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KI: Woran erkenne ich KI-generierte Texte und Bilder ?

Richard Am: 18.09.2026 09:20:55 Gelesen: 663 # 1
Woran erkenne ich KI-generierte Texte und Bilder ? KI-generierte Inhalte lassen sich durch gezieltes Achten auf bestimmte Unstimmigkeiten, Muster und Details entlarven. Da die Technologie jedoch immer besser wird, verschwinden eindeutige Fehler zunehmend, weshalb oft die Kombination mehrerer Merkmale den Ausschlag gibt. Hier ist eine Übersicht, woran Sie künstliche Texte und Bilder erkennen: KI-generierte Texte erkennen KI-Textmodelle schreiben grammatikalisch meist fehlerfrei, neigen aber zu struktureller Monotonie und inhaltlicher Oberflächlichkeit. Generischer Schreibstil: Die Texte wirken oft extrem höflich, neutral und formal. Es fehlen persönliche Anekdoten, echte Emotionen oder eine individuelle menschliche Stimme. Phrasen-Wiederholungen: KIs nutzen auffällig oft Einleitungssätze wie „Es ist wichtig zu beachten“, „Zusammenfassend lässt sich sagen“ oder „Darüber hinaus“. Perfekte, monotone Satzstrukturen: Die Sätze sind meist ähnlich lang und folgen Mustern, die mathematisch eine hohe Wahrscheinlichkeit aufweisen. Menschliche Texte variieren viel stärker in der Satzlänge. Faktenfehler und Halluzinationen: KIs erfinden bei mangelnder Datenbasis Fakten, Zitate, Jahreszahlen oder Quellen, die jedoch absolut plausibel und selbstbewusst formuliert klingen. Logiksprünge bei langen Texten: Bei sehr langen Artikeln verliert die KI manchmal den roten Faden oder widerspricht sich in späteren Absätzen selbst. Erkennungstools: Software wie GPTZero oder der CopyLeaks AI Detector analysieren die Textkomplexität und Zufälligkeit, bieten jedoch keine 100-prozentige Sicherheit. KI-generierte Bilder erkennen Bildgeneratoren erzeugen oft atemberaubende Kunstwerke, scheitern aber häufig an komplexer Physik, Anatomie und Texturen. Anatomische Fehler: Hände, Füße und Ohren sind die Schwachstellen der KI. Achten Sie auf sechs Finger an einer Hand, deformierte Ohrmuscheln oder ineinander verschmolzene Gliedmaßen. Der Wachs-Effekt: Viele KI-Bilder, besonders Gesichter, wirken unnatürlich glatt, glänzend oder wie aus Wachs oder Plastik. Der Haut fehlen oft Poren, Fältchen oder feine Härchen. Text und Schriftzüge: Schilder, Logos oder Buchcover im Hintergrund enthalten meist unleserliches Kauderwelsch, verzerrte Buchstaben oder erfundene Schriftzeichen. Unlogische Physik und Geometrie: Brillenbügel, die im Gesicht verschwinden, Ohrringe, die nicht am Ohrläppchen hängen, oder architektonische Linien wie Zäune und Fensterrahmen, die sich im Hintergrund unnatürlich verbiegen. Fehlerhafte Lichtverhältnisse: Schattenwürfe passen oft nicht zur Hauptlichtquelle. Pupillen sind manchmal nicht kreisrund oder die Lichtreflexionen in den beiden Augen einer Person sind asymmetrisch. Hintergrund-Matsch: Während der Vordergrund scharf ist, verschwimmt der Hintergrund oft in einem diffusen, surrealen Pixel- oder Pinselstrich-Muster, das keine realen Objekte darstellt. Rückwärtssuche nutzen: Wenn Sie ein Bild prüfen wollen, nutzen Sie die Google Bildersuche oder TinEye, um zu sehen, ob das Bild bereits als KI-Generat entlarvt wurde.
Perfin Fan Am: 21.09.2026 13:26:43 Gelesen: 476 # 2
@ Richard [#1] Bei der Erkennung von KI-erzeugten Bildern bist du in etwa ein Jahr zu spät dran mit deinen Hinweisen. Wenn du dir die aktuellen TV-Werbeblöcke anschaust, ist mehr als die Hälfte bereits KI-generiert, aber so perfekt mittlerweile, dass man es nur noch durch die vorgeschriebene kleine AI-Einblendung wahrnimmt. Hier gehen durch die KI gerade mehrere Berufszweige komplett den Bach runter: Grafiker, Videoeditoren, Redakteure, Journalisten, Werbetexter, Lektoren - Es ist einfach nur noch traurig!
Richard Am: 24.09.2026 09:32:52 Gelesen: 376 # 3
Hallo zusammen, mir scheint, der BDPh, die Jugend und die Arbeitsgemeinschaften steigen langsam aber sicher zumindest in der Werbung auf KI um. Drei Beispiele auf der Facebook Seite des BDPh aus der letzten Zeit: BDPh: 150 Jahre Bernau (14.9.) Jugend: Phila-Kids Online (14.9.) Arge Thematische Philatelie (12.9.) Bernhard Quirin schrieb auf Facebook zum BDPh-Bild: Ein trostloses Plakat mit gefälschten Briefmarken, die von künstlicher Intelligenz erstellt wurden; diese Plakate sehen alle gleich aus. Dem stimme ich zu. Die Menschen auf dem Platz in Bernau tragen bereits alle schwarze Trauerkleidung. Alle stehen nur rum mit Blick in die gleiche Richtung. Und ob Häuser und Kirche im Hintergrund detailgetreu sind, wird von mir auch bezweifelt. Aber das wird von KI-Bildern wohl auch nicht erwartet. Andere Meinungen ? Grüsse aus dem Allgäu, Richard
Richard Am: 26.09.2026 12:29:50 Gelesen: 266 # 4
Auch der Schwaneberger Verlag ist für seine Werbung im Internet voll auf KI geschwenkt - ob es den Absatz fördert ? Grüsse, Richard
Wolfi99 Am: 26.09.2026 15:21:05 Gelesen: 217 # 5
@ Richard [#3] Wenn man die Ideenlosigkeit der Plakate erkennt, so sollte man doch auch erkennen, das Bernau und Breslau nicht das Gleiche sind. :-) Wolfgang
Richard Am: 26.09.2026 17:19:13 Gelesen: 169 # 6
@ Wolfi99 [#5]

Hallo Wolfgang,

ich habe eben die Gemeni Bildersuche aktiviert für Bernau und Breslau. Bernau Bilder die dem des Plakets ähneln, habe ich nicht gesehen.

Breslau passt dazu, siehe auch Beschreibung.

(KI Gemeni) Breslau (Wrocław) Der Große Ring (Rynek) in Breslau zählt zu den größten und schönsten Marktplätzen Europas. Er besticht durch seine weltberühmten, farbenfrohen Häuserzeilen, das prachtvolle gotische Alte Rathaus mitten auf dem Platz und die monumentale Elisabethkirche direkt an der Nordwestecke.

Wir halten fest:

Text Breslau
Poststempel Breslau
Abbildung Breslau

Es passt alles zusammen.

Grüsse aus dem Haus der Philatelie, Richard
Wolfi99 Am: 26.09.2026 17:53:12 Gelesen: 150 # 7
@ Richard [#6] Ich wollte auf die wohl ungewollte Differenz Text - Bild aufmerksam machen. Im Text steht "BDPh: 150 Jahre Bernau (14.9.). im Bild darunter ist das Plakat von Breslau. Im weiteren Text :"Dem stimme ich zu. Die Menschen auf dem Platz in Bernau tragen bereits alle schwarze Trauerkleidung" - auch das im Kontext zum Bild "Breslau". Wolfgang
Stefan Am: 26.09.2026 19:05:28 Gelesen: 133 # 8
@ Richard [#3] Dem stimme ich zu. Die Menschen auf dem Platz in Bernau tragen bereits alle schwarze Trauerkleidung. Alle stehen nur rum mit Blick in die gleiche Richtung. Und ob Häuser und Kirche im Hintergrund detailgetreu sind, wird von mir auch bezweifelt. Aber das wird von KI-Bildern wohl auch nicht erwartet. Des Rätsels Lösung: du zeigst in Beitrag [#3] ein KI-generiertes Bild über eine Briefmarkenausstellung in Breslau (Wrocław) und beschreibst im Text dieses Plakat abweichend mit der Ortsangabe "Bernau". Gruß Stefan
Richard Am: 26.09.2026 20:05:10 Gelesen: 103 # 9
@ Stefan [#8] Danke für die Aufklärung. Meine Kritik nehme ich zurück, nicht jedoch - das war der Grund für den Beitrag [#3] meine Anmerkungen zum Stil der Werbung. Schöne Grüsse, Richard
TeeKay Am: 27.09.2026 08:33:58 Gelesen: 37 # 10
Die Heerscharen an hoch talentierten, arbeitswilligen Phila-Rentner-Grafikern, die bislang selbstlos ansprechende Werbebanner in großer Zahl gestalteten, sind jetzt also arbeitslos. Wie tragisch. Und was ist bei Jugend: Phila-Kids Online (14.9.) KI generiert? LLM-gestützte Bildgenerierung für ohnehin sehr kurzlebige Werbung ist eine nahezu perfekte Nutzung der Technologie. Es spart immens Zeit und ermöglicht eine sehr schnelle Identifikation der bestwirkenden Werbemotive (was bei den 3 Beispielen aber vermutlich nicht gemacht wurde, da mir bislang kein Paid Ads schaltender Phila-Marktteilnehmer bekannt ist). Mit sehr wenig Input kann man täglich 100 oder auch 1000 Motive testen und kommt damit auf bessere Ergebnisse, als wenn ein Grafiker pro Tag 3 Banner erstellt. Dabei kommt dann übrigens oft heraus, dass automatisiert KI-generierte Motive bessere Ergebnisse erzielen als menschlich generierte. Wenn Werbung KI-generiert wird, können sich Menschen mit wichtigeren Aufgaben befassen.