Briefmarken Atteste

Thema:

Deutsches Reich Beitragsmarken Sozialversicherung

User #375699984 Am: 22.09.2026 23:34:19 Gelesen: 351 # 1
Hallo zusammen, ich bin ganz neu hier, und habe in meinem letzten Ankauf, diese Marken gefunden, ich vermute sie könnten eventuell zu diesem Thema passen. Leider ist die Erhaltung sehr schlecht. Ich konnte aber bisher auch keine Infos zu den Marken erlangen, vielleicht sagen Sie euch etwas? Beste Grüße Patrick (mein erster Post hier).
saeckingen Am: 23.09.2026 06:57:25 Gelesen: 332 # 2
Hallo Patrick, herzlich Willkommen im Forum. Nein, deine Marken passen nicht zum Thema "Hessische Gebührenmarken von 1957". Deine Stücke sind deutlich älter und stammen aus dem bis 1918 bestehenden Großherzogtum Hessen. Dazu sind es keine Gebührenmarken sonder Beitragsmarken zur Sozialversicherung, die Arbeitnehmer auf ihre Beitragskarten zu kleben hatten. Grüße Harald [Beiträge [#1] und [#2] Redaktionell verschoben in ein neues Thema]
User #375699984 Am: 23.09.2026 19:39:56 Gelesen: 243 # 3
@ saeckingen [#2] Hallo Harald, besten Dank für die Informationen/Korrektur. Sind die Marken in dieser Erhaltung überhaupt noch von Wert? Mein erster Gedanke war auch das die Marken älter sein müssen, konnte aber nicht wirklich etwas finden. Gibt es hierfür Literatur? Beste Grüße Patrick
Stefan Am: 23.09.2026 21:42:28 Gelesen: 218 # 4
@ Raritäter [#1] Täuscht es, oder lässt sich schemenhaft das Wasserzeichen "Ringe" erkennen? Im Michel Deutschland Katalog befindet sich eine Abbildung nach der Mi-Nr. 97 II des Deutschen Reiches. Die schräg verlaufenden Rillen in der Gummierung deuten auf die gleiche Gummierung wie bei der Germania-Ausgabe Mi-Nr. 83 I - 93 I hin, also die Friedensdruckausgabe. Da die Verwendung von Wasserzeichen im Briefmarkenpapier im Deutschen Reich im Jahr 1905 eingeführt wurde, ließe sich die Produktion dieser Versicherungsmarken (unter Vorbehalt) in der Reichsdruckerei in Berlin auf die Jahre 1905-1915 eingrenzen. Gruß Stefan
saeckingen Am: 23.09.2026 22:01:44 Gelesen: 208 # 5
@ Raritäter [#3]

Gibt es hierfür Literatur?

Hallo Patrick,

Ja, für diese Marken gibt es einen eigenen Katalog von 328 Seiten:

Erler/Norton: Katalog der Stempelmarken von Deutschland - Band XIV: Rentenversicherungsmarken


Diese Marken sind ein beliebtes und interessantes Sammelgebiet.

Grüße
Harald
User #375699984 Am: 23.09.2026 22:32:34 Gelesen: 205 # 6
@ Stefan [#4] @ saeckingen [#5] Hallo Stefan und Harald, zunächst nochmals vielen Dank für eure Beiträge. Ich besitze einen Michel 2016 Deutschland Spezial und konnte das Wasserzeichen durch die Infos von Stefan nachschlagen. Ich bin bisher noch nicht so bewandt mit Wasserzeichen, würde aber sagen, ich erkenne hier die Ringe (S. 373 im Katalog). Habe versucht noch einmal ein paar bessere Bilder der Rückseite zu bekommen. Was meint ihr? Es tut mir leid ständig zu fragen, da die Erhaltung so schlecht ist, haben die Marken dennoch einen Wert, in diesem Zustand? Vielen Dank nochmal Harald für die Info zu dem Katalog. Beste Grüße Patrick
angim Am: 24.09.2026 01:34:06 Gelesen: 173 # 7
@ Raritäter [#6]

Kein ernsthafter Sammler würde seine Sammlung mit solchen sogenannten Knochen bestücken wollen.

Für mich ist der finanzielle Wert dieser Marken gleich Null.

Viele Grüße
Thomas
User #375699984 Am: 24.09.2026 09:39:45 Gelesen: 138 # 8
@ angim [#7] Hallo und danke Thomas, okay sowas hat sogar einen Fachausdruck, Knochen, interessant. Dachte ich mir, dass die Zustände uninteressant für Sammler sind. Reinigt man auch Briefmarken in solchen Fällen? Sollten seltene Marken mal von solchen Flecken betroffen sein? Hat da jemand Erfahrungen oder kennt sich aus, welche Möglichkeiten es gibt Briefmarken zu reinigen? Viele Grüße Patrick
angim Am: 24.09.2026 10:26:55 Gelesen: 124 # 9
@ Raritäter [#8] Eine Reinigung halte ich bei den vorliegenden Marken für unmöglich. Die Stockflecken gehen durch die ganze Marke. Angenommen Du hättest da eine wirkliche Rarität, wie z.B. einen echten Sachsendreier, dann könnte man mal darüber nachdenken einen Papierrestaurator mit der Restauration zu beauftragen. Bei leichterem Befall würde ich die betreffenden Marken mit warmen Wasser waschen. Eine kleine Prise Jodsalz kann man dazugeben, aber bitte keine Chemie, wie z.B. Spülmittel. Du kannst ja mal mit alter Massenware oder defekten Marken üben. Prinzipiell sollte man bei allen Sammelgegenständen eher nicht reinigen. Bei Münzen kannst Du beispielsweise durch eine Reinigung den Wert der Münze drastisch vermindern! Viele Grüße Thomas
User #375699984 Am: 24.09.2026 11:08:25 Gelesen: 115 # 10
@ angim [#9] Bei Münzen geht die Partina, wenn man es übertreibt verloren, dass ist klar, da habe ich aber auch schon Erfahrungen sammeln können. Werde mich mal ausprobieren an Briefmarken, danke für die Tipps. Viele Grüße Patrick