Liebe Freunde,


einen 8-seitigen Brief auf dünnem Papier mittels eines Damenkuverts konnte man unter 1 Loth immer verschicken - wie hier zu sehen an einem solchen Stück aus Genf vom 7.1.1860 an Madame Sophie von Buttler nach Meiningen (postalisch Thurn und Taxis). Die CH notierte 6 Kreuzer für sich bis Basel (s. Stempel siegelseitig) und die badische Bahnpost fuhr ihn im geschlossenen Briefepaket bis Heppenheim/Bensheim, wo die Übergabe an Thurn und Taxis erfolgte. Das Briefepaket wurde in Frankfurt am Main geöffnet, siehe Stempel, der Brief mit 9 Kreuzer für TuT taxiert und nach Meiningen geleitet. Dort erfolgte die Addition auf 15 Kr. plus 1 Kr. Bestellgeld (links unten), so dass Frau von Buttler (oder Buttlar) total 16 Kr. zahlen durfte. Den geschlossenen Transit durch Baden musste TuT mit knapp 2 Kr. intern für diesen Brief vergüten.
Der Stempel SCHWEIZ N.T.T. = Schweiz nach Thurn und Taxis demonstrierte die postalische Länderaufgabe und die Leitung im geschlossenen Transit nach Frankfurt am Main, wo er auch eingesetzt wurde.
LG von bayern klassisch