Thema:
Das Zweiklassen-Ausstellungswesen des BDPh
Am: 24.09.2026 11:17:44
Gelesen: 1005
# 1
Hallo an alle,
Aufgrund der derzeit gültigen Ausstellungsregelung haben viele Aussteller keine wirkliche Chance, jemals eine Groß-Gold Auszeichnung zu erhalten, egal wie gut Sie auch sind oder was Sie versuchen zu machen.
Anhand des Themas kann man schon mit 100 prozentiger Sicherheit sagen, ob der Aussteller auch eine Groß-Gold Auszeichnung erhalten könnte oder ob dies die nächsten 30 bis 50 Jahre nicht möglich ist, solange sich die heutige Ausstellungsordnung nicht deutlich ändert!
Ich möchte diese Aussagen anhand meiner eigenen Erfahrungen der letzten vier Jahre näher erläutern.
Mein Ausstellungsexponat lautet „Briefmarken-Fälschungen zum Schaden der Deutschen Post seit der Euro-Einführung“.
Erstmals ausgestellt hatte ich dieses Exponat im Rahmen des letzten Team-Wettbewerbs von 2022 bis 2024. Teilgenommen hatten hier neun verschiedene Teams mit jeweils fünf Teilnehmern. Bei der ersten Runde muss man zwei Rahmen à 12 Blätter zeigen, in der zweiten Runde drei Rahmen à 12 Blätter und in der letzten Runde vier Rahmen à 12 Blätter.
In der letzten Runde mit vier Rahmen mit insgesamt 48 Blättern erhielt ich 83 Punkte (Gold), da dieser Teamwettbewerb zu einer Regionalausstellung zählt. Im Folgejahr hatte ich dann auf der Naposta Südwest 2025 in Remseck vier Rahmen mit nun 16 Blättern ausgestellt. Ich wurde zum einen von einem postgeschichtlichen Exponat in ein Länderexponat umgegliedert und erhielt 86 Punkte (Gold), die dies bei einer Rang 1 bzw. internationalen Ausstellung entsprechen. Ich entschloss mich daher dieses Jahr im Juli auf der Rang 1 Ausstellung in Bernau, die auch gleichzeitig bilateral war, erneut auszustellen.
Zum einen habe ich aufgrund entsprechender Aussagen meine Gliederung dafür deutlich besser strukturiert und ich habe das Exponat um zwei Rahmen mit 32 Blättern auf sechs Rahmen mit 96 Blättern ausgebaut. Das Ergebnis war gerade ein Punkt mehr als beim letzten Mal.
Beim Jurygespräch konnten mir der deutsche Juror als auch der schwedische Juror keine Tipps geben, was ich noch verbessern könnte. Mein Exponat wäre schon eher eine Forschungsarbeit.
Mir wurde aber in einem separaten Gespräch mitgeteilt, das ich aufgrund der Ausstellungsregelungen die nächsten 30 Jahre auch keine bessere Beurteilung erhalten würde, da ich schon am oberen Ende der Bewertungspunkte mit meinen erzielten 87 Punkten wäre.
Weitere geplante Ausstellungen sind also reine Zeit- und Geldverschwendung, da egal was ich ändern würde, ich keine bessere Bewertung erhalten könnte und auch in absehbarer Zeit daher keine Chance auf eine Groß-Gold Bewertung hätte, es sei denn in den nächsten 30 Jahren würde sich das eine oder andere an den Bewertungskriterien ändern und dann hätte ich vielleicht auch die Chance mal eine Groß-Gold Bewertung zu erhalten.
Da ich also aufgrund der aktuellen Ausstellungsregeln in den nächsten Jahren keine reale Chance auf eine bessere Bewertung habe, werde ich dieses Exponat auch nicht mehr ausstellen, denn dies wäre nur Zeit- und Geldverschwendung, statt sich mit was anderem Sinnvollen zu beschäftigen.
Zwar war die Aussage des Jurors ehrlich, dass ich in den nächsten Jahren keine bessere Bewertung aufgrund der aktuellen Regeln erhalten könnte, sie zeigt aber deutlich, das es hier eine Zweiklassen-Gesellschaft gibt, die durch die aktuellen Regeln zementiert sind.
Die breite Masse der Aussteller wird auf einer Rang 1 Ausstellung also maximal mit Gold abgespeist, ohne je die Chance auf eine Groß-Gold-Bewertung zu erhalten, ohne das ihnen diese Dinge klar mitgeteilt werden, egal was sie oft auf ihren Gebiet erforscht und veröffentlicht haben oder was sie in ihrem Exponat verbessert haben. Diese Aussteller dienen nur dazu, dass ganze System zu finanzieren und am Laufen zu erhalten.
Vielleicht stelle ich ja testweise dann mal in 30 Jahren erneut diese Sammlung aus, um zu sehen ob sich bis dann was geändert hat, aber ich wäre dann 96 Jahre jung und die zweite Frage wäre, gibt es dann überhaupt noch Ausstellungen ?
Bezüglich der aktuellen Ausstellungsregeln, die ja auf den vier Hauptpunkten: Bearbeitung und Bedeutung/ Kenntnisse und Forschung/ Beschaffenheit und Seltenheit und Aufmachung beruhen, werde ich dann in einem der Folgebeiträge zu diesem Thema anhand meines Exponates noch etwas weiter ins Detail gehen.
Viele Grüße Jürgen Olschimke – freier Journalist für die philatelie - AIJP-Mitglied
Am: 24.09.2026 15:58:07
Gelesen: 891
# 2
@ Journalist [#1]
Hallo Jürgen,
der Titel ist falsch gewählt. Es gibt kein "Zweiklassen-Ausstellungswesen" im Bund Deutscher Philatelisten e.V. Es gibt ein deutsches Regelwerk, abgeleitet von den international gültigen Bewertungsregeln, die von der Fédération Internationale de Philatélie (FIP) aufgestellt wurden. Nach dem Regelwerk werden alle Exponate in den unterschiedlichen Klassen bewertet.
Meine Erfahrung nach zwanzig Jahren Ausstellen in vier unterschiedlichen Ausstellungsklassen, in zehn Ländern, mit zehn Exponaten, mit Medaillen zwischen Vermeil und Gross-Gold, nach 15 Jahren als Juror mit etwa fünfzig nationalen und internationalen Einsätzen ist, dass es im Ausstellungswesen Entwicklungen gibt, die es für Exponate mit großem Forschungsaufwand einfacher machen, auf nationaler Ebene eine Gross-Gold-Medaille zu erlangen. Da gebe ich einen Sch[uhkarton] auf die Aussage von einem Juror.
Nur weil ein Juror etwas zu Dir sagt, heisst das nicht, dass das immer so ist. Es gab viele Themen, für die es vor 15 Jahren hiess, dass sie nie eine Gold-Medaille auf FIP-Level erhalten würden. Mittlerweile erreichen diese Exponate Punktzahlen weit in den Neunzigern.
Mein Rat: Weiter sammeln, Material verbessern, in zwei, drei Jahren noch einmal probieren.
Beste Grüsse!
Lars
Hallo Jürgen,
der Titel ist falsch gewählt. Es gibt kein "Zweiklassen-Ausstellungswesen" im Bund Deutscher Philatelisten e.V. Es gibt ein deutsches Regelwerk, abgeleitet von den international gültigen Bewertungsregeln, die von der Fédération Internationale de Philatélie (FIP) aufgestellt wurden. Nach dem Regelwerk werden alle Exponate in den unterschiedlichen Klassen bewertet.
Meine Erfahrung nach zwanzig Jahren Ausstellen in vier unterschiedlichen Ausstellungsklassen, in zehn Ländern, mit zehn Exponaten, mit Medaillen zwischen Vermeil und Gross-Gold, nach 15 Jahren als Juror mit etwa fünfzig nationalen und internationalen Einsätzen ist, dass es im Ausstellungswesen Entwicklungen gibt, die es für Exponate mit großem Forschungsaufwand einfacher machen, auf nationaler Ebene eine Gross-Gold-Medaille zu erlangen. Da gebe ich einen Sch[uhkarton] auf die Aussage von einem Juror.
Nur weil ein Juror etwas zu Dir sagt, heisst das nicht, dass das immer so ist. Es gab viele Themen, für die es vor 15 Jahren hiess, dass sie nie eine Gold-Medaille auf FIP-Level erhalten würden. Mittlerweile erreichen diese Exponate Punktzahlen weit in den Neunzigern.
Mein Rat: Weiter sammeln, Material verbessern, in zwei, drei Jahren noch einmal probieren.
Beste Grüsse!
Lars
Am: 24.09.2026 16:48:11
Gelesen: 840
# 3
@ Journalist [#1]
Willkommen im Club der frustrierten Aussteller.
Sicher hast du das Thema gelesen, das ich vor ca. zwei Monaten eröffnete - "Bewertungspraxis für Exponate - Erfahrungen von nationalen Ausstellungen". - das ging in die ähnliche Richtung.
@ Lars Boettger [#2]
"Mein Rat: Weiter sammeln, Material verbessern, in zwei, drei Jahren noch einmal probieren."
Ja, genau, immer schön die Ausstellungen füttern, und sich jedesmal glücklich zeigen, wenn man einen Punkt mehr bekommt.
Da trifft die Aussage von @ Journalist [#1] schon zu.
"Diese Aussteller dienen nur dazu, dass ganze System zu finanzieren und am Laufen zu erhalten."
Ich sehe das mittlerweile ebenso.
Wenn es ums Eingemachte geht, erhält man von Juroren immer nur ausweichende Antworten. Der Rat von Lars ist auch eine solche.
Da hilft nur eins, einen Schlussstrich ziehen,
Klemens
Am: 24.09.2026 17:22:12
Gelesen: 821
# 4
@ Frankenjogger [#3]
Früher waren die Aussteller glücklich und stolz, wenn sie eine Silbermedaille erhalten haben.
Heute will jeder Grossgold...
Ich freue mich über jede Briefmarkenausstellung und bin jedem Organisator dankbar, der sich diese Mühe aufhalst, einen solchen Anlass zu organisieren. Auf Dankbarkeit zu hoffen, haben sich die meisten Philatelisten jedoch schon längst "abgeschminkt".
Ich war heute an der Gabra in Burgdorf in der Schweiz. Der Ganzsachensammler-Verein feiert sein 100-jähriges Jubiläum, mit einem Festanlass und einer tollen Ausstellung. Ich zitiere aus dem Vorwort (Seite 2):
"Seither findet alle sieben Jahre eine nicht jurierte Ausstellung (...) statt".
Vielleicht ist das der Grund ("nicht juriert"), dass man heute nur zufriedene Gesichter sah?
Die Vielfalt des Gezeigten ist sehr beeindruckend. Die Liste der Aussteller zeigt über 90 Namen (!) (Seite 17). Die Liste der Sponsoren zeigt über 30 Namen (Seite 14) und 20 Händlerstände zeigen, woher auch noch Geld kommt, das eine solche Veranstaltung nun einmal erfordert.
Wenn wir nicht wieder demütig-dankbare Sammler in unseren Reihen haben, wird es sicher schwierig, "vernünftige" Wettbewerbsausstellungen in Zukunft überhaupt noch durchzuführen. Dann bleibt die Hoffnung wirklich nur noch bei den Sammlern, die "Philatelisten" sind im Vollsinn des Wortes.
"Ein Philatelist ist eine Person, die sich hobbymässig oder beruflich intensiv mit Briefmarken, Postwertzeichen sowie der Postgeschichte beschäftigt. Etymologie (Herkunft): Das Wort leitet sich von den griechischen Begriffen phílos (Freund, Liebhaber) und atéleia (Abgabenfreiheit) ab. Letzteres bezog sich historisch auf die Freimarke, die anzeigte, dass der Empfänger keine Gebühren mehr zahlen musste"
Jeder von uns kann selber entscheiden, ob er einen Beitrag leisten will an das Gedeihen der Philatelie, oder ob er andere Ziele verfolgt.
Heinz (u.a. 31 Jahre Vereinspräsident)
Am: 25.09.2026 07:28:48
Gelesen: 628
# 5
Vor 30 Jahren waren Aussteller:innen über Silber glücklich, weil
a) das Material in mehr Händen lag
b) es teurer war
c) es vermutlich gleichzeitig mehr Konkurrenz gab
Es war nicht möglich, ein Gebiet komplett abzudecken. Heute ist das möglich, die Bewertungen reflektieren das aber nicht konsistent. Und die Aussteller wissen das, siehe Klemens‘ gestarteter Thread vor einigen Wochen.
Die Forderung, man möge demütig-dankbar sein (und zahlen), ist absurd.
Am: 26.09.2026 09:04:00
Gelesen: 376
# 6
@ Lars Boettger [#2]
Es gibt kein "Zweiklassen-Ausstellungswesen" im Bund Deutscher Philatelisten e.V. Es gibt ein deutsches Regelwerk, abgeleitet von den international gültigen Bewertungsregeln, die von der Fédération Internationale de Philatélie (FIP) aufgestellt wurden. Nach dem Regelwerk werden alle Exponate in den unterschiedlichen Klassen bewertet.
> Ja es stimmt, dass das deutsche Regelwerk aus dem internationalen Bewertungsregeln abgeleitet ist. Aber auch dieses Regelwerk ist ein Zweiklassen-System, das die ganz alten Themen fördert und bevorzugt, während die neueren Themen mit zusätzlichen „Balast“ benachteiligt werden.
Es gab viele Themen, für die es vor 15 Jahren hieß, dass sie nie eine Gold-Medaille auf FIP-Level erhalten würden. Mittlerweile erreichen diese Exponate Punktzahlen weit in den Neunzigern
> Ja es stimmt, dass sich das Regelwerk im Laufe der Jahre etwas ändert, dies passiert aber im Schneckentempo, also vielleicht schon etwas in 10 Jahren, aber nicht wie von Dir empfohlen schon in zwei oder drei Jahren. Dein Rat, hier es in zwei oder drei Jahren noch einmal probieren, ist daher in keinster Weise realistisch.
@ Frankenjogger [#3]
Hallo Klemens, ja ich habe dieses Thema intensiv verfolgt, ich habe mich aber entschieden, dies hier in etwas anderer Form darzustellen.
@ Heinz 7 [#4]
Die Vielfalt des Gezeigten ist sehr beeindruckend.
Dies mag vielleicht auf einer Werbeausstellung so sein, aber wenn man sich mal die angebliche Vielfalt der Ausstellungsexponate von den Ausstellungen der letzten Jahre betrachtet, so sind Themen aus den circa letzten 60 bis 65 Jahren (also ab circa 1960 bis 2026) scheinbar philatelistisch total uninteressant und nicht ausstellungswürdig, den fast keiner wagt es hier noch ein Exponat aufzubauen geschweige denn zu zeigen.
Aus meiner Sicht liegt dies eher an den Ausstellern, die mit so einem Exponat aufgrund des Regelsystems sehr schlechte Erfahrungen gesammelt haben und sich daher eher nur im stillen Kämmerlein mit diesen Dingen weiter beschäftigen.
@ TeeKay [#5]
Die Forderung, man möge demütig-dankbar sein (und zahlen), ist absurd.
> dieser Aussage von TeeKay ist nichts hinzuzufügen, sie trifft genau zu.
Soweit erste Anmerkungen zu den bisher erfolgten Beiträgen. In einer der folgenden Beiträge werde ich dann auch Details meiner bisherigen Punktebewertungen und eventueller Änderungen ergänzen.
Viele Grüße Jürgen
Am: 26.09.2026 19:08:06
Gelesen: 227
# 7
@ Journalist [#6]
Also ich finde das ganze etwas daneben. Ich habe 25 Jahre die Ausstellungen bei uns als Ausstellungsleiter betreut. Ich habe sehr viel ehrenamtliche Zeit damit verbracht, den Ausstellern etwas zu bieten und auch oft genug Dank dafür bekommen.
Ich glaube nicht, dass Aussteller nur gemolken werden, um alles am laufen zu halten. Ausstellungen dienen in erster Linie dazu, dass man Gleichgesinnte trifft und sich austauscht. Dass man den Handel da hat um eventuell neues zu bekommen.
Wenn ein Verein so etwas organisiert kommen da schnell erhebliche Summen zusammen, die natürlich gegen finanziert werden müssen.
Jetzt bin ich selber Aussteller und mir ist die Bewertung nur in zweiter Linie wichtig. Als erstes finde ich sollte der Besucher sich an meinem Thema erfreuen und wenn es gut läuft etwas aus der Geschichte lernen.
Ich kann nur sagen, dass ich ein tolles Jurorengespräch hatte nun und weiß, was ich besser machen muss. Aber am wichtigsten war mir das Feedback von Besuchern, die mich auf meine Sammlung angesprochen haben und das ein oder andere wissen wollten. Und ich halte es da schon eher mit Lars Böttger. Wenn alle immer alles nur Schwarz reden ist unser Hobby zum Scheitern verurteilt.
Die Ausstellungen die ich organisiert habe und die die ich besucht habe, waren immer eine Bereicherung für die Philatelie. Gerade auf unseren Ausstellungen habe ich oft Leute gesehen, die nicht zum Fachpublikum gehörten und einfach mal geschaut haben was wir da so machen und da kam oft sehr positive Kommentare.
Also tut mir einen Gefallen und redet das Ausstellungswesen nicht immer so schlecht, denn wenn das mal keiner mehr organisiert gibt es bald nur noch Eigenbrötler im stillen Kämmerlein und unser Hobby ist zum Scheitern verurteilt. Das will doch keiner oder.
Grüße DK Freund
Am: 27.09.2026 00:26:59
Gelesen: 103
# 8
Ich denke, hier müssen wir zwischen nationalen und internationalen Ausstellungen klar entscheiden. Bei nationalen Ausstellungen in Deutschland gibt es viel Bewegung und zunehmend auch Breite. Hier erhalten die verschiedensten Exponate sehr gute Bewertungen und man kann mit halbwegs kompetenten Juroren rechnen.
International ist das anders. Da gibt es das Zwei-Klassenwesen in jedem Fall, wobei die Regeln für die Zugehörigkeit zu einer Klasse nicht eindeutig sind. Klar geht es hier um Geld und Werte, aber auch Selbstvermarkter und politisch gut vernetzte Sammler sind im Vorteil.
Und ja, die Zwei Drittel Mehrheit, die nie Grossgold bekommt, darf den Juroren-Tourismus mitfinanzieren. Nirgendswo ist die Chance grösser, auf komplett inkompetente Juroren zu treffen. Die kommen aus Ländern ohne Ausstellungstradition und haben nicht mal annähernd die Erfahrung und das Wissen eines deutschen Regionaljurors.
Nur zur Klarstellung: Ausnahmen bestätigen die Regel: natürlich gibt es international auch viele Koriphäen. Auf eine solche Koriphäe zu treffen, ist aber keinesfalls gesichert. Das schöne ist, dass es international ein paar Referenzexponate gibt, die ständig rumgeistern und sehr gute Bewertungen erhalten, die wiederum in keiner Relation zu den Bewertungsregeln stehen.
Kurz gesagt: keine Forschung, keine Struktur, keine Gliederung, nur traumhaftes Material hübsch aufgemacht. Wer es nachprüfen möchte, kann die mit goldfarbener Folie hinterlegten Beispiele schnell finden. Damit macht die FIP schon lange klar: Aussteller, die die philatelistische Ochsentour hinter sich gebracht haben, sind bei der FIP nicht im Vorteil.
Aber natürlich: Ausnahmen bestätigen die Regel und man wird unter den FIP-Grossgoldexponaten immer auch wirklich tolle Exponate finden, die es verdient haben.