nehme wieder meinen Hut ab für Euch beide. Es ist erstaunlich, wie schnell ihr meinen Text gelesen und korrigiert habt. Vielen herzlichen Dank dafür - ihr spielt wirklich in der Spitzenklasse! Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 03.11.2023 08:10:21 Gelesen: 687992 # 3157
@ DERMZ [#3148]
@ chris63 [#3154]

Hallo Olaf,

Vielleicht hast Du die Korrektur von Christof übersehen, aber er hat natürlich völlig recht. Die Anschrift von Frau Riehl lautet:

Frau Henni Riehl
Haus Wedel

Viele Grüße,

Emiel
Angelika Am: 03.11.2023 12:33:47 Gelesen: 687909 # 3158
Ich habe gerade eine Karte gefunden und kann nicht alles lesen. Ich bitte um Mithilfe Nicht wahr? Ich habe Ihnen gut graten! Mit „Titze“ schmeckt ihr Kaffee … besser! Leider konnte ich Ihnen damals nur eine kleine Probe überlassen, Aber gewiß haben Sie sich .. bei Ihrem Kaufmann(?) ein … Titze …. Paket „Titze-Gold“ in …. besorgt, so daß Sie sich …. bereits von seiner unvergleichlichen …. über- zeugen konnten. Freundliche Grüße Ihr Titze-Tante Viele Grüße Angelika
wessi1111 Am: 03.11.2023 12:57:41 Gelesen: 687898 # 3159
@ Angelika2603 [#3158] Hallo Angelika, ich lese folgendes: Nicht wahr? Ich habe Ihnen gut geraten! Mit „Titze“ schmeckt ihr Kaffee halt noch besser! Leider konnte ich Ihnen damals nur eine kleine Probe überlassen. Aber gewiß haben Sie sich schon bei Ihrem Kaufmann ein frischduftendes weißes Packerl Titze oder ein Paket „Titze-Gold“ in Würfeln besorgt, so daß Sie sich auch bereits von seiner unvergleichlichen Ausgiebigkeit über- zeugen konnten. Recht freundliche Grüße Ihre Titze-Tante Gruß Wessi
Angelika Am: 03.11.2023 13:28:32 Gelesen: 687884 # 3160
Vielen Dank GLG Angelika
evwezel Am: 03.11.2023 13:42:38 Gelesen: 687871 # 3161
@ Angelika2603 [#3160] Hallo Angelika, eine Kleinigkeit noch: Mit „Titze“ schmeckt der Kaffee halt noch besser! Viele Grüße, Emiel
DERMZ Am: 04.11.2023 15:27:28 Gelesen: 687419 # 3162
@ evwezel [#3157] Hallo Emiel ja, diese Korrektur habe ich überlesen. Vielen lieben Dank für den Hinweis. Ich werde mein Sammlungsblatt entsprechend berichtigen. Beste Grüße Olaf
DERMZ Am: 04.11.2023 15:40:50 Gelesen: 687411 # 3163
Guten Tag, heute eine Feldpostkarte, die enorm viele Ortsangeben zeigt Die Karte zeigt einen Blick auf Marburg, die Karte ist in Wabern abgestempelt, geschickt wurde sie nach Wetzlar-Niedergirmes und der Absender weilte "postalisch" auf dem Truppenübungsplatz in Neuhammer an der Queis... Problematischer ist der Text, ich kann weder den Vornamen von Frau Müller richtig deuten, noch habe ich eine Idee wofür Hermann Borchardt danke sagt. Feldpostkarte An Frau Chr.. Müller in Wetzlar Niedergirmes Elibethen Str. N 36 Abs. Mgfr Herman Borchardt Landstu Infr. 44 zu Zeit Neuhammer A Queis 15.4.15. Liebe Frau Müller besten Dank … … die Auf.. Ich schicke hiermit Meinen besten Dank und Hochachtungsvoll H. Borchardt und links aufsteigend lese ich: Grüß die liebe Kleinen Wer kann meine Gedanken-Knoten lösen? Beste Grüße von Olaf
volkimal Am: 04.11.2023 16:01:53 Gelesen: 687398 # 3164
@ DERMZ [#3163] Hallo Olaf, das ist wirklich eine Sauklaue! Ich lese: An Frau Chr inan Müller in Wetzla rniedergirmes (ein Wort) Elibethen Str. N 36 Abs. Wis(?) Herman (der Anfangsbuchstabe ist eindeutig ein "W") Borchardt Landstu Infr. N 44 zu (das "N" fehlt. statt 44 könnte es evtl. auch eine 14 sein) Zeit Neuhammer A Queis (dahinter steht noch etwas, ist aber völlig unleserlich) 15.4.15. Liebe Frau Müller besten Dank ??? die Aufwartung(?) Ich spreche hiermit Meinen besten Dank aus Hochachtungsvoll H. Borchardt Viele Grüße Volkmar
Richard Am: 04.11.2023 22:12:37 Gelesen: 687218 # 3165
@ volkimal [#3164] @ DERMZ [#3163] @ evwezel [#3161] Hallo zusammen, ich bitte die in der Überschrift genannten Beiträge zu beachten, die möglicherweise noch nicht oder noch nicht ausreichend beantwortet sind: (?) (3137) (3143) (3163) Sollte einer der Beiträge doch ausreichend beantwortet sein, bitte ich um Nachricht per Mail. Schöne Grüsse, Richard
DERMZ Am: 05.11.2023 09:56:45 Gelesen: 686827 # 3166
@ udokorte [#3137] Hallo Udo, ich sehe das auch so, mit Pinneberg und Bahnhof. Der Bahnhof Pinneberg wurde 1848 erbaut an der Bahnstrecke Altona-Kiel. Mit besten Grüßen Olaf
matze1958 Am: 08.11.2023 22:03:42 Gelesen: 683722 # 3167
Hallo, kann jemand das Wort links oberhalb "frei" lesen? Es steht auf einer Drucksache von 1874 aus der Schweiz nach Gotha. Danke Euch, Matze
volkimal Am: 08.11.2023 22:09:39 Gelesen: 683715 # 3168
@ matze1958 [#3167] Hallo Matze, aus welchem Ort kommt der Brief? Viele Grüße Volkmar
matze1958 Am: 08.11.2023 22:29:26 Gelesen: 683709 # 3169
@ volkimal [#3168] Aus Basel.
Gauss Am: 08.11.2023 22:45:51 Gelesen: 683705 # 3170
@ matze1958 [#3167] Gedrucktes Cirkular.
matze1958 Am: 09.11.2023 11:15:32 Gelesen: 683358 # 3171
@ Gauss [#3170] Super, danke für Deine Hilfe!
Briefuhu Am: 23.11.2023 15:36:46 Gelesen: 678905 # 3172
Habe hier einen Siegelbrief nach Breslau bei dem ich nur Teile der Anschrift lesen kann. Ich lese An ein ..Hochwürdigend.... bischöflichen Generalvikariat... i gerichtlichen Sachen... bischöflich. G] Auf der Rückseite ein Wachssiegel, das ich auch nicht zurodnen kann, bestimmt aber etwas Kirchliches. Die rote Sechs dürfte das Porto sein. Schönen Gruß Sepp
Gauss Am: 23.11.2023 15:53:30 Gelesen: 678892 # 3173
@ Briefuhu [#3172] An ein hochwürdigst hochfürst-bischöfliches Generalvicariat-Amt in gerichtlichen Sachen des Bisthums Breslau zu Breslau
Gauss Am: 23.11.2023 16:04:01 Gelesen: 678886 # 3174
@ Briefuhu [#3172] Sigillum Commissariatus / Episc. ... und dann verließen sie ihn .. Also irgendwas Bischöfliches.
Briefuhu Am: 23.11.2023 16:15:27 Gelesen: 678879 # 3175
@ Gauss [#3174] Vielen Dank für die Hilfe. Schönen Gruß sepp
DERMZ Am: 04.12.2023 12:58:36 Gelesen: 676785 # 3176
Guten Tag, wir gehen zurück in das Jahr 1900, eine eng beschriebenen Karte von Marburg nach München berichtet unter anderem über eine Radkollision mit einem Brückengeländer ... Ich habe bisher folgendes lesen können: Herrn W. Broeg stud. chem. München Schnorrstraße 9 III M. d. 25.05.00 L.W. Das Paket von Großm. Wird wohl an seine Adresse gelangt sein. Hoffentlich hast Du es mit gutem Appetit verzehren können, denn ich nehme an daß Deine Erkältung keine ernste Folgen hatte! Schreibe deshalb bald wie es Dir geht. - Am Montag wird Dein Wechsel abgeschickt viel Vergnügen und gutes Wetter wünschen wir Dir. - Unsere Rheintour hängt auch vom günstigen Wetter ab, wenn sonst nicht unvor- hergesehene Sachen eintreten. - Sollten ...manns nicht reisen, so sind wir nach Frankfurt eingeladen (mit Rad) können uns solches noch in letzter Minute über- legen. - Den Geburtstag haben wir mit einem opulenten Essen gefeiert, die Er.. wird ein herziges Ding am 10. Juni ist ihr Geburtstag vergiß nicht zu schreiben. Dr. Schwanke hat schon mit dem Rad … gehabt, das … Gestell verbogen ist schon in die Fabrik geschickt. - Er ist bei einer Curve an ein Brückengeländer bei Friedelhausen * gefahren. - Wie steht es denn mit der Wäsche, was bezahlst Du dort? Schreibe darüber. - Frl Dahne und Frl. Bähr haben ihren Besuch gemacht … (entsetzlich!!) ihre Schwester entzückend dagegen. - Wie ich höre will Käte im Juni kommen, ob ich sie aber da aufnehmen kann ist noch ubestimmt denn wir wissen nicht ob wir reisen oder ich zur Erholung fortgehe. - Heute wollen wir aber Rad fahren, der Ma- gen geht wieder gut. Stehe … noch in Unterhandlung mit allen möglichen Terminen wenn … eines Magens. - … Ist trotz Begleitung des Böhler verunglückt der Wagen ist ganz entzwei, ... herunter gefallen. Gruß u. Kuß Dein tr. Werther (?) die Bäcker sind ... bedeutend geworden * Friedelhausen - gemeint ist meines Erachtens das Schloss Friedelhausen, gelegen zwischen Marburg und Gießen, an der Main-Weser-Bahn gibt es eine Bahnstation "Friedelhausen", die recht nahe am Ort Odenhausen liegt. Nun ja, vielleicht erhalte ich wieder Hilfe bei den vielen Lücken, die ich wieder habe. Besten DANK sagt Olaf
chris63 Am: 04.12.2023 16:03:45 Gelesen: 676744 # 3177
@ DERMZ [#3176] bei der Sauklaue nur geraten. Dr. Schwanke hat schon mit dem Rad Unglück gehabt, das ganze Gestell verbogen ist schon in die Fabrik geschickt. - Er ist bei einer Curve an ein Brückengeländer bei Friedelhausen* gefahren. - Wie steht es denn mit der Wäsche, was bezahlst Du dort? Schreibe darüber. - Frl Dahne und Frl. Bähr haben ihren Besuch gemacht letztere (entsetzlich!!) ihre Schwester entzückend dagegen. - Wie ich höre will Käte im Juni kommen, ob ich sie aber da aufnehmen kann ist noch unbestimmt denn wir wissen nicht ob wir reisen oder ich zur Erholung fortgehe. - Heute wollen wir aber Rad fahren, der Ma- gen geht wieder gut. Papa steht noch in Unterhandlung mit allen möglichen Terminen wegen meines Magens. - … Ist trotz Begleitung des Böhler verunglückt der Wagen ist ganz entzwei, den Abhang herunter gefallen. Gruß u. Kuß Dein tr. Mutter die Räcker? sind billiger geworden bedeutend grüsse Christof
volkimal Am: 04.12.2023 16:23:26 Gelesen: 676737 # 3178
@ DERMZ [#3176] Hallo Olaf, Christof war schneller als ich. Es passt aber fast alles überein: Dr. Schwanke hat schon mit dem Rad Unglück gehabt, das ganze Gestell verbogen ist schon in die Fabrik geschickt. - Er ist bei einer Curve an ein Brückengeländer bei Friedelhausen* gefahren. - Wie steht es denn mit der Wäsche, was bezahlst Du dort? Schreibe darüber. - Frl Dahne und Frl. Bähr haben ihren Besuch gemacht letzter(e) (entsetzlich!!) ihre Schwester entzückend dagegen. - Wie ich höre will Käte im Juni kommen, ob ich sie aber da aufnehmen kann ist noch ubestimmt denn wir wissen nicht ob wir reisen oder ich zur Erholung fortgehe. - Heute wollen wir etwas Rad fahren, der Wa- gen geht wieder gut. Papa(?) steht noch in Unterhandlung mit allen möglichen Firmen wegen eines Wagens. – Handsch?? Ist trotz Begleitung des Böhler verunglückt der Wagen ist ganz entzwei, den Abhang herunter gefallen. Gruß u. Kuß Deine tr. Mutter die Räder sind billiger bedeutend geworden Viele grüße aus Norwegen Volkmar
evwezel Am: 04.12.2023 20:11:42 Gelesen: 676693 # 3179
@ DERMZ [#3176] Hallo Olaf, Noch eine Kleinigkeit: Den Geburtstag haben wir mit einem opulenten Essen gefeiert, die Eva wird ein herziges Ding Viele Grüße, Emiel
DERMZ Am: 04.12.2023 21:33:15 Gelesen: 676676 # 3180
@ chris63 [#3177] @ volkimal [#3178] @ evwezel [#3179] Danke Christof, Volkmar und Emiel jetzt macht alles Sinn - eine spannende Geschichte, vor allem was ist mit dem Wagen passiert, der nun entzwei den Abhang hinunter gefallen ist. Was war die Ursache? Wir werden wohl nie genau erfahren, was wirklich vorgefallen ist. Beste Grüße Olaf
DERMZ Am: 05.12.2023 11:34:36 Gelesen: 676575 # 3181
Guten Tag, Tauwetter (hier)... da brauchen Buchhändler, die von Tür zu Tür ziehen eben einen Schutz für Ihre Ware... Heute bilde ich mir ein, daß ich den Text richtig gelesen habe Herrn Wilh. Kirschbaum [1] Papier & Galanteriewaren Leipzig Sie offerierten mir s. Z. ein großes Photographie Album mit Pulvergl. Decke p.s. Ich gebrauch behuts * Colportage ** ein schönes Album auch mit Musik. Was können Sie mir offerieren? Marburg. 5/5 83. H. Wolff [2] [1] Wilhelm Kirschbaum, Portefeuilles, Galanterie Schreibmaterialen, Leipzig, Neumarkt 38 [2] H. Wolff war Buchhändler in der Neustadt 10, Marburg * behut = Aufbewahrung, Schutz ** Colportage = Bücherverkauf an der Haustür Mit besten Grüßen Olaf
evwezel Am: 05.12.2023 12:53:14 Gelesen: 676551 # 3182
@ DERMZ [#3181] Hallo Olaf, "Pulvergl." kann meiner Meinung nach nicht stimmen. Es gibt nämlich über dem "u" kein Bogen oder Strich wie bei "Musik" und "gebrauch". Ich glaube, das Wort fängt mit "gal" an. Viele Grüße, Emiel
Gauss Am: 05.12.2023 13:02:37 Gelesen: 676549 # 3183
@ DERMZ [#3181] behufs = zum Zwecke von
Gauss Am: 05.12.2023 13:05:39 Gelesen: 676546 # 3184
@ evwezel [#3182] galvanopl(astisch)?
evwezel Am: 05.12.2023 13:12:09 Gelesen: 676540 # 3185
@ Gauss [#3184] Gut gesehen! "galvanopl(astisch)" passt vom Wort her sehr gut. Viele Grüße, Emiel
Gauss Am: 05.12.2023 13:39:36 Gelesen: 676529 # 3186
@ DERMZ [#3181] ein größeres Photographie ...
volkimal Am: 05.12.2023 14:44:50 Gelesen: 676504 # 3187
@ DERMZ [#3181] Hallo Olaf, hinter Galanteriewaren ist noch ein “h“ verm. für “haus“. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 06.12.2023 03:15:04 Gelesen: 676356 # 3188
@ evwezel [#3182] @ Gauss [#3186] @ volkimal [#3187] Guten Morgen, ein Wort mit "x", das war wieder nix - war ich doch größter Freude und Überzeugung - ich muss also noch genauer werden. Vielen lieben Dank für Eure Korrekturen und einen schönen Nikolaus wünscht Olaf
Gauss Am: 06.12.2023 08:56:20 Gelesen: 676280 # 3189
@ DERMZ [#3188] Wenn mal einer die Knochenarbeit geleistet und 99 % entziffert hat, sind die kleinen Korrekturen keine große Sache mehr. Ich wäre beim Gesamttext an vielen anderen Stellen gescheitert.
evwezel Am: 06.12.2023 16:05:08 Gelesen: 676227 # 3190
Liebe Sammelfreunde, ich zeige Euch mal wieder einen Feldpostbrief, geschrieben am 4. Mai 1917. Meine Hoffnung war natürlich, alles selbst lesen zu können, aber leider bin ich wieder an einigen Stellen gescheitert…. Also, fahren wir los: ---- Seite 1 Im Felde, den 4/V 17. Mein liebes Frl. Leven! Es is erreicht! Meine Einberufung erfolgte plötzlich wie ein Blitz aus heiterem Himmel auf (…)prophi(…)(?) Wege. Am 29 a[1] reiste ich von Cöln über Lille zur Front ab u. traf dort nach zweitätiger Fahrt mit allerlei Hin- dernissen Sonntagabend 11 1/ a(?) bei meiner Division ein, begrüßt vom Brüllen der Kanonen u eskortiert von feindlichen Fliegern die mit ihren Bomben nicht gar zu sparsam umgingen. Über meinem Standort darf ich aus naheliegenden Gründen nichts näheres mitteilen, werde aber fleißig Tagebuch führen, damit ich später nach hoffentlich glückliches Heimkehr auch etwas vom Kriege zu erzählen weiß. Im Übrigen geht es mir bis jetzt gut. Die erste Schlacht versuchte ich in meinem Mantel gehüllt zu schlafen, es wollte jedoch nicht klappen, man muß sich halt zuerst an das rauhe[2] Kriegshandwerk u. den Schlachtenlärm gewöhnen u. seine Nerven auf die Höllenmusik einstellen. Mit der Atzung[3] kann man zufrieden sein, das Wasser nicht trinkbar u darum vermisse ich sehr Leven hell u. dunkel[4]. Vielleicht hilft dazu Leven einmal aus u schickt mir unter der Firma Liebesgabe für meine Rechnung ein Faß Bier. Die Adresse würde denn lauten: Stab der 47. Landw. Division zu Händen des kath. Feldgeistlichers Regozini. Hoffentlich geht es Ihnen u. Ihren lieben Angehörigen noch gut. Jüppchen[5] kann sich bereithalten, damit ich ihn gelegentlich als Leibbursch[6] anfordern kann! Er muß aber zuerst gut reiten lernen u seine Nerven stählen[7]. Bitte nur ge- legentlich die Adresse von Ihrem Bruder Karl mitzuteilen, vielleicht liegt er ganz in meiner Nähe u konnte ich ihn meinen Gaul[8] gelegentlich in die Kur geben. Nun Gott be- fohle, m.l. Finchen[9]. Ich empfehle mich ganz besonders Ihrem Gebete u verbleibe mit (?) herzl. Grüße an alle Ihr P(?) Regozini [1] Vermutlich April. [2] frühere Schreibung für rau [3] Atzung = Fütterung, Nahrung [4] Der Briefschreiber redet hier von Bier von der Schlossbrauerei Heinrich Leven in Waldniel. [5] Jüppchen = Josef [6] aktiver Bursch, der dem neu aufgenommenen Fuchs als Freund und Betreuer zur Seite steht [7] sehr stark, kräftig, widerstandsfähig machen [8] Pferd [9] Josefine (“Finchen”), Karl und Josef Leven waren die Kinder von Heinrich Leven, Gründer der Schloßbrauerei in Waldniel. Siehe http://www.klausehm.de/BuchstabeS/S0372.html ). Mit herzlichem Sammlergruß, Emiel
DERMZ Am: 06.12.2023 16:23:02 Gelesen: 676216 # 3191
@ evwezel [#3190] Hallo Emiel, vielleicht kann ich helfen. ... wie ein Blitz aus heiterem Himmel auf telegraphischen ... dernissen Sonntagabend 11½ bei meiner Division ... nach hoffentlich glücklicher Heimkehr auch etwas vom ... Reiten lernen u seine Nerven stählen[7]. Bitte mir ge- ... Die unteren Fragezeichen kann ich leider nicht lösen. Beste Grüße Olaf
chris63 Am: 06.12.2023 16:48:43 Gelesen: 676199 # 3192
@ evwezel [#3190] letzte Zeile .. verbleibe mit 1000 herzl. Grüßen ... @ Gauss [#3189] Zustimmung, der Anfang ist der schwierige Teil. grüsse Christof
evwezel Am: 06.12.2023 16:50:09 Gelesen: 676197 # 3193
@ DERMZ [#3191] Hallo Olaf, vielen Dank für Deine Hilfe! An "telegraphischen" hatte ich nicht gedacht, aber es klingt eigentlich sehr logisch. Mit vereinten Kräften kann man Berge versetzen! Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 06.12.2023 16:59:04 Gelesen: 676192 # 3194
@ chris63 [#3192] Hallo Christof, Super, mit Deiner Lesung kann ich jetzt auch die zweite Lücke schließen! Viele Grüße (1000 ist vielleicht ein bisschen übertrieben), Emiel
Dieter 66 Am: 11.12.2023 22:35:06 Gelesen: 675058 # 3195
Hallo liebe Mitglieder, in meinem Besitz befinden sich auch viele in Sutterlin verfasste Briefe und Korrespondenz. Hier bediene ich mich öfters dieser Seite im Internet [1]. Macht zwar auch Übersetzungsfehler, aber inhaltlich doch dann zu verstehen, worum es eigentlich geht. Evtl. für den einen oder anderen als ersten Ansatz hilfreich. Schönen Gruß Dieter. [1] https://readcoop.eu/de/transkribus/suetterlin-uebersetzen/
chris63 Am: 11.12.2023 23:27:17 Gelesen: 675044 # 3196
@ Dieter 66 [#3195] Neuester Test, das Programm ist schon besser geworden, vor einem Jahr konnte ich nicht die Sprache erkennen. Der Transkribtionsvorschlag: St.Vu.70 eebes Onsel Waltw! Gozlichen Dacht fud Deinen Geburts lagsproh Frau, nebliche, Agurische Aber annoch vergnügte eben Krüße senden wir Eit gozlichst zure Anmel grüße Christof
Dieter 66 Am: 12.12.2023 17:11:44 Gelesen: 674873 # 3197
@ chris63 [#3196] Hallo Christof, ja, lol, Mann muss immer noch ein wenig Fantasie haben. manchmal macht er das recht gut, ein andermal liest er nur M...... Liegt denn wohl auch an den Vorlagen. Gruß Dieter
chris63 Am: 12.12.2023 19:36:54 Gelesen: 674824 # 3198
@ Dieter 66 [#3197] Hallo Dieter, nachdem Test 1 (Schwierigkeit leicht) besser verlief als gedacht, jetzt mittlere Schwierigkeit, Kontrast schlechter, Unter- und Überlängen ineinanderlaufend, kaum Abkürzungen, keine Fachwörter, keine Gewichts- oder Maßangaben, keine Währungskürzel. Transkription des Programm: de fa Eern ea Eee dts h A d.....so gehts noch ein paar Zeilen weiter Der einzige theoretische Nutzen ist, ich muss nichts selber tippen oder schreiben, lesen sollte ich selber können um das Programm zu kontrollieren. Die Gefahr ist doch, schafft es das Programm irgendwann nah an eine korrekte Transkription, wird der größte Unfug für wahr gehalten. grüsse Christof
matze1958 Am: 17.12.2023 20:08:07 Gelesen: 673780 # 3199
Guten Abend zusammen, kann mir jemand beim Entziffern dieses kurzen Briefes helfen? Es handelt sich um den Inhalt eines Briefs "Muster ohne Werth" nach Rheinfelden (Schweiz) von 1865. Mich würde sehr interessiern, was für ein Warenmuster in dem Brief war! Vielen Dank im Voraus für Eure Hilfe! Matze
chris63 Am: 17.12.2023 21:07:14 Gelesen: 673767 # 3200
@ matze1958 [#3199] Es ging um Bandeisen, aber der Sinn des Briefes erschließt sich mir nicht. Ham(m)isfeld, den 30 August 1865 Herrn Haffter Uebersendet einer doch .... bei liegen Muster (3 gestrichen) 2 Bund Bandeisen von je einer (äus....) Sorte ein Bund von der breissen Sorte ein Bund von 50 Pfund u. von der mitleren Sorte umr 30 Pfund, also kein Bund von dem kleinsten Muster ist es gleich wie schwer das Bund ist. grüsse Christof
volkimal Am: 17.12.2023 22:14:28 Gelesen: 673732 # 3201
@ chris63 [#3200] Hallo Matze, ich lese: Uebersendet mir doch noch(?) bei liegen Muster (3 gestrichen) 2 Bund Bandeisen von je einer äußer Sorte ein Bund von der breitten Sorte ein Bund von 50 Pfund u. von der mitleren Sorte umr 30 Pfund, also kein Bund von dem kleinsten Muster ist es gleich wie schwer der Bund ist. Normal hätte ich ebenfalls breissen gelesen. Nachdem ich das "t" in Sorte sah, gehe ich aber von breitten aus. Viele Grüße Volkmar
chris63 Am: 17.12.2023 23:40:18 Gelesen: 673684 # 3202
@ volkimal [#3201] Hallo Volkmar, danke, war schon am Verzweifeln, was der Schweizer mit breissen meint. Im Vergleich mit kleinsten werfe ich noch breisten (breitesten) in den Ring. grüsse Christof
matze1958 Am: 18.12.2023 12:30:45 Gelesen: 673529 # 3203
@ chris63 [#3202] Vielen Dank für eure Hilfe! Ich habe mal gegoogelt, was ein Bandeisen eigentlich ist: dünn ausgewalztes, bandförmiges Eisen für Fassreifen, Beschläge u. Ä. Ich frage mich natürlich was da als Warenmuster dem (sehr kleinen) Brief beilag? Gruß, Matze
volkimal Am: 18.12.2023 16:01:21 Gelesen: 673505 # 3204
@ matze1958 [#3203] Hallo Matze, wenn das Muster aus Eisen war, dann vielleicht ein ganz kurzes Stück, damit man den Querschnitt sah. Alternativ wäre natürlich auch ein Papiermodell o.ä. möglich. Viele Grüße Volkmar
Stewe Am: 19.12.2023 09:06:14 Gelesen: 673162 # 3205
Liebe Mitglieder, ich habe von einem Sammlerfreund einen bayerischen Vorphilabrief aus dem Jahre 1799 von Eggenfelden nach München erhalten. Wer kann mir bei der Entzifferung helfen? Herzlichen Dank! Stewe
chris63 Am: 19.12.2023 12:26:43 Gelesen: 673094 # 3206
@ Stewe [#3205] Hallo Stewe, Dem Durchlauchtigsten Fürsten und Herrn Herrn Maximilian Joseph, in Ober- und Niederbayern Herzogen, des H(eiligen) d(eutschen) Reichs Erztruchseß, und ?, wie auch herzogen zu güh?, ? und Burg etc Unsern gnädigsten Herrn Herrn München ...........zu Churf(ürstlicher) hochlöb(licher) Kriegs ........................Deputation vom Churfürst(lichem) Landg(eric)ht Eggenfelden Ko? und hierbei lieferungen (betr. gestrichen) ??? derend Transports Stöitten(?) betr(effend) ??? könnte ein Kürzel sein für Euer, Unterthänigster, gehorsamster, dienstsamer Diener oder so ähnlich Stöitten(?) Name oder Ort ? grüsse Christof
epem7081 Am: 19.12.2023 12:55:23 Gelesen: 673083 # 3207
@ Stewe [#3205] Hallo Stewe nachfolgend meine Leseversion Deines Briefes. In der Titelaufzählung handelt es sich hier um die Vereinigten Herzogtümer Jülich-Kleve-Berg [1] Inhaltlich geht es um die Lieferung von Korn und Haaber (Hafer), wohl für die Versorgung von Pferden. Dem Durchlauchtigsten Fürsten und Herrn Herrn Maximilian Joseph, in Ober- und Niederbayern Herzogen, des H(eiligen) d(eutschen) Reichs Erztruchseß, und Kuhrfürsten, wie auch Herzogen zu Jülich, Kleve und Berg etc Unsern gnädigsten Herrn Herrn München ...........zu Churf(ürstlicher) hochlöb(licher) Kriegs ........................Deputation vom Churfürst(lichem) Landg(eric)ht Eggenfelden Korn und Haaber Lieferungen (betr. gestrichen) ??? deren Transports Kösten betr(effend) Unklar bleibt mir die Stelle ???. Mit freundlichen Grüßen Edwin [1]https://de.wikipedia.org/wiki/Vereinigte_Herzogtümer_Jülich-Kleve-Berg
Gauss Am: 19.12.2023 13:17:27 Gelesen: 673071 # 3208
@ epem7081 [#3207] respec(tive)? Im Sinne von bzw.?
volkimal Am: 19.12.2023 15:24:02 Gelesen: 673040 # 3209
@ epem7081 [#3207]

Hallo Edwin,

anstelle von "Jülich" sehe ich nur "Jülch". Es ist aber sicher Jülich gemeint.

Viele Grüße
Volkmar
Gauss Am: 19.12.2023 15:46:47 Gelesen: 673035 # 3210
Wenn wir um jeden Buchstaben ringen wollen, heißt's nach Berg nicht etc, sondern pp, was natürlich auf dasselbe rauskommt.
Stewe Am: 19.12.2023 22:13:05 Gelesen: 672968 # 3211
Herzlichen Dank für die Infos!! Handelt es sich beim Empfänger evtl um den späteren König Max I. Joseph von Bayern? Grüße Stewe
Gauss Am: 19.12.2023 22:37:55 Gelesen: 672957 # 3212
Ja.
dr31157 Am: 20.12.2023 17:46:35 Gelesen: 670126 # 3213
Hallo, ich zeige hier eine Postkarte von Bitsch nach ? Kann mir bitte jemand helfen und den Ankunftsort in Westfalen lesen ? Gruß Detlef
wessi1111 Am: 20.12.2023 20:35:37 Gelesen: 670086 # 3214
@ dr31157 [#3213] Hallo Detlef, das kann Tücking sein. Gruß Wessi
dr31157 Am: 20.12.2023 21:09:04 Gelesen: 670072 # 3215
@ wessi1111 [#3214] Hallo Wessi, vielen Dank für die Antwort. Das kann ich jetzt auch daraus lesen. Du meinst sicherlich den Stadtteil Tücking, den ich jetzt unter Haspe gefunden habe. Zwischenzeitlich hatte ich auch schon Hacheney daraus gelesen. Aber ich glaube du hast recht. Gruß Detlef
matze1958 Am: 23.12.2023 16:08:21 Gelesen: 669745 # 3216
Hallo, und schon wieder brauche ich eure Hilfe. Diesmal für ein einziges Wort: Was steht da links oberhalb von "Bern" in violetter Tinte? Schöne Feiertage und danke im Voraus. Matze
dr31157 Am: 23.12.2023 16:15:05 Gelesen: 669737 # 3217
@ matze1958 [#3216] Hallo Matze, da steht "nachges(andt)". Frohe Weihnachten Detlef
Angelika Am: 12.01.2024 19:55:14 Gelesen: 667278 # 3218
Guten Abend, wer kann lesen was Suse (?) und Arnold an die lieben Eltern geschrieben haben? Viele Grüße Angelika
chris63 Am: 12.01.2024 21:00:31 Gelesen: 667269 # 3219
@ Angelika [#3218] Das Entscheidende, weder auf was Arnold gestülpt hat, noch was Frau Schmitzer schicken soll, kann ich nicht erkennen, Hilfe kommt bestimmt. Liebe Eltern! Gestern dienstag mit dem Mittagszuge, ist die Post an- gekommen. abends haben wir ihn geholt. Arnold hat ihn auf den ???? gestülpt. Ich war erstaunt, wie hübsch und gefällig der Wa- gen aussieht und bin sehr zu- frieden damit. Ich will mir gleich noch von Frau Schmitzer den pla- ??schnitt ausbitten. Sie kann ihn zu Euch schicken und Ihr packt ihn mit zur Butter, damit Sie keine portoauslagen hat. Arnold ist garnicht auf dem Platze, Er ist stark erkältet und hat sich heute früh aus dem Bett gleich aufs Chaiselongue ge- macht. Bei dem trüben Wetter ists ja auch zu hause am besten. Meine Mehlbestellung erhalte ich aufrecht, falls Ihr noch welches kriegt. Unser Konsum ist ausverkauft. Für heute lebt wohl, seid herzlich gegrüßt u. geküßt und auf baldiges Wieder- sehen! Suse u. Arnold grüsse christof
volkimal Am: 12.01.2024 21:20:10 Gelesen: 667265 # 3220
@ chris63 [#3219] Hallo Christof, du hast wieder super vorgearbeitet. Arnold hat ihn auf den Kopf gestülpt - was immer es auch war. Auf den Kopf stülpen kann natürlich auch etwas umdrehen bedeuten. Sie will sich den Planenschnitt ausbitten. Vielleicht will sie ja einen Planwagen herstellen. Viele Grüße Volkmar
Angelika Am: 13.01.2024 08:06:00 Gelesen: 667101 # 3221
Guten Morgen, "Faszinierend" würde Mister Spock sagen. Mal ganz im Ernst - es macht immer wieder Freude wie schnell hier geantwortet wird. Vielen herzlichen Dank. Viele Grüße Angelika
Totalo-Flauti Am: 01.02.2024 22:37:19 Gelesen: 665087 # 3222
Liebe Sammlerfreunde, könnt Ihr den Namen auf der Ausweiskarte entziffern? Ich schwanke nach gefühlten Stunden des Anstarrens zwischen Ferkenhain oder Terkenhain. Beide "Namen" kann ich in den Adressbücher von Leipzig (1918-1920) nicht finden. Auch bei dem Stempel auf der Rückseite konnte ich nicht alles erkennen. Insbesondere im Innern macht mir der schlechte Abdruck Schwierigkeiten. Außenherum lese ich Sozialdemokratischer Verein Leipzig Stadt. Leider ist so nicht erkennbar, ob es sich bei dem Ausweis-Inhaber um ein Mitglied der MSPD oder der USPD handelt. Habt herzlichen Dank für Eure Hilfe. Mit lieben Sammlergrüßen Totalo-Flauti.
volkimal Am: 01.02.2024 22:53:06 Gelesen: 665082 # 3223
@ Totalo-Flauti [#3222] Hallo Totalo-Flauti, die Namen lese ich genauso wie du. Es käme für mich zusätzlich noch Derkenhain in Frage. Konnte es unten in der Mitte Reichstagswahlkreis heißen? Viele Grüße Volkmar
Totalo-Flauti Am: 01.02.2024 23:29:44 Gelesen: 665075 # 3224
@ volkimal [#3223] Lieber Volkmar, Danke für Deine Hilfe. Ich denke jetzt, in der Mitte des Stempels lautet es "den 12. sächsischen / Reichstagswahlkreis". Die Parteizugehörigkeit ist hieraus ebenfalls nicht zu schließen. Mit lieben Sammlergrüßen Totalo-Flauti.
DERMZ Am: 03.02.2024 12:51:06 Gelesen: 664884 # 3225
Guten Tag, Hans, was schreibst Du da? Fräulein Elfriede Kasche Hannover Waldheimstr. 1 (Waldheim) Marburg, d.15.IV. Liebe Friedel! Nach guter Fahrt traf ich gestern um 9 Uhr in Marburg ein. Heute früh um 8 Uhr … … und nach ge- … Partie ...s ...b. Ein Beachtlicher Frühschoppen - … ab mor- gen wird gearbeitet. Mit es … in Der …. Gesellschaft! Um ½ 9 Uhr hab Ich an Dich gedacht. …. … … sitze ich hier. ... ... um eine kleine Spitze über die Moderne Post abzulassen, die hier eigentlich nicht hingehört - aber früher konnte die Schrift so unleserlich sein, wie sie wollte, die Post kam an, und heute? Heute ist die Schrift wunderbar lesbar, aber die Post landet in diversen Briefkästen, leider nur noch selten da, wo sie hineingehört. Neulich war Post an vier verschiedene Adressen in meinem Briefkasten, doch keine davon war für den eigenen Hausstand. Post wo gehst Du hin? Beste Grüße Olaf
volkimal Am: 03.02.2024 13:23:07 Gelesen: 664873 # 3226
@ DERMZ [#3225] Hallo Olaf, einen kleinen Teil habe ich gelesen. Der Nachname von Elfriede ist nach meiner Meinung Wasche und nicht Kasche. Unten lese ich: Beachtlicher Frühschoppen - aber ab mor- gen wird gearbeitet. Wie es Dir in der Schule wohl gefallen hat! Um ½ 9 Uhr hab Ich an Dich gedacht. …. … … sitze ich hier draußen ??? Gerade hat meine Frau zum Essen gerufen. Viele Grüße Volkmar
chris63 Am: 03.02.2024 13:48:24 Gelesen: 664865 # 3227
@ DERMZ [#3225] Hallo Olaf, bei der Schrift hatte der Frühschoppen wohl seine Hand mit im Spiel. Elfriede Wesche Marburg, d.15.IV. Liebe Friedel! Nach guter Fahrt traf ich gestern um 9 Uhr in Marburg ein. Heute früh um 8 Uhr stieg eine ?äbeln und nach ge- nug inder Partie unseres Wob. ein beachtlicher Frühschoppen - aber ab mor- gen wird gearbeitet. Wie es Dir in der Schule wohl gefallen hat! Um ½ 9 Uhr hab Ich an Dich gedacht. Bei feiner Grammo- phonmusik sitze ich hier draußen sing ... böse und alles ist so schön grün. grüsse Christof
volkimal Am: 03.02.2024 14:11:44 Gelesen: 664858 # 3228
@ DERMZ [#3225] Hallo Olaf, könnte es evtl. "stieg eine Säbeln" heißen? Ich kenne das Wort zwar nicht, aber schlagende Verbindungen haben Säbel benutzt. Viele Grüße Volkmar
chris63 Am: 03.02.2024 14:19:44 Gelesen: 664854 # 3229
@ volkimal [#3228] Hallo Volkmar, Säbelei wird es sein, fehlt nur noch die Burschenschaft die sich Wob (Wingolfsbund?) oder so abkürzte. grüsse christof
DERMZ Am: 03.02.2024 15:33:13 Gelesen: 664842 # 3230
@ chris63 [#3227] @ volkimal [#3228] Guten Nachmittag, ich hätte die Chance nutzen sollen, hier wird heute der Narrenbaum aufgestellt, und der Glühwein fliesst im Überfluss - vielleicht könnte ich dann Hans' Schrift besser lesen. Der Name ist wirklich Elfriede Wesche, im Adressbuch von 1936 ist Heinrich Wesche, Telegraphie-Gefreiter, wohnhaft in der Waldheimstraße 1 verzeichnet. Elfriede dürfte dann die Tochter sein. Die Säbel sind es ziemlich sicher ebenfalls, jetzt Bedarf es nur noch der passenden schlagenden Verbindung in Marburg ... und da gab es einige. Ergänzung, schlagende Verbindungen waren 1936 die "Arminia", "Germania", "Hasso Borussia", "Rhenania" und die "Schaumburgia". Ich gehe nun davon aus, das "Wob" der Name eines Studenten ist, und somit keiner Verbindung direkt zugeordnet werden kann. Vielen lieben Dank für die wunderbare Hilfe sagt Olaf
DERMZ Am: 04.02.2024 08:01:44 Gelesen: 664755 # 3231
Guten Morgen, es wird langsam Frühling, Zeit auch mal wieder an das Freibad zu denken (mehr aber auch nicht). Zum Warmwerden eine Karte mit der Badeanstalt in Marburg, erwähnt sei, daß diese "mobil" war, im Winter war sie in einem eigens geschaffenen kleinen Hafen geparkt und für die Badesaison wurde die Anlage auf der Lahn festgemacht. Fräulein Marg. Pflüger Bernau/Mark Berliner Straße 116 Nun wird es wild, ob da auch ein Frühschoppen der klaren Handschrift im Wege war, wer weiß, wer weiß.. 1000 Küsse u. ebensoviel ... Grüße sendet Dir liebes Schwesterlein Dein tr. Brüderlein Rudi Geng Schatz Benno einen Kuss! ... .. im vorigen Brief vergessen! Er weint laut! Die Kartenvorderseite ist auch platzmäßig ausgenutzt, der Text fängt unten an und wird dann oben fortgesetzt: Geehrtes Fräulein! Blutige Träume machte ich meinen über die Zurücksetzung u. Nichtachtung nur von Ihrer werten Seite zu Teil erwarten ist, ich bin ... [oben]...ganz geknickt, weiß nicht, wo aus noch ein, mein ... den ... von einer dann ist mir noch nicht zu Zeit geworden. Ich warte natürlich reumü- tige Antwort: sonst Säbel eine ... auf Schlag ... mit. Grüße Benno und kopfstehend in der Mitte lese ich: Wahr nicht so schlimm ...! ... ... von Benno u. Ruedi! Wie so oft, es fehlen mir elementare Textabschnitte. Kann ich wieder so fantastische Hilfe bekommen? Besten Dank sagt Olaf
epem7081 Am: 04.02.2024 09:35:19 Gelesen: 664732 # 3232
@ DERMZ [#3231] Hallo Olaf ein Versuch von mir in kleinen Portionen. Dein kleiner Zwischentext: Wahr nicht so schlimm ...! ... ... von Benno u. Ruedi! lese ich: Ist aber nicht so schlimm gemeint ! Nachbar- lichen Kuss von Benno u. Ruedi! Mit freundlichen Grüßen Edwin
chris63 Am: 04.02.2024 10:59:53 Gelesen: 664714 # 3233
@ DERMZ [#3231] Hallo Olaf, auch wenn ich ein paar Wörter anders lese ändert sich dem Sinn nach nichts. kursiv ist geraten 1000 Küsse u. ebensoviel süß grüß sendet Dir, liebes Schwesterlein! Dein tr. Brüderlein Rudi P heng HG(Monoggramm) Schick Benno einen Kuss! du hattest es im im vorigen Brief vergessen! Er weint laut! Geehrtes Fräulein! Blutige Träume mußte ich weinen über die Zurücksetzung u. Nichtachtung, mir von Ihrer werten Seite zu Teil geworden ist, i ... ganz geknickt, weiß nicht, wo aus noch ein, eine solche De- mütigung von einer dame ist mir noch nicht zu Teil geworden! Ich warte natürlich reumü- tige Antwort: sonst Säbel sine sine (Latein) auf Schlag fahrend. Grüße ..... (Benno ???) grüße christof
volkimal Am: 04.02.2024 11:11:07 Gelesen: 664707 # 3234
@ DERMZ [#3231] Hallo Olaf, ich sehe gerade, dass Christof in der Zwischenzeit ebenfall Dolmetscher gespielt hat. Hier ist meine Version (ohne sie mit Christof verglichen zu haben): 1000 Küsse u. ebensoviel süße Grüße sendet Dir liebes Schwesterlein Dein tr. Brüderlein Rudi Geng Schick Benno einen Kuss! Du hattest es im vorigen Brief vergessen! Er weint laut! Geehrtes Fräulein! Blutige Tränen möchte ich weinen über die Zurücksetzung u. Nichtachtung die mir von Ihrer werten Seite zu Teil geworden ist, ich bin ... ganz geknickt, weiß nicht, wo aus noch ein, nein solche De- mütigung von einer Dame ist mir noch nicht zu Teil geworden. Ich erwarte natürlich reumü- tige Antwort: sonst „Säbel sine sine“ auf Schlag ??? mit. Gruß Benno(?) Ist aber nicht so schlimm gemeint ! Nachbar- lichen Kuss von Benno u. Ruedi! sine, sine (Latein) = ohne, ohne Viele Grüße Volkmar
epem7081 Am: 04.02.2024 11:16:49 Gelesen: 664704 # 3235
@ DERMZ [#3231] Hallo Olaf frisch aufgetischt meine Übersetzung 1000 Küsse u. ebensoviel heiße Grüße sendet Dir, liebes Schwesterlein! Dein tr. Brüderlein Rudi Geng ?! Schick Benno einen Kuss! Du hattest es im vorigen Brief vergessen! Er weinte laut! Die Kartenvorderseite: Geehrtes Fräulein! Blutige Tränen möchte ich weinen über die Zurücksetzung u. Nichtachtung mir von Ihrer werten Seite zu Teil geworden ist, ich bin ... [oben]...ganz geknickt, weiß nicht, wo aus noch ein, eine solche De- mütigung von einer Dame ist mir noch nicht zu Teil geworden. Ich erwarte natürlich reumü- tige Antwort: sonst „Säbel sine sine“ auf Schlag ... mit. Gruß Benno „Säbel sine sine“ Redewendung der (schlagenden) Verbindung, deren Bedeutung mir in diesem Zusammenhang nicht ganz klar wird. Der Zirkel hinter Geng erschließt sich mir nicht, bei Rudi würde ich die Schwarzburgverbindung Frankonia vermuten [1] Mit freundlichen Grüßen Edwin [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Studentenverbindungen_in_Marburg
volkimal Am: 04.02.2024 11:30:28 Gelesen: 664697 # 3236
@ DERMZ [#3230] Hallo Olaf, nach dem Link, den Edwin geschickt hat, gab es mehr als fünf schlagende Verbindungen in Marburg. Wie wäre es anstelle von Wob mit LdN = Landsmannschaft Nibelungia? Das L ist zwar etwas seltsam, dN passt aber ganz gut. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 04.02.2024 14:22:17 Gelesen: 664669 # 3237
@ epem7081 [#3232] @ chris63 [#3233] @ volkimal [#3234] Vielen vielen lieben Dank, das hilft ganz deutlich ganz viel weiter. Da die studentischen Zirkel in meinen Augen sich so ähneln, wie chinesische Schriftzeichen, ich habe keine Ahnung und kann diese auch nicht zuordnen, wenn ich mich für eine Verbindung entschieden habe, dann leuchten gleich drei weitere auf, die mir dann so ähnlich sehen, daß ich wieder Zweifel an meiner ersten Wahl habe. Besten Dank sagt Olaf, der bestimmt bald wieder einen Kartentext nicht lesen kann.
volkimal Am: 05.02.2024 09:46:01 Gelesen: 664565 # 3238
@ volkimal [#3236] Hallo zusammen, da das von mir gesehene "LdN" anstelle des "Wob" nicht gut erkennbar ist, noch eine Erklärung dazu: Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 05.02.2024 10:48:47 Gelesen: 664552 # 3239
Guten Tag, unter Ausnutzung des vorhandenen Platzes auf einer Postkarte, bleiben mir doch einige Worte unklar: Die Adresse lautet: Fräulein Luise Wigand aus Marburg, ??? Oberstdorf Baiern Die Textseite teile ich mal in drei Teile mit meinen Textbausteinen dazu: Marburg 11/9/79. Liebes Luischen! Wir nehmen sicher an, daß Ihr am (Vor-)Montag abreisen würdet und uns Nachricht zukäme, wohin Du Mittheilungen zu haben wünschest. Nur deßhalb wurde unser regel- mäßiges Schreiben eingestellt. Gestern erst hörten wir durch Math. W. daß Ihr noch dort wäret, bis Sonnabend abreisen und Montag hierher kommen wolltet. Da könnt Ihr ja doch Manches sehen und auch wohl zusammen auf einige Stunden nach Höchst reisen, was die Mutter sehr wünscht. Ich wundere mich, daß Du hier weiteres Geld verlangs … ... ; wahrscheinlich schießt Onkel bzw. Mama Absicht, Dir alsbald gestern zu schreiben, kam nicht zur Ausführung, weil ein Vetter von mir, … …, deßen Du Dich wohl noch aus dem Kriegsjahr 1866 [2] erinnerst, uns – auf einige Stunden besuchte, worüber wir uns recht freuten. Spüler (??) … Frd W. Wimpf er noch über Dieß und Jenes klagt, sieht er sonst gut aus und ist …lich ein recht hübscher Bursch, den man gern ansieht, auch Ihre Rücksicht auf sein Bescheidenes anständiges Benehmen. - [...] [...] Gestern Morgen war die Beerdigung der Lilli Steinhaus, an Lungenlähmung gestorben bei Pfarrer Weiß'es in Obermöll- rich [2]. Ihre Mutter welche daß Unglück ahnunglsos traf, … sie … und fand die Beerdigung deshalb vom Bahnhof aus statt. … Wegen Unwohlsein bleib ich zu Hause. Fritz ... im letzten Augenblick von der Betheiligung ab, weil sehr stürmisches Wetter eintrat. Mutter hatte eineen schönnen Kranz gemacht, wozu W.r. die Blumen schickten. - Heute kommen Wilh. L... und Marth. Schüler von Hof.. zu uns und werden bis zum Sonnabend bleiben, was ein einge... Ventilium der Logisfrage im … Sinus trexan- …. Math. Geht auf längere Zeit nach …, Eins nach Haus, um mit nächstem Semester 2½ Jahre hier zu studieren und zugleich in der Trauben-Apotheke [3] zu …. Wer ein Mal in dem lieben Marburg gelebt hat, den zieht's mächtig dahin zurück! - [...] [...] In den … W. aus M... hat sich für den 22ten dies. auf 8 Tage bei uns angemeldet, was uns, und gewiß auch Dir, recht angenehm ist. Sie ist zur Scheut'schen (oder July'schen, was ist richtiger?) Hochzeit geladen, die, ich glaube, den 23ten, sein wird. Auch Herr Pfarrer von … krank ist, … sonstige Auswärtige? Habe ich nicht gehört. … … wirst Du noch hier antreffen. +- Ob unter ihrem Schutze unsere Anna noch … reisen wird, ist noch ungewiß. Von dort wird sie ge... , von hier aus ….Gemünden. die Du Dir denken kannst, zu... gefallen. - Tante S.. ist noch hier und Sie hat mir von einer Reise nach Cassel, um ihren Vetter Th zu …, weil sie zu hies. Ärzten kein rechtes zu- trauen hat - Fritz hat sich von den Anstrengugen seiner Reise durch Italien nun erholt und sieht gar nicht krank aus. Betreffs seiner Zukunfts... ist eine … ...ung zur Stunde nicht erfolgt. Seit … Albert zurück ist, haben wir von.... nichts besonderes gehört, außer daß M. mit ihrer Mutter über Eus... - A... ... . Euch von sonst Euer …. nichts An…. mitzutheilen. - So wünschen wir Euch dann eine recht glückliche und schöne Rückreise. Wir Alle grüßen Euch und den lieben Onkel recht herzlich. … dein Treuer Vater + reist übermorgen weg und nicht eben angekommen …. … und Erla mit. Zusätzlich noch ein paar Informationen aus meiner Recherche: - Julius Wllhelm Albert Wigand (1821-1886) verweilte seit 1873 jeden Herbst für 8-10 Wochen in Oberstdorf, eventuell mit Luise verwandt - Obermöllrich ist heute ein Stadtteil von Fritzlar - Trauben-Apotheke, Reitgasse 15, Marburg Vielen Dank für jede Hilfe sagt erneut Olaf
chris63 Am: 05.02.2024 13:33:44 Gelesen: 664528 # 3240
@ DERMZ [#3239] Hallo Olaf, die Pause reicht nur für den 1.Teil Fräulein Luise Wigand aus Marburg, dermalen Oberstdorf Baiern Marburg 11/9/79. Liebes Luischen! Wir n ahmen sicher an, daß Ihr am (vor( [igen]))Montag abreisen würdet und uns Nachricht zukäme, wohin Du Mittheilungen zu haben wünschest. Nur deßhalb wurde unser regel- mäßiges Schreiben eingestellt. Gestern erst hörten wir durch Math. W. daß Ihr noch dort wäret, bis Sonnabend abreisen und Montag hierher kommen wolltet. Da könnt Ihr ja doch Manches sehen und auch wohl zusammen auf einige Stunden nach Höchst reisen, was die Mutter sehr wünscht. Ich wundere mich, daß Du hier weiteres Geld verlang t hast; wahrscheinlich schießt Onkel vor. Meine Absicht, Dir alsbald gestern zu schreiben, kam nicht zur Ausführung, weil ein Vetter von mir, … …, deßen du dich wohl noch aus dem Kriegsjahr 1866 erinnerst, uns – auf einige Stunden - besuchte, worüber wir uns recht freuten. Später kam Frd W. Wiewohl er noch über dieß und Jenes klagt, sieht er sonst gut aus und ist weidlich ein recht hübscher Bursch, den man gern ansieht, auch ohne Rücksicht auf sein bescheidenes anständiges benehmen. grüsse christof
volkimal Am: 05.02.2024 14:38:15 Gelesen: 664516 # 3241
@ chris63 [#3240] Hallo Christof, du hast wieder sehr gute Vorarbeit geleistet. Hier noch ein paar Ergänzungen: Marburg 11/9/79. Liebes Luischen! Wir nahmen sicher an, daß Ihr am (vor([igen]))Montag abreisen würdet und uns Nachricht zukäme, wohin Du Mittheilungen zu haben wünschest. Nur deßhalb wurde unser regel- mäßiges Schreiben eingestellt. Gestern erst hörten wir durch Math. W. daß Ihr noch dort wäret, bis Sonnabend abreisen und Montag hierher kommen wolltet. Da könnt Ihr ja doch Manches sehen und auch wohl zusammen auf einige Stunden nach Höchst machen, was die Mutter sehr wünscht. Ich wundere mich, daß Du hier weiteres Geld verlangt hast; wahrscheinlich schießt Onkel vor. Meine Absicht, Dir alsbald gestern zu schreiben, kam nicht zur Ausführung, weil ein Vetter von mir, Obstlt Zelhard(?), deßen du dich wohl noch aus dem Kriegsjahr 1866 erinnerst, uns - auf einige Stunden - besuchte, worüber wir uns recht freuten. Später kam Ferd W. Wiewohl er noch über dieß und Jenes klagt, sieht er recht gut aus und ist wirklich ein recht hübscher Bursch, den man gern ansieht, auch ohne Rücksicht auf sein bescheidenes anständiges Benehmen. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 05.02.2024 15:11:21 Gelesen: 664503 # 3242
@ DERMZ [#3239] Hallo Olaf, es geht weiter: [...] Gestern Morgen war die Beerdigung der Lilli Steinhaus, an Lungenlähmung gestorben bei Pfarrer Weiß'es in Obermöll- rich [2]. Ihre Mutter welche dieß Unglück ahnunglsos traf, holte sie hierher und fand die Beerdigung alsbald vom Bahnhof aus statt. Chaisen??? [1] Wegen Unwohlsein bleib ich zu Hause. Fritz stand im letzten Augenblick von der Betheiligung ab, weil sehr stürmisches Wetter eintrat. Mutter hatte einen schönen Cranz gemacht, wozu ??? die Blumen spendeten. - Heute kommen Wilh. Lins(?) und Math. Schüler von ???. zu uns und werden bis zum Sonnabend bleiben, was ein eingehendes Ventiliren der Logisfrage im engeren Sinne veran- laßte Math. geht auf längere Zeit nach Alldf(?), Eins(?) nach Haus, um mit nächstem Semester 2½ Jahre hier zu studieren und zugleich in der Trauben-Apotheke [3] zu servieren Wer ein Mal in dem lieben Marburg gelebt hat, den zieht's mächtig dahin zurück! - [...] Für den dritten Teil habne ich im Moment keine Zeit. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Chaise_(Fuhrwerk)
chris63 Am: 05.02.2024 19:12:24 Gelesen: 664465 # 3243
@ DERMZ [#3239] Hallo Olaf, das der alte Vater alkoholisiert ist und die Schrift darunter leidet ist nachvollziehbar, da seine Tochter Geld will aber nicht heiraten (er Ferd. W. anpreisen muß) und die ganze Verwandtschaft sich bei ihm einquartiert. Die ganzen Abkürzungen sind eine Zumutung. 3. Teil W. aus Mthgen hat sich für den 22ten dies. auf 8 Tage bei uns angemeldet, was uns, und gewiß auch Dir, recht angenehm ist. Sie ist zur Scheut'schen (oder July'schen, was ist richtiger?) Hochzeit geladen, die, ich glaube, den 23ten, sein wird. Auch Herr Pfarrer von Mthgen kommt mit, welche sonstige Auswärtige? Habe ich nicht gehört. - Emma dbh. wirst Du noch hier antreffen. +(1)- Ob unter ihrem Schutze unsere Anna nach Bsdf reisen wird, ist noch ungewiß. Von dort wird sie gewünscht , von hier aus … Gründen, die Du Dir denken kannst, zurückgehalten. - Tante Sus. ist noch leidend. Sie laboriert an einer Reise nach Cassel, um ihren Vetter Th zu consultieren, weil sie zu hies. Ärzten kein rechtes zu- trauen hat - Fritz hat sich von den Anstrengugen seiner Reise durch Italien nun erholt und sieht gar nicht krank aus. Betreffs seiner Zukunfts pläne ist eine wesentliche Entscheidung zur Stunde nicht erfolgt. Seit … Olbrt. zurück ist, haben wir von da nichts besonderes gehört, außer daß M. mit der Mutter über Aussteuer-Angel[e]g[en]h[ei]t[en] correspondiert. Auch von sonst. Auswärtigen ist nichts erhebliches mitzutheilen. - So wünschen wir Euch dann eine recht glückliche und schöne Rückreise. Wir Alle grüßen Euch und den lieben Onkel recht herzlich. Stets dein Treuer Vater (1) reist übermorgen weg und .... .... angekom[m]enener Gäste Anna und ..... grüsse christof
volkimal Am: 05.02.2024 22:36:46 Gelesen: 664424 # 3244
@ chris63 [#3243] Hallo Christof, wieder sehr gut "übersetzt". Ich finde kaum noch etwas dazu. …. = Tante Luischen W. aus Mthgen hat sich für den 22ten dies. auf 8 Tage bei uns angemeldet, was uns, und gewiß auch Dir, recht angenehm ist. Sie ist zur Scheut'schen (oder July'schen, was ist richtiger?) Hochzeit geladen, die, ich glaube, den 23ten, sein wird. Auch Herr Pfarrer von Mthgen kommt mit, welche sonstige Auswärtige? Habe ich nicht gehört. - Emma Dbh. wirst Du noch hier antreffen. +(1)- Ob unter ihrem Schutze unsere Anna nach Bsdf reisen wird, ist noch ungewiß. Von dort wird sie gewünscht , von hier aus ??? Gründen, die Du Dir denken kannst, zurückgehalten. - Tante Sus. ist noch leidend. Sie laboriert an einer Reise nach Cassel, um ihren Vetter Th zu consultieren, weil sie zu hies. Ärzten kein rechtes zu- trauen hat - Fritz hat sich von den Anstrengugen seiner Reise durch Italien nun erholt und sieht gar nicht krank aus. Betreffs seiner Zukunfts pläne ist eine wesentliche Entscheidung zur Stunde nicht erfolgt. Seit vetern(?) Olbrt. zurück ist, haben wir von da nichts besonderes gehört, außer daß M. mit der Mutter über Aussteuer-Angel[e]g[en]h[ei]t[en] correspondiert. Auch von sonst. Auswärtigen ist nichts erhebliches mitzutheilen. - So wünschen wir Euch dann eine recht glückliche und schöne Rückreise. Wir Alle grüßen Euch und den lieben Onkel recht herzlich. Stets dein Treuer Vater (1) reist übermorgen weg und ??? ??? angekom[m]enener Bärte(?) Anna und Erka mit. "Gäste" kann ganz unten nicht stimmen. Es ist eindeutig kein "s" enthalten. Viele Grüße Volkmar
chris63 Am: 05.02.2024 23:27:46 Gelesen: 664412 # 3245
@ volkimal [#3244] Hallo Volkmar, einen Vorschlag für den letzten Satz, wenn man beide Augen zudrückt, ergibt aber Sinn. reist übermorgen nach und nach eben angekommener Carte Anna und ? mit Seit vetern Olbrt könnte sich auf den vorher erwähnten Fritz beziehen, und dann bietet sich an Seit er von Olbrt (oder Olbdf oder Albdf für O(A)lbersdorf?) zurück ist grüsse christof
volkimal Am: 06.02.2024 11:49:26 Gelesen: 663723 # 3246
@ chris63 [#3245] Hallo Christof, super! Die Idee mit Albersdorf oder Olbersdorf passt gut. Beide Orte gibt es im Ritter jeweils zehn mal. Beim Zusatz unten denke ich, dass es heißt: reist übermorgen weg und nach eben angekommener Carte Anna und Erka mit Ich sehe eher ein weg als ein nach. Hinten fehlt jegliche Oberlänge des "h". Warum soll es nicht Erka sein? Das "E" sieht sonst zwar anders aus, aber welcher Buchstabe anstelle des "E" kann es sonst sein? Ansonsten ist Erka ein weiblicher Vorname, auch wenn er sehr selten vorkommt. Viele Grüße Volkmar
chris63 Am: 06.02.2024 22:36:01 Gelesen: 663637 # 3247
@ volkimal [#3246] Ich habe nichts gegen Erka, aber da der Vater fast alle Eigen- und Ortsnamen verkürzt hat bleibt ein ? @ DERMZ [#3239] 2 Vorschläge habe ich noch Beerdigung alsbald vom Bahnhof aus statt. Chaisenleiche. Wegen Unwohlsein blieb ich zu vielleicht despektierlich über Verstorbene, die per Kutsche und nicht per Träger transportiert wurden Bdf reisen wird, ist noch ungewiß. Von dort wird sie gewünscht, von hier aus zweckmäs. Gründen, grüsse christof
DERMZ Am: 10.02.2024 06:05:46 Gelesen: 662547 # 3248
@ volkimal [#3246] @ chris63 [#3247] Guten Morgen Christof und Volkmar, ich bin die letzte Woche gar nicht mehr zu der alten Karte gekommen, sie hat brav auf dem Schreibtisch geschlummert. Ich sage vielen Dank für Eure wahnsinnige Hilfe, das macht alles Sinn, ich versuche noch, ob ich die genannten Ortsnamen vielleicht noch herausknobeln kann. Die gute "Erka" heißt meiner Ansicht nach "Erika", das ist zwar unsauber geschrieben, aber passt eigentlich besser zu den anderen Namen. Die besten Grüße sendet Olaf
volkimal Am: 10.02.2024 07:22:24 Gelesen: 662513 # 3249
@ DERMZ [#3248] Hallo Olaf, eine kleine "Hilfe"(?): Viele GRüße Volkmar
DERMZ Am: 10.02.2024 15:14:41 Gelesen: 662225 # 3250
Guten Nachmittag, heute versenden wir die Post in die Schweiz, Kaufmann Otto Kratz aus Marburg bestellte 1888 Emmentaler Käse in der Schweiz. Eigentlich kann ich den Text recht gut lesen, aber es hakt mal wieder an zwei Kleinigkeiten: Herrn Jacob Steiner Landshut a/d. Emme Canton Bern Schweiz Marburg den 15. April 88. Herrn Jacob Steiner Landshut Hiermit ersuche ich Sie um gefl. sofortige Zusendung per Frachtgut .. … Bhf. von zwei Laiben feinsten Emmenthaler Kaese in festiger Waare, möglichst großlöchrig. Ich rechne bestimmt auf umgehende Effectuierung Hochachtend! Otto Kratz Wer bringt ein wenig Text auf die offenen Punkte. Eine kleine Anmerkung noch: Es gibt in Utzenstorf einen „Jakob-Steiner-Weg“, gemeint ist allerdings der Schweizer Mathematiker Jakob Steiner (1796 – 1863), der in Utzenstorf geboren wurde. Besten Dank sagt wie immer Olaf
evwezel Am: 11.02.2024 08:34:08 Gelesen: 662062 # 3251
Guten Morgen Olaf, Vielleicht drei Kleinigkeiten. Ich lese “Lfzt.” statt “Bhf.”, aber leider habe ich keine Ahnung, was diese Abkürzung in diesem Kontext bedeutet. Viele Grüße, Emiel
DERMZ Am: 12.02.2024 11:59:31 Gelesen: 661515 # 3252
Danke Emiel, keine Ahnung, ich vermute nach wie vor eher Bhf. für Bahnhof, die zwei Worte vorher sind mir absolut unklar. Beste Grüße Olaf
volkimal Am: 12.02.2024 12:26:42 Gelesen: 661497 # 3253
@ DERMZ [#3252] Hallo Olaf, ich denke dass Emiel recht hat. Lfzt. ist die Abkürzung für Lieferzeit. Das könnte durchaus auch passen. Beim Wort davor hatte ich überlegt, ob es die Abkürzung "vors" von voraussichtlich ist. Ich weiß aber nicht, ob das stimmt. Das erste Wort ist mir völlig unklar. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 13.02.2024 09:50:09 Gelesen: 661101 # 3254
@ volkimal [#3253] @ alle Danke Volkmar, die Lieferzeit ist übernommen. Und wenn wir schon beim Liefern sind, dann passt die Karte von Uhrmacher Sailer aus Marburg auch ein wenig dazu: Herrn Rich. Hummel Uhrmacher Coethen (Anhalt) Herrn Rich. Hummel Coethen Bezügl. Ihrer Gravur(?) ... No. 21. d.D.U.Z er- bitte umgehend mitzuteilen den Preis de. asch. Schaustückes sowie kl. Zeichnung od. Skizze beizufügen. Achtungsvoll Gg. Sailer Marb. i/H. d. 5.XI.96 Handelt es sich wirklich um eine Gravur, wie ich es lese, oder ist es doch etwas ganz anderes? Nebenbei sei bemerkt, so schreibt es der Briefmarkensammler-Verein Köthen 1877 eV in seinem Internet-Auftritt: "Im Jahre 1880 ist die erste Teilnahme eines Mitglieds des Vereins, des Uhrmachermeisters Richard Hummel an einer Briefmarkenausstellung in Magdeburg nachweisbar." [1] Vielen Dank für gravierende Hilfe sagt Olaf [1] https://in-koethen.de/standort/briefmarkensammlerverein-k%C3%B6then-1877-ev
evwezel Am: 13.02.2024 10:09:48 Gelesen: 661092 # 3255
@ DERMZ [#3254] Guten Morgen Olaf, eine Gravur ist es bestimmt nicht. Das Wort fängt an mit Anon(?)(?)”. Ich habe den Eindruck, der Briefschreiber referiert an einer Annonce in der Zeitung (D.U. Z). Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 13.02.2024 10:26:28 Gelesen: 661087 # 3256
Hallo Olaf, Emiel war schneller - ich hatte die Anonce noch nicht erkannt. Ansonsten ist mir aufgefallen: Anstelle von D.U.Z. könnte es sich auch um D.A.Z. handeln. Das "Z" steht für Zeitung - welche es ist, ist aber unklar. Er soll eine Scizze beizufügen und Achtungsv. ist abgekürzt. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 13.02.2024 10:53:22 Gelesen: 661074 # 3257
@ volkimal [#3256] Hallo Volkmar, wenn "D.A.Z" richtig ist, könnte es sich um die "Deutsche Allgemeine Zeitung" handeln. Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 13.02.2024 11:08:41 Gelesen: 661066 # 3258
@ evwezel [#3257] Hallo Emiel, die "Deutsche Allgemeine Zeitung" hatte ich auch gesehen, sie gab es aber 1896 nicht. Siehe [1]. Auch die DUZ = Deutsche Universitätszeitung gab es damals nicht. Sie ist erstmals 1945 erschienen. Die DAZ = Deutsche Apothekerzeitung hatte bis 1984 den Namen Pharmaceutisches Wochenblatt - passt also auch nicht. Ich weiß nicht was es ist. Man kann jetzt die Orte durchprobieren: Die Darmstädter Allgemeine Zeitung hieß nur Darmstädter Zeitung usw. Ich habe noch nichts passendes gefunden. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Allgemeine_Zeitung
evwezel Am: 13.02.2024 11:11:27 Gelesen: 661064 # 3259
@ volkimal [#3258] Hallo Volkmar, die "Deutsche Uhrmacher Zeitung" ist auch noch eine Möglichkeit... Leider konnte ich nur eine Anzeige von der Firma Sailer in Nr. 24 zurückfinden. Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 13.02.2024 12:39:27 Gelesen: 661031 # 3260
@ evwezel [#3259] Hallo Emiel, das passt bei dem Absender natürlich ausgezeichnet. Auf diese Zeitung bin ich nicht gekommen. Interessant ist natürlich die Frage, ob der Empfänger der Karte Herr Hummel in der DUZ inseriert hat. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 13.02.2024 12:57:29 Gelesen: 661019 # 3261
@ volkimal [#3260]

Hallo Volkmar,

diesmal habe ich die richtige Anzeige gefunden in Nr. 21.

Viele Grüße,

Emiel

DERMZ Am: 13.02.2024 12:59:39 Gelesen: 661014 # 3262
@ volkimal [#3260] @ evwezel [#3261] Mir bleibt die Spucke weg. Das ist ja der Wahnsinn - vielen lieben DANK für die Recherche, da wäre ich wohl noch lange nicht angelangt. DANKE DANKE DANKE sagt Olaf
volkimal Am: 13.02.2024 13:09:09 Gelesen: 661005 # 3263
@ evwezel [#3261]

Hallo Emiel,

super! Aus welchem Jahr kommt die Nr. 21?

Ich habe vorhin eine Kleinigkeit vergessen. Es heißt "ds. off. Schaustückes".

Viele Grüße
Volkmar
evwezel Am: 13.02.2024 13:35:22 Gelesen: 660999 # 3264
@ volkimal [#3263]

Hallo Volkmar,

Nr. 21 der Deutsche Uhrmacher Zeitung erschien den 1. November 1896. Siehe https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/56935/396

Viele Grüße,

Emiel
DERMZ Am: 14.02.2024 10:56:53 Gelesen: 660792 # 3265
@ volkimal [#3263] @ evwezel [#3264] @ alle Guten Tag, nachdem die erste Karte von Herrn Sailer phänomenal erklärt wurde - besten DANK an Emile und Volkmar - ghet die Geschichte noch in die zweite Runde. Ob sich die beiden Uhrmacher einig geworden sind, ist leider nicht überliefert. Die Adresse ist gleich, oben erbittet Georg Sailer noch eine Photographie des Schaustücks - es muss wirklich etwas Besonderes gewesen sein. Im Textteil kann ich folgendes lösen: Herrn Rich. Hummel Cöthen Antwortlich Ihrer soeben erhalt. Rück... Betr. je Schaustück I. Ranges sein dem Preise & Ihrer Beschreibung nach. Falls sich auf Gegen Geschäfte einließen wäre ich nicht abgeneigt; dasselbe zu kaufen. Ich führe z. Leipz. Premium= ? titz Sti.... „Dürrkopp'sches“ Fabrikat (An...kunst bestes Fabrikat.) die Preise sind „....“ No.16 = 260M. No.18 = 285M u. … … Ferner hätte ich eine solche Maschine wenig (?). gesehen für 200M. od. 1 Riss... …. … Lat..., Glockestr. f. 75M., sowie „Saunier's Lehrbrief … Alles noch ganz neu. Für beide letzteren Stücke würde cirka 10M. Noch drauf bezahlen, d.h. falls Sie einverstanden wären. Ihrer recht bald. Diesbezügl. Antwort … … Grüße … Gg. Sailer Na ja, viel ist es nicht und falsche Dinge sind sicherlich reichlich dabei, ich sollte mich eigentlich schämen, so einen Text zu offerieren, ich bitte um Verzeihung. Mit besten Grüßen und herzlichem Dank Olaf
chris63 Am: 14.02.2024 12:16:23 Gelesen: 660776 # 3266
@ DERMZ [#3265] Hallo Olaf, Dürrkopp war zu der Zeit Fahrradhersteller, bei den Angeboten geht es um Niederräder. grüsse Christof
epem7081 Am: 14.02.2024 13:00:27 Gelesen: 660763 # 3267
@ DERMZ [#3265] Hallo Olaf von meiner Seite ein erster Versuch zu Deiner Karte. Herrn Rich. Humel Cöthen Antwortlich Ihrer soeben erhalt. Karte muß Betr. ja Schaustück I. Ranges sein dem Preise & Ihrer Beschreibung nach. Falls sich auf Gegen Geschäfte einließen wäre ich nicht abgeneigt; dasselbe zu kaufen. Ich führe z. Beisp. Premium= sitz Niederrad „Dürrkopp'sches“ Fabrikat (Anerkannt bestes Fabrikat.) die Preise sind „Dyanu“ No.16 = 260M. No.18 = 285M u.s.w. Ferner hätte ich eine solche Maschine wenig gefahren für 200M. od. 1 Riss... …. wie neu (?) Laterne, Glocke etc. f. 75M., sowie „Saunier's Lehrbuch (?) Alles noch ganz neu. Für beide letzteren Stücke würde cirka 10M. noch drauf bezahlen, d.h. falls Sie einverstanden wären. Ihrer rechtbald. diesbezügl. Antwort entgegen seh. grüßt … Gg. Sailer Bei den unklaren Begriffen oder Namen vermute ich historische Firmennamen. (?) müsste meines Erachten für "mit" stehen. Viel Erfolg weiterhin wünscht mit freundlichen Grüßen Edwin
volkimal Am: 14.02.2024 13:56:36 Gelesen: 660742 # 3268
@ DERMZ [#3265] Hallo Olaf, dank Edwins Hilfe sind ein paar Stellen klarer geworden. Hier meine Version: Herrn Rich. Humel [1] Cöthen Antwortlich Ihrer soeben erhalt. Karte muß Betr. ja Schaustück I. Ranges sein dem Preise & Ihrer Beschreibung nach. Falls sich auf Gegen= Geschäfte einließen wäre ich nicht abgeneigt; dasselbe zu kaufen. Ich führe z. Leipz. Premium= sitz Niederrad „Dürrkopp'sches“ Fabrikat (Anerkannt bestes Fabrikat.) die Preise sind „Dyana“[2] No.16 = 260M. No.18 = 285M u.s.w. Ferner hätte ich eine solche Maschine wennig [3]. gesehen für 200M. od. 1 Kissenrad(?) wie neu mit Laterne, Glocke etc. f. 75M., sowie „Saunier's Lehrbuch mit Atlas noch ganz neu. Für beide letzteren Stücke würde cirka 10M. noch drauf bezahlen, d.h. falls Sie einverstanden wären. Ihrer recht bald. diesbezügl. Antwort entgeg(?). seh. Grüße Achtungsv. Gg. Sailer [1] Der Verdopplungsstrich fehlt [2] Es gab eine Diana Nr. 16 im Dürkopp-Katalog von 1900 [3] Ich lese wennig (mit Verdopplungsstrich) [4] Atlas zu dem Lehrbuch der Uhrmacherei in Theorie und Praxis Viele Grüße Volkmar
chris63 Am: 14.02.2024 14:17:53 Gelesen: 660741 # 3269
@ DERMZ [#3265] Hallo Olaf, noch ein paar Vorschläge: Herrn Rich. Hummel Cöthen Antwortlich Ihrer soeben erhalt[enen] Karte muß betr[effendes] ja Schaustück I. Ranges sein, dem Preise & Ihrer Beschreibung nach. Falls sich auf gegen geschäfte einließen wäre ich nicht abgeneigt; dasselbe zu kaufen. Ich führe z[um] Beisp[iel] Pneuma- tiß Niederrad „Dürrkopp'sches“ Fabrikat (Anerkannt bestes Fabrikat.) die Preise sind „Dyana“ No.16 = 260M. No.18 = 285M u[nd] [nichts] w[eiter].Ferner hätte ich eine solche Maschine wenig gefahren für 200M. od. 1 Rissenrad m[it] Laterne, Glocke c[e]te[ra]. f. 45M., sowie „Saunier's Lehrbuch m[it] Atlas noch ganz neu. Für beide letzteren Stücke würde cirka 10M. noch drauf bezahlen, d.h. falls Sie einverstanden wären. Ihrer rechtbald[igen] diesbezügl[ichen] Antwort entg[e]g[en] seh[end] grüßt achtungsv[oll] Gg. Sailer Das Fahrradmodell von Dürrkopp hieß Diana, lese aber auch Dyana Rissenrad sagt mir nichts Pneumatisch bezieht sich auf die gerade von Dunlop erfundenen Luftreifen was aussieht wie mj bedeutet sicher mit, klärt auch die offene Frage der Emmenthaler Käsebestellung ich lese - m[it] ers[ter] L[ie]f[er]z[ei]t und saftiger Waare grüße christof
volkimal Am: 14.02.2024 14:47:04 Gelesen: 660731 # 3270
@ chris63 [#3269] Hallo Christof, wieder einiges gelöst - super! Nur beim Rissenrad habe ich Zweifel. Vergleiche einmal : Ich denke, dass es eher Kissenrad heißt - aber auch dazu habe ich nichts im Internet gefunden. Was man findet sind Hochräder, die die Bezeichnung Riesenrad haben. Die gab es 1896 durchaus noch. Aber Riesenrad heißt das Wort garantiert nicht. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 14.02.2024 15:27:57 Gelesen: 660723 # 3271
@ epem7081 [#3267] @ chris63 [#3269] @ volkimal [#3270] Guten Nachmittag, ich gebe bald auf, bin ich doch der Meinung, daß ich die Altdeutsche Schrift schon recht gut lesen kann ... nein, wieder nicht. Das ist schon manchmal frustrierend für das eigene Ego, was ein Glück daß Ihr mir immer so unendlich viel weiterhelft - DANKE dafür. Wenn ich jetzt die Schriften vergleiche, die Volkmar kopiert hat, dann bin ich auch beim Kissenrad, mehr Sinn würde meines Erachtens aber das Riesenrad machen... hmm, ist nur meine unbedeutende Meinung dazu. Vielen lieben Dank nochmals und die besten Grüße Olaf
epem7081 Am: 14.02.2024 15:43:14 Gelesen: 660716 # 3272
@ DERMZ [#3271] Hallo Olaf jetzt habe ich doch noch den Begriff Kissenräder im Internet aufgespürt: Streffleurs österreichische militärische Zeitschriftbooks.google.de › books 1898 Seite 125 ... Kissenräder ( Lern- räder ) vorhanden ( außerdem ein Klapprad ) . Der Curs wurde, wie im Vorjahre, dem 58. Infanterie - Regi- mente zugetheilt und eine leere Unterabtheilungsbaracke des Lagers II demselben zugewiesen . Er verfügte ... Mit freundlichen Grüßen Edwin und noch gleich eine historische Anzeige angehängt: Vorarlberger Volksblatt: älteste Tageszeitung des Landes. ...books.google.de › books 1897 Seite 7 ... Kissenräder , sowie Vollreifen , von Apotheke in Bregenz ist Gut bürgerliches Haus . fl . 20.- aufwärts , empfehlen 685 fofort zu vermiethen . Gebr . Mäfer , Fahrrad - Handlung , Dornbirn . Seit dem 1. JUNI d . Js . ist der Luftcurort ... Mit freundlichen Grüßen Edwin
chris63 Am: 14.02.2024 17:24:00 Gelesen: 660689 # 3273
@ volkimal [#3270] @ DERMZ [#3271] @ epem7081 [#3272] Die Lösung Kissenräder birgt schon das nächste Rätsel, was sind Kissenräder - eine Form der Bereifung? Zur Auflockerung ein Niederrad mit Luftreifen aus der Zeit, im Notfall war nur Abspringen möglich. Und Olaf, Du übersiehst - ein fehlendes Wort in einem schon transkribierten Text zu finden ist die leichtere Übung. grüsse christof
volkimal Am: 14.02.2024 17:50:17 Gelesen: 660675 # 3274
@ chris63 [#3273] Hallo Christof, bei Kissenrädern scheint es wirklich um die Bereifung zu gehen: Bei allen Rädern steht "Pneumatic-Reifen" nur einmal heißt es "mit 32 m/m Kissenräder" [1]. Viele Grüße Volkmar [1] Amtlicher katalog der ausstellung des Deutschen Reiches, Weltausstellung in Chicago, 1893 https://books.google.de/books?id=e4U6AQAAMAAJ&redir_esc=y
volkimal Am: 14.02.2024 17:51:52 Gelesen: 660674 # 3275
@ chris63 [#3269] Hallo Christof, was hältst Du von dem Wort "Pneumatik" Niederrad - mit "k" am Ende? Viele Grüße Volkmar
chris63 Am: 14.02.2024 18:33:52 Gelesen: 660659 # 3276
@ volkimal [#3275] Hallo Volkmar, ja wie in Schaustück oder Glocke steht da für jeden erkennbar ein kleines k (außer für mich). Habe noch keinen Beleg gefunden, aber die erhöhten Teile bei stark profilierten Vollgummireifen nennt man Kissen. Als Arbeitshypothese lasse ich mal für Kissenräder, Fahrräder mit Vollgummireifen und Profil stehen, im Gegensatz zu den Luftreifen ohne Profil in der damaligen Zeit. grüsse christof
volkimal Am: 14.02.2024 21:42:25 Gelesen: 660595 # 3277
@ chris63 [#3276] Hallo Christof und Olaf, schaut einmal hier [1]. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.hochrad.info/hochradseite/hochradteile/hochrad%20teile%20reifen.htm
Baber Am: 17.02.2024 09:02:16 Gelesen: 659620 # 3278
Wer kann diesen Text "übersetzen" ? Ich kann nur die Überschrift "Der kleine Rastelbinder" lesen, dann einige Worte aber nicht den Zusammenhang. Rastelbinder habe ich Wikipedia gefunden als Fahrende Kesselflicker". Danke Bernd
DERMZ Am: 17.02.2024 09:56:22 Gelesen: 659596 # 3279
@ Baber [#3278] Hallo Bernd, ein Versuch von meineer Seite: Der kleine Rastelbinder! Ich bin der kleine Rastelbinder Naschmäuschen machten mich zum Sünder. Sog bring' ich meinen Stand zur Ihr denn wenn kein Rastelbinder wär dann gäb es Mäuschen noch viel mehr. So ziehe ich von Land zu Land, besuche jeden Gestand, mit meinen vielen Sachen, die ich zu Haus tat machen. Da hier nun heute Hochzeit ist, darf ich ja auch nicht fehlen. Dabei ist jmd die rechte Frist meine Waren zu ??? Besonders meine schöne Fallen die werden Euch wohl gut gefallen. Zum Bräutchenfang, da hab' ich keine, die macht sich jeder gern allein. - Ich brauch' darum aber nicht zu bangen, dort sitzt der Bräutgam schon gefangen! War meine Mäusefalle hier, nehmt Ihr wohl genau Sie von mir. Macht mal in Mäuslein Euch viel Sorgen, meine Fall' stellt auf, dann ist's geborgen (... ...) dem lieben Bräutgam noch zum Schluß den allerschönsten Hochzeitsgruß und recht viel Glück und Segen auf allen Erd...., daß auf gut Kinder der kleine Rastelbinder Viele Grüße Olaf
volkimal Am: 17.02.2024 10:16:14 Gelesen: 659589 # 3280
@ DERMZ [#3279] Hallo Olaf, meine Waren zu empfehlen (wie hier) auf allen Erdenwegen Links steht noch: Gestiftet von Papa Rösler für Gerhard zur Hochzeit ?? Onkel Willi (Kramme) Viele Grüße Volkmar
Baber Am: 17.02.2024 14:18:16 Gelesen: 659513 # 3281
@ DERMZ [#3279] @ volkimal [#3280] Hallo Olaf und Volkmar, ganz herzlichen Dank für eure Mühe. Die Famlienverhältnisse kann ich jetzt zuordnen. Gruß Bernd
evwezel Am: 21.02.2024 15:07:38 Gelesen: 658641 # 3282
Liebe Sammelfreunde, ich kann jetzt mit Olaf mitfühlen, denn auch ich habe vor kurzem einen Brief übersetzt den mein Selbstvertrauen völlig untergraben hat. Die Löcher im Text sprechen Bände (sieht gerade aus wie Emmentaler). Der Brief wurde geschrieben in Frankreich am 7. Mai 1916. Das erste Teil dieses Briefes erzählt über die schrecklichen Ereignisse an der Front, das zweite Teil über die Tätigkeit der Briefschreiber als Heiratsvermittler. Nachfolgend meine (teilweise) gescheiterte Leseversion des Briefes: Seite 1 Waldlager, den 7.V.16. Liebe Josefine! Sonntag-Abend wäre es nun u. erhielt ich Deine lb. Zeilen heute Nachmittag zu meiner größten Freude. Empfange vielen, herzlichen Dank dafür! Zunächst war ich wirklich etwas überrascht, als ich mir den Zeilen ersah, daß die lb. Eltern nach Berlin seien. Nun es freute mich auch wieder sehr, daß die lb. Mutter einmal herangekommen ist u. haben sie hoffentlich recht viel gesehen. Dann ist es nebenbei auch zu großem Vor- teil gewesen u. hat sich die Reise wirklich gelohnt. So sieht man auch vor allem, daß der lb. Gott uns auch in dieser schweren Zeit nicht verlassen hat u. sind wir Ihm allein dafür ewigen Dank schul- dig. Wie ich aus Deinen Zeilen ersehe, kommt jetzt auch bald für Euch die Zeit wo es bereut(?) nach der Karte zu leben. Gewiss ist es nichts leichter, aber verhungern wird keiner dabei u. kennt(?) Ihr G.s.D. auch nicht was von unseren tapferen Truppen geleistet wird. Ein kleines Beispiel will ich an Seite 2 führen. Seit gestern Nachmittag liegen die armen Kerls in einem Hagel von glühen- dem Eisen u. kann man es fast toppelter Trommelfeuer nennen. Jede Sch(…)de fällt nicht ein, (…) drei vier (…) & geht es noch ununterbrochen so weiter. Am 4 Uhr heute Nachmittag war außerdem ein großer Sturm[1] auf Vaux(?) u. was das heißt(?) auf solch einer (…) Stellung zu stürmen kann man in Werten nicht mitteilen. Das ganze Gelände sah aus wie ein Kohlenrevier[2] wo Zeche[3] an Zeche Hoch- ofen an Hochofen ist. Alles ist in schwerem Pulverrauch gehüllt & bekommt(?) das Bild eine kleine Abwechselung durch die Turm- hohen Rauchsäulen der schweren Minen- explosionen die auch jede Minute statt- finden. Dass die Erschütterung(?) eine sehr heftige sein muss(?) ersiehst Du am besten daraus wenn ich Dir sage, dass meine Sachen die ich in meiner Bude an den Wänden aufgehangen habe grössten- teils herumhergefallen sind. So geht es nun ununterbrochen weiter & meint(?) man es würde kein Ende nehmen. Nun genug von diesem! [1] heftiger, schnell vorgetragener Angriff [2] Kohlenrevier = größeres Gebiet, in dem Kohle gefördert wird [3] Zeche = Grube Seite 3 L. Josefine! Jetzt will ich auch auf Deinen vorletzten Brief zurückkommen. Es hat mir schrecklich viel Freude gemacht, zumal ich Deine Meinung & vor allem Dein Herzens- wunsch daraus ertrennt(?) habe. Es ist ja selbstverständlich dass ein jede von uns darauf bedacht ist, das Ziel, wofür er in die Welt ge(…) ist auch zu erreichen; mit dem Unterschied, dass die einen es leichter & schneller nehmen & die andern vor- sichtiger & bedächtiger handeln. So ist es nun auch bei Dir gewesen. Das Glück kommt aber Geduld. Ich habe mein Möglichste schon dazu getan & hoffe, dass der Erfolg dazu nicht ausbleibt. Näheres will ich & kann ich Dir noch nicht mitteilen da ich den Lauf der ganzen Harte nicht stören möchte & müssen wir es dem (…) vorläufig überlassen. Aber nach dem Feldsiege, versichere ich Dir einen Herren & sowar ein ganz patenter Herr in unserem Hause vorstellen zu können. Beten wir aber & richten wir unsere Bitte vor allem zur lieben Gottesmutter die auch mir den Weg zum Glück gezeigt Seite 4 & den ich auch wirklich gefunden habe. Es ist ja auch mein Herzenswunsch Dich meine lb. Schwester glücklich, ja recht glücklich zu sehen & trifft es mich auch sehr, wenn es nicht der Fall ist. Aber(?) ausharren & nicht verzweifeln, wie wir es auch in den jetzigen Weltenringen(?) unseren (trotz)igen Feinden gezeigt haben & weiter zeigen können. Deshalb folge meinem Rate & sei guten Mutes. Was ich mit meinen schwachen Kräften erreichen konnte, habe ich versucht & hoffe es zur Vervollkommnung bringen zu können. Indem ich Dir nochmals(?) recht herzlich für Deine lb. Zeilen danke, bin ich in treuer Bruder- liebe Dein Karl. Viele Grüße an allen! Das Geld schicke ich auch bei der ersten Gelegenheit! --- Viele Grüße, Emiel
DERMZ Am: 21.02.2024 15:27:15 Gelesen: 658631 # 3283
@ evwezel [#3282]

Hallo Emiel,

ich danke für die Aufmunterung. Dann versuchen wir doch zusammen unser Glück und fliegen die Löcher aus dem Käse ...

Waldlager, den 7.V.16.

Liebe Josefine!

Sonntag-Abend wäre
es nun & erhielt ich Deine lb. Zeilen heute
Nachmittag zu meiner größten Freude.
Empfange vielen, herzlichen Dank dafür!
Zunächst war ich wirklich etwas überrascht,
als ich aus den Zeilen ersah, daß die lb.
Eltern nach Berlin seien. Nun es
freute mich auch wieder sehr, daß die
lb. Mutter einmal herausgekommen
ist & haben sie hoffentlich recht viel gesehen.
Dann ist es nebenbei auch von größtem Vor-
teil gewesen & hat sich die Reise wirklich
gelohnt. So sieht man auch vor allem, dass
der lb. Gott uns auch in dieser schweren
Zeit nicht verlassen hat & sind wir
Ihm allein dafür ewigen Dank schul-
dig. Wie ich aus Deinen Zeilen ersehe, kommt
jetzt auch bald für Euch die Zeit wo es
bereut(?) nach der Karte zu leben. Gewiss ist
es nichts leichter, aber verhungern wird
keiner dabei & kennt(?) Ihr G.s.D. auch nicht
was von unseren tapferen Truppen geleistet
wird. Ein kleines Beispiel will ich an-


... Seite 2 folgt ... die Fragehaken habe ich leider auch noch nicht deuten können.

Beste Grüße Olaf
DERMZ Am: 21.02.2024 15:42:36 Gelesen: 658622 # 3284
... Seite 2 ... führen. Seit gestern Nachmittag liegen die armen Kerls in einem Hagel von glühen- dem Eisen & kann man es fast doppeltes Trommelfeuer nennen. Jede Sekunde fällt nicht ein, nein drei vier Schuß? & geht es noch ununterbrochen so weiter. Um 4 Uhr heute Nachmittag war außerdem ein großer Sturm[1] auf Vaux(?) & was das heisst auf solch einer befestigten Stellung zu stürmen kann man in Worten nicht mitteilen. Das ganze Gelände sah aus wie ein Kohlenrevier[2] wo Zeche[3] an Zeche Hoch- ofen an Hochofen ist. Alles ist in schwerem Pulverrauch gehüllt & bekommt das Bild eine kleine Abwechselung durch die Turm- hohen Rauchsäulen der schweren Minen- Explosionen die auch jede Minute statt- finden. Dass die Erschütterung(?) eine sehr heftige sein muss ersiehst Du am besten daraus wenn ich Dir sage, dass meine Sachen die ich in meiner Bude an den Wänden aufgehangen habe grössten- teils herumhergefallen sind. So geht es nun ununterbrochen weiter & meint man es würde kein Ende nehmen. Nun genug von diesem! [1] heftiger, schnell vorgetragener Angriff [2] Kohlenrevier = größeres Gebiet, in dem Kohle gefördert wird [3] Zeche = Grube ... Teil 3 folgt ...
evwezel Am: 21.02.2024 15:43:48 Gelesen: 658621 # 3285
@ DERMZ [#3283] Hallo Olaf, vielen Dank für die Korrekturen und Ergänzungen! Viele Grüße, Emiel
DERMZ Am: 21.02.2024 15:52:08 Gelesen: 658620 # 3286
... Seite 3 ...

L. Josefine! Jetzt will ich auch auf Deinen
vorletzten Brief zurückkommen. Es hat
mir schrecklich viel Freude gemacht, zumal
ich Deine Meinung & vor allem Dein Herzens-
wunsch daraus erkannt habe. Es ist
ja selbstverständlich dass ein jede von uns
darauf bedacht ist, das Ziel, wofür er in
die Welt gesetzt ist auch zu erreichen; mit
dem Unterschied, dass die einen es leichter
& schneller nehmen & die anderen vor-
sichtiger & bedächtiger handeln. So ist
es nun auch bei Dir gewesen. Das Glück
kennt aber Geduld. Ich habe mein möglichstes
schon dazu getan & hoffe, dass der Erfolg
dazu nicht ausbleibt. Näheres will ich
& kann ich Dir noch nicht mitteilen da
ich den Lauf der ganzen Harte nicht stören
möchte & müssen wir es dem Geschick
vorläufig überlassen. Aber nach dem
Feldsiege, versichere ich Dir einen Herren
& zwar ein ganz patenter Herr in unserem
Hause vorstellen zu können. Beten
wir aber & richten wir unsere Bitte
vor allem zur lieben Gottesmutter die
auch mir den Weg zum Glück gezeigt

... Seite 4 folgt ...
DERMZ Am: 21.02.2024 16:01:19 Gelesen: 658613 # 3287
... Seite 4 bis Ende & den ich auch wirklich gefunden habe. Es ist ja auch mein Herzenswunsch Dich meine lb. Schwester glücklich, ja recht glücklich zu sehen & trifft es mich auch sehr, wenn es nicht der Fall ist. Also ausharren & nicht verzweifeln, wie wir es auch in den jährigen? Weltenringen(?) unseren trotzigen Feinden gezeigt haben & weiter zeigen können. Deshalb folge meinem Rate & sei guten Mutes , was ich mit meinen schwachen Kräften erreichen konnte, habe ich versucht & hoffe es auch zur Vervollkommnung bringen zu können. Indem ich Dir nochmals recht herzlich für Deine lb. Zeilen danke, bin ich in treuer Bruder- liebe Dein Karl. Viele Grüße an allen! Das Geld schicke ich auch bei der ersten Gelegenheit! ... So, ein paar Lücken und Fragezeichen habe ich zum Teil neu erschaffen, aber ich bin zuversichtlich, daß auch in diesem Fall eine Vervollkommnung erreicht wird. Alles Gute wünscht Olaf
evwezel Am: 21.02.2024 16:03:54 Gelesen: 658612 # 3288
@ DERMZ [#3286] Hallo Olaf, das ist wirklich super - vielen Dank für Deine Hilfe! Und ich habe wieder ein neues Wort gelernt. "Geschick" als Synonym für "Schicksal" kannte ich noch nicht. Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 22.02.2024 09:24:53 Gelesen: 658445 # 3289
@ evwezel [#3288] Hallo Emiel, nach zwei Seiten habe ich gestern gesehen, dass Olaf schneller war. Danach bekam ich Besuch, so dass meine Ergänzungen erst heute folgen. Dank der guten Vorarbeit von Emiel ist kaum etwas übrig: Waldlager, den 7.V.16. Liebe Josefine! Sonntag-Abend wäre es nun & erhielt ich Deine lb. Zeilen heute Nachmittag zu meiner größten Freude. Empfange vielen, herzlichen Dank dafür! Zunächst war ich wirklich etwas überrascht, als ich aus den Zeilen ersah, dass die lb. Eltern nach Berlin seien. Nun es freute mich auch wieder sehr, dass die lb. Mutter einmal herausgekommen ist & haben sie hoffentlich recht viel gesehen. Dann ist es nebenbei auch von großem Vor- nicht "größtem". Das vermeintliche "t" ist das "g" aus der Zeile darüber teil gewesen & hat sich die Reise wirklich gelohnt. So sieht man auch vor allem, dass der lb. Gott uns auch in dieser schweren Zeit nicht verlassen hat & sind wir Ihm allein dafür ewigen Dank schul- dig. Wie ich aus Deinen Zeilen ersehe, kommt jetzt auch bald für Euch die Zeit wo es her(?) ist nach der Karte zu leben. Gewiss ist es nichts leichter, aber verhungern wird keiner dabei & kennt Ihr G.s.D. auch nicht was von unseren tapferen Truppen geleistet wird. Ein kleines Beispiel will ich an- ... Seite 2 ... führen. Seit gestern Nachmittag liegen die armen Kerls in einem Hagel von glühen- dem Eisen & kann man es fast doppeltes Trommelfeuer nennen. Jede Sekunde fällt nicht ein, nein drei vier Schuß & geht es noch ununterbrochen so weiter. Um 4 Uhr heute Nachmittag war ausserdem ein großer Sturm[1] auf Vaux(?) & was das heisst auf solch einer befestigten Stellung zu stürmen kann man in Worten nicht mitteilen. Das ganze Gelände sah aus wie ein Kohlenrevier[2] wo Zeche[3] an Zeche Hoch- ofen an Hochofen ist. Alles ist in schwerem Pulverrauch gehüllt & bekommt das Bild eine kleine Abwechselung durch die Turm- hohen Rauchsäulen der schweren Minen- Explosionen die auch jede Minute statt- finden. Dass die Erschütterung eine sehr heftige sein muss ersiehst Du am besten daraus wenn ich Dir sage, dass meine Sachen die ich in meiner Bude an den Wänden aufgehangen habe grössten- teils heruntergefallen sind. So geht es nun ununterbrochen weiter & meint man es würde kein Ende nehmen. Nun genug von diesem! ... Seite 3 ... L. Josefine! Jetzt will ich auch auf Deinen vorletzten Brief zurückkommen. Er hat mir wirklich viel Freude gemacht, zumal ich Deine Meinung & vor allem Dein Herzens- wunsch daraus erkannt habe. Es ist ja selbstverständlich dass ein jeder von uns darauf bedacht ist, das Ziel, wofür er in die Welt gesetzt ist auch zu erreichen; mit dem Unterschied, dass die einen es leichter & schneller nehmen & die anderen vor- sichtiger & bedächtiger handeln. So ist es nun auch bei Dir gewesen. Das Glück kennt aber Geduld. Ich habe mein möglichstes schon dazu getan & hoffe, dass der Erfolg dazu nicht ausbleibt. Näheres will ich & kann ich Dir noch nicht mitteilen da ich den Lauf der ganzen Sache nicht stören möchte & müssen wir es dem Geschick vorläufig überlassen. Aber nach dem Feldzuge, versichere ich Dir einen Herren & zwar ein ganz patenter Herr in unserem Hause vorstellen zu können. Beten wir aber & richten wir unsere Bitte vor allem zur lieben Gottesmutter die auch mir den Weg zum Glück gezeigt ... Seite 4 bis Ende & den ich auch wirklich gefunden habe. Es ist ja auch mein Herzenswunsch Dich meine lb. Schwester glücklich, ja recht glücklich zu sehen & trifft es mich auch nicht unterstrichen (ist das F aus der Zeile darunter) sehr, wenn es nicht der Fall ist. Also ausharren & nicht verzweifeln, wie wir es auch in den jetzigen Weltenringen unseren trotzigen Feinden gezeigt haben & weiter zeigen können. Deshalb folge meinem Rate & sei guten Mutes , was ich mit meinen schwachen Kräften erreichen konnte, habe ich versucht & hoffe es auch zur Vervollkommnung bringen zu können. Indem ich Dir nochmals recht herzlich für Deine lb. Zeilen danke, bin ich in treuer Bruder- liebe Dein Karl. Viele Grüße an allen! Das Geld schicke ich auch bei der ersten Gelegenheit! Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 22.02.2024 18:29:30 Gelesen: 658308 # 3290
@ volkimal [#3289] Hallo Volkmar, die Korrekturen waren, wie immer, sehr lehrreich. Vielen lieben DANK für Deine Hilfe! Voller Mut fange ich wieder mit dem nächsten Feldpostbrief an! Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 23.02.2024 17:24:25 Gelesen: 658115 # 3291
Liebe Sammelfreunde, ich habe heute wieder eine schöne Herausforderung für Euch. Die Vorarbeit habe ich natürlich schon gemacht. Obwohl ich Blut, Schweiß und Tränen in der Transkription dieser Feldpostbrief gesteckt habe, bin ich leider wieder an einigen Stellen gescheitert. Es wäre einfacher gewesen, wenn man in den Schützengraben eine Schreibmaschine benutzt hätte. Viele Grüße, Emiel --- Seite 1 Hugstetten[1] i/ Freiburg, den 6/9. 16 Liebe Josefine u. Gertrud! Soeben in Besitze deiner lb. Zeilen, ist es mein erstes, Dich sowie der lb. Gertrud allerherzl. für Deine bis- herige Schreiben, sowie Gertrud ihre zu danken. Es freut mich außerordentlich, daß es Euch dort recht gefällt und mogt Ihr Euch noch des öfteres dort recht vergnügte Tage machen. Nun will ich kurz das Geschehen der letzten Tage berichten. Am 25. Aug. wurde mir endlich von S.E?M?[2] das Eiserne Kreuz verliehen sowie noch einen Kanonier von meinem Zug[3]. Seite 2 Am 1. Sept. waren wir (…) die Hälfte von der Stellung in (…) wegen Gasmasken, als uns nachmittags um 4 Uhr der Wachtm[4]. befiehl sofort in Stellung zu gehen, weil wir andern Tags weg- kommen sollten. Gesagt, getan, wir waren kaum oben, da ließen auch schon die Kano- niere das Geschütz den Berg herunter und mußte es wegen augenblicklichen Mangel an Pferden bis M. bringen. Herauf wieder u. gepackt und los, das war etwa um ½ 11. Die ganze Nacht hatten wir nun für unser vieles Gepäck zu sorgen, da wir nur ein Wagen hatten zum Sachen aufladen. Ich kann Euch sagen, das war noch schlimmer wie die Flucht nach Ägypten. Andern Mittags wirkten wir auch Seite 3 schon aus. Mit noch 4 Untffz[5]. ritten wir vor bis Schlettstadt[6], einen wunder- schönen Städtchen und begannen Quartiere zu machen. Doch ein Telegramm kam uns zuvor u nach einer kurzen Rast auf dem Marktplatz, wurden wir dort um 12 Uhr nachts verladen und kamen Sonntag Morgen in Freiburg an. Von hieraus ging es zu einem Stadt wie die Oberschrift schon sagt u. werden hier wieder auf unsern alten Etat gebracht. Alles schlechte wird ersetzt u neue Sachen werden eingestellt. Von hieraus werden wir sobald alles in Schuß[7] ist zum Osten geworfen u zwar nach Rumänien. Hurra, werden wir de(…) Seite 4 Deutsche Knute(?) geben, das verl(…)kerte Individium(?)[8]. Erst jetzt ist es ihnen glücklich eingefallen uns den Krieg zu erklären, ohne richtig zu wissen, was eigentlich Krieg heißt. Doch nun will ich schließen. Indem ich Euch nochmals recht viel Vergnügen wunsche u. für Eure lb. Zeilen bestens danke, grüßt Euch aufr.[9] herzlichst in Liebe u Treue Euer dankb. Bruder Heinr. [1] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/March_(Breisgau) [2] Seiner ? Majestät? [3] Zug - unter dem Kommando eines Zugführers stehende kleinste militärische Abteilung [4] Wachtmeister [5] Unteroffiziere [6] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A9lestat#:~:text=S%C3%A9lestat%20%5Bsel%C9%9Bs%CB%88ta%5D%20(deutsch%20Schlettstadt,vollst%C3%A4ndig%20als%20Ganzes%20erhalten%20ist%20( [7] Alles ist in Schuß = Alles ist funktionsfähig und betriebsbereit [8] Rechtschreibung ist Individuum [9] aufrecht
DERMZ Am: 23.02.2024 18:42:37 Gelesen: 658089 # 3292
@ evwezel [#3291] Hallo Emiel, wenn der gute Heinrich mit Maschine geschrieben hätte, wo wäre dann die Hearausforderung für uns geblieben ? - ich versuche mich mal wieder Seite für Seite Seite 1 Hugstetten[1] by Freiburg, den 6/9. 16 Liebe Josefine u. Gertrud! Soeben in Besitze deiner lb. Zeilen, ist es mein erstes, Dich sowie der lb. Gertrud allerherzl. für Deine bis- herige Schreiben, sowie Gertrud ihre zu danken. Es freut mich außerordentlich, daß es Euch dort recht gefällt und mogt Ihr Euch noch des öfteren dort recht vergnügte Tage machen. Nun will ich kurz das Geschehen der letzten Tage berichten. Am 25. Aug. wurde mir endlich von S.Ex. [2] das Eiserne Kreuz verliehen sowie noch einen Kanonier von meinem Zug[3]. [2] Seiner Exzellenz
DERMZ Am: 23.02.2024 18:54:52 Gelesen: 658084 # 3293
@ evwezel [#3291] Seite 2 Am 1. Sept. waren wir (…) die Hälfte von der Stellung in Umkirch wegen Gasmasken, als uns nachmittags um 4 Uhr der Wachtm[4]. befiehl sofort in Stellung zu gehen, weil wir andern Tags weg- kommen sollten. Gesagt, getan, wir waren kaum oben, da ließen auch schon die Kano- niere das Geschütz den Berg herunter und mußte es wegen augenblicklichen Mangel an Pferden bis M. bringen. Herauf wieder u. gepackt und los, das war etwa um ½ 11. Die ganze Nacht hatten wir nun für unser vieles Gepäck zu sorgen, da wir nur ein Wagen hatten zum Sachen aufladen. Ich kann Euch sagen, das war noch schlimmer wie die Flucht nach Ägypten. Andern Mittags rückten wir auch
DERMZ Am: 23.02.2024 19:03:39 Gelesen: 658079 # 3294
@ evwezel [#3291] ... Seite 3 ... schon aus. Mit noch 4 Untffz[5]. ritten wir vor bis Schlettstadt[6], einem wunder- schönen Städtchen und begannen Quartiere zu machen. Doch ein Telegramm kam uns zuvor u nach einer kurzen Rast auf dem Marktplatz, wurden wir dort um 12 Uhr Nachts verladen und kamen Sonntag Morgen in Freiburg an. Von hieraus ging es zu einem Vorort wie die Überschrift schon sagt u. werden hier wieder auf unsern alten Etat gebracht. Alles schlechte wird ersetzt u neue Sachen werden eingestellt. Von hieraus werden wir sobald alles in Schuß[7] ist zum Osten geworfen u zwar nach Rumänien. Hurra, werden wir denen
evwezel Am: 23.02.2024 20:17:26 Gelesen: 658056 # 3295
@ DERMZ [#3293] Guten Abend Olaf, Du warst wieder sehr schnell! An „Umkirch” habe ich nicht gedacht, aber das könnte stimmen. Jedenfalls liegt dieser Stadt (übrigens ist die Bezeichnung „Stadt” vielleicht zuviel Ehre für einen Fleck von 6000 Einwohner) in der Nähe von Freiburg. Der Satz „Am 1. Sept. waren wir (…) in Umkirch wegen Gasmasken” kommt mir besonders merkwürdig vor. War Heinrich in Umkirch um Gasmasken aufzutreiben??? Auf der Webseite [1] habe ich noch etwas über Umkirch im Ersten Weltkrieg gelesen: In Umkirch waren die Kampfhandlungen im Oberelsass schmerzlich spürbar: Die Artilleriefeuer waren zu hören, viele fühlten sich von Luftangriffen und dem Einmarsch der Franzosen bedroht, Nachschubkolonnen zur Verpflegung der Frontsoldaten zogen täglich durch den Ort und es gab ein Kriegsgefangenenlager. Vielen lieben Dank für die Korrekturen! Emiel [1] https://blog.rombach-verlag.de/2022/01/11/umkirch-und-der-breisgau-im-ersten-weltkrieg/
chris63 Am: 24.02.2024 07:41:39 Gelesen: 657939 # 3296
@ evwezel [#3295] @ DERMZ [#3293] Hallo, Geographisch und vom Schriftbild her gesehen favorisiere ich: die Stellung lag auf einem Hügel bei Markirch, von dort nach Schlettstadt geritten ~ 8 KM und von dort nach Hugstetten verladen ~ 50 KM grüsse christof
evwezel Am: 24.02.2024 09:17:41 Gelesen: 657913 # 3297
@ chris63 [#3296] @ DERMZ [3293] Guten Morgen Christof und Olaf, ich denke, Christof hat recht. Vom Schriftbild her passt “Markirch” besser als “Umkirch”. Viele Grüße, Emiel
DERMZ Am: 24.02.2024 09:53:59 Gelesen: 657901 # 3298
@ chris63 [#3296] Ja, ja, da ist sie wieder gewesen meine Denk- und Leseschwäche - da war ich so stolz, daß ich einen vermeintlich passenden Ort gefunden habe und dann lese ich das auch immer wieder ... ist wahrscheinlich Altersturheit. Markkirch ist deutlich der richtigere Ort - Danke Chris. ... nun noch Seite 4 ... Deutsche Knute geben, das verlodderte [xx] Individium [8]. Erst jetzt ist es ihnen glücklich eingefallen uns den Krieg zu erklären, ohne richtig zu wissen, was eigentlich Krieg heißt. Doch nun will ich schließen. Indem ich Euch nochmals recht viel Vergnügen wunsche u. für Eure lb. Zeilen bestens danke, grüßt Euch aufr.[9] herzlichst in Liebe u Treue Euer dankb. Bruder Heinr. [xx] verloddern = durch Verwahrlosung in einen schlechten Zustand kommen. [9] aufrichtig Das ist meine Interpretation des Briefes. Die besten Wünsche Olaf
evwezel Am: 24.02.2024 10:12:34 Gelesen: 657895 # 3299
@ DERMZ [#3298] Hallo Olaf, “verlodderte” ist ein Volltreffer - darauf wäre ich nie gekommen! Nochmals vielen Dank für Deine Hilfe. Mit herzlichem Gruß aus den Niederlanden, Emiel
evwezel Am: 24.02.2024 20:20:55 Gelesen: 657805 # 3300
Liebe Sammelfreunde, ein Tag ohne Transkription ist ein verlorener Tag und deswegen zeige ich Euch mal wieder einen Feldpostbrief, geschrieben am 15. Juli 1915. Es ist das erste Mal, dass ich schon bei der Anrede ahnungslos bin - lest ihr aber selbst. Viele Grüße, Emiel -- Seite 1 Karlsruhe, den 15/7 15 feure(?)[1] Eltern u Geschw[2]! Entschuldigt vielmals, dass ich nicht schon gestern auf das schöne Paket geschrieben habe. Ich hatte nämlich mit Karl Stall- wache und war es mir deshalb nicht möglich Euch einige Zeilen zu widmen. Heute soll also das Versäumte nachgeholt werden. Tausend und abermals vielen Dank für all die Süßigkeiten, Kuchen u.s.w. Soviel Schokol. u die Zigaren die ja ff[3]. sind. Sodann[4] fühle ich mich gewogen für den schönen Brief Gertruds, sowie für Eure Zeilen, mich herzl. zu bedanken. Mit gleicher Post erhielt ich auch einen Brief von Helene, der ja wieder in Arsbeck(?) weilt, u eine Karte von Josef, der die so lang ersehnten Ferien dringend wünscht. Hoffentlich wird Euch also Karl in Kürze für einige Tage besuchen um sich Seite 2 sein Heimatsstädtchen seit langer Zeit wieder einmal zu betrachten. Von den Herrn hier soll ich Euch besonders vielmals grüßen. Am Dienstag habe ich mit dem Herrn Futtermeister einen Spa- zierritt nach Neureuth[5] gemacht, u. hat mir selbiger ein tadeloses[6] Pferd zur Ver- fügung gestellt. Auf unserem Heimweg haben wir eine Art Wettrennen gemacht u zwar ritt er den schönen Fuchs, den Vater bei seinem Hiersein ja direkt auffiel. Wir waren aber noch keine 30m galoppiert, als ich ihn überholte und von da ab stets die Tete[7] hielt. Wir wollten eine Karte geschrieben haben, aber im Augenblick dachten wir nicht daran. Selbiger dankt nochmals für alles u grüßt aufs freundlichste. Morgens reiten die Unt. u Wachten – die jungen Remonten[8] und bin ich schon Seite 3 Längere Zeit als Tetenreiter bei ihnen angestellt. Da hackt man aber jeden Tag von 7 – ½ 10 Uhr auf den Gaul u muß hier seine Changierungstieren für den Haupt. Maj. u Oberst reiten, sodaß es heißst sich zusammenreißen. Der Herr Feldw[9]. Leutnant Gilbert, der vor einigen Tagen von seiner Schießübung zurück- gekehrt ist, kam zu mir u bedankte sich ebenfalls sehr. Eine Vortrag besteht noch nicht, da wir keine Leute haben, welche daran teilnehmen. Wir müssen denn noch mit Geduld abwarten, was dann kommen kann. Wie ich aus Eurem Schreiben gesehen, ist der Brandm. ja felddienstfähig u wird wohl bald Waldniel verlassen müssen da er zu den Fahnen gerufen wird. Es soll auch Seite 4 jetzt gerade wieder alles beisammen kommen u kann mir denken wie es Vater ergehen wird. Die Sorgen werden von Tag zu Tag in jeder Beziehung größer. Und wie ist es nun mit Matz? Hier dürfen die Wirte nur an einigen Stunden am Tag Bier ver- schenken usw. Waren(?) wir(?) z. B. am Sonntag- mittag um 1 Uhr bei Moninger[10], wo wir kein Bier mehr bekamen. Es wird solange nicht mehr dauern, dann geschieht das gleiche auch am Niederrhein. – neues gibt es sonst nicht wie gewöhnlich. Empfanget also nochmals Ihr lieben Alle vielen Dank für Euer Entgegenkommen u schließe nun mit dem Wunsche, daß es Euch noch lange recht gut ergehen möchtet u seid alle vielmals gegr. von Eurem stets dankb. u treuer Sohn u Bruder Heinr. Entschuldigt schlechte Schrift Gruß Karl [1] Keine Ahnung was Heinrich hier geschrieben hat. “Treue” hätte ich mir vorstellen können, aber das passt vom Schriftbild her gar nicht. [2] Geschwister [3] Hier reichen meine Deutschkenntnisse leider nicht aus. Meiner Meinung nach, ist "ff" die Abkürzung eines Wortes (aber welches?), das "vortrefflich" oder "vorzüglich” bedeutet. [4] sodann = hier: außerdem [5] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Neureuth [6] Rechtschreibung ist “tadelloses”. [7] Spitze [8] Remonte = junges Militärpferd. [9] Feldwebel [10] https://de.wikipedia.org/wiki/Hatz-Moninger_Brauhaus
volkimal Am: 24.02.2024 20:29:44 Gelesen: 657800 # 3301
@ evwezel [#3300] Hallo Emiel, auf die Schnelle, der Brief ist vermutlich gerichtet an "teure Eltern u. Geschw.". Das t in teure sieht allerdings sehr ungewöhnlich aus. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 24.02.2024 20:34:32 Gelesen: 657794 # 3302
Hallo Emiel, noch eine Ergänzung: Auch das kleine "b" am Wortanfang hat vorne eine Unterlänge. Zum Beispiel beim "besuchen" ganz unten auf der ersten Seite. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 24.02.2024 20:39:05 Gelesen: 657792 # 3303
Hallo Emiel, noch eine Kleinigkeit. Es gibt die Redewendung, dass etwas aus dem ff ist. Siehe [1]. Jetzt muss ich erst einmal etwas reparieren. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.m.wiktionary.org/wiki/aus_dem_Effeff
DERMZ Am: 24.02.2024 21:04:42 Gelesen: 657770 # 3304
Hallo Emiel, ich versuche mich wieder in Etappen: Seite 1 Karlsruhe, den 15/7 15 teure [1] Eltern u Geschw[2]! Entschuldigt vielmals, dass ich nicht schon gestern auf das schöne Paket geschrieben habe. Ich hatte nämlich mit Karl Stall- wache und war es mir deshalb nicht möglich Euch einige Zeilen zu widmen. Heute soll also das Versäumte nachgeholt werden. Tausend und abermals vielen Dank für all die Süßigkeiten, Kuchen u.s.w. Sowie Schokol. u die Zigaren die ja ff[3]. sind. Sodann[4] fühle ich mich gewogen für den schönen Brief Gertruds, sowie für Eure Zeilen, mich herzl. zu bedanken. Mit gleicher Post erhielt ich auch einen Brief von Helene, der ja wieder in Arsbeck(?) weilt, u eine Karte von Josef, der die so lang ersehnten Ferien dringend wünscht. Hoffentlich wird Euch also Karl in Kürze für einige Tage besuchen um sich
DERMZ Am: 24.02.2024 21:09:47 Gelesen: 657762 # 3305
Seite 2 sein Heimatsstädtchen seit langer Zeit wieder einmal zu betrachten. Von den Herrn hier soll ich Euch besonders vielmals grüßen. Am Dienstag habe ich mit dem Herrn Futtermeister einen Spa- zierritt nach Neureuth[5] gemacht, u. hat mir selbiger ein tadeloses[6] Pferd zur Ver- fügung gestellt. Auf unserem Heimweg haben wir eine Art Wettrennen gemacht u zwar ritt er den schönen Fuchs, der Vater bei seinem Hiersein ja direkt auffiel. Wir waren aber noch keine 30m galoppiert, als ich ihn überholte und von da ab stets die Tete[7] hielt. Wir wollten eine Karte geschrieben haben, aber im Augenblick dachten wir nicht daran. Selbiger dankt nochmals für alles u grüßt aufs freundlichste. Morgens reiten die Unt. u Wachten – die jungen Remonten[8] und bin ich schon
DERMZ Am: 24.02.2024 21:13:53 Gelesen: 657760 # 3306
Seite 3 längere Zeit als Tetenreiter bei ihnen angestellt. Da hockt man aber jeden Tag von 7 – ½ 10 Uhr auf den Gaul u muß hier seine Changierungstieren für den Haupt. Maj. u Oberst reiten, sodaß es heißst sich zusammenreißen. Der Herr Feldw[9]. Leutnant Gilbert, der vor einigen Tagen von seiner Schießübung zurück- gekehrt ist, kam zu mir u bedankte sich ebenfalls sehr. Eine Vortrag besteht noch nicht, da wir keine Leute haben, welche daran teilnehmen. Wir müssen denn noch mit Geduld abwarten, was dann kommen kann. Wie ich aus Eurem Schreiben gesehen, ist der Brandm. ja felddienstfähig u wird wohl bald Waldniel verlassen müssen da er zu den Fahnen gerufen wird. Es soll auch
DERMZ Am: 24.02.2024 21:23:04 Gelesen: 657755 # 3307
Seite 4 jetzt gerade wieder alles beisammen kommen u kann mir denken wie es Vater ergehen wird. Die Sorgen werden von Tag zu Tag in jeder Beziehung größer. Und wie ist es nun mit Matz? Hier dürfen die Wirte nur an einigen Stunden am Tag Bier ver- schenken u so waren wir z. B. am Sonntag- mittag um 1 Uhr bei Moninger[10], wo wir kein Bier mehr bekamen. Es wird solange nicht mehr dauern, dann geschieht das gleiche auch am Niederrhein. – Neues gibt es sonst nicht wie gewöhnlich. Empfanget also nochmals Ihr lieben Alle vielen Dank für Euer Entgegenkommen u schließe nun mit dem Wunsche, daß es Euch noch lange recht gut ergehen möchtet u seid alle vielmals gegr. von Eurem stets dankb. u treuer Sohn u Bruder Heinr. Karl gibt noch unten links in der Ecke seinen Gruss wie folgt: Entschuldigt schlechte Schrift. Gruß Karl Lieber Emiel, der Brief hat sich wieder gut lesen lassen, auch DANK Deiner Vorarbeit, alldieweil ich mich mit Pferden in Natur noch weniger auskenne, als mit den Pferden, die in vielen Autos ihre Arbeit verrichten. Beste Grüße Olaf
evwezel Am: 24.02.2024 21:50:44 Gelesen: 657746 # 3308
@ DERMZ [#3307] @ volkimal [#3303] Lieber Olaf, ich bedanke mich wieder ganz herzlich für Deine Überarbeitung. Du beherrscht die Sütterlinschrift aus dem Effeff! @ Volkmar: Diese Redewendung war mir völlig unbekannt. Siehe auch [1]. Es ist einfach toll, was man hier so alles lernen kann! Viele Grüße, Emiel [1] https://www.swr.de/wissen/1000-antworten/warum-beherrscht-man-etwas-aus-dem-effeff-100.html
chris63 Am: 24.02.2024 22:44:22 Gelesen: 657735 # 3309
@ evwezel [#3308] Hallo, vermutlich ist mit ff flor fina - eine brasilianische Zigarrensorte - gemeint. grüsse christof
evwezel Am: 24.02.2024 23:55:52 Gelesen: 657719 # 3310
@ chris63 [#3309] Hallo Christof, vielen Dank für Deine Lesung! Heinrich war der Sohn von einem Bierbrauer und musste vertraut gewesen sein mit der Kaufmannssprache. Laut dem Duden-Band über Redewendungen stammt die Abkürzung ff aus der Kaufmannssprache. Dort steht der Buchstabe f für fein und ff für sehr fein. Obwohl ich Deine Lesung sehr interessant finde, kann ich Deine Erklärung in diesem Fall nicht nachfolgen. Die Familie von Heinrich hatte das Paket in der Heimat zusammengestellt. Sie wusste genau was darin steckte. Heinrich brauchte also gar nicht zu erklären, dass er Fina Flor Zigarren empfangen hatte. Ich glaube es ist wahrscheinlicher, dass er seine Familie einfach mitteilen wollte, dass ihm die Rauchwaren (und die Schokolade!) sehr gut gefallen hatten. Sie waren ff - “sehr fein”! Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 27.02.2024 08:33:59 Gelesen: 657149 # 3311
Liebe Sammelfreunde, hoffentlich habe ich endlich eine Transkription ohne Fehler gemacht. Aber wahrscheinlich ist das nur ein Wunschtraum... Viele Grüße, Emiel --- Seite 1 Karlsruhe, den 21/9 15 Meine Lieben, Hoffentlich habt Ihr mein Schreiben von Samstag glück- lich bei bester Gesundheit em- pfangen. Mir geht es bei dem schon stark einsetztenden[1] Herbst- wetter noch sehr gut. Gestern oder vorgestern war es, als Karl die Kiste mit den Flaschen Cog.[2] erhielt. Einer davon v.d. Sendung war zerbrochen und habe ich ihn, da ich doch nicht recht wußte was ich tun sollte, eine 3/4l. Flasche gegeben u mußt Ihr sehen, daß dieselbe zurückgeschrieben wird. Die Sache ist nämlich die, die M100 Seite 2 habe ich dazu verwendet um den Herrn jeder ein paar Kistchen Cigarren zu kaufen, sowie noch mit den anderen gut bekannten Vizw(?)[3]. u Untffz[4]. Ein Glas Bier usw. zu trinken. Die Flaschen waren also einstweilen überflüssig, werde also sehen, sie bei einer anderen passenden Gelegenheit heraus- zugeben. Im Voraus also allerherzl. Dank für Euer Wohlwollen. Gestern Abend habe ich auch an Maria Bergermann geschrieben, welcher ja mit Euch in Kevelaer war. Unser Vortrag dauert noch immer an und wird auch noch eine Weile durchgeführt werden. Besonders interessant sind die Seite 3 Vorträge von unserm Herrn Hauptmann, der uns praktische Winke für ins Feld gibt u uns natürlich sehr willkommen. Vorigen Sonntag war ich ins Hoftheater[5] und habe mir die dramatische Oper Tiefland[6] angesehen, welche durch die herrlichen Sanger- künste großartig wirkte. – Nun wie geht es denn sonst noch? Wie lange reicht der Vorrat an Malz noch und habt Ihr auch schon einen Ersatzmann für Franz Knops(?). Joseph u Gertr. werden wohl wieder in ihren Elementen sein und sich für das nächste Zeugnis[7] vorbereiten. Karl schrieb mir vor einiger Zeit, daß es Seite 4 ihm sehr gut gehen werde, jeweils aber auch an einen baldigen Frieden hoffte. Hoffentlich hat es Frl. Thresi[8] & Clarchen Bispink bei uns gut ge- fallen, sodaß ich später auch einmal Gelegenheit haben kann, sie persönlich begrüßen zu können. Mit dem innigen Wunsche auf baldiges frohes Wiedersehen, ver- bleibe ich an allen herzl. grüßend Euer stets treuer u dankb. Sohn u Bruder Heinr An Alois u Dora ebenfalls viele Grüße. [1] Hier hat Heinrich sich vermutlich vertan. Rechtschreibung ist “einsetzenden”. [2] Cognac [3] Abkürzung für Vizewachtmeister? [4] Unteroffiziere [5] Das Hoftheater am Schlossplatz bestand von 1853 bis 1944. Am 28. Februar 1847 brach während einer Vorstellung ein Feuer aus, während dessen das Gebäude vollständig zerstört wurde. Der Nachfolgebau wurde 1853 fertiggestellt. Bei einem Fliegerangriff am 27. September 1944 brannte das Hoftheater erneut aus. Die Ruine blieb bis in die 1960er Jahre stehen. Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Badisches_Staatstheater_Karlsruhe. [6] Oper Tiefland (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Tiefland_(Oper) ) wurde am 19. September 1915 im Hoftheater Karlsruhe gespielt. Siehe auch https://digital.blb-karlsruhe.de/blbtheater/periodical/pageview/3106936 . [7] Schulzeugnis [8] Kurzform für Theresia
volkimal Am: 27.02.2024 10:43:10 Gelesen: 657118 # 3312
@ evwezel [#3311] Hallo Emiel, super "übersetzt". Mir ist nur folgendes Aufgefallen: Seite 2: werde aber sehen, sie bei einer Anderen passenden Gelegenheit heraus- Seite 3: welche durch die herrlichen Sanges- künste großartig wirkte. – Nun Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 27.02.2024 11:46:26 Gelesen: 657104 # 3313
@ evwezel [#3311]

Hallo Emiel,

Volkmar hat schon Korrektur gelesen, ich habe nur noch eine Kleinigkeit anzubringen:

Seite 1


die Kiste mit den Flaschen Cog.[2]
erhielt. Eine davon v.d. Sendung war zerbrochen
und habe ich ihn, da ich doch nicht


Ich würde meinen, Du hast das perfekt gelöst.

Die besten Grüße Olaf
evwezel Am: 27.02.2024 12:50:55 Gelesen: 657088 # 3314
@ volkimal [#3312]
@ DERMZ [#3313]

Hallo Volkmar und Olaf,

Vielen Dank für die Korrekturen. Perfekt war die Transkription nicht, aber est geht bestimmt bergauf!

Euer stets dankbarer

Emiel
evwezel Am: 27.02.2024 18:58:27 Gelesen: 657019 # 3315
Liebe Sammelfreunde, alles Gute kommt einmal zu einem Ende. Ich habe gerade den letzten Feldpostbrief von unserem Heinrich "übersetzt", geschrieben am 1. Dezember 1915. Was Heinrich erfolglos gesucht hat auf Seite 1, wir werden es leider nie wissen. Seite 2 hat noch einige Schwierigkeiten gegeben. Deswegen ist die Geschichte mit dem Schwein mir noch nicht ganz klar. Viele Grüße, Emiel --- Seite 1 Freiburg, den 1/XII.15 Meine Lieben, Mit vielen tausend Dank empfing ich diese Woche das große Paket, sowie die beiden kleinen, mit den lb. Schreiben von Josefine u. Gertr.[1] Mit gleichen Post erhielt ich auch ein Schreiben von Karl, dem es ja noch recht gut geht. Um nun auf Eure Schreiben zurückzukommen, will ich nochmals, aber auch das letzte Mal zu meinem allergrößten Bedauern u. so schwarz ich mich auch ärgere gerade noch bei Militär, daß ich das so lange Gesuchte noch nicht gefunden habe. Sonst habe ich alles schon vorgefunden u. verflixt das gerade nicht. Was den Cognac anbelangt, schickt einstweilen nichts mehr bis ich schreibe u. vor allem aber keine Woll- sachen mehr, mag es sein was es will. Seite 2 Die Veste habe ich auch inzwischen em- pfangen, und muß ich doch sagen, daß es etwas großartiges ist. Vor allem paßt sie gut, ist warm und denke auch wasser- dicht. Dafür noch nachträglich innigen Dank. Wie mir Gertrud schrieb, ist ja ein Schwein eingegangen und sage ich Euch paßt mir nur auf die Saue[2] auf, denn sie bilden ein kostbares Viertel. Seht(?), das kennt Ihr wieder nicht, die müßten Kasernenkost schmecken, dann könnten sie (…) an Übersättigung den (…) ziehen. Na, hoffentlich ist es den Anderen vergünnt, Euch demnächst mit großen Schlachtfesten zu überhäufen[3] u. wißt Ihr ja, wer dabei gerne zugegen war. Kurz und gut, auch ohnedem lauft die Karre weiter. Was den Bier- aufschlag anbelangt, ist hier das Bier um M4 teuerer u wird auch wohl bald zu Haus das Gleiche vorgenommen werden. Da meine Kameraden erfahren hatten, daß ich auch zu den Biermenschen gehörte, haben sie so lange gedrängt, Seite 3 bis ich ihnen ein Fäßchen gestiftet und am Dienstag noch gerade vor dem Bierauf- schlag uns einen gemütlichen Abend machten. Am Mittwoch habe wir unseren ersten großen Ausmarsch, vollständig feldmarschmäßig allerdings nur mit einem Geschütz, das mir anvertraut wurde ins Gebirge gemacht. Neben- bei bemerkt, die Anderen kommen heute Abend von Essen. - Leider hatten wir sehr ungünsti- ges Wetter im höchsten Grade Glatteis und feiner Regen. Menschen u Tiere stürzten(?) wie die Hasen und war es zum Totlachen. Ein unendlich langer Zug bildete der Apparat im Ganzen. Über 300 Pferde und 750 Mann und dann nur ein einziges kleines aber gefährliches Geschütz das mir anvertraut wurde. Unterwegs, keine 20 Schritt von mir liefen gemütlich ein Paar Rehe herum, die ich mir, wenn Feindesland gewesen mit meinem Carab.[4] schnell gekauft hätte. Unser Weg führte durchs Höllenbach auf den Ottilienberg[5] und am Waldsee herunter nach Freiburg zu. Heute, Seite 4 also Mittwoch hatten wir ein Beichte im großen Münster[6] und morgen früh H. Kommunion, wo ich Euer allen am Tisch des Herrn gedenken werde. Im Übrigen nichts von Bedeutung. Im Glauben, daß der Betrieb nicht besonders große Storung durch den schon früher erwähnten Defekt gefunden hat, will ich schließen. Mit dem Wünsch auf baldiges frohes Wieder- sehen, verbleibe ich vielmals dankend und grüßend Euer stets tr. u dankbarer Sohn und Bruder Heinr. [1] Gertrud [2] Sau = weibliches Hausschwein, Mutterschwein [3] überhäufen = jemandem etwas im Übermaß zukommen, zuteilwerden lassen [4] carab. = Karabiner [5] https://en.wikipedia.org/wiki/Ottilienberg [6] Freiburger Münster - siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Freiburger_M%C3%BCnster
volkimal Am: 27.02.2024 19:43:24 Gelesen: 657003 # 3316
@ evwezel [#3315] Hallo Emiel, ein paar Kleinigkeiten habe ich gefunden: Freiburg, den 1/XII.15 Meine Lieben, Mit vielen tausend Dank empfing ich diese Woche das große Paket, sowie die beiden Kleinen, mit den lb. Schreiben von Josefine u. Gertr.[1] Mit gleicher Post erhielt ich auch ein Schreiben von Karl, dem es ja noch recht gut geht. Um nun auf Eure Schreiben zurückzukommen, will ich nochmals, aber auch das letzte Mal zu meinem allergrößten Bedauern u. so schwarz ich mich auch ärgere gerade noch bei Militär, daß ich das so lange Gesuchte noch nicht gefunden habe. Sonst habe ich alles schon vorgefunden u. verflixt das gerade nicht. Was den Cognac anbelangt, schickt einstweilen nichts mehr bis ich schreibe u. vor allem aber keine Woll- sachen mehr, mag es sein was es will. Seite 2 Die Weste habe ich auch inzwischen em- pfangen, und muß ich doch sagen, daß es etwas Großartiges ist. Vor allem paßt sie gut, ist warm und denke auch wasser- dicht. Dafür noch nachträglich innigen Dank. Wie mir Gertrud schrieb, ist ja ein Schwein eingegangen und sage ich Euch paßt mir nur auf die Saue[2] auf, denn sie bilden ein kostbares Viertel. Seht, das kennt Ihr wieder nicht, die müßten Kasernenkost schmecken, dann könnten sie nie an Übersättigung den Kürzeren ziehen. Na, hoffentlich ist es den Anderen vergönnt, Euch demnächst mit großen Schlachtfesten zu überhäufen[3] u. wißt Ihr ja, wer dabei gerne zugegen war. Kurz und gut, auch ohnedem läuft die Karre weiter. Was den Bier- aufschlag anbelangt, ist hier das Bier um M4 teuerer u wird auch wohl bald zu Haus das Gleiche vorgenommen werden. Da meine Kameraden erfahren hatten, daß ich auch zu den Biermenschen gehörte, haben sie so lange gedrängt, Seite 3 bis ich ihnen ein Fäßchen gestiftet und am Dienstag noch gerade vor dem Bierauf- schlag uns einen gemütlichen Abend machten. Am Mittwoch habe wir unseren ersten großen Ausmarsch, vollständig feldmarschmäßig allerdings nur mit einem Geschütz, das mir anvertraut wurde ins Gebirge gemacht. Neben- bei bemerkt, die Anderen kommen heute Abend von Essen. - Leider hatten wir sehr ungünsti- ges Wetter im höchsten Grade Glatteis und feiner Regen. Menschen u Tiere stürzten wie die Hasen und war es zum totlachen. Ein unendlich langer Zug bildete der Apparat im Ganzen. Über 300 Pferde und 450(?) Mann und dann nur ein einziges kleines aber gefährliches Geschütz das mir anvertraut wurde. Unterwegs, keine 20 Schritt von mir liefen gemütlich ein Paar Rehe herum, die ich mir, wenn Feindesland gewesen mit meinem Carab.[4] schnell gekauft hätte. Unser Weg führte durchs Höllen tal auf den Ottilienberg[5] und am Waldsee herunter nach Freiburg zu. Heute, Seite 4 also Mittwoch hatten wir ein Beichte im großen Münster[6] und morgen früh H. Kommunion, wo ich Euer allen am Tisch des Herrn gedenken werde. Im Übrigen nichts von Bedeutung. Im Glauben, daß der Betrieb nicht besonders große Störung durch den schon früher erwähnten Defekt gefunden hat, will ich schließen. Mit dem Wünsch auf baldiges frohes Wieder- sehen, verbleibe ich vielmals dankend und grüßend Euer stets tr. u dankbarer Sohn und Bruder Heinr. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 27.02.2024 19:57:40 Gelesen: 656998 # 3317
Hallo Emiel, aufgrund des Namens Höllental habe ich eine andere Route gefunden. Es geht um den Bräunlinger Ottilienberg. Dazu gibt es bisher keinen Eintrag bei Wikipedia. Dort steht nur: "Ottilienberg (Bräunlingen), ca. 720 m, Berg mit Kapelle bei Bräunlingen, Schwarzwald-Baar-Kreis, Baden-Württemberg" Es gibt den Ort Waldsee in der Nähe von Freiburg, in der Nähe liegt der Waldsee. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 27.02.2024 20:19:38 Gelesen: 656989 # 3318
@ volkimal [#3316] Hallo Volkmar, es ist wirklich unglaublich, Du bist schneller als das Licht. Sehr interessant was Du herausgefunden hast über den Bräunlinger Ottilienberg. Ich werde mal sehen ob ich noch eine alte Landkarte von diesem Gebiet auftreiben kann. Vielen LIEBEN Dank für Deine Hilfe ! Emiel
volkimal Am: 27.02.2024 22:13:58 Gelesen: 656964 # 3319
@ evwezel [#3318] Hallo Emiel, vielleicht hilft dir der Link zu den Generalstabskarten weiter [1] Ich benutze in der Regel 600 dpi (da sind die meisten Karten). Es wären die Karten 644 und 645. Der Ottilienberg ist leider nicht eingezeichnet. Er ist direkt in Bräunlingen. Viele Grüße Volkmar [1] http://maps.mapywig.org/m/German_maps/series/100K_KDR_Generalstabskarte/
evwezel Am: 28.02.2024 11:06:18 Gelesen: 656810 # 3320
@ volkimal [#3319] Hallo Volkmar, stimmt, diese Landkarten sind mir bekannt. Ich benutze am meisten [1]. Wie Du schon gesehen hast, hilft es in diesem Fall leider nicht viel weiter. Viele Grüße, Emiel [1] https://www.deutschefotothek.de/cms/kartenforum-sachsen-messtischblaetter-sued.xml
volkimal Am: 28.02.2024 12:35:18 Gelesen: 656786 # 3321
@ evwezel [#3320] Hallo Emiel, ein sehr guter Link. Mir gefällt besonders, dass man die Karten auf der Übersicht auswählen kann. Viele Grüße Volkmar
Angelika Am: 29.02.2024 20:09:35 Gelesen: 656463 # 3322
Guten Abend, bei einer Auktion fand ich diese Karte und ich wüsste gerne was geschrieben wurde. Ich habe es probiert - weit gekommen bin ich nicht. Liebe daß ich heute ...schreibe - daran ist eigentlich Chamberlain oder ... schuld.... mit Frack und Regenschirm... In dieser Nacht ausgesprochen höflich, ja, geradezu zuvorkommend ... Viele Grüße und besten Dank im Voraus Angelika
volkimal Am: 29.02.2024 20:41:00 Gelesen: 656451 # 3323
@ Angelika [#3322] Hallo Angelika, Seite 1: Liebe Rabauken! Daß ich heute mal an Euch schreibe – daran ist eigent- lich Chamberlain oder vielmehr mit Künstlernamen Max Münnich schuld. In Eurer feierlichen Anwesen- heit will ich ihn auf diesem Wege nachträglich zum Geburtstage gratulieren. Möge er also gedeihen mit Frack und Regenschirm. – In dieser Stadt sind die Menschen ausgesprochen höflich, ja, geradezu zuvorkom- mend. Ein großer Teil der Einwohner gehört jenem Menschenschlag an, deren Rassengenossen einer mal sagte: „Alles, was Menschenantlitz trägt, ist sich gleich“. Hm, ich denke dafür, denn ich rieche immer Knoblauch. Zum Glück geht diese Zierde der Menschheit nur auf der Fahrbahn und entblößt schon von weitem ehrer- bietig das Antlitz. – Sonst ist hier alles vorhanden: Kaffees, Kino, Variete und dergl. Man hat hier eben alles, was man notgedrungen braucht. Einen großen Fortschritt bedeutet es für uns, daß wir wieder Kasernen- mäßig unseren Spint und vor allen Dingen ein Bett haben. Es fehlt nur noch der Volksempfänger, den Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 29.02.2024 20:46:58 Gelesen: 656449 # 3324
@ Angelika [#3322] Seite 2: Ich mir demnächst abhole. Was soll ich sonst viel schreiben? Ich werde lieber bald mal etwas erzählen. Ich vermute, daß Ihr nachts mit Eurem Schlaf etwas unbeständig geworden seid und gerne den Keller aufsucht. Na, ganz schön – Euch Rasselbande muß man immer etwas in Bewegung halten. Laßt mir bei Euren nächtlichen Spaziergängen über den Hof aber die Obstbäume unbehelligt. Viele Grüße R. Obrikat Abs. Sold. K. Obrikat, 37 452 Viele Grüße Volkmar
Angelika Am: 01.03.2024 07:16:42 Gelesen: 656338 # 3325
Liebe Volkmar, das ging ja fix, herzlichen Dank dafür. Viele Grüße Angelika
evwezel Am: 03.03.2024 20:14:33 Gelesen: 656017 # 3326
Liebe Sammelfreunde, das Wetter war heute bei uns viel zu schön für Transkriptionsarbeiten hinter dem Computer, aber in den nächtlichen Stunden ist es mir doch noch gelungen einen Feldpostbrief zu "übersetzen". Ich zeige Euch den Text, in dem noch einige Wörter fehlen. Viele Grüße, Emiel --- Seite 1 Waldniel, den 3/11. 15 Mein lieber Heinrich! Beifolgend übersende ich Dir die Karte von Alfons u. schreibe dem Ärmsten einmal. Wie Du siehst, liegt er bereits im Schützengraben. Hier alles beim Alten, allerdings daß uns inzwischen (gestern) die beiden Maschinisten eingezogen sind. Beide Schrammen(?) u. Küben(?) liegen in Köln Bickend.[1] u. sind einer Fliegerabt.[2] zugeteilt worden. Hoffentlich finden wir recht bald gebührend Ersatz; denn ohne zuverlässigen, selbständiger Heizer können Seite 2 wir unmöglich den Betrieb noch weiter aufrecht halten. Bis jetzt haben wir zur Aushülfe Jansen(?) vorigen Maschin.[3] der für 6 Wochen beurlaubt ist auf halbe Tage hier. Ein Mann von der Brügger Dampfziegelei die seit gestern den Betrieb einstellten kommt heute zur Ansicht, vielleicht kann er uns schon den Winter hin- durch Hülse-Ersatz leisten. Unter wollte diesem gleich einen Hülfs- jungen zur Anlernung geben, da- mit, falls im Sommer die Ziegelei die Arbeit wieder aufnimt[4], der Junge wenigstens angelernt ist. Denke(?) Dir(?) gestern wurden in Rheydt 4000 Leute wieder eingestellt. Davon wurden Seite 3 nur 7 durch dringende Reklamation für vorläufig beurlaubt. Unsere ist natürlich auch verworfen worden trotzdem wir Heereslieferung haben & schon bereits alle Leute aus dem Betrieb hergegeben haben. So folgt eine Befragung bald der anderen. Die Friedensaussichten liegen anschei- nend auch noch in sehr weiter Ferne. Vertrauen wir uns weiterhin auf Gotteshülfe & Schutz. Da ich annehme, daß Du bereits wieder zu Deiner Residenz Freiburg abgereist bist, habe ich n/Essen nicht mehr geschrieben. Ich habe sehr bedauert nicht dorthin Dich mitbesuchen zu können. Rich. Wat.[5] war wieder für 14 Tg. in Urlaub. Während der Tage kam ein zweiter Kriegsjunge bei ihm an.[6] Seite 4 Heinrich Waters ist auch wieder ins Feld u. zwar zum Westen. Er ist nur noch Gefr[7]. Rich.[8] meinte daß Du bei der Spezialw(…) (…). der Zuteilung zur Gebirgsbatterie ganz leicht u. rasch weiter befördert werden könntest. Nun vielleicht kannst Du Karl beikommen & wer weiß auch noch mit Dekoration des schw. Bändchens[9]. Trotzdem sei nur nicht dieser- halb[10] dazu mehr angespornt Dich unnütz[11] das Gefahr auszusetzen. Wir sehen Dich lieber gesund & munter wieder heimkehren! – Für heute lebe herzlich wohl. Tausend Grüße von Haus z. Haus in tr.[12] Liebe Deine Schwest. Josefine Die anderen Postsachen hast Du bei Deiner Rückkehr hoffentlich vorgefunden. [1] Köln Bickendorf. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Bickendorf_(K%C3%B6ln) [2] Fliegerabteilung [3] Maschinist [4] Rechtschreibung ist aufnimmt. [5] Richard Waters [6] Sohn Richard Waters wurde geboren am 2. November 1915. [7] Gefreiter [8] Richard [9] An Kämpfer wurde das Eiserne Kreuz am schwarzen Band mit weißen Seitenstreifen verliehen. [10] deshalb [11] nutzlos [12] treue
volkimal Am: 03.03.2024 21:39:37 Gelesen: 655993 # 3327
@ evwezel [#3326] Lieber Emiel, hier meine Version. Es ist kaum etwas zu ändern! Zuerst Seite 1: Waldniel, den 3/11 15 Mein lieber Heinrich! Beifolgend übersende ich Dir die Karte von Alfons u. schreibe dem Ärmsten einmal. Wie Du siehst, liegt er bereits im Schützengraben. Hier alles beim Alten, allerdings daß uns inzwischen (gestern) die beiden Maschinisten eingezogen sind. Beide Schrammen u. Huben [1] liegen in Köln Bickend.[2] u. sind einer Fliegerabt.[3] zugeteilt worden. Hoffentlich finden wir recht bald gebührend Ersatz; denn ohne zuverlässigen, selbstän digen Heizer können [1] Schrammen u. Huben (lateinische Schrift) = Nachnamen der beiden Maschinisten [2] Köln Bickendorf. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Bickendorf_(K%C3%B6ln) [3] Fliegerabteilung Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 03.03.2024 21:47:01 Gelesen: 655987 # 3328
Seite 2

wir unmöglich den Betrieb noch
weiter aufrecht halten. Bis jetzt haben
wir zur Aushülfe Jansen vorigen
Maschin.[4] der für 6 Wochen beurlaubt
ist auf halbe Tage hier. Ein Mann
von der Brügger Dampfziegelei die
seit gestern den Betrieb einstellten
kommt heute zur Ansicht, vielleicht
kann er uns schon den Winter hin-
durch Hülfe [5] -Ersatz leisten. Unter
wollte diesem gleich einen Hülfs-
jungen zur Anlernung geben, da-
mit, falls im Sommer die Ziegelei
die Arbeit wieder aufnimt[6], der Junge
wenigstens angelernt ist. Denke
Dir
gestern wurden in Rheydt 4000
Leute wieder eingestellt. Davon wurden

[4] Maschinist
[5] Hülfe = veraltetes Wort für Hilfe
[6] Rechtschreibung ist aufnimmt.
volkimal Am: 03.03.2024 21:54:08 Gelesen: 655984 # 3329
Seite 3

nur 7 durch dringende Reklamation
für vorläufig beurlaubt. Unsere ist
natürlich auch verworfen worden
trotzdem wir Heereslieferung haben
& schon bereits alle Leute aus dem
Betrieb hergegeben haben. So folgt
eine Aufregung bald der anderen.
Die Friedensaussichten liegen anschei-
nend auch noch in sehr weiter
Ferne. Vertrauen wir uns weiterhin
auf Gotteshülfe & Schutz. Da ich annehme,
daß Du bereits wieder zu Deiner Residenz
Freiburg abgereist bist, habe ich n/Essen [7]
nicht mehr geschrieben. Ich habe sehr bedauert
nicht dorthin Dich mitbesuchen zu können.
Rich. Wat.[8] war wieder für 14 Tg. in Urlaub.
Während der Tage kam ein zweiter Kriegsjunge
bei ihm an.[9]

[7] n/Essen = vermutlich „nach Essen“
[8] Richard Waters
[9] Sohn Richard Waters wurde geboren am 2. November 1915.
volkimal Am: 03.03.2024 22:12:48 Gelesen: 655973 # 3330
Leber Emiel, wieder einmal absolut super vorbereitet. Da gibt es kaum etwas zu kritisieren. Leider fällt mir zu den beiden unklaren Wörten in der dritten bzw. vierten Zeile nichts sinnvolles ein. Seite 4 Heinrich Waters ist auch wieder ins Feld u. zwar zum Westen. Er ist nur noch Gefr[10]. Rich.[11] meinte daß Du bei der Spezialw(…) ve???. der Zuteilung zur Gebirgsbatterie ganz leicht u. rasch weiter befördert werden könntest. Nun vielleicht kannst Du Karl bei kommen & wer weiß auch noch mit Dekoration des schw. Bändchens[12]. Trotzdem sei nur nicht dieser- halb[13] dazu mehr angespornt Dich unnütz[14] der Gefahr auszusetzen. Wir sehen Dich lieber gesund & munter wieder heim kehren! – Für heute lebe herzlich wohl. Tausend Grüße von Haus z. Haus in tr.[15] Liebe Deine Schwest. Josefine Die anderen Postsachen hast Du bei Deiner Rückkehr hoffentlich vorgefunden. [10] Gefreiter [11] Richard [12] An Kämpfer wurde das Eiserne Kreuz am schwarzen Band mit weißen Seitenstreifen verliehen. [13] deshalb [14] überflüssigerweise [15] treue Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 03.03.2024 22:58:33 Gelesen: 655964 # 3331
@ volkimal [#3330] Lieber Volkmar, vielen lieben Dank für Deine Überarbeitung! Du hast mir wirklich sehr geholfen. Das fehlende Wort auf Seite 4 muss ich einfach akzeptieren. Viele Grüße und schlaf wohl! Emiel
evwezel Am: 05.03.2024 11:45:42 Gelesen: 655783 # 3332
Liebe Sammelfreunde, Soldaten an der Front warteten natürlich sehnsüchtig auf Nachrichten aus der Heimat. So auch Unteroffizier Heinrich (siehe u.A. Beitrag [#3315]). Der folgende Brief wurde geschrieben am 25. Oktober 1915 durch seine Schwester Helene und Josefine. Persönlich finde ich die erste Handschrift (von Helene) sehr schön und auch am einfachsten zu lesen. Josefine hatte dagegen die Neigung, überall in ihrem Brief Abkürzungen zu benutzen. An einigen Stellen war ich wieder nicht ganz sicher. Viele Grüße, Emiel --- Seite 1 Waldniel, den 25/10. 15 Mein lieber Heinrich! Zunächst herzlichen Glück- wunsch zu Deiner Beförderung zum Unteroffizier. Heute Morgen kamen wir im Besitze deiner l. Zeilen und waren wir froh, mal näheres von Dir zu hören. Das Geld schicken wir telegraph- isch und wirst Du es wohl bekommen haben. Es waren 100M und kannst Du ja schreiben, wenn es nicht ausreichen sollte. Dürft Ihr privat wohnen? Gestern war ich in Arsbeck[1], mit Onkel geht es momentan sehr gut und hoffen wir Seite 2 daß die Besserung anhält. Er freute sich über Deine Beförderung und kannst Du ihm gelegentlich ja auch einmal einen Kartengruß senden. Der Umzug muß noch verschieben[2] worden, weil das Schreiben von Cöln noch nicht retour ist. Richard Waters kam gestern nach Hause und ist er wegen dringender Familienverhältnisse für 14 Tage beur- laubt worden. Sei nun bitte so gut und teile uns eben mit, ob wir gleich ein größeres Paket mit Fourage ab- schicken können. Hast Du Karl Deine Adresse mitgeteilt? Jetzt muß ich Schluß machen, denn Jos[3]. möchte Dir auch einige Zeilen schreiben. Tausend beste Grüße & einen Kuss in tr.[4] Schwesterliebe Deine Helene Seite 3 Mein lieber Heinrich! Endlich im Besitze deiner Adresse gekommen, können wir Dir die Grüße aus der Heimat in gewohnter Weise wieder senden. Es freut uns, daß Du bis jetzt so wohlauf bist. Hier ein Gleiches der Fall, wie Du auch aus Gertruds “Vaterszeilen” bereits ersehen hast. Solltest Du in vornem Unterz.(?) etwas benötigen, teile es uns umgehend mit, Cigarren folgen in der ersten Tagen. (….)sachen erbeten wir uns auch womöglich vorher Bescheid, da wir nicht wissen ob Du auswerfest(?) oder wie Du’s dort machst. Alfons (…) liegt i/Frankr. beim Res. Inftr. Rgt. 68 u. lernt die Strapazen des Schützengrabens schon kennen. Otto Schrag(?) ist auch bereits i/Westen als Artl.[5] Allerdings noch immer nicht befördert. Für heute tausend herzliche Grüße in aller Liebe Dein stets tr. Schw.[6] Josefine Seite 4 Heinrich Waters ist heute wieder ins Feld geschickt. Karl habe ich Deine Adresse mitgeteilt, hoffentlich findet er bald Zeit Dich ein Lebenszeichen zu übersenden. Hier ist’s recht unfreundlich u. sehr regnerisch, der Herbst zeigt sich in der Natur besonders sehr. In Eile d. J.[7] [1] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Arsbeck. [2] verschieben – an einen anderen Ort schieben [3] Josefine [4] in treue [5] Artillerist [6] treue Schwester [7] Deine Josefine
Gauss Am: 05.03.2024 12:24:35 Gelesen: 655771 # 3333
Ein bisschen Kleinkram: S.2: der Umzug musste "verschoben werden" (da wurde korrigiert); d.h. der Termin verschoben. S.3: "in warmem Unterz[eug]": es ging auf den Winter, wollene Unterhosen waren gefragt.
evwezel Am: 05.03.2024 13:44:31 Gelesen: 655756 # 3334
@ Gauss [#3333] Vielen Dank für Deine Korrektur. Was Du hier als "Kleinkram" bezeichnest, ist für mich als nicht-Deutscher sehr hilfreich. Und ich wäre bestimmt nie auf "Unterzeug" gekommen! Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 05.03.2024 16:22:23 Gelesen: 655704 # 3335
@ evwezel [#3332] Lieber Emiel, es wird immer schwieriger noch irgendetwas zu finden. Das warme Unterzeug hatte ja Gauss schon gefunden. Hier noch ein paar Kleinigkeiten: Seite 1: zu hören. Das Geld schickten wir telegraph- Seite 2: Grüße & einen Kuß in tr.[4] Schwesterliebe Seite 3: Eßsachen erbeten wir uns auch womöglich vorher Bescheid, da wir nicht wissen ob Du auswohnst [5] oder wie Du’s dort machst. Alfons Herz(?) liegt i/Frankr. beim Res. Inftr. Rgt. 68 Seite 4: Feld gerückt. Karl habe ich Deine [1] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Arsbeck. [2] verschieben kann auch zeitlich sein: Einen Termin verschieben [3] Josefine [4] in treuer [5] auswohnen = außerhalb wohnen https://www.dwds.de/wb/dwb/auswohnen [6] Artillerist [7] treue Schwester [8] Deine Josefine Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 05.03.2024 17:10:28 Gelesen: 655688 # 3336
@ volkimal [#3335] Lieber Volkmar, nach einigen wunderschönen Frühlingstagen ist es hier wieder kälter geworden. Zeit für warmes Unterzeug! (dieses Wort werde ich nicht mehr vergessen). "Eßsachen" ist natürlich auch ein Volltreffer! Ich danke Dir wieder ganz herzlich für Deine Korrektur. Zum Schluss habe ich noch eine kleine Frage: weisst Du vielleicht, was die Kaufkraft von 100 M zu dieser Zeit war? Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 05.03.2024 17:20:18 Gelesen: 655684 # 3337
@ evwezel [#3336] Lieber Emiel, im Internet habe ich dazu zwei Seiten gefunden. S.u. Viele Grüße Volkmar [1] Von der Deutschen Bundesbank gibt es eine pdf dazu. Google einmöa nach "Kaufkraftäquivalente historischer Beträge in deutschen Währungen" [2] https://fredriks.de/hvv/kaufkraft_calc.php zu dieser Seite kam ich über den Kaufkraftrechner von https://fredriks.de/hvv/kaufkraft.php
evwezel Am: 05.03.2024 18:58:35 Gelesen: 655666 # 3338
@ volkimal [#3337] Lieber Volkmar, diese Webseiten waren mir noch nicht bekannt. Vielen Dank für Deinen Hinweis! Viele Grüße, Emiel
DERMZ Am: 06.03.2024 09:04:14 Gelesen: 655561 # 3339
Guten Morgen, ich brüte gerade über einem Feldpostbrief aus dem Jahr 1943, der per Bahnpost von Marburg an der Drau nach Wien gelaufen war, das Kuvert ist absolut unspektakulär, der Inhalt von Edith an ihren Willi sehr emotional geprägt. Ich habe folgendes gelesen: 3.11. abends Mein Willy! Bin todmüde u. ebenso traurig. Es ist unfassbar daß unter so – verher.. sein kann – Morgen fahre ich nach Wien. Alles was mir geblieben – alles - u. das Einzige wofür ich dieses Leben ertrage – das Kind – muß ich hier zu- rücklassen – weil ich in Wien die Bomben fürchte. Sonst hätte ich Hansgeorg mit- genommen – meinen lieben – Gottes – treuen – kleinen – zärtlichen Kameraden - der die Sprache der Augen versteht – der alleine mich hält. Ich wache so sehr über ihn – es wird mir furchtbar schwer ihn unausgeglichenen – zerfahrenen Menschen zu überlassen – die nicht mein volles Vertrauen genießen. Heute wollte ich dem Herzenskind eine Freude machen. Wir sind mit dem Autobus (welches Erlebnis!!) um ½2h am Semmering gefahren u. ich habe wieder vergeblich versucht einen Wagen zu bekommen nach Maria- Schütz. Wir gingen bei schönstem Herbstwetter zum Südbahnhotel u. von dort zum Panhans wo ich mir einen Wagen erhoffte für das müde Büberl das bei jedem Fuhrwert sehnsuchtsvoll sagt - „Pferdi Fahren“ wenigstens zum Bahnhof zum 4h Zug. Richtig - Bemühte (?) ich einen – denk' Dir – der fuhr uns nach Spital! - also Bubi strahlte – u. es war eine nette Fahrt. Wenn nun Morgen Post käme – mir ist so – sch... (?) Gute Nacht. Verzeig wenn wir uns sehen - ? Pollerus Hans ist wieder auf Urlaub hier! Im August war er auch da. Er läßt Dich vielmals grüßen – das hat er so nett heute gesagt. Na ja – wir treffen es doch nicht so. Unsereiner hat seine Sorgen – u. kriegt Neue dazu. - ... am 4.11 wurde weitergeschrieben: 4.11. Um 1h mit dem Personenzug wollte ich fahren – nun ist Es ½h 3 u. ich sitze noch immer zu Hause u. warte. Bis jetzt war ich schon zweimal unten u. er hat 2 Stunden Verspätung. Gestern kam er um 4h ! Nun gerade ist er gefahren – was mir der Beamte sagte vor 5 Minuten – war dann nicht richtig! Nun ist's ½3h ich warte auf den um 4h. Wann komme ich nach Wien - ?? - In Wien verschärfte Verdunkelung ab 7h – Du weißt wie finster es dann ist u. Taschenlampe habe ich keine – weil die Batterien für privat gesperrt sind!! Ich bin den Tränen nahe – weil obendrein K...(?) auf die häßlichste Art quält u. nörgelt u. das Mädel – die brave Elly- schon seit Muti (?) hier ist ein Gesicht macht – denn es gibt den ganzen Tag etwas das Muti (?) aussetzt – sie verfolgt das Mädel geradezu - u. heute ihren Rücken – schimpft sie zu mir den ganzen Tag – u. ich nehme sie in Schutz u. das macht's nur (?) schlechter!! - Ich steh bald wieder hier – u. diese böse – ungute Mutti (?) – dir mir nur das Leben erschwert – verbittert wo sie kann – hat es sich absichtlich vorgenommen - um sich dann „unentbehrlich“ zu machen – weil sie fürchtet Ihren Platz hier zu verlieren – wenn meine Geduld siegt – Wenn ich alle Arbeit alleine machen muß – meint – sie – dann werde ich sie brauchen!!? Kannst Dir denken – wie – mir zumute ist - ! Bitter – u. … sehr mehr - . Danke Dir für den lieben Brief vom 28.11. Luftpost! Freue mich sehr daß Du doch das Paket erhalten, Aber den lieben Kleeblatt- aschentöter – für Deine Zigaretten erwähnst Du nicht nun fürchte ich – daß er mit Papier verloren ging? Willy ich danke Dir für die wunderbaren 3 Pakete die heute – mit Schokolade – Sardinen u. einer Dose (?) Konserve (ich glaube Fleisch) herrlich ankamen. Soviel Schokol. Bubi war voll Freude - wie schön – u. wieder viele Sardinen! Du selbst ergönnst Dir Nichts mehr – das geht doch nicht!!! Mir ist so elend u. zum weinen – ich weiß nicht wie ich's ertrage weiter! - da vielleicht – Lieb von Dir – doch sei …. die gleichen Gedanken – ungefähr um dieselbe Zeit … Du auch vor die und seitlich bzw. kopfstehend: Lesen – daß ich gerne mit einigen Urlauber zusammen käme! … schnelle Ver...gung!! Oder sie machen einen Wochenendausflug hier? ! Tausend Küsse deine schönste Edith Wer kann meine Lücken schließen? Beste Grüße Olaf
volkimal Am: 06.03.2024 10:36:20 Gelesen: 655546 # 3340
@ DERMZ [#3339] Hallo Olaf, hier die erste Seite: 3.11. abends Mein Willy! Bin todmüde u. ebenso traurig. Es ist unfassbar daß man so – verlassen sein kann – Morgen fahre ich nach Wien. Alles was mir geblieben – alles - u. das Einzige wofür ich dieses Leben ertrage – das Kind – muß ich hier zu- rücklassen – weil ich in Wien die Bomben fürchte. Sonst hätte ich Hansgeorg mit- genommen – meinen lieben – Gottes – treuen – kleinen – zärtlichen Kameraden - der die Sprache der Augen versteht – der alleine mich hält. Ich wache so sehr über ihn – es wird mir furchtbar schwer ihn unausgeglichenen – zerfahrenen Menschen zu überlassen – die nicht mein volles Vertrauen genießen. Heute wollte ich dem Herzenskind eine Freude machen. Wir sind mit dem Autobus (welches Erlebnis!!) um ½2h am Semmering gefahren u. ich habe wieder vergeblich versucht einen Wagen zu bekommen nach Maria- Schütz. Wir gingen bei schönstem Herbstwetter zum Südbahnhotel u. von dort zum Panhans wo ich mir einen Wagen erhoffte für das müde Büberl das bei jedem Fuhrwert sehnsuchtsvoll sagte - „Pferdi fahren“ wenigstens zum Bahnhof zum 4h Zug. Richtig - erwischte ich einen – denk' Dir – der fuhr uns nach Spital! - also Bubi strahlte – u. es war eine nette Fahrt. Wenn nun Morgen Post käme – mir ist so – schwer (?) Gute Nacht. Wer weiß wenn wir uns sehen - ? Pollerus Hans ist wieder auf Urlaub hier! Im August war er auch da. Er läßt Dich vielmals grüßen – das hat er so nett heute gesagt. Na ja – wir treffen es doch nicht so. Unsereiner hat seine Sorgen – u. kriegt Neue dazu. - Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 06.03.2024 11:40:28 Gelesen: 655536 # 3341
Hallo Olaf, es folgt die Seite 2: 4.11. Um 1h mit dem Personenzug wollte ich fahren – nun ist es ½h 3 u. ich sitze noch immer zu Hause u. warte. Bis jetzt war ich schon zweimal unten u. er hat 2 Stunden Verspätung. Gestern kam er um 4h ! Nun gerade ist er gefahren – was mir der Beamte sagte vor 5 Minuten – war dann nicht richtig! Nun ist's ½3 h ich warte auf den um 4 h. Wann komme ich nach Wien - ?? - In Wien verschärfte Verdunkelung ab 7 h – Du weißt wie finster es dann ist u. Taschenlampe habe ich keine – weil die Batterien für privat gesperrt sind!! Ich bin den Tränen nahe – weil obendrein K...(?) auf die häßlichste Art quält u. nörgelt u. das Mädel – die brave Elly- schon seit Mutti hier ist ein Gesicht macht – denn es gibt den ganzen Tag etwas das Mutti aussetzt – sie verfolgt das Mädel geradezu - u. heute ihrem Rücken – schimpft sie zu mir den ganzen Tag – u. ich nehme sie in Schutz u. das macht's noch schlechter!! - Ich stehe bald wieder hier – u. diese böse – ungute Mutter – dir mir nur das Leben erschwert – verbittert wo sie kann – hat es sich absichtlich vorgenommen - um sich dann „unentbehrlich“ zu machen – weil sie fürchtet Ihren Platz hier zu verlieren – wenn meine Geduld siegt – wenn ich aber alle Arbeit alleine machen muß – meint – sie – dann werde ich sie brauchen!!? Kannst Dir denken – wie – mir zumute ist - ! Bitter – u. sch? sehr schwer - . Danke Dir für den lieben Brief vom 28.11. Luftpost! Freue mich sehr daß Du doch das Paket erhalten, aber den lieben Kleeblatt- aschentöter – für Deine Zigaretten erwähnst Du nicht nun fürchte ich – daß er mit Papier verloren ging? Willy ich danke Dir für die wunderbaren 3 Pakete die heute – mit Schokolade – Sardinen u. einer geschl(?) Konserve (ich glaube Fleisch) herrlich ankamen. Soviel Schokol. Bubi war voll Freude - wie fein – u. wieder viele Sardinen! Du selbst vergönnst Dir nichts mehr – das geht doch nicht!!! Mir ist so elend u. zum weinen – ich weiß nicht wie ich's ertrage weiter! - Na vielleicht – Lieb von Dir – daß wir wieder die gleichen Gedanken – ungefähr um dieselbe Zeit wirst Du auch vor mir und seitlich bzw. kopfstehend: lesen – daß ich gerne mit einigen Urlauber zusammen käme! um schnelle Verständigung!! oder sie machen einen Wochenendausflug her? ! Tausend Küsse deine dünste(?) Edith Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 07.03.2024 09:02:51 Gelesen: 655317 # 3342
@ volkimal [#3340] [#3341] Danke Volkmar, die "Mutter" war mir zu einfach, ich habe nach etwas kompliziertem gesucht - Schuster bleib bei Deinen Leisten. Ich danke Dir recht herzlich für die Verbesserungen und Lösungen. Die besten Grüße Olaf
evwezel Am: 10.03.2024 18:08:38 Gelesen: 654796 # 3343
Liebe Sammlerfreunde, Sonntagabend ist für mich Feldpostabend und deshalbe zeige ich Euch mal wieder einen Feldpostbrief. Das fehlende Wort auf Seite 2 habe ich minutenlang angestarrt, aber mir fällt nichts ein dass zum Schriftbild passt. Der Regen kann strömen, durchsickern, tropfen, gießen, u.s.w, aber das alles passt nicht zum Schriftbild. Hat jemand vielleicht einen genialen Einfall? Viele Grüße, Emiel --- Seite 1 Waldlager, den 5.8.16. Liebe Josefine & Gertrud! Mit vielen herzlichen Dank erhielt ich den lieben Brief von Josefine & habe daraus ersehen, dass Ihr Euch auch die wohlverdiente Er- holung gegünnt habt. Möge die Kur recht gut auf Euch einwirken, auf dass Ihr gestärkt demnächst wieder der Heimat zusteuern(?) könnt. Mir geht es G.s.D.[1] den Verhält- nissen entsprechend ganz gut & muss man schon sehen, wie man sich durchschlägt. Gestern war ich bei meinem Kamera- den in Romagne(?) & traf ich dort auch Wilh. Kirschkamp[2] an. Auch diese Protektion Seite 2 wie auch alle andere habe ich ihm besorgt & weiss er vor Freude & Dankbarkeit kaum Worte zu finden, wenn ich mit ihm zusammen komme. Einige gemütliche Stunden haben wir zusammen verbracht & will er mich demnächst aufsuchen kommen. Beim Kerzenlicht sitze ich augenblicklich & schrei- be; der Regen (…)selt in Strö- men auf mein Pappdeck & musste ich an zwei Stellen eine leere Conserven Büchse unterstellen da es nicht mehr ganz wetter- fest ist. Nun morgen wird mit meinem Neubau begon- nen & gibt es eine gemütliche & vor allem eine dem Winter entsprechende Bude. Arbeit Seite 3 gibt es noch in Hülle & Fülle[3] & brauche ich nicht über Lang- weile zu klagen. Heute Abend hatte ich ein Festessen, da ich vorgestern einen Hasen erlegt[4] hatte & ist es eine recht willkommene Abwechselung wenn man ausser der Portion noch etwas zuzusehen(?) hat. Dass Heinrich das E.K.[5] erhalten hat, habt Ihr sicher- lich schon von zu Hause gehört & hat es mir auch sehr viel Freude gemacht. Sonst wüsste ich heute nichts von Bedeutung mitzuteilen. Zudem ich Euch recht gute Erholung wünsche bin ich mit herzlichem Gruß Euer tr. Bruder Karl [1] Gott sei Dank [2] Wilhelm Kirschkamp [3] in Hülle und Fülle = üppig / mehr als genug [4] erlegen = (ein Tier) [durch einen Schuss] töten [5] E.K. = Eiserne Kreuz
Koban Am: 10.03.2024 18:13:49 Gelesen: 654793 # 3344
@ evwezel [#3343] prasselt Gruß, Koban
evwezel Am: 10.03.2024 18:23:31 Gelesen: 654786 # 3345
@ Koban [#3344] Guten Abend Koban, das ist ein Volltreffer! Wie konnte ich das übersehen?! Es ist so einfach wenn man es weiß. Vielen Dank für diese Lösung! Emiel
volkimal Am: 10.03.2024 18:49:54 Gelesen: 654779 # 3346
@ evwezel [#3343] Hallo Emiel, nur ein paar Kleinigkeiten: Waldlager, den 5.8.16. Liebe Josefine & Gertrud! Mit vielen herzlichen Dank erhielt ich den lieben Brief von Josefine & habe daraus ersehen, dass Ihr Euch auch die wohlverdiente Erho- lung gegönnt habt. Möge die Kur recht gut auf Euch einwirken, auf dass Ihr gestärkt demnächst wieder der Heimat zusteuern könnt. Mir geht es G.s.D.[1] den Verhält- nissen entsprechend ganz gut & muss man schon sehen, wie man sich durchschlägt. Gestern war ich bei meinem Kamera- den in Romagne & traf ich dort auch Wilh. Kirschkamp[2] an. Auch diese Protektion Romagne passt sehr gut. Es kommen aber gleich 2 Orte in Frage: Romagne-sous-Montfaucon oder Romagne-sous-les-Côtes. Beide sind ca. 30 km von Verdun entfernt. Seite 2 wie auch alle andere habe ich ihm besorgt & weiss er vor Freude & Dankbarkeit kaum Worte zu finden, wenn ich mit ihm zusammen komme. Einige gemütliche Stunden haben wir zusammen verbracht & will er mich demnächst aufsuchen kommen. Beim Kerzenlicht sitze ich augenblicklich & schrei- be; der Regen prasselt in Strö- men auf mein Pappdach & musste ich an zwei Stellen eine leere Conserven Büchse unterstellen da es nicht mehr ganz wetter- fest ist. Nun morgen wird mit meinem Neubau begon- nen & gibt es eine gemütliche & vor allem eine dem Winter entsprechende Bude. Arbeit   Seite 3 gibt es noch in Hülle & Fülle[3] & brauche ich nicht über Lang- weile zu klagen. Heute Abend hatte ich ein Festessen, da ich vorgestern einen Hasen erlegt[4] hatte & ist es eine recht willkommene Abwechselung wenn man ausser der Portion noch etwas zuzusetzen hat. Dass Heinrich das E.K.[5] erhalten hat, habt Ihr sicher- lich schon von zu Hause gehört & hat es mir auch sehr viel Freude gemacht. Sonst wüsste ich heute nichts von Bedeutung mitzuteilen. Zudem ich Euch recht gute Erholung wünsche bin ich mit herzlichem Gruße Euer tr. Bruder Karl Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 10.03.2024 20:56:54 Gelesen: 654754 # 3347
@ volkimal [#3346] Hallo Volkmar, ich bedanke mich wieder ganz herzlich für Deine Korrektur! Vermutlich wird mit dem Dorf Romagne "Romagne-sous-les-Côtes" gemeint. Siehe auch https://www.morthomme.com/romagne.html Karl erzählt in seinem Brief über Wilhelm Kirschkamp, der als Gefreiter beim Reserve Fußartillerie-Regiment Nr. 9 tätig war. Dieses Regiment befand sich z.Zt. tatsächlich in der Nähe von Verdun, aber leider kann ich nicht überprüfen ob es sich August 1916 auch in Romagne-sous-les-Côtes befand. Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 11.03.2024 16:29:35 Gelesen: 654656 # 3348
Liebe Sammlerfreunde, meiner Erfahrung nach, enthalten Feldpostbriefe häufig mehr Drama wie eine Seifenoper. Ich zeige Euch heute einen Brief von einem Unteroffizier im Ersten Weltkrieg, geschrieben am 10. September 1915. Er hat gerade eine Nachricht von seiner Mutti empfangen. Sie beklagt sich darüber, dass Karl das Geld zum Fenster rauswirft. Außerdem kann Mutti nicht mehr schlafen, weil sie sich Gedanken macht über die Liebeseskapade ihres Sohnes. Was hat Karl mit seiner Freundin Thresi in Köln ausgefressen? Auf der ersten Seite fehlt mir übrigens noch ein Wort. Viel Spaß beim Lesen! Emiel --- Seite 1 Stenay, den 10.September 15 Meine liebe Josefine! Entschuldige bitte vielmals, dass ich solange von hier nicht mehr geschrieben habe, aber recht gerne hätte ich es schon getan wenn man die nötige Zeit dazu gehabt hätte. Wenn die Zeit da ist, greife ich natürlich zu- erst die Feder für meine liebe, gute Thresi & hab(e) ich in den Briefen auch das (…) von meinen Erlebnissen mitgeteilt. Ja, manchmal hat es mir seit unser letztes Wiedersehen hart am Kragen(?) vorbeigegangen[1] & danke ich den lb. Gott vielmals, dass er mich so glücklich bis jetzt noch erhalten hat. Ja, lb. Josefine man lebt hier nicht nur im Sorge um die Lieben zu Hause, sondern bekommt auch noch Briefe von zu Hause wie soeben von Mamma der auch schwer drückt & gekränkt hat. Erstens schrieb sie, hätte sie sich eine unruhige Nacht angetan, weil Pappa mich mit Thresi in Cöln an dem Morgen allein gelassen hätte. Liebe Josefine ich bitte Dich an, hältst Du das für möglich. Eine solche reine, wahre Liebe wie wir zwei haben, gibt es überhaupt nicht & ist mir nie der Gedanke gekommen mich auch nur ehrer zu Schulden kommen zu lassen. Seite 2 Es waren für uns beide glückliche ja sehr glückliche Stunden & werde ich sie nie in meinem Leben vergessen. Dann schrieb Mama wegen Geld. Du weist es ja genau so wie ich, dass ich meine Ehre darin lege alles was ich eben missen kann, nach Hause zu schicken & schmerzte es mich sehr, solches zu hören. Dass wir hier auch Ausgaben haben, ist selbstverständlich & hab‘ ich mich in Coblenz bei meinem Schneider gleichzeitig für den Winter gedeckt. Anbei eine kleine Aufstellung von diesem Monat & hat Vater in Cöln ja selbst gesehen, was das Leben draussen kostet. Ich sag‘ Dir dass ich heute den ganzen Tag nichts wert bin & hab‘ ich meinem Herzen einmal freien Lauf gelassen, indem ich mich einmal ordentlich ausgeweint habe. Ich weiss ja, Mutter meint es nicht so, aber ich sage Dir für einen denkenden & fühlen- den Menschen ist es hart wenn man solche Zeilen in diesen harten Zeiten lesen muss. Nun genug! Ich möchte an dieser Stelle nicht versäumen Euch allen, besonders Dich vielmals zu danken für all‘ die Aufopferung & Liebenswür- digkeit die Ihr meiner lieben Thresi erwiesen habt. Hoffentlich macht ihr Euch nicht zu viel Arbeit, da sie es wirklich nicht wünscht & ausserdem nicht gemütlich ist. Nun ich wünsche Euch alles Gute & Beste! Text auf der linken Seite Mit herzlichem Gruß und Kuss an Eltern, Geschwistern, meine liebe (?) Clärchen. Dein treuer Bruder Karl. [1] Die Redewendung "Hart am Kragen vorbeigehen" kenne ich nicht. Vermutlich habe ich etwas falsch gelesen.
Gauss Am: 11.03.2024 17:21:48 Gelesen: 654635 # 3349
"Es kostet mir den Kragen" oder "Es geht mir an den Kragen" heißt es geht an mein Leben. Er meint also wohl, er ist knapp mit dem Leben davongekommen (Kragen hier im Sinne von Hals). Das ?: das Neueste?
evwezel Am: 11.03.2024 17:35:14 Gelesen: 654630 # 3350
@ Gauss [#3349] Gut gesehen! "Neueste" muss richtig sein. Vergleich der Anfangsbuchstabe von diesem Wort mal mit dem Anfangsbuchstaben "N" in "unruhige Nacht". Und jetzt ruft meine Frau zum Abendessen. Ich muss mich beeilen, sonst geht es mir an den Kragen. Viele Grüße, Emiel
Gauss Am: 11.03.2024 17:51:12 Gelesen: 654618 # 3351
Dito. Einen guten Appetit wünsche ich.
volkimal Am: 11.03.2024 20:56:02 Gelesen: 654575 # 3352
@ evwezel [#3350] Hallo Emiel, nur ein paar Kleinigkeiten: am Kragen vorbeigegangen[1] & danke ich dem lb. Gott vielmals, dass er mich so glücklich bis jetzt noch erhalten hat. Ja, lb. Josefine man lebt hier nicht nur in Sorge um die Lieben nur etwas zu Schulden kommen zu lassen. Mit herzlichem Gruß und Kuss an Eltern, Geschwistern, meine Liebe & Clärchen. Dein treuer Bruder Karl. mit "meine Liebe" ist Thresi gemeint. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 12.03.2024 08:31:59 Gelesen: 654493 # 3353
@ volkimal [#3352] Guten Morgen Volkmar, vielen Dank! Was würde ich überhaupt ohne Dich machen ? Als Niederländer vergesse ich manchmal, dass bei Verben wie "helfen", "folgen" (und in diesem Feldpostbrief auch das Verb "danken") immer den Dativ benutzt wird ("ich danke dem Gott"). Zum Beispiel, ein Satz wie "Ich glaube der Lehrerin nicht" sieht für mich komisch aus. Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 12.03.2024 11:09:46 Gelesen: 654463 # 3354
Liebe Sammlerfreunde,

heute fahren wir fort mit den Erlebnissen von unserem Unteroffizier Karl im Ersten Weltkrieg. Das Weihnachtsfest 1915 kommt mit grossen Schritten näher und auch Karl stellt eine Wunschliste auf. Am Ende seines Briefes wird deutlich, dass Karl etwas schmeckvolles für das Weihnachts-Festmal in Gedanken hat (ich entschuldige mich bei den Vegetarier unter Euch)... Auf der ersten Seite fehlt mir noch ein Wort (oder Abkürzung?).

Viele Grüße,

Emiel
---
Seite 1

Stenay, den 10. XII.15.

Liebe Schwester!

Heute Morgen habe ich einen
Brief mit div. Wünschen abgehen lassen;
wenn es eben möglich ist könnt ihr dem
W. mitgeben; vor einigen Tagen schrieb
ich Dir ausserdem dass ich in einem (…) Pa-
ket zwei Batterien & zwei Birnen[1], aber keine
Lampe (ich meine die Hülle an und für sich)
erhalten habe. Heute fand ich nun auch
eine vor & schickt mir daher keine. 1. Stück
Rasierseife & zwei Stück andere Seife dürft
ihr auch noch beifügen da beide fast alle
sind. Sonst wüsste ich augenblicklich wirk-
lich nicht was mir noch fehlte & genügt es
ja auch vollständig wenn es das schon
zu tragen(?) hat. Im Voraus sage ich Euch
allen für die frdl. Besorgung herzlichsten
Dank. Somit befinde ich mich noch
Wohlauf & hoffe dasselbe von Euch allen.
Für heute empfanget nochmals
vielen Dank; mit frdl. Gruß auch an Eltern
& Geschwister bin ich Dein tr. Bruder
Karl

Gerade habe ich mit meinen Burschen Holz
klein gemacht, deshalb die schlechte Schrift.

Seite 2
Sollte ich auch einige Patronen No 00 od. No 0[2]
da haben, bitte ich selbige auch mitgeben
zu wollen! Nochmals frdl. Gruß.

Wie geht es Mutter?


[1] Glühbirnen
[2] Vermutlich werden damit Schrotpatronen gemeint.

---

volkimal Am: 12.03.2024 12:11:18 Gelesen: 654452 # 3355
@ evwezel [#3354]

Hallo Emiel,
ich lese:

Stenay, den 10. XII.15.

Liebe Schwester!

Heute Morgen habe ich einen
Brief mit div.[1] Wünschen abgehen lassen;
wenn es eben möglich ist könnt ihr dem
W.[2] mitgeben; vor einigen Tagen schrieb
ich Dir ausserdem dass ich in einem ℔ Pa-
ket zwei Batterien & zwei Birnen[3], aber keine
Lampe (ich meine die Hülle an und für sich)
erhalten habe. Heute fand ich nun auch
eine vor & schickt mir daher keine. 1. Stück
Rasierseife & zwei Stück andere Seife dürft
ihr auch noch beifügen da beide fast alle
sind. Sonst wüsste ich augenblicklich wirk-
lich nicht was mir noch fehlte & genügt es
ja auch vollständig wenn er [4] das schon
zu tragen hat. Im vorraus sage ich Euch
allen für die frdl. Besorgung herzlichsten
Dank. Somit befinde ich mich noch
Wohlauf & hoffe dasselbe von Euch allen.
Für heute empfanget nochmals
vielen Dank; mit frdl. Gruß auch an Eltern
& Geschwister bin ich Dein tr. Bruder
Karl

Gerade habe ich mit meinem Burschen Holz
klein gemacht, deshalb die schlechte Schrift.

schräg:
wenden

Seite 2
Sollte ich auch einige Patronen No 00 od. No 0[2]
da haben, bitte ich selbige auch mitgeben
zu wollen! Nochmals frdl. Gruß.

Wie geht es Mutter?

[1] diversen
[2] Weihnachtsmann

[3] Glühbirnen
[4] er = der Weihnachtsmann
[5] Vermutlich werden damit Schrotpatronen gemeint.



Das seltsame Zeichen düfte das Pfund-Zeichen (Gewicht) sein. Bei Wikipedia findestr Du es unter https://de.wikipedia.org/wiki/Pfund
Oben habe ich das Symbol eingesetzt, das es für den PC gibt. das geschriebene (rechts) sieht etwas anders aus.

Viele Grüße
Volkmar
evwezel Am: 12.03.2024 12:39:01 Gelesen: 654446 # 3356
@ volkimal [#3355] Hallo Volkmar, mit dem Pfund-Zeichen liegst Du bestimmt richtig und das hätte ich eigentlich wissen müssen. Siehe auch Beitrag [#1635]. Ich hatte es schon wieder vergessen... Und mit "dem Weihnachtsmann" macht plötzlich alles Sinn. Diese Lösung hatte ich völlig übersehen. Vielen Dank für Deine Hilfe! Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 12.03.2024 13:51:10 Gelesen: 654419 # 3357
@ evwezel [#3356] Hallo Emiel, leider habe ich zu Paketen keine Portotabelle. Ich habe aber irgendwie in Erinnerung, dass Pakete bis zu 1 Pfund im 1. Weltkrieg besonders günstig waren. Vielleicht kann ein anderer von euch dazu etwas sagen. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 13.03.2024 10:29:18 Gelesen: 654186 # 3358
Liebe Sammlerfreunde, jemand hat mich freundlich darauf hingewiesen, das ich in meinem Beitrag # 3354 die Wörter "schmeckvolles" (schmackvolles) and "Festmal" ("Festmahl") nicht richtig geschrieben habe. Ich entschuldige mich für diese Verletzungen der deutsche Rechtschreibung und vermutlich werden es auch nicht die letzten Fehler sein... Es gibt aber immer Hoffnung auf Verbesserung. Wie mein Lateinlehrer damals schon sagte: „repetitio est mater studiorum“ („Wiederholung ist die Mutter der Studien“). Nun genug darüber. Ihr kennt inzwischen meine Vorliebe für Feldpostbriefe. Heute zeige ich Euch wieder einen Brief von Unteroffizier Karl, geschrieben am 10. April 1916. In diesem Brief ist mir eigentlich nur ein Wort nicht ganz klar ("Inbelr." ; vermutlich eine Abkürzung). Hat jemand von Euch vielleicht eine Lösung dafür? Viele Grüße, Emiel Seite 1 Waldlager, den 10.IV.16. Meine liebe Josefine! Mit vielem herzlichen Dank erhielt ich Deine lieben Zeilen & habe mit großem Interesse die Neuigkeiten daraus erfahren. Zunächst freute es mich sehr, dass zu Hause alles wohlauf ist. Dasselbe kann ich auch von mir sagen. Mit großem Vergnügen las ich weiter, dass Gertrud ein solch schönes Zeugniss mit nach Hause gebracht hat; ich gratuliere sie recht herzlich dazu & werde auch nicht verfehlen[1] ihr morgen od.[2] in den ersten Tagen einen Briefchen zu schicken. Inbelr.(?) Josef ist es ja recht bedauerlich; hoffen wir aber wo er jetzt die nötige Unterlage hat, dass er sein Ziel doch noch erreicht. Wielange ist denn eigentlich Traudchen[3] dort ge- wesen; kam sie nur um den Onkel guten Tag zu sagen? Die erfreuliche Nachricht, dass es dem armen Herrn so leidlich wieder geht[4], habe ich mit großem Interesse & Freude gelesen & Seite 2 mögen ihm noch recht viele glückliche Stunden vergönnt sein. Lb. Josefine! Ich habe Euch vor einigen Tagen geschrieben ihr möchtet mir etwas Butter schicken; ich habe dabei aber nicht bedacht, dass ihr selbst kaum welche bekommen könnt.[5] Solltet ihr sie noch nicht abgeschickt haben, so lass es nur denn wir werden schon sehen, dass wir durchkommen. Seit einigen Tagen ist es hier wieder sehr lebhaft. Unmenge von Truppen, Kolonnen & Batterien sind hier durchgekommen & war es die Nacht ganz schrecklich. Das Glas ist bei mir aus dem Rahmen gefallen. Sämtliche Gegenstände die nicht fest hingen(?)[6] lagen auf der Erde & glich alles einem Wirwarr. Der Pulvergeruch zieht sich hier bei uns herü- ber & war es gerade nicht angenehm hier. Nun, wenn wir nur wieder gesund wiederkommen, so wollen wir zufrieden sein & Gott danken. Für heute sei nochmals ge- dankt für die frdl. Zeilen; mit herzlichem Gruß auch an die lb. Eltern & übrigen Geschwistern bin ich Dein treuer Bruder Karl Über deine tadellose Maschinenschrift habe ich mich gewundert „Lässt sich nichts zu wünschen übrig.“ [1] versäumen [2] oder [3] Kurzform für Gertrud [4] Es geht ihm wieder leidlich = Es geht ihm wieder einigermaßen gut [5] Die Versorgung mit Milch, Butter, Eiern und Fleisch brach zeitweise völlig zusammen. Siehe auch https://www.dhm.de/lemo/kapitel/erster-weltkrieg/alltagsleben/lebensmittelversorgung.html. [6] Der Punkt steht nicht auf dem i, sondern auf dem n. Ich bin mir deshalb nicht sicher, ob “hingen” richtig ist.
volkimal Am: 13.03.2024 10:52:36 Gelesen: 654174 # 3359
@ evwezel [#3358] Hallo Emiel, wieder nur ein paar Kleinigkeiten: Meine liebe Josefine! Mit vielem herzlichen Dank erhielt ich Deine lieben Zeilen & habe mit grossem Interesse die Neuigkeiten daraus erfahren. Zunächst freute es mich sehr, dass zu Hause alles wohlauf ist. Dasselbe kann ich auch von mir sagen. Mit grossem Vergnügen las ich weiter, dass Gertrud ein solch schoenes Zeugniss mit nach Hause gebracht hat; ich gratuliere sie recht herzlich dazu & werde auch nicht verfehlen[1] ihr morgen od.[2] in den ersten Tagen einen Briefchen zu schicken. Inbelr.(?) Josef ist Bei "Inbelr" bin ich mir nicht ganz sicher. Mir fällt aber keine Bedeutung dafür ein. es ja recht bedauerlich; hoffen wir aber wo er jetzt die nötige Unterlage hat, dass er sein Ziel doch noch erreicht. Wielange ist denn eigentlich Traudchen[3] dort ge- wesen; kam sie nur um den Onkel guten Tag zu sagen? Die erfreuliche Nachricht, dass es dem armen Herrn so leidlich wieder geht[4], habe ich mit grossem Interesse & Freude gelesen & Seite 2 mögen ihm noch recht viele glückliche Stunden vergönnt sein. Lb. Josefine! Ich habe Euch vor einigen Tagen geschrieben ihr möchtet mir etwas Butter schicken; ich habe dabei aber nicht bedacht, dass ihr selbst kaum welche bekommen könnt.[5] Solltet ihr sie noch nicht abgeschickt haben, so lass es nur denn wir werden schon sehen, dass wir durchkommen. Seit einigen Tagen ist es hier wieder sehr lebhaft. Unmenge von Truppen, Kolonnen & Batterien sind hier durchgekommen & war es die Nacht ganz schrecklich. Das Glas ist bei mir aus dem Rahmen gefallen. Sämtliche Gegenstände die nicht fest hingen [6] lagen auf der Erde & glich alles einem Wirrwarr. Der Pulvergeruch zieht sich bis bei uns herü- ber & war es gerade nicht angenehm hier. Nun, wenn wir nur wieder gesund wiederkommen, so wollen wir zufrieden sein & Gott danken. Für heute sei nochmals ge- dankt für die frdl. Zeilen; mit herzlichem Gruße auch an die lb. Eltern & übrigen Geschwistern bin ich Dein treuer Bruder Karl Über deine tadellose Maschinenschrift habe ich mich gewundert „Lässt sie nichts zu wünschen übrig.“ [1] versäumen [2] oder [3] Kurzform für Gertrud [4] Es geht ihm wieder leidlich = Es geht ihm wieder einigermaßen gut [5] Die Versorgung mit Milch, Butter, Eiern und Fleisch brach zeitweise völlig zusammen. Siehe auch https://www.dhm.de/lemo/kapitel/erster-weltkrieg/alltagsleben/lebensmittelversorgung.html. [6] Eindeutig hingen! Der Punkt steht nicht auf dem i, sondern auf dem n. Ich bin mir deshalb nicht sicher, ob “hingen” richtig ist. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 13.03.2024 11:20:22 Gelesen: 654167 # 3360
@ volkimal [#3359] Hallo Volkmar, es erstaunt mich immer wieder, wie schnell Du meine Transkription überarbeiten kannst. Vielen herzlichen Dank dafür! Ich vermute, "Inbelr." ist die Abkürzung eines Wortes, das so etwas bedeutet wie "mit Beziehung auf". Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 13.03.2024 12:02:47 Gelesen: 654157 # 3361
@ evwezel [#3360] Hallo Emiel, wie wäre es mit "Inbetr" = "In Betreff" = In Bezug auf"? Der zweitletzte Buchstabe kann durchaus eine "t" sein, wenn ich zum Beispiel "jetzt" ansehe. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 13.03.2024 13:20:00 Gelesen: 654141 # 3362
@ volkimal [#3361] Hallo Volkmar, ich denke, Du hast recht. Ich habe nämlich noch einen Feldpostbrief von Karl mit dieser Abkürzung gefunden. Auch hier würde "Inbetr."= "in Betreff" sehr gut passen. Viele Grüße, Emiel Seite 1 Stenay, den 6.XII.15. Meine lb. Schwester! Mit vielen Dank erhielt ich gestern Deinen Brief. Mit grossem Vergnügen ersah ich daraus, dass es unserer guten Mutter wieder besser geht & möge sie recht bald ganz wiederher- gestellt sein. Dass es im Geschäft au- genblicklich ruhiger geworden ist, liegt ja nur an der Jahreszeit & hoffen wir dass wir nächstes Jahr um diese Zeit den lang- ersehnten Friede haben, & wollen wir mit vereinten Kräften uns bemühen, dass was wir in den Kriegsjahren ein(schnüren?) mussten, wieder herauszuholen. In Deinem Brief konnte ich den Namen des betr. Wirtes nicht lesen, der das Kapital abbe- zahlt hat; schreibe mir ihn bitte bei Deinen nächsten Zeilen. Inbetr. Brocker(?) Frau Wilms nicht hereinlassen. Wenn auch in der ersten Zeit das Geschäft etwas geholen wird, sicherlich bleiben wir Seite 2 bei der auch wieder hängen & fängt das alte Leid von neuem an. Nun, von hier aus kann ich es nicht so beurteilen & hoffe ich, dass ihr schon das Rechte finden werdet. Dass der Braumeister nochmal frei gekommen ist, hat mich gewundert & hoffen wir, dass er auch für fernerhin als unabkömmlich zu- rückgestellt wird. L. Schwester! Hier gibt es wenig Neues & Interessantes. Immer das Gleiche! Stellungskrieg. Gestern war ausnahmsweise noch einmal ein heftiger Artilleriekampf. Eure Paketchen mit Cognac & das eine mit den zwei Batterien, 2 Birnen & Cigarren habe ich erhalten. Fehlte da nicht die eigentliche Lampe? Nun für heute muss ich schliessen, da ich noch nach Nantillois[1] muss. Haltet Euch alle recht wohl. Mit herzlichem Gruß auch an unsere lb. Eltern & Geschwister bin ich in tr. Bruderliebe Dein Karl [1] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Nantillois
volkimal Am: 13.03.2024 13:53:56 Gelesen: 654132 # 3363
@ evwezel [#3362] Hallo Emiel, der Text und die Bilder gehören nicht zusammen. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 13.03.2024 14:00:44 Gelesen: 654129 # 3364
@ volkimal [#3363] Hallo Volkmar, etwas war schiefgegangen (zwei Feldpostbriefe wurden an demselben Tag geschrieben). Ich versuche es noch einmal. Viele Grüße, Emiel Seite 1 Stenay, den 6.XII.15. Meine lb. Schwester! Mit vielen Dank erhielt ich gestern Deinen Brief. Mit grossem Vergnügen ersah ich daraus, dass es unserer guten Mutter wieder besser geht & möge sie recht bald ganz wiederher- gestellt sein. Dass es im Geschäft au- genblicklich ruhiger geworden ist, liegt ja nur an der Jahreszeit & hoffen wir dass wir nächstes Jahr um diese Zeit den lang- ersehnten Friede haben, & wollen wir mit vereinten Kräften uns bemühen, dass was wir in den Kriegsjahren ein(schnüren?) mussten, wieder herauszuholen. In Deinem Brief konnte ich den Namen des betr. Wirtes nicht lesen, der das Kapital abbe- zahlt hat; schreibe mir ihn bitte bei Deinen nächsten Zeilen. Inbetr. Brocker(?) Frau Wilms nicht hereinlassen. Wenn auch in der ersten Zeit das Geschäft etwas geholen wird, sicherlich bleiben wir Seite 2 bei der auch wieder hängen & fängt das alte Leid von neuem an. Nun, von hier aus kann ich es nicht so beurteilen & hoffe ich, dass ihr schon das Rechte finden werdet. Dass der Braumeister nochmal frei gekommen ist, hat mich gewundert & hoffen wir, dass er auch für fernerhin als unabkömmlich zu- rückgestellt wird. L. Schwester! Hier gibt es wenig Neues & Interessantes. Immer das Gleiche! Stellungskrieg. Gestern war ausnahmsweise noch einmal ein heftiger Artilleriekampf. Eure Paketchen mit Cognac & das eine mit den zwei Batterien, 2 Birnen & Cigarren habe ich erhalten. Fehlte da nicht die eigentliche Lampe? Nun für heute muss ich schliessen, da ich noch nach Nantillois[1] muss. Haltet Euch alle recht wohl. Mit herzlichem Gruß auch an unsere lb. Eltern & Geschwister bin ich in tr. Bruderliebe Dein Karl [1] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Nantillois
volkimal Am: 13.03.2024 14:55:54 Gelesen: 654088 # 3365
@ evwezel [#3364] Hallo Emiel, eine Zeile hattest du übersehen: Stenay, den 6.XII.15. Meine lb. Schwester! Mit vielen Dank erhielt ich gestern Deinen Brief. Mit grossem Vergnügen ersah ich daraus, dass es unserer guten Mutter wieder besser geht & möge sie recht bald ganz wiederher- gestellt sein. Dass es im Geschäft au- genblicklich ruhiger geworden ist, liegt ja nur in der Jahreszeit & hoffen wir dass wir nächstes Jahr um diese Zeit den lang- ersehnten Friede haben, & wollen wir mit vereinten Kräften uns bemühen, dass was wir in den Kriegsjahren ein(schnüren?) mussten, wieder herauszuholen. In Deinem Brief konnte ich den Namen des betr. Wirtes nicht lesen, der das Kapital abbe- zahlt hat; schreibe mir ihn bitte bei Deinen nächsten Zeilen. Inbetr. Brocker würde ich wenn eben möglich die Frau Wilms nicht hereinlassen. Wenn auch in der ersten Zeit das Geschäft etwas gehoben wird, sicherlich bleiben wir Seite 2 bei der auch wieder hängen & fängt das alte Leid von neuem an. Nun, von hier aus kann ich es nicht so beurteilen & hoffe ich, dass ihr schon das Rechte finden werdet. Dass der Braumeister nochmal frei gekommen ist, hat mich gewundert & hoffen wir, dass er auch für fernerhin als unabkömmlich zu- rückgestellt wird. L. Schwester! Hier gibt es wenig Neues & Interessantes. Immer das Gleic he. Stellungskrieg. Gestern war ausnahmsweise noch einmal ein heftiger Artilleriekampf. Eure Paketchen mit Cognac & das eine mit den zwei Batterien, 2 Birnen & Cigarren habe ich erhalten. Fehlte da nicht die eigentliche Lampe? Nun für heute muss ich schliessen, da ich noch nach Nantillois[1] muss. Haltet Euch alle recht Wohl. Mit herzlichem Gruße auch an unsere lb. Eltern & Geschwister bin ich in tr. Bruderliebe Dein Karl [1] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Nantillois Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 13.03.2024 15:16:00 Gelesen: 654080 # 3366
@ volkimal [#3365] Hallo Volkmar, es ist unglaublich, dass ich eine ganze Zeile übersehen hatte. Vielleicht wird es Zeit für ein Besuch beim Augenoptiker. Volkmar, wiederum vielen Dank für Deine Hilfe. Du bist Spitze ! Viele Grüße, Emiel
Parachana Am: 24.03.2024 17:46:18 Gelesen: 652149 # 3367
Guten Abend, ich habe hier eine Ansichtskarte aus Bernau die nach Osnabrück geht. Mich würde in der Adresse interessieren was es für eine Fabrik ist. Danke im Voraus Uwe
Koban Am: 24.03.2024 17:56:44 Gelesen: 652148 # 3368
@ Parachana [#3367] Posamenten-Fabrik Zitat Wikipedia: "Posamente ist eine Sammelbezeichnung für schmückende Geflechte, wie Zierbänder, gewebte Borten, Fransenborten, Kordeln, Litzen, Quasten, Volants, Spitzen aller Art, überzogene Knöpfe und Ähnliches." Gruß, Koban
Parachana Am: 24.03.2024 18:12:45 Gelesen: 652143 # 3369
@ Koban [#3368] Danke für die schnelle und sehr konkrete Antwort. Jetzt weiss ich auch warum ich beim entziffern auf kein Ergebnis kam. Posamentenfabrik ist mir unbekannt. Wünsche einen schönen Abend Uwe
dr31157 Am: 06.04.2024 18:52:18 Gelesen: 650239 # 3370
Hallo, ich zeige hier eine Postkarte, bei der ich den Bestimmungsort nicht lesen kann. Soll der Anfangsbuchstabe ein "C" oder ein "T" sein? Crostau? Crösten? Tröstern? Ich habe sonst nichts passendes gefunden. Kann mir bitte jemand helfen? Gruß Detlef
chris63 Am: 06.04.2024 19:29:01 Gelesen: 650232 # 3371
@ dr31157 [#3370] Hallo Detlef, die einzige Idee die ich habe ist eine Ortspostkarte, also auch Pratau. Immerhin waren die beiden lt. Text gemeinsam beim Kordeln, was immer das auch ist. grüsse Christof
dr31157 Am: 06.04.2024 20:04:19 Gelesen: 650223 # 3372
@ chris63 [#3371] Hallo Christof, vielen Dank für die Hilfe. Jetzt kann ich auch Pratau daraus lesen. In dieser Zeit war das Porto für den Orts- und Fernverkehr auch noch identisch. Ist privater Schriftverkehr innerhalb eines Ortes mit 1476 Seelen. Übrigens waren sie beim Rodeln. Gruß Detlef
evwezel Am: 21.04.2024 11:21:28 Gelesen: 646752 # 3373
Liebe Sammlerfreunde, ich zeige Euch hier eine Propagandakarte aus dem Ersten Weltkrieg. Hat jemand eine Idee, was die fehlenden Wörter sein könnten? Viele Grüße, Emiel Absender: Matr.[1] F. Simon(?), SMS Posen [2] Alter Freund! Endlich höre ich auch mal etwas von Dir! Mir geht es noch ganz gut, sehe bis jetzt auch noch nicht schlecht aus, werde Dir in nächster Zeit ein kleines Bild von mir zukom- men lassen. Wünsche auch, daß dieser Krieg bald sein Ende erreicht hat. Bis jetzt sind schon (…) und habe erst 5 Tage Ur- laub gehabt. Nächstens mehr. Es grüßt Dich Dein Freund Grüße bitte Deine Frau P(?) (…) nebst Kinder. Anschrift Reservist Otto Künzer Dudweiler [3] Saarbrücken Blummenstr. ? ? Feldpoststempel KAIS. DEUTSCHE MARINE SCHIFFSPO(ST) N(R) 38 * ? ? * Feldpostvermerk Feldpostkarte Vorderseite - Die Heldentat von U9 Am 22. September 1914 versenkte U 9 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Otto Weddigen ca. 50 km nördlich von Hoek van Holland nacheinander die drei britischen Panzerkreuzer HMS Aboukir, HMS Hogue und HMS Cressy. Bei dieser Akton ertranken insgesamt 1459 britische Seeleute, nur 837 konnten gerettet werden. Siehe auch https://www.welt.de/geschichte/kopf-des-tages/article241191913/Otto-Weddigen-Er-versenkte-1914-drei-britische-Panzerkreuzer.html [1] Matros [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Posen_(Schiff) [3] https://de.wikipedia.org/wiki/Dudweiler
DERMZ Am: 21.04.2024 12:32:25 Gelesen: 646734 # 3374
@ evwezel [#3373] Guten Sonntag Emiel bei der Anschrift lese ich: Reservist Otto Künzer Dudweiler [3] Saarbrücken Blumenstr. Nr 4 Ich vermute, daß der Überstrich über dem "m" eher versehentlich gesetzt wurde. Feldpoststempel KAIS. DEUTSCHE MARINE SCHIFFSPO(ST) N(R) 38 * 29 ? * Zwischen den Sternchen sollte das Datum stehen, der Monat ist unleserlich, darunter eigentlich das Jahr, ist allerdings nicht erkennbar. Da über die Heldentat der U9 im Jahr 1914 erzählt, halte ich als Datum den 29.9.1914 oder 29.10.1914 für möglich. Alter Freund! Endlich höre ich auch mal etwas von Dir! Mir geht es noch ganz gut, sehe bis jetzt auch noch nicht schlecht aus, werde Dir in nächster Zeit ein kleines Bild von mir zukom- men lassen. Wünsche auch, daß dieser Krieg bald sein Ende erreicht hat. Bis jetzt sind schon 3 Jahre und habe erst 5 Tage Ur- laub gehabt. Nächstens mehr. Es grüßt Dich Dein Freund F. M Simon Grüße bitte Deine Frau nebst Kinder So lese ich die Karte, beste Grüße aus dem eisigen Süden Olaf
evwezel Am: 21.04.2024 14:17:04 Gelesen: 646717 # 3375
@ DERMZ [#3374] Hallo Olaf, auch hier ist es gerade nasskalt, aber Deine Hilfe war herzerwärmend! Ich fand es eigentlich schon merkwürdig, dass Herr Simon die Feldpostkarte nicht mit seiner Name unterzeichnet hatte… Da habe ich bestimmt einen Tunnelblick gehabt! Natürlich liegst Du auch richtig mit “Blumenstraße”, aber in der Transkription korrigiere ich niemals die Fehler der Briefschreiber. “Nr 4” hatte ich nicht erkannt. Herr Simon schreibt “Bis jetzt sind schon 3 Jahre”. Wenn der Krieg schon 3 Jahre dauert (so verstehe ich den Text), kann er diese Feldpostkarte doch nicht am 29.9.1914 oder 29.10.1914 verschickt haben?. Viele Grüße, Emiel
DERMZ Am: 21.04.2024 15:31:23 Gelesen: 646684 # 3376
@ evwezel [#3375] Hallo Emiel, ich vermute, daß er schon seit 3 Jahren Dienst im U-Boot schiebt, Indienststelllung des U-9 war ja 1910, das könnte schon Sinn machen - sicher bin ich mir allerdings nicht. Mit besten Grüßen Olaf
evwezel Am: 21.04.2024 16:21:09 Gelesen: 646676 # 3377
@ DERMZ [#3376] Hallo Olaf, Matros Simon war tätig auf dem Kriegsschiff SMS Posen, nicht auf dem U 9… Du hast aber recht, Matros Simon könnte auch einfach an seiner Dienstzeit referiert haben. Die Indienststellung der SMS Posen folgte nämlich am 31.05.1910. Viele Grüße, Emiel
kauli Am: 23.04.2024 16:07:54 Gelesen: 646421 # 3378
Hallo zusammen, die Sendungen gingen von Deutsch-Südwestafrika nach Berlin. Kann nur nicht den Ortsnamen entziffern. Der Name des Beamten wäre auch noch interessant. Besten Dank Dieter
Gauss Am: 23.04.2024 16:17:14 Gelesen: 646412 # 3379
@ kauli [#3378] Otjimbinde
evwezel Am: 23.04.2024 16:29:13 Gelesen: 646404 # 3380
@ kauli [#3378] Siehe auch [1], Seite 9. Viele Grüße, Emiel [1] https://kolonialmarken.de/wp-content/uploads/2022/10/EB_049.pdf
kauli Am: 23.04.2024 19:10:56 Gelesen: 646353 # 3381
@ Gauss [#3379] @ evwezel [#3380] Danke Euch beiden. Besonders der Artikel über die Feldpoststation ist interessant. Viele Grüße Dieter
evwezel Am: 23.04.2024 20:12:42 Gelesen: 646336 # 3382
Liebe Sammelfreunde, ich zeige Euch diesmal eine Feldpostkarte, abgeschickt von einem Fleck in Oberfranken. Anscheinend nehmt der Schreiber es mit der Rechtschreibung nicht so genau (heut, zu deinen Geburtstag, u.s.w). Aber wer bin ich, darüber zu urteilen? Ein Wort fehlt mir leider noch und über das Wort “Wind” bin ich mir nicht ganz sicher. Viele Grüße, Emiel ---- Transkription Döbrastöcken [1] den 9. November 1918. Lieber Sohn Georg! Heut zu Deinen 21. Geburtstag müssen wir Dir eine Karte schreiben wo es schon der dritte ist das Du nicht bei uns feiern kannst was uns sehr Leid thut. Hoffentlich kommst Du doch bald und gesund zu uns zurück. Wir haben heute Wind(?) Regenwetter! Sonst wissen wir auch nichts Neues. Die herzlichen Grüße von Deinen Eltern u. ??? baldiges Wiedersehen Text oben Baldiges Antwort Anschrift Inft [2] Georg Lang Bay. Res. Inft. Regt. 16 [3] 10. Komp. Absender Nikol Lang [4] Döbrastöcken bei Schwarzenbach a/W [5] Oberfr. [6] Feldpostvermerk Feldpostkarte Postaufgabestempel SCHWARZENBACH 9.11.18. 3-4N ? WALD 2 Weitere postalische Angaben Gesperrt Zurück [1] Döbrastöcken – “Döbra” von dem slavischen Dobri bedeutet ein Gut und der Zusatz “Stöcken” erinnert an die Ausrodung des Waldes, auf dessem Boden es angelegt wurde.” (siehe https://www.digitale-sammlungen.de/en/view/bsb11415193?page=82&q=D%C3%B6brast%C3%B6cken) [2] Infanterist [3] Bayerische Reserve Infanterie Regiment 16 [4] Nikol. (Nikolaus?) Lang war ein Bauer in Döbrastöcken [5] Schwarzenbach am Wald. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzenbach_am_Wald [6] Oberfranken
fdoell Am: 23.04.2024 20:37:31 Gelesen: 646317 # 3383
Ich lese da einen ganz schwachen Bindestrich, so dass es Wind-Regenwetter heißt. Oder ich täusche mich, es ist alles ohnehin sehr kontrastarm. Da müsste man wohl mit einem Bildbearbeitungsprogramm ran, um das besser entziffern zu können. Gruß Friedhelm
evwezel Am: 23.04.2024 20:56:30 Gelesen: 646306 # 3384
@ fdoell [#3383] Guten Abend Friedhelm, die Feldpostkarte wurde leider mit Bleistift geschrieben und die Schrift ist mit der Zeit sehr blass geworden. Ich habe es aber noch ein wenig ergänzen können. Einen Bindestrich habe ich im Schriftbild nicht entziffern können, aber vom Sinn her wäre es logisch. Viele Grüße, Emiel
DERMZ Am: 23.04.2024 21:07:21 Gelesen: 646300 # 3385
@ evwezel [#3382] Hallo Emiel, ein paar kleinere Korrekturen: Döbrastöcken den 9. November 1918. Lieber Sohn Georg! Heut zu Deinen 21. Geburtstag müssen wir Dir eine Karte schreiben wo es schon der dritte ist das Du nicht bei uns Feiern kannst was uns sehr Leid thut. Hoffentlich kommst Du doch Bald und Gesund zu uns zurück. Wir haben heute wind Regenwetter! Sonst wissen wir auch nichts Neues. Die herzlichen Grüße von Deinen Eltern u. Eunice {hier bin ich mit aber absolut unsicher} baldiges Wiedersehen Text oben Baldiges Antwort Postaufgabestempel SCHWARZENBACH 9.11.18. 3-4N a WALD 2 **** Schwarzenbach am Wald **** Beste Grüße Olaf
evwezel Am: 23.04.2024 21:23:02 Gelesen: 646293 # 3386
@ DERMZ [#3385] Hallo Olaf, Du hast völlig recht, da habe ich mich vertan. Nikolaus hat den Anfangsbuchstaben in "Feiern", "Bald" und "Gesund" tatsächlich großgeschrieben. Vielen Dank für Deine Hilfe und herzliche Grüße aus den Niederlanden! Emiel
volkimal Am: 26.04.2024 15:23:25 Gelesen: 644670 # 3387
Hallo zusammen, bei diesem Brief an meinen Ur-ur-großvater kann ich bisher noch nicht alles entziffern. Den kompletten Beleg seht ihr hier [1]. Mit der Inhaltsangabe der Lieferung hatte ich zunächst so einige Probleme. Rechts seht ihr meine Übersetzung. Diesen Teil konnte ich aber größtenteils klären. Ich weiß allerdings noch nicht, was für eine Art Schokolade geliefert wurde. Bei der Preisberechnung muss man die sächsische Währung berücksichtigen: 1 Taler = 30 Neugroschen (Ngr), 1 Neugroschen = 10 Pfennig (Pf). Daraus ergibt sich: 53 x 7½ Neugroschen = 397½ Neugroschen = 13 Taler 7½ Neugroschen = 13 Taler 7 Neugroschen 5 Pfennig. Die drei Spalten beim Preis stehen also für Taler, Neugroschen und Pfennig. Mit den Angaben beim Schokoladenmehl kann ich bisher nichts anfangen. Da kommen für mich Gewichte, Preise und das Volumen in Frage. Kann einer von Euch etwas dazu sagen? Viele Grüße Volkmar [1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=341090
chris63 Am: 27.04.2024 07:23:41 Gelesen: 644036 # 3388
@ volkimal [#3387] Hallo Volkmar, zu Deiner Summe von 10 Thaler und 18 Groschen 1 Kiste mit 6 Groschen Schokoladenmehl 15? (Mahlgrad) 4 Thaler Schokoladenmehl 15? 3 Thaler 22,5 Groschen 1 Kiste mit 9 Groschen ergibt 18 Thaler 25,5 Groschen so lese ich die drei rechten Spalten. Unter der Annahme des gleichen Preises für eine Einheit(Pfund?) von 7,5 Groschen auch beim Schokoladenmehl, ergeben die Angaben in der viertletzten Spalte Sinn. 16 x 7,5 Groschen sind 4 Thaler 15 x 7,5 Groschen sind 3 Thaler 22,5 Groschen 28 löth dürfte bedeuten: 1 Pfund enthielt 28 Loth Vor Schokolade lese ich Gewürz, aber gab es die schon, denke Gewürzschokolade ist eine moderne Erfindung. grüsse christof
volkimal Am: 27.04.2024 10:17:28 Gelesen: 643927 # 3389
@ chris63 [#3388] Hallo Christof, super - vielen Dank! Mit Gewürzschokolade liegst Du richtig. Auf der Seite [1] mit der Biographie von August Friedrich Timaeus ist das Angebotssortiment aufgeführt. Hier ein Ausschnitt: Angeboten wurden u. a. „Trink-Chocoladen und Cacao-Massen in Tafelform“, „Vanille, Gewürz- und Sanitäts-Chocoladen“, „sogenannte arabische Chocoladen, Dessert-Chocoladen in Täfelchen, Pasten, Pastilloten, Blumen, Bonbons, Vanille-, Gewürz- und Gesundheits-Pastillen, Chocolat praliné“ sowie „figurirte Chocoladen“, die bis nach Australien, Süd- und Nordamerika exportiert wurden. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.deutsche-biographie.de/sfz82726.html
Kieskutscher Am: 04.05.2024 18:08:23 Gelesen: 632278 # 3390
Hallo, ich habe hier eine Postkarte von 1874. Die Karte ist echt gelaufen von Werl nach Leipzig. Wer kann das lesen ? M.f.G. aus Fulda Wolfgang Weber
evwezel Am: 04.05.2024 18:56:58 Gelesen: 632248 # 3391
@ Kieskutscher [#3390] auf die Schnelle: Gestern (…) Os f. Frau Schlt. Himmelpfrtn. nebst Tochter war hier und kauften für sf. Weißwaaren. Näherin Fröge kaufte für Uf Vorhemden & Kragen. Sodann haben noch für Wäsche Hgf ange- schrieben. S. Reifenberg (…) bestellte 1 dz. Unterröcke. Da derselbe sehr verlegen darum war, schickten wir gleich 1/2 dz. hin, da von den bestellten nicht mehr vorräthig war. Achtungsvoll grüßt G. Mendel Werl 14/4 74 Was Geschäft betrifft, hat Mendel bereits alles berichtet, u. habe nun mitzutheilen daß sich die Kinder G.s.D. recht wohl befinden, wir tranken eben Kaffee u. haben sie sich die Butterbro- den wie immer recht gut schmecken lassen. Mit Achtung grüßt herzlich Dr. Back Es grüßt Euer Sohn (…)
volkimal Am: 04.05.2024 19:06:11 Gelesen: 632239 # 3392
@ Kieskutscher [#3390] Hallo Wolfgang, ich lese Gestern loisten Os f Frau Schlt. Himmelpfrtn nebst Tochter war hier und kauften für Sf Weißwaren. Näherin Kröge kaufte für Uf Vorhemden & Kragen. Sodann haben noch für Wäsche Hyf ange- schrieben. S. Reifenberg Hüsten bestellte 1 Dz. Unterröcke. Da derselbe sehr verlegen darum war, schickten wir gleich ½ Dz. hin, da von den bestellten nicht mehr vorräthig war. Achtungsvoll grüßt G. Mendel Werl 14/4. 74 Was Geschäft betrifft hat Mendel bereits Alles berichtet u. habe nur mitzutheilen, daß Sich die Kinder G.s.D. recht wohl befinden, wir tranken eben Kaffee u. haben Sie sich die Butterbr. de wie immer recht gut schmecken lassen. Mit Achtung grüßt herzlich D. Bark Es grüßt Euer Sohn Hermann Viele Grüße Volkmar
Kieskutscher Am: 04.05.2024 19:53:22 Gelesen: 632200 # 3393
Hallo Volker, vielen Dank für die Übersetzung. W. Weber
evwezel Am: 10.05.2024 21:40:05 Gelesen: 629895 # 3394
Liebe Sammelfreunde, ich zeige Euch heute wieder einen Feldpostbrief, geschrieben am 4. Juli 1918. Ich habe diesmal nur eine Frage: was könnte "gefl." hier bedeuten? Transkription Im Felde, den 4. Juli 1918 Lieber Franz! Nach den heißen Kämpfen am Kemmelberge[1] wurde unsere Division nach kurzer Ruhe an der Armentièresfront[2] eingesetzt. Während dieser Zeit war ich mehrmals in Lille. Vor fünf Wochen bin ich Batlls.- Postmeister geworden. Dieser Posten er- fordert keinen direkten Frontdienst u. stellt auch sonst keine großen Forderungen an mich. Bei Armentières allerdings mußte ich meinen Dienst in ziemlich dicker Luft versehen. Nun befinden wir uns seit drei Wochen zwischen Gent u. Brugge in Ruhestellung. Ich habe ein hübsches Dienstzimmer u. auch zieml.[3] gute Verpflegung u. fühle mich wie in der Sommerfrische. Leider sind unsere schönen Tage schon wieder ge- zählt. Teile mir doch gefl.(?) mit, wo sich Heinr.[4] befindet; vielleicht kann man sich gelegentlich einmal besuchen. Mit herzl Grüßen Dein Thomas [1] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Kemmelberg [2] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Armenti%C3%A8res [3] ziemlich [4] Heinrich Waters
wessi1111 Am: 10.05.2024 22:04:32 Gelesen: 629883 # 3395
@ evwezel [#3394] Hallo Emiel, gefl. = geflissentlich Gruß Wessi
evwezel Am: 10.05.2024 22:14:10 Gelesen: 629876 # 3396
@ wessi1111 [#3395] Hallo Wessi, darauf wäre ich nie gekommen. Vielen Dank für Deine sehr schnelle Hilfe! Viele Grüße, Emiel
Gauss Am: 11.05.2024 15:49:56 Gelesen: 629600 # 3397
@ wessi1111 [#3395] Es dürfte wohl eher "gefälligst" sein, was damals noch im Sinne von "bitte" verwendet wurde.
wessi1111 Am: 11.05.2024 16:28:27 Gelesen: 629589 # 3398
@ Gauss [#3397] Aus heutiger Sicht hätte das Wort "gefälligst" einen negativen Unterton, ob es damals anders war, weiß ich nicht. Welche der beiden Varianten der Schreiber meinte, werden wir wohl nie erfahren. Gruß Wessi
Gauss Am: 11.05.2024 17:14:23 Gelesen: 629573 # 3399
@ wessi1111 [#3398] https://de.m.wiktionary.org/wiki/gef%C3%A4lligst Geflissentlich gibt keinen Sinn.
evwezel Am: 11.05.2024 17:51:54 Gelesen: 629543 # 3400
@ Gauss [#3399] @ wessi1111 [#3398] Guten Mittag, ich bin natürlich kein Experte auf diesem Gebiet, aber ich glaube Gauss hat recht. Siehe auch [1]. Ich danke Euch beiden fürs Mitdenken! Viele Grüße, Emiel [1] https://www.duden.de/rechtschreibung/gefl_
evwezel Am: 12.05.2024 21:49:08 Gelesen: 629212 # 3401
Liebe Sammelfreunde, der folgende Brief kann man lesen als eine Anklageschrift gegen den Krieg. " Der Krieg, den ich jetzt in nächster Nähe kennen lerne, ist etwas furchtbares.". Ich hoffe, meine Lesung ist diesmal perfekt (Daumen drücken!)... Leider ist der Briefstempel nicht sehr gut lesbar. Ich lese hier ? R.I.R. 39 (Reserve Infanterie Regiment 39). Weiß jemand, was der erste Buchstabe sein könnte? Viele Grüße, Emiel --- Transkription Im Felde, den 1. Mai 1918 Mein lieber Franz! Heute erhielt ich Deine Karte, wofür ich bestens danke. Bei den Pion.[1] bin ich leider nicht lange gewesen, ich war dort gut aufgehoben. Ich wurde dem Res. Inf. Rgt. 39 [2] überwiesen, mit dem ich zunächst im Nordfrankreich Ruhestel- lung bezog. Von dort ging es in end- losen Marschen und Bahnhofchen zu neuer Kriegsarbeit. Seit dem 25. Apr. steht mein Regt.[3] in blutigen Kämpfe. Als alter Krieger bin ich der großen Bagage zugewiesen. Seit Wochen habe ich die Kleider nicht vom Leibe gehabt. Entbehrungen aller Art hat man ge- duldig zu ertragen. Schrecklich ist es, die verwüsteten Städte u. Dörfer zu sehen und noch furchtbarer die zerfetzten [4] Körper der gefallenen Kameraden anzuschauen. Der Krieg, den ich jetzt in nächster Nähe kennen lerne, ist etwas furchtbares. Nächstens mehr. Mit vielen herzl. Grüßen Dein Thom. Stelten Absender Gefr. [5] Stelten Res.Inf.Reg.Nr.39 III Bataillon 10. Kompagnie Westen Anschrift An Herrn Oberlehrer Franz Waters in Euskirchen (Rhld.[6]) Feldpoststempel DEUTSCHE FELDPOST -3.MAI 18 d Briefstempel S.B. ?. R.I.R.39 Feldpostvermerk Feldpostbrief [1] Pionieren [2] Reserve Infanterie-Regiment 39 [3] Regiment [4] zerfetzt = auseinandergerissen [5] Gefreiter [6] Rheinland
DERMZ Am: 13.05.2024 02:37:33 Gelesen: 629149 # 3402
@ evwezel [#3401] Guten Morgen Emiel, sieht für mich perfekt aus - also die "Übersetzung", der Inhalt ist wahrlich furchtbar. Deinen unbestimmten Buchstaben hast Du Dir eigentlich schon selbst beantwortet, es ist römisch "III" - also komplett: "S.B. / III. R.I.R. 39" Mit vielen Grüßen Olaf
Gauss Am: 13.05.2024 06:58:51 Gelesen: 629123 # 3403
@ evwezel [#3401] Wie immer, die Hälfte hätte ich nicht lesen können, Kleinigkeiten findet man trotzdem. In "Märschen und Bahnfahrten".
evwezel Am: 13.05.2024 07:07:19 Gelesen: 629122 # 3404
@ DERMZ [#3402] Guten Morgen Olaf, vielen Dank für Deine Hilfe! Du hast recht, die Lösung mit der römischen Zahl “III” starrte mich eigentlich förmlich ins Gesicht. Und nein, dieser Feldpostbrief ist bestimmt keine fröhliche Lektüre. Viele Gruße, Emiel
volkimal Am: 13.05.2024 11:31:46 Gelesen: 629083 # 3405
@ evwezel [#3401] Hallo Emiel, noch zwei Kleinigkeiten, es heißt "steht mein Regt. in blutigem Kampfe" und " Furchtbares" ist groß geschrieben. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 13.05.2024 11:47:14 Gelesen: 629079 # 3406
@ gauss [#3403] @ volkimal [#3405] Hallo Volkmar und Gauss, ich hätte es wissen können. Eine perfekte Übersetzung wäre natürlich zu gut um wahr zu sein. Aber eines Tages werde ich es schaffen. Vielen Dank für Eure Hilfe! Emiel
evwezel Am: 13.05.2024 20:17:33 Gelesen: 628963 # 3407
Liebe Sammelfreunde, ich möchte hier gerne um Hilfe bitten bezüglich einer Frage von Thomas (DL8AAM) im Thema “Deutsches Reich Feldpost 1. Weltkrieg” [1]. Seine Frage ist noch nicht beantwortet worden und auch ich kann die Absenderangabe leider nicht vollständig lesen: Dienstgrad Matrose Name H(ermann) Banttyn(?) Matr(osen) Artil(lerie) Reg.Nr. II Bataillon Matr? Gen(?) Kompagnie Hat jemand eine Idee? Viele Grüße, Emiel [1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=341094
Gauss Am: 13.05.2024 20:57:51 Gelesen: 628949 # 3408
Der Name könnte Boettge sein. Mit etwas gutem Willen. Immerhin gibt es den.
evwezel Am: 14.05.2024 07:58:53 Gelesen: 628750 # 3409
@ Gauss [#3408] Ich denke, Du liegst richtig mit "Boettge"! Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 14.05.2024 08:55:54 Gelesen: 628732 # 3410
@ evwezel [#3409] Hallo zusammen, wie wäre es mit "Baettge"?. Er sit zwar selten, aber den Namen gibt es auch. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 14.05.2024 12:11:44 Gelesen: 628657 # 3411
@ volkimal [#3410] Guten Mittag Volkmar, das ist auch noch eine Möglichkeit. Die Kleinbuchstaben "a" und "o" sehen bei Hermann ziemlich ähnlich aus. Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 14.05.2024 16:12:04 Gelesen: 628565 # 3412
Liebe Sammelfreunde, ich habe gerade den Text auf einer Feldpostkarte transkribiert und ich bin wieder bei der Absenderangabe gescheitert. Vermutlich kann man den Text in wenigen Jahren überhaupt nicht mehr lesen. Viele Grüße, Emiel --- Transkription Textseite Eh‘stein[1], den 17.1.16. Sehr geehrter Herr Oberlehrer! Mit freudigem Danke bekun- de ich dem Empfang Ihrer lb. Karte. Allerdings wird Ihr Wunsch nicht in Erfüllung gehen, da ich schon eine Stufe weiter ge- rückt bin, von der ich heute oder morgen ins Feld muß. Dennoch gehe ich gerne in dem Bewußt- sein, auch meine Pflicht in die- ser ernsten Zeit getan zu haben und mit dem Abitur in der Tasche. Recht kräftig werde ich in den sauren Apfel beißen, wenn auch ohne irgendeinen Genuß. Das Leben hat mir hier nicht viel geboten besonders in den letzten Monaten; etwas Schlimmeres kann es auch draußen für mich nicht geben. Wenn’s sein muß, dann kämpfe ich, wie Gott will, um Landes- und Seelen- frieden. Herzlichen Gruß Ihr dankbarer Schuler Joh. Arenz [2] Transkription Anschriftseite Absender Kanonier Arenz 3. Ers. Batterie Stube 8, 4. Depot(…) 2. Baracke Fuß Art Reg 9 [3] Ehrenbreitstein Adresse Herrn Oberlehrer Waters Euskirchen Tagesstempel (C)OBLENZ (17).1.18. 6-7V ? 2 d Feldpostvermerk Feldpostkarte [1] Ehrenbreitstein [2] Johan Arenz wurde geboren am 4. Mai 1898 in Mechernich und machte 1917/18 sein Abitur. Er überlebte den Krieg. [3] Siehe auch https://archivewk1.hypotheses.org/tag/mechernich/page/2
volkimal Am: 14.05.2024 16:26:12 Gelesen: 628551 # 3413
@ evwezel [#3412] Hallo Emiel, ein paar Kleinigkeiten: Sehr geehrter Herr Oberlehrer! Mit freudigem Danke bekun- de ich dem Empfang Ihrer lb. Karte. Allerdings wird Ihr Wunsch nicht in Erfüllung gehen, da ich schon eine Stufe weiter ge- rückt bin, von der ich heut oder morgen ins Feld muß. Dennoch gehe ich gerne in dem Bewußt- sein, auch meine Pflicht in die- ser ernsten Zeit getan zu haben und mit dem Abituir in der Tasche. Recht kräftig werde ich in den sauren Apfel beißen, wenn auch ohne irgendeinen Genuß. Das Leben hat mir hier nicht viel geboten besonders in den letzten Monaten; etwas Schlimmeres kann es auch draußen für mich nicht geben. Wenn’s sein muß, dann kämpfe auch ich, wie Gott will, um Landes- und Seelen- frieden. Herzlichen Gruß Ihr dankbarer Schuler Joh. Arenz [2] Im Stempel steht unten links ein Stern, also "(*) 2 d" Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 14.05.2024 16:34:10 Gelesen: 628545 # 3414
@ evwezel [#3412] Hallo zusammen, noch eine Ergänzung. Ich habe einmal versucht, den Absender sichtbarer zu machen. Vielleicht hilft es weiter: Absender Kanonier Arenz 3. Ers. Batterie Stube 8, 4. Depot(…) 2. Baracke Fuß Art Reg 9 [3] Ehrenbreitstein Ich habe keine Idee für das fehlende Wort Volkmar
evwezel Am: 14.05.2024 16:34:57 Gelesen: 628544 # 3415
@ volkimal [#3413] Hallo Volkmar, "heut“ (statt "heute") ist Umgangssprache/Dialekt, nicht? Dieses Wort habe ich häufiger gesehen. Ich nehme aber an, dass Johann sich mit "Abituir" vertan hat? Viele Grüße, Emiel
Gauss Am: 14.05.2024 17:21:57 Gelesen: 628517 # 3416
@ evwezel [#3415] heut: Umgangssprache steht im Duden, trifft es aber meiner Meinung nach nicht ganz. Wird gerne auch verwendet, wenn es die Sprachmelodie schöner macht. Das kann dann als bewusste Auslassung vermittelst Apostroph gekennzeichnet (Heut' geh' ich ins Maxim ...), aber auch ohne Apostroph als eigenständige Form verwendet werden.
evwezel Am: 14.05.2024 18:54:34 Gelesen: 628491 # 3417
@ Gauss [#3416] Vielen Dank für diese deutliche Erklärung. Es ist wirklich toll, was man hier alles lernen kann! Emiel
evwezel Am: 14.05.2024 18:59:54 Gelesen: 628488 # 3418
@ volkimal [#3414] Hallo Volkmar, deine Ergänzung hat mir doch noch geholfen (und ein gutes Abendessen zum Reflektieren...). Ich denke, das fehlende Wort ist "Korporalschaft". "Depot" stimmt nicht. Absender Kanonier Arenz 3. Ers. Batterie Stube 8, 4. Korporalschaft 2. Baracke Fuß Art Reg 9 [3] Ehrenbreitstein „In einer preußischen Mannschaftsstube wohnten normalerweise 8 - 12 Soldaten. Sie bildeten eine Gruppe (Korporalschaft), die durch den gemeinsamen Dienst und Alltag zusammenwachsen sollte, damit sie auch im Einsatz zusammenhielt.” (siehe auch https://www.medienwerkstatt-online.de/lws_wissen/vorlagen/showcard.php?id=27086&edit=0 ) Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 14.05.2024 21:03:18 Gelesen: 628433 # 3419
@ evwezel [#3418] Hallo Emiel, super - jetzt erkenne ich es auch! Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 15.05.2024 16:22:03 Gelesen: 628191 # 3420
Liebe Sammelfreunde, gestern war ich euphorisch and dachte ich fortan alles lesen zu können, aber diese Freude war von kurzer Dauer. Die Ursache für meine Depression ist eine Briefkarte, geschrieben am 16. August 1914. Ich lese: Sehr geehrter Herr Oberlehrer, wir sind bereit, Ihren Artikel über „Niederrh. Glockeninschriften gegen Vergutung von M6.- für die (…)te zum Abdruck im „Niederrhein“[1] zu be(...)en. Hochachtungsvoll, „DER NIEDERRHEIN“ Schriftleitung Düsseldorf, den 16.8.14 [1] Eine Zeitschrift für Arbeit, Art und Kunst der nördlichen Rheinlande. Ich bitte (wieder) um Eure Hilfe... Viele Grüße, Emiel
Gauss Am: 15.05.2024 16:36:23 Gelesen: 628180 # 3421
Wir sind bereit, Ihren Artikel über "Niederrh. Glockeninschriften" gegen Vergütung von M 6.- für die Textseite zum Abdruck im "Niederrhein" zu bringen. Die ü-Strichle und der u-Bogen ähneln sich tatsächlich, es ist aber Vergütung.
evwezel Am: 15.05.2024 17:51:17 Gelesen: 628154 # 3422
@ Gauss [#3421] vielen Dank für Deine Hilfe! Könnte das fehlende Wort "Textseite" sein? Viele Grüße, Emiel
Gauss Am: 15.05.2024 18:00:52 Gelesen: 628145 # 3423
Steht bei mir schon drin.
evwezel Am: 15.05.2024 18:09:06 Gelesen: 628139 # 3424
@ Gauss [#3423] Super! Da haben wir wieder eine harte Nuss geknackt (ich hatte Deine letzte Änderung in [#3421] völlig übersehen). Du warst schneller als ich! Viele Grüße, Emiel
T1000er Am: 16.05.2024 16:14:02 Gelesen: 627720 # 3425
Hallo zusammen, mal ein kleines Ortsstempel-Rätsel anbei! Wer kann diesen, leider etwas unsauberen, Ankunftsstempel eindeutig identifizieren bzw. zuordnen? Meine Vermutung liegt hier bei der Stadt Rößel(Rössel) in Ostpreussen wenn ich die Handschrift auf der folgenden Postkarte richtig deute. Wer kann meine Vermutung bestätigen bzw. hat eine andere Antwort parat. Schöne Grüße, Thomas
volkimal Am: 16.05.2024 17:08:45 Gelesen: 627702 # 3426
@ T1000er [#3425] Hallo Thomas, der Brief geht nach Rößel in Ostpreußen. Heute heißt die Kleinstadt Reszel. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 01.06.2024 17:59:32 Gelesen: 621251 # 3427
Liebe Sammelfreunde, ich weiß nicht wie das Wetter bei Euch war, aber der Monat Mai war bei uns in den Niederlanden der nasseste Mai seit Jahrzehnten. Das perfekte Wetter um sich dem Feldpost-Hobby zu widmen! Obwohl die Handschrift auf der Textseite dieser Feldpostkarte sich gut lesen lässt, kann ich einige Wörter nicht gut entziffern. Könnte mir jemand sagen, welchen Dienstgrad Herr Sellhorn(?) hatte? Und was bedeuten die mit Grünstift geschriebenen Buchstaben? Bedeutet “K” hier einfach “Kiel” ? Auch der Name und Dienstgrad des Absenders ist leider nicht gut lesbar (jedenfalls nicht für mich). Hier folgt meine Lesung: ---- Lieber Erni! Ha Du alter Ratte, Du hüllst dich ja ganz und gar in Schweigen. Habe ich Dich beleidigt so fordere mich zum Duell aber schreiben kannst Du deshalb doch einmal. Wo ist Willi denn? Wir lagen hier 3 Tage in Brunsbüttellkoog [1] vor 2 Tage von 2-9 Uhr an Land. Kannst Dir denken habe mir Krämer seine Halbe [2] mal wieder schmecken lassen. Sei herzlichst gegrüßt von Richard. Text oben Schreibe bald mal wieder! Habe Thea auch getroffen Absender Abs: R. Per(…) (…) S.M.S. Kaiser Anschrift An den Schau(…)posten Ernst Sellhorn [3] Kiel 1. Matr. Div. 2. Komp. Mit Grünstift wurde geschrieben: K.3 in Yt(?). K2 Aufgabestempel Wilhelmsh(afen) 27.10.14. 11-12V * k * Feldpoststempel Nicht vorhanden Briefstempel Kaiserliche (Marine) BRIEFSTEMPEL S.M.S. „Kaiser“ [4] Feldpostvermerk Feldpostkarte [1} Brunsbüttelkoog - siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Brunsb%C3%BCttel [2] halber Liter (bei Bier und anderen alkoholischen Getränken) [3] Ernst Sellhorn ist vermutlich am 18. Juli 1916 gefallen. Siehe https://des.genealogy.net/eingabe-verlustlisten/search?lastname=Sellhorn&firstname=Ernst&value01=&value02=&value03=&value04=&value05=&value06=&value07=&value08=&pageValue01=&pageValue02=&pageName=&search=Search. [4] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiser_(Schiff,_1912) ---- Ich bin gespannt, ob jemand eine Lösung hat! Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 01.06.2024 19:31:16 Gelesen: 621189 # 3428
@ evwezel [#3427] ich lese gerade in der Verlustliste, dass Ernst Sellhorn tätig war als “Oberschreibergast”. Die große Frage ist jetzt: was ist ein “Schreibergast”?? Viele Grüße, Emiel
chris63 Am: 01.06.2024 19:54:25 Gelesen: 621167 # 3429
@ evwezel [#3427] Hallo Emiel, das mit Grünstift geschriebene lese ich: K.3 nicht K2 das K bezieht sich wohl auf Kompanie, und getroffen hat Richard eher Theo grüsse Christof
evwezel Am: 01.06.2024 20:13:48 Gelesen: 621146 # 3430
@ chris63 [#3429] Hallo Christof, Ein Volltreffer! Mit Deiner Lesung “K.3 nicht K2” fällt alles an seinen Platz”. Mit der Geschlechtsumwandlung von Thea bin ich auch einverstanden. :-) Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 01.06.2024 20:49:20 Gelesen: 621106 # 3431
@ evwezel [#3430] Hallo Emiel, mich irritiert "alter Ratte" etwas. Ich glaube, dass der "alter Ratter" oder evtl. "alter Katter" steht. Die beiden Worte enden auf jeden Fall gleich. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 01.06.2024 21:08:27 Gelesen: 621084 # 3432
@ volkimal [#3431] Hallo Volkmar, Du hast recht, das Wort endet auf -er. “alter Katter” klingt bestimmt mehr sympathisch… Viele Grüße, Emiel
Gauss Am: 01.06.2024 22:00:28 Gelesen: 621028 # 3433
@ evwezel [#3428] Ein Gast ist ein Matrose. Ein Schreibergast also ein Matrose, der in der Schreibstube tätig ist.
evwezel Am: 01.06.2024 23:16:43 Gelesen: 620942 # 3434
@ Gauss [#3433] Vielen Dank für diese interessante Tatsache! Ist das Wort “Gast” denn einfach ein Synonym für Matrose oder steht ein “Schreibgast” höher im Rang? Viele Grüße, Emiel
Gauss Am: 01.06.2024 23:26:36 Gelesen: 620928 # 3435
@ evwezel [#3434] Schreibergast spezifiziert nur, was der Gast tut. Es gibt daher verschiedene Gasten (so heißt der Plural, eben nachgeschaut). Der Schreibergast kann zum Schreibermaat aufsteigen. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gast_(Schifffahrt)
evwezel Am: 01.06.2024 23:43:54 Gelesen: 620903 # 3436
@ Gauss [#3435] Vielen Dank für Deine Hilfe. Mir ist es nun völlig klar! Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 02.06.2024 16:09:24 Gelesen: 619494 # 3437
Liebe Sammelfreunde, ich zeige Euch heute einen interessanten Feldpostbrief, geschrieben an Bord S.M.S. Kaiserin am 25. November 1917. Auf Seite 2 fehlt mir noch ein einziges Wort. Auch bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich die Abkürzung "Ob. Masch. Mt." richtig interpretiert habe. Der ehemalige Besitzer dieser Feldpostbrief hat leider den Text auf Seite 4 unterstrichen und auf Seite 1 eine Notiz eingefügt. Was soll man als Sammler in solchem Fall machen? Soll man den eingefügten Text ausradieren oder einfach stehen lassen? Ich habe dieselbe Frage auch aufgeworfen im Thema "Deutsches Reich Feldpost 1. Weltkrieg". Meine Lesung der Text: Seite 1 S.M.S. Kaiserin[1], d. 25.11.17 Meine Lieben! Heute am Sonntag wo es mir die Zeit erlaubt, will ich versuchen mich ein wenig mit Euch zu unter- halten. Hätte solches gerne schon in der Woche erledigt, war mir aber beim besten Willen nicht möglich. Dienst und immer wie- der Dienst, man weiß manchmal nicht wo man zuerst anfangen soll. Na, entmütigen soll das dieses auch nicht und wenn der Schmerz vorüber ist, wird es nicht mehr all zu lange dau- ern vor ich wieder einmal zu Euch eilen darf. In Gedanken Seite 2 sehe ich jetzt so manchmal das (…) Zusammensein, wo Ihr Karl in Eure Mitte habt. Sind es doch wieder einmal ruhiger, sorgen- entlastete Stunden für Euch, die solches Ereignis mit sich bringt. Wieviel besser wird Euch jetzt das Essen munden und wie ruhiger werdet Ihr jetzt schlafen können? Wenn ich mich auch nicht an dem glücklichen Zusammensein erfreu- en kann, so weiß ich die Freu- den, die solches mit sich bringt, doch zu schätzen und genieße dieselbe hier im Stillen. Das Paket, welches in dem Briefe vom 18.11 vermerkt ist, habe ich bis heu- te noch nicht erhalten. Na, wird schon noch kommen. Vorerst ein- Seite 3 mal meinen herzlichsten Dank für erhaltenen Brief vom 18.11. und Karte von Richard. Heute er- hielt ich eine Karte von Heinrich, wofür ich vielmals danke. Du, kleiner Frechdachs[2], Dir werde ich auf meinem kommenden Urlaub doch einmal die Hosen stramm ziehen[3] müssen, warum, wirst Du wohl wissen? Mit dem elektri- schen Licht wollen wir einmal sehen, was sich machen läßt, kommt darauf an wie lange ich Urlaub be- kommen werde. Nun liebe Ma- rie, zu dem Stoff. Denselben kann ich noch haben, für das Meter muß ich also 20M zahlen, billiger ist nichts zu machen. Die- ses wird wohl zu teuer sein und Seite 4 ich erwarte deswegen auch Ant- wort von Euch. Ein blaues Hemd werd(e) ich Dir noch besorgen können, mußt Dich aber vorerst noch ein bis(s)chen gedulden. Nun will ich noch in kurzen Worten un- ser Zusammentreffen am 17.11. mit dem Engländer schildern. Ein Glück für uns, daß es unsichtiges Wetter war, sonst wäre das für uns glücklich ver- laufende Unternehmen doch teuer zu steh(e)n gekommen. Zwei unserer Linienschiffe, eins davon waren wir, schlugen vier klei- ne Kreuzer aus dem stark überlegenen Englischen Feuer[4]. Wenn die Bande das ge- wußt hätten, daß wir nur mit zwei großen Schiffen da wären gewesen, dann hätte es a- ber Kleinholz gegeben, also noch einmal, Glück muß der Mensch haben. Werde da- rüber später noch etwas mehr berichten, vorerst für Euch erhalten(?). Sonst alles wohl, welches ich auch von Euch hoffe. Auf ein gesundes Wieder- Kopfüber seh(e)n, grüßt und küsst Euch alle herzlich Euer Fritz. Viele Grüße an Richard, wenn er da ist. Absender Abs. Ob. Masch. Mt.[5] Hess, S.M.S. Kaiserin Anschrift Familie Karl Hess Burg-Gräfenrode[6] Kreis Friedberg Hessen Feldpoststempel KAIS. DEUTSCHE MARINE SCHIFFSPOST Nr. 83 Briefstempel Nicht vorhanden [1] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiserin_(Schiff). [2] (auf liebenswerte Weise) freches [kleines] Kind [3] jemandem die Hosen stramm ziehen - Bevor man als Erwachsener einen unartigen Burschen "übers Knie legt", zieht man "die Hosen stramm", damit die Kraft der Schläge auf das Gesäß nicht durch Falten im Stoff gemildert wird [4] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiserin_(Schiff). “ Am 17. November wurde die Kaiserin gemeinsam mit der Kaiser zur Sicherung von vier Kleinen Kreuzern der II. Aufklärungsgruppe unter Konteradmiral Ludwig von Reuter eingesetzt. Dabei kam es zum Zweiten Seegefecht bei Helgoland. Die Kaiserin konnte einen Treffer anbringen, das Gefecht ging jedoch unentschieden zu Ende.” [5] Oberst Maschinenmeister? [6] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Burg-Gr%C3%A4fenrode. Karl Hess hatte in Burg Gräfenrode ein Spezereigeschäft.
Gauss Am: 02.06.2024 18:29:31 Gelesen: 619428 # 3438
@ evwezel [#3437] Ich würde einen Obermaschinenmaat vorschlagen. Das traute Zusammensein... Auf S. 1 entmutigen, u-Bogen, keine ü-Strichle.
evwezel Am: 02.06.2024 19:03:39 Gelesen: 619403 # 3439
@ Gauss [#3438] Guten Abend Gauss, vielen Dank für die Korrekturen! Deinen Vorschlag werde ich übernehmen. Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 02.06.2024 20:37:05 Gelesen: 619360 # 3440
@ evwezel [#3437] Hallo Emiel, auf die Schnelle, Seite 2: das traute Zusammensein Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 02.06.2024 20:48:33 Gelesen: 619354 # 3441
@ volkimal [#3440] Hallo Volkmar, Gauss war noch schneller (siehe [#3438])… Trotzdem vielen Dank für Deine Hilfe! Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 03.06.2024 07:33:28 Gelesen: 618604 # 3442
@ Gauss [#3438] @ volkimal [#3440] Guten Morgen, ich habe selbst auch noch einen Fehler entdeckt: Na, entmutigen soll uns dieses auch nicht Viele Grüße, Emiel
Gauss Am: 03.06.2024 10:27:31 Gelesen: 618560 # 3443
@ evwezel [#3442] Sehr schön. Am Ende der 4. Seite vielleicht "vorerst für Euch behalten" (also nicht weitererzählen).
evwezel Am: 03.06.2024 11:17:55 Gelesen: 618540 # 3444
@ Gauss [#3443] Guten Morgen Gauss, gut gesehen, "erhalten" irritierte mich auch schon! Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 06.06.2024 16:21:32 Gelesen: 614896 # 3445
@ evwezel [#3444] Hallo Emiel, jetzt bin ich endlich einmal dazu gekommen, den gesamten Brief zu lesen. Habe nur eine Kleinigkeit gefunden. Auf der zweiten Seite heisst es: "Sind es doch wieder einmal ruhige, sorgenentlastete Stunden für Euch". Das "r" am Ende von "ruhiger" ist zu viel. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 06.06.2024 21:00:24 Gelesen: 614860 # 3446
@ volkimal [#3445] Hallo Volkmar, schön, dass Du wieder dabei bist! Vielen Dank für Deine Korrektur. Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 11.06.2024 20:44:55 Gelesen: 610563 # 3447
Liebe Sammelfreunde, ein Tag ohne Feldpost ist ein Tag nicht gelebt... An zwei Stellen bin ich mir nicht sicher und ein einziges Wort fehlt mir noch. Ich lese: Textseite Meine l. Schwester u l. Kinderchen! Sende Euch Lieben recht innige Grüße und hoffe daß es Dir liebe Schwester und den Kindern noch gut geht. Was macht Dein Max(?)? Mein Befin- den ist Gott sei Dank ein gutes. Tausend Grüße an Deinem l. Bruder v. Onkel Albert Absender Untffz. A. Res (…) Emmerich(?) 12. R. Armeekorps 23. R. Division Res. Inf-Reg. Nr. 101 III. Bataillon 12. Kompagnie Anschrift An Frau Luise Lange Klempnerei Chemnitz i. (Sachsen) Gießerstraße 45. Part(?).[1] Feldpoststempel FELDPOSTEXPEDITION DER 23 RESERVE-DIV. 30.6.15. 4-5 N (K.S.[2]) Briefstempel 12. Kompagnie Res.-Inf.-Reg. No. 101 [1] Parterre? = Erdgeschoss [2] K.S. = Königlich Sächsische Viele Grüße, Emiel --
chris63 Am: 11.06.2024 21:20:02 Gelesen: 610497 # 3448
@ evwezel [#3447] Hallo Emiel, Absender Untffz. d. Res Albert Emmerich grüsse Christof
Gauss Am: 11.06.2024 21:23:10 Gelesen: 610487 # 3449
@ evwezel [#3447] Untffz. d. Res Albert Emmerich. Max und Part(erre) lese ich auch.
evwezel Am: 11.06.2024 21:39:41 Gelesen: 610436 # 3450
@ chris63 [#3448] @ Gauss [#3449] Hallo Christof und Gauss, ach ja, natürlich, wie konnte ich den Namen “Albert” übersehen?! Vielen Dank für Eure Hilfe!! Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 11.06.2024 22:16:59 Gelesen: 610351 # 3451
Liebe Sammelfreunde, noch eine Feldpostkarte zum Abgewöhnen. Das dritte Wort in der dritten Zeile gibt mir noch Schwierigkeiten. Vom Sinn her wäre "Kriegsschauplatz" logisch sein, aber das passt nicht zum Schriftbild. Viele Grüße, Emiel --- Sehr geehrtes Fräulein Hedy! Von den Vogesen fort, nach langer Reise(?), auf neuem Korps(?) (…)platz ange- kommen. Ortsangaben dürfen wir nicht machen. Fürchterliche Hitze, dabei wenig trinkbares Wasser, kein Quartier, weil alles zerschossen. Die herzlichsten Grüße! Ihr ergebener Karl Witt XI. Armee 8. bayr. Res. Div. 6. Res-Fußart. Batl. 3. Batterie Absender K. Witt XI. Armee korps 8. Bayr. Res. Division 6. Res Fußart-Batl. Bataillon 7 Anschrift I.H. [1] Fräulein Hedy Martin München Laim [2] Feldpoststempel * FELD-POSTEXPED. * 8. BAYER. RES DIV. 9.6.15 Briefstempel Geprüft. 3/6 bay. Res.-Fußart.-Batl [3] Feldpostvermerk Feldpostkarte [1] Ihre Hochwohlgeboren [2] Laim ist der Stadtbezirk 25 der bayerischen Landeshauptstadt München. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Laim. [3] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/8._K%C3%B6niglich_Bayerische_Reserve-Division ----
volkimal Am: 12.06.2024 01:06:57 Gelesen: 610045 # 3452
@ evwezel [#3451] Hallo Emiel, ohne dass ich deinen Text gelesen habe, stand dort für mich "Kriegsschauplatz". Ich denke doch, dass es bei der Schrift zum Schriftbild passt. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 12.06.2024 08:38:15 Gelesen: 609129 # 3453
@ volkimal [#3452] Guten Morgen Volkmar, ich hatte den Eindruck, der Punkt auf dem "i" fehlt in "Kriegsschauplatz". Außerdem schreibt Albert "Kriegs schauplatz" statt "Kriegsschauplatz". Aber wenn Du hier auch "Kriegsschauplatz" liest, dann verlasse ich mich völlig auf Deinem Urteil! Viele Grüße, Emiel
Gauss Am: 12.06.2024 10:20:41 Gelesen: 608854 # 3454
@ evwezel [#3453] Das Fräulein Hedy wohnte wohl in der Stadtlohnerstr. 4.
evwezel Am: 12.06.2024 10:29:07 Gelesen: 608834 # 3455
@ Gauss [#3454] Sehr aufmerksam von Dir! Da ist beim Kopieren von meiner Übersetzung etwas schiefgegangen. Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 12.06.2024 18:57:39 Gelesen: 608181 # 3456
Liebe Sammelfreunde, diesmal zeige ich Euch eine Feldpostkarte, geschrieben an Bord S.M.S. Berlin am 26. Februar 1915. Den Dienstgrad von Hermann Schmaler konnte ich leider nicht entziffern. Das Wort fängt an mit "Ober", aber das hilft nicht viel weiter. Auch die Webseite "Dienstgrade der Kaiserlichen Marine" (https://de.wikipedia.org/wiki/Dienstgrade_der_Kaiserlichen_Marine) konnte nicht die gewünschte Lösung geben. Ich lese: Wilhelmshaven, den 26.2. 15 Liebe Anna! Vielen Dank für Deine Karte, und die für Adolf. Jetzt be- ginnen bald die schö- nen Tagen und wir sind immer noch hier. Soweit geht alles gut, Gesundheit ist in Ord- nung. Viele Grüße an Alle. Es grüßt vielmals Dein Bruder Hermann Absender Abs: Ober(…) Schmaler S.M.S. „Berlin“ [1] Anschrift Fräulein Anna Schmaler Chemnitz i Sa. -Bernsdorf Augsburgerstr. 30II Briefstempel Kaiserliche Marine BRIEFSTEMPEL S.M.S. „Berlin“ Feldpostvermerk Feld-postkarte [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin_(Schiff,_1905) Viele Grüße, Emiel
wessi1111 Am: 12.06.2024 19:47:58 Gelesen: 608152 # 3457
@ evwezel [#3456] Hallo Emiel, es könnte Obermtr als Abkürzung für Obermatrose sein. Gruß Wessi
evwezel Am: 12.06.2024 20:21:34 Gelesen: 608143 # 3458
@ wessi1111 [#3457] Hallo Wessi, das habe ich mir auch überlegt, aber schau Dich nochmal das Wort in einer größeren Auflösung an: Der vorletzte Buchstabe hat deutlich einen Strich nach unten. Ich denke deshalb eher an einen "f". Ganz sicher bin ich mir aber nicht. Vielleicht ist "Obermatr." doch richtig und hat Hermann einfach schnell und schlampig geschrieben. Vielen Dank fürs Mitdenken! Emiel
Gauss Am: 12.06.2024 21:11:56 Gelesen: 608129 # 3459
@ evwezel [#3458] Sicher ein Obermatrose (entspricht einem Gefreiten an Land). Das t in Karte sieht ähnlich aus.
evwezel Am: 12.06.2024 21:41:06 Gelesen: 608118 # 3460
@ Gauss [#3459] @ wessi1111[#3457] Guten Abend Gaus, das war mir noch gar nicht aufgefallen! Du hast aber völlig recht und ich bin jetzt auch überzeugt, dass “Obermatrose” richtig ist. Nochmals vielen Dank für Eure Hilfe! Emiel
evwezel Am: 25.06.2024 15:25:42 Gelesen: 603359 # 3461
Liebe Sammelfreunde, ich zeige Euch hier eine Feldpostkarte, geschrieben am 25. Februar 1915. Der Text hat mir nicht viel Schwierigkeiten gegeben. Ich lese: Péronne[1], 25/2. 15 Liebe Anna! Eben im Begriff an Dir diese Karte zu schicken, erreichte mich Dein liebes Briefchen, wofür ich Dir bestens danke. Ich werde in Zukunft Deinem Wunsche ent- sprechen, Dir öfters mal ein Kärtchen mitzukommen lassen. Meine Erlebnisse erfährst Du doch auch immer in den an Martha gerichteten Briefen. Für heute sei herzlich gegrüßt von Deinem Schwager Paul. Grüße bitte Martha vor(?) allem. Absender Uffz.[2] Weinhold 6. Feldlaz. XIX [3] Anschrift Frl. Anna Schmiedel Aue in Sachsen [4] Lessingstr. 5. Feldpoststempel FELDPOSTAMT DES XIX. ARMEEKORPS 26.2.15. 4-5N Briefstempel S.B.[5] FELDLAZARETH 6 XIX. 2.K.S. A.K.[6] Feldpostvermerk Feldpostkarte [1] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A9ronne [2] Unteroffizier [3] Feldlazarett [4] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Aue_(Sachsen) [5] Soldatenbrief [6] Feldlazarett 6 XIX. 2.Königlich Sächsische Armee Korps. Das Sächsische Feldlazarett 6/XIX. AK wurde am 2.8.1914 aufgestellt und am 13.8.14 mit der Eisenbahn an die Front transportiert. Dabei vollzog das Feldlazarett in Tagesmärschen den Weg über Dasburg (17.8.14) Harsin (20.8.14) nach Ciergnon (22.8.14) und weiter nach Frankreich. Am 15.9.14 war das Flaz 6/XIX in Blaise, am 11.10.14 in Somain und am 29.10.14 in Vendeville. Von Vendeville ging der Marsch am 21.11.14 nach Péronne wo es , inzwischen umbezeichnet in Feldlazarett Nr. 3/58. Inf. Div., bis 8.3.1915 verblieb. Danach ging der Marsch nach Marecq, Denain und weiter nach nach Carzeau (Belgien). Am 13.1.1917 erhielt das Flaz. die Bezeichnung sächs. Flaz. 355. ---- Meine Frage bezieht sich auf dem Briefstempel. Rechtschreibung ist "Feldlazarett", aber hier lese ich doch ganz deutlich "Feldlazareth". Ich dachte zuerst, dass es sich hier um eine alte deutsche Rechtschreibung handelte, aber laut Duden (1901) war die Rechtschreibung damals auch schon "Lazarett". Die Schreibweise "Lazareth" kommt nicht sehr häufig vor, aber ein Versehen ist es bestimmt auch nicht. “Lazareth” wird auch im deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm erwähnt (siehe Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1879), Bd. VI (1885), Sp. 396, Z. 5. in https://www.dwds.de/wb/dwb/lazareth). Hat jemand vielleicht eine Erklärung? Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 28.06.2024 15:33:18 Gelesen: 601177 # 3462
Liebe Sammelfreunde, ich zeige Euch wieder eine Feldpostkarte, diesmal geschrieben an Bord S.M.S. Graudenz am 25. April 1915. Könnte mir jemand sagen, was der Buchstabe "P" neben Hamburg bedeuten kann? "Port" vielleicht? Viele Grüße, Emiel --------------- Meine Lesung: 25.IV.15 Liebe Emma! Deine Karte erhalten und sage Dir meinen besten Dank. Mein Urlaub ist auch schon wieder ab- gelaufen und bin schon wieder an Bord in den alten Betrieb. Die 5 Tage in Schwerin waren ganz nett nur zu kurz. Herzliche Grüße sendet Dir u. Onkel Friedrich Dein Cousin August. Absender A. Hoth „S.M.S. Graudenz“ [1] Anschrift An Frl. E. Bünsen [2] Hamburg P(?) Neuhoferstr. 38. Feldpoststempel Nicht vorhanden Briefstempel Kaiserliche Marine BRIEFSTEMPEL S.M.S. „Graudenz“ Feldpostvermerk Feldpost [1] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Graudenz_(Schiff) [2] Laut dem Adressbuch Hamburg (1916) wohnte Frau Bünsen auf dieser Adresse.
DERMZ Am: 28.06.2024 16:49:05 Gelesen: 601135 # 3463
@ evwezel [#3462] Hallo Emiel, ganz schnell, es ist der Postzustellbezirk Hamburg 9, dort lag die Neudorferstraße. Mit besten Güßen Olaf
evwezel Am: 28.06.2024 19:30:17 Gelesen: 601029 # 3464
@ DERMZ [#3463] Hallo Olaf, vielen Dank, darauf wäre ich nie gekommen! Mit herzlichem Gruß aus Harderwijk Emiel
evwezel Am: 01.07.2024 08:40:56 Gelesen: 599649 # 3465
@ evwezel [#3461] Guten Morgen, ich habe gerade eine Antwort vom Rat für deutsche Rechtschreibung erhalten bezüglich die Schreibweise “Lazareth” statt “Lazarett” auf dem Feldpoststempel: “ Das Wort Lazarett stammt – wie Sie sicher wissen – vom italienischen lazzaretto ab. Der Eintrag im Grimm‘schen Wörterbuch ist insofern sehr spannend, als das Wort bereits im ersten Duden von 1880 als Lazarett auftaucht. Es scheint also schon damals eine gewisse Kodifizierung stattgefunden zu haben, die sich an der Herkunft des Wortes orientierte bzw. auch am Schreibgebrauch – dies lässt sich nicht mehr im Detail nachvollziehen. Zumindest ist Ihre Frage vielleicht ansatzweise damit beantwortet, dass das Wort auf jeden Fall in einem Wörterbuch bereits im 19. Jahrhundert mit „tt“ statt „th“ nachgewiesen ist.“ Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 01.07.2024 09:43:00 Gelesen: 599612 # 3466
@ evwezel [#3465] Guten Morgen! Interessant. Die Lazarettgasse in Wien hieß noch um die Jahrhundertwende (also die vom 19. zum 20.) Lazarethgasse. Bei Nietzsche finde ich Lazareth. Trotz Duden war das tt also nicht ganz konkurrenzlos.
reichswolf Am: 01.07.2024 15:52:33 Gelesen: 599377 # 3467
In Aachen gab es im 1. Weltkrieg Stempel mit beiden Schreibweisen. Hier einmal ein Beispiel mit th: https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=345032 LG, Christoph
evwezel Am: 06.07.2024 17:22:21 Gelesen: 597029 # 3468
Liebe Sammelfreunde, es ist nicht mein Tag. Ich bin es nicht gewohnt, das Handtuch werfen zu müssen, aber diesmal komme ich einfach nicht weiter. In dem folgenden Text fehlen mir zwei (na ja, eigentlich drei) Wörter. Beim ersten Wort dachte ich zuerst an "Cousin", aber das passt nicht zum Schriftbild. Und was man in die Werft mit dem Kessel macht, ist mir ein Rätsel... Und welches (vorgedrucktes) Wort steht zwischen "S.M. Schiff Kaiser Friedrich" und die Zahl "5"? Meine Lesung: Hamburg, d 18/1 18 Lieber Diedrich u Trine(?), Einen schönen Gruß aus Hamburg sendet Euch Euer (…) Heinz. Wir (…)en Kessel, liegen bei Blum u. Vos [1] in die Werft. Werde Sonntag vielleicht mal nach Hause fahren. Längere Zeit Urlaub gibt es nicht. Mit Gruß Heinz Absender Name Ob. Matr. Badde(?) S.M. Schiff Kaiser Friedrich (...) 5 [2] Anschrift Herrn Diedrich(?) Brünner Grünendeich [3] Post Steinkirchen Kreis Jork Postaufgabestempel HAMBURG 19.1.15. 9-10V * 1 ? Feldpoststempel Nicht vorhanden Feldpostvermerk Feldpostkarte [1] Ich vermute, Heinz meinte Blohm und Voss – siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Blohm_%2B_Voss [2] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiser_Friedrich_III._(Schiff) [3] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCnendeich Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 06.07.2024 17:39:01 Gelesen: 597015 # 3469
@ evwezel [#3468] Lieber Emiel, Mit Cousin liegst du richtig, nur die Rechtschreibung stimmt nicht. Ich lese: Lieber Diedrich u Trine, Einen schönen Gruß aus Hamburg sendet Euch Euer Cousent Heinz. Wir kriegen Kessel, liegen bei Blum u. Vos [1] in die Werft. Werde Sonntag vielleicht mal nach Hause fahren. Längere Zeit Urlaub gibt es nicht. Mit Gruß Heinz 0 Absender Name Ob. Matr. Badde(?) S.M. Schiff Kaiser Friedrich Geschwader 5 [2] Anschrift Herrn Diedrich Brümmer. (Doppel m) Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 06.07.2024 17:42:21 Gelesen: 597009 # 3470
Habe etwas vergessen, "Wir kriegen Kessel" = Das Schiff bekommt einen neuen Kessel.
Gauss Am: 06.07.2024 17:47:30 Gelesen: 597007 # 3471
@ evwezel [#3468] Ich wäre für "Budde".
evwezel Am: 06.07.2024 17:50:15 Gelesen: 597004 # 3472
@ volkimal [#3469] Lieber Volkmar, Du hast mein Problem wieder wahnsinnig schnell gelöst! Ich muss gestehen, dass ich “kriegen” niemals herausbekommen hätte. Vielen Dank für Deine Hilfe! Ein schönes Wochenende wünscht Dir Emiel
evwezel Am: 06.07.2024 17:56:11 Gelesen: 596998 # 3473
@ Gauss [#3471] Hallo Gaus, vielen Dank! Obermatrose Badde wird fortan als Budde durchs Leben gehen. Emiel
beethoven_2014 Am: 07.07.2024 02:07:55 Gelesen: 596820 # 3474
Für Altdeutsche Schriften u.a. Kurrent, Sütterlin gibt es eine Möglichkeit diese mittels KI zu übersetzen [1] Die ersten 100 Credits je Monat sind kostenlos (Anmeldung) ebenfalls kann man vorab das ganze testen. Ich hab Schwierigkeiten im dem Upload des Orginals deshalb nur die Übersetzung: Ich lieg allein im stillen Haus das Licht ist ausgetan strecke sacht die Hände aus die Deinen zu unfahn, drange leis den heißen Mund nach dirkuss mich matt- wund. plötzlich bin ich aufgewacht ringsum schweigt die kalte Nacht der Sternen Fenster schimmert klar Noch fühl ich dich – der bei mir war + Deinen lieben Mund Mein Herz klopft dumpf mir in der Brust. Im Fraum noch war ich eben dein So bitter hatt' ich's ni gewußt Attein zu sein Allein" ohne Dich zu sein [1] https://www.transkribus.org/
chris63 Am: 07.07.2024 06:36:12 Gelesen: 596731 # 3475
@ beethoven_2014 [#3474] Hallo, das Original ist ein Gedicht von Hermann Hesse Ohne Dich . grüsse christof
evwezel Am: 07.07.2024 11:59:03 Gelesen: 596614 # 3476
@ beethoven_2014 [#3474] Transkribus hat Vor- und Nachteile. Wenn man sich keine Mühe machen will die alte Schrift zu lernen, kann man trotzdem mit diesem Programm kostenlos und benutzerfreundlich Texte transkribieren. Meiner Erfahrung nach, sind die Ergebnisse sehr selten völlig korrekt. Es treten häufig Schwierigkeiten bei Wörtern auf, die nicht mit Tinte, sondern mit Bleistift geschrieben wurden (wie bei Feldpostkarten oft der Fall ist). Persönlich würde ich jedem, der sich seriös mit alten Texten beschäftigen möchte, empfehlen die alte Schrift selbst zu lernen. Wer bereit ist, ein bisschen Zeit und Mühe zu investieren, wird sicher belohnt werden. Das wichtigste ist aber, dass es so unglaublich viel Spaß macht! Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 08.07.2024 17:43:42 Gelesen: 596032 # 3477
Liebe Sammelfreunde, ich brauche wieder Eure Hilfe. Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob "an Kassel" hier richtig ist. Dieser Name kommt mir nämlich komisch vor. Der Text auf dieser Feldpostkarte lautet: ---- Brüssel, d. 7. 2. 16. Liebe Anna! Habe Deine Karte vom 5ten erhalten, besten Dank, es freut mich daß es mei- nen lieben Jungen besser geht, wollte Dir heutabend noch einen Brief schrei- ben, habe aber keine Lust, morgen aber bestimmt. Die Ansicht ist von unser Laza- rett[1], wo ich den Strich gemacht habe da habe ich gelegen wie ich verwundet war, daß[2] ist Saal 4. Nun seid alle herzlich gegrüßt von Euren Vater und Deinen Ludvig(?)[3]. Auch Gruß an Kassel(?) und Deinen Eltern. Schreib bald wieder. Absender Abs. Gefreiter Stellmann Kriegslazarett III Brüssel Anschrift Frau Anna Stellmann Scharnebeck [4] b. Lüneburg Postbezirk Hamburg Postaufgabestempel BRUSSEL BRUXELLES 8 – 9 8 . II 19 (1) 6 Feldpostvermerk Feldpost [1] Rechtschreibung ist doch "von unser em Lazarett"??? [2] Rechtschreibung ist hier "das". [3] Rechtschreibung ist doch “von Eurem Vater und Deinem Ludvig”??? [4] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Scharnebeck --- Viele Grüße, Emiel
volkimal Am: 08.07.2024 18:53:12 Gelesen: 596002 # 3478
@ evwezel [#3477] Hallo Emiel, ob es wirklich Kassel heißt, weiß ich nicht. Es gibt aber Kassel als Familiennamen und das könnte gemeint sein. [1]. Ansonsten noch zwei Kleinigkeiten: Habe Deine Karte am 5ten erhalten, besten Dank, es freut mich daß es mei- nen lieben Jungen besser geht, wollte Dir Heutabend noch einen Brief schrei- Viele Grüße Volkmar [1] https://de.geneanet.org/genealogie/kassel/KASSEL
evwezel Am: 08.07.2024 19:19:52 Gelesen: 595992 # 3479
@ volkimal [#3478] Lieber Volkmar, vielen Dank für Deine Korrektur! Du hast Recht, der Nachname könnte “Kassel” sein. Bis zum nächsten Mal! Emiel
beethoven_2014 Am: 09.07.2024 23:46:31 Gelesen: 595672 # 3480
@ evwezel [#3476] Ich habe nicht soviel Zeit mich mit Altdeutscher Schrift zu beschäftigen, für mich ist das Übersetzungsprogamm eine echte Hilfe. Wenn ich schöne Postkarten die in die Historie einer Stadt passt schreibe ich diese an und Frage ob die Belege im Heimatmuseum besser aufgehoben sind. Da habe ich schon viele positive Geschichten erlebt.
evwezel Am: 17.07.2024 16:02:35 Gelesen: 593768 # 3481
Liebe Sammelfreunde, ihr seid es natürlich nicht von mir gewohnt, aber heute zeige ich Euch eine sehr friedliche Karte. Ich hoffe, dass ich diesmal alles richtig gelesen habe. Viele Grüße Emiel --- Meine Liebe, Zur Erinnerung widme Dir diese “Jubiläums-carte”. Im ganzen wurden nur 36,000 Stück ausgegeben [1]; es war der Zudrang zur Verkaufstelle so gewaltig, daß zur Erlangung dieser Carte mehrerer Stunden benöthiegte.[2] Die Briefmarken- oder Postwertzeichen-Ausstellung in Wien ist schon arrangiert, & mit prachtvollen Sammlungen beschickt. Dein treuer Albert Gählen. Zürich, 27. Juni 1893. Anschrift Frauen Reg. Gählen-Kubly Zürichbergbahngebäude Zürich [1] http://cphh.ch/lectures/2015.08_haefeli_jubilaeumspostkarte_1893.pdf [2] Lese ich hier doch etwas falsch? Die Rechtschreibung ist natürlich "benötigte".
Gauss Am: 17.07.2024 16:41:26 Gelesen: 593748 # 3482
@ evwezel [#3481] Es ist wohl nur "benöthigte", ohne e nach dem i. Er schreibt das "g" immer sehr ausladend. Ist der Name eher Gähler? Die Empfängerin ist eine Regula, das gibt's fast nur in der Schweiz, vor allem in Zürich.
evwezel Am: 17.07.2024 16:55:13 Gelesen: 593741 # 3483
@ Gauss [#3482] Guten Mittag Gaus, ich denke, Du liegst richtig mit “Gähler”. Vergleiche das “r” in “Gähler” mal mit dem “r” in “Zürichbergbahn”. Vielen Dank für Deine Korrektur! Emiel
evwezel Am: 17.07.2024 17:33:22 Gelesen: 593726 # 3484
@ Gauss [#3482] Siehe auch das Adressbuch von Zürich (1893) in https://www.zop.zb.uzh.ch/handle/123456789/126 und https://de.wikipedia.org/wiki/Polybahn#Z%C3%BCrichberg-Bahn Viele Grüße, Emiel
Gauss Am: 17.07.2024 21:43:27 Gelesen: 593645 # 3485
@ evwezel [#3484] Volltreffer, das ist der Albert.
evwezel Am: 27.07.2024 17:32:14 Gelesen: 589625 # 3486
Liebe Sammelfreunde, ich zeige Euch heute einen Feldpostbrief von Landsturmmann Robert Dirk. Er wurde an der Front verwundet und schrieb einen Feldpostbrief am 15. Mai 1917 im Kurhotel in Arnsberg. Kein Wort über die Schrecken des Krieges. Seine Gedanken sind nämlich bei seinen lieben ... Bienen! Obwohl die Handschrift von Robert gut lesbar ist, bin ich mir an einigen Stellen nicht ganz sicher. Viele Grüße Emiel --- Arnsberg i. Westfl.[1] den 16.5.17. An die Expedition der Leipz. Bienenzeitung in Leipzig- R. Als langjährigen Abonnent der Leipzig ern und augen- blicklich als verwundeter Krieger hier im Lazarett, möchte ich Sie freundl. bitten mir, falls Sie noch im Besitze des Erstes No 4.[2] von Aprill. d. Jr. sind, dieser hier noch frei nachzuliefern, weil mir dieses Heft im Felde verloren gegangen ist. Weil mir meine Frau von zu Hause die Bienenzeitungen regelmäßig ins Feld nachgeschickt, denn auch draußen habe ich meines lieb. Bienelein nicht vergessen, und weil ich nun bei den schweren Kämpfen im Westen verwundet, hat mich die Post mit diesem einen Heft nicht erreicht u. ist leider verloren gegangen. Mit freundl. Imkergruß, Landst. Robert Dirk wohnhaft in Fürken(?) Kr. Waldbröl z. Zt. Res. Lazarett Kurhotel [3] in Arnsberg i. W. Ges. 18./5.17. R. -- Absender Ldstr. Robert Dirk Res. Lazarett Kurhotel in Arnsberg (Westfalen) Anschrift Expedition d. Leipziger Bienenzeitung in Leipzig-R(?) Täubchenweg 26. Postaufgabestempel ARNSBERG 15.5.17. 5-6N * (WESTF) ? Feldpoststempel Feldpostbrief Briefstempel Kön. Preuss. RESERVELAZ. ARNSBERG Feldpostvermerk Feldpostbrief [1] Arnsberg in Westfalen [2] Siehe https://ia800409.us.archive.org/18/items/leibi-32_202406/Leipziger%20Bienen-Zeitung%2032.1917w.pdf [3] Vermutlich Kurhotel Klosterberg. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Kurhotel_Klosterberg.
volkimal Am: 27.07.2024 18:11:03 Gelesen: 589606 # 3487
@ evwezel [#3486] Lieber Emiel, ein paar Kleinigkeiten: Als langjährigen Abonnent der Leipzig ern und augen- blicklich als verwundeter Krieger hier im Lazarett, möchte ich Sie freundl. bitten mir, fals Sie noch im Besitze des Heftes No 4.[2] von Aprill. d. Jr. sind, dieses hier noch frei nachzuliefern, ... Als Name lese ich "Robert Dick Stempel: * (WESTF) b Briefstempel: KÖN. PREUSS. RESERVELAZ. (zwar kleiner geschrieben aber dennoch Großbuchstaben. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 27.07.2024 18:22:21 Gelesen: 589597 # 3488
@ volkimal [#3487] Lieber Volkmar, Du hast (wie immer) recht - deshalb konnte ich Robert auch nicht auf der Verlustliste des Ersten Weltkrieges finden. Aber jetzt habe ich ihn gefunden! Vielen Dank für Deine Hilfe! Emiel
reichswolf Am: 27.07.2024 19:20:27 Gelesen: 589577 # 3489
Hier stehe ich auf dem Schlauch. Wie heißt der Ort? LG und Danke im voraus, Christoph
evwezel Am: 27.07.2024 22:42:10 Gelesen: 589522 # 3490
@ reichswolf [#3489] Guten Abend Christoph, könntest Du vielleicht auch die ganze Feldpostkarte uploaden? Viele Grüße Emiel
chris63 Am: 28.07.2024 01:06:45 Gelesen: 589488 # 3491
@ reichswolf [#3489] Hallo Namensvetter, Laugszargen, Kreis Tilsit wäre eine Möglichkeit. grüsse Christof
volkimal Am: 28.07.2024 08:38:52 Gelesen: 589421 # 3492
@ evwezel [#3486] Lieber Emiel, gestern Abend waren wir eingeladen und ich musste los. Jetzt konnte ich mich einmal um den Ort Fürken kümmern. Auf der Generalstabskarte Waldbröl von 1901 habe ich ihn gefunden: Bei Mapcarta steht: "Fürken ist ein Weiler in Reichshof, Oberbergischer Kreis, Nordrhein-Westfalen. Fürken ist liegt in der Nähe von Eueln und Heischeid." Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 28.07.2024 13:15:32 Gelesen: 589347 # 3493
@ volkimal [#3492] Lieber Volkmar, super, Du hast sehr gute Forschungsarbeit geleistet! Noch eine Kleinigkeit: Das R in “Leipzig-R” ist Reudnitz. Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 29.07.2024 16:14:09 Gelesen: 588999 # 3494
Liebe Sammelfreunde, ich zeige Euch heute eine Feldpostkarte von Bad Muskau, geschrieben am 21. Juni 1915. Ich bin eigentlich nur über das Wort hinter "sonst" auf der Bildseite gestolpert. Könnte es vielleicht "sonst oh weh" sein ? Viele Grüße Emiel -- Textseite 21/6 15. Liebes Fräulein, Aus dem Kasernelazarett hier sende Ihnen die herzl. Grüße. Ich hatte Ihnen schon aus Ungarn & Galizien geschrieben, aber die Karten werden Sie wohl nicht er- halten haben, da auch meine andere Post zum größten Teil nicht angekommen ist. Wir hatten uns schwer mit den Russen rum- gebalgt[1]. Manchmal sind sie ja schnell ausgerissen[2], aber oft waren sie auch sehr dickköpfig. Am Ekelhaftesten[3] ist ihre Artillerie. Es ist nichts Schönes, wenn man so ein halbes Haus auf dem Kopf Text Bildseite fällt, wie es uns mal passierte! Zum Glück bestehen die Häuser nur aus Lehm & Stroh, sonst oh weh(?)! Viele Grüße an Frl. Kammer Ihr E. Stahl Adr. Res. E. Stahl Res. Laz. Barack 5 Muskau O.L. --- Absender E. Stahl Res. Laz. Barack 5 Muskau O.L. Anschrift Fräulein Babette Stützer Frankfurt a. Main Stiftstr. Hansa-Haus[4] Firma B.B. Cassel [5] Postaufgabestempel MUSKAU 21.6.15. 2-3V * * a Briefstempel Reserve-Lazarett * Muskau O.L. * [6] Briefstempel Feldpostvermerk Feldpostkarte [1] herumbalgen = sich herumschlagen [2] ausreißen = sich aus etwas gewaltsam lösen, von etwas abreißen [3] Abscheu hervorrufend [4] Das „Hansahaus“, im Jahr 1880 errichtet, sollte kleinen Firmen, Freiberuflern und Ladengeschäften attraktive Flächen in der Innenstadt bieten. [5] Das medizinische Spezialhaus B. B. Cassel befand sich in der Stiftstraße 9-17 von Frankfurt/Main. Siehe https://veikkos-archiv.com/index.php?title=B.B._Cassel [6] Bad Muskau. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Muskau. Bad Muskau, obersorbisch Mužakowⓘ/?, bis 1961 Muskau, ist eine sächsische Landstadt (Landkreis Görlitz) in der Oberlausitz. Die Stadt grenzt an Polen und an das Land Brandenburg. O.L. = Oberlausitz
volkimal Am: 29.07.2024 17:10:23 Gelesen: 588979 # 3495
@ evwezel [#3494] Lieber Emiel, mit "oh weh!" liegst Du richtig. Das ist ein üblicher Ausdruck. Ansonsten noch ein paar Kleinigkeiten: Aus dem Reservelazarett hier sende Ihnen die herzl. mit den Russen rum ge- balgt[1]. Manchmal sind sie ja schnell ausgerissen[2], aber oft waren sie auch sehr dickköpfig. Am ekelhaftesten[3] ist ihre Artillerie. Es ist nichts Schönes, wenn einem so ein halbes Haus auf dem Kopf Adr. Res. E. Stahl Res. Laz. Bara cke 5 Muskau O.L. Viele Grüße Volkmar
Gauss Am: 29.07.2024 17:15:04 Gelesen: 588974 # 3496
@ evwezel [#3494] Oh weh passt. Zur Fußnote 2: ausreißen heißt hier davonlaufen.
evwezel Am: 29.07.2024 20:01:19 Gelesen: 588951 # 3497
@ Gauss [#3496] @ volkimal [#3495] Guten Abend Volkmar und Gauss, ihr beide habt mir wieder super geholfen! Es ist großartig, dass ich meinen Wortschatz in den letzten Jahren durch das Lesen von Feldpostbriefen gut ausbauen konnte. Gleichzeitig ist es “ekelhaft”, dass mein Vokabular ziemlich militaristisch geworden ist. Im Alltag macht man sich mit Wörtern wie “Schlacht”, “Schützengräber”, “Lazarett”, “Minenwerfer”, “Unterstand”, “Leich”, “im Felde”, “Granatplitter” usw. nicht besonders populär. Nochmals vielen Dank für Eure Hilfe! Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 29.07.2024 23:31:28 Gelesen: 588916 # 3498
Liebe Sammelfreunde, je später der Abend, desto schöner die Feldpostbriefe. Dieser Feldpostbrief hat mir Kopfschmerzen gegeben. Die Handschrift konnte ich ziemlich gut lesen, aber der Absender ist bei der Rechtschreibung nicht besonders Sattelfest (noch viel schlimmer als ich). Meine Lesung: Seite 1 Naumburg, den 9. August 1916. Lieber Ludwig! Habe gestern Deine Karte erhalten hat mich sehr gefreut. Ich hätte Dir schon lang schreiben wollen aber wußte keine Adresse hatte, schon im Sinn Deiner Mutter um die Adresse zu schreiben, gleich darauf erhielt ich aber einen Brief von meine Eltern u. haben mir mitgeteilt, daß Du geschrieben hast, u. sie haben Dir meine Adrs geschickt. Ich teile Dir mit, daß es mir jetzt gut geht, die Wunde ist schon bald geheilt, aber die Bewegung im Arm fehlt noch immer. Es wurde an linken Schulter u. Ober Arm ziemlich stark verwundet, am 8. Juni vormittags bei dem Sturmangriff. Und kam dann nach Romane ins Lazarett und dann Montmedy, am 25. Juni kam ich nach Deutschland u schon im 4. Lazarett. Der Arzt sagt den Arm bleibt etwas schwächer. Wenn der Krieg bald ausging käme ich nicht   Seite 2 mehr Feld, aber wenn es noch lang dauert komme ich auch wieder hinaus. Ich habe sei(t)dem wir in Ulm fort sind bis 1. Juli keine Post erhalten, meine Eltern haben imer geschrieben, aber leider ist alles retur geschickt werden. Wie ich in Deutschland wahr hab ich gleich Dir u. Frey geschrieben an die Komp, leider kamen die Karten zurück zuerst Frey seine Karte, dah(?) ist darauf gestanden vermißt, von dem weiß ich heut noch nichts, dan kam die Deine nach langer Zeit, dah(?) ist drauf gestan verwundet und krank, weitere wußte ich nicht wieder. Unsern Kamerad Zoller bedaure ich sehr. Schreibe mir wie Du weißt, daß ehr gestorben ist. Ich habe geschrieben an seine Leute um seine Adrs. u wie es Ihm geht. Dan(n) hab ich Antwort bekommen, daß er am 8. Juni abends 5 Uhr gestorben sei im Lazarett, und mußt Ihnen dann schreiben wie es gegangen sei. Schreibe Du mir wenn Du krank worden bist, freut mich sehr, daß Dir auch wieder gut geht. Der Brief wird nur zu klein, jetzt muß ich die andere Seite auch noch anfangen.   Seite 3 Von unserm Regiment kann ich Dir keine Auskunft geben, ich weiß auch gar nicht woh es liegt. Vom Pfeiffer hab ich kürzlich eine Karte erhalten. Er sei an Knie leicht verwundet gewesen ist Seine Adresse: aber jetzt wieder bei der Komp. Inf. Franz Jos. Pfeiffer I. bay. Armeekorps II. bay. Inf. Division 12. Inf. Regt. 4. Komp. I. Batl. Sie haben ganz gute Stellung. Ich habe zuerst in der Kirche in Romane gelegen. Es tut mir Leid, daß wir so auseinander gekommen sind. Wir sind hi(e)r nur 2. Bayer sonst lauter Preußen u. Sachsen. Ich habe Dich u. Frey im Schützengraben nicht mehr gefunden. Bei mir wahren nur noch 2. Sonst wahren links u. rechts alle tot. Viele herzliche Grüße sendet Dein Kamerad Ludwig Steichels. Auf Wiedersehen. Laß doch bald wieder Text an der rechten Seite was hören. Wünsche Dir gute Besserung u gute Genesung. Ich bin heut das 1. Mahl ausgegangen. --- Absender Abs. Inf. Ludwig Zweifel Res. Lazarett. Abtl. Schützenhaus in Naumburg Anschrift An Ludwig Steichele Kaiserliches Genesungsheim Ka(sino)? Militär Abteilung Saal 4 in Spa in Belgien Postaufgabestempel NAUMBURG -2.8.16.8-9V. * (SAALE) ? Feldpoststempel Reserve Lazarett Naumburg a. S. Abt. Schützenhaus. Feldpostvermerk Feldpostbrief Viele Grüße Emiel
DERMZ Am: 30.07.2024 01:42:43 Gelesen: 588888 # 3499
@ evwezel [#3498]

Guten Morgen Emiel

ich lese folgendes:

Seite 1
Naumburg, den 9. August 1916.

Lieber Ludwig!

Habe gestern Deine Karte erhalten
hat mich sehr gefreut. Ich hätte Dir schon
lang schreiben wollen aber wußte keine Adresse
hatte, schon im Sinn Deiner Mutter um
die Adresse zu schreiben, gleich darauf
erhielt ich aber einen Brief von meinen Eltern
u. haben mir mitgeteilt, daß Du geschrieben
hast, u. sie haben Dir meine Adrs. geschickt.
Ich teile Dir mit, daß es mir jetzt gut
geht, die Wunde ist schon bald geheilt, aber
die Bewegung im Arm fehlt noch immer.
Es wurde an linken Schulter u. Ober Arm
ziemlich stark verwundet, am 8. Juni
vormittags bei dem Sturmangriff. Und
kam dann nach Romane ins Lazarett und dann
Montmedÿ, am 25. Juni kam ich
nach Deutschland u schon im 4. Lazarett.
Der Arzt sagt den Arm bleibt etwas schwächer.
Wenn der Krieg bald ausging käme ich nicht

 
Seite 2
mehr Feld, aber wenn es noch lang dauert
komme ich auch wieder hinaus. Ich habe sei(t)dem
wir in Ulm fort sind bis 1. Juli keine
Post erhalten, meine Eltern haben imer
geschrieben, aber leider ist alles retur geschickt
werden. Wie ich in Deutschland wahr hab
ich gleich Dir u. Freÿ geschrieben an die
Komp, leider kamen die Karten zurück
zuerst Freÿ seine Karte, dah ist darauf gestanden
vermißt, von dem weiß ich heut noch
nichts, dan kam die Deine nach langer
Zeit, dah ist drauf gestan verwundet
und krank, weiter wußte ich nicht
wieder. Unsern Kamerad Zoller bedaure
ich sehr. Schreibe mir wie Du weißt, daß
ehr gestorben ist. Ich habe geschrieben an
seine Leute um seine Adrs. u wie es Ihm
geht. Dan(n) hab ich Antwort bekommen, daß er
am 8. Juni abends 5 Uhr gestorben sei im
Lazarett, und mußt Ihnen dann schreiben wie
es gegangen sei. Schreibe Du mir wann Du
krank worden bist, freut mich sehr, daß
Dir auch wieder gut geht. Der Brief wird
mir zu klein, jetzt muß ich die andere
Seite auch noch anfangen.

 
Seite 3
Von unserm Regiment kann ich Dir
keine Auskunft geben, ich weiß auch
gar nicht woh es liegt. Vom Pfeiffer
hab ich kürzlich eine Karte erhalten. Er
sei an Knie leicht verwundet gewesen ist
Seine Adresse: aber jetzt wieder bei der
Komp.
Inf. Franz Jos. Pfeiffer
I. bay. Armeekorps
II. bay. Inf. Division 12. Inf. Regt.
4. Komp. I. Batl.

Sie haben ganz gute Stellung.
Ich habe zuerst in der Kirche in Romane
gelegen. Es tut mir Leid, daß wir
so auseinander gekommen sind. Wir sind
hi(e)r nur 2. Baÿer sonst lauter Preußen
u. Sachsen. Ich habe Dich u. Freÿ im
Schützengraben nicht mehr gefunden.
Bei mir wahren nur noch 2. sonst
wahren links u. rechts alle tot.
Viele herzliche Grüße sendet Dein
Kamerad Ludwig Zweifel. Auf
Wieder sehen. Laß doch bald wieder

Text an der rechten Seite
was hören.
Wünsche Dir
gute Besserung u gute Genesung.

Ich bin
heut das 1. Mahl
ausgegangen.

---
Absender

Abs. Inf. Ludwig Zweifel
Res. Lazarett. Abtl. Schützenhaus
in Naumburg

Anschrift

An
Inf. Ludwig Steichele
Kaiserliches Genesungsheim Kasino
Militär Abteilung Saal 4.
in Spa in Belgien

Postaufgabestempel

NAUMBURG
-2.8.16.8-9V.
* (SAALE) ?

Feldpoststempel

Reserve Lazarett Naumburg a. S.
Abt. Schützenhaus.

Feldpostvermerk

Feldpostbrief


Aus meiner Sicht, hast Du das nahezu perfekt "übersetzt", das "y" hat er mit Punkten geschrieben "ÿ", das ist aber nur eine Kleinigkeit. Unsicher bin ich mir beim Ort "Romane", den kann ich nicht verorten - eine Verumtung wäre "Audun-le-Roman", allerdings bin ich mir da sehr unsicher.

Mit besten Grüßen Olaf
evwezel Am: 30.07.2024 07:38:08 Gelesen: 588821 # 3500
@ DERMZ [#3499] Guten Morgen Olaf, vielen lieben Dank für Deine Hilfe! Mit “Romane” hat Ludwig vermutlich “Romagne” (Romagne-sous-Montfaucon )gemeint, ein kleines Dorf im Nordosten Frankreichs, etwa 40km nordwestlich von Verdun. Siehe auch [1], Seite 78. Viele Grüße Emiel [1] https://digital.wlb-stuttgart.de/pdf/urn:nbn:de:bsz:24-digibib-bsz5109071809/divid/LOG_0000
DERMZ Am: 30.07.2024 10:30:11 Gelesen: 588785 # 3501
Guten Tag, König Ludwig war zu Gast bei Emiel und in Marburg - zumindest auf einer Feldpostkarte. Gelesen habe ich folgendes: Feldpost Abs. Wfldm Wenzlaff Marburg Bahnhofskommandantur Herrn Kanonier G. W. Wagner Res. Feld. Art. Reg 6 78 Res. Div. 5. Batr. Mbg, den 23. Juli 16 Lieber Leibfux! Besten Dank für Deine l. Karte. Ich freue mich, daß es Dir den Verhältnissen entsprechend noch gut geht. Von mir will ich nicht sprechen, denn ich habe Frau und Kind bei mir, Du kannst Dir ja dann denken, wei es mir geht. Auch meine … blüht tüchtig. Wie geht’s Deiner l Familie. Was macht der Junge? Herzl. Grüße von Haus zu Haus Dein Karl Wenzlaff Als Nichtbotaniker habe ich Mühe was denn da bei Karl am Blühen ist? Wer weiß es? Mit besten Grüßen Olaf
evwezel Am: 30.07.2024 11:05:55 Gelesen: 588779 # 3502
@ DERMZ [#3501] Hallo Olaf, was da blüht, ist seine (Heimat?/Heirat?)praxis. Vielleicht eine dumme Frage, aber was bedeutet "Leibfux"? Viele Grüße Emiel
chris63 Am: 30.07.2024 12:23:43 Gelesen: 588744 # 3503
@ evwezel [#3502] Hallo Emiel, da blüht die Privatpraxis, fux (Fuchs) ist die Bezeichnung für einen neu aufgenommenen Studenten in einer Studentenverbindung, der Leibfux (Leibfuchs) ist einem älteren Studenten (Leibbursche, Leibherr) zugeordnet. grüsse Christof
evwezel Am: 30.07.2024 12:46:47 Gelesen: 588739 # 3504
@ chris63 [#3503] Guten Mittag Christof, "Privatpraxis" ist natürlich nicht so romantisch wie "Heiratpraxis" (wie kam ich denn darauf?!), aber vom Schriftbild her ist Deine Lösung viel besser. Das Wort "Fuchs" als Bezeichnung für ein neues Mitglied einer Studentenverbindung kannte ich schon, aber "Leibfux" war mir noch völlig unbekannt. Da habe ich wieder etwas gelernt! Viele Grüße Emiel
DERMZ Am: 30.07.2024 14:08:41 Gelesen: 588721 # 3505
@ evwezel [#3502] @ chris63 [#3503] @ evwezel [#3504] Vielen vielen lieben Dank, jetzt macht es Sinn, ich war emotional auf einen Botanikbegriff aus, aber die Privatpraxis macht deutlich mehr her. Mit besten Grüßen Olaf
reichswolf Am: 30.07.2024 16:34:42 Gelesen: 588704 # 3506
@ evwezel [#3490] Klar werde ich die Karte zeigen, ich möchte sie nur beschreiben können, ;-) @ chris63 [#3491] Tausend Dank! LG, Christoph
evwezel Am: 30.07.2024 18:57:50 Gelesen: 588682 # 3507
Liebe Sammelfreunde, es ist wirklich unglaublich. Was die deutsche Rechtschreibung betrifft, dachte ich gestern schon einen absoluten Tiefpunkt gesehen zu haben, siehe [#3498]. Heute muss ich aber feststellen, dass es noch viel schlimmer werden kann. Ich zeige Euch hier eine Feldpostkarte mit einer Handschrift, die im Laufe der Zeit sehr blass geworden ist. Den Text konnte ich nur mit viel Mühe lesen (leider nicht alles). Und das war bestimmt nicht das einzige Problem... Ich lese folgendes: Nürnberg den 23.2.16 Wehrte Fahmile(?) Wagner Habe die Cigarren erhalten was mich sehr gefreud hat, besten Dank dafür. Mihr(?) gehd es gans gud, was ich auch fon Euch hoffe. Ich kann jetzt selber schreiben und kann auch mit(h?) Stock in die Stadt gehen. Es grüßt Euch alle Georg(?) Ald(…) Absender Abs. (…) Logenhaus Lazarett (…) Anschrift Herrn Haubtlehrer Wagner in Bad Aibling [1] am Hofberg [2] Postaufgabestempel NÜRNBERG 23.3.16 10-11N * 2 * Briefstempel Logenhaus-Lazarett [3] NÜRNBERG Feldpostvermerk Feldpost [1] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Aibling [2] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Hofberg_(Bad_Aibling) [3] Siehe https://www.fuerthwiki.de/wiki/index.php?title=Freimaurerloge_Zur_Wahrheit_und_Freundschaft. Während des Ersten Weltkrieges wurden die Räume der Freimaurerloge in der Dambacher Straße als Kriegslazarettlager zur Verfügung gestellt. Im gleichen Jahr, 1914, erreichte die Loge auch ihre bis dahin größte Mitgliederzahl von 231 Brüdern. Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 30.07.2024 21:24:05 Gelesen: 588646 # 3508
@ evwezel [#3507] Lieber Emiel, das ist bzgl. der Rechtschreibung wirklich eine extreme Karte. Ich habe noch ein paar weitere Fehler gefunden, die du automatisch "verbessert" hast. Hier ist meine Version: Nürnberg den 23.2.16 Wehrte Fahmile Wagner Habe die Cigarren erhalten was mich sehr gefreud hat, besten Dank daführ. Mihr gehd es gans Gud, was Ich auch fon euch hoffe. Ich kann jetzt selber Schreiben und kann auch mit 2 Stöck in die Stadt gehen. Es grüßt euch alle Georg Alt(…) Absender Abs. Georg (…) Logenhaus Lazarett (…) Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 30.07.2024 22:56:14 Gelesen: 588627 # 3509
@ volkimal [#3508] Lieber Volkmar, gud gemachd! :-) Ich habe noch nie so viele Fehler beieinander gesehen, in einem kurzen Text die nur aus 50 Worten besteht… Viele Grüße Emiel
zobbel Am: 31.07.2024 11:43:06 Gelesen: 588402 # 3510
Liebe Freunde, hier mal wieder etwas aus dem Libanon: Feldpost Hochwohlgeboren Frau General v. Oven Wilmersdorf-Berlin Wichmannstr. 19 ????????????? ????????????? Baalbek Baalbek, den 4.V.1917. Sehr geehrte Frau General! Meine besten Glückwünsche zu Ihrem kommenden Geburtstag, mögen dieselben alle in Erfüllung gehen u. uns der Frieden recht bald vergönnt sein. Hier ist en???? mein ?????lig ! Habe nordlich von Beyrouth am Meer ?? für mein Regt. eine Fischerei? aufgemacht um vielleicht dadurch die Mägen meiner Soldaten beh????? zukommen. Wieder Grüße an Ihren Herrn Gemahl u. Hans. Ihr ergebenster (Alleättren?) (Karl) Adolf von Oven (1855-1937); Alice Edle von Oetinger (1866–1942) https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_von_Oven
volkimal Am: 31.07.2024 12:17:16 Gelesen: 588352 # 3511
@ zobbel [#3510] Hallo zobbel, das Meiste kann ich lesen: ????????????? Kommandeur Baalbek Baalbek, den 4.V.1917. Sehr geehrte Frau General! Meine besten Glückwünsche zu Ihrem kommenden Geburtstag, mögen dieselben alle in Erfüllung gehen u. uns der Frieden recht bald vergönnt sein. Hier ist es mehr wie notwendig! Habe nordlich von Beyrouth am Meer für mein Regt. eine Fischerei aufgemacht um vielleicht dadurch die Mägen meiner Soldaten befriedigen zu können. Wieder Grüße an Ihren Herrn Gemahl u. Hans. Ihr ergebenster (Alleättren?) Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 31.07.2024 18:32:41 Gelesen: 588239 # 3512
@ volkimal [#3511] Lieber Volkmar, eine Lösung für das fehlende Wort auf der Anschriftseite habe ich auch noch nicht, aber wenigstens haben wir jetzt ein Bild von Frau Von Oven. Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 31.07.2024 19:46:26 Gelesen: 588221 # 3513
@ zobbel [#3510] Hallo Zobbel, meiner Meinung nach, stimmt hier etwas nicht. Der Briefschreiber gratuliert Frau Von Oven am 4. Mai 1917 “zu Ihrem kommenden Geburtstag”. Laut der Inschrift auf dem Grabstein (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_von_Oven ) wurde Alice von Oven am 8. November (1866) geboren… Habe ich hier etwas übersehen? Und noch eine Kleinigkeit: die Adresse Wichmannstraße 19 befindet sich nicht in Berlin-Wilmersdorf. Viele Grüße Emiel
zobbel Am: 31.07.2024 22:44:52 Gelesen: 588181 # 3514
@ evwezel [#3513] Hallo Emiel, damit habe ich nicht gerechnet, daher gleich mal im Adressbuch nachgesehen: Wichmannstraße gibt es in in Schöneberg https://digital.zlb.de/viewer/image/34115495_1917/4741/ In Haus 19 aber keine Frau v. Oven.... In Wilmersdorf: keine Wichmannstraße (auch nichts was so ähnlich heißt) https://digital.zlb.de/viewer/image/34115495_1917/5871/ https://digital.zlb.de/viewer/image/34115495_1917/5922/ Der Name v. Oven findet sich, aber wieder keine General oder seine Frau.... https://digital.zlb.de/viewer/image/34115495_1917/2148/ Dasselbe auch in der Ausgabe von 1918: https://digital.zlb.de/viewer/image/34115495_1918/2063/ Jetzt wird es spannend! Danke an Volkimal für die erst Hilfe!
zobbel Am: 31.07.2024 22:52:21 Gelesen: 588177 # 3515
@ volkimal [#3511] Danke. Das letzte Wort wird wohl ein Truppenteil o.ä. sein. Und genau das ist von Interesse!
volkimal Am: 31.07.2024 22:57:07 Gelesen: 588175 # 3516
@ zobbel [#3514] Hallo zobbel, das hier kennst du auf der Seite [1] lesen: "Karl von Oven steht zudem in direkter Linie zu den Generälen Karl von Oven, Burghard von Oven und Georg von Oven." Neben Adolf von Ofen kommen als gleich drei Herren als Gemahl in Frage. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.m.wikipedia.org/wiki/Karl_von_Oven_(Landrat)
zobbel Am: 31.07.2024 23:16:19 Gelesen: 588171 # 3517
@ evwezel [#3513]

Einziger Anhaltspunkt wegen des Geburtstags: Adolf wurde am 30.05.1855 geboren; aber der Text sagt ja was anderes....
volkimal Am: 31.07.2024 23:39:04 Gelesen: 588166 # 3518
@ zobbel [#3517]

Hallo zobbel,

es geht doch um den Geburtstag von Frau Zobbel.

Viele Grüße
Volkmar
evwezel Am: 31.07.2024 23:42:34 Gelesen: 588166 # 3519
@ volkimal [#3516] Lieber Volkmar, Burghard von Oven hat 1912 tatsächlich in Berlin Wilmersdorf gewohnt, aber in späteren Jahren findet man seinen Namen nicht mehr im Adressbuch von Berlin. Er wurde übrigens erst im Jahre 1918 zum Generalleutnant befördert. Burghard war verheiratet mit Juliane Helene von Oven und sie hatte einen Sohn mit dem Vornamen “Hans” aus ihrer ersten Ehe. https://www.geni.com/people/Juliane-von-Oven/6000000206463506837. Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 01.08.2024 20:03:34 Gelesen: 587999 # 3520
@ zobbel [#3515] Hallo Zobbel, ich habe das fehlende Wort auf der Anschriftseite ein bisschen überarbeitet und verglichen mit dem Namen auf der Textseite. Ich bin mehr und mehr davon überzeugt, dass es sich in beiden Fällen um den Namen des Kommandeurs handelt. Meiner Meinung nach ist das fehlende Wort bestimmt kein Truppenteil oder etwas ähnliches. Welcher Name, ist mir leider ein Rätsel. Ich wünsche Dir viel Erfolg mit Deiner Forschung! Viele Grüße Emiel
zobbel Am: 02.08.2024 00:05:49 Gelesen: 587965 # 3521
@ evwezel [#3520] Vielen Dank!
evwezel Am: 02.08.2024 00:29:56 Gelesen: 587952 # 3522
@ zobbel [#3521] Guten Abend Tobias, diese PDF-Datei könnte Dich vielleicht auch noch interessieren (Seite 597-599). https://lessing.ub.uni-duesseldorf.de/download/pdf/1272409.pdf Viele Grüße, Emiel
evwezel Am: 02.08.2024 14:44:01 Gelesen: 587740 # 3523
Liebe Sammelfreunde, an diesem schönen Sommertag zeige ich Euch wieder einen Feldpostbrief, diesmal geschrieben an Bord S.M.S. König Albert am 21. April 1918. Ich hatte noch nie von "Zinsebogen" gehört und natürlich habe ich das Wort sofort in Duden nachgeschlagen: "Bogen, der sich aus mehreren Zinsabschnitten zusammensetzt". Das hilft natürlich nicht viel weiter. Könnte jemand erklären, was damit gemeint wird? Seite 1 S.M.S. „ König Albert“ [1] Sonntag 21./4/. 1918. Liebe Eltern u. Geschw.! habe heute nachmittag Ella Ihren Brief erhalten, Wie Sie mir schreibt habt ihr das Schreiben bei dem Hemd beigelegt, ich habe aber nichts gesehen. Das ist doch bald nicht möglich. War es denn das richtige Schreiben oder hattet Ihr es bloß abgeschrieben? Ich war diese Woche an Land da wollte ich Euch die Quittung schicken, ich war auf der Post und habe es als Einschreibebrief fertig gemacht. Seite 2 Briefmarken habe ich auch schon draufgeklebt, dann als ichs im Schalter [2] reingab hat ers nicht an- genommen, ich muß es hier von Bord abschicken, da muß ich diese Woche mal aufs Schiffspostbüro gehen und abgeben, ich werde Euch schon schreiben wenn ichs abgeschickt habe. Mir kommt es bald wieder mal vor als wenn die Post garnicht alle ankäme. Ich habe schon verschiedenes angefragt, darauf schreibt Ihr niemals was mit. Was habt Ihr denn(?) noch von der Kriegs- anleihe erhalten, Ella schreib Seite 3 doch mal was davon. Ich wollte gerne wissen ob Ihr das Anleihe- stück[3] mit den Zinsbogen [4] erhalten habt. Ich habe schon 2mal angefragt. Jetzt habt Ihr wohl wieder viel Arbeit? Ist bei Euch die Uhr wieder vorgedreht! [5] Ich bin gut weg- gekommen halte gerade Wache, da brauchte ich bloß 3 Stunden auf Wache gehen. Sonst geht es mir noch gut dasselbe auch von Euch allen hoffend grüßt Euch Rudolf Auf wiedersehen! Absender Abs. Hzr. Helbig S.M.S. „König Albert“ [6] Anschrift Familie Ernst Helbig Olbernhau i/Sachsen (Erzgb.) [7] Äuß. Grünthalerstraße No 88. Feldpoststempel KAIS. DEUTSCHE MARINE SCHIFFSPOST Nr. 62 * 22 4 * 18 Feldpostvermerk Marinepost [1] Siehe https://deutsche-schutzgebiete.de/wordpress/projekte/kaiserliche-marine/seiner-majestaet-schiffe/s-m-s-koenig-albert-1912/ [2] (in Ämtern, Banken, bei der Post o. Ä.) Theke, abgegrenzter Platz in einem größeren Raum, von dem aus die Kund[inn]en bedient werden [3] Der Erste Weltkrieg wurde in Deutschland über Kriegsanleihen finanziert. Zwischen 1914 und 1918 insgesamt neun Kriegsanleihen ausgegeben, die 98 Milliarden Mark einbrachten und etwa 60 % der deutschen Kriegskosten deckten. Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Kriegsanleihe. [4] (bei festverzinslichen Wertpapieren und Aktien) Bogen, der sich aus mehreren Zinsabschnitten zusammensetzt??? [5] Im Deutschen Kaiserreich gab es eine Sommerzeit erstmals während des Ersten Weltkriegs in den Jahren 1916 bis 1918. Im Jahre 1918 war die Umstellung von Normalzeit auf Sommerzeit am Montag, 15. April geplant. Einen lesenswürdigen Artikel über dieses Thema von Helmut Wurm findet man auch im Rundbrief 232 der ArGe Deutsche Feldpost 1914-1918. [6] Hzr. = Heizer [7] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Olbernhau Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 02.08.2024 14:57:53 Gelesen: 587733 # 3524
@ evwezel [#3523] Zinsbogen: Du kennst das wahrscheinlich als "Coupon".
Gauss Am: 02.08.2024 15:07:14 Gelesen: 587725 # 3525
Als man für Aktien und Anleihen noch ein Papier hatte und nicht nur einen Eintrag im virtuellen Depot, gab es für jedes Jahr der Laufzeit bzw. bei Aktien für die nächsten x Jahre Abschnitte, die man abschnitt, um bei der Bank Zins oder Dividende einzufordern.
evwezel Am: 02.08.2024 15:08:33 Gelesen: 587724 # 3526
@ Gauss [#3524] Du hast recht, das klingt vertraut! Einer "Zinsabschnitt" konnte also gegen Geld eingelöst werden? Vielen Dank für Deine schnelle Rückmeldung! Emiel
evwezel Am: 02.08.2024 16:29:01 Gelesen: 587686 # 3527
@ Gauss [#3525] Guten Mittag Gauss, ich hatte Deine letzte Antwort noch nicht gelesen. Vielen Dank für diese Erklärung! Viele Grüße Emiel
12 kreuzer rot Am: 03.08.2024 15:00:56 Gelesen: 587457 # 3528
Hallo liebe Schriftexperten, Habe da einen Bayerischen Brief, wo ich mit der Gockel oder Hühnerschrift überhaupt nicht klarkomme! Was ich weiß: Der Aufgabeort Pfarrkirchen. Und jetzt geht es los: Sollte ein Adelsbrief sein? Wohin? Leider keine Stempel vorhanden. Dachte zuerst Post Innsbruck am Inn, Österreich! Ist es aber nicht. Bin jetzt der Meinung Post Neuhaus am Inn. Wäre dann 2. Gewichtsstufe und wäre vom Porto ok. Was für eine Ortschaft? Vielleicht kann mir Jemand das Geschreibsel Verdeutschen? Mfg 12 Kreuzer
DERMZ Am: 03.08.2024 15:16:17 Gelesen: 587451 # 3529
@ 12 kreuzer rot [#3528] Guten Nachmittag, ich lese: Den Wohlgeborenen den Freÿherrl. v. Lerchenfelden'schen ...verwalter ... Regensburger in Pillham Post Neuhaus am Inn Pillham ist ein Gemeindeteil des Marktes Ruhstorf an der Rott im niederbayerischen Landkreis Passau. Vielleicht hilft das Wenige ein wenig weiter. Beste Grüße Olaf
evwezel Am: 03.08.2024 15:37:41 Gelesen: 587443 # 3530
@ DERMZ [#3529] Guten Mittag Olaf, vielleicht kann ich hier auch ein bisschen weiterhelfen. Ich lese: Den Wohlgeborenen den Freÿherrl. v. Laachenfelder'schen Rentners(?)verwalter Herrn Regensburger in Pillham Post Neuhaus am Inn Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 03.08.2024 16:22:10 Gelesen: 587434 # 3531
Pillham gehörte den Freiherren von Lerchenfeld. Die hatten dort wohl ein Rentamt [1]. Der Empfänger ist der Rentenverwalter. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Rentamt
evwezel Am: 03.08.2024 16:32:22 Gelesen: 587429 # 3532
@ Gauss [#3531] Guten Mittag Gauss, Olaf hatte also doch recht. Es ist “Lerchenfelder’schen” statt “Laachenfelder’schen”. Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 03.08.2024 17:04:30 Gelesen: 587414 # 3533
@ 12 kreuzer rot [#3528] Hallo, der Herr Rentenverwalter heißt Regensberger nicht Regensburger. Viele Grüße Volkmar
12 kreuzer rot Am: 04.08.2024 04:00:00 Gelesen: 587218 # 3534
Hallo, DERMZ, evwezel, Gauss, volkimal, Vielen Dank für eure Schnellen Antworten. Ihr habt mir sehr geholfen. Ich habe auf der Karte nach einem Ort mit Anfangsbuchstaben PH geschaut, aber nichts Richtiges gefunden. Hatte es aber auf der Karte, im Visier. Aber jetzt ist alles klar. Es gibt auch ein Schloss. Da scheint ein Hausverwaltungsunternehmen seinen Sitz zu haben. Wünsche noch einen schönen Sonntag Chris
inflamicha Am: 04.08.2024 19:09:20 Gelesen: 587062 # 3535
Guten Abend, aus der gleichen Gegend kommt diese Karte: Die Ansichtskarte nach Bischheim zeigt neben dem Stempel der Postkontrollstelle Strassburg den KOS WILLGOTTHEIM (UNTERELS.) 28 7 15 * 7-8 V. *. Auch diese heute französische Gemeinde liegt im Département Bas-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Gruß Michael [Diese Karte wurde im Infla Thema vorgestellt, mich würde ich eine Übersetzung dieser von mir nicht lesbaren Schrift interessieren / Richard]
zobbel Am: 04.08.2024 23:06:22 Gelesen: 586999 # 3536
@ evwezel [#3522]

Auf Seite 597 steht, das Karl Adolf von Oven am 30.08.1855 geboren sei, und seine Frau Alice am 8.11.1866. Das stimmt mit dem Grabstein überein.

Ich schließe daraus (wie ich schon vermutet hatte), daß der Frau Generalin nicht zu ihrem eigenen Geburtsag, sondern zu dem ihres Mannes gratuliert wird. Auch wenn des Text selber was anderes sagt.
volkimal Am: 04.08.2024 23:23:40 Gelesen: 586996 # 3537
@ inflamicha [#3535] Hallo Richard, die Karte kann ich bis auf 2 Namen lesen. Fräulein Hedwig Buck in Bischheim / b. Straßburg Blumenstraße 26 Wöllenheim 26.7.1915 Innig g. Hedwig! Wie geht es denn bei Dir, hoffentlich noch gut, kann selbiges auch von mir berichten. Bin am Sonntag gut hier angekommen. Was macht der Albert, ist er recht böse. Die besten Grüße an Familie ??? und Röhrich. Es grüßt und büßt Dich recht herzlich Dein ??? Viele Grüße Volkmar
zobbel Am: 04.08.2024 23:43:05 Gelesen: 586988 # 3538
@ zobbel [#3536] 30.05.1855 (Mai).
Gauss Am: 05.08.2024 06:58:27 Gelesen: 586854 # 3539
@ volkimal [#3537] Joseph? Der nicht büßt, sondern (wenn auch nur virtuell) küßt.
Richard Am: 05.08.2024 12:33:04 Gelesen: 586778 # 3540
@ volkimal [#3537] Danke für die Übersetzung. Grüsse, Richard
Ron Alexander Am: 24.08.2024 21:12:13 Gelesen: 582193 # 3541
Schönen guten Abend, kann mir jemand helfen und sagen was in diesem Text steht? Brief ist von 1780 an Nicolaus Zumstein und Vincent in Memmingen, bekannte Familie. Würde mich freuen wenn mir jemand sagen könnte um was es in dem Brief geht und wer der Absender ist, ich lese Albert Gebr.. Denßi Danke & Gruß, Ron
Gauss Am: 24.08.2024 22:26:00 Gelesen: 582176 # 3542
@ Ron Alexander [#3541] Albert & Gebr. Tensi (Seidenwarenhändler in Augsburg)
Ron Alexander Am: 24.08.2024 23:07:39 Gelesen: 582164 # 3543
@ Gauss [#3542] Super, danke! Darauf wäre ich nie gekommen. Kannst du mir sagen um was es Geos geht in dem Brief? Gefühlt um eine Bestellung von irgendetwas. Danke & Gruß, Ron
DERMZ Am: 25.08.2024 01:32:07 Gelesen: 582142 # 3544
@ Ron Alexander [#3543] Guten Morgen, mit der Schrift von 1780 bin ich nicht sooo vertraut, da habe ich auch so meine Probleme mit, aber ich wage mal einen ersten Versuch: Augsburg, den 29 9mbr [1] 1780 Hochgeehrte Herren! Durch euren Giorgio Strambo & Bahletta in Vigevano [2] seyed wir benachrichtigt, wie daß ?? und ??? 100.- wie Lovis d'or oder deßen wertth. für derer Rechnung bezahlen werden; (auch darüber schon angewißen haben) daher wir mit umgehender Post antwhorth erwarth ob ?? solches in Richtigen ?? Nicolay ?? Effectie.. oder nicht, damit wir unsern Maas... nennen können erwarthen dahero prompt antwort in welcher an.... die E... haben zu ??? 1 - ich vermute, daß September gemeint ist 2 - Vigevano = Stadt in der Provinz Pavia Also nichts dolles, was ich mir da zusammenstammelt, es sind doch einige Lücken zu füllen - aber vielleicht hilft das für den Anfang. Mit besten Grüßen Olaf
Ron Alexander Am: 25.08.2024 08:15:08 Gelesen: 582104 # 3545
Schönen guten Morgen, Vielen Dank! ChatGPT liest folgendes: München 29. Dezember 1780 Monsieur Nicolaus Henstein & Vincent Hochgeschätzter Herr! Durch werten Giorgio Strambo & Bassetta in Vigevano sind wir angewiesen, eine Last C F. und 874/100 nach Lourdes oder wohin auch immer Sie die Aushändigung bestellten wollten, daselbst dafür einzugehen, und haben hierfür wie mit vergülteter ersten Auswechsel unserer auf Herrn Nicolai M. Flecker ob St. Salvator in Augsburg eliminieren… nicht, damit wir unseren Max post, nunmehr konvoys prompte, autorisieren in Salutem… Microsoft Copilot bekommt es nicht mal ansatzweise Transkribiert. Grüße, Ron Hinweis Redaktion: ChatGTP = künstliche Intelligenz, also ohne menschlichen Verstand und menschliche Erfahrung
volkimal Am: 25.08.2024 08:53:34 Gelesen: 582090 # 3546
@ Ron Alexander [#3541] Hallo Ron, etwas weiter bin ich gekommen: Memmingen ??? Nicolaus Zumstein & Vincent [1] Augsburg, den 29 9mbr [2] 1780 Hochgeehrte Herren! Von Herren Giorgio Strambo & Bahletta in Vigevano seynd wir benachrichtiget, wie daß Ex.uns ??? 100.- neu Lovis d'or [3] oder deßen werth. für derer Rechnung bezahlen werden; (auch darüber schon angewißen haben) dahero wir mit umgehender Post antworth erwarth ob Ex. solches in Richtigen Ulmer Nicolay ?? Effectie? oder nicht, damit wir unsern Maas... nennen können erwarthen dahero prompt antwort in welcher anho??? die Ehre haben zu Herren Albert & Gebr. Tensi Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Zumstein_(Kaufmannsfamilie) [2] 8mbr = Oktober, 9ber = November siehe http://www.daniel-stieger.ch/daten.htm [3] https://de.wikipedia.org/wiki/Louis_d%E2%80%99or
Ron Alexander Am: 26.08.2024 18:17:17 Gelesen: 581782 # 3547
@ volkimal [#3546] Vielen Dank für Deine Hilfe! Grüße, Ron
volkimal Am: 20.09.2024 11:24:14 Gelesen: 574695 # 3548
Hallo zusammen, zwei Postkarten aus London von E. Engelhardt aus den Jahren 1892 bzw. 1904 an zwei verschiedene Empfänger in Deutschland. Da ich die beiden Karten zusammen fand, gehe ich davon aus, dass sie in einen Brief nach London zurückgesandt wurden. Ich rätsele darüber womit E. Engelhardt gehandelt hat. Beim googeln fand ich zuerst den Silber- bzw. Goldhändler E. Engelhard in London. S bzw. A könnten Silber bzw. Aurum (Gold) bedeuten. Die Zahlen 915 bzw, 868 könnten Reinheitsgrade sein, 18 ? bzw. 6 ? Gewichts- oder Mengenangaben und die Zeichnungen Markierungen auf den Gold- bzw. Silberbarren. Dann musste ich aber feststellen, dass sich der Silber- bzw. Goldhändler am Ende ohne „t“ schreibt. Bei der weiteren Suche im Internet fand ich den Namen im Engelhardt & Co im Adressbuch der Keramischen Industrie 1906 bei der Firma Bernhardt & Bauer, Porzellanfabrik in Piesau Sachsen-Meiningen. E. Engelhardt müsste demnach ein Musterlager haben und Vertreter in London sein. Wer kann mir sagen, womit E. Engelhardt in London gehandelt hat und was die kleinen Zeichnungen darstellen? Viele Grüße Volkmar
Gehwegflatterer Am: 20.09.2024 12:37:32 Gelesen: 574676 # 3549
@ volkimal [#3548] E. Engelhardt & Co. scheinen etwas mit Porzellan- und Keramikwaren zu tun gehabt zu haben. Im 'Adressbuch der keramischen Industrie' von 1906 gibt es zwei Treffer, bei denen E. Engelhardt (11 Bradford Avenue) als Musterlager und Vertreter von Porzellanfabriken angegeben wird. Vielleicht hilft das ja etwas weiter. https://books.google.de/books?redir_esc=y&hl=de&id=FnVKAAAAYAAJ&q=%22E.+Engelhardt%22#v=snippet&q=%22E.%20Engelhardt%22&f=false Beste Grüße Göran Bitte ignorieren, das hatte Volkmar ja selbst schon herausgefunden.
DERMZ Am: 20.09.2024 22:36:26 Gelesen: 574090 # 3550
@ volkimal [#3548] Hallo Volkmar, ob meine Idee zum Erfolg führt, mag ich nicht meinen. Aber vielleicht ist es ein Ansatz Im Adressbuch von Schwarzenberg von 1894 [1], hat ein Eduard Richter aus Schwarzenberg eine Anzeige geschaltet, er handelt mit Cigarren, hat eine große Auswahl in Hochzeits-Geschenken und feinen Nippsachen, Material-, Glas- und Porzellan-Waaren, sowie eine reichhaltige Auswahl von Andenken. Zusätzlich führt er "Goldleisten-Gardinen-Spiegel" Im Adressbuch wird des weiteren ein Friedrich-Emil Richter gelistet, der ein Zahnatelier betreibt, August Richter ist Schneider, Richard Richter ist Mechaniker, ein weiterer Friedrich-Emil Richter ist Friseur, Christian Eduard Richter Fleischer. Viele Grüße Olaf [1] https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/95681/45
volkimal Am: 24.09.2024 22:08:02 Gelesen: 572076 # 3551
@ Gehwegflatterer [#3549] @ DERMZ [#3550] Hallo zusammen, herzlichen Dank für Eure Bemühungen. So richtig hilft es mir aber nicht weiter. Heute habe ich eine Frage zu einer Karte meines Urgroßvaters. Der hatte leider eine Sauklaue und ich rätsel immer wieder darüber, was er wohl geschrieben hat. Heute eine Karte von ihm aus Lissabon vom 19.1.1904: Ich lese - bin mir aber nich immer sicher ob es stimmt: Meine Lieben! Da ich denke morgen früh über Madeira nach den Inseln abzudampfen, um die Stadt ??? vollendung(?) vor 8./12. nicht wieder auf der Halbinsel sein kann sende Euch schon heut die herzlichsten Glückwünsche zu Eurem Ver- lobungstage. Innige Grüße Euch Lieben Allen und ???? Wiedersehen wenn möglich Weihnachten. Euer Oswald Was meint Ihr? Viele Grüße Volkmar
chris63 Am: 24.09.2024 22:49:10 Gelesen: 572053 # 3552
@ volkimal [#3551] Hallo Volkmar, 3.Zeile: Studien zu vollenden 7.Zeile: gesundes zu den Engelhardt Karten: vermutlich Holz oder Blechspielzeuge, Otto Knäbchen hatte erst eine Druckerei in Zöblitz und war später Mitinhaber der Vereinigten Sächsischen Holz & Blechspielwaren Fabriken Damm & Co. Zum zweiten Empfänger in Schwarzenberg nichts gefunden. Das Zeichen nach den Nummern auf den Karten steht m.E. für Dutzend. grüße Christof
volkimal Am: 24.09.2024 23:02:02 Gelesen: 572045 # 3553
@ chris63 [#3552]

Hallo Christof,

super - vielen Dank! Jetzt wo du es schreibst sehe ich es auch.

An Dutzend hatte ich auch schon gedacht. Fragt sich nur was die Zahlen genau bedeuten.

Viele Grüße
Volkmar
Koban Am: 25.09.2024 17:35:43 Gelesen: 571833 # 3554
Hallo zusammen, heute bräuchte ich Eure Hilfe bei der Identifizierung einiger Wörter. Bei Bild 1 (Brief aus Paris von 1859) lese ich das rot unterstrichene als Roger 15. Ich vermute, dass hier der Straßenname Rue Roger und die Hausnummer gemeint sind, finde jedoch keinerlei Hinweise, dass sich dort je ein Theater o.ä. befand. Lese ich eventuell falsch? Bei Bild 2 (Brief aus Paris von 1898) scheitere ich an einem Namen. Ich lese Meir?el . Bei der Unterschrift lese ich M ? Ollivier. Danke vorab für Eure Hilfe! Gruß, Koban
volkimal Am: 25.09.2024 18:21:19 Gelesen: 571817 # 3555
Hallo zusammen, die nächste Karte von Urgroßvater. Er war Direktor der Zuckerrübenfabrik und Raffinerie Santa Clara auf der Insel San Miguel (Azoren). Diese Postkarte mit anhängender Antwortkarte hat er an seinen Freund Artur Schallehn geschickt: Ich lese: Ponta Delgada d. 27/9 08. Mein lieber Artur! Heut Nacht 26/27 die höchste Schichtleistung mit 100 Diffusionen = 206 Tonnen erreicht. Woche vom 21 bis 27 Durchschnittsleistung in 24 Stunden = 376 Tonnen. Bis heut 13328 Ton. Durchschnitt 300 Ton. Durch einge???tetes Gutgewicht in Wirklichkeit noch 5 % höher. Das ist mehr wo ich erwarten konnte. Bin wohlauf. Herzlichen Dank für Karte und Brief, doch welches die mich sehr ???. Wenn mög- lich schreibe Dir noch mit nächstem Dampfer. Gruß Dir, Else und den Jungens. Dein alter Oswald Was meint ihr - alles richtig oder nicht. Bei dem fett markierten Text bin ich mir nicht so sicher. Viele Grüße Volkmar
Gauss Am: 25.09.2024 19:17:24 Gelesen: 571789 # 3556
@ volkimal [#3555] durch welches du mich sehr erfreut hast?
volkimal Am: 25.09.2024 19:22:10 Gelesen: 571785 # 3557
@ Gauss [#3556] Hallo Gauss, dankeschön. Mit Deiner Hilfe ist die Stelle klar. Es heißt "durch welches du mich sehr erfreutest" Jetzt fehlt nur noch ein Wort. Viele Grüße Volkmar
Koban Am: 25.09.2024 19:28:57 Gelesen: 571779 # 3558
@ Koban [#3554] Den Namen im zweiten Brief konnte ich inzwischen als Mirzel identifizieren. Mirzel war der Spitzname der Frau des Briefempfängers. Der Kringel am Ende des M täuschte ein e vor. Die beiden anderen Stellen sind mir weiter unklar. Koban
volkimal Am: 25.09.2024 19:51:42 Gelesen: 571766 # 3559
@ Koban [#3554] Hallo Koban, die Unterschrift ist wohl "M. Th. Ollivier". Diesen Namen findest Du häufiger bei Google. Viele Grüße Volkmar
Koban Am: 26.09.2024 18:23:29 Gelesen: 571047 # 3560
@ volkimal [#3559] Danke Dir. Jetzt sehe ich es auch. Gruß, Koban
shields Am: 02.10.2024 10:33:38 Gelesen: 568914 # 3561
@ Koban [#3560] Guten Morgen, habe Probleme mit der Current Schrift. Es handelt sich um die handschriftliche Entwertung auf dem Postkartenausschnitt. Ich habe " Bf. Constanz " vermutet, bin aber nicht sicher. Hat jemand eine Idee ?
volkimal Am: 02.10.2024 11:00:41 Gelesen: 568894 # 3562
@ shields [#3561] Hallo, mit "Bhf" = Bahnhof liegst du richtig. Der Orstname fängt meiner Meinung nach mit einem "S" an und endet auf "g" oder "z". Da käme z.B. Sonneberg in Frage. Das passt vom Schriftbild her aber auch nicht richtig. Schade, dass es ein Postkartenausschnitt ist. Ist vom Text der Karte irgendetwas zu erkennen, aus dem sich Rückschlüsse auf den Aufgabeort ziehen lassen? Viele Grüße Volkmar
shields Am: 02.10.2024 11:04:34 Gelesen: 568889 # 3563
Erst mal Danke, dass Du Dich damit beschäftigt hast. Ich scan mal gerade die Rückseite.
volkimal Am: 02.10.2024 11:16:13 Gelesen: 568880 # 3564
@ shields [#3563] Hallo, das ist genau die richtige Stelle. Es ist eindeutig ein "S". Ich gehe jetzt davon aus, dass es Sonneberg heißt. Viele Grüße Volkmar
shields Am: 02.10.2024 11:23:39 Gelesen: 568873 # 3565
Vielen Dank Volkmar ! Das hat mir sehr geholfen. Ist ja weit weg von meiner Idee Constanz. Viele Grüße aus dem Westerwald Wilfried
evwezel Am: 02.10.2024 12:58:31 Gelesen: 568848 # 3566
Liebe Sammelfreunde, ich zeige Euch diesmal eine Ansichtskarte, die 1901 von Quedlinburg nach Archsum (auf Sylt) verschickt wurde. Bei dem fett gedruckten Text bin ich leider gescheitert. Hat jemand eine Lösung? Anschrift An Herrn Reinert Boysen Ahrenhdlg.(?) in Archsum[1] a. Sylt Ankunftsstempel Gross Morsum[2] 7 ? 01 8-12N Text oben Dieser Turm ist vor einigen Wochen abgebrannt.[3] Text unten Mein lieber Boysen, wir erinnern uns noch immer Ihrer & senden Ihnen hiermit, wenn auch um einige Tage verspätet, zum verflossenen 4. Juni nachtrgl.[3] unsere herzl. Wünsche. Mögen Sie namentlich immer recht gesund & tatkräftig Ihr Geschäft vorstehen können & dasselbe weiter zu Ihrer Freude aufblühen sehen. Text an der rechten Seite Wir grüßen Sie & Ihre l. Familie recht herzlich & verabschieden uns für heute als Ihr Franz Steinrich & Familie Lindenstraße 76 [1] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Archsum. [2] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Morsum_(Sylt) [3] Der Turm der Marktkirche ist am Am 29. April 1901 abgebrannt. Siehe http://www.quedlinburgweb.de/qlb/allerlei/kirchenbrand.htm. [4] nachträglich Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 02.10.2024 13:13:23 Gelesen: 568840 # 3567
@ evwezel [#3566] Ich könnte mir eine Uhrenhandlung vorstellen.
volkimal Am: 02.10.2024 13:13:53 Gelesen: 568840 # 3568
@ evwezel [#3566]

Hallo Emiel,
ich lese:

Anschrift
An
Herrn Meinert Boysen Uhrenhdlg.
in
Archsum[1] a. Sylt

Ankunftsstempel
Gross Morsum[2]
7 6(?)
01
8-12N

Text oben
Dieser Thurm ist vor einigen Wochen abgebrannt.[3]

Text unten
Mein lieber Boysen, wir erinnern uns noch immer Ihrer & senden
Ihnen hiermit, wenn auch um einige Tage verspätet, zum verflossenen
4. Juni nachtrgl.[3] unsere herzl. Wünsche. Mögen Sie namentlich immer recht
gesund & thatkräftig Ihr Geschäft vorstehen können & dasselbe weiter zu Ihrer
Freude aufblühen sehen.

Text an der rechten Seite
Wir grüßen Sie & Ihre l. Familie
recht herzlich & verabschieden uns
für heute als
Ihr Franz Steinrich
& Familie
Lindenstraße 76

Der Absender könnte auch "Franz Heinrich" heißen - das ist aber nicht sicher.
Der Name Steinrich ist ausgesprochen selten.

Viele Grüße
Volkmar
evwezel Am: 02.10.2024 14:19:06 Gelesen: 568814 # 3569
@ Gauss [#3567] @ volkimal [#3568] Hallo Gauss und Volkmar, vielen Dank für Eure sehr schnelle Hilfe! Meinert Boysen war tatsächlich Uhrmacher. Ich habe ihn gerade gefunden in https://agora.sub.uni-hamburg.de/subhh-adress/digbib/view;jsessionid=A98B4E49CB20EED50931B9E74AC224ED.TC13?did=c1:1315307&sdid=c1:1317719. Vermutlich hat er in Archsum nicht viel um die Ohren gehabt... Laut Adressbuch Quedlinburg (1930) wohnte die Witwe Heinrich an der Adresse Lindenstraße nr. 76. Leider ist das Adressbuch Quedlinburg aus dem Jahre 1901 nicht online erhältlich, aber meine Schlußfolgerung ist jetzt auch, dass der Absender "Franz Heinrich" heißt. Sind "Thurm" and "thatkräftig" Schreibfehler oder handelt es sich hier um eine alte Schreibweise? Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 02.10.2024 14:33:27 Gelesen: 568805 # 3570
@ evwezel [#3569]

Hallo Emiel,

entsprechend der Orthographischen Konferenz von 1901 in Berlin [1] gab es bei der deutschen Rechtschreibungen einige Änderungen.

Das "h" als Dehnungsbuchstabe sollte häufig wegfallen z.B. Tal statt Thal oder Tür statt Thür. Bis sich diese Änderungen durchgesetzt haben, hat es natürlich jahrelang gedauert.

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Orthographische_Konferenz_von_1901
evwezel Am: 02.10.2024 19:21:50 Gelesen: 568750 # 3571
@ volkimal [#3570]

Hallo Volkmar,

vielen Dank, da habe ich wieder etwas Interessantes gelernt!

Einen schönen Abend wünscht Dir

Emiel
evwezel Am: 02.10.2024 20:58:16 Gelesen: 568724 # 3572
Liebe Sammelfreunde, sag mal ehrlich: wer hat jemals von Ludwig Thiele gehört? Ich jedenfalls nicht, obwohl ich ein Liebhaber klassischer Musik bin. Ich zeige Euch hier eine Postkarte, die am 29. Juni 1906 an Professor und Komponist Thuile verschickt wurde. Ludwig ist 1907 gestorben, im Alter von 46 Jahren. Wer der Briefschreiber war, weiß ich leider nicht. Es ist möglich, dass "Eduard" ein Kollege von Ludwig war. Ich konnte den Text ziemlich gut lesen, aber an zwei Stellen bin ich mir nicht ganz sicher. Was meinte E. mit "wir haben uns starr angesehen"? Bedeutet es so etwas wie "wir waren erstaunt"? Oder habe ich das einfach falsch gelesen? Wer sich für klassische Musik interessiert, muss sich wirklich mal das Klavierkonzert in D. (1886) von Ludwig Thuile anhören (https://www.youtube.com/watch?v=Po1ei8rb2x8 ). Ich fand es sehr beeindruckend! Viele Grüße Emiel --- Anschriftseite An Herrn Professor Thuille[1] in München Thorwaldsenstr. 16. Postaufgabestempel TEGERNSEE 2 05-6N Textseite Tegernsee, den 29. Juni .06 L.L. Heute haben wir uns aber schon ganz starr(?) angesehen und beinah an Zauberei geglaubt als schon diesen Morgen mit der Frühpost, -d.h. der einzigen, die hier herauf gebracht wird,- Dein Schächtelchen gekommen war. Hast Du es noch am Abend besorgt? Vielen Dank! Gestern war noch ein ganz fideler Abend mit dem kleinen Italiener Luigi in der Küche, heute saßen wir den ganzen Tag in der Sonne auf der Veranda, lesend, schreibend, arbeitend, im Übrigen ist kompleter Ruhetag, der auch mir ganz gut tut. Ich werde nur nachher mit Miss H. hinunter in’s Dorf gehen, um etwas Bewegung zu haben. Es ist heute wo möglich noch schöner und wärmer als gestern. Die arme Lori wird ihre Uhr wohl nicht mehr kriegen! Sie hatte sie wohl abgelegt und dann liegen lassen! Das durf- te man in der Akademie auch nicht riskieren, ich meine, im Kasten(?)! Leb wohl, Liebes, sei vielmals gegrüßt von Deiner E. Text oben Grüße Eduard und die Mädchen! H. ist sehr vergnügt. [1] Ludwig Thuile war Komponist und Professor an der Akademie der Tonkunst, Thorwaldsenstraße 16 in München. Siehe https://bildsuche.digitale-sammlungen.de/index.html?c=viewer&bandnummer=bsb00092429&pimage=590&v=100&nav=&l=de und https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Thuille.
volkimal Am: 02.10.2024 21:52:44 Gelesen: 568708 # 3573
@ evwezel [#3572] Hallo Emiel, du hast das Datum der Karte falsch gelesen (und beim Stempel vergessen). Es ist der 29. Januar 1906. Hier mein Ergebnis: Postaufgabestempel TEGERNSEE 2 29 JAN 06 05-6N Textseite Tegernsee, den 29. Jan. 06 Mit "starr" und "Kasten" liegst Du richtig. Ansonsten ist mir nur aufgefallen, dass die Absenderin "im Uebrigen" mit "Ue" geschrieben hat und dass sie teilweise nach einem Punkt klein weitergeschrieben hat. Das gilt auf jeden Fall für "besorgt? vielen Dank!". Beim Buchstaben "D" bzw. "d" bin ich mir mehrmals nicht sicher, ob er groß oder klein ist. Zum Beispiel bei "Das durfte" oder "das durfte". Die beiden Buchstaben sind häufiger kaum zu unterscheiden. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 02.10.2024 22:12:20 Gelesen: 568700 # 3574
@ volkimal [#3573] Guten Abend Volkmar, Du hast recht, mit dem Datum habe ich mich vertan. Das war nicht sehr klug von mir. Vielen Dank für Deine Korrektur! Du schreibst übrigens “die Absenderin”, aber der Absender dieser Postkarte ist doch Eduard? Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 02.10.2024 22:21:34 Gelesen: 568697 # 3575
@ evwezel [#3574] Hallo Emiel, die Karte wurde von einer Frau geschrieben. Unten steht "... sei vielmals gegrüßt von Dei ner E.". Wenn E. ein Mann gewesen wäre, dann hätte er geschrieben "... sei vielmals gegrüßt von Dei nem E." Mit "Grüße Eduard und die Mädchen!" ist gemeint, dass der Professor Thuile einem gewissen Eduard und seinen Mädchen Grüße von der Absenderin "E." ausrichten soll. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 02.10.2024 22:37:43 Gelesen: 568691 # 3576
@ volkimal [#3575] Hallo Volkmar, jetzt sehe ich was Du meinst. Es ist mir wirklich ein Rätsel, wie ich das übersehen konnte. Ich werde mich in die Ecke stellen und mich schämen. Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 02.10.2024 23:34:18 Gelesen: 568678 # 3577
@ volkimal [#3575] Hallo Volkmar, ich vermute, “E” war Emma Thuille geboren Dietl, die Ehefrau von Ludwig. Ich habe gerade etwas sehr Interessantes gefunden in https://play.google.com/store/books/details?id=XopQRepliR8C&rdid=book-XopQRepliR8C&rdot=1. Auf Seite 89 wird die folgende Postkarte gezeigt: Das ist doch ein ganz unglaublicher Zufall, nicht? Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 06.10.2024 13:49:04 Gelesen: 567715 # 3578
Liebe Sammelfreunde, ich zeige Euch heute eine Postkarte aus der Inflationszeit. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das erste Wort richtig gelesen habe. Vom Sinn her wäre "Bezugnehmend" logisch, aber das "h" fehlt. Könnte es einfach ein Schreibfehler sein, oder habe ich mich geirrt? And dann noch etwas. Mit Blaustift wurde etwas auf der Anschriftseite geschrieben. Handelt es sich hier um den Papierpreiszuschlag von 5 Pf? Einen schönen Sonntag wünscht Euch Emiel Textseite Bezugne(h)mend auf Ihr Inserat[1] in der Geflügelbörse[2] sandte ich Ihnen ein Telegramm mit bezahlter Rückantwort. Bin leider noch ohne Nachricht auf dasselbe, ob Hund verkauft oder ob ich noch einen bekommen kann. Bat auf zu- sendung per Nachname, auf Wunsch sende auch Geld ein. Falls wolfsgrau nicht zu haben, bitte mir eine andere zu senden Achtungsvoll A. Mohr Absender Arthur Mohr Fernsprecher (nicht lesbar) Conditorei & Café Grünberg i. Schl. Katholische Kirchstrasse 6 Anschrift Herrn Mohwinkel Landwirt Oerrel[3] b. Hankensbüttel [4] Postaufgabestempel GRÜNBERG [5] 30.11.22. 10-11V * (SCHLESIEN) * [1] Anzeige [2] Geflügelbörse - Zeitschrift für Kleintierzüchter und Naturfreunde. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Gefl%C3%BCgel-B%C3%B6rse. [3] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Oerrel_(Dedelstorf) [4] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Hankensb%C3%BCttel [5] Heute Zielona Góra (Polen). Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Zielona_G%C3%B3ra.
inflamicha Am: 06.10.2024 14:08:44 Gelesen: 567701 # 3579
@ evwezel [#3578] Hallo Emiel, bis auf "per Nachna hme" und "...bitte mir eine n andere n..." soweit richtig erkannt. Die blaue "50" vorne ist der erhobene Nachportobetrag, die Germaniamarken waren im November 1922 nicht mehr portogültig. Gruß Michael
volkimal Am: 06.10.2024 14:09:53 Gelesen: 567700 # 3580
@ evwezel [#3578] Hallo Emiel, ich lese ebenfalls "Bezugnemend". Der blaue Vermerk ist eine große 50. Weshalb sie dort steht weiß ich nicht. Mit 600 Pfg. ist die Karte portogerecht und es ist kein Nachporto erforderlich. Der Papierpreiszuschlag beim Verkauf der Karte betrug 5 Pfg. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 06.10.2024 14:12:29 Gelesen: 567697 # 3581
Hallo, lese gerade den Beitrag von Michael. Da ich unterwegs bin, konnte ich die Gültigkeit nicht kontrollieren. Viele Grüße Volkmar
inflamicha Am: 06.10.2024 14:25:51 Gelesen: 567692 # 3582
@ evwezel [#3578] @ volkimal [#3581] Die entsprechende Regelung zur Nachportoerhebung für die hier gültige Portoperiode 10 lautet: Für .... unzureichend freigemachte Briefe und Postkarten .... wurde das Doppelte des Fehlbetrages (hier 15 Pfg.), mindestens aber ein Betrag von 50 Pfennig, ..., nacherhoben. Das kam hier zum Tragen. Nur mal so, falls jemand fragt, warum 50 Pfg. nacherhoben wurden. Gruß Michael
evwezel Am: 06.10.2024 14:54:58 Gelesen: 567689 # 3583
@ inflamicha [#3582] @ volkimal [#3580] Hallo Volkmar und Michael, vielen Dank für Eure Hilfe! Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 06.10.2024 15:44:32 Gelesen: 567672 # 3584
@ inflamicha [#3579] Hallo Michael, Interessant, was Du hier erzählst über die Portogültigkeit der Germaniamarken. Das hatte ich völlig übersehen - es wäre ein schönes Sonntagsratsel gewesen! Viele Grüße Emiel
inflamicha Am: 06.10.2024 15:55:50 Gelesen: 567661 # 3585
@ evwezel [#3584] es wäre ein schönes Sonntagsratsel gewesen Allerdings allzu leicht fürchte ich. ;-) Gruß Michael
volkimal Am: 14.10.2024 21:43:59 Gelesen: 565910 # 3586
Hallo zusammen, bei dieser alten Urkunde kenne ich eine Abkürzung nicht. Wer weiß was " y.a." bedeutet? Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob es eine andere Abkürzung z.B. " ej.a." ist Dem Herrn Prediger Gotthilf Georg Friedrich Hecker zu Blankenburg sind von seiner Ehefrau, Frau Wilhelmine Dorothea Amalie geb. Hecker, folgende Kinder gegoren: 1. ein Sohn am 17ten (siebzehnten) April 1814 (1800 und vierzehn), welcher am 1ten Juni y.a. in der heiligen Taufe die Namen: „Hermann Friedrich Wilhelm Alexander“; 2. eine Tochter am 3ten (dritten) Juli 1820 (1800 und zwanzig), welche am 9ten August y.a. in der heiligen Taufe die Namen: „Wilhelmine Dorothea Amalie“; 3. eine Tochter am 15ten (fünfzehnten) Februar 1925 (1800 funf und zwanzig), welche am 12ten April y.a. in der heiligen Taufe die Namen: „Wilhelmine Julie Agnes“ erhalten hat. Dies wird hiermit auf Grund des Kirchenbuches von Blan- kenburg amtlich bescheinigt. Blankenburg d. 4. Juni 1856 Scheller(?) Pfarrer Siegel: „Kirchensiegel zu Blankenburg“ Der Prediger Prediger Gotthilf Georg Friedrich Hecker ist übrigens mein Ur-ur-ur-Großvater. Der Son ist mein ur-ur-Großvater. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 14.10.2024 21:53:10 Gelesen: 565907 # 3587
@ volkimal [#3586] Hallo Volkmar, ej.a = ejusdem anni (desselben Jahres (lateinisch)). Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Abk%C3%BCrzungen Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 14.10.2024 22:06:47 Gelesen: 565890 # 3588
@ evwezel [#3587] Hallo Emiel, Super, vielen Dank! Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 15.10.2024 13:58:43 Gelesen: 565749 # 3589
Liebe Sammelfreunde, diesmal muss ich das Handtuch werfen. Obwohl ich den Text schon minutenlang angestarrt habe, kann ich noch immer nicht alles entziffern. Hat jemand eine Idee? Viele Grüße Emiel ich lese: Wie ich erfahren habe, g()gen jetzt die Leute im Felde mit zehn Monaten Urlaub. Hoffendlich[1] bin ich da auch (…) (…) (…) Besser wäre es aber wenn der Krieg vorbei war. Habe gestern abend auch von Gevat- terin[2] Renate wieder ein Paket bekommen. Die vergißt mich nicht. Ihr schreibt ja gar nicht wie es in Döll- städt zugeht. Passiert denn nichts? Meine Kameraden bekommen im- mer etwas neues. Ich will schließen in der Hoffnung auf baldiges Wieder- sehen. Eurer Sohn. Gruß an Nachbar Friedrich. Ein(?) anderes Mal mehr Absender Musketier R. Gliem Rekrutendepot Armeekorps d. 22. Rsv Division III. Komp. Deutsche Feldpost Nr. 24 (nicht lesbar) Anschrift Herrn Albin Gliem Döllstädt b. Gotha [3] Oberstraße No. 1804(?) Feldpoststempel K.D. FELDPOST- STATION Nr.24.18.2.16. * * * Briefstempel S.B. Rekrutendepot Reserve-Division Feldpostvermerk Feldpostkarte [1] Rechtschreibung ist natürlich hoffentlich [2] Dieses Wort kannte ich noch nicht. Laut Duden: Taufpatin [3] https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%B6llst%C3%A4dt
DERMZ Am: 15.10.2024 15:56:33 Gelesen: 565722 # 3590
@ evwezel [#3589] Hallo Emiel die erste Lücke erschließt sich mir recht einfach Wie ich erfahren habe, g riegen jetzt ... griegen = kriegen = bekommen Die weit größere Lücke habe ich auch nur ???, aber ich schaue da jetzt auch mal etwas länger drauf, vielleicht kommt ja noch eine Idee. Beste Grüße Olaf
volkimal Am: 15.10.2024 15:58:37 Gelesen: 565722 # 3591
@ evwezel [#3589] Hallo Emiel, sitze gerade in einem Bus und habe nur ein sehr schwaches WLAN. Hoffe es klappt. Ich lese: Wie ich erfahren habe, griegen jetzt die Leute im Felde mit zehn Monaten Urlaub. Hoffendlich[1] bin ich da auch mahl am Ruder. Besser wäre es aber wenn der Krieg vorbei war. Habe gestern abend auch von Gevat- terin[2] Renate wieder ein Paket bekommen. Die vergißt mir nicht. Ihr schreibt ja gar nicht wie es in Döll- städt zugeht. Bassiert denn nichts (?) Meine Kameraden bekommen im- mer etwas neues. Ich will schließen in der Hoffnung auf baldiges Wieder- sehen. Eurer Sohn. Gruß an Nachbar Friedrich. Ein andermal mehr Die Vorderseite lässt sich im Moment nicht öffnen. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 15.10.2024 16:11:17 Gelesen: 565716 # 3592
@ evwezel [#3589] Hallo Emiel, jetzt klappt es gerade wieder. In der Anschrift gehe ich von der Hausnummer 184 aus. Die vermeintliche "0" ist die Unterlänge des "h" in der Zeile darüber. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 15.10.2024 16:35:14 Gelesen: 565701 # 3593
@ DERMZ [#3590] @ volkimal [#3591] @ volkimal [#3592] Hallo Olaf und Volkmar, ich bedanke mich wiedermal ganz herzlich für Eure Hilfe! Das Wort "griegen" ist hier eigentlich ganz logisch, aber ich habe es einfach nicht erkannt. Gut gesehen, Olaf! Und Volkmar, irre ich mich oder ist die Busfahrt sehr langweilig? :-) Wie Du so schnell auf "mahl am Ruder" gekommen bist, ist mir wirklich ein Rätsel... Das "r" am Wortende wird auf dieser Feldpostkarte auch merkwürdig geschrieben. Viele Grüße und gute Fahrt! Emiel
evwezel Am: 17.10.2024 11:55:41 Gelesen: 565359 # 3594
Liebe Sammelfreunde, ich habe noch nie in meinem Leben eine Ansichtskarte mit soviel Text gesehen! Außerdem wurde der Text quer durchs Bild geschrieben und ist deswegen schwer zu lesen. Ich lese folgendes: Text am Rand – unten Meine lb. Frl. Berta! Soeben habe ich Ihre lb. Karte erhalten & daraus mit großen Be- dauern vernommen, daß es heuer[1] wahrscheinlich unmöglich werden wird, daß wir uns treffen. Ich habe mich schon so richtig auf Ihre angenehme Unterhaltung gefreut, daß ich Ihnen gar nicht schildern kann, wie Leid es mir tut, daß wir uns viel- Text am Rand – an der rechten Seite leicht in A.[2] nicht treffen sollten. Ihrer Anregung zufolge kann ich m(einen). Urlaub leider nicht später nehmen, weil im Juni spez. inne Spark sehr viel zu tun ist, und mein Text am Rand – an der Oberseite Posten von einer anderen Persönlichkeit zum Beginn des Saison nicht gern vertreten wird. Es hat mich mein Chef Text am Rand - an der linken Seite heuer eigens gebeten, ich möchte doch (???) Urlaub früher nehmen weil sonst immer soviel Arbeit zusammenkommt. – Offen gestanden ist es mir persönlich durch- aus nicht lieb, daß ich schon so früh in Urlaub gehen muß. Text im Bild Wenn Sie hier die Wohnung noch nicht gemietet & Ihren Reiseplan auch nicht so fest gemacht hätten, so hätte ich Sie natürlich gebeten daß Sie uns in München wäh- rend (Ihr) Urlaub besuchen. Aber so ist leider nun meine überaus große Freude, mit Ihnen zusammen sein zu können, zu nichts geworden. Werden Sie dann volle 14 Tg. von Amberg fortbleiben? Ich fahre wahrscheinlich am Pfingstsamstag mit dem Schmalzug[3], der nun 8 Uhr 25 v. München abgeht nach A. & bleibe dort bis 5 Juni. Vielleicht können Sie doch noch einige Tage vor meiner Abfahrt v. A. dort eintref- fen. Text im Bild – an der rechten Seite Ihre herzl(iche). (…) bestens erwidernd ergeb. Ihre Marg. Th. Meine Eltern lassen Ihre freundl(iche). Grüße erwidern Text auf der Anschriftseite NB! Könnten Sie nicht vielleicht schon einige Tage vor Pfingsten nach M. kommen, damit wir uns treffen könnten? Bitte Sie vielmals um Entschuldigung, daß ich Sie in dieser Angelegenheit so sehr belästige, aber Sie (???) auch hierin wieder einen Beweis haben, wie überaus angenehm mir Ihre & Ihrer ? Angehörigen Unterhaltung wäre. Anschrift Hochwohlgeboren Frl. Berta Trümmer Amberg Marktplatz Laut Adressbuch Amsberg 1904 wohnte die Familie Trümmer an der Adresse "Marktplatz 43": Postaufgabestempel AMBERG-BHF 6 MAI 04 a6-7N Ankunftsstempel MUENCHEN (Nicht lesbar) V.10-11? [1] Süddeutsch - dieses Jahr, in diesem Jahr[e] [2] Amberg. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Amberg. [3] Als Schmalspurbahn, seltener auch Kleinspurbahn, wird eine Bahn bezeichnet, deren Spurweite kleiner als die der 1822 eingeführten Normalspur mit 1435 mm (4 Fuß 8,5 Zoll) ist. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Schmalspurbahn. --- Fragen 1) Wir sehen auf dieser Karte das Staatswappen des Königreichs Bayern. Was bedeuten die Symbole links unten und rechts oben? 2) Laut Duden war “heuer” ein Synonym für “dieses Jahr / in diesem Jahr[e]”. Das klingt im Satz “Es hat sich mein Chef heuer eigens gebeten” nicht sehr logisch. Habe ich dieses Wort falsch gelesen oder bedeutet es hier etwas ganz anderes? 3) Hat jemand eine Ahnung, womit die Firma “Spark” sich beschäftigte? Natürlich könnte es auch eine Abkürzung für "Sparkasse" sein... Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 17.10.2024 18:40:23 Gelesen: 565278 # 3595
@ evwezel [#3594] Hallo Emiel, "heuer" heißt nicht nur dieses Jahr sondern kann auch "heute" bedeuten: Heuer stammt aus dem Althochdeutschen hiu jāre, was "in diesem Jahr" bedeutet. Es entwickelte sich zu dem regionaleren Begriff heuer, der verwendet wird, um "dieses Jahr" oder "heute" zu bedeuten Den Rest schaue ich mir später an. Gleich gibt es Abendessen. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 17.10.2024 23:21:37 Gelesen: 565237 # 3596
@ evwezel [#3594] Hallo Emiel, bei der Frage zum Wappen habe ich zumindest das Feld oben rechts gefunden. Schau einmal hier [1]. Bei deinem Text sind mir noch ein paar Stellen aufgefallen: Text am Rand unten: Ich habe mich schon so riesig wie leid es mir tut Text rechte Seite: , weil im Juni in m Spark Text oben: Zu Beginn der Saison Text links: Ich möchte doch m Urlaub Text im Bild: Während I. Urlaubs nichts geworden. Vielleicht könnten wir uns aber auf der Reise treffen. Werden Sie denn volle um 8 Uhr 25 Text im Bild rechts: Ihre herzlichen Grüsse bestens erwidern bin ich ergeb. So, geschafft. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.bayern.landtag.de/parlament/staatssymbole/bayerisches-staatswappen/
evwezel Am: 18.10.2024 08:08:31 Gelesen: 565160 # 3597
@ volkimal [#3596] Hallo Volkmar, es hat mich riesig gefreut, dass Du die Lücken schließen konntest. Das ist wirklich große Klasse! Vielen, vielen DANK für Deine Hilfe. Und eines Tages werde ich es schaffen, eine Übersetzung ohne Fehler zu machen. Auffallend in diesem Text ist die Höflichkeit womit alles zum Ausdruck gemacht wird. Persönlich finde ich das eine Tugend. Die Briefschreiberin hätte Ihre Nachricht natürlich auch in einem Satz mitteilen können. Höflichkeit schadet aber nie (beim Lesen wurden nur meine Augen geschadet)! Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 18.10.2024 21:58:37 Gelesen: 565036 # 3598
Liebe Sammelfreunde, viele Deutsche waren nach dem Ersten Weltkrieg sehr enttäuscht vom Kriegsverlauf und vom Massentöten an der Westfront schockiert. Ich zeige Euch heute eine Postkarte zu diesem Thema. Ein einziges Wort fehlt mir noch, direkt vor dem Wort "Opfer". Und dann noch etwas: Hat jemand eine Ahnung, was der Ortsname auf dem Ankunftsstempel sein könnte? Viele Grüße Emiel --- Ich lese: Textseite Bad Steben in Bayern, 17.9.20 Lieber Herr Strempel! Von Herrn. Sievert erhalte ich Ihre Anschrift u. weiss nun, dass Sie den wie- ten Wasserweg hinter sich haben u. in fer- nen Landen sich ein neues Leben, ein neues Glück zimmern [1] wollen. Mein Denken a Sehnen wandern heute und werden oft wandern hin zu Ihnen, Ihnen mit aller Kraft Erfüllung wün- schend Ihrer Träume u. lichte Sonne über Ihren Lebensweg. Aber auch in Wehmut, dass ich nicht mitwandern kann in die Fern. Denn Deutschland ist ein unbehütet Haus, in dem die Brüder sich streiten, während Fremde das Beste vom Hausrat holen u. keiner wehrt ich- nen. Es ist ein trübes Leben. Uns wären nicht die Totenopfer, unserer Besten da draussen u. wäre nicht der Glaube, ??? Opfer kann nichts umsonst gewesen sein – es wäre ein inhaltloses Dasein. Auch Sie wird in der Ferne die Erinne- rung nicht verlassen, wieviel Blut die Erde hat trinken müssen um unsere Text auf der Anschriftseite deutsche Heimat. Ich lese gerade Flex [2] u. trauere, dass dieses ganz aufstreben- de grosse Talent auch ein Kriegesop- fer wurde. Er sagt: Leutnantsdienst tun heisst seinen Leuten vorleben, das Vorsterben ist dann wohl mal ein Teil davon. Es lässt sich erweitern auch auf den Menschheitsdienst. Wenn erst wieder der Wille kommt, den anderen vorzule- ben, wird auch das unselige Fieber des Bruderhasses bei uns schwinden u. un- sere Heimat genesen. – Glück u. Gruss u. alle guten Wünsche. Ihr Ew. Kraus Absender Abs. Kraus aus Traben Trarbach [3] a.d. Mosel ??? Bad Steben i. Frankenwald Anschrift Herrn. Dr. A. Strempel i/Fa. Westphalen, Bach & Co Bahia Brasilien Caixa 47 Postaufgabestempel BAD STEBEN 17.9.20. 4-5V * a * Ankunftsstempel ??? 9 OCT 1920 [1] herstellen [2] Walter Flex (6. Juli 1887 – 16. Oktober1917). Der Wanderer zwischen beiden Welten. Siehe https://www.projekt-gutenberg.org/flex/wandwelt/wandwelt.html, https://en.wikipedia.org/wiki/Walter_Flex und http://www.europeana-collections-1914-1918.eu/film-the-story-of-walter-flex/ [3] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Traben-Trarbach
volkimal Am: 18.10.2024 22:32:52 Gelesen: 565019 # 3599
@ evwezel [#3598] Hallo Emiel, das fehlende Wort ist "Ihr" oder "ihr". Der Groß- und Kleinbuchstabe sind übereinander geschrieben. Hinter an der Mosel steht z.Zt. = zur Zeit. Der Ankunftsstempel ist aus Bahia. Ich kann ihn leider im Moment nicht freistellen und drehen. Du musst den Stempel ca. um 90° im Uhrzeigersinn drehen. Dann steht "(Bahia)" unten im Stempel. Was oben steht weiß ich noch nicht. Vielleicht zeigst du ihn einmal beim Thema Brasilien. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 18.10.2024 23:58:16 Gelesen: 565001 # 3600
@ volkimal [#3599] Hallo Volkmar, vielen Dank! Den Ankunftsstempel lese ich jetzt als “RECEP. 4A SECC TARDE (BAHIA)”. Was diese Abkürzungen bedeuten, weiß ich leider nicht. Ich habe gerade mal beim Thema Brasilien informiert. Vielen Dank auch für Deinen Hinweis! Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 20.10.2024 16:26:38 Gelesen: 564690 # 3601
Liebe Sammelfreunde, es fällt mir schwer zuzugeben, dass ich wieder gescheitert bin. Vermutlich ist das erste fehlende Wort die Abkürzung einer Ortsname (oder einfach "W" - nach Westen). Beim zweiten und dritten fehlenden Wort handelt es sich um dasselbe Wort. Vermutlich endet das Wort auf "r" (zum Beispiel, vergleiche es mal mit "aber"). Viele Grüße Emiel --- Ich lese: Tr.[1] 13.11.1917 Lieber Herr Rudolph! Vielen Dank für Ihr frdl. Schreiben nach (?). Vorgestern sollte ich meine Tätigkeit beginnen. Fast Täglich 6-8 Stun- den marschieren. Als ich sagte, dass mir das (???) unmöglich sei, schickte man mich von Lille nach hier zurück. Dr. Arzt beantragte meine Aufnahme ins Lazarett um durch orthopedische Übun- gen die Füsse leistungsfähig zu machen, was ich bereits früher (???) ohne Er- folg versucht habe. Die Abteilung scheint mir aber wieder abschieben zu wollen. So hat die Kriegs-Herl. Tätigkeit wahr- scheinlich schon beim Anfang geendigt. Hier ist es recht nett, eine interes- sante alte Stadt mit wunderbaren Kathedrale. Herzl. Gruss Ihnen und sämtlichen Herrn Ihr Sergeant H. Ziller Absender Sergeant H. Zillig bay. Vermessungs. Abteilung 11 Deutsche Feld-Post 402 Anschrift Herrn Julius Rudolph P.A. Inspektor [2] Bamberg K. Proviantamt Bayern Briefstempel Deutsche Feldpost 402 Bayer. VERMESSUNGSABTEILUNG Feldpoststempel Deutsche Feldpost 14.11.17. 11-12V * * * Feldpostvermerk Feld-Post [1] Tournai - siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Tournai [2] Was könnte die Abkürzung "P.A" bedeuten?
chris63 Am: 20.10.2024 16:51:21 Gelesen: 564674 # 3602
@ evwezel [#3601] Hallo Emiel, das fehlende Wort ist leider @ evwezel [#3594] Schnellzug statt Schmalzug und in m. Sparte statt Spark, wie Chef und Saison in lateinischen Buchstaben geschrieben. grüsse Christof
JanClauss Am: 20.10.2024 17:03:09 Gelesen: 564671 # 3603
Gerne würde ich - auch gegen Bezahlung - meine Altalben-Postgeschichte nach Sütterlintexten durchforsten. Da ich im Wesentlichen bis II. Weltkrieg sammle, könnte mich das aber teuer zu stehen kommen, denn es wären bestimmt 100 Stück, teils mit spannender Kolonialvergangenheit in Afrika (Seuchen, Hunger, Durst, Überfälle, Vandalismus, Korruption, Folterkeller, Machtmissbrauch, Sklaverei usw.). Vielleicht würde ich mir, wenn mich ein(e) fähige(r) Caligraph(in) dazu ermunterte, über die "Stille Weihnachtszeit" die Rückseitentexte von Postkarten und Ganzsachen in Ruhe "reinziehen", um dann beurteilen zu können, welche der vielen Stücke über reine Familienangelegenheiten hinaus in Sachen "Social Philately" relevant and "übersetzungswürdig" erscheinen. Dr.Jan Ulrich Clauss, VPh-Verbandsprüfer für Britisch Afrika
evwezel Am: 20.10.2024 17:08:38 Gelesen: 564669 # 3604
@ chris63 [#3602] Hallo Christof, vielen Dank für Deine Hilfe! Es ist wirklich unglaublich, wie schnell Du die Lösung gefunden hast. Ich habe selbst auch noch einen kleinen Fehler gefunden. Es muss natürlich “Der Arzt” sein statt “Dr. Arzt”… Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 21.10.2024 17:59:44 Gelesen: 564495 # 3605
@ evwezel [#3601] P.A. Inspektor = vermutlich Proviantamt-Inspektor.
evwezel Am: 21.10.2024 21:29:13 Gelesen: 564451 # 3606
@ JanClauss [#3603] Guten Abend Jan Ulrich, ich glaube, Deine Frage ist noch nicht beantwortet worden. Meiner Erfahrung nach wird man hier immer sehr schnell geholfen, vorausgesetzt, dass man die Knochenarbeit selbst schon geleistet hat. Es ist mir nicht ganz deutlich, was Du mit “reinziehen” meinst. Eigentlich soll man die Rückseite der Ansichtskarten schon “übersetzt” (transkribiert) haben, um beurteilen zu können ob es sich um interessante Stücke handelt. Vielleicht gibt es Mitglieder, die anderer Meinung sind. Ich würde Dir gerne helfen mit der Übersetzung von einigen Postkarten, aber die Transkription von 100 Postkarten und Ganzsachen ist einfach zu viel Arbeit (jedenfalls für mich). Viele Grüße aus den Niederlanden Emiel
evwezel Am: 23.10.2024 16:23:13 Gelesen: 563689 # 3607
Liebe Sammelfreunde, ich nehme an, Ihr wisst inzwischen, dass Feldpost meine Leidenschaft ist. Heute zeige ich Euch einen Feldpostbrief, geschrieben im Wochenende zwischen Freitag den 8. September and Montag den 11. September 1916. Die Übersetzung hat mir ziemlich viel Mühe gekostet, aber schließlich konnte ich fast alles entziffern. Ich bin mir leider nicht sicher, ob das fettgedruckte Wort richtig is. Viele Grüße Emiel --- Ich lese: Bald wird es B.(?) Freitag 11/9 6/? abgehen 8/9 Liebe Eltern Rud.(?) kam heute auf meine Stube und übergab mir 10 M, das von Euch l. Eltern uns zugesandt worden war. Herzlichen Dank für dieses Geschenk. Von al- len Seiten erfährt man so große Liebe. Überall denkt man an die armen Soldaten. Heute er- hielt ich von einem Berlinerkolleg. einen Brief worin er mir mitteilt, daß in B[1] ein Ei 30 Pf. kostet u. 1 Ei pro Woche u. Kopf ferner 60g Butter ferner 250 g Fleisch pro Woche u. Kopf gerahmt worden. Wie es scheint, kommt die K. Anleihe[2] doch zustande. In den letzten Tagen hörten wir wieder starken Kanonendonner. Da haben nun die Rumänen ihren ersten Drasch[3] erhalten. Weitere folgen hoffentlich bald. Gretchen u. die Kinder sind vorigen Sonnabend[4] u. Sonntag in Groß(-) vargula[5] gewiesen. Haben Champignons ein- gekocht. 30 Pfd. Jetzt besseres Wetter. Rud.(?) zeigte mir die Bilder die Gr. im W. angefertigt hat. Da werden ja in M. furchtbar viele proforma(?) eingezogen. Griechenland wird auch bald gegen uns kämpfen. Hier wurden d. Soldaten über den Kanal, der nach Holland führt übergesetzt. 7 Mann platschten dabei in den 4m tiefen Kanal. Ertrun- ken ist niemand. Lebt wohl u. seid herzl. gegr. v. Eurem A. Anschrift Herrn Hauptlehrer Triebel in Mühlhausen i/Th [6] Steinweg 35 Absender Dienstgrad Landst(urmer) Name Triebel Inf(anterie). Ers(atz). Trupp 6. Bataill. z. 15. Abteil(ung). Beverloo Belgien Briefstempel S.B. S./VI. B. Inf. Ers. Truppe Beverloo Feldpostvermerk Feldpostbrief [1] Berlin [2] Vermutlich wird “Kriegsanleihe” gemeint. [3] lärmende Geschäftigkeit [4] Samstag [5] Siehe https://www.grossvargula.de/ [6] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BChlhausen/Th%C3%BCringen
Gauss Am: 23.10.2024 17:42:47 Gelesen: 563663 # 3608
@ evwezel [#3607] Da fällt mir nichts ein. Aber vielleicht statt "pro Woche u. Kopf gerahmt worden." "... gerechnet werden".
volkimal Am: 23.10.2024 18:25:00 Gelesen: 563644 # 3609
@ evwezel [#3607] Hallo Emiel, ein paar Kleinigkeiten sind mir aufgefallen. Am Anfang würde ich der besseren Lesbarkeit schreiben: Bald wird es abgehen B. Freitag 6 ?/? 11/9 8/9 Von der Schrift bzw. dem Bleistift her gehört das 6 ?/? zum ursprünglichen Text. Was die beiden unteren Zeilen bedeuten weiß ich nicht. Berliner Kolleg. einen u. 1 Ei pro Wch u. Kopf g Fleisch pro Wch u. Kopf u. Wch gerechnet werdern vargula gewesen. Der i-Punkt ist eine Verschmutzung furchtbar viele Personen Das Wch bedeutet wie du schon schreibst sehr wahrscheinlich Woche. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 23.10.2024 19:39:14 Gelesen: 563616 # 3610
@ Gauss [#3608] @ volkimal [#3609] Hallo Volkmar und Gauss, es ist wirklich großartig, dass ich immer wieder mit Eurer Hilfe rechnen kann. Vielen Dank! Emiel
chris63 Am: 23.10.2024 22:35:47 Gelesen: 563521 # 3611
@ evwezel [#3607] Hallo Emiel, nun ist es soweit, Du kannst Alles transkribieren, Deine Fragen kann eher ein Feldpostsammler beantworten als ein Sütterlin/Kurrent Gelehrter. Ein Feldpostsammler könnte Dir aus dem Stand sagen: Die 5. Kriegsanleihe wurde im November 1916 gezeichnet. Griechenland Kriegseintritt 1917. Die erste Schlacht im Rumänien Feldzug war zwischen dem 26. und 29.September 1916 bei Hermannstadt. Somit glaube ich nicht, das der Brief zwischen 8. und 11. September geschrieben worden ist. Rechts oben, wo das Datum normalerweise steht lese ich 6.10 und dann vielleicht B für Beverloo. Ein Feldpostsammler könnte auch den S.(oldaten) B.(rief) Stempel erklären 3.?/VI.? B.? Infanterie Ersatz Truppe. 8/9 und 11/9 steht meines Erachtens auf dem Kopf, versuch mal so eine 9 zu schreiben und hat mit dem Brief nichts zu tun, aber alles nur spekuliert. grüsse Christof
evwezel Am: 24.10.2024 00:20:08 Gelesen: 563494 # 3612
@ chris63 [#3611] Guten Abend Christof, vielen Dank für Deine Ergänzungen, die ich mit sehr viel Interesse gelesen habe. Du liegst leider nicht richtig mit Deiner Annahme, dass ich alles transkribieren kann (nur in meinen Träumen!). Dafür sind meine Deutschkenntnisse einfach nicht ausreichend. Deswegen habe ich auch in Beitrag [#3607] gefragt, ob die Übersetzung “Proforma” richtig war (das war sie übrigens nicht). Meine Frage hatte in diesem Fall inhaltlich nichts mit der Feldpost zu tun. Viele Grüße Emiel
Briefuhu Am: 24.10.2024 07:22:33 Gelesen: 563418 # 3613
Habe hier einen Brief vom 17.03.1818 nach Massenbach, zumindest lese ich es so. Mit diesem Brief komme ich einfach nicht weiter. Ich lese an Hochwohlgeboren .... den Fräulein von Mühlen. Durch ...... (evtl. Gelegenheit ?) zu Massenbach ?. Auf der Rückseite lese ich dieser Brief hat ...... .....? geld Sachen ?. Auch konnte ich im Text den Absendeort nich erkennen. Der Text an sich ist für mich ohne Bedeutung. Vielen Dank im Voraus. Schönen Gruß Sepp
chris63 Am: 24.10.2024 12:46:00 Gelesen: 563306 # 3614
@ Briefuhu [#3613] Hallo Sepp, Sr Hochwolgeboren Gnaden durch Gelegenheit dieser brief Ent Held Mehrerley geld Sachen Ortsangabe ist keine zu finden, Massenbach halte ich für eine Unterschrift, wird aber im Umfeld vom Ort Massenbach sein. Im Text erwähnt Eberbach und Neckarsulm. grüsse Christof
Briefuhu Am: 24.10.2024 13:09:28 Gelesen: 563293 # 3615
@ chris63 [#3614] Hallo Christof, vielen Dank für Deine Hilfe, Du hast mir wirklich weiter geholfen. Jetzt sehe ich auch die Wörter. Das mit "Massenbach" muss ich noch abklären. Schönen Gruß Sepp
volkimal Am: 24.10.2024 13:43:49 Gelesen: 563279 # 3616
@ Briefuhu [#3613] Hallo Sepp, das Fräulein von Mühlen kann gut auf dem Schloss Massenbach gewohnt haben. Die Familien von Massenbach und von Mühlen haben wohl einiges miteinander zu tun gehabt. Google einmal nach Massenbach "von Mühlen" Da gibt es einige Einträge. Bitte aber "von Mühlen" dabei in Anführungsstriche setzen, damit der Famlienname gefunden wird. Am Tablet ist es mir zu umständlich alles durchzugehen, um Einträge aus der Zeit von 1818 zu finden. Viele Grüße Volkmar
Briefuhu Am: 24.10.2024 14:48:26 Gelesen: 563229 # 3617
@ volkimal [#3616] Hallo Volkmar, vielen Dank für Deinen Hinweis, da gibt es einige Einträge bei Goggle, werde mich am Abend schlau machen. Schönen Gruß Sepp
bayern klassisch Am: 24.10.2024 15:06:26 Gelesen: 563225 # 3618
@ Briefuhu [#3613] Hallo Sepp, und weil wir hier ja in einem philatelistischem Forum sind, erkläre ich kurz noch den Fachterminus "durch Gelegenheit": Wenn ein Absender die Post umgehen wollte, oder musste, oder es einfach die beste Alternative war, z.B. weil es noch keine günstige Postverbindung zum Empfänger gab, konnte er jemanden dingen, der ihm seinen Brief zustellte. In der Regel war das eher bei naheliegenden Orten der Fall, als bei weit auseinander liegenden Orten. Dann brachte ein "Gütiger" den Brief mehr, oder weniger indirekt vom Absender zum Empfänger und war, wenn es nötig war, auch vom Absender für seinen Dienst bezahlt worden für seine "Güte" des Transports. Für den Empfänger zeigte dies an, dass er nicht auf die Post zu warten brauchte, sondern der Übergeber ein gedungener Bote des Absenders war und somit der Empfang des Briefes für ihn selbst kostenlos war (da die Post den Brief ja nie gesehen hatte und infolge dessen auch kein Porto anfallen konnte). Vergleichbare Briefe tragen auch den Vermerk "d(urch) G(üte)", "per Express" usw.. Sehr häufig sind solche Briefe nicht und von erfahrenen Kennern werden sie auch gerne genommen, weil sie die Ausnahme von der Regel bei der Beförderung darstellen. Liebe Grüsse, Ralph
Briefuhu Am: 24.10.2024 16:32:50 Gelesen: 563205 # 3619
@ bayern klassisch [#3618] Hallo Ralph, vielen Dank für die Erklärung, da habe ich wieder mal von Dir was dazu gelernt. Echt interessant diese alten Briefe. Und zu der Zeit des Briefes gab es tatsächlich Freifräulein von Mühlen zu Massenbach. Schönen Gruß Sepp
evwezel Am: 25.10.2024 16:07:34 Gelesen: 562752 # 3620
Liebe Sammelfreunde, ich führe Euch heute weiter zurück in die Zeit. Mai 1806 hatte Napoleon die 1795 gegründete Batavische Republik in das Königreich Holland umgewandelt und seinem Bruder Louis die Krone übertragen. Doch Napoleon unterschätzt die Eigenständigkeit des kleinen Bruders. Louis begriff sich von Anfang an als König der Holländer und nicht als bloßer Statthalter Napoleons. Er wollte seinen Untertanen ein milder und gerechter Herrscher sein. Nach wenigen Jahren setzt Napoleon den volksnahen Louis ab und schickt ihn ins Exil. Am 9. Juli 1810 wird Holland per Dekret mit Frankreich vereinigt und das ganze Land von französischen Truppen besetzt. Zu dieser Zeit arriviert Georg Albrecht Friedrich Ammon, geboren im Jahre 1774 zu Hollenbach, in Rotterdam. 1808 heiratet er eine niederländische Frau, Elizabeth Velthorst. Die Gründe für seine Emigration kennen wir leider nicht, aber das Leben wird in Rotterdam nicht besser. Nach dem Tod seines Mutters schreibt er einen Brief (das heißt, er hat vermutlich den Brief nur unterschrieben – siehe auch die Unterschrift auf der Geburtsurkunde seines Töchterchen (das letzte Bild). Friedrich konnte nämlich nicht schreiben) an seinen Vetter in Hollenbach mit der Bitte um Hilfe. Ob sein Vetter tatsächlich geholfen hat, ist leider nicht bekannt. Ich weiß nur, dass Friedrich 1847 auf elender Weise in einem Armenhaus in Rotterdam gestorben ist. Der Briefschreiber ist bestimmt kein Goethe und ich bin mir selbst nicht sicher, ob der Brief von einem Deutschen geschrieben wurde. Andererseits ist es mein erster Versuch, diese sehr alte Schrift zu lesen. Deshalb ist es auch möglich, dass ich mich an vielen Stellen einfach geirrt habe. Ich würde mich freuen auf Ihre Kommentare und Anmerkungen (Christof, siehst Du, diesmal keine Feldpost!). Es wäre großartig, wenn jemand auch noch etwas zu den postalischen Details sagen könnte. Zum Beispiel: 1) Was bedeutet „Weck, Q38“? 2) Mit Rotstift wurde “30” auf der Anschriftseite geschrieben. Handelt es sich hier um die Gebühr für Postzustellung? 3) Welchen Weg könnte der Brief gegangen sein und wie lange war der Brief (vermutlich) unterwegs? Viele Grüße Emiel Ich lese: Seite 1 Stempel: ROTTERDAM Herrn Andris Hafener Metzler Meister und gast Werd[1] in die goldene Krohn in Hollenbach[2] beij[3] Margreth an der Tauber[4] Seite 2 Rotterdam den 21 Meij 1812 Hoch geEhrtendes[5] und Lieber H. Vetter und und Lieber H. Pfleger Die Erwünzte[6] Hofenung[7] daß Es Euch nebst Eure Ganze Familie in guder gesundheit[8] und gudes wohlsein sich noch alle feinsch(?) und wohl Sich noch alle befünden mögen waß mich nebst meine Frau und zwei Kindern Betreft(?) Sein[9] Wir den Hochsten Seijes dank[10] noch alle gesund und wohl. Ich bewundere Mich höchstens Lieber H. Vetter (maßen???) Sie mich in solche Verlegenheit Lassen und geben auf alle Meine Briefe die ich I(h)nen geschrieben habe, noch keine Antword[11]; darauf erhalten habe(.) Hoffendlich[12] (denke?) doch daß Sie durch Gottes seegen noch Wohl Sein Werde; nun Liebster H. ergehet(?) mein freundliches Ersuch der Ihnen wohl bewust noch sein werde; da ich noch in Schoß meines Vatter Land[13] wahr; und da ich noch beij Ihne(n) wahr[14] da ich mit Ihnen reden(?) und Überlegung machen könnte da wahr es gud allein jetzo[15] ist mir dießes durch die Entfernung verboden; den(?) wießen(?) doch Ihres versprochen welches Sie mir damahls[16] versprochen Seite 3 haben, so dänke(?) daß Ihnen in keine(?) Vergesenheit[17] gekomen ist, und ich Hoffe daß wir in guten Andenken halten möge. Es ist hier Holland; und Jetzo ganz Schwehr[18] an Brod zu kommen und alles Sehr Teijer[19]. Ich habe Eine Frau und Zweij[20] Hertze Liebe Kindern. Ein Sohnge[21] und Ein Dochterge[22] (Sein???) (Werdige???) (Dahme???) Hat Mein Sohnge und (Sie) (Sein???) (Man???) über. Wo Mit ich wünsche und Cratoliere daß wir viel Freude von ihm erleben möge; daß Dochterge heißt nach meine seelige Mutter[23] ; so (…) ersuche lieber H. Vetter daß Sie an mich denken möge so nicht; werden Sie die Christliche Pflicht an meine Frau und liebe Kinder erzeigen in deßen habe die Ehr zu sein Ihr gehorsamens und aufrichtiger Vetter bis in Tot bitte mit erste umgehende Post Antword Georg Albrecht Friedrich Amon[24] Seite 4 Meine gehorsamste Complimenden an meine Liebe Dan(?) und alle guten Freunde Hier folgt meine Adres[25] : Georg Albrecht Friedrich Metzler Meister wohnhaftig an die Rotte [26] vor das Hofspfordge [27] in Rotterdam Weck, Q38 [1] Gastwirt [2] Julius Hartmann und Eduard Paulus der Jüngere. Beschreibung des Oberamts Künzelsau, 1883. " Hollenbach selbst liegt in einer Einsenkung, die nach Westen dem Jagstthal zugeneigt ist. Durch das Dorf fließt der Häußernbach oder Hollenbach, der sich auf dem halben Weg nach Ailringen mit dem obern und untern Maisenbach vereinigt. Das Klima ist der hohen Lage des Ortes entsprechend rauh, doch gedeihen noch Gurken und Bohnen in den Gärten. Die Winde pflegen stark aufzutreten. Gewitter sind nicht häufig, da sie meist den nahen Flußthälern des Kochers, der Jagst und Tauber zuziehen." [3] bei [4] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Tauber [5] Hochgeehrter [6] erwünschte [7] Hoffnung [8] in guter Gesundheit [9] bedeutet hier vermutlich “sind” [10] den hochsten seijes(?) Dank = Gott sei Dank? [11] Antwort [12] Hoffentlich [13] Vaterland [14] war [15] jetzt [16] damals [17] Vergessenheit [18] schwer [19] teuer [20] zwei [21] Söhnchen [22] Töchterchen [23] Maria Sophia Hasnering wurde am 31. Juli 1809 geboren. Laut der Geburtsurkunde war die Familie zur Zeit unter der Adresse Breggesteeg 612 in Rotterdam wohnhaft. Der Name der Mutter von Friedrich Amon war Maria Sophia Hafner. [24] Siehe https://www.openarchieven.nl/srt:514D5FFD-F0AA-4F25-8621-E33E537F3FA2 [25] Adresse [26] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Rotte_(Fluss) [27] Siehe (leider nur auf niederländisch) https://nl.wikipedia.org/wiki/Hofpoort_(Rotterdam). Der Hofpoort war einer der zehn Stadttore Rotterdams und wurde 1833 abgerissen.
chris63 Am: 25.10.2024 18:34:05 Gelesen: 562419 # 3621
@ evwezel [#3620] Hallo Emiel, ich bleibe dabei, Alles korrekt transkribiert, wir können natürlich wie Gauss es so schön ausgedrückt hat um jeden Buchstaben kämpfen. z.B. lese ich eher in der Anschrift MetzNer Meister und bey Mergenth(eim) an der Tauber, am Sinn ändert das nichts. Schwieriger wird Laufweg und Taxierung, ich lese 5/36 und eventuell noch etwas gestrichen. Ein toller Brief aus dem gemeinen Volk, noch nicht gesehen. grüsse Christof
Peter aus Oststeinbek Am: 25.10.2024 19:01:55 Gelesen: 562350 # 3622
@ chris63 [#3621] Hallo zusammen ich tippe auf Metzker Meister Schönen Gruß, Peter
evwezel Am: 25.10.2024 20:10:27 Gelesen: 562179 # 3623
@ chris63 [#3621] @ Peter aus Oststeinbek [#3622] Hallo Christof und Peter, vielen Dank für Eure Hilfe. In diesem Fall hat Christof recht. Egal ob das Wort als Metzger, Metzker oder Metzler geschrieben wurde, Friedrich ist und bleibt “Metzger”. Übrigens finde ich Mergenth(eim) eine interessante Lesung. Daran hatte ich nicht gedacht! Viele Grüße Emiel
chris63 Am: 25.10.2024 20:39:23 Gelesen: 562115 # 3624
@ evwezel [#3623] Hallo Emiel, Peter hat recht, da steht eindeutig Metzker. Adresse ist das Hollenbach in B-W., ca 10 Km südlich von Bad Mergentheim. Unter Altdeutschland eingehende Briefe eingestellt, weiß jemand bestimmt ob da Stüver, Groschen oder Kreuzer notiert sind. grüsse Christof
Gauss Am: 25.10.2024 21:16:40 Gelesen: 562074 # 3625
@ evwezel [#3620] Wenn ich eine off-topic-Bemerkung machen darf: arrivieren heißt im Deutschen Erfolg haben, vorwärtskommen, nicht ankommen. Ich war kurz verwirrt, denn Erfolg hatte der arme Georg ja wohl gerade nicht.
evwezel Am: 25.10.2024 22:08:17 Gelesen: 562061 # 3626
@ Gauss [#3625] Guten Abend Gauss, vielen Dank, dass Du mich darauf aufmerksam gemacht hast! Diesen Fehler werde ich nicht mehr machen. Ich glaube, solche Fehler werden als “falsche Freunde” bezeichnet. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ein Freund von mir aus Berlin mich damals anrief als er gerade den Berlin-Marathon gelaufen hatte. Während unserem Gespräch erzählte er mich, dass es Probleme mit seinem Enkel gab. Das verwirrte mich, weil Enkel auf niederländisch “der Knöchel” bedeutet. Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 25.10.2024 22:35:06 Gelesen: 562040 # 3627
Hübsch! Im Deutschen heißt Onkel auch Zehe, speziell der dicke Onkel für die Große Zehe (landschaftlich und wahrscheinlich aussterbend). Und eben lese ich, dass laut Duden landschaftlich auch im Deutschen Enkel Knöchel heißt. Man lernt nie aus.
evwezel Am: 25.10.2024 22:51:03 Gelesen: 562028 # 3628
@ chris63 [#3624] Hallo Christof, das ist eine gute Idee. Vielen Dank für den Hinweis! Emiel
evwezel Am: 04.11.2024 14:23:25 Gelesen: 559069 # 3629
Liebe Sammelfreunde, ich habe am letzten Freitag die Postex-Briefmarkenbörse in den Niederlanden besucht und dort fand ich eine merkwürdige Postkarte. Diese Karte wurde geschrieben in Morsezeichen und am 23. Mai 1912 von München nach Mittenwald in Oberbayern verschickt. Der Morse-Code ist im Prinzip nicht schwierig zu lesen. Zum Beispiel, mit der folgenden Tabelle kan man einfach den Code in verständliches Deutsch umwandeln (siehe https://www.kindernetz.de/wissen/geheime-botschaften-morse-alphabet-100.html ): Den Morse-Code auf meiner Postkarte habe ich mit Hilfe dieser Tabelle übersetzt, mit dem folgenden Resultat: Seite 1: best Dank für I(h)re Karte, hat mich se(h)r gefreut. Hof(f)entl ich kön (n)en Si(e) meine t elegrafie Seite 2: lesen, ( unverständlich) Viele G(r)üsse Sie g(r)üst uielmals[1] Annie Scheiner Anschrift Herrn Peter Löcherer Gendarm Mitterwald Obb.[2] [1] Das “u” und das “v” sind in Morse-Code sehr ähnlich. Vermutlich hat der Briefschreiber sich hier vertan und “. . – “ (u) statt “. . . – “(v) geschrieben [2] Oberbayern Egal, wie sehr ich es auch versuche, den richtigen Text hinter dem Wort “lesen” bekomme ich nicht heraus. Das heißt, ich kann den Morse-Code umwandeln, aber der Text hat keinen Sinn. Wer von Euch hat einen klugen Kopf? Viele Grüße Emiel
SH-Sammler Am: 04.11.2024 15:10:13 Gelesen: 559050 # 3630
@ evwezel [#3629] Hallo Emiel, nach “lesen” folgt das Wort VON, dann ein Name. Das Zeichen in Klammer weglassen, es wird direkt danach wiederholt: Dann folgen die Zeichen für G I N E R T. Ob das aber der korrekte Name ist? Immerhin existiert dieser Name in Kanada und den US of A. Besser bringe ich den Namen auch nicht hin. Viele Grüsse SH-Sammler Hanspeter
Gauss Am: 04.11.2024 18:00:40 Gelesen: 559013 # 3631
@ evwezel [#3629] Von meiner Tante, mit einem kleinen Schreibfehler.
Gauss Am: 04.11.2024 18:05:44 Gelesen: 559010 # 3632
…-/---/-. // --/./../-./. // -/.-/.- statt -./-/.
evwezel Am: 04.11.2024 19:19:55 Gelesen: 558994 # 3633
@ Gauss [#3632] @ SH-Sammler [#3630] Hallo Gauss (und natürlich Hanspeter!), vielen Dank für diese trügerisch einfache Lösung - absolute Spitzenklasse! Es erstaunt mich immer wieder, wie schnell man in diesem Thema geholfen wird. Nochmals vielen lieben DANK! Emiel
volkimal Am: 05.11.2024 21:35:49 Gelesen: 558770 # 3634
Hallo zusammen, heute erreichte mich mein viertes Exemplar der Bahnpoststempel der Strecke Dortmund - Enschede. Obwohl die Karte unten links beschädigt ist, gefällt sie mir besonders gut. Das liegt daran, dass sie von meinem Geburtsort Selm zu meinem jetzigen Wohnort Olfen geht. Es handelt sich zudem um eine Karte der Dortmund-Gronau-Enscheder Eisenbahn. Der Empfänger ist der Jude Melchior Isaak (Olfen, Marktplatz 5). Ich lese: Es sind mit dem heutigen Güterzuge aus Dortmund 82/21 von Sendung des Herrn Carl Oberstadt für Sie folgende Güter angekommen, welche gegen Ertheilung der hier unten vorgedruckten Quittung ausgeliefert werden: 60 1 Sack Reis 50 1/4 ??? 1391 Selm den 21ten Decbr 1882 Die Güter=Expedition Fracht=Nota. Fracht ? M 30 Pfg. Nachnahme ??? 05 Pfg. Summa M 0,35 Pfg. Die 60 bzw. 1391 konnte eine Sendungsnummers sein. Hinter 50 1/4 steht vermutlich die Gewichtseinheit, aber welche ist es? Was steht hinter Nachnahme? Viele Grüße Volkmar
westfale1953 Am: 05.11.2024 21:59:25 Gelesen: 558756 # 3635
Hallo Volkmar, ich vermute, dass das fehlende Wort hinter "50 1/4" und das Wort hinter "Nachnahme" identisch sind. Leider kann ich den Text auch nicht entziffern. Vielleicht hilft das bei der Entschlüsselung trotzdem weiter. Schönen Abend noch, Bernhard
chris63 Am: 05.11.2024 22:07:56 Gelesen: 558752 # 3636
@ volkimal [#3634] Hallo Volkmar, das Kürzel zwischen Fracht und M ist ein Überbleibsel der Schwabacher Schrift, bedeutet et cetera. Nun wieder gefährliches Halbwissen, der Sack Reis wird über die Niederlande (Kolonien) gekommen sein, die NL hatten seit Napoleon schon das metrische System, deshalb glaube ich nicht an eine alte Gewichtsbezeichnung. Bin aber vorsichtshalber alle alten Hohl-, Gewichts- und Getreidemaße durchgegangen und nichts passendes gefunden. Vermute ein Namenskürzel zur Sendungskennzeichnung, welches sich unten nach Nachname wiederholt, mit Fantasie J(saak) M(elchior). grüsse Christof
volkimal Am: 05.11.2024 22:14:37 Gelesen: 558748 # 3637
@ chris63 [#3636] @ westfale1953 [#3635] Hallo ihr beiden, herzlichen Dank. J(saak) M(elchior) könnte durchaus passen. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 16.11.2024 18:25:39 Gelesen: 556696 # 3638
Hallo zusammen, ich zeige hier ein Postkarte, wahrscheinlich mit einem Anteil von Morseschrift, die ich nicht lesen kann. Ich war bemüht, habe aber keinen Sinn in den Text bekommen. Kann mir bitte jemand helfen? Gruß Detlef
volkimal Am: 16.11.2024 19:55:33 Gelesen: 556672 # 3639
@ dr31157 [#3638] Hallo Detlef, ich lese: ich bin gespannt auf dein wäscheseil und das andere ?? Habe dazu die Tabelle im Beitrag [#3629] benutzt. Viele Grüße Volkmar
chris63 Am: 16.11.2024 19:55:40 Gelesen: 556671 # 3640
@ dr31157 [#3638] Hallo Detlef, vermutlich steht auf der Vorderseite der Anfang, die erste abgeschnittene Zeile ist so ein bisschen zäh. Den Morseteil rate ich nur, ist mir zu mühsam. Abs. dold, Balduinstein/Lahn, Schwalbenstein fahren nach dresden wei- ter. Ich möchte deshalb nachts fahren, damit ich schon Frei- tag heim komme. Sonst kann Bauer erst am Freitag die Kinder kom- men lassen u. ich kann erst Samstag nach hause kommen. Also ich bitte Euch sehr darum, mich fahren zu las- sen. vorsichtig werde ich schon sein. Bitte Antwort bis Mittwoch. Wenn nicht, nehme ich an, daß ich fahren darf. vielen dank für Omas Brief Auf Wiedersehen Freitag Nachmit- tag. Ute gemorst wurde in etwa: ich bin gespannt auf dein Wäscheseil und das andere? grüsse Christof
dr31157 Am: 16.11.2024 20:19:10 Gelesen: 556656 # 3641
@ chris63 [#3640] Hallo Christof, vielen Dank für die schnelle Antwort. Frage mich warum diese Textpassage gemorst wurde? Gruß Detlef
Angelika Am: 20.11.2024 19:33:12 Gelesen: 555796 # 3642
Guten Abend die Schrift sieht ja schön aus, lesen kann ich es trotzdem nicht. Viele Grüße Angelika
volkimal Am: 20.11.2024 19:56:41 Gelesen: 555790 # 3643
@ Angelika [#3642] Hallo Angelika, ich lese: Fräulein Erika Hofmann Frankfurt a/Main 17 Schubertstraße: 11 Absender: I. H. Malchow/Meckl. Landfrauenschule Malchow, 22.2.1942 Mein liebes, gutes Echen! Gechen(?) schickte mir heute die Ge- dichte. Sie sind mir ja so aus der Seele gesprochen. Du bist ja einfach zu beneiden! Es ist ja so gut, wenn man all das in Worte kleiden kann. Willst Du sie wieder haben, dann mache ich mir eine Abschrift. Hab tausend Dank! Sei recht, recht herzlich gegrüßt von Deiner Dich liebenden Irm. Viele Grüße Volkmar
Angelika Am: 21.11.2024 06:54:05 Gelesen: 555627 # 3644
@ volkimal [#3643] Guten Morgen Volkmar, vielen herzlichen Dank. Du bist ein Meister im Schriftenentziffern. Viele Grüße Angelika
volkimal Am: 21.11.2024 22:18:03 Gelesen: 555417 # 3645
Hallo zusammen, unsere Enkeltochter soll für eine Ausstellung in der Schule etwas altes mitbringen und für eine Ausstellungsvitrine vorbereiten. Ich habe ihr verschiedenes angeboten und sie hat sich zwei Aufsatz-Schulhefte ihrer Ur-ur-ur-Großmutter Elise Lehmann aus dem Jahr 1866 ausgesucht. Eine Seite habe ich ihr von der Deutschen Kurrentschrift "übersetzt": Herrn A. Holz, Bremen. Berlin d. 24ten Mai 66. Mit Gegenwärtigem bin ich so frei, Sie um gefällige, möglichst baldige Zusendung folgender Waaren höf- lichst zu ersuchen. 1 Faß fein fein Melis à 4 Sgr. 1 do mittel fein do à 3½ “ 1 do ordinaire do à 3 “ 2000 ℔ fein farbige Domingo Kaffee à 10 s. Ich bitte auf die Effectuierung mei- nes Auftrags die größte Sorgfalt zu legen. In Bezug auf die Qualität der Waaren als auch deren Preise bin ich Ihrer mir gerechneten Reelli- tät versichert. Leider befinde ich mich seit einiger Zeit ohne ihre Berichte, sonst würde ich nähere Angaben gemacht oder mir vorher Muster ausgebeten haben. In Erwartung, daß mein Auftrag ganz meinen Wünschen entsprechen, zeichnet mit Hochachtung Gut Lt. In der Zeile "2000 ℔ fein farbige Domingo Kaffee à 10 s." weiß ich nicht, was die "10 s." bedeuten. Wer kann mich aufklären? Viele Grüße Volkmar
chris63 Am: 23.11.2024 01:07:49 Gelesen: 555159 # 3646
@ volkimal [#3645] Hallo Volkmar, das Diktat erinnert mich an Mathe Schulaufgaben, fern jeder Realität. Ein Zuckerfass (Fass in Berlin oder Bremen über 200 L) für 3-4 Silbergroschen???. Das kostete ein Brief von Berlin nach Bremen. Ein langes s als Währungskürzel ist mir nicht bekannt, auch 10 Schilling oder irgendwas für ein Pfund Kaffee ergibt keinen Sinn. Die einzige Rechnung mit einer Lösung: 10 Berliner Fässer (229L) mit Kaffeebohnen ergeben ziemlich genau 2000 Pfund (Pfund a 470gr.) Aber Kaffee in Fässern? Vermutlich sollten nur die Kenntnisse der Schülerinnen abgefragt werden, schreiben die langes oder kurzes s. Hier noch die bekannten Kürzel für Schilling, der ja noch vermeintlich Sinn machen würde. grüsse Christof
philatrain Am: 23.11.2024 10:08:48 Gelesen: 555091 # 3647
Hallo liebes Forum, Ich habe nur relativ wenig Text, komme aber trotzdem nicht weiter. In der 2. Zeile lese ich „Louis“ ? Habt Ihr eine Idee ?
volkimal Am: 23.11.2024 14:39:06 Gelesen: 555036 # 3648
@ chris63 [#3646] Hallo Christof, ganz herzlichen Dank für die Mühe, die du dir gemacht hast. Noch ein paar Informationen. Ich habe ein "ur" vergessen. Die Hefte stammen von Lenas Ur-ur-ur-ur-Großmutter Elise Lehmann. Sie war damals 16 1/2 Jahre alt. Ich hatte nicht aufgepasst, da die Tochter (also Lenas Ur-ur-ur-Großmutter) ebenfalls Elise hieß. Die Seite stammt aus einem Schulheft "Aufsätze". Es ist also kein Diktat. In der Phase hatten sie in der Schule gerade Geschäftsbriefe geübt. Ich denke, dass sich Elise die Preis und Gewichte selbst ausgedacht hat. Als ich den Geschäftsbrief abschrieb habe ich mich wohl gewundert, dass es verschiedene Sorten "Melisse" in Fässern zu kaufen gab. Den Begriff "Melis" [1] als halbweiße Zuckersorte kannte ich bis dahin noch nicht. Danke für die Aufklärung. Was die "à 10 s" bedeuten, bleibt wohl Elises Geheimnis. Mit der Information, dass Melis ein Zucker ist, muss ich jetzt die Seite der Sammlung mit dem ältesten Brief aus meiner Familie überarbeiten. Hier ist er: Bisher steht dort "Philatelistisch ist der Beleg nichts mehr wert: Er ist eingerissen, geknickt und voller Fettflecken. Der "Zettel" hat wohl nur dadurch überlebt, dass auf der Rückseite ein Rezept für eine Melissenlimonade notiert worden ist." Jetzt weiß ich, dass es keine Melissenlimonade sonder einfach nur süßes Mineralwasser ist. Auf der Rückseite des Briefes steht: Auf eine Flasche Wasser ½ Qu?? Natrum carboni- cum u. acidulum, 1/3 Qu?? Acidum tartaricum u. 6 ?? fein gestoßener Melis. 1 Lth Natrum Carbonicum acidulum 1 Lth Acidum Tartaricum Die Einheit "Qu??" könnte evtl. Quinth sein - sicher bin ich mir da aber nicht. 1 Quint = 1 Quent = 3,65 g. Wieviel Zucker (Melis) zugegeben werden soll ist mir nicht klar, da ich das Kürzel nicht erkenne. Mir ist aber klar, dass Kohlendioxid entsteht, wenn man Natriumbikarbonat (= Natrum Carbonicum acidulum) und Weinsäure (Acidum Tartaricum) mischt. Dieser "vergammelte" Brief für mich eines der schönsten Stücke aus meiner Sammlung. Er geht nämlich "An den königlichen Domainen Rentmeister Herrn Leps Wohlgeboren in Querfurt" - also an meinen Ur-ur-ur-Großvater. Damit ist dieser Brief der älteste noch erhalten gebliebene Beleg aus meiner Familie. Ein königlicher Domänen Rentmeister ist der Verwalter eines großen königlichen Gutes. Da der Berliner Stempel keine Jahreszeit trägt, kann man den Brief nicht genau datieren. Mein Ur-ur-ur-Großvater lebte von 1797 bis 1849. Nach der Papierstruktur ist das Papier nicht älter als aus dem Jahre 1842. Der Brief muss also aus der Zeit zwischen 1842 und 1849 stammen. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Zucker#Zusammensetzung
DERMZ Am: 24.11.2024 16:20:12 Gelesen: 554840 # 3649
Guten Nachmittag, was auch immer in der Leipziger Bienenzeitung zu lesen war, offensichtlich hat es Heinrich Gilbert bewogen, die Bienenzeitung abzubestellen... Ich habe folgendes gelesen: An die Schriftleitung der Leipziger Bienenzeitung Leipzig C.1 Täubchenweg 26 Absender: Heinrich Gilbert Bellnhausen b/Fronhausen (Lahn) Text: Schriftleitung der Leipziger Bienen Zeitung Leipzig C.1 Täubchenweg 26 Ich bestelle hier mit ??? ??? ???? für 1932 die Leipziger Bienenzeitgung ab. Die Fragezeichen bleiben auch beim zehnten Durchlesen für mich unergründbar, ich bin sicher, die Lösung ist ganz einfach und ich darf mich nachher in ein Zimmerecklein zurückziehen und mich ein wenig grämen ... Ich sage herzlich Danke für die Auflösung meiner Fragehaken. Beste Grüße Olaf
Gauss Am: 24.11.2024 17:38:37 Gelesen: 554816 # 3650
@ DERMZ [#3649] vor- / derhand (d.h. vorläufig)
chris63 Am: 24.11.2024 18:29:07 Gelesen: 554798 # 3651
@ philatrain [#3647] Hallo Philatrain, bisschen wenig, was Du uns zeigst, lässt sich nur raten. Statt Louis lese ich eher Haus. @ volkimal [#3648] Hallo Volkmar, zu meiner Jugend war das Brausepulver. 6 Lth fein gestoßener Melis, wie bei Natrum und Acidum. Quint passt. @ DERMZ [#3649] Hallo Olaf, lese wie Gauss auch vorderhand. grüsse Christof
chris63 Am: 24.11.2024 21:08:38 Gelesen: 554766 # 3652
Hallo, ein Brief vom 4.8.1881 aus Berlin nach Altenburg mit einigen Unregelmäßigkeiten. Rückseitig Ausgabestempel (Altenburg) 5.8. Ankunftstempel Liebenstein 6.8., sowie der Vermerk z.Z. Altenstein b/ Liebenstein. Vermutlich in Altenburg nachgewogen und für zu schwer befunden und mit Nachgebühr belegt. Rückseitig auf der Klappenspitze Prägesiegel. Vorderseitig lässt sich lesen. Sei Hoheit den Prinzen Moritz von Altenburg Hzg von Sachsen Altenburg (gestrichen) in anderer Handschrift: 5/8 nachvrs.? (nachversendet)? Allenstein Bad Liebenstein (par Liebenstein lässt sich m.E. ausschließen) Meine Lesung nachvrs. ist nicht zufriedenstellend, bin für Ideen aufgeschlossen. In der anderen Handschrift Allenstein statt Altenstein (wo der Prinz weilte) könnte noch als Flüchtigkeitsfehler durchgehen, aber Bad Liebenstein? Lt. Wiki wurde Liebenstein erst 1907 Bad, vielleicht wurde der Vermerk erst nach 1907 angebracht? grüsse Christof
volkimal Am: 24.11.2024 21:41:54 Gelesen: 554756 # 3653
@ chris63 [#3652] Hallo Christof, könnte es statt nachvers. evtl nachgef.(nachgefordert) heißen. Ich bin nicht zu Hause und kann zum Porto nichts sagen. Viele Grüße Volkmar
philatrain Am: 24.11.2024 21:49:26 Gelesen: 554754 # 3654
@ chris63 [#3651]

Hallo Christof,

mehr habe ich leider nicht, aber auf „Haus“ wäre ich nicht gekommen.

Vielen Dank !

Falls du noch mehr lesen kannst ………….

Gruß Lars
philatrain
evwezel Am: 24.11.2024 22:49:22 Gelesen: 554739 # 3655
@ chris63 [#3652] Hallo Christof, es stimmt, dass Kaiser Wilhelm im Jahre 1907 diesen Ort als Luftkurort anerkannt hat. Trotzdem bin ich mir sicher, dass der Ortsname “Bad Liebenstein” schon viel früher benutzt wurde. Ich zeige hier einen Stahlstich, angefertigt um 1861. Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 24.11.2024 22:50:31 Gelesen: 554738 # 3656
@ philatrain [#3654] Hallo Lars, ich hatte Haus Reckers gelesen und danach gesucht. Einen Ort konnte ich noch nicht finden. Viele Grüße Volkmar
chris63 Am: 24.11.2024 22:52:39 Gelesen: 554737 # 3657
@ philatrain [#3654] Hallo Lars, irgendwas muß Du noch haben, ist es aus einem Kirchenbuch, ein Name oder Adresse oder. Ist es familiären Ursprungs und kommt die Familie aus dem Lahn Dill Kreis, würde ich mit Bauchschmerzen Reichenborn bei ersten Wort anbieten. Sicher zu lesen ist nur das R (erstes Wort und zweite Wort zweite Zeile), bo im ersten Wort und das Ende s bei Haus, Hans. @ volkimal [#3653] Hallo Volkmar, der Vermerk 5.8. ....? Allenstein Bad Liebenstein sieht für mich nicht postalisch aus, der Vermerk ist auch mit einer moderneren Feder geschrieben. Wie gesagt, ich glaube den Vermerk hat ein Banause später zugefügt. Das Nachporto von 20 Pf für einen unzureichend frankierten Brief über 15 gr. stimmt. grüsse Christof
volkimal Am: 24.11.2024 23:04:06 Gelesen: 554728 # 3658
@ evwezel [#3655] @ philatrain [#3654] Hallo Lars, es gibt den Namen Regenborn. Vielleicht kann es darum gehen. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 24.11.2024 23:16:33 Gelesen: 554725 # 3659
@ chris63 [#3657] Hallo Christof, wenn ein Banause den Vermerk nachträglich angebracht hat, wie kommt dann der Stempel Liebenstein auf den Brief wenn er nach Altenburg adressiert ist? Jetzt habe ich gerade gefunden "Wenige Kilometer von Thüringens ältestem Kurort Bad Liebenstein entfernt befindet sich das Schloss Altenstein". Vielleicht ist das ja die Lösung. Viele Grüße Volkmar
chris63 Am: 24.11.2024 23:36:09 Gelesen: 554721 # 3660
@ volkimal [#3659] Hallo Volkmar, Altenburg, Schloß Altenstein und Liebenstein lagen ja in der Nähe. Das die Post wusste, wo Ihr Prinz und Herzog weilte nehme ich an, und die Weiterleitung stelle ich nicht in Frage. Wie Emiel schreibt wurde der Name Bad Liebenstein ja schon benutzt, vielleicht ist der Vermerk doch zeitgerecht? Rückseitig war ja korrekt vermerkt: zur Zeit Altenstein b/ Liebenstein. Der Vorderseitige Vermerk ist doppelt und falsch, zum. Allenstein? grüsse Christof
volkimal Am: 24.11.2024 23:44:07 Gelesen: 554717 # 3661
@ chris63 [#3660] Hallo Christof, Asche auf mein Haupt. Ich fummel mich hier mit dem Smartphone durch und habe den Vermerk auf der Rückseite einfach übersehen. Außerdem habe ich kein Altenburg in der Nähe gefunden. Am PC geht alles doch viel besser. Viele Grüße Volkmar
philatrain Am: 25.11.2024 10:44:34 Gelesen: 554605 # 3662
@ chris63 [#3657] @ Volkimal Hallo ihr Beiden, vielen Dank für Eure Unterstützung, aber ich habe nur diesen Zettel, der rückseitig auf einem Bild klebt, es hat nichts mit meiner Familie zu tun. Vielleicht komme ich mit euren Anregungen weiter. Gruß Lars
DERMZ Am: 26.11.2024 16:54:08 Gelesen: 554276 # 3663
@ Gauss [#3650] @ chris63 [#3651] Guten Nachmittag, das hätte ich niemals gelesen, vielen lieben DANK für die Erhellung. Es ist doch noch viel zu lernen übrig geblieben. Mit besten Grüßen Olaf
DERMZ Am: 29.11.2024 10:20:11 Gelesen: 553755 # 3664
Guten Tag,

ich habe vermutlich einem guten Freund - wir haben zusammen die Ausbildung gemacht - damals schon jegliche Heilungschancen vom Virus "Sammeln" genommen. Nun ist er in Rente und das Virus bahnt sich jetzt seinen Weg bei ihm...



Otto schreibt seiner Lina ein kleines Gedicht von seiner Reise nach Eppstein:

Frl. Lina Kräcker (?)
Rüsselsheim
Franfurterstr. 10

Liebe Linni! Sitz eben hier beim Mittagtisch
im Restaurant Mut (?) "Zum Taunus"
Gemüse gibt's und auch noch Fisch
und sonst noch so was ???
Allein mußt ich die Tour begehen, doch
gute Lüftchen ??? machen.
Jetzt nun geht's zum Liebchen mein,
in 2 Stunden werde wir beisammen sein.
Gr.[uss] u[nd] K.[uss] Dein tr.[euer] Otto


So, und wer sich jetzt die Augen verdreht hat, hier nochmals der Text in der waagerechten:



Vielen Dank sagen wir, wenn die Fragezeichen noch in lesbaren Text geändert würden.

Olaf
volkimal Am: 29.11.2024 11:16:57 Gelesen: 553726 # 3665
@ DERMZ [#3664] Hallo Olaf, ich lese einige Stellen etwas anders: Frl. Lina Kröcker Rüsselsheim Frankfurterstr. 10 Liebe Linni! Sitz eben hier beim Mittagtisch im Restaurant Mut "Zum Taunus" Gemüse gibt's und auch was Fisch und sonst noch was so neues(?) Allein mußt ich die Tour begehen, doch gute Lüftchen hierorts(?) wehen. Jetzt nun geht's zum Liebchen mein, in 2 Stunden werden wir beisammen sein. Gr.[uss] u[nd] K.[uss] Dein tr.[euer] Otto Beim "neues" und vor allem beim "hierorts" bin ich mir nicht sicher. Viele Grüße Volkmar
Martin de Matin Am: 29.11.2024 22:39:56 Gelesen: 553599 # 3666
Ich zeige einen Brief aus Österreich der mit Marken der Ausgabe von 1858 frankiert wurde. Der Brief wurde von St. Ivan (vermutlich Ort in der Nähe von Agram (Zagreb)) nach Wien geschickt wurde; und weitergesandt nach Carlsbad. Unten auf den Bildern sieht man die Vorderseite und den Text der Rückseite. Auf der Vorderseite ist ein extrem langer Text mit vermutlich Titeln des Empfängers vermerkt. Der Vorbesitzer hat einen Zettel mit der Beschreibung (teilweise mit "?" versehen) beigefügt. Wenn ich es richtig deute müsste der Empfänger der Erzbischof von Agram (Zagreb) sein. Der erste Erzbischof von Agram war nach Wikipedia "Juraj Haulik von Váralya (auch Georg Havlik). Es gibt aber Diffenzen (Angram - Agram, Vaxallja - Váralya) bei der Schreibweise. Dies könnte auch an unterschiedlichen Sprachen liegen. Vielleicht kann mir jemand eine bessere Beschreibung des Textes geben. Gruss Martin https://de.wikipedia.org/wiki/Juraj_Haulik
chris63 Am: 30.11.2024 00:33:41 Gelesen: 553564 # 3667
@ Martin de Matin [#3666] Hallo Martin, passt schon sehr gut. Kann nur einige Ergänzungen geben. Zeile 3: ....von Várallja Zeile 5: gram. Großkreutz des Leopold..... Zeile 8: obergespan des Berzeneer (Berentzer, heute Berzence) Comitats ... Zeile 9: Stellvertreter der Würde des Banes (Banal-Amt). etc.etc. Banes hat nichts mit Banal (Lehen) zu tun, sondern mit Ban, Banus (Titel und Gebiet im Balkan) Großkreutz ist die höchste Ordensstufe wie großer Verdienstorden heute. Obergespan ist ein adliger Titel. Comitat Verwaltungseinheit. grüsse Christof
Martin de Matin Am: 30.11.2024 16:57:56 Gelesen: 553144 # 3668
@ Martin de Matin [#3666] @ chris63 [#3667] Vielen Dank für die Ergänzungen. Gruss Martin
evwezel Am: 08.12.2024 18:00:09 Gelesen: 548628 # 3669
Liebe Sammelfreunde, ich komme mit dem folgenden (kurzen) Text einfach nicht weiter. Der Ortsname „Hamburg“ stimmt höchstwahrscheinlich auch nicht. Ich lese am Ende dieses Wortes eigentlich „berg“ statt „burg“ (vergleich das Wort mal mit „Magdeburg“). Die Inspiration fehlt mir heute. Könnte jemand hier vielleicht weiterhelfen? Viele Grüße Emiel Ich lese: Res Lazarett Heinitz b. Neunkirchen Saar Den 8.II.16. Lieber Freund Ernst! Bin in Deutschland im Lazarett komme(?) diese Tage nach Hamburg(?) ins Lazarett. Wollte nach Magdeburg aber da kann ich nicht hin, weil Ersatz(?) Batl in (…)kei ist. Grüße bitte H. Sch Gruß v. F. (…) Absender Wehrm(ann?) (…) Res Lazarett Heinitz b. Neunkirchen Saar Anschrift Westen Grenadier E. E(…)sek Gren Regt 89 9 Komp 3 Batl 17. Inft Div 34 Inf Brig. Briefstempel Reserve-Lazarett Brief-Stempel Neunkirchen Postaufgabestempel NEUNKIRCHEN -9.2.16. 5-6N * (SAAR) 1 d
DERMZ Am: 08.12.2024 19:27:26 Gelesen: 548594 # 3670
@ evwezel [#3669] Hallo Emiel, ich vermute das Lazarett in Homburg/Saar. Neunkirchen - Homburg sind etwa 15 km Distanz. Aber ist nur ein Vermuten. Beste Grüße Olaf
volkimal Am: 08.12.2024 21:27:32 Gelesen: 548533 # 3671
@ evwezel [#3669] Hallo Emiel, der Absender heißt ?? Nagelschmied. "komme diese Tage nach ...": An Hamburg oder Homburg (Saar) glaube ich nicht. Vergleiche einmal mit dem "H" in Heinitz. Ich denke eher, dass der Ort Schomburg heißt. Heinitz ist der westlichste Stadtteil von Neunkirchen nahe der Grenze des Saarkohlenwalds zu Elversberg hin. Neunkirchen kenne ich ganz gut, da meine Mutter aus dem Nachbarort Limbach kommt und wir sehr häufig im Saarland waren. Viele Grüße Volkmar
chris63 Am: 08.12.2024 22:51:51 Gelesen: 548485 # 3672
@ evwezel [#3669] Hallo Emiel, Wehrmann Nagelschmid schrieb vielleicht: bin in Deutschland im Lazarett komme diese Tage nach Sch..berg ins Lazarett. Wollte nach Magdeburg aber da kann ich nicht hin, weil II. Ersatz Batl in Meckl. ist. Grüße bitte H. Sch Gruß d. F. (…) grüsse Christof
evwezel Am: 09.12.2024 06:37:26 Gelesen: 548379 # 3673
@ chris63 [#3672] @ volkimal [3671] @ DERMZ [3670] Guten Morgen Olaf, Volkmar und Christof, vielen lieben DANK für Eure Hilfe!! Beste Grüße Emiel
Gernesammler Am: 16.12.2024 19:54:20 Gelesen: 546606 # 3674
Hallo Sammlerfreunde, habe Gestern diesen Brief von 1678 bekommen, dieser wurde wenn ich es richtig lese an einen Fürsten spediert, im Text geht es um ein Testament. Ich würde gerne die gesamte Anrede des Briefes kennen und was genau im Text steht und hoffe hier Hilfe zu bekommen. Sage schon einmal vorab Danke Gruß Rainer
chris63 Am: 17.12.2024 01:18:09 Gelesen: 546552 # 3675
@ Gernesammler [#3674]

Hallo Rainer,

oje, die Schrift ist echt übel, einen Interpretationsspielraum voll ausnutzend:

Denen Magnifico, Hochedlgebohrner, Hoch
Gewürdigen, Hochedlen, gestrengen best-, und
hochgelahrten, fürst[lich] sä[chsisch]-G[othaer] zum Hochlöb[lichem] OberConsisto
rial höchstansehnlichen herrn Präsident, Räthen
und Beysitzern Zum Friedenstein, An
Sey insonders groß[herzoglichen] hochge..ten Hochgeehr[ten]
Herrn

Reine Vermutung, lesen kann ich da nichts:
Beschwerdebrief (Entwurf) eines Stadtrates an das Consitorialgericht im Schloß Friedenstein wegen eines Befehls an
das Untergericht bezüglich der Rechnungen im Rahmen eines Testaments.
Streit ob 22 Reichstaler, 2 groschen, 10,5 pfennige oder 21 Reichstaler, 3 groschen, 2 pfennige.
Zinsen wurden noch erwähnt sowie ein Gespräch im Rathaus im Beisein des Superintendenten.

grüsse Christof
Gernesammler Am: 17.12.2024 09:53:41 Gelesen: 546406 # 3676
@ chris63 [#3675] Hallo Christof, Danke für Deine Mühe, damit komme ich schon etwas weiter. Gruß Rainer
chris63 Am: 17.12.2024 18:48:26 Gelesen: 546293 # 3677
@ Gernesammler [#3676]

Hallo Rainer,

bei meinem Unfug kannst Du eigentlich nicht weiter gekommen sein. Interpretieren statt Transkribieren ist mein Kardinalfehler. Mit ausgeruhten Augen eine verbesserte Fassung, Gotha und Schloß Friedenstein sind Quatsch:

Denen Magnifico, HochEdellgebohrner, Hoch
Gewürdigen, HochEdlen, gestrengen besten, und
hochgelahrten, Fürst. Sächs Dem Hochlöb. OberConsto
rio höchstansehnlichen Herrn Präsident, Räthen
und Beysitzern, Dem Friedensten, Un
Sern insonders großh. Hochge....ten hochgeehr.
herrn

Im Text Stadträte durch Rathsmeister ersetzen, die haben eine Strafe (Punita) bekommen. 7.August 1678 steht im Brief.

grüsse Christof
Latzi Am: 19.01.2025 14:20:59 Gelesen: 539351 # 3678
Hallo, ich suche Absender und Adressaten des anliegenden Briefes. Margarethe "Sara" wohnte im Zeitpunkt des Verschickens des Briefes in einem sogenannten "Sammelwohnung" für Juden in der Klosterneuburger Straße in Wien. Wenn der Nachname "Munk" wäre, hätte ich eine Identifizierung vorgenommen, aber "Münk" hilft mir nicht weiter. Grüße Lars
Schradin Am: 19.01.2025 14:49:58 Gelesen: 539337 # 3679
@ Latzi [#3678] Zumindest der Nachname lautet ganz klar: "Münz" Adressat: Herr Max Münz bei Süssach [...?] Schweiz Bahnhofstrasse 19 (?)
Latzi Am: 19.01.2025 15:25:27 Gelesen: 539321 # 3680
@ Schradin [#3679] Hilft sehr: https://collections.yadvashem.org/en/names/4935464
SH-Sammler Am: 19.01.2025 16:59:23 Gelesen: 539273 # 3681
@ Latzi [#3678] Hallo, evtl. heisst das: bei Nürsch Zug oder ZuZ (heute Zuoz) Schweiz Gruss SH-Sammler Hanspeter
chris63 Am: 19.01.2025 17:18:54 Gelesen: 539260 # 3682
@ Latzi [#3678]

Herrn
Max (oder Mag) Münz
bei Sünsch (Fam. Name)
Chur Schweiz
Bahnhofstrasse 19

grüsse Christof
Latzi Am: 19.01.2025 17:37:48 Gelesen: 539248 # 3683
@ chris63 [#3682] Chur - darauf wäre ich nicht gekommen, aber der Vergleich mit der Bahnhofstrasse ergibt als letzten Buchstaben für den Ort ein "r". Ich danke allen Miträtselnden!
dr31157 Am: 19.01.2025 19:15:44 Gelesen: 539198 # 3684
Hallo ich zeige hier eine Postkarte, bei der ich eine Ort nicht lesen kann. Wie lautet der markierte Ort "bei Osterfeld" Kann mir bitte jemand helfen? Ich kann leider nichts Passendes finden. Gruß Detlef
inflamicha Am: 19.01.2025 19:18:30 Gelesen: 539197 # 3685
Hallo Detlef, das düfte Meineweh, östlich von Osterfeld gelegen, sein. Gruß Michael
dr31157 Am: 19.01.2025 19:28:09 Gelesen: 539191 # 3686
@ inflamicha [#3685] Hallo Michael, vielen Dank für die schnelle Hilfe. Alles klar! Darauf bin ich nicht gekommen. Ich war immer bei "K....". Viele Grüße Detlef
evwezel Am: 22.01.2025 15:18:04 Gelesen: 538646 # 3687
Liebe Sammelfreunde, diesmal zeige ich Euch einen Feldpostbrief mit einem ziemlichen friedlichen Text. Unteroffizier Kempkes(?) schrieb im Felde einen Brief an seinem Beichtvater Pfarrer Kurz in Konstanz. Der feierte zur Zeit sein silbernes (25-jähriges) Priesterjubiläum. Dieser Feldpostbrief läßt sich fast lesen wie ein Gebet. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich die fettgedruckten Wörter richtig gelesen habe. Los geht's: --- Im Felde, den 14. 6. 16. Hochwürdiger Herr Pfarrer! Ein Zeichen, daß Ihre Beichtkinder auch draußen im furchtbaren Weltkriege ihren lieben Beichtvater nicht vergessen, sollen diese wenigen Zeilen sein. 25 Jahre wirken im Weinberg des Herren, zum Wohl des unsterblichen Vielen- wieviel schließen diese Worte in sich! Wieviel Glück, Trost u Frieden haben Ew. Hochw. [1] in dieser grauen(?) Zeit mit Gottes Gnade durch unermüdliche, selbst- lose aufopfernde Arbeit in manch bedrängtes Menschenherz gesenkt! Die freiwillige, sicher oft mit Beschwerden verbundener Wirk- samkeit im lb. Konradshaus [2] legt Zeugnis dafür ab. Doch wozu viele Worte! Der Herr weiß es: Er möge es Ihnen lohnen! Vergelts Gott für all das, was Sie mir erwiesen(?). Ab und zu ein Vater unser [3] im Donner der Kanonen für meinen Beichtvater zum Himmel gesandt – der lb. Gott wird es nicht ver- schmähen [4], das schwache Zeichen der Dankbarkeit! Für mich wäre der ersehnte Tag auch bald da – doch der Herr hat anders bestimmt. Sein H(eilige). Wille geschehe! Mögen Ew. Hochw. noch recht viele, viele Jahre begnadigten Wirkens beschieden sein [5] u mögen wir uns sonst, wenn nicht auf diese so doch in der besseren Welt froh wiedersehen Dankbarst herzl. Grüße Eduard Kempkes Absender Unteroffz. Eduard Kempkes 75. Res(erve) Division Res(erve. Inf(anterie). Regt. Nr. 250 Regts- Stab Anschrift Sr. Hochwürden [6] Herrn Pfarrer Kurz in Konstanz i/ Baden St .Konradihaus Zensurstempel ÜBERWACHUNGSSTELLE KONSTANZ [7] GEPRÜFT * XIX A(rmee) K(korps). * Feldpoststempel K(aiserliche).D(eutsche). Feldpostexp(edition). 75. Res(erve). Div(ision). 15.6.16. 5-6N * b Briefstempel S(oldaten).B(rief). Res(erve). Inf(anterie). Rgt(Regiment). 250 Feldpostvermerk Feldpostbrief [1] Ehrwürdiger Hochwürdiger??? Ehrlich gesagt, klingt das ein bisschen übertrieben… Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Anrede [2] Das Konradihaus, auch Erzbischöfliches Studienheim Sankt Konrad, war ein katholisches Knabenseminar in Konstanz, benannt nach dem Heiligen Konrad, Bischof von Konstanz und Patron des Erzbistums Freiburg. [3] das Vaterunser [4] zurückweisen [5] beschieden sein = zuteilwerden [6] Seiner Hochwürden [7] In Konstanz wurde im Ersten Weltkrieg vom XIV. Armeekorps (= A. K.) eine Überwachungsstelle betrieben. Man erkennt in dieser Überwachungsstelle geprüfte Postsendungen an einem Doppelkreisstempel mit Brücke in Rot "ÜBERWACHUNGSSTELLE KONSTANZ XIV. A. K. GEPRÜFT" --- Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 22.01.2025 15:37:19 Gelesen: 538636 # 3688
@ evwezel [#3687] "Ew. Hochw." bedeutet "Euer Hochwürden". "Ew" ist eine altertümliche Abkürzung für "Euer" in entsprechenden Anreden. In der fünften Zeile wohl "zum Wohl der unsterblichen Seelen".
chris63 Am: 22.01.2025 15:53:13 Gelesen: 538624 # 3689
@ evwezel [#3687] Hallo Emiel, statt grauen lese ich, in dieser Spanne Zeit grüsse Christof
evwezel Am: 22.01.2025 16:05:06 Gelesen: 538620 # 3690
@ Gauss [#3688] Guten Mittag Gauss, was würde ich ohne Dich machen? Ich hatte wirklich noch nie davon gehört. Ich lese gerade, dass die alte Schreibart "ewer / ewere" war. Vielen Dank für Deine Hilfe! Emiel
evwezel Am: 22.01.2025 16:16:40 Gelesen: 538609 # 3691
@ chris63 [#3689] Hallo Christof, jetzt wenn Du es schreibst, sehe ich es auch (aber das kann jeder sagen. :-)) Vielen lieben Dank für Deine Korrektur, Christof! Einen schönen Abend wünscht Dir Emiel
volkimal Am: 22.01.2025 16:55:02 Gelesen: 538581 # 3692
@ evwezel [#3687] Hallo Emiel, noch zwei Kleinigkeiten: Im Brieftext muss es "Konrad ihaus" und nicht "Konradshaus" heißen. In der drittletzten Zeile steht "mögen wir uns einst, wenn nicht auf die ser" Viele Grüße Volkmar
chris63 Am: 22.01.2025 17:38:36 Gelesen: 538574 # 3693
@ evwezel [#3687] Hallo Emiel, wenn wir ganz genau sein wollen, 5. Zeile der unsterblichen Seelen - wieviel schließen grüsse Christof
evwezel Am: 22.01.2025 17:59:26 Gelesen: 538567 # 3694
@ chris63 [#3693] Guten Abend Christof, beim Transkribieren ist mein Motto immer "je genauer, desto besser". Vielen Dank, dass Du mich auf diesen Fehler hingewiesen hast! Viele Grüße Emiel
dr31157 Am: 22.01.2025 20:05:15 Gelesen: 538538 # 3695
Hallo,

ich zeige hier eine Postkarte, deren gelb markierten Text ich leider nicht lesen kann. (Rückseite ist blank)



Kann mir bitte jemand helfen?

Gruß
Detlef
evwezel Am: 22.01.2025 20:34:20 Gelesen: 538521 # 3696
@ dr31157 [#3695]

Hallo Detlev,

ich lese:

(?) d. 9. Juni 11

Vermutlich ist das erste Wort der Ortsname, aber da fällt mir im Moment nichts ein.

Viele Grüße

Emiel
dr31157 Am: 22.01.2025 20:43:29 Gelesen: 538514 # 3697
@ evwezel [#3696]

Hallo Emiel,

schade um den Ortsnamen ging es mir gerade.

Vielleicht findet sich noch jemand der mir helfen kann.

Gruß
Detlef
chris63 Am: 22.01.2025 21:03:43 Gelesen: 538502 # 3698
@ dr31157 [#3697]

Hallo Detlef,

Meilby, heute Mölby (weiß nicht wie den korrekten Buchstaben o mit schrägstrich erstellen kann?)

Passend zu einem anderen Thema, Zufall?, die Breklumer beschlossen Missionare nach Ostafrika zu schicken.

grüsse christof
dr31157 Am: 22.01.2025 21:26:11 Gelesen: 538492 # 3699
@ chris63 [#3698]

Hallo Christof,

vielen Dank für die schnelle Hilfe.

Gruß
Detlef
Heinrich3 Am: 23.01.2025 15:17:52 Gelesen: 538362 # 3700
@ chris63 [#3698] Hallo Christoph, wenn es Dir recht ist, schicke ich Dir eine Zeile mit vielen anderswo benutzten Buchstaben. Daraus kannst Du dann das passende heraus kopieren. mPhG Heinrich
logi Am: 23.01.2025 17:30:02 Gelesen: 538338 # 3701
Hallo liebe Experten, ich brauche Eure Hilfe! Jetzt wo ich mehr Zeit habe, kann ich wieder auf meinem Dachboden in alten Kisten, Kartons und Schränken rumstöbern. Dabei viel mir wieder dieses Schriftstück in die Hände. Ist das Latein ? Ich kann nur den Namen -Johann Christoph R(D)ebell und 24. Sept. 1728 lesen. Die 4 Pf stehen für die Beförderung des Briefes oder als Gebühr für das Schreiben selbst ? Danke für Eure Hilfe ! Gruß Lothar
Schradin Am: 23.01.2025 20:25:03 Gelesen: 538305 # 3702
Ich lese da folgendes (fürs 18. Jhdt. typische Mischung aus "Verwaltungslatein" und -deutsch): "Auff Burgermeisterer und Raths [Burgermeister[er] wohl verschrieben] zu Bettgard [?] contra rectorem Johann Christoph Bebell in pto [= puncto] resignationis übergebend Suppli- cation ist der Bescheid: Weil relatio commissionis eingekommen, so soll selbige nachgesehen und darüber erkändnis ergehen, dermaße da auch der terminus schon vorbey. Signatum Stagard [?], 24. Sep 1728. Königl. Preussische Hinterpomerisches [?] Con- sistorium daselbst." Scheint um einen Einspruch bzw. Antrag (Supplik) gegen einen Rücktritt/Entlassung des "Rektors" Bebell zu gehen (?). Die Gebührenstempel würde ich mit der Anfertigung des Schreiben in Verbindung bringen, wohl eher nicht mit einer Beförderungsleistung.
chris63 Am: 23.01.2025 20:47:13 Gelesen: 538298 # 3703
@ Heinrich3 [#3700] Hallo Heinrich, danke, habe mir schon die Tastenkombinationen rausgeschrieben. (Alt 155 ø und Alt 157 Ø) @ logi [#3701] Hallo Lothar, die Experten können Dir dann die lateinischen Wörter (kursiv) übersetzen, derweil musst Du mit meiner Transkription auskommen. Die 4 Pfennig m.E. am besten mit Beurkundungsgebühr zu beschreiben. Meine freie Interpretation: Die Stadt Belgard hat den Rector gefeuert und ihm eine Abfindung versprochen aber nicht gezahlt. Dazu sind neue Informationen eingegangen, und der Bescheid erteilt der Sache nachzugehen und zu vertagen. Die .. Bürgermeisterer und Rath zu Bellgard contra Rectorem Johann Christoph Uebell in pto resignationis übergebene Suppli- cation ist der Bescheid. Weil delatio? commisionis eingekommen so soll selbige nachgesehen und darüber erkändnis ergehen, Zumals da auch der Terminus schon vorbey signatum Stargard 24. Sept. 1728 König. Preusisch. Hinter Pom[m]ersch. Con- sistorium daselbst grüsse Christof zu langsam, aber schön 2 fast identische Antworten
logi Am: 24.01.2025 17:52:26 Gelesen: 537775 # 3704
Hallo Heinrich und Christoph, ich ziehe meinen Hut, das Ihr das lesen könnt ! Stargard heißt ab 1929 Burg Stargard und ist eine Kleinstadt südlich von Neubrandenburg(Meck-Pomm). Den Namen "Bellgard" fand ich im Internet nur als Belgard - heute Bialogard - Kreisstadt in Mittelostpommern (Nähe Ostsee). Aber kein Bezug zu Stargard, ist ca. 200 km entfernt! Ich bedanke mich bei Euch Beiden für die schnelle Hilfe ! Vielleicht kann noch ein Anderer mit dem Namen "Bellgard" etwas anfangen. Meine Recherche zu Bellgard geht auf jeden Fall weiter. Vielen Dank und Gruß Lothar
chris63 Am: 24.01.2025 18:25:53 Gelesen: 537760 # 3705
@ logi [#3704] Hallo Lothar, Stargard (1) in Pommern, etwa 5 Km östlich von Stettin und Belgard an der Persante, ~ 35 Km nordöstlich von Stettin. grüsse Christof (1) https://de.wikipedia.org/wiki/Pommersches_und_Camminsches_geistliches_Konsistorium
logi Am: 25.01.2025 17:28:56 Gelesen: 537394 # 3706
Hallo Christof, ihr habt es ja BEIDE geschrieben : Hinterpommersches Cosist... ! Habe ich nicht richtig gelesen. Durch familiäre Nähe zu Burg Stargard, war ich der Meinung, daß es sich um dieses Stargard handelt ! Nochmals vielen herzlichen Dank und ein schönes Wochenende, Lothar
volkimal Am: 26.01.2025 22:03:20 Gelesen: 537219 # 3707
Hallo zusammen, Emiel, hattest du eigentlich den Beitrag [#3692] bemerkt? Heute ein Brief aus Cammin in Pommern vom 13. Januar. Die Jahreszahl fehlt leider. Ich lese: An Eine Königl. Preuß. Hochgeist. Regierung zu Stettin Arme Hospital=Sachen Bei "Preuß. Hochgeist." bin ich mir aber nicht sicher. Auch beim Siegel fehlt mir ein Wort: "Kirchensiegel zu ??stin / 1610". Cammin in Pommern heißt heute Kamień Pomorski in liegt in Polen. Von welcher Kirche/welchem Ort ist das Kirchensiegel? Viele Grüße Volkmar
Gauss Am: 26.01.2025 22:31:13 Gelesen: 537204 # 3708
@ volkimal [#3707] Die Regierung ist "hochpreislich".
chris63 Am: 26.01.2025 22:37:04 Gelesen: 537198 # 3709
@ volkimal [#3707] Hallo Volkmar, zum Siegel fällt mir nur Gr. Justin ein. Bisher gab es die hochpreislichen und die hochgreislichen Meinungen, ich tendiere zu hochpreislich. grüsse Christof
Gauss Am: 26.01.2025 22:44:39 Gelesen: 537192 # 3710
Hochpreislich sind Königliche Behörden, Hochlöblich Provinzialbehörden und wohllöblich Ortsbehörden.
volkimal Am: 27.01.2025 11:39:03 Gelesen: 537044 # 3711
Hallo Gauss und Christof, herzlichen Dank für Eure Erklärungen. Hochpreislich kannte ich bisher noch nicht und Groß Justin habe ich auf der Karte einfach übersehen. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 27.01.2025 21:41:16 Gelesen: 536872 # 3712
@ volkimal [#3692] Hallo Volkmar, ich muss mich bei Dir entschuldigen, dass ich Deine Antwort völlig übersehen habe… Das wird nicht wieder passieren! Hoffentlich ist es kein Zeichen von einer beginnenden Demenzerkrankung… Vielen Dank für Deine Hilfe! Emiel
volkimal Am: 05.02.2025 17:19:02 Gelesen: 535448 # 3713
Hallo zusammen, eine Karte von einer Missionsstation in Kotagiri (Indien) an eine andere Missionsstation in Hubli. Die Karte wurde m 01.06.1881 aufgegeben. Mrs. W. Lütze German Mission Hoobly South Mahratta Kotagherry 31.5.81. (= Kotagiri) Liebe Frau Lütze! Am letzten Samstag den 28. Mai entschlief nach schwe- rem leiden im festen Glauben an den Herrn Mr. D. Cockburn der Gatte Ihrer l. Freundin Emmilie und dieselbe beauftragte mich, Ihnen das mittheilen zu wollen mit der Bitte um Ihre Theilnahme und ???bitte, den die tiefbetrübte Emilie und ihre 3 Kleinen sehr ????. Mit herzl. Grüßen Ihr L. J. Frohnmayer Wer weiß, was an den unklaren Stellen steht? Viele Grüße Volkmar
Gauss Am: 05.02.2025 17:41:40 Gelesen: 535445 # 3714
@ volkimal [#3713] .. Fürbitten, deren die tiefbetrübte Emilie und ihre 3 Kleinen sehr bedürfen.
dr31157 Am: 05.02.2025 21:07:12 Gelesen: 535423 # 3715
Hallo, ich zeige hier eine Postkarte deren Schrift ich nicht lesen kann. Ich wüsste gern wie die gelb markierten Orte in den Adressen heißen. Kann mir bitte jemand helfen? Viele Grüße Detlef
volkimal Am: 05.02.2025 23:18:51 Gelesen: 535402 # 3716
@ dr31157 [#3715] Hallo Detlef, die Karte geht nach Radevormwald (Rhld.), der Absender ist Kettwig/Ruhr, geschrieben wurde die Karte in Hilden. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 06.02.2025 09:03:53 Gelesen: 535354 # 3717
@ volkimal [#3716] Hallo Volkmar, vielen Dank für die schnelle Hilfe. Viele Grüße Detlef
volkimal Am: 06.02.2025 10:45:49 Gelesen: 535341 # 3718
@ Gauss [#3714] Hallo Gauss, vielen Dank. "Fürbitten" hatte ich auch vermutet, aber ich bin nicht auf "deren" und "bedürfen" gekommen. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 15.02.2025 20:20:18 Gelesen: 533806 # 3719
Liebe Sammelfreunde, ich brauche mal wieder Eure Hilfe! Heute Abend möchte ich Euch gerne nach Görlitz im Jahr 1916 mitnehmen. Hier wohnte Schneidermeister Otto Schneider zusammen mit seiner Frau Elisabeth und ihre 3 kleine Kinder. Das Ehepaar trieb in der Brautwiesenstraße ein Geschäft für feine Herrenkleidung. Kurz nach dem Beginn des Ersten Weltkrieges wurde Otto bei dem Reichsbekleidungsamt der 5. Armee in Posen (heute Poznan) zum Dienst gerufen, seine Frau und Kinder hinterlassend. Elisabeth schrieb regelmäßig Briefe an ihren Mann über das Leben im Alltag. Die Briefe sind faszinierend, aber nicht immer einfach zu lesen. Das hat übrigens nichts mit der alten Schrift zu tun. Das Problem ist, dass Elisabeth beim Schreiben fast keine Satzzeichen verwendete und auch mit der Rechtschreibung unbekannt war. Für einen Nichtdeutschen wie mich ist das natürlich ein Albtraum. Fahren wir los! Die fehlenden Wörter habe ich fettgedruckt dargestellt. Es würde mich freuen, wenn jemand hier weiterhelfen könnte. Viele Grüße Emiel -- Seite 1 Görlitz d. 7. August 1916 Lieber Pappa![1] Nun heut(e) sollst du wieder eine Nachricht von uns erhalten Wie geht es Dir lieber Pappa hoffe doch daß Du noch munter bist ich sowie unsern Kinder sind auch noch alle gesund. Deinen lieben Brief habe ich Freitag erhalten auch die 4 Brote die Du mit Schellenberg hast mitgeschickt habe ich erhalten bin am Sonnabend Abend zu dem ¼ 11 Uhr Zuge am Bahnhof ge- wesen wo mir Schellenberg daß Paket gab. Hab mahl vielen Dank lieber Pappa für alles daß Brot mundet uns schon Wie hast Du Dein Sonntag erlebt liebes Männdl(?) wir waren in Kosakendorf(?). daß Wetter war herrlich sind um 3 schon weg gefahren und um ½ 9 kamen wir erst zu Hause den Kindern hat dieser Spaziergang sehr gut gefallen. Aber noch schöner wäre es gewesen wen(n) unser Pappa dabei ge- Seite 2 wesen wär(e) man fährt immer so rum als wie ein verlaßenes Schaf. Unser kleiner Willie fängt an ganz allein zu laufen ist schon paar mal über die ganze Küche gelaufen. unsere Großmuttel[2] ist noch nicht da viel- leicht haben wir Sie zu nächsten Son(n)tag da. Die Waldenburger futtern wieder 4 Schweine eins wiegt schon 2 Centner[3] dürfen aber vor Oktober nicht schlachten und 24 Hühner. wen(n) Sie werden schlachten da werde ich mir schon ein Stückchen Fleisch holen Nun lieber Pappa ich werde mit Schellen- berg was mitschicken. hast Du meinen Brief von Donnerstag erhalten nun werde ich für heut(e) aufhör(e)n es ist 6 Uhr. muß die Kinder waschen u Abendbrot geben den(n) morgen Dienstag ist wieder Schule da heißt es wieder zeitig aufstehen. nochmals Dank für alles und zum Schluß sei lieber Pappa recht herzlich geküßt von Muttel und Kinder. Am Freitag Abend den 4. August Brief mit 10 Mark Inhalt nach Ost. Preußen abgeschickt z. Schwägerin Seite 3 ( Szublaußen???) d 26. August 16 An d. Koenigliche Kriegsbekleidungsamt in Posen Unterzeichnete bittet hiermit um Sachurlaub von 10 Tagen vom 29.8.16 ab für den Ö.K. handw Otto Schneider II 10 Comp B.A.III K.B.A. in Posen Begründung: da der Urlaub für den bei mir sich auf ( ???) Urlaub befindlichen Ö.K.[4] handw Otto Schneider II 10 Komp B.A.III K.B.A.[5] in Posen am 29.8 abläuft und ich noch mit vielen dringenden Arbeiten im Rückstand bin denn ich habe 3 kleine Kinder und andere Arbeitskräfte Seite 4 nicht zubekommen sind und die Ernte arbeiten sich nicht gut hinaus schieben lassen, so bitte ich nochmals mir den Sachurlaub für d. Ö.K. handw Otto Schneider II gütigst gewähren zuwollen. Ergebenst Frau Elisabeth Schneider in ( Szublaußen???) Post Nemmersdorf Kr. Gumbinnen Bitte um bescheit bis Dienstagvor mittag den 29.8.16 ob Urlaub bewilligt. anbei 1 Mark für telegraphischen bescheit. Absender Otto Schneider, Görlitz, Brautwiesenstr. 36. Werkstatt für feine Herren-Garderobe Anschrift An ÖK Handwerker Otto Schneider II 10. Comp. B.A. III Kriegsbekleidungsamt in Posen Tagesstempel GÖRLITZ -7.8.16. 10-11 N * 1 a Feldpostvermerk Feldpostbrief [1] Elisabeth schreibt immer "Lieber Pappa" statt "Lieber Otto". [2] In Schlesien wurde Großmuttel und Großvatel gesagt. [3] Vermutlich wird Zentner gemeint (1 Zentner = 50 Kilogramm) [4] Ö.K.=??? [5] K.B.A = Kriegsbekleidungsamt
Gauss Am: 15.02.2025 21:09:02 Gelesen: 533781 # 3720
@ evwezel [#3719] Da hast Du ja wieder eine große Arbeit geleistet. Wieviele Stunden braucht man für einen solchen Brief? Der Ort heißt Posottendorf. http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/%C3%96konomiehandwerker
Schradin Am: 15.02.2025 21:32:45 Gelesen: 533767 # 3721
@ evwezel [#3719] Hallo, der Ortsname lautet Szublauken [dt. Schublau] (Nemmersdorf, Kreis Gumbinnen) ÖK steht für "Ökonomie"; ein "Ökonomie-Handwerker" ist/war die Bezeichnung für den Schneider von Truppenbekleidung.
evwezel Am: 15.02.2025 21:57:25 Gelesen: 533758 # 3722
@ Gauss [#3720] @ Schradin [#3721] Guten Abend Gauss und Schradin, vielen Dank für Eure sehr schnelle Hilfe! Auf "Posottendorf" und "Szublauken" wäre ich nicht gekommen. @ Gauss Deine Frage läßt sich nicht so einfach beantworten. Auf meinen ersten Sütterlin-Brief habe ich mir damals die Zähne ausgebissen. Je mehr man aber liest, desto einfacher wird es. Diesen Brief konnte ich in etwa eine halbe Stunde größtenteils transkribieren. Es gibt aber immer Wörter oder Abkürzungen (wie z.B. "ÖK") die mir unbekannt sind oder die ich einfach mit dem besten Willen nicht lesen kann. Glücklicherweise gibt es dann immer noch Philaseiten! Einen schönen Abend wünscht Euch Emiel
Gauss Am: 15.02.2025 21:58:57 Gelesen: 533756 # 3723
@ evwezel [#3719] S.3: Ernteurlaub Eine halbe Stunde, das ist flott, Respekt.
evwezel Am: 15.02.2025 22:10:47 Gelesen: 533745 # 3724
@ Gauss [#3723] Ein Volltreffer! Das klingt wie etwas aus der Landwirtschaft. Bedeutet dieses Wort hier einfach "Sommerferien"? Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 15.02.2025 23:09:28 Gelesen: 533727 # 3725
@ evwezel [#3724] Leider keine Ferien. Soldaten konnten Ernteurlaub bekommen, wenn sie in der heimischen Landwirtschaft dringend für die Ernte gebraucht wurden. Die Frau schreibt ja, dass die Arbeitskräfte fehlen.
evwezel Am: 16.02.2025 10:13:53 Gelesen: 533588 # 3726
@ Gauss [#3725] Guten Morgen Gauss, ich hatte den Eindruck, das es ein Mangel an Arbeitskräften gab im Bekleidungsgeschäft der Familie Schneider in Görlitz. Soweit ich weiß, hatten sie keinen landwirtschaftlichen Betrieb oder Bauernhof. Vielleicht werden die übrigen Feldpostbriefe noch weitere Informationen darüber geben. Viele Grüße Emiel
Schradin Am: 16.02.2025 11:31:50 Gelesen: 533574 # 3727
@ evwezel [#3726] Die Begründung Elisabeths: "[...] und ich noch mit vielen dringenden Arbeiten im Rückstand bin denn ich habe 3 kleine Kinder und andere Arbeitskräfte [Seite 4] nicht zubekommen sind und die Erntearbeiten sich nicht gut hinaus schieben lassen" Ich kann eigentlich keinen anderen Schluss zulassen, dass ihr Gatte Otto bei den Erntearbeiten benötigt wurde, zumal er ja zuvor auch schon explizit auf "Ernteurlaub" war. Immerhin befand sich Elisabeth (und wohl Otto) ja auch im ländlichen Szublauken und nicht in der Stadt Görlitz.
evwezel Am: 16.02.2025 14:55:41 Gelesen: 533525 # 3728
@ Schradin [#3727] Guten Mittag Schradin, vielen Dank für Deinen Kommentar! Emiel
evwezel Am: 16.02.2025 20:32:53 Gelesen: 533467 # 3729
Liebe Sammelfreunde, heute geht es weiter mit dem Schneider-Feuilleton. Diesen Feldpostbrief mit den Nachschriften der Kinder finde ich persönlich sehr bewegend. An drei Stellen bin ich mir nicht ganz sicher. Viel Spaß beim Lesen! Emiel --- Seite 1 Görlitz d. 23.12.1914. Nachmittag ¼ 4 Uhr [1] Lieber Pappa, Deine Karte nebst Brief haben wir erhalten was uns sehr freute von unsern lieben Vater was zu hören. Wie geht es Dir lieber Vater? Wie Du schreibst lieber Otto daß Du so einen schlechten Strohsack hast daß ist wieder ein neuer Kummer um Dich da verschlimmert sich doch Dein Leiden um desto mehr. Kinder fragen schon immerfort[2] ob Pappa zu Weihnachten kom(m)t. aber wie ich Ihnen den Brief hatte vorgelesen daß Du nicht kom(m)st da wollte Seite 2 es den Mädeln nicht so egal sein den(n) die hatten sich schon so gefreut auf Dein kommen. Kinder sind noch alle munter auch der kleine Willi und was meiner Anbelangt müßte es ja so ziemlich geh(e)n g(e)rade der Husten macht mir noch viel zu schaffen und dan(n) hat sich noch am rechten Beine eine Krampfader Entzündung gefunden was mich auch noch so furchtbar schmerzt. Lieber Vater Du schreibst daß ich den Kindern was zu Weihnachten kaufen soll. bis jetzt habe ich noch keiner Pfennig ausgegeben den(n) bis jetzt bin Seite 3 ich noch nicht rauß gekommen den(n) es ist mir noch zu kalt. die Kinder wollen nichts haben bloß einen Christ- baum da soll die Lenchen für 15 oder 20 Plg(?)[4] ein Bäumchen besorgen den(n) mehr gebe ich nicht aus und da will ich den Kindern die kleine Freude machen Und für die Jungens werde ich noch Weihnachten mahl was kaufen zum spielen wen(n) ich werde wieder besser fort können mit dem laufen, Liesbeth ist heut Mit(t)woch wieder zu Hause gefahren läßt Dich noch- mals grüßen. Kinder hatten auch Weihnachtsfeier in der Schule Gretel am Dienstag Abend von 5-6 Uhr in der Schule und Lenchen Mit(t)woch früh von 11-12 haben beide etwas Pfefferkuchen und Schreiblagen(?) bekommen. Seite 4 Nun lieber Otto schicke ich Dir auch eine Nachricht mit der ist sicher auch nicht gern gestorben ich hätte es auch nicht gewußt den(n) ich hatte die Zeitungen von der Zeit gar nicht gelesen aber heut Mit(t)woch früh schickte Frau Halank einen Neffen zu mir es war auch ein ver- wundeter Krieger und ließ sich erkundigen nach Dir und wie ich frug[5] wie es Herrn und Frau Halank geht sagte er mir daß Herr Halank plötz- lich gestorben ist an Astmah[6] da hat er Deine Sachen nicht lange können tragen die Du ihm gemacht hast. und dan(n) ist der Engel von der Bahnhofstrß[7] wo der Schuster[8] Richter seine Schuhe heer- bezog auch gefallen in Rußland und dan(n) läßt Dich Herr Kerzenverkauf(?) schön grüßen kam am Montag Abend bei uns vorbei wo Er mahl von kam und sich nach Dir erkundigte. Seite 5 Nun das wäre für heut(e) ja alles was sich vorgetragen hat. im Nächsten Briefe vielleiht wieder was mehr. Nun lieber Vater wünschen wir Dir alle recht gesunde Feiertage und zum Schluß sei recht herzlich geküßt von Mutter und Kindern. Lieber Pappa heute Mittwoch haben wir in der Schule Weihnach- ten gefeiert ich habe Pfefferkuchen und eine Regenlagen und 2 Schreib- lagen bekommen. lieber Pappa hast Du die Karte von mir und der Gretel bekommen die wir von der Schule geschrieben haben lieber Pappa ich wünsche Dir gesunde Feiertage und es war viel schöner wenn Du bei uns bist es küßt Dich Deine Tochter Lenchen. Lieber Pappa ich wün- sche Dir gesunde Feierta- ge es küßt Dich Deine Toch- Seite 6 ter Gretel [Text unten gehört vom Sinn her nicht zum Brief und habe ich deswegen weggelassen] Absender Otto Schneider, Brautwiesenstr. 36. Werkstatt für feine Herren-Garderobe Anschrift An Landwehrmann Otto Schneider 2. Comp. Ersatz. Batl. Reserve Inft. Regt. 6 Glogau [9] Tagesstempel GÖRLITZ 23.12.14. 9-10N * 3 c Feldpostvermerk Feldpostbrief [1] Meint Elisabeth hier 15:45 oder 16:15? [2] andauernd, anhaltend, beständig, durchgehend [3] Krampfader - krankhaft erweiterte Vene, die als sich schlängelnder oder knotiger Strang besonders an den Beinen hervortritt. Niederländisch: spatader [4] Hat Elisabeth sich hier einfach vertan und wollte sie “Pfg” schreiben? [5] Rechtschreibung is “fragte”. Kommt “frug” vielleicht regionalsprachlich vor? [6] Rechtschreibung ist Asthma [7] Siehe Adressbuch Görlitz 1914 (https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/111670/69). Paul Engel hatte eine Holzschuhfabrik und Schuhwaren-Großhandlung an der Bahnhofstraße Nr. 11/12. [8] Schuster = Schuhmacher [9] Glogau - Głogów, (deutsch: Glogau, früher auch: Groß-Glogau[3], schlesisch Gruß-Gloge, im lokalen Dialekt Glauge) ist eine Stadt in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/G%C5%82og%C3%B3w
volkimal Am: 16.02.2025 22:37:12 Gelesen: 533419 # 3730
@ evwezel [#3729] Hallo Emiel, wenn ich nicht falsch gegoogelt habe ist 1/4 4 Uhr = 15.15 (ein viertel der vierten Stunde ist um) [1]. Ich selbst benutze diese Zeitangabe nicht. Ich lese ebenfalls "Schreiblagen". Das sind wohl Schreibunterlagen. Der Name ist nicht "Kerzenverkauf", denn er fängt mit "P" an. Es könnte auch heißen "Prezenmeck au(c)h schön grüßen". Den Namen finde ich allerdings nicht im Internet. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.dreiviertelzwoelf.com/was-ist-dreiviertelzwoelf-und-wann/die-uhrzeit/uhrzeit-tabelle-viertel-halb-dreiviertel-viertel-vor-viertel-nach/
Gauss Am: 16.02.2025 22:53:26 Gelesen: 533414 # 3731
@ volkimal [#3730]

Ich kann das bestätigen. Ich verwende viertel 4, halb 4, dreiviertel 4 für 15:15, 15:30, 15:45. Dachte allerdings, das sei eher süddeutsch.

"Prezenmeck auch" habe ich auch gelesen und finde immerhin "Przemek".

Frug war im 19. Jahrhundert durchaus gebräuchlich, mittlerweile eher veraltet oder regional, ich kenne aber noch aktive Sprecher.
evwezel Am: 16.02.2025 23:19:37 Gelesen: 533413 # 3732
@ volkimal [#3730]
@ gauss [#3731]

Hallo Volkmar und Gauss,

das ist super, vielen Dank für Eure Hilfe!

Viele Grüße

Emiel
Schradin Am: 16.02.2025 23:38:56 Gelesen: 533408 # 3733
@ evwezel [#3729]

Seite 3 steht zwar eindeutig "Plg", aus dem Zusammenhang heraus handelt es sich aber wahrscheinlich um eine einfache Verschreibung von "Pfg" für "Pfennig".
evwezel Am: 17.02.2025 07:26:06 Gelesen: 533345 # 3734
@ Schradin [#3733] Guten Morgen Schradin, vielen Dank für Deine Bestätigung! Einen schönen Tag wünscht Dir Emiel
volkimal Am: 17.02.2025 08:51:26 Gelesen: 533331 # 3735
@ evwezel [#3734] Hallo Emiel, an "Pfg." hatte ich auch gedacht. Aber ein Bäumchen für 15 bis 20 Pfg. kam mir extrem wenig vor, wo doch das Porto für eine Postkarte schon 5 Pfg. betrug. Ich habe gerade einmal bei einem Geldwertumrechner der Bundesbank nachgesehen. 20 Pfg. Im Jahr 1914 entsprechen demnach 1,30 €. Viele Grüße Volkmar
Schradin Am: 17.02.2025 11:54:54 Gelesen: 533287 # 3736
@ volkimal [#3735] Im Kontext erscheint mir diese "Budgetplanung" aber durchaus realistisch. Die Schreiberin bemerkt ja zuvor [Ende S. 2], dass sie bislang "keinen Pfennig" ausgegeben habe, und für "ein Bäumchen", das im übrigen eines der Kinder besorgen soll (das wohl kaum einen Weihnachtsbaum durch Görlitz schleppen soll), sollen auch nicht mehr als 15-20 "Plg" (= Pfg) ausgegeben werden. Da mag das "Bäumchen" evtl. eher etwas von der "Resterampe" bzw. einem größeren Zweig entsprochen haben.
chris63 Am: 17.02.2025 13:13:10 Gelesen: 533262 # 3737
@ evwezel [#3729] Hallo Emiel, 1914 kostete 1 Pfund Brot 18 Pfg., 2 Eier 16 Pfg., 1 Liter Milch 23 Pfg. Wie Schradin [#3736] bemerkt, kennen wie die Größe des Baumes nicht? Mehr Probleme habe ich mit dem P, lese eher Tlg oder Slg - Talergroschen, Silbergroschen?, würde zu einem kleinen Baum passen. Als dritte Möglichkeit: mit Kriegsbeginn begannen die Leute Kleingeld (Silber, Kupfer) zu horten und im Herbst 1914 kamen schon Notgeld/Gutscheine heraus. Wie und ob die Menschen Notgeld/Gutscheine in ihren Briefen abgekürzt haben keine Ahnung. In Deinem 1. Brief nicht Sachurlaub sondern Nachurlaub - Urlaubsverlängerung.
evwezel Am: 17.02.2025 19:10:26 Gelesen: 533119 # 3738
@ volkimal [#3735]
@ Schradin [#3736]
@ chris63 [#3737]

Guten Abend Volkmar, Schradin und Christof,

vielen LIEBEN Dank für Eure Anmerkungen und Korrekturen!

Emiel
evwezel Am: 18.02.2025 19:45:49 Gelesen: 532652 # 3739
Liebe Sammelfreunde,

heute Abend der dritte Teil des Schneider-Sagas. Eine Warnung an den Leser: ich würde beim Lesen einen Eimer in der Nähe behalten...

Diesmal bin ich mir an zwei Stellen nicht ganz sicher.

Viele Grüße

Emiel




---
Seite 1

Montag den 12. 4. 15.
4 Uhr mittag

Lieber Pappa

deine Karte haben wir Son(n)tag früh erhalten
auch daß Brot haben wir Montag
mittag um 12 Uhr erhalten für
alles beide herzlichen Dank. Nun
lieber Pappa wir dachten sicher Du
würdest am Sonnabend auf Urlaub
kommen wir haben am Sonnabend
Mittag auf Dich gewartet aber so haben
wir uns alle wieder mahl umsonst
gefreut. Wie geht es Dir lieber Pappa
mit Deiner Gesundheit was unser
anbelangt ist ja noch alles soweit
munter grade ich habe schon seit 14
Tagen solche Ohrenschmerzen und jetzt
am Mittwoch hatte ich große Wäsche
gehabt und da hab(e) ich mir den Saft(?)
noch geholt wie ich Abends um ½ 11
schlafen ging bekam ich solche Schmer-
zen daß ich nicht wußte was ich anfangen

Seite 2
sollte da wollte ich Donnerstag mittag
zum Doktor gehen aber da war es
mir zu spät geworden und da bin
ich wie ich vom Wäschebaden kam
mahl zur Helene rauß gegangen
und da bin ich erst Freitag Nachmittag
zum Doktor gegangen und der sagte
mir daß es Mittelohr entzündung
ist da hab(e) ich umschläge gemacht und
da ist es am Sonnabend in der Nacht
um 12 aufgebrochen aber da hab(e) ich
was getobt vor Schmerzen und jetzt
kom(m)t immerfort Eiter raußgelaufen
ich hab(e) schon 4 Nächte nicht können
schlafen da bin ich ganz kaput
aber heut(e) spüre ich es daß die Schmer-
zen nicht mehr so heftig sind und
daß mag sein weil mir der Eiter
jetzt so aus dem Ohre lauft. Und
jetzt von Helene die hat sich sehr
verkältet bei der Wäsche hat vorige
Woche 39 grad Fieber gehabt und dan(n)
hat sie so furchtbar den Husten.

Seite 3
wenn ich am Donnerstag bei ihr war
kam der Doktor Songe zu ihr da
hat er Ihr für den Husten verschrieben.
heut Montag früh schickte ich die Lenchen
mahl rauß und ließ fragen wie es
der Tante geht da lag sie ja noch zu
Bett aber sie ließ mir sagen daß
es Ihr schon etwas besser geht hoffent-
lich hält es bestandt daß sie bald wieder
auf kann. Lieber Otto Du schriebst
daß die Maldenburger Dir auch wieder
was geschickt haben daß ist ja schön
ich habe von Großmutter auch am
Ostersonnabend wieder ein Paket
bekommen Sauerfleisch Speck Butter
Haferflocken und eine große Tinte(?)[1]
für die Kinder sie schrieb mir daß
Du nicht sol(l)st böse sein wie sie Dir
daß Paket hat geschickt hat sie vergeßen
Dir noch Butter dazu zu packen und
da hat sie mir sie geschickt und ich
sollte sie an Dich schicken auch schrieb
sie mir daß ich dieser Woche wieder

Seite 4
eins bekam da will die Großmutter mir Butter
für die Jungens was zum Anzieh(e)n
und für die Mädel braunen Stoff
zu kleidern schicken ich freu(e) mich
schon wieder darauf. Nun lieber
Pappa denk nur an uns um ½ 6
ist großer Aufstand um(?) um ½ 7
Uhr da geht es zur Schule Jorgel
kann(n) es schon nicht mehr erwarten
jetz(t) zählt er sich die Tage schon an den
Fingern wie lange es noch dauert.
Von Paul habe ich auch eine Karte
bekommen schrieb daß Er zu den Feier-
tagen 5 Tage Urlaub hatte. Nun
lieber Pappa werde ich für heut(e)
Schluß machen und schreibe uns nur
auch bald wieder nun sei wohl
herzlich geküßt von Mutter und
Kinder
auf frohes Wiedersehen

Absender
Otto Schneider, Görlitz, Emmerichstr. 42. p.
Werkstatt für feine Herren-Garderobe

Anschrift
An
Landwehrmann
Otto Schneider
2. Comp. Erstz. Batl. Reserve Inft. Regt. 6
Glogau

Tagesstempel
GÖRLITZ
12.4.15. 11-12N
* 3 c

Feldpostvermerk
Feldpostbrief

[1] Handelt es sich hier um eine Tinte zum Schreiben?
volkimal Am: 18.02.2025 20:10:11 Gelesen: 532643 # 3740
@ evwezel [#3739] Hallo Emiel, das erste Wort ist "[B]Rest". Man sagt z.B. "das hat ihm den Rest gegeben" = umgangssprachlich: jemanden oder eine Sache vollkommen zugrunde richten, fertigmachen. Das zweite Wort sieht wirklich aus wie Tinte. Allerdings würde ich nie sagen "eine große Tinte". Evtl. fehlt dort ein Wort und es soll bedeuten "eine große Flasche Tinte". Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 18.02.2025 20:33:14 Gelesen: 532631 # 3741
@ volkimal [#3740] Hallo Volkmar, diese Redensart kannte ich noch nicht. Vielen Dank für Deine Hilfe! Einen schönen Abend ohne Entzündungen wünscht Dir Emiel
evwezel Am: 19.02.2025 15:20:43 Gelesen: 532389 # 3742
Liebe Sammelfreunde, diesmal keine widerliche Beschreibung von eitrigen Entzündungen. Elisabeth Schneider macht sich in diesem Brief vom 25. Juni 1915 ernsthafte Sorgen um die Gesundheit ihres Mannes und erzählt wie alles in Görlitz so furchtbar teuer geworden ist. Auf Seite 3 wird wieder die Abkürzung "Pbg" benutzt... Wir können jetzt schlussfolgern, dass es keine Verschreibung war. Wie immer, bin ich an einigen Stellen wieder gescheitert (fettgedruckt dargestellt). Viele Grüße Emiel --- Seite 1 Görlitz den 25. Juni 1915 früh 11 Uhr. Lieber Pappa! herzlichen Dank für Deinen lieben Brief den ich am Donners- tag erhalten habe sehnsichtig[1] haben wir alle Tage auf eine Nachricht gewartet und endlich kam ein lieber Brief an man ist daß lange Warten gar nicht gewohnt. Wie ich aus Deinem schreiben er- seh(e)n kon(n)te will es Dir lieber Pappa wieder nicht zum besten geh(e)n. daß wäre ja kein Wunder zuerst die große Hitze und dan(n) die Anordnung in allem wen(n) Du es wieder spürst daß es schlim- mer werden wird melde Dich doch wieder krank. Über Dein forf.(?) Konien(?) von Glogau scheint wohl auch so eine hinterliestige[2] Sache von ( ???)Unteroffiziere u Feldwebel zu Seite 2 sein warum ist den(n) Tilken da ge- blieben ja wär[3] eben Schwein[4] hat der hat auch jetzt wie auch im Frieden glück wen(n) der auch gleich Felddienstfähig wieder ist aber der wird doch jeden- falls nicht mehr raus kommen und so wird er sicher dort verblieben hast du lieber Otto dort auch gelegen- heit wo Du einen Neben groschen [5] verdienen kann(n)st oder fällt das alles weg. Lieber Pappa Du schreibst daß Du wieder Kostegeld[6] bekommst thue Dir nur alle Tage ein ordent- liches Mittagessen an damit Du bei Kräften bleibst vielleicht bekom(m)st Du da manchmahl was ordentliches an Gemüse gekocht wo Du wohnst eher kann(n) man sich mit den kleinen Mahlzeiten einschranken aber ein ordentliches kräftiges Mittagessen geht über alles um bei Kräften zu bleiben. Lieber Pappa Du schreibst daß in Posen alles Seite 3 so teuer ist die Preise werden wohl so ziemlich auf eins rauskommen bei uns kostet daß Ei auch 14 und 15 Pbg Butter ½ Pld[7] 90 Pbg [8] ich gebe ja noch 85 aber überall kostet sie 90 ich gebe Ihr halt immer nicht mehr verlangen thut sie es auch schon. Oberrüben[9] daß Gebunt[10] 20 u 25 Pbg Blaubeeren 50 Pbg daß Pbd kommen schon ganz gebacken auf den Markt. ja wir können dieß Jahr überhaupt nichts rechnen den(n) daß ist ja alles von der großen Hitze aus- gedort. Fleisch kostet daß Schweinen- fleisch (…) Pld 2 Mark ½ Pld Schweinen- bauch 90 Plg u ander Fleisch 1-20 u 1-30 u Baucherspeck 2-50 ja daß ist schrecklich wie alles teuer ist man kann(n) sich an so was nichts kaufen wen(n) ich mir Fleisch kaufe bloß für 25 Pbg den(n) es ist immer ein ander Geschmack im Essen und eine hübsche Einbrenne(?) und da schmeckt es uns auch immer(?) sehr gut. Lenchen geht ja essen die Seite 4 hat immer ein schönes Essen und wegen der Gretel bin ich beim Pastor Kindler[11] gewesen und da habe ich vom Maigistrat[12] eine Karte bekommen daß ich mir alle Tage Mittag um 12 Uhr eine Portion Essen holen kann(n). und daß ist die Gretel allein daß ist auch schönes Essen und auch ein Stück Fleisch und wen(n‘)s kein Fleisch giebt da ist die ? rühr(?) mit dem Essen angerichtet. Wir sind ja alle noch gesund der kleine Willi macht sich jetzt auch rauß fängt schon an und ruft Tata geh(e) alle Tage mit Ihm jetzt fleißig rauß früh wen(n) die Kinder um 7 Uhr zur Schule sind räume ich schnell auf und dan(n) geh(e) ich mit den 3 Jungens rauß bis um ¼ 11 dan(n) mach(e) ich daß Mittag und dan(n) geht(’)s wieder rauß bis um 6 oder ½ 7. aber in der Nacht will er nicht folgen da ist Er seit einer Zeit wieder sehr unruhig daß mag wohl auch auf die Zähnchen mit sein. Fortsetzung. Seite 5 Fortsetzung Lieber Pappa ich werde dir Sonn- abend ein Paket an dich abschicken Butter etwas Quark Eier und die Wäsche Eier sind immer noch von der Großmutter die sie an Pfingsten hat mitgebracht habe noch über ½ Schok(olade?). hätte dir noch ein Stückchen Fleisch gebacken aber ich trau(e) nicht daß es in der Hitze sich nicht halten wird. den es ist bald nicht mehr schön so heiß ist es. Für die drei Jungens habe ich die blauen Anzeige fertig geh(e)n recht schön (?) drin auch für Jorgel habe ich noch ein leichten Schulanzug gemacht und jetzt will ich für mich noch eine Bluse nähen und so hat man auch immer fort zu thun Jorgel bekom(m)t fast alle Tage in der Schule schläge aber der Junge begreift es sehr schwer den(n) was ich mich doch ab müh(e) im Schreiben Rechnen u Lesen und wen(n) er in der Schule dran kom(m)t da kann(n) er Seite 6 es nicht und da bekom(m)t Er schläge sein Hinten hat schon ordentlich blaue Flecken von den Schwülen die Er immer hat aber wen(n) daß noch oft vorkom(m)t geh(e) ich doch wohl zum Lehrer. Lenchen und Gretel helfen mir ja immer fleißig freu(e)n sich schon auf die Ferien auf den 16 Juli am Mittwoch war wieder Schulfeier war großen Klim- bim[13] abends um ½ 4 auf dem Obermarkt. hat Dir Großmutter und die Waldenburger schon wieder mahl geschrieben schreiben Ihnen nur wieder damit immer was abfällt für dich. Nun werde ich für heut(e) mein liebes Männchen schluß machen und so sei für heut(e) von uns allen recht herzlich geküßt von Mutter u Kindern auch einen recht herzlichen Sontagsgruß senden wir Dir lieber Pappa schöner wär es Du wärst bald wieder hier. Jetzt wird es bald daß Jahr wo wir so allein sind. Seite 7 Lieber Pappa hiermit schicke ich Dir eine Kleinigkeit hoffent- lich kommt alles gut an schreibe mir nur wen(n) die Eier ange- kommen sind Wäsche habe ich das schlichte[14] raußgesucht hoffentlich ist sie recht nun laß dir lieber Pappa alles gut schmecken meinen Brief wirst Du wohl schon haben Nun für heut(e) sei herzlich geküßt von Mutter u Kinder Absender Otto Schneider, Görlitz, Brautwiesenstr. 36. Werkstatt für feine Herren-Garderobe Anschrift An Ök Handwerker Otto Schneider 9. Comp. B A III Kriegsbekleidungsamt in Posen Tagesstempel GÖRLITZ 25.6.15. 5-6N * 1 h Feldpostvermerk Feldpostbrief [1] Rechtschreibung ist sehnsüchtig [2] Rechtschreibung ist hinterlistig (niederländisch: achterbaks) [3] Elisabeth meinte vermutlich “wer” [4] Schwein haben = Glück haben [5] Nebengrosche – kleines Nebeneinkommen [6] Rechtschreibung ist Kostegeld (Geld für den Lebensunterhalt). [7] Ich nehme an, es ist eine Abkürzung für “Pfund”. [8] Wir können jetzt schlussfolgern, dass es sich hier nicht um eine Verschreibung handelt. Siehe auch https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=360816, https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=360809 und https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=360797. [9] Oberrüben = Kohlrabi -siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlrabi (wirklich das ekelhafteste Gemüse, das ich kenne). [10] Gebunt = Bund. Etwas, was [in bestimmter Menge oder Anzahl] zu einem Bündel zusammengebunden ist. [11] Georg Kindler, wohnhaft an der Hospitalstraße 18 in Görlitz. Siehe Adressbuch Görlitz 1914, https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/111670/150. [12] Rechtschreibung ist Magistrat [13] Klimbim - überflüssiger, unnützer Kram (ich hatte noch nie davon gehört – wer sagt, dass Feldpost langweilig ist?!) [14] Schlichte = auf das Nötigste, das Wesentliche beschränkt
Gauss Am: 19.02.2025 16:12:12 Gelesen: 532361 # 3743
@ evwezel [#3742] Die Briefe werden immer länger! S.1 Unordnung, nicht An... Dein Fortkommen von Glogau... Sie schreibt manchmal das m mit Verdopplungsstrich für mm, etwa auch S. 2 bekomst.
Gauss Am: 19.02.2025 16:15:48 Gelesen: 532358 # 3744
S. 3, die Einbrenne ist Dir vielleicht als Mehlschwitze geläufiger. S. 4 Die Brühe S. 5 ein Schock sind 5 Dutzend.
evwezel Am: 19.02.2025 17:23:02 Gelesen: 532335 # 3745
@ Gauss [#3744] Hallo Gaus, das Wort "Mehlschwitze" (sehr bildhaft!) kannte ich ehrlich gesagt auch noch nicht. Bei uns wird das französische Wort "Roux" dafür benutzt. Also wieder etwas dazu gelernt! Auch "Schock" als Zählmaß (60) war mir unbekannt. Als Niederländer bin ich auch noch immer nicht ganz daran gewohnt, dass "Dutzend" 12 ist statt "1000" (das deutsche Wort "dutzend" ist sehr ähnlich mit dem niederländischen Wort "duizend"... Das niederländische Wort für "Dutzend" ist "Dozijn"). Aber natürlich wäre es sehr merkwürdig gewesen, wenn Großmutter 500 Eier mitgebracht hatte... Vielen Dank für Deine Hilfe!! Emiel
evwezel Am: 19.02.2025 17:37:30 Gelesen: 532332 # 3746
@ Gauss [#3743] Guten Mittag Gauss, ich kann Dich beruhigen. Dieser Feldpostbrief war das längste Schreiben von unserer jungen Frau aus Görlitz. :-) Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 19.02.2025 19:23:04 Gelesen: 532302 # 3747
@ evwezel [#3746]

Da bin ich ja beruhigt.

Ein Schock sind übrigens 3 Stiegen, und ein Dutzend Dutzend sind ein Gros.
volkimal Am: 19.02.2025 22:27:48 Gelesen: 532268 # 3748
@ evwezel [#3742] Hallo Emiel, noch ein paar Kleinigkeiten, die mir aufgefallen sind: Seite 1 auch so eine hinterliestige[2] Sache vom KammerUnteroffi zier u Feldwebel zu Kammerunteroffizier siehe [1] Beim "A" bzw. "U" auf Seite 1 bin ich mir nicht sicher. Es passt besser "Unordnung" und etwas weiter "Aber" dein fortkommen... Der Buchstabe "U" bei "12 Uhr" (Seite 4) sieht genauso aus. Das "U" beim "Unteroffizier" ist ganz anders. Das "A" in Anzeige (Seite 5) ist aber anders. Seite 2: sein warum ist den(n) Til ker da ge- Glück wen(n) der auch gleich Felddienstfähig Mahlzeiten einsch renken aber ein Seite 3: Schweinen- fleisch a Pld 2 Mark "a Pfund" = "je Pfund" Seite 5: dir noch ein Stückchen Fleisch ge braten Viele Grüße Volkmar [1] http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Kammerunteroffizier
evwezel Am: 19.02.2025 23:40:36 Gelesen: 532251 # 3749
@ volkimal [#3748] Hallo Volkmar, vielen Dank für Deine ausführlichen Korrekturen! An “Kammeroffizier” habe ich nicht gedacht, aber dieses Wort passt sehr gut! Die Briefe von Elisabeth muss man übrigens nicht zu lange am Stück lesen. Die Abwesenheit von Lesezeichen empfinde ich als ziemlich anstrengend für die Augen. Armer Otto. Schlaf gut! Emiel
evwezel Am: 21.02.2025 17:07:39 Gelesen: 532004 # 3750
Liebe Sammelfreunde, wir verfolgen heute die Geschichte der Familie Schneider in Görlitz. Für Marie Schneider wird das Leben im Alltag während den Kriegsjahren immer schwerer (ich dachte ursprünglich, dass die Frau von Otto "Elisabeth" hieß, aber das stimmt nicht. Elisabeth ("Liesel") ist ihre Schwester). Und auch diesmal konnte ich leider nicht alles lesen. Sehr frustrierend! Drei Wörter (dabei sind vermutlich auch zwei Ortsnamen) fehlen mir noch. Viel Spaß beim Lesen! Emiel @ Gauss: diesmal gibt es nur 4 Seiten... :-) --- Seite 1 Görlitz den 30 September 1915. Lieber Pappa! Deinen lieben Brief habe ich Mit(t)woch Nachmittag um ½ 4 Uhr erhalten ich fuhr g(e)rade zur Entrethür(?) rauß mit dem Willi den(n) ich wollte mit den Kindern ausfahr(e)n da wurde ich noch schnell mit Deinen lieben Zeilen überrascht. Ich bin noch Mittwoch Abend wie ich die Kinder schlafen gelegt hatte zu Herrn Schulze noch hin gegangen Er selber war nicht da aber die Frau habe ich gesprochen und sagte mir daß Er Freitag früh erst weg fährt und daß paßt ja g(e)rade so fein mit dem Butterfräulein den(n) die kommt bloß alle 14 Tage und da warens heut(e) g(e)rade 14 Tage Lieber Pappa ich schicke Dir die Unterjacke 1 Hemd Butter kan(n) ich dieses mahl nur 1 Stückchen schicken den(n) ich habe nur 3 Stückchen von Ihr bekommen etwas Quark den habe ich schon mit Salz u Milch Seite 2 angerührt paar Eier und ein paar Birnen, und dan(n) habe ich Dir mein liebes Männchen heut(e) etwas Apfelmuß gekocht was ich Dir mitschicke laß es Dir nur recht gut schmecken den(n) ich weiß daß Du so was gerne ißt. hebe es Dir nur nicht zu lange auf daß es nicht sauer wird 2 bis 9 Tage da hält sich(`)s schon. und dan(n) noch ein Stückchen von unsern Brot. Am Sonnabend überraschte mich Liesel auch wieder mit einem Packet schickte mir ein Brot Zwieback[1] Semmeln[2] und solch schön große Birnen wo ich welche Dir mitschicke. Du schreibst liebes Pappa daß Du noch im (…)(?) bist ich wünsche Dir daß Du bald möchtest wieder gesund sein schön wär(e) es wenn Du noch hier kämst den(n) es wäre doch manches was für Deine Gesundheit P(…)te(?) gemacht werden. Wir sind ja auch noch alle so- weit munter bloß die Gretel war am Dienstag wieder etwas krank hat die ganze Nacht so ge- fiebert. aber heut geht es ja wieder. Jorgel hat heut(e) schon daß Zensur[3] buch mitgebracht ist nicht so von Besonderheit Betragen hat Er gut und das andre alles wenig genügend und von 32 Schülern der 29. Gretel bekom(m)t gar kein Zensur buch dieses mahl daß Fräulein hat mir(`)s selber gesagt den(n) ich mußte wohl nach der Schule kommen durch ihre Krankheit ist sie zurück- geblieben im vielen und Lenchen bekom(m)t(`)s erst Freitag na der fällt daß Lernen nicht schwer die kann(n) schnell alles. Seite 3 Langer hat auch zur Gestellung müßen kommen ist auf Werkstädte geschrieben worden Nächste Woche Donnerstag u Freitag habe ich große Wäsche Helene schrieb mir diese Woche auch eine Karte sind noch alle munter und gefällt Ihr gut Liesbeth hat wieder offne Füße und Erna ist seit 14 Tagen fort von zu Hause ist bei Patermann Nun lieber Pappa laß Dir nur alles gut schmecken und schreibe mir wie Du alles erhalten hast. und so sei für heut(e) recht herzlich geküßt von Mutter und Kindern auch einen recht herzlichen Son(n)tagsgruß von uns allen. Seite 4 Ich habe daß Paket bis zur Bahn geschaf(f)t und Herrn Schulze abgepaßt[3] bis Er kam. guten Apetit zu allem die grünen Birnen oben daß sind die aus Waldenburg. Noch einen herzlichen Kuß. [1] Zwieback - Gebäck in Gestalt einer dickeren Schnitte, das nach dem Backen geröstet wird, wodurch es knusprig hart und haltbar wird [2] Semmel = Brötchen [3] Zensur = Benotung [3] jemand abpassen = auf jemanden warten und ihn aufhalten, um sich wegen etwas an ihn zu wenden
chris63 Am: 21.02.2025 17:24:32 Gelesen: 531995 # 3751
@ evwezel [#3750]

Hallo Emiel,

Entrethür (Eingangstür)
Revier (Lazarett)
könte

grüsse Christof
volkimal Am: 21.02.2025 17:40:44 Gelesen: 531990 # 3752
@ evwezel [#3750]

Hallo Emiel,

ich denke " Entrethür" = "Entreetür" = Eingangstor. Das sie dadurch fuhr war sie vielleicht mit einer Kutsche oder dem Rad unterwegs.

Du schreibst liebes Pappa daß Du noch im Revi?? bist. Vielleicht ist ein Krankenrevier gmeint.

was für Deine Gesundheit kön(n)te gemacht werden.

Viele Grüße
Volkmar
dr31157 Am: 21.02.2025 17:56:01 Gelesen: 531986 # 3753
Hallo, ich zeige hier einen Brief aus Karlsruhe nach ...... Leider kann ich den Ankunftsort nicht wirklich lesen. Kann mir bitte jemand helfen? Rückseite ist blank. Viele Grüße Detlef
evwezel Am: 21.02.2025 18:08:59 Gelesen: 531983 # 3754
@ dr31157 [#3753] Hallo Detlef, ich vermute "Beiertheim" (die Anschrift lautet "An das Bürgermeisteramt in"). Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 21.02.2025 18:16:02 Gelesen: 531975 # 3755
@ chris63 [#3751] @ volkimal [#3752] Hallo Christof und Volkmar, vielen Dank für Eure sehr schnelle Hilfe ! Emiel
dr31157 Am: 21.02.2025 18:20:52 Gelesen: 531965 # 3756
@ evwezel [#3754] Hallo Emiel, vielen Dank für die schnelle Hilfe. Viele Grüße Detlef
evwezel Am: 22.02.2025 11:52:22 Gelesen: 531686 # 3757
Liebe Sammelfreunde, heute zeige ich Euch wieder einen Feldpostbrief von Marie Schneider, geschrieben am 12. Dezember 1915. Es ist übrigens erstaunlich zu lesen, wie häufig die Familie Schneider von Entzündungen betroffen wurde. Vielleicht hatte Stress etwas damit zu tun. An 3 Stellen bin ich mir nicht ganz sicher. Viele Grüße Emiel -- Seite 1 Son(n)tag den 12. Dezember Abends ¾ 7 Uhr. 1915. Lieber Pappa Deinen beiden Nachrichten habe ich erhalten wo Du mir schreibst daß Du Brief und Packet erhalten hast. Was mich freute daß Du lieber Pappa die sachen erhalten hast aber so furchtbar lange hat es ja dieses mahl gedauert. Ich hatte am Montag früh gleich nach Empfang Deiner Brief einen Brief geschrieben hast Du den auch schon Erhalten? Nun wie geht Es Dir mein liebes Herzel hoffe doch das Du wieder soweit gesund bist hast Du noch schonung[1]? Kinder sind ja auch noch alle munter g(e)rade ich habe seit Donnerstag an der linken Hand am daumen so einen bösen Umlauf bekommen hat mir furchtbar Schmerzen verursacht überhaupt von Seite 2 Sonnabend zu Son(n)tag die Nacht habe ich schreckliche Schmerzen gehabt ah daß hat alles zusammen gezogen habe die ganze Nacht nicht geschlafen da habe ich mir am Son(n)tag Mittag ein Kamillen bad gemacht und dan(n) habe ich mir den Finger aufgestochen da kam was Zeug rauß da habe ich wenigsten Hinderung und die Schmerzen sind nicht mehr so schlimm. Das paßt g(e)rade so mit meinem Finger den Donnerstag u Freitag habe ich große Wäsche. Am Freitag den 10 hat unser kleines Püpchen den 1 Geburtstag gehabt[2] seit voriger Woche hängt Er an Mamma zu ruhen am Tage ist er ein artiger[3] Junge aber in der Nacht da will Er nicht folgen da packt(?) Er mich oft aus dem Bette rauß. Was macht Bruder Franz ist Er noch munter laß Ihn schön grüßen Herr Prezenmeck[4] läßt sich auch schön grüßen sind schon seit Juli vom Seite 3 Lokal runter die Frau ist in Berlin und Er war in Wittenberge[5] . Wir haben seit acht Tagen ganz ge- lindes[6] Wetter Schnee ist alles weg die drei große Kinder waren heut(e) Son(n)tagnachmittag in der Stadt die Schaufenster[7] anseh(e)n. Am Freitag Mittag um ½ 1 Uhr ist es wieder tolle bei unserm Hauswirt zugegangen wir dachten die Küchendeck(?) käm unter die Schuberten[8] hat sich mit dem Großvater geprügelt[9] die haben den Großvater beim fechten[10] erwischt und da ist die Polizei dagewesen mit einer Vorladung der Großvater ist doch mit dem Messer in sie rein gegangen da ist (er?) zur Mutter rauf gelaufen und wie da alles runter kam da konnte man noch was hör(e)n wie alles in den alten rum ging. Großmutter hat mir heu(e) auch ge- schrieben. Wie lange wird es lieber Pappa mit dem nächsten Urlaub Seite 4 dauern sind heut(e) schon wieder drei Wochen wo Du bei uns weiltest. Nun für heut(e) werde ich schluß machen und so sei lieber Pappa für heut(e) recht herzlich geküßt von Muttel und Kinder Auch schicke ich Dir die Adreße von Paul mit Wehrmann Paul Kampe Ersatz Landwehr Regement[11] No 84 III Comp Schleßwig Holßstein [1] Schonung = rücksichtsvolle, nachsichtige Behandlung [2] Wilhelm ("Willi") Schneider muss also am 10. Dezember 1914 geboren sein. [3] sich so verhaltend, wie es Erwachsene von einem Kind erwarten; sich gut und folgsam benehmend [4] Siehe auch https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=360778 [5] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Wittenberge [6] gelind = mild, nicht rau [7] Es war kurz vor Weihnachten und vermutlich gab es schon viele Schaufensterdekorationen. [8] Emil Schubert, Webmeister war wohnhaft under der Adresse Brautwiesenstraße 36I (am ersten Stock) Siehe https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/111670/269. [9] prügeln = einen Streit mit jemandem mit den Fäusten austragen; sich mit jemandem schlagen [10] fechten = mit einer Hieb- oder Stoßwaffe kämpfen [11] Rechtschreibung ist Regiment
Gauss Am: 22.02.2025 12:32:15 Gelesen: 531664 # 3758
@ evwezel [#3757]

Sieht aus, als hättest Du die falschen Bilder gezeigt.
Schradin Am: 22.02.2025 12:35:09 Gelesen: 531664 # 3759
@ evwezel [#3757]

Hallo Emiel,

die Bilder in Deinem Post stammen von einem anderen Schreiben (30.12.1915)!
evwezel Am: 22.02.2025 12:54:51 Gelesen: 531661 # 3760
@ Gauss [#3758] @ Schradin [#3759] Hallo Gauss und Schradin, Ihr habt völlig Recht, da habe ich mich vertan. Zweiter Versuch. Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 22.02.2025 14:52:30 Gelesen: 531571 # 3761
@ evwezel [#3760] Ja, die Frau Schneider hatte viele Leiden. Auf S. 2 Z. 9 erfährt sie Linderung. Auf S. 3 die Küchendecke stimmt, Streit in der Wohnung darüber, man denkt, die Decke kommt runter. Ich bin übrigens nicht ganz sicher, wobei der Opa erwischt wurde, fechten heißt auch betteln.
Schradin Am: 22.02.2025 15:00:41 Gelesen: 531568 # 3762
@ evwezel [#3760] Seite 2 würde ich für "jackt" plädieren (= "jagt"; die Rechtschreibung ist ja ohnehin teils etwas ungelenk). Seite 3 statt "(er?)" = "sie" (genau wie Zeile zuvor).
evwezel Am: 22.02.2025 15:30:23 Gelesen: 531560 # 3763
@ Schradin [#3762] @ Gauss [#3761] Guten Mittag Gauss und Schradin, vielen Dank für Eure wertvollen Korrekturen und Anmerkungen! Außerdem habe ich ein neues Wort gelernt: “Linderung”. Wird dieses Wort heute noch immer benutzt? Ich hatte nicht gedacht an “Er jackt(jagt) mir oft aus dem Bett raus”, aber diese Lösung klingt sehr logisch! Vermutlich schrieb Frau Schneider genau so wie sie sprach. Was damals genau bei den Nachbarn von oben passiert ist, wird vermutlich im Nebel der Geschichte verschollen bleiben. Wir kennen übrigens in der niederländischen Sprache das Wort “vechten” auch, aber bei uns ist die Bedeutung ähnlicher zu Eurem “kämpfen”. Viele Grüße Emiel
Stewe Am: 22.02.2025 20:15:16 Gelesen: 531507 # 3764
Hallo zusammen, kann mir bitte jemand bei der Entzifferung dieses Texts helfen? Herzlichen Dank! Stewe
evwezel Am: 23.02.2025 09:24:41 Gelesen: 531358 # 3765
@ Stewe [#3764] Guten Morgen Stewe, hier bin ich leider überfordert. Einige Wörter wie “Herr”, “Maximilian”, “gehorsam” und “könig(..)” kann ich lesen, aber das wird nicht viel weiterhelfen. Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 23.02.2025 21:22:39 Gelesen: 531216 # 3766
Liebe Sammelfreunde, zum Abschluss des Wahlkampf-Wochenendes möchte ich Euch gerne noch einen Feldpostbrief der Familie Schneider zeigen. Die Familie feiert den Geburtstag von Sohn Oskar und Frau Schneider hat offensichtlich immer mehr Schwierigkeiten, genügend Lebensmittel zu finden. Die Freude ist groß wenn eines Tages ein Korb mit Lebensmitteln an die Tür geliefert wird. Mir war übrigens nicht ganz klar, was die Polizei mit den Lebensmittelkarten zu tun hatte. Und wie immer bin ich mir an einigen Stellen nicht ganz sicher. Einen schönen Sonntagabend wünscht Euch Emiel --- Seite 1 GÖRLITZ, den 13 Mai 1916 Lieber Pappa Einen recht herzlichen Son(n)tagsgruß kom(m)t zwar etwas spät an. vor allem wie wie geht es mit Deiner Gesundheit. Vielen herzlichen dank für daß liebe Paket was ich am donnerstag Mittag erhalten habe wie sehr hast Du uns lieber Pappa damit überrascht wenigsten hatte ich etwas Brot den(n) es gab diese Woche bloß einfache Kartoffel u Brot Außweise[1] also 22 Pld und die waren schnell alle das Schrotbrot[2] wollen wir uns zum Son(n)tag zur Suppe wieder gut schmecken laßen daß ist was feines. Oskar hat sich sehr gefreut über daß Geburts- tagsgeschenk war ganz überrascht über das schöne Bilderbuch wie ich es Ihn heute morgen gab auch die Kinder guckten was den(n) die hatten davon nichts bemerkt bloß aus der Tirte(?)[3] hatte ich Ihnen einen Stückchen gegeben auch daß Geld habe ich Text oben hatte kein Briefpapier zu Hause da mußte ich eine Rechnung nehmen Seite 2 gefunden. Nun habe für alles vielen herzlichen dank. Ich bin heut(e) Sonnabend gleich zur Polizei gegangen und habe ihn umschreiben laßen daß Er 6 Jahr ist da bekam ich noch 1000 gram Brot und auch so viel Kartoffelausweise da ist Er jetzt was froh daß Er ein ganzes Brot jetzt bekommt. Kinder geh(e)n jetzt wieder Milch trinken habe allen einen Zettel mitgegeben in die Schule und da können Sie auch Milch trinken geh(e)n. Jorgel kan(n) die ganze Woche geh(e)n und die Mädel geh(e)n jede 3 Tage in der Woche. ist doch wieder etwas für die Kinder. Großmuttel hat mich diese Woche auch so überrascht am Mittwoch bekam ich schon ein Paket wo Sie mir solch. herrliche Gardienen schickte habe mich so gefreut den(n) die sind so schön und heut(e) Sonnabend bekam ich durch Fracht einen Korb mit Lebensmittel Eier etwas Butter Mehl Zucker Kasse[4] Wurst einen Raucherfleisch Hafer- flocken Talg[5] und Kartoffeln habe mich so gefreut über alles daß unsere liebe Mutter uns so beschenkt hat. Kinder sind noch alle munter auch der kleine Willi ist wieder fiedel die röte vom Arm geht schon zurück. Wir haben die Woche auch viel Regen gehabt und so sehr kalt. hat Bruder Franz schon wieder mahl geschrieben grüß Ihn schön. Nun werde ich für heut(e) Aufhör(e)n und so sei lieber Pappa für heut(e) herzlich geküßt von Muttel u Kinder. die Geburtstagskarte für Oskar haben wir heut(e) morgen erhalten. hat sich was gefreut. [1] Vermutlich werden hier Lebensmittelkarten gemeint. Die drastische Verschlechterung der Nahrungsmittelversorgung durch die britische Seeblockade, den Einbruch der Agrarproduktion sowie durch Fehler und Engpässe in der Verteilung machten die Rationierung von Lebensmitteln notwendig. Dafür wurden Lebensmittelkarten und -marken an die Bevölkerung ausgegeben. Als erstes wurde am 25. Januar 1915 die Brotmarke eingeführt. Später kamen noch Marken für Fleisch, Fett, Eier, Milch und andere Nahrungsmittel hinzu. Quelle: https://erster-weltkrieg.dnb.de/WKI/Web/DE/Navigation/Medienwelt/Lebensmittelmarken/lebensmittelmarken.html [2] aus Schrot (Menge grob gemahlener Getreidekörner) gebackenes Brot [3] Tirte=Torte??? [4] Kasse=Käse? [5] (aus dem Fettgewebe besonders der Nieren von Rindern oder Schafen gewonnenes) festes, gelbliches Fett
volkimal Am: 23.02.2025 22:06:00 Gelesen: 531202 # 3767
Hallo Emiel, ein paar Anmerkungen: Seite 1: Lieber Pappa Einen recht herzlichen Son(n)tagsgruß kom(m)t zwar etwas spät an. vor allem wie* wie geht es mit Deiner Gesundheit. Vielen herzlichen Dank** für daß liebe Paket was ich am Donnerstag Mittag erhalten habe wie sehr hast Du uns lieber Pappa damit überrascht wenigsten hatte ich etwas Brot den(n) es gab diese Woche bloß einfache Kartoffel u Brot Außweise[1] also 22 Pfd*** und die waren schnell alle das Schrotbrot[2] wollen wir uns zum Son(n)tag zur Suppe wieder gut schmecken laßen daß ist was feines. Oskar hat sich sehr gefreut über daß Geburts- tagsgeschenk war ganz überrascht über daß schöne Bilderbuch wie ich es Ihn heute morgen gab auch die Kinder guckten was den(n) die hatten davon nichts bemerkt bloß aus der Tüte/Tiefe(?) hatte ich Ihnen einen Stückchen gegeben auch daß Geld habe ich * das "wie" war doppelt ** das kleine "d" siehe bei "damit" *** Ich denke du kannst ruhig Pfd = Pfund und Pfg = Pfg schreiben. Das ist so ihre Art der Abkürzung. Bei Pfg kann man zwar noch überlegen, ob eine Notwährung gemeint ist. Bei Pfd = Pfund kommt für mich aber einfach nichts anderes in Frage. Seite 2: gefunden. Nun habe für alles vielen herzlichen Dank. Ich bin heut(e) Sonnabend gleich zur Polizei gegangen und habe ihn umschreiben laßen daß Er 6 Jahre ist da bekam ich noch 1000 gram Brot und auch so viel Kartoffelausweise da ist Er jetzt was froh daß Er ein ganzes Brot jetzt bekommt. Kinder geh(e)n jetzt wieder Milch trinken habe allen einen Zettel mitgegeben in die Schule und da können Sie auch Milch trinken geh(e)n. Jorgel kan(n) die ganze Woche geh(e)n und die Mädel geh(e)n jede 3 Tage in der Woche. ist doch wieder etwas für die Kinder. Großmuttel hat mich diese Woche auch so überrascht am Mittwoch bekam ich schon ein Paket wo Sie mir solch. herrliche Gardienen schickte habe mich so gefreut den(n) die sind so schön und heut(e) Sonnabend bekam ich durch Fracht einen Korb mit Lebensmittel Eier etwas Butter Mehl Zucker Kaffe(e) Wurst einen Aal Raucherfleisch Hafer- flocken Talg[5] und Kartoffeln habe mich so gefreut über alles daß unsere liebe Mutter uns so beschenkt hat. Kinder sind noch alle munter auch der kleine Willi ist wieder fiedel die röte vom Arm geht schon zurück. Wir haben die Woche auch viel Regen gehabt und so sehr kalt. Hat Bruder Franz schon wieder mahl geschrieben grüß Ihn schön. Nun werde ich für heut(e) Aufhör(e)n und so sei lieber Pappa für heut(e) herzlich geküßt von Muttel u Kinder. die Geburtstagskarte für Oskar haben wir heut(e) morgen erhalten. hat sich was gefreut. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 23.02.2025 22:16:50 Gelesen: 531195 # 3768
@ Stewe [#3764] Hallo Stewe, das ist sehr schwer. Mir geht es ähnlich wie Emiel. Wenn ich etwas Zeit finde versuche ich es einmal. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 23.02.2025 22:28:26 Gelesen: 531190 # 3769
@ volkimal [#3767] Hallo Volkmar, vielen lieben DANK für Deine sehr schnelle Hilfe! Deine Anmerkungen bezüglich “Pfund” und “Pfg” werde ich beim nächsten Mal berücksichtigen. Viele Grüße Emiel
chris63 Am: 23.02.2025 22:54:10 Gelesen: 531180 # 3770
@ Stewe [#3764] Hallo Stewe, kursiv die geratenen Wörter An den WolEd(len) vnd Vösten herrn Maximilian michael Diewang hochgräf(licher) Königs- feldt(ischen) Verwaltern hst ober- Vibach etc Vndthenig(stes) Gehorsambtes anlangen vnd bitte Mein Math nyin Rösil Ghuts vnd Eximambtmanes In Eggenfelden Die letzten 2 Zeilen keine Idee Denkbar: hst - hochstift obervibach - oberviehbach anlangen - Gesuch Eximambtmann - amtmann ausserhalb seines Bezirks grüsse Christof
volkimal Am: 24.02.2025 08:56:59 Gelesen: 531085 # 3771
@ chris63 [#3770] Hallo Christof, super! So weit wäre ich nie gekommen. LG Volkmar
evwezel Am: 24.02.2025 16:53:43 Gelesen: 531001 # 3772
Liebe Sammelfreunde, die Geschichte der Familie Schneider in Görlitz fährt fort. Während des Ersten Weltkriegs starben in Deutschland rund 750.000 Menschen an Unterernährung und an deren Folgen. Auch für Marie Schneider wird es immer schwieriger, ihre Kinder ernähren zu können. Bei einigen Wörtern bin ich wieder gescheitert. Viele Grüße Emiel -- Seite 1 Görlitz den 8. Juni 1916 Abends 8. Uhr. Nun mein lieber Otto, Du wirst sicher geglaubt haben Du wirst einen Brief eintreffen aber leider sei mir nicht böse ich kam nicht eher zu einem Schreiben. Heut(e) ist wohl Dein Urlaub schon wieder zu Ende wie schnell die Zeit hin ist Du kan(n)st mirs glauben wie sehr ich mich gefreut habe daß Du kon(n)test nach Ostpreußen fahren Freude war wohl auch groß wenn Du dort ankamst. Nun lieber Pappa die 10 Mark wirst Du wohl schon erhalten haben am Montag früh habe ich Sie weggeschickt. Dein Paket habe ich am Montag früh ½ 12 Uhr erhalten und auch gleiztigt [1] von Hedel bekam ich eins schickte mir ½ Pfund gute Butter Apfelsien eine Tüte(?) für die Kinder Erbsmehl und dan(n) noch Seite 2 paar Würsel[2] wo ich Suppen kochen kann. Vielen Dank lieber Pappa für das Brot Du bist eine große Hilfe daß ich etwas Brot bekomme den(n) es ist bald wirklich nicht mehr schön. ich habe schon vorige Woche von Freitag bis Dienstag keine Kar- toffeln kochen können weil es keine gab und am Dienstag Abend da gab es in Lüders Fabrik[3] welche da haben wir uns schnell welche geholt und die sind heut(e) auch schon wieder alle den(n)n die Woche hat es bloß halbe Ausweise gegeben also 12 Pfund und heut(e) steht es schon wieder in der Zeitung daß es nächste Woche wieder halbe Ausweise giebt was ist den(n) mit 12 Pfund Kartoffeln anzu- fangen unter so viele aber ich geh(e) heut(e) mahl auf die Polizei daß ich noch Ausweise bekom(me) den(n) die paar Kartoffeln reichen Seite 3 nicht weit. Am Son(n)tag und Montag hatte ich Wäsche bin heut(e) noch ganz kaput(t) den(n) sonst hätte ich schon eher geschrieben. Wie geht es Dir lieber Pappa mit Deiner Gesundheit. Seit Sonnabend sind die Kinder auch nicht ganz wohl haben die Rütteln(?) [4] Son(n)tag hat die Gretel gelegen seh(e)n so aus als ob Sie die Masern hätten haben Fieber dabei und dan(n) brannt daß sehr am Körper der Ausschlag am Montag bekam Sie der Willi und heut(e) Donnerstag liegt der Oskar und Fritzel thut auch schon so albern[5] schließlich werden wir müßen die Feiertage in der Stube bleiben am Christehimmelfahrt war ich mit den Kindern nach Liesnitz(?) gefahren war herrliches Wetter und seit Freitag haben wir alle Tage Regen bis heut(e) noch. Hast Du schönes Wetter in Ostpreußen gehabt. Jetz(t) sind wir wieder an der Reihe lieber Seite 4 Pappa auf Urlaub zu kommen und wen(n) wird den(n) daß sein? Kinder haben Morgen Freitag Schulschluß freuen sich schon darauf. Gretel habe ich diese Woche überhaupt noch nicht zur Schule geschickt. Hedel war zur Muttels Geburtstag zu Hause Dienstag fuhr Sie wieder zurück. Nun liebe Pappa werde ich für heut(e) aufhör(e)n und wünsche Dir alle recht gesunde Feiertage und zum Schluß sei recht herzlich geküßt vom Muttel u Kinder Gute Nacht mein Schatzel. und baldiges Wiederseh(e)n die Liesel läßt gar nichts mehr hör(e)n hat schon seit Ostern nicht mehr geschrieben. der kleine Willi fängt an und will laufen daß Stückchen schübt(?) Er über die ganze Stube und läuft dabei. Wegen Wohnungen war ich schon aber nichts paßendes und zu teuer [1] gleichzeitig? [2] Meint Frau Schneider hier vielleicht Wurzeln? [3] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Waggonbau_G%C3%B6rlitz [4] Synonym für die Masern? [5] närrisch???
guy69 Am: 24.02.2025 17:48:07 Gelesen: 530984 # 3773
Zu 2 Würfel = Suppenwürfel
volkimal Am: 24.02.2025 17:58:58 Gelesen: 530977 # 3774
@ evwezel [#3772] Hallo Emiel, es ist immer leicht, die Briefe bei einer so guten Vorarbeit zu lesen. Seite 1: gleiztigt: Ich gehe auch von gleichzeitig aus "Tite" statt Tüte, es ist aber bestimmt eine Tüte gemeint. Beim letzten Brief Seite 1 unten gehe ich jetzt auch von Tüte aus. Seite 2: Würfel = Suppenwürfel z.B. Maggiwürfel 12 Pfd (nicht ausgeschrieben) Seite 3: Rütteln könnten auch Röteln sein albern ist richtig Sie war mit den Kindern nach Biesnitz [1] Seite 4: 2. Zeile "wan(n)" und nicht "wen(n)" aufhör(e)n und wün schen Willi fängt an und will laufen daß Stülchen schübt Er über die ganze Stube. schübt = schiebt Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Biesnitz
evwezel Am: 24.02.2025 18:28:56 Gelesen: 530963 # 3775
@ guy69 [#3773] @ volkimal [#3774] Hallo Volkmar und Guy, ihr seid wirklich pfeilschnell! “Suppenwürfel” hätte ich natürlich wissen müssen. Die Firma Knorr hat damals unglaublich viel Geld am Krieg verdient. “Knorr Suppen auf die können wir uns verlassen” war eine bekannte Werbespruche im Ersten Weltkrieg. Vielen Dank für Eure Hilfe! Viele Grüße Emiel
Stewe Am: 24.02.2025 21:39:59 Gelesen: 530911 # 3776
@ chris63 [#3770] Herzlichen Dank für deine Mithilfe !
evwezel Am: 25.02.2025 09:06:24 Gelesen: 530692 # 3777
Liebe Sammelfreunde, ein neuer Tag und ein neuer Feldpostbrief. Diesmal fehlt mir nur ein einziges Wort, das ein wenig merkwürdig aussieht. Viele Grüße Emiel --- Seite 1 Görlitz d. 21. Juni 1915 Abend ½ 9 Uhr Lieber Pappa, Nun heut(e) wieder eine Nachricht von uns wo Du Dich gewieß schon darnach sehnst eine zu er- halten. Zuerst vielen Dank für die Brote die ich am Montag Abend ½ 6 Uhr erhalten habe. Wie ich aus Deinen lieben Zeilen erfahren habe bist Du mein liebes Männchen noch munter und wir wollen hoffen daß Dein Zustand bestand halten möchte Bei uns ist ja auch noch alles so als wie Du uns verlaßen hast. Auch ist wieder alles so glücklich abgelaufen schon vorige Woche am Mittwoch früh hatte ich mein An(???) wieder bekommen. Und wegen den Schuhen lieber Pappa die Seite 2 paßen nicht so als wie Sie bestimmt sind. Fritzel kann(n) in die Schuhe nicht rein oben die Öffnung ist zu eng und da trägt Sie der Oskar dem paßen Sie und der Fritzel trägt dem Oskar seine und bei der Gretel ist daßselbe auch Jorgel kam nicht rein weil Sie oben zu eng sind aber die Fußlänge kanst für beide egal lang machen bloß oben den Ausschnit(t) weiter der jetzige Aus- schnit(t) ist 23 cm. vielleicht machst Du den andern 4 cm weiter den(n) die Kinder haben zu einen hohen Fuß und der kleiner Willi schläft g(e)rade da werde ich im nächsten Schreiben Dir länge mit- schicken. Franz aus Kiel hat mir vorige Woche auch geschrieben und seine Photografie mit Frau und Kind geschickt sieht sehr hübsch aus. Seite 3 Hast Du aus Ostpreußen von Bruder Franz schon wieder mahl Nachricht ist auch schon wieder bald acht Tage von zu Hause fort. Sonst von Neuigkeiten kann(n) ich nicht viel schreiben g(e)rade daß alles wieder teuer wird durch daß Regenwetter u Kälte da bringen die Landleute nichts rein und anders ist auch nichts zu haben. und wen(n) sich daß Wetter nicht ändert da wird es noch schlimmer. ich muß für heut(e) aufhör(e)n der Kasten[1] wird bald gelehrt[2] im nächsten Briefe wieder was mehr. und so sei lieber Pappa für heut(e) recht herzlich geküßt von Mamma und Kinder. [1] Briefkasten [2] geleert (leer machen)
volkimal Am: 25.02.2025 09:26:58 Gelesen: 530683 # 3778
@ evwezel [#3777] Hallo Emiel, ich denke, dass die Absenderin dort etwas nicht offen schreiben wollte. Ich lese "An...". So wird es wohl immer ein Geheimnis bleiben. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 25.02.2025 09:55:01 Gelesen: 530670 # 3779
@ volkimal [#3778] Guten Morgen Volkmar, meine erste Gedanke war, dass Frau Schneider ihre Periode wieder bekommen hatte. Die Familie hatte schon vier Kinder und unter den damaligen Umständen wollte sie vermutlich nicht wieder schwanger werden (Otto war kurz zuvor auf Urlaub gewesen). Aber vielleicht schieße ich völlig daneben. Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 25.02.2025 09:58:47 Gelesen: 530664 # 3780
@ evwezel [#3777] Vielleicht Un(pässlichkeit).
Gauss Am: 25.02.2025 09:59:58 Gelesen: 530662 # 3781
@ evwezel [#3779] Denke ich auch.
evwezel Am: 25.02.2025 10:06:42 Gelesen: 530658 # 3782
@ Gauss [#3780] @ Gauss [#3781] Guten Morgen Gauss, vielen Dank fürs Mitdenken! Volkmar hat natürlich recht, wir werden es leider nie mit Sicherheit wissen können. Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 25.02.2025 12:51:15 Gelesen: 530582 # 3783
Liebe Sammelfreunde, noch einen zum Abgewöhnen. Das fehlende Wort auf Seite 2 erkenne ich nicht. Oder hat Frau Schneider sich einfach vertan und "Sahne" falsch geschrieben? Das ist etwas schwierig zu glauben. Viele Grüße Emiel --- Seite 1 Görlitz den 7 Juli 1916 früh ¾ 10 Uhr. Lieber Pappa! Deinen lieben Brief und Paket habe ich erhalten wofür ich Dir herzlich danke. Wie geht es Dir liebes Männel ich hoffe daß beste. Bei uns ist ja auch noch alles munter. Kinder springen tüchtig draußen rum am Son(n)tag waren wir wieder ausgefahr(e)n sind erst um 3/4 10 zu Hause gekommen wir waren alle sehr müde waren ziemlich weit ins Freie rausgemacht, und heut(e) quälen[1] mich die Mädel schon Son(n)tag wollen sie nach Posotten- dorf rausgeh(e)n wen(n‘)s schön ist werden wir auch rauß fahren. Lieber Pappa Du frägst an wie es bei uns mit den Lebensmittel steht alles sehr knapp Kartoffeln Seite 2 habe ich schon 3 Wochen kein mehr und diese Woche haben wir auch keine Kartoffel ausweise mehr bekommen weil es keine hat und auch bloß einfache Brotausweise bei Klingeberg gabs Bohnen diese Woche da habe ich mir 5 Pfd [2] geholt kamen ja 2 M 70 aber wenigsten haben wir was zum essen da koch(e) ich welche unter das Gemüse und daß schmeckt den Kindern gut und dan(n) mach(e) ich von Sackenmehl Klöse[3] und S(..)en dazu und daß Essen möchte ich alle Tage machen so gut schmeckt es Blau- beere kommen fast gar keine auf den Markt und wen(n) welche da sind reißen sie den Leuten ordent- lich aus den Körben das Pfd kom(mt bei uns 35 Pfg. Son(n)tag früh werde ich Dir lieber Pappa die Wäsche schicken. Seite 3 Herr Neugebauer[4] ist auch auf Urlaub da läßt Dich schön grüßen Son(n)tag früh muß Er schon wieder fort. Wir haben diese Woche schon wieder sehr schwere Gewitter gehabt das krachte bloß so. Bei uns ist wieder so eine Milchnot[5] Stunden- lang steh(e)n und da bekom(m)t man noch keine man muß bloß den ganzen Tag auf der Straße liegen heute früh habe ich die Mädel in die Stadt geschickt ob was zu haben ist Kommen aber auch leer zu Hause. Nun für heut(e) werde ich aufhören und so so lieber Pappa für heut(e) recht herzlich geküßt von Muttel und Kinder frohes und baldiges Wiedersehen Grüß Bruder Franz. Seite 4 Lieber Pappa einen recht herzlichen Sontagsgruß. Am Dienstag haben wir Ferien bekommen bis 8. August Tante aber hat dieses Jahr uns nicht zu den Ferien eingeladen. Da fährt Muttel mit uns aus. Für heut(e) sei vielmals gegrüßt und geküßt von Deiner Tochter Lenchen Lieber Pappa auch ich sende Dir einen recht herzlichen Sonntags- gruß. Wenn kommst Du wieder mal auf Urlaub. Es küßt Dich Deine Tochter Gretel Auch ich sende Dir lieber Pappa viele herzliche Grüße und Küße Dein Sohn Georg. [1] jemandem lästig werden [2] Pfund [3] Kloß = aus einer Teigmasse bestehende kugelförmige Speise [4] Vermutlich Paul Neugebauer, Schneider, wohnhaft auf die Adresse Langenstrasse 21II in Görlitz [5] “ Neugeborene besaßen in den ersten beiden Lebensjahren einen Anspruch auf einen, dann auf dreiviertel Liter Milch pro Tag. Für zwei- bis sechsjährige Kinder sank die Milchration rasch auf ein Viertel Liter, während ältere Kinder Milch nur im Krankheitsfalle auf ärztliche Verordnung erhielten”. Siehe https://uwe-spiekermann.com/2021/05/15/als-sich-der-hunger-in-die-korper-der-kinder-fras-entwicklungsruckstande-im-gefolge-des-ersten-weltkriegs/.
Gauss Am: 25.02.2025 12:57:33 Gelesen: 530574 # 3784
@ evwezel [#3783] Sosen = Soßen = Saucen.
evwezel Am: 25.02.2025 13:03:45 Gelesen: 530572 # 3785
@ Gauss [#3784] Guten Mittag Gauss, aber natürlich, die Lösung kann so einfach sein. Vielen lieben DANK für Deine schnelle Hilfe! Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 25.02.2025 20:48:35 Gelesen: 530387 # 3786
Liebe Sammelfreunde, diesmal muss ich Euch enttäuschen und zeige ich eine Feldpostkarte mit nur eine Seite Text. Frau Schneider schreibt an ihren Mann, dass sie mit den Kindern einen Ausflug in die Bade-Anstalt in Görlitz gemacht hat. Das einzige Wort, das ich nicht sicher lesen kann, ist "lese(?)". Irgendwie erscheint mir das nicht logisch. Viele Grüße Emiel 1) Haus der Familie Schneider (Brautwiesenstraße 36) 2) Das Flusss-Schwimmbad an der Neisse Ich lese: Görlitz d. 14. Juli 1916. Mein liebes Männchen, Deine liebe Karte habe ich heut(e) Mittag erhalten wo ich sie Dir auch gleich beantworten werde. Deine Nachricht hat mich nicht sehr erfreut daß Du lieber Otto schon wieder krank bist was fehlt Dir wieder bitte schreibe mir über alles bescheit damit ich mich beruhigen kan(n). Ich ahnte schon sowas wieder den(n) ich hatte immerfort so ein unruhiges Gefühl. Hoffentlich geht es Dir bald wieder besser und ich wieder eine gute Nachricht zu erwarten habe. Deshalb zögerte ich auch mit dem Wäsche schicken. Wir sind ja noch bis jetzt all munter fahr(e)n alle Mittags aus am Don- nerstag waren wir an der Neiße umher daß gab den Kindern spaß daß Bahn fahr(e)n und bei der Bade Anstalt wie sie immer so rein hopsten der kleine Willi fängt an ganz allein zu steh(e)n ohne sich anzuhalten. Großmuttel hat auch geschrieben zum August kom(m)t sie uns besuchen. Bei uns giebt es immer noch keine Kartoffeln ich habe schon über drei Wochen mehr keine können kochen. hoffentlich kommen nächste Woche neue zum verkauf. Nun lieber Pappa recht gute Lese(?) herzlich geküßt von Muttel und Kinder
chris63 Am: 25.02.2025 21:37:17 Gelesen: 530359 # 3787
@ evwezel [#3786] Hallo Emiel, verkauf. Nun lieber Pappa recht gute Bofe poofen, pofen, boofen und bofen mit der Bedeutung Ruhen, Schlafen. Auch heute noch üblich. https://www.saechsische-schweiz.info/elbsandsteingebirge/boofen.html grüsse Christof
evwezel Am: 25.02.2025 21:55:17 Gelesen: 530347 # 3788
@ chris63 [#3787] Guten Abend Christof, das ist super, vielen Dank für Deine Hilfe! Was würde ich ohne Philaseiten machen? Auf “Bofe” wäre ich nie gekommen. Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 25.02.2025 22:09:08 Gelesen: 530340 # 3789
@ chris63 [#3770] Hallo Christof, ich möchte Dich gerne noch etwas fragen. Wie soll ich am besten anfangen, wenn ich auch diese sehr alte Schrift lesen lernen möchte? Hast Du vielleicht einen Hinweis? Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 25.02.2025 22:11:04 Gelesen: 530338 # 3790
@ evwezel [#3788] Ich muss für einmal widersprechen. Recht gute Bes- serung Du hast die zweitletzte Zeile übersprungen.
evwezel Am: 25.02.2025 22:19:47 Gelesen: 530330 # 3791
@ Gauss [#3790] Hallo Gauss, @#$&*! - Du hast recht. Das war wirklich unglaublich dumm von mir! Na ja, wenigstens habe ich nun ein neues Wort gelernt. verkauf. Nun lieber Papa recht gute Bes- serung und zum Schluß sei recht herzlich geküßt von Muttel und Kinder Für heute soll ich einfach aufhören. Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 26.02.2025 09:24:02 Gelesen: 530088 # 3792
Liebe Sammelfreunde, Ihr wartet natürlich schon ungeduldig auf die Fortsetzung der Schneider-Geschichte. Wie immer, bin ich mir bei einigen Wörtern nicht ganz sicher. Viele Grüße Emiel - Seite 1 Görlitz d. 12. September 1916 Lieber Pappa! Nun heut(e) sollst Du wieder eine kleine Nachricht von uns erhalten. Zuerst hab mahl vielen herzlichen Dank für daß schöne Paket was ich am Montagmittag mit Inhalt von Brot und Butter gut erhalten habe. wie freut man sich bloß wen(n) man so unverhof(f)t was bekom(m)t. Den(n) wir kriegen immer weniger auf unsere Ausweise Butter haben wir schon paar mahl gar keine bekommen und jetzt giebts es bloß 40 Gram(m) pro Person. Da kan(n) man nicht viel anfangen. Wie geht es Dir lieber Pappa hoffe doch daß beste. Wir sind ja auch noch alle soweit munter bloß die Lenchen hat so viel Geschwüre auf beiden Beinen(?) aber sonst ist sie munter. Wie schnell ist bloß die Zeit vergangen wo Du lieber Pappa in Ostpreußen warst Seite 2 und auch die Tage wo unser Großmuttel bei uns war wie sehr haben wir uns auf die Tage gefreut wo sie kommen sollte und jetzt ist sie seit Donnerstag Mittag schon wieder von uns fort wie alles doch so schnell vergänglich ist bloß der böse Krieg nimmt kein Ende wir sitzen bald wieder am Ende des Jahres und es sind immer noch keine Friedensaussichten. Wie sehr sehnen wir uns alle unsern Pappa für immer in unser Mitte wieder zu haben und wann wird daß mahl sein. Den(n) jetzt sind es schon über 2 Jahre wo wir so getren(n)t leben müssen. Was macht Bruder Franz ist Er noch munter laß Ihn schön grüßen. Nun mein lieber Otto für heut(e) werde ich auf hör(e)n und so sei zum Schluß tausendmahl geküßt von Muttel und Kinder Gute Nacht Seite 3 Görlitz d. 14 Lieber Pappa Ich will gleich Deinen lieben Brief beantworten den ich heut(e) Mittag um ½ 4 Uhr mit Inhalt 40 Mark erhalten habe habe mahl vielen Dank lieber Pappa für alles. Meinen Brief von Dienstag wirst Du wohl auch heut(e) Donnerstag erhalten haben wo ich Dir mitteilte daß ich daß Paket von Freitag Montag Mittag um ½ 12 gut erhalten habe. Du frägst an lieber Pappa über daß vorletzte Paket wo Du die Eier mir schicktest. daß ist gut angekommen die Eier waren alle ganz kein einziges war ausgelaufen bloß 5 waren etwas angedrückt. Lieber Otto Du frägst an ob Großmuttel über Waldenburg[1] ge- fahren ist nein sie ist dieses mahl über Breslau[2] zu Hause gefahren. Sie hat wieder so viel mitgebracht an Stoff zu Kleidern und Hemden barchend(?) sie geht Text oben Nun will ich für heut(e) aufhör(e)n und zum Schluß sei recht herzlich geküßt von Mama und Kinder Nochmals vielen Dank für alles Frohes und gesundes Wiederseh(e)n Text an der linken Seite und wan(n) wird das sein. Seite 4 noch auf den Handel und verkauft auch viel dan(n) hat Sie mir Sauergurken und Sanfgürken mitgebracht die wir eingelegt haben und dan(n) hat Sie mir noch 3 Conserve Kohlen u 3 Conserve Preßsteine(?) gekauft. ich habe mir auch jeden Mark(t)tag etwas Kraut mitgebracht den(n) ich will mir welches einsäuern wegen Pflaumen war ich heut(e) Donnerstag auch auf den Markt gewesen aber es waren solche grüne dingen da und da mochte ich keine kaufen. und dan(n) zur Hauptsache mein liebes Schatzel Du frägst an mir (wie) der letzte Urlaub abgelaufen ist Du brauchst Dir kein Sorgen machen es ist alles gut abgelaufen habe es seit der Zeit jetzt daß 2 te mahl schon gehabt daß letzte bekam ich vorige Woche Mittwoch wo die Großmuttel da war also keine Sorgen es ist alles in Ordnung.[3] Die Lenchen hat doch so mit Geschwören zu thun bin schon beim Doktor gewesen der hat Ihr Salbe verschrieben die thut Ihr sehr gut aber jetzt hat Sie so einen bösen Karfunkel auf den Hindern bekom(m)en da hat Sie heut(e) Schon im Bett gelegen den(n) Sie kann(n) nicht sitzen geht auch diese Woche nicht zur Schule ich habe ihr Z ug(?) aufgelegt und heut Abend habe ich es schon ausgedrückt aber da kam was rauß die hat ja was geweint wie ich es ausdrückte die andern Kinder sind ja noch munter der kleine Willi Text an der rechten Seite läuft jetzt schon schön allein. [1] Heute Heute https://de.wikipedia.org/wiki/Wa%C5%82brzych [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Breslau [3] Jetzt bin ich ganz sicher, dass Frau Schneider hier auf ihrer Periode hinweist. Siehe auch https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=361364.
Gauss Am: 26.02.2025 10:05:10 Gelesen: 530069 # 3793
@ evwezel [#3792] Ich glaube, Du lässt uns immer ein paar Wörter übrig, damit wir etwas zum Spielen haben. Barchend ist ein Stoff. S. 4 Senfgurken. Und Presssteine sind Briketts. 3 Centner.
Gauss Am: 26.02.2025 10:13:08 Gelesen: 530065 # 3794
Das Töchterchen hatte einen Karbunkel (auch wenn sie Karfunkel schreibt, das wäre ein Edelstein), der mit einer Zugsalbe behandelt wurde.
evwezel Am: 26.02.2025 10:34:38 Gelesen: 530055 # 3795
@ Gauss [#3793]

Hallo Gaus,

Du hast mich erwischt! Ich habe diese Methode entwickelt als Freizeittherapie für Rentner. 🙂

Aber nein, ich glaube Du überschätzt meine Fähigkeiten. Und Deine Antwort hat mir bestimmt wieder weitergeholfen. Vielen lieben DANK dafür!

Viele Grüße

Emiel
evwezel Am: 26.02.2025 10:51:11 Gelesen: 530040 # 3796
@ Gauss [#3794] Hallo Gauss, das hätte ich in den Fußnoten erklären sollen. Das niederländische Wort dafür ist übrigens sehr ähnlich, nämlich "karbonkel". Ich nehme an, mit Centner wird "Zentner" gemeint? (Maßeinheit von 50 Kilogramm). Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 26.02.2025 21:49:54 Gelesen: 529844 # 3797
Liebe Sammelfreunde, unsere Zeitreise geht heute Abend noch einmal zurück ins Jahr 1917. Das Ehepaar Marie und Otto Schneider lebt schon 3 Jahre getrennt von einander und das Leben im Alltag ist in Görlitz allmählich schwerer geworden. Ein paar Wörter habe ich für Euch übrig gelassen (wie Gauss das so schön formulierte). Viele Grüße Emiel -- Seite 1 Görlitz d 13.12.17. Mein inniggeliebter Otto! Gewieß sehnsichtig wirst Du auf eine Nachricht von zu Hause warten den(n) mir geht es auch so wen(n) die Post schon paar Tage nichts gebracht hat von unsern Pappa da warte ich ordentlich mit Schmerzen wieder auf eine Nachricht den(n) es ist immer wieder eine Erleichterung um zu wießen wie es Dir mein lieb noch immer geht. Wie ich aus Deinen letzten beiden Briefen erseh(e)n kon(n)te geht es Dir ja wieder so weit besser hoffentlich bleibst Du uns wieder weiter für uns gesund. Wir sind ja auch wieder alle munter und würgen[1] halt so weiter den(n) eine schöne Zeit ist es für mich jetzt nicht ich glaube es geht wohl nirg(est)[2] so erbärmlich zu als im dem elenden groben Görlitz. Seite 2 Auf dem Markt darf man gar nicht mehr geh(e)n da ist nichts mehr zu haben wen(n) man nicht immer von Gabers(?) was von Gemüse erwischt da wüßte ich überhaupt nicht wie ich die Kinder sat(t) kriegen könnte. Und mit der Feuerung ist es daßselbe vor 5 Wochen habe ich 140 Pfund Preßsteine auf die neue Kohlenkarte gekriegt und heut(e) Donnerstag den 13 war meine Nummer wieder dran u wie man bloß wegen dem bis(s)chen Feuerung überall rum kriechen muß wieder Preßsteine a 140 Pfund wieder und die habe ich ganz oben auf der Lutherstraße geholt und mit dem bis(s)chen Feuerung muß man wieder soviel Wochen reichen alle Tage nur 2 Preßsteine Kohle bekommen wir gar nicht. ich habe mir aber aus der Moyser Grube[3] Braunkohle da fahre ich und Jorgel Dienstag immer früh um 4 Uhr schon nach Moys[4] und holen uns 2 hektoliter Braunkohle wenigsten kan(n) ich meinen Kindern eine warme Seite 3 Stube machen wir stecken jetzt den ganzen Tag in der Werkstube essen auch hieben(?) aber wenigsten ist es etwas warm in der Küche mach(e) ich bloß einmahl Feuer in der Woche ich koche halt daß bis(s)chen Essen auf dem Gas den(n) sonst komme ich mit dem bis(s)chen Feuerung nicht aus wen(n) bloß der Winter bald wieder vorüber wär wir habens auch schon sehr kalt vorige Woche hat es tüchtig geschneit da sind die Kinder schon Schlitten gefahren. hoffentlich überstehen wir den Winter auch wieder glücklich. Bloß der eine Wunsch daß ich Dich mein lieb wieder glücklich wieder bekom(me) daß an- dere will ich ja gern(e) ertragen was man jetzt durchzumachen hat. Wie lange wird den(n) der Krieg noch dauern? werden wir nächsten Weihnachten all(e) wieder beisammen sein? Nun lieber Pappa ich hab am 8.12. 3 Pakete abgeschickt 1 Paket da war der Weichnachtskuchen drin hoffentlich kom(m)t Er gut erhalten an im zweiten da waren die Schneider- Seite 4 artickel drin hoffentlich sind sie (???)- (???) Wunsche recht Kragen steife bekam ich nur noch 6 1/2 Meter. und daß andre Päckchen war für die Lause was. schreibe mir nur wie Du alles erhalten hast. den Geburtstagsbrief für Willi haben wir am Montag früh erhalten der Willi hat sich was gefreut den(n) gleich- zeitig bekam Er von Großmuttel auch noch eine Karte den der macht sich jetzt tüchtig rauß wir haben so man- chen spaß an ihm. Große Weihnachts- wünsche haben die Kinder nicht die sagen bloß ein Christbaum wollen sie haben und dan(n) soll ich ihnen Pfefferkuchen backen und daß Spielzeug soll ich Ihnen in Ordnung bringen ich habe dieses Jahr an nichts keine Freude und doch kan(n) man den Kindern gegenüber gar nicht merken laßen den(n) die freuen sich schon alle aufs Christkind noch schöner war es wir hätten unsern Seite 5 lieben Pappa mit in unser Mitte na wir wollen es nächste Weihnachten hoffen daß wir wieder beisammen sind. diese Weihnachten sind viel schlechter mit den Lebens- mittel als wie voriges Jahr da hatte man doch noch was gescheutes(?) zum kochen jetzt diese Woche haben wir keine Butter bekommen und anders giebts auch nicht zum schmieren vorige Woche kam daß Butter fräulein nach langer Zeit wieder mahl zu mir ich freute mich so sehr wie ich ihr aufmachte daß Sie wieder was mir brachte aber leider kam Sie nur mit dem leeren Korbe und ich hatte wieder nichts. und so muß man sich halt in daß nichts zufrieden geben. Wie sind den(n) bei Euch die Lebensmittel hast Du immer sat(t). Von Großmuttel bekam ich heut(e) den großen Korb wieder geschickt mit Kartoffeln u Gemüß. Ich hab eigentlich keine Nachricht erhalten ob Du die Leisten(?) zu Lenchen Schuhe schon Seite 6 erhalten hast und sind Sie nicht bald fertig die alten Schuhe kan(n) Sie nicht mehr anzieh(e)n so kaput(t) sind Sie und dan(n) hat(te) ich noch einen Wunsch wen(n) Du mir wieder was von Seife könst schicken solche wie Du auf Urlaub kamst den(n) meine ist alle. Was sonst von Neuigkeiten anbelangt kann(n) ich Dir mitteilen daß vom Schellenberg die Frau auch gestorben ist bei einer Entbindung wie ich gehört habe und dan(n) traf ich die Frau Schröter die sagte mir daß Fritz nach Schrei- berhau kom(m)t geht ihm immer noch nicht besser. Heut(e) kam Oskartel voller Freude aus der Schule der Rektor hat gesagt die sollen fröhliche Weihnachten feiern. haben den 19.12. schon Ferien u vier Wochen und dan(n) sind noch paar Wochen da muß Fritzel auch zur Schule. Von Franz bekam ich auch eine Karte u teilte mir mit daß Er 10.1.18 auf Urlaub fährt freut sich schon u wan(n) werden wir von unserer Pappa die Freudensbotschaft wieder kriegen wen(n) Du auch kommen wirst. So will ich für heut aufhör(e)n u somit sei lieber Pappa recht herzlich geküßt von Mamma u Kinder. [1] weiter würgen = mühsam weitergehen? [2] nirgest = nirgens??? [3] Siehe https://www.zobodat.at/pdf/Abh-naturforsch-Ges-Goerlitz_30_3_0132-0135.pdf [4] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Ujazd_(Zgorzelec) und https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Zgorzelec
volkimal Am: 26.02.2025 22:45:25 Gelesen: 529823 # 3798
@ evwezel [#3797] Lieber Emiel, da scheinst du mal wieder viel Zeit zum Abschreiben gehabt zu haben. Ein paar Anmerkungen habe ich: Seite 1: nirgenst = nirgens [1] Seite 2: wir gar nicht. ich hole mir aber aus der uns 2 Hecktoliter Braunkohle wenigsten Seite 3: Es gibt den Ausdruck "hieben und drüben" (Niederdeutsch ?) - ich weiß aber nicht, wie man es am besten "übersetzt" gefahren. hoffentlich übersteh(e)n wir den Seite 4: artickel drin hoffentlich sind sie dir(?)- mein(?) Wunsche recht Kragen steife hast. Den Geburtstagsbrief für Willi Seite 5: gescheutes = gescheites = ordentliches mit Kartoffeln u Gemüse. Ich hab Leisten zu Lenchen Schuhe - siehe [2] Seite 6: aus der Schule der Recktor hat gesagt die sollen fröhliche Weihnachten Feiern. haben Rechts seitlich: frohes Widersehn Viele Grüße Volkmar [1] https://www.duden.de/suchen/dudenonline/nirgends [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Leisten
evwezel Am: 27.02.2025 06:18:28 Gelesen: 529680 # 3799
@ volkimal [#3798] Guten Morgen Volkmar, vielen lieben DANK für Deine ausführlichen Kommentare! Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 28.02.2025 22:56:42 Gelesen: 528844 # 3800
Liebe Sammelfreunde, ihr wißt inzwischen natürlich, dass Feldpostbriefe aus dem Ersten Weltkrieg mich sehr interessieren, besonders die kleinen Geschichten aus der Heimat. Heute Abend möchte ich Euch gerne Frau Brunnekant vorstellen, die im Flecken "Kaltbrun" in Baden Württemberg wohnhaft war. Sie schrieb am 25. Dezember 1916 den folgenden Brief an ihren Mann, der als Grenadier beim Alexander-Regiment in Berlin tätig war. Auch diesmal fehlen mir wieder einige Wörter. Viele Grüße Emiel Seiten 4 und 1 Seiten 2 und 3 --- Seite 1 Kaltbrun, den 25, Dezember 1916 Du mein einziges Glü(c)k auf dieser Welt! Heute Christtagnachmittag ich sitze hier und gedenke Deiner, ich habe eine traurig(e) Weihnachten. ich muß heute den ganzen Tag weinen, ich muß im(m)er denken, wie wird’s meinem lieben Mann geh(e)n wird er heute auch genug zu Eßen haben. Lieber Vater wen(n) Du nur daheim wärst, nur auch über die Feiertage hä(t)test auf Urlaub kommen dürfen, hät(t)est (Du) auch wieder mal genug Eßen können. Lieber Vater leider muß ich Dir die Nachricht geben das wir das Kalb haben müßen metzgen [1] am Sontagmorgen halb fünf Uhr. Es hat gelb Massen(?) in den Bein gehabt wir hät(t)en es nicht davon gebracht wenn es auch noch länger gelebt hat. Es ist zwei Tag und drei Nächte alt, wir Eßen das Fleisch, ich Seite 2 schi(c)k(e) Dir auch davon, es hat Fleisch wie ein 14 Tag altes. Der Harter hat es mir ausgezogen lieber Vater ich weis jetzt nur nicht, was ich für das Fehl[2] verlangen soll und ob ich es soll trogen werden laßen, man steht im(m)er da und weis einen nicht zu helfen wen(n) man kein Mann hat. Lieber Gottfried es ist ein großer Schaden 200 Mark im(m)er, aber Du mußt Dich lieber Vater nicht darum kümmern, es ist jetzt schon so, die Kuh ist doch heiter[3], sie giebt Tüchtig Milch, jetzt ist doch Winter. Mann darf halt keine große Rechnung machen, ich hab(e) mir im(m)er denkt es giebt wieder ein schönes Geld. Lieber Vater im Gollenbach[4] haben sie diese Woche auch eine Kuh müßen Metzen beim Kälbern und in der Linde(?) auch ein Kalb, es ist schon die zweite Kuh im Gollenbach in einem halben Kopfüber Hast Du die zehn Mark in Dein Brief vom 21. Dezember erhalten Seite 3 Jahr. Lieber Vater ich muß jetzt jeden Tag 288 gm[5] Butter liefern, diese Woche Metzgen wir wieder, ich habe noch mit (..)ger not ein Schein bekom(m)en, nach Neujahr ists schlimmer, man darf den(n) unter 160 ℔ [6] nicht mehr metzgern, und soviel kan(n) man doch nicht angeben, sonst käm man darunter, ich hab 120 ℔ lebend gewicht angegeben, aber sie hat vielmehr. Lieber Vater gestern hab(e) ich das Geld für die Kartoffel bekom(m)en 8M und 65 pf fürs rausziehen 7 M 15pf und meine Unterstützung ist jetzt auch genemigt, vom 1. Dezember ab bekom(me) ich jetzt 50 M vom November krig ich nichts. Lieber Vater der Roßburger ist auch wieder daheim, er muß 51 Ztr[7] Kart- toffel hergeben Seglis 30 Ztr Legelers 18 Ztr. Seite 4 Lieber Vater der Mäntelwirt ist noch daheim, er hat Urlaub bis auf den 30. Januar, es wäre auch kein Schad(e) für in Lieber Vater hast Du das Paket nicht mehr erhalten, ich habe im(m)er noch Hoffnung, es wär(e) noch lang Schad(e), so viel zu Eßen. Zu gleicher Zeit des Briefes geht ein Paket zu Eßen und Deine Kleider für Dich ab. Aber wen(n) Du es wieder nicht erhäl(t)st, was muß ich dan(n) machen, wen(n) Du mir Deine dre(c)kige Wäsche schi(c)ken kön(n)test Dan(n) darfst Du kein Geld dafür ausgeben Heute hab(e) ich 5M von der Gemeinde für Dich erhalten. Jetzt will ich schließen lieber Vater ich hät(t)e Dir noch vieles zu sagen. Es grüßt und küßt lieber Vater Dein Treues Weib und Kinder. Grüße von Allen Gesund sind wir. [1] schlachten [2] Fell [3] ausgelassen [4] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Gollenbach [5] gramm [6] ℔ = alte Abkürzung für Pfund. Siehe auch https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=224453. [7] Zentner. 1 Zentner = 50 kg
volkimal Am: 28.02.2025 23:16:23 Gelesen: 528831 # 3801
@ evwezel [#3800]

Hallo Emiel,

Seite 1: gelb Wassen - keine Ahnung was das ist.
Seite 2: ich lese auch Linde. Vielleicht gab es z.B. ein Lokal "Zur Linde"
Seite 3: mit knap(p)er Not,
Seite 4: ich lese auch Mäntelwirt. Vielleicht gab es ein Lokal Mäntel.

Beim Rest habe ich noch keine Idee.

Viele Grüße
Volkmar
volkimal Am: 28.02.2025 23:21:47 Gelesen: 528827 # 3802
@ evwezel [#3800]

Hallo Emiel,

Der Ort heißt Kaltbrunn. Über dem "n" ist ein Verdopplungsstrich.

Viele Grüße
Volkmar
evwezel Am: 28.02.2025 23:59:44 Gelesen: 528812 # 3803
@ volkimal [#3801] Guten Abend Volkmar, vielen Dank, Du bist wieder sehr schnell! Es gab übrigens ein Gasthof genannt “Zur Linde” in Schenkenzell (siehe https://www.ebay.com/itm/362846988152 und http://www.geschichte-schiltach.de/files/2016-05-04_Rueckblick_Vortrag_Andreas_Harter.pdf). Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 01.03.2025 09:44:36 Gelesen: 528721 # 3804
@ evwezel [#3800] Guten Morgen! Segli und Legeler sind Familiennamen. Die Nachbarn, die auch Kartoffeln abliefern mussten. Das Kalb hatte wohl Wasser im Bein.
evwezel Am: 01.03.2025 10:08:42 Gelesen: 528718 # 3805
@ Gauss [#3804] Guten Morgen Gauss! vielen Dank für Dein Kommentar. “Wasser im Bein” klingt eigentlich ziemlich harmlos, aber ich lese gerade auf https://www.medicassistance.de/wasser-in-den-beinen-5-tipps-gegen-wassereinlagerungen/#:~:text=Medizinisch%20spricht%20man%20bei%20Wasser,Gewebe%20sickern%2C%20wodurch%20Schwellungen%20entstehen.: “Medizinisch spricht man bei Wasser in den Beinen von Ödemen. Diese bilden sich in der Regel durch einen Blutstau, der einen erhöhten Druck in den Kapillaren verursacht. Die feinen Verzweigungen von Blut- und Lymphgefäßen lassen daraufhin Wasser in das umliegende Gewebe sickern, wodurch Schwellungen entstehen.” Jetzt verstehe ich besser, warum das Kalb geschlacht werden musste. Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 01.03.2025 10:49:24 Gelesen: 528706 # 3806
@ evwezel [#3805] Hallo Emiel, gestern Abend hatte ich nur noch das Smartphone bzw. ein Tablet. Jetzt bin ich wieder am PC. Zum Mäntelwirt habe ich das hier gefunden: Die Namen Legler und Brunnekant gibt es auch heute noch in Kaltbrunn bzw. Umgebung. Den Namen Segli habe ich dort nicht mehr im Telefonverzeichnis gefunden. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 01.03.2025 14:23:59 Gelesen: 528670 # 3807
@ volkimal [#3806] Hallo Volkmar, das hast Du gut herausgefunden! Es erstaunt mich immer wieder, dass die Nachfahren solche Briefe verkaufen oder, sogar noch viel schlimmer, in die Papiertonne werfen. Ich versuche nicht daran zu denken, wieviel Schätze schon für immer verloren gegangen sind. Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 04.03.2025 14:46:54 Gelesen: 527809 # 3808
Liebe Sammelfreunde, ich versuche gerade einen alten Faltbrief vom Jahr 1780 zu entziffern. Natürlich habe ich angefangen mit der Anrede auf dem Umschlag, was mir einige Mühe kostete. Ich lese: Denen Hoch und Wohl Edlen, Rechts Wohlgelahrten Hoch und Wohlweißen Herrn Bürger- Meistern und Rath der Stadt Döbeln --- Diesmal habe ich keine Frage für Euch, sondern einen Hinweis. Ich entdeckte nämlich zu spät, dass es zu dieser Zeit feste Anrede-Formeln gegeben hat. Mit anderen Worten, ich hätte mich die Mühe sparen können, selbst eine Transkription zu machen. Wieder eine Stunde meines Lebens aus dem Fenster geworfen. Das Buch "Neueröffnetes Europäisches Staats-Titular-Buch" von Johann Christian Lünigs (siehe https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10556768?page=517) unterscheidet 141 Anreden für die wichtigsten Städte des Reichs. Auch für den Bürgermeister und Rat von Döbeln. Viele Grüße Emiel
philast Am: 10.03.2025 15:13:05 Gelesen: 526013 # 3809
Hallo, anbei ein Fundstück aus den Münchener Krabbelkisten für ein paar €. Leider kann ich ausser ein paar Worten (wie Excellenz, das Datum März /April 1802 und den Zielort Bamberg) nicht viel mehr lesen/interpretieren. Bislang wurde von der Briefvorderseite folgendes übersetzt: Ihro Exzellenz dem ....gebohrnen Reichs Frey Herrn Herrn Adam Friedrich Schenck Von Staufenberg Herrn Von Ammerdingen Heiligenstadt Vom Inhalt gibt es folgendes Ergebnis: Auf der linken Seite vermutlich als Antwort zum Brief steht Ist gegen diese Bürger aufnahme nichts zu ... und kann ... Verpflichtung vorgenommen werden Bamberg d. 3ten April 1802 [wohl vom Sekretär von Staufenberg geschrieben] Staufenberg [von anderer Hand als der Text darüber, möglicherweise Staufenbergs eigene Ünterschrift] Grüße philast Nach den Einträgen in Wikipedia zum Hochstift Bamberg war das Jahr 1802 ein "bewegtes Jahr" https://de.wikipedia.org/wiki/Hochstift_Bamberg Belehnung der Brüder Staufenberg durch den Bischof von Bamberg https://www.archivportal-d.de/item/WTZ2ZWZDVCU4VEXFE6PJRU3LKAQRZGFL Adam Freidrich Scheck von Staufenberg war 1804-1806 der letzte Präsident des Reichskammergerichts https://de.wikipedia.org/wiki/Reichskammergericht
volkimal Am: 10.03.2025 17:09:09 Gelesen: 525961 # 3810
@ philast [#3809] Hallo Philast, den Text des Briefes und der Anschrift findest Du schon im Internet [1]. Der fehlende Ortsname ist nicht "C...grub" sonder "Burggrub". Siehe das "B" in "BürgerRath". Viele Grüße Volkmar [1] https://www.altpostgeschichte.de/index.php?thread/2706-bischofsbriefe-aus-der-vormarkenzeit/&postID=199355#post199355
philast Am: 10.03.2025 17:23:12 Gelesen: 525955 # 3811
@ volkimal [#3810] Hallo, ups, da habe ich wohl mal vergessen "F5" zu drücken. Grüße philast
BeNeLuxFux Am: 14.03.2025 22:50:08 Gelesen: 521621 # 3812
Hallo, ich bräuchte für meine Ahnenforschung mal bitte eure Hilfe. Kann jemand entziffern, was hier als Berufsstand angegeben wurde? Vielen Dank und beste Grüße, Stefan
evwezel Am: 14.03.2025 23:11:00 Gelesen: 521468 # 3813
@ BeNeLuxFux [#3812] “unehrlich” Als unehrliche Berufe galten vom späten Mittelalter bis zum Teil ins 19. Jahrhundert verschiedene verachtete, als niedrig, gemein oder schmutzig eingestufte Berufe [1]. Viele Grüße Emiel [1] https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/025613/2013-01-25/
BeNeLuxFux Am: 14.03.2025 23:21:40 Gelesen: 521377 # 3814
@ evwezel [#3813]

Oha. Vielen Dank!

Grüße, Stefan
volkimal Am: 14.03.2025 23:37:54 Gelesen: 521239 # 3815
@ evwezel [#3813] Hallo Emiel, ans Ende des Links hat sich eine Klammer eingeschmuggelt. Er funktioniert nicht. Richtig ist https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/025613/2013-01-25/ Viele Grüße Volkmar [Die Redaktion hatte zeitgleich die Klammer entfernt]
philast Am: 17.03.2025 16:35:26 Gelesen: 518689 # 3816
Hallo, anbei ein portofreier Militaria Brief von Berlin 16.12.(1851) nach Sagan via Bahnpost Berlin Breslau. Inhalt war ein durchaus umfangreicherer Vorgang der "königlichen 3. ?? Batterie 5. Artillerie Regiment", der immerhin 3 Seiten Schriftverkehr "Wert" war: Lesen kann ich leider nur einzelne Wortbrocken, zu wenig um das dazwischen fehlende interpretieren zu können. Grüße philast
evwezel Am: 17.03.2025 18:00:24 Gelesen: 518640 # 3817
@ philast [#3816] Guten Mittag Philast, meiner Erfahrung nach, ist man hier immer bereit einen Text, der schon transkribiert ist, zu überprüfen. Auch wenn einige Wörter fehlen, hilft man hier sehr gerne. Hier fragst Du allerdings, ob wir das ganze Dokument (mit drei Textseiten) transkribieren können. Es tut mir Leid, aber dazu fehlt mir einfach die Zeit. Viele Grüße Emiel
chris63 Am: 17.03.2025 19:29:18 Gelesen: 518585 # 3818
@ BeNeLuxFux [#3812] Hallo Stefan, vermute eher unehelich , wo stammt die kopierte Zeile her? @ philast [#3816] Zusammenfassung: Zwecks Beförderung zum Portepeefähnrich wurde das Zeugnis der Reife zum Portepeefähnrich von der Artillerie und Ingenieur Schule angefordert. Laut Akten wurde das Zeugnis dem Bombardier von Ohnesorge am 21.5.1850 ausgehändigt und nicht vorhanden. Mindestens ein Schreiben fehlt nun. Ende: Laut Verhandlung waren Bombardier von Ohnesorge und Bombardier Kaiser bei dem gleichen Lehrgang, der nicht vom Wachtmeister ?, der auf Brunnenkur in Salzbrunn war, sondern von Quartiermeister Kadeleit gehalten wurde, hier wird der Irrtum vermutet. Wenn wichtig folgt Transkription die königlich 3. reitende Batterie grüsse Christof
evwezel Am: 17.03.2025 19:43:16 Gelesen: 518575 # 3819
@ chris63 [#3818] Hallo Christof, an “unehelich” habe ich natürlich auch sofort gedacht, aber hier wurde explizit nach dem Berufsstand gefragt. Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 18.03.2025 07:48:55 Gelesen: 517879 # 3820
@ philast [#3816] Guten Morgen Philast, noch eine Kleinigkeit. Die Anschrift lautet “Die königliche 3. reitende Batterie 5. Artillerie Regiments zu Sagan” [1] Und jetzt während ich diese Zeilen schreibe, siehe ich auch, dass Christof diese Information am Ende seines Beitrags schon erwähnt hat. Viele Grüße Emiel [1] https://en.wikipedia.org/wiki/%C5%BBaga%C5%84 [2] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=362723
evwezel Am: 19.03.2025 10:19:43 Gelesen: 515099 # 3821
@ philast [#3816] Guten Morgen Philast, ich habe mir doch noch die Mühe gemacht, Seite 1 des Dokuments zu transkribieren. Ich lese: An Die Königliche 3te reitende Batterie des 5. Artillerie- Regiments Berlin den 16. Dezember 1851 ?: den 17/12 51 Ihr: 663 Nach Angabe des Bombar- dier von Ohnesorge befindet sich sein Zeugniß der Reife zum Portepeefähnrich bei der Königlichen Batterie. Da es ge- genwärtig Behufs seines Vor- schlages zum Portepeefähnrich hier gebraucht wird, so ersucht(?) die Direktion die Königliche Batterie ergebenst, es sobald als möglich hierher gelangen zu lassen Die Direktion der vereinigten Artillerie und Ingenieur-Schule Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 19.03.2025 10:58:37 Gelesen: 515074 # 3822
@ philast [#3816] Hallo Philast, nachdem Emiel mit der ersten Seite begonnen hat, folgt von mir der nächste Teil: noch eine Anmerkung zum Text von Emiel: hier gebraucht wird, so ersucht die Direction die Königliche Unten auf Seite 1: 3te reitende Batterie 5tes Artillerie-Regements Ihre 663 Br: m; der Direction der Königl. reitenden Artillerie und Ingenieur- Schule mit der Erwiederung er- gebenst zu remittieren, daß sich das Zeugnis der Reife zum Pro- ??? Seite 2: tepeefähnrich des Bombardiers von Ohnesorge nicht bei der diesseitigen Batterie befin- det, dasselbe vielmehr laut Acten-Vermerk am 21ten Mai ?? nebst seinem Abitu- rienten-Zeugnis dem Bom- bardier von Ohnesorge ausgehändigt worden ist. Sagan, den 17ten December 1851 von Sagan Hauptmann u. Batterie Chef Viele Grüße Volkmar
philast Am: 19.03.2025 11:05:36 Gelesen: 515066 # 3823
Guten Morgen, @ evwezel [#3821] schönen Dank für die Übersetzung. Entschuldigung für die Einstellung dieses recht umfangreichen Briefes. Ich fand ihn vor allem wegen des Bahnpoststempels interessant (deshalb ist er auch bei Berlin zusehen) und der Inhalt war für mich in gewisser Weise ein "Beifang", den ich hier zeigen wollte, zumal bei dem Brief sowohl Anfrage wie auch die folgende Bearbeitung zusammen sind, d.h. 16.12.1851 Berlin --> 17.12. Antwort I in Sagan --> Antwort II in Berlin 22.12. --> Antwort III in Sagan 26.12., was möglicherweise bedeutet, dass der Vorgang nur einmal mit der Post gesendet und ansonsten mit (Militär-) Boten (?) hin und her geschickt wurde. Ich würde beim nächsten "großen Brief" am besten reinschreiben welcher Teil mich besonders interessieren würde. Der amtierende Direktor der Artillerie und Ingenieur-Schule war zu jener Zeit übrigens "Moritz von Prittwitz und Gaffron". Unterschrieben hat er hier nicht, das war "nur" ein unterschriftsberechtigter Beamter. Grüße philast Artillerie und Ingenieur-Schule: https://de.wikipedia.org/wiki/Vereinigte_Artillerie-_und_Ingenieurschule Moritz von Prittwitz und Gaffron: https://de.wikipedia.org/wiki/Moritz_von_Prittwitz_(General,_1795)
volkimal Am: 19.03.2025 16:35:24 Gelesen: 514819 # 3824
@ philast [#3823] Hallo Philast, ich vermute, das Du den Beitrag [#3822] noch nicht gelesen hast. Jetzt geht es weiter mit dem nächsten Teil auf der Seite 2: Br. M. Der Königlichen 3ten reitenden Batterie des 5ten Artillerie Regiments mit der anliegenden Verhand- lung und dem Ersuchen ergebenst zurückgesandt, hiernach die weiteren ??? anzustellen und der Direktion das Ergebniß derselben resp. das Zeugniß der Reife des Bombardiers von Ohne- sorge des Baldigsten zu übersenden. Berlin den 22ten December 1851 Die Direktion der ??? Artillerie und Ingenieur Schule 2 Wörter fehlen, aber ich habe keine Zeit mehr sondern gleich ein Meeting. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 19.03.2025 17:54:11 Gelesen: 514756 # 3825
@ volkimal [#3824] Hallo Volkmar, ich lese "der vereinigten Artillerie und Ingenieur-Schule". Ich habe auch noch versucht, Seite 3 zu transkribieren. Leider muss ich zugeben, dass ich hier ein wenig überfordert bin... Seite 3 ihrer obigen Auslaßung(?) stehen bleiben muß, das sich bei der diesseitigen Batterie weder (...) Zeug- niß befindet, noch, derselben erinnerlich(?), daß dersel- ber zu dem von den Bombardier von Ohne- sorge angegebenen Zwecke von derselben an- gefordert werden wäre, denn angenommen dasselbe sei wirklich von dem Bombardier von Ohnesorge Behufs Vorschlags zur Schule eingefordert worden, dann mußte selbstredend derselbe Zeugniß auch von dem Bombardier Kaiser zu gleichen Zweck eingefordert worden sein, u denselben(?) dasselbe auch wahr- scheinlich heute noch fehlen. Bdr.[1] Kaiser stand nämlich zu dieser Zeit auch wie Bdr. von Ohnesorge bei der diesseitigen Batterie. (...) Bombardier von Ohnesorge wie derselber sich in der anliegenden Verhandlung ausläßt, das mehrerwähn- te(?) Zeugniß zu dem ebensoselbst genann- ten Eingaben von dem Wachtmeister (...) eingefordert werden müsse, dürfte wohl auf einen Irrthum beruhen, da nicht der Wachtmeister (...) sondern das Quartier(...) (...) während der Beurlaubung des Erstene(?) Anfang August bis Ende Septber: ?: zur Brunnenkur nach Salz- brunn, die Eingaben der Bombar- diere Kaiser u. von Ohnesorge zur Schule angefertigt hat. Sagan, den 26/27ten Dezember 1851 -- [1] Bdr. = Bombardier Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 19.03.2025 19:58:27 Gelesen: 514671 # 3826
@ evwezel [#3825]

Hallo Emiel,

"vereinigten" passt! Du hast übersehen, dass der Text auf Seite 2 ganz unten och fehlte. Bei Seite 3 hast Du wieder eine super Vorarbeit geleistet. Hier ist noch einmal alles zusammen von Seite 2 unten bis Seite 3:

Seite 2 unten:

3te reitende Batterie 5te Artillerie
Regiments ???: den 25/12 51
Ihro 689
Br:m: der königlichen Derektion der vereinigten Ar-
tillerie und Ingenieur-Schule nach Kenntnisnahme des Vor-
stehende u. der Anlage(?) mit der Erwiederung erge-
benst zu remittieren, wie sie lediglich nur allein bei
ihrer

Seite 3:

ihrer obigen Auslaßung stehen bleiben muß, das
sich bei der diesseitigen Batterie weder qu(?) Zeug-
niß befindet, noch, derselben erinnerlich, daß dassel-
be zu dem von den Bombardier von Ohne-
sorge angegebenen Zwecke von derselben an-
gefordert worden wäre, denn angenommen
dasselbe sei wirklich von dem Bombardier
von Ohnesorge Behufs Vorschlags zur Schule
eingefordert worden, dann müßte selbstredend
dasselbe Zeugniß auch von dem Bombardier
Kaiser zu gleichem Zweck eingefordert
worden sein, u demselben dasselbe auch wahr-
scheinlich heute noch fehlen. Bdr.[1] Kaiser stand
nämlich zu dieser Zeit auch wie Bdr. von
Ohnesorge bei der diesseitigen Batterie.
Außerderm(?) Bombardier von Ohnesorge
wie derselbe sich in der anliegenden
Verhandlung ausläßt, das mehrerwähn-
te Zeugniß zu dem ebensoselbst genann-
ten Eingaben von dem Wachtmeister
Bunderlich(?) eingefordert werden wäre,
dürfte wohl auf einem Irrthum beruhen,
da nicht der Wachtmeister Bunderlich(?) sondern der
Quartiermstr. Kachlich(?) während der Beurlaubung
des Ersteren von Anfang August bis Ende
Septbr: ?: zur Brunnenkur nach Salz-
brunn, die Eingaben der Bombar-
diere Kaiser u. von Ohnesorge zur Schule
angefertigt hat.
Sagan, den 26/27ten Dezember 1851
L.H. von Sanger
Hauptmann u, Batterie
Chef

links unten in rot:
Erledigung der
Angelegenheit ? No. 112 Acte V

--
[1] Bdr. = Bombardier

Viele Grüße
Volkmar
evwezel Am: 19.03.2025 20:18:24 Gelesen: 514655 # 3827
@ volkimal [#3826] Hallo Volkmar, ich finde es großartig, dass wir diese Transkription zusammen machen konnten. Bis zum nächsten Mal! Viele Grüße Emiel
chris63 Am: 19.03.2025 23:54:08 Gelesen: 514555 # 3828
@ philast [#3823] Hallo philast, aufgrund der fehlenden Anredefloskeln und der Aktenvermerke sind die Teile 2-4 nur Abschriften des Briefwechsel. Nachdem mir Emiel und Volkmar nur Krumen übriggelassen haben ganz kurz: Br: m: vermute wie Ep.m. Epistula mittenda (zu schickender Brief) nach dem Datum: vr (vorigen Jahres) Seite 2: weiteren Recherchen anzustellen und der ...... Seite 2 und 3: erstes Wort oder Silbe (hier te und ihrer) wird auf der vorigen Seite einzeln in letzter Zeile wiederholt, aus Sicherheitsgründen um ein nachträgliches Einfügen von weiteren Zeilen zu verhindern. grüsse Christof
philast Am: 20.03.2025 16:10:15 Gelesen: 513603 # 3829
Hallo @ chris63 [#3828] "aufgrund der fehlenden Anredefloskeln und der Aktenvermerke sind die Teile 2-4 nur Abschriften des Briefwechsel." d.h. es gab diesen Brief vom 16.12. von Berlin nach Sagan, dort wurde die Antwort in einem separaten Brief wieder nach Berlin gesendet UND eine Abschrift in diesem Brief notiert, ebenso wurden die folgenden Schriftwechsel in diesem Brief protokolliert? Grüße philast
chris63 Am: 20.03.2025 20:44:30 Gelesen: 513412 # 3830
@ philast [#3829] Hallo philast, meine Annahme ist, die Artillerie Schule und das Regiment wollten den Vorgang beide in den Akten haben. Auch wurden die Militaria Briefe portofrei befördert, ein Boteneinsatz hätte ja zu Kosten geführt. Die im Brief erwähnte Verhandlung mit Auslassung vom Bdr. von Ohnesorge fehlt, obwohl im Brief anliegend steht. Bei meinen mehrfach beförderten Behördenbriefen steht im Brief immer die Aufforderung zur Rücksendung. Da ich keine Militaria Briefe habe, sind mir aber die Gepflogenheiten beim Militär nicht bekannt. grüsse Christof
evwezel Am: 20.03.2025 20:52:24 Gelesen: 513401 # 3831
@ chris63 [#3828] @ volkimal [#3826] Guten Abend Christof, eine Frage ist noch übrig geblieben (Seite 3): ihrer obigen Auslaßung stehen bleiben muß, das sich bei der diesseitigen Batterie weder qu(?) Zeug- niß befindet, Was könnte hier die Abkürzung “qe” bedeuten? Viele Grüße Emiel
chris63 Am: 20.03.2025 21:54:47 Gelesen: 513374 # 3832
@ evwezel [#3831] Hallo Emiel, lese ich als Latein weder qui Zeugniß (weder welches/jenes Zeugnis). Vielleicht wollte der Schreiber nicht zum x-ten Male dasselbe, denselben, demselben usw. benutzen? Wenn sich alles zweifelsfrei und widerspruchlos aufklären lassen würde, wäre es ja langweilig. grüsse Christof
evwezel Am: 20.03.2025 22:32:45 Gelesen: 513098 # 3833
@ chris63 [#3832] Hallo Christof, das klingt plausibel. Die lateinische Sprache wurde zu dieser Zeit noch sehr häufig benutzt. Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 21.03.2025 13:06:57 Gelesen: 512437 # 3834
Liebe Sammelfreunde, wir machen diesmal wieder einen Sprung zurück in die Zeit. Wir befinden uns in Döbeln im Jahr 1780 (siehe auch meinen Beitrag in https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=361835). Ein Schönfarber verweigert Quartier an einem Musketier (nein, es hat nichts mit den drei Musketieren von Alexandere Dumas zu tun) und erregte hiermit den Unmut des Stadtrates. Es wäre großartig wenn ich herausfinden könnte, was am Ende mit dem Schönfärber passiert ist. Einige Wörter fehlen mir noch. Viel Spaß beim Lesen! Emiel --- Ich lese: Seite 1 (…) den 21. febr. 1780 Hoch und Wohl Edle Rechts und Wohlweiße Insonderes Hochgeehrteste Herren! Da der bey der Schönfärber Klößel in Quartiere gelegenen Mousquetier[1] Weber(?) von das Herrn Obrikand von Boblicks Compagnie den 16ten huig(?) auf Urlaub gegangen, und der des nahmlichen(?) Tages aus dem hiesigen Lazarethe reconvalescierte Mousquetier Jurienz von vorlegender Compagnie zur Be- spahrung eines neuen Quartiers, und weil es das hiesige Billetier Amt(?) bereits so eingeführet gehabt, daß wenn ein Quartier in der Helfte des Monats vacant würde, solches durch einen andern einkommenden Mann beleget werden könnte, in eben dieses Quartier bis Ausgang (?). m. ver- leget werden sollten; so habe ich den Feldwebel befohlen, schon erwehnten[2] Jurienz in dieses Quartier zu verlegen. Seite 2 Als nun Jurienz den 16ten Vormittags in gedachtes Quartier gegangen, so habe ihm Klößel gefraget, wer ihm ins Quartier schicke Worauf Jurienz geantwortet, er sey auf Befehl des Hauptmanns durch den Feldwebel dahin geschicket worden. Klößel aber habe erwiedert, daß ihm in dieser Fall nich einmahl der Rath, viel weniger der Hauptmann, Feldwebel oder Fouriez was zu befeh- len haben, auch möchte er besonders den Feldwebel sagen, der im Standte wäre[3] ihm einen Soldaten ins Quartier zu schicken, der mußte ja so dum wie die Wand(?), und noch nicht reif hinter den Ohren seye[4], und muße sich erst waschen. Auch hat Klößel noch viel mehrere unver- nünftige Reden ohne Zusammenhang ausgestoßen, welche Jurienz da Klößne in der äußersten Lage ge- weßen, nicht alle merken(?) können; vorstehende un- besonnene Worten von dem Schönfärber Klößel aber von Jurienz so wohl als der Mousquetier Leonhardt ebenfalls van das Herrn Obrikant Compagnie, der ihm besuchet, und die ich beyderseits darüber vernommen, wenn es nöthig ist, mit einem Eyde bekräftigen. Um mich von diesem Vorfall noch beßer und grund- licher zu überzeugen schickte ich den Feldwebel, so wohl als Fouriez zu mehr gedachten Klößel hin mit dem Bedeuten, sich vernünftig mit ihm zu besprechen, welche aber wegen seines prutalen[5] Wesens und furieusen Betragens gar nicht mit ihm reden können. Seite 3 Bey E(?).W[6]: Hoch und Wohl Edl: Hochs und Wohlweisen sagen(?) mich also genöthigent, wider den Schonfärber Klöße der auch nicht einmal die Achtung vor seine eigene Obrigkeit bezeiget[7], die gerechtete Beschwerde zu führen, und wie ich in voraus von dessenselben über- zeugt bin, um gehörigen Satisfaction und ( ???) Bestrafung ergebenst zu bitten. Der ich übrigens für die Person mit aller Begebenheit beharre[8], E(?).W: Hoch und Wohl Edlen Hoch und Wohlweißen, Döbeln den 21. Februar 1780 gantz ergebenster Diener Caspar Fridrich Pabler [1] Die Musketiere (Aussprache [-keˈtiːr], vom französischen mousquetaire, pl. mousquetaires; lateinisch: (miles) sclopetarius) waren eine Truppengattung der Infanterie, die ursprünglich mit Musketen bewaffnet war. [2] Rechtschreibung ist erwähnten. [3] im Standte sein = im Stand sein = imstande sein = in der Lage sein, etwas zu tun [4] noch grün hinter den Ohren [5] brutalen [6] E.W.=Ehrwürdige? [7] jemandem Respekt bezeigen [8] beharren = auf etwas bestehen, an etwas festhalten
Gauss Am: 21.03.2025 18:50:58 Gelesen: 512042 # 3835
@ evwezel [#3834] Den 16ten hujus (dieses Monats) S. 2 Fourie r S. 3 EW = Euer sehen mich genötigt...
evwezel Am: 21.03.2025 19:45:42 Gelesen: 512014 # 3836
@ Gauss [#3835] Guten Abend Gauss, es freut mich, dass Du wieder dabei bist! An “hujus (huius)” habe ich nicht gedacht, obwohl ich auch Latein als Schulfach hatte. Vielen Dank für Deine Hilfe! Emiel
Gauss Am: 21.03.2025 20:17:53 Gelesen: 511985 # 3837
@ evwezel [#3836] 8 Tage Urlaub. Zu faul zum Schreiben.
evwezel Am: 21.03.2025 21:25:48 Gelesen: 511909 # 3838
@ Gauss [#3837] Hallo Gauss, ich kann doch nicht mit einem Cliffhanger zurückgelassen werden?! Was ist passiert? Meine E-Mail-Adresse ist hinterlegt, falls Du Deine Frustration rauslassen möchte… Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 21.03.2025 21:36:04 Gelesen: 511868 # 3839
@ evwezel [#3838] Da war ich wohl missverständlich. Weil Du schriebst, dass ich wieder dabei bin, wollte ich erklären, dass ich eine Woche verreist war, wunderschöne Wanderungen gemacht habe und dann zu müde war für alles andere. Daher war länger nichts von mir zu lesen. Kein Frust, im Gegenteil.
evwezel Am: 21.03.2025 21:58:02 Gelesen: 511836 # 3840
@ Gauss [#3839] Hallo Gauss, Ich dachte, Du hattest die Lust zum Schreiben verloren weil etwas “faules” während Deiner Ferien passiert war. Da habe ich tatsächlich die Redewendung “zu faul zum Schreiben” missverstanden! Wieder etwas gelernt. Gut zu hören, dass Du eine erholsame Zeit hattest! Viele Grüße Emiel
chris63 Am: 21.03.2025 21:59:31 Gelesen: 511835 # 3841
@ evwezel [#3834] Hallo Emiel, im Sächsischen Staatsarchiv ist zu den Schlagwörtern Döbeln und Schönfärber Klößel leider nichts zu finden. Vermutlich außergerichtliche Einigung und Schönfärber Klößel bleibt im Dunkel der Geschichte. Seite 1: 1 Zeile: pr(äsentatum) den 21. febr. 1780 7 Zeile: Mousquetier Weber von des Herrn Obristen (Oberst) von Bo.... Seite 2: Fourier - höherer Unteroffizier für die Buchführung und Schreiberei Seite 3: Ewer (Euer) abgekürzt Ew. stammt aus dem frühhochdeutschen und hat sich als Abkürzung noch lange gehalten grüsse Christof
evwezel Am: 22.03.2025 07:10:00 Gelesen: 511075 # 3842
@ chris63 [#3841] Guten Morgen Christof, vielen Dank für Deine Korrekturen und Ergänzungen! Die Abkürzung “pr”. für “präsentatum” werde ich mir merken. Vermutlich wird diese Abkürzung in alten Dokumenten häufiger verwendet. Dasselbe gilt für die Abkürzung “Ew.” Und eigentlich hätte ich diese Lösung kennen müssen. Gauss hat es auch schon mal in [1] erklärt. Mein Gedächtnis ist offensichtlich nicht mehr so gut wie früher… Vielen Dank auch für Deine Recherche! Ich bin aber noch nicht ganz überzeugt, dass im Sächsischen Staatsarchiv nichts zu finden ist. Zum Beispiel, wenn die Gerichtsbücher nicht indexiert sind, wird eine Suche mit den Schlagwörtern Döbeln oder Klößel auch keine Ergebnisse geben. Deshalb gebe ich noch nicht auf. Ein schönes Wochenende wünscht Dir Emiel [1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=358694
volkimal Am: 22.03.2025 09:04:30 Gelesen: 510939 # 3843
@ evwezel [#3834] Hallo Emiel, auf der Seite 1 heißt es nicht "nahmlichen Tages" sondern "nehmlichen Tages". Das ist eine alte Schreibweise von "nämlich". Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 22.03.2025 09:17:50 Gelesen: 510927 # 3844
@ volkimal [#3843] Guten Morgen Volkmar, Deine Korrektur habe ich gerade in meinem Dokument eingetragen. Vielen Dank für Deine Hilfe! Und jetzt ist es höchste Zeit, das herrliche Frühlingswetter zu genießen. Viele Grüße Emiel
philast Am: 22.03.2025 18:28:27 Gelesen: 510025 # 3845
Hallo, @ chris63 [#3828] @ philast [#3823] zu diesem Punkt: Entschuldigung für die Einstellung dieses recht umfangreichen Briefes. Ich fand ihn vor allem wegen des Bahnpoststempels interessant (deshalb ist er auch bei Berlin zusehen) und der Inhalt war für mich in gewisser Weise ein "Beifang", den ich hier zeigen wollte, zumal bei dem Brief sowohl Anfrage wie auch die folgende Bearbeitung zusammen sind, d.h. 16.12.1851 Berlin --> 17.12. Antwort I in Sagan --> Antwort II in Berlin 22.12. --> Antwort III in Sagan 26.12., was möglicherweise bedeutet, dass der Vorgang nur einmal mit der Post gesendet und ansonsten mit (Militär-) Boten (?) hin und her geschickt wurde. @ chris63 [#3828] hast du diese Antwort gegeben: aufgrund der fehlenden Anredefloskeln und der Aktenvermerke sind die Teile 2-4 nur Abschriften des Briefwechsel. Mich erstaunt dabei, dass die Unterschriften der Anfrage vom 16.12. aus Berlin und die Unterschriften von Antwort II in Berlin 22.12. meiner Meinung nach identisch sind. Kann das sein = In dem Fall müsste der Brief wieder in Berlin gewesen sein ? Oder wurden die Abschriften so gut kopiert samt der Unterschriften? Grüße philast
chris63 Am: 23.03.2025 00:42:21 Gelesen: 508804 # 3846
@ philast [#3845] Hallo philast, bei einer fünfstelligen Anzahl von Brief/Aktenstücken des 19. Jhdt ist mir so ein merkwürdiger Aufbau noch nicht untergekommen. Linker Rand frei für Vermerke, teilweise ganze Seitenbreite beschrieben, keine Vermerke was zu tun und s.o. Zu den Unterschriften, nehme an Du meinst die: Jetzt wird es noch merkwürdiger, 1. Unterschrift Wittich (Karl August Wittich, Leiter der Schule bis 31.11.1851???) Die unterschiedliche Schreibweise beim tt (Wittich) einmal Querstrich durchgezogen einmal einzeln spricht für 2 Schreiber. 2. Unterschrift Laubant? scheint identisch. Keinesfalls schließe ich einen Briefwechsel (Boten) aus, scheint mir nur unwahrscheinlich. grüsse Christof
philast Am: 23.03.2025 09:45:54 Gelesen: 508027 # 3847
@ chris63 [#3846] Hallo, zu den Unterschriften, nehme an Du meinst die: ja, diese habe ich gemeint. und dazu: jetzt wird es noch merkwürdiger, 1. Unterschrift Wittich (Karl August Wittich, Leiter der Schule bis 31.11.1851???) laut der Einträge in Wikipedia Artillerie und Ingenieur-Schule: https://de.wikipedia.org/wiki/Vereinigte_Artillerie-_und_Ingenieurschule war das wohl gerade an einem Übergang von 2 Kommandeuren der Schule, wobei es mich erstaunt, dass Wittlich noch am am 16. und 22.12.1851 für die Direktion unterschreibt, obwohl es schon seit mehr als 6 Wochen einen neuen Kommandeur gab. Oberstleutnant Karl August Wittich 31. Januar 1832 bis 3. November 1851 Oberst Moritz von Prittwitz und Gaffron 4. November 1851 bis 12. Mai 1852 Grüße philast
evwezel Am: 25.03.2025 07:33:04 Gelesen: 502761 # 3848
Liebe Sammelfreunde, das Feuilleton der Familie Brunnenkant wird heute verfolgt. Heute zeige ich Euch einen Brief von Stefania Brunnenkant, geschrieben am 25. November 1916. Wenn der Krieg nicht passiert war, hätten wir vermutlich niemals etwas von Stefania gehört. Wie immer, fehlen mir noch einige Wörter. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen! Viele Grüße Emiel Scan Seiten 4 und 1 Scan Seiten 2 und 3 --- Seite 1 Kaltbrunn, den 25. November 1916. Mein herzgeliebter Mann! Deine zwei lieben Brief habe ich mit großer Freude erhalten, gestern Freitag ich war grad auf dem Weg nach Schenkenzell als ich sie erhielt und dan(n) bin ich gleich mit dem roten Zettel zum Bürgermeister, er hat zu mir gesagt, von i(h)m aus bekom(m)e ich die Unterstützung. Lieber Man(n) es wäre mir lieber ich brauchte keine Unterstützung, wenn ich nur meinen lieben Mann wieder hätte. Josefle[1] will jeden Tag fort und will seinen Daida holen. Lieber Vatter wenn Du nur hören kön(n)test wie die Kinder immer für Dich beten das(s) der Daida bald und gesund wieder kom(m)t sie erzählen den ganzen Tag von ihren lieben Daida, lieber Gottfried glaube mir das thut weh, auch habe ich mich arg gefreut, das(s) Du das Paket erhalten hast Du hast es lang nich erhalten, ich habe immer Angst gehabt Du bekom(m)st es gar nicht, ich habe Text kopfüber Lieber Vatter schreibe mir doch bald wie es Dir geht ob Du frei wirst (???) (???) Text an der linken Seite denn ich habe arg lange Zeit nach Dir Seite 2 es fast nicht erwartet bis wieder ein Schreiben von Dir kam. Lieber Mann ich habe gestern wieder ein Paket für Dich aufgegeben Bris(?) habe ich kein anderer bekom(m)en es soll recht kommen dan(n) schicke ich Dir gleich, lieber Gottfried gestern habe ich das Mehl geholt aus der Stokmühle[2] es hat 1 Ztr[3] und 72 ℔[4] Mehl und 38 ℔ Kleie[5] gegeben und hat 2 M 40 ch(?)[6] gekostet. Geld habe ich 100 M geholt, ich habe gestern den Pacht bezahlt. Lieber Mann Du schreibst mir ich solle Dir nichts schi(c)ken bis Du wieder schreibst aber das thu ich nicht, Deine Briefe brauchen immer 4-5 Tage bis ich sie bekom(m)e, dan(n) hättest Du ja garnichts mehr, Du mußt doch so wie so Hunger leiden. Lieber Mann wie schön hättens wir beisammen, hättest keine Not, und jetzt mußt Du Dich so herum schlagen laßen, es rißt mir fast das Herz. Lieber Gottfried heute Samstag Abend schon der drit(t)e Samstag das ich mit Schmertzen[7] auf Dich warte, und ich laße die Hoffnung noch einmal nicht, ich glaube Du kann(n)st wieder, Du mußt wieder kom(m)en, wenn die Kinder Seite 3 Morgens erwachen, dan(n) fragen sie, ist der Daida noch nicht da. Lieber Mann Arbeit haben wir immer noch genug, aber das ist noch das gute für mich, sonst müßte ich fast verzweifeln. Aben(d)s wen(n) die Zeit kom(m)t, wo Du immer heimgekom(m)en bist von der Arbeit da fällt es mir doppelt schwer, bin schon manches mal aus Fenster, und hinaus geschaut, aber mein lieber Mann kom(m)t nicht, dan(n) geh(e) ich halt wieder und schreie. Lieber Gottfried schreibe mir doch bald wieder, es hat mich arg wunder, was sie noch mit Dir machen, hast Du auch ein Gewehr, Du wirst doch um Gottes Willen nicht noch ins Feld kom(m)en. Die Jungen die am Montag fort gekom(m)en, sind alle in Freiburg, Du allein hast so weit fort müßen. Anders auf dem Roßberg hat wieder ein Roß mehr, er fährt jetzt vierspän(n)ig am B(???) runter, aber er muß bald bündlen[8], Bürgermeister hat es dem S(???) abgekauft. Ich weis[9] nicht was er jetzt machen wird. Lieber Mann die alte Kaiser von Österreich ist auch gestorben[10], er ist vielem entrungen[11]. Seite 4 Lieber Vatter wen(n) nur der schreckliche Krieg einmal zu Ende ginge, wie lang wird er noch dauern, wie wird es uns noch geh(e)n. Lieber Vatter Montag Metzgen wir, wen(n) Du nur dabei wärst, diesmal habe ich keine Freude daran, wen(n) ich an Dich denken Lieber Mann wenn Du es kann(s)t machen, so komm doch morgen Son(n)tag über acht Tage auf Uhrlaub[12] das Du Dich wieder einmal satt eßen kan(n)st (???) lieber Mann morgen über acht Tage auf glückliches freudiges Wiedersehen. Gesund sind wir Alle, mein Vatter ist auch wieder besser, der Schnee ist bei uns wieder weg aber kalt, ist alles gefroren. Lieber Vatter, hast Du warme Kleider genug. Was muß ich Dir schicken. Lieber Mann wo hast Du auch Deine Kleider, habe sie noch nicht erhalten, sie werden doch nicht verloren gegangen sein. Lieber Mann jetzt muß ich halt wieder schließen, ich möchte nur selbst mit Dir sprechen, ich hät(t)e Dir vieles zu sagen. Es grüßt und küßt Dich herzlich Dein armes, Treu Dich liebendes Weib und Kinder. Viele Grüße Text an der rechten Seite von allen. Lieber Vatter kom(m) doch bald. [1] Vermutlich ein Kosename für Josef [2] Stockmühle - allgemein einen Mühlentyp mit einem horizontalen Wasserrad [3] Zentner. 1 Zentner = 50 kg [4] ℔ = alte Abkürzung für Pfund [5] beim Mahlen von Getreide entstehendes Abfallprodukt aus Schalen, Spelzen o. Ä. [6] In vielen Regionen in Deutschland wird ein Wort, das mit "g" endet, als "ch" ausgesprochen. Wenn das auch hier der Fall ist, könnte Stefania einfach “vierzich” (40ch) gemeint haben. [7] Rechtschreibung ist Schmerzen [8] Hier wird vermutlich “bündeln” gemeint. [9] Rechtschreibung ist weiß [10] Franz Josef I, gestorben zu Wien am 21. November 1916 [11] Was bedeutet “ist vielem entrungen”??? [12] Rechtschreibung ist Urlaub.
Gauss Am: 25.03.2025 08:35:42 Gelesen: 502589 # 3849
@ evwezel [#3848] Zu 6: Das ist ein Symbol für Pfennig, siehe etwa hier: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Pfennig
evwezel Am: 25.03.2025 08:51:03 Gelesen: 502567 # 3850
@ Gauss [#3849] Guten Morgen Gauss, das ist interessant, ich habe dieses Symbol noch nie gesehen! Da hast Du meine schöne Theorie untergraben … Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 25.03.2025 08:56:06 Gelesen: 502560 # 3851
@ evwezel [#3848] Hallo Emiel, bin nicht zu Hause und habe nur das Smartphone. Daher ist es etwas mühsam und ich habe nur die fehlenden bzw. unklaren Wörter angeschaut. Seite 1 kopfüber: was macht Seite 1 links: Leni (steht oberhalb der anderen Zeile) Seite 3: am B(???) - am besten schaust du einmal auf eine topograpgische Karte. Dort könnte so eine Bezeichnung stehen. Seite 4: Gelt lieber Mann... = Nicht wahr Lieber Mann... Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 25.03.2025 09:08:44 Gelesen: 502538 # 3852
@ volkimal [#3851] Hallo Volkmar, es ist eine fabelhafte Leistung, dass Du den Text überhaupt auf deinem Smartphone lesen kannst… Vielen Dank für Deine Hilfe! Emiel
volkimal Am: 31.03.2025 20:38:28 Gelesen: 487773 # 3853
Hallo zusammen, bei dieser Karte an meine Urgroßmutter verzweifele ich bei mehreren Wörtern: Ich lese (bin mir aber nicht immer sicher): Frau Pastor Werder- mann Kraatz b. Gransee B d. 20.9.19 Sehr verehrte Frau Pastor Zwar ist ??? wor- den, doch doppelt hält besser, darum noch diese Karte. Sehr gerne möchte ich ¾ Ltr. von den betreffenden ??? haben ein künftigen Dienstag ganz früh kommt dann Br. Krause mit Begleiter sie holen. Vielleicht noch etwas Pomme de Terre. Die Bruder Frau ?? sich sehr darauf. Ich bin ??? ??? ??? bar. Mit herzl. Grüßen Ihre erg. H. K. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 31.03.2025 20:57:13 Gelesen: 487700 # 3854
@ volkimal [#3853] Hallo Volkmar, könnte es “von den betreffenden Liquoren sein”? und “die Bruder freu en sich sehr darauf” “Ich bin Ihnen sehr dank bar”? Viele Grüße Emiel
chris63 Am: 31.03.2025 21:09:36 Gelesen: 487655 # 3855
@ volkimal [#3853] Hallo Volkmar, bin bei Emiel. Oben lese ich telegf. und der Satz auf der Vorderseite: die Brüder freu-en sich sehr darauf. grüsse Christof statt Likör eher Birnen, der Likör wurde vor dem Schreiben der Karte getrunken.
volkimal Am: 31.03.2025 22:10:01 Gelesen: 487526 # 3856
@ evwezel [#3854] @ chris63 [#3855] Hallo Emiel und Christof, herzlichen Dank! Das war wirklich eine Sauklaue. Super, dass mit eurer Hilfe alles entziffert werden konnte. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 13.04.2025 11:42:20 Gelesen: 468965 # 3857
Guten Morgen, alte Schrift und Englisch, hier treffen zwei Welten aufeinander, doch vielleicht kann mir jemand helfen, die Lücken zu schließen: Ich habe folgendes gelesen: Herrn Hans Müller cand. med. Obere Rosenstraße 2 II Marburg Dear old Boy, As I am leaving for … in a while, I must just send you a few words. We are Thank God all well. Dar P. sleeps well & is … for K.g. M= Fr. from! Elk was here yesterday. He is not quite sure whether K.g. will be vacant in autumn but he thinks to. If all wents we should be glad to know about the house etc. Neuenh. near S. will be vacant on the 1st of Oct. Aunt El. & Edith are at … therefore I go for a few days & shall be at. Sch. … 34, the others had visi- tors & could not have me. Goodbye dear H. I think of us as we do often!! think of you. Ever your loving Mother und dann habe ich den vorhandenen Text noch durch den Übersetzer geschickt, hier das Ergebnis: Lieber alter Junge, Da ich in Kürze nach … abreise, muss ich dir kurz ein paar Worte schreiben. Uns geht es Gott sei Dank gut. Dar P. schläft gut und ist … für K.g. M= Fr. ab! Elk war gestern hier. Er ist sich nicht ganz sicher, ob K.g. im Herbst frei sein wird, aber er denkt es. Wenn alles gut läuft, würden wir uns freuen, etwas über das Haus usw. zu erfahren. Neuenh. bei S. wird am 1. Oktober frei sein. Tante El. und Edith sind in …, deshalb fahre ich für ein paar Tage und werde in der Schule sein. … 34, die anderen hatten Besuch und konnten mich nicht empfangen. Leb wohl, lieber H. Ich denke an uns, wie wir es oft tun!! Denke an dich. Für immer deine dich liebende Mutter Besten DANK für vorösterliche Hilfe sagt Olaf
evwezel Am: 13.04.2025 12:43:22 Gelesen: 468894 # 3858
@ DERMZ [#3857] Hallo Olaf, Ich lese: & is hoping but he thinks so. At all events we should be glad to vacant on the 1st of O kt Think of us as we so often!! think of you. An der linken Seite: Thursday morning [1] Der Ortsname könnte “Qaft” sein, eine Stadt in Oberägypten. Siehe auch https://en.wikipedia.org/wiki/Qift (der Ortsname “Qift” wird in der lateinischen Schrift manchmal auch als “Qaft” oder “Qeft” geschrieben). [1] 2 Mai 1901 fiel auf einen Donnerstag. Viele Grüße Emiel
DERMZ Am: 13.04.2025 16:54:33 Gelesen: 468610 # 3859
Hallo Emiel, das ist ja wunderbar, wie Du mir helfen kannst. Kurze Frage, wo finde ich den die Liste der Studenten? Das wäre eine grandiose Quelle, die ich noch nicht kenne. Mit bestem DANK und vielen Grüßen Olaf
evwezel Am: 13.04.2025 17:50:55 Gelesen: 468553 # 3860
@ DERMZ [#3859] Hallo Olaf, das ist doch gerne geschehen. Die Unterlagen der Universität Marburg findest Du hier: https://www.uni-marburg.de/de/uniarchiv/recherche/digitale-ressourcen Viele Grüße Emiel
dr31157 Am: 18.04.2025 19:27:57 Gelesen: 458197 # 3861
Hallo, ich zeige hier eine Postkarte, bei der ich die Adresse nicht lesen kann. "Neufehr/ Hessen - Hanau" ? Kann mir bitte jemand helfen. Frohe Ostern wünscht Detlef
DERMZ Am: 18.04.2025 19:46:42 Gelesen: 458183 # 3862
@ dr31157 [#3861] Hallo Detlef, in meinen Augen ist der Zielort Neufeld (Hessen-Nassau), Kreis Gersfeld, Bestellungspostamt Poppenhausen Ich meine Neufeld gehört heute zu Meiersbach, einem Ortsteil der Stadt Gersfeld (Rhön) Mit besten Grüßen Olaf https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11480995?q=Oelm%C3%BChle&page=176,177
dr31157 Am: 18.04.2025 20:03:30 Gelesen: 458166 # 3863
@ DERMZ [#3862] Hallo Olaf, Stimmt! Vielen Dank für die schnelle Hilfe. Gruß Detlef
volkimal Am: 18.04.2025 20:07:55 Gelesen: 458162 # 3864
@ dr31157 [#3863] Hallo Detlef und Olaf, Einspruch! Ich lese Hersfeld (Hessen-Nassau), Vogelgesang 7. Vergleicht einmal das "H" in Hersfeld und in Hessen. Es ist zwar im Anstrich anders, passt aber sonst. Zwei weitere Argumente: 1) Hersfeld gehörte zur Provinz Hessen-Nassau 2) Die Straße Vogelgesang gibt es dort auch heute noch. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 19.04.2025 08:58:55 Gelesen: 457868 # 3865
@ volkimal [#3864] Hallo Volkmar, vielen Dank für die Info. Gruß Detlef
Briefuhu Am: 28.04.2025 08:35:18 Gelesen: 447068 # 3866
Hab hier ein Schriftstück, evtl Botenbrief oder nur Briefinhalt bei dem ich nur Lindau und 14.Februar 1780 lesen kann. Für Hilfe wäre ich dankbar. Schönen Gruß Sepp
chris63 Am: 28.04.2025 16:02:21 Gelesen: 446913 # 3867
@ Briefuhu [#3866] Hallo Sepp, zum Glück hat sich später Herr Duden einige Regeln einfallen lassen, da kriegst ja Kopfschmerzen. Keine Idee was Anthon mit "hindte werdte" meint. Beim 2ten Lesen doch eine Idee. Lindau, d. 14t. febr. 1780 Insondters Hoch Ge. Edelster Herr, In Namen und Geleith gottes, yber sandte ich dem Herrn, durch ordtinare Postwagen, die 30 fl. sage guldten dreysig, Bitte mir solches Nacher (in) Kempten zu Bescheinen, darbey Meldte ich auch daß ich Bis Lengstens in 3 Wochen, mich in Memmingen Ein findte werdte, und von Herrn Einige gattung som(m)er Strimpf zu kauffen Verlangte, mithin so Erwarte ich mit Nächsten Ein antworth in Kempten, damit ich die Reys nit Vergebens Machen Mues, Nebst fründlicher Begreissung. anthonj Telffner aus Grödtz ? grüsse Christof
Briefuhu Am: 28.04.2025 16:34:12 Gelesen: 446843 # 3868
@ chris63 [#3867] Hallo Christof, Du bist echt der Wahnsinn, recht herlichen Dank. Schönen Gruß Sepp
bayern klassisch Am: 28.04.2025 17:00:10 Gelesen: 446792 # 3869
@ Briefuhu [#3868] Wohl aus Grodt bei Ingoldingen. Liebe Grüsse, Ralph
evwezel Am: 28.04.2025 17:15:39 Gelesen: 446768 # 3870
@ chris63 [#3867] Hallo Christof, “mich in Memmingen Ein findte werdte” bedeutet vermutlich einfach “mich in Memmlingen einfinden werde”. Viele Grüße Emiel
Briefuhu Am: 28.04.2025 18:11:28 Gelesen: 446653 # 3871
@ bayern klassisch [#3869] Hallo Ralph, vielen Dank, dass mit Grodt dürfte passen. Schönen Gruß Sepp
Dobe Am: 29.04.2025 21:10:55 Gelesen: 445648 # 3872
Liebe Spezialisten der alten deutschen Sprache und Schreibweise, Volkmar hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich hier folgenden Brief aus 1784 vorlege, der mir als Nicht-Vorphila-Spezialist etwas Kopfzerbrechen bereitet. Volkmar hat schon einen ersten Übersetzungsversuch gestartet, den ich im nächsten Post darstelle. Für jede Hilfe bin ich dankbar; der Brief war in einer Vorphila-Sammlung aus Italien, warum auch immer. Er ist an einen Monsieur von Horn adressiert und offensichtlich war ein Geldbeutel mit dabei. DAs Siegel sieht einem Siegel der von Horns ähnlich (um 1780 in der Nähe von Bremen, Achim), ist aber nicht identisch mit einem der Wappen der Adelsfamilie. Liebe Grüße Michael
Dobe Am: 29.04.2025 21:11:32 Gelesen: 445647 # 3873
Und hier der erste Übersetzungsversuch von Volkmar: @ Dobe [#7] Lieber Michael, aus dem Urlaub zurück, habe ich versucht, den Text zu entziffern. Ich komme aber an vielen Stellen nicht weiter und vieles von dem, was ich gelesen habe ist unsicher. Hier mein erster Versuch: Hochedler Herr ??? angehen in einem Versiegelten Beutel 59 Fl ??? ??? Bandt Rest von Quite? Hochwohlgeb. für drei/die(?) ??? Zu haten ??? hören ??? ??? Rest hat mir zu schreiben ich möchte es an E? Hoch??? schicken ansunste ?? mir eine Quitung über drei/die(?) ??? zu schicken womit ??? hatte Erl. Hoch??? ??? 12ten July 1763 ??? ??? ??? ???? ???? Am besten zeigst Du den Brief mit Text, Vorderseite und Siegel noch einmal beim Thema "Sütterlin und andere Schriften...". Gib bitte auch meine Versuche an. Dort kannt Dir Christof (chris63) sicherlich weiterhelfen. Er hat viel mehr Erfahrung mit solchen alten Texten als ich. Viele Grüße Volkmar
chris63 Am: 29.04.2025 23:16:03 Gelesen: 445576 # 3874
@ Dobe [#3872] Hallo Michael, leider muß ich Dich und Volkmar enttäuschen, weder das Währungskürzel (Florin/Gulden nicht möglich), noch die Ortsnamen noch die Unterschrift kann ich entziffern. Suchgebiet Bremen, Oldenburg Richtung Niederlande, Landdrost als Titel kam dort vor. HochEdler Herr anneben ergehen in einem Versiegelten beutel 59? welche dh. LandtRost von Quiter Hochwohlgeb. für die ? Zehnten gehören. gedachter H. Land Rost hat mir geschrieben ich möchte es an E(uer) HochE(dlen) schicken. ersuche also mir eine Quitung über den empfang zu schicken womit verharre E. HochEdler ??? 12ten July ergiebener diener 1763 Vielleicht hilfts weiter, Landrat von Quiter und Einnehmer Horn aus Achim sind in dem Link erwähnt. https://www.weyhe-historie.de/chronologie/3-4-unter-den-braunschweig-l%C3%BCneburger-kurf%C3%BCrsten/3-4-5-5-gut-sudweyhe-1-frese-gen-quiter/
Dobe Am: 30.04.2025 12:51:01 Gelesen: 445297 # 3875
Lieber Chris, ganz herzlichen Dank - trotz der Fragezeichen ergibt sich ein schlüssiges Gesamtbild bzgl. Inhalt und Zweck des Briefs! Ist ein schönes Stück zeitgenössische Postgeschichte des 18. Jhd. aus dem Norden Deutschlands. Ich vermute als Währung Franc, da in der Anschrift "Monsieur" verwendet wird. Bin mal gespannt ob es mir gelingt, den Siegel zuzuordnen. Viele Grüße Michael
volkimal Am: 01.05.2025 17:02:41 Gelesen: 444195 # 3876
@ Dobe [#3875] Lieber Michael, aus der Anrede "Monsieur" kannst Du nicht auf die Währung Franc schließen. Es war damals auch bei deutschen Absendern und Empfängern üblich, die Anrede "Monsieur Monsieur ..." zu verwenden. Ein typisches Beispiel findest Du hier [1]. Das Problem ist, dass der Aufgabeort des Briefes bisher nicht bekannt ist. Wenn man den Ort wüsste, könnte man nachschlagen, welche Währung dort verwendet worden ist. Damit Du siehst, wie schwierig es ist, solch ein Kürzel ohne den Ort zu identifizieren, eine Übersicht vom Forum für Altpostgeschichte [2]. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=151320#M228 [2] https://www.altpostgeschichte.de/index.php?thread/3287-alte-w%C3%A4hrung-abk%C3%BCrzungen/
volkimal Am: 04.05.2025 11:37:57 Gelesen: 440828 # 3877
Hallo zusammen, bei dieser Karte aus meiner kleinen Heimatsammlung brauche ich wieder einmal eure Hilfe: Postkarte vom 02.12.1874 an Herrn Steilberg (Militäreffecten Handlung) in Münster. Ich lese: Bork 2/12 74 Geehrter Herr Steilberg! Der kleine ??? soll gegen ??? nachfolgen, wären Sie indeß in großer Verlegenheit So habe ich ??? ???. Sie heute noch zufrieden zu stellen. Das letzte Stück Arbeit (ich glaube à ???) war so gutes Fabricat daß es bereits in den ersten 3 Wochen zerriß und ??? ??? ??? sondern im Tuche selbst; - die erstere Hose war ??? 100 Mal besser und 12 – 6 ?? billiger Hochachtungsvoll Dr. Kuhlmann Wer kann die Lücken schließen? Was verstand man eigentlich damals genau unter "Militäreffecte"? Viele Grüße Volkmar
Gauss Am: 04.05.2025 12:49:21 Gelesen: 440723 # 3878
@ volkimal [#3877] Die Effecten sind hier Kleidung und Accessoires. Der kleine Rest ...habe ich Credit genug
volkimal Am: 04.05.2025 14:34:13 Gelesen: 440575 # 3879
@ Gauss [#3878] Hallo Gauss, dankeschön! Damit sind die ersten Lücken gefüllt. Bei "Credit" muss ich blind gewesen sein. Jetzt sehe ich es natürlich auch ganz klar. Viele Grüße Volkmar
chris63 Am: 04.05.2025 15:25:35 Gelesen: 440512 # 3880
@ volkimal [#3877]

Hallo Volkmar,

Geehrter Herr Steilberg!
Der kleine Rest soll gegen Neujahr
nachfolgen, wären Sie indeß in
großer Verlegenheit So habe ich credit
genug, Sie heute noch zufrieden
zu stellen. Das letzte Stück Arbeit
(ich glaube à 9 rt 2 b(Schilling)) war so gutes
Fabricat daß es bereits in den ersten
3 Wochen zerriß und nicht in der Naht, sondern
im Tuche selbst; - die erstere Hose war just?
100 Mal besser und 12 – 6 % billiger
Hochachtungsvoll Dr. Kuhlmann

grüße Christof
volkimal Am: 04.05.2025 15:48:35 Gelesen: 440477 # 3881
@ chris63 [#3880] Hallo Christof, super - vielen Dank! Ich bin immer wieder erstaunt, was du alles lesen kannst. Die Naht hatte ich auch vermutet, war mir aber nicht sicher. Beim Rest wäre ich zum Teil verzweifelt. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 04.05.2025 17:20:38 Gelesen: 440372 # 3882
Hallo zusammen, ich zeige hier eine Postkarte aus Freudenstadt. Leider kann ich die Adresse des Straßenmeister absolut nicht lesen. Kann mir bitte jemand helfen? Viele Grüße Detlef
volkimal Am: 04.05.2025 17:38:00 Gelesen: 440335 # 3883
@ dr31157 [#3882] Hallo Detlef, ich lese "O/A Straßenmeister Kiefer Horb a/N". Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 04.05.2025 17:48:48 Gelesen: 440313 # 3884
@ volkimal [#3883]
Hallo Volkmar,

ich nehme an, Horb a/N = Horb am Neckar?

Viele Grüße

Emiel
dr31157 Am: 04.05.2025 18:01:48 Gelesen: 440283 # 3885
@ volkimal [#3883] Hallo Volkmar, vielen Dank für die schnelle Hilfe. Allein wäre ich nie darauf gekommen. Viele Grüße Detlef
volkimal Am: 04.05.2025 18:09:01 Gelesen: 440265 # 3886
@ evwezel [#3884] Hallo Emiel, richtig, es ist Horb am Necker. Ich bin übrigens über die Abkürzung O/A = Oberamt auf den Ort gekommen. Viele Grüße Volkmar
Koban Am: 12.05.2025 18:28:04 Gelesen: 428304 # 3887
Hallo zusammen, ich benötige etwas Hilfe beim entziffern. Es handelt sich um eine Karte aus dem belagerten Paris, welche sich ursprünglich an Bord eines Ballons befand. Der Ballon wurde abgeschossen und ging in den Reihen der Belagerer zu Boden. Die Karte wurde gefunden und wohl als Souvenir innerhalb eines Briefes in die Heimat geschickt. Ich lese: Chat(eau) ....don 5.10.1870 aus einem Par(i)ser Luftballon ... ... war(?) herabgeschossen. Besten Gruß ... ... "Ritter des eisr(?) Kreuzes." Wir stehen vor dem Sturm gegen Paris, deshalb adieu, vielleicht auf immer. ..... besten Dank. Vielen Dank vorab für Eure Hilfe, Koban
volkimal Am: 12.05.2025 18:40:46 Gelesen: 428296 # 3888
@ Koban [#3887] Hallo Koban, ich lese: aus einem Par(i)ser Luftballon der von uns herabgeschossen. Besten Gruß ... ... "Ritter des eisr(?) Kreuzes." Wir stehen vor dem Sturm gegen Paris, deshalb adieu, vielleicht auf immer. ..... besten Dank. Weiter komme ich mit dem Smartphone nicht. Viele Grüße Volkmar
Koban Am: 12.05.2025 20:14:59 Gelesen: 428213 # 3889
@ volkimal [#3888] Hallo Volkmar, "von uns" würde vom Inhalt her zwar Sinn ergeben, der Anfangsbuchstabe des Wortes "uns/war" scheint mir aber doch eher ein w als ein u zu sein. Vielleicht kannst Du ja noch mal drüber schauen, wenn Du Zugang zu einem PC hast. Die Karte ist vorderseitig gestempelt, PARIS, 28.Sept 70. In Verbindung mit "herabgeschossen" ist eine Identifizierung des Ballons möglich. Es muss sich um den am 30. September 1870 abgeschossenen Ballon "Non denommé N° 1" gehandelt haben. Dieser unbemannte Papierballon stürzte nach Beschuss nach nur wenigen Kilometern bei Ville-de'Avray ab. In der Nähe befindet sich Chateau Meudon, was gut zur bislang nur fragmentarisch gelesenen Ortsangabe passt. Dieser, mit Abstand kleinste aller Ballons, beförderte lediglich 4 kg, ausschliesslich Postkarten. Eine ganz ähnliche Karte, ebenfalls mit deutscher Souvenirinschrift, ist im Spink/Maury-Katalog abgebildet. Ich stelle die Karte in den nächsten Tagen im Thema "Frankreich Ballonpost Belege", zusammen mit der Anschriftenseite nochmals vor. Gruß, Koban
volkimal Am: 13.05.2025 10:31:36 Gelesen: 427437 # 3890
@ Koban [#3889]

Hallo Koban,

du hat recht. "Chateau Meudon" passt gut vom Schriftbild her. Den fehlenden Namen und die fehlenden Worte ganz unten konnte ich auch am PC nicht erkennen. Da half auch die Bildbearbeitung nicht weiter.



Beim "uns" bin ich mit sicher, dass es stimmt. Vielleicht hilft das Bild weiter.

Auf das Thema "Frankreich Ballonpost Belege" bin ich gespannt - sehr interessant!

Viele Grüße
Volkmar
Koban Am: 13.05.2025 11:33:15 Gelesen: 427420 # 3891
@ volkimal [#3890] Hallo Volkmar, Danke dass Du Dir das nochmal angesehen hast. Dank Deines Bildes erkenne ich jetzt auch das u. Prima auch, dass Du die Lesung Meudon bestätigen konntest. Der fehlende Rest ist nicht tragisch, die beiden wichtigsten Lücken sind gefüllt. Gruß, Koban
evwezel Am: 18.05.2025 12:12:38 Gelesen: 418721 # 3892
Liebe Sammelfreunde, ich zeige euch heute eine Kriegsgefangenenkarte, die am 3. Januar 1916 von Skotobo (bei Wladiwostok in Siberien) nach Österreich verschickt wurde. Leider hat sie ihre Geheimnisse noch immer nicht alle preisgegeben. Als ich versuchte den Text zu lesen, realisierte ich plötzlich dass der Briefschrieber vermutlich den Text im Dialekt geschrieben hat. Zwei Tage und 5 Paracetamol-Tabletten später (um meine Kopfschmerzen zu bekämpfen), muss ich leider das Handtuch werfen. Wer, o wer kann mir helfen? Viele Grüße Emiel --- Textseite (Bin noch im Lazarett!) Mein treuer Freund Ernst! Skotobo[1], 3/I 1916 Noch immer muss ich an Dich denken seit ich Deine l. Karte erhalten habe. Mein Erstes war auch gleich Deinen Eltern zu schreiben. Hoffentlich bist (Du) noch immer der Alte. Denk Dir ich sitz(e) hier schon volle 17 Monate bald, als a[2] würdiger[3] Pat(ru)ll(ier?). Hab mir denkt wie i[4] aus(g)zogen bin entweder tot fürs Vaterland oder in Ehren zurück u derweil hat mir’s Schicksal so hart (ge)troff‘n. Ja Ernst umbringen könnt i mi[5] wenn i so denk[6]. Ihr könnt so als freie Männer draußen sein u wir? Wenn wir zurück kommen heißt hochstens w’rum habts enk[7] u.s.w. Traurig aber wahr. Text an der linken Seite Halt Du mir nur treu im Angedenken wenn i vielleicht a nöt[8] soll zurückkommen u. sags Ihnen (?) a Kaisertreu ge(wesen?) Dein Franzl Absender Abs. Kriegsgefangener; Franz Jöchler 5te Rotte in Skotobo a/Meere bei Wladiwostok Russland-Sibirien Anschrift Herrn Ernst Mugg K.k. Oberjäger Istes Landesschützen Rgmt. Feldpost No 218 Tirol АВСТРИЯ (Österreich) [1] Heute Shkotovo – siehe https://www.google.com/maps/place/Shkotovo,+Primorsky+Krai,+Russia,+692815/data=!4m2!3m1!1s0x5fb3b6730ff6e091:0x573e4afa012b7d51?utm_source=mstt_1&entry=gps&coh=192189&g_ep=CAESBzI1LjE4LjAYACDXggMqdSw5NDIyMzI5OSw5NDIxNjQxMyw5NDIxMjQ5Niw5NDI1MDk1NCw5NDIwNzM5NCw5NDIwNzUwNiw5NDIwODUwNiw5NDIxNzUyMyw5NDIxODY1Myw5NDIyOTgzOSw0NzA4NDM5Myw5NDIxMzIwMCw5NDI1ODMyNUICTkw%3D&skid=d61cdbc2-7b93-4691-b945-c5915433e917 [2] a = ein. Siehe http://www.fim.uni-linz.ac.at/Woerterbuch_oesterr_deut_englisch.htm. [3] eventuell könnte es auch "windiger" sein. [4] i = ich [5] mi = mich [6] “Umbrengen könnte ich mich wenn ich so denke”. [7] enk = euch ("warum gibt es Euch") [8] nöt = nicht (“wenn ich vielleicht nicht zurückkomme”) [9] Vermutlich handelt es sich um Franz Jöchler aus Brixen. Siehe https://des.genealogy.net/search/show/17529805. Das Tiroler Volksblatt berichtet am 13. Februar 1915 folgendes: Am 8. Dezember 1916 wird Franz nochmals erwähnt im Tiroler Volksblatt: Die Abkürzung "Patrf." bedeutet "Patrouilleführer". Sie könnte ein Hinweis sein für das erste fehlende Wort im Text, dass auch mit "Pat" anfängt. Laut der Brixener Chronik von 20. September 1918 kehrte Franz nach vierjähriger Gefangenschaft in Siberien wieder zurück nach Hause:
evwezel Am: 19.05.2025 18:26:28 Gelesen: 416697 # 3893
@ evwezel [#3892] Meine Frage war vielleicht zu schwierig (kein Österreicher hier?) oder ihr findet das Thema einfach sehr langweilig ? Der Landesbibliothek „Dr. Friedrich Teßman” hat mir gerade noch einen interessanten Artikel über Franz Jöchler geschickt [1]. Ich zitiere: “ Der Stentor der Tiroler Schuhplattler, Volkstänzer und Trachtenpfleger, Franz Jöchler, erblickte am 6. September 1886 in Brixen in Südtirol das Licht der Welt. Dort verbrachte er auch seine Jugend. Nach dem Abschluß der Schulzeit war er bei der landwirtschaftlichen Genossenschaft in Brixen beschäftigt. Schon sehr früh in seiner Jugendzeit hatte er sich den Tiroler Bergen und dem heimatlichen Brauchtum verschrieben. Ihn zeichnete eine besondere Liebe zu den Tieren aus. Damals schon war er auch ein begeisterter und waidgerechter Jäger, übrigens eine Leidenschaft, der er bis in sein hohes Alter nachging. Nebenbei war er aber auch ein begeisterter Bergsteiger. Bereits in jungen Jahren hat er in Südtirol die Bergfühterprüfung abgelegt, und schon 1910 hat man dem Jöchler-Franz für seine vorbildlichen und umsichtigen Leistungen als Bergführer das goldene Bergführerabzeigen verliehen. Im Jahr 1907 mußte er zum Militär einrücken. Dort machte er schon bald Karriere. 1908 war er bereits als Ausbildner bei den „Bosniaken” in Bosnien eingesetzt. Dann kam der Erste Weltkrieg, der in die Pläne und das Leben Jöchlers einen großen Einschnitt brachte, denn er mußte als Zugsführer der Tiroler Kaiserjäger jahrelang an der Front für Gott, Kaiser und Vaterland kämpfen. Zunächst war Jöchler in Galizien gegen Rußland eingesetzt. Später wurde er heimgeholt und mußte im Rahmen der zweiten Bergführerkompanie als Heeresbergführer die schweren Kämpfe im Hochgebirge der Südtirolfront gegen Italien und schließlich auch noch das bittere Ende der Einheit Tirols miterleben. für seinen unerschrockenen Einsatz an den Fronten wurde er mehrmals ausgezeichnet. Als ganz schlimmen Abschluß dieses seines Lebensabschnittes mußte er sogar noch jahrelange russische Kriegsgefangenschaft überstehen.” Viele Grüße Emiel [1] ASCHER, Ludwig: Der Vater des Tiroler Volkstanzes Franz Jöchler. Der Schlern, Monatszeitschrift für Südtiroler Landeskunde 75, 2001. Seite 178-180.
volkimal Am: 19.05.2025 19:51:11 Gelesen: 416594 # 3894
@ evwezel [#3893] Hallo Emiel, es ist weder langweilig noch zu schwierig. Wir waren ein paar Tage unterwegs und mir war es am Smartphone zu schwierig, die bayerischen Wörter einzugeben (oder ich hätte die Autokorrektur abschalten müssen). Franz Jöchler hat noch einige weitere bayerische Ausdrücke benutzt. Da wir vor allem als Kinder gelegentlich in Bayern Urlaub gemacht haben, kenne ich die Sprache ein klein wenig. Noch immer muss ich an Dich denken seit ich Deine l. Karte erhalten habe. Mein Erstes war auch gleich Deinen Eltern zu schreiben. Hoffentlich bist (Du) noch immer der Alte. Denk Dir ich sitz(e) hier schon volle 17 Monate bald, als a würdiger Pat(ru)ll(ier?). Hab mir denkt wie i aus( ge)zogen bin entweder tot fürs Vaterland oder in Ehren zruck u derweil hat mir’s Schicksal so hart (ge)troff‘n. Ja Ernst umbringen könnt i mi wenn i so denk. Ihr kennt so als freie Männer draußen sein u wir? wenn mir zruck kem(m)a hoaßt höchstens w’rum habts enk u.s.w. Traurig aber wahr. Text an der linken Seite Halt Du mir nur treu im Angedenken wenn i vielleicht a nöt soll zurück kem(m)a u. sags Ihnen wir san a Kaisertreu gwesen Dein Franzl zruck = zurück kennt = könnt wenn mir zruck kemma hoaßt höchstens = wenn wir zurück kommen heißt es höchstens wir san = wir sind gwesen = gewesen Mag sein, dass ich noch ein paar Kleinigkeiten des bayerischen übersehen habe. Einiges steht in diesem Lexikon [1] Das fehlende Wort "Pat(ru)ll(ier?)" kenne ich leider auch nicht. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.bayrisches-woerterbuch.de/
evwezel Am: 19.05.2025 21:42:19 Gelesen: 416503 # 3895
@ volkimal [#3894] Griaß Gohd Volkmar, ich erstaune mich immer wieder über Dein unglaubliches Allgemeinwissen. Vielen Dank für Deine sehr wertvolle Hilfe! Pfiat di! Emiel
Dieter 66 Am: 08.06.2025 22:03:45 Gelesen: 390146 # 3896
Hallo an die Spezialisten, ich hatte diesen Beleg bereits unter Barfrankaturen vorgestellt. Nun hat mich Richard auf die Idee gebracht, den hier nochmal einzustellen. Es betrifft den handschriftlichen Text auf der Verschlussmarke. Evtl. kann jemand den entziffern. Nur das Datum 30.5.47 ist lesbar. Vielen Dank schon. Schönen Gruß Dieter.
volkimal Am: 08.06.2025 22:35:06 Gelesen: 390097 # 3897
@ Dieter 66 [#3896] Hallo Dieter, Ich habe schon beim Thema Barfrankaturen überlegt, was es heißen kann. Ich mache jetzt einmal einen Anfang. 1. Zeile: In Stuttgart offen(?) ??? 2. Zeile: ????? 3. Zeile: verschlossen. Stgt ??? 30.5.47 4. Zeile: Postamt 5. Zeile: ??? Viel ist es nicht, aber vielleicht schaffen wir es in Gemeinschaftsarbeit. Viele Grüße Volkmar
Dieter 66 Am: 08.06.2025 23:07:10 Gelesen: 390052 # 3898
@ volkimal [#3897] Hallo Volkmar, super, das ist schon ein Anfang. Das letzte Wort in der ersten Zeile könnte "geöffnet" heißen. 3. Zeile der 30.5 war ein Freitag? 2. Zeile ???? wegen ????? Komme erstmal nicht weiter. Gruß Dieter
Koban Am: 09.06.2025 01:25:13 Gelesen: 389795 # 3899
@ Dieter 66 [#3896] 1. Zeile: In Stuttgart offen(?) ... 2. Zeile: hier(?) ... wegen amtlich 3. Zeile: verschlossen. Stgt. Degerloch 30.5.47 4. Zeile: Postamt(?) 5. Zeile: ??? Gruß, Koban
Dieter 66 Am: 09.06.2025 11:43:14 Gelesen: 388971 # 3900
@ Koban [#3899] @ volkimal [#3897] Hallo, Danke ersteinmal für Eure Mühe. Entweder gab es einen Grund den Brief zu öffnen, oder er war schon offen. Wer weiß schon aus welcher Not heraus die Menschen damals gehandelt haben. Ich sollte noch erwähnen, dass der Brief doppelt verwendet wurde. Also umgedreht. Innen ist eine Adresse zu erkennen, sowie ein Teilstempelabdruck und abgelöste Freimarkenflächen. Schönen Gruß Dieter.
StephanN Am: 09.06.2025 12:53:31 Gelesen: 388847 # 3901
@ volkimal [#3894] @ evwezel [#3893] Hallo Volkmar Hallo Emiel Könnte das fehlende Wort Pat(ru)ll(ier) nicht die Verballhornung und Personifizierung des französischen Wortes Patrouille sein. Ein Patrullier wäre denmach ein Wachsoldat. Diese Erklärung würde auch zum Inhalt des Briefes passen, worin der Schreiber mit seinem ehrlosen Posten eben als Patrullier vielleicht irgendwo in der Etappe zu hadern scheint, während seine Kameraden an der Front ihren Mann stehen können. Liebe Grüße Stephan
evwezel Am: 10.06.2025 06:33:44 Gelesen: 387469 # 3902
@ StephanN [#3901] Guten Morgen Stephan, vielen Dank für Deine Erklärung! Ich denke, Du hast völlig recht. In der Brixener Chronik vom 10. Dezember 1914 las ich auch noch das Folgende: Viele Grüße Emiel
DERMZ Am: 16.06.2025 05:34:57 Gelesen: 378912 # 3903
Guten Morgen, Ingo hat mir eine Karte aus dem Jahr 1880 zukommen lassen, vielen herzlichen DANK dafür. Emil Zimmermann fragt bei der Firma Jean Thäter in Nürnberg nach Lupen an: Herrn Jean Thäter Nürnberg den 8ten Augsut 1880 Herrn Jean Thäter in Nürnberg Mich auf Ihre Annonce in dem ..blatt höflichst beziehend, bitte ich hiermit um gefl. umgeh. Zusendung eines Preisverzeichnisses über optische Ge- ... in prima Qualität & um ... Mit- theilung, in welchen Größen Sie diese Luppen [ zum zusammen legen führen. Preise bei Abnahme von 1/4 Dz von einer Sorte. Mit Achtung erg. Emil Zimmermann Wenige Worte auf der Karte, und doch kann ich leider nicht alles Lesen. Für Hilfe wäre ich sehr dankbar. Ergänzend sei noch erwähnt, daß Jean Thäter von 1871 bis ca. 1914 eine Spiel- und Metallwarenfabrik betrieb, und dort auch optische Geräte herstellte. Mit besten Grüßen Olaf
chris63 Am: 16.06.2025 06:55:03 Gelesen: 378843 # 3904
@ DERMZ [#3903] Hallo Olaf, Mich auf Ihre Annonce in dem Offenblatt (Amtsblatt) höflichst beziehend, bitte ich hiermit um gefl. umgeh. Zusendung eines Preisverzeichnisses über optische Ge- genstände in prima Qualität & um specielle Mit- grüsse Christof
DERMZ Am: 16.06.2025 10:28:54 Gelesen: 378679 # 3905
@ chris63 [#3904] Vielen lieben DANK Christof - jetzt kann ich es wunderbar lesen, ohne Deine Hilfe hätte ich immer noch keine Chance. Beste Grüße Olaf
evwezel Am: 22.06.2025 10:22:13 Gelesen: 370767 # 3906
Liebe Sammelfreunde, ich zeige Euch eine Feldpostkarte, die am 3. Juni 1915 von Weimar nach Königgrätz in Böhmen (heute Hradec Kralove in Tschechien) verschickt wurde. An einigen Stellen bin ich leider gescheitert. Vielleicht hat es etwas mit den tropischen Temperaturen zu tun… Hat jemand vielleicht eine Lösung? Viele Grüße Emiel ——  Anschrift Österreich S.H. Herrn K.u.K. Oberleutnant A. Strengler Königgrätze[1] i. Böhmen Reservespital Inf. Reg.2 Königratz Böhm Königgrätz (Böhmen) Rote Kreuz Spital oder (Tiřik?)gasse. Absender Kalletschek Weimar Künstlerverein  —— Weimar 3.6.15 Lieber Freund! Besten Dank für Ihre letzte Karte durch die ich nun endlich Näheres über Sie erfuhr! Hoffent- lich findet Sie dieser Gruß (…),[2] ich gebe zur Vorsicht auch Ihre Woh- nungsadresse (Schick?)gasse) (…). da haben Sie ja schon schrecklich viel mitgemacht! Wir feiern heute hier die Wiedereinnahme Przemysl[3], es ist erhebend zu se(-) hen, wie groß hier die Freude ist. Gerade so als ob es eine deutsche Stadt wäre!! - Mir geht es sonst gut, habe (Künstler?)ärze und hab(e) auch mehreren Landschaften verkauft. Im August komme ich wieder nach Reich(norden?), vielleicht sehen wir uns dort(?) wieder? Grüßen Sie bitte Herr F(…) u. Schwägerin(?) Ihr Kollet. [1] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Hradec_Kr%C3%A1lov%C3%A9 [2] Es ist auch möglich, dass Herr Kollet hier einfach sehr schmierig geschrieben hat: “Hoffent- lich findet Sie dieser Gruß richt- ig (…). [3] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Przemy%C5%9Bl.
volkimal Am: 22.06.2025 11:21:49 Gelesen: 370738 # 3907
@ evwezel [#3906] Hallo Emiel, das meiste konnte ich entziffern. Jetzt weiß ich nur nicht, was der Absender verkauft hat. Ich lese: Österreich S.H. Herrn K.u.K. Oberleutnant A. Stangler [1] König grätz i. Böhmen reservespital Inf. Reg.2 Königratz Böhm Königgrätz (Böhmen) Rote Kreuz Spital oder Sevcikgasse [2]. Absender Relletschek [3] Weimar Künstlerverein Weimar 3.6.15 Lieber Freund! Besten Dank für Ihre letzte Karte durch die ich nun endlich Näheres über Sie erfuhr! Hoffent- lich findet Sie dieser Gruß noch, ich gebe zur Vorsicht auch Ihre Woh- nungsadresse ( Sevcikgasse) an. da haben Sie ja schon schrecklich viel mitgemacht! Wir feiern heute hier die Wiedereinnahme Przem ysl‘s, es ist erhebend zu se(-) hen, wie groß hier die Freude ist. Gerade so als ob es eine deutsche Stadt wäre!! - Mir geht es sonst gut, habe ????? und hab(e) auch mehreren Landschaften verkauft. Im August komme ich wieder nach Reichenau [4], vielleicht sehen wir uns doch wieder? Grüßen Sie bitte Herr Frau u. Schwägerin(?) Ihr Rellet. Viele Grüße Volkmar [1] Der Name Stregler ist sehr selten (77 Eintragungen gegenüber 12000 Eintragungen auf ancestry.co.uk [2] Sevcikgasse nach dem Geigenvirtuosen Otakar Ševčík. Heute gibt es in Hradec Králové (Königgrätz) die Straße Ševčíkova [3] Ein anderer Relletschek ist gefallen, er stammt aus dem Bezirk Reichenau - siehe [4]: http://www.denkmalprojekt.org/2012/katscher_bezirk-rychnov-nad-kneznou_cz.html [4] Reichenau ca. 20 km östlich von Königgrätz: https://de.wikipedia.org/wiki/Rychnov_nad_Kn%C4%9B%C5%BEnou
Koban Am: 22.06.2025 11:33:41 Gelesen: 370729 # 3908
@ volkimal [#3907] Bei dem fehlenden Wort könnte es sich um Aufträge handeln. Gruß, Koban
Gauss Am: 22.06.2025 11:34:27 Gelesen: 370727 # 3909
@ volkimal [#3907] Ihre Frau und Schwägerin?
Gauss Am: 22.06.2025 11:38:50 Gelesen: 370723 # 3910
Aus dem "Kleinen Ševčík" musste ich vor (sehr) vielen Jahren üben.
evwezel Am: 22.06.2025 12:24:08 Gelesen: 370694 # 3911
@ volkimal [#3907] @ Koban [#3908] @ Gauss [#3909] Vielen lieben DANK für Eure sehr schnelle Hilfe! Was würde ich überhaupt ohne dieses Forum machen? “Aufträge” hatte ich völlig übersehen, klingt aber logisch und passt gut (genug) zum Schriftbild. Noch etwas: den ganzen Artikel “Przemysl gefallen” kann man lesen in https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/CUA4BYBTJSGFJVLLAR4S5NYR3JNIK3QO?issuepage=1 Einen schönen Sommertag wünscht Euch Emiel
10Parale Am: 22.06.2025 15:24:47 Gelesen: 370402 # 3912
Auch ich hätte einen Text, den ich nur bruchstückhaft lesen kann (siehe Thema: Tellknabe). Ich glaube eine Tochter schreibt ihrer Mutter in Charlottenburg (MUTTCHEN), von einem MARTIN ist die Rede. Würde mich über eine Übersetzung sehr freuen. Liebe Grüße 10Parale
evwezel Am: 22.06.2025 16:45:28 Gelesen: 370237 # 3913
@ 10Parale [#3912] Auf die Schnelle lese ich folgendes: 15/III 22 Mein liebes (Nattchen oder Muttchen?), heute erhielt Deine l. Zeilen und hätte ich lieber gelesen, daß Martin schon auf(?) ist. Ich kann es schon garnicht erwarten(?) Dich morgen bei(?) (…) zu sprechen. Meine Ruhe ist hin, ich möchte schon wieder nach Hause fliegen. Das Wetter ist ja herrlich, aber Erholung habe ich nicht, zumal der Einkauf zu auftreibend(?) ist. Ich habe heute Crêpe de Chine und (…) gekauft, aber Preise! Und ich bin wieder zu 10 Firmen gelaufen, sodaß ich schon schwach war. Ich fahre morgen früh und komme gegen 10 Abds nach (…), ich habe jetzt genug von der Reiserei. Martin soll diese Karte aufbewahren, ich bin zu abgespannt, sonst hätte ich jedem eine geschickt. Sage Ihnen daß sie lieb und brav sein sollen und hoffentlich Sonntag mit Vater und Mutter spazieren gehen können. Ich küsse Euch Alle innigst (…) —- Viele Grüße Emiel
10Parale Am: 22.06.2025 17:58:12 Gelesen: 370037 # 3914
@ evwezel [#3913] Super, mein Vater konnte die Schrift auch noch lesen. Leider kann ich ihn nicht mehr fragen. Vielen Dank.! 10Parale
Gauss Am: 22.06.2025 18:13:12 Gelesen: 370015 # 3915
@ evwezel [#3913] Der Einkauf ist aufreibend (anstrengend). Könnte sie Musseline (mit fraglicher Rechtschreibung) gekauft haben?
evwezel Am: 22.06.2025 19:21:34 Gelesen: 369938 # 3916
@ Gauss [#3915] Hallo Gauss, gibt es eigentlich überhaupt etwas, wovon Du keine Kenntnis hast?! 😁 Das fehlende Wort fängt an mit dem “M” und endet auf “line”. Ob “Musseline” richtig ist, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Ich wäre selbst übrigens nie darauf gekommen! Vielen Dank auch für Deine Korrektur. Liebe Grüße Emiel
inflamicha Am: 22.06.2025 19:49:09 Gelesen: 369910 # 3917
Guten Abend, da steht eindeutig Messaline. Und hier ist das Zeug: https://www.rauffaser.de/stoffarten/messaline/ Gruß Michael
Gauss Am: 22.06.2025 20:31:44 Gelesen: 369887 # 3918
@ inflamicha [#3917] Perfekt!
evwezel Am: 22.06.2025 20:50:04 Gelesen: 369880 # 3919
@ inflamicha [#3917] @ Gauss [#3918] Danke an Euch beide! LG Emiel
chris63 Am: 22.06.2025 21:59:19 Gelesen: 369838 # 3920
@ 10Parale [#3912] ... schon auf ist. Ich kann es schon garnicht erwarten dich morgen von frkft zu ... früh und komme gegen 10 Abds nach frkt., ich habe jetzt genug ... gehen können. Ich küsse Euch Alle innigst in (Vorderseite) liebe Euer Vater und Väterchen Leonhard meine Vermutung: Leonhard Wertheim schreibt an seine Frau, reist am 16.3.1922 nach frkft (Frankfurt), telefoniert mit seiner Frau, reist dann nach Berlin um am Sonntag spazieren zu gehen. grüsse Christof
evwezel Am: 02.07.2025 10:33:09 Gelesen: 359684 # 3921
Liebe Sammelfreunde, ich zeige Euch eine Feldpostkarte, die am 29. Januar 1915 nach Heddesbach verschickt wurde. Die Umstände an der Front waren natürlich nicht ideal zum Schreiben. Das könnte zum Teil die schlechte Schrift erklären. Außerdem ist der Briefschreiber bei der Rechtschreibung nicht besonders sattelfest (z.B. „Frond“ statt „“Front). Obwohl der Sinn des Briefes klar ist, kann ich einige Wörter nicht entziffern. Hat jemand eine gute Lösung? Viele Grüße Emiel --- Ich lese: 27.1.1915. Sehr geehrter Herr Pfarrer, Ich werde nun sicher (…) vor(?) an die Frond[1] kommen. Aber es ist ja nötig das (…)er junge Leut(e) noch ins Feu(e)r kommen. Wir müs- sen ja nach allen Seiten hin kämpfen, und die Übermacht ist zu groß, das sieht jeder von uns ein, und darum ziehen auch alle, die von uns Felddienst- tauglich sind gerne in den Kampf. Es ist ja fürs Vater- land. Wenn die Feinde in unser Land käme, dann werden sie uns ja alles nehmen und unser Volk(?) ganz erwischt. Nun muß ich schließen. Es wird Antreten! befohlen. Mit Grus auf Wiedersehen von Th. Haas Ads. leicht(e) Mun(itions) Kol(onne). Res. Feld. Art Regt. No 55 75 Res. Division 138 1. Komp. 38 Res. Korps Text an der rechten Seite Die Zeitung habe ich erhalten von (…) Text kopfüber Freude Anschrift An Pfarramt Heddesbach[2] Post Hirschhorn a/N [3] Tagesstempel MESSSTE(...) 28 JAN 15 Feldpostvermerk Feldpostkarte [1] Rechtschreibung ist Front [2] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Heddesbach [3] Hirschhorn am Neckar. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Hirschhorn_(Neckar)
DERMZ Am: 02.07.2025 12:27:19 Gelesen: 359569 # 3922
@ evwezel [#3921] Hallo Emiel, auf die Schnelle - Stempelort ist "Meßstetten". ch werde nun sicher (…) vor(?) an die Frond[1] kommen. Aber es ist ja nötig das meer (a) junge Leut(e) noch ins Feu(e)r kommen. Wir müs- sen ja nach allen Seiten hin kämpfen, und die Übermacht ist zu groß, das sieht jeder von uns ein, und darum ziehen auch alle, die von uns Felddienst- tauglich sind gerne in den Kampf. Es ist ja fürs Vater- land. Wenn die Feinde in unser Land käme, dann werden sie uns ja alles nehmen und unser Volk(?) ganz erwischt. Nun muß ich schließen. Es wird Antreten! befohlen. Mit Grus auf Wiedersehen von Th. Haas Ads. leicht(e) Mun(itions) Kol(onne). Res. Feld. Art Regt. No 55 75 Res. Division 138 1. Komp. 38 Res. Korps (a) ich denke, daß hier "mehr" gemeint ist Nicht viel, aber vielleicht hilft es ein wenig, viele Grüße Olaf
evwezel Am: 02.07.2025 13:11:03 Gelesen: 359544 # 3923
@ DERMZ [#3922] Hallo Olaf, vielen Dank, das hilft bestimmt! Ich glaube, es gibt in der deutschen Sprache eine schöne Redewendung für solche Situationen: “Kleinvieh macht auch Mist”! Das erste fehlende Wort könnte “jest” sein. AI sagt folgendes: "Jest" ist eine dialektale Form von "jetzt", die vor allem im bairischen Sprachraum vorkommt. Im bairischen Dialekt wird "jetzt" oft zu "jetza", "jetzet" oder eben "jest" verkürzt.” LG Emiel
volkimal Am: 07.07.2025 11:23:30 Gelesen: 354091 # 3924
Hallo zusammen, auf diesem Brief an den Freiherrn von Stein [1] kann ich die Zeile unter seinem Namen nicht lesen: Seiner Excellenz des Herrn Staatsminister Freÿherrn von Stein ??? ??? hohen Orden Zu Cappenberg bei Lünen an der Lippe p. Elberfeld Viele Grüße Volkmar [1] 238. Auktion Karl Pfankuch & Co.
Gauss Am: 07.07.2025 11:26:01 Gelesen: 354088 # 3925
@ volkimal [#3924] Ritter mehrerer hoher Orden.
volkimal Am: 07.07.2025 12:11:19 Gelesen: 354048 # 3926
Hallo Gauss, dankeschön, darauf hätte ich auch selbst kommen können. Ich habe am Anfang nur das "R" nicht erkannt. Viele Grüße Volkmar
Gauss Am: 07.07.2025 16:01:34 Gelesen: 353839 # 3927
@ volkimal [#3926] Ich habe ja erst "Killer" gelesen, das schien mir aber unwahrscheinlich.
Maria T. Am: 09.07.2025 17:39:01 Gelesen: 350767 # 3928
Hallo! Ich habe diesen Text, eingestellt von fraportolo, übersetzt. Es handelt sich dabei um die Gabelsberger Stenografieschrift. Einiges klingt etwas holprig - gut möglich, dass ich etwas falsch gelesen habe. Ich habe mir das selber anhand von Lernbüchern beigebracht. Bei dieser Stenoschrift wird sehr viel weg gelassen darum ist da schon auch Interpretationsspielraum, vor allem wenn man manche Wörter nicht lesen kann. Aber ich glaube der Text passt so gut. Groß und Kleinschreibung, Satzbau und so ist oft mehr wie Gedankenstücke zu verstehen. Ich brauche es in der Arbeit aber bin noch nicht so super versiert mit all den Kürzungen. LG 1. Seite Gute _ (? vermutl. Ort), den 9. August 1913 Mein Liebes, mein Gutes, Treues ! (Herz?) Du lieber Einzig du! Sagt (?evt. Sag nichts) Schatzerl (?) gestern habe ich bei euch wieder einmal angeschmirt (?), nichts war für dein Mädel da. Vielleicht heute, ich warte ja schon wieder mit Schmerzen auf ein paar liebe Worte von dir. In einer Stunde muss ich fort die Mika (?) abholen (?) ich bin neugierig ob sie kommt und was sie wieder für Neuigkeiten wird mitbringen, ob vielleicht wieder Zuhause Zank und Streit war, ach lieb(ster?) mir ist immer gleich so bang, ich darf nicht ein paar Tage froh und _(glücklich?) _ (sein? – kaum zu lesen) gleich komm(t) _(dann?) _(immer?) etwas. Hoffen wir das es nichts ist. Was macht mein lieb(ster), mein treues Schatzerl (?) immer, du Guter du musst in diesem Kohlhaus (?) Lehmberg sitzen hast gar keinen schönen grünen Wald gehabt ich (? – vl ist „in“ gemeint), dieser abscheulichen Kaserne _ und ich mochte (möchte?) am liebsten ein ganz langes _ (?) meinem einzig lieben Karl mitbringen. Heute bin ich zwei Stunden in der Sonne gesessen, ich war schon ganz aufgezogen, dann bin ich ein bisschen zum _ (Eichenhain?) gegangen um Wacholderbeeren für den Herrn Dienstoberst auch ein Sommer Gast. Der ist ein sehr lieber Herr auch seine Frau, alle beide riesig lustig weißt Lieb(ster) du ich muss immer _ (warschl. nicht wichtig) Beschäftigung haben und das tu ich so gern (linke Seite) sammeln, da kraxel ich die ganze Zeit herum und bei den Wacholderstauden ist ein Geruch so stark das man ganz betäubt wird. Und die Sonne scheint dort immer hin, ach Lieb(ster) wenn du das wärest du hättest deine Freude mit deinem Mädel, zum Handarbeiten habe ich ehrlich gestanden(?) wirklich keine Geduld, ich kann keine Viertelstunde dabei sitzen muss ich sie schon wieder aus der Hand geben weil ich nicht ruhig sitzen kann. _ (gell?) da lacht mein Liebster und denkt sich, die Frida kann auch in Wien (?) nie ruhig sitzen immer muss sie herum rutschen. Ich bin einmal den ganzgen Tag im Freien, immer im Wald meist mit dem Fräulein Spegler (?) wir kraxeln herum beide das es einfach so eine Passion ist. Ach Lieb(ster) und gestern Abend hat sie mir was angetan die Bande (?). Was glaubst du ? Denk dir die Ärmel von meinem Nachtkorsett (?) hat sie mir zusammen genäht und ich musste erst im Bett zum Trennen anfangen. Aber das _ (nützlich?) wieder war weiß ich nicht aber ich werde mich schon rächen dafür. Du wirst lachen Liebster wenn ich dir erzähle was sie alles treibt (?) hab aber ja keine Angst Schatzerl, frech (? Freiheit) ist _ , wir sind einfach ein bisschen lustig. Oder ist mein Schatzerl gar eifersüchtig? _ nein (?) Lieb(ster) das bist du gar nicht, ich weiß ganz gut das du so _ (gleichgültig ?) gewesen _ (nur/ einfach?) etwas bist. Ach Lieb(ster) ich bin ja so glücklich (?) jetzt (?) dauert es nur mehr ein paar Tage und (rechte Seite) ich bin wieder bei dir Lieb(ster), denk doch, bei dir, und darf mich wieder ausruhen, darf dir wieder deine lieb() _(?)zausen , in deine lieben guten treuen Augen sehen. Weist Liebster ich weiß ja vor Freude gar nicht was ich alles anstiften (?) soll, so glücklich bin ich. Denk dir Liebster gestern bin ich mit dem Herrn Infyntator (? Inszenator?) noch am Abend auf dem Platz vor der Kirche spazieren gegangen und da hat er mir erzählt vom Lobnischen (?) Kirtag (?), er war dabei, weißt Lieb(ster) da hab ich wieder so recht Angst bekommen, mein Schatzerl wenn das einmal fort müsste ich glaube ich würde sterben vor Angst um dich du guter treuer du. Denk lieb(ster) wie furchtbar das sein muss, der Infyntator und seine Frau war(en) _. 3 Monate verheiratet muss er fort in den Krieg, du das muss furchtbar sein, die arme Frau muss auch schon sehr viel mit gemacht haben, sie ist ganz krank und kann fast gar nicht gehen, sitzt den ganzen Tag auf _ (eben ?) Fleck, er ist noch ganz rüstig leidet aber auch an Gicht, wir vertragen uns sehr gut, weil er sehr lustig ist, nicht am Ende grantig (?) oder gar fade. Wir haben gestern so schön geplaudert miteinander, er hat mir so schön erzählt. Weist lieb(ster) das ist zum Lachen deine Frieda ist einfach bei den alten Leuten, höchstens noch die Frläulein _ die Kleinenkelin (?), und der Herr _ (2 zeilige Notiz in der Mitte) Deiner Mama (?) werd ich heute eine Karte noch in die alte Wohnung senden, du hast mir preis (?) _ wann ihr bezieht (?) und ich mochte ihr doch gern schreiben. Noch _ _ recht _ _
volkimal Am: 11.07.2025 19:19:50 Gelesen: 347826 # 3929
Hallo zusammen, bei dieser schönen Fahrradkarte kann ich bis auf den Buchstaben vor dem Datum alles lesen. Mir ist aber eine Abkürzung nicht klar. Fräulein Müller Lehrerin in Selm i/W. franko! P.T. Mein Sohn Georg hat wieder Fußleiden und kann vorläufig die Schule nicht besu- chen. Hochachtend: Heinr. Evers Uhrmacher Selm 2, ? 30/11/17 Wer kann etwas zu der Abkürzung "P.T." sagen und was für ein Buchstabe steht vor dem Datum? Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 11.07.2025 19:28:25 Gelesen: 347811 # 3930
Hallo Volkmar, den Buchstaben vor dem Datum würde ich als "d" interpretieren, für "den". Und beim gockeln fand ich folgendes, was mir durchaus plausibel erscheint für die Abkürzung "p.t." zitat: p. t., vor allem früher auch als P.T. geschrieben, (beide Schreibweisen ohne Leerzeichen) steht für: pleno titulo (lateinisch etwa „mit dem jeweiligen vollen Titel angesprochen“) oder häufiger praemisso titulo (mit Voraussetzung des Titels), vor allem in Österreich gebräuchliche Höflichkeitsfloskel zur Anrede einer unbestimmten Mehrzahl von Personen, deren Titel nicht einzeln aufgeführt werden können („p.t. Publikum“, „p.t. Hausparteien“) Zitat Ende Kann das sein? Beste Grüße Olaf https://de.wikipedia.org/wiki/PT
fraportolo Am: 12.07.2025 15:56:14 Gelesen: 346341 # 3931
@ Maria T. [#3928] Hallo Maria, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, den in Steno geschriebenen Text für mich zu übersetzen. Deine Fähigkeit, Stenografie zu lesen und zu verstehen, ist wirklich beeindruckend. Solltest du weiteres Übungsmaterial benötigen, kannst du dich gerne an mich wenden. Ich habe noch mehrere Briefe in Steno in meiner Sammlung. Viele Grüße und ein schönes Wochenende Lothar
Gernesammler Am: 15.07.2025 20:10:34 Gelesen: 341994 # 3932
Hallo Sammlerfreunde, Porto Brief vom 18.4.1768 aus Kempten, spediert an den hochwohlgeborenen Herrn Gotthardt Freiherrn v. Sirgenstein hochfürstlicher ... ... Rath Fürstl. ... Rath und Ritter Comendeur St.Michael Ordens Freyherrn hochgeehrten Herrn Vetter nach Altenberg, beim Rest des Textes könnte ich ein wenig Hilfe gebrauchen. Für das Porto musste der Empfänger 6 Kreuzer an die Thurn und Taxische Reichspost zahlen, bei einer Entfernung von 12-18 Meilen. Gestempelt wurde mit L1 Einzeiler DE KEMPTEN (Winkler 1) (Feuser Deutsche Vorphilatelie, 1705-1) verwendet ab 1760. Gruß Rainer
volkimal Am: 15.07.2025 23:46:29 Gelesen: 341903 # 3933
@ Gernesammler [#3932] Hallo Rainer, ich lese: Dem Hochwohlgebornen Herrn Gotthardt Freiherrn v. Sirgenstein, Hochfürstl. Kemptl. geheimbden Rath Fürstl. Ellwangl. Rath und Ritter Commendeur St.Michael Ordens unserem Hochge-Ehrten Herrn Vetter auch Hochgeehrtesten Herrn Altenberg. Hoffe, dass ich am Tablet keinen Fehler eingebaut habe. Viele Grüße Volkmar
Gernesammler Am: 16.07.2025 19:06:56 Gelesen: 340947 # 3934
@ volkimal [#3933] Hallo Volkmar, Danke für die Daten des Empfängers, mich würde interessieren ob in dem Brief etwas besonderes steht was ich beim ablegen verwenden könnte. Gruß Rainer
chris63 Am: 16.07.2025 23:43:15 Gelesen: 340549 # 3935
@ Gernesammler [#3932] Hallo Rainer, der Brief ging wahrscheinlich nach Dillingen an der Donau, Schloß Altenberg. Auf die von Sr. Hochfürst. gnaden unsern gnädigsten Fürsten und Herrn Herrn Erlassens 2 Schreiben vom 5ten Mertz, und 4ten april, seyed wir Befehligt unserem Hochwohlgebohrnen Freyherr so vieles .... antworthlichen anzufügen, wir das in Betreff der Vorwaltenden Lehen strittigkei- ten wegen dem Kirchensaz zu Heime Kirchen (Kirchensatz - Recht die Pfarrei zu besetzen, vl. in Heimenkirch) und dessen zu gehörde, Berichts schon an die Löb. Freye Reichs-Ritterschaft in Schwaaben der Bezürchs Kocher (Ritterkanton Kocher), das Behörige abgegangen, und Jüngsthin der Stam[m]en Baum Lediglich nicht in ansehung der Stiftmäßigkeit, wor- Von nichmahlen eine Frag gewesen, sondern allein intuitu sumptionis Feudalis (überfordert meine Lateinkenntnisse), und ob unser Hochwohlgebohrner Freyherr dis- fahls a primo acquirente (ursprünglich) Herstam[m]en Thue unbegehet worden seye. Wir lassen uns übrigens die allfällige unterziehung Von Be- sagter Löb. Reichs-Ritterschaft ganz gern gefallen, und Verbleiben unter gött. ob- sorgs Empfehlung stetshin. (ge)geben stift Kempten den 18ten.april 1768 grüsse Christof
Gernesammler Am: 17.07.2025 06:47:30 Gelesen: 340429 # 3936
@ chris63 [#3935] Hallo Christof, Besten Dank für Deine Mühe, das wenige Latein, da hilft mir der Übersetzer. Gruß Rainer
Saxendreier Am: 19.07.2025 12:36:09 Gelesen: 338427 # 3937
Hallo liebe Experten, kann mir bitte jemand dieses Wort übersetzen. Vielen Dank und ein schönes Wochenende Dietmar
evwezel Am: 19.07.2025 15:50:03 Gelesen: 338291 # 3938
@ Saxendreier [#3937] Hallo Dietmar, ich lese “Kapelle”, aber ohne Kontext kann ich nicht gut beurteilen ob diese Lesung richtig ist. Viele Grüße Emiel
Saxendreier Am: 19.07.2025 18:27:14 Gelesen: 338110 # 3939
@ evwezel [#3938] Hallo Emiel, vielen Dank - hier der gesamte Text von der Rückseite vom Foto:
evwezel Am: 19.07.2025 19:53:20 Gelesen: 337991 # 3940
@ Saxendreier [#3939] Hallo Dietmar, ich lese jetzt: (Museum???) mit Kapelle in Athen 89 Ob das irgendwie Sinn macht, weiß ich nicht. Viele Grüße Emiel
Maria T. Am: 21.07.2025 11:24:53 Gelesen: 335989 # 3941
@ fraportolo [#64]

Hier kommt noch die letzte übersetzte Seite. Ich war im Urlaub :)

Leider sind mir ein paar Wörter unklar und auch die Unterschrift am Ende ergibt für mich derweil keinen Sinn. Sie geht über zwei Zeilen und hat nichts mit "Frida" zu tun. Ich lese (... atzi) also vl eine sehr komische schreibweies für schatzi... Ansonsten erschließt sich da ein schöner gefühlvoller Brief an den Liebsten ;)




3. Seite

Um die anderen jungen Leute kümmere ich mich gar nicht. Bin ich nicht _ (brei..? vl tapfer??) Schatzerl,
weißt Liebster so wie du kann ja niemand sein darum gehe ich den jungen Leuten
gern aus dem Weg. Ich bin halt (?) schon sehr verwöhnt durch meinen Liebsten.
Ach Karl ich bin schon so neugierig wie mein Liebster/Liebes aussehen wird, ob es
am Ende gar recht blass und schmal geworden ist. Schau einfach Liebster das du mir
ja recht gesund wiederkommst sonst _ (?… unklar: breumpe /träumpe? vl trauere ? ?) ich tüchtig (?). Jetzt gehe ich mit dem Herrn _ (Galerer?)
auf _ (die Bank?), er hat auch zu tun und da gehen wir gleich miteinander, mein
Gott der wird mich wieder etwas zusammen erhoffen(?), der ist doch die ganze Zeit lustig
und zu Spaß aufgelegt. Ich bin schon neugierig ob mein Schatzerl schon meinen
Brief bekommen hat, mir wäre so leid darum, gerade da hab ich so Sehnsucht (?)
nach dir gehabt und mein ganzes Herz ausgeschüttet (?). Der _ (Semka?) war seitdem nicht mehr
da, ich muss so viel Lachen der Herr _(Galerer?) kann sich den Namen nicht merken und
sagt immer „Sedlutscheter“(?) denk dir er erheitert mich immer mit dem und
ist auf einer ganz falschen Spur, ich muss so viel lachen darüber. Nun mein Liebster
muss ich aber dir lebwohl sagen, weißt sonst komm ich zu spät zum Zug und
das wäre mir sehr unangenehm, auch _ (möchte?) ich noch die _ (Post? Förster?)_(Anna?) abfangen
ob sie etwas für mich hat. Alles Liebe du gutes treues recht _(innige?) Küsse
du mein treues einzig Liebes du, denk immer an dein Liebes, deine _
Deine treue _


seitlicher Zusatz

Sei mir einfach recht _ (schön?) _ (tapfer?) Schatzerl, warte einfach ich werde dir schon in deine lieben Augen schauen, da lese ich
recht ob etwas nicht richtig ist, ob mein Liebster am Ende gar _(grimm?) geworden ist. Noch recht innige Küsse.
Maria T. Am: 21.07.2025 12:18:48 Gelesen: 335952 # 3942
@ DERMZ [#56] Ich bin mir ziemlich sicher dass es nicht Stolze und Schrey ist. Es macht so Sinn wenn auch etwas kurios. Für Stolze-Schrey hab ich hier online eine kurze Übersicht gefunden. http://www.stolze-schrey.de/Uebersicht.html Der Ort ist kaum zu lesen allerdings ist am Briefstempel Eppst zu lesen und auf der Karte ist Mittig Frankfurt am Main zu lesen. Eppstein liegt im Main- Taunuskreis. Taunus würde ich da entziffern. Den Ort selber würde ich mit "H" am Anfang lesen und theoretisch mit einem ü... muss aber nicht sein. LG Maria _liche (höfliche? hochamtliche? passt nicht recht) Grüße von einem Ausfluge nach _ (H..ü..) in den _ _ (taunus?) _ _ . Wie heißt es? Hat sie bald einen Brief erhalten? Ich denke wohl, wann kommt denn der lange Brief? Bitte viele Grüße an Vater und Mutter.
fraportolo Am: 21.07.2025 20:15:19 Gelesen: 335459 # 3943
@ Maria T. [#3941] Guten Abend Maria, nochmals vielen Dank für deine Bemühungen. Seitdem ich den Inhalt kenne, hat der Brief für mich eine ganz andere Bedeutung. Viele Grüße aus dem Kraichgau Lothar
evwezel Am: 23.07.2025 22:47:41 Gelesen: 333179 # 3944
Liebe Sammlerfreunde, ich habe diese Feldpostkarte auch schon im Thema “Deutsches Reich Feldpost 1. Weltkrieg” gezeigt, siehe [1], aber leider konnte niemand den Nachnamen des Schreibers entziffern (das heißt, niemand hat sich gemeldet). Ich lese “G.E. Kno(…)na”, aber den vierten Buchstaben kann ich leider nicht lesen. Der sieht wirklich sehr merkwürdig aus: Hat jemand eine Lösung? Viele Grüße Emiel [1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=370834
volkimal Am: 24.07.2025 00:00:04 Gelesen: 333088 # 3945
@ evwezel [#3944] Hallo Emiel, mit dem seltsamen Buchstaben kann ich noch nichts anfangen. Der Name könnte nach meiner Meinung auch sehr gut mit einem "P" anfangen. Viele Grüße Volkmar
Koban Am: 24.07.2025 01:18:59 Gelesen: 332976 # 3946
@ evwezel [#3944] @ volkimal [#3945] Der gesuchte Buchstabe taucht auch auf der Rückseite der Karte, am Ende von Lorettohöhe-Souchez [1] auf, ist also ein z. Gruß, Koban [1] https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/N6IGUWJQYHXRX4FRORZT6TOII7ZKF4FU
evwezel Am: 24.07.2025 07:48:52 Gelesen: 332344 # 3947
@ volkimal [#3945] @ Koban [#3946] Guten Morgen Volkmar und Koban, vielen Dank für Eure Hilfe! Einen schönen Tag wünscht Euch Emiel
evwezel Am: 25.07.2025 22:50:34 Gelesen: 330652 # 3948
Liebe Sammelfreunde, diese Feldpostkarte wurde am 8. November 1915 nach Kalbe an der Saale (heute Calbe) verschickt. Ich habe den Text schon eine halbe Stunde lang angeschaut, aber einige Wörter fehlen mir noch. Viele Grüße Emiel --- Ich lese: Geschrieben am 8.11.15. Liebe Turnkammeraden! [1] (Sende?) Ihnen allen die besten Grüße aus der Winterfrische. Den Verhältnisse nach geht es mir noch gut. Alle Tage Schnee und Regen, sodas die Wege grundlos geworden sind und wir wie die Frösche rumkriegen. Wir sind jetzt in den Österreicher Stellungen verschoben, den(n?) hier versuchen die Russen immer(?) noch viel(?) durchzubrechen, aber es wird Text oben (kopfüber) ihnen schlecht gelingen den(n) wir werden uns wieder ordentlich (einbuddeln? [2]). In der Nacht von 31. zur 1.11 haben wir unter Text an der linken Seite freien Himmel geschlafen. Besten Gruß Ihr Neusohn Text oben (kopfüber) 2 (???) von der Bahn(???) (???) Absender Muskt. N. Neusohn Landw. Inft. Regt. 72. 2. Komp. Division Bredow 19. Landw. Inft. Brigade im Osten Anschrift An den M(änner?)turnverein Reichspappeln(?) Kalbe a/d. S. [3] Schloßstraße Feldpoststempel [4] K.D. Feldpostexp. der Landw(ehr). Div(ision). Bredow [5] -9.11.15. 4-5N Feldpostvermerk Feldpostkarte [1] Rechtschreibung ist “Turnkameraden”. [2] einbuddeln = eingraben. Hier bin ich mir bestimmt nicht sicher. [3] Calbe an der Saale. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Calbe_(Saale). [4] Katalogusnr. 1475, Stempelhandbuch der Deutschen Feldpost im Ersten Weltkrieg. [5] Siehe https://wiki.genealogy.net/18._Landwehr-Division_(WK1)
volkimal Am: 28.07.2025 20:37:08 Gelesen: 328710 # 3949
@ evwezel [#3948] Hallo Emiel, ein paar Dinge habe ich herausbekommen: Geschrieben am 8.11.15 Liebe Turnkammeraden! Text oben (kopfüber) ihnen schlecht gelingen den(n) wir werden uns wieder ordentlich einbud(d)eln. Anschrift An den Männerturnverein Reichs kappele(?) Das kommt für mich auch in Frage Kalbe a.S. Schloßstraße Text oben (kopfüber) 2 Liegen an der Bahnlinie Baranawitschi Baranawitschi habe ich folgendermaßen gefunden: Auf der Seite [1] geht es u.a. um die Landwehr-Division Bredow. Dort ist beim Gefechtskalender angegeben: 25. September bis 31. Dezember --- Stellungskämpfe an der oberen Schtschara-Serwetsch Auf der Wikipedia-Seite zum Fluss Schtschara [2] fand ich, den Namen Rajon Baranawitschy. Auf der Seite [3] findest du etwas zu den Bahnlinien im Bereich Baranawitschy. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/18._Landwehr-Division_(Deutsches_Kaiserreich) [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Schtschara [3] https://de.wikipedia.org/wiki/Belaruskaja_tschyhunka
evwezel Am: 28.07.2025 21:18:25 Gelesen: 328697 # 3950
@ volkimal [#3949] Hallo Volkmar, ich bin nicht leicht zu beeindrucken, aber was Du hier geleistet hast, ist wirklich der Wahnsinn! Ich ziehe meinen Hut vor Dir. Vielen DANK fur Deine Lösung! Liebe Grüße Emiel
philamaxi Am: 02.08.2025 13:14:30 Gelesen: 325887 # 3951
Thomas Mann - Postkarte entziffern ? Liebe Forumler, für einen Beitrag zum Thomas-Mann-Jubiläum habe ich eine Postkarte der Schweiz vom 25.12.1933 aus Küsnacht ex Dr. Fischer Auktion eingeplant. Er hatte sie wohl aus der Emigration an einen Journalisten geschrieben. Auch mit mehreren Kolleg*innen ist es bisher nicht gelungen, die Handschrift restlos zu entziffern. Hat jemand mehr Erfahrung und Routine damit ? Danke ggf. für posting !
volkimal Am: 02.08.2025 13:52:55 Gelesen: 325869 # 3952
@ philamaxi [#3951] Hallo philmaxi, kannst du das, was Du bisher entziffert hast bitte zeigen. Dann ist es viel leichter für uns. Viele Grüße Volkmar
philamaxi Am: 02.08.2025 14:20:56 Gelesen: 325847 # 3953
bisher steht im Manuskript eine eher fantasievolle Melange aus div. Quellen : „Lieber Herr Stroh, Brief und Karte erhielt ... aber ich kann Ihnen keine Hoffnungen ma chen. (Folgender Wortlaut schwer lesbar) Was die Lektü re Ihrer mir zugedachten Sa chen betrifft, so muss ich lei der bemerken, dass jetzt kaum je die Rede sein kann, da ich gegenwärtig bei der grossen Fassung Josephs be schäftigt und überhaupt ge plagt u. bedrängt bin. Es könn te sein, dass ich in der späte ren, ruhigeren Zeit des Aufent halts, die so erwünscht ist, Zeit fände. Die besten Wünsche für Ihre Gesundheit! Ihr Thomas Mann“ = = = Eine Dame vom Dt. Literaturarchiv Marbach meinte dazu : Die Karte habe ich mir aus Zeitgründen leider nur kurz ansehen können. Hier, was ich lesen konnte: "Es tut mir leid, aber ich kann Ihnen keine Hoffnungen machen. [...] Es versteht sich, dass ich an Sie denke, wenn eine Gelegenheit, Sie zu empfehlen, sich bereitet. Die besten Wünsche für Ihre Gesundheit, Ihr Thomas Mann" Die anderen Sätze der Transkription würde ich an Ihrer Stelle weglassen. Ich finde sie in dem Text nicht wieder, es geht, glaube ich, ausschließlich um eine Rechtfertigung der Nicht-Empfehlung. Aber bitte berufen Sie sich nicht auf mich oder nennen mich namentlich, denn für eine qualifizierte Aussage hätte ich mehr entziffern müssen.
volkimal Am: 02.08.2025 16:42:24 Gelesen: 325736 # 3954
@ philamaxi [#3953]

Hallo philamaxi,

ich habe einmal versucht, den Text abzuschreiben. Dabei ist dasselbe herausgekommen wie bei der Dame vom Literaturarchiv. Nur anstelle des Wortes "bereitet" lese ich "bietet". Der Rest ist wirklich kaum zu entziffern. Mein Versuch ergab folgendes:

Herrn
Heinz Stroh
Tatra-Matlarenau
Sanatorium

Küsnacht-??? 25.XII.33
Lieber Herr Stroh,
Brief und Karte erhielt. Es
tut mir leid, aber ich kann Ihnen
keine Hoffnungen machen. Ich habe
schon manches für manchen versucht
aber selbst wenn es sich um beru???
??? ??? handelt soll man sich Kör-
be, gerade ??? , ??? bei
großem ??drang größte ???
und ??? ???. Es versteht
sich, daß ich an Sie denke, wenn
eine Gelegenheit, Sie zu empfehlen,
sich bietet.
Die besten Wünsche für Ihre
Gesundheit!
Ihr
Thomas Mann

Du siehst, dass der mittlerte Teil nichts mit dem zu tun hast, was Du angegeben hast. Vielleicht schaffen wir es wieder gemeinsam, die vielen ??? zu entschlüsseln.

Viele Grüße
Volkmar
evwezel Am: 02.08.2025 17:24:10 Gelesen: 325706 # 3955
@ volkimal [#3954] Hallo Volkmar, das ist wirklich eine Sauklaue… Eine kleine Ergänzung habe ich noch: aber selbst wenn es sich um berühm- te Namen(?) handelt soll man sich Kör- großem Zudrang größte ??? Viele Grüße Emiel
chris63 Am: 02.08.2025 17:52:31 Gelesen: 325684 # 3956
@ philamaxi [#3953] Hallo Philamaxi, schon manches für manchen versucht aber selbst wenn es sich um berühm- te Namen handelt soll man sich Kör- be, gerade hierzulande, wo bei großem Zudrang größte Autarkie und Eifersucht herrschen. Es versteht sich, daß ich an Sie denke, wenn grüße Christof PS. Hallo Volkmar, bin noch dran, wie erwartet sehr zäh
Koban Am: 02.08.2025 18:33:03 Gelesen: 325658 # 3957
@ chris63 [#3956] holt man sich Körbe... Gruß, Koban
philamaxi Am: 02.08.2025 20:14:27 Gelesen: 325598 # 3958
Zur GA-Poka Thomas Mann - vielen Dank liebe Kollegen, das hilft schon viel weiter. Der gute Mann hatte da ja gerade sein erstes Weihnachtsfest nach der Emigration von München, wohl mit einigen seiner Kinder, dass er da noch kurz Nachricht an einen Journalisten gegeben hatte, der auch emigrierte, scheint ihm bei aller Hektik wichtig gewesen zu sein. Die "Transkription" einer Kollegin mit offenbar viel Fantasie war zwar zeitlich passend, aber vom angeblich erwähnten Werk "Joseph" ist eben doch leider nichts zu finden - das wäre literaturhistorisch interessant gewesen.
stempel Am: 02.08.2025 21:02:13 Gelesen: 325561 # 3959
Ein Hallo in die Runde der Schriftbegabten! Ich habe hier ein Dokument, wo ich so gut wie nichts entziffern kann. In der Schule vor 60 Jahren hatte ich Sütterlin als Hauptfach, mit dem Entziffern hapert es doch. Kann jemand helfen? Alles muss ich nicht wissen. Aber zu wissen warum die Bayern 4 mal 10 Pfennig verklebt haben wäre schon ein ein Erfolg. Grüße Dieter
evwezel Am: 02.08.2025 21:51:52 Gelesen: 325330 # 3960
@ stempel [#3959] Hallo Dieter, wenn ich das richtig gelesen habe, handelt es sich hier um eine Heimatverleihung an Karl Dallmeier, der als Maurer in Oberarnbach tätig war. Ich nehme an, dass die 4 Briefmarken von 10 Pfennig als “Gebührenmarken” aufgeklebt wurden. Ich habe nicht alles transkribiert (amtliche Texte sind nicht so mein Ding) und bin mir nicht sicher ob ich alles richtig gelesen habe, aber vielleicht hilft diese Übersetzung ein bisschen weiter: Seite 1  I An die Gem. Verw. Pobenhausen Betreff: Heimatverleihung an Karl Dallmeier, Maurer in Oberarnbach Berg i/Gau II An den Maurer Karl Dall- meier in Oberarnbach Seite 2 Unter ehrerbietigster(?) Be- zugnahme auf meinen heutigen Bericht betr. Verehelichungs- -Gesuch des Maschinenarbei- ters Johann Dallmeir von Pobenhausen(?) bringe ich hoher Raatsstelle (…)uhend eine Beschwerde der Ge- meinde-Verwaltung Berg i/Gau gegen den dies amtlichen Beschluß neben bez. Betreffs vom 17.l(?). Mts nebst den erwachsenen Verhandlungen mit dem (…)ten Einfügen(?) der Vorlage, daß ich die Nach- weise für Zustellung dieser Seite 3 Beschwerde an die übrigen Betheiligten unverzüg- lich nachbringen werde. —- Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 03.08.2025 12:24:41 Gelesen: 324987 # 3961
@ evwezel [#3960] Hallo Emiel, du hast wieder ausgezeichnete Vorarbeit geleistet. Auf der ersten Seite fehlt der Text rechts. Ich lese dort: Seite 1 Anruhend erhält die Gem. Verw. ??? einer von der Gem. Verw. Berg i./Gau gegen den diesamtli- chen Beschluß neben bez. Betreffs vom 17. Sept. l Js. rechtzeitig ?? ? Regierung von Ober- bayern K.d.?. eingeleg- ten Beschwerde. Seite 2: von Pobenhausen von heute bringe ich hoher Kreisstelle anruhend Viele Grüße Volkmar
stempel Am: 03.08.2025 18:47:15 Gelesen: 324738 # 3962
@ evwezel [#3960] @ volkimal [#3961] Ein Hallo! Danke für eure Antworten. Das hilft schon ungemein weiter! Grüße Dieter
evwezel Am: 13.08.2025 13:06:35 Gelesen: 320164 # 3963
Liebe Sammlerfreunde, ich zeige Euch eine Feldpostkarte (na ja eigentlich, eine „Schiffspostkarte“), die am 3. Februar 1918 vom SMS König Albert nach Kiel verschickt wurde. Mir ist eigentlich nicht ganz klar, was im Text mit „Hochseesperre“ gemeint ist: „wegen der Hochseesperre muß ich mit meinem Urlaub warten, bis die Hochsee- sperre vorbei ist. Meine erste Gedanke war, dass es sich hier um die britische Seeblockade handelt (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Seeblockade ). Wurde der Urlaub des Schreibers verweigert, weil S.M.S. König Albert an einem Versuch beteiligt war, diese Seeblockade zu durchbrechen? Auf Wikipedia wird nichts davon erzählt. Dort lese ich nur „Während des Jahres 1918 sind für die König Albert keine besonderen Vorkommnisse zu verzeichnen. “ (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nig_Albert_(Schiff,_1913) ). Oder verstehe ich hier etwas nicht ganz richtig? Und dann habe ich schließlich noch eine zweite Frage: kann jemand den Nachnamen von Rufin(?) lesen? Viele Grüße Emiel --- Bildseite Abs. Matr. Rufin M?islik an Bord S.M.S. König Albert Textseite S.M.S. „König Albert“, d. 3.2.18. Mein liebe Schwester. gebe Ihnen zu wissen, daß ich mich an Bord befin- de. Haben Sie auch meinen Brief erhalten. Nun denken Sie sich mal, wegen der Hochseesperre muß ich mit meinem Urlaub warten, bis die Hochsee- sperre vorbei ist. Wie geht es Ihnen? Ich fühle mich ganz gut, keinen Dienst, außer- dem viel besseres Essen wie bei Euch. Ach, wie möchte ich mich freuen von Ihnen meine liebe Schwester paar Zeilen zu bekommen. Die herzlichsten Grüße sendet Ihnen Ihr Rufin Bitte einen schönen Gruß an Schwester, Rose, Jersa(?). Anschrift Schwester Irene Effel Seebade-Anstalt Kiel Schiffspoststempel KAIS. DEUTSCHE MARINE-SCHIFFSPOST No 62 [2] 18 Feldpostvermerk Feld-Postkarte [1] Vermutlich Seebad Holtenau (siehe https://seebad-holtenau.de/) [2] “Die Postausrüstung befand sich schon vor Ausbruch des Krieges an Bord und ging bei der Selbstversenkung am 21. Juni 1919 in Scapa Flow verloren. Von August bis Dezember 1914 wurde der Briefstempel des Schiffes als Poststempel verwendet. Das Linienschiff gehörte zum III. Geschwader der Hochsee-Streitkräfte bis zum 1. Dezember 1916 und kam dann bis Ende des Krieges zum IV. Geschwader. Im November 1918 wurde es nach Scapa-Flow überführt.” (Friedrich Crüsemann und Josef Schlimgen, Deutsche Marine-Schiffspost. Handbuch und Stempelkatalog, 1914-1919.” (Seite 86). Ein großartiges Buch!
Gauss Am: 13.08.2025 15:12:10 Gelesen: 320083 # 3964
@ evwezel [#3963] Heißt das vielleicht "Bahnsperre"? Habe gerade gefunden: es gab vom 22.01. bis 4.02. eine allgemeine Urlaubssperre, die Lokomotiven der Fronturlaubszüge wurden für Rüstungstransporte gebraucht.
evwezel Am: 13.08.2025 16:35:11 Gelesen: 320024 # 3965
@ Gauss [#3964] Hallo Gauss, kannst Du Dich noch erinnern, wo Du diese Information gefunden hast? Ich denke übrigens noch immer, dass "Hochseesperre" ein Synonym für "Seeblockade" ist. Ich bin mir nur nicht sicher, ob das Kriegsschiff König Albert in dieser Periode eingesetzt wurde. Wenn das nicht der Fall war, warum hat man dann den Urlaubsantrag von Herrn Rufin(?) abgelehnt? Vielen Dank fürs Mitdenken! Einen schönen Abend wünscht Dir Emiel
Gauss Am: 13.08.2025 19:04:31 Gelesen: 319877 # 3966
@ evwezel [#3965] Ich überlege ja mindestens dreimal, bevor ich eine Lesung von Dir in Frage stelle, hier glaube ich aber, dass das Schriftbild keine Hochseesperre hergibt, wohl aber eine Bahnsperre. Googelnd habe ich folgende Quelle gefunden, die eine bahnbedingte Urlaubssperre beschreibt (zum 22. Januar 1918 scrollen). https://www.kbs-670.de/die%20strecke/chronik/1914%20bis%201918.php
evwezel Am: 13.08.2025 19:21:57 Gelesen: 319865 # 3967
@ Gauss [#3966] Hallo Gauss, jetzt sehe ich endlich, was Du meinst… und ich bin ganz froh, dass Du meine Lesung in Frage gestellt hast, weil Du völlig recht hast (ich bin auch nicht unfehlbar, ganz im Gegenteil)! Ich hatte wirklich ein Brett vor dem Kopf… Vielen lieben DANK für Deine Korrektur und für den Hinweis! Emiel
evwezel Am: 13.08.2025 21:42:49 Gelesen: 319798 # 3968
Liebe Sammlerfreunde, Ferdinand Ripperger, tätig als Heizer an Bord SMS Westfalen, schrieb am 30. Mai 1917 den folgenden Brief: S.M.S. Westfalen[1] den 30.V.17. Mein Liebes Schätzchen! da heute den Jahrestag der Seeschlacht am Skagerak[2] ist, will ich Dir eine kleine Schilderung über den Verlauf der Feier geben. Erstens war den ganzen Tag dienstfrei. Zur Verschönerung des Tages besuchten uns 300 westfälische Schuljungens, aus sämtlichen Kreisen der Provinz Westfalen an Bord. Diese kamen mit dem Prinz Heinrich Dampfer [3] mittags ½ 2 Uhr hier an. Den hallo hättest Du sehen sollen, als die Jungens, von 11-17 Jahren bei uns an Bord ging(en). Hier hielt der Kommandant ein Anspruche[4], worin er die Tapferkeit der Westfalen Besatzung hervor- hob u. schloß mit einem Hoch auf den Kaiser u. der der Patin unser(e)s Schiffes der Provinz Westfalen. Dann überbrachten die Führer der Schüler die Glückwünsche des Volkes der Besatzung und überreichten uns 6 große Lorbeerkränze[5]. Jeder Mann erhielt ein Etui mit 3 Zigarren u. 2 Ansichtskarten. Diesem schloß sich eine Rundfahrt auf dem Jadebusen[6] an, verbunden mit Geschützexerzieren während dem Gefechte. Die Jugend speiste bei uns an Bord zu Mittag. Um ½ 7 Uhr verließ und[7] der Besuch und kehrte nach W. haven[8] zum Übernachten zurück. Sie verließen uns mit dem Wunsche ein frohes, gesundes Wiedersehen 1918 den 31. Mai. Ich will schließen. Geht mir noch gut, was ich auch von Dir hoffe. Auf Wiedersehen. Mit herzlichen[9] Gruß Dein Treuer, Dichliebender Ferdinand. --- Absender Heizer Ripperger Ferdinand S.M.S. Westfalen Anschrift An Fräulein Anna Becker per Adr. Forstaufseher Becker Obernburg / Main Bayern Schifsstempel KAIS. DEUTSCHE MARINE- SCHIFFSPOST No 15 * 16 * 17 Feldpostvermerk Feldpostbrief [1] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Westfalen_(Schiff,_1909) [2] “ Die Westfalen nahm an der Skagerrakschlacht teil und wurde während des Rückmarschs nach der dritten Gefechtskehrtwendung das Spitzenschiff des deutschen Gros. Während des Nachtgefechts griffen mehrmals britische Zerstörer das Schiff an, ohne dabei einen großen Erfolg zu erzielen. Die Westfalen erhielt einen mittleren Treffer, der zwei Opfer forderte, blieb aber voll einsatztauglich und war ihrerseits an der Versenkung britischer Schiffe beteiligt.” (https://de.wikipedia.org/wiki/Westfalen_(Schiff,_1909)) [3] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Prinz_Heinrich_(Schiff,_1909). [4] Rechtschreibung ist “einen Anspruch”. [5] Kranz aus Lorbeerzweigen. Auch “Siegerkranz” genannt. [Lorbeer]kranz, der dem Sieger oder der Siegerin eines Wettbewerbs, Wettstreits aufgesetzt, umgehängt wird. [6] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Jadebusen [7] Hier hat Ferdinand sich vertan und hat “uns” gemeint. [8] Wilhelmshaven [9] Rechtschreibung is “herzlichem”. [10] Friedens-Postausrüstung, die schon lange vor dem Krieg an Bord gekommen war. Das Datum der Rückgabe an die Ausrüstungsstelle ist unbekannt. Vor Dezember 1914 wurde der Briefstempel des Kommandos verwendet, auch hat ein Feldpost-Sonderstempel an Bord Verwendung gefunden. Das Schiff gehörte zu dem I. Geschwader der Hochsee-Streitkräfte bis Mai 1918, danach wurde es als Artillerie-Schulschiff eingesetzt bis Kriegsende. Später nach England abgeliefert und abgewrackt ((Friedrich Crüsemann und Josef Schlimgen, Deutsche Marine-Schiffspost. Handbuch und Stempelkatalog, 1914-1919.” (Seite 65). Dieses Buch ist mein Kauf des Jahres! Aus der Westfälischer Merkur (30.Mai 1917): --- Vermutlich habe ich als Niederländer wieder etwas falsch gelesen. Den folgenden Satz verstehe ich nämlich nicht: „(…) u. schloß mit einem Hoch auf den Kaiser u. der der Patin unser(e)s Schiffes der Provinz Westfalen.“ Eine Schiffspatin ist „eine Zivilperson (normalerweise eine Frau), die zur Unterstützung eines neuen Schiffes eingeladen wird. Häufig handelt es sich um adlige oder prominente Persönlichkeiten. Man nimmt an, dass die weibliche Energie Glück und Schutz für zukünftige Fahrten bringt.”(siehe https://www.travelhx.com/de-de/inspiration/warum-haben-schiffe-eine-patin/). Das Problem ist, dass die Patin in diesem Fall keine Frau war. Auf Wikipedia (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Westfalen_(Schiff,_1909)) lese ich: Die Taufrede hielt Eberhard von der Recke, der Oberpräsident der Provinz Westfalen, nach der das Schiff benannt wurde. Also, keine Frau. Hat Ferdinand sich hier vielleicht vertan? Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 13.08.2025 22:26:45 Gelesen: 319757 # 3969
@ evwezel [#3968] Hallo Emiel, zunächst ein paar kleine Korrekturen: mittags ½ 2 Uhr hier an. Den Hallo hättest Du sehen sollen, als die Jungens, von 11-17 Jahren bei uns an Bord ging(en). Hier hielt der Kommandant ein Ansprache Anschrift An An Fräulein Schiffsstempel No 15 * 1 6 * 17 Es ist keine "16" sondern der 01.06.1917 Beim Satz u. schloß mit einem Hoch auf den Kaiser u. der der Patin unser(e)s Schiffes der Provinz Westfalen. hat Ferdinand das Wörtchen "ab" vergessen. Sinngemäß: "Er schloss die Ansprache mit einem hoch ab" Auf der Seite [1] steht: Taufpate eines Schiffes ist stets eine Frau, die nicht rothaarig sein und während der Taufe nichts Grünes tragen darf. Die Schiffspatin wird also nicht zur Unterstützung eines neuen Schiffes eingeladen, sondern die Patin tauft das Schiff. Normalerweise hält die Taufpatin die Taufrede. Muss es aber immer so sein oder wurde die Taufrede bei der Westfalen von einem Mann gehalten? Ich weiß es nicht. Auf einer anderen Seite habe ich gelesen "Am Ende der Taufrede wünscht die Patin oder der Pate der Crew und dem Schiff allzeit gute Fahrt und eine Handbreit Wasser unter dem Kiel." Da geht es aber um moderne Kreuzfahrtschiffe. Die Frage "Was ist der Unterschied zwischen Forstaufseher und Förster?" beantwortet die KI mit "Der wesentliche Unterschied zwischen einem Forstaufseher und einem Förster liegt in der Ausbildung und den Aufgaben. Ein Förster hat in der Regel ein Studium der Forstwissenschaften abgeschlossen und ist für die Planung, Verwaltung und Überwachung eines Waldgebietes zuständig. Ein Forstaufseher, heute meist als Forstwirt bezeichnet, hat eine berufliche Ausbildung absolviert und ist hauptsächlich für die praktische Arbeit im Wald verantwortlich" Ob das so stimmt, weiß ich nicht. Ich könnte aber unseren Schwiegersohn fragen. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Schiffstaufe
Gauss Am: 13.08.2025 22:39:05 Gelesen: 319751 # 3970
@ volkimal [#3969] Die Patin der Westfalen ist die Provinz Westfalen, keine natürliche Person. Schreibt er auch so. Ein "ab" braucht es nach meinem Sprachgefühl nicht.
evwezel Am: 13.08.2025 23:03:12 Gelesen: 319737 # 3971
@ volkimal [#3969] @ Gauss [#3970] Hallo Volkmar, vielen lieben DANK für die Korrekturen! Ich bin auch sehr gespannt, ob Dein Schwiegersohn die AI-Information bestätigen kann. Interessant ist auch die Bemerkung von Gauss. Die Möglichkeit, dass die Patin nicht unbedingt eine natürliche Person ist, hatte ich mir nicht überlegt. Freiherr Eberhard von der Recke hatte das Schiff 1908 getauft, aber man kan natürlich auch sagen dass die Provinz Westfalen die Patin der SMS Westfalen war. “Im Rahmen der Aufrüstung der deutschen Hochseeflotte wurde am 1. Juli 1908 auf der Weser-Werft in Bremen das zweite Linienschiff der so genannten „Nassau-Klasse“ auf den Namen „SMS Westfalen“ getauft. In seiner unten auszugsweise zitierten Taufansprache deutete Freiherr Eber­hard von der Recke von der Horst als Ober­präsident der Provinz Westfalen die kaiserliche Namengebung naheliegenderweise als Würdi­gung der Verbundenheit Westfalens mit der preußisch-deutschen Monarchie, ließ aller­dings unerwähnt, dass zuvor natürlich auch schon andere Schiffe den Namen von Ländern bzw. Provinzen des Reiches bekommen hat­ten....“ [1]- Nochmals vielen Dank für Eure Hilfe! Viele Grüße Emiel [1] https://www.archive.nrw.de/landesarchiv-nrw/abteilung-westfalen-muenster/200-jahre-preussische-provinz-westfalen
Gauss Am: 14.08.2025 08:12:24 Gelesen: 319498 # 3972
@ evwezel [#3971] Die Patin ist hier nicht die Person, die bei der Schiffstaufe eine Flasche auf dieses geworfen hat, sondern jemand, der eine Patenschaft übernommen hat. Gibt es auch noch bei der Bundesmarine. Es gab z. B. mal eine Freiburg, siehe hier. https://mk-freiburg.de/patenschiff
evwezel Am: 14.08.2025 09:56:25 Gelesen: 319454 # 3973
@ Gauss [#3972] Guten Morgen Gauss, mir ist es jetzt völlig klar. Vielen Dank für Deine sehr deutliche Erklärung! Viele Grüße Emiel
Maria T. Am: 14.08.2025 17:35:02 Gelesen: 319181 # 3974
@ epem7081 Ich habe die Karte die du 2024 rein gestellt hast übersetzt. Tübingen, 11.2.1926. Lieber Bruder (?)! Ich habe mich hier nun schon wieder wohnlich nieder = gelassen: in der ... = Straße : bei der Neckar! (... = ...). Bei ... war ich heute auch schon, was dich interessieren wird. Er war sehr freundlich. Ich nehme nun das Wagner = Thema. Gestern war ich beim Mittagessen bei Karl (?). Onkel Karl meint, ich soll dem Gerstinger (?) einmal schreiben oder ihn besuchen und mit ihm sprechen über das was ich in dem pädagogischen Kurs (?) versuche / versäume, um mein Interesse (?) zu bekunden, was ich auch tun werde. Als ich auf der ...stellen Abteilung (?) war um meine erste zu holen, hat mir der Oberinspektor (?) gesagt, er habe mir den Urlaub nicht sehr gern gegeben, und wenn ich ihn vorher gefragt hätte, hätte er mir da von abgeraten. Aber ich bin doch froh, das ich es getan habe. Auch Onkel Karl meint, das es das richtige war. Denn, das kann ich schon rein = holen, was ich in den drei Monaten versäume/ versuche (?). Es gefällt mir bis jetzt wieder sehr gut in Tübingen - Bist du gut heim gekommen? Schreib mir bald. Mit vielen Grüßen Deine liebe Schwester
volkimal Am: 15.08.2025 22:43:19 Gelesen: 318309 # 3975
Hallo zusammen, eine gezähnte Postkarte aus Rumänien nach Muskau (Oberlausitz) aus dem Jahr 1893. Bucarest 16/1 93 Geehrtester Herr In Beantwortung Ihrer Postkarte zeige Ihnen an daß der kompl. Satz Jubil Marken samt Karte gestempelt oder ungestempelt a M. ??,50 kostet gegen Kasse im Vorhinein plus 40 pfennige für Porto Achtungsvoll A G ???? Es geht also um diese Briefmarken. Es sind die Marken zum Jubiläum der 25jährigen Regierung König Karls I (Rumänien MiNr. 90 – 94 vom Mai 1891). Der Preis der Jubiläumsmarken ist mir allerdings nicht klar. 1) ist es der Preis pro Marke oder für den Satz? Vor dem Preis steht vermutlich ein à. 2) Hinter dem Komma ist eine 50 – aber was steht vor dem Komma? Es sieht aus wie zwei „ii“? Ist das eine „11“ oder evtl. ein Symbol für eine Null „0“? Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 16.08.2025 01:28:41 Gelesen: 318205 # 3976
Guten Morgen Volkmar, ich verstehe den Preis für je Satz (compl. Satz), egal ob gestempelt oder ungestempelt, wer beide Erhaltungen bestellt, zahlt den doppelten Preis. Zum Preis bilde ich mir ein, daß der Gesamtsatz 34,5 Bani Portowert hat, es sich um einen Verkaufspreis von 0.50 Mark handelt, somit die "ii" als Symbol für die Null gilt. Ich denke, daß die Grüne 5 Bani mit einer 5 Pfennig Germania Marke vergleichbar war. Viele Grüße Olaf
DERMZ Am: 26.08.2025 02:48:09 Gelesen: 314797 # 3977
Guten Morgen, der Kaufmann Max Brunn aus Marburg bestellt Chlorkalk, doch einige Schriftzeichen kann ich leider nicht lesen ... den Verein chemischer Fabriken Mannheim Unter Bezugnahme … auf E... vom 5. .. ersuche ich Sie heute auch wieder um …. Zusendung von 50 Ka 100° Chlorkalk u. empfehle mich Ihnen achtungsvoll Max Brunn Marbg. 11/7/74. 1881 schaltete der Kaufmann eine Anzeige im Adressbuch der Stadt Marburg: Vielen DANK für Hilfe sagt Olaf
Gauss Am: 26.08.2025 08:46:09 Gelesen: 314701 # 3978
@ DERMZ [#3977] prompte Zusendung
volkimal Am: 26.08.2025 17:02:35 Gelesen: 314464 # 3979
@ DERMZ [#3977] Hallo Olaf, hier ist meine Version: Unter Bezugnahme ?? ??? Ergebenen vom 5. ?? ersuche ich Sie heute auch wieder um prompte Zusendung von 50 Ko 100° Chlorkalk u. empfehle mich Ihnen achtungsvoll Max Brunn Marbg. 11/7/74. In der ersten Zeile kann nicht "auf" stehen. Über dem "u" ist immer ein "Bogen". Siehe z.B. Ersuche oder Zusendung. Hinter der 50 könnte ein "Ko" stehen. Evtl. ist es eine Abkürzung für "Kilo". Leider bleiben noch ein paar Lücken. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 03.09.2025 20:05:35 Gelesen: 311631 # 3980
Hallo, kann jemand diesen Ort aus dem Kr. Posen lesen ?. Abgestempelt wurde die Postkarte in Tarnowo im Kr. Posen. Ich finde nichts Passendes. Kann mir bitte jemand helfen? Gruß Detlef
Reini46 Am: 03.09.2025 20:32:57 Gelesen: 311613 # 3981
Hallo, Bei diesem Brief aus dem Jahr 1793 von Burghausen nach Braunau habe ich grosse Schwierigkeiten. Könnt Ihr mir bitte helfen ? Grüße Reini46
evwezel Am: 03.09.2025 20:56:55 Gelesen: 311599 # 3982
@ dr31157 [#3980] Hallo Detlef, der Ort ist “Lusovko” (Lusowko - siehe https://en.wikipedia.org/wiki/Lus%C3%B3wko) Viele Grüße Emiel
dr31157 Am: 03.09.2025 21:03:03 Gelesen: 311591 # 3983
@ dr31157 [#3980] Hallo, ich habe hier noch eine Karte mit dem gleichen Ort (markiert) den ich nicht lesen und finden kann. Kann mir bitte jemand helfen? Gruß Detlef
evwezel Am: 03.09.2025 21:12:05 Gelesen: 311587 # 3984
@ dr31157 [#3983] Hallo Detlef, siehe meine Antwort in https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=373700 Viele Grüße Emiel
dr31157 Am: 03.09.2025 21:17:42 Gelesen: 311578 # 3985
@ evwezel [#3984] Hallo Emiel, vielen Dank für die schnelle Hilfe. Gruß Detlef
dr31157 Am: 04.09.2025 16:40:53 Gelesen: 311267 # 3986
@ evwezel [#3984] @ dr31157 [#3980] @ dr31157 [#3983] Hallo zusammen, hallo Emiel, habe eben festgestellt, dass ich die Orte in den Adressen der beiden Karten auch nicht lesen, bzw. finden kann. Bei der Karte von Tarnowo: Pocnatz ? Bei der Karte von Dopiewo: Pornau ? Ich bitte abermals um Hilfe. Viele Grüße Detlef
volkimal Am: 04.09.2025 17:52:24 Gelesen: 311235 # 3987
@ dr31157 [#3986] Hallo Detlef, beide Karten gehen nach Poznań. Das ist der polnischen Name von Posen. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 04.09.2025 18:18:55 Gelesen: 311216 # 3988
@ volkimal [#3987] Hallo Volkmar, vielen Dank für die schnelle Hilfe. Viele Grüße Detlef
evwezel Am: 05.09.2025 09:18:27 Gelesen: 310899 # 3989
@ Reini46 [#3981] Guten Morgen Reini, ich habe gerade bemerkt, dass Deine Frage noch nicht beantwortet ist. Ich bin hier eigentlich total überfordert, aber ich möchte trotzdem versuchen, einige Wörter zu entziffern: -- Dem Hochedlgebohrenen Herrn Nicklas Edlen von (…) des H:R:R: Rittern(?) deren K:K: Landrichter und Lehenprobsten in Braunau; meinem besonds(?) hochzuehrenden Herrn Braunau H.R.R. = Heiliges Römisches Reich K.K. = Kaiserlich-Königlich Hoch Edlgebohrener Mein besonders Hochzuehrender Herr! Die zelteste(?) Burghauseril: Lehen Ord- nung RESPER:(?) Instruction de a:o 1550. war seit meinen Amts Anstand nie in meinen Handen, sondern in Handen des jüngst verstorbenen (...) Lehenprobs und Regierungskanzler Georg(?) herrn von Schaiki(?). Ohne Zweifel liegt erstregte(?) Burghauseril: Lehen Ordnung neben andren Scriptern noch unter einer hohen Regierungs Obsignation. Auf berichtl: Vorstellung an dieβartig(?) (???) hohe Regierung ist nicht zu zweifeln, daβ hiervon eine Abschrift entheilet werden wird, besonders da ein hochlobl: (???) besonders falles a:o 1791. die Specification über die gricht(?) (???) Unterthannen zu?theilen schon erlaubt hat. So ich in Schuld gezimmenten(?) unbe?ränzter Hochachtung zu verharren die Ehre habe. Euer Hochedlgebohren Burghausen den 9 April 1793 a:o = anno ??? --- Es tut mir Leid, dass ich Dir nicht besser helfen kann... Viele Grüβe Emiel
Reini46 Am: 05.09.2025 10:04:03 Gelesen: 310875 # 3990
Hallo Emiel, herzlichen Dank für Deine Bemühungen, Du hast mir weitergeholfen. Viele Grüße Reini46
volkimal Am: 05.09.2025 10:36:41 Gelesen: 310849 # 3991
@ evwezel [#3989] Hallo Emiel, ich hatte den Text auch gesehen, hatte aber im Moment nicht die Zeit dazu. Dank Deiner guten Vorarbeit habe geht es deutlich schneller. Hier ist meine Version: Dem Hochedlgebohrnen Herrn Nicklas Edlen von Unblacken(?) des H:R:R: Ritter, dann K:K: Landrichter und Lehenprobsten in Braunau; Meinem besonds(?) hochzuehrenden Herrn Braunau H.R.R. = Heiliges Römisches Reich K.K. = Kaiserlich-Königlich Hoch Edlgebohrner Mein besonders Hochzuehrender Herr! Die aelteste Burghauseril: Lehen Ord- nung respee:(?) Instruction de a:o 1550. war seit meinen Amts Anstand nie in meinen Handen, sondern in Handen des jüngst verstorbenen Fürst??? Lehenprobsten und Regierungs Kanzler Georg(?) herrn von Shaiki(?). Ohne Zweifel liegt befragte Burghauseril: Lehen Ordnung neben andren Scripturn noch unter einer hohen Regierungs Obsignation. Auf berichtl: Vorstellung an dieβartig churfürstli hohe Regierung ist nicht zu zweifeln, daβ hiervon eine Abschrift entheilet werden wird, besonders da ein hochlobl: Oberst- lehenhof selbst a:o 1791. die Specification über die gricht(?) Fridburgil(?) Unterthannen zuertheilen schon erlaubt hat. So ich in Schuld gezimmenten(?) Ruckantwort nachrichtlich anfügen, und mit unbekränzter Hochachtung zu verharren die Ehre habe. Euer Hochedlgebohrn Burghausen den 9 April 1793 a:o = anno ??? Gehorsamster ??? Jos. Victor Sh??hofer ??? Secreth(?) Viele Grüße Volkmar
chris63 Am: 05.09.2025 10:40:12 Gelesen: 310849 # 3992
@ Reini46 [#3981] @ evwezel [#3989] Nachdem Emiel die ganze Arbeit gemacht hat, hier noch die Namen. Dem Hochedlgebohrenen Herrn Nicklas Edlen von Ueblacker des H:R:R: Rittern deren K:K: Landrichter und Lehenprobsten in Braunau; meinem besonds hochzuehrenden Herrn Braunau H.R.R. = Heiliges Römisches Reich K.K. = Kaiserlich-Königlich Hoch Edlgebohrener Mein besonders Hochzuehrender Herr! Die aelteste Burghausen(er am Inn) Lehen Ord- nung respec(tive) Instruction de anno 1550. war seit meinen Amts Anstand nie in meinen Handen, sondern in Handen des jüngst verstorbenen churfürst(lichen) Lehenprobs und Regierungskanzler freyherrn von Schacki (Schacky). Ohne Zweifel liegt befragte Burghausen(er am Inn) Lehen Ordnung neben andren Scriptum noch unter einer hohen Regierungs Obsignation. Auf bericht(liche) Vorstellung an dießartig churfürst(liche) hohe Regierung ist nicht zu zweifeln, daß hiervon eine Abschrift ertheilet worden wird, besonders da ein hochlob(licher) Oberst- lehenshof selbst anno 1791. die Specification über die gericht(liche) friedburg(er) Unterthannen ertheilen schon erlaubt hat. So ich in Schuld geziemter Rückantwort nachrichtlich anfügen, und mit unbekränzter Hochachtung zu verharren die Ehre habe. Euer Hochedlgebohren Burghausen den 9 April 1793 Gehorsamster Diener Jos. Victor Schmalhofer Lehen Secretair grüsse Christof
evwezel Am: 05.09.2025 11:10:52 Gelesen: 310832 # 3993
@ chris63 [#3992] @ volkmar [#3991] Hallo Christof und Volkmar, ich hoffe, dass ich diese Schrift eines Tages ohne Fehler lesen kann! Wie kann man hier eigentlich den Unterschied zwischen den Buchstaben “s” (Vorstellung) und “f” (Churfürst) erkennen? Diese Buchstaben sehen in dieser Schrift sehr ähnlich aus… Viele Grüße Emiel
Reini46 Am: 05.09.2025 11:34:23 Gelesen: 310815 # 3994
@ chris63 [#3992] Hallo Christof, herzlichen Dank ! Braunau war bis 1779 bayrisch, da spielen alte Verträge offensichtlich noch immer eine besondere Rolle. beste Grüße Reini46
volkimal Am: 05.09.2025 13:07:54 Gelesen: 310782 # 3995
@ evwezel [#3993] Hallo Emiel, der Schreiber hat "zur Verwirrung" gleich drei verschiedene "f" benutzt. Hier das "st" und die verschiedenen "f": so ein "f" wie in "churfürstl" hatte ich auch noch nicht gesehen. Das Wort "befragte" habe ich erst erkannt, nachdem ich die Worte "churfürstl" bzw. "Abschrift" gelesen hatte. Der Unterschied zwischen dem "st" und "f" besteht vor allem in der Breite. Ansonsten sind sie fast identisch. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 05.09.2025 14:06:38 Gelesen: 310743 # 3996
@ volkimal [#3995]

Hallo Volkmar,

Ich finde es großartig, dass Du Dich die Mühe gemacht hast, die Varianten aufzulisten. Das macht alles viel deutlicher!

Viele Grüße

Emiel
evwezel Am: 19.09.2025 17:59:19 Gelesen: 305032 # 3997
Liebe Sammlerfreunde, ich zeige Euch heute einen Brief die ich vor einigen Tagen transkribiert habe (na ja, das habe ich jedenfalls versucht). Der größte Teil des Textes ist gut zu lesen, aber nicht alles. Ein paar Details fehlen mir noch. Der Brief wurde am 5. Januar 1867 von Uzdin nach Zrepaja in Serbien verschickt. Jemand beklagt sich in den Brief über die Frau eines “Oberwundarztes” (obwohl ich das Wort lesen kann, habe ich wirklich keine Ahnung, was damit gemeint wird), die eine Offizierswohnung völlig abgenutzt / beschädigt hat. Mir ist auch nicht ganz klar, was die Aufgabe der Usdiner Compagnie Nr. 6 war. Weiß jemand vielleicht, ob irgendwo mehr Information darüber zu finden sind? Viel Spaß beim Lesen! Emiel —- Textseite 1 U? 26 Usdiner Compagnie Nr. 6 An das löbliche[1] kaiser königliche Compagnie Commando zu Zrepaja Die Frau des Herrn Oberwundarztes Sutze hat während des stattgewesenen[2] Ausmarsches einem Theil des subaltern[3] Offiziersquartieres allhier bewohnt. In diesem Theile hat genannte Frau während ihrer Bewohnung folgenden Schaden gemacht als: 1.tens mehreren Fenstertafeln[4] eingeschlagen. 2.tens eine Zimmerschlüssel verlohren. 3.tens die Bodenthür ist abgängig [5] das löbliche Compagnie Commando wird diensthöf- lichst ersucht, den genannten Herrn Oberwundarzten gefälligst vernehmen, ob er zur gütlichen Herstel- lung diesen Gebrochen bereit sei, ansonsten man dieß dem löblichen Regimente einzeigen müßte, und es wolle dessen Außerung sicher eröffnet werden Usdin[6] am 5.ten Januar 1867. Textseite 2 (links oben) vidi [7] 14. Januar 1867 Äußerung über vor- benannten(?) Gegenstände ist beigeschlossen (…). Usdiner Compagnie, am 14. Juni 1867 [8] In Erledigung(?) der (…) Inschrift vom 5. Juni 1867 V26 folgt in der Anlage die schriftliche Äußerung des (…). Ober- wundarztes Sutze bei Textseite 2 (rechts unten) (…) An den kk. (…). Oberwundarzt. Johann(?) Sutze in Loor(?) (…) aber(?) zur Äußerung Anschrift U(?) 26 Usdiner Comp(…) An das löbliche k(aiser) k(önigliche) Compagnie Commando zu Zrepaja [9] Eoffo(???) Stempel UZDIN 11 1 [1] löblich = lobenswert [2] stattgewesenen = stattgefundenen??? [3] Laut Duden: “nur einen untergeordneten Rang einnehmend”. Darf ich das hier interpretieren als “zweiträngiges Offiziersquartier”? [4] Fenstertafel = Fensterblatt??? [5] abgängig bedeutet hier vermutlich “unauffindbar”. Diese Frau muss ein wildes Tier gewesen sein… [6] Usdin / Uzdin - heute ein Dorf in Serbien. Siehe https://en.wikipedia.org/wiki/Uzdin und https://www.loc.gov/resource/g6481p.fi000183r/?r=0.259,0.365,0.525,0.272,0. [7] latein für “gesehen” („veni, vidi, vici”) [8] Mein Himmel, diese Antwort kam 6 Monate später! Und ich dachte, die niederländische Behörden sind langsam… [9] Siehe https://journals.indexcopernicus.com/api/file/viewByFileId/1346434. Heute vermutlich Crepaja (siehe https://en.wikipedia.org/wiki/Crepaja).
volkimal Am: 19.09.2025 19:19:14 Gelesen: 304990 # 3998
@ evwezel [#3997] Hallo Emiel, mehrmals kommt die österreichische Bezeichnung für den Januar "Jänner" vor. Zum Teil mit Verdopplungsstrich über dem "n". Das Bild der Anschrift fehlt leider. U? 26 Usdiner Compagnie Nr. 6 An das löbliche[1] Kaiser Königliche Compagnie Commando zu Zrepaja Die Frau des Herrn Oberwund arzten Putze hat während des stattgewesenen[2] Ausmarsches einen Theil des subaltern[3] Offiziersquartieres allhier bewohnt. In diesem Theile hat genannte Frau während ihrer Bewohnung folgenden Schaden gemacht als: 1.tens mehreren Fenstertafeln[4] eingeschlagen. 2.tens eine Zimmerschlüssel verlohren. 3.tens die Bodenthür ist abgängig [5] das löbliche Compagnie Commando wird diensthöf- lichst ersucht, den genannten Herrn Oberwundarzten gefälligst vernehmen, ob er zur gütlichen Herstel- lung diesen Gebrochen bereit sei, ansonsten man dieß dem löblichen Regimente einzeigen müßte, und es wolle dessen Außerung hieher eröffnet werden Usdin[6] am 5.ten Jänner 1867. Textseite 2 (links oben) vidi [7] 14. Jänner 1867 Äußerung über vor- benamte(?) Gegenstände ist beigeschlossen (…). Usdiner Compagnie, am 14. Jänner 1867 [8] In Erledigung der geehrten Zuschrift vom 5. Jänner 1867 V26 folgt in der Anlage die schriftliche Äußerung des (…). Ober- wundarztes Putze bei Textseite 2 (rechts unten) (…) An den kk. (…). Oberwundarzt. Johann Putze in Loor(?) wie eben zur Äußerung Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 19.09.2025 19:37:50 Gelesen: 304978 # 3999
@ volkimal [#3998] Hallo Volkmar, vielen Dank für Deine Korrekturen! Hier ist das fehlende Bild der Anschriftseite: Ich lese übrigens gerade auf der Webseite https://de.wikipedia.org/wiki/Wundarzt die folgende Erklärung für das Wort “Wundarzt”: <<Wundarzt ist die frühere, vom Mittelalter (zuerst als „arzet vür die wunden“ Anfang des 13. Jahrhunderts)[1] bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts verwendete Bezeichnung für verschiedene, chirurgisch als Chirurgus tätige Heilkundige.>> Ein “Oberwundarzt” ist dann einfach jemand, der eine Gruppe von “Wundarzten” leitet. Zunächst habe ich noch etwas herausgefunden. Auf der Anschrift steht nicht “Eoffo” sondern “Ex offo”. Vermutlich ist es eine Abkürzung für “ex officio”, Lateinisch für „von Amts wegen“. EX-OFFO-Briefe gehören zu den amtlichen Briefen. Sie wurden von einer portofreien Dienstelle zu einer anderen portofreien Dienststelle portofrei befördert. Ich werde Ralph (Bayern Klassisch) mal fragen, ob es sich hier vielleicht um einen österreichischen Reihenbrief handelt: <<ein REIHEBRIEF ist ein Brief, der für mehrere Empfänger gleichzeitig von Interesse war (immer ein Dienstbrief). Eine in der Regel höhere Dienststelle gab Infos weiter, die von einer Reihe von niedrigeren Behörden zur Kenntnis zu nehmen war und die den Erhalt und die Weiterleitung im Inneren des Briefes bestätigen mussten. Am Ende hatte der letzte Empfänger den Brief wieder an die vorgesetzte Dienststelle (Absender) zurück zu schicken, damit der nachweisen konnte, dass seine untergeordneten Dienststellen alle Kenntnis genommen hatten.>> Quelle: https://www.altpostgeschichte.de/index.php?thread/4525-ex-offo-brief-inland/ Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 20.09.2025 09:05:27 Gelesen: 304744 # 4000
@ evwezel [#3999] Hallo Emiel, toll, was Du alles herausfindest. Auf “Ex offo” wäre ich nie gekommen. Ganz oben hast du angegeben "U? 26". Für mich sieht es eher aus wie "VH 26". Aber was das für ein Aktenzeichen sein soll, weiß ich nicht. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 20.09.2025 09:48:59 Gelesen: 304731 # 4001
@ volkimal [#4000] Hallo Volkmar, Du hast recht, das “U” muss ein “V” sein. Ich bin mir nicht sicher, ob der zweite Buchstabe das “H” ist. Genau derselbe Buchstabe steht auch rechts oben in der Anschrift (hinter dem Wort “Comp(agnie).”. Der Brief ist übrigens kein Reihenbrief. Die Antwort von Ralph lautet: << Diese Amtsbriefe wurden im Original von den Empfängern beschrieben, dann der Kanzlei übergeben, die wiederum ihre Vermerke anbrachte, danach teils zurück geschickt, wo dann wieder neue Kommentare und Anweisungen vermerkt wurden. Ein Reihebrief dagegen sähe anders aus: Mehrere gestrichene Orte und die Hinzufügung von weiteren Orten usw.. Innen wurde der Erhalt des Schreibens und das Datum der Weiterleitung an XY notiert. Das kann ich hier nicht erkennen.>> Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 24.09.2025 21:08:31 Gelesen: 303087 # 4002
Liebe Sammlerfreunde, diese Feldpostkarte zeigt das zerstörte Dorf Donchery. Wie viele andere Dörfer in den Ardennen war es 1914 beim deutschen Vormarsch komplett niedergebrannt worden. Die Bevölkerung wurde tyrannisiert, z.B. durch Scheinerschießungen. Ein einziges Wort fehlt mir jetzt noch. Mir fällt leider nichts besseres als “zum Bood” ein, aber das macht keinen Sinn. Viele Grüße Emiel  —- Liebe Mutter u. Geschwister! 25/1. 15 hoffentlich habt Ihr doch meine Karten alle erhalten. So sieht es aus hier, könnt es Euch gar nicht vorstel- len, das ganze Gedreite[1] ist alles verdorben, die Räben alles liegt haufen. Mein einziger Wunsch ist, das wir uns alle gesund wiedersehen. Mit besten Gruß Euer lieber (…) Absender Abs. Sold. Kunath 3. Bat. Grenadier Reserve Reg. No. 100. 23. Reserve Division 12. Reserve Armeekorps 12. Komp. Anschrift An Frau ww.[2] Kunath[3] zum (Bood???)[4] Rabenau b. Dresden Bahnhofstr. 87 i. Sachsen  Feldpoststempel (…)ION DER 23. 25.1.15. 5-6N (K.S.) [5] RESERVE-DIV. Feldpostvermerk Feldpost [1] Ich vermute, das “t” und das “d” sind hier verwechselt worden. Gemeint ist wahrscheinlich “Getreide”. [2] Witwe? Normalerweise wird diese Abkürzung als “Ww.” geschrieben. [3] Adressbuch Dresden und Vororte 1915. Siehe https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/72501/1. [4] Mir fällt im Moment nichts ein, was hier passen könnte… [5] Königlich Sächsische
volkimal Am: 24.09.2025 22:04:30 Gelesen: 303045 # 4003
@ evwezel [#4002] Hallo Emiel, In der Adresse lese ich eher "Frau ver. Kunath". Soll das "verheiratet" heißen? Die üblichen Abkürzungen dafür sind "verh" oder "vh". Ansonsten lese ich ebenfalls "Zum Bood". Ich weiß aber auch nicht was das bedeuten soll. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 25.09.2025 05:27:28 Gelesen: 302907 # 4004
@ volkimal [#4003] Hallo Volkmar, vielen Dank für Deine Korrektur! Du hast recht, ich sehe es jetzt auch. Aber dann könnte es auch “verwitwet” heißen, nicht? Laut dem Adressbuch war Ihr Mann 1915 schon gestorben. Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 25.09.2025 05:45:52 Gelesen: 302900 # 4005
@ evwezel [#4004] Hallo Emiel, ich hatte gestern etwas Probleme mit dem Adressbuch. Wenn die Frau verwitwet war, möchte ich noch eine andere Version zeigen: Was hältst Du von "vw." = "verwitwet."? Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 25.09.2025 06:16:45 Gelesen: 302891 # 4006
@ volkimal [#4005] Hallo Volkmar (Du bist auch früh aufgestanden!), ich denke, Du hast die richtige Lösung gefunden. Das ist super! Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 25.09.2025 15:54:26 Gelesen: 302579 # 4007
Liebe Sammlerfreunde, es ist faszinierend, wie lange man sich mit einer einzigen Feldpostkarte beschäftigen kann. Diese spannende Karte habe ich schon stundenlang studiert und noch immer hat sie nicht alle ihre Geheimnisse preisgegeben! Viele Grüße Emiel  —-  Leimen den 6. August 1916 Meine Lieben! Theile Euch mit daß ich seit 3. (?) hier im Res(erve). Lazareth 17 in Leimen bei Heidelberg liege. Ich leide an Nervenschwäche[1] und völ(l)lige Erschöpfung bin auch ziemlich schwach. Der H(?) Berg(?) Vaux[2] ist daran Schuld. Wan(n) ich wieder zu Euch komme kann ich Euch verschiedenes Erzählen. Meine Adß[3] heist An Rup ert Dein gruber[4] Reß Lazareth 17 Leimen b/ Heidelberg. Mit Grus[5] Dein gruber Es geht mir sehr gut. Anschrift An Herrn Johann Schmöller Gutler Großholzhausen Pst Raubling [6] b/ Rosenheim [7] Obb a Inn [8] Briefstempel Lazararett XVII Zementwerk[9] * Leimen * Tagesstempel LEIMEN -7.8.16. 10-11V * BADEN * Feldpostvermerk Feldpost [1] Siehe https://www.sueddeutsche.de/politik/psychische-leiden-im-ersten-weltkrieg-vom-schlachtfeld-in-die-hoelle-der-nervenaerzte-1.1871045 [2] Ich vermute, dass Rupert an den schweren Kämpfen bei Vaux (in der Nähe von Verdun) beteiligt war. Das würde jedenfalls seine Nervenschwäche erklären! <<< Der Bau des Forts Vaux fand zwischen 1881 und 1884 statt. Es diente als Observatorium zur Überwachung des Plateaus der Vaux-Schlucht und der Woëvre-Ebene. Ursprünglich war das Fort Teil des ersten Sektors der Festung von Verdun. Die Garnison bestand aus einer halben Infanteriekompanie, zwei Maschinengewehrabteilungen, 52 Festungshelfer und 279 Mann. Am 2. April 1916 nahmen die Deutschen das Dorf Vaux-devant-Damloup ein, doch die Festung leistete Widerstand. Vom 2. bis 7. Juni 1916 standen die französischen Soldaten der 50. deutschen Division gegenüber. Doch die erschöpften Truppen kapitulierten schließlich. Die Deutschen scheiterten jedoch bei Verdun und gaben die Festung im Herbst auf. In der Nacht vom 2. auf den 3. November 1916 räument die französischen Truppen die Festung kampflos.>>> Quelle: https://www.landofmemory.eu/de/sites-historiques/fort-vaux/ [3] Adresse [4] Rupert Deingruber [5] Rechtschreibung ist Gruß [6] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Raubling [7] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Rosenheim [8] Obb = Oberbayern? Aber dann macht “am Inn” keinen Sinn… [9] Siehe https://www.heidelbergmaterials.com/sites/default/files/2023-08/15_Heidelberg_Materials150Jahre_de_LQ.pdf. Der Stempel hat einen Rechtschreibungsfehler. “Lazararett” muss natürlich “Lazarett” sein. Sonst wäre es auch “Kabararett”…
volkimal Am: 25.09.2025 18:07:37 Gelesen: 302435 # 4008
@ evwezel [#4007]

Hallo Emiel,
ein paar Kleinigkeiten:

Meine Lieben!

Theile Euch mit daß Ich
seit 3.8.16 hier im Reß(erve). Lazareth
17 in Leimen bei Heidelberg
liege. Ich leide an Nervenschwäche[1]
und völ(l)liger Erschöpfung bin
noch ziemlich schwach. Der hl Berg
Vaux[2] ist daran Schuld. Wan(n) ich
wieder zu Euch komme kan
ich Euch verschiedenes Erzählen.
Meine Adß[3] heist An Rup ert
Deingruber[4] Reß Lazareth 17 Leimen
b/ Heidelberg.

Mit Grus[5] Deingruber
Es geht mir sehr gut.

Briefstempel
Res. Lazararett XVII Cementwerk[1]
* Leimen *


Den Namen "Berg Vaux" = "Le Mont de Vaux" gibt es sowohl in Frankreich als auch in Belgien. Was das "hl" davor soll weiß ich nicht.
Google einmal nach ""Le Mont de Vaux" France" bzw. "le mont de vaux belgique".

Der Name "Deingruber" auf der Karte ist immer zusammengeschrieben.

Viele Grüße
Volkmar


[1] https://leimenblog.de/vereinsgemeinde-zementwerk-leimen-1903-eine-bisher-110-jahrige-geschichte/
evwezel Am: 26.09.2025 11:02:49 Gelesen: 301924 # 4009
@ volkimal [#4008] Guten Morgen Volkmar, vielen lieben DANK für Deine Korrekturlesung! Hast Du meine Frage in [8] noch gesehen? Vielleicht wird hier einfach “Rosenheim am Inn” gemeint. Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 26.09.2025 11:29:43 Gelesen: 301915 # 4010
@ evwezel [#4009] Obb. ist Oberbayern.
evwezel Am: 26.09.2025 11:49:39 Gelesen: 301912 # 4011
@ Gauss [#4010] Hallo Gauss, toll, dass Du wieder dabei bist! Ich vermutete schon, dass “Obb” eine Abkürzung für “Oberbayern” ist, aber ich lese “Obb am Inn”. Meine Frage ist, ob “am Inn” vielleicht zum Ortsnamen “Rosenheim” gehört. Ich hätte in diesem Fall “Rosenheim am Inn (Obb)” erwartet. Viele Grüße Emiel
philamaxi Am: 26.09.2025 13:18:53 Gelesen: 301891 # 4012
Vielleicht können die Schriftgelehrten hier weiterhelfen ? Es ist ein 300 Jahre alter Brief von Marbach nach Ludwigsburg (Louisbourg). einst aus der Sammlung Hans Rees, in seinem Buch "Die Postmeister von Ludwigsburg" beschrieben. Bisher habe ich dazu geschrieben: Einer der ersten Briefe, die durch das Hofpostamt Ludwigsburg befördert wurden, stammt vom Montag, den 13. März 1724. Adressiert ist der Doppelbogen vom Marbacher Bürgermeister auf etwas vergilbtem Büttenpapier an Monsieur Beuttel, den "sehr verdienstvollen Protokollführer der Stadt Marbac", damals anwesend in "Louisbourg", wie man zu jener Zeit noch im vornehmen Französisch für Ludwigsburg schrieb. Das Residenzschloss befand sich noch im Bau, doch es wurde dort dringend Brennholz benötigt. = = = So begann das Schreiben mit den gestelzten Worten: "Wohledler Hochgeachter Hochgeehrter Herr Stattschreib. Auff das, waß H. Reichert, deß Brennholzschlages halber, von demselben insinuirt, wurde gerichtl. Resolvirt, daß Vorderisten hochgeehrtern Herrn Stattschreibern, die affaire, wie bißher rhümlich geschehen, In das künftige (Schloss?) allso zu besorgen, zu recommendiren, und daß die ordre an die Miliz, so zur assistenz gebraucht werden solle, ausgewirket werden möchte; Wie bald aber das Commando abgehen sollte, das kan mann hiesigen ohrts positivé dermahlen nicht begehren ..." Es ging also zusammengefasst um eine umfangreiche Brennholz-Lieferung, und um die Anfrage, zu welchem Zeitpunkt "das Kommando des löblichen Regiments zur Abholung hierselbigen Orts eintreffen werde". Hans Rees, der Kenner und Sammler der regionalen Postgeschichte, hat dieses historische Dokument 1974 in seinem Buch "Die Postmeister von Ludwigsburg" im Kapitel "Erste Ludwigsburger Briefe" beschrieben (Verlag Memminger, Freiberg am Neckar, Seite 24 bis 26). evtl. lässt sich mehr davon entziffern ? (ich hab das Foto kontrastreicher verstärkt)
philamaxi Am: 26.09.2025 13:48:54 Gelesen: 301879 # 4013
Dazu das Albumblatt mit Vorderseite und Kurzbeschreibung aus der Sammlung Hans Rees.
evwezel Am: 29.09.2025 15:39:09 Gelesen: 300548 # 4014
@ philamaxi [#4012] Hallo Michael, wenn jemand versucht hat, einen alten Text zu entziffern und einige Wörter fehlen noch, dann wird in diesem Thema immer sehr schnell und kompetent geholfen. Das ist hier leider nicht der Fall. Das könnte der Grund sein, warum noch niemand geantwortet hat. Viele Grüße Emiel
kauli Am: 30.09.2025 15:15:16 Gelesen: 298481 # 4015
Hallo zusammen, es ist wohl für die Sütterlin Spezies kein Problem, für mich schon. Mir geht es um Ortsnamen Amt..... Telegramm aus..... Besten Dank im voraus Dieter
evwezel Am: 30.09.2025 15:21:51 Gelesen: 298459 # 4016
@ kauli [#4015] Amt Oberbach(?) Telegramm aus Rheydt
inflamicha Am: 30.09.2025 15:23:03 Gelesen: 298455 # 4017
Hallo Dieter,

da kann Dir geholfen werden:

Amt Eberbach, Telegramm aus Rheydt.

Gruß Michael
kauli Am: 30.09.2025 16:08:24 Gelesen: 298366 # 4018
@ inflamicha [#4017] Hallo Michael, Besten Dank, war doch nicht schwer. Viele Grüße Dieter
dr31157 Am: 30.09.2025 17:41:08 Gelesen: 298192 # 4019
Hallo, ich zeige hier eine Postkarte an eine Adresse im Elsass. Leider kann ich den Ort im Elsass bei Genar ? nicht lesen. Kann mir bitte jemand helfen? Viele Grüße Detlef
evwezel Am: 30.09.2025 17:50:49 Gelesen: 298174 # 4020
@ dr31157 [#4019] Hallo Detlef, der Ort ist Illhaeusern. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Illhaeusern. LG Emiel
dr31157 Am: 30.09.2025 18:23:48 Gelesen: 298131 # 4021
@ evwezel [#4020] Hallo Emiel, vielen Dank für die schnelle Hilfe. Viele Grüße Detlef
philamaxi Am: 30.09.2025 20:53:36 Gelesen: 298070 # 4022
@ evwezel [#4014] Vielen Dank für den Trost Emiel ! Vielleicht knobelt ja noch jemand daran herum, die follower vom Staatsarchiv haben darüber auch schon gerätselt und wenigstens die ersten Sätze entziffert. Abgesehen von der Schrift ist ja auch die altertümliche Ausdrucksweise und Schreibweise ein Problem ... Der adressierte Herr Stadtschreiber Monsieur Beuttel wird es wohl verstanden haben ... Hier ist noch so ein "Rätselbrief" aus der Sammlung Rees, diesmal aus 1725, verschickt per Eilboten "Cito-Cito-Citissime" nach Marbach (Marppac)
philamaxi Am: 30.09.2025 21:02:37 Gelesen: 298066 # 4023
hier die Adressenseite dazu
philamaxi Am: 30.09.2025 21:11:18 Gelesen: 298060 # 4024
Hans Rees hat den Brief in "Die Postmeister von Ludwigsburg" auf S. 27-28 abgebildet und beschrieben, teils auch mit Textzitaten, es ging wiederum um Brennholz-Lieferungen ... :
evwezel Am: 30.09.2025 21:33:03 Gelesen: 298051 # 4025
@ philamaxi [#4012] “ die follower vom Staatsarchiv haben darüber auch schon gerätselt und wenigstens die ersten Sätze entziffert.“ Hallo Michael, ich kann diese alte Schrift leider nur zum Teil lesen (hier bin ich total überfordert), aber die von Dir erwähnten Sätze gehören meiner Meinung nach nicht zu diesem Scan. Der Text im Scan fängt nicht mit “Wohledler (…) Herr Stattschreib” an. Übersehe ich hier etwas oder fehlt die erste Seite? Viele Grüße Emiel
philamaxi Am: 30.09.2025 21:54:48 Gelesen: 298038 # 4026
Pardon und Danke für den Hinweis ! Da habe ich die Seitenfolge durcheinander gebracht, dann macht das keinen Sinn. Hier die erste Seite mit der Anrede:
evwezel Am: 30.09.2025 23:13:12 Gelesen: 297985 # 4027
@ philamaxi [#4026] Hallo Michael, ich habe gerade gesehen, dass Du diesen Brief am letzten März auch schon auf Facebook vorgestellt hast (“Staatsarchiv Ludwigsburg”). Die Historikerin Kai Silja Foshag hat damals ihre Hilfe angeboten (sie hat offensichtlich auch die erste Seite transkribiert). Vielleicht wäre das eine bessere Lösung. Viele Grüße Emiel
chris63 Am: 01.10.2025 00:04:02 Gelesen: 297911 # 4028
@ philamaxi [#4026] mit Hilfe dieser fehlenden Seite ergeben Seite 2 und 3 aus @ philamaxi [#4012] Sinn. Die letzten 3 fehlenden Wörter (Seite 1:) in dem vor (Seite 2:) 2 Tage[n] das herschaft[liche] holz nicht auf der Murr (Fluß) kom[m]t, und foglich erst der Rechen (Flösserei) reparirt werd[en] muß, das aber wäre von dem Com[m]endant[en] des löb[lichen] Regiments, der die Mann schaft zu com[m]andire[n] auszupitten, daß derselbe den darzu bestellten officier ohnfürschreiblich be- nahmen und dahin beorder[n] möchte, auf die von hier einlaudtende Nachricht, wann das holz eingeworft[en] würd, und mann derselb[en] nötig hat, sogleich an gehörige[n] ort abmar- chiren und die ordre, auf dem Schahl(?) exequire[n] zu könne[n], auff welche weise vor 2. Jahre[n] das com[m]ando gleichermaße[n] bestellt und abgeorndt gewese[n]; Be- treffend hingegen die Anzahl (Seite 3:) der erforderlichen Mannschaft, würd dafür gehalten, daß mit der Zahl wie solche das letzte mahl adhibirt worde, wann das nötige, wie zuvor werde effecteire könne[n]. wel- ches zu verlangter Nachricht hiermit referitire. geseegnete Verich- tung und glückliche retoure an wün- schen, anbey unter gött[licher] gnaden ergebung verharre[n] wollen ?? 13. Marty, anno 1724 unseres Hochgeehrte[n] Herrn Stattschreibers dienstwilligst[er] Vogt, Bürgermeister und Gericht zu auf dem Foto nicht mehr drauf, wahrscheinlich Marpach [in den eckigen Klammern Kürzungen des Schreibers] grüsse christof
evwezel Am: 01.10.2025 07:25:25 Gelesen: 297623 # 4029
@ chris63 [#4028] @ philamaxi [#4026] Hallo Christof, vielleicht überflüssig, aber ich zeige hier auch noch die Sätze auf der ersten Seite in der richtigen Reihenfolge: Wohledler Hochgeachter Hochgeehrter Herr Stattschreib. Auf das, waß H. Reichert, deß Brenn- holzschlages halber, von demselben insinuirt, wurde gerichtl. Resolvirt, daß Vorderisten hochgeehrtern Herrn Stattschreibern, die a(f)faire, wie bißher rhümlich geschehen, In das künftige (Schloss?) allso zu besorgen, zu recommendiren, und daß die ordre an die Miliz, so zur assistenz gebraucht werden solle, ausgewirket werden möchte; Wie bald aber das Commando abgehen sollte, das kan mann hiesigen ohrts positivé dermahlen nicht begehren, in dem vor —- Eine Kleinigkeit auf Seite 2 (das “l” in “folglich” fehlte): auf der Murr (Fluß) kom[m]t, und folglich —- Viele Grüße Emiel
philamaxi Am: 01.10.2025 08:52:14 Gelesen: 297567 # 4030
@ evwezel [#4029] @ chris63 [#4028] Guten Morgen, ihr seid ja wahre Zauberer ! gerade überlegte ich noch, ob ich die Historikerin via Staatsarchiv nochmal kontaktieren sollte, die auf meine freundliche Rückmeldung nicht mehr geantwortet hatte, und nun steht da eure Lösung der verklausulierten Zeilen ! Er ist doch recht interessant, die Sprach- und Ausdrucksweise bei schriftlicher (Amts-)Kommunikation zur Barockzeit in Klarschrift zu lesen, die Alltagssprache des Volkes war sicher einfacher und direkter. ;-) Herzlichen Dank dafür ! Ich kann gerne anbieten, eure Namen als Dank bei einer Publikation zu nennen, falls gewünscht, oder auch nicht, wenn nicht.
evwezel Am: 01.10.2025 09:15:02 Gelesen: 297555 # 4031
@ philamaxi [#4030] Guten Morgen Michael, nur Christof verdient Dein Lob, ich hatte wirklich nichts damit zu tun. Ich kann diese Schrift nur zum Teil lesen (vielleicht wird sich das eines Tages noch bessern). Außerdem gibt es einen riesigen Unterschied zwischen "lesen" und "verstehen". Viele Grüße Emiel
Richard Am: 01.10.2025 09:25:22 Gelesen: 297546 # 4032
@ philamaxi [#4024] Hallo Maxi, meine dringenden Empfehlungen für ein gutes Gelingen: - Nehme EINEN Brief der Dir wichtig ist, z.B. der aus 4028 von Christof (gute Arbeit !) und zeige alle Seiten dazu in SEHR guten scans. - Versuche dann selbst aus dem was bisher in geringem Umfang hier in der Transkription zu sehen war durch Sätze, Worte oder Wortteile zu übersetzen oder ggf. zu raten. Dann haben Superübersetzer Emiel, der nicht aus Deutschland stammt und dessen Muttersprache nicht deutsch ist, christof und Andere die Gelegenheit in stundenlanger Arbeit und durch Vergleich von Worten und einzelnen Buchstaben die Chance, solche Dokumente zu übersetzen. Aber Du solltest immer kräftig vorlegen und damit meine ich nicht nur einen Satz. Viel Spass beim Rätselraten, Richard
evwezel Am: 01.10.2025 09:45:13 Gelesen: 297529 # 4033
@ chris63 [#4028] Wohledler Hochgeachter Hochgeehrter Herr Christof, vielleicht kannst Du für mich (bitte hab Erbarmen mit einem armen Niederländer) noch einige Wörter erklären: Seite 1 Brennholzschlages halber = ??? gerichtl. Resolvirt = gerichtlich entschieden? Vorderist = Kläger? begehren = ??? (die gegenwärtige Bedeutung macht hier m.E. keinen Sinn). Seite 2 herschaft[liche] holz = ??? auszupitten = ??? ohnfürschreiblich = ??? Seite 3 adhibirt = lat. adhibere = verwenden??? --- Dein dienstwilliger Emiel
chris63 Am: 01.10.2025 10:54:02 Gelesen: 297482 # 4034
@ evwezel [#4033] Hallo Emiel, Brennholzschlages: meines Erachtens falsch transkribiert, müsste Brennholzflozes heißen, von mittelhochdeutsch vloz = Floss und ich Esel habe dann das große F als Zusammenziehung für sch bei Schal auf Seite 2 übernommen. halber, halben = wegen Vorderisten = der vorher genannte begehren: hier - ein Datum kann von der anderen Seite nicht gewünscht, gefordert werden herrschaftliche holz: meine Annahme ist der württembergische Herzog hat über seine Verwaltung Brennholz bei der Stadt Marbach bestellt, Marbach hatte die Wald und/oder Flussrechte gekauft. auszupitten: auszubitten, hier fordern, befehlen ohnfürschreiblich: ohne schriftlichen Auftrag = unverzüglich bei den lateinischen Wörtern des Schreibers kann ich nur raten, mein Schullatein hilft nicht. z.B.: im Postskriptum steht poessiren, dieses Wort kennen meine Nachschlagwerke nicht. grüsse Christof
evwezel Am: 01.10.2025 14:02:42 Gelesen: 297388 # 4035
@ chris63 [#4034] Hallo Christof, vielen Dank für Deine Erklärung. Jetzt verstehe ich den Text viel besser! Einen schönen Nachmittag wünscht Dir Emiel
chris63 Am: 03.10.2025 00:42:57 Gelesen: 296331 # 4036
@ philamaxi [#4012]
@ philamaxi [#4013]
@ philamaxi [#4026]

Hallo,

versuche mal Ordnung reinzubringen, der Brief mit den Seiten 3,4 (4012), 1 (4013) und 2 (4026).
Bei Seite 2 wurde übersetzt In das künftige (Schloß) allso zu besorgen
Dort steht: In das künftige ferner allso zu besorgen
Gemeint ist der Stadtschreiber hat das zukünftige zur Lösung des Problems zu erledigen.
Warum dieser Brief aus Marbach vom Hofpostamt Ludwigsburg befördert sein sollte erschließt sich mir nicht.
Das Postskriptum auf Seite 4 fehlt noch, für mich nur in Teilen lesbar, wer eine Idee zum Geld hat bitte



P.S.
Um erstattung des ?(1) Herr-
schaft vorgeliefer. holzes
bei gegenwärttigem Floz,
Item daß das ?olfhagens-
geld der Statt bleiben möchte,
würd die Sach zu poessieren(2)
nichtwenig bästens bet?

(1) vielleicht gestrenger, auch württembergische würde ich nicht ausschließen
(2) eventuell Schreibfehler, pressieren würde Sinn ergeben.

Seite 1 aus Beitrag 4013 ist leider in miserabler Qualität, leider weil dort eine Zusammenfassung des Inhalts steht.




Marppach

Instruction
..... wegen der
Com[m]andirten
Mannschaft zum
......

d[e] d[ato] 13. Marty 1724

Hier muss ich Richard recht geben, ein guter Scan wäre hilfreich.

grüsse Christof
chris63 Am: 03.10.2025 01:27:06 Gelesen: 296310 # 4037
@ philamaxi [#4022] @ philamaxi [#4023] @ philamaxi [#4024] Hallo philamaxi, zu Deinem 2.ten Brief, gut möglich daß der Brief vom Hofpostamt befördert wurde. Seite 1 (4023) und Seite 2 (4022) gehören zusammen, die Textzitate aus (4024) kommen in dem Brief aber nicht vor. Seite 1 Adressiert wurde der Brief an Herrn Goll (verm. Jakob Friedrich von Goll), Expeditionsrath der Rentkammer und Geldeintreiber Seiner Hoheit von Württemberg. (verifizieren lassen, da ich kein Französisch kann). Absender und Zusammenfassung des Inhalts nachlieferbar bei besserem Scan. Seite 2 oben links: Fasc.3 (heute Faszikel oder Band 3), Nro. 74, der Brief war mal archiviert. HochEdel gestrenger HochgeEhrter herr Expeditionsrath Es ist mir gestern nachts vom Hochfürst[lichem] RenthCam[m]ergerichte Befehl zu geschickt worden, vermöge laßen mit Zu Ziehung meines hochgeEhrten herrn ExpeditionsRaths und H[errn] Keller ...... bey löb[licher] Statt den von Fuß 3. (breit?) 400 maaß brennholtz nachmahlen begehen solle. wann nun meine andersartige ambtsgeschäfte nun nicht soviel platz gönnen den montag hierzu an zu..... als bin gesinnt morgen den Sontag mich nach marppach zu begeben und nach dem Ersten Gottes dienst dieser Sache halben zu reden. Ich wollte dahero meinen HochgeEhrten herrn Expeditions Rath hiermit ersuchen dem Herrn Keller hiervon einige nach- richt ohnbeschoehnt geben zu laßen. Womit mich empfehle und mit aller plaisir Verharre d. 20ten Jan 1725 Meines HochgeEhrten herrn Expeditionsraths Ergebenster diener RenthCam[m]er Expeditionsrath und BauVerwalther S.Ph. batzendorf (?) grüsse Christof
evwezel Am: 03.10.2025 08:07:02 Gelesen: 296207 # 4038
@ chris63 [#4036] @ chris63 [#4037] Guten Morgen Christof, Du hast wieder Superarbeit geleistet! Viele Grüße Emiel
philamaxi Am: 03.10.2025 20:42:01 Gelesen: 295819 # 4039
Ja großartig, besten Dank ! das ergibt nun einen Sinn. Zu Jakob Friedrich Goll (1699-1762 ?) müsste es im Staatsarchiv noch mehr geben.
philamaxi Am: 03.10.2025 20:57:40 Gelesen: 295808 # 4040
Wenn es dieser mit Alter von ca. 25 Jahren war, dann sah er mit knapp 60 etwa so aus (Staatsarchiv Stuttgart): Beschreibung Auf einem reich mit Voluten und Pflanzen verzierten Sockelaufbau ruht das in einen ovalen Rahmen einbeschriebene Porträt Jakob Friedrich von Golls. Der Inschrift zufolge ist er im Alter von 58 Jahren dargestellt. Der Jurist und württembergische Legationsrat wird in Halbfigur mit nach links gewendetem Körper präsentiert. Unterhalb des Porträts ist sein beidseitig von einer Inschrift umgebenes Wappen angebracht. Der Kupferstich wurde von Jacob Andreas Fridrich d. J. im Jahr 1758 geschaffen. Beschriftung/Aufschrift Inschrift im Bild auf Sockelkartusche: "Jacob Friderich / Freÿherr von Gollen / auf Neunt-haussen, / Mit Herr zu Mühringen & / Herzogl. Würtembl. Adel. Geheimer & Legat: Rath und Hofgerl. / Assessor. / Ao. 1758. Ætat. 58."; unter Bild r.: "J. A. Fridrich Sc. A. V."; Bezeichnung in schwarzer Tinte unter Plattenrand M.: "12101."
iholymoses Am: 17.10.2025 15:56:10 Gelesen: 289344 # 4041
Hallo, kann hier jemand das Datum am Ende des Textes auf der Rückseite entziffern? Leider ist nämlich der Monat beim Stempel nicht gut zu erkennen: Danke & Gruß, Reinhard
Roda127 Am: 17.10.2025 16:10:37 Gelesen: 289336 # 4042
@ iholymoses [#4041] Ich Lese 7. October 1874 Matthias
evwezel Am: 17.10.2025 16:19:46 Gelesen: 289328 # 4043
@ iholymoses [#4041] @ Roda127 [#4042] Hallo Reinhard, das korrekte Datum ist 9. October 1874. Viele Grüße Emiel
iholymoses Am: 17.10.2025 20:40:26 Gelesen: 289235 # 4044
@ evwezel [#4043] Danke, das passt dann auch zum Stempel - die "9" vom Tag kann man lesen, aber von der "10" des Monats ist ja fast nur die 1 zu erkennen.
evwezel Am: 27.10.2025 20:20:47 Gelesen: 284454 # 4045
Liebe Sammlerfreunde, ich besuchte am letzten Freitag die Postex-Briefmarkenbörse in Barneveld und hatte das Glück, dass ich von einem deutschen Händler einige interessante Feldpostkarten sehr preiswert kaufen konnte. Der Schreiber war Franz Freiherr Wolf-Schneider von Arno und die Feldpostkarten wurden alle nach Baronin Dagmar Nikolić-Podrinska in Zagreb verschickt. Die Entzifferung des Textes ist diesmal eine richtige Herausforderung (für mich jedenfalls). Das hat weniger mit der alten Schrift zu tun, als mit der Tatsache dass Freiherr Franz quer durch seinen eigenen Text geschrieben hat: Nach viel Knobelarbeit konnte ich Folgendes lesen: Liebe Baronesse Dagmar! 27.9.15. 12h m(ittags) Endlich finde ich heute einen freien Moment, in dem ich wieder einmal schreiben kann. Ich bin sehr viel herum gekommen, ich bin bei der 1. Armee, doch mußten wir zur zweiten, von da zur vierten, wieder züruck zum ersten. Überall paßierten wir und mußten aushelfen. Das Glück war uns hold, wo wir auftraten gings wieder gut, wohl war es nicht einfach; eine harte Arbeit, schwere Stab(papiere?), (wegem?) (Übel?) manchmal nichts zu essen. Keine Postverbindung, weder verschickten noch bekommen. Denken Sie(?) sich(?), nur heute bekomme ich von einer mir ganz unbekan- ten Dame, eine Frl. M. eine Karte, in der sie von mir Fotografien verlangt, zwar nicht (…), doch sie macht Anspielungen u. meint ich hätte ihr erst eine gesendet(?). Nicht einmal (…), die kann ich mich erinnern. Wenn das Frl. wüßte, daß ich Ihnen dies schrieb, so würde sie mich für noch viel (…)- tiger halten. (…) (…) es ohne dies schon zu tun(?) scheine(?). Es tut mir sehr Leid, aber ich kann ihr nicht helfen. Im Übrigen versäume(?) ich hier, wenn ich allen Damen, die solche Anspielungen machen, gleich Bilder schicken würde. Im Übrigen will ich nicht voreilig sein, u das Frl. bitten, sie möchte mir zuerst ihr Bild schicken, wenn sie mir gefällt, dann will ich es mir raß Text 2 (quer durch den waagerechten Text) überlegen. Ich habe durch meinen Regimentsfotografen sehr schöne Bilder aller Art nehmen lassen, von denen habe ich noch keine einzige versendet. Ich habe nur kleine Amateur- bilder, die mehr oder weniger gut ausgefallen sind, ein einzelne gute Bekannte abgegeben, die anderen kommen erst, bis mehr Zeit sein wird. Jetzt sind wir zu sehr gehetzt. Dann werde ich mit Erlauben auch Ihnen welche zu- senden. Herzliche Grüße Handküsse Ihr V Kopfüber Ich muß auf die Abfertigung warten, zeitlich früh gehts weiter! ---- Kann jemand die fehlenden Wörter lesen? Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 27.10.2025 22:14:33 Gelesen: 284376 # 4046
Hallo Emiel, ein paar Stellen habe ich herausgefunden, einige sind unsicher und ein paar Stellen fehlen noch. Endlich finde ich heute einen freien Moment, in dem ich wieder einmal schreiben kann. Ich bin sehr viel herum gekommen, ich bin bei der 1. Armee, doch mußten wir zur zweiten, von da zur vierten, wieder züruck zum ersten. Überall paßierten wir und mußten aushelfen. Das Glück war uns hold, wo wir auftraten ???? wieder gut, wohl war es nicht einfach; eine harte Arbeit, schwere Strapazen, ???? ???? manchmal nichts zu essen. Keine Postverbindung, weder verschickten noch bekommen. Denken Sie sich nur heute bekomme ich von einer mir ganz unbekan- ten Dame, eine Frl. M. eine Karte, in der sie von mir Fotografien verlangt, zwar nicht direkte(?), doch sie macht Anspielungen u. meint ich hätte ihr erst eine gesendet. Nicht einmal an die kann ich mich erinnern. Wenn das Frl. wüßte, daß ich Ihnen dies schrieb, so würde sie mich für noch viel über(mü)- tiger halten, als sie es ohne dies schon zu tun scheint. Es tut mir sehr Leid, aber ich kann ihr nicht helfen. Im Übrigen verkäme ich hier, wenn ich allen Damen, die solche Anspielungen machen, gleich Bilder schicken würde. Im Übrigen will ich nicht voreilig sein, u das Frl. bitten, sie möchte mir zuerst ihr Bild schicken, wenn sie mir gefällt, dann will ich es mir wohl/erst(?) überlegen. Ich habe durch meinen Regimentsfotografen sehr schöne Bilder aller Art nehmen lassen, von denen habe ich noch keine einzige versendet. Ich habe nur kleine Amateur- bilder, die mehr oder weniger gut ausgefallen sind, an einzelne gute Bekannte abgegeben, die anderen kommen erst, bis mehr Zeit sein wird. Jetzt sind wir zu sehr gehetzt. Dann werde ich mit Erlauben auch Ihnen welche zu- senden. Herzliche Grüße Handküsse Ihr V Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 28.10.2025 06:51:29 Gelesen: 284156 # 4047
@ volkimal [#4046] Guten Morgen Volkmar, natürlich, ”Strapazen”, jetzt sehe ich es auch. Sehr gut gefunden! Ebenfalls vielen Dank für die übrigen Korrekturen und Lösungen. Einfach großartig! Ich frage mich ernsthaft, ob die Baronin den Text lesen konnte. Ich lege diese Feldpostkarte jetzt zur Seite und werde im Wochenende nochmals versuchen, die letzten Lücken zu schließen. Viele Grüße Emiel
DERMZ Am: 28.10.2025 15:35:51 Gelesen: 283957 # 4048
@ evwezel [#4047] Hallo Emiel und Volkmar ich habe mich auch mal versucht und noch ein paar kleine Korrekturen gesehen oder vielleicht nur ausgedacht ... Endlich finde ich heute einen freien Moment, in dem ich wieder einmal schreiben kann. Ich bin sehr viel herum gekommen, ich bin bei der 1. Armee, doch mußten wir zur zweiten, von da zur vierten, wieder züruck zur ersten. Überall paßierten wir und mußten aushelfen. Das Glück war uns hold, wo wir auftraten ???? wieder gut, wohl war es nicht einfach; eine harte Arbeit, schwere Strapazen, dazwischen manchmal nichts zu essen. Keine Postverbindung, weder verschi cken noch bekommen. Denken Sie sich nur heute bekomme ich von einer mir ganz unbekan- ten Dame, eine Frl. M. eine Karte, in der sie von mir Fotografien verlangt, zwar nicht direkte(?), doch sie macht Anspielungen u. meint ich hätte ihr erst eine gesendet. Nicht einmal an die kann ich mich erinnern. Wenn das Frl. wüßte, daß ich Ihnen dies schrieb, so würde sie mich für noch viel über(mü)- tiger halten, als sie es ohnedies schon zu tun scheint. Es tut mir sehr Leid, aber ich kann ihr nicht helfen. Im Übrigen verkäme ich hier, wenn ich allen Damen, die solche Anspielungen machen, gleich Bilder schicken würde. Im Übrigen will ich nicht voreilig sein, u das Frl. bitten, sie möchte mir zuerst ihr Bild schicken, wenn sie mir gefällt, dann will ich es mir wohl/erst(?) überlegen. Ich habe durch meinen Regimentsfotografen sehr schöne Bilder aller Art machen lassen, von denen habe ich noch keine einzige versendet. Ich habe nur kleine Amateur- bilder, die mehr oder weniger gut ausgefallen sind, an einzelne gute Bekannte abgegeben, die anderen kommen erst, bis mehr Zeit sein wird. Jetzt sind wir zu sehr gehetzt. Dann werde ich mir erlauben auch Ihnen welche zu- senden. Herzliche Grüße Handküsse Ihr V Ich muß auf die Abfertigung warten, zeitlich früh gehts weiter! Viele Grüße Olaf ----
volkimal Am: 28.10.2025 17:04:55 Gelesen: 283906 # 4049
@ DERMZ [#4048] Hallo zusammen, habe gerade eine Idee für das fehlende Wort in der fünften Zeile: "wo wir auftraten gelangs wieder gut" Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 28.10.2025 18:12:23 Gelesen: 283868 # 4050
@ DERMZ [#4048] @ volkimal [#4049] Hallo Olaf und Volkmar, langsam aber sicher kommen wir voran! Ich bin völlig einverstanden mit den Korrekturen für Text 2. „ohnedies“ ist ebenfalls richtig. Und Volkmar, “gelangs” ist ein Volltreffer! „dazwischen“ wäre vom Sinn her eine gute Lösung, aber passt m.E. leider nicht zum Schriftbild. Vielen lieben DANK für Eure Hilfe! Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 28.10.2025 18:44:19 Gelesen: 283840 # 4051
@ evwezel [#4050] Hallo Emiel, ich hatte mir das "dazwischen" nicht angesehen. Du hast recht, das Schriftbild passt nicht richtig. Ich habe es jetzt einmal über die einzelnen Buchstaben versucht. Das Wort hinter Strapazen fängt evtl. mit einem "R" an - siehe "Regimentsfotografen". Der dritte Buchstabe müsste ein "g" sein. Was hältst Du von "eine harte Arbeit, schwere Strapazen, Regen ???? manchmal nichts zu essen". Das fehlende Wort könnte "aber" sein, dazu passen aber nicht die beiden Striche, die wie die Striche über "ä, ö oder ü" aussehen. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 28.10.2025 20:02:09 Gelesen: 283794 # 4052
@ volkimal [#4051] Hallo Volkmar, an “Regen” habe ich nicht gedacht, aber diese Lösung bringt mich auf eine Idee für das zweite Wort. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieses Wort auf “älte” endet. Was hältst Du von “Regen(,) Kälte(,) manchmal nichts zu essen.”? Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 28.10.2025 20:47:16 Gelesen: 283768 # 4053
@ evwezel [#4052] Lieber Emiel, super - das passt! Gemeinsam sind wir stark! Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 28.10.2025 22:15:15 Gelesen: 283728 # 4054
@ volkimal [#4053] Lieber Volkmar, da stimme ich Dir voll und ganz zu! Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 29.10.2025 14:40:48 Gelesen: 283321 # 4055
Liebe Sammlerfreunde, die Geschichte von Franz Freiherr Wolf-Schneider von Arno geht heute weiter. Ich zeige Euch diesmal zwei Feldpostkarten die zusammengehören. Es ist ein kleines Wunder, dass sie überhaupt erhalten geblieben sind. Zum Glück sind diese Feldpostkarten ziemlich einfach zu lesen, obwohl ich mir an einigen Stellen nicht 100% sicher bin. Außerdem ist es mir ein Rätsel, was Franz mit dem Satz (…) allerdings wäre der ganze Zauber noch einer ganz bedeutenden Steigerung fähig. gemeint hat. Vielleicht habe ich hier doch etwas falsch gelesen. Viele Grüße Emiel --- Feldpostkarte 1 Feldpostkarte 2 Ich lese: Feldpostkarte 1 Liebe Baronesse Dagi! I 26.5.15. Eine schwere aber sehr schöne Woche wieder hinter uns. Wir haben die weichen- den Russen vervolgt u. glaubten täglich den Platz, wo wir unser müdes Haupt zur Ruhe legen wollen, erst erkämpfen zu müßen, doch die ersten 3 Tage ging alles ruhig zu, erst am 4. Tag wurden wir beim Austritt aus der Ortschaft von russ. Inf-Feuer empfangen; also mit Artillerie antworten u. so kam eins übers andere, bis das Gefecht im Gange war u. volle 2 Tage, Tag u. Nacht währte[1]. In der ersten Nacht hatte ich nicht ein Mal den Mantel bei mir, habe nur ( tot?) schlafen können u. das auf der blanken Erde, am nächsten Tag hatte ich schon Mantel u. Schlafsack, aber keine Zeit zu schlafen, so gings weiter. Vom 6. auf den 7. Tag sind die Russen bei uns eingebrochen, doch meine Kanonen vom linken Flügel haben sie schauderhaft zurückgeputzt(?). Die nächste und letzte Kampfnacht war die ( kritischester?). Russen brachen wieder ein, die Stimmung bei der Infanterie keine gute, viele ( brave?) u. wackere[2] Offiziere gefallen, das Aushalten fast unmöglich, Rückzugsbefehl in der Tasche wird aber nicht ausgegeben. Ich lasse mit allen Geschützen die Russen bekämpfen, der Wold durch den die R(ussen) ( vorwollen?), wird heftig unter Artfeuer[3] genommen, bis endlich die Nachricht kommt, der Wold ist voll von russ Leichen, eben so liegen die Russen zu Tausenden vor unserer Front, alles durch die Artillerie. Nächsten Tag sehen wir eine Menge russ. Gefangenen u. die Inf[4] bedankt sich bei uns für das Rückgrat u. für die Hilfe. Ein erhebenes Gefühl, wir haben uns behauptet. Fortsetzung auf der Nächsten. Feldpostkarte 2 II Jetzt liege ich einige Schritte von unserem Gefechtsstandpunkt in einer kleinen Schlucht, mit Laubbäumen herrlich bewachsen, meist himmlische Ruhe, nur hie u. da ein Schuß von uns auf d. Russen oder umgekehrt ein Schrapnell über unsere Kopfe, doch das sind wir schon gewöhnt. Diese Schlucht[5] ist reizend, im herrlichen Maien-Mondschein geradezu entzückend ! Sie erinnert mich immer an die Schlucht in Carmen , nur ist leider od(er). vielleicht Gott sei Dank keine Carmen[6] hier; meine Adjutanten schwärmen hier, in der mondstillen, fast feenhaften Einsamkeit. An den Wänden der Schlucht sind unsere Wohnungen in Erdhöhlen reizend eingegraben, mit Laubrank maskiert, die Ruhestätte ist ein ausgeschnittener Lehmblock, mit Strohlocher. Wenn ich dann so im Schlafsack liege u. der Mond durch das Laubwerk guckt, so ist es geradezu paradiesisch, allerdings wäre der ganze Zauber noch einer ganz bedeutenden Steigerung fähig. Eine Carmen dürfte es nicht sein, die ist unverläßlich, ohne früher mein: „vielleicht Gott sei Dank!”. - Soeben werde ich fotografiert, wenn das Bild gut ausfällt, sende ich Ihnen eines, mein schwärmerisches[7] Adjutant knipft es ab. - Hoffentlich bleibt uns das Kriegsglück u. das Wetter hold, dann wollen wir mit unseren Feinden schon fertig werden. Alles Herzliches bei Ihnen zu Hause, schreiben Sie mir bald wieder denn ohne Nachrichten wirkt die holdeste Einsamkeit schauderhaft. Handküsse Ihr ergebener V(…) Absender K.u.K. Oberstleutnant des Artilleriestabes Franz Freiherr Wolf-Schneider von Arno [8] K.u.K. Feldkanonenregiment Nr. 2 Feldpost Nr. 52 Anschrift Baronesse Dagmar Nikolic Zagreb Gajeva 6 Feldpoststempel K.u.K. FELDPOST(AM?)T 52 26 V. 15 Feldpostvermerk Feldpostkorrespondenzkarte [1] währen = anhalten, dauern, durchgehen [2] wacker = tapfer [3] Artilleriefeuer [4] Infanterie [5] Schlucht = Abgrund [6] Oper Carmen von Georges Bizet. “Hier in der Felsenschlucht”: Nur mutig die Schlucht hinab, ihr Kameraden, dem, der waget, reicher Lohn gebührt. Doch behutsam auf rauhen Pfaden, ein falscher Tritt zum Abgrund führt. Siehe https://youtu.be/dVLOX65bUyg. [7] Die Rechtschreibung is doch "mein schwärmerischer Adjutant??? [8] Freundliche Mitteilung von Karl Kallis, Vorsitzender der ARGE Österreich-Ungarn: “ Franz Freiherr Wolf-Schneider von Arno wurde mit 1.11.1913 zum Oberstleutnant befördert und war vor dem Krieg 1914 dem Generalartillerieinspektor Feldzeugmeister Erzherzog Leopold Salvator im Kriegsministerium - im Korps-Kommandogebäude Wien 1., Liebiggasse 6 bzw. Universitätsstr. 7 zugeteilt. An Auszeichnungen besaß er 1914, also noch vor dem Krieg: Militärverdienstkreuz, Bronzene Jubiläumsmedaille für die bewaffnete Macht 1898, Jubiläumskreuz 1908. Im Mai 1915 befand sich die Einheit (k.u.k. Feldkanonenregiment Nr. 2) im Raum von Polen. Nachdem das Feldpostamt 52 zuständig war, nahm die Einheit wahrscheinlich an der Durchbruchsschlacht 2.5. bis 8.5.1915 bei Gorlice teil. 11.5. bis 15.5. Vorrückung am nördlichen Weichselufer, 15. bis 22.5. Schlacht Opatow und 24.5. bis 4.6.1915 Schlacht bei Przemysl. Dies nach Aufzeichnungen des Feldpostamtes 52.”
DERMZ Am: 29.10.2025 16:08:01 Gelesen: 283272 # 4056
@ evwezel [#4055] Hallo Emiel meine Korrekturen, wo ich meine, das das Richtig sei: Feldpostkarte 1 Liebe Baronesse Dagi! I 26.5.15. Eine schwere aber sehr schöne Woche wieder hinter uns. Wir haben die weichen- den Russen vervolgt u. glaubten täglich den Platz, wo wir unser müdes Haupt zur Ruhe legen wollen, erst erkämpfen zu müßen, doch die ersten 3 Tage ging alles ruhig zu, erst am 4. Tag wurden wir beim Austritt aus der Ortschaft von russ. Inf-Feuer empfangen; also mit Artillerie antworten u. so kam eins übers andere, bis das Gefecht im Gange war u. volle 2 Tage, Tag u. Nacht währte[1]. In der ersten Nacht hatte ich nicht ein Mal den Mantel bei mir, habe nur 20' (1) schlafen können u. das auf der blanken Erde, am nächsten Tag hatte ich schon Mantel u. Schlafsack, aber keine Zeit zu schlafen, so gings weiter. Vom 6. auf den 7. Tag sind die Russen bei uns eingebrochen, doch meine Kanonen vom linken Flügel haben sie schauderhaft zurückgeputzt. Die nächste und letzte Kampfnacht war die Kritischeste. Russen brachen wieder ein, die Stimmung bei der Infanterie keine gute, viele ( brave?) u. wackere[2] Offiziere gefallen, das Aushalten fast unmöglich, Rückzugsbefehl in der Tasche wird aber nicht ausgegeben. Ich lasse mit allen Geschützen die Russen bekämpfen, der Wald durch den die R(ussen) vorwollen, wird heftig unter Artfeuer[3] genommen, bis endlich die Nachricht kommt, der Wald ist voll von russ Leichen, eben so liegen die Russen zu Tausenden vor unserer Front, alles durch die Artillerie. Nächsten Tag sehen wir eine Menge russ. Gefangenen u. die Inf[4] bedankt sich bei uns für das Rückgrat u. für die Hilfe. Ein erhebenes Gefühl, wir haben uns behauptet. Fortsetzung auf der Nächsten. (1) - gemeint sind 20 Minuten ./. Feldpostkarte 2 II Jetzt liege ich einige Schritte von unserem Gefechtsstandpunkt in einer kleinen Schlucht, mit Laubbäumen herrlich bewachsen, meist himmlische Ruhe, nur hie u. da ein Schuß von uns auf d. Russen oder umgekehrt ein Schrapnell über unsere Kopfe, doch das sind wir schon gewöhnt. Diese Schlucht[5] ist reizend, im herrlichen Maien-Mondschein geradezu entzückend ! Sie erinnert mich immer an die Schlucht in Carmen , nur ist leider od(er). vielleicht Gott sei Dank keine Carmen[6] hier; meine Adjutanten schwärmen hier, in der mondstillen, fast feenhaften Einsamkeit. An den Wänden der Schlucht sind unsere Wohnungen in Erdhöhlen reizend eingegraben, mit Laubrank maskiert, die Ruhestätte ist ein ausgeschnittener Lehmblock, mit Strohlocher. Wenn ich dann so im Schlafsack liege u. der Mond durch das Laubwerk guckt, so ist es geradezu paradiesisch, allerdings wäre der ganze Zauber noch einer ganz bedeutenden Steigerung fähig. Eine Carmen dürfte es nicht sein, die ist unverläßlich, ohne früher mein: „vielleicht Gott sei Dank!”. - Soeben werde ich fotografiert, wenn das Bild gut ausfällt, sende ich Ihnen eines, mein schwärmerischer Adjutant knipst es ab. - Hoffentlich bleibt uns das Kriegsglück u. das Wetter hold, dann wollen wir mit unseren Feinden schon fertig werden. Alles Herzliches bei Ihnen zu Hause, schreiben Sie mir bald wieder denn ohne Nachrichten wirkt die holdeste Einsamkeit schauderhaft. Handküsse Ihr ergebener V(…) Was könnte V gemaint haben mit "(…) allerdings wäre der ganze Zauber noch einer ganz bedeutenden Steigerung fähig." ? Ich habe zwei Ideen, die eine es hätte ganz schlimm sein können ohne die unerwartete Romantik oder aber es war noch nicht romantisch genug, er hätte gerne noch eine Steigerung der Romantik erlebt. Viele Grüsse Olaf
evwezel Am: 29.10.2025 17:16:05 Gelesen: 283243 # 4057
@ DERMZ [#4056] Hallo Olaf, vielen lieben Dank für Deine Korrekturen und Deine Erklärung! Hier sieht man wie wichtig das Korrekturlesen ist. Man sieht nach einer weile die eigenen Fehler einfach nicht mehr. Keine Ahnung, warum ich “Wald” als “Wold” gelesen habe… 😄 Auf “20' “ (20 Minuten) wäre ich nie gekommen… Sehr gut gesehen, Olaf! Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 29.10.2025 19:44:15 Gelesen: 283146 # 4058
Liebe Sammlerfreunde, ich langweile Euch noch einmal mit einer Feldpostkarte von Freiherr Wolf-Schneider von Arno. Leider habe ich keine Ahnung, auf welcher Heeresabteilung sich die Abkürzung „G?tbskps” bezieht (ich vermute, “kps” steht für “Korps”, aber das bringt uns nicht viel weiter). Hatte Feldmarschall Erzherzog Friedrich tatsächlich einen Flügeladjutant mit dem Namen „Franz Freiherr von Moor“? Ich würde mich freuen auf einen Hinweis. Viele Grüße Emiel --- Liebe Baronesse Dagi! 7.5.15- Morgen ist der 8.- Heute schrieb ich auch einen Brief an Ihre Mama, ich glaube, daß er später als die Karte ankommen wird. Neulich hatten wir hohen Besuch. Seine KuK Hoheit EH[1] Friedrich[2] war bei uns hat sich alles angesehen. Als Begleiter war Oberst des ( G?tbskps?) Franz Frhrr.[3] von Moor, Flügeladjutant mit. Der hohe Besuch hat sich lebhaft für Alles interessiert. – Wir haben die letzten Tage schwer u ernst gekämpft, aber mit Erfolg. Jetzt sind wir recht abgespannt. Aber schön ist es, leider fehlt die holde Weiblichkeit ganz, nichts als raues Kriegervolk u. ich bin mit meinen 32 Geschützen Massenmörder. Hoffentlich wird bald ein siegreiches Ende, dann werde ich, so Gott will, viel Interessantes erzählen können. Alles Herzliches zu Hause, besten Grüße u Handkuß Ihr Vi [1] EH = Erzherzog [2] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_von_%C3%96sterreich-Teschen [3] Freiherr
volkimal Am: 29.10.2025 21:30:11 Gelesen: 283083 # 4059
@ evwezel [#4055] Hallo Emiel, heute waren wir mit einer Gruppe unterwegs und haben Pilze gesucht und hinterher zubereitet (hauptsächlich Maronen). Daher erst jetzt ein paar Änderungsvorschläge von meiner Seite: Liebe Baronesse Dagi! I 26.5.15. Eine schwere aber sehr schöne Woche wieder hinter uns. Wir haben die weichen- den Russen vervolgt u. glaubten täglich den Platz, wo wir unser müdes Haupt zur Ruhe legen wollen, erst erkämpfen zu müßen, doch die ersten 3 Tage ging alles ruhig zu, erst am 4. Tag wurden wir beim Austritt aus der Ortschaft von russ. Inf-Feuer empfangen; also mit Artillerie antworten u. so kam eins übers andere, bis das Gefecht im Gange war u. volle 2 Tage, Tag u. Nacht währte[1]. In der ersten Nacht hatte ich nicht einmal den Mantel bei mir, habe nur 20I schlafen können u. das auf der blanken Erde, am nächsten Tag hatte ich schon Mantel u. Schlafsack, aber keine Zeit zu schlafen, so gings weiter. Vom 6. auf den 7. Tag sind die Russen bei uns eingebrochen, doch meine Kanonen vom linken Flügel haben sie schauderhaft zurückgeputzt. Die nächste und letzte Kampfnacht war die kritischeste. Russen brachen wieder ein, die Stimmung bei der Infanterie keine gute, viele ( brave?) u. wackere[2] Offiziere gefallen, das Aushalten fast unmöglich, Rückzugsbefehl in der Tasche wird aber nicht ausgegeben. Ich lasse mit allen Geschützen die Russen bekämpfen, der Wald durch den die R(ussen) vorwollen, wird heftig unter Artfeuer[3] genommen, bis endlich die Nachricht kommt, der Wald ist voll von russ Leichen, eben so liegen die Russen zu Tausenden vor unserer Front, alles durch die Artillerie. Nächsten Tag sehen wir eine Menge russ. Gefangene u. die Inf[4] bedankt sich bei uns für das Rückgrat u. für die Hilfe. Ein erhebenes Gefühl, wir haben uns behauptet. Fortsetzung auf der nächsten K. II Jetzt sitze ich einige Schritte von unserem Gefechtsstandpunkt in einer kleinen Schlucht, mit Laubbäumen herrlich bewachsen, meist himmlische Ruhe, nur hie u. da ein Schuß von uns auf d. Russen oder umgekehrt ein Schrapnell über unsere Köpfe, doch das sind wir schon gewöhnt. Diese Schlucht[5] ist reizend, im herrlichen Maien-Mondschein geradezu entzückend ! Sie erinnert mich immer an die Schlucht in Carmen , nur ist leider od(er). vielleicht Gott sei Dank keine Carmen[6] hier; meine Adjutanten schwärmen hier, in der mondstillen, fast feenhaften Einsamkeit. An den Wänden der Schlucht sind unsere Wohnungen in Erdhöhlen reizend eingegraben, mit Laubrank maskiert, die Ruhestätte ist ein ausgeschnittener Lehmblock, mit Stroh lacher. Wenn ich dann so im Schlafsack liege u. der Mond durch das Laubwerk guckt, so ist es geradezu paradiesisch, allerdings wäre der ganze Zauber noch einer ganz bedeutenden Steigerung fähig. Eine Carmen dürfte es nicht sein, die ist unverläßlich, daher früher mein: „vielleicht Gott sei Dank!”. - Soeben werde ich fotografiert, wenn das Bild gut ausfällt, sende ich Ihnen eines, mein schwärmerischer Adjutant knipst es ab. - Hoffentlich bleibt uns das Kriegsglück u. das Wetter hold, dann wollen wir mit unseren Feinden schon fertig werden. Alles Herz liche bei Ihnen zu Hause, schreiben Sie mir bald wieder denn ohne Nachrichten wirkt die holdeste Einsamkeit schauderhaft. Handküsse Ihr ergebener V(…) Was die Abkürzung "G?tbskps?" bedeutet, weiß ich auch nicht. Bei Google komme ich mit dem Freiherrn von Moor auch nicht weiter. Ich lande immer bei Schillers Werk "Die Räuber". Der passt aber hier nicht hin. Auf der Karte hast Du aber übersehen, dass noch zwei Zeilen kopfüber geschrieben waren. Hier sind sie: Vor ??? einem Jahr gings nach Zagreb wie schön u. wie bald vorüber. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 29.10.2025 22:14:19 Gelesen: 283044 # 4060
@ volkimal [#4059] Hallo Volkmar, hoffentlich werden die Pilze gut schmecken! Vielen Dank für Deine Korrekturen. Du hast recht, ich habe die zwei Zeilen völlig übersehen! Könnte das fehlende Wort “beiläufig” sein?: Vor beiläufig einem Jahr gings nach Zagreb Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 29.10.2025 22:28:00 Gelesen: 283028 # 4061
@ evwezel [#4060] Hallo Emiel, "beiläufig" passt vom Schriftbild. Darauf bin ich nicht gekommen. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 30.10.2025 06:23:14 Gelesen: 282833 # 4062
@ volkimal [#4061] Guten Morgen Volkmar, es gab eine Korrektur, die mir noch nicht ganz deutlich war. Was sind “Strohlacher”? Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 30.10.2025 08:55:39 Gelesen: 282757 # 4063
@ evwezel [#4062]

Hallo Emiel,

keine Ahnung! Beim Wort "Strohlacher(?)" hatte ich das Fragezeichen vergessen. "Strohlocher" kenne ich allerdings auch nicht und das Schriftbild passt nicht ganz.

Ich habe nach Synonymen für Strohbund = Strohgarbe gesucht, aber da gibt es nichts in die Richtung von Strohlacher. Strohlager würde passen, aber der Absender hat sonst ein gutes Deutsch, benutzt keine Wörter aus einem Dialekt und macht eigentlich keine Rechtschreibfehler.

Viele Grüße
Volkmar
DERMZ Am: 30.10.2025 10:01:48 Gelesen: 282707 # 4064
@ volkimal [#4063] Guten Morgen, im englischen sagt man gerne "KISS" - keep it simple and stupid. Das ist genau mein Metier, Simpel und Einfach. Ich lese auch "Strohlacher", kann es mir nur so erklären, daß er ein "Strohlager" meinte, warum er es mit "ch" schreibt, das bleibt sein unergründbares Geheimnis. Aber wie gesagt, ich bin einfach gestrickt. Viele Grüße Olaf
evwezel Am: 30.10.2025 11:42:06 Gelesen: 282654 # 4065
@ DERMZ [#4064] Hallo Olaf, ich denke, Du hast die Lösung gefunden! Und eigentlich gibt es auch gar kein Geheimnis. Franz hat einfach „Strohlager“ geschrieben statt „Strohlacher“. Die Buchstaben „ag“ sind ganz ähnlich zu den Buchstaben “ag” im Wort “Tage”: Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 30.10.2025 13:15:21 Gelesen: 282603 # 4066
@ evwezel [#4065] Hallo Emiel, du hast recht, es heißt Strohlager. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 01.11.2025 17:04:55 Gelesen: 281351 # 4067
Liebe Sammlerfreunde, ich zeige Euch wieder eine Feldpostkarte von Franz Freiherr Wolf-Schneider, geschrieben am 29. September 1915. Den Satz “ Von den Baronessen(?) besten Dank für die Grüße und deren gehorsamste Erwiderung.” finde ich ganz merkwürdig. Habe ich hier etwas falsch gelesen? Ich habe den Eindruck, dass die erwähnten “Baronessen” Pferde sind... Werde ich langsam verrückt? Leider ist die zweite Postkarte mit der Fortsetzung dieser Geschichte für immer verloren gegangen. Viele Grüße Emiel --- Ich lese: Liebe Baronesse Dagmar! 29.7.15. Erst heute komme ich dazu Ihnen für Ihre beiden Karten vom 8. u. 11.7. bestens zu danken; die vom 11. erhielt ich früher, als die vom 8. Unsere Post funktioniert nur jeden zweiten Tag und da mit Hindernissen.- Wir haben jetzt wieder schwere Kämpfe hinter uns, momentan ist vor unserer unmittel(-) baren Front Ruhe, nur unser rechter Nachbar wird fortwährend angegriffen u da müßen wir aushalten. Sie waren also in Wien, das glaube ich Ihnen gerne, daß es schön war, aber hier ist es noch schöner, wenn uns der liebe Gott beisteht.- Sehr gerne würde ich recht viele Beutepferde mitbringen wollen, doch ein Erlaß verbietet es, ich habe ohnedies 5 Pferde u. soll nur 4. haben. Von den Baronessen(?) besten Dank für die Grüße und deren gehorsamste Erwiderung. Es sind 4 Baronessen, der 5te ist sehr herzig. Jetzt werden sie diese Karte befördern, da die Post weit hinter uns ist. Die Ernte steht auch hier sehr gut, doch kann sie im Gefechtsraum nicht einge- bracht werden. Ja! Eine interessante Episode muß ich Ihnen noch erzählen. Absender K.u.K. Oberstleutnant des Artilleriestabes Franz Freiherr Wolf-Schneider von Arno K.u.K. Feldkanonenregiment Nr. 2 Feldpost Nr. 52 Text: „Heute 3 Karten“ Anschrift Baronin Dagmar Nikolic Zagreb Gajeva 6 Feldpoststempel K.u.K FELDPOSTAMT 52 29. VII (nicht lesbar) Briefstempel * K.u.K. FELDKANONENREGIMENT Nr. 2 Feldpostvermerk Feldpostkorrespondenzkarte
volkimal Am: 01.11.2025 17:35:48 Gelesen: 281323 # 4068
@ evwezel [#4067] Hallo Emiel, ein paar Kleinigkeiten: Unsere Post funktioniert jetzt nur jeden zweiten Tag nur unser rechter Nachbar wird fortwährend angegriffen u da müßen wir aus helfen. Ich lese auch 5 Baronessen. Seltsam ist aber, dass es dann heißt: "Es sind 4 Baronessen, der 5te ist sehr herzig" Absender K.u.k. Oberstleutnant des Artilleriestabes Franz Freiherr Wolf-Schneider von Arno k.u.k. Feldkanonenregiment Nr. 2 Feldpost Nr. 52 Anschrift Baronin Dagmar Nikolić. (der Akzent über dem "c" fehlt) Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 01.11.2025 18:26:26 Gelesen: 281300 # 4069
@ volkimal [#4068] Hallo Volkmar, vielen Dank, diese Kleinigkeiten werde ich mir merken. Ich bin offensichtlich ein bisschen schlampig gewesen. Wenn Du das auch so liest, bin ich beruhigt und es kann “Baronessen” stehen bleiben. Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 01.11.2025 18:52:43 Gelesen: 281286 # 4070
Lieber Sammlerfreunde, Freiherr Wolf-Schneider lässt hier noch einmal von sich hören. Auch hier vermute ich, dass „Debatte“ und „Szikra“ Pferdenamen sind. Ich bin mir nur nicht ganz sicher, ob „Empfehlungen“ am Ende des Textes richtig ist. Viele Grüße Emiel --- Ich habe Folgendes gelesen: Liebe Baronesse Dagi! 14.4.15 Herzlichen Dank für Ihre liebe Karte vom 7.4., die ich heute erhalten habe. Auch danke ich Ihnen bestens für Ihre guten Wünsche, leider sind die Erfolge nur im Kleinen u. haben keine besondere Bedeutung für das große Ganze. Das eine Mal hatte ich auch Glück gehabt, doch seit der Zeit hat sich nichts besonders mehr ereignet. Und was das Übrige anbelangt haben Sie leicht zu reden, und haben es leicht böse zu sein oder es zu werden. Sie sind außerhalb, aber ich stecke drinnen! - Doch genug von dem.- - - Die Debatte war 14 Tage undienstbar, sie hat sich bei dem schweren tiefen Boden vermutlich an einem Glasscherben od. Stück Blech (leere Konserven- Büchse) einen tiefen Schnitt im linken Fessel zugezogen gehabt, Gott sei Dank ist alles wieder in Ordnung. Die Szikra ist sehr brav, war auch einmal unser Schutzengel, eine merkwürdige Geschichte die ich Ihnen so Gott will einmal erzählen werde. Wenn sich dieser Zwischenfall nicht ereignet hätte, wären wir (ich samt meinen Stab) von der russischen Artillerie zusammengeschossen worden. Ich natürlich denke an noch einen Talisman, den ich mithabe. Im Übrigen ist es sehr interessant. - - Wie gehts Ihnen u. zu Hause? - Mein genädigster Herr soll demnächst herkommen. Ich freue mich schon unendlich darauf. Viele herzliche Grüße Handküsse auch an Mama u Schwester, (Empfehlungen?) an Papa Ihr erg(ebener) V.
volkimal Am: 01.11.2025 19:51:19 Gelesen: 281265 # 4071
@ evwezel [#4070] Hallo Emiel, auch ich gehe bei „Debatte“ und „Szikra“ von Pferdenamen aus. Empfehlungen stimmt. Eime einzige Kleinigkeit ist mir aufgefallen. Es heißt "Konserven- büchse". Dabei ist das zweite Wort klein geschrieben. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 01.11.2025 20:00:12 Gelesen: 281259 # 4072
Hallo Emiel, die letzte Karte hat mich auf eine Idee gebracht.Auf der Karte heißt es: "ich habe ohnedies 5 Pferde u. soll nur 4. haben. Von den Baronessen besten Dank für die Grüße und deren gehorsamste Erwiderung. Es sind 4 Baronessen, der 5te ist sehr herzig." Kann es sein, dass er mit den Baronessen seine Pferde (Stuten) meint? Die Anzahl würde zumindest stimmen. Ich weiß allerdings nicht, ob sich Pferde für Grüße bedanken können. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 01.11.2025 20:19:16 Gelesen: 281250 # 4073
@ volkimal [#4072] Hallo Volkmar, das ist genau, was ich ursprünglich in meinem Beitrag [#4067] vorschlug: “Ich habe den Eindruck, dass die erwähnten “Baronessen” Pferde sind...“ Ich war mir aber nicht sicher und dachte, dass diese Lösung ein bisschen weit hergeholt war. Aber Du bist offensichtlich auf dieselbe Idee gekommen! Dann könnte es doch stimmen… Vielen Dank für Deine Korrektur! Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 05.11.2025 13:41:02 Gelesen: 279625 # 4074
Liebe Sammlerfreunde, es fällt mir schwer zu sagen, dass ich diesmal überfordert bin. Obwohl ich es stundenlang versucht habe, kann ich diese Handschrift nicht völlig entziffern. Hat jemand von Euch vielleicht einen Geistesblitz? Viele Grüße Emiel Feldpost 173 (siehe http://www.smirice.eu/rakousko/technika.htm): --- Lb. Hermes! Wieder eine(?) Woche ohne 12. Januar 16 Nachricht, das macht mich stets sehr nervös. Hoffe Du bist gesund u wo(h)l auf. Auch mir geht es gut, ich hab(e) jetzt viel zu tun ich reise den 21, um 7 Uhr früh geht der Zug mitten in der Tage. (schrecklich.) schreibe mir daher bis auf weiteres direkt nach München Wag- müllerstr.[1] 12 (…) Hermes! Bitte! Neues(?) gibts nichts was Du nicht auch wußtest. Hörst Du etwas von Deinen Brüdern(,) bekommst Du Nachricht von zu Hause? Hast Du meine Briefe bekommen?. Im Februar möchten(?) alle(?) alte (…) (ein?)- .hoffentlich bekommst Du Deinen (…) – im(?) (…)! Schreibe mir bald u. oft – bevor ich fahre bekommst du noch Nachricht! Kussi(??)-Kussi u. noch ein Kussi - Sylvette Absender S.W. (…) VI l(inke). Wienzeile 52 Anschrift Herrn Hermes di Demetrio k.k. Kadett im F.K.R.[2] 5 Batterie 6. Feldpost 173 Tagesstempel WIEN 56 12.I.16 – 8 * 4 * [1] Die Wagmüllerstraße in München war situiert zwischen Liebig- und Prinzregentenstraße. Siehe https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb00092433?page=1274,1275. [2] Vermutlich Feldkanonenregiment.
DERMZ Am: 05.11.2025 14:08:32 Gelesen: 279613 # 4075
@ evwezel [#4074] Hallo Emiel das Datum würde ich separat in die erste Zeile setzen, es hat mit dem eigentlichen Text nichts zu tun 12. Jnauar 16 Lb. Hermes! Wieder eine Woche ohne Nachricht, das macht mich stets sehr nervös. Hoffe Du bist gesund u wo(h)l auf. Auch mir geht es gut, ich hab(e) jetzt viel zu tun ich reise den 21, um 7 Uhr früh geht der Zug mitten in der Jause (1) - (schrecklich.) schreibe mir daher bis auf weiteres direkt nach München Wag- müllerstr. 12 (…) Hermes! Bitte! Neues gibts nichts was Du nicht auch wußtest. Hörst Du etwas von Deinen Brüdern bekommst Du Nachricht von zu Hause? Hast Du meine Briefe bekommen?. - Im Februar rücken alle alte G ein - hoffentlich bekommst Du Deinen (…) – im März! Schreibe mir bald u. oft – bevor ich fahre bekommst du noch Nachricht! Kussi(??)-Kussi u. noch ein Kussi - Sylvette (1) Eine Jause (auch Jausenbrot, aus dem Slowenischen južina für Mittagessen bzw. mala južina für Zwischenmahlzeit) bedeutet in Österreich eine kleine Zwischenmahlzeit Ist nur so eine Idee... Viele Grüsse Olaf
evwezel Am: 05.11.2025 14:49:23 Gelesen: 279584 # 4076
@ DERMZ [#4075] Hallo Olaf, vielen Dank! "Jause" ist bestimmt eine sehr einfallsreiche Lösung, aber ich glaube nicht dass sie richtig ist. Der dritte Buchtstabe ist m. E. kein "u"- der Strich (Bogen) über dem "u" fehlt hier. Ich denke eigentlich, dass hier "mitten in der Nacht" steht. Sylvette schreibt das "N" sehr merkwürdig. Zum Beispiel, schau Dir mal das Wort "Nachricht" an. Das "N" sieht hier ganz ähnlich aus. "rücken" könnte sehr gut stimmen! Viele Grüße Emiel
DERMZ Am: 05.11.2025 14:56:07 Gelesen: 279575 # 4077
@ evwezel [#4076] Lieber Emiel, dann vergleiche doch mal Jause mit Januar, mir erscheint es sehr ähnlich, aber das bedeutet wirklich ganz und gar nichts. Viele Grüsse Olaf
evwezel Am: 05.11.2025 15:06:47 Gelesen: 279566 # 4078
@ DERMZ [#4077] Hallo Olaf, das stimmt, aber ich vermute dass die Monatsnamen mit lateinischen Buchstaben geschrieben wurden. Ganz sicher bin ich mir aber auch nicht. Zunächst habe ich noch einige Bemerkungen: 1) "Im Februar rücken alle alte G ein" Vielleicht muss das "G" ein "Z" sein: Im Februar rücken alle alte Z(ivilisten) ein AI sagt nämlich Folgendes: " Im Februar 1916 fanden in Wien Einberufungen zum Militärdienst für die Geburtsjahrgänge 1868, 1869, 1870 und 1871 statt. Diese Einberufungen wurden durch das Magistrate der Reichshaupt- und Residenzstadt Wien als politischer Behörde öffentlich bekannt gegeben. Die Kundmachungen erfolgten kurz nach dem Beginn der Schlacht von Verdun am 21. Februar 1916." Ob das zuverlässig ist, muss ich noch überprüfen. Und natürlich könnte es auch immer noch "Im Februar rücken alle alte G(eburtsjahrgänge) ein" sein. --- 2) Jetzt hat es auf einmal "klick" gemacht: hoffentlich bekommst Du Deinen Urlaub – im März! Das Wort "Urlaub" wurde hier ganz schmierig geschrieben. Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 06.11.2025 09:09:56 Gelesen: 279221 # 4079
@ evwezel [#4074] Hallo Emiel, mein PC ist in der Werkstatt, daher die verspätete Meldung von ein paar Kleinigkeiten. Sylvette hat wohl gerne lange geschlafen, denn: 12. Januar 16 Lb. Hermes! Wieder eine Woche ohne Nachricht, das macht mich stets sehr nervös. Hoffe Du bist gesund u wo(h)l auf. Auch mir geht es gut, ich hab(e) jetzt viel zu tun ich reise am 21, um 7 Uhr früh geht der Zug mitten in der Nacht - (schrecklich.) schreibe mir Absender S.W. Wien VI l(inke). Wienzeile 52 Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 06.11.2025 17:42:27 Gelesen: 279127 # 4080
@ volkimal [#4079] Hallo Volkmar, vielen Dank! Ich sehe auch, dass Du mit meiner Transkription “Nacht” [https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=377961 ] einverstanden bist. Super! Hoffentlich ist nichts Schlimmes passiert mit Deinem PC. Einen schönen Abend wünscht Dir Emiel
evwezel Am: 12.11.2025 19:57:10 Gelesen: 276221 # 4081
Liebe Sammlerfreunde, manchmal wird gesagt, dass Frauen eine schönere Handschrift haben als Männer. Das gilt leider nicht für die folgende Feldpostkarte, die am 30. Oktober 1915 von Johannisburg (Ostpreussen) nach Bremervörde verschickt wurde. Diese gekritzelte Handschrift ist kaum lesbar. Für Hinweise wäre ich sehr dankbar! Hier ist was meine Wenigkeit bisher entziffert hat: --- Textseite Johannisburg (Ostpr) Reservelazarett Volksschule Mein liebes Fräulein Wendebourg, recht herzliche Segenswünsche u. Grüße zu Ihrem Geburtstage! Nun er- leben Sie schon zum 2ten Male diesen Tag im Kriege. Wollte doch Gott bald ein Ende ma- chen(?) u. uns den ersehnten Frieden schenken! Hoffentlich geht es Ihnen gut u. haben Sie immer gute Nachrichten von Ihren Lieben gehabt. Sie wissen gewiß, daß ich seit Mitte Aug(ust). hier arbeite. Die Verhältnisse sind hier beinahe russisch zu nennen u. war das Einleben schwer da ich aus so schönen geordneten Fortsetzung Text Anschriftseite Verhältnissen kam. Vorige Woche sind 5 Schwestern von uns nach Serbien ge- kommen u. wir anderen(?) warten auch nach u. nach unsere Abrufung ab. Stets müssen wir uns reisefertig halten, zwei Schwestern von unserer Station(?) kamen vorigen Freitag fort, an demselben Tage zogen wir (das ganze Lazarett) um u. dazu kamen 12 Zugänge(?) u. ich war allein bei den 60 Kranken. Hier geht aber alles. Jetzt ist eine Schw(ester). zur Hilfe(?) gekommen u. nächstens kommt die dritte(?). Herzliche Grüße Ihnen u. alles Gute für das (…) Jahr wünscht Ihnen Ihre Emma ??? --- Anschrift Fräulein Anna Wendebourg Lehrerin Bremervörde (Hannover) Tagesstempel JOHANNISBURG [1] 30.10.15. 8-9N * (OSTPR.) a Briefstempel Reservelazarett Johannisburg * Brief- Stempel Feldpostvermerk Feldpostkarte [1] eine ehemalige deutsche Kreisstadt im früheren Ostpreußen, heute Pisz, Polen --- Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 12.11.2025 20:14:30 Gelesen: 276211 # 4082
@ evwezel [#4081] Hallo Emiel, du kannst die Fragezeichen im Text bis auf den Nachnamen der Absenderin alle löschen. Ich habe genau dasselbe gelesen. Unten im Text heißt es: "Herzliche Grüße Ihnen u. alles Gute für das neue Lebensjahr wünscht Ihnen Ihre Emma ???" Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 12.11.2025 20:41:40 Gelesen: 276199 # 4083
@ volkimal [#4082] Hallo Volkmar, vielen Dank, Du bist wieder unglaublich schnell! Ich habe das Wort “Zugang” noch einmal in Duden nachgeschlagen. Wenn ich das richtig verstanden habe, bedeutet das Wort hier “hinzugekommene Person”. Diese Bedeutung kannte ich noch nicht und deswegen machte “Zugänge” fur mich keinen Sinn. Jetzt ist alles deutlich! Viele Grüße Emiel
matze1958 Am: 14.11.2025 15:04:38 Gelesen: 275031 # 4084
Hallo zusammen, kann mir jemand beim Lesen der Adresse helfen? Insbesondere was in der ersten Zeile eingekringelt ist. Danke Euch im Voraus, Matze
inflamicha Am: 14.11.2025 15:16:59 Gelesen: 275069 # 4085
Hallo Matze, da steht "Von Staats wegen", in Verbindung mit dem Dienststempel des Departements des Innern sollte Deine Frage andernorts auch beantwortet sein. Gruß Michael P.S. Ach ich sehe gerade, Deine Frage wurde "andernorts" bereits beantwortet ;-)
opti53 Am: 14.11.2025 16:22:00 Gelesen: 275010 # 4086
Hallo Matze, die sehr schöne Currentschrift sagt: (oben umrandet) von Staatswegen (Anschrift) An den löbl. Gemeinderath in Schöpfheim Viele Grüße Thomas
epem7081 Am: 14.11.2025 16:42:26 Gelesen: 274997 # 4087
@ matze1958 [#4084] @ opti53 [#4086] Hallo zusammen, es handelt sich hier um die Gemeinde Schüpfheim. Schüpfheim (schweizerdeutsch Schüpfe) ist eine Einwohnergemeinde im Schweizer Kanton Luzern. Sie gehört zum Wahlkreis Entlebuch.[1] Mit freundlichen Grüßen Edwin 1] https://de.wikipedia.org/wiki/Schüpfheim
matze1958 Am: 14.11.2025 17:39:33 Gelesen: 275015 # 4088
@ inflamicha [#4085] Vielen Dank, damit ist alles geklärt!
matze1958 Am: 14.11.2025 17:40:23 Gelesen: 274975 # 4089
@ epem7081 [#4087] Vielen Dank, alles klar!
Richard Am: 14.11.2025 20:32:17 Gelesen: 274936 # 4090
@ matze1958 [#4089] Hallo Matze, bitte identische Fragen nicht parallel in zwei Themen gleichzeitig stellen. Das macht den Mitgliedern und der Redaktion zusätzliche Arbeit. Das muss doch nicht sein. Doppelte wurden entfernt. Schöne Grüsse, Richard
10Parale Am: 14.11.2025 20:47:46 Gelesen: 274918 # 4091
Hallo, kann jemand den Text dieser Karte lesen? 10 Pf. Germania, DB "FRANKFURT 22.9.11*, Karte ging nach Liestal-Schweiz, soviel konnte ich unten entziffern. Liebe Grüße 10Parale
evwezel Am: 14.11.2025 21:38:10 Gelesen: 274893 # 4092
@ 10Parale [#4091] Hallo 10Parale, Meine l. Schwester Salomon! Ich lese: Auch in der Ferne gedenke ich Ihrer was Sie an mier gutes gethan. Ich gratuliere Ihnen recht herzlich zum neuen Jahr u. wünsche Ihnen in diesem Jahre alles Gute. Dieses wünscht Ihre stets dankbare Fanni Reinhardt Anschrift An Schwester Oberin Salomon im Israelischen(?) Krankenhause in Basel-Schweiz —- Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 14.11.2025 21:38:39 Gelesen: 274892 # 4093
@ 10Parale [#4091] Die Karte ging nach Basel. Den Rest lese ich nach den Spiel.
Gauss Am: 14.11.2025 21:40:24 Gelesen: 274888 # 4094
@ evwezel [#4092] Oh, da war einer schneller. Im Israelitischen Krankenhause.
evwezel Am: 14.11.2025 21:42:17 Gelesen: 274887 # 4095
@ evwezel [#4092] Eine kleine Korrektur: Meine l. Schwester Salomon! Auch in der Ferne gedenke ich Ihrer was Sie an mier[1] gutes gethan. Ich gratuliere Ihnen recht herzlich zum neuen Jahr u. wünsche Ihnen in diesem Jahre alles Gute. Dieses wünscht Ihre stets dankbare Fanni Reinhardt Anschrift An Schwester Oberin Salomon im Israelitischen Krankenhause in Basel-Schweiz [1] Rechtschreibung ist natürlich “mir” und “getan” statt “gethan”.
evwezel Am: 14.11.2025 21:50:21 Gelesen: 274874 # 4096
@ Gauss [#4094] Entschuldigung, Gauss. 😄
Gauss Am: 14.11.2025 21:52:24 Gelesen: 274868 # 4097
@ evwezel [#4096] Zuerst war ja ich zu langsam.
evwezel Am: 14.11.2025 23:04:33 Gelesen: 274804 # 4098
@ 10Parale [#4091] Siehe auch https://www.juedische-pflegegeschichte.de/juedische-pflege-in-basel-und-davos/. Viele Grüße Emiel
10Parale Am: 15.11.2025 09:24:22 Gelesen: 274629 # 4099
@ evwezel [#4095] @ gauss (4097) Zunächst einmal den beiden Übersetzern vielen herzlichen Dank. Ich kann die Übersetzung sehr gut gebrauchen für meine weiteren Studien. Gestern abend habe ich noch sehr lange nach Zeugnissen über das israelische Spital in Basel gesucht und auch gefunden, u.a. die von Emiel vorgeschlagene Seite, sehr interessant. So zeige ich auch noch die Vorderseite der Bildpostkarte, die zwei Rabbiner bei der Begrüßung zeigt. Aus dem Text (+ Datum) geht dann wohl hervor, dass es sich bei Fanni Reinhardt´s Neujahrsgrüße an die Schwester Oberin Salomon um das Jüdische Neujahrsfest Rosch Ha-Schana dreht. Liebe Grüße 10Parale
evwezel Am: 15.11.2025 11:13:58 Gelesen: 274554 # 4100
@ 10Parale [#4099] Hallo 10Parale, ich sehe gerade noch einen kleinen Fehler. “zum neuen Jahr” muss “zum neuen Jahre” sein. Hier wurde das Dativ-e benutzt. Siehe auch [https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=373040] . Viele Grüße Emiel
Richard Am: 15.11.2025 15:40:05 Gelesen: 274444 # 4101
@ 10Parale [#4099] Hallo Stephan, die Beiträge [#4095] ff. gehören nicht in dieses Thema und gehen dort verloren. Nenne mir bitte das passende Thema zum verschieben. Schöne Grüsse, Richard
DERMZ Am: 15.11.2025 15:41:59 Gelesen: 274443 # 4102
Guten Nachmittag, wenn heute schon kein Fußball in der Bundesliga ist und die Länderspiele auch eher unterirdisches Niveau haben (oh... ich komme vom Thema ab) hier ein kleiner Knobelspaß am Samstag ich/wir (Emiel) knobelte folgendes heraus: Feldpost Fräulein Anna Marschner Dreiwerden b. Mittweida Sachsen Schütze, Fritzer, Filn. M.k. Abteilung 908 z. ... Liebe Anna! Hi(e)durch die besten Grüße. Wir sind wieder mal auf der Reise. Auch besten Dank Für die Grüße von ihr beim G. … Auf Wiedersehen Paul Sind wir doch froh, daß Paul seiner Anna keinen Liebesbrief über acht Seiten geschrieben hat, sondern nur einen kurzen Gruss vom Stop in Marburg ... Mit besten und ratlosen Grüßen Olaf
evwezel Am: 15.11.2025 19:32:53 Gelesen: 274331 # 4103
@ DERMZ [#4102] Hallo Olaf, ich vermute, dass die Abkürzung “M.k” nicht richtig ist. Ich lese hier eher “M.G.” (Maschinen-Gewehr) statt “M.k.”. Andererseits bin ich mir auch nicht 100% sicher… Und noch eine Kleinigkeit: “Für” muss natürlich “für” sein. Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 15.11.2025 21:02:26 Gelesen: 274291 # 4104
@ DERMZ [#4102]

Hallo Olaf,

Unter Abteilung 908 lese ich "3. Komp."

Viele Grüße
Volkmar
Angelika Am: 16.11.2025 10:31:36 Gelesen: 273902 # 4105
Hallo

in einer Festschrift über 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr meines Heimatortes fand ich einen Auszug aus dem Gründungsprotokoll und wüsste gerne was da drinsteht.





Ich habe mich mal daran versucht ...

Obwohl bereits im Jahre 1873 eine Anregung, … eine Feuerwehr zu gründen, erfolglos blieb…

Herr Bürgermeister Nüchterlein, wies darauf hin, daß bereits alle Nachbargemeinden eine Feuerwehr besäßen und dass dasselbe für Roßstall eine … wäre,

Hierauf ergriff Herr Hilfslehrer Volkert das Wort und setzte in längerer Rede den großen Nutzen, den eine Feuerwehr der Gemeinde bringt,
.. über die Aufbringung der Mittel, ….. über die Gliederung der Mannschaft

Viele Grüße
Angelika
DERMZ Am: 16.11.2025 10:56:16 Gelesen: 273887 # 4106
@ Angelika [#4105]

Hallo Angelika

ich denke, da kann geholfen werden ...

Obwohl bereits im Jahr 1873 eine An-
regung dafür eine Feuerwehr zu
gründen, efolglos bleib, so versammelt
sich doch am 21. Juli d. J. Abends 9 Uhr
im Gasthaus zur Sonne eine Anzahl für
das allgemeine Wohl begeisterter Männer
mit dem Entschlusse, in dieser Beziehung
nochmals ernstlich ans Werk zu gehen.
Herr Bürgermeister Wächterlein (kann auch anders heissen)
wies darauf hin, daß bereits all Nach-
bargemeinden eine Feuerwehr besäßen
und daß es deshalb für Roßstall eine
Schande wäre, wenn es hinter P...
.. zurückbliebe. Ferner betonte er,
daß gerade für Roßstall wegen Wasser-
mangels die Errichtung einer Feuer-
wehr dringend nothwendig sei.
Hierauf ergriff Herr Hilfslehrer
Volkert das Wort und setzte in länge-
rer Rede den großen Nutzen, den eine
Feuerwehr der Gemeinde bringt, aus-
einander. Nachdem er noch in kurzen Wor-
ten über die Aufbringung der Mittel, so-
wie über die Gliederung der Mannschaft

./.

gesprochen hatte, forderte er die Ver-
sammelten auf, sich als Mitglieder
der zu gründenen Feuerwehr zu un-
terzeichnen.
Nun wurde auch sogleich zumr Wahl
eines Verwaltungsaktes geschritten
und zwar wurde
als Vorstand
....
gewählt.
Zum Adjudanten wurde Herr Gg.
Curt Schlosser ernannt und so dann
die Versammlung geschlossen.

Der Verwaltungsrath der freiw.
Feuerwehr

Unterschriften

Viele Grüße Olaf
volkimal Am: 16.11.2025 11:03:22 Gelesen: 273884 # 4107
@ DERMZ [#4106]

Hallo Olaf,

der Bürgermeister heißt Nächterlein. Verglichen die Anfangsbuchstaben bei Nacht, Wohl und Männer.

Viele Grüße
Volkmar
epem7081 Am: 16.11.2025 11:18:09 Gelesen: 273876 # 4108
@ Angelika [#4105]

Hallo Angelika,

Feuerwehrchroniken sind seit 50 Jahren als Heimatforscher meine besondere Leidenschaft.
Hier nun meine "Übersetzung"

Roßstall, den 21. Juli 1876

Gegenwärtig:
die Unterzeichneten

Obwohl bereits im Jahre 1873 eine An-
regung, dahier eine Feuerwehr zu
gründen, erfolglos blieb, so versammelte
sich doch am 21. Juli d.J. Abends 9 Uhr
im Gasthaus zur Sonne eine Anzahl für
das allgemeine Wohl begeisterter Männer
mit dem Entschlusse, in dieser Beziehung
nochmals ernstlich ans Werk zu gehen.

Herr Bürgermeister Nächterlein
wies darauf hin, daß bereits alle Nach-
bargemeinden eine Feuerwehr besäßen
und daß es deshalb für Roßstall eine
Schande wäre, wenn es hinter diesel-
ben zurückbliebe. Ferber betonre er,
daß gerade für Roßstall wegen Wasser-
mangels die Errichtung einer Feuer-
wehr dringend nothwendig sei.

Hierauf ergriff Herr Hilfslehrer
Volkert das Wort und setzte in länge-
rer Rede den großen Nutzen, den eine
Feuerwehr der Gemeinde bringt, aus-
einander. Nachdem er noch in kurzen Wor-
ten über die Aufbringung der Mittel, so-
wie über die Gliederung der Mannschaft

gesprochen hatte, forderte er die Ver-
sammelten auf, sich als Mitglieder
der zu gründenden Feuerwehr zu un-
terzeichnen.
Nun wurde auch sogleich zur Wahl
eines Verwaltungsrathes geschritten
und zwar wurde
als H Bürgermeister Nächterlein
„ Hauptmann H. Hilfslehrer Volkert
„ Schriftführer „ Götz
„ Kassier Zimmermeister Link sen.,
„ Requisitenmeister H. Sattlermeister Nächterlein
„ Steigerzugführer Matthias Fischhaber
„ Spritzenzugführer H. Johann Wiedmann,
„ Retterzugführer Zimmermann Link jun.
gewählt.
Zum Adjudanten wurde Herr Gg.
Burtk, Schlosser ernannt gewählt und sodann
die Versammlung geschlossen.

Der Verwaltungsrath der freiw.
Feuerwehr

Folgen Unterschriften

Eine weitere erfolgreiche Entdeckung bei Deiner Feuerwehrchronik wünscht
mit freundlichen Grüßen
Edwin
Angelika Am: 16.11.2025 11:19:08 Gelesen: 273874 # 4109
vielen Dank an die fleißigen Helferlein! Das ging ja schnell. Ich habe etwas im Heft herumgeblättert. Der Bürgermeister von 1876-1883 war Konrad Nüchterlein (war etwas unsauber geschrieben) Viele Grüße Angelika
Angelika Am: 16.11.2025 11:44:32 Gelesen: 273855 # 4110
So ein Jubliäumsheft ist schon interessant. Weiter hinten war noch ein Protokoll




Viele Grüße
Angelika
evwezel Am: 16.11.2025 13:52:56 Gelesen: 273739 # 4111
Liebe Sammlerfreunde, ich zeige Euch hier den Text von einem alten Faltbrief, der am 5. Februar 1851 von Wrietzen (heute Wriezen) nach Berlin verschickt wurde (siehe auch [https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=378766]. Ich hätte den transkribierten Text eigentlich sofort im Thema “ Heimatsammlung Oderbruch - Ansichtskarten, Stempel und Belege ” einstellen wollen, aber einige Wörter fehlen mir leider noch. Ich habe Folgendes gelesen: —- Wriezen (…) den 5/2 51. Sehr wertgeschätzten Herr Dedel. Ich bin so eben von (…) (…) zurückgekehrt und habe mit den dortigen Eigenthümer Gottlieb Graewe folgende Verabredung getroffen. Derselbe G. will ihnen in den ersten Tagen folgende Woche, eine Fuhre [1] Heu von ca. 40 Ctr. sowie Cerbie? von der besten Sorte a(?) Ctr.[2] zu 20 (…) von der etwas geringeren Sorte aber zu 18 (…) lie- fern. Ich habe einen bestimmten Abschluß über diese Lieferung gemacht, sondern erwar- te noch in dieser Woche Ihre Bestimmung darüber - das Heu ist schön. Ich werde dann mit dieser Gelegenheit eine Kist mit leeren Flaschen abge(füllt?) schicken und bitte mir in der Kiste zurück, 3 Flaschen besten Champagne und mehrere Flaschen von dem Mouschirenden Weinen in(?), um(?) diesen alten Kellerhütern eine Abzug von Ihren Schultern zu verschaffen, gebe aber für dieses Zeug nicht mehr als 208 M für die Flasche. Ich sehe Ihre Bestimmung baldigst entgegen u verharre als Ihr ergebenster Lezius die Haftung für den Wein erfolgt im Maerz / April [1] Eine Fuhre war die Ladung Heu, die ein ein- oder zweispänniger Wagen aufnehmen konnte. [2] Die Abkürzung für Zentner ist Ztr., eine alte Schreibweise ist Ctr. In Deutschland versteht man darunter die Definition des ehemaligen Deutschen Zollvereins ab 1858,[1] d. h. 100 Pfund zu je 500 Gramm. Ein Zentner sind nach diesem Verständnis 50 kg. Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Zentner. —— Viele Grüße Emiel
chris63 Am: 16.11.2025 14:48:06 Gelesen: 273696 # 4112
@ evwezel [#4111]

Hallo Emiel,

Ich bin so eben von Alt Ranft zurückgekehrt
und habe mit den dortigen Eigenthümer
Gottlieb Graewe folgende Verabredung
getroffen. Derselbe G. will ihnen in den
ersten Tagen folgende Woche, eine Fuhre
Heu von ca. 40 Ctr. franco berlin von
der besten Sorte a Ctr. zu 20 gutegroschen von der
etwas geringeren Sorte aber zu 18 gutegroschen lie-
fern. Ich habe keinen bestimmten Abschluß
über diese Lieferung gemacht, sondern erwar-
te noch in dieser Woche Ihre Bestimmung
darüber - das Heu ist schön.
Ich werde dann mit dieser Gelegenheit
eine Kiste mit leeren Flaschen abschläg. schicken
und bitte mir in der Kiste zurück, 3 Flaschen
besten Champagner und mehrere Flaschen von
dem Mouchirenden ......., um diesen alten
Kellerhütern eine Abzug von Ihren Schultern
zu verschaffen, gebe aber für dieses Zeug
nicht mehr als 20 silbergroschen für die Flasche. Ich sehe Ihre
Bestimmung baldigst entgegen u verharre als
Ihr ergebenster Lezius

die Zahlung für den Wein erfolgt
im monath April

grüße Christof
evwezel Am: 16.11.2025 15:10:12 Gelesen: 273675 # 4113
Hallo Christof, vielen lieben DANK für Deine Hilfe! Die Abkürzungen für “gutegroschen” (ggr) und “silbergroschen” (sgr) hätte ich nie in meinem Leben erkannt. Da habe ich wieder etwas gelernt! Das letzte fehlende Wort ist übrigens Rheinwein (das hätte ich sofort sehen müssen). Viele Grüße Emiel
epem7081 Am: 16.11.2025 15:37:08 Gelesen: 273636 # 4114
@ Angelika [#4110] Hallo Angelika, hier gerne der weitere Text: Roßstall, den 26.August 1876 Gegenwärtig: die Unterzeichneten In der heute stattgefundenen Versam- lung der sämtlichen Mitglieder der hiesigen freiw. Feuerwehr wurden die Satzungen und Dienstesvorschriften der- selben vorgelesen und nach kurzer De- batte über einige Punkte angenommen. Ferner wurden bezüglich der Uniformi- erung folgende Bestimmungen festgesetzt: a. Alle Auszeichnungen, wozu Fangschnüre incl. Pfeife, Sterne und Achseldragoner ge- rechnet werden, müssen - im Falle ein Chargierter zurücktritt von demselben eingeliefert werden, b. Die Mützen dürfen außer Dienst nur ohne Band getragen werden. c. Das tragen der Blouson außer Dient ist nicht gestattet. d. Im Dienste hat jeder Feuerwehr- mann mit Blouse und Dienstmütze, sowie mit den betreffenden Ab- zeichen zu erscheinen. e. Für allenfallige Beschädigung- en der Requisiten hat der Ur- heber zu haften. Der Verwaltungsrath der freiw. Feuerwehr Folgen Unterschriften NB. Da die Fangschnüre u. Achsel- dragoner von den Mannschaften nachträglich bezahlt wurden, so brauchen sie natürl. nicht eingeliefert werden. Hinweis Fangschnüre Die Fangschnur ist heute eine zu repräsentativen Zwecken getragene silber- oder gold-farbene Achselschnur aus Metallgespinst. Ursprünglich sollte die Fangschnur verhindern, dass der Träger seine Kopfbedeckung verliert. Achseldragoner Achseldragoner, im 18. Jahrhundert die einzelne, hinter der linken Schulter des Rocks getragene Achselklappe zum befestigen des Bandeliers der Patronentasche. Mit freundlichen Grüßen Edwin
volkimal Am: 16.11.2025 16:09:28 Gelesen: 273611 # 4115
@ evwezel [#4111]

Hallo Emiel,

ich hatte vorhin angefangen, dann kam Besuch. So war Christof schneller. Eine kleine Ergänzung:

Wriezen a/O den 5/2 51.
Sehr wertgeschätzter Herr Dedel.

a/O = an der Oder

Viele Grüße
Volkmar
evwezel Am: 16.11.2025 16:25:15 Gelesen: 273600 # 4116
@ volkimal [#4115] Hallo Volkmar, ich kenne das “Problem”. Wir haben heute endlich mal wieder einen ruhigen Sonntag…😃 Vielen Dank für die Korrektur und die Ergänzung! Viele Grüße Emiel
matze1958 Am: 16.11.2025 17:21:12 Gelesen: 273569 # 4117
Hallo, Ich bräuchte schon wieder die Hilfe eine(r) Schriftkundigen. Auf dem Brief steht links unter dem Wort "franco" in weiteres Wort. Kann das jemand für mich entziffern? Das wäre super hilfreich. Danke euch im Voraus, Matze
bignell Am: 16.11.2025 18:04:22 Gelesen: 273529 # 4118
@ matze1958 [#4117] Hallo Matze, sieht für mich aus wie "pressant" (dringend). Aber irgendwie scheint mir die Marke nicht auf den Beleg zu passen, die wurde montiert. Liebe Grüße, harald
Angelika Am: 16.11.2025 18:15:24 Gelesen: 273514 # 4119
@ epem7081 [#4114] Hallo Edwin vielen herzlichen Dank. Viele Grüße Angelika
matze1958 Am: 16.11.2025 18:22:33 Gelesen: 273508 # 4120
@ bignell [#4118] Danke! Ja, ich bin mir auch sehr unsicher, ob die Marke original auf den Brief passt. Es wären dann nämlich zwei unterschiedliche Ortsstempel von St. Gallen auf dem Brief. Rechts auf dem Brief ein Einkreisstempel mit Datum ".. 19 Juni 60", auf der Marke ein Stempel bei dem unten "Nachmittag" steht. Das Porto von 10 Rp. würde für einen Grenzrayonbrief von St. Gallen nach Lindau passen. Gibt es im Forum Fälschungsexperten? Grüße, Matze
evwezel Am: 25.11.2025 15:59:02 Gelesen: 268677 # 4121
Liebe Sammlerfreunde, die folgende Feldpostkarte ist sehr gut lesbar bis am “seit April(l) (…)”. Dann kommt es mir plötzlich so vor, als ob der Schreiber von einem Schlaganfall getroffen wurde. Ich verstehe wirklich kein Wort von diesem Satz… Hat jemand von Euch eine bessere Lesung? Viele Grüße Emiel Ich lese:  Emsteckerfeld[1] 16/4 16 Lieber Enkel Joseph Wir haben Deine Karte in bester Gesundheit erhalten und sagen besten Dank dafür und es freut uns doppelt von Dir zu wissen. Joseph ist schon seit Weihnachten im Lazarett, jetzt in Friedrigshaafen[2] und kommt Morgen 17ten nach einer Kürort vielleicht nach Schwarzwald habe der Dockter[3] gesagt, vielleicht 6 Wochen. Er hat Reumatismuß in der Schulter. Er ist da doch immer v(iel) besser aufgehoben als im Schützengraben. Wir wollen hoffen das Er wieder gesund wird und der Krieg doch bald zu Ende ist. Sonst geht es uns noch gut. Wir haben diesen Winter 2 Kriegs- gefangenen gehabt und jetzt haben wir noch einen seit Aprill(?), und haben so mehr (als) 10 Schaffelsart((?) kultiviert(?) 6 mußen wir noch Zum Schluß wünschen wir einen fröhlichen Ostern. Bitte schreibe mal wieder. Mit herzlichem Gruß Famillie Joseph Bockhorst Absender Eigner Joseph Bockhorst Emsteckerfeld bei Cloppenburg im Oldenburgischen Anschrift An Kanonier Joseph Oevermann II Ers(atz) Abteilung Feldartillerie Regts 26 III Depot z Zeit in Köln am Rhein Tagesstempel CLOPPENBURG 17.4.16. 9-10V * * a [1] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Emstekerfeld. [2] Friedrichshafen [2] Doktor, Arzt
chris63 Am: 25.11.2025 17:49:49 Gelesen: 268628 # 4122
@ evwezel [#4121]

Hallo Emiel,

gefangenen gehabt und jetzt haben
wir noch einen seit Aprill, und
haben so noch ca. 10 Scheffelsaat
kultaviert 6 müßen wir noch

Scheffelsaat ist ein Flächenmass, in der Gegend um Cloppenburg ca. 9,1 Ar also 910 qm.
Scheffel ein Getreidemass, in der Gegend um Cloppenburg ca. 22 Liter.
Ein Eimer (22L) reichte also für die Saat von 910 qm Fläche.

grüsse Christof
evwezel Am: 25.11.2025 18:03:16 Gelesen: 268619 # 4123
@ chris63 [#4122] Hallo Christof, vielen lieben Dank für Deine schnelle Hilfe. Auf diese Lösung wäre ich nie gekommen! Was würde ich ohne Dich machen? Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 25.11.2025 19:48:32 Gelesen: 268556 # 4124
Hallo zusammen, Bei dieser Feldpostsendung von Urgroßvater an Großvater vom 13.10.1914 wurden zwei Karten mit einem Faden „aneinandergenäht“. Eine Grund dafür sehe ich nicht, denn die zweite Karte ist gänzlich unbeschrieben. An sich kann ich die Anschrift gut lesen. Nur beim roten „“Kdm“ bin ich nicht sicher, was es bedeutet. Heißt es z.B.„Kommando“ oder „Kommandant“ ? Weitere Informationen zum Beleg findet ihr hier [1]. Da die Karten aneinandergenäht sind, kann ich sie nicht auf den Scanner legen ohne sie zu knicken. Daher diesmal ein Foto. Urgroßvater schreibt: Kraatz, Gransee, den 13.10.14 Liebe Kinder! Also endlich seid Ihr ausgerückt. Wie freuen wir uns, daß Ihr nach dem Westen gekommen seid. Der schnelle Fall Antwerpens hat uns entschädigt für das lange Warten. Wir sind der festen Hoffnung, daß die Entscheidung vor Paris sowie der gemeinsame Feld- zug an der Weichsel bald zu unseren Gunsten fallen wird. Wohin werdet Ihr denn kommen? Nach England, denke ich, hinüber müssen wir. Ehe der alte böse ???? nicht in seinem Inselnest selber ordentlich gepackt wird, gibt es keinen Frieden. Die englische Bank zu nehmen lohnt sich schon. Unsere Gebete begleiten unser Heer, daß so außerordentlich tapfer sich schlägt. Lieb Vater- land magst ruhig sein singen unseren mutigen Krieger nicht umsonst. Bei solch heldenmutigen Kämpfern können wir tatsächlich ruhig sein. Von einem Pastor Klingenberg bei Schwerin fielen kürzlich 3 Söhne stud. resp. cand. theol., alle 3 bei einer Kompanie. Wie lange werden wir Euch noch haben? Wir bringen dies schwere Opfer für das Vaterland willig, wenn Ihr nur selig sterbt. Er gereicht in Jesu Christo das ewige Leben. Wer an ihn glaubt, an sein Opfer auf Golgatha, der wird leben, ob er gleich stürbe. Eben ist Johannes Hecker ab- gereist. Am Sonntag sind wir zur gemeinsamen Abendmahlsfeier in Germendorf. Werdins Sohn, Gefangener in Brügge, hat seit seinen 1. Lebenszeichen noch nichts wieder von sich hören lassen. Mit was für Teufeln haben wir zu kämpfen! Wenn nur nicht so viele Offiziere fielen! Die sind nicht zu ersetzen. Die Not mag draußen noch nicht groß sein, die jüngsten Jahrgänge das Landsturms sind hier alle noch zu Hause. Solltet Ihr in Köln zunächst bleiben, besucht Pastor Backey, früher in Anklam, ich besuchte sie von ??? aus, grüßt ev. Solltet Ihr noch irgend etwas gebrauchen (Geld?) schreibt umgehend. Vom 19. - 26. Oktober sind Postpakete bis 5 kg zulässig. Gott mit Euch aus unserm ganzen Herrn Viel herzliche Grüße von Verwandten u. Bekannten. besonders von uns allen hier. In Liebe Eure Eltern. Dank für das Bild, wir fanden Euch heraus. Zwei Wörter fehlen mir noch bei der Abschrift und an zwei weiteren Stellen bin ich mir nicht sicher. Hier die vier Ausschnitte dazu: Ehe der alte böse ???? nicht in seinem Inselnest Ergreift in Jesu Christo das ewige Leben. ich besuchte sie von ??? aus Gott mit Euch aus unserm ganzen Herrn Was meint ihr? Viele Grüße Volkmar [1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=379243
evwezel Am: 25.11.2025 20:10:52 Gelesen: 268547 # 4125
@ volkimal [#4124] Hallo Volkmar, könnte das erste fehlende Wort nicht einfach “Vetter” sein? König Georg V war ein Vetter von Kaiser Wilhelm II. “Ergreift in Jesu Christo das ewige Leben” ist richtig. Siehe auch https://www.bibleserver.com/de/verse/1.Timotheus6%2C12. Ich habe auch noch über den Satz “Ich besuchte sie von … aus” nachgedacht. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es sich hier um einen Ort handelt. Könnte es vielleicht “Evas” sein? “Eva” wird manchmal als Abkürzung für “Evangelische Gesellschaft” benutzt. Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 25.11.2025 21:59:44 Gelesen: 268393 # 4126
@ evwezel [#4125]

Hallo Emiel,

der Vetter passt bestimmt. Ich hatte gar nicht daran gedacht, dass die beiden dieselben Großeltern haben.

"Evas" ist ein interessanter Ansatz. Ich bin aber nicht davon überzeugt, dass es stimmt.

Viele Grüße
Volkmar
DERMZ Am: 29.11.2025 15:36:37 Gelesen: 266133 # 4127
Guten Tag, noch ein paar Tage warten, und das Essen ist fertig ... Herr Horn - laut Adressbuch von 1904 Arbeitshaus-Aufseher, wohnhaft Mainzergasse 31 in Marburg - bedankt sich bei Oberleutnant der Landwehr Oskar Kauffmann für eine "Keule", die sie gemeinsam verspeisen wollen, soweit so gut, doch ein paar Lücken sind mir geblieben. Herrn Oberlt. d. Landwehr Kauffmann / Oskar, Hier Haspelstraße (4) Marburg, den 7.5.04. Mein lieber K! Das war ja heute … … … ….!Mein Frau und ich Haben uns über die Aufmerksamkeit sehr gefreut! Sowie die Keule „alt“ ge- nug ist, essen wir sie zusammen, ich denke Mittwoch Abend, wie? Waidmann Heil und weiter „viel Glück Herr Förster“ hätte ich Beinahe gesagt _ mehrer Dank u. Gruß Von meiner Frau. Ihr ergeb. Horn Habe ... neuen famosen 1902er Enkircher Steffensberg! kopfstehend Hoffentlich brauchen Sie für diese seltene Postkarte kein Straf- Porto bezahlen! Ihr Horn Auch mit einem Gläschen Enkircher Steffensberg komme ich der Lösung nicht näher. Besten Dank für Hilfe beim Lesen oder Trinken sagt Olaf
volkimal Am: 29.11.2025 16:39:09 Gelesen: 266081 # 4128
@ DERMZ [#4127] Hallo Olaf, Ich lese "Das war ja heute ??? von Ihnen". Beim fehlenden Wort würde "reizend" gut passen. Das Wort hat aber kein "z". Mal sehen wer etwas passendes findet. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 29.11.2025 17:00:48 Gelesen: 266053 # 4129
@ volkimal [#4128] @ DERMZ [#4127] Hallo Olaf und Volkmar, vielleicht "Das war ja heute rührend von Ihnen"? Das Wort endet mit “hrend”. Viele Grüße Emiel
DERMZ Am: 30.11.2025 09:40:07 Gelesen: 265340 # 4130
@ volkimal [#4128] @ evwezel [#4129] Guten Morgen Volkmar und Emiel! Wenn man die Lösung kennt, dann liest es sich immer ganz einfach und ich frage mich, warum habe ich das nicht selbst erkannt ... Ich danke Euch recht herzlich für die wertvolle Hilfe und wünsche einen schönen ersten Advent. Alles Gute Olaf
evwezel Am: 30.11.2025 13:42:40 Gelesen: 265286 # 4131
@ DERMZ [#4130] Hallo Olaf, ich habe noch einige Kleinigkeiten gefunden: Marburg, den 7.5.04. Mein lieber K! Das war ja heute rührend(?) von Ihnen! Meine Frau und ich haben uns über die Aufmerksamkeit sehr gefreut! Sowie die Keule „alt“ ge- nug ist, essen wir sie zusammen, ich denke Mittwoch Abend, wie? Waidmansheil und weiter „viel Glück Herr Förster“ hätte ich beinahe gesagt _ nochmals Dank u. Gruß von meiner Frau. Ihr ergeb. Horn Habe von D(…)is neuen famosen 1902er Enkircher Steffensberg! Viele Grüße Emiel
bayern klassisch Am: 01.12.2025 08:57:46 Gelesen: 264966 # 4132
Liebe Freunde, leider kann ich nur wenig hier sicher lesen und eine gute Transkription tut hier not, weil man sonst den Beleg nicht wird verstehen können. Die Anschrift des 2. Scans (Briefadress-Seite) ist klar, aber der Inhalt harrt einer Auflösung, warum hier 9 Kreuzer Freimarken verklebt und entwertet wurden. Vielen Dank vorab! LG von bayern klassisch
Gauss Am: 01.12.2025 11:42:24 Gelesen: 264924 # 4133
@ bayern klassisch [#4132] Der obere Teil geht ungefähr so: Vormerkung Der heute erschienene Jakob Winklmaier erlegt das vom Vorsteher Käsinger auf das ??? gelegte Meistgebot mit 7 f 30 x zu Gerichtshanden. Dachau, den 24. April 1867 Winkelmaier Vorsteher? Taxe 25x Scheint um eine Versteigerung zu gehen?
volkimal Am: 01.12.2025 12:02:34 Gelesen: 264916 # 4134
@ bayern klassisch [#4132] Hallo Ralph, ich lese folgendes: Vormerkung der heute erschienenen Jakob Winklmaier erlegt das vom Vorsteher Käsinger von Obermarbach auf den Brunnen gelegte Meistgebot mit 7 f 30 ? zu Gerichtshanden. Dachau, am 24. April 1867 Winkelmaier Vorsteher Kgl. Landgcht Dachau Taxe 25 ? T No. 4469 R1469 R.S. am 24. April 1869 ??? I An das k. Ldgcht Pfaffenhofen In der Anlage übersende ich gegen Empfangsbestätigung den bei der erstmaligen Versteigerung des Inventars erzielte Gebot mit 33 f 30 ? unter dem Beifügen, daß so?? zur zweitmaligen Versteigerung der unverkauft gebliebenen Gegen- stände Termin unberaumt ??? wird. Viele Grüße Volkmar
zobbel Am: 01.12.2025 12:27:54 Gelesen: 264902 # 4135
7 f 30 x = 7 Gulden 30 Kreuzer, also 7,50 Gulden
bayern klassisch Am: 01.12.2025 12:27:57 Gelesen: 264902 # 4136
Liebe Freunde, vielen Dank für eure Transkription - das Wichtigste habt ihr heraus bekommen, wofür ich euch sehr danke. Vlt. bekomme ich noch die fehlenden Kleinteile zusammen, aber die sind nicht wichtig, denn es ging mir hauptsächlich um den Hintergrund der Sache. LG, Ralph
Stewe Am: 01.12.2025 20:17:11 Gelesen: 264767 # 4137
Hallo Zusammen! Gibt es hier Spezialisten, welche bei dem Dokument etwas Licht ins Dunkle bringen können. Herzlichen Dank Na0075
chris63 Am: 02.12.2025 12:51:59 Gelesen: 264181 # 4138
@ Stewe [#4137] Ein Adressat wird nicht genannt. Auf Schreiben vom 8. und 20. 9. 1730 (des laufenden Jahres) wird Bezug genommen. Die letzten Zeilen: Unterthänigster Gehorsambter Mathias Nisil Gerichtsscheiber und Eisenamtmann (Gefängnisaufseher) zu Eggenfelden. Die ersten Zeilen: Wie mir mein Stief Sohn Mathias Sanddorffer eben diesen augenblickh unterbracht, sollen S. hochgräff. Gnaden u. Herrschaft von Königs- feld, Herrschaft oberviehbach u. mithin eines an Eure Herr. abgelassenen Befehlschreibens hochg[nä]dig Resolvirt haben, dz (daß) diesselbe besagt meinen Stief Sohn von dem oberviehbach[schen] ambtmann dieß widrumben entsagen. Und wogegen die Repplicirenten Josephen Ächter ambtmanns Sohn von Kirchberg hier- auff verpflichten. Dazwischen ziemlich wirr: Es geht wohl um eine Amtsstelle in Streitberg, Problem ist eine Wittib (Witwe) aus Streitberg die zu ehelichen ist. Weiter Ehebräuche in Streitberg, der Stiefsohn noch jung an Jahren, die Sorge um den Stiefsohn der in Armut gestürzt wird. Der Schreiber verliert sich in Andeutungen, ohne Kontext krieg ich das nicht zusammen. grüße Christof
Stewe Am: 02.12.2025 21:15:17 Gelesen: 263686 # 4139
Hallo Christof! Herzlichen Dank für Deine Ausführungen. Das erste Bild hier wäre der Adressat. Das zweite Bild zeigt ein weiteres Dokument...? Grüsse Stewe
chris63 Am: 03.12.2025 23:58:53 Gelesen: 263015 # 4140
@ Stewe [#4139]

Hallo Stewe,

ich hätte da mal eine Bitte, unter Transkribus lassen sich die Texte übersetzen inzwischen in brauchbarer Qualität, zumindest lässt sich der Sinn des Dokuments erkennen. Nun das Ergebnis einstellen und das zeitraubende Ein- und Abtippen wird so vermieden und es fühlt sich nicht wie Hausaufgaben an.

Transkribus bietet an:

Herr Hochgrfl Gnade
dem hochgebohrnen Herrn Herrn Joseph Feld
Anton Heinrich Wilhemb dess heyl, Samt Reichen
Größen von Königsfeld, Auf ob: und nidn auf
Eingl. vnd Herrn auff OberViebach, den Helm-
storf, Trüftern, und Lechen, der Churstrath
(at) Wol zu Psalren Cameren, und obrist
Forstmaistern am Norgau zu Hürgengen
feldt. Ehr hochgräfl Gnaden niemand gdig
und hochgebiettenden Herrn Herrn

Nun kann ich den Text kopieren und Änderungswünsche anbringen (statt 40min nur wenige)

Ihrer Hochg[eeh]r[te]st[er] Gnaden
dem hochgebohrnen Herrn Herrn Joseph ?
Anton Benno Wilhemb dess hey[ligen] Sond. Reichs-
grafen von Königsfeld, Auff ob[er] und Nidn ay-
hing. vnd Herrn auff OberViebach, den Helm-
torf, Reufftern, vnd Lechen, der Churfü[rs]t[lichen]
(Nu.3) de[u]t[schen] zu Pfalz Cameren, und obrist-
forstmaistern am Norgau zu Burglengen-
feldt. Ihr hochgräf[licher] Gnaden meinen G[nä]dig[en]
und hochgebürttenten Herrn Herrn

ayhing vielleicht aichbach, Norgau - Nordgau, Cameren - Kämmerer, Sond - insbesonders,hervorzuheben
Welcher Graf v. Königsfeld?, irgendwann im 18. Jahrhundert, für das Geschmiere unten bräuchte mindestens es einen guten Scan.

grüsse Christof
volkimal Am: 04.12.2025 09:31:29 Gelesen: 262688 # 4141
Hallo zusammen, bei dieser Karte von "Onkel" Paul Sasse an meinen Großvater kann ich nicht alles lesen. Paul Sasse ist kein direkter Onkel. Die Ur-ur-Großeltern von Großvater sind die Urgroßeltern von Paul Sasse. An den Herrn Kriegsfreiwilligen Herm. Werdermann Kraatz bei Gransee (Nordbahn) Berlin W 35 4/4 15 Derfflingerstraße 25 I L.H. Vielen Dank für deine Osterkarte. Auch(?) wir wünschen Euch Allen ein ge- segnetes Osterfest. Gott schütze unsere Lieben draußen ??? ??? und sehen/hoffen alles zu einem guten Ende. Von Friedel heute eine lange Karte. Er schreibt sehr tapfer u. vertrauensvoll. ?? ihm von Hans gestern geschrieben(?). Ich hoffe, daß Du Dich dort etwas erholst; Du hast es richtig nötig. Wir sehen Dich wohl bald nach d. Reise ??? hier alles beim Alten. Ich bin gespannt, ob das Gesuch noch/auch(?) ??? wird.??? zu ??? ??? heiliger! Viele Grüße v. Haus zu Haus. Dein Onkel P. Sasse Wer kann die Lücken schließen? Viele Grüße Volkmar
Gauss Am: 04.12.2025 09:45:39 Gelesen: 262678 # 4142
@ volkimal [#4141]

Und führe alles zu einem guten Ende.

Sonst keine Idee.
chris63 Am: 04.12.2025 11:09:22 Gelesen: 262643 # 4143
@ volkimal [#4141]

Hallo Volkmar,

gibt es in Deiner Familie auch Schönschreiber? Unten lese ich.

Ich bin gespannt, ob der Chefarzt noch belohnt wird.

grüsse Christof
chris63 Am: 04.12.2025 11:48:58 Gelesen: 262631 # 4144
@ volkimal [#4141] 2.Teil Lieben draußen fernerhin und führe alles zu einem guten Ende. Von Friedel heute eine lange Karte. Er schreibt sehr tapfer u. vertrauensvoll. An ihn und Hans gestern geschrieben. Ich hoffe, daß Du Dich dort etwas erholst; Du hast es richtig nötig. Wir sehen Dich wohl bald nach d. Rück- kehr hier alles beim Alten. Ich bin gespannt, ob der Chefarzt noch belohnt wird. Ein zu unb..... - barer heiliger! Viele Grüße v. Haus zu Haus. Dein Onkel grüße Christof
volkimal Am: 04.12.2025 13:13:10 Gelesen: 262597 # 4145
@ chris63 [#4144] Hallo Christof, vielen, vielen Dank! Das hätte ich nie herausbekommen. Du fragst: "gibt es in Deiner Familie auch Schönschreiber?" Klar gibt es die. Nur die brauche ich bei diesem Thema nicht vorzustellen. Bei den ca. letzten 10 Karten von Großvater konnte ich z.B. alles lesen. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 04.12.2025 18:46:25 Gelesen: 262183 # 4146
@ volkimal [#4145] Hallo Volkmar, könnte es “ein zu unberechenbarer heiliger” sein? Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 05.12.2025 15:56:25 Gelesen: 260598 # 4147
@ evwezel [#4146] Hallo Emiel, das Wort "unberechenbarer" passt vom Schriftbild her sehr gut. Dankeschön! Hier noch ein paar Informationen zu dem unberechenbaren Heiligen aus Großvaters Lebenerinnerungen: Chefarzt in unserem Lazarett war ein Geheimrat Landau, insofern ein Kuriosum, als er 1) ein Berliner Frauenarzt und 2) ein Jude war. Er wusste, dass ich Theologe war, und sein Witz mir gegenüber war der, daß er mich jedesmal mit einem höheren Titel belegte: Herr Oberpfarrer, Herr Superintendent, Herr Konsistorialrat usw. Und die Kameraden ulkten mich schon und sagten: Paß mal auf, wenn die Titel zu Ende sind, dann wird er dich entlassen; denn dann ist sein Witz ja auch zu Ende! Als ich nun eines Morgens vom Üben zurückkomme, treffe ich ihn im Korridor, gefolgt von Schwestern, Sanitätsfeldwebel usw. Er kommt auf mich zu und ruft: Nun Herr Generalsuperintendent, was macht denn Ihre Schulter? Ich antwortete: Danke Herr Gemeinrat, es ist besser, aber leider noch nicht gut! Da faßt er meinen rechten Arm, hebt ihn hoch und sagt: Das geht ja ausgezeichnet. Ich mußte ihm jedoch sagen: Ja, Herr Geheimrat: verwundet bin ich auch am linken! Im selben Augenblick wurde er gerufen: Eilig ans Telefon! Und – am nächsten Morgen wurde ich entlassen!! Wahrscheinlich war ihm aufgetragen worden, 50 Plätze für einen neuen Transport freizumachen. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 30.12.2025 13:38:56 Gelesen: 246502 # 4148
Hallo zusammen, noch eine Karte von Großvater, bei der ich nicht alles lesen kann bzw. bei der mir nicht alles klar ist. An Herrn ??? ??? Dapprich 39. Res. Armeekorps Res. Inf. Reg. 255 77. Res. Division 2 Komp. Bleistift (unten): erkrankt Blau (senkrecht): Lazarett Hauptstr. 30/31 Blau (waagerecht): Abs. Hauptstr. 30/31 Bleistift. Rot unterstrichen: Laasphe (Anmerkung von Großmutter, bezieht sich auf das Foto) Lieber Lbhr! [1] Schade, daß meine Postsachen Dich nicht erreicht haben, ich schrieb 2x nach Münster u. 1x, als ich von Deiner Mutter die Adresse bekam, nach dem Reg. Nun bist Du wieder im Feld, hast wohl gar an den letzten Kämpfen u. Siegen teilgenommen? Hoffent- lich bist Du bewahrt geblieben! Mir geht es langsam besser; ich muß aber noch Wochen oder gar Monate in Behandlung bleiben; vielleicht werde ich aber we- nistens garnison-dienstfähig. Habe noch vielen Dank für Dein Bild; diese Karte stammt noch aus Laaspe. Meinen Brüdern geht’s noch gut. Gott behüte Dich Dein getr. Lbb [2] Herm. Werdermann 14.II: 15. Abs. Werdermann 11/201, Schöneberg Res. Lazarett 2 [1] Lbhr = evtl. Leibherr [2] Lbb = Leibbursche Bei dem Leibherrn bin ich mir nicht sicher, denn es passt nicht zu dem, was Christof in Beitrag [3] schreibt: fux (Fuchs) ist die Bezeichnung für einen neu aufgenommenen Studenten in einer Studentenverbindung, der Leibfux (Leibfuchs) ist einem älteren Studenten (Leibbursche, Leibherr) zugeordnet. Viele Grüße Volkmar [3] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=346712
chris63 Am: 04.01.2026 21:26:17 Gelesen: 243804 # 4149
@ volkimal [#4148] Hallo Volkmar, von meinem Halbwissen solltest Du dich nicht beeinflussen lassen, andererseits lese ich statt Lbhr eher Llfr. Nun in eigener Sache, die Vorderseite ist noch klar. An die direction der Märkisch[en] Schles[ischen] Maschinenbau + Hütten Actien Gesellschaft, vorm[als] F.A.Egells Berlin, Chausseestrasse 3/4 bei der Rückseite sind noch Fragen offen, insbesondere die Wörter hinter Eintrachthütte? Bearbeitungsvermerke: beantw. 30/6 79 und es befindet sich kein Aktenstück hier Von den Aktenstücken betreffend die Eintrachthütte jt(?) ???????? II bei der direction und bitte ich zu veranlassen, daß dasselbe heute noch dem Geh[eim] Rath Kurs Kesselstrasse 16 zu geschickt wird. Berlin d. 29 Juni 1879 ?? Eintrachthütte, Ortsteil von Schwientochlowitz, später bekannt als KZ-Außenlager, war auch die Bezeichnung für Bergwerk und Eisenhütte, welche zur Aktiengesellschaft neben einer Maschinenbaufabrik (Tegel) gehörten. gruß Christof
Gauss Am: 04.01.2026 21:45:14 Gelesen: 243787 # 4150
@ chris63 [#4149] ist Volumen II? Im Sinne von Band II?
volkimal Am: 04.01.2026 22:02:58 Gelesen: 243777 # 4151
@ chris63 [#4149] Hallo Christof, ich denke eher, dass hinter der Eintrachtshütte eine Ortsangabe steht. Ich lese dort "Eintrachtshütte zu ...". Den Ort konnte ich leider bisher nicht herausbekommen. Die Eisenhütte (Außenlager des KZ Auschwitz) stört sehr bei der Suche, da es so viele Treffer dazu gibt. Was sind nach deiner Meinung die ersten vier Buchstaben des Ortes? Die "Direction" würde ich immer groß schreiben. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 04.01.2026 22:21:06 Gelesen: 243764 # 4152
@ chris63 [#4149] Hallo Christof, du schreibst "lese ich statt Lbhr eher Llfr.". Ich habe ohne es zu merken daraus "Lbfr" gemacht und danach gegoogelt. Erst dachte ich, dass es richtig sein muss, denn es gab viele Seiten mit dieser Abkürzung. Dann fand ich allerdings die Erklärung "Lbfr" = Leibfrauen. Das kann es natürlich nicht sein. Für mich kommen jetzt "Llfr" aber auch "Lbfr" in Frage. Das "b" sieht bei Großvater häufiger fast so wie ein "l" aus. Kennt einer von Euch die Bedeutung der Abkürzung "Llfr" oder "Lbfr" bei einer Burschenschaft? Viele Grüße Volkmar
chris63 Am: 04.01.2026 22:51:46 Gelesen: 243743 # 4153
@ volkimal [#4151] @ Gauss [#4150] Danke ihr Beiden, nach einer Ortschaft/Namen habe ich Jahre gesucht (und dazuschreiben sollen), glaube ich inzwischen nicht mehr. Volumen II (Band 2) würde erklären, warum ich nichts gefunden habe. Die Karte scheint hastig geschrieben, erklärt vielleicht den fehlenden u-strich und das misslungene m bei Volumen. Gelesen und gesucht habe ich in Richtung Solmeln, Dolmeln, Volmeln, Kolmeln und ähnliches. gruß Christof
zobbel Am: 07.02.2026 17:16:59 Gelesen: 217791 # 4154
Die nachfolgend vorgelegte Feldpostkarte wurde am 8. April 1918 von einem Oberleutnant i. d. Reserve, dem Ingenieur Josef Inführ, an seinen Bruder nach Waidhofen a. d. Ybbs geschickt. Sie trägt einen bisher in der einschlägigen Literatur unbekannten Formationsstempel „[Türkische Zeile] / SEILBAHNREFERENT / der K. Ottom, 3. Armee“ sowie den Stempel „K. u. K. FELDPOSTAMT 451“, das in Konstantinopel amtierte. Ich brauche etwas Hilfe bei der Entzifferung (zumindest einzelner Passagen und Worte). Danke in Voraus! Lieber Bruder! Nochmals herzl. Dank für Deinen l[etzten] Brief vom 26.2 und für die Besorgung der Bezahlung meiner Vereins-Jahresbeiträ ge. Feldpostmarken gibt es in der Türkei keine, größere Werte sind nur in größe ren Städten leichter zu bekommen - sandte Dir vom großen? Postamt mit Marken in meinem ???? an Johannes. Weniger bessere Werte, die mir von Johannes vor 8 Tagen aus Sivas mitgebracht, will ich Die bei Gelegenheit senden. Während über unserer zukünftiger Ar- beit weiß ich nicht, es ist auch möglich, daß ich Arbeit zwischen Baiburt u. Erzerum bekom- me, ich im ??lichen ?falle natürlich eine Mit- nahmen Johannes sehr fraglich werden würde. Ein Urlaub für mich steht augenblicklich leider zwar nicht in Aussicht. Sonst bin ich gottlob gesund, frisch und munter und hoffe, dich auch wieder ?ganz? Hergestellt. Herzliche Grüße u. Küsse an Euch alle Dein D[ich] L[iebender] Bruder Joseph Herzl. Grüße an Hanni, Marli?, Herzia?? u.s.w.
volkimal Am: 07.02.2026 20:17:08 Gelesen: 217679 # 4155
@ zobbel [#4154] Hallo Zobbel, Ein paar Bemerkungen: Lieber Bruder! Nochmals herzl. Dank für Deinen l[etzten] könnte auch l[ieben] sein Brief vom 26.2 und für die Besorgung der Bezahlung meiner Vereins-Jahresbeiträ ge. Feldpostmarken gibt es in der Türkei keine, größere Werte sind nur in größe ren Städten leichter zu bekommen - sandte Dir vier große Pakete mit Marken in meinem ???? an Johanna. Weniger bessere Werte, die mir mein Dolmetsch vor 8 Tagen aus Sivas mitgebracht, will ich Dir bei Gelegenheit senden. Näheres über unserer zukünftiger Ar- beit weiß ich nicht, es ist auch möglich, daß ich Arbeit zwischen Baiburt u. Erzerum bekom- me, ich[durchgestrichen] in welchem Falle natürlich eine Mit- nahme Johannes sehr fraglich werden würde. Ein Urlaub für mich steht augenblicklich leider zwar nicht in Aussicht. Sonst bin ich gottlob gesund, frisch und munter und hoffe, dich auch wieder ganz hergestellt. Herzliche Grüße u. Küsse an Euch alle Dein D[ich] L[iebender] Bruder Joseph Herzl. Grüße an Hanni, Marli?, Herzia?? u.s.w. Hoffe, dass ich am Smartphone keine Fehler gemacht habe. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 07.02.2026 20:20:28 Gelesen: 217678 # 4156
Hallo Zobbel, habe gerade noch eine Idee, wage aber nicht den Text zu korrigieren. Das fehlende Wort könnte sein: "... in einem Kistl" Viele Grüße Volkmar
zobbel Am: 08.02.2026 09:55:55 Gelesen: 217345 # 4157
@ volkimal [#4155]
@ volkimal [#4156]

Herzlichen Dank. Das sieht doch gut aus!
Angelika Am: 08.02.2026 18:35:41 Gelesen: 217095 # 4158
Guten Abend ich habe eine Karte aus Abenberg gefunden, die in Steno geschrieben wurde. Für mich eine harte Nuß, da ich in der Schule zwar noch Steno gelernt habe, aber trotzdem nichts (mehr) lesen kann. Sind ein oder mehr "Nußknacker" anwesend die lesen können was da geschrieben wurde? Viele Grüße Angelika
Maria T. Am: 11.02.2026 16:14:45 Gelesen: 214449 # 4159
Hallo @ Angelika [#4158] Ich übersetze die Karte gerade und melde mich bald wieder. Ist Gabelsberger Steno. LG Maria
evwezel Am: 12.02.2026 10:55:11 Gelesen: 213713 # 4160
Liebe Sammlerfreunde, ich habe wieder eine knifflige Knobelaufgabe für Euch. Es handelt sich um eine Feldpostkarte, die am 17. Mai 1917 verschickt wurde. Die Handschrift ist einfach schrecklich, aber das wirft uns natürlich nicht aus der Bahn, oder? 😄 Bis jetzt habe ich folgendes gelesen: Liebwertes Frl! 16/5. 17 Herzlichst (dkd?[1]) erhielt ich vorige Woche, im Res(erve) Laz(arett) Schloß Camenz (Schles) [2] Ihre, von der Front nachges(andte?). frdl.[3] Gabe. Habe ich Ihnen nicht mitgeteilt, daß ich Anfg. Febr. [4] we- gen Doppelt. Lungen Entzdg.[5] im Lazarett liege? - Zuerst 5 Wochen an der Front / Hauptverbandplatz - schreckliche Zeit, dann 3 Wochen in Kriegslaz(arett) (karm.?) Sziget (nicht viel besser) dann Karfreitag in Laz(arett) Zug nach Schlesien wo mein(?) Zustand endlich sich bessert. Lunge ist gesund, aber allerlei (Rheuma?) & Neurasth(enie)[6]. Beschwerden veranlaßten mich, meine(?) Verlegung hierher zu beantragen, glücklich kann ich vermelden(?) daß nun 8 wöchentl(iche) Kuraufenth(alt) bewilligt sind. Da mein(?) Bruder hier ist, bin ich paßlich aufgenommen. Ich habe (den?) Jungen mitgebracht zum Durchfuttern. Wir haben ein (nettes?) (Heim?) (…) (…) (…) (…) & werden ausgez(eichnet). verpflegt. Umgebung ist wunderschön, prächtige Baumblüte, pr.(?) Wald, schöne Parkanlagen. Hab(e) heute das erste heiße Soolbad[7] genommen & danach 2 Std.(?) Siesta(?) gehalten. Schöne Wochen der völligen Erholung liegen noch vor mir - hoffentlich ist dann die Chose zu Ende. Viele Grüße auch Vater & Deine Geschwester. Ihr erg.[8] (Schreck?) [1] dankend? [2] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Kamenz. [3] freundliche [4] Anfang Februar [5] Entzündung [6] Nervenschwäche [7] Was ist ein Soolbad??? [8] ergebener Mit Blaustift wurde noch geschrieben: Nummer existiert nicht -/1.9. Absender Abs. Kan(onier) (Schreck?) Vereinslaz(arett) Milbitz Reuß Anschrift Frl. Margarethe Buchwald Berlin W1 Potsdamer Pr(???)str. 181k Feldpoststempel Vereins-Lazarett Milbitz-Reuß-Bez(irk).-Gera Tagesstempel GERA 17.5.17. 11-12V * (Reuß) 1 P Feldpostvermerk Feldpost —- Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 12.02.2026 11:59:19 Gelesen: 213666 # 4161
@ evwezel [#4160] Hallo Emiel, hier meine Version. Im Text habe ich viele Kleinigkeiten geändert aber nicht markiert (siehe Mail). Anschrift Frl. Margarethe Buchwald Berlin W 9 Potsdamer Pr(???)str. 131k Feldpoststempel Vereins-Lazarett Milbitz-Reuß bei Gera Absender Abs. Kan(onier) (Schreck?) Vereinslaz(arett) Milbitz b Gera /R Liebwertes Frl! 16/5. 17 Herzlichst dkd[1] erhielt ich vorige Woche, im Res(erve) Laz(arett) Schloß Camenz (Schles) [2] Ihre, von der Front nachges(andte?). frdl.[3] Gabe. Habe ich Ihnen nicht mitgeteilt, daß ich seit Anfg. Febr. [4] we- gen doppelt. Lungen Entzdg.[5] im Lazarett liege? - Zuerst 5 Wochen an der Front (Hauptverbandplatz - schreckliche Zeit) dann 3 Wochen im Kriegslaz(arett) Marm. Sziget [5a] (nicht viel besser) dann Karfreitag in Laz(arett) Zug nach Schlesien wo m(ein) Zustand endlich sich bessert. Lunge ist gesund, aber allerlei rheum(atische) & neurasth(enische)[6]. Beschwerden veranlaßten mich, m(eine) Verlegung hierher zu beantragen, glücklich kann ich vermelden(?) daß nun 8 wöchentl(icher) Kuraufenth(alt) bewilligt sind. Da m(ein) Bruder hier ist, bin ich paßlich aufgenommen. Ich habe m(einen) Jungen mitgebracht zum Durchfuttern. Wir haben ein nettes Zimmer i. Verwaltungsgeb(äude). & werden ausgez(eichnet). verpflegt. Umgebung ist wunderschön, prächtige Baumblüte, gr(oßer). Wald, schöne Parkanlagen. Hab(e) heute das erste heiße Soolbad[7] genommen & danach 2 std. Siesta gehalten. Schöne Wochen der völligen Erholung liegen noch vor mir - hoffentlich ist dann die Chose zu Ende. Viele Grüße auch Vater & Deine Geschwister. Ihr erg.[8] (Schreck?) [5a] https://de.wikipedia.org/wiki/Sighetu_Marma%C8%9Biei [7] Wahrscheinlich Solebad Viele Grüße Volkmar Milbitz-Reuß vermutlich hier: https://www.ansichtskartenversand.com/ak/91-Alte-Ansichtskarte/1721-Stadtteile/13921708-AK-Milbitz-Reuss-Heilanstalten
evwezel Am: 12.02.2026 12:34:15 Gelesen: 213637 # 4162
@ volkimal [#4161] Hallo Volkmar, schön, dass Du wieder dabei bist! Es ist mir übrigens ein Rätsel, wie Du das alles in wenigen Minuten überprüfen kannst! Und auf “Zimmer i. Verwaltungsgeb.(äude)” wäre ich nie gekommen. Du bist Spitze! Richard hat übrigens auch noch das Wort “Solebad” für mich erklärt (vielen Dank, Richard!): Ein Solebad ist ein Ganzkörperbad im salzhaltigen Wasser. Der Begriff «Sole» stammt aus dem Althochdeutschen und bedeutet «Salzbrühe». Meist wird dafür Meersalz oder Steinsalz verwendet. Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 12.02.2026 15:26:03 Gelesen: 213490 # 4163
@ evwezel [#4162] Hallo Emiel, du schreibst "Es ist mir übrigens ein Rätsel, wie Du das alles in wenigen Minuten überprüfen kannst! ". Ohne Deine gute Vorarbeit hätte es wesentlich länger gedauert! Viele Grüße Volkmar
Nordensammler Am: 13.02.2026 19:51:40 Gelesen: 212043 # 4164
Kann mir jemand beim Entziffern eines kurzen Textes helfen? Zum Kontext: Der bekannte Theologe und Pastor und damalige Leiter und Namensgeber der von Bodelschwinghschen Stiftungen, Friedrich von Bodelschwingh der Ältere, schreibt 1893 einen Dank an eine Dame in Lindau am Bodensee. Der Text lautet: "Für Ihre [...] vom 5. Mai dankt herzlichst FBodelschwingh Pastor". Es geht mir um die beiden Wörter nach "Ihre": Das kleine, eingeschobene Wort könnte "neue" heißen, das lange Wort anfangen mit "Liebe". Wer kann es entziffern?
evwezel Am: 13.02.2026 20:00:01 Gelesen: 212037 # 4165
@ Nordensammler [#4164] “neue Liebeserweisung”
volkimal Am: 13.02.2026 22:13:09 Gelesen: 211882 # 4166
Hallo zusammen, ich habe heute versucht, einen Brief aus dem Jahr 1786 zu lesen. Der Brief ging von Sommerhausen nach Ingelfingen. Im Brief geht es um Schulden, die der Stadt- und Landchirurg Georg Heinrich Faust seit 9 Jahren nicht beglichen hat. An daß Hochfürst. Hohenloh Ingelfingl. Wohl Löbl. Amt In Ingelfingen oben links: Andreas ??? ??? ??? fauß? Chyrurgus Faust peto debiti [1] oben rechts: ??? des 12 febr? 1786 [1] "Peto debiti" ist eine lateinische Phrase, die in historischen Akten und Gerichtsunterlagen (oft des 16. bis 19. Jahrhunderts) vorkommt und sich auf die Forderung nach Schuldenzahlung bezieht. HochEdelgebohrner Besonders hochgeEhrtester Herr Rath und Amtman! Es ist mir der Chirurgus Faust zu Ingelfingen, für die beherberg, und beköstigung seiner gewesenen Liebste, seine nunmehrigen Ehe Weibs, welche sich circa ¼ Jahr in meinem Wirthshaus, sowohl vor als nach ihrer Kindbette aufgehalten pro 1776. nach gepflogener abrech- nung, bei der abreise, einen Rest von 32f schuldig verbliben welchen werth er Faust, mir durch den hiesigen Kutscher mit welchem er von hier abgefahren retour schiken zu wollen mir gelo- bet, aber nicht gehalten. Ich sehe mich sonach vermässi- get, zu fünf wiederholten mahle bei dortig Wohllöbl. Amt dis Fall schriftlich zu beklagen, und um Execution gehorsamst zu bitten aber leider bisher noch keine ???? spure von Ingelfingen verspüret. Als habe E?? HochEdetgeboh- ren hiemit gehorsamst bitten sollen, den Morohen Zähler Faust dahin anzuhalten, daß er mir die seith 9. Jahr schuldige 32 f samt Interesse baar vergüte. Rechtlich und hochgeneigter erhörung getrößend erharen mit schuldigem Respect Euer HochEdelgebohren unten links: Sommerhausen den 10t Febr. 1786 unten rechts: gehorsame Diner Andreas Horn G. Gebr zum Ochsen Wer kann die Lücken schließen? Wenn ihr Fehler seht, bitte korrigieren. Viele Grüße Volkmar
Nordensammler Am: 13.02.2026 22:16:34 Gelesen: 211879 # 4167
@ evwezel [#4165] Vielen Dank, das deckt sich mit meiner Vermutung.
chris63 Am: 13.02.2026 23:56:34 Gelesen: 211753 # 4168
@ volkimal [#4166] Hallo Volkmar, oben links: Andreas Horn von Som[m]er hausen Contra Chyrurgus Faust peto debiti oben rechts: pras: den 12 febr. 1786 aber leider bisher noch keine Iottig (interpretiere ich als kein Iota spur - weniger als das geringste) spure von Ingelfingen verspüret. gruß Christof
volkimal Am: 14.02.2026 08:42:11 Gelesen: 211273 # 4169
@ chris63 [#4168] Hallo Christof, vielen Dank! Auf "kein Jota" wäre ich nie gekommen. Auf der zweiten Seite hatte ich eine Stelle als "den Morohen Zähler" gelesen. Stimmt das bzw. was heißt das? Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 14.02.2026 09:30:55 Gelesen: 211214 # 4170
@ volkimal [#4169] Guten Morgen Volkmar, ich habe noch eine Frage. Ich nehme an, das Florin-Zeichen in “32 f” ist hier ein Symbol für die Währung “süddeutsche Gulden” (die Hauptwährung um 1760 in Baden Württemberg war der Süddeutsche Gulden). Stimmt das? Und was muss man sich dabei vorstellen? Wieviel war dieser Betrag wert (ausgedruckt in Kaufkraft)? Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 14.02.2026 11:49:00 Gelesen: 211058 # 4171
@ volkimal [#4169]

Kann das ein moroser Zahler sein? Im Sinne von widerwillig, auch wenn es ja eher übellaunig heißt.
volkimal Am: 14.02.2026 16:07:04 Gelesen: 210829 # 4172
@ Gauss [#4171] Hallo Gauss, vom Schriftbild her müsste es eigentlich ein "h" sein. Beim lange "s" hat der Schreiber des Briefes immer zuerst die Unterlänge geschrieben. Beim "h" ist es umgekehrt. Erst kommt die Oberlänge und dann die Unterlänge. Hier zwei Wörter mit einem "s" - sollen bzw. gehorsamst Jetzt zweimal das "h" - gehalten bzw. das unklare Wort "Morohen Zähler" Stimmt "Morohen Zähler" und was bedeutet es? Oder was kann dort sonst stehen? Viele Grüße Volkmar
chris63 Am: 14.02.2026 18:45:50 Gelesen: 210637 # 4173
@ volkimal [#4172] Hallo Volkmar, lese auch Moro(a)hen, Schrift wie pro, Interesse, Respect und Execution - lateinischer Wortstamm. Vermute der Schreiber wollte etwas ausdrücken wie säumiger Zahler. Kann anbieten Mora - Verzögerung, moror - verzögern, morari - verspäten. Da die Sprachwissenschaft zur klassischen Philologie (Latein, Griechisch, Hebräisch) ganze Bibliotheken produziert hat, zur Barbarensprache Deutsch mir nur Brüder Grimm bekannt sind, wissen wir nicht wie die Menschen gesprochen haben und wie sie es in Schrift übertragen haben. Vielleicht wollte sich Gastwirt Horn auch nur gewählt ausdrücken? Zum Fragezeichen vor HochEdelgebohren (S.2 mitte): Für mich die gleiche Buchstabenfolge wie am Briefende, von Dir mit Euer transkribiert. Der letzte Buchstabe ist hochgestellt und doppelt unterstrichen, häufig eine Kennzeichnung für Plural. gruß Christof
volkimal Am: 14.02.2026 23:25:27 Gelesen: 210335 # 4174
@ chris63 [#4173] Hallo Christof, herzlichen Dank. Da merke ich wieder einmal, dass mir Latein fehlt. Viele Grüße Volkmar
Maria T. Am: 14.02.2026 23:46:23 Gelesen: 210304 # 4175
@ Angelika [#4158] Hier kommt die Übersetzung der Karte. Das Ende ist leider etwas unklar geblieben. Da bin ich nicht drauf gekommen was genau gemeint ist. Mein Lieber! Danke dir für deinen Kartengruß aus der Einsamkeit der schönen Exerzitien. Danke dir auch für dein Gedenken zum Namenstag. Schade das Pater Schessing (?) nach (?) Dürnberg weggeht. Hoffentlich kommt wieder … (K... einer ?) hier hin, der sich um die Schwestern gut annimmt. War während des Mai in Italien, und habe einen Landstreicher gemacht nach Athen und der Insel Rhodos, kam dann nach Rom, wo ich bei meiner Abreise Herrn … (Prälat?) Lungkofler getroffen habe. Leider musste man rasch durch das liebe Österreich durchfahren, sonst hätten wir uns wieder einmal gesehen. Es war so schön, habe viel gesehen und erlebt. … Nun(?) können(?) wir hoffen, dass bei euch der Verkehr mit Österreich wieder möglich gemacht wird. Man spricht davon (?), dass im Herbst die Sperre fallen wird. Dann werde ich wohl (?) einmal kommen. Vielleicht (eigentlich "vielerlei"?) kannst auch du schon einmal kommen, um hier dich auszuruhen. Hier geht alles den gewohnten Gang. Nächsten Sonntag 26. haben wir großes ... (St/Z ?) Fest, an dem unser tapferer Bischof mitwirken wird. Schwester Genovese (?) geht es recht gut; Da ... (nun/an?)… (Speit/Spät?) … abge(abgedankt?)… of(offen/öffentlich) ist, muss sie jetzt(?) die Hauserbin(?) machen(?). Sie muss schon alle gehorsam zusammen (?) nehmen. Recht (Rechte/ Richte?) viele Grüße an dich und dein ganzes Haus. Dein Spirber (?)
Angelika Am: 15.02.2026 08:19:52 Gelesen: 209876 # 4176
Guten Morgen Maria vielen herzlichen Dank für deine Arbeit. War sicher nicht einfach dieses alte Steno zu lesen. Bürnberg - evt Nürnberg? könnte Landstreicher evtl ein Abstecher sein? Hauserbin könnte Hauserin sein, ein Begriff den ich als Haushälterin eines Pfarrers kenne. Genovese könnte Genoveva sein - das ist ein alter Frauenname Viele Grüße Angelika
Maria T. Am: 15.02.2026 11:13:11 Gelesen: 209730 # 4177
Das meiste ist recht schnell übersetzt gewesen. Die Ausdrucksweise ist natürlich immer mal wieder ein Problem weil vieles ja nicht mehr üblich ist und man dann hin und her überlegt was wohl gemeint ist. In "Dürnberg" ist der erste Buchstabe eindeutig ein D. Das gibts so auch mehrfach. Rätselhaft ist mir dieser kleine Haken über dem "n" davor. Wenn es etwas verblasst ist könnte es die Rundung von "noch" sein aber das passt halt nicht. Für "nach" müsste das ch eigentlich von links nach rechts geschrieben werden. Vom Sinn er her passt "nach" Ja - Landstreicher könnte auch Abstecher heißen. Daran hab ich nicht gedacht - klingt gut. Das "ab" ist etwas zu langgezogen dafür fehlt das r in Streicher. im Wort "Haus...": Haus ist eindeutig - das 2. Wort ist schwierig. es scheint ein verstärktes "r" oder "er" zu sein - danach kommt ne zu weite Verbindung. Zwischen "er" und dem hochgestellten "n" was ein i anzeigt kommt noch ein Buchstabe. Es könnte "dr" sein durch die Schlaufe oben - ich tippe eher auf "br" - also Erbin. Ein "t" ist im Gabelsb. Steno lang darum kann es eig auch nicht Rätin oder so sein.... Genovese - der vorletzte Buchstabe ist ziemlich eindeutig ein s oder f. Könnte also Genovesa oder Genovefa sein - aber das ist Langschrift also vl fällt wem anderen noch was ein. LG
Quincy Am: 16.02.2026 18:35:18 Gelesen: 208327 # 4178
Eine Postkarte von Bautzen nach München, gestempelt am 2. August 1914 Was von Postkarte lesbar ist, deutet auf einen Absender hin, der Deutsch nur als Fremdsprache kennt. Was ich glaube lesen zu können, gebe ich - bereits leicht korrigiert - hier wieder: Liebe Schwester Anna, wie geht alles bei Ihnen alle? Das war eine schöne Erzählung oder Entschuldigung die Sie machten (.... Abend) "e was aber scho" "verstenge me". Was für Nachricht haben Sie bekommen! Hoffentlich gut. Ja das wird .... großartig, wenn Sie in der Welt auch kommen könnte. Viel Glück und Erfolge. Viele Grüße an die Mutter, B...., Sie und die ganze Ecke von B.... H. F. Bushman Kann jemand helfen, die Lücken zu füllen, die ich mit Punkten markiert habe, bzw. das zu korrigieren, was ich falsch gelesen habe? Vielleicht gibt der ganze Text dann einen Sinn, den ich bislang vermisse. Vielen Dank für eure Hilfe im Voraus und viele Grüße Hans-Jürgen
volkimal Am: 16.02.2026 19:10:17 Gelesen: 208302 # 4179
@ Quincy [#4178] Hallo Hans-Jürgen, ich lese: Liebe Schw.(ester) Anna, wie geht alles bei Ihnen alle? Das war eine schöne Erzählung oder Entschuldigung die Sie machte (kgl. Abend) "e was aber scho" "verstenge me". Was für Nachricht haben Sie bekommen! hoffentlich gut. Ja das wird fine ja grossärtig, wenn Sie in der Welt auch kommen könnte. Viel Gluck und erfolge. Viele Grüße an die Mutter, Bussl, Sie und die ganze Ecke von Br(?) H. F. Bushman Die Punkte (...) lese ich als kgl. = königlich, fine = fein und Bussl = Küsse So richtig Sinn macht aber nicht alles. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 16.02.2026 19:21:49 Gelesen: 208283 # 4180
@ volkimal [#4179] Hallo Volkmar, ich lese “Syl(vester?). Abend” statt “kgl.Abend”. Das “S” ist identisch mit dem “S” in Schw(ester). Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 16.02.2026 19:30:37 Gelesen: 208262 # 4181
@ evwezel [#4180]

Hallo Emiel,

vom Schriftbild her passt das. Ich weiß aber nicht, was ein Syl. Abend = Sylvester Abend im August soll.

Viele Grüße
Volkmar
evwezel Am: 16.02.2026 19:34:12 Gelesen: 208252 # 4182
@ volkimal [#4181]

Hallo Volkmar,

das habe ich natürlich auch bemerkt und leider muss ich die Antwort schuldig bleiben… 😁

Viele Grüße

Emiel
Richard Am: 16.02.2026 22:35:11 Gelesen: 208083 # 4183
@ Quincy [#4178] scho" "verstenge me". Das könnte osthessisch sein und "schon verstehen wir uns" heissen. Als ich 2010 von dort ins Allgäu umgezogen bin wurde so nur noch in kleinen Orten gesprochen und das noch in jedem ein paar Kilometer entfernten Ort wieder in einem anderen Dialekt. Schöne Grüsse, Richard
Quincy Am: 17.02.2026 13:25:29 Gelesen: 207351 # 4184
@ Richard [#4183]
@ volkimal [#4181]
@ evwezel ]#4182]

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Es ist manchmal recht schwierig, Texte zu verstehen und zu erkennen, wenn man das inhaltliche Umfeld nicht kennt. Noch schwieriger wird es, wenn jemand in einer gebrochenen Sprache schreibt, wie offensichtlich auf der gezeigten Postkarte geschehen.

Viele Grüße
Hans-Jürgen
logi Am: 19.02.2026 20:40:57 Gelesen: 205366 # 4185
Hallo Zusammen, ich bräuchte mal wieder Eure Hilfe ! Ein Feldpostbrief aus meinem Nachbarort, an den Soldaten Dr.Ebeling. (wahrscheinlich vom Grafen von Alvensleben) Sehr geehrter Herr Dr. Ebeling ! Mehr kann ich nicht entziffern ! Gruß und Danke für Eure Hilfe Lothar
Gauss Am: 19.02.2026 20:57:39 Gelesen: 205352 # 4186
@ logi [#4185] In Beantwortung Ihres Briefes vom 12. d. Mts. Teile ich ihnen ergebenst mit, daß es sich um den Ort Zichtau bei Gardelegen handelt. Dieses Gut war bis etwa 1840 im Besitz meiner Familie. Der jetzige Besitzer ist der Kammerherr von Gossler aus Zichlau, der vielleicht noch im Besitz alter Akten sein dürfte. Der damalige ??? war der Kgl. pr. Landrat ??? geb. 1747 + 1829. Mit deutschem Gruß Ihr ergebener … Mit den Namen habe ich Probleme, da fehlt der Kontext. Und mit ein paar Ziffern.
evwezel Am: 19.02.2026 21:07:58 Gelesen: 205345 # 4187
@ Gauss [#4186]

Der damalige Besitzer (…)
Gauss Am: 19.02.2026 21:10:45 Gelesen: 205339 # 4188
@ evwezel [#4187] Danke! Und Johann Friedrich von Alvensleben. https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Friedrich_VII._von_Alvensleben Unterzeichnet ebenfalls Alvensleben.
volkimal Am: 19.02.2026 21:22:21 Gelesen: 205325 # 4189
@ Gauss [#4188] Hallo zusammen, hier noch einmal der gesamte Text: Erxleben, Post Eilsleben Land d. 20.9.43 Sehr geehrter Herr Dr. Ebeling! In Beantwortung Ihres Briefes vom 12. d. Mts. Teile ich Ihnen ergebenst mit, daß es sich um den Ort Zichtau bei Gardelegen handelt. Dieses Gut [1] war bis etwa 1840 im Besitz meiner Familie. Der jetzige Be- sitzer ist der Kammerherr von Gossler aus Zichtau [2], der vielleicht noch im Besitz alter Akten sein dürfte, Der damalige Besitzer war der Kgl. pr. Land- rat Johann Friedrich von Alvensleben geb. 1747 + 1829. [3] Mit deutschem Gruß Ihr ergebener ??? von Alvensleben Nur das erste/die ersten beiden Wörter bei der Unterschrift sind unklar. Es ist auf jeden Fall ein Mitglied der Familie von Alvensleben. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Gut_Zichtau [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_von_Go%C3%9Fler_(General) [3] https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Friedrich_VII._von_Alvensleben
chris63 Am: 19.02.2026 21:25:19 Gelesen: 205321 # 4190
@ volkimal [#4189] Erbtruchseß von Alvensleben gruß Christof
volkimal Am: 19.02.2026 21:38:42 Gelesen: 205297 # 4191
@ chris63 [#4190]

Hallo Christof,

sagenhaft, was du alles lesen kannst. Auf den Titel "Erbtruchseß" wäre ich nie gekommen.

Viele Grüße
Volkmar
logi Am: 19.02.2026 22:27:06 Gelesen: 205252 # 4192
@ volkimal [#4191] @ chris63 [#4190] @ Gauss [#4188] @ evwezel [#4187] Wirklich sagenhaft !!! Vielen lieben, herzlichen Dank ! Danke und Gruß Lothar
evwezel Am: 21.02.2026 12:45:12 Gelesen: 203593 # 4193
Liebe Sammlerfreunde, ich zeige Euch heute eine Marine-Feldpostkarte, die den 30. April 1916 an Bord „S.M.S. Kronprinz” geschrieben wurde. Leider kann ich die Abkürzung vor dem Wort “Masch(inen)” nicht erkennen. Viele Grüße Emiel —- Ich lese: S.M.S. „Kronprinz”, den 30. April 16. Herzlichen Dank Dir lb. Frida, u. den Deinen für das Liebespaketchen, das mich Oster- montag gerade erreichte. Es hat mich sehr gefreut. Wie die Hochseeflotte Ostern verbracht, habt Ihr ja aus der Zeitung ersehen[2]. Hoffentlich hattet Ihr auch so schönes Wetter die Feiertage, wie hier es war. Mit vielen Grüßen Dir u. der ganzen Familie Dein Vetter Werner Nierstras(?)  Absender Werner Nierstras (?) Masch(inen) Matr(ose) S.M.S. „Kronprinz” VIII. Div(ision).  Anschrift An Fräulein Frida Rübens Cöln-Südpark (Rhein) Schillingsrotterplatz 5. Marinestempel KAIS. DEUTSCHE MARINE- SCHIFFSPOST Nr. 93 1.5 16 Feldpostvermerk Marine-Feldpostkarte [1] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Kronprinz_(Schiff,_1914) [2] Das ist eine sehr interessante Geschichte. Das “Wittener Tageblatt” (Dienstag 2. Mai 1916, siehe https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/AHTIXVSZP6X2A7OQT2MZ7SYTCTTSPN7G?query=Hochseeflotte&issuepage=2) meldete darüber folgendes:
volkimal Am: 21.02.2026 14:30:37 Gelesen: 203479 # 4194
@ evwezel [#4193]

Hallo Emiel,

Zumr fehlenden Abkürzung habe ich keine Idee. Ich denke aber, dass Werner Nierstras ein Maschinen-Maat war.

Viele Grüße
Volkmar
volkimal Am: 21.02.2026 14:37:19 Gelesen: 203473 # 4195
Hallo Emiel, habe gerade noch eine Idee. Vielleicht ist er ein "Einj(ähriger) Maschinenmaat". Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 21.02.2026 16:00:15 Gelesen: 203305 # 4196
@ volkimal [#4195] Hallo Volkmar, sehr gut gesehen, das passt perfekt zum Schriftbild! Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 28.02.2026 08:28:56 Gelesen: 199207 # 4197
Liebe Sammlerfreunde, es ist heute nicht mein Tag. Obwohl ich die folgende Feldpostkarte schon stundenlang studiert habe, kann ich sie nicht völlig transkribieren. Insbesondere finde ich den Satz, der anfangt mit “Und wenn ich werde wieder fahren können, da sitzt man da auch allein (…)” ganz merkwürdig. Vielleicht lese ich hier etwas falsch. Hat jemand vielleicht eine bessere Lesung? Viele Grüße Emiel —- S.M.S. „Kronprinz”, d. 11. Juli 16. Lieber Erwin! Herzlichen Dank für erhal- tene Karte vom 10. Ju(li). aus der Heimat. Wie ich hier, hast Du wieder grosses Glück gehabt mit den 14 Tagen Urlaub. Wäre unsere Schlacht nicht dazwischen gek(ommen), da hätte es vielleicht so hinhauen[1] können, das(s) wir (uns) zusammen treffen (können?). Denn Aussichten waren damals vorhanden aber leider haben die sich nun verschoben u. werden sich auch noch weiter verschieben. Und wenn ich werde wieder fahren können, da sitzt man da auch allein (so?) ich(?) oben(?) gleich zum (…) Arm bei(…). Auf welchem Schiff ist Ernst Herzog jetzt? Ist er auf der Bayern[2] der hat mit Urlaub auch gr. Schwein denn er ist jetzt (öffter?). Nun wie war Kopfüber Rudolf zumute wenn er nun auch den b.[3] Rock anziehen muss? Auf wiedersehen d. 4 (…) Anschrift An den lb. Gefreiter Erwin (…) 9. Batt. d. K.S. Fuss Art. -Regt. No 12. III. Batl. im Westen Metz Feldpostvermerk Marine-Feldpost Marine-Schiffspoststempel KAIS. DEUTSCHE MARINE- SCHIFFSPOST Nr. 93 * 5.7 * 16 [1] hinhauen (ich hätte noch nie von diesem Wort gehört!) = funktionieren [2] S.M.S. Bayern - siehe https://www.deutsche-schutzgebiete.de/wordpress/projekte/kaiserliche-marine/seiner-majestaet-schiffe/s-m-s-bayern-1915/ [3] vielleicht wird hier die blaue Uniform der Kaiserlichen Marine gemeint.
DERMZ Am: 28.02.2026 09:16:55 Gelesen: 199183 # 4198
@ evwezel [#4197] Guten Morgen Emiel Deine mail dankend erhalten - aber das bezieht sich nicht auf diese Karte. S.M.S. „Kronprinz”, d. 4. Juli 16. Lieber Erwin! Herzlichen Dank für erhal- tene Karte vom 30. Ju( ni). aus der Heimat. Wie ich höre, hast Du wieder grosses Glück gehabt mit den 14 Tagen Urlaub. Wäre unsere Schlacht nicht dazwischen gek(ommen), da hätte es vielleicht so hinhauen[1] können, das(s) wir zusammen treffen konnen. Denn Aussichten waren damals vorhanden aber leider haben die sich nun verschoben u. werden sich auch noch weiter verschieben. Und wenn ich werde wieder fahren können, da sitzt man da auch allein (so?) ich(?) oben(?) gleich zum (…) Arm beissen. Auf welchem Schiff ist Ernst Herzog jetzt? Ist er auf der Bayern[2] der hat mit Urlaub auch gr. Schwein denn er ist jetzt (öffter?). Nun wie war Kopfüber Rudolf zumute wenn er nun auch den b.[3] Rock anziehen muss? Auf wiedersehen d. tr. Oskar Anschrift An den Ob. Gefreiter Erwin (…) 9. Batt. d. K.S. Fuss Art. -Regt. No 12. III. Batl. im Westen Metz Abs: Ob. Matr. O. Hettrich S.M.S., Kronprinz III.G. Vielleicht hilft es Dir, aber alles habe ich auch nicht lesen können. Viele Grüße Olaf
Paris Am: 28.02.2026 09:34:16 Gelesen: 199161 # 4199
Hallo Emiel,

ich habe mich auch daran versucht.

Viele Grüße
Paris


S.M.S. „Kronprinz”, d. 4. Juli 16.
Lieber Erwin!
Herzlichen Dank für erhal- tene Karte vom 10. (VI = Juni) aus der Heimat. Wie ich höre, hast Du wieder großes Glück gehabt mit den 14 Tagen Urlaub. Wäre unsere Schlacht nicht dazwischen gek(ommen), da hätte es vielleicht so hinhauen können, das(s) wir (uns) zusammen treffen konnen (können). Denn Aussichten waren damals vorhanden aber leider haben die sich nun verschoben u. werden sich auch noch weiter verschieben. Und wenn ich werde wieder fahren können, da sitzt man da auch allein u. ist eben gleich zum in Arm beißen. Auf welchem Schiff ist Ernst Herzog jetzt? Ist er auf der Bayern oder hat [er] mit Urlaub auch gr. [großes] Schwein, denn er ist jetzt öffter [sic!] [zuhause]. Nun wie war... Rudolf zumute, wenn er nun auch den b. [bunten] Rock anziehen muss?
Auf Wiedersehen d. tr. [treuer] Oskar
(Anmerkung: „Den bunten Rock anziehen“ war eine damals gängige Redewendung für den Eintritt in den Militärdienst).

Anschrift
An den lb. Gefreiter
Erwin (Scholz?)[sehr unsicher]
9. Batt. d. K.S. Fuss Art. -Regt. No 12.
III. Batl.
im Westen
Metz


@ evwezel [#4197]
volkimal Am: 28.02.2026 10:19:05 Gelesen: 199134 # 4200
@ evwezel [#4197] Hallo Emiel, Olaf und Paris haben schon sehr gute Vorarbeit geleistet, so dass ich nur noch ein paar Kleinigkeiten gefunden habe: S.M.S. „Kronprinz”, d. 4. Juli 16. Lieber Erwin! Herzlichen Dank für erhal- tene Karte vom 30./VI. aus der Heimat. Wie ich höre, hast du wieder grosses Glück gehabt mit den 14 Tagen Urlaub. Wäre unsere Schlacht nicht dazwischen gek(ommen), da hätte es vielleicht so hinhauen[1] können, das(s) wir zusammen treffen können. Denn Aussichten waren damals vorhanden aber leider haben die sich nun verschoben u. werden sich auch noch weiter verschieben. Und wenn ich werde wieder fahren können, da sitzt man da auch allein allein es ist eben gleich zum in Arm beißen. Auf welchem Schiff ist Ernst Herzog jetzt? ist er auf der Bayern[2] der hat mit Urlaub auch gr. Schwein denn er ist jetzt öffter. Nun wie war Br. Kopfüber Rudolf zumute wenn er nun auch den b.[3] Rock anziehen muss? Auf Wiedersehen d. tr(euer) (???) Anschrift An den Ob. Gefreiten Erwin (…) 9. Batt. d. K.S. Fussart. -Regt. No 12. III. Batl. im Westen Metz Ob "10./VI." oder "30./VI." ist nicht ganz sicher. Beim "können" meine ich ganz blasse Punkte über dem "ö" zu sehen. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 28.02.2026 10:32:37 Gelesen: 199123 # 4201
@ DERMZ [#4198] @ Paris [#4199] @ volkimal [#4200] Guten Morgen Olaf, Paris und Volkmar, vielen lieben DANK für Eure Korrekturen und Erklärungen!! Mir ist klar geworden, dass ich den Text diesmal ziemlich schlampig transkribiert habe (“VI” falsch gelesen(!), der Absender völlig übersehen, usw.)… Das war bestimmt keine Glanzleistung.😔 Die Redewendung “Den bunten Rock anziehen” kannte ich noch nicht. Sie ist also ähnlich zu “des Kaisers Rock anziehen”? Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 28.02.2026 11:10:23 Gelesen: 199104 # 4202
@ evwezel [#4201]

Der bunte Rock ist universeller und älter als des Kaisers (Kaiser gibt's nicht immer und überall), die Bedeutung ist bei beiden die Uniformjacke und übertragen der Militärdienst.
evwezel Am: 28.02.2026 13:17:52 Gelesen: 199061 # 4203
@ Gauss [#4202] Vielen Dank, Gauss! Mit herzlichem Sammlergruß Emiel
evwezel Am: 28.02.2026 16:58:16 Gelesen: 198983 # 4204
Liebe Sammlerfreunde, ich denke, dass ich für heute Schluss machen soll. Ich bin bei dieser Postkarte wieder an einigen Stellen gescheitert, Ideen sind wie immer willkommen! Viele Grüße Emiel —- Vermutlich haben Sie die auch (nötigen?) seltenen Marken noch nicht! Daher (seien?) sie am heutigen, billigen Posttage zum weiteren Geschmack dargebracht.[1] Mit bestem Gruß! (…), den 23.8.23. Anschrift Herrn P(?) Major Neuendorff[2] Brandenburg (?r) Nikolaiplatz 8. Tagesstempel BRANDENBURG * (HAVEL) 1 c [1] darbringen = schenken [2] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Neuendorf_(Teichland)
chris63 Am: 28.02.2026 17:24:35 Gelesen: 198958 # 4205
@ evwezel [#4204]

Hallo Emiel,

Herrn Pol(izei) Major

Vermutlich haben Sie die umseitigen
seltenen Marken noch nicht! Daher seien
sie am heutigen, billigen Posttage zum
weiter. Geschenk dargebracht.

gruß Christof
evwezel Am: 28.02.2026 19:31:19 Gelesen: 198831 # 4206
@ chris63 [#4205] Hallo Christof, natürlich, “umseitigen”! Dieses Wort hatte ich einfach nicht erkannt, weil es als “ums eitigen” geschrieben wurde. Vielen Dank! Weißt Du vielleicht auch, von welchem Ort diese Postkarte verschickt wurde? Ich glaube, der Ort fängt mit dem “B” an (siehe das B in “Brandenburg”). Im Ritter konnte ich leider nichts finden, dass zum Schriftbild passt. Viele Grüße Emiel
chris63 Am: 28.02.2026 19:58:17 Gelesen: 198815 # 4207
@ evwezel [#4206] Hallo Emiel, ohne Gewähr: Für mich steht da Brandenburg, 23.8.23 (etwas verkürzt), passt auch zum Ortsstempel und zum Absender. Die Unterschrift lässt sich lesen als Bernhagen. lt Adressbuch: Polizeihauptmann Walter Bernhagen schickte seinem Kollegen Polizeimajor Karl Neuendorff eine Karte. gruß Christof
evwezel Am: 28.02.2026 20:23:41 Gelesen: 198802 # 4208
@ chris63 [#4207] Hallo Christof, vielen Dank für Deine Hilfe! Ich habe das Adressbuch von Brandenburg (1923) auch gerade gefunden in https://www.stadt-brandenburg.de/fileadmin/pdf/17/Archivbestand/1923_compressed.pdf. Viele Grüße Emiel
logi Am: 02.03.2026 21:59:22 Gelesen: 196858 # 4209
Hallo Zusammen, habe noch eine Karte aus meinem Heimatort und kann leider nur wieder einzelne Worte lesen. Ich brauche mal wieder Eure Hilfe ! Vielen lieben Dank und Gruß Lothar
evwezel Am: 02.03.2026 23:31:00 Gelesen: 196819 # 4210
@ logi [#4209] Hallo Lothar, auf die Schnelle: Abs. Armierungs-Soldat Werner Arend. Armierungs-Batl. 66. 2. Comp.10(?) Korporalsch. Armee- Abt. Gaede[1] z. Zt. A. d. H. 3. durch(?) General der Pioniere. Westen. Geschrieben den 5. Nov. 1915. Liebe Mutter und Schwester! die besten Grüße aus den fernen Westen bei bester Gesundheit dasselbige auch von Euch hoffend erbleibe Ich unter treuen deutschen Grüßen Euer dankbarer Sohn und Bruder Werner. Post habe Ich noch nicht wieder erhalten. bin gewaltig neugierig was Ihr macht und ob es schon wieder besser Wetter ist. Bildseite Gestern erhielt ich eine Karte von Husar Brandt. liegt in Lens und von Familie Wendhaus. Sonst gehts sehr gut. Viele Grüße sendet Wilhelm[2]. Morgen schreibe ich Wunderling. einen Brief hatte vorher keine Zeit. Grüße an Böhrs und alle Bekannter. Briefstempel Armierungs-Batl. 63 Armee-Abt. Gaede 2. Kompagnie Feldpoststempel (nicht lesbar) -6.11.15. 12-1N OBERKOMMANDOS DER (nicht lesbar) ARMEE Feldpostvermerk Feldpostkarte Anschrift An Frau Ww. D. Arend Geb. Reinecke in Eimersleben[3] Krs. Neuh(aldensleben). Pr(eußen). Sachsen [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Gaede [2] [3] siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Eimersleben [4] Lens - siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Lens Viele Grüße Emiel
logi Am: 03.03.2026 16:28:44 Gelesen: 196259 # 4211
@ evwezel [#4210]

Lieber Emiel,

vielen lieben Dank !!! Einfach nur toll für die schnelle und genaue "Übersetzung" !

Nochmals Danke und Gruß
Lothar
DERMZ Am: 14.03.2026 17:17:07 Gelesen: 183797 # 4212
Guten Tag, ich bin mit meinem Wissen über altdeutsche Schrift mal wieder am Ende ... Liebe Clara! Wie ich Dir bereits mitteilte, hatten wir den heutigen Nachmittag zu einem Ausflug nach dem Frauenberg bestimmt. Wir weilen jetzt an diesem schönen .. ????? Daß es ohne Kaffee u. Kuchen nicht abgeht, wirst Du selbstverständ- lich finden. Wir schicken Dir herz- lichste Grüße! Wilhelm. Die Grüße von Kätchen und Papa sind klar. Die Gruppe weilt auf dem Frauenberg, einem sehr beliebten Ausflugsziel von Marburg kommend, aber es passt weder "an diesem schönen Orte" oder "Platze" - ich verzweifle gleich und mache dann halt Abendessen, Für Kaffee und Kuchen ist es schon zu spät... Viele Grüße Olaf
Gauss Am: 14.03.2026 19:15:12 Gelesen: 183750 # 4213
@ DERMZ [#4212] An diesem schönen Punkte?
Peter aus Oststeinbek Am: 14.03.2026 21:11:40 Gelesen: 183695 # 4214
@ Gauss [#4213] "Punkte" wollte ich auch vorschlagen. Gruß Peter
Gauss Am: 14.03.2026 23:07:37 Gelesen: 183656 # 4215
@ Peter aus Oststeinbek [#4214] Das ist schön, ich habe mich etwas unwohl dabei gefühlt.
DERMZ Am: 15.03.2026 02:39:28 Gelesen: 183582 # 4216
@ Peter aus Oststeinbek [#4214] @ Gauss [#4215] Guten Morgen um es auf den Punkt zu bringen, ich bin fassungslos. Jetzt, wo ich es weiß, ist es so einfach zu lesen - doch der Weg dahin war (für mich) steinig. Ich danke recht recht herzlich für die wertvolle Hilfe. Danke sagt Olaf
drmoeller_neuss Am: 16.03.2026 23:04:14 Gelesen: 182809 # 4217
Auf dem Tauschtag in Mönchengladbach-Neuwerk habe ich für 50 Cent eine geschichtlich interessante Karte in einer Wühlkiste gefunden. Die Karte stammt aus dem Haus Waldburg-Zeil-Trauchburg. Die Stammburg ist Schloss Zeil [1] bei Leutkirch im Allgäu. Auf Schloss Zeil gab es eine eigene Poststelle, die sich bis nach dem zweiten Weltkrieg gehalten hat [2]. Die Karte wurde am 9. April 1890 auf Schloss Zeil geschrieben und erreichte den Empfänger, das Fürstliche Rhentamt in Trauchburg bei Isny noch am gleichen Tag. Heute kann sich die Post dafür drei Tage Zeit lassen, und eine Karte von Leutkirch nach Isny nimmt heute den Weg über das Briefzentrum in Neu-Ulm. Das Haus Waldburg-Zeil-Trauchburg wurde im Jahr 1803 „mediatisiert“ und die Fürsten verloren ihre staatliche Souveränität, behielten aber untergeordnete Feudalrechte wie das Recht auf Jagd und Fischerei. Außerdem durften die Fürsten von ihren Untertanen den Zehnt und die Grundsteuer erheben. Für die Grundsteuer (Cens-Regulativ) waren früher Rhentämter zuständig, heute haben dafür die Finanzämter eigene Abteilungen. Bis heute dient das Schloss Zeil sowohl als Privatresidenz der fürstlichen Familie als auch als Verwaltungszentrum des „Fürstlich Waldburg Zeil'schen Gesamthauses“. Nun zum Text der Karte: Mit dem Ersuchen, den ***‑Regulativ p(ro) 1889 hierher zu senden, da derselbe mit dem Neuen in Vorlage zu bringen ist. Hochachtungsvoll Schloss Zeil F(ürstliches) Revisionsamt 9. IV. 90 Kleber Die mit *** gekennzeichneten Textstellen konnte ich nicht entziffern. Ich freue mich, dass ich der künstlichen Intelligenz noch weit überlegen bin, und nur an zwei Wörter gescheitert bin. Die Ergebnisse von ChatGPT möchte ich Euch nicht vorenthalten. Zum Glück hatte sich nicht Fräulein Anna Hofgärtner den Arm gebrochen. Microsoft CoPilot hat es aber auch nicht viel besser hinbekommen. Das unbekannte Wort interpretiert CoPilot als „Hinmn“ oder „Hinnnn“, gesteht aber selbst ein, dass das als Wort aber unlogisch aussieht. [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Zeil [2] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=106833
evwezel Am: 17.03.2026 08:37:06 Gelesen: 182594 # 4218
@ drmoeller_neuss [#4217] Hallo Ulrich, ich lese "Torfpreis‑Regulativ". Viele Grüße Emiel
User #347980629 Am: 25.03.2026 09:07:49 Gelesen: 177818 # 4219
[b]Sütterlin - wie heißt dieses Wort ?[/b[ Hallo, könnte mir bitte jemand helfen? Wie lautet die Berufsbezeichnung? Freylöhner oder Taglöhner? VG Hartmut
lueckel2010 Am: 25.03.2026 09:12:26 Gelesen: 177816 # 4220
@ Hartmut_M [#4219] Moin, Tag(e)löhner MfG, Gerd Lückert
User #347980629 Am: 25.03.2026 09:15:01 Gelesen: 177813 # 4221
Das ging ja schnell. Vielen Dank für die Hilfe.
evwezel Am: 06.04.2026 12:01:54 Gelesen: 170377 # 4222
Liebe Sammelfreunde, diesmal habe ich eine richtige Herausforderung für Euch. Ich versuchte gestern Abend die folgende Feldpostkarte zu entziffern und zu meiner großen Enttäuschung konnte ich fast nichts lesen. Ich dachte zuerst, dass ich vielleicht zuviel getrunken hatte beim Osteressen. Heute morgen konnte ich aber den Text immer noch nicht lesen. Plötzlich kam ich auf die Gedanke, dass diese Feldpostkarte vielleicht im Badischen Dialekt geschrieben wurde. Einige Wörter konnte ich schließlich lesen, aber viel kan ich mit diesem Text nicht anfangen. Kann jemand lesen, was Anna geschrieben hat? Viele Grüße Emiel —- Ich lese (ich weiß, besonders viel ist es nicht):   Absender Anna Braunstein Höfen [1] a/ Schutterwald [2] Offenburg Anschrift Grenadier Otto Junker Kriegslaz. I./VIII Charleville K(…)schule 2. Bataillon 14. Armeekorps 6. Kompagnie 28. Division 1. Bad(ische) Leib Gren(adiers) Regiment Nr. 109 Westhen Poststempel R.C. 109 nicht Tagesstempel SCHUTTERWALD 29.3.16. 2-3N (AMT OFFENBURG) Textseite Höfen, den 28.3.16 Lieber Odo! Dini Kard ha i hit bekumme Du hesch schun lang (…) (…) (…) (…) (…). I ha der ersch letscht u Kard ich griewe, hesch sie mit bekumme. Ur ü ganzi Zidung hir i der einol vol gschriewe, um u wurum das i der Zidung (…) schike kan, weisch (…) (…) (…) wissen daß der Segg nun (…) isch, er kans nit(?) ushalde (….) (…) gets bes(s)er. (…) (…) (…), vader geseit, daß wo er si getz(?) mi(?)schike kine(?) (…) (…) jetzt als ü murte(?) (…) muksch(?) e nool(?) ü (…) Brief heim schicke (…) (…) (…) (…) kumme - Unsr Karl isch jetzt (…) schun im Schutzegrawe de musch(?) (..)r (…) (…) schrick un (…)u wes der ged der inwe. I mechts nu e wenz(?) (…) ja de schriebsch als mit (…) (…) Karde. Viel Grüß von uns alle besunders (?) von (?) Text an der rechten Seite Anna Badische Wörter dini=deine bekumme = bekommen ha i = habe ich hit = heute Du hesch = Du hast Ziddung = Zeitung Schutzegrawe = Schützengraben schike = schicken wurum = warum Siehe auch https://regionimblick.de/badisch-allerlei/badisches-woerterbuch
volkimal Am: 06.04.2026 14:18:43 Gelesen: 170277 # 4223
@ evwezel [#4222] Hallo Emiel, die Karte ist wirklich eine Herausforderung. Ich habe einmal einen Versuch gemacht, das Schwäbische zu entziffern. Das kommt dabei heraus: Liüber Odo! Dini Kard ha i hit bekumme Du hesch schun lang nigs me fon de here lan(?). I ha der ersch letscht u Kard ich griewe, hesch sie mit bekume. Un ü ganzi Zidung ha i der einol vol gschriewe, um u wurum das i der Zidung mer(?) schike kan, weisch de (…) näm lig wisse daß der Segg ein Zuffebure(?) isch, er kans nit ushalde Die Theine gets bes(s)er. Mir häns din Vader geseit, daß wo er si jetz mi(?)schike kine Mir hän jetzt als ä murte(?) de(?) wunsch(?) e mool ä kriege Brief heim schicke me würd schin(?) schun(?) kumme - Unsr Karl isch jetzt au schun im Schutzegrawe de musch(?) me nu (…) schrick un au wes der ged der inwe. I mechts nu e wenz(?) (…) ja de schriebsch als mit (…) (…) Karde. Viel Grüß von uns alle besunders von mir Anna (rechtre Seite) Vielleicht spricht ja einer hier im Forum Schwäbisch - das würde sehr helfen. Viele Grüße Volkmar
Gauss Am: 06.04.2026 14:49:04 Gelesen: 170260 # 4224
@ volkimal [#4223]

Ein Schwabe wird für die Karte aus Schutterwald nur bedingt hilfreich sein, es sei denn, er hat weitergehende Sprachkenntnisse. Ich habe an der ersten Hälfte ein bisschen gefeilt, danach habe ich zu viele Leseprobleme. Vielleicht später mehr.

Dini Kard ha i hit bekumme
Du hesch schun lang nigs me
fun dr here lan. I ha der ersch
letscht e Kard g(sch)riewe, hesch
sie nit bekume. Un ä ganzi
Zidung ha i dr eimol vol
gschriewe, un a wurum
das i dr Zidung nim schike
kan, weisch du musch näm-
lig wisse daß der Sepp ???? isch, er kans nit
ushalde hie. Zheim gets bes(s)er.

Deine Karte habe ich heute bekommen. Du hast schon lange nichts mehr von Dir hören lassen. Ich habe Dir erst neulich eine Karte geschrieben, hast (Du) sie nicht bekommen? Und eine ganze Zeitung habe ich Dir einmal vollgeschrieben, und auch warum ich die Zeitung nicht mehr schicken kann, weißt Du, Du musst nämlich wissen, dass der Sepp ???? ist, er kann’s nicht aushalten hier. Zuhause geht’s besser.
volkimal Am: 06.04.2026 15:15:22 Gelesen: 170243 # 4225
@ Gauss [#4224] Hallo Gauss, das hilft doch richtig weiter. Schön, wenn du auch noch den Rest entziffern könntest. Für Emiel: ersch letscht = erst letztens = neulich Viele Grüße Volkmar
Gauss Am: 06.04.2026 15:21:05 Gelesen: 170238 # 4226
@ volkimal [#4225]

Kann der Sepp Z'Offenburg (in Offenburg) sein? Mit einem verschliffenen Ende ohne g?
evwezel Am: 06.04.2026 18:56:38 Gelesen: 169950 # 4227
@ volkimal [#4223]
@ gauss [4224]

Hallo Volkmar und Gauss,

herzlichen Dank für Eure Hilfe! Es ist ganz toll zu sehen, wieviel Ihr schon herausbekommen habt. Das wäre mir niemals gelungen!

Viele Grüße

Emiel
chris63 Am: 06.04.2026 23:04:22 Gelesen: 169778 # 4228
@ evwezel [#4222] Hallo Emiel, die Vermutung von Gauss wird von einen alemannisch sprechenden Offenburger bestätigt, Zoffebure - Offenburg. Ab Zeile 11 rate ich als Norddeutscher: lig wisse daß der Sepp inni Zoffebure isch, er kans nit ushalde die. Theine gets beser. Mr häns din Vader gseit, daß.........Wir haben es deinem Vater gesagt, daß mr dr si jetz (?)schike kine.........wir dir jetzt (keine) schicken können Mr hän jetz els ä nur 1. da..........Wir haben jetzt nur 1. Du meksch emol ä keriges Briuf..........möchtest mal ein (Haufen) Briefe heim schicke ner würd schie schun....heim schicken einer würde sicher schon kume - Unsr Karl isch jetzt..........ankommen - Unser Karl ist jetzt au schun im Schitzegrawe.............auch schon im Schützengraben de musch ner au ihn schriwe..........da musst du auch an ihn schreiben un au wes dr ged do iewe.............und auch wie es dir geht da drüben I mechts au eweng wissi wie(?).......Ich möchte es auch ein wenig wissen (?) ja da schriebsch els mit (?) gut.....ja du schreibst es bitte Karde. Viel Grüß von uns alle besunders von mr gruß au von mr Christof
evwezel Am: 07.04.2026 06:43:09 Gelesen: 169524 # 4229
@ chris63 [#4228] Hallo Christof, vielen lieben DANK für Deine Hilfe! Man kann in diesem Thema auch wirklich alles fragen. Die Bedeutung von Wörter wie Schitzegrawe, schike, Zidung, usw. hätte ich mit ein wenig Fantasie noch raten können, aber das gilt nicht für “mr hän”, “da meksch emol”, “keriges”, “iewe”, usw. Es kommt mir vor, das Schwäbisch schwer zu lernen ist. Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 07.04.2026 18:13:14 Gelesen: 169085 # 4230
@ evwezel [#4229] Hallo Emiel, da muss ich ein heikles Thema ansprechen. In Offenburg oder Schutterwald spricht man nicht Schwäbisch, sondern (Nieder-) Alemannisch. Schwäbisch spricht man in Württemberg und Teilen Bayerns. In Baden vor allem verschiedenen Formen von Alemannisch, im Norden auch Fränkisch und etwas Kurpfälzisch. Alemannisch spricht man außer in Baden auch im Elsass, in großen Teilen der Schweiz und in Vorarlberg (Österreich). Sprachwissenschaftlich gehört das Schwäbische eigentlich auch zur alemannischen Sprachgruppe, sieht man aber außerhalb des akademischen Umfelds nicht so. KEINESFALLS aber ist Alemannisch Schwäbisch!
evwezel Am: 07.04.2026 20:53:10 Gelesen: 169014 # 4231
@ Gauss [#4230] Hallo Gauss, das ist sehr interessant! Vielen Dank für Deine Korrektur und meine aufrichtige Entschuldigung an alle, die Allemannisch sprechen… Ich habe auf Wikipedia noch eine Karte gefunden, die Deine Erklärung illustriert. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Grenzorte_des_alemannischen_Dialektraums#/media/Datei:Alemannic-Dialects-Map-German.svg Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 07.04.2026 22:58:23 Gelesen: 168946 # 4232
@ evwezel [#4231] Schöne Karte, vielen Dank! War natürlich nicht so gemeint. Meine Großeltern haben in Offenburg gewohnt (nicht direkt dort aufgewachsen), ich bin im Hochschwarzwald aufgewachsen (Grenze zwischen Hoch- und Niederalemannisch bzw. Hoch- und Oberrheinalemannisch nach Deiner Karte), wohne jetzt auf dem Dinkelberg (Hochalemannisch, aber direkt neben der seltsamen Basler Sprachinsel).
DERMZ Am: 08.04.2026 09:33:59 Gelesen: 168680 # 4233
Guten Morgen,

Ohne Emiel wäre ich um etliche schöne Marburger Belege ärmer - besten DANK dafür.

Jedoch bringt mich Emiel damit auch immer an meine Grenzen der Schriftkunde, so auch bei dieser Karte



Ich lese folgendes:

Feldpostkarte

An den
Krankenträger R. Hering.
51 Res. Sanitäts Kompagnie.
26 Res. Armeekorps
51 Res. Division


Geehrter Herr Hering.
Ihren Brief er
hielten wir gestern,
es freute uns, daß
es Ihnen gut geht.
Wir würden
uns auch sehr freuen
Sie einmal wieder
zu sehen u. per
sönlich von Ihren
Erlebnissen zu
hören. Also …
… Auf Wiedersehen.
Freundl. Grüße

auch von den Schwestern Ihre
M. Koch

und rechts oben in der Ecke versperrt mir der Stempel die Lesbarkeit:



Abs.
M. Koch.
Marburg/Hessen
Kreispf


Besten Dank für jede Hilfe sagt Olaf
Gauss Am: 08.04.2026 09:49:28 Gelesen: 168674 # 4234
@ DERMZ [#4233]

Also hoffent-
lich Auf Wiedersehen
volkimal Am: 08.04.2026 10:36:36 Gelesen: 168633 # 4235
@ DERMZ [#4233] Hallo Olaf, oben rechts steht: Abs. M. Koch. Marburg/Hessen Reit??? Nr.? Nach Google Maps gibt es in Marburg die Reitgasse. Das passt vom Schriftbild her nicht ganz. Vor dem "g" ist ein Strich nach oben zu viel. Könnte es "Reittgas. 4" sein? Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 08.04.2026 10:51:47 Gelesen: 168621 # 4236
@ DERMZ [#4233] Hallo Olaf, schön, dass Du die Ostertage mit dieser Feldpostkarte sinnvoll verbringen konntest…😁 Volkmar hat recht, ich lese dasselbe. Eventuell könnte es “Renthof” sein (Adressbuch Marburg, 1915). Das passt aber nicht ganz gut zum Schriftbild. Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 08.04.2026 12:20:32 Gelesen: 168572 # 4237
@ evwezel [#4236]

Hallo Emiel,

ich denke, dass du mit Renthof richtig liegst. Der zweite Bogen den "n" ist durch den Stempel verdeckt. Das "f" passt ganz genau.

Viele Grüße
Volkmar
DERMZ Am: 09.04.2026 10:11:30 Gelesen: 167859 # 4238
@ Gauss [#4234] @ volkimal [#4235] @ evwezel [#4236] Guten Morgen, mit Brille und ein wenig Grips hätte ich den Renthof auch selbst finden können, ich war nur bei Feldpost und Krankenpflege ... selbst dran doof. "hoffentlich" habe ich nicht gelesen, aber die Hoffnung bleibt, daß ich das irgendwann auch mal hinbekomme, daß ich alles - und vor allem - richtig lesen kann. Besten Dank sagt Olaf
evwezel Am: 09.04.2026 10:34:10 Gelesen: 167838 # 4239
@ DERMZ [#4238] Hallo Olaf, sei nicht so streng mit Dir selbst! Außerdem lässt Du auf diese Weise noch etwas für uns übrig. Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 10.04.2026 17:58:47 Gelesen: 164814 # 4240
Liebe Sammelfreunde, im Oktober 1916 verwandelte sich die Schlacht an der Somme in einen grausamen Abnutzungskrieg im Schlamm. Die Euphorie des Sommers war verflogen; was blieb, war ein Kampf gegen die Elemente und einen tief eingegrabenen Gegner. Was war in diesem Monat passiert? Der Kampf gegen den Schlamm: Der Monat Oktober war extrem nass. Das Schlachtfeld verwandelte sich in einen unpassierbaren Sumpf aus Lehm und Wasser. Soldaten ertranken in Granattrichtern und Geschütze versanken bis zu den Achsen, wodurch die dringend benötigte Artillerieunterstützung oft ausblieb. Schlacht bei Le Transloy: Dies war der letzte große britische Versuch, die deutschen Linien zu durchbrechen. Trotz schwerer Verluste auf beiden Seiten wurde kaum Gelände gewonnen. Die Briten schafften es zwar, einige Dörfer wie Eaucourt L’Abbaye einzunehmen, der strategische Durchbruch blieb jedoch aus. Kampf um die Regina Trench: Nördlich der Somme führten kanadische Truppen einen blutigen Kampf um die Regina Trench, den längsten deutschen Schützengraben an der Somme. Nach gescheiterten Versuchen im September gelang es ihnen am 21. Oktober schließlich, einen großen Teil davon zu erobern. Deutscher Widerstand: Die deutschen Truppen waren mittlerweile Meister der „elastischen Verteidigung“. Sie ließen die vordersten Linien teils nur schwach besetzt, um den alliierten Angriff in schwer befestigten Reservelinien abzufangen, was den alliierten Vormarsch sehr verzögerte. Gegen Ende Oktober war die Moral auf beiden Seiten an einem Tiefpunkt angelangt. Die enormen Opferzahlen brachten lediglich wenige Kilometer Geländegewinn. Irgendwo in diesem Hexenkessel schrieb Soldat Jos(ef?). Bien(?) am 9. Oktober 1916 den folgenden Brief:   Absender (nicht lesbar) 8. Komp.   Anschrift Herrn. Johann Meier(?) Neukirchen-Balbini Oberpf(alz). Bayern Briefstempel K.B. Infanterie-Regiment 8. Kompagnie Feldpoststempel FELD-POSTEXPED. * 10.10.16 b 105. BAYER. INF.-DIV Seite 1 Nordfrankreich, 9.10.1916. Wehrter Herr Meier(?)! Eurem Brief vom 3.X.16. erhalten besten Dank. Und bettrefs Eurem Sohn kann ich Euch auch nicht mehr mitteilen als wie ich Euch das letzte Mal geschrieben habe. Daß er den Heldentod gefunden hätte daß kann kein Mensch sagen. Wie es sich zugetragen hat das darf ich nicht schreiben den(n) die Briefe werden alle kontrolliert und ein Brief wo über militärische Sachen drinsteht geht nicht durch oder wird vernichtet. Wie es zugegangen ist dürft Ihr bloß die Berichte lesen Seite 2 von der Somme. Soviel kann ich Euch schon schreiben daß er bei einem ander(e)n Zug war. In der Früh 1 Uhr sind wir in Bereitschaft gekommen und am selben Tag Abends war vom Gegner ein Angriff und der Zug wo er dabei war war so s(c)hon besser vor(a)n. Und natürlich beim Angriff mußten alle v.m.(=voranmachen?) und am ander(en) Tage hat man sie nimmer gefunden. Über andere Sachen darf ich Euch nicht mehr mitteilen den(n) es ist einfach Militär. Wenn ich vielleicht in Urlaub dran käme dann könnte ich Euch die Sache besser erzählen. Die Reihe würde mich bald treffen aber in der gegenwärzigen Zeit wo es immer hübsch kritisch zugeht Seite 3 an der Westfront so kann man auch nicht sagen die und die Zeit komm(e) ich dran und da sags ich. Und die besten Grüße aus den fernen Westen sendet Euch Jos. Bien(?) Teile auch Euch mit, daß Euer Nachbarsohn Stubenrauch auch bei meiner Kompagnie ist. Meine Fragen: [1] Bedeutet “Die Reihe würde mich bald treffen”, dass der Schreiber schnell für Urlaub “an der Reihe” war? [2] Kann jemand bestätigen, ob die Abkürzung “v.m.” tatsächlich “voranmachen” bedeuten könnte? [3] Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Namen “Meier” und “Bien” richtig gelesen haben. Wenn “Meier” richtig ist, könnte es sich um “Johann Meier handeln”: [4] Weiß jemand von Euch, was der Schreiber mit “und da sags ich” gemeint hat? Vielleicht “und dann sage ich es”? Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 10.04.2026 18:31:13 Gelesen: 164792 # 4241
@ evwezel [#4240]

1 ja
2 kann das "vor" heißen?
3 vielleicht auch Maier?
4 ja.
Gauss Am: 10.04.2026 18:36:39 Gelesen: 164787 # 4242
@ Gauss [#4241]

Der Josef könnte auch Breu heißen.
evwezel Am: 10.04.2026 19:02:55 Gelesen: 164781 # 4243
@ Gauss [#4241] @ Gauss [#4242] Hallo Gauss, vielen lieben Dank für Deine Hilfe! Du hast recht, “v.m.” muss “vor” sein. An “Maier” habe ich auch gedacht, aber die Webseite https://des.genealogy.net/eingabe-verlustlisten/search hatte für diesen Namen (zusammen mit dem Ort Balbini) keine Ergebnisse gebracht. Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 10.04.2026 20:08:47 Gelesen: 164756 # 4244
@ evwezel [#4243]

Interessante Quelle, vielen Dank! Habe meine beiden Großväter gefunden (nur verwundet, vermisst, gefangen, sonst gäb's mich jetzt nicht).
DERMZ Am: 11.04.2026 10:27:11 Gelesen: 164463 # 4245
Guten Morgen

ich habe es versucht - ich habe die Karte mehrfach "gelesen", "geraten" wäre wohl treffender. Wie schon beim letzten Mal - ich bin gescheitert. HILFE!



Es fängt schon bei der Adresse an, weder Empfängername noch Straßenname bringe ich zusammen...

An Familie
Blenz Eichler
Celle (Hannover)
Sander...str. 28

Und im Text ist es kein Deut besser, lest selbst:

Mbg., d. 15.5. Ihr Lieben! Ich werde
ganz gegen meine Gewohnheit zum
Postkartenschreiber. Seit wir zur Nach-
Richt, daß … hier bleibt, dies-
mal endgültig, denn der Immatriku-
lationstermin läuft ab. Ich komme jetzt
langsam mit Allem ins Gleichgewicht
und bin voll guter Hoffnung. …
ist … ersten Sonntag, Rentier, Katrin

...

Tante Henny
u. Herr K...
… …
der meine Fuß
… u. Euch gut
kennt) lassen grüßen.
Gesundheit gut in
… …. auch der
Fuß jetzt endlich besser.
Dieser Tage kommt der
Brief. Für Euer Paket
Schönen Dank! Adolf


Gestern musste ich ewig heulen, das lag aber an den Zwiebeln die ich schneiden durfte... aber nach meinen Lesungen war mir auch zum Heulen.

Viele Grüße Olaf
volkimal Am: 11.04.2026 10:44:53 Gelesen: 164458 # 4246
@ DERMZ [#4245]

Hallo Olaf,

zwei Stellen auf die Schnelle. Die Straße fängt mit "H" an (vergleiche mit "Sonntag"). Ich denke, es ist die "Hannoversche Str.".

Auf der Textseite heißt es unten: "Heut ist der erste Sonntag ...".

Viele Grüße
Volkmar
DERMZ Am: 11.04.2026 11:09:05 Gelesen: 164454 # 4247
@ volkimal [#4246] Danke Volkmar, die Hannoverschestraße macht Sinn, ich habe den ersten Buchstaben mit dem "H" aus Hannover eine Zeile vorher verglichen, und da machte es gar keinen Sinn. Aber das ist jetzt klar und eindeutig. Somit habe ich im Adressbuch Celle von 1933 auch den Familiennamen gefunden - Weizsäcker (Vizepräsident de Oberlandesgerichts) Besten DANK sagt ersteinmal Olaf
evwezel Am: 11.04.2026 12:17:53 Gelesen: 164415 # 4248
@ DERMZ [#4245] Hallo Olaf, auf die Schnelle: Textseite (…) zur Nachricht, daß Wagner hier bleibt Anschriftseite der meine Fuß massiert Gesundheit gut in jeder Hinsicht Ich bin auch der Meinung, dass “endlich” nicht richtig ist. Das gesuchte Wort endet auf “(…)chtlich”. Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 11.04.2026 13:29:07 Gelesen: 164371 # 4249
@ evwezel [#4248]

Hallo zusammen,

der Fuß ist "sichtlich" besser.

Viele Grüße
Volkmar
evwezel Am: 11.04.2026 13:33:14 Gelesen: 164368 # 4250
@ volkimal [#4249]

Hallo Volkmar,

das ist ein Volltreffer!

Viele Grüße

Emiel
evwezel Am: 11.04.2026 14:08:56 Gelesen: 164349 # 4251
@ DERMZ [#4245] Hallo Olaf, noch eine Kleinigkeit: Der Satz “Seit wir zur Nachricht, daß (…)” klingt sehr merkwürdig. Das erste Wort ist “Heut(e)” statt “Seit”, aber mit dem zweiten Wort habe ich auch Schwierigkeiten. “wir” ist es aber bestimmt nicht. Vielleicht “Heute war’s zur Nachricht (…)”? Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 11.04.2026 14:31:51 Gelesen: 164335 # 4252
@ evwezel [#4251]

Heut nur zur Nachricht?
evwezel Am: 11.04.2026 18:15:22 Gelesen: 164218 # 4253
@ Gauss [#4252] Ich bin mir nicht ganz sicher, aber Deine Lösung klingt jedenfalls logisch! @ DERMZ [#4245] @ volkimal [#4246] Noch eine Kleinigkeit: ich lese “Heut ist der erste Sommerstag” statt “Heut ist der erste Sonntag”. 15 Mai 1922 fiel übrigens auf einen Montag. Viele Grüße Emiel
chris63 Am: 11.04.2026 19:52:51 Gelesen: 164172 # 4254
@ DERMZ [#4245]

Hallo Olaf,

bei dieser Schrift lässt sich nur raten, hier eine Viertmeinung.

Postkartenschreiber. Heut mir zur Nach-
richt, daß Wagner hier bleibt, dies-
mal endgültig, denn der Immatriku-
lationstermin läuft ab. Ich komme jetzt
langsam mit Allem ins Gleichgewicht
und bin voll guter Hoffnung. Heut
ist der erste Sommertag, Reuters, Kutsin

Tante Henny
u. Herr Kran-
kenwärter Hill…
der meinen Fuß

gruß Christof
evwezel Am: 11.04.2026 23:06:53 Gelesen: 164041 # 4255
Liebe Sammelfreunde, auch ich hatte heute nicht viel Glück. Ich zeige Euch hier einen Feldpostbrief, den ich nicht völlig entziffern konnte. Meine Lesung ist diesmal ziemlich mangelhaft: Anschrift Johann Meier in Neukirchen Balbini Postselbst[0] Vorpfalz Briefstempel * Königl.(…)Minen-Werfer-Komp. Nr. 230 Absender Abs. Gefrt. Josef Meier bäy. M. W. Komp. 230 Deutsche Feldpost 742 Feldpoststempel Deutsche Feldpost 26.11.17. 11-12V * a * Seite 1 Geschrieben den 26 XI 17. Lieber Eltern! Eueren Brief vom 18 Mon. habe ich erhalten und auch zwei Pakete mit Brod u Butter Apfel und Nüße erhalten. Mir geht es immer noch ganz gut und hoffe auch von Euch allen das beßte. Wir haben auch immer Regenwetter. Mit der Beleuchtung sieht es auch bei uns sehr schlecht aus[1]. Wir werden wa(h)rscheinlich im Dez(ember). alle zwei in Urlaub fahren. Jetzt wird der Oblt.[2] fahren. Den bekommt der meine die Komp drei Wochen zum Führen bis er wieder kommt. Morgen um 10 Uhr ist Pferde(-) appel(l)[3] alle Wochen einer und schlechte Streu zu einstreuen Laub. Seite 2 Aber (leider?) haben wir ein Mit(t)el gefunden und zwar wir stellen uns alle Wochen einen Zentner[4] Haber da sind(…) drei so (…)der. Seid[5] dieser Zeit wir so Haber füttern putzen sie sich selbst. Wen(n) man mit der Bürste ein (bar?) mal darüber führt(, )sind sie sauber. Diese schnüren uns nicht aus.[6] Fleisch braucht Ihr mir vorläufigt[7] nicht mehr schicken ich habe noch zwei Packete. Viele herzliche Grüße an Euch alle Josef Meier [0] Was bedeutet die Angabe “Post selbst”??? [1] Was meinte Josef mit “Mit der Beleuchtung sieht es auch bei uns sehr schlecht aus.”??? [2] Oberleutnant [3] Appell - Aufstellung, Antreten zur Überprüfung. Von einem “Pferde-appell” hätte ich noch nie gehört. [4] 50 kg [5] Rechtschreibung ist “Seit” [6] Was bedeutet “diese schnüren uns nicht aus”? [7] Rechtschreibung ist “vorläufig”. —- Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 12.04.2026 01:22:34 Gelesen: 164004 # 4256
@ evwezel [#4255] Hallo Emiel, die Familie ist im Bett, jetzt kann ich mir den Brief ansehen. Anschrift Johann Meier in Neukirchen Balbini Postselbst[0] Oberpfalz Ich denke, dass der Briefstempel aptiert ist und der Text zwischen "Königl." und "Minen" entfernt wurde. Es dürfte vorher "bay." oder ähnliches dort gestanden haben. Eueren Brief vom 18 Mon. habe ich erhalten und auch zwei Pakete mit Brod u Butter Äpfel und Nüße erhalten. Mir geht es immer noch ganz gut und hoffe auch von Euch allen das beßte. Wir haben auch immer Regenwetter. Mit der Beleuchtung sieht es auch bei uns sehr schlecht aus. Wir werden wa(h)rscheinlich im Dez(ember). alle zwei in Urlaub fahren. Jetzt wird der Oblt. fahren. Dan bekommt der meine die Komp drei Wochen zum führen bis er wieder kommt. Morgen um 10 Uhr ist Pferde(-) appel(l) alle Wochen einer und schlechte Streu zu einstreuen Laub. Seite 2 Aber (leider?) haben wir ein mit(t)el gefunden und zwar wir stellen uns alle Wochen einen Zentner Haber[1] da sind es drei so Bänder. Seid dieser Zeit wir so Haber füttern putzen sie sich selbst. Wen(n) man mit der Bürste ein bar[2] mal darüber fährt(, )sind sie sauber. Diese schnüren uns nicht aus. Fleisch braucht Ihr mir vorläufigt nicht mehr schicken ich habe noch zwei Packete. Viele herzliche Grüße an Euch alle Josef Meier [1] Haber = Hafer [2] bar = paar Was "schnüren" bedeuten soll weiß ich auch nicht. Vielleicht hat es mit den Bändern zu tun, vielleicht steht dort auch etwas anderes. Viele Grüße Volkmar
Gauss Am: 12.04.2026 09:41:40 Gelesen: 163870 # 4257
@ evwezel [#4255]

Postselbst dürfte Selbstabholer bedeuten.
evwezel Am: 12.04.2026 11:36:50 Gelesen: 163819 # 4258
@ volkimal [#4256] Lieber Volkmar, vielen lieben Dank für Deine Hilfe. Nach einem langen, anstrengenden Tag hast Du Dich also auch noch mit meinem Feldpostbrief beschäftigen müssen. Das schätze ich sehr! Leider verstehe ich den Text immer noch nicht ganz gut. Es gab offensichtlich jede Woche einen Pferde-Appell und zu dieser Gelegenheit musste das Pferd natürlich abgebürstet werden. Aber was das mit dem Hafer zu tun hat, ist mir ein Rätsel. Wieso “putzen sie sich selbst”? Und was bedeutet “da sind es drei so Bänder”? Fragen, Fragen. Hier reichen wahrscheinlich meine Deutschkenntnisse nicht aus. Außerdem hilft es auch nicht, dass Josef vermutlich genauso schrieb wie er gesprochen hat. @ gauss [#4257] Das wäre eine gute Erklärung. Neukirchen-Balbini ist eine sehr kleine Ortschaft. Hier macht es Sinn, die Post persönlich abzuholen. Viele Grüße Emiel
DERMZ Am: 12.04.2026 11:53:48 Gelesen: 163804 # 4259
@ evwezel [#4248]

@ evwezel [#4250]

@ Gauss [#4252]

@ chris63 [#4254]

Guten Tag,

das ist unglaublich, aber die Karte scheint gelesen und übersetzt. Es gab 1922 in Marburg einen Oberwärter Hillen, der würde in das Schriftbild gut passen - auch wenn der Oberwärter eher in die Psychiatrie gehört, warum soll er nicht die Füße von Bekannten massieren?

Für mich sind jetzt alles Unklarheiten beseitigt, heuelen muss ich auch nicht mehr, das kommt gegen Abend, wenn es wieder an die Zwiebeln geht.

Alles Gute und schönen Sonntag wünscht Olaf
Brigitte Am: 12.04.2026 11:54:40 Gelesen: 163804 # 4260
@ evwezel [#4258]

Hallo Emiel,

als frühere Reitsportlerin weiß ich, dass sich eine Fütterung mit Hafer positiv auf Haut und Fell auswirkt. Dass die Pferde sich von selbst putzen meint vermutlich, dass durch die Haferfütterung der Pflegeaufwand sehr gering ist.

Bei Pferden gibt es einen "schnürenden" Gang, bedingt durch fehlerhafte Bewegungen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Hafer darauf einen Einfluss hat.

Vielmehr kann ich leider dazu nicht beitragen.

Schöne Grüße,

Brigitte
evwezel Am: 12.04.2026 13:37:55 Gelesen: 163761 # 4261
@ Brigitte [#4260] Hallo Brigitte, vielen Dank für diese sehr interessante Einblicke. Damit hast Du eine meiner Fragen aufgeklärt! Einen schönen Sonntag wünscht Dir Emiel
philamaxi Am: 12.04.2026 17:16:35 Gelesen: 163672 # 4262
Ich möchte mich an dieser Stelle bei den Aktiven dieses threads der Philaseiten herzlich bedanken, die mich mit ihrer Hilfe motiviert haben, das Thema dieser Vorphila-Briefe weiter zu recherchieren und in der Heimatbeilage der LKZ zu publizieren.

Mit Sicherheit gibt es zahlreiche interessante Belege zur Heimatgeschichte, die bei passender Aufmachung, Darstellung und Gelegenheit auch in anderen Medien außerhalb der Philatelie veröffentlicht werden können !

philamaxi Am: 12.04.2026 17:22:18 Gelesen: 163667 # 4263
Dazu der erste Teil, der vor Weihnachten 2025 erschienen ist...

Zum Thema "Jahrtausendwinter 1709" suche ich noch Briefe und Dokumente, die sich mit der damaligen europaweiten Kältewelle und ihren Folgen befassen - falls solche Belege irgendwo auftauchen sollten ? ...

matze1958 Am: 15.04.2026 15:46:04 Gelesen: 159623 # 4264
Hallo liebe Schriftkundige, wer kann mir bei der Entzifferung diese Adresse helfen ? Es muss sich um einen Ort in der Schweiz handeln. Unter der Unterstreichung vermute ich ein Ct. Luzern; das sollte es ziemlich einschränken. Im Brief wird der Adressat noch einmal wiederholt. Hier beide Bilder: Danke schon mal für Eure Hilfe! Matze
evwezel Am: 15.04.2026 16:09:02 Gelesen: 159613 # 4265
@ matze1958 [#4264] Hallo Matze, ich lese Betwÿl, aber “Bettwil” befindet sich im Kanton Aargau; das kann also nicht richtig sein. Oder doch? Diese Gemeinde befindet sich im Grenzgebiet zum Kanton Luzern. Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 15.04.2026 16:49:29 Gelesen: 159592 # 4266
@ evwezel [#4265] Da steht Ct. Argau.
evwezel Am: 15.04.2026 17:32:09 Gelesen: 159573 # 4267
@ Gauss [#4266]

Hallo Gaus,

Du hast recht, dumm von mir. Die Vermutung “Ct. Luzern” von Matze hätte ich überprüfen sollen…

Viele Grüße

Emiel
evwezel Am: 15.04.2026 17:45:57 Gelesen: 159561 # 4268
Liebe Sammelfreunde,

ich möchte gerne mal Eure Meinung hören. Ich habe gerade eine Feldpostkarte von Herrn Max Meier transkribiert und leider hat er ziemlich viel Schwierigkeiten mit der deutschen Rechtschreibung. Ich vermute, dass er “der Franzl ist ziemlich Ruig” (der Franzl ist ziemlich ruhig) schrieb, aber ganz sicher bin ich mir nicht. Mit “der Franzl” wird natürlich die französische Armee gemeint.

Viele Grüße

Emiel


—-

Frankreich den 6. IV. 17.

Liebe Eltern!

Teile Euch mit daß zwei Paket
N.o.8 und N.o.9 den 5. gut erhalten habe.
Bin Gott sei Dank noch immer
gesund wie es auch von Euch
allen derfall sein wird. Wir haben
bin (=bis) jetzt schönes Wetter aber bei
Nacht ziemlich kalt. Wir halten
unsere Ostern beim Franzl voran.
Wir sind in richtung Nanzi.[1]
Der Franzl ist ziemlich (Ruig?[1]).
Viele herzliche Grüße an Euch alle auf ein fröhliches
Wiedersehen

[1] vermutlich Nancy
[2] Ruig = ruhig???
matze1958 Am: 15.04.2026 20:26:37 Gelesen: 159417 # 4269
@ evwezel [#4267]

Danke wie immer für die super Hilfe uns sorry für meine falsche Fährte!
matze1958 Am: 15.04.2026 20:27:07 Gelesen: 159416 # 4270
@ Gauss [#4266] Danke wie immer für die super Hilfe uns sorry für meine falsche Fährte!
DERMZ Am: 16.04.2026 08:14:27 Gelesen: 155028 # 4271
@ evwezel [#4268]

Guten Morgen Emiel

mit meinen bescheidenen Lesekünsten habe ich die gleiche Lesung wie Du, mit Nanci ist bestimmt Nancy gemeint und es scheint die Ruhe vor dem Sturm.

Von meiner Seite alles Bestens

Viele Grüße Olaf
DERMZ Am: 16.04.2026 08:20:16 Gelesen: 155016 # 4272
Guten Morgen,

Mietze wünscht der Änne alles Gute für das Janr 1909. Ich war etwas irritiert bei dem Standort des Photographen, der Ort und der Blick hat sich doch sehr verändert - der Photograph stand an der Einmündung der Bunsenstraße in die Deutschhausstraße...



Ich lese folgendes:

Fräulein
Änne Beinert.
Anger-Str. 17
Eilenburg.
Bezirk Halle a/S.


Liebe Änne! Habe herzlichen Dank
für Deine guten Wünsche für
1909. Ich erwidere dieselben für
Dich u. die Deinen auf's herzlichste.
Ich freute mich gute Nachricht
von Dir zu erhalten. Auch
uns geht es gut. Mein Mann
reist diese Woche auf lange Zeit
nach Hamburg. Du weißt gewiß
u. … … der Sam. … in Dich.
… nicht stattfindet, u. Sie
nicht kommen wird. Darüber ist sie
natürlich sehr betrübt – u. Ich auch.
Dir, liebe Änne, d. l. Mutter u. Gela





herzliche Grüße von Deiner Mieze. Auch m. Mann läßt
Freundl. grüßen.



Mit einigen Fragezeichen die besten Grüße Olaf
evwezel Am: 16.04.2026 08:41:52 Gelesen: 154977 # 4273
@ DERMZ [#4272]

Hallo Olaf,

Auf die Schnelle:

Du weißt gewiß
v. Elaine(?) daß der Sam. Kursus in dies.
W(...)ter nicht stattfindet

Viele Grüße
volkimal Am: 16.04.2026 08:48:27 Gelesen: 154973 # 4274
@ DERMZ [#4272] Hallo Olaf, in der ersten Zeile sind bei den "Guten Wünsche" beide Wörter groß geschrieben. Du weißt gewiß v. Cläre … der Sam. … in dies. Winter nicht stattfindet, Beim Rest weiß ich im Moment auch nicht weiter. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 16.04.2026 08:58:57 Gelesen: 154962 # 4275
@ DERMZ [#4271]

Vielen Dank, Olaf!
DERMZ Am: 16.04.2026 10:30:11 Gelesen: 154928 # 4276
@ evwezel [#4273] @ volkimal [#4274] Danke Emiel und Volkmar, jetzt macht der Text Sinn und ich kann es auch lesen, Ihr habt meine Blockade gelöst. Mit besten Grüßen Olaf
evwezel Am: 20.04.2026 23:40:11 Gelesen: 151944 # 4277
Liebe Sammelfreunde, der blasse Text auf dieser Karte ist nicht einfach zu lesen. Die letzten drei Zeilen kann ich eigentlich nur raten. Hat jemand vielleicht noch eine bessere Lesung? Viele Grüße Emiel Deutsche Lazarett in Trelon de Fourmies (Victor Hugo-Schule) —- Hier ist der Text, den ich bis jetzt entziffern konnte: Absender Dienstgrad: Name: ? Bernhard Baÿr. Res. Inf. Rgt. Nr. 20 II Bataillon 8 Kompagnie   Feldpoststempel Feldpostadresse des Absenders Bayer. Res. Inf. Rgt. 20. 8. Komp.  Anschrift Inftr. Max Meier baÿr. Inftr. Regt. N32. in 4. Komp. Kriegslaz. Trelon Station 4.a. Saal 1 Textseite Geschrieben den I. 8. 1917. Lieber Kamerad Max, In dem ich heute Deine Adresse erfahren habe, so muß ich gleich einige Zeilen schreiben. Ich habe es von Johann Stubenrauch[1] erfahren Ich(?) bin(?) noch gesund und geht mir ziemlich gut. (Wie) geht es Dir hoffentlich gut wo seit ihr jetzt, wir sind jetzt zur Zeit bei (Belgien?) befinden aber warscheindlich(?) wider wegkommen(?) nach (…) (…) zu(?) bester(?) Gesundheit(?) antrif(f)t (…) Grüße Dein Kamerad (…) Kopfüber Bitte (…) Antwort [1] Siehe auch https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=387743
DERMZ Am: 21.04.2026 03:41:35 Gelesen: 151884 # 4278
@ evwezel [#4277]

Guten Morgen Emiel,

mal sehen, was ich lesen kann, vielleicht hilft es ja ein wenig weiter...

Absender
Dienstgrad: Inft (Infanterie)
Name: ? Bernhard
Baÿr. Res. Inf. Rgt. Nr. 20
II Bataillon
8 Kompagnie

 Feldpoststempel
Feldpostadresse des Absenders
Bayer. Res. Inf. Rgt. 20. 8. Komp.

 Anschrift
Inftr.
Max Meier
Baÿr. Inftr. Regt. N32.
in 4. Komp.
Kriegslaz. Trelon
Station 4.a. Saal 1

Textseite
Geschrieben den I. 8. 1917.

Lieber Kamerad Max,

Indem ich heute Deine Adresse erfahren habe,
so muß ich Dir gleich einige Zeilen schreiben.
Ich habe es von Johann Stubenrauch[1] erfahren
Ich bin noch gesund und geht mir ziemlich gut.
Wie ergeht es Dir hoffentlich gut wo seit ihr
jetzt, wir sind jetzt zur Zeit bei (Belgien?)
befinden aber warscheindlich(?) wider wegkommen(?) nach (…)
(…) zu(?) bester(?) Gesundheit(?)
antrif(f)t (…) Grüße Dein Kamerad
Jospeh ?

Kopfüber
Bitte baldige
Antwort


Hoffe, es hilft ein wenig.

Mit besten Grüßen Olaf
volkimal Am: 21.04.2026 18:52:12 Gelesen: 151270 # 4279
@ DERMZ [#4278] Hallo Olaf und Emiel, unten auf der Karte könnte stehen: befinden aber warscheindlich(?) wider wegkommen(?) nach Lille so?? ich eines hof(f)e ??? ??? Karte zu(?) bester(?) Gesundheit(?) antrif(f)t wie es ??? ??? Grüße Dein Kamerad Sicher bin ich aber absolut nicht. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 21.04.2026 20:14:12 Gelesen: 150507 # 4280
@ DERMZ [#4278]
@ volkimal [#4279]

Hallo Olaf und Volkmar,

vielen lieben Dank für Eure Hilfe. Ich gebe nicht schnell auf, aber diesmal ist die Lesung einfach eine unmögliche Herausforderung. Wir haben es jedenfalls versucht!

Viele Grüße

Emiel
evwezel Am: 22.04.2026 18:55:13 Gelesen: 149415 # 4281
Liebe Sammelfreunde, ich zeige Euch heute mal wieder einen Feldpostbrief von Gefreiter Josef Meier. Leider ist er mit der deutschen Rechtschreibung nicht allzu vertraut, sodass es für mich manchmal schwierig ist zu verstehen, was Josef genau ausdrücken wollte. Diesmal bin ich mir nicht sicher, welcher Ort mit „Liery“ gemeint ist (vorausgesetzt, dass ich den Ortsnamen korrekt entziffert habe. Hoffentlich hat jemand einen Hinweis. Viele Grüße Emiel -- Text Geschrieben den 10. Sept. 17. Liebe Eltern! Weil ich gerade Gelegenheit habe will ich Euch einige (Zeilen) schreiben. Mir geht es immer ganz gut und hoffe es auch von Euch allen das beste. Von Stubenrauch Hans habe ich auch eine Karte erhalten weiß aber seine Adresse nicht und kan(n) i(h)m daher nicht schreiben. Der schreibt mir ich sollte i(h)m schreiben wie es mir geht auf jeden Fall geht es mir besser wie i(h)m(.). Wir sind in den Vogesen in Liery ein- quattiert[1] und zwei Std. in den Stellung[2]. Unsere größte Stadt ist Saarburß[3] in Elsaß. In einer Stunde sind wir auf deutschen Boden. Die kleineren Ortschaften sind teils zerschossen. Viele herzliche Grüße an Euch alle Joseph. Absender Gefrt Josef Meier Bäy. M.W. Komp 230. Deutsche Feldpost 748. Anschrift Herrn Johann Meier Ökonom in Neukirchen Balbini Postselbst Opfz Feldpoststempel Deutsche Feldpost 11.9.17. 10-11V * * * Briefstempel * Königl. Minen-Werfer Komp. Nr. 230* [1] Rechtschreibung is “einquartiert”. [2] Rechtschreibung ist „in der Stellung“. [3] Ist hier “Saarburg” gemeint?
Gauss Am: 22.04.2026 20:47:12 Gelesen: 149372 # 4282
@ evwezel [#4281] Könnte der Ort mit C anfangen? Das Ähnlichste, das mir dann einfällt, ist allerdings Cernay. Saarburg gibt's in Rheinland-Pfalz und in Lothringen (Sarrebourg), nicht im Elsass. Ob er Straßburg meint?
evwezel Am: 22.04.2026 21:25:35 Gelesen: 149352 # 4283
@ Gauss [#4282] Hallo Gauss, eventuell könnte der Ort “Ciery” sein (Cirey auf französisch). Rätselhaft, nicht? Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 22.04.2026 21:33:55 Gelesen: 149344 # 4284
@ evwezel [#4283] Das hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Cirey-sur-Vezouze Liegt wohl gerade noch am Vogesenrand. Dann passt auch Sarrebourg/Saarburg in Lothringen. Auch wenn er "im Elsass" schreibt.
evwezel Am: 22.04.2026 22:13:15 Gelesen: 149323 # 4285
@ evwezel [#4283] Hallo Gauss, das ist ein Volltreffer - vielen Dank fürs Mitdenken! Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 23.04.2026 09:13:32 Gelesen: 148677 # 4286
Liebe Sammelfreunde,

es geht heute weiter mit Gefreiter Josef Meier. Er schreibt in diesem Brief u.a. folgendes:

„Das Pferd bekommt hier
zwei Pfund Haber die sind soschlecht daß nim(m)er(?)
höher geht.
“

Was meinte Josef mit diesem Satz?

Viele Grüße

Emiel


----
Textseite
Geschrieben den 12 VIII 17.

Liebe Eltern!

Wir haben immer Regenwetter(,) wen(n) einen Tag die Sonne
ein wenig scheint(,) dan(n) Regnets[1] wieder zwei Tage. Von
Max habe ich auch schon zwei Briefe erhalten daß er
im Lazarett liegt da kanns er[2] leicht aushalten
er sollte es auch noch ärger machen alls es ist damit der
Sommer allmählich rumgeht, im Winter wird den(n)
wieder besser, den(n) jetzt ist gerade die schlechtes Zeit.
Mir geht es soweit ganz gut und hoffe auch
von Euch allen das besste. Mein Pferd ist
schon wieder in Ordnung. Das Pferd bekommt hier
zwei Pfund Haber die sind soschlecht[3] daß nim(m)er(?)
höher geht. Ihr werdet schon ein geerntet haben indem
bei Euch immer so heiß ist.[4]
Von meinen Herrn habe ich auch schon eine Karte
(bekommen.)
Viele herzliche Grüße
Josef

[1] da kann er es
[2] regnet es
[3] so schlecht
[4] einernten = als Ernte einbringen
evwezel Am: 26.04.2026 09:04:35 Gelesen: 144485 # 4287
Liebe Sammelfreunde, diesmal bin ich völlig überfordert. Kann jemand lesen, was Herr Klein hier in Kurzschrift mitgeteilt wurde? Viele Grüße Emiel —-  Anschrift An Pionier Philipp Klein Bayerische Armeefernsprech- Abteilung No 1 Armee-Abteilung Falkenhausen [1] Absender Hans Fischer, Scholast [2] Kl(oster?). Ettal [3], Oberbayern Tagesstempel München 16.10.15 9-10N [1] Die „Armeeabteilung Falkenhausen“ wurde am 15. September 1914, nach der Schlacht an der Marne und dem Beginn des Wettlaufs zum Meer, aus den vor Ort verbleibenden Teilen der in Masse nach Norden verlegten 6. Armee unter dem Befehl des reaktivierten Generals Ludwig von Falkenhausen, zuvor Kommandierender General des Ersatzkorps, gebildet und der Obersten Heeresleitung direkt unterstellt. [2] vom lateinischen “scholaris” - Schüler / Student [3] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Ettal und https://de.wikipedia.org/wiki/Benediktinergymnasium_Ettal 1905 wurde die Klosterschule als königlich bayerischeLateinschule gegründet. Ab 1938 verbot das NS-Regime der Schule, neue Eingangsklassen zu bilden, so wurde sie allmählich abgebaut. Zum 1. September 1941 wurde sie als klösterliche Einrichtung geschlossen und in ein Deutsches Schulheim umgewandelt. 1945 eröffneten die Benediktiner Gymnasiumund Internat wieder.
evwezel Am: 27.04.2026 14:49:43 Gelesen: 143408 # 4288
Liebe Sammelfreunde, ich habe für heute noch eine neue Herausforderung, obwohl sie vermutlich nicht so schwierig ist, wie die Kurzschrift von gestern. Diesmal handelt es sich um eine Feldpostkarte, die am 1. Mai 1918 in Ettal abgeschickt wurde. Einige Wörter fehlen mir noch oder sind unsicher. Das “i” wird in dieser Handschrift übrigens sehr ungewöhnlich geschrieben (z.B. in “mich”). Viele Grüße Emiel —— Ich lese:  Ettal, 1. Mai 1918, abends 1/2 10 Cousine(?)! Den ganzen Tag denke u. gedachte an Ihrer als des anderen Namenstagkondes; Hr. Jakob war das eine. Also ich habe Sie nicht vergessen. Als Deinen(?) (Neffen?) will ich wenigstens noch nach der Maiandacht[1] mit ein paar Zeilen mich zum gratulieren einfinden(?). (…) hielt die 1. Maiandacht und empfahl das Fürbittgebet besonders die Soldaten As am Ort schwer verwundet, Körner leicht. Zum Herz Jesufreitag[2] kann die Karte wohl nicht mehr recht kommen, vielleicht zum Herz Jesu Sonntag. Suus(?), P. St(…) [1] Eine Maiandacht ist ein katholischer Wortgottesdienst im Mai zu Ehren der Gottesmutter Maria. [2] der erste Freitag eines Monats. Siehe https://www.barmherziger-jesus-herz-mariens.de/index.php?id=47. [3] Vielleicht August As: Den Ort Zeucham in Oberbayern konnte ich leider nicht finden. Anschrift An den Vizewachtmeister Herrn Philipp Klein Bayer(ische) Fern- sprech Abteilung 501 Tagesstempel ETTAL 2 Mai Vor (nicht lesbar) 18 —-
volkimal Am: 27.04.2026 15:54:37 Gelesen: 143371 # 4289
@ evwezel [#4288] Hallo Emiel, ein paar Dinge konnte ich herausbekommen. Es bleiben aber noch ein paar Lücken: Ettal, 1. Mai 1918, abends 1/2 10 ????! Den ganzen Tag denke u. gedachte ich Ihrer als des anderen Namens tagskindes; Hr. Jakob war das eine. Also ich habe Sie nicht vergessen. Als Zeichen dessen will ich wenigstens noch nach der Maiandacht[1] mit ein paar Zeilen mich zum Gratulieren einfinden. (???) hielt die 1. Maiandacht und empfahl dem(?) Fürbittgebet besonders die Soldaten As am Ort schwer verwundet, Körner leicht. Zum Herz Jesufreitag[2] kann die Karte wohl nicht mehr recht kommen, vielleicht zum Herz Jesu Sonntag. ??? P. Stephanus "Cousine" kann es nicht sein - sowohl Absender als auch Empfänger sind mänlich. Ich könnte mir so etwas wie "Caichime" vorstellen. weiß aber nicht was das sein soll. Kommt evtl. ein lateinisches Wort in Frage? Zum "ich" in der ersten Zeile - vergleiche mit der dritten Zeile. Du schreibst, dass du "Zeucham" nicht finden kannst. Vier Zeilen weiter unten steht "Zunham". Vielleicht ist "Zeucham" ein Schreibfehle. "Zunham" ist ein Ortsteil von Höslwang. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 27.04.2026 16:37:21 Gelesen: 143351 # 4290
@ volkimal [#4289] Hallo Volkmar, vielen lieben Dank für Deine Hilfe! “Zeichen dessen” hast Du sehr gut gesehen! Das ergibt natürlich auch viel mehr Sinn. Mit “ich” und “Namenstagkindes” liegst Du auch richtig. Wie ich schon erwähnte, wird das “i” in dieser Handschrift sehr merkwürdig geschrieben. Da bin ich selbst in diese Falle gelaufen! Das erste (und letzte) Wort könnte lateinisch sein, aber was? Mir ist leider noch nichts eingefallen, dass zum Schriftbild passt. Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 27.04.2026 17:36:43 Gelesen: 143325 # 4291
@ evwezel [#4290] Carissime! (Mein Teuerster) Tuus (der Deine)
evwezel Am: 27.04.2026 18:47:56 Gelesen: 143302 # 4292
@ Gauss [#4291] Hallo Gauss, Super! “Carissime” passt sehr gut! Ich bin mir aber nicht so sicher, ob “Tuus” stimmt. Vergleiche das “T” einmal mit dem “T” im Wort “Tag”. Ich habe das Wort ursprünglich als “Suus” gelesen. Kann das nicht einfach “burschikos” gemeint sein? Andererseits wäre “Tuus” vom Sinn her logischer. Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 27.04.2026 19:11:35 Gelesen: 143288 # 4293
@ evwezel [#4292]

Mit dem t war ich auch nicht glücklich, eine besser passende Grußformel ist mir nicht eingefallen.

Oben "Asam ist" ...
evwezel Am: 27.04.2026 19:30:11 Gelesen: 143278 # 4294
@ Gauss [#4293]

Hallo Gauss,

vielen Dank für Deine Korrektur. “Asam ist” passt viel besser! Und mit “Tuus” kann ich leben…😁

Einen schönen Abend wünscht Dir

Emiel
evwezel Am: 29.04.2026 17:16:52 Gelesen: 142606 # 4295
Liebe Sammelfreunde, das Wort “strafens”:kommt mir in diesem Feldpostbrief merkwürdig vor und habe ich vermutlich falsch gelesen. Gibt es eine bessere Lösung? Und was könnte damals in Regensburg und Ingolstadt passiert sein? Viele Grüße Emiel —- Den 15. April 17 Liebe Rosa! deinen Brief vom 12.IV. erhalten, besten Dank. Es freud[1] mich, daß ich Euch mit den Bild[2] so- viel Freude gemacht habe, aber noch mehr, würde ich Euch machen, wenn ich selber kommen könnte nicht wahr! Es wird wohl nicht mehr all zulange dauern mit meinem Urlaub. Wir sind jetzt auch wieder in Stellung. Für mich, ist es aber nicht so schlimm, allerdings muß mann[3] die ganze Nacht fahren bei dem schlechten Wetter und Straßen. Liebe Rosa! Du darfst dich nicht so offen aussprechen, wie mit der Sache in Regens- burg und Ingolstadt. Du meinst es sollen alle so machen? Du hast schon recht, aber man darfs[4] nicht sagen. Wenn dein Brief geóffnet worden wäre, so wäre ich meinen Posten los und dich strafens(?) auch noch. Also wenn Du so etwas schreibst, dann nicht so offen. Ich möchte von Euch auch wieder eine Photographie, wir warten aber bis ich komme dann laßen wir uns alle 3 machen nicht wa(h)r. Herzlichen Gruß und Kuß Euer Papa Servus (…) Ihr Pfeffercarl [1] freut [2] mit dem Bild [3] man [4] darf es
DERMZ Am: 29.04.2026 17:49:38 Gelesen: 142593 # 4296
Hallo Emiel

hier meine Lesung:

Den 15. April 17

Liebe Rosa!

deinen Brief vom 12.IV. erhalten, besten Dank.
Es freud[1] mich, daß ich Euch mit den Bild[2] so-
viel Freude gemacht habe, aber noch mehr, würde
ich Euch machen, wenn ich selber kommen
könnte nicht wahr? Es wird wohl nicht
mehr all zulange dauern mit meinem
Urlaub. Wir sind jetzt auch wieder in Stellung.
Für mich, ist es aber nicht so (das "so" steht da nicht!) schlimm, allerdings
muß mann[3] die ganze Nacht fahren
bei dem schlechten Wetter und Straßen.
Liebe Rosa! Du darfst dich nicht so offen
aussprechen, wie mit der Sache in Regens-
burg und Ingolstadt. Du meinst es sollen
alle so machen? Du haßt schon recht, aber
man darfs[4] nicht sagen. Wenn dein
Brief geóffnet worden wäre, so wäre ich
meinen Posten los und dich Strafens (= strafen, "bestrafen")
auch noch. Also wenn Du so etwas schreibst,
dann nicht so offen. Ich möchte von Euch auch
wieder eine Photographie, wir warten aber
bis ich komme dann laßen wir uns alle
3 machen nicht wa(h)r. Herzlichen
Gruß und Kuß
Euer Papa

Servus & Quartl (über die Bedeutung - wenn es den richtig ist - von Quartl bin ich mir nicht im klaren)
Ihr Pfeffercarl

[1] freut
[2] mit dem Bild
[3] man
[4] darf es

Viele Grüße Olaf
evwezel Am: 29.04.2026 18:00:24 Gelesen: 142587 # 4297
@ DERMZ [#4296]

Hallo Olaf,

vielen lieben Dank für Deine Korrekturlesung! Vermutlich hat mein Unterbewusstsein das Wort “so” eingefügt…😃

Emiel
Maria T. Am: 29.04.2026 18:33:07 Gelesen: 142573 # 4298
@ evwezel [#4287] Hallo! Ich bin beim Übersetzen. Ist recht einfach und deutlich geschrieben - sollte nicht lange dauern. Ein paar Wörter sind noch unklar. Ist Gabelsberger Steno. LG Maria
evwezel Am: 29.04.2026 19:24:33 Gelesen: 142539 # 4299
@ Maria T. [#4298] Hallo Maria, ich bin sehr gespannt! Nimm Dir ruhig die Zeit, es eilt wirklich nicht. Du schreibst, diese Feldpostkarte sei “recht einfach und deutlich” geschrieben, aber für mich wirkt sie eher wie eine Art Geheimschrift. Ist Gabelsberger Steno einfach zu lernen? Es verwundert mich eigentlich, dass die Verwendung von Kurzschrift auf einer Feldpostkarte erlaubt war. Liebe Grüße Emiel
Gauss Am: 29.04.2026 19:24:41 Gelesen: 142538 # 4300
@ evwezel [#4297] Strafens ist eine dialektale Verkürzung für "strafen sie". Eleganter wäre "Dich bestraft man".
evwezel Am: 29.04.2026 19:39:39 Gelesen: 142532 # 4301
@ Gauss [#4300] Hallo Gauss, vielen Dank! Das ist für mich auf jeden Fall viel verständlicher. Ich finde die deutsche Rechtschreibung schon schwierig genug. Emiel
Gauss Am: 29.04.2026 19:53:06 Gelesen: 142520 # 4302
@ DERMZ [#4296] Das könnte auch Servus 3 Quartl heißen, was ein Buchtitel ist. Vielleicht ein Insiderscherz unter den Korrespondenten. https://www.amazon.de/s?k=servus+drei+quartl&crid=3FN9YHJL6YJYX&sprefix=servus+drei+quartl
evwezel Am: 29.04.2026 20:14:52 Gelesen: 142505 # 4303
@ Gauss [#4302] “Die Phrase „Servus drei Quartl“ stammt aus dem bairisch-österreichischen Dialekt und ist eine umgangssprachliche, oft scherzhafte Begrüßung oder Ansprache, die meist im Kontext eines Wirtshausbesuchs verwendet wird. Es handelt sich um eine höfliche, aber sehr lockere Bestellung oder Ansprache, bei der jemand (oft der Wirt oder eine Bedienung) mit „Servus“ begrüßt wird, gefolgt von der direkten Bestellung von drei Vierteln. Es bedeutet quasi: „Hallo, ich hätte gerne drei Viertel [Wein/Bier]“. [1] [1] https://scholarsarchive.byu.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1006&context=sophnf_nonfict, Seite 155
Gauss Am: 29.04.2026 20:20:55 Gelesen: 142497 # 4304
Danke, wieder was gelernt.
evwezel Am: 01.05.2026 15:03:05 Gelesen: 139322 # 4305
Liebe Sammelfreunde, obwohl ich den Text auf dieser Postkarte ziemlich leicht entziffern konnte, bin ich mir beim Ortsnamen und dem unter "Sprache" erwähnten Text nicht ganz sicher. Viele Grüße Emiel -- Textseite Posenberg(?) den 19.8.47 Liebe Lotte, lieber Günther! In die Nacht vom Montag auf Diens- tag haben sie den Opa in der Schmie- de überfallen. Anscheinend ein Pole. Er hatte den Opa mit der Pistole bedroht. Erichs und Opas Anzüge sind weg. Außerdem Erichs sämtliche Oberhemden. Opa hat ihn noch seinen besten Anzug wieder weg- genommen. Auch hat man ihn den Trauring vom Finger gezogen. Dem Opa ist eben sonst nichts passiert, da könnt Ihr ganz beru- higt sein. Viele Grüße Grete Absender Frau Marg(arethe). Harde Posenberg / Ergste Schwall / Ruhr German – Privat(?) Anschrift Frau Charlotte Fröderking Lengerich i / W[1] Hohne[2] 68 Tagesstempel ERGSTE[3] SCHWERIN (RUHR) 19.8.47-18-19 [1] Nordrhein-Westfalen [2] Ortsteil Hohne in Lengerich [3] Ergste ist ein Stadtteil von Schwerte im Kreis Unna in Nordrhein-Westfalen.
DERMZ Am: 01.05.2026 16:41:01 Gelesen: 139232 # 4306
@ evwezel [# 43 05] Hallo Emiel ein paar kleien Korrekturen: Tagesstempel: ERGSTE SCHWERTE (RUHR) 19.8.47-18-19 Absender Frau Marg(arethe). Harde Papenberg / Ergste Schwall / Ruhr German – Privat - das ist richtig gelesen von Dir Papenberg liegt südöstlioch etwas außerhalb von Ergste, dort ist heute ein "Anglerparadies", Entfernung etwa 6 km Hoffe, das hilft Dir wieder ein Stück weiter. Beste Grüße Olaf
evwezel Am: 01.05.2026 18:46:01 Gelesen: 139179 # 4307
@ DERMZ [#4306] Hallo Olaf, Du bist großartig! Das hilft bestimmt weiter. Viele Grüße Emiel
Maria T. Am: 08.05.2026 10:10:20 Gelesen: 132814 # 4308
@ evwezel [#4299] Hallo Emiel! Es tut mir leid, ich hab es schon übersetzt aber familiär ging grad wieder alles drunter und drüber. Natürlich hab ich die Übersetzung jetzt auch Zuhause vergessen, aber ich werde versuchen sie heute online zu stellen. Bezüglich deiner Fragen: Gut zu lesen ist die Karte einfach deswegen, weil der Schreiberling super sauber geschrieben hat. DEK und auch Gabelsberger-steno lässt sich mit entsprechender Begeisterung tatsächlich ganz gut selber lernen. Das hängt natürlich ein wenig vom Charakter ab und dauert seine Zeit, aber wenn man einmal verstanden hat worum es geht und die ganzen Zeichen halbwegs kann klappt es ganz gut. Vor allem alltägliches wie solche Karten. Schwieriger wären spezielle Themen bei denen dann einfach auch wirklich alle Zeichen und Kürzungen sitzen müssen. Auch kommt dann eben die Schwierigkeit der "Lesbarkeit" auf Grund der unterschiedlichen Handschriften. Verschiedene Schreiberlinge neigen dazu auch ihre eigenen Kürzungen zu verwenden. Wie ja auch wir beim normalen Schnellschreiben. Sicherlich hast du ebenfalls eigene Kürzungen. Diese Dinge werden in der Stenographie dann natürlich umso schwieriger. Grundsätzlich gibt es glaube ich die Regel, dass man gerade in der Stenographie die korrekten Regeln beibehalten soll. Aber wie bei allen Schriftstücken betrifft das eigene Gedankenmitschriften zb überhaupt nicht mehr. Postkarten sind da generell besser, weil man ja für jemand anderen schreibt und selbst wenn man weiß, dass der andere Steno lesen kann hält man sich dann eher an die Regeln und schreibt sauber. Ich denke auch, dass zu der Zeit und vor allem auch in der Kriegszeit relativ viele Leute Steno konnten. Gerade auch Soldaten in organisatorischen Posten haben Steno des öfteren verwendet. Es geht ja so viel schneller wenn man es kann. Also so eine Art "Geheimschrift" war es damals nicht. Selbst wenn gebildete Leute sie nicht verwendet haben war die Wahrscheinlichkeit, dass sie Steno einmal gelernt hatten denke ich sehr groß. Ganz besonders in sekretariatsbezogenen Jobs. Auf der Seite des Stenographen-Zentralvereins Gabelsberger in München "https://www.stzv.de/gabelsberger-stenographie/"; findest du unten das Lehrbuch der Gabelsbergerschen Stenographie, Stuttgart 1901 von Sckell Adolf. Das ist gut - mit dem hab ich dann auch weiter gearbeitet. Auch dieses hier habe ich verwendet: https://archive.org/details/lehrundlesebuchd00rose/page/n11/mode/2up Lehr- und Lesebuch der kaufmännischen Stenographie (System Gabelsberger), für Handelsakademien, zweiklassige Handelsschulen und andere kommerzielle Lehranstalten, sowie zum Selbstunterrichte Im Grunde musst du die nur durcharbeiten. Ich habe sie mir ausgedruckt und dann über zugegeben mehrere Jahre inkl. Pausen bearbeitet. Zwischendurch habe ich arbeitsbedingt versucht Übersetzungen vorzunehmen, aber bis man nicht halbwegs durch ist war das recht mühsam. Ich hatte zuvor die DEK gelernt und bin dann auf Gabelsberger umgestiegen. Das würde ich nicht empfehlen, da die Zeichen leider zwar zu einem großen Teil identisch sind aber zu ca 50% eine andere Bedeutung haben.... dadurch ist die Verwirrung vorprogrammiert und es dauerte deutlich länger bis mein Hirn aus dem Knoten wieder rausgefunden hatte ;) LG Maria
evwezel Am: 08.05.2026 22:49:14 Gelesen: 132343 # 4309
@ Maria T. [#4308] Guten Abend Maria, vielen Dank für Deine Hinweise! Hoffentlich bist Du inzwischen wieder in ruhigeres Fahrwasser gekommen. Für mich ist die Entzifferung der Stenoschrift nur ein Hobbyprojekt – im Alltag arbeite ich als Senior Technical Writer bei einer Softwarefirma. Es macht mir einfach Spaß, etwas „Neues“ zu lernen. Außerdem habe ich noch einen langen Brief von Philip (4 Seiten), der auch in Steno geschrieben wurde. Das Buch von Rosenberg werde ich mir auf jeden Fall einmal genauer ansehen! Darf ich Dir eine E-Mail schicken, falls ich später noch Fragen dazu habe? Der Schreiber meiner Feldpostkarte, Philipp Klein, hatte die Stenoschrift offensichtlich am Gymnasium Ettal gelernt. Ich habe gerade eine Kopie des „Jahres-Berichts des königlichen Gymnasiums über das Schuljahr 1913–1914“ erhalten; darin wird erwähnt, dass die Schüler auch in Kurzschrift unterrichtet wurden. Ein schönes Wochenende wünscht Dir Emiel
Maria T. Am: 09.05.2026 09:48:00 Gelesen: 131967 # 4310
Hier kommt die Übersetzung: Ettal, den 15. Oktober 15 Lieber Philipp Deine Karte habe ich erhalten besten Dank. Wagner und Kon(g)raz (?) müssen am 20. Oktober einrücken. Wagner kommt nach Lindau in des 20. Infanterie Regiment. Die Gefühle des … (theoretisch „Bartal/ Bartel“) sind ganz zweierlei teils freut er sich, teils aber auch nicht. Kon(g)raz (?) kommt nach Landsberg, dessen Freude fast zu groß ist; aber auch unsere Freude ist groß, denn es war die reinste Tyrannei. Man darf keine Witze mehr machen und gar nichts mehr überhaben (?) es ist besser in Schweige (?). Die neue Tagesordnung ist folgend. Fünf Uhr aufstehen, fünf Minuten nach Viertel Morgengebet mit Betrachtung im Museum, dann Studium bis halb sieben Uhr dann müssen alle in Konvent mit Glück darf ich dann Austeilung der Halbkommunion, um halb acht Uhr ist Frühstück, dann Bettmachen und dann geht es in die Schule (?). Die im großen Museum meist in der Kirche Ministrieren und zugleich Kommunizieren. Die Tagesordnung ist in etwa so ganz gut, nur mit der Halbkommunion geht es halt hübsch geschwind. Bis auf wiedersehen sendet dir die besten Grüße dein Hans Fischer
evwezel Am: 09.05.2026 11:00:00 Gelesen: 131923 # 4311
@ Maria T. [#4310] Hallo Maria, Du bist der Wahnsinn! Vielen lieben DANK für Deine Hilfe! Ich habe den “Jahres-Bericht des königlichen Gymnasiums in Ettal über das Schuljahr 1913-1914” nochmals nachgeschlagen und die erwähnten Namen gefunden (könnte “Kon(g)raz” vielleicht Konrad sein?): „Bartal/ Bartel“ könnte eventuell Barthel sein: Nochmals vielen Dank! Liebe Grüße Emiel
Maria T. Am: 09.05.2026 15:54:32 Gelesen: 127872 # 4312
Ja Barthel passt auf jeden Fall auch! Das h muss man in dem Fall im Steno nicht schreiben. Man schreibt wie immer wie man hört außer es ist für die Wortbedeutung unumgänglich. Bzw. anders herum. Es muss theoretisch immer alles geschrieben werden, aber wenn die Wortbedeutung klar bleibt dürfen Dinge weggelassen werden. Beim Namen Kongraz ist das schwieriger. Er kommt 2 mal vor. Der erste Anstrich mit dem Bogen nach unten kann ein "kon" und ich denke auch "konr" oder "ong", "gon"/ "gonr", "og" und theoretisch auch ein "eig" sein... am Ende kommt definitiv ein "z" Im ersten Bild ist die erste silbe deutlicher ein "kon" als im 2. Bild. Da ist es etwas zu hoch und schaut mehr nach einem g mit den entsprechenden Lauten aus. Weils ein Name ist tendier ich schon sehr zu Konraz oder so. Beim Gabesberger Steno müsste ein "a" durch Verstärkung im Z angezeigt sein. Das wäre ein dickerer Strich. Das fehlt hier. So ohne Verstärkung wäre es normalerweise ein "e". Allerdings glaube ich, dass vor allem bei gängigen Namen sofern klar ist welcher gemeint ist einiges weggelassen werden kann. Also rein vom lesen her wäre es konz /ongz /ogz /eigz - das n und r denke ich kann man weg lassen, weil mir nur Konraz als Name in so einer Kombi einfällt.... ;) theoretisch steht da also nur konez/ eigez / ogez / gonez Ich hoffe die Erklärung ist nicht verwirrendm wenn du eine ganze Namensliste hast könnte ich mal durchschauen ob ein anderer Name passt, mir würde nur Ignaz oder so einfallen und ich glaub den würde man anders schreiben. LG Maria
evwezel Am: 14.05.2026 18:12:04 Gelesen: 123627 # 4313
@ Maria T. [#4312] Hallo Maria, meine Entschuldigung für diese verspätete Rückmeldung. Deine Erklärung war sehr deutlich! Vielen Dank für dein nettes Angebot. LG Emiel
evwezel Am: 14.05.2026 18:19:07 Gelesen: 123623 # 4314
Liebe Sammlerfreunde, obwohl ich Euch diesmal eine Feldpostkarte mit sehr wenig Text zeige, bin ich doch halbwegs gescheitert. Der Schreiber erwähnt einige Orte, die ich nicht so einfach entziffern beziehungsweise identifizieren kann. Wenn er schreibt, dass er am 8. Februar 1915 „hier“ angelangt sei, ist damit vermutlich Saint-Quentin gemeint. Die Feldpoststation Nr. 45 war die Feldpostanstalt der Etappeninspektion der 2. Armee und befand sich zwischen dem 11.10.1914 und dem 22.11.1916 in St. Quentin (siehe „Die Standorte der deutschen Feldpoststationen Nr. 1 bis 559 im Ersten Weltkrieg (Band 1)“, S. 114). Ich lese: Sind heute v.[1] Peronne [2] hier angelangt. Weiter gehts in 2 ?[3] Richtung Sa(…)ur - Coln(?) - ? - Auf baldiges Wieder- sehen dir u die lb. Eltern Fritz 8.2.15. Anschrift Fräulein Friedl Schachenmayr Kronenstraße N10 [4] Kempten i/ Allg(äu). [5] Bayern Feldpoststempel KAIS. D. FELDPOST- STATION -8.2.15. 6-7N * Nr. 45 C [1] Auch hier bin ich mir nicht sicher. Dieser Buchstabe sieht genauso aus wie das „w“ in „weiter“ … [2] Péronne. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A9ronne. [3] Ist das Zeichen neben der Zahl „2“ vielleicht ein altes Symbol für „Stunden“ oder „Minuten“? [4] Der Text „R 12/2“ wurde hier eingefügt. „12/2“ könnte einfach für „den 12. Februar“ stehen, aber was bedeutet das „R“ hier? [5] https://de.wikipedia.org/wiki/Kempten_(Allg%C3%A4u) Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 14.05.2026 18:58:23 Gelesen: 123490 # 4315
@ evwezel [#4314] Hallo Emiel, Der erste Ort dürfte Namur sein. Der zweite ist noch nicht klar. Muss jetzt weg LG Volkmar
Gauss Am: 14.05.2026 19:03:14 Gelesen: 123483 # 4316
@ evwezel [#4314] Kann das Namur sein? Auch wenn's ein bisschen weit weg ist?
volkimal Am: 14.05.2026 19:13:04 Gelesen: 123467 # 4317
@ evwezel [#4314] Hallo Emiel, es dauert doch noch etwas. Namur liegt in Richtung Deutschland. Auf das Karte heißt es auf baldiges Wiedersehen. Da passt die Richtung nach Deutschland. Von der Himmelsrichtung her ist das etwa Richtung 2 Uhr. Vielleicht ist das gemeint. Wenn der zweite Ort Ö-Punkte hätte, wäre es Cöln. Aber so ? Jetzt geht's wirklich los, LG Volkmar
evwezel Am: 14.05.2026 19:26:32 Gelesen: 123428 # 4318
@ volkimal [#4315] @ Gauss [#4316] @ volkimal [#4317] Hallo Volkmar und Gauss, ich war so völlig darauf fixiert, dass der Anfangsbuchstabe ein „S” sein musste, dass ich diese alternative Lesung übersehen habe. „Namur” passt sehr gut! Viele Grüße Emiel
Shinokuma Am: 17.05.2026 17:17:14 Gelesen: 111106 # 4319
Lieber Sütterlin-Experten! Nachstehende Postkarte vom 27.6.1923 trägt einen Bahnpoststempel der Linie Breslau-Görlitz. Der Empfänger lässt sich noch recht gut lesen: Herrn Erich Reckling Bertelsdorf b. Hirschberg Sanatorium Was mich allerdings interessiert, ist der Ort des Absenders, der sich auf der Rückseite der Karte ganz oben befindet. Hier noch einmal hoffentlich etwas größer dargestellt: Anzunehmen wäre ja ein Ort in der Nähe der genannten Bahnlinie. Aber selbst auf einer alten Karte aus der Vorkriegszeit konnte ich einen ähnlich aussehenden Ortsnamen finden, auch nicht in einschlägigen Ortsliste aus der damaligen Zeit. Wer kann hier helfen? Mit herzlichen Grüßen Gunther
evwezel Am: 17.05.2026 17:22:11 Gelesen: 111084 # 4320
@ Shinokuma [#4319] Hallo Gunther, ich lese “Rauschwalde” Viele Grüße Emiel
DERMZ Am: 17.05.2026 17:27:49 Gelesen: 111065 # 4321
@ Shinokuma [#4319]

Hallo Gunther

es müsste "Rauschwalde" sein, ein Dorf in Schlesien, Rgb. Liegnitz (Ritters Lexikon von 1905) ... und nach Wikipedia ein Stadtteil von Görlitz seit 1925.

Viele Grüße Olaf
evwezel Am: 17.05.2026 17:37:38 Gelesen: 111016 # 4322
@ Shinokuma [#4319] …auf die Schnelle (der Schreiber kennt sich mit der deutschen Rechtschreibung nicht besonders gut aus): Rauschwalde Lieber Neffe, Deine Karte erhalten. Wir denken deine Zeit ist bald rum(?) hast du dich gut erholt und wann kommst du hoffentlich besuchst du uns Onkel Walter will auch kommen ob nächste Woche weiß ich noch nicht. schreib uns wenn du kannst —- Viele Grüße Emiel
Shinokuma Am: 17.05.2026 23:10:10 Gelesen: 109545 # 4323
@ evwezel [#4322] Hallo Emiel, herzlichen Dank für Deine schnelle und präzise Transkription! Und hallo Olaf! Jetzt ist mir auch klar, warum ich den Ort nicht finden konnte. Ich hatte immer nur in Schlesien gesucht und war gar nicht auf die Idee gekommen, dass ja auch damalige Vororte von Görlitz infrage kommen könnten. Immerhin habe ich herausgefunden, dass es den Ort des Empfängers in Schlesien zweimal gibt, nämlich ein Bertelsdorf im ehemaligen Kreis Lauban und ein weiteres, eigentlich korrekt Berthelsdorf geschriebenes im früheren Kreis Hirschberg, wo es damals tatsächlich ein Sanatorium für Lungenkranke gab. Herzliche Grüße Gunther
Angelika Am: 20.05.2026 19:21:31 Gelesen: 101311 # 4324
Guten Abend, ich bewundere den, der so klein schreiben kann. Ich hätte nicht annähernd so viel Text auf die Karte bekommen. Wer kann das lesen? Prenden über Bernau bei Bln. Klosterfelderstr. 2. Lieber Siegfried, nun sitzen wir seit Montag hier im schönen .... .. Herzliche Grüße von Muth, Fam. Häfeler u. Deinem Vater Viele Grüße Angelika (Karte von Cantus, für den ich ein paar Poststellenstempel einscanne)
evwezel Am: 20.05.2026 20:17:30 Gelesen: 101212 # 4325
@ Angelika [#4324] Hallo Angelika, auf die Schnelle: Lieber Siegfried, nun sitzen wir seit Montag hier im schönen Prenden, ein reizendes märk. Dörfchen, eingebettet in Wälder u. von 2 Seen umgeben. Das Wetter könnte besser sein, es fehlt die Wärme, dafür aber ist viel Wind, also auch beim Angeln zu Wünschen genug Anlaß. Die Verpflegung ist berlinisch, aber wir sind ja phantasie- begabt und hoffnungsfreudig, sodaß wir die Feiertage in vollen Zügen genießen. Die schönsten Stunden sind für mich die auf dem (Hahn?). Die Ergebnisse sind die üblichen(?) heut naturlich besonders geschätzten, leider kann ich nur (un?)gebratene Fische aus dem See - ähnlich dem Wutzsee [1] b. Lindow - holen. Morgen Abd. kommt Felix u. dann sind wir vollzählig. Die Fahrt hierher war ganz nett, Jürgen u. ich auf den Rädern, die andere mit Bus. Hoffentl(ich). hören wir bald von Dir, außer Deinem Brief, den ich sofort beant- wortete, haben wir noch nichts erhalten. Herzliche Grüße von Mutti, Fam. Häfeler(?) u. Deinem Vater [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Wutzsee_(Lindow) Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 20.05.2026 20:33:49 Gelesen: 101175 # 4326
@ evwezel [#4325] Dir ist nichts zu klein, bin wieder beeindruckt. Für den Angler sind die schönsten Stunden wohl auf dem Kahn.
evwezel Am: 20.05.2026 21:14:29 Gelesen: 101064 # 4327
@ Gauss [#4326] Hallo Gauss, das Wort “Kahn” kannte ich noch nicht: “kleines, offenes, flaches Boot zum Rudern oder Staken”. Ist das einfach ein Synonym für Ruderboot? Kleine Geschichte oder nicht, mir macht es einfach viel Spaß, die alte Schrift zu lesen. Es gibt wirklich nichts Spannenderes, als eine Stimme aus der Vergangenheit wieder zum Leben zu erwecken (so empfinde ich das jedenfalls). Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 20.05.2026 21:33:37 Gelesen: 101029 # 4328
@ evwezel [#4327]

Ein Kahn ist offen und flach, kann aber meiner Meinung nach durchaus auch einen Motor haben.
Angelika Am: 21.05.2026 06:57:47 Gelesen: 99888 # 4329
Guten Morgen an alle

super! Vielen herzlichen Dank. Ich bin immer wieder beeindruckt, was ihr alles entziffern könnt.

Viele Grüße
Angelika
evwezel Am: 21.05.2026 08:46:35 Gelesen: 99673 # 4330
@ Angelika [#4329] Hallo Angelika, einige Kleinigkeiten: die Feiertage --> die Ferientage die andere --> die andern Viele Grüße Emiel
Max78 Am: 31.05.2026 01:06:47 Gelesen: 87760 # 4331
@ Maria T. [#4310] Hallo Maria, kleine Ergänzungsvorschläge habe ich noch, ansonsten ist das ja super transkribiert! ... Wagner und K/Go(e)tz (?) müssen am 20. Oktober einrücken. Wagner kommt nach Lindau in des 20. Infanterie Regiment. Die Gefühle des Barthel sind ganz zweierlei teils freut er sich, teils aber auch nicht. K/Go(e)tz (?) kommt nach Landsberg, dessen Freude fast zu groß ist; aber auch unsere Freude ist groß, denn es war die reinste Tyrannei. Man darf keine Witze mehr machen und gar nichts mehr überhaben(?), es ist besser ich schweige. Die neue Tagesordnung ist folgende. Fünf Uhr aufstehen, fünf Minuten nach Viertel Morgengebet mit Betrachtung im Museum, dann Studium bis halb sieben Uhr dann müssen alle ins Konventamt, gleich darauf ist dann Austeilung der h. Kommunion, um halb acht Uhr ist Frühstück, dann Bettmachen und dann geht es in die Schule. Die/Da im großen Museum meist in der Kirche Ministrieren und zugleich Kommunizieren. Die Tagesordnung ist ja so ganz gut, nur mit der heil. Kommunion geht es halt hübsch geschwind ... Viele Grüße Max PS: ganz regelkonform ist das ja nie geschrieben, siehe z. B. erste Stelle "heil." = sic. "halb" ist bei diesem Schreiberling mit "b" dargestellt, siehe"halb Sieben".
User #357456033 Am: 31.05.2026 14:00:59 Gelesen: 86809 # 4332
Hallo zusammen, ich bräuchte bitte eure Unterstützung bei der Entzifferung eines Ortsnamens in alter Handschrift. Es handelt sich um einen kleinen Bedarfsbrief‑Neujahrsgruß aus Suderwich, datiert 1.12.1925, adressiert an: Willy Winkhaus, (…) Wiblingwerde b. Altena i/W. Der zweite Teil „Wiblingwerde“ ist für mich eindeutig. Unklar ist jedoch das Wort davor. Vielleicht erkennt jemand von euch die genaue Schreibweise oder kann bestätigen, was dort steht. Der Zielort dürfte heute im Bereich Nachrodt‑Wiblingwerde liegen. Vielen Dank für jede Hilfe!
volkimal Am: 31.05.2026 15:02:19 Gelesen: 86749 # 4333
@ Post-Bote [#4332] Hallo, der Ort heißt "Rennerde-Wiblingwerde". Rennerde liegt ca. 2 km nördlich von Wiblingwerde. Viele Grüße Volkmar
westfale1953 Am: 01.06.2026 17:34:19 Gelesen: 84455 # 4334
Hallo an die Schriftexperten, hier eine Ganzsache von TRAVEMÜNDE nach PFORZHEIM, bei der ich mit dem Text nicht klarkomme. Vielleicht ein bedeutender Künstler (siehe Zeichnung mit Signatur auf der Rückseite)? Bernhard
evwezel Am: 01.06.2026 19:41:42 Gelesen: 81194 # 4335
@ westfale1953 [#4334] Hallo Bernhard, ich habe heute leider sehr wenig Zeit, aber einige Vorarbeit kann ich schon machen: L. Herr Beck! Von (?) Ausflug von Travemünde die herzl. Grüße & denken Sie. Hier ist das schönste Familienbad der Welt Wunderschöne Bademän- tel, Badeanzüge, Müt- zen, das wär(e) was für Sie. Leider muß ich bald wieder das schöne Land verlassen. Herzlichst grüßt Sie u. l. Fam(ilie?). (…) (…) (…) (…) (…) (…) Frida Au? Du hast(?) uns auch gefehlt hier! Anschrift Herr E.G. Beck Pforzheim Schwarzwaldstr[1] [1] Siehe auch https://www.pfenz.de/wiki/Villa_und_Schmuckfabrik_Ernst_Gideon_Bek —- Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 01.06.2026 22:32:11 Gelesen: 81085 # 4336
@ evwezel [#4335] Hallo Emiel, du schreibst aber einige Vorarbeit kann ich schon machen. Sei nicht so bescheiden. Das was man sicher lesen kann, hast Du doch alles herausbekommen. Ganz oben könnte es heißen "Von e(inem) kl(einen) Ausflug"- Der Name unten ist nicht "Frida Au?" sondern "Fritz Jung"- Wer die Karte geschrieben und die Zeichnung angefertigt hat kann ich auch nicht sicher sagen. Die Unterschrift sieht so aus: Oben ist die Unterschrift aus dem Text. Unten derselbe Nachname als Signatur auf der Zeichnung. Aber wie heißt der Name ? Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 01.06.2026 22:56:00 Gelesen: 81072 # 4337
@ volkimal [#4336] Hallo Volkmar, Ich glaube, “Eugen Vinnai” würde zum Schriftbild passen. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_Immanuel_Vinnai. Obwohl Vinnai seine Jugend in Pforzheim verbracht (siehe https://www.askart.com/auction_records/Eugen_Vinnai/11264742/Eugen_Vinnai ), habe ich keinen Beweis dafür, dass es sich tatsächlich um diesen Künstler handelt. Die Signatur in https://www.abebooks.com/art-prints/Chiemsee-Winter-Hintergrund-schneebedeckte-Chiemgauer-Alpen/30620749998/bd sieht aber sehr ähnlich aus. Hier noch ein Beispiel: Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 01.06.2026 23:44:33 Gelesen: 81025 # 4338
@ evwezel [#4337] Hallo Emiel, sagenhaft, was du alles herausfindest! Eugen Vinnai ist ein Volltreffer. Viele Grüße Volkmar
westfale1953 Am: 02.06.2026 13:19:54 Gelesen: 80234 # 4339
Hallo, ihr beiden! Ganz herzlichen Dank für eure Mühen! Unglaublich, was ihr so alles herausgefunden habt. Bernhard
evwezel Am: 02.06.2026 18:48:00 Gelesen: 79895 # 4340
@ Max78 [#4331]

Hallo Max,

Ich hatte deinen Beitrag völlig übersehen! Vielen lieben Dank für deine Ergänzungen.

Viele Grüße

Emiel
User #358322169 Am: 03.06.2026 14:16:41 Gelesen: 78574 # 4341
Postkarte entschlüsseln Ich habe diese Postkarte gefunden und möchte sie gerne entschlüsseln. Sie ist in Sütterlin geschrieben. Verfasst wurde sie in Schweinfurt am 28.04 im Jahr 1918.
Lars Boettger Am: 03.06.2026 14:19:13 Gelesen: 78570 # 4342
@ Karo [#4341] Das ist nicht Sütterlin, das ist Deutsche Kurrentschrift. Beste Grüße! Lars
opti53 Am: 03.06.2026 15:16:29 Gelesen: 78558 # 4343
@ Lars Da sollte man nicht so kleinlich sein. Sütterlin und Kurrentschrift sind sich ja in vielen Punkten ähnlich. Da soll es auch Norddeutsche geben, die Bayrisch und Österreichisch nicht auseinander halten können. @ Karo Eigentlich sehr sauber geschrieben. Da schreibt der Neffe Otto an seine Tante. Liebe Tante! Besten Dank für das Paket. Ich habe es schon am Freitag bekommen, hatte aber noch keine Zeit zum Schreiben. Mir geht es gut, hoffentlich Euch auch. ... Wenn man sich so eingelesen hat, kann man auch den Rest schaffen. Das wäre doch jetzt mal eine Aufgabe, oder? Viele Grüße Thomas
evwezel Am: 03.06.2026 19:53:51 Gelesen: 78443 # 4344
@ Karo [#4341] Hallo Karo, könntest Du vielleicht auch die Bildseite der Karte zeigen? Thomas hatte den ersten Teil bereits entziffert: Schweinfurt d. 28.4.18 Liebe Tante! Besten Dank für das Paket. Ich habe es schon am Freitag bekommen, hatte aber noch keine Zeit zum schreiben. Mir geht es noch gut, hoffentlich auch Euch. Hiermit schicke ich Euch mein Bild. Emil ist gestern nach Würzburg gekommen. Zum schreiben habe eben nicht viel Zeit zum schreiben.[1] Onkel Hannes wird wie- der fort sein. Mit vielen Grüßen verbleibe ich E(…) dankbarer Neffe Otto Anschrift An Frl. Sofia Amberg in Wiesen Ufr Post Partenstein [2] Text an der rechten Seite 1 Seht Ihr die zerrissene Hose Text an der rechten Seite 2 Abs. Inf. Otto Becker 1. Rekrutend(epot?) Schweinfurt [1] Rechtschreibung ist natürlich Schreiben [2] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Partenstein [3] Ufr = Unterfranken Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 03.06.2026 20:43:30 Gelesen: 78388 # 4345
@ evwezel [#4344] Hallo Emiel, ich denke, dass sich beim fehlenden Wort ein überflüssiges "h" eingeschlichen hat. Ich lese: Mit vielen Grüßen verbleibe ich Euher dankbarer Neffe Otto Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 04.06.2026 06:37:24 Gelesen: 77885 # 4346
@ volkimal [#4345] Guten Morgen Volkmar, ich denke, Du hast recht. Vielen Dank für deine Lösung! Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 05.06.2026 15:47:46 Gelesen: 76415 # 4347
Hallo zusammen, dieser Brief vom 29.10.1890 geht an meinen Ur-ur-Großvater den Bauern Herrn Gottfried Werdermann zu Menz Bei dem Text des Briefes habe ich an zwei Stellen Probleme. Wer kann das lesen? Bei dem zu Zernikow belegenen, im Grund- buch von Zernikow Band I – Blatt No. 2 verzeichneten Grundstücke ist folgendes eingetragen: Abtheilung III Spalte Veränderungen 1200 M No. 3 Abgetreten an den Prediger Ferdinand Werdermann zu Friedersdorf bei Dobrilugk Eingetragen mit dem bemerken, daß der bishe- rige Gläubiger Bauer Gottfried Werdermann zu Menz sich ??? ???genuß dies?? bis zu seinem Tode vorbehalten hat und bei nachträg- licher Bildung eines ??? ??? am 20. October 1890 Gransee, den 20ten Oktober 1890 An den Bauern Herrn Gottfried Werdermann zu Menz Desen(?) Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts Der Text wurde zwar am 20.10.1890 geschrieben, der Brief wurde aber erst 9 Tage später aufgegeben. Viele Grüße Volkmar
chris63 Am: 05.06.2026 16:57:51 Gelesen: 76365 # 4348
@ volkimal [#4347] Hallo Volkmar, rige Gläubiger Bauer Gottfried Werdermann zu Menz sich den Zinsgenuß dieser Post? bis zu seinem Tode vorbehalten hat und bei nachträg- licher Bildung eines Hypothekenbriefes am 20. October 1890 Post lese ich zwar, aber glaube eher an eine Abkürzung, muss noch drüber nachdenken. gruß Christof
evwezel Am: 05.06.2026 17:49:35 Gelesen: 76326 # 4349
@ chris63 [#4348]

Hallo Christof,

Ich lese dort auch „Post“. In der niederländischen Sprache hatte das Wort „Post“ früher ebenfalls die Bedeutung „Amt“. Das würde hier auch Sinn ergeben.

Viele Grüße

Emiel
User #358322169 Am: 05.06.2026 19:28:46 Gelesen: 76243 # 4350
@ evwezel [#4344]



Hallo Emiel,

Vielen Dank für deine Hilfe!

Anbei die Vorderseite der Postkarte.

Viele Grüße

Karo
evwezel Am: 05.06.2026 20:10:25 Gelesen: 76205 # 4351
@ Karo [#4350] Hallo Karo, ist doch gerne geschehen! Seht Ihr die zerrissene Hose Das kann man auf diesem Bild sehr gut erkennen. Vielen Dank fürs Teilen! Mit herzlichem Gruß Emiel
chris63 Am: 05.06.2026 21:31:48 Gelesen: 76143 # 4352
@ volkimal [#4347] Hallo Volkmar, meine Vermutung: 1200M zuNo. 3 Abgetreten an den Prediger Ferdinand Werdermann zu Friedersdorf bei Dobrilugk Eingetragen mit dem bemerken, daß der bishe- rige Gläubiger Bauer Gottfried Werdermann zu Menz sich den Zinsgenuß dieser Post(ulation) bis zu seinem Tode vorbehalten hat und bei nachträg- licher Bildung eines Hypothekenbriefes am 20. October 1890 gruß Christof
volkimal Am: 05.06.2026 22:00:52 Gelesen: 76110 # 4353
@ chris63 [#4352] @ evwezel [#4349] Hallo Christof und Emiel, ich weiß, dass man sich auf euch verlassen kann! Vielen Dank! Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 06.06.2026 19:52:10 Gelesen: 75031 # 4354
Liebe Sammlerfreunde, ich zeige Euch mal wieder einen Feldpostbrief. An drei Stellen bin ich mir nicht ganz sicher. Das hat auch damit zu tun, dass der Schreiber mit der deutschen Rechtschreibung nicht besonders vertraut war. Manchmal kann ich nur ahnen, was er gemeint hat. 1) „Ich kann es Dir nicht schreiben, wie mein Verlangen nach Euch Lieben ist: dazu ist unsere Sprach(e?) zu (dorr?).“ Das Wort „Sprach“ müsste eigentlich „Sprache“ heißen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass dort tatsächlich „Sprach“ steht. Bei „dorr“ bin ich jedoch unsicher. Im Niederländischen bedeutet „dor“ „trocken“. Das entsprechende deutsche Wort wäre „dürr“, aber das lese ich hier nicht. Gibt es vielleicht eine andere Deutungsmöglichkeit? Übrigens würde “dürr” (im übertragenen Sinn) hier sehr gut passen: die Sprache reicht nicht aus, um die Gefühle angemessen auszudrücken. 2) „Aufnahmen von Sturmen unseres Rgt“ Ich lese hier „Sturmen“ und nehme an, dass ich damit richtig liege. Die korrekte Schreibweise wäre natürlich „Stürmen“. Demnach würde ich die Stelle als „Aufnahmen von Stürmen unseres Regiments“ verstehen. Viele Grüße Emiel Seite 1 und 4 Seite 2 und 3 —- Seite 1 Den 12. August. 17. Schöne Gruß vom Karl Mein herziges Roserl! Bin recht Glücklich, da ich aus Deinen Brief und Karte, beide vom 8. Dati(e)rt ersehe, daß Ihr beide recht Gesund seit. Von mir kann ich auch derselbe be- richten. Wir sind zwar seit 14 Tagen wieder in Stellung mir geht es aber gut , obwohl es hi(e)r viel schlimmer ist alls an der Somme. Wie uns die Engländer hi(e)r Beschießen ist unbeschreiblich. Von einen Schützengraben ist nichts mehr zu sehen, an der Somme konnte mann sich wenigstens in ein Seite 2-3 Granatloch legen, daß aber hi(e)r ausgeschloßen ist, da in einigen Minuten das Loch voll Wasser ist. Unsere Ver- luste sind aber sehr gering. Die Verpflegung ist bei uns sehr gut und trotzdem habe ich schon wieder schwer abge- nohmen, weil mann nicht zur Ruhe kommt. Was sagst Du meine Maus, zu dem Urlaubsgesuch? mache es mir so wie ich Dir geschrieben, dann bekomm(e) ich schon welchen. Dann könnte ich anfangs September bei meinen Lieben sein: im Gedanken bin ich jetzt schon bei Euch, meinen Lebensglück! Ich kann es Dir nicht schreiben, wie mein Verlangen nach Euch Lieben ist: dazu ist unsere (Sprach(e)?) zu (dorr?). Ein Blick in Deine treuen Augen, ein Kuß auf Deinen süßen Mund, kann Dir mehr sagen, alls diese kalten Zeilen. Habe Dir vor kurzen 2 Packete abgeschick(t), eines mit 12 Aufnahmen von Sturmen(?) unseres Rgt und einen Stück Seife und eines mit 2 große Stückchen Seife hoffentlich bekommst Du sie beide. Wie ich sehe, fäl(l)t die Ernte recht Seite 4 gut aus: sorge Dir nur gut für den Winter vor. Um Holz werde ich mich umsehen, ich bekomme doch eher welches alls Du und mir macht es eine Freude, wenn ich für meine Lieben ein bisschen sorgen kann. Dir ist ja nur mein ganzer Kummer, weil ich nichts für Euch thun kann. Küße meinen Liebling mein alles recht oft, jeden Tag für mich. Dir Mutter bin ich vor Herzen dankbar, daß sie so liebevoll zu unseren Liebling ist. Mit großer Sehn- sucht, Küße und umarmt Euch Euer guter Papa Viele Grüße an Mutter und Mari und Willi
volkimal Am: 06.06.2026 21:50:17 Gelesen: 74942 # 4355
@ evwezel [#4354] Hallo Emiel, ein paar Kleinigkeiten sind mir aufgefallen: Schönen Gruß vom Karl Lieben ist: dazu ist unsere Sprach(e) zu arm. Ein Blick in Deine treuen Augen, ein Kuß auf Deinen süßen Mund, kann Dir mehr sagen, alls diese kalten Zeilen. Habe Dir vor kurzen 2 Packete abgeschick(t), eines mit 12 Aufnahmen von Sturme unseres Regt und einen Stück Seife und eines mit 2 große Stückchen Seife hoffentlich bekommst Du sie beide. Wie ich sehe, fäl(l)t die Ernte recht wenn ich für meine Lieben ein bischen sorgen kann. Dir ist ja nur mein ganzer Liebling ist. Mit großer Sehn- sucht, Küßt und umarmt Euch Euer guter Papa Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 06.06.2026 22:08:11 Gelesen: 74929 # 4356
@ volkimal [#4355] Hallo Volkmar, „zu arm” - aber natürlich! Die Lösung starrte mir eigentlich die ganze Zeit ins Gesicht, und ich sah sie einfach nicht. Vielen Dank für deine Hilfe! Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 07.06.2026 00:03:17 Gelesen: 74771 # 4357
Liebe Sammlerfreunde, mein Feldpostschreiber Alois Huber war sehr schreibfreudig. Zwei Kleinigkeiten sind mir im folgenden Feldpostbrief noch nicht ganz klar: 1) „Denkst Du ich gebe um einen Orden was? Nein nicht 5 ???” Welche Abkürzung steht hier? 2) „Mit den Eisernen Muß ist gemeint, mann bekommt einen Befehl und dem muß mann ausführen oder mann wandert nach dem Ar(r)est.” Kann man das verstehen als „oder man landet im Arrest”? Viele Grüße Emiel Seite 1 und 4 Seite 2 und 3 —- Seite 1  Den 24. März 16. Liebe Frau! Deinen Brief, ohne Nummer vom 19.III erhalten besten Dank. Ich kann es nicht glauben, daß Du so wenig Post von mir bekommst, ich schreibe alle 2 Tage. Stimmen denn die Nummern oder fehlen welche dazwischen? Liebe Frau! Mit den Eisernen Muß bist Du aber schwer in Irtum. Denkst Du ich gebe um einen Orden was? Nein nicht 5 ?. Mit den Eisernen Muß ist gemeint, mann bekommt einen Befehl und dem muß mann ausführen oder mann wandert nach dem Ar(r)est. Ich melde mich nicht Freiwillig , wenn ich aber einen Auftrag erhalte, den führe ich aus Seite 2 nur wegen meiner Ehre und jeder ist ein Feigling der das nicht macht. Also Liebste Du brauchst keine Angst haben, das(s) ich mich wegen einen Orden in gefahr gebe. Wenn ich Euch Lieben nicht hätte dan(n) würde ich mich dazu melden aber auch nich(t) wegen dem Anhängsel. Liebes Frauchen wenn Du noch keine Seife und Papier abgeschickt hast, dan(n) schicke keine ab ich komme schon aus. Sorge nur für Euch Euer Papa kommt schon aus. Von Franz und Josef und vom Schießl habe ich heute auch Karten erhalten, es geht allen noch gut was auch bei mir der Fall ist. Darum, meine Süße mache Dir Seite 3 keine Sorgen. Ich freue mich schon mal Kindlich auf den Urlaub, das werden aber schöne Tage werden. Meinst Du nicht auch? Wie ich Dir schon geschrieben ein Bett wird außer Di(e)nst ge- stellt ist es Dir recht? und es werden auch keine Besuche angenohmen, wir wollen nur für uns sein. Wäre nur der Krieg vorbei, wir werden dann schon Glücklich werden, für daß laß nur Eueren Papa sorgen, der gerne alles für Euch macht Es werden sich jetzt, vielleicht viele das Maul über uns zer- schlagen? laß sie nur, wer zuletzt Lacht lacht am besten. Was macht mein Lieber Seite 4 Kleiner? ich Träume immer von Euch. Wenn es auch blos Träume sind, ich bin aber doch immer Glücklich. Du schreibst, das(s) es nun die Franzosen recht angeht Pfui was denken sich diese schlechten Weiber? Darüber will ich schweigen keine anständige Frau oder Mädchen macht das nicht. Weil ich von so weit bin, so küße ich Euch auf dem Bilde und Umarme Euch im Geiste. Auf Urlaub hoffent verbleibe ich Euer Papa 1000 Küßerl für den Aloisl
DERMZ Am: 07.06.2026 03:13:40 Gelesen: 74646 # 4358
@ evwezel [#4357] Guten Morgen Emiel, ein paar kleine Korrekturen hätte ich: Seite 1  Den 24. März 16. Liebe Frau! Deinen Brief, ohne Nummer vom 19.III erhalten besten Dank. Ich kann es nicht verstehen, daß Du so wenig Post von mir bekommst, ich schreibe alle 2 Tage. Stimmen denn die Nummern oder fehlen welche dazwischen? Liebe Frau! Mit den Eisernen Muß bist Du aber schwer in Irtum. Denkst Du ich gebe um einen Orden was? Nein nicht 5₰. Mit den Eisernen Muß *** ist gemeint, mann bekommt einen Befehl und dem muß mann ausführen oder mann wandert nach dem Ar(r)est. Ich melde mich nicht Freiwillig , wenn ich aber einen Auftrag erhalte, den führe ich aus Seite 2 nur wegen meiner Ehre und jeder ist ein Feigling der das nicht macht. Also Liebste Du brauchst keine Angst haben, das(s) ich mich wegen einen Orden in gefahr gebe. Wenn ich Euch Lieben nicht hätte dan(n) würde ich mich dazu melden aber auch nich(t) wegen dem Anhängsel. Liebes Frauchen wenn Du noch keine Seife und Papier abgeschickt hast, dan(n) schicke keine ab ich komme schon aus. Sorge nur für Euch Euer Papa kommt schon aus. Von Franz und Josef und vom Schießl habe ich heute auch Karten erhalten, es geht allen noch gut was auch bei mir der Fall ist. Darum, meine Süße mache Dir Seite 3 keine Sorgen. Ich freue mich schon mal Kindlich auf den Urlaub, das werden aber schöne Tage werden. Meinst Du nicht auch? Wie ich Dir schon geschrieben ein Bett wird außer Di(e)nst ge- stellt ist es Dir recht? und es werden auch keine Besuche angenohmen, wir wollen nur für uns sein. Wäre nur der Krieg vorbei, wir werden dann schon Glücklich werden, für daß laß nur Eueren Papa sorgen, der gerne alles für Euch macht Es werden sich jetzt, vieleicht viele das Maul über uns zer- schlagen? laß sie nur, wer zuletzt Lacht lacht am besten. Was macht mein Lieber Seite 4 Kleiner? ich Träume immer von Euch. Wenn es auch blos Träume sind, ich bin aber doch immer Glücklich. Du schreibst, das(s) es um die Franzosen recht angeht Pfui was denken sich diese schlechten Weiber? Darüber will ich schweigen keine anständige Frau oder Mädchen mach(t) das nicht. Weil ich von so weit bin, so küße ich Euch auf dem Bilde und Umarme Euch im Geiste. Auf Urlaub hoffent verbleibe ich Euer Papa 1000 Küßerl für den Aloisl *** (₰) ist das Zeichen für Pfennig zu Deiner Frage (2) - ja, geanu das ist gemeint, man geht bzw. landet in den Arrest, wenn der Befehl nicht ausgeführt wird Also eigentlich perfekt gelöst von Dir - Schönen Sonntag wünscht Olaf
evwezel Am: 07.06.2026 07:58:17 Gelesen: 74326 # 4359
@ DERMZ [#4358] Hallo Olaf, das ist doch merkwürdig. Ich habe wirklich keine Ahnung wie ich auf „glauben” statt „verstehen” gekommen bin. Auf der ersten Seite steht tatsächlich ganz deutlich “verstehen”. Vielen lieben Dank für die Korrekturen und für die “Pfennig”-Lösung! Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 07.06.2026 08:09:17 Gelesen: 74318 # 4360
@ evwezel [#4357] Hallo Emiel und Olaf, noch vier Kleinigkeiten: Seite 1: Liebe Frau! mit den Eisernen Muß ausführen oder mann Wandat nach Seite 3: schon rech(t) Kindlich auf den schon Glucklich werden, für daß Viele Güße Volkmar
evwezel Am: 07.06.2026 08:36:50 Gelesen: 74278 # 4361
@ volkimal [#4360] Hallo Volkmar, das ist super, vielen Dank! Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 08.06.2026 20:42:25 Gelesen: 72745 # 4362
Liebe Sammlerfreunde, die Geschichte der Familie Huber wird fortgesetzt. An einigen Stellen bin ich mir allerdings nicht sicher: - was bedeutet „schmaulen”? Mein Duden kennt das Wort nicht. Möglicherweise habe ich hier etwas falsch gelesen - aber was? - ist „Schani” vielleicht ein Kurzname? (Seite 2) - das Verb „pransen” existiert nicht (Seite 4). Ich habe keine Ahnung, was Alois hier geschrieben hat… Viele Grüße Emiel Seite 1 und 4 Seite 2 und 3   Seite 1  N 31. Den 22.März 16. Liebe Frau! Will Dir auf Deinen Brief N 39 auch gleich einige Zeilen zugehen lassen. Wie ich aus Deinen Brief sehe, machst Du Dir die selben Vorstellungen über den nächsten Urlaub wie ich. Ich stelle mir den kom(m)enden Urlaub auch viel schöner vor, wie die anderen da wir jetzt für uns allein sind und uns niemand stören kann. Mit einen Wort gesagt, wir können machen was wir wollen und brauchen nicht immer Rücksicht auf andere nehmen. Wie werde ich Euch Lieben, gerne haben und mit unseren kleinen Alois werde ich Spaß und Unterholung genug haben, nicht wa(h)r? Ich werde recht wenig fort gehen, Du mußt natürlich recht gut mit mir sein gell? Bist Du das? O ja, ich weis schon, daß Du recht ( schmaulen?) kannst, da habe ich wieder den ganzen Tag keine Ruhe diesmal, schimpfe ich aber nicht. das andermal habe ichs ja auch blos aus Spaß gemacht. Seite 2 Aber noch mehr freue ich mich auf meinen Liebling, da wirst Du ganz bestimmt Eifersüchtig, den(n) wenn Mama nich(t) brav ist muß Sie alleine schlafen oder wir gehen spazieren und Du mußt zuhause bleiben. Also Frauchen, Du weist jetzt bescheit. Das letzte mal, habe ich geschrieben, daß mir der Kleine alles erzählen kann, das war auch nicht so gemeint, ich traue Dir so etwas überhaupt nicht zu, mann muß doch etwas zum schreiben haben. Warum soll die Mari den Bubi nich(t) gerne haben. Ihr könnt einer der anderen nichts vorschmeißen. Was hat den(n) die Mari, auch einen Buben oder ein Mädchen oder ists gestorben? Wie steht sie mit den Ihren, schreibt er oder will er nichts wissen? Was sagte ( Schani?) zu allen? Du schreibst, wa- rum ich nicht schreibe, wie es mir geht? ich schreibe ja in jeden Brief, daß es mir Seite 3 gut geht, da wir in Ruhe sind, hernach wird es wieder schlim(m)er werden, wir sollen unser 2. Reg. ablösen dießes hat in den letzten Tagen, ziemlich viel Ver- luste. Mir wäre es schon lieber, wenn wir unsere alte Stellung wieder besetzten. Mann muß es aber nehmen wie es kommt, es werden keinen Würstchen gebraten. Heute habe ich mir einen feinen Lekerbißen[1] zurecht gemacht. Du wirst woll einen Ekel davon haben, mir schmeckt es aber tadellos Es sind gebratene Frosch[2] schenkel, da staust Du woll, was mann im Krieg alles lernt nicht wa(h)r? Wo wir jetzt sind, waren vor uns Matrosen im Qua(r)tier, die haben allerlei zurück gelaßen Eure Mutter mit Ihren 3 Töchtern sind alle von einen Matrosen in der Hoffnung der jüngste ist erst 15. Jahre alt daß ist doch die höhe (?) Seite 4 Nun weis ich nichts mehr, ein andermal schreibe ich großer, dan(n) wird der Brief aber voll wie bei Dir Ich muß auch wieder allein schlafen gehen, Du hast wenigstens den Kleinen. Ich muß mich mit Euren Bild genügen Zum Schluß, seit recht herzlich gegrüßt und geküßt von Euren nur Euch liebenden Papa Küßet Dich ein Lüftelein Hände oder Wangen. Denke daß es Seufzer sein die ich nach Dir sende 1000 schicke ich täglich aus die da ( pransen?) um Dein Haus weil ich Dein gedenke, weil ich Dein gedenke [3] [1] Leckerbissen - etwas besonders Wohlschmeckendes [2] Frosch = kikker (niederländisch) [3] Siehe https://youtu.be/lkNl3mMPw4A?is=QFfSQjMonerEzpBQ (Richard Tauber), 1:50 und weiter. Die Strophe geht eigentlich so: Küsset dir ein Lüftelein Wangen oder Hände, Denke, daß es Seufzer sein, Die ich zu dir sende; Tausend schick' ich täglich aus, Die da wehen um dein Haus, Weil ich dein gedenke. Der Text stammt ursprünglich aus der berühmten Liedersammlung Des Knaben Wunderhorn (1808). Alois hat den Text an einigen Stellen geändert…
Gauss Am: 08.06.2026 20:54:32 Gelesen: 72733 # 4363
@ evwezel [#4362]

Ob der Schani ein Jean ist?

S. 3 unten eine Mutter, und "das ist die Höhe" ist ein Ausdruck der Empörung.
Gauss Am: 08.06.2026 20:57:07 Gelesen: 72729 # 4364
Brausen statt wehen im Original? Da war der Dichter jedenfalls poetischer.
volkimal Am: 08.06.2026 21:58:56 Gelesen: 72679 # 4365
@ evwezel [#4362] Hallo Emiel, ein paar Anmerkungen: Liebe Frau! Will Dir auf Deinen Brief N 39 auch gleich einige Zeilen zugehen laßen. Wie ich aus Deinen Brief sehe, machst Du Dir die selben vorstellungen über den nächsten Urlaub wie ich. Ich stelle mir den kom(m)enden Urlaub noch viel schöner vor, wie die anderen da wir jetzt für uns allein sind und uns niemand stören kann. Mit einen Wort gesagt, wir können machen was wir wollen und brauchen nicht immer Rücksicht auf andere nehmen. Wie werde ich Euch Lieben, gerne haben und mit unseren kleinen Alois werde ich Spaß und Unterhaltung genug haben, nicht wa(h)r? Ich werde recht wenig fort gehen, Du mußt natürlich recht gut mit mir sein gell? Bist Du das? O ja, ich weis schon, daß Du recht schmaulen [1] kannst, da habe ich wieder den ganzen Tag keine Ruhe diesmal, Schimpfe ich aber nicht. das andermal habe ichs ja auch blos aus Spaß gemacht. Seite 2 Aber noch mehr freue ich mich auf meinen Liebling, da wirst Du ganz bestimmt Eifersüchtig, den(n) wenn Mama nich(t) brav ist muß Sie alleine Schlafen oder wir gehen spazieren und Du mußt zuhause bleiben. Also Frauchen, Du weist jetzt bescheit. Das letzte mal, habe ich geschrieben, daß mir der Kleine alles erzählen kann, das war auch nicht so gemeint, ich traue Dir so etwas überhaupt nicht zu, mann muß doch etwas zum schreiben haben. Warum soll die Mari den Bubi nich(t) gerne haben. Ihr könnt einer der anderen nichts vorschmeißen. Was hat den(n) die Mari, auch einen Buben oder ein Mädchen oder ists gestorben? Wie steht sie mit den Ihren, schreibt er oder will er nichts wissen? Was sagte Johani(?) zu allen? Du schreibst, wa- rum ich nicht schreibe, wie es mir geht? ich schreibe ja in jeden Brief, daß es mir Seite 3 gut geht, da wir in Ruhe sind, hernach wird es wieder schlim(m)er werden, wir sollen unser 2. Reg. ablösen dießes hat in den letzten Tagen, ziemlich viel ver- luste. Mir wäre es schon lieber, wenn wir unsere alte Stellung wieder besetzten. Mann muß es aber nehmen wie es kommt, es werden keinen Würstchen gebraten. Heute habe ich mir einen feinen Lekerbißen zurecht gemacht. Du wirst woll einen Ekel davon haben, mir schmeckt es aber tadellos Es sind gebratene Frosch schenkel [2], da staust Du woll, was mann im Krieg alles lernt nicht wa(h)r? Wo wir jetzt sind, waren vor uns Matrosen im Qua(r)tier, die haben allerlei zurück gelaßen Eure Mutter mit Ihren 3 Töchtern sind alle von einen Matrosen in der Hoffnung der jüngste ist erst 15. Jahre alt daß ist doch die höhe [3] Seite 4 Nun weis ich nichts mehr, ein andermal schreibe ich großer, dan(n) wird der Brief aber voll wie bei Dir Ich muß auch wieder allein schlafen gehen, Du hast wenigstens den Kleinen. Ich muß mich mit Euren Bild genügen Zum Schluße, seit recht herzlich gegrüßt und geküßt von Euren nur Euch liebenden Papa Küßet Dich ein Lüftelein Hände oder Wangen. Denke daß es seufzer sein die ich nach Dir sende 1000 schicke ich täglich aus die da brausen um Dein Haus weil ich Dein gedenke, weil ich Dein gedenke [1] schmaulen – ich kenne das Wort maulen = meckern. Vielleicht ist das etwas Ähnliches [2] Froschschenkel = Eine Delikatesse – kennt man die in der Niederlanden auch? [3] „Das ist doch die Höhe“ = Ausdruck der Empörung, Entrüstung was für eine Unverschämtheit! Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 08.06.2026 22:32:49 Gelesen: 72663 # 4366
@ Gauss [#4364] @ volkimal [#4365] Hallo Volkmar und Gauss, vielen Dank für eure Hinweise und Korrekturen! Der Kosename „Johani“ wäre möglich, aber auch die Erklärung von Gauss („Schani“ → „Jeanne“) fand ich durchaus plausibel. „Froschschenkel” heißt bei uns „kikkerbillen”. Auf diese Delikatesse werde ich gerne verzichten. Nochmals vielen Dank für eure Hilfe! Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 09.06.2026 16:57:50 Gelesen: 72069 # 4367
Hallo Emiel, noch eine Kleinigkeit. Auf Seite 3 heißt es natürlich " Eine Mutter mit Ihren 3 Töchtern". Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 09.06.2026 23:21:47 Gelesen: 71760 # 4368
@ volkimal [#4367] Hallo Volkmar, Du hast völlig recht. Gauss hatte das auch schon bemerkt. Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit! Viele Grüße Emiel
bayern klassisch Am: 10.06.2026 09:05:34 Gelesen: 71253 # 4369
Liebe Freunde,

wer kann den Vermerk lesen?

Es sollte ein Brief um 1830 sein.



LG von bayern klassisch
chris63 Am: 10.06.2026 09:21:55 Gelesen: 71237 # 4370
@ bayern klassisch [#4369] Hallo bayern klassisch, die Emigranten Entschädigung betreffend im Brief der Marie von Weissenburg (?) gruß Christof
evwezel Am: 10.06.2026 09:27:59 Gelesen: 71232 # 4371
@ chris63 [#4370] Hallo Christof, ich lese hier “Maire” (Bürgermeister? “maire” ist eigentlich ein französisches Wort) statt “Marie”. Liege ich hier falsch? Viele Grüße Emiel
bayern klassisch Am: 10.06.2026 09:34:09 Gelesen: 71225 # 4372
Ich danke euch - Emigranten-Entschädigung ist sicher richtig und Maire = Bürgermeister(ei) ist auch richtig. Klasse!

LG von bayern klassisch
evwezel Am: 12.06.2026 13:54:46 Gelesen: 68238 # 4373
Liebe Sammlerfreunde, ich zeige Euch wieder einen Feldpostbrief von Alois Huber. Diesmal gibt es Ärger in der Heimat… An zwei Stellen bin ich mir nicht sicher. Was Alois mit dem Satz „dann könntest Ihr wieder den Maren machen” gemeint hat (Seite 3) ist mir ein Rätsel. Bei meiner Transkription habe ich überall "du" als "Du" transkribiert. Viele Grüße Emiel Seiten 1 und 4 Seiten 2 und 3 Seite 1 No 6 Leffinghe[1], den 27./1 1916. Liebe Rosa! Habe eben Deine Karte erhalten und will Dir gleich antwort geben. Liebe Frau! mir wäre es wohl lieber, wenn Du zuhause bleiben könntest. Erstens haßt Du jetzt keine Ein- richtung, deine Mutter wäre dir auch nicht gleich ( machen?) laßen können oder? Meine Eltern werden Dir das nötige schon geben, aber Du mußt noch manches haben. Mit der Unter- stützung kannst (Du) auch nicht alles bestreiten [2] Mietzins(e) und dann noch Leben davon. Liebe Rosle! Lange kann es wohl nicht mehr dauern was machst (Du) dann mit der Einrichtung ich bleibe um keinen Preis der Welt in Lam Wenn Dus aber nicht mehr aushalten kannst zuhause dann mache es wie es Dir am besten   Seite 2 vorkommt mir ist alles recht Rede einmal mit meinen Eltern. Wenn Du Dir nun eine Wohn- ung schaust wäre es mir lieber wenn Du in der Unteren Lam eine bekommen könntest. Auf einer Seite wäre es mir auch lieber, wenn Du einmal weck wärst von den Deinen. Das hätte ich nicht geglaubt von Deiner Mutter die denkt sich die Hauptsache ist wenn sie Dich los hatt. Wir sollen doch mit den Heiraten bis nach dem Kriege gewartet haben, aber ich habe es Dir zuliebe getann und jetzt habe ich den dank von Deiner Mutter sie schmeißt Euch raus. Ja ziehe weck[3] von dieser Rabenmutter es wird schon gehen Rede einmal mit meinen Eltern die werden dir schon rat geben Wenn der Sommer wieder kommt dann laß sie aber auch sitzen, dann könntest   Seite 3 Ihr wieder den Maren machen die andere kann dann wieder nach München fahren. Also ich habe nichts dagegen, abe sage es erst meinen Eltern. Wollte der Krieg nur einmal ein ende nehmen, dann werden wir niemanden brauchen ich würde für Euch schon Sorgen aber jetzt geht es nicht man kann nicht machen wie mann will. Ich scheckuliere[4] alle Tage wie es am besten ist, aber alles helft nicht, wenn nicht der Krieg ein ende nim(m)t Schreibe mir gleich was du machst und was meine Eltern sagen. Wenn meine Eltern mehr platz hätten, dann könntest (Du) ja zu Ihnen gehen Was macht der kleine Aloisl Hoffentlich seit Ihr beide recht gesund was auch bei mir der Fall ist   Seite 4 Ich kann mir denken, daß es nicht leicht ist mit dene zweien beisam(m)en zusein und es wird auch das beste sein, wann Du weck könnst. Du wirst schon auskommen es müßen soviele auskommen. Was kostet die Wohnung? Auf ein baldiges Wiedersehen verbleibe ich Euer Papa Viele Grüße an Eltern und Geschwister [1] Leffinghe = Leffinge in Flandern. Siehe https://en.wikipedia.org/wiki/Leffinge [1] hier: bezahlen, finanzieren [2] weck = weg [3] ich vermute, dass Alois “spekuliere” meinte.
Gauss Am: 12.06.2026 14:19:14 Gelesen: 68152 # 4374
@ evwezel [#4373]

Vielleicht: deine Mutter wirds dir auch nicht gleich machen lassen können...

Könntest ihr wieder den Narren machen?
Leider ist kein großes N im Text zum Vergleich.
evwezel Am: 12.06.2026 14:53:05 Gelesen: 68045 # 4375
@ Gauss [#4374] Hallo Gauss, Du hast recht, ich habe mich vertan. „wäre” muss „wirds” (wird es) sein. Hier bin ich einfach schlampig gewesen. Ich denke auch, dass Du mit “Narren” richtig liegst. Vergleiche es mal mit dem Wort “Nun” auf Seite 4 in https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=391056. Vielen Dank für deine Hilfe! LG Emiel
evwezel Am: 12.06.2026 17:59:00 Gelesen: 67727 # 4376
Liebe Sammlerfreunde, könnte jemand entziffern, in welchem Ort Alois sein Quartier hatte? Ich lese „Cristele“, aber einen Ort mit diesem Namen gibt es in Flandern nicht. Viele Grüße Emiel -- Seiten 1 und 4 Seiten 2 und 3 Ich lese: Seite 1 ( Cristele?) den 23. April 16. Liebe Frau! Heute ist Osterfest, in der Hei- mat kann es woll spaß machen hi(e)r nicht. Es ziehen woll schöne Erinnerungen vorüber was hilft das all, wenn mann von seinen Lieben fern sein muß. Gestern wurden wir im Graben um 11. Uhr abgelöst geregnet hat es, was vom Himmel fallen konnte Bei diesen Regen marschierten wir dann 18 Kilometer nach Cristele(?), bis wir dann ein Quartier hat(t)en(,) war es bereits 2 Uhr Morgens. Um 3 Uhr kamen 6 Französische Flieger und   Seite 2 und warfen Bomben da wurde es wieder 1. Uhr bis ich wieder einschlafen konnte. Um 7. Uhr war wecken, um 9. Kirchgang. Da kannst Dir denken, im Dreck und Speck aus dem Schützengraben und den anderen Tag soll mann schon wieder sauber sein. Ich würde jetzt recht schimpfen aber weil der Pfar(r)er gesagt hat, das es bald Frieden gibt, und wir zu unseren Lieben bald heimkehren können so will ich alles geduldig leiden. Hain, haben wir das schönste Wetter, wenn ich zuhause wäre, dann wurden wir   Seite 3 mit dem kleinen spazieren gehen nicht wa(h)r? so bleibe ich zuhause aber im Gedanken bin ich immer bei Euch, seit Ihr auch bei Eueren guten Papa? Wenn ich den kleinen hi(e)r haben könnte, wäre ich schon zufrieden. natürlich wäre ich am liebsten bei Euch. Mit den Urlaub mus ich noch warten, aber all zulange wird es nicht mehr dauern. Wenn ich aber komme, dann bleibe ich aber länger wie sonst freust Du Dich? so ungefähr 4 Wochen   Seite 4 Liebes Herz! ich schreibe aber immer öfter wie Du, ich habe schon wieder 3 Tage nichts mehr erhalten. ich bin Dir nicht mehr gut Du böse. Was macht den(n) mein Liebling was hat mir den(n) der Osterhase gebracht? Hoffentlich sind wir Pfingsten beisammen in der Heimat. Nun seit beide gegrüßt und geküßt von Eueren lieben Papa
Gauss Am: 12.06.2026 18:23:18 Gelesen: 67692 # 4377
@ evwezel [#4376]

Vielleicht Gistel?
evwezel Am: 12.06.2026 18:48:13 Gelesen: 67665 # 4378
@ Gauss [#4377]

Das ist genial, Gauss! An diese Möglichkeit hatte ich noch nicht gedacht. Alois hatte manchmal die irritierende Angewohnheit, Wörter phonetisch zu schreiben. Diese Lösung könnte also stimmen!

Viele Grüße

Emiel
Gauss Am: 12.06.2026 20:09:06 Gelesen: 67566 # 4379
@ evwezel [#4378] Das sind jetzt mehr oder weniger fremde Federn. Ich habe die KI gefragt "ein Ort in Flandern, wie Cristele, Anfangsbuchstabe möglicherweise falsch", dann kam das.
evwezel Am: 15.06.2026 17:49:06 Gelesen: 63489 # 4380
Liebe Sammlerfreunde, der Text auf dieser Feldpostkarte ist stark verblasst und nur noch sehr schwer lesbar. Leider fehlen mir noch ziemlich viel Wörter... Viele Grüße Emiel --- Textseite Geschrieben den 16 I 1916 Liebe Mutter! Ich habe die Karte erhalten danke mir geht es soweit gut (neben?) die Stra- patzen. Es wird sich bald bei uns auch (was?) (besseres?) (klar?) machen. Wir sind im Vormarsch nach Griechenland[1] aber (die?) (letzten?) wa(h)rscheindlich werden sie uns nicht mehr brauchen. Pakete habe ich 2 in der Hand Kopfüber Willi ist auch vort[2] Frühjahr wird es halt über ral(?) kriegen Kopfüber - Text an der linken Seite Auf Wiederseh(e)n Absender Landwehrmann Jos(ef). Moser Baÿ. II Bataillon 9 Komp. Inf (...) Alpenkorps Anschrift Frau Bettÿ Moser Hausbesitzerin Lam Niederbaÿern Feldpoststempel BAYER(ISCHE). FELDPOSTEXPED(ITION). * DES ALPENKORPS b 19.1.16 [1] Die sogenannte Salonikifront verlief quer durch Nordgriechenland, Albanien und Nordmazedonien. Das Deutsche Alpenkorps unterstützte dort die bulgarische Armee gegen die alliierten Mächte (Frankreich, Großbritannien, Serbien und später Griechenland). [2] vort = fort
volkimal Am: 15.06.2026 18:18:44 Gelesen: 63457 # 4381
@ evwezel [#4380] Hallo Emiel, mit dem Smartphone ist es etwas schwierig. Ich lese: Ich habe die Karte erhalten danke mir geht es soweit gut aber die Stra- patzen. Es wird sich bald bei uns auch was (besseres?) klar machen. Wir sind im Vormarsch nach Griechenland[1] aber die letzten wa(h)rscheindlich werden sie uns nicht mehr brauchen. Pakete habe ich 2 in der Hand Kopfüber Willi ist auch vort[2] Frühjahr wird es halt überal(l) kriegen Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 15.06.2026 18:29:59 Gelesen: 63443 # 4382
@ volkimal [#4381] Hallo Volkmar, ich war mir an einigen Stellen nicht ganz sicher, aber da du sie auch so liest, bin ich jetzt ganz beruhigt. Vielen Dank für deine Hilfe! Emiel
User #357456033 Am: 16.06.2026 10:36:19 Gelesen: 62647 # 4383
Hallo zusammen, ich habe einen Dienstbrief des Polizeipräsidenten in Darmstadt vom 17.07.1942, entwertet mit dem Duplex‑Werbestempel zum Schwimm‑Länderkampf Deutschland–Ungarn 1942. Links befindet sich der Dienstvermerk „Frei durch Ablösung Reich“ sowie das Dienstsiegel. Der Empfänger ist handschriftlich adressiert an: „An ___ __________ Freiburg ____“ Ich kann die beiden oberen Zeilen nicht sicher lesen, und auch der Zusatz hinter „Freiburg“ ist unklar. Wer kann mir sagen, wie der Empfänger vollständig lautet? Und ist das tatsächlich Freiburg im Breisgau? Vielen Dank für jede Hilfe!
Gauss Am: 16.06.2026 10:38:51 Gelesen: 62643 # 4384
@ Post-Bote [#4383] An das Standesamt Freiburg/Baden
User #357456033 Am: 16.06.2026 10:46:09 Gelesen: 62639 # 4385
@ Gauss [#4384] Hallo Gauss, wow – das ging ja wirklich rekordverdächtig schnell (2 Minuten und 32 Sekunden)! Vielen, Dank für die klare Entzifferung, somit ist der Empfänger eindeutig geklärt.
evwezel Am: 17.06.2026 15:51:35 Gelesen: 60689 # 4386
Liebe Sammlerfreunde, diesmal brauche ich die Hilfe von jemandem, der sich besser mit der deutschen Sprache auskennt als ich (also, das könnte jeder von euch sein, nicht wahr?). Meine Fragen: 1. (...) wenn wir hernach ins Ausland wollen, hat mann soviel gescherr mit den kleinen Kindern (Seite 1). Was bedeutet "Gescherr" in diesem Satz? 2. Was bedeutet " da kann der Pausch auch nicht groβ sein oder?" (Seite 3) Viele Grüße Emiel --- Seiten 1 und 4 Seiten 2 und 3 Ich lese: Seite 1 Dünbergen[1], den 9. Januar 16 Liebe Frau! Heute habe ich mir extra ein groβes Briefpapier gekauft um Dir recht verplaudern zu können(.) Habe gestern Deinen Brief vom 3 und Karte von 2 Januar mit gröβter Freude erhalten. Über den Inhalt des lieben Briefes bin ich sehr froh, wie auch Du über diesen Sache froh sein wirst, das(s) es wieder gut ausging gell Herzi? Liebe Rosa! es wäre aber auch nicht so schlimm gewesen wir sind ja Verheiratet und kein Wunder wäre es auch nicht gewesen, wenn mann sich solange meiden muβ. Liebchen, so ist es aber besser, mann weiβ noch nicht wie die Sache ausgeht, und wenn wir hernach ins Ausland wollen, hat mann soviel gescherr mit den kleinen Kindern, unser lieber Aloisl ist uns schon nicht mehr hinterlich[2] , er ist schon aus den grobsten Seite 2 heraus. Später, wenn es einmal unsere Verhältniβe erlauben dann können wir uns noch eines zulegen gell? Wie schön! wenn wir dann für unser Lieben selbst Sorgen können, ich glaube ich gehe dann überhaupt nicht mehr fort. Liebe Frau! ich wäre in meinen Urlaub noch weniger fort gegangen; Du weiβt ja arum, gewiβ ist die Mutter sehr gut mit mir, ich bin Ihr auch sehr dankbar, indem ich Euch beide glücklich machen werde. Meinst(?) Schatz! bring ich das fertig? Ja ich werde alles machen, und wenn ich Tag und Nacht Arbeiten müβte, aber Ihr muβt Glücklich werden und dann bin es auch ich. Liebste Du denkst, wenn ich immer angeheitert[3] bin, dann könnte ich mich vergeβen. Das(,) Liebchen(,) traust Du mir zu? Nein und abermals nein. Dein bin ich nur allein, das hab(e) ich Dir am Altar geschworen und werde es auch halten, wenn Du auch so denkst, Seite 3 dann wird niemals zwischen uns jemand tretten. Überhaupt ist es mit den Schwips[4] nicht so schlimm. Du weiβt ja was ich vertragen kann, 4 Glas Bier und ich bin vertig[5] also da kann der Pausch auch nicht groβ sein oder? Also beruhige Dich Schatz! es ist nicht so wie Du gedacht haβt, ich brauch(e) keine andere. Mamas Liebling hat keine Lust, ich brauch(e) blos Euer Bild ansehen, dann bin ich zufrieden. Ich glaube Mammas Liebling häl(l)t zu Dir, ja, ja ja meinedwegen. Ich schicke Dir heute ein packetchen ab mit mein(em) Weihnachtsgeschenk. Zum weck schmeiβen ist es doch zu schade und brauchen kann ich es auch nicht, also habe es auf. Die Pfeife ist ein Ge- Schenk von unseren König. Der denk(t) woll wegen des Pfeife(s) hauhen wir besser zu[6]. Ich denke es gibt bald Frieden bis Mai Juni, wenn nicht Seite 4 dann komme ich bis dorthin in Urlaub. ich freue mich jetzt schon d(a)rauf. Ich glaube es gerne, das(s) der Aloisl recht drollig ist, ich möchte auch gerne mit i(h)m spielen wie Du, aber ich kann I(h)m blos auf dem Bilde einen Kuβ geben, das mache ich aber alle Tage. Du bekommst jetzt auch wieder einen, wenn ich aber immer keine Post become dann nicht. Jetzt muβ ich aufhören obwohl ich den ganzen liebe Tag mit Euch plaudern möchte. Es wird Gleich antretten sein, zum Ausgehe A(p)pell ich gehe aber heute nicht fort. Hast Du dich dann ent- schuldigt von meiner Schwester Rosa? Viele Grüβe an Papi und Sepp soll auchein Kriegsjungen machen. Auf ein baldiges Wiedersehen seit gegrüβt und geküβt von Eueren lieben Papa. Schreibe gleich wieder Kopfüber Auf die Adrs. darfst Du den Bestimmung(s)ort nicht mehr schreiben sonnst bekomme ich hernach keine Post wieder [1] Duinbergen in Belgien - Siehe https://nl.wikipedia.org/wiki/Duinbergen [2] hinderlich? [3] Angeheitert bedeutet, dass jemand durch den Genuss von Alkohol beschwingt, in gehobener Stimmung und leicht angetrunken ist. [4] durch Genuss von Alkohol hervorgerufener leichter Rausch [5] fertig [6] zuhauen - umgangssprachlich, jemandem ausholend einen oder mehrere Schläge zu versetzen, oder bezeichnet den Beginn von Kampfhandlungen.
Gauss Am: 17.06.2026 16:49:07 Gelesen: 60638 # 4387
@ evwezel [#4386]

Gescherr heißt Umstände, lästige Arbeit, ...

Und wahrscheinlich ist der Rausch nicht so groß nach den paar Bierchen.
evwezel Am: 17.06.2026 17:00:52 Gelesen: 60621 # 4388
@ Gauss [#4387] Hallo Gauss, aber natürlich, "Rausch" und nicht "Pausch"... Das niederländische Wort ist sehr ähnlich ("roes"). Das hätte ich sehen sollen... :-( Mit dem Wort "Gescherr" habe ich wieder etwas Neues gelernt. Wird dieses Wort heute noch verwendet? Viele Grüße von Emiel, der auch ganz ohne Alkohol gelegentlich benebelt durchs Leben geht.
Gauss Am: 17.06.2026 17:18:25 Gelesen: 60611 # 4389
@ evwezel [#4388]

Gscherr ist ein Dialektausdruck im Alemannischen, aber wohl auch in weiteren süddeutschen Dialekten. Ich würde es ohne e nach dem G verwenden, aber vielleicht meinte der Schreiber, dass das schriftlich so etwas vornehmer aussieht.
evwezel Am: 17.06.2026 21:32:46 Gelesen: 60445 # 4390
@ Gauss [#4389] Hallo Gauss, vielen Dank für deine Erklärung! Emiel
evwezel Am: 19.06.2026 00:04:50 Gelesen: 55015 # 4391
Liebe Sammlerfreunde, ich zeige euch hier einen Feldpostbrief, der am 12. Mai 1916 geschrieben wurde. Der Text ist natürlich ironisch gemeint. Besonders auffällig (zumindest für mich) ist das Schimpfwort „Nazi“. Vermutlich hat es hier noch nicht dieselbe Bedeutung, die es später bekommen hat. Mir war jedenfalls überhaupt nicht bewusst, dass dieses Wort damals schon existierte. Weiß jemand, was es in diesem Zusammenhang bedeutet? Zum Schluss habe ich außerdem keine Ahnung, was genau besorgt wurde. Viele Grüße Emiel --- Ich lese: Textseite 12. Mai 1916 Werte Frau Huber! Gott sei Dank sind wir den „Nazi” jetzt mal 14 Tage los, vielleicht sind Sie so Freundlich u. erziehen ihn mal, man kann nämlich überhaupt nicht mit ihm zusammen leben, er ist ein ganz gefährlicher Mensch. Er hat näm- lich hier schon so ein halb dutzend Mädels unglücklich gemacht! Ebenso ist es beim Gefecht, er piesackt[1] jeden Gefangenen. Also be- arbeiten Sie ihn mal feste, mit dem Haselnuβstecken, vielleicht kommt er dann als ein anderer wieder. – Auch z.B. mit dem Essen reichen wir jetzt viel besser, er hat sich nämlich immer jeden Mittag 3-4 Kochgeschirre voll geholt. Sie tun uns allen wirklich einen groβen Gefallen, wenn Sie sich ein wenig von ihn an- nehmen wollen. Nun, wir hoffen das Beste das dürfen wir doch, nicht wahr? ( Dein Decken?) etc. sind besorgt. Gruβ Mengenroth(?) Kopfüber Herzliche Grüβe vom „Ewa” & „Beist Sagen Sie noch, er soll mal recht geben daβ der „kleine Joffre” nicht losgeht! Text an der rechten Seite Nun, einen Gruβ können Sie ihm ja schlieβlich auch bestellen; seien Sie denn ebenfalls herzl. gegr. von mehreren Kameraden von Alois [1] piesacken = jemanden hartnäckig zu ärgern, zu quälen, zu schikanieren oder fortwährend zu triezen
DERMZ Am: 19.06.2026 00:42:14 Gelesen: 54971 # 4392
@ evwezel [#4391]

Guten Morgen Emiel,

der Begriff "Nazi" hatte im 1.WK durchaus eine andere Bedeutung, schau mal unter https://www.gespraechswert.de/sprachwandel-nazi-etymologisch/ ... dort steht, daß "Nazi" eine Koseform von "Ignatz" war und eine abwertende Bedeutung im Sinne von "dumm, peinlich oder ungeschickt" hatte. Kannst Du den Brief "verorten", wohin wurde er geschickt? Mit dieser Information würde sich m.E. der Zusammenhang wahrscheinlich eindeutig erklären.

Werte Frau Huber!

Gott sei Dank sind wir den „Nazi”
jetzt mal 14 Tage los, vielleicht sind Sie so
freundlich u. erziehen ihn mal, man kann nämlich
überhaupt nicht mit ihm zusammen leben, er
ist ein ganz gefährlicher Mensch. Er hat näm-
lich hier schon so ein halb dutzend Mädels
unglücklich gemacht? Ebenso ist es beim Gefecht,
er piesackt[1] jeden Gefangenen. Also be-
arbeiten Sie ihn mal feste, mit dem
Haselnuβstecken, vielleicht kommt er dann
als ein anderer wieder. – Auch z.B. mit
dem Essen reichen wir jetzt viel besser, er
hat sich nämlich immer jeden Mittag 3-4
Kochgeschirre voll geholt. Sie tun uns
allen wirklich einen groβen Gefallen,
wenn Sie sich ein wenig von ihn an-
nehmen wollen. Nun, wir hoffen das
Beste das dürfen wir doch, nicht wahr.


Kopfüber
Herzliche Grüβe vom
„Ewa” & „Beist"

Sagen Sie noch, er soll mal recht geben
daβ der „kleine Joffre” nicht losgeht!


Text an der rechten Seite

Nun, einen Gruβ können Sie ihm ja schlieβlich auch
bestellen; seien Sie denn ebenfalls herzl. gegr. von mehreren Kameraden
von Alois

Text Hauptseite unten

Deine Decken etc. sind besorgt. Gruβ Mengenroth(?)


Lieber Emiel, ich bin der Meinung, daß Decken besorgt wurden, ähnliches hatte ich auch bei der Frettlöh-Korrespondenz gelesen - Brief vom 15.1.1944 Zitat: Wir
liegen auf Strohsäcken mit weißen Bezügen. Jeder hat vier Decken gestellt bekommt." So liegt für mich die Vermutung nahe, daß die Soldaten auch Decken von daheim mit ins Quartier nahmen, damit es etwas komfortabler war. (siehe Thema: Thema: Deutsches Reich Feldpost WK 2 Familie Frettlöh aus Marburg)

Viele Grüße Olaf
Gauss Am: 19.06.2026 08:01:22 Gelesen: 54668 # 4393
@ evwezel [#4391] Bei mir zu Hause gibt es viele alte Bauernhöfe, deren Namen vom Vornamen des Erbauers oder eines früheren Besitzers kommt. Bläsihof (Blasius), Jockelshof (Jakob) und tatsächlich auch einen Nazihof (Ignaz). Ist bei den Touristen natürlich erklärungsbedürftig.
evwezel Am: 19.06.2026 08:20:39 Gelesen: 54646 # 4394
@ DERMZ [#4392] @ Gauss [#4393] Hallo Olaf, deine Erklärung bezüglich des Schimpfworts „Nazi” stimmt ganz gut mit dem Text überein. Und ja, ich kann den Brief verorten. Er wurde nach Lam in Niederbayern verschickt. Das könnte darauf hindeuten, dass „Nazi” ein regional gefärbter Ausdruck war. Auch deine Erklärung für „Decken” kommt mir sehr logisch vor. Vielen lieben Dank für deine sehr schnelle und, wie immer, wertvolle Hilfe! @ Gauss Vielen Dank für diese zusätzliche Information aus deiner Gegend! Ja, ich hätte vermutlich auch die Stirn gerunzelt, wenn ich das Wort „Nazihof“ über der Tür eines Bauernhofs gesehen hätte. Einen schönen Tag wünscht euch Emiel
volkimal Am: 21.06.2026 11:49:39 Gelesen: 49444 # 4395
Hallo zusammen, auf diesem Zettel hat meine Großmutter unten notiert: "Ich weiß gar nicht, was es eigentlich bedeuten soll! Es muß wohl irgend etw. strafend Erziehendes sein." Wenn man das Original (ca. DIN A4) direkt vor sich hat, so kann man den Text wirklich schlecht erkennen. Ist der Text stark verkleinert dargestellt, so kann man ihn ohne weiteres lesen. Wenn Großmutter schreibt „Von Großmutter“ muss der Zettel von einer meiner Ur-ur-Großmütter sein. Unten steht: "für Friedburg diese Mahnung an alle" Das hat vermutlich Ur-ur-Großmutter geschrieben. Ich weiß aber nicht, welche es war. Von welchem Grafiker dieser Zettel stammt, weiß ich nicht. Im Internet fand ich dieselben Buchstaben von den Malern und Grafikern Reinhold Nägele und Claudius Schraudolph. Der Name unten rechts kann aber auch auf eine Verbindung zum Grafiker Alexander Eckener, der Beziehungen zu Schleswig hatte. Viele Grüße Volkmar
JanClauss Am: 21.06.2026 12:33:21 Gelesen: 49383 # 4396
Volkmar, kürzlich bei einem Besuch einer meiner britischen Study Groups (so nennen sich die ArGen im UK) hielt einer der Digitalaffinen (für den übrigens Du freundlicherweise auch schon einmal eine Postkartenrückseite calligraphisch entschlüsseltest) eine alte koloniale Sütterlinpostkarte gegen sein Smartphone und bekam - in fast fließendem Englisch - innerhalb weniger Sekunden eine doch einigermaßen korrekte Übersetzung geliefert. Ich persönlich sehe diese Angelegenheit wie bei der Nutzung von DeepL: Natürlich wird es künftig wegen der Übersetzungsprogramme weniger Übersetzer und sogar auch Dolmetscher geben müssen, aber ein kritischer Blick auf die automatisch generierte Übersetzung wird nicht ausbleiben können. Kürzlich korrespondierte ich in Italienisch mit meinem Mailänder Sammlerfreund Massimo Trenta. Obwohl ich Italienisch wahrscheinlich besser kann als Englisch und Spanisch, war ich doch zu faul, diesen Brief an Herrn Trenta selbst zu formulieren, und wandte mich schließlich an DeepL, den Kölner Start-Up-Service eines jungen Polen, dem es immerhin gelang, dass sein Service mittlerweile besser als Google Translate sein soll (kann ich nicht überprüfen, habe ich aber an qualifizierter Stelle gelesen). Interessant war, dass DeepL meine Mail an Trenta mehr oder minder korrekt übersetzte (was ich natürlich wegen der philatelistischen Fachausdrücke verifizieren musste). Komisch war nur, dass ein Satz die Worte enthielt "der Herr maximale Dreißig ...". - Ja, woher sollte DeepL wissen, dass Massimo Trenta eine Person und keine "maximale Dreißig" ist? Jetzt kennt ihn das System, und der Mann ist gespeichert. Aber wie auch bei automatisch generierten Losbeschreibungen fremdsprachiger Auktionskataloge kann man sich teils totlachen, welche Wortungetüme dort gebildet werden, und solange man diese nicht dem Übersetzerdienst mitteilt, werden sie bei nächster Gelegenbhiet durchaus in derselben Weise wiederholt! Auf jeden Fall, lieber Volkmar, freut sich der seit 52 Jahren ununterbrochen stattfindenden Kölner Stammtisch auf Deinen baldigen Auftritt zur Social Philately, und ich wünsche Dir genauso viele Zuhörer und Fans wie vor zwei Wochen, als wir einen aus Berlin eingeflogenen Afghanistanfachmann als Referenten hatten!
evwezel Am: 22.06.2026 07:18:21 Gelesen: 48733 # 4397
Liebe Sammlerfreunde,, diesmal brauche ich jemanden, der sich mit dem bayerischen Dialekt auskennt. Der folgende Brief wurde von zwei Personen geschrieben. Auf Seite 2 lässt wieder einmal Alois Huber von sich hören (und dieser Text ist gut zu lesen), aber die erste Seite ist eine echte Herausforderung. Sie wurde nämlich im Dialekt geschrieben. Teile davon kann ich lesen oder erraten (zum Beispiel „Unkraut verdirbt nicht, das sehe ich auch bei mir”), aber längst nicht alles. Ich vermute, dass dieser Text von Karl Pfeffer geschrieben wurde, der ein Kamerad von Alois war. Viele Grüße Emiel  Seite 1 Im Felde, den 26.5.17. Liebe Rosa! Grüßte gott Alte i’gfei das der Pfeffer wieder da ist gfain hats im ze haus g?ut, aber bei a süchana Witterung bleibt er lieber in Flandern, bei den andern. Dön(?) dacharm hats im bald Enig schneit und Wasserleitung hats im a so eing’froren. Er haot sö glei(ch) wieder aus dem Staub g(e)macht, hoats g(e)macht wie a Fuchs und dabei hoat a mina Zeit g’habt öd Lam zu geh(e)n. Sei verschröcha löst a oaber ganz bestimmt öhn Fumi ei warscheindl? käna mitanada, dann wirds sehr Zerm(?). Übrigens traut er sö nima rächt Hoam weil öams lötztem? der Zug bei(?) dafoßen hätt aber k(…) Unkraut vaderbt nöt, dös seh i auch bei mir Seite 2 Der Pfeffer, war bei dem Eisenbahn Unglück bei Nan(n)hofen bei Augsburg [1] dabei, es hat eine ganze menge Tode gegeben er kam aber gut durch. Ich bin heute Hunde müde, aber recht gesund, das ist doch die Hauptsache nicht wahr? hoffentlich ist das auch bei Euch Lieben der Fall Heute habe ich schon 100 klm geradlt verzeihe, daß ich darum sowenig schreib(e) Auf Wiedersehen seit geküßt von Euern Papa Recht freundl Gruß Ihr Pfeffercarl In Flandern is(t es) schöner als bei Euch. Hier gibt es auch gute Unterhaltung [1] Der Duisburger General-Anzeiger berichtete am Freitag, dem 20. April 1917, über das Eisenbahnunglück vom 18. März 1917:
volkimal Am: 22.06.2026 10:34:58 Gelesen: 48617 # 4398
@ evwezel [#4397] Hallo Emiel, der bayerische Text ist wirklich schwer abzuschreiben. Hier würde ich übrigens keine "fehlenden" Buchstaben in Klammern einsetzen, da sie im Dialekt nicht dahin gehören. Ich habe einmal den Text durchgelesen und einige Kleinigkeiten korrigiert. Das Ergebnis ist: Liebe Rosa! Grüßte gott Alte i’gefei das der Pfeffer wieda da ist gfoin hats im ze haus gout, aber bei a süchana Witterung bleibt a liaba in Flandern, bei den andern. Dön dacharm hats im bald Eing‘schneit und Wasserleitung hats im a so eing’fron. Er hoat sö glei wieder aus dem Staub gmacht, hoats gmacht wia a Fuchs und dabei hoat a mina Zeit g’abt öd Lam zu gehn. Sei vasprächa löst a oaber ganz bestimmt öhn ?umi ei, warscheindsö käna mitanada, dann wirds sehr Zerm. Übrigens traut er sö nima rächt Hoam weil öams lötztemoi der Zug boi dafoßen hätt aber koa Unkraut vaderbt nöt, dös seh i auch bei mir Wenn ich das "F" in Flandern und Fuchs ansehe, heißt das eine Wort nicht "Fumi". Vielleicht ist es "Jumi". Ich versuche gleich einmal den Text zu "übersetzen". Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 22.06.2026 10:53:23 Gelesen: 48610 # 4399
Hallo Emiel, so, es folgt meine "Übersetzung" mit einigen Lücken, da ich die Wörter nicht kenne. Liebe Rosa! Grüß Gott Alte! Ich freue mich, dass der Pfeffer wieder da ist. Gefallen hat es ihm zu- Hause gut, aber bei solch einer Witterung bleibt er lieber in Flandern bei den anderen. Den Dacharm(?) hat es ihn bald eingeschneit und die Wasserleitung ist ihm eingefroren. Er hat sich gleich wieder aus dem Staub gemacht, hat es gemacht wie ein Fuchs und dabei hat er ?? Zeit gehabt ??? Lam(?) zu gehen. Sein Versprechen löst er aber ganz bestimmt ohne ??? ein. Wahrscheinlich können miteinander, dann wird es sehr ???. Übrigens traut er sich nicht mehr recht heim weil ??? letztemal der Zug ??? ??? hatte. Aber kein Unkraut vedirbt nicht, das seh ich auch an mir. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 22.06.2026 12:39:22 Gelesen: 48562 # 4400
@ volkimal [#4399] Hallo Volkmar, das ist der Wahnsinn - vielen lieben Dank! Gibt es überhaupt irgendetwas, das du nicht lesen kannst? Sanskrit vielleicht? Das bedeutet leider, dass meine Vermutung falsch ist und beide Seiten des Briefes von derselben Person geschrieben wurden. Dann verstehe ich aber nicht, warum Alois halbwegs wieder auf „normales“ Deutsch umschaltete. Viele Grüße Emiel
Richard Am: 23.06.2026 12:35:49 Gelesen: 47881 # 4401
@ evwezel [#4400] Hallo Emiel, ich habe etwas zum sehen, hören und verstehen: Die drei Dorfheiligen (1973): Ein absoluter Meilenstein des bayerischen Volkstheaters. Gustl Bayrhammer glänzt hier in einem tiefbayerischen Intrigenspiel um alte Liebesbriefe. https://www.br-klassik.de/video/komoedienstadel-1973-01-13-die-drei-dorfheiligen-bayrhammer-100.html (90 Min.) Lass uns wissen, ob Du alles verstanden hast. Grüsse, Richard
evwezel Am: 23.06.2026 20:13:47 Gelesen: 47661 # 4402
@ Richard [#4401]

Grüß Gott Richard,

vielen lieben Dank für den Link! Sobald ich etwas Zeit habe, werde ich mir diese Komödie mal in Ruhe ansehen (ned redn, doa!).

Einen schönen Abend wünscht Dir

Emiel
Angelika Am: 24.06.2026 10:59:06 Gelesen: 47262 # 4403
Hallo liebe Entzifferer alter Schriften, ich bitte um eure Hilfe Kleine Anmerkung zu "Lam" - es gibt einen Ort im Bayerischen Wald der so heißt. Vielleicht ist das damit gemeint. Viele Grüße Angelika
DERMZ Am: 24.06.2026 11:40:24 Gelesen: 47219 # 4404
@ Angelika [#4403] Hallo Angelika ich versuche mich mal... Herrn Rudolf Zahn Hnadels-Oberlehrer Berlin O.27 Wallnertheaterstra. 7 III Steinkirchen d. 28.9.O.32 Lieber Rudolf! Zu Deinem Geburtstage sende Dir hierdurch meine herzlichste Gratulation und wünsche Dir alles Gute! Hoffentlich hast Du Dich diesen Sommer wieder gut erholt und befindest Dich wohl auf ebenso die liebe Hedwig. Werde nun wohl Euer Obst einwecken; es ist doch dies Jahr meistens sehr machig. Ich war 5 Wochen verreist und hatte ich fast immer schönes Wetter; so daß ich immer im Freien sein konnte, auch beim sticken da ich überall was vorfand. In Geibsdorf [Gmina Siekierczyn] war ich auch 8 Tage ./. daß Minnas Bruder der Landrat im Juli so plötz- lich gestorben ist, werdet Ihr wohl wissen; Ich war ja ganz erstaunt, als ich es in Geibsdorf erfuhr. In Görlitz war auch einige Tage. Lottes Mann der Mu- siklehrer hat mich in die 3 neuen schönen Parkanlagen u. Neuen Straßen rumgeführt. ./. Liesbeth u. Lotte lassen auch grüßen, besonders seid Ihr beide Lieben herz- lich gegrüßt v Eurer Anna Mit Deinem Suchwort "Larn" kann ich nichts anfangen, ich habe das Wort nicht gesehen bzw. gefunden im Text. Viele Grüße Olaf
evwezel Am: 24.06.2026 11:42:44 Gelesen: 47217 # 4405
@ Angelika [#4403] Hallo Angelika, da war ich zu spät. Olaf hat diese Frage bereits beantwortet und den Text sehr gut transkribiert. Einige Kleinigkeiten: Herrn Rudolf Zahn Handels-Oberlehrer Berlin O.27 Wallnertheaterstr. 7 III Steinkirchen d. 28.9.O.32 Lieber Rudolf! Zu Deinem Geburtstage sende Dir hierdurch meine herzlichste Gratulation und wünsche Dir alles Gute! Hoffentlich hast Du Dich diesen Sommer wieder gut erholt und befindest Dich wohl auf ebenso die liebe Hedwig. Werdet nun wohl Euer Obst einwecken; es ist doch dies Jahr meistens sehr machig. Ich war 5 Wochen verreist und hatte ich fast immer schönes Wetter; so daß ich immer im Freien sein konnte, auch beim sticken da ich überall was vorfand. In Geibsdorf [Gmina Siekierczyn] war ich auch 8 Tage ./. daß Minnas Bruder der Landrat im Juli so plötz- lich gestorben ist, werdet Ihr wohl wissen; Ich war ja ganz erstaunt, als ich es in Geibsdorf erfuhr. In Görlitz war ich auch einige Tage. Lottes Mann der Mu- siklehrer hat mich in die 3 neuen , schönen Parkanlagen u. Neuere Straßen rumgeführt. ./. Liesbeth u. Lotte lassen auch grüßen, besonders seid Ihr beide Lieben herz- lich gegrüßt v Eurer Anna @ DERMZ [#4404] "Lam" war für mich gemeint. Es war mir schon bekannt, dass Alois Huber und seine Familie in Lam (Niederbayern) wohnhaft waren. Das hätte ich natürlich erwähnen sollen. Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 24.06.2026 12:17:05 Gelesen: 47180 # 4406
@ evwezel [#4405]

Könnte das Obst madig sein?
evwezel Am: 24.06.2026 12:49:08 Gelesen: 47161 # 4407
@ Gauss [#4406]

Hallo Gauss,

ich denke „madig” ist ein Volltreffer! Das Wort „machig” störte mich schon, aber ich hatte keine bessere Lesung. Das hast du gut gesehen!

Viele Grüße

Emiel
Angelika Am: 24.06.2026 12:52:30 Gelesen: 47157 # 4408
Vielen Dank, das ging ja wieder sehr schnell. Sorry, Olaf, das hätte ich dazuschreiben sollen, dass ich mich auf die Karte vorher beziehe (Asche über mein Haupt) Viele Grüße Angelika
filunski Am: 24.06.2026 22:34:02 Gelesen: 46770 # 4409
@ evwezel [#4397] @ volkimal [#4399] Hallo Emiel und Volkmar, Volkmar hatte mich gebeten mir den Text (die Lücken) als "bayrischer Muttersprachler" anzusehen. Habe ich gemacht und mir graut es jetzt noch. Bayern ist ja groß und die Dialekte sind recht zahlreich. Leider kenne ich die genaue örtliche Einordnung des Schreibers nicht, aber es müsste die Oberpfalz sein. Dort wohne ich als "Zuagroaster" (=Zugereister) seit nunmehr 20 Jahren und verstehe, obwohl in Bayern geboren und aufgewachsen bis heute nur wenig wenn sich richtige Oberpfälzer in ihrem eigenen Dialekt (der auch wieder von Ort zu Ort wechseln kann) unterhalten. Es geht auch allen anderen "bayrischen Stämmen" so, Oberpfälzerisch ist der schrecklichste Slang in Bayern. Trotzdem meine ich die meisten Fragezeichen aufgelöst zu haben. Vielleicht kann Emiel die räumliche Einordnung in die Oberpfalz aus der Korrespondenz bestätigen. Die würde auch den Ort Lam, den ich meine im Text gefunden zu haben, erklären. Dann viel Spaß bei der weiteren Lektüre! Hier der Text: Liebe Rosa! Grüß Gott Alte! Ich freue mich, dass der Pfeffer wieder da ist. Gefallen hat es ihm zu- Hause gut, aber bei solch einer Witterung bleibt er lieber in Flandern bei den anderen. Den Dacharm (? - dazu habe ich nichts besseres gefunden) hat es ihm bald eingeschneit und die Wasserleitung ist ihm eingefroren. Er hat sich gleich wieder aus dem Staub gemacht, hat es gemacht wie ein Fuchs und dabei hat er ein wenig Zeit gehabt auf (=nach) Lam (Ort im Bayer. Wald) zu gehen. Sein Versprechen löst er aber ganz bestimmt ohne wenn und aber (ohne fumi=ohne Gefummel) ein. Wahrscheinlich können (sie) miteinander, dann wird es sehr zünftig/lustig (zerm oder zeam=zünftig). Übrigens traut er sich nicht mehr recht heim weil ihn das (öams=ihm das) letztemal der Zug beihnahe (bald) erfasst (boi dastoßen) hätte. Aber kein Unkraut vedirbt nicht, (doppelte bayerische Verneinung! ;-))das seh ich auch bei mir. Viele Grüße, Peter
evwezel Am: 25.06.2026 07:15:27 Gelesen: 46530 # 4410
@ filunski [#4409] Hallo Peter, vielen lieben Dank für deine Lesung. Das hilft mir sehr weiter! Die Familie Huber stammte tatsächlich aus Lam. Dieser Ort liegt im sogenannten „Lamer Winkel“, nicht weit von der tschechischen Grenze entfernt. Heute gehört Lam zum Landkreis Cham, bis 1972 war es jedoch Teil des Landkreises Kötzting. Mit deiner Vermutung, dass die Familie aus der Oberpfalz stammt, liegst du also richtig. Ich bin nur froh, dass nicht die gesamte Korrespondenz in diesem Dialekt verfasst wurde … Die Familiengeschichte ist leider sehr traurig. Der Seesoldat Alois Huber war mit Rosa Huber, geborene Moser, verheiratet. Das Ehepaar hatte einen Sohn, der ebenfalls Alois hieß. Vater Alois kämpfte an der Westfront in Flandern und wurde am 22. Oktober 1917 schwer verwundet in ein Feldlazarett eingeliefert. Dort starb er eine Woche später im Alter von nur 26 Jahren. Rosa blieb mit ihrem Sohn Alois zurück. Ich versuche noch herauszufinden, was aus Rosa geworden ist. Doch auch das Schicksal von Alois junior nahm ein tragisches Ende: Er war Polizeihauptwachtmeister und wurde am 17. November 1953 erschossen (siehe https://todesopfer.eiserner-vorhang.de/article/368-alois-huber/ ). Peter, nochmals vielen Dank für deine wertvolle Hilfe! Viele Grüße Emiel
filunski Am: 25.06.2026 22:48:47 Gelesen: 45976 # 4411
@ evwezel [#4410]

Hallo Emiel,

vielen Dank für deine Rückmeldung!

Es freut mich, dass du meine Vermutungen zu Lam und der oberpfälzer Herkunft bestätigt hast. Den Ort kannte ich ja, bin da schon öfters durchgefahren und so war das ja völlig richtig aus der Sütterlinschrift übertragene Wort mir zumindest geläufig.

Dann wünsche ich dir weiterhin viel Freude und Erfolg bei der Recherche zu dieser Korrespondenz.

Viele Grüße,
Peter
Altsax Am: 28.06.2026 10:14:50 Gelesen: 44112 # 4412
Hallo zusammen, ein Sammlerfreund hat Probleme mit der Entzifferung des folgenden Vermerks: Er befindet sich auf der Rückseite eines aus Hirschfelde stammenden und nach Seifhennersdorf adressierten Briefes und könnte in Zusammenhang stehen mit dessen Leitung über österreichisches Gebiet. Hat jemand dazu eine Idee? Beste Grüße Altsax
volkimal Am: 28.06.2026 19:02:25 Gelesen: 43873 # 4413
@ Altsax [#4412] Hallo Altsax, der erste Buchstabe ist ein "W". Dann wird es schwierig. Vor den zwei "l" sind ein oder zwei Buchstaben. Das Ende ist wieder unklar. Insgesamt könnte es heißen "W?ll?? Z.Z. ???". Ich finde weder auf der Deutschen noch auf der Österreichischen Seite einen Ort der dazu passt und der auf dem Beförderungsweg liegt. Die Abkürzung "Z.Z." = "Zur Zeit" spricht für mich eher dafür, dass es ein Name einer Person ist - aber welcher? Tut mir leid, dass ich Dir nicht helfen kann. Viele Grüße Volkmar
Maria T. Am: 02.07.2026 14:14:34 Gelesen: 39808 # 4414
@ Altsax [#4412] Das letzte Geschreibsel könnte Steno sein. Ich versuchs mal. LG Maria
User #357456033 Am: 06.07.2026 09:26:44 Gelesen: 37207 # 4415
Hallo zusammen, ich habe hier einen älteren Brief aus Regensburg (1912). Die Empfängerangaben sind handschriftlich und für mich leider nicht zu entziffern. Was ich erkennen kann: Frau … dann hört es auch schon auf - leider. Falls jemand die Schrift sicher lesen und auch den Ortsnamen korrekt zuordnen kann, wäre ich sehr dankbar.
volkimal Am: 06.07.2026 10:00:21 Gelesen: 37177 # 4416
@ Post-Bote [#4415] Hallo, ich lese: Frau Sofe Sömmering Wabestr. 24 in Braunschweig Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 06.07.2026 10:10:18 Gelesen: 37174 # 4417
@ Post-Bote [#4415] @ volkimal [#4416] Guten Morgen, vielleicht als Ergänzung, Familie Sömmering wohnte im 2. Stockwerk, der Gatte hieß Paul und war Kammermusiker. Viele Grüße Olaf
User #357456033 Am: 06.07.2026 10:19:05 Gelesen: 37168 # 4418
@ volkimal [#4416]
@ DERMZ [#4417]

Schönen guten Morgen zurück,

„Frau Sofe Sömmering, Wabestr. 24, Braunschweig“ hätte ich selbst nicht sicher herauslesen können. Ich weiß nicht, wie ihr das macht, aber es ist wirklich wunderbar.

Die Ergänzung zur Familie Sömmering sowie der Hinweis auf den 2. Stock und den Beruf des Gatten als Kammermusiker ist eine schöne zusätzliche Information, die den Beleg gleich noch ein Stück greifbarer macht.

Das hilft mir sehr bei der Einordnung – vielen Dank euch beiden für die schnelle Hilfe!
User #357456033 Am: 07.07.2026 12:44:15 Gelesen: 32272 # 4419
Hallo zusammen, ich habe hier einen Beleg aus Sonneberg, aufgegeben am 14.8.1937 und frankiert mit einer 3 Pf Hindenburg‑Medaillon‑Marke. Leider kann ich den Empfängernamen nicht sicher entziffern, auch der Zielort bleibt für mich bislang unbekannt. Kann jemand den Empfänger oder den Ortsnamen sicher lesen? Jeder Hinweis wäre sehr willkommen, Rückseite ist leer. Vielen Dank für eure Unterstützung!
Gauss Am: 07.07.2026 14:20:38 Gelesen: 32208 # 4420
@ Post-Bote [#4419] Herrn Leonh. Rosellau & Frau Hier (also in Sonneberg) Schönberg
User #357456033 Am: 07.07.2026 16:48:25 Gelesen: 32138 # 4421
@ Gauss [#4420] Ein Ortsbrief - wunderbar! Das hilft mir sehr bei der Einordnung des Belegs. Vielen Dank für deine schnelle Hilfe!
evwezel Am: 07.07.2026 18:05:55 Gelesen: 32107 # 4422
@ Gauss [#4420] Hallo Gauss, ich habe das Adressbuch von Sonneberg aus dem Jahr 1938 nachgeschlagen. Leider wird dort niemand mit dem Namen „Rosellau“ erwähnt. Es gibt aber eine andere Möglichkeit: Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 07.07.2026 22:15:01 Gelesen: 32031 # 4423
@ evwezel [#4422]

Perfekt!
evwezel Am: 10.07.2026 12:43:19 Gelesen: 30615 # 4424
Liebe Sammlerfreunde, ich habe mich im Laufe der Zeit an viele Handschriften gewöhnt, aber manchmal stoße ich wieder auf eine, die mir ziemlich viele Schwierigkeiten bereitet. Wie diese hier – sie hat mich schon stundenlang um den Schlaf gebracht. Kann mich jemand von meinem Leid erlösen? Viele Grüße Emiel Ausschnitt Adressbuch Marburg (1921): —— Seite 1 17.8.18. Mein lieber Wils, heut ist ein dörrer(?) T(a)g. Kein Brief von dir, das ist das schlimm- ste. Die Plackerei[1] im Brief, u. der böse Major der mich schon wieder auf „leichte Kost” gesetzt hat, wären nicht halb so schlimm, wenn ich Post von dir hätte. Außerdem ärgerte mich wieder so ein infamer, (…)er Punkt von den Menschen „Hoh” (…). Ach du, meine Parole heißt doch „in’s Haus mit mir u. nicht zeitlebens unter die vielen Menschen.” Ich bin einfach zu fein besaitet[2], so vieles stößt mich ab od(er). hat sonstige quälende Wirkung auf mich - ohne daß ich es ändern kann. Gestern Abend machte ich einen kl(einen). Spaziergang ging am Krummbogen[3], der jetzt abgeschmackter Weise „Hindenburgstr.” heißen soll, entlang mit dir im Gespräch u. war sehr froh. Plötzlich eine Jahrmarktsmusik, ich sehe hoch u. meine Augen erspähen schon von weitem ein Turngerüst daran sich 2 Gestalten wie gelbe Affen amüsieren. Beim Näherkommen weiß ich daß dieses Menschenpaar die Volksmenge durch ihren Künste begeistern will. Das ganze stellte nämlich einen öffi(…) Zirkus dar. Der männliche Seite 2 Turner war durch seine schöne Figur angenehm zu sehen aber, aber seine Partner, eine Frau, war alles andere als ästhetisch. Pfu, was schreibe ich den Blech.[4] Wenn ich nichts besser zu erzählen habe, schweige ich lieber. Du, sag mal, ich warte nich immer auf Amateurauf- nahmen von dir. Und dann, wie sind die Typen von unserem Bauerbach-Flußbettbrunnen-Spaziergang geworden? Mit diesem Brief mußt du sehr unzufrieden sein. Aber es ist immerhin besser als keines. Mein lieber Wils, leb wohl u. sei innigst gegrüßt vom Inamädel(?) Anschrift 130 an 20/8 18. Herrn Oberleutnant W. Steffens b. Bg. beim Obkdo der Heeresgr.[5] Herz(o)g Albrecht Feldpost 773 Absender Abs. Ostmann Marburg L. Unten Rosenstr. 7. Laz(arett). Alte Priv(at). Klinik. Tagesstempel MARBURG (LAHN) 1a 17.8.18. 5-6N Feldpostvermerk Feldpost [1] Last, Mühseligkeit, Not, Strapaze [2] fein besaitet = empfindlich [3] Merkwürdig ist, dass auf der Webseite https://lagis.hessen.de/de/quellen-und-materialien/hessen-im-19-und-20-jahrhundert/alle-eintraege/1674_baubeginn-der-umgehungsstrasse-fuer-marburg_baubeginn-der-umgehungsstrasse-fuer-marburg_baubeginn-der-umgehungsstrasse-fuer-marburg folgendes erwähnt wird: „Im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen werden Arbeiten an einer Umgehungsstraße auf dem östlichen Lahnufer zwischen Hauptbahnhof und Südbahnhof begonnen. Die neue Straße erhält den Namen „Hindenburgstraße“ (später Krummbogen).” Aus dem Brief geht hervor, dass diese Straße vorher schon als „Krummbogen” bekannt war. [4] Unsinn [5] Oberkommando der Heeresgruppe
DERMZ Am: 10.07.2026 17:11:34 Gelesen: 30493 # 4425
Hallo Emiel, die Heimat ruft ... mal sehen ob ich als Ehemaliger Marburger etwas mehr lesen kann ... 17.8.18. Mein lieber Wilh, heut ist ein Horror T(a)g. Kein Brief von dir, das ist das schlimm- ste. Die Plackerei[1] im Brief, u. der böse Major der mich schon wieder auf „leichte Kost” gesetzt hat, wären nicht halb so schlimm, wenn ich Post von dir hätte. Außerdem ärgerte mich wieder so ein infamer, hippander [ im Sinne von Hypochonder] Punkt von den Menschen „Hoh” (…). Ach du, meine Parole heißt doch „in’s Haus mit mir u. nicht zeitlebens unter die vielen Menschen.” Ich bin einfach zu fein besaitet[2], so vieles stößt mich ab od(er). hat sonstige quälende Wirkung auf mich - ohne daß ich es ändern kann. Gestern Abend machte ich einen kl(einen). Spaziergang ging am Krummbogen[3], der jetzt abgeschmackter Weise „Hindenburgstr.” heißen soll, entlang mit dir im Gespräch u. war sehr froh. Plötzlich eine Jahrmarktsmusik, ich sehe hoch u. meine Augen erspähen schon von weitem ein Turngerüst daran sich [xx] 2 Gestalten wie gelbe Affen amüsieren. Beim Näherkommen weiß ich daß dieses Menschenpaar die Volksmenge durch ihren Künste begeistern will. Das ganze stellte nämlich einen öffi(…) Zirkus dar. Der männliche Seite 2 Turner war durch seine schöne Figur angenehm zu sehen aber, aber seine Partner, eine Frau, war alles andere als ästhetisch.  Pfui, was schreibe ich den Blech.[4] Wenn ich nichts besser zu erzählen habe, schweige ich lieber. Du, sag mal, ich warte nich immer auf Amateurauf- nahmen von dir. Und dann, wie sind die Typen von unserem Bauerbach-Flußbettbrunnen-Spaziergang [xxx] geworden? Mit diesem Brief mußt du sehr unzufrieden sein. Aber es ist immerhin besser als keines. Mein lieber Wilh., leb wohl u. sei innigst gegrüßt vom Inamädel(?) zu [3]: Der Name Krummbogen ist ein historischer Flurname, erst 1932 wurde die Straße in "Hindenburgring" bzw. "Hingenburgstraße" umbenannt, wiel sie zu diesem Zeitpunkt ausgebaut wurde und erhielt nach dem 2.WK wieder den ursprünglichen Namen "Krummbogen"zurück. ABer schon im 1.WK war der "neue" Name schon im Gespräch. Erwähnenswert eventuell, dass Paul von Hindenburg und seine Frau in der Elisabethkirche zu Marburg beigesetzt wurden, als Folge des Vorrückens der Roten Armee nach Tannenberg. [xx] - hier vermute ich den Schülerpark, Namensgeber war der Marburger Oberbürgermeister Ludwig Schüler, eingeweiht wurde dieser 1915 und ist noch heute "Am Krummbogen" zu finden. [xxx] - Das Dorf "Bauerbach" liegt etwa 4km ost-nordöstlich der Kernstadt Marburg, getrennt duch die Lahnberge. Es gibt einen kleinen Bach, der in die Ohm abfließt und diese mündet dann in die Lahn. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob das gemeint ist. Viel ist es nicht, aber vielleicht konnte ich ein wenig weiterhelfen, die Schrift ist wirklich nicht Leserfreundlich. Viele Grüße Olaf
evwezel Am: 10.07.2026 17:35:05 Gelesen: 30477 # 4426
@ DERMZ [#4425] Hallo Olaf, vielen Dank für diese interessanten Einblicke in deine Heimatgeschichte! Ich denke, dass „hippander“ ein Volltreffer ist. Dieses Wort war mir völlig unbekannt. An „Horrortag“ glaube ich ehrlich gesagt nicht. Vergleiche das H doch einmal mit dem H in „Haus“. Ursprünglich hatte ich auch die Abkürzung „Wilh.“ für „Wilhelm“ gelesen, aber dann habe ich angefangen zu zweifeln. Wenn du das aber auch so liest... Vielen Grüße Emiel
evwezel Am: 10.07.2026 18:18:50 Gelesen: 30452 # 4427
@ DERMZ [#4425]

Hallo Olaf,

könnte es „Heut ist ein dürrer Tag” sein? Im Sinne von “öder” oder “trostlos”?

Viele Grüße

Emiel
Brigitte Am: 10.07.2026 19:55:51 Gelesen: 30410 # 4428
@ evwezel [#4424]

Hallo Emiel,

ich glaube, das Inamädel meint die Plackerei im Beruf. Brief schreibt sie anders.

Liebe Grüße,

Brigitte
evwezel Am: 10.07.2026 20:02:32 Gelesen: 30406 # 4429
@ Brigitte [#4428]

Hallo Brigitte,

vielen Dank für deine Korrektur. Jetzt sehe ich es auch - danke!

Emiel
volkimal Am: 10.07.2026 20:29:31 Gelesen: 30390 # 4430
@ evwezel [#4424] Hallo Emiel, dann versuche ich auch noch etwas zu entziffern: 17.8.18. Mein lieber Wilh, heut ist ein dürrer T(a)g. Kein Brief von dir, das ist das schlimm- ste. Die Plackerei im Beruf, u. der böse Magen der mich schon wieder auf „leichte Kost” gesetzt hat, wären nicht halb so schlimm, wenn ich Post von dir hätte. Außerdem ärgerte mich wieder so ein infamer, hippander Punkt von den Menschen „Floh”[1] ???. Ach du, meine Parole heißt doch „in’s Haus mit mir u. nicht zeitlebens unter die vielen Menschen.” Ich bin einfach zu fein besaitet[2], so vieles stößt mich ab od(er). hat sonstige quälende Wirkung auf mich - ohne daß ich es ändern kann. Gestern Abend machte ich einen kl(einen). Spaziergang ging am Krummbogen, der jetzt abgeschmackter Weise „Hindenburgstr.” heißen soll, entlang mit dir im Gespräch u. war sehr froh. Plötzlich eine Jahrmarktsmusik, ich sehe hoch u. meine Augen erspähen schon von weitem ein Turngerüst daran sich 2 Gestalten wie gelbe Affen amüsieren. Beim Näherkommen weiß ich daß dieses Menschenpaar die Volksmenge durch ihren Künste begeistern will. Das ganze stellte nämlich einen affinen Zirkus dar. Der männliche Seite 2 Turner war durch seine schöne Figur angenehm zu sehen aber, aber seine Partner, eine Frau, war alles andere als ästhetisch. Pfui, was schreibe ich den Blech. Wenn ich nichts besser zu erzählen habe, schweig ich lieber. Du, sag mal, ich warte noch immer auf Amateurauf- nahmen von dir. Und dann, wie sind die Typen von unserem Bauerbach-Flußbettbrunnen-Spaziergang geworden? Mit diesem Brief mußt du sehr unzufrieden sein. Aber es ist immerhin besser als keiner. Mein lieber Wilh., lebe wohl u. sei innigst gegrüßt vom Inamädel [1] Floh - vergleiche „Figur“ Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 10.07.2026 21:21:53 Gelesen: 30369 # 4431
@ volkimal [#4430] Hallo Volkmar, das ist wirklich großartig! Der Major ist raus. Mir kam dieser Satz irgendwie auch seltsam vor. Dann haben wir fast alle Lücken gelöst. Es fehlt nur noch ein einziges Wort. Ich vermute, es fängt mit „ben“ an (vgl. „zeitlebens“) und endet auf „st“. Insgesamt also: „ben??h??st“. Viele Grüße Emiel
evwezel Am: 12.07.2026 23:01:42 Gelesen: 29098 # 4432
@ filunski [#4409] Hallo Peter, das Wort „Dacharm” ist mir jetzt auch deutlich: Ein Dacharm funktioniert wie ein Regalboden, der an einer Wand oder einem Regalträger befestigt ist und frei in den Raum ragt. Die obersten Arme haben oft eine leichte Schräge (ca. 5°). Darauf werden Dachlatten (Petten) und Bleche geschraubt. Viele Grüße Emiel
DERMZ Am: 15.07.2026 16:39:35 Gelesen: 27242 # 4433
Guten Tag, Herr Karl Stamm aus Kassel erhielt 1903 eine Ansichtskarte aus Marburg: Ich hoffe, es gibt Lesekundige, die Steno entziffern können, ich kann es leider nicht. Mit besten Grüßen Olaf
DERMZ Am: 17.07.2026 01:30:57 Gelesen: 26392 # 4434
Guten Morgen,

ich könnte verzweifeln, seit Tagen versuche ich herzauszufinden, wo die Schwester plant beizutreten - ich habe keine Idee... aber immerhin kam mir eben noch die Erleuchtung für das Wort "Ernte", hat allerdings auch gedauert...



Ich habe folgendes gelesen:

Herrn Königlichen Förster
Otto Beyer
Annaburg b. Halle a/S.
Reg.Bez. Merseburg

Lieber Kollege!
Miene Schwester O. hat die
Absicht, am 1. Oktober
beim ???
...
… bei zu treten.
Mit freundlichem Gruß
von Haus zu Haus
Dein P. Grunert

Liebe Frau Luise besten
Dank für die Karte ich
komme nächsten Monat zurück
hier ist noch Ernte

und kopfstehend:



Bitte Grüßen Sie
Ihre lieben Eltern besonders
Sie alle selber herzliche
Grüße von Ilse O... Grunert


Besten DANK - wenn jemand meine Lücken füllen könnte - sagt Olaf
evwezel Am: 17.07.2026 07:21:52 Gelesen: 26309 # 4435
@ DERMZ [#4434] Hallo Olaf, das ist wirkliche eine Sauklaue! Könnte das fehlende Wort “Brandversicherungsverein” sein? beim Brandversicherungs- Verein bei zu treten. Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 17.07.2026 07:41:49 Gelesen: 26292 # 4436
@ evwezel [#4435] Hallo Emiel, mein Wecker stand auf 7.30 Uhr um 9.15 startet die Radtour. Du warst früher auf. Ich lese auch Brandversicherungs Verein. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 17.07.2026 14:51:02 Gelesen: 26172 # 4437
@ evwezel [#4435] @ volkimal [#4436] Danke Emiel und Volkmar, danach hätte ich noch Tage gesucht und bestimmt nie gefunden. DANKE DANKE DANKE Viele Grüße Olaf
DERMZ Am: 18.07.2026 08:24:13 Gelesen: 25634 # 4438
Guten Morgen,

Marburg und seine vielen Kartenschreiber - jede handschrift individuell und mein Individuum scheitert an einzelnen Wörtern...



ich las folgendes:

Fräulein Martha Lehipper
Oberlahnstein

./.

27/9 97
L.[B] …. [/B]Jetzt geht’s schleunigst heim
in 10 Minuten, muß noch telegraphieren.
Herzl. Grüße


Soweit so gut, doch wie hieß Martha nun wirklich mit Nachnamen und wie sprach der/die Schreiber sie an? Die Unterschrift kann ich leider auch ansatzweise nicht deuten, die ist meiner Ansicht nach nicht elementar, wäre nur schön ...

Vileen DANK und viele Grüße Olaf
Gauss Am: 18.07.2026 08:59:32 Gelesen: 25622 # 4439
@ DERMZ [#4438] Schwierig ohne jedes Übungsmaterial. Könnte es evtl. auch ein Frl. Schipper gewesen sein?
evwezel Am: 18.07.2026 09:20:44 Gelesen: 25608 # 4440
@ DERMZ [#4438] Hallo Olaf, wie konnte diese Ansichtskarte ohne Straßenangabe überhaupt zugestellt werden? So klein war Niederlahnstein nun auch wieder nicht. Im Adressbuch von 1893–1896 ist der Nachname „Lehipper“ jedenfalls nicht zu finden (siehe https://www.dilibri.de/rlb/periodical/pageview/757721 ). Gauss hat recht. Ohne Vergleichsmaterial kann man dieses Rätsel eigentlich nicht lösen. Viele Grüße Emiel
DERMZ Am: 18.07.2026 09:39:42 Gelesen: 25596 # 4441
@ Gauss [#4439] @ evwezel [#4440] Danke Gauss und Emiel, Übungsmaterial habe ich leider kein weiteres von diesem Schreiber, in "Emiels" Adressbuch gibt es die Nachnamen Schipp bzw. Schlepper in Oberlahnstein, passen aber meines Erachtens beide auch nicht. Viele Grüße Olaf
evwezel Am: 18.07.2026 10:23:04 Gelesen: 25578 # 4442
@ DERMZ [#4441] Oh ja, noch etwas. Ich denke, das erste fehlende Wort ist ein Kosename: “L(iebes). (…)izelchen” Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 18.07.2026 11:47:30 Gelesen: 25542 # 4443
@ evwezel [#4442] So wird's wohl sein. Da aber auf diesem Gebiet die menschliche Kreativität unbegrenzt ist, kann das schwierig werden. Vielleicht ein Purzelchen?
DERMZ Am: 18.07.2026 13:41:32 Gelesen: 25509 # 4444
@ evwezel [#4442] @ Gauss [#4443] Vielen lieben DANK Ihr zwei, es beruhigt ungemein, wenn ich merke, daß ich nicht alleine an der Schrift scheitere. Mal sehen, was dann die nächste Karte bringt. Viele Grüße Olaf
User #357456033 Am: 18.07.2026 15:41:41 Gelesen: 25485 # 4445
Hallo in die Runde,

ich habe hier einen Brief vom 01.09.1920, gelaufen Weimar (Thüringen) → Eisenach (Thüringen).



Den Empfängernamen kann ich leider nicht sicher entziffern, vielleicht kann jemand von euch den Namen korrekt bestimmen?

Vielen Dank für eure Unterstützung!
Gauss Am: 18.07.2026 15:51:05 Gelesen: 25475 # 4446
@ Post-Bote [#4445] Fa. Bergnerwerke
User #357456033 Am: 18.07.2026 16:11:45 Gelesen: 25463 # 4447
@ Gauss [#4446] Einfach Spitze, vielen Dank, schönes WE!
User #357456033 Am: 18.07.2026 18:19:05 Gelesen: 25415 # 4448
Ich benötige erneut eure Unterstützung bei der Entzifferung eines Dienstbriefes. Die Handschrift kann ich nicht lesen, und auch das Stempeldatum sowie der genaue Stempelort sind nicht eindeutig zu erkennen. Zusätzlich befindet sich auf der Vorderseite ein Siegelstempel, dessen Text und Bedeutung ich nicht sicher deuten kann. Dienstmarke senkrechtes Paar 40 PF, Michel-Nr.: 39, Rückseite leider lehr! Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand folgende Punkte sicher lesen oder identifizieren könnte: Stempelort: HARBURG SCHWAB... (?) Stempeldatum: zumindest ungefähr (?) Empfängerort- steht der Absender womöglich auf der Vorderseite / Handschriftliche Vermerke - Empfänger durchgestrichen (verzogen, nicht erreichbar) Siegelstempel - Text, Bedeutung, mögliche Behörde Vielen Dank für jede Hilfe!
evwezel Am: 18.07.2026 19:35:13 Gelesen: 25375 # 4449
@ Post-Bote [#4448] Harburg ist eine Stadt in Schwaben (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Harburg_(Schwaben) ). Das kann man einfach nachschlagen. Die Anschrift lautet: Ev.-luth. Pfarramt Harburg an das Ev. - luth. Dekanat in Heroldingen (durchgestrichen) Post Hoppingen (durchgestrichen) nun [1] in Ebermergen Post Harburg [1] Siehe https://www.archiv-elkb.de/system/files/dateien/vorwort_92.pdf Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 18.07.2026 20:31:05 Gelesen: 25343 # 4450
@ evwezel [#4449] Hallo Emiel, für mich ist das "Ev.-luth. Pfarramt Harburg" der Absender. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 18.07.2026 20:43:11 Gelesen: 25337 # 4451
@ volkimal [#4450] Hallo Volkmar, stimmt, ich hatte das nicht näher erklärt, aber ich interpretiere das genau so. Viele Grüße Emiel
DERMZ Am: 19.07.2026 03:47:45 Gelesen: 25236 # 4452
Guten Morgen,

nur ein Wort - ein Wort fehlt mir von Robert an seine Schwester ...



Ich las folgendes:

Frau Friede Altena
Altena A/Lenne
Lindenstraße 16


Um Dein Album
uu bereichern sende
ich Dir diese Karte
Meine ges.... Karte
wirst Du hoffentlich erhalten
hben. Herzlichen Gruß
Dein Bruder Robert


Tja, da haben sie mich wieder verlassen, die Ideen ...

Beste Grüße Olaf
evwezel Am: 19.07.2026 08:03:56 Gelesen: 25060 # 4453
@ DERMZ [#4452] Hallo Olaf, das fehlende Wort muss ein Adjektiv sein und endet hier im Nominativ auf „-e“. Das Wort fängt an mit „gestr” (vergleiche das „t“ mal mit dem „t“ in „wirst“) und ich lese hier „gestriegene”, obwohl der Punkt auf dem „i” fehlt. Es ist mir leider völlig unklar, was Robert damit gemeint hat. Vielleicht ist es eine Verschreibung und wollte er „gestrige” schreiben? Es ist natürlich auch möglich, dass ich das Wort falsch gelesen habe… Um Dein Album zu bereichern sende ich Dir diese Karte Meine gestriegene Karte wirst Du hoffentlich erhalten haben. Herzlichen Gruß Dein Bruder Robert Viele Grüße Emiel
DERMZ Am: 19.07.2026 11:02:05 Gelesen: 24928 # 4454
@ evwezel [#4453] Danke Emiel, ich glaube, Du hast mich auch den richtigen Weg gebracht. Das Wort "gestriegene" kenne ich nicht, aber vielleicht macht ja das Wort "geschriebene" deutlich mehr Sinn, auch wenn Robert ein "p" statt eines "b" benutzt, damit würde ich es "geswchriepene" lesen wollen. Was denkst Du? Mit besten Sonntagssgrüßen Olaf
evwezel Am: 19.07.2026 11:18:40 Gelesen: 24919 # 4455
@ DERMZ [#4454] Hallo Olaf, da bin ich mir nicht so sicher. In beiden Fällen hat Robert sich verschrieben, und da finde ich „gestrige“ in diesem Kontext logischer als „geschriebene“. Es bleibt natürlich Spekulation. Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 19.07.2026 11:23:31 Gelesen: 24905 # 4456
@ evwezel [#4455]

Wenn ich auch mitspekulieren darf: Ich würde für "gestrige" stimmen. Ist zwar ein komischer Verschreiber, aber "geschriebene" zu schreiben erscheint eher sinnlos. Aber vielleicht fällt ja noch jemandem eine dritte Lösung ein.
DERMZ Am: 19.07.2026 13:03:46 Gelesen: 24861 # 4457
@ evwezel [#4455] @ Gauss [#4456] Guten Nachmittag, ja, ja - ist schon blöd, wenn ich ein Adjektiv nicht von einem Verb unterscheiden kann. Asche auf mein Haupt - natürlich macht das Wort "gestrige" mehr Sinn, egal ob richtig oder falsch geschrieben. Ach was bin ich doof. Viele Grüße Olaf
DERMZ Am: 20.07.2026 15:51:49 Gelesen: 24038 # 4458
Guten Nachmittag, es ist wieder nur ein Wort ... Ich lese folgendes (ich habe die Karte hochkant gedreht für die bessere Lesbarkeit): Herrn Anton Hoesche Altenbecken Westf Kreisstr. 48 Marburg a.d. Lahn, d. 1.XI.13. Lieber Anton! Hiermit sende ich Dir eine An- sicht von der schönen Stadt Marburg. Es gefällt mir hier sehr gut. Was fängst Du denn nun in dem l.???? Altenbeken an. Hast Du nicht auch Lust, nach hier ins Hessenland zu kommen. Es ist hier einfach wunderbar hier, in dieser wunderschönen ./. Stadt. Mit ./. herzlichem Gruß Dein Freund Franz. Wie benennt Franz den Ort Altenbeken? Mit besten Grüßen Olaf
volkimal Am: 20.07.2026 17:25:29 Gelesen: 24000 # 4459
@ DERMZ [#4458] Hallo Olaf, in der Anschrift bei Altenbeken bitte das "c" löschen. Zum fehlenden Wort: Ich lese "Was fängst Du denn nun in dem li?ben Altenbeken an." Zuerst hatte ich noch einen i-Punkt am Ende gesehen, aber das ist der Punkt hinter dem Wort "Stadt." am rechten Rand. Was kann das für ein fehlender Buchstabe sein? Er sieht wie ein "k" aus, aber das passt absolut nicht. Die einzige Idee, die ich habe: Franz hatte beim Wort "lieben" das erste "e" vergessen und schon zum "b" angesetzt. Als ihm das auffiel, hat er aus dem angefangenen "b" ein "e" gemacht ohne den oberen Teil durchzustreichen. Ich plädiere also für das Wort "lieben". Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 21.07.2026 06:36:29 Gelesen: 23687 # 4460
@ volkimal [#4459] Danke Volkmar, ich habe auch ein "k" gelesen und konnte mir keinen Reim darauf machen - allerdings mit Deiner Erklärung macht es absolut Sinn. Und das "ck" in der Anschrift habe ich ebenfalls entfernt. Danke vielmals, die besten Grüße Olaf
Maria T. Am: 21.07.2026 11:08:40 Gelesen: 23605 # 4461
@ Altsax [#4412] Hallo! Ich wollt mal Bescheid geben, dass ich aus dem Geschreipsel von dem Brief vom 28.6.26 noch nicht schlau geworden bin. Aber vl klappts noch. Bin mir immer noch sicher, dass es sich beim letzten Wort um Steno handelt. Dass es scheinbar so verdreht geschrieben wurde ist nicht wirklich hilfreich. Beim ersten Wort sehe ich auch ein W vorn. Der Rest ist unklar. Ich hab überlegt ob normale Schreibschrift und Steno gemischt wurde - was auf gar keinen Fall gemacht werden soll, soweit ich weiß... Beim Stenowort bin ich derweil bei "nicht für inspektion... " oder so. Keine Ahnung, ob das Sinn ergibt. Bin sehr unsicher. Ich denke noch darüber nach ;) LG Maria
Maria T. Am: 21.07.2026 11:34:28 Gelesen: 23595 # 4462
@ DERMZ [#4433] Hallo Olaf! Ich schau es mir an. Beim schnellen drüber schauen tu ich mir schwer. Bin grad unsicher, ob das Gabelsberger oder DEK ist. Kann ich dir hoffentlich entziffern. Dauert aber ein bisschen. LG Maria
User #357456033 Am: 21.07.2026 13:33:04 Gelesen: 23539 # 4463
Ich habe hier einen Behördenbrief aus Frankfurt am Main vom 4.6.1920. Der Empfänger ist handschriftlich eingetragen, aber die Schrift kann ich leider nicht lesen. Kann mir jemand den Empfänger nennen? (Kühlerverein?) Siegel rückseitig: Erbschaftssteueramt Abt. II Frankfurt a/Main 1 Vielen Dank im voraus!
volkimal Am: 21.07.2026 13:45:48 Gelesen: 23530 # 4464
@ Post-Bote [#4463] Hallo, die Anschrift ist: Rechtsanwalt Dr. Hermann Kühlewein Hier Roßmarkt 7 Was unten links hinter 5/6 ??? steht kann ich nicht sicher sagen. Viele Grüße Volkmar
User #357456033 Am: 21.07.2026 14:03:01 Gelesen: 23514 # 4465
@ volkimal [#4464]

Hammer, vielen vielen Dank!
Maria T. Am: 21.07.2026 16:23:16 Gelesen: 23466 # 4466
@ DERMZ [#4433] So, ich denke es ist Stolze und Schrey, ansonsten ergibt das Steno für mich keinen Sinn. ;) Ich hätte jetzt mal im ersten Anlauf folgendes Entziffert - ohne Gewähr. Stolze und Schrey kann ich nicht: Erster Satz oben noch unklar: ... ... ... ... ... ... Unterer Kartenrand: Mein lieber Herr Stamm. Meinen besten Tausch als ihre Gärtnerin. Gestern war Fahnenweihe des Post...beamten = (...) ... ... schön war. Heute Morgen hat Wittorf Engert gekündigt ..., ... . Die besten Grüße sendet ihnen ihr Wilhelm Strubel Da fehlt noch einiges und viel Sinn ergibt Gärtnerin derweil nicht. Ich werd mich noch weiter einlesen. LG Maria
DERMZ Am: 21.07.2026 16:35:52 Gelesen: 23460 # 4467
@ Maria T. [#4466] Besten DANK Maria, das ist ja phänomenal, daß Du das lesen kannst, ich kann da gar nix lesen. Ich schaue mal, ob ich mit den genannten Namen etwas anfangen kann und werde mal recherchieren. Vielen DANK sagt Olaf
Reini46 Am: 25.07.2026 13:56:47 Gelesen: 21520 # 4468
Hallo, Ein Schreiben der K.K.Bezirkshauptmannschaft Braunau an die K.K. Bezirkshauptmannschaft Landeck in Tirol. Der Postweg führte von Braunau 14.7.80 eigenartiger Weise über Bozen 16.7.80 nach Landeck 17.7.80. Tiroler Sammlerfreunde habe mir das so erklärt: Im Jahr 1880 gab es noch keine Bahnverbindung von Innsbruck nach Landeck, die Postkutsche mußte durch sumpfiges Gebiet fahren so war der Umweg über Bozen die schnellere und bessere Verbindung. Ich versuche zu transskribieren Laut Nachricht der amtlichen Linzer Zeitung vom heutigen ist am 20. Juni in der Gemeinde St. Nikola bei Grein, Bezirkshauptmannschaft Perg, ein weiblicher Leichnam aus der Donau gezogen worden die schon mindestens zwei Monate im Wasser gelegen und sich daher in einem schwersten? Grad der Verwesung befand. Die Frau angesehen? im Alter von etwa 40 Jahren war mittelgroß, kräftig gebaut, hatte gute Zähne und vom..... von einer schwarze ... und dann verließen mich die Einfälle. Wenn die Wasserleiche wirklich aus Landeck stammte hatte sie einen weiten Weg hinter sich: Landeck, Innsbruck, Kufstein, Rosenheim, Braunau, Passau, Linz und dann St Nokola. Ich werde mich bemühen meine Lesekünste zu verbessern. Grüße Reini46
volkimal Am: 25.07.2026 14:39:14 Gelesen: 21494 # 4469
@ Reini46 [#4468] Hallo Reinhard, schön, dass Du den Text angegeben hast, den du lesen konntest. Ein Vorschlag: damit man den Text besser kontrollieren kann, gib ihn bitte so mit Zeilenumbrüchen, wie er im Brief steht. Dann sieht es so aus: An die löbliche k.k. Bezirkshauptmannschaft Landeck Tirol Laut Nachricht der amtlichen Linzer Zeitung vom heutigen ist am 26. Juni in der Gemein- de St. Nikola bei Grein, Bezirkshaupt- mannschaft Perg, ein weiblicher Leichnam aus der Donau gezogen worden, der schon min- destens zwei Monate im Wasser gelegen war und sich daher in einem sehr hohen Grade der Verwesung befand. Die Frau- ensperson, im Alter von etwa 40 Jahren war mittelgroß, kräftig gebaut, hatte gu- te Zähne und am Halse an einem schwar- zen Bande ein Medaillon mit darin auf- bewahrten braunen Herzen. An Kleidung Kleidung fanden sich nur noch um die Mit- te des Körpers fest gebundene Überreste einer weißen gestickten Unterjacke eines schwarzen Ober- und eines rothge- blümten Unterrockes, eines Mieders aus Fischbeinen, eines Cattunhemdes und eine schwarze Joppe, welche vorne an den Aermeln mit schwarzbeinene- nen Knöpfen versehen war. Hiervon beehre ich mich mit Rücksicht auf die dortämtlicht sehr geschätzte Note von 12. V- Mts Z 3838 in Kenntniß zu setzen. Braunau am ??? den 14. Uli 880 den k.k. Bezirkshauptmann dienstlich abwesend. Unterschrift Wie Du siehst, hast Du den ersten Teil bis auf ein paar Worte richtig gelesen. Bei mir ist noch ein Wort unklar. Ich schaue sie mir nachher noch einmal an. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 25.07.2026 15:01:59 Gelesen: 21484 # 4470
@ volkimal [#4469] Hallo Volkmar, eine Kleinigkeit: ich lese “aufbewahrten braunen Haaren” statt „Herzen”. Das fehlende Wort ist Inn (Braunau am Inn). Und „Uli” muss natürlich „Juli” sein. Und wenn ich mich nicht irre, wurde hier „schwarzbeiner-nen” geschrieben. Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 25.07.2026 15:57:30 Gelesen: 21458 # 4471
@ evwezel [#4470] Hallo Emiel, alles richtig, was du schreibst. Wieso ich Herzen statt Haaren geschrieben habe, verstehe ich selbst nicht. Ich sollte den Text vor dem Absenden besser noch einmal durchlesen. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 25.07.2026 16:05:55 Gelesen: 21455 # 4472
@ volkimal [#4471] Hallo Volkmar, den Unterschied zwischen einem Mieder und einem Korsett musste ich übrigens erst nachschlagen. Jetzt bin ich gespannt, welche einschlägigen Kaufvorschläge mir Facebook in den nächsten Wochen als Werbung präsentieren wird. „ Ein Korsett formt den Körper stark durch feste Stahlstäbe und wird klassisch unter der Kleidung getragen, während ein Mieder oft als sichtbares Obergewand (wie beim Dirndl) dient oder aus elastischen Stoffen als moderne Unterwäsche gefertigt ist.” (siehe https://www.gewandfantasien.de/bloggen/2022/10/mittelalterliches-mieder-gibt-es-nicht/ ). Viele Grüße Emiel
DERMZ Am: 26.07.2026 09:04:07 Gelesen: 21065 # 4473
Guten Tag, auch in ein Korsett gezwängt, ein Wort mag sich mir nicht erschließen, wer kann mich aus dieser Lage befreien? Pfarrer Nase aus Birkelbach bei Erndtebrück fragt bei der Universitätsbibliothek in Marburg nach, wie dort die "Fernleihe" funktioniert... die Universitätsbibliothek Marburg. Der Unterzeichnende bittet er- gebenst um gütige Mitteilung der Beleihungsbedingungen für Benutzung von Werken der Universitätsbibliothek von Hier aus. Mit ergebenstem Danke für freundliche A... ???? Hochachtungsvoll Nase, Pfarrer. Birkelbach Post Erndtebrück 27. Juli 1900. Mit meinem bescheidenen Wissen, kam mir das Wort Anwallung in den Sinn, aber da fehlen noch ein paar Buchstaben. Die besten Grüßen Olaf
volkimal Am: 26.07.2026 12:34:34 Gelesen: 21011 # 4474
@ DERMZ [#4473] Hallo Olaf, ich denke es heißt Mühewaltung. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 26.07.2026 13:30:01 Gelesen: 20987 # 4475
@ DERMZ [#4473] Hallo Olaf, Volkmar hat recht. Das M ist dem M in „Mitteilung“ sehr ähnlich. Zwei Kleinigkeiten habe ich noch: Ich lese „Unterzeichnete“ statt „Unterzeichnende“ und „hier“ statt „Hier“. Viele Grüße Emiel
DERMZ Am: 26.07.2026 15:51:13 Gelesen: 20928 # 4476
@ volkimal [#4474] @ evwezel [#4475] Besten Dank Volkmar und Emiel, wieder ein neues Wort gelernt, Mühewaltung kannte ich noch nicht. Viele Grüße Olaf
User #357456033 Am: 28.07.2026 17:50:55 Gelesen: 19514 # 4477
Hallo an alle, ich arbeite gerade einen SBZ → Amerikanische Zone ‑ ZF ‑ Beleg vom 29.06.1948 aus Weimar nach Dalwigsthal auf. Die Frankatur ist eindeutig, aber die handschriftlichen Angaben sind schwer lesbar. Kann jemand den Empfänger in Dalwigsthal sicher entziffern? Und vielleicht auch den Absender in Weimar auf der Rückseite? Ich wäre dankbar für jede Einschätzung, wie Absender und Empfänger korrekt zu lesen sind.
evwezel Am: 28.07.2026 17:59:36 Gelesen: 19505 # 4478
@ Post-Bote [#4477] Empfänger Reinhard Freiherr von Dalwigk zu Lichtenfels Dalwighsthal über Korbach Haus Hohencampf Absender Vielleicht könntest Du mal versuchen, den Absender selbst zu entziffern. Ich gebe dir einen Hinweis (Adressbuch Weimar, 1949): Viele Grüße Emiel
User #357456033 Am: 28.07.2026 19:00:12 Gelesen: 19456 # 4479
evwezel [#4478] Du machst es spannend, so macht es Spass! Der oder die Absenderin trägt den Nachnamen „Freiin von Dalwigh“. Der Vorname ergibt sich mir leider nicht. Der oder die Absenderin wohnte oder übernachtete bei Frau Sundström in der Lisztstr. 37 in Weimar. (Das ist Katharina Sundström, Opernsängerin, Lisztstr. 37)
evwezel Am: 28.07.2026 19:32:59 Gelesen: 19421 # 4480
@ Post-Bote [#4479]

Zugegeben, der Vorname wurde etwas schlampig geschrieben. Er beginnt mit dem Buchstaben „E“. Kannst du ihn jetzt erkennen?

Viele Grüße

Emiel
User #357456033 Am: 28.07.2026 19:46:08 Gelesen: 19399 # 4481
@ evwezel [#4480] Danke für den Hinweis! Mit dem Anfangsbuchstaben „E“ lässt sich der Vorname eindeutig als „Edith“ lesen. Somit ist die Absenderin: Edith (eine Pflegerin mit dem Nachnamen Oemler), und sie ist auch „Freiin von Dalwigh“ (Freiin = unverheiratete Tochter eines Freiherrn) wenn ich es richtig verstehe. Edit: ich habs nun endlich- danke evwezel Absenderin: Edith Freiin v. Dalwigh Weimar Lisztstr. 37 bei Frau Sundström
Richard Am: 28.07.2026 22:01:54 Gelesen: 19325 # 4482
@ Post-Bote [#4481] Auf Wikipedia gibt es weitere Informationen, auf die mich meine KI hinwies: https://de.wikipedia.org/wiki/Dalwigk Der Begriff „Freiin“ bezeichnet die unverheiratete Tochter eines Freiherrn und gilt traditionell als weibliche Form dieses historischen Adelstitels. (KI)
evwezel Am: 29.07.2026 09:45:27 Gelesen: 18764 # 4483
@ Post-Bote [#4481] Ich würde auch immer versuchen, möglichst viele Hintergrundinformationen herauszufinden. Das macht nicht nur alles viel spannender, sondern hilft auch bei der Entzifferung des Textes. Zum Beispiel, Edith wohnte in Weimar bei der Opernsängerin und Gesangspädagogin Käthe (Katharine) Sundström, die damals eine recht bekannte Persönlichkeit war. Siehe https://loci.gwi.uni-muenchen.de/s2920 und https://web.operissimo.com/triboni/exec?method=com.operissimo.artist.webDisplay&xsl=webDisplay&id=ffcyoieagxaaaaabgbwf . Viele Grüße Emiel
User #357456033 Am: 29.07.2026 10:25:21 Gelesen: 18723 # 4484
@ evwezel [#4483] @ Richard [#4482] Ich kann mich nur wiederholen - vielen vielen Dank euch beiden! Zitat:Ich würde auch immer versuchen, möglichst viele Hintergrundinformationen herauszufinden. Genau daran arbeite ich. Ich gebe mein Bestes, um alles rund um einen Beleg zu erfassen und es dann auf das rückseitige Papier zu bringen. Alle meine Belege werden beschriftet und in DIN‑A5‑Alben abgelegt. Mit eurer Hilfe hier im Forum - wirklich eine starke Community - bin ich sehr weit gekommen. Dieser Beleg sollte nun vollständig erfasst sein. Ich denke, die Beschreibung kann sich sehen lassen: Vorderseite im Album und beim umklappen die Belegbeschreibung
evwezel Am: 29.07.2026 11:28:19 Gelesen: 18641 # 4485
@ Post-Bote [#4484] Es ist wirklich toll, das Endergebnis zu sehen! Es sieht sehr gelungen und sorgfältig gestaltet aus. Viele Grüße Emiel
User #357456033 Am: 29.07.2026 14:35:06 Gelesen: 18503 # 4486
@ evwezel [#4485] Vielen Dank für deine Rückmeldung - das freut mich sehr. Gerade von jemandem, der philatelistisch so tief im Thema steckt wie du, bedeutet mir dieses Lob wirklich viel. Ich arbeite sehr sorgfältig an meinen Belegen, und es ist schön zu sehen, dass das auch wahrgenommen wird. Viele Grüße Post‑Bote
DERMZ Am: 29.07.2026 14:57:56 Gelesen: 18488 # 4487
Guten Nachmittag, manchmal ist es so, je kürzer der Text desto mehr Lücken tun sich bei mir auf ... Bis hierhin las ich folgendes: Frau Martel Arndt Kassel Cölnischest. 66 Marburg 3.VI.29 Mein l. Machli Sende Dir und Eltern viele l. Grüße Dein tr Heinz Hier regnet es in Strömen … … an Küche … = 25.- Rg. … Heinz Und wer jetzt sagt, ich hätte die Karte um 180 Grad drehen sollen, das hat mir nix genutzt ... Jeder, der in das gemütliche Wirtshaus an der Lahn einkehren möchte, den muß ich leider enttäuschen, heute kann man an gleicher Stelle die Architektur der 1970er Jahre bestaunen und sich am Anblick des "Affenfelsen" erfreuen. https://de.wikipedia.org/wiki/Affenfelsen_(Marburg) Viele Grüße Olaf
evwezel Am: 30.07.2026 18:08:36 Gelesen: 17648 # 4488
@ DERMZ [#4487] Hallo Olaf, eine Lösung für dieses Rätsel habe ich leider auch nicht. Ich habe aber eine kleine Korrektur: „Meine l. Martelt“ Das erste fehlende Wort könnte der Vorname „Karl“ sein. Bei den Zahlen dachte ich zunächst an eine Zeitangabe (vielleicht eine Ankunftszeit?), aber das bringt uns natürlich auch nicht weiter. Für eine sichere Deutung bietet dieser kurze Text einfach zu wenig Kontext und Vergleichsmaterial. Tut mir Leid! Viele Grüße Emiel
DERMZ Am: 31.07.2026 06:31:52 Gelesen: 17410 # 4489
@ evwezel [#4488] Guten Morgen Emiel, es ist jetzt das x-te Mal, daß ich auf den Text schaue, es regnet zwar nicht in Strömen, aber mir kam eine Idee (nicht immer sind diese gut...) ... Karl möchte ein Korb @ 1,5 = 25.- kg absenden. Gruss Heinz Warum "Korb" Überstriche vorhanden sind, kann ich mir nicht erkläfen, vielleicht sind es Körbe, gefüllt mit etwas aus dem Garten? Ist nur eine Idee ... Wenn ich falsch liege, dann lasse ich den Text auf der Übersetzung frei. Die besten Grüße Olaf
wediha Am: 31.07.2026 10:22:34 Gelesen: 17204 # 4490
@ DERMZ [#4489] Ich lese Rg. als Abkürzung für Rechnung, kann mir aber zu den Angaben vor 25,- auch nichts vorstellen. Grüße Werner
evwezel Am: 31.07.2026 23:59:19 Gelesen: 16173 # 4491
Liebe Sammlerfreunde, am 27. Juni 1914, gegen 2:44 Uhr nachts, wurde die Bevölkerung in Leipzig durch ein seltenes Naturereignis aufgeschreckt. Ein lokales Erdbeben erschütterte die Stadt sowie Teile Sachsens. Das Berliner Tageblatt berichtete am 27. Juni 1914 darüber wie folgt: Der Schreiber der folgenden Postkarte hatte das Erdbeben selbst erlebt. Ich lese (es gibt noch einige kleine Lücken):  L(eipzig). d. 27.6.14. Liebe Greti u. Mutter! Ich habe dir noch verschiedenes mitzuteilen, da wir doch, Sonntag, 28., nicht zu dir kommen. Vielleicht interessiert es dich oder nicht. Ich war dieser Tage einmal abends zu Pirnsch gegangen der lud mich natürlich gleich ein einen Stroh- Witwerball[1] mitzumachen, da seine Frau auch fortmacht, aber in die Sächsische Schweiz. Dann traf ich die Frau Ziegel mit ihrem kleinen Werner, der war aber abgefallen, und da erfuhr ich von ihr, daß er vierzehn Tage im Krankenhause gelegen hat an doppelseitiger Longentzündung, der sah ganz anderes aus, das Kind, der kleine dicke (Waps?[2]). Dann habe ich auch bei Fräulein Kuhnat(?) im Kons. gesehen, daß sie ihren Verlobungsring gar nicht mehr auf hat, oder weißt du vielleicht schon etwas davon, mir ging die Verlobung uberhaupt etwas zu schnell, denke, daß es nicht von Dauer sein wird, bloß meiner Beobachtung! Na und nun, denke dir nur in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend, vielleicht so um 3/4 3 Uhr, da werde ich auf einmal im Bett von der Wand, wo ich lag, bis vor auf den Bettrand geworfen, das war aber harte wir hatten nämlich ein Erdbeben (3 tüchtige Stöße) in L(eipzig). u Umg(ebung., wie nun im Geschäft erzählt wird, da wackelte die Töpfe in der Küche. Der Waschkrug wackelte auch hin u her usw. Wirst’s vielleicht in der Zeitung lesen. Jetzt aber erst, Du schreibst da in einem Briefe, Hans soll nun recht gut kochen, damit der Vater gute Launen behält. Die habe ich doch immer, aber ich muß ihm das Lob aus- sprechen, er macht (seine?) Sache tip-top, auch ist er sehr willig. Es grüßt u. küßt dich tausendmal herzlich (…) Mann Text an der rechten Seite u. Kinder Text an der linken Seite Wir werden morgen, da wir nicht in die Ausst(ellung?). können, zum Salto-Mortale-Mensch-Flugplatz Text oben (kopfüber) Muß dazu die Karte umkehren Text Bildseite gehen, Zaunbillette[3] selbstverständlich, erst gehen wir um 6 Uhr früh baden, dann wird Makkaroni gekucht u. dann gehen wir nach dem Flugplatz. Mit Frl. (…) soweit zufrieden alles schön. Sonntag, d. 5. Auf wiedersehen! Anschrift Frau Margarete Irrlitz Belgershain [4] Nr. 27 Tagesstempel LEIPZIG 27.6.14. 7-8N Y 2 ? [1] Strohwitwer - Ehemann, der vorübergehend ohne seine Frau ist. [2] Waps? Vielleicht Dialekt? Ich höre es gerne, wenn jemand eine bessere Lesung ht. [3] Zaunbillette - Das Wort „Zaunbillett“ (Plural: Zaunbillette) ist ein humorvoller, veralteter Ausdruck für das kostenlose Zuschauen von außen, ohne eine Eintrittskarte zu besitzen. [1] [4] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Belgershain. Luftsport in Leipzig Wir werden morgen (…) zum Salto-Mortale-Mensch-Flugplatz gehen Im Leipziger Tageblatt vom 27. Juni 1914 erfahren wir, wer diese Person war: << Es gibt nicht wenig Menschen, die die originellen Sturzflugleistungen eines Pegaud und Tweer lediglich als artistische „Sportsache” betrachten, erdacht, die Todesverachtung wahnwitziger Flieger in das rechte Licht zu rücken und geeignet, den harmlosen Zuschauer das Gruseln zu kehren. Und doch läßt diese eigentlich naheliegende Beurteilung nur auf die Tatsache schließen, daß der Beurteiler die Flüge entweder nicht aus eigener Anschauung und in unmittelbarer Nähe betrachtet, oder aber, daß er nur oberflächlich oder nicht fachkundig genug geurteilt hat. Die grandiosen Leistungen der kühnen Aviatiker sind nämlich nicht raffiniert ausgeflügelte Tricks nach Art der Artisten im Varieté oder Zirkus, sondern vielmehr eine notwendige und lange erstrebte Entwicklungsstufe der Aviatik selbst und infolgedessen ein Fortschritt in der Vervollkommnung der Flugmaschinen. Sie zeigen die nächsten Etappen in der Ausbildung aller Flieger. Wie oft hat man bisher die Unvollkommenheit der Flugzeuge beklagt, wenn die Zeitungen von großen Unglücksfällen und Stürzen berichten mußten, und wie sehr hat es einem immer vor den schwanken Flugzeugen gegruselt, obwohl fast immer versichert wurde, daß dem betreffende Flieger nur die Geistesgegenwart verlassen hat und er dadurch die Herrschaft über sein Flugzeug verlor. Es gab lange Zeit nur eine einzige Hilfe beim Versagen des Motors, beim plötzlichen Eintritt widriger Winde oder Luftströmungen: den Gleitflug. Für Pegoud, Tweer und andere gibt es jetzt noch eine zweite und augenscheinlich eine weit bessere Hilfe, eben den Sturzflug. Schnell und sicher vermag sich ein guter Sturzflieger aus dem Bereich solcher ungünstigen Umstände zu entfernen, ruhig und gelassen Gleitflug, Sturzflug, Salto-mortale und Geradeausflüge zweckmäßig zu kombinieren. Mit spöttlichem Lächeln vermag er in zu großer Nähe von Luftschiffen die Gefahr des starken Luftzuges ihrer Propeller zu meiden. Ungenannte Schutzmaßregeln ergeben sich sofort bei nur einigermaßen aufmerksamer Betrachtung der Vorführungen. Selbstverständlich sind die Vorführungen der heutigen Sturzflieger auch noch nicht vollkommen, die Konstruktion der Apparate nicht ideal genug, ja sie versagen sogar ab und zu, wie dies bei den bekannten Überlandflügen Pegouds geschah, aber deswegen darf man sie doch nicht zu Artistentricks stempeln. Man lernt an diesen Experimenten immer weiter und muß die Experimente gebührend schätzen und beachten. Und was das Gruseln anbelangt, gewiß, es erweckt einen eigenen Reiz, einen Menschen sich in der Luft überschlagen und drehen zu sehen, aber wenn man sich die Sache ganz nahe, möglichst nicht durch ein gutes Glas besieht, so bemerkt man, daß eigentlich gar nichts Unnatürliches, Groteskes darin liegt, sondern etwas durchaus Harmonisches, Logisches, Schönes. Man muß die Vorführungen eben möglichst aus nächster Nähe sehen. Die Vorführungen des schnell bekannt und berühmt gewordenen Fliegers Tweer, am heutigen Sonnabend und morgigen Sonntag auf dem Leipziger Flugplatze werden jedem Fachmann wie auch jedem Laien gerade die Würdigung der obergenannten Aussichten ermöglichen.>>> Ausstellung Buchwerbe und Graphik Die BUGRA (Weltausstellung für Buchgewerbe und Grafik) wurde am 6. Mai 1914 in Leipzig eröffnet. Sie war die erste Weltausstellung ihrer Art. Dort wurde alles rund um das Buch gezeigt: Papierherstellung, Drucken, Buchbinden und Verlagswesen. Die Ausstellung fand auf einem etwa 40 Hektar großen Gelände statt. Es lag in der Nähe des Ortes, an dem 100 Jahre zuvor die Völkerschlacht bei Leipzig stattgefunden hatte. Für die Ausstellung wurden etwa 40 große Gebäude gebaut. 22 Länder nahmen teil, und rund 2,3 Millionen Menschen besuchten die BUGRA. Die USA waren nicht offiziell vertreten. Nur die Library of Congress sowie die Bibliotheken der Harvard University und der Columbia University zeigten Ausstellungen. Das berühmte BUGRA-Plakat von 1914 wurde von Walter Tiemann von der Königlichen Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig entworfen. Es zeigt einen jungen Mann auf einem Greif. Er hält eine Fackel in der einen und Blumen in der anderen Hand. Über die Bedeutung und die Idee des Bildes wurde viel gesprochen. Viele Zeichner und Humoristen machten später Parodien davon. Quellen - Berliner Tageblatt, 27. Juni 1914, 1. Beiblatt - Leipziger Tageblatt, 27. Juni 1914 - Gustav Tweer. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Tweer - https://howardironworks.org/assets/img/articles/hiw-article-bugra1914.html
DERMZ Am: 01.08.2026 01:18:11 Gelesen: 16070 # 4492
Guten Morgen Emiel ich versuche mich am Lückenschluß... L(eipzig). d. 27.6.14. Liebe Greti u. Mutter! Ich habe dir noch verschiedenes mitzuteilen, da wir doch, Sonntag, 28., nicht zu dir kommen. Vielleicht interessiert es dich oder nicht. Ich war dieser Tage einmal abends zu Pirnsch ** gegangen der lud mich natürlich gleich ein einen Stroh- witwerball[1] mitzumachen, da seine Frau auch fortmacht, aber in die Sächsische Schweiz. Dann traf ich die Frau Tiegel *** mit ihrem kleinen Werner, der war aber abgefallen, und da erfuhr ich von ihr, daß er vierzehn Tage im Krankenhause gelegen hat an doppelseitiger Longentzündung, der sah ganz anderes aus, das Kind, der kleine dicke Mops [2]. Dann habe ich auch bei Fräulein Kuhnat(?)**** im Kons. gesehen, daß sie ihren Verlobungsring gar nicht mehr auf hat, oder weißt du vielleicht schon etwas davon, mir ging die Verlobung uberhaupt etwas zu schnell, denke, daß es nicht von Dauer sein wird, bloß meine Beobachtung! Na und nun, denke dir nur in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend, vielleicht so um ¾3 Uhr, da werde ich auf einmal im Bett von der Wand, wo ich lag, bis vor auf den Bettrand geworfen, das war aber harte wir hatten nämlich ein Erdbeben (3 tüchtige Stöße) in L(eipzig). u. Umg.(ebung), wie nun im Geschäft erzählt wird, da wackelte die Töpfe in der Küche. Der Waschkrug wackelte auch hin u her usw. Wirst’s vielleicht in der Zeitung lesen. Jetzt aber erst, Du schreibst da in einem Briefe, Hans soll nun recht gut Kochen, damit der Vater gute Laune behält. Die habe ich doch immer, aber ich muß ihm das Lob aus- sprechen, er macht seine Sache tip-top, auch ist er sehr willig , bloß hört (?) das Luder nicht, aber er ??? ??? Es grüßt u. küßt dich tausendmal herzlich (…) Mann# ** Pirsch war 1914 ein relativ häufiger Name in Leipzig, im Adressbuch von 1914 gibt es 8 männliche Listungen in Leizpig, einer davon war Sargfabrikant [2] - Mops war durchaus gebräuchlich, für "dickere" Kinder *** der Familiennahme Tiegel ist acht mal in Leipzig gelistet, "Ziegel" gab es nur einmal, und dann außerhalb der Stadt **** - eventuell ist der Name Kuhnert gemeint, bin mir aber eher unsicher ./. Text an der linken Seite Wir werden morgen, da wir nicht in die Ausst .(ellung) können, zum Salto-Mortale-Mensch-Flugplatz ./. Text Bildseite gehen, Zaunbillette[3] selbstverständlich, erst gehen wir um 6 Uhr früh baden, dann wird Makkaroni gekocht u. dann gehen wir nach dem Flugplatz. Mit Frl. Ullrichlein soweit zufrieden alles schön. Sonntag, d. 5. Auf wiedersehen! Hoffe, es hilft ein wenig weiter. Viele Grüße Olaf
evwezel Am: 01.08.2026 06:46:51 Gelesen: 15903 # 4493
@ DERMZ [#4492] Hallo Olaf, vielen lieben Dank für deine Korrekturlesung! An „Mops“ hatte ich nicht gedacht, aber diese Lösung ist eigentlich ganz logisch. Ich war übrigens erstaunt, dass ich einen ganzen Satz übersehen habe! Den Namen „Pirnsch“ hatte ich ebenfalls im Adressbuch von Leipzig nachgeschlagen. Falls es jemanden noch interessiert, zeige ich hier das Ergebnis: Zunächst habe ich noch eine kleine Bemerkung. Du hast Umg(ebung). und Ausst(ellung) zu Umg.(ebung) und Ausst.(ellung) korrigiert, aber ich denke, dass ich meine Notation bevorzuge. Für mich liest sich das angenehmer. Olaf, ich bedanke mich nochmals ganz herzlich. Du hast mir sehr weitergeholfen! Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 01.08.2026 08:17:39 Gelesen: 15667 # 4494
@ evwezel [#4493] Hallo Emiel, ein Erdbeben in Leipzig - interessant! Noch ein paar Kleinigkeiten: doppelseitiger Lungenentzündung, der sah ganz anderes die Verlobung überhaupt etwas zu schnell, denke, daß Text oben (kopfüber) Muß wegen der Karte umkehren Der vermeintliche Strich über dem „u“ von „dazu“ gehört zum Wort mitzuteilen Ganz unten auf der Karte habe ich noch keine passende Idee. Das Wort "hört(?)" kann es aber nicht sein. Als Ergänzung zum Salto-Mortale-Mensch-Flugplatz eine Ansichtskarte: Es dürfte der französische Pilot Adolphe Pégoud gewesen sein, den sie gesehen haben. Er war der erste Flieger, der am 1. September 1913 in Frankreich einen Looping flog und der Welt das kontrollierte Fliegen in Rückenlage demonstrierte. Er machte danach zahlreiche Flugvorführungen auch in Deutschland. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 01.08.2026 09:01:54 Gelesen: 15623 # 4495
@ volkimal [#4494] Hallo Volkmar, vielen Dank für die Korrektur und deine Ergänzung! Bei „Longentzündung“ statt „Lungenentzündung“ habe ich offensichtlich Niederländisch und Deutsch miteinander vermischt. Das passiert mir manchmal, wenn ich müde bin … Den Piloten habe ich in meinem Beitrag als Gustav Tweer identifiziert. Siehe den letzten Teil meines Beitrags. Viele Grüße Emiel
DERMZ Am: 01.08.2026 10:40:05 Gelesen: 15549 # 4496
Guten Tag, heute ist Nationalfeiertag in der Schweiz, da verlässt man am Besten das Haus nicht, wenn man an der Grenze wohnt - Einkaufstourismus in Vollendung. Von daher kämpfe ich mit meinem Schrift-Ego, wahrscheinlich bin ich von Thüringen so vereinnahmt, daß ich mir nichts anderes vorstellen kann. Ich suche den Ort, an den die Karte ging. Ich lese: Familie Philipp Wagner (kann auch Wegner sein) Sch??? Mühle ./. Die besten Grüße von hier sendet Euch - Fritz So, wo steht die Mühle? Die besten Grüße Olaf
volkimal Am: 01.08.2026 10:50:15 Gelesen: 15544 # 4497
@ evwezel [#4495] Hallo Emiel, ich war so auf den Text der Karte fixiert, dass ich ganz vergessen habe, den unteren Teil deines Beitrags zu lesen. An Gustav Tweer hatte ich auch gedacht, von ihm habe ich allerdings nicht die Karte mit der Flugfigur Salto mortale. Es gibt die gleiche Karte aber auch von Gustav Tweer [1]. Gustav Tweer hat übrigens ein sehr ungewöhnliches Flugzeug von Hans Grade mit zwei Fahrgestellen geflogen. Damit hätte man notfalls auch kopfüber landen können [2]. Viele Grüße Volkmar [1] http://www.luftfahrt-erfurt.de/seite3025.htm [2] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=202415
volkimal Am: 01.08.2026 11:00:06 Gelesen: 15538 # 4498
@ DERMZ [#4496]

Hallo Olaf,

ich lese "Schneidhein i/T." Damit dürfte der Ort "Schneidhain im Taunus" gemeint sein.

Viele Grüße
Volkmar
evwezel Am: 01.08.2026 11:10:30 Gelesen: 15529 # 4499
@ volkimal [#4497] Hallo Olaf, vermutlich handelt es sich um die Rote Mühle [1]. Viele Grüße Emiel [1] https://www.landgasthof-rotemuehle.com/geschichte/
DERMZ Am: 01.08.2026 12:11:01 Gelesen: 15496 # 4500
@ volkimal [#4498] @ evwezel [#4499] Danke Volkmar und Emiel, ich war zu sehr auf Thüringen verbohrt, den Taunus hatte ich ausgeblendet. Und ja, ich denke, es handelt sich hier um die "Rote Mühle". Die besten Grüße Olaf
User #357456033 Am: 02.08.2026 09:49:26 Gelesen: 15095 # 4501
Bräuchte mal wieder Hilfe beim Entziffern eines Empfängers / Absenders. Ich kann weder den Absender auf der Rückseite vollständig lesen, noch den Empfänger auf der Vorderseite sicher entziffern. Auch der genaue Zustellort ist für mich unklar. Soweit ich erkennen kann, wurde der Brief über die Landpoststelle Utersum eingeliefert [Landpoststempel 24b „Nordseeheilstätte Utersum über Wyk (Föhr)“] und anschließend im Postamt Wyk auf Föhr am 16.12.1949 gestempelt. Vielen Dank für jede Hilfe!
kdoe Am: 02.08.2026 10:00:59 Gelesen: 15092 # 4502
Hallo also ich lese Herrn Friedrich Hörnig (10a) Rammenau 20 / ü Bischofswerda in Sachsen Den Absender kann ich nicht entziffern, da das Bild oben etwas abgeschnitten ist Gruß Klaus
User #357456033 Am: 02.08.2026 10:09:20 Gelesen: 15085 # 4503
@ kdoe [#4502] Bild kann ich nachreichen, es wird knapp oben: Schon mal vielen Dank für dein Bemühen.
volkimal Am: 02.08.2026 10:58:50 Gelesen: 15062 # 4504
@ Post-Bote [#4503] Hallo, Abs. E. Reeh Utersum / Föhr Kurheim Viele Grüße Volkmar
User #357456033 Am: 02.08.2026 11:30:52 Gelesen: 15049 # 4505
@ kdoe [#4502] @ volkimal [#4504] Absender: E. Reeh Utersum / Föhr Kurheim Empfänger: Friedrich Hörnig,(10a) Rammenau 20 / ü Bischofswerda in Sachsen Einfach nur Klasse, vielen Dank euch beiden, schönen Sonntag noch.
DERMZ Am: 03.08.2026 09:32:05 Gelesen: 14596 # 4506
Guten Morgen, Trugschluß ! - Das Experiment ist gescheitert, die Wahrheit bewiesen ... ich habe den folgenden Brief drei Jahre auf meinem Schreibtisch versteckt und gehofft, daß die Buchstaben-Elfen eines Nachts kommen werden und mir den fehlenden Text leserlich aufschreiben und meine Fehler korrigieren. Nun, es scheint die Buchstaben-Elfen nicht zu geben. Auch möchte ich mich gleich um Verzeihung bitten, wenn ich jetzt der werten Leserschaft viel Zeit klaue. Ich zeige den Brief erst als Gesamtes und dann drösel ich ihn mit meinen "Übersetzungen" auf. Adresse: Herrn Th. Neubürger. stud. med. Stockenstraße im Heidelberger Fuß in Bonn 1. Textseite: Marburg den 5/7 50. Lieber Neubürger! Es ist doch gut, daß Du mich in Deinem Geiste nicht ganz vergessen hast. Obgleich ich es Dir nicht übel nehmen kann, wenn Du Marburg und Alles, was darin ist, soweit wie möglich aus Deinem Gedächtniß auszulöschen tust. Die Erinnerungen an dieses Musen- nest sind besonders für Dich so unerquicklich, daß es ein wahrhaft großartiger Zug ist, wenn Du auch mir etwas Papier und Tinte einem Anderen zu liebe hinzuschicken magst. Was mich betrifft, so hat mir Dein Brief sehr viel Freude gemacht. Es ist Einem doppelt lieb, wenn es einem ehemaligen Leidensgefährten gut geht, einmal des Freundes halber dann aber auch, indem der auch Leidend sieht, das es doch noch eine Möglichkeit gutes erlöst zu werden. Die Erzählungen von den Abenteuern unserer Herrn Lands- leute hat mich sehr erquickt und mir neue Beweise für die Ansicht gegeben, daß keiner zur Universität kommt, der im ersten Semester in irgend einer Beziehung zu … Lehrgeld getan zu müssen. … scheint etwas eine Ausnahme zu machen u sein erstes Semester ist …. noch nicht herum. Was Dein Collegien betrifft, so war es mir besonders angenehm zu hören, das die Z... so gut ge- fällt, und besonders daß es so freundlich ist; ich hatte Gott weiß mehr, das Gegenteil gehört. Wie steht es denn mit der Botanik? Ich werde am Ende nächsten Jahres ein Repetitorium bei Dir nehmen müßen, da ich leider im Augenblick ziemlich heraus- gekommen bin. Ich habe nämlich für derartige Beschäftigungen sehr wenig Zeit in diesem Semester. Ich weiß nicht, ob ich Dir schon gesagt habe, was ich tue jedenfalls kann ich Dir jetzt ein besseres Urtheil über die verschiedenen S... mittheilen, als im Anfang des Semesters die organische Chemie bei Bunsen ist ausgezeichnet, wie Du Dir denken kannst; er bringt sie sehr in … u. klar war, und obgleich so gut wie gar keine Argu- mente darin gemacht wurden, es ist mir das Colleg doch bei weitem lieber, als die unorganische im 2. Textseite: vorigen Meister. - Fritz hat die Neurologie recht gut gelegen; er ist jetzt an den Sinnesorganen ???, und auch mit dem Gehörorgan schon fertig. Uebrigens ist er noch ganz der alte; er … sich so oft, wie es geht, politisiert und dann kritisiert mit großem Eifer und würde daher Euch am vorigen Sonn- tag in einer hier abgehaltenen … versamm- lung, welche … über die hessischen Landthagswahlen zum Zweck hatte als … gewählt. Herold ist ein schrecklicher Kerl. Sein Colleg ist zwar in mancher Beziehung ganz gut, namentlich schreibt er viel aus der vergleichenden Anatomie mit. Allein auf der anderen Seite entwickelt er Ansichten, von denen man kaum glauben sollte, daß sie auch ausge... werden könnten. So schreibt er von den … Zeiten mit Ihrem Mi....., von den „Modeausschnitten, wie Zellen Mutterzellen Tochterzelle, Schwesterzellen, Vetterzellen, u. dergleichen. Kurz eine Menge gänzlich veraltetem Unsinn. Mitunter muß er übrigens auch recht … Du …., und zuweilen sehr u... Zellen. Dabei bringt er einen hellgrünen (wenigstens scheint er mit dabei einmal gewesen zu sein) … große geprüfte Somm..., und einen mindestens 10 Jahre alten … - Sein Sohn ist in Berlin und es ge- fällt ihm, wie mir … schreibt, recht gut daß was ich dem neuen Sch... von Herzen gönne. Mit Nasse bin ich recht zufrieden. Er trägt die Mythologie recht gut, und auch recht klar vor, wenn sein Vortrag auch nicht gerade besonders schön ist. Neben diesem Colleg und dem damit verbundenen Publikum über Ent- wicklungsgeschichte – habe ich, zusammen mit Herrn Käßmann, ein P... bei ihm, worin wir schon viele hat über … … … u. Ihren .. fungen ge... haben. Nasse gibt uns dabei mit bewundernswürdiger Freundlichkeit und Freigebigkeit alle seine Apparate, Reagentien und auch …., ... B. einen Hund, dem wir zu Versuchen über die Ver- … einer Mengen... gelangt .. Untersuchte findet ein nicht … einen … dem … dann gelegen ist, daß keine Zuhörer etwas lernen, als Nassen …. Colleg uns das Praktikum nehme übrigens auch einen großen Theil meiner Zeit, nämlich mindestens den Nachmittag von 3 – 7 in …. Vormittags 3. Textseite: … ich … von 9-12 und wenn du nun noch außerdem 3 Stunden Colleg täglich dazurechnest, so wirst Du mit wohl glauben, daß mir wenig Zeit übrig bleibt, um zu Hause zu arbeiten und Briefe zu schreiben, und mir daher wohl nicht übel nehmen, daß ich dir nicht eher geantwortet habe. - Du wirst Dich wundern, daß ich dir eben Herrn Käßmann als Mittheilhemer von der …. … ge- nannt habe. Allein dieser Herr, derselbe, der uns vorigen Winter. durch seine …. Witze. so gelangweilt, gefällt mir jetzt recht gut; er ist in diesem Semester fleißig , und da es ihm An Anliegen nicht fehlt, hätte ich keinen besseren Mitarbeiter finden können. Was bei übrigen Marburger Volk, daß Studenten wohl betrifft, so weiß ich Dir darüber nicht viel Neues zu berichten; man kennt eben, wenn man zurückgezogen lebt, gar wenig Leute. Morgens habe ich, außer mit Hassel, der sich sehr schwer an das hiesige Leben gewöhnt, uns mit Käßmann und einigen Neuen Bekannten, und mit unserer Tischgesellschaft, diese be= steht noch aus 7 Mann: Hassel und ich, Gerland, Busse, Lutz und 2 …., die das Glück haben ein blaues … zu erlernen, zwei ganz nette Leute. Der Erste ist ein … recht …, … hat bedeutend abgenommen, im Ver- … zum vorigen Semester, … auch die geringe ... der A...; am Anfang des Semesters waren es noch 20-30. Nun aber zu dem, wenns Dich am meisten mit … Jahren, Dein Ge.... hat uns seit Pfingsten verlassen. Schon vorher … ihn Frau …. …, das er das Amt eines Ri.... …. bei uns niederlegte, was mir übrigens sehr lieb war, da er höchst unpünktlich war. Er ist jetzt, wie ich höre, Kellner in einer Gartenwirtschaft bei Cassel, auch läßt er dich, wenn ich nicht irre, grüßen. Die Unordnung im Kurhessischen Hause ist übrigens noch ganz dieselbe. An Johannes Stelle ist Euckers Sohn Eduard (Edi!) … getreten, ein recht widerwärtiger, … Junge; doch wenn ich nicht anders …, als daß die Bedienung sich etwas gebessert hat. Wenigstens habe ich mich in mein Schicksal ergeben u. auch Hassel ist bald zurück, doch kommen bei ihm hie und da noch … … Mith... … von M stehen also die Sachen hier. Er thut mir leid, dir … u. --- Dinge haben … zu müßen, allein ich kann die Sachen nicht anders machen, als bis hier. Einiges von Marburg, was ich Dir nicht geschrieben habe, findest Du vielleicht noch in Geigers Brief, der ihn 1. Seite Text rechts: Dir hoffentlich zeigen wird, wenn Du denn noch eines oder das Andere zu erfahren möchtest. Lebe nun wohl, und vergiß Marburger oder wenigstens meiner (an mch!) nicht ganz. Mit herzlichen Grüßen von Hassel u. Mir verbleibe ich Dein A. ???? 1. Seite Text links: Unsere Geldangelegenheit können wir in … In die Reihe bringen wenn es Dir recht ist. Ich habe fertig. Die besten Grüße Olaf
volkimal Am: 03.08.2026 14:22:34 Gelesen: 14314 # 4507
@ DERMZ [#4506] Hallo Olaf, mit etwa der Hälfte bin ich gerade durch. Jetzt mache ich erst einmal eine Pause. Hier mein Ergebnis: Marburg den 5/7 50. Lieber Neubürger! Es ist doch gut, daß Du mich in Deinem Glücke nicht ganz vergessen hast. Obgleich ich es Dir nicht übel nehmen kann, wenn Du Marburg und Alles, was darin ist, soviel wie möglich aus Deinem Gedächtniß auszulöschen suchst. Die Erinnerungen an dieses Musen- nest sind besonders für Dich so unerquicklich, daß es ein wahrhaft großartiger Zug ist, wenn Du auch mir etwas Papier und Tinte einem Anderen zu liebe hinzuschicken magst. Was mich betrifft, so hat mir Dein Brief sehr viel Freude gemacht. Es ist Einem doppelt lieb, wenn es einem ehemaligen Leidensgefährten gut geht, einmal des Freundes halber dann aber auch, indem er mich(?) Leidend kein u-Strich vorhanden sieht, das es doch noch eine Möglichkeit gutes erlöst zu werden. Die Erzählungen von den Abenteuern unserer Herrn Lands- leute hat mich sehr ergötzt und mir neue Beweise für die Ansicht gegeben, daß keiner zur Universität kommt, ohne im ersten Semester in irgend einer Beziehung tüchtig Lehrgeld geben zu müssen. Rommel(?) scheint etwas eine Ausnahme zu machen u sein erstes Semester ist freilich(?) noch nicht herum. Was Deine Collegien betrifft, so war es mir besonders angenehm zu hören, das die Z... so gut ge- fällt, und besonders daß es so freundlich ist; ich hatte Gott weiß woher, das Gegenteil gehört. Wie steht es denn mit der Botanik? Ich werde am Ende nächsten Jahres ein Repetitorium bei Dir nehmen müßen, da ich leider im Augenblick ziemlich heraus- gekommen bin. Ich habe nämlich für derartige Beschäftigungen sehr wenig Zeit in diesem Semester. Ich weiß nicht, ob ich Dir schon gesagt habe, was ich tue jedenfalls kann ich Dir jetzt ein besseres Urtheil über die verschiedenen S... mittheilen, als im Anfang des Semesters die organische Chemie bei Bunsen ist ausgezeichnet, wie Du Dir denken kannst; er bringt sie sehr in teressant u. klar vor, und obgleich so gut wie gar keine Experi- mente darin gemacht wurden, es ist mir dies Colleg doch bei weitem lieber, als die unorganische im 2. Textseite: vorigen Winter. - Fritz hat die Neurologie recht gut gelesen; er ist jetzt an den Sinnesorganen, und auch mit dem Gehörorgan schon fertig. Uebrigens ist er noch ganz der alte; er schulmeistert sich so oft, wie es geht, politisiert und dann kritisiert mit großem Eifer und würde daher Euch am vorigen Sonn- tag in einer hier abgehaltenen Democraten(?) versamm- lung, welche Berathung(?) über die hessischen Landthagswahlen zum Zweck hatte als Präsident gewählt. Den Rest schaue ich mir nachher an. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 03.08.2026 16:10:42 Gelesen: 14204 # 4508
@ volkimal [#4507] Hallo Volkmar, ich bin unterwegs nach Hause, aber mit dem Handy ist nichts zu machen. 1. Seite Text links Unsere Geldangelegenheit können wir in Frankfurt in die Reihe bringen wenn es Dir recht ist. Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 03.08.2026 17:07:16 Gelesen: 14156 # 4509
@ evwezel [#4508] Hallo Emiel, dann mache ich jetzt etwas weiter. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 03.08.2026 17:09:44 Gelesen: 14153 # 4510
@ volkimal [#4507] und [#4509] Danke Volkmar und Emiel, das hilft alles schon ein riesiges Stück weiter. DANKE DANKE DANKE Alles Gute wünscht Olaf
volkimal Am: 03.08.2026 19:00:31 Gelesen: 14090 # 4511
@ DERMZ [#4510] Hallo Olaf, jetzt folgt der Rest. Ein paar Lücken bleiben noch, aber das meiste habe ich herausbekommen. Vielleicht kann Emiel oder du selbst die restlichen Lücken schließen. Herold ist ein schrecklicher Kerl. Sein Colleg ist zwar in mancher Beziehung ganz gut, namentlich schreibt er viel aus der vergleichenden Anatomie mit. Allein auf der anderen Seite entwickelt er Ansichten, von denen man kaum glauben sollte, daß sie auch ausgesprochen werden könnten. So schreibt er von den superklugen Leuten mit Ihrem Mikroskop, von den „Mode ausdrücken, wie Zellen Mutterzellen Tochterzelle, Schwester zelle, Vetter zelle, u. dergleichen. Kurz eine Menge gänzlich veralteter Unsinn. Mitunter macht er übrigens auch recht ??? u. Witze, und zuweilen sehr urkräftige(?) Zothen. Dabei trägt er einen hellgrünen (wenigstens scheint es dies(e) Farbe einmal gewesen zu sein) Rock große gestreifte Sommerhosen, und einen mindestens 10 Jahre alten R??? - Sein Sohn ist in Berlin und es ge- fällt ihm, wie mir Delhen(?) schreibt, recht gut daß was ich dem ??? Schelm von Herzen gönne. Mit Nasse bin ich recht zufrieden. Er trägt die Mythologie recht gut, und auch recht klar vor, wenn sein Vortrag auch nicht gerade besonders schön ist. Neben diesem Colleg und dem damit verbundenen Publikum über Ent- wicklungsgeschichte – habe ich, zusammen mit Herrn Käßmann, ein Practicum bei ihm, worin wir schon viele hat über Physiologische Versuche u. Un- tersuchungen gemacht haben. Nasse gibt uns dabei mit bewundernswürdiger Freundlichkeit und Freigebigkeit alle seine Apparate, Reagentien und auch Thiere, wie z. B. einen Hund, dem wir zu Versuchen über die Ver- dauung eine Magenfistel gelegt haben Ueberhaupt findet man nicht leicht einen Professor dem soviel daran gelegen ist, daß keine Zuhörer etwas lernen, als Nasse. Nasses Colleg uns das Practikum nehme übrigens auch einen großen Theil meiner Zeit, nämlich mindestens den Nachmittag von 3 – 7 in Anspruch. Vormittags 3. Textseite: präpariere ich Nerven(?) von 9-12 und wenn du nun noch außerdem 3 Stunden Colleg täglich dazurechnest, so wirst Du mit wohl glauben, daß mir wenig Zeit übrig bleibt, um zu Hause zu arbeiten und Briefe zu schreiben, und mir daher wohl nicht übel nehmen, daß ich dir nicht eher geantwortet habe. - Du wirst Dich wundern, daß ich dir eben Herrn Käßmann als Mittheilnehmer an den physiolog. Practicum ge- nannt habe. Allein dieser Herr, derselbe, der uns vorigen Winter. durch seine schlechte Witze. so gelangweilt, gefällt mir jetzt recht gut; er ist in diesem Semester fleißig , und da es ihm an Anliegen nicht fehlt, hätte ich keinen besseren Mitarbeiter finden können. Was bei übrigen Marburger Volk, d.h. Studenten volk betrifft, so weiß ich Dir darüber nicht viel Neues zu berichten; man kennt eben, wenn man zurückgezogen lebt, gar wenig Leute. Umgang habe ich, außer mit Hassel, der sich sehr schwer an das hiesige Leben gewöhnt, uns mit Käßmann und einigen seiner Bekannten, und mit unserer Tischgesellschaft, diese be= steht noch aus 7 Mann: Hassel und ich, Gerland, Busse, Lotz und 2 ???, die das Glück haben im blauen ??? zu wohnen, zwei ganz nette Leute. Der Erste ist im Ganzen nicht schlecht, es(?) hat bedeutend abgenommen, im Ver- hältniß zum vorigen Semester, daher auch die geringe Anzahl der Abonennten(?); am Anfang des Semesters waren es noch 20-30. Nun aber zu dem, was Dich am meisten int(eressiert). Johann(?), Dein Günstling hat uns seit Pfingsten verlassen. Schon vorher ??? ihn Frau Eucke(?) so lange, bis er das Amt eines Stiefel??? bei uns niederlegte, was mir übrigens sehr lieb war, da er höchst unpünktlich war. Er ist jetzt, wie ich höre, Kellner in einer Garten wirthschaft bei Cassel, auch läßt er dich, wenn ich nicht irre, grüßen. Die Unordnung im Kurhessischen Hause ist übrigens noch ganz dieselbe. An Johannes Stelle ist Euckers Sohn Eduard (Edi!) als Aufwärter(?) getreten, ein recht widerwärtiger, ??? Junge; doch kann ich nicht anders sagen, als daß die Bedienung sich etwas gebessert hat. Wenigstens habe ich mich in mein Schicksal ergeben u. auch Hassel ist bald soweit, doch kommen bei ihm hie und da noch so gelinde(?) Wuthausbrüche vor So stehen also die Sachen hier. Es thut mir leid, dir so unerquicklich Dinge haben ??? zu müßen, allein ich kann die Sachen nicht anders machen, als sie sind. Einiges von Marburg, was ich Dir nicht geschrieben habe, findest Du vielleicht noch in Geigers Brief, der ihn 1. Seite Text rechts: Dir hoffentlich zeigen wird, wenn Du denn noch eines oder das Andere zu erfahren wünschest. Lebe nun wohl, und vergiß Marburgs oder wenigstens meiner (an mich!) nicht ganz. Mit herzlichen Grüßen von Hassel u. mir verbleibe ich Dein A. ???? 1. Seite Text links: Unsere Geldangelegenheit können wir in Frankfurt In die Reihe bringen wenn es Dir recht ist. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 03.08.2026 19:17:16 Gelesen: 14073 # 4512
@ volkimal [#4511] Hallo Volkmar, ich bin ganz erstaunt, wie viel du in relativ kurzer Zeit herausbekommen hast! Herold ist ein schrecklicher Kerl. Sein Colleg ist zwar in mancher Beziehung ganz gut, namentlich schreibt er viel aus der vergleichenden Anatomie mit. Allein auf der anderen Seite entwickelt er Ansichten, von denen man kaum glauben sollte, daß sie auch ausgesprochen werden könnten. So schreibt er von den superklugen Leuten mit Ihrem Mikroskop, von den „Mode ausdrücken, wie Zellen Mutterzellen Tochterzelle, Schwester zelle, Vetter zelle, u. dergleichen. Kurz eine Menge gänzlich veralteter Unsinn. Mitunter macht er übrigens auch recht amüsan(?)- te Witze, und zuweilen sehr urkräftige(?) Zothen. Dabei trägt er einen hellgrünen (wenigstens scheint es dies(e) Farbe einmal gewesen zu sein) Rock große gestreifte Sommerhosen, und einen mindestens 10 Jahre alten R??? hut(?) - Sein Sohn ist in Berlin und es ge- fällt ihm, wie mir Delhen(?) schreibt, recht gut daß was ich dem armen(?) Schelm von Herzen gönne. (…) Was bei übrigen Marburger Volk, d.h. Studenten volk betrifft, so weiß ich Dir darüber nicht viel Neues zu berichten; man kennt eben, wenn man zurückgezogen lebt, gar wenig Leute. Umgang habe ich, außer mit Hassel, der sich sehr schwer an das hiesige Leben gewöhnt, uns mit Käßmann und einigen seiner Bekannten, und mit unserer Tischgesellschaft, diese be= steht noch aus 7 Mann: Hassel und ich, Gerland, Busse, Lotz und 2 ???, die das Glück haben im blauen Mütz[1] zu wohnen, zwei ganz nette Leute. Der Erste ist im Ganzen nicht schlecht, es(?) hat bedeutend abgenommen, im Ver- hältniß zum vorigen Semester, daher auch die geringe Anzahl der Abonennten(?); am Anfang des Semesters waren es noch 20-30. Nun aber zu dem, was Dich am meisten int(eressiert). Johann(?), Dein Günstling hat uns seit Pfingsten verlassen. Schon vorher ??? ihn Frau Eucke(?) so lange, bis er das Amt eines Stiefel???[2] bei uns niederlegte, was mir übrigens sehr lieb war, da er höchst unpünktlich war. [1] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Corps_Teutonia_zu_Marburg [2] ich bin mir sicher, dass Volkmar mit „Stiefel” richtig liegt. Siehe auch https://api.pageplace.de/preview/DT0400.9783110884531_A38649581/preview-9783110884531_A38649581.pdf Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 03.08.2026 21:28:01 Gelesen: 13973 # 4513
@ evwezel [#4512] Das Amt eines Stiefelfuchses? Professor Nasse liest wohl Physiologie, nicht Mythologie. namentlich theilt(?) er viel aus der vergleichenden Anatomie mit. Das Essen ist im Ganzen nicht schlecht
Gauss Am: 03.08.2026 21:53:32 Gelesen: 13952 # 4514
@ volkimal [#4511] daß seine Zuhörer etwas lernen, Aufwärter lese ich auch. Ein widerwärtiger, frecher Junge.
chris63 Am: 03.08.2026 23:48:02 Gelesen: 13864 # 4515
@ DERMZ [#4506] Hallo Olaf, hoffe mich nicht verzählt zu haben, bei noch 30 Grad. S.1 Z.15ff Freundes halber, dann aber auch, indem der noch Leidende sieht das es doch noch eine Möglichkeit gebe, erlöst S.1 Z.26 angenehm zu hören, das dir Triviums so gut ge- (Trivium - Dreiweg, Vorlesung über Rhetorik, Grammatik und Dialektik) S.1 Z.37 Vorlesungen mittheilen,.... S.2 Z.5 oft, wie es geht, politisiert und demokratisiert mit S.3 Z.21 und 2 Pharmazeuten, die das Glück haben im blauen S.3 Z.28 Schon vorher chicanierte ihn Frau Eucker so lange, bis er das S.3 Z.33 Die Unordnung im Euckerschen Hause ist übrigens noch S.3 Z.42 unerquicklich Dinge haben auftischen zu müssen, allein gruß Christof
DERMZ Am: 04.08.2026 04:57:24 Gelesen: 13618 # 4516
@ volkimal [#4511] @ evwezel [#4512] @ Gauss [#4513] @ chris63 [#4515] Guten Morgen, es gibt sie doch, die Schrift-Elfen!!! Vielen lieben DANK Euch ALLEN, ich war mir sicher, den Text bekomme ich NIE gelesen bzw. übersetzt - das Gegenteil ist der Fall. DANKE DNAKE DANKE DANKE DANKE!!! Eure Hilfe ist unbezahlbar! Alles Gute wünscht Olaf
Totalo-Flauti Am: 04.08.2026 17:28:51 Gelesen: 12930 # 4517
Liebe Sammlerfreunde,

auf einem Luftpostbrief aus Leipzig vom 02.08.1934 nach Amsterdam ist ein Zettel vom "Luftpostamt Leipzig C2" angebracht, worauf ein handschriftlicher Vermerk/ Leitweg ist, den ich nicht vollständig lesen kann. Ich erkenne ein J, i, e, n, e, n und dann -weg über E 136. Das Wort wäre also "Jienenweg". Damit kann ich aber überhaupt nichts anfangen. Meine Frage wäre, ob ich das überhaupt richtig lese. Vielen herzlichen Dank für Eure Hilfe im Voraus.

Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.

evwezel Am: 04.08.2026 18:17:21 Gelesen: 12879 # 4518
@ Totalo-Flauti [#4517] Ich lese "Hienenweg über". Das hilft leider nicht weiter. Soweit ich weiß, gibt es nämlich keinen „Hienenweg“. Könnte vielleicht einfach "Hinweg über" gemeint sein? Viele Grüße Emiel
DERMZ Am: 13.08.2026 02:35:05 Gelesen: 6869 # 4519
Guten Morgen, ich gehe davon aus, das Empfänger Willy Werner den Text lesen konnte, mir fehlen wieder einzelne Worte. Ich habe zwei Karten an ihn, (leider) von verschiedenen Absendern. Karte 1: Herrn Stud. theol. Willy Werner Hier Untere Rosenstraße 7 Marburg i.H. 16. Januar 1914. Geehrter Herr Werner! Zufällig traf ich heute Herrn Professor Sievers, der mir denselbe Wunsch ausdrückte und gleichzeitig erhalte ich von Herrn Professor Rade eine Zuschrift in demselben Sinn. Ich bin sehr mit einer Ver- schiebung des Vortrags auf den nächstfolgenden Donner- stag, den 29. Januar einverstanden. Mir war wie wohl Ihnen auch von dem geplanten Vortrag der ???? ??? nicht bekannt. Mit bestem Gruß Cie. Günther Lutherstr. 10 Karte 2: Herrn stud. theol Werner Marburg Marburg 25. Februar 1914 E????? der ???? arbeiten Samstag den 28. Februar früh 1/2 9 im Seminar Boehmer Wer kann mir die Fragezeichen durch sinnvollen Text ersetzen? Die besten Grüße Olaf
volkimal Am: 13.08.2026 10:14:09 Gelesen: 6740 # 4520
@ DERMZ [#4519]

Hallo Olaf,

unsere Enkel sind hier und wollen mit mir spielen. Daher nur ein Wort. Die zweite Karte fängt an mit "Besprechung der".

Viele Grüße
Volkmar
evwezel Am: 13.08.2026 11:01:17 Gelesen: 6719 # 4521
@ DERMZ [#4519] Hallo Olaf, das erste fehlende Wort kann ich sofort lösen: Mir war wie wohl Ihnen auch von dem geplanten Vortrag des Herrn Witte(?) nichts bekannt. Viele Grüße Emiel
DERMZ Am: 14.08.2026 02:49:28 Gelesen: 6448 # 4522
@ volkimal [#4520] @ evwezel [#4521] Danke Volkmar und Emiel Die Besprechung der ??? arbeiten - besten DANK dafür, jetzt lese ich "Rependien- arbeiten", aber das Wort macht mir keinen Sinn. Der Herr Witte macht absolut Sinn, jetzt erkenne ich es auch - danke Emiel. Die besten Grüße Olaf
volkimal Am: 14.08.2026 08:45:34 Gelesen: 6318 # 4523
@ DERMZ [#4522] Hallo Olaf, ich habe natürlich auch nach dem fehlenden Wort gesucht. Die Möglichkeiten, die ich sehe: Der Anfang: wahrscheinlich entweder "R" oder "St". Zweiter Buchstabe: ein Vokal, vermutlich "e" Dritter Buchstabe: wahrscheinlich "p: oder "z" Das Ende: wahrscheinlich "dien" evtl. auch "tien". Dazwischen sind noch 3 oder sogar 4 Buchstaben. Dabei kommen am ehesten in Frage "e", "a", "r" und "n". Ein sinnvolles Wort ist mir leider bisher nicht eingefallen. Viele Grüße Volkmar
DERMZ Am: 14.08.2026 09:10:35 Gelesen: 6306 # 4524
@ volkimal [#4523] Guten Morgen Volkmar, was denkst Du über Stependien-Arbeiten? Oder besser Stipendien-Arbeiten? Beste Grüße Olaf
volkimal Am: 17.08.2026 17:04:40 Gelesen: 4399 # 4525
@ DERMZ [#4524] Hallo Olaf, wir waren drei Tage auf einer Radtour. Daher die verspätete Antwort. Das Wort "Stependien" passt zwar in etwa zum Schriftbild der Karte. So richtig zufrieden bin ich aber damit nicht. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 17.08.2026 17:14:26 Gelesen: 4393 # 4526
Hallo zusammen, hier eine Postkarte von Friedrich Lienhard vom 29.09.1919 aus Weimar an Großvater. Friedrich Lienhard war ein deutscher Schriftsteller und Protagonist der völkischen Heimatkunstbewegung. Der handschriftliche Kommentar ist von meiner Großmutter. Lienhard schreibt: Herrn Pastor Herm. Werdermann Gransee Bez. Potsdam Weimar, 29. Sept. 19 Seien Sie bedankt! Ja, im Pastor Arnold steckt manches von Wehrung und seinem Hu naweier in dem er noch sitzt. Ihre Schrift behandelt ein gewichtiges Thema. Oft tritt jetzt die Frage auch an mich heran: wie können Literatur und Christentum (bzw. Dichtung und ???) wieder in befruchtende Wechselwirkung treten? Ergebensten Gruß Lienhard Wer kann das fehlende Wort herausbekommen? Über Pastor Wehrung aus Hunaweier habe ich schon einiges geschrieben [1]. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=46825#M12
Gauss Am: 17.08.2026 17:23:39 Gelesen: 4386 # 4527
@ volkimal [#4526] Kirche?
volkimal Am: 17.08.2026 17:38:06 Gelesen: 4369 # 4528
@ Gauss [#4527] Hallo Gauss, super - Kirche passt ausgezeichnet. Auf ein "K" bin ich einfach nicht gekommen. Lienhards Schrift bzw. Buchstaben sind allerdings zum Teil recht kreativ. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 17.08.2026 18:27:02 Gelesen: 4344 # 4529
@ volkimal [#4526] Hallo Volkmar, Dichtung und Kirche? Ah, zu spät… Ich hatte den Beitrag von Gauss noch nicht gelesen. Viele Grüße Emiel
10Parale Am: 24.08.2026 16:39:32 Gelesen: 44167 # 4530
In meiner Rumänien Inflationssammlung 45 - 47 habe ich viele viele Briefe an Albert Wollmann, Berufsbezeichnung Hilfssekretär. Nun habe ich endlich mal ein Brief vom 18. Januar 1948 erhalten, nach der Inflation, aber mit Inhalt und dieser ist auch noch in deutscher Sprache gehalten. Leider wohl Sütterlin. Einem fleißigen Übersetzer würde ich mich sehr dankbar zeigen, versprochen. Aber ich könnte daraus Schlüsse ziehen, weshalb so viele Rumänen diesem Herrn wohl mit deutscher Abstammung ihre Korrespondenz sendeten. Liebe Grüße 10Parale
evwezel Am: 24.08.2026 21:11:39 Gelesen: 43949 # 4531
@ 10Parale [#4530] Hallo 10Parale, Ich habe heute leider nicht viel Zeit. Vielleicht kann jemand die Lücken noch entziffern. Viele Grüße Emiel —-- Hermannstadt, 27. Dezember 1947  Sehr geehrter Herr Wollmann, In wenigen Tagen geht wieder ein Jahr voll Leid, Not u. Qual zu Ende u. wir wissen nicht was uns das Kom- mende bringt. Wir wissen aber, daß unsrer Landsleute in Amerika zu- sammenstehen zu einem großen Hilfswerk um die Not u. Blöße unserer aus Rußland Heimgekehrten u. den Flüchtlingen zu lindern, wofür wir Ihnen Allen von ganzem Herzen danken. Möge Ihnen Allen das Schicksal in reichem Maaße vergüten, was Sie für unsere Lieben tun. Wenn die heimatlichen Sylvesterglocken uns das neue Jahr läutend verkünden, wollen wir Gott bitten Sie alle zu segenen für das Hilfswerk in der größten Not, denn wir können nichts tun als den Allmächtigen bitten. Er möge uns allen in letzter Stunde helfen. In diesem Sinne sehr geehrter Herr Wollmann bitten wir Sie unsere Lieben laut beiliegender Liste, davon 95% Rußlandheimkehrer u. der Rest Flüchtlinge sind in Ihre betreuende Obhut zu nehmen oder an andere Organisationen weiterzuleiten u. sind Sie versichert, daß alle diese (…) für die kleinste Hilfe von Herzen dankbar sind. Wir werden uns erlauben Ihnen noch weitere Adressen zukommen zu lassen. Uns hier hält nur der Glaube u. die Hoffnung aufrecht. „Trotz allem, er(…)!” Mit den besten Grüßen u. Wünschen (…) Bauer — Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 24.08.2026 21:19:25 Gelesen: 43930 # 4532
@ evwezel [#4531] Hallo Emiel, auf die Schnelle nur die Lücken: zu lindern diese Darbenden Trotz allem erstrecht! Silke(?) Bauer Viele Grüße Volkmar
10Parale Am: 25.08.2026 15:06:32 Gelesen: 42457 # 4533
@ evwezel [#4531] Hallo Emiel, vielen herzlichen Dank für diese wunderbare Übersetzung. Das Wort Hilfssekretär, welches oft in der Anschrift benutzt wird, hat also nichts mit der Berufsbezeichnung des Hr. Wollmann zu tun, sondern will heißen, dass er für eine Hilfsorganisation tätig war, die sich wohl um Auswanderer kümmerte, die Rumänien nach dem 2. Weltkrieg verließen oder noch verlassen wollten. Da Rumänien mit Nazi-Deutschland kooperierte, bevor es den großen Schwenk verfolgte, war es nicht verwunderlich, dass viele Menschen in russischer Kriegsgefangenschaft landeten. Man nannte sie "die Heimgekehrten" und ich habe selbst noch im Ohr, wie mein Großvater, der selbst in Russland in Gefangenschaft war, von seiner Heimkehr sprach. Freiwillig war er weder Soldat noch Gefangener, es war nun mal das Schicksal dieser Menschen, oder? Allerdings hatte mein Großvater das Glück, in Bayern zu wohnen und selbst noch 5 Kinder in die Welt gesetzt zu haben, die ihn dann umsorgten und seine Rentenzeit erträglich machten. Vielleicht hat er in Kriegsgefangenschaft auch rumänische Landsleute kennen gelernt. Allerdings verlor über diese harte Zeit kaum Worte, er wollte damit wohl niemand "belästigen". Insofern macht die Notiz auf der Rückseite in englischer Sprache auch wieder Sinn, eine Art Arbeitsauftrag, eine Liste mit neuen Hilfsbedürftigen zu ergänzen. Die Vorderseite des Briefes ist auch ansehnlich, mit 87 Lei (roter Maschinenstempel) und der Zuschlagsmarke (für die Folgen des Krieges) portogerecht und hier auch mal sinngerecht frankiert. Liebe Grüße 10Parale
evwezel Am: 26.08.2026 10:25:58 Gelesen: 40274 # 4534
@ 10Parale [#4533] @ volkimal [#4532] Hallo 10Parale und Volkmar, zuerst vielen Dank an Volkmar fürs Schließen der Lücken! Es freut mich, dass Du etwas mit meiner Transkription anfangen konntest. Viele Grüße Emiel Hast Du auch einen „normalen” Name? Ich finde es immer angenehmer, jemanden mit seinem eigenen Namen anzusprechen.
10Parale Am: 27.08.2026 17:41:08 Gelesen: 37806 # 4535
@ evwezel [#4534] Hallo Emiel, Hast Du auch einen „normalen” Name? Ich finde es immer angenehmer, jemanden mit seinem eigenen Namen anzusprechen. Mein "normaler" Name ist Stephan. 10Parale ist ein Name, der sich auf eine rumänische (Fürstentum Moldau) Briefmarke mit dem Nominalwert von 10 Parale beruft (es wurde in diesem Forum über diese Marke schon geschrieben). Zum Patent oder Markennamen habe ich mein Synonym noch nicht erhoben (Spass). Liebe Grüße Stephan
evwezel Am: 27.08.2026 21:07:33 Gelesen: 37681 # 4536
@ 10Parale [#4535] Guten Abend Stephan, ich habe natürlich nichts gegen Benutzernamen, aber es freut mich sehr, dass ich dich jetzt mit deinem Namen, „Stephan”, ansprechen kann! Du schriebst über deinen Großvater: Allerdings verlor er über diese harte Zeit kaum Worte, er wollte damit wohl niemand „belästigen”. Ich denke, dass er nicht die einzige Person war, die nicht gerne über diese Zeit gesprochen hat. Vor einigen Jahren habe ich die umfangreiche Korrespondenz von vier deutschen Brüdern transkribiert, die während des Ersten Weltkrieges an der West- und Ostfront kämpften. Ich hatte das Glück, zwei Enkel meiner Briefschreiber ausfindig machen zu können, und so zu erfahren, was später mit der Familie geschah (auch im Zweiten Weltkrieg). Mir ist im Laufe der Zeit klar geworden, dass die beiden Weltkriege für diese Familie sehr lange Schatten geworfen haben. Die heutige Generation hat manchmal keine Ahnung, was ihr Großvater oder Urgroßvater im Krieg erlebt oder getan hat. Ich bin einfach dankbar, dass ich selbst nie einen Krieg erleben musste. Es freut mich, dass ich ab und zu dabei helfen kann, ein Stück Familiengeschichte zurückzugeben. Liebe Grüße Emiel
volkimal Am: 28.08.2026 14:48:18 Gelesen: 37051 # 4537
Hallo zusammen, aus der Inflationszeit habe ich ein paar Belege von Superintendenten Harhausen aus Zehdenick an meinen Großvater in Löwenberg. Zum Schriftvergleich zeige ich insgesamt fünf Belege, von denen ich drei lesen konnte. Bei den restlichen zwei sind ein paar bzw. bei eienm Beleg noch sehr viele Lücken. Ich zeige sie in der zeitlichen Reihenfolge. Dadurch ist es sofort die erste Karte, bei der ich die meisten Probleme habe. Postkarte vom 06.04.1923. Mit 40 Mark (einschließlich der eingedruckten Marke) ist die Postkarte portogerecht. Ev. Pfarramt Löwenberg Mark Um ??? ???kollekte vom ??? ? Östl. Abtretungsgebiet Sgr M???, ??? (P???) ???. Gem. (Konfr.) Amtl. Mitt. II Mit ??? Gruß Harhausen Postkarte vom 12.09.1923. Amtl. Mitt. 1923 S 160, Pfarrbesoldung fehlt noch bitte umgehend Hrh. (= Harhausen) Vom 01.09. bis 19.09.1923 kostete eine Postkarte 30.000 Mark. Das bedeutet, dass insgesamt 30.000 : 200 = 150 Marken zu 200 Mark aufgeklebt werden mussten. Hier ist allerdings die Frage, wie viele und welche Briefmarken auf der Postkarte fehlen. Die oberste Reihe auf der Rückseite ist nicht gestempelt – dort hat vermutlich noch etwas geklebt. Außerdem können unten links auf der Vorderseite noch weitere Marken gewesen sein. Postkarte vom 18.09.1923 Zehdenick d. 18. Sept. 1923 in ??? ??? vom Konsistorium genehmigt? Um eine umgehende A?? ??? wird gebeten Ergebenst Harhausen Die vom Konsistorium überreicht werden wird. Leider ist auch hier die Frankatur nicht vollständig. Wenn es nur 100 Mark-Marken gewesen sind, wären für das Porto von 30.000 Mark 300 Marken zu 100 Mark erforderlich. Brief vom 25.09.1923. Ev. Gemeindekirchenrat Löwenberg Mark Zehd. d. 25. Sept. 1923 Für 24-30/9 für den Herrn Pfarrer zu künftiger Verrechnung 2200 Mil- lionen angewiesen. Steuerabzug nicht versäumen. Erg. Harhausen Vom 25.08 bis zum 14.12.1923 wurde die bare Verrechnung für den Briefverkehr zugelassen. Der Brief ist dementsprechend nicht frankiert, sondern die Gebühr von 250.000 Mark wurde bar bezahlt. Der Brief trägt den entsprechenden zweizeiligen Stempel „Gebühr bezahlt“ in rot. Postkarte vom 14.10.1923. Das Stempeldatum ist falsch eingestellt (14.11. statt 14.10.) Ev. Gemeindekir- chenrat Löwenberg Mark Am 12/10 f. s. Zeit v. 9/10 – 16/10 unter den bisherigen Bedingungen für den Herrn Pfarrer drei Tausend Acht Hundert Millionen angewiesen Erg. Hrh. (= Harhausen) "drei Tausend Acht Hundert Millionen" = 3.800 Millionen = 3,8 Milliarden Mark Vom 10.10. bis 19.10.1923 kostete eine Postkarte 2.000.000 Mark. Mit den 8 Marken zu 250 Tausend Mark ist die Postkarte portogerecht. Wer kann die Lücken im ersten bzw. dritten Beleg schließen? Wenn ihr irgendwo etwas anders lest, bitte angeben. An einigen Stellen bin ich mir nicht ganz sicher. Viele Grüße Volkmar
User #357456033 Am: 31.08.2026 12:04:05 Gelesen: 34186 # 4538
@ volkimal [#4537] Ich finde es bemerkenswert, wie viel du aus deinen Belegen herauslesen und übersetzen konntest, und hoffe, dir wird noch geholfen. Angesichts der Masse dessen, was du da herausgelesen hast, sollte es für die Profis hier im Thread, zu denen du gehörst, eine Kleinigkeit sein, die Rückseite meiner Karte auszulesen. Es handelt sich um eine portogerechte Fernpostkarte aus Ilshofen nach Tübingen aus der Zeit der Weimarer Republik. Vielleicht kann jemand von euch die sieben oder acht Wörter auf der Rückseite entziffern? Den Ort und das Datum kann ich zweifelsfrei lesen: Ilshofen, 30.5.22. Im Voraus besten Dank Post-Bote
Gauss Am: 31.08.2026 12:11:06 Gelesen: 34180 # 4539
@ Post-Bote [#4538] Den Empfang der ausstehenden Rest- bezahlung bestätigt Mark
User #357456033 Am: 31.08.2026 12:18:03 Gelesen: 34174 # 4540
@ Gauss [#4539] Einfach Klasse - Ganz herzlichen Dank für die schnelle Hilfe. Beste Grüße Post‑Bote
evwezel Am: 31.08.2026 12:45:16 Gelesen: 34156 # 4541
@ volkimal [#4537] Hallo Volkmar, ich habe mir deinen Text schon mehrmals angesehen, aber auch ich kann leider nicht viel mit den Lücken anfangen. Das einzige, das mir einfällt, ist: Um eine umgehende Aeu- ßerung wird gebeten In alten Zeitungen wird das Wort „Äußerung” manchmal auf diese Weise geschrieben. Viele Grüße Emiel
Gauss Am: 31.08.2026 14:49:33 Gelesen: 34105 # 4542
@ volkimal [#4537] Das sind aber harte Nüsse. Vielleicht heißt's auf der ersten Karte mit brdl. [brüderlichem] Gruß. Was auch nicht viel weiterhilft.
volkimal Am: 01.09.2026 09:33:37 Gelesen: 33599 # 4543
@ evwezel [#4541] @ Gauss [#4542] Hallo Emiel und Gauss, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Vielleicht kann man diesen Spruch auf die Karten auslegen. Der erste Anfang ist zumindest gemacht und zwei Lücken sind geschlossen. Ich werde die Belege ab und zu ansehen, und hoffe, dass dann noch eine Idee kommt. Viele Grüße Volkmar
Schradin Am: 01.09.2026 10:14:13 Gelesen: 33576 # 4544
Volkimal [#4537] Es geht zumindest um die "Ruhrkollekte" (eine kirchliche Spendenaktion im Rahmen der Ruhrkrise) Die Angaben in den Zeilen 3 und 4 könnten Orts- bzw. Gemeindenamen sein, die ich aber auch nicht zu entziffern weiß.
volkimal Am: 01.09.2026 16:01:51 Gelesen: 33317 # 4545
@ Schradin [#4544] Hallo, herzlichen Dank! Ich hatte Ruhekollekte gelesen, konnte das Wort natürlich nicht finden. An eine Ruhrkollekte hatte ich nicht gedacht. Wir wohnen direkt nördlich des Ruhrgebietes. Einen der Orte kann ich im Text der Karte nicht entdecken. Um die ??? Ruhrkollekte vom ??? ? Östl. Abtretungsgebiet Sgr M???, ??? (Palmarum) ???. Gem. (Konfr.) Amtl. Mitt. II Mit brdl. Gruß Harhausen In der ersten Zeile habe ich einmal das "die" ergänzt. Beim Wort Ruhrgebiet ist der i-Punkt ebenfalls rechts daneben über dem "e". In der zweiten Zeile konnte ich mir auch die Abkürzung von einem der kirchlichen Sonntagsnamen vorstellen. Jetzt habe ich gerade gegoogelt und dadurch in der dritten Zeile den Namen Palmarum = Palmsonntag = 25.03.1923 gefunden. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 01.09.2026 19:11:39 Gelesen: 33263 # 4546
@ volkimal [#4545] Hallo Volkmar, könnte es statt (Konfr.) nicht auch (Karfr(eitag).) sein? Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 01.09.2026 20:41:07 Gelesen: 33233 # 4547
@ evwezel [#4546] Hallo Emiel, super! Wieder ein Puzzlestein gefunden. Viele Grüße Volkmar
evwezel Am: 02.09.2026 07:17:52 Gelesen: 33051 # 4548
@ volkimal [#4547] Hallo Volkmar, noch eine Idee: Am dringendsten Ruhrkollekte Das „A” in „Am” könnte einfach schlampig geschrieben sein. Viele Grüße Emiel
volkimal Am: 02.09.2026 14:50:28 Gelesen: 32842 # 4549
@ evwezel [#4548] Hallo Emiel, schon wieder ein weiteres Wort - vielen Dank! In der zweiten Zeile könnte das erste Wort "dann" sein. Insgesamt sieht es dann so aus: Am dringendsten Ruhrkollekte dann ??? ? Östl. Abtretungsgebiet Sgr M???, ??? (Palmarum) ???. Gem. (Karfr.) Amtl. Mitt. II. Mit brdl. Gruß Harhausen Viele Grüße Volkmar
Richard Am: 05.09.2026 15:20:34 Gelesen: 24930 # 4550
Liebe Freunde alter Schriften, es kommt nur selten vor, das ich einen Brief von 1862 meines Heimatortes Burghaun (bis 2010) in Händen halte. Lesen kann ich ihn nicht, daher bitte ich um eine Inhaltsangabe oder wenn möglich eine Übersetzung. Freundliche Grüsse, Richard
volkimal Am: 05.09.2026 23:42:42 Gelesen: 24720 # 4551
@ Richard [#4550] Hallo Richard, ich würde es gerne "übersetzen", wir sind aber unterwegs und am Smartphone mag ich es nicht. Falls keiner schneller ist, mache ich mich am Dienstag oder Mittwoch daran. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 06.09.2026 17:49:54 Gelesen: 24309 # 4552
Hallo, ich zeige hier eine Bahnpostkarte. Oben auf der Rückseite steht der Wohnort des Absenders, den ich leider nicht lesen kann. Kann mir bitte jemand bei der Entzifferung helfen. Vielen Dank. Freundliche Grüße Detlef
volkimal Am: 06.09.2026 18:16:09 Gelesen: 24300 # 4553
@ dr31157 [#4552] Hallo Detlef, der Absender wohnte in Klotzsche, heute ein Stadtteil von Dresden. Viele Grüße Volkmar
dr31157 Am: 06.09.2026 18:27:44 Gelesen: 24291 # 4554
@ volkimal [#4553] Hallo Volkmar, jetzt sehe ich es auch. Vielen Dank. Freundliche Grüße Detlef
chris63 Am: 08.09.2026 06:36:06 Gelesen: 23044 # 4555
@ Richard [#4550] Hallo Richard, etliches geraten. Hochzuverehrender Herr Inspector! Ich verfehle nicht gehorsamst anzuzeigen daß ich nach Ihrer Weisung vom 29ten v. M. Gestern die Kirchenbücher von Buchenau an Herrn Braun in Neukirchen .... Dienst- siegel und vier Schlüssel der Repositur abgeliefert, die Repositur versiegelt. die h.[eiligen] Gefäße zum h. Abendmahl aber an Cantor Elsenbach zur Verwahrung übergeben habe ein Kirchenkasten (Gotteskasten) war nicht vorhanden. Indem ich schließlich die Reisekosten mit 2 r.[eichstaler] liquidiere habe ich die Ehre in vorzüglicher Hochachtung zu be-stehen gruß Christof Korrigierte Version, Buchenau statt Burghaun, 29 statt 20 und Kirchenkasten
logi Am: 09.09.2026 21:52:01 Gelesen: 22045 # 4556
Hallo Zusammen,

ich brauche Eure Hilfe für diesen Text !



Vielen Dank und Gruß
Lothar
DERMZ Am: 10.09.2026 04:07:33 Gelesen: 21929 # 4557
@ logi [#4556] Guten Morgen Lothar, meine Übersetzung ... Helmstadt Meine Lieben! Teile Euch mit das [ich] wieder hier bin, mit schlimmen Husten bin ich gereißt und bin damit wieder gekommen, ich konnte erst nicht wieder her kommen Wilhelm nahm mich mit, ich habe geschwitzt aber es hat nichts geholfen, in der Hoffnung das Ihr munter sage ich ... besten Grüße von E. Tante Pletz Viele Grüße Olaf
evwezel Am: 10.09.2026 06:24:27 Gelesen: 21761 # 4558
@ DERMZ [#4557] Hallo Olaf, das letzte fehlende Wort ist „meine”: sage ich meine besten Grüße Viele Grüße Emiel
User #333143597 Am: 10.09.2026 20:52:27 Gelesen: 21391 # 4559
Hallo zusammen, vielleicht kann mir einer oder viele von euch helfen. Ich habe hier 2 Karten aus Kiautschou und da wäre toll, wenn mir jemand den Text entziffern könnte. Vor allem die zweite ist glaub eine harte Nuss. Ich danke schonmal im Voraus Grüße Marcel
Gauss Am: 10.09.2026 21:20:22 Gelesen: 21365 # 4560
@ Germaniasammler [#4559] Mal die erste: Geehrter Herr Rohloff! Auf Ersuchen meines Bruders erlaube ich mir, da Sie auch Kartensammler sind, Ihnen einen Sammlergruß zu senden. B. Kieselbach, Ober-Matr. Art. Feldbatterie China Die zweite ist am Handy zu mühsam, vielleicht später.
logi Am: 10.09.2026 21:55:00 Gelesen: 21339 # 4561
@ DERMZ [#4557] @ evwezel [#4558] Hallo Olaf und Emiel, danke vielmals Olaf für die "Übersetzung" und Emiel für die Ergenzung ! Danke für die Hilfe ! Gruß Lothar
evwezel Am: 10.09.2026 22:01:50 Gelesen: 21331 # 4562
@ Gauss [#4560] Karte 2: Tsingtao d. 25.III.02 Ihre werte Adresse durch meinen Freund Lisihkeit(?) erfahren da ich Ma- trose bin und oft in die großen chinesischen u ja- panischen Häfen komme u im Stande bin Ihnen von denselben die Ansichtskarten zu senden, so bitte ich Sie höflichst mit mir in Post- karten- tausch treten zu wollen. Bitte Sie freundlichst um baldige Revanche. Hoch- achtungsvoll Sammlergruß. Ober-Matrose Frömming S.M.S. Hansa z. Zt. China Adresse! Bitte schreiben Sie statt Tsingtao Shanghai China
Gauss Am: 10.09.2026 22:04:50 Gelesen: 21321 # 4563
@ evwezel [#4562]

Vielleicht heißt der Freund Lischkeit.
evwezel Am: 10.09.2026 22:10:21 Gelesen: 21310 # 4564
@ Gauss [#4563]

Hallo Gauss,

Du hast recht, der Name „Lischkeit” ist viel logischer.

Viele Grüße

Emiel
westfale1953 Am: 11.09.2026 13:33:05 Gelesen: 20655 # 4565
Hallo an die Graphologen, ich habe wieder ein Problem: Vorphila-Brief von SCHWABMÜNCHEN nach AUGSBURG vom 20.2.1848 Wer kann mir sagen, was auf der Anschriftenseite steht? Danke, Bernhard
chris63 Am: 11.09.2026 13:47:14 Gelesen: 20638 # 4566
@ westfale1953 [#4565] Hallo Bernhard, Vom kgl. Landgericht Schwabmünchen an das koenigliche fiskalat von Schwaben und Neuburg in Augsburg P.S. Nro. 2940 frey .. 2098 gruß Christof
User #333143597 Am: 11.09.2026 15:55:38 Gelesen: 20566 # 4567
@ Gauss [#4560] @ evwetzel [#4562] Hallo miteinander, ich danke euch recht herzlich für die schnelle Übersetzung. Echt klasse. Viele Grüße Marcel
westfale1953 Am: 11.09.2026 20:18:52 Gelesen: 20441 # 4568
@ westfale1953 [#4565] Danke, Christof! Das ging ja sehr schnell! Bernhard
dr31157 Am: 16.09.2026 17:41:06 Gelesen: 15752 # 4569
Hallo, ich kann leider wieder etwas nicht lesen: Auf der Vorderseite ganz oben: "Eichen" ??? und "Erhennersdorf" ???, sowie ganz unten:"Drucksache" ? Kann mir bitte jemand helfen? Liebe Grüße Detlef
Gauss Am: 16.09.2026 17:55:45 Gelesen: 15741 # 4570
@ dr31157 [#4569] Zische Erkmannsdorf. Der Absender unterschrieb wohl Ziesche.
Gauss Am: 16.09.2026 17:59:06 Gelesen: 15735 # 4571
@ dr31157 [#4569] Unten vielleicht "durchgesehn"? Ein Bearbeitungsvermerk? Aber es kommen sicher noch kompetentere Leser.
dr31157 Am: 16.09.2026 18:17:23 Gelesen: 15717 # 4572
@ Gauss [#4571] Vielen Dank für die Hilfe. Gruß Detlef
User #357456033 Am: 23.09.2026 10:17:57 Gelesen: 8666 # 4573
Hallo zusammen, bei dieser Dienstpostkarte aus Mainz-Kastel vom 10.10.1922 komme ich mit der alten Handschrift leider, mal wieder, an meine Grenzen. Der Beleg lief im Ortsverkehr von Mainz-Kastel nach Mainz. Heute liegen die beiden Orte in unterschiedlichen Bundesländern (Hessen bzw. Rheinland-Pfalz). Kann jemand den handschriftlichen Text auf der Rückseite vollständig transkribieren bzw. in heutige Schrift übertragen? Außerdem würde ich mich über Hilfe bei der Empfängeranschrift freuen. Bisher kann ich lediglich Mainz und die Kurfürstenstraße 41 II erkennen. Vielen Dank für eure Unterstützung! Beste Sammlergrüße Post‑Bote
volkimal Am: 23.09.2026 11:39:44 Gelesen: 8617 # 4574
@ Post-Bote [#4573] Hallo, auf die Schnelle: ??? Eintritt zum Vorbereitungs- dienst in der Reichsfinanzverwaltung als Steuer- supernumerar wollen Sie am Donnerstag vormittag den 12. Oktober 1922 einmal bei un- serer Kasse vorsprechen Mainz??? den 10. X. 1922 Finanzkasse Kastel Viele Grüße Volkmar
User #357456033 Am: 23.09.2026 14:18:27 Gelesen: 8546 # 4575
@ volkimal [#4574] Vielen Dank für die schnelle Transkription! Wow. „Eintritt zum Vorbereitungsdienst in der Reichsfinanzverwaltung als Steuersupernumerar“ - was es alles so gibt - hätte ich so nicht entziffern können. Viele Grüße Post‑Bote
evwezel Am: 23.09.2026 14:24:17 Gelesen: 8541 # 4576
@ volkimal [#4574] Hallo Volkmar, das erste fehlende Wort ist vermutlich „Zwe(c)ks”. Viele Grüße Emiel