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KI: Happy KI meint Hans J. Zinken von der Arge Schweiz

Richard Am: 27.09.2026 09:42:18 Gelesen: 36 # 1
Alles KI? von Hans J. Zinken Es ist ein wahrer Hype, überall begegnet uns die KI und wird heftig diskutiert. Die Börse spielt verrückt und die großen Player in diesem Geschäft bauen in Windeseile neue riesige Rechenzentren mit angeschlossenen neuen Atommeilern zur Stromversorgung, alles für die künstliche Intelligenz (KI). Jede Google Abfrage wird bereits mit Hilfe dieser Technologie beantwortet und wenn man unbeabsichtigt den falschen Knopf auf dem Handy drückt, redet die KI munter drauflos, obwohl gar keine Frage gestellt wurde – und die unfreundliche Anweisung: „Halt den Mund“ wird höflich mit „wünschen Sie keine weiteren Informationen?“ beantwortet. Zeitschriften und ganze Bücher können heute per KI erstellt werden. Auf dem Hamburger Kirmes „Dom“ beschwerten sich Besucher, dass viele der Bilder und Plakate auf den Buden sichtbar mit KI erstellt wurden, und in der Computerzeitschrift c‘t wird sogar vorgschlagen, Artikel mit einem Stempel (KI-generiert und KI-frei) zu markieren (Anmerkung: Die Zeitschrift der Arge Schweiz ist noch ganz altmodisch mit der Hand getippt). Natürlich hat diese neue Technologie auch Vorteile: Die Literatursuche lässt sich vereinfachen, da in den Rechenzentren unendlich viele wichtige Bücher und Zeitschriften gespeichert sind, die man auf Knopfdruck abrufen kann. Und es gibt bereits die Möglichkeit, Briefmarken mit Hilfe von KI zu bestimmen, wie mir Ulrich Keller soeben mitteilte, der diese Funktion intensiv nutzt. Dies ist insbesondere hilfreich, wenn die Marke aus Ländern mit anderen, für den normalen Sammler nicht lesbaren Schriften stammt und somit nicht bestimmbar ist. Hier ein Beispiel: Suchanfrage über Google: „Was ist das für eine Briefmarke? Die sofortige Antwort (kursiv): Das Bild zeigt eine gestempelte Schweizer Briefmarke im Wert von 20 Rappen (orange) aus der Dauermarkenserie „Stehende Helvetia“, die zwischen 1881 und 1907 ausgegeben wurde. Die Marke trägt einen Gitterstempel (mit erkennbarem Datum/Stempelresten, u. a. lesbar wie eine Entwertung aus den 1900er Jahren). Möchten Sie wissen: - Den genauen Katalogwert oder die Michel-Nummer? - Hinweise zur Bestimmung von Zähnung und Papier? Teilen Sie mir einfach mit, wie ich Ihnen weiterhelfen kann Nächste Frage: welche Zähnung hat die Marke? ... damit handelt es sich um die feine Zähnung (11½ : 11) (in Schweizer Katalogen wie dem Zumstein meist als Zähnung C bezeichnet). In den weiteren „Visuellen Übereinstimmungen“ wird sogar meine Internet Seite angegeben. Versucht es doch auch einmal mit der KI, es ist (noch) kostenlos. Die Kataloghersteller wird das hier Beschriebene sicher nicht besonders freuen, aber für den einfachen Sammler ist das eine kleine Sensation: Er benötigt keine teuren Kataloge mehr, keine Rückfragen in Foren oder bei den „Spezialisten“, er kann alle Fragen ganz alleine lösen. Ganz alleine? Braucht man also künftig keine Arbeitsgemeinschaften, keine Kataloge, keine Briefmarkenzeitungen mehr wie auch unsere? Schade. Wir bemühen uns doch, die Sammler aus dem „stillen Kämmerlein“ herauszubringen in eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten. Ich kann nur hoffen, dass es so schlimm nicht kommen wird, denn unsere eigene Phantasie, unsere Sammelthemen, das ist immer noch viel mehr, als was die KI uns bieten kann und das wird hoffentlich noch eine ganze Weile so bleiben. Jedoch bei der Umsetzung unserer eigenen Ideen – da kann uns die KI helfen und dazu dürfen wir sie auch nutzen. Wie immer: Alle neuen Entwicklungen von der Nutzbarmachung des Feuers bis zur Atomenergie haben zwei Seiten, es liegt an uns, wie wir sie nutzen. In diesem Sinne: Happy KI Jürgen [Aus der Erstveröffentlichung in der Zeitschrift der Arbeitsgemeinschaft Schweiz, Heft 101, mit freundlicher Genehmigung unseres Mitglieds, des Autors Hans J. Zinken. Internet: http://www.arge-schweiz.de ]