Thema:
Bitte hört endlich auf, Belege mit Bleistift zu beschriften!
Am: 02.09.2026 20:14:09
Gelesen: 1982
# 1
Hallo liebe Händler und Privatverkäufer,
die Unsitte ist immer noch weit verbreitet, dass Belege mit Bleistift beschriftet werden.
Bitte hört damit auf!
Es gibt andere Möglichkeiten (kleine Zettel), einen Beleg mit den wichtigen Angaben zu beschreiben.
Bitte, bitte, bitte,
Klemens
Am: 02.09.2026 20:28:02
Gelesen: 1962
# 2
Schön mit MiNr und Mi-Wert beschriftet - echter Augenkrebs.
Ideal wäre, wenn es auch noch irgendwie mit Selbstklebestreifen irgendwo angebracht oder "repariert" worden wäre - was selbst bei sehr teurem Material, das erst in den 1990ern überhaupt erstmals auf den Markt kam (Berlin frankierte Telegramme), gemacht wurde. Da hätte schon jeder wissen können und müssen, dass der Kleber Papier zerstört.
Ideal wäre, wenn es auch noch irgendwie mit Selbstklebestreifen irgendwo angebracht oder "repariert" worden wäre - was selbst bei sehr teurem Material, das erst in den 1990ern überhaupt erstmals auf den Markt kam (Berlin frankierte Telegramme), gemacht wurde. Da hätte schon jeder wissen können und müssen, dass der Kleber Papier zerstört.
Am: 02.09.2026 20:32:01
Gelesen: 1958
# 3
@ Frankenjogger [#1]
+1
Am: 02.09.2026 21:09:47
Gelesen: 1921
# 4
Hallo,
da kann ich mich nur anschließen, ist einfach nur schlimm.
Heute in einem Lot Messeausgaben SBZ bei diversen Einheiten auf dem Rand nicht nur die Michel PF Nr sondern auch noch den Katalogwert.
Teils auch noch mit Kopierstift - Radiergummi resistent.
Da vergeht einem die Sammlerfreude.
Viele Grüße
Peter
Am: 02.09.2026 22:23:16
Gelesen: 1843
# 5
Warum beschriften die meisten Händler die Belege mit einem weichen Bleistift und legen keine Zettel bei?
Richtig, die Zettel fallen anscheinend ständig raus und werden von den potentiellen Käufern aus Versehen wieder falsch einsortiert. Und schon kostet der € 100 Beleg nur noch € 5. Der hilfsbereite Käufer freut sich über den günstigen Kauf.
Grüße
Harald
Am: 03.09.2026 17:40:05
Gelesen: 1648
# 6
Na ja, der bekritzelte 100-EUR-Beleg ist dann auch nur noch 5 Euro wert.
Aber es geht noch schlimmer, neulich hatte ich eine alte österreichische Zeitungsmarke in der Hand, anständiges Randstück, und da hat jemand mit Kugelschreiber (!) "Österreich" auf den Rand gekritzelt.
-jmh
Am: 03.09.2026 18:02:33
Gelesen: 1630
# 7
Bleistift auf gekreidetem Karton oder auf den Aerogrammen von Bund/Berlin sind spurlos nicht zu entfernen. Auch Beschriftungen mit dem früher gern verwendeten sogenannten Silberstiften sind nicht mehr spurlos wegzuradieren.
Am: 03.09.2026 19:00:59
Gelesen: 1575
# 8
Auch wenn es sich um Belege handelt, aber leider auch die Rückseite von Briefmarken werden bzw. wurden gerne verschandelt.
Wie oft werden Typen, Wasserzeichen, Farben oder Plattenfehler hinten drauf gekritzelt.
Am: 03.09.2026 19:37:12
Gelesen: 1542
# 9
Ich habe für dieses Problem eine Lösung für mich gefunden. Diese bemalten Marken und Belege kaufe ich nicht so schwer es fällt!
Wenn das viele Sammler machen und den Händlern das damit begründen, wird das Problem irgendwann verschwinden.
Am: 03.09.2026 20:11:18
Gelesen: 1513
# 10
Wie verhält es sich eigentlich, wenn bessere Marken aus den 1920-ern quasi postfrisch sind, aber rückseitig fein notierte Michelnummern aufweisen?
Sind solche Marken dann wie Falzmarken zu bewerten oder sind die dann doch etwas besser?
Subjektiv empfinde ich das so, aber wie sieht das aus einer realistischen Sichtweise aus?
Viele Grüße
Thomas
Am: 03.09.2026 21:06:45
Gelesen: 1475
# 11
@ angim [#10]
Sie sind dann halt nicht mehr postfrisch.
Wie du das dann wertest, oder bewertet bekommst, muss du selbst sehen.
Viele Grüße,
Klemens
Am: 04.09.2026 08:27:48
Gelesen: 1336
# 12
Schlimmer noch ist der bekannte Arzt aus Halle (Saale), der gute bis sehr gute Inflationsbelege mit seinem Praxisstempel versah.
Wenn es gut lief, ein Abschlag auf der Rückseite. Wenn es schlecht lief, zwei Abschläge direkt auf der Vorderseite.
Am: 04.09.2026 08:33:39
Gelesen: 1332
# 13
@ JoshSGD [#12]
Ein sicherer Diebstahlschutz! Was für eine Schande - man mag es nicht glauben!
Am: 04.09.2026 10:02:04
Gelesen: 1287
# 14
@ JoshSGD [#12]
Das ist sein gutes Recht als Eigentümer. Problematisch wird das nur beim Verkauf.
@ alle
Seht ihr das Thema "Beschriftung" auf Belegen nicht zu verbissen? Ich akzeptiere, was meine Vorgänger mit den Belegen und Briefmarken angestellt haben.
Ein bekannter US-Experte (Ashbrook) hatte seine Erkenntnisse auf der Briefrückseite ausführlich vermerkt. Kein Sammler von US-Material käme auf die Idee, diese Vermerke zu beseitigen (oder nur Vollpfosten, die keine Ahnung haben). Über den Sinn und Unsinn von Prüf-, Händler- und Sammlerzeichen wurde bereits ausführlich diskutiert.
Grundsätzlich versuche ich bei meinen Belegen und Briefmarken, Notizen und Schmutz zu entfernen. Dafür nehme ich einen sehr weichen Radiergummi, viel Zeit und viel Geduld. Wenn etwas nicht vollständig verschwindet, freue ich mich trotzdem an dem Beleg.
Archivbüge stören mich fast noch mehr. Aber das wird anscheinend akzeptiert.
Beste Grüße!
Lars
Am: 04.09.2026 10:38:47
Gelesen: 1248
# 15
@ Lars Boettger [#14]
Rein philosophisch gehören Archivbüge noch zum Leben des Objekts als echtes Objekt, Bleistiftnotizen werden angebracht, wenn das Objekt zum Sammelobjekt geworden ist. Ästhetisch ist es natürlich eine andere Frage, da bin ich eher mit Dir einig.
Am: 04.09.2026 10:53:01
Gelesen: 1235
# 16
@ Gauss [#15]
Du hast recht - dann korrigiere ich meine Aussage auf "Briefe beschneiden, weil sie zu groß sind" oder "Belege knicken, weil sie nicht ein bestimmtes Format haben".
Beste Grüße!
Lars
Am: 04.09.2026 11:36:14
Gelesen: 1194
# 17
Ich kann mich der Kritik an Bleistiftbeschriftungen durchaus anschließen - schön ist das nicht, und gerade bei empfindlichen Papieren bekommt man die Spuren oft nie wieder vollständig weg.
Was mich persönlich aber fast noch mehr stört, sind beschnittene Belege. Ich habe selbst etliche solcher Stücke in meiner Sammlung, bei denen Rückseiten oder Randbereiche fehlen, weil sie irgendwann einmal offenbar „passend fürs Album“ gemacht wurden. Dabei geht nicht nur Papier verloren, sondern oft auch wichtige postalische Informationen.
Ein Beispiel aus meiner Sammlung ist ein Behördenbrief aus der Inflationszeit (Zornheim → Mainz, 14.12.1922), bei dem leider nur die Vorderseite erhalten ist. Der Beleg ist historisch durchaus interessant - aber durch das Beschneiden bleibt eben nur ein Torso.
Solche Eingriffe sind für mich deutlich gravierender als eine Bleistiftnotiz, die man - je nach Papier und Stift - zumindest noch mit etwas Geduld reduzieren kann.
Grüße Post‑Bote
Solche Eingriffe sind für mich deutlich gravierender als eine Bleistiftnotiz, die man - je nach Papier und Stift - zumindest noch mit etwas Geduld reduzieren kann.
Grüße Post‑Bote
Am: 04.09.2026 12:17:01
Gelesen: 1164
# 18
@ Lars Boettger [#16]
Als Huth-Sammler ist man natürlich sehr Archivbug-geschädigt.
Am: 04.09.2026 20:26:30
Gelesen: 1038
# 19
@ Frankenjogger [#1]
Bitte hört endlich auf, Belege mit Bleistift zu beschriften!
Text: @ Frankenjogger [#1]
Kann ich voll nachempfinden. Allerdings ist es manchmal auch eine Momentaufnahme wie auf diesem Inflationsbeleg aus Rumänien, ein Express Einschreiben, portogerecht freigemacht und relativ selten. Da hat mal jemand ganz unten rechts 10,-- mit Bleistift vermerkt, ohne Währung. Fiel mir gerade jetzt bei der Inventur auf. Der Beleg nach Lausanne ist weitaus mehr wert und ich freue mich, dass ich weiß, was er mal wert "war".
Andererseits frage ich mich, wie es bei Briefmarkenhändlern mit der Preisauszeichnungspflicht steht? Da habe ich nämlich keine Ahnung.
Liebe Grüße
10Parale
Am: 04.09.2026 22:18:45
Gelesen: 972
# 20
Ich hatte kürzlich eine Auswahlsendung mit Landpoststempeln auf kompletten Belegen hier, insgesamt 640 Stück. Der Sendung lag ein Brief bei, der besagte, dass ausnahmslos jeder Beleg 3 Euro kostet. Und trotzdem hatte der Verkäufer auf ausnahmslos jeden Beleg extra noch vorderseitig mit Bleistift den Preis notiert. Was für ein Unfug. Da ich viel entnommen hatte, musste ich überall die Bleistiftnotierungen sorgfältig entfernen, was mir auch gut gelungen ist, aber der Zeitaufwand war völlig unnötig gewesen.
Bei der nachfolgenden Auswahl war es mir dann mit gutem Zureden vorab per Telefon gelungen, den Verkäufer davon abzuhalten, wieder so zu verfahren.
Viele Grüße
Ingo
Bei der nachfolgenden Auswahl war es mir dann mit gutem Zureden vorab per Telefon gelungen, den Verkäufer davon abzuhalten, wieder so zu verfahren.
Viele Grüße
Ingo
Am: 19.09.2026 13:28:57
Gelesen: 497
# 21
@ saeckingen [#5]
Das erklärt aber nicht, warum zum Beispiel ein bekannter Händler alle Belege mit den aktuellen! Postleitzahlen versieht.
Darüber hinaus ist eine Zettelwirtschaft inzwischen wirklich unnötig.
LG
Christoph
Am: 19.09.2026 16:57:02
Gelesen: 433
# 22
Ich hatte schon den Fall, da hat der BPP-Prüfer Ronald Steuer eine Prüfung abgelehnt, weil im Bereich des wertbestimmenden Stempels radiert worden war. Auf einem alten Auktionsfoto konnte man sehen, dass an der Stelle mal eine Auktionsnummer vermerkt worden war.
Am: 20.09.2026 01:23:19
Gelesen: 282
# 23
@ reichswolf [#21]
Hallo Christoph,
ich nehme an, ich weiß, wen du mit dem bekannten Händler meinst; es ist einfach so, wenn man etwas schon seit so vielen Jahrzehnten tut, dann kann man nur sehr schwer damit aufhören.
Viele Grüße
Ingo
Hallo Christoph,
ich nehme an, ich weiß, wen du mit dem bekannten Händler meinst; es ist einfach so, wenn man etwas schon seit so vielen Jahrzehnten tut, dann kann man nur sehr schwer damit aufhören.
Viele Grüße
Ingo