Thema:
Aktuelle Briefmarkenmagazine
Am: 07.06.2026 08:49:54
Gelesen: 379
# 1
Guten Morgen !
Ich würde mich sehr gerne über das Briefmarkenhobby einlesen. Welche aktuellen Magazine, Hefte, usw. gibt es aktuell in Papierform auf dem Markt ? Danke für evtl. Tipps.
Gruss
Fonzi
Am: 07.06.2026 09:43:14
Gelesen: 355
# 2
Nach meiner Kenntnis gibt es in deutscher Sprache mittlerweile nur noch vier Fachmagazine. Zwei hatten Ende 2024 und 2025 aufgegeben - und es waren nicht die schlechtesten: Der Briefmarken-Spiegel (BMS) und die Deutsche Briefmarken-Revue (DBR).
Seit 2026 haben wir also nur noch die längst über die Berichterstattung zur organisierten Philatelie hinaus gewachsenene philatelie (monatlich, hohe Auflage), die Deutsche Briefmarken-Zeitung/DBZ (2-wöchentlich, geringere Auflage) sowie die MICHEL-Rundschau (monatlich, geringe Auflage).
In Wien erscheint darüber hinaus DIE BRIEFMARKE (10 Male im Jahr) mit der höchsten Auflage aller Deutschsprachigen (bedingt dadurch, dass sie alle Abonnenten der Post gratis beziehen). Die philatelie lesen in Deutschland die meisten, da sie an die BDPh-Mitgliedschaft gekoppelt ist (ca. 20.000), DIE BRIEFMARKE hat zwar eine doppelt so hohe Auflage, ist aber eher "alpenrepublikorientiert". Die DBZ war früher Standardlektüre aller Sammler im deutschsprachigen Europa, ist aber längst nicht mehr so umfangreich wie früher und wegen ihrer zweiwöchentlichen Erscheinungsweise relativ teuer (im 1. Bezugsjahr allerdings zum halben Preis zu haben). Die MICHEL-Rundschau wird vor allem von Sammlern gelesen, die sich für die abgebildeten Neuheiten aus aller Welt interessieren. Sie hat mittlerweile allerdings kaum noch Fachaufsätze, so dass sie für den allgemein Interessierten weniger interessant ist als philatelie und DBZ.
Es gibt zwar noch weitere Magazine, z.B. das monatliche APHV-Magazin des Briefmarkenhandels, diese sind aber nicht am Kiosk käuflich, wie auch das, von DHL Deutsche Post AG herausgegebene Zweimonatsmagazin postfrisch, welch es vor allem auf die Neuheitenabonnenten aus Weiden (Opflz) zielt und leider auch zahlreiche Nebenprodukte (Münzen, Miniaturautos, Bierkrüge usw.) bewirbt, die mit unserem Hobby nichts zu tun haben. postfrisch könnte man auch als Werbemagazin der Post bezeichnen.
Für Fonzi zum Einlesen kann ich wärmstens empfehlen, dem BDPh beizutreten und damit die philatelie gratis zu bekommen sowie als Schnupperabonnent die DBZ für ein Jahr zum halben Preis zu beziehen. Falls Fonzi Österreich-Fan ist, käme DIE BRIEFMARKE mit rund 40 € pro Jahr noch hinzu, wobei zu beachten ist, dass in Wien das reine Abo mehr kostet als wenn man gleich dem VÖB beitritt und dann Die Briefmarke wie in Deutschland die philatelie gratis bezieht.
Am: 07.06.2026 10:00:43
Gelesen: 339
# 3
Ich denke, zum Einlesen eignen sich auch frühere Jahrgänge (die man geschenkt oder fast umsonst findet).
Viele Artikel und Themen haben ja bleibende Gültigkeit.
Am: 07.06.2026 10:21:45
Gelesen: 314
# 4
Kleine Korrektur:
Der österreichische Briefmarkenbund heißt VÖPh und nicht VÖB (VÖB wäre nämlich deren Prüferbund).
Die VÖPh-Mitgliedschaft kostet 40 € p.a., während allein das Abo der Briefmarke für Deutschland 45 € kostete. Es lohnt sich also, dem VÖPh beizutreten, dann bekommt man die Briefmarke gratis dazu!
Ein wichtiges Informationsmagazin hatte ich vergessen, da es nur elektronisch (kostenlos) abonnierbar ist:
Die PHILA HISTORICA, das Quartalsmagazin des deutschen Philateliegeschichtspapstes Wolfgang Maassen. Erscheint zwar nur vierteljährlich, dann aber manchmal mit sogar 200 e-Druckseiten!
Wer sich über Wolfgang Maassen als Person informieren will, lese die von mir für ihn herausgegebene Festschrift von knapp 30 Autoren aus knapp 10 Ländern, die zu seinem 75. Geburtstag erschien!
Dr.Jan Ulrich Clauss
DBZ-Autor seit 2011